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	<title>Medienelite</title>
	
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	<description>Kann mehr.</description>
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		<title>Gendercamp 2012 – Review zu Reproduktionsarbeit</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 09:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Saftpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Gendercamp]]></category>
		<category><![CDATA[Reproduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch dieses Jahr war ich wieder auf dem Gendercamp. Ich habe noch nicht alles realisieren können, was dort passiert ist und ich selbst erfahren habe, für mich ergaben sich aber aus den vier Tagen etwa drei Themen, die ich für diskutierens- und bedenkenswert erachte. Ich werde daher meine Gedanken zum Gendercamp in mehrere Blogposts aufteilen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr war ich wieder auf dem Gendercamp. Ich habe noch nicht alles realisieren können, was dort passiert ist und ich selbst erfahren habe, für mich ergaben sich aber aus den vier Tagen etwa drei Themen, die ich für diskutierens- und bedenkenswert erachte. Ich werde daher meine Gedanken zum Gendercamp in mehrere Blogposts aufteilen.</p>
<p>I. Reproduktionsarbeit<br />
II. Strukturen eines sich als politisch-emanzipatorisch verstehenden Events<br />
III. Feministischer Aktivismus im Netz</p>
<p>Zunächst: Anders als im vergangenen Jahr empfand ich das Camp und seine Teilnehmer_innen dieses Jahr als wesentlich angenehmer. Das kann damit zusammenhängen, dass ich anders als 2011 keine großen Erwartungen mehr mit nach Hüll nahm, ich mich durch die Anwesenheit und die Arbeit des Awarenessteams sicherer fühlte und somit einen anderen Zugang zu neuen Menschen und deren Ideen entwickeln konnte. Die Redner_innenlisten gaben den Diskussionen während der Sessions einen anderen Drive, ich freute mich über fast jede Wortmeldung, war neugierig, was die Person beizutragen hatte, nahm das Gesprächsklima insgesamt sehr viel offener, wohlwollender und &#8220;ich will darüber nachdenken, was du gerade gesagt hast&#8221; wahr. Das fand ich sehr schön. Ich habe selbst kaum Erfahrung mit Redner_innenlisten und bin in Diskussionen deshalb schnell überfordert, genervt und angespannt. Der Workshop gleich zu Beginn des Camps zu dominantem Redeverhalten ließ offenbar werden, dass die meisten von uns dominante Strategien des Kommunizierens anwenden und zwar so, dass sie eben keine Interventionen in Kackscheiße darstellen, sondern wirklich interessante und hörenswerte Stimmen verstummen lassen. Was auch dazu führen kann, dass sich Gespräche inhaltlich im Kreis drehen und keinen Input von außen mehr zulassen. Ich war froh, Hinweise zu bekommen, mein eigenes Redeverhalten zu überdenken, öfter mal nichts zu sagen, mich auf das Gesagte von anderen mehr einzulassen und so insgesamt mehr aus einem Gespräch mitzunehmen. Ich hatte (wahrscheinlich auch durch die Awarenessstrukturen drumherum und das Klima unter den Teilnehmer_innen insgesamt) keine Angst, nicht in Kackscheiße intervenieren zu können, weil das evtl. als dominant wahrgenommen werden könnte und ließ mich &#8211; weil angstfreier &#8211; mehr auf die Perspektiven anderer ein. Das hat Spaß gemacht, ich habe viel mitgenommen. Danke an alle Teilnehmer_innen und das Awarenessteam im Besonderen, das dieses Gesprächsklima ermöglicht hat! Leider haben nicht alle Teilnehmer_innen (und damit meine ich auch die Orga) dieses Angebot als Chance begriffen, das Camp für alle angenehm zu gestalten, das hat mich in Teilen wütend und traurig gemacht. Awareness-Raising als Einschränkung/Beschränkung wahrzunehmen &#8211; wohlgemerkt auf einer Veranstaltung mit emanzipatorischem und queer-/feministischem Anspruch &#8211; empfand ich als Derailing und Angriff auf eben jenen Anspruch.</p>
<p>I. Reproduktionsarbeit</p>
<p>Ein sehr bestimmender Aspekt auf dem Gendercamp in diesem Jahr waren Kinder. Zunächst, weil mehr Kinder anwesend waren, ebenso deren Bezugspersonen/Betreuer_innen/Eltern. Dass Kinder auch in den Sessions waren, war an der einen oder anderen Stelle etwas anstrengend, weil sie laut waren und ihren eigenen Willen hatten. In der Regel bin ich davon schnell genervt, habe aber an mir festgestellt, dass ich Kinder lediglich als störend empfinde, wenn ich gerade von ganz anderen Dingen angepisst bin und eher die Stille suche und es eigentlich keine Frage der Lautstärke ist/sein sollte, wenn mich Menschen stören, sondern konkretes kackscheißiges Verhalten. Das kann ja laut, leise, subtil, offensichtlich, habitusorientiert, durch Körpersprache kommuniziert oder am Duktus liegen. Ich fände es spannend, wenn Kinder auf politischen Veranstaltungen mehr integriert werden könnten, als Teilnehmende wahrgenommen werden, deren Perspektiven auf bestimmte Themen auch interessant wären. Das gestaltet sich sicher schwieriger, wenn die Kinder noch sehr klein sind und sich kaum verbal artikulieren können, aber Perspektiven von Kindern auf die Welt, ihre Unbekümmertheit und ihr Durchsetzungswillen provozieren tatsächlich eine gewisse Faszination bei mir. Gerade auch, weil das Geschlechterverhältnis an Kindern permanent ausprobiert/ihnen aufgedrückt wird, würde mich interessieren, was sie eigentlich zu diesen Normierungen und Anrufungen zu sagen haben. Wie Kinder Stereotype verhandeln (ließe sich noch auf andere Kategorien außer Geschlecht erweitern), wie Kinder aufnehmen und verarbeiten, wenn Eltern sie möglichst normfrei erziehen wollen, wie sie mit dem Umstand umgehen, dass sie Projektions- und Verhandlungsfläche gesellschaftlicher Verhältnisse sind. Wie sie sich selbst als handelnd, gestaltend und eigen denkend wahrnehmen. </p>
<p>Warum ich Kinder unter dem Punkt Reproarbeit zusammenfasse, hat zwei Gründe: Zum einen, dass Kinder selten als Akteur_innen wahrgenommen werden, wenn es um <a href="http://www.iheartdigitallife.de/reproduktionsarbeit-vom-wieder-herstellen/" target="_blank">Reproduktion</a> geht, sondern nur als jene, an denen eben diese Arbeit vollzogen wird. Für mich haben Kinder auf diesem Camp aber ebenfalls diese Arbeit ausgeführt, zumindest fühlte ich mich bisweilen, wenn ich mich mit ihnen beschäftigt habe, sehr wohl, sehr entspannt, ausgeglichen. </p>
<p>Zum anderen, weil in meinen Augen die Betreuungsarbeit zu Beginn nicht sehr gut organisiert war, was zu einigen Konflikten führte (Wer betreut die Kinder wann? Wie könnte die Betreuungsarbeit für Eltern und Bezugspersonen angenehmer &#038; stressfreier gestaltet werden?). Die Anwesenheit von Kindern wird meist unverhandelt gelassen. Das bisschen Reproarbeit, nech? Ich finde es wichtig, dass nicht einfach stillschweigend davon ausgegangen wird, die Eltern und Bezugspersonen (und hier auch wieder &#8212; in der Mehrzahl Frauen) machen das eh unter sich aus oder regeln das. Unter Berücksichtigung des Geschlechterverhältnisses in dieser Gesellschaft fände ich es gut, auch mehr männlich Sozialisierte in die Reproverantwortung zu nehmen und stärker zu thematisieren, dass Kinder anwesend sind und nicht sich selbst und ihren Bezugspersonen überlassen werden. Ich denke, dass das Aufgabe eines Orgateams ist, diese Dinge anzusprechen und dahingehend eine Struktur bereitzustellen. </p>
<p>Aber es gibt da noch einen dritten Punkt, der mir wichtig ist. Ähnlich, <a href="http://gluecklichscheitern.wordpress.com/2012/05/22/mein-gendercamp-2012-awareness-privilegien-und-viele-tolle-menschen/" target="_blank">wie Melanie schreibt</a>, sollte es für alle(!) nachvollziehbar sein, wenn Menschen sich mit Kindern unwohl fühlen, und zwar, weil ihnen der Elternstatus, das Recht auf Familie abgesprochen wird oder schlicht körperlich nicht in der Lage sind/sein dürfen, Kinder zu bekommen oder zu erziehen/zu betreuen. Ich selbst bin Betroffene eines Systems, das mir den Familienstatus zumindest sehr erschwert, mich aus dem heteronormativen Setting &#8220;Vater-Mutter-Kind(er)&#8221; ausschließt und mir kaum Möglichkeiten gewährt, Erziehungsarbeit zu übernehmen. Ich bin sehr oft traurig deswegen und mache mir schon seit Jahren Gedanken darüber, wann und vor allem wie ich als Mutter/Erziehende auftreten kann und will. Sich mit Kindern unwohl fühlen, heißt daher nicht, Kinder abzulehnen, sondern kritisch auf den eigenen sozialen Status zu blicken. Viele entscheiden sich beispielsweise gegen &#8220;eigene&#8221; Kinder oder Erziehungsarbeit, weil sie die permanente Anrufung als Mutter satt haben, bei anderen löst die Anwesenheit von Kindern Wut, Trauer und Verletztheit aus. Auch die Reaktualisierung eigener Gewalterfahrungen in der Kindheit/Jugend ist durch die Anwesenheit von Kindern denkbar. Da Kinder all diese Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken von Erwachsenen zu Kindern weder komplett erfassen oder mitbedenken, geschweige denn darauf reagieren können, sehe ich hier vor allem Eltern/Erziehende/Bezugspersonen in der Pflicht dahingehend Sensibilität zu entwickeln. Mich nervt es, wenn Menschen mit Kindern sich als HeteroKleinfamilie inszenieren müssen vor anderen. Die eigene Performance darf im Zusammenhang mit Privilegien als (körperlich) unversehrter CisMensch und in einer heterosexuellen, monogamen Beziehung lebend ruhig überdacht werden. Dann von jenen noch unterstellt zu bekommen, eine selbst sei kinderfeindlich, das Thema Kinder sei tabuisiert oder die Anwesenheit von Kindern werde von denen ohne Kinder als heterosexistisch interpretiert, da war für mich echt Ende im Gelände. Hier zeigte sich ganz offensichtlich die wenig queer-sensible bzw. heteronormative Struktur des Camps und ja, diese Vorwürfe und Umkehrungen sind nichts anderes als heterosexistische und transphobe Kackscheiße und ja, sie sind diskriminierend. Dieses Camp ist kein Ort, der außerhalb von Gesellschaft steht, insofern spiegeln sich in diesem Ort die gleichen Mechanismen, die auch außerhalb dessen Gesellschaft gewaltvoll strukturieren. <strong>Ergänzung 1:</strong> Dass gerade unter diesem Aspekt, Kinder als &#8220;problematisch für andere&#8221; von einigen Erziehenden konstruiert wurden, empfand ich als Unverschämtheit. Die eigentlichen Konflikte wurden auf die Kinder übertragen, Kinder wurden instrumentalisiert zur Konfliktumkehrung und Verschiebung von eigener Verantwortlichkeit. </p>
<p>Dass das Thema Kinder so prominent auf dem Camp verhandelt wurde, lag auch daran, wer für sich in Anspruch nehmen kann, Dinge zu thematisieren und wer die eigenen Probleme als permanent verhandelbar betrachten kann und wer nicht. Aber dazu an anderer Stelle mehr. Vorerst helfen vielleicht Adrians Gedanken und Hinweise zu <a href="http://blog.adrianlang.de/?p=909" target="_blank">Kindern und Kollektivität</a></p>
<p><strong>Ergänzung 2:</strong>Ich möchte noch einen Gedanken teilen, der von einer nicht-teilnehmenden Person zu meinen Erlebnissen rund um das Thema Kinder &#038; Eltern auf dem Camp kam, den ich für mich als horizonterweiternd wahrnahm: Da Kinder häufig mit &#8220;Zukunft&#8221; in Verbindung gebracht werden und Reproduktion von Gesellschaft auch über &#8220;Kinder bekommen&#8221;, &#8220;sich vermehren/reproduzieren&#8221; verhandelt wird, wäre es gut konservative bis rechtskonservative/nationalistische/völkische/biologistische/eugenische Diskurse mit hineinzudenken, wenn es um Kinder, Elternschaft und Erziehungsarbeit geht. Nicht selten passiert es, dass Eltern einen Anspruch geltend machen, der lauten könnte: &#8220;Hey wir setzen Kinder in die Welt, wir tragen zur Zukunft des Staates bei, wir erhalten den Volkskörper, jetzt seid uns bitte dankbar dafür und/oder übernehmt auch Reproduktionsarbeit&#8221;. </p>
<p>Dass Reproduktionsarbeit aber nicht nur heißt, Kinder zu betreuen oder generell Kindererziehung und Hausarbeit, sondern auch Sorgearbeit bedeutet, das hätte ich auf politischen Veranstaltungen gerne stärker herausgearbeitet. Gerade wenn ein Großteil der Teilnehmer_innen &#8220;draußen&#8221; mit gewaltvollen Strukturen konfrontiert ist und so eine Veranstaltung auch die Möglichkeit bietet, Reproduktion des Selbst als Wiederherstellung der eigenen Kräfte und Ressourcen leisten zu können. In der Praxis hieße dies: mehr Pausen, mehr Möglichkeiten für informelle Gespräche, Handarbeit (die DIY- und Craftingangebote wurden rege und mit Begeisterung genutzt), Ansprechpersonen für Konflikte, mehr Räume des Kuschelns nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern als einen Raum der Nähe. Ich bin da, ich verstehe dich/will dich verstehen, ich sorge mich um dich, ich sorge für dich, ich sorge auch für mich selbst. Es gab konkret einen Rückzugsraum, in meinen Augen mindestens einer zu wenig. Immerhin brachte die Logistik des Landes mit sich, dass viele die umgrenzen Felder, Wiesen und Wege für ausführliche Spaziergänge und Ruhephasen genutzt haben. Reproduktionsarbeit hieße aber in der Praxis auch, nicht nur das Awarenessteam in die Verantwortung dafür zu nehmen, sondern auch selbstverantwortlich Reproarbeit zu leisten. Ich weiß, dass viele das nicht können oder wollen, aber solange eine Sensibilität für verantwortungsvollen Umgang miteinander da ist, sollten sich einige reproduktionsverringernde Dynamiken vielleicht gar nicht erst einschleichen können.</p>
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		<title>Derailing für Rassist_innen und white privilege denying du_dettes</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2012/05/16/derailing-fur-rassist_innen-und-white-privilege-denying-du_dettes/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 23:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Derailing]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weißsein]]></category>
		<category><![CDATA[Whiteness]]></category>

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		<description><![CDATA[bingo, bingo, bingo. immer das gleiche muster bei menschen, die nicht von rassismus betroffen sind. 1. definieren, was rassismus ist/nicht ist 2. definieren, wie antirassistische arbeit auszusehen hat 3. definitionsmacht leugnen 4. sich persönlich angegriffen fühlen 5. anderen unterstellen, sich persönlich angegriffen zu fühlen, emotionalität bei anderen kritisieren. 6. sich selbst für sachlich und objektiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>bingo, bingo, bingo. immer das gleiche muster bei menschen, die nicht von rassismus betroffen sind.</p>
<p>1. definieren, was rassismus ist/nicht ist<br />
2. definieren, wie antirassistische arbeit auszusehen hat<br />
3. definitionsmacht leugnen<br />
4. sich persönlich angegriffen fühlen<br />
5. anderen unterstellen, sich persönlich angegriffen zu fühlen, emotionalität bei anderen kritisieren.<br />
6. sich selbst für sachlich und objektiv halten.</p>
<p>[Hitler-/NS-/Holocaust- Vergleiche bringen - Jokerkarte]</p>
<p>7. eigene &#8220;antirassistische&#8221; &#8220;arbeit&#8221; hervorheben (danach wahlweise wiederholung der punkte 1-3, wahrscheinlich zur &#8220;argumentationsführung&#8221;)<br />
8. Unterdrücker_innen/Gewaltausübende/Diskriminierende mit denen auf eine Stufe stellen, die Widerstand zeigen/leisten<br />
9. sich selbst als unabhängig vom thema/nicht-rassist_in begreifen (rassismus sei also somit nur ein problem von siehe 8.) außerdem: siehe 6.<br />
10. Perspektiven von Betroffenen leugnen<br />
11. sich als Opfer inszenieren<br />
12. Diskussion um die eigene &#8220;Rassismusfähigkeit&#8221; kreisen lassen<br />
13. siehe 1-12, danach selbstbestimmte wiederholungen zur eigenversicherung in un/regelmäßigen abständen</p>
<p>Wow, du hast es weit geschafft. Viele deiner Vorgänger_innen kamen nicht mal bis zur Hälfte. Gratulation für soviel Durchhaltevermögen! Die Empörungsindustrie verleiht dir hiermit den Preis für die beste Beweisführung, dass Rassismus nach wie vor existent und wirkmächtig ist.</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3238&amp;md5=c193b039f408460d8f75f2cfc153a17d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Argumentationsgrundlage.</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2012/04/21/argumentationsgrundlage/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 10:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[aus einer diskussion um das kuchendings in schweden ist folgende antwort meinerseits entstanden, die sehr lang wurde, viele grundsätzliche punkte enthält und daher auch inhaltlich für das blog interessant ist. ich habe die antwort deshalb aus der diskussion herausgelöst und hier veröffentlicht, weil einiges davon in fast jeder diskussion um machtverhältnisse auftaucht. ich poste hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>aus einer diskussion um <a href="http://medienelite.de/2012/04/20/schmeckts-noch/" target="_blank">das kuchendings in schweden</a> ist folgende antwort meinerseits entstanden, die sehr lang wurde, viele grundsätzliche punkte enthält und daher auch inhaltlich für das blog interessant ist. ich habe die antwort deshalb aus der diskussion herausgelöst und hier veröffentlicht, weil einiges davon in fast jeder diskussion um machtverhältnisse auftaucht.</em></p>
<p>ich poste hier einen <a href="http://medienelite.de/2012/04/20/schmeckts-noch/" target="_blank">link</a>, der vier zitate und links zu weiteren texten von women of color enthält, die diese kuchengeschichte sehr kritisch sehen. sie ordnen die angelegenheit als rassistisch und sexistisch ein, begründen ihre argumentation, hintergründe zum künstler usw usw. wem die argumente bis dato nicht bekannt waren, findet in den verlinkten texten genügend anhaltspunkte, sich das ganze mal aus einer rassismuskritischen und antisexistischen und feministischen perspektive anzuschauen. </p>
<p>was kunst darf/nicht darf, steht überhaupt nicht zur debatte, weil dürfen tut sie erstmal alles, siehe aktueller fall. jeder mensch _darf_ sich künstlerisch betätigen aus jeglicher motivation heraus mit jeglicher intention, es sei denn sowas wird von staatlicher seite aus politischen gründen unterbunden und per gewaltmonopol durchgesetzt. sowas nennt sich dann zensur. zensiert wird heutzutage an künstlerischen darstellungen zumindest in deutschland lediglich, was nicht mit der FDGO vereinbar ist und wo das recht auf meinungsfreiheit das auch nicht kompensieren kann. da in der BRD so einiges (auch menschenverachtendes) unter meinungsfreiheit und FDGO geführt wird, wird sehr wenig bis kaum etwas zensiert. das kann eine_r jetzt gut oder schlecht finden, ist aber nicht der punkt der diskussion.</p>
<p>kunst entsteht in einem gesellschaftlichen kontext, der u.a. von rassismus und sexismus durchzogen ist, daher lässt sie sich auch aus dieser perspektive heraus analysieren und ggf. kritisieren. zu anderen zeiten wurden solche darstellungen wie vorliegend massenhaft produziert, heute sind solche erzeugnisse zumindest mit einigen tabus belegt, sonst wäre ja die kritik daran nicht so groß. tabus, die daraus entstehen, dass zumindest bei einigen gruppen der konsens vorherrscht, dass rassistische und sexistische darstellungen rassismus und sexismus reproduzieren, daher gewaltvoll sind und machtverhältnisse aufrecht erhalten und ideologien propagieren, die die grundlage für unterdrückung und ausbeutung darstellen. wenn mensch damit kein problem hat (weil sie_er nicht davon persönlich betroffen ist, bspw.), hat sie_er auch kein problem mit solchen darstellungen. die einzelnen argumente, was an der darstellung, der präsentation kritisch ist und welche _wirkung_ das alles hat, wurde ja in den texten zur genüge beschrieben, deswegen wiederhole ich das jetzt nicht noch einmal.</p>
<p>du führst an, dass _dir_ das kunstwerk gefallen hat, _du_ die darstellung dem anlass entsprechend angemessen findest, lediglich den rahmen (also präsentation und reaktion der zuschauerinnen) nicht gut heißt. ok. insofern stimmst du ja den texten zu, dass solche darstellungen in weißen räumen nicht den gewünschten effekt (künstler wollte ja angeblich zum nachdenken über FGM und rassismus anregen) erzielen. nur: was _du_ vom kunstwerk hältst, entsteht auch nicht im luftleeren raum und ist genauso teil von machtverhältnissen. was _du_ vom kunstwerk hältst, ändert nichts an der kritik, denn deine meinung zum kunstwerk ist teil der kritik, die women of color vorbringen. da wir beide darin übereinstimmen, dass die präsentation und die reaktion unangemessen sind, müsste sich hier eigentlich die frage aufdrängen, warum so eine darstellung nicht ihren gewünschten effekt hat. das liegt &#8211; wie in den texten begründet &#8211; v.a. an der darstellung und an den räumen, in denen sie stattfand. warum so eine darstellung überhaupt erzeugt wird (durch den schwarzen künstler, der privilegiert genug ist, um stimmen von betroffenen frauen(!) einfach übergehen zu können) und in weiß dominierten räumen zu lob&#038;lachern, statt zur kritik an der darstellung führt, steht auch in den texten. </p>
<p>was ist deine reaktion: du wiederholst, was eigentlich gegenstand der kritik ist und rechtfertigst das mit der intention des künstlers und kunstfreiheit im allgemeinen. das ist nicht illegitim, entfernt sich jedoch vom kontext, in dem die kritik stattfindet. weil ich noch einmal wiederhole, was kontext und argumente sind, hat zur folge, dass du dich belehrt und unverstanden fühlst, deine argumente weggewischt siehst und kritik an sexismus und rassismus als herrschaftswissen bezeichnest. letzteres ist schlichtweg falsch, denn gesellschaftlicher konsens ist: dass es kein problem darstellt mit rassistischen darstellungen und der unsichtbarmachung wie aneignung von stimmen von betroffenen geld zu verdienen, das ganze wird staatlich hofiert. herrschaftswissen ist hier also in erster linie rassistisches wissen (verleugnung von rassismus, unsichtbarkeit von weißsein, eurozentrismus, usw usw). dass ein typ mit der gewalt an frauen und völlig ekelhaften eigeninterpretationen dessen (nämlich der wiederholung der gewalt und nachäffung des schmerzes) geld verdient, ist aus feministischer perspektive mindestens fragwürdig, stellt aber ganz offensichtlich auch gesellschaftliche normalität dar. </p>
<p>die kritik an diesen normalzuständen einfach übergehen zu können und rechtfertigungen dafür zu finden (stichwort: argumente wegwischen), ist teil von herrschaftswissen, ist belehrend, aber auch seit jahrhunderten gängige praxis jener gruppen, die von herrschaft profitieren, ist auch grund, warum sich bspw. women of color nicht selten unverstanden fühlen mit ihrer kritik. der einzige unterschied, der jetzt besteht in deinem unverstanden- und belehrtwerdengefühl und deren: du kannst dich dessen entziehen, in dem du das haus verlässt oder diese diskussion hier wegklickst oder dir einfach aussuchen kannst, ob du dich mit rassismus auseinandersetzen möchtest oder nicht. ich kann das auch. das ist aber nicht mein anspruch, weil rassismus ein weißes problem ist, und daher auch meines. weswegen ich mir hier die zeit nehme, noch einmal meinen standpunkt zu verdeutlichen und die kritik stark zu machen. was allerdings nicht mein problem ist: deine emotionen, die bei dir hochkommen, weil dir eine sichtweise präsentiert wird, die deiner und meiner normalität widersprechen, deine definitionsmacht in sachen rassismus, die du als weiße europäerin nun einfach mal hast, in frage stellt. hier wäre es doch hilfreich, sich mit den eigenen abwehrmechanismen auseinanderzusetzen, um zur eigentlichen kritik überhaupt erst vordringen zu können.</p>
<p>mir geht es nicht darum, recht zu haben, weil das kann ich allein nicht entscheiden, das wird ja auf größerer diskursiver ebene verhandelt, was gelten kann und was delegitimiert wird &#8211; also eher verhandelt wird, wer recht _behält_ und nicht, wer recht hat. delegitimiert werden gesellschaftlich erstmal kritik an machtverhältnissen, weil es das herrschende system angreift, in dem wir leben. meine motivation besteht lediglich darin, meine gedanken mit anderen zu teilen, die bspw. rassismus und sexismus (egal in welcher form) kritikwürdig finden. dass ich daher nicht die verharmlosung dessen einfach so stehen lasse (weil die überall andernorts zu finden ist und sich dort menschen zusammenfinden können, die das ganz okay so finden), sollte also nachvollziehbar sein. </p>
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		<title>Schmeckt’s noch?</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2012/04/20/schmeckts-noch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 23:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[FGM]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt ja so Dinge, die machen eine sprachlos. Wie diese widerliche &#8220;Kuchensache&#8221; in Schweden. Auf Facebook las ich den Kommentar: &#8220;It&#8217;s getting worst!&#8221; &#8211; fand ich ganz zutreffend. Nachfolgend vier sehr gute, messerscharfe, zynische und trockene Kommentare von Women of Color. With allies like this, who needs enemies? [...] I felt pain looking at [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja so Dinge, die machen eine sprachlos. Wie diese widerliche &#8220;Kuchensache&#8221; in Schweden. Auf Facebook las ich den Kommentar: &#8220;It&#8217;s getting worst!&#8221; &#8211; fand ich ganz zutreffend. Nachfolgend vier sehr gute, messerscharfe, zynische und trockene Kommentare von Women of Color.</p>
<blockquote><p>With allies like this, who needs enemies?</p>
<p>[...]</p>
<p>I felt pain looking at that cake.  It leaves me speechless and unable to articulate the hurt.  That this was done by a supposed liberal group of White women comes as no surprise, because there is a long history of White people claiming to be concerned with the plight of people of colour, even as they work to support and strength White supremacy. These women may well have felt that because their intent was good that no harm was done, but they are wrong.  Intent is not a magical elixir and much harm has been done in the name of good intentions. <em><a href="http://www.womanist-musings.com/2012/04/racist-circumcision-cake-featued-at.html" target="_blank">Womanist Musings</a></em></p></blockquote>
<blockquote><p>What makes the cake episode so deeply offensive is the appropriation, by both artist and his audience, of African women’s bodies and experiences, while completely excluding real African women from the discourse. It is a pornography of violence. <em><a href="http://www.criticalwitness.com/post/21388960103/the-missing-ingredient-in-swedens-racist-misogynist" target="_blank">The missing ingredient in Sweden’s racist-misogynist cake by Shailja Patel</a></em></p></blockquote>
<blockquote><p>Initially I did not know who created this work, I had just seen snippets of conversations on the internet. And then when I learned that the creator was an Afro Swedish man, I immediately thought about the intersection of race and gender. The question then became how do we talk about the intersection of racism, and sexism when the creator of a problematic and offensive piece of art is a Black man? Why is this “okay” for Makoda to create this but not a White woman artist? Lastly, where are the women who are apparently the “subjects” of this work? <em><a href="http://crunkfeministcollective.wordpress.com/2012/04/19/bodies-have-histories-musing-on-makode-linde-and-that-cake/" target="_blank">Bodies have Histories. Crunk Feminist Collective.</a></em></p></blockquote>
<blockquote><p>The symbolism of the whole affair is poignant.  They are literally eating a black body as they laugh at its (performed) pain.  The fact that this huge error in judgement, common sense and plain decency comes from the anti-racist faction of government in Sweden does not surprise me.  What passes for anti-racism in Europe is people with a deep white savior complex  that allow them to keep patronizing ideas about people of color while meeting their own needs to appear good and charitable. <em><a href="http://www.micmovement.com/2012/04/5-ways-to-eat-your-racist-cake-have-it-too/" target="_blank">5 Ways to eat your racist cake &#038; have it too.</a></em></p></blockquote>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3231&amp;md5=dc7757b08bd38bae0f175a42958ee6e6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Jan Feddersen. Oder: Das Paradebeispiel an Trans*phobie in Homokreisen</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2012/03/14/jan-feddersen-oder-das-paradebeispiel-an-transphobie-in-homokreisen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 20:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Feddersen]]></category>
		<category><![CDATA[Transphobie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist das widerlich. Jan Feddersen, taz-Redakteur und schwuler Aktivist macht sich Gedanken über die unzähligen Transsexuellen, die sich einfach umoperieren lassen, weil sie nicht als schwul oder lesbisch gelten wollen. Das einzige Problem, mit denen Trans* also zu kämpfen haben, sei das Begehren. Weil das in unserer Gesellschaft tendenziell der Heteronorm untersteht, sind Trans* findig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://atme-ev.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=156%3Aeiner-von-der-taz-schreibt-und-atme-schweigt-immer-noch&amp;catid=4%3Asonstiges&amp;Itemid=2" target="_blank">Ist das widerlich</a>. Jan Feddersen, taz-Redakteur und schwuler Aktivist macht sich Gedanken über die unzähligen Transsexuellen, die sich einfach umoperieren lassen, weil sie nicht als schwul oder lesbisch gelten wollen. Das einzige Problem, mit denen Trans* also zu kämpfen haben, sei das Begehren. Weil das in unserer Gesellschaft tendenziell der Heteronorm untersteht, sind Trans* findig wie Füchse und wechseln einfach das Geschlecht, na sowas! Anstatt zu ihrer Homosexualität zu stehen, machen die sich qua OP hetero. Diese unsolidarischen Trans*, die sich bei den Heten anbiedern. Geht&#8217;s noch bescheuerter?</p>
<p>Dieser Artikel ist so fail, dass eine hier gar nicht weiß, wo sie ansetzen soll. Es besteht Nachholbedarf, aber schleunigst. Zu Trans* und Trans*phobie <a href="http://trans.blogsport.de/" target="_blank">bitte hier entlang</a>. Für alle, die lieber hören statt lesen wollen, <a href="http://www.chilligays.de/sendung-19-januar-2012/" target="_blank">hier geht&#8217;s weiter</a>.</p>
<p>Vielleicht sind Begriffe wie heterosexuelle Matrix, Heteronormativität, Trans-Identitäten, Gender-Performance, Geschlecht, Körper, Begehren, zu komplex. Vielleicht ist es gar nicht nötig, vollständig dahinter zu steigen, was das alles tut und macht. Vielleicht ist es auch nicht so wesentlich vollkommen zu verstehen, was Trans* und Trans*phobie ist. Wie sich die Dominante Cis in all dem wiederfindet und reproduziert. Es reicht vielleicht an dieser Stelle auch einfach das: Rede nicht über Dinge, von denen du keine Ahnung hast. Versuche nicht eine Kritik an normativen und gewaltvollen Verhältnissen auf dem Rücken von Betroffenen zu führen. Zeige dich solidarisch mit Betroffenen, auch wenn deren Verhalten und Entscheidungen nicht in dein partikulares Weltbild passen. Akzeptiere und respektiere die Definitionsmacht und Selbstbezeichnungen von Betroffenen.</p>
<p>Der Artikel tut so, als würde er Heteronormativität kritisieren. Als müsste noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Körper auch sozial konstruiert sind. Wow! Dafür hat das Soziologiestudium offenbar gereicht. Für Selbstreflexion und respektvollen Umgang mit Betroffenen der heteronormativen Kiste offenbar nicht.</p>
<p>Dass Trans* strukturell gesehen ganz anders dastehen, auch im Alltag, als Homos, das geht nicht in Feddersens Kopf. Dass kein Mensch sich freiwillig, um das &#8220;homo&#8221; aus seinem_ihren Sein zu prügeln, der Gewalt von Trans*phobie aussetzt, das versteht er auch nicht. Nein, es ist in seiner Welt auch noch nicht mal möglich, Gender &amp; Begehren voneinander zu trennen. Dass es homosexuelle Trans* gibt? Da verschwendet er offenbar keinen Gedanken dran. &#8220;Geschlechtsangleichende&#8221; Operationen sind mittlerweile Routineeingriffe? Ich kann nur den Kopf schütteln über so viel Unwissen über die Gesetzeslage und Lebenssituationen von Trans*.</p>
<p>Solche Artikel wie der von Feddersen machen mich unglaublich wütend. Einerseits, weil sie all meine Vorurteile bestätigen, die ich über die Schwulenbewegung in Deutschland habe bzw. über jene, die sich für ihre Sprecher halten: gut situierte, weiße, Cis-Schnösel, die sich -istischer Rhetoriken bedienen und einen chauvinistischen Habitus verinnerlicht haben, um möglichst nah an die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft ranzureichen. Unkritisch, anti-emanzipatorisch und unglaublich spießig bis konservativ. Andererseits machen mich diese Allianzen mit dem Reaktionären wütend. Einfach mal die eigene Geschichte über Bord geworfen, die eigenen Ausgrenzungen, die eigene erfahrene Gewalt, um dann schön nach unten zu treten. Solidarität war gestern.</p>
<p>Wenn meine Wut verflogen ist, dann habe ich nur Mitleid übrig für Menschen wie Jan Feddersen. Weil sie denken, sie gehörten als deviante Subjekte in einer heteronormativen, rassistischen, sexistischen, ableistischen, etc. Gesellschaft irgendwie dazu. Meinen, sie sonnen sich zusammen mit all den anderen Gewinner_innen auf einer grünen Wiese, es gibt Cocktails, Sahnetorten und alle haben sich lieb. Das ist Herrschaft: Menschen im Glauben zu lassen, sie wären angekommen, Assimilation zum erstrebenswerten Ziel zu machen. Es ist beinahe traurig mit anzusehen, wie sie sich anbiedern und dabei fortwährend auf die da unten spucken, so als warte irgendwo das Schlaraffenland. Die da unten, das sind die, die einfach nicht wollen. Die Opfer, die selbstverschuldet Unmündigen, die Faulen, die Diskurszensuria, die Dauerempörten, Radikalen und Gutmenschen, die einfach ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen, die nie zufrieden sind. Jene, die lieber meckern statt machen. Immer, wenn diese Gedanken durch die Köpfe von Menschen von Feddersen rattern, während sie ihre Entsolidarisierungspamphlete schreiben, die eigentlich einer Unterzeichnung einer Kapitulationserklärung gleichkommen, denke ich mir und grinse dabei:</p>
<p>Du bist eine_r von uns. Du warst es schon immer und wirst es auch weiterhin sein. Und es gibt nichts, was du dagegen tun kannst.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Sich niemals zufrieden geben und schmutzig bleiben: Frauenkampftag 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 10:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampftag]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr Lieben, wie jedes Jahr ist der 8. März der Tag, an dem uns mitgeteilt, dass Gleichberechtigung ein nahezu erreichtes Ziel ist und deshalb werden Blumen an die Gattinnen, Freundinnen, Kolleginnen verteilt, der Chef lässt die Mama mal eher nach Hause, die Medien räumen dem Thema mal einen Platz ein (weil es sich so gehört), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben, wie jedes Jahr ist der 8. März der Tag, an dem uns mitgeteilt, dass Gleichberechtigung ein nahezu erreichtes Ziel ist und deshalb werden Blumen an die Gattinnen, Freundinnen, Kolleginnen verteilt, der Chef lässt die Mama mal eher nach Hause, die Medien räumen dem Thema mal einen Platz ein (weil es sich so gehört), ein großzügiger Chefredakteur sagt großmännische Sätze wie &#8220;das mit dem Lohnausgleich, das kommt bald, nur Geduld&#8221;, eine Frau darf im Fernsehen erzählen, wie schlimm das Patriarchat auch für Männer ist und irgendeine wird wieder nicht umhin kommen zu sagen: &#8220;Ich bin keine Feministin, aber&#8230;&#8221; &#8211; Nehmt das nicht hin, lasst euch nicht abspeisen mit hohlen Phrasen und kleinen wie großen Gesten! Dieser Tag ist ein Tag wie jeder andere auch: Denn täglich findet sexualisierte und häusliche Gewalt statt, werden Selbstbestimmungsrechte über den eigenen Körper, die eigene Sexualität, die eigenen Grenzen ignoriert und verletzt, müssen Menschen in Armut leben, werden ausgebeutet, an der Verwirklichung ihres eigenes Lebensglückes gehindert und wie eine Ware behandelt. Heute ist nicht nur ein Tag, um darauf hinzuweisen, sich widerständig mit den herrschenden Verhältnissen zu zeigen und das Label Feminismus ohne Abgrenzungen gegen die dreckigen, emanzenhaften, männerhassenden und verbitterten Feminist_innen zu benutzen, sondern sich solidarisch mit all jenen zu zeigen, die aus diesen Gründen verbittert, frustriert und wütend sind. Heute ist der Tag, an dem ihr feiern solltet, dass jeden Tag überall Kämpfe gegen Unterdrückung stattfinden, die noch lange nicht vorbei sind! Wir sind wütend und stolz darauf! Einen wunderschönen Frauenkampftag euch allen, bleibt schmutzig!</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3216&amp;md5=ba0fdc8600ab97550e416f9725106c12" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Wie wollen wir im Netz füreinander Verantwortung tragen?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 12:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entsaftet]]></category>
		<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Community Accountability]]></category>
		<category><![CDATA[Definitionsmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[sexualisierte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Täterschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Übergriffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit geraumer Zeit beschäftigt mich der Gedanke, welche Strategien und Praxen es für Räume des Netzes (Chats, Foren, Mailinglisten, Twitter, Facebook, Blogs, etc.) gibt, die mit den dort stattfindenden sexualisierten Übergriffen, Formen verbaler Gewalt, Stalking, Mobbing, *istische Beleidigungen, Hate Speech &#8211; einen sensiblen und verantwortungsbewussten Umgang finden, welcher die Bedürfnisse von Betroffenen und potentiell Betroffenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit geraumer Zeit beschäftigt mich der Gedanke, welche Strategien und Praxen es für Räume des Netzes (Chats, Foren, Mailinglisten, Twitter, Facebook, Blogs, etc.) gibt, die mit den dort stattfindenden sexualisierten Übergriffen, Formen verbaler Gewalt, Stalking, Mobbing, *istische Beleidigungen, Hate Speech &#8211; einen sensiblen und verantwortungsbewussten Umgang finden, welcher die Bedürfnisse von Betroffenen und potentiell Betroffenen in den Vordergrund stellt. <a class="simple-footnote" title="Vor einigen Monaten flammte mal kurzzeitig eine Debatte um &#8220;Internetethik&#8221; auf, die auf meine Fragen/Gedanken nur bedingt eine Antwort wusste und sich eher mit &#8220;universaleren&#8221; Fragen um Moral und Kommunikation auseinandersetzte." id="return-note-3206-1" href="#note-3206-1"><sup>1</sup></a></p>
<p>Es ist auffällig und ich schrieb das ja <a title="Rückzug ins Private" href="http://medienelite.de/2011/12/13/ruckzug-ins-private/" target="_blank">schon mal</a>, dass feministische Gedanken zumindest im Netz eine höhere Reichweite besitzen (können) als noch vor ein paar Jahren. Die &#8220;feministische Netzgemeinde&#8221; wächst stetig, einzelne Personen gewinnen mehr Einfluss, mensch macht sich halt so Gedanken, warum da eine_r jetzt so emanzipatorisches Zeug ins Netz pustet, schließt sich vielleicht an, lehnt es ab, braucht noch ein paar Minuten länger zum Nachdenken. Die Vernetzung untereinander ist fester und stärker (so zumindest mein Eindruck), mensch trifft sich auch außerhalb des Internets gelegentlich, ein paar Freund_innenschaften sind auch entstanden.</p>
<p>Die &#8220;feministische Netzgemeinde&#8221; (im Folgenden &#8220;wir&#8221; &#8211; jede_r darf sich hier angesprochen fühlen, die_der meint sich angesprochen zu fühlen) ist sehr heterogen, vielleicht nicht unbedingt von ihren sozialen Positionen her (was definitiv schon etwas aussagt, aber jetzt hier nicht Thema sein soll), allerdings von ihren theoretisch-praktischen. Alle erdenklichen Feminismen sind vertreten, mal mehr, mal weniger diskursiv wirkmächtig, aber es gibt sie. Und je nach dem, welche Position eine_r vertritt, erntet sie_er dafür Zustimmung, Kritik, Ablehnung bishin zur Anfeindung. Das ist jetzt einigen von uns z.T. mehrfach passiert, mensch steht diese Phasen der Hasswellen irgendwie durch, macht das mit sich allein aus oder redet mit Freund_innen drüber, mit anderen Feminist_innen (offline wie online) und danach ebbt das ab. Was zurückbleibt ist ein bisweilen merkwürdiger Bekanntheitsgrad, Außenstehende bilden sich dann ihre Meinungen und mit dieser vorgefertigten wird daraufhin jeder neu geschriebene Text gelesen und kritisiert. Das ist erstmal ein &#8220;normaler&#8221; Vorgang, den ich nicht weiter kritikwürdig finde, ich fasse das mal unter Hermeneutik ;)</p>
<p>Nervig bis übergriffig wird es allerdings, wenn mensch für jeden Furz von der Seite angeblökt wird von irgendwelchen &#8220;Kritiker_innen&#8221;, ständig der eigene Name in den wüstesten Zusammenhängen auftaucht, @replies auf Twitter eintrudeln, Mails kommen, in denen die eigene Fickbarkeit analysiert wird ohne mit der Wimper zu zucken, als sei es das Normalste der Welt, fremden Leuten EMails zu schreiben und über ihre Person und ihre Sexualität wild in den Raum zu fantasieren, heterosexistische Sprüche abzulassen, Grenzen zu überschreiten. Kann mensch die Maskulisten recht einfach im Netz verorten, die sich ja eher selbst zum Gespött machen mit ihren abstrusen Thesen, die Vergewaltigungsandrohungen per Mail irgendwann überlesen werden (dickes Fell ftw!), sind es gerade die &#8220;Kritiker_innen&#8221;, die mir in diesem Zusammenhang etwas Sorge bereiten. Es ist eigentlich nur eine Frage des Wann, nicht des Ob, mensch wieder zur Zielschiebe antifeministischer und übergriffiger, hämischer und *istischer Ausgüsse über die eigene Person wird.</p>
<p>Offenbar fühlen sich genügend Menschen in irgendeiner Form durch die Äußerungen einiger Feminist_innen derart bedroht und belästigt, dass sie keine Gelegenheit ungenutzt lassen, um im Geheimen oder auch ganz öffentlich für alle einsehbar ihre Verbalattacken loszulassen. Don&#8217;t feed the trolls heißt es ja bekanntlich und wer mich kennt, weiß, dass ich von dieser beschissenen Anweisung wenig halte, verlagert sie die Verantwortung zu den Betroffenen.</p>
<p>Besonders tricky werden diese ständigen Attacken durch die Eigentümlichkeit des Netzes besonders kurze Kommunikationswege zur Verfügung zu stellen, so dass mensch über maximal 10 Ecken sofort zur ersten und zur letzten Ecke gelangt, manchmal sind die Ecken auch Bekanntschaften, Kumpels, Freund_innen. Im Netz kennt mensch sich, ohne sich dafür jemals in real getroffen haben zu müssen. Und, das darf bei allen Personenfragen nicht außen vor gelassen werden, es sind nicht immer ad hominem Geschichten, die eine_r im Netz kalte Schauer über den Rücken jagen oder das Triggerpotenzial in die Höhe schnellen lassen, sondern oft auch (egal ob unbedarft-naiv oder gewollt) Äußerungen zu Themen, mit denen sich (nicht nur) Feminist_innen seit Jahrzehnten und -hunderten beschäftigen. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Geschichte auf Twitter als ein bekannter Netzmann damit prahlte, sich ein T-Shirt drucken zu lassen, auf dem sinngemäß stehen sollte, dass er ein Vergewaltigungsapologet sei (und stolz drauf). Anlass war ein relativ polarisierender Text über Äußerungen und Einstellungen, die eine rape culture befördern (können). Der Text richtete sich ausschließlich an ein &#8220;männlich&#8221; gedachtes Publikum aus Sicht einer &#8220;weiblich sozialisierten&#8221; Person. Nun, einige Aussagen darin fand ich auch eher schwierig, ist aber Frage der feministischen Perspektive und kein Grund für irgendwen sich über reale Phänomene wie rape culture und Betroffene lustig zu machen in Form eines aufmerksamkeitsheischenden Tweets, der oft zitiert wurde und viel Zustimmung fand.</p>
<p>Mir ist es schleierhaft, warum sich Personen mit Dingen auseinandersetzen, die sie ablehnen und lächerlich finden, von denen sie auch keine Ahnung haben und sich auch nicht näher damit beschäftigen möchten (in Form von vorsichtigem, interessiertem Nachfragen oder selbstständiger Wissensaneignung). Wahrscheinlich weil es im Rahmen von vermachteten Diskursen (wo klar ist, welche Sprecher_innenposition das Privileg der Definitionsmacht besitzt) ein einfaches ist, bestimmte Hegemonien zu pflegen ohne dafür auch nur ansatzweise Kritik oder Sanktion zu erfahren. Im Gegenteil: Es klatscht Beifall, male (oder antifeminist) bonding galore, ist Anlass für persönliche Attacken oder schlicht Selbstvergewisserung und Machtdemonstration.</p>
<p>Das war jetzt mal so ein Querschnitt durch meine tägliche Erfahrungswelt im Netz, aber auch jener Erfahrungswelten von anderen Feminist_innen, die sich jetzt irgendwie mitgemeint fühlen oder selbiges erlebt haben. Nur mal so, um das Problem aufzureißen, von dem ich mir eine intensivere Bearbeitung wünsche, weil das Netz unser Raum genauso ist.</p>
<p>Denn den Umgang mit diesem Problem erlebe ich bisher so, dass zu solchen Fällen meistens geschwiegen wird. Klar gibt es auch Diskussionen, Widerspruch, bei heftigen Attacken auch mal nen bösen Kommentar und ggf. ein Twitter-Unfollow oder Block (auch bei Facebook), selten aber wirklich selten Blogeinträge, wo das Ganze noch einmal analysiert und kritisiert wird, eine breite Solidarisierung gegen die Kackscheiße gefordert wird. Wenn die Personen, die davon erfahren, nicht selbst betroffen sind oder sich als auch als Betroffene sehen, &#8211; nothing -. Das kann verschiedene Gründe haben und deshalb ist das jetzt nicht wertend gemeint, sondern deskriptiv.</p>
<p>&#8220;Interessant&#8221; wird es an der Stelle, wo die Person, die Kackscheiße produziert /produziert hat/, sich im gleichen sozialen Umfeld bewegt, wie die betroffene Person. Es also wie oben bereits angesprochen Verbindungspunkte gibt. Mensch ist also als Betroffene_r gezwungen, dieser Person (in der antisexistischen Arbeit wird er_sie &#8220;Täter&#8221; genannt) Eintritt in den Raum zu gewähren, in dem sich die_der Betroffene auch aufhält. Besonders bitter ist diese Tatsache dann, wenn die Verbindungsperson(en) sich als Feminist_innen verstehen, die eigentlich für solche Dinge sensibilisiert sind/sein sollten. Noch bitterer, wenn sich diese &#8220;Beziehungsdynamiken&#8221; dann auch noch in die offline-Welt verlagern und mensch nicht mehr bestimmte Veranstaltungen besuchen kann oder diverse Räume meidet, weil sich dort Menschen aufhalten, mit dem mensch keine Atemluft teilen kann oder will.</p>
<p>Auf Kritiken an diesem &#8220;Zulassen&#8221;, dieser Konfliktvermeidung (die eigentlich eine Konfliktintensivierung ist für Betroffene) wird oft mit Abwehrverhalten reagiert: &#8220;Was hat denn das mit mir zu tun? Warum sprichst du mich jetzt an? Was soll ich denn da machen? Ich kenne Person XY nur flüchtig. Person XY ist mein_e Freund_in. Das musst du schon selbst regeln, wenn es dich stört. Der_die hat halt (bitte hier Bezeichnung irgendeiner pathologisierten Verhaltensweise einsetzen) und deshalb ist er_sie so. Nimm&#8217;s nicht so schwer. Ach naja, ich kenne Person XY nicht anders. Das macht er_sie mit allen. Ignorier&#8217;s halt. &#8230; &#8230;&#8221; All diese Antworten sagen: Ich will mich damit nicht auseinandersetzen, deine Perspektive ist mir nicht so wichtig. In Einzelfällen kam es auch schon zu Victim Blaming oder Solidarisierung mit der attackierenden Person. Das gehört (zum Glück) zu den Ausnahmen. Was das schlussendlich bedeutet, auch dafür hat die antisexistische Praxis einen ziemlich eindeutigen Begriff: Täterschutz.</p>
<p>In der antisexistischen Arbeit gibt es für den Umgang mit solchen Vorfällen zwei (mir bisher bekannte) Konzepte: Definitionsmacht (Defma) und Community Accountability (CA). Während das erste Konzept konkrete Handlungsleitfäden im Umgang mit Betroffenen und Tätern bereithält, uneingeschränkt die Wünsche der Betroffenen in den Vordergrund stellt und wenn nötig den Täter konsequent aus Räumen verbannt und/oder den Kontakt abbricht, liegt bei CA auch (aber nicht nur) ein Fokus auf Präventivarbeit, um solche Vorfälle zu vermeiden. Defma soll auch sensibilisieren und Aufklärungsarbeit leisten, muss aber nicht mit Täterarbeit einhergehen, sondern das Hauptaugenmerk liegt auf der Betroffenenperspektive. CA ist also umfassender angelegt, meiner Interpretation nach. Das soll allerdings keine Hierarchisierung der Konzepte sein.</p>
<p>Ich frage mich nun, inwiefern diese Konzepte auch auf Räume des Netzes anwendbar sein können, auf ihre spezifischen Grenzen, Eigenschaften, Kommunikationswege und Beziehungsdynamiken. Würde das Defma-Konzept 1:1 übertragen werden, müssten die Betroffenen entscheiden, was sie sich wünschen von anderen, von den attackierenden Personen, ggf. wären auch hier eine radikale Meidung entsprechender Personen oder konsequente Ausschlüsse (den solidarisierende Personen mittragen und vor anderen auch vertreten) die Folge. Mindestens, und das wäre bei beiden Konzepten der Fall, wäre so eine offene Diskussion (ohne Infragestellung, Rechtfertigung der Betroffenen) möglich über den Umgang mit solchen Personen und Vorfällen. Konsequenzen und Gefühlslagen könnten in einem wertschätzenden Klima besprochen werden, ohne Perspektiven von Betroffenen zu negieren. Öffentlichkeitswirksamer Solidarisierungen und Aktionen gegen diese Formen der Gewalt wären ebenso möglich. Auch hätten andere Betroffene die Möglichkeit sich zurückzuziehen und bei diesen Aktionen nicht mitzuwirken, da sie Triggerpotenzial beinhalten, aber ein Rückzug aus Täterschutzgründen wäre nicht mehr tolerierbar.</p>
<p>Nachfolgend findet ihr ein paar wertvolle Links zum Einlesen in die beiden Konzepte, die <a href="http://www.yori-gagarim.com/" target="_blank">Yori Gagarim</a> vor einiger Zeit mal zusammengetragen hat, danke hierfür. Ich möchte mit euch in Austausch darüber treten, was ihr für Ideen/Links/Texte habt, für gangbar haltet, euch wünschen würdet, ihr könnt natürlich auch eure Erfahrungen mit Gewalt oder mit den Konzepten (gern auch anonym) <a href="http://medienelite.de/impressum/" target="_blank">per Mail an mich</a> oder in die Kommentare schreiben. Ich werde äußerst streng moderieren, so dass sich hier keine Leute tummeln können, die hier nichts zu suchen haben. Super fände ich auch, ihre schreibt eigene Blogposts zum Thema (schickt mir ggf. den Link, wenn ihr nicht wollt, dass das an die große Glocke gehängt wird), damit sich nicht alles auf das Blog hier konzentriert und mehr Menschen davon erfahren. Danke.</p>
<p><a href="http://www.incite-national.org/index.php?s=114" target="_blank">http://www.incite-national.org/index.php?s=114</a></p>
<p><a href="http://www.phillyspissed.net/node/36" target="_blank">http://www.phillyspissed.net/node/36</a></p>
<p><a href="http://www.transformativejustice.eu/wp-content/uploads/2010/11/Taking-Risks.-CARA.pdf" target="_blank">http://www.transformativejustice.eu/wp-content/uploads/2010/11/Taking-Risks.-CARA.pdf</a></p>
<p><a href="http://incite-national.org/media/docs/0985_revolution-starts-at-home.pdf" target="_blank">http://incite-national.org/media/docs/0985_revolution-starts-at-home.pdf</a></p>
<p><a href="http://defma.blogsport.de/" target="_blank">http://defma.blogsport.de/</a></p>
<p><a href="http://asbb.blogsport.de/2008/07/24/queering-intimate-violence-antisexistische-praxis-gegen-gewalt-im-queeren-kontext/" target="_blank">http://asbb.blogsport.de/2008/07/24/queering-intimate-violence-antisexistische-praxis-gegen-gewalt-im-queeren-kontext/</a></p>
<p><a href="http://www.transformativejustice.eu/?p=437" target="_blank">http://www.transformativejustice.eu/?p=437</a></p>
<p><a href="http://asbb.blogsport.de/2008/03/23/when-my-anger-starts-to-cry/" target="_blank">http://asbb.blogsport.de/2008/03/23/when-my-anger-starts-to-cry/</a></p>
<p><a href="http://transformation.blogsport.de/" target="_blank">http://transformation.blogsport.de/</a></p>
<p><a href="http://transformation.blogsport.de/" target="_blank">http://www.phillyspissed.net/node/18</a></p>
<p><a href="http://www.phillyspissed.net/node/10" target="_blank">http://www.phillyspissed.net/node/10</a></p>
<p><a href="http://www.jpberlin.de/antifa-pankow/defmacht/" target="_blank">http://www.jpberlin.de/antifa-pankow/defmacht/</a></p>
<div class="simple-footnotes"><p class="notes">Notes:</p><ol><li id="note-3206-1">Vor einigen Monaten flammte mal kurzzeitig eine Debatte um &#8220;Internetethik&#8221; auf, die auf meine Fragen/Gedanken nur bedingt eine Antwort wusste und sich eher mit &#8220;universaleren&#8221; Fragen um Moral und Kommunikation auseinandersetzte. <a href="#return-note-3206-1">&#8617;</a></li></ol></div> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3206&amp;md5=a9da302eac600707fcd1e40249ff5f4c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Antwort der ZEIT</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entsaftet]]></category>
		<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein_e Redakteur_in der ZEIT schrieb mir gestern eine E-Mail auf meine Kritik am rassistischen Sprachgebrauch in einem ihrer Artikel über Rassismus mit der freundlichen Bitte, das zu ergänzen, was ich hiermit tue. &#8212; Liebe Nadine Lantzsch, Ich arbeite bei der Zeit und Fabian Dannenberg ist ein guter Freund von mir. Zusammen haben wir die Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein_e Redakteur_in der ZEIT schrieb mir gestern eine E-Mail auf <a href="http://medienelite.de/2012/01/23/rassismuskritik-in-den-medien-die-zeit-und-das-n-wort/" target="_blank">meine Kritik am rassistischen Sprachgebrauch in einem ihrer Artikel</a> über Rassismus mit der freundlichen Bitte, das zu ergänzen, was ich hiermit tue.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Liebe Nadine Lantzsch,</p>
<p>Ich arbeite bei der Zeit und Fabian Dannenberg ist ein guter Freund von mir. Zusammen haben wir die Idee fuer den Artikel entworfen, und ich habe ihn bis zur Produktion betreut. Ich bin nicht weiss.</p>
<p>Fabian und ich haben Wort fuer Wort abgesprochen, was in der Ueberschrift, der Unterzeile und der Bildunterschrift steht. Die Zeile fand er &#8220;genau richtig&#8221;, weil sie den rassistischen Hass klar und abscheulich widerspiegelt.</p>
<p>Der Post auf Medienelite basiert also auf zwei Annahmen, die nicht stimmen. Mir ist es wichtig, das zu korrigieren und Fabians Artikel zu verteidigen. Ich waere Dir daher dankbar, wenn Du die Fehler korrigieren oder meine Antwort als Kommentar darunter stellen koenntest.</p>
<p>Viele Gruesse,</p>
<p>Khue Pham</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Zur Transparenz: Es ist also in diesem Fall so, dass Worte wie &#8220;N.&#8221; in der Überschrift sowie &#8220;Rassenhass&#8221; in der URL, die ich in meinem Artikel kritisierte, offenbar mit dem Autor abgesprochen waren.</p>
<p>Das ist natürlich zu begrüßen, also die Absprache. <strong>Dieser Teil meiner Kritik ist demnach nicht zutreffend.</strong></p>
<p>Auch wenn hier von Betroffenen bestimmt wurde, was wie genannt wird, impliziert die Verwendung von &#8220;Rassenhass&#8221; ohne Anführungszeichen und ohne weitere Kontextualisierung, es gäbe so etwas wie &#8220;Menschenrassen&#8221;, die aufgrund ihrer &#8220;Rassenzugehörigkeit&#8221; diskriminiert werden.</p>
<p>Die Verwendung von N. im Artikel kann natürlich ein Trigger für Betroffene darstellen, genauso wie in der Überschrift, aber sie sind immerhin eindeutig als Zitate gekennzeichnet, wo klar ist, dass N. keine Selbstbezeichnung oder korrekte Bezeichnung darstellt. Im N-Wort drückt sich natürlich erstmal, wie Redakteur_in und Autor ebenfalls meinen, Rassismus aus. Die Verwendung des N-Wortes ist _immer_ rassistisch. Es gibt keine Ausnahme. Ich finde, dass der Artikel das gut illustriert. In der Überschrift kulminiert also das, was der Autor in seinem Artikel beschreibt.<strong> Ich sehe ein, dass das ein gutes Argument für die Verwendung im konkreten Fall ist. </strong></p>
<p>Als eine, die in Sachen Herrschaftskritik auch auf Sprache achtet, finde ich es trotzdem unglücklich, dieses Wort in die Überschrift zu packen. Da die hiesige Gesellschaft weder aware in Sachen Rassismus ist, noch kritisch mit Rassismus umgeht, kein antirassistisches Wissen zum Alltagswissen gehört, trägt die Verwendung des N-Wortes (vor allem so plakativ in der Überschrift) zur Normalisierung bei. Das N-Wort wird nach wie vor benutzt, um Schwarze zu beleidigen oder über Schwarze Menschen zu sprechen, auch wenn dahinter die Absicht steht, mit der Verwendung zu illustrieren, dass hier gerade über Rassismus/rassistische Beleidigung gesprochen wird.</p>
<p>Da weiße die Definitionsmacht darüber besitzen, wie über Rassismus gesprochen wird, bricht die Verwendung mit dieser Definitionsmacht leider nicht.  <a class="simple-footnote" title="Weshalb ich das Wort nicht mehr ausgesprochen/ausgeschrieben verwende &#8211; egal, mit wem und in welchem Kontext ich spreche/schreibe." id="return-note-3171-1" href="#note-3171-1"><sup>1</sup></a> Will sagen, dass auch weiße dann die Verwendung des N-Wortes für legitim halten, wenn sie Rassismus kritisieren wollen. Da ihnen die Entscheidung darüber nicht zusteht, finde ich Sprachpolizei immer gut, um ihnen diese Sprache &#8220;wegzunehmen&#8221; oder zumindest mit Abkürzungen wie &#8220;N-Wort&#8221;  oder &#8220;N.&#8221; zu arbeiten, um anzuzeigen, dass hier ein Problem mit dem Sprachgebrauch besteht und Betroffene nicht weiter zu verletzen / zu triggern.</p>
<p>Ich freue mich sehr über diese E-Mail, da Feedback zu Kritik an Artikeln in Massenmedien selten ist. Und weil <a href="http://blog.derbraunemob.info/wp-content/uploads/2012/02/Rede_Integrationsgipfel_2012.pdf" target="_blank">mit dieser Tatsache</a> an der einen oder anderen Stelle doch mal gebrochen wird.</p>
<p>Wer sich mit rassistischem Sprachgebrauch auseinandersetzen will, dem_der sei &#8220;<a href="http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,46,13.html" target="_blank">Afrika und die deutsche Sprache</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://victoriarobinson.de/wp-content/uploads/Inhaltsverzeichnis-und-Geleitwort.pdf" target="_blank">Wie Rassismus aus Wörtern spricht</a>&#8221; als Einstiegsliteratur empfohlen. &#8220;<a href="http://glareanverlag.wordpress.com/2010/08/04/hornscheidt_rassismus-auf-gut-deutsch_brandes-apsel_rezension_glarean-magazin/" target="_blank">Rassismus auf gut Deutsch</a>&#8221; ist empfehlenswer für alle, die die anderen Bücher schon kennen bzw. einen akademischeren/sprachwissenschaftlicheren Zugang wollen.</p>
<div class="simple-footnotes"><p class="notes">Notes:</p><ol><li id="note-3171-1">Weshalb ich das Wort nicht mehr ausgesprochen/ausgeschrieben verwende &#8211; egal, mit wem und in welchem Kontext ich spreche/schreibe. <a href="#return-note-3171-1">&#8617;</a></li></ol></div> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3171&amp;md5=4b9e93ef851a2f7d7448289014cf8d66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Kurze Gedanken zu Jane Elliotts Antirassismustrainings</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2012/01/30/kurze-gedanken-zu-jane-elliotts-antirassismustrainings/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 11:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Privilegien]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weißsein]]></category>
		<category><![CDATA[Whiteness]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Martin Luther King erschossen wurde, hat sich die damals als Lehrerin arbeitende, weiße US-Amerikanerin Jane Elliott an einem Experiment versucht: Sie teilte ihre Schulklasse in Braun- und Blauäugige ein. Die Braunäugigen waren aufgerufen, die Blauäugigen schlecht zu behandeln. Ihnen zu unterstellen, sie wären ungebildet, ignorant, böse. Die Kinder spielten das Spiel mit und merkten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Martin Luther King erschossen wurde, hat sich die damals als Lehrerin arbeitende, weiße US-Amerikanerin <a href="http://www.janeelliott.com/" target="_blank">Jane Elliott</a> an einem Experiment versucht: Sie teilte ihre Schulklasse in Braun- und Blauäugige ein. Die Braunäugigen waren aufgerufen, die Blauäugigen schlecht zu behandeln. Ihnen zu unterstellen, sie wären ungebildet, ignorant, böse. Die Kinder spielten das Spiel mit und merkten schnell: Die Wirkungsweisen von Rassismus sind so banal wie um-sich-greifend. Jede_r kann rassistisch handeln. </p>
<p>Das &#8220;Augen-Experiment&#8221; hat internationale Bekanntheit erlangt und Jane Elliott arbeitet nach wie vor als Antirassismus-Trainerin. Mit unterschiedlichem Erfolg. Was einerseits an dem Kontext liegt, in dem sie als Dozentin die Trainings durchführt und an ihrer Art und Weise dies zu tun.</p>
<p>Ich habe mir vor ein paar Tagen zwei Filme mit ihr angesehen. Eine Filmreihe mit dem Titel &#8220;How racist are you?&#8221;, die mensch sich <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;list=PL02D0BBA2C7D01622&#038;v=V61f5ocskI4" target="_blank">unter folgendem Link</a> in fünf Teilen anschauen kann. (Triggerwarnung für Rassismus-Denials und rassistische Äußerungen der Teilnehmer_innen)<br />
Der andere Film hieß &#8220;The angry eye&#8221;:<br />
<iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/OPtzS7-H7J4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Filme unterscheiden sich. Im ersten Film leitet Elliott eine Gruppe aus PoC und weißen Erwachsenen aus Großbritannien. Das Experiment misslingt, kaum eine_r der weißen Teilnehmer_innen lässt sich auch nur ansatzweise auf einen Erkenntnisprozess ein. Zumindest zeigen das die Szenen. Im zweiten Film leitet Elliott eine Gruppe aus PoC und weißen Schüler_innen aus den USA. Das Experiment ist erfolgreich. <a class="simple-footnote" title="In &#8220;The Angry Eye&#8221; weist eine weiße Probandin darauf hin, dass sie das Gefühl hat, im Training werde Rassismus als &#8220;schlimmer&#8221; bewertet als Sexismus und Homophobie. Sie fühle sich deswegen unwohl und in ihren eigenen Diskriminierungserfahrungen zurückgewiesen. Elliott reagiert auf dieses Unbehagen, indem sie die weiße Frau und einen Schwarzen Teilnehmer nach vorn holt und erklärt, dass Menschen unterschiedliche Erfahrungswelten haben, die wir erst einmal akzeptieren müssen, ohne sie abzuerkennen. Die Oppression Olympics werden leider nicht thematisiert bzw. aufgelöst, stattdessen arbeitet Elliott mit stark verkürzten Differenz(feministischen)-Ansätzen. Sie geht nicht auf Intersektionalitätsaspekte ein und definiert Geschlecht lediglich in Gebärmutter(nicht)/Penisvorhandensein. Es wird also kein Machtverhältnis thematisiert, das kontextabhängig unterschiedliche Wirkungen hat und die ProbandInnen stets verschieden positioniert, sondern Elliott erklärt: Alle sind grundverschieden. Essentialismus galore! 
Was allerdings dem &#8220;geschulten&#8221; Auge klar wird: Dies ist ein Awarenesstraining für Rassismus. Kein &#8220;Lasst uns über all unsere Diskriminierungserfahrungen sprechen. Diese Gefühle, die die weiße (meiner Zuschreibung zufolge nicht heterosexuell begehrende) Probandin macht, hatte ich auch schon öfter. Oppression Olympics sind scheiße, aber hier gilt es zu unterscheiden, ob das nur meine Wahrnehmung ist, weil ich auch mal sagen will, wie diskriminiert ich bin und das Gefühl habe, das nicht zu &#8220;dürfen&#8221;, oder ob mein_e Gegenüber_in tatsächlich vorhat, Macht- und Unterdrückungsverhältnisse zu hierarchisieren, indem sie es konkret so benennt. Das ist nicht immer eindeutig zu trennen, aber ich denke, das ist der Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir Diskriminierung auf der Interaktionsebene betrachten." id="return-note-3129-1" href="#note-3129-1"><sup>1</sup></a></p>
<p>Doch warum? Ich erkläre mir das so, dass in den USA aus der Historie heraus ein Grundwissen darüber herrscht, was Rassismus ist, wie und wo er sich institutionalisiert hat. Über Rassismus wird in den USA offener gesprochen. Rassismus ist kein Tabu. Was sich als Tabu herausstellt, ist die Thematisierung von weißen Privilegien und inwiefern das auch etwas mit mir selbst (als weiße Person) zu tun hat. Das ist jetzt grob vereinfacht, aber allein der Fakt, dass es dort große soziale Bewegungen gegeben hat, die bspw. in Europa weitestgehend ausblieben, macht schon einen Unterschied. Das heißt nicht, dass dort in postrace-Verhältnissen gelebt und gehandelt wird, im Gegenteil, allerdings wird Rassismus in den USA nicht grundsätzlich negiert.</p>
<p>Im Gegensatz dazu zeigen sich die Proband_innen aus UK in fast ausschließlicher Verteidigungshaltung. Die Übungen werden vielfach von weißen boykottiert und verfehlen so ihre Wirkung. Ein PoC erklärt, dass er seine &#8220;biracial&#8221; Tochter niemals von der Schule abholt, weil sie in einer vollkommen weißen Schule &#8220;zum Glück&#8221; noch als &#8220;weiß genug&#8221; gelesen wird und er nicht möchte, dass sie Schwarz &#8220;wird&#8221;. Eine weiße Lehrerin(!) erklärt darauf hin, dass ihr Mann auch nicht in seinen legeren Klamotten zur Arbeit geht oder seine Tochter von der Schule abholt m( So geht es eigentlich die ganze Zeit. Die weißen Proband_innen halten sich für reflektiert genug zu erkennen, was Rassismus ist und behaupten, sie würden immer und überall intervenieren, wenn ihnen Rassismus auffällt. Rassismus hat mit ihnen persönlich nichts zu tun. Eine Derailing-Strategie jagt die nächste. Sie fühlen sich angegriffen, verletzt, ungerecht behandelt, von Elliott selbst, von den PoC im Raum. </p>
<p>Ich hatte mir beim Schauen des Films gedacht, dass die weißen zugänglicher wären, auch weil Elliott als weiße Autorität in Erscheinung tritt und es eigentlich hätte zu Bonding-Effekten kommen können. &#8220;Aaah, wenn es mir eine weiße erklärt, dann muss sie ja recht haben&#8221;. Was Elliott jedoch macht: Sie verhindert das, weil sie weiße Verteidigungshaltung kaum zulässt und stets am Sanktionieren ist, wenn es zu Privilege Denying und White Whining kommt. Mir imponiert dieser straighte Umgang sehr, ist er doch konsequente Solidarisierung mit Betroffenen. Er kann allerdings auch Rassismus verstärkend wirken. Nicht weil Elliott so handelt, wie sie es tut, sondern weil die weißen denken, ihnen würde kein Raum gewährt: Zum Lernen und zur Artikulation. </p>
<p>Wenn offenbar nicht einmal ein Grundbewusstsein darüber vorherrscht, was Rassismus ist und wie er sich äußern kann, dann ist es schwierig, weiße Proband_innen mit dieser Taktik etwas &#8220;beizubringen&#8221; bzw. sie zum Lernen zu animieren. Ich gehe mal davon aus, dass das Experiment hierzulande ähnliche Effekte hätte. Es ist nicht Elliotts Aufgabe, Rassismus so zu vermitteln, damit auch der_die letzte weiße es endlich kapiert, schon gar nicht, wenn Betroffene im Raum sind, denn offensichtlich funktioniert ihr Experiment auch in anderen Kontexten. Aber es wird schwieriger, wenn wir uns in Kontexten bewegen, wo Rassismus nicht zum Alltagswissen gehört. Der Diskurs um &#8220;wir sind doch alle gleich&#8221; ist offenbar in einigen Nationalstaaten derart hegemonial, dass er sich nur schwer aufbrechen lässt. Noch nicht mal dann, wenn bspw. anerkannt wird, dass sexualisierte Gewalt verachtenswert ist, herrscht Konsens darüber, dass dies bestimmte Ursachen hat, die auch mit mir selbst als vergeschlechtlichtes Wesen zu tun haben. Dass jeder Typenwitz über Frauen Ausdruck dessen ist, was sexualisierte Gewalt weiterhin legitimiert. Dass jedes Nice Guy Gejammere Ausdruck dessen ist, was sexualisierte Gewalt weiterhin legitimiert. Dass jedes Festhalten an Privilegien Ausdruck dessen ist, was Herrschaft weiterhin legitimiert. </p>
<p>Letztendlich geht es bei jeder Denial- und Derailingstrategie darum, ob ich das Gefühl habe, als guter oder als schlechter Mensch zu gelten. Handele ich rassistisch, bin ich schlecht. Ich will aber nicht schlecht sein, deswegen weise ich jeden Vorwurf der rassistischen Handlung von mir. Diese Haltung ist dermaßen selbstbezogen und ignorant, dass es schon fast wieder lächerlich ist, wenn diese Menschen behaupten, sie wären tolerant und am Gemeinwohl oder an Gerechtigkeit interessiert. Denn offenbar ist ihnen nur daran gelegen, ihre Komfortzone nicht zu verlassen. </p>
<p>Ich denke, dass da anzusetzen als erster Schritt wichtiger wäre, als weißen vor den Latz zu knallen, wie und wo Rassismus auftritt. Denn die Abwehrhaltung ist ein erstes Zeichen dafür, dass eigentlich das Verständnis dafür da ist, worum es gehen soll, aber der Egozentrismus noch den Riegel vorschiebt. Denn sonst würde ja mit Gleichgültigkeit reagiert werden (so meine Interpretation).</p>
<div class="simple-footnotes"><p class="notes">Notes:</p><ol><li id="note-3129-1">In &#8220;The Angry Eye&#8221; weist eine weiße Probandin darauf hin, dass sie das Gefühl hat, im Training werde Rassismus als &#8220;schlimmer&#8221; bewertet als Sexismus und Homophobie. Sie fühle sich deswegen unwohl und in ihren eigenen Diskriminierungserfahrungen zurückgewiesen. Elliott reagiert auf dieses Unbehagen, indem sie die weiße Frau und einen Schwarzen Teilnehmer nach vorn holt und erklärt, dass Menschen unterschiedliche Erfahrungswelten haben, die wir erst einmal akzeptieren müssen, ohne sie abzuerkennen. Die Oppression Olympics werden leider nicht thematisiert bzw. aufgelöst, stattdessen arbeitet Elliott mit stark verkürzten Differenz(feministischen)-Ansätzen. Sie geht nicht auf Intersektionalitätsaspekte ein und definiert Geschlecht lediglich in Gebärmutter(nicht)/Penisvorhandensein. Es wird also kein Machtverhältnis thematisiert, das kontextabhängig unterschiedliche Wirkungen hat und die ProbandInnen stets verschieden positioniert, sondern Elliott erklärt: Alle sind grundverschieden. Essentialismus galore! </p>
<p>Was allerdings dem &#8220;geschulten&#8221; Auge klar wird: Dies ist ein Awarenesstraining für Rassismus. Kein &#8220;Lasst uns über all unsere Diskriminierungserfahrungen sprechen. Diese Gefühle, die die weiße (meiner Zuschreibung zufolge nicht heterosexuell begehrende) Probandin macht, hatte ich auch schon öfter. Oppression Olympics sind scheiße, aber hier gilt es zu unterscheiden, ob das nur meine Wahrnehmung ist, weil ich auch mal sagen will, wie diskriminiert ich bin und das Gefühl habe, das nicht zu &#8220;dürfen&#8221;, oder ob mein_e Gegenüber_in tatsächlich vorhat, Macht- und Unterdrückungsverhältnisse zu hierarchisieren, indem sie es konkret so benennt. Das ist nicht immer eindeutig zu trennen, aber ich denke, das ist der Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir Diskriminierung auf der Interaktionsebene betrachten. <a href="#return-note-3129-1">&#8617;</a></li></ol></div> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3129&amp;md5=6c9936dc6242930efbeaaf269341bc25" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Zur Dialektik in der Sache “Frau”</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2012/01/26/zur-dialektik-in-der-sache-frau/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 13:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Dialektik]]></category>
		<category><![CDATA[Slutwalk]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich las ich diesen Artikel von Yasemin Shooman über das Bild der muslimischen Frau in Westeuropa. Sie wird einerseits als hilfsbedürftiges, vom &#8220;islamischen Patriarchat&#8221; unterdrücktes Wesen dargestellt, andererseits als gefährlich, sich ausbreitend (die vielen Kinder!!111!!1), undurchsichtig, düster. Ich erinnerte mich wieder an eine Studienarbeit von Frau X., in der sie das dialektische Frauenbild in Europa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich las ich diesen Artikel von Yasemin Shooman über das <a href="http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_227/nn_1864594/SubSites/DIK/DE/Geschlechtergerechtigkeit/StereotypMuslima/stereotypmuslima-node.html?__nnn=true" target="_blank">Bild der muslimischen Frau in Westeuropa</a>. Sie wird einerseits als hilfsbedürftiges, vom &#8220;islamischen Patriarchat&#8221; unterdrücktes Wesen dargestellt, andererseits als gefährlich, sich ausbreitend (die vielen Kinder!!111!!1), undurchsichtig, düster.</p>
<p>Ich erinnerte mich wieder an eine Studienarbeit von Frau X., in der sie das dialektische Frauenbild in Europa zur Zeit der Renaissance untersuchte. Heilige-Hure-Prinzip. Marienverehrung einerseits, Hexenverbrennung andererseits. (ich breche das jetzt mal ganz unwissenschaftlich runter). Und welche popkulturellen Referenzen auf diese Zeit sich noch heute finden lassen. Als eines ihrer Beispiele nannte sie &#8220;Like a prayer&#8221; von Madonna (pun intended!), das Video und das <a href="http://img6.imagebanana.com/img/uqtowj7x/MadonnaLikeAPrayerFront.jpg" target="_blank">Cover des gleichnamigen Albums</a>.  <a class="simple-footnote" title="Like a virgin ließe sich sicher auch noch anführen, aber Like a prayer spielt ja dezidiert mit christlicher Symbolik &#8211; auf den Schwarzen Jesus will ich indes an dieser Stelle nicht näher eingehen, das würde einen eigenen Blogpost benötigen" id="return-note-3117-1" href="#note-3117-1"><sup>1</sup></a></p>
<p>Dann las ich heute <a href="http://lotterleben.soup.io/post/226373475/THIS" target="_blank">das auf Soup.io</a>. Wer mehr zu Friendzone lesen will, <a href="http://medienelite.de/2012/01/12/nice-guy-oder-wie-das-patriarchat-unsere-beziehungs-und-begehrensformen-einschrankt/" target="_blank">bitte hier entlang</a>.</p>
<p>Als ich mich vergangenen Sommer für den Berliner Slutwalk engagierte, hatten wir ähnliche Diskussionen zum Slut-Begriff (nicht nur in der Orgagruppe). Während es beim Slutwalk u.a. um die Aneignung einer sexistischen Beleidigung ging (v.a. in den USA), hatten wir uns intern darauf geeinigt, dass uns dieser Aneignungsaspekt nicht sooo wichtig ist. Weil es einerseits Menschen gibt, für die dieser Begriff auch nicht mit Aneignung an Verletzungs- und Triggerpotential verliert, andererseits wir nicht vorgeben wollten, wie mit diesem Begriff umzugehen sei. Wir nahmen das Label als Art Corporate Identity und stellten andere Aspekte/Inhalte des Slutwalks in den Vordergrund. Auch um ein bisschen die Diskussionen zu umschiffen, die zwangsweise auf uns zukamen. Als ich im Nachhinein einige Vorträge zum Thema hielt und Diskussionen beiwohnte, wurde ich immer wieder darauf angesprochen, warum wir uns denn nun mit diesem Begriff &#8220;schmückten&#8221; und ob wir denn damit nicht die patriarchale Zuschreibung bestätigten&#8230;<br />
Sookee bringt es in &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=n-u1pBKy8V4" target="_blank">Bitches, Butches, Dykes &#038; Divas</a>&#8221; ganz gut auf den Punkt (ab 0:56).</p>
<p>Ohne jetzt inhaltlich noch einmal die &#8220;Schlampen-Diskussion&#8221; aufzuwärmen, hatte ich in den Eindruck, dass die Mehrzahl der Fragesteller_innen nicht einverstanden war mit dem Begriff. Obwohl dem Schlampen/Huren-Bild eine Dialektik innewohnt und diese Dialektik auch immer als Ganzes verstanden werden muss, nämlich zusammen mit ihrem Gegenstück &#8220;Heilige&#8221;, wollen sich viele Frauen* für eine Seite entscheiden. Nämlich die &#8220;Gute&#8221;. Werden die Dialektik und ihre Widersprüche als solche dargestellt, führt das zu Verwirrung, verstört, subvertiert sogar. </p>
<p>Europäische Denkkultur basiert auf Dialektik. Zwei Seiten einer Medaille. Das Selbst definiert sich in Abgrenzung zum Anderen, das als Gegensatz zum Selbst konstruiert wird. &#8220;Ich bin keine von diesen Schlampen&#8221;, &#8220;Ich will Sex, aber ich will keine Schlampe sein&#8221;. Küchenpsychologisch erklärt ist das Andere unser Spiegelbild, von dem wir uns distanzieren müssen, weil wir es als gefährlich/schädlich empfinden. Mit Widersprüchen in sich selbst können die meisten nicht leben, obwohl sie es täglich tun. </p>
<p>Das Problem ist nicht die Schlampe/Hure, sondern, dass sie als patriarchales Zurichtungsinstrument funktioniert. Der Dialektik von der guten und der schlechten Frau wohnt ordentlich Selbstdisziplinierungspotenzial inne. Deswegen kann ich es nicht verstehen, warum sich Frauen* so sehr vom Schlampenbegriff (oder Mädchen oder andere abwertende Begriffe für Frauen*) distanzieren. Sie übernehmen nicht nur die Dialektik, die geschaffen wurde, Solidarität unter Frauen* zu verhindern, Frauen* und ihre Sexualität zu disziplinieren, sie bestätigen und bestärken sie. </p>
<p>Natürlich lässt sich darüber streiten, ob eine Aneignung von frauenfeindlichen Wörtern in einem patriarchalen System wirklich Erfolg hat im Sinne einer Rückeroberung. Ich bezweifle das auch. Doch geht es wirklich darum? Um die Rückeroberung von Wörtern, die eh nicht &#8220;uns&#8221; gehören? Ist das Ziel feministischen Widerstandes, das Frauen* sich ihrer &#8220;guten&#8221; Persönlichkeit versichern? Von allen gemocht zu werden? Wer sind alle? Mit wem wird sich da eigentlich solidarisiert? Muss es nicht eher Ziel sein, diese gewaltvollen Dialektiken zu unterwandern und aufzubrechen, um sie ihrer machtvollen Wirkung zu berauben?</p>
<p>Braucht mensch im Kontext von Feminismus, der (nicht nur) Frauen* als handelnde Subjekte begreift, überhaupt noch den Rückgriff auf patriarchale Ordnungsmuster à la &#8220;Ich bin nicht eine von &#8216;diesen&#8217; Frauen&#8221; und systembestätigende Abgrenzungen? Ist nicht ein Ziel von Feminismus eben genau diese Ordnungsmuster zurückzuweisen? </p>
<p>Ich sage: ja.</p>
<p>Frauen*, die ihren Hijab (auch) aus Protest tragen, Frauen*, die sich Schlampe nennen, Frauen*, die das Label Lesbe, Emanze, Feministin nicht ablehnen, sondern annehmen und mit Leben füllen. Es geht nicht darum, ob die Zuschreibungen von außen zutreffen oder nicht. Das kann eine_r sowieso nicht autonom entscheiden. <a class="simple-footnote" title="Lesetipp dazu auch von den Fuckermothers bezogen auf Sexualität und Mutterschaft" id="return-note-3117-2" href="#note-3117-2"><sup>2</sup></a> </p>
<div class="simple-footnotes"><p class="notes">Notes:</p><ol><li id="note-3117-1">Like a virgin ließe sich sicher auch noch anführen, aber Like a prayer spielt ja dezidiert mit christlicher Symbolik &#8211; auf den Schwarzen Jesus will ich indes an dieser Stelle nicht näher eingehen, das würde einen eigenen Blogpost benötigen <a href="#return-note-3117-1">&#8617;</a></li><li id="note-3117-2"> Lesetipp dazu auch von den Fuckermothers bezogen auf <a href="http://fuckermothers.wordpress.com/2012/01/26/ein-bisschen-foucault" target="_blank">Sexualität und Mutterschaft</a> <a href="#return-note-3117-2">&#8617;</a></li></ol></div> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3117&amp;md5=eb1f7b530551ecc9d29a6df04cb25978" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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