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	<title>Neue deutsche Rechtschreibung</title>
	
	<link>http://www.neue-rechtschreibung.net</link>
	<description>Tipps von der Deutsch-Expertin</description>
	<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 09:48:52 +0000</pubDate>
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		<title>Von Marx-freundlichen und marxfreundlichen Ideologien</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 09:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Adjektive]]></category>

		<category><![CDATA[Bindestrich]]></category>

		<category><![CDATA[Zusammen-/Getrenntschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Sorge, besonders ideologisch geht es im heutigen Beitrag nicht zu! Vor nicht allzu langer Zeit postete ich über Komposita aus Substantiv und Adjektiv und schrieb, dass sie stets klein- und zusammengeschrieben werden müssten, also etwa balltauglich oder feuerfest. Eine aufmerksame Leserin machte mich allerdings darauf aufmerksam, dass es außer der im Post angeführten Ausnahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Sorge, besonders ideologisch geht es im heutigen Beitrag nicht zu! Vor nicht allzu langer Zeit postete ich über <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/02/19/warum-ist-ein-ball-taugliches-kleid-orthografisch-untauglich/" target="_blank">Komposita aus Substantiv und Adjektiv</a> und schrieb, dass sie stets klein- und zusammengeschrieben werden müssten, also etwa <em>balltauglich </em>oder <em>feuerfest</em>. Eine aufmerksame Leserin machte mich allerdings darauf aufmerksam, dass es außer der im Post angeführten Ausnahmen noch eine weitere gibt: nämlich dann, wenn das Substantiv ein Personenname ist.</p>
<p>In diesem Fall können wir es uns aussuchen, ob wir <em>Marx-freundlich</em> mit Bindestrich oder <em>marxfreundlich </em>ohne Bindestrich, dann aber unbedingt klein und zusammen, schreiben. Der Duden erklärt dazu im Band 9, dass im Allgemeinen die Zusammenschreibung üblich ist, aber wenn der Name hervorgehoben werden soll, kann eben auch der Bindestrich gesetzt werden, also etwa auch <em>eine Allende-belesene Lektorin </em>oder ein <em>Goethe-fester Student</em>. Ob das stilistisch besonders gelungen ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.</p>
<p><strong>Achtung</strong>: Diese Wahlmöglichkeit besteht nur dann, wenn es sich um einen einteiligen Eigennamen handelt. Kommt auch der Vorname dazu, muss &#8220;durchgekoppelt&#8221; werden: <em>Karl-Marx-feindlich</em>, <em>Isabel-Allende-freundlich</em>.</p>
<p>Wer sich nur eine Regel merken möchte, merkt sich am besten, dass Eigenname (egal ob ein-oder zweiteilig) plus Adjektiv mit Bindestrich geschrieben wird.</p>
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		<title>Qualität hat seinen Preis?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/NeueDeutscheRechtschreibung/~3/8DbJ4W1yPl8/</link>
		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/17/qualitat-hat-seinen-preis/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 11:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

		<category><![CDATA[Ihre]]></category>

		<category><![CDATA[Possessivpronomen]]></category>

		<category><![CDATA[Qualität hat ihren Preis]]></category>

		<category><![CDATA[Qualität hat seinen Preis]]></category>

		<category><![CDATA[seine]]></category>

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		<description><![CDATA[Hat die Lektüre dieser Überschrift weh getan? Ich hoffe es! Schließlich habe ich dafür bewusst das falsche Possessivpronomen gewählt, nämlich seinen anstelle von ihren.
Sehen wir uns mal die Regel an: Das Possessivpronomen muss im Genus mit dem Bezugswort übereinstimmen. Wenn es also um eine Eigenschaft der Qualität geht, die ja schließlich ein Femininum ist, muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat die Lektüre dieser Überschrift weh getan? Ich hoffe es! Schließlich habe ich dafür bewusst das falsche Possessivpronomen gewählt, nämlich <em>seinen </em>anstelle von <em>ihren</em>.</p>
<p>Sehen wir uns mal die Regel an: Das Possessivpronomen muss im Genus mit dem Bezugswort übereinstimmen. Wenn es also um eine Eigenschaft <em>der Qualität</em> geht, die ja schließlich ein Femininum ist, muss das entsprechende Possessivpronomen auch im Femininum stehen. Also: <em>Qualität hat <span style="text-decoration: underline;">ihren </span>Preis.</em></p>
<p>Laut Duden wird gegen diese Regel häufig verstoßen, wie auch ein fleißiger Leser <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/06/der-blog-oder-das-blog/" target="_blank">dieses Blogs</a> anmerkte. Als Parade-Falschbeispiele werden im Duden angeführt:</p>
<p><em>Die Sache hat *seine Richtigkeit.</em> (korrekt: <em>ihre Richtigkeit</em>, da <em>die Sache</em>)<br />
<em>Eine Reise in die Schweiz hat *seine Reize.</em> (korrekt: <em>ihre Reize</em>, da <em>die Reise</em>)</p>
<p>So richtig schön verwirrend ist diese Regel etwa für Französisch-Muttersprachlerinnen, wo das Possessivpronomen sich nicht nach dem Bezugswort, sondern nach dem Objekt richtet:<br />
<em>La qualité a <span style="text-decoration: underline;">son </span></em><em>prix.</em> (<em>Qualität hat ihren Preis</em>. Im Französischen ist das Possessivpronomen das männliche <em>son</em>, weil es bei <em>le prix/der Preis </em>steht, auch wenn das Bezugswort <em>la qualité </em>ein Femininum ist.)</p>
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		<title>E-Mail, e-Mail, e-mail oder sonst was?</title>
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		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/15/e-mail-e-mail-e-mail-oder-sonstwas/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[E-Mail oder e-Mail]]></category>

		<category><![CDATA[e-mailen]]></category>

		<category><![CDATA[elektronische Post]]></category>

		<category><![CDATA[email oder E-mail]]></category>

		<category><![CDATA[mailen]]></category>

		<category><![CDATA[Orthografie]]></category>

		<category><![CDATA[Rechtschreibung e-mail]]></category>

		<category><![CDATA[Rechtschreibung Email]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute beschäftigen wir uns mit einem absoluten Dauerbrenner der Rechtschreibung, nämlich der korrekten Schreibweise dieses elektronischen Briefleins. Was ist nun richtig: e-mail, E-mail, e-Mail, E-Mail, email, Email? Wir sehen: Es gibt theoretisch eine ganze Menge Möglichkeiten!
Wer über die häufige Wahlfreiheit genervt ist, wird sich freuen zu erfahren, dass hier nur eine einzige Variante richtig ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute beschäftigen wir uns mit einem absoluten Dauerbrenner der Rechtschreibung, nämlich der korrekten Schreibweise dieses elektronischen Briefleins. Was ist nun richtig: <em>e-mail, E-mail, e-Mail, E-Mail, email, Email</em>? Wir sehen: Es gibt theoretisch eine ganze Menge Möglichkeiten!</p>
<p>Wer über die häufige Wahlfreiheit genervt ist, wird sich freuen zu erfahren, dass hier nur eine einzige Variante richtig ist, nämlich <em>E-Mail</em>. Etwas schwieriger wird es beim Genus: In Deutschland wird <em>die E-Mail </em>gesagt, während in Österreich (kann ich bestätigen), Süddeutschland und der Schweiz (kann das jemand bestätigen?) <em>das E-Mail</em> gesagt wird. Richtig ist beides.</p>
<p>Wie sieht es nun mit dem dazugehörigen Verb aus? Hier besteht sehr wohl die Qual der Wahl. Richtig ist sowohl <em>e-mailen</em> als auch <em>emailen</em>, wobei aber die meisten Menschen einfach <em>mailen </em>sagen bzw. schreiben.</p>
<p>In diesem Sinne: Wer will, <em>e-mailt</em> bzw. <em>emailt </em>mir <em>eine </em>bzw. <em>ein E-Mail</em> bzw. <em>Mail </em>mit kniffligen Fragen zur deutschen Rechtschreibung!</p>
<p>Aber bitte keine Fragen zu <em>das </em>vs. <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/06/der-blog-oder-das-blog/" target="_blank"><em>der Blog</em></a>, denn das Thema hatten wir schon mal.</p>
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		<item>
		<title>Interview mit der Leiterin der Duden-Sprachberatung</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/NeueDeutscheRechtschreibung/~3/pfGrz4ytd8o/</link>
		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/10/interview-mit-der-leiterin-der-duden-sprachberatung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 11:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Duden-Hotline]]></category>

		<category><![CDATA[Duden-Sprachberatung]]></category>

		<category><![CDATA[Interview]]></category>

		<category><![CDATA[UNIVERSITAS Austria]]></category>

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		<description><![CDATA[In meiner Funktion als Redakteurin der Mitgliederzeitschrift von UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, hatte ich kürzlich das Vergnügen, die Leiterin der Duden-Sprachberatung (vulgo auch gerne &#8220;Duden-Hotline&#8221; genannt) zu interviewen. Frau Evelyn Knörr gab mir äußerst interessante Einsichten auf Fragen, die einige Mitglieder des Verbandes und ich zusammengestellt hatten. Kraft unseres Berufes sind wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Funktion als Redakteurin der Mitgliederzeitschrift von <a href="http://www.universits.org" target="_blank">UNIVERSITAS Austria</a>, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, hatte ich kürzlich das Vergnügen, die Leiterin der Duden-Sprachberatung (vulgo auch gerne &#8220;Duden-Hotline&#8221; genannt) zu interviewen. Frau Evelyn Knörr gab mir äußerst interessante Einsichten auf Fragen, die einige Mitglieder des Verbandes und ich zusammengestellt hatten. Kraft unseres Berufes sind wir Übersetzerinnen und  Dolmetscherinnen natürlich äußerst an sprachlichen Themen interessiert, sowohl in Bezug auf unsere Fremdsprachen als auch auf die deutsche Sprache. Paradoxerweise gibt es aber durchaus ein paar Kolleginnen, die hartnäckig nach wie vor in alter Rechtschreibung schreiben und übersetzen.</p>
<p>In meinem Beitrag zu &#8220;<a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/01/11/knifflige-kommas/#comments" target="_blank">kniffligen Kommas</a>&#8221; hatte ich dieses Interview erwähnt. Nun ist die Zeitschrift erschienen und ich stelle hier den Artikel zum Download zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen!</p>
<p><a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/wp-content/uploads/interview_duden1.pdf">Interview Duden-Sprachberatung</a></p>
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		<item>
		<title>Zum Frauentag: die Unsichtbarkeit von Frauen in der Sprache</title>
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		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/08/zum-frauentag-die-unsichtbarkeit-von-frauen-in-der-sprache/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 06:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

		<category><![CDATA[feministische Linguistik]]></category>

		<category><![CDATA[Frauen und Sprache]]></category>

		<category><![CDATA[Frauentag]]></category>

		<category><![CDATA[generisches Femininum]]></category>

		<category><![CDATA[generisches Maskulinum]]></category>

		<category><![CDATA[Luise Pusch]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit befasse ich mich im Rahmen meiner Dissertation mit dem Verhältnis zwischen Sprache und Geschlecht. Die feministische Linguistik sieht Sprache als eines von vielen Mitteln der androzentrisch-patriarchalischen Gesellschaft, um Frauen zu benachteiligen oder unsichtbar zu machen. Unter anderem kommt dies durch die Verwendung des so genannten generischen Maskulinums zum Ausdruck, will heißen: Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit befasse ich mich im Rahmen meiner Dissertation mit dem Verhältnis zwischen Sprache und Geschlecht. Die feministische Linguistik sieht Sprache als eines von vielen Mitteln der androzentrisch-patriarchalischen Gesellschaft, um Frauen zu benachteiligen oder unsichtbar zu machen. Unter anderem kommt dies durch die Verwendung des so genannten generischen Maskulinums zum Ausdruck, will heißen: Bei personenbezogenen Substantiven gilt die männliche Form als Standard, zu dem sich auch Frauen zu zählen haben. Ein <em>Lehrer </em>kann also genauso gut eine <em>Lehrerin </em>sein, aber umgekehrt - Gott bewahre! Schließlich ist, wie es nicht nur Simone de Beauvoir recht treffend beschrieben hat, der Mann der Standard und die Frau eben das andere. Als eigenständiges Wesen wurde die Frau über die Jahrhunderte nicht einmal mitgedacht, was eindrucksvoll durch das Studium älterer Gesetzestexte, allerdings bis hinauf ins 19. und 20. Jahrhundert, zum Ausdruck kommt. Dass Frauen kein Recht auf Eigentum (nicht mal ihre eigene Mitgift), keine Menschen- und Bürgerrechte geschweige denn das Recht auf höhere Bildung hatten, galt jahrhundertelang als &#8220;Naturrecht&#8221;.</p>
<p>Wem es noch nicht aufgefallen ist: In <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/06/der-blog-oder-das-blog/" target="_blank">diesem Blog</a> verwende ich personenbezogene Substantive, besonders im Plural, ausschließlich in der weiblichen Form (das generische Femininum), ganz in der Tradition von Luise Pusch. Interessanterweise stößt die Sichtbarmachung von Frauen ausgerechnet bei Frauen oft auf radikale Ablehnung, während ihr Männer oft entspannt gegenüberstehen. Wenn, wie viele behaupten, das männliche Substantiv tatsächlich auch das weibliche umfassen sollte (was schon logisch Unsinn ist), müsste der folgende Satz grammatikalisch korrekt sein: <em>* Jeder Lehrer bringt ihre eigene Kreide mit</em>.</p>
<p>Ich kann mir gut vorstellen, dass viele einen Kommentar zu diesen Ausführungen posten möchten, weshalb ich gleich mal um Sachlichkeit ersuchen möchte. In diesem Sinne wünsche ich allen Angehörigen der größten benachteiligten Bevölkerungsgruppe der Welt einen wunderschönen Frauentag. Auf dass bald eine Frau Rektorin einer österreichischen Uni wird, mehr als 27,32 % Frauen im Nationalrat sitzen und mehr als eine Handvoll Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen. Es gibt auf vielen Gebieten noch viel zu tun!  Die sprachliche Ebene ist dabei eine ganz fundamentale, weil Sprache immer auch ein Spiegel der Gesellschaft ist und Sprache wiederum einen Einfluss auf das Denken haben kann.</p>
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		<item>
		<title>Der Blog oder das Blog?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/NeueDeutscheRechtschreibung/~3/TWFNQ3IdD7I/</link>
		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/06/der-blog-oder-das-blog/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 07:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

		<category><![CDATA[das Blog]]></category>

		<category><![CDATA[der Blog]]></category>

		<category><![CDATA[Genuszuweisung]]></category>

		<category><![CDATA[Komposita]]></category>

		<category><![CDATA[richtiger Artikel]]></category>

		<category><![CDATA[zusammengesetzte Substantive]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn dieser Eintrag für Deutschlernende am relevantesten ist, schadet es auch Muttersprachlerinnen nicht, sich der Genuszuweisung bei zusammengesetzten Substantiven, also Komposita, bewusst zu werden.
Die grundlegende Regel ist die, dass das so genannte Zweitglied das Genus des gesamten zusammengesetzten Wortes bestimmt.
Beispiele:
das Haus + die Arbeit = die Hausarbeit
der Flug + das Zeug = das Flugzeug
die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn dieser Eintrag für Deutschlernende am relevantesten ist, schadet es auch Muttersprachlerinnen nicht, sich der Genuszuweisung bei zusammengesetzten Substantiven, also Komposita, bewusst zu werden.</p>
<p>Die grundlegende Regel ist die, dass das so genannte Zweitglied das Genus des gesamten zusammengesetzten Wortes bestimmt.<br />
Beispiele:<br />
<em><span style="text-decoration: underline;">das</span> Haus + <span style="text-decoration: underline;">die</span> Arbeit = <span style="text-decoration: underline;">die</span> Hausarbeit<br />
<span style="text-decoration: underline;">der</span> Flug + <span style="text-decoration: underline;">das</span> Zeug = <span style="text-decoration: underline;">das</span> Flugzeug<br />
<span style="text-decoration: underline;">die</span> Biene + <span style="text-decoration: underline;">der</span> Stock = <span style="text-decoration: underline;">der</span> Bienenstock</em></p>
<p>Genauso verhält es sich bei Komposita, die aus Fremdwörtern bestehen, also zum Beispiel <em>Blog</em>, der zusammengezogenen Form vom englischen <em>web </em>(deutsch <em>das Web</em>)  und vom ebenso englischen <em>logbook </em>(deutsch <em>das Logbuch</em>).  Es tun sich also zwei sächliche Substantive zusammen. Aufmerksame Leserinnen werden sich jetzt fragen, warum ich dennoch immer <em>der Blog</em> schreibe. Grammatikalisch ist das unsinnig, aber vom Duden immerhin erlaubt. Ich kann keine andere Erklärung als die anbieten, dass sich in Österreich <em>der Blog</em> ganz klar durchgesetzt hat, genauso wie <em>das E-Mail</em>. Außerdem klingt in meinen Ohren <em>der Blog</em> besser als <em>das Blog</em>, aber das ist in der Regel ein eher schlechtes Argument: Schließlich wird hier in Österreich gerne <em>das Monat </em>und <em>das Teller</em> gesagt, was offensichtlich in den betreffenden Ohren gut und richtig klingt &#8230;</p>
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		<item>
		<title>Was ist eine “finite Verbform”?</title>
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		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/03/was-ist-eine-finite-verbform/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 09:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

		<category><![CDATA[Konjugation/Deklination]]></category>

		<category><![CDATA[finite Verbform]]></category>

		<category><![CDATA[finites Verb]]></category>

		<category><![CDATA[Finitum]]></category>

		<category><![CDATA[Infinitiv]]></category>

		<category><![CDATA[Konjugation]]></category>

		<category><![CDATA[konjugieren]]></category>

		<category><![CDATA[Personalform]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich las ich in einem Duden-Band über Nebensätze nach. Nebensätze werden unter anderem so definiert, dass die finite Verbform am Schluss des Satzes steht. Der daneben stehende Beispielsatz machte das Ganze deutlich (&#8230; weil ich müde bin). Dennoch drängte sich die Frage auf: Was genau ist eigentlich eine finite Verbform?
Die Antwort ist dankenswerterweise recht simpel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich las ich in einem Duden-Band über Nebensätze nach. Nebensätze werden unter anderem so definiert, dass die finite Verbform am Schluss des Satzes steht. Der daneben stehende Beispielsatz machte das Ganze deutlich (&#8230; <em>weil ich müde bin</em>). Dennoch drängte sich die Frage auf: Was genau ist eigentlich eine finite Verbform?</p>
<p>Die Antwort ist dankenswerterweise recht simpel. Unter einer finiten Verbform, auch Finitum oder Personalform genannt, versteht sich schlicht ein in Person und Numerus flektiertes Verb. Auch das kann einfacher ausgedrückt werden: ein konjugiertes Verb, also eben beispielsweise <em>du schläfst </em>oder <em>wir sind gegangen</em>.</p>
<p>Dadurch wird der Unterschied zum allseits bekannten Infinitiv betont, der da eben beispielsweise <em>schlafen </em>oder <em>gehen </em>lautet.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NeueDeutscheRechtschreibung/~4/daHkN00K3Zw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/03/was-ist-eine-finite-verbform/feed/</wfw:commentRss>
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		<item>
		<title>Wer aufzählt, muss Kommas setzen</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/NeueDeutscheRechtschreibung/~3/PuMk2RAMXWY/</link>
		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/01/wer-aufzahlt-muss-kommas-setzen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 14:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kommasetzung/Beistrichsetzung]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei aber]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei Aufzählung]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei Infinitivgruppen]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei Partizipgruppen]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei sowohl als auch]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei und]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei weder nocht]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei Wortgruppen]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei zusammengezogenen Sätzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neue-rechtschreibung.net/?p=440</guid>
		<description><![CDATA[Weil es so schön ist, machen wir heute gleich weiter mit der Kommasetzung. Schließlich ist sie ein wahrer Dauerbrenner, auch unter Sprachprofis.
Eine der wichtigsten Fragen bei der Kommasetzung ist die, ob eine Aufzählung vorliegt oder nicht. Das kann, wie in meinem vorletzten Beitrag beschrieben, oft ganz schön knifflig sein. Und manchmal auch ganz schön makaber.
In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil es so schön ist, machen wir heute gleich weiter mit der Kommasetzung. Schließlich ist sie ein wahrer Dauerbrenner, auch unter Sprachprofis.</p>
<p>Eine der wichtigsten Fragen bei der Kommasetzung ist die, ob eine Aufzählung vorliegt oder nicht. Das kann, wie in meinem <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/02/24/kommasetzung-bei-zwei-adjektiven/" target="_blank">vorletzten Beitrag </a>beschrieben, oft ganz schön knifflig sein. Und manchmal auch ganz schön <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/02/26/wo-ein-komma-todlich-ist/" target="_blank">makaber</a>.</p>
<p>In den Fällen, die ich unten behandeln werde, ist die Aufzählung vergleichsweise offensichtlich, auch wenn man/frau eine Aufzählung oft spontan mit Substantiven (<em>Zimmer, Küche, Kabinett</em>) oder Adjektiven (<em>quadratisch, praktisch, gut</em>) in Verbindung bringt. Eine Aufzählung kann allerdings auch aus Wortgruppen, Infinitivgruppen und zusammengezogenen Sätzen bestehen.</p>
<p>Die Regel ist immer die gleiche: Zwischen den aufgezählten Elementen muss ein Komma stehen, außer bei Verbindung durch<em> und, oder, sowie, wie, sowohl/als auch, weder/noch</em> (siehe dazu auch meinen Eintrag zu den <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2009/05/15/kommasetzung-die-klassiker-teil-1/" target="_blank">Komma-Klassikern</a>):</p>
<p><strong>Wortgruppen:</strong><br />
<em>In Chile herrschen große Zerstörung<strong>,</strong> viel Hilflosigkeit und endlose Verzweiflung.<br />
Er arbeitete mal als Kellner<strong>,</strong> mal als Chauffeur<strong>,</strong> mal als Fahrradbote.</em></p>
<p><strong>Infinitivgruppen oder Partizipgruppen:</strong><br />
<em>Im Urlaub plane ich zu dösen<strong>,</strong> zu lesen<strong>,</strong> zu genießen.<br />
Die Gruppe kehrte zitternd<strong>,</strong> frierend und erschöpft heim.</em></p>
<p><strong>Zusammengezogene Sätze</strong> (das sind Sätze, die ein Satzglied gemeinsam haben, das aber nur einmal genannt wird):<br />
<em>Sie schreibt Prosa<strong>,</strong> er Lyrik, die Mutter Theaterstücke.</em> (das gemeinsame Satzglied hier ist <em>schreibt</em>)<br />
<em>Ich gehe ins Theater<strong>,</strong> sehe mir eine Ausstellung an und besuche danach ein Konzert.</em> (das gemeinsame Satzglied hier ist <em>ich</em>)</p>
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		<title>Wo ein Komma tödlich ist …</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 10:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kommasetzung/Beistrichsetzung]]></category>

		<category><![CDATA[Auslassungssatz]]></category>

		<category><![CDATA[Beistrich]]></category>

		<category><![CDATA[Beistrichregeln]]></category>

		<category><![CDATA[Komma]]></category>

		<category><![CDATA[Kommaregeln]]></category>

		<category><![CDATA[Tödliches Komma]]></category>

		<category><![CDATA[unvollständiger Satz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß schon, dass es sich beim unten stehenden Beispiel um ein sehr makabres Beispiel handelt, aber gleichzeitig illustriert es sehr schön, wie wichtig Kommas sind. Denn in diesem Fall, man stelle sich eine Situation im Mittelalter vor, entscheidet das Komma über Leben und Tod:
Hängt ihn nicht, begnadigt.
Hängt ihn, nicht begnadigt.
Im ersten Fall kommt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß schon, dass es sich beim unten stehenden Beispiel um ein sehr makabres Beispiel handelt, aber gleichzeitig illustriert es sehr schön, wie wichtig Kommas sind. Denn in diesem Fall, man stelle sich eine Situation im Mittelalter vor, entscheidet das Komma über Leben und Tod:</p>
<p><em>Hängt ihn nicht, begnadigt.<br />
Hängt ihn, nicht begnadigt.</em></p>
<p>Im ersten Fall kommt die betreffende Person mit dem Leben davon; im zweiten leider nicht.</p>
<p>Grammatikalische Erklärung: Es handelt sich in beiden Fällen um einen so genannten Auslassungssatz. Der vollständige Satz würde lauten: <em>Er ist begnadigt </em>bzw. <em>er ist nicht begnadigt</em>. Die Kommaregel ist da wie dort die gleiche, nämlich: Vor dem Auslassungssatz muss ein Komma stehen. Hier entscheidet ganz allein der Sinn, wo genau dieses Komma stehen muss.</p>
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		<title>Kommasetzung bei zwei Adjektiven</title>
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		<comments>http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/02/24/kommasetzung-bei-zwei-adjektiven/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 15:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Jenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kommasetzung/Beistrichsetzung]]></category>

		<category><![CDATA[Beistrich bei Aufzählung]]></category>

		<category><![CDATA[die gute alte Zeit]]></category>

		<category><![CDATA[Komma bei Aufzählung]]></category>

		<category><![CDATA[schönes neues Jahr]]></category>

		<category><![CDATA[Sinneinheit]]></category>

		<category><![CDATA[zwei Adjektive vor Substantiv]]></category>

		<category><![CDATA[zwei Eigenschaftswörter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn zwei Adjektive (also Eigenschaftswörter) ein Substantiv (also Hauptwort) beschreiben, stellt sich die Frage, ob zwischen diesen Adjektiven ein Komma gesetzt werden muss. Oft wird diese Frage leider falsch entschieden. Hier die Faustregeln:
1. Wenn zwischen den beiden Adjektiven ein und eingefügt werden könnte und diese Verbindung Sinn ergeben würde, muss ein Komma stehen. Beispiel: eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn zwei Adjektive (also Eigenschaftswörter) ein Substantiv (also Hauptwort) beschreiben, stellt sich die Frage, ob zwischen diesen Adjektiven ein Komma gesetzt werden muss. Oft wird diese Frage leider falsch entschieden. Hier die Faustregeln:</p>
<p>1. Wenn zwischen den beiden Adjektiven ein <em>und </em>eingefügt werden könnte und diese Verbindung Sinn ergeben würde, muss ein Komma stehen. Beispiel: <em>eine lange, mühsame Vorlesung.</em><br />
Könnte auch heißen: <em>eine lange und mühsame Vorlesung.<br />
</em>Das Komma dient hier also der Aufzählung.<em></em></p>
<p>2. Wenn diese Ersetzung durch <em>und </em>nicht möglich ist, darf kein Komma stehen.<br />
Beispiel: <em>ein schönes neues Jahr</em>.<br />
Schließlich wäre es absurd zu sagen: <em>ein schönes und neues Jahr</em>.<br />
Das liegt daran, dass <em>schönes neues Jahr</em> als Einheit verstanden wird. Adjektive, die zusammen eine Einheit bilden, werden nicht durch Komma abgetrennt. Es handelt sich hier nicht um eine Aufzählung.<br />
Weiteres Beispiel: <em>die gute alte Zeit, eine berühmte spanische Schriftstellerin, eine wichtige amtliche Mitteilung</em>.</p>
<p>Das sind mal die wichtigsten Informationen zu diesem Thema; es gibt natürlich auch eine Menge Grenzfälle, wo die Formulierung entweder als Aufzählung oder als Gesamtbegriff verstanden werden kann, wobei in solchen Fällen der Kontext ausschlaggebend ist.<br />
Beispiel: <em>die neuen, umweltfreundlichen Verfahren dieser Firma</em> [= diese Firma hatte bisher keine umweltfreundlichen Verfahren]<br />
<em>die neuen umweltfreundlichen Verfahren dieser Firma</em> [= diese Firma hat nur umweltfreundliche Verfahren und jetzt neue entwickelt]</p>
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