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        <description>Universalmuseum Joanneum</description>
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	<title>Gut zu wissen – der Universalmuseum-Joanneum-Blog | Museumsblog</title>
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                        <title>Vom Plumpsklo bis zur Sanitäranlage als Statussymbol: Kalaharigelb, Moosgrün und Bahamabeige</title>
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                        <pubDate>Fri, 02 May 2025 08:40:50 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Witschnig</dc:creator>
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			<description><![CDATA[Das Museumsforum Steiermark und die Kunst- und Kulturvermittlung am Universalmuseum Joanneum Graz haben dieses Mal im Rahmen des Formats „Was erzählst du: Steiermark? Pipifein“ zum Erzählcafé ins Kleine Sanitärmuseum Leibnitz eingeladen.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25955</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete Albert Gramer, Vermittler am Universalmuseum Joanneum, mit dem ansonsten nicht so salonfähigen Thema des stillen Örtchens in Verbindung mit Kindheitserinnerungen die Veranstaltung und fragte: „Welches Klo hatten Sie damals als Kind zur Verfügung?“</p>
<div id="attachment_25957" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25957" class="size-large wp-image-25957" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/01_IMG_5351-770x610.jpg" alt="" width="770" height="610" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/01_IMG_5351-770x610.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/01_IMG_5351-350x277.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/01_IMG_5351-1536x1217.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/01_IMG_5351-2048x1623.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25957" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L. Witschnig</p></div>
<div id="attachment_25958" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25958" class="size-large wp-image-25958" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/02_IMG_5357-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/02_IMG_5357-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/02_IMG_5357-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/02_IMG_5357-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/02_IMG_5357-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25958" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<div id="attachment_25961" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25961" class="size-large wp-image-25961" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/04_IMG_5371-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/04_IMG_5371-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/04_IMG_5371-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/04_IMG_5371-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/04_IMG_5371-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25961" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<h3>Der Opa war’s</h3>
<p>Plumpsklos, Latrinen und Toiletten mit Wasserspülung – über viele Varianten von Orten, an die auch der Kaiser zu Fuß hingeht, wurde sogleich erzählt. Eine Teilnehmerin schilderte ihre Erinnerungen an Sommeraufenthalte bei Onkel Heinrich und Tante Gretl in der Südsteiermark, die ein Plumpsklo hatten. Sie war als Kind sonst mit einem Klo mit Wasserspülung vertraut. „Es hat uns zutiefst fasziniert, dass es so was gibt, wo man einfach auch da runterschauen kann und Zeitungspapier verwendet.“ Ein anderer merkte an: „Es hat immer was zu Lesen geb’n, oder?!“ Alle lachten. Von der Erinnerung an ein spartanisches Leben eines Aussteigers mit Häuschen im Wald ohne fließendes Wasser und mit Plumpsklo ohne Dach hin zum Leben am Bauernhof – eine weitere Besucherin erinnerte sich: „Die ersten fünf Lebensjahre bin ich auf einem Bauernhof aufgewachsen, das Baden ist mir da in Erinnerung geblieben, wir haben kein fließendes Warmwasser gehabt.“  Sie hat einige Geschwister, das bedeutete, dass „wir zu viert alle in die Badewanne gesetzt wurden. Das war für uns sehr lustig, für [unsere] Mutti wahrscheinlich net so“. Eine logistische Entscheidung der Mutter, die nicht so viel Warmwasser aufstellen konnte.</p>
<p>Die Stichworte Sammelgruben und Wasserversorgung durch stillgelegte Brunnen sorgten für Diskussionsstoff, da wurde es dann schon sehr technisch und wir haben viel gelernt. Das Ärgernis, dass in den 1960er-Jahren in Arnfels nach Beschluss der Gemeinde für die Umstellung auf ein Ortswasserversorgungsnetz alle Brunnen zugeschüttet werden mussten und damit auch die Bewohner*innen der Gemeinde zur Kassa gebeten wurden, konnte aufgeklärt werden; das hatte nämlich auch einen hygienischen Aspekt: Legionellen, die im hohen Maße antibiotikaresistent sind und lebensbedrohlich sein können, wandern bei Stillstand des Wassers und noch lieber vermehrt bei warmen Umgebungstemperaturen nicht nur in Fließrichtung, sondern auch retour! Bei Mischinstallationen besteht die Gefahr, dass die Ortswasserversorgung deswegen verkeimt, daher muss dieses Netzwerk strikt getrennt werden von Brunnenanlagen, damit Infektionskrankheiten wie die so genannte Legionärskrankheit verhindert werden können. Frau Starchel warnte, dass mehr Menschen an Legionellen sterben als durch Unfälle im Straßenverkehr. Da schau her! Es folgten Handlungsanweisungen, um diese Gefahr (auch im Urlaub) zu bannen.</p>
<div id="attachment_25962" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25962" class="size-large wp-image-25962" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/05_IMG_5388-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/05_IMG_5388-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/05_IMG_5388-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/05_IMG_5388-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/05_IMG_5388-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25962" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<p>Ursula Starchel, ehemalige Haustechnikplanerin und Tochter der Haas Installations GmbH-Dynastie, erzählte von ihrem Vater, der als Fachmann auf diesem Gebiet nach der Installation einer neuen Heizungsanlage, die immer wieder störanfällig war, einfach nicht die Ursache des Problems herausfinden konnte. Was hat diese Geschichte nun mit Hygiene und Körperkult zu tun? Nach gründlicher Investigation stellte sich heraus: Der Opa war’s! Er wohnte an der tiefsten Stelle im Haus und hatte im Untergeschoss immer wieder das warme Wasser der Anlage zum Auswaschen seines Nachttopfs abgezapft. Dadurch gab es einen zu geringen Druck in der Heizungsanlage und somit funktionierte sie nicht einwandfrei.</p>
<div id="attachment_25963" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25963" class="size-large wp-image-25963" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/06_IMG_5395-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/06_IMG_5395-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/06_IMG_5395-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/06_IMG_5395-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/06_IMG_5395-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25963" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<p>Fortschrittliche Dinge wie Wickelauflagen auf Männer-WCs, Frauenpissoirs, Unisextoiletten und supermoderne Hygiene-WCs wurden ebenso diskutiert.</p>
<h3>Farbenprächtige Botschaften und Statussymbole in WC-Anlagen</h3>
<p>Eine Besucherin merkte an, dass Klos auch als Orte der Kommunikation fungieren. Beim gemeinsamen Nachdenken wurde diese Art von Kurznachrichten auch als das Facebook von damals bezeichnet. Ein schöner Vergleich – der analoge Charakter macht die Nachrichten meist beständiger als digitale, die vermutlich schneller wieder in Vergessenheit geraten als verewigte gesellschaftskritische Sprüche, lustiges Gekritzel oder „geheime“ Liebesbotschaften in Toiletten, denkt man an diverse dekorativ gestaltete Toiletteninnenräume öffentlicher WC-Anlagen.</p>
<div id="attachment_25965" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25965" class="size-large wp-image-25965" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/07_IMG_5432-578x770.jpg" alt="" width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/07_IMG_5432-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/07_IMG_5432-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/07_IMG_5432-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/07_IMG_5432-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/07_IMG_5432-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25965" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<p>Außer eine Generalsanierung steht an, dann wurde und wird meist gleich der gesamte sanitäre Bereich samt WC erneuert. Blieb dieser erhalten, erkennt man heute noch oft an den farbigen Fliesen das Jahrzehnt, in dem umgestaltet wurde, und es zeigt rückblickend die verschiedenen Geschmäcker der jeweiligen Zeit. Fr. Starchel erzählte:  Heutzutage werden Sanitäranlagen zu</p>
<p>95 % in Weiß gestaltet, am ehesten wird noch Manhattangrau gewählt, für die Fliesen des Badezimmers und des WCs. In den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren waren Kalaharigelb, Moosgrün und Bahamabeige in Mode. „Es hot olles gebn, do host den Nochborn einizahn kennen und sogn kennen: schau wos<em> i</em> hob!“ Die Devise lautete: Farbig solls sein! Das zeigte: „Der hat’s!“ Bunt gestaltete Ausstattungen von Sanitäranlagen galten als Statussymbol und waren der letzte Schrei.</p>
<div id="attachment_25964" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25964" class="size-large wp-image-25964" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/12_IMG_5427-578x770.jpg" alt="" width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/12_IMG_5427-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/12_IMG_5427-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/12_IMG_5427-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/12_IMG_5427-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/12_IMG_5427-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25964" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<p>Am Ende wurde noch die Detailfrage diskutiert, warum man in unseren Breitengraden oft zwei unterschiedliche Varianten von Toiletten vorfindet. Ich teilte mit, dass ein Bekannter aus Frankreich, der in Graz ein Auslandsjahr verbrachte, einfach kein Verständnis für Toilettendesigns hatte, in denen man seine Hinterlassenschaften anschauen kann. Fr. Starchel nahm sich kein Blatt vor den Mund und bestätigte „Der Stuhl gibt Auskunft über die Gesundheit.“ Bei einem so genannten Flachspüler kann man besser beurteilen, wie es um die Gesundheit steht. Zusammenfassend sind nicht nur Botschaften auf der Ebene der Kommunikation an Toiletteninnenwänden, sondern sprichwörtlich auch solche <em>in</em> der Toilette ein wichtiger Gesundheitszustandsmarker. Daher findet man Flachspüler vor allem in Krankenhäusern. Zum Wohl! Oder wie man auf Französisch sagt: À votre santé!</p>
<h3>Auf lasst uns brechen und auf den Weg machen</h3>
<p>Roland Haas führte nach dem Erzählcafé die interessierten Besucher*innen durch das erste Geschoss und das Untergeschoss, erzählte von der Geschichte des Sanitärwesens und kommentierte die große und qualitätsvolle Sammlung an Objekten, nicht nur für das kleine und große Geschäft. Herr Haas berichtete von der Berufsgruppe der Urinwäscher, die mit dem u. a. in Urin enthaltenen Ammoniak die Wäsche stampften und wieder weißwuschen. Er erzählte über die Römer, sie hatten eine sehr hoch entwickelte Badekultur. In den Diokletiansthermen, eine Thermenanlage des antiken Roms, konnten bis zu 3.000 Menschen baden. Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging auch viel Wissen über Hygiene und sanitäre Anlagen verloren.</p>
<p>In späteren Zeiten, als Ludwig XIV. Liselotte von der Pfalz (1652–1722) angeblich auf einen Urlaubsaufenthalt einlud, antwortete sie ihm: „Solange Paris so verschissen ist und die Straßen voller Exkremente, solange werde ich Paris nicht betreten!“, so erzählt Fr. Haas senior zuvor. Es lag so viel Morast auf den Straßen, dass oft sogar die vorderen Haustüren nicht mehr zu öffnen waren. Es galt, diesem Problem Einhalt zu gebieten, und so entstand der Beruf der sogenannten Abtriebanbieter*innen (Männer für Männer und Frauen für Frauen): Sie hatten eine Ausrüstung mit Kübel, die über die Schulter getragen wurde, um den Transport zu erleichtern, und trugen einen Umgang, der zugleich als Vorhang für die Person diente, die im Menschengemenge die Notdurft verrichtete. Ein solches Modell einer Abtriebanbieterin ist im Museum zu sehen. Ein Besuch im <a href="https://kleines-sanitaermuseum.at/">Kleinen Sanitärmuseum</a> wird wärmstens empfohlen! Der Besuch ist ausschließlich gegen Voranmeldung möglich.</p>
<div id="attachment_25967" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25967" class="size-large wp-image-25967" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/09_IMG_5411-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/09_IMG_5411-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/09_IMG_5411-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/09_IMG_5411-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/09_IMG_5411-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25967" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/L.Witschnig</p></div>
<h3>Das Thema geht alle etwas an</h3>
<p>Ruth Haas erzählte, dass sie in der Schule immer wieder aufgezogen wurde: „Gö, des is dei Mutter und dei Vater, die a Scheißhausmuseum habn. Ich habe es gehasst als Jugendliche. Warum müssen grod meine Eltern so ein makabres Thema haben?“, hat sie sich gedacht. Der Vati bestärkte sie und meinte: „Wos täten die Gastronomen, wenn sie kein Wasser und kein Häusl hätten?“ Die Zeiten haben sich geändert. Sie ist stolz auf das Museum und gibt auch Führungen durchs Museum.</p>
<p>Durch den Austausch über Klogeschichten, sanitäre Anlagen, die Zeitreise von Latrinen zu den modernen Sanitäranlagen und das gemeinsame Bestaunen der vielfältigen historischen Objekte des Sanitärwesens wurde allen wieder bewusst, wie bedeutend das Fachgebiet der Hygiene für die Erhaltung des Gemeinwohls und des Wohlstandes ist und dass damit auch Infektionskrankheiten vermieden werden. Wissen über Hygiene und Körperkultur sollte nicht verloren gehen, wie mit dem Untergang des Römischen Reiches. Das Bewahren dieses Museums und die Vermittlung des Wissens über die Welt der Hygiene ist für zukünftige Generationen deswegen von großer Bedeutung.</p>
<div id="attachment_25960" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25960" class="size-large wp-image-25960" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/14_IMG_5344-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/14_IMG_5344-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/14_IMG_5344-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/14_IMG_5344-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/05/14_IMG_5344-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25960" class="wp-caption-text">&#8220;Was erzählst du: Steiermark?&#8221; im Kleinen Sanitärmuseum Leibnitz, UMJ/Familie Haas</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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                                        </item>
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                        <title>Wien neu erleben &#8211; Exkursion des „InnoGuide4CHT“-Projektteams</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/wien-neu-erleben-exkursion-des-innoguide4cht-projektteams/</link>
                        <pubDate>Wed, 05 Mar 2025 10:48:55 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Karin Riedl</dc:creator>
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                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25937</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<h3>Mit Virtual Reality durch den 1. Bezirk</h3>
<p>Den ersten Programmpunkt unserer Exkursion bildete die Stadtführung „Future Bus Tour“. Statt bloß zuzuhören oder Fotos zu schießen, tauchten wir mithilfe von VR-Brillen direkt in die Vergangenheit ein.</p>
<div id="attachment_25941" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25941" class="size-large wp-image-25941" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_3_KR-770x770.png" alt="" width="770" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_3_KR-770x770.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_3_KR-350x350.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_3_KR-150x150.png 150w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_3_KR.png 1080w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25941" class="wp-caption-text">Foto: UMJ/K. Riedl</p></div>
<p>Los ging’s in der Operngasse, wo uns ein Kleinbus erwartete. Nach einer kurzen Einführung und den Hinweisen zur Verwendung der VR-Ausrüstung begann ein Erzähler via Kopfhörer zu erzählen und wir starteten unsere Zeitreise. Bei jedem Stopp an einem der historischen Schauplätze Wiens setzten wir die VR-Brille auf:</p>
<ul>
<li>Heldenplatz: Die Statue von Prinz Eugen erwachte zum Leben, das Pferd bewegte sich und wieherte.</li>
<li>Militärisches Strategiegespräch: Die Generäle diskutierten ihre Taktiken und wir saßen mit ihnen am Tisch und hörten zu.</li>
<li>Am Schlachtfeld: Plötzlich waren wir mitten im Kriegsgeschehen, umgeben von kämpfenden, schreienden und sterbenden Soldaten – ein schauriges Erlebnis.</li>
<li>Maria-Theresien-Platz: Die Kaiserin höchstpersönlich hob zur Begrüßung den Arm, wodurch ein metallenes Quietschen zu hören war.</li>
<li>Attentat auf Kaiser Franz Joseph (1853): Der Angriff auf den Kaiser, durchgeführt von János Libényi mit einem Messer, spielte sich direkt vor unseren Augen ab.</li>
<li>Wiener Rathaus: Ein virtueller Höhenflug bis zur Spitze des Rathausturms zum Rathausmann und danach zum Paternoster-Aufzug bescherte uns einen Prater-Moment mit mulmigem Bauchgefühl.</li>
<li>Votivkirche: Die gewaltigen Mauern der Kirche schossen mit donnerndem Getöse aus dem Boden.</li>
</ul>
<p>So faszinierend das Erlebnis war, die Technik hatte noch Luft nach oben. Die VR-Brillen sind ein paar Jahre alt, die Bildqualität ließ deswegen stellenweise zu wünschen übrig. Das ständige Auf- und Absetzen der Brille war zwar etwas umständlich, aber so konnte man zwischen den Stationen während der Fahrt das reale Wien sehen. Das Konzept ist spannend und hat definitiv Potenzial.</p>
<h3>Wenn Kunst digital wird</h3>
<p>Nach der virtuellen Stadtführung ging es weiter ins Kunsthistorische Museum (KHM), eines der renommiertesten Museen der Welt.</p>
<div id="attachment_25946" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25946" class="size-large wp-image-25946" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Blog_KHM-770x770.png" alt="" width="770" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Blog_KHM-770x770.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Blog_KHM-350x350.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Blog_KHM-150x150.png 150w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Blog_KHM.png 1080w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25946" class="wp-caption-text">Foto: UMJ/K. Riedl</p></div>
<p>Dort stand die Frage im Mittelpunkt: Wie kann moderne Technik Kunst erlebbarer machen? Konkreter gesagt, bekamen wir Einblicke in die Wartung und Handhabung der App KHM Stories. Die App beinhaltet (u.a.):</p>
<ul>
<li>Virtuelle Touren, z. B. Schnee von gestern? Virtuelle Führung zur aktuellen Klimakrise.</li>
<li>Interaktive Elemente: z. B. das Schmelzen von Schnee in einem Gemälde von Pieter Bruegel (d. Ä.).</li>
<li>Blicke hinter die Kulissen: z. B. hinter die Malschichten auf einem Gemälde blicken. Was verbirgt sich darunter?</li>
<li>Audiotexte: kurzweilig und informativ gestaltet.</li>
</ul>
<div id="attachment_25942" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25942" class="size-large wp-image-25942" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_1_KR-770x770.png" alt="" width="770" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_1_KR-770x770.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_1_KR-350x350.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_1_KR-150x150.png 150w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2025/03/OeFM_Wien_1_KR.png 1080w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25942" class="wp-caption-text">Foto: UMJ/K. Riedl</p></div>
<p>Allerdings zeigte sich auch, dass die Navigation nicht immer intuitiv und der Wartungsaufwand sehr hoch ist.</p>
<p>Wir interessierten uns zudem für das barrierefreie Vermittlungsangebot im KHM. Es gibt (u. a.) Führungen in einfacher Sprache, in Gebärdensprache, spezielle Formate für Menschen mit Demenz sowie eine Taststation, die es ermöglicht, Kunst mit den Händen zu entdecken.</p>
<p>Die Erkenntnisse, die wir aus dieser Fachexkursion mitgenommen haben, werden wir im weiteren Verlauf in unsere Arbeit für das EU-Projekt „InnoGuide4CHT“ einfließen lassen!</p>
<p>Weiterführende Links:<br />
Interreg AT-HU: <a href="https://www.interreg-athu.eu/interreg-at-hu-2021-2027/">https://www.interreg-athu.eu/interreg-at-hu-2021-2027/</a><br />
Projekt InnoGuide4CHT: <a href="https://www.museum-joanneum.at/oesterreichisches-freilichtmuseum-stuebing/entdecken/projekte/interreg-at-hu-innoguide4cht">https://www.museum-joanneum.at/oesterreichisches-freilichtmuseum-stuebing/entdecken/projekte/interreg-at-hu-innoguide4cht</a></p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Digitalisierung trifft Geschichte: Exkursion des „InnoGuide4CHT“-Projektteams in die Römerstadt Carnuntum</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/digitalisierung-trifft-geschichte-exkursion-des-innoguide4cht-projektteams-in-die-roemerstadt-carnuntum/</link>
                        <pubDate>Wed, 06 Nov 2024 11:59:39 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Christiane Becker</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25913</guid>
			<description><![CDATA[Anfang Oktober durfte das Projektteam des Österreichischen Freilichtmuseums eine unvergessliche Fachexkursion in die faszinierende Römerstadt Carnuntum unternehmen, die in der von Windrädern geprägten Marktgemeinde Petronell-Carnuntum in Niederösterreich liegt. Die einst blühende Metropole des Römischen Reiches zeigt auf beeindruckende Weise, wie digitale Technologie mit historischer Forschung verknüpft wird. Der Besuch in Carnuntum ermöglichte uns nicht nur einen Einblick in die Vergangenheit, sondern offenbarte auch, wie moderne Technologien die Geschichte lebendig werden lassen und uns auf fesselnde Art und Weise mit ihr verbinden.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25913</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<h2>Carnuntum: Weltstadt am Donaulimes</h2>
<p>Mit einem kleinen Reisebus machten wir uns auf den Weg nach Niederösterreich. Dort erwartete uns schon von Dr. Markus Wachter, der uns persönlich durch das Stadtviertel (Haus des Lucius, Römische Therme, Villa Urbana und mehr) sowie das Museum führte. Carnuntum nimmt eine herausragende Stellung entlang des Donaulimes ein, eine römische Militärgrenze, die sich majestätisch entlang der Donau erstreckt und die heutigen Regionen Bayern, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien und Rumänien umfasst. Unter dem Schutz eines Legionslagers und eines Hilfstruppenlagers blühte Carnuntum auf und wurde zur pulsierenden Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien. Diese Metropole mit rund 50.000 Einwohner*innen war nicht nur der Sitz des Statthalters, sondern auch ein lebendiger Knotenpunkt des Handels und kulturellen Austauschs, der zu einem bemerkenswerten Aufschwung von Kultur und Wohlstand führte.</p>
<p>Der Duft von Olivenöl, Wein sowie exquisiten Datteln und Feigen, die aus dem Mittelmeerraum importiert wurden, erfüllte die Straßen, während edles Geschirr aus Italien und Gallien die Tafeln zierte. Unzählige Schmuckstücke, beeindruckende Skulpturen und Fragmente prächtiger Wandmalereien sind bis heute Zeugen des Lebens in Carnuntum. Die Besucher*innen dürfen auch heute noch zugreifen, wenn sie Datteln, Weintrauben oder Nüsse in einer Schale in den Häusern vorfinden.</p>
<h2>Digitalisierung und Geschichte: ein harmonisches Zusammenspiel</h2>
<p>Sämtliche Baumaßnahmen und Ausstattungsdetails basieren auf archäologischen Befunden vor Ort. Wissenschaftliche Grundlage für den überwiegend in antiker Handwerkstechnik und Handarbeit ausgeführten Wiederaufbau waren jahrelange Untersuchungen, aus denen Aufschlüsse zu Architektur, Heizungstechnik, Gebäudefunktion, Raumnutzung und Innenausstattung gewonnen werden konnten.</p>
<p>Was unsere Exkursion zu einem besonderen Erlebnis machte, war der kreative Einsatz digitaler Technologien, die die Geschichte Carnuntums auf faszinierende Weise zum Leben erwecken. Mithilfe von Augmented-Reality-Anwendungen (u. a.) können Besucher*innen in das antike Stadtbild eintauchen und das Gefühl erleben, durch die römischen Straßen zu schlendern. Mittels Smartphone sieht man die heutigen Gebäudereste in ihrer ursprünglichen Form mit unterschiedlichen Funktionen. Die gelungene Verbindung von damals und heute zeigt eindrucksvoll, dass Carnuntum nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern auch für Technikbegeisterte ein faszinierendes Erlebnis bietet.</p>
<h2>Ein inspirierender Tag für das Projektteam</h2>
<p>Unser Projektteam war begeistert über die vielfältigen Möglichkeiten. Die Verbindung aus der reichen Geschichte der Stadt und der innovativen Vermittlungstechnik beeindruckte uns nicht nur, sondern wird mit Sicherheit auch eine wertvolle Inspiration für unser laufendes EU-Projekt (Interreg Austria-Hungary) zu digitalen Leitlösungen in Freilichtmuseen sein.</p>
<p>Es war eine inspirierende Begegnung mit der Frage, wie wir als moderne Menschen Geschichte erleben und verstehen können. Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in unsere Arbeit einfließen zu lassen und die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft weiterzubauen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25921" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto3-770x770.png" alt="" width="338" height="338" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto3-770x770.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto3-350x350.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto3-150x150.png 150w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto3.png 1080w" sizes="(max-width: 338px) 100vw, 338px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25920" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto1-770x770.png" alt="" width="340" height="340" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto1-770x770.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto1-350x350.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto1-150x150.png 150w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/11/OeFM_Interreg_Blog-Beitrag-1_Foto1.png 1080w" sizes="(max-width: 340px) 100vw, 340px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.museum-joanneum.at/freilichtmuseum">Österreichisches Freilichtmuseum Stübing</a></p>
<p><a href="https://www.museum-joanneum.at/oesterreichisches-freilichtmuseum-stuebing/entdecken/projekte/interreg-at-hu-innoguide4cht">Erfahren Sie mehr über Österreichisches Freilichtmuseum Stübing Interreg AT-HU InnoGuide4CHT</a></p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Welchen Platz haben Diversität und Kritik im Museum? – Positionen des Museumsakademie-Workshops „Perspektiven der Öffnung“</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/welchen-platz-haben-diversitaet-und-kritik-im-museum-positionen-des-museumsakademie-workshops-perspektiven-der-oeffnung/</link>
                        <pubDate>Tue, 30 Jul 2024 13:12:25 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Karoline Boehm</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25885</guid>
			<description><![CDATA[Über 50 verschiedene Akteur*innen aus Museen, Kunst und Kultur kamen zusammen, um sich beim Workshop „Perspektiven der Öffnung. Diversität und Diskriminierungskritik im Museum“ auszutauschen, wie Museen zu Orten multiperspektivischer Geschichte ohne gesellschaftliche Ausschlüsse werden können.

Ein Beitrag von Lisa Wonnebauer und Karoline Boehm.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25885</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Museumsakademie-Workshop „<a href="https://www.museum-joanneum.at/fileadmin/user_upload/Museumsakademie_Joanneum/Museumsakademie/Veranstaltungen/2023/Programm_Perspektiven_der_Oeffnung.pdf">Perspektiven der Öffnung. Diversität und Diskriminierungskritik im Museum</a>“ im <a href="https://www.nordico.at/">Nordico Stadtmuseum Linz</a> (16.–17.03.2023) gab diversen Stimmen eine Bühne und inspirierte auf vielen Ebenen. Elisabeth Bernroitner, Ivana Pilić (<a href="https://www.d-arts.at/">D/Arts – Projektbüro für Diversität und urbanen Dialog</a>) und Karoline Boehm (<a href="https://www.museum-joanneum.at/forschung-vernetzung/museumsakademie/entdecken/20-jahre-museumsakademie">Museumsakademie Joanneum</a>) kuratierten gemeinsam das Programm.</p>
<p>Aufs Neue wurde klar, dass eine Öffnung der Museen und kulturellen Institutionen eine komplexe, aber lohnende Aufgabe ist und nur dann funktionieren kann, wenn Personal, Programm und Publikum zusammen gedacht werden. Neben strategischen Ansätzen, kuratorischer Arbeit und vermittlerischer Praxis standen in der Veranstaltung insbesondere auch strukturelle Fragen wie Sammlungsstrategien und personelle Besetzung im Fokus. Nach Grußworten von Andrea Bina, Leiterin des Nordico Stadtmuseums Linz, startete die Veranstaltung mit einem Kennenlernen der Teilnehmenden. Neben dem durch <em>D/Arts</em> sorgfältig kuratierten Programm war es auch die Vielfalt der Erfahrungen und hochinteressierte Beteiligung der Teilnehmenden sowie ihr Austausch untereinander, die die Veranstaltung so besonders lebendig werden ließen.</p>
<h2>„(un)civil (dis)obedience of the (un)grateful immigrant“</h2>
<p>Den Einstieg ins Thema gestaltete Künstlerin und Leiterin der <a href="https://www.wienwoche.org/de/2024/home">WienWoche</a>, Jelena Micić mit ihrer eindrucksvollen Keynote „On class matters – In search for contact zones in the museum“. Die Künstlerin und Kuratorin verknüpfte eine kulturanalytische Perspektive mit unterschiedlichen Perspektiven und symptomatischen Erfahrungen, die sie als Akteur*in des Feldes selbst innehat. In ihren Ausführungen zeigte sie einerseits gesellschaftliche Diskriminierungs- und Ausschlussmechanismen auf und analysierte andererseits den paradoxen Umgang mit ihnen im Ausstellungswesen und Museen. Letztere wurden von ihr als potenzielle Kontaktzonen betrachtet.</p>
<p>Entlang eigener künstlerischer Werke und Ausstellungen machte sie die Omnipräsenz von unterschiedlichen Privilegien sichtbar und zeigte variierende Rezeptionsweisen je nach biografisch begründetem Wissen auf. Deutlich wurde insbesondere, wie eng fehlende Bürger*innenrechte (z. B. durch Migration), Geschlecht und Klasse miteinander in Verbindung stehen, sowie der große Einfluss ökonomischer Rahmenbedingungen auf das künstlerische Werk und seinen Erfolg. Und dass Klasse auch aktuell eine Schlüsselkategorie bildet, will man die Ausschlüsse des Museums verstehen und überwinden. Micić thematisierte durchaus selbstreflexiv, wie einseitig die Konditionen von Partizipation häufig bestimmt würden und welche Interaktionen und Verhaltensweisen daraus hervorgingen: „Conditioned Participation begins with self-censorship and self-exotization, where individuals are obliged to perform expectations that are acceptable to the dominant culture.“</p>
<p>Ein Stück weit offen, und dadurch besonders spannend, bleiben ihre Frage nach dem möglichen (Un-)Gehorsam jener (un)dankbaren Immigrant*in, die Micić als Denkfigur einführt, und die Frage nach dem Handlungsspielraum der Institution Museum.</p>
<div id="attachment_25903" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25903" class="size-large wp-image-25903" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Putzmalerei-Jelena-Micic-2016-770x512.jpg" alt="" width="770" height="512" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Putzmalerei-Jelena-Micic-2016-770x512.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Putzmalerei-Jelena-Micic-2016-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Putzmalerei-Jelena-Micic-2016-175x117.jpg 175w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Putzmalerei-Jelena-Micic-2016.jpg 900w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25903" class="wp-caption-text">Performance documentation Putzmalerei, Jelena Micic, 2016. © Jelena Micić</p></div>
<h2>Sprechen über Differenz – eine Frage der Perspektive</h2>
<p>Danach folgten drei Kurzimpulse zu zentralen Themen gegenwärtiger Diversitätsdiskurse, die eine Basis für anschließende Gruppendiskussionen bildeten.</p>
<h2>Klassenfragen, aber intersektional</h2>
<p>Die Verknüpfung von Klasse und Migration stand auch im Beitrag des Philosophen und Ausstellungskurators Ljubomir Bratić im Mittelpunkt. Eine neue Dimension eröffnete sich hier, weil er das Thema auch aus einer historischen Perspektive beleuchtete und das für Museen so zentrale Thema der Sammlungsstrategie, -praxis und -politik anspricht. Bratić stellte jene in den Vordergrund, die – obwohl zahlreich vorhanden – in kulturellen Institutionen kaum sichtbar seien: 35 % der erwachsenen Bevölkerung in Wien, die nicht über ein Wahlrecht verfügen, oder 60 % aller Kinder, die 2023 in Wien eingeschult wurden. Sie alle seien Menschen mit Migrationsgeschichte. Genau diese Menschen würden aber in den mehrheitsgesellschaftlichen Kulturinstitutionen trotz geschichtsaktivistischer Forderungen und Aktionen seit den frühen 1990er-Jahren bislang kaum repräsentiert. Auf Basis dieser Thesen formulierte Bratić einen klaren Auftrag an Museen: Es gelte, Migrationsgeschichte zu sammeln und zu zeigen, jedoch immer mit zentraler Mitsprache von Menschen mit Migrationsbiografie. Ljubomir Bratić formulierte dies als zentrale Maßnahmen, um eklatante Lücken in der österreichischen Geschichtsschreibung schließen zu können. Als besonderer Erfolg in diesem Zusammenhang und wichtiger Ansprechpartner kann das <a href="https://www.volkskundemuseum.at/musmig">MUSMIG</a> (Museum der Migration) erwähnt werden, das aus dem seit Längerem betriebenen <em>Archiv der Migration </em>hervorgegangen ist. Ähnlich dem Queer Museum Vienna wartet auch das Musmig mit der Forderung nach einem eigenen, themenspezifischen Museum auf und hatte zuletzt im Volkskundemuseum Wien einen temporären Rahmen gefunden, um zentrale Themen einer transnationalen Stadtgesellschaft in den Raum zu bringen.</p>
<div id="attachment_25905" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25905" class="size-large wp-image-25905" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Musmig-Ljubomir-Bratic-zVg.-Bildrechte-770x458.jpg" alt="" width="770" height="458" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Musmig-Ljubomir-Bratic-zVg.-Bildrechte-770x458.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Musmig-Ljubomir-Bratic-zVg.-Bildrechte-350x208.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Musmig-Ljubomir-Bratic-zVg.-Bildrechte.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25905" class="wp-caption-text">Das Musmig im Volkskundemuseum Wien, © Ljubomir Bratic/Volkskundemuseum Wien</p></div>
<h2>Queere Intervention</h2>
<p>Wilhelm Binder, Künstler und Mitglied des Vereins <a href="https://www.queermuseumvienna.com/">Queer Museum Vienna</a>, gab anschließend Einblicke in die im Frühjahr 2023 noch sehr frische Geschichte des Museums beziehungsweise der „künstlerischen Geste der Behauptung, ein queeres Museum zu sein“. Er zeigte das Spannungsfeld zwischen der Starrheit der Institution Museum und der Dynamik des Begriffes Queerness auf. Im Vordergrund stand hierbei das sensible und selbstreflektierende Vorgehen, queere künstlerische Arbeiten, Kultur und Lebensweise zu musealisieren. Seit dem Zeitpunkt des Vortrages ist das Queer Museum Vienna mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen sichtbar geworden und hat mittlerweile fixe Räume bezogen.</p>
<div id="attachment_25904" style="width: 360px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25904" class="wp-image-25904 size-medium" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Is-Queer-Political_Queer-Museum-Vienna-350x205.jpg" alt="" width="350" height="205" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Is-Queer-Political_Queer-Museum-Vienna-350x205.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Is-Queer-Political_Queer-Museum-Vienna.jpg 740w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><p id="caption-attachment-25904" class="wp-caption-text">Ausstellung im Queer Museum Vienna am Otto Wagner Areal Wien, Februar-Mai 2024 © Queer Museum Vienna</p></div>
<h2>Inklusion gestalten</h2>
<p>Die Kunstvermittlerin und Pädagogin Nadja Al-Masri-Gutternig gab in ihrem Impulsvortrag Einblicke in ihre gegenwärtige Arbeit als Leiterin des Prozesses „Barrierefreiheit und Inklusion“ im <a href="https://www.salzburgmuseum.at/index.php?id=1330">Salzburg Museum</a>. Mit im Fokus steht hier die Erarbeitung von Ausstellungstexten in einfacher Sprache, interaktiven Deutschkursen im Museum, Rundgängen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, aber auch Beratung in Sachen Orientierung, Raumgestaltung und -Möblierung in der Produktion von Ausstellungen. Sie stellte heraus, dass das Recht auf eine gleichberechtigte Teilnahme am kulturellen Leben in Österreich gesetzlich verankert sei, die Umsetzung im Museumsbereich jedoch vielfach an budgetären Engpässen oder der falschen Haltung scheitere. Nadja Al-Masri-Gutternig zeigte, mit welchen einfachen Mitteln Ausstellungen inklusiver gemacht werden können, welche Kooperationspartner*innen miteinbezogen werden sollten und dass mehr Inklusion und Barrierefreiheit einen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft bringen.</p>
<p>In anschließenden Diskussionen bot sich in Kleingruppen Gelegenheit, Aspekte der Impulsvorträge zu vertiefen und weitere Fragen an die Referent*innen zu richten.</p>
<h2></h2>
<h2>„Was ist Kunst in Österreich? Vieles, aber nicht divers“</h2>
<p>Am Ende des ersten Workshoptages standen Positionen und Projekte von Asma Aiad im Zentrum. In ihrem Vortrag gab die Konzeptkünstlerin und Aktivistin Einblick in das von ihr mitentwickelte Festival <em>muslim*contemporary</em>, sowie die Arbeit von <a href="https://salamoida.at/">Salam Oida</a>. Der anschließende Coffee-Table-Talk, zwischen Ivana Pilić und Asma Aiad, stand unter dem Titel „Multiperspektivische Zugänge gestalten“. „Muslim*contemporary“ versteht sich als partizipatives Festival für zeitgenössische muslimische Kultur, das anhand verschiedener Formate wie Workshops, Diskussionsrunden, Lesungen und Konzerten den Stellenwert und die Vielfältigkeit muslimischer und muslimisch gelesener Menschen in Österreich reflektiert. Dieses Thema wird im musealen Kontext bis jetzt vernachlässigt, nimmt aber stetig an Relevanz und Wichtigkeit zu, was auch deutlich am großen Interesse aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an dem in Wien, zunächst in der Akademie der bildenden Künste, veranstalteten Festival geschlussfolgert werden kann.</p>
<p>Beim anschließenden Round Table wurde über die Rolle von Kunst in gesellschaftlichen Transformationsprozessen diskutiert, über Intersektionalität, Pluralismus, die Wichtigkeit langfristiger und nachhaltig gedachter Projekte sowie über erstarrte Institutionen.</p>
<div id="attachment_25899" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25899" class="size-large wp-image-25899" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230316_155548-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230316_155548-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230316_155548-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230316_155548-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230316_155548-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25899" class="wp-caption-text">Asma Aiad und Ivana Pilić (von links) im Gespräch über Multiperspektivität in Kunst und Kultur, Foto: Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<h2>„Open Mind, Open Heart, Open Will“</h2>
<p>Der zweite und letzte Tag des Workshops startete mit einem etwas anderen Programmpunkt: „Embodied Knowledge: Innovative Haltungen entwickeln“ mit der Coachin Ivana Scharf. Im Gegensatz zu einer rationalen Herangehensweise an das Thema schlägt die von Ivana Scharf vorgestellte „Theorie U“ des Aktionsforschers C. Otto Scharmer die Bildung einer innovativen Haltung durch eine Öffnung des Denkens, Fühlens und Willens vor. Nach einem theoretischen Teil wurde ein weiterer Aspekt der „Theorie U“ umgesetzt: Das „Social Presencing Theater“, eine körperliche Visualisierungsmethode zur Sichtbarmachung festgefahrener Situationen. Die Feedbackrunde ergab, dass die unbewussten Bewegungen durch die anderen Teilnehmer*innen meist überraschend treffend analysiert und die dargestellten Probleme klar wahrgenommen werden konnten. Diskutiert wurde, inwieweit diese Übungen in den jeweiligen Institutionen mit Kolleg*innen umgesetzt werden könnten.</p>
<div id="attachment_25900" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25900" class="size-large wp-image-25900" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_104216-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_104216-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_104216-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_104216-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_104216-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25900" class="wp-caption-text">Interaktive Session zum Thema „embodied knowledge“ mit Ivana Scharf, Foto: Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<h2>„What is ,artist‘? What is ,female‘? What is ,austrian‘?“ Oder wie modernisiert man die älteste feministische Künstlerinnenvereinigung Österreichs?</h2>
<p>Mit dem anschließenden Beitrag von Neda Hosseinyar und Denise Palmieri, zu diesem Zeitpunkt beide Co-Präsidentinnen der <a href="https://www.vbkoe.org/">VbKÖ</a>, richtete sich der Fokus auf die Wichtigkeit von Institutionen zur Stärkung marginalisierter Gruppen im Kunst- und Kulturbereich. Hosseinyar und Palmieri gaben Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der bereits 1910 begründeten „Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs“ (VbKÖ). Besonders im Zentrum stand der sehr grundlegende Reformprozess, den die VbKÖ in jüngster Vergangenheit durchlaufen hat und den die beiden Referent*innen als Mitglieder des Vorstandes mitsteuerten. Beschrieben und diskutiert wurde, wie die veralteten und diskriminierenden Statuten und Strukturen des Vereins modernisiert wurden: Etwa durch die Etablierung eines Vorstandsgremiums und die Entwicklung eines Addendums zu den bestehenden Statuten. Dieses verankert nun offiziell die neue feministische, queere, antipatriarchale, antirassistische, antidiskriminierende Haltung des Vereins in deren Verordnung. Sehr deutlich wurde durch den Beitrag die große Notwendigkeit, sich neuen Diskursfeldern gegenüber nicht zu verschließen. Vielmehr gelte es ihnen produktiv zu begegnen, einen sicheren Rahmen für Veränderungen zu schaffen und Dynamik auch auf der Leitungsebene zuzulassen, um die Stärke der Organisationen überzeitlich zu sichern.</p>
<div id="attachment_25901" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25901" class="size-large wp-image-25901" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_120424-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_120424-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_120424-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_120424-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_120424-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25901" class="wp-caption-text">Denise Palmieri und Neda Hosseinyar (von links) über Geschichte und Strategien der VBKÖ, Foto: Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<h2>Eine Ausstellung, vier und mehr Perspektiven</h2>
<p>Nach den vielfältigen und dichten Vorträgen und Diskussionen zu unterschiedlichsten Aspekten kritischer Diversitätspraxis und Fragen institutioneller Öffnung und Intervention lag der Fokus im letzten Block auf einem einzelnen Ausstellungsprojekt. Dank der großen Offenheit und Bereitschaft des Nordico-Stadtmuseums und seines Teams sowie von wichtigen Kultur- und Diskriminierungs-Expert*innen aus Linz war es möglich, nicht nur die fertige Ausstellung <em><a href="https://www.nordico.at/ausstellungen/what-the-fem">What the Fem*? Feministische Perspektiven 1950 bis heute</a></em> zu analysieren, sondern auch die Genese des Ausstellungsprojektes selbst unter die Lupe zu nehmen.</p>
<p>In Gesprächen mit Chrislane Barros Bomfim da Silva vom <a href="https://www.jaapo.at/">Verein Japoo</a>, Kim Carrington vom <a href="https://das-kollektiv.at/home">Verein das kollektiv</a>, Sarah Feilmayr und Letitia Lehner von <a href="https://mooi-design.com/">Mooi Design</a> und Karin Schneider vom <a href="https://www.nordico.at/">Nordico Stadtmuseum</a> bot sich die Möglichkeit, an unterschiedlichen Sichtweisen, Erlebnissen und Beteiligungsformen ein und desselben Entstehungsprozesses teilzuhaben. Durch die Bereitschaft, über den Prozess der Ausstellungsproduktion zu sprechen, bot sich den Teilnehmenden ein äußerst spannendes Lehrstück für partizipative Museumsarbeit. Dass gut gemeint nicht immer gleich gut gemacht ist, welche Rolle Zeitpläne und eigene Positioniertheit spielen und wie unterschiedlich die Vorstellungen von einer ‚guten Ausstellung‘ sein können, wurde in vielfältiger Weise sichtbar.</p>
<p>Die Bereitschaft, nicht nur Konsens, sondern auch Dissens auszuhalten, zu artikulieren, Kritik zu hören und zu reflektieren, war auf allen Seiten bemerkenswert und ließ die Teilnehmenden erfüllt von neuen Perspektiven, Methoden und Ideen für die eigene Museumspraxis aus dem Workshop gehen.</p>
<div id="attachment_25902" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25902" class="size-large wp-image-25902" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_142920-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_142920-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_142920-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_142920-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/07/Perspektiven-der-Oeffnung_IMG_20230317_142920-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25902" class="wp-caption-text">Workshop in der Ausstellung „What the Fem*?“, Elisabeth Bernoitner mit Teilnehmer*innen, Foto: Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>„Entsammeln – Kann das weg?“ Ein Werkstattgespräch im Museumsforum Steiermark</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/entsammeln-kann-das-weg-ein-werkstattgespraech-im-museumsforum-steiermark/</link>
                        <pubDate>Fri, 21 Jun 2024 06:50:11 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Elisabeth Schlögl</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25865</guid>
			<description><![CDATA[Entsammelt wird im Museum ja meist hinter vorgehaltener Hand und im Verborgenen, aber unsere Veranstaltung widmete sich diesem „Tabuthema“ ganz unverblümt: Am 21. Mai 2024 ging es um Arten und Wege, Richtlinien und Leitfäden für das korrekte Ausscheiden von Objekten aus der eigenen Sammlung, um rechtlich-ethische Grundlagen für den Prozess und innovative Wege des Entsammelns am Beispiel des partizipativ angelegten Projekts „#Altsuchtneu – das Regionalmuseum Chüechlihus entsammelt, mach mit!“.
Kommen Sie mit in unsere Werkstatt mit Carmen Simon und Elisabeth Schlögl!]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25865</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nahezu 50 Teilnehmer*innen fanden sich bei diesem Werkstattgespräch ein, um sich mit dem Thema „Entsammeln“ und der Frage „Kann das weg?“ auseinanderzusetzen.</p>
<div id="attachment_25872" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25872" class="size-large wp-image-25872" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100234863-580x770.jpg" alt="" width="580" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100234863-580x770.jpg 580w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100234863-264x350.jpg 264w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100234863-1157x1536.jpg 1157w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100234863-1542x2048.jpg 1542w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100234863-scaled.jpg 1928w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p id="caption-attachment-25872" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
<p><strong>Carmen Simon, Leiterin des Regionalmuseums Chüechlihus</strong>, reiste aus der Schweiz an, um über Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrem partizipativen Entsammlungsprojekt <strong>„<em>#Altsuchtneu“ </em></strong>im Regionalmuseum Chüechlihus zu berichten. Besonders erfreulich auch im Sinne unserer Bestrebungen für Nachwuchs im Museum: Museologin Bernadette Biedermann gesellte sich mit ihren Studierenden des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz zu uns ins Joanneumsviertel. Dort fand unsere Veranstaltung live statt – und wir schalteten uns aus ganz Österreich und Deutschland via Zoom dazu.</p>
<div id="attachment_25873" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25873" class="size-large wp-image-25873" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100241386-580x770.jpg" alt="" width="580" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100241386-580x770.jpg 580w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100241386-264x350.jpg 264w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100241386-1157x1536.jpg 1157w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100241386-1542x2048.jpg 1542w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_100241386-scaled.jpg 1928w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p id="caption-attachment-25873" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
<p><strong>Elisabeth Schlögl, Leiterin des Museumsforums Steiermark,</strong> führte ins Thema ein: Darf ein Museum überhaupt Objekte ausscheiden oder steht das „Entsammeln“ im Widerspruch zum Bewahrungsauftrag in der <strong><em>ICOM-Museumsdefinition</em></strong>? Wie legt man den Prozess des Entsammelns „richtig“ an und was gilt es dabei zu bedenken?<br />
Nach einer kurzen Begriffsdefinition, <strong><em>ethischen und rechtlichen Grundlagen</em></strong> der Objektausscheidung (Stichwort Denkmalschutz u. a.) ging es um Dos &amp; Don’ts, Motivationen und Gründe für oder gegen das Entsammeln. Hilfreiche <strong><em>Entscheidungskriterien</em></strong>, <strong><em>Empfehlungen</em></strong> sowie <strong><em>Leitfäden</em></strong>, aber auch Arten, wie Objekte und unter welchen Voraussetzungen endgültig aus der Sammlung ausgesondert werden dürfen/sollen, standen dabei im Mittelpunkt.</p>
<div id="attachment_25867" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25867" class="size-large wp-image-25867" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081555746-580x770.jpg" alt="" width="580" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081555746-580x770.jpg 580w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081555746-264x350.jpg 264w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081555746-1157x1536.jpg 1157w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081555746-1542x2048.jpg 1542w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081555746-scaled.jpg 1928w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p id="caption-attachment-25867" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
<p><strong>Das A und O beim Entsammeln<br />
</strong><br />
Ein wichtiges Learning vorweg: Das A und O beim Entsammeln ist es, <strong><em>Vereinbarungen über Abläufe</em></strong> festzuschreiben, diese Abläufe mindestens nach dem Vier-Augen-Prinzip zu verifizieren und sie während des Prozesses stets gemeinsam mit Leitbild und Sammlungskonzept fest im Blick zu halten.<br />
Das<strong> <em>Sammlungskonzept</em></strong> hilft im Sammlungsalltag zu entscheiden, was gesammelt wird und was nicht. So werden nicht in die Sammlung passende Objekte erst gar nicht angenommen und laufen weder Gefahr, in der Ecke zu verstauben, noch irgendwann – inventarisiert oder nicht – mehr oder weniger kompliziert entsammelt werden zu müssen.</p>
<p><strong>Workshop „Sammeln mit Konzept“</strong></p>
<p>Das <strong>Museumsforum Steiermark</strong> unterstützt steirische Museen mit dem <strong>kostenfrei buchbaren</strong> <strong>Workshop „Sammeln mit Konzept“</strong> [<a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/sammlungskonzept">https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/sammlungskonzept</a>]: Im Team, im Museum, an 2 Tagen anhand von 5 Fragen dreht sich alles um die eigene Sammlung: Wo gibt es Lücken, Desiderate und Dubletten?<br />
Elisabeth Schlögl moderiert, die Teilnehmer*innen und Teams erarbeiten die Inhalte und am Ende steht die Rohfassung eines Sammlungskonzepts: <strong>Warum sammle ich, wie – und für wen? Was wird gesammelt? Wo wird gesammelt – wie schaut die Sammlungsnachbarschaft aus? Was fehlt in meiner Sammlung, was soll ich entsammeln – und wie gehe ich dabei richtig vor?</strong><br />
Gemeinsam mit dem Team wird im Workshop auch der individuell passende Prozess für das Entsammeln designt.</p>
<div id="attachment_25866" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25866" class="size-large wp-image-25866" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081134510-770x580.jpg" alt="" width="770" height="580" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081134510-770x580.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081134510-350x264.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081134510-1536x1157.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_081134510-2048x1542.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25866" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
<p><strong>Leitfäden und Richtlinien</strong></p>
<p>Wer sich reinknien und vorher ins Thema vertiefen möchte, dem legt Elisabeth Schlögl folgende online verfügbare Literatur ans Herz:</p>
<ul>
<li>ICOM Schweiz (Hg.): Ethische Richtlinien für Museen von ICOM, Schweiz 2010 [<a href="https://icom-deutschland.de/de/publikationen-icom/55-ethische-richtlinien-fuer-museen-von-icom.html">https://icom-deutschland.de/de/publikationen-icom/55-ethische-richtlinien-fuer-museen-von-icom.html</a>]</li>
<li>ICOM Österreich (Hg.): deakzession entsammeln. Ein Leitfaden zur Sammlungsqualifizierung durch Entsammeln, Wien 2016 [<a href="http://icom-oesterreich.at/publikationen/deakzession-entsammeln">http://icom-oesterreich.at/publikationen/deakzession-entsammeln</a>]</li>
<li>Deutscher Museumsbund (Hg.): Nachhaltiges Sammeln. Ein Leitfaden zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut, Berlin/Leipzig 2011 [<a href="https://www.museumsbund.de/publikationen/nachhaltiges-sammeln-ein-leitfaden-zum-sammeln-und-abgeben-von-museumsgut-2011/">https://www.museumsbund.de/publikationen/nachhaltiges-sammeln-ein-leitfaden-zum-sammeln-und-abgeben-von-museumsgut-2011/</a>]</li>
<li>Museums Association (Hg.): Off the Shelf: A Toolkit for Ethical Transfer, Reuse and Disposal [<a href="https://www.museumsassociation.org/campaigns/ethics/disposal/">https://www.museumsassociation.org/campaigns/ethics/disposal/#</a>]</li>
</ul>
<p>Einen bemerkenswerten Zugang verfolgt die Museums Association, die Deakzession mit Nachhaltigkeit und Klimaverantwortung sowie mit der Verantwortung für nachkommende Generationen und für die Objekte selbst verknüpft: Denn rund 90 % der Sammlung großer Museen verharren ungezeigt – in oft übervollen, aber dafür gekühlten Depots …</p>
<div id="attachment_25874" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25874" class="size-large wp-image-25874" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_102934018-580x770.jpg" alt="" width="580" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_102934018-580x770.jpg 580w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_102934018-264x350.jpg 264w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_102934018-1157x1536.jpg 1157w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_102934018-1542x2048.jpg 1542w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_102934018-scaled.jpg 1928w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p id="caption-attachment-25874" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
<p><strong>„<em>#Altsuchtneu – das Regionalmuseum Chüechlihus entsammelt, mach mit!“ </em></strong></p>
<p>Wie bereits eingangs erwähnt, geschieht das „Deakzessionieren“ häufig im Verborgenen und ohne öffentliche Kommunikation. Das Wort selbst ist für die große Allgemeinheit inhaltlich auch schwer nachvollziehbar.<br />
<strong>#deakzession – schon davon gehört? </strong>Nicht so in der Schweiz: <strong>Carmen Simon</strong>, seit 2021 Direktorin im Regionalmuseum Chüechlihus, geht einen anderen, völlig neuen Weg. Der <strong>Entsammlungs-Prozess </strong>in einem der<strong> größten Schweizer</strong> <strong>Regionalmuseen </strong>geschieht <strong>öffentlich und unter Beteiligung</strong> <strong>der Bevölkerung</strong>.</p>
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<p>Schon bei der Objektauswahl, aber auch bei der Entscheidung, was mit den entsammelten Objekten geschieht und in wessen Eigentum sie wandern, haben die Emmentaler ein großes Wörtchen mitzureden: Für die Bevölkerung wird die Sammlung ja schließlich aufbewahrt, lautet einer der Ansätze des partizipativen Projekts: Wer sammelt, muss entsammeln und eine Sammlung ist immer in Bewegung. Die Auswahl-, Bewerbungs- und Abstimmungsprozesse werden verstärkt und vor allem transparent kommuniziert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie kam’s?</strong> <strong>Ausgangslage.</strong><br />
Carmen Simon ist seit 15 Jahren in der Schweizer Museumslandschaft in verschiedenen Funktionen in und für Museen unterschiedlichster Größen in der gesamten Schweiz tätig. Weshalb Regionalmuseen wie das Regionalmuseum Chüechlihus für sie persönlich so interessant sind, lässt uns die dynamisch-sympathische Museumschefin auch gleich wissen: Mitten im Ort und mitten in der Gesellschaft gelegen, tragen Regionalmuseen ein ungeheures Potenzial in sich. In kleineren Museen in den Regionen gäbe es auch häufig idente Voraussetzungen wie damals im Regionalmuseum  Chüechlihus: Gesammelt wurde lange Zeit mit Eigeninteresse und fehlendem Konzept, sodass der Bezug zum Hier und Jetzt und zur Bevölkerung verloren ging.  Außerdem war die Sammlung von 25.0000 Objekten auf mehrere Plätze verteilt und wie so oft nur teilweise ausgestellt.</p>
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<p><strong>Generaldepot in Sicht: Sammlungsinventur!</strong><br />
Konkreter Anlass für diese groß angelegte „Inventur“ war die Aussicht auf ein Generaldepot und damit einhergehend die Zukunftsvision des Regionalmuseums Chüechlihus als Werkstatt und Ort der Teilhabe, als konsumfreier Raum, wo das gemeinsame kulturelle Erbe verhandelt und bewahrt werden kann.</p>
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<p><strong>Entsammeln in drei Phasen – der Objektrat<br />
</strong>Und so ging es ab 2021 in jeweils drei Phasen an die „Entsammlungsrunden“. In der <strong>AUSWAHLPHASE</strong> wurden die zu entsammelnden Objekte bestimmt; zuerst durch das Museum, den Objektrat und via Abstimmung auch durch die Bevölkerung (online oder beim Museumsbesuch).<br />
„Warum soll dieses oder jenes Objekt die Sammlung verlassen?“ Teilweise legte die Bevölkerung ein Veto ein und lieferte manchmal auch gleich einen interessanten neuen Objektkontext mit. In der darauffolgenden <strong>BEWERBUNGSPHASE</strong> wurden die besten Ideen für die „Nachnutzung“ bzw. Weiterverwendung des Objekts eingereicht und in der <strong>ABSTIMMUNGSPHASE</strong> noch über die besten Ideen abgestimmt – und die neuen Besitzer*innen gefunden.</p>
<div id="attachment_25876" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25876" class="size-large wp-image-25876" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/processed-84B7237D-4334-4CB7-8179-B443BD52855B-770x578.jpeg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/processed-84B7237D-4334-4CB7-8179-B443BD52855B-770x578.jpeg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/processed-84B7237D-4334-4CB7-8179-B443BD52855B-350x263.jpeg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/processed-84B7237D-4334-4CB7-8179-B443BD52855B-1536x1153.jpeg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/processed-84B7237D-4334-4CB7-8179-B443BD52855B.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25876" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
<p><strong><span style="text-decoration: line-through;">DEAKZESSION</span> ENTSAMMELN. 10 Gründe dafür – und einer dagegen<br />
</strong>Sämtliche Gründe, die im oben genannten Booklet (hg. v. Regionalmuseum Chüechlihus, Langnau 2023) für die „partizipative Entsammlung“ nachzulesen sind, münden darin, „dass das Museum und seine Sammlung an Relevanz und Legitimation gewinnen. Wenn das mal keine guten Aussichten sind“: Die Objekte werden, um ihnen gegenüber die angemessene Sorgfaltspflicht einzuhalten und den gebührenden Respekt zu zollen, in ein „drittes Leben“ entlassen – aus den Depots heraus in völlig neue Kontexte und Funktionen. In allen Phasen wird Beziehungsarbeit geleistet, zum Nachdenken angeregt und die Bindung der Bevölkerung an das Kulturerbe, das Museum, die Museumsarbeit intensiviert. Die Sammlung wird geschärft und der Prozess der Deakzession noch sorgfältiger betrieben.</p>
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<p>Der eine Grund dagegen – so viel sei an dieser Stelle noch verraten – wäre der Aufwand. Denn selbst in der Schweiz, wo Mitbestimmung an der Tagesordnung steht, sind partizipative Projekte wie dieses keine Selbstläufer. Auch dort bedarf es intensivster Kommunikation – und nebenher geht das nicht: Das Format „Entsammeln“ ist seit 2021 (Jahres-)Programm im Regionalmuseum Chüechlihus.<br />
Aktuell findet der letzte Aufruf zur Bewerbungsphase für Emmentaler Kulturgut statt – Bewerbungen sind herzlich willkommen!</p>
<p><a href="http://www.entsammeln.ch">www.entsammeln.ch</a></p>
<div id="attachment_25871" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25871" class="size-large wp-image-25871" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_095954329-580x770.jpg" alt="" width="580" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_095954329-580x770.jpg 580w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_095954329-264x350.jpg 264w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_095954329-1157x1536.jpg 1157w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_095954329-1542x2048.jpg 1542w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/PXL_20240524_095954329-scaled.jpg 1928w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p id="caption-attachment-25871" class="wp-caption-text">UMJ/Lisa Witschnig</p></div>
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                        <item>
                        <title>Kein Wunder</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/kein-wunder/</link>
                        <pubDate>Mon, 17 Jun 2024 09:54:38 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Eva Tropper</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25855</guid>
			<description><![CDATA[Der Essay-Film Kein Wunder von Lia Sudermann und Simon Nagy bildet die Klammer zwischen "Alles Arbeit" im Museum für Geschichte und der parallel gezeigten Ausstellung "24/7. Arbeit zwischen Sinnstiftung und Entgrenzung" im Kunsthaus Graz. Als künstlerische Intervention in das Fotoarchiv Blaschka verbindet der Film dabei Themensetzungen beider Ausstellungen, die sich auf unterschiedliche Weise – historisch und gegenwartsbezogen – mit gesellschaftlich relevanten Fragen zur Verfasstheit der Arbeitswelt auseinandersetzen.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25855</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Eva Tropper (Kuratorin der Ausstellung &#8220;<a href="https://www.museum-joanneum.at/museum-fuer-geschichte/unser-programm/ausstellungen/event/alles-arbeit" target="_blank" rel="noopener">Alles Arbeit</a>&#8221; im <a href="https://www.museum-joanneum.at/museum-fuer-geschichte" target="_blank" rel="noopener">Museum für Geschichte</a>, ET): Das Thema der Fürsorge – als gesellschaftlich unverzichtbare, aber entwertete und unsichtbar gemachte Arbeit – beschäftigt euch schon länger, mindestens seit eurem vielfach ausgezeichneten Essay-Film „Invisible Hands“. In dieser Arbeit beschäftigt ihr euch mit Super-8-Filmen, so wie man sie kennt: Urlaubsszenen, Familienessen, Mütter mit Kinderwägen. Auch die Pressefotos aus dem Fotoarchiv Blaschka, die die Basis für euren <a href="https://www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz/unser-programm/ausstellungen/event/24-7-1" target="_blank" rel="noopener">neuen Film</a> waren, zeigen uns vollkommen vertraut erscheinende Bildwelten. Was sind eure Zugänge und Strategien, diese Bilder sozusagen „gegen den Strich zu bürsten“ und Sorgearbeit dort sichtbar zu machen, wo man es nicht gewohnt ist, sie zu sehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.liasudermann.com/" target="_blank" rel="noopener">Lia Sudermann</a> (Künstlerin, LS): Die Arbeit mit Archivmaterial interessiert uns, weil sie immer einen doppelten Blick ermöglicht: Zum einen können wir aus unserer gegenwärtigen Perspektive auf historisches Material und die darin kristallisierten Bilder von Alltag, Zusammenleben und Familie blicken. Und zum anderen können wir sie umgekehrt ebenso als Lektüreschlüssel für unsere gegenwärtige Situation heranziehen, indem wir fragen: Was hat sich verändert? Was sieht immer noch so aus wie damals? Und was mag zwar anders aussehen, ist im Kern aber doch immer noch gleich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.trafo-k.at/" target="_blank" rel="noopener">Simon Nagy</a> (Künstler, SN): Unser Zugang zu Archivmaterial ist ein assoziativer. Während sich die Ausstellung „Alles Arbeit“ akribisch den Bilderserien, den Kontexten ihrer Entstehung und ihrer Veröffentlichung in der Kleinen Zeitung annimmt, wählen wir eine andere Art der Auseinandersetzung mit dem Material: Wir setzen uns selbst als Filmemacher:innen und Sprecher:innen in eine Beziehung zu den Bildern. Wir schauen, was passiert, wenn wir unsere Auseinandersetzungen mit reproduktiver Arbeit, dem Sorgestreik und der Kleinfamilie mit diesen Fotos verknüpfen. Im Idealfall bürsten wir dabei nicht nur die Bilder, sondern auch unsere Wahrnehmungen von Gegenwart und unsere eigenen theoretischen Gewissheiten gegen den Strich. Beim Durchschauen des Fotoarchivs Blaschka haben wir zum Beispiel lange Zeit gesagt, dass es ausschließlich Kleinfamilien sind, die abgebildet werden. Bis wir irgendwann gemerkt haben, dass das überhaupt nicht stimmt und dass immer wieder Bilder zu sehen sind, aus denen die Konstellation des Zusammenlebens gar nicht so klar hervorgeht. In solchen Fällen merken wir, dass manche unserer Thesen schlicht nicht standhalten, wenn wir sie am Material testen, und dass wir dementsprechend manche Gedanken ganz neu formulieren müssen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25857" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1591-577x770.jpg" alt="" width="577" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1591-577x770.jpg 577w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1591-262x350.jpg 262w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1591-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1591-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1591-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 577px) 100vw, 577px" /></p>
<p>ET: Eure Stimmen sind im Film als Voice-over präsent, der Ton ist nahe am Sprechen, an einer Alltagssprache. Ihr unterhaltet euch gewissermaßen über die gezeigten Bilder. Wie habt Ihr diesen ganz eigenständigen methodischen Zugang eines Dialogs über das, was man sieht, entwickelt? Und wo seht Ihr die Stärken dieses Zugangs?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>SN: Entwickelt haben wir diese Methode im Rahmen unseres ersten gemeinsamen Films „Invisible Hands“, und da ist das eigentlich aus einer ganz pragmatischen Notwendigkeit heraus geschehen. Und zwar haben wir während des ersten Covid-Lockdowns am Film zu arbeiten begonnen, und weil wir beide gepflegt haben, waren wir sehr isoliert und es war uns nicht möglich, uns zu treffen und hinter dem gleichen Bildschirm zu arbeiten. Deshalb haben wir angefangen, uns Sprachnachrichten mit grob dazu geschnittenem Filmmaterial hin und her zu schicken – und haben daraus dann auch das Voiceover für den finalen Film destilliert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LS: Diese Art, miteinander in Dialog zu sein, gefällt und reizt uns, weil wir damit direkt aufeinander reagieren können, uns auch widersprechen können und generell eine sprachliche Herangehensweise ausprobieren können, die nicht so perfekt geskriptet und aalglatt eingesprochen ist wie viele Essayfilm-Voiceover. Das wirkt auf uns oft enorm unpersönlich und behauptet eine Neutralität, die es aber so ja gar nicht gibt. Wir schätzen beide das freie Sprechen und Live-Denken sehr, auch als ästhetisches Mittel. Die Dialogform erlaubt uns, genau damit zu experimentieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>SN: Wir sprechen ja immer miteinander, wenn wir Sachen verstehen und durchdenken. Das wird aber oft unsichtbar gemacht, wenn in Texten oder künstlerischen Arbeiten am Ende immer nur eine autoritative Stimme übrig bleibt. Uns gefällt das Dialogische, weil es unsere Filme auch angreifbarer macht, weil mehr Löcher zwischen den einzelnen Texten bleiben. Dazu gehört auch, dass es im Voiceover jetzt manchmal Stellen gibt, von denen wir uns dachten, wir könnten es besser oder präziser formulieren, aber als wir das Audio dann nochmal neu aufgenommen haben, hat es einfach nicht funktioniert. Für den Modus braucht es manchmal einfach den ersten Moment, in dem man einen Gedanken formuliert, auch wenn er dann unvollständig bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>KH: Lia, du bist selbst eine junge Mutter – dein Baby hat in der neuen Arbeit Kein Wunder auch einen stimmgewaltigen Auftritt. Ich erinnere mich an eine junge, aufstrebende Künstlerin, die mir erzählt hat, wie schockiert ihre Galeristin reagiert hat, als diese mitbekam, dass die Künstlerin ein Kind erwartet. „Deine Karriere ist vorbei“, hat sie damals zu hören bekommen. Tatsächlich bedeutet eine Schwangerschaft für viele Frauen, und für Künstlerinnen im Besonderen, meist einen Einschnitt in der beruflichen Laufbahn. Das rührt meist nicht nur daher, dass man schlichtweg weniger Zeit für das Schaffen von Kunst hat, sondern dass die jungen Mütter aus der Wahrnehmungssphäre der Kunstszene treten, die sich oft in Abendveranstaltungen, Ausstellungseröffnungen und anderen Netzwerktreffen manifestiert. Man könnte der Kunstwelt also durchaus einmal mehr den Vorwurf machen, anzukreiden und dabei völlig gegenläufig zu handeln. Anstatt Künstlerinnen zu fördern, die sich in der schwierigen Situation befinden, zwei Leben miteinander vereinen zu müssen, vergisst man auf sie.</p>
<p>Wie nimmst das wahr? Ist die Doppelfunktion als Künstlerin und Mutter für dich herausfordernd? Und wie sehr wird das für dich auch zu einem Ausgangspunkt künstlerischer Reflexion?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LS: Die Kunst, die ich mache, hat viel mit der Situation zu tun, in der ich mich befinde, sie ist immer auch sehr persönlich. Von daher kommen meine Schwangerschaft und mein Muttersein in meinen Arbeiten vor. Ich mache neben Filmen auch Kabarett und Performance und da geht es dann auch um diese Themen. Nicht nur als Ausgangspunkt für Kritik, sondern auch um das, was lustig daran ist und Spaß macht. Umstandsklamotten, den Bauch als Baustelle oder Stillen beispielsweise.</p>
<p>Aber klar, ich finde es auf vielen Ebenen herausfordernd. Nicht nur organisatorisch, sondern auch psychisch: Wie lassen sich die verschiedenen Rollen mit ihren jeweiligen Ansprüchen zusammenbringen? Für jeden Arbeitsschritt, ob es eine E-Mail oder eine Audioaufnahme ist, muss ich mir Zeit freischaufeln, aber ich muss mir eben auch den Kopf freischaufeln. Außerdem erwartet man von sich, wenn man selbstständig ist und obendrein auch noch Kunst macht, also quasi das Hobby als Beruf und Berufung und so, immer den hundertprozentigen Einsatz und ist es auch gewohnt, dass alle anderen den bringen. Aber mit Kind geht das nicht mehr, da muss und will ich die Ansprüche einfach runterschrauben.</p>
<p>Das Herausfallen aus der „Wahrnehmungssphäre der Kunstszene“, wie du sagst, ist auch ein wichtiger Punkt. Im Kulturbereich, egal ob Bühne oder freie Kunst, läuft so viel über informelles Netzwerken, vor allem eben auf Abendveranstaltungen. Da bin ich dann plötzlich nicht mehr dabei. Einerseits werde ich nicht gesehen, andererseits bekomme ich nicht mehr mit, was los ist. Das ist auch schwierig für den Selbstwert und das Selbstverständnis: Ich trau mir weniger zu, weil ich das Gefühl habe, ich hab doch eh keine Ahnung und ich gehöre nicht mehr wirklich dazu. Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen, dass ich in einer sehr privilegierten Situation bin. Mein Freund und ich versuchen uns das Elternsein fair aufzuteilen. Wenn er nicht auch selbstständig wäre, dann ginge das nicht so einfach. Und ich bekomme Unterstützung von meiner Familie, denn nur von meiner Kunst allein könnte ich nicht leben, auch nicht wenn ich nebenher jobbe und in anderen Bereichen Geld verdiene. Eine eigene Familie zu haben und gleichzeitig Kunst machen geht bei mir nur mit familiärem Background. Viele, die den nicht haben, hören mit der Kunst als Beruf spätestens dann auf, wenn sie Kinder bekommen. Sie müssen sich eine „echte“ Lohnarbeit suchen, wo ein regelmäßiges Einkommen garantiert ist.</p>
<div id="attachment_25860" style="width: 587px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25860" class="size-large wp-image-25860" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1601-577x770.jpg" alt="" width="577" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1601-577x770.jpg 577w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1601-262x350.jpg 262w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1601-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1601-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Installationsansichten_N.-Lackner_IMG1601-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 577px) 100vw, 577px" /><p id="caption-attachment-25860" class="wp-caption-text">Foto: N. Lackner/Kunsthaus Graz</p></div>
<p>ET: Spannend ist ja auch, was im Prozess zwischen euch und uns, als „verwahrende Institution“ des Archivs von „Foto Blaschka“ passiert ist. Denn als wir euch die Digitalisate der Fotoserien übermittelt haben, die unsere Auswahl für die Ausstellung „Alles Arbeit“ darstellten, da ist das Prinzip Zufall ins Spiel gekommen: Auf den Archivbögen befanden sich noch andere, nicht dem Bereich weiblicher Arbeit zugeordnete Serien, die zufällig auch noch da waren. Und ihr habt begonnen, auch mit diesen zu arbeiten. Was hat euch dazu bewogen und wo seht ihr den Mehrwert dieser zufallsgeleiteten Intervention ins Archiv, der damit möglich wurde?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LS: Unser Zugang zu Archivmaterial lautet, alle archivierten Material in einem ersten Schritt als gleich wichtig und gleich interessant zu sehen. Um dann nämlich in einem zweiten Schritt aus ihrer Gemeinschaft heraus Logiken ableiten zu können, nach denen wir sie neu zusammenstellen können. Wir wollen ihnen also nicht bereits mit einer vorab aufgesetzten Brille begegnen, sondern schauen, welche Nachbar:innenschaften – auch unorthodoxe oder ungewohnte – sie selbst aufmachen. Uns ist es wichtig, die Bilder oft und immer wieder anzuschauen, um eben nicht nur das zu finden, wonach wir im Vorfeld schon suchen, sondern auch Feinheiten, die wir beim ersten Mal übersehen haben, oder Spannungen zuzulassen, die sich im Laufe des Arbeitens ergeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>SN: Insofern waren wir total glücklich über die Bilder, die wir zusätzlich zu den von euch ausgewählten Serien auf den Abzügen gefunden haben. Ursprünglich haben wir die Bilder von euch ja in nach Thema strukturierten Ordnern erhalten; als wir sie dann nochmal ganz ungeordneten, einfach nach Archivnummer gereiht, zugeschickt bekommen haben, hat das für uns die Arbeit lustigerweise erleichtert, weil die Fotos nicht bereits in konkrete Beziehungen gesetzt waren. Es hat sich neben Bildern von spielenden Kindern auf einmal Industriearbeit getummelt und danach kam ein grinsender Hund. Für wissenschaftliche Arbeit ist so eine Unordnung nicht hilfreich, für unseren assoziativen Zugang, der gern auch mit kontraintuitiver Bebilderung, also einer Ton-Bild-Schere, arbeitet, war es ein Traum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LS: Und gerade in der Differenz der Bilder untereinander wird ja manches sichtbar, das sich dann als total zentrale These herausstellt: In unserem Film etwa, dass Männer in dem Material oft in großen Gruppen im öffentlichen Raum herumstehen, während Frauen total viel allein und in häuslichen Settings abgelichtet sind, vor allem in der Küche. Es geht also natürlich nicht rein um Freude an der Assoziation, sondern auch um Momente des Vergleichs, die erst möglich werden, wenn viel, viel, viel Sichtungsarbeit bereits passiert ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>KH: Simon, von dir wird demnächst ein Buch erscheinen, das den Titel Zeit abschaffen trägt. Zeit ist ein Faktor, der eine große Rolle spielt, wenn man über Arbeit nachdenkt oder spricht – vielfach sogar eine größere als Geld. Unbezahlte Sorgearbeit ist ein rund-um-die-Uhr-Job, 24/7 (um auf den Titel der Ausstellung im Kunsthaus Graz anzuspielen). Siehst du eine Verbindung zwischen der kapitalistischen Herangehensweise einer Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit und dem Hausfrauen-Dasein, das in den 1950er- bis -70er-Jahren so propagiert wurde? Oder anders gefragt: Was haben Familienmodelle mit Kapitalismus zu tun?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>SN: Ich versuche, im Buch das Ende der Arbeit, die Aufhebung von Familie und die Abschaffung der Zeit als miteinander verwandte Begehren darzustellen. Das war nicht von Anfang die These, sondern ich kam bei der Arbeit am Text vom einen aufs andere: von einer Kritik der Arbeit zu einer Kritik der unbezahlten Arbeit in der Familie, und von einer Kritik der Familie zu einer Kritik der kapitalistischen Zeitherrschaft.</p>
<p>Familie und Kapital erweisen sich in diesem Sinn als unglaublich eng miteinander verzahnt. Es fällt so leicht zu glauben, dass wir immer schon so gelebt haben, wie wir heute leben, dabei sind Kleinfamilien total junge Erfindungen. Zu Beginn der Industrialisierung, also Anfang des 19. Jahrhunderts, haben Männer und Frauen noch gleichermaßen in den neuen Fabriken gearbeitet, aber die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen haben schnell dazu geführt, dass große Teile der arbeitenden Klasse schlicht und einfach starben – und dass große Teile der überlebenden Arbeiter:innen in massive Arbeitskämpfe traten. Darauf wurde mit einer Sozialreform reagiert, die die Arbeitsstunden von Frauen drastisch verringerte. Sie wurden auf diese Weise praktisch in die Häuslichkeit geschickt und damit beauftragt, sich daheim um die Erhaltung und Reproduktion der männlichen Arbeitskraft zu kümmern.</p>
<p>Die Herausbildung der Kernfamilie, mit arbeitendem Mann und unbezahlter Hausfrau, war somit eine direkte Reaktion auf Klassenkämpfe und Mittel zu ihrer Beschwichtigung. Auf lange Sicht hat sie sich obendrein als Wundermittel zur noch effizienteren Produktion von Mehrwert erwiesen: In jeder Kleinfamilie wurde eine Arbeiterin daheim abgestellt, deren häusliche Arbeit weder zeitliche Schranken kannte noch vergütet werden musste. Gesellschaftliche Reproduktion, eine der aller zentralsten Arbeiten, die es gibt, findet zum allergrößten Teil nach wie vor unbezahlt und daheim im Privaten statt – und es wird gemeinhin akzeptiert, dass es das ist, was Beziehung und Liebe eben heißen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier finden Sie mehr Informationen zu den Ausstellungen <a href="https://www.museum-joanneum.at/museum-fuer-geschichte/unser-programm/ausstellungen/event/alles-arbeit" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Alles Arbeit&#8221; im Museum für Geschichte</a> und <a href="https://www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz/unser-programm/ausstellungen/event/24-7-1" target="_blank" rel="noopener">&#8220;24/7&#8221; im Kunsthaus Graz</a>.</p>]]></content:encoded>

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                        <item>
                        <title>Beteiligende Organisationskulturen im Museum</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/beteiligende-organisationskulturen-im-museum/</link>
                        <pubDate>Thu, 06 Jun 2024 12:14:35 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Franziska Dunkel</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25828</guid>
			<description><![CDATA[Unsere Zeiten sind VUKA. Wusste ich auch nicht. Das heißt, ich wusste, dass sie volatil, unsicher, komplex und von Ambiguität gekennzeichnet sind. Aber das Akronym kannte ich nicht. In diesen spannungsreichen Zeiten kommt vieles in Bewegung, in der Gesellschaft und auch in Museen. Wie diese altehrwürdigen Institutionen offener, weniger hierarchisch und partizipativer werden können, damit befasste sich vom 13. bis 15. März 2024 eine von Rosanna Dematté und Karoline Boehm konzipierte Weiterbildungsveranstaltung "Bewegung im Inneren. Beteiligende Organisationskulturen im Museum" der Museumsakademie Joanneum zusammen mit den Tiroler Landesmuseen Innsbruck.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25828</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<h1>Neue Organisationsformen im Inneren</h1>
<p>Dass das Thema auf den Nägeln brennt, zeigte die rege Beteiligung von Museumsarbeiter*innen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland, viele davon in Führungspositionen. Beim Workshop der Museumsakademie referierten Direktorinnen und Direktoren, eine Co-Leiterin – und einer, der als Leiter explizit keine Vorgaben machen will, Andreas Rudigier, der neue Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen. Er berichtete in seinem Vortrag „Dialog mit der Gesellschaft. Impulse zur Öffnung traditioneller Organisationen am Beispiel des <a href="https://www.vorarlbergmuseum.at/" target="_blank" rel="noopener">vorarlberg museums</a> und der <a href="https://www.tiroler-landesmuseen.at/" target="_blank" rel="noopener">Tiroler Landesmuseen</a>“ vor allem von seinen Erfahrungen als Geschäftsführer der Montafoner Museen und Direktor des vorarlberg museums. Er empfahl zum einen Respekt – Respekt vor der Gesellschaft, die sich Museen leistet, Respekt vor der Geschichte der Institution und den Sammlungen, in denen sie sich spiegelt. Zum anderen plädierte er für den Dialog mit der Gesellschaft und die Akzeptanz kritischer Stimmen – wie der Graffitis an der Fassade des vorarlberg museums. Er möchte Raum geben, nicht Raum füllen. Und er warnte vor der Illusion, alle mitnehmen zu können. Den Tiroler Landesmuseen stehen spannende Zeiten bevor.</p>
<div id="attachment_25832" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25832" class="size-large wp-image-25832" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-2_AF_IMG_0475-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-2_AF_IMG_0475-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-2_AF_IMG_0475-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-2_AF_IMG_0475-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-2_AF_IMG_0475-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25832" class="wp-caption-text">Workshopsequenz: Skizzen/Notizen zum Museum der Zukunft © Anna Fras, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<p>Die <a href="https://www.grazmuseum.at/" target="_blank" rel="noopener">Stadtmuseum Graz GmbH</a> (Graz Museum, Graz Museum Schlossberg, Stadtarchiv Graz) hat sich schon im Januar 2023 auf den auf fünf Jahre ausgelegten Weg der Demokratisierung gemacht, wie Direktorin Sibylle Dienesch in ihrem Vortrag „Demokratisierung als begleiteter, gesamtheitlicher Prozess“ erläuterte. Ziel war es, das Stadtmuseum zu einem zentralen Ort gesellschaftlicher Verhandlung und somit zu einem „Demokratie-Generator“ zu machen, was auch eine Enthierarchisierung der Organisation voraussetzt. Als Betriebswirtin und systemische Trainerin, die schon seit 2006 in der Geschäftsführung der Stadtmuseum Graz GmbH arbeitete, hatte Sibylle Dienesch die besten Voraussetzungen, um Veränderungen in den Strukturen und der internen Kommunikation hin zu mehr Durchlässigkeit selbst erfolgreich zu steuern. Drei Monate hatte das rund 50-köpfige Team Zeit, sich intensiv diesen Umstrukturierungsprozessen zu widmen und auch darüber hinaus ist das gesamte Team maßgeblich beteiligt. Strategische Aufgaben wie die Jahresprogrammplanung werden nun in einem mehrstufigen Prozess teils vom gesamten Team, teils von Repräsentant*innen und/oder der Geschäftsführung in einem offen kommunizierten Prozess übernommen. Langfristig sollen noch mehr Akteur*innen der Stadtgesellschaft einbezogen werden. Die Wechselausstellungen behandeln konsequent aktuelle und brisante Themen wie Protest (2023), Natur (2024) oder Demokratie (2025), auch in der Hoffnung, so Denkanstöße zu geben und in den Dialog mit den Bewohner*innen der Stadt zu kommen.</p>
<div id="attachment_25834" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25834" class="size-large wp-image-25834" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-3_KB_IMG_20240314_123552-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-3_KB_IMG_20240314_123552-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-3_KB_IMG_20240314_123552-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-3_KB_IMG_20240314_123552-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-3_KB_IMG_20240314_123552-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25834" class="wp-caption-text">Vortrag von Sibylle Dienesch zur Demokratisierung des Graz Museums. Kulisse bildet die temporäre Supermarkinstallation „Interim measure&#8221; von Anna Scalfi Eghenter im Ferdinandeum Innsbruck © Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<h1>So kanns gehen … Einführung in die Soziokratie</h1>
<p>Die Unternehmensberaterin Claudia Trenkwalder (<a href="https://www.dieberaterinnen.com/" target="_blank" rel="noopener">Die Beraterinnen</a>, Innsbruck) stellte die „Soziokratie als partizipative und effektive Zusammenarbeit in Teams und Organisationen“ vor. Von ihr habe ich das schöne Wort VUKA gelernt. Und mich mit ihr in die Soziokratie verliebt. Sozio-Kratie heißt Herrschaft der Gefährt*innen. Es ist eine Methode der „neuen Arbeit“ bzw. „New Work“, die Mitarbeiter*innen an wichtigen Entscheidungsprozessen gleichberechtigt beteiligt. Die Organisation kann so von der „Schwarmintelligenz“ profitieren, für die Mitarbeiter*innen bedeutet dies „Empowerment“. Denn wenn man die Strukturen verändert, wachsen die Menschen. Mich fasziniert daran, dass die Einführung der Soziokratie relativ einfach erscheint – vorausgesetzt, die Führungskräfte wollen Macht abgeben. Dafür bekommen sie zufriedene, hochmotivierte Mitarbeiter*innen, wie das Beispiel der pädiatrischen Abteilung der Oberschwabenklinik in Ravensburg zeigt. Seit diese Abteilung soziokratisch aufgestellt ist, gibt es keinen Personalmangel mehr, sagt Frau Trenkwalder; denn es hat sich herumgesprochen, dass die Arbeitsbedingungen dort angenehm sind. Man kann also auch in sehr kleinen Schritten Teile der Organisation soziokratisieren.</p>
<p>Die <a href="https://soziokratiezentrum.org/">Soziokratie</a> beruht auf vier Basisprinzipien: 1. Entscheidungen werden im Konsent getroffen. Nicht im Konsens. Es müssen nicht alle dafür sein, aber es darf keinen schwerwiegenden Einwand geben. (Dass in hierarchischen Machtverhältnissen die „Oberen“ definieren können, was als schwerwiegender Einwand gilt, steht auf einem anderen Blatt. Soziokratie muss von oben gewollt und gut moderiert eingeführt werden.) 2. Das Prinzip der Kreisorganisation sorgt dafür, dass innerhalb eines definierten Rahmens Entscheidungen autonom getroffen werden. 3. Da im Lenkungskreis die Abteilungsleiter*innen genauso vertreten sind wie gewählte Delegierte aus ihren Abteilungen, ist eine enge Verschränkung von oben und unten gewährleistet (Prinzip der doppelten Verknüpfung). 4. Die Repräsentant*innen werden nach klarer Definition der Aufgaben in offener Diskussion im Konsent gewählt. Dadurch kommen die am besten Geeigneten zum Zug; Voraussetzung ist die Bereitschaft, das eigene Ego hintanzustellen. Ohne Vertrauensbasis funktioniert die Soziokratie nicht.</p>
<div id="attachment_25835" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25835" class="size-large wp-image-25835" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-4_AF_IMG_0504-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-4_AF_IMG_0504-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-4_AF_IMG_0504-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-4_AF_IMG_0504-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-4_AF_IMG_0504-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25835" class="wp-caption-text">Teilnehmende probieren und diskutieren das Modell der soziokratischen Kreisorganisation mit Beraterin Claudia Trenkwalder © Anna Fras, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<h1>Ist das Kunst – oder kann man es kaufen?</h1>
<p>Wir tagten mitten in einem Kunstwerk. Oder war es doch ein Supermarkt? Jedenfalls waren wir umringt von prächtig geschnitzten Regalen, gefüllt mit normal ausgepreisten handelsüblichen Lebensmitteln. Eine Kasse gab es auch. Kund*innen allerdings keine, da der Supermarkt seinen Kundenbetrieb zugunsten unserer Arbeitsatmosphäre für zwei Tage unterbrechen musste. Die Installation <em>Interim Measure</em> (in Kooperation mit der Tiroler Supermarktkette MPreis) war Teil der großen Ausstellung <em>The Museum Game</em> der Trentiner Künstlerin <a href="https://scalfieghenter.com/" target="_blank" rel="noopener">Anna Scalfi Eghenter</a>. Entstanden war sie in Corona-Zeiten in einem Theater – als man in Italien nicht mehr ins Theater gehen durfte, in Supermärkte schon. In ihrer ironisch-kritischen Verfremdung von Nutzungsgewohnheiten und -regeln ist die Installation typisch für das Werk der Soziologin/Künstlerin, deren Arbeiten zum Nachdenken über die politischen, juristischen oder sozialen Normen unseres Zusammenlebens anregen. Bei <em>Interim Measure</em> funktionierte die aus dem ursprünglichen Kontext gerissene Arbeit – jedenfalls für die Zeit unserer Tagung – nicht gut. Doch die anderen Installationen und Performances, die Anna Scalfi Eghenter in ihrer Ausstellungsführung „Künstlerische Praxis und Organization Studies“ erläuterte, waren eindrücklich, wie beispielsweise die Fahnenreihe <em>Welcome to Italy</em>. Eine Reihe von 75 Flaggen repräsentiert hier alle Länder, in deren Parlamenten im Jahr 2007 mehr Frauen saßen als in Italien, das mit einem Parlamentarierinnenanteil von 17,3 % weltweit auf Platz 76 lag und das Schlusslicht der Installation bildet. Alle Fahnen sind abgeschnitten, verkürzt auf den Anteil, den Frauen in den jeweiligen Parlamenten haben. Von der Flagge von Spitzenreiter Ruanda sieht man demnach 48,8 %, von der italienischen Tricolore nur 17,3 %. Eine augenfällige Verstümmelung demokratischer Repräsentation! Viele Performances waren filmisch dokumentiert, doch es gab auch Aufforderungen zur Interaktion. Beim Spiel „Agonale“ nehmen die Teilnehmer*innen zweier antagonistischer Gruppen an weit entfernten, rollbaren Hälften eines runden Tisches Platz. Nun gilt es, die gegenüberliegende Gruppe von den eigenen Argumenten nicht unbedingt zu überzeugen, aber sie ihr zumindest verständlich zu machen. Ist das gelungen, darf die jeweilige Sprecher*innen-Gruppe samt Tisch ein Feld ins Innere vorrücken, bis am Ende der runde Tisch zusammengefügt ist und die Gruppen einander ganz nah in die Augen schauen. Für uns Workshopteilnehmende war es nur ein kurzweiliges Rollenspiel, aber es haben so auch schon Klimaschützer*innen und Vertreter*innen von Bauernverbänden Verständnis für die andere Seite entwickelt. Damit wird die Kunstperformance zum unmittelbar demokratiefördernden Akt.</p>
<div id="attachment_25837" style="width: 567px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25837" class="size-large wp-image-25837" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-5_AF_IMG_0512-557x770.jpg" alt="" width="557" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-5_AF_IMG_0512-557x770.jpg 557w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-5_AF_IMG_0512-253x350.jpg 253w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-5_AF_IMG_0512-1112x1536.jpg 1112w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-5_AF_IMG_0512-1483x2048.jpg 1483w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-5_AF_IMG_0512-scaled.jpg 1853w" sizes="(max-width: 557px) 100vw, 557px" /><p id="caption-attachment-25837" class="wp-caption-text">Die „Agonale“ der Künstlerin Anna Scalfi Eghenter ist interaktive Rauminstallation und setzt Impulse für eine Dialogkonferenz in Form eines Spiels. © Anna Fras, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<h1>Experimente</h1>
<p>Ging es am Donnerstag vor allem um strukturelle Veränderungen in Museen, wurden am Freitag nochmals einige Praxiserfahrungen geschildert. Katharina Walter, Leiterin des Bereiches Kulturvermittlung der Tiroler Landesmuseen, berichtete von den „Erfahrungen aus drei Monaten Experiment und Reflexion im Ferdinandeum, Innsbruck“. Die Idee zum „Festival zum Aufbruch“  – als Vorbereitung des bevorstehenden Umbaus und der damit verbundenen dreijährigen Schließung des Hauses – kam vom interimistischen Geschäftsführer Karl C. Berger. Umgesetzt wurde das „Forum Museum“ aber von über 50 Mitarbeiter*innen der Tiroler Landesmuseen aus den verschiedensten Abteilungen, und der call for ideas richtete sich an das gesamte Haus. Das Museum wollte sich nach innen und außen für neue Perspektiven öffnen; den räumlichen Rahmen lieferte Anna Scalfi Eghenters Arbeit <em>Cantiere Tempo</em> (Baustelle Zeit), in der die Baustelle zur Bühne, zum Podium, Begegnungsort und Diskussionsort wurde. Bei der Entwicklung spielen Hierarchien (k)eine Rolle – die Menschen mussten vertraute Rollen verlassen und alte Muster hinterfragen, was nicht immer leichtfiel. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Es gab Architekturgespräche, Filme, eine Telefonzelle der Wünsche, Kreativworkshops, Tandemführungen unter dem Motto Perspektivenwechsel, das Büro auf der Baustelle, Apéros und Musik. Bei freiem Eintritt kamen zu den 80 Veranstaltungen zwischen dem 23. November 2023 und dem 31. Januar 2024 rund 8.000 Besucher*innen. Für das Publikum, die Teambildung und die Überlegungen zur Neustrukturierung des Ferdinandeums war das Projekt auf jeden Fall ein Gewinn.</p>
<div id="attachment_25838" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25838" class="size-large wp-image-25838" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-6_KB_IMG_20240314_184934-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-6_KB_IMG_20240314_184934-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-6_KB_IMG_20240314_184934-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-6_KB_IMG_20240314_184934-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-6_KB_IMG_20240314_184934-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25838" class="wp-caption-text">Verhaltensgebote der „Cantiere tempo“ (Baustelle Zeit), Installation im Erdgeschoss des Ferdinandeums von Anna Scalfi Eghenter © Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<p>Matthias Beitl, der Leiter des <a href="https://www.volkskundemuseum.at/" target="_blank" rel="noopener">Volkskundemuseums Wien</a> und Präsident des <a href="https://www.museumsbund.at/" target="_blank" rel="noopener">Museumsbunds Österreich</a>, berichtete über „Bewegung im Soziotop“. Sein Team hatte sich 2018 auf eine „Reise“ gemacht, um sich als Institution Volkskundemuseum neu zu betrachten und weiterzuentwickeln. Teil davon war ein „institutionelles Zwischenjahr‘“, in dem die Arbeit an Sonderausstellungen ruhte und jede*r Mitarbeitende machen konnte, was er oder sie schon lange ausprobieren wollte. Einzige Vorgabe: Das Museum musste davon profitieren, seien es Reisen, Sprachkurse oder andere Horizonterweiterungen. Corona machte einen kleinen Strich durch diese Rechnung; dennoch ergaben sich „neue Synapsen“. Team-Besprechungen werden als Zoom-Konferenzen abgehalten und auch wer nicht dabei ist, kann sie wie Radio im Hintergrund mitlaufen lassen und bleibt so en passant informiert. Leitidee sind die „20 Herausforderungen für eine öffentliche Institution“ von Martin Fritz – von „1. Sei aufregend!“ über „8. Biete Deine Ressourcen zur kostenfreien Nutzung an!“ bis zu „15. Handle fair und nimm gegen Ungerechtigkeit Stellung“.</p>
<div id="attachment_25839" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25839" class="size-large wp-image-25839" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-7_KB_IMG_20240315_111433-578x770.jpg" alt="" width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-7_KB_IMG_20240315_111433-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-7_KB_IMG_20240315_111433-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-7_KB_IMG_20240315_111433-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-7_KB_IMG_20240315_111433-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-7_KB_IMG_20240315_111433-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25839" class="wp-caption-text">Vortrag von Matthias Beitl über unkonventionelle Wege des Wiener Volkskundemuseums © Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<p>Nadia Schneider Willen berichtete in einem Online-Talk über „Ein Kollektiv an der Leitung“ am <a href="https://migrosmuseum.ch/" target="_blank" rel="noopener">Migros Museum für Gegenwartskunst</a> in Zürich. Die Schweizerische Genossenschaft Migros ist die größte Arbeitgeberin der Schweiz. In ihrer Satzung ist das Migros-Kulturprozent verankert: Ein Prozent des Umsatzes muss der Gesellschaft in Form von Kulturförderung zurückgegeben werden. 1996 wurde aus diesen Mitteln das Migros Museum für Gegenwartskunst im Löwenbräu Zürich eröffnet. Eher zufällig, wegen Erkrankung der Geschäftsführerin, etablierte sich in den 2020er-Jahren ein Interimsleitungsteam, das seit dem 1.12.2023 offiziell zum fünfköpfigen Leitungskollektiv wurde. Dies soll auch ein Zeichen für zeitgemäße Führungsstrukturen in der Kunstszene setzen. Offenbar funktioniert es gut, die fünf Bereichsleiter*innen Ausstellungen, Kommunikation, Programme, Sammlung und Verwaltung haben alle die gleiche Verantwortung für das Gesamtprogramm; Fachrolle und Leitungsrolle sind strikt getrennt. Das Team trifft sich alle zwei Wochen und entscheidet nach dem Konsentprinzip (siehe Soziokratie). Die anderen rund 15 Mitarbeitenden sind punktuell eingebunden, eine generelle Auflösung der Hierarchien ist hier aber im Augenblick nicht angestrebt.</p>
<h1>Der theoretische Rahmen: radikale Demokratie im Museum?</h1>
<p>Gerahmt wurde der Workshop von zwei wissenschaftlichen Vorträgen. Die Kunstvermittlerin, Kuratorin und Professorin <a href="https://www.hfbk-hamburg.de/de/namenregister/nora-sternfeld/">Nora Sternfeld</a> denkt schon lange über eine Neudefinition des Museums als radikaldemokratische Einrichtung nach, an der alle gesellschaftlichen Gruppen teilhaben können. In ihrem Eröffnungsvortrag setzte sie sich kritisch mit dem Problem der Repräsentation im Museum in einer neoliberal agierenden Gesellschaft auseinander.</p>
<div id="attachment_25840" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25840" class="size-large wp-image-25840" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-8_AF_IMG_0454-770x595.jpg" alt="" width="770" height="595" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-8_AF_IMG_0454-770x595.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-8_AF_IMG_0454-350x270.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-8_AF_IMG_0454-1536x1187.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-8_AF_IMG_0454-2048x1582.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25840" class="wp-caption-text">Vortrag von Nora Sternfeld zum radikaldemokratischen Museum © Anna Fras, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<p>Die <a href="https://icom-deutschland.de/de/component/content/category/31-museumsdefinition.html?Itemid=114">neueste ICOM-Definition</a> kritisierte Sternfeld als „Mission“, als letztlich neoliberale Praxis, den Wunsch zur Wirklichkeit zu erklären. Sie hielt ihre eigene Definition dagegen: Das Museum als Ort, an dem historische Überlieferungen, Objekte und unterschiedliche Akteur*innen zusammenkommen, um sich damit auseinanderzusetzen, was geschehen ist, darüber zu verhandeln, was dies für die Gegenwart bedeutet, und wie sich eine Zukunft imaginieren lässt, die mehr ist als die Verlängerung der Gegenwart. Stärker als in ihren früheren Statements betonte sie die Bedeutung des Archivs als Speicher von Wissen, um Fake News entgegentreten zu können. Das radikaldemokratische Museum soll Gegenöffentlichkeit organisieren, alternatives Wissen kumulieren, Vermittlung radikalisieren. Kritisch hinterfragt sie die gern verbreitete Behauptung, dass das Museum „allen“ gehört, denn immer noch sind viele Menschen strukturell ausgeschlossen. Sie warnte vor dem Etikettenschwindel der Pseudopartizipation; man müsse um die Spielregeln spielen dürfen, statt nur mitzuspielen. Sie sieht eine Tendenz zur Schwächung der Repräsentation in der Demokratie und fordert, den Kern der Demokratie neu zu finden, um die Demokratie freier, gleicher und solidarischer zu machen.</p>
<div id="attachment_25841" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25841" class="size-large wp-image-25841" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-9_KB_IMG_20240315_124121-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-9_KB_IMG_20240315_124121-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-9_KB_IMG_20240315_124121-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-9_KB_IMG_20240315_124121-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-9_KB_IMG_20240315_124121-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25841" class="wp-caption-text">Vortrag von Christine Unterrainer über Typologien demokratischer und partizipativer Unternehmen sowie ihre psychologischen Effekte. © Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<p>Zum Abschluss stellte Christine Unterrainer (Universitätsassistentin am <a href="https://www.uibk.ac.at/de/psychologie/">Institut für Psychologie der Universität Innsbruck</a>) „Demokratische Strukturen in Organisationen aus Sicht der Psychologie“ vor. Ihr Institut untersucht seit Jahren in einer großangelegten Studie partizipative Organisationspraktiken (ODEM-Projekt). Die Forscher*innen entwickelten eine zehnstufige Typologie von U1 (hierarchisch strukturierte Organisation) bis U10 (selbstverwaltete Produktivgenossenschaft) und analysierten mithilfe von Fragebögen die individuell erlebte Partizipation. Demokratische Organisationsstrukturen und ein wahrgenommener hoher Grad an Mitbestimmung führten ihren Studien zufolge nicht nur zu höherer Arbeitszufriedenheit und Motivation, sondern auch zu stärkerem sozialen Engagement in der Freizeit. Nicht nur Mitarbeitende und Unternehmen, sondern auch die Gesellschaft insgesamt profitiert also von demokratischen Organisationsstrukturen. In einer weiteren Studie konnte das Team die noch aus dem 19. Jahrhundert stammende These widerlegen, dass demokratisch verfasste Organisationen sehr schnell „degenerieren“, also entweder verschwinden oder sich zu hierarchischen Strukturen zurückentwickeln. Von 74 langfristig untersuchten Unternehmen waren nur 7 degeneriert, 20 hatten eine Tendenz dazu, 39 hatten ihren Status erhalten können und 8 hatten sich regeneriert. Demokratische Organisationsstrukturen sind also durchaus nachhaltig.</p>
<p>Die Teilnehmer*innen des Workshops waren sich einig: Es lohnt sich, demokratische Organisationsprinzipien einzuführen, auch wenn dies ein mühsamer und konfliktreicher Prozess sein kann. Ob es möglich ist, im Sinne von Sternfeld zu radikal demokratischen Organisationen zu werden, sei dahingestellt. Unsere Gesellschaft ist von hierarchischen Machtstrukturen und Ausschlussmechanismen geprägt. Die Zusammensetzung von uns Teilnehmer*innen widerspiegelte jedenfalls nicht die Diversität der Gesellschaft, sondern eher ihre Ausschlussmechanismen, so wie die wenigsten Museumsteams (oder Parlamente) die Gesellschaft in ihrer Vielfalt repräsentieren. Es ist ein weiter Weg, das zu ändern, aber er ist notwendig!</p>
<div id="attachment_25842" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25842" class="size-large wp-image-25842" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-10_KB_IMG_20240313_174624-578x770.jpg" alt="" width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-10_KB_IMG_20240313_174624-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-10_KB_IMG_20240313_174624-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-10_KB_IMG_20240313_174624-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-10_KB_IMG_20240313_174624-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/06/Foto-10_KB_IMG_20240313_174624-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25842" class="wp-caption-text">„The Museum Game“ von Anna Scalfi Eghenter, 2024 im Ferdinandeum Innsbruck © Karoline Boehm, Museumsakademie Joanneum</p></div>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>

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                        <title>Großer Dank und kleiner Erfolg</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/grosser-dank-und-kleiner-erfolg/</link>
                        <pubDate>Tue, 23 Apr 2024 11:54:01 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Elisabeth Schlögl</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25814</guid>
			<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen erreichte uns die frohe Botschaft einer Teilnehmerin unseres Kurses Inventarisieren. Wir freuen uns sehr darüber und nehmen ihr Engagement und ihren Benefit zum Anlass, um andere zu motivieren, unseren Kurs – der im November wieder startet – zu besuchen.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25814</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Elisabeth Schlögl: Was hat dich motiviert, den Kurs Inventarisieren zu besuchen? Was möchtest du Studienkolleg*innen mit auf den Weg geben?</strong></h4>
<p>Viktoria Zehentner: Ich habe mich nach Möglichkeiten umgesehen, mich für die Museumsarbeit weiterzubilden, und bin dabei auf das Angebot des Museumsforums gestoßen. Kulturelles Erbe aus vergangenen Zeiten stellt für mich eine große Faszination dar. Daher empfinde ich es als sehr wichtig, diese Güter zu schützen und genau zu dokumentieren, um sie auch für zukünftige Generationen erhalten zu können.</p>
<p>Der Kurs war für mich die ideale Möglichkeit, meine Fähigkeiten in diesem Bereich auszubauen, und ich habe darin eine Chance gesehen, zukünftig aktiv zur Sicherung und Aufzeichnung von musealen Gegenständen beizutragen. Ein großes Plus für mich als Studentin war es auch, dass der Kurs kostenlos angeboten wurde. Eine solche Möglichkeit erleichtert uns Studierenden den Einstieg in die Museumswelt und stellt eine wertvolle außeruniversitäre Ergänzung dar. Meinen Studienkolleg*innen möchte ich sagen: Allen, die an der Arbeit im Museum interessiert sind und die eine Begeisterung für Kulturerhaltung in sich tragen, kann ich die Teilnahme an diesem Kurs sehr ans Herz legen. Die Bewahrung und Wertschätzung unseres kulturellen Erbes liegen in unseren Händen – nutzt diese Gelegenheit der wertvollen Weiterbildung, es zahlt sich aus.</p>
<div id="attachment_25816" style="width: 596px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25816" class="wp-image-25816 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/Foto-Zehentner-2-586x770.jpg" alt="" width="586" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/Foto-Zehentner-2-586x770.jpg 586w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/Foto-Zehentner-2-267x350.jpg 267w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/Foto-Zehentner-2.jpg 968w" sizes="(max-width: 586px) 100vw, 586px" /><p id="caption-attachment-25816" class="wp-caption-text">Foto: Viktoria Zehentner</p></div>
<h4><strong><br />
Elisabeth Schlögl: Was hast du von den vier Modulen mitgenommen? Was hat dich positiv überrascht?</strong></h4>
<p>Viktoria Zehentner: Die vier Module des Kurses haben mir ein solides Fundament vermittelt, um effektiv und gleichzeitig nachhaltig in der Welt der Museumsarbeit agieren zu können. Ich nehme in jedem Fall mit, wie wichtig eine strukturierte Herangehensweise bei der Verwaltung von Sammlungen ist. Besonders gefallen hat mir, dass wir einen Einblick in eine Objektdatenbank bekommen und die Software näher kennengelernt haben. Aber nicht nur die korrekte Handhabung der Dokumentation, sondern auch die Sorgfalt und Präzision im Objekthandling selbst sind als besonders wichtige Punkte deutlich geworden.</p>
<p>Positiv überrascht hat mich der enge Praxisbezug über alle Module hinweg, speziell in der Objektvorbereitung und der Fotografie. Bei Letzterem konnten wir vieles selbst ausprobieren und lernen, aus den Gegebenheiten eines Museums eine passende Umgebung für Objektfotos zu zaubern. Besonders wertvoll habe ich auch den Austausch unter den Teilnehmer*innen gefunden. Als Menschen aus verschiedenen Bereichen – mit Erfahrung in der Museumsarbeit, Neueinsteiger*innen und Student*innen – konnten wir uns gegenseitig neue Blickwinkel auf bestimmte Themen aufzeigen und gemeinsam über Situationen aus dem Museumsalltag diskutieren.</p>
<p>Insgesamt betrachtet hat mir dieser Kurs die Essenz der Inventarisierung verdeutlicht: Die systematische Erfassung und Dokumentation trägt dauerhaft zur Erhaltung von musealen Objekten bei. Es geht darum, sicherzustellen, dass die Geschichte und Bedeutung von Kulturgütern für kommende Generationen bewahrt werden, während gleichzeitig ihre Zugänglichkeit und Interpretierbarkeit gewährleistet wird. Das nehme ich mir auf jedem Fall mit: Eine gute und genaue Inventarisierung bildet die Basis eines jeden Museums.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_25817" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25817" class="wp-image-25817 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/FotoMuseumsforum_Schloegl-scaled-e1713872577854-770x607.jpg" alt="" width="770" height="607" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/FotoMuseumsforum_Schloegl-scaled-e1713872577854-770x607.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/FotoMuseumsforum_Schloegl-scaled-e1713872577854-350x276.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/FotoMuseumsforum_Schloegl-scaled-e1713872577854-1536x1211.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/04/FotoMuseumsforum_Schloegl-scaled-e1713872577854.jpg 1920w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25817" class="wp-caption-text">Foto: Elisabeth Schlögl</p></div>
<h4><strong><br />
Elisabeth Schlögl: Wie ist es nach dem Kurs für dich weitergegangen?</strong></h4>
<p>Viktoria Zehentner: Nach Abschluss des Kurses wollte ich das Gelernte in die Praxis umsetzen und den mitgenommenen Schwung und die durch die tollen Vortragenden vermittelte Motivation nutzen. Ich habe mich nach Inventarisierungsprojekten umgesehen, bei denen ich mit dieser Begeisterung für die Sache mitarbeiten kann, und hatte das Glück, ein solches Projekt in der Pfarrinventarisierung des Diözesanmuseums Graz zu finden. Mittlerweile bin ich dort als Mitarbeiterin des Diözesankonservators tätig und konnte so in die Museumsarbeit hinter den Kulissen eintauchen. Es macht mir große Freude, selbst Inventarisierungserfahrungen zu sammeln und endlich meinen Teil zur nachhaltigen Erfassung und Dokumentation von Kulturgut beizutragen.</p>
<p>Der Basiskurs Inventarisieren hat mir ein grundlegendes Skillset für diese Arbeit mitgegeben und mir den Einstieg erleichtert – dafür möchte ich mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken, vor allem bei dir, Elisabeth [Schlögl]. Danke, dass dieser Kurs stattgefunden hat und uns Teilnehmer*innen mit so viel Kompetenz und Fachwissen für die Inventarisierung begeistert hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kurzbio Viktoria Zehentner</strong></p>
<p>2021 Abschluss des Bachelorstudiums Klassische und Provinzialrömische Archäologie in Graz, laufendes Masterstudium Archäologie in Graz, aktuell Verfassen der Abschlussarbeit.</p>
<p>2022 Fachpraktikantin im Universalmuseum Joanneum, Abteilung <a href="https://www.museum-joanneum.at/archaeologiemuseum-schloss-eggenberg">Archäologie</a> und <a href="https://www.museum-joanneum.at/muenzkabinett">Münzkabinett</a>, im Rahmen des EU-Projekts „<a href="https://interreg-danube.eu/">Danubes archaeological eLandscapes</a>“</p>
<p>2023 Kunst- und Kulturvermittlerin im Universalmuseum Joanneum, Standort <a href="https://www.museum-joanneum.at/schloss-eggenberg-prunkraeume-und-gaerten">Schloss Eggenberg</a>: Durchführung verschiedener Vermittlungsprogramme und Workshops für alle Altersgruppen im Schloss und im Archäologiemuseum.</p>
<p>2024 Mitarbeiterin der Pfarrinventarisierung der Diözese Graz-Seckau</p>
<p>&nbsp;</p>
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<ul>
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</ul>]]></content:encoded>

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                        <item>
                        <title>Lisa Witschnig verstärkt das Team des Museumsforums Steiermark im Bereich Präventive Konservierung und Sammlungspflege</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/lisa-witschnig-verstaerkt-das-team-des-museumsforums-steiermark-im-bereich-praeventive-konservierung-und-sammlungspflege/</link>
                        <pubDate>Thu, 28 Mar 2024 08:38:06 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Presse Praktikum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25790</guid>
			<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Lisa Witschnig für das Museumsforum Steiermark als Beraterin für Präventive Konservierung (Preventive Conservation, PC) und Sammlungspflege gewinnen konnten! Sie verstärkt seit Februar 2024 unser Team und hat in ihrem neuen Tätigkeitsbereich bereits langjährige und internationale Erfahrung gesammelt.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25790</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Lisa Witschnig absolvierte nach der <strong>Meisterklasse Malere</strong>i an der HTL-Ortweinschule das Studium der Konservierung und Restaurierung von Gemälden und polychromen Skulpturen an der <strong>Akademie der bildenden Künste in Wien</strong> sowie <strong>Kunstgeschichte in Graz</strong>. Nach der Mitarbeit an der Restaurierung von Rembrandts Meisterwerk <em>Die Nachtwache</em> im Zuge des international renommierten Restaurierungsprojekts <a href="https://www.rijksmuseum.nl/en/whats-on/exhibitions/operation-night-watch" target="_blank" rel="noopener"><strong><em>Operation Night Watch </em></strong></a>am<a href="https://www.rijksmuseum.nl/nl" target="_blank" rel="noopener"><strong> Rijksmuseum Amsterdam</strong></a> ist sie wieder als <strong>selbstständige Restauratorin</strong> in Österreich und den Niederlanden tätig. Seit September 2023 arbeitet sie als Gemälderestauratorin in Schloss Eggenberg und seit Anfang Februar als Beraterin für Präventive Konservierung und Sammlungspflege in der Abteilung <a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum" target="_blank" rel="noopener"><strong>Museumsforum Steiermark</strong></a>.</p>
<p>Wir haben 5 Fragen an Lisa Witschnig gestellt, damit Sie sie ein wenig näher kennen lernen können. Sie ist donnerstags und freitags für weitere Fragen gerne für Sie da (<a href="mailto:lisa.witschnig@museum-joanneum.at">lisa.witschnig@museum-joanneum.at</a>, +43-664/8017-9520)</p>
<div id="attachment_25795" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25795" class="size-large wp-image-25795" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/02_Operation-Night-Watch_Untersuchung-der-Nachtwache-mittels-Stereomikroskop_Lisa-Witschnig-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/02_Operation-Night-Watch_Untersuchung-der-Nachtwache-mittels-Stereomikroskop_Lisa-Witschnig-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/02_Operation-Night-Watch_Untersuchung-der-Nachtwache-mittels-Stereomikroskop_Lisa-Witschnig-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/02_Operation-Night-Watch_Untersuchung-der-Nachtwache-mittels-Stereomikroskop_Lisa-Witschnig-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/02_Operation-Night-Watch_Untersuchung-der-Nachtwache-mittels-Stereomikroskop_Lisa-Witschnig-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25795" class="wp-caption-text">Operation Night Watch &#8211; Rijksmuseum Amsterdam: Lisa Witschnig beim Untersuchen der Nachtwache mittels Stereomikroskop (<a href="https://www.rijksmuseum.nl/en/search?p=1&amp;ps=12&amp;involvedMaker=Rembrandt+van+Rijn&amp;st=Objects">Rembrandt van Rijn</a>, <em>The Night Watch</em>, Officers and other civic guardsmen of District II in Amsterdam, under the command of Captain Frans Banninck Cocq and Lieutenant Willem van Ruytenburch, known as <em>The Night Watch</em>, signature and date: ‘Rembrandt f 1642); Foto: Rijksmuseum Amsterdam</p></div>
<h4></h4>
<h4><strong>Liebe Lisa, du verstärkst seit 1. Februar 2024 das Team des Museumsforums Steiermark. Was genau sind deine Aufgaben?</strong></h4>
<p>Ich bin im Team des Museumsforums als Beraterin für<strong> Präventive Konservierung (Preventive Conservation, PC) und Sammlungspflege</strong> zuständig, d.h. ich begleite steirische Museen, die ihre Sammlungen in Bezug auf präventiv-konservatorische Maßnahmen in Ausstellung und Depot optimieren wollen. Das beinhaltet die Erstellung und Begleitung von <strong>Sammlungspflegekonzepten</strong> und die Organisation und Abhaltung von <strong>Schulungen und Weiterbildungen</strong> innerhalb des Bereiches der Präventiven Konservierung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Was hat dich dazu bewogen, dich für die Stelle zu bewerben?</strong></h4>
<p>Ich habe mich während des <strong>Kunstgeschichtestudiums</strong> für den Erhalt von Kulturgut interessiert, daher folgte eine <strong>Spezialisierung auf die Konservierung und Restaurierung</strong>. Das Fachgebiet der <strong>Gemälderestaurierung</strong> ist mein Schwerpunkt, jedoch war ich seit meiner Selbstständigkeit immer darauf bedacht, mich auch in anderen Fachbereichen innerhalb der Konservierung und Restaurierung weiterzubilden. Durch die Mitarbeit am <strong>INTK (Institut für Naturwissenschaft und Technologie in der Kunst, Akademie der bildenden Künste)</strong> konnte ich mich mit der Untersuchung verschiedener Materialien auseinandersetzen, was wiederum mein Interesse für die <strong>Verwendung geeigneter Materialien</strong> in der Konservierung und Restaurierung geweckt hat. Die Präventive Konservierung umfasst alle Maßnahmen und Aktionen, die darauf abzielen, künftige Schäden zu minimieren und Verschlechterungen, Verluste und in der Folge invasive Eingriffe der Originalsubstanz der Exponate bzw. der Objekte zu vermeiden. Ich denke, dass die PC das Optimum ist, mit Sammlungsgut so pfleglich wie möglich umzugehen, damit der <strong>Erhalt von Sammlungsbeständen</strong>, der Teil unseres<strong> Kulturguts </strong>ist, <strong>für die nächsten Generationen gesichert</strong> ist. Weil diese Stelle genau darauf abzielt, habe ich mich beworben und freue mich, dass ich nun das Team in Bezug auf die Präventive Konservierung und Sammlungspflege verstärken kann.</p>
<div id="attachment_25797" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25797" class="size-large wp-image-25797" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/05b_Arbeit-an-Dirk-Jacobsz_Lisa-Witschnig_Foto_QF-770x649.jpg" alt="" width="770" height="649" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/05b_Arbeit-an-Dirk-Jacobsz_Lisa-Witschnig_Foto_QF-770x649.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/05b_Arbeit-an-Dirk-Jacobsz_Lisa-Witschnig_Foto_QF-350x295.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/05b_Arbeit-an-Dirk-Jacobsz_Lisa-Witschnig_Foto_QF.jpg 1536w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25797" class="wp-caption-text">Lisa Witschnig bei der Firnisabnahme des Werkes von Dirk Jacobsz: Triptych with Guardsmen of the Amsterdam Kloveniersdoelen (Headquarters of the Arquebusiers’ Civic Guard), 1559, Foto: Rijksmuseum Amsterdam</p></div>
<h4></h4>
<h4><strong>Was können sich die Museen und Sammlungen von dir abholen?</strong></h4>
<p>Um <strong>Sammlungsbestände</strong> und den Umgang damit zu <strong>verbessern</strong>, steht neben der Beratung rund um die <strong>Verwendung fachgerechter Materialien</strong> für das Sammlungsgut und dem <strong>Schädlingsmonitoring</strong> auch die Vermeidung von Schäden durch Klimaschwankungen und Lichtbelastung an erster Stelle. <strong>Klima- und Lichtschutz</strong> sind wichtige Parameter für den <strong>Objektschutz</strong>. Dahingehend möchte ich das Bewusstsein des Museumspersonals schärfen, damit Sammlungsgut in Ausstellungs- und Depoträumlichkeiten so gut wie möglich geschützt ist und <strong>irreversible Schäden vermieden</strong> werden können.</p>
<div id="attachment_25796" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25796" class="size-large wp-image-25796" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/04_Niederlegen-der-Spannkanten-der-Nachtwache_nach-Abnahme-vom-Keilrahmen_Lisa-Witschnig_Jaenner-2022_QF-770x598.jpg" alt="" width="770" height="598" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/04_Niederlegen-der-Spannkanten-der-Nachtwache_nach-Abnahme-vom-Keilrahmen_Lisa-Witschnig_Jaenner-2022_QF-770x598.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/04_Niederlegen-der-Spannkanten-der-Nachtwache_nach-Abnahme-vom-Keilrahmen_Lisa-Witschnig_Jaenner-2022_QF-350x272.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/04_Niederlegen-der-Spannkanten-der-Nachtwache_nach-Abnahme-vom-Keilrahmen_Lisa-Witschnig_Jaenner-2022_QF.jpg 1536w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25796" class="wp-caption-text">Operation Night Watch &#8211; Rijksmuseum Amsterdam: Lisa Witschnig während der Mitarbeit beim Niederlegen der Spannkanten der Nachtwache nach Abnahme des Keilrahmens, Foto: Rijksmuseum Amsterdam</p></div>
<h4></h4>
<h4><strong>Worauf freust du dich besonders? Was ist die Herausforderung dabei?</strong></h4>
<p>Ich freue mich auf den Austausch mit den Mitarbeiter*innen der jeweiligen Museen und ebenso auf die Zusammenarbeit mit dem Museumsforumsteam:<strong> Sammlungskonzepte</strong>, <strong>Dokumentationspläne</strong>, <strong>Sammlungsdokumentation</strong> <strong>und -digitalisierung</strong> sowie <strong>Inventarisierung</strong> einerseits und <strong>Förderungsberatung und Projektplanung</strong> andererseits sind die <strong>Schnittstellen</strong>, die auch mit der Präventiven Konservierung und der Sammlungspflege verbunden sind. Sammlungsbestände in meinem Aufgabengebiet zu verbessern, bedeutet auch, für das Museum umsetzbare Sammlungskonzepte festzulegen und maßgeschneiderte Finanzierungspläne zu erstellen. Optimierungsmaßnahmen sind zudem immer mit Anschaffungskosten verbunden. Beispielsweise sind für die Verbesserung des Klimas in Museumsräumlichen manchmal Gebäudesanierungen notwendig, da ist eine durchdachte Planung und gute Zusammenarbeit mit Elisabeth Schlögl, Elisabeth Schatz, Margareth Otti-Wagner und zukünftig auch mit Ariane Kolb sehr wichtig.</p>
<div id="attachment_25793" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25793" class="size-large wp-image-25793" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/Operation-Night-Watch_waehrend-einer-NW-Besprechung-vor-dem-Aufspannen-der-Nachtwache_QF-770x674.jpg" alt="" width="770" height="674" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/Operation-Night-Watch_waehrend-einer-NW-Besprechung-vor-dem-Aufspannen-der-Nachtwache_QF-770x674.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/Operation-Night-Watch_waehrend-einer-NW-Besprechung-vor-dem-Aufspannen-der-Nachtwache_QF-350x307.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/Operation-Night-Watch_waehrend-einer-NW-Besprechung-vor-dem-Aufspannen-der-Nachtwache_QF-1536x1345.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/Operation-Night-Watch_waehrend-einer-NW-Besprechung-vor-dem-Aufspannen-der-Nachtwache_QF-2048x1794.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25793" class="wp-caption-text">Operation Night Watch &#8211; Rijksmuseum Amsterdam: Lisa Witschnig mit Teammitgliedern des Operation Night Watch Projektes während einer Besprechung vor dem Aufspannen der Nachtwache, Foto: Rijksmuseum Amsterdam</p></div>
<h4></h4>
<h4><strong>Was hast du vorher gemacht und was sind deine Pläne im Museumsforum?</strong></h4>
<p>Ich war als Mitarbeiterin im <strong>Rijksmuseum Amsterdam</strong> in den Niederlanden an Rembrandts Meisterwerk <em>Die Nachtwache</em> im Zuge des international renommierten Restaurierungsprojekts <strong><em>Operation Night Watch</em></strong> tätig. Die Arbeit an diesem bedeutenden Gemälde zusammen mit einem internationalen Team war sehr eindrucksvoll und ich konnte <strong>viele wertvolle Erfahrungen</strong> sammeln. Zudem habe ich durch die Tätigkeit am Rijksmuseum auch im <strong>CC NL (CollectieCentrumNederland) </strong>gearbeitet. Das CC NL ist ein kürzlich errichtetes Depot, wo unter anderem auch Sammlungsbestände des Rijksmuseums und des RCE (Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed, Behörde für Denkmalschutz und Denkmalpflege des Königreichs der Niederlande) aufbewahrt werden.</p>
<p>2022 bekam das CC NL den <strong>BREEAM Award March 2022</strong> verliehen, da es als Beispiel für nachhaltiges Sammlungsmanagement auf Basis neuester wissenschaftlicher Entwicklungen gilt. Ich denke, dass die internationale Vernetzung wichtig ist, um am neuesten Stand hinsichtlich Präventiver Konservierung und Sammlungspflege zu bleiben. Ich plane meine Kenntnisse und gesammelten Erfahrungen im Museumsforum einzubringen, um die Sammlungsbestände und Depoträumlichkeiten der jeweiligen Museen optimieren zu können. Zudem werde ich weitere Schulungen und Workshops organisieren und abhalten, um das Museumspersonal im Handling mit den Exponaten weiterzubilden.</p>
<div id="attachment_25792" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25792" class="size-large wp-image-25792" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/06_Lisa-Witschnig_Kurierreise-nach-Hoorn_NL_HL_Exhibition_CR_Jan-van-Goyen_Nijmegen_1641_Detail-770x463.jpg" alt="" width="770" height="463" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/06_Lisa-Witschnig_Kurierreise-nach-Hoorn_NL_HL_Exhibition_CR_Jan-van-Goyen_Nijmegen_1641_Detail-770x463.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/06_Lisa-Witschnig_Kurierreise-nach-Hoorn_NL_HL_Exhibition_CR_Jan-van-Goyen_Nijmegen_1641_Detail-350x210.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/03/06_Lisa-Witschnig_Kurierreise-nach-Hoorn_NL_HL_Exhibition_CR_Jan-van-Goyen_Nijmegen_1641_Detail.jpg 963w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25792" class="wp-caption-text">Lisa Witschnig während des Condition Checks des Gemäldes von Jan van Goyen: Valkhof in Nijmegen, 1641. Zustandskontrolle im Zuge des Ausstellungsaufbau der Hooge Luchten-Ausstellung im Westfriesmuseum, Kurierreise nach Hoorn (Niederlande), Foto: Josefin Tonjes</p></div>
<p>Hier finden Sie mehr Beiträge des Museumsforums Steiermark:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/sammeln-mit-konzept-einblicke-in-den-museumsforum-workshop-mit-dem-team-des-museums-im-alten-rathaus-eisenerz/">Sammeln mit Konzept</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/meine-erfahrungen-im-museumsforum-steiermark/">Von der Volontärin bis zur Mitarbeiterin</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/museumsforum-on-tour-museen-in-der-oststeiermark/">Museumsforum on Tour</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Museen neu denken</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/museen-neu-denken/</link>
                        <pubDate>Wed, 14 Feb 2024 11:18:40 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Katia Huemer</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25735</guid>
			<description><![CDATA[Mit Erasmus+ nach Helsinki]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25735</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://globalcompact.at/sustainable-development-goals#:~:text=Die%20Sustainable%20Development%20Goals%20(SDGs,J%C3%A4nner%202016%20in%20Kraft%20traten." target="_blank" rel="noopener">17 SDGs</a> (Nachhaltigkeitsziele, definiert von der UNO, die sie als Ziel bis 2030 festgelegt hat) klingen ehrgeizig: Keine Armut. Kein Hunger. Weniger Ungleichheiten. Bezahlbare und saubere Energie. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Und so weiter. Nicht alle, aber viele der Sustainable Development Goals beziehen sich auf den Klimawandel (z. B. SDG 14: Maßnahmen zum Klimaschutz) und den Verlust von Biodiversität (z. B. SDG 15: Leben unter Wasser) – Problemfelder mit tendenziell negativem Trend, die besorgniserregende Ausmaße annehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass die SDGs vielfach unter Kritik stehen. Zu viele, zu wenige, teilweise widersprüchlich, es fehlen die rechtlichen Rahmenbedingungen, ihre Verwirklichung schreitet viel zu langsam voran.</p>
<p>Fest steht: Bislang ist noch kein einziges Land auf der Welt auf festem Kurs in die richtige Richtung, die uns und vor allem den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten sichern würde. Tatsächlich passiert der Wandel zu langsam, doch die Festlegung globaler Ziele ist ein wichtiges und relevantes Mittel, um auf die Dringlichkeit der Themen wieder und wieder hinzuweisen. Doch wo anfangen, wenn die Probleme so groß sind, so unbewältigbar scheinen? Wie wäre es mit: „bei uns selbst“?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25783" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/sdg-770x388.png" alt="" width="770" height="388" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/sdg-770x388.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/sdg-350x176.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/sdg.png 1081w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<h6>Sustainable Development Goals</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Also folgte ich der Einladung von Evelyn Kaindl vom <a href="https://www.musis.at/" target="_blank" rel="noopener">Steirischen Museumsverband MUSIS</a>, an einem von der EU geförderten Mobilitätsprogramm (Erasmus+) teilzunehmen. Das Ziel des Programms: die 17 SDGs in der eigenen Museumsarbeit zu implementieren. In Kleingruppen, verbunden mit den gastgebenden Institutionen in den jeweiligen EU-Ländern, sollten wir unsere Reisen mit dem Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit organisieren, Museen besuchen, uns mit Kolleg*innen austauschen und vernetzen und nicht zuletzt untereinander diskutieren, reflektieren, uns gegenseitig über Missstände und Probleme berichten oder auf Best-Practice-Beispiele aufmerksam machen.</p>
<p>Meine Reisegefährtinnen: Ursula Pintz aus dem <a href="https://www.tempelmuseum-frauenberg.at/" target="_blank" rel="noopener">Tempelmuseum Frauenberg</a> und Dagmar Brauchart vom Verein zur kulturellen Nachversorgung – <a href="https://leibnitzkult.at/" target="_blank" rel="noopener">LeibnitzKULT</a>. Unser gemeinsames Ziel: Helsinki, Finnland – leider eines der wenigen Reiseziele im Projekt, das tatsächlich nur sehr schwer mit anderen Verkehrsmitteln als dem „Klimakiller“ Flugzeug zu erreichen ist. Also flogen wir am 21.7. von Wien nach Helsinki – mit schlechtem Gewissen und dennoch dem guten Gefühl, eine sinnvolle Flugreise angetreten zu haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25764" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/IMG_5790-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/IMG_5790-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/IMG_5790-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/IMG_5790-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/IMG_5790-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<h6>Erster Abend in Helsinki – Regen, aber mit Stil, Foto: Katia Huemer</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Kultur macht Klima – Tallinn und Helsinki</h3>
<p>Estlands Hauptstadt liegt bekanntlich nur einen Katzensprung von Helsinki entfernt (80 km bzw. 43 Seemeilen oder etwa 2,5 Fährstunden über den Finnischen Meerbusen), also nutzten wir die Gelegenheit, auch gleich Tallinn zu besichtigen – übrigens „Green Capital of Europe 2023“. An augenscheinlichen Best-Practice-Beispielen zu unserem Thema fehlt es hier nicht. Zahlreiche Projekte wie „Green Tracks“, Urban Gardening am Rathausplatz und im Kreativbezirk Telliskivi oder das kostenlose Nutzen des öffentlichen Verkehrs für Einwohner*innen machen Tallinn zu einem Vorreiter für nachhaltige Stadtentwicklung (SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden).</p>
<p>Im architektonisch beeindruckenden <a href="https://kumu.ekm.ee/en/" target="_blank" rel="noopener">KUMU – Eesti Kunstimuuseum</a> – stellte die Ausstellung Art in the Age of the Anthropocene interessante Zusammenhänge zwischen dem Museumsbetrieb (dessen Anteil an Emissionen ja nicht gerade gering ist) und der menschengemachten Klimakrise am Beispiel estischer Kunstgeschichte her. Der reflexive und zugleich vermittelnde Umgang mit der eigenen Klimabilanz ist inspirierend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25756" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/4_Die-Ausstellung-Art-in-the-Age-of-the-Anthropocene-im-KUMU-nimmt-die-eigenen-CO2-Emissionen-mit-in-den-Blick-1-578x770.jpg" alt="" width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/4_Die-Ausstellung-Art-in-the-Age-of-the-Anthropocene-im-KUMU-nimmt-die-eigenen-CO2-Emissionen-mit-in-den-Blick-1-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/4_Die-Ausstellung-Art-in-the-Age-of-the-Anthropocene-im-KUMU-nimmt-die-eigenen-CO2-Emissionen-mit-in-den-Blick-1-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/4_Die-Ausstellung-Art-in-the-Age-of-the-Anthropocene-im-KUMU-nimmt-die-eigenen-CO2-Emissionen-mit-in-den-Blick-1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/4_Die-Ausstellung-Art-in-the-Age-of-the-Anthropocene-im-KUMU-nimmt-die-eigenen-CO2-Emissionen-mit-in-den-Blick-1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/4_Die-Ausstellung-Art-in-the-Age-of-the-Anthropocene-im-KUMU-nimmt-die-eigenen-CO2-Emissionen-mit-in-den-Blick-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /></p>
<h6>Mit an Schneestangen erinnernde „Fahnen“ ziehen die Ausstellungsmacher*innen eine eigene, selbstreflektierte Klimabilanz, Foto: Katia Huemer</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die darauffolgenden Tage in Helsinki waren gefüllt mit zahlreichen Museumsbesuchen (<a href="https://kiasma.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">KIASMA – Finnish National Gallery</a>, <a href="https://www.hamhelsinki.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">HAM – Helsinki Art Museum</a>, <a href="https://amosrex.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">Amos Rex Kunstmuseum</a>, <a href="https://www.designmuseum.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">Helsinki Designmuseum</a>, <a href="https://www.kansallismuseo.fi/en/seurasaarenulkomuseo" target="_blank" rel="noopener">Seurasaari Freilichtmuseum</a>, <a href="https://www.espoo.fi/en/kamu-espoo-city-museum" target="_blank" rel="noopener">KAMU – Stadtmuseum Espoo</a>, <a href="https://emmamuseum.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">EMMA – Museum of Modern Art Espoo</a> usw.) und vielen anregenden Gesprächen mit Kolleg*innen der jeweiligen Institutionen. Besonderer Dank gilt unseren Hosts Lea Värtinen und Saara Pouru vom Seurasaari Museum, die für uns Kontakte zu anderen Intuitionen herstellten, uns mehr als gastfreundlich betreuten und – nicht zuletzt – uns Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie der finnischen Nationalmuseen gewährten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Neue Richtungen</h3>
<p>Als besonderes Highlight im reichhaltigen Kulturprogramm der Stadt sei die <a href="https://helsinkibiennaali.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">Helsinki Biennale</a> erwähnt, die 2023 zum zweiten Mal auf der malerischen, naturbelassenen Insel Vallisaari sowie im HAM – Helsinki Art Museum stattfindet. Der Titel New Directions May Emerge entstammt einem Zitat der Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing und schlägt vor, von der „art of noticing“, also der Kunst des Bemerkens, auszugehen, um durch aufmerksame Beobachtung anderer Menschen, Tiere, Pflanzen und Wesen neue Wege zu finden, in der Welt zu leben und sie im besten Fall zu verstehen.</p>
<p>Ein Best-Practice-Beispiel für die Umsetzung etlicher SDGs zugleich (etwa 5, 9, 10, 11, 12, 13, 16, 17 …) ist die <a href="https://oodihelsinki.fi/en/" target="_blank" rel="noopener">Oodi Zentralbibliothek</a> von Helsinki – „eine Ode an die Gemeinschaft“. Helsinkis „neues Wohnzimmer“ ist nicht nur ein architektonisches Highlight, es besticht vor allem durch das Konzept gemeinschaftlicher Nutzung. „Everyone has the right to be at the library. Idle hanging out is allowed, even encouraged. Racism and discrimination have no place at the library. Oodi is our common living room”, erklärt eine Tafel im Inneren des Gebäudes die wichtigste Spielregel, an die sich – so wirkt es zumindest auf uns Beobachterinnen des Geschehens – auch jede*r hält.</p>
<p>Wir sehen Jugendliche, die mit Freund*innen am Boden sitzen, jausnen und Brettspiele spielen; Leute in Anzug und Krawatte, die in gläsernen Sitzungszimmern Besprechungen durchführen; Kinder und Erwachsene, die das umfangreiche Angebot von Spielkonsolen nutzen; andere, die mit Overlock-Nähmaschinen, 3-D- Druckern oder Lasercuttern arbeiten; wieder andere, die im Tonstudio Gitarren würgen oder die Küche nutzen, um gemeinsam mit Freund*innen zu kochen. (Und ja, manche kommen auch zum Lesen in die Bibliothek.) Was für ein toller Ort gelebter Inklusion und Teilhabe!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25754" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/5_Auch-im-Oodi-gibt-es-ein-Klo-fuer-alle-770x578.jpg" alt="" width="383" height="287" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/5_Auch-im-Oodi-gibt-es-ein-Klo-fuer-alle-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/5_Auch-im-Oodi-gibt-es-ein-Klo-fuer-alle-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/5_Auch-im-Oodi-gibt-es-ein-Klo-fuer-alle-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/5_Auch-im-Oodi-gibt-es-ein-Klo-fuer-alle-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 383px) 100vw, 383px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25759" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/11_Lese-bzw.-Lebensraum-fuer-alle_-der-Lesesaal-im-Oodi-770x578.jpg" alt="" width="380" height="285" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/11_Lese-bzw.-Lebensraum-fuer-alle_-der-Lesesaal-im-Oodi-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/11_Lese-bzw.-Lebensraum-fuer-alle_-der-Lesesaal-im-Oodi-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/11_Lese-bzw.-Lebensraum-fuer-alle_-der-Lesesaal-im-Oodi-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/02/11_Lese-bzw.-Lebensraum-fuer-alle_-der-Lesesaal-im-Oodi-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 380px) 100vw, 380px" /></p>
<h6>Gelebte Gemeinschaft: Im Oodi ist jede*r willkommen. Auch die Toiletten sind (wie meistens in Finnland) für alle – Unterscheidungen zwischen den Geschlechtern werden hier keine gemacht, Fotos: Katia Huemer</h6>
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<h3>Hätä keinon keksii &#8211; Notfall findet den Weg</h3>
<p>Nach einer Woche intensive Eindrücke und vieler Ideen zurück im Arbeitsalltag. Ich frage mich: Was bleibt? Was nehme ich mit für meine eigene Arbeit, für das „eigene“ Museum? Welche der vielen Inspirationen lassen sich für das Kunsthaus umsetzen? Was ist bei mir „hängengeblieben“? Da sind die kleinen Dinge wie Abstellplätze für Kinderwägen, genderneutrale Toiletten, Sticker, die für das Abfüllen von Wasser in eigene Trinkflaschen oder für das Benutzen der Treppen anstelle des Aufzugs werben. Die infrastrukturellen Beispiele, die über das Museum hinausgehen in den Stadtraum wirken – das gut ausgebaute und niederschwellige City Bike System von Helsinki und Espoo, die freien Öffis in Tallinn oder auch ein öffentlich nutzbarer Tanzboden vor dem Designmuseum (schließlich wurde der Tango – fast – in Finnland erfunden). Und natürlich die spannenden Gespräche und Einblicke in die nicht so sichtbaren Maßnahmen zum Klimaschutz, die von den Institutionen gesetzt werden.</p>
<p>73% der CO2-Emissionen, die eines der besuchten Museen erzeugt (so haben wir erfahren), entstehen durch die Klimatisierung der Räume und Lagerflächen. Allein durch das Wechseln zu Windenergie, also zu erneuerbarer Energie, konnte bereits ein Vielfaches der Emissionen reduziert werden. (Das nächstgrößte Problemfeld betrifft übrigens das Transportwesen und die Reisetätigkeit.)</p>
<p>„Hätä keinon keksii“ lautet eine finnische Redewendung. Notfall findet den Weg. Was so viel bedeutet wie: Dinge werden immer in letzter Minute oder in einer kritischen Situation gelöst. Wollen wir hoffen, dass der finnische Optimismus, der aus dieser Weisheit spricht, auch in Bezug auf den Klimanotstand begründet ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Reiseroute</h4>
<ul>
<li><strong>Fr, 21.7.</strong> – Anreise mit Bus, Flugzeug und Zug von Graz über Wien nach Helsinki</li>
<li><strong>Sa, 22.7.</strong> – Tagesausflug mit der Fähre nach Tallinn, Estland (Green Capital of Europa 2023); Besuch des VABAMU – Museum of Occupations and Freedom, der Telliskivi Creative City, des KUMU Art Museum; Stadtrundgang inkl. Domberg und ausgiebiger Aufenthalt im urban gardening/libraryProjekt im Rahmen von Green Capital of Europe („Green Tracks“)</li>
<li><strong>So, 23.7.</strong> – Besichtigung der Festung von Suomenlinna und Besuch der Helsinki Bienaali (New Directions May Emerge) auf der Insel Vallisaari; Fischmarkt und Sauna</li>
<li><strong>Mo, 24.7.</strong> – Besuch des Oodi (Zentralbibliothek Helsinki), des Musiikkitalo (Konzerthaus Helsinki), der Temppeliaukio-Kirche, der Kamppi -Kapelle, des Designmuseums Helsinkis; Stadtrundfahrt mit Fahrrädern und Boot, Erkunden der Second Hand Infrastruktur Helsinkis; Saunabesuch (Allas Seapool)</li>
<li><strong>Di, 25.7.</strong> – Treffen mit Katja Ikäläinen (Senior Planning Officer des Museum of Contemporary Art Kiasma) zum Thema “Green Handprint”-Strategie der Finnish National Art Gallery; Treffen mit Reetta Heiskanen (Direktorin des Helsinki Kaupunginmuseo/Helsinki City Museum); Besuch im Designmuseum Helsinki und HAM – Helsinki Art Museum</li>
<li><strong>Mi, 26.7.</strong> – Tagesausflug mit der Metro nach Espoo; Treffen mit Jenni Siltainsuu (Museum Educator im KAMU, Espoo City Museum); Treffen mit Maija Eränen (Customer Service Manager im EMMA -Espoo Museum of Modern Art); Radtour nach Westend Espoo; Konzertbesuch im Musiikkitalo und erneuter Besuch des Oodi (Zentralbibliothek Helsinki)</li>
<li><strong>Do, 27.7.</strong> – Besuch bei unseren Hosts im Seurasaaren ulkomuseo; Austausch über SDGs und die Nachhaltigkeitsstrategie des National Museum of Finland; Besuch des Amos Rex Kunstmuseums</li>
<li><strong>Fr, 28.7.</strong> – Treffen mit Arija Miller (Direktorin des Helsinki Art Museum) und Kuratorin für Public Projects Paula Corte; Besuch der Helsinki Biennale und der Ausstellung Shared Space im HAM; Heimreise</li>
</ul>
<p>Mehr zum &#8220;Grünen Museum&#8221;</p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/aktionismus-fuer-das-gruene-museum/">Aktionismus für das „Grüne Museum“</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/gruene-museen-das-kunsthaus-graz-und-das-volkskundemuseum-am-paulustor-sind-mit-dem-oesterreichischen-umweltzeichen-zertifiziert/">Grüne Museen: Das Kunsthaus Graz und das Volkskundemuseum am Paulustor sind mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/auf-dem-weg-zur-gruenen-bubble/">Auf dem Weg zur „grünen Bubble“?</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>PantherWeb ist ab jetzt startklar!</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/pantherweb-ist-ab-jetzt-startklar/</link>
                        <pubDate>Wed, 31 Jan 2024 12:53:54 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Elisabeth Schlögl</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25713</guid>
			<description><![CDATA[Am 31.12.2023 endete das Projekt „Planung Sammlungsdigitalisierungsinitiative“ – mit neuen Eingabemasken, Norm- und Standardvokabularen, einem technischen und umfangreichen inhaltlichen Support sowie vielen weiteren Möglichkeiten steht die Sammlungsobjektdatenbank PantherWeb nun allen steirischen Museen und Sammlungen kostenfrei zur Verfügung.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25713</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten 12 Monaten wurden die letzten Arbeitspakete des Projekts abgeschlossen. Seit Februar stand das umfangreiche Schulungskonzept – <strong>Kurs</strong> <strong>Inventarisieren</strong> – fest. Der vierteilige Kurs startete im November 2023 und hat viel positives Feedback erfahren. Bis Anfang April wurden alle vom Land beauftragten <strong>Zusatzprogrammierungen</strong> für die Anwendung umgesetzt, um eine reibungslose Anwendung aller Funktionen und Schnittstellen zu Normvokabularien wie Geonames oder GND nutzen zu können.</p>
<p>Ende April wagten wir einen ersten <strong>Test</strong>, der einwandfrei abgelaufen ist: Meine Kollegin aus dem <a href="https://www.museum-joanneum.at/" target="_blank" rel="noopener">Universalmuseum Joanneum</a> Barbara Porod, Leiterin der <a href="https://www.museum-joanneum.at/archaeologiemuseum-schloss-eggenberg/entdecken/sammlung" target="_blank" rel="noopener">Provinzialrömischen Sammlung</a>, hat im Rahmen ihres Lehrauftrags an der Karl-Franzens-Universität Graz mit ihren 17 Studierenden ein ganzes Wochenende (21.–23.4.2023) lang im <strong>Museum zur bäuerlichen Kultur in Grafendorf</strong> die bestehende analoge Dokumentation in das <a href="https://www.kultur.steiermark.at/cms/ziel/166337555/DE/">PantherWeb</a> übertragen.</p>
<p>Von Mitte Juni bis Mitte Juli fand eine <strong>Evaluierung mittels Fragebogen</strong> von PantherWeb statt. Im Vorfeld wurden <strong>Key-User*innen</strong> dafür ausgewählt, die die Anwendung auf Herz und Nieren prüften und dankenswerterweise noch ein paar Verbesserungsvorschläge einbrachten, die daraufhin großteils umgesetzt wurden. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Key-User*innen: Evelyn Hohl und Susanne Leitner-Böchzelt vom <a href="https://kulturquartier.leoben.at/" target="_blank" rel="noopener">Kulturquartier Leoben</a> – Museumscenter Leoben, Karin Riedl (<a href="https://www.museum-joanneum.at/freilichtmuseum" target="_blank" rel="noopener">Österreichisches Freilichtmuseum Stübing</a>, Universalmuseum Joanneum), Kerstin Ogris und Doris Ukaj (<a href="https://www.suedbahnmuseum.at/at/" target="_blank" rel="noopener">SÜDBAHN Museum</a>, Mürzzuschlag) und Josef Wetzelberger (<a href="https://www.postmuseum.at/" target="_blank" rel="noopener">Österreichisches Post- und Telegrafenmuseum</a>).</p>
<p>Von August bis November besuchten Nadine Naimer (Land Steiermark) und ich insgesamt 17 Museen, die bereits eine Betriebsvereinbarung mit dem Land hatten, um einerseits die <strong>Datenmigration und Datenqualifizierung</strong> zu besprechen und andererseits <strong>die ersten PantherWeb-Anwender*innen</strong> in das <strong>Programm einzuschulen</strong>. Bis Projektende wurden von den Museumsmitarbeiter*innen und zwei Hilfskräften, die durch das Projekt vom Museumsforum bezahlt werden konnten, über 7.000 Datensätze für den Import vorbereitet und dem Land übergeben.</p>
<h3>Was bleibt vom Projekt?</h3>
<p>Die Projektergebnisse sind vielfältig und augenscheinlich: Es gibt ein <strong>Konzept</strong> für die Digitalisierungsinitiative des Landes mit festgelegten Zielen, Zielgruppen und geklärten Zuständigkeiten. Den Museen stehen mit PantherWeb ab jetzt <strong>9 Eingabemasken</strong> für ihre unterschiedlichen Objekttypen zur Verfügung – samt 5 neu erstellten Thesauri und zwei Online-Schnittstellen zu den Normvokabularen Geonames (Ortsthesaurus) und GND (Sachschlagworte, Personen und Körperschaften). Eine über <strong>100-seitige Anleitung</strong> mit zahlreichen Screenshots und Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist verfügbar. Für alle, die eine so umfangreiche Anleitung eher abschreckt, steht ein <strong>dreiköpfiges Team</strong> zur Verfügung, das bei technischen sowie inhaltlichen Fragen weiterhelfen kann. Zudem bietet das Museumsforum einen <strong>vierteiligen Basiskurs</strong> Inventarisieren an, mit dem die Inventarisierung im Museum erlernt werden kann, welche über die digitale Objektdokumentation hinausgeht.</p>
<p>Darüber hinaus haben sich zwei Arbeitskreise entwickelt, die sich regelmäßig treffen:</p>
<p>Beim <strong>Arbeitskreis „Austausch digitale Objektdokumentation“</strong> treffen sich bundesweit inkl. dem Kanton Baselland Einrichtungen, die zentral verwaltete Datenbanken für Museen anbieten/betreuen. Kooperationspartner*innen: <a href="https://www.noemuseen.at/" target="_blank" rel="noopener">Museumsmanagement Niederösterreich</a>, <a href="https://www.ooemuseen.at/" target="_blank" rel="noopener">Verbund Oberösterreichischer Museen</a>, <a href="https://landessammlungen-noe.at/de/home.html" target="_blank" rel="noopener">Landessammlungen Niederösterreich</a>, <a href="https://www.kimweb.ch/#/" target="_blank" rel="noopener">Verbund Museen Baselland</a>, <a href="https://www.salzburg.gv.at/" target="_blank" rel="noopener">Land Salzburg</a>, <a href="https://vorarlberg.at/" target="_blank" rel="noopener">Land Vorarlberg</a>, <a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum" target="_blank" rel="noopener">Museumsforum Steiermark</a>, <a href="https://www.salzburgervolkskultur.at/salzburger-volkskultur" target="_blank" rel="noopener">Forum Salzburger Volkskultur</a>, <a href="https://www.timus.at/" target="_blank" rel="noopener">Tiroler Museumsverband</a>, <a href="https://www.bezirksmuseum.at/de/" target="_blank" rel="noopener">Wiener Bezirksmuseen</a>, <a href="https://www.verwaltung.steiermark.at/" target="_blank" rel="noopener">Land Steiermark</a></p>
<p>Der Arbeitskreis „Gemeinsamer Thesaurus für kulturgeschichtliche Sammlungen“ wurde ebenso gebildet, um den vereinheitlichten Thesaurus für kulturgeschichtliche Sammlungen gemeinsam weiterzuentwickeln. Kooperationspartner*innen: Museumsforum Steiermark, Verbund Oberösterreichischer Museen, Museumsmanagement Niederösterreich und Landessammlungen Niederösterreich</p>
<p>Erfreulich ist auch ein <strong>Folgeprojekt</strong>, das entstand: die Erstellung von <strong>Videotutorials</strong>, um häufige Anwendungen im PantherWeb medial vermitteln zu können. Innerhalb des Projektzeitrums wurde ein Skript für insgesamt fünf Videotutorials erstellt. Die weitere Umsetzung dieses Folgeprojekts liegt in der Verantwortung des Landes Steiermark. Kooperationspartner*innen: Land Steiermark, Museumsforum Steiermark. Neben den Videotutorials wird das Land Steiermark zudem regelmäßig zu <strong>Online-Treffen aller PantherWeb-Anwender*innen</strong> einladen, um die Anwendung bedarfsgerecht weiterentwickeln zu können.</p>
<div id="attachment_25718" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25718" class="size-large wp-image-25718" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/384275312_838122264982892_3080091547999117274_n-770x646.jpg" alt="" width="770" height="646" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/384275312_838122264982892_3080091547999117274_n-770x646.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/384275312_838122264982892_3080091547999117274_n-350x294.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/384275312_838122264982892_3080091547999117274_n-1536x1289.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/384275312_838122264982892_3080091547999117274_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25718" class="wp-caption-text">Nadine Naimer und Elisabeth Schlögl bei der Einschulung von PantherWeb im Stadtmuseum Schladming mit Astrid Perner und Isabell Pretter. Foto: Stadtmuseum Schladming</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nützliche Links und weitere Blogbeiträge zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.kultur.steiermark.at/cms/ziel/166337555/DE/">Sammlungobjektdatenbank PantherWeb</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/gut-ding-braucht-mehr-weile/"><em>Gut Ding braucht (mehr) Weile</em></a></li>
<li><em><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/aus-culture-web-wird-pantherweb-%e2%80%92-zum-status-quo-des-projekts-planung-sammlungsdigitalisierungsinitiative/">Aus „culture.Web“ wird „PantherWeb“</a></em></li>
<li><em><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/wie-machen-die-das-mit-der-sammlungsdigitalisierung-in-niederoesterreich/">Wie machen die das mit der Sammlungsdigitalisierung in Niederösterreich?</a></em></li>
<li><em><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/objekte-sprechen-nicht/">Objekte sprechen nicht</a></em></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/BMKOES_Logo_srgb-770x207.png" width="234" height="63" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/A9_Kultur_Europa_Sport-770x495.jpg" width="169" height="109" /></p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Kein neutraler Ort. Dekoloniale Handlungsräume in österreichischen Museen und Archiven</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/kein-neutraler-ort-dekoloniale-handlungsraeume-in-oesterreichischen-museen-und-archiven/</link>
                        <pubDate>Wed, 03 Jan 2024 12:10:58 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Michaela Frauwallner</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25692</guid>
			<description><![CDATA[Ein zweitägiger Workshop (23./24. Oktober 2023) der Museumsakademie in Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien wurde selbst zum dekolonialen Handlungsraum, um praxisorientierte Lösungsansätze für das Zeigen, Sichtbarmachen und Problematisieren kolonialer Objekte in musealen Sammlungen anzuregen.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25692</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Umgang mit Objekten mit kolonialen Kontexten ist nicht erst seit der Debatte um die Restitution von sogenannten „kulturell sensiblen Objekten“<sup>1</sup> ein heiß diskutiertes Thema in westlichen Museen. Der zweitägige Workshop der Museumsakademie in Zusammenarbeit mit dem <a href="https://www.technischesmuseum.at/museum/forschungsinstitut">Technischen Museum Wien</a> wurde nun selbst zum dekolonialen Handlungsraum, um praxisorientierte Lösungsansätze für das Zeigen, Sichtbarmachen und Problematisieren kolonialer Objekte anzuregen.</p>
<h3 class="">Museen auf dem Prüfstand historischer Verantwortung</h3>
<p>Die Museumslandschaft Österreichs steht am Scheideweg einer historischen Aufarbeitung. Im Fokus des Workshops „Kein neutraler Ort. Dekoloniale Handlungsräume in österreichischen Museen und Archiven“ stand die bedeutende, jedoch oft übersehene Rolle dieser Kultureinrichtungen als strukturelle Verstärker rassistischer Machtverhältnisse und als Akteure in kolonialen Netzwerken. Abseits der aktuellen Debatten rund um Restitution geht es nun darum, wie Museen und Archive den ersten Schritt in Richtung Verantwortung gehen können – die akribische Erschließungsarbeit ihrer Bestände. Die zentrale Frage dabei: Wie nähern wir uns jenen Objekten, deren Ursprünge untrennbar mit kolonialer Ungerechtigkeit verwoben sind, sowohl in Forschung als auch Vermittlung?</p>
<p>Praktiken das Sammelns, Ordnens und Klassifizierens waren und sind nicht neutral – ihnen sind bestimmte Vorstellungen und Werte inhärent, die ein Ausdruck ihrer jeweiligen Entstehungszeit sind. Objekte mit kolonialen Kontexten oder Repräsentationen kolonialer Herrschaft dienten beispielsweise dazu, koloniale Praktiken zu rechtfertigen und Macht zu demonstrieren. Mithilfe dieser Objekte wurde (und wird immer noch) eine Geschichte über kolonisierte Orte, Menschen und Gegenstände geschrieben, welche nur die eurozentrische Perspektive der Kolonisator*innen berücksichtigte und deren Bedeutung und Platz in der Welt über alles andere stellte. Museen müssen sich ihrer historischen und gegenwärtigen Rolle als Verstärker dieser Perspektiven und ihrer Rolle als Orte der Institutionalisierung von Wissen bewusst sein und dementsprechend ihre Bestände aufarbeiten. Wie Schritte einer solchen Aufarbeitung aussehen könnten, wurde beim Workshop durch Inputs von Forschenden und Museumspraktiker*innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz vorgestellt.</p>
<div id="attachment_25697" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25697" class="size-large wp-image-25697" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01468-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01468-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01468-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01468-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01468-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01468-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25697" class="wp-caption-text">Pia Schölnberger eröffnet mit einem Einblick in die Entwicklung der Provenienzforschung in Österreich. Basierend auf den im Juni 2023 präsentierten Empfehlungen zum Umgang mit kolonialen Erwerbskontexten an österreichischen Bundesmuseen soll nun eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Foto: Technisches Museum Wie</p></div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_headline">
<h3 class="">Impulse setzen – den Schritt von der Theorie zur Praxis wagen</h3>
</div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text_wrapper">
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text text-content ">
<p>Als Auftakt zum Workshop stellte Pia Schölnberger (<a href="https://provenienzforschung.gv.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BMKÖS</a>) die Entwicklung der Provenienzforschung in Österreich von 1998 bis hin zu den 2023 präsentierten Handlungsempfehlungen zu Objekten aus kolonialen Kontexten dar. Im Fall, dass souveräne Staaten Rückgabeansuchen an die Republik Österreich stellen und die betreffende Erwerbung in außereuropäischem, kolonialem Kontext nachweisbar ist, sollen Rückgaben ermöglicht werden. Außerdem, so führt Schölnberger aus, solle die Grundlagenforschung (proaktive Provenienzforschung) ausgebaut werden, ebenso wie die spezifische Forschung (reaktive Provenienzforschung) in Zusammenarbeit mit den Herkunftsgesellschaften im Falle von Restitutionsersuchen. Wenn die Voraussetzungen für eine Rückgabe nicht erfüllt sind, seien alternative Lösungen wie Dauerleihgaben oder Forschungsprojekte in Betracht zu ziehen. Des Weiteren solle das Thema koloniales Erbe in einem breiteren Kontext diskutiert werden, einschließlich Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur.</p>
<p>Institutionen verschiedener Fachrichtungen sind aufgerufen, sich grundsätzlichen Diskussionen zu stellen, die den kolonialen Blick und die damit verbundenen historischen Praktiken des Sammelns und Kategorisierens infrage stellen. Museen werden dabei zunehmend als Orte verstanden, die nicht neutral sind, sondern durch die Art und Weise, wie sie Objekte zeigen, präsentieren und beschreiben, aktiv Geschichte gestalten. Das sprachliche Framing in Datenbanken, oft ein Spiegel historisch gewachsener Kategorisierungen, steht dabei ebenso auf dem Prüfstand wie die Digitalisierung und die öffentliche Nutzung von Sammlungen, die den Umgang mit diesen Materialien verändern.</p>
<div id="attachment_25698" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25698" class="size-large wp-image-25698" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01469-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01469-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01469-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01469-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01469-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01469-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25698" class="wp-caption-text">Vorne: die Literaturtipps des Technischen Museums zu dekolonialen (Museums)Praktiken. Im Hintergrund: die Vortragende Minitta Kandlbauer beantwortet die Fragen der Teilnehmer*innen. Foto: Technisches Museum Wien</p></div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_headline">
<h3 class="">Sprachgebrauch und Zeigestrategien</h3>
</div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text_wrapper">
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text text-content ">
<p>Minitta Kandlbauer (Germanistin, <a href="https://www.goldegg-training.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Goldegg Training Buch-, Medien- &amp; Verlagsakademie</a>) widmete sich in ihrem Vortrag dem sprachlichen Umgang, das heißt der Begriffsverwendung, in Zusammenhang mit kolonialen Kontexten. Kritik äußerte Kandlbauer an der gegenwärtigen Vorgangsweise, dass die Diskussion zu rassistischen Begriffen immer wieder neu aufgerollt werde und es dabei auch zur institutionellen Reproduktion rassistischer Begriffe komme – obwohl es hierzu nicht nur bereits Methoden der Sprachwissenschaft gebe, sondern auch klare Definitionen von beispielsweise People of Color selbst. Mit der eindringlichen Erinnerung daran, dass wir alle für unseren eigenen Sprachgebrauch verantwortlich sind, forderte Kandlbauer dazu auf, Methoden wie das sensitivity reading (ein Gegenlesen sensibler Themen) oder Schulungen zu sensibler Sprache aktiv zu nutzen. Es gäbe nicht die eine „richtige“ Lösung für den Umgang mit problematischen Inhalten, das Ausprobieren und Umsetzen zeige immer erst, was funktioniert und was nicht – dieses Erproben als Handlungsaufforderung betonte auch Christine Bartlitz (<a href="https://zzf-potsdam.de/de/forschung/linien/visual-history" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Visual History</a>), die im Rahmen ihres Beitrages verschiedene Strategien zur Verwendung und Präsentation von Objekten aus kolonialen Ursprüngen vorstellte und auf die Verdichtung dieser Debatte in den letzten fünf Jahren verwies.</p>
</div>
</div>
<div id="attachment_25699" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25699" class="size-large wp-image-25699" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01470-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01470-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01470-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01470-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01470-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01470-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25699" class="wp-caption-text">Vortrag von Christine Bartlitz zu Umgangsstrategien und Zeigepolitik. Foto: Technisches Museum Wien</p></div>
</div>
<p>So werden ethische Fragen des Zeigens oder Nicht-Zeigens nicht nur zusehends in akademischen und kuratorischen Kontexten diskutiert (vgl. dazu insbesondere den von Christine Bartlitz mitverantworteten Schwerpunkt zu „Bildethik“ auf Visual History), sondern auch immer öfter politisch kontrovers diskutiert. Das Spannungsfeld zwischen Zeigen, um nicht zu vergessen, und der Bewahrung der Würde der dargestellten Menschen, von dem Bartlitz sprach, wurde im gesamten Workshop immer wieder auch von Teilnehmenden thematisiert. Diskutiert wurde im Anschluss auch die Frage, inwiefern trotz der häufig auftretenden Parallelen in der Erforschung von kolonialen Kontexten und der Erforschung von NS-/Holocaust-Kontexten diese Bereiche einer methodischen und inhaltlichen Differenzierung bedürfen.</p>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_headline">
<h3 class="">Sprache als Schlüssel: der Weg zur Dekolonisierung musealer Datenbanken und Sammlungen</h3>
</div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text_wrapper">
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text text-content ">
<p>Ein essenzieller Punkt bei der Aufarbeitung von Museumsbeständen unter diskriminierungs-, rassismus- und machtkritischen Aspekten ist die Dekolonisierung von Datenbanken. Doch was bedeutet das eigentlich? Gegenstände in Sammlungen werden in Datenbanken erfasst, wo Informationen wie ihre Herkunft und eine Beschreibung vermerkt werden. Objekte werden auch mit Schlagworten versehen, durch die sie per Suchfunktion aufgerufen werden können. Gerade im Zuge digitaler Veröffentlichung werden Datenbanken zu öffentlichen Orten. Damit bekommt die Frage nach der verwendeten Sprache eine zusätzliche Brisanz, weshalb es vermehrt Überlegungen dazu gibt, wie man diese Informationen einer Objektdatenbank auch (beispielsweise über Online-Ausstellungen) für eine Öffentlichkeit zur Verfügung stellen könnte.</p>
<p>Lea Maria Steinkampf (<a href="https://www.museen-stade.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Museen Stade</a>) und Céline Hug (<a href="https://www.nationalmuseum.ch/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schweizerisches Nationalmuseum</a>) präsentierten jeweils die Ergebnisse von Projekten zur Dekolonisierung von Datenbanken an einem deutschen und einem schweizerischen Museum. Steinkampf setzte sich mit der epistemischen Gewalt musealer Klassifikationssysteme, die mithilfe rein deskriptiver, also nur vermeintlich unschuldiger Begriffe nicht europäische Kulturen zu beschreiben versuchen, am Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main auseinander. Eingriffe des Änderns, Löschens und Hinzufügens erfolgen – auch durch technische Beschränkungen aufgrund der Architektur von Datenbanken oder Begrenzung des Speicherplatzes – nicht immer transparent, weshalb mitunter nicht nachvollzogen werden kann, wer wann welche Einträge erstellt, bearbeitet oder entfernt hat, oder warum. Archive selbst haben jedoch auch eine Geschichte, die sichtbar gemacht werden muss, denn es ist genau diese Historizität (Geschichtlichkeit) von Archiven und Datenbanken, die die Prägekraft bestimmter Ideologien und kultureller Denkmuster im Zusammenhang mit Klassifikationen von Objekten veranschaulicht. Bei der Dokumentation geht es auch immer um die Frage, welches Wissen/welche Bilder nicht aufbewahrt wurden, weil sie nicht dem Standard westlichen Wissens entsprachen. Ein ähnliches Problem zeigte auch Hug in einem Einblick in den Prozess einer kritischen Überarbeitung in Objektdatenbanken bezüglich des Ersetzens von Fremdbeschreibungen durch Selbstbezeichnungen. Die Einschränkungen durch Verwaltungsinstrumente (wie eine Datenbank) wurden von verschiedenen Teilnehmenden in der Diskussion bestätigt – hier folgte auch die Erkenntnis, dass solche Projekte wie die vorgestellten noch Einzelfälle sind, welche stark von der Initiative von Museums- und Archivpraktizierenden abhängig sind, und hier noch Aufholbedarf besteht. Beide Referentinnen forderten dabei ein, Datenbanken nicht einfach zu überschreiben, sondern in ihrer Historizität sichtbar zu machen.</p>
</div>
</div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_headline">
<h3 class="">Koloniale Perspektiven hinterfragen und Gegennarrative anerkennen</h3>
</div>
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<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text text-content ">
<p>Ist die Dekolonisierung von Museen überhaupt mit den Methoden, die in der Forschung und musealen Praxis üblich sind, möglich? Diese Frage stand dem Panel „Gegenbildstrategien“ im Sinne eines Brechens mit kolonialen Narrativen, vorgestellt von Lucia Halder <a href="https://rautenstrauch-joest-museum.de/Startseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(Rautenstrauch-Joest Museum Köln, RJM</a>) und Nina Höchtl (<a href="https://cieg.unam.mx/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Centro de Investigaciones y Estudios de Género [CIEG]-UNAM</a>) voran. Halder thematisierte die Versuche des RJM, mit der kolonialen visuellen Vergangenheit umzugehen, und reflektierte über die Chancen und Herausforderungen insbesondere künstlerischer Forschung im fotografischen Archiv des Museums. Neue kuratorische Methoden und neue Ansätze in der Vermittlung seien nötig, um mit dem kolonialen Erbe umzugehen. Daraus ergab sich die Suche nach einer interdisziplinären Herangehensweise im aktiven Sammeln von Gegenbildern.</p>
<p>Höchtls Zukunfts-Reenactment-Essayfilm „Delirio Güero / Weißer Wahn. 1825, 2018, 2211 und zurück“ bietet als Gegenbildstrategie eine solche künstlerische Einspannung von Archivmaterial in ein (fiktives) historisches Narrativ, das koloniale Praktiken und damit verbundenes dominantes (weißes) Wissen aufzeigt. In der Diskussion dieser beiden Beiträge kam die Thematik der Verantwortung, aber auch der Last für Künstler*innen auf, die sich dekolonial mit Museumsbeständen beschäftigen.</p>
<p>Die Suche nach dem richtigen Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten – sei es durch das Zeigen oder das bewusste Verbergen – stand bei allen Vorträgen im Raum. Zur Debatte standen auch innovative Ansätze für einen bewussten Museumsdiskurs, wie die Implementierung antirassistischer Keywords in Datenbanken, kontextreiche Beschreibungen in Online-Katalogen und die Schaffung von Netzwerken zwischen Museen sowie die Kooperation mit externen Fachleuten und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.</p>
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<div id="attachment_25695" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25695" class="size-large wp-image-25695" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01479-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01479-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01479-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01479-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01479-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01479-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25695" class="wp-caption-text">Mit der Lupe auf Spurensuche: Teilnehmer*innen untersuchen das „Prachtalbum&#8221; im Workshop zu Brasilien. Foto: Technisches Museum Wien</p></div>
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<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_headline">
<h3 class="">„Österreichischer Kolonialismus ohne Kolonien“? Eine Spurensuche anhand von Archivalien aus Ägypten, Brasilien und Namibia im Technischen Museum Wien</h3>
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<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text text-content ">
<p>In drei Workshops widmeten wir uns am zweiten Workshop-Tag Archivalien zu Namibia (Fotoalbum zum Bau der Otavibahn, 1907, visuelle Quelle), Brasilien (Album mit Lithografien zur Eisenbahnstrecke Dom Pedro II, 1864/65, visuelle Quelle) und Ägypten (Reisetagebuch von Carl Junker, 1847, textuelle und visuelle Quellen). Diese Originaldokumente sind Teil der Archive für österreichische Technikgeschichte und für Eisenbahngeschichte des Technischen Museums Wien und werden im Rahmen des Forschungsprojektes „Koloniale Infrastrukturen“ (2022–2024) als Quellen für koloniale Infrastruktur- und Verkehrsprojekte beforscht, bei denen österreichische Beteiligungen bei Planung/Bau oder durch direkte/indirekte Verwertungsinteressen nachweisbar sind. Diskutiert wurde, wie solche Objekte erforscht, gezeigt (oder nicht gezeigt), wie sie in Datenbanken beschrieben und beschlagwortet und wie sie letztlich an eine Öffentlichkeit vermittelt werden können.</p>
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<div id="attachment_25694" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25694" class="size-large wp-image-25694" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01475-770x530.jpg" alt="" width="770" height="530" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01475-770x530.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01475-350x241.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01475-1536x1058.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01475-2048x1410.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25694" class="wp-caption-text">Konzentrierte Teilnehmer*innen beim Sichten der Archivalien im Workshop zu Namibia. Foto: Technisches Museum Wien</p></div>
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<p>Die Vielfalt technischer Möglichkeiten in der Darstellung von Informationen zu Objekten auf verschiedenen Ebenen und damit verbunden das direkte Hinweisen auf problematische oder sensible Inhalte war in allen Workshopgruppen Gegenstand der Diskussion: Hierbei kamen auch die unterschiedlichen Haltungen zum Thema des Zeigens oder Nicht-Zeigens zum Tragen. Technische Lösungen wie zusätzliche Layer, die beispielsweise Erklärungen zu Konzepten wie <em>Othering</em><sup>2</sup> oder der Praxis des <em>mapping</em><sup>3</sup> zur Verfügung stellen, oder eine Online-Oberfläche mit Fußnoten, Verweisen, Annotationen wurden gegenüber rein textuellen Ansätzen bevorzugt, da diese eine Barriere in der Auseinandersetzung darstellen könnten. Ein Vorschlag für eine interaktive Online-Präsentation von Objekten kam ebenfalls auf: eine Kommentarfunktion, die es Besucher*innen der Museums- oder Archivwebseite nicht nur ermöglicht, sich zu Inhalten zu äußern, sondern auch mit anderen in Dialog zu treten. So können verschiedene Lesarten zugelassen und angeboten werden. Diskutiert wurden die dafür notwendigen Ressourcen im Sinn einer Begleitung solcher Prozesse.</p>
<div id="attachment_25700" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25700" class="size-large wp-image-25700" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01472-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01472-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01472-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01472-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01472-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01472-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25700" class="wp-caption-text">Im Workshop zu Ägypten unterzogen die Teilnehmer*innen ein Reisetagebuch einer textkritischen Analyse im Hinblick auf Rassismen und Stereotypisierung. Foto: Technisches Museum Wien</p></div>
<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_headline">
<h3 class="">Das Museum dekolonisieren</h3>
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<p>Durch die Vorträge und Workshops wurden inspirierende Strategien zum Umgang mit sowie zur Erforschung und zum Vermitteln von Objekten aus kolonialen Kontexten vorgestellt und diskutiert. Diese Strategien sind nicht nur Ideen, sondern schon erprobte und noch ausbaufähige Ansätze, die die Art und Weise, wie wir mit dieser Herausforderung umgehen, grundlegend verändern können.</p>
</div>
</div>
<div id="attachment_25696" style="width: 772px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25696" class="size-large wp-image-25696" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01482_1-762x770.jpg" alt="" width="762" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01482_1-762x770.jpg 762w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01482_1-346x350.jpg 346w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01482_1-1520x1536.jpg 1520w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2024/01/kein_neutraler_Ort_23MF_01482_1-2027x2048.jpg 2027w" sizes="(max-width: 762px) 100vw, 762px" /><p id="caption-attachment-25696" class="wp-caption-text">Die wichtigsten Erkenntnisse des Workshops werden von den Teilnehmer*innen in der Abschlussrunde zusammengefasst. Motivierte und zuversichtliche Stimmung hat sich eingestellt. Foto: Technisches Museum Wien</p></div>
<p>Die Diskussionen unter den Teilnehmenden betonten die Dringlichkeit, aktiv technische Lösungen zu entwickeln und zu nutzen, und hierbei von Fall zu Fall zu entscheiden, wie Objekte gezeigt werden. Auch wurden wir ermutigt, über einfache Dichotomien hinauszudenken und Raum für verschiedene Interpretationen zu schaffen. Dabei gilt es, die Würde der Abgebildeten zu bewahren und zugleich Gewaltvolles zu dokumentieren. Eine zentrale Diskussion im Workshop war die Frage der Einbindung von Vertreter*innen marginalisierter Gruppen in Prozesse musealer Dekolonisierung. Deren Expertise spielt eine Schlüsselrolle und sollte angemessen honoriert werden. Diversität kann nicht erzwungen werden, sondern erfordert den Aufbau von Vertrauen. Hier kommt auch die Wichtigkeit von angemessener Budgetplanung zum Tragen, da kann auch eine radikale Umverteilung von Ressourcen notwendig sein.</p>
<p>Die Sichtbarkeit der Historizität von Datenbanken und ihre Online-Präsentation sind entscheidend, ebenso wie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, um Expertise zu teilen und Vielstimmigkeit zu fördern. Denn egal ob es sich um ein technisches, anthropologisches, natur- oder kunsthistorisches Museum handelt – die Fragen, die wir uns stellen, mit denen wir umgehen müssen, sind dieselben. Es ist klar, dass es Zeit ist, von der Theorie zur Praxis überzugehen. Nicht eine perfekte Lösung ist erfolgsentscheidend, sondern der Mut, jetzt zu handeln. Diese Strategien eröffnen die Möglichkeit, aktiv an einer gerechteren Zukunft zu arbeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><strong>Weiterführende Literatur</strong></p>
<ul>
<li>Csilla E. Ariese, Magdalena Wróblewska, Practicing Decoloniality in Museums: A Guide with Global Examples, Amsterdam 2022</li>
<li>Anna-Maria Brandstetter, Vera Hierholzer (Hg.), Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen, Göttingen 2018</li>
<li>Natalie Bayer, Belinda Kazeem-Kaminski, Nora Sternfeld (Hg.), Kuratieren als antirassistische Praxis, Berlin, Boston 2017</li>
<li>Sabine Imeri, Michaela Rizolli, „CARE Principles for Indigenous Data Governance. Eine Leitlinie für ethische Fragen im Umgang mit Forschungsdaten?“, in: O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal, Vol. 9 (2), 2022, S. 1–14.</li>
<li>Tupoka Ogette, Exit racism: rassismuskritisch denken lernen, Münster 2017</li>
</ul>
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<div class="f06_f07_f08_f09_text_blocks_text text-content ">
<p>[1] Siehe Anika Kreft, „Zwischen Raubgut, Fremddarstellungen und menschlichen Überresten – Sammlungsstrategien und sensible Objekte“ (21.12.2020), <a href="https://visual-history.de/2020/12/21/sammlungsstrategien-und-sensible-objekte/">visual-history.de/2020/12/21/sammlungsstrategien-und-sensible-objekte/</a> (13.11.2023).</p>
<p>[2] Siehe Emily Ngubia Kuria, „Othering. Markierung/Tokenisierung/Exotisierung/Typifizerung“, in: dies., &#8220;eingeschrieben&#8221;. Zeichen setzen gegen Rassismus an deutschen Hochschulen, Berlin 2015, S. 56–63.</p>
<p>[3] Siehe Felix Axster, Koloniales Spektakel in 9 x 14 : Bildpostkarten im Deutschen Kaiserreich, Bielfeld 2014, S. 98.</p>
</div>
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</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr Beiträge der Museumsakademie:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/aktivismus-und-museen-kooperationen-und-prozesse-produktiver-spannung/">Aktivismus und Museen</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/arbeit-sorge-museum-konzepte-von-care-arbeit-in-ausstellungen/">Arbeit. Sorge. Museum</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/klima-aktivismus-museum-kulturelle-dimensionen-der-klimakrise/">Klima .Aktivismus. Museum</a></li>
</ul>
</div>
</div>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Inventarisieren? Spiel – Satz – Punktlandung!</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/inventarisieren-spiel-satz-punktlandung/</link>
                        <pubDate>Fri, 22 Dec 2023 07:15:01 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Elisabeth Schatz</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25668</guid>
			<description><![CDATA[Die erste Auflage unseres vierteiligen Kurses rund ums Inventarisieren startete im November nach dem Motto „Alles im Überblick – Inventarisieren allgemein und digitale Objektdokumentation“. In den vier Modulen erwerben die Teilnehmer*innen grundlegendes Wissen in diesem Bereich und sammeln praktische Erfahrungen, sodass sie in Zukunft Inventarisierungsprojekte selbstständig planen und umsetzen können.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25668</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spürbar große Lust</strong> darauf lag in der Luft, „das Ganze“ von der Pike auf zu lernen, sich zu professionalisieren oder die eigene langjährige Erfahrung an den „State of the Art“ anzupassen: So tauschten sich Jungakademiker*innen, die größtenteils schon Museumsluft geschnuppert haben, rege mit bereits erfahrenen Museumsmitarbeiter* innen und Ehrenamtlichen aus, die ihrerseits Erfahrungen aus der Praxis teilten und Anwendungsbeispiele beisteuerten. Wir bedanken uns herzlich für die Offenheit und die regen Diskussionen!</p>
<div id="attachment_25684" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25684" class="size-large wp-image-25684" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-770x433.jpg" alt="" width="770" height="433" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-770x433.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-350x197.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-1536x864.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel.jpg 1920w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25684" class="wp-caption-text">UMJ/E. Schatz</p></div>
<p><strong>Ein wichtiges Learning</strong>, das auch ich mitnehmen durfte, war, dass es für den Prozess des Inventarisierens wichtige Grundregeln und Herangehensweisen gibt, die (besser vor Projektstart) zu beachten sind. Aber – das betont die Kursleiterin Elisabeth Schlögl mehrmals – es gibt nicht DEN EINEN Prozess, der für alle gleich ist – sondern „das Inventarisieren“ ist etwas sehr individuelles, das sich nach den Erfordernissen richtet: Wonach werde ich suchen? Welches Ergebnis soll erzielt werden – Erfassung, Registrierung, Inventarisierung?<br />
Und nicht zuletzt markieren die zur Verfügung stehenden zeitlichen und personellen Ressourcen die Leitplanken.</p>
<div id="attachment_25671" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25671" class="size-large wp-image-25671" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0423-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0423-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0423-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0423.jpg 1024w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25671" class="wp-caption-text">Foto: UMJ/E. Schatz</p></div>
<p>Wie praktisch, dass es angesichts dessen auch die <strong>zum Wunschtermin buchbare Schulung &#8220;Inventarisieren für Ihre Museumsmitarbeiter*innen&#8221;</strong> gibt, in der Elisabeth Schlögl „passgenau“ und vor Ort im Museum alles rund ums Thema von A bis Z mit den Teilnehmer*innen erarbeitet: von Inventarnummern und ihrer korrekten Anbringung über Objektdokumentation und Objektfotografie bis hin zur Objektverpackung.</p>
<div id="attachment_25685" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25685" class="size-large wp-image-25685" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-1-770x433.jpg" alt="" width="770" height="433" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-1-770x433.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-1-350x197.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-1-1536x864.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-1.jpg 1920w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25685" class="wp-caption-text">UMJ/E. Schatz</p></div>
<p>Brainstorming, Gruppenarbeiten, Vorträge, Präsentationen und nicht zuletzt zu befragende Objekte aus dem Archäologiemuseum und dem Volkskundemuseum (vielen Dank!) sorgten dafür, dass der<strong> Tag wie im Flug </strong>verging:<strong> Am Vormittag</strong> standen das Inventarisieren selbst und die dafür nötigen Arbeitsschritte auf der Agenda. <strong>Am Nachmittag</strong> ging es um Objektdokumentation und wir erfuhren, welche Informationen wir pro Objekt festhalten können – und wie. Nadine Naimer vom Land Steiermark, A 9, stieß zu uns, um uns dankenswerterweise vom Status quo im Projekt <a href="https://www.kultur.steiermark.at/cms/ziel/166337555/DE/"><strong>PantherWeb</strong></a> zu erzählen!</p>
<p><strong>PantherWeb </strong>ist die Sammlungsdigitalisierungsoffensive des Landes Steiermark, deren Ziel es ist, Wissen und Geschichten über gemeinsames steirisches Kulturerbe für nachkommende Generationen in regionalen Museen und Sammlungen zu sichern. Die Offensive wird durch Elisabeth Schlögl aus wissenschaftlicher Sicht begleitet und wir freuen uns sehr darüber, dass das Museumsforum Steiermark als Servicestelle für Museen und Sammlungen vor nunmehr zwei Jahren im Rahmen der <a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/inventarisierung/planung-sammlungsdigitalisierungsinitiative"><u>„Planung Sammlungsdigitalisierungsinitiative“</u></a> beratend hinzugezogen wurde.</p>
<div id="attachment_25682" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25682" class="size-large wp-image-25682" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-3-770x433.jpg" alt="" width="770" height="433" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-3-770x433.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-3-350x197.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-3-1536x864.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/12/Design-ohne-Titel-3.jpg 1920w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25682" class="wp-caption-text">UMJ/E. Schatz</p></div>
<p>Die unten stehenden Feedbacks verraten, wie unsere Teilnehmer*innen selbst die Veranstaltung wahrgenommen haben. Eine <strong>Neuauflage für Herbst 2024</strong> ist bereits geplant.</p>
<p>Alle interessierten Kolleg*innen aus dem Universalmuseum Joanneum laden wir bei dieser Gelegenheit herzlich dazu ein, am <strong>Werkstattgespräch „Entsammeln – Kann das weg?“</strong> am 24. Mai 2024 von 10 bis 13 Uhr – online oder in Präsenz – dabei zu sein: Carmen Simon, Leiterin des Regionalmuseums Chüechlihus in Langnau (Schweiz) legt den Prozess des Entsammelns in ihrem Haus partizipativ an und wird uns von ihrem Projekt berichten (<a href="https://entsammeln.ch/">https://entsammeln.ch/</a>), während Elisabeth Schlögl ihre Expertise aus den Bereichen „Sammlungskonzept und Sammlungsstrategie“ teilen wird.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was unsere Teilnehmer*innen sagten:</strong></p>
<p>&gt;&gt; … <em>Ich habe in der Veranstaltung einen guten Überblick über die Grundgedanken des Inventarisierens erhalten … freue mich schon auf die nächsten Module …</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… Ich habe mich sehr gut abgeholt gefühlt als Studierende bzw. als &#8220;Nicht-Museums-Mitarbeiterin&#8221;…</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… ich habe viel Neues erfahren … Gruppenarbeiten waren cool … nah an den Fragen und sehr inspirierend.</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… ich hätte gerne gleich etwas Praktisch in PantherWeb eingegeben …</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… gutes Gerüst dafür, was bei uns praktisch passiert ist … quasi eine Bestätigung des eigenen Tuns</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… super Aufbau &#8211; Austausch untereinander war gut</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>Ich nehm alles mit! … und lasse nix aus … Abwicklung war perfekt, wenn auch manchmal zu leise …</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… wie ein Badeschwamm habe ich alles aufgesogen, auch wenn ich ausgebildete Museologin bin. Man kann nicht oft genug etwas darüber hören!</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>… Kompetentes Format und Vermittlung, das darüber hinaus überraschenderweise kostenlos ist …</em></p>
<p>&gt;&gt; <em>&#8230; besonders gut waren die Hintergrundgeschichten aus dem Museum … das gemeinsame Brainstormen war super.</em></p>
<p><strong>Wir alle freuen uns auf mehr!</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Wie es weitergeht</strong></p>
<p><u><a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/programm/event/kurs-inventarisieren-modul-2">Modul 2: Objektvorbereitung – Reinigung und Beschriftung von Sammlungsgut</a><br />
</u></p>
<p><u><a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/programm/event/kurs-inventarisieren-modul-3">Modul 3: Praxisorientierte Objektfotografie</a><br />
</u></p>
<p><u><a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/programm/event/kurs-inventarisieren-modul-4">Modul 4: Ein Inventarisierungsprojekt planen</a><br />
</u></p>
<p><a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/programm/event/werkstattgespraech-entsammeln-kann-das-weg">https://www.museum-joanneum.at/museumsforum/programm/event/werkstattgespraech-entsammeln-kann-das-weg</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.museumsforum-staiermark.at"><strong><u>Bewahren – Beraten – Entwickeln</u></strong></a><strong><br />
oder „Was treibt das Museumsforum Steiermark sonst noch so?“</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Bewahren</strong></p>
<p>Unser Ziel im Museumsforum Steiermark als Servicestelle für Museen und Sammlungen ist es, das kulturelle Erbe, das in Form von Objekten und Sammlungen in den steirischen Museen bewahrt wird, für nachfolgende Generationen zu erhalten und zu erschließen. Das Museumsforum Steiermark ist als Stabsstelle bei der wissenschaftlichen Geschäftsführung des Universalmuseum Joanneum angesiedelt.<strong> </strong></p>
<p><strong>Beraten</strong></p>
<p>Wir begleiten und unterstützen Museumsträger*innen und Sammlungsmitarbeiter*innen in den Bereichen Sammlungsarbeit und -konzept, Sammlungserhalt und Sammlungspflege sowie Förderberatung und -begleitung.</p>
<p><strong>Entwickeln</strong></p>
<p>Das Museumsforum Steiermark trägt mit einem breiten Schulungs-, Beratungs- und Fortbildungsangebot sowie im Rahmen von Netzwerkarbeit zur qualitätsvollen und nachhaltigen Weiterentwicklung der steirischen Sammlungslandschaft bei.</p>
<p>Auf dem Laufenden bleiben Sie mit unserem <a href="https://www.museum-joanneum.at/newsletter-museumsforum"><u>monatlichen Newsletter</u></a></p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Zeit. Raum. Reise. Frühgeschichte als Erlebnis</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/zeit-raum-reise-fruehgeschichte-als-erlebnis/</link>
                        <pubDate>Tue, 31 Oct 2023 12:28:52 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Elisabeth Magesacher</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25621</guid>
			<description><![CDATA[Im hybriden Workshop der Museumsakademie Joanneum in Kooperation mit dem LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne (DE) setzten wir uns vor Ort und per Zoom mit dem Thema Zeitreisen und ihrem Potenzial für die Wissensvermittlung im Museum auseinander.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25621</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_25625" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25625" class="wp-image-25625 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild1-1-770x517.jpg" alt="Titelbild der Veranstaltung auf Zoom. Screenshot: Elisabeth Magesacher" width="770" height="517" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild1-1-770x517.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild1-1-350x235.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild1-1-175x117.jpg 175w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild1-1.jpg 1255w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25625" class="wp-caption-text">Abbildung 1: Titelbild der Veranstaltung auf Zoom. Screenshot: Elisabeth Magesacher</p></div>
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<p>Ein Besuch in Pompeji, das Computerspiel Assassin’s Creed, der Film Interstellar: Zum Auftakt des von <strong>Teresa Mocharitsch</strong> von der Museumsakademie Joanneum und <strong>Doreen Mölders</strong>, Leiterin des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne, konzipierten Workshops nannten die Teilnehmer*innen ihre Assoziationen oder Erfahrungen mit Zeitreisen. Deutlich wurden die Vielfalt und die große Faszination des Themas. Zeitreisen beschäftigten viele der Anwesenden auch bei ihrer Arbeit im Museumsbereich, vor allem im Zusammenhang mit Geschichtsvermittlung. Hier kamen bereits zu Beginn verschiedene Fragen auf, mit denen wir uns im Rahmen des zweitägigen Workshops am 19. und 20. Juni 2023 auseinandersetzen würden: Wie vermitteln wir vergangene Lebenswelten spannend, aber ohne von historischen Fakten allzu sehr abzuweichen? Wie realitätsnah („wie grausig“) darf es werden, vor allem bei der Vermittlung für Kinder? Und wie schaffen wir es, offene Bilder statt fertiger Antworten zu vermitteln, die Raum für eigene Interpretationen zulassen?</p>
<p>Bei der Beschäftigung mit Geschichte gehen wir gedanklich immer auf eine Zeitreise, erläuterte Doreen Mölders in der Einführung zum Workshop, und alles, was wir in Bezug auf Vergangenheiten beschreiben, erfordert Kreativität. Doch wie schaffen wir es, uns längst vergangene Kulturen vorzustellen und in mögliche Zukünfte zu abstrahieren? Und wie können wir das Potenzial von Zeitreisen und die historische Faszination, die sie ausüben, in der Museumsarbeit nutzen?</p>
<p>Wie Teresa Mocharitsch weiter ausführte, sei das Konzept Zeitreise außerhalb des Museums insbesondere in der Popkultur sehr präsent, beispielsweise in Form von Computerspielen, die Frühgeschichte durch Virtual Reality erfahrbar machen. Diese technischen Möglichkeiten lassen uns in die Vergangenheit reisen und werden zunehmend auch für den Museumsbereich genutzt. Zudem gibt es die „klassischen“ Varianten, um Frühgeschichte erlebbar zu machen, wie Living History. Für Museumsmitarbeiter*innen, so Mocharitsch, ergeben sich dabei verschiedene Fragen: Welche Bilder generieren wir durch diese Reisen in die Vergangenheit? Welche Bilder und Geschichten <em>wollen</em> wir generieren und wo wollen wir gegensteuern? Wo können wir mit Erwartungen brechen oder Irritationsmomente schaffen? Und wie gehen wir mit dem Thema Authentizität um? Beim Konzept Zeitreise geht es daher nicht nur um eine Reise in die Vergangenheit, sondern um die Verschränkung von verschiedenen zeitlichen Ebenen, von Vergangenheit(en), Gegenwart – und auch um einen Blick in die Zukunft.</p>
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<h1>Darf Geschichte Spaß machen? Zeitreisen als Geschichtsvermittlung</h1>
<p><strong> </strong></p>
<p>Dass es sich bei Zeitreisen um ein sehr großes Feld handelt, zeigte auch <strong>Cornelius Holtorf </strong>zu Beginn seines Beitrags <strong>„Zeitreise als archäologische Praxis“</strong> mit Beispielen aus Literatur, Living History, Filmen, Doku Soaps, Computerspielen und Themed Environments (z. B. in Freilichtmuseen) und warf die Frage auf: Zu welchen größeren Themen leisten Zeitreisen einen Beitrag? Als erste These nannte er: Zeitreisen sind eine eigenständige Form der Geschichtsrezeption und sollten daher nicht mit dem Maßstab anderer Geschichtsrezeptionen gemessen werden. Neben zwei etablierten Formen der Geschichtsrezeption, erstens der chronologischen Präsentation historischer Ereignisse („Was ist wann passiert?“) und zweitens der kritischen Perspektive, die die Geschichtsschreibung stärker hinterfragt („Was wissen Personen, und warum?“), präsentierte Holtorf als dritte Variante die Zeitreisen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Zugängen gehe es bei Zeitreisen um das Jetzt, um das Einbeziehen aller Sinne und um die Vorstellung von Leben heute und dem Leben „damals“ im Kontrast. Das zentrale Element und das große Potenzial von Zeitreisen sei die Immersion, das Eintauchen in vergangene Welten: Durch Experimente wie „eine Woche in der Eisenzeit leben“ oder literarischen Zeitreisen wie im Romanzyklus „Ayla“ von Jean M. Auel werden Rezipient*innen in eine andere Welt versetzt und erleben einen „period rush“. Lebenswelten vergangener Zeiten werden auf diese Weise sehr anschaulich vermittelt.</p>
<p>Als These Nummer 2 nannte Holtorf: Zeitreisen sind vieldimensional. Kreieren Personen Szenarien aus der Vergangenheit, ist dies gelebte und gespielte Realität; Gegenwart und Vergangenheit gehen ineinander über. Für viele ist dies mehr als nur ein Spiel auf Zeit, sondern wird oft über lange Zeiträume wiederholt ausgeführt und geht den Beteiligten näher als beispielsweise eine wissenschaftliche Auseinandersetzung. Durch den Einsatz bestimmter Dinge (wie von Kostümen oder Ähnlichem) und Abläufe schaffen Personen Szenarien. Auch in der Umsetzung gibt es verschiedene Dimensionen, die alle relevant sind, so wird allein oder in der Gruppe gespielt, privat oder für Publikum. In den Gruppen gelten bestimmte Regeln, an die sich alle Beteiligten halten müssen. Zeitreisen sind daher gewusst und gefühlt; anstatt auswendig zu lernen geht es um Imagination, Abenteuer und Spaß.</p>
<p>These drei: Zeitreisen sind zeitgemäß, zugleich populär, zugänglich, berührend, inspirierend, und nicht nur akademisch, denn: Bei Zeitreisen als Geschichtsrezeption stehen die Menschen im Mittelpunkt, nicht wissenschaftliche Quellen oder politische Werte. Als Beispiel nannte er die Darstellung einer Eisenzeitschlacht im dänischen <a href="https://www.moesgaardmuseum.dk/en/" target="_blank" rel="noopener">Moesgaard Museum</a>, in dem Besucher*innen eine Schlacht von innen erleben können: Sie stehen in der Mitte, über Videoaufnahmen kommen von beiden Seiten Truppen direkt auf sie zu. Dies, so Holtorf, vermittle die Schlacht als eindringliches Erlebnis deutlicher als die Präsentation von Objekten wie Waffen, Speerspitzen oder Ähnlichem. Bei Zeitreisen gehe es auch darum, in der Gruppe Werte zu hinterfragen, wie etwa in der Reality-TV-Show „10 000 BC“, bei der Teilnehmende acht Wochen „in der Steinzeit“ leben sollten. Die Menschen bei Zeitreisen ins Zentrum zu stellen, sei, so Holtorf, der wichtigste Aspekt, den viele Archäologie-Museen jedoch nicht berücksichtigen würden.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion tauschten sich die Teilnehmenden über eigene Erfahrungen mit der Umsetzung von Zeitreisen in Museen aus. Um den „Zauber Zeitreise“ zu kreieren, seien einerseits gute, für die jeweilige Zielgruppe geeignete Materialien nötig, waren sich die Teilnehmenden einig. Eine wichtige Rolle spielen auch Sinneswahrnehmungen. Dass einst getragene Kleidungsstücke auf der Haut kratzen, lässt sich am besten verdeutlichen, indem Besucher*innen diese anprobieren dürfen. Durch dieses Erleben wird die Erfahrung „authentisch“ bzw. es werden „authentische Erlebnisse“ kreiert. Darüber hinaus ist jedoch auch die Durchführung der Zeitreise entscheidend: Zeitreisen müssen als Ritual betrachtet werden, die mit einem Akt der Transformation, wie beispielsweise einem Gong oder einem Lied, beginnen, um den Wechsel in eine andere Welt zu signalisieren. Auch diskutierten wir den Einsatz von Gerüchen in Ausstellungen, wie beispielsweise in der <a href="https://www.kulturama.ch/wp-content/uploads/2022/05/Flyer_Sonderausstellung_Schnuppernase_lowres.pdf" target="_blank" rel="noopener">Sonderausstellung “SCHNUPPERNASE“. Eine Ausstellung in 100 Gerüchen“</a>, die 2016 im Kulturama Museum des Menschen in Zürich gezeigt wurde. Der Einsatz von Gerüchen kann dabei helfen, sich die – nicht ausschließlich wohlriechende – Vergangenheit vorzustellen.</p>
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<h1>Welche Bilder schaffen wir? Geschichtsvermittlung durch Living History und Reenactment-Gruppen im Museum</h1>
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<p><strong>„Leben und leben lassen“ </strong>war der Übertitel von <strong>Karl Banghards</strong> Vortrag, der sich mit <strong>„Living History im Museum“ </strong>auseinandersetzte. Anhand unterschiedlicher Beispiele erläuterte er verschiedene Vermittlungschancen von Living History im Museum: Erstens die Provokation, denn Bilder provozieren, wenn sie mit Vorstellungen brechen oder kontrastieren. Eine weitere Vermittlungschance sei die Emanzipation: Living History könne jede*r betreiben und damit verschiedene Geschichtsbilder aufwerfen, unabhängig von Museen oder dem Besitz bestimmter Funde und Objekte. Als weitere Vermittlungschance nannte er den persönlichen Kontakt, den Living History bietet, wenn Geschichte durch echte Personen vermittelt wird, wie beispielsweise im <a href="https://mannenzaal.nl/" target="_blank" rel="noopener">Mannenzaal in St. Pieters im niederländischen Amersfoort</a>. Die Faszination, die Living History ausübt, erklärte Banghard dadurch, dass Living History die utopische Verbindung zweier Aspekte sei: Die Sicherheit des eingezäunten Freilichtmuseums und die Freiheit (des Steinzeitmenschen). Zudem thematisierte er, mit Verweis auf den Historiker Valentin Groebner, den Zusammenhang zwischen Zeitreise, Urlaub und Tourismus: Wie im Urlaub sind wir auch bei Zeitreisen auf der Suche nach der Illusion eines intensiveren, gleichzeitig entschleunigten Lebens, das wir am Meer, bei Events oder eben an historischen Orten suchen.</p>
<p>Als Gegenpole zur Living History nannte Banghard einerseits den konsequenten Objektbezug, bei dem alles in ein Objekt projiziert werde, das dadurch die Deutungsmacht erhalte, sowie die „radikale Verkleinerung“, beispielsweise durch Playmobil-Ausstellungen. Im Gegensatz zu diesen beiden Formen liege das Potenzial von Reenactment und Living History darin, dass Szenarien weiterentwickelt werden können und durch Rollenspiele auch die kommunikative Kompetenz gestärkt werde.</p>
<p>Am Schluss kam Banghard auch auf Nachteile und Gefahren von Living History zu sprechen, so etwa die Vereinnahmung von Reenactment-Szenarien durch rechtsradikale Gruppen, die diese Events gezielt missbrauchen und so mit ihrer Geschichtsdeutung Sichtbarkeit erlangen. Ein weiteres Problem sei der fehlende Kontakt zwischen Reenactment-Gruppen, Museen und Wissenschaft, denn anders als beispielsweise in England gebe es in Deutschland wenig Zusammenarbeit und Gruppen werden lediglich für einzelne Shows engagiert. Der Bildungsauftrag, so Banghard, gelte jedoch nicht nur für die Besucher*innen in Ausstellungskontexten, sondern ebenso für Living History.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, ob Reenactment-Gruppen an bestimmte Museen angegliedert sein sollten, oder ob sie dies in ihrer Freiheit einschränken könnte. Außerdem diskutierten wir über die Polarisierung, die Living History ausübt, sowie über die Frage, wie wir VR einsetzen und so die Vorstellungskraft des Publikums anregen können. Als weitere Möglichkeiten thematisierten wir den Einsatz von Klang im Raum („Ambient Sound“) sowie erneut von sensorischen Elementen wie Gerüchen, die besonders subtil wirken und die Besucher*innen in eine bestimmte Stimmung versetzen können. Die Kritik an Playmobil-Ausstellungen sowie an objektzentrierten Ausstellungen wurde nochmals aufgegriffen und auch die Deutung als „Befreiung“ der Objekte vorgeschlagen. So könne man beispielsweise mit einem 3-D-Drucker Kopien von Objekten und damit „zu Hause“ ein eigenes Museum erschaffen. Dies sind Prozesse, die aus dem traditionellen Museumsdenken herausführen.</p>
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<h1>5 Millionen Jahre unter der Erde: Die Dauerausstellung im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne</h1>
<p><strong> </strong></p>
<p>Mithilfe eines mobilen Kamerawagens führte <strong>Michael Lagers </strong>alle – auch die virtuell teilnehmenden – Workshopteilnehmer*innen durch die Dauerausstellung im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne und brachte uns das Konzept der Ausstellung näher. Der Titel „Alles außer oberflächlich“ bezieht sich dabei auch auf die Gestaltung der Ausstellung: Sie befindet sich auf 3.000 m<sup>2</sup> Ausstellungsfläche unter der Erde und ist als Grabungslandschaft gestaltet. Die Ausstellung selbst ist in acht Zonen unterteilt. Durch die Ausstellung, die eine Zeitleiste von etwa 5 Millionen Jahren abdeckt, führt ein 270 Meter langer Steg. Der Weg verläuft chronologisch, doch, so Lagers, werde bewusst keine Epoche beim Namen genannt, um den Eindruck zu vermeiden, „mit einem Schritt sei plötzlich alles anders“. Vielmehr sind die Übergänge dynamisch gestaltet und werden durch Schlagwörter am Boden angedeutet. Zudem weisen Richtungsänderungen des Stegs auf Ereignisse hin, beispielsweise wenn der Mensch das Metall für sich entdeckt oder sesshaft wird.</p>
<div id="attachment_25632" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25632" class="size-large wp-image-25632" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild2-770x520.jpg" alt="Michael Lagers führt durch die Dauerausstellung im LWL-Museum. Screenshot: Elisabeth Magesacher" width="770" height="520" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild2-770x520.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild2-350x236.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild2-175x117.jpg 175w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild2.jpg 1063w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25632" class="wp-caption-text">Abbildung 2: Michael Lagers führt durch die Dauerausstellung im LWL-Museum. Screenshot: Elisabeth Magesacher</p></div>
<p>Der Bezug zur Archäologie wird durch die Gestaltung verstärkt: Über die Ausstellungsfläche verteilt befinden sich verschiedene Kuben, die Grabungszelte darstellen sollen und einzelne Themenkomplexe wie Brandbestattung, Wort und Schrift, Licht und Zeitrechnung, Klima oder Migration ausführlicher behandeln. Das Gestaltungskonzept Grabungslandschaft zieht sich durch die gesamte Ausstellung. So sahen wir eine Inszenierung der Balver Höhle, in der einzelne Objekte in Kisten präsentiert wurden, wie Funde bei archäologischen Grabungen. An anderer Stelle werden Objekte in Tischvitrinen, chronologisch sortiert nach Fundschichten, präsentiert. Am Boden ist ein ausgerollter Grabungsplan zu sehen, auf dem 1:1-Vitrinen positioniert sind. Hörstationen sind wie Stangen gestaltet, mit denen Funde gekennzeichnet werden.</p>
<p>Die Ausstellung gibt zudem Einblicke in archäologische Forschungsmethoden: Das Thema Dendrochronologie, die Datierung anhand von Baumringen, wird anhand der Ausgrabung eines Kastenbrunnens erläutert. In einem Forschungslabor werden Funde, wie Knochen von Mensch und Tier, Steine, Metall und Bodenproben präsentiert, die in verschiedenen Containern sortiert werden. Es finden sich Infos zu Gesteinsbestimmung, Radiocarbondatierung oder Dendrochronologie. Auf diese Weise werden in der Ausstellung nicht nur die Funde präsentiert, sondern auch Methoden und Arbeitsweisen der Archäologie, mithilfe derer diese entdeckt und weiter untersucht wurden.</p>
<div id="attachment_25628" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25628" class="size-large wp-image-25628" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild3-770x388.jpg" alt="Michael Lagers bei der Führung durch die Dauerausstellung im LWL-Museum. Screenshot: Elisabeth Magesacher" width="770" height="388" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild3-770x388.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild3-350x177.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild3.jpg 1433w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25628" class="wp-caption-text">Abbildung 3: Michael Lagers bei der Führung durch die Dauerausstellung im LWL-Museum. Screenshot: Elisabeth Magesacher</p></div>
<p>Lagers stellte außerdem die App „Geister der Vergangenheit“ vor, die besonders für die Vermittlung von handwerklichen Tätigkeiten und Produktionsprozessen zum Einsatz kommt: Mit einem Tablet oder dem Smartphone können Besucher*innen Personen aus der Vergangenheit mit AR erscheinen lassen, so beispielsweise eine Bäuerin, die auf einem Mahlstein Korn zu Mehl mahlt.</p>
<div id="attachment_25629" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25629" class="size-large wp-image-25629" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild4-770x394.jpg" alt="Die Geister, die ich rief: Mithilfe der App „Geister der Vergangenheit&quot; demonstriert eine Bäuerin, wie sie Korn zu Mehl mahlt. Screenshot: Elisabeth Magesacher" width="770" height="394" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild4-770x394.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild4-350x179.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild4.jpg 1424w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25629" class="wp-caption-text">Abbildung 4: Die Geister, die ich rief: Mithilfe der App „Geister der Vergangenheit&#8221; demonstriert eine Bäuerin, wie sie Korn zu Mehl mahlt. Screenshot: Elisabeth Magesacher</p></div>
<p>Auch gibt es in der Ausstellung mehrere „Holo-Vitrinen“, die verschiedene Themen veranschaulichen: Wie entsteht eine römische Öllampe? Wie wird eine aufwendige Fibel produziert? Die Produktionsschritte werden durch holografische Installationen gezeigt und vermitteln die handwerklichen Techniken dadurch sehr lebendig. Gegen Ende der Dauerausstellung ist ein Profilblock zu sehen, bei dem verschiedene Erdschichten übereinander dargestellt sind – die obersten Schichten bilden Kriegsschutt, Asphalt und, ganz oben, eine Parkuhr. In der Nähe des Blocks werden die einzelnen Schichten zur Veranschaulichung nochmals einzeln präsentiert. Den Abschluss der Dauerausstellung bildet ein Bereich zum Thema „Modern Times“, bei dem unter anderem ein Fußabdruck von Neil Armstrong bei der Mondlandung 1969 zu sehen ist. Philosophische Zitate im Raum begleiten die Besucher*innen und sollen beim Verlassen der Ausstellung zum Nachdenken anregen: Was hinterlassen wir zukünftigen Erdbewohner*innen?</p>
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<h1>Besuch aus der Zukunft: eine Augmented-Reality-Tour</h1>
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<p>Im letzten Programmpunkt des ersten Veranstaltungstags nahm uns Kai Bernhardt mit auf die <a href="https://www.lwl-landesmuseum-herne.de/de/veranstaltungen/zeitrauschen/" target="_blank" rel="noopener">Augmented-Reality-Tour „<strong>Lost in TimeTime“</strong></a> durch die Dauerausstellung des Museums. Zu Beginn machten wir über einen Bildschirm Bekanntschaft mit Jo, einem Wesen aus der Zukunft, das nach einer missglückten Zeitreise in der Zeit feststeckte und unsere Hilfe brauchte. Damit Jo seine Reise fortsetzen konnte, sollten wir, die Museumsbesucher*innen, eine Reihe an Aufgaben lösen und uns dabei als Archäolog*innen versuchen, denn, so Jo: „Archäologie ist DIE Lösung!“ Die Kommunikation mit Jo funktionierte zu Beginn über den Monitor, danach über einen tragbaren Lautsprecher, den Kai Bernhardt mit durch die Ausstellung nahm.</p>
<div id="attachment_25630" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25630" class="size-large wp-image-25630" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild5-770x487.jpg" alt="Lost in Time: Jo bittet uns über einen Monitor um Hilfe. Screenshot: Elisabeth Magesacher" width="770" height="487" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild5-770x487.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild5-350x221.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild5.jpg 1131w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25630" class="wp-caption-text">Abbildung 5: Lost in Time: Jo bittet uns über einen Monitor um Hilfe. Screenshot: Elisabeth Magesacher</p></div>
<p>Die Teilnehmer*innen vor Ort erhielten Tablets, mit denen sie verschiedene Aufgaben lösen sollten. Beispielsweise sollten sie am Boden eines Ausstellungsraums verschiedene Schlüssel orten und diese mithilfe virtueller Werkzeuge wie Schaufel, Kelle oder Pinsel am Tabletbildschirm freilegen, ausgraben und abpinseln. Später sollten die Teilnehmenden mithilfe von echten Schlüsseln, die sich in einer Vitrine der Ausstellung befanden, ein Zahlenrätsel lösen. Die Teilnehmenden mussten hierfür die ausgestellten Schlüssel genau betrachten und mithilfe der sichtbaren Inventarnummern der Objekte und durch Symbole auf dem Schlüsselbart einen Zahlencode lösen. Auf diese Weise wurde eine Verbindung zwischen den am Tablet zu lösenden Aufgaben und den Objekten der Ausstellung hergestellt und die Gruppe zum intensiven Betrachten der Ausstellungsobjekte animiert. In einer anderen Aufgabe sollten die Teilnehmenden eine zerbrochene Amphore am Tablet als 3-D-Puzzle wieder zusammensetzen und den „Fund“ anschließend durch die Ausstellung auf ihren vorgesehenen Platz tragen und sicher verstauen. Als Vorlage diente dabei eine Amphore, die in der Ausstellung ausgestellt war. Der Bezug zur „echten“ Archäologie wurde zwischen den Aufgaben durch Filmaufnahmen hergestellt, die am Tablet als „Werbung“ eingespielt wurde. Zu sehen waren Archäolog*innen, die verschiedene Arbeiten passend zur jeweiligen Aufgabe ausführen, etwa das Reinigen, Verpacken oder Einlagern von Objekten.</p>
<p>Am Ende der Dauerausstellung war das Ziel erreicht: Nachdem alle Aufgaben gelöst waren, konnte Jo seine Reise durch die Zeit fortsetzen. Und wäre das Museum nicht montags geschlossen gewesen, so hätten alle Teilnehmenden an der Museumskasse ihren Preis abholen können. (Aus Rücksicht auf zukünftige Museumsbesucher*innen wird an dieser Stelle nicht verraten, worum es sich dabei handelt).</p>
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<h1>Eine Zeitreise ausstellen? Vergangenheit mit Virtual-Reality-Brille erfahrbar machen</h1>
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<p>Am Beginn des zweiten Veranstaltungstags stellte<strong> Sarah Kiszter</strong> in ihrem Beitrag <strong>„Eine Zeitreise gefällig? Digitale Visualisierungen archäologischer Landschaften“</strong> das EU-Projekt „<a href="https://www.museum-joanneum.at/archaeologiemuseum-schloss-eggenberg/projekte/danubes-archaeological-elandscapes" target="_blank" rel="noopener">Virtual Archaeological Landscapes of the Danube Region“</a> vor, in das neun Länder involviert sind, unter anderem Österreich mit dem Archäologiemuseum des Universalmuseums Joanneum. Als Ausgangspunkt erzählte die Vortragende von einem prägenden Kindheitserlebnis: Ein Besuch in Pompeji hatte die damals Fünfjährige tief beeindruckt, da es bei dieser Zeitreise um Menschen ging, die, genau wie die Besucher*innen, Familien und einen Alltag hatten. Diese Faszination wollte Kiszter auch für das Projekt im Archäologiemuseum nutzen, um den Besucher*innen Vergangenheit näherzubringen. Aus Mangel an Zeugnissen aus der Urgeschichte wurde stattdessen moderne Technologie eingesetzt, um den Besucher*innen archäologische Landschaften durch Simulationen mit Augmented und Virtual Reality zugänglich zu machen. Zwei Fundstellen in der Steiermark wurden durch VR zum Leben erweckt: die Römerstadt Flavia Solva, die heute größtenteils überbaut ist, sowie der Burgstallkogel bei Großklein, in dessen Umgebung sich etwa 700 Hügelgräber befinden. Bei der Projektentwicklung wurden die archäologischen, technischen und sozialen Perspektiven einbezogen und es wurde mit verschiedenen Personen, auch Museumsbesucher*innen, diskutiert: Wie kann diese Zeitreise ausgestellt werden? Welche Datenlage erfordert das Projekt? Von welchem Wissensstand der Besuchenden können wir ausgehen, z. B. in Bezug auf zeitliche Einordnungen? Zudem waren Computer-Spezialist*innen involviert, um die technische Umsetzbarkeit zu gewährleisten.</p>
<p>Auf Grundlage dieser Überlegungen wurden ein Storyboard für einzelne Szenen sowie Aufgaben entwickelt, die die Besucher*innen lösen sollten. Die Reise nach Flavia Solva erfolgte über das Tragen von VR-Brillen bzw. über einen Film, der in der Ausstellung Besucher*innen zur Verfügung steht, die keine VR-Brille aufsetzen möchten oder (aus gesundheitlichen Gründen) dürfen. Man sieht eine Straße, verschiedene 3-D-Gebäude und Personen, die mit den Besucher*innen sprechen. Die Reise ist durch Mini-Games aufgebaut; in mehreren Stationen sprechen Personen mit den Besucher*innen, erklären Dinge, die sie tun, beispielsweise die Arbeit am Webstuhl, und es müssen Aufgaben gelöst werden. Während die Umgebung und die Gebäude – 3-D-Animationen realer Rekonstruktionen – farbig sind und sehr echt wirken, sind die Personen, denen die Besucher*innen begegnen, zweidimensional und in Weiß dargestellt, sodass sie Comic-haft wirken. Wie Kiszter erklärte, war dies eine bewusste Entscheidung, denn während die Umgebung relativ gut rekonstruiert werden konnte, wurden Personen erfunden, die es so nicht gegeben hat. Um diesen Kontrast zwischen der Landschaft und den Personen zu schaffen, wurde die comichafte Darstellung der Personen in Weiß gewählt, was von den Besucher*innen sehr gut angenommen werde. Ebenfalls eine bewusste Entscheidung war die Darstellung von Flavia Solva als Stadt, in der nicht alles, wie in Hollywood-Filmen, sauber und perfekt ist, sondern in der auch kranke Menschen lebten und Dreck auf der Straße lag.</p>
<div id="attachment_25631" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25631" class="size-large wp-image-25631" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild6-770x545.jpg" alt="Zeitreise mit VR, Screenshot aus der Präsentation von Sarah Kiszter: Elisabeth Magesacher" width="770" height="545" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild6-770x545.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild6-350x248.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/Bild6.jpg 1220w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25631" class="wp-caption-text">Abbildung 6: Zeitreise mit VR, Screenshot aus der Präsentation von Sarah Kiszter: Elisabeth Magesacher</p></div>
<p>In der anschließenden Diskussion wurden die Umsetzung des Konzepts in Museen, die Reaktionen des Publikums und die Herausforderungen diskutiert. Das Besucher*innen-Feedback, so Kiszter, sei sehr positiv; die Zeitreise wurde als lehrreich empfunden und gegenüber anderen Vermittlungstechniken bevorzugt. Durch die „Mini-Games“ war es zudem sehr motivierend und machte Spaß. Des Weiteren ist das Angebot inklusiv, da es in zehn Sprachen angeboten wird, der Text, beispielsweise von Besucher*innen mit Hörschwierigkeiten, auch mitgelesen werden kann und neben VR auch ein Film mit Touchscreen als Alternative zum Tragen der VR-Brillen zur Verfügung stehe. Eine Herausforderung, so Kiszter, war die Technik, die gewartet werden muss, wofür langfristige Kosten und Personalaufwand einkalkuliert werden müssen. Museumsmitarbeiter*innen hätten oft wenig Erfahrung mit VR-Technologie und müssen daher dementsprechend geschult werden. Beispielsweise sei es bei der Durchführung wichtig, die Teilnehmenden daran zu erinnern, während des Tragens der VR-Brillen sitzen zu bleiben und sich nicht mit der Brille im (echten) Raum zu bewegen, da Verletzungsgefahr besteht. Auch wurde der Betreuungsaufwand, vor allem bei größeren Gruppen, diskutiert.</p>
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<h1>Die Zukunft als Black-Mirror-Dystopie? Blicke in die Glaskugel</h1>
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<p>Wie wird unsere Zukunft aussehen? Was passiert mit unserem (digitalen) Kulturerbe, wird es so etwas wie einen Kunstkanon noch geben? Wie gehen wir mit virtueller Verschmutzung um? Und welche Rolle werden Museen in der Zukunft spielen? Im Workshop <strong>„Aus der Zukunft lernen: Einblick in die Welt von morgen durch Design, Fiktion und reverse Archäologie“</strong> von <strong>Ceren </strong><strong>Topçu -Weigand</strong> reisten wir gedanklich in die Zukunft und beschäftigten uns mit möglichen Zukunftsszenarien. Ausgangspunkt war dabei das Konzept des <em>speculative</em> und <em>critical design</em>, bei dem es laut Topçu-Weigand darum gehe, ein Produkt zu entwerfen und ausgehend von diesem eine Diskussion zu eröffnen und Debatten in Bezug auf mögliche Zukünfte zu schaffen. Das Konzept könne dabei als Problemlösungsansatz verstanden und zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme wie Klimakrise oder Armut beitragen.</p>
<p>In Kleingruppen sollten wir anschließend mögliche Zukunftsszenarien entwerfen. Dabei dienten Bild- und Wortimpulse als Inspirationsquellen, so beispielsweise ein Ausstellungsplan, auf dem ein „Crying Room“ und der Hinweis „Gefördert durch das Ministerium für Einsamkeit“ zu sehen war. Ausgehend von „Was wäre wenn?“-Szenarien sollten wir Stories entwickeln: In welcher Gesellschaft existiert ein solches Museum? Welche Funktionen könnte es haben? Anschließend sollten wir ausgehend von diesem Szenario ein Produkt, ein Artefakt, entwickeln, das in der jeweiligen Gesellschaft eine Rolle spielt und in dem Szenario verortet ist. Dabei animierte uns Topçu-Weigand, die Zukunft nicht ausschließlich dystopisch, wie etwa in der Netflix-Serie „Black Mirror“, vorzustellen, sondern den Fokus auf „preferable“ und „desirable“, also auf wünschenswerte Zukünfte zu lenken. Dennoch fielen die Szenarien der Teilnehmer*innen überwiegend düster aus, die Museen nahmen jedoch eine entscheidende positive Rolle als Rückzugsorte ein.</p>
<p>So entwickelten die Teilnehmenden Szenarios, in denen etwa Gesellschaften stark kontrolliert werden, die Welt draußen sehr hektisch ist und das Museum als safe place dient, ohne Werbung, ohne Kontrolle, als Ort zum Abschalten. In einem anderen Szenario wiederum herrscht eine Atmosphäre von Misstrauen und Verunsicherung. Es ist schwierig, die eigene Meinung frei zu äußern, andere Menschen kennenzulernen und Kontakte aufzubauen. Auch hier fungieren Museen als sichere Orte, die die Menschen beim Knüpfen sozialer Kontakte unterstützen sollten. Auch dient das Museum als digitaler Wissensspeicher und als Ort, um eigene Ideen zu verifizieren und Informationen auf Fake-News-Gehalt zu überprüfen. Die von den Teilnehmer*innen entwickelten Zukunftsartefakte waren eine Safe Box, die Schutz vor Überwachung bietet, ein Anzug, der die Emotionen der tragenden Person erkennt und beim Umgang mit diesen unterstützt, oder ein Übersetzungskopfhörer, der neben sämtlichen Fremdsprachen auch nonverbale Kommunikationssignale wie Mimik und Gestik in Gesprächen übersetzt und interpretiert. Überwogen in den meisten vorgestellten Szenerien zwar die dystopischen Elemente (Überwachung, Informationsmisstrauen, Überstimulation), so nahmen die Museen zunehmend wichtige Rollen ein und waren neben Orten der Wissensvermittlung und Bewahrung auch Orte der Kontakte und safe spaces.</p>
<p>Durch diese kreativen Gedankenspiele konnten wir mögliche Zukunftsszenarien und die Rolle der Museen in diesen durchdenken. Anhand der Artefakt-Entwicklung wurde deutlich, wie wichtig Storytelling dafür ist. Zum Abschluss ermutigte uns die Vortragende zur Beschäftigung mit möglichen Zukünften, und uns diese möglichst frei vorzustellen und zu diskutieren. In ihren Funktionen als zukünftige Rechercheorte und für die Krisenplanung seien Museen nicht zu unterschätzen.</p>
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<h1>Digitalisierung, Emotionen und Tool Sharing im Museum: Abschlussdiskussion</h1>
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<p>In der Abschlussdiskussion des Workshops wurden die zentralen Themen der beiden Veranstaltungstage nochmals aufgegriffen: Wie die verschiedenen Beiträge zeigten, wird das Konzept Zeitreise auf vielfache Weise für die Vermittlung von Frühgeschichte im Museum eingesetzt. Zeitreisen ermöglichen das Eintauchen in vergangene Lebenswelten und eine Geschichtsvermittlung mit allen Sinnen, wie es andere Methoden nur schwierig zu schaffen vermögen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Einsatz von sensorischen Elementen, durch die Besucher*innen Vergangenes nicht nur sehen, sondern auch riechen, hören und fühlen können. Dabei diskutierten wir unter anderem, welchen Stellenwert detailliertes Faktenwissen im Gegensatz zu einem atmosphärischen Gesamteindruck hat. Auch die Auseinandersetzung mit möglichen Zukünften kann durch das Konzept Zeitreise erfolgen. Zunehmend wichtiger wird außerdem das Thema Emotionen in Ausstellungen: Neben Fakten in Bezug auf geschichtliche Ereignisse geht es vermehrt um die Vermittlung von Gefühlen, die dabei eine Rolle spielen.</p>
<p>Anhand der verschiedenen Präsentationen und der Ausstellung im LWL-Museum besprachen wir, wie frühgeschichtliche Themen nicht nur anhand von Funden vermittelt, sondern auch deren Weg ins Museum und damit archäologische Forschungsmethoden thematisiert werden. Um Vergangenheiten oder Zukünfte spannend zu vermitteln, kommen vermehrt digitale Anwendungen zum Einsatz, so etwa holografische Installationen, Augmented-Reality-Konzepte oder der Einsatz von Virtual-Reality-Brillen. Durch Corona in Schwung gebracht, entwickeln sich diese digitalen Anwendungen in rasantem Tempo weiter. In diesem Zusammenhang diskutierten wir, wie sehr der Erfolg digitaler Angebote in Museen von der intensiven Bewerbung dieser abhängig ist. Digitale Vermittlungsangebote müssen intensiv beworben und betreut werden, damit sie funktionieren. Dies wiederum erfordert den gezielten Einsatz von Werbung, Kommunikation und Marketing, was vor allem kleinere Häuser vor finanzielle und personelle Herausforderungen stellen kann. Daher, so waren sich die Teilnehmenden einig, sei das nur möglich, wenn entsprechende Fördergelder von staatlicher Seite für die Umsetzung dieser Angebote zur Verfügung gestellt würden.</p>
<p>Abschlusspunkt der Diskussion bildete die Thematisierung von Tool-Sharing im Museum, beispielsweise durch den Verbund <a href="https://www.museum4punkt0.de/" target="_blank" rel="noopener">museum4punkt0</a>. Hier werden Codes von Prototypen für bestehende Projekte veröffentlicht, sodass andere Museen diese weiterentwickeln können. Dies zeigt auch einen Demokratisierungsprozess der musealen Arbeit auf und verdeutlicht, wie wichtig Vernetzung und Austausch im Museumsbereich sind.</p>]]></content:encoded>

                                        </item>
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                        <title>„HOTSPOT HOLZ“ hieß es beim diesjährigen Erlebnistag im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/hotspot-holz/</link>
                        <pubDate>Mon, 16 Oct 2023 09:14:54 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25641</guid>
			<description><![CDATA[Den Besucher*innen unseres Erlebnistages am 24. September bot sich dieses Mal nicht nur das bisher stets bewährte abwechslungsreiche Programm rund um Erntedank mit Trachtenschau, Dreschen, Sterzkochen, Handarbeiten und vielem mehr, sondern sie trafen an verschiedenen Projektstationen auch auf den „Hotspot Holz“.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25641</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Themen reichten vom Dachdecken und Hobeln über die Dendrochronologie und Leonardo-Brücke bis hin zu Brunntroghacken und Blochsägen. Groß und Klein wurden dabei eingeladen, zuzuschauen, mitzumachen und Fragen zu stellen!</p>
<div id="attachment_25644" style="width: 523px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25644" class="wp-image-25644 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_Gross-und-Klein_OeFM-513x770.jpg" alt="Groß und Klein beim Holzarbeiten am Erlebnistag." width="513" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_Gross-und-Klein_OeFM-513x770.jpg 513w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_Gross-und-Klein_OeFM-233x350.jpg 233w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_Gross-und-Klein_OeFM-1024x1536.jpg 1024w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_Gross-und-Klein_OeFM-1365x2048.jpg 1365w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_Gross-und-Klein_OeFM-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 513px) 100vw, 513px" /><p id="caption-attachment-25644" class="wp-caption-text">Hobeln für Groß und Klein Foto: ÖFM</p></div>
<p>Die Kinder waren besonders begeistert davon, mit Holz zu arbeiten und handwerkliche Fähigkeiten zu erproben. Unter fachkundiger Anleitung konnten sie lernen, wie man Dachschindeln auf einem Dach befestigt oder wie man ein Blockhaus baut, wie ein Brunnenrohr durchbohrt wird und wie eigentlich Hobeln funktioniert.</p>
<div id="attachment_25646" style="width: 523px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25646" class="wp-image-25646 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_OeFM-513x770.jpg" alt="Hobeln beim Erlebnistag" width="513" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_OeFM-513x770.jpg 513w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_OeFM-233x350.jpg 233w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_OeFM-1024x1536.jpg 1024w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_OeFM-1365x2048.jpg 1365w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Hobeln_OeFM-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 513px) 100vw, 513px" /><p id="caption-attachment-25646" class="wp-caption-text">Beim fleißigen Hobeln fliegen die Späne Foto: ÖFM</p></div>
<p>Der Bau und die Tragfähigkeit der Leonardo-Brücke faszinierte Jung und Alt und bot Einblicke in die Prinzipien der Holzkonstruktion. Diese Brücke ist eine Bogenkonstruktion, die erstmals in Form einer Skizze von dem italienischen Renaissancekünstler und Erfinder Leonardo da Vinci (1452–1519) in seinem Codex Atlanticus, datiert 1478–1518, dokumentiert wurde. Die Grundidee besteht in der Übertragung des Flechtprinzips auf starre hölzerne Bauteile. So stützen sich die Bauteile durch geschickte Verschränkung gegenseitig. Fixiermittel wie Dübel, Schrauben, Nägel oder Seile sind nicht nötig.</p>
<div id="attachment_25648" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25648" class="wp-image-25648 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Leonardobruecke_OeFM-770x513.jpg" alt="Test einer Holzbrücke nach Entwurf von Leonardo da Vinci" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Leonardobruecke_OeFM-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Leonardobruecke_OeFM-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Leonardobruecke_OeFM-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Leonardobruecke_OeFM-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Leonardobruecke_OeFM-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25648" class="wp-caption-text">Das Universalgenie da Vincis zeigte sich auch beim Brückenbau Foto: ÖFM</p></div>
<p>Holz als handwerklicher Werkstoff hat eine zeitlose Anziehungskraft. Es verbindet die Menschen mit ihren Wurzeln, zeigt die Schönheit der Handarbeit und fördert das Verständnis für klassische Handwerkstechniken. Holz als Werkstoff ist nicht nur nachhaltig und umweltfreundlich, sondern auch äußerst langlebig.</p>
<div id="attachment_25650" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25650" class="wp-image-25650 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Dachschindeln_Schaugeruest_OeFM-770x513.jpg" alt="Anbringen von Dachschindeln am Schaugerüst beim Erlebnistag." width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Dachschindeln_Schaugeruest_OeFM-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Dachschindeln_Schaugeruest_OeFM-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Dachschindeln_Schaugeruest_OeFM-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Dachschindeln_Schaugeruest_OeFM-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/10/ET-23_Dachschindeln_Schaugeruest_OeFM-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25650" class="wp-caption-text">Auch Dachschindeln verlegen will gelernt sein Foto: ÖFM</p></div>
<p>Der Aktionsschwerpunkt Holz im Jahr 2023 im Österreichischen Freilichtmuseum entstand im Zuge des Projekts „Vermittlung der historisch-ökologischen Bedeutung des Werkstoffes Holz“, das aus Bundesmitteln des Waldfonds gefördert wird. Es handelt sich dabei um eine Initiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft.</p>
<hr />
<h3>Mehr aus dem Österreichischen Freilichtmuseum Stübing</h3>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/teamwork-mit-weitblick-lebensgross-und-oesterreichisches-freilichtmuseum-stuebing/" target="_blank" rel="noopener">Teamwork mit Weitblick – LebensGroß und Österreichisches Freilichtmuseum Stübing</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/wuensche-ans-christkind/" target="_blank" rel="noopener">Wünsche ans Christkind</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/mein-gestriges-schulerlebnis/" target="_blank" rel="noopener">Mein gestriges Schulerlebnis</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Teamwork mit Weitblick – LebensGroß und Österreichisches Freilichtmuseum Stübing</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/teamwork-mit-weitblick-lebensgross-und-oesterreichisches-freilichtmuseum-stuebing/</link>
                        <pubDate>Wed, 16 Aug 2023 15:02:53 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Christiane Becker</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25603</guid>
			<description><![CDATA[Eine große Herausforderung im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing ist die kontinuierliche Instandhaltung und Erhaltung der über 100 originalen sowie originalgetreuen bäuerlichen Bauten. Besonders die Erneuerung der Dachflächen gilt es ständig im Blick zu behalten.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25603</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das Dach gibt einem Wohnhaus oder Wirtschaftsgebäude sein ganz spezielles Aussehen. Es bietet Schutz vor Sonne, Regen, Kälte und anderen Witterungseinflüssen. Als Material wurde immer das in der unmittelbaren Umgebung Vorkommende verwendet. Der Großteil der historischen Bauten auf dem Gelände des Österreichischen Freilichtmuseums verfügt über Holz- und im Speziellen Schindeldächer, denn Holz war hierzulande der wichtigste und ausreichend zur Verfügung stehende Baustoff. Die Schindeldächer prägen die verschiedenen Haustypen, die nach ihrem Vorkommen sogenannte Hauslandschaften bilden. Je nach Region gibt es daher auch verschiedene Schindelarten und Deckungsvarianten.</p>
<div id="attachment_25606" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25606" class="wp-image-25606 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-1-770x578.jpeg" alt="Das Team bei der Herstellung von Dachschindeln im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing." width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-1-770x578.jpeg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-1-350x263.jpeg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-1-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25606" class="wp-caption-text">Foto: ÖFM/UMJ</p></div>
<p>Das Handwerk der Schindelerzeugung wird im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing beherrscht: Die Schindeln werden selbst erzeugt, die Dächer in Eigenarbeit gerichtet. Im Rahmen des Projekts „Vermittlung der historisch-ökologischen Bedeutung des Werkstoffes Holz im Rahmen eines Aktionsschwerpunktes 2023 im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing“ fand im Juli eine spezielle „Schindelwoche“ statt. Helfende Hände von Menschen, die von LebensGroß in allen Lebenslagen begleitet werden, lernten in einem Einschulungsworkshop, wie aus einem Lärchenholzstamm nach vielen einzelnen Schritten eine fertige Schindel entsteht.</p>
<div id="attachment_25607" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25607" class="wp-image-25607 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-8-578x770.jpg" alt="Das Team bei der Herstellung von Dachschindeln im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing." width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-8-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-8-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-8-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-8-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross-8-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25607" class="wp-caption-text">Foto: ÖFM/UMJ</p></div>
<p>Der gesamte Herstellungsprozess von der Abspaltung aus einem starken Rundholz – Vorklieben genannt – über die Teilung zur Mießel bis zum Nachputzen mittels Reifmesser und Heinzelbank bzw. dem Geradehobeln der Schindelschmalseiten erscheint auf den ersten Blick einfach. Allerdings werden diese Arbeitsschritte nur mit viel Liebe zum Detail, guter handwerklicher Fertigkeit und Erfahrung, vorsichtiger Handhabung und Begeisterung für die Holzarbeit zu einem guten Ergebnis führen.</p>
<div id="attachment_25608" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25608" class="wp-image-25608 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross_13-578x770.jpg" alt="Das Team bei der Herstellung von Dachschindeln im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing." width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross_13-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross_13-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross_13-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross_13-1536x2048.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/Schindelwoche_LebensGross_13-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25608" class="wp-caption-text">Foto: ÖFM/UMJ</p></div>
<p>Mit sehr viel Begeisterung, Geschick und Fleiß unterstützte die Gruppe von LebensGroß die Mitarbeiter des Österreichischen Freilichtmuseums Stübing und legte damit den Grundstein für eine weitere Zusammenarbeit.</p>
<p>Die Fotos dieser Woche sprechen für sich.<br />
Hier finden sie nähere Infos zu <a href="https://www.lebensgross.at/">LebensGroß</a> und zum <a href="https://www.museum-joanneum.at/freilichtmuseum/sammlungen-hausforschung/projekte/vermittlung-der-historisch-oekologischen-bedeutung-des-werkstoffes-holz">Projekt</a>.</p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Sommerliche STEIERMARK SCHAU</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/sommerliche-steiermark-schau/</link>
                        <pubDate>Wed, 16 Aug 2023 09:56:37 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25562</guid>
			<description><![CDATA[Die STEIERMARK SCHAU 2023 in der Tierwelt Herberstein ist besonders im Sommer einen Besuch wert. Es locken nicht nur ein spannendes Programm rund um die Vielfalt des Lebens, sondern auch sommerliche Angebote, wie das eigens kreierte STEIERMARK SCHAU Eis.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25562</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Vom mobilen Pavillon über das Haus der Biodiversität bis zur mobilen Forschungsstation bietet die <a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/die-steiermark-schau-nimmt-fahrt-auf/" target="_blank" rel="noopener">STEIERMARK SCHAU 2023</a> diesen Sommer ein ideales Ziel für einen Ausflug. Für Kinder und Erwachsene gibt es bei den verschiedenen <a href="https://www.steiermarkschau.at/programm" target="_blank" rel="noopener">Stationen einiges zu entdecken</a>. Eingebettet ist die STEIERMARK SCHAU in die Tierwelt Herberstein, die gemeinsam mit der angrenzenden Feistritzklamm dem Thema &#8220;Vielfalt des Lebens&#8221; eine perfekte Bühne bietet.</p>
<h3>Start auf den Weg der Vielfalt</h3>
<p>Das Abenteuer STEIERMARK SCHAU beginnt schon vor dem Eingang. Hier können die Besucher*innen im mobilen Pavillon einen Blick auf die Atmosphären fremder Welten werfen. Die beeindruckende Installation kombiniert dabei wissenschaftliche Erkenntnisse über andere Planeten mit den künstlerischen Interpretationen von deren Aussehen.</p>
<div id="attachment_25601" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25601" class="wp-image-25601 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/STS-23_Pavillion-06-2023_007-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/STS-23_Pavillion-06-2023_007-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/STS-23_Pavillion-06-2023_007-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/STS-23_Pavillion-06-2023_007-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/STS-23_Pavillion-06-2023_007-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/08/STS-23_Pavillion-06-2023_007-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25601" class="wp-caption-text">Der besuch der STEIERMARK SCHAU beginnt mit dem mobilen Pavillon vor den Toren der Tierwelt Herberstein. Foto: UMJ/J.J. Kucek</p></div>
<p>Ein begehbares Relief der Feistritzklamm dient beim Eingang der Tierwelt Herberstein als erste Station des Weges der Vielfalt als Übersichtskarte zum Anfassen. Hilfreich für Erwachsene und ein Spaß für Kinder.</p>
<div id="attachment_25575" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25575" class="size-large wp-image-25575" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Relief_024-770x513.jpg" alt="Herberstein-Relief" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Relief_024-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Relief_024-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Relief_024-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Relief_024-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Relief_024-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25575" class="wp-caption-text">Das Relief am Eingang bietet Spaß und Informationen Foto: UMJ/J.J. Kucek</p></div>
<h3>Haus der Biodiversität</h3>
<p>Das Haus der Biodiversität ist als eines der Herzstücke der STEIERMARK SCHAU nicht zu verfehlen. Hier wird auf spielerische Art vermittelt, was die natürliche Vielfalt so kostbar macht. Dabei haben viele verschiedene Lebensformen einen wichtigen Platz im Ökosystem. Sie sind eng miteinander verknüpft und spielen eine Rolle für gesunde Lebensräume. Die Besucher*innen sind jedenfalls angetan: „Das Haus der Biodiversität hat nicht nur die Kinder beeindruckt, auch für uns Eltern hat es spannende Einblicke geboten.“</p>
<div id="carousel-1" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="1"></li><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="2"></li><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="3"></li><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="4"></li><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="5"></li><li data-target="#carousel-1" data-slide-to="6"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_014.jpg" alt="Familie im Haus der Biodiversität" title="Im Haus der Biodiversität können Kinder und Erwachsene spielerisch lernen Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Im Haus der Biodiversität können Kinder und Erwachsene spielerisch lernen Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_029.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_034.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_046.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_050.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_120.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23_Haus-Biodiversitaet_140.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-1" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<h3>Naturschauplatz Feistritzklamm</h3>
<p>Die beste Aussicht in der Tierwelt Herberstein gibt es natürlich an ihrem höchsten Punkt. Als Teil der STEIERMARK SCHAU bietet hier ein neuer Aussichtsturm einen spektakulären Blick über die Region und eine tolle neue Perspektive auf die Feistritzklamm. Besucher*innen können so die vielfältigen Lebensräume für Tiere und Pflanzen der Gegend auf einmal überblicken.</p>
<div id="carousel-2" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-2" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-2" data-slide-to="1"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23-Herberstein_22.jpg" alt="Familie an der Aussichtsplattform Feistritztal" title="Von der Aussichtsstation aus hat man die Feistritzklamm im Blick Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Von der Aussichtsstation aus hat man die Feistritzklamm im Blick Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/STS-23-Herberstein_27.jpg" alt="" title="Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-2" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<p>In der Feistritzklamm können die Besucher*innen vom Forschungsmobil aus selbst ins Feld gehen und die Artenvielfalt der Gegend beobachten. Ausgestattet mit den nötigen Geräten für die Forschung werden so wichtige Daten gesammelt, die später auch in die Ausstellung im Haus der Biodiversität einfließen sollen. Besonders Familien lernen hier bei eigenen Workshops viel neues.</p>
<h3>Sommerspezialität zum Abschluss</h3>
<p>Der Besuch der STEIERMARK SCHAU bietet auch die Möglichkeit, die Tiere in der Tierwelt Herberstein aus der Nähe zu beobachten. &#8220;Wir konnten den Luchs aus nächster Nähe bei der Fellpflege beobachten!&#8221;, erzählt etwa ein Besucher. Der Luchs ist in Österreich übrigens bereits ausgerottet worden und nur durch Wiederansiedlung wieder in freier Wildbahn zu finden. Damit ist er eine wichtige Erinnerung für die Verantwortung des Menschen, die Artenvielfalt zu erhalten.</p>
<p>Ein Ausflug im Sommer wäre nicht komplett, wenn man ihn nicht mit einer süßen Erfrischung abschließen könnte. Die EISOASE hat deshalb ein STEIERMARK SCHAU Eis auf Bio-Milchbasis mit Honig und Ribiseln aus der Eisgärtnerei kreiert. Dieses ist in den steirischen Sommerferien erhältlich.</p>
<hr />
<p><strong>Haben Sie die STEIERMARK SCHAU 2023 besucht? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und geben Sie uns Ihr Feedback!</strong></p>
<p>Die Umfrage finden Sie unter diesem <a href="https://survey.integratedconsulting.eu/136767?lang=de&amp;token=psAZq1zU2Yy9bKC" target="_blank" rel="noopener">Link</a>. Sie nimmt etwa 3-4 Minuten in Anspruch. Herzlichen Dank!</p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Den Schilden im Zeughaus geht’s ans Leder!</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/den-schilden-im-zeughaus-gehts-ans-leder/</link>
                        <pubDate>Mon, 24 Jul 2023 13:03:44 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25547</guid>
			<description><![CDATA[Bei den Restaurierungen der Ausstellungsstücke im Landeszeughaus ist nicht nur Schmiedekunst gefragt. Viele Objekte enthalten organische Materialien und müssen dementsprechend gepflegt und instand gehalten werden.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25547</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das Landeszeughaus ist für seine umfangreiche Sammlung an historischen Rüstungen, Blank- und Schusswaffen bekannt. Bei dieser Menge an Eisen könnte man meinen, dass Rost das Hauptproblem der Restauratoren im Zeughaus ist. Tatsächlich zeichnet eine 2021 durchgeführte Zustandserfassung der Sammlung ein anderes Bild. Neben dem Metall sind in den verschiedenen Objekten Holz, Leder und Textilien eingearbeitet, wobei die letzteren beiden Materialgruppen am meisten vom Zerfall bedroht sind.</p>
<h3>Unsichtbar im Hintergrund</h3>
<p>Die eisernen Rundschilde, sog. Rondatschen bzw. Rundtartschen, die im 4. Stock des Landeszeughauses ausgestellt werden, fielen bei der Zustandserfassung besonders auf. Äußerlich betrachtet wirken die Objekte stabil und weisen keine Korrosion auf dem Metall auf. Jedoch sind 18 der insgesamt 84 Schilde rückseitig mit originalem Leder bespannt. Dieses Leder ist in einem sehr schlechten Zustand. Das Material ist an viele Stellen gerissen und die Oberfläche ist stark abgeschürft (Abb. 1). Die Restaurierung dieser Schilde wurde deshalb sukzessiv in der Werkstatt des Landeszeughauses realisiert.</p>
<div id="attachment_25549" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25549" class="size-large wp-image-25549" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1333-Detail-Schaeden-mit-Massstab-Kopie-770x578.jpg" alt="Rundschild, Lederbespannung eingerissen, Abschürfungen auf der Oberfläche" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1333-Detail-Schaeden-mit-Massstab-Kopie-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1333-Detail-Schaeden-mit-Massstab-Kopie-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1333-Detail-Schaeden-mit-Massstab-Kopie-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1333-Detail-Schaeden-mit-Massstab-Kopie-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25549" class="wp-caption-text">Abb. 1: Objekt 1333, Lederbespannung eingerissen, Abschürfungen auf der Oberfläche Foto: Landeszeughaus</p></div>
<h3>Was ist geschehen?</h3>
<p>Aufzeichnungen über Altrestaurierungen an den Schilden fehlen, jedoch gibt es klare Hinweise, dass die Objekte früher bereits bearbeitet worden sind, vermutlich in den 1950ern. Ein klares Zeichen dafür sind neue, runde Unterlegscheiben und neu eingefügtes Leder an den Rändern zur Sicherung von lockeren Teilen (Abb. 2).</p>
<div id="attachment_25551" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25551" class="size-large wp-image-25551" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Neues-Leder-Detail-mit-Massstab-770x536.jpg" alt="Rundschild, eingefügtes Leder zur Sicherung" width="770" height="536" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Neues-Leder-Detail-mit-Massstab-770x536.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Neues-Leder-Detail-mit-Massstab-350x244.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Neues-Leder-Detail-mit-Massstab-1536x1069.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Neues-Leder-Detail-mit-Massstab-2048x1426.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25551" class="wp-caption-text">Abb. 2: Objekt 1174, eingefügtes Leder zur Sicherung Foto: Landeszeughaus</p></div>
<p>Die Abdrücke der originalen achtkantigen Unterlegscheiben aus dem 16. Jh. sind an einigen Stellen noch gut zu erkennen (Abb.3).</p>
<div id="attachment_25552" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25552" class="size-large wp-image-25552" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Unterlegscheibe-Detail-mit-Massstab-Kopie-770x520.jpg" alt="Rundschild, Abdruck einer achtkantigen Unterlegscheibe aus dem 16. Jh." width="770" height="520" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Unterlegscheibe-Detail-mit-Massstab-Kopie-770x520.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Unterlegscheibe-Detail-mit-Massstab-Kopie-350x236.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Unterlegscheibe-Detail-mit-Massstab-Kopie-1536x1036.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Unterlegscheibe-Detail-mit-Massstab-Kopie-2048x1382.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Unterlegscheibe-Detail-mit-Massstab-Kopie-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25552" class="wp-caption-text">Abb. 3: Objekt 1174, Abdruck einer achtkantigen Unterlegscheibe aus dem 16. Jh. Foto: Landeszeughaus</p></div>
<p>Obwohl die Schilde bereits einmal restauriert worden sind, befinden sie sich in einem sehr abgebauten Zustand. Die spröde Oberfläche, der niedrige pH-Wert von 3 (sauer) und die rötliche Verfärbung des Materials deuten auf eine chemische Zersetzung des Leders hin, den sog. „roten Zerfall“ – eine Abbauerscheinung, die besonders bei pflanzlich gegerbtem Leder auftritt (Abb. 4).</p>
<div id="attachment_25554" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25554" class="size-large wp-image-25554" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Bruechiges-Leder-Detail-mit-Massen-770x456.jpg" alt="Rundschild, Riss und Abschürfungen" width="770" height="456" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Bruechiges-Leder-Detail-mit-Massen-770x456.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Bruechiges-Leder-Detail-mit-Massen-350x207.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Bruechiges-Leder-Detail-mit-Massen-1536x909.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/Bruechiges-Leder-Detail-mit-Massen-2048x1212.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25554" class="wp-caption-text">Abb. 4: Objekt 1212, Riss und Abschürfungen Foto: Landeszeughaus</p></div>
<p>Diese Art des Zerfalls ist eine irreversible, d. h. nicht rückgängig zu machende Abbauerscheinung der Lederfasern. Ist dieser Prozess einmal in Gang gesetzt, verliert das Leder an Festigkeit und Flexibilität. Ziel der Bearbeitung war es daher, die erhaltene Lederbespannung zu sichern und damit einem weiteren Abrieb und Verlust des Materials vorzubeugen.</p>
<p>Die abgebaute Ledersubstanz musste mit besonderer Sorgfalt behandelt werden, da sie sehr empfindlich auf Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit reagiert. Eine Behandlung mit wasserhaltigen Mitteln wurde deshalb vermieden. Es bestand sonst die Gefahr einer Schrumpfung und Versprödung des Materials.</p>
<p>Leder ist grundsätzlich ein sehr komplexes Material, da es aufgrund seiner Herstellung und Gerbung sehr unterschiedliche Eigenschaften besitzt.</p>
<p>Zur Bearbeitung des Objektes hätte die Belederung abgenommen werden können. Weil das Leder aber relativ trocken war und sich unter Spannung befand, wurde gegen eine Ausbohrung der Nieten, die das Leder fixieren, entschieden. Diese Vorgehensweise schonte die originale Substanz.</p>
<div id="attachment_25555" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25555" class="size-large wp-image-25555" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Vor-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-770x578.jpg" alt="Rundschild: Objekt 1194, vor der Restaurierung" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Vor-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Vor-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Vor-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Vor-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25555" class="wp-caption-text">Abb. 5: Objekt 1194, vor der Restaurierung Foto: Landeszeughaus</p></div>
<h3>Restaurierung</h3>
<p>Die Restaurierung der Rondatschen mit Lederbespannung erfolgte sukzessive in drei Schritten:</p>
<p>Zuerst wurde die Lederoberfläche mit einem regelbaren Museumsstaubsauger mit HEPA-Filter gereinigt, damit keine Fremdkörper, wie z. B. Staub, beim nächsten Schritt miteingeschlossen werden.</p>
<p>Anschließend wurde die poröse Oberfläche mit einem Lederfestigungsmittel (Hydroxypropylcellulose, 2 %) in wasserfreiem Alkohol gefestigt, um einen weiteren Materialverlust zu vermeiden. Die Festigung führte zu einer leichten Verdunkelung der Oberfläche, die aber in einem vertretbaren Rahmen lag.</p>
<p>Nach der Festigung konnten Risse und sich abhebende Schichten mit Hydroxypropylcellulose (15 %) in wasserfreiem Alkohol verklebt werden. Für kleine Fehlstellen wurde ein „Lederkitt“ aus demselben Klebemittel und gerupften Lederfasern verwendet.</p>
<div id="attachment_25556" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25556" class="size-large wp-image-25556" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Nach-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-770x578.jpg" alt="Rundschild, nach der Restaurierung" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Nach-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Nach-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Nach-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/07/1194-Nach-der-Bearbeitung-Foto-bearbeitet-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25556" class="wp-caption-text">Abb. 6: Objekt 1194, nach der Restaurierung Foto: Landeszeughaus</p></div>
<p>Die restaurierten Schilde werden regelmäßig auf Veränderungen überprüft, um bei akutem Bedarf schnell reagieren zu können.</p>
<p><strong>Mehr Blogbeiträge finden Sie hier:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/arten-und-museumsvielfalt/" target="_blank" rel="noopener">Arten- und Museumsvielfalt im Joanneum</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/peggi-die-aelteste-steierin/" target="_blank" rel="noopener">Peggi: Die älteste Steirerin</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/weihnachtsfrieden/" target="_blank" rel="noopener">Weihnachtsfrieden?</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Aktivismus und Museen. Kooperationen und Prozesse produktiver Spannung</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/aktivismus-und-museen-kooperationen-und-prozesse-produktiver-spannung/</link>
                        <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 05:47:24 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Annette Loeseke</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25522</guid>
			<description><![CDATA[Der Museumsakademie Workshop "Aktivismus und Museen"  im Naturkundemuseum in Berlin widmete sich Kooperationen und produktiven Prozessen, die durch die Überschneidungen von Aktivist*innen und Museumsschaffenden entstehen können.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25522</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Noch bevor Klima-Aktivist*innen mit <a href="https://news.artnet.com/art-world/van-gogh-sunflowers-attacked-2192303">Tomatensauce auf van Goghs ‚Sonnenblumen’</a> in der Londoner National Gallery und Protestaktionen in weiteren Museen Aufsehen erregten, widmete sich die Museumsakademie Joanneum der Beziehung zwischen <em><a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsakademie/programm/veranstaltungen/events/event/11080/aktivismus-und-museen">Aktivismus und Museen</a></em>. Kooperationen und Prozesse produktiver Spannungen standen im Zentrum des zweitägigen Workshops, der von der <a href="https://www.museum-joanneum.at/museumsakademie?utm_source=Branded&amp;utm_medium=Extern&amp;utm_campaign=Hausdomain">Museumsakademie Joanneum</a> am 23. und 24. Juni 2022 in Berlin ausgerichtet wurde. Mit Blick auf aktuelle Projekte zu den aktivistisch virulenten Themenfeldern Dekolonialismus, postmigrantische Gesellschaft und Klimapolitik diskutierten wir im <a href="https://www.museumfuernaturkunde.berlin/">Museum für Naturkunde</a> und im <a href="https://www.berlin.de/museum-treptow-koepenick/museen/museum-treptow/">städtischen Museum Treptow</a> Gelingensfaktoren, aber auch Herausforderungen aktivistisch-musealer Kooperationen.</p>
<p>Ausgangspunkt für unsere Diskussion war die Beobachtung, dass Museen und aktivistische Gruppen zunehmend, oft punktuell, zusammenarbeiten. Zum einen setzen sich Museen immer häufiger auch mit aktuellen Themen auseinander, für die sie auf das spezifische Wissen verschiedenster Akteur*innen zurückgreifen möchten. Zum anderen scheinen aktivistische Akteur*innen daran interessiert zu sein, die öffentliche Infrastruktur von Museen als Plattform zu nutzen, um ihre jeweiligen Agenden zu kommunizieren. Während Aktivist*innen und Museen thematische Interessen teilen mögen, geschieht die Zusammenarbeit doch selten ohne Reibung.</p>
<h1><strong>Gemeinsame Themen, unterschiedliche Zielsetzungen?</strong></h1>
<p>Neben jeweils spezifischen Organisationsstrukturen und Handlungsmustern sind es auch die unterschiedlichen (politischen) Interessen, Anliegen, Perspektiven und auch Zielgruppen von Museen einerseits und aktivistischen Gruppierungen andererseits, die in konzeptueller und auch methodischer Hinsicht zu Konflikten in der Zusammenarbeit führen können.</p>
<p>Ausgehend von dieser Arbeitshypothese zu Formen und Gründen „produktiver Spannungen“ zwischen verschiedenen Akteur*innen im musealen Feld war im Austausch mit aktivistischen Akteur*innen und Museumsmitarbeiter*innen zu diskutieren, welche Motivationen aller Beteiligten zu Kooperationen führen, welche Zielsetzungen jeweils verfolgt werden und welche Rolle das unterschiedlich situierte Wissen der Kooperationspartner*innen spielt.</p>
<div id="attachment_25531" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25531" class="wp-image-25531 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7558-770x513.jpg" alt="Vortrag bei einer Museumsakademie-Veranstaltung Berlin Aktivismus und Museen, Zuseher*innen von hinten, weiße Leinwand" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7558-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7558-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7558-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7558-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7558-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25531" class="wp-caption-text">Einführung in den Workshop „Aktivismus und Museen“, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr</p></div>
<p>Besonders interessierte uns dieses Verhältnis von Kooperationspraktiken und Synergien sowie von virulenten wie offenen Kontroversen. Welche Konfliktlinien – innerhalb des musealen Feldes und darüber hinaus – zeichneten sich in den Gesprächen und besuchten Ausstellungsräumen ab? Welche aktuellen gesellschaftlichen Debatten kamen in den hier verhandelten temporären Allianzen zum Tragen? Und welche kollaborativen Lösungsansätze wurden entwickelt?</p>
<h1>Dekoloniale Museumspraxis, postmigrantische Gesellschaft, Klimapolitik</h1>
<p>Die Veranstaltung gliederte sich in verschiedene thematische Cluster. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen standen Themen wie dekoloniale Museumspraxis, postmigrantische Gesellschaft und Klimapolitik. Der geplante Themenblock zur Digitalisierung und Datafizierung am Beispiel von „Investigative Commons: Metadaten und Menschenrechte“ von <a href="https://forensic-architecture.org/">Forensic Architecture</a> aus London am <a href="https://www.hkw.de/de/index.php">Haus der Kulturen der Welt</a> in Berlin musste aus gegebenem Anlass leider entfallen.</p>
<div id="attachment_25532" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25532" class="size-large wp-image-25532" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Kein-schoener-Archiv-770x363.jpg" alt="'Kein schöner Archiv' dokumentiert kulturelles Erbe postmigrantischer Gesellschaft, Quelle: https://keinschoenerarchiv.xyz" width="770" height="363" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Kein-schoener-Archiv-770x363.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Kein-schoener-Archiv-350x165.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Kein-schoener-Archiv-1536x724.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Kein-schoener-Archiv.jpg 1831w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25532" class="wp-caption-text">&#8216;Kein schöner Archiv&#8217; dokumentiert kulturelles Erbe postmigrantischer Gesellschaft, Quelle: https://keinschoenerarchiv.xyz</p></div>
<h1><strong><em>„Kritik auf Bestellung. Performative Aktivierungen kuratieren&#8221;</em></strong><strong> – Kein schöner Archiv. Das immaterielle Erbe der postmigrantischen Gesellschaft </strong></h1>
<p>Am Donnerstagvormittag startete der Workshop mit Michael Annoffs einführendem Vortrag <em>Kritik auf Bestellung. Performative Aktivierungen kuratieren.</em> Darin stellte der als freier Kurator* und Lehrbeauftragter* arbeitende Kulturanthropologe* aus Berlin das von ihm und Nuray Demir 2018 gegründete Projekt <em><a href="https://keinschoenerarchiv.xyz/">Kein schöner Archiv</a></em> zum immateriellen Erbe der postmigrantischen Gesellschaft vor, das sich mit den oft wenig inklusiven sozialen Bedingungen im Kultur- und Museumsfeld auseinandersetzt und marginalisierte Perspektiven in etablierte Erinnerungsdiskurse einbringt.</p>
<div id="attachment_25533" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25533" class="size-large wp-image-25533" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Instagram-770x475.jpg" alt="Projektauswahl von 'Kein schöner Archiv' auf Instagram, Screenshot Oktober 2022" width="770" height="475" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Instagram-770x475.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Instagram-350x216.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Instagram.jpg 1406w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25533" class="wp-caption-text">Projektauswahl von &#8216;Kein schöner Archiv&#8217; auf Instagram, Screenshot Oktober 2022</p></div>
<p>Exemplarisch gab Annoff Einblick in die Lecture-Performance <em><a href="https://keinschoenerarchiv.xyz/editionen/naturlich-blond/)">Natürlich blond!</a></em> von 2021. Michael Annoff und Nuray Demir nehmen darin das rassistische Erbe anthropologischer Universitätssammlungen aus dem 19. Jahrhundert in den (ironischen) Blick, um die anhaltende „radikale Praxis des Blondierens“ auf deren historische Begründung durch Forscher*innen wie Rudolf Virchow oder Ernst Haeckel hin zu untersuchen. Wie etwa Anthropolog*innen Natur- und Kulturwissenschaften miteinander verbanden, um bis heute nachklingende Thesen zu „Blonde Supremacy“ aufzustellen, wurde im Rahmen der Reihe <em><a href="https://keinschoenerarchiv.xyz/editionen/naturlich-blond/">Kein schöner Archiv: Unfassbare Geschichte(n)</a></em> am <a href="https://tieranatomisches-theater.de/">Tieranatomischen Theater</a> in Berlin untersucht.</p>
<p>Als weiteres Beispiel interventionistischer Aktionen wurde die performative Installation <em><a href="https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1100295630724619&amp;id=332387000848823&amp;m_entstream_source=timeline">Geliehene Gemeinschaft</a></em> besprochen, die Annoff und Demir 2021 im Auftrag des <a href="https://www.mkg-hamburg.de/">Museum für Kunst &amp; Gewerbe Hamburg</a> für die dort gezeigte Ausstellung <em><a href="https://www.mkg-hamburg.de/en/exhibitions/heimaten">Heimaten</a></em> kuratiert haben.</p>
<div id="attachment_25534" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25534" class="size-large wp-image-25534" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7562-770x513.jpg" alt="Vortrag von Michael Annoff, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7562-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7562-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7562-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7562-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7562-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25534" class="wp-caption-text">Vortrag von Michael Annoff, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr</p></div>
<p>Im Mittelpunkt des Vortrags und der anschließenden Diskussion mit den Workshop-Teilnehmer*innen standen Rahmenbedingungen, Prozesse und Effekte der Kooperation. Annoff verdeutlichte entlang der beschriebenen Projekte, wie unterschiedlich Positionen auch innerhalb konsensualer Kooperationen sein können und wie die zeitliche und finanzielle Planung sowie personelle Entscheidungen Einfluss auf Inhalte, Form und Dynamik nehmen. Sichtbar wurde auch eine Form des Arbeitens, die an den Schnittstellen zwischen Aktivismus, Wissenschaft und Kunst verortet ist. In den Projekten von Demir und Annoff verbindet sich künstlerischer Ausdruck mit einer Gesellschaftskritik, die immer auch Institutionskritik einfordert.</p>
<p>Michael Annoff stellte die (offene) Frage, inwiefern ihre aktivistischen, interventionistischen Arbeiten tatsächlich zur nachhaltigen Transformation des Museums beitragen können oder ob sie als bloße „aktivistische Geste“ Kritik auf Bestellung bleiben würden.</p>
<div id="attachment_25535" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25535" class="size-large wp-image-25535" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/12_C-Annette-Loeseke-770x384.jpg" alt="Flyer zur Ausstellung „zurückgeschaut | looking back – Die 'Erste Deutsche Kolonialausstellung' in Berlin-Treptow 1896“, Foto: Annette Löseke" width="770" height="384" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/12_C-Annette-Loeseke-770x384.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/12_C-Annette-Loeseke-350x175.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/12_C-Annette-Loeseke-1536x766.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/12_C-Annette-Loeseke.jpg 1925w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25535" class="wp-caption-text">Flyer zur Ausstellung „zurückgeschaut | looking back – Die &#8216;Erste Deutsche Kolonialausstellung&#8217; in Berlin-Treptow 1896“, Foto: Annette Löseke</p></div>
<h1><strong><em>„zurückgeschaut | looking back – Die &#8216;Erste Deutsche Kolonialausstellung&#8217; in Berlin-Treptow 1896“ </em></strong><strong>am Museum Treptow </strong></h1>
<p>Methodischer Einfallsreichtum und historisches Wissen jenseits des (weißen) Kanons waren auch innerhalb des aktivistisch-musealen kuratorischen Teams der Ausstellung <em><a href="https://www.visitberlin.de/de/event/zurueckgeschaut-i-looking-back">zurückgeschaut | looking back</a></em> im Museum Treptow gefragt, die wir im Rahmen des Workshops mit Agathe Conradi und Anna Yeboah besuchten. <em><a href="https://www.berlin.de/museum-treptow-koepenick/ausstellungen/artikel.649851.php">zurückgeschaut | looking back – Die &#8216;Erste Deutsche Kolonialausstellung in Berlin-Treptow 1896</a></em> ist der Titel der 2021 nach einer Überarbeitung wiedereröffneten, <a href="https://www.museumsportal-berlin.de/de/ausstellungen/zurueckgeschaut-looking-back/">bundesweit ersten Dauerausstellung zur deutschen Kolonialzeit und zu Schwarzem Widerstand</a>. Die erstmals 2017 unter dem Titel „zurückGESCHAUT“ eröffnete Ausstellung zur „Ersten Deutschen Kolonialausstellung“, die 1896 im Treptower Park stattfand, legt nicht nur offen, inwiefern Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft von der Ersten Deutschen Kolonialausstellung zu profitieren suchten. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist auch der Widerstand der 106 Frauen, Männer und Kinder aus verschiedenen Ländern in Afrika und dem pazifischen Raum, die gegen ihre Behandlung durch die Organisator*innen der Kolonialausstellung protestierten und sich dagegen verwahrten, im Rahmen sogenannter „Völkerschauen“ ihre (vermeintliche) Kultur zu performen. Um seinem Protest Ausdruck zu verleihen, kaufte sich etwa Kwelle Ndumbe aus Kamerun in Berlin ein Opernglas und schaute zurück auf das gaffende Publikum, wie in einer zeitgenössischen Zeitungsnotiz vermerkt ist.</p>
<div id="attachment_25536" style="width: 523px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25536" class="size-large wp-image-25536" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7614-513x770.jpg" alt="Ausstellungsansicht „zurückgeschaut | looking back – Die 'Erste Deutsche Kolonialausstellung' in Berlin-Treptow 1896“ Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr" width="513" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7614-513x770.jpg 513w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7614-233x350.jpg 233w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7614-1024x1536.jpg 1024w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7614-1365x2048.jpg 1365w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7614-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 513px) 100vw, 513px" /><p id="caption-attachment-25536" class="wp-caption-text">Ausstellungsansicht „zurückgeschaut | looking back – Die &#8216;Erste Deutsche Kolonialausstellung&#8217; in Berlin-Treptow 1896“ Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr</p></div>
<p>Die 2017 eröffnete Ausstellung wurde gemeinsam kuratiert von <a href="http://www.berlin-postkolonial.de/">Berlin Postkolonial</a> e. V., <a href="https://www.eoto-archiv.de/">Each One Teach One – EOTO</a> e. V., der<a href="https://isdonline.de/"> Initiative Schwarze Menschen in Deutschland – ISD Bund</a> e. V. und dem <a href="https://www.museumsportal-berlin.de/en/museums/museum-treptow/">Museum Treptow</a> im Verbund der <a href="https://www.stadtmuseum.de/">Stiftung Stadtmuseum Berlin</a>. 2021 wurde die überarbeitete und in zentralen Aspekten grundlegend neu konzipierte Ausstellung wiedereröffnet. Die Neukonzipierung erfolgte im Rahmen des fünfjährigen Modellprojekts <em><a href="https://www.dekoloniale.de/de">Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt</a>, </em>das sich aus den bereits genannten Projektpartner*innen von 2017 zusammensetzt, und der Berliner Kommunikationsagentur <a href="https://visual-intelligence.org/">Visual Intelligence</a>, die für die grafische Überarbeitung zuständig war.</p>
<p>Deutlich wurde, dass in einem Projekt mit vielen Beteiligten auch sehr unterschiedliche Interessen, Erfahrungen und Notwendigkeiten mitverhandelt werden und an manchen Stellen besondere Vorsicht geboten ist. Im Bewusstsein über die gewaltvollen Implikationen der Ausstellungsthematik gab es etwa bei kuratorischen Entscheidungsprozessen ein Veto-Recht für jene Mitglieder des kuratorischen Teams, die selbst Rassismuserfahrung haben.</p>
<div id="attachment_25537" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25537" class="size-large wp-image-25537" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7610-770x513.jpg" alt="Ausstellungsansicht „zurückgeschaut | looking back – Die 'Erste Deutsche Kolonialausstellung' in Berlin-Treptow 1896“ Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7610-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7610-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7610-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7610-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7610-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25537" class="wp-caption-text">Ausstellungsansicht „zurückgeschaut | looking back – Die &#8216;Erste Deutsche Kolonialausstellung&#8217; in Berlin-Treptow 1896“ Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr</p></div>
<p>Die kuratorische Neuausrichtung der Ausstellung war auch im Gespräch mit zwei der Kurator*innen der neuen, überarbeiteten Ausstellung Thema. Zu unserem Ausstellungsbesuch trafen wir uns mit Anna Yeboah, die Architektin ist und das Modellprojekt <em>Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt</em> seit seiner Initiierung 2020 leitet, und Agathe Conradi, die Historikerin ist und die Leitung des Museums 2019 übernommen hat. Das sehr informative Gespräch bot uns nicht nur einen Einblick in zentrale Inhalte der Ausstellung und die vielen Phasen und Facetten des Zusammenarbeitens verschiedener Akteur*innen, sondern offenbarte auch die konzeptionellen Herausforderungen von Ausstellungen zwischen Geschichtsschreibung und Erinnerungspolitik. Während Agathe Conradi etwa betonte, die in der Ausstellung präsentierten Ereignisse seien historisch abgesichert, bezeichnete Anna Yeboah die Ausstellung auch als „safe space“ für Schwarze Menschen. Neben konzeptionellen Ambivalenzen rund um komplexe Fragen zu Erfahrungswissen, situiertem Wissen und disziplinären Begriffen von Wissen und Wissensproduktion waren auch Erwartungen bezüglich des Zielpublikums ein Thema.</p>
<p>Aufschlussreich war vor diesem Hintergrund auch die Texttafel mit dem Impressum zur Ausstellung von 2021, die hinter der Tür zum hinteren Raum, dem Porträtraum, angebracht war. Angesichts der langen Namensliste derer, denen für ihre „Mitarbeit, Unterstützung und Beratung“ gedankt wurde, wurde einmal mehr deutlich, wieviel Wert in der Ausstellung von 2021 auf den Nachweis von fachlicher, disziplinärer Expertise gelegt wird. Mehr erfahren würde man von einigen der als Unterstützer*innen Firmierenden allerdings gerne, warum sich ihre Unterstützung des Treptower Ansatzes nicht klarer auch in den Häusern und Ausstellungen widerspiegelt, für die die Unterstützer*innen beruflich tätig sind, namentlich das seit Langem in der Kritik stehende <a href="https://www.humboldtforum.org/de/">Humboldt Forum</a> mit dem <a href="https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/ethnologisches-museum/home/">Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin</a> oder der Ausstellung zu <a href="https://berlin-global-ausstellung.de/en/">Berlin Global</a>, die vom Stadtmuseum eingerichtet wurde, zu dessen Verbund auch das Museum Treptow gehört. Durchaus gespannt sein darf man in diesem Zusammenhang auch auf die geplante Neukonzipierung der Dauerausstellung des <a href="http://www.dhm.de/">Deutschen Historischen Museums</a>, das 2016/17 eine Ausstellung zur deutschen Kolonialpolitik mit dem Titel <em><a href="https://www.dhm.de/ausstellungen/archiv/2016/deutscher-kolonialismus/">Deutscher Kolonialismus: Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart</a></em> verantwortete …</p>
<div id="attachment_25539" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25539" class="size-large wp-image-25539" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7683-770x513.jpg" alt="Museum für Naturkunde, Berlin, Foto: Museumsakademie/R. Gahr" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7683-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7683-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7683-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7683-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7683-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25539" class="wp-caption-text">Museum für Naturkunde, Berlin, Foto: Museumsakademie/R. Gahr</p></div>
<h1><strong><em>Fridays For Future am Museum für Naturkunde, Berlin</em></strong></h1>
<p>Am Vormittag des zweiten Tages trafen wir Uwe Moldrzyk, den Leiter des Bereichs Ausstellungsentwicklung am <a href="https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de">Museum für Naturkunde</a>, zum Gespräch. Im Mittelpunkt unserer Diskussion stand die <a href="http://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/austauschforum-fridays-future">Kooperation</a> des Museums für Naturkunde mit Aktivist*innen von Fridays For Future im Jahr 2019, als diese im Rahmen der ersten großen Klimastreiks auf der weiten, parkähnlichen Rasenfläche neben dem Museumsgebäude ihr Lager aufgeschlagen hatten, um von der deutschen Regierung eine bessere, effektivere, nachhaltige Klimapolitik einzufordern. U. a. im Rahmen seines damaligen „Experimentierfeldes“ organisierte das Museum seinerzeit Diskussionen zu Klima- und Umweltschutz, um den Austausch zwischen Wissenschaft und insbesondere jungen Erwachsenen anzuregen. Jeweils freitags fanden im Anschluss an die Fridays-For-Future-Demonstrationen in den Räumen des Museums von den Aktivist*innen organisierte Workshops statt, in denen Klimafragen und mögliche Lösungsansätze diskutiert wurden. Im Sommer 2019 fand im Museum für Naturkunde etwa ein Treffen von Aktivist*innen der Fridays For Future und Politiker*innen aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien statt.</p>
<div id="attachment_25540" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25540" class="size-large wp-image-25540" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7590-770x513.jpg" alt="Diskussion der Teilnehmenden, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7590-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7590-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7590-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7590-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7590-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25540" class="wp-caption-text">Diskussion der Teilnehmenden, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr</p></div>
<p>Seit 2005 als Ausstellungsentwickler am Museum für Naturkunde tätig, beschäftigt sich unser Gesprächspartner Uwe Moldrzyk als studierter Biologe vor allem mit der Vermittlung von Wissenschaft, etwa in den Bereichen Wissenschaftsmarketing, Besucher*innenverhalten, Audience Development und Fundraising. Diese spezifische Ausrichtung spiegelte sich auch in seinem Vortrag zur Kooperation mit Fridays For Future wider: Ohne den seit Langem am Haus praktizierten partizipativen Ansatz der Wissensvermittlung wäre eine Kooperation mit Fridays For Future seiner Einschätzung nach kaum zustande gekommen. Anders als viele andere Naturkundemuseen, wie er von zahlreichen Tagungen wisse, seien die primären Zielgruppen des Berliner Museums für Naturkunde nicht Kinder bzw. Familien mit Kindern, sondern vor allem Erwachsene. Eines der großen Ziele des Museums sei es, in Zeiten von Klimawandel und Fake News Vertrauen in die Naturwissenschaften zu schaffen. Nur vor diesem Hintergrund der Markenbildung als Museum für erwachsene Besucher*innen sei es seiner Meinung nach möglich und sinnvoll gewesen, Fridays For Future Räume im Museum zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Deutlich wurde jedoch auch, dass der Kontakt zu Fridays For Future eher zufällig zustande kam. Trotz der strategischen Ausrichtung des Museums als Marke zur Wissensvermittlung und verschiedener Projekte zum Thema Gesellschaft und Naturwissenschaften klang im Gespräch durch, dass die Kooperation von dem persönlichen Engagement einer Mitarbeiterin am Museum getragen wurde, die das Museum aus beruflichen Gründen inzwischen allerdings verlassen hat. Sowohl die Kontaktaufnahme mit den Aktivist*innen als auch die Umsetzung der Kooperation am Haus seien durch diese Mitarbeiterin auf deren Initiative hin unternommen worden. Da die Kooperation zeitlich begrenzt gewesen sei, Fridays For Future, vermutlich auch pandemiebedingt, derzeit keine Veranstaltungen auf der Grünfläche neben dem Museumsgebäude abhalten würden und die Kontaktperson am Museum nicht mehr am Haus arbeite, sei für die Zukunft keine weitere Zusammenarbeit geplant. Ausschließen wollte Uwe Moldrzyk aber nicht, dass es weitere Kooperationen mit Fridays For Future geben könne.</p>
<div id="attachment_25541" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25541" class="size-large wp-image-25541" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7665-770x513.jpg" alt="Führung durch das Museum für Naturkunde Berlin, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7665-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7665-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7665-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7665-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/IMG_7665-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25541" class="wp-caption-text">Führung durch das Museum für Naturkunde Berlin, Foto: Museumsakademie Joanneum/R. Gahr</p></div>
<p>Nennenswertes Potenzial in Sachen Wissensvermittlung in die Gesellschaft hinein scheint das Museum in der Kooperation mit Fridays For Future nur bedingt zu sehen. Allerdings scheint die Zusammenarbeit mit den Aktivist*innen das eigene Markenimage als wissensvermittelnde Einrichtung für Erwachsene aus Sicht des Museums auch nicht beschädigt zu haben. Insgesamt scheint es dem Museum wichtig zu sein, das eigene Image als Ort der Wissensproduktion und -vermittlung zu pflegen, gerade auch in Bezug auf Fragen der Biodiversität und des Klimas. Auch wenn die Bedeutung von Mundpropaganda für die Imagebildung erwähnt wurde, scheint dem Erlebnis insbesondere erwachsener Besucher*innen während des Museumsbesuchs ein höherer Stellenwert zugeschrieben zu werden als dem Mobilisierungspotenzial, das eine Kooperation mit Aktivist*innen wie von Fridays For Future möglicherweise hätte mit sich bringen können. Wir dürfen gespannt sein, ob oder wann das Berliner Museum für Naturkunde – oder andere Museen quer durch alle Sparten – ihr eigenes gesellschaftliches Mobilisierungspotenzial, allein oder in temporären Allianzen mit Klima-Aktivist*innen wie Fridays For Future, aktivieren wollen.</p>
<div id="attachment_25542" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25542" class="size-large wp-image-25542" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Fridays-for-Futures-770x462.jpg" alt="Aktionsplan von Museums For Future, Quelle: http://museumsforfuture.org/10-simple-actions" width="770" height="462" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Fridays-for-Futures-770x462.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Fridays-for-Futures-350x210.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Fridays-for-Futures-1536x921.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Fridays-for-Futures.jpg 2015w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25542" class="wp-caption-text">Aktionsplan von Museums For Future, Quelle: http://museumsforfuture.org/10-simple-actions</p></div>
<p>Daher sei hier abschließend die Fridays For Future nahestehende Gründung von <a href="http://museumsforfuture.org/">Museums For Future</a>  (inzwischen mit Ablegern u. a. in Österreich und Deutschland) erwähnt, die 10 einfache Aktionen empfehlen, wie Museen und Kulturorte Fridays For Future unterstützen können – z. B. wie am Berliner Museum für Naturkunde weniger in Form einer engen Kooperation als vielmehr durch unterstützende Infrastruktur:</p>
<h1><strong><em>„Investigative Commons“</em></strong><strong>: Metadaten und Menschenrechte. Forensic Architecture am Haus der Kulturen der Welt, Berlin</strong></h1>
<p>Der geplante Beitrag zur Digitalisierung und Datafizierung am Beispiel von „Investigative Commons: Metadaten und Menschenrechte“ von Forensic Architecture aus London und deren Berliner Büro Forensis sowie des <a href="https://www.ecchr.eu/en/">European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)</a> am Haus der Kulturen der Welt in Berlin musste leider ausfallen.</p>
<p>Wie im Programmheft beschrieben, geht das kollaborative Projekt „<a href="https://www.hkw.de/de/programm/projekte/2021/investigative_commons/start.php">Investigative Commons</a>“ der zunehmenden Bedeutung von Metadaten nach. Die von dem Architekten und Professor Eyal Weizman gegründete, mit dem Goldsmith College der University of London verbundene Agentur <a href="https://forensic-architecture.org/">Forensic Architecture</a> und deren Berliner Standort Forensis erkunden, wie mithilfe von Metadaten staatliche oder auch unternehmerische Gewalt wie rassistische Polizeiarbeit, Grenzsysteme oder Cyberüberwachung aufgedeckt werden können. Mit „Investigative Commons“ wurde am <a href="https://www.hkw.de/de/index.php">Haus der Kulturen der Welt</a> in Berlin ein Forum gegründet, in dem mittels Ausstellungen, Konferenzen und Workshops die Entwicklung und der Einsatz „counter-forensischer“ Beweisführung und deren Nutzbarmachung für die Allgemeinheit diskutiert werden. Zuletzt zu sehen war 2022 die Forensik-Ausstellung „<a href="https://www.fkv.de/ausstellung/three-doors-forensic-architecture-initiative-19-februar-hanau-initiative-in-gedenken-an-oury-jalloh/">three doors</a>“ im Frankfurter Kunstverein. Sie thematisierte die Umstände des Todes von Oury Jalloh 2005 in einer Dessauer Polizeizelle.</p>
<p>Die eingangs angesprochenen Klima-Protestaktionen in Museen verschiedener Länder sind sicherlich ein deutlicher Hinweis darauf, dass uns die Beziehung zwischen Aktivismus und Museen auch in Zukunft und auf immer neue Weise beschäftigen wird. Machtverhältnisse zwischen Institutionen und nicht institutionellen Akteur*innen sind in Bewegung geraten, wie die Diskussionen während unseres Workshops vermuten lassen. Statt vereinfachender binärer Zuschreibungen von Macht und Ohnmacht brauchen wir ein differenzierteres Bild von Handlungsoptionen und -praktiken verschiedenster Akteur*innen in einer zunehmend dynamischen Öffentlichkeit.</p>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Arten- und Museumsvielfalt im Joanneum</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/arten-und-museumsvielfalt/</link>
                        <pubDate>Mon, 26 Jun 2023 07:44:12 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25458</guid>
			<description><![CDATA[Die STEIERMARK SCHAU 2023 stellt in der Tierwelt Herberstein die Vielfalt des Lebens in den Mittelpunkt. Doch auch in anderen Häusern des Universalmuseums Joanneum können Besucher*innen spannende neue Dinge rund um das Thema Biodiversität erfahren. Eine Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen widmet sich das ganze Jahr über der natürlichen Vielfalt.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25458</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Während die neuen Attraktionen der <a href="https://www.steiermarkschau.at/programm" target="_blank" rel="noopener">STEIERMARK SCHAU</a> in der Tierwelt Herberstein <a title="Die STEIERMARK SCHAU nimmt Fahrt auf" href="https://www.museum-joanneum.at/blog/die-steiermark-schau-nimmt-fahrt-auf/" target="_blank" rel="noopener">zurzeit viele Besucher*innen anlocken</a>, vermitteln auch andere Museen des Joanneums in Form von interessanten Ausstellungen und spannenden Aktivitäten Wissen über die große Bedeutung der Arten- und Lebensraumvielfalt. Vom vielfältigen Programm der Abteilung Naturkunde in Graz über das Freilichtmuseum Stübing bis hin zum Schloss Stainz bieten sich zahlreiche Gelegenheiten an, die bunte Welt der Biodiversität kennenzulernen.</p>
<h3>Naturdenkmäler im Joanneumsviertel</h3>
<p>Eine künstlerische Intervention in Kooperation mit der STEIERMARK SCHAU ist derzeit etwa im Foyer des Joanneumsviertels in Graz zu sehen. In <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ausstellungen/ausstellungen/events/event/12270/alek-kawka" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Alek Kawka. Monument&#8221;</a> setzt sich die Künstlerin fotografisch mit dem Motiv Baum als Naturdenkmal auseinander. Die auf Glas gedruckten Fotos erscheinen durch den Einsatz einer Spiegelebene in einem neuen Licht, das den Werken einen nebelhaften Schleier verleiht. Die Basis der Arbeiten stammt aus Aufnahmen aus dem Europaschutzgebiet Feistritzklamm/Herberstein.</p>
<p>Als besonderen Fokus zeigen diese Fotos, dass mit dem Tod eines Baumes seine Bedeutung für die Vielfalt des Lebens noch längst nicht vorbei ist. Auch Totholz ist ein wichtiges Biotop für viele Lebensformen. Besonders anschaulich wird das im neuen <a href="https://www.steiermarkschau.at/schauplaetze/haus-der-biodiversitaet" target="_blank" rel="noopener">Haus der Biodiversität</a> in der Tierwelt Herberstein gezeigt, wo eine große Eiche im Raum die verschiedenen Lebensphasen von Bäumen und ihre Bedeutung für den natürlichen Lebensraum darstellt.</p>
<div id="carousel-3" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-3" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-3" data-slide-to="1"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Haus_der_Biodiversitaet_J.J._Kucek_03-1.jpg" alt="" title="Holz als Lebensraum, Haus der Biodiversität, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Holz als Lebensraum, Haus der Biodiversität, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Haus_der_Biodiversitaet_J.J._Kucek_05-1.jpg" alt="" title="Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-3" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<p>In der Dauerausstellung des Naturkundemuseums gibt es auch einen eigenen <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ausstellungen/dauerausstellung/biodiversitaet-vor-der-haustuer" target="_blank" rel="noopener">Themenraum</a> zur Vielfalt des Lebens vor unserer Haustür zu bestaunen. Dieser Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem ehemaligen Steinbruch Hauenstein, wo auf kleinstem Raum mehrere unterschiedliche Biotope beobachtet werden können. Vom Mischwald bis zur kargen Felswand zeigt sich auch im Kleinen, wie abwechslungsreich die Natur tatsächlich ist. Ähnlich vielseitig ist die Ausstellung <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ausstellungen/ausstellungen/events/event/10948/auf-spurensuche" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Auf Spurensuche&#8230; durch die Erdgeschichte&#8221;</a>. Sie zeigt, welche Spuren die belebte und unbelebte Natur im Laufe der Zeit auf unserem Planeten hinterlassen haben.</p>
<p>Neben den Ausstellungen im Museum lockt das Studienzentrum Naturkunde mit zahlreichen Aktivitäten für Naturfreund*innen. In Kursen werden Besucher*innen etwa dazu angeleitet, unterschiedliche Insektenarten zu bestimmen. Bei abenteuerlichen Ausflügen und Feldforschungen wird die Biodiversität in der Steiermark erkundet. So führt im Juni eine Exkursion zu den <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ihr-besuch/programm/botanik-mykologie/events/event/12250/pilze-im-suedlichen-kaiserwald-wundschuher-teiche" target="_blank" rel="noopener">Waldpilzen im Kaiserwald südlich von Graz</a>. Gemeinsam wird hier erforscht, wo welche Arten vorkommen, danach werden die Ergebnisse auf Karten eingetragen.</p>
<h3>Was kreucht und fleucht rund um Schloss Stainz?</h3>
<p>Das Jagdmuseum und das Landwirtschaftsmuseum in Schloss Stainz beschäftigen sich dieses Jahr besonders mit Insekten und ihrem Beitrag für die biologische Vielfalt. Unter dem Motto &#8220;Bienen und andere Insekten – die Förderung der Biodiversität&#8221; finden über das Jahr verteilt zahlreiche spannende Veranstaltungen statt, mit denen das Wissen über die Rolle von Bienen, Käfern und anderen Krabbeltieren in der Natur vermittelt wird.</p>
<div id="attachment_25514" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25514" class="wp-image-25514 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Schloss-Stainz-Lackner-2019-03-770x577.jpg" alt="" width="770" height="577" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Schloss-Stainz-Lackner-2019-03-770x577.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Schloss-Stainz-Lackner-2019-03-350x262.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Schloss-Stainz-Lackner-2019-03-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/Schloss-Stainz-Lackner-2019-03-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25514" class="wp-caption-text">Schloss Stainz widmet sich der Vielfalt der Insekten in der Umgebung, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders Kinder sollen über eigene Aktivitäten lernen können, wie die verschiedensten Lebensformen in der Natur miteinander verbunden sind und wie wichtig sie auch für uns Menschen sind. Bienen und andere Insekten sind zum Beispiel unverzichtbare Bestäuberinnen für Pflanzen, ohne diese würden wir viel weniger Obst und Gemüse ernten.</p>
<h3>Biotop als Kunstprojekt</h3>
<p>Auf ganz besondere Weise verknüpft das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark Kunst mit dem Thema Biodiversität. Seit 1999 existiert am Rande des Grazer Joanneumsviertels der <a href="https://www.museum-joanneum.at/kioer/projekte/permanente-projekte/events/event/12384/biomonitoring-lois-weinberger-wild-cage" target="_blank" rel="noopener">Wild Cage – Ruderalgarten</a> des Künstlers Lois Weinberger. Unter einer Ruderalfläche versteht man einen Bereich, der nach einem menschlichen Eingriff kahl zurückbleibt und dann von der Natur zurückerobert werden kann.</p>
<div id="carousel-4" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-4" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-4" data-slide-to="1"></li><li data-target="#carousel-4" data-slide-to="2"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/13_Lois-Weinberger-scaled.jpg" alt="" title="Der "Käfig ist inzwischen eine grüne Oase für kleine Lebewesen. " Foto: Team Kunstvermittlung" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Der "Käfig ist inzwischen eine grüne Oase für kleine Lebewesen. " Foto: Team Kunstvermittlung</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/csm_Biomonitoring_2022_c_Julia_Zierler_2_b77be4307a.jpg" alt="" title="Holunderbeeren im Wild Cage, 2022 / Foto: Julia Zierler" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Holunderbeeren im Wild Cage, 2022 / Foto: Julia Zierler</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/06/csm_Biomonitoring_2022_c_Julia_Zierler_19ab50c65f.jpg" alt="" title="Mit Zaunwinde, Hopfen und Waldrebe verwachsene Rankhilfe des Wild Cage, 2022 / Foto: Julia Zierler" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Mit Zaunwinde, Hopfen und Waldrebe verwachsene Rankhilfe des Wild Cage, 2022 / Foto: Julia Zierler</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-4" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<p>Dies ist laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2022 eindrucksvoll gelungen. Julia Zierler von der FH Kärnten konnte feststellen, dass sich der <em>Wild Cage</em>  zu einem vielfältigen kleinen Lebensraum entwickelt hat, der einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität im Stadtraum liefert.</p>
<p>Mit dem Projekt <a href="https://www.museum-joanneum.at/kioer/projekte/temporaere-projekte/events/event/11112/offene-felder-1" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Offene Felder&#8221;</a> beschäftigt sich das Institut für Kunst im öffentlichen Raum auch auf künstlerische Art und Weise mit der Landwirtschaft, seit der Frühgeschichte des Menschen eine Schnittstelle zwischen Zivilisation und Natur. Künstler*innen verbringen dabei mehrere Wochen auf landwirtschaftlichen Betrieben und schaffen unter den dortigen Eindrücken temporäre, vergängliche Kunstwerke.</p>
<h3>Tipps</h3>
<ul>
<li>Als Kooperation des Naturkundemuseums mit der Kleinen Zeitung ist das Buch <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ausstellungen/kataloge/erklaer-mir-die-steirische-tierwelt" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Erklär mir die steirische Tierwelt&#8221;</a> von Günter Picher (Grafik), Robert Preis und Wolfgang Paill (Text) entstanden. Detaillierte Infos, Grafiken und Fotos stellen die Vielfalt der heimischen Tierwelt anschaulich vor.</li>
<li>Die Vielfalt des Lebens zeigt sich auch in den verschiedenen <a href="https://www.museum-joanneum.at/ihr-besuch/parks-und-gaerten" target="_blank" rel="noopener">Gärten des Joanneums</a>. Vom Landschaftspark rund um Schloss Eggenberg über den kunstvollen Österreichischen Skulpturenpark in Premstätten bis zu den Bauerngärten im Freilichtmuseum Stübing bieten diese Orte Gelegenheiten zum Verweilen im Grünen.</li>
<li>Ab September widmet sich das Naturkundemuseum der faszinierenden Welt der Sporen. In einer eigenen <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ausstellungen/ausstellungen/events/event/11955/sporen-arbeitstitel" target="_blank" rel="noopener">Ausstellung</a> wird den verschiedenen Formen von Sporen in der Welt der Pflanzen und Pilze nachgegangen.</li>
<li>Bei spannenden Ausflügen zum Steinbruch Retznei können Kinder selbst Paläontolog*innen werden und sich unter dem Motto <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ihr-besuch/programm/goe-paleo/events/event/24.06.2023-9616/erlebnis-erdgeschichte-24" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Erlebnis Erdgeschichte&#8221;</a> auf die Suche nach den versteinerten Zeugen unserer Vergangenheit machen.</li>
<li>Einblicke in das faszinierende Leben der Insekten bietet das Studienzentrum Naturkunde bei Veranstaltungen wie den <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ihr-besuch/programm/zoologie/events/event/12426/hummelbestimmungskurs-3" target="_blank" rel="noopener">Hummelbestimmungskurs</a> am 24. Juni. Hier wird Wissen über die verschiedenen Arten von Hummeln vermittelt und die Bestimmung bei einer praktischen Übung ausprobiert.</li>
<li>Alle Hobbybotaniker*innen können ihr Wissen über die Pflanzenvielfalt bei Kursen zur <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/sammlungen-forschung/botanik-mykologie/freilandbotanik-zertifikat" target="_blank" rel="noopener">Freiluftbotanik</a> erweitern und sogar bestätigen lassen. Über das Studienzentrum Naturkunde kann nämlich nach einer Prüfung das Österreichische Freilandbotanik-Zertifikat erworben werden.</li>
<li>Schloss Trautenfels beschäftigt sich als Teil der <a href="https://www.museum-joanneum.at/schloss-trautenfels/ausstellungen/ausstellungen/events/event/2422/schloss-trautenfels-4" target="_blank" rel="noopener">Dauerausstellung</a> mit den obersteirischen Wäldern. Dabei wird der Wald als Lebensraum von den Ursprüngen des Lebens bis heute behandelt und Natur- mit Wirtschaftswäldern gegenübergestellt.</li>
<li>Wer sich über bereits bestimmte <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/sammlungen-forschung/zoologie/tierportraits" target="_blank" rel="noopener">Tier-</a>, <a href="https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/sammlungen-forschung/botanik-mykologie/pflanzen-pilze" target="_blank" rel="noopener">Pflanzen- und Pilzarten</a> informieren möchte, kann auch die Porträts aus der Datensammlung der Abteilung Naturkunde dafür nutzen.</li>
<li>Im Rahmen der STEIERMARK SCHAU 2023 können interessierte Familien ab dem 17. Juli jeden Freitag am <a href="https://www.steiermarkschau.at/event-detail/events/familienworkshop-im-forschungsmobil/date/111284" target="_blank" rel="noopener">Familienworkshop im Forschungsmobil</a> teilnehmen. Gemeinsam wird von hier aus die Natur rund um die Feistritz und die angrenzenden Wälder erforscht.</li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Die STEIERMARK SCHAU nimmt Fahrt auf</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/die-steiermark-schau-nimmt-fahrt-auf/</link>
                        <pubDate>Wed, 17 May 2023 13:50:28 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25381</guid>
			<description><![CDATA[Schon in den ersten Tagen konnte die STEIERMARK SCHAU 2023 viele Besucher*innen begeistern. Die Angebote in der Tierwelt Herberstein und im mobilen Pavillon wurden von den Gästen mit großem Interesse angenommen. Und es bleibt auch in Zukunft spannend, denn die nächsten Highlights warten schon.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25381</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bereits in den ersten Wochen nach der <a href="https://www.steiermarkschau.at/presse/bildmaterial/schauplatz-herberstein/pressefotos-eroeffnung-herberstein" target="_blank" rel="noopener">feierlichen Eröffnung fand die STEIERMARK SCHAU 2023</a> in der Tierwelt Herberstein großen Anklang bei den Besucher*innen. Aber nicht nur die Teile der Ausstellung wie das <a href="https://www.steiermarkschau.at/schauplaetze/haus-der-biodiversitaet">Haus der Biodiversität</a>, der <a href="https://www.steiermarkschau.at/schauplaetze/weg-der-vielfalt">Weg der Vielfalt</a> und der <a href="https://www.steiermarkschau.at/schauplaetze/mobiler-pavillon">mobile Pavillon</a> bieten kurzweilige und informative Perspektiven auf die titelgebende &#8220;Vielfalt des Lebens&#8221;. Über die gesamte Laufzeit lädt ein abwechslungsreiches <a href="https://www.steiermarkschau.at/programm" target="_blank" rel="noopener">Programm</a> zum Mitmachen ein.</p>
<div id="carousel-5" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="1"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="2"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="3"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="4"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="5"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="6"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="7"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="8"></li><li data-target="#carousel-5" data-slide-to="9"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Weg_der_Viefalt_J.J._Kucek_02.jpg" alt="Netzwerk Wald" title="Netzwerk Wald, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Netzwerk Wald, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Weg_der_Viefalt_J.J._Kucek_04.jpg" alt="Netzwerk Wald" title="Netzwerk Wald, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Netzwerk Wald, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Weg_der_Viefalt_J.J._Kucek_05.jpg" alt="Panorama Feistritzklamm" title="Panorama Feistritzklamm, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Panorama Feistritzklamm, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Weg_der_Viefalt_J.J._Kucek_07.jpg" alt="Panorama Feistritzklamm" title="Panorama Feistritzklamm, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Panorama Feistritzklamm, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/STS23_Relief_002-1.jpg" alt="Herbersteinrelief" title="Herbersteinrelief, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Herbersteinrelief, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Weg_der_Viefalt_J.J._Kucek_08.jpg" alt="Arena der Lebensräume" title="Arena der Lebensräume, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Arena der Lebensräume, Weg der Vielfalt, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Haus_der_Biodiversitaet_J.J._Kucek_03.jpg" alt="" title="Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Haus_der_Biodiversitaet_J.J._Kucek_08-1.jpg" alt="" title="Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Haus_der_Biodiversitaet_J.J._Kucek_01.jpg" alt="" title="Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Haus_der_Biodiversitaet_J.J._Kucek_04.jpg" alt="" title="Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, Haus der Biodiversität, Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-5" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<h3>Artenvielfalt der Region erforschen</h3>
<p>Am <a href="https://www.steiermarkschau.at/event-detail/events/internationaler-tag-der-biodiversitaet" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Internationalen Tag der Biodiversität&#8221;</a> können die Besucher*innen in der Tierwelt Herberstein selbst zur Erfassung der Artenvielfalt beitragen. &#8220;Citizen Science&#8221; lautet die Devise am 21. Mai, wenn sich Besucher*innen, unterstützt von Expert*innen, rund um das Forschungsmobil in der Feistritzklamm daran machen können, die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt der Region zu erkunden. Dabei können Fotos gemacht und über die iNaturalist-App mithilfe künstlicher Intelligenz hochgeladen und zugeordnet werden. Die Ergebnisse werden schließlich im Haus der Biodiversität dokumentiert.</p>
<p>Das ist auch ganz im Sinne von Wolfgang Paill von der Abteilung Naturkunde des Universalmuseums Joanneum und seinem Team. Sie waren für die Gestaltung des Hauses der Biodiversität und des Weges der Vielfalt verantwortlich und möchten Bewusstsein für die Bedeutung dieser Vielfalt schaffen. Diesen Auftrag verstehen die Natur-Expert*innen auch langfristig: So soll nach <a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/countdown-zur-steiermark-schau-2023/" target="_blank" rel="noopener">Ende der STEIERMARK SCHAU</a> die Forschung vor Ort noch ausgebaut und die Biodiversität der Region weiterhin untersucht werden.</p>
<div id="attachment_25419" style="width: 523px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25419" class="wp-image-25419 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Wolfgang_Paill_J.J.Kucek_-513x770.jpg" alt="" width="513" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Wolfgang_Paill_J.J.Kucek_-513x770.jpg 513w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Wolfgang_Paill_J.J.Kucek_-233x350.jpg 233w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Wolfgang_Paill_J.J.Kucek_-1024x1536.jpg 1024w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Wolfgang_Paill_J.J.Kucek_-1365x2048.jpg 1365w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Wolfgang_Paill_J.J.Kucek_.jpg 1417w" sizes="(max-width: 513px) 100vw, 513px" /><p id="caption-attachment-25419" class="wp-caption-text">Wolfgang Paill und sein Team gestalteten das Haus der Biodiversität und den Weg der Vielfalt, Foto: UMJ/J.J.Kucek</p></div>
<h3>Aufbruch zu fernen Welten</h3>
<p>Die STEIERMARK SCHAU 2023 strahlt natürlich auch über die Tierwelt Herberstein hinaus. Im Kunsthaus Graz findet am <a href="https://www.steiermarkschau.at/event-detail/events/wenn-wir-leben-auf-anderen-planeten-finden-was-dann-1" target="_blank" rel="noopener">14. Juni eine Podiumsdiskussion zur Ausstellung</a> &#8220;Atmosphären. Kunst, Klima- und Weltraumforschung&#8221; im mobilen Pavillon statt. Anlass ist der Start der <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice" target="_blank" rel="noopener">ESA-Mission JUICE</a> im April, bei der eine Sonde zu den Jupitermonden Europa, Kallisto und Ganymed geschickt wird. Das Ziel ist es, die Oberflächen dieser fernen Welten zu untersuchen. Diskutieren werden Christiane Helling vom an der Mission beteiligten Grazer Institut für Weltraumforschung sowie weitere Vertreter*innen aus Kunst und Wissenschaft.</p>
<p>Auf große Reise geht auch der mobile Pavillon, genauer gesagt eine Miniaturversion: Der <strong>Mini-Pavillon</strong> wird in Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark und dem Außenministerium in ausgewählten Kulturforen in Europa und den USA ausgestellt. Geplant sind beispielsweise Stationen in Washington und New York. Auf diese Weise wird die STEIERMARK SCHAU 2023 nicht nur in der Region, sondern auch auf anderen Kontinenten präsent sein.</p>
<div id="carousel-6" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-6" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-6" data-slide-to="1"></li><li data-target="#carousel-6" data-slide-to="2"></li><li data-target="#carousel-6" data-slide-to="3"></li><li data-target="#carousel-6" data-slide-to="4"></li><li data-target="#carousel-6" data-slide-to="5"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Kada-Kury-STS.jpg" alt="" title="Alexander Kada, Gestalter des mobilen Pavillons, und Astrid Kury, Kuratorin der Ausstellung "Atmosphären. Kunst, Klima- und Weltraumforschung"" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Alexander Kada, Gestalter des mobilen Pavillons, und Astrid Kury, Kuratorin der Ausstellung "Atmosphären. Kunst, Klima- und Weltraumforschung"</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/low-res_stmkschau-herberstein_05-05-23_c-mavric__CM89308-scaled.jpg" alt="" title="Mobiler Pavillon, STEIERMARK SCHAU 2023, Herberstein, Foto: Christopher Mavric" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Mobiler Pavillon, STEIERMARK SCHAU 2023, Herberstein, Foto: Christopher Mavric</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/low-res_stmkschau-herberstein_05-05-23_c-mavric__CM89673-scaled.jpg" alt="" title="Mobiler Pavillon, STEIERMARK SCHAU 2023, Herberstein, Foto: Christopher Mavric" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Mobiler Pavillon, STEIERMARK SCHAU 2023, Herberstein, Foto: Christopher Mavric</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/Pavillon_Mavrik-scaled.jpg" alt="" title="Mobiler Pavillon, STEIERMARK SCHAU 2023, Herberstein, Foto: Christopher Mavric" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Mobiler Pavillon, STEIERMARK SCHAU 2023, Herberstein, Foto: Christopher Mavric</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/STS23_Pavillion_006-scaled.jpg" alt="" title="Ansicht, mobiler Pavillon der STEIERMARK SCHAU 2023 in Herberstein, Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, mobiler Pavillon der STEIERMARK SCHAU 2023 in Herberstein, Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/05/STS23_Pavillion_009-scaled.jpg" alt="" title="Ansicht, mobiler Pavillon der STEIERMARK SCHAU 2023 in Herberstein, Foto: UMJ/J.J. Kucek" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Ansicht, mobiler Pavillon der STEIERMARK SCHAU 2023 in Herberstein, Foto: UMJ/J.J. Kucek</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-6" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<hr />
<h3>Alle Infos</h3>
<ul>
<li>Die verschiedenen Teile der Ausstellung können während der <strong>Laufzeit vom 29. April bis zum 05. November</strong> täglich besucht werden.</li>
<li>Auch nach dem Ende der STEIERMARK SCHAU 2023 bleiben Attraktionen wie das Haus der Biodiversität und der Weg der Vielfalt erhalten.</li>
<li><a href="https://www.steiermarkschau.at/programm">Programm zur STEIERMARK SCHAU</a></li>
<li><a href="https://www.steiermarkschau.at/programm/schule">Programm für Schulen im Rahmen der STEIERMARK SCHAU</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Countdown zur STEIERMARK SCHAU 2023</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/countdown-zur-steiermark-schau-2023/</link>
                        <pubDate>Tue, 04 Apr 2023 06:54:23 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25312</guid>
			<description><![CDATA[Nachdem der mobile Pavillon in Wien von 22. März bis 3. April bereits einen kleinen Vorgeschmack geliefert hat, steigt nun die Vorfreude auf die Eröffnung der STEIERMARK SCHAU 2023 Ende April in der Tierwelt Herberstein. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25312</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel &#8220;Vielfalt des Lebens&#8221; widmet sich die <a href="https://www.steiermarkschau.at/" target="_blank" rel="noopener">STEIERMARK SCHAU 2023</a> vom 29. April bis zum 05. November dem Thema Biodiversität. Während die Besucher*innen des mobilen Pavillons in Wien bereits in <a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/faszinierende-atmosphaeren/" target="_blank" rel="noopener">fremde Atmosphären</a> vorstoßen konnten, entstehen in der Tierwelt Herberstein und der Feistritzklamm gerade faszinierende Ausstellungen über die Artenvielfalt und ihre Bedrohung, besonders durch den Klimawandel. Und auch der mobile Pavillon wird vor den Toren der Tierwelt für die Besucher*innen erlebbar sein.</p>
<h3>Haus der Biodiversität als künftige Forschungsstation</h3>
<p>Das Kernstück der Ausstellung wird das neue Haus der Biodiversität. Hier entsteht eine innovative Ausstellung, die mit interaktiven Station, Präparaten und Modellen ihren Besucher*innen die faszinierende Vielfalt des Lebens näherbringen wird. Dabei werden auch die komplexen Beziehungen zwischen den verschiedenen Arten gezeigt und wie sie alle zu einem stabilen Ökosystem beitragen, das auch für uns Menschen wichtig ist. Aus diesem Grund wird die Ausstellung auch die Frage, wie wir die Biodiversität erhalten können, behandeln, denn unser Einfluss auf die Umwelt und die Lebensräume von Tieren, Pflanzen und Pilzen ist groß.</p>
<p>Für das Haus der Biodiversität soll die Ausstellung im Rahmen der STEIERMARK SCHAU 2023 aber nur der Anfang sein. Auch lange danach ist geplant, hier eine Station einzurichten, von der aus die Biodiversität in der Region mit wissenschaftlichen Methoden untersucht und kontrolliert werden soll.</p>
<div id="carousel-7" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="1"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="2"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="3"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="4"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="5"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="6"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="7"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="8"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="9"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="10"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="11"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="12"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="13"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="14"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="15"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="16"></li><li data-target="#carousel-7" data-slide-to="17"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221212_102219-scaled.jpg" alt="" title="Die Aufbauarbeiten in und um Herberstein sind in vollem Gange. Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Die Aufbauarbeiten in und um Herberstein sind in vollem Gange. Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/22-11-17-10-48-31-3636.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/22-11-17-10-48-31-3637.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221128_172933-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221129_190550-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221129_190557-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221129_190616-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221129_190626-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20221129_190641-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20230210_111713-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/20230228_102449-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0463-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0464-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0465-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0466-scaled.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG-20221213-WA0003.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG-20221213-WA0004.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG-20221213-WA0005.jpg" alt="" title="Foto: UMJ" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-7" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<h3>Die Natur am Weg der Vielfalt erkunden</h3>
<p>Biodiversität sollte man aber nicht nur in Ausstellungen, sondern am besten auch unter freiem Himmel erkunden. Daher werden entlang des neuen Weges der Vielfalt eine Reihe von Naturschauplätzen in die Landschaft eingefügt, die einen Einblick in die Lebensräume und Artenvielfalt des Europaschutzgebiets Feistritzklamm/Herberstein bieten.</p>
<p>Eine Panoramaplattform über der Feistritzklamm soll zum Beispiel nicht nur einen atemberaubenden Ausblick bieten, sondern auch spannende Informationen darüber, wie die Landschaft rund um Herberstein im Laufe der Zeit von Menschen genutzt wurde, liefern. Im Forschungsmobil werden Besucher*innen im Rahmen von Workshops selbst anfangen, mit einfachen Geräten die Biodiversität zu erforschen. Die gewonnenen Daten können dann sogar im Haus der Biodiversität weiterverwendet werden. So schließt die STEIERMARK SCHAU 2023 den Kreis zwischen spannenden Ausstellungen und wichtiger Forschung.</p>
<hr />
<h3>Alle Infos</h3>
<ul>
<li>Die STEIERMARK SCHAU 2023 wird am <strong>29. April 2023</strong> um <strong>11 Uhr</strong> in der <strong>Tierwelt Herberstein</strong> eröffnet.</li>
<li>Die verschiedenen Ausstellungen können während der <strong>Laufzeit vom 29. April bis zum 05. November</strong> täglich besucht werden.</li>
<li>Auch nach dem Ende der STEIERMARK SCHAU 2023 bleiben Attraktionen wie das Haus der Biodiversität und der Weg der Vielfalt erhalten.</li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Erste Einblicke in faszinierende Atmosphären</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/faszinierende-atmosphaeren/</link>
                        <pubDate>Fri, 17 Mar 2023 10:23:22 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25213</guid>
			<description><![CDATA[Der mobile Pavillon wird gerade am Heldenplatz in Wien aufgebaut. Er dient als Prolog für die STEIERMARK SCHAU 2023 und bietet seinen Besucher*innen unter dem Motto "Atmosphären, Kunst, Klima- und Weltraumforschung" einen Blick auf faszinierende nahe und entfernte Welten.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25213</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem gelungenen Probeaufbau Anfang Februar 2023 in der Grazer Messehalle wird der mobile Pavillon vom 23. März bis zum 3. April am Heldenplatz für Besucher*innen geöffnet. Er bietet hier in Wien schon einen Vorgeschmack auf die Themen der <a href="https://www.steiermarkschau.at/" target="_blank" rel="noopener">STEIERMARK SCHAU 2023</a>.</p>
<ul id='gallery-8' class='gallery galleryid-25213 gallery-columns-2 gallery-size-medium thumbnails'><li class='span4 clear'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Aufbau-UMJ-Mele-770x578.jpg' title="Am Heldenplatz wird fleißig gebaut... Foto: UMJ/Mele" data-rl_title="Am Heldenplatz wird fleißig gebaut... Foto: UMJ/Mele" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-7"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="263" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Aufbau-UMJ-Mele-350x263.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Pavillon im Bau" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Aufbau-UMJ-Mele-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Aufbau-UMJ-Mele-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Aufbau-UMJ-Mele-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Aufbau-UMJ-Mele-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
<div class='wp-caption-text gallery-caption caption'><p> Am Heldenplatz wird fleißig gebaut&#8230; Foto: UMJ/Mele </p></div>
</div></li>
<li class='span4'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Perspektive_Heldenplatz_day0003-770x433.jpg' title="... und so soll der Pavillon bei der Eröffnung aussehen Rendering: Kadadesign/Bildermehr-Paul Frick, 2022" data-rl_title="... und so soll der Pavillon bei der Eröffnung aussehen Rendering: Kadadesign/Bildermehr-Paul Frick, 2022" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-7"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Perspektive_Heldenplatz_day0003-350x197.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Rendering des fertigen Pavillon" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Perspektive_Heldenplatz_day0003-350x197.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Perspektive_Heldenplatz_day0003-770x433.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Perspektive_Heldenplatz_day0003-1536x864.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/Perspektive_Heldenplatz_day0003-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
<div class='wp-caption-text gallery-caption caption'><p> &#8230; und so soll der Pavillon bei der Eröffnung aussehen Rendering: Kadadesign/Bildermehr-Paul Frick, 2022 </p></div>
</div></li>
</ul>

<h3>Vom Plan zum Pavillon</h3>
<p>Die STEIERMARK SCHAU steht dieses Jahr unter dem Motto &#8220;Vielfalt des Lebens&#8221;. Mit seinem Konzept „Atmosphären, Kunst, Klima- und Weltraumforschung“ hebt der mobile Pavillon dieses Thema vom Regionalen bis in das Planetarische. Auf rund 700 Quadratmetern erlauben 10 Video-Kunstwerke von 17 Künstler*innen und Forschungsbeiträge von 11 Forscher*innen einen faszinierenden Blick auf Welten außerhalb unseres Sonnensystems und deren Atmosphären. Ist unser Planet wirklich so einzigartig?</p>
<p>Ein Blick auf fremde Welten kann die Voraussetzungen für das Leben zeigen. Die Verantwortung des Menschen, diese Voraussetzungen auf der Erde zu erhalten, spielt dabei eine wichtige Rolle. Zum Beispiel bedroht der Klimawandel auf unserem Heimatplaneten empfindliche Lebensräume. Wie können wir diese erhalten?</p>
<div id="carousel-9" class="carousel slide" data-ride="carousel"><ol class="carousel-indicators"><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="0" class="active"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="1"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="2"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="3"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="4"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="5"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="6"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="7"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="8"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="9"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="10"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="11"></li><li data-target="#carousel-9" data-slide-to="12"></li></ol><div class="carousel-inner" role="listbox"><div class="item active"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/UMJ-Mele-scaled.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut. Foto: UMJ/Mele" title="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut. Foto: UMJ/Mele" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut. Foto: UMJ/Mele</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-03-01-08-38-13-7.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-02-28-09-31-53.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Am Heldenplatz wird fleißig gebaut... Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Am Heldenplatz wird fleißig gebaut... Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-02-28-09-31-53-3.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-02-28-09-31-53-1.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-02-28-09-31-54-2.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-02-28-09-31-54.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/PHOTO-2023-03-01-08-38-13-6.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: © Kadadesign Kadaconcept" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: © Kadadesign Kadaconcept</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG_0070-scaled.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: UMJ/Mele" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/Mele</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG_0072-scaled.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: UMJ/Mele" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/Mele</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG_0081-scaled.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: UMJ/Mele" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/Mele</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/IMG_0084-scaled.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: UMJ/Mele" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/Mele</div></div><div class="item"><img decoding="async" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/03/M.Pavillon-STS_Universalmuseum-scaled.jpg" alt="Der mobile Pavillon wird derzeit am Heldenplatz aufgebaut." title="Foto: UMJ/Mele" class="img-responsive"><div class="carousel-caption">Foto: UMJ/Mele</div></div></div><a class="left carousel-control" href="#carousel-9" role="button" data-slide="prev">
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  </a>
</div>
<h3>Erste Eindrücke und Vorfreude</h3>
<p>Die hochkomplexen Inhalte aus der Forschung werden durch ihre Verbindung mit den Darstellungsmöglichkeiten der zeitgenössischen Kunst im mobilen Pavillon in Wien für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Neben den künstlerischen Video-Raum-Klanginstallationen, die über die Wände und den Boden des Pavillons projiziert werden, wird als Information zum Beispiel auch der Klimaatlas Steiermark 2023 gezeigt.</p>
<hr />
<h3>Alle Infos</h3>
<ul>
<li>Der mobile Pavillon wird am <strong>22. März 2023</strong> um <strong>18 Uhr</strong> am <strong>Wiener Heldenplatz</strong> eröffnet.</li>
<li>Die Ausstellung in Wien kann vom<strong> 23. März bis zum 3. April täglich von 10 bis 18 Uhr</strong> besucht werden.</li>
<li>Mit Spannung erwarten wir die Eröffnung der STEIERMARK SCHAU 2023 am <strong>29. April um 11 Uhr </strong>in der<strong> Tierwelt Herberstein</strong>.</li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>DNA-Barcoding mit der Universität von Sambia</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/dna-barcoding/</link>
                        <pubDate>Tue, 10 Jan 2023 15:11:05 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Universalmuseum Joanneum</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25155</guid>
			<description><![CDATA[DNA-Barcoding, die Bestimmung von Tieren, Pflanzen und Pilzen über den Vergleich kurzer Abschnitte des Erbguts, der DNA, eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten, Arten nachzuweisen. Was liegt also näher, als diesen Ansatz auch dort anzuwenden, wo die Biodiversität am höchsten ist und unsere Wissenslücken am größten sind, im tropischen Afrika.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25155</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Genau das ist Ziel des <a href="https://oead.at/de/" target="_blank" rel="noopener">OeAD</a> Kooperationsprojekts „DNA barcoding of Zambia&#8217;s biodiversity&#8221; unter der Leitung der Karl-Franzens-Universität. Expert*innen der österreichischen Barcoding-Initiative ABOL, die vom Naturhistorischen Museum Wien koordiniert wird, etablieren dabei gemeinsam mit lokalen Wissenschaftler*innen DNA-Barcoding in Sambia. Mit Lukas Zangl von der Abteilung Naturkunde ist auch das Universalmuseum Joanneum im Projekt vertreten. Der Grazer Forscher engagiert sich bereits seit seinem Biologiestudium an der Universität Graz bei ABOL und hat sich auch in seiner Doktorarbeit dem DNA-Barcoding gewidmet. Für das Naturkundemuseum ist er außerdem als Kurator tätig.</p>
<div id="attachment_25168" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25168" class="wp-image-25168 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Abb2small-770x513.jpg" alt="Workshop-Teilnehmende mit Insektenfangnetz am Ufer des Flusses Kafue in Sambia." width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Abb2small-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Abb2small-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Abb2small-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Abb2small-175x117.jpg 175w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Abb2small.jpg 1732w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25168" class="wp-caption-text">Sammelexkursion zum Fluss Kafue © ABOL</p></div>
<h3>Sammeln und Barcoding in Sambia</h3>
<p>Im Rahmen des Entwicklungsforschungsprojekts wurde Anfang Oktober ein DNA-Barcoding-Workshop an der Universität von Sambia (UNZA) in Lusaka abgehalten. „Das Ziel war es, sambischen Biolog*innen die theoretischen Grundlagen des DNA-Barcodings zu vermitteln sowie diesen methodischen Ansatz zur Biodiversitätserfassung auch in der Praxis durchzuspielen&#8221;, erklärt Nikola Szucsich, der Koordinator von ABOL. Das umfasste neben vielen Vorträgen eine Sammelexkursion an den Fluss Kafue, bei der die Teilnehmer*innen, mit Insektennetzen und Ehrgeiz ausgestattet, Libellen fingen. Die gesammelten Tiere wurden dann im Labor auf ihre Art bestimmt und Gewebeproben für die DNA-Analyse entnommen. Libellen gelten als gute Indikatoren für den ökologischen Zustand von Gewässern.</p>
<div id="attachment_25203" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25203" class="wp-image-25203 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA120686-770x514.jpg" alt="" width="770" height="514" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA120686-770x514.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA120686-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA120686-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA120686-2048x1366.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA120686-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25203" class="wp-caption-text">Laboranleitung mit Lukas Zangl (Universalmuseum Joanneum, Graz) © ABOL</p></div>
<p>Auch Proben von Fischen wurden für den Testlauf herangezogen, weil sie für Sambia eine große wirtschaftliche Bedeutung haben. „Im Vergleich zu Österreich, wo es hauptsächlich darum geht, Wissenslücken zu schließen, war es in Sambia das Ziel, mit den beiden Tiergruppen einen guten Ausgangspunkt für eine breitere Erfassung und ein Monitoring der in Sambia beheimateten Biodiversität zu finden“, erklärt Stephan Koblmüller von der Universität Graz. Man kann sich natürlich die Frage stellen, ob es überhaupt sinnvoll und notwendig ist, alle vorkommenden Arten zu kennen. Wissenschaftler*innen werden diese Frage ohne Zweifel mit Ja beantworten – nicht nur, weil mit der Erforschung jeder Art spannende Erkenntnisse gewonnen werden können, sondern auch weil die Kenntnis der Biodiversität Voraussetzung ist, um den globalen Biodiversitätsverlust und dessen Konsequenzen für die Menschheit in den Griff zu bekommen.</p>
<div id="attachment_25205" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25205" class="wp-image-25205 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA130772-770x513.jpg" alt="" width="770" height="513" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA130772-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA130772-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA130772-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA130772-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2023/01/PA130772-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25205" class="wp-caption-text">Schulung und Arbeit an der Universität Sambia mit Beteiligung von Lukas Zangl © ABOL</p></div>
<h3>Schutz gegen das Artensterben</h3>
<p>Allerdings ist klar: Es muss rasch gehandelt werden. „Auch wenn es nicht möglich sein wird, global jede einzelne Art zu erfassen, muss die Datengrundlage geschaffen werden, um besonders vulnerable Habitate zu erkennen und sie zu schützen“, pflichtet Lukas Zangl vom Universalmuseum Joanneum bei. Das ist schon in Österreich eine Herausforderung und die Erfolge halten sich in Grenzen (siehe das kürzlich veröffentlichte <a href="https://www.biodiversityaustria.at/biodiversitaetsrat/ziele-aufgaben/barometer-2022/" target="_blank" rel="noopener">Barometer der Biodiversitätspolitik</a> in Österreich 2022) – in den Ländern des Globalen Südens, die die Biodiversitätshotspots der Erde beinhalten, erst recht. Die Gefährdungsfaktoren für die Biodiversität sind dort die gleichen wie hierzulande – Landnutzung, Umweltverschmutzung, Klimawandel etc. – dazu kommen noch ein rasantes Bevölkerungswachstum einerseits und ein enormes Entwicklungspotenzial andererseits, verbunden mit steigendem Flächenbedarf. Umso wichtiger ist es zu wissen, wo der große Anteil an Biodiversität vorhanden ist, und diese Gebiete zu schützen.</p>
<p>Zurück zum Workshop: Aus den gewonnenen Proben wurde im Labor des Veterinärmedizinischen Instituts der Universität von Sambia von den Teilnehmer*innen DNA extrahiert und in weiterer Folge sequenziert. Als Abschluss des Workshops wurde an Test-Datensätzen die Analyse der Daten und deren Interpretation geübt. „Durch diesen Wissenstransfer wurde ein Grundstein für weitere Bemühungen zur Etablierung einer sambischen Barcoding-Initiative gelegt“, zeigt sich Cyprian Katongo, Professor an der UNZA, optimistisch, zumal mit der frühen Einbindung politischer Stakeholder bereits ein wichtiger Beitrag zum Erfolg gelungen ist. Michaela Sonnleitner (NHM Wien) stimmt ihm völlig zu und ergänzt noch, dass allein schon der Enthusiasmus und das Engagement der Workshopteilnehmer*innen zeigt, dass das Kernziel dieses Projekts, nämlich Wissenstransfer, nachhaltig erreicht werden konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr Blogbeiträge finden Sie hier:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/peggi-die-aelteste-steierin/" target="_blank" rel="noopener">Peggi: Die älteste Steierin</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/archaeologischer-schatz-unter-der-grazer-burg/" target="_blank" rel="noopener">Archäologischer Schatz unter der Grazer Burg</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/lehrgrabung-am-schoeckl-2021/" target="_blank" rel="noopener">Lehrgrabung am Schöckl 2021</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Weihnachtsfrieden?</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/weihnachtsfrieden/</link>
                        <pubDate>Mon, 19 Dec 2022 10:26:24 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Anita Niegelhell</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25121</guid>
			<description><![CDATA[Von einem Weihnachtsfrieden für die Ukraine ist leider nicht auszugehen. Und so geht dieses Jahr zu Ende mit dem Wissen, dass nicht weit von hier Menschen frieren, hungern und um ihr Leben fürchten.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25121</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Und das ist so, weil es der Politik nicht gelingt, in diesem Konflikt eine Lösung zu finden, die eben gerade nicht deren Fortsetzung mit anderen Mitteln ist, um das berühmte Clausewitz-Zitat einmal umzudrehen. Das Leid landet immer augenblicklich bei der Bevölkerung. Die weiß dann sehr schnell, sehr genau und ganz körperlich, was Krieg für sie bedeutet. Man könnte meinen, es macht immer noch Sinn zu denken, es gäbe keinen Krieg, wenn man die Menschen fragte, die ihn erleiden müssen. Aber so einfach ist es leider nicht. Dennoch sind es diese einfachen, klaren Geschichten, die immer wieder Hoffnung geben.</p>
<p>So nehmen wir in der Kunst- und Kulturvermittlung von Landeszeughaus, Museum für Geschichte und <a href="https://www.museum-joanneum.at/volkskunde" target="_blank" rel="noopener">Volkskundemuseum am Paulustor</a> heuer den „Weihnachtsfrieden“ von 1914 zum Anlass, um kurz vor Weihnachten von <a href="https://www.museum-joanneum.at/landeszeughaus/ihr-besuch/programm/events/event/11905/friedliche-geschichten-in-kriegerischen-zeiten" target="_blank" rel="noopener">„friedlichen Geschichten in kriegerischen Zeiten“</a> im Landeszeughaus zu erzählen.</p>
<h3>Nicht nur tolle Waffen</h3>
<p>In gewisser Weise schließen wir damit das Programm zum heurigen Weltfriedenstag also erst in diesen Tagen ab. Allerdings ist es nie ein endgültiges Abschließen, denn gerade ausgehend von den täglichen Begegnungen im Landeszeughaus ist es uns ein Anliegen, <em>immer</em> auf die komplexen Verhältnisse von Krieg und Frieden hinzuweisen. Und niemanden mit der auch irritierenden Faszination angesichts der Fülle von historischem Kriegsmaterial alleine zu lassen.</p>
<p>Diese Bemühungen finden nun schon seit vielen Jahren einen alljährlichen größeren Aufmerksamkeitspunkt im Herbst, wenn wir rund um den Weltfriedenstag der UNO Programme mit und für Schulklassen sowie Individualbesucher*inne entwickeln, oft auch gemeinsam mit Kooperationspartner*innen.</p>
<p>Auch im heurigen Jahr, in dem das Motto der UNO „end racism. build peace“ auch sehr (alltags)politisch war, haben wir wieder versucht, auf unterschiedliche Aspekte dieses großen Themas einzugehen. Kern der Aktivitäten waren auch heuer die Begegnungen mit Schulklassen. Gemeinsam haben wir sowohl im Zeughaus als auch im Volkskundemuseum in interaktiven Friedensquiz-Settings viele Fragen rund um Krieg und Frieden erspielt und zu beantworten versucht. Die Kinder waren toll und sehr engagiert und wir danken ihnen auf diesem Wege noch einmal für ihren Einsatz.</p>
<div id="attachment_25150" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25150" class="size-large wp-image-25150" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/WS_Megaphon-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/WS_Megaphon-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/WS_Megaphon-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/WS_Megaphon-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/WS_Megaphon-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25150" class="wp-caption-text">UMJ/V. Krenn</p></div>
<h3>Ergebnisreiche Zusammenarbeit</h3>
<p>Zwei besondere Veranstaltungen gilt es noch zu erwähnen: Das war zum einen <a href="https://www.museum-joanneum.at/volkskunde/ihr-besuch/programm/events/event/11712/weltfriede-fuer-alle" target="_blank" rel="noopener">die Kooperation mit Megaphon</a>, im Zuge dessen von den Jugendlichen wichtige Fragen rund um Flucht und Identität gestellt wurden. Bemerkenswert war vor allem, wie schonungslos die kritische Auseinandersetzung der jungen Menschen mit ihrer eigenen gesellschaftlichen Involviertheit stattfand. Einige der von ihnen entwickelten Statements sind nach wie vor im Vermittlungsraum im Volkskundemuseum zu sehen, weil wir sie so toll finden und weil sie so grundsätzliche Themen ansprechen.</p>
<div id="attachment_25127" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25127" class="size-large wp-image-25127" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Bild-4_plakat-770x578.jpg" alt="" width="770" height="578" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Bild-4_plakat-770x578.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Bild-4_plakat-350x263.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Bild-4_plakat-1536x1152.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Bild-4_plakat-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25127" class="wp-caption-text">UMJ/Niegelhell</p></div>
<p>Einen nachdenklichen und letztlich sehr diskursiven Abend bildete die Lesung der Schriftstellerin Kerstin Hatzi und des Schriftstellers und Kulturvermittlers Florian Labitsch im Museum für Geschichte. Die beiden hatten unter dem aus Christa Wolfs Roman <em>Kassandra</em> entlehnten Satz: „… aber wann beginnt der Vorkrieg“ literarische Zeugnisse, Betrachtungen und Einlassungen von Schriftsteller-Kolleg*innen vor allem aus der Zwischenzeit zusammengetragen. Unter diesem Motto gingen die beiden einen Abend lang der Frage nach den Bedingungen und Beschreibungen von Wegen in den Krieg nach und luden das Publikum anschließend zu einer rege geführten Diskussion ein.</p>
<h3>Plädoyer für den Frieden</h3>
<p>Einige Sätze aus den einführenden Grußworten möchte ich hier zum Abschluss dieses Blog-Beitrages uns allen mit auf den Weg in die Weihnachtszeit geben:</p>
<p>Man wiegt sich so leicht in Sicherheit und denkt, dass demokratische Strukturen ein für alle Mal errichtet sind. In diesem Jahr und mit dem uns sehr nahe gerückten und nahe gehenden Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, ist diese Sicherheit uns allen abhandengekommen. Ein Grund mehr, auch heuer wieder daran zu erinnern, dass Frieden niemals etwas Gesichertes ist und dass die Arbeit an einer demokratischen Gesellschaft jeden Tag zu tun ist. Sie beginnt dort, wo wir andere Meinungen, andere Sichtweisen aushalten lernen müssen. Aber auch die Grenzen dessen klar benennen, was nicht mehr auf demokratischem Boden von Meinungsvielfalt Platz hat.</p>
<div id="attachment_25145" style="width: 735px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25145" class="wp-image-25145" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/bild_3.img_1_1663095474014-350x234.webp" alt="" width="725" height="484" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/bild_3.img_1_1663095474014-350x234.webp 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/bild_3.img_1_1663095474014-175x117.webp 175w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/bild_3.img_1_1663095474014.webp 725w" sizes="(max-width: 725px) 100vw, 725px" /><p id="caption-attachment-25145" class="wp-caption-text">UMJ/Labitsch_Krenn</p></div>
<p>Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan sagt: „Das Schreiben widerspricht dem Tod.“ Damit umreißt er die Funktion des Schriftstellers, der Schriftstellerin im Krieg. Für den heutigen Abend haben wir gesichtet, was haben denn Schreibende früherer Tage angesichts herauf dräuender Katastrophen gesagt und geschrieben? Wie haben sie Stellung bezogen und wie haben sie, um noch das titelgebende Wort von Christa Wolf zu zitieren, beschrieben, wann schon der <em>Vorkrieg</em> beginnt? Man kann nicht den Frieden herbeischreiben, aber man kann sich abarbeiten an dem, was den Krieg mitvorbereitet.“</p>
<p>Auch im nächsten Jahr werden wir uns wieder um ein Programm rund um den 21. September bemühen. Und zwar eben gerade deswegen: trotzdem. Und weil die Arbeit an Frieden und Demokratie nie zu Ende ist, sondern ein stetes Ringen um das Gespräch, den Dialog, den Kompromiss.  Jeden Tag des Jahres, nicht nur am 21. September und auch nicht nur zu Weihnachten.</p>
<p><strong>Mehr Blogbeiträge finden Sie hier:</strong></p>
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<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/peggi-die-aelteste-steierin/" target="_blank" rel="noopener">Peggi: Die älteste Steierin</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/was-tut-sich-in-schloss-eggenberg/" target="_blank" rel="noopener">Was tut sich im Schloss? Großer Wandel in Schloss Eggenberg</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/wenn-der-herbst-einen-perfekten-tag-zum-arbeiten-bietet/" target="_blank" rel="noopener">Wenn der Herbst einen perfekten Tag zum Arbeiten bietet</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

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                        <title>Wünsche ans Christkind</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/wuensche-ans-christkind/</link>
                        <pubDate>Tue, 13 Dec 2022 13:13:03 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Christiane Becker</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25112</guid>
			<description><![CDATA[An den letzten zwei Wochenenden konnten nach 2 Jahren endlich wieder die Tore für die vorweihnachtliche Veranstaltung „Tannengraß und Lebzeltstern“ im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing geöffnet werden.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25112</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Vormittags wurden die Besucher*innen im Museumstal von liebevollen Dekorationen, geheizten Stuben, stimmungsvoller Musik, vielfältigen Handwerksvorführungen, Bastelstuben für die Kinder und herrlich duftenden Köstlichkeiten begrüßt.</p>
<p>Auch für die Mitarbeiter*innen des Freilichtmuseums ist diese Veranstaltung gemeinsam mit den Handwerker*innen und ehrenamtlichen Helfer*innen – insgesamt mehr als 200 Personen – immer wieder eine Besonderheit. Man sieht es an ihrem Lächeln, wenn sie die täglich 1.500 Besucher*innen willkommen heißen.</p>
<p>Ganz am Ende des Museumstals steht das <a href="https://www.museum-joanneum.at/freilichtmuseum/museumsgelaende/plan-und-uebersicht/salzburg/rauchhaus-siezenheim-bei-salzburg">Salzburger Rauchhaus</a>, in dem an diesen beiden Wochenenden das Christkindl-Postamt bereitsteht, wo man beim Schreiben des Wunschzettels mit Federkiel und Tinte auch Unterstützung bekommt. Egal wie müde die Kinder nach den vielen Erlebnissen und Eindrücken schon sind – wenn es darum geht, die richtigen Wünsche zu notieren oder zu malen, sind unsere jungen Gäste wieder voll konzentriert. Beim Geräusch des markanten Poststempels, beim Schnüren des Zettels zu einer Rolle und beim ersehnten Aufhängen an den Christbaum im Postamt leuchten die Kinderaugen, dass es einem einfach nur warm ums Herz wird.</p>
<div id="attachment_25115" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25115" class="wp-image-25115 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Weihnachtswunsch-578x770.jpg" alt="Wunschzettel an das Christkind mit Wünschen nach Frieden, Gesundheit und Zufriedenheit." width="578" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Weihnachtswunsch-578x770.jpg 578w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Weihnachtswunsch-263x350.jpg 263w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Weihnachtswunsch-1152x1536.jpg 1152w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/12/Weihnachtswunsch.jpg 1197w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-25115" class="wp-caption-text">Ein Brief an das Christkind. Foto: Christiane Becker</p></div>
<p>An diesen zwei Wochenenden wurden nicht weniger als 211 Wunschzettel an den Baum gebunden. Mindestens 50 Kinder haben ihren Wunschzettel mit nach Hause genommen, um ihn dort aufs Fensterbankerl zu legen.</p>
<p>Ein Wunschzettel wurde nicht eingerollt, sondern für alle offen zum Lesen aufgehängt. Bevor das Christkind in der Nacht alle Wünsche vom Christbaum eingesammelt hat, hatte ich die Gelegenheit genutzt und ihn fotografiert. Denn er geht uns alle an und ich möchte Sie dazu einladen, diesen Wunschzettel in Erfüllung gehen zu lassen.</p>
<p>Das Team vom Österreichischen Freilichtmuseum Stübing wünscht Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir sehen 2023 mit viel Freude entgegen, denn es bietet unseren Besucher*innen ein sehr interessantes, spannendes und erlebnisreiches Programm. Details dazu finden Sie rechtzeitig zum Saisonbeginn unter <a href="http://www.freilichtmuseum.at">www.freilichtmuseum.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit herzlichen Wünschen aus Stübing</p>
<p>Christiane Becker</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr Blogbeiträge finden Sie hier:</strong></p>
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<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/kaiserschild-walls-of-vision-kunstwerke-der-alten-galerie-graz-als-streetart-neu-interpretiert/">„Kaiserschild Walls of Vision“: Kunstwerke der Alten Galerie Graz als Streetart neu interpretiert</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/arbeit-sorge-museum-konzepte-von-care-arbeit-in-ausstellungen/">Arbeit. Sorge. Museum. Konzepte von Care-Arbeit in Ausstellungen</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/das-museum-als-soundscape-moeglichkeiten-akustischer-ausstellungsgestaltung/">Das Museum als Soundscape. Möglichkeiten akustischer Ausstellungsgestaltung</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

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                        <title>Mein gestriges Schulerlebnis</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/mein-gestriges-schulerlebnis/</link>
                        <pubDate>Fri, 18 Nov 2022 08:56:06 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Christiane Becker</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25092</guid>
			<description><![CDATA[Einige wissen, dass ich erst seit Mai dieses Jahres das Team des Österreichischen Freilichtmuseums in Stübing unterstütze. Ich kenne das Museumstal zwar schon recht lange als Besucherin und habe auch bereits ehrenamtlich das Handwerk des Spinnens vorgeführt. Aber in meiner Aufgabe im Marketing sind detaillierte Kenntnisse über das Museum wichtig.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25092</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Darum machte ich mich gestern – mit meinem ausführlichen Museumsführer – wie eine Schülerin auf den Weg durch das stille Tal. Ganz abgesehen davon, dass diese Ruhe wie Meditation in einem oft hektischen Alltag wirkt, ist es der perfekte Rahmen, um zu lernen.</p>
<p>Als ich dann an der <a href="https://www.museum-joanneum.at/freilichtmuseum/museumsgelaende/plan-und-uebersicht" target="_blank" rel="noopener">Schule aus Prätis bei Pöllau</a> ankam, überkam mich ein heimeliges und freudiges Gefühl. Im vorgelagerten Garten sah ich <strong>Grünkohl</strong>. Es ist ein sehr vitaminreiches Wintergemüse, das in meiner norddeutschen Heimat traditionell insbesondere in der Vorweihnachtszeit gegessen wird. Ich liebe Gerichte mit Grünkohl. Diesen in Graz zu erwerben, ist nicht immer möglich, und ich muss zugeben, dass mein eingefrorener Vorrat schon wieder aufgebraucht ist.</p>
<div id="attachment_25091" style="width: 330px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25091" class=" wp-image-25091" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/20221115_143816-347x770.jpg" alt="" width="320" height="710" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/20221115_143816-347x770.jpg 347w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/20221115_143816-158x350.jpg 158w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/20221115_143816-692x1536.jpg 692w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/20221115_143816-923x2048.jpg 923w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/20221115_143816-scaled.jpg 1154w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" /><p id="caption-attachment-25091" class="wp-caption-text">Grünkohl vor dem Schulgebäude, Foto: Christiane Becker</p></div>
<p>Tatsächlich musste ich auch etwas grinsen. Denn ich vermutete, dass eine unserer Gärtnerinnen mit deutscher Herkunft den Grünkohl ausgesät hat. Ich konnte sie noch nicht dazu befragen, aber ich hoffe auf eine kleine Grünkohl-Spende</p>
<p>Beim Nachhausegehen dachte ich mir, dass ich ganz sicher nie vergessen werde, von welchem Ort das Schulhaus in das Freilichtmuseum transloziert wurde. Mit dieser Eselsbrücke „Grünkohl“ ist es unmöglich, das Erlernte zu vergessen.</p>
<p>Googeln Sie doch mal nach dem schmackhaften Grünkohl und seiner vielfältigen Verwendung in der Küche! Wer auf der Suche nach einem guten Grünkohl-Rezept ist, <a href="mailto:christiane.becker@museum-joanneum.at">darf sich gerne bei mir melden</a>.</p>
<p><strong>Mehr Blogbeiträge zum Freilichtmuseum Stübing finden Sie hier:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/wenn-der-herbst-einen-perfekten-tag-zum-arbeiten-bietet/" target="_blank" rel="noopener">Wenn der Herbst einen perfekten Tag zum Arbeiten bietet</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/zwischen-schweinsbraten-und-kaeseknoepfle/" target="_blank" rel="noopener">Zwischen Schweinsbraten und Käseknöpfle</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/gut-ding-braucht-weile-eine-zeitreise-in-die-vergangenheit/" target="_blank" rel="noopener">Gut Ding braucht Weile &#8211; eine Zeitreise in die Vergangenheit</a></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Bildnarrationen im Raum. Zeichnerische Praktiken und Comics als Tools in Ausstellungen</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/bildnarrationen-im-raum-zeichnerische-praktiken-und-comics-als-tools-in-ausstellungen/</link>
                        <pubDate>Wed, 02 Nov 2022 13:01:29 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Anna Fras</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=24960</guid>
			<description><![CDATA[Der Museumsakademie-Workshop "Bildnarrationen im Raum" am 19. und 20. September in Krems an der Donau widmete sich unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz zeichnerischer Praktiken und Comics in Ausstellungen eröffnen. Passend zum Veranstaltungsthema wurden die beiden Tage von der Illustratorin und Comic-Künstlerin Valerie Bruckbög grafisch dokumentiert.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">24960</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Graphic Recording: <a href="https://www.valerie-bruckboeg.com/" target="_blank" rel="noopener">Valerie Bruckbög</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Barbara Margarethe Eggert, die den Workshop &#8220;Bildnarrationen im Raum. Zeichnerische Praktiken und Comics als Tools in Ausstellungen&#8221; zusammen mit Eva Tropper konzipiert hat, eröffnete ihn im Atelier des <a href="https://www.karikaturmuseum.at/de" target="_blank" rel="noopener">Karikaturmuseums Krems. </a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25022" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording7-770x546.jpg" alt="Eine grafische Skizze im Comic-Style, die Barbara Margarethe Eggert bei der Eröffnung des Museumsakademie-Workshops &quot;Bildnarrationen im Raum&quot; eröffnet" width="770" height="546" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording7-770x546.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording7-350x248.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording7-1536x1089.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording7-2048x1453.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Der erste Beitrag ist für die Teilnehmenden ein Sprung ins kalte Wasser. Mit seinem Workshop <em>Ich kann (nicht) zeichnen </em>führt Peng sie in die Praxis des Zeichnens für Ausstellungen und Vermittlung ein. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25026" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording6-770x543.jpg" alt="Comic zeigt Peng und seine Zeichenübungen" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording6-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording6-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording6-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording6-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Mit einem Input in Form eines Zeichenmanuals &#8211; abgestimmt auf mögliche Ausstellungsprojekte &#8211; und einem Zeichenauftrag im Bezug zum zeichnerischen Arbeiten in Ausstellungen werden Basics spielerisch erarbeitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25025" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording11-770x512.jpg" alt="Comic, der Günter Mayer und die restlichen Teilnehmenden des Museumsaakademie-Workshops im Karikaturmuseum beim Zeichnen am Boden zeigt." width="770" height="512" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording11-770x512.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording11-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording11-1536x1021.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording11-2048x1361.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording11-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Zum gleichen Thema hat Peng, der eigentlich Günter Mayer heißt, bereits <a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/peng-ich-kann-zeichnen-9783832199982/" target="_blank" rel="noopener">ein Buch</a> veröffentlicht. Und wirklich: Zumindest unter den Teilnehmenden dieses Workshops scheitert niemand am Versuch, zu zeichnen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25027" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording5-770x543.jpg" alt="Die Zeichenübungen von Günter Mayer in Comicform dargestellt" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording5-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording5-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording5-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording5-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Nach einem praktischen Einstieg in das Thema werden mit Barbara Margarethe Eggert, die am Institut für Kunst und Bildung an der <a href="https://www.kunstuni-linz.at/" target="_blank" rel="noopener">Kunstuniversität Linz</a> forscht, lehrt und kuratiert, die theoretischen Grundlagen für die weiteren Beiträge der zweitägigen Veranstaltung erarbeitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25051" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording9-770x543.jpg" alt="Graphic Recording des Museumsakademie Joanneum Workshops Bildnarrationen im Raum" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording9-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording9-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording9-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording9-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25029 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording8-scaled-e1667391512486-770x376.jpg" alt="Darstellung unterschiedlicher Formate von Comcis in Comic-Form von Valerie Bruckbög" width="770" height="376" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording8-scaled-e1667391512486-770x376.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording8-scaled-e1667391512486-350x171.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording8-scaled-e1667391512486-1536x751.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Graphic-Recording8-scaled-e1667391512486-2048x1001.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Es erfolgt eine Einführung in die comicspezifische Terminologie und die Grundzüge der Ausstellungsanalyse nach Heike Buschmann, die anhand aktueller Beispiele ausprobiert und besprochen wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25068 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording10-770x543.jpg" alt="Graphic Recording von Valerie Bruckbög" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording10-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording10-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording10-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording10-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Der 2017 vom Historiker und Yale-Professor Timothy Snyder veröffentlichte Band <em>On Tyranny &#8211; Zwanzig Lektionen für den Widerstand</em> und Nora Krugs grafische Auseinandersetzung damit sind Ausgangspunkt für Nathalie Jacobsens Beitrag vom <a href="https://www.nsdoku.de/" target="_blank" rel="noopener">NS-Dokumentationszentrum</a> in München zum Thema künstlerische Interventionen in Dauerausstellungen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-25052 size-large" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording3-770x543.jpg" alt="Grafische Dokumentation des Vortrags von Nathalie Jacobsen bei der Museumsakademie Joanneum" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording3-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording3-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording3-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording3-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Als Abschluss des ersten Workshopstages folgt ein Rundgang durch die aktuelle Ausstellung im Karikaturmuseum Krems<a href="https://www.karikaturmuseum.at/de/betrachten/ausstellungen/20-donald-made-in-austria" target="_blank" rel="noopener"><em> Donald made in Austria! Der Character-Designer Florian Satzinger</em></a>. Der künstlerische Direktor Gottfried Gusenbauer gibt einen Überblick über die Schau und erklärt, wie die Ausstellung versucht, ohne Stereotype auszukommen.</p>
<ul id='gallery-10' class='gallery galleryid-24960 gallery-columns-2 gallery-size-medium thumbnails'><li class='span4 clear'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-9"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Foto von den Teilnehmenden des Museumsakademie-Workshops im Krems in der Ausstellung Donald made in Austria im Karikaturmuseum" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8062-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
<li class='span4'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-9"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8076-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
<li class='span4 clear'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-9"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Foto von den Teilnehmenden des Museumsakademie-Workshops im Krems in der Ausstellung Donald made in Austria im Karikaturmuseum" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8068-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
<li class='span4'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-9"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Foto von den Teilnehmenden des Museumsakademie-Workshops im Krems in der Ausstellung Donald made in Austria im Karikaturmuseum" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8073-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
<li class='span4 clear'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-9"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8081-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
<li class='span4'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-9"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8078-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
</ul>

<p>Thorsten Heese beginnt den zweiten Workshoptag mit einem Beispiel aus der Praxis, das den komplexen Aushandlungsprozess zwischen Forschen und Kuratieren zeigt. Mit <a href="https://www.museumsquartier-osnabrueck.de/ausstellung/moeser-eine-begehbare-graphic-novel/" target="_blank" rel="noopener"><em>MÖSER &#8211; die begehbare Graphic Novel</em></a> wurde im <a href="https://www.museumsquartier-osnabrueck.de/" target="_blank" rel="noopener">Museumsquartier Osnabrück</a>, in dem Heese als Kurator arbeitet, ein thematisch schwieriges Thema in ungewohnter Art &#8211; nämlich als begehbare Graphic Novel &#8211; präsentiert und somit versucht, mit der Idealisierung der umstrittenen Person Mösers zu brechen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25059" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording4-770x543.jpg" alt="Skizzen in orange, schwarz und violett über den Vortrag von Thorsten Heese beim Museumsakademie-Workshop" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording4-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording4-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording4-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording4-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Das gelingt teilweise, teilweise geht die Umsetzung &#8211; zumindest für einige der Teilnehmenden &#8211; zu wenig weit, um ernsthafte Kritik an Möser zu üben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25067" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording1a-770x543.jpg" alt="" width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording1a-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording1a-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording1a-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording1a-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Während Thorsten Heese vor allem Jugendliche mit der Ausstellung ansprechen wollte, konzentriert sich Nikola Köhler in ihrer Arbeit im <a href="https://www.museum-joanneum.at/cosa-graz" target="_blank" rel="noopener">CoSA</a> und im Kindermuseum <a href="https://fridaundfred.at/" target="_blank" rel="noopener">Frida &amp; freD</a> auf unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen. Die Beispiele in den beiden Häuser zeigen Comics in verschiedenen Formen, Ausführungen und Funktionen und verdeutlichen damit, wie vielfältig sie als Vermittlungstools eingesetzt werden können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-25063" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording2-770x543.jpg" alt="Graphic Recording des Museumsakademie-Workshops Bildnarrationen im Raum " width="770" height="543" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording2-770x543.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording2-350x247.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording2-1536x1083.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/Graphic-Recording2-2048x1444.jpg 2048w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Eine weitere Dimension von Comics wird mit dem Vortrag dreier Studierender der<a href="https://www.kunstuni-linz.at/" target="_blank" rel="noopener"> Kunstuniversität Linz</a> aufgezeigt. Yara Bartel, Lisa Gmeindl und Victoria Windtner präsentieren via Zoom ihre partizipativen Comicprojekte, die Comics als künstlerisch-wissenschaftliches Tool zur abstrahierenden Visualisierung von gesellschaftlich relevanten Themen einsetzen. Damit verorten sie Comics im Spannungsfeld von Vermittlung und Kunstproduktion und thematisieren insbesondere Aspekte der Kontextspezifik und der Materialität.</p>
<p>Als Abschluss betrachten die Teilnehmenden zusammen mit dem Künstler <a href="http://www.horststein.eu/" target="_blank" rel="noopener">Horst Stein</a> seinen Comiczyklus in Sepiatechnik über das Leben der berühmten Musikerfamilie Hayden. Er erläutert dabei sowohl seinen eigenen Schaffensprozess als auch die Zusammenarbeit mit dem Museum, die er &#8211; im Gegensatz zu den meisten anderen Anwesenden &#8211; ja aus der Perspektive des Künstlers kennt. Dabei wirft Horst Stein unter anderem die Frage nach dem Stellenwert des Originals, der Autorisierung und der Wechselwirkung zwischen Comics und weiteren Ausstellungsobjekten auf.</p>
<ul id='gallery-11' class='gallery galleryid-24960 gallery-columns-2 gallery-size-medium thumbnails'><li class='span4 clear'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-10"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Horst Stein bei der Präsentation seiner Comics" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8123-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
<li class='span4'><div class='gallery-item thumbnail'><a href='https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-770x513.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-10"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-350x233.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Skizze von der Frau Haydens in Sepiafarben" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-350x233.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-770x513.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-1536x1024.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-2048x1365.jpg 2048w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_8116-175x117.jpg 175w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a>
</div></li>
</ul>]]></content:encoded>

                                        </item>
                        <item>
                        <title>Gut Ding braucht (mehr) Weile</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/gut-ding-braucht-mehr-weile/</link>
                        <pubDate>Thu, 27 Oct 2022 09:56:23 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Elisabeth Schlögl</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=25013</guid>
			<description><![CDATA[Erfahren Sie mehr darüber, was seit Februar 2022 innerhalb des Projekts „Planung Sammlungsdigitalisierungsinitiative“ des Landes Steiermark passierte und wann PantherWeb zur Verfügung stehen wird.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">25013</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<h4>Sammlungsdigitalisierungsinitiative</h4>
<h3>Thesauri wurden entwickelt und vereinheitlicht:</h3>
<p>Thesauri sind hierarchische Wortlisten, die bei Datenfeldern in Eingabemasken hinterlegt werden. Sie dienen in Datenbanken zur Verschlagwortung der Objekte (Materialangaben, Funktionsbereich, Ortsangaben etc.) und verbessern die Durchsuchbarkeit der Datensätze. Da es ein Ziel der Sammlungsdigitalisierungsinitiative des Landes ist, die Datenqualität der Dokumentation in den steirischen Museen und Sammlungen zu heben, gibt es einige Thesauri in PantherWeb:</p>
<h4>Archäologie-Thesaurus – eine Typologie</h4>
<p>Archäologinnen aus dem Universalmuseum Joanneum – Barbara Porod (Leiterin der Provinzialrömischen Sammlung), Johanna Kraschitzer (Funde Flavia Solva) und Gudrun Praher-Malderle (Funde Flavia Solva) haben eine Archäologie-Typologie entwickelt. Der Anspruch an diesen Thesaurus war, dass archäologische Funde einfach und ohne archäologische Fachkenntnisse verschlagwortet werden können. Dementsprechend ist er so aufgebaut, dass in der ersten Ebene der Thesaurus nach Materialien, die am leichtesten am Objekt zu erkennen sind, gegliedert ist. Ein Beispiel: Keramik – Gefäße – Teller.</p>
<h4>Material- und Technikthesaurus</h4>
<p>Meine Kollegin und Restauratorin Barbara Schönhart hat einen Material- und einen Technikthesaurus erarbeitet, nachdem gemeinsam die Strukturen festgelegt wurden. Der Materialthesaurus hat drei Ebenen. Das Ordnungsprinzip der ersten Ebene entspricht jenen Materialgruppen, die am häufigsten in den steirischen Museen und Sammlungen bewahrt werden: Holz, Metall, Papier, Keramik etc. Der Technikthesaurus ist ein vom Material unabhängiger Thesaurus und enthält sämtliche Herstellungstechniken: gedruckt, gebürstet, verzinkt etc. Beim Erstellen beider Thesauri war es uns wichtig, dass unsere Zielgruppen ihn auch anwenden können und möchten.</p>
<p>Ein <strong>Thesaurus für die Verschlagwortung kulturgeschichtlicher Objekte</strong> der Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark wurde vereinheitlicht. Drei Servicestellen für Museen in allen drei Bundesländern haben basierend auf den jeweils bestehenden Thesauri, die alle ihren Ursprung in der hessischen Systematik hatten, einen gemeinsamen kulturgeschichtlichen Thesaurus entwickelt. Nach den ersten Austausch-Gesprächen im März 2022 mit den Verantwortlichen wurde der Nutzen erkannt und der Grundstein dafür gelegt, einen gemeinsamen Standard zu entwickeln. In weiteren 10 Online-Sitzungen zu insgesamt 45 Stunden wurden alle 18 Bereiche der hessischen Systematik auf drei Ebenen vereinheitlicht. Entstanden ist der Kulturgeschichte-Standardthesaurus 2022 – auf Basis der hessischen Systematik. Er ist das Produkt der Zusammenarbeit von den Landessammlungen Niederösterreich (Rocco Leuzzi), dem Museumsforum Steiermark (Elisabeth Schlögl), dem Museumsmanagement Niederösterreich (Ulrike Vitovec, Christa Zahlbruckner) und dem Verbund Oberösterreichischer Museen (Christian Hemmers), mit Beiträgen von MUSIS-Evelyn Kaindl-Ranzinger, OÖ Landes-Kultur GmbH und Volkskunstmuseum Tirol. Dieser Kulturgeschichte-Standardthesaurus wird in PantherWeb, Dip.Noe und dem Museumskollektor in Oberösterreich zur Anwendung kommen und allen Interessierten zur Verfügung gestellt – wann und wo, ist derzeit noch nicht gänzlich geklärt. Interessierte können sich aber schon gerne bei mir melden.</p>
<div id="attachment_25033" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25033" class="size-large wp-image-25033" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Arbeitsgruppe_KulturgeschichteThesaurus-bearbeitet-770x410.png" alt="" width="770" height="410" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Arbeitsgruppe_KulturgeschichteThesaurus-bearbeitet-770x410.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Arbeitsgruppe_KulturgeschichteThesaurus-bearbeitet-350x186.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Arbeitsgruppe_KulturgeschichteThesaurus-bearbeitet-1536x817.png 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Arbeitsgruppe_KulturgeschichteThesaurus-bearbeitet.png 1600w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><p id="caption-attachment-25033" class="wp-caption-text">Die Arbeitsgruppe, die den Kulturgeschichte-Standardthesaurus 2022 erarbeitet hat. Von links nach rechts: Christian Hemmers, Rocco Leuzzi, Christa Zahlbruckner, Ulrike Vitovec, Elisabeth Schlögl</p></div>
<p>Ein<strong> Erdzeitalter-Thesaurus</strong> für geologische Objekte wurde von Ingomar Fritz, dem Leiter der Sammlung Geologie und Paläontologie am Universalmuseum Joanneum, erstellt. Auch hier war es uns wichtig, den Thesaurus zielgruppenspezifisch zu entwickeln: weniger Hierarchien und reduzierter Umfang. Die erste Ebene enthält die „eingedeutschten Begriffe“: Erdaltertum, Erdmittelalter, Erdneuzeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Neue Eingabemasken wurden erstellt</h3>
<p>Von einem archäologischen Objekt werden andere Informationen festgehalten wie von einem geologischen Objekt und dessen Daten unterscheiden sich wiederum von ethnologischen Objektdaten sowie von bibliografischen Objektinformationen. Ein museales Objekt gleicht eben nicht dem anderen, obwohl es große Schnittmengen jener Informationen gibt, die unabhängig vom musealen Objekttyp dokumentiert werden. Um diesem Spannungsfeld zwischen Normierung und Individualität unterschiedlicher Objekttypen gerecht zu werden, haben wir folgende Maskentypen erstellt, deren Eingabefelder großteils dieselben sind und auf dieselben Thesauri und Wortlisten zurückgreifen, sich jedoch im Detail voneinander unterscheiden: Archäologie, bibliografisches Objekt, Biologie, Ethnologie, Fotografie, Geologie, Kunst.</p>
<p>In der Servicestelle für Museen im Schweizer Kanton Baselland (Museumsverbund Baselland) sind dieselben Maskentypen schon seit einigen Jahren im Einsatz – auf deren Erfahrungen wollen wir aufbauen. Deshalb haben wir, Nadine Naimer und ich, diese Masken als Ausgangspunkt für die Erstellung der Eingabemasken von PantherWeb genommen und sie nach Rücksprachen mit der Uni Graz (Zentrum für Informationsmodellierung), PantherWeb Teilnehmer*innen und Museen, die lokal imdas pro/light Versionen nutzen, angepasst/verändert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Was wir noch machen wollen, bis das Projekt abgeschlossen ist</h3>
<ul>
<li>Wir brauchen mehr Zeit, darum wird um eine Projektfristverlängerung angesucht – das Projekt hätte ja im Juli 2022 abgeschlossen sein sollen.</li>
<li>Es braucht Programmierungen für derzeit fehlende Funktionen im PantherWeb: Metadaten sollen pro Medienobjekt dokumentiert werden können, Online-Schnittstellen zu Normvokabularien (Iconclass, Geonames und OGND) werden benötigt etc.</li>
<li>Erst nach den Programmierungen können die Bedienungsanleitung fertiggestellt, eine Testphase mit Key-Nutzer*innen durchgeführt und die daraus entstandenen Rückmeldungen eingearbeitet werden.</li>
</ul>
<p>Es sind also noch einige Schritte zu gehen, bis PantherWeb für die Sammlungsdokumentation zur Verfügung steht. Zeitlich lässt sich das derzeit noch nicht verlässlich abschätzen. Wer mehr wissen möchte, kann sich jederzeit bei <a href="https://www.kultur.steiermark.at/cms/ziel/166337555/DE/">Nadine Naimer oder mir melden</a>.</p>
<h4>Wer bisher zusätzlich zum Projektteam zum Gelingen all dessen beigetragen hat:</h4>
<div style="width: 770px;" class="wp-video"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');</script><![endif]-->
<video class="wp-video-shortcode" id="video-25013-1" width="770" height="433" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Projektbeteiligte2.mp4?_=1" /><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Projektbeteiligte2.mp4">https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Projektbeteiligte2.mp4</a></video></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr Blogbeiträge zum Thema &#8220;Sammlungsdigitalisierungsinitiative&#8221; finden Sie hier:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/aus-culture-web-wird-pantherweb-%e2%80%92-zum-status-quo-des-projekts-planung-sammlungsdigitalisierungsinitiative/">Aus „culture.Web“ wird „PantherWeb“</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/wie-machen-die-das-mit-der-sammlungsdigitalisierung-in-niederoesterreich/">Wie machen die das mit der Sammlungsdigitalisierung in Niederösterreich?</a></li>
<li><a href="https://www.museum-joanneum.at/blog/objekte-sprechen-nicht/">Objekte sprechen nicht</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-24376" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/BMKOES_Logo_srgb-770x207.png" alt="" width="294" height="79" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/BMKOES_Logo_srgb-770x207.png 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/BMKOES_Logo_srgb-350x94.png 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/BMKOES_Logo_srgb-1536x413.png 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/BMKOES_Logo_srgb.png 1723w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-24392" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/A9_Kultur_Europa_Sport-770x495.jpg" alt="" width="241" height="155" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/A9_Kultur_Europa_Sport-770x495.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/A9_Kultur_Europa_Sport-350x225.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/A9_Kultur_Europa_Sport-1536x987.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2021/11/A9_Kultur_Europa_Sport.jpg 1772w" sizes="(max-width: 241px) 100vw, 241px" /></p>]]></content:encoded>

                        <enclosure url="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Projektbeteiligte2.mp4" length="1363380" type="video/mp4" />
                </item>
                        <item>
                        <title>„Kaiserschild Walls of Vision“: Kunstwerke der Alten Galerie Graz als Streetart neu interpretiert</title>
                        <link>https://www.museum-joanneum.at/blog/kaiserschild-walls-of-vision-kunstwerke-der-alten-galerie-graz-als-streetart-neu-interpretiert/</link>
                        <pubDate>Fri, 21 Oct 2022 09:12:06 +0000</pubDate>
                        <dc:creator>Karin Leitner-Ruhe und Sandra Sonnleitner</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="false">https://www.museum-joanneum.at/blog/?p=24990</guid>
			<description><![CDATA[Im Rahmen des neu konzipierten Kunstprojekts „Kaiserschild Walls of Vision“ werden Gemälde aus der Kaiserschild-Stiftung, die sich als Dauerleihgaben in der Sammlung der Alten Galerie befinden, künstlerisch neu interpretiert. Als erstes Werk wurde das kleine Gemälde auf Holz „Dorfstraße mit Drehleierspieler“ aus dem 17. Jahrhundert von Adriaen van Ostade gewählt. Das Künstlerduo Jana&#038;JS hat dieses einfühlsam in die heutige Zeit übertragen.]]></description>
                        <post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">24990</post-id>                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Fassadengestaltung an der Wand des Hauses Schäfergasse 2 in Wien erregt nun mit der Darstellung <em>Dorfplatz mit Ukulelespielerin</em> als künstlerischem Blickfang im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-24993" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Neuinterpretation-4_©FranziskaLiehl-514x770.jpg" alt="" width="514" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Neuinterpretation-4_©FranziskaLiehl-514x770.jpg 514w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Neuinterpretation-4_©FranziskaLiehl-234x350.jpg 234w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Neuinterpretation-4_©FranziskaLiehl-1025x1536.jpg 1025w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Neuinterpretation-4_©FranziskaLiehl.jpg 1093w" sizes="(max-width: 514px) 100vw, 514px" /></p>
<p><em>&#8220;Kaiserschild Walls of Vision&#8221;, eine Neuinterpretation des Künstlerduos Jana&amp;Js ist nun an der Fassade der Schäfergasse 2 in Wien zu sehen, Foto: Franziska Liehl</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Vorbild dafür ist das Gemälde <a href="https://www.museum-joanneum.at/alte-galerie/ausstellungen/ausstellungen/zwischen-tanz-und-tod/momente-des-gluecks/dorfstrasse-mit-drehleierspieler?utm_medium=email&amp;utm_campaign=Newsletterversand&amp;utm_source=Presse"><em>Dorfstraße mit Drehleierspieler</em> </a>von Adriaen von Ostade und visualisiert ein Thema aus dem 17. Jahrhundert. Vor einem schräg ins Bild gestellten Bauernhaus musiziert ein Drehleierspieler, der sich von seinem bescheidenen Publikum kleine Gaben erhofft. Van Ostade ist dafür bekannt, sich hauptsächlich der Darstellung des Bauern- und Handwerkermilieus zu widmen. Er räumt auch jenen Menschen einen besonderen Platz in seinem Werk ein, die auf die Hilfe ihrer Mitwelt angewiesen sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-24994" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Original_©Universalmuseum-Joanneum-622x770.jpg" alt="" width="622" height="770" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Original_©Universalmuseum-Joanneum-622x770.jpg 622w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Original_©Universalmuseum-Joanneum-283x350.jpg 283w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Original_©Universalmuseum-Joanneum-1240x1536.jpg 1240w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild-Walls-of-Vision_Original_©Universalmuseum-Joanneum.jpg 1345w" sizes="(max-width: 622px) 100vw, 622px" /></p>
<p style="text-align: left;"><em>Das kleine Gemälde von Adriaen van Ostade, &#8220;Dorfstraße mit Drehleierspieler&#8221;, auf Holz gearbeitet, war Vorlage für die Neuinterpretation, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner</em></p>
<h2>Geschichte wiederholt sich</h2>
<p><strong>Karin Leitner-Ruhe</strong>, <strong>Chefkuratorin der Alten Galerie</strong>, hält diese Szene noch immer für zeitgemäß: „Dass die Umsetzung des Themas des 17. Jahrhunderts in die heutige Zeit so gut funktioniert, zeigt, wie präsent Geschichte ist und diese sich doch immer wiederholt.“</p>
<p>Das <strong>Künstlerduo Jana&amp;Js</strong> hat sich in seiner Neuinterpretation am Werk van Ostades orientiert und die Szene in ihrem unverkennbaren eigenen Stil umgesetzt. Seine Bildkomposition ist zwar an das <strong>Gemälde von Adriaen van Ostade</strong> angelehnt, aber anstelle der drei Männer finden sich bei Jana&amp;Js in der ähnlich aufgebauten Szene Frauen als Protagonistinnen wieder. Wie Adriaen van Ostade, der seine Motive aus der unmittelbaren Umgebung und seiner Heimatstadt Harleem gewählt hat, haben sich auch Jana&amp;Js für die <em>Dorfstraße mit Ukulelespielerin</em> von ihrem persönlichen Umfeld inspirieren lassen.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=_hWjae5GjMo"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-24999" src="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild_Walls_of_Vision-770x433.jpg" alt="" width="770" height="433" srcset="https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild_Walls_of_Vision-770x433.jpg 770w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild_Walls_of_Vision-350x197.jpg 350w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild_Walls_of_Vision-1536x865.jpg 1536w, https://www.museum-joanneum.at/blog/wp-content/uploads/2022/10/Kaiserschild_Walls_of_Vision.jpg 1890w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></a></p>
<p><em>Eine direkte Gegenüberstellung veranschaulicht, wie sorgsam die Details in der künstlerischen Ausarbeitung miteinbezogen wurden: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_hWjae5GjMo">Video zum Projekt</a> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein augenscheinlicher Unterschied der beiden Gemälde ist die Dimension der beiden Werke: Die <em>Dorfstraße mit Drehleierspieler</em> ist 25,7 x 20,7 cm groß, während <em>Dorfplatz mit Ukulelespielerin</em> 15,6 x 7,9 m umfasst.<br />
Dass sich eine Szene, die sich vor einem Hauseingang abspielt, auf diese Weise direkt an einer Straße zwischen Häusern wiederfindet, steigert die unmittelbare Wirkung der Darstellung.</p>
<p>Eine direkte Teilhabe am Kunstwerk war bereits im Entstehungsprozess möglich, da das Fassadengemälde im öffentlichen Raum entstanden ist und der Schaffensprozess sehr nah miterlebt werden konnte. Jetzt kann das Kunstwerk barrierefrei besichtigt werden. &#8220;Besonders interessant ist es mitzuerleben, wie zeitgenössische Künstler*innen ihren Blick auf Gemälde aus dem 16. oder 17. Jahrhundert richten, wie sie mit dem kunsthistorischen Hintergrund umgehen und wie sie das Werk technisch und stilistisch an der Wand umsetzen“, so<strong> Sandra Sonnleitner, Geschäftsführerin der Kaiserschild-Stiftung.</strong><br />
Weitere Kunstwerke werden im Rahmen des Projektes „Kaiserschild Walls of Vision“ folgen. Lassen wir uns überraschen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Fassade in der Schäfergasse 2 wurde von <a href="http://www.museum-joanneum.at/crm2/index.php?entryPoint=campaign_trackerv2&amp;track=70cdedd2-4941-11ed-861a-0050569d157b&amp;identifier=20f051bd-a790-a299-7eab-63453c1efb9a">home4students</a> zur Verfügung gestellt und in Kooperation mit dem Verein <a href="http://www.museum-joanneum.at/crm2/index.php?entryPoint=campaign_trackerv2&amp;track=70f3e488-4941-11ed-861a-0050569d157b&amp;identifier=20f051bd-a790-a299-7eab-63453c1efb9a">Calle Libre</a> umgesetzt.</p>
<p>Ein Projekt in Zusammenarbeit von <a href="http://www.kaiserschild-stiftung.at">Kaiserschild-Stiftung</a> und <a href="https://www.museum-joanneum.at/alte-galerie">Alte Galerie Graz</a>.</p>
<p>Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel gegründet und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>

                                        </item>
        </channel>
</rss>