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	<title>Meine Saison mit dem SVW</title>
	
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	<description>Werder Bremen, Fußball und die Welt</description>
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		<title>Thomas-Schaaf-Nachfolge-Diskussionen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 14:46:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überflüssiges Gedankengut]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Schaaf]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#8230;wird es hier im Blog nicht geben. Ich kann es nicht mehr hören. Diese ganzen Namen, die derzeit durchs Dorf getrieben und die ganzen Säue, die gehandelt werden &#8211; ich will das nicht. Vielleicht bin ich durch 14 Jahre &#8211; quasi mein gesamtes Erwachsenenleben &#8211; mit nur einem Trainer verweichlicht. Für Fans anderer Vereine mag [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/thomas-schaaf-nachfolge-diskussionen/">Thomas-Schaaf-Nachfolge-Diskussionen</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wird es hier im Blog nicht geben.</p>
<p>Ich kann es nicht mehr hören. Diese ganzen Namen, die derzeit durchs Dorf getrieben und die ganzen Säue, die gehandelt werden &#8211; ich will das nicht. Vielleicht bin ich durch 14 Jahre &#8211; quasi mein gesamtes Erwachsenenleben &#8211; mit nur einem Trainer verweichlicht. Für Fans anderer Vereine mag das Alltag sein, dass ihr Verein jeden Tag mit einem anderen Trainer in Verbindung gebracht wird; mir ist es zu viel.</p>
<p>Alles, was ich zu dem Thema derzeit zu sagen habe, sage ich beim <a href="http://www.gruenweiss.org" target="_blank">Grünweiß-Stammtisch</a>. Die Boulevardmechanismen der ewigen Spekulationen und Gerüchte und Dementis und Dementis von Gerüchten, die nur nötig waren, weil überhaupt Gerüchte in die Welt gesetzt wurden und dann unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt als weitere spektakuläre Schlagzeile verkauft werden, diese Mechanismen also, die selbsttätig eine sogenannte &#8220;Absagewelle&#8221; für Werder generieren, die sich wiederum als Schlagzeile oder noch besser Bilder-Klickstrecke zweitverwerten lässt, die Mechanismen, die unser aller Neugier und Voyeurismus, aber auch unser aufrichtiges Interesse an der sportlichen Zukunft unseres Vereins bedienen und von ihm bedient werden, möchte ich hier im Blog nicht bedienen.</p>
<p>Wenn ihr also auf der Suche nach Informationen oder Spekulationen zur Schaaf-Nachfolge seid, wendet euch an die üblichen Verdächtigen. Ich weiß nicht, wer nächste Saison auf Werders Trainerbank sitzen wird und ich werde hier auch nicht über einen der genannten Namen spekulieren, bis es eine offizielle Vollzugsmeldung gibt.</p>
<p>Was es hier in den nächsten Tagen aber geben wird, sind ein Saisonrückblick, eine Einzelkritik und eine Fehleranalyse der abgelaufenen Spielzeit.</p>
<p>Doch zunächst zu den Breaking News&#8230;</p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/thomas-schaaf-nachfolge-diskussionen/">Thomas-Schaaf-Nachfolge-Diskussionen</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/TJnUbXmhd1o" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Abschied von Thomas Schaaf</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 08:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Götter in Grün-Weiß]]></category>
		<category><![CDATA[Von der Trainerbank]]></category>
		<category><![CDATA[Danke]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schaaf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was soll ich schreiben? Thomas Schaaf verlässt Werder Bremen nach 14 Jahren als Cheftrainer, 13 Jahren als Nachwuchstrainer, die sich mit seiner 17-jährigen Profikarriere überschnitten, sowie insgesamt 41 Jahren Vereinszugehörigkeit. Bis auf den Pokalsieg 1961 und die Meisterschaft 1965 war Thomas Schaaf an jedem großen Erfolg des Vereins als Spieler oder Trainer beteiligt. Dazu zählen [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/abschied-thomas-schaaf/">Abschied von Thomas Schaaf</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll ich schreiben? Thomas Schaaf verlässt Werder Bremen nach 14 Jahren als Cheftrainer, 13 Jahren als Nachwuchstrainer, die sich mit seiner 17-jährigen Profikarriere überschnitten, sowie insgesamt 41 Jahren Vereinszugehörigkeit. Bis auf den Pokalsieg 1961 und die Meisterschaft 1965 war Thomas Schaaf an jedem großen Erfolg des Vereins als Spieler oder Trainer beteiligt. Dazu zählen drei Deutsche Meisterschaften, fünf DFB-Pokalsiege und ein Europapokalsieg der Pokalsieger.</p>
<p>Ich halte die Trennung (vom merkwürdigen Zeitpunkt einmal abgesehen) für richtig, wie ich hier seit längerer Zeit geschrieben habe. Trotzdem macht mich die Meldung ein Stück weit sprachlos. Eigentlich hatte ich für den Tag der Tage einen längeren Blogpost vorgesehen, inklusive Rückblick auf Schaafs Amtszeit in Bremen. Dazu bin ich im Moment nicht in der Lage. Im Moment spüre ich nur Trauer und Dankbarkeit. Und da diese Saison de facto für Werder gelaufen ist, nehme ich mir Zeit bis zu einer Einordnung, einem Rückblick oder gar einem Ausblick.</p>
<p>Heute möchte ich nur eines sagen: Danke, Thomas Schaaf!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/abschied-thomas-schaaf/">Abschied von Thomas Schaaf</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/6A2edN-BQiQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Das Ailton</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 10:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Götter in Grün-Weiß]]></category>
		<category><![CDATA[Ailton]]></category>
		<category><![CDATA[Hangout]]></category>
		<category><![CDATA[Werder Bremen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bevor gegen 17:20 endlich der Klassenerhalt feststand, hatte ich das Vergnügen mit einem der wohl prominentesten Werderspieler überhaupt zu sprechen. Werder-Sponsor Tipico lud zu einem Hangout bei Google+ ein, bei dem ich mit drei anderen Gästen Fragen an den &#8220;Kugelblitz&#8221; stellen durfte. So erfuhren wir, dass Ailton noch immer nicht gerne nach hinten arbeitet, lieber [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/das-ailton/">Das Ailton</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor gegen 17:20 endlich der Klassenerhalt feststand, hatte ich das Vergnügen mit einem der wohl prominentesten Werderspieler überhaupt zu sprechen. Werder-Sponsor Tipico lud zu einem Hangout bei Google+ ein, bei dem ich mit drei anderen Gästen Fragen an den &#8220;Kugelblitz&#8221; stellen durfte. So erfuhren wir, dass Ailton noch immer nicht gerne nach hinten arbeitet, lieber zurück ins Dschungelcamp als ins Trainingslager nach Norderney möchte und sich noch fit genug für eine Halbzeit Bundesligafußball fühlt. Der Klassenerhalt hat dann ja zum Glück auch ohne ihn geklappt.</p>
<p>Wer die Live-Übertragung verpasst hat, kann den Hangout als Video bei YouTube anschauen:</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/1ApnkhgEA-4?list=UUdjedrfgyFQEkqbkq1DJf3w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/das-ailton/">Das Ailton</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/DTAOrs4pOO4" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fanatisch</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 17:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga Fanatic]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Werder Bremen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Diese Woche hatte ich die Ehre und das Vergnügen beim Bundesliga Fanatic Podcast mitmachen zu dürfen. Mit Gastgeber und Werderfan Niklas sprach ich über Werders verkorkste Saison und die möglichen Gründe dafür. Wer Lust hat, mich ausnahmsweise mal auf Englisch zu hören, dem sei die Folge ans Herz gelegt, ebenso wie der Podcast und die [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/fanatisch/">Fanatisch</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche hatte ich die Ehre und das Vergnügen beim <a href="http://bundesligafanatic.com/" target="_blank">Bundesliga Fanatic Podcast</a> mitmachen zu dürfen. Mit Gastgeber und Werderfan Niklas sprach ich über Werders verkorkste Saison und die möglichen Gründe dafür. Wer Lust hat, mich ausnahmsweise mal auf Englisch zu hören, dem sei die Folge ans Herz gelegt, ebenso wie der Podcast und die Seite allgemein, aber das wisst ihr bestimmt schon längst.</p>
<p>Bitte hier entlang:</p>
<p><a href="http://bundesligafanatic.com/bundesliga-fanatic-podcast-episode-90-analyzing-werders-season/" target="_blank">Bundesliga Fanatic Podcast Episode 90: Analyzing Werder’s season</p>
<p></a></p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/fanatisch/">Fanatisch</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/RgECtBpQ06Y" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Stabilisierung oder freier Fall?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 16:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
				<category><![CDATA[BuLi]]></category>
		<category><![CDATA[31. Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bayer 04 Leverkusen]]></category>
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		<category><![CDATA[Eljero Elia]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Arnautovic]]></category>
		<category><![CDATA[Spielbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Werder Bremen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bayer Leverkusen &#8211; Werder Bremen 1:0 Eine erwartbare Niederlage steht einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel gegen Wolfsburg gegenüber. Erst das Spiel gegen Hoffenheim entscheidet darüber, ob dies ein Muster ohne Wert bleibt. Die Konkurrenz kommt unterdessen bedrohlich nahe an Werder heran. Asymmetrie und verbesserte Defensive Durch den Ausfall von Kevin De Bruyne sowie [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/stabilisierung-oder-freier-fall/">Stabilisierung oder freier Fall?</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bayer Leverkusen &#8211; Werder Bremen 1:0</strong></p>
<p>Eine erwartbare Niederlage steht einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel gegen Wolfsburg gegenüber. Erst das Spiel gegen Hoffenheim entscheidet darüber, ob dies ein Muster ohne Wert bleibt. Die Konkurrenz kommt unterdessen bedrohlich nahe an Werder heran.</p>
<h3>Asymmetrie und verbesserte Defensive</h3>
<p>Durch den Ausfall von Kevin De Bruyne sowie die Suspendierung von Arnautovic und Elia hatte Thomas Schaaf einige personelle wie taktische Nüsse zu knacken. Letztlich entschied er sich für Spieler, die sonst eher eine Nebenrolle spielen, um die personellen Lücken zu füllen. Yildirim durfte auf dem rechten Flügel ran, während Kroos als zweiter Sechser neben Bargfrede spielen durfte. Clemens Fritz half hinten rechts in der Viererkette aus. Taktisch entschied sich Schaaf für ein asymmetrisches 4-2-3-1, das gegen den Ball eher ein 4-3-2-1 war &#8211; ein windschiefer Tannenbaum sozusagen. Yildirim spielte auf der rechten Seite eher hoch und presste auf den im Spielaufbau abkippenden Simon Rolfes. Den aufrückenden Linksverteidiger Kadlec ließ er dabei in seinem Rücken laufen. Da Andre Schürrle vom linken Flügel meistens weit einrückt, überließ man ihn einem der Sechser bzw. situativ einem Innenverteidiger, während sich Fritz um Kadlec Vorstöße kümmerte. Auf der anderen Seite ging Junuzovic  dagegen weit mit zurück und spielte mannorientiert gegen Rechtsverteidiger Carvajal. Überhaupt war eine hohe Mannorientierung zu erkennen bei Werder. So agierte Junuzovic nicht selten auf einer Höhe mit der Viererkette, während Ignjovski weit mit herausrückte, wenn sich Sidney Sam etwas fallen ließ. Mit dieser Taktik kam Leverkusen in der ersten Halbzeit nicht gut klar und konnte so von Werder mit einer disziplinierten Leistung weitgehend neutralisiert werden.</p>
<p>Dennoch ging Werder mit einem Rückstand in die Pause. Der Elfmeterpfiff sorgte für viel Entrüstung auf und neben dem Platz, entsprach aber den Regeln, da sich der Ball zum Zeitpunkt des Foulspiels noch im Spiel befand. Allerdings muss man sagen, dass hier Vergehen und Strafe in keinem angemessenen Verhältnis standen, was man jedoch der Elfmeterregel selbst und nicht Schiedsrichter Aytekin zuschreiben sollte. Auch die verzögerte Entscheidung ist nicht wirklich zu kritisieren. Vor einigen Wochen wurde Wolfgang Stark noch überschwänglich dafür gelobt, dass er Gladbachs Tor nach ausführlicher Rücksprache mit seinem Linienrichter annullierte. In diesem Fall kümmerte sich Aytekin zuerst um die beiden am Boden liegenden Spieler, bevor er sich mit seinem Linienrichter besprach. Ärgerlich war vielmehr, dass letzterer die Abseitsstellung von Sam direkt vor der Elfmeterszene übersehen hatte.</p>
<h3>Leverkusener Anpassungen, Bremer Brechstange</h3>
<p>Nach der Pause stellte sich Leverkusen besser auf Werders Defensivtaktik ein, riss häufiger Löcher in den Abwehrverbund und kam so zu einer größeren Anzahl an Torchancen. Werder tat sich schwer damit, sich zu befreien und verlor die Bälle im zweiten Spielfelddrittel viel zu schnell, um selbst gefährliche Konter zu starten. So konnte Bayer das Spiel in Werders Hälfte kontrollieren, ohne großes Risiko eingehen zu müssen. Schaaf reagierte auf die schwächste Phase seines Teams mit einem offensiven Wechsel. Für Felix Kroos kam Johannes Wurtz ins Spiel und somit zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Hunt rückte eine Reihe nach hinten neben Bargfrede. In der Folge wurde Werder offensiv präsenter, während sich Leverkusen etwas zurückzog. Die größte Chance entsprang einem Leverkusener Fehler im Aufbauspiel, den Junuzovic gut antizipierte. Dann traf er leider die falsche Entscheidung, legte sich den Ball schlecht vor, so dass er von Leno leicht entschärft werden konnte.</p>
<div id="attachment_4570" class="wp-caption aligncenter" style="width: 716px"><a href="http://www.meinesaison.de/wp-content/uploads/2013/04/angekommene-paesse-46-65.jpg"><img class="size-full wp-image-4570" alt="Angekommene Pässe 46. - 65. Minute" src="http://www.meinesaison.de/wp-content/uploads/2013/04/angekommene-paesse-46-65.jpg" width="706" height="493" /></a><p class="wp-caption-text">Angekommene Pässe zwischen der 46. und 65. Minute. Werder kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus. Quelle: <a href="http://www.bundesliga.de" target="_blank">bundesliga.de</a></p></div>
<p>In der Schlussphase versuchte es Werder mit der Brechstange, brachte mit Akpala einen weiteren Stürmer und schickte zudem Innenverteidiger Prödl mit in die Spitze. Für die letzten fünf Minuten wurde mit Lukas Schmitz noch ein Spieler eingewechselt, der von der linken Seite für Flanken in den Strafraum sorgen sollte. Das Spiel wurde jedoch immer hektischer und präzise Bälle in die Spitze waren kaum möglich. Am Ende brachte Leverkusen den Vorsprung recht souverän über die Zeit. Auch wenn Bayer eine Halbzeit lang kaum ein Mittel gegen Werders Defensive fand, geht der Sieg letztlich in Ordnung. Eine 20-minütige Phase der Dominanz genügte, um Werder den Glauben an die Chance zu nehmen, auf spielerischem Wege noch zu einem Punkt zu kommen. Die Brechstange als letztes Mittel funktioniert bei Werder ohne die Naldos, Pizarros, Mertesackers und Almeidas früherer Jahre kaum noch. Die Chance auf den <em>Lucky Punch</em> vergab Junuzovic (wenn man es gut mit ihm meint: unglücklich; wenn nicht: kläglich).</p>
<h3>Was tun mit den Problemfällen?</h3>
<p>Normalerweise schreibe ich in den letzten Jahren nur ungern über das, was neben dem Platz passiert und nichts mit Fußball zu tun hat. Im Fall von Arnautovic und Elia ist das jedoch anders. Mit ihrem nächtlichen Rennen auf der Autobahn haben sie dem Verein immens geschadet. Ohne die Aktion verharmlosen zu wollen: Es gibt an sich weitaus schlimmere Dinge, die sich ehemalige und aktuelle Bundesligaspieler schon geleistet haben. Zu einem anderen Zeitpunkt, unter anderen Voraussetzungen hätte man hier von einer Suspendierung absehen können. Wer sich jedoch in Werders aktueller Situation, mitten im Abstiegskampf, 36 Stunden vor dem Spiel so verantwortungslos verhält, der hat absolut nicht verstanden, worum es derzeit geht. Wer seine Fans, seinen Verein, seinen Trainer und seine Mannschaftskollegen so im Stich lässt, der gehört ganz sicher nicht in diese Mannschaft und in diesen Verein. Mit Marko Arnautovic hat man hier sehr viel Geduld gehabt, ihn immer wieder (teils auch zurecht) in Schutz genommen und ihm neue Chancen gegeben. Letzte Woche hat er gezeigt, dass sich dieses Vertrauen nicht ausgezahlt hat. Bei Eljero Elia war die Skepsis bei der Verpflichtung aufgrund seiner Vorgeschichte berechtigt. Beide Spieler sind bis zum Ende der Saison suspendiert. Bei allem fußballerischen Talent möchte solche Spieler nicht mehr im Werdertrikot sehen.</p>
<p>Zu guter Letzt noch ein Wort zum Trainer, den ich in den letzten 12 Monaten häufig kritisiert habe: Sein Krisenmanagement in der letzten Woche hat mir gefallen. Er hat die Mannschaft unter Berücksichtigung der Gesamtsituation gut auf Leverkusen eingestellt, personell nachvollziehbare Entscheidungen getroffen und sich unter dem für Bremer Verhältnisse ungewohnt hohen Druck behauptet. Auch wenn das nichts an meiner generellen Meinung zur Trainerfrage ändert, bleibe ich daher der Meinung, dass eine Entlassung vorerst nicht sinnvoll wäre. Gegen Hoffenheim gibt es jedoch keine Ausreden mehr für die Beteiligten. Dieses Spiel muss unbedingt gewonnen werden, wenn man zumindest das Thema direkter Abstieg zu den Akten legen will. Wenn sich das Team nach der akzeptablen Leistung gegen Leverkusen schon wieder im Aufwind sieht, könnte es gegen Hoffenheim unsanft wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden. Fällt das Team in diesem wichtigen Spiel zurück in die Lethargie des Wolfsburg-Spiels, werden sich die Verantwortlichen wohl doch noch zum Handeln gezwungen sehen.</p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/stabilisierung-oder-freier-fall/">Stabilisierung oder freier Fall?</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/o_gyqtcF7V4" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt?</title>
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		<comments>http://www.meinesaison.de/ein-grosser-schritt-in-richtung-klassenerhalt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 16:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
				<category><![CDATA[BuLi]]></category>
		<category><![CDATA[30. Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Spielbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schaaf]]></category>
		<category><![CDATA[VfL Wolfsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Werder Bremen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Werder Bremen &#8211; VfL Wolfsburg 0:3 Dank der Schützenhilfe aus Gladbach, Leverkusen und Hamburg bleibt Werders 5-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz nach dem 30. Spieltag erhalten. Dabei lieferte man selbst im Heimspiel gegen Wolfsburg eine der schlechtesten Saisonleistungen ab und verlor folgerichtig mit 0:3. Auf dem Papier ist die Abstiegsgefahr für Werder zwar gesunken (gleicher Vorsprung [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/ein-grosser-schritt-in-richtung-klassenerhalt/">Ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt?</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Werder Bremen &#8211; VfL Wolfsburg 0:3</strong></p>
<p>Dank der Schützenhilfe aus Gladbach, Leverkusen und Hamburg bleibt Werders 5-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz nach dem 30. Spieltag erhalten. Dabei lieferte man selbst im Heimspiel gegen Wolfsburg eine der schlechtesten Saisonleistungen ab und verlor folgerichtig mit 0:3. Auf dem Papier ist die Abstiegsgefahr für Werder zwar gesunken (gleicher Vorsprung bei weniger verbleibenden Spielen), doch darüber sprach in Bremen nach dem Spiel zu Recht niemand.</p>
<h3>Umstellungen und Korrekturen</h3>
<p>Das Team wurde im Vergleich zu den letzten Spielen erneut durcheinander gewürfelt. Petersen blieb auf der Bank, dafür durfte sich Arnautovic in der Spitze versuchen. Kapitän Clemens Fritz verdrängte nach überstandener Verletzung Felix Kroos wieder auf die Bank und lief neben Bargfrede als Sechser auf. Auch in der Viererkette gab es eine Veränderung: Statt Innenverteidiger Pavlovic spielte Innenverteidiger Sokratis als Linksverteidiger, nachdem er zuletzt noch als Rechtsverteidiger aushelfen musste.</p>
<p>Werders Offensivtaktik ging nicht auf, das wurde recht schnell deutlich. Arnautovic wich viel auf seinen gewohnten rechten Flügel aus. Die nachrückenden De Bruyne und Junzovic wurden im Strafraum mit hohen Bällen gefüttert &#8211; gegen die Wolfsburger Innenverteidigung um Naldo keine vielversprechende Tatik. Es krankte wie so oft jedoch schon im Aufbauspiel, was auch ein Verdienst der Wolfsburger war, deren Pressing die Handschrift von Dieter Hecking langsam erkennen lässt. Werder leitete die Bälle wie gewohnt meistens auf die Außenverteidiger, denen die aufrückenden Wolfsburger konsequent die Passwege zustellten. Werder Passquote war zudem mit 75% nicht gut genug, um das Kurzpassspiel durch die Mitte erfolgreich durch zu bringen. So konnte Wolfsburg mit relativ wenig Risiko Werder vom eigenen Tor fernhalten. Auf der anderen Seite freute sich Wolfsburg über die üblichen Lücken in Werders System. Beim 0:1 reichen ein Vertikalpass von Kjaer und eine schnelle Drehung von Arnold, um in das Loch vor Werders Viererkette zu kommen. Zudem stehen die Innenverteidiger in der Situation zu weit auseinander, so dass dem Wolfsburger viel Platz für den Torabschluss bleibt. Beim 0:2 spielt Prödl in einer 3 gegen 2 Situation auf Abseits, während Lukimya versucht abzusichern. Olic startet im richtigen Moment, um dies auszunutzen.</p>
<p>Nach einer halben Stunde korrigierte Schaaf seine Aufstellung, brachte Petersen für Prödl und schob Sokratis und Arnautovic auf ihre gewohnten Positionen. Da war das Spiel aber schon fast entschieden, die Bremer Moral erst einmal gebrochen. Torchancen blieben Mangelware. In der zweiten Halbzeit konnte man Werder ansehen, dass man sich nicht aufgeben wollte und den VfL nun noch aggressiver und höher pressen wollte. Die Kompaktheit fehlte dabei jedoch weiterhin, was zu einem gestreckten Spiel mit vielen Räumen im Mittelfeld führte. In dieser Phase konnte man sehen, dass Wolfsburg noch lange keine Spitzenmannschaft ist, denn sie kamen kaum einmal zu guten Kontergelegenheiten. Defensiv gerieten die Wölfe jedoch kaum in Bedrängnis. Die einzige echte Chance für Werder hatte Arnautovic, der jedoch einen Meter vor dem Tor spektakulär den Ball verfehlte. Spätestens als kurz darauf der eingewechselte Yildirim Vierinha im Strafraum foulte und Diego den fälligen Elfmeter verwandelte, war Werders Widerstand gebrochen.</p>
<h3>Bewegung in der Trainerfrage</h3>
<p>Was bleibt festzuhalten? Werder spielt eine der schlechtesten Saisons der eigenen Bundesligageschichte. Seit Gründung der Bundesliga 1963 hatte man lediglich 1998/99 nach 30 Spielen noch weniger Punkte. Ironischerweise war das der Zeitpunkt, zu dem Thomas Schaaf verpflichtet wurde. Selbst in der Abstiegssaison 1979/80 hatte Werder nach 30 Spieltagen (auf die 3-Punkte-Regel umgerechnet) 4 Punkte mehr auf dem Konto, als heute. Damals verlor man die restlichen vier Spiele. Nach dem Spiel gegen Wolfsburg muss man befürchten, dass dies auch in dieser Saison im Bereich des Möglichen liegt. Am Wochenende hat sich zu den allgemeinen Problemen nun auch noch die befürchtete akute Krise eingestellt.</p>
<p>Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ein sofortiger Trainerwechsel weiterhelfen würde. Ohne einen geeigneten Nachfolger in der Hinterhand wäre dies wohl reiner Aktionismus. Eine Interimslösung aus den eigenen Reihen halte ich für unwahrscheinlich. Am ehesten käme wohl Viktor Skripnik in Frage, für den der Sprung aber sehr groß wäre. Soll man für die restlichen vier Spiele einen Trainer vom Typ &#8220;Retter&#8221; von außen verpflichten? Wer käme da überhaupt in Frage? Die Gerüchte, Thomas Schaaf könnte noch vor dem Spiel in Leverkusen entlassen werden, wurden denn auch schnell entkräftigt. Wie es nach einem erneuten desolaten Auftritt am kommenden Wochenende aussehen würde, ist jedoch eine andere Frage. Die Tabellenkonstellation erfordert eine sofortige Stabilisierung. Es wäre fahrlässig, den Klassenerhalt für einen einigermaßen versöhnlichen Abschied zum Saisonende aufs Spiel zu setzen. Dass dieser Abschied kommen wird, dürfte inzwischen sehr wahrscheinlich sein. Die Aussagen seitens der Geschäftsführung haben sich in den letzten Wochen deutlich geändert. Inzwischen vermeidet man es tunlichst, von der nächsten Saison zu sprechen. Man spricht Schaaf noch immer das Vertrauen aus, aber nur noch auf die Gegenwart bezogen. Alle weiteren Fragen werden abgewiegelt.</p>
<p>Wie auch immer die Saison 2012/13 am Ende ausgeht, sie wird als das Jahr des Wandels und des Umbruchs bei Werder in die Geschichtsbücher eingehen. Wenn auch vermutlich nicht so, wie man sich das vor der Saison erhofft hat.</p>
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		<title>Durchhalteparolen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 06:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[29. Spieltag]]></category>
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		<category><![CDATA[Spielbericht]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Fortuna Düsseldorf &#8211; Werder Bremen 2:2 Wie schon gegen Augsburg und Fürth verpasste es Werder ein weiteres Mal, sich durch einen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten etwas Luft zu verschaffen. Fünf Punkte Vorsprung verbleiben nach dem 29. Spieltag noch auf den Relegationsplatz. Frühe Gegentore, alte Problemzonen Bevor man alle Namen auf der Bremer Verletztenliste aussprechen [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/durchhalteparolen/">Durchhalteparolen</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fortuna Düsseldorf &#8211; Werder Bremen 2:2</strong></p>
<p>Wie schon gegen Augsburg und Fürth verpasste es Werder ein weiteres Mal, sich durch einen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten etwas Luft zu verschaffen. Fünf Punkte Vorsprung verbleiben nach dem 29. Spieltag noch auf den Relegationsplatz.</p>
<h3>Frühe Gegentore, alte Problemzonen</h3>
<p>Bevor man alle Namen auf der Bremer Verletztenliste aussprechen konnte, stand es auch schon 1:0 für die Gastgeber. Wie so oft in den letzten Wochen musste Werder also einem Rückstand hinterherlaufen. Auch in der zweiten Halbzeit fing sich das Team einen frühen Gegentreffer. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Werder gegen die eher defensiv eingestellte Fortuna ein Plus an Ballbesitz, Pässen und Torschüssen verbuchen konnte.  Da ich nur Auszüge aus dem Spiel gesehen habe, überlasse ich die Einschätzung der kompletten 90 Minuten anderen. Die Entstehung der Gegentore zeigte jedoch einmal mehr die Defizite bei den Grünweißen auf. Vor dem 1:0 landete der zweite Ball trotz defensiv besetzter Doppelsechs bei Kruse, der sich im Loch vor der Bremer Viererkette schnell drehte und einen perfekten Pass spielte. Zum Zeitpunkt, als Prödl den hohen Ball klärte, war ein 20 mal 20 Meter großer Bereich vor der Abwehr unbesetzt. Vor dem 0:2 schaltete Werder nach einem Einwurf schlecht um, weshalb auch hier der zweite Ball beim Gegner landete. Im Gegensatz zu Werders offensiver Dreierreihe setzte Lambertz gut nach, erlief sich den Abpraller und leitet eden Angriff ein. Lukimya löste sich aus der Kette, um zu reparieren, verlor jedoch den Zweikampf. Pavlovic musste einrücken, was Reisinger auf der rechten Angriffsseite viel Platz gab, den Düsseldorf letztlich zum entscheidenden Pass nutzte. Die Mängel (Löcher im zentralen defensiven Mittelfeld und in den Halbräumen, teils mangelhaftes defensives Umschalten) sind seit langer Zeit bekannt, wurden aber auch im April noch immer nicht repariert.</p>
<p>Auf der anderen Seite kam man &#8211; wie schon gegen Freiburg &#8211; durch die individuelle Klasse von Kevin de Bruyne, der einen Konter über seine linke Seite mustergültig alleine ausspielte und dann Junuzovic bediente, zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Das 2:2 war dem Vernehmen nach am Ende nicht unverdient, aber der Treffer zum Endstand entsprang eher dem Zufall, bzw. Latkas technischen Mängeln.</p>
<h3>Ruhige Hand im Abstiegskampf?</h3>
<p>Nach dem Spiel gab man sich bei Werder größte Mühe, die Leistung gegen Düsseldorf und das Ergebnis als Erfolg zu verkaufen: Die &#8220;tolle Moral&#8221; wurde gelobt, das Unentschieden als &#8220;wichtiger Erfolg&#8221; im Abstiegskampf gewertet. Mit dem Auftreten der Mannschaft nach den beiden frühen Rückständen zeigte sich Werders sportliche Führung ebenso zufrieden, wie mit dem Punkt in Düsseldorf. Thomas Eichin ließ sich sogar zur Aussage hinreißen, dass die Mannschaft &#8220;voll konzentriert&#8221; gewesen sei &#8211; angesichts der Gegentore direkt nach An- und Wiederanpfiff ein durchaus gewagtes Statement.</p>
<p>Als Außenstehender kann man nur raten, ob die betont positive Wertung des Spiels nun ein Versuch ist, die Stimmung im Abstiegskampf nicht weiter kippen zu lassen, oder ob sie eher ein Zeichen dafür ist, dass man den Ernst der Lage noch immer nicht vollständig erkannt hat. Es könnte auch eine Mischung aus beidem sein. Die ersatzgeschwächte Mannschaft mit kernigen Aussagen noch weiter zu verunsichern, wäre kontraproduktiv. Hinter den Durchhalteparolen steckt aber auch eine gewisse Resignation der sportlichen Führung. Die Saison soll irgendwie zu Ende gebracht werden, solange wie möglich mit ruhiger Hand. Darüber, ob dies auch im Falle eines weiteren Absturzes so bliebe, kann derzeit nur spekuliert werden. Bei einer Niederlage gegen Wolfsburg am nächsten Wochenende wäre die Situation ebenso prekär, wie 1999 vor Thomas Schaafs Amtsantritt (minus die Pokalfinalteilnahme). Ansonsten wird man wohl erst nach dem 34. Spieltag erfahren, in welche Richtung der Weg ab dem Sommer gehen wird: Schaaf-Abgang und/oder &#8220;Umbruch 2.0&#8243; der Mannschaft?</p>
<p>Angesichts des relativ leichten Restprogramms mit drei Heimspielen und der ebenfalls nur spärlich punktenden Konkurrenz ist die Ausgangslage im Abstiegskampf eigentlich auch weiterhin gut. Nach dem achten sieglosen Spiel in Folge darf jedoch auch das Risiko nicht unterschätzt werden. Immerhin Augsburg spielt eine gute Rückrunde und darf so trotz der miserablen Hinserie noch auf den Klassenerhalt hoffen. Das Momentum ist in jedem Fall nicht auf Bremer Seite und es ist höchst fraglich, ob man daran noch einmal etwas ändern kann, falls Augsburg richtig in Schlagdistanz kommt. Man möchte sich nicht ausmalen, was passiert, wenn Werder mit weniger als 3 Punkten Vorsprung am letzten Spieltag ins Auswärtsspiel in Nürnberg geht, während Augsburg zuhause die bereits abgestiegenen Fürther empfängt.</p>
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		<title>Ein Punkt für den Klassenerhalt</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 20:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[27. Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[FSV Mainz 05]]></category>
		<category><![CDATA[Spielbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schaaf]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Tuchel]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>FSV Mainz 05 &#8211; Werder Bremen 1:1 Werder holt einen verdienten Punkt in Mainz. Nach dem schlechtestmöglichen Start und einer zähen ersten Halbzeit waren Keeper Mielitz und ein kluger Wechsel von Schaaf die Hauptgründe dafür, dass Werder noch zum Unentschieden kam. Spiel mit Handicap Ein Spiel, das quasi beim Stand von 0:1 beginnt, muss anders [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/ein-punkt-fur-den-klassenerhalt/">Ein Punkt für den Klassenerhalt</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FSV Mainz 05 &#8211; Werder Bremen 1:1</strong></p>
<p>Werder holt einen verdienten Punkt in Mainz. Nach dem schlechtestmöglichen Start und einer zähen ersten Halbzeit waren Keeper Mielitz und ein kluger Wechsel von Schaaf die Hauptgründe dafür, dass Werder noch zum Unentschieden kam.</p>
<h3>Spiel mit Handicap</h3>
<p>Ein Spiel, das quasi beim Stand von 0:1 beginnt, muss anders bewertet werden, als ein normales Fußballspiel. Unter üblichen Gesichtspunkten hätte Werder mit der ersten Halbzeit durchaus zufrieden sein können: Als Schießbude der Liga auswärts beim Tabellensechsten gut gestanden und kaum Torchancen zugelassen. Wäre man mit einem 0:0 in die Pause gegangen, hätte man eine gute Basis gelegt und den Gegner unter Zugzwang gesetzt. Durch den schlimmen Fehler von Lukimya direkt nach dem Anstoß war es aber eigentlich Werder, das eine Reaktion zeigen und das Heft in die Hand nehmen musste. Daher kann man die restliche erste Halbzeit bestenfalls als solide bezeichnen und sich darüber freuen, dass Werder nach dem Rückstand nicht auseinander brach.</p>
<p>Beide Teams neutralisierten sich auf taktisch gutem, spielerisch eher mäßigem Niveau. Werders Doppelsechs, in der Bargfrede sein Comeback gab, spielte relativ diszipliniert vor der Viererkette und ließ nur selten das altbekannte &#8220;Bremer Loch&#8221; entstehen. Davor spielte eine Dreierreihe aus Hunt, Ekici und De Bruyne, die eher schmal agierte und weit zur ballnahen Seite einschob &#8211; ein deutlicher Unterschied zum System der Hinrunde mit den breiten Flügelstürmern. Werder wollte offensichtlich Präsenz im Zentrum zeigen und sich nicht <a title="Mutig nach Mainz?" href="http://www.meinesaison.de/mutig-nach-mainz/">gänzlich auf die Außenbahnen pressen lassen, wie im Hinspiel</a>. Mainz begnügte sich nach der frühen Führung damit, Werder vom eigenen Tor fernzuhalten und spielte kaum hohes Pressing. Der Spielentwurf der beiden Mannschaften war dennoch sehr unterschiedlich. Während Werder sich mit Kurzpässen durchs Mittelfeld kombinieren wollte, spielte Mainz viele lange Bälle, die nur selten zu gefährlichen Situationen führten. Immerhin nahm man Werder so die Chance auf hohe Ballgewinne. Tuchel schien durchaus Respekt vor dem Bremer Pressing zu haben.</p>
<p>Bis zur Pause gab es aus dem Spiel heraus keine echten Torchancen. Die gefährlichste Aktion hatte Ekici mit einem etwas überraschenden Freistoß. Ansonsten waren auch Werders Standards nicht sonderlich gefährlich. Acht Freistöße in der eigenen Hälfte ließen die Mainzer in der ersten Halbzeit zu, doch die Bremer Ausbeute war spärlich. Gerade in einem so chancenarmen Spiel wäre es wichtig gewesen, die Standardsituationen etwas effektiver zu nutzen. So ging es mit einem 0:1 in die Pause, von dem man nicht sagen konnte, dass es unverdient war. Werder hatte Mainz die Führung auf dem Silbertablett serviert und danach zu wenig getan, um sich den Ausgleich zu verdienen.</p>
<h3>A Game of Two Halves</h3>
<p>Nach der Pause änderte sich das Spiel komplett. Wo kurz zuvor noch die Vorsicht regiert hatte, gingen nun beiden Teams ein höheres Risiko. Pressing und Gegenpressing wurden intensiviert und es waren die Gastgeber, die zunächst einen Vorteil daraus erlangen. Sebastian Mielitz musste einige Male in höchster Not retten, blieb im Eins-gegen-Eins jedoch stets der Sieger. Mit seiner stärksten Rückrundenleistung war er einer der Garanten für den Punktgewinn auf Bremer Seite. Nach seinen zuletzt immer schwächeren Auftritten wird ihm das Spiel hoffentlich Auftrieb geben für die restliche Saison. Im Trainerduell war es Schaaf, der die erste (und seine einzige) Umstellung vornahm. Er brachte Arnautovic für Bargfrede und ließ Hunt als offensivorientierten Sechser neben Trybull spielen. Über den rechten Flügel kam bis dahin kaum Gefahr, weil Hunt sich offensiv eher in Richtung Mitte orientierte und bei Flügelläufen versuchte, den Ball auf seinen starken linken Fuß zu legen, was ihn für den Gegner leicht ausrechenbar machte. Bis zu Arnautovics Einwechslung gab es keine einzige Bremer Flanke von der rechten Seite.</p>
<p>Thomas Tuchel reagierte sofort, brachte mit Kirchhoff für Zimling einen weiteren Sechser und stellte auf eine Raute um. Es war dennoch Schaafs Team, das zunächst von dieser Umstellung profitierte. Nach einer starken Einzelaktion von Sokratis (diesen unbedingten Willen würde ich gerne bei mehr Spielern sehen) und einer Spielverlagerung auf den rechten Flügel waren es die angesprochenen Arnautovic und Hunt, die für den Ausgleich sorgten. Eine flache Hereingabe des Außenstürmers und ein Abschluss des vorrückenden Sechsers, der Petersen im Strafraum unterstützt &#8211; ziemlich genau so dürfte sich das der Trainer bei seiner Umstellung vorgestellt haben.</p>
<h3>Fehlendes Vertrauen in die Bank</h3>
<p>In der Folge war das Spiel offen, doch je näher der Schlusspfiff rückte, desto vorsichtiger wurden die Mannschaften. Thomas Tuchel wechselte mit Yunus Malli und Shawn Parker noch zwei Offensivleute ein, was dem Spiel jedoch keine Wendung mehr gab. Thomas Schaaf beließ es bei dem einem Wechsel. So durfte auch Mehmet Ekici durchspielen, der zuletzt nach seinem Zwischenhoch wieder auf die Bank verbannt wurde und in seinem Spiel noch immer die gleichen Schwächen durchblicken ließ, die ihm seit seiner Ankunft in Bremen vor knapp zwei Jahren das Leben schwermachen.</p>
<p>Schaafs Wechselpolitik ist in den letzten Wochen nicht einfach zu durchschauen. Einerseits wirkt es oft so, als fehle ihm das Vertrauen in seine Bank. Spieler wie Elia, Ekici, Yildirim und Selassie wandeln zwischen Startelf und kompletter Nichtberücksichtigung, während Ignjovski von einer Position auf die andere geschoben wird. Mag sein, dass dies direkte Reaktionen auf die Trainingsleistungen unter der Woche sind. Andererseits weiß Schaaf seine Wechseloptionen durchaus gut zu nutzen, wie er mit der Einwechslung von Arnautovic für Bargfrede unter Beweis stellte.</p>
<p>Da die Konkurrenz aus Augsburg, Düsseldorf und Stuttgart verlor, war es für Werder ein gewonnener Punkt. Auch wenn man nun seit fünf Spielen ohne Sieg ist, scheint die Mannschaft das tiefste Tal langsam durchschritten zu haben. Zwar ist man weiterhin für den einen oder anderen Totalaussetzer gut, doch moralisch wirkt das Team etwas gefestigter als noch vor ein paar Wochen, holte im dritten Spiel in Folge einen Rückstand auf. Thomas Schaaf darf sich dank seines Wechsels im Trainerduell als knapper Sieger fühlen, auch wenn Werder den Eindruck nicht korrigieren konnte, dass man die richtige Mischung aus Offensive und Defensive noch nicht gefunden hat.</p>
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		<title>Mutig nach Mainz?</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 08:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[27. Spieltag]]></category>
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		<category><![CDATA[FSV Mainz 05]]></category>
		<category><![CDATA[Sokratis Papastathopoulos]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Gegen Mainz sah Werder in den letzten Jahren selten gut aus. Tuchels Truppe schaffte es ein ums andere Mal, sich gut auf Werders Spiel einzustellen und unsere taktischen Schwachstellen aufzudecken. Das verwundert kaum, denn Mainz gehört seit dem Wiederaufstieg zu den flexibelsten Teams der Liga. Trainer Tuchel kann seine Mannschaft unglaublich gut an gegnerische Taktiken [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/mutig-nach-mainz/">Mutig nach Mainz?</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen Mainz sah Werder in den letzten Jahren selten gut aus. Tuchels Truppe schaffte es ein ums andere Mal, sich gut auf Werders Spiel einzustellen und unsere taktischen Schwachstellen aufzudecken. Das verwundert kaum, denn Mainz gehört seit dem Wiederaufstieg zu den flexibelsten Teams der Liga. Trainer Tuchel kann seine Mannschaft unglaublich gut an gegnerische Taktiken anpassen. In der Hinrunde gab es einen schmeichelhaften 2:1-Sieg für Werder, der vor allem auf Aaron Hunts Klasse zurückzuführen war (man erinnere sich an das wunderschöne Freistoßtor zum 2:1). Mainz hatte jedoch einen klar ersichtlichen Matchplan, der über weite Strecken aufging: Mit einer Raute positionierte man sich sehr zentral, stellte die Passwinkel auf Werders Dreiermittelfeld zu und lenkte das Spiel der Hausherren gezielt auf die Außenbahnen. Da Werder ohnehin meist über die Außenverteidiger eröffnet, gab es viele vertikale Pässe die Seitenlinie herunter. Auch Werders Außenstürmer wurden so gepresst, dass sie möglichst wenig Pässe ins Mittelfeld spielen sollten. Als Resultat spielte sich Werder häufig am Flügel entlang und versuchte es dann mit Flanken auf Petersen, die Mainz insgesamt recht wenig Probleme bereiteten. Wenn man von der Anzahl qualitativ hochwertiger Chancen ausgeht, hätte Mainz das Spiel gewinnen, zumindest aber einen Punkt holen müssen.</p>
<h3>Duell der Ex-Rauten</h3>
<p>Siebzehn Spieltage später hat sich Werders Ausrichtung leicht geändert. Man spielt insgesamt vorsichtiger, hält vorne weniger schematisch die Positionen an der Außenlinie. Was in der Hinrunde in Stein gemeißelt schien, wird nun von Woche zu Woche durcheinander geworfen: Elia, Arnautovic, Petersen, Yildirim, Ekici, De Bruyne, Junuzovic, Ignjovski &#8211; die Liste der Spieler, die sich in der Rückrunde schon als Außenstürmer versuchen durften, ist lang. Zuletzt setzte Schaaf in seiner Startaufstellung zwei mal auf eine defensive Variante mit Junuzovic und Ignjovski, die neben einer Doppelsechs zum Einsatz kamen. Hunt, Ekici, Elia und Arnautovic fanden sich auf der Bank wieder. Das Ergebnis war eine verbesserte defensive Stabilität, die auf Kosten der offensiven Durchschlagskraft ging. Was auswärts gegen Gladbach gut funktionierte, war zuhause gegen ein reaktives Greuther Fürth weitaus weniger brauchbar. In der Halbzeit stellte Schaaf daraufhin um, setzte auf mehr Offensive und direkt waren wieder die alten Defensivprobleme erkennbar. Einen gesunden Mittelweg, die viel besungene &#8220;richtige Balance&#8221;, sucht Werder weiterhin vergeblich. Das 2:2 war am Ende eher für Werder glücklich, als für die Gäste.</p>
<p>Mainz ist in letzter Zeit wieder von der Mittelfeldraute als Default-Formation abgewichen und agiert häufig in einem 4-2-3-1 oder flachen 4-4-2. Trotzdem ist zu erwarten, dass Mainz wieder versuchen wird, Werders Spiel früh auf die Außenbahnen zu lenken, wie sie es in dieser Saison auch wiederholt gegen andere Teams praktiziert haben. Die äußeren Mittelfeldspieler Müller und vor allem der von Werder umworbene Ivanschitz orientieren sich ohnehin eher in Richtung Zentrum und stehen gegen den Ball recht eng. Im Spielaufbau setzt Mainz auf Andreas Baumgartlinger als einrückenden Sechser und schiebt die Außenverteidiger vor, wenn auch nicht so aggressiv, wie beispielsweise Freiburg und Leverkusen. Interessant wird die Frage, ob Mainz es gegen Werders anfällige Viererkette mit einer Doppelspitze aus Parker und Szalai versuchen wird oder hinter Szalai auf einen eher gestaltenden Mittelfeldspieler (Zimling?) setzt. Gegen Werders Dreiermittelfeld würde sich eher letzteres anbieten, aber Tuchel ist für mutige Entscheidungen bekannt.</p>
<h3>Schwierige Entscheidungen</h3>
<p>Für Werder geht es in erster Linie darum, den richtigen Mittelweg aus den taktischen Ausrichtungen der vergangenen Wochen zu finden. In Mainz könnte man zur Not mit einem Punkt leben, kann dementsprechend zunächst auf eine Kontertaktik setzen. Zu tief sollte man sich gegen Mainz jedoch nicht hinten reinstellen. Zum einen steht bei Mainz mit Adam Szalai ein Mittelstürmer auf dem Platz, den Werder im Strafraum kaum über 90 Minuten in den Griff bekommen dürfte. Zum anderen würde man so die Möglichkeit auf hohe Ballgewinne herschenken, denn Mainz verfügt noch immer nicht über den besten Spielaufbau aus der Innenverteidigung. Ein situatives Angriffspressing sollte Werder daher im Gepäck haben. Der gegenwärtige (mentale) Zustand der Mannschaft legt einen vorsichtigen Beginn nahe, um zunächst etwas Selbstvertrauen zu sammeln und ein frühes Gegentor zu vermeiden.</p>
<p>Die Personalentscheidungen werden für Schaaf nicht leicht zu treffen sein. Geht er den Weg der letzten beiden Spiele weiter und setzt seine Stars weiterhin auf die Bank? Wie reagiert er auf die Ausfälle im Mittelfeld? Sokratis hat sich als Sechser gegen Fürth nicht bewährt, da ihm die Qualitäten als Ballverteiler sowie die Positionstreue im Mittelfeld abgehen. In einem Auswärtsspiel, in dem Werder nicht das Spiel machen muss, könnte dies jedoch anders aussehen. Als Kettenhund neben Trybull könnte er sich um die Läufe von Ivanschitz ins Zentrum kümmern. Durch die Verletzungen von Junuzovic, Fritz und Ignjovski sowie den langen Ausfall von Bargfrede gibt es dazu nicht viele Alternativen. Der Schlüssel zur Torgefahr dürfte dagegen mal wieder Kevin De Bruyne sein, der in den letzten Spielen als alleinige (Um-)Schaltzentrale agierte und dabei an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt war. Ihm kommt die verbesserte Absicherung durch die beiden Sechser zwar entgegen, doch fehlt ihm mit einer sehr defensiv-orientierten Aufstellung oft die Unterstützung bei Kontern. Auch hier wird die richtige Mischung noch gesucht.</p>
<h3>Wegweiser für den Saisonendspurt</h3>
<p>Nachdem man den Befreiungsschlag gegen Fürth verpasst hat, gilt es gegen Mainz und im darauffolgenden Heimspiel gegen die wiedererstarkten Schalker, nicht noch weiter in Richtung Relegationsplatz abzurutschen, bevor die Spiele gegen Düsseldorf, Wolfsburg und Hoffenheim wohl über den Bremer Saisonausgang entscheiden. Auf einen nachhaltigen Umschwung mag ich in dieser Saison nicht mehr hoffen. Es geht nur noch darum, über kleine Erfolgserlebnisse genug Selbstvertrauen zu sammeln, um nicht in eine noch tiefere, akute Krise gestürzt zu werden. Die tiefer gehende, strukturelle Krise droht sich jedoch auch über die Saison hinweg fortzusetzen.</p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/mutig-nach-mainz/">Mutig nach Mainz?</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/vkUoGnFs8BI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Werders Top-4 Bilanz</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 16:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias (Meine Saison)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Werder Bremen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie spielt Werder eigentlich gegen die Top-Mannschaften der Liga? Ich habe mir die Entwicklung unter Thomas Schaaf mal etwas genauer angeschaut. Um halbwegs objektiv zu bleiben, habe ich die Auswertung auf die Clubs beschränkt, die am Ende der Saison unter den Top-4 standen (sich nach heutigen Kriterien also für die Champions League qualifizieren). Um eine [...]</p><p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/werders-top-4-bilanz/">Werders Top-4 Bilanz</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spielt Werder eigentlich gegen die Top-Mannschaften der Liga? Ich habe mir die Entwicklung unter Thomas Schaaf mal etwas genauer angeschaut. Um halbwegs objektiv zu bleiben, habe ich die Auswertung auf die Clubs beschränkt, die am Ende der Saison unter den Top-4 standen (sich nach heutigen Kriterien also für die Champions League qualifizieren). Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich in den Jahren, in denen Werder selbst unter den Top-4 stand, jeweils den Tabellenfünften mit in die Betrachtung aufgenommen. Somit wurden immer die in der jeweiligen Saison vier stärksten Gegner in der Bundesliga erfasst.</p>
<p>Es zeigt sich folgende Entwicklung:</p>
<div id="attachment_4492" class="wp-caption aligncenter" style="width: 682px"><a href="http://www.meinesaison.de/wp-content/uploads/2013/03/werder-top-4-bilanz.jpg"><img class="size-full wp-image-4492" alt="Werder Bremen Top 4 Bilanz" src="http://www.meinesaison.de/wp-content/uploads/2013/03/werder-top-4-bilanz.jpg" width="672" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">Werders Bilanz gegen die jeweiligen Top-4 der Bundesliga (1999-2013)</p></div>
<p>Die blaue Kurve stellt die gesammelten Punkte der jeweiligen Saison dar. Pro Saison sind maximal 24 Punkte aus 8 Spielen möglich. Für die laufende Saison fließen bislang nur sechs Ergebnisse in die Betrachtung ein, der Wert ist also nur bedingt vergleichbar. Für die Darstellung eines Trends reicht es dennoch aus (hier hätte bei einer derzeitigen Ausbeute von 0 Punkten auch ein relativer Vergleich der Punkte pro Spiel nichts geändert). Die rote Kurve zeigt das Torverhältnis aus den Spielen gegen die Top-4.</p>
<p>Es zeigt sich, dass Werder zu Beginn der Ära Schaaf eine stetige Verbesserung der Ergebnisse in den Topspielen vorzuweisen hatte. Der Höhepunkt lag in der Saison 2002/03 mit 18 gesammelten Punkten gegen Bayern, Stuttgart, Dortmund und den HSV. Trotz dieser guten Werte erreichte Werder am Saisonende jeweils Platzierungen zwischen 6 und 9 in der Tabelle (siehe Abbildung unten). Dies deckt sich mit dem Eindruck, dass Werder zu jener Zeite eine Art verhinderte Spitzenmannschaft war, die immer wieder Ausrufezeichen setzte, letztlich jedoch noch zu inkonstant war, um Top-Platzierungen zu erreichen. In den Jahren nach dem Double-Gewinn konnte Werder die Werte auf dem hohen Niveau halten. Mit Ausnahme eines kurzen Einbruchs in der Saison 2004/05 holte Werder zwischen 2000 und 2009 in jedem Jahr eine zweistellige Anzahl an Punkten gegen die vier stärksten Konkurrenten. Ab der Saison 2009/10 ist jedoch ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen, der bis heute anhält. Holte man in der Saison 2008/09 trotz eines enttäuschenden 10. Platzes noch 13 Punkte gegen die Top-4 der Liga, waren es in den knapp vier Jahren und 30 Spielen danach nur noch insgesamt 15 Punkte. Noch bitterer wird die Bilanz, wenn man nur die letzten beiden Jahre bzw. 14 Spiele betrachtet, in denen Werder lediglich einen einzigen Punkt holte.</p>
<p>Wenig überraschend verläuft die Kurve des Torverhältnisses weitgehend gleichförmig zur Punktekurve. Auffällig ist jedoch, dass Werder trotz guter Punktausbeute nur selten zu einem positiven Torverhältnis gegen die Top-4 gekommen ist. Lediglich in drei Saisons lag das Torverhältnis im positiven Bereich, im Double-Jahr 2003/04 immerhin bei 0. In den anderen 10 Jahren war das Torverhältnis negativ. Eine Erklärung hierfür findet man, wenn man die einzelnen Ergebnisse betrachtet: Es gab auch in den besten Jahren immer wieder hohe Niederlagen, während die Siege häufig eher knapp ausfielen. Beispiele hierfür sind etwa das 2:6 gegen Bayer Leverkusen (2003/04), das 1:4 in Stuttgart (2006/07), das 0:4 gegen Bayern (2007/08) und das 1:5 in Wolfsburg (2008/09). Insgesamt schwankte das Torverhältnis jedoch nur gering um den Nullpunkt. Dies änderte sich erst in der vergangenen Saison, als man ein Torverhältnis von -18 erreichte. In der laufenden Saison ist es mit aktuell -19 sogar noch schlechter.</p>
<p>Was sagen uns diese Zahlen nun? Man muss angesichts der relativ geringen Datenmenge (insgesamt 110 Spiele über einen Zeitraum von 14 Jahren) vorsichtig bei der Interpretation sein. Zufälle spielen bei den Schwankungen sicherlich eine gewisse Rolle. Unter Berücksichtigung der Gesamtsituation der jeweiligen Saison lassen sich die Werte jedoch häufig erklären. Der leichte Einbruch im Jahr 2004/05 fällt beispielsweise zusammen mit Werders erster Saison in der Champions League, in der sich die Prioritäten im Team vielleicht etwas verschoben haben. Dagegen gab es in der durchwachsenen Bundesligasaison 2008/09 den zweithöchsten Wert überhaupt. Angesichts der damaligen Ergebnisse im DFB-Pokal und UEFA-Cup dürften die hohen Siege gegen Bayern, Stuttgart und Hertha Ausdruck der auf Höhepunkte fixierten Saison gewesen sein, während man im Bundesligaalltag nur selten das Leistungsmaximum erreichte.</p>
<p>Wirklich auffällig und nicht mehr mit Zufällen zu erklären ist jedoch die Entwicklung ab der Saison 2009/10. Punktausbeute und Torverhältnis gingen erst langsam, dann rapide bergab. Den letzten Sieg über eine Mannschaft aus den Top-4 gab es im Mai 2011 gegen Borussia Dortmund. Der BVB stand damals schon als Meister fest, spielte also mehr für die Galerie, während Werder noch um den Klassenerhalt kämpfte (ob das Spiel in einem &#8220;richtigen&#8221; Wettkampf anders ausgegangen wäre, ist pure Spekulation). Der vorletzte Sieg gegen ein Top-4 Team liegt hingegen noch ein Jahr länger zurück und wurde auswärts bei Schalke 04 gefeiert. Insgesamt gab es seit dem Pokalgewinn 2009 nur zwei Bundesligasiege gegen Top-4 Mannschaften. Wenn man der Bilanz gegen die Spitzenmannschaften eine Relevanz bei der Beurteilung der Entwicklung einer Mannschaft zurechnet (und ich denke das sollte man), sind diese Zahlen alarmierend, erst recht wenn man sich die letzten beiden Jahre anschaut: Ein Unentschieden, 13 Niederlagen und im Schnitt 3,36 Gegentore pro Spiel.</p>
<p>Man mag einwenden, dass sich Werders Gewichtsklasse derzeit in anderen Gefilden der Tabelle herum treibt und die Bilanz gegen die Spitzenmannschaften unerheblich ist. Das halte ich auf einen längeren Zeitraum bezogen jedoch für falsch, denn eine Entwicklung verläuft selten linear sondern mit vielen kleineren und größeren Ausreißern. Man sieht dies gut am anderen Ende der Tabelle, wo Werder gegen die Mannschaften auf den hinteren Plätzen eben nicht alle Punkte holt. In den ersten vier Jahren unter Thomas Schaaf zeigte sich die gute Entwicklung der Mannschaft auch in den Spielen gegen die damaligen Schwergewichte der Liga. Als später die Konstanz auf jenem hohen Niveau hinzukam, folgten Titel und regelmäßige Champions League Teilnahmen. Wenn heute davon gesprochen wird, dass Werder &#8220;noch nicht konstant genug&#8221; sei, um vorne mitzuspielen, dann muss man das wohl korrigieren: Werder ist sehr konstant. Konstant chancenlos gegen die Topmannschaften der Bundesliga.</p>
<p>Immerhin könnte sich am kommenden Wochenende Werders Torverhältnis in dieser Statistik verbessern &#8211; nämlich dann wenn Schalke (Hinspiel 1:2) Frankfurt (Hinspiel 1:4) überholen und auf Platz 4 springen sollte.</p>
<p>Hier noch einmal die Bilanz im Tabellenformat (klicken für vergrößerte Ansicht):</p>
<div id="attachment_4496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 825px"><a href="http://www.meinesaison.de/wp-content/uploads/2013/03/werder-top-4-bilanz-tabelle.jpg"><img class="size-full wp-image-4496" title="Werder Top 4 Bilanz Tabelle" alt="Werder Top 4 Bilanz Tabelle" src="http://www.meinesaison.de/wp-content/uploads/2013/03/werder-top-4-bilanz-tabelle.jpg" width="815" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">* Die gekennzeichneten Mannschaften waren in der jeweiligen Saison Fünfter und sind in die Betrachtung gerutscht, da Werder selbst unter den Top-4 platziert war.</p></div>
<p>Der Artikel <a href="http://www.meinesaison.de/werders-top-4-bilanz/">Werders Top-4 Bilanz</a> wurde veröffentlicht auf <a href="http://www.meinesaison.de">Meine Saison mit dem SVW</a>.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MeineSaison/~4/AQrVLcjzMaA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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