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		<title>Octoculus</title>
		<link>https://octoculus.myblog.de</link>
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			<title>"Goldene" Bulle von Rieti</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/273700172</link>
			<description>Ich habe gerade 4 Stunden damit verbracht eine Papsturkunde aus dem 13. Jahrhundert zu finden bloÃ&#159; weil mich der Text interessiert hÃ¤tte. Eine eigentlich ziemlich wichtige Urkunde (sie gibt dem Deutschen Orden eine Blanko-Rechtfertigung fÃ¼r die Eroberung PreuÃ&#159;ens, Polens, und aller LÃ¤nder die sie da gerade finden...). Und es ist nicht mal so, daÃ&#159; ich sie gebraucht hÃ¤tte. Rein aus Interesse. 
&lt;br /&gt;Frustrierenderweise finde ich auÃ&#159;er der ErwÃ¤hnung in dem Buch das ich gerade lese (und das erwÃ¤hnt nur eine halbgare QuellenÃ¼bersetzung in einer Sammlung) und einem Wikipediaartikel mit Links zu den falschen Bullen (nÃ¤mlich den goldenen Kaiserbullen aus dem 14. Jahrhundert) nur kurze Texte die sich zwar auf diese Urkunde beziehen, aber nirgendwo auch nur den ort an dem die Originalfassung zu finden wÃ¤re. Nicht einmal die Regesta Imperii haben einen Eintrag dazu und in der MGH gibt es auch keinen. Frustrierend. Frustrierend zu erleben wie die ganzen Hilfsmittel ins Leere laufen.
&lt;br /&gt;Auf der Wikipediadiskussionsseite gibt es sogar jemanden der die Existenz dieser Bulle komplett anzweifelt (Keine goldenen Papstbullen im 13. Jhdt. ...)
&lt;br /&gt;Vielleicht finde ich Ende der Woche etwas in der Bamberger Bib... vielleicht finde ich diese obskure Quellen(Ã¼bersetzungs)sammlung aus der offenbar alle abgeschrieben haben.
&lt;br /&gt;Das Buch aus dem ich den Hinweis habe sinkt indessen immer weiter in meinem Ansehen. Eigentlich dachte ich anfangs es wÃ¤re ein interessantes Ã&#156;berblickswerk. Bis ich irgendwann festgestellt habe, daÃ&#159; der Autor (der Akademischer Oberrat ist/war und sich deswegen auskennen sollte) konsequent auf die Freiherr-von-Stein-GedÃ¤chtnisausgabe  verweist und nicht auf die lateinischen Texte (die ich mir danach noch selbst raussuchen durfte...)
&lt;br /&gt;Oh mei, die Nacht ist noch jung...</description>
			<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 01:57:24 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Arbeit... sogar Ärger wenn man sie nicht macht</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/272830808</link>
			<description>So... ich war die letzte Zeit schon wieder genervt von meiner Arbeit. Ohne zu arbeiten diesmal... Nachdem ich einige Jahre lang stÃ¤ndig eingesetzt wurde wenn mal wieder Not am Mann war bin ich plÃ¶tzlich wirklich nur noch Notbesetzung. Die letzten Wochen saÃ&#159; ich hier untÃ¤tig rum, der einzige Termin den sie mir zur Arbeit angeboten haben war an einem Tag an dem ich nicht einmal annÃ¤hernd konnte.
&lt;br /&gt;Heute war dann eigentlich einer der ersten Tage wo ich wirklich Sachen ausgemacht habe. Wichtige Sachen die ich machen muÃ&#159;. 
&lt;br /&gt;Ich muÃ&#159;te mir das Auto 2 Wochen im voraus von meinem Bruder bestellen (er benutzt es gerade und wohnt nicht mehr hier...) und drei verschiedene Termine irgendwie so hinbiegen daÃ&#159; es passt. Wer weckt mich da natÃ¼rlich am morgen? 
&lt;br /&gt;Genau, die Arbeit, die ganz dringend und unglaublich nÃ¶tig jemand sucht der spontan einspringen kann.
&lt;br /&gt;Gut, ist nicht ihre schuld, ist halt der der heute Dienst hatte spontan krank geworden. Aber ich seh mich da gerade sehr mal wieder als Not-am-Mann-Team, nur daÃ&#159; mir das mittlerweile eben fast garnichts mehr bringt, wenn ich so wenig arbeiten kann dann wiegt das Gehalt fast garnichts mehr auf</description>
			<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 10:30:44 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Arbeit... sogar Ärger wenn man sie nicht macht</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/272830580</link>
			<description>So... ich war die letzte Zeit schon wieder genervt von meiner Arbeit. Ohne zu arbeiten diesmal... Nachdem ich einige Jahre lang stÃ¤ndig eingesetzt wurde wenn mal wieder Not am Mann war bin ich plÃ¶tzlich wirklich nur noch Notbesetzung. Die letzten Wochen saÃ&#159; ich hier untÃ¤tig rum, der einzige Termin den sie mir zur Arbeit angeboten haben war an einem Tag an dem ich nicht einmal annÃ¤hernd konnte.
&lt;br /&gt;Heute war dann eigentlich einer der ersten Tage wo ich wirklich Sachen ausgemacht habe. Wichtige Sachen die ich machen muÃ&#159;. 
&lt;br /&gt;Ich muÃ&#159;te mir das Auto 2 Wochen im voraus von meinem Bruder bestellen (er benutzt es gerade und wohnt nicht mehr hier...) und drei verschiedene Termine irgendwie so hinbiegen daÃ&#159; es passt. Wer weckt mich da natÃ¼rlich am morgen? 
&lt;br /&gt;Genau, die Arbeit, die ganz dringend und unglaublich nÃ¶tig jemand sucht der spontan einspringen kann.
&lt;br /&gt;Gut, ist nicht ihre schuld, ist halt der der heute Dienst hatte spontan krank geworden. Aber ich seh mich da gerade sehr mal wieder als Not-am-Mann-Team, nur daÃ&#159; mir das mittlerweile eben fast garnichts mehr bringt, wenn ich so wenig arbeiten kann dann wiegt das Gehalt fast garnichts mehr auf</description>
			<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 10:30:43 +0200</pubDate>
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			<title>Gedanken machen</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/272424968</link>
			<description>Vorhin hatte ich mal wieder meine Studienbescheinigung vor Augen. Am Anfang lieÃ&#159; es mich natÃ¼rlich schlucken. Da stand daÃ&#159; ich mich gerade im 9. Hochschulsemester befinde.
&lt;br /&gt;Zum GlÃ¼ck ging es danach etwas friedvoller zu, laut der Tabelle befinde ich mich immer noch im 6. 
&lt;br /&gt;Dank Wechsel des Studienganges und zwei Auslandssemestern.
&lt;br /&gt;Irgendwann spÃ¤ter wird mir das wohl mal angekreidet werden. 13 Semester hat er studiert! Der TrÃ¶dler! wird es heiÃ&#159;en.
&lt;br /&gt;Entweder das oder: In nur 9 Semestern hat er es durchgezogen! Der Musterstudent!
&lt;br /&gt;Wahr ist beides. Wie immer wenn man das ganze aus einer gewissen Perspektive betrachtet jedenfalls.
&lt;br /&gt;Meine Eltern jedenfalls wollen daÃ&#159; ich so schnell wie mÃ¶glich fertig werde. Und ich sollte es in weiterenfÃ¼r eineinhalb Jahren schaffen. Das habe ich ihnen auch gesagt.
&lt;br /&gt;Was ich ihnen noch nicht gesagt habe ist der andere Plan: Ich will bis nÃ¤chstes Jahr alle Scheine haben. Minus einiger eventueller Exkursionsscheine vielleicht. Und dann mit einem Stipendium nach Polen gehen fÃ¼r mein letztes Semester. Ich kann natÃ¼rlich sagen, daÃ&#159; das alles gut fÃ¼r meine Karriere ist, und daÃ&#159; es mir ja noch mehr Auslandserfahrung bringt, und daÃ&#159; ich dahin will weil ich meine Magisterarbeit Ã¼ber ein Thema schreiben will welches dieses Land und seine Geschichte betrifft. Was auch stimmt, der erste Themenentwurf war schon festgestanden bevor ich meine Freundin Ã¼berhaupt kennengelernt habe.
&lt;br /&gt;Aber natÃ¼rlich wÃ¼rde ich vor allem wegen meiner ihr dahin.
&lt;br /&gt;Leider habe ich langsam das GefÃ¼hl daÃ&#159; meine Eltern genau darÃ¼ber am wenigstens begeistert wÃ¤ren. 
&lt;br /&gt;Sie kennen meine Freundin noch nicht einmal, aber wenn ich von ihr erzÃ¤hle, was sie gerade macht, was sie studiert, wie sie ist, dann macht sich bei meinen Eltern ein bÃ¶ser Gesichtsausdruck breit.
&lt;br /&gt;Es ist nicht aÃ&#159; sie etwas dagegen hÃ¤tten daÃ&#159; sie Polin ist. Es ist die Tatsache daÃ&#159; sie studiert, und daÃ&#159; sie Sachen studiert die zu weit weg sind von alltÃ¤glichem Geschehen. Geschichte und Politik. Ich glaube meine Eltern haben Angst mich an irgendeinen ElitedÃ¼nkel zu verlieren. 
&lt;br /&gt;Es wÃ¤re kein Problem wenn ich sie kennengelernt hÃ¤tte wÃ¤hrend sie in Irland war um dort zu arbeiten. Ein MÃ¤dchen das weiÃ&#159; wie Arbeit aussieht. GroÃ&#159;artig... (Ich glaube deswegen hatten sie auch so sehr gehofft daÃ&#159; ich und meine beste Freundin zusammen kommen)
&lt;br /&gt;Aber nein, ich erzÃ¤hle daÃ&#159; sie studiert und daÃ&#159; sie gerade eine Reise durch RuÃ&#159;land macht (mit der Uni) und sie bekommen den Eindruck sie wÃ¼rde sich als etwas besseres sehen, und ihre Eltern hÃ¤tten zuviel Geld wenn sie ihrer Tochter so etwas spendieren. Meine EinwÃ¤nde  daÃ&#159; sie sich das ganze Geld fÃ¼r die Reise, und fÃ¼r einen groÃ&#159;en Teil der Lebenskosten in Irland selbst erarbeitet hat fielen natÃ¼rlich auf taube Ohren.
&lt;br /&gt;Das wÃ¼rde wohl auch zu sehr gegen die eigenen Vorurteile gehen.
&lt;br /&gt;Der Einwand daÃ&#159; im Gegensatz zu Deutschland dort fast jeder studiert, weil viel mehr am Ende der Schule den passenden AbschluÃ&#159; hat und das Studium ein gutes Mittel gegen den Wehrdienst ist... man kann sichs denken. Ich will hier weg...</description>
			<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 20:34:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Krach</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/270363848</link>
			<description>So, die Anzeichen sind da, es kracht bald wieder gewaltig zwischen meinen Eltern und mir. Das Problem: ich lebe bei ihnen, mit ihnen, auch wenn ich versuche ihnen so weit wie mÃ¶glich aus dem Weg zu gehen.
&lt;br /&gt;Etwas was sie nicht wirklich verdient haben. Am liebsten mÃ¶chte ich mehr Zeit mit ihnen verbringen. Nur weiÃ&#159; ich, daÃ&#159; wenn ich das tue es eben bald mal wieder ordentlich kracht.
&lt;br /&gt;Also bleibe ich in meinem Zimmer, lasse mich so wenig wie mÃ¶glich sehen. Ich habe kein Auto mehr daÃ&#159; ich einfach so benutzen kann, ich bin auf das Dorf beschrÃ¤nkt, Arbeit geht auch erst wieder in 2 Wochen (dafÃ¼r habe ich gehÃ¶rt daÃ&#159; sich mein Vorgesetzter beschwert hat weil ich doch tatsÃ¤chlich nicht sofort angerufen habe nachdem ich wieder zu Hause war), und ab nÃ¤chster Woche hat mein Bruder das Auto das ich jetzt noch benutzen kann.
&lt;br /&gt;Und ich gerade in Streit mit meinen Eltern Ã¼ber ganz banale Sachen. Irgendwann habe ich erwÃ¤hnt daÃ&#159; ich es bevorzugen wÃ¼rde Filme im Fernsehen ohne Synchro zu sehen. Das hat mir einen Vortrag Ã¼ber meine Ã&#156;berheblichkeit eingebracht, wie ich doch auf den kleinen Menschen die halt nicht Englisch studieren rumtrampele weil die ja nicht so gut Englisch kÃ¶nnen wie ich.
&lt;br /&gt;Vor allem meine Mutter ist schnell dabei Ã¼berall wo sie es sieht auf meine Akademiker-arroganz und meine "Ã&#156;berheblichkeit gegenÃ¼ber Unstudierten" anzuspringen. So schnell daÃ&#159; jede Diskussion Ã¼ber jedes Thema irgendwie einem Steptanz im Minenfeld gleicht. Ich kann nichts sagen was sie nicht wissen, oder auf irgendeinen ihrer Fehler hinweisen, ohne gleich wieder mit einem Angriff auf meine Arroganz bedacht zu werden.
&lt;br /&gt;Gleichzeitig sind sie schnell dabei jedes falsche Wort, jede Auslassung, jede Vereinfachung, im Mund herum zu drehen und mich stundenlang eines besseren Belehren zu wollen.
&lt;br /&gt;Vorhin kam mein Vater und hat mich gefragt warum ich nicht auf Bauingenieur studiere. Weil, sage ich, mir das garnicht liegt und ich nicht weiÃ&#159; ob ich etwas was mir garnicht liegt fÃ¼r Jahre durchhalten kÃ¶nnte. Aber die Leute sind gesucht. Sagt er. SchÃ¶n, etwas mehr als ein Jahr vor meinem AbschluÃ&#159; fÃ¤llt dir das auch auf...
&lt;br /&gt;Ich glaube wegen meiner Freundin steht mir dann auch noch ein Kampf mit ihnen bevor. Die letzten Wochen hat meine Mutter schon versucht auszutesten wie ernst es mir mit ihr ist, ob ich nicht auch andere Frauen interessant finden wÃ¼rde. Ja sicher, aber ich habe ja meine Freundin. Meine Mutter sah nicht so begeistert aus.
&lt;br /&gt;Wahrscheinlich nur noch ein paar Tage, dann kracht es wirklich.</description>
			<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 19:49:37 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Ins Messer laufen (IST: Gejammere)</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/266739560</link>
			<description>In letzter Zeit fÃ¼hle ich mich mal wieder irgendwie verarscht. Besser: Irgendwie kommt es mir vor als wÃ¼rde man mich gern zur Zeit irgendwie anlocken und dann ins Messer laufen lassen. Das ist jetzt nie so wirklich der Untergang der Welt, aber es ist Ã¤rgerlich. Wie ein dauernd juckender Fliegenstich auf meiner Seele.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fall Nummer 1: Meine Arbeit
&lt;br /&gt;Ich arbeite jetzt seit 2004, seit meinem letzten Schuljahr, als TouristenfÃ¼hrer in einem recht anstrengenden Job. Die meisten Menschen denen ich das erzÃ¤hle denken immer wieder es wÃ¤r ja so ein leichter Job, man stellt sich halt hin und erzÃ¤hlt was. Manche denken sich auch es wÃ¤r ein schwerer Job, weil da muÃ&#159; man sich ja hinstellen und anderern Leuten was erzÃ¤hlen. Meiner Erfahrung nach ist es eher ein anstrengender Job, wie alle Servicejobs bei denen man mit Menschen arbeitet. So finden das auch viele andere, dank der Arbeitsbedingungen gibt es wenige Leute die mehr als ein paar Monate dort arbeiten, die meisten suchen sich nach kurzer Zeit grÃ¼nere Gefilde.
&lt;br /&gt;So war ich angenehm Ã¼berrascht als es nach meiner RÃ¼ckkehr aus Irland hieÃ&#159;, daÃ&#159; ich jetzt, endlich, nach 4 Jahren in diesem Job, mal eine LohnerhÃ¶hung bekomme. Wie jeder andere da auch, aber zumindest bekomme ich eine...
&lt;br /&gt;Um dann nach zwei Tagen Arbeit zu erfahren daÃ&#159; ich zwar diese LohnerhÃ¶hung bekomme, jetzt aber auch meine Pausen eintragen muÃ&#159;, die mir von meinem Lohn abgezogen werden. Pausen die ich nicht einmal machen kann, weil es der rigide Zeitplan dort nicht erlaubt. 
&lt;br /&gt;Mit den Pausen bekomme ich nun also insgesamt einen gerade mal zweistelligen Centbetrag mehr als vorher. SchÃ¶n. Und mein Vorgesetzter erzÃ¤hlt mir natÃ¼rlich auch noch stolz daÃ&#159; das ja sooooo toll sei und daÃ&#159; man uns dabei ja noch was gutes tÃ¤te. 
&lt;br /&gt;Sowas sagt man mir natÃ¼rlich erst nachdem ich den neuen Vertrag unterschrieben habe. Denn im Prinzip war das ja schon immer genau so mit den Pausen. Nur daÃ&#159; man das jetzt halt genauer macht.
&lt;br /&gt;Och, nicht daÃ&#159; das so viel bedeuten wÃ¼rde, ich bin immer noch nur Hilskraft und deswegen nicht an die gebunden, aber es stÃ¶rt mich jetzt schon etwas.
&lt;br /&gt;Aber wenn die mir zuerst sagen: Joah, du bekommst ja mehr jetzt, und denken ich wÃ¤re unendlich dankbar dafÃ¼r daÃ&#159; ich effektiv am Ende das gleiche bekomme anstatt noch weniger, dann haben sie sich irgendwie geschnitten.[1]
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und dann dann Fall 2: Meine Eltern und meine neue Wohnung
&lt;br /&gt;Mein Vater versucht mich jetzt seit Wochen dafÃ¼r zu gewinnen im Wohnheim zu wohnen wenn ich wieder nach Bamberg ziehe. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Okay, ganz kurzer Reality-Check: Ich wÃ¼rde im gÃ¼nstigsten Fall in einem wunderschÃ¶nen Wohnheim in der Innenstadt wohnen, dafÃ¼r aber mit lauter feiernden Erstsemestern zusammen (denn jeder andere zieht eher aus dem Wohnheim AUS...), hÃ¤tte eine GemeinschaftskÃ¼che mit dem Rest des Stockwerks, hÃ¤tte ein Zimmer in dem grad mal genug Platz ist sich rumzudrehen, dafÃ¼r einen Knebelvertrag aus dem ich nur zweimal im Jahr raus kann, und in den ich erst im Oktober Ã¼berhaupt reinkann, was bedeutet daÃ&#159; ich bis dahin bei meinen Eltern wohnen und in der oben erwÃ¤hnten Arbeit arbeiten mÃ¼sste... klingt das nicht einfach traumhaft?
&lt;br /&gt;Habe ich erwÃ¤hnt daÃ&#159; es noch dazu nicht mal die billigste Alternative ist? Selbst im Vergleich zu WGs mit grÃ¶Ã&#159;eren Zimmern?
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Meine Eltern aber sind der festen Ã&#156;berzeugung daÃ&#159; a) ein Wohnheim billiger ist (immer!) und b) ein Student auch im Wohnheim wohnen sollte.
&lt;br /&gt;Erschwerend kommt hinzu daÃ&#159; mein Vater einen Bekannten hat der meint mir dort etwas besorgen zu kÃ¶nnen. 
&lt;br /&gt;Und hier kommt dann die Falle: Mein Vater mÃ¶chte daÃ&#159; ich die Anmeldung dafÃ¼r ausfÃ¼lle; meine Mutter meint da kÃ¶nnte man sich ja abmelden wenn man zeitig was anderes findet. 
&lt;br /&gt;Dann fÃ¼lle ich eben den Wisch aus, immerhin sagen sie ja daÃ&#159; ich das Zimmer nicht nehmen muÃ&#159;. 
&lt;br /&gt;PlÃ¶tzlich meint mein Vater: Ja wenn du den Platz im Wohnheim jetzt bekommst, dann muÃ&#159;t du den auch nehmen, mein Bekannter hat sich ja dann fÃ¼r dich eingesetzt...
&lt;br /&gt;Und wieder ins Messer gelaufen. Entweder ich verprelle meine Eltern jetzt dadurch, daÃ&#159; ich garnicht erst diese Anmeldung abgebe, oder ich verprelle sie dadurch daÃ&#159; ich den Platz (den ich ja laut ihnen fast sicher habe) dann nicht annehme weil ich was besseres gefunden habe.
&lt;br /&gt;Ich hasse es wenn meine Eltern sowas mit mir machen, noch mehr als wenn meine Arbeit soetwas macht. Bei der Arbeit kann ich kÃ¼ndigen, bei meinen Eltern nicht... 
&lt;br /&gt;Die Sache ist die, daÃ&#159; ich ihnen ja prinzipiell dankbar dafÃ¼r bin wenn sie sich wegen so etwas Gedanken fÃ¼r mich machen, nur: Warum beinhaltet dieses "Gedanken machen" bei ihnen gleich eine Verpflichtung meinerseits ihren VorschlÃ¤gen zu folgen? Vor allem wenn ich persÃ¶nlich der Meinung bin, daÃ&#159; diese VorschlÃ¤ge, gelinde gesagt, MÃ¼ll sind? 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Vielleicht sollte ich Ã¶fters einfach mal durchblicken lassen, daÃ&#159; mein derzeitiger Zustand "25-jÃ¤hriger der im Keller bei seinen Eltern wohnt" wirklich nichts ist was ich als lohnenswerte Perspektive fÃ¼r meine Zukunft sehe, sondern eher ein kleiner, zwei- bis dreiwÃ¶chiger Zwischenstopp auf dem Weg in die eigene Wohnung. Auch wenn sie irgendwie meine bisherigen Bemerkungen dazu konsequent ignorieren und der Meinung sind es wÃ¤re so etwas wie mein Lebensziel bei ihnen zu wohnen.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nebenbei: Warum ist eigentlich jeder mit dem ich bisher hier geredet habe der Meinung ich wÃ¤re froh wieder in diesem Drecksloch herumzusitzen? Irgendwie lief jedes GesprÃ¤ch Ã¼ber mein Auslandsjahr ungefÃ¤hr so ab: Und wie wars denn? Und, bis froh wieder zu hause zu sein?! Gell, zu Hause ist immer doch am schÃ¶nsten. Ist schÃ¶n wieder zu Hause zu sein, oder? Da hat man halt die Leut die man kennt! 
&lt;br /&gt;Nach dem fÃ¼nften mal bei dem das jemand bei mir gemacht hatte hÃ¤tte ich diejenige am liebsten geschlagen.
&lt;br /&gt;Macht man natÃ¼rlich nicht, da kÃ¤m' man ja auch ins Gerede...
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Obwohl, manchmal... ein Beispiel dafÃ¼r wie schlimm es hier manchmal sein kann: Ich habe vor ein paar Tagen einen Brief nach Polen geschickt. Als ich am Postschalter stand kam die VerkÃ¤uferin [2]
&lt;br /&gt; zu mir und meint "Oh, nach Polen! Das ist nicht mehr Deutschland oder?".
&lt;br /&gt;Ich denke da noch sie hÃ¤tte einen Witz gemacht, aber dann kommt:
&lt;br /&gt;"Nene, das ist nicht Deutschland, aber ist Polen in Europa?!" und dann macht sie sich schon etwas verzweifelnd Ã¼ber ihre Tabellen um nach ein paar Minuten zu bestimmen, daÃ&#159; ja! Polen ist ja sogar in der EU!
&lt;br /&gt;...
&lt;br /&gt;Ã&#132;hm...
&lt;br /&gt;...
&lt;br /&gt;Ach, ich sag lieber nichts mehr dazu.
&lt;br /&gt;Nur: Ich will hier weg...
&lt;br /&gt;Aber ich glaub das hab ich hier vorher schon mal geschrieben...
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;[1]Wir bleiben heute irgendwie bei den Messeranalogien...
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;[2] denn man hat natÃ¼rlich keine richtige Post mehr sondern nur noch einen Schalter im Ã¶rtlichen Supermarkt... "der Kunde gewinnt!" hat der Postchef die Tage verlauten lassen als er die SchlieÃ&#159;ung auch der letzten eigenen Filialen der Post verkÃ¼ndete...</description>
			<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 01:00:51 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Illusion of Normality</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/262884992</link>
			<description>How real was the last year for me really? I wonder how it will be to go back and be in some sort of my old life again (it won't really be my old life, things are bound to have happened in the meanwhile...). This whole affair will fade away, it had a touch of irreality from the beginning: people I never would talk to in the first place, united mostly in the fact that we all were different from our surroundings. Which is an interesting way of being united. Right now all this is fading away, most of the people have left the city already, only some few of us are left. We are leaving in the order we came in. Even in the house. My French roommate left today, she came here a day after me. In some time I will leave, the first one to arrive here in the house in the beginning. Strange synchronicities. They even go on when I look at other people.
&lt;br /&gt;We had a whole special society, with different rules and interactions and relations than the whole rest of people here, all of a sudden we are a handful of students holding out to keep the illusion of normality up as long as possible. Or at least that weird feeling which we assumed was normality.
&lt;br /&gt;It is kind of weird: knowing that we most likely will never see the people again we just said goodbye to. After the umptenth time of saying goodbyes the words come easier and we don't think too much about them any more. I myself think about going home soon. I have to go home to go somewhere else afterwards. Counting days.</description>
			<pubDate>Thu, 22 May 2008 05:43:54 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Freedom and Liberation</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/262631456</link>
			<description>Mein amerikanischer Mitbewohner ist vorletzte Woche gefahren. Als Abschiedsgeschenk hat er mir meine Sachen weggegessen die ich im Gefrierschrank hatte, meinen Kamm geklaut, und 10 Tassen heruntergebracht die er im zimmer hatte (der Schimmel in Tasse 11 war wohl zuviel um sie abzuspÃ¼len, deswegen hat er sie im Zimmer stehen lassen). Ich hÃ¤tte nicht gedacht, daÃ&#159; irgendjemand mal soviel Freude auslÃ¶st wenn er fÃ¤hrt. Die Party die wir am Tag nach seiner Abreise hatten war inoffziell die Freedom and Liberation Party, und die Nachricht daÃ&#159; er wirklich weg war brachte uns einige spontane BegeisterungsstÃ¼rme ein.
&lt;br /&gt;Der Unterschied zu vorher ist bemerksenswert: ein sauberes (strahlendes) Haus und eine geradezu ungaublich friedvolle AtmosphÃ¤re. Seine Anwesenheit im Haus war immer voll von Aggression und schlechter Laune. Und er saÃ&#159; immer in der  KÃ¼che und hat dort seine ganze Laune, aggressive Gelangweiltheit, in die Gegend versprÃ¼ht. PlÃ¶tzlich ist das weg, man ann in die KÃ¼che gehen ohne blÃ¶d angemacht zu werden, das Haus stinkt nicht mehr nach Fett und angekokeltem Schinken. Lebenswerter.</description>
			<pubDate>Tue, 20 May 2008 17:14:18 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>It's not easy to be the top</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/262560320</link>
			<description>Achja... das wollte ich nun schon seit Wochen bloggen aber bin nie dazu gekommen:
&lt;br /&gt;WIR SIND DIE NUMMER 1!!!!
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wer? Limerick natÃ¼rlich. Die Stadt ist nun offiziell die Stadt mit der hÃ¶chsten Mordrate in ganz Europa.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Toll, oder?</description>
			<pubDate>Tue, 20 May 2008 01:54:28 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Ende des Semesters</title>
			<link>https://octoculus.myblog.de/octoculus/art/262559636</link>
			<description>Interessant wie ich das vermisst habe obwohl ich es nur vor Ã¼ber einem halben Jahr eine Weile hatte. Mich mit einer speziellen Person zu unterhalten, sie zum lachen zu bringen, Zeit mit ihr zu verbringen. Irgendwie hatte die etwas an mir zu einem gewissen Zeitpunkt irgendwie in den falschen Hals bekommen. So war es wirklich schÃ¶n daÃ&#159; mal wieder zu haben. Ein Abendessen mit Freunden, selbstgemachte Pizza, Wein, gute Musik und lange GesprÃ¤che Ã¼ber Gott und die Welt.
&lt;br /&gt;Meiner Freundin kann ich das allerdings nicht erzÃ¤hlen; naja, jedenfalls muss ich gewisse Anwesenheiten unerwÃ¤hnt lassen,  sie hat, noch bevor wir zusammengekommen sind, von irgendjemand erzÃ¤hlt bekommen, daÃ&#159; da letztes Semester zwischen mir und einer anderen definitiv nichts gelaufen ist. 
&lt;br /&gt;Ã&#132;hhhm... doch... genau das hat sie erfahren.
&lt;br /&gt;Sie hat trotzdem diese Neigung ihr den Hals umdrehen zu wollen.
&lt;br /&gt;Ich liebe meine Freundin, besonders wenn sie mich manchmal gegen jede andere Frau verteidigen will die mich auch nur nÃ¤her ansieht.
&lt;br /&gt;Gerade eben fÃ¼hle ich mich unglaublich leer weil sie nicht da ist, und unglaublich zufrieden, weil es sie gibt. Und ich fÃ¼hle mich als ob sich all diese Sorgen des letzten Jahres langsam in Luft auflÃ¶sen wÃ¼rden. 
&lt;br /&gt;Naja, fast alle.
&lt;br /&gt;Der Umzug in zwei Wochen... 
&lt;br /&gt;Keine Wohnung in Bamberg und ein ekelhafter Job der auf mich wartet... ich durfte mir gerade anhÃ¶ren daÃ&#159; ich dort vÃ¶llig ausgenÃ¼tzt werde bei dem Stundenlohn. 
&lt;br /&gt;KunsttÃ¼ck, ja das werde ich. Ich brauche einen neuen Job, ich kann es mir nicht mehr leisten fÃ¼r ein Appel und ein Ei zu arbeiten. Und ich kann eh am Anfang nicht so lang arbeiten, ich will/muÃ&#159; ja Ende Juni nach Polen.
&lt;br /&gt;Und dann habe ich hoffentlich eine Wohnung (Basis... &lt;img src="https://blogmag.de/ap/smilies/smile.gif" border="0" align="absmiddle"&gt; ) in Bamberg und kann dort fÃ¼r etwas mehr Geld arbeiten. Selbst Burgergrillen sollte mittlerweile ein besseres VerhÃ¤ltnis zwischen Kosten und Nutzen haben als mein alter Job.</description>
			<pubDate>Tue, 20 May 2008 01:35:13 +0200</pubDate>
		</item>
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