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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq (Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.)</title>
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    <description>Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.</description>
    <dc:publisher>La Tortuga</dc:publisher>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:date>2009-07-16T21:14:50Z</dc:date>
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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq</title>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5827566/">
    <title>Violetter Elefant</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/z_yqu0CxiP0/</link>
    <description>Mein Gottenkind wünscht sich zum dritten Geburzel - mennoooooo!, immer diese Herausforderungen! - einen: Violetten Elefanten! Da komme selbst ich als Tierzüchter ans Limit. Wie man zu einem violetten Elefanten gelangt, ist zunächst einfach. Es braucht nur je ein blaues und ein rotes Elternteil. Dann erinnerte ich mich, dass ich für die Mitkindergärtler ständig Farben mischen musste, weil diese Banausen einfach nicht sahen, aus welchen anderen Farben eine Farbe besteht. Seither finde ich, dass Kinder früh lernen sollten, dass nicht der Storch die Farben bringt. Also entschied ich sogleich, auch einen grünen und einen orangen Elefanten zu liefern, mit den jeweiligen Grundfarbeneltern. Da fing das züchterische Problem erst richtig an, denn bei drei Elternfanten kommt man, egal wie man zählt, immer auf entweder zwei Kühe und einen Bullen oder auf eine Kuh und zwei Bullen. Man kann sie anpaaren wie man will, drei verschiedenbunte Komplementärkälber gewinnt man aus dem Genpool nie. Also mussten sechs Elternteile her.&lt;br /&gt;
Ich wollte edle Elefanten mit Stosszähnen, Schwanzquasten und Zehen, aber ich musste die Ansprüche ganz schnell runterschrauben (denn welches Gottenkind wünscht sich zum &lt;i&gt;dreizehnten&lt;/i&gt; Geburzel einen violetten Elefanten?!). Es gibt ja &lt;a href="http://www.pgmsculpting.com/index.html"&gt;Leute, die machen aus Fimo solche Skulpturen&lt;/a&gt; (nicht dass ich mir so ein Wesen auf den Nachttisch stellen würde, aber vor dieser Fingerfertigkeit gehe ich in die Knie). Eine Tube Uhu sollte ich besser auch beilegen, diese Lotterohren werden kaum lange dranbleiben ... Ich hoffe, ich werde in der Gottenkindgunst nicht sinken, aber ich habe in der Bastelei sehr geschwelgt, das ist vielleicht, was wirklich zählt.&lt;br /&gt;
(Liebe Affenschwester, falls Du mitliest: wehe, Du kannst die Klappe nicht halten!! -- Und Du wirst wohl einen anständigen Kinderfilter auf dem Comp installiert haben!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title="" height="300" alt="Fimofantenstall" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/Fimofantenstall.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Fimofantenstall, von links: Familie Glittergelb x Glitterblau = Glittergrün; Familie Rouge metallisé x Bleu metallisé = Marmoriertviolett; Transparentgelb x Glitterrot = Transparentorange. Dem violetten Kalb habe ich Wachstumshormon gespritzt, es wiegt fast soviel wie zwei erwachsene Elefanten zusammen, deshalb hat es schon eine eigene Box. Seine Eltern leben getrennt. Tierschützer bitte nicht überbeissen, ich werde noch einstreuen!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title="" height="300" alt="Fimofantenherde" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/Fimofantenherde.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Fimofantenherde im Auslauf. Auf den Schabracken tragen sie die Farben der jeweils zwei anderen Familienmitglieder, damit die Pedigrees rekonstruierbar bleiben.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title="" height="300" alt="Fimofantenkroeten" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/Fimofantenkroeten.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Durch fluoreszierende Augen und Schabracken (... letztere sehen ehrlich gesagt aus wie alte Kaugummis) können sie sich im Dunkeln als Schildkröten tarnen.&lt;/i&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=z_yqu0CxiP0:6jCcRwXsfig:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/z_yqu0CxiP0" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Postbestiarium</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-16T20:46:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5825161/">
    <title>Der Hüterpapagei trägt Trauer.</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/JC7yZDjDch0/</link>
    <description>Der Wald versteinert, der Fluss geliert. Die Geissenschellen schweigen. Der Blaue Pilz stinkt nicht mehr (es weiss nun ohnehin niemand mehr, wo er ist). Und alles was zu geschehen scheint, geschieht achtzehn Meter über dem Boden. Ich werde mit zugestöpselten Ohren herumlaufen, bis ich mit den Augen hören kann; aber zu spät, ich konnte Dir nur den Namen von den Lippen lesen, den Du für mich hattest. Ich werde an meiner inneren und äusseren Hässlichkeit so lange arbeiten, bis es keine Blume mehr gibt, die zu mir passt, damit niemand so um mich weinen wird wie ich jetzt um Dich (um Euch - denn mit Dir entfernen sich nach Zeiten auch die anderen). Ich werde eine Renegatensekte gründen, werde predigen an den Strassenecken, dass das Universum ein Denkfehler ist, bis ihnen die Augen auf- und übergehen, den ewig positiven Weltanschauungskapitalisten. Niemals werde ich sagen, "ein schöner Tod", "ein langes Leben", oder dümmer noch, ein "erfülltes". Das Unerfüllte lebt uns schliesslich, jedes Leben ist belanglos; stehen wir doch mal zu unseren schütteren Spuren! Lang wären vielleicht 970 Jahre, und die noch immer nicht lang genug, um so viel und tief zu lernen, dass unser Wissen Bedeutung annähme. Kein Tod ist schön. Es macht ihn doch nicht schön, dass die Geburt noch brachialer und vulgärer ist - und sie ist wenigstens vermeidbar. Denn wer nun einmal hier ist, den müssen wir lieben ohne Wenn und Aber, inklusive - und das ist das Gipfeli der Zumutung - uns selbst, und an den, der gegangen ist, müssen wir uns erinnern. Für all dies ist kein Trost und keine Erklärung, wer das nicht zugibt, ist ein feiger Scheisshaas, punktum. Falls es Gott gibt, ich schliesse das überhaupt nicht aus (was fürn eigenartiger Humor, ich kann nicht umhin, gegen meinen Willen fasziniert zu sein), dann lade ich ihn herzlich ein, zu mir zu beten (huhuuuu, Gott!, &lt;i&gt;mich&lt;/i&gt; gibt es hundertpro!). Wenns mich dann grad ankommt und ich nichts besseres zu tun habe, höre ich ihm vielleicht eine Runde zu; aber ich verspreche nichts, was ich womöglich nicht halten kann, gelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir tragen Trauer, die Deinen und der Hüterpapagei. Ich trinke auf Dich!, und ich trinke auf die Tapferen, die den Universengesamtstuss mit Gelächter fressen, ohne sich daran zu verschlucken, und dabei standhaft und unermüdlich wütend bleiben in unerschütterlicher, liebevoll zynischer Verneinung.&lt;br /&gt;
(Du hättest das nicht unterschrieben, ich weiss. Und ich &lt;i&gt;muss&lt;/i&gt; mich nicht an Dich erinnern, F., und nicht an Euch, K. und M., und F. vor mir. Ich &lt;i&gt;will&lt;/i&gt; mich erinnern. Von Euch erzählen werde ich, und davon, wie gut Ihr zu mir wart.)&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=JC7yZDjDch0:p3X6YXiqCug:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/JC7yZDjDch0" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Nachtexpress</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-15T17:06:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5820433/">
    <title>Postkarte aus  Macondo</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/l4JJTW3VZ-4/</link>
    <description>&lt;cite&gt;Das einzige was uns Europa gebracht hat, ist der Aristotelismus, und den brauchen wir eigentlich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriel García Márquez&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stand noch einiges mehr, und es hatten noch ein paar andere unterschrieben (darunter ich selbst, obwohl ich nicht dabeigewesen war), und manches konnte ich gar nicht lesen, und der Poststempel war auch verschmiert, aber das Wichtigste steht ja oben. Hauptsache, irgendwer kann Ferien machen und schreibt mir mal. Postkarten machen Fröid und wahre Worte selten auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Addendum nach Zubereitung des Tomatensalats (Augenwaschung durch Zwiebelschneidung):&lt;/b&gt; Das hier konnte ich nun auch noch entziffern!:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Ich will frei sein, auch auf Kosten aller nur erdenklichen Opfer. Wenn es um Freiheit geht, fühle ich mich manchmal jener schrecklichen Lächerlichkeit preisgegeben, wie sie ein Kind erfährt, das sich den Löffel in die Nase steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
César Vallejo&lt;/cite&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=l4JJTW3VZ-4:tyr_rZplQlM:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/l4JJTW3VZ-4" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Fremdefedern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-13T15:41:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5817170/">
    <title>Neunzehntzwanzigster April diesenjahrs</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/4waSovZaUSI/</link>
    <description>Ein Mann in einem orange-roten Heissluftballon, der in der Luft Schneetiere schnitzt und am Boden so lebt, wie man jeweils dort lebt, wo er landet.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=4waSovZaUSI:dgOQROP8uhI:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/4waSovZaUSI" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Nachtexpress</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-11T14:50:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5809531/">
    <title>Wo ich (verdammtnochmal!) wohne ist immer ein Unfall</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/AVUoIgqaz6w/</link>
    <description>&lt;img title="" height="300" alt="mammutweg" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/mammutweg.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Jetzo, wo das Wünschen nicht mehr hilft ...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einem Umzug studiere ich immer zuerst den Ortsplan des anvisierten Kaffs, um mir den schönsten Strassennamen auszusuchen. Es ist mir überaus wichtig, wie die Adresse auf einem Briefumschlag wirkt. Sie muss etwas aussagen und zu mir passen, Gesamtklang und -bild müssen mit meinem Namen harmonieren (was bei meinen Adelstiteln schier unmöglich geworden ist). Ein sensibler Briefeschreiber würde sich darob genauso freuen wie ich, und mir aus tiefstem Herzensgrunde schreiben. Ich zumindest richte das geschriebene Wort mit Inbrunst an klangvolle Namen und Adressen.&lt;br /&gt;
Aber eben: Bahnhof und Supermarkt müssen mit kurzen Fussmärschen erreichbar sein. Der Supermarkt muss zudem Migros sein, denn wer dauernd bei Coop einkauft, verspitzt ein paar Hunderter pro Monat mehr ins Futter, ausserdem schmeckt das meiste zu snobistisch. Ohne Balkon geht nicht, denn meine Bücher wollen nicht passivrauchen. Fast noch wichtiger als all dies ist RUHE, und zwar im und ums Haus. Das Bett muss man so hinstellen können, dass die Füsse nicht zur Tür weisen (wie man sich bettet, so wird man hinausgetragen). Auch das Auslaufgebiet ist überaus bedeutend, ansonsten ich den Arsch zuwenig bewege.&lt;br /&gt;
Den Mammutweg inspizierte ich also zuerst. Basse Enttäuschung: er ist kurz, sehr kurz. Es stehen an ihm ungefähr vier spiessigste Einfamilienhäuser, das wäre gut für die Ruhe, aber ist nur für Reiche. Sicher wird auch nie was frei, denn die Leute übernehmen solche Hütten meist von ihren Eltern und ziehen dann darinnen wieder Kinder "gross", bis diese 30 oder mehr sind.&lt;br /&gt;
Hier an meiner hässlichen Adresse ist es nicht schlecht (Bahnhof, Supermarkt, Auslauf tiptop). Aber auch nicht gut. Es ist innen und aussen viel zu laut. Lebensfrohe, sportliche, sippengewohnte, streitsüchtige Nachbarn. Eine verdammte Durchgangsstrasse. Die Feuerwehr um die Ecke. Allein dem Güterbahnhof und dem Fluss lausche ich mit meditativer Hingabe. Es wird gerade eine Umfahrungsstrasse gebaut, versicherte der Verwalter, dann wird es ruhig wie auf einem Friedhof. Inzwischen weiss ich, dass die 2013 fertiggestellt wird, bis dahin dröhnen Baustellen. Hahaaa! Was denkt der sich? Wenn ich bis dahin nicht über alle Berge bin, stimmt mit mir was nicht! ... Nach eineinhalb Jahren habe ich etwa ein Drittel der Kisten noch nicht ausgepackt, nämlich.&lt;br /&gt;
Es ist ja für Schweizer Verhältnisse eine relativ billige Unterkunft. Aber die dünnhäutigen Wände sind eine absolute Zumutung. Zudem fällt so einmal im Monat der Strom aus, und im Sommer kommt abends oft nur warmes Wasser und im Winter nur kaltes. Andernorts stört mich das überhaupt nicht, und hier nur aus Prinzip - das Preis-Leistungs-Verhältnis ist miserabel. Es ist immerhin doch ein Schweizer Preis, also verlange ich Schweizer Standard, ich bin ein Pedant. Und die Adresse auf den Briefumschlägen, oh Gott. Kein Wunder schreibt mir keiner, dem Kalligraphie und Kadenz am Herzen liegen.&lt;br /&gt;
Ich weiss, ich weiss, dass man nicht alles haben soll, sonst könnte man sich ja gleich mit den Füssen zur Tür schlafen legen. Aber ach, ich seufze mir den ganzen Speichel weg ... Mammutweg!&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=AVUoIgqaz6w:zWGoa3V9j0k:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/AVUoIgqaz6w" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Sorgenbriefkasten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-07T17:36:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5800740/">
    <title>64 Künste</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/_WAKfxxRdkw/</link>
    <description>&lt;cite&gt;Gesang, Instrumentalmusik, Tanz, Zeichnen, Ritzen von Umrissen in Blätter zum Bemalen der Stirn, Anfertigen verschiedener Muster aus Reis und Blumen, Streuen von Blüten, Färben von Zähnen, Gewändern und Körperteilen, Fussbodenschmücken mit (eingelegten) Juwelen, Herrichten einer Lagerstatt, Wassermusik, Wasserspritzen (als Spiel), wundertätige Praktiken, die Arten des Kranzwindens, das Anbringen von Stirn- und Kopfschmuck, Wahl der (passenden) Garderoben, Arten des Ohrschmückens, Parfümzubereitung, Anbringen von Schmuck, Erlernen von Zauberkunststücken, Kucumāra-Praktiken, Handfertigkeit, Zubereiten verschiedener Arten von Gemüse, Brühen und (anderen) Gerichten, Herstellen von Getränken, Säften, Würztränken und Likören, Näh- und Webarbeiten, Fadenspiel, Komponieren und Spielen von Musikstücken auf der Laute und der Trommel, Komposition und Lösen von Rätseln, Rezitationsspiele, Hersagen von Zungenbrechern, Vorlesen aus Büchern, Kenntnis von Schauspielen und Erzählungen, Vervollständigen der Zeilen eines Gedichtes, Flechten von Bändern und Bambus, Drechseln, Zimmern, Kenntnis von Architektur, (Echtheits-) Prüfung von Silber, Metallurgie, Kenntnis von Juwelen, Farben und Mineralien, Praktiken der Baumpflege, Veranstalten von Widder-, Hahnen- und Wachtelkämpfen, Sprechdressur von Papageien und Predigerkrähen, Geschicklichkeit im Einreiben, Massieren und Frisieren, Erzählen mit Hilfe der Fingersprache, die Arten von Geheimsprachen, Kenntnis der Provinzdialekte, Herrichten von Blumenwagen, Kenntnis der Vorzeichen, des Alphabets der Diagramme, der Gedächtniskunst, gemeinsames Rezitieren, in Gedanken (erfolgendes) Abfassen von Gedichten, Kenntnis der Lexikographie, der Metrik, der literarischen Arbeit, Arten der (Verstellung durch) Gestikulation, Verkleidungen, Arten des Glücksspiels, Würfelspiel, Arten der Kinderspiele, Kenntnis der Wissenschaften von den Anstandsregeln, Strategien und Leibesübungen - das sind die 64 Wissensgebiete, welche Glieder des Kāmasūtra sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.amazon.de/Das-Kamasutra-Mallanaga-Vatsyayana/dp/B001T7HWHW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1246625096&amp;sr=1-1"&gt;Mallanāga Vātsyāyana: Kāmasūtra. Erster Hauptteil, drittes Kapitel (Darlegung der Wissenschaften), 15. sūtra. Übersetzung von Klaus Mylius.&lt;/a&gt;&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Chance!!! Muss ich mich allen Ernstes um eine Wiedergeburt bewerben, um nicht ständig von vorn anfangen zu müssen? Wieso deprimiert mich das jetzt?! Dieser scham- und masslose Anforderungskatalog könnte doch genausogut von mir stammen. Ja, mindestens soviel erwarte ich (farb-quantitativ und phantast-qualitativ) von Anderen, vor allem aber von mir selbst (wohl deshalb kann ich noch immer rein gar nichts). Also nennt mir mal einen, der alle nötigen Talente hätte, und der so bunt und breit wäre, um sich überhaupt für all das zu &lt;i&gt;interessieren&lt;/i&gt;, geschweige denn so tief, wenigstens 28 Künste zu erlernen (ich glaube das ist es, was mich deprimiert)! Auch wenn ich die Schwerpunkte ein klein wenig verschieben würde: etwas weniger Tussi-Kram (das ganze Klamotten-, Schmuck- und Parfüm-Tamtam könnte man doch unter einer einzigen Wissenschaft zusammenfassen), dafür mehr Handfestgemütliches, wie die Kunst des Schlachtens und des Feuermachens oder die Auffindung und Entfernung von Zecken. Das Gemüse muss natürlich raus, sonst würgt man ja immer noch, wenn man bald darauf zum Kapitel über die Umarmungen kommt. Fleisch eröffnet da ganz andere Dimensionen. Dann möchte ich dem Lehrmeister noch ein paar Fragen stellen. Zum Beispiel, ob das Anbringen von Kopfschmuck an Kühen und die Echtheitsprüfung von Dollarscheinen auch gilt (diese beiden Dinge kann ich nämlich, immerhin!!), ob man die Wassermusik selber erfinden darf und ob zum Färben der Zähne auch Coffein, Tein und Nikotin zugelassen sind. Aber ich glaube schon. Vātsyāyana ist ja sehr kulant, letztlich verweist er immer darauf, dass man nach eigenem Ermessen entscheiden und die Regeln nicht zu starr interpretieren sollte. Überhaupt alles so pragmatisch und entspannt. Ich werde alt (oder wurde ich schon zigmal wiedergeboren, jedesmal &lt;i&gt;reset&lt;/i&gt;?!).&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=_WAKfxxRdkw:T6mn0XJztyg:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/_WAKfxxRdkw" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Fremdefedern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-03T12:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5793076/">
    <title>Ob die wohl auch fliegen?</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/YQ_4fvWRIaY/</link>
    <description>&lt;a href="http://www.warrug.com/"&gt;&lt;img title="" height="300" alt="warrug" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/warrug.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;4 Helicopter 2 Tank War Rug&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso eigentlich diese Befremdung auf den ersten Blick? Wir freuen uns doch über bildliche Zeugnisse aus alten Zeiten und nehmen es einfach so selbstverständlich hin, dass früher schon immer Krieg war. Historiker, Antiquitätensammler, Kunstliebhaber und Museumskuratoren werden in 500 oder 1200 Jahren aus dem Häuschen sein, wenn solche Teppiche zum Vorschein kommen, vielleicht in den Ruinen amerikanischer oder schweizerischer Wohnungen. Sie werden Granaten und Panzer so niedlich und primitiv finden wie manche von uns Heutigen Kataphrakte und Triremen. Nach eingehender Betrachtung der vielfältigen Designs könnte ich mir schon fast vorstellen, so einen Teppich zum gemütlichen Draufrumfläzen in der Stube zu haben. Die meisten &lt;i&gt;war rugs&lt;/i&gt; stammen aus Afghanistan. Moderne Motive (bis hin zu kartographischen Darstellungen z.B. des Irakkrieges oder des World Trade Center) werden in traditionellen Stilrichtungen verarbeitet, neuer Wein in alten Schläuchen. Und so bunt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.warrug.com/"&gt;Die Homepage: warrug.com.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Gefunden wieder einmal bei &lt;a href="http://strangemaps.wordpress.com/2009/06/25/395-strange-mats-afghan-war-rugs/"&gt;Strange Maps&lt;/a&gt;, unter dem Titel Strange Mats.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=YQ_4fvWRIaY:lUkLqbuaANw:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/YQ_4fvWRIaY" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Botendämmerung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-29T18:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5788610/">
    <title>Zweierlei Lava</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/ABCNjx8wlxs/</link>
    <description>Das Grosse-Schwester-Syndrom, vielleicht das Privileg der Vermutterungsweigerung: ich, die Grosse Schwester, bilde kleine Mädchen aus. In einem Stall bauen sie unter meiner Anleitung eine konvexe Brücke, über die zwölf Kühe, immer zwei nebeneinander, gleichzeitig laufen können sollen. Die Mädchen sind mit Feuereifer bei der Sache. Sie hieven Holzplanken auf Strohballen, mit einem Ärmchen verschieben sie kichernd das Vierfache ihres eigenen Körpergewichts. Beinah routiniert arbeiten sie, obwohl sie zum ersten Mal eine Kuhbrücke bauen (viele von ihnen sind ja noch nicht mal eingeschult). Ich kann sie machen lassen, das tut ihnen gut, wenn sie sich selbständig beraten und organisieren müssen. Ich ziehe mich in die leere Kälberbox zurück, wo ich die Schützlinginnen hören kann, und sortiere ihre Jahrgänge und Siedlungsorte und bereite ihre Kuhbrückenbau-Zertifikate vor. Stemple sie bereits, denn keines meiner Mädchen wird durchfallen.&lt;br /&gt;
Du stehst in der Boxentür. Wirfst wohlbeherrschten Schatten, Du, für den ich einst die Blumenbande eines erhabenen Gebäudes verwüstete, für den ich sogar ein Grosses Gewächs ermordete und es wieder tun würde, so unvermittelt wirfst Du diesen fransenlosen Schatten, dass ich nicht dazukomme zu denken, dass ich nicht mehr mit Dir gerechnet habe (ich habe doch...). Das passiert ja immer wieder, dass Du plötzlich auftauchst, ohne Dich vorgängig zu vermitteln, und wie jedes Mal auch dieses Mal: Du schaust SO. So, dass ich rückwärts weiche, bis sich mir die Schultern in die Ecke falten, dann kann ich nicht weg und will es gar nicht, aber mit diesem Blick verhinderst Du, dass wir es aussprechen, was jedes Mal (nicht dieses Mal, schwöre ich mir, während ich weiche), immer und immer wieder, zum Letzten Kuss führt. Verstehst Du denn nicht, wie grausam die Wiederholung des Letzten ist?! Ich bleibe stehen, bevor sich meine Schultern in die Ecke falten. - "Was ist es, was du mich seit zwölf Jahren fragen willst?" frage ich. - "Das weisst du ganz genau," antwortest Du. - "Nein, ich habe keine Ahnung!" lüge ich. (Wir haben nie etwas kaputtgemacht.) - "Was willst &lt;i&gt;du&lt;/i&gt; denn von &lt;i&gt;mir&lt;/i&gt; wissen seit zwölf Jahren?" so drehst Du den Spiess um. Dein gediegenes Kupfer noch heute, und die Pupille aus Grünspan, die mich anfleht und notabweist, vor und rück - "meine Frage ist dieselbe wie deine," gebe ich nach zwölf Jahren endlich zu in hilfloser Kapitulation. Ich breche in Tränen aus, als wär ich so Kind wie meine Schützlinginnen, sinke an Deine Schulter fast wie im richtigen Kitsch. Der Letzte Kuss findet bei jedem Wetter statt. Er beginnt gerade.&lt;br /&gt;
Ein Schrei von der Kuhbrücke. Ein Mädchen schrie! Ich materialisiere mich unter der fertigen Brücke, lege mir den Kopf des gestürzten Kindes in den Schoss, rufe die Ambulanz mit meiner Hundepfeife (für solche Notfälle, ich weiss, was ich tue, wenn ich Kuhbrückenbaukurse gebe), das Mädchen stirbt einige Male in meinen Armen, sie weiss noch nichts von Letzten Küssen, aber jedesmal wenn sie die milchigen Augen kurz aufschlägt, liegt kein Groll in ihrem Blick, nur die Sorge, dass die Brücke keine zwölf Kühe tragen wird. Gaffer drängen sich im Stall. Die feiste Insektenkönigin mit dem winzigen Kopf und dem geschwollenen Abdomen verdrängt das Gedränge, immer war das so, ich muss das Mädchen an der Schwelle vor ihr schützen, sonst entreisst sie es mir und gar noch dem Tod. Du klebst mit Deiner ganzen einen Seite an dem Insekt und willst nicht mehr wollen, da stehst Du und schaust SO, Deine Schultern, die fürs Hängen nicht vorgesehen sind, hängen, und Dein grünes Hemd hat an der einen Schulter einen nassen Fleck und der Fleck hat einen feinen weissen Rand aus Salz. Ich habe dieselbe Frage wie Du, Kupfer &amp; Grünspan.&lt;br /&gt;
Später, nach dem Kaffee, fallen schwindlige Bienen aus dem schwülen Himmel und legen sich mir vor die Füsse und sterben, gleich neben den beiden Lavastücken, und weisst Du noch, was Du damals sagtest, flehentlich und notabweisend, vor und rück, als Du sie mir gabst? (Natürlich weisst Du.) Was ich Dir &lt;i&gt;sagen&lt;/i&gt; würde, wenn es ginge (warum fragen wir, was wir wissen), dann, dass jener Abend auf und in dem See, dass, an jenem Abend, das Boot mit dem blauen Streifen, zwölf Sommer, die Luftbläschen im Dunkelgrünen, dass ein wackliger Graureiher am Aprikosenhimmel über dem Wasser, wie ich fast erstickte vor Lachen beim Ausspucken, dass wir etwas hätten kaputtmachen sollen, ja, dass es das ist, das Nichtkaputtmachen im Einen Augenblick, was ich in meinem Leben von Allem am Meisten bereue, Kupfer &amp; Grünspan. Und das will was heissen.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=ABCNjx8wlxs:TBZqfGZH9Kg:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/ABCNjx8wlxs" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Nachtexpress</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-27T12:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5780761/">
    <title>Funktionalität ist Bockmist</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/rMc6jbsC4BA/</link>
    <description>Es gibt keinen Zweck und hat keinen.&lt;br /&gt;
Die Mittel heiligen sich selbst.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=rMc6jbsC4BA:vZaNjLkinBg:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/rMc6jbsC4BA" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Postalberatung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-23T18:27:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5776692/">
    <title>Heimweh ...</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/6ecs_LwxhC8/</link>
    <description>nach den Rinderherden, nach den Dialekten aller Landesteile, nach den Flurnamen, nach den 10'000 Namen der Quecke und der Blacke, nach dem Schrei des Bussards, nach dem Muskelkater, nach den Zuchtausweisen und Brunstkalendern, nach dem Motorgeräusch des IH International Jahrgang '69, wenn er vom ersten in den zweiten Gang springt, nach den Vier-Nummern-zu-grossen-Gummistiefeln und dem Sonnenbrand im Nacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute haben mich die Viehhändler eingeladen (&lt;i&gt;wieder&lt;/i&gt; eingeladen, obwohl ich schon so viele Einladungen ausgeschlagen habe). Sie sind der händlerischen Unruhe zum Trotz so treu, dass sie sich allesamt an mich erinnern, und so verbindlich, wie auch ich es bin, und selbst jene, die mich noch nicht kennen, strahlen diese seltene Verlässlichkeit aus, dass man sich ohne Zögern selbst an ihren Schatten anlehnen würde; es so furchtbar möchte, wenn man ehrlich ist. Der Wein war sehr gut und sehr viel! (Ausserhalb der Landwirtschaft pflegt er ja &lt;i&gt;entweder&lt;/i&gt; gut &lt;i&gt;oder&lt;/i&gt; viel zu sein, nicht wahr, und in beiden Fällen ohne "sehr".) Jetzt bin ich ganz fiebrig und zu 93% unzurechnungsfähig im Vermissen meiner alten Kraft, vergeblich, vergeblich, und erstmals seit langem fällt mir die selbstgewählte Einsamkeit schwer wie Düngersäcke für 300 Hektaren und 21 Jahre, jau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trinkspruch auf alle Landwirte und Viehhändler und den gesamten globalen Rindviehbestand.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=6ecs_LwxhC8:IermmKrZsPU:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/6ecs_LwxhC8" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Dankunsterblich</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-21T19:53:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5774792/">
    <title>Wie der Schatz aus der Kloake des Regenbogens tropft, wo man ihn nicht findet und...</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/RhS5Vzyr6K8/</link>
    <description>Man findet die Regenbogenschüsselchen beim Pflügen oder nach heftigen Regengüssen, weil &lt;cite&gt;sie aus und in den Regenbögen, und zwar an demjenigen Orte, wo sie sich auf die Erde zu stützen scheinen, gezeugt werden&lt;/cite&gt;. Paracelsus hat diese vage Erklärung wissenschaftlich präzisiert: die Schüsselchen entstehen in dem Augenblick, in dem sich Sonne und Regenbogen vermischen, und danach fallen die Münzen vom Himmel herab. Ein weiterer Beweis findet sich im Grimmschen Märchen "Sterntaler" (... es ist ein besonderes Glück, &lt;i&gt;in der Nacht&lt;/i&gt; einen Regenbogen zu beobachten!). Regenbogenschüsselchen haben, müssig, es zu sagen, magische Kräfte. Sie können Krankheiten heilen und Schmerzen lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title="" height="300" alt="regenbogensch3" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/regenbogensch3.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich wurde in neuerer Zeit rücksichtslos und dogmatisch profaniert. 1714 schrieb der Gelehrte Michael Bernhard Valentini in &lt;i&gt;"Museum Museorum, oder Vollständige Schau Bühne aller Materialien und Specereien"&lt;/i&gt;, dass es mit den Schüsselchen eine andere Bewandtnis haben müsse, weil der Regenbogen überall auf der Welt auftrete, während nur in Europa, fast ausschliesslich in Deutschland, Sterntaler gefunden würden. Ausserdem stehe der Regenbogen je nach Betrachter in verschiedenen Winkeln, deshalb müssten &lt;i&gt;überall&lt;/i&gt; solche Schätze liegen.&lt;br /&gt;
Diesen Scharlatan zu widerlegen, kostet mich ja kein müdes Synapsenzucken: erstens ist die Glaubwürdigkeit eines Wissenschaftlers, der das Wort "vollständig" in einem Werktitel verwendet, von Vornherein aufs Gröbste anzuzweifeln. Zweitens ist meines Wissens nicht bewiesen, dass überall auf der Erde Regenbögen auftreten (... in Höhlen? ... im mittlersten Punkt der Sahara? ... auf dem Meeresgrund? ... in der Innerantarktis?). Drittens wissen wir nicht, wer sonst noch Regenbogenschätze gefunden hat und wo, es ist ja besonders typisch für uns in Mitteleuropa (und eigentlich nur für uns), jeden aufgefundenen Hundsschiss den Behörden zu melden, von einem Schatz nicht zu reden. Viertens, - und das ist das schlagendste Argument, mit dem man Heerscharen von Wissenschaftlern sämtlicher Fachgebiete demontieren kann -, viertens also &lt;b&gt;ist nicht überall tatsächlich nichts, wo man bisher nichts gefunden hat oder auch später nichts finden wird. Ganz im Gegenteil.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Zusatz zu zweitens und drittens: der Mann macht ohnehin nicht den Eindruck, als wäre er weit herumgekommen, aber ich will jetzt nicht so unsachlich werden wie er selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kind dachte ich, dass der Schatz am Ende des Regenbogens früher einmal von jemandem versteckt worden war, und dass ihn der inzwischen verstorbene (unrechtmässige, romantische) Besitzer deshalb unter dem Regenbogen eingrub, damit er sein Gold später wiederfände. Zudem, aber das ist ein Detail, zerbrach ich mir den Kopf darüber, wie man herausfinden könnte, welches Ende des Regenbogens das Ende ist und nicht etwa der Anfang - dass an Regenbogenanfängen keine Taler liegen, hätte mich eigentlich darauf bringen müssen, dass diese Exkremente oder Sekrete der Regenbögen selbst sind (ich war ein einfältiges Kind ...). Die ehemaligen Schatzbesitzer wären, will man den aktuellsten Forschungen glauben, keltische Söldner gewesen, die unter anderen Kriegsherren auch Alexander dienten und mit griechischem Geld aus kleinasiatischem Gold bezahlt wurden. Daraus folgt zumindest, dass es in Kleinasien fruchtbare Regenbögen gab (die von den Griechen gemolken wurden), was den Herrn Valentini wohl fuxen mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle (wobei ich die Interpretation etwas umrüsten musste): &lt;a href="http://www.michaelwachtler.com/de/buch/goldgrube-alpen.asp"&gt;Michael Wachtler &amp; Georg Kandutsch: Goldgrube Alpen - Sammler, Sucher, Schatzgräber.&lt;/a&gt; Ein herzblütiges, querstgedachtes, üppig bebildertes Träumer-&amp; Abenteurer-Buch. Der Verlag scheint auf Lektorat und Korrektorat zu verzichten, viel Druckgefehle, viieeeel Pathos (Stufe: 12+, Art: Naturdokumentarfilm), dafür auch von sonst allem viel viel viel! Bunteste Nagelfluh, Therapie für Pedanten (die auch mir guttut).&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=RhS5Vzyr6K8:l2yKx68lLCk:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/RhS5Vzyr6K8" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Botendämmerung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-20T16:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5771028/">
    <title>Die Inquietüden der Kaiserin Sissyphüdi VII</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~3/eX37iE9HcVs/</link>
    <description>Da ist plötzlich ein gewaltiger Gletscher in meinem Kühlschrank, ich weiss nicht, wo der über Nacht hergekommen ist und ob findenswerte Leichen darin sind, und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich dagegen etwas unternehmen sollte, und wenn ja was, und ob ich es noch hinauszögern kann. Denn wenn einmal etwas entschieden ist, heisst das noch lange nicht, dass ich mich auch zu Massnahmen entschliessen kann. Ich wage es nicht, das Gefrierfach zu öffnen. Überhaupt kann ich mich immer seltener erinnern, ob etwas gestern oder heute war, vor allem dann, wenn ich dazwischen nicht geschlafen habe, die Tage verschwimmen so, und wenn es die lästige Aussenwelt nicht gäbe, wäre das sehr angenehm. So aber führt es zu Komplikationen, Konfrontationen, Konvulsionen und Kollisionen. Das Wasser hier ist so hart, dass ich in der Pfanne, in die ehemals 6 Eier passten, nur noch 2 aufs Mal kochen kann, und selbst an meinen Zähnen wachsen - im Ernst! - Stalaktiten (das sind die von unten nach oben, nämlich seltsamerweise nur in der unteren Zahnreihe). Die &lt;a href="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5441286/"&gt;ungeheurlichen Parasiten&lt;/a&gt; fliegen noch immer, endlich habe ich ihr geheimes Nest gefunden, hoffentlich das letzte: nämlich &lt;a href="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4890720/"&gt;im Barte dieser schrecklichen Narrenmaske&lt;/a&gt;. Von der ich nach längerer Betrachtung bald überzeugt bin, dass sie eine grausige Erinnerung an die Hunnen darstellt. Der Duschenschlauch knickt ab und ich kann von unten die Seife nicht wegspülen. Ständig erledige ich irgendwas und sogleich entledigt sich etwas anderes, um sich mir wie ein Findling in den Weg zu legen. Vom Putzen nicht zu reden. Vieles kriegt man nie wieder sauber, seit den Vormietern nicht, selbiges gilt für die Kleider, und vor Gästen schäme ich mich und sage ihnen, dass es nur dreckig aussieht, aber eigentlich sauber ist ( ... zumindest geputzt, ich schwöre!), was es nur peinlicher macht, denn so stosse ich sie mit der Nase darauf, aber es sieht eben dermassen dreckig aus, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es jemand übersehen könnte. Und wenn ich selbst irgendwo zu Gast bin, frage ich mich verzweifelt, wie die das machen, alles so blanz und blik, dabei haben alle viel mehr los als ich, und sogar wenn sie eine Putzfrau haben sollten, weiss ich nicht, wie eine ausgebildete Reinigungskraft solche Privatkrankenhäuser zustandebrächte. Meist wünsche ich mir ein Gewehr, wenn ich das Staubsaugerrohr anfasse; es würde weniger Mut brauchen. Es ist verschwendete &lt;i&gt;Lebens&lt;/i&gt;zeit! Ich komme gar nie zum Arbeiten vor lauter Sinnblödung. Wann habe ich mich zum letzten Mal ob der 4 Wände gefreut? Überhaupt jemals? &lt;a href="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4312099/"&gt;Es hat ursächlich mit dem "Wohnen" zu tun&lt;/a&gt;, diesem Quadratquatsch. Es ist eine gerechte Strafe. Man sollte nicht "wohnen". Ich konzentriere die Kräfte darauf, einen Ausweg aus dem "Wohnen" zu finden, sonst bringt es mich um. Ich weiss nur noch nicht wie. Erwähnte lästige Aussenwelt ( derentwegen ich die 4 Wände auch als Schutzmembran benötige) beharrt darauf, dass ich gefälligst eine feste Adresse haben &lt;i&gt;müsse&lt;/i&gt;, ohne mir aber eine Putzfirma, einen Klempner, einen Schreiner, einen Küchengehilfen und einen Kammerjäger freihaus zu stellen. Schreiendes Elend! Nur die Post kommt von selber. Das ist ein Trost, obwohl andauernd keine Post kommt, nichts jedenfalls, was den Namen "Post" verdient.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?a=eX37iE9HcVs:eYNP-i7OG4E:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/eX37iE9HcVs" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Sorgenbriefkasten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-18T18:47:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5762134/">
    <title>Penthesilea unter Betablocker</title>
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    <description>Mein Amazonenvolk (Männeranteil 30%) verehrte mich, und die feindlichen Stämme zitterten vor mir, das ja schon. Die fürchterlichsten Krieger wurden blass und liessen ihre Kindergartentaschen fallen, wenn sie nur meinen Namen hörten. Meine tapferen Heerführer brachten mir Beeren- und Bonbonopfer dar (die begehrten grünen Smarties und überhaupt sämtliche Löwenbeuteanteile immer für mich!). Aber dann, bei der Schlacht an der General-Guisan-Strasse, die Nemesis ... Soeben hatte ich meine Kartonschwert-Infanterie und die Wasserpistolen-Artillerie aufgestellt, gedeckt von Haselruten-Bogenschützen, und die Drahtpferd-Kavallerie an die Flanken beordert, als meine Sollbruchstelle (das schnell verliebte Auge) auf den Häuptling an der feindlichen Schlachtlinie fiel: und Teufel auch, es verdampfte mein Blutrausch und löste sich in süssem Sirup auf! Wenig überzeugend war wohl mein Kampfschrei, aber ich hatte schwer abverdienten Vertrauensbonus bei meinen Truppen (im Ernst, die wollten für mich sterben!), sie stürzten sich todesmutig ins Getümmel. Als ich die erste Alibi-Wunde eingefangen hatte - ein Kratzer am Arm, von dem zu befürchten war, dass er keine respektheischende Narbe hinterlassen würde - fällte ich ein paar schlecht ausgebildete gegnerische Milizionäre, die allesamt einen halben Kopf kleiner waren als mich, kämpfte mich dann in die Schusslinie des Häuptlings und fingierte eine Ohnmacht durch Blutverlust. Plan aufgegangen! Er riss mich hinter sich auf sein Drahtpferd (... man kann auf ein solches schwerlich &lt;i&gt;gezwungen&lt;/i&gt; werden, nicht wahr), galoppierte die Heerstrasse entlang bis zu seiner Festung und sperrte mich in den unterirdischen Kerker. Nachdem er mich auf den Folterstuhl gefesselt hatte, holte er mir Decken und stahl unter Einsatz seines Lebens die üppigsten Speisen aus der Küche seiner Stammesältesten. Ich gestehe: ich trug noch meinen Dolch (Pfadfindermesser mit abgebrochener Spitze) am Gürtel. Es wäre ein Leichtes gewesen, mich zu befreien und meinem Peiniger (?)  lautlos den Garaus zu machen. Ich hörte draussen meine treue Leibgarde verzweifelt nach mir suchen - ich aber gab keinen Mucks von mir. Oh, ich verriet mein Volk, das derweil die Schlacht für uns entschieden hatte! Ich blieb ihren Siegesfeiern fern in freiwilliger Gefangenschaft, nachdem ich sie feig im Stich gelassen hatte! Es fiel mir nicht einmal ein, den Häuptling zum Zweikampf zu fordern und die Liebe mit Unterwerfung oder gar mit dem Tod zu gewinnen. Stattdessen fragte ich ihn, ob er mich heiraten würde. Pffff! Um der Götter Willen!!! - Wahrscheinlich schon, sagte er, aber sind wir nicht zu jung?, nächstes Jahr reden wir wieder drüber (ich war 7, er 8 - die Hochzeit kam glücklicherweise nie mehr aufs Tapet; ein paarmal führte ich meine Amazonen zwar noch in die Schlacht, aber unsere Macht war gebrochen, lang bevor uns hinderliche Brüste wuchsen).&lt;br /&gt;
Oh, die Schmach, die Scham!! Diese widerstreitenden Kräfte: der Wunsch nach einem gemütlichen Routineabend vs. die Sehnsucht, ein abenteuerliches, gefährliches, romantisches, kopf- und sinnloses Leben zu führen. Das Herz ist willig, aber das Fleisch ist schlapp. Es ist grausam, Penthesileas Mascara- und Blumenunfähigkeit zu teilen, ohne Penthesilea bis ins Mark zu sein. Ich nenne es meine Trägödheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ach, Nereïdensohn - Sie ist mir nicht,&lt;br /&gt;
Die Kunst vergönnt, die sanftere, der Frauen!&lt;br /&gt;
Nicht bei dem Fest, wie deines Landes Töchter,&lt;br /&gt;
Wenn zu wetteifernd frohen Übungen&lt;br /&gt;
Die ganze Jugendpracht zusammenströmt,&lt;br /&gt;
Darf ich mir den Geliebten ausersehn;&lt;br /&gt;
Nicht mit dem Strauß, so oder so gestellt,&lt;br /&gt;
Und dem verschämten Blick, ihn zu mir locken;&lt;br /&gt;
Nicht in dem nachtigalldurchschmetterten&lt;br /&gt;
Granatwald, wenn der Morgen glüht, ihm sagen,&lt;br /&gt;
An seine Brust gesunken, daß er's sei.&lt;br /&gt;
Im blut'gen Feld der Schlacht muß ich ihn suchen,&lt;br /&gt;
Den Jüngling, den mein Herz sich auserkor,&lt;br /&gt;
Und ihn mit ehrnen Armen mir ergreifen,&lt;br /&gt;
Den diese weiche Brust empfangen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich von Kleist: Penthesilea - Trauerspiel, 15. Auftritt&lt;/i&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Sorgenbriefkasten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-14T18:57:00Z</dc:date>
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    <title>Bekenntnisse einer Kaminfegerin</title>
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    <description>Ich kroch unter jeder Leiter hindurch, nahm Umwege auf mich, um der schwarzen Katz stets von rechts über den Weg zu laufen, reservierte in allen billigen Hotels das Zimmer 13 und bewohnte es auch, zertrümmerte so manchen Spiegel und stiess wie unabsichtlich mit dem Ellenbogen den Salzstreuer vom Tisch, frisierte mein Hörgerät, um keinen Käuzchenschrei zu überhören, verpasste nie auch nur den mickrigsten Kometen, ruinierte mich in Zoohandlungen, um Schlangennester und Totenvögel aufzukaufen. Allein meine Episteln an den Papst mit dem Begehr, den Kalender auf einen immerwährenden 13. Freitag umzuschalten, fruchteten nicht. Ich schmolz alle Hufeisen ein, derer ich habhaft werden konnte. Ich zertrampelte jedes vierte Blatt auf Kleefeldern so gross wie Brasilien, stach Legionen von Ferkeln ab und schlug Marienkäfer tot, bis sie auf die Rote Liste gesetzt wurden. Aber ich glaube nichts geschah. Mit 57 liess ich mich zur Kaminfegerin umschulen; selbsternannte Untiefenpsychologen behaupteten, um wenigstens einen der Kaminfeger zu ersetzen, die ich erdrosselt hatte. Aber ich glaube nicht. Nichts geschah. Ausser dass alles, einfach alles, an mir kleben blieb wie Pech, so wie immer schon.&lt;div class="feedflare"&gt;
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    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Nachtexpress</dc:subject>
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    <dc:date>2009-06-05T09:56:00Z</dc:date>
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    <title>Mammut, nimm dich in Acht!</title>
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    <description>&lt;img title="" height="233" alt="holmegaard" width="400" src="http://static.twoday.net/jequetepeque/images/holmegaard.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Mittelsteinzeitlicher Bogen (Holmegaard, Dänemark), ca. 8000 bis 5000 v.u.Z.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das baue ich mir übers Wochenende an einem sumpfigen See, der eigentlich mehr für seine Edlen Pfahlbauer bekannt ist, aber dass ich ein Retro bin und mich mit Vorgestern nicht zufrieden gebe, hat sich ja längst herumgesprochen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass meine vier linken Hände ein zuverlässiges Abendessensbeschaffungswerkzeug bis zur Funktionsfähigkeit vollenden können, oder auch nur die Sehne mit flämischem Spleiss verzwirnen. Aber da will ich jetzt durch! Und wir haben fachkundige archäologische Anleitung.&lt;br /&gt;
Doch selbst wenn ich (seeehr vorübergehend ...) als Vegetarier enden müsste: das ist so oder so die erste zukunftsträchtige Unternehmung seit ungefähr vier Jahren. Ich freue mich wie der Neanderthaler, als er in der Zeitung las, dass er doch nicht ausgestorben ist.&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/NotizenAusKangerlussuaqdasPostamtDerAtlasDieSeekarten/~4/KWdK3lqQ4Gw" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Carnivorschriften</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-03T10:26:00Z</dc:date>
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