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		<title>Check (3)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 19:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[- Die Zahlen sagen nichts neues, aber sie sind eindeutig: Die Lohnunterschiede zwischen den Gehältern wachsen weiter.
- Jungen als Bildungsverlierer: Das neue Paradigma in der Gleichstellungspolitik. Und: Frauen sind schuld daran. Nein, sagen neue Studien.
- Wesentlich mehr Frauen als Männer arbeiten im Niedriglohnsektor und sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen. Seit Jahren. Tendenz: steigend. Für alleinerziehende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- Die Zahlen sagen nichts neues, aber sie sind eindeutig: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681916,00.html">Die Lohnunterschiede zwischen den Gehältern wachsen weiter</a>.</p>
<p>- Jungen als Bildungsverlierer: Das neue Paradigma in der Gleichstellungspolitik. Und: Frauen sind schuld daran. <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,682019,00.html">Nein, sagen neue Studien</a>.</p>
<p>- Wesentlich mehr Frauen als <a href="http://www.zeit.de/2010/10/Niedriglohnsektor">Männer arbeiten im Niedriglohnsektor und sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen</a>. Seit Jahren. Tendenz: steigend. Für alleinerziehende Mütter der direkte Weg in die Armut. Deutsche Politik rührt sich nicht, freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft haben keine Verbesserung gebracht.</p>
<p>- Tessa geht der Frage nach, <a href="http://flannelapparel.blogspot.com/2010/03/liebe-ist-fur-alle-da.html">welchen Einfluss das Internet auf unser Beziehungsleben hat und umgekehrt</a>. Frau X. kommt auch darin vor.</p>
<p>- Annina lässt nach Worten Taten folgen: <a href="http://girlscanblog.org/">GIRLS CAN BLOG</a> soll eine neue Vernetzungsplattform für Bloggerinnen sein. Beteiligt euch!</p>
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		<title>Das Piratengeschlecht: small dick meets biting vagina</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2010/03/04/das-geschlecht-der-piraten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die geistig Verwirrten bei der Piratenpartei die lautesten sind, kennen wir ja bereits. Auch eine Genderdebatte hatte es vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr gegeben. Daraus gelernt hat die Partei: Nichts.
Jetzt wird wieder ganz offen dem Sexismus und Maskulismus gefrönt. Jaja bei den Piraten sind alle gleich, die Männer noch mehr als die Frauen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die geistig Verwirrten bei der Piratenpartei die lautesten sind, <a href="http://medienelite.de/2009/09/17/enterhaken-an-der-falschen-stelle-gedruckt/">kennen wir ja bereits</a>. Auch eine Genderdebatte hatte es vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr gegeben. Daraus gelernt hat die Partei: Nichts.</p>
<p>Jetzt wird wieder ganz offen dem Sexismus und Maskulismus gefrönt. Jaja bei den Piraten sind alle gleich, die Männer noch mehr als die Frauen. Und mit Gender kennen sie sich aus und Feminismus und Frauen und Diskriminierung und so. Da wissen sie so gut drüber Bescheid, dass sie glatt mal jeden dieser Begriffe umdeuten, Frauen den Mund verbieten und ihren megakleinen Schwanz ganz lang draußen hängen lassen. Vorsicht, Zugluft!!</p>
<p>Diese Partei ist ein Gespött für die gesamtdeutsche Parteienlandschaft. Und das will in Anbetracht der gesamtdeutschen Parteienlandschaft schon was heißen. Lassen sich kapern von frauenfeindlichen, islamophoben, nationalistischen und dummbratzigen Dummschwätzern und sind obendrein zu blöd, es zu bemerken. Piratische Reaktion: Wir sind postblablabla. Ja. Posthirn vielleicht.</p>
<p>Mädels, in dieser Partei werdet ihr nicht glücklich. Es sei denn, Gleichberechtigung der Geschlechter ist für euch sowas wie: don&#8217;t give a shit. Wenn doch: Raus aus diesem sexistischen Sauladen und flugs das Weite in ne andere Partei gesucht. Oder was eigenes an den Start bringen. Demokratie ist nämlich ne ganz feine Sache. Gleichheitsgrundsätze und Würde auch. Muss nur offen gelebt werden. Dann muss sich frau von Piraten auch nicht mehr Bezeichnungen wie &#8220;Menstruationsblut als Zugangsberechtigung&#8221; anhören.</p>
<p><em>Edit: Andi Popp, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei beantwortet die Genderdebatte <a href="http://andipopp.wordpress.com/2010/03/02/alle-jahre-wieder-kommt-der-genderstreit/">in nur einem Satz:</a> &#8220;Der weitere Streitpunkt in dieser Frage, der Frauenanteil bei den  Piraten, ist, zumindest in diesem Zusammenhang, eigentlich gar nicht der  Erwähnung wert.&#8221; Priceless!</em></p>
<p><em>und es geht weiter&#8230; Wieder Herr Popp  im selben Post über die Unterschiede von geschlossenen Frauen- und Männerräumen: </em><em>&#8220;Wenn Lena also der Meinung ist, sie will sich nur mit Piratinnen  austauschen, ohne dass wir Kerle da mitreden ist das vollkommen in  Ordnung. Wenn ich mir eine rein männliche Piratengruppe aufbauen will um  dort schweinische Witze abzulassen, werde ich mir das sicher auch von  niemandem verbieten lassen.&#8221;  Richtig. Eine reine Frauengruppe, die diejenigen ansprechen will, &#8220;<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Piratinnen">die sich innerhalb der Partei benachteiligt  fühlen und nicht davon überzeugt sind, dass das Geschlecht innerhalb der Piraten  tatsächlich (und nicht nur an der Oberfläche) keine Rolle mehr spielt</a>&#8220;, ist natürlich was ganz anderes als der geschlossene Männerräum, wo über Schwanzlängen und feuchte Mösen postuliert werden darf. Nuff said!</em></p>
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		<title>Veranstaltungshinweise März</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2010/03/04/veranstaltungshinweise-marz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute beginnt das queerfeministische &#8220;Who cares&#8221;-Event in Berlin. Noch bis zum 7. März haben Interessierte die Gelegenheit, Diskussionen über Reproduktion, Gewalt, Abtreibung, Feminismus, Verortung, Migration und Dekonstruktion zu verfolgen und sich aktiv einzubringen. Alle Themen werden aus einer queerfemininen, ökonomiekritischen Perspektive beleuchtet.
Seit heute und noch für fünf weitere Wochen ist in verschiedenen Berliner Locations der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute beginnt das queerfeministische &#8220;<a href="http://feministische-oekonomie.org/">Who cares&#8221;</a>-Event in Berlin. Noch bis zum 7. März haben Interessierte die Gelegenheit, Diskussionen über Reproduktion, Gewalt, Abtreibung, Feminismus, Verortung, Migration und Dekonstruktion zu verfolgen und sich aktiv einzubringen. Alle Themen werden aus einer queerfemininen, ökonomiekritischen Perspektive beleuchtet.</p>
<p>Seit heute und noch für fünf weitere Wochen ist in verschiedenen Berliner Locations der Film <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=7635&amp;crtpage=0">&#8220;Damla = Tropfen – Derya = Ozean&#8221;</a> zu sehen, der sich mit MigrantInnen in Problemkiezen, ihren traditionellen Rollenbildern, der medialen Sicht der Mehrheitsgesellschaft und dem wissenschaftlichen Stand zu Migration/Integration beschäftigt.</p>
<p>Am 10. März startet im <a href="http://lorisberlin.de/home.html">Loris Berlin die Ausstellung &#8220;Zur sexuellen Identität schwuler Männer&#8221;</a>. Fotos, Fotos, Fotos werden zu sehen sein und zeigen, wie schwule Männer Sex, Gender und sexuelle Orientierung für sich gestalten und ausleben. Ein bisschen queer und trans* darf&#8217;s auch sein. (<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=336777214638&amp;ref=nf">Zum Facebook-Event</a>)</p>
<p>Ebenfalls am 10. März  gibt es im <a href="http://www.forum-politische-bildung.de/">Forum Politische Bildung </a>einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema Diversity. Spannend dabei ist der Blickwinkel von Katrin Reimer, die theoretische Überlegungen anstellt und aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert:</p>
<blockquote><p>An das Schlagwort Diversity knüpfen sich viele Hoffnungen: Abkehr von defizitorientierten Integrationsbemühungen, die die Einzelnen in ihren subalternen Positionen fixieren. Hinwendung zu Ressourcenorientierung, zu gezielter Förderung bei Wahrung der Vielfalt, letztlich zu mehr Gleichberechtigung und Anerkennung. Ein Gewinn für alle. &#8212; Leider ist das nur die eine Seite der Medaille, werfen wir auch einen Blick auf die andere.</p>
<p>Oft wird Diversity in die Tradition der Bürgerrechts- und Frauenbewegung der USA gestellt. Entwickelt aber wurde es angesichts eines drohenden Mangels an hoch qualifizierten Arbeitskräften unter Weißen Männern &#8212; als eine Management-Strategie zu Erschließung der Potenziale in subalternen Gruppen. Die Existenz von Oben und Unten, von Reichtum und Armut, stand dabei nie in Frage. Heute rüstet der Ansatz Unternehmen für ihren Kampf um Profite in einer globalisierten Welt. Er verändert die Zusammensetzung derer, die Oben sind, und weist den großen Rest nach Unten.</p>
<p>Dieses Doppelgesicht von Diversity kann sich auch auf seine Verwendung in der Politischen Bildung auswirken. Verstehen wir Differenzen als Merkmale von Individuen oder als Macht- und Herrschaftsverhältnisse, in denen Einzelnen unterschiedliche Handlungsspielräume zugewiesen werden? Wo wird mit Diversity Ungleichheit überwunden, wo nur in eine andere Form gebracht? Wie lässt sich der Einsatz für mehr Anerkennung mit dem<br />
Ringen um Umverteilung verbinden? &#8212; Nach dem Input ist Zeit zur Diskussion und zum Austausch über Erfahrungen mit Diversity-Strategien in unterschiedlichen Praxisfeldern.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.helle-panke.de/topic/3.html?id=535">18 Uhr gehts los</a>.</p>
<p>Ebenfalls am 10.März wird Heide Oestreich folgenden Fragen nachgehen: <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=7772&amp;returnurl=/index.html">&#8220;Wie werden Frauen in der Politik wahrgenommen, welche Männlichkeits-Mythen produzieren wir, welches Frauenbild liegt unserer Arbeitsmarktpolitik zugrunde?&#8221; </a></p>
<p>Im Ballhaus Naunynstraße, das sich in seiner theatralen und performativen Arbeit der sogenannten Postmigration zuwendet und bereits das umjubelte Tango Türk auf die Bühne brachte, gibts vom 20. bis 30. März das prämierte Stück &#8220;Schwarze Jungfrauen&#8221; zu sehen.</p>
<blockquote><p>In Neco Çeliks Theaterdebüt von 2006 fragen Schwarze Jungfrauen warum  Allah kein Ausländer und die Gottkriminalität notwendig ist; wodurch der  weichgespülte Islam halal wird und warum man morgens mit Flöhen  aufwacht, wenn man mit Gottlosen geschlafen hat. Und nicht zuletzt geht  es ihnen auch um die Suche nach der perfekten Symbiose: Sex und Islam.  Ihre fromme These lautet: Nackt ist nicht gleich ungläubig und  vollbandagiert ist nicht gleich Gott total unterworfen.</p></blockquote>
<p>Habt ihr Termine, die ihr beachtenswert findet? Dann ab damit in die Kommentare.</p>
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		<title>Female Bloggers – Their Fanboys and Riot Grrrls</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 19:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Annina hat eine hervorragende Idee: Einfach, unkompliziert und alle so: yeah &#8211; Ein &#60;3 für Bloggerinnen und BloggerInnen mit Fem-Anspruch. Warum nicht?
Das Ausschreiben zum Bloggermädchen des Jahres der Mädchenmannschaft war bereits ein erster Schritt, aber es kann noch mehr sein. Schreibt bei Annina, oder hier oder auf eurem eigenen Blog (Backlink beifügen bei Bedarf) eure [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/200moremontrealstencils/2820453801/"><img title="Riot Grrrl" src="http://farm4.static.flickr.com/3225/2820453801_ec5191e127.jpg" alt="(CC) by Flickr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">(CC) Flickr</p></div>
<p><a href="http://wordsonawatch.blogspot.com/2010/03/girls-on-web-who-are-must-reads.html">Annina hat eine hervorragende Idee</a>: Einfach, unkompliziert und alle so: yeah &#8211; Ein &lt;3 für Bloggerinnen <strong>und</strong> BloggerInnen mit Fem-Anspruch. Warum nicht?</p>
<p>Das <a href="http://maedchenmannschaft.net/und-die-gewinnerin-ist/">Ausschreiben zum Bloggermädchen des Jahres</a> der Mädchenmannschaft war bereits ein erster Schritt, aber es kann noch mehr sein. Schreibt bei <a href="http://wordsonawatch.blogspot.com/2010/03/girls-on-web-who-are-must-reads.html">Annina</a>, oder hier oder auf eurem eigenen Blog (Backlink beifügen bei Bedarf) eure LieblingsBloggerInnen auf, erweitert eure Blogroll, stöbert in anderen Blogrolls &#8211; <strong>Macht kommt von machen! </strong></p>
<p>Ich mach mal gleich den Anfang:</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net">Mädchenmannschaft</a></p>
<p><a href="http://antjeschrupp.com/">Antje Schrupp</a></p>
<p><a href="http://www.iheartdigitallife.de/">I Heart Digital Life</a></p>
<p><a href="http://mevme.com/lizblog/">Liz</a></p>
<p><a href="http://happyschnitzel.wordpress.com/">Happy Schnitzel</a></p>
<p><a href="http://flannelapparel.blogspot.com/">Tessa</a></p>
<p>Eine Übersicht über <a href="http://www.blogtrepreneur.com/2009/02/05/100-must-read-blogs%E2%80%A6by-women/">100 must read blogs by women findet ihr hier</a></p>
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		<title>Frauen und ihre digitale Diskursmacht</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 20:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: erz von der Kontextschmiede hat mich bezüglich dieses Themas um ein kurzes Statement gebeten. Ich kann es leider nicht kurz fassen, deswegen dieser Beitrag.
Anne Roth in einem DCTP-Interview, rege Frauenbeteiligung bei der Re:publica 2010 und ein gut aufgestelltes Netzwerk feministischer BloggerInnen: Reicht das, um die Diskursfelder (oder Diskursarenen &#8211; ich habe so mein Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: erz von der Kontextschmiede hat mich <a href="http://kontextschmiede.de/wozu-noch-feminismus-in-blogs-eine-frage-der-perspektive/" target="_blank">bezüglich dieses Themas</a> um ein kurzes Statement gebeten. Ich kann es leider nicht kurz fassen, deswegen dieser Beitrag.</em></p>
<p>Anne Roth in einem DCTP-Interview, rege Frauenbeteiligung bei der Re:publica 2010 und ein gut aufgestelltes Netzwerk feministischer BloggerInnen: Reicht das, um die Diskursfelder (oder Diskursarenen &#8211; ich habe so mein Problem mit dieser Diskurstheorie und ihren Begriffen) Feminismus, Gender, Queer, Diversity, Gleichstellung und Gleichberechtigung so anzukurbeln, dass sie auch außerhalb dieser Netzwerke wahrgenommen werden? Nach einem halben Jahr Beobachtung muss ich diese Frage leider mit Nein beantworten.</p>
<p>Während es unsere männlichen Bloggerkollegen immer wieder schaffen mit ihrem Themenmix weitreichende Diskussionen auszulösen, die es nicht selten bis in die Mainstreammedien schaffen und haften bleiben, gelingt es der (queer)feministischen Bloggerszenerie kaum in diese Sphären vorzustoßen. Wie erz richtigerweise feststellt, ist das Netz nichts weiter als ein Abklatsch patriarchaler Strukturen aus dem Real Life.</p>
<p>Nun kann und will ich niemanden dafür verurteilen, sich nicht für oben genannte Anliegen zu interessieren und dementsprechend auch nicht darüber zu bloggen. Andererseits ist das Netz aber nicht nur eine billige Contentmaschine, sondern auch eine billige Contentweiterreichungsmaschine. Und das wird sträflich vernachlässigt. Oftmals lese ich auf den großen deutschsprachigen Blogs Texte (von Männern geschrieben), die sich genau um die o.g. Themen drehen. Weiterführende Links? Leider Fehlanzeige. Fehlanzeige ebenso die Diskussionen darunter, die an einigen Stellen beispielgebend dafür sind, warum Gender &amp; Diversity noch immer hochaktuelle Problemfelder sind und nicht einfach mit: &#8220;Frauen und Männer sind doch gleichberechtigt&#8221; heruntergeredet werden können.</p>
<p>Wäre es nicht wichtig und richtig, an eben diesen Punkten und Texten anzusetzen, Links auf entsprechende Blogs und Inhalte zu geben, ExpertInnen zu interviewen, Streitgespräche zu führen und auch queerfeministische Ansätze in Kapitalismuskritiken (als Beispiel) unterzubringen, um das Blickfeld zu erweitern? Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Spektrum an Ideen und Ausrichtungen zu erweitern und damit gleichzeitig bestehende Netzwerke zu verknüpfen. Davon Gebrauch machen nur die allerwenigsten. Mir scheint, als würden diese Themen und die Menschen, die täglich darüber bloggen, nicht ernst genug genommen. Obwohl ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass die sogenannten A-Blogger nicht längst um deren Existenz wüssten.</p>
<p>Falls doch, dann fühlt wohl dieses Zitat auf den Zahn der Zeit:</p>
<blockquote><p>Das erste Pri­vi­leg der Wei­ßen, von Män­nern, Mit­glie­dern bes­ser­ge­stell­ter Gesell­schafts­schich­ten, der Hete­ro­se­xu­el­len, der Nicht­be­hin­der­ten ist, völ­lig in Igno­ranz der Tat­sa­che zu leben, dass sie pri­vi­le­giert sind. (<a href="http://kontextschmiede.de/wozu-noch-feminismus-in-blogs-eine-frage-der-perspektive/">via Kontextschmiede</a>)</p></blockquote>
<p>Ungeachtet der Ungerechtigkeit dieser pointierten Bestandsaufnahme: Warum nicht aus der Not eine Tugend machen und die Privilegien ausnutzen? Die Hand reichen, eine Räuberleiter bauen und die vielen BloggerInnen mit hinauf hieven auf die Mauer des Schweigens, da wo viele Blogs bereits ihren Platz gefunden haben, um regelmäßig einen lauten Shout nach draußen zu blasen?</p>
<p>Ja, Frauen haben digitale Diskursmacht, doch sie reicht nicht aus, um im digitalen Raum eine permanente und kräftige Stimme zu haben. Es wäre ein Zeichen der vielen Netzaktivisten, Blogger und Digital_Magaziner, sich mehr für Frauen in den eigenen Reihen zu öffen und beim gleichen Themensetting auf andere Denkrichtungen hinzuweisen oder aber gar Inhalte (queer)feministischer BloggerInnen hinzuweisen, sie aufzugreifen, weiter zu diskutieren, eigenen Input reinzugeben und &#8230; ach was erzähl ich euch da: eigentlich genau denselben Kram machen, den ihr auch bei Datenschutz, DEM Internet, digitale Bürgerrechte und der letzten Schmähkritik auf Westerwave so blendend beherrscht.</p>
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		<title>Lantzschi für mehr Religionsfreiheit</title>
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		<comments>http://medienelite.de/2010/02/24/lantzschi-fur-mehr-religionsfreiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 12:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Saftpresse]]></category>
		<category><![CDATA[PI]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wie sich vielleicht nur noch die härtesten StammleserInnen hier erinnern, wurde ich vor zwei Jahren Opfer von PI. Schon damals wurde ich als Feministin bezeichnet, die Damen und Herren wussten wahrscheinlich schon viel früher als ich, was gut für mich ist :) Es fielen noch andere Begrifflichkeiten, die in der abgeschwächten Form aber korrekt meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medienelite.de/wp-content/uploads/lantzschi-moschee.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1961" title="lantzschi moschee" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/lantzschi-moschee.jpg" alt="" width="504" height="400" /></a></p>
<p>Wie sich vielleicht nur noch die härtesten StammleserInnen hier erinnern, wurde ich <a href="http://medienelite.de/2008/04/30/ist-der-ruf-erst-ruiniert/">vor zwei Jahren Opfer von PI</a>. Schon damals wurde ich als Feministin bezeichnet, die Damen und Herren wussten wahrscheinlich schon viel früher als ich, was gut für mich ist :) Es fielen noch andere Begrifflichkeiten, die in der abgeschwächten Form aber korrekt meine Identität wiedergaben. Strafrechtlich relevant war trotzdem alles. Bis heute gibt es diese zwei Einträge + die Kommentare darunter über mich. Die PI-Einträge wurden auch auf anderen Blogs verlinkt,  die Kennern der islamophoben Szene sicher ein Begriff wären. Lange Zeit waren diese Schmährufe, Bedrohungen, Verleumdungen und Beleidigungen auf der ersten Suchtrefferseite von Google gelistet. PI schützt sich relativ gut gegen anwaltliche Angriffe, es gibt kein Impressum, alles ist anonym, Server und Betreiber sitzen im Ausland, wir wissen alle trotzdem gut, wer hinter diesem menschenfeindlichen Portal steckt, beweisen lässt es sich aber nur schwer.</p>
<p>Da vor wenigen Tagen ein Kollege aus der Redaktion in übelster Art und Weise durchs Hassdorf getrieben wurde und auch andere KollegInnen in den Kommentaren beleidigt wurden, fiel natürlich auch wieder mein Name (Die KommentatorInnen dort leiden trotz ihres sozialen Untermenschentums nicht an verkürztem Langzeitgedächtnis).</p>
<p>Vermeiden lassen sich solche Attacken nie. Schon gar nicht, wenn die eigene Identität im Internet präsent ist. Ich habe verschiedenste Profile bei diversen Portalen und Communities, schreibe für den Tagesspiegel, besitze eine eigene Webseite (die ich by the way besser pflegen sollte) und dieses Blog hier. Ziemlich schnell sind für die nächsten Lantzschi-Rufmord-Aktionen ein paar Infos zusammengesammelt. Obwohl ich ein Verfechter von selbstbestimmter Privacy bin, sehe ich nicht ein, mich wegen solcher Deppen einzuschränken.</p>
<p>Egal, was sie schreiben, ich halte dagegen &#8211; mit eigenen Beiträgen, die Google lieber von mir crawlt als von denen. So ist es passiert, dass nur noch zwei Fotos von mir umhergeistern, die auf PI verlinken und die PI-Einträge von damals mittlerweile im Suchmaschinen-Ranking sehr weit nach hinten gerutscht sind. Ich gehe mit meinem Klarnamen ins Netz sowie mit meinem Spitznamen, selbstbewusst und selbstbestimmt.</p>
<p>Ich kann nur allen empfehlen, die nicht möchten, dass über sie falsche und merkwürdige Informationen im Netz herumgeistern, auch so zu verfahren. Schließlich hat von den Vollspacken keiner die Eier, persönlich vorbei zu schauen und sein/ihr Anliegen vorzutragen. Einschüchterungen, auf die ich mit einem Gähnen reagiere. Angreifbar ist mensch schließlich immer, egal ob wir sonntags gerne den Haushalt schmeißen oder uns politisch engagieren.</p>
<p><em>Disclosure: Das Foto habe ich übrigens in den Kommentaren dort aufgegabelt und  finde es sehr lustig. Bei Google tauchte es bis dato noch nicht auf. Jetzt schon und jetzt wissen alle, die es klicken, wer für solche witzigen und liebevoll gestalteten Cartoons</em> <em>verantwortlich zeichnet.</em></p>
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		<title>Gastbeitrag: „Ihr durchtriebenen, miesen Fotzen!“</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 15:16:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: Anna von der Mädchenmannschaft hat diesen Text geschrieben und erlaubt es, ihn mit Hinweis auf Autorin und Backlink auch aufs eigene Blog zu stellen. Also bedient euch, verlinkt, schreibt eure eigenen Gedanken auf. Egal. Spread The Word!!!
Ich seufze und drücke „löschen“. Es ist kurz nach Mitternacht und eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Disclaimer: <a href="http://maedchenmannschaft.net/ihr-durchtriebenen-miesen-fotzen/">Anna von der Mädchenmannschaft</a> hat diesen Text geschrieben und erlaubt es, ihn mit Hinweis auf Autorin und Backlink auch aufs eigene Blog zu stellen. Also bedient euch, verlinkt, schreibt eure eigenen Gedanken auf. Egal. Spread The Word!!!</strong></p>
<p>Ich seufze und drücke „löschen“. Es ist kurz nach Mitternacht und eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen. Das muss jetzt aber noch einen Moment warten, denn inzwischen weiß ich: wo ein Fotzen-Kommentar ist, da lauern auch noch andere und gerade zu nächtlicher Stunde fallen die Hemmungen besonders schnell.</p>
<p>Als ich begann, im Internet feministische Texte zu veröffentlichen, war mir nicht klar, welch offener Hass Frauen und Feministinnen im Netz an manchen Stellen entgegen schlägt. Dabei gibt es natürlich immer wieder Kommentare, die nichts weiter als Herumgetrolle sind, das wirklich keinen weiteren Hintergrund hat.</p>
<p>Die meisten dieser Beiträge jedoch sind klar feminismus- und frauenfeindlich motiviert (das eine lässt sich da nicht mehr so leicht vom anderen trennen). Sie lassen sich grob in drei verschiedene Typen unterteilen:</p>
<p>Da wäre der einzelne Irre. Dieser stößt oft eher zufällig auf feministische Seiten und Blogs und versucht seiner ganzen aufgestauten Wut in einem deftigen Kommentar Raum zu geben. Meist gelingt ihm das nur mit wüsten Schimpfwörtern, manchmal sind auch nur relativ harmlose Einwürfe wie „geht kochen“ oder „macht euch doch mal locker“. In diese Kategorie würde ich auch den Klassiker „ihr gehört einfach mal wieder ordentlich durchgebumst“ einordnen. Diesen hielt ich persönlich übrigens lange für eine altfeministische Saga, bis er mir tatsächlich selber im Rahmen einer Diskussion in einer Community das erste Mal begegnete. Man muss also nicht unbedingt auf einer explizit feministischen Plattform schreiben, um solchen Sprüchen ausgesetzt zu werden – das reine Äußern gleichberechtigter Gedanken reicht völlig aus, um bei manchen Menschen einen Schalter umzulegen.</p>
<p>Neben dem einzelnen Irren gibt es den Typ, der sich ein bisschen mehr Zeit lässt. Auch er hat sich natürlich überhaupt nicht mit der jeweiligen Seite, den Autor_innen und Beiträgen dort beschäftigt, aber immerhin bringt er Argumente mit. Oder das, was er dafür hält. Diese werden dann willkürlich unter irgendwelche Texte platziert. Viele dieser Kommentatoren haben anscheinend wirklich die Hoffnung, sämtliche Feministinnen mit nur drei Zeilen überzeugen zu können, dass sie mit allem, was sie schreiben und denken völlig falsch liegen. Solche Kommentare sehen meistens ungefähr so aus: „Männer haben übrigens eine geringere Lebenserwartung als Frauen!! Denkt da mal drüber nach!!11!“. Manchmal wird das ganze noch mit einem Nick wie „Fotzenprotz“ oder „Frauenfeind“ kombiniert.</p>
<p>Als letzter Kommentartyp ist der zu nennen, der sich wirklich Zeit nimmt. Meist hat er den Text sogar gelesen und versucht, mit seinem Kommentar einen Bezug dazu herzustellen. Letztendlich handelt es sich hier aber nur um eine Erweiterung des zweiten Kommentartypen, es wird also versucht, mit mal mehr mal weniger aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen und Fakten zu verdeutlichen, dass Feminismus grundsätzlich falsch und gefährlich ist.</p>
<p>Wie erwähnt, war ich zu Beginn meiner Arbeit als Bloggerin wirklich schockiert über den blinden Hass, die große Wut, die aus vielen Kommentaren sprach. Mir war nicht klar, welche Bedrohung von Feminist_innen nach wie vor auszugehen scheint. Die meisten dieser Kommentatoren sind allerdings eigentlich nichts anderes als Angstbeißer. Sie fühlen sich vom Feminismus, von Genderthemen generell, unglaublich beunruhigt, ja, gar terrorisiert. Ein Blick in die entsprechenden Foren bestätigt diesen Eindruck. Vieles von dem, was es da zu lesen gibt, lässt einem wirklich ab und an den Atem stocken.</p>
<p>Die meisten Kommentatoren dort sind Anhänger der These einer großen, allumspannenden feministischen Weltverschwörung. Der Feminismus gilt in diesen Kreisen als nicht weniger als ein faschistoides Konstrukt, das kein geringeres Ziel hat, als die gesamte Macht in die Hand der Frauen (und „sexuell desorientierter Homos“) zu legen und die Männer finanziell auszunehmen, zu entmachten, zu erniedrigen und schließlich zu beseitigen. Nein, ich übertreibe nicht. Die Gleichsetzung von Feministinnen mit Nazis und Männern mit Juden ist in solchen Foren Alltag und wird auch meist durch keine Netiquette geahndet. Vor diesem Hintergrund muss man sich schon fast nicht mehr wundern, wenn diese Leute dann Kommentare wie „diese elenden Feministinnen sollte man in einen Rattenkäfig sperren und den Mund zutackern“ hinterlassen.</p>
<p>Die Schreiber schließen von sich auf andere: Da sie Frauen und Feministinnen abgrundtief hassen und sie für jedes Übel dieser Welt verantwortlich machen („ihr habt alles kaputt gemacht!“) gehen sie davon aus, dass es umgekehrt genauso sein muss. Weil sie alle Feministinnen und wohl auch generell einen Großteil der Frauen lieber gestern als morgen „beseitigt“ sehen würden, nehmen sie an, dass auf der „Gegenseite“ die Feministinnen von „Gulags für die Untermenschen“ (also Männer) träumen. Und so verschanzen sie sich feige hinter ihren Nicks und nutzen die Gelegenheit, endlich all den Hass und Frust, den sie in sich tragen loszuwerden, während sie wahrscheinlich im echten Leben kaum den Mut aufbringen, einer Frau auch nur aufrecht in die Augen zu schauen.</p>
<p>Wie geht man mit so einem Hass um? Wie gehe ich als Privatperson damit um, wie gehen wir als Blogbetreiber_innen damit um? Ist es überhaupt sinnvoll, Beiträge wie „Frauen sind wie Hündinnen – die lassen sich nämlich auch mal gern von hinten ficken“ kommentarlos zu löschen? Wäre es nicht vielleicht doch sinnvoller, offensiver damit umzugehen? Was ist die richtige Art, so etwas zu begegnen? Wie reagieren andere Blogs oder Feminist_innen, die in der Öffentlichkeit stehen, darauf? Gibt es ihn überhaupt, den einen richtigen Weg?</p>
<p>Nein, eine wirkliche Lösung scheint es nicht zu geben. Allerdings sollten all die Hasskommentatoren daran denken, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Eine Beleidigung bleibt auch online eine Beleidigung und kann angezeigt und strafrechtlich verfolgt werden (von den gerade wieder aktuellen Morddrohungen gegen einige Feministinnen mal ganz zu schweigen).</p>
<p>Und abgesehen davon: Glauben diese Kommentatoren wirklich, dass sie ihren Zielen irgendwie näher kommen, indem sie ab und an ein paar Feministinnen beschimpfen? Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Mit jedem Kommentar, den sie hinterlassen, mit jedem Hinweis auf PMS oder Untervögelung werde ich mehr darin bestärkt, Feministin zu sein. Mit jeder „Fotze“, die wir löschen, werden wir ermuntert, weiterhin laut und deutlich für die Gleichberechtigung aufzustehen – und uns dabei auch nicht feige hinter anonymen Nicks zu verstecken.</p>
<p>Mehr zum Thema auf Medienelite: <a href="http://medienelite.de/2010/02/05/halt-den-ball-flach-schlampe/">Halt den Ball flach, Schlampe!</a></p>
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		<title>Männerkongress 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Männerkongress]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde mich gleich mit der Berichterstattung (oder einem Teil davon) zum Männerkongress 2010, der vergangenes Wochenende in Düsseldorf stattfand, auseinander setzen, wesentliche Punkte aufdröseln und hinterfragen. Damit wir uns aber im hoffentlich im selben Kontext bewegen, werde ich vorher noch kurz den Rahmen aufzeigen.
Worüber reden wir?
Der Männerkongress 2010 ist eine zweitätige Tagung, in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde mich gleich mit der Berichterstattung (oder einem Teil davon) zum <a href="http://www.maennerkongress2010.de/">Männerkongress 2010</a>, der vergangenes Wochenende in Düsseldorf stattfand, auseinander setzen, wesentliche Punkte aufdröseln und hinterfragen. Damit wir uns aber im hoffentlich im selben Kontext bewegen, werde ich vorher noch kurz den Rahmen aufzeigen.</p>
<p>Worüber reden wir?</p>
<p>Der Männerkongress 2010 ist eine zweitätige Tagung, in der es per definitionem darum gehen soll, ob &#8220;Neue Männer&#8221; &#8220;sein müssen&#8221; und über den &#8220;männlichen Umgang mit Gefühlen&#8221;. Ein Auszug aus dem Flyer:<br />
<img class="size-full wp-image-1941" title="Bild 1" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/Bild-11.png" alt="" width="349" height="272" /><br />
An dieser Begründung, warum so eine Tagung also wichtig ist, fehlt es an Ursachen. An keiner Stelle wird benannt, wer oder was für die Entwertung des Mannes verantwortlich zeichnet, sondern lediglich wodurch diese Entwertungen reproduziert werden: durch Medien.</p>
<p>Wer macht den Kongress?</p>
<p>Dr. Matthias Franz, Professor am Institut für Psychosomatische Medizin an der Heine-Uni. Es könnte also sein, dass Themen aus biologisch-medizinischer und/oder psychologischer Perspektive beleuchtet werden. Ein wenig mehr Hintergrund zum Kongress <a href="http://www.wz-newsline.de/?redid=745523">erläutert Franz selbst</a>.</p>
<p>Wer redet auf dem Kongress worüber?</p>
<p><a href="http://medienelite.de/wp-content/uploads/Bild-21.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1943" title="Bild 2" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/Bild-21-300x77.png" alt="" width="300" height="77" /></a></p>
<p>Bis auf einen war mir keiner der Namen geläufig: Gerhard Amendt. Viele von uns erinnern sich vielleicht noch an das erst kürzlich erschienende Interview a<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5711005/Maenner-haben-Kampf-gegen-Feminismus-verpasst.html">uf WELT Online, in dem er propagiert, dass Frauenhäuser Ort des Männerhasses sind und diese abgeschafft gehören</a>. Also Orte abgeschafft gehören, die für viele Frauen der letzte Schutz vor prügelnden oder vergewaltigenden Partnern oder Ehemännern sind. Auf der Seite des Kongresses können einige Abstracts der Vorträge heruntergeladen werden. Bis auf den von Hurrelmann finde ich die Inhaltsangeben der Vorträge&#8230;nun ja&#8230;bemerkenswert.</p>
<p>Ok. Rahmen geschaffen? Los gehts. Ich habe mir folgende drei Artikel rausgesucht:</p>
<p><span id="more-1940"></span></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,679224,00.html">&#8220;Geschlechter-Forschung: Frau muss man sein&#8221;</a> &#8211; SpOn, 21.02.</p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/Wann-ist-ein-Mann-ein-Mann-id2611829.html">&#8220;Wann ist ein Mann ein Mann?&#8221;</a> &#8211; DerWesten, 19.02.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article6498955/Das-schwache-Geschlecht.html">&#8220;Das schwache Geschlecht&#8221;</a> &#8211; WELT Online, 22.02.</p>
<p>Die Auswahl ist nicht so willkürlich, wie sie vielleicht erscheinen mag. Der Kongress fand in der Mainstreampresse sehr wenig Anklang. Zumindest die Beiträge zum Kongress selbst. Um beim umfassenden Rahmen zu bleiben. Alle drei Autoren sind Männer. Klingt logisch, geht ja auch um sie. Beim Namen googlen stieß ich, was den journalistischen Background betrifft, auf keine genderspezifischen Inhalte. Ich gehe also davon aus, dass die drei Herren Autoren entweder dorthin geschickt wurden von ihrer Redaktion oder aus einer persönlichen Motivation heraus diesen Kongress besuchten. Spekulationen frei!</p>
<p>Ich werde nachfolgend die Grundaussagen der drei Artikel herausstellen und hinterfragen, falls mir etwas unklar ist oder merkwürdig erscheint oder: ich sie für erwähnenswert halte.</p>
<p>1. Der Mann ist das (neue) schwache Geschlecht</p>
<p><em>siehe Punkt 17. Punkt 4 und Punkt 6 gelten übrigens schon länger und sind nicht neu.<br />
</em></p>
<p>2. Die Frau ist das starke Geschlecht</p>
<p><em>siehe Punkt 17.</em></p>
<p>3. Der Mann fällt aus seiner Rolle.</p>
<p><em>Gut so. Tradierte Rollenmuster sind eh von gestern.</em></p>
<p>4. Der Mann hat eine geringere Lebenserwartung</p>
<p><em>siehe Punkt 6</em></p>
<p>5. Der Mann begeht häufiger Suizid</p>
<p>6. Der Mann geht seltener zum Arzt</p>
<p><em>Tradierte Rollenmuster galore.</em></p>
<p>7. Der Mann ist ein Bildungsverlierer</p>
<p><em>siehe Punkt 17.</em></p>
<p>8. Der Mann wird häufiger arbeitslos</p>
<p><em>und häufiger eingestellt.</em></p>
<p>9. Der Mann ist das kranke Geschlecht</p>
<p><em>siehe Punkt 6</em></p>
<p>10. Der Mann hat häufiger Identitätsprobleme</p>
<p><em>siehe Punkt 3.</em></p>
<p>11. Der Mann hat mehr Unfälle</p>
<p>?</p>
<p>12. Der Mann hat mehr Herzinfarkte</p>
<p><em>siehe Punkt 6, Leistungsgesellschaft galore</em></p>
<p>13. Traditionelle männliche Rollen und Verhaltensmuster sind überflüssig geworden. oder schädlich.</p>
<p><em>Zweites: jawohl. Erstes: Ein Blick in die Realität würde helfen.</em></p>
<p>14. Frauen bestimmen über die Erziehung von Männern (Baby, Kleinkind, Junge)</p>
<p><em>Richtig. Weil Frauen mit der Kindererziehung häufig alleingelassen werden.</em></p>
<p>15. Dem Mann fehlt die Vaterfigur als Rollenbild</p>
<p><em>was ist mit Jungen, bei denen die Mutter die Familie verlässt oder stirbt? Was ist mit schwulen Paaren, die Kinder haben? Was ist mit alleinerziehenden Müttern und lesbischen Paaren?</em></p>
<p>16. Männer sollen angeregt werden, &#8220;weibliche&#8221; Berufe zu ergreifen (überlegt wird u.a. eine Quotenregelung für diese Berufssparten für Männer) Bisher seien diese aber wegen schlechter Bezahlung zu unattraktiv.</p>
<p><em>Solange nur Frauen diese Berufe ausüben, brauchen wir natürlich keine bessere Bezahlung.</em></p>
<p>17. Männer stellen, nachdem Erziehung und Bildung abgeschlossen sind, die berufliche Spitze der Gesellschaft.</p>
<p><em>Definitiv. Punkt 1?</em></p>
<p>18. Jungen werden schon früh zur Selbstständigkeit erzogen. Mädchen nicht.</p>
<p><em>Punkt 1? Punkt 31?<br />
</em></p>
<p>19. Jungen haben Kastrationsängste durch weibliche Erziehung.</p>
<p><em>Psychoanalyse und daraus resultierender Frauenhass lassen grüßen.</em></p>
<p>20. Jungen die in einem weiblich dominierten Familien-Umfeld aufwachsen, leiden häufiger an Hyperaktivität.</p>
<p><em>Also tragen alleinerziehende Mütter und lesbische Paare die Verantwortung dafür? Interessant.</em></p>
<p>21. &#8220;Wenn Mädchen sich behaupten, wird das als positiv bewertet. Jungen, die  sich auf die Mädchenwelt einlassen, müssen sich den Vorwurf gefallen  lassen: Du bist doch ein Mädchen!&#8221; (Franz)</p>
<p><em>Interessante Bemerkung, wenn wir uns den ersten Absatz des WELT-Artikels zu Gemüte führen: &#8220;Es ist gegen 12 Uhr mittags, als Professor Matthias Franz, der an der  Uniklinik Düsseldorf psychosomatische Medizin lehrt, ein Stück Papier  hervorzieht und eine Heldentat verkündet: Der Schauspieler Ingo Naujoks  steigt aus seiner Rolle im &#8220;Tatort&#8221; aus. Beifall brandet im  Roy-Lichtenstein-Hörsaal der Düsseldorfer Universität auf. Naujoks, fast  acht Jahre lang als Babysitter und Frühstücksmacher in der  Softie-Rolle, emanzipiert sich, will nicht länger im Schatten der  starken, spröden Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler)  stehen. Für die Männer hier im Raum &#8211; der Anteil liegt bei circa 70  Prozent &#8211; ist das Balsam. Da lässt sich einer mal nicht mehr  entwürdigen. Da ist einer Mann und spielt mit den Muskeln.&#8221;</em></p>
<p>22. &#8220;Nur zusammen sind Mann und Frau unschlagbar.&#8221; (Franz)</p>
<p><em>siehe Punkt 21.</em></p>
<p>23. Frauen kritisieren, dass der Mann sich in eine weibliche Rolle  zurückzieht.</p>
<p><em>Achso? Ist mir neu. Sind das nicht eher die Männer? Und siehe Punkt 21.</em></p>
<p>24. Frauen haben Männer überholt.</p>
<p><em>siehe Punkt 17.</em></p>
<p>25. Frauen gelten als konzentrierter.</p>
<p><em>Ja, weil Jungs die Hyperaktiven und Gewaltvollen sind. Nicht.</em></p>
<p>26. Frauen reichen öfter als die Männer die Scheidung ein.</p>
<p><em>Zum Glück können sich neben Männern auch Frauen mittlerweile aktiv für eine Trennung entscheiden.</em></p>
<p>27. &#8220;Junge Frauen wollen heute Karriere und Familie. Junge Männer dagegen  hängen zu 60 Prozent an dem traditionellen Männerbild.&#8221; (Hurrelmann)</p>
<p><em>Definitiv. Frauen wollen aber nicht nur das. Und zwischen Wünschen und Realität besteht häufig ein sehr großer Unterschied.</em></p>
<p>28. Männer sollen sich nicht nur in Männerbereichen (&#8220;Mathematik&#8221;), sondern auch in Frauenbereichen (&#8220;Sprachen&#8221;) engagieren. (Hurrelmann)</p>
<p><em>Ehrenwert. Aber lassen wir doch mal diese Biologismen beiseite.</em></p>
<p>29. &#8220;Negative Bilder des Maskulinen sind in den Medien weit verbreitet, auch  hat man sich fast schon daran gewöhnt, auf Kosten der Männer zu  lachen.&#8221; (Hollstein)</p>
<p><em>Versuchen wir mal den Spieß umzudrehen und ersätzen Maskulinen und Männer mit Femininen und Frauen.</em></p>
<p>30. Mädchen werden besser gefördert, viele Jungs reagieren mit  Frust, Verweigerung und Gewalt.</p>
<p><em>Jungen zu pathologisieren ist im besten Falle naiv. </em></p>
<p>31. &#8220;Frauen kommen mit dieser strukturellen Ungewissheit der Lebensplanung besser zurecht&#8221; (Hurrelmann)</p>
<p><em>Ja, weil sie müssen. Es betrifft sie häufiger.<br />
</em></p>
<p>32. Typisch männliche Tugenden werden als Stigma verurteilt. Schuld daran hat der Feminismus.</p>
<p><em>Nachholbedarf in Sachen Feminismus. Was sind denn typisch männliche und typisch weibliche Tugenden?</em></p>
<p>32. Harmonieatmosphäre in der Schule (ausgelöst durch eine höhere Anzahl Lehrerinnen) entspricht nicht den Grundbedürfnissen von Jungen.</p>
<p><em>Jungen wollen also stets Konflikte und gewaltvolle Auseinandersetzung?</em></p>
<p>33. 50 Prozent der Eigenschaften sind genetisch bestimmt und 50 Prozent durch die Umwelt.</p>
<p><em>Huch! Das war schon ein Kongress, wo es um selbstbestimmte Subjekte ging?!<br />
</em></p>
<p>34. Jungen sind anders als Mädchen.</p>
<p><em>Ja. Jungen haben einen Penis und Mädchen eine Vagina.</em></p>
<p>Der geneigten Leserschaft wird vielleicht aufgefallen sein, dass viele Aussagen in sich widersprüchlich, diesen alten Biologismen und Vorannahmen anhaften und stark heteronormativ geprägt sind. Leider auch ohne weitere Erklärung bleiben. Was schade ist. Denn die moderne Geschlechterforschung ist wesentlich weiter. Auch die Realität sieht häufig anders aus. Dass Defizite auf Männerseite bestehen (und auf Frauenseite), ist unbestritten, resultieren z.T. dadurch, dass Deutschland das Gender-Mainstreaming-Konzept nur unzureichend umsetzt, das darauf angelegt ist, Männer aktiv in die Gleichstellungspolitik einzubeziehen und mitzudenken sowie traditionelle Rollenmuster abzubauen bzw. die &#8220;Rollenmöglichkeiten&#8221; zu erweitern. Diese sind nämlich Hauptursache für die Ungleichbehandlung der Geschlechter.</p>
<p>Unabhängig davon ist dieser Geschlechterblickwinkel sehr kategorisierend und einschränkend. Folgendes Spiel, liebe LeserInnen. Stellen Sie sich die Mädchen/Frauen, Jungen/Männer, die in den Artikeln und von benannten Wissenschaftlern angesprochen werden bildhaft vor. Welche Menschen sehen Sie? Welche Menschen könnten die Wissenschaftler meinen?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Richtig. Weiße deutsche heterosexuelle, ohne Migrationshintergrund, in Deutschland mit christlichen Werten sozialisiert, ohne Behinderung, geschlechtseindeutig. Fehlt da nicht wer? Kurzes Beispiel: In Deutschland leben über 20 Prozent BürgerInnen mit anderem ethnischen Hintergrund bzw. Schwarze. (Diese BürgerInnen müssen nicht zwangsweise MigrantInnen sein). Wo werden diese denn berücksichtigt? Ein Mensch besteht aus mehreren identitätsstiftenden Merkmalen mit spezifischen Bedürfnissen und strukturellen sowie individuellen Problemlagen. Eine Auffassung von Geschlechtersensibilität, wie sie diese werten Herren haben, lässt viele Menschen außen vor, negiert ihr Dasein oder stigmatisiert sie als potenziell verantwortlich für z.T. konstruierte Jungen- und Mädchenprobleme. Für viele Menschen ist ihr biologisches Geschlecht ungefähr so identitätsstiftend wie ihre Schuhgröße. Trotzdem wird ihnen von einer als homogen konstruierten Mehrheitsgesellschaft immer wieder eingetrichtert, Geschlecht und die damit verbundenen Vorannahmen seien DAS Identitätsmerkmal schlechthin. Von der Hierarchisierung der Geschlechter ganz zu schweigen. Wir hinterfragen das alles nicht mehr, weil es als normal gilt, dass Frauen so und Männer so sind. Stattdessen werden wir mit unseren inneren Kämpfen, Abgrenzungsverhalten, Widerständen in der Gesellschaft alleingelassen und andere für uns wichtige Merkmale dürfen kaum in Erscheinung treten, ohne als anders zu definiert zu werden. Reicht ja schließlich schon, dass Männer anders als Frauen sind.</p>
<p>Einen Männerkongress zu organisieren ist an sich eine feine Sache, weil z.B. das Bildungsproblem tatsächlich existent ist oder das medizinische. Nicht nur Männer haben damit zu kämpfen, aber warum nicht mal getrennt betrachten? Dann aber bitte schön auf dem aktuellen Forschungsstand und interdisziplinär diskutieren (Stichworte: Intersektionalität, Diversity), keine populärwissenschaftlichen biologistischen Beiträge mehr, keine Freud&#8217;schen Theorien oder angestaubte Mann-/Frau-Stigmatisierungen aus dem letzten Jahrhundert. Sonst muss ich mich weiterhin schämen, dass Geschlechterforschung auch Gender Studies heißt und ich womöglich mit Leuten wie Amendt in einen Topf geschmissen werde. Ach ja und 2010 haben wir mittlerweile auch.</p>
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		<title>Wir sind Rassisten*</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 11:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>

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		<description><![CDATA[Absoluter Lesebefehl. Noah Sow &#8211; Deutschland Schwarz weiß: Der alltägliche Rassismus.
Ich habe gelacht und gestockt, war geschockt und ergriffen, war peinlich berührt und fühlte mich ertappt, an früher erinnert, an Schulbücher erinnert und an Kaffeeklatsch der Familie, als ich noch herzlich mitlachte. Zirkusveranstaltungen, die ich gern besucht habe. Ich dachte zurück an Äußerungen von Freunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Absoluter Lesebefehl. <a href="http://deutschlandschwarzweiss.de/">Noah Sow &#8211; Deutschland Schwarz weiß: Der alltägliche Rassismus.</a></p>
<p>Ich habe gelacht und gestockt, war geschockt und ergriffen, war peinlich berührt und fühlte mich ertappt, an früher erinnert, an Schulbücher erinnert und an Kaffeeklatsch der Familie, als ich noch herzlich mitlachte. Zirkusveranstaltungen, die ich gern besucht habe. Ich dachte zurück an Äußerungen von Freunden und an meine eigenen. An meine Denkstrukturen und meine Bilder im Kopf. Und gleich fielen mir diese unsäglichen Blogsposts wieder ein, in dem das alles verharmlost wurde und mir das nicht auffiel. Später fielen mir Äußerungen auf, in denen ich mich als Weiße diskriminiert fühlte &#8211; von Nicht-Weißen(!). Danach fielen mir all die anderen Diskriminierungsformen auf, die dieselben Verteidigungsmuster enthalten. Fuck of Mehrheitsgesellschaft.</p>
<p>Ich habe trotzdem Angst davor, mich damit auseinander zu setzen. Einerseits, weil es Arbeit für mich bedeutet und andererseits ein weiteres noch viel größeres geöffneteres Fass und noch viel größere Verleugnungstaktiken und Demütigungen einer Dominanzgesellschaft, denen Menschen in der Antidiskriminierungsarbeit ausgesetzt sind. Aber bei weitem nicht dieselbe Erfahrung, die Opfer von täglichem Rassismus machen.</p>
<p>Dieses Buch zu lesen ist ein Anfang und erinnert an fundamentale Eigenschaften des Menschen: Zuhören, Aufnehmen, Verstehen, Sensibilisieren, Reden und Rassismus.</p>
<p><em>*Sie finden diese Headline plakativ? Sehr richtig. Sie finden, dass diese Headline zu provokant ist? Anders: </em><em>Sie empfinden diese Headline als zu provokant. Weil sie nämlich der Wahrheit entspricht. </em></p>
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		<title>Konflikttraining, Tag 2</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 17:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Saftpresse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Meinen interessierten LeserInnen ist es bereits bekannt, dass ich am vergangenen Wochenende ein Konflikttraining absolviert habe. Eine von insgesamt drei Trainingseinheiten im Rahmen meines Studiums. Was gemeinhin als Berufsvorbereitung gesehen werden kann, wird jedoch zu einem zweitägigen Selbsterfahrungstrip. Nach dem Gender-Training nun also das Konflikttraining. Spezielle Methodik: Neurolinguistische Programmierung (NLP)
Auf Deutsch: Ändere deine innere Einstellung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-1928" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/IMG_0101-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="size-medium wp-image-1929" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/IMG_0102-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<p>Meinen interessierten LeserInnen ist es bereits bekannt, dass ich am vergangenen Wochenende ein Konflikttraining absolviert habe. Eine von insgesamt drei Trainingseinheiten im Rahmen meines Studiums. Was gemeinhin als Berufsvorbereitung gesehen werden kann, wird jedoch zu einem zweitägigen Selbsterfahrungstrip. Nach dem Gender-Training nun also das Konflikttraining. Spezielle Methodik: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neurolinguistische_Programmierung">Neurolinguistische Programmierung (NLP)</a></p>
<p>Auf Deutsch: Ändere deine innere Einstellung, ändere deine Hör- und Sendegewohnheiten, ändere deine konditionierten Verhaltensweisen. Lerne mit diesen Veränderungen konstruktiv Konflikte zu lösen und/oder als Chance anzuerkennen. Du hast die Wahl Konflikte anzunehmen oder nicht. Du hast die Wahl, wie du mit ihnen umgehst.</p>
<p>Es würde mehrere tausend Wörter brauchen, um dezidiert dieses Seminar wieder zu geben. Deswegen nur ein kurzer Umriss an dieser Stelle: Anfangs war der Großteil von uns sehr skeptisch, weil diese Methode der Konfliktlösung sehr Individuum-orientiert ist und damit eine unzureichende Antwort auf strukturelle Machtgefälle bietet. Trotzdem gab es im Laufe des Trainings unzählige Aha-Effekte und die Yes-you-can-Botschaft kam bei allen an. Das Konflikttraining gibt natürlich nach wie vor keinen Plan vor, wie sich diese strukturellen Machtgefälle aufbrechen lassen, doch entscheidend ist dabei (auch gerade für Menschen mit Diskriminierungs- und Gewalterfahrung), dass das Verharren in der Opfer-Rolle und das Flirten mit der eigenen Ohnmacht Handlungsmöglichkeiten versperrt und Kräfte zieht, die anderswo dringend benötigt werden.</p>
<p>Zu der Einsicht zu gelangen, dass wir keinen Menschen ändern können, geschweige denn die Macht oder Kontrolle über diese Veränderung der anderen haben, dauert seine Zeit und verlangt harte Arbeit. Zu der Einsicht zu gelangen, dass wir uns nur selbst ändern können und Menschen wertschätzen zu lernen und uns nicht von ihrer Fassade, ihrer Weltansicht irritieren zu lassen, ebenso.</p>
<p>Trotzdem hatte ich bereits nach wenigen Stunden ein Gefühl von Sicherheit, ein Gefühl verstanden zu haben und dieses Aufblitzen, was alles möglich sein könnte, wären wir nicht oft so stur, einseitig idealistisch, selbstgerecht und stolz. Es geht um Akzeptanz von Vielfalt. Keine Verbote. Keine Schuld. Nur Aushandelungsprozesse und die freie Wahl. Das klingt ziemlich zynisch und naiv angesichts der Tatsache, dass mein Leben nach wie vor von anderen eingeschränkt wird, aber ich habe die Möglichkeit anders damit umzugehen, andere Wege zu gehen.</p>
<p>Jede/r sollte ein Konflikttraining machen. Machen. Machen. Machen. Macht. Empowerment.</p>
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