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	<title>Michael Meisheit</title>
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		<title>Niemals geht man so ganz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2017 16:58:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lindenstrasse]]></category>
		<category><![CDATA[Drehbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum ich nach zwanzig Jahren als Drehbuchautor bei der „Lindenstraße“ aufhöre. Als ich 1997 an meiner ersten Storylinesitzung der „Lindenstraße“ teilnahm, steckte Klaus Beimer mitten im Abi, Olaf Kling hatte soeben aus Versehen mit einer Handgranate seine Wohnung in die Luft gejagt und Hajo Scholz war noch glücklich mit seiner Berta verheiratet. Die erste Folge,...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2017/09/22/niemals-geht-man-so-ganz/" title="Read Niemals geht man so ganz">Weiter &#187;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Warum ich nach zwanzig Jahren als Drehbuchautor bei der „Lindenstraße“ aufhöre.</h3>
<p>Als ich 1997 an meiner ersten Storylinesitzung der „Lindenstraße“ teilnahm, steckte Klaus Beimer mitten im Abi, Olaf Kling hatte soeben aus Versehen mit einer Handgranate seine Wohnung in die Luft gejagt und Hajo Scholz war noch glücklich mit seiner Berta verheiratet. Die <a href="http://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/folgen/1998/folge-rueckkehrer-100.html">erste Folge</a>, zu der ich das Drehbuch schrieb, trug die Nummer 651. Am Sonntag zur Bundestagswahl wird wieder eine Folge aus meiner Feder gesendet – <a href="http://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/folgen/2017/alte-liebe-238.html">Folge 1643</a> – in der ich übrigens einen Mini-Auftritt im unscharfen Hintergrund habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1676" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://michaelmeisheit.de/2017/09/22/niemals-geht-man-so-ganz/storylinesitzung-damals/" rel="attachment wp-att-1676"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1676" class="size-medium wp-image-1676" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Storylinesitzung-damals-300x199.png" alt="" width="300" height="199" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Storylinesitzung-damals-300x199.png 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Storylinesitzung-damals-768x511.png 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Storylinesitzung-damals-1024x681.png 1024w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Storylinesitzung-damals.png 1782w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1676" class="wp-caption-text">Eine meiner ersten Storylinesitzungen</p></div>
<p>Ich habe also in zwanzig Jahren zusammen mit meinen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen die Geschichten für tausend Folgen entwickelt. Ich habe zu fast vierhundert davon die Drehbücher geschrieben. Ich habe Klaus Beimer durchs Studium, zwei Ehen und zahllose Krisen gebracht. Die dritte Ehe wurde vorletzten Sonntag eingegangen – wenn auch nur zum Schein. Einfach habe ich es unsere Figuren nie gemacht.<br />
Aber das war’s dann jetzt auch. Ende letzten Jahres habe ich Hans und Hana Geißendörfer gesagt, dass ich als Autor aufhören möchte. Sie haben angemessen schockiert reagiert, aber auch Verständnis gezeigt und es mir und der Serie ermöglicht, dass wir über ein gutes halbes Jahr einen langsamen Ausstieg inklusive Übergabe an das neue Autorenteam hinbekommen konnten. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1674" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://michaelmeisheit.de/2017/09/22/niemals-geht-man-so-ganz/hans-und-ich/" rel="attachment wp-att-1674"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1674" class="size-medium wp-image-1674" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hans-und-ich-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hans-und-ich-300x225.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hans-und-ich-768x576.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hans-und-ich-1024x768.jpg 1024w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hans-und-ich.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1674" class="wp-caption-text">Wie eine echte Familie</p></div>
<p>Dankbar bin ich sowieso. Die „Lindenstraße“ hat nicht nur mein berufliches Leben geprägt, sondern auch mein privates. Mein ganzes Leben. Ich habe viel gelernt, ich habe viele Freunde gefunden, eine neue Familie. Die auch über meinen Abschied hinaus weiter bestehen wird. Es war eine wunderbare, aufregende, manchmal sehr emotionale, oft einfach nur witzige, aber nie belanglose Zeit. Ich konnte unfassbar viele Menschen erreichen und Teil deutscher Fernsehgeschichte sein. Es war für einen Menschen, der aus Leidenschaft heraus Geschichten erzählt – erzählen muss – ein wahr gewordener Traum. Danke, Hans, dass Du mich in Deine Familie aufgenommen und dieses wunderbare Leben ermöglicht hast.</p>
<p>(<a href="https://michaelmeisheit.de/2012/05/17/der-produzent/">Hier</a> kann man nachlesen, wie ich im zarten Alter von 24 von Hans Geißendörfer &#8220;entdeckt&#8221; wurde.)</p>
<p>Aber bin ich denn dann nicht wahnsinnig, wenn ich das alles ohne Not aufgebe? Ein wenig schon. Ja. Aber zwanzig Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Im letzten Jahr bin ich mehr als einmal an Punkte gekommen, an denen ich Müdigkeit verspürte. Meine Geschichten in dieser Welt waren erzählt. Und bevor ich mich wiederhole, nicht mehr mit Feuer schreibe und zu einem personifizierten Waldorf-und-Statler werde, wollte ich diese einzigartige Serie lieber anderen überlassen. Frischen Ideen, neuen Wegen. Denn die „Lindenstraße“ hat sich stets und muss sich stets neu erfinden.</p>
<p>Der andere, mindestens genauso wichtige Grund für meine Entscheidung war eine neue, aufregende Perspektive in meinem Leben: Seit einigen Jahren schreibe ich Romane, die ich unabhängig von Verlagen selbst veröffentliche. Mit einigem Erfolg. Deutlich über 100.000 eBooks, Taschen- und Hörbücher konnte ich verkaufen – insbesondere unter meinem Pseudonym <a href="https://www.amazon.de/Vanessa-Mansini/e/B00D7EVAKU/">Vanessa Mansini</a>. Bisher habe ich dies „nebenbei“ gemacht, immer an Zeitlücken bei der „Lindenstraße“ orientiert. Was manchmal zu gehetzter Arbeit geführt hat oder zu langen Pausen, die in Sachen Leserbindung keine gute Idee sind. Nun wage ich den Sprung ins kalte Wasser und werde mich ausschließlich auf das Schreiben von Romanen konzentrieren. Komplett unabhängig, aber auch ohne Netz und doppelten Boden. Diese Vorstellung hat mich elektrisiert. Die neuen Ziele sind eine echte Herausforderung, der ich mich gerne stellen möchte. Ohne Ablenkung, Kompromisse, Hin und Her. Und ja, auch ohne dass mir jemand reinredet. Denn wenn man Drehbücher schreibt, ist man immer Teil einer großen Kreativmaschine, was toll sein kann. Aber logischerweise gibt es Grenzen für die Geschichten, die durch Erzählrahmen, Budgets oder Entscheidungsträger gesetzt werden. Ich möchte diese Grenzen sprengen. Neues ausprobieren. Frei schreiben.</p>
<p>Das Selfpublishing gibt Autorinnen und Autoren eine Position, wie es sie noch nie in der Geschichte des Schreibens gegeben hat. Die digitale Welt ermöglicht es, die Zwischenschritte zwischen mir und meinen Leserinnen und Lesern auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und gleichzeitig unglaublich viele Leute zu erreichen. Ich wäre wahnsinnig, wenn ich mir diese Gelegenheit entgehen lassen würde. Und ich kann alle Zuschauerinnen und Zuschauer, die gerne meinen Geschichten auf dem Bildschirm gelauscht haben, nur einladen, auch in die Welt meiner Romane einzutauchen. Zum Beispiel in meine erfolgreichste Reihe <a href="https://michaelmeisheit.de/im-falschen-film/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Im falschen Film“</a>, zu der gerade ein <a href="http://amzn.to/2xXssvR">neuer Band</a> erschienen ist. Oder in eins der vielen Bücher, die bald folgen werden. Wer meine Arbeit weiter begleiten möchte, erfährt auf dieser Mailingliste (<a href="http://michaelmeisheit.us7.list-manage.com/subscribe?u=6527ef5c0a1c6940848b78dfa&amp;id=9bc338c28f">Klick</a>) alles Wichtige. So kann man den Sonntag dann auch vor 18:50 Uhr mit berührenden, witzigen und spannenden Geschichten verbringen.</p>
<div id="attachment_1675" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://michaelmeisheit.de/2017/09/22/niemals-geht-man-so-ganz/hana-und-ich/" rel="attachment wp-att-1675"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1675" class="size-medium wp-image-1675" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hana-und-ich-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hana-und-ich-300x225.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hana-und-ich-768x577.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/09/Hana-und-ich-1024x769.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1675" class="wp-caption-text">Langweilig war&#8217;s nie</p></div>
<p>Ich werde die „Lindenstraße“ als Autor vermissen und kann nur hoffen, dass sie uns alle noch viele, viele Jahre mit ihrer Einzigartigkeit erfreuen wird. Ganz Schluss ist mit Beimer und Co übrigens für mich noch nicht. In den nächsten beiden Wochen gibt es noch einmal Folgen, zu denen ich das Drehbuch geschrieben habe. Und im Januar / Februar laufen die letzten sechs. Am 18.02.2018 wird dann die letzte Folge aus meiner Feder ausgestrahlt. Eine ungewöhnliche Folge, die ich zum Abschied schreiben durfte. Auch dafür bin ich sehr dankbar. Es wird sicher ein aufwühlender, trauriger, aber auch erleichternder Abend für mich. Die Folge wird „Niemals geht man so ganz“ heißen.</p>
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		<title>Prime Reading Panik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2017 11:29:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit gestern herrscht in meiner Facebook-Timeline Panik, Wut und Angst. Nicht etwa, weil Donald Trump den roten Knopf gefunden hat, sondern weil Amazon ein neues Programm eingeführt hat: Prime Reading. Amazon-Kunden, die Teil des Prime-Programm sind, dürfen in den nächsten drei Monaten ca. fünfhundert ältere eBooks kostenlos leihen und lesen. Selfpublisher konnten nur auf Anfrage...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2017/06/23/prime-reading-panik/" title="Read Prime Reading Panik">Weiter &#187;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern herrscht in meiner Facebook-Timeline Panik, Wut und Angst. Nicht etwa, weil Donald Trump den roten Knopf gefunden hat, sondern weil Amazon ein neues Programm eingeführt hat: <a href="https://www.amazon.de/kindle-dbs/fd/prime-pr/">Prime Reading</a>. Amazon-Kunden, die Teil des Prime-Programm sind, dürfen in den nächsten drei Monaten ca. fünfhundert ältere eBooks kostenlos leihen und lesen. Selfpublisher konnten nur auf Anfrage mit ihren Büchern teilnehmen und werden für diesen Dienst mit einem pauschalen Betrag zwischen 200 und 1000 Euro bezahlt. Durch die Prime Reading eBooks wurden die <a href="https://www.amazon.de/gp/bestsellers/digital-text/530886031/">Verkaufscharts</a> auf Amazon wild durchgeschüttelt und viele, viele Bücher sind aus den Top 100 gefallen. Die Selfpublisher unter meinen Facebook-Freunden stehen deswegen zu großen Teilen Kopf. Grund dafür ist aus meiner Sicht eine erschreckende Ahnungslosigkeit.</p>
<h3><a href="https://michaelmeisheit.de/2017/06/23/prime-reading-panik/charts/" rel="attachment wp-att-1664"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1664 alignright" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/06/Charts-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/06/Charts-300x239.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/06/Charts-768x612.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/06/Charts.jpg 908w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Vergesst das Ranking!</h3>
<p>Neben den oft nicht oder falsch wahrgenommenen Basis-Infos über das Programm, die wie immer sehr besonnen in der <a href="http://www.selfpublisherbibel.de/amazon-tipp-was-sie-als-autor-ueber-amazon-prime-reading-wissen-muessen/">Selfpublisher-Bibel</a> zu finden sind, scheint es mir immer noch selbst bei erfahrenen Selfpublishern ein großes Missverständnis zu geben: Viele sehen das „Ranking“ als zentral für die Sichtbarkeit eines eBooks an. Doch die Verkaufscharts von Amazon sind für den Erfolg eines eBooks allenfalls ein kleiner Faktor! Es sind nur wir Autoren, die ständig auf die Top 100 oder auch die Unterkategorien starren. Kaum ein Leser bzw. Käufer tut dies. Auf den Endgeräten (Kindle, Handy etc.) gibt es diese Charts teilweise nicht einmal oder sie sind sehr schwer zu finden. Und auch wer auf dem Computer kauft, richtet sich in der Regel viel mehr nach Empfehlungen von Amazon oder den berühmten „Kauften auch“. Diese entstehen aber anders als die Verkaufscharts – nämlich auf Basis der <a href="https://www.amazon.de/s/ref=lp_530886031_il_ti_digital-text?rh=n%3A530484031%2Cn%3A%21530485031%2Cn%3A530886031&amp;ie=UTF8&amp;qid=1498216334&amp;lo=digital-text">Beliebtheitslisten</a> (nach unten scrollen), die wiederum durch die Verkäufe der letzten 30 Tage generiert werden und weitere Faktoren berücksichtigen. Natürlich weiß man bei Amazon nie genau, wie der entsprechende Algorithmus was wertet, aber es gibt zahlreiche Indikatoren, <a href="http://www.selfpublisherbibel.de/datenanalyse-welche-rolle-preis-und-kindleunlimited-im-beliebtheitsranking-spielen/">Tests von Koryphäen</a> und auch persönliche Beobachtungen von mir. Diese Liste müsste jeder strategisch denkende Selfpublisher eigentlich im Auge behalten – viel mehr als das berühmte Ranking in den Verkaufscharts.</p>
<h3>Prime Reading Leihen werden vom Algorithmus vernachlässigt</h3>
<p>Jetzt die gute Nachricht bezogen auf Prime Reading: Für diese Beliebtheitslisten spielen Leihen über Prime Reading (genau wie Leihen über Kindle Unlimited) allenfalls eine indirekte Rolle. Sie werden nicht gewertet. Um das zu erkennen, reicht es, wenn man sich den <a href="https://www.amazon.com/kindle-dbs/fd/nonprime-pr">Amazon-Kindle-Shop in den USA</a> anschaut. Dort gibt es Prime Reading schon länger als in Deutschland. Derzeit läuft die zweite Runde, die wohl Ende März gestartet ist. Trotzdem sind Prime Reading Bücher, die ganz oben in den Verkaufscharts stehen, in den Beliebtheitslisten (dort „featured“ genannt) nicht annähernd so weit vorne wie ihr Ranking es eigentlich hergeben müsste. Natürlich gibt es auch positive Verkaufseffekte bei den empfohlenen Prime Reading Bücher. Schließlich erhalten sie ja auch bei Nicht-Prime-Kunden mehr Sichtbarkeit in der Werbung. Amerikanische Autoren bestätigen diesen Anstieg in den Verkäufen. Aber die Zahlen, die die Verkaufscharts auf den Kopf stellen, sind die Prime Reading Leihen und diese schaden der Sichtbarkeit anderer erfolgreicher Bücher nur sehr wenig. Auch bei „kauften auch“ scheinen sie nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, sonst hätten die Prime Reading Bücher ja haufenweise andere Prime Reading Bücher in ihrer Leiste – aber das ist nicht der Fall.</p>
<h3>Also alles gut?</h3>
<p>Na ja. Es gibt schon ein paar Probleme. Natürlich sind die Verkaufscharts auch ein Tool für Autoren, um den Erfolg von Büchern zu vergleichen. Das wird nun schwieriger. Komplizierter wird es mit den verschiedenen Programmen auch für Leser. Zumindest am Anfang. Aber immerhin können Kindle Unlimited Leser – auch wenn sie Prime haben – gar nicht über das neue Programm ausleihen. Sie landen automatisch bei KU, womit also keinem Autor abzurechnende Seiten verloren gehen. Trotzdem verstehe ich, dass einige Leute erst einmal verwirrt sind und ein paar Fragen haben. Aber auf die Fragen gibt es Antworten und Angst oder gar Wut auf Amazon ist völlig fehl am Platz.</p>
<p>Mich beschäftigt eher die Frage, ob dies in den Augen von Amazon ein Zukunftsmodell ist: Dass man pauschal für Leihvorgänge vergütet wird. Meiner Ansicht nach werden Leihmodelle in der Zukunft immer wichtiger werden und wenn man irgendwann auch bei neuen Büchern davon abhängig ist, dass Amazon einem ein Angebot macht, dann würde auch ich auf die Barrikaden gehen. Aber davon sind wir weit entfernt. Im Moment ist Prime Reading für die Teilnehmer – auch ich bin mit einer Folge von <a href="http://amzn.to/2sJbJHc">L.I.E.B.E.</a> dabei – eine Promotion alter Titel, für die man sogar noch bezahlt wird. Also wirklich kein Grund zur Panik &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Meine Termine auf der Leipziger Buchmesse 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 12:23:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Lieblingsautoren]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo kann man Michael Meisheit / Vanessa Mansini auf der Leipziger Buchmesse treffen? Zunächst einmal gehöre ich zu den Lieblingsautoren, die auch dieses Jahr wieder einen sehr schönen Stand in Halle 5 (D204) haben werden. Dort werde ich von Donnerstag bis Sonntag immer wieder mal anzutreffen sein. Auf jeden Fall findet man dort meine Bücher. Auf...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2017/03/18/meine-termine-auf-der-leipziger-buchmesse-2017/" title="Read Meine Termine auf der Leipziger Buchmesse 2017">Weiter &#187;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wo kann man Michael Meisheit / Vanessa Mansini auf der Leipziger Buchmesse treffen?</strong></h2>
<p>Zunächst einmal gehöre ich zu den <a href="http://www.lieblingsautoren.org/">Lieblingsautoren</a>, die auch dieses Jahr wieder einen sehr schönen Stand in Halle 5 (D204) haben werden.<br />
Dort werde ich von Donnerstag bis Sonntag immer wieder mal anzutreffen sein. Auf jeden Fall findet man dort meine Bücher.<br />
Auf der <a href="https://www.facebook.com/Die-Lieblingsautoren-auf-der-Leipziger-Buchmesse-2017-1679374548945866/">Facebook-Seite der Lieblingsautoren</a> gibt es zudem alle aktuellen Infos und auch Live-Übertragungen während der Messe.</p>
<p><a href="https://michaelmeisheit.de/2017/03/18/meine-termine-auf-der-leipziger-buchmesse-2017/zeitplan-messe/" rel="attachment wp-att-1656"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1656" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/03/Zeitplan-Messe-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/03/Zeitplan-Messe-300x180.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2017/03/Zeitplan-Messe.jpg 466w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Wer sicher gehen will, findet mich bei folgenden Veranstaltungen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freitag, 24.03.</p>
<p>13:00 Uhr – Vortrag / Fragerunde: „Marketing für Selfpublisher“ (Halle 5 D206)</p>
<p>15:00 Uhr – Podiumsdiskussion „Selfpublishing und Lektorat“ (Halle 5 D600)</p>
<p>16:00 Uhr bis 18:00 Uhr  – <a href="https://www.facebook.com/events/1826996380899616/">Bloggertreffen</a> mit den Lieblingsautoren (Halle 5 D204)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Samstag, 25.03.</p>
<p>10:00 Uhr – <a href="http://www.leipziger-autorenrunde.de/201720">Leipziger Autorenrunde</a> „Was man aus der Welt der Fernsehserien lernen kann und was nicht“ (Congress Center – Anmeldung notwendig)</p>
<p>16:00 Uhr – <a href="https://www.facebook.com/1679374548945866/photos/a.1679548542261800.1073741828.1679374548945866/1831392080410778/?type=3&amp;theater">Lesung</a> Vanessa Mansini, Kirsten Wendt und Eileen Janket bei den Lieblingsautoren (Halle 5 D204)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sonntag, 26.03.</p>
<p>10:00 Uhr bis 12:00 Uhr – Großes Frühschoppen mit allen Lieblingsautoren bei Sekt, Saft und Cupcakes (Halle 5 D204)</p>
<p>12:00 Uhr – Meet&amp;Greet mit Vanessa Mansini, Anna Winter, Hanni Münzer und Klaus Seibel bei den Lieblingsautoren (Halle 5 D204)</p>
<p>13:00 Uhr – Talk: „Raus aus der Unsichtbarkeit“ (Halle 5 D206)</p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2017/03/18/meine-termine-auf-der-leipziger-buchmesse-2017/">Meine Termine auf der Leipziger Buchmesse 2017</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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		<title>Die Figuren</title>
		<link>https://michaelmeisheit.de/2016/07/05/die-figuren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 19:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„It’s alive!“ (Dr. Henry Frankenstein) Wenn ich im letzten Beitrag mein Vorgehen bei der Entwicklung des Plots beschreibe, dann ist das natürlich nur die halbe Wahrheit. Es gibt keine Plotentwicklung ohne die parallele Entwicklung der Figuren. Bei mir ist dies ein ständiges Hin und Her. Die Geschichte prägt den Charakter der Figuren. Die Figuren verlangen eine...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/07/05/die-figuren/" title="Read Die Figuren">Weiter &#187;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>„It’s alive!“ (Dr. Henry Frankenstein)</h3>
<p><a href="https://michaelmeisheit.de/2016/07/05/die-figuren/fullsizerender-2/" rel="attachment wp-att-1603"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1603 alignright" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/FullSizeRender-2-300x225.jpg" alt="Figur " width="300" height="225" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/FullSizeRender-2-300x225.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/FullSizeRender-2-768x576.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/FullSizeRender-2-1024x768.jpg 1024w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/FullSizeRender-2.jpg 1632w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Wenn ich im letzten <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/07/03/von-der-idee-zur-geschichte/">Beitrag</a> mein Vorgehen bei der Entwicklung des Plots beschreibe, dann ist das natürlich nur die halbe Wahrheit. Es gibt keine Plotentwicklung ohne die parallele Entwicklung der Figuren. Bei mir ist dies ein ständiges Hin und Her. Die Geschichte prägt den Charakter der Figuren. Die Figuren verlangen eine bestimmte Richtung in der Geschichte.</p>
<p><span id="more-1602"></span></p>
<h3>Backstory</h3>
<p>Guten Figuren brauchen viele Dimensionen. Charakterzüge der unterschiedlichsten Art. Und ich meine nicht eine willkürliche Aneinanderreihung von möglichst vielen Eigenschaften, sondern stimmige Kompositionen. Wenn ich in meinem neuen Buch eine Hauptfigur habe, die „möglichst schnell erwachsen werden“ will, dann ist das schon ein guter Start, weil Ungeduld und Reife per se ein Widerspruch sind, aber in dieser Konstellation absolut Sinn machen. Noch mehr Dimensionen und vor allem mehr Tiefe gebe ich den Figuren, wenn ich ihnen eine reichhaltige Backstory gebe. Für meine Hauptfigur kenne ich mittlerweile Mutter, Oma und Uroma, weil alle auf ihren heutigen Charakter Einfluss haben. Vielleicht spielt das in der Handlung später nur eine untergeordnete Rolle oder ich habe sogar Details festgelegt (wie stand die Uroma zu Hitler?), die nie jemand erfahren wird. Aber sie geben mir zusätzlichen Lehm in die Hand, um eine interessante Figur zu formen.</p>
<h3>Aus meinem Leben schöpfen</h3>
<p>Bei allen Vanessa-Mansini-Romanen wende ich bei der Entwicklung der Figuren wieder den schon bekannten „Trick“ an: Ich schöpfe stark aus meinem eigenen Leben. Nicht zufällig ist in fast jedem Buch jemand in der Filmbranche beschäftigt. Diesmal wird eine Schauspielerin dabei sein. Auch bei anderen Berufen, Erlebnissen oder Familienkonstellationen schöpfe ich gnadenlos bei mir selbst und auch bei den Menschen, die ich kenne und denen ich gerne zuhöre. Nichts und niemand ist da sicher. Wobei es kaum jemanden gibt, der sich wiedererkennt. Denn die Kunst ist ja gerade, aus den verschiedenen Versatzstücken unterschiedlicher Leben eine Figur zu erschaffen, die es genauso geben könnte.</p>
<h3>Eigenleben</h3>
<p>Wenn das alles klappt. Wenn der Reichtum, die Backstory, die Verknüpfungen greifen, dann bekomme ich nicht selten tatsächlich lebendige Figuren. Die dann an bestimmten Stellen der Geschichte plötzlich etwas ganz Anderes verlangen als das, was für sie geplant war. Als Autor sind dies – trotz zusätzlicher Arbeit durch Umstrukturierungen – die schönsten Momente beim Schreiben. Ich lege fest, dass zwei Liebende sich kriegen sollen, aber die wollen partout nicht. Man spürt es einfach. Auch wenn man alles nach Plan bis zu einem bestimmten Punkt geschrieben hat, stehen die jetzt da und sagen „Nein“. Das imponiert mir. Mittlerweile gehe ich schon nur noch lose Verabredungen mit meinem Plot ein und verbeiße mich bloß nicht. Denn ich weiß, dass der Punkt jederzeit kommen kann, dass diese üblen Figuren die beste Idee von allen, die eine Szene, auf die ich mich von Anfang an gefreut habe, mit einem selbstgerechten Auftritt zunichtemachen. Als Autor ist man gut beraten, auf seine Figuren zu hören.</p>
<h3>Namen sind mehr als Schall und Rauch</h3>
<p>Nicht zu unterschätzen, ist die überlegte Auswahl der Figurennamen. Gerade bei der Hauptfigur verbringe ich damit beträchtliche Zeit auf <a href="http://www.beliebte-vornamen.de">Namenwebsites</a>, um auf solche Sachen wie <a href="https://www.facebook.com/trixi.kwiatkowski">Trixi</a> oder Undine zu kommen. Dabei geht es nicht um einen möglichst schrägen Namen, sondern um etwas, dass von Anfang an der Geschichte und damit dem Leser hilft. Bei dem neuen Roman hat sich in Teamarbeit mit meiner <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/24/die-facebookgruppe/">Facebook-Gruppe</a> bereits der perfekte Name für die neue Hauptfigur gefunden: Hermine. Spontan werden viele jetzt sagen, dass das nicht so toll ist, weil dann doch jeder gleich an Harry Potter denkt. Eben! Ich erzähle die Geschichte einer Frau, die ins Koma fiel, als der Name Hermine noch sehr ausgefallen und lediglich eine Hommage an ihre Urgroßmutter war. Und wenn sie nun aufwacht, spricht sie jeder Depp gleich auf Harry Potter an, von dem sie noch nie etwas gehört hat. Genau das ist ihre Geschichte in komprimierter Form. Und daher ist für mich der Name optimal.</p>
<h3>Stand der Dinge</h3>
<p>Beim Projekt <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/13/backstage/">Backstage</a> bin ich nun also soweit, dass der ganz grobe Plot – vor allem Anfang und Ende – steht. Ebenso bereit zum Auslaufen sind die wichtigsten Figuren. Ich habe sogar eine <a href="https://open.spotify.com/user/1132023836/playlist/5Gj2nwV14SwawPLmylL5zT">Playlist</a> mit Liedern aus dem Jahr 1996 erstellt. Langsam aber sicher nähern wir uns der Schreibphase &#8230;</p>
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		<title>Von der Idee zur Geschichte</title>
		<link>https://michaelmeisheit.de/2016/07/03/von-der-idee-zur-geschichte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2016 05:56:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Drehbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ideen zu haben ist himmlisch. Sie auszuarbeiten die Hölle“. Dieses Zitat von Maurice Maeterlink stand auf dem Handout, das ich bei meinem ersten Drehbuchwochenendseminar Anfang der Neunziger Jahre als junger Mann bekommen habe. In der Alten Feuerwache in Köln hatte ein bis heute wenig bekannter Drehbuchautor Hobbyschreiber in einem schlecht geheizten Raum versammelt, um ihnen...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/07/03/von-der-idee-zur-geschichte/" title="Read Von der Idee zur Geschichte">Weiter &#187;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>„Ideen zu haben ist himmlisch. Sie auszuarbeiten die Hölle“.</h2>
<p>Dieses Zitat von Maurice Maeterlink stand auf dem Handout, das ich bei meinem ersten Drehbuchwochenendseminar Anfang der Neunziger Jahre als junger Mann bekommen habe. In der Alten Feuerwache in Köln hatte ein bis heute wenig bekannter Drehbuchautor Hobbyschreiber in einem schlecht geheizten Raum versammelt, um ihnen die Grundlagen des Drehbuchschreibens nahezubringen. Meine erste Berührung mit solch einer Theorie. Und dann wurde mir gleich das mit der Hölle vor die Nase gesetzt. Es hat mich nicht geschreckt, sondern war vielmehr die Initialzündung für meinen Weg als Autor. Was aber nicht bedeutet, dass der Satz nicht wahr ist. Ich würde ihn aus heutiger Sicht oft gerne umwandeln: „Ideen zu haben ist vergleichsweise einfach. Sie auszuarbeiten, ist die wahre Arbeit eines Autors.“<span id="more-1574"></span></p>
<p>Bei meinem neuen nach wie vor unbetitelten Roman, dessen Entstehung ich hier mit Projekt <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/13/backstage/">Backstage</a> begleite, bin ich nun genau in dieser Phase, in der aus einer <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/14/die-idee/">Idee</a> mehr werden muss. Ein kleiner Kosmos an Figuren muss entstehen. Eine Handlung, die überraschend und komplett nachvollziehbar zugleich ist. Ich war noch einige Tage „abgelenkt“ durch meine Arbeit für die „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SLrZXTGvKrU">Lindenstraße</a>“, aber allmählich kommt nun der Plot-Zug ins Rollen. Unterstützt durch eine <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/24/die-facebook-gruppe/">Facebook-Gruppe</a> mit ca. dreißig interessierten Leuten, die jeden Schritt begleiten und wertvolles Feedback geben.</p>
<h2>Anfang, Ende, Mitte</h2>
<p>In einer Geschichte gibt es drei wichtige Bereiche, die die absolute Konzentration des Autors erfordern: Den Anfang, das Ende und natürlich den Mittelteil. So banal, so wahr. Jeder Bereich hat seine besonderen Eigenheiten und auch Herausforderungen. Ich gehe sie meist tatsächlich in der notierten Reihenfolge an:</p>
<p>Zunächst brauche ich einen Anfang. Klar. Das ist in der Regel die Idee selbst. In meinem Fall die Frau, die nach zwanzig Jahren in einer neuen Welt aus dem Koma erwacht. Aber dann geht es erst richtig los: Wie kann ich die Leserinnen und Leser sofort in das Geschehen ziehen, sie mit meiner Hauptfigur mitfiebern lassen, sie dazu zwingen, die halbe Nacht durchzulesen? Ich muss Fragen aufwerfen, überraschende Wendungen einbauen, Tempo aufnehmen. Mir half dabei, dass ich ein Problem hatte, das ich zu meinen Gunsten drehen konnte: Eigentlich ist jemand nach zwanzig Jahren Koma gut beraten, eine lange und auch langsame Reha zu machen, um körperlich und geistig fit zu werden. Das wäre als Handlung so ziemlich das Langweiligste, was man sich vorstellen kann. Genau deswegen habe ich eine schrecklich ungeduldige und störrische Hauptfigur, die in ihrem Herzen ein Teenager ist. Sie flieht im Rollstuhl viel zu früh, viel zu hilfsbedürftig und ohne einen Schimmer, was sie da draußen erwartet, aus der Klinik. Das bringt Tempo, Spannung und Witz. Ich habe meinen Anfang.</p>
<h2>Rückwärts arbeiten</h2>
<p>Viel weiter komme ich aber nicht, wenn ich kein Ende für den Roman habe. Es gibt Theorien, wonach man als Autor siebzig Prozent der Arbeitszeit mit den letzten dreißig Prozent der Geschichte verbringt. Beim ersten Plotten kommt das bei mir hin. Denn erst, wenn ich weiß, wo die Geschichte hingeht, kann ich den Rest überhaupt angehen. Erst wenn ich den Endpunkt der Entwicklung meiner Figuren kenne, weiß ich, wo sie am Anfang stehen müssen und was die Prüfungen sind, denen sie sich zu unterziehen haben. Bei einer 17-jährigen, die plötzlich 37 ist, liegt eins nahe: Ihre Geschichte endet erst, wenn sie den fehlenden Reifeprozess im Schnelldurchlauf durchgestanden hat. Auf ihre eigene Weise. Aber doch in diesem Genre zumindest so befriedigend, dass man von einem Happy End sprechen kann. Wie das ganz konkret aussieht, kann ich dann sogar noch während des Schreibens abwandeln, aber ich muss erst einmal festlegen, dass genau das mein erzählerisches Ziel ist. Und was dies für die Handlung bedeutet. Dann geht es wieder zurück nach vorne.</p>
<h2>Wie war das im Mittelteil?</h2>
<p><a href="https://michaelmeisheit.de/2016/07/03/von-der-idee-zur-geschichte/fullsizerender/" rel="attachment wp-att-1545"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1545 alignright" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/FullSizeRender-300x225.jpg" alt="Kritzeleien L.I.E.B.E." width="300" height="225" /></a>Zuletzt widme ich mich dann dem gefürchteten Mittelteil. Gefürchtet, weil man selbst bei einem spannenden Anfang und einem befriedigenden Ende genau hier leicht scheitern kann. Mit einer Handlung, die sich dahinzieht wie Kaugummi oder einfach zu vorhersehbar ist. Hier braucht man den ganzen Reichtum an Ideen, Recherchen, tollen Nebenfiguren, Wendungen und sonstigen Überraschungen, um die Geschichte zu einem emotionalen Erlebnis für die Leserinnen und Leser zu machen. Um die vielen Seiten zu füllen, die dieser Mittelteil nun einmal ausmacht. Im Normalfall sammle ich dafür über Tage Ideen und kritzle sie (immer im Ping Pong mit der Figurenentwicklung, über die ich als nächstes berichten werde) auf den nächstbesten Zettel, aus dem ich dann manchmal selbst nicht mehr schlau werde. Was nicht schlimm ist, weil sich die guten Ideen sowieso in mein Hirn brennen und spätestens beim Schreiben ihren Platz verlangen werden. Derzeit bin ich, was den neuen Roman angeht, das Eichhörnchen, das fleißig sammelt bis die Ideen irgendwann aus meinem Nest herausquillen und ich damit locker über den harten Winter des Manuskriptschreibens komme. Nur dass ich nicht alles auf ein Papier kritzle, sondern durch die Facebookgruppe gezwungen bin, die Ideen auch mal auszuformulieren und zu strukturieren – was sicher nicht falsch ist. (Auf dem Foto rechts sieht man meine ersten Kritzeleien zum Projekt „<a href="https://michaelmeisheit.de/l-i-e-b-e/">L.I.E.B.E.</a>“ – von dem übrigens gerade der <a href="http://amzn.to/29qe6WY">letzte Band</a> erschienen ist.)</p>
<p><span style="color: #000000; font-weight: bold;">Story</span></p>
<p>Dies ist mein Weg, den ich beim Erarbeiten eines Plots beschreite. Und das auch nur sehr oberflächlich beschrieben. Wer sich tiefer mit den Funktionsweisen von Geschichten beschäftigen möchte, dem „richtigen“ Weg, einen berührenden und funktionierenden Plot zu entwickeln, dem sei das Buch „<a href="http://amzn.to/29ieOGE">Story</a>“ von Robert McKee empfohlen. Auch wenn es sich zunächst an Drehbuchautoren wendet, so habe ich in meinem Leben als Autor kein hilfreicheres Lehrbuch über das Entwickeln von Geschichten gefunden als dieses. Noch heute nehme ich es sofort wieder in die Hand, wenn ich mich mit meinen Ideen verrenne und nicht mehr weiß wo hinten und vorne ist. Und das sollte man als Autor ja schon &#8230;</p>
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		<title>Die Facebookgruppe</title>
		<link>https://michaelmeisheit.de/2016/06/24/die-facebookgruppe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2016 05:55:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Blick in die Autorenseele Ab sofort gehen wir bei Backstage einen Schritt weiter: Es gibt nun eine Facebook-Gruppe, in der ich ab nächster Woche ins Detail gehen werde. Dort beschreibe ich die konkrete Entwicklung der Geschichte, der Figuren und stelle mich auch Diskussionen über das Manuskript, das in den nächsten Monaten entstehen wird. Es...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/24/die-facebookgruppe/" title="Read Die Facebookgruppe">Weiter &#187;</a></p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/24/die-facebookgruppe/">Die Facebookgruppe</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Der Blick in die Autorenseele</h2>
<p>Ab sofort gehen wir bei <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/13/backstage/">Backstage</a> einen Schritt weiter: Es gibt nun eine Facebook-Gruppe, in der ich ab nächster Woche ins Detail gehen werde. Dort beschreibe ich die konkrete Entwicklung der Geschichte, der Figuren und stelle mich auch Diskussionen über das Manuskript, das in den nächsten Monaten entstehen wird. Es wird ab und zu Umfragen geben vor wichtigen Entscheidungen. Ich werde um Meinungen bitten und versuchen, alle Fragen zu beantworten. Wichtig ist aber zu verstehen, dass die Gruppe meine Arbeit begleiten soll. Es geht nicht um einen Roman, der mit Mehrheitsbeschlüssen entstehen soll – das halte ich auch nicht für möglich.</p>
<p><span id="more-1572"></span></p>
<h2>Achtung Dauerspoiler!</h2>
<p>Da die Gruppe ein fortlaufender Spoiler sein wird, ist sie natürlich nichts für Leute, die einen Roman gerne im fertigen Zustand bzw. ohne Vorwissen lesen wollen. Sie wird daher geschlossen sein und auch unter der Auflage stehen, dass die dortigen Inhalte nicht weiterverbreitet werden. Gleichzeitig muss jeder, der in der Gruppe dabei sein möchte, zustimmen, dass ich alle Kommentare oder Beiträge verwenden bzw. publizieren kann – denn ggf. möchte ich ja auch mal aus Diskussionen in der Gruppe hier im Blog oder anderswo berichten. Aber keine Angst: Ich werde alle wichtigen Schritte bei der Entwicklung und Veröffentlichung des Romans nach wie vor hier im Blog beschreiben &#8211; eben nur ohne in inhaltliche Details zu gehen.</p>
<h2>Wie komme ich in die Gruppe?</h2>
<p>Wen das alles nicht schreckt, der ist sehr herzlich in die Gruppe eingeladen. Einzige Hürde – ist neben einem eigenen Facebook-Account – dass man mir als <a href="https://www.facebook.com/meisheit">Michael Meisheit </a>eine Freundschaftsanfrage schickt (wenn nicht schon geschehen) und mir in einer Privatnachricht zwei Fragen beantwortet:</p>
<ol>
<li>Als was möchte ich in der Gruppe mitmachen? Als Leserin? Als Autor? Als Bloggerin? Als was ganz anderes?</li>
<li>Was erwarte ich mir von meiner Mitwirkung in der Gruppe?</li>
</ol>
<p>Hat man mir eine solche Nachricht gesendet, bekommt man so schnell wie möglich eine Einladung in die Gruppe.</p>
<h2>Wir sehen uns!</h2>
<p>Übers Wochenende werde ich erst einmal schauen, wer denn überhaupt mitmachen möchte, bevor es in der nächsten Woche dann langsam ans Plotten geht. Einsteigen kann man bis auf weiteres jederzeit. Ich hab’ selbst noch keine Ahnung, wie oft und wie genau ich in der Gruppe berichten und diskutieren werde. Das hängt sicher auch davon ab, wie viele Leute auf welche Art mitmachen. Und wie sich die Geschichte des neuen Vanessa-Mansini-Romans denn dann so entwickelt. Ich bin gespannt und freue mich über jeden, der sich meldet.</p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/24/die-facebookgruppe/">Die Facebookgruppe</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Zeitplan</title>
		<link>https://michaelmeisheit.de/2016/06/22/der-zeitplan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2016 05:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitplan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, dann mach einen Plan. Natürlich. Aber wenn man ein Buch schreiben und veröffentlichen will, sollte man sich am Anfang trotzdem überlegen, wie das laufen soll. Und ja, auch einen Plan machen, wann was wie angegangen werden muss. Der Plan kann dann natürlich zehn Mal geändert werden. Doch ohne...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/22/der-zeitplan/" title="Read Der Zeitplan">Weiter &#187;</a></p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/22/der-zeitplan/">Der Zeitplan</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, dann mach einen Plan. Natürlich. Aber wenn man ein Buch schreiben und veröffentlichen will, sollte man sich am Anfang trotzdem überlegen, wie das laufen soll. Und ja, auch einen Plan machen, wann was wie angegangen werden muss. Der Plan kann dann natürlich zehn Mal geändert werden. Doch ohne Deadline fehlt mir selbst oft die Disziplin. Vor allem aber braucht man als Selfpublisher ja auch die Unterstützung von Dienstleistern wie Coverdesignern oder Lektoren und die werden sich bedanken, wenn man ihnen irgendwann etwas schickt und „morgen“ eine Reaktion haben will. Zudem ist es für die Vermarktung des Buches hilfreich, wenn man einen Veröffentlichungstermin anpeilen und irgendwann die Leserinnen und Leser auch auf ihn neugierig machen kann.<span id="more-1570"></span></p>
<h2>Vier Monate für den neuen Vanessa Mansini-Roman</h2>
<p>Hier also mein ganz individueller (Zeit-) Plan für den neuen Roman, der im Rahmen des Projekts Backstage entstehen soll:</p>
<div style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juni.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1610 size-medium" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juni-300x177.jpg" alt="Kalender-Backstage-Juni" width="300" height="177" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juni-300x177.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juni-768x453.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juni-1024x603.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">JUNI</p></div>
<div style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juli.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1610 size-medium" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Juli-300x177.jpg" alt="Kalender-Backstage-Juni" width="300" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">JULI</p></div>
<div style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-August.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1610 size-medium" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-August-300x177.jpg" alt="Kalender-Backstage-Juni" width="300" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">AUGUST</p></div>
<div style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-September.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1610 size-medium" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-September-300x177.jpg" alt="Kalender-Backstage-Juni" width="300" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">SEPTEMBER</p></div>
<div id="attachment_1611" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://michaelmeisheit.de/kalender-backstage-oktober/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1611" class="wp-image-1611 size-medium" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Oktober-300x176.jpg" alt="Kalender-Backstage-Oktober" width="300" height="176" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Oktober-300x176.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Oktober-768x450.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/07/Kalender-Backstage-Oktober-1024x600.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1611" class="wp-caption-text">OKTOBER</p></div>
<p>Wie man sieht, plane ich derzeit 24 Arbeitstage für das eigentliche Schreiben des Manuskripts ein. Realistisch ist, dass davon wegen plötzlicher Termine, kranker Kinder und akuter Unlust noch ein paar wegfallen werden. Aber selbst wenn es nur 20 Tage sind, habe ich bei zu leistenden 50.000 Wörtern (Minimum) ein Tagessoll von 2.500 Wörtern, was nach meinen Erfahrungen sehr gut machbar ist. In guten Zeiten schreibe ich an vollen Arbeitstagen bis zu 5.000 Wörtern &#8230;</p>
<h2>Was ist ein „Kreativurlaub“?</h2>
<p>Natürlich muss die Planung für den Roman auch in meine restliche Lebensplanung eingepasst werden. Da nun einmal die großen Schulferien anstehen, wird es diesmal also ein internationales Projekt. Denn auch auf Reisen kann ich gut arbeiten. Die Ferien teilen sich dabei in zwei Reisen:</p>
<p>In den ersten drei Wochen muss meine Frau arbeiten, weswegen ich alleine mit den Kindern durch halb Europa fahre, Freunde besuche und vor allem einige Zeit bei unseren Nachbarn in Südfrankreich verbringen werde. Da es dort gleich eine ganze Horde von Kindern geben wird, besteht sogar die Chance, dass ich ab und zu an meinem Roman arbeiten kann. Aber das kalkuliere ich nun mal nicht ein und sehe die Zeit eher als Phase, in der ich die Geschichte gedanklich weiterentwickle und vertiefe. Eventuell auch beim ersten Schreiben entstandene Probleme löse. Gerade lange Autofahrten eignen sich gut dafür. Aber natürlich will ich in den Tagen auch etwas entspannen und Zeit für die Kinder haben.</p>
<p>In den zweiten drei Wochen wiederum geht es zur Familie meiner Frau in Antalya. Dort gibt es paradiesische Zustände: Zahlreiche Leute, die sich gerne um unser Wohl und um die Kinder kümmern. Auch in der Vergangenheit habe ich dort exzellent Drehbücher und Romane schreiben können. Also wird die Hauptarbeit diesmal mit Blick aufs Mittelmeer verbracht. Es gibt schlimmeres.</p>
<p>Natürlich bin ich auch noch Drehbuchautor für die „Lindenstraße“, für die es in diesem Zeitraum zwei Arbeitssitzungen gibt. Daneben werden auch noch einige Papieren zu schreiben und Änderungen zu machen sein, die ich jetzt mal nicht konkret in den Plan aufgenommen habe. Das ist sozusagen Teil des Alltags. Im Moment sind noch fast alle Wochenende freigehalten. Nach Möglichkeit sollen die auch immer der Familie gehören, aber gerade in heißen Phasen sind diese Tage natürlich die ersten, die fallen.</p>
<p>Der Plan steht. Erfahrungsgemäß werde ich nun schwanken zwischen: „Och, echt so viel Zeit noch? Das schaffe ich ja locker“ und „Argh! Das packe ich nicht!“. Am Ende geht es dann meistens gut, aber wer weiß, was noch alles dazwischenkommt. Der größte Unsicherheitsfaktor dabei ist die Geschichte selbst. Denn wenn die nicht läuft oder plötzlich viel mehr Raum benötigt als gedacht, dann muss ein neuer Plan her &#8230;</p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/22/der-zeitplan/">Der Zeitplan</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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		<title>Brief des Verlegers Michael Meisheit an die Autorin Vanessa Mansini</title>
		<link>https://michaelmeisheit.de/2016/06/19/brief-des-verlegers-michael-meisheit-an-die-autorin-vanessa-mansini/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2016 05:51:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Vanessa, ich freue mich sehr, dass wir erneut das Dreamteam der Publishing-Branche bilden und gemeinsam Deinen nächsten Roman stemmen werden. Die Idee mit der Frau, die zwanzig Jahre im Koma lag und nun in der „neuen Welt“ die Liebe sucht, passt wie die Faust aufs Auge zu uns. Als ich das gehört hab’, hab’...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/19/brief-des-verlegers-michael-meisheit-an-die-autorin-vanessa-mansini/" title="Read Brief des Verlegers Michael Meisheit an die Autorin Vanessa Mansini">Weiter &#187;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Vanessa,</p>
<p>ich freue mich sehr, dass wir erneut das Dreamteam der Publishing-Branche bilden und gemeinsam Deinen nächsten Roman stemmen werden. Die <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/14/die-idee/">Idee</a> mit der Frau, die zwanzig Jahre im Koma lag und nun in der „neuen Welt“ die Liebe sucht, passt wie die Faust aufs Auge zu uns. Als ich das gehört hab’, hab’ ich direkt zu meiner Frau gesagt: Das wird ein echter Mansini!</p>
<p><span id="more-1568"></span>Mir ist klar: Du wirst es uns eine zauberhafte Geschichte mit liebenswerten Figuren erschaffen. Du bist die Expertin. Aber vielleicht darf ich trotzdem noch ein paar Wünsche als Verleger mit auf den Weg geben:</p>
<p>Versuch’s mal mit einem einigermaßen klaren Genre. Romantische Komödie. Das ist top. Dafür gibt es eine Kategorie bei Amazon. Es passt zu Dir. Damit können die Leserinnen was anfangen. Kann natürlich auch mal spannend sein oder ein bisschen mysteriös, aber bitte nicht plötzlich haufenweise Thrillerelemente oder Drama reinnehmen. Bei „<a href="https://michaelmeisheit.de/im-falschen-film/">Im falschen Film</a>“ ist das mit dem Mix grad noch gut gegangen, aber auch für Indieautoren gilt: Die Bestseller sind stets klare Genrewerke.</p>
<p>Nicht zu düster bitte. Ich weiß, zwanzig Jahre Koma und die merkwürdigen Auswüchse der Onlinewelt verlocken zu Dystopien. Und es läuft auch eine Menge schief in der heutigen Zeit. Aber das wissen die Leserinnen selbst. Gerade deswegen brauchen sie ja was Schönes zum Lesen. Was fürs Herz. Was zum Ablenken und Träumen. (Die Kerle bitte entsprechend gestalten!) Sexy darf’s natürlich sein. Sex ist okay. Mehr als okay. Schöner Sex. Oder lustiger, was bei Datingapps ja vorprogrammiert ist. Genau: Wenn schon kritisch, dann bitte mit Humor. Humor läuft immer. Ich werde mich auch um ein witziges, sexy Cover bemühen, also bitte nicht aus der Reihe tanzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1520 alignright" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Liebe-Vanessa-300x225.jpg" alt="Liebe Vanessa" width="300" height="225" />Und sowieso: Happy End! Da sind wir uns einig, oder? Die arme Frau wird doch wohl am Ende auch in der neuen Welt die Liebe ihres Lebens finden. Trotz aller Widrigkeiten. Anders kann ich mir das gar nicht vorstellen. Die Leute müssen mit einem Lächeln aus dem Buch kommen. Sonst hauen die uns schlechte Rezensionen rein. Zwischendurch darf’s mal Tränen geben, aber kein merkwürdiger Twist ganz am Schluss. Ich sag nur: „<a href="https://michaelmeisheit.de/nicht-von-dieser-welt/als-ich-eines-morgens/">Als ich eines Morgens mich selbst traf</a>“ – das hat uns nicht gut getan! Aber ich bin mir sicher, einer Frau, die schon zwanzig Jahre ihres Lebens verpasst hat, wirst Du ein Happy End gönnen.</p>
<p>Wobei, kleine Einschränkung: Geht da was in Richtung mehrere Teile? Also falls das Ding ein Knaller wird, wäre natürlich eine Fortsetzung das Gebot der Stunde. Egal ob’s inhaltlich so viel Sinn macht. Ich mein’, noch mal aufwachen kann sie ja nicht. Aber vielleicht fällt dir was ein. Für alle Fälle. Einfach nur sanft anlegen. Unsere Verlagsgruppe würde es dir danken.</p>
<p>Noch ein paar Kleinigkeiten: Zweihundert Seiten sollten es mindestens sein. Eher ein bisschen mehr. Dass die Leserinnen nicht auf Kurzromane stehen, haben wir ja gerade bei „<a href="https://michaelmeisheit.de/l-i-e-b-e/">L.I.E.B.E.</a>“ gesehen. Oktober als Veröffentlichungstermin hast du im Blick? Ach ja, und der Titel? Ich bräuchte bald mal einen Titel. Kann man einfach besser mit arbeiten in der PR.</p>
<p>Bleibt mir nur, Dir viele wundervolle Einfälle zu wünschen. Aber ich sag’s jetzt mal mit einer berühmten <a href="https://youtu.be/pxmpmNKobxc?t=1m38s">Filmfigur</a>: „Ich hab’ ein gutes Gefühl, ein gutes Gefühl!“</p>
<p>Liebe Grüße auch an die Kids</p>
<p>Dein Michael</p>
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		<title>Die Recherche</title>
		<link>https://michaelmeisheit.de/2016/06/16/die-recherche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 05:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[1996]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Vor ein paar Wochen war ich mit meinen Kindern im Heidepark. Meine vierjährige Tochter ist bei laufintensiven Tagen – und das war zweifelsohne einer – immer besonders gut auf meinen Schultern aufgehoben. Doch als ich sie auf dem Weg zur „Kinderachterbahn“ ein weiteres Mal hochheben wollte, rammte mir jemand von hinten ein Messer in...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/16/die-recherche/" title="Read Die Recherche">Weiter &#187;</a></p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/16/die-recherche/">Die Recherche</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Die-Kinderachterbahn-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1621" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Die-Kinderachterbahn-1-225x300.jpg" alt="Die-Kinderachterbahn" width="225" height="300" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Die-Kinderachterbahn-1-225x300.jpg 225w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Die-Kinderachterbahn-1-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Vor ein paar Wochen war ich mit meinen Kindern im Heidepark. Meine vierjährige Tochter ist bei laufintensiven Tagen – und das war zweifelsohne einer – immer besonders gut auf meinen Schultern aufgehoben. Doch als ich sie auf dem Weg zur „Kinderachterbahn“ ein weiteres Mal hochheben wollte, rammte mir jemand von hinten ein Messer in den Rücken. Zumindest fühlte sich der Schmerz so an. Die Fahrt mit der Kinderachterbahn war danach nur noch halb so spaßig. Das Gute daran war jedoch, dass mir infolgedessen Physiotherapie verschrieben wurde und so bekomme ich dann auch die Steilkurve zum Thema dieses Eintrags.</p>
<p><span id="more-1566"></span>Denn die <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/14/die-idee/">Idee</a> mit der Frau, die nach zwanzig Jahren aus dem Koma erwacht, hatte für mich von Anfang an einen Pferdefuß: Ich brauche für meinen Roman eine aktive Heldin, die ihr Schicksal in die Hand nimmt. Keine Frau, die erst einmal für ein Jahr in der Reha hockt, und zweifelsohne ist das nach solch langer Zeit der Immobilität ein Thema. Nun hat mein begnadeter Physiotherapeut (der Rücken ist wieder top!) aber längere Zeit in einer Rehaeinrichtung gearbeitet, in der es auch Komapatienten gab. Meine Recherche zum Roman begann also halbnackt auf dem Bauch liegend, bevor ich überhaupt den eigentlichen <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/15/die-gretchenfrage/">Startschuss</a> für das Projekt gegeben hatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das große Wabern</h2>
<p>Das ist bei mir typisch für die erste Phase einer Bucherstellung: Sobald die Idee da ist und einigermaßen entschieden ist, dass ich daraus einen Roman machen werde, begleitet mich der Roman Tag und Nacht. Egal ob ich eigentlich noch an etwas Anderem arbeite, ob ich so etwas wie Urlaub habe oder fürchterliche Rückenschmerzen. Die Idee und die dazugehörigen Themen wabern in meinem Leben herum. Aber jetzt – für die nächsten circa zwei Wochen – ist auch die Phase, in der dies zulässig ist. Natürlich muss ich aufpassen, dass es mich nicht von meiner eigentlichen Schreibarbeit ablenkt. Aber im Grunde mag ich diese Phase sehr, in der ich mich mit Themen und Ideen auflade.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Thema 1996</h2>
<p>Bisher habe ich es mir bei den Vanessa-Mansini-Romanen immer vergleichsweise leicht gemacht. Haupthandlungsort ist stets mein Wohnort Berlin-Kreuzberg. Wenn die Geschichte woanders spielt, dann meist an Orten, die ich ebenfalls gut kenne. Die Berufe der Figuren, das Alter, das Lebensumfeld – alles ist sehr nah an meinem eigenen Leben. Nicht durch Zufall sind die Kinder meiner Protagonistinnen zumeist exakt in dem Alter wie meine eigenen Kinder zum Zeitpunkt des Schreibens. Sicher werde ich auf diesen „Trick“ auch beim neuen Roman wieder zurückgreifen – Kreuzberg gehört mittlerweile ja auch zur Marke Vanessa Mansini. Allerdings habe ich mir nun auch ein wirkliches großes Recherchethema eingehandelt. Und damit meine ich nicht nur das <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article917797/Nach-19-Jahren-aus-Koma-erwacht.html">ungewöhnlich lange Koma</a> und seine medizinischen Folgen. Sondern vor allem den Umstand, dass meine Hauptfigur gedanklich noch im Jahre 1996 lebt. Auch wenn ich das Jahr miterlebt habe, ist es schon verdammt lange her. Trotzdem muss es sich im fertigen Roman für die Leserinnen und Leser so anfühlen, als ob die Koma-Frau sehr selbstverständlich dort zuhause ist.</p>
<p><a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/16/die-recherche/recherche-chroniken/" rel="attachment wp-att-1511"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1511 alignright" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Recherche-Chroniken-225x300.jpg" alt="Recherche Chroniken" width="225" height="300" /></a>Also umgebe ich mich nun erst einmal mit allem, was ich aus dieser Zeit finden kann. Die berühmten Chroniken sind bereits gekauft, der <a href="https://twitter.com/TagesschauVor20">Tagesschau von vor 20 Jahren</a> wird auf Twitter gefolgt, eine tolle <a href="http://techniktagebuch.tumblr.com/archive/1996/6">tumblr-Seite</a> von Kathrin Passig über den Stand der damaligen Technik ist gefunden und ich habe sogar mein altes Tagebuch aus dem Keller geborgen. Zusätzlich nutze ich auch die Erinnerungen und das Input der Leserinnen und Leser. Bereits vorgestern habe ich begonnen via <a href="https://www.facebook.com/imfalschenfilmserie/photos/a.324982510975900.1073741828.324150161059135/726877454119735/?type=3&amp;theater">Facebook</a> und mit Hilfe eines Gewinnspiels, die Leute um ihre Erinnerungen an das Jahr 1996 zu bitten (man kann noch bis morgen mitmachen!). Je nachdem wie ergiebig das ist, werde ich weitere Fragen stellen – wie zum Beispiel über die ersten Schritte im damals noch brandneuen Internet. Denn all diese Themen sind geradezu prädestiniert für die berühmte Schwarmintelligenz. Allein könnte ich niemals die individuellen Erinnerungen zusammentragen, die hinterher einen Charakter wie meine Hauptfigur ausmachen sollen. Allein würde ich mich schnell in meiner eigenen Blase drehen. Aber so habe ich die Chance, das große Wabern vor der Entwicklung der Geschichten mit vielen Denkanstößen und Diskussionen zu verbringen, aus denen dann eine umso lebendigere Welt entstehen kann.</p>
<p>Und das sind in meinen Augen auch schon die wichtigsten Ressourcen für die Recherche zum einem Roman: Das eigene Leben, Experten wie mein Physiotherapeut, Bücher und Websites zum Thema und nicht zuletzt die Leserinnen und Leser selbst.</p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/16/die-recherche/">Die Recherche</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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		<title>Die Gretchenfrage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 13:48:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Im falschen Film]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht von dieser Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lohnt es sich wirklich, aus dieser Idee einen Roman zu machen? All die Mühen, das Herzblut, die Zeit und auch das Geld, was nun investiert werden muss, sollte auf fruchtbaren Boden fallen! Die Idee muss einen Roman von mindestens zweihundert Seiten tragen. Zum Autor passen. Vor allem natürlich Leserinnen und Leser ansprechen. Es ist unmöglich,...  <a class="excerpt-read-more" href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/15/die-gretchenfrage/" title="Read Die Gretchenfrage">Weiter &#187;</a></p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/15/die-gretchenfrage/">Die Gretchenfrage</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Lohnt es sich wirklich, aus dieser <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/14/die-idee/">Idee</a> einen Roman zu machen?</h2>
<p>All die Mühen, das Herzblut, die Zeit und auch das Geld, was nun investiert werden muss, sollte auf fruchtbaren Boden fallen! Die Idee muss einen Roman von mindestens zweihundert Seiten tragen. Zum Autor passen. Vor allem natürlich Leserinnen und Leser ansprechen. Es ist unmöglich, zu solch einem frühen Zeitpunkt mit Gewissheit sagen zu können, dass die Frau, die nach zwanzig Jahren Koma erwacht, das alles leisten kann. Es gibt aber Argumente dafür: Es ist ein zeitgenössisches, aber in der Form trotzdem originelles Thema. Es wird im Kern eine emotionale Liebesgeschichte geben, was traditionell viele Leserinnen anzieht. Es gibt viel Raum für Humor – eine meiner Stärken als Autor. Und die Idee hat den Wegguck-Test bestanden.</p>
<p><span id="more-1503"></span></p>
<h2>Der Wegguck-Test?</h2>
<p>Immer wenn ich eine neue Idee für eine Geschichte habe, suche ich mir ein paar Leute, denen ich sie kurz erzähle. Freunde, Kollegen, manchmal auch flüchtige Begegnungen bei einer Party. Mir geht es dabei nicht darum, was sie zu der Idee sagen – das kann immer geschönt oder höflich sein. Sondern darum, was sie tun, während ich erzähle. Denn wenn sie nach zwei Sätzen bereits gucken, wer noch so auf der Party ist oder ob es eine neue Nachricht auf dem Handy gibt, dann hat die Idee sie nicht gepackt. Schauen sie mich aber die ganze Zeit an, dann gibt es auf jeden Fall etwas, was sie interessiert. Der Test ist keine Garantie, aber ein hilfreiches Indiz. Bei der Koma-Frau hat niemand weggeschaut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Freue ich mich aufs Schreiben?</h2>
<p>Natürlich muss der Köder dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Und natürlich sollte ein professioneller Autor in der Lage sein, gezielt für ein Publikum zu schreiben, selbst wenn ihn die Geschichte nicht vom Hocker reißt. Aber bei den Werken, die ich auch selbst veröffentliche, schreibe ich nur, was mir Spaß macht. Nur so kann ich die Extrastunden mit ungewissem Payback verantworten. Nur so kann ich meine Persönlichkeit und das berühmte Herzblut in einen Text gießen. Deswegen ist ein weiterer Test vor meinem persönlichen Go die Frage, ob sich sofort die Schleusen öffnen. Die Schleusen mit den vielen kleinen Ideen, die später die Geschichte ausmachen werden. Was passiert, wenn ich die Grundidee eine Weile in meinem Kopf bewege – beim Spazieren, unter der Dusche, vor dem Einschlafen? Und auch da habe ich bei der Koma-Frau festgestellt: Läuft. Es kommt ein Einfall nach dem anderen, ich schmunzle viel, ich freue mich aufs Schreiben. Ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Passt es zu Vanessa Mansini?</h2>
<p><a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/15/die-gretchenfrage/autorenduo/" rel="attachment wp-att-1504"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1504 alignright" src="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Autorenduo-300x225.jpg" alt="Autorenduo" width="300" height="225" srcset="https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Autorenduo-300x225.jpg 300w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Autorenduo-768x576.jpg 768w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Autorenduo-1024x768.jpg 1024w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Autorenduo-400x300.jpg 400w, https://michaelmeisheit.de/wp-content/uploads/2016/06/Autorenduo.jpg 1632w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Meine Zeit als Autor ist kostbar. Meine Familie und ich leben davon. Also muss ich auch strategisch denken. Klar, ich würde ich auch gerne mal einen Thriller schreiben. Aber ich habe mir in den letzten Jahren mit dem Pseudonym Vanessa Mansini eine Leserschaft aufgebaut. Im Bereich Romantik und Humor. Mit einem Genrewechsel würde ich fast bei Null anfangen. Das ist mit diesem Projekt nicht mein Ziel. Doch bei dieser Frage gibt es schnell Entwarnung: Die Koma-Frau ist ein geradezu klassischer Vanessa-Mansini-Stoff. Ich vollende damit sogar eine Trilogie, die ich hier mal „aufwachende Frauen“ nennen möchte. In „<a href="https://michaelmeisheit.de/im-falschen-film/">Im falschen Film</a>“ erwacht zu Beginn Trixi nach einem Autounfall und hat ihre Erinnerungen verloren. In „<a href="https://michaelmeisheit.de/nicht-von-dieser-welt/als-ich-eines-morgens/">Als ich eines Morgens mich selbst traf</a>“ erwacht Annika durch die Geräusche ihrer eigenen Doppelgängerin. Und nun erwacht Misses Noname aus einem extrem langen Koma. Wenn man Vanessas Debütroman „<a href="https://michaelmeisheit.de/nicht-von-dieser-welt/">Nicht von dieser Welt</a>“ mit der Liebe zu einem Außerirdischen noch hinzunimmt, ergibt sich ein klares Muster: Liebesgeschichten mit einer ungewöhnlichen, fast phantastischen Prämisse. Die neue Idee passt in dieses Schema. Die Leserinnen und Leser bekommen das, was draufsteht: Vanessa Mansini.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Grünes Licht</h2>
<p>Ein großer Vorteil der Arbeit als Selfpublisher ist ja, dass die Wege vom Autor zum Verlagschef extrem kurz sind. Der Autor hat nun seine Idee vorgestellt, erläutert und gegen mögliche Einwände verteidigt. Der Verlagschef – Stratege, aber auch Bauchmensch – hat ein gutes Gefühl und sieht Potential. Also gibt es grünes Licht. Das Projekt rollt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="https://michaelmeisheit.de/2016/06/15/die-gretchenfrage/">Die Gretchenfrage</a> appeared first on <a href="https://michaelmeisheit.de">Michael Meisheit</a>.</p>
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