<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0">

<channel>
	<title />
	
	<link>http://www.mediabusinessblog.de</link>
	<description />
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 22:01:33 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/MediaBusinessBlog" /><feedburner:info uri="mediabusinessblog" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><item>
		<title>Unzweifelhafte und zweifelhafte Erfolgsfaktoren von Facebook: Isolationsfurcht als Klammer!?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/YrlHJuw7AHI/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/05/18/unzweifelhafte-und-zweifelhafte-erfolgsfaktoren-von-facebook-isolationsfurcht-als-klammer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 22:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Krone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=693</guid>
		<description><![CDATA[
Die Digitalisierung der Kommunikationswege hat maßgeblich zur Verbreitung von SocialMedia-Plattformen beigetragen. Der Börsengang des Marktführers Facebook monetarisiert den vermuteten Wert der Ressource „Mitglied“. Zur Motivation hundertmillionenfacher teil-öffentlicher Gruppenkommunikation liefert die Wirkungs- und Rezeptionsforschung Erklärungsansätze. 
Die Geister, die Klaus Raab im Altpapier vom 7.Mai 2012 gerufen hat, lassen sich nicht lange bitten: über Facebook wurde bereits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/02/netzwerk_anfrage.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/02/netzwerk_anfrage.jpg" alt="" title="Facebook_News" width="480" height="205" class="alignleft size-full wp-image-322" /></a></p>
<p>Die Digitalisierung der Kommunikationswege hat maßgeblich zur Verbreitung von SocialMedia-Plattformen beigetragen. Der Börsengang des Marktführers Facebook monetarisiert den vermuteten Wert der Ressource „Mitglied“. Zur Motivation hundertmillionenfacher teil-öffentlicher Gruppenkommunikation liefert die Wirkungs- und Rezeptionsforschung Erklärungsansätze. </p>
<p>Die Geister, die Klaus Raab im Altpapier vom 7.Mai 2012 <a href="http://weblogs.evangelisch.de/weblogs/altpapier/2012/05/07/gef%C3%A4llt-mir-ja-mei">gerufen hat</a>, lassen sich nicht lange bitten: über Facebook wurde bereits <a href="http://carta.info/26360/facebook-ein-sonderfall-im-oekosystem-des-internets/">viel geschrieben</a> und muss aktuell selbstverständlich <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-steuert-auf-12-Milliarden-Dollar-Boersengang-zu-1567614.html">viel geschrieben werden</a>, denn immerhin <a href="http://carta.info/43608/leute-kauft-facebook-aktien/">nähert sich der Börsengang </a>der – gemessen an der durch das Unternehmen veröffentlichten Mitgliederzahl – weltweit größten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Social_networking_service">Social Community of Relationship</a>, einer Kommunikationsplattform zur Pflege und Anbahnung von sozialen Beziehungen im Allgemeinen (<a href="http://www.uni-siegen.de/fb5/wirtschaftsinformatik/publikationen/diplomarbeiten/pdf/da_offenberg_community-driven-development_2008.pdf">vgl. Kap 2.3/Klassifikation</a>).</p>
<p><strong>Unzweifelhafte Erfolgsfaktoren</strong><br />
Erfolg ist die Klammer, die Ökonomie und Kommunikation in ein verwandtschaftliches Verhältnis setzt. Spezifische Erfolgsfaktoren haben spezifische Auswirkungen auf die Dimension des Erfolges.</p>
<p>Betrachtet man unzweifelhafte Erfolgsfaktoren, sind diese für Facebook der Handel mit der Privatsphäre durch Überlassung eines Kommunikationsraumes, also das Sammeln von Persönlichkeits- und Kommunikationsprofilen zur Vermittlung gezielter Werbekommunikationsmaßnahmen sowie der davon abhängigen Optimierung der zugelassenen Kommunikationsstruktur der Mitglieder. Geheimdiensten und solchen, die es gerne wären, <a href="http://www.fwf.ac.at/de/downloads/pdf/ampuls20-krone.pdf">gefällt das</a> natürlich auch.</p>
<p>Der unzweifelhafte Erfolgsfaktor aus der Nutzerperspektive besteht im Angebot multimedialer Kommunikationswege in einem entgrenzten geografischen Raum gegen die Überlassung eines individuell interpretierten Grades von teilöffentlicher Privat- und Intimsphäre. Der Nutzen basiert zu großen Teilen auf der Option für das Mitglied, sein Kommunikationsverhalten mit geringem Aufwand auszudehnen und die in der analogen Fern- und Nahkommunikation mäßig erfüllbaren Bedürfnisse (Vgl. Leky, Gisela/Schuhmacher, Heidemarie [1989]: Aspekte mediengebundener Kommunikation am Beispiel Telefontreff Köln, in: Forschungsgruppe Telefonkommunikation [Lange, Ulrich T./ Beck, Klaus/ Zerdick, Axel als Hrsg.]: Telefon und Gesellschaft. Beiträge zu einer Soziologie der Telekommunikation, Berlin. S. 167-185) befriedigt zu wissen.</p>
<p><strong>Zweifelhafte Erfolgsfaktoren</strong><br />
Zweifelhafte Erfolgsfaktoren, auf der anderen Seite, weisen ungleichgewichtige bis gar keine Wechselbeziehungen zwischen Kunden und Anbieter auf. So sind es beispielsweise indirekt von Facebook angezogene Branchen, die „<a href="http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-19-2012-deutsche-firmen-sehen-durch-facebook-signifikantes-gewinnpotenzial_aid_748109.html">signifikantes Gewinnpotential</a>“ in neuen Möglichkeiten der Kundenbindung sehen. Sie tun sich oft schwer mit der Einschätzung von Erfolgsaussichten und laufen Gefahr, mit halbherzig betriebenen Profilen (Angst davor, nicht rückholbar Unvorteilhaftes zu posten) gerade das Gegenteil, nämlich Kundentrennung, zu betreiben.</p>
<p>Diese in Summe der Mitglieder vermutlich nicht repräsentative Gruppe der institutionellen Profile ist darob kein direkter Erfolgsfaktor für den Kunden, wohl aber für den Anbieter. In wie weit gar von einer erfolgreichen Börsennotierung erfolgreiche Kommunikation und Kommunikationsbereitschaft beeinflusst werden, ist nicht direkt ableitbar. Das gilt ebenso für den privaten Nutzer und private Nutzergruppen.</p>
<p>Dass die intransparente Kommerzialisierung sozialer Beziehungen über den Transportkanal von Kommunikation hinaus bereits eine offenbar akzeptierte Nebenwirkung des 21. Jahrhunderts darstellt, <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/re-publica-waeren-wir-doch-alle-anonym-11738606.html">stimmt nicht nur eben Moglen nachdenklich</a>, der auf eine Art Opferritual der Teilnehmer zur Teilhabe an digitalen sozialen Sphären hinweist. Die Opfergaben, das graduelle Einverständnis in die <a href="http://carta.info/41261/destroying-aa-diggin-up-mn-me/">Aufgabe von Kontrolle über das eigene Tun und Sein</a>, der Gedankenfreiheit an unbekannte Dritte, sind lange Bestandteil (zum Beispiel Cloud-Computing) nicht nur in der <a href="http://carta.info/24397/die-ideologie-datenschutz/">publizistischen Auseinandersetzung mit dem Medienwandel</a> und bedeuten einen im Vorfeld (zumindest angenommenen) erfolgten Abwägungsprozess zwischen „Dabeisein“, „Bequemlichkeit“ und „Ignoranz“ im modernen Jetzt. Eine Mitgliedschaft bei Facebook kann heute – unreflektiert – ohne weiteres als ein „Quasi-Muss“, als eine geleitete Selbstverständlichkeit der Kommunikationsgesellschaft bezeichnet werden.</p>
<p><strong>Ursache und Wirkung</strong><br />
Neben dem <a href="http://carta.info/21537/vorratsdaten-und-die-logik-der-datenkollektivierung-fuer-ein-gesellschaftliche-kultur-des-datenschutzes/">Umgang mit (höchst)persönlichen</a> <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschuetzer-verstaerken-Kritik-an-Facebook-1477419.html">Daten</a> geht es in der Analyse um zweifelhafte Erfolgsfaktoren am Beispiel Facebooks auch um die <a href="http://carta.info/36850/freiheit-und-entschleunigung-die-carta-umfrage-teil-i/">Auswirkungen eines Communication Overkill</a> auf das menschliche Nervensystem in einer Phase der Sozialisation mit neuen, sozialen Kommunikationsangeboten, über deren tatsächlichen Nutzen, mit vernunftgeleitetem Abstand, gestritten werden kann. Weshalb nun treten solche Symptome zweifelhaften Erfolgs auf? Liegen die Ursachen dafür in sozialgesellschaftlich verankerten Kommunikations- und Beziehungsmustern oder sind sie einfach unumgänglich banale Folgen der technologischen Innovation? Existiert, als Ursache, etwa eine Furcht von Individuen, als unmodern zu gelten, soziale Kontakte ohne digitale Kommunikationsplattformen nicht aufrecht erhalten zu können oder nicht mit dem sozialen Umfeld „mithalten“ zu können und als rückständig charakterisiert zu werden?</p>
<p><strong>Isolationsfurcht</strong><br />
Die von Elisabeth Noelle-Neumann Mitte der 1970er Jahre veröffentlichte „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweigespirale">Theorie der Schweigespirale</a>“, geschichtlich der Annahme starker Medienwirkungen zurechenbar, geht davon aus, dass Menschen nicht zu einer Minderheit gehören wollen. Sie seien gesellig und wollen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Isolation">soziale Isolation</a> vermeiden. Der Mensch verfüge über ein quasi-statistisches Organ, das permanent Mehrheits- und Minderheitsmeinung erkenne und sich in der Folge in seinem sozialen Handeln danach ausrichte. Menschen schließen sich demnach, unter Gruppendruck, einer Mehrheitsmeinung an, selbst wenn diese offenkundig Anlass zur Kritik gibt. In dieser Diktion sind beispielsweise drei Studienergebnisse lesbar (<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-90-Prozent-der-deutschen-Web-Nutzer-hegen-Bedenken-gegen-Facebook-1357778.html">hier</a>, <a href="http://unternehmerwissen.at/aktuelle-studie-zu-facebook-60-verweigern-sich-%E2%80%9Eplauderplattform%E2%80%9C-aus-datenschutz-bedenken/">hier</a> und <a href="http://www.wbs-law.de/datenschutz/datenschutz-studie-internetuser-misstrauen-facebook-und-co-13942/">hier</a>), nach denen Mitglieder von Social Communities of Relationship einerseits den Datenhunger der Betreiber kritisieren, andererseits aber nicht in Erwägung ziehen, die Netzwerke aufgrund dieser Umstände zu verlassen. Die Theorie steht demnach für ein sozialpsychologisches Experiment zum Konformitätsdruck der Öffentlichkeit auf das Individuum.</p>
<p><strong>Massenmedien und Blogosphäre als Verstärker</strong><br />
Daneben beruht der Ansatz Noelle-Neumanns auf der expliziten Annahme mächtiger Medien. Durch ihre Gleichförmigkeit entstehen Öffentlichkeitseffekte wie beispielsweise die Versorgung der Meinungsbefürworter mit Argumenten (ohne notwendige Verlinkung; pro Partizipation Facebook). Es existieren praktisch kaum Angebote, die nicht auf die Vorteile der interpersonalen und Gruppenkommunikation verweisen und nicht selbst aktiv in das Ökosystem Facebook eingebunden sind. Sie erheben damit die Plattform, im Sinne einer Unternehmensstrategie, quasi zum Dreh- und Angelpunkt moderner Kommunikation und modernen Journalismus.</p>
<p><strong>Meta-Erfolgsfaktor Isolationsvermeidung</strong><br />
Ausgehend von diesen Annahmen lässt sich ableiten, dass diejenigen Individuen, die ihre Netzwerke erst bilden – insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene –, sich aus Furcht vor einer Isolation von ihren sozialen Umfeldern einer Partizipation nur schwer entziehen können, obschon sie Vorbehalte gegen eine Teilnahme an diesbezüglichen Plattformen und <a href="http://carta.info/26360/facebook-ein-sonderfall-im-oekosystem-des-internets/">deren „Deals“ </a>zu entwickeln imstande sind. Facebook erfüllt hier die Grundannahmen der Theorie und lässt eine Argumentation pro Isolationsfurchtvermutung als nachhaltigen Erfolgsfaktor zu.</p>
<p><strong>Kritik: empirisch nicht belegt</strong><br />
Empirisch wurde die Theorie Noelle-Neumanns bislang nicht bestätigt; neuere Untersuchungen ergaben beispielsweise, dass „Anpasser“ nur eine kleine Gruppe ausmachen, wenngleich Reaktanzen bei Befragungen (Selbstbezichtigung) nicht ausgeschlossen werden könnten. Auch verfügen Individuen über <a href="http://carta.info/26755/die-ressource-ignoranz/">heterogene Persönlichkeitsstrukturen</a>, die sie spezifische Kommunikationssituationen, -strukturen und –orte unterschiedlich beurteilen lassen und ein dementsprechendes Kommunikationshandeln offenbaren.</p>
<p><strong>Perspektiven</strong><br />
Diese Gedanken können zu der Prognose führen, dass, sollte sich die Datenschutzsensibilität in der Bevölkerung weiter erhöhen und die Medienkompetenz Anschluss an die Medientechnologie gewinnen, es Social Communities of Relationship in Zukunft schwerer fallen wird, relevante Informationen ihrer de-anonymisierten User für ihren „Deal“ weiterverwerten zu können. Denn niemand (der sich nicht von seinem Smartphone aktiv verfolgen lässt) wird nach seinem Namen oder Vorlieben gefragt, wenn in einem Geschäft Waren bezahlt werden, und noch ist es nicht in der Macht eines Unternehmens mitzuverfolgen, wohin ein Kunde nach einem Einkauf mit Bekannten einen Kaffee trinken geht, wer die Bekannten sind und wo sich das Cafe befindet. Diese Analogie lässt sich beliebig erweitern und stellt den Großteil der sozialen Aktivität, auch im 21. Jahrhundert, dar.</p>
<p>Dem Autor ist mulmig bei dem Gedanken an unkontrollierbare Überwachung durch <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article106254535/Schnueffel-Dienst-ermoeglicht-Facebook-Ueberwachung.html">unbekannte oder bekannte Dritte</a> mit nicht immer zu begrüßenden Intentionen und einer Öffentlichkeit, die bewusst Maschinen – die nicht im Stande sind zu denken und wenn, dann nur so weit, wie es ein Entwickler- oder Entwicklerteam zu leisten vermochte (und damit selbstverständlich an der Komplexität des Lebens im Allgemeinen und an doppeldeutiger Kommunikation im Speziellen <a href="http://www.n-tv.de/auto/Entmuendigt-Porsche-den-Fahrer-article6212391.html">zum Scheitern verurteilt ist</a>) – als ihre verlässlichen Kommunikationspartner begreift. Eine unreflektierte Technologie- und Innovationsaneignung mag der spielerischen Natur des Menschen nahe sein, aber die Rechte des Einen finden immer dort ihre Grenzen, wo die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Was-soziale-Netzwerke-ueber-Nicht-Mitglieder-wissen-1567884.html">Rechte des Anderen berührt werden</a>. Das mag kulturpessimistisch und reaktionär klingen, ist im Grunde genommen aber genau das Gegenteil von dem, was durch eine Art „Misstrauensmanagement“ der Beobachtung gegenüber Menschen in den Rang des Zeitgeistes (oder höher; sic!) gehoben wird.</p>
<p><strong>Epilog</strong><br />
Die Kommunikationswissenschaft ist beileibe nicht die einzige Disziplin, die Erklärungsmodelle für zweifelhafte Erfolgsfaktoren Facebooks bereithält: eine Verwandtschaft  der Isolationsfurchthypothese besteht zweifelsfrei zum so genannten „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom">Stockholm-Syndrom</a>“. Man arrangiert sich mit dem Kontrollverlust, so lange man sich digital wahrnehmbar fühlt und multimedial kommunizieren kann. So gesehen ist auch die Wechselseitigkeit des Nutzens zwischen Anbieter und Nachfrager wiederhergestellt und das Vorhaben der Marktkapitalisierung bis auf den Zeitpunkt intervenierender Ereignisse/Entwicklungen gesichert.</p>
<p>Dem Zusammenspiel von Ökonomie und Kommunikation muss also ein wichtiges Merkmal, das der Kraft, hinzugefügt werden, die sich in der Regel politisch manifestiert. Denn, die Frage muss gestattet sein, warum unter dem Verdacht einer unternehmerisch tolerierten Form der Kommunikationsfreiheit (Facebook ist eine definierte Kommunikationsplattform mit einem Fokus auf Kommunikationsinhalte; Telekommunikationsunternehmen bieten undefinierte Kommunikationskanäle mit einem Fokus auf Transportqualität) die positiven Effekte alternativer Öffentlichkeiten heben, die die Bürger von den als „Gatekeeper“ fungierenden <a href="http://netzwertig.com/2010/04/07/wikileaks-die-medien-haben-versagt/">Massenmedien emanzipiert</a>? Eingriffe von kommerziellen Playern der Social Media-Branche sind keine Ausnahme und geben zum Nachdenken über die Wahl des bequemsten Mittels Anlass. Letztlich lösen sich Unsicherheiten überwiegend durch Wissen (<a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/der-facebook-boersengang/wie-sollen-wir-facebook-benutzen-das-handbuch-11743011.html">ein Beispiel</a>) auf. </p>
<p><a href="http://carta.info/43702/unzweifelhafte-und-zweifelhafte-erfolgsfaktoren-von-facebook-isolationsfurcht-als-klammer/">Dieser Text</a> erschien zuerst auf <a href="http://carta.info/">Carta.info</a>. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des <a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/krone-jan">Autors</a>.</p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=693&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/05/18/unzweifelhafte-und-zweifelhafte-erfolgsfaktoren-von-facebook-isolationsfurcht-als-klammer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/05/18/unzweifelhafte-und-zweifelhafte-erfolgsfaktoren-von-facebook-isolationsfurcht-als-klammer/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Wertschöpfungsmuster in 2020: schneller, schlauer, spezialisierter – mit dem Kunden</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/0y0JNf_0RUU/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/05/03/wertschopfungsmuster-in-2020-schneller-schlauer-spezialisierter-%e2%80%93-mit-dem-kunden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 08:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralph Düster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=672</guid>
		<description><![CDATA[
Wirtschaft meets Wissenschaft: Prof. Dr. Mike Friedrichsen (Hochschule der Medien in Stuttgart, Media Business Transfer Center in Berlin) referiert bei WEKA Media in Kissingzu den Entwicklungsperspektiven von Fachverlagen und -informationen sowie über Innovationenbei Medienunternehmen im digitalen Zeitalter.
„Alles bleibt Anders!“ &#8211; Mike Friedrichsen möchte auf die Medienentwicklungen sensibilisieren, zur kritischen Diskussion provozieren sowie zum Nachdenken über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/05/Wertschöpfung_2020.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/05/Wertschöpfung_2020.jpg" alt="" title="Wertschöpfung_2020" width="480" height="228" class="alignleft size-full wp-image-688" /></a></p>
<p><em>Wirtschaft meets Wissenschaft: Prof. Dr. Mike Friedrichsen (Hochschule der Medien in Stuttgart, Media Business Transfer Center in Berlin) referiert bei WEKA Media in Kissingzu den Entwicklungsperspektiven von Fachverlagen und -informationen sowie über Innovationenbei Medienunternehmen im digitalen Zeitalter.</em></p>
<p>„Alles bleibt Anders!“ &#8211; Mike Friedrichsen möchte auf die Medienentwicklungen sensibilisieren, zur kritischen Diskussion provozieren sowie zum Nachdenken über eingefahrene Denkmuster anregen. Mit schneller Sprechweise skizziert er rund 60 Minuten</p>
<ol>
<li>Status Quo</li>
<li>Innovation und Entwicklungsperspektiven</li>
<li>Wertschöpfung sowie</li>
<li>Innovative Wege, Entwicklungen und ToDos</li>
</ol>
<p>vor zahlreichen Mitarbeitern des Fachverlags. Anschließend an den Vortrag mit positiver Resonanz gibt es eine Diskussionsrunde, wo Fragen von der Geschäftsführung und der Belegschaft gestellt und gemeinsam erörtert werden. Ob die harten Fakten dabei Gefallen finden oder nicht: Sie dienen als Basis für die Gedankengänge und die hieraus folgenden Handlungsansätze und Prognosen. </p>
<p><strong>Status Quo</strong><br />
Hinsichtlich der aktuellen Herausforderungen und Veränderungen im medialen Alltag und im Wettbewerb auf den Medienmärkten ist die Kernaussage klar:Das Druckprodukt der Zukunft  muss v.a. einen erkennbaren Mehrwert durch 1) hohe Qualität der Materialien, 2) Integration digitaler Medien und 3) Verlinkung mit digitalen Medien aufweisen. Neue Technologien, immer besser informierte und interaktive Kunden sowie sich verändernde wirtschaftliche Prozesse bieten v.a. innovativen, kreativen Unternehmen mit einem Blick für neue Trends gute Chancen am Markt. Dabei ist v.a. strukturell die wachsende Anzahl neuer Medienkanäle eine große Herausforderung (Internet, Mobile, Tablets). Als Grundvoraussetzung für erfolgreiches Handeln bleibt hier festzuhalten: Es muss die unbedingte Bereitschaft gegeben sein, Geschäftsmodelle zu verändern oder bei Bedarf auch drastisch an neue Gegebenheiten anzupassen!</p>
<p><strong>Innovation und Entwicklungsperspektiven Fachverlage und -informationen</strong><br />
„Innovationen sind der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung von Volkswirtschaften und Unternehmen“. Gerade im Mediensektor ist Innovation aufgrund der rasanten technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen sehr wichtig. Dabei muss ein passendes Innovationsmanagement in der gesamten Organisation umgesetzt werden und sowohl Menschen, Prozesse wie auch Technologien erfassen. Die Digitalisierung ist hier der Treiber fast aller Marktveränderungen (Kunden nutzen zunehmend digitale Angebote; Interaktivität, Multimedialität und mobile Angebote werden relevanter, Informationen werden zunehmend kostenlos bezogen; die Nachfrage nach Dienstleistungen und Services steigt). Die Konsolidierung bei Verlagen nimmt weiter zu; neue„branchenfremde“ Wettbewerber treten in den Fachverlagsmarkt ein (z.B. Google, Amazon, Xing etc.), wodurch die Vernetzung mit „Branchenfremden“ an Bedeutung gewinnt. Generell gilt: Fachverlage können im Innovationsprozess 1) die neuen Technologien übernehmen und sich auf die Entwicklung gänzlich neuer, digitaler Angebote fokussieren, 2) abwarten und beobachten oder 3) sich auf das bestehende Geschäft konzentrieren und dort investieren!</p>
<p><strong>Wertschöpfung</strong><br />
Die Wertschöpfungsmuster in 2020 sind grenzüberschreitend, kurzlebig, mit einer höheren Risikobereitschaft und stärkeren Kapitalmarktorientierung sowie einer steigenden Integration der „Prosumenten“ in die Wertschöpfungskette. Technologisch werden v.a. Tablet PCs die Kommunikationswelt revolutionieren;Printmedien stabilisieren sich als Appetizer in exklusiven Communities und können als Premiumangebote erfolgreich sein. In 2020 wird es damit Print weiterhin geben, wenn auch in stark veränderter Form.Innovative Verlage haben die Chance, sich über die mobile und konvergente Entwicklung erfolgreich (neu) zu positionieren. Der Wertschöpfungsprozess benötigt dabei eine hohe Flexibilität, der Kunde ist stärker in die Produktionsabläufe integriert und es werden neue Anforderungen an Kompetenz, Arbeitsweise sowie Netzwerkorientierung gestellt.</p>
<p><strong>Innovative Wege und Entwicklungen, ToDos</strong><br />
Ob Augmented Reality, ipad-Only-Zeitung, QR-Code, E-Books, Plakat 2.0 oder die Nutzung von Google-Anwendungen im Fachverlag: Die Möglichkeiten für innovatives Wachstum sind vielfältig. Gerade mobiler Content braucht Distributionswege (Blogs und Social Media Kanäle sind hier Treiber). Hier können die Verlage von Multiplikatoren und Ressourcen fremder Netzwerke profitieren, ebenso wie von einer wachsenden Nähe und Interaktion mit dem Kunden. Die Effektivität der Mitarbeiter kann gesteigert werden, es ergeben sich zusätzliche Vermarktungs- und Branding-Optionen. Hierzu gibt es verschiedene Szenarien, welche von einer „Schönen neuen (und digitalen) Welt“ (u.a. massive Digitalisierung, Printablösung sowie Forcierung des Anspruchs „anytime, anywhere, anydevice“ von Informationen) bis hin zu „Print gewinnt“ (u.a. verhaltene Digitalisierung, weitere starke Printnutzung sowie relativ langsamer Wandel des Informationsverhaltens) reichen!</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Die Entwicklungen im Internet sind nicht nur eine Bedrohung für klassische Verlage, sondern auch eine große Chance, neue Geschäftsfelder und Zielgruppen für Medienprodukte zu entdecken.Für Druck- und Medienunternehmen, die in diese neuen Anwendungsfelder vorstoßen wollen, ergeben sich Änderungen im Selbstverständnis und in der Arbeitsorganisation.Zudem verändern sich die eingesetzten Werkzeuge (Technologien und Systeme) und Prozesse, wenn für Verlage und Druckunternehmen nicht mehr nur die Inhalte im Zentrum der Tätigkeit stehen, sondern die Kreation und das Management attraktiver Formate, mit denen sich Nutzer an der Inhalteerstellung beteiligen können.Drei Aspekte sind dabei wesentlich:</p>
<ol>
<li>„Face the brutal facts“- Nur wer die Probleme erkennt und benennt, kann erfolgreiche Lösungsansätze und Zukunftsstrategien entwickeln!</li>
<li>„Sich flexibel aufstellen“ – Flexibilität in den Strukturen und in den Köpfen erlaubt es Medienunternehmen, schnell auf neue Herausforderungen zu reagieren. Die Unternehmensstrukturen müssen sich mit
<li>Der Geschwindigkeit anpassen können, mit der sich die Märkte wandeln!</li>
<p>„Den eigenen Weg finden“ – Nur wer seinen eigenen Weg findet, wird erfolgreich sein. Es gibt keine allgemeingültigen Zukunftsstrategien und Geschäftsmodelle für Medienunternehmen!</li>
</ol>
<p>Das <a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/duster-ralph/">Autorenprofil </a>von Ralph Düster.</p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=672&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/05/03/wertschopfungsmuster-in-2020-schneller-schlauer-spezialisierter-%e2%80%93-mit-dem-kunden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/05/03/wertschopfungsmuster-in-2020-schneller-schlauer-spezialisierter-%e2%80%93-mit-dem-kunden/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Bright future for mobile television?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/owGO3ZhtR-I/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/27/bright-future-for-mobile-television/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 14:19:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Evens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Miscellaneous]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile]]></category>
		<category><![CDATA[Television]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=644</guid>
		<description><![CDATA[
Years ago, mobile television raised high hopes of major growth for both telecommunications and media industries. As mobile devices and television are strongly rooted within people’s daily lives, a bright future had been predicted for mobile broadcasting since the beginning of the century. Being a prime example of the enduring convergence spiral, mobile TV has [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/02/netzwerk_anfrage.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/02/netzwerk_anfrage.jpg" alt="" title="Facebook_News" width="480" height="205" class="alignleft size-full wp-image-322" /></a></p>
<p>Years ago, mobile television raised high hopes of major growth for both telecommunications and media industries. As mobile devices and television are strongly rooted within people’s daily lives, a bright future had been predicted for mobile broadcasting since the beginning of the century. Being a prime example of the enduring convergence spiral, mobile TV has been widely discussed in analyst reports, trade magazines and academic papers, and has typically generated overenthusiasm and unrealistic expectations.</p>
<p>In 2007, a report by market analysis firm Juniper Research forecasted that the number of mobile TV subscribers in Western Europe would pass twenty million by 2011. However, the European Audiovisual Observatory estimates the actual number of mobile TV subscribers in Europe at 6.2 million, including 1.1 million to broadcast (DVB-H) and 5.1 million to unicast (UMTS) television services. At the launch of its service, mobile operator ‘3 Italia’ forecasted about 7 million Italian users by 2011. To date, however, ‘only’ 600,000 Italians are consuming mobile television services – either free or paid. These figures suggest that consumer enthusiasm has remained below expectations and that the forecasted penetration and revenues for mobile television services were roughly overestimated in the past.</p>
<p>The reasons for the failure of mobile TV in Western Europe – but possibly also elsewhere in the world – are manifold. Although technology was the driver for mobile TV, its business model seemed severely underdeveloped and the establishment of a sustainable ecosystem failed. In particular, four interrelated design domains of business models for mobile services, i.e. service, technology, organisation and financial, were largely overlooked.</p>
<ol>
<li>Considering the service offerings, content bundling, together with pricing, is regarded an essential component in the value proposition. Whereas the quality and range of supplied content is highly critical for user acceptance, content packages remained limited and failed to provide the customer with a wide array of broadcasters. This lack of content may be one important explanation for the slow market developments of mobile TV.</li>
<li>Although mobile TV is a prime example of a technology-push service, the underlying technology design based upon the DVB-H protocol failed. Many mobile operators abandoned DVB-H as the cost of assessing spectrum was no longer justified. Instead, they started prioritising 3G networks, which is more flexible to other services and allows for carrying multiple end-user services.</li>
<li>Cooperation with external parties in the value network has become of crucial importance in the new media economy, but dearly failed in the case of mobile television. Whereas vertically integrated business models allowed for creating operational synergies, internalise content costs and capture profit margins, partnership generally resulted in high fixed costs and lower profit margins due to double marginalisation.</li>
<li>The revenue model suffered from diverging interests between supply and demand sides. Whereas operators hoped to generate extra revenues from mobile television services, consumers mainly regarded it as a free, complementary service on top of their basic voice and data services. Although prices were reasonable at first glance, pricing remained a major barriers for service adoption.</li>
</ol>
<p>Despite its failing business model, the changing technological context could become an ‘ally’ of mobile television ‘s future. Indeed, the failure of DVB-H should not automatically imply the demise of mobile TV services. In an article written together with BenedettaPrario, which was recently published in the <a href="http://www.intellectbooks.co.uk/journals/view-Journal,id=175/view,page=0/">International Journal of Digital Television</a>, I contend  that the coincidence of multiple technological ‘events’ may provide new growth opportunities for mobile television and video usage.</p>
<ol>
<li>Telecom operators report an expanding demand for mobile Internet and especially an exponential growth in video content due to the popularity of social networking sites and streaming video platforms.</li>
<li>The advent of mobile IP-connected devices such as smartphones and tablet-pc’s is now moving the market to better consumer experience and more viable business models for mobile video platforms. The availability of applications will enhance user experience towards mobile viewing.</li>
<li>These devices are equipped to stream content over 3G and especially Wi-Fi connections. By prioritising traffic and utilising both cellular and wireless networks, mobile carriers minimise networks bottlenecks and reduce investments for network upgrades.</li>
</ol>
<p>Albeit such an approach is not without commercial risks, this business model for mobile television services would resolve the traditional chicken-and-egg problems for available content and handsets, and expensive costs related to DVB-H infrastructure that eventually resulted in the failure of mobile TV services. Mobile video consumption still represents a real consumer need and forms an expanding market. Now that mobile operators may have better choices for the business model design of mobile services, mobile TV’s future could be much brighter than we all expect…</p>
<p>Please take a look to the <a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/evens-tom/">authors profile</a>.</p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=644&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/27/bright-future-for-mobile-television/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/27/bright-future-for-mobile-television/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Der Reiz, zu verachten – instrumenteller Moralismus als Medien-Stil</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/_kCqwNde9vc/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/24/der-reiz-zu-verachten-instrumenteller-moralismus-als-medien-stil/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 16:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandor Ragaly</dc:creator>
				<category><![CDATA[Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=630</guid>
		<description><![CDATA[
Der Pranger von Charing Cross (London) 1809. (Bildinfo u.)
Skizze eines aufsteigenden Medienproblems
BILD stellt ein Problem für Politik und Gesellschaft dar, das allgemein eher unterschätzt, oft auch von kritischeren Zeitgenossen nur mit Belächelung der Zeitung oberflächlich quittiert wird. Das Massenblatt ist dabei weniger ideologisch ein problematischer Einfluss im Sinne der Links-Rechts-Achse (früher war sie dies &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild_Moral.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild_Moral.jpg" alt="" title="Bild_Moral" width="480" height="354" class="alignleft size-full wp-image-637" /></a></p>
<p><em>Der Pranger von Charing Cross (London) 1809. (Bildinfo u.)</em></p>
<p><em>Skizze eines aufsteigenden Medienproblems</em></p>
<p>BILD stellt ein Problem für Politik und Gesellschaft dar, das allgemein eher unterschätzt, oft auch von kritischeren Zeitgenossen nur mit Belächelung der Zeitung oberflächlich quittiert wird. Das Massenblatt ist dabei weniger ideologisch ein problematischer Einfluss im Sinne der Links-Rechts-Achse (früher war sie dies &#8211; nach rechts hin). BILD nutzt vielmehr gezielt ein gleichzeitig reizvolles und abstoßendes Mittel, das den Menschen anzieht wie ein Verkehrsunfall. Es handelt sich um die gezielte und teils subtile Fokussierung der Berichterstattung bzw. Meinungsentfaltung gemäß einer Methode, für die ich den Begriff des <em><strong>&#8220;instrumentellen Moralismus&#8221;</strong></em> vorschlage. Der &#8220;Schadstoff&#8221;, der zur Verwendung kommt &#8211; ein aggressiv-populistischer, den spießbürgerlichen Normenvorrrat anzapfenden Moralismus &#8211; hat politische wie vermutlich auch gesellschaftliche Folgen (s.u.) &#8211; und fällt zugleich selten als eigenwertiges und systematisch vorkommendes Element auf. Eine ähnliche Methodik zur Fesselung der Zuschauer wird auch von den Reality-&#8221;Dokus&#8221;, Reality-Shows der Privatsender, zunehmend eingesetzt (s. etwa &#8220;Berlin Tag und Nacht&#8221; auf RTL II).</p>
<p>Unabhängig vom Links-Rechts-Schema (auch kommerziell unabhängig von entsprechenden Trends entlang dieser Achse) nutzen BILD und die genannten Sendungen Ansatzpunkte, an denen Politiker, Promis, Menschen aller Art bzw. die Protagonisten der Reality-&#8221;Dokus&#8221; gegen eingefleischte Normen, Bewertungsmuster der Gesellschaft &#8211; und sei es auch nur ein wenig &#8211; verstoßen und bauschen dies in aggressiver Zeigefinger-Manier (quasi-)autoritär auf. Die dabei in geschickter Form eingesetzte &#8220;Dosis Empörung&#8221; seitens der BILD-Schreiber oder entsprechender Figuren der Reality-Sendungen ist dabei so geartet, dass sie weniger kritische oder gebildete, oberflächlich lesende oder auf dem jeweiligen Gebiet unbedarfte Leser aufzustacheln und evtl. mitzureißen vermag.</p>
<p>Die hierfür geeigneten eingefleischten Normen sind etwas wie &#8220;Ur-Normen&#8221;: Sie entstammen meist dem alten bis sehr alten Verhaltenskodex des Spießbürgertums und etwa seiner Ordnungs-Fixierung in allen möglichen Facetten, um so möglichst viele Menschen emotional und ohne Verkomplizierung zu erreichen. Aggressiv werden wechselnde Gegner angegangen &#8211; in der Tat mit einer gewissen Überparteilichkeit, denn es geschieht m.E. oft einfach dort, wo sich mit aggressiv populistischer, (scheinbar) empörter Attitude eine moralische Schwachstelle Anderer brandmarken lässt (etwa Griechenlands; andere Fälle s. unten). Mein Kritikpunkt dabei ist nicht die notwendige Kritik etwa an politischen Fehlern und Akteuren durch die Medien, oder die höhere Emotionalität und Vereinfachung, wie sie Kennzeichen der Boulevardpresse ist &#8211; dies würde weit weniger &#8220;Wutbürger&#8221; und Publika mobilisieren &#8211; sondern die &#8220;hochmoralisch&#8221; daherkommende, schon bei kleineren Fehlern aggressive Keule von oben herab, bis hin zu einer Art &#8220;Verdammung&#8221; und Verachtung der Menschen, die diese Fehler machen. Viele Kommentare zu Wulff etwa &#8211; auch in angesehenen Medien &#8211; zeigten Verachtung &#8211; etwas, was weit jenseits des politischen Streits und medialer Aufklärung liegt, was aber oft wie Mundraub behandelt wird. Niemals habe ich etwa einen Medienwissenschaftler in den vielen anklagenden Talkshows zu Wulff gesehen &#8211; wohl auch, weil dies die Debatte hätte auf die Medien selbst lenken können.</p>
<p>Während BILD die geschilderte Art der Meinungsmache mit instrumentalisiertem Spießbürger-Moralismus systematisch durchführt, zeigte sich die urwüchsige Kraft der dieser Normen im Fall Wulff allerdings bereits in relativer Eigendynamik &#8211; in einem weit über die notwendige Faktenrecherche und angemessene Kritik hinaus gehenden, konsonant überdrehten Empörungs-Schreibstil und Staatskrisen-Getue in sehr vielen Kommentaren. Nicht nur das: Es enstand das &#8220;Scheren-Phänomen&#8221; der zahlreichen emotional hochfliegenden und ex cathedra ab-urteilenden, aber zugleich auffallend schwach reflektierenden Meinungsbeiträge. Die Medienlandschaft glich sich teilweise BILD und seinem Pranger-Modell an, ob nun explizit in Orientierung daran oder als tiefsitzender Reflex auf die Möglichkeit, den Fall Wulff massiv zu moralisieren &#8211; einschließlich authentischer Empörung und Emotionen.</p>
<p>Wulffs starke Überreaktion bei seinem Anruf bei BILD wurde so jedoch zu einem gefühlten Anschlag auf die Pressefreiheit; seine Fehler &#8211; die sich, lässt man den laufenden Fall zwangsläufig außen vor, sehr in Grenzen hielten &#8211; besudelten laut Medien Amt und Würden; von besonders tugendhaften Journalisten wurde ihm sogar explizit auch als Mensch die Würde abgesprochen. Zu den spießbürgerlich geprägten Normen, die dabei für eine gewisse Zeit glänzend aktualisiert in der Öffentlichkeit regierten, gehörte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):</p>
<ul>
<li>Du sollst unter keinen Umständen einen schlechten Eindruck machen und damit deiner Familie/deinem Land etc. Schande; häufig thematisiert; die Reaktionen im Ausland in der Wulff-Sache waren aber m.E. wenig spektakulär;</li>
<li>Du darfst keine Fehler machen oder Schwachstellen haben &#8211; und wenn doch, dann aber gewiss nicht als Präsident! (Präsidenten sind nicht fehlbar);</li>
<li>Ferner die Strenge gegenüber (Sonder-)Wünschen, die nicht &#8220;normal&#8221; oder &#8220;üblich&#8221; sind, was sich in der bodenlosen Infantilität mancher Schreiber (auch bei BILD) äußerte, die fragten, wie Wulff sich denn beim Zapfenstreich ein Lied mehr habe wünschen können.</li>
</ul>
<p>Scheinbar ging es Vielen beim Präsidenten um eine Art Heiligen oder Kaiser, jedenfalls um eine Obrigkeit zum Aufschauen, was die Urgewächse dieser spießbürgerlichen und tendenziell ins Absolute gehenden Normen so aktivieren konnte &#8211; und als das nicht klappte, sollte Wulff  wenigstens einen besonders dreckigen Sünder zum  Runterschauen abgeben. Moralismus überschreitet die Respektgrenze des Menschen, auch des Journalisten. Aber: Was im Fall Wulff über die Medientitel hinweg und zunächst situativ geschah, praktiziert BILD systematisch auf Dauer.</p>
<p>Im Fall Grass fand etwas Ähnliches statt, nur trat hier an die Stelle der eingefleischten spießbürgerlichen Normen die ebenso eingefleischte und extrem moralisch aufgeladene Norm, gegen Antisemitismus zu stehen &#8211; an sich eine sehr wichtige Norm, aber das Wort &#8220;eingefleischt&#8221; meint hier, dass sie bei etlichen Journalisten, Politikern u.a. aufgrund von Rigidität das Denken behindert &#8211; das meine ich nicht zynisch -; etwa, dass ich als Individuum Israels Politik nur inmitten bestimmter Vor-Zenuren in meinem Kopf beurteilen kann, nicht frei &#8211; oder dass Günter Grass, ein immer schon politisch engagierter Mensch, der sich seine Gedanken nicht nur im Elfenbeinturm macht, der etwa für Brandt einen riesiges Wahlkampfpensum absolviert und Weltliteratur gegen die Nazi-Pest verfasst hat, nun selbst von nachdenklicheren Menschen in wirklich schändlicher Weise beschimpft wurde.</p>
<p>M.E. kann man dabei, wie sicher öfters, von einer Mischung aus instrumentellem Moralismus verschiedener Akteure (auch auf politischer Seite), authentischer Kritik und Empörung sowie Mischphänomenen ausgehen &#8211; letztere etwa im Fall an sich wahrhafter Emotionen und Kritik, welche aber ins Über- und Hineinsteigern geraten durch den massiven Gleichklang moralisch überhitzter Debatten.</p>
<p>Der instrumentelle Moralismus von BILD jedenfalls lügt &#8211; denn er gibt nur vor, moralisch intendiert zu sein und so wirken zu wollen, während er doch nur Mittel zum Zweck (von Einfluss und Verkaufszahlen) ist. Und: Er wirkt vermutlich nicht nur politisch. Die aggressive Substanz sickert in die Gesellschaft ganz allgemein hinein. Auch die ständigen bösartigen Denk- und Handlungsmuster, wie sie in den Reality-&#8221;Dokus&#8221; bis zum Ekel vorgeführt werden und der Stil in den dezentral/schwarm-mäßig vorangetriebenen &#8220;Spontan-Kampagnen&#8221; u.a. der Medien (Wulff, Grass), all das beeinflusst &#8211; so meine These &#8211; nicht nur das Politiker-, sondern auch das allgemeine Menschen- und Weltbild in bestimmten Bevölkerungsteilen. Vor allem betrifft dies Jene, die die BILD als Nachrichtenmedium ohne hinreichende Distanz und politisches Kritikvermögen Tag für Tag ernst nehmen und konsumieren, oder sich den Reality-&#8221;Dokus&#8221; u.ä. in den Privatsendern ständig aussetzen. Problematisch ist dabei auch, dass gerade die Konsumenten dieser Medien tendenziell ein geringeres Bildungsniveau aufweisen dürften.</p>
<p>In Anlehnung an George Gerbners klassische Vielseherforschung und seine hochinteressante &#8220;Kultivationshypothese&#8221; besteht für mich die Gefahr, dass das ständige, auch unter Identifikation ablaufende Konsumieren der &#8220;Dokus&#8221; und der BILD-Herangehensweise an Menschen/Politiker nach und nach zu Aggressivitäts- und zugleich Verängstigungseffekten bei den intensiven Nutzern führt. Ich selbst z.B. spüre, wenn ich etwa die häufige Niedertracht oder Bösartigkeit der Figuren in den betr. Reality-&#8221;Dokus&#8221; anschaue, wie bei mir gleichsam automatisch Gefühle von Empörung und aggressiven Richten-Wollens angereizt werden. Dies oder der ständige Blick auf die Welt mittels der &#8220;Brille&#8221; von BILD könnte diese Mediennutzer auch in ihrem realen Umfeld nach und nach Aggressivität (oder Unlauterkeit von Menschen etc.) eher erwarten lassen als es andere Menschen tun &#8211; und andersherum könnte für diese Rezipienten nach und nach Aggression als sinnvolles Mittel zunehmend legitimiert werden. Dies sollte auf jeden Fall im Rahmen der Empirischen Medienwirkungsforschung verfolgt werden.</p>
<p><strong>Der Ausblick</strong> ist gerade in der kürzerfristigen politischen Perspektive eher negativ: Der instrumentelle Moralismus der BILD (und der Mitmacher aller Art und je nach Situation) wird sich m.E. weiter durchsetzen. Er ist kommerziell und von der anschaulichen Wirkung her (s. etwa Wulff) erfolgreich; er wirkt jenseits des Links-Rechts-Schemas und ist nicht gleich als instrumentell zu durchschauen, erscheint dem ungeübten Auge im Gegenteil als besonders ehrenwert; er kann in Zukunft, im Zug der Digitalen Revolution, noch mehr auf politisch weniger kompetente oder apolitische, aber eifrig meinungsäußernde User aus dem Web 2.0 zählen, die entsprechend häufig auf diese gezielt aktualisierten und reizvoll überemotionalisierten Moralvorstellungen ansprechen und jene überdrehten &#8220;Spontan-Kampagnen&#8221; generieren helfen dürften &#8211; die keiner Absprache mehr bedürfen, um stattzufinden und um massiv, einförmig und aggressionsgeladen zu sein.</p>
<p>Bei Wulff und Grass war dies manches Mal ärgerlich &#8211; wenn es aber in Zukunft einmal um mehr geht &#8211; etwa um Krieg und Frieden -, könnte eine moralistisch überdrehte, mit tausend gleichen Stimmen sich überbietende, aber politisch dysfunktionale, irrationale öffentliche Meinung mehr Schaden anrichten.</p>
<p>Der Beitrag wird mit freundlichen Genehmigung des Autors veröffentlicht. Er erschien zuerst auf dem Community-Blog des <a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/ragaly-sandor/">Autors</a> beim <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/src/der-reiz-zu-verachten---instrumenteller-moralismus-als-medien-stil">&#8220;Freitag&#8221;</a> (Online-Ausgabe) sowie auf dem von ihm herausgegebenen Blog <a href="http://sandoragaly.wordpress.com/">&#8220;Auffälle&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Bild:</strong> Pranger von Charing Cross / London (“Pillory, Charing Cross”). Bildtafel 62 des Bandes “Microcosm of London” (1809). Modifiziert, unbekannte Quelle. Urheber: Thomas Rowlandson (1756–1827) und Andere, siehe die <a href="http://www.en.wikipedia.org/wiki/File:Pillory_Charing_Cross_edited.jpg">Wikipedia-Beschreibung</a>. Das Bild ist gemeinfrei (public domain). Verwendung über Wikimedia Commons.</p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=630&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/24/der-reiz-zu-verachten-instrumenteller-moralismus-als-medien-stil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/24/der-reiz-zu-verachten-instrumenteller-moralismus-als-medien-stil/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Die Fußball Bundesliga im deutschen TV – einfach nur Wahnsinn…</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/L_ebbBkBiFA/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/13/die-fusball-bundesliga-im-deutschen-tv-%e2%80%93-einfach-nur-wahnsinn%e2%80%a6/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 09:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Wysterski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Television]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=616</guid>
		<description><![CDATA[
Was für ein Erfolg!
Wahnsinn, was für ein Spiel und was für ein Erfolg. Nicht nur für Borussia Dortmund sondern auch für Sky. 2,04 Millionen Zuschauer sahen am Mittwochabend die Bundesligaübertragung (inkl. Konferenz). Allein 1,42 Millionen haben sich dabei das Spitzenspiel zwischen Dortmund und München angesehen. Über alle Zuschauer macht das einen Marktanteil von 6,2 Prozent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/04/fussball.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/04/fussball.jpg" alt="" title="fussball" width="480" height="217" class="alignleft size-full wp-image-627" /></a></p>
<p><strong>Was für ein Erfolg!</strong><br />
Wahnsinn, was für ein Spiel und was für ein Erfolg. Nicht nur für Borussia Dortmund sondern auch für <a href="http://www.sky.de">Sky</a>. 2,04 Millionen Zuschauer sahen am Mittwochabend die Bundesligaübertragung (inkl. Konferenz). Allein 1,42 Millionen haben sich dabei das Spitzenspiel zwischen Dortmund und München angesehen. Über alle Zuschauer macht das einen Marktanteil von 6,2 Prozent und Platz vier im Senderranking an diesem Abend.  Zahlen von denen Thomas Gottschalk momentan nur träumen kann…</p>
<p>Und gerade jetzt endete die zweite Runde im <a href="http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2011/0000204370.php">Bieterverfahren </a>der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die Bundesliga-Rechte ab der Saison 2013/14. Dabei stehen <a href="http://www.digitalfernsehen.de/UEberblick-Alle-19-DFL-Rechtepakete-fuer-die-Fussball-Bundesliga.79366.0.html">19 unterschiedliche Rechtepakete</a> zur Auswahl. Und das verfahren ist <a href="http://www.digitalfernsehen.de/DFL-Details-zu-Bundesliga-Ausschreibung-Zwei-Stufen-Verfahren.79340.0.html">unendlich kompliziert</a>. Ungefähr <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,391683,00.html">420 Millionen Euro</a> bekommt die DFL momentan pro Saison. Man schätzt, dass bei der Neuvergabe bis zur Saison 2016/17, die Grenze von 500 Millionen überschritten werden kann. Wahnsinn, was für Summen das sind…</p>
<p><strong>Historie im Bezahlfernsehen</strong><br />
Das war nicht immer so. Mit der Übertragung der Begegnung Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern begann am 2. März 1992 eine neue Ära in der Berichterstattung zur Fußball-Bundesliga. Denn dieses Spiel war das erste Topspiel der Bundesliga, welches live im Bezahlsender Premiere ausgestrahlt wurde. Aus dem einen Topspiel pro Spieltag wurden drei Top-Begegnungen und seit der Saison 2000/01 überträgt der Sender alle 306 Saisonspiele der Bundesliga live.  Eine Ausnahme bildete die Saison 2006/2007, denn da gingen die Übertragungsrechte für die Bundesliga-Spiele im Bezahlfernsehen an den Sender <a href="http://www.fussball24.de/fussball/1/7/38/22223-arena-erhaelt-pay-tv-zuschlag-fuer-die-bundesliga">Arena</a> über. Finanzielle Schwierigkeiten sorgten jedoch dafür dass schon eine Saison später Premiere – mittels einer Sublizenzierung &#8211; wieder die Berichterstattung übernahm. Premiere <a href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=premiere+hei%C3%9Ft+jetzt+sky&#038;source=web&#038;cd=2&#038;ved=0CDgQFjAB&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwirtschaft%2F0%2C1518%2C635341%2C00.html&#038;ei=_fSHT7O0IMn54QSO_I2JCg&#038;usg=AFQjCNEJQNOkYHLOBrgxgc3X1c2zpG_cdA&#038;cad=rja">änderte seinen Namen</a> 2009 in Sky, das nun bis 2013 die Bundesliga überträgt.</p>
<p><strong>Dienstag ist der Tag der Entscheidung</strong><br />
Die DFL verkündet am Dienstag, wie die Rechtevergabe für die nächsten vier Jahre aussieht bzw. wer den Zuschlag erhält. Härtester Konkurrent für Sky ist die <a href="http://www.deutsche-telekom.de">Deutsche Telekom</a>. Sie will ins Live-Geschäft einsteigen und somit ihre jetzigen Übertragungsrechte  (IPTV und Mobilfunk) ausbauen.  Allerdings will die Telekom nicht selbst übertragen, sondern die Übertragungen von einem Unternehmen mit „Sendelizenz“ produzieren lassen und dann – sozusagen als Großhändler  &#8211; verkaufen. D.h. es ist nicht gesagt, dass es nur noch einen Anbieter für die Übertragung geben würde. Das kann man gut oder schlecht finden. Viele Bundesligavereine sind mit der Übertragung von Sky eigentlich sehr zufrieden. Wenn aber am Ende mehr Geld für die Vereine herausspringt, werden sie sich nicht querstellen.  </p>
<p><strong>Darf die Telekom das eigentlich?</strong><br />
Interessant ist die Frage, ob die  Telekom rechtlich in der Situation ist, um die Rechte zur Live-Berichterstattung mitzubieten. Zum einen verfügt sie – wie schon erwähnt – nicht über eine Sendelizenz. Zum anderen ist der Staat mit 32 Prozent an der Deutschen Telekom beteiligt. Medienrechtler bezweifeln, dass dies im Einklang zueinander steht. Aber es gibt auch anderweitige Stimmen, wie z.B. von <a href="http://www.digitalfernsehen.de/Bundesliga-TV-Rechte-bleiben-heisses-Eisen-Pro-und-Kontra.83451.0.html">Justus Haucap</a>, dem Vorsitzenden der Monopol-Kommission. Er sieht das Problem viel eher beim den Geboten der öffentlich-rechtlichen Sender (Zweitverwertung). Eines lässt sich mit Sicherheit festhalten. Sollte die Deutsche Telekom am Dienstag den Zuschlag erhalten, würde dies mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem langwierigen Rechtstreit führen. Ob dies im Sinne des Fußballs ist, sei dahingestellt. </p>
<p>Der Fußball-Fan möchte eigentlich nur das Live-Ereignis Fußball-Bundesliga weitererleben dürfen. Und das zu einem Preis, der ihn nicht in den Wahnsinn treibt…</p>
<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/martin-wysterski/">Autorenprofil von Martin Wysterski</a></p>
<p>Foto: winkel: &#8220;Fussball&#8221;; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de">Some rights reserved.</a><br />Quelle: <a href="http://www.piqs.de">www.piqs.de</a></p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=616&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/13/die-fusball-bundesliga-im-deutschen-tv-%e2%80%93-einfach-nur-wahnsinn%e2%80%a6/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/13/die-fusball-bundesliga-im-deutschen-tv-%e2%80%93-einfach-nur-wahnsinn%e2%80%a6/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Nur noch zehn in der NYTimes -Und was macht der Deutsche Blätterwald?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/dHZr1LNb0Oc/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/05/nur-noch-zehn-in-der-nytimes-und-was-macht-der-deutsche-blatterwald/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 07:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Wysterski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitalisation]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=592</guid>
		<description><![CDATA[
Die Schranke schließt sich
Noch ist die Schranke nicht ganz zu, aber sie schließt sich kontinuierlich. Seit April, also ca 12 Monate nach der Einführung des kostenpflichtigen Internetangebotes, hat die «New York Times» ihr kostenloses Angebot reduziert. Nutzer können jetzt nur noch zehn statt bisher zwanzig Artikel im Monat kostenlos lesen. Damit will die Zeitung ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/04/blaetterwald.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/04/blaetterwald.jpg" alt="" title="Blätterwald" width="480" height="200" class="alignleft size-full wp-image-604" /></a></p>
<p><strong>Die Schranke schließt sich</strong><br />
Noch ist die Schranke nicht ganz zu, aber sie schließt sich kontinuierlich. Seit April, also ca 12 Monate nach der Einführung des kostenpflichtigen Internetangebotes, hat die «<a href="http://www.nytimes.com">New York Times</a>» ihr kostenloses Angebot reduziert. Nutzer können jetzt <a href="http://adage.com/article/mediaworks/nyt-builds-higher-paywall-approaches-500k-digital-subscribers/233412/">nur noch zehn statt bisher zwanzig Artikel im Monat </a>kostenlos lesen. Damit will die Zeitung ihre Bezahlstrategie ausweiten und die Anzahl Digitalabonnenten erhöhen. Momentan sind es rund 450.000.</p>
<p><strong>Kostenlos-Mentalität immer noch weit verbreitet</strong><br />
Laut <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Another-Brick-in-the-Paywall/story/13119282?track">Amerikanischen Marktforschungsinstituten</a> hat die New York Times seit Einführung des Bezahlmodells ca. 15 Prozent der Nutzer der Webseite verloren. Dies sei aber ein einkalkuliertes und verschmerzbares Ergebnis. Ein Tagesabo kostet zur Zeit 99 US-Cent, ein Wochenabo 3,95 US-Dollar und ein Monatsabo-Komplettpaket (NYTimes.com, Smartphone-Apps und Tablet-Apps) 35 US-Dollar.</p>
<p>Mit solchen Paywalls (Bezahlschranken) versucht die Zeitungsbranche im digitalen Zeitalter Fuß zu fassen und Geld zu verdienen. Doch ist dies ein schwieriger Schritt. Für die Mehrheit der Nutzer ist das Internet immer noch ein „kostenloses“ Medium. Am liebsten alles umsonst, aber bitte auf qualitativ höchstem Niveau und vor allem ohne die lästige Werbung. Frei nach dem Motto: Wenn ich den Content bei Anbieter A nicht kostenlos bekomme, finde ich ihn eben bei Anbieter B. Ein schönes Beispiel hierfür ist der <a href="http://www.e-book-news.de/new-york-times-verscharft-paywall-%E2%80%93-es-gibt-aber-zahlreiche-hinterturchen/">„New York Times Paywall Smasher“</a>.</p>
<p><strong>Fragwürdige Preisgestaltung oder Strategie?</strong><br />
Während in den USA z.B. die <a href="http://www.latimes.com">L.A. Times</a> und in Deutschland die <a href="http://www.taz.de/!89610/">Zeitungsgruppe „Madsack“</a> im März ihre Online-Portale auf eine Paywall umgestellt haben, erklärt &#8220;<a href="http://www.zeit-online.de">Zeit Online</a>&#8220;-Chef Wolfgang Blau <a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/115449-zeit-online-chef-wolfgang-blau-im-kress-interview-eine-paywall-wuerde-uns-nur-behindern.html">&#8220;Eine Paywall würde uns nur behindern&#8221;</a>. Er verweist unter anderem auf die Preisgestaltung der Abonnements bei der NYTimes. Während ein reines Digitalabo für NYTimes.com, Tablett-Apps und Smartphone-Apps 425 US-Dollar im Jahr kostet (12 x 35 Us-Dollar), gibt es das Print-Abo inkl. Digitalabo für 165 US-Dollar. Somit könnte man vermuten, dass das Digitalangebot doch eher eine Ergänzung bzw. eine Stützung für das Printangebot ist. Das zeigt, dass die Meinungen der Zeitungsmacher weit auseinander gehen. </p>
<p><strong>Aktuelle Situation in Deutschland</strong><br />
Doch wie sieht es denn nun in Deutschland aus? Welche Bezahlkonzepte gibt es hier zu Zeit? Nachfolgend eine Auflistung der überregionalen deutschen Tages- und Wochenzeitungen. Die <a href="http://www.bild.de">Bild</a> und <a href="http://www.taz.de">Die Tageszeitung</a> wurden aufgrund ihrer Preis- und Vertriebsmodelle nicht berücksichtigt. Es geht nachfolgend auch nicht darum, welche Zeitung teuer oder günstig ist, sondern vielmehr um die Frage, welche Angebote seitens der Verlage gemacht werden. Für die Festlegung der Preise wurde das deutschlandweite Standard-Abonnement gewählt. Vergünstigungen durch Prämien oder Rabatte wurden nicht berücksichtigt (Preisrecherche: 04.04.2012).</p>
<p><em>Financial Times Deutschland</em><br />
Bei der <a href="http://www.ftd.de">FTD</a> gibt es das klassische Print-Abonnement (517,20 Euro/Jahr) sowie ein Digital-Abonnement (298,80 Euro/Jahr). Print-Abonnenten bekommen das digitale Abonnement kostenlos dazu. Das nennt sich dann Premium-Abonnement und muss extra bestellt werden! Darüber hinaus gibt es ein Web-Abonnement, bei dem ein Zugriff auf das Online-Archiv gewährt wird (118,80 Euro/Jahr).</p>
<p><em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em><br />
Bei der <a href="http://www.faz.net">FAZ</a> gibt es ebenso das klassische Print-Abonnement (inkl. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung für 622,80 Euro/Jahr). Darüber hinaus ist ein E-Paper-Abonnement im Angebot (358,00 Euro/Jahr). Print-Abonnenten können das E-Paper-Abonnement günstiger dazu erwerben (zusammen für 705,60 Euro/Jahr).</p>
<p><em>Frankfurter Rundschau</em><br />
Bei der <a href="http://www.fr-online.de">Frankfurter Rundschau</a> gibt es das klassische Print-Abonnement (431,40 Euro/Jahr) sowie ein E-Paper-Abo (263,40 Euro/Jahr) und das &#8220;appochale&#8221; App-Abonnement der FR (215,88 Euro/Jahr). Print-Abonnenten bekommen das E-Paper-Abonnement kostenlos dazu. Das App-Abonnement, gibt es für Print-Abonnenten vergünstigt (118,80 Euro/Jahr; das macht zusammen mit dem Print-Abonnement 550,20 Euro/Jahr).</p>
<p><em>Handelsblatt</em><br />
Das <a href="http://www.handelsblatt.com">Handelsblatt</a> bietet ein klassisches Print-Abonnement (569,00 Euro/Jahr) sowie ein E-Paper-Abonnement (319,99 Euro/Jahr). Print-Abonnenten bekommen das E-Paper Abonnement kostenlos dazu. Eine Einzelausgabe als E-Paper kostet 1,59 Euro.</p>
<p><em>Süddeutsche Zeitung</em><br />
Bei der <a href="http://www.sueddeutsche.de">Süddeutschen Zeitung</a> gibt es ein klassisches Print-Abonnement (586,80 Euro/Jahr). Des Weiteren gibt es ein E-Paper- und iPad-Abonnement (239,88 Euro/Jahr). Print-Abonnenten bekommen das E-Paper Abonnement vergünstigt (90,00 Euro/Jahr; das macht zusammen mit dem Print-Abonnement 676,80 Euro/Jahr). </p>
<p><em>Die Welt </em><br />
Die <a href="http://www.welt.de">Welt</a> bietet ein klassisches Print-Abonnement (514,80 Euro/Jahr) sowie ein E-Paper-Abonnement (239,99 Euro/Jahr). Print-Abonnenten bekommen das E-Paper Abonnement kostenlos dazu. Eine Einzelausgabe als E-Paper kostet 1,59 Euro.</p>
<p><em>Keine </em>der recherchierten Zeitungen hat bis heute eine Bezahlschranke eingeführt. </p>
<p><strong>Wie geht es nun weiter?</strong><br />
Klar, wer auf diese Frage eine verlässliche und belastbare Antwort geben kann, würde in kurzer Zeit viel Geld verdienen. Aber so einfach ist es leider nicht. Eine mögliche Antwort könnte die neue Entwicklung von <a href="http://www.prweb.com/releases/2012/3/prweb9246262.htm">Mashable</a> sein. Dies ist eine App, mit der sich iPad-Besitzer aus verschiedensten Quellen ihre eigene individuelle Zeitung mit den Inhalten zusammenbauen können, die sie interessieren. Dies geht also in die Richtung, dass der einzelne Artikel relevant ist und nicht eine ganze Ausgabe eines Printprodukts. Allerdings ist das keine Entwicklung von Verlagen sondern von branchenfremden Unternehmen. Man wird sehen müssen, was sich durchsetzt. Eines dürfte jedoch klar sein:<br />
<em><br />
Paywalls hin, Paywalls her &#8211; wer innovativ ist und etwas wagt, der hat noch immer die Chance das „Killer-Preismodell“ für die Nutzung von Zeitungen in der digitalen Welt zu entwickeln…</em></p>
<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/martin-wysterski/">Autorenprofil von Martin Wysterski</a></p>
<p>Foto: Helvetica: &#8220;Blätter&#8221;; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de">Some rights reserved.</a><br />Quelle: <a href="http://www.piqs.de">www.piqs.de</a></p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=592&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/05/nur-noch-zehn-in-der-nytimes-und-was-macht-der-deutsche-blatterwald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/04/05/nur-noch-zehn-in-der-nytimes-und-was-macht-der-deutsche-blatterwald/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Ein Déjà-vu am Nachmittag…</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/aCZckIEczC0/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/28/ein-deja-vu-am-nachmittag%e2%80%a6/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 21:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Wysterski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miscellaneous]]></category>
		<category><![CDATA[Television]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=565</guid>
		<description><![CDATA[
&#160;
Heute Nachmittag in meinem Büro…
Nein, das kann nicht sein. Was man manchmal so liest…
Huch, da steht es schon wieder. Bödsinn…
Schau mal einer an, die schreiben das auch&#8230;
Harald Schmidt verlässt SAT.1
Letzte Sendung am 03. Mai 2012?
Ha, ein gelungener April-Scherz, und ich bin darauf reingefallen. So ein Mist…
Wie bitte? Wir sind noch im März? Ähm, äh, nee, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/Monitore.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/Monitore.jpg" alt="" title="Monitore" width="480" height="209" class="alignleft size-full wp-image-415" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute Nachmittag in meinem Büro…</strong><br />
<em>Nein, das kann nicht sein. Was man manchmal so liest…<br />
Huch, da steht es schon wieder. Bödsinn…<br />
Schau mal einer an, die schreiben das auch&#8230;<br/><br />
Harald Schmidt verlässt SAT.1<br />
Letzte Sendung am 03. Mai 2012?</p>
<p>Ha, ein gelungener April-Scherz, und ich bin darauf reingefallen. So ein Mist…<br />
Wie bitte? Wir sind noch im März? Ähm, äh, nee, oder?</p>
<p>Ah, Gott sein Dank, das ist noch nicht endgültig:</em></p>
<p><strong>Sat.1-Geschäftsführer will mit Late-Night-Star reden</strong></a><br />
„Eigentlich könnte Roger Schawinski ziemlich sauer auf Harald Schmidt sein &#8211; hatte der ihm doch recht deutlich Geldgeilheit und Inkompetenz vor laufender Kamera vorgeworfen. Doch der Sat.1-Geschäftsführer weiß, wer sein bestes Pferd im Stall ist und hofft auf ein klärendes Gespräch mit dem Late-Night-Talker. Schawinksi versuchte in seiner ersten Stellungnahme zu dem plötzlichen Aus der Schmidt-Show schön Wetter zu machen. &#8220;Ich freue mich, dass ich Harald Schmidt persönlich sehr bald treffen und mit ihm über gemeinsame Projekte reden kann&#8221;, <a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2012-03/harald-schmidt-hoert-auf"">sagte der Geschäftsführer des Senders Sat.1.</a> Er sei &#8220;ein großer Fan und Verehrer&#8221; der Show…“</p>
<p>Was machen die denn da auf <a href="http://www.spiegel.de/">SPIEGEL ONLINE</a>? Roger Schawinski, der ist doch schon lange nicht mehr… Ach herrje, der <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,277408,00.html">Artikel </a>ist vom 08. Dezember 2003. </p>
<p><strong>Er verlässt seine Heimat</strong><br />
Aber das geht doch nicht. Harald Schmidt ist doch erst am 13. September 2011 in seine Heimat zurückgekehrt. Gut, man könnte jetzt sagen, die <a href="http://www.focus.de/kultur/videos/harald-schmidt-comeback-mit-skurrilem-playback-video_vid_26254.html">Kampagne </a>war damals ziemlich cool, aber das ist doch gerade mal sechs Monate her? So lange hat ja nicht mal seine <a href="http://d1.stern.de/bilder/politik/2004/kw52/schmidt_fitwidth_420.jpg">Weltreise </a>gedauert, die er gemacht hatte, kurz bevor er nach 16 Jahren SAT.1 zurück zu ARD gewechselt war.</p>
<p><strong>Warum hört Schmidt eigentlich auf? </strong><br />
&#8220;Die Sendungen waren gut, die Quoten waren es insgesamt noch nicht. Eine tägliche Late Night Show braucht entsprechende Rahmenbedingungen und vor allem Zeit. Wenn man darüber keine Einigung erzielen kann, hört man besser auf“, sagte Produzent Fred Kogel. Quoten? Entschuldigung, wen interessieren hier Quoten? Die gelten nur für Gottschalk, Pilawa oder Pflaume, aber doch nicht für Schmidt!</p>
<p><strong>Und was jetzt?</strong><br />
Was wird jetzt aus meinem Liebling des Monats? Muss ich mir jetzt etwa selbst Gedanken machen? Wer soll es denn  im März sein? Die FDP? Daniela Schadt? Kevin Grosskreutz? Was weiß ich; und vor allem, wo hänge ich mir die Bilder hin. Ach man…</p>
<p><strong>Schade, aber…</strong><br />
da fällt mir ein, dieser Schwiegersohn <a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,820673,00.html">Markus Lanz macht doch jetzt „Wetten Dass&#8230;?</a>“ Hm, da könnte Harald Schmidt doch prima seine Kochsendung übernehmen. „Schmidt kocht“. Die Uhrzeit stimmt! Und nach jedem Gericht spielen Helmut Zerlett und seine Band einen Song, der zum Gericht passt. Als Sidekick könnte dann Elke Heidenreich tolle Kochbücher vorstellen. Und ab und zu ein gepflegter Herrenwitz von Charly Wagner… Yepp, der Freitagabend ist gerettet. Hallo Herr Bellut&#8230;</p>
<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/martin-wysterski/">Autorenprofil von Martin Wysterski</a></p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=565&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/28/ein-deja-vu-am-nachmittag%e2%80%a6/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/28/ein-deja-vu-am-nachmittag%e2%80%a6/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Verkehrte Logik bei eReader-Strategien</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/M3MD9ME40DQ/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/22/verkehrte-logik-bei-ereader-strategien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 15:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Krone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitalisation]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=550</guid>
		<description><![CDATA[
Tageszeitungen und Buchverlage setzen auf unterschiedliche eReader-Strategien. Beide verkennen dabei offenbar ihre Kundenkernsegmente – und handeln entgegen der Logik ihrer Produkte.
Tablet-PC, eReader, eViewer unterschiedlicher Hersteller und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gelten seit gut zwei Jahren als eine Form der Hoffnung für die Verlagsbranche, Lesern/Zuschauern neue Routinen der Mediennutzung zu vermitteln und – quasi nebenbei – die Zahlungsbereitschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/ebook.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/ebook.jpg" alt="" title="ebook" width="478" height="193" class="alignleft size-full wp-image-561" /></a></p>
<p><strong><em>Tageszeitungen und Buchverlage setzen auf unterschiedliche eReader-Strategien. Beide verkennen dabei offenbar ihre Kundenkernsegmente – und handeln entgegen der Logik ihrer Produkte.</em></strong></p>
<p>Tablet-PC, eReader, eViewer unterschiedlicher Hersteller und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gelten seit gut zwei Jahren als eine Form der <a href="http://netzwertig.com/2010/01/27/das-tablet-kommt-steve-jobs-als-messias-einer-branche/">Hoffnung für die Verlagsbranche</a>, Lesern/Zuschauern neue Routinen der Mediennutzung zu vermitteln und – quasi nebenbei – die Zahlungsbereitschaft für publizistische Inhalte zu erhöhen.</p>
<p>Dafür spricht die <strong>kommunikationstechnologische Verwandtschaft zur Mobilfunkbranche</strong>: Dort werden Dienste und Inhalte wie selbstverständlich durch direkte Kundenentgelte abgerechnet. Die Endgeräte sind „always on“ und setzen auf einer professionellen Infrastruktur auf. Die Stärken der Telekommunikationsindustrie auf der betriebswirtschaftlichen Ebene gilt es mit den Stärken publizistischer Angebote zu vereinen. Letztere zeichnen sich vor allem durch das Programmangebot, die Publikumsbindung sowie ihre Markenstärke aus.</p>
<p><strong>Schmale Nische Tablets</strong><br />
eReader/eViewer sind im Grunde genommen Lese- und Unterhaltungshilfsgeräte mit eingeschränktem Nutzen. Sie belegen eine schmale Nische der Displayhardware zwischen Smart Phone, Netbook, Laptop und Desktoprechner.</p>
<p>Vergleicht man nun die Adaptionen verwandter Branchensegmente, etwa die der <strong>Tageszeitungsverlage </strong>und <a href="http://netzwertig.com/2011/10/20/analoge-reste-von-der-muhsamen-ankunft-der-buchbranche-im-medienwandel/">des verbreitenden Buchgroßhandels</a>, fallen zwei unterschiedliche Strategien auf:  Die Tageszeitungsverlage setzen in der Distribution überwiegend auf das Mainstream-Modell mit Tabletrechnern aus dem iOS- und Android-Kosmos. Der Buchgroßhandel hingegen versucht mit exklusiven, spezifisch konfigurierten eReadern/eViewern (Übersichten <a href="http://tectest.de/unterhaltungselektronik/ebookreader/test.htm">hier</a> und <a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/marktuebersicht-e-reader-in-deutschland-222/">hier</a>) die Kundennachfrage zu bedienen – <strong>ein Logikirrtum</strong>.</p>
<p><strong>Reader-Formate fragmentieren den eBook-Markt</strong><br />
Der <strong>Buchmarkt </strong>ist ein weitgehend <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Literatur">inhaltsorientierter Markt</a>. Der exklusive publizistische Inhalt, das Werk beispielsweise eines Autors/einer Autorin, steht in den Nutzerpräferenzen deutlich vor dem der Verlagsmarke (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wechselt ein Bestseller-Autor den Verlag, migrieren ebenso die Leser. Daraus leitet sich eine <strong>geringe Verlags- oder auch Buchhandelsbindung</strong> der Kunden ab. Die Auswahl eines Buchhändlers erfolgt meist nach dem Kriterium des geringsten Aufwands beim Kaufvorgang (Online-Shop oder die Nähe eines Geschäfts auf Alltagsrouten) oder aufgrund persönlicher Beratungsleistung. Exklusive eReader-Präferenzen lassen sich daraus nicht zwangsläufig ableiten.</p>
<p>Das Ergebnis und Marktrealität ist derzeit eine <strong>ungezwungene Zerfaserung</strong> des Marktes für eReader-Hard- und Software im Buchgroßhandel. Für den in seiner Buchauswahl freien Leser ergibt sich daraus die Situation, sich eine unbestimmte Anzahl von (teuren) Lesegeräten mit eingeschränktem Titelangebot anzuschaffen zu müssen, die noch nicht den Zugang zur eigentlichen Gratifikation, dem Lesegenuss, bedeuten muss.  Der Lesewunsch soll sich dem technischen Angebot unterordnen? Unlogisch. Welche eBook-affine Leser kaufen sich fünf oder mehr verschiedene Reader/Viewer!? Marginal.</p>
<p>Erfolgsversprechender scheint hier eine Mainstream-eReader-Strategie, die sich auf ein Softwareformat stützt und dabei alle Anforderungen der sozialisierten Buchmediennutzung erfüllt (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verzeichnis_lieferbarer_B%C3%BCcher">Auswahl aller im VLB verfügbarer Titel</a>), soweit dies für digitale Adaptionen möglich ist. Herkömmliche eReader/eViewer sind dafür als Generalisten besser geeignet – technische Softwareanpassungen eingedacht.</p>
<p><strong>Tageszeitungsmarkt tendiert zur Mainstreamlösung</strong><br />
Dagegen ist der <strong>Tageszeitungsmarkt </strong>überwiegend markenorientiert mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abonnementzeitung">ausgeprägter Abonnentenstruktur</a> und weist eine  <strong>hohe Verlags- und Titelbindung</strong> auf. Tageszeitungsabonnements gelten durchaus als „lebenslange publizistische Begleitung“ von Haushalten, werden zu Teilen sogar an nachfolgende Generationen „weitervererbt“. Sie bieten im Vergleich zu den Produkten der Buchverlage erheblich weniger inhaltliche Exklusivität, jedoch mehr konstantes Weltanschauungspotential und Chronik. Wechseln Redakteure das Blatt bzw. den Arbeit gebenden Verlag, verweilen die Abonnenten in der Regel dennoch bei ihren gewohnten Titeln. Damit weisen Tageszeitungstitel einen ausgeprägten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informations%C3%B6konomik">Vertrauens- und Glaubensgutcharakter</a> auf. Der Nutzen kann nur sehr schwer ex ante bewertet werden – daher das Vertrauen in die Marke.</p>
<p>Somit kann, wie für den Buchgroßhandel, auch für die Tageszeitungsverlage gelten, dass sie sich <strong>ungezwungen </strong>in eine strategische <strong>Abhängigkeit </strong>von globalen Playern der Hard- und Softwareindustrie begeben, deren Diktat der Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur sehr schwer beeinflussbar ist. Zudem egalisieren/minimieren Kommissionsmargen die Vorteile des digitalen Vertriebs (Einsparungen in physischem Druck und Vertrieb) sowie der Werbekommunikation bei absehbarem Doppelbetrieb Print/Online in Zukunft.</p>
<p>Soft- und Hardwareupdates zwingen darüber hinaus die Massenmedien zu permanenten Nachbesserungen und Aktualisierungen der im Tagesgeschäft vielfältigen Präsentation. Und als sei dies alles nicht schon genug, berühren Eingriffe in die redaktionelle Freiheit (ein Beispiel hier) von quasi-sektisch organisierten Unternehmen der Hard- und Softwareindustrie die Ausübung eines gesellschaftlich relevanten Geschäfts.<br />
<strong><br />
Beide verkennen ihre Kundenkernsegmente</strong><br />
Für Tageszeitungsverlage scheint es im Unterschied zum Buchhandel strategisch logisch, auf eigene, exklusive eReader/eViewer zu setzen, die zudem die Abonnentenbindung eher zu verstärken imstande wären als Mainstreamlösungen. Nur sind sie bislang nicht im Markt.</p>
<p>Das Modell der über Abonnements quersubventionierten Endgeräte ist aus der Mobilfunkbranche bestens bekannt. Tageszeitungsverlage, die überdies unterschiedliche <a href="http://carta.info/25552/qualitaetsjournalismus-die-systemkrise-des-hierarchisch-elitaeren-publizistischen-fuehrungsanspruchs/">publizistische Qualitätssegmente</a> (Regional-, Überregional- und Boulevardtitel) bedienen, könnten eigene Produkte ohne intermediäre Einsprache direkt an ihre Kunden vermarkten. Additionale Kommunikationsdienstleistungen wie beispielsweise Netzzugang in Kooperation mit Mobilfunkunternehmen sind ebenfalls keine Phantastereien (<a href="http://www.redbullmobile.at/">wie andere Branchen zeigen</a>). Die Hard- und Software hat der Buchgroßhandel dafür quasi vorkonfiguriert…</p>
<p>All dies trifft für kleinere Zeitungsverlage natürlich nur eingeschränkt zu. Zudem ist die Rückholbarkeit von Mainstream-Reader-Strategien heute nicht mehr leicht zu bewerkstelligen. Und auch der Buchgroßhandel muss sich mit “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sunk_costs">sunk costs</a>” befassen.</p>
<p>Der Medienwandel ist aus der Perspektive der Medienwirtschaft auch und vor allem ein Wandel der Präsentationsoberflächen von publizistischen Inhalten und Werbekommunikation. Die Dominanz der Massenmedien im Kommunikationsgefüge der sich digitalisierenden Gesellschaft hat abgenommen und verlangt nach nutzerorientierten Strategien zur folgenreichen Marktbearbeitung. Aus der analogen Marktrealität mit kontrollierbaren Vertriebswegen sind neue Konkurrenzverhältnisse mit bislang unbekannten Marktakteuren und neuen Distributionslösungen entstanden.</p>
<p>Robert Picard: <a href="http://carta.info/18659/fail-often-fail-early-fail-cheap/" target = blank>Fail often. Fail early. Fail cheap.</a> Hmmm… </p>
<p><a href="http://carta.info/41391/verkehrte-logik-bei-ereader-strategien/">Dieser Text</a> erschien zuerst auf <a href="http://carta.info/">Carta.info</a>. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des <a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/krone-jan">Autors</a>.</p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=550&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/22/verkehrte-logik-bei-ereader-strategien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/22/verkehrte-logik-bei-ereader-strategien/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Was für ein schöner Sonntag hätte das sein können…</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/EHKmY7oCPPc/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/19/was-fur-ein-schoner-sonntaghatte-das-sein-konnen%e2%80%a6/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 18:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Wysterski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Television]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=493</guid>
		<description><![CDATA[
Gauck ist überall
Nun ist er also da, unser neuer Bundespräsident. Joachim Gauck ist mit großer Mehrheit von der Bundesversammlung gewählt worden. Und das öffentlich-rechtliche Fernsehen war live dabei! Und wie…
Die ARD berichtete drei Stunden live, ohne Unterbrechung. Das ZDF hingegen nutze die Gelegenheit und teile die ebenfalls mehrstündige Übertragung in zwei Teile auf. Dazwischen konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/Fernbedienung_klein.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/Fernbedienung_klein.jpg" alt="" title="Zapping" width="480" height="207" class="alignleft size-full wp-image-545" /></a></p>
<p><b>Gauck ist überall</b><br />
Nun ist er also da, unser neuer Bundespräsident. <a href="http://www.joachimgauck.com/">Joachim Gauck</a> ist mit großer Mehrheit von der Bundesversammlung gewählt worden. Und das öffentlich-rechtliche Fernsehen war live dabei! Und wie…</p>
<p>Die <a href="http://www.daserste.de/">ARD</a> berichtete drei Stunden live, ohne Unterbrechung. Das <a href="http://www.zdf.de/">ZDF</a> hingegen nutze die Gelegenheit und teile die ebenfalls mehrstündige Übertragung in zwei Teile auf. Dazwischen konnte man der Biathletin Magdalena Neuner eine Träne hinterher weinen. Natürlich war auch <a href="http://www.phoenix.de/content/phoenix/start">Phönix</a> live vor Ort und berichtete mehrstündig von der Bundesversammlung. Doch damit war noch nicht genug. Nein, Herr Gauck musste ja gleich am Sonntag noch die ersten Exklusiv-Interviews im Fernsehen geben: Zuerst im <a href="http://www.tagesschau.de/bab/">„Bericht aus Berlin“</a> in der ARD und dann in <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8492369,00.html">&#8220;Was nun, Herr Gauck&#8221; </a>im ZDF. Die gleichen Fragen mit den gleichen Antworten (was Herrn Gauck sicherlich nicht vorgeworfen werden kann).</p>
<p><b>Talkshow-Wahn</b><br />
Doch das, was wir am Sonntag erleben durften, war nur die konsequente Fortsetzung der letzten Zeit. Seit Wochen, nein, seit Monaten nerven die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten die Zuschauer mit unzähligen Talkshows zum Thema „Bundespräsident“. Hier eine Auflistung der Sendungen von ARD und ZDF:</p>
<table border="0">
<colgroup>
<col width="120"></col>
<col width="360"></col>
</colgroup>
<tbody>
<tr>
<td>
<p>15. März 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2012/sendung-15032012-praesidentenmacher100.html" target = blank>Drei Tage vor der Wahl des neuen Staatsoberhaupts</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>15. März 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Maybritt Illner<br />
<a href="http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:11396410,00.html" target = blank>Gauck for President &#8211; fast alle für einen, einer für alle?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>14. März 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Anne Will<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10833.html" target = blank>Bundespräsident Gauck &#8211; bekommen wir endlich den Richtigen?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>11. März 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/wulffabgang101.html" target = blank>Der tiefe Fall des Christian Wulff – wie gelingt ein Abschied in Würde?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>08. März 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2012/sendung-08032012-frauen-macht108.html" target = blank>Nach dem Zapfenstreich für Wulff</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>08. März 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Maybritt Illner<br />
<a href="http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:11374611,00.html" target = blank>Versagt, doch gut versorgt? &#8211; Wulffs Abschied mit Pauken und Moneten</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>06. März 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Menschen bei Maischberger<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/2012/ehrensold-fuer-wulff-100.html" target = blank>Ehrensold für Wulff, Millionen für Chefs</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>01. März 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2012/sendung-010312-100.html" target = blank>Gespräche mit Joachim Gauck</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>23. Februar 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Maybritt Illner	<br />
<a href="http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:11334041,00.html" target = blank>Merkels Super-Gauck: Gut fürs Volk, schlecht für die Regierung?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>22. Februar 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Anne Will<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10827.html" target = blank>Gauck, der Unbequeme &#8211; wie lange wird das Volk ihn dafür lieben?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>19. Februar 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/kandidatensuche101.html" target = blank>Deutschland sucht den Super-Präsidenten &#8211; wen zaubert Merkel aus dem Hut?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>19. Februar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Maybritt Illner	<br />
<a href="http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:11383873,00.html" target = blank>Wulffs Rücktritt &#8211; Wer traut sich jetzt noch Präsident</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>17. Februar 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/wulffruecktritt107.html" target = blank>Wulffs Rücktritt &#8211; Günther Jauch diskutierte Hintergründe und Folgen</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>13. Februar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Hart aber Fair	<br />
<a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2012/0213/index.php5" target = blank>Christian Wulff &#8211; eine Zumutung?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>12. Februar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/wulffamigos101.html" target = blank>Wulff und die Amigos &#8211; wenn Politik auf Wirtschaft trifft…!</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>09. Februar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2012/merkel-praesidenten-100.html" target = blank>Merkel und die Präsidenten</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>31. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Menschen bei Maischberger<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/2012/schnorrerrepublik-100.html" target = blank>Die Schnorrer-Republik: &#8220;Sind wir alle ein bisschen Wulff?&#8221;</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>26. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2012/berliner-republik-zettl-100.html" target = blank>Berliner Republik: Ist die Wirklichkeit die bessere Satire?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>25. Januar 2012<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Anne Will<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10819.html" target = blank>Der erste Diener des Staates &#8211; fehlen uns heute die preußischen Tugenden des Alten Fritz?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>22. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/wulffen101.html" target = blank>In aller Freundschaft – Wie viel &#8220;Wulffen&#8221; ist in Ordnung?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>17. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Menschen bei Maischberger<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/2012/ein-wulff-im-schafspelz-170112-100.html" target = blank>Unser Bundespräsident: Ein Wulff im Schafspelz?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>12. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2012/engholm-kunze-riekel-minkmar-friedrichs-102.html" target = blank>Macht, Medien, Moral – wo sind Deutschlands Vorbilder?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>12. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Maybritt Illner	<br />
<a href="http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:11230837,00.html" target = blank>Affäre Wulff: Vorhang zu und viele Fragen offen?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>09. Januar2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Hart aber Fair	<br />
<a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2012/0109/index.php5" target = blank>Der Pattex-Präsident &#8211; was lehrt der Fall Wulff?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>08. Januar 2012<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/wulff959.html" target = blank>Der Problem-Präsident – wie glaubwürdig ist Christian Wulff?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>18. Dezember 2011	<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Günther Jauch<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/wulff703.html" target = blank>Die 500.000-Euro-Frage &#8211; Ist Christian Wulff noch der richtige Bundespräsident?</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>15. Dezember 2011<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Beckmann<br />
<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/2011/republik-in-aufruhr100.html" target = blank>Berliner Republik in Aufruhr</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p>14. Dezember 2011<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p>Anne Will<br />
<a href="http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10815.html" target = blank>Lindners Rücktritt, Wulffs Kredit &#8211; was ist los mit unseren Politikern?</a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><b>Gebühren für die Finanzierung</b><br />
Das sind 28 Talkshows, ausgestrahlt bei ARD und ZDF. Einmal angenommen, die von der <a href="http://www.kef-online.de/">Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)</a>  ermittelten <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/talkshows-und-politmagazine-will-illner-und-co-der-preis-ist-heiss-1.70968">„Kosten pro Sendeminute von Talkshows“</a> sind belastbar, so ergibt sich für diese 28 Sendungen eine Rechnung von 4.619.044,80 Euro, die von ARD und ZDF an die Produktionsfirmen der Talkshows überwiesen werden müssen. Über 4,6 Millionen Euro für inhaltsloses und vor allem redundantes Gerede, bezahlt von den <a href="http://www.gez.de/gebuehren/gebuehrenuebersicht/index_ger.html">Rundfunkgebühren</a>, die demnächst in eine Haushaltsabgabe umgewandelt werden. Da fällt mir nichts mehr zu ein.</p>
<p><b>Der Wahnsinn geht weiter</b><br />
Doch zurück Sonntag. Ich hatte gehofft, dass sich mit der Wahl endlich ein Mantel des Schweigens zu diesem Themenkomplex über die öffentlich-rechtlichen Sender legt. Ein Schweigen aus Respekt vor dem Amt und  &#8211; auch wenn es vielleicht etwas naiv sein mag – aus Respekt vor dem Zuschauer. Aber weit gefehlt. Schon am Sonntagabend wurde bei Günther Jauch diskutiert: <a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/gauckwahl101.html">„Joachim Gauck &#8211; der Volks-Präsident?“</a>. Und heute Abend (am Montag) geht es weiter bei Hart aber Fair: <a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/">„Der Bewährungshelfer &#8211; kann Gauck das Ansehen der Politiker heilen?“</a> Die anderen Talkshows drohen ebenfalls weiterzumachen. Es hört einfach nicht auf.</p>
<p><b>Fazit</b><br />
Als abends ein Freund von mir auf Facebook postete, dass er das schöne Wetter genossen und mit seiner Familie einen Spaziergang unternommen hat, anstatt sich den Quatsch anzuschauen, dachte ich mir, wie schön hätte dieser Sonntag sein können…</p>
<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/martin-wysterski/">Autorenprofil von Martin Wysterski</a></p>
<p>Foto: Helvetica: &#8220;Bedienung der Ferne&#8221;; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de">Some rights reserved.</a>;<a href="http://www.piqs.de">Quelle: www.piqs.de</a></p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=493&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/19/was-fur-ein-schoner-sonntaghatte-das-sein-konnen%e2%80%a6/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/19/was-fur-ein-schoner-sonntaghatte-das-sein-konnen%e2%80%a6/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>A deliberation on media business: Challenges for studying this subject</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MediaBusinessBlog/~3/brQySgkPBOg/</link>
		<comments>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/16/a-deliberation-on-media-business-challenges-for-studying-this-subject/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 08:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Datis Khajeheian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Definitions]]></category>
		<category><![CDATA[Science]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediabusinessblog.de/?p=436</guid>
		<description><![CDATA[
Broad perspectives on media business
The media business is loosely defined and have used in broad sense. When we talk about media business there are some even contradicting concepts bear on our minds. Some talk about how media can be used to promote the goods and services and make profit. Some argue about how Media can [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/studenten.jpg"><img src="http://www.mediabusinessblog.de/wp-content/uploads/2012/03/studenten.jpg" alt="" title="studenten" width="479" height="212" class="alignleft size-full wp-image-455" /></a></p>
<p><strong>Broad perspectives on media business</strong><br />
The media business is loosely defined and have used in broad sense. When we talk about media business there are some even contradicting concepts bear on our minds. Some talk about how media can be used to promote the goods and services and make profit. Some argue about how Media can act as a profitable enterprise itself and found a business firm which engaged on media products, while many academics interpret the word media business as econometric of audiences, time they spend with media, the consumption pattern of media, etc. Some others just believe that media business is part of media activities to finance the budget needed for its critical processes. Also there are many various perspectives and definitions about what media business is and is not.</p>
<p>A fast search in internet confirms this. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Special:Search?search=media+business&#038;go=Go">Wikipedia</a> does not have any the entry for ‘media business’ and redirect to ‘corporate media’, which is defined as ‘a term which refers to a system of mass media production, distribution, ownership, and funding which is dominated by corporations and their CEOs’. <a href="http://www.quora.com/Is-the-definition-of-a-media-business-any-business-which-derives-its-income-from-advertising">Quora</a> has approached the phrase by asking if Media Business is any business which derives its income from advertising. A deeper search in internet as well as in books and published articles show a common disagreement about what media business is.</p>
<p>As a media management academic, who experienced a few courses on teaching the media and entrepreneurship, I found out, that students usually confused about ‘media business’ concept. Commonly, in the first session, I ask them to define the media – and of course media business as a major part &#8211; as they perceived. This gives me a good sense about what people think about media fields of study. Many students start the course with an intended research project, which sometimes are such different in nature that other colleagues reject it to be a ‘media business project’, while that was a particular one in fact! This shows the level of differentiation and variation in the concept of media business among individuals and even media students. The different understanding about what is media business has argues by some academics as a weak point for having a solidarity in the field, and they try to offer a unique definition with enough academic consensus. They approach to provide a certain point of departure in the body of the field and argue that having a consensus on definition and what we study is a necessary step in media education. Of course the reasoning is true, but I wonder if media – as a very broad concept- with all its functions and missions can be articulated and compacted in a particular and concise definition.</p>
<p><strong>Big questions about media business studies</strong><br />
Media as we know has such a variety that we hardly can differentiate among media and non-media products in many cases. As Reca (2006: p181) explained, ‘The basic differences between products such as a free newspaper and a film, or between a musical performance and a television program, are so significant that any attempt to consider them as a whole would be very risky’.</p>
<p>Now with all ambiguity and confusion we have with the media, imagine our difficulty to distinguish ‘media business’ as a certain concept to research and study. The interdisciplinary nature of media business which involved the economics, marketing, business administration, psychology, and many other fields, confuse us towards the concept even more. These different perspectives about media business can effect on the media business studies, particularly. Now we face with a big question: What should we do for teaching media business? How can we provide a good course for media business students, whom usually consist of different fields of studies, normally business administration, marketing, media, communications and even economics?</p>
<p>The question must be asked to prepare a clear perspective about what media business courses should offer to students. But the answer may not be same by different academics, for different contexts. In fact we face with a completely contingent concept which despite all its similarities, have some major different functions.</p>
<p>Of course, there are some fundamental discussions on media business, independent from the context and perspective. These principles mostly include audience economics, market strategies, advertising, production-dDistribution-exhibition cycle, media finance, media value chain, etc. But these are foundations and principles. By teaching these we just prepare students with a point of departure for their own research projects, but what can we offer them to have a yielded contribution, to yield an integrated contribution? This is exactly the subjects of current article. I strongly believe that media business should be looked as a field of interest with different and particular branches. Particular branch -as I imply- is not tightening the border, but this is just an effort to direct the students into a clear projects to navigate new arena of media business. As we have very various kinds of media today, like cinema, internet, newspaper, podcast, mobile phones, computer games, classified ads (oh, all are media, but there is very little common characteristics among all of them), this is hard to use ‘media business’ to refer on what we need for. So, we have to distinguish among different media to study their economics and business processes. The simplest classification is mass media against digital media. However the digital technology developments consistently expand the media variation. Just in social media category, we face with eighteen media types, (Eyrich et al, 2008) which expected to be even more varied. So we must prepare to be fragmented in media business study, according to the specific medium we intended to work on. This is the future of media business field, to distance from pervasive and universal theory, and focus on specific business models and projects depend on certain medium.</p>
<p>Also we should notice that media business is primarily under influence of target society, either just a limited region or a multi-national context. This is not separated from global discussion and foundations of Media, but any society has its own specific characteristics which may influence hardly the business model and possibility for media. Let’s focus just on a trait; Infrastructure for digital media. In many countries access to internet restricted by availability, price, location, population, speed and regulations. Two of them are more preventive; regulations and speed. Controlling the internet is not strange in many parts of the world and naturally many most common network contexts – like social networks- will not be accessible for doing media activities. If media practitioners just rely on business models adapted from social network domination, they clearly fail to reach the local market.</p>
<p> Speed is another concern. In many parts of the world access speed is not enough to view anything more than word and images. Of course advertising movies and animations may not be good means again to reach the targeted audiences in many cases. So, if media business aims to study how to reach the target market, either to profit media firm, or to perform media mission as a tool for advertising, this is impractical to neglect context. We can talk about more similar stories, but any media practitioner in such markets joys special understanding about how to reach the audience in such market. Obviously, business models may vary, but that is exactly the narrow line which distinguish the success and failure in media markets, and that’s the goal for media business study! Don’t you agree?</p>
<p><strong>The need for a fresh look</strong><br />
I think media business study needs a fresh perspective, to fill the gaps in our perception from media markets and how to exploit the opportunities which explosively create and expire. That is the responsibility of media academics to provide the certain and distinctive platform to direct the media business study towards more productive researches.</p>
<p>What discussed in the article was just a prologue for what I intended to write in Media Business Blog. What I implied here was just an introduction about what challenges should we mention when talk about media business. Of course my main interest is media entrepreneurship and will focus more on this domain in future articles, but should not neglect from the fragmentation of media, and should introduce the opportunities for students and researchers about how they can contribute in expansion of our knowledge by new perspective risen from different view points on media business.</p>
<p><strong>References</strong><br />
Reca, A. A. (2006). Issues in Media Product. In A. B. Albarran, S. M. Chan-Olmsted, M. O. Wirth, A. B. Albarran, S. M. Chan-Olmsted, &#038; M. O. Wirth (Eds.), Handbook of Media and Economics. LAWRENCE ERLBAUM ASSOCIATES.<br />
Eyrich, Nina, Padman, Monica L, Sweetser, Kaye D.  (2008), PR practitioners’ use of social media tools and communication technology, Public Relations Review, 34, pp 412–414.</p>
<p><a href="http://www.mediabusinessblog.de/autoren/datis-khajeheian/">Authors profile from Datis Khajeheian</a></p>
<img src="http://www.mediabusinessblog.de/?ak_action=api_record_view&id=436&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/16/a-deliberation-on-media-business-challenges-for-studying-this-subject/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.mediabusinessblog.de/2012/03/16/a-deliberation-on-media-business-challenges-for-studying-this-subject/</feedburner:origLink></item>
	</channel>
</rss>

