<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/" xmlns:blogger="http://schemas.google.com/blogger/2008" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986</atom:id><lastBuildDate>Fri, 01 Nov 2024 10:36:07 +0000</lastBuildDate><category>Zwischen Gänsefüßchen</category><category>Ganz am Rande bemerkt</category><category>Auto inklusive Mobilität</category><category>Vom Alltag in Amerika</category><category>Detroit und die Metropole</category><category>Politik und Sozialthemen</category><category>Reisen – auch die im Kopf</category><category>Unterwegs in Michigan</category><category>Ein Stück zurückgespult</category><category>Auswanderer-Notizen</category><category>Aus deutschen Landen</category><category>Heute schon gegessen</category><category>Kurzes Porträt mit Bild</category><category>Natur  –  Umwelt  –  Klima</category><category>Alternative Energien</category><title>MOTOWN BLUES</title><description></description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>338</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-8562716038880021473</guid><pubDate>Sun, 27 Aug 2017 02:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2017-08-26T22:36:22.069-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Good Government Needs Education</title><description>„Religion, morality, and knowledge, being necessary to good government and the happiness of mankind, schools and the means of education shall forever be encouraged.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;INSCHRIFT&lt;/b&gt; über dem achtsäuligen Eingangsportikus von Angell Hall, einem zentralen Vorlesungsgebäude der University of Michigan in Ann Arbor. Die renommierte Universität kann in diesem Jahr ein rundes Jubiläum feiern: Gegründet wurde sie genau heute vor 200 Jahren, am 26. August 1817 in Detroit. Das war knapp 20 Jahre, bevor das Territorium von Michigan ein Bundesstaat wurde. Weil Lansing das Rennen um die Hauptstadt und den Sitz der Staatsregierung machte, wollte Ann Arbor wenigstens die Universität haben. Angell Hall wurde im Jahr 1924 fertiggestellt; der Architekt war Albert Kahn aus Detroit.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2017/08/good-government-needs-education.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-1822682129191666487</guid><pubDate>Mon, 21 Aug 2017 03:01:00 +0000</pubDate><atom:updated>2017-08-21T11:55:07.895-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ein Stück zurückgespult</category><title>Ein bisschen Sonnenfinsternis</title><description>Ich weiß noch, wie ich als Schulkind einmal ein Loch in ein Stück Karton bohrte. Dann hielt ich das Kartonstück dergestalt gegen ein Stück weißes Papier, dass die Sonne durchscheinen konnte. Wie die Versuchsanordnung nahelegt, geschah dies zur Zeit einer partiellen Sonnenfinsternis, denn auf dem Papier erschien natürlich ein kleiner Halbmond. Das muss Anfang der Siebzigerjahre gewesen sein. Immerhin war dieses Ereignis so bedeutsam, dass es mir im Gedächtnis geblieben ist. Und seit damals weiß ich, dass man dabei keinesfalls in die Restsonne blinzeln darf. Sonst schlecht. Sonnenfinsternis-Schutzbrillen gab es damals, soviel ich weiß, noch keine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Menschen meines Jahrgangs, die im Südwesten Deutschlands lebten, einer totalen Sonnenfinsternis entgegenfieberten, waren diese Schutzbrillen längst erfunden und ein kommerzieller Hit. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, aber wir hatten bestimmt welche dabei, als wir zum Eclipse Viewing gingen, wie man das heute nennen würde. Und ich muss nur ganz kurz nachdenken, um mich auf das Datum zu besinnen: Die Sonne verfinsterte sich am 11. August 1999, am 25. Geburtstag meiner kleinen Schwester. Besser gesagt: Die Sonnenfinsternis wäre noch eindrucksvoller gewesen, hätte auch das Wetter ein bisschen mitgespielt. Aber wie Wikipedia lapidar bemerkt: „In weiten Teilen dieses Gebietes bestand zur jeweiligen Totalitätszeit relativ dichte Bewölkung, sodass dort eine Beobachtung der eigentlichen Verdeckung für viele schwer möglich bis unmöglich war.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den vielen waren auch meine beiden Geschwister und ich. Der Himmel war schon ziemlich überzogen, als wir den Weg zur Wurmlinger Kapelle emporstiegen. Der Kapellenberg, so hatten wir uns gedacht, wäre ein besonders markanter Ort für dieses einmalige Ereignis. Es war dann in der Tat eindrucksvoll, wie es um die Mittagszeit auf einmal tiefschwarze Nacht wurde. Sonst sah man, wie gesagt, nix. Aber es wurde richtig kalt, daran kann ich mich noch gut erinnern. Leider wurde es aufgrund der dicken Wolkendecke auch dann nicht mehr richtig hell, als die Sonne wieder aus dem Mondschatten trat. Viel wärmer wurde es auch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann fing es an zu regnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas bedröppelt machten wir uns auf Rückweg, und als wir wieder unten bei den Fahrzeugen ankamen, waren wir klatschnass. Die totale Sonnenfinsternis von 1999: ein totaler Reinfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme an, dass dies die beste Chance auf eine Beobachtung der Sonnenkorona war, die ich zu meinen Lebzeiten hatte. Der schmale Streifen der totalen Sonnenfinsternis, der sich morgen über Nordamerika ziehen wird, ist nämlich &lt;b&gt;mindestens siebeneinhalb Fahrstunden in Richtung Süden entfernt&lt;/b&gt;. Das habe ich vorhin ausgerechnet. In Michigan wird nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe allerdings versäumt, mir für die Great American Eclipse so eine lustige Schutzbrille zu kaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sollte ich wieder einmal ein Löchlein in ein Stück Karton bohren. Das Wetter scheint gut zu werden.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2017/08/ein-bisschen-sonnenfinsternis.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-8229845736512135804</guid><pubDate>Thu, 29 Jun 2017 03:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2017-06-28T23:32:08.528-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vom Alltag in Amerika</category><title>Fotos von meiner Festplatte – Jeep Wave</title><description>&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiPrL6CjCdYv5wxb5PpMpe7eTzUW0KtiQk5Gh4gRMLgY9xvC92l_h_CaqyCTdJAywkIDpwpmnchqPBAEVfiVkFRbBC4sIyoul-gCzIdEooDTEqpoMfmekPAZRSKTP8iFjNId309u7EJHeNH/s1600/jeepmackinacbridge.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;232&quot; data-original-width=&quot;350&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiPrL6CjCdYv5wxb5PpMpe7eTzUW0KtiQk5Gh4gRMLgY9xvC92l_h_CaqyCTdJAywkIDpwpmnchqPBAEVfiVkFRbBC4sIyoul-gCzIdEooDTEqpoMfmekPAZRSKTP8iFjNId309u7EJHeNH/s1600/jeepmackinacbridge.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Als ich vor drei Jahren mein neues Auto bekam, wurde ich Mitglied in einem Club. Das wusste ich allerdings noch nicht, als ich den Jeep vom Hof des Autohändlers nach Hause fuhr. Das ist nämlich kein Verein, bei dem man einen Mitgliedsausweis bekommt – eigentlich braucht es nicht einmal den Fahrzeugbrief, denn es reicht schon, wenn man am Steuer dieses Wagens sitzt. Vorausgesetzt, es handelt sich dabei um einen Jeep Wrangler; andere Modelle der Marke zählen nicht. Und als Neuling wundert man sich dann, warum alle plötzlich so freundlich grüßen. Nein, natürlich nicht alle Autofahrer, sondern nur die anderen Besitzer des Vehikels mit den runden Frontscheinwerfern, mit dem man so nonchalant durch Schlaglöcher brausen kann. Eine kurze Nachfrage bei Freund Google bestätigte: &lt;b&gt;Unter Wrangler-Fahrern herrscht Grußpflicht!&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Jeep Wave&lt;/i&gt; nennt sich dieses Phänomen, das eine Art Verschworenheitsgefühl unter Freunden dieser geländegängigen Kiste ausdrückt, auch wenn man gerade nur auf dem Weg zur Arbeit ist. Natürlich macht keiner winke, winke – die meisten heben nur zwei Finger der rechten Hand, die sie oben am Lenkrad halten; bei einem Schaltgetriebe entsprechend mit der linken. Es ist aber auch nicht verboten, leicht die Hand zu heben. Sicher, nicht jede/r Jeepfahrer/in grüßt zurück, aber im Gelände steigt die Grußwahrscheinlichkeit deutlich an, wie ich bemerkt habe. Und auf der Oberen Halbinsel, wo viele gern ihren Jeep dreckig machen, erreicht sie annähernd 100 Prozent. Das Foto zeigt meinen Jeep, intern „das Spaßmobil“ genannt, vor der Mackinac Bridge, welche die Obere und die Untere Halbinsel von Michigan verbindet. Das war am Memorial-Day-Wochenende des vergangenen Jahres. Demnächst fahren wir wieder hin.&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;O|||||||O&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2017/06/fotos-von-meiner-festplatte-jeep-wave.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiPrL6CjCdYv5wxb5PpMpe7eTzUW0KtiQk5Gh4gRMLgY9xvC92l_h_CaqyCTdJAywkIDpwpmnchqPBAEVfiVkFRbBC4sIyoul-gCzIdEooDTEqpoMfmekPAZRSKTP8iFjNId309u7EJHeNH/s72-c/jeepmackinacbridge.jpg" height="72" width="72"/></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-5649206789716552330</guid><pubDate>Sun, 22 Jan 2017 04:47:00 +0000</pubDate><atom:updated>2017-01-21T23:48:41.583-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ganz am Rande bemerkt</category><title>#unpresidented</title><description>Und damit haben die Amerikaner, einfach so, eine Oligarchie installiert. Einen Familienclan, der gar keinen Hehl daraus macht, dass er die Übernahme der Regierungsgeschäfte als eine Art von Diversifizierung betrachtet – was, wenn man es genauer besieht, nicht einmal ein besonders originelles Businessmodell ist. Wo sich der Präsident von Putins Gnaden das abgeguckt hat, ist unschwer zu erraten. Um davon abzulenken, verbreitet er in seiner Antrittsrede Angst und Schrecken, und dazu reckt er die Fäuste gen Himmel. Der verfinstert sich prompt, und es fängt zu regnen. Düsternis macht sich breit, und Unbehagen kriecht bis in die tiefsten Ritzen des Seins. Nachts schreckt man hoch. Die Aussicht, diesen aufgeplusterten alten Sack &lt;b&gt;mit roter Krawatte und Goldfasanenfrisur&lt;/b&gt; vier Jahre lang ertragen zu müssen, wirkt unerträglich. Fast lässt man alle Hoffnung fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das war gestern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freunde, wir leben in interessanten Zeiten. Man hätte es zuweilen gerne etwas langweiliger. Schon wieder war es ein Tag für die Geschichtsbücher, aber dieser brachte zum Glück das Licht und die Farbe zurück. Nach dem Weibermarsch auf Washington sieht die Welt wieder viel freundlicher aus: Ein Meer von pinkfarbenen Mützen! Madonna! Pussy Power, oder wie immer man das nennen möchte. Entschlossenheit, Energie. Globale Solidarität. Und erst die Slogans. So viel Kreativität! Mein Favorit ist allerdings: „&lt;i&gt;Please vote in the midterms&lt;/i&gt;!“ Zur Wahl gehen, und zwar nicht bloß wenn es um den Präsidenten geht, wäre auch eine gute Idee.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2017/01/unpresidented.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-3216689845091713880</guid><pubDate>Sun, 01 Jan 2017 02:24:00 +0000</pubDate><atom:updated>2017-01-01T09:29:17.442-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vom Alltag in Amerika</category><title>Einfach weiterpaddeln</title><description>Vor ein paar Monaten, als es noch Sommer war, saßen wir an einem kleinen See auf einem Anglersteg und blinzelten in die Sonne. Das Wasser schwappte kaum merklich gegen das Holz des Steges, sonst war es ruhig. In der Ferne sah man die Silhouette eines Mann auf einem Paddelboard. Er schien in unsere Richtung zu steuern, aber wir beachteten ihn weiter nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich wurde das Plätschern lauter. Der Paddleboarder hatte uns fast erreicht. Die Art, wie er ruderte, sah ziemlich anstrengend aus. „&lt;i&gt;I have no idea what I am doing&lt;/i&gt;”, rief er uns zur Begrüßung zu. „&lt;i&gt;Do I look like an idiot&lt;/i&gt;?” Ich bemühte mich, ihm das Gegenteil zu versichern, aber das schien er nicht mitzubekommen. Wahrscheinlich legte er Wert auf seine komische Nummer. Wir luden ihn ein, bei uns Platz zu nehmen, was er jedoch ablehnte. Er brauchte wohl nur eine Atempause. Und: „&lt;i&gt;I have to reposition my feet&lt;/i&gt;!”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Fuß auf den Steg gestützt hatte er seine Standfestigkeit wiedergewonnen, ebenso wie die Fähigkeit zur Konversation. Er stellte sich als Briten vor, was nicht wirklich überraschte, und nachdem wir uns als Deutsche zu erkennen gegeben hatten, wurde er richtig gesprächig. Ich kann mich nicht mehr an den genauen Verlauf der Unterhaltung erinnern, aber das Thema war im Sommer einfach präsent, und er steuerte so direkt darauf zu wie auf den Steg. “&lt;i&gt;I lost my continent&lt;/i&gt;!”, klagte er und fügte noch hinzu, er habe natürlich dagegen gestimmt. Dass er den Brexit meinte, verstand sich von selbst. Betroffenheit allerseits. Dann fing er zum Glück an, von seinem Urlaub zu erzählen, den er in Deutschland verbracht hatte, wohin er sonst nur geschäftlich reiste. Im Schwarzwald sei er gewesen. Am Titisee! Es hatte ihm dort gut gefallen, wie es schien. Amüsant fand er allerdings, dass es dort nur einen einzigen kleinen See gab, den alle Welt sehen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Michigan gibt es viele Seen, aber die liegen offenbar auf einem Kontinent, der für den Englischmann nicht in Frage kommt. Jedenfalls nicht als Heimat. Er gestand uns dann noch, dass er sich eines Tages in Spanien zur Ruhe setzen wolle. Und somit, wenn er sich’s recht überlege, habe er ja doch noch einen Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit stellte er sich wieder auf sein Paddelboard und ruderte davon. &lt;b&gt;Er sah nicht unglücklich aus&lt;/b&gt;.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2016/12/einfach-weiterpaddeln.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-5293603093952864898</guid><pubDate>Mon, 26 Dec 2016 03:05:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-12-25T22:05:24.859-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Last Christmas</title><description>„I always thought he&#39;d wake us up before he went went.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;KOMMENTAR&lt;/b&gt; von Kevin R Jenkins zum Artikel „Pop Star George Michael Dead At 53 auf der „Huffington Post“. Viele Stars sind in diesem Jahr gestorben, aber die meisten waren doch bedeutend älter als ich. George Michael war ein paar Monate jünger.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2016/12/last-christmas.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-3675709211082385381</guid><pubDate>Wed, 09 Nov 2016 00:12:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-11-08T19:16:48.071-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>The Nasty Lady in White</title><description>„It’s time for recombobulation, after this long-running smash-hit presidential campaign, which you have enjoyed to the hilt and don’t deny it. Never been anything like it. The hulking duke of darkness, the nasty lady in white. Goodbye, high school civics. Hello, Shakespeare.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;He had me at „recombobulation“&lt;/i&gt;. Der Name &lt;b&gt;GARRISON KEILLOR&lt;/b&gt; war mir zwar früher schon aufgefallen, aber vor seinen Kolumnen zur Präsidentschaftswahl in der Washington Post“ hatte ich noch nichts von ihm bewusst gelesen. Inzwischen weiß ich, dass der Typ so schrullig aussieht wie er schreibt, was aber gar nichts macht, denn ich habe eine Schwäche für diese Art von Spitzfindigkeit. Ich lerne auch immer wieder gerne ein neues Wort, und obwohl es „&lt;i&gt;recombobulation&lt;/i&gt;“ noch nicht einmal ins Online-Wörterbuch geschafft hat, habe ich das Wort intuitiv verstanden. Inzwischen weiß ich mehr: So nennt man (zumindest in Milwaukee, Wisconsin – Keillor kommt aus dem benachbarten Minnesota) den Bereich hinter der Röntgenabteilung des Flughafens, wo man sich wieder soweit herrichtet, dass man in Anstand und Würde seine Reise fortsetzen kann. Obwohl einem gerade in den Schritt gefasst wurde, weil irgendeine Niete an der Jeans die Maschine zum Jodeln brachte. Und so wird man sich auch in diesem Land nach der Wahl wieder zusammenreißen und -raufen müssen. Falls das noch möglich ist. Aber ich muss zugeben, dass ich in den vergangenen Tagen das Spektakel ungeheuer genossen habe. Was blieb einem auch anderes übrig. Meine Bewunderung für Hillary Clinton ist dabei ins Unermessliche gestiegen. Und ihre weißen Hosenanzüge sind einfach genial! Gestern Abend habe ich aus irgendeiner Laune heraus Fehlfarben gehört: „Keine Atempause / Geschichte wird gemacht / Es geht voran.“ Ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2016/11/the-nasty-lady-in-white.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-9070082813388313529</guid><pubDate>Thu, 05 May 2016 02:28:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-05-05T07:44:48.968-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Detroit und die Metropole</category><title>Fotos von meiner Festplatte – Ein Insta-Trillium</title><description>&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgBimlejXXupkn6nfDnrbuzHHNCRprkiE8p60v9yFo6VtSnLyiR-Edqz0ojOub3q2p96DFojqOzSHI9BAqqn2HA2AuFdMXeffyAvmg1IRUOgYg0p8jqMsZL7zUs9oKrZ0Pwzznh5Cim58Cd/s1600/trillium.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Trillium (Trillium grandiflorum) in Michigan © Cornelia Schaible&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgBimlejXXupkn6nfDnrbuzHHNCRprkiE8p60v9yFo6VtSnLyiR-Edqz0ojOub3q2p96DFojqOzSHI9BAqqn2HA2AuFdMXeffyAvmg1IRUOgYg0p8jqMsZL7zUs9oKrZ0Pwzznh5Cim58Cd/s1600/trillium.jpg&quot; style=&quot;cursor: pointer; display: block; height: 232px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 350px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Vor etwas mehr vier Jahren postete ich &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/p/J_LV4aF4Dy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;mein erstes Instagram-Foto&lt;/a&gt;, ein Trillium. Das fiel mir gestern wieder ein, als ich bei einem Spaziergang das erste voll erblühte Exemplar in Wohnungsnähe fand. Offenbar war die Frühjahrsblüte damals etwas zeitiger dran, denn das obenstehende Originalfoto knipste ich am 27. April 2012 mit meinem Fon. Ich hatte von Instagram gehört und fand die Idee verlockend, so ein Foto ohne viel Federlesens unter die Leute zu bringen. Und zwar nach Herzenlust gefiltert und womöglich mit Rähmchen versehen, was bei Stockfotos natürlich streng verboten ist. Die quadratischen Bildchen sind für mich inzwischen mehr als eine Spielerei; ich sehe es als eine Art persönliche Herausforderung an, mit beschränkten Möglichkeiten zu arbeiten und trotzdem ab und zu ein interessantes Ergebnis zu erzielen. Ich veröffentliche nicht sehr viel, aber es ist mir eigentlich nie langweilig geworden. Und bereits am vergangenen Wochenende habe ich – im wärmeren Grand Rapids – wieder einmal &lt;b&gt;die ikonische dreizählige Blüte&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/p/BE4wvhEl4MT/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ins Bild gesetzt&lt;/a&gt;.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2016/05/fotos-von-meiner-festplatte-ein-insta.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgBimlejXXupkn6nfDnrbuzHHNCRprkiE8p60v9yFo6VtSnLyiR-Edqz0ojOub3q2p96DFojqOzSHI9BAqqn2HA2AuFdMXeffyAvmg1IRUOgYg0p8jqMsZL7zUs9oKrZ0Pwzznh5Cim58Cd/s72-c/trillium.jpg" height="72" width="72"/></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-3718821277814235086</guid><pubDate>Fri, 11 Dec 2015 04:11:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-05-04T21:10:12.946-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>#TIMEPOY</title><description>„Yasssss Mom!!!!!!! Merkel kween!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bejubelte die &lt;b&gt;BLOGGERIN&lt;/b&gt; Joanna Rothkopf fürs „feministische US-Portal ,Jezebel‘“ (SPON) gestern die Meldung, dass die deutsche Kanzlerin vom US-Magazins „Time“ zur &lt;i&gt;Person of the Year 2015&lt;/i&gt; gekürt worden war. Damit hatte offenbar niemand gerechnet. Ich war gestern auch kurz verblüfft, als ich es hörte, aber wenn ich es mir jetzt recht überlege - nein, wirklich wundern tut&#39;s mich nicht. &lt;i&gt;We are so proud!&lt;/i&gt;</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2015/12/timepoy.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-8922641649887145895</guid><pubDate>Fri, 07 Aug 2015 02:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-05-04T21:09:14.271-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Danke, Jon Stewart</title><description>„It feels weird today, in a world of a thousand contending voices on Twitter and Tumblr and YouTube, to talk about how much it meant that there was one dude back then telling the truth. That there was someone in the mainstream media willing to kick a hole in the pusillanimous civil consensus of the respectable pundits, someone willing to call bullshit on the whole rotten circus, to reject the asinine convention that the party in power had to be given token respect simply because they were in power and to openly call them out as evil lunatics.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jon Stewart felt like a Messiah.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;ARTHUR CHU&lt;/strong&gt; am 30. Juli auf „Salon.com“ zum Rückzug von Jon Stewart aus der Kult-Satiresendung „The Daily Show“. Ich lebe seit 2003 in den USA, und die ersten paar Jahre hier wären ohne ihn schlichtweg unerträglich gewesen. Für eine viel zu lange Zeit war Stewart der einzige, der sagte, was Sache ist. Messerscharf und präzise. &lt;i&gt;Comic Timing&lt;/i&gt; hat der Komiker auch bei seinem Abgang bewiesen - es war klug zu gehen, solange er noch halbwegs relevant war. „We take Jon Stewart for granted now, and expect way too much from him. Stop and thank him for restoring our sanity“, lautet die Unterzeile der Überschrift vom zitierten Artikel. Da wir schon lange kein Kabelfernsehen mehr haben, kann ich mir seine letzte Sendung heute nicht live ansehen. Aber wie immer wird es auch davon einen Hulu-Clip geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2015/08/danke-jon-stewart.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-5286354321224208465</guid><pubDate>Sat, 27 Jun 2015 03:09:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-05-04T21:09:02.669-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Hochzeit, marsch</title><description>„Ann Sorrell and Marge Eide, together 43 years, beamed as they walked into vital records to get their marriage license.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Ann Arbor couple was ready to take their vows and begin their life as a married couple in a land where it is now legal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
,We&#39;re going to get married after 43 years,‘ Eide, 77, said. ,Do you think we are rushing this?‘ she jokes with a reporter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;JENNIFER CHAMBERS&lt;/b&gt; in einem Artikel der &quot;Detroit News&quot; zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, das in noch 14 Bundesstaaten bestehende Verbot der Homo-Ehe als Verstoß gegen die Verfassung zu erklären. Worauf überall wie wild geheiratet wurde - auch in Ann Arbor, Michigan, wo Ann und Marge leben.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2015/06/hochzeit-marsch.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-4975716351251657435</guid><pubDate>Fri, 24 Apr 2015 01:48:00 +0000</pubDate><atom:updated>2016-05-04T20:40:52.103-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vom Alltag in Amerika</category><title>Sounds Like Spring</title><description>Irgendwann, wenn man schon gar nicht mehr daran glaubt, wird es dann doch Frühling. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Waldtümpel gibt’s ein Froschkonzert. Und in den noch kahlen Bäumen kann man nicht nur hören, sondern auch sehen, wer da singt: Der Kardinal lockt und schnalzt, die Indianermeise ruft ihr „Pieter, Pieter“, und der Rotflügelstärling schmeißt einen Triller in die Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachts fliegen Gänse übers Dach; man hört sie hupen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf die Schwalben warten wir noch&lt;/b&gt;.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2015/04/sounds-like-spring.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-3472655796487601597</guid><pubDate>Mon, 22 Dec 2014 03:51:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-12-21T22:55:45.912-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Reisen – auch die im Kopf</category><title>In der Vorweihnachtszeit nach Florida</title><description>Heute ist Winteranfang, und nach einem Tag, dessen wichtigstes Ereignis ein langer Strandspaziergang war, sitze ich nun mit meinem Mann in einer Ferienwohnung auf Siesta Key und trinke zur Feier des Tages ein Glas Wein. Hurra, es ist Wintersonnenwende! Jetzt werden die Tage wieder länger. Und ich überlege mir, wie genial es ist, in der Zeit vor Weihnachten nach Florida zu reisen. Es gibt mindestens zwölf Gründe, die dafür sprechen:&lt;br /&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Die Hochsaison beginnt oft erst einen Tag vor Heiligabend.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;










In Kombination mit Sonne, Sand und Palmen wird weihnachtlicher Konsumkitsch zwangsläufig ironisch gebrochen und dadurch mindestens lustig, oft sogar interessant. Scheußlichkeiten wie aufblasbare Santas in tropischen Vorgärten bieten sich als Objekte für Brauchtumsstudien an. Manchmal fährt Santa auch im Boot vorbei.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Seesterne!&lt;b&gt; Plastik-Christbäume, die mit Seesternen oder Sanddollars geschmückt sind&lt;/b&gt;, können richtig schön sein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das vorweihnachtliche Wetter ist in Florida zwar nicht immer so warm und angenehm, wie man es gerne hätte, aber nach Winterstürmen kann man immerhin an vielen Stränden spektakuläre Muschelfunde machen. &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;So klar und blau ist der Himmel sonst selten. Falls nicht: siehe oben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Seafood hat Saison und die frische Meerluft macht Appetit.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Innen- und Außentemperaturen sind ähnlich; in Restaurants wird die Kühlung zurückgefahren, und es ist endlich einmal warm.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Key Lime Pie ist leichter als Christstollen oder Fruit Cake.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Oberon. Das Kultbier aus Michigan, dessen Saison kürzer ist als die von Baseball, ist in Florida ganzjährig erhältlich. &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Orangen sind spottbillig. Es gibt auch schon Erdbeeren, aber die sind noch teuer.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Es gibt weniger Moskitos. So hofft man. Manchmal stimmt&#39;s.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wenn die Tage schon so kurz sind, möchte man sie wenigstens in der Wärme verbringen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;/ul&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/12/in-der-vorweihnachtszeit-nach-florida.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-4301336320227315609</guid><pubDate>Wed, 12 Nov 2014 03:34:00 +0000</pubDate><atom:updated>2015-01-01T23:12:18.785-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Politik und Sozialthemen</category><title>Wie Ann Arbor und Michigan gewählt haben</title><description>Bei den US-Kongresswahlen vor einer Woche konnten die Republikaner den Demokraten genügend Senatorenposten abjagen, um die Mehrheit auch in der oberen Kammer zu übernehmen. Der Sitz aus Michigan war jedoch nicht darunter. Dabei hatten sich die Republikaner im Bundesstaat zunächst große Hoffnungen gemacht, als der demokratische Senator Carl Levin Anfang 2013 seinen Rückzug aus der Politik angekündigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kongressveteran Levin, seit 1979 im US-Senat, war nicht nur in seinem Heimatstaat populär. Mit dem sorgfältig übergekämmten Resthaar und der tiefsitzenden Lesebrille war er außerdem eine der markantesten Politfiguren Washingtons. Im jovialen Mittfünfziger Gary Peters, bisher schon Mitglied des Repräsentantenhauses, scheint die Partei indessen einen adäquaten Nachfolger gefunden zu haben: Mit 55 Prozent der Stimmen gewann der Demokrat den Sitz ohne große Mühe. Immerhin war die republikanische Gegenkandidatin Terri Lynn Land jahrelang Staatssekretärin in Michigan und ebenfalls sehr bekannt. Aber Gary Peters gab sich eben nicht als &lt;i&gt;Republican light&lt;/i&gt; wie andere demokratische Bewerber für den Senat, die dann trotzdem verloren. Es ist schon auffällig, dass gerade die Kandidaten, die ihren Päsidenten und seine Politik nicht verleugnet hatten, fast alle gewählt oder wiedergewählt wurden. In Ann Arbor konnte Peters sogar über 67 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kandidaten mit einem „D“ hinterm Namen haben in A2 durchweg wieder besonders gut abgeschnitten – &lt;b&gt;ginge es nach Tübingens Partnerstadt, hieße der Gouverneur jetzt anders&lt;/b&gt;. Dabei müsste der Republikaner Rick Snyder eigentlich einen Heimvorteil haben: Der Geschäftsmann aus der IT-Branche, der vor vier Jahren als „taffer Streber“ ins Amt einzog, wohnt in Superior Township, einer überwiegend ländlichen Gemeinde in der Umgebung von Ann Arbor. Snyder lässt sich bis heute vom privaten Heim zum Regieren chauffieren – Lansing, die Hauptstadt des Bundesstaates, ist nur eine gute Fahrtstunde entfernt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snyder gibt familiäre Gründe dafür an, warum er nicht in die Gouverneurs-Residenz nach Lansing gezogen ist, sondern in der Nähe der deutlich attraktiveren Demokraten-Hochburg blieb. Im Landkreis Washtenaw, zu dem Ann Arbor gehört, erhielt er trotzdem nur knapp 42 Prozent der Stimmen; sein demokratischer Herausforderer Mark Schauer, ein Berufspolitiker aus der Cornflakes-Stadt Battle Creek, kam auf über 56 Prozent. Im Bundesstaat insgesamt siegte Snyder mit 51 Prozent; Schauer erreichte nur 47 Prozent. Snyder hatte am Anfang seiner Amtszeit zwar viel Schelte bezogen, als er einen Einheitssteuersatz für Unternehmen eingeführt und dafür Pensionen besteuert hatte; in jüngster Zeit bekam er aber gute Noten für wirtschaftliche Initiativen sowie seine Führungsrolle bei der Bewältigung der Finanzkrise von Detroit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gänzlich ohne Überraschungen ging &lt;a href=&quot;http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/11/in-ann-arbor-geht-die-ara-hieftje-zu.html&quot;&gt;die Wahl des neuen Bürgermeisters in Ann Arbor&lt;/a&gt; aus. Der bisherige Mayor John Hieftje hatte sich nach 14 Jahren im Amt zurückgezogen, und der demokratische Stadtrat Christopher Taylor kandidierte über längere Zeit konkurrenzlos. Er erhielt 84 Prozent der Stimmen. Der einzige Gegenkandidat, ein jugendlicher Autor und Musiker namens Bryan Kelly, war nach eigenem Bekunden ins Rennen eingestiegen, damit der Wähler eine Wahl hatte. Auf seiner Facebook-Seite verabschiedete er sich mit „Peace“.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/11/wie-ann-arbor-und-michigan-gewaehlt.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-4789700245910565164</guid><pubDate>Mon, 10 Nov 2014 03:49:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-12-02T20:40:08.731-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Feiern mit Sekt und Gurken</title><description>„Sind das vielleicht Gurken aus dem Spreewald?“ „Nee, aus Holland.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ZITAT&lt;/b&gt; aus dem Film „Good Bye Lenin!“ aus dem Jahr 2003, den wir gestern zum Mauerfall-Jubiläum wieder einmal ansahen. Dazu tranken wir natürlich Sekt. Nein, keinen Rotkäppchen-Sekt, sondern Korbel. Man muss es mit dem Schwelgen in Erinnerungen nicht übertreiben. Trotzdem: Für mich ist die gelungene deutsche Revolution ein Grund, warum ich auf mein Heimatland stolz bin. „&lt;i&gt;It was a time of great optimism&lt;/i&gt;“, sagte ein Geschichtsprofessor bei einer kleinen Gedenkveranstaltung am Donnerstag an der Oakland University, und ich denke, dieses Ereignis hat mich geprägt. Es hat mir Vertrauen und Zuversicht gegeben und das Bewusstsein, dass sich Dinge ändern können und nicht alles schiefgehen muss. „Träume können wahr werden. Nichts muss so bleiben wie es ist“, sagte Angela Merkel heute bei der Gedenkfeier in Berlin. Und was für eine gelungene Feier das war, mit den Ballons der Lichtgrenze, Beethoven und heiterer Besinnlichkeit. Daran änderte auch Michail Gorbatschow in seiner Rolle als Party-Pooper nichts. 25 Jahre! „Hälfte des Lebens“, bemerkte mein Mann vorhin. Obwohl wir damals eigentlich andere Dinge im Kopf hatten - ich schrieb gerade meine Magisterarbeit und bereitete mich anschließend auf meine mündlichen Prüfungen vor, mein künftiger Mann schrieb seine Doktorarbeit zu Ende,- es waren doch wunderbare Zeiten, und es tat sich was. „Der Wind der Veränderung blies bis in die Ruinen unserer Republik. Der Sommer kam und Berlin war der schönste Platz auf Erden. Wir hatten das Gefühl im Mittelpunkt der Welt zu stehen. Dort wo sich endlich was bewegte. Und wir bewegten uns mit.“ Ich war zwar nicht in Berlin, aber alles schien möglich, damals. „Im Sommer 1990 überzeugte die deutsche Nationalmannschaft mit Planübererfüllung und wurde Fußballweltmeister.“ Die Party wollte gar kein Ende mehr nehmen, während ich versuchte, mich auf meine Prüfungen zu konzentrieren. Davon träume ich heute noch manchmal: Prüfungsangst ist ein hartnäckiges Gefühl. Aber alles ging gut. Zur Feier des Tages aßen wir auch noch ein paar Essiggürkchen - von Hengstenberg, meiner Lieblingsmarke, die in Metro Detroit in vielen Supermärkten erhältlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/11/feiern-mit-sekt-und-gurken.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-8246844382862274110</guid><pubDate>Tue, 04 Nov 2014 02:20:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-11-03T22:07:31.092-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Politik und Sozialthemen</category><title>In Ann Arbor geht die Ära Hieftje zu Ende</title><description>Im Online-Vorlesungsverzeichnis der University of Michigan findet sich ein Kurs über Kommunalverwaltung und Bürgerbeteiligung. Kursbeginn: Anfang Januar. Der Name des Dozenten? John Hieftje, „derzeit der Bürgermeister von Ann Arbor“, wie es in der Kurzbiografie heißt. Die Universität muss die Webseite bald aktualisieren, denn bereits am 10. November wird es offiziell einen neuen Mayor geben. Der 63-jährige Hieftje will sich dann auf die Lehrtätigkeit, schon vorher sein zweites berufliches Standbein, konzentrieren. Vorerst jedenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abschiedsparty für John Hieftje ist schon geplant: Sechs Mal wurde er im Amt bestätigt, aber ein siebtes Mal wird es nicht geben – sein Nachfolger wird morgen gewählt. Und was kommt dann? Dass er als Bürgermeister aufhöre, bedeute nicht, dass er sich aus dem Berufsleben zurückziehe, betonte Hieftje bei einem Telefongespräch. Er habe einige Eisen im Feuer; Näheres will er dazu nicht sagen. Kein Ruhestand also, aber wie ernst ist es ihm mit dem Rückzug aus der Politik? Will er seine Karriere vielleicht auf anderer Ebene fortsetzen? Nein, er habe nicht vor, noch einmal für ein politisches Amt zu kandidieren, sagt der Demokrat, der in „A2“ &lt;b&gt;14 Jahre lang eine solide grüne Kommunalpolitik&lt;/b&gt; machte. „Ich nehme Abstand von der Politik“, sagt Hieftje in jenem gelassen-heiteren Ton, der für ihn typisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
John Hieftje ist eher ein Mann der leisen Töne – „&lt;i&gt;soft-spoken&lt;/i&gt;“ heißt das auf Englisch, und genau mit diesem Ausdruck wird er in der lokalen Presse oft beschrieben. Das heißt aber nicht, dass es ihm an Selbstsicherheit mangelt. Hieftje gab schon vor Jahr und Tag bekannt, dass er kein weiteres Mal kandidieren würde, und wenn man ihn dann fragt, warum er die Entscheidung in der laufenden Amtsperiode getroffen und damit nicht noch etwas gewartet habe, gibt er die einfache Antwort: „Alles, was ich mir vorgenommen habe, ist getan.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mag nun etwas überraschen, denn Hieftje hat sicher vieles auf den Weg gebracht, aber bei etlichen Projekten ist das Ziel in weiter Ferne. Auf die schnellere Zugverbindung nach Chicago etwa wartet Ann Arbor noch; sie soll erst im Jahr 2016 oder später kommen. „Das sind Bundesgelder“, so Hieftje, da habe man wenig Einfluss darauf. Er sei dem Gouverneur von Florida – einem Republikaner – jedenfalls unendlich dankbar, dass dieser Regierungsinvestitionen in den Bahnausbau ablehnte, „denn deswegen bekommen wir 200 Millionen Dollar extra“. Er ist daher zuversichtlich, das Ann Arbor irgendwann einen neuen Bahnhof bekommt, und dass es mit dem Ausbau des Schienennahverkehrs bald vorangeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieftje sagt aber auch oft, dass er das Glück hatte, auf die Arbeit fähiger Bürgermeister und Stadträte vor ihm aufzubauen – die hohe Lebensqualität in Ann Arbor sei nicht über Nacht entstanden und auch nicht in den letzten 14 Jahren. Gerade in jüngster Zeit konnte die Stadt im Südwesten der Autometropole Detroit eine Reihe von Auszeichnungen einheimsen, die belegen, dass einiges richtig gelaufen sein muss: So wurde Ann Arbor erst kürzlich vom Wirtschaftsmagazin „Forbes“ zur gebildetsten Stadt Amerikas ernannt; von anderer Seite gab es hohe Platzierungen für Fußgängerfreundlichkeit sowie das Radwegenetz. Und das Onlinemagazin „The Daily Beast“ erklärte Ann Arbor schon 2012 zur fünftglücklichsten Stadt Amerikas, nicht zuletzt wegen der im regionalen und nationalen Vergleich niedrigen Arbeitslosenquote, die inzwischen deutlich unter fünf Prozent liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war aber nicht immer so. Als Hieftje ins Amt kam, befand sich Michigan bereits in einer Dauerrezession, und in Zusammenarbeit mit dem damaligen City Administrator, dem Stadtverwalter, begann Hieftje, die Verwaltung zu verschlanken. Das war ein Prozess, der eigentlich nie ganz aufhörte, und im Jahr 2007 noch einmal drastisch beschleunigt werden musste: Noch vor der Finanzkrise beschloss der Pharmakonzern Pfizer, seinen Standort in Ann Arbor aufzugeben, wodurch 2500 Arbeitsplatz verloren gingen und im Finanzhaushalt der Stadt plötzlich ein riesiges Loch klaffte. „Und dann ging alles den Bach runter“, erinnert sich Hieftje. Allerdings war die Stadt, die Übung im Sparen hatte, besser für die Krise gerüstet als andere Kommunen in Michigan und erholte sich früher wieder von der Großen Rezession. Das sei auch der Grund, warum er sich nicht schon 2012 verabschiedet habe: Er wollte sicher gehen, dass alles wieder im Lot sei, und außerdem musste sich damals gerade ein neuer City Administrator einarbeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontinuität ist wichtig für Hieftje, und die erhofft er sich auch von seinem Nachfolger im Amt. Neuer Bürgermeister wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Rechtsanwalt und jetzige Stadtrat Christopher Taylor, der sich bei den Vorwahlen im August gegen seine Konkurrenten von der demokratischen Partei durchsetzte. Die Republikaner haben keinen Kandidaten aufgestellt; Taylors einziger Gegenkandidat ist der unabhängige Bryan Kelly, Blogautor und Musiker, dessen Kampagne auf Facebook aber eher als Spaß-Event daherkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christopher Taylor hat bereits öffentlich bestätigt, dass er die vom bisherigen Bürgermeister und der Stadtverwaltung angestrebten Ziel weiter verfolgen wird. Dazu gehören die ökologischen Projekte genauso wie die Bemühungen, Ann Arbor als Standort für Hightech-Firmen noch attraktiver zu machen, was auch in Zusammenarbeit mit der Uni geschehen soll. Taylor wird sicher auch weiterführen, was für Hieftje Herzensanliegen, Steckenpferd und Markenzeichen in einem war: die mit Grundsteuer finanzierte Bekämpfung von Flächenfraß und Zersiedelung durch einen „grünen Gürtel“ im Norden der Stadt, der neben naturnahen Gebieten auch landwirtschaftliche Nutzfläche konserviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn er nicht mehr Bürgermeister ist, will Hieftje der Stadt Ann Arbor treu bleiben. Er hofft aber, dass er in Zukunft öfters „in den Norden fahren“ kann, was bei Naturliebhabern in Michigan allgemein populär ist: Die Familie besitzt ein Wochenendhaus am Lake Superior, also am nördlichsten der Großen Seen, und zwar auf der kanadischen Seite. Und wie sieht es mit Reisen nach Deutschland aus, sprich: Tübingen? Ann Arbor ist die Partnerstadt der schwäbischen Universitätsstadt am Neckar. Seine Frau Kathryn habe fest vor, zum 50er-Jubiläum der Städtpartnerschaft in die Sister City zu fahren, sagt Hieftje. Er selbst muss noch sehen, wie es in seinen Terminkalender passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Archiv: &lt;a href=&quot;http://corneliaschaible.blogspot.com/2008/05/umweltfreundlich-made-in-usa.html&quot;&gt;Umweltfreundlich made in USA&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/11/in-ann-arbor-geht-die-ara-hieftje-zu.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-5390974550040189968</guid><pubDate>Wed, 29 Oct 2014 02:22:00 +0000</pubDate><atom:updated>2015-01-20T20:27:56.455-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vom Alltag in Amerika</category><title>Ein paar Beobachtungen zu Redefreiheit</title><description>Kürzlich kam ein Prediger auf den Campus. Mit „Prediger“ meine ich nicht einen Priester oder Pfarrer, der das Wort vorwiegend an seine Gemeinde richtet, sondern einen dieser selbsternannten Propheten, die ungefragt den öffentlichen Raum beschallen. Der Mann war leicht übergewichtig und hätte vom Alter her gerade noch als Student durchgehen können. Er stand auf einem Plastikschemel, schwenkte eine Bibel und verkündete den studentischen Passanten, sie würden alle zur Hölle fahren. Weil: Sünder! In meine Richtung schrie er auch etwas, was ich aber geflissentlich überhörte. Außerdem war ich mit den Gedanken bereits bei meinem nächsten Kurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von meinem Klassenzimmer aus hatte ich dann allerdings genau die Szene im Blick, und ich konnte beobachten, wie sich ein Auflauf um den Prediger bildete. Auf dem Rasen vor dem Hörsaalgebäude war noch eine andere Veranstaltung im Gange, und es schien heiße Diskussionen zu geben. Zwischendurch kam es zu kleineren Tumulten, bei denen der Prediger in der Menschenmenge nicht mehr auszumachen war – das mit dem „&lt;i&gt;cesspool of sin&lt;/i&gt;“ wollten wohl nicht alle so einfach auf sich sitzen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, dass schon bald ein Polizeiwagen ins Bild kam, der ganz langsam auf dem Gehweg in Richtung des Rasenstücks rollte, auf dem der Prediger samt Publikum zugange war. Die Polizei unternahm allerdings nichts, und war bald wieder weg. Irgendwann zerstreute sich auch die Menge wieder, und der Redner trollte sich. Oder es war umgekehrt – jedenfalls schaffte es der Vorfall dank der Polizeipräsenz in die Unizeitung. Der Mann sei kein Student, stand in dem Artikel, was aber nichts am Ausgang der Geschichte änderte: „&lt;i&gt;Nothing was done because he was not violating any laws&lt;/i&gt;“, zitierte das Blatt eine Ordnungshüterin, „&lt;i&gt;he was expressing his free speech rights&lt;/i&gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern Nachmittag schaute ich zufällig aus dem Hörsaalfenster und bemerkte einen kleinen Menschenauflauf auf dem Rasen. Tatsächlich, da stand schon wieder dieser Kerl auf seinem Stühlchen und strapazierte die Umgebung mit der Ausübung seiner Redefreiheit. Auch diesmal kam bald Bewegung in die Sache. Als ich noch einmal hinguckte, meinte ich, in dem Getümmel gar Batman und Superman zu erkennen, die gegeneinander kämpften. Vielleicht hatte ich mich auch getäuscht. Egal. Ich musste mich nun wirklich auf meinen Unterricht konzentrieren. Die Polizei erschien diesmal aber nicht, so viel bekam ich mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kurs führte mich mein Weg zum Parkhaus, ohne dass ich es wirklich gewollt hätte, am Ort des Geschehens vorbei. Es war ein milder Herbstnachmittag, und um die ursprüngliche Gruppe hatte sich ein weiterer Kreis von Zuschauern gebildet, die nicht wirklich involviert waren, sondern einfach in der Sonne standen und das Spektakel genossen. Inzwischen hatte sich nämlich das Blatt gewendet: Da war zwar immer noch der Prediger, der wirres und hasserfülltes Zeug redete; inzwischen hatte er aber Konkurrenz bekommen von einem langhaarigen jungen Mann mit einer Gitarre und einer deutlich froheren Botschaft. „Jesus liebt dich“, rief er freudestrahlend in die Menge. Dann griff der Jesus-Hippie in die Klampfe und sang, was das Zeug hielt, wobei er den Prediger mühelos übertönte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umstehenden applaudierten, und auch die Comic-Superhelden hatten sich längst auf die Seite des guten Propheten geschlagen – sie sprangen um ihn herum wie Hofnarren. Übrigens handelte es sich dabei um Spiderman sowie Captain America, und nicht etwa, wie ich zuerst gedacht hatte, um Batman und Superman. Letztere brauchte man wahrscheinlich immer noch in Detroit, wo gerade „Batman v Superman: Dawn of Justice“ abgedreht wird. Eine Inspiration für Halloween-Kostüme sind Superhelden allemal. Und auch für allerlei Klamauk auf dem Campus stets zu gebrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben mir stand einer meiner Studenten, der ebenfalls die Szene in sich aufnahm. „&lt;i&gt;Freedom of speech&lt;/i&gt;“, bemerkte ich, „&lt;i&gt;isn’t that beautiful?&lt;/i&gt;“ „&lt;i&gt;Yeah&lt;/i&gt;“, sagte er, und mit Blick auf die Superhelden sowie das ganze lärmende Durcheinander im goldenen Herbstlicht: „&lt;i&gt;This is America&lt;/i&gt;!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich. Es ist das Land, in dem Redefreiheit groß geschrieben wird. Und &lt;b&gt;wer am lautesten seine Meinung vertritt, gewinnt&lt;/b&gt;. Auch wenn das nicht immer der Nettere ist.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/10/ein-paar-beobachtungen-zu-redefreiheit.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-1220180962886225115</guid><pubDate>Thu, 25 Sep 2014 18:52:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-10-28T19:57:38.394-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Wasserstandsmeldung</title><description>„I live in the Detroit area, and for all our economic and structural problems, at least we have lots of fresh water and high ground. Ironic that we may become a shining, new metropolis in the future should carbon and sea level projections hold. In the meantime, I call attention to climate change deniers the fact that insurance companies, major corporations and even the Pentagon are making contingency plans for the potential, unmitigated effects of what the deniers call a ,natural cycle.‘ Go ahead, vote Republican, but make sure you keep a snorkel on your nightstand. Depending where you happen to live, that is. Trouble is, it&#39;ll be our children that bear the greatest burden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;KOMMENTAR&lt;/b&gt; von User „vonstipatz“ zur Kolumne von Gail Collins in der „New York Times“, Titel: „Florida Goes Down the Drain. The Politics of Climate Change.“ Die Metapher in der Artikelüberschrift ist nett gewählt, denn Florida geht genau deswegen den Bach runter, weil das Meer bei Flut den Gully hochkommt. Bei der herbstlichen „King Tide“ sind die Straßen von Miami Beach jetzt regelmäßig überflutet, und das ist schlecht fürs Geschäft. In die angesagten Clubs geht keiner in Gummistiefeln, außerdem rosten die Nobelkarossen. Vor allem an der Atlantikküste kann man die Folgen des Klimawandels bereits besichtigen – der bedrohliche Anstieg des Meeresspiegels ist längst keine düstere Prophezeiung mehr, sondern kostspielige Realität. Deswegen kann es schon sein, dass man die Brachflächen in Detroit noch einmal braucht. Da kommt zwar nach Dauerregen auch schon einmal Wasser aus den Abflussrohren, wie man am 11. August gesehen hat, aber das passiert hoffentlich nicht oft. Und auch das Grundwasser ist anschließend nicht versalzen.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/09/wasserstandsmeldung.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-3903295803581781022</guid><pubDate>Thu, 28 Aug 2014 03:25:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-08-27T23:27:13.962-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ganz am Rande bemerkt</category><title>Eiskalt erwischt</title><description>Nachdem mein Mann heute nach Hause gekommen war, verzog er sich alsbald an den Schreibtisch, um Nachrichten am Computer zu lesen. Kurz darauf ertönte schallendes Gelächter aus dem Arbeitszimmer. Er musste so heftig lachen, dass ich sofort nachsehen ging, was los war. Man will ja schließlich mitlachen können. Wie sich herausstellte, war es Cem Özdemirs Beitrag zur „Ice Bucket Challenge“, was ihn so erheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominenz verpflichtet, und so hatte sich der Grünen-Chef zwar tapfer einen Kübel Wasser über den Kopf geschüttet, aber dabei die Kulisse für diese Aktion im Dienste einer guten Sache etwas ungeschickt gewählt. Auf dem Berliner Dachgarten, wo die seltsame Performance gefilmt wurde, sieht man nämlich nicht nur Solarzellen im Hintergrund, sondern auch etwas Grünzeug im Vordergrund. Und was da direkt neben Özdemir steht, ist gewiss keine typische Balkonpflanze: Die gefiederten Blättchen in dem unscharfen Youtube-Filmchen sehen doch sehr nach Hanf aus. Baut Cem etwa für den Hausgebrauch Cannabis an? Wahrscheinlich nicht – sonst hätte er sich wohl nicht daneben gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gibt es auch auf Berliner Dachterrassen neuerdings Kleingärtenanlagen. Wer weiß. Aber noch etwas anderes fällt beim Ansehen des Videos auf: &lt;b&gt;Irgendwie ist die Idee von der Ice-Bucket-Dusche in Deutschland etwas verwässert&lt;/b&gt; angekommen, um im Bild zu bleiben. Wohlgemerkt, ich finde diese Aktion im Schneeballsystem ausgesprochen wirkungsvoll, um auf das Nervenleiden ALS aufmerksam zu machen. &lt;i&gt;Lost in translation&lt;/i&gt; ist allerdings, dass dabei eigentlich ein Kübel mit Eiswürfeln zum Einsatz kommt. Aber in Deutschland gibt es bekanntlich keine Eiswürfel, jedenfalls nicht so viele. Oder Cem Özdemir wusste auch darüber nicht Bescheid. „So ein Warmduscher“, sagt mein Mann.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/08/eiskalt-erwischt.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-4248611772700660978</guid><pubDate>Wed, 13 Aug 2014 03:07:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-08-13T17:44:37.041-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Wasserstraßen oder: Nicht zu fassen, dieser Regen</title><description>„When our freeways need dive teams it might be a work from home day. #Detroit #Flood“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;TWEET&lt;/b&gt; eines jungen Mannes namens Ryan Bateman, der laut Selbstbeschreibung bei Compuware in Downtown Detroit arbeitet und heute morgen nicht zur Arbeit konnte, weil nahezu sämtliche Autobahnen überflutet waren. Die Bilder und Berichte von der Flutkatastrophe sind surreal. Straßen, die sich in Flüsse verwandelt haben. Gestrandete Autos. Vollgelaufene Keller. Wir sind hier noch einmal glimpflich davon gekommen, und so haben wir erst heute morgen richtig realisiert, was der Starkregen von gestern Nachmittag in anderen Teilen der Metropole angerichtet hat. Soweit bekannt wurde, kam ein Mensch ums Leben. Vor allem in Brückenunterführungen steht das Wasser indessen meterhoch, und deswegen sollten Taucher heute Morgen sicher stellen, dass es dort keine weiteren Opfer gab.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/08/wasserstraen.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-2066253812298507760</guid><pubDate>Wed, 09 Jul 2014 02:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-07-31T23:16:11.528-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ganz am Rande bemerkt</category><title>#Siebenzueins</title><description>Während unserer Genfer Zeit wohnten wir in einem großen Mietshaus, wo neben Gastspielern aus aller Herren Länder sowie den ortsüblichen Französischsprachigen auch etliche Deutschschweizer ihr Domizil hatten. Public Viewing war damals noch nicht en vogue. Aber bei Fußballspielen zur Sommerzeit, wenn die Fenster offen standen, kam es doch zu einem gemeinschaftlichen Sporterlebnis. Und dazu musste man nicht einmal den Fernseher anschalten. „Büt, büüt“, schrien die Welschen, wenn ein Tor fiel. „Gool, goool“, tönte es gleichzeitig aus den Wohnungen der Deutschschweizer. In der Tat, wenn es um &lt;i&gt;le football&lt;/i&gt; geht, klingt das französische Wort „&lt;i&gt;le but&lt;/i&gt;“ tatsächlich wie „&lt;i&gt;butte&lt;/i&gt;“. Und die Deutschschweizer sprechen bis heute von einem Goal, weil sie den Fußballsport im 19. Jahrhundert direkt aus dem Vereinigten Königreich importierten. Der FC St. Gallen, der älteste Schweizer Fußballclub, wurde im Jahr 1879 von Briten mitbegründet. Das habe ich mir, räusper, soeben angelesen. Endlich verstehe ich auch, wie es zu anglofonen Vereinsnamen wie dem Grasshopper Club Zürich kam. Danke, Wikipedia! Man lernt doch nie aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der polyglotte Fußballsommer, an den ich mich so lebhaft erinnern kann, war wohl die Weltmeisterschaft im Jahr 1994. Wer da jeweils für wen jubelte, ließ sich schon damals nicht immer genau sagen, aber es spielte auch keine Rolle: Im Schweizer Sport kennt man den Begriff „ehrenvolle Niederlage“. Am nächsten Tag stand’s dann im Boulevardblatt „Blick“, und das Leben ging ganz normal weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwanzig Jahre ist das her. Kaum zu glauben. Die WM 2014 wird einem mit Sicherheit ebenfalls unvergesslich bleiben: Auf den Riesenbildschirmen von amerikanischen Pubs gab&#39;s plötzlich Soccer! Aber an einem Dienstagnachmittag sitzt man nicht in der Kneipe, und so hätte ich mir zu #WorldCup #GERBRA beinahe wieder Kabelfernsehen gewünscht. Das ist noch nicht oft vorgekommen. Als die Umstellung auf Digital-TV erfolgte, haben wir das Gerät samt Kabel-Abo abgeschafft – und eigentlich nie vermisst. Das Schützenfest heute Nachmittag ließ sich auf SPON und Twitter allerdings nur mühsam verfolgen. In dem Tempo, wie die Tore fielen, konnte man gar nicht aktualisieren. Und die Blitzkrieg-Witze im Netz waren auch nicht sehr originell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt all die Bilder von den heulenden Brasilianern. &lt;a href=&quot;https://vine.co/v/MPXeqZPt7t2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der kleine Junge, der in seine Cola schnieft&lt;/a&gt; – das kann ich ja noch nachvollziehen. Aber dass ein ganzes Land in Trauer versinkt, das schon weniger. Es wird mit Krawallen gerechnet. Was ist das für ein Sportsgeist? &lt;b&gt;Wer nicht verlieren kann, soll auch nicht spielen&lt;/b&gt;. Genau das ist das Faszinierende am „Sommermärchen“ von 2006, als der Gastgeber Deutschland zwar nur den dritten Platz belegte, aber die Fans trotzdem bis zum Finale weiter feierten. Alles nur ein Spiel. Das sollte man auch dem Bundestrainer einmal sagen. Bitte lächeln, Herr Löw!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtrag vom 13. Juli: Jetzt strahlt sogar Jogi Löw. Wer zuletzt lacht, wird Weltmeister. </description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/07/siebenzueins.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-5190596929107663351</guid><pubDate>Mon, 10 Mar 2014 01:12:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-07-31T23:16:11.532-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vom Alltag in Amerika</category><title>Zeitumstellung und Beginn der Grillsaison</title><description>Von der Terrasse auf der anderen Reihenhausseite steigen Rauchschwaden auf – mein Nachbar von gegenüber grillt. Wahrscheinlich konnte er es schon lange kaum mehr erwarten, die Grillsaison wieder zu eröffnen, und am Tag der Umstellung auf Sommerzeit musste es einfach sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte allerdings dazu sagen, dass der Herr Nachbar zwar im Freien grillt, der Verzehr des Grillgutes aber garantiert für drinnen geplant ist. Es ist März, gewiss, aber &lt;b&gt;draußen vor meinem Fenster ist alles noch winterlich weiß&lt;/b&gt;, und auf dem Mäuerchen rund um die nachbarliche Terrasse liegt zirka ein halber Meter Schnee. Außerdem ist es so kalt, dass das Eis auch neben dem mächtigen Grill nicht sofort schmilzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht nix. Wir sind hier in Michigan, wo Eisfischen als eines der beliebtesten Hobbys gilt und nicht wenige Leute, wahrscheinlich die Eisfischer, den Winter als ihre Lieblingsjahreszeit bezeichnen. Auch wegen Eishockey, wobei man das auch im Sommer spielen kann. Mit dem Grillen verhält es sich ganz ähnlich, nur anders herum, denn das geht notfalls auch als Wintersport.&lt;br /&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/03/zeitumstellung-und-beginn-der.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-2995361754343846071</guid><pubDate>Wed, 26 Feb 2014 01:56:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-07-31T23:16:11.530-04:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Politik und Sozialthemen</category><title>John Dingell, ein politisches Urgestein aus Michigan</title><description>Vor gut zehn Jahren, Anfang Februar 2004, war ich bei einer Wahlkampfveranstaltung von John Kerry in der Detroiter Vorstadt Warren. Das war noch während der Vorwahlen, ein paar Tage nachdem Howard Dean seinen markerschütternden Schrei ausgestoßen und sich damit als demokratischer Präsidentschaftskandidat unmöglich gemacht hatte. Kerry erschien damals schon als der Frontrunner, war aber noch überraschend zugänglich. Jedenfalls konnte ich auch ohne offizielle Pressezulassung mühelos Nahaufnahmen von ihm machen. Im Hinblick auf die Einstiegs-Digitalkamera, die ich damals besaß, eine gute Sache. Die Sicherheitsmaßnahmen waren eindeutig weniger streng als bei Wahlen in der jüngeren Vergangenheit. Ich traf bei der Gelegenheit auch die damalige Gouverneurin Jennifer Granholm sowie Carl Levin, den Senior Senator von Michigan. Als ich nach der Veranstaltung die Halle wieder verließ, begegnete mir ein weiterer Politiker, dessen beinahe kahlköpfige Erscheinung mir aus der Zeitung wohlvertraut war. Das war der Kongressabgeordnete John Dingell. Er grüßte mich mit einem jovialen „&lt;i&gt;Good morning, young woman&lt;/i&gt;!“, was mich sehr erheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sicht eines John Dingell war die Anrede „junge Frau“ natürlich berechtigt. In dem Jahr, als ich geboren wurde, konnte der gute Mann bereits sein siebtes Dienstjubiläum feiern. Mit über 58 Amtsjahren ist Dingell, Jahrgang 1926, nicht nur &lt;b&gt;das dienstälteste Mitglied des US-Repräsentantenhauses&lt;/b&gt;, der Demokrat hält auch noch weitere Rekorde: Niemand gehörte länger ununterbrochen dem Kongress an, niemand war länger Dean of the House und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1955 hatte Dingell zunächst bei einer Sonderwahl den Sitz seines verstorbenen Vaters gewonnen, und 1956 wurde er dann für eine volle Amtszeit wieder gewählt. Weil Amerika seine Kongressabgeordneten alle zwei Jahre zur Wahl antreten lässt, wurde er somit 29 Mal im Amt bestätigt. Eine 30. Wiederwahl wird es allerdings nicht geben: Wie John Dingell gestern bekannt gab, will er sich zum Ende der Legislaturperiode in den Ruhestand zurückziehen. Mit 87 Jahren darf man da schon einmal daran denken – in zwei Jahren kann allerhand passieren. Planungssicherheit gibt‘s in dem Alter nicht mehr. „&lt;i&gt;I’ve reached the age when people don’t buy green bananas&lt;/i&gt;,” scherzte Dingell laut Zeitungsberichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist nicht auszuschließen, dass der Sitz weiterhin in der Familie bleibt. Es heißt, dass sich John Dingells Frau Debbie als Kandidatin aufstellen lassen will – Debbie Dingell ist Jahrgang 1954. Falls sie tatsächlich für die Demokraten anträte, was sich aber erst bei den Vorwahlen entscheidet, und wenn sie dann im November gewinnen würde, wäre sie die erste Kongressabgeordnete, die dem Gatten noch zu dessen Lebzeiten im Amt nachfolgt. Falls er bis dahin noch lebt.&lt;br /&gt;
</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2014/02/john-dingell-ein-politisches-urgestein.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-1727300713116412180</guid><pubDate>Thu, 26 Dec 2013 03:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2015-01-20T20:38:42.836-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Reisen – auch die im Kopf</category><title>Wo wir in diesem Jahr Santa trafen</title><description>Es ist Weihnachten, und es schneit. Wie waren bei Freunden eingeladen, wo es einen Christbaum, Kinderlachen und Karaoke gab. Die Kinder durften bis zum Umfallen Geschenke auspacken, deswegen muss wohl irgendwann auch Santa dagewesen sein, obwohl wir den alten Herrn vor ein paar Tagen noch in Florida gesichtet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir saßen gerade im Restaurant, als er vorbeigefahren kam. Nein, nicht auf einem Schlitten – &lt;b&gt;Santa kam per Boot&lt;/b&gt;. Das war nämlich ein Restaurant in Everglades City, direkt am Barron River gelegen und dadurch mit Verbindung zum Golf von Mexiko, damit es der Fisch nicht so weit in die Küche hat. Ich hatte schon vor dem Abendessen jemand sagen hören, dass es eine Christmas Parade geben werde, aber fälschlicherweise angenommen, es handele sich um einen Umzug auf der Straße. Das war dumm gedacht, denn da war ja niemand. In den Everglades konzentriert sich bis heute alles auf die Wasserwege; kein Wunder, dass Santa diese Route nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein fast sommerlich warmer Abend, auf dem Fluss war es stockfinster, und das mit bunten Lämpchen geschmückte Santa-Schiff samt Begleitboot sorgte für einen bemerkenswerten Effekt. Als es langsam vorbeiglitt, gab es ein großes Gewinke und Gejohle. Die Gäste drängten sich auf der Aussichtsterrasse des Restaurants, das in den Fluss hineinragte und wo sich in dem Moment auch die Moskitos zum Abendmahl versammelten. Ich wollte aber lieber essen als gefressen werden, und so zog ich mich schnell wieder in den Gastraum zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber abgesehen davon war alles sehr schön. Wie immer, &lt;a href=&quot;http://corneliaschaible.blogspot.com/2011/12/wo-seesterne-am-christbaum-haengen.html&quot;&gt;wenn man vor Weihnachten in Florida auf Santa trifft&lt;/a&gt;.</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2013/12/blog-post.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1843554951833956986.post-4883034247131079941</guid><pubDate>Mon, 25 Nov 2013 01:29:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-11-24T20:35:20.203-05:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwischen Gänsefüßchen</category><title>Zungenfertiges Deutsch</title><description>„Ich möchte mehr Deutsch lernen. Ich hoffe, dass ich zungenfertig Deutsch sprechen kann. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nie fühlte ich mich mehr zu Hause in einem Klassenzimmer als dann, wenn ich im Deutschunterricht saß. Wenn ich Deutsch spreche, fühle ich mich intelligent. Ich denke, wenn man eine andere Sprache spricht, kann man die Welt aus einer anderen Perspektive sehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein &lt;b&gt;STUDENT&lt;/b&gt; Ashton in einem Aufsatz, in dem er sein Verhältnis zur deutschen Sprache beschreiben sollte. Ich finde, das ist ihm auf sehr überzeugende Art gelungen. Ich überlege gerade noch, ob das nicht ein geeigneter Slogan wäre: &lt;i&gt;Wanna feel smart? Study German!&lt;/i&gt;</description><link>http://corneliaschaible.blogspot.com/2013/11/zungenfertiges-deutsch.html</link><author>noreply@blogger.com (Cornelia Schaible)</author></item></channel></rss>