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	<title>Mental Savage</title>
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	<description>Willkommen im Mediendschungel</description>
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<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/07/13/filmkritik-yes-man-der-ja-sager/">
	<title>Filmkritik: Yes Man (Der Ja-Sager)</title>
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	 <dc:date>2009-07-13T09:41:30Z</dc:date>
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	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

	
	“The era of “yes” has begun.” 
	
	Sehr formelhafte high concept Komödie mit Jim Carrey, der einen entscheidungsunfreudigen geschiedenen Sachbearbeiter spielt, dessen Leben sich durch ein Motivationsseminar dramatisch ändert. Der Motivationsguru fordert, das Leben zu bejahen und zu allen Fragen, Aufforderungen und Bitten daher einfach Ja zu sagen, und Protagonist Carl ...</description>
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<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B001UQ6CO6?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B001UQ6CO6"><img border="0" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51XpyBVvtkL._SL160_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B001UQ6CO6" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;The era of &#8220;yes&#8221; has begun.&#8221; </div>
	<p></p>
	<p>Sehr formelhafte <em>high concept</em> Komödie mit Jim Carrey, der einen entscheidungsunfreudigen geschiedenen Sachbearbeiter spielt, dessen Leben sich durch ein Motivationsseminar dramatisch ändert. Der Motivationsguru fordert, das Leben zu bejahen und zu allen Fragen, Aufforderungen und Bitten daher einfach Ja zu sagen, und Protagonist Carl gibt dem ganzen - zunächst zögerlich - eine Chance. Das klappt nach einigen Anlaufschwierigkeiten erstaunlich gut: Auf einmal geht es im Job aufwärts, Carl lernt eine bezaubernde Frau (Zooey Deschanel) kennen und amüsiert sich mit seinen Kumpels. Wie im Standard-Komödienbaukasten üblich, geht die Geschichte natürlich nicht ganz so reibungslos weiter: Es kommt es gegen Ende noch zur unvermeidlichen Krise und Läuterung, bevor wir dann dem überraschungsfreien Ende entgegensehen. Ganz nett, ist dass hier auf ein magisches <em>story device</em> etwa wie in <em>Bruce Almighty</em> oder <em>Der Dummschwätzer</em> verzichtet wird: Carl kann im Rahmen der Story durchaus selbst entscheiden, ob und wie weit er die Ja-Sagerei durchzieht.</p>
	<p>Ein klein wenig aus dem braven Komödien-Korsett bricht die Story aus, als die Carl durch seine Ja-Sagerei in die Fänge der US Homeland-Security gerät, die aus seinen - Ja-Sager-bedingt - extravaganten Freizeitbeschäftigungen einen abstrusen Terror-Vorwurf macht. Die Szenen persiflieren sehr effektiv, wie man durch die Terrorismus-Panik in Amerika sich mittlerweile auch als unbescholtener Bürger sehr schnell verdächtig machen kann, und auf einmal Schwierigkeiten hat, seine Unschuld zu beweisen.</p>
	<p>Jim Carrey hat man schon mal besser gesehen, seine Leistung hier ist aber zumindest routiniert. Carrey kann sich das Grimassenschneiden, mit dem er berühmt geworden ist, auch hier nicht verkneifen, was storymäßig nur bedingt passt. Man kann sich den Regisseur geradezu vorstellen wie er in einigen Szenen gerufen hat: &#8220;Komm, Jim, mach jetzt noch ein paar <em>funny faces</em> für deine Fans&#8221;. Eine sehenswerte Nebenrolle hat hingegen Terence Stamp als diabolischer Motivationsguru Terrence Bundley. </p>
	<p>Ganz charmant ist, dass <em>Yes-Man</em> gar nicht erst versucht, etwas anderes zu sein als eine konventionelle Komödie. In diesem Rahmen ist die Geschichte durchaus amüsant und kurzweilig, auch wenn die Story zwischendurch etwas holprig wird und viele Szenen wie lustige Einfälle der Drehbuchautoren wirken, die man auch noch irgendwie reinbekommen musste. </p>
	<blockquote><p>Yes Man (Der Ja-Sager), USA, Australien 2008 - deutscher Kinostart: 19.02.2009<br />
<img src="/images/05.png" alt="5 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/07/09/filmkritik-video-kings/">
	<title>Filmkritik: Video Kings</title>
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	 <dc:date>2009-07-09T08:15:52Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	
(C) Madhouse Pictures
	
	“Durch diese Tür kommen nur Gestörte”
	
	Und noch eine Slacker-Komödie, die in einer Videothek spielt. Nachdem der Überraschungshit Clerks dieses Sub-Genre 1994 begründet hat und auch den Grundstein gelegt hat für die Karriere von Kevin Smith, war zuletzt ein lahmer Hollywood-Aufguss in Form von Be Kind Rewind (Abgedreht) zu ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B0013FSX1E?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B0013FSX1E"><img border="0" src="/images/videokings.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B0013FSX1E" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />(C) Madhouse Pictures</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Durch diese Tür kommen nur Gestörte&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Und noch eine Slacker-Komödie, die in einer Videothek spielt. Nachdem der Überraschungshit Clerks dieses Sub-Genre 1994 begründet hat und auch den Grundstein gelegt hat für <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/04/30/catch-and-release-lieben-und-lassen/">die</a> <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/07/25/filmkritik-clerks-ii/">Karriere</a> <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/07/04/live-free-or-die-hard-stirb-langsam-40/">von</a> Kevin Smith, war zuletzt ein lahmer Hollywood-Aufguss in Form von <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2008/10/08/filmkritik-be-kind-rewindabgedreht/">Be Kind Rewind (Abgedreht)</a> zu sehen. Kurz vorher hat sich schon das deutsche Nachwuchsduo Daniel Acht und Ali Eckert an der Thematik versucht, und hat mit Video Kings eine Komödie abgeliefert, deren Inspiration durch Kevin Smiths Erstlingswerk kaum verheimtlicht wird. Die Hauptdarsteller Flo und Horst vertrödeln als Mitarbeiter einer drittklassiken Videothek ähnlich wie Dante und Randal im großen Vorbild ihre Zeit mit sinnfreien Diskussionen rund um Frauen, Filme und Sex. Auch die Entstehung von Video Kings als unabhängige Low Budget Produktion ohne Fördermittel ist mit Clerks vergleichbar. </p>
	<p>Fabian Busch ist brillant als intelligenter Loser Flo, der ständig pleite ist, eine schwangere Freundin hat und ein großer Filmfreak ist. Im Gegensatz dazu wirkt Wotan Wilke Möhring als prolliger Horst wie eine der üblichen Knallchargen, die deutsche Komödien als &#8220;lustige&#8221; Figuren bevölkern: Mit Jogging-Anzug, Deppen-Vokuhila-Frisur und  breitem Dialekt ist die Figur des Horst zu sehr auf lustig gemacht, als dass sie tatsächlich lustig oder gar authentisch wäre. </p>
	<p>Die Story steht hier eher im Hintergrund: Flo will seine schwangere Freundin heiraten, verliebt sich gleichzeitig in die neue Nachbarin, die nebenan der Prostitution nachzugehen scheint, die Videothek soll von einem bösen Konkurrenten übernommen werden, und Flos Chef engagiert ihn, um seine Frau zu beschatten, die eine Affäre zu haben scheint. Das alles ist aber nicht so wichtig, Kern des Films ist es schlicht, Flo durch die Untiefen seiner Existenz von einer Katastrophe zur nächsten zu begleiten. </p>
	<p>Leider kann sich auch Video Kings nicht ganz dem Dilemma deutscher Komödien entziehen: Der eine oder andere infantile Joke, sehr klischeemäßig pseudowitzig gestaltete Figuren und Running Gags, die schon beim ersten mal unlustig sind, aber trotzdem im Minutentakt wiederholt werden (z.B. Bela B. als immer wieder auftauchender Punk), verderben ein wenig den Spaß. Deutlich mehr Spaß schienen hingegen die Gaststars Badesalz und Till Schweiger bei ihrem Auftritt gehabt zu haben, auch wenn die Pointendichte hier für den Zuschauer eher überschaubar bleibt. Die zahlreichen Filmzitate zielen ein wenig zu schlaumeierisch auf das filmnerdige Publikum ab, wenn etwa als <em>running gag</em> immer wieder über die Qualitäten von <em>Memento</em> gestritten wird. </p>
	<p>Dennoch, das Ergebnis ist insgesamt durchaus amüsant und sympathisch, und wesentlich besser als der nervige <em>Abgedreht</em>. Und der ungewöhnliche Soundtrack mit deutschen Indie-Bands wie Beatsteaks oder El:ke passt gut zum Independent-Charme der Produktion.</p>
	<blockquote><p>Video Kings, Deutschland 2007 - deutscher Kinostart: 06.09.2007<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/07/05/filmkritik-hes-just-not-that-into-you-er-steht-einfach-nicht-auf-dich/">
	<title>Filmkritik: He’s Just Not That Into You (Er steht einfach nicht auf dich)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/07/05/filmkritik-hes-just-not-that-into-you-er-steht-einfach-nicht-auf-dich/</link>
	 <dc:date>2009-07-05T16:13:08Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	
(C) New Line Cinema
	
	“Man ist der Arsch wenn man zu lange mit einer zusammen ist und sie nicht heiratet. Dann heiratet man sie und ist der Arsch weil man noch nicht bereit war.”
	
	Für He’s just not that into you hat Regisseur Ken Kwapis so ziemlich alle Stars des rom com ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/2e/Notintoyouposter.jpg" alt="notintoyou" /><br />(C) New Line Cinema</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Man ist der Arsch wenn man zu lange mit einer zusammen ist und sie nicht heiratet. Dann heiratet man sie und ist der Arsch weil man noch nicht bereit war.&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Für <em>He&#8217;s just not that into you</em> hat Regisseur Ken Kwapis so ziemlich alle Stars des <em>rom com</em> Genres versammelt, von Jennifer Aniston über Ben Affleck, Jennifer Connelly und Drew Barrymore bis zu Scarlett Johannson, da fehlt eigentlich nur noch Hugh Grant. Der Filmtitel ist ein Zitat aus einer <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.hbo.com/city/episode/season6/episode78.shtml">Sex &#038; the City Episode</a>, das mittlerweile zu einem geflügelten Wort geworden ist um zu beschreiben, dass Frauen es oft nicht wahrhaben wollen, wenn ein Mann sie nicht will, sondern lieber nach vermeintlichen Zeichen und Andeutungen suchen, um ihre Traumwelt nicht zu zerstören.</p>
	<p>Der Storyaufbau ist stark inspiriert vom britischen <em>rom com</em> Klassiker <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/12/16/filmkritik-love-actually-tatsachlich-liebe/">Love Actually</a> und verbindet eine Reihe lose miteinander verwobener Geschichten zu einem fluffigen Paket: Da ist zum einen die Single-Frau Mary (Drew Barrymore), die verzweifelt die neuen Dating-Regeln in Zeiten von Myspace &#038; Co. herauszufinden versucht. Oder das Ehepaar Janine (Jennifer Connelly) und Ben (Bradley Cooper), die viel zu früh geheiratet haben, weil Janine ihn nach dem Studium dazu gedrängt hat. Ben lernt die attraktive Anna (Scarlett Johansson) kennen, die sich in ihn verliebt, aber gleichzeitig eine lockere Beziehung zu Conor (Kevin Connolly) hat, der wiederum in sie verliebt ist. Oder das Pärchen Beth (Jennifer Aniston) und Neil (Ben Affleck), die seit sieben Jahren zusammen sind und in eine Krise stürzen, weil er partout nicht ans heiraten denkt. Und nicht zuletzt die verträumte Gigi (Ginnifer Goodwin), die nach jedem Date sehnsüchtig auf den Anruf wartet und nicht wahrhaben will, dass der Mann &#8220;just not that into you&#8221; ist. Und sich vom Date-Doktor Alex (Justin Long) daher Nachhilfe in Sachen Männer und Dating geben läßt. </p>
	<p>Justin &#8220;<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.apple.com/getamac/ads/">Apple Guy</a>&#8221; Long hat damit auch eine der besten Episoden in diesem Beziehungskosmos, die aber leider durch ein allzu kitschiges Ende verhunzt wird. Glücklicherweise wird nicht an alle Geschichten ein zuckersüßes Hollywood Ende drangeklatscht - wie schon beim Vorbild <em>Love, Actually</em> dürfen auch hier einige der Beziehungen sehr real in die Brüche gehen und werden nicht einfach wieder am Schluß gekittet. Alles natürlich im Rahmen einer <em>romantic comedy</em>, die ihre Zuschauer am Ende mit einem wohligen Gefühl zurücklassen will und nicht mit schweren Depressionen.</p>
	<p>Vom anderen Genre-Vorbild <em>Harry &#038; Sally</em> hat man recht schamlos die Interview-Statements geklaut, die die verschiedenen Teile des Films einläuten: Was es heißt, wenn er nicht anruft, wenn sie nicht mit ihm schlafen will, wenn er nicht heiraten will. Leider erreicht <em>He&#8217;s not that into you</em> nie ganz die Klasse seiner Vorbilder, sondern bewegt sich in deutlich seichterem Terrain. Die Geschichten sind eine Spur zu harmlos, die Dialoge nicht bissig genug, die Pointen immer ein wenig zu platt und die Charaktere haben eine sehr überschaubare Tiefe. So dürfen natürlich auch die Klischee-Schwulen hier nicht fehlen, die in jeder <em>rom com</em> zu finden sind. </p>
	<p>Beim Soundtrack hat man sich eher für die risikolose Variante entschieden und ein paar gut abgehangene Hits von R.E.M, Keane oder The Cure eingebaut, was aber nicht das schlechteste ist. Das Star-Ensemble spielt routiniert, auch wenn der eine oder andere hier sicher nicht gerade 100 Prozent seiner schauspielerischen Leistung abrufen musste. Insgesamt durchaus kurzweilige Unterhaltung, die besser ist als ein Großteil der Hollywood-Massenware in diesem Genre, aber auch viel verschenktes Potential.</p>
	<blockquote><p>He&#8217;s Just Not That Into You (Er steht einfach nicht auf dich), USA 2009 - deutscher Kinostart: 12.02.2009<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/07/02/filmkritik-night-at-the-museum-battle-of-the-smithsonian-nachts-im-museum-2/">
	<title>Filmkritik: Night at the Museum: Battle of the Smithsonian (Nachts im Museum 2)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/07/02/filmkritik-night-at-the-museum-battle-of-the-smithsonian-nachts-im-museum-2/</link>
	 <dc:date>2009-07-02T16:56:14Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	
(C) 20th Century Fox
	
	“Was ist dieser Würfel des Rubik - was kann der?”
	
	Die eher schlichte Familienkomödie Nachts im Museum war 2006 ein Überraschungserfolg, der bei eher durchschnittlichem Budget von 110 Millionen Dollar über eine halbe Milliarde Dollar eingespielt hat und damit auf Platz 50 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelandet ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/e/eb/Night_at_the_Museum_2_poster.jpg/200px-Night_at_the_Museum_2_poster.jpg" alt="museum2" /><br />(C) 20th Century Fox</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Was ist dieser Würfel des Rubik - was kann der?&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Die eher schlichte Familienkomödie <em>Nachts im Museum</em> war 2006 ein Überraschungserfolg, der bei eher durchschnittlichem Budget von 110 Millionen Dollar über eine halbe Milliarde Dollar eingespielt hat und damit auf Platz 50 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelandet ist. Nicht verwunderlich, dass da schnell ein Sequel her musste, um die Kuh weiterzumelken. Regisseur Shawn Levy, der schon Teil 1 verantwortete, hat mit &#8220;Battle of the Smithonians&#8221; eine klassische Fortsetzung gedreht, die das Erfolgsprinzip nicht neu erfindet sondern die Geschichte einfach noch etwas größer und bunter weiterdreht. </p>
	<p>Larry ist mittlerweile vom Nachtwächter zu einem erfolgreichen Unternehmer geworden. Sein altes Museum wird modernisiert, so dass die alten Exponate, die nachts heimlich zum Leben erwachen, ausgemustert und ins Archiv nach Washington verschickt werden sollen. Im <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://de.wikipedia.org/wiki/Smithsonian_Institution">Smithonian</a>, dem &#8220;größten Museum der Welt&#8221;, geht das Abenteuer allerdings weiter, da auch die ägyptische Tafel, die die Exponate zum Leben erweckt, mit nach Washington gelangt. Dort erwartet die Protagonisten aus Teil 1 eine unfreundliche Begrüßung: Der große Gegenspieler ist diesmal Kah Mun Rah (sehr amüsant: Hank Azaria), der Bruder des Pharaos aus dem ersten Teil. Er verbündet sich mit den anderen Oberfieslingen im Museum, namentlich Iwan dem Schrecklichen, Napoleon Bonaparte und  Al Capone. Die bedrängten Museumsfiguren wenden sich an Larry, der sich im Kampf gegen die Bösen wiederum ein paar historische Figuren wie einen steinernen Abraham Lincoln, General Custer (Bill Hader) und als weiblichen Sidekick Amelia Earhart (Amy Adams) sucht.</p>
	<p>Man merkt deutlich, dass die Macher unbedingt noch einen draufsetzen wollten: Diesmal werden nicht nur historische Figuren, Dinosaurier oder Zinnsoldaten zum Leben erweckt, sondern auch Kunstgegenstände wie der <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.artinfo.com/news/enlarged_image/29273/125788/">Balloon Dog</a> von Jeff Koons oder Bilder von Edward Hopper und Roy Lichtenstein. Larry kann direkt in die Bilder springen und sich dann etwa zum <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.gallerym.com/work.cfm?ID=69">VJ Day</a> auf die Siegesparade von 1945 begeben (natürlich in passend in schwarz-weiß). Schon Teil 1 hat ganz erheblich von den beeindruckenden Trickeffekten gelebt, die die Museumsfiguren zum Leben erweckt haben. Auch Teil 2 setzt voll auf die CGI-Karte. Die Tricktechniker haben wieder eine Reihe wirklich netter Ideen gehabt: So erwachen etwa auch drei Putten auf einem Marmorbrunnen zum Leben und rocken mit ihrer Harfe los (verkörpert von den US-Kinderstars Jonas Brothers). Al Capone und seine Ganoven wandern hingegen stilecht in schwarzweiß durch die farbige Szenerie. Und zum Dechiffrieren eines Codes wendet sich Larry an eine Reihe Spielzeug-Wackelkopf-Einsteins, sehr niedlich animiert und synchronisiert. Und als Cameos dürfen schließlich auch noch Oscar aus der Sesamstraße und Darth Vader (&#8221;why the cape? Are we going to the opera?&#8221;) auftreten. Alles ein bisschen viel und sehr überdreht. </p>
	<p>Die ganzen Gimmicks sorgen dafür, dass das ganze noch ein wenig abstruser und <em>over the top</em> ist als Teil 1. Dazu ist das Timing ein wenig holprig und die Story dient eher dem losen Überleiten von einer Pointe zur nächsten. Der orchestral-bombastischer Soundtrack von Alan Silvestri passt allerdings sehr gut zum bunten Treiben auf der Leinwand.</p>
	<p>Ich mag Ben Stiller ja eigentlich nicht, aber in diesen überdrehte Film ist er perfekt als ruhender Pol zwischen all den überzeichnet-karikierten Figuren. <em>Night at the Museum 2</em> ist wieder <em>big budget family entertainment</em>, kurzweilig und jugendfrei. Und doch haben die Macher es geschafft, ab und zu ein paar subversive Späßchen einzubauen, wie etwa eine wirklich sehenswerte Reminiszenz an das blutdrünstige Schlachtepos <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/06/14/300/">300</a>.</p>
	<blockquote><p>Night at the Museum: Battle of the Smithsonian (Nachts im Museum 2), USA, Kanada 2009 - deutscher Kinostart: 21.05.2009<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/30/filmkritik-che-part-one-che-revolucion/">
	<title>Filmkritik: Che: Part One (Che - Revolucion)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/30/filmkritik-che-part-one-che-revolucion/</link>
	 <dc:date>2009-06-30T17:09:44Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

(C) IFC Films
	
	“Was ist das für ein Gefühl, ein Symbol zu sein?”
	
	Che Guevara ist neben Nike und Mickey Mouse wohl weltweit das am meisten verkaufte T-Shirt-Logo. Und ganz ähnlich wie bei Nike und Disney wissen die meisten T-Shirt-Träger auch bei Che gar nicht so genau, was eigentlich dahinter steckt, sondern ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/8/84/Che-movie-poster2.jpg/200px-Che-movie-poster2.jpg" alt="che" /><br />
<br />(C) IFC Films</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Was ist das für ein Gefühl, ein Symbol zu sein?&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Che Guevara ist neben Nike und Mickey Mouse wohl weltweit das am meisten verkaufte T-Shirt-Logo. Und ganz ähnlich wie bei Nike und Disney wissen die meisten T-Shirt-Träger auch bei Che gar nicht so genau, was eigentlich dahinter steckt, sondern verbinden die Marke eher diffus mit <s>Sportlichkeit und Athletik</s> Revolution, Gerechtigkeit und dicken kubanischen Zigarren. </p>
	<p>Dabei hat Hollywood immer mal wieder versucht, Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen, schon 1969 durfte Omar Sharif die Lebensgeschichte von Ernesto Guevara de la Serna - oder für Freund kurz &#8220;Che&#8221; - auf die Leinwand bringen (was in meiner jugendlichen Erinnerung gar nicht so schlecht gelungen war, aber für die Mitgliedschaft in der Liste der <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://listing-index.ebay.com/movies/The_Fifty_Worst_Films_of_All_Time.html">50 schlechtesten Filme aller Zeiten</a> gereicht hat). Zuletzt hat gar ein kleiner Motorrad-Trip Ches durch Südamerika gereicht, um daraus 2004 einen <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.imdb.com/title/tt0318462/">abendfüllenden Film</a> zu machen.</p>
	<p>Benicio del Toro war das alles nicht genug, mit dem Zweiteiler &#8220;Che- Revolucion&#8221; und &#8220;Che - Guerilla&#8221; wollte er die Mutter aller Che-Filme erschaffen. Zugleich als Hauptdarsteller und Produzent hat del Toro angeblich die letzten Jahre zusammen mit Regisseur Steven Soderbergh damit zugebracht, alle Überlebenden von damals zu treffen, alle Originalschauplätze anzuschauen und alle historischen Quellen zu sichten, um eine historisch korrekte Biographie abzuliefern.</p>
	<p>Nun also zunächst Teil 1 der Saga - die Beteiligung Ches an der kubanischen Revolution (Teil Zwei über Ches Guerilla-Kampf in Bolivien kommt im Juli 2009 in die Kinos).</p>
	<p>Der Film fängt angestrengt dokumentarisch an und springt wild zwischen den Jahrzehnten hin- und her: Eine große Karte von Kuba, Batistas Machtergreifung, ein Interview mit Guevara Jahre später nach der erfolgreichen Revolution, dann wieder zurück zu den Anfängen von Castro und Guevara in Mexiko. Und weiter vorwärts in den Guerilla-Kampf auf Kuba. Im weiteren Verlauf wird die Darstellung des Guerilla-Kampfes immer wieder unterbrochen von halbdokumentarischen schwarz-weiß-Szenen aus Ches New York Reise acht Jahre später. Das ganze hin- und her wirkt extrem bemüht, ohne dass die Geschichte dadurch verständlicher würde. </p>
	<p>Die zugrundeliegende Geschichte hätte genügend Material gegeben für eine spannende mitreissende Handlung, aber der Film verzettelt sich in Details und wirkt streckenweise wie eine lose Aneinanderreihung von Szenen ohne roten Faden. Es ist leider nicht der - wie einige Kritiken bemängelte - sozialistische Rambo geworden, sondern ein ziemlich langatmiges Biopic. Erst mit dem großen Showdown in <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Santa_Clara">Santa Clara</a> im letzten Viertel des Films kommt ein wenig Spannung auf, wenn auch äußerst hölzern inszeniert, um dann sehr abrupt, fast mit einem Cliffhanger, zu enden: Die Ankunft der siegreichen Rebellen in Havanna wird dem Kinobesucher vorenthalten, weiter geht es dann in Teil Zwei.</p>
	<p>Auch die schauspielerische Leistung ist eher halbgar, so wirkt Demián Bichir als Fidel Castro wie die Karikatur eines leicht größenwahnsinnigen Anführers, wild gestikulierend und mit wirrem Blick. Auch zahlreiche Nebendarsteller wirken teilweise wie aus einer Laienspielgruppe verpflichtet. Etwas überzeugender ist Benicio Del Toro als Che, dessen Figur aber bedingt durch das konfuse Skript auch arg blutleer bleibt.</p>
	<p>Ebenso ärgerlich ist die apologetische Verklärung Ches als großen Revolutionär, der in Wirklichkeit nicht davor zurückschreckte, junge Weggefährten wegen kleinster Vergehen hinrichten zu lassen. Che der Held, der sich aufopfernd um Verwundete kümmert oder die Dorfbewohner medizinisch versorgt und dafür seine eigenen Ambitionen zurückstellt. Che der strenge aber gerechte Anführer, der für seine Soldaten da ist. Che, der auch mal selbst zur Panzerfaust greift, wenn sein Kamerad zweimal das Ziel verfehlt (und selbst natürlich sofort einen Volltreffer landet). Che, der den ungebildeten Guerilleros Lesen und Schreiben beibringt. Die Hinrichtungen in den eigenen Reihen sind zwar auch ein Thema, aber der Film läßt keinen Zweifel daran, dass hier die richtigen zu Tode gekommen sind. Und die Rechtfertigung dazu darf Che dann auch noch passenderweise selbst geben, in einer nachgestellten Rede vor der UN.</p>
	<p>Interessanterweise hat diese Revolutionsverklärung selbst im Mutterland der Revolution keinen rechten Anklang gefunden. Das offizielle kubanische Blatt &#8220;Granma&#8221; (ja, heißt wirklich so) befand die Person des Fidel Castro als nicht mit der nötigen Tiefe dargestellt (die englische Version der Rezension ist nicht mehr online, wer spanisch kann, <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.granma.cubaweb.cu/2008/12/05/cultura/artic03.html">hier</a> weiter). Und Fidel Castro selbst trägt auch keine Che-T-Shirts, sondern lieber <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.stern.de/lifestyle/mode/:Mode-Fidels-Faible-Adidas/591420.html">Adidas</a>.</p>
	<p>Wer die Ereignisse der kubanischen Revolution ein wenig mitreissender und atmosphärisch dichter erleben will, dem sei statt Soderberghs Werk eher &#8220;Havanna&#8221; mit Robert Redford ans Herz gelegt - hier allerdings nicht aus der Perspektive der Guerillakämpfer, sondern aus der eines dekadenten amerikanischen Glücksspielers erzählt.</p>
	<blockquote><p>Che: Part One (Che - Revolucion), USA, Frankreich, Spanien 2008 - deutscher Kinostart: 11.06.2009<br />
<img src="/images/02.png" alt="2 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/26/aus-gegebenem-anlass/">
	<title>Aus gegebenem Anlass…</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/26/aus-gegebenem-anlass/</link>
	 <dc:date>2009-06-26T07:04:11Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Musik</dc:subject>	<description>	




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</p>
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<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/25/filmkritik-lets-make-money/">
	<title>Filmkritik: Let’s make Money</title>
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	 <dc:date>2009-06-25T12:33:17Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	


	
	“Lassen Sie ihr Geld arbeiten!”
	
	Wie fängt man wohl einen Film an, der Let’s make Money heißt? Genau: mit Bildern aus der Gelddruckerei, wo Bogen um Bogen frische Geldscheine aus der Presse laufen. So schlicht und vorhersehbar geht es dann leider auch weiter im Essay-Film des Österreichers Erwin Wagenhofer. Wagenhöfer versucht ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B00274S6KS?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B00274S6KS"><img border="0" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61tBlgzp%2BmL._SL160_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B00274S6KS" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />
</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Lassen Sie ihr Geld arbeiten!&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Wie fängt man wohl einen Film an, der <em>Let&#8217;s make Money</em> heißt? Genau: mit Bildern aus der Gelddruckerei, wo Bogen um Bogen frische Geldscheine aus der Presse laufen. So schlicht und vorhersehbar geht es dann leider auch weiter im Essay-Film des Österreichers Erwin Wagenhofer. Wagenhöfer versucht mit plakativen Mitteln, die komplexen Zusammenhänge der globalisierten Wirtschaft auf einen einfachen Nenner zu bringen, und die katastrophalen Auswirkungen der Globalisierung auf die Menschen zu demonstrieren. </p>
	<p>Wie schon bei seinem letzten Werk <em>We feed the world</em> kommt Wagenhöfer ohne Off-Sprecher aus - wenn die Dokumentarszenen nicht für sich selbst sprechen, wird per Einblendung die Message verkündet: Wir sehen z.B. eine Goldmine in Ghana, begleiten das Gold bis in die Schweiz, wo es in Barren gegossen wird. Die Szene endet mit der Einblendung &#8220;Verteilung: 3% für Afrika, 97% für den Westen&#8221;. Was genau diese 3% sind, wer &#8220;Der Westen&#8221; ist, etc., darf sich der Zuschauer selbst zusammenreimen, allzuviel Differenzierung und Sachlichkeit darf man hier nicht erwarten. Die Argumentation ist schlicht und stark vereinfachend. Dafür wartet <em>Let&#8217;s make Money</em> mit einer Reihe bemerkenswerter Szenen rund um den Globus auf, von riesigen leerstehenden Wohnanlagen in Spanien, indischen Fabriken inmitten von Slums oder ausgetrockneten Baumwollfeldern in Burkina Faso, und zeigt entlarvende Interviews von Protagonisten wie dem Finanzminister der Steueroase Jersey oder einem Fondsmanager in Singapur, die in überraschender Offenheit ohne einen Hauch von Selbstkritik über ihr Treiben reflektieren.</p>
	<p>Gedreht wurde <em>Let&#8217;s make Money</em>, bevor die Finanz- und Wirtschaftskrise in voller Wucht ausgebrochen ist. Viele der hier gezeigten Aussagen sind rückblickend nicht ohne Ironie. Dennoch hat auch Wagenhofer die Entwicklung nicht kommen sehen: Er prangert hier weniger an, dass die globale Wirtschaft auf einer gigantischen Blase gebaut worden ist, die zu platzen droht. Es geht ihm um die moralisch fragwürdigen Methoden der globalisierten Wirtschaft, nicht um die rückblickend auch ökonomische Fragwürdigkeit des ganze Systems. Insofern ist seine zu kurz greifende Kritik mittlerweile von der Realität überholt worden. Die Globalisierung ist nicht (primär) aufgrund ihrer moralischen Fragwürdigkeit aus der Bahn geraten, sondern weil die zugrundeliegenden ökonomischen Prinzipien dauerhaft nicht funktioniert haben.</p>
	<p>Wenn man die Prämisse akzeptiert, dass <em>Let&#8217;s make Money</em> kein abwägender Dokumentarfilm sein will sondern eine klar Stellung beziehende Polemik, ist der Film durchaus sehenswert. Allerdings ist die Argumentation hier bei weitem nicht so überzeugend wie im Vorgänger <em>We feed the World</em>. Nicht zuletzt, weil die hier geschilderten Auswüchse des globalen Kapitalismus durch die Wirtschaftskrise mittlerweile schon zu oft durch die Medien gegangen sind, als dass Wagenhöfer hier noch wirklich überraschen kann.</p>
	<blockquote><p>Let&#8217;s make Money, Österreich 2008, deutscher Kinostart:  30.10.2008<br />
<img src="/images/05.png" alt="5 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/19/es-reicht/">
	<title>Piraten!</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/19/es-reicht/</link>
	 <dc:date>2009-06-19T17:08:48Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Internet</dc:subject>	<description>	Sie haben es geschafft. Nach knapp 15 Jahren trage ich mich ernsthaft wieder mit dem Gedanken, einer Partei beizutreten. Mit Vorratsdatenspeicherung (”Stasi 2.0“) usw. hab ich mich ja noch resignierend abgefunden, aber mit dem jetzt beschlossenen Internet-Zensurgesetz ist eindeutig eine Grenze überschritten worden. Rene, Thomas, Anke oder Frank haben schon ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<p>Sie haben es geschafft. Nach knapp 15 Jahren trage ich mich ernsthaft wieder mit dem Gedanken, einer <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.piratenpartei.de">Partei</a> beizutreten. Mit Vorratsdatenspeicherung (&#8221;<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://de.wikipedia.org/wiki/Stasi_2.0">Stasi 2.0</a>&#8220;) usw. hab ich mich ja noch resignierend abgefunden, aber mit dem jetzt beschlossenen Internet-Zensurgesetz ist eindeutig eine Grenze überschritten worden. <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/">Rene</a>, <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2151">Thomas</a>, <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.ankegroener.de/?p=4678">Anke</a> oder <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://helmschrott.de/blog/zieht-euch-schon-mal-warm-an/">Frank</a> haben schon sehr gut auf den Punkt gebracht, welche Ignoranz und Missachtung demokratischer Grundsätze CDU und SPD mit diesem Gesetz bewiesen haben, deshalb will ich hier auf die Unsinnigkeit und Gefährlichkeit des Gesetzes gar nicht näher eingehen.</p>
	<p>Es bleibt abzuwarten, ob die Aufregung in der Internet-Community, die derzeit ein wenig überkocht, bis zur Bundestagswahl anhält, und <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/06/die-grose-der-blase/">500.000 Multiplikatoren</a>, die man nun gegen sich aufgebracht hat, ausreichen, um einen Achtungserfolg bei der Wahl zu erzielen. Im Moment kann ich mir das sehr gut vorstellen.<br />
<a href="http://ich.waehlepiraten.de/" target="blank"><br />
<img src="http://www.piratenpartei-hessen.de/common/Usus_eubt_1.png" alt="Unterstuetzer" border="0" /> </a>
</p>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/15/wozu-twitter-wirklich-gut-ist/">
	<title>Wozu Twitter wirklich gut ist</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/15/wozu-twitter-wirklich-gut-ist/</link>
	 <dc:date>2009-06-15T05:53:22Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Internet</dc:subject>	<description>	Wenn man den Auftritt der Simple Minds bei Wetten dass sehen will, ohne dafür drei Stunden Gelaber von Thomas Gottschalk in Kauf zu nehmen, ist das gar nicht so einfach. Den genauen Programmablauf findet man leider weder in der TV-Zeitschrift noch auf der ZDF-Internetseite. Da heißt es also entweder den ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<p>Wenn man den Auftritt der Simple Minds bei Wetten dass sehen will, ohne dafür drei Stunden Gelaber von Thomas Gottschalk in Kauf zu nehmen, ist das gar nicht so einfach. Den genauen Programmablauf findet man leider weder in der TV-Zeitschrift noch auf der ZDF-Internetseite. Da heißt es also entweder den ganzen Abend hin- und herzappen. Oder einfach auf <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://search.twitter.com/search?q=simple+minds">search.twitter.com</a> nach &#8220;Simple Minds&#8221; suchen, und pünklich zum Beginn des Auftritts von den entsprechenden Tweets erinnert werden. </p>
	<div class="enkimage"><img src="/images/twitter_minds.jpg" alt="twitterminds" /></div>
	<p>Man braucht noch nicht mal alle 10 Sekunden auf Refresh zu klicken, Twitter teilt automatisch auf der Seite mit, wenn es neue Tweets zur aktuellen Suche gibt. </p>
	<p>In diesem Fall zwar nur eine Spielerei, es zeigt aber, was das qualitativ wirklich neue an Twitter ist - Informationen über Gott &#038; die Welt kommen jetzt nicht mehr täglich oder mit stündlicher Aktualisierung, sondern nahezu in Echtzeit (ganz im Gegensatz übrigens zu <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.simpleminds.com/">Jim Kerr</a>, der beim Vollplayback zu &#8220;Don&#8217;t you forget about me&#8221; mit seinen Lippen ein wenig dem Sound hinterherhinkte).
</p>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/12/filmkritik-angels-and-demons-illuminati/">
	<title>Filmkritik: Angels and Demons (Illuminati)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/12/filmkritik-angels-and-demons-illuminati/</link>
	 <dc:date>2009-06-12T06:29:09Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

	
	“Faith is a gift that I have yet to receive.” - ein wenig naiver Glaube kann allerdings bei diesem Drehbuch nicht schaden
	
	Es ist ein Vorteil, die Romanvorlage für Angels und Demons zu kennen, bevor man den Film anschaut. Nicht etwa, weil die Story so komplex ist, dass man sie sonst ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B0029BDI7A?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B0029BDI7A"><img border="0" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/511k5aJS%2B3L._SL500_AA240_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B0029BDI7A" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Faith is a gift that I have yet to receive.&#8221; - ein wenig naiver Glaube kann allerdings bei diesem Drehbuch nicht schaden</div>
	<p></p>
	<p>Es ist ein Vorteil, die <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/0552150738?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0552150738">Romanvorlage</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0552150738" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> für <em>Angels und Demons</em> zu kennen, bevor man den Film anschaut. Nicht etwa, weil die Story so komplex ist, dass man sie sonst nicht verstehen würde. Sondern weil man dann weiss, auf was für eine konstruierte und hanebüchene Geschichte man sich einläßt. Für den unbedarften Kinobesucher mag die bunte Collage aus Science-Fiction, (Kirchen-)Historie und Verschwörungstheorien zu grotesk und unglaubwürdig wirken, um sich auf die rasante Schnitzeljagd durch Rom einzulassen, die der Film bildgewaltig inszeniert. Wenn man aber weiss, was da auf einen zukommt, kann man die opulenten Schauwerte des Films durchaus genießen. Dabei hat Regisseur Ron Howard die abstrusesten Szenen des Buches sogar herausgelassen, etwa wenn Protagonist Robert Langdon in MacGywer-Manier aus einem Hubschrauber springt und statt Fallschirm nur ein Stück Stoff braucht, um sicher im Tiber zu landen.  Aber auch ohne diese Comic-Einlagen hat der Film um Anti-Materie, Freimaurer, geheimnisvolle Zeichen und historische Verwicklungen noch genug an fantastischen Storyzutaten beisammen: </p>
	<p>Der Havard Professer Robert Langdon (Tom Hanks) wird vom Vatikan um Hilfe gebeten, weil eine Gruppe von Kardinälen entführt worden ist. Kurz vor der Wahl des neuen Papstes drohen die Entführer, jede Stunde einen Kardinal zu töten, und schließlich den ganzen Vatikan auszulöschen. Die Entführer nutzen Symbole und Pläne der mittelalterlichen Verschwörertruppe der Illuminaten, und Experte Langdon soll ihre Pläne rechtzeitig entschlüsseln, um sie zu vereiteln. An seiner Seite ist die unvermeidlich attraktive weibliche Hauptrolle Vittoria Vetra (Ayelet Zurer), eine Wissenschaftlerin des CERN, die auf der Suche nach einem gestohlenen Behälter mit Antimaterie ist.</p>
	<p>Die Figuren haben - bedingt durch die triviale Romanvorlage - eine sehr überschaubare Tiefe, aber der solide Cast (u.a. Ewan McGregor und Armin Müller-Stahl) macht das beste daraus. Vor allem Tom Hanks spielt den Robert Landgon mit dem nötigen Augenzwinkern, das die streckenweise eher comichafte Dramaturgie erfordert.</p>
	<p>Anders als im ersten Teil &#8220;Da Vinci Code&#8221;, der durch ständig wechselnde Schauplätze und hektische Szenenwechsel sehr unausgegoren wirkte, hat Howard hier das Timing deutlich besser im Griff. Die rasante Jagd durch die historischen Stätten Roms wirkt deutlich fokussierter und langweilt trotz 138 Minuten Spielzeit nicht. Trotz fehlender Drehgenehmigung im Vatikan hat man die Originalschauplätze beeindruckend real auf die Leinwand programmiert, nur der eine oder andere Schwenk über den Petersplatz wirkt ein wenig künstlich. Hans Zimmer hat dem ganzen einen gewohnt bombastischen Soundtrack auf den Leib geschneidert, was zu der auf Effekte und Schauwerte angelegten Dramaturgie gut passt.</p>
	<p>Routinierte Blockbuster-Unterhaltung, die deutlich besser gelungen ist als der erste Teil.</p>
	<blockquote><p>Angels and Demons (Illuminati), USA 2009 - deutscher Kinostart: 13.05.2009<br />
<img src="/images/07.png" alt="7 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/04/filmkritik-rachel-getting-married-rachels-hochzeit/">
	<title>Filmkritik: Rachel getting married (Rachels Hochzeit)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/04/filmkritik-rachel-getting-married-rachels-hochzeit/</link>
	 <dc:date>2009-06-04T19:12:31Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

	
	“Everybody in the house is looking at me like I’m a visiting sociopath”
	
	Anne Hathaway hat das Problem vieler erfolgreicher Hollywood-Stars: Berühmt geworden durch seichte Komödien wie Plötzlich Prinzessin oder Der Teufel trägt Prada, möchte sie neben der großen Bekanntheit auch als “ernsthafte” Schauspielerin wahrgenommen werden, die mehr kann als gut ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B001EZ6OLO?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B001EZ6OLO"><img border="0" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iZtVHSrwL._SL500_AA240_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B001EZ6OLO" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Everybody in the house is looking at me like I&#8217;m a visiting sociopath&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Anne Hathaway hat das Problem vieler erfolgreicher Hollywood-Stars: Berühmt geworden durch seichte Komödien wie <em>Plötzlich Prinzessin</em> oder <em>Der Teufel trägt Prada</em>, möchte sie neben der großen Bekanntheit auch als &#8220;ernsthafte&#8221; Schauspielerin wahrgenommen werden, die mehr kann als gut auszusehen. Nach einer Rolle im oscar-gekrönten <em>Brokeback Mountain</em> und der Jane Austen Biografie <em>Becoming Jane</em> versucht sie in &#8220;Rachel getting married&#8221;, mit der Rolle eines psychisch labilen Ex-Junkie ihr schauspielerisches Profil zu schärfen.</p>
	<p>Kym (Anne Hathaway) kommt aus der Entzugstherapie zurück ins Elternhaus zur Hochzeit ihrer Schwester Rachel (Rosemarie DeWitt, die ein wenig wie die jüngere Schwester von Maybrit Illner aussieht). Bei einer Sitzung der anonymen Alkoholiker trifft sie Kieran (Mather Zickel, der wie der jüngere Bruder von George Clooney wirkt), der sich kurze Zeit später als Trauzeuge des Bräutigams herausstellt. Doch was nach einer schlicht gestrickten Liebesgeschichte klingt, entwickelt in Folge sich zu einem komplexen Familiendrama mit ungewissem Ausgang. Die Familie ist mitten in den Festvorbereitungen und bereitet alles für eine harmonisch-perfekte Hochzeitsfeier vor. Aber schnell wird klar, dass Kym in diese heile Welt nicht reinpassen will, und die Party zu ruinieren droht.</p>
	<p>Die Bilder der Hochzeitsvorbereitungen strahlen eine erstaunliche Authentizität aus, es gelingt Regisseur Jonathan Demme, viele Szenen wie einen Videomitschnitt einer wirklichen Feier wirken zu lassen, so unaufgeregt und echt wirken die Einstellungen, nicht zuletzt durch das unprätentiöse Spiel der durchweg guten Schauspieler, gerade in den Nebenrollen. Aber über den Bilder der ausgelassenen Feier schwebt immer die Ahnung, dass das ganze schnell in ein Drama umkippen kann, wenn alte Konflikte wieder aufbrechen, und die psychisch instabile Kym sich nicht in das Korsett der trauten Familie zwängen lassen will. Wenn Väter, Schwiegerväter und Trauzeugen launige Ansprachen halten baut sich eine beklemmende Spannung auf, weil klar ist, dass auch Kym eine Rede halten wird, die vermutlich nicht ganz den heiteren Rahmen der Veranstaltung trifft. </p>
	<p>Dokumentarstil mit unruhiger Handkamera und ungefilterter Geräuschkulisse wirkt ja oft ein wenig bemüht arthousey. Hier ist das ganze aber mal nicht aufgesetzt, sondern sehr passend für die Geschichte. Man sieht der Partygesellschaft minutenlang beim Feiern und Tanzen zu, ohne dass storytechnisch etwas relevantes passiert. Was umso mehr die Illusion unterstützt, man sehe hier ein selbstgedrehtes Hochzeitsvideo und nicht einen Spielfilm. Jonathan Demme schafft es dabei, das ganze trotz unfokussiertem Timing und starker Dialoglastigkeit nie langweilig werden zu lassen, die Geschichte ist atmosphärisch äußerst dicht inszeniert.</p>
	<p>Wohltuend unaufgeregt und erfrischend wird hier das Thema &#8220;interracial marriage&#8221; ausnahmsweise mal ganz beiläufig und unproblematisiert gezeigt wird - die Tatsache, dass die weiße Rachel den schwarzen Sydney heiratet, beutet Demme nicht für die vorhersehbaren politisch korrekten oder provozierenden unkorrekten Statements aus. Überhaupt wimmelt es in dem Film vor Multi-Kulti, ohne dass das aufgesetzt wirkt oder einen entscheidenden Einfluß auf die Story hätte. Der Soundtrack reicht von Soul über britischen Folk-Rock bis hin zu lateinamerikanischen Rhythmen, Einige Musiker dürfen ihre Songs auch gleich selbst im Film als Wedding Singer präsentieren, etwa der britische Singer/Songwriter Robyn Hitchcock, Jazz-Musiker Donald Harrison oder die jamaikanische Reggae-Sängerin Sister Carol. Cameo-fixierte Cineasten können unter den Hochzeitsgästen übrigens auch B-Movie Regisseur <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann_mit_den_R%C3%B6ntgenaugen">Roger Corman</a> entdecken.</p>
	<p>Anne Hathaway hat sich sicher sehr bewußt die Rolle des psychisch auffälligen kettenrauchenden Ex-Junkie entschieden, die so gar nicht in ihre übliche Komödiebesetzung passt. Und sie macht ihre Sache erstaunlich gut, entgeht der Gefahr des over-acting, der so viele Schauspieler erliegen, die psychisch auffällige Charaktere mimen sollen. Sie verkörpert die instabile Rachel absolut glaubwürdig und intensiv, mit der richtigen Balance aus Dramatik und Zurückgenommenheit. </p>
	<p>Die Konflikte und Zerwürfnisse in der Geschichte sind nicht gerade rasend originell - ein tragischer Unfall, der durch Kym verschuldet wurde, die Schwester, die auf die Zuwendung der Eltern neidisch ist, die Töchter, die mit der Scheidung der Eltern klarkommen mussten. Aber diese eher schlichten Muster werden sehr glaubwürdig und authentisch verpackt, ohne allzu trivial aufgelöst zu werden. Überhaupt ist das ambivalente Ende ein würdiger Abschluß der Geschichte, das ohne dramatische Zuspitzung auskommt.</p>
	<p>Trotz aller Melodramatik kommt <em>Rachel Getting Married</em> nicht die ganze Zeit über bleischwer daher, sondern hat viele leichte Momente und heitere Szenen, etwa ein Wettstreit zwischen Vater und Schwiegersohn um das richtige Einräumen der Spülmaschine( &#8220;i think your problem is mainly in lid placement&#8230; it&#8217;s kind of old school&#8221;). Die Spannung wird immer wieder daraus gezogen, ob und wann die Stimmung mal wieder kippt und die dunkle Seite der Familiengeschichte in den Vordergrund bricht.</p>
	<blockquote><p>Rachel getting married (Rachels Hochzeit), USA 2008 - deutscher Kinostart: 2.4.2009<br />
<img src="/images/09.png" alt="9 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/25/filmkritik-changeling-der-fremde-sohn/">
	<title>Filmkritik: Changeling (Der fremde Sohn)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/25/filmkritik-changeling-der-fremde-sohn/</link>
	 <dc:date>2009-05-25T21:48:57Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

	
	“I just want my son.”
	
	Los Angeles in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts: Die alleinerziehende Christine (Angelina Jolie) arbeitet als Schichtleiterin in einer Telefongesellschaft. Als sie eines Abends nach Hause kommt, ist ihr neunjähriger Sohn Walter verschwunden. Fünf Monate später findet die Polizei einen Jungen, auf den die Beschreibung passt ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B001GQSLQ2?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B001GQSLQ2"><img border="0" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31CyaQbcfVL._SL500_AA240_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B001GQSLQ2" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;I just want my son.&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Los Angeles in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts: Die alleinerziehende Christine (Angelina Jolie) arbeitet als Schichtleiterin in einer Telefongesellschaft. Als sie eines Abends nach Hause kommt, ist ihr neunjähriger Sohn Walter verschwunden. Fünf Monate später findet die Polizei einen Jungen, auf den die Beschreibung passt und der sich als Walter ausgibt. Nur erkennt Christine dieses Kind nicht als ihren Sohn an, so sehr Polizei und Behörden sie auch vom Gegenteil überzeugen wollen. </p>
	<p>Anfangs sieht es so aus, als wenn der Film in den folgenden zwei Stunden sehr vorhersehbar die naheliegende Geschichte runterspulen wird: Eine resolute Frau, die gegen alle Widerstände für ihren Sohn kämpft und am Ende gewinnt. Und größtenteils kommt es auch so, allerdings befreit sich die Story in den über 140 Minuten Spielzeit aus dem engen Korsett des &#8220;vertauschter Sohn&#8221;-Motivs. Es geht um Korruption und Filz in der Polizei, um ein schreckliches Verbrechen, um Gerichtsverfahren und engagierte Plädoyers, um Todesstrafe und gruselige psychatrische Anstalten. Zwischenzeitlich verliert das ganze ein wenig den Fokus, die Vielzahl an Handlungssträngen und Nebenschauplätzen sorgt aber dafür, dass das ganze nicht so vorhersehbar und langweilig wird, wie die ersten Minuten befürchten lassen. </p>
	<p>Das Storygerüst klingt sehr konstruiert, beruht aber auf wahren Begebenheiten. Was der Film gut macht ist bis zum Schluß offenzuhalten, ob es ein wirkliches Happy End gibt, trotz aller frühzeitigen Indizien für das Gegenteil.</p>
	<p>Die schauspielerische Leistung ist durchweg solide, Angelina Jolie wird ihrer Rolle erstaunlich gerecht, und spielt die kämpferische Christine wohltuend zurückhaltend. Erstaunlich zurückgenommen diesmal auch John Malkovitch als Reverent Briegleb, der Christine zur Seite steht, während auf der Gegenseite Jeffrey Donovan als aalglatter Polizist J.J. Jones überzeugt. Ein wenig <em>over the top</em>, aber immer noch sehenswert Jason Butler Harner als nicht ganz zurechnungsfähiger Bösewicht. Die Ausstattung ist Eastwood-untypisch sehr aufwändig, die historischen Straßenzüge von Los Angeles sind sehenswert in Szene gesetzt und es wurde viel Wert auf epochengerechte Garderobe gelegt- schönes Ausstattungskino also.</p>
	<p><a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2009/03/11/filmkritik-gran-torino/">Wie</a> <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/06/20/flags-of-our-fathers/">immer</a> neigt Regisseur Clint Eastwood nicht zu subtiler Story- und Charakterzeichnung sondern bevorzugt plakative Farben: ob es um Zwangsmaßnahmen in der Psychatrie oder Hinrichtungsszenen geht, wenn er die Wahl hat zwischen feiner Differenzierung oder Dramatik und Emotion, entscheidet er sich immer für letzteres, zum Glück ohne dabei zu platt oder einfältig zu werden und das ganze in Pathos zu ersticken.</p>
	<blockquote><p>Changeling (Der fremde Sohn), USA 2008, deutscher Kinostart: 22. Januar 2009<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/20/im-rausch-der-tiefe-die-ruckkehr-der-shutterbrille/">
	<title>Im Rausch der Tiefe - die Rückkehr der Shutterbrille</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/20/im-rausch-der-tiefe-die-ruckkehr-der-shutterbrille/</link>
	 <dc:date>2009-05-20T16:58:58Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Spiele</dc:subject>	<description>	
	Es war der Hintern von Lara Croft. Ich würde ja gerne behaupten, dass es die physikalisch beeindruckenden Hochhausschluchten in Mirror’s Edge waren, der plastisch vorbeiziehende Straßenverlauf in Burnout Paradise, oder die räumlich differenzierten Lichteffekte in Left 4 Dead. Aber erst die Ansicht der leichtbekleideten Archäologin in Tomb Raider Underworld, wie ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage"><img src="/images/samsung_gamergirls.jpg" alt="3d"/></div>
	<p>Es war der Hintern von Lara Croft. Ich würde ja gerne behaupten, dass es die physikalisch beeindruckenden Hochhausschluchten in <em>Mirror&#8217;s Edge</em> waren, der plastisch vorbeiziehende Straßenverlauf in <em>Burnout Paradise</em>, oder die räumlich differenzierten Lichteffekte in <em>Left 4 Dead</em>. Aber erst die Ansicht der leichtbekleideten Archäologin in <em>Tomb Raider Underworld</em>, wie sie in faszinierender Tiefenschärfe durchs Wasser schwimmt oder fast greifbar an Höhlenwänden klettert, hat mich überzeugt, dass ich hier nicht nur einen netten Gimmick sehe, sondern vermutlich die Zukunft des Computerspiels. Dabei ist das ganze nicht mal neu: Samsung hatte zur Vorstellung einer neuen 3D-Spieletechnik eingeladen - Grafikkarte und Monitor, die abwechselnd je ein Bild für das linke und das rechte Auge erzeugen, sowie eine Shutterbrille, die zum passenden Zeitpunkt das jeweils andere Auge abdunkelt. Versuche dieser Art, 3D-Grafik am Computer zu etablieren hat es schon früher gegeben, mit klobig-flimmernden Brillen, die nach kurzer Zeit Kopfschmerzen erzeugen. So ganz unkompliziert ist das bis heute nicht geblieben. Auch jetzt wird immer noch eine Brille benötigt, nur dass die mittlerweile sehr leicht und sogar ganz schick ist, mit Mini-Akku und USB-Anschluß. Man sieht ein wenig aus wie Stevie Wonder am Piano, wenn man damit vorm Rechner sitzt. Aber zumindest ist das ganze - einmal eingerichtet - sehr einfach und narrensicher zu bedienen, und mittlerweile absolut praxistauglich. Und auch wenn ich noch nicht hundertprozentig überzeugt bin, dass das schnelle Auf und Zu der Brillen auf Dauer gesund ist, Kopfschmerzen hatten sich auch nach ein paar Stunden Ausprobieren noch nicht eingestellt.</p>
	<p>Das Investment ist,vorausgesetzt man hat eh eine moderne nVidia Karte, und will sich sowieso einen neuen LCD zulegen, überschaubar: der 120 Hertz-fähige <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B001TH77I6?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B001TH77I6">Samsung Monitor</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B001TH77I6" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> kostet mit knapp 350 EUR einen guten Hunderter mehr als ein vergleichbarer nicht-3d-fähiger, was durch den Preisverfall auch nicht teurer ist als noch vor zwei Jahren ein herkömmlicher LCD gekostet hätte. Die <em>Geforce 3d Vision</em> Brille von nVidia schlägt nochmal mit etwa 150 EUR zu Buche. Was die Spiele angeht, ist man nicht auf speziell dafür programmierte Spiele oder angepasste Versionen angewiesen - die Technik funktioniert mit einer ganzen Reihe aktueller und älterer Software, von Ego-Shootern über Rennspiele bis zu <em>World of Warcraft</em>.</p>
	<p>Spielerisch bringt das ganze (zur Zeit) noch keinen Mehrwert, sondern ist in erster Linie <em>Eye Candy</em>. Eher im Gegenteil, da die Berechnung von zwei stereoskopen Bildern auf die Rechenleistung geht und damit die Framerate nach unten zieht. Aber wenn sich die Technik durchsetzt, ist zu erwarten, dass Spieledesigner den neuen Gestaltungsspielraum für speziell angepasste Effekte nutzen - was da so möglich ist, konnte man an ein paar Demos mit animierten nVidia-Logos oder aus dem Monitor spuckenden Monstern erahnen.</p>
	<p>Würd mich nicht wundern, wenn wir die Technik in einer der nächsten Konsolengenerationen zu sehen bekommen - 3d-Sicht und Wiimote Motion Control wären eine prima Ergänzung.</p>
	<p><em>Weitere Meinungen zur neuen 3D-Spieletechnik gibts beim <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.endoflevelboss.de/?p=1900">Endoflevelboss</a> und demnächst auch bei <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.polyneux.de">Polyneux</a>. Auf dem Bild vor dem Monitor zu sehen sind übrigens die <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.gamergirls.de/2009/05/19/samsung-hands-on-3d-kleiner-vorgeschmack/">Gamer Girls</a>, die im echten Leben gar nicht so nerdig aussehen wie man meinen sollte.</em>
</p>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/14/filmratsel-1244/">
	<title>Filmrätsel #1244</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/14/filmratsel-1244/</link>
	 <dc:date>2009-05-14T15:18:20Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	Nach langer Zeit ist das Filmrätsel mal wieder hier angelangt, weil ich bei  Thomas die großartige Actionkomödie Last Action Hero erkannt habe, in der Arnold Schwarzenegger sich, seine Kollegen und das ganze Actiongenre kräftig durch den Kakao zieht. Leider zu unrecht ziemlich gefloppt der Film.
	Hier gehts also weiter mit ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<p>Nach <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/10/10/filmratsel-478/">langer</a> Zeit ist das <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.dhaunsch.com/filmratselstockchen/">Filmrätsel</a> mal wieder hier angelangt, weil ich bei  <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.filmsprung.ch/wordpress/?p=2598/">Thomas</a> die großartige Actionkomödie <em>Last Action Hero</em> erkannt habe, in der Arnold Schwarzenegger sich, seine Kollegen und das ganze Actiongenre kräftig durch den Kakao zieht. Leider zu unrecht ziemlich gefloppt der Film.</p>
	<p>Hier gehts also weiter mit der Frage:</p>
	<p>Aus welchem Film kommt dieses Bild?<br />
<img src="/images/br_start.jpg" alt="Bild1" /></p>
	<p><img src="/images/br1b.jpg" alt="Bild2" /></p>
	<p><img src="/images/br-2.jpg" alt="bild3" /></p>
	<p><img src="/images/br_3.jpg" alt="Bild4" /></p>
	<p>Thomas erkennt nach ein paar gezielten Fragen <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/04/18/the-breakup-trennung-mit-hindernissen/">The Break-up</a> (Trennung mit Hindernissen), mit Jennifer Aniston und Vince Vaughn. Weiter gehts allerdings nicht bei Thomas sondern bei <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.tobiasniemitz.de/weblog/">Tobias</a>.</p>
	<p><img src="/images/br_last.jpg" alt="bild5" />
</p>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/14/filmkritik-paul-blart-mall-cop-der-kaufhaus-cop/">
	<title>Filmkritik: Paul Blart: Mall Cop (Der Kaufhaus-Cop)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/14/filmkritik-paul-blart-mall-cop-der-kaufhaus-cop/</link>
	 <dc:date>2009-05-14T12:36:57Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

	
	“Erdnußbutter, der Mörtel für gebrochene Herzen”
	
	Der übergewichtige Wachmann Paul Blart (Kevin “King of Queens” James) träumt von nichts mehr als ein echter Polizist zu werden. Tatsächlich muss er sich aber seit zehn Jahren in einem Einkaufszentrum als Sicherheitsbeamter mit ungezogenen Kindern und renitenten Rentnern rumschlagen. Er wohnt als alleinerziehender Vater ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B001MTELHG?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B001MTELHG"><img border="0" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/513tPzzctiL._SL500_AA240_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B001MTELHG" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Erdnußbutter, der Mörtel für gebrochene Herzen&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Der übergewichtige Wachmann Paul Blart (Kevin &#8220;King of Queens&#8221; James) träumt von nichts mehr als ein echter Polizist zu werden. Tatsächlich muss er sich aber seit zehn Jahren in einem Einkaufszentrum als Sicherheitsbeamter mit ungezogenen Kindern und renitenten Rentnern rumschlagen. Er wohnt als alleinerziehender Vater mit seiner Tochter noch bei seiner Mutter, und Mutter und Tochter versuchen mit aller Gewalt, eine neue Frau für ihn zu finden.</p>
	<p>Im Gegensatz zu seinen Kollegen nimmt Paul seinen Wachmann-Job sehr ernst. Er ist der König auf dem <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.segway.com/individual/models/i2.php">Segway</a>, mit dem er im Einkaufszentrum virtuos umherfährt (übrigens tatsächlich ein ultracooles Fortbewegungsmittel, wie ich eigener Erfahrung sagen kann). Was sich auszahlt, als die traute Shopping-Welt auf einmal von einer finsteren Gangster-Schar überfallen wird, die Angestellte als Geiseln nimmt, und einen ausgefeilten Plan verfolgt, um an eine Millionenbeute zu kommen. Paul nimmt es auf sich alleine gestellt mit der Gangstertruppe auf, als er sieht, dass seine heimliche  Liebe Amy (Jayma Mays) als Geisel genommen worden ist. Nach dem Zehn-kleine<s>-Negerlein-Mohren</s>-Dunkelhäutigen-Prinzip schafft er es tatsächlich, einen Gangster nach dem anderen auszuschalten, bis nur noch der Oberschurke zum großen Show-Down übrig bleibt.</p>
	<p>Das Setting einer Terroristentruppe, die ein Einkaufszentrum in ihre Gewalt bringt, und einem unfreiwilligen Helden, der gegen die Übermacht zur Tat schreitet, ist sehr offensichtlich der Stirb Langsam Reihe entlehnt, nur hier ohne Blut und Tote als familienfreundliche Disney-Version inszeniert. Die Story spielt mit sehr klassischen Figuren: unfreiwilliger symphatischer Held, hübsches <em>love interest</em>, schleimig-arroganter Nebenbuhler, eiskalt-fieser Oberboss, usw. Überhaupt fühlt sich der Film an wie eine klassische 80er Jahre Action-Komödie, komplett mit Bon Jovi und Survivor auf dem Soundtrack. Dieses Retro-Feeling wird unterstrichen durch genre-typische Komödien-Jokes und -Einstellungen und viele Anspielungen auf Ikonen des Actionkinos wie Rambo, nur dass Paul hier nicht in Vietnam kämpft, sondern zwischen Plastikpalmen im Mall-eigenen <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.rainforestcafe.com/">Rainforest Cafe</a>. Schön altmodisch inszeniert, sowas sieht man in dieser Professionalität und gleichzeitigen Unaufgeregtheit heute nur noch selten.</p>
	<p>Kevin James als gutmütiger Held wider Willen kommt sehr symphatisch rüber.  Ein Glück dass Produzent Adam Sandler sich nicht selbst die Hauptrolle zugeschustert hat. Die Gags könnten durchaus noch dichter gesät sein, streckenweise herrscht akute Pointenarmut, aber trotz vorhersehbarer Story aus dem Komödienbaukasten macht das ganze durchaus Spaß, ist routiniert und nett inszeniert - genießbares Unterhaltungs-Fast Food.</p>
	<blockquote><p>Paul Blart: Mall Cop (Der Kaufhaus-Cop), USA 2008 - deutscher Kinostart: 26.3.2009<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/07/filmkritik-the-boy-in-the-striped-pyjamas-der-junge-im-gestreiften-pyjama/">
	<title>Filmkritik: The Boy in the striped pyjamas (Der Junge im gestreiften Pyjama)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/05/07/filmkritik-the-boy-in-the-striped-pyjamas-der-junge-im-gestreiften-pyjama/</link>
	 <dc:date>2009-05-07T05:37:21Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	

(C) Walt Disney Motion Pictures
	
	“Die Arbeit, die dein Vater hier leistet, wird in die Geschichte eingehen”
	
	Und mal wieder ein Nazi/Holocaust-Rührstück aus angloamerikanischer Produktion. Das Setting läßt schlimmsten Kitsch und Melodram erwarten: Sohn eines Nazikommandanten freundet sich mit gleichaltrigem Jungen an, der im KZ inhaftiert ist. Und schon das Intro macht ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="/images/pyjama.jpg" alt="pyjama" /><br />
<br />(C) Walt Disney Motion Pictures</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Die Arbeit, die dein Vater hier leistet, wird in die Geschichte eingehen&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Und mal wieder ein Nazi/Holocaust-Rührstück aus angloamerikanischer Produktion. Das Setting läßt schlimmsten Kitsch und Melodram erwarten: Sohn eines Nazikommandanten freundet sich mit gleichaltrigem Jungen an, der im KZ inhaftiert ist. Und schon das Intro macht klar, dass es hier nicht gerade subtil zur Sache geht, sondern einfache plakative Bilder im Vordergrund stehen: Während bei Familie Nazi in der Luxusvilla große Festvorbereitungen laufen, und der Junge des Hauses unbeschwert durch die Stadt tollt, schwenkt die Kamera auf eine direkt nebenan verlaufende Deportation, bei der von Nazischergen und bellenden Schäferhunden Menschen auf Transportlaster gescheucht werden. Viel platter kann man sowas kaum darstellen. Zugegebenermaßen in visuell geschickt inszenierten Bildern, stilvoller Ausleuchtung und virtuosen Kamerafahrten. Was allerdings anfangs nach großem Ausstattungskino aussieht, entwickelt sich in der Folge zu einem schlichten Kammerspiel mit den immerwährend gleichen Einstellungen.</p>
	<p>Deutschland Anfang der 40er Jahre: Der achtjährige Bruno muss aus Berlin wegziehen, weil sein Vater, ein hoher Offizier, versetzt wird ins entfernte Auschwitz. Bruno gefällt die abgeschiedene neue Heimat nicht, er hat keine Spielkameraden mehr und beginnt aus Langeweile, die Gegend zu erforschen. Er entdeckt das nahegelegene Konzentrationslager, das er zunächst für einen Bauernhof hält, und freundet sich dort durch den Zaun mit dem gleichaltrigen Shmuel an. Bruno versteht nicht, warum die Lagerinsassen so lustige gestreifte Pyjamas tragen müssen und komische Spiele zu spielen scheinen, und warum Shmuel so großen Hunger hat. </p>
	<p>Die Idee, den kleinen gutgläubigen Bruno scheinbar ganz naive Fragen stellen zu lassen (&#8221;warum tragt ihr alle Pyjamas&#8221;, &#8220;in diesem Schornstein, was verbrennt ihr da&#8221;), um damit den Wahnsinn der Nazi-Herrschaft auf den Punkt zu bringen, hat sich sehr schnell verbraucht und wirkt von Beginn an gezwungen und konstruiert - leider bestimmt dieser Einfall als tragendes Element weite Strecken des Films und der Dialoge. Überhaupt sind die Dialoge hölzern bis platt, und die Figuren bleiben blutleer.</p>
	<p>Die Inszenierung des Briten Mark Herman strotzt vor Platitütden und Trivial-Symbolik. Da geht der Schreibtischtäter mit einem dramatischen Federstrich zu Werke, die Nazi-Familie sitzt am reich gedeckten Tisch während der ausgemergelte KZ-Häftling in gestreifter Insassenuniform direkt daneben Kartoffeln schälen muss, der kleine Junge schaukelt fröhlich im Garten, während vom KZ-Schornstein am Horizont schwarzer Rauch aufsteigt. Anders als deutsche Historiendramen, die in der Regel peinlich genau um Authentizität und historische Korrektheit bemüht sind, hält sich Herman auch nicht lange mit geschichtlichen Feinheiten auf und biegt sich die Fakten so zurecht, wie er sie in der Geschichte gerade braucht - diese historische Unbedarftheit ist auch schon dem zugrundeliegendem Roman des irischen Autors <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/0385751532?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0385751532">John Boyne</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0385751532" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> angekreidet worden, der mehr ein Märchen ist als dokumentarische Aufarbeitung.</p>
	<p>Was das ganze zumindest noch halbwegs sehenswert macht, ist dass die triviale Geschichte schnörkellos und leicht zugänglich erzählt wird, viel Nachdenken braucht man als Zuschauer nicht, alles wird schön vorgekaut und in theatralischen Bildern inszeniert, damit auch kein Zweifel an der richtigen Deutung entstehen kann. Überraschend und durchaus beeindruckend ist allerdings das Ende, das ich der Story in dieser Konsequenz und Dramatik gar nicht zugetraut hätte. Keine Ausflüchte und Seitenausgänge, was als belehrendes Historienstück begonnen hat, zieht hier alle emotionalen Register, nicht gerade subtil, aber sehr effektiv.</p>
	<blockquote><p>The Boy in the striped pyjamas (Der Junge im gestreiften Pyjama), USA, Großbritannien 2008 - deutscher Kinostart: 07.05.2009<br />
<img src="/images/04.png" alt="4 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	
</item>
<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/28/filmkritik-notes-on-a-scandal-tagebuch-eines-skandals/">
	<title>Filmkritik: Notes on a Scandal (Tagebuch eines Skandals)</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/28/filmkritik-notes-on-a-scandal-tagebuch-eines-skandals/</link>
	 <dc:date>2009-04-28T18:32:51Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	
(C) Fox Searchlight Pictures
	
	“You think this is a love affair?”
	
	Psychodrama mit einer überragende Judi Dench, die für ihre Rolle zu Recht mit dem Oscar nominiert wurde. Kennt man Dench vor allem als elegante Lady “M” aus James Bond, spielt sie hier eine ganz andere Rolle: eine vereinsamte verbitterte Frau mit ...</description>
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<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/5/5a/Notes_on_a_Scandal.jpg/200px-Notes_on_a_Scandal.jpg" alt="notes" /><br />(C) Fox Searchlight Pictures</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;You think this is a love affair?&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Psychodrama mit einer überragende Judi Dench, die für ihre Rolle zu Recht mit dem Oscar nominiert wurde. Kennt man Dench vor allem als elegante Lady &#8220;M&#8221; aus James Bond, spielt sie hier eine ganz andere Rolle: eine vereinsamte verbitterte Frau mit Stalker-Anwandlungen. Und Dench schafft es, dieser eigentlich recht klischeehaften und eindimensional angelegten Figur eine Tiefe und Glaubwürdigkeit zu geben, die beeindruckend ist. </p>
	<p>Die alleinstehende Barbara (Judi Dench) ist Lehrerin an einer Londoner Schule. Sie hat sich durch ihre ruppige Art Respekt bei den Schülern und beim Direktor verschafft, hält damit aber auch ihre Kollegen auf Distanz. Als an der Schule die attraktive Sheba (Cate Blanchett) anfängt, entdeckt Barbara in ihr all das, was sie nicht ist oder in ihrem Leben nie erreicht hat: Sheba ist jung, gutaussehend, hat einen Mann und Kinder, eine aufregende Jugend gehabt, ist locker und lebensfroh. Barbara ist fasziniert von ihr, und versucht mit aller Macht, Shebas Freundschaft zu gewinnen und an ihrem Leben teilzuhaben. </p>
	<p>Die Geschichte wird weitgehend erzählt aus der Perspektive der Barbara, die in ihrem Tagebuch minutiös festhält, wie sie sich Sheba nähert und in ihr Leben einschleicht. Sheba ist wie aus einer anderen Welt, und in ihren Aufzeichnungen seziert und analysiert Barbara Shebas Handlungen wie bei einem exotischen Tier. Als Barbara erfährt, dass Sheba eine Affäre mit einem minderjährigen Schüler hat, hat sie damit das notwendige Druckmittel in der Hand, um Sheba ihre &#8220;Freundschaft&#8221; aufzuzwingen. Die tiefen Kluft zwischen der Welt von Barbara und Sheba, die Barbara durch die erzwungene Freundschaft mit aller Macht überbrücken will, ist nicht zuletzt eine Klassenfrage: Sheba kommt aus gutem Hause, lebt in wohlhabenden Verhältnissen, wärend Barbara Zeit ihres Lebens einfache Lehrerin war und in einer Souterrain-Wohnung mit ihrer Katze dahinvegetiert.</p>
	<p>Der Soundtrack von Philip Glass ist ganz nett und unterstreicht die Stimmung des Films gut, eine Oscar-Nominierung hätte es allerdings nicht unbedingt dafür geben müssen - da hat wohl vor allem der große Name für die Nominierung gesorgt. Der übrige Cast ist u.a. mit Cate Blanchett und Bill Nighy auch hochkarätig besetzt, aber Dench beherrscht eindeutig die Szenen.</p>
	<p>Ein interessanter Aspekt der Geschichte ist, dass der Bösewicht hier nicht die Lehrerin ist, die Sex mit einem Minderjährigen hat, sondern die mitwissende Kollegin, die ihr Wissen zur Erpressung ausnutzt. Bemerkenswert vor allem, weil die Figur der Sheba die klassischen Ausreden und Entschuldigungen für ihr Verhalten anbringt (&#8221;der Junge ist viel reifer für sein Alter&#8221;&#8230;&#8221;wollte es doch auch&#8221;&#8230; etc.), aber damit hier zumindest halbwegs durchkommt. Scheint einen großen Unterschied zu machen, ob es Männer oder Frauen sind, die sich auf Sex mit Minderjährigen einlassen.</p>
	<blockquote><p>Notes on a Scandal (Tagebuch eines Skandals), Großbritannien 2006 - deutscher Kinostart: 22.02.2007<br />
<img src="/images/08.png" alt="8 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/23/falco-vs-jennifer-lopez-jeanny-from-the-blcok/">
	<title>Falco vs. Jennifer Lopez - Jeanny from the Block</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/23/falco-vs-jennifer-lopez-jeanny-from-the-blcok/</link>
	 <dc:date>2009-04-22T22:37:35Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Musik</dc:subject>	<description>	Ich mochte ja schon immer gut gemachte Mash-ups, spätestens seit Britney vs. Eminem. Leider gibt es da auch ne ganze Menge Schrott aus diesem Bereich. Aber Falco vs. Jeanny  Jenny from the Block ist mal wieder ganz großes Kino.




	Mehr Falco Mash-ups gibts hier, sogar in 320kbps mp3.
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	<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich mochte ja schon immer gut gemachte Mash-ups, spätestens seit <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.youtube.com/watch?v=nQ2MRrKJUb8">Britney vs. Eminem</a>. Leider gibt es da auch ne ganze Menge Schrott aus diesem Bereich. Aber <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.youtube.com/watch?v=uOzeB3Wz8D8">Falco vs. <s>Jeanny</s>  Jenny from the Block</a> ist mal wieder ganz großes Kino.<br />
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	<p>Mehr Falco Mash-ups gibts <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://falcoreloaded.blogspot.com/">hier</a>, sogar in 320kbps mp3.</p>
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<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/16/filmkritik-last-chance-harvey-liebe-auf-den-zweiten-blick/">
	<title>Filmkritik: Last Chance Harvey (Liebe auf den zweiten Blick)</title>
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	 <dc:date>2009-04-16T13:36:21Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>Film</dc:subject>	<description>	
(C) Overture Films&gt;
	
	“I missed my plane, I lost my job, and my daughter, who is getting married today, decided she wanted her stepfather, rather than me, to give her away.”
	
	In “Last Chance Harvey” hat Dustin Hoffman endlich mal wieder die Gelegenheit, eine Rolle mit etwas mehr Tiefe zu füllen als ...</description>
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<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/e/e8/Last_chance_harvey.jpg/200px-Last_chance_harvey.jpg" alt="harvey" /><br />(C) Overture Films></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">“I missed my plane, I lost my job, and my daughter, who is getting married today, decided she wanted her stepfather, rather than me, to give her away.”</div>
	<p></p>
	<p>In &#8220;Last Chance Harvey&#8221; hat Dustin Hoffman endlich mal wieder die Gelegenheit, eine Rolle mit etwas mehr Tiefe zu füllen als bei den üblichen leicht trottelig-komischen Figuren, die er in den letzten Jahren hauptsächlich gespielt hat. Harvey Shine ist auf den ersten Blick eine tragische Figur. Die besten Jahre hat er hinter sich. Seine Frau hat ihn vor langer Zeit verlassen, sein Job steht auf der Kippe, und zur Hochzeit seiner Tochter soll nicht er, sondern der Stiefvater die Braut zum Altar führen, da sich seine Tochter von ihm entfremdet hat.  Aber Hofmans Charakter ist nicht so scherenschnittartig zusammenkonstruiert wie bei den üblichen <em>rom coms</em>, sondern feiner ausbalanciert, was nicht zuletzt Hoffmans guter Schauspielarbeit zu verdanken ist. </p>
	<p>Harvey Shine nutzt den Trip zur Hochzeit nach London, um seinem Leben eine neue Richtung zu geben und die Prioritäten neu zu setzen, spätestens als er die alleinstehende Flughafenangestellte Kate (Emma Thompson) kennenlernt, und mit charmanter Aufdringlichkeit für sich zu gewinnen versucht. Kate hingegen hat schon so viele Enttäuschungen erlebt, dass sie sich aus Angst vor einer weiteren Enttäuschung Harveys Avancen nur langsam öffnet.</p>
	<p>Die Geschichte braucht sehr viel Zeit, um in Fahrt zu kommen. Die erste halbe Stunde plätschert vor sich hin. Die Idee, Harveys und Kates Leben zunächst unabhängig voneinander zu erzählen und die beiden dabei doch immer mal wieder unbewußt über den Weg laufen zu lassen, ist zwar ganz nett, aber nur mäßig spannend oder mitreißend. Erst in der zweiten Hälfte schafft es Regisseur und Drehbuchautor Joel Hopkins, der Geschichte die notwendige Tiefe zu geben. Hopkins vermeidet dabei allzu platte Klischees einer romantic comedy, auch wenn er nicht wirklich aus dem Genre-Korsett ausbricht. Der Film wird getragen von den erstklassigen Hauptdarstellern, auch wenn die Chemie zwischen Hoffman und Thompson nicht wirklich stimmt. Der Funke zwischen den beiden springt nicht über, obwohl beide ihre Rolle sehr gut ausfüllen. Mag schlicht daran liegen, dass Emma Thompson einen halben Kopf größer ist als Hoffman. Dennoch macht es Spaß, diesen beiden großartigen Schauspielern zuzuschauen.</p>
	<p>Ansonsten bestimmen schön ausgeleuchtete Bilder vor Londoner Postkartenmotiven die Szenen. Die mit ruhigem Soundtrack unterlegten nächtlichen Wanderungen der beiden Protagonisten durch die Großstadt erinnern stellenweise an <em>Lost in Translation</em>, auch wenn der Skurrilitätsfaktor von London im Vergleich zu Tokio eher begrenzt ist. Die feine Gratwanderung zwischen leichter <em>romantic comedy</em> gefühlsschwerem Drama ist durchaus gelungen, wenn auch mit einigen Längen versehen.</p>
	<blockquote><p>Last Chance Harvey (Liebe auf den zweiten Blick), USA, Großbritannien 2008 - deutscher Kinostart: 16.04.2009<br />
<img src="/images/05.png" alt="5 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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<item rdf:about="http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/15/recycling-lebt-vom-mitmachen/">
	<title>Recycling lebt vom Mitmachen</title>
	<link>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/04/15/recycling-lebt-vom-mitmachen/</link>
	 <dc:date>2009-04-15T08:26:09Z</dc:date>
	<dc:creator>Enk</dc:creator>
	
	<dc:subject>und sonst...</dc:subject>	<description>	
	Wer sich besonders nachhaltig verhalten will, sollte beim Kauf von Produkten über “lebenslange Nutzung” hinausdenken und gleich einen Schritt weitergehen. 
	Z.B. mit einem schicken Regalsystem, das auch nach dem eigenen Ableben weitergenutzt werden kann, nämlich als klassischer eichenfurnierter Sarg. Für die individuelle Note wird die Regal/Sarg-Kombi auf Kundengröße maßgeschneidert, damit ...</description>
	<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage"><a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.londonmet.ac.uk/jcamd/research/rae-2008/william-warren/portfolio_outcome04.cfm"><img src="http://www.londonmet.ac.uk/londonmet/library/q73827_8.jpg" alt="shelves for life" /></a></div>
	<p>Wer sich besonders nachhaltig verhalten will, sollte beim Kauf von Produkten über &#8220;lebenslange Nutzung&#8221; hinausdenken und gleich einen Schritt weitergehen. </p>
	<p>Z.B. mit einem schicken Regalsystem, das auch nach dem eigenen Ableben weitergenutzt werden kann, nämlich als klassischer eichenfurnierter Sarg. Für die individuelle Note wird die Regal/Sarg-Kombi auf Kundengröße maßgeschneidert, damit nicht nur die 20-bändige Enzyklopädie ihren Platz hat, sondern später auch der eigene Körper.</p>
	<p><a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.londonmet.ac.uk/jcamd/research/rae-2008/william-warren/portfolio_outcome04.cfm">William Warren - Shelves For Life</a></p>
	<p><font size=0.9em><em>(via <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://bestatterweblog.de/">Bestatterweblog</a>)</em></font>
</p>
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