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	<title type="text">mellcolm.</title>
	<subtitle type="text">Als würde das nicht reichen.</subtitle>

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		<author>
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		<title type="html"><![CDATA[Und noch ein Baby: Einkäsehoch]]></title>
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		<updated>2013-02-17T11:17:06Z</updated>
		<published>2013-02-17T09:21:00Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Verallgemeinert" />		<summary type="html"><![CDATA[Es gibt Ereignisse im Leben, mit denen sich die Schwerpunkte verschieben. Vor etwa einem halben Jahr wurde Luis geboren und auch schon während der Schwangerschaft habe ich mich gedanklich vor allem mit dem Thema &#8220;Mamasein&#8221; beschäftigt. Für Mellcolm und ihre Abenteuer blieb wenig Zeit und noch weniger Energie. Gleichzeitig habe ich aber in der Zeit [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2013/02/17/und-noch-ein-baby-einkasehoch/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2613" title="Einkäsehoch" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2013/02/Bildschirmfoto-2013-02-17-um-10.16.23.png" alt="" width="630" height="159" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;E&lt;/span&gt;s gibt Ereignisse im Leben, mit denen sich die Schwerpunkte verschieben. Vor etwa einem halben Jahr wurde Luis geboren und auch schon während der Schwangerschaft habe ich mich gedanklich vor allem mit dem Thema &amp;#8220;Mamasein&amp;#8221; beschäftigt. Für Mellcolm und ihre Abenteuer blieb wenig Zeit und noch weniger Energie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig habe ich aber in der Zeit als (werdende) Mama doch vieles erlebt, Neues kennengelernt, Altes verworfen und ich wäre nicht ich, wenn ich das alles für mich behalten könnte. Allerdings ist hier einfach nicht der richtige Ort dafür.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Mellcolm&amp;#8221; bleibt &amp;#8220;Mellcolm&amp;#8221; und irgendwann werde ich mich auch hier wieder austoben &amp;#8211; alles nur eine Frage der Zeit. Für die Zwischenzeit und die &amp;#8220;anderen Themen&amp;#8221; gibt es seit 1. Februar 2013 &amp;#8220;&lt;a href="http://einkaesehoch.de"&gt;Einkäsehoch&lt;/a&gt;&amp;#8220;, ein Rundumskindblog. Vielleicht mögt Ihr mich ja auch dort gelegentlich besuchen. Ich würde mich freuen!&lt;/p&gt;
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			<name>Mellcolm</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Luis.]]></title>
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		<updated>2012-09-28T17:11:33Z</updated>
		<published>2012-09-28T16:59:57Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mellcolm mehret sich" />		<summary type="html"><![CDATA[Luis ist ziemlich genau einen Monat alt. Er wiegt jetzt proppere 4420 Gramm und hat schon seit seiner Geburt eine Frisur. Darum beneiden uns viele. Doch Luis schreit. Öfter als üblich, lauter als erträglich. Und immer so, dass es einem beinahe das Herz bricht. Weil man so hilflos ist. Luis ist ein Schreibaby. Und der [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2012/09/28/luis/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2610" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/09/luis2.jpg" alt="" width="640" height="333" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;L&lt;/span&gt;uis ist ziemlich genau einen Monat alt. Er wiegt jetzt proppere 4420 Gramm und hat schon seit seiner Geburt eine Frisur. Darum beneiden uns viele.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch Luis schreit. Öfter als üblich, lauter als erträglich. Und immer so, dass es einem beinahe das Herz bricht. Weil man so hilflos ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Luis ist ein Schreibaby. Und der großartigste kleine Junge, den ich kenne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin sehr stolz, seine Mama sein zu dürfen.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Zirkumzygotische Wortverknappungserscheinungen]]></title>
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		<updated>2012-07-19T17:32:20Z</updated>
		<published>2012-07-19T14:52:49Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mellcolm mehret sich" />		<summary type="html"><![CDATA[Neulich bei Fertilipedia*: &#8220;Irgendwann macht sich im Leben einer Frau möglicherweise ein hartnäckiger KiWu breit. Wenn sich die SS (sic!) trotz vermehrtem GV aber partout nicht einstellen will, hilft die ein oder andere mit Möpf oder anderen Zaubermitteln nach. Auch der Ovu wird zum unentbehrlichen Helfer. Nach einigen ÜZs klappt es dann meistens doch noch [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2012/07/19/wortverknappungserscheinungen/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;N&lt;/span&gt;eulich bei Fertilipedia*:&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Irgendwann macht sich im Leben einer Frau möglicherweise ein hartnäckiger KiWu breit. Wenn sich die SS (&lt;em&gt;sic!&lt;/em&gt;) trotz vermehrtem GV aber partout nicht einstellen will, hilft die ein oder andere mit Möpf oder anderen Zaubermitteln nach. Auch der Ovu wird zum unentbehrlichen Helfer. Nach einigen ÜZs klappt es dann meistens doch noch mit der NFP &amp;#8211; der SST ist positiv und alle Beteiligten sind aus dem Häuschen. Jetzt muss der FA das Testergebnis nur noch bestätigen und den ET errechnen. Wenn man Glück hat, ist sogar beim US schon etwas zu erkennen. Zwischen der 11. und 13. SSW steht meistens die NFM an. In den folgenden SSW hat man dann ausreichend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob man lieber eine NG oder einen WKS möchte. Und sich für einen GVK anzumelden. Mit der 35. SSW beginnt dann der MuSchu und somit auch der Endspurt. Nach rund 40 SSW hat man (sofern man kein Elefant ist und der Mumu mitspielt) die SS hinter sich. Höchste Zeit, sich um RBG und PEKiP zu kümmern&amp;#8230;&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2605" title="Eier" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/07/Eier.jpeg" alt="" width="640" height="401" /&gt; (Bild: Flickr / &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/furryscalyman/3761181044/sizes/z/in/photostream/"&gt;Furryscaly&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id="more-2604"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass bei Schwangeren die Merkfähigkeit nachlässt. Weil ja bekanntermaßen das Gehirn schrumpft. Oder ob es nur ein Indiz für eine allgemeine Trägheit ist, die einen in der Schwangerschaft bisweilen heimsucht. Denkbar wäre auch, dass dieser mehr als merkwürdige Abkürzungswahn, schlicht nur als Abgrenzungsgehabe gegenüber Nicht-Schwangeren zu werten ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unabhängig davon, was der wirkliche Quell dieses Übels ist &amp;#8211; die Mückenplage an schwedischen Badeseen in den Sommermonaten ist nichts dagegen! Und was noch viel schlimmer ist: Diese Seuche ist hochgradig ansteckend und man infiziert sich oft bereits beim ersten Besuch eines der einschlägigen Foren (in denen übrigens noch eine Reihe anderer Merkwürdigkeiten gepflegt werden). Und wenn man nicht aufpasst, bekommt man das sein ganzes Elternleben lang nicht mehr weg!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil ich die Sprache persönlich jedoch viel zu schön finde, um sie derartig zu verstümmeln, breche ich hiermit in aller Deutlichkeit eine Lanze für den Vollwortgebrauch. Nämlich. WTF.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(*Fertilipedia und das genannte Zitat sind natürlich frei erfunden. Aber wer nur einen furchtlosen Blick in eine der zahlreichen Mamacommunities wirft, wird verstehen, was ich meine.)&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Kollektives Sitzenbleiben]]></title>
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		<updated>2012-06-14T05:14:23Z</updated>
		<published>2012-06-14T05:02:31Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das Leben und ich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mellcolm mehret sich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Verallgemeinert" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Bahn" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Sitzplatz" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="voll" />		<summary type="html"><![CDATA[Um zur Arbeit und von dort wieder nach Hause zu gelangen, bin ich täglich bis zu einer Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das ist bisweilen wegen der Geräusch- und Geruchskulisse nicht unbedingt angenehm, aber für mich gegenüber dem Autofahren immer noch die bessere, kosten-, CO2- und zeitsparendere Alternative. Jedenfalls war das so, bis ich schwanger [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2012/06/14/kollektives-sitzenbleiben/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/06/ubahn.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/06/ubahn.jpg" alt="" title="ubahn" width="630" height="473" class="alignnone size-full wp-image-2602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;U&lt;/span&gt;m zur Arbeit und von dort wieder nach Hause zu gelangen, bin ich täglich bis zu einer Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das ist bisweilen wegen der Geräusch- und Geruchskulisse nicht unbedingt angenehm, aber für mich gegenüber dem Autofahren immer noch die bessere, kosten-, CO2- und zeitsparendere Alternative. Jedenfalls war das so, bis ich schwanger wurde.&lt;span id="more-2601"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da in München U- und S-Bahn-Ausfälle und -verspätungen eher die Regel als die Ausnahme sind, sind die verbleibenden Bahnen besonders in den Morgenstunden entsprechened voll. Das ist für jeden Bahnfahrenden unangenehm, für mich ist es derzeit eine Tortur. Denn seit der Bauch sich ganz deutlich nach außen wölbt, finde ich es ungleich schwieriger, ihn in der vollen Bahn entsprechend vor Ellenbogen, Rucksäcken und anderweitig  verursachten Quetschungen zu schützen. Von dem leichten Kreislaufflattern, dem flauen Gefühl im Magen, das ich inzwischen jedesmal spüre, wenn ich in der vollen Bahn inmitten eines Menschenkuchens stehen muss und von den ohnehin immer viel zu schweren Beinen schweige ich an dieser Stelle. Ein Sitzplatz &amp;#8211; ja das wäre in dieser Ausnahmesituation ein echter Gewinn! Viel zu oft bleibt es aber bei dem frommen Wunsch und ich kann von Glück sagen, wenn ich stehend wenigstens eine Festhaltestange erwische.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass es in einer vollgestopften Bahn zur rush hour nicht &amp;#8220;einfach so&amp;#8221; von freien Sitzplätzen wimmelt, ist selbstredend. Aber dass sich so selten jemand angesichts meiner deutlich erkennbaren und sichtbar herausfordernden Situation bequemt, seinen Platz herzugeben, das frustriert mich jeden Tag aufs Neue. Im Gegenteil hat der sitzende Bahnreisende zahlreiche Schutzmechanismen gegen &amp;#8220;gehandicapte&amp;#8221; Mitreisende kultiviert. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allen voran das zielgerichtete Weggucken, dass sich entweder durch aus dem Fenster starren (gerne auch in der U-Bahn!), vor sich hin starren, konzentriert lesen oder Augen schließen äußert. Blickkontakt mit der stehenden Schwangeren (oder dem stehenden alten Mann, oder, oder, oder…) wird tunlichst vermieden. Und doch ahnt man, dass nahezu alle denken -&amp;#8221;Hm, für die Schwangere könnte ja auch mal jemand (anderes) aufstehen.&amp;#8221; Dass so gut wie niemand mir freiwillig seinen bereits mühevoll angewärmten Sitzplatz herschenken will, ist zwar deprimierend, aber nicht einmal besonders erstaunlich.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirklich erstaunlich finde ich jedoch, dass sich andere Stehende oder neu Einsteigende beim plötzlichen Freiwerden eines Sitzplatzes nicht entblöden, mir diesen selbstgefällig vor der Nase wegzunschnappen. Und das, obwohl mein Zustand wirklich nicht mehr zu übersehen ist! Leider bin ich ob meiner Leibesfülle inzwischen meistens das entscheidende bisschen langsamer. Sobald sie den Battle gewonnen haben &amp;#8211; was nahezu immer der Fall ist &amp;#8211; verfallen die Sitzplatzpiraten dann automatisch in das oben beschriebene Verhalten der bereits Sitzenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Regel ohne Ausnahme. Hin und wieder ergattere ich tatsächlich einen freien Platz. Sei es, weil jemand aussteigt und ich zufällig direkt daneben stehe, weil die Bahn an manchen Haltestellen mehr Menschen ausspuckt als sie einatmet oder weil sich tatsächlich jemand ein Herz fasst und mir seinen kostbaren Platz überlässt. Und dann passiert sehr oft das Erstaunlichste überhaupt. Die vormals konzentriert wegsehenden Mitreisenden suchen plötzlich den Augenkontakt und lächeln mich gönnerhaft an, so als wollen sie sagen: &amp;#8220;Gut, dass sie sich jetzt hinsetzen können. Stehen ist in Ihrem Zustand wirklich eine Zumutung.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Foto: Flickr / &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/barbarao/2213373066/sizes/z/in/photostream/"&gt;electrobabe&lt;/a&gt;    &lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Elefantenmamas haben&#8217;s auch nicht leicht]]></title>
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		<updated>2012-06-14T04:13:05Z</updated>
		<published>2012-06-12T05:18:26Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das Leben und ich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mellcolm mehret sich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Elefanten" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Rüssel" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Ungeduld" />		<summary type="html"><![CDATA[So eine Schwangerschaft stellt die Nerven vor eine harte Zerreißprobe, jedenfalls meine. Denn ich bin zum einen furchtbar neugierig, zum anderen furchtbar ungeduldig. Und das ist unter diesen Umständen eine wirklich brisante Mischung. 40 (!) Wochen! Das ist gefühlt ein halbes Leben! Tröstlich allein der Gedanke, dass es Elefantenmamas noch viel härter trifft. Aber immerhin [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2012/06/12/elefantenmamas/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;S&lt;/span&gt;o eine Schwangerschaft stellt die Nerven vor eine harte Zerreißprobe, jedenfalls meine. Denn ich bin zum einen furchtbar neugierig, zum anderen furchtbar ungeduldig. Und das ist unter diesen Umständen eine wirklich brisante Mischung. 40 (!) Wochen! Das ist gefühlt ein halbes Leben! Tröstlich allein der Gedanke, dass es Elefantenmamas noch viel härter trifft. Aber immerhin ist bei denen von Anfang an klar, dass der Nachwuchs ein Rüsselchen haben wird, während Menscheneltern auch auf diese Einsicht unter Umständen mehr als 20 Wochen warten müssen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &amp;#8220;Rüsselchen&amp;#8221; unserer Nachwuchses habe ich nun, in Woche 28, bereits aus allen erdenklichen Perspektiven gesehen. Ich habe inzwischen eine stattliche Sammlung von Gemächtfotos in meinem Ultraschallbilderbuch, deutlich mehr als Kopf- oder Beinbilder. Nein, genant ist unser Nachwuchs ganz und gar nicht. Noch nicht. Aber ich freue mich schon jetzt diebisch darauf, ihm die ganze Sammlung im Teenageralter unter die Nase zu reiben. Wäre doch gelacht, wenn ich dann nicht ein bisschen Schamesröte hervor kitzeln könnte. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also wieder warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/06/Elefant1.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/06/Elefant1.jpg" alt="" title="Elefant" width="630" height="420" class="alignnone size-full wp-image-2600" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bild: Flickr / &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/miskisanko/2059390420/sizes/z/in/photostream/"&gt;MiskiSanko&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Ein kleiner Schmutzfleck, da, wo der Bauch am dicksten ist]]></title>
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		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das Leben und ich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mellcolm mehret sich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Babybauch" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schmutzfleck" />		<summary type="html"><![CDATA[Ich bin also schwanger. Und das schon im siebten Monat. Was sich dadurch alles so verändert, hätte ich nicht gedacht. Und so schaue ich es mir an und staune jeden Tag, während der Bauch sich keck nach vorne ausbreitet. Dass ich schon jetzt wie kurz vor der Entbindung aussehen muss, merke ich an den teils [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2012/06/07/schmutzfleck/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;I&lt;/span&gt;ch bin also schwanger. Und das schon im siebten Monat. Was sich dadurch alles so verändert, hätte ich nicht gedacht. Und so schaue ich es mir an und staune jeden Tag, während der Bauch sich keck nach vorne ausbreitet. Dass ich schon jetzt wie kurz vor der Entbindung aussehen muss, merke ich an den teils fürsorglichen, teils beängstigten Blicken in meinem Umfeld. Und an den Fragen, ob es nicht vielleicht doch Zwillinge seien. Sind es nicht &amp;#8211; bitte weitersagen! Es ist ein einziger kleiner Kerl, der eben lieber nach vorne raus als ums Eck wohnt. Vielleicht auch, weil er weiß, welch großes Glück es seiner zukünftigen Mama bereitet, irgendwo ganz vorne, an der Stelle wo der Bauch am allerdicksten ist, einen unschuldigen kleinen Schmutzfleck auf ihre Kleidung zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/06/fuesse1.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2596" title="fuesse" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2012/06/fuesse1.jpg" alt="" width="630" height="593" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Gestern in der Tram]]></title>
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		<updated>2011-08-19T03:36:47Z</updated>
		<published>2011-08-18T18:56:44Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Leben in München" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Kontrolleur" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schwarzfahren" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Tram" />		<summary type="html"><![CDATA[Es ist nicht erlaubt, ohne gültige Fahrkarte ein öffentliches Verkehrsmittel zu nutzen. Einverstanden. Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt und im Grunde ein Diebstahl &#8211; mit dem Unterschied, dass hier eine Dienstleistung gestohlen wird. Auch einverstanden. Schwarzfahren wird geahndet, mit einer Geldstrafe von rund 40 €. Soweit alles fein. Dass ein Schwarzfahrer &#8211; wenn er den nahenden [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/08/18/gestern-in-der-tram/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;E&lt;/span&gt;s ist nicht erlaubt, ohne gültige Fahrkarte ein öffentliches Verkehrsmittel zu nutzen. Einverstanden. Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt und im Grunde ein Diebstahl &amp;#8211; mit dem Unterschied, dass hier eine Dienstleistung gestohlen wird. Auch einverstanden. Schwarzfahren wird geahndet, mit einer Geldstrafe von rund 40 €. Soweit alles fein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2590" title="Fahrkarte" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/08/jpg" alt="Fahrkarte" width="630" height="473" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span id="more-2586"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
Dass ein Schwarzfahrer &amp;#8211; wenn er den nahenden Kontrolleur entdeckt &amp;#8211; nicht schon prophylaktisch zwei Zwanziger aus der Geldbörse zieht und den Herrn freundlich lächelnd zu sich winkt, liegt auf der Hand. Der eine wird unschuldig drein schauen, die nächste sich schlafend stellen, wieder ein anderer ergreift die Flucht &amp;#8211; die, in manchen Fällen sogar gelingt. Der Schwarzfahrer meint das ganz sicher nicht persönlich, es liegt einfach in der Natur des Schwarzfahrens, dass man Kontrolleure meidet wie der Teufel das Weihwasser. Für den Kontrolleur indes, ist ein geglückter Fluchtversuch zwar irgendwie blöd, aber vielmehr eigentlich auch nicht. &lt;strong&gt;(Oder bekommen die Kopfgeld?)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass ein Kontrolleur angesichts eines fliehenden Schwarz(afrikaner)fahrers völlig die Contenance verlieren darf, steht so sicher nicht im Kontrolleurs-Knigge. Oder sind Beschimpfungen wie &amp;#8220;Du Arschloch, Du Drecksnigger, Du Asozialer&amp;#8221; etwa die vom Münchner Verkehrsverbund zur Abschreckung empfohlene Ansprache für Schwarzfahrer? Und wenn ja &amp;#8211; gelten diese dann nur für Schwarzfahrer mit Migrationshintergrund? Oder würde auch der gamsbarttragende ältere deutsche Staatsbürger so unflätig beschimpft?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man weiß es nicht. Und ahnt es doch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sind Momente, in denen ich mich schäme. Für den Kontrolleur, der sich nicht im Griff hat. Für die Haltung, die in seinen Beschimpfungen so deutlich zum Ausdruck kommt. Und für mich selbst. Denn ich habe es mir auch nur angehört, den Kopf geschüttelt und kein Wort heraus gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bild: &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/fips_schneider/5503590172/in/photostream/" target="_blank"&gt;fips_schneider&lt;/a&gt; (Flickr)&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolms Sommerfrische, Teil VI: Niemals mit Bonbon duschen!]]></title>
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		<updated>2011-07-25T18:36:51Z</updated>
		<published>2011-07-03T20:31:10Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Bonbon" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Duschen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Nussler" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Soufflé" />		<summary type="html"><![CDATA[Zurück in der kuscheligen Hütte wurde erst mal der inzwischen schon traditionelle Sun-Downer eingenommen. Es ist kaum zu glauben wie viel man trinken muss, um die Sonne zum Untergehen zu bewegen. Als das jedoch endlich geschafft war zog sich das Reisegrüppchen zum vereinzelten Duschen und Frischmachen fürs Abendessen zurück. Ich erfuhr von einem Mitreisenden, dass [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/07/03/mellcolms-sommerfrische-teil-vi-niemals-mit-bonbon-duschen/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;Z&lt;/span&gt;urück in der kuscheligen Hütte wurde erst mal der inzwischen schon traditionelle Sun-Downer eingenommen. Es ist kaum zu glauben wie viel man trinken muss, um die Sonne zum Untergehen zu bewegen. Als das jedoch endlich geschafft war zog sich das Reisegrüppchen zum vereinzelten Duschen und Frischmachen fürs Abendessen zurück. Ich erfuhr von einem Mitreisenden, dass es unmöglich sei, gleichzeitig ein Bonbon zu lutschen und unter der Dusche zu stehen. Ich notierte mir das &amp;#8211; für alle Fälle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/07/Sonnenuntergang.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2581" title="Sonnenuntergang" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/07/Sonnenuntergang.jpg" alt="Sonnenuntergang" width="630" height="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id="more-2579"&gt;&lt;/span&gt; Ich selbst gönnte mir eine ausgiebige bonbonfreie Duschzeremonie während der Herr des Chalets sich damit beschäftigte, die Vorhänge unseres kleinen Reiches so weit wie möglich beiseite zu schieben, um die Abenddämmerung hinein zu lassen. Dass ich nur mit einem Waschlappen bekleidet durch die Gegend huschte, blieb von ihm unbemerkt und als ich ihn dann doch darauf aufmerksam machte konterte er: &amp;#8220;Wer soll denn hier oben vorbei kommen?&amp;#8221; Genauer genommen waren es zunächst zwei Erwachsene, dann zwei Kinder, dann ein Reisebus, ein Schaufelraddampfer, zwei Elefanten, ein Gnu und Elvis Presley. Während ich mich angesichts der ungebetenen Zuschauer ganz klein machte, wuchs mein Waschlappen über sich hinaus und brachte mich vor den neugierigen Blicken in Sicherheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frisch gestriegelt und gespornt freuten wir uns nach dem Abendrot nun auf das Abendbrot, in dem Brot -wie üblich- keine Rolle spielte. Wir aßen was rein passte und genossen es auch an diesem Abend, die Vegetarierportion von allem zu bekommen. (Ich hoffe, dass niemand dem Hüttenwirt je verraten wird, dass Vegetarismus kein Synonym für Magersucht ist!)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Nachbartisch hatte sich ein neues Paar ausgebreitet. Im Gegensatz zu all ihren Vorgängern hatten sie keine Spiel- sondern nur Wanderkarten dabei. Und der Mann machte keine Anstalten, der Frau diese zu erklären, geschweige denn überhaupt mit ihr zu sprechen. Stattdessen rannte er in der Gegend rum und machte Fotos während seine Frau alleine aß. Hin und wieder kam er vorbei, nahm einen Happen und flüsterte irgendwas mit ihr, um dann kurzerhand wieder zu verschwinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/07/Souffle.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2582" title="Souffle" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/07/Souffle.jpg" alt="Souffle" width="630" height="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum krönenden Abschluss des üppigen Mahles gab es das allerbeste Dessert, das diese Welt wohl zu bieten hat: Ein Soufflé aus Himbeeren und irgendwas, das eben ein Soufflé daraus machte. Möglicherweise versteckte sich in diesem Traum aus süß und sauer zwar die ein oder andere Kalorie, aber da wir kurz vorher erfahren hatten, dass wir alle so um die 2.800 kcal (+/-1.500 kcal) durch unsere Wanderung verbraten hatten, hatte unser schlechtes Gewissen für diesen Abend Sendepause. Kein Wunder also, dass anschließend noch der ein oder andere Nussler ein Asyl bei uns fand &amp;#8211; denn so ein Soufflé verdaut sich leider nicht von selbst. Diese Hüttenmenschen wissen wirklich, wie sie auch den letzten Funken Vernunft durch Speis und Trank wegkredenzen können!&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolms Sommerfrische, Teil V: Ein Kaiserschmarrn für sechs]]></title>
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		<published>2011-06-20T08:15:46Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Kaiserschmarrn" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Plose Hütte" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Rossalm" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schnee" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Südtirol" />		<summary type="html"><![CDATA[29.05.2011, Schatzerhütte &#8211; Plose Hütte &#8211; Rossalm &#8211; Schatzerhütte Ausgeschlafen brachen wir erneut über den üppig gedeckten Frühstückstisch herein, gierig, als würde es kein Morgen geben. Nachdem dutzende eigener und zusammengeklauter Brotscheiben sicher den anwesenden Mägen verstaut worden waren, konnte es mit der zweiten Wanderung losgehen. Die Voraussetzungen hätten besser nicht sein können: Der Schnee [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/06/20/mellcolms-sommerfrische-teil-iv-ein-kaiserschmarren-fuer-sechs/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;29.05.2011, Schatzerhütte &amp;#8211; Plose Hütte &amp;#8211; Rossalm &amp;#8211; Schatzerhütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;A&lt;/span&gt;usgeschlafen brachen wir erneut über den üppig gedeckten Frühstückstisch herein, gierig, als würde es kein Morgen geben. Nachdem dutzende eigener und zusammengeklauter Brotscheiben sicher den anwesenden Mägen verstaut worden waren, konnte es mit der zweiten Wanderung losgehen. Die Voraussetzungen hätten besser nicht sein können: Der Schnee schien so gut wie Geschichte zu sein und diesmal hatten wir sogar die Wanderkarte eingepackt, die uns dann auch bereits an der ersten Weggabelung vor einem ausgewachsenen Irrtum bewahrte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Seilbahn.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Seilbahn.jpg" alt="Seilbahn" title="Seilbahn" width="630" height="420" class="alignnone size-full wp-image-2573" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span id="more-2570"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst lobten wir dann auch alle den schmalen Wanderweg ob seines großen Idyllismus und seiner natürlichen Pracht. Meter für Meter wurde der Weg jedoch schmaler und schneeiger und es taten sich um ihn herum Abgründe auf. Ich gab mich unerschrocken obwohl mein besorgter Weg- und Lebensgefährte nicht müde wurde zu betonen, dass der Weg ja nur deshalb so gefährlich sei, weil hier gerade noch so viel Schnee läge, so dass ich -wenn es jetzt wirklich blöd käme &amp;#8211; nicht etwa wegen des Weges an sich sondern nur wegen des auf dem Weg befindlichen Schnees abstürzen und zu Tode kommen würde. Mich beruhigte das. Irgendwie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wider Erwarten überlebte unser Wandertrüppchen den Teufelsweg. Nach einer Lomi-Lomi-Nervenmassage für zwei der drei wandernden Damen enterten wir ungefährliches Terrain. Es machten sich Heiterkeit und Tiefenentspannung breit, die bis zum Erreichen des Tageshöhepunktes (&lt;a title="Plose Hütte" href="http://www.plosehuette.com/" target="_blank"&gt;Plose Hütte&lt;/a&gt;, 2447 m) anhielt. Dass sich die Hütte gemeinsam mit zahlreichen Schneekanonen bei unserer Ankunft noch im Winterschlaf befand trübte die Stimmung nicht. Die Sonne und eine grüne Rutschbahn trösteten uns schnell und mindestens eine halbe Stunde lang über die ausbleibende Bewirtung hinweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Schneekanonen.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Schneekanonen.jpg" alt="Schneekanonen" title="Schneekanonen" width="630" height="420" class="alignnone size-full wp-image-2574" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach war Abstieg angesagt. Und zwar genau so lange, bis wir endlich eine Hütte fanden, die mehr als nur Sonne und Rutschbahn zu bieten hatte. Weil wir alle von unserem Frühstück so satt waren und nichts essen wollten, bestellten die einen Speckknödelsuppe, die anderen Apfelstrudel und wir alle gemeinsam einen Kaiserschmarrn mit sechs Gabeln. Und während wir also im Prinzip Hunger litten überlegten wir gemeinsam wie eigentlich das *letzte* der NASA noch verbliebene Spaceshuttle noch mal hieß. Es war irgendwas mit &amp;#8220;c&amp;#8221;, das war klar. Aber bis  wir auf Discovery (und Atlantis und Endeavor) kamen, hatten wir uns bereits lange dem Abstieg und die Sonne sich ihrem Untergang gewidmet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fotos: Philippe Wyssen&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolms Sommerfrische, Teil IV: Brot und Spiele]]></title>
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		<updated>2011-08-18T19:15:13Z</updated>
		<published>2011-06-19T21:19:17Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mau Mau" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schlutzkrapfen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Vegetarier" />		<summary type="html"><![CDATA[28. Mai 2011, am Abend auf der Hütte Abendbrotexkurs: Obwohl man aus sentimentalen Gründen geneigt ist zu glauben, dass jedes vom Hüttenwirt servierte Tier zu Tode gestreichelt wurde, lebt es sich auch als Vegetarier auf Südtiroler Berghütten ausgezeichnet. Die Ratlosigkeit, die einem bisweilen entgegengebracht wird, wenn man freiwillig (!) auf Fisch und Fleisch verzichtet kann [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/06/19/mellcolms-sommerfrische-teil-iv-brot-und-spiele/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;28. Mai 2011, am Abend auf der Hütte &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;A&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;bendbrotexkurs&lt;/strong&gt;: Obwohl man aus sentimentalen Gründen geneigt ist zu glauben, dass jedes vom Hüttenwirt servierte Tier zu Tode gestreichelt wurde, lebt es sich auch als Vegetarier auf Südtiroler Berghütten ausgezeichnet. Die Ratlosigkeit, die einem bisweilen entgegengebracht wird, wenn man freiwillig (!) auf Fisch und Fleisch verzichtet kann nämlich im besten Fall dazu führen, dass die Küche &amp;#8211; aus Angst man könne an Ort und Stelle verhungern -regelmäßig über sich hinaus wächst. Für uns zeigte sich das in größeren Portionen und zusätzlichen deftigen Schmankerln in Form von Kasnocken oder Schlutzkrapfen &amp;#8211; kurz allem, was bei jeder ordentlichen Diät auf dem Index steht. Es verwundert daher nicht, dass wir die beim Wandern verbratenen und akribisch gezählten Kalorien mit den vegetarischen Schlemmerplatten gleich doppelt und dreifach wieder reinholten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Schlutzkrapfen.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2572" title="Schlutzkrapfen" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Schlutzkrapfen.jpg" alt="Schlutzkrapfen" width="630" height="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kartenspielexkurs&lt;/strong&gt;: Drei Tische weiter erklärte ein neuer Herr einer neuen Dame eben so geduldig wie sein Vorerklärer über Stunden hinweg irgendein Kartenspiel. Auch sie lächelte freundlich dazu, verstand das Spiel aber offensichtlich bis zuletzt nicht. Warum die Beiden nicht einfach Mau Mau spielten ist mir bis heute unklar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Foto: Philippe Wyssen&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Es geht einfach nicht]]></title>
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		<updated>2011-07-03T20:33:57Z</updated>
		<published>2011-06-16T21:25:21Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Frau trifft Fußball" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Frauen WM" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Knollenblätterpilz" />		<summary type="html"><![CDATA[Ich habe nichts gegen Frauen. Wirklich nicht. Im Herzen bin ich ja selbst eine Frau, irgendwie. Es ist gut, dass es Frauen gibt. Es ist auch gut, dass es Bachsaiblinge gibt. Aber wenn man keinen Fisch isst, dann sind einem die Bachsaiblinge letzten Endes egal. Sollen sich doch andere mit denen auseinandersetzen. Bei den Frauen [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/06/16/es-geht-einfach-nicht/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;I&lt;/span&gt;ch habe nichts gegen Frauen. Wirklich nicht. Im Herzen bin ich ja selbst eine Frau, irgendwie. Es ist gut, dass es Frauen gibt. Es ist auch gut, dass es Bachsaiblinge gibt. Aber wenn man keinen Fisch isst, dann sind einem die Bachsaiblinge letzten Endes egal. Sollen sich doch andere mit denen auseinandersetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/knollenblätterpilz.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2566" title="knollenblätterpilz" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/knollenblätterpilz.jpg" alt="knollenblätterpilz" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id="more-2565"&gt;&lt;/span&gt;Bei den Frauen verhält sich das leider anders. Insbesondere, wenn man selbst eine von denen ist. Aber selbst wenn einem Frauen aus naheliegenden Gründen nicht egal sind &amp;#8211; ja nicht sein können &amp;#8211; und man den Frauen dieser Welt aus ebenjenen Gründen dem Grundsatz nach stets nur das Allerbeste wünschte (was für die Bachsaiblinge übrigens ebenso gilt), ja selbst dann gibt es Grenzen des Verständnisses gegenüber der eigenen Art. Und Frauenfußball geht einfach nicht. Nicht jetzt. Nicht bei der Frauenfußball WM. Und auch nicht, wenn ich wegen dieser Aversion schlechtes Karma bekomme und als Knollenblätterpilzin wieder geboren werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Foto: &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/46774986@N02/4963863546/" target="_blank"&gt;ekenitr&lt;/a&gt;/Flickr&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=t6Y-o7Cr6SY:XV-5vMAfARo:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=t6Y-o7Cr6SY:XV-5vMAfARo:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=t6Y-o7Cr6SY:XV-5vMAfARo:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=t6Y-o7Cr6SY:XV-5vMAfARo:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=t6Y-o7Cr6SY:XV-5vMAfARo:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=t6Y-o7Cr6SY:XV-5vMAfARo:qj6IDK7rITs"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=qj6IDK7rITs" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolms Sommerfrische, Teil III: Schneeflöckchen, Weißröckchen]]></title>
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		<updated>2011-06-20T08:21:52Z</updated>
		<published>2011-06-12T18:19:40Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Apfelstrudel" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="GPS" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schneematsch" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Südtirol" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[28. Mai 2011, Schatzerhütte &#8211; Palmschoss &#8211; Halslhütte &#8211; Schatzerhütte 30 cm Neuschnee, so einfach über Nacht und weit und breit keine Sonne, die diesem peinlichen Wetter-Fauxpas ein würdiges Ende hätte bereiten können. Zugegeben: Nur rund vier Monate zuvor wäre uns am selben Ort vor Freude über den Schnee das Herz übergegangen, aber im Sommerurlaub [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/06/12/mellcolms-sommerfrische-teil-iii-schneefloeckchen-weissroeckchen/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;28. Mai 2011, Schatzerhütte &amp;#8211; Palmschoss &amp;#8211; Halslhütte &amp;#8211; Schatzerhütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;30&lt;/span&gt; cm Neuschnee, so einfach über Nacht und weit und breit keine Sonne, die diesem peinlichen Wetter-Fauxpas ein würdiges Ende hätte bereiten können. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/schatzerhütte1.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/schatzerhütte1.jpg" alt="Schnee im Mai" title="Schnee im Mai" width="630" height="407" class="alignnone size-full wp-image-2561" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Zugegeben: Nur rund vier Monate zuvor wäre uns am selben Ort vor Freude über den Schnee das Herz übergegangen, aber im Sommerurlaub Ende Mai braucht so etwas kein Mensch. Und das schon gar nicht, wenn man in freudiger Erwartung des Südtiroler Hochsommers nur leichte Leibchen und dergleichen im Gepäck hat.&lt;span id="more-2560"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dem Schnee war die Bredouille in der wir uns nun seinetwegen befanden natürlich völlig gleichgültig. Er lungerte weiter selbstzufrieden auf Tischen und Bänken, Wiesen und Bergspitzen, kurz &amp;#8211; einfach überall &amp;#8211; herum und lachte sich dabei ins kalte Fäustchen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während der Schnee sich seines Daseins erfreute, schlüpften mein Hüttenmitbewohner und ich nach überwundener Schockstarre in T-Shirt und Flip Flops, um beim gemeinsamen Frühstück mit den anderen Wandersleuten einen Plan zu schmieden. Das bisschen Schnee konnte uns doch nicht den Spaß verderben! Der üppig und liebevoll gedeckte Tisch tat ein Übriges, um uns schnell zu besänftigen. Nach dem Genuss der selbst gemachten Orangenmarmelade schnurrten wir schon wieder wie kleine braun-weiße Kätzchen, wenn man ihnen den Wanst krault.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/schatzerhütte2.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/schatzerhütte2.jpg" alt="Berge und Schnee" title="Berge und Schnee" width="630" height="426" class="alignnone size-full wp-image-2562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wir packten also die Wanderkarte aus und beschlossen im Kollektiv zum Anwärmen und ob der widrigen Wetterverhältnisse am ersten Tag mit einer leichten Auf- und Abwanderung rund um die Hütte zu beginnen. Der heitere Hüttenwirt Franz versprach uns nach einem prüfenden Blick gen Horizont einen Fön, der binnen kürzester Zeit den Schnee zum Erschmelzen bringen würde. Die Aussichten auf den Tag hätten also besser nicht sein können. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schutz vor der Kälte in unser gesamtes Reisegepäck eingehüllt marschierten wir also munter los. Nur die Wanderkarte, auf der wir in mühevoller Kleinarbeit die Route zusammengestückelt hatten, war unserer Vermummungsaktion entkommen und blieb alleine in der Hütte zurück. Da wir jedoch Männer dabei hatten und diese bekanntlich dank ihres eingebauten GPS allesamt Großmeister der Orientierung sind, machten wir uns wegen der vergessenen Wanderkarte keine größeren Sorgen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den größten Teil der Strecke funktionierte das eingebaute GPS der Herren tatsächlich vorzüglich. Zwar blieb der versprochene Fön aus und wir mussten über weite Strecken durch Schnee und Schneematsch stapfen, aber dennoch erreichten wir nach angemessener Zeit und ohne größere Blessuren das heiß ersehnte Etappenziel unserer Wanderung: Die Beiz in Form der Halslhütte. Hier widerstanden wir unter heftigen seelischen Schmerzen dem inneren Trieb, von dem öffentlich zur Schau gestellten, selbst gemachten Apfelstrudel zu &amp;#8220;schnausen&amp;#8221; (schweizerdeutsch für: &amp;#8220;hemmungslos und ohne schlechtes Gewissen möglichst ungesunde Nahrungsmittel in sich hinein stopfen&amp;#8221;). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der kurzen Pause in der wir das innere GPS der Herren noch mal schnell gegen eine ordinäre Wanderkarte abglichen, ging es dann gut erholt weiter. Da wir gerade so gut in Fahrt waren hatten wir uns entschieden, statt des direkten Weges einen Umweg zurück zur Schatzerhütte zu wählen. Dieser Umweg führte uns durch knietiefen Matsch und jungfräulichen Schnee geradewegs zu einem reißenden Strom, den es zu überqueren  galt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar war schon längst kein Wanderweg mehr zu sehen, aber der gut orientierte Anführer bestand drauf, dass das so schon richtig sei. Also überquerten wir den reißenden Strom mit Anlauf, nassen Füßen und einem Floß, um dann festzustellen, dass der verschwundene Wanderweg auch jenseits de Flusses nicht wieder auftauchte. Stattdessen gab es nur eingeschneite und unberührte Wiesen, auf denen unter der dichten Schneedecke irritierte Butterblumen genau wie wir auf den Fön warteten, der einfach nicht pusten wollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da es nun vorwärts gar nicht weiter zu gehen schien, entschieden wir uns für Rückzug, was ein erneutes Überqueren des reißenden Stromes &amp;#8211; diesmal aber aus der anderen Richtung und mit Dampfschiff, erneut nassen Füßen und Liane. Was gibt es Schöneres als ein erfrischendes Fußbad in den Bergen, wenn rundherum Schneematsch liegt und es nieselt? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir die Fortsetzung des Wanderwegs partout nicht finden wollten entschlossen wir uns denselben Weg zurück zu gehen, den wir gekommen waren. Ich hatte &amp;#8211; weil der Teufel ein Eichhörnchen ist und man ja bekanntlich nie weiß &amp;#8211; vorsichtshalber auf dem Hinweg Brotkrumen gestreut, so dass der Rückweg zur Weggabelung abgesehen von den Matschlöchern kein größeres Problem darstellte. Über die vorher verschmähte Abkürzung gelangten wir schließlich nach gut 16 km und 5 Stunden Gewandere wieder zur Hütte, wo wir die überstandene Wanderung bei einem Apéro zelebrierten.&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolms Sommerfrische, Teil II: Von Böcken und Kartoffeln]]></title>
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		<updated>2011-06-19T22:04:58Z</updated>
		<published>2011-06-06T22:02:48Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Hütte" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Jass" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schafkopf" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Schnee" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Südtirol" />		<summary type="html"><![CDATA[27. Mai 2011, am Abend auf der Hütte Es geht ja nichts über das Gefühl des Ankommens. Und so waren auch wir mehr als zufrieden mit uns, als wir die weite Anreise aus der Schweiz und aus etwaigen, nicht wesentlichen Nachbarstaaten der Schweiz schadlos und weitestgehend (i.e. zu 83,3%) trockenen Fußes überstanden hatten. Oben (2004 [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/06/06/mellcolms-sommerfrische-teil-ii-von-boecken-und-kartoffeln/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;27. Mai 2011, am Abend auf der Hütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;E&lt;/span&gt;s geht ja nichts über das Gefühl des Ankommens. Und so waren auch wir mehr als zufrieden mit uns, als wir die weite Anreise aus der Schweiz und aus etwaigen, nicht wesentlichen Nachbarstaaten der Schweiz schadlos und weitestgehend (i.e. zu 83,3%) trockenen Fußes überstanden hatten. Oben (2004 m) angekommen wurden wir vom freundlichen Hüttenwirt und dessen nicht minder freundlicher Hüttenmannschaft bereits erwartet und binnen Sekunden in zwei Luxuschalets verfrachtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Hunger.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2556" title="Hunger" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Hunger.jpg" alt="Hunger" width="630" height="470" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span id="more-2553"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer unterhaltsamen Runde Hüttchen-wechsle-Dich wurden dann zunächst die acht zur Verfügung stehenden Betten auf die sechs bereits mit identischer Hütten-Bettwäsche ausgestatteten angehenden Schläfer verteilt. Ein jeder markierte sein frisch erobertes Bett dann auch sogleich mit einem als Fahnenersatz genutzten karierten Kissenbezug. Nun macht das Erobern freilich hungrig und durstig und so fand sich die versammelte Mannschaft bereits kurz nach der kollektiven Bettbeziehung im gemütlichen Schankraum der Hütte wieder, wo erst mal &amp;#8211; bis zum Einsetzen des großen Schlemmens &amp;#8211; bei einem Apéro die Anstrengungen des Tages weggeglüht wurden. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend so ein Tag in der Retrospektive sein kann..&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Essen &amp;#8211; drei liebreizende Gänge &amp;#8211; hatte sowohl für den karnivoren als auch für den herbivoren Wanderer so einiges zu bieten. Besonders die leichten Kasnocken erfreuten sich großer Beliebtheit &amp;#8211; auch dann noch, als man sich aller möglichen selbstgebrannten Köstlichkeiten bedienen musste, um den Magen nach ihrem Genuss wieder friedlich zu stimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Jassen.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2557" title="Jassen" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/Jassen.jpg" alt="Jassen" width="630" height="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Essen packte den Schweizer Teil der kleinen Reisegesellschaft der Spieltrieb und man entschloss sich, an Ort und Stelle, dem zweitwichtigsten Schweizer Nationalsport zu frönen, dem Jassen. Diejenigen, denen die Beherrschung dieses Kartenspiels nicht mit der Muttermilch verabreicht worden war wurden selbstredend in einem Crashkurs zu Eingeweihten gemacht. Und so wurde binnen kürzester Zeit geschoben und geputzt und gebockt und gelegentlich gab es Kartoffeln. Und das mal von oben runter, mal von unten rauf. (Wer sich nach diesem Schnellkurs intensiver mit dem Jassen auseinandersetzen setzen will, kann das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jass"&gt;an anderer Stelle&lt;/a&gt; tun.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch das Pärchen am Nachbartisch angesichts unseres munteren Treibens die Spielkarten zückte. Hier sollte es wohl ums Schafkopfen gehen, aber so genau ließ sich das nicht ermitteln. Denn obwohl der nette Herr und die freundliche Dame eifrig mit den Karten rumfuchtelten, wollte einfach kein Spiel zustande kommen. Auch nachdem wir bereits gute zehn Runden gejasst, eine Stunde gelesen, diverse Liköre probiert und drei Paar Socken gestrickt hatten, hatte der Herr der Dame das komplexe Spiel immer noch nicht zu Ende erklärt. Er redete und redete, sie nickte und paraphrasierte, er schüttelte den Kopf und redete weiter &amp;#8211; und das alles mit einer Geduld, die uns fast demütig machte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während an unserem Tisch also eifrig Kartenspiele gespielt und am Nachbartisch Kartenspiele erklärt wurden, heckte das Wetter draussen vor der Hütte etwas Hundsgemeines aus. Es entschloss sich &amp;#8211; vielleicht aus Langeweile, vielleicht aus reiner Boshaftigkeit &amp;#8211; mit Schnee um die Ecke zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ob der Schnee liegen blieb, ob die Beiden am Nebentisch noch angefangen haben zu spielen und was sonst noch so passiert ist, gibt es in Kürze hier zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolms Sommerfrische, Teil I: Die Anreise ins Vergessen]]></title>
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		<updated>2011-06-06T22:09:02Z</updated>
		<published>2011-06-04T18:50:56Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Brixen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Plose" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Südtirol" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="vergessen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[27. Mai 2011: München &#8211; Brixen &#8211; Plose Wenn man mit dem Zug verreisen will, dann ist es über die Maßen geschickt, die für den Kauf der Tickets benutzte BahnCard mitzunehmen. Will man außerdem auf dieser Reise mehrere Tage oberhalb von 2000 m wandernd verbringen, dann kann es zudem nützlich sein, einen Pullover, eine Jacke [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/06/04/mellcolms-sommerfrische-teil-i-die-anreise-ins-vergessen/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;27. Mai 2011: München &amp;#8211; Brixen &amp;#8211; Plose&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;W&lt;/span&gt;enn man mit dem Zug verreisen will, dann ist es über die Maßen geschickt, die für den Kauf der Tickets benutzte BahnCard mitzunehmen. Will man außerdem auf dieser Reise mehrere Tage oberhalb von 2000 m wandernd verbringen, dann kann es zudem nützlich sein, einen Pullover, eine Jacke oder irgendwas anderes mit langen Ärmeln im Gepäck zu haben. Gedenkt man schließlich, in einer einfachen Berghütte* zu nächtigen, kann ein Handtuch das Wandergepäck durchaus sinnvoll ergänzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hat man das alles wider besseren Wissens nicht beachtet, ist man selbst schuld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/plosewasser.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2548" title="Plosewasser" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/plosewasser.jpg" alt="Plosewasser" width="630" height="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span id="more-2547"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beladen mit dieser Schuld (statt mit nützlicherem Reisegepäck) fuhren der vergessliche Wandersmann und das nicht minder vergessliche Wandersfräulein also an einem dieser Tage ins schöne Südtirol, genauer &amp;#8211; in die Region Plose. Nach der Ankunft im verschlafenen Örtchen Brixen führte uns die Reise mit einem Schlenker über einen nahegelegenen Haushaltswarenladen (der leider nur das Handtuchproblem zu lösen vermochte) per Bus so weit wie es der Busfahrer ermöglichen wollte in die Berge. (Halb) oben angekommen, kehrten wir in einem heimeligen kneipenähnlichen Dingsbums ein, um dort bei reichlich Milchkaffee und Mineralwasser die Ankunft des helvetischen Familienfortsatzes freudig zu erwarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/angerichtet.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2550" title="Milchkaffeesession" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/06/angerichtet.jpg" alt="Milchkaffeesession" width="630" height="471" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einigen Diskussionen mit dem GPS &amp;#8211; ihm war zwischenzeitlich entfallen, warum es überhaupt mitgedurft hatte &amp;#8211; kamen die heiß ersehnte westhelvetische Wandercombo dann auch gegen Mittag beim kneipenähnlichen Dingsbums an. Kurz vor dem Regen, der offensichtlich vergessen hatte, dass er an diesen Tag alles andere als angesagt war. Da es unmöglich schien, die nunmehr sechs Wandersleut‘ samt Rucksäcken und Wanderstiefeln &amp;#8211; auch ohne BahnCard und Jacke &amp;#8211; in einem Auto zu verstauen, fassten wir den ausgeklügelten Plan, den freundlichen Limousinenchauffeur zunächst mit der einen Hälfte der Wandertruppe bis ans Ende der befahrbaren Strecke zu schicken, um dann im Anschluss die zweite Hälfte der Wandertruppe demselben Schicksal zuzuführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dumm nur, dass die Ortskundigen unter uns neben relevanten Reiseutensilien auch den Weg zum Ziel kurzfristig vergessen hatten, so dass die erste Fuhre für die „knapp 2 km“ bis zum Parkplatz rund 28 km brauchte. Glücklicherweise stellte sich der Vorhut irgendwann ein mutiger Berg in den Weg, der sie schließlich zur Rückkehr zur inzwischen wieder deutlich ortskundigeren Nachhut veranlasste. Die Vorhut wagte einen zweiten Versuch &amp;#8211; diesmal in die andere Richtung und mich deutlich größerem Erfolg. Nur wenig später hatte der eifrige Limousinenchauffeur auch die Nachhut wieder eingesammelt und in der eigens für uns aufgestellten öffentlichen Umkleidekabine abgeliefert, die &amp;#8211; so schien es &amp;#8211; in den Wintermonaten wohl als Bushaltestelle zweckentfremdet wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Regen hatte sich unterdessen an sein unerwartetes Hereinbrechen gewöhnt und begonnen, an der Sache Gefallen zu finden. Da wir die restlichen 2,3 km zum letztlichen Ziel unserer Reise zu Fuß absolvieren mussten, hüllten wir uns &amp;#8211; bar jeder Ästhetik &amp;#8211; in alles, was uns vor Regen und Kälte schützen konnte und karawanierten durch den Wald aufwärts um den Berg herum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
*Einfache Berghütte ist geschummelt, denn unter den Berghütten ist die von uns bewohnte ein Palast. Was nichts daran ändert, dass es dort keine Handtücher gibt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird noch &lt;a href="http://www.mellcolm.de/2011/06/06/mellcolms-sommerfrische-teil-ii-von-boecken-und-kartoffeln/"&gt;mehr&lt;/a&gt; passieren&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=qFPkel3JurM:55My_mLSEZk:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=qFPkel3JurM:55My_mLSEZk:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=qFPkel3JurM:55My_mLSEZk:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=qFPkel3JurM:55My_mLSEZk:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=qFPkel3JurM:55My_mLSEZk:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=qFPkel3JurM:55My_mLSEZk:qj6IDK7rITs"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=qj6IDK7rITs" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Die Geschichte vom Rascheln]]></title>
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		<updated>2011-06-16T21:36:02Z</updated>
		<published>2011-05-26T15:54:28Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Ameisen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Rascheln" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Risserkogel" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Sonnenstich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Tegernsee" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[Tegernsee &#8211; Risserkogel &#8211; Tegernsee, 24. April 2011 Vielleicht kommt es Ihnen so vor, als würde ich nur noch Geschichten vom Wandern schreiben. Was soll ich sagen? Sie haben wohl Recht. Und so wird sich auch die Geschichte vom Rascheln letzten Endes als eine Wandergeschichte entpuppen. Ich habe meine Gründe&#8230; Wir wollten also auf den [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/05/26/die-geschichte-vom-rascheln/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt; Tegernsee &amp;#8211; Risserkogel &amp;#8211; Tegernsee, 24. April 2011 &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;V&lt;/span&gt;ielleicht kommt es Ihnen so vor, als würde ich nur noch Geschichten vom Wandern schreiben. Was soll ich sagen? Sie haben wohl Recht. Und so wird sich auch die Geschichte vom Rascheln letzten Endes als eine Wandergeschichte entpuppen. Ich habe meine Gründe&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir wollten also auf den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Risserkogel"&gt;Risserkogel&lt;/a&gt;, das ist so ein Berg am Tegernsee, der sich im Gebirgseinerlei vor allem durch seine zahlreichen Ameisenpopulationen hervortut. Die Ameisen auf dem Risserkogel sind dabei keinesfalls Standardameisen. Sie sind vielmehr besonders groß und besonders emsig, viel emsiger als herkömmliche Talameisen. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Risserkogeler Ameisen die mit Abstand emsigsten Ameisen sind, die mir überhaupt je unter (den Wanderschuh) gekommen sind. Neben ihnen fühlt sich ein jeder gleich wie ein rechter Faulpelz.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align: left;"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2539" title="Gipfelkreuz" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/05/Gipfelkreuz.jpg" alt="Gipfelkreuz" width="630" height="473" /&gt;&lt;span id="more-2537"&gt;&lt;/span&gt;Während diese emsigen Ameisen sich also ihre Ameisenseelchen aus dem Leib schufteten erklommen mein furchtloser Wandergefährte und ich ihren überdimensionalen Ameisenhügel. Es versteht sich von selbst, dass der Weg lang und steil war &amp;#8211; unter 800 Höhenmetern fangen wir nämlich gar nicht erst an zu wandern! Zwar bin ich bei Touren wie dieser aus der puren Not heraus meistens eher einsilbig gestimmt, doch konnte ich mir nicht nehmen lassen, in regelmäßigen Abständen lauthals Exkremente von kleinen Waldbewohnern zu kommentieren, da diese fast eben so zahlreich wie die bereits erwähnten Ameisen dort herumlungerten. &amp;#8220;Hasenscheiße!&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Wandergefährte missinterpretierte meine zum Ausdruck gebrachten Naturbeobachtungen als weibisches Rumgemeckere, aber so etwas Banales würde ich niemals tun! Es war echte, aufrichtige Hasenscheiße die dort überall auf den Wegen drapiert worden war und ich fand, dass diese meine vollste Aufmerksamkeit verdient hatte. Zumal Ostern war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Stunden des steilen Aufstiegs und Aufgekletteres erreichten wir dann irgendwann tatsächlich und völlig unerwartet das Gipfelkreuz. Ich bin ja sonst nicht so ein Fan von Kreuzen, aber in diesen besonderen Momenten auf Berggipfeln gelingt es auch mir ein Kreuz mit Erlösung zu assoziieren. Ich kann sitzen und es gibt was zu essen &amp;#8211; was könnte einer Erlösung näher kommen? Und dazu noch diese himmlische Ruhe, wie man sie doch wohl in der Nähe von Gipfelkreuzen von den rund 100 anderen Gipfelstürmern erwarten darf!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn da nicht diese Zumutung von Frau gewesen wäre! Stellen Sie sich das bloß vor! Mitten in das Berggipfelidyll tritt Eine, die sich wagt gute zwei Sekunden lang mit einer mitgebrachten Butterbrotstüte voller Provokanz zu RASCHELN! Ist doch beileibe kein Wunder, dass dies einen anderen Gipfelstürmer so dermaßen auf die Palme treibt, dass er nicht anders kann als sich lauthals über den ganzen Gipfel hinweg über die Ungezogenheit dieser Person, die es wagte in Seine Stille hineinzurascheln, zu echauffieren. Und es ist doch ebenso wenig ein Wunder, dass die raschelnde Dame angesichts der Schimpfe des aufgebrachten Herren erstmal ebenso lauthals feststellen muss, dass er ja nicht einmal (!) ein Bayer sei, so dass er schon mal per se kein Recht habe sich auf einem bayerischen Berg am Rascheln einer bayerischen Bergwanderin aufzureiben. Nirgends schlägt das echte Leben so unvermittelt zu wie auf Berggipfeln! Eingeschüchtert bemühte ich mich, meine mitgebrachten Trockenfrüchte besonders geräuscharm zu vertilgen und dabei möglichst bayerisch auszusehen. Höchste Zeit für den Abstieg!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir uns unsicher waren, welche Route für den Abstieg wohl die beste wäre, fragten wir eine älteren Wandersfrau mit lustigen Strümpfen, die aussah als habe sie den Risserkogel schon als kleinen Hügel gekannt, nach dem besten Weg ins Tal. Sie empfahl uns einen &amp;#8220;leichten Gehweg&amp;#8221;, der sich bei ihr fast wie Fußgängerzone anhörte. Der &amp;#8220;leichte Gehweg&amp;#8221; entpuppte sich jedoch schnell als felsiger Hasenpfad und wir fragten uns, wie viele Leute die ältere Dame mit den lustigen Strümpfen schon auf diese Art gelinkt hatte. Ein paar Mal war es uns beim Hinabklettern so als hörten wir in der Ferne ein keiferndes Lachen&amp;#8230;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abstieg ging kaum schneller von Statten als der Aufstieg und meine Füße jammerten mir die Schuhe voll. Sehr zu meinem Leidwesen hatte sich außerdem ein ausgewachsener Sonnenstich in meinem Oberstübchen niedergelassen. Das muss man mal gehabt haben, das ist ganz was Feines! Und als ich da so sonnenstichig vor mich hin über den Tag sinnierte, da dachte ich angesichts der Härten des Tages bei mir: &amp;#8220;Der Risserkogel, das ist der Mount Everest der Voralpen. Den schaffen nur die Allerhärtesten!&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bild: Flickr / &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/fischler/1210475712/sizes/l/in/photostream/"&gt;andreas_fischler&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Es ist angewandert]]></title>
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		<updated>2011-05-26T20:41:28Z</updated>
		<published>2011-04-25T14:56:49Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="April" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Seekarkreuz" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Voralpen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[Lenggries &#8211; Seekarkreuz &#8211; Lenggries, 3. April 2011 Das Schöne an diesem Frühling ist ja, dass er nicht nur lingt was das Zeug hält sondern das Ganze auch noch verhältnismäßig früh tut. Für den deutschen Frühling ein eher untypisches Verhalten. Speziell der April scheint sich in den Kopf gesetzt zu haben, diejenigen, die sich bisher [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2011/04/25/es-ist-angewandert/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Lenggries &amp;#8211; Seekarkreuz &amp;#8211; Lenggries, 3. April 2011&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;D&lt;/span&gt;as Schöne an diesem Frühling ist ja, dass er nicht nur lingt was das Zeug hält sondern das Ganze  auch noch verhältnismäßig früh tut. Für den deutschen Frühling ein eher untypisches Verhalten. Speziell der April scheint sich in den Kopf gesetzt zu haben, diejenigen, die sich bisher schon beim bloßen Gedanken an ihn kopfschüttelnd abwendeten, ein für allemal Lügen zu strafen. Nicht nur ist er, der April nämlich besser als sein Ruf, nein, er ist sogar besser als so mancher Mai es je gewesen ist. Und der Mai ist was seinen Ruf betrifft eindeutig der Aristokrat unter den Monaten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/04/seekarkreuz.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2536" title="Mellcolm auf dem Gipfel" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2011/04/seekarkreuz.jpg" alt="Mellcolm auf dem Gipfel" width="630" height="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span id="more-2534"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo nun also der April einen auf Frühsommer macht, die Blümchen und Blättchen vergnügt vor sich hin sprießen, die Bienchen frivole Lieder summen und die Vögel dazu aufgeregt zwitschern, da hält es keinen rechten Wandersmann mehr in der guten Stube.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und so ist es kein Zufall, dass schon für das erste Aprilwochenende das große „Anwandern“ angesetzt wurde: Von Lenggries aus sollte das Seekarkreuz eingenommen werden. Die noch winterschläfrigen Extremitäten freuten sich indes, dass die erste Wanderung noch im „Schongang“ verlaufen sollte, da nur schlappe 900 Höhenmeter statt der inzwischen bereits üblichen 1000+ Höhenmeter zu erklimmen waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Freude war bei den anwesenden weiblichen Extremitäten jedoch von kurzer Dauer, denn der Aufstieg entpuppte sich wirklich als solcher. Kein steiles Bergaufgehen, das man zur Not noch hätte im Halbschlaf vollziehen können, sondern ein von Wurzeln und sonstigen Stufen erzwungenes Beineheben erste Kajüte war angesagt, ähnlich dem Besteigen des Kölner Doms &amp;#8211; nur länger und ganz ohne Glockengeläut. Und zwischendurch immer diese bejeansten und besneakerten jungen Leute, die an einem vorbei zogen als sei das alles nichts! Natürlich ging es denen nicht um das Wandern als solches, sie wollten nur schnell zur Hütte um endlich eine Brotzeit einzulegen, in der Brot nur in den seltensten Fällen eine Rolle spielte. Wir aber, wir nahmen das Wandern ernst und straften die weißbiergetriebene Leichtfüßigkeit der anderen daher mit explizitem Naserümpfen und nur vorgeblich freundlichem Gegrüße.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie angenommen waren wir die Spaßwanderer bereits an der ersten &lt;a href="http://www.lenggrieser-huette.de/pages/lenggrieser_huette.html"&gt;Hütte&lt;/a&gt; los und konnten uns nun deutlich ungestörter dem Gipfelsturm hingeben. Glücklicherweise machte uns der letzte Teil des Weges zum Gipfel die Freude, einfach nur so steil zu sein und nicht mit Wurzeln und Stufen aufzuwarten. Zwar gab es ein wenig Schnee, der uns gelegentlich zum Rumrutschen nötigte, aber unterm Strich waren die letzten 260 Höhenmeter gemessen an dem was bereits hinter uns lag ein echter Kindergeburtstag. Oben angekommen packten die anderen Wandersleut&amp;#8217; ihre Brote und Würste, ihr Braten und Knödel, ihre Torten und kalten Buffets aus. Bei uns gab es Trockenobst, ganz ohne Schnörkel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein freundlicher Wandersmann erklärte uns &amp;#8211; ungefragt &amp;#8211; die geologische Entstehungsgeschichte sämtlicher im Blickfeld befindlichen Erhebungen sowie sämtliche ihm sonst wie relevant erscheinenden Daten rund um den Felsen, also Datum und Wetter der Erstbesteigung, Dirndlfarbe der Hüttenwirtinnen sowie die Konsistenz der Kuhfladen in verschiedenen Höhenlagen. Es dämmerte schon langsam und außer uns und dem Bescheidwisser hatte nur noch das Gipfelkreuz an Ort und Stelle verharrt. Schließlich gelang uns während eines tiefen Atemzuges des Herren die Flucht vom Gipfel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Begleiter musste seine geschundenen Rezeptoren nun erstmal in der nächsten Hütte mit einer deftigen Kartoffelsuppe besänftigen. Ich selbst spülte mich einmal mit Apfelschorle durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abgang verlief weitestgehend unaufdringlich. Auf talwärts gerichtetem Gelände spazierten wir bester Stimmung der Nacht entgegen. Erschöpft aber glücklich unten angelangt, wartete zwar nicht der BOB, aber zwei gemütliche Klappstühle und eine unfassbar gestresste Kellnerin im bestbesuchten Biergarten des Ortes auf uns. Wir liessen den lieben Gott eine gute Fiktion sein und labten uns dort zu gleichen Teilen und Mineralwasser und stolzer Erschöpfung zu gleichen Teilen.&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[So long, 2010]]></title>
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		<updated>2011-05-26T16:39:39Z</updated>
		<published>2010-12-31T15:30:39Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das Leben und ich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="2010" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Abschied" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Silvester" />		<summary type="html"><![CDATA[Das war‘s nun also. Wir haben Dich hinter uns gebracht und werden Dich noch heute Nacht in die ewigen Jagdgründe schicken. Es ist aus und vorbei mit uns. Eines muss man Dir jedoch lassen: Du hast Deinen Job gar nicht so schlecht gemacht, besser sogar als viele Deiner Vorgänger. Klar hast auch Du für Höhen [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/12/31/so-long-2010/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/12/Abschied1.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2533" title="Abschied" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/12/Abschied1.jpg" alt="Abschied" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;D&lt;/span&gt;as war‘s nun also. Wir haben Dich hinter uns gebracht und werden Dich noch heute Nacht in die ewigen Jagdgründe schicken. Es ist aus und vorbei mit uns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eines muss man Dir jedoch lassen: Du hast Deinen Job gar nicht so schlecht gemacht, besser sogar als viele Deiner Vorgänger. Klar hast auch Du für Höhen und Tiefen gesorgt, aber &amp;#8211; sind wir mal ehrlich &amp;#8211; Du hättest durchaus schlimmer kommen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter, naja, lass uns nicht mehr darüber reden. Man sollte ein Jahr auch nicht einfach nach seinem Wetter beurteilen. Es gehört ja viel mehr dazu. Und in der wichtigsten Phase des Jahres &amp;#8211; dem WM Sommer &amp;#8211; da hast Du wettertechnisch gestanden wie eine Eins!&lt;span id="more-2530"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die WM war ohnehin eine Deiner größten Glanzleistungen und beinahe hättest Du Dir sogar in den deutschen Fußballerherzen einen Platz für die Ewigkeit gesichert. Am Ende hat Dich wohl Deine Bescheidenheit daran gehindert. Und die Spanier, die Dich viel lieber ganz für sich haben wollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich vergesse ich nicht, dass auch Du Dich manchmal ganz und gar nicht von Deiner Schokoladenseite gezeigt hast. Erdbeben, Überschwemmungen, Seuchen &amp;#8211; all das hätte nicht sein müssen, denn es hat Menschen getroffen, die auch ohne solche Katastrophen täglich ums Überleben kämpfen. Gestorben sind sowieso wieder viel zu viele. Die, die in Duisburg eigentlich nur ein bisschen feiern wollten, &lt;a href="http://www.mellcolm.de/2010/04/12/der-kleine-luis-und-seine-grose-reise/"&gt;der kleine Luis&lt;/a&gt;, der Christoph und die Loki &amp;#8211; sie alle fehlen. Und die Sache mit dem Öl? Nee Du, das musste wirklich nicht sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich will jetzt nicht mir Vorwürfen kommen, Du konntest schließlich nicht überall gleichzeitig nur Gutes tun. Du hast mir beim beruflichen Neustart geholfen, die chilenischen Bergleute gerettet, der Lena und „uns“  den Grand-Prix-Sieg zu Füßen gelegt und dem Sebastian den WM-Sieg geschenkt. Und sicher vieles mehr. Das alles war dufte von Dir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach 2010, es war wirklich ganz nett mit Dir. Aber nun ist es auch für Dich an der Zeit, Deinen Hut zu nehmen und für ein neues Jahr Platz zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So long, 2010.&lt;br /&gt;
♥&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Von Filterkaffee und Schlagsahne]]></title>
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		<updated>2011-05-26T16:34:51Z</updated>
		<published>2010-11-21T13:56:34Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das Leben und ich" />		<summary type="html"><![CDATA[Für meine pubertäre Sozialisierung waren die Cafés meines Heimatortes im Rückblick wichtiger als der Besuch des ortsansässigen neusprachlichen Gymnasiums. Auf den kuscheligen Polsterbänken oder mit Kunstleder bezogenen Eisdielenstühlen dieser spießbürgerlichen Idylle verbrachte mein Hintern große Teile seiner Jugend, während meine jugendlichen Finger derweil an hübschen Mitteldeckchen und liebevoll dahin dekoriertem Blumenschmuck zubbelten. Oft war das [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/11/21/von-filterkaffee-und-schlagsahne/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/11/21/von-filterkaffee-und-schlagsahne/" title="Permanent link to Von Filterkaffee und Schlagsahne"&gt;&lt;img class="post_image alignnone" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/11/Kaffeepause.jpg" width="630" height="472" alt="Post image for Von Filterkaffee und Schlagsahne" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;F&lt;/span&gt;ür meine pubertäre Sozialisierung waren die Cafés meines Heimatortes im Rückblick wichtiger als der Besuch des ortsansässigen neusprachlichen Gymnasiums. Auf den kuscheligen Polsterbänken oder mit Kunstleder bezogenen Eisdielenstühlen dieser spießbürgerlichen Idylle verbrachte mein Hintern große Teile seiner Jugend, während meine jugendlichen Finger derweil an hübschen Mitteldeckchen und liebevoll dahin dekoriertem Blumenschmuck zubbelten.&lt;span id="more-2526"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oft war das Café der einzige Ausweg. Und so führte jede Freistunde unweigerlich dazu, dass größere oder kleinere Jungmenschentrauben sich auf die etwa fünf zur Auswahl stehenden Cafés des Dorfes verteilten. Dabei waren die Regeln einfach: Offizielle Freistunden wurden an einem sonnigen Fensterplatz des Kaffeehauses im Dorfzentrum verbracht &amp;#8211; wichtig war auch hier das Sehen und Gesehenwerden. Inoffizielle, selbstauferlegte Freistunden führten uns hingegen in die verwinkelten und dunklen Untiefen der gemeinhin etwas weniger populären Cafés, die sonst nur von alten Damen mit dunkelblauen oder braunen Hüten vor oder nach Kirchgängen und Beerdigungen aufgesucht wurden. Bei solchen Kaffeehausbesuchen ging es vor allem darum, herumstreunenden Eltern oder spionierenden Lehrkräften gekonnt zu entwischen, um sich nachher ob dieser reifen Leistung ins Fäustchen zu lachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da saßen wir nun also in unseren Cafés und kamen uns schon mit 13 so wundervoll erwachsen vor. Damals fing das Erwachsensein noch mit dem Kaffeetrinken an und war vollzogen, wenn man bereit war, Milch und Zucker wegzulassen. Aber von „schwarz“ waren wir seinerzeit noch Lichtjahre entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir orderten bei beschürzten Häubchenträgerinnen je eine Tasse Kaffee mit Kaffeesahne und Zucker, so gut wie nie ein Kännchen (weil wir meistens drinnen saßen). Während man heute ob der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Kaffeegetränke nur all zu leicht den Überblick verlieren kann, gab es damals nur frisch gebrühten ehrlichen Filterkaffee, wahlweise mit oder ohne Koffein. In den besonders fortschrittlichen Häusern kam vielleicht noch der „Cappuccino“ hinzu, der sich vom Filterkaffee aber nur durch eine mit Kakaopulver bestäubte Schlagsahnehaube unterschied.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überhaupt war früher mehr Schlagsahne. Denn an Tagen, wo wir die Sache mit dem Erwachsensein nicht ganz so wichtig nahmen und uns konsequenterweise statt des ehrlichen Filterkaffees einen nicht minder ehrlichen Kakao einverleibten, taten wir dies nicht zuletzt wegen der Unmengen an Schlagsahne, die zum Kakao auf einem kleinen Tellerchen dazu kredenzt wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da das Taschengeld knapp bemessen und immer schon lange vor dem Monatsende aufgebraucht war, wetteiferten wir darin, den Konsum eines Getränkes mit möglichst winzigen Schlucken so weit es ging in die Länge zu ziehen. Selten gönnten wir uns mehr als ein Getränk, auch wenn der Kaffeehausbesuch manchmal einen ganzen Vormittag einnahm. Bei den Häubchendamen waren wir nicht gerne gesehen: Wir konsumierten zu wenig, gaben kein Trinkgeld und hinterliessen die Ecken in denen wir uns fläzten regelmäßig wie einen Saustall. Und so legten sich nicht selten Stirnen in Falten, rutschten Mundwinkel nach unten und froren ganze Gesichter zu schauerlichen Fratzen, wenn die Schülerbrut wieder in die ein bisschen nach Pipi und Kölnisch Wasser duftende Kaffeehausruhe einfiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Uns machte das wenig aus. Unsere Cafébesuche waren für uns damals genau so wenig wegzudenken wie die Bravo und Formel1 mit Ingolf Lück. Zwischen Blümchentapete und Kuchentheke verarbeiteten wir unsere großen und kleinen Sorgen, den Ärger mit dem Lehrer, die schlechte Mathenote oder auch den Liebeskummer, der einfach nicht aufhören wollte. All das gehörte in die Dorfcafés genau so wie die Omas mit den blauen Hüten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cafés wie die, die ich in meiner Jugend besuchte, begegnen mir heute nur noch selten. Statt Filterkaffee gibt es Caramel Brulee Latte, statt Häubchendamen schnoddrige und gestresste Studenten, die sich ein paar Euro dazu verdienen wollen. Keine Blümchentapete, keine Mitteldecke und sicher keine Kännchen. Alles ist schicker, schnelllebiger und moderner, aber für die kleinen und großen Sorgen, wie man sie nur in den staubigen Ecken dunkler Cafés des Heimatdorfes vergraben kann, ist in den modernen Kaffeetempeln kein Platz mehr.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolm im Wanderland, Teil IV: Von Adelboden über Lenk zurück nach Belp]]></title>
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		<updated>2011-05-26T16:37:11Z</updated>
		<published>2010-10-31T19:10:48Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="adelboden" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="berner oberland" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Leuk" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Tretroller" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[Nachdem wir am Vorabend pizza- und süßkrambefüllt in luftiger Hochbetthöhe erneut pfeilschnell in den Schlaf geschossen waren, erwachten wir noch vor dem ersten Hahnenschrei voller Tatendrang und erstaunlich hungrig. Nach porentiefer Katzenwäsche stiegen wir in Pantoffeln die Steige hinunter in Ruth und Peters gemütlichen Frühstücksraum, wo selbige uns bereits mit frischem Kaffee, selbst gemachter Marmelade [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/10/31/von-adelboden-nach-belp/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;N&lt;/span&gt;achdem wir am Vorabend pizza- und süßkrambefüllt in luftiger Hochbetthöhe erneut pfeilschnell in den Schlaf geschossen waren, erwachten wir noch vor dem ersten Hahnenschrei voller Tatendrang und erstaunlich hungrig. Nach porentiefer Katzenwäsche stiegen wir in Pantoffeln die Steige hinunter in &lt;a href="http://www.hausalpengruss.ch/"&gt;Ruth und Peters gemütlichen Frühstücksraum&lt;/a&gt;, wo selbige uns bereits mit frischem Kaffee, selbst gemachter Marmelade (Aprikose-Lavendel und Rhabarber-Banane-Vanille) und derlei Köstlichkeiten erwarteten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Fruehstueck.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2517" title="Fruehstueck" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Fruehstueck.jpg" alt="Fruehstueck" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span id="more-2515"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
Wir waren die ersten Frühstücker des Tages, so dass sich die Beiden zu Frühstück und Plausch zu uns gesellten und mit uns überlegten, auf welcher Route wir wohl am stilvollsten nach Lenk gelangen würden. Ruth hatte gerade angesetzt in die erste Marmeladenstulle des Tages zu beißen, da kündigte sich durch heftiges Gerumpel im Flur der nächste Schub Gäste an. Die Tür öffnete sich und in die Jahre gekommener Boyscout nach dem nächsten betrat den Frühstücksraum &amp;#8211; zwei Drittel unserer Wandergesellschaft vom Vortag waren also plötzlich wieder vereint.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Frühstücksraum spielten sich rührende Wiedersehensszenen ab, alt und jung lagen sich in den Armen, der Champagner floss in Strömen und all das&amp;#8230; Nachdem wir uns vorübergehend fertig gefreut hatten und unsere Bäuche bis obenhin mit Marmeladenbroten vollgestapelt waren, traten der Wandergefährte und ich die letzte Etappe unserer Tour durch das &lt;a href="http://www.berneroberland.ch/"&gt;Berner Oberland&lt;/a&gt; an. Meine misshandelten Achillessehnen jubilierten bei der Aussicht, dass sie sich nur noch einen Tag lang würden quälen müssen. Zur Verdeutlichung ihrer Freude schwollen sie noch einmal zur Höchstform an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir aufgrund der Befindlichkeiten von 50% des Wandertrüppchens auf jedwede Seil- und Hochbahnen verzichten mussten, hatten wir uns für eine reizvoll klingende Nebenstrecke entschieden, die uns nicht nur die Entlastung unserer müden Glieder sondern außerdem die Begegnung mit diversen Seniorenwandergesellschaften ersparte. Wie schon in den vergangenen Tagen führte uns der Weg zunächst steil bergauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir wanderten, als gäbe es kein Morgen. Der Wandergefährte eilte mit flottem Schritt voran, ich kroch etwas weniger flotten Schrittes hinterher. Alle Nase lang entschwand ich aus seinem Sichtfeld und er musste eine Rast einlegen, ein Buch lesen, ein Lied pfeifen, bis ich dann schließlich auch mal wieder auf der Bildfläche erschien. Dies heitere Spielchen begleitete uns durch einige Stunden bis wir schließlich unseren Tagesgipfel „&lt;a href="http://www.adelboden-silleren.ch/de/page.cfm/BAAG-Sommer/BAAG-Gastronomie-s/RestaurantSillerenbuehl"&gt;Sillerenbühl&lt;/a&gt;“ erreicht hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/sillerenbuehl.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2518" title="Sillerenbuehl" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/sillerenbuehl.jpg" alt="Sillerenbuehl" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Sommermonaten mutiert „Sillerenbühl“ zum Mekka der Tretrollerfahrer (Trottinette), die sich im „Trottiland“ auf insgesamt 45 km nach Herzenslust ausrollern können. Die Verlockung, den Wanderstock gegen den Tretroller einzutauschen war auch für uns einen Moment lang groß, aber gerade noch rechtzeitig besonnen wir uns darauf, dass ich auf gar keinen Fall in einem Affenzahn mit einem wackligen Dingsbums ins Tal rasen würden, schon gar nicht, wenn das Tagesziel der Wanderung nicht in diesem Tal zu finden war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Trottinette.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2519" title="Trottinette" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Trottinette.jpg" alt="Trottinette" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir entschieden uns stattdessen für das Blümchenwandern auf dem Panorama-Wanderweg nach Hahnenmoos. Dieser war bei Sonntagswanderern, Senioren und fladenden Kühen gleichermaßen beliebt. So manche Dame hatte offensichtlich alle Hände voll damit zu tun, mit den silbernen Paillettenstilettos nicht knietief im noch warmen Weidetierexkrement zu versinken. Da es auf dem Weg mit Abstand mehr Fladen als Blumen zu entdecken gab, war ich ganz kurz geneigt, das Fremdenverkehrsamt Adelboden-Silleren um eine Namensänderung für diesen sogenannten „Blumenweg“ zu ersuchen. Weil ich aber nicht gleichzeitig leiden und Briefe verfassen konnte, verwarf ich die Idee schnell wieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/blumenweg.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2520" title="Blumenweg" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/blumenweg.jpg" alt="Blumenweg" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor Hahnenmoos stießen wir auf eine größere Gruppe Schweizer Pensionisten, die &amp;#8211; wie es sich beim Wandern in der Schweiz eben so ziemt &amp;#8211; allesamt einzeln durchgegrüßt werden wollten. Ich nuschelte mir jeweils ein „Grüezi“ in die Backentasche, da ich nicht wusste, ob es hier oben für die Pensionisten nicht noch befremdlicher in erkennbarem Hochdeutsch begrüßt zu werden als gar keine Grüßung zu erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleich hinter der Rentnerschwemme lag am Bauche des Bergsattels der Modellflughimmel, oder genauer: Der Idiotenhügel des Modellfliegens. Hier tummelten sich  also die noch nicht ganz so erfahrenen Modellflieger, die man zum einen an der Gemächlichkeit des Fliegenlassens, zum anderen am Lädierungsgrad des Flugmaterials erkennen konnte. Wohl von den Mühen der Anfänger beschämt und in tiefer Sorge ums Material hatten sich die Modellflugprofis auf die Rückseite des Bergsattels verflüchtigt, wo sie den Wanderern nach Herzenslust ihre hochglänzenden A-380 &amp;amp; Co.-Verschnitte um die Ohren jagen und dabei den Himmel in tausend kleine Stücke zerteilen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Windrad.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2521" title="Windrad" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Windrad.jpg" alt="Windrad" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Gefahr um Haaresbreite entkommen konzentrierten wir uns wieder voll auf den eigentlich Sinn unseres Hier- und Daseins: Den Abstieg. Hatten mich Stilettodamen, Senioren und Modellflieger jedoch kurzzeitig von meinem Schmerz abgelenkt, brach er schlagartig und unter Zuhilfenahme eines schrillen „Auuuuuuutsch“-Lautes ungebremst in mein Abstiegsidyll ein. Nicht einmal eine erneute Begegnung mit unseren südafrikanischen Dropsfreunden schaffte noch Linderung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Endlich aber erblickte ich einen Lichtstreif am Horizont des Schmerzmeeres: Am Fuße des Berges tat sich ein hübsch besonnenschirmtes Ausflugslokal (für Motorradgangs) mit Bushaltestelle (!) vor der Tür vor uns auf. Und wir taten etwas, was ich mich in meinen kühnsten Träumen nicht Auszumalen gewagt hätten: Wir kehrten ein, so mit sitzen, trinken und all dem üblichen Schnickschnack.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es frustrierte uns nur unwesentlich, dass unsere britischen Wanderfreunde, die Stunden nach uns bei Ruth und Peter aufgebrochen waren und die wir WEIT hinter uns wähnten, dort schon beim zweiten oder dritten Ale saßen. Binnen Kurzem tauchten dann auch die Südafrikaner auf, so dass wir alle wieder vereint waren und einen kurzen Moment in den Erinnerungen des Vortages schwelgen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem Schwätzchen entschlossen sich die Briten zum Aufbruch in Richtung Tal. Die Südafrikaner, die schon länger als eine Woche in Sachen Wandern unterwegs waren, entschlossen sich für den letzten Rest der Wegstrecke das Postauto zu nehmen. Meine Chancen auf eine Postautofahrt standen 50:50. Leider erwischte ich die 50%, die sich auf meinen Füßen abspielen sollten. Ich seufzte kurz aber leidenschaftlich und ergab mich in mein Schicksal. So lange der Weg hinunter nicht im Wesentlichen aus Treppen bestehen würde, würden meine Sehnen und ich den restlichen Abstieg noch geradeso überleben, dachte ich mir. Hie und da eine kleine Schräge &amp;#8211; das sollte nach rund 3500 Höhenmetern noch machbar sein&amp;#8230;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kaum hatte ich den Treppengedanken ausgesprochen, begann auch schon das nicht aufhören wollende Treppenmartyrium. Fast schien es mir, als seien sämtliche Treppenstufen der Schweiz an diesem einen Hang verbaut worden. Zum Glück schmerzte inzwischen jeder einzelne Schritt, so dass ich mich nicht mehr andauernd umgewöhnen musste. Im Geiste auf allen Vieren kriechend erreichte ich schließlich völlig unerwarteterweise noch lebend den Bahnhof von Lenk, wo mich der besorgte Wandergefährte stante pede aus den Klauen meiner Wanderschuhe befreite und mich in die kuscheligen Crocs steckte. Nun war alles wieder gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Lenk aus traten wir per Zug die Heimreise an. Sie dauerte Stunden, denn die Bahnen hielten an jeder Gießkanne um ein weiteres Seniorengrüppchen aufzunehmen. Nach etwa drei bis sieben Stunden Zugfahrt erreichten wir schließlich die Heimathütte in Belp. Die freundliche Hüttenwirtin bot uns sogleich ein erfrischendes Duschbad und eine Schlafstatt. Am Abend fanden wir dann endlich das, für was wir uns tagelang vergeblich durch das Berner Oberland gequält hatten: Älpler Makkaroni wie bei Muttern.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolm im Wanderland, Teil III: Von Kandersteg (Ogi-Wil) nach Adelboden (Adubode)]]></title>
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		<updated>2010-11-01T14:13:33Z</updated>
		<published>2010-10-24T17:19:13Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="adelboden" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="oberland" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[Wenn es am schönsten ist, sollte man gehen. Nach zwei Nächten in der freundlichen Obhut von Herrn Bates war es für uns an der Zeit, die Lodge unseres Vertrauens zu verlassen und in vielerlei Hinsicht neue Wege zu gehen. Nach dem zweiten 5-Sterne-Frühstück, schnürten wir unser Päckchen, beglichen brav unsere Rechnung und zogen von dannen. [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/10/24/mellcolm-im-wanderland-teil-iii-von-kandersteg-ogi-wil-nach-adelboden-adubode/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;W&lt;/span&gt;enn es am schönsten ist, sollte man gehen. Nach zwei Nächten in der freundlichen Obhut von Herrn Bates war es für uns an der Zeit, die Lodge unseres Vertrauens zu verlassen und in vielerlei Hinsicht neue Wege zu gehen. Nach dem zweiten 5-Sterne-Frühstück, schnürten wir unser Päckchen, beglichen brav unsere Rechnung und zogen von dannen. Herr Bates schmeißt die gesamte Lodge alleine mit seiner Frau und kann naturgemäß nicht gleichzeitig den Pool säubern, Betten beziehen, das Frühstück zubereiten und Gäste ein- und auschecken. Wenn er also mal keine Zeit hat, persönlich von seinen Gästen Abschied zu nehmen, vertritt ihn ein außen am Rezeptionsbüro angebrachter Briefkasten, in den man die Gebühr für Kost und Logis auch einfach einwerfen kann &amp;#8211; einen Namen oder eine Zimmernummer muss man dazu nicht angeben. Am Ende wird schon alles irgendwie stimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Wegweise.jpg"&gt;&lt;img class="aligcenter size-full wp-image-2509" title="Wegweiser" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Wegweise.jpg" alt="Wegweiser" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id="more-2507"&gt;&lt;/span&gt;Heute stand uns wieder ein weiter und hoher Marsch bevor. Hatten uns am ersten Tag noch getrocknete Mangospalten als Wegzehrung gereicht, waren wir nach den kulinarischen Hochgenüssen die sich am Familienwandertag in den Rucksäcken versammelt und uns bei den diversen Pausen und Päuschen erfreut hatten doch inzwischen Besseres gewohnt und hatten nicht vor, unseren Standard wieder herunter zu schrauben. Glücklicherweise hatten wir uns jedoch rechtzeitig einer List bedient, um unsere Versorgung zu sichern. Als sich nämlich die letzte Familienwanderpause am Vortag ihrem Ende näherte und die immer noch üppigen Vorräte an Wurst, Brot und Obst verstaut werden wollten, boten wir dazu großzügig und ohne Hintergedanken unsere eigenen Rucksäcke hierfür an. Das Proviant war am Abend bereits in Vergessenheit geraten und so reiste die Familie beseelt ab und die Würste, Brote und Früchte blieben bei uns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die vom Oberhaupt der Familie geplante Tagesetappe sollte uns zunächst 1&amp;#8217;200 Meter bergauf und anschließend wieder 1&amp;#8217;000 Meter bergab führen. Der Aufstieg war steil und der erste bei dem auch das schwächelnde Geschlecht einen Beitrag zu Gepäckbeförderung leisten musste. Nach 700 Metern waren bereits 80% meiner Lust in irgendeiner heimeligen Berghütte eingekehrt, nach weiteren 300 Metern stiegen auch die restlichen 20% aus. Wir kämpften mehr oder weniger gemeinsam mit einer Gruppe älterer Engländer und einem nur wenig jüngeren südafrikanischen Pärchen gegen den Berg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Bock-gehabt.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2510" title="Bock gehabt" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Bock-gehabt.jpg" alt="Bock gehabt" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Engländer marschierten ein ums andere Mal an uns vorbei. Der älteste von ihnen führte dabei das Trüppchen an und liess sich nicht nehmen, jedes Mal wenn er uns wieder begegnete, einen Witz auf Kosten seiner leicht jüngeren Begleiter zu machen, die hinter ihm her keuchten. Da die Engländer aufgrund ihres nicht alters- oder konditionsgemäßen Marschtempos immer wieder pausieren mussten, während wir den Berg stetig und ohne Pausen eroberten, wiederholte sich das lustige Spiel immer wieder. Beim südafrikanischen  Paar war die Sache anders gelagert. Vermutlich saßen die Beiden noch am Frühstückstisch als wir bereits das erste Drittel des Aufstiegs hinter uns gebracht hatten. Als wir etwa auf 800 Metern waren, schossen die Beiden an uns vorbei. Die Frau stürmte mit der Geschmeidigkeit einer Bergziege voran, ihr nicht ganz so geschmeidiger Gatte bemühte sich redlich den Anschluss nicht zu verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei rund 1&amp;#8217;000 Metern war der Gipfel endlich in Sicht. Die letzten 200 Meter erschienen wie ein Kinderspiel. Während mein pfeilschneller Wandergefährte schon ganz kurz vor dem großen Durchbruch stand, dauerte es in der Schneckenabteilung unserer Wandercombo noch einen Moment. Der Herr war vorgelaufen (wohl auch, um meinem zunehmenden Genörgele zu entkommen) und wartete weiter oben an einer Weggabelung auf mich. Als ich mich der Gabelung und dem kurz dahinter liegenden Gipfel näherte, fühlte ich eine leichte Euphorie in mir hochsteigen. Als ich aber schließlich an der Gabelung angekommen war, erstickte der eher betretene Gesichtsausdruck des Wandergefährten diese Euphorie so schnell, wie sie daher gekommen war. Er habe sich vertan, gestand er. Zwar sei die gezeigte Stelle durchaus eine Art Gipfel, leider habe dieser Gipfel aber mit unserer Wanderroute rein gar nichts zu tun. Stattdessen führte er weiter aus, unser Etappenziel sei ein Bergsattel etwas weiter links. Ich schluckte, mindestens drei Mal. Denn nicht nur, dass besagter Bergsattel viel weiter weg (und viel höher gelegen) war als der Gipfel, den ich in mein kleines Herz geschlossen hatte, er war auch viel steiler als ich zu dulden bereit war. Kurz vorher hatte ich aus der Ferne die beiden Südafrikaner hinaufkraxeln sehen und es sah &amp;#8211; weiß Gott &amp;#8211; nicht nach einem Spaziergang aus, eher nach etwas Messmereskem. Kurz: Ich wollte da nicht hoch, nicht für Geld und gute Worte. Aber so sehr ich mich auch innerlich sträubte und so sehr ich äußerlich die Unterlippe nach vorne schob und die Stirn in Falten warf, so wenig Alternativen gab es doch. Den bereits erarbeiteten Weg wieder nach unten zu wandern und erneut in Bates Motel einzukehren, war keine wirklich attraktivere Option.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Oeschinensee.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2511" title="Oeschinensee" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Oeschinensee.jpg" alt="Oeschinensee" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schluckte erneut, diesmal sicher fünf Mal. Und trottete dann meinem Bergführer missmutig hinterher. Zwischendurch wurden wir wieder vom britischen Altejungsclub überholt, die sich &amp;#8211; bar jeder Angst &amp;#8211; ebenfalls anschickten, den bedrohlichen Bergsattel zu bewältigen. Wir talpten also am bereits leicht angeschneiten Kieshang entlang, immer der Sattelspitze entgegen. Wider Erwarten präsentierte sich der Hang weniger unwirtlich als erwartet, so dass wir den Bergsattel schließlich ohne Tote oder Verletzte beklagen zu müssen, dennoch erreichten. (Also wenn man mal von meinen BEIDEN Achillessehnen absieht, bereits seit dem zweiten Wandertag kurz davor waren in aller Stille zu versterben&amp;#8230;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen trafen wir sie alle wieder. Die Engländer, die Südafrikaner &amp;#8211; einfach alle. Wir packten unsere gefringste Brotzeit aus und genossen die Aussicht in beide Richtungen sowie die kurze Ruhepause für unser Beinfleisch. Da wir aber nicht zum Spaß da waren, sondern zum Wandern, war die Pause nur von kurzer Dauer. Noch schnell einen Drops beim Südafrikaner erschnorrt und es konnte weiter gehen &amp;#8211; diesmal bergab. Meine Achillessehnen bäumten sich vor Freude ein letztes Mal auf, während meine geschundenen Zehen die Hände über dem Kopf zusammen schlugen. Noch einmal wurden die Schuhe enger geschnürt, um das Schlimmste zu vermeiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Bergzwerge.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2512" title="Bergzwerge" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Bergzwerge.jpg" alt="Bergzwerge" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;War uns der Aufstieg schon schier endlos vorgekommen, leerte uns der Abstieg eine weitere Lektion ins Sachen Endlosigkeit. Zwar ging es runter &amp;#8211; ohne Zweifel -, aber das große „Unten“ wollte einfach nicht auf der Bildfläche erscheinen. Hin und wieder dachte ich bereits darüber nach, mich einfach auf den Boden zu werfen und mich hinunter kullern zu lassen. Vermutlich hätte ich mir dabei allerlei Blessuren geholt, aber wenigstens hätten meine Füße nicht weiter leiden müssen. Nach gefühlten 12 Stunden Abstieg erreichten wir schließlich den Ortsrand von Adelboden und entdeckten dort auch unsere südafrikanischen Wegbegleiter wieder. Sie waren ähnlich ahnungslos wie wir, wie man nun am schnellsten zum Ziel gelangen würde. Unter Zuhilfenahme der geballten schweizerdeutschen Sprachkenntnisse meines Wandergefährten, gelang es uns einem einheimischen Landwirt genauere Anweisungen zur Erreichung unseres Bed &amp;amp; Breakfasts zu entlocken. „Dir weit sicher zu Chlopfästees?!“ Ich hatte keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte, aber der Wandergefährte nickte zufrieden und nahm die darauf folgende Wegbeschreibung dankend in Empfang. Auch die Südafrikaner schienen irgendwie froh, dass ich einen Babelfisch dabei hatte, der ihnen auch bei ihrem Hotel würde helfen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Heumachen.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2513" title="Heumachen" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Heumachen.jpg" alt="Heumachen" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da der für uns richtige Teil der Stadt dummerweise auf der anderen Seite des vor uns liegenden Tales zu finden war, führte uns unser Weg zu den &amp;#8220;Chlopfästees&amp;#8221; zunächst wieder ein kleines Stück hinauf und dann wieder ein ganzes Stück den Berg hinunter. Meine Füße zeigten mir einen Vogel, ich tat dasselbe mit meinem Wandergefährten. Um das weibische Gejammer nicht mehr länger ertragen zu müssen versprach er mir schließlich, dass ich meine Wanderschuhe aus und meine leichten Pantoffeln anziehen dürfe, sobald wir unten im Tal angekommen seien. Das stellte mich für ein paar Meter ruhig, fast schwebte ich ob solcher Aussichten hinab ins Tal. Unten angekommen forderte ich stehenden Fußes mein Recht ein und entledigte mich meiner Wanderschuhe. Das Gefühl nach einem solchen Tag in die Crocs zu schlüpfen, war mit nichts zu vergleichen. Es war einfach großartig. Phänomenal. Himmlisch. Dumm nur, dass wir im Tal noch lange nicht wirklich am Ziel waren. Um das zu erreichen, mussten wir nämlich noch einmal rund 80 Meter nach oben. Jeder einzelne davon schmerzte sehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Völlig unerwarteter Weise erreichten wir an diesem Tage doch noch das &lt;a href="http://www.hausalpengruss.ch/"&gt;Haus Alpengruss&lt;/a&gt;. Zwar waren die Klopfensteins nicht in Sicht, aber draussen vor der Tür war auf einer kleinen Tafel unser Name und unser Zimmer angeschrieben &amp;#8211; der Schlüssel steckte bereits gemütlich in der Tür. Das Bed &amp;amp; Breakfast war ein mit viel Liebe zum Detail gestalteter Traum, in dem wir uns vom ersten Moment an pudelwohl fühlten. Frisch gestriegelt und gespornt (und weiterhin in Crocs) fanden wir uns schon wenig später in der (dem Wandergefährten) bekanntesten Restauration der Stadt wieder, wo wir uns jeweils eine traktorradgroße Pizza einverleibten. Das hatten wir uns schließlich verdient. Vollgestopft und müden Fußes wanderten wir schließlich nur wenig später in unserem kuscheligen Hochbett ins Reich der Träume.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der vierte und letzte Teil folgt in Kürze.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Träume und Eiskonfekt]]></title>
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		<updated>2011-06-17T05:02:12Z</updated>
		<published>2010-10-10T16:46:27Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das bin ich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Das Leben und ich" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Eiskonfekt" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Inception" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Kino" />		<summary type="html"><![CDATA[Gestern war ich mit dem Sonnenschein in Inception, das ist dieser Film mit Leonardo di Caprio (der seit The Basketball Diaries eigentlich nach und nach aufhörte, schön zu sein) der in Träumen in Träumen in Träumen spielt. Das Ganze war ein wenig verwirrend, aber ich habe die meiste Zeit ob dieser Verwirrung schallend in mich [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/10/10/traeume-und-eiskonfekt/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern war ich mit dem Sonnenschein in Inception, das ist dieser Film mit Leonardo di Caprio (der seit The Basketball Diaries eigentlich nach und nach aufhörte, schön zu sein) der in Träumen in Träumen in Träumen spielt. Das Ganze war ein wenig verwirrend, aber ich habe die meiste Zeit ob dieser Verwirrung schallend in mich hinein gelacht. Ich fand den Film nämlich ganz herrlich, fast wie Karussel fahren, nur dass es dem Magen nachher immer noch gut ging. Mei ging‘s da rund!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klar, dass wir vorher an der bunten Snackbar zahlreiche Dinge gekauft haben, an die man überhaupt nur im Kino denkt. Eben wie an Tomatensaft im Flugzeug. Nur auf Kino gemünzt. Für mich gab es jedenfalls Eiskonfekt. (Ich glaube übrigens nicht, dass so etwas jemals von Menschen außerhalb von Kinos gegessen wurde). Und gemeinsam mit meinem Eiskonfekt genoss ich den lustigen Film noch viel mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drei Stunden später war der Spaß vorbei. Noch beim Verlassen des Kinos musste ich immer noch in mich hinein kichern. Ich bin davon überzeugt, dass die Macher dieses Films irgendwas Lustiges genommen hatten. Aber mir war das wurscht, denn ich fühlte mich wirklich blendend unterhalten. Und ganz nebenbei hatte ich meine vormals strahlend weiße Bluse von oben bis unten mit Eiskonfektschokolade vollgeschmiert.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolm im Wanderland, Teil II: Von Kandersteg (über New York, Leukerbad &amp; Tokio) nach Kandersteg]]></title>
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		<updated>2010-11-01T14:12:48Z</updated>
		<published>2010-10-10T12:24:06Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Gemmipass" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Leukerbad" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Rösti" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[Am zweiten Tage der Wanderei stand der große Familienwandertag mit Kind, Kegel, Hund und allem was sonst noch nicht niet- und nagelfest war auf dem Programm. Es sollte um Punkt 9:00 Uhr losgehen. Vorher, so der Plan, wollten der muntere Wandergefährte und ich uns noch an dem freundlicherweise von Herrn Bates im Zimmermietpreis inkludierten oppulenten [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/10/10/mellcolm-im-wanderland-teil-ii-von-kandersteg-nach-kandersteg/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;A&lt;/span&gt;m zweiten Tage der Wanderei stand der große Familienwandertag mit Kind, Kegel, Hund und allem was sonst noch nicht niet- und nagelfest war auf dem Programm. Es sollte um Punkt 9:00 Uhr losgehen. Vorher, so der Plan, wollten der muntere Wandergefährte und ich uns noch an dem freundlicherweise von Herrn Bates im Zimmermietpreis inkludierten oppulenten Frühstücksbuffet laben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 8:20 Uhr, wir hatten uns gerade erst in die Wanderkluft geschwungen, klingelte das Handy und eine Stimme bedeutete uns, aus dem Fenster zu schauen. Wir taten wie uns geheißen wurde und siehe da: Draussen stand bereits der versammelte Rest der munteren Wandergesellschaft. Einen ganz kurzen Moment sahen wir das deliziöse 5-Gänge-Frühstücksbuffet in weite Ferne rücken. Doch dann gelang es uns, den kleinen Wanderclub davon zu überzeugen, dass es alles andere als ein Kindergeburtstag werden würde, uns Beide mit leeren Mägen zum Wandern zu nötigen. Das Frühstück war also gesichert, entpuppte sich allerdings als weniger 5-gängig als zunächst angenommen. Wir aßen dennoch diverse Stullen mit Marmelade und anderen Belägen und fühlten uns schließlich ausreichend gestärkt, um den sich vor uns aufbäumenden Berg zu bezwingen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Schweizer-Statik.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2500" title="Schweizer Statik" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Schweizer-Statik.jpg" alt="Schweizer Statik" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span id="more-2496"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
Der Berg gab sich von Anfang an steil &amp;#8211; er hatte keineswegs vor, sich von ein paar daher gewanderten Gesellen in Windeseile einnehmen zu lassen. Einige von uns erklommen ihn dennoch mit der Leichtigkeit einer tibetanischen Bergziege, bei anderen (*die Autorin räuspert sich an dieser Stelle kurz*) fühlte man sich wohl eher an eine in die Jahre gekommene Meeresschildkröte beim Landgang erinnert. Und während die Speerspitze des kleinen Wanderclubs bereits lange an der ersten Hütte angekommen war und sich dort seit Stunden abwechselnd an getrockneten Tabak- und Fleischwaren labte, zelebrierte die Nachhut jeden einzelnen erklommenen Höhenmeter mit einer kurzen Gehpause und gelangte so erst mit einiger Verspätung zur ersten Rast.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Kandersteg-von-oben.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2499" title="Kandersteg von oben" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Kandersteg-von-oben.jpg" alt="Kandersteg von oben" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frisch gestärkt vom gemeinsamem Trockenfleisch und Fotoshooting konnte die nächste Etappe angegangen werden. Freundlicherweise kam diese etwas weniger steil daher. Lange führte der Weg über eine Art Hochplateau, das &amp;#8211; aufgrund seiner leicht zu bezwingenden Flachheit &amp;#8211; verglichen zu den einsamen Wanderwegen die wir vorher erobert hatten, seltsam bevölkert daher kam. Die vielen Menschen wollten wie es sich in der Schweiz nunmal gehört jeweils freundlich und in epischer Breite begrüßt werden. Schnell verstand ich, dass ich es hier oben mit einem der berühmt berüchtigten „Grüeziberge“ zu tun hatte. Selbst die zahlreichen Bergraupen, die einem dort oben begegneten, schienen stets einen freundlichen Gruß auf den Lippen zu tragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Hochplateau.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2501" title="Hochplateau" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Hochplateau.jpg" alt="Hochplateau" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr vom Grüßen denn vom Wandern erschöpft erreichte das Grüppchen nahezu gleichzeitig das Berghotel Schwarenbach in 2060 m Höhe. Hier wollte man sich einer kurzen Rast mit erfrischenden Kaltgetränken aus der Berghotelschänke hingeben. Essen wollte man hier natürlich nichts, denn die Rucksäcke waren prallvoll mit Köstlichkeiten, die sich danach sehnten endlich verzehrt zu werden. Der Plan war klar und eindeutig, bis wie aus dem Nichts auf einmal das Wort „Nussgipfel“ (=Croissant mit Nussfüllung) um unsere Köpfe kreiste. Streng genommen, ist ja so ein „Nussgipfel“ auch nicht wirklich eine Mahlzeit und von daher beschloss man, dass „nichts essen“ und „Nussgipfel“ in keinem Widerspruch zueinander standen. Auch dann nicht, wenn bei der ein oder anderen Wanderin der „Nussgipfel“ in Form eines Pflaumenkuchens daher kam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der kurzen Trinkpause ging es munter weiter, bis zur Spitze des Gemmipasses lagen noch etwa 300 Höhenmeter vor uns. Und vorher mussten wir ja schließlich auch endlich mal was gegen unseren beißenden Hunger tun. Dazu kam uns der Daubensee auf 2206 m gerade recht. Endlich konnten wir uns gegenseitig unsere diversen mitgebrachten Salamiwürste zeigen und an Brot und getrockneten Mangoscheiben knabbern.  Es war ein richtiges Fress-Idyll. Und während die Herren sich zur Verdauung im Steineflitschen maßen, befreite ich meine inzwischen mehr als leicht schmerzenden Füße wenigstens für ein paar Minuten aus den Wanderschuhen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Daubensee.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2502" title="Daubensee" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Daubensee.jpg" alt="Daubensee" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dieser ausgedehnten Pause waren die letzten 100 Höhenmeter ein Klacks und 80% der Wandergruppe freuten sich schon auf eine entspannende Seilbahnabfahrt auf der anderen Seite des Berges. Da sich aber die restlichen 20% aufgrund einer chronischen Höhenangst mit Händen und geschundenen Füßen gegen alles wehrte, was mehr als 3 m über dem Boden stattfinden sollte, entschloss man sich schließlich zähneknirschend, die 900 Höhenmeter Abstieg nach Leukerbad zu Fuß zu bewältigen. Während sich beim Aufstieg die 1100 Höhenmeter nahezu gemütlich auf rund 16 km Wegstrecke breit gemacht hatten, tummelten sich die hinabzusteigenden Höhenmeter auf vielleicht gerade mal vier Kilometern. Will sagen: Es war steil as hell und damit auch nur stellenweise wirklich lustiger als die verschmähte Seilbahnfahrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Leukerbad.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2503" title="Leukerbad" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Leukerbad.jpg" alt="Leukerbad" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich machte mich dünn wie ein Blatt Papier (80g) und klebte mich wie ein Tausendfüssler an die Bergseite der schmalen Wanderwege, an deren Außenseite der sichere Tod in Form einer steil abfallenden Felswand schon auf mich lauerte. Die anderen ignorierten die Gefahr einfach und wanderten weiter, als sei nichts gewesen. Aber ich hatte den Berg durchschaut! Wenn man aber mit ohnehin fertigen Füßen, 900 Höhenmeter steil nach unten muss und dabei jederzeit um sein Leben fürchten muss (*ähem*), dann kann es passieren, dass man einfach nur noch unten ankommen will. Und obwohl das ferne Ziel auf den ersten Blick so nah erschien und man fast das Gefühl hatte, man könne bereits an der nächsten Ecke zum Kopfsprung ins Leukerbader Schwimmbad ansetzen, dauerte der mühsame Abstieg dummerweise viel länger, als man es in dieser Situation für angemessen hielt. Ganz unerwartet war es aber dann doch irgendwann geschafft aber statt sich nun am Fuße des Killerberges in Ruhe selbst zu feiern war schon wieder Eile geboten, denn man wollte den sich mit großen Reifen nähernden Postbus nicht verpassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem kurzen, landschaftlich wunderschönen Abstecher zur falschen Bushaltestelle traf der etwas geschaffte Wanderclub schließlich kurz vor knapp am Leukerbader Busbahnhof ein und erreichte dort noch den bereits in den Startlöchern stehenden Bus. Beim Gedanken an „Busfahrt“ umgab mich ein schützendes Gefühl von Nestwärme, das mir doch schnell wieder ausgetrieben wurden, denn ich hatte die Rechnung ohne die walliser Topographie gemacht. Und so hoffte ich auf der kurvenreichen Fahrt nach Leuk inständig, dass der Busfahrer heute nicht seinen ersten Tag auf der Strecke oder einfach nur schlechte Laune hatte. In Leuk angekommen schwangen wir uns kollektiv in den Zug nach Gampel, wo wir den Bus nach Koppenstein noch im letzten Moment erreichen. Von dort aus ging es schließlich per Zug durch den zuvor erklommenen Berg hindurch zum Ausgangsort Kandersteg zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Roesti.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2504" title="Roesti" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/10/Roesti.jpg" alt="Roesti" width="630" height="473" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da waren wir also mehr als sechs Stunden, 1100 Höhenmeter und 20 km Strecke gewandert, um am Ende wieder genau dort zu sein, wo wir am Morgen angefangen hatten.  Und standen vor genau demselben Problem wie am Vorabend: Wo essen? Im Gegensatz zum ersten Abend hatten wir dieses Mal bei der Wahl des Lokals deutlich mehr Glück. Statt Nepper-Schlepper-Bauernfängermenüs gab es in dieser Beiz (=Gaststätte) die allerfeinsten Schweizer Speisen mit viel Liebe und Käse. Mit einer deftigen Walliser-Rösti gelang es mir, die rund 3000 kcal die mich der Wandertag gekostet hatte im Handumdrehen wieder reinzuholen. Nach dem Essen verabschiedete sich der am Morgen dazu gestoßene Teil des Wanderclübchens und mein bezaubernder Wandergefährte und ich kehrten wieder bei Norman ein. Bereits lange vor 21:00 Uhr hörte man aus unserer Suite nicht mehr als ein zufriedenes, zweistimmiges Schnarchen.&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=5aS3nG1MJ_k:VQSckZ2Ow1k:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=5aS3nG1MJ_k:VQSckZ2Ow1k:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=5aS3nG1MJ_k:VQSckZ2Ow1k:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=5aS3nG1MJ_k:VQSckZ2Ow1k:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=5aS3nG1MJ_k:VQSckZ2Ow1k:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=5aS3nG1MJ_k:VQSckZ2Ow1k:qj6IDK7rITs"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=qj6IDK7rITs" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Mellcolm im Wanderland, Teil I: Von Kiental nach Kandersteg]]></title>
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		<updated>2011-02-13T08:54:39Z</updated>
		<published>2010-09-27T22:15:51Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="berner oberland" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="kandersteg" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="sessellift" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Wandern" />		<summary type="html"><![CDATA[Wer weiß, wie alles gekommen wäre, wenn CORNELIA ihren LKW nicht so gut beherrscht hätte wie sie es auf der engen Bergstraße an jenem Dienstag tat als sich ihr das Postauto (i.e. Bus), das uns zum Startpunkt unserer Wanderung bringen sollte in den Weg stellte. Doch CORNELIA hatte alles im Griff: Ein bisschen zurücksetzen, ein [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/09/27/mellcolm-im-wanderland-teil-i-von-kiental-nach-kandersteg/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/09/27/mellcolm-im-wanderland-teil-i-von-kiental-nach-kandersteg/" title="Permanent link to Mellcolm im Wanderland, Teil I: Von Kiental nach Kandersteg"&gt;&lt;img class="post_image aligncenter" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Der-Nebel-des-Grauens.jpg" width="600" height="450" alt="Der Nebel des Grauens" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;W&lt;/span&gt;er weiß, wie alles gekommen wäre, wenn CORNELIA ihren LKW nicht so gut beherrscht hätte wie sie es auf der engen Bergstraße an jenem Dienstag tat als sich ihr das Postauto (i.e. Bus), das uns zum Startpunkt unserer Wanderung bringen sollte in den Weg stellte. Doch CORNELIA hatte alles im Griff: Ein bisschen zurücksetzen, ein bisschen den Spiegel wegklappen und unser neues Wanderabenteuer konnte beginnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bereits lange bevor CORNELIA in unser Leben getreten war hatten wir zahlreiche Etappen in den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln hinter uns gebracht. Wir reisten von München nach Bern, von Bern nach Belp, von Belp nach Thun und von Thun nach Reichenbach. Mit Gabelstaplern, Hubschraubern, Tretrollern, diversen Huftieren und ebenjenem Postauto, dem CORNELIA auf der Straße zwischen Reichenbach und &lt;a href="http://www.kiental.ch/index.php?id=46"&gt;Kiental&lt;/a&gt; so geschickt auszuweichen vermochte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id="more-2488"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Muhkuehe.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2491" title="Muhkuehe" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Muhkuehe.jpg" alt="Muhkuehe" width="600" height="450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
In Kiental angekommen begrüßte uns eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bise"&gt;bisige&lt;/a&gt; Witterung, die im tiefsten Hochsommer irgendwie fehl am Platze schien. Wir suchten den Sessellift auf, mit dem wir uns geschickt die ersten 400 Höhenmeter erheischen wollten. (Als Menschen mit Höhenangst wird mir jetzt noch ganz anderes, wenn ich die Worte „Sessellift“ und „wollen“ in einem Satz verwenden muss.) Nachdem wir unser Ticket gelöst hatten, setzte ein demonstratives Nieseln ein. Ich kam mir vor als hätte ich eine Schiffschaukelfreifahrt während eines Hagelsturms gewonnen, während die coolen Kinder sich unter dem schützenden Dach des Autoscooters tummelten und Tekknomusik hörten. Es war toll. Wir enterten das Fahrgeschäft, das sich trotz verhältnismäßig leichter Fracht laut quietschend in Bewegung setzte und uns geradewegs in eine Nebelbank schaukelte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles war kalt, klamm und uneinsichtig. Aber ich war viel zu beschäftigt damit, mich und meine Habe vor dem Ausdemsesselliftfallen zu schützen, als das ich in diesem Moment an Mutti, den Kamin und &lt;a href="http://www.chefkoch.de/rezepte/228601093768899/Mama-s-Bolognese.html"&gt;Spaghetti Bolognese&lt;/a&gt; hätte denken können. Plötzlich säuselte eine Stimme aus meiner Hose. Einen kleinen Moment dachte ich, das jüngste Gericht fälle gerade sein Urteil über mich. Dann erkannte ich in der Stimme etwas Bekanntes und wusste, dass meine Handy gerade ungefragt Ferngespräche führte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Gegend.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2493" title="Gegend" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Gegend.jpg" alt="Gegend" width="600" height="450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gefühlte fünf Stunden Sesselliftfahrt später hatten wir die 400 Höhenmeter im Sack und konnten endlich mit dem Kern des Wanderurlaubs, dem Wandern, beginnen. Nun hatte es am Vortag unglücklicherweise stark geregnet und ab 1500 m sogar geschneit, so dass die auf dem Postkartenidyll saftigen Wanderkuhweiden größtenteils sehr matschepampig daher kamen. Aufgrund einer offensichtlich anatomisch nicht ganz einwandfreien Beinstellung meinerseits gelang es mir binnen 30 Minuten meine trockene hellschlammfarbene Wanderhose in eine feuchte dunkelschlammfarbene Wanderhose zu verwandeln. Mein blitzsauberer Wandergefährte war angesichts dieser Totalverschlammung amüsiert und machte daraus keinen Hehl. Ich tat so als hätte ich nichts von alledem bemerkt und wanderte munter weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Schlammpe.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2492" title="Schlammpe" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Schlammpe.jpg" alt="Schlammpe" width="600" height="353" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Gewandere sollte fünf oder sechs Stunden dauern und uns an Walderdbeeren (mmmh; Exkurs: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fuchsbandwurm"&gt;Fuchsbandwurm&lt;/a&gt;), Himbeeren (mmmmmh) und 1-A-Fliegenpilzen vorbei auf immer müder werdenden Beinen direkt zum Apfelstrudel führen. Den hatten wir uns nach den zurückgelegten 15 km wirklich redlich verdient. Dumm war nur, dass die Distanz zwischen Apfelstrudel und Hotelzimmer noch einmal mindestens 3 km betrug, die auf Beinen zurück gelegt werden mussten, die  in Gedanken immer noch beim Strudel saßen. Aber eine echte Wandersfrau kann nichts so leicht erschüttern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz am Ende der &lt;a href="http://www.kandersteg.ch/"&gt;Kandersteger&lt;/a&gt; Hauptstraße erwartete uns schließlich die &lt;a href="http://www.gemmi-lodge.com/"&gt;Gemmi Lodge&lt;/a&gt;, die in vierlerlei Hinsicht an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psycho_%281960%29"&gt;Bates Motel&lt;/a&gt; erinnerte. Das Check-In bestand in der formlosen Übergabe des Zimmerschlüssels, was mich einen Moment lang darüber nachdenken liess, wie viel untergetauchte Schwerverbrecher sich hier in diesem Moment wohl so aufhalten mochten. Ich verwarf die Frage und freute mich auf die bevorstehende Waschung und Fütterung. Schon 30 Minuten nach Beginn der Wanderung hatte sich das Bild eines Tellers voll mit &lt;a href="http://www.chefkoch.de/rezepte/293351108499644/Aelpler-Magronen.html"&gt;Älpler Makkaroni&lt;/a&gt; so tief in mein Gehirn eingefräst, dass mich selbst Schampus und Kaviar nicht mehr auf kulinarische Abwege hätten führen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Tor-zur-Welt.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-2494" title="Tor zur Welt" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/09/Tor-zur-Welt.jpg" alt="Tor zur Welt" width="600" height="450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Doch bevor wir uns den Gaumenfreuden hingeben konnten, musste ich mir eine dreiste Zecke aus der Hand schrauben lassen und mich und meine dunkelschlammfarbige, mittlerweile angetrocknete Wanderhose einer Katzenwäsche unterziehen. Aufgefrischt machten wir uns also (diesmal per Bus) auf den Weg in das Innendorf und liessen uns in der Abendsonne vor dem ersten Lokal nieder, das uns in die Quere kam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war gut besucht und hatte Älpler Makkaroni auf der Speisekarte: Zwei Gründe, um es für unser bevorstehendes Galadinner auszuwählen. Die Makkaroni entpuppten sich schnell als das genaue Gegenteil von allem, was sie hätten sein sollen. Kartoffeln, Zwiebeln und Makkaroni nahmen ein ausgiebiges Sahnebad, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greyerzer"&gt;Greyezerkäse&lt;/a&gt; hatte seinen freien Abend und wurde durch dazu gereichten Tütenparmesan vertreten. Lediglich das Apfelmus war über jeden Zweifel erhaben. Was für ein Skandal!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück bei Norman Bates bedurfte es je einer ganzen Stange &lt;a href="http://www.toblerone.ch/toblerone1/page?PagecRef=1"&gt;Toblerone&lt;/a&gt; für jeden Beteiligten, um diese kulinarische Grenzerfahrung zu neutralisieren.  Der Schlaf des Vergessens, der an diesem ersten Wandertag binnen kürzester Zeit und weit vor 21 Uhr über uns hinein brach, tat ein Übriges bei der Errettung unserer Gourmetseelen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Fortsetzung folgt&amp;#8230;)&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=wSQb9eG92o8:opqSjDAF98I:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=wSQb9eG92o8:opqSjDAF98I:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=wSQb9eG92o8:opqSjDAF98I:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=wSQb9eG92o8:opqSjDAF98I:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?i=wSQb9eG92o8:opqSjDAF98I:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?a=wSQb9eG92o8:opqSjDAF98I:qj6IDK7rITs"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/Mellcolm?d=qj6IDK7rITs" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Irgendsoein Gespräch &#8211; Die ungeschönte Wahrheit]]></title>
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		<updated>2010-10-24T17:25:07Z</updated>
		<published>2010-08-29T16:43:12Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Verallgemeinert" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="ältere Damen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Gespräch" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Zug" />		<summary type="html"><![CDATA[Freitagnachmittag im Zug. Zwei ältere Damen fahren (im meinem [!] Abteil) in die Sommerfrische. (Erste, leicht geschönte Fassung.) &#8230; Die Eine: &#8220;Das letzte Mal als wir hier vorbei gefahren sind, das muss damals gewesen sein, als der Hans die Nierensteine hatte, da hat es hier auch geregnet.&#8221; Darauf die Andere: &#8220;Schau mal. Eine Kuh. Die [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/08/29/irgendsoein-gesprach/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/08/29/irgendsoein-gesprach/" title="Permanent link to Irgendsoein Gespräch &amp;#8211; Die ungeschönte Wahrheit"&gt;&lt;img class="post_image alignnone" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/08/Foto.jpg" width="600" height="592" alt="Post image for Irgendsoein Gespräch &amp;#8211; Die ungeschönte Wahrheit" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;F&lt;/span&gt;reitagnachmittag im Zug. Zwei ältere Damen fahren (im &lt;strong&gt;meinem [!]&lt;/strong&gt; Abteil) in die Sommerfrische.&lt;br /&gt;
(Erste, leicht geschönte Fassung.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style="color: #000000;"&gt;&lt;strong&gt;Die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Das letzte Mal als wir hier vorbei gefahren sind, das muss damals gewesen sein, als der Hans die Nierensteine hatte, da hat es hier auch geregnet.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Darauf die Andere&lt;/strong&gt;: &amp;#8220;Schau mal. Eine Kuh. Die frisst Gras.&amp;#8221;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Darauf die Eine:&lt;img src="file:///C:/Users/Lisa/AppData/Local/Temp/moz-screenshot.png" alt="" /&gt;&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Ja, die frisst Gras. Egal ob es regnet.&amp;#8221;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Dann die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Ach. Da ist der Schaffner. Ein netter junger Mann.&amp;#8221;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Darauf die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Ich habe immer Probleme mit meinen Füßen. Besonders mit dem Rechten, oder war es der Linke? Nein, der Linke ist seit der Operation an der Hüfte eigentlich in Ordnung.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id="more-2482"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nun die Andere: &lt;/strong&gt;&amp;#8220;Wir waren neulich mit den Kindern wandern. Ich hatte die Bluse an, die die Helene auch hat. Meine war reduziert. Die Helene hat aber auch eine unmögliche Figur.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Anschließend die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Sagen Sie Herr Schaffner, werden wir pünktlich in (&amp;#8230;hier beliebigen Ort einsetzen&amp;#8230;) sein? Mein Sohn wohnt da mit seiner Frau und den drei Kindern. Ein Junge und zwei Mädchen. Der Junge kam zuletzt. Sie können sich nicht vorstellen, wie mein Sohn sich über den Stammhalter gefreut hat. Mädchen sind ja eher schwierig.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere &lt;/strong&gt; (leicht resigniert)&lt;strong&gt;:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Jesses. Diese jungen Leute.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Haben die Müllers eigentlich den Dackel noch? Den mit den kurzen Beinen. Den haben die schon Jahre und die Frau Müller lässt den sogar im Bett schlafen. Aber dir Ehe ist sowieso den Bach runter gegangen seit der Müller seine Arbeit bei der Stadt verloren hat&amp;#8230;&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Es regnet immer noch.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Darauf die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Gestern gab es Sauerkraut. Ein ganzes Pfund. Frisch vom Metzger, nicht das Zeug aus der Dose.&amp;#8221;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Darauf die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Weißt Du noch, damals die dicke Regine? Die hatte doch was mit dem Heinrich. Das kannste mir doch nicht erzählen&amp;#8230;&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jetzt die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Der Heinrich ist ein Säufer. Sieht man &amp;#8230; die haben da aber schöne Geranien. Sauerkraut. Mit Wacholderbeeren.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere daraufhin&lt;/strong&gt; (in eine andere Richtung sprechend): &amp;#8220;Einen Kaffee bitte, mein Herr. Mit Sahne. Zweimal. Und Süßstoff&amp;#8230; man muss schließlich auf die Figur achten. Höhöhö.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Wir hatten ja nichts nach dem Krieg. Hin und wieder ein Stück Brot für sieben Mann. Willst Du auch ein Stück Pflaumenkuchen?&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Der Regen tut den Pflanzen gut. Die Bauern warten ja auch schon so lange auf Regen&amp;#8230;&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine &lt;/strong&gt; (neugierig)&lt;strong&gt;:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Wart Ihr schon mal im Odenwald? Da kann man schön spazieren gehen. Hat meine Fußpflegerin gesagt.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Pflaumenkuchen aß meine Tante für ihr Leben gern. Odenwald sagst Du? Also der Cousin meiner Friseurin war ja neulich in Pisa. Ein solcher Blödmann ist der. Und frisst wie ein Scheunendrescher.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Im Anschluss die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Ich wasche ja jetzt immer alles auf links. Das ist das Beste. Und immer nur mit Dasch. Der Herr da hinten (mit dem Fingern zeigend) der hat genau so eine schiefe Nase wie dieser Boxer, na der, der seine Frau umgebracht hat&amp;#8230;&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere &lt;/strong&gt; (empört)&lt;strong&gt;: &lt;/strong&gt;&amp;#8220;Diese Politiker sind doch sowieso alle Verbrecher. Und wer muss für deren Schandtaten bezahlen? Der kleine Mann!&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Nein, es waren Gallensteine, keine Nierensteine. Ich verwechsle das immer!&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Für die Töpfe mit den Spezialdeckeln habe ich übrigens nur 100 Euro bezahlt. Die Kartoffeln schmecken da raus viel besser.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Darauf die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Ich gehe mir mal die Hände waschen&amp;#8230;*kicher*.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;In der Zwischenzeit die Andere &lt;/strong&gt; (zu einem beliebigen Sitznachbarn): &amp;#8220;In der Frau im Spiegel stand neulich, dass der Albert von Monaco&amp;#8230; Der hat ja so gar nichts von seinem Vater &amp;#8211; ach da bist Du ja wieder!&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Die Seife war leer. Ist auf den Zugtoiletten immer so. Ich schließe auch nie ab. Zu gefährlich. Man hört ja so viel!&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Du, ich hab mir überlegt, mal wieder einen Schweinebraten zu machen. Mit Salzkartoffeln und Rotkohl.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine kontert:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Die Tochter von der Anneliese ist ja jetzt Vegetarierin. Aber Fisch isst die. Die hat auch jetzt Abitur. Die wählt bestimmt die Grünen, so wie die aussieht.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Eine 38 habe ich früher getragen. Und alle Männer haben mir hinterher geschaut. Aber ich hatte nur Augen für den Willi.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine: &lt;/strong&gt; &amp;#8220;Dass die sich heute alle einen Ring durch die Nase ziehen lassen. Das hat der Vater früher beim Vieh gemacht.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere&lt;/strong&gt; : &amp;#8220;Das Meissener, das wir zur Verlobung bekommen haben hole ich nur für gut raus.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eine:&lt;/strong&gt; &amp;#8220;Früher hatten wir es auch nicht leicht, sage ich immer zu Hans.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Andere: &lt;/strong&gt;: &amp;#8220;Der Albert von Monaco &amp;#8211; niemals hätte der eine wie die Grace Kelly abbekommen.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Darauf die Eine: &lt;/strong&gt; &amp;#8220;Bei Lidl ist gerade der Chicoree im Angebot. Letzte Woche war es die Rote Beete, aber das kriegt man so schlecht von den Fingern ab. Die kleine Ausländerin, die da an der Kasse sitzt sah auch schlecht aus.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&amp;#8230;&lt;br /&gt;
Vier durchredete Stunden später.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Andere: &lt;/strong&gt;&amp;#8220;Ach wir sind da. Nächstes Mal suchen wir uns einen Platz im Ruheabteil. Bei dem ständigen Geklappere auf dem Computer kommt man ja überhaupt nicht zur Ruhe.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ich&lt;/strong&gt; : Grmpf.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Sag mir wie Du heißt und ich sag Dir, ob ich Dich lesen werde]]></title>
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		<published>2010-08-14T16:28:17Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Aus dem Lesesessel" />		<summary type="html"><![CDATA[Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei mir liest beim Lesen auch immer das Auge ein Stück weit mit. Und das Hirn, sofern wach und pflichtbewusst, hirnt &#8211; ganz Ästhet- gleichsam vor sich hin. Und weil die beiden sich in manchem Moment so außerordentlich gut verstehen, finden sich in meinem eher prall gefüllten [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/08/14/buchauslese/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/08/14/buchauslese/" title="Permanent link to Sag mir wie Du heißt und ich sag Dir, ob ich Dich lesen werde"&gt;&lt;img class="post_image aligncenter" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/08/buecher.jpg" width="600" height="398" alt="Post image for Sag mir wie Du heißt und ich sag Dir, ob ich Dich lesen werde" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;I&lt;/span&gt;ch weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei mir liest beim Lesen auch immer das Auge ein Stück weit mit. Und das Hirn, sofern wach und pflichtbewusst, hirnt &amp;#8211; ganz Ästhet- gleichsam vor sich hin. Und weil die beiden sich in manchem Moment so außerordentlich gut verstehen, finden sich in meinem eher prall gefüllten Bücherregal zahlreiche Werke, die ich einzig, allein und ausschließlich wegen ihres außergewöhnlichen Titels gekauft habe. Interessanterweise lag ich mit meinem seltsamen Auswahlverfahren in den allermeisten Fällen für mich goldrichtig. Und selbst wenn der Kauf dieser Bücher mit bedeutungsschwangeren oder bedeutungsentbundenen Titeln am Ende nur dem Zwecke hätte dienen können, sie hier und an dieser Stelle unter Schmunzeln vorzuführen, dann wäre das für sich genommen auch schon mal reichlich dufte gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier also meine all-time-Title-Favs. Die Sternchen zeigen Euch, wie hervorragend Auge und Hirn für mich ausgewählt haben.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a style="border: none;" href="http://www.amazon.de/gp/product/3453206622?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3453206622&amp;quot;&amp;gt;In Schwimmen - zwei - Vögel. Roman."&gt;Flan O&amp;#8217;Brien: In Schwimmen-zwei-Vögel&lt;/a&gt; [Ich bin beschämt, aber: ungelesen]&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442726689?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3442726689"&gt;Haruki Murakami: Mister Aufziehvogel&lt;/a&gt; **&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453590112?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3453590112"&gt;David Sedaris: Ich ein Tag sprechen hübsch&lt;/a&gt; **&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/374661922X?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=374661922X"&gt;Stephen Fry: Der Sterne Tennisbälle&lt;/a&gt; ****&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/344274122X?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=344274122X"&gt;Mohammed Hanif: Eine Kiste explodierender Mangos&lt;/a&gt; ****&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3833305517?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3833305517"&gt;Paul Torday: Lachsfischen im Jemen&lt;/a&gt; **&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3498024973?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3498024973"&gt;Max Goldt: Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens&lt;/a&gt; ***&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3462029614?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3462029614"&gt;Heinrich Böll: Doktor Murkes gesammeltes Schweigen&lt;/a&gt; ****&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423136855?ie=UTF8&amp;amp;tag=gesammstamme-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3423136855"&gt;Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren&lt;/a&gt; ***&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p class="alert"&gt;Und was habt Ihr dem hinzuzufügen?&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Abenteuer Deutsche Bahn. Heute: Leben ohne Kinderstube]]></title>
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		<published>2010-08-10T16:54:36Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Von unterwegs" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="deutsche bahn" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="schaffner" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="unfreundlich" />		<summary type="html"><![CDATA[Für  übermäßige Freundlichkeit ist die Bahn schon von jeher nicht bekannt, aber die meisten Mitarbeiter haben aber doch so viel Anstand, dem Fahrgast gegenüber höflich und respektvoll zu bleiben. Und wenn sie ihren Job nicht so sehr lieben, dass sie jeden Tag fröhlich pfeifend durch die Abteile hüpfen, dann ist das meines Erachtens in Ordnung [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/08/10/abenteuer-deutsche-bahn-heute-leben-ohne-kinderstube/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/08/10/abenteuer-deutsche-bahn-heute-leben-ohne-kinderstube/" title="Permanent link to Abenteuer Deutsche Bahn. Heute: Leben ohne Kinderstube"&gt;&lt;img class="post_image aligncenter" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/08/ICE.jpg" width="600" height="450" alt="Post image for Abenteuer Deutsche Bahn. Heute: Leben ohne Kinderstube" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;F&lt;/span&gt;ür  übermäßige Freundlichkeit ist die Bahn schon von jeher nicht bekannt, aber die meisten Mitarbeiter haben aber doch so viel Anstand, dem Fahrgast gegenüber höflich und respektvoll zu bleiben. Und wenn sie ihren Job nicht so sehr lieben, dass sie jeden Tag fröhlich pfeifend durch die Abteile hüpfen, dann ist das meines Erachtens in Ordnung und ihre Sache. Schließlich pfeife ich auch nicht, wenn mir nicht danach ist. Und wenn das Prinzip mit dem Wald gilt – und davon bin ich felsenfest überzeugt – dann bekommen Miesepeter von den wenigstens Fahrgästen spontan Blumen geschenkt. Und in sofern gleicht sich alles wieder aus. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und diejenigen, die doch fröhlich pfeifen und andere an ihrer Freude teilhaben lassen, die ernten ganz sicher Ähnliches.&lt;span id="more-2471"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Problematisch wird es, so wie ich finde, wenn der Bahnschaffner in seiner Rage selbst den Anstand vergisst und sich dem Fahrgast gegenüber völlig indiskutabel verhält. So geschehen neulich morgens im ICE 598 auf der Fahrt von München nach Mannheim.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fahrgast, ein Herr mittleren Alters mit leichtem Akzent, hatte sich bei der Schaffnerin darüber beschwert, dass sein für immerhin 2,50 € reservierter Sitzplatz dermaßen mit Essensresten verschmutzt war, dass er selbst nach intensiven Reinigungsversuchen unmöglich dort hätte Platz nehmen können. Dass die Schaffnerin nun keinen Putzlappen aus der Uniform zog und den Platz gleich selbst sauber wienerte war vielleicht noch einzusehen. Auch, dass sie möglicherweise wirklich keine Mittel an Bord oder keine Zeit oder auch keine Lust hatte, um die gründliche Reinigung des Platzes vorzunehmen oder zu veranlassen. Vielleicht aber hätte sie sich höflich im Namen der Bahn für diese Situation entschuldigen und für den Fahrgast einen anderen, sauberen Sitzplatz suchen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stattdessen aber sagte sie dem völlig zu Recht angefressenen Fahrgast,  dass sein Problem nicht ihr Problem und die Reinigung seines Sitzes nicht ihre Aufgabe sei. Da müsse der Reisende sich schon bei dem Fahrgast beschweren, der auf einer der vorherigen Fahrten des Zuges den Sitz in diesen unbewohnbaren Zustand versetzt hatte.  Der Herr, einigermaßen frustriert ob dieser bodenlosen absurden Frechheit entgegnete bitter, dass er dies selbstverständlich tun würde, wenn die Schaffnerin ihm einfach den Namen dieser Person nennen würde &amp;#8230;  Die Schaffnerin dampfte ab und ließ den Herrn im Regen stehen. Der Sitz blieb schmutzig&amp;#8230;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Später setzte die Dame sogar noch eines drauf. Der Fahrgast, der sich bei der Bahn über das unmögliche Verhalten der Schaffnerin beschweren wollte, erkundigte sich nach deren Namen. Sie weigerte sich, diesen herauszugeben wenn der Fahrgast ihr nicht zuerst seinen Namen geben würde&amp;#8230;. Mal ganz ehrlich: Geht’s noch?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wüsste zu gerne, wie diese Geschichte weiter gegangen ist&amp;#8230;.&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Im Biergartenparadies]]></title>
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		<updated>2010-08-30T09:51:37Z</updated>
		<published>2010-08-03T19:09:44Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Leben in München" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Biergarten" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="München" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Toilette" />		<summary type="html"><![CDATA[Biergärten gibt es in München wie Sand am Meer. Ein Meer gibt es in München hingegen nicht. Deshalb entscheidet man sich stattdessen immer für den Biergartenbesuch. Aber auch unter den Biergärten gibt es so’ne und solche und ähnlich wie bei der Suche nach dem richtigen Sand am richtigen Meer verhält es sich in Städten wie [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/08/03/im-biergartenparadies/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/08/03/im-biergartenparadies/" title="Permanent link to Im Biergartenparadies"&gt;&lt;img class="post_image aligncenter" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/08/Taxisgarten.jpg" width="600" height="400" alt="Post image for Im Biergartenparadies" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;B&lt;/span&gt;iergärten gibt es in München wie Sand am Meer. Ein Meer gibt es in München hingegen nicht. Deshalb entscheidet man sich stattdessen immer für den Biergartenbesuch. Aber auch unter den Biergärten gibt es so’ne und solche und ähnlich wie bei der Suche nach dem richtigen Sand am richtigen Meer verhält es sich in Städten wie dieser bei der Suche nach dem richtigen Biergarten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dumm ist, dass es den einen, den allein glückselig machenden Biergarten gar nicht gibt. Es kommt nämlich immer auf den Einzelfall an. Und die Umstände spielen selbstverständlich auch eine nicht kleinzuredende Rolle. Ein Biergarten, der einen an einem Tag wie der (Bier)garten Eden höchst persönlich vorkommen mag, kann schon am nächsten Tag den Kampf um die Gunst des Biergartengängers an seinen hässlichen Stiefbruder verlieren. Ein tägliches Vabanquespiel, bei dem es stets nur einen Gewinner gibt. &lt;span id="more-2467"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gründe, die mal den einen mal den anderen Biergarten zum persönlichen Lustgarten machen könnten vielfältiger nicht sein: Ein besonders ausgewogenes Sonnen-Schatten-Platz-Verhältnis, ein vermeintlich besseres Bier, ein besonders salbungsvoll gemischtes Radler, ein Obazda, der seinesgleichen sucht oder eine Kellnerin mit Holzbestand, der durch mehrere arktische Winter hindurch zum Einheizen reichen dürfte. Und in manchen Momenten ist der richtige Biergarten ganz einfach nur der, an dessen Lichtergirlanden das einladendste Toilettenschild baumelt.  &lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Zurück in Zuhausistan]]></title>
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		<updated>2010-08-14T17:31:00Z</updated>
		<published>2010-07-25T08:14:23Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Geschichten und Geschichtchen" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Leseempfehlung" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Magazin" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Stijlroyal" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Zuhausistan" />		<summary type="html"><![CDATA[&#8220;Zurück in Zuhausistan&#8221; ist im Juni 2010 zuerst im stijlroyal Heimatmagazin erschienen, für das ich die Geschichte auch ursprünglich geschrieben hatte. Wohntechnisch sind die ersten 18 eine einzige Aneinanderreihung von Kindergeburtstagen. So lange man die Füße unter den elterlichen Tisch stellt, muss man zwar nach der elterlichen Pfeife tanzen, man muss sich aber wenigstens nicht [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/07/25/zuhausistan/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/07/25/zuhausistan/" title="Permanent link to Zurück in Zuhausistan"&gt;&lt;img class="post_image aligncenter" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/07/zuhausistan.jpg" width="600" height="434" alt="Zurück in Zuhausistan" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p class="alert"&gt;&amp;#8220;Zurück in Zuhausistan&amp;#8221; ist im Juni 2010 zuerst im &lt;a href="http://www.stijlroyal.de/magazin/"&gt;stijlroyal Heimatmagazin &lt;/a&gt; erschienen, für das ich die Geschichte auch ursprünglich geschrieben hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;W&lt;/span&gt;ohntechnisch sind die ersten 18 eine einzige Aneinanderreihung von Kindergeburtstagen. So lange man die Füße unter den elterlichen Tisch stellt, muss man zwar nach der elterlichen Pfeife tanzen, man muss sich aber wenigstens nicht noch um die Beschaffung und Platzierung des besagten Möbelstückes kümmern. Kurz: Im Zuhausistan herrscht derjenige, der per definitionem dafür zuständig ist: Die Mamas und die Papas. Und etwaige andere Diktatoren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann ist der Spaß dann vorbei. Von einem Tag auf den anderen wird einem der  Koffer vor die Tür gestellt. Vertreibung aus dem Paradies. In die Arme der Schlange. Vielleicht mit ein bisschen treiben lassen. Vorbei ist es mit Toast Hawaii und gebügelten Handtüchern. Vorbei ist es mit Vorschriften und Regeln und dem Tisch, unter dem schon lange nicht mehr genügend Platz für all die Füße ist. Das ist  Emanzipation. Erwachsenwerden. Das große Tschüß. Mit Fanfaren und Knabenchor.&lt;span id="more-2457"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das große Aufsichgestelltsein kann also beginnen. Endlich selbst über das eigene Leben entscheiden und sich nicht mehr dem Willen anderer beugen! Endlich das schmutzige Geschirr nach Herzenslust in der Küche stapeln, sich bei Bedarf ein Messer frei lecken und mit den liebevoll von Mutterhand befüllten Tupperdosen im Kühlschrank Schimmelpilzkulturen züchten! Endlich größere und kleinere Schmutzwäschehaufen lasziv in der Wohnung drapieren und auf versammelten Altpapier- und Altglasbeständen dem Spießbürgertum die Stirn bieten! Frei zu sein bedeutet, dem Chaos die Weltherrschaft zu übertragen. In einer freien, unmittelbaren und ganz und gar nicht geheimen Wahl. Und zwar gleich. Und allgemein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn man dann im Schmutz und Chaos zu ertrinken droht und nach und nach sowohl des Luder- als auch des Lotterlebens überdrüssig geworden ist, dann fängt der Ernst des Lebens, vor dem uns nie jemand eindringlich genug gewarnt hatte, auf einmal mit ungebremster Härte an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das heimelige Eingelulltsein, das Muttis Kohlrouladen und Papis miefige Filzpantoffeln zusammen mit den in Eierlikör marinierten Lebensweisheiten der Großmutter ganz wie von selbst zu errichten vermochten, hat sich plötzlich ausgelullt. Zuhausistan ist Geschichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was folgt, sind die verzweifelten Versuche mittels Topfpflanzen und Stofftieren, Postkarten aus Amerika und reizenden Schnappschüssen aller Familienmitglieder &amp;#8211; einschließlich des bewackeldackelten Opel Kadetts &amp;#8211; eine eigene, existierenswerte Existenz zu gründen. Topfpflanzen sind ohnehin die Mutter aller Existenzen. Und der Fels in der Brandung des unwirtlichen Alleinseins.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn auf einmal alles nichts ist, kommt Mutti mit dem Tisch an. Einem alten Esstisch, mit einer fiesen, klebrigen Lackschicht drauf. Eine schlafende Schönheit, die einfach noch ein bisschen gemocht werden will. Ein Schleifen und Schmirgeln später ist es dann so weit. Er darf einziehen. Ein eigener Tisch unter dem endlich wieder Platz für die eigenen Beine ist. Genügend Patz sogar, um sie munter hin und her zu schaukeln.&lt;/p&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[mellcolm wird heraus geputzt]]></title>
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		<updated>2010-07-25T08:41:38Z</updated>
		<published>2010-07-24T20:18:31Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Mellcolm digital" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Blog" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="neues Kleid" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Theme" />		<summary type="html"><![CDATA[Gestern hat das Blögchen das vierte neue Theme bekommen. Wir haben uns beide sehr darüber gefreut. Ich, weil das Blögchen mit jedem neuen Theme noch hübscher wird, es, weil es mit jedem neuen Theme noch wertvoller wird. Ein wahres Luxusluder, das ich mir über die Jahre da heran gezüchtet habe. Fast hätte es mich sogar [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/07/24/mellcolm-wird-heraus-geputzt/">&lt;p&gt;&lt;a class="post_image_link" href="http://www.mellcolm.de/2010/07/24/mellcolm-wird-heraus-geputzt/" title="Permanent link to mellcolm wird heraus geputzt"&gt;&lt;img class="post_image aligncenter" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/07/immf.jpg" width="510" height="404" alt="Mellcolm bei" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="drop_cap"&gt;G&lt;/span&gt;estern hat das Blögchen das vierte neue Theme bekommen. Wir haben uns beide sehr darüber gefreut. Ich, weil das Blögchen mit jedem neuen Theme noch hübscher wird, es, weil es mit jedem neuen Theme noch wertvoller wird. Ein wahres Luxusluder, das ich mir über die Jahre da heran gezüchtet habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fast hätte es mich sogar dazu überredet, ihm noch zwei Gucchi-Schriftarten dazu zu kaufen, aber im letzten Moment konnte mir meine rechte Hand die Kreditkarte aus der linken entwenden und sie in der Sofaritze verstecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonderes wundervoll finden wir beide übrigens, dass die gute Frau &lt;a href="http://www.twitter.com/frauenfuss"&gt;@frauenfuss &lt;/a&gt;uns großzügigerweise erlaubte, ihr &lt;a href="http://www.ich-male-meine-follower.de/"&gt;#immf&lt;/a&gt;-Kunstwerk portionsweise für das Umstyling zu verwenden. Ganz bezaubernd ist das und wir sind unendlich dankbar.&lt;/p&gt;
&lt;p class="alert"&gt;Natürlich hoffen wir, dass Ihr uns auch mit neuem Kleid gewogen bleibt. Vielleicht mögt Ihr uns ja auch mitteilen, wie es Euch gefällt.&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Projekt: Paul. Letzter Spieltag.]]></title>
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		<updated>2010-07-26T06:14:13Z</updated>
		<published>2010-07-11T21:48:48Z</published>
		<category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Frau trifft Fußball" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Sieger" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="Spanien" /><category scheme="http://www.mellcolm.de" term="WM" />		<summary type="html"><![CDATA[Dieses Finale hat ungefähr so viel Spaß gemacht wie ein Zahnarzttermin bei einem ausgebildeten Maurer während eines schweren Gewittersturms in einem zweimal ausgemusterten Aeroflot-Jet an der afghanischen Grenze. Bis zum Spielbeginn hätte ich den Holländern den Titel gegönnt, weil sie ja quasi nebenan wohnen, noch nichts Wichtiges gewonnen haben und weil Robben geschützt gehören. Leider [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.mellcolm.de/2010/07/11/paul/">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses Finale hat ungefähr so viel Spaß gemacht wie ein Zahnarzttermin bei einem ausgebildeten Maurer während eines schweren Gewittersturms in einem zweimal ausgemusterten Aeroflot-Jet an der afghanischen Grenze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis zum Spielbeginn hätte ich den Holländern den Titel gegönnt, weil sie ja quasi nebenan wohnen, noch nichts Wichtiges gewonnen haben und weil Robben geschützt gehören. Leider kann das Nebenanwohnen aber nicht über das Danebenbenehmen hinwegtrösten, so dass ich nach dem Arschlochfoul (ist doch so!) von de Jong flugs umschwenkte und fortan den Spaniern meine Aufwartung machte. Und hätten sie den Teil mit der „Wartung“ nicht so dermaßen missverstanden, wäre das Ding vielleicht schon in der regulären Spielzeit geritzt gewesen. So mussten wir 116 Minuten des Hauens und Stechens ertragen, bis endlich das erlösende Tor fiel.&lt;span id="more-2422"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist also Spanien Weltmeister. Meinetwegen. Besser die als der Kickboxtrupp in orange. Und das wirklich Gute ist: Ein kleines Land südlich von Deutschland darf an diesem Abend noch ein bisschen stolzer auf sich sein&amp;#8230;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/07/Niederlande-gegen-Spanien.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-2424" title="Niederlande gegen Spanien" src="http://www.mellcolm.de/wp-content/uploads/2010/07/Niederlande-gegen-Spanien.jpg" alt="Niederlande gegen Spanien" width="630" height="209" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Null : Eins&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das war alles, was ich dazu zu sagen habe&amp;#8230;.&lt;/p&gt;
&lt;div class="feedflare"&gt;
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