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	<title>Offiziere.ch</title>
	
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	<description>Sicherheitspolitik - Armee - Medien</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 May 2013 05:16:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das Heldenmädchen von Lüneburg – Teil 1</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 05:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seka.smith</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Seka Smith]]></category>

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		<description><![CDATA[von Seka Smith Nach der Niederlage der “Grand Armeé” in Russland war die Hoffnung unter den Menschen in Norddeutschland groß, die französischen Besatzer loszuwerden. Nun erhebt sich auch Lüneburg! Eine Stadt etwa 50 km südöstlich von Hamburg gelegen und mit einer &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=12011">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Seka Smith</p>
<p>Nach der Niederlage der “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grande_Arm%C3%A9e">Grand Armeé</a>” in Russland war die Hoffnung unter den Menschen in Norddeutschland groß, die französischen Besatzer loszuwerden.</p>
<p>Nun erhebt sich auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg">Lüneburg</a>! Eine Stadt etwa 50 km südöstlich von Hamburg gelegen und mit einer Einwohnerschaft von ca. 10.000 Einwohnern zur damaligen Zeit. Die Soldaten und französischen Beamten werden von den Aufständischen aus der Stadt geworden.</p>
<p>Am 1. April 1813 reitet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Morand">General Joseph Morand</a> mit 2300 französischen und sächsischen Soldaten, hauptsächlich Infanterie, gegen Lüneburg.</p>
<div id="attachment_12012" class="wp-caption alignright" style="width: 303px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Dörnberg.jpg"><img class=" wp-image-12012  " alt="General Wilhelm von Dörnberg, genannt &quot;Aufstandsdörnberg&quot;" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Dörnberg.jpg" width="293" height="377" /></a><p class="wp-caption-text">General Wilhelm von Dörnberg, genannt &#8220;Aufstandsdörnberg&#8221;</p></div>
<p>Als die ersten Sonnenstrahlen die Nacht vertreiben, gehen die napoleonischen Soldaten in Linie gegen die Stadt vor. Nach kurzem Kampf bricht der Widerstand der aufständischen Lüneburger zusammen. Lüneburg ist wieder französisch. Sofort lässt Morand ein Standgericht einrichten, um die aufsässigen Bürger wieder zur Räson zu bringen. 50 gefangene Aufständische lässt er erschießen, 50 weitere ins Gefängnis werfen. Die, die das Glück haben zu entkommen, fliehen aus Angst vor der Rache der Franzosen aus der Stadt und haben nur ein Ziel: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_D%C3%B6rnberg">General Wilhelm von Dörnberg</a>. Sie wollen ihn um Hilfe bitten.</p>
<p>Einen Tag später, am 2. April, belästigen berittenen Kosaken die Franzosen und Sachsen an den Stadttoren. Immer wieder vernimmt Morand aus der Ferne Gewehrschüsse. Morand lässt Meldung machen. Die Wachen berichten, dass Kosaken die Stadt umschwärmen, aber keine ernsthaften Gefechte vonstatten gingen. Es seien die normalen Belästigungen der russischen Kavalleristen, so die Wache. Morand lässt zusätzlich den Befehl ausgeben, dass die Lüneburger von zehn Uhr an ihre Waffen,  bei Androhung der Todesstrafe, abzugeben haben.</p>
<p>Bereits eine Stunde später eilt Major Friedrich Franz von Ehrenstein, Kommandeur des sächsischen Regiments Prinz Maximilian, zu seinem Befehlshaber Morand und berichtet, dass sich starke Reitereinheiten gegen die Stadttore richten würden. Bald darauf bitten die Einheiten am Lünertor und am Altenbrücketor um Verstärkung. Erst nach längerem Zögern entschließt sich Morand selbst mit seinen Truppen zur Unterstützung abzurücken. Doch bevor er das seine Soldaten erreichen kann, sind die Wachen besiegt.</p>
<p><b>Die Preußen und Russen rücken an</b></p>
<p>General Wilhelm von Dörnberg, ein hessischer Militär in russischen Diensten, hat ein offenes Ohr für das Anliegen der Aufständischen und reitet sogleich ´gen Lüneburg. Ihn begleiten Fürst <a href="http://regiowiki.hna.de/Tschernischeff">Alexander Iwanowitsch Tschernitscheff</a> und Generalleutnant <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Benckendorff">Alexander von Benckendorff</a>.</p>
<p>Am Morgen des 2. April ist es soweit. Kosaken umschwärmen die Stadt und verwickeln die Torwachen in kleine Scharmützel. General von Dörnberg hat 250 Husaren sowie 1500 Kosaken und Baschkiren als Kavallerie unter seinem Kommando. Als die Infanterie eintrifft, formiert General von Dörnberg seine Truppen zum Angriff. Das preußische Füsilierbataillon des 2. Infanterieregiments (1. Pommersches) unter dem Befehl von Major von Borcke und ein russisches Jägerbataillon stürmen mit insgesamt 1100 Infanteristen und sechs Geschützen gegen die Stadt.</p>
<p>Die Bürger der Stadt verschließen Türen und Fenster als der erste Gefechtslärm zu hören ist.</p>
<p><b>Hin, zurück und wieder hin</b></p>
<div id="attachment_12016" class="wp-caption alignleft" style="width: 163px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/franz.jpg"><img class=" wp-image-12016        " alt="Französischer Infanterist (1812)" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/franz.jpg" width="153" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">Französischer Infanterist (1812)</p></div>
<p>General Morand nimmt seine Truppen und eilt zum bedrängten Lünertor. Doch das vorherige Zögern Morands straft ihn jetzt. Seine Torwachen sind niedergekämpft. Major von Borcke hat in einem zweistündigen Kampf die verteidigenden Sachsen bezwungen.  Nun wendet sich von Borcke gegen das Altenbrückertor, welches von den Franzosen gehalten wird und von russischen Jägern angegriffen wird. Er fällt den Franzosen in den Rücken. Längst ist in der gesamten Stadt Gefechtslärm zu hören. Verwundete und Tote säumen die Straßen Lüneburgs.</p>
<p>Nun macht sich ein weiterer Fehler Morands bemerkbar. Der Befehl, die Bürger zu entwaffnen, wurde nicht hartnäckig umgesetzt. Noch sind viele Pistolen und Gewehre in den Bürgerhäusern versteckt. Der Aufstand der Lüneburger bricht wieder los! Türen und Fenster gehen auf und ein tödlicher Kugelhagel deckt die französischen und sächsischen Soldaten an allen Ecken ein.</p>
<p>Morand muss jetzt handeln!</p>
<p>In der gesamten Stadt schwärmt russische Kavallerie aus und die Bürger nehmen die französischen und sächsischen Soldaten ins Visier. Morand muss die Stadt räumen. Auf einer Anhöhe vor der Stadt befindet sich noch ein intaktes französisches Bataillon mit zwei Geschützen. Er kämpft sich mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie-Regiment_%E2%80%9EKronprinz%E2%80%9C_(5._K%C3%B6niglich_S%C3%A4chsisches)_Nr._104">Regiment Prinz Maximilian</a> aus der Stadt und kann sich mit dem französischen Bataillon vereinen. General Morand wird verwundet, kann aber weiterhin seine Truppen befehligen. Major von Ehrenstein wird angeschossen, kämpft aber weiter.</p>
<p>Letzte Widerstandsnester der Sachsen und Franzosen kämpfen noch in der Stadt. General Morand entscheidet sich zum Rückzug in Richtung des Dorfes Reppenstedt. Er sieht keinen Aussicht mehr auf Erfolg. Nur noch 480 Soldaten und zwei Geschütze sind ihm übrig geblieben. General Morand und seine Offiziere erwarten, dass bald die russische Kavallerie auf sie einstürmen wird. Der Rückzug muss sein. Es geht in Richtung Reppenstedt.</p>
<p>Auf beiden Flanken positionieren sich französische und sächsische Infanteristen. Im Rücken ihrer Kolonne bilden sie eine Schützenlinie, damit sie sich im Falle eines Angriffs von hinten gegen Reiterattacken verteidigen können. Die Kolonne nimmt Marsch auf und der Lüneburger Gefechtslärm geht langsam unter dem Hufgetrappel der Pferde, dem Trittgeräuschen der Soldaten und der klappernden Ausrüstung zurück.</p>
<p>Doch plötzlich zerreißt ein Donner die eintretende Stille.</p>
<p>Dreckfontänen steigen zum Himmel. Schreie, Blut, Tote. Eine russische, berittene Artillerie hat sich auf der Ausfallstraße positioniert und feuert auf die Sachsen und Franzosen.</p>
<p>Der Rückzug ist versperrt. Was tun? Angreifen? Stellung halten? Zurückziehen? General Morand ist unentschlossen. Plötzlich nimmt er seinen Hut, reißt diesen in die Höhe und schreit „Vive l´Empereur!”. Seine Truppen machen kehrt und stürmen von Norden her wieder auf die Stadt zu.</p>
<div id="attachment_12017" class="wp-caption aligncenter" style="width: 606px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Lüne.jpg"><img class=" wp-image-12017 " alt="Französische und sächsische Einheiten greifen wieder Lüneburg an" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Lüne.jpg" width="596" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Französische und sächsische Einheiten greifen wieder Lüneburg an</p></div>
<p>In Lüneburg hält sich wacker ein abgeschnittenes sächsisches Bataillon. Dort will Morand hin, denn im Straßenkampf wird er mit der russischen Kavallerie besser fertig als im offenen Feld. Das ist ihm klar. Sein Sturmangriff wird so entschlossen geführt, dass die Preußen ihre Geschütze zurück nehmen müssen. Unter Kavallerieangriffen, Gewehr- und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kart%C3%A4tsche_(Munition)">Kartätschen</a>schüssen kommt Morand bis an das Stadttor heran. Hier verteidigen etwa 150 preußische Füsiliere den Eingang in die Stadt. Schuss folgt auf Schuss, aber die Franzosen und Sachsen kommen immer weiter heran, obwohl sie bis jetzt fast die Hälfte ihrer Männer eingebüßt haben.</p>
<p>Teil 2 erscheint ca. zwei Wochen später &#8230;</p>
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		<title>What Happened to the Pentagon’s Formation-Flying Satellite?</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 21:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[David Axe]]></category>
		<category><![CDATA[English only]]></category>
		<category><![CDATA[darpa]]></category>
		<category><![CDATA[F6]]></category>
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		<description><![CDATA[by DAVID AXE The U.S. military has cancelled a seven-year, $200-million effort to develop a new kind of satellite &#8212; one comprising groups of small, formation-flying craft orbiting in tight-knit formations and sharing data wirelessly. The Future, Fast, Flexible, Fractionated &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=12085">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12089" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class=" wp-image-12089 " style="border: 0px none;margin: 5px 10px" title="&lt;em&gt;Art: DARPA&lt;/em&gt;" alt="&lt;em&gt;Art: DARPA&lt;/em&gt;" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/F6_TopGraphic01_landscape-1.jpg" width="550" /><p class="wp-caption-text"><em>Art: DARPA</em></p></div>
<p>by DAVID AXE</p>
<p>The U.S. military <a href="http://www.spacenews.com/article/military-space/35375darpa-cancels-formation-flying-satellite-demo#.UZk-pspIFMe">has cancelled</a> a seven-year, $200-million effort to develop a new kind of satellite &#8212; one comprising groups of small, formation-flying craft orbiting in tight-knit formations and sharing data wirelessly.</p>
<p>The Future, Fast, Flexible, Fractionated Free-Flying Spacecraft, or F6, was overseen by the Defense Advanced Research Projects Agency, or DARPA, and featured an unusual program structure that probably contributed to its demise. <em>Offiziere.ch</em> spoke to one space-industry insider with insight into F6&#8242;s promise and problems. &#8220;It was a good idea to can F6,&#8221; the insider says.</p>
<p>F6 was meant to offer an alternative to today&#8217;s big, expensive, single-piece satellites, which can tip the scales at 10-tons mass and $1 billion or more in acquisition costs. The F6 concept envisioned several smaller, cheaper, self-contained satellites, each performing a few narrow tasks, orbiting in close formation and communicating with each other via datalink to form a sort of &#8220;aggregated&#8221; multimission spacecraft. In theory, an aggregated satellite is more resilient that a monolithic one, as it can lose some of its components and still function.</p>
<p>The concept was sound but the program management was not. Instead of paying an aerospace company to integrate the technologies being developed by small firms and university teams, DARPA decided to perform integration on its own &#8212; an unusual arrangement in the world of military acquisition.</p>
<p>A first test flight was slated for 2015, but DARPA recently ended the program after a review of programs this year. &#8220;It was a reach to use DARPA as the integrator, given the competitiveness of university programs,&#8221; the space insider explains.</p>
<p>Partially as a result of the poor management, the software needed to control the aggregated spacecraft advanced more slowly than the hardware components, in the inside adds. &#8220;Software groups in aerospace are small and often take longer than the hardware takes to assemble and test. Add to the problem that they are often picked off by the IT industry for twice the money or for a competing program, and that there are no shortcuts for bleeding edge developers of code.&#8221;</p>
<p>Bottom line, &#8220;the software is always late and full of holes.&#8221;</p>
<p>It&#8217;s possible DARPA realized early on that its integration effort would not work &#8212; and kept F6 going in the hope that some useful technologies would emerge from the program even if the main aggregated spacecraft failed. &#8220;They kept the universities busy and hoped for some technology carry-overs, hence the $200-million-plus expenditure.&#8221;</p>
<p>The good news is that some components, and even some bits of software, indeed <a href="http://www.wired.com/dangerroom/2013/05/formation-flying-satellites/">appear likely to survive</a> F6&#8242;s cancellation. So the years and hundreds of millions of dollars weren&#8217;t a <em>total</em> waste.</p>
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		<title>Buchrezension: Maritime Sicherheit</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 16:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FelixFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Felix F. Seidler]]></category>
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		<description><![CDATA[Man könnte meinen, dass die maritime Sicherheit für ein Binnenland wie die Schweiz keine Rolle spielt. Das ist falsch, wie auch die Diskussion einer schweizerischen Beteiligung an der Operation Atalanta vor einigen Jahren zeigte. Immerhin verfügt die Schweiz über sechs &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11997">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.springer.com/springer+vs/politikwissenschaft/book/978-3-531-18479-1"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/maritime_sicherheit-001.jpg" alt="" width="250" class="alignright size-full wp-image-12003" /></a><em>Man könnte meinen, dass die maritime Sicherheit für ein Binnenland wie die Schweiz keine Rolle spielt. Das ist falsch, wie auch <a href="http://www.offiziere.ch/?p=1446" target="_blank">die Diskussion einer schweizerischen Beteiligung</a> an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Atalanta" target="_blank">Operation Atalanta</a> vor einigen Jahren zeigte. Immerhin verfügt die Schweiz über <a href="http://www.swiss-ships.ch/listen-see-aktuell/fr_ship-aktuell.htm" target="_blank">sechs kommerzielle Reedereien</a>, die im Mai 2013 41 Hochseeschiffe (22 Massengutfrachter, 10 Mehrzweckfrachter, 7 Tankschiffe und 2 Containerschiffe) im EInsatz hatten und zwei weitere Schiffe bauen lassen. Zusammen macht das rund 770&#8217;000 BRZ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoraumzahl#Brutto-_und_Nettoraumzahl_.28BRZ.2C_NRZ.29" target="_blank">Bruttoraumzahl</a>). Ausserdem sind international tätige Firmen in der Schweiz von der maritimen Sicherheit abhängig. Beispielsweise stellt die <a href="http://www.typhon.ae/" target="_blank">Typhon Marine Convoy Protection</a> die maritime Sicherheit (und die Sicherheit von Hafenanlagen, was rechtlich problematisch sein könnte) von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Glencore_Xstrata" target="_blank">Glencore Xstrata</a> sicher. </p>
<p>Vor wenigen Tagen wurde der Sammelband &#8220;<a href="http://www.springer.com/springer+vs/politikwissenschaft/book/978-3-531-18479-1" target="_blank">Maritime Sicherheit</a>&#8221; von <a href="http://www.ispk.org/index.php?id=179" target="_blank">Sebastian Bruns</a>, <a href="http://www.ifsh.de/index.php/petretto.html" target="_blank">Kerstin Petretto</a> und <a href="https://www.facebook.com/david.petrovic.14?fref=ts" target="_blank">David Petrovic</a> veröffentlicht. Felix Seidler, freier Mitarbeiter am <a href="http://www.ispk.org/" target="_blank">Institut für Sicherheitspolitik</a> an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian-Albrechts-Universit%C3%A4t_zu_Kiel" target="_blank">Universität in Kiel</a> und Administrator von <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/" target="_blank">Seidlers Sicherheitspolitik</a> hat eine Rezension über diesen Sammelband <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/2013/05/maritime-sicherheit.html" target="_blank">publiziert</a>, die wir hier gerne ebenfalls einstellen. Vielen Dank Felix, dass Du uns ein weiteres Mal einen interessanten Artikel zur Verfügung stellst.</em></p>
<p><strong>Ein längst überfälliger Band</strong><br />
Auf Deutsch erschien <a href="http://www.amazon.com/Seemacht-Aussenpolitik-Rustungsbeschrankung-Sicherheit-Edition/dp/3787512144" target="_blank">der letzte politikwissenschaftliche Sammelband über maritime Sicherheit 1974</a>. Kein Witz. Das gute Stück ist also stolze 39 Jahre alt. Dessen Herausgeber waren <a href="http://www.politik-soziologie.uni-bonn.de/institut/lehrkoerper/prof.-em.-dr.-hans-peter-schwarz" target="_blank">Hans-Peter Schwarz</a>, emeritiert an der Uni Bonn 1999, und <a href="http://whoswho.coleurope.eu/w/Dieter.Mahncke" target="_blank">Dieter Mahncke</a>, pensioniert vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_der_Verteidigung" target="_blank">Bundesministerium der Verteidigung</a> 1996. Bis auf <a href="http://www.amazon.de/Seemacht-Eine-Seekriegsgeschichte-Antike-Gegenwart/dp/3881990828" target="_blank">einen geschichtswissenschaftlichen Band aus dem Jahr 1986</a> war es das dann auch mit wissenschaftlichen Bänden in der deutschen Sicherheitslandschaft. Ein neuer Band, ja neue Bände sind daher geradezu überfällig.</p>
<p>Sebastian Bruns, Kerstin Petretto und David Petrovic haben diese Lücke mit &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; jetzt endlich geschlossen. Natürlich soll nicht unterschlagen werden, dass es in Deutschland immer wieder maritime Einzelbeiträge in Fachzeitschriften, Sammelbänden oder Studien gab; aber eben auch nicht mehr. Und vor allem fand sich kein umfassendes, auf Grundsatzfragen eingehendes Werk. In ein ähnliches Horn stießen <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/sicherheitspolitik-kein-land-in-sicht-12133854.html" target="_blank">neulich in der Frankfurter Allgemeinen</a> u.a. <a href="http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/NYxNC8IwEET_0aZF_MCbIoIiFU_a3tJmqYvNJmw2evHHmx6cgQfDgzGdKWX7ptEqBbaTeZh2oG3_AW8FMvYomRM4QodZE0SUFHgiIE4RX4owPCVwMPf5yZUZGHWmIisVjmI1CMQgOs0mixQD5Exb1Yd9ta7-qb-rW3c5N4vl5tQcryZ6v_sBW3zU5g!!/" target="_blank">Vizeadmiral. a.D. Lutz Feldt</a> und <a href="http://www.unibw.de/internationalepolitik/professur/Masala" target="_blank">Prof. Carlo Masala</a>: Die Bundesrepublik sei &#8220;zu einer maritimen Macht geworden&#8221;, aber dem werde &#8220;bisher nicht genügend Rechnung getragen&#8221;. Eine Erklärung für das mangelnde politikwissenschaftliche Interesse an maritimen Fragen findet sich im Zustand der Strategischen Studien in Deutschland, <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/2012/06/leseempfehlung-download-strategische.html" target="_blank">die hierzulande eine &#8220;marginale Angelegenheit&#8221; sind</a>. Von ersten Skizzen bis Verschrottung <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11820" target="_blank">dauert ein Flugzeugträgerprojekt 50, 60, 70 Jahre oder mehr</a>. Damit beschäftigen sich <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/2012/05/deutschland-die-atacamawuste.html" target="_blank">zwischen Flensburg und Füssen</a> aber nur wenige.</p>
<p><div id="attachment_12009" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/lutz_feldt-001-e1368961777752.jpg"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/lutz_feldt-001-e1368961777752.jpg" alt="Von links nach rechts: Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker, Vizeadmiral Lutz Feldt und Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting, am Mittwoch, 12. April 2006, beim Kommandowechsel im Marinestuetzpunkt Wilhelmshaven. Als Feldt Ende April 2006 in die Pension ging, übernahm Noltingdie Funktion als Inspekteur der Marine und Strickler folgte dem Befehlshaber der Flotte Nolting." width="350" height="252" class="size-full wp-image-12009" /></a><p class="wp-caption-text">Von links nach rechts: Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker, Vizeadmiral Lutz Feldt und Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting, am Mittwoch, 12. April 2006, beim Kommandowechsel im Marinestuetzpunkt Wilhelmshaven. Als Feldt Ende April 2006 in die Pension ging, übernahm Noltingdie Funktion als Inspekteur der Marine und Strickler folgte dem Befehlshaber der Flotte Nolting.</p></div><strong>Seeblindheit heilen</strong><br />
Nach seiner Kritik in der Frankfurter Allgemeinen hilft Lutz Feldt auch in &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; mit, die deutsche Blindheit in maritimen Fragen etwas zu heilen. Sein Beitrag liefert wichtiges Basiswissen, das dem Leser ohne maritime Vorbelastung einen sanften Einstieg in die Thematik ermöglicht. Wer bisher seeblind war und sich selbst kurieren möchte, findet hier eine wirkungsvolle Therapie auf (leider) nur fünf Seiten. Wichtig für die deutsche Debatte ist Feldts Bestandsaufnahme: &#8220;&#8230;das Indisch-Pazifische Jahrhundert zeigt Konturen&#8221; (S. 20). Den Begriff Indisch-Pazifisch lese ich so in der deutschen Debatte zum ersten Mal. Das ist umso erfreulicher, <a href="http://www.ispk.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/Kieler%20Analysen%20zur%20Sicherheitspolitik/KAzS33_Jan2013_Seidler.pdf" target="_blank">nachdem ich regelmäßig die Abstinenz des Begriffs Indo-Pazifik beklagt habe</a>. Ob nun indisch- oder indo-pazifisch ist Haarspalterei. Entscheidend ist, dass zu Beginn von &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; gleich die richtige Perspektive Einzug hält.   </p>
<p><strong>Was ist Sicherheit (nicht)?</strong><br />
Natürlich kommt &#8220;Maritime Sicherheit&#8221;  nach 39 Jahren wissenschaftlicher Lücke nicht ohne Theorieteil aus. Überraschen dürfte aber, dass am Beginn des Aufsatz nicht etwa ein knallharter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neorealismus_%28Internationale_Beziehungen%29" target="_blank">(Neo-)Realist</a>, sondern ein Vertreter der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Critical_Security_Studies" target="_blank">Critical Security Studies</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus_%28Internationale_Beziehungen%29" target="_blank">Konstruktivismus</a>) zu Wort kommt. Der Autor <a href="http://www.cardiff.ac.uk/europ/contactsandpeople/profiles/buegerc.html" target="_blank">Christian Bueger</a> erklärt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Securitization_%28international_relations%29" target="_blank">Versicherheitlichungstheorie</a> und sicherheitspolitischen Praxistheorie im maritimen Kontext (der zweite Entwurf des Buchbeitrags Buegers kann <a href="http://www.academia.edu/1831122/Theorien_der_maritimen_Sicherheit_Versicherheitlichungstheorie_und_sicherheitspolitische_Praxeographie" target="_blank">hier gelesen werden</a>). Dabei wirft er seinem Ansatz folgend die berechtigte Frage auf, ob Bedrohungen nicht oftmals mehr herbeigeredet werden, als dass sie tatsächlich existieren (S. 26). Muss man jedes maritime Risiko wirklich versicherheitlichen? Wohl kaum. Egal ob an Land oder auf See, interpretiert man alles in der Sicherheitsbegriff hinein, bedeutet das Wort am Ende alles und nichts. Letztlich tut es gut &#8211; und das leistet &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; auch -, sich einmal auf das klassisch Sicherheitliche, also eher Militärische zu konzentrieren. Denn dort klafft in Deutschland das größte Forschungsloch. Bei oft versicherheitlichten Modethemen wie Umwelt- oder Gesellschaftsfragen finden sich an anderen Stellen ausreichend Interessierte. Das Konzept der maritimen Sicherheit wird außerhalb Deutschland schon seit den 1980er verwendet, so Bueger (S. 30). Sprich, in Deutschland wurde dieses Thema über mehr als Jahrzehnte hinweg nicht beachtet, obwohl auch die deutsche Marine nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Marine#Eins.C3.A4tze_der_Marine_seit_1990" target="_blank">Ende des Kalten Krieges zunehmend expeditionär operierte</a>. </p>
<p><strong>Geostrategie? Na endlich!</strong><br />
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Geopolitik und Geostrategie bewegt sich in Deutschland auf ähnlich niedrigem Level wie die mit maritimer Sicherheit. In der öffentlichen Debatte werden Geopolitik und Geostrategie gerne wie Synonyme behandelt und wahrlos verwendet, wenn es gilt, irgendwie die großen Vorgänge in der internationalen Politik zu beschreiben. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_A._Stahel" target="_blank">Albert A. Stahel</a>, <a href="http://www.strategische-studien.com/index.php?id=33&#038;tx_bzdstaffdirectory_pi1[showUid]=9&#038;tx_bzdstaffdirectory_pi1[backPid]=31&#038;cHash=c4672a450d5ff5d12bb1add6d8e7cdbc" target="_blank">Professor für Strategische Studien an der Uni Zürich</a>, räumt hier auf, in dem er eine klare Abgrenzung von Geopolitik und Geostrategie vornimmt. Im &#8220;angelsächsischen Denken&#8221;, so Stahel, &#8220;stellt Geopolitik eine Symbiose zwischen Geografie und politischem Denken dar&#8221; (S. 38). Maritime Geopolitik befasst sich folglich damit, einen seitens der Politik definierten Zustand in einem bestimmten Raum herzustellen oder zu verhindern. Etwa Stabilität im Mittelmeerraum oder Schutz vor dem Iran im Persischen Golf. </p>
<p><div id="attachment_12014" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://www.xecutives.net/home/482"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Albert_Stahel-001-e1368963919884.jpg" alt="Prof. Dr. Albert Alexander Stahel (links) am 1. Juli 2011 in Kabul." width="350" height="243" class="size-full wp-image-12014" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Albert Alexander Stahel (links) am 1. Juli 2011 in Kabul.</p></div>Geostrategie ist ein untergeordneter Teil der Geopolitik. <a href="http://csis.org/expert/zbigniew-brzezinski" target="_blank">Zbigniew Brzezinski</a> definiert Geostrategie als &#8220;the strategic management of geopolitical interests&#8221; (<a href="http://www.amazon.com/Grand-Chessboard-American-Geostrategic-Imperatives/dp/0465027261" target="_blank">Brzezinski 1997: 32</a>). Eine Geostrategie legt demnach fest, wie Geopolitik umgesetzt sowie auf welchem Weg und womit die definierten Ziele erreicht werden sollen. Stahel geht in eine ähnliche Richtung wie Brzezinski, bleibt dabei aber zu kriegsfixiert. Zwar nennt der schweizer Autor wichtige Faktoren wie Wirtschaft, Demografie, Verkehrswege und Rohstoffe, kommt aber zu dem Ergebnis, Geostrategie führe &#8220;im Endergebnis zum Einsatz von Streitkräften und damit zum Krieg&#8221; (S. 39). Dieses Denken ist erscheint jedoch sehr nah am Kalten Krieg und ignoriert, dass Faktoren wie die Finanzmärkte, Währungen und Devisenreserven, Technologie und <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/2012/03/cyber-geopolitik-strategische-ziele-und.html" target="_blank">Cyber</a>, der Weltraum sowie die rein physische Präsenz von Streitkräften heute wesentlich entscheidender für das Management geopolitischer Interessen sind, als die Anwendung militärischer Gewalt. China muss keinen Krieg gegen Europa führen, um seine Geostrategie durchzusetzen. Es würde die Drohung ausreichen, keine europäischen Bonds mehr zu kaufen oder die Devisenreserven in Euro aufzugeben.</p>
<p>Nichtsdestotrotz bleibt der Artikel auch aufgrund der theoretischen Auseinandersetzung mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Antoine-Henri_Jomini" target="_blank">Antoine-Henry Jomini</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alfred_Mahan" target="_blank">Alfred T. Mahan</a> sehr lesenswert. Dass so ein Artikel von einem schweizer Wissenschaftler kommt, sagt viel über den Zustand in Deutschland aus. Warum gibt es in der neutralen Schweiz eine eigene Professur für Strategische Studien, aber in Deutschland nicht? Weder Deutschland noch Europa als solches haben eine Geostrategie. Eine neue Europäische Sicherheitsstrategie sollte auch formulieren, wie die Europäer ihre geopolitischen Interessen managen wollen.</p>
<p><strong>Recht und Wirtschaft</strong><br />
Die Grundlagen des Seerechts werden in &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; von <a href="http://law-school.academia.edu/TimRen%C3%A9Salomon" target="_blank">Tim Rene Salomon</a> erläutert. Es lohnt der Kauf, denn Salomon erklärt den Rechtsrahmen eines Raums, der heute niemanden interessiert, uns aber in den nächsten Jahren noch einholen wird: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefsee" target="_blank">die Tiefsee</a>. Laut Salomon hat heute &#8220;kein Staat das Recht, sich den Meeresboden oder seine Ressourcen anzueignen oder souveräne Rechte an ihnen auszuüben&#8221; (S. 58). Inwieweit diese Rechtslage die kommenden Verteiligungskämpfe überlebt oder durch Neuinterpretation oder simplen Vertragsbruch in den Archiven verschwindet, wird man sehen. Was es in der Tiefsee alles zu holen gibt, verraten uns <a href="http://www.kcl.ac.uk/sspp/departments/politicaleconomy/people/academic/dolata.aspx" target="_blank">Petra Dolata</a> und <a href="http://www.swp-berlin.org/en/scientist-detail/profile/stormy_annika_mildner.html" target="_blank">Stormy-Annika Mildner</a>: Erdöl, Erdgas, Mangan, Kupfer, Nickel, Kobalt, Molybdän, Lithium und Neodym (Liste unvollständig; S. 130ff.). Also findet sich dort im Grunde alles, wovon unsere Gesellschaften heute abhängig sind. Dolata und Mildner halten Kassandrarufe in Sachen Tiefsee für unangebracht. Nun ja. Eine Welt, <a href="http://www.worldometers.info/world-population/" target="_blank">deren Bevölkerung auf 9 Mrd. Menschen anwachsen wird</a> und deren Wohlstand steigt, braucht noch mehr Rohstoffe als heute. Der Run auf die Tiefsee ist daher nur noch eine Frage der Zeit.</p>
<p>Die Verteilungskämpfe führen uns zum direkt zum Beitrag von <a href="http://www.diw.de/de/diw_01.c.100377.de/ueber_uns/menschen_am_diw_berlin/stipendiat/innen_und_doktorand/innen/stipendiat/innen_und_doktorand/innen.html?id=diw_01.c.363238.de&#038;sprache=de" target="_blank">Max Gössler</a>. Er erklärt uns die &#8220;wirtschaftliche Dimension des maritimen Raums&#8221; (S. 69): ohne Seefahrt keine Wirtschaft. Wie abhängig die Weltwirtschaft vom Maritimen tatsächlich ist, stellt Gössler auf 13 Seiten sehr übersichtlich dar.</p>
<p><div id="attachment_12054" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/maritime_sicherheit-002-e1368971006175.jpg"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/maritime_sicherheit-002-e1368971006175.jpg" alt="Turkish Navy SAT Commando on the deck of a first aid ship during the escorting mission at Gulf of Aden." width="350" height="263" class="size-full wp-image-12054" /></a><p class="wp-caption-text">Turkish Navy SAT Commando on the deck of a first aid ship during the escorting mission at Gulf of Aden.</p></div><strong>Maritime Sicherheitsprobleme und Herausforderungen</strong><br />
Das Konzept der &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Human_security" target="_blank">Human Security</a>&#8221; aufgreifend schildert <a href="http://www.ips.uni-kiel.de/de/personen/wimi/kronfeld-goharani" target="_blank">Ulrike Kronfeld-Gohrani</a> die Unterschiede zwischen mariner und maritimer Sicherheit. Der einführend gehaltene Beitrag schildert verschiedenste Sicherheitsinitiative auf See und greift dabei aktuelle Probleme wie Organisierte Kriminalität, den Klimawandel und Ressourcenknappheit auf. Ihr für den maritimen Kenner nicht neues Fazit ist, &#8220;dass die menschliche Sicherheit im pazifischen, südostasiatischen und arktischen Raum durch Naturkatastrophen und den Klimawandel besonders bedroht ist&#8221; (S. 95).</p>
<p>Seit mehr als einem Jahr gab es vor Somalia <a href="http://augengeradeaus.net/2013/05/seit-einem-jahr-kein-erfolgreicher-piratenangriff-vor-somalia/" target="_blank">keinen erfolgreichen Piratenangriff</a> mehr. Die Straße von Malakka ist ruhig. Der Herausgeber von &#8220;Maritime Sicherheit&#8221;, David Petrovic, &#8220;gibt einen Überblick über die globale Dimension der Piraterie&#8221; (S. 99) an den Beispielen Somalia, Südostasien und Golf von Guinea. <a href="http://www.dw.de/emerging-threat-piracy-in-the-gulf-of-guinea/a-16583626" target="_blank">Gerade letzterer wird eventuell für uns noch zum Problemfall</a>.</p>
<p>Weniger ein Problem ist dagegen maritimer Terrorismus. Von 1996 bis 2011 sind nur zwei Prozent aller relevanten Vorfälle dem dieser Art des Terrorismus zuzuordnen (<a href="http://www.isn.ethz.ch/isn/Digital-Library/Publications/Detail/?id=134578" target="_blank">siehe hier: S. 6</a>). Entsprechend ist der Beitrag <a href="https://risweb.st-andrews.ac.uk/portal/en/persons/f-peter-lehr%2829c424ca-a52a-4056-97c8-34f7bcf508f0%29.html" target="_blank">Peter Lehrs</a> über maritimen Terrorismus glücklicherweise keine &#8220;erschöpfende Auflistung aller seeterroristische(n) Vorfälle&#8221; (S. 115). Lehr weist völlig zu Recht auf die krasse Diskrepanz zwischen den an die Wand gemalten Horrorszenarien und den tatsächlichen Vorfällen im Bereich des maritimen Terrorismus hin. Von den &#8220;imaginierten Albtraumszenarien&#8221; wie das der <a href="http://www.ims-magazin.de/?id=1255276800,1,gastautor" target="_blank">schwimmenden Bombe</a> ist bis heute keines eingetreten (S. 118). In Anlehnung an Christians Buegers Bemerkungen zur Versicherheitlichung bietet Lehrs Aufsatz eine Menge Gedankenfutter, um darüber nachzudenken, inwieweit Terrorismus tatsächlich ein maritimes Problem ist oder mehr als herbeigeredet wird. </p>
<p><strong>Europa: Der Abstieg der großen Drei</strong><br />
Wie die großen Drei in Europa Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihre Verteidigungsetats nebeneinander her kürzen, kann man <a href="http://www.rand.org/pubs/research_reports/RR222.html" target="_blank">bei RAND nachlesen</a>. Zumindest <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Franco-British_Defence_and_Security_Cooperation_Treaty_and_Downing_Street_Declaration" target="_blank">zwischen Paris und London existiert dazu ein gewisses Maß an Koordination</a>. Zwischen Berlin und Paris oder London nicht. Kerstin Petrettos Beitrag veranlasst zur Fortsetzung der bis hierhin schon reichlich betriebenen Deutschland-Schelte. Der meiner Meinung nach einfachste Weg dafür, dass in Deutschland eine maritime Debatte entsteht, wäre entweder eine Umweltkatastrophe in der Nordsee oder die Forderung nach einer Frauenquote unter Schiffskapitänen. Herausgeberin Petretto geht noch einmal auf die Lage der Wissenschaft ein. In den deutschen Geistes- und Sozialwissenschaften sei &#8220;ein Gros der auf (&#8230;) vorliegenden Analysen zum maritimen Raum auf militärhistorische Abhandlungen oder aktuelle (&#8230;) Debatten zur Deutschen Marine, sowie auf Beiträge (&#8230;) aus Wirtschaft, Politik&#8221; und Militär beschränkt (S. 147f.). Danach liefert Petretto mit ihren Ausführungen zu Wirtschaft und Handel gute Gründe, warum man sich hierzulande mehr mit dem Maritimen beschäftigen sollte. Schließlich schildert Sie die den Aufbau der politisch-maritimen Bürokratie, wobei leider &#8220;kein Bundesministerium die (&#8230;) Federführung über den maritimen Raum und dessen Sicherheit inne hat&#8221; (S. 154). Etwas Hoffnung macht aber Petrettos Fazit, ein &#8220;Wandel der Wahrnehmung&#8221; und &#8220;ein Umdenken&#8221; hätten bereits begonnen (S. 160).</p>
<div id="attachment_12057" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/clipper_trudy_launching-001-e1368973838757.jpg"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/clipper_trudy_launching-001-e1368973838757.jpg" alt="CLIPPER TRUDY (SAN FU 18002) hergestellt durch die Taizhou Sanfu Ship Engineering Co. Ltd. für die Schweizer Reederei Enzian Ship Management AG kurz nach dem Stapellauf am Morgen des 16.03.2013." width="640" height="223" class="size-full wp-image-12057" /></a><p class="wp-caption-text">CLIPPER TRUDY (SAN FU 18002) hergestellt durch die Taizhou Sanfu Ship Engineering Co. Ltd. für die Schweizer Reederei Enzian Ship Management AG kurz nach dem Stapellauf am Morgen des 16.03.2013.</p></div>
<p><a href="http://www.kcl.ac.uk/sspp/departments/dsd/people/dsd-a-to-z/till.aspx" target="_blank">Geoffrey Till</a> ist eine der größten maritimen Sicherheitskoryphäen; wenn nicht sogar die größte. Ihn für &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; zu gewinnen war sicher nicht leicht und verdient daher besonderes Lob. Gemeinsam mit <a href="http://www.kcl.ac.uk/aboutkings/worldwide/initiatives/global/brazilinstitute/people/affiliates/mrobson.aspx" target="_blank">Martin Robson </a>erläutert Till die Zusammenarbeit der britischen Luft- und Seestreitkräfte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Milit%C3%A4reinsatz_in_Libyen_2011" target="_blank">in Libyen 2011</a>. Dort habe man die &#8220;Vorzüge eines maritimen Ansatzes deutlich erkannt&#8221; (S. 190). Insbesondere der vorher nicht erprobte Einsatz von Kampfhubschraubern von Helikopterträgern aus habe sich bewährt. Allerdings machen Till und Robson auch die krassen Defizite Großbritanniens und der NATO in Operationstempo, Aufklärung und Versorgung deutlich (S. 192f.). Im Kern wird der britische Libyen-Einsatz als &#8220;erfolgreicher Einsatz von Expeditionsstreitkräften&#8221; beurteilt (S. 194). Trotz abschließenden strategischen Anmerkungen vermisst man in dem Beitrag allerdings eine größere Einordnung, wie Großbritannien in Zukunft durch seine Marine seine geopolitischen Interessen &#8220;managen&#8221; könnte. Trotz der <a href="http://www.bbc.co.uk/news/business-22484394" target="_blank">schlechten Wirtschaftslage</a> und der <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/grossbritannien-die-neuen-schaukaempfe-der-tories-um-europa/8204450.html" target="_blank">schlechten Stimmung im Land</a> hegt das Vereinigte Königreich nach wie vor <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/unitedarabemirates/10024002/Britain-may-reverse-East-of-Suez-policy-with-return-to-military-bases-in-Gulf.html" target="_blank">große globale Ambitionen</a>. Ob London Anspruch mit Wirklichkeit in Einklang bringen kann, ist die entscheidende Frage.</p>
<p>Gleiches gilt für Frankreich, das trotz Rezession <a href="http://www.defense.gouv.fr/actualites/articles/livre-blanc-2013" target="_blank">in seinem neuen Weißbuch</a> ebenfalls <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/paris-will-lange-arme-zur-verteidigung-1.18073318" target="_blank">seine globalen Ambitionen</a> bekräftigt hat. <a href="http://www.ispk.org/index.php?id=shansen" target="_blank">ISPK-Geschäftsführer Stefan Hansen</a> macht eine Bestandsaufnahme der französischen Marine, die neben den USA als einzige <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/French_overseas_departments_and_territories" target="_blank">in allen drei Ozeanen dauerhaft präsent ist</a>. Entsprechend ordnet Hansen Frankreich als &#8220;besondere Mittelmacht&#8221; ein (S. 197), die auf starke Seestreitkräfte angewiesen ist, um in drei Ozeanen ihren &#8220;Zielen der Machtprojektion, internationalen Einflussnahme und Interventionsfähigkeit sowie der nuklearen Abschreckung gerecht zu werden&#8221; (S. 197). Der Indische Ozean, der Persische Golf und Asien werden dabei den <a href="http://www.ispk.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/Kieler%20Analysen%20zur%20Sicherheitspolitik/KAzS33_Jan2013_Seidler.pdf" target="_blank">geopolitisch-maritimen Verschiebungen</a> Rechnung tragend für Frankreich immer wichtiger. Mit dem einzigen nukleargetriebenen Flugzeugträger außerhalb der USA (<a href="http://www.offiziere.ch/?p=11366" target="_blank">noch???</a>) und mit atomgetriebenes Jagd-U-Boot (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atomgetriebenes_Jagd-U-Boot" target="_blank">Ship Submersible Nuclear, SSN oder Sous-marin nucléaire d’attaque, SNA</a>) verfügt Frankreich theoretisch über globale Reichweite. Allerdings weißt Stefan Hansen zu Recht auf die mangelnde Einsatzfähigkeit der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/French_aircraft_carrier_Charles_de_Gaulle_%28R91%29" target="_blank">Charles de Gaulle</a> hin (S. 203). Die Pläne für einen zweiten Träger <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/defence-and-security-blog/2013/apr/30/defence-budget-trident" target="_blank">haben sich mit Blick auf Staatshaushalt und Rezession erledigt</a>. Wie für England gilt auch für Frankreich, dass es Anspruch und Wirklichkeit in Einklang bringen muss. Vermutlich werden beide Staaten aus Mangel an Geduld gegenüber Brüssel und purem Pragmatismus ihre Kooperation fortsetzen.</p>
<blockquote><p>The [French] naval forces will rely on the FOST (strategic oceanic force), with its four nuclear-powered, ballistic missile-carrying submarines (SSBN), high-level combat capabilities for high-intensity operations and major crisis management missions, with an aircraft carrier, six nuclear-powered attack submarines, three combined support and command vessels (BPC) and 15 frontline frigates, including air defence frigates, multi-mission frigates and less powerful combat units, notably Lafayette-type frigates with sonar capabilities. They will be supplemented by lighter units capable of controlling maritime spaces: 15 patrol boats, six surveillance frigates and support vessels. They will also include naval patrol aircraft and a mine-laying capability to protect our approaches and for deployment in external operations. &#8212; &#8220;<a href="http://www.defense.gouv.fr/actualites/articles/livre-blanc-2013" target="_blank">The main thrust of the 2013 White Paper: Twelve key points and new orientations</a>&#8220;, Ministère de la défense, 2013, S. 6.</p></blockquote>
<p><strong>Kommt Russland zurück?</strong><br />
Russland ist in den letzten Jahren immer Meer auf die Weltmeere zurückgekehrt: Ins Mittelmeer, in den Indischen Ozean und in die Arktis. <a href="http://www.giga-hamburg.de/index.php?folder=staff/burilkov&#038;file=burilkov.html" target="_blank">Alexandr Burilkov</a> und <a href="https://dgap.org/de/ip-archiv/autoren/379" target="_blank">Julian Voje</a> blicken auf die zukünftige maritime Strategie Moskaus und Identifizieren einen &#8220;Trend hin zu einer vermehrten politischen und rüstungswirtschaftlichen Unterstützung der Marine&#8221; (S. 213). Dass Russland die &#8220;Nähe der NATO&#8221; immer noch als Bedrohung wahrnimmt (S. 214), wirkt 23 Jahre nach Ende des Kalten Krieges irgendwie absurd. Konsequent ist aber, wie Burilkov und Voje ausführen, das russische Ziel nach &#8220;Wiederherstellung der russischen Seemacht&#8221; und einem deutlichen Ausbau der Flotte bis 2030 (S. 217). Ob das realistisch ist, sei mal dahingestellt. Im Fazit dieses Aufsatzes heißt es, Moskaus &#8220;Strategie der Seeherrschaft setzt auf die Macht des Stärkeren&#8221; (S. 222). In seiner Keynote bei <a href="http://www.globsec.org/globsec2013/" target="_blank">GLOBSEC</a> meinte Zbigniew Brzezinski, Russland werde in den nächsten Jahrzehnten aufgrund von Demografie und Wirtschaft zum Satellitenstaat Chinas, wenn es sich nicht dem Westen anschließe. Das französisch-britische Syndrom von Anspruch und Wirklichkeit gilt also auch in Russland.</p>
<p><div id="attachment_12067" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://de.ria.ru/security_and_military/20130515/266122028.html"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/maritime_sicherheit-003-e1368977768471.jpg" alt="Neues russisches Mittelmeer-Geschwader zur Piratenbekämpfung, welches auch im Rahmen der NATO-Operation &quot;Active Endeavour&quot; eingesetzt werden könnten." width="350" height="198" class="size-full wp-image-12067" /></a><p class="wp-caption-text">Neues russisches Mittelmeer-Geschwader zur Piratenbekämpfung, welches auch im Rahmen der NATO-Operation &#8220;Active Endeavour&#8221; eingesetzt werden könnten.</p></div><strong>Uncle Sam sorgt für Ordnung</strong><br />
Die USA sind und bleiben auf den Weltmeeren die unangefochtene Nummer eins. Wenngleich im Pazifik mit weniger Handlungsfreiheit als früher. Struktur, Flotte, Strategie und geografisch-operativer Fokus der US Navy werden in &#8220;Maritime Sicherheit&#8221; von Sebastian Bruns analysiert. Durch die diversen Bündnisse und US-Stützpunkte weltweit sowie die Einsatz- und Kampferfahrung der Marine wird sich, so Bruns, am &#8220;den meisten Nationen deutlich überlegenen Zustand&#8221; auch nur wenig ändern (S. 175). Das bruns&#8217;sche Fazit, maritime Sicherheit werde für die USA durch ihre &#8220;strategische Neuorientierung an Bedeutung gewinnen&#8221; (S. 180), wird bereits <a href="http://www.ispk.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/Kieler%20Analysen%20zur%20Sicherheitspolitik/KAzS33_Jan2013_Seidler.pdf" target="_blank">durch die indo-pazifischen Realitäten</a> bestätigt. In den kommenden Jahrzehnten stehen allerdings in Amerika <a href="https://docs.google.com/file/d/1cASY3YPtDENjAepT2L5PthVL8si4vwxjkx364mEr81VefwLLDzUnzbHfLroI/edit" target="_blank">eine Reihe von Großprojekten</a> an: Weitere Flugzeugträger, neue SSBN und SSN, amphibische Angriffsschife und Flugzeuge wie die F-35B/C, um nur einige zu nennen. Inwieweit sich diese Milliardengräber mit dem Staatshaushalt vertragen, wird man sehen. Ironie des Schicksals, dass die Einnahmen aus <a href="http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/energy/10055785/US-shale-energy-creates-global-oil-supply-shock.html" target="_blank">heimischem Shale Öl und Gas</a> eventuell eines Tages die amerikanische Marinepräsenz im Indischen Ozean finanzieren könnten.</p>
<p><strong>Die maritime Zukunft der NATO</strong><br />
Das atlantische Bündnis wird mal wieder totgeschrieben. Mit dem Abzug aus Afghanistan sei das Bündnis am Ende, ließt man immer wieder in der Presse. Seeblindheit führt dazu, dass die maritime Erfolgsgeschichte der NATO völlig übersehen wird; etwa die seit 1968 gut funktionierenden <a href="http://www.aco.nato.int/page13615814.aspx" target="_blank">ständigen NATO-Flottenverbände</a>. <a href="http://www.globalgovernance.eu/index.php/fullstaff/99-dustin-dehez.html" target="_blank">Dustin Dehez</a> beschreibt die maritime Entwicklung der NATO und fordert, es bedürfe heute im Bündnis einer neuen Bestandsaufnahme, da eigentlich abgeschriebene Zeit hochseetauglicher Marinen &#8220;nun eine Renaissance erleben&#8221; könnte (S. 242). Leider fehlt Dehez Beitrag, der auch an anderer Stelle behauptet, die Strategie der NATO trage kommenden Bedrohungen &#8220;noch nicht Rechnung&#8221; (S. 244), eine tiefergehende inhaltliche Auseinandersetzung mit dem <a href="http://www.nato.int/strategic-concept/" target="_blank">Strategischen Konzept 2010</a> und der <a href="http://www.nato.int/cps/en/SID-128003DB-A232AF84/natolive/official_texts_75615.htm" target="_blank">Alliance Maritime Strategy 2011</a>. Beide werden nur ganz kurz angerissen, wobei die Untersuchung der Tatsache gelohnt hätte, dass es im Bündnis keinen oder kaum (offenen) Streit über maritime Sicherheitsfragen gibt. Die Operationen <a href="http://www.nato.int/cps/en/SID-FC8C3153-DBF18418/natolive/topics_7932.htm" target="_blank">Active Endeavour</a> und <a href="http://www.aco.nato.int/page208433730.aspx" target="_blank">Ocean Shield</a> stehen genauso wenig zur Disposition wie die Standing NATO Maritime Groups. Konventionelle Marinekräfte werden <a href="http://www.ispk.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/Kieler%20Analysen%20zur%20Sicherheitspolitik/KAzS33_Jan2013_Seidler.pdf" target="_blank">vor allem in Asien eine große Rolle spielen</a>, aber die NATO hat dort keine Rolle. Das Bündnis hat eine maritime Zukunft in der Arktis sowie von Gibraltar bis Hormuz &#8211; nicht weniger, aber auch nicht mehr.</p>
<p><strong>Und die Seemacht China?</strong><br />
Natürlich findet sich auch <a href="http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-531-19068-6_16" target="_blank">ein Beitrag (von mir, Felix Seidler) über Chinas Marine in Maritime Sicherheit</a>. Aber dazu wird hier nichts verraten. Der Buchkauf lohnt und Selbstrezension ist kein guter Stil (PS.: Ich verdiene daran &#8211; leider &#8211; nichts).</p>
<p>Bruns, Sebastian; Petretto, Kerstin; Petrovic, David (2013): <a href="http://www.springer.com/springer+vs/politikwissenschaft/book/978-3-531-18479-1" target="_blank">Maritime Sicherheit. Wiesbaden: VS Springer</a>. 257 Seiten (auch als PDF ohne DRM aber mit Wasserzeichen). </p>
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		<title>Navy Drone Touches Down On Carrier Deck for First Time</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 04:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[David Axe]]></category>
		<category><![CDATA[I robot]]></category>
		<category><![CDATA[X-Planes]]></category>
		<category><![CDATA[drone]]></category>
		<category><![CDATA[Navy]]></category>
		<category><![CDATA[Northrop Grumman]]></category>
		<category><![CDATA[X-47B]]></category>

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		<description><![CDATA[by DAVID AXE The U.S. Navy&#8217;s X-47B jet-powered drone prototype touched down on the deck of the aircraft carrier USS George H.W. Bush for the first time on Friday &#8212; continuing an historic series of accomplishments begun on May 14, &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11977">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11978" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/130517-O-ZZ999-001.jpg"><img class=" wp-image-11978  " style="border: 0px none;margin: 5px 10px" title="X-47B touch-and-go. &lt;em&gt;Photo: Navy&lt;/em&gt;" alt="X-47B touch-and-go. &lt;em&gt;Photo: Navy&lt;/em&gt;" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/130517-O-ZZ999-001.jpg" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">X-47B touch-and-go. <em>Photo: Navy</em></p></div>
<p>by DAVID AXE</p>
<p>The U.S. Navy&#8217;s X-47B jet-powered drone prototype <a href="http://www.navy.mil/submit/display.asp?story_id=74225">touched down</a> on the deck of the aircraft carrier USS <em>George H.W. Bush</em> for the first time on Friday &#8212; continuing an historic series of accomplishments begun on May 14, when the 62-foot-wingspan Unmanned Aerial Vehicle <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11946">launched for the first time</a> from the carrier&#8217;s deck, landing at the nearby Patuxent River air station in Maryland.</p>
<p>Friday&#8217;s touch-and-go, in which the drone briefly landed on the carrier deck without catching the arresting wire and quickly returned to flight, is a prelude to a full arrested landing slated for the coming two months. &#8220;That is the most technically demanding and significant portion,&#8221; says Capt. Jaime Engdahl, program manager for the Unmanned Combat Air System Demonstration program.</p>
<p>The X-47B, which is expected to lead to a production-model armed drone for Navy carriers via a follow-on program, is pushing the envelope for unmanned systems. &#8220;The difference between this and other autonomous vehicles is the carrier environment,&#8221; says Carl Johnson, a vice president at Northrop Grumman, which makes the X-47B and is competing for the production program.</p>
<p>&#8220;This is a new series of challenges in that the landing location and catapult location for the carrier environment cannot be predefined,&#8221; Johnson adds. &#8220;The starting point of flight and the end point of flight move, so that is a new development in terms of unmanned systems.&#8221;</p>
<p>Programming a drone to adjust it navigation to accommodate moving launch and landing locations is &#8220;a big problem to solve,&#8221; Johnson says. The X-47B is highly autonomous, following pre-programmed mission parameters, albeit with a human controller monitoring all aspects of the flight, able to take direct control when needed.</p>
<p>The software Northrop Grumman is writing for the new drone is arguably the most important development for the Navy, which is planning on adding scores of unmanned systems in coming years.</p>
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		<title>Veranstaltungshinweis: Wehrpflicht – Grundlage oder Hemmschuh einer leistungsfähigen Armee?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 10:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Chance Schweiz – Arbeitskreis für Sicherheitsfragen&#8221; veranstaltet am Samstag, 25.05.2013 von 09:40-12:30 im Hotel Olten, Bahnhofstrasse 5, Olten (gemäss Anschrifttafel) den öffentlichen Anlass &#8220;Wehrpflicht – Grundlage oder Hemmschuh einer leistungsfähigen Armee?&#8220;. Die Wehrpflicht hat eine staatspolitische und eine sicherheitspolitische Seite. &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11968">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;<a href="http://www.chanceschweiz.ch" target="_blank">Chance Schweiz – Arbeitskreis für Sicherheitsfragen</a>&#8221; veranstaltet am Samstag, 25.05.2013 von 09:40-12:30 im <a href="http://www.hotelolten.ch/anreise.html" target="_blank">Hotel Olten, Bahnhofstrasse 5, Olten</a> (gemäss Anschrifttafel) den öffentlichen Anlass &#8220;<a href="http://www.chanceschweiz.ch/docs_db/dani_20130425_083750_130525_Einladung_MV.pdf" target="_blank">Wehrpflicht – Grundlage oder Hemmschuh einer leistungsfähigen Armee?</a>&#8220;.</em></strong></p>
<p><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/wehrpflicht_und_miliz-e1364734141610.png"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/wehrpflicht_und_miliz-e1364734141610.png" width="300" class="alignright size-full wp-image-11719" /></a>Die <a href="http://unsicherheits-initiative-nein.ch/" target="_blank">Wehrpflicht</a> hat eine staatspolitische und eine sicherheitspolitische Seite. Erstere ist jedermann geläufig: Rechte sollen mit Pflichten verbunden sein, und alle Tauglichen dienen persönlich dem Schutz des Landes und seiner Bevölkerung. Wir konzentrieren uns auf die sicherheitspolitische Bedeutung der Wehrpflicht. Verschafft die Wehrpflicht der Armee das richtige Personal? Welche Facetten wirken positiv, welche negativ? Verhält es sich für alle drei Armeeaufgaben Verteidigung, Unterstützung der zivilen Behörden und Friedensförderung gleich? Damit wollen wir einen Bereich ausleuchten, der im Abstimmungskampf um die. Volksinitiative &#8220;<a href="http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis391.html" target="_blank">Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht</a>&#8221; in den Hintergrund zu geraten droht.</p>
<p><strong>Ablauf</strong><br />
09.40 – 11.00: Einführung und Referate<br />
11.00 – 11.15: Kaffeepause<br />
11.15 – 12.30: Podium und Diskussion</p>
<p><strong>Referenten, Podiumsteilnehmer und Leitung</strong><br />
<a href="http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/schweizerarmee/organisation/astab/castab.html" target="_blank">Divisionär Hans-Peter Walser</a>, Chef Armeestab, Referent<br />
Prof. Dr. Franz Kernic, <a href="http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/schweizerarmee/organisation/hkaneu/milak.html" target="_blank">Militärakademie an der ETH Zürich</a>, Referent<br />
Oberst i Gst Fredy Keller, <a href="http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/schweizerarmee/organisation/fsta/SWISSINT.html" target="_blank">Kommandant SWISSINT</a>, Podiumsteilnehmer<br />
<a href="http://ch.linkedin.com/pub/dieter-wicki/10/52a/a4" target="_blank">Dr. Dieter Wicki</a>, Vorstand CHANCE SCHWEIZ, Leitung</p>
<p><strong>Der Anlass ist offen, wir bitten Sie sich aus organisatorischen Gründen <a href="http://www.chanceschweiz.ch/docs_db/dani_20130425_083750_130525_Einladung_MV.pdf" target="_blank">mit folgendem Formular</a> oder <a href="mailto:info@chanceschweiz.ch" target="_blank">per Email</a> anzumelden.</strong></p>
<p style="text-align: center;">• • •</p>
<p>Engagiert, reflektiert, differenziert – das ist die Stossrichtung von &#8220;<a href="http://www.chanceschweiz.ch" target="_blank">Chance Schweiz – Arbeitskreis für Sicherheitsfragen</a>&#8220;. Wir sind nicht allein der Tagespolitik verpflichtet, sondern wollen mit einer langfristigen Perspektive aktuelle Reformprozesse begleiten und fördern, und &#8211; wo nötig – auch dazu ermuntern. Dabei bringen wir eine ganzheitliche Sicht von Sicherheitspolitik ein.</p>
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		<title>Drohnendebatte: Das Strategische kommt zu kurz</title>
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		<comments>http://www.offiziere.ch/?p=11917#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 11:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FelixFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Felix F. Seidler]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Drohne]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[MQ-9]]></category>
		<category><![CDATA[Reaper]]></category>
		<category><![CDATA[seidler]]></category>

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		<description><![CDATA[von Felix F. Seidler. Felix F. Seidler ist freier Mitarbeiter am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität in Kiel und Administrator von Seidlers Sicherheitspolitik. Dieser Artikel wurde dort als erstes veröffentlicht. Soll Deutschland bewaffnete Drohnen kaufen? Diese Frage wird vor &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11917">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>von Felix F. Seidler. Felix F. Seidler ist freier Mitarbeiter am <a href="http://www.ispk.org/" target="_blank">Institut für Sicherheitspolitik</a> an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian-Albrechts-Universit%C3%A4t_zu_Kiel" target="_blank">Universität in Kiel</a> und Administrator von <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/" target="_blank">Seidlers Sicherheitspolitik</a>. Dieser Artikel wurde <a href="http://www.seidlers-sicherheitspolitik.net/2013/04/drohnendebatte.html" target="_blank">dort</a> als erstes veröffentlicht.</strong></em></p>
<p>Soll Deutschland bewaffnete Drohnen kaufen? Diese Frage wird vor allem ethisch-moralisch diskutiert. <a href="https://zeitschrift-ip.dgap.org/de" target="_blank">Die IP</a> hat dem Thema im Mai/Juni gleich <a href="https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/archiv/ausgaben/jahrgang/2013/schlachtfeld-ohne-mensch" target="_blank">eine ganze Ausgabe</a> gewidmet. Jedoch kommt das Strategische in der deutschen Debatte mal wieder zu kurz. </p>
<p><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/mq-9-reaper-920-4-e1368570909396.jpg"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/mq-9-reaper-920-4-e1368570909396.jpg" alt="MQ-9 Reaper" width="350" height="232" class="alignright size-full wp-image-11952" /></a><strong>Nicht wie, sondern ob </strong><br />
Deutsche Drohnen werden ohne Bundestagsmandat niemals einen scharfen Schuss abfeuern. Unbemannte Systeme setzen den <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a12/auslandseinsaetze/index.html" target="_blank">Parlamentsvorbehalt</a> nicht außer Kraft. Deshalb ist für die Debatte in der Bundesrepublik nicht entscheidend <em>wie</em>, sondern <em>ob</em> militärische Gewalt angewendet wird. Und dieses <em>ob</em> wird durch Drohnen erst mal schwieriger denn einfacher.</p>
<p>Nach den Debatten der letzten Jahre dürften Parlamentarier, Medien und Öffentlichkeit ganz genau hinsehen, wenn Bundestagsmandate den Einsatz militärischer Gewalt durch Drohnen autorisieren. Leicht wird es sich daher keine Bundesregierung machen, eines Tages bewaffnete Drohnen in den Einsatz zu schicken. Außerdem ist in Deutschland immer irgendwo bald Landtagswahl. Wahrscheinlicher als der heiße Einsatz ist, dass das heiße Eisen &#8220;Drohnen&#8221; mit Rücksicht auf die wahl- kämpfenden Parteifreunde bewusst vom Tisch genommen wird. </p>
<p>Die moralüberladende deutsche Drohnendebatte verdrängt neben dem Fokus auf das Ethische die Vorteile von Drohnen. Nehmen wir an, die Bundeswehr hätte sich an den <a href="http://sicherheitvernetzt.de/welche-taktischen-lehren-lassen-sich-bis-dato-aus-operation-serval-ziehen/" target="_blank">Luftangriffen der Franzosen auf Mali</a> beteiligt. Ein von Deutschland aus startender <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panavia_Tornado" target="_blank">Tornado</a> hätte auf dem Weg nach Afrika mehrmals zwischenlanden oder in der Luft auftanken müssen. Am Ziel angekommen, hätte der Jet dort nur kurz verweilen und seinen Auftrag ausführen können, um zum Auftanken auch schon wieder umzukehren. Eben wegen dieses Problems <a href="http://augengeradeaus.net/2013/02/technisch-alles-klar-fur-deutsche-luftbetankung-im-mali-einsatz/" target="_blank">hat Frankreich um deutsche Tankflugzeuge gebeten</a>. </p>
<p>Die Drohne dagegen kann mit deutlich höherem Einsatzradius und Ausdauer nach dem Anflug Stunden über dem Ziel schweben und der politischen oder militärischen Führung in Echtzeit mit hochauflösenden Kameras Bilder und Daten liefern, die nochmals eine Prüfung der Entscheidung ermöglichen, ob das betreffende Ziel angegriffen werden soll oder eben nicht. So lassen sich Fehler vermeiden, die einem Piloten mit ganz kurzer Reaktionszeit eventuell unterlaufen.</p>
<p><strong>Autonome Systeme und Staatsbürger in Uniform</strong><br />
Da es mittlerweile Usus ist, wegen alles und jedem an das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverfassungsgericht" target="_blank">Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe</a> zu gelangen, lohnt auch in Sachen autonom über Gewalteinsatz entscheidender Drohnen der Blick nach Karlsruhe. Bei der früher oder später zu erwartenden Klage gegen den Einsatz solcher Systeme dürfte das Verfassungsgericht entscheiden, dass die Bundesregierung an konventionellen Waffen einsetzen kann, was immer sie will, solange der Bundestag das letzte Wort hat (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richterliche_Selbstbeschr%C3%A4nkung" target="_blank">richterliche Selbstbeschränkung</a>). Stellt sich also die Frage, wie viel Geld die Software kostet, mit der man autonom entscheidende Drohnen so programmieren kann, dass sie sich 1:1 an Bundestagsmandate halten.</p>
<p>Außerdem investieren wir viel Geld in die militärische, politische und auch moralisch-ethische Ausbildung unserer Staatsbürger in Uniform, die uns nach dem politischen <em>ob</em> sagen können, inwiefern Drohnen zur Erfüllung des Auftrags (keinen) Sinn machen. Anstatt der niemals endenden &#8220;Dürfen wir das tun?&#8221;-Debatten kann es nicht schaden, denen gründlich zu zuhören, die wir mit viel Steuergeld für das militärische Geschäft bezahlen. </p>
<div id="attachment_11957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 638px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/who_has_drones.jpg"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/who_has_drones.jpg" alt="Über 70 Staaten setzen Drohnen ein - mit wenigen Ausnahmen unbewaffnet. Zukünftig ist jedoch damit zu rechnen, dass die Staaten mit bewaffneten Drohnensystemen zunehmen werden - diese Entwicklung wird kaum zu stoppen sein." width="628" height="626" class="size-full wp-image-11957" /></a><p class="wp-caption-text">Über 70 Staaten setzen Drohnen ein &#8211; mit wenigen Ausnahmen unbewaffnet. Zukünftig ist jedoch damit zu rechnen, dass die Staaten mit bewaffneten Drohnensystemen zunehmen werden &#8211; diese Entwicklung wird kaum zu stoppen sein.</p></div>
<p><strong>Die Politik wird ihrer Aufgabe nicht gerecht</strong><br />
Der Einsatz von Militär ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, so <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Clausewitz" target="_blank">Clausewitz</a> sinngemäß. Politik soll irgendwo hinführen. Es sollen Ziele erreicht oder ein bestimmter Status herbeigeführt werden. Aber diese Debatte wird im Zusammenhang mit Drohnen einfach nicht geführt. Wenn Drohnen in die Bundeswehr eingeführt werden, zum Erreichen welcher politischen Ziele soll dadurch beigetragen werden? Was ist der Zustand, der seitens Regierung und Parlament auch durch die Einführung von Drohnen angestrebt wird? </p>
<p>Unsere Politiker verheddern sich in ethischen, moralischen, rechtlichen und tagespolitischen Debatten, werden aber der ihnen qua System zukommenden Aufgabe nicht gerecht. Die gegenwärtige Debatte führt nirgendwo hin. Dabei sollte dringend geklärt werden, von welcher Politik der Einsatz von Drohnen die Fortsetzung ist. </p>
<p><strong>Die strategische Antwort</strong><br />
Deutschland ist in NATO und EU ein Faktor, der für das sicherheitspolitische Überleben beider Organisationen <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11293" target="_blank">mehr Initiative übernehmen muss</a>. Die momentane Drohnendiskussion blockiert nur die notwendige Debatte darüber, wie Deutschland mittel- und langfristig als Führungsmacht seine Bündnisse auf Erfolgskurs bringt. Deshalb sind Entscheidungen über das <em>ob</em> in Deutschland viel gebotener als die ewigen Moraldebatten.</p>
<p>Es ist mittlerweile Basiswissen, dass die Amerikaner von den Europäern mehr eigenes sicherheitspolitisches Engagement verlangen. <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/paris-will-lange-arme-zur-verteidigung-1.18073318" target="_blank">Frankreichs neues Weißbuch</a> und Großbritanniens Gedanken über eine Rückkehr <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/unitedarabemirates/10024002/Britain-may-reverse-East-of-Suez-policy-with-return-to-military-bases-in-Gulf.html" target="_blank">East of Suez</a> spiegeln das so wieder. In Afrika und im Nahen Osten kommt mehr auf die Europäer zu. Ob sie wollen oder nicht. </p>
<p>Wird mehr europäisches Engagement &#8211; französisch-britischer Uni-/Bilateralismus wird hier nicht als &#8220;europäisch&#8221; verstanden &#8211; jemals Realität, fällt Deutschlands zwangsweise eine Führungsrolle zu. Ist dieses Land also bereit, eine NATO-, EU oder Koalitions-Mission in Afrika oder im Nahen Osten anzuführen, die den Einsatz militärischer Gewalt &#8211; auch durch Drohnen &#8211; beinhaltet? Natürlich ist es die neue deutsche Doktrin, die Fußarbeit von lokalen Partnern erledigen zu lassen. Das nennt sich dann Trainings- und Ausbildungsmission. Deutschland übernimmt nur noch den kämpfenden Teil, den lokale Partner nicht leisten können. Da sind wir wieder bei Drohnen. </p>
<p>Deutschland braucht nicht die gefühlt zweimillionste Moraldebatte, die in einem Monat zugunsten eines anderen Themas dann auch wieder im Sande verlaufen ist. Deutschland braucht ein Bewusstsein darüber, welche Ziele und welche Zustände es mit seinen Partnern international mittel- und langfristig erreichen will. In der <a href="http://www.swp-berlin.org/" target="_blank">Stiftung Wissenschaft und Politik</a> haben <a href="http://www.swp-berlin.org/de/wissenschaftler-detail/profile/ronja_kempin.html" target="_blank">Ronja Kempin</a> und <a href="http://www.swp-berlin.org/de/wissenschaftler-detail/profile/marco_overhaus.html" target="_blank">Marco Overhaus</a> festgestellt: &#8220;<a href="http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/aussenpolitische-fragen-sind-in-den-hintergrund-gedraengt-worden.html" target="_blank">Außenpolitische Fragen sind in den Hintergrund gedrängt worden</a>&#8220;. Aber diese Fragen werden uns wieder einholen. Und dann wäre es gut, hätte Deutschland einmal mehr parat, als das dauernde Durchwurschteln.</p>
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		<item>
		<title>Behind the Navy’s Carrier-Launched Killer Drone</title>
		<link>http://www.offiziere.ch/?p=11946</link>
		<comments>http://www.offiziere.ch/?p=11946#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 14:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[David Axe]]></category>
		<category><![CDATA[English only]]></category>
		<category><![CDATA[I robot]]></category>
		<category><![CDATA[X-Planes]]></category>
		<category><![CDATA[Navy]]></category>
		<category><![CDATA[Northrop Grumman]]></category>
		<category><![CDATA[X-47B]]></category>

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		<description><![CDATA[by DAVID AXE Sometime today the U.S. Navy will launch a modern, jet-powered, armed drone from the first time from an aircraft carrier, the USS George H.W. Bush. The X-47B Unmanned Aerial Vehicle, built by Northrop Grumman, is a possible &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11946">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11947" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class=" wp-image-11947 " style="border: 0px none;margin: 5px 10px" title="X-47B. &lt;em&gt;Photo: Navy&lt;/em&gt;" alt="X-47B. &lt;em&gt;Photo: Navy&lt;/em&gt;" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/CVN75121209-N-VE701-027sma.jpg" width="550" /><p class="wp-caption-text">X-47B. <em>Photo: Navy</em></p></div>
<p>by DAVID AXE</p>
<p>Sometime today the U.S. Navy will launch a modern, jet-powered, armed drone from the first time from an aircraft carrier, the USS <em>George H.W. Bush</em>. The X-47B Unmanned Aerial Vehicle, built by Northrop Grumman, is a possible precursor to a new class of naval drones that could transform American sea and air power.</p>
<p>Below, a primer on the robot, its origins and the implications of its first at-sea takeoff.</p>
<h2><a href="http://www.wired.com/dangerroom/2011/06/killer-drone-secret-history/"><em>Danger Room</em>: The Secret History of Boeing’s Killer Drone</a></h2>
<p>The X-47B has its origins in a competitive, Air Force-Navy-sponsored fly-off between an older version of the Northrop drone and Boeing&#8217;s X-45. The Boeing model featured profound new robotic capabilities but faltered when the Air Force pulled out of the competition.</p>
<h2><a href="http://www.offiziere.ch/?p=6597"><em>Offiziere.ch</em>: Air Power’s Robotic Future: An Interview with Northrop Grumman’s Carl Johnson</a></h2>
<p>The X-47 survived the now-defunct, bi-service fly-off against the X-45 &#8212; but as a strictly Navy program aimed at demonstrating carrier-drone compatibility. Northrop poured new technologies into the enlarged X-47B version, including high degrees of autonomy and some ability to evade enemy radars.</p>
<h2><a href="http://breakingdefense.com/2012/05/22/navy-mit-grapple-with-managing-drones-on-dangerous-carrier-deck/"><em>Breaking Defense</em>: Navy, MIT Grapple With Managing Drones On Dangerous Decks</a></h2>
<p>One of the biggest challenges was mixing the X-47B with manned planes and helicopters on a crowded carrier deck. MIT professor Missy Cummings developed a new control system that allows the drone to seamlessly navigate the deck.</p>
<h2><a href="http://www.wired.com/dangerroom/2013/03/navy-next-killer-drone/"><em>Danger Room</em>: One of These ‘Bots Will Be the Navy’s Next Killer Drone</a></h2>
<p>As the X-47B neared its critical first carrier launch in May 2013, three other companies unveiled new drone prototypes meant to compete for the expected, multibillion-dollar, follow-on production program &#8212; including an enlarged version of the Boeing X-45!</p>
<p><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/933964_522048891188467_272828027_n-e1368564216408.jpg"><img src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/933964_522048891188467_272828027_n-e1368564216408.jpg" alt="The Future is now!" width="640" height="426" class="aligncenter size-full wp-image-11950" /></a></p>
<p><strong>More information</strong></p>
<ul>
<li>David Axe, <a href="http://www.wired.com/dangerroom/2013/05/navy-drone-bet/" target="_blank">Will the Navy’s New Killer Drones Hunt Terrorists or Fight China?</a>, Wired, Danger Room, 15.05.2013.</li>
<li>David Axe, <a href="http://www.wired.com/dangerroom/2013/05/china-first-killer-drone/" target="_blank">Is This China’s First Killer Drone?</a>, Wired, Danger Room, 10.05.2013.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.offiziere.ch/?feed=rss2&amp;p=11946</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufgeschnappt: Wieso so viele Offiziere abmarschieren</title>
		<link>http://www.offiziere.ch/?p=11942</link>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 19:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Kritisch betrachtet]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[neue luzerner zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Armee]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Neue Luzerner Zeitung vom letzten Samstag greift ein Thema auf, welches bereits seit rund 10 Jahren der Schweizer Armee anlastet (siehe beispielsweise hier) und welches &#8211; trotz Beteuerung verschiedenster Höheren Stabsoffiziere &#8211; nie wirklich ernsthaft angepackt wurde: die Schweizer &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11942">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.luzernerzeitung.ch/" target="_blank">Neue Luzerner Zeitung</a> vom letzten Samstag greift ein Thema auf, welches bereits seit rund 10 Jahren der Schweizer Armee anlastet (siehe beispielsweise <a href="http://www.offiziere.ch/?p=131" target="_blank">hier</a>) und welches &#8211; trotz Beteuerung verschiedenster Höheren Stabsoffiziere &#8211; nie wirklich ernsthaft angepackt wurde: die Schweizer Armee verliert als Arbeitgeber seine Attraktivität. Kari Kälin schreibt dazu auf der Titelseite der Neuen Luzerner Zeitung (der dazugehörige Artikel befindet sich weiter unten):</p>
<blockquote><p>Sie erhalten selten ein Lob, erfahren wenig Wertschätzung, die Vereinbarung von Beruf und Privatleben ist schwierig, Kritik ist unerwünscht und kann sogar die Karrierechancen schmälern: Aus diesen Gründen kam es in den letzten Jahren bei den Berufskadern der Schweizer Armee zu einer Kündigungswelle. Dies zeigt eine neue Studie der ETH Zürich. Die Abgänge schmerzen umso mehr, als eher talentiertere Köpfe die Armee verliessen. </p>
<p>Die Schweizer Armee beschäftigt gut 3&#8217;300 Berufskader. Und die Rekrutierung von gut qualifiziertem Personal fällt schwer. Immer seltener peilen junge Menschen eine militärische Karriere an, die sie aus Berufung bis zur Pension verfolgen. Im Zivilleben schwindet die Bedeutung militärischer Weihen. Wer in der Armeehierarchie nach oben klettert – sei es als Berufskader oder als Milizoffizier –, kann deswegen in der Privatwirtschaft nicht mehr automatisch eine &#8220;Weitermachen&#8221;-Rendite abschöpfen. Die Strahlkraft der Armee als Arbeitgeberin verblasst zusehends. </p>
<p>Zahlreiche Vorgesetzte scheinen sich nicht um diese Entwicklung zu kümmern. Nur so ist es zu erklären, dass sie weichen Faktoren wie Arbeitszufriedenheit, Wertschätzung oder positiven Feedbacks so wenig Beachtung schenken, dass scharenweise Berufskader ihre Militärkarriere beenden. Mit einem veralteten Führungsstil à la «Nicht fragen, machen!» und dem Ignorieren legitimer Bedürfnisse wie der Mitsprache bei der konkreten Arbeit lassen sich heute gute Leute nicht mehr halten. Mit der von VBS-Chef Ueli Maurer bereits angekündigten Weiterentwicklung der Armee bietet sich nun die Chance, einen überfälligen Kulturwandel einzuleiten.</p></blockquote>
<p>Dass sich mit der Weiterentwicklung der Armee etwas ändern wird, ist unwahrscheinlich. Erstens ist der Wille nicht da und zweitens hat die als &#8220;Weiterentwicklung&#8221; der Armee getarnte Armeereform das Ziel Kosten zu sparen &#8211; auch beim Personal. Der eine oder andere in Bern hat sicherlich bereits jetzt schon das Gefühl, dass mit dem Wechsel vom Dreistart- auf das Zweistart-Modell nur noch 2/3 des jetzigen Personals benötigt wird. Das Gegenteil ist der Fall: zwar fallen die Überlappungen der Rekrutenschulen weg, doch die Anzahl der Rekruten bleibt gleich. Verteilen sich momentan rund 20&#8217;000 Rekruten auf 3 Starts (rund 6&#8217;500 &#8211; 7&#8217;000 Rekruten pro Start), so müssen mit dem Zweistartmodel rund 10&#8217;000 Rekruten pro Start ausgebildet werden. Da seit 2004 permanent Infrastruktur und Personal abgebaut wurden, braucht es bei einem Zweistartmodell nicht weniger, sondern mehr Personal, Material und Infrastruktur. </p>
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<p class="gde-text"><a href="http://www.offiziere.ch/blog-dateien/Wieso_so_viele_Offiziere_abmarschieren.pdf" class="gde-link">Download (PDF, Unknown)</a></p>
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		<title>By the Numbers: Independent Afghan Security Forces</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 19:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[David Axe]]></category>
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		<category><![CDATA[Staaten und Regionen]]></category>
		<category><![CDATA[Army. Afghanistan]]></category>

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		<description><![CDATA[by DAVID AXE It&#8217;s conventional wisdom in U.S. military policy circles that Afghanistan&#8217;s security forces, specifically its national army and police, have become hopelessly dependent on the U.S.-led coalition for training, logistical and air support and battlefield leadership. But the &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11929">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11930" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Bravo-3-41-Infantry-Zari-patrol-April-9-2013-21.jpg"><img class=" wp-image-11930 " style="border: 0px none;margin: 5px 10px" title="Afghan army troops in Zari in April 2013. &lt;em&gt;Photo: David Axe&lt;/em&gt;" alt="Afghan army troops in Zari in April 2013. &lt;em&gt;Photo: David Axe&lt;/em&gt;" src="http://www.offiziere.ch/wp-content/uploads/Bravo-3-41-Infantry-Zari-patrol-April-9-2013-21.jpg" width="550" /></a><p class="wp-caption-text">Afghan army troops in Zari in April 2013. <em>Photo: David Axe</em></p></div>
<p>by DAVID AXE</p>
<p>It&#8217;s conventional wisdom in U.S. military policy circles that Afghanistan&#8217;s security forces, specifically its national army and police, have become hopelessly dependent on the U.S.-led coalition for training, logistical and air support and battlefield leadership.</p>
<p>But the critics forget: for much of its modern history before the 2001 U.S. invasion, Afghanistan had independent security forces. And it will have them again. Here, by the numbers, are some handy metrics charting the increasing self-sufficiency of Afghan troops in part of Kandahar province in 2013, a year before the withdrawal of the main American combat formations:</p>
<ul>
<li><strong>228:</strong> the number of independent Afghan forces patrols in Zari district, northern Kandahar, in the first week of April, according to U.S. Army Maj. Thomas Casey, 3-41 Infantry</li>
<li><strong>66:</strong> the number of combined U.S.-Afghan patrols during the same period</li>
<li><strong>3-4:</strong> the approximate number of times the independent Afghan patrols requested U.S. assistance</li>
<li><strong>47:</strong> the number of Explosive Ordnance Disposal teams within the Afghan army&#8217;s 205th Corps in northern and western Kandahar in 2013, according to U.S. Army Col. Ken Adgie, 1st Brigade, 1st Armored Division</li>
<li><strong>44:</strong> the number of those EOD teams certified by the U.S.-led NATO International Security Assistance Force</li>
<li><strong>26:</strong> the number of NATO ISAF bases in northern and western Kandahar in January, according to Adgie</li>
<li><strong>19:</strong> the number of NATO bases in April as ISAF draws down</li>
<li><strong>1:</strong> the number of times Afghan forces protested the shuttering of a NATO base in Kandahar this year</li>
<li><strong>13:</strong> the number of Improvised Explosive Devices found by Afghan Local Police in Zari in one day in March, according to U.S. Army Capt. Aaron Daniele, Bravo Company, 3-41 Infantry</li>
</ul>
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		<title>Americans, Afghans and Battlefield Agility</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 02:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[David Axe]]></category>
		<category><![CDATA[English only]]></category>
		<category><![CDATA[Army]]></category>

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		<description><![CDATA[by DAVID AXE April 23, Zari district, southern Afghanistan. The U.S. Army&#8217;s 1st Platoon, Bravo Company, 3-41 Infantry &#8212; part of the Texas-based 1st Brigade of the 1st Armored Division &#8212; is setting up a patrol base for a two-day &#8230; <a href="http://www.offiziere.ch/?p=11922">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/-syqzbZlH9I?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>by DAVID AXE</p>
<p>April 23, Zari district, southern Afghanistan. The U.S. Army&#8217;s 1st Platoon, Bravo Company, 3-41 Infantry &#8212; part of the Texas-based 1st Brigade of the 1st Armored Division &#8212; is setting up a patrol base for a two-day mission when a call comes over the radio.</p>
<p>An Afghan army unit deployed to Zari district alongside Bravo Company has received a tip from a local resident. Fizal Mohammad, a high-ranking Taliban commander in the district, is having lunch with his brother in a farming village not far from 1st Platoon&#8217;s patrol base. The Afghan army is organizing a raid to capture or kill Mohammad. First Platoon is the closest American unit.</p>
<p>&#8220;We&#8217;re going,&#8221; says 1st Lt. Matt Blakemore, the platoon commander. He orders his roughly 20 soldiers to pack up their Stryker armored vehicles. Fifteen minutes from the word &#8220;go,&#8221; 1st Platoon is on the road.</p>
<p>But the quick turnaround belies the platoon&#8217;s mobility problems at this late stage of the U.S.-led war in Afghanistan &#8212; problems that will have serious consequences in the hunt for Mohammad. Overburdened with protective gear and other hardware, boxed in by the threat of buried Taliban bombs, 1st Platoon finds it can move at just a fraction of the pace of its Afghan comrades &#8212; and too slowly to intercept Mohammad.</p>
<p>Twelve years into the American phase of the Afghanistan war, it&#8217;s popular among foreign analysts to deride the Afghan army&#8217;s capabilities compared to those of U.S. forces, referring to the Afghans&#8217; methods as &#8220;Afghan good-enough.&#8221;</p>
<p>But in many ways the Afghans hold an advantage over the Americans. &#8220;I wish we had their agility,&#8221; says Capt. Dennis Halleran, Bravo Company commander. With less hardware and a greater willingness to accept risk &#8212; and casualties &#8212; the Afghans can move faster.</p>
<p>The Afghans&#8217; best attributes are on full display as Blakemore&#8217;s 1st Platoon links up with an Afghan army platoon led by Capt. Timur Sha. A U.S. Kiowa scout helicopter lands next to the Strykers so Blakemore can consult with the two-man crew. The Kiowa takes off again and circles the village, keeping tabs on anyone coming and going.</p>
<p>After a hasty consultation between Blakemore and Sha, the combined U.S.-Afghan force marches into the village, hoping to catch Mohammad at his brother&#8217;s house. It&#8217;s clearly a race: with the Kiowa roaring overhead, Mohammad cannot but know he&#8217;s been found out. Betraying their own presence is the price the Americans pay for the helicopter-based surveillance.</p>
<p>The Americans move slowly, using &#8220;minehound&#8221; scanners to carefully search for the buried bombs that are among the biggest killers of coalition troops. The Afghan soldiers sprint ahead, exposed to any bombs but unafraid. U.S. squad leader Sgt. Mason Mullins yells to them to slow down. &#8220;We don&#8217;t move that fast!&#8221;</p>
<p>Time and again this happens: the Afghans outpace the Americans and the Americans must reel them back in. The pace of the raid slows even further when the combined patrol rounds up several Afghan villagers and must enroll them in a biometric database using wireless devices that take 20 minutes to boot up.</p>
<p>By the time they surround Mohammad&#8217;s brother&#8217;s compound, the Taliban commander and his host are long gone &#8212; apparently having fled on a motorbike. The Kiowa possibly spots them but, lacking firm identification of the suspects, cannot intervene.</p>
<p>&#8220;I hate minehounds,&#8221; Mullins growls, unfairly blaming technology &#8212; rather than the U.S. Army&#8217;s own unwieldy tactics compared to the Afghans &#8212; for his platoon&#8217;s failure to capture Mohammad.</p>
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