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		<title>Dr. Wolf-Dieter Storl: Es ist alles noch da! (Interview von Dr. Christoph Quarch)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 18:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/>Die Natur sorgt f&#252;r uns. Obwohl wir sie schlecht behandeln. Statt sie auszubeuten und unserem Wollen untertan zu machen, sollten wir jedoch lernen, uns der Natur anzuvertrauen, um uns von ihr heilen zu lassen, sagt der Ethnobotaniker und &#34;Pflanzenheilige&#34; Dr. Wolf-Dieter Storl. &#220;brigens: Sie k&#246;nnen Ihn live auf unserem MYSTICA Kongress in M&#252;nchen erleben. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="232" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/storlimtext.jpg" vspace="10" width="350" />Die Natur sorgt f&uuml;r uns. Obwohl wir sie schlecht behandeln. Statt sie auszubeuten und unserem Wollen untertan zu machen, sollten wir jedoch lernen, uns der Natur anzuvertrauen, um uns von ihr heilen zu lassen, sagt der Ethnobotaniker und &quot;Pflanzenheilige&quot; Dr. Wolf-Dieter Storl. &Uuml;brigens: Sie k&ouml;nnen Ihn live auf unserem <a href="http://www.mystica.tv/kongress-der-neubeginn/" target="_self">MYSTICA Kongress</a> in M&uuml;nchen erleben.</strong></p>
<p><em>Ein Interview von Christoph Quarch, mit freundlicher Genehmigung des Magazins WIR</em></p>
<p><span style="color:#fff;">d</span><br />
	<em><strong>Es gibt einen Witz, der erz&auml;hlt, dass sich die Planeten Venus und Erde im Weltraum begegnen. Da die alte Erde nicht gut aussieht, fragt Venus die Gef&auml;hrtin, was denn los mit ihr sei. Worauf die Erde antwortet: &bdquo;Ich habe Homo sapiens.&ldquo; Darauf Venus: &bdquo;Das geht vorbei!&ldquo;. Stimmt das? Verh&auml;lt sich die Menschheit zu ihrem Heimatplaneten wie ein Krankheitserreger zu einem K&ouml;rper?</strong></em></p>
<p>Das ist eine sehr moderne, aber auch sehr menschenverachtende Art, die Dinge zu sehen. Die Philosophie, die dahintersteckt, kann man mit einem Slogan aus der Werbung auf den Punkt bringen: &bdquo;Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht nicht den Menschen.&ldquo; Das stelle ich grunds&auml;tzlich in Frage. Denn wer so redet, behauptet, der Mensch und die Natur &ndash; der Mensch und die Erde &ndash; seien von einander getrennt. Genau das ist aber nicht der Fall. Wir sind ein Teil der Natur. Wir waren schon immer Kinder Gaias, der gro&szlig;en Erdmutter. Sie hat uns hervorgebracht, wir geh&ouml;ren zu ihr, und sie vermag uns alle zu n&auml;hren.</p>
<p><strong><em>Aber hat sich der Mensch nicht tats&auml;chlich seiner Mutter Erde entfremdet?</em></strong></p>
<p>Was hei&szlig;t hier der &bdquo;Mensch&ldquo;? Wenn, dann wird man allenfalls f&uuml;r die westliche Kultur sagen m&uuml;ssen, dass im Zuge des Zivilisationsprozesses eine Entfremdung des Menschen von der Natur stattgefunden hat. Bei den sogenannten Naturv&ouml;lkern ist niemand auf die Idee gekommen, wie Ren&eacute; Descartes zu fordern, der Mensch solle &bdquo;Ma&icirc;tre et possesseur&ldquo; &ndash; Herr und Meister &ndash; der Natur sein. Damit ist in der Tat das Verh&auml;ltnis vieler Menschen zur Natur aus den Fugen geraten. Aber &ndash; und das ist mir wichtig &ndash; das liegt eben nicht am Wesen des Menschen, sondern an einer bestimmten Philosophie und Sichtweise, die sich aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden in der westlichen Zivilisation breit gemacht hat.</p>
<p><strong><em>Wie macht sich diese Entfremdung bemerkbar?</em></strong></p>
<p>Viele Menschen in unseren Breiten wissen nicht mehr, dass sie mit der Natur kommunizieren k&ouml;nnen &ndash; und dass die Natur mit ihnen kommuniziert. Sie k&ouml;nnen die Sprache der Pflanzen und Tiere, der W&auml;lder und Fl&uuml;sse nicht mehr verstehen. Ja, sie wissen nicht einmal, dass es diese Sprache gibt. Das ist schade, denn so machen wir es der Natur schwer, uns dabei zu helfen, zu unserem wahren Selbst zur&uuml;ckzufinden.</p>
<p><strong><em>Wie soll das gehen?</em></strong></p>
<p>Die Erde ist ein Ganzes, ein lebendiger Organismus; und alle Wesen &ndash; Pflanzen, Tiere, Menschen &ndash; sind Organe dieses umfassenden Ganzen. Und wie beim menschlichen K&ouml;rper, so darf auch bei Gaia keines der Organe fehlen, wenn sie gesund und lebendig sein soll. Jedes Organ, jedes Wesen hat dabei seine eigene Aufgabe: seine eigene, ihm gem&auml;&szlig;e Funktion, die erf&uuml;llt sein muss, damit das Ganze gelingt und stimmt. Die Pflanzen verstehe ich als die verk&ouml;rperte Lebendigkeit und Vitalit&auml;t der Gaia. In den Tieren f&uuml;hlt sie sich. Und in uns Menschen &ndash; so scheint es &ndash; wird sich Gaia auf eigent&uuml;mliche Weise bewusst. Erkrankt nun ein Organ in diesem gro&szlig;en Organismus der Gaia, dann &auml;ndert sich &ndash; ganz wie bei einem jeden einzelnen Wesen &ndash; der Stoffwechsel, das Immunsystem wird aktiviert und der ganze K&ouml;rper arbeitet daran, sein Gleichgewicht wiederherzustellen; das hei&szlig;t: wieder gesund zu werden. Und auch daran wirkt jedes Organ auf seine Weise mit. So ist es eine Aufgabe der Pflanzen, die Energien, Wirkstoffe oder Informationen zu produzieren, die andere Wesen &ndash; allen voran der Mensch &ndash; ben&ouml;tigen, um ihn gesunden zu lassen. Denn die Pflanzen &bdquo;wissen&ldquo;, dass der gesamte Organismus leidet, wenn der Mensch erkrankt ist. Und so sorgt diese ungeheure Intelligenz der Gaia daf&uuml;r, dass zur richtigen Zeit die richtigen Pflanzen gedeihen: die notwendigen Pflanzen, die die Not des Menschen zu wenden verm&ouml;gen, so dass er wieder zu sich findet.</p>
<p><strong><em>Aber ist das nicht sehr anthropozentrisch gedacht: Die Pflanzen stehen im Dienste der Menschen?</em></strong></p>
<p>In der Natur dient alles allem und alles dient dem Ganzen. Schauen Sie: Die Galle produziert ihre Sekrete nicht f&uuml;r sich selbst, sondern f&uuml;r den gesamten K&ouml;rper. Und das Gehirn denkt nicht um seiner selbst willen, sondern allem voran sorgt es f&uuml;r die Koordination der Abl&auml;ufe des ganzen Organismus. L&auml;uft nun ein Organ aus dem Ruder, dann sorgen die anderen daf&uuml;r, dass es sich wieder ins Ganze einf&uuml;gt. Und so ist es auch mit Gaia: Kehrt sich der Mensch als &bdquo;Herr und Meister&ldquo; gegen die Natur, dann ist das eine Art des Wahnsinns &ndash; eine Art Autoimmunkrankheit des Ganzen.</p>
<p><strong><em>&hellip; die &ndash; wenn ich richtig verstehe &ndash; das Immunsystem des Ganzen auf den Plan ruft.<br />
	</em></strong><br />
	Genau. Gaia schickt uns die Pflanzen, die wir brauchen. Wir sprechen dann von Neophyten &ndash; neuen, nicht heimischen Pflanzen, vor denen die Menschen oft gro&szlig;e Angst haben. Ich habe es gerade erst in den Vereinigten Staaten erlebt. Dort gibt es eine eingewanderte Pflanze, die &uuml;berall an den Stra&szlig;enr&auml;ndern wuchert: die Karde. Sie begann ihre enorme Expansion etwa zu der Zeit, als sich in den USA die Borreliose auszubreiten begann. Diese Krankheit ist nicht alt. Sie wurde 1975 zum ersten Mal beschrieben und erst 1982 von Willy Burgdorfer wissenschaftlich erforscht. Und genau zu dieser Zeit tauchte pl&ouml;tzlich die Karde auf, die &ndash; wie ich herausgefunden habe &ndash; vorz&uuml;glich zur Heilung von Borreliose beitragen kann. Es scheint also, als habe die Natur damit eine passende Antwort auf die Krankheit des Menschen gegeben.<br />
	Das hat &uuml;brigens schon Paracelsus so gesehen. Er sagte, es seien dieselben Astralkr&auml;fte &ndash; er nannte sie &bdquo;Aster&ldquo; &ndash;, die im Menschen Siechtum erzeugen und in der Natur das entsprechende Therapeutikum &ndash; sei es als Pflanze oder eine andere Substanz &ndash; gedeihen lassen.</p>
<p><strong><em>Wollen Sie damit sagen, dass wir uns gar nicht so sehr den Kopf dar&uuml;ber zerbrechen m&uuml;ssen, wie wir mit unserem Intellekt und unserer Technik die Welt retten &ndash; sondern, dass wir vielmehr auf die Angebote achten m&uuml;ssen, die die Natur uns von sich aus macht?</em></strong></p>
<p>Ja, die Natur ist g&ouml;ttlich, sie ist voll g&ouml;ttlichen Bewusstseins. Wenn wir die Mythen der Kulturen und V&ouml;lker ernst nehmen &ndash; jene Ansammlungen von menschlicher Weisheit &ndash;, dann werden uns die Augen daf&uuml;r ge&ouml;ffnet, dass das in der westlichen Welt hartn&auml;ckig bestehende Dogma nicht wahr ist, wonach wir Menschen ein Monopol auf Geist h&auml;tten. In Wahrheit ist die ganze Natur durchgeistet, und unser Geist ist nicht mehr und nicht weniger als ein Teil dieses umfassenden Geistes. Deswegen sagen die nordamerikanischen Indianer, dass die Natur nicht unserem Geist unterworfen ist, sondern unser Geist dem gro&szlig;en Geist der Natur geh&ouml;rt.</p>
<p><strong><em>Natur ist Geist, Geist ist Natur? Das hat schon Schelling gelehrt.</em></strong></p>
<p>Ja, und er hatte Recht. In der Natur wirkt eine gro&szlig;e Weisheit. Und deshalb sorgt sie f&uuml;r sich selbst. Sie bringt sich ins Gleichgewicht. Wir Menschen neigen da einfach zu sehr zur Panik. Wir glauben, wir m&uuml;ssten irgendetwas machen, um der Natur auf die Spr&uuml;nge zu helfen. Dabei macht die Natur<br />
	von allein, was f&uuml;r sie stimmt. Sie ist, wie die Chinesen sagen, das, was geschieht &ndash; ganz von allein.</p>
<p><strong><em>Was auch dem griechischen &bdquo;physis&ldquo; entspricht.<br />
	</em></strong><br />
	Genau. W&auml;hrend wir hier sitzen, w&auml;chst und gedeiht es. Die Wolken ziehen vorbei, die V&ouml;gel singen. Da gibt es nichts, was zu machen w&auml;re. Die Natur sorgt f&uuml;r sich, und weil sie f&uuml;r sich sorgt, sorgt sie auch f&uuml;r uns, die wir ein Teil von ihr sind.<br />
	<em><strong><br />
	Warum vertrauen wir dann nicht einfach darauf?</strong></em></p>
<p>Das hat etwas mit unserem wissenschaftlichen Blick auf die Welt zu tun. Da sind Hundertausende von Menschen, die ihr Leben in viereckigen Zimmern vor Computern verbringen. Sie simulieren mit ihren Maschinen die Natur &ndash; und treten gerade deshalb nicht in einen wirklichen Dialog mit ihr. Sie kommunizieren nicht mit dem Geist der Erde. Sie f&uuml;hlen nicht die Weltseele.</p>
<p><strong><em>Wie s&auml;he denn ein wirklicher, echter Dialog aus?</em></strong></p>
<p>Zun&auml;chst muss der Mensch lernen, zu schweigen und zuzuh&ouml;ren. Tun wir dies, wird uns bewusst, wie wenig wir wissen. Wir erkennen allenfalls Bruchst&uuml;cke der kosmischen Ordnung. Das Ganze bleibt &ndash; wenn wir ehrlich sind &ndash; f&uuml;r den Intellekt ein nicht aufl&ouml;sbares R&auml;tsel; und f&uuml;r die Seele ein Wunder, dem sie nur mit Staunen und Liebe begegnen kann. Was not tut, ist so gesehen Demut vor der Natur: dass wir aufh&ouml;ren, immer nur zu konsumieren und stattdessen zu einem Leben im Einklang mit dem Leben finden &ndash; zu einem einfachen Leben. Die Natur gibt uns alles, was wir brauchen. Als G&auml;rtner habe ich das &uuml;ber die Jahre wieder und wieder erfahren. Die Erde ist so reich in ihren Gaben. Wir brauchen keine Gentechnik und keine Agrartechnologie. Alles, was es braucht, ist ein liebevolles Bewusstsein im Umgang mit der Natur.</p>
<p><em><strong>&hellip; den wir aber verlernt haben. Deshalb noch einmal die Frage: Was k&ouml;nnen wir tun? Wie kommen wir zu dem bewussten, liebevollen Umgang mit der Natur, von dem Sie reden?</strong></em></p>
<p>Ganz sicher nicht durch politische Programme &ndash; wohl aber durch kleine Schritte. Am Anfang steht ein achtsames Bewusstsein. Natur ist &uuml;berall. Auch in der Stadt: ein Bl&uuml;mchen in einer Mauerritze, ein Schmetterling. Es ist alles da. Die Stadt ist sogar viel aufregender als das Land, wenn es darum geht, Natur zu entdecken. Sie finden dort Pflanzen, die es in landwirtschaftlich genutzten Gebieten &uuml;berhaupt nicht mehr gibt.</p>
<p><strong><em>Aber daf&uuml;r braucht es Menschen, die einem daf&uuml;r die Augen &ouml;ffnen. M&uuml;ssten wir nicht schon unsere Kinder viel mehr in die Natur bringen?</em></strong></p>
<p>Gewiss. Wenn ich selbst nicht als Kind eine Lehrerin gehabt h&auml;tte, die uns Buben immer nach drau&szlig;en brachte, h&auml;tte ich vielleicht nicht meine Liebe zur Natur entdeckt. Erziehung ist wichtig, aber davon abgesehen ist die Not die beste Lehrerin. In der Nachkriegszeit, als es nichts zu essen gab, erkannten die Menschen pl&ouml;tzlich wieder, dass sie Brennnesseln und L&ouml;wenzahn essen k&ouml;nnen. Vorher kannte man das nur als Unkraut.</p>
<p><strong><em>Sie sprachen auch von dem Wissen der Kulturen, das in den Mythologien gespeichert ist. W&uuml;rde es uns wom&ouml;glich gut tun, mehr als bisher auf deren Weisheit zu lauschen?</em></strong></p>
<p>Ja, wir brauchen Mythen und M&auml;rchen. Denn mit dem linearen Denken unseres Intellektes reichen wir an das Mysterium der Natur nicht heran. Die Frage ist nur: Woher nehmen wir Mythen und M&auml;rchen? Die mythologische Zeit ist vorbei. Die Mythen, die &uuml;berliefert sind, werden von uns nicht mehr verstanden. Deshalb meine ich, dass wir von der Natur selbst lernen sollten. Sie &ndash; so k&ouml;nnte man sagen &ndash; erz&auml;hlt ihre Mythen immer neu. Wir m&uuml;ssen nur hinh&ouml;ren. Darf ich Ihnen eine Geschichte dazu erz&auml;hlen?</p>
<p><strong><em>Nur zu!</em></strong></p>
<p>Ich habe einmal einen Medizinmann der Cheyenne zu einer Tagung nach Garmisch eingeladen. Ich hatte ihm gesagt, es w&uuml;rden noch andere Schamanen und Heiler kommen, denn es ginge darum, die Erde zu heilen. Ich erkl&auml;rte ihm, wir br&auml;uchten die Unterst&uuml;tzung der Indigenen, weil wir keine Rituale und Zeremonien mehr haben; keine Mythen, die uns lehren. Er kam, schaute sich um und fragte schlie&szlig;lich: &bdquo;Wo sind eigentlich die Heiler, von denen du gesprochen hast? Ich sehe hier Gaukler und Schausteller, die zwar Federn am Hut tragen, aber nicht fliegen k&ouml;nnen.&ldquo; Da beschloss ich, ihm etwas von unseren Bergen zu zeigen und fuhr mit ihm durch Tirol. Er sagte, wie bei Indianern &uuml;blich, kein Wort. Er nahm alles in sich auf. Kein Vogel entging ihm, kein Tier am Wegrand. Am Abend des Tages sagte er dann: &bdquo;Was redest du? Ihr habt nichts verloren. Es ist alles noch da. Ihr habt die B&auml;ume, die Berge, die Tiere. Wenn ihr eure Rituale und Mythen wissen wollt: Fragt sie &ndash; sie werden es euch sagen!&ldquo; Da wurde mir klar: F&uuml;r die Indianer ist Spiritualit&auml;t nichts Abstraktes. Die Natur selbst, in allen Pflanzen und Tieren und Bergen und Fl&uuml;ssen, ist der Tr&auml;ger des G&ouml;ttlichen und Spirituellen. Und dieses Spirituelle ist jederzeit zug&auml;nglich &ndash; aber nur, wenn wir die Naturdinge nicht zu Objekten machen, die wir k&uuml;hl und sachlich beobachten, um sie dann f&uuml;r unsere Gier auszuschlachten. Was wir von den &raquo;Naturv&ouml;lkern&laquo; lernen k&ouml;nnen, ist ein anderes, schamanisches Verh&auml;ltnis zur Natur.</p>
<p><strong><em>Das hei&szlig;t?</em></strong></p>
<p>Sie gehen in die Natur hinein, verwandeln sich in sie, anverwandeln sie sich. Vor der Jagd f&uuml;hren sie Tiert&auml;nze auf, sie werden eins mit dem Tier, auf dass der Tiergeist ihnen das Tier gebe. Das ist ein schamanischer Zugang zu Welt, und eben dieser Umgang fehlt uns. Wir beuten die Natur aus, wir t&ouml;ten Millionen von Tieren, wir qu&auml;len sie. So kann niemals Heilung entstehen! Nicht f&uuml;r uns und nicht f&uuml;r die Natur.</p>
<p><strong><em>Weil wir mit den Tieren und Pflanzen auch immer uns selbst vergewaltigen und qu&auml;len?<br />
	</em></strong><br />
	Genau. Pflanzen und Tiere &ndash; Tiere vor allem &ndash; sind Spiegel der Seele des Menschen. In ihnen k&ouml;nnen wir uns selbst erkennen. Denn so wie wir mit ihnen umgehen, so gehen wir auch mit uns selbst um. In ihrem Leiden spiegelt sich unser eigenes Leiden &ndash; das wir immer mit gro&szlig;em Aufwand zu verdr&auml;ngen versuchen. Deshalb ist es immer auch um unserer selbst willen, wenn ich sage, dass wir ein liebevolles Verh&auml;ltnis zur Natur brauchen &ndash; so wie es das schamanische Sein in ihr ist. Eigentlich wissen wir das. Wir wissen es aus unseren Paarbeziehungen. Sie stimmen nur, wenn wir uns nicht als Objekte behandeln, sondern mit unseren Seelen verschmelzen. Ein solches Verh&auml;ltnis zur Natur zu haben &ndash; das ist es, was die Welt heute am n&ouml;tigsten braucht. Das ist es, was uns heil werden l&auml;sst &ndash; was die Spaltung &uuml;berwindet und uns und die Welt wieder zu einem stimmigen Ganzen macht.<br />
	<span style="color:#fff;">a</span></p>
<p><strong><em>Wolf Dieter Storl im Interview mit Dr. Christoph Quarch<br />
	Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift &bdquo;WIR &ndash; Menschen im Wandel&ldquo;.<br />
	</em></strong><br />
	<strong>Wolf-Dieter Storl k&ouml;nnen sie auf unserem MYSTICA Kongress in M&uuml;nchen erleben.</strong></p>
<p><a href="http://www.storl.de" target="_blank">www.storl.de </a></p>
<p><strong>Dr. Christoph Quarch</strong> besch&auml;ftigt sich mit Philosophie und Lebenskunst, Eros und den Weltreligionen, <a href="http://www.lumen-naturale.de" target="_blank">www.lumen-naturale.de</a><br />
	&nbsp;</p>
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		<title>Dr. Karl-Heinz Steinmetz: Wissen mittelalterlicher Mystik für unsere Zeit (2)</title>
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		<comments>http://www.mystica.tv/dr-karl-heinz-steinmetz-wissen-mittelalterlicher-mystik-fur-unsere-zeit-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 May 2012 06:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spirituelle Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Talk TV]]></category>
		<category><![CDATA[Benedict von Nursia]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Mystik]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/video_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Talk TV" /><br/>Im zweiten Teil des ausf&#252;hrlichen Gespr&#228;chs mit dem Mittelalter- und Mystik-Experten Dr. Karl-Heinz Steinmetz geht es das praktische Wissen aus christlichen Kl&#246;stern. Benedict von Nursia &#8211; der &#252;brigens den Gedanken der EU vorweg nahm &#8211; pl&#228;dierte f&#252;r eine ma&#223;volle Ern&#228;hrung: Tierische Substanzen sollte man, wenn &#252;berhaupt, nur ma&#223;voll zu sich nehmen. Erstaunlich auch, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/video_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Talk TV" /><br/><div style="float: left; margin: 0px 10px 10px 0px;"><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/YcxGKqAiqEg?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe>
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</div>
<p>Im zweiten Teil des ausf&uuml;hrlichen Gespr&auml;chs mit dem Mittelalter- und Mystik-Experten <a href="http://www.mystica.tv/dr-karl-heinz-steinmetz/" target="_self"><strong>Dr. Karl-Heinz Steinmetz</strong></a> geht es das praktische Wissen aus christlichen Kl&ouml;stern. Benedict von Nursia &#8211; der &uuml;brigens den Gedanken der EU vorweg nahm &#8211; pl&auml;dierte f&uuml;r eine ma&szlig;volle Ern&auml;hrung: Tierische Substanzen sollte man, wenn &uuml;berhaupt, nur ma&szlig;voll zu sich nehmen.</p>
<p><img align="right" alt="" height="214" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/vonnursiaimtext.jpg" vspace="10" width="300" />Erstaunlich auch, dass man heute das &uuml;berall weit verbreitete Herzensgebet &bdquo;Jehoshua&quot; gar nicht mehr zu kennen scheint, das wie ein Mantra zu singen war und so viel bedeutete wie &bdquo;Gott wirkt heilend&quot;.&nbsp; Und was hat es mit den sieben Seelentieren auf sich? Sie stehen f&uuml;r unsere sieben S&uuml;nden, die aber auch zu Qualit&auml;ten werden k&ouml;nnen.</p>
<p><a href="http://www.mystica.tv/dr-karl-heinz-steinmetz-wissen-mittelalterlicher-mystik-fur-unsere-zeit/" target="_self">Hier finden Sie Teil 1 des Gespr&auml;chs</a><br />
	.</p>
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			</a>
		</div>
<div class="alignright"><div class="g-plusone" data-href="http://www.mystica.tv/dr-karl-heinz-steinmetz-wissen-mittelalterlicher-mystik-fur-unsere-zeit-2/" size="medium" count="false"></div></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>“Be Love Now: Der Weg des Herzens” von Ram Dass</title>
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		<comments>http://www.mystica.tv/be-love-now-der-weg-des-herzens-von-ram-dass/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 06:37:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituelle Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mystica.tv/?p=4969</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Rezensionen" /><br/>Ram Dass gilt heute als einer der meist geachteten spirituellen Lehrer in den USA. Er fasst in&#160;seinem Buch &#8222;Be Love Now &#8211; Der Weg des Herzens&#8220; seinen jahrzehntelangen Weg zum spirituellen Herzen zusammen. Es ist ein Weg, den der ehemalige Psychologieprofessor 1966 nach Indien f&#252;hrte und der eine unvorhersehbare Wendung nahm, als er zum ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Rezensionen" /><br/><p><img align="left" alt="" height="200" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/belovenowtext.jpg" vspace="10" width="124" />Ram Dass gilt heute als einer der meist geachteten spirituellen Lehrer in den USA. Er fasst in&nbsp;seinem Buch &bdquo;Be Love Now &ndash; Der Weg des Herzens&ldquo; seinen jahrzehntelangen Weg zum spirituellen Herzen zusammen. Es ist ein Weg, den der ehemalige Psychologieprofessor 1966 nach Indien f&uuml;hrte und der eine unvorhersehbare Wendung nahm, als er zum ersten Mal seinem sp&auml;teren Guru Neem Karoli Baba, genannt Maharaj-ji, begegnete: Aus geplanten zwei Tagen Aufenthalt wurde ein halbes Jahr.</p>
<p>In seinem gerade erschienen Buch schildert der Autor -&nbsp;ein Verstandesmensch &#8211; &nbsp;seine Begegnung mit der unerkl&auml;rlichen Welt von Heiligen, Wundern und der Gl&uuml;ckseligkeit des Bewusstseins, dem Sat-Cit-Ananda. F&uuml;r Ram Dass ist dies&nbsp;sowohl eine erf&uuml;llende Erfahrung als auch ein oft schmerzhafter Prozess &ndash; vor allem f&uuml;r sein Ego. Denn f&uuml;r seinen westlich geschulten Verstand ist es nicht leicht, den Zustand von Einssein in der universellen Liebe, wie sie ihm Maharaj-ji vorlebte, zu erkennen und zu erreichen.</p>
<p>Im Zentrum der 360 Seiten langen Autobiografie steht die tiefe Seelenliebe von Ram&nbsp;Dass&nbsp;zu seinem Guru. Sensibel streut er zwischen seine Begegnungen mit Maharaj-ji Bilder&nbsp;vom kargen indischen Alltagsleben und von der Verehrung und Hingabe seiner Sch&uuml;ler ein. Er nimmt den Leser mit auf eine Entwicklungsreise seines eigenen Bewusstseins, das sich in den vielen Aufenthalten in Indien immer mehr dem Schwingungsfeld von Ananda, der bedingungslosen Liebe, &ouml;ffnet.</p>
<p>Oft versteht sich Ram Dass selbst nicht, aber das tiefe Vertrauen in seinem Innern hilft ihm, sein Ego loszulassen. Aus verschiedenen Blickwinkeln gelingt es dem Autor, das Unbegreifliche zu beschreiben, was er in der Gegenwart seines Gurus und durch dessen bedingungslose Liebe erf&auml;hrt.</p>
<p>Dieses Buch ber&uuml;hrt, weil es nicht aus dem Verstand geschrieben wurde, sondern aus dem Herzen. Dieses Buch n&auml;hrt, weil Ram Dass einen so unmittelbar an der eigenen Transformation teilhaben l&auml;sst und dabei auf jeder Seite verdeutlicht, dass wir uns alle auf einer evolution&auml;ren Reise durch die Unendlichkeit von Zeit und Raum befinden und am Ende alle am gleichen Ziel ankommen werden: in der Liebe! Dieses Buch ist ein gro&szlig;er Genuss, weil es erm&ouml;glicht, die verschiedenen Dimensionen des Bewusstseins gemeinsam mit Ram Dass zu erforschen und mit ihm &uuml;ber T&auml;uschungen, Fehltritte und Fallen entlang des spirituellen Weges zu schmunzeln und zur erkennen, dass es am Ende &quot;nur&quot; die Erfahrung von Einssein gibt.</p>
<p><strong><em>Eine Rezension von Doris Iding<br />
	</em></strong></p>
<p><span style="color:#fff;"><strong><em>s</em></strong><br />
	</span></p>
<p><b>Gebundene Ausgabe:</b> 350 Seiten<b><br />
	Verlag:</b> J. Kamphausen<b><br />
	Sprache:</b> Deutsch<b><br />
	ISBN-10:</b> 3899015460<b><br />
	ISBN-13:</b> 978-3899015461</p>
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			</a>
		</div>
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		<item>
		<title>Dr. Ulrich Mohr: Der Darm funktioniert wie ein Gemüsegarten</title>
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		<comments>http://www.mystica.tv/dr-ulrich-mohr-der-darm-funktioniert-wie-ein-gemusegarten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 06:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/>Wie ern&#228;hren wir uns m&#246;glichst gesund? Brauchen wir noch mehr Vitamine und besondere Pr&#228;parate? Dr. Ulrich Mohr meint, es ist viel einfacher: Langsamer kauen, lernen, den nat&#252;rlichen Geschmackssinn zu sensibilisieren, dann wei&#223; unser K&#246;rper von ganz allein, was ihm gut tut. Wer klug ist, sorgt sich um die Gesundheit seiner kleinen bakteriellen Helfer. Hier einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="232" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/darmessen.jpg" vspace="10" width="350" />Wie ern&auml;hren wir uns m&ouml;glichst gesund? Brauchen wir noch mehr Vitamine und besondere Pr&auml;parate? Dr. Ulrich Mohr meint, es ist viel einfacher: Langsamer kauen, lernen, den nat&uuml;rlichen Geschmackssinn zu sensibilisieren, dann wei&szlig; unser K&ouml;rper von ganz allein, was ihm gut tut. Wer klug ist, sorgt sich um die Gesundheit seiner kleinen bakteriellen Helfer. Hier einige gute Anregungen, was wir tun k&ouml;nnen.</strong></p>
<p>Von Dr.med. Ulrich Mohr<br />
	<span style="color:#fff;">s</span></p>
<p>Eine neue Sichtweise der Ern&auml;hrung &#8211; Nicht unsere Ern&auml;hrung ist das Wichtigste. Das Wichtigste sind die optimalen Lebensbedingungen f&uuml;r die Bakterien in Darm und Lunge.</p>
<p>Was passiert, wenn man sein Gem&uuml;sebeet mit Mengen an fauligem halbverwestem Kompost begl&uuml;ckt? Die gesunden Mikroorganismen ergreifen die Flucht oder versterben elendiglich beim Versuch der Auswanderung. Der Ertrag Deines Gartens bleibt trotz bester Absichten auf der Strecke. Gifte statt Humus verrichten ihr zerst&ouml;rerisches Werk. Was das mit menschlicher Gesundheit zu tun hat? Sehr viel, denn in unserem Verdauungssystem verlaufen die chemischen Umwandlungsprozesse sehr &auml;hnlich den Vorg&auml;ngen in der Natur. Dieser Umstand fand bisher kaum Beachtung. Ein gesunder Darm &auml;hnelt weitaus mehr einem Gem&uuml;segarten als einer Chemiefabrik. Und der Biog&auml;rtner wei&szlig;, dass er f&uuml;r beste Ergebnisse nur das Mikroklima optimieren muss. Dann ist noch nicht einmal D&uuml;ngen erforderlich. Das klingt vielleicht ungewohnt, doch nur im ersten Moment. Es lohnt sich jedenfalls, diesen Mikrokosmos im Bauch zu verstehen. Mit diesem Wissen werden Heilungen m&ouml;glich, wo es bisher keine Hoffnung zu geben schien.</p>
<p>Ein gesunder Darm &auml;hnelt weitaus mehr einem Gem&uuml;segarten als einer Chemiefabrik. Angesichts der st&auml;ndig wachsenden medizinischen M&ouml;glichkeiten m&uuml;sste man vom Besten ausgehen k&ouml;nnen und sich an sinkenden Krankheitszahlen und Todesf&auml;llen erfreuen. Doch kurioserweise ist gerade das Gegenteil der Fall. Der klassische Mediziner konnte bis heute mit hochger&uuml;steter Technik das Blatt nicht wenden. Dem mehr feingeistigen Naturheilkundler ergeht es nicht besser.<br />
	Worin mag das begr&uuml;ndet sein? Liegt es an der unter selbstkritischen Medizinern bekannten Weisheit &bdquo;Je mehr &Auml;rzte, desto mehr Kranke.&ldquo;, die sich statistisch tats&auml;chlich belegen l&auml;sst? Das mag einer der Gr&uuml;nde sein, doch gen&uuml;gt er bei weitem nicht, um die st&auml;ndig wachsende Zahl der chronisch Kranken und Schwerstkranken zu erkl&auml;ren.</p>
<p>Genauso wenig ist damit der Jo-Jo-Effekt erkl&auml;rt. Was dem Namen nach ein neuer Breitensport sein k&ouml;nnte, ist tats&auml;chlich die Qual einer explodierenden Zahl &Uuml;bergewichtiger. Sie stolpern von einer Di&auml;t in die n&auml;chste, um mit immer weniger Kalorien immer schneller dicker zu werden. Ich wage eine andere, sehr viel provokativere Sichtweise.</p>
<p>K&ouml;nnte es sein, dass wir in der Faszination f&uuml;r Technik und Fortschritt den Blick f&uuml;r das Einfache v&ouml;llig verloren haben? Ja, dass wir dem Einfachen sogar jede Wirksamkeit absprechen? Wie schafft es ein Tier, in freier Wildbahn gesund zu bleiben? Wie gelingt ihm die Genesung bei den eher seltenen Erkrankungen oder Verletzungen? Vielleicht sollten wir<br />
	hier ansetzen, um nach Antworten zu suchen. Die &auml;lteren und die nat&uuml;rlich wirtschaftenden Bauern wissen noch, dass eine kranke Kuh intuitiv die Kr&auml;uter frisst, die der Genesung am dienlichsten sind. Wer auf solcherlei Besonderheiten achtet, wird auch feststellen, dass krankes Wild zu besonderen Quellen geht, um genau dieses Wasser zu trinken. Es scheint also in der Natur des Tieres ein Instinkt zu existieren, das jeweils f&uuml;r den Moment Passende zu essen und zu trinken.</p>
<p>Hat der Mensch diese intuitive Gabe ebenfalls und sie nur vergessen? Es sieht ganz so aus. Indizien hierf&uuml;r gibt es viele. Ich greife exemplarisch ein besonders Anschauliches heraus, weil es immer wieder Anlass zu Sp&ouml;tteleien gibt. Schwangere entwickeln die kuriosesten Vorlieben, ob sie nun kiloweise Sonnenblumenkerne verzehren oder zur sauren Gurke mit Marmelade greifen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein instinktives Wissen, dass bestimmte Inhaltsstoffe eines Lebensmittels f&uuml;r den Organismus im Moment besonders wichtig sind.</p>
<p>Nehmen wir also an, dass dies alles so ist, dann m&uuml;sste man sich gesund essen und trinken k&ouml;nnen. Der Gedanke an sich ist nicht neu, nur funktionierte es bisher meist nicht. Dabei br&auml;uchte man nur seinen lebenswichtigen Darmbakterien die optimalen Lebensbedingungen zu schaffen. Wenn das so ist, stellt sich andersherum die Frage, was uns daran hindert, dies zu tun. Einen gewichtigen Grund nannte ich bereits: Die fehlende Vorstellung, dass Einfaches wirkungsvoll sein k&ouml;nnte. Der zweite wesentliche Grund ist die hochgradige Verarbeitung vieler Lebensmittel. Selbst wenn unser Ern&auml;hrungsinstinkt einwandfrei funktionieren w&uuml;rde, m&uuml;sste er hier scheitern. Denn die k&uuml;nstlichen Kombinationen und Konzentrationen kennt er nicht, daran scheitert auch das freilebende Tier.</p>
<p>Den Supertreibstoff Glukose beispielsweise frisst jedes Tier pur, wenn es ihn kriegen kann. Das Zuckerl f&uuml;rs Pferd ist daf&uuml;r ein bekanntes Beispiel. Aus dem gleichen Grund verenden Wildtiere zu Hauf an den Feldr&auml;ndern besonders &ouml;lreicher Rapssorten. Die hohen Konzentrationen hat die Natur so nicht vorgesehen. In unseren industriellen Lebensmitteln bewirken die vielen tausend Chemikalien ihr &uuml;briges, um dem intuitiven Empfinden f&uuml;r Bek&ouml;mmlichkeit und Wert den Garaus zu machen.</p>
<p>Wer also den nat&uuml;rlich einfachen Weg zur Gesundheit beschreiten will, braucht wenigstens<br />
	zwei Dinge:</p>
<p>1. Die R&uuml;ckbesinnung, dass Einfaches wirkt,<br />
	2. Mehrheitlich naturbelassene Lebensmittel wenigstens w&auml;hrend der Heilungsphase.</p>
<p>Und man sollte wissen, wie diese Lebensmittel individuell einzusetzen sind. Denn die bisherige Vorstellung einer allgemeing&uuml;ltigen, gesunden Kost darf als gescheitert bezeichnet werden. So kann es nun gelingen, auch wenn alles andere vorher versagte. In medizinischen Worten ist es das Wiedererwachen der Selbstregulation.</p>
<p>Doch wie lerne ich von der Kuh, wann ich was und wieviel davon verzehren sollte, um zu genesen? Nun, da der Dialog an der Sprachbarriere scheitert, m&uuml;ssen wir uns unsere eigenen Gedanken machen. Das ist gar nicht so schwer, und sogar logisch zu entwickeln. Hier kommt uns die Wissenschaft zur Hilfe. Ausgerechnet die menschliche Kunst, die mit ihren Entwicklungen die Botschaft verbreitet &bdquo;Fortschritt bedeutet, dass alles komplizierter wird&ldquo;, liefert die Fakten zur Einfachheit. Bei den folgenden &Uuml;berlegungen werden wir allerdings die bisherige Betrachtung des Verdauungsvorgangs strapazieren m&uuml;ssen. Doch wer Neues entdecken will, braucht die Bereitschaft, das Alte wenigstens als unvollst&auml;ndig und nur relativ richtig zu vermuten.</p>
<p>Man wei&szlig; heute, dass die Verdauung im Mund beginnt. St&auml;rkespaltende Enzyme zerlegen bereits hier die l&auml;ngerkettigen, &bdquo;gro&szlig;en&ldquo; Kohlehydrate in kleinere Einheiten. Ja, wenn man ihnen die Zeit dazu lassen w&uuml;rde. Reinbei&szlig;en und schlucken sind hingegen in einer schnelllebigen Gesellschaft mittlerweile weitgehend zu einem Akt verschmolzen. So findet dieser erste Verdauungsvorgang bei den Meisten schon gar nicht mehr statt. Auch die Mitteilung aus dem Mund an den Rest des nachfolgenden Verdauungstraktes, was denn nun auf ihn zukommt, bleibt somit aus. Die spezifische Enzymantwort auf das, was sich als soeben vertilgte Rohrpost auf den Weg gemacht hat, wird nicht gesendet. Runter also mit dem Brocken, der eigentlich feinster angedauter Brei sein sollte. Die Geschmacksknospen sind beleidigt, der Kontakt und damit der Genuss waren nun wirklich zu kurz.</p>
<p>Also muss der n&auml;chste Bissen gleich hinterher, um ein weiteres frustrierend kurzes Aufflackern eines Geschmackserlebnisses zu erhaschen. Die Folge ist, dass wir weitaus mehr essen, als wir tats&auml;chlich brauchen. Solches Verhalten leert den Geldbeutel und f&uuml;llt die Wartezimmer der &Auml;rzte. Nach der basischen Verdauung unter Sauerstoffeinfluss im Mund, ist nun der Magen an der Reihe. Er verdaut mit Magens&auml;ure und eiweisspaltendem Enzym, ebenfalls in Anwesenheit von Sauerstoff. Mit Brocken tut er sich jedoch schwer, also werden sie zum Teil unverarbeitet weitergereicht. Der anschlie&szlig;ende Zw&ouml;lffingerdarm leistet wiederum basisch mit Galle und Bauchspeicheldr&uuml;sensaft erneut sein Bestes f&uuml;r die Aufspaltung von Kohlehydraten und jetzt auch Fetten. Hier hat nun Sauerstoff nichts mehr zu suchen. Doch das &Uuml;berma&szlig; und die verbliebenen Speisebrocken machen einen Strich durch die gesunde Rechnung. Schnell sind Leber und Bauchspeicheldr&uuml;se durch &Uuml;berma&szlig; und St&ouml;rung des Milieus an ihren Grenzen. Von den unnat&uuml;rlich hohen Zucker- , Eiweiss und Fettkonzentrationen haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Hier d&uuml;rften die ersten unerw&uuml;nschten Verwesungsvorg&auml;nge zu beklagen sein. Diese erreichen dann im Dickdarm nebst F&auml;ulnis ihren H&ouml;hepunkt.</p>
<p>Mit dem Gang zur Toilette schlie&szlig;t sich der Kreis der Beleidigungen f&uuml;r die zarten Knospen unseres Riechorgans. Der Dickdarm, der uns mit hochwertigen, sauerstoffarm fermentierten Produkten verw&ouml;hnen sollte (sogenannte kalte Oxidation, siehe Viktor Schauberger, Wasserforscher), hat buchst&auml;blich die A&hellip;karte gezogen. Dabei kann er so viel mehr, als man ihm bisher zugestand. Nur Wasser und ein paar andere Belanglosigkeiten wieder aufzunehmen, ist bei weitem<br />
	zu eng gedacht.</p>
<p>Die Liste der St&ouml;rfaktoren ist mittlerweile l&auml;nger geworden. Der Gesundung und Gesundheit stehen entgegen:<br />
	1. die fehlende Vorstellung von Einfachheit,<br />
	2. zu wenig naturbelassene Lebensmittel,<br />
	3. zu wenig Kauen, dadurch zu gro&szlig;e Essensmengen und <br />
	4. zuviel Sauerstoff im Darm, sowie <br />
	5. gemessen an der Nahrungsmenge zu wenig Verdauungsenzyme.</p>
<p>Aus dieser unerfreulich folgerichtigen Kette resultiert der weitgehende Tod der gesunden Darmflora. Damit wiederum leidet <br />
	6. das Immunsystem und<br />
	7. bleibt die Umwandlung von Nahrungsbestandteilen durch Bakterien in k&ouml;rperverwertbare Substanzen weitgehend aus. In Kurzform: Der Mensch verhungert und vergiftet sich mit vollem Darm. Die immense mechanische Dehnung des Verdauungstraktes durch Menge und Gase f&uuml;hrt <br />
	8. erschwerend zu einem unvollst&auml;ndigen Schlie&szlig;en der jeweiligen Pf&ouml;rtner. Mageninhalt flie&szlig;t in die Speiser&ouml;hre zur&uuml;ck. Mageninhalt flie&szlig;t zu fr&uuml;h in den Zw&ouml;lffingerdarm. Galledurchsetzter Zw&ouml;lffingerdarminhalt flie&szlig;t in den Magen zur&uuml;ck und sch&auml;digt die Schleimhaut usw., eine lange Kette der Irritationen. Man vergegenw&auml;rtige sich, dass der leere und gesunde Magen in etwa die Gr&ouml;&szlig;e der eigenen Faust hat. Seine enorme Dehnbarkeit sollte man nicht unbedingt als Freibrief verstehen, daraus einen Hei&szlig;luftballon zu machen.</p>
<p>Damit beenden wir diese bedr&uuml;ckende Reise durch unsere &uuml;berdehnten und &uuml;berforderten Ged&auml;rme. Wir zahlen einen hohen Preis f&uuml;r die bis heute ausbleibende W&uuml;rdigung derselben. Wie schon gesagt, sie sind weit mehr als eine R&ouml;hre, in der die Chemie regiert. Unser Verdauungssystem ist eine &uuml;beraus lebendige Innenwelt, in der Milliarden von Mikroorganismen das herstellen, was wir als N&auml;hrstoffe brauchen.</p>
<p>Vieles weist darauf hin, dass Vitamine, Enzyme, sekund&auml;re Pflanzenstoffe nur teilweise f&uuml;r uns bestimmt sind. Sie scheinen vor allem N&auml;hrstoffe f&uuml;r unsere Darmbakterien zu sein, die uns wiederum mit ihrer Aktivit&auml;t ern&auml;hren.</p>
<p>Vieles weist auf einen tragischen Irrtum hin. Man glaubt, die lebensnotwendigen Stoffe f&uuml;r den Menschen w&auml;ren vor allem Vitamine, Enzyme, Kohlehydrate und dergleichen in der Nahrung. Das mag zum Teil stimmen, doch nicht weniges weist darauf hin, dass wir vor allem unsere Darmbakterien gut ern&auml;hren sollten. Und die brauchen von allem viel weniger, als man heute ahnt. Dann n&auml;hren sie die Aktivit&auml;ten unseres K&ouml;rpers bestens. So k&ouml;nnen wir es auch in der Natur beobachten. An sich ist nichts naheliegender, als dieselben Vorg&auml;nge in uns zu vermuten. Doch auf die Idee kam noch niemand. .</p>
<p>Gibt es nun einen Weg aus der Misere, ohne daf&uuml;r die Kutte &uuml;berzustreifen und fastend auf ewig ins Kloster zu entschwinden? Ja, es gibt ihn und es ist ein &uuml;beraus genussvoller Weg.</p>
<p>Im Grunde ist unser Darm ein Gem&uuml;segarten. Diese Kette von Misslichkeiten kann umgedreht werden. Das gelingt leicht, wenn man die Parallelen zwischen Gem&uuml;segarten und Verdauungssystem aufdeckt. Alles ist in sinnvollen Kreisl&auml;ufen organisiert. Eine unendliche Vielfalt hilfreicher Mikroorganismen und Bakterien braucht ein ideales Umfeld. Sie erzeugen den &bdquo;Humus&ldquo;, also die Substanzen, auf dem unsere k&ouml;rperliche und geistige Gesundheit pr&auml;chtig gedeihen kann. Es gilt, ihnen die besten Lebensbedingungen zu schaffen. D&uuml;ngen mit speziellen Substanzen ist dann nicht erforderlich.</p>
<p>Dabei ist eine erfolgreiche und nachhaltige Umkehr nur m&ouml;glich, wenn dabei der Genuss nicht zu kurz kommt. Sonst bleibt sie ein Strohfeuer. Wer will schon ein Leben lang auf Freude am Essen verzichten? Wer will neiderf&uuml;llt an seinem Speichel ertrinken, w&auml;hrend sich der Tischnachbar gen&uuml;sslich schmatzend Haxe und Torte reinschiebt? Der Anblick des<br />
	hochroten Kopfes und der hervorquellenden Augen des Schwelgenden, was seinen hohen Blutdruck erahnen l&auml;sst, spenden dabei wenig Trost. Sollte ich lieber doch auf ein paar Lebensjahre verzichten, und die eine oder andere weitere Krankheit in Kauf nehmen, um beim Halali auf das B&uuml;ffet dabei zu sein? Nur Mut, das ist nicht n&ouml;tig.</p>
<p>Es gilt als erstes, den nat&uuml;rlichen Geschmackssinn wieder freizulegen. Lerne zu sp&uuml;ren, was Dir wann, wie und in welcher Kombination gut tut und schmeckt. Das kann sich t&auml;glich je nach Erfordernissen, wie Belastung und Jahreszeit &auml;ndern. Lerne dabei den Genuss des langsam Essens kennen, und staune wie sich von Zauberhand schon dadurch die Essensmengen<br />
	reduzieren. Ein individueller Ern&auml;hrungs- und Verhaltensplan kann w&auml;hrend der ersten Wochen sehr hilfreich sein, insbesondere wenn Gewichtsprobleme und Krankheiten im Spiel sind. Doch schon das genussvoll langsame Kauen entlastet die Schlie&szlig;muskeln von Magen und Darm, reduziert Sauerstoff in den tieferen Darmabschnitten, reduziert F&auml;ulnis und Verwesung und bietet somit gesunden Darmbakterien neue Chancen zum Leben.</p>
<p><span style="color:#fff;">s</span></p>
<p><strong><em>Autor: Dr. med. Ulrich Mohr</em></strong></p>
<p><a href="http://www.dr-med-ulrich-mohr.de" target="_blank">www.dr-med-ulrich-mohr.de</a><br />
	<a href="http://www.stoffwechselmagie.de/simplonik" target="_blank">www.stoffwechselmagie.de/simplonik</a><br />
	<a href="http://www.simplonik.com/" target="_blank">www.simplonik.com/</a></p>
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		<item>
		<title>Filmbesprechung “CoSM: The Movie” (DVD)</title>
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		<comments>http://www.mystica.tv/filmbesprechung-cosm-the-movie-dvd/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 17:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Grey]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Rezensionen" /><br/>Filmrezension von Thomas Schmelzer: &#34;CoSM: The Movie&#34; ist eine sinnesbet&#246;rende Reise in den Kosmos der spirituellen Kunst des bekannten Malers Alex Grey. Grey f&#252;hrt uns wie auf einer Pilgerfahrt durch die Galerie der Kapelle der Heiligen Spiegel in New York. Die in lebhaften Farben gehaltenen Abbildungen der menschlichen Anatomie und transzendentaler Imaginationen stellen den Weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Rezensionen" /><br/><div style="float: left; margin: 0px 10px 10px 0px;"><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/mSluIHBa4r8?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe>
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</div>
<p>Filmrezension von Thomas Schmelzer: &quot;CoSM: The Movie&quot; ist eine sinnesbet&ouml;rende Reise in den Kosmos der spirituellen Kunst des bekannten Malers Alex Grey. Grey f&uuml;hrt uns wie auf einer Pilgerfahrt durch die Galerie der Kapelle der Heiligen Spiegel in New York. Die in lebhaften Farben gehaltenen Abbildungen der menschlichen Anatomie und transzendentaler Imaginationen stellen den Weg des Menschen von der Geburt bis zum Tod und dar&uuml;ber hinaus dar.</p>
<p>Die DVD ist im KOHA Verlag erh&auml;ltlich.</p>
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		<item>
		<title>Bruno Würtenberger: Wie man über den Dingen steht</title>
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		<comments>http://www.mystica.tv/bruno-wurtenberger-wie-man-uber-den-dingen-steht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 05:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>M&#246;chtest Du, unbeeintr&#228;chtigt vom Leben und seinen Herausforderungen, ohne Weltflucht, &#252;ber den Dingen stehen, dann solltest Du Dir folgende Frage beantworten: Was bin ich und was bin nicht ich? Es ist nicht m&#246;glich &#252;ber den Dingen zu stehen, solange man sich mit ihnen derma&#223;en identifiziert, dass man nicht mehr zu unterscheiden vermag, was ich und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><img align="left" alt="" height="232" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/Wuertenbergerichtext.jpg" vspace="10" width="350" />M&ouml;chtest Du, unbeeintr&auml;chtigt vom Leben und seinen Herausforderungen, ohne Weltflucht, &uuml;ber den Dingen stehen, dann solltest Du Dir folgende Frage beantworten: Was bin ich und was bin nicht ich? Es ist nicht m&ouml;glich &uuml;ber den Dingen zu stehen, solange man sich mit ihnen derma&szlig;en identifiziert, dass man nicht mehr zu unterscheiden vermag, was ich und was nicht ich ist.</p>
<p>Lass mich das an einem Beispiel erkl&auml;ren. Wenn sich ein Mensch etwa mit seinem K&ouml;rper identifiziert, dann wird er unweigerlich mit seinem K&ouml;rper und dessen Unzul&auml;nglichkeiten, Probleme haben. Ja, sogar wenn er ganz gesund und topp fit ist, wird er seine Fitness so lange auf die Spitze treiben, bis er krank wird, sich verletzt oder sonst wie beeintr&auml;chtigt wird. Nicht umsonst hei&szlig;t es, dass Sportler die &sbquo;kr&auml;nksten&rsquo; Menschen sind. Wenn sich jemand so ganz und gar mit seiner Beziehung identifiziert, so wird er, sobald sie auseinander bricht, vermutlich am Boden zerst&ouml;rt sein. Ja, selbst solange sie noch zusammen sind, ist das Miteinander getr&uuml;bt von Anspr&uuml;chen, Einschr&auml;nkungen und Eifersucht. Egal, womit Du Dich identifizierst, ist es etwas irdisches wie Beruf, Status, Geld, ein Land, eine Idee &uuml;ber sich oder die Welt, alles was an &sbquo;Ich bin&#8230;&rsquo; angeh&auml;ngt wird wie &sbquo;Ich bin Materialist, Spiritualist, Kommunist, Esoteriker, Christ, Jude, Moslem, Buddhist etc. oder auch blo&szlig; das Menschsein an und f&uuml;r sich, so ist Entt&auml;uschung vorprogrammiert.</p>
<p>Um nicht entt&auml;uscht zu werden, solltest Du Dich, wenn &uuml;berhaupt, mit etwas geistigem identifizieren, damit zum Beispiel, dass Du ein geistiges, unbegrenztes Wesen bist oder am besten damit, dass Du Gott bist. Alles, was Dich kleiner macht, verursacht fr&uuml;her oder sp&auml;ter Probleme. Warum? Weil sie der Wahrheit widersprechen! Ich wei&szlig;, dass dies falsch verstanden werden kann, aber die Wahrheit, sofern es eine solche &uuml;berhaupt gibt, bleibt auch dann wahr, wenn man sie nicht versteht. Im Grunde genommen warst Du nie etwas anderes als die Wahrheit. Im Grunde genommen warst und wirst Du nie etwas anderes sein als Gott. Ja, identifizierst Du Dich mit der Essenz dessen, was Du bist, kann und wird es niemals eine Entt&auml;uschung geben. Du bist nicht das, was Du glaubst zu sein und auch die Welt ist nicht das, was sie scheint. Die Wirklichkeit ist anders.</p>
<p>Wenn Du wei&szlig;t, dass alles, was Du erlebst, Dein Wunsch war und Du den Sch&ouml;pfer aller Realit&auml;ten kennst, Dich, dann und erst dann, wird es Dir gelingen, &uuml;ber den Dingen zu stehen.</p>
<p>Allem dem Du einen besonderen Stellenwert einr&auml;umst, auch allen Menschen, Vorstellungen und Ideen, f&uuml;hren dazu, dass Du an ihnen verhaftet bist. Auch jene Dinge, Menschen und Begebenheiten, denen Du einen besonders verminderten Stellenwert gibst, mit denen Du k&auml;mpfst, binden Dich, machen Dich unfrei und lassen Dich nicht &uuml;ber den Dingen stehen. Du stehst tats&auml;chlich blo&szlig; &uuml;ber jenen Dingen, zu denen Du ein neutrales Verh&auml;ltnis hast. Jenseits jeglicher Bewertung. Immer. Wenn Du glaubst, dass Du Opfer bestimmter Umst&auml;nde bist, hast Du Dich zuvor mit etwas irdischen identifiziert. Halte Ausschau womit Du Dich identifiziert hast, h&ouml;re damit auf und das Problem ist praktisch gel&ouml;st oder es l&auml;sst sich wenigstens l&ouml;sen. Hast Du Dich zum Beispiel mit der Vorstellung identifiziert, dass ein Kind eine vollst&auml;ndige Familie braucht, Mutter und Vater haben sollte, dann wird es Dir gro&szlig;e Probleme bereiten, Dich von ihr zu l&ouml;sen oder wenn Dein Partner sich von Dir l&ouml;sen m&ouml;chte. Hast Du Dich damit identifiziert, dass ein Leben ohne Geld nicht zu meistern ist, dann wirst Du gro&szlig;e Probleme damit haben, zu wenig Geld zu haben. Hast Du Dich damit identifiziert, dass das Leben eine Gefahr ist, Kriege, Alkohol, Drogen, Gaunereien, Elektrosmog, verseuchte Umwelt etc., dann wird Dir das Leben allgemein gro&szlig;e Schwierigkeiten bereiten. Um in Harmonie zu sein, gl&uuml;cklich und gelassen zu sein, musst Du, selbst &uuml;ber dem Leben, stehen k&ouml;nnen.</p>
<p>&Uuml;ber den Dingen stehen bedeutet nicht, Dich f&uuml;r nichts zu interessieren, keine Ziele und Visionen mehr zu haben, sondern, dass Du sie nicht mehr so wichtig nimmst. Dass Dir bewusst ist, wie relativ alles ist. Es geht nicht um Gleichg&uuml;ltigkeit, sondern um Gleichwertigkeit. Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Wenn Du Dich dar&uuml;ber bek&uuml;mmerst, dass Deine Kinder, schulm&auml;&szlig;ig, nicht gut genug sind und die g&auml;ngigen Vorstellungen nicht erf&uuml;llen, dann hast Du offensichtlich eine &Uuml;berbewertung der Wichtigkeit der Schule. Wenn Du glaubst, dass irgend jemandem, aufgrund schlechter Schulabschl&uuml;sse oder Ausbildung, der Weg in die Zukunft verbaut sein k&ouml;nnte, dann hast Du Dich offensichtlich einer gar zu weltlichen, wenn auch allgemein verbreiteten Ansicht, hingegeben. Nat&uuml;rlich kannst Du mir dann unz&auml;hlige &sbquo;Beweise&rsquo; dar&uuml;ber aufzeigen, dass Du recht hast. Aber nat&uuml;rlich liefert die Welt, als Reflektion des Massenbewusstseins, die Best&auml;tigungen desselben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dies die einzig m&ouml;gliche Realit&auml;t ist. Du willst doch auch sonst nicht gleich sein wie alle anderen, oder? Dann habe doch den Mut, Dir eine andere Sicht der Welt zuzulegen! Die Welt kannst Du nicht ver&auml;ndern, was Du ver&auml;ndern kannst, ist Deine Sichtweise &uuml;ber sie. Ja, wenn Du Dir eine Sichtweise zulegst, die mehr M&ouml;glichkeiten beinhaltet, die weniger begrenzt ist, dann wirst Du die Welt auch ganz anders erleben und Dich viel freier in ihr bewegen k&ouml;nnen. Du wirst staunen, wie sich die Welt ver&auml;ndert zu haben scheint. Wenn Du also genau hinschaust und beobachtest, was Dir Deine Welt so entgegenbringt, Dir beweist, dann wei&szlig;t Du auch, mit welchen &Uuml;berzeugungen Du Dich offenbar identifiziert hast. Was immer Du erlebst, frage Dich, besser noch, schreibe auf, in einem kurzen Satz, was passiert ist. Beispiel: Dein Kind macht einen schlechten Schulabschluss, kann nicht den gew&uuml;nschten Beruf erlernen und lebt dadurch ein unerf&uuml;lltes Leben. Findest Du da die &Uuml;berzeugung (ungef&auml;hr): &sbquo;Ohne rechte Schulbildung und/oder Studium, hat man im leben keine Chance&rsquo;? Oder: Deine Ehe oder Beziehung geht auseinander, Du wirst verlassen. Findest Du da eine &Uuml;berzeugung, die &auml;hnlich ist wie: &sbquo;Beziehungen sind schwierig&rsquo;? Oder: Du hast Deinen Job verloren und findest keine neue Anstellung mehr. Kannst Du in Dir vielleicht einen Glaubenssatz &auml;hnlich wie &sbquo;In der heutigen Wirtschaftslage ist es eben schwierig&rsquo;, entdecken? Oder: Du bist krank und die Krankheit l&auml;sst sich nicht heilen. Findest Du da nicht irgendwie eine &Uuml;berzeugung, einen Glauben, der besagt, dass diese Krankheit eben schwer oder gar nicht zu heilen ist?</p>
<p>Wenn Du so vorgehst, wirst Du immer die eine oder andere &Uuml;berzeugung finden, die verantwortlich sein k&ouml;nnte an dem, was Du gerade erlebst. Jetzt kannst Du Dich entscheiden, willst Du versuchen die Welt, die Wirtschaftslage zu ver&auml;ndern oder darauf warten, bis die Wissenschaftler ein Wundermittel gefunden haben und in der Zwischenzeit allenfalls zu Grunde gehen? Oder w&auml;re es da nicht erfolgversprechender, hinzugehen und einfach Deine &Uuml;berzeugungen, Deinen Glauben zu &auml;ndern und dementsprechend dann eine andere Realit&auml;t zu erleben? Wei&szlig;t Du nicht, dass Dir nach Deinem Glauben geschieht? Es gibt keine &sbquo;objektive&rsquo; Welt oder Realit&auml;t, es gibt nur die Reflektion Deines Glaubens. Ansonsten w&auml;re es g&auml;nzlich unerkl&auml;rlich, wie in ein und derselben Welt, so viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht werden k&ouml;nnen. Ja man wei&szlig;, dass sogar im Laufe streng wissenschaftlicher Forschungen, das Bewusstsein des Forschenden, das untersuchte Material beeinflusst und sich immer blo&szlig; das entdecken l&auml;sst, wonach man sucht. Sucht man im Licht nach &sbquo;Teilchen&rsquo;, so wird man sie finden, sucht man nach &sbquo;Wellen&rsquo;, so wird man auch &sbquo;Wellen&rsquo; finden. Ja selbst organisches Untersuchungsmaterial ver&auml;ndert und verh&auml;lt sich entsprechend den Erwartungen der jeweiligen Forscher. Je mehr Platz also in Deinem Bewusstsein ist, desto mehr M&ouml;glichkeiten tun sich auf. Je unbegrenzter Deine Innenwelt ist, desto unbegrenzter pr&auml;sentiert sich Dir Deine Au&szlig;enwelt.. So k&ouml;nnen wir alle in der selben Welt leben, ohne die gleiche Erfahrung zu machen. Ganz gem&auml;ss dem Sprichwort: &sbquo;Wir leben zwar alle unter dem selben Himmel, haben aber nicht alle den gleichen Horizont&rsquo;.</p>
<p>Ja, ohne dass Du Deinen Horizont erweiterst, stellen sich keine anderen Erfahrungen ein! Nicht die Welt ist begrenzt, sondern Dein Bewusstsein. Nicht die Welt macht etwas mit Dir, sondern Du mit ihr. Nicht Dein Partner verl&auml;sst Dich, sondern Du wolltest das verlassen werden erleben. Dir wird nicht der job gek&uuml;ndigt, sondern Du wolltest gek&uuml;ndigt werden. Nicht die Wirtschaft beeinflusst Dich, sondern Du beeinflusst die Wirtschaftslage. Nicht Deine Erziehung, Bildung oder finanzielle Situation ist verantwortlich daf&uuml;r, dass Du gewisse Ziele nicht erreicht hast oder erreichen kannst, sondern Du. Wenn Du es anders siehst, dann ist das f&uuml;r mich o.k., aber als Opfer hast Du erst recht keine M&ouml;glichkeit Dich zu verwirklichen, dann kannst Du nunmehr auf die Gunst des Lebens, Deines sogenannten Schicksals, warten. Warum? Weil Du als Opfer Deine Macht bereits abgegeben hast. Du bist nicht mehr Ursprung &uuml;ber das leben, sondern das leben &uuml;ber Dich. Dein Leben ist dann nicht mehr ein phantastisches Abenteuer, was es eigentlich ist, sondern eine Qual, ein &Uuml;berleben. Somit sind Deine Tage gez&auml;hlt und die Tage, die Dir noch bleiben, wirst Du so verbringen m&uuml;ssen, wie es schon immer war. Also keine sehr erbauenden Aussichten. Wichtig f&uuml;r mich ist einfach, dass ich es Dir gesagt habe, dass Du es wei&szlig;t, dass es wenigsten eine L&ouml;sung g&auml;be. Sofern Du bereit bist, Dich zu ver&auml;ndern. Du kennst ja bestimmt auch folgendes Sprichwort: &bdquo;Wer nur tut, was er kann, bleibt wie er ist.&ldquo;</p>
<p><span style="color:#fff;">s</span><br />
	Es gibt diesbez&uuml;glich noch unz&auml;hlige weitere Sprichw&ouml;rter &#8211; einige davon sind:</p>
<p><em>Es geh&ouml;rt oft mehr Mut dazu,<br />
	seine Meinung zu &auml;ndern,<br />
	als ihr treu zu bleiben.</em></p>
<p><em>Es ist einfacher,<br />
	ein Atom zu zertr&uuml;mmern,<br />
	als ein Vorurteil.</em></p>
<p><em>Sei nicht feiger als Kinder!<br />
	Wenn es Dir angezeigt erscheint, sage:<br />
	&bdquo;Ich spiele nicht mehr mit!&ldquo;</em></p>
<p><em>Nicht woher der Wind weht ist ma&szlig;gebend,<br />
	sondern wie man die Segel setzt.</em></p>
<p><em>Es ist nie zu sp&auml;t,<br />
	das zu werden,<br />
	was Du sein k&ouml;nntest.</em></p>
<p>Also, wie dem auch sein, bitte lass Dich motivieren, einen neuen Weg einzuschlagen. Das ist nat&uuml;rlich nicht nur ein selbstloser Wunsch von mir, sondern meine &Uuml;berzeugung ist: Dass jeder gl&uuml;ckliche, erfolgreiche und erf&uuml;llte Mensch, das Gl&uuml;ck dieser Welt vermehrt. Den Weg, den wir, vor allen anderen, beschreiten, unsere Vorarbeit sozusagen, planiert im Massenbewusstsein auch den Weg all jener, die nach uns kommen. Dadurch wird es f&uuml;r sie leichter und so k&ouml;nnen wir wunderbar zu einer &sbquo;besseren&rsquo; Welt beitragen. Ich glaube, dass jeder wertvolle Dienst an der Menschheit, immer auch Vorteile f&uuml;r uns selbst beinhaltet. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, es ist einfach eine logische Folgerung der geschilderten Tatsachen. Und diese Arbeit an sich selbst, hat bestimmt keinen so bitteren Nebengeschmack wie all die mannigfaltigen Selbstkasteiungen, Entbehrungen und S&uuml;hneopfer, zu denen wir von vielen spirituellen Richtungen, gen&ouml;tigt werden. Gl&uuml;ck l&auml;sst sich auch durch Freude erreichen, nicht nur durch Leid.</p>
<p>Wenn Du kurz in Dich hineinf&uuml;hlst jetzt, wo Du diese Zeilen gerade gelesen hast, so wirst Du sp&uuml;ren, dass Du bereits schon etwas &uuml;ber den Dingen stehst, nicht wahr? Vielleicht sp&uuml;rst Du auch die Kraft und den Wunsch in Dir, jetzt die Dinge wirklich anzugehen und hast nun endg&uuml;ltig genug von den sich st&auml;ndig wiederholenden gleichen oder &auml;hnlichen Misserfolgen in Deinem Leben. Das w&auml;re ein gutes Zeichen f&uuml;r Dich! Jetzt gilt es nur noch, Deinen Vorsatz umzusetzen. Also, packen wir&rsquo;s an, es gibt noch viel zu tun. Ich w&uuml;nsche Dir viel Erfolg damit. Und wann immer Du sp&uuml;rst, dass Du Dich wiedereinmal gar allzu sehr mit einem Problem, einer Herausforderung, identifiziert hast, dann gehe einen Schritt zur&uuml;ck. Steige aus Deiner Identifikation aus und betrachte das Ganze aus einer gewissen Distanz. Erhebe Dich und nimm einen anderen Standpunkt dazu ein, eine andere Sichtweise und schon stehst Du &uuml;ber den Dingen. Wenn Dir das nicht gelingen sollte und Du glaubst, dass Du Hilfe brauchst, dass Du es nicht alleine schaffen wirst, dann gehe hin, suche einen Menschen, dem es gleich geht und unterst&uuml;tze ihn! Du wirst staunen, wie schnell Du wieder in Deine eigene Kraft kommst. Oder, nimm Kontakt auf mit mir.</p>
<p>Nichts ist wichtiger, als nicht alles so wichtig zu nehmen.</p>
<p><span style="color:#fff;">d<br />
	</span></p>
<p><strong><em>Autor: <a href="http://www.mystica.tv/gaste/bruno-wurtenberger/" target="_self">Bruno W&uuml;rtenberger</a></em></strong></p>
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		<title>Gesund mit Dahlke (8) – Die Lebensprinzipien</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 06:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration TV]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/video_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Inspiration TV" /><br/>Gibt es Lebensgesetze, die f&#252;r uns alle gelten? Der bekannte Autor, Arzt und Psychotherapeut Dr. Ruediger Dahlke ist davon &#252;berzeugt und schildert hier, wie uns das Verst&#228;ndnis davon helfen kann. Dabei ist die Astrologie eine gute Hilfe. Beispiel Marsprinzip &#8211; Aggression, Kraft, M&#228;nnlichkeit. Wie kann ich diese Qualit&#228;ten sinnvoll nutzen und ausdr&#252;cken? Unterdr&#252;ckt w&#252;rden sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/video_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Inspiration TV" /><br/><div style="float: left; margin: 0px 10px 10px 0px;"><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/Qjsr-5YW__A?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe>
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<p>Gibt es Lebensgesetze, die f&uuml;r uns alle gelten? Der bekannte Autor, Arzt und Psychotherapeut <a href="http://www.mystica.tv/gaste/dr-ruediger-dahlke/" target="_self"><strong>Dr. Ruediger Dahlke</strong></a> ist davon &uuml;berzeugt und schildert hier, wie uns das Verst&auml;ndnis davon helfen kann. Dabei ist die Astrologie eine gute Hilfe. Beispiel Marsprinzip &#8211; Aggression, Kraft, M&auml;nnlichkeit. Wie kann ich diese Qualit&auml;ten sinnvoll nutzen und ausdr&uuml;cken? Unterdr&uuml;ckt w&uuml;rden sie nur Unheil ausl&ouml;sen. Durch analoges Denken l&auml;sst sich Heilung und Ausgleich auf den verschiedensten Ebenen erreichen.</p>
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		<title>Martin Zoller: Gedanken über Gut und Böse</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 06:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Karma]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/>Martin Zoller ist eines der bekanntesten Medien im deutschsprachigen Raum. Er ber&#228;t Politiker und andere Menschen in aller Welt, hatte bereits eine TV-Show in S&#252;damerika und auf RTL und ist Autor mehrerer B&#252;cher. In K&#252;rze gibt es auf MYSTICA&#160; zwei Interviews mit ihm. Zur Einstimmung hier einige Gedanken zu einem wichtigen Thema der Sinnsuche: Gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="232" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/yinundyang.jpg" vspace="10" width="350" />Martin Zoller ist eines der bekanntesten Medien im deutschsprachigen Raum. Er ber&auml;t Politiker und andere Menschen in aller Welt, hatte bereits eine TV-Show in S&uuml;damerika und auf RTL und ist Autor mehrerer B&uuml;cher. In K&uuml;rze gibt es auf MYSTICA&nbsp; zwei Interviews mit ihm. Zur Einstimmung hier einige Gedanken zu einem wichtigen Thema der Sinnsuche: Gibt es &quot;gut&quot; und &quot;b&ouml;se&quot;? Hier seine Erfahrungen:<br />
	</strong></p>
<p><em>Auszug aus dem&nbsp; Buch &bdquo;Intuition als Schl&uuml;ssel deiner Seele&ldquo; von Martin Zoller <br />
	mit freundlicher Genemigung des Giger Verlag GmbH, Schweiz</em></p>
<p><span style="color:#fff;">-<br />
	</span></p>
<p>Das einzige wirklich g&ouml;ttliche Gesetz ist das Gesetz der Relativit&auml;t. Alle anderen Gesetze sind vom Menschen geschaffene.</p>
<p>	Seit Beginn seiner Existenz ist der Mensch den Gesetzen der sogenannten Dualit&auml;t unterworfen, welche &uuml;berhaupt erst die Ganzheit des Universums ausmachen. An sich ist diese Dualit&auml;t nicht wirklich eine solche, sondern eher ein ganz nat&uuml;rlicher Wechselzyklus des Universums, welcher sich in der Natur durch die Existenz von Gegens&auml;tzen manifestiert. Durch den Menschen wurden diese Erfahrungszyklen und Gegens&auml;tze sodann in wertende Kategorien wie zum Beispiel in die des &quot;Guten&quot; und des &quot;B&ouml;sen&quot; aufgeteilt. Vor der Existenz des Menschen mit seinem ihm eigenen abstrahierenden Denken war das Universum einfach das, was es ist &#8211; erst der Mensch f&uuml;hrte wertende Begriffspaare ein wie &quot;Himmel und H&ouml;lle&quot; oder &quot;Himmlisch und D&auml;monisch&quot;.</p>
<p>	Jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze ist ein Spiegel des gesamten Kosmos mit all seinen Aspekten, jegliches Wesen schl&auml;gt sich mit den Lasten der Dualit&auml;t auf seinen Schultern durch das Leben. Die Aspekte der Dualit&auml;t sind eine unausweichliche Tatsache unserer Existenz &#8211; man k&ouml;nnte gar sagen, dass diese dadurch &uuml;berhaupt erst erm&ouml;glicht wird. </p>
<p>	Alles, was wir in der Natur an Kreation und Zerst&ouml;rung, an Harmonie und Gewalt kennen, finden wir auch im Menschen wieder, da wir diese Erfahrungen und Ausdr&uuml;cke so in uns tragen, wie die Natur sie erschuf. Wenn wir das Leben aber wertend in &quot;Gut&quot; und &quot;B&ouml;se&quot; aufteilen, so m&uuml;ssen wir eingestehen, dass wir selbst, und nur wir, diese Wertung erschaffen haben. Wenn wir in der &quot;K&uuml;che des Lebens&quot; in zwei T&ouml;pfen kochen, die wir einander gegen&uuml;berstellen, m&uuml;ssen wir uns aber auch mit einem Mehraufwand abfinden, der aus nat&uuml;rlicher Sicht eigentlich unn&ouml;tig ist. Da wir uns jedoch selbst vor langer Zeit entschlossen, in getrennten T&ouml;pfen zu kochen, m&uuml;ssen wir nun auch die Konsequenzen daraus tragen und uns um beide k&uuml;mmern. In diesem Buch sollen daher auch die Folgen angesprochen werden, die solches Tun mit sich bringt; daneben will ich auch aufzeigen, welche Wege aus dieser wertenden Aporie herausf&uuml;hren k&ouml;nnen. </p>
<p>	Es ist eine r&uuml;hrend utopische Idee zu glauben, die Natur oder wir Menschen seien bloss sch&ouml;nes, friedliches Licht, Harmonie und Liebe. Damit widmen wir uns einfach nur einem der &quot;T&ouml;pfe&quot;. Ist es nicht auch genau jenes utopische Denken, auf dem die menschliche Vorstellung von Religion und von Gesetzen im Namen eines Gottes beruht? Die menschliche Tragik ist jedoch die, dass es eigentlich gar keine g&ouml;ttlichen Gesetze gibt, da der kosmische Gott nur ein Gesetz kennt, und das ist das Gesetz der Natur, da Gott selbst die Natur ist. Gott ist keine wertende Individualit&auml;t mit einem Richterhut, sondern eine Kraft, die ganz einfach nur das ist, was um uns und in uns existiert.</p>
<p>	Da sich der Mensch jedoch zu werten entschlossen hat, kreierte er ein tragisches Universum aus den extremen Gegens&auml;tzen der Harmonie und des Chaos, der Geburt und des Todes, der Freude und der Trauer, der Stille und des Donners, Tag und Nacht, Schwarz und Weiss, Gut und B&ouml;se, Friede und Gewalt.<br />
	Mit viel Aufwand und Verzweiflung versuchen wir sodann, durch sogenanntes religi&ouml;ses Verhalten einem Vorbild nachzueifern, das unseren Wertvorstellungen entspricht; wir wollen uns nur mit dem &quot;positiven&quot; Aspekt identifizieren.<br />
	&nbsp;<br />
	Das einzig wirkliche Gebet Gottes richtet sich nach den Gesetzen der Natur, denn diese allein sind von der g&ouml;ttlichen Kraft geschaffen. Alle anderen &quot;Gesetze&quot; sind sozio-kulturelle Erscheinungen, die auf Hoffnungen und Idealen aufgebaut wurden. W&auml;hrend der Mensch in seinen &Auml;ngsten versucht, so etwas wie eine Moral im Namen Gottes zu erschaffen, kennt die Natur und damit Gott nichts dergleichen, macht keine kulturellen, ethischen oder moralischen Unterschiede, kennt &uuml;berhaupt keine Wertvorstellungen.</p>
<p>	Nie w&uuml;rde die g&ouml;ttlich-nat&uuml;rliche Kraft darauf kommen, die Gottesanbeterin zu verdammen, die ihren Partner gleich nach der Paarung verzehrt, da sie diese sonst erst gar nicht erschaffen h&auml;tte. Ebensowenig w&uuml;rde die g&ouml;ttliche Urkraft eine Schneelawine verdammen oder verfluchen, die ein Tal hinunterdonnert, nur weil diese mit einer zerst&ouml;rerischen Gewalt alles an Fauna, Flora und Menschen mit sich in den Tod reisst.</p>
<p>	In der Natur geh&ouml;rt die Gewalt zum G&ouml;ttlichen wie alles andere auch. Die Gottesanbeterin, die Lawine, der Vulkan oder der reissende L&ouml;we, sie alle sind nach der herk&ouml;mmlichen Vorstellung Repr&auml;sentanten des M&ouml;rderischen und Zerst&ouml;rerischen. Im menschlich- dualistischen Denken in religi&ouml;sen Bahnen kennen wir die Vorstellung vom D&auml;monischen oder Teuflischen. Es k&auml;me jedoch niemand darauf, diese Naturenergien &quot;moralisch&quot; zu verdammen oder zu verfluchen- das w&auml;re geradezu absurd. Sie sind akzeptierte Facetten einer Ganzheit, die im Falle der Natur auf keinen Fall angezweifelt, ja manchmal sogar mit einem fast ehrf&uuml;rchtigen Respekt beachtet werden.</p>
<p>	In den Gesetzen der Natur manifestiert sich die wertungsfreie Neutralit&auml;t Gottes und gleichzeitig seine beiden Erscheinungsformen, das &quot;Gute&quot; und das &quot;B&ouml;se&quot;. Gott ist Tod und Leben, Schwarz und Weiss, oder eben &quot;Gut&quot; und &quot;B&ouml;se&quot; zugleich. Es ist das menschlich-abstrakte Denken im Verbund mit der sogenannten &quot;Moral&quot;, die aus dieser Einheit eine dualistisch-wertende Philosophie macht. Tod, Krankheit ja selbst das Verbrechen sind Triebe der Natur, des G&ouml;ttlichen, von Gott kreierte Kinder, die ohne Wertung erschaffen wurden.</p>
<p>Das G&ouml;ttliche jagt in der Wildnis der Natur erbarmungslos seine D&auml;monen um den ganzen Erdball, damit diese ihre Mission ausf&uuml;hren k&ouml;nnen. Dies mit einer f&uuml;r unser moralisches Empfinden kaltbl&uuml;tigen Gleichg&uuml;ltigkeit. Mit jedem Engel, den Gott zur Erde schickt, kommt auch ein D&auml;mon mit dem gleichen Absender daher. Der Ph&ouml;nix erhebt sich aus der Asche des Zerst&ouml;rten, um anderes zu zerst&ouml;ren und schliesslich selbst wieder zerst&ouml;rt zu werden. Die D&auml;monen sind keine Missgeburt Gottes, sondern Gott selbst. Gott selbst ist das Teuflische, das B&ouml;se &#8211; so wie er auch das Himmlische und das Gute ist. </p>
<p>	W&auml;hrend der Mensch in der Natur das B&ouml;se akzeptiert &#8211; ganz einfach auch, weil er es akzeptieren muss, da er nichts dagegen tun kann &#8211; f&auml;llt ihm das bei der eigenen Spezies schon etwas schwerer. Hier kann er die Ganzheit Gottes in den meisten F&auml;llen nicht akzeptieren und urteilt erbarmungslos. Vor allem in unserem abendl&auml;ndischen Gedankengut ist diese Idee von &quot;Gut&quot; und &quot;B&ouml;se&quot;, Engeln und D&auml;monen sehr stark verwurzelt. Es wird manipulativ der Gedanke der vermeintlich allgemeing&uuml;ltigen menschlichen Moral gepflanzt, es wird die g&ouml;ttliche Einheit in Gut und B&ouml;se unterteilt. Im Namen der &quot;Menschlichkeit&quot; wird die an sich neutrale, aber eben nicht nur liebliche Natur unserer Spezies in eine positive und eine negative Seite unterteilt. Wir versuchen durch die Religion, die Gott als Institution zu vertreten angibt, diese gegebene Totalit&auml;t zu umgehen. Und mit den Geboten und Gesetzen, die wir schaffen, stellen wir uns gleichzeitig sozusagen &uuml;ber Gott, indem wir seine ganzheitlichen Manifestationen der Kraft anzweifeln und in Frage stellen. Der Mensch erschafft eine Moral bzw. Ethik, die entweder geradezu gottesl&auml;sterlich, oder aber &#8211; in letzter Konsequenz &#8211; atheistisch ist, da sie das g&ouml;ttliche Gesetz der Ganzheit nicht respektiert bzw. negiert. </p>
<p>	Ethik, Moral und heilige Schriften sind immer nur menschlich, nie jedoch g&ouml;ttlich.</p>
<p>	Mit dem Verurteilen oder Verleugnen der sogenannten &quot;Dunklen Seiten&quot; unserer Existenz n&auml;hrt man jedoch genau jene Kraft, welche man eigentlich zu unterdr&uuml;cken versucht. Ich assoziiere diesen Prozess jeweils mit den zwei H&auml;nden des Menschen. An unserem K&ouml;rper haben wir eine linke und eine rechte Hand, genauso wie wir eine weisse und eine schwarze oder eine &quot;gute&quot; und eine &quot;b&ouml;se&quot; Seite in uns haben. Nehmen wir nun zum Beispiel die linke Hand als Archetyp des &quot;B&ouml;sen&quot; und die rechte als den des &quot;Guten&quot;. W&auml;hrend wir die rechte Hand hegen und pflegen, vernachl&auml;ssigen wir die linke vollkommen, da sie ja das &quot;B&ouml;se&quot; repr&auml;sentiert, und verhalten uns so, als ob sie gar nicht an unserem K&ouml;rper w&auml;re, indem wir sie ganz einfach hinter den R&uuml;cken stecken.</p>
<p>	Durch die Vernachl&auml;ssigung wird diese Hand immer schmutziger und unreiner. Durch eine kleine Unvorsichtigkeit ziehen wir uns nun auch noch einen kleinen Schnitt zu, wodurch eine Wunde entsteht, die zu bluten beginnt. W&auml;hrend dieser ganzen Zeit staut sich unter den Fingern&auml;geln der Schmutz an, was verschiedenste Parasiten dazu ermuntert, darunter zu schl&uuml;pfen.</p>
<p>	W&uuml;rden wir diese Hand gleichm&auml;ssig pflegen wollen, so k&ouml;nnten wir sie ohne weiteres waschen, den Schmutz entfernen und die Wunde verbinden. Da wir diese Hand nun aber verleugnen, den Schmutz und den Schnitt nicht weiter beachten, verschlimmert sich das Ganze. Aus dem einfachen Schnitt wird eine Infektion, w&auml;hrend sich die Parasiten unter den Fingern&auml;geln schon richtig heimisch f&uuml;hlen und sich gar vermehren. Die Infektion wird zu einer eitrigen Blutvergiftung, w&auml;hrend die Parasiten sich unter den Fingern&auml;geln ins Fleisch fressen. All das bringt eine Vergiftung des ganzen K&ouml;rpers mit sich, die schlimme Konsequenzen wie Fieber oder unter Umst&auml;nden gar Tod haben k&ouml;nnte. All diese Komplikationen sind nur durch ein Verleugnen und Verstossen eines Teiles unseres K&ouml;rpers entstanden.</p>
<p>	Dieses Verleugnen ist nichts anderes als ein Selbstbetrug, eine Verleugnung des eigenen Selbst. Durch die Wertung in &quot;Gut&quot; und &quot;B&ouml;se&quot; entstand eine Diskriminierung, was ein verheerendes Ungleichgewicht zur Folge hatte, das zum Schluss den ganzen Menschen zum Verh&auml;ngnis wurde.</p>
<p>	Was in diesem Falle f&uuml;r den K&ouml;rper gilt, kann auch auf die menschliche Psyche &uuml;bertragen werden. Wie jeder Mensch eine linke und eine rechte Hand hat, so hat auch jeder eine &quot;gute&quot; und eine &quot;b&ouml;se&quot; Seite in sich. Die archetypischen Muster des B&ouml;sen k&ouml;nnen zwar verleugnet oder verdr&auml;ngt, nicht aber ausgel&ouml;scht oder gar neutralisiert werden.</p>
<p>	Was in unserem Beispiel mit der Hand geschah, kann in der westlichen Gesellschaft sehr gut beobachtet werden. All das, was zum B&ouml;sen oder Schlechten verurteilt wurde, mutierte durch die Generationen zu einem nicht mehr kontrollierbaren Monster, das die Gesellschaft zerfrisst. Nicht durch die Tatsache, dass es b&ouml;se oder teuflisch ist, sondern erst durch seine kollektive Verdr&auml;ngung. Dadurch, dass diese Aspekte in den Untergrund tauchen mussten, konnten sie &uuml;berhaupt erst ausser Kontrolle geraten. Die Angst vor dem &quot;B&ouml;sen&quot; ist es, die das B&ouml;se zu dem macht, was es ist und ihm damit die Kraft gibt, die es hat. Das Teuflische oder die Schwarze Magie ist nicht negativ von Natur aus, sondern weil es zu dem gemacht wurde. </p>
<p>	Das B&ouml;se ist nicht in einer bestimmten Handlung zu finden, sondern in der relativen Wertung der Betroffenen einer solchen Handlung. Keine Handlung ist universell b&ouml;se, sondern wird erst durch die Wertung des Menschen als solche abgestempelt. Sogenannte &quot;b&ouml;se&quot; Handlungen sind meistens ganz einfach grenzsprengende Handlungen. Sobald eine gewisse Macht ins Spiel kommt, die dem Umfeld unbekannt oder nicht vertraut ist, wird sie als &quot;b&ouml;se&quot; abgetan. Das B&ouml;se oder Teuflische ist nichts anderes als die Verdammung des Unvertrauten, des Gegens&auml;tzlichen, welches automatisch zum Feindbild gestempelt wird. Ob man sich bei solchen Situationen als Opfer oder T&auml;ter erkennt, ist wiederum nicht als g&ouml;ttliches Gesetz zu sehen, sondern auf die sozio-kulturelle Pr&auml;gung und Zugeh&ouml;rigkeit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.</p>
<p>	Das Ganze ist eine sich immer weiter ausdehnende Spirale, der nur dadurch beizukommen ist, dass man sich v&ouml;llig von ihr l&ouml;st. Die Aufl&ouml;sung des B&ouml;sen, so wie wir es verstehen, ist nur durch eine Losl&ouml;sung vom religi&ouml;s-moralischen Glauben m&ouml;glich, da dieser die Kategorie vom &quot;B&ouml;sen&quot; &uuml;berhaupt erst erschaffen hat. Zwischen Gut und B&ouml;se kann nur dann gewertet werden, wenn Wertungskategorien bestehen. Da Gott jedoch frei von Wertungen und Verurteilungen ist, sind unsere &Auml;ngste vor solchen Dingen nichts anderes als &Auml;ngste, das Ganzheitliche anzunehmen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>	Das D&auml;monische oder B&ouml;se ist nichts anderes als die Wahlm&ouml;glichkeit, die dem Menschen durch die Freiheit des begrifflichen Denkens eigentlich gegeben w&auml;re. In fast allen F&auml;llen sind Erfahrungen mit dem D&auml;monischen solche, die hinter die kulturellen Grenzen der sogenannten Ethik des Menschen gehen. Grenzen, welche erschaffen wurden, weil die ganzheitliche Freiheit oder universelle Ganzheit erschreckt &#8211; ist doch der Gedanke, dass Gewalt oder Schmerz g&ouml;ttlich sein k&ouml;nnten, f&uuml;r viele unannehmbar.</p>
<p>	Die Freiheit des Unterscheidens l&auml;sst als Folge auch den Zweikampf zwischen dem Eigenen und dem Fremden entstehen, wobei verst&auml;ndlicherweise das Eigene das Gute und das Fremde das B&ouml;se ist. Das &quot;B&ouml;se&quot; ist eigentlich nur dann b&ouml;se, wenn man sich &uuml;ber das g&ouml;ttliche Gesetz der Einheit stellt und diese Ganzheit auftrennt. Geht man jedoch hinter diese Mauern der Dualit&auml;t, so erkennt man pl&ouml;tzlich eine ganz neue Dimension der Ganzheit oder des Universums. <br />
	<span style="color:#fff;">-</span></p>
<p><strong><em>Autor: Martin Zoller<br />
	</em></strong></p>
<p><a href="http://martinzoller.com/de" target="_blank">http://martinzoller.com/de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Dr. Karl-Heinz Steinmetz: Wissen mittelalterlicher Mystik für unsere Zeit (1)</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 17:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spirituelle Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Talk TV]]></category>
		<category><![CDATA[Bonaventura]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meister Eckhart]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Mystik]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/video_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Talk TV" /><br/>Im Mittelalter gab es noch keine wirkliche Trennung von Spiritualit&#228;t und Alltag. Es war v&#246;llig selbstverst&#228;ndlich, dem Brot vor dem Backen ein Kreuz in den Teig zu zeichnen. Und auch damals wurden schon menschliche H&#246;henfl&#252;ge kritisch betrachtet. So war Franziskus durchaus &#214;kologiepolitiker und Kritiker des Gelddenkens &#8211; zugleich aber Mystiker. Dr. Karl-Heinz Steinmetz ist Experte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/video_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Talk TV" /><br/><div style="float: left; margin: 0px 10px 10px 0px;"><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/5yLN5kkWl9E?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe>
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<p>Im Mittelalter gab es noch keine wirkliche Trennung von Spiritualit&auml;t und Alltag. Es war v&ouml;llig selbstverst&auml;ndlich, dem Brot vor dem Backen ein Kreuz in den Teig zu zeichnen. Und auch damals wurden schon menschliche H&ouml;henfl&uuml;ge kritisch betrachtet. So war Franziskus durchaus &Ouml;kologiepolitiker und Kritiker des Gelddenkens &#8211; zugleich aber Mystiker. <a href="http://www.mystica.tv/dr-karl-heinz-steinmetz/" target="_self"><strong>Dr. Karl-Heinz Steinmetz</strong></a> ist Experte dieses alten Wissens und zeigt am Beispiel der Nahrungsaufnahme, wie Spiritualit&auml;t damals gelebt wurde: Einen Text laut lesen, wiederk&auml;uen, einzelne Stellen nochmal lesen, auf Antwort warten (Oratio) und in die Tiefe gehen (Contemplatio, anschauen).</p>
<p><img align="right" alt="" height="214" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/franziskusundvoegel.jpg" vspace="10" width="300" />Auch Bonaventura empfahl, achtsam zu sein, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen, um dann durch die Inneren Sinne das zu vertiefen, was einen besonders ber&uuml;hrt, wo Gott zu einem spricht. Ein inspirierendes Gespr&auml;ch &uuml;ber heute noch g&uuml;ltige Wahrheiten &#8211; mit einer Achtsamkeits&uuml;bung am Ende, inspiriert von Ignatius von Loyola.</p>
<p><a href="http://www.mystica.tv/dr-karl-heinz-steinmetz-wissen-mittelalterlicher-mystik-fur-unsere-zeit-2/" target="_self">Hier finden Sie Teil 2 des Gespr&auml;chs</a><br />
	.</p>
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			</a>
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		<title>Jens Heisterkamp: Über die Heilige Wirtschaft des Charles Eisenstein</title>
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		<comments>http://www.mystica.tv/uber-die-heilige-wirtschaft-des-charles-eisenstein-jens-heisterkamp/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 12:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MYSTICA Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Wendezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/>Einer der Vordenker der Occupy-Wall-Street-Bewegung, der amerikanische Vision&#228;r Charles Eisenstein, ist im Juli 2012 erstmals in Deutschland und wird unseren MYSTICA Kongress in M&#252;nchen er&#246;ffnen. Hier lesen Sie, warum Eisenstein f&#252;r uns als einer wichtigsten Denker eines neuen Wirtschaftens und Zusammenlebens gilt: s von Jens Heisterkamp Amerika, New York, Wall Street &#8211; genau hier am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Artikel" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="300" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/eisenstein2.jpg" vspace="10" width="244" />Einer der Vordenker der Occupy-Wall-Street-Bewegung, der amerikanische Vision&auml;r Charles Eisenstein, ist im Juli 2012 erstmals in Deutschland und wird unseren MYSTICA Kongress in M&uuml;nchen er&ouml;ffnen. Hier lesen Sie, warum Eisenstein f&uuml;r uns als einer wichtigsten Denker eines neuen Wirtschaftens und Zusammenlebens gilt:</strong></p>
<p><span style="color:#fff;">s<br />
	</span></p>
<p><em>von Jens Heisterkamp</em></p>
<p>Amerika, New York, Wall Street &ndash; genau hier am Pulsschlag der internationalen Geldstr&ouml;me hatte sich mit der Occupy- Wallstreet-Bewegung seit letztem Herbst eine kritische Masse gegen die destruktiven Mechanismen der Finanzwirtschaft formiert. Eine der Stimmen in diesem vielf&auml;ltigen Chor geh&ouml;rt dem jungen Autor Charles Eisenstein. Das Besondere an ihm: Er kritisiert nicht nur, wie so viele, die zerst&ouml;rerischen Ausw&uuml;chse des Gesch&auml;fts mit dem Geld, er hat auch eine Vision f&uuml;r eine neue Form von Wirtschaft.</p>
<p>&bdquo;Sacred Economics&ldquo; (&bdquo;Heilige Wirtschaft&ldquo;) hei&szlig;t sein Ende letzten Jahres auf Englisch erschienenes Buch. Mit ihm ebenso wie in vielen pers&ouml;nlichen Auftritten, von denen einige auf Youtube festgehalten sind, wirbt Eisenstein f&uuml;r eine Wirtschaft des Schenkens und der Liebe. Schenken ist dabei f&uuml;r Eisenstein keine karitative Ausnahmeleistung, sondern die urspr&uuml;ngliche Geste menschlichen Miteinanders. Sie geht f&uuml;r ihn notwendig aus dem Bewusstsein der Ungetrenntheit hervor: Wer sich eins mit allen Wesen wei&szlig;, will schenken. Und dazu &ndash; so die &uuml;berraschende Einsicht des Autors &ndash; ist gerade Geld das ideale Mittel. Denn in einer weltweit vernetzten Wirtschaft hat es wenig Sinn, wenn wir einer Arbeiterin aus Asien, die f&uuml;r uns ein Hemd gefertigt hat, als Geschenk ausgerechnet diejenigen Produkte oder Dienstleistungen zur&uuml;ckschenken, die zuf&auml;llig wir hervorgebracht haben. Aufgrund seiner Abstraktion ist Geld das weit bessere Tauschmittel, um gegenseitige Verbundenheit auszudr&uuml;cken. In diese urspr&uuml;ngliche Funktion m&uuml;ssen wir es nur wieder einsetzen. Als Tauschmittel kann aber Geld selbst keine Ware sein. Und auch Zinsen f&uuml;r die Aufbewahrung von Geld wird es in einer Schenkwirtschaft nicht mehr geben &ndash; im Gegenteil, mit &raquo;Parkgeb&uuml;hren&laquo; belegt, die seine Akkumulation verhindern, w&uuml;rde man seinen Umlauf als Kauf- und Kreditgeld sichern.</p>
<p>Es wird spannend sein zu verfolgen, welche Wirkung solche Ideen, die in Europa bereits mit Namen wie Silvio Gesell, Rudolf Steiner oder Margrit Kennedy verbunden sind, in den USA entfalten werden, wo die Selbstvermehrung des Geldes lange Zeit als heilige Kuh galt. Schon jetzt aber beeindruckt die Haltung, mit welcher der sympathische Dozent eines Collage in Vermont seine Vision vertritt: &bdquo;Im Grunde ihres Herzens wollen auch die Banker hier an der Wall Street nichts anderes als schenken&ldquo;, sagt er bei einem seiner Vortr&auml;ge in unmittelbarer N&auml;he der Weltfinanzmetropole in New York. Es ist diese Herzlichkeit, die bei ihm &uuml;berzeugt, weil sie nicht gegen die &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; Banker polarisiert, sondern sie, anders als &uuml;bliche Kapitalismus-Kritik, als Menschen anspricht.</p>
<p>F&uuml;r deutschsprachige Leser ist inzwischen unter dem Titel &bdquo;Keine Forderung kann gro&szlig; genug sein. Die Revolution der Liebe&ldquo; ein B&auml;ndchen mit zwei lesenswerten Vortr&auml;gen des charismatischen Amerikaners erschienen. &bdquo;Die Zeit ist reif, sich auf den Geist des Schenkens einzulassen&ldquo;, hei&szlig;t es da. Eisensteins Anregungen sind in eine Chance, &uuml;ber berechtigte &bdquo;Emp&ouml;rung&ldquo; hinaus Wirtschaft neu zu<br />
	erfinden.</p>
<p><span style="color:#fff;">s<br />
	</span></p>
<p><strong><em>Autor: Jens Heisterkamp</em></strong>,</p>
<p>Chefredakteur von &bdquo;<a href="http://www.info3.de" target="_blank">Info3</a>&ldquo; und Redakteur bei &bdquo;<a href="http://www.wir-menschen-im-wandel.de/" target="_blank">WIR &ndash; Menschen im Wandel</a>&ldquo;</p>
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