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	<title>ONE in Tansania 2009 &#8211; ONE</title>
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	<description>Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen</description>
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		<title>Tausende Stimmen aus Deutschland und Afrika</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/20/stimmen-deutschland-afrika/</link>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 15:24:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Sergius Seebohm]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel ONE]]></category>
		<category><![CDATA[CDU/CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Spotlight]]></category>

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		<description><![CDATA[Volker Kauder möchte wieder eine Dankeskarte von uns. Als wir heute im Bundestag waren, war das einer der Sätze des Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag, der hängen blieb. Was sich anhört wie ein sehr direkt geäußerter Wunsch, ist eigentlich ein Grund zur Hoffnung für die ärmsten Menschen der Welt. Es ist fast genau zehn Monate&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Volker Kauder möchte wieder eine Dankeskarte von uns. Als wir heute im Bundestag waren, war das einer der Sätze des Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag, der hängen blieb. Was sich anhört wie ein sehr direkt geäußerter Wunsch, ist eigentlich ein Grund zur Hoffnung für die ärmsten Menschen der Welt.<br />
Es ist fast genau zehn Monate her, dass sich hunderte ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus ganz Deutschland beim Deutschen Bundestag für eine <a href="http://www.one.org/de/blog/2008/12/18/dinge-gut-nennen-die-gut-sind/">Erhöhung des Entwicklungsetats um €800 Mio. bedankt</a> haben. Heute waren wir mit Cherno Jobatey, Jan Josef Liefers und Minh-Khai Phan-Thi wieder im Bundestag. Und diesmal hatten wir weit über 6.000 Unterschriften aus ganz Deutschland mitgebracht. Darunter über hundert Bundestagsabgeordnete, dazu bekannte Intellektuelle, Unternehmer, Gewerkschafter, Künstler. Die Koalitionsvereinbarungen sind fast zu Ende und wir wollten den Wunsch all dieser Menschen überbringen, dass der <a href="www.one.org/de/artikelone">Artikel ONE in den Koalitionsvertrag</a> eingeht.<br />
Und wir hatten noch mehr mitgebracht. Auf unserer Tansania-Reise hatten wir die Menschen, die wir trafen &#8211; Ärzte, Bäuerinnen, Ingenieure, Schüler – gebeten, einen Wunsch an Deutschland auf ein Taschentuch zu schreiben. Denn <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/15/koalitionsverhandlungen-entwicklungszusammenarbeit/">geknotete Taschentücher sind das, womit wir momentan die Politik an ihre Versprechen an die ärmsten Menschen der Welt erinnern</a>. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/4029279844/" title="Übergabe des Artikel ONE von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2427/4029279844_1d9b8b42a2.jpg" width="500" height="333" alt="Übergabe des Artikel ONE" /></a><span id="more-1600"></span></p>
<p>Mit Stimmen aus Afrika und Deutschland also versuchen wir die neue Regierung zu einer starken Entwicklungspolitik in den nächsten vier Jahren zu ermuntern. Und wieder standen wir bei Volker Kauder. Wie vor zehn Monaten. Minh-Khai erzählte von unseren Erlebnissen in Tansania. Jan Josef Liefers erzählte davon, dass <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/16/deutschen-mehr-entwicklungshilfe/">drei Viertel der Deutschen mehr Entwicklungshilfe</a> wollen. Und als Cherno Jobatey in der gewohnten Rolle des Fragenstellers herausfinden wollte, ob Deutschland seine Versprechen einhalten wird, erinnerte sich Volker Kauder an unsere Dankeskarte vom letzten Jahr. Er würde sich sehr freuen, wenn er wieder eine Karte von uns bekommt und man würde sich bemühen, dafür einen Grund zu liefern. Auch wenn es schwer wird. Also, ein Grund zur Hoffnung.</p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/4029279638/" title="Übergabe des Artikel ONE von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3501/4029279638_6bd16aaff9.jpg" width="500" height="333" alt="Übergabe des Artikel ONE" /></a>
<p align="right"><em>&#8212; Sergius Seebohm &#8212;</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bilder der Entwicklung puzzeln. Ein Rückblick auf Tansania</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/17/tansania-2/</link>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 09:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel ONE]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor nicht einmal zwei Wochen machten wir uns auf den Weg, in Tansania Bilder der Entwicklung zu entdecken. Gemeinsam mit Minh-Khai Pan-Thi, Jana Pallaske und Rea Garvey besuchten wir Gesundheitszentren, Schulen, Unternehmen, auf Märkte und in die Heime der Menschen. Wir wollten wissen: Wie funktioniert Entwicklung? Wir trafen uns mit Aktivisten, Bauern, Lehrern, Schülern, Anti-Korruptionskämpfern,&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor nicht einmal zwei Wochen machten wir uns auf den Weg, in Tansania Bilder der Entwicklung zu entdecken. Gemeinsam mit Minh-Khai Pan-Thi, Jana Pallaske und Rea Garvey besuchten wir Gesundheitszentren, Schulen, Unternehmen, auf Märkte und in die Heime der Menschen. Wir wollten wissen: Wie funktioniert Entwicklung? Wir trafen uns mit Aktivisten, Bauern, Lehrern, Schülern, Anti-Korruptionskämpfern, Künstlern, städtischen Angestellten, Entwicklungsexperten aus Tansania und Deutschland, Unternehmern und Angestellten, um wie in einem Puzzle die verschiedenen Bilder zu einem Ganzen zusammenzusetzen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/3996970682/" title="urban20091008-01-012 von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2489/3996970682_391e7bff19.jpg" width="500" height="333" alt="ONE mit Rea Garvey, Minh-Khai Phan-Thi und Jana Pallaske in Tansania" /></a> <span id="more-1567"></span></p>
<p>Ich hatte das große Glück, schon im Voraustrupp dabei zu sein. Als ich mit meinen beiden Kollegen ankam, war es das erste Mal, dass ich einen Fuß auf den afrikanischen Kontinent setzte. Ich nahm mir fest vor, die Augen auf die Themen gerichtet zu lassen, für die ONE sich einsetzt: Wie sieht die <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/04/tansania-gesundheitsversorgung/">Gesundheitsversorgung</a> aus? Welche Auswirkungen haben weit verbreitete Krankheiten wie <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/04/tansania-gesundheitsversorgung/">HIV/Aids oder Malaria</a>? Was bedeutet es für das <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/05/tansania-bildung/">Bildungssystem</a>, wenn sich innerhalb von nicht einmal einem Jahrzehnt die Zahl der Grundschüler verdoppelt? Welchen Einfluss haben <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/03/tansanias-wirtschaft/">Investitionen</a> ausländischer Unternehmen? Was tun gegen den <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/05/tansania-landwirtschaft/">Hunger</a>? </p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/4017070449/" title="Blick auf den Ngorongoro-Krater von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2794/4017070449_a160a73fd8.jpg" width="500" height="281" alt="Blick auf den Ngorongoro-Krater" /></a>
<p>Doch was ich vor allem feststellte, war, dass die Menschen, die uns begegneten, stolz auf ihr Land sind. Sie wissen, dass Tansania mit Orten wie der Serengeti oder dem Kilimandscharo einige der größten Naturschätze der Welt besitzt. Sie sind sich der Faszination für die reiche Kultur der Massai bewusst. Sie sind stolz darauf, dass ihr Land seit Erhalt der Unabhängigkeit weitestgehend friedlich lebte.</p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/3989962680/" title="Tansania Tag 1 von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2505/3989962680_445e78d1a6.jpg" width="500" height="333" alt="Minh-Khai Phan-Thi in Tansania" /></a>
<p>Und so sah ich Menschen, die sich selbst helfen. Anstatt auf die Dinge zu warten, die ihnen nicht zur Verfügung stehen (und einige davon haben auch deutsche Regierungen versprochen und noch nicht geleistet), nutzen sie die Dinge, über die sie verfügen. Vor allem die Frauen der <a href="http://www.one.org/de/blog/2009/10/08/tansania-landwirtschaft-frauen/">Shiri Gruppe</a> haben es mir angetan. Weil sie es in die Hand genommen haben, ein einfaches Konzept – das Trocknen von übrig gebliebenen Ernteerzeugnissen – in ein Geschäftsmodell zu verwandeln, dass ihre eigenen Familien ernährt, aber darüber hinaus auch der Gemeinde nützt. Sei es durch den Kauf von Schulbüchern oder die Möglichkeit, sich medizinische Versorgung zu sichern. Sie brauchten keine großen Summen, um ihr Projekt zu beginnen, sie brauchten gezielte Hinweise: zum Bau der Trockenbeete, zum Verarbeiten der fertigen Produkte und zum Vertreiben der Waren.</p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/3996967518/" title="urban20091007-01-207 von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3451/3996967518_1ff346731f.jpg" width="500" height="333" alt="Frauen in Tansania" /></a>
<p>Und das bringt mich zurück zur alten Frage, deren Antwort die Bilder der Reise nur allzu einfach richtig zusammenpuzzeln sollte: Wie funktioniert Entwicklung? Was ist der wichtigste Faktor in der Entwicklung eines Landes? Gesundheit? Bildung? Landwirtschaft? Handel? Infrastruktur? Versucht einfach mal, nur diese fünf Sektoren in eine Reihenfolge zu bringen! </p>
<p>Ich weiß es nicht. Jedes Mal, wenn ich es versuche, ist die Reihenfolge anders:</p>
<ul>
<li>Nur gesunde Menschen können Landwirtschaft betreiben, die zu Handel ausgebaut wird, mit dem man Infrastruktur und bessere Bildung finanzieren kann oder </li>
<li>Nur mit einer soliden Ausbildung kann man Projekte in Landwirtschaft, Infrastruktur und Handel anschieben oder </li>
<li>Nur gut ernährte Menschen können lernen oder </li>
<li>Mit wirtschaftlichem Erfolg kann man alles andere bezahlen oder </li>
<li>Ohne ausgebaute Infrastruktur kein Handel (tatsächlich wagt man bei einer Fahrt durch den Stau in den Straßen Daressalams nicht, sich vorzustellen, was passiert, wenn mehr als nur ein Prozent der Tansanier ein Auto besitzt…) oder…</li>
</ul>
<a href="http://www.flickr.com/photos/one_deutschland/3996975428/" title="urban20091008-01-168 von ONE Deutschland bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2455/3996975428_2cd2ceb13a.jpg" width="500" height="333" alt="Rea Garvey mit einer Mutter und Kleinkind in Tansania" /></a>
<p>Ich gebe zu, dass ich das Puzzle noch nicht endgültig zusammengesetzt habe. Aber was ich gelernt habe: Die Menschen in Afrika warten nicht auf Almosen aus dem reichen Westen. Doch wir schulden es einem jedem Menschen auf der Welt, dass er die Möglichkeit bekommt, sein Potential zu nutzen. Dazu gehört lesen zu lernen genauso wie nicht bankrott zu gehen, weil aus dem Ausland billige Dosentomaten importiert werden. Dazu gehört auch nicht jeden Tag drei Stunden nach Wasser suchen oder Nahrung von der Straße aufklauben zu müssen. Und dazu gehört, seine Kinder nicht an einen einzigen Mückenstich zu verlieren. Wir in Europa vergeben uns selbst eine Menge, wenn wir unsere Nachbarn, die demnächst eine Milliarde Afrikanerinnen und Afrikaner, ausschließen.</p>
<p align="right"><em>&#8212; Carola Bieniek &#8212;</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>We are ONE!</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/10/tansania-rea-garvey-3/</link>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 18:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Rea Garvey]]></category>
		<category><![CDATA[Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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		<description><![CDATA[Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute zieht er ein Resüme: Gestern Abend trafen vier ganz unterschiedliche Personen, die alle auf ganz unterschiedliche Weise in Tansania leben. Einer war ein berühmter Musiker namens Banana, ein anderer ein Poet namens Mrisho Poto und dann war&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Musiker Rea Garvey schreibt in seinem <a href="http://www.facebook.com/Rea.Garvey" target="_blank">Facebook-Blog</a> über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute zieht er ein Resüme:</em></p>
<p>Gestern Abend trafen vier ganz unterschiedliche Personen, die alle auf ganz unterschiedliche Weise in Tansania leben. Einer war ein berühmter Musiker namens Banana, ein anderer ein Poet namens Mrisho Poto und dann war da noch eine Frau namens Margaret, die eine Bank nur für die Frauen Tansanias eröffnet hatte und Rackesh, der einst Haki Elimu gegründet hatte und nun eine Organisation leitet, die afrikanischen Regierungen auf die Finger schaut. <span id="more-1509"></span></p>
<p>Ich machte ganz unterschiedliche Erfahrungen. Mit Margaret konnte ich mich leider nicht unterhalten, da sie früh gehen musste und Ulrike, die Journalistin, die uns begleitet, ein Interview mit ihr führen wollte. Ich sprach auch nicht mit Mrisho Poto, der sich vor allem mit Andreas von ONE unterhielt und auch früher gehen musste. Und ich sprach nicht mit Banana, weil er Banana heißt und ich keine Ahnung hatte, wo ich das Gespräch beginnen sollte und weil er sich vor allem mit Jana unterhielt. Ich unterhielt mich mit Rackesh. Und das war genauso intensiv wie die anderen Gespräche, die ich auf dieser Reise hatte. </p>
<p>Ich erzählte ihm von den Gedanken der anderen Menschen, die wir getroffen hatten, und versuchte herauszufinden, ob er ihren Gedanken und Meinungen zustimmt. Mein Ziel ist es, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. In der Hoffnung, dass ich ein Bild von Tansania erhalte, dass andere verstehen können. Doch zunächst muss ich selbst Tansania verstehen! </p>
<p>Als Lobbyist stand er fast allen kritisch gegenüber. Doch seine Kritik war größtenteils konstruktiv und bot verschiedene Lösungen, von denen er glaubte, dass sie umgesetzt werden sollten. In unserer Unterhaltung bildete sich so etwas wie ein roter Faden. Ich stimmte ihm nicht in allem zu, was er sagte, aber unterstützte ein paar seiner Ansichten. Es ist eine Tatsache, dass Tansania internationale Finanzierung braucht. Aber diese muss wirksamer gestaltet werden.  Die Mittel, die zur Verfügung stehen, werden manchmal nicht ausgegeben, weil die internationalen Partner das Gefühl haben, dass ihnen auf tansanischer Seite keine zuverlässigen / kompetenten Partner gegenüberstehen. Also geht das Geld zurück zum Geber. Die tansanische Regierung muss transparenter in der Verwendung der Mittel werden und die tansanische Bevölkerung darüber informieren, welche Mittel ihren Schulen und Gemeinden zur Verfügung stehen.<br />
Außerdem muss meiner Meinung nach lokale Finanzierung erhöht werden, um der tansanischen Bevölkerung mehr Vertrauen in das System zu geben, damit die Menschen die Regierung unterstützen, indem sie ihre Steuern zahlen. Diese Finanzierung heißt Mikroprojekte (Sitzplätze für Kinder in den Schulen, Bücher und Schreibhefte) und erhält daher im Vergleich zu großen Projekten wie z.B. zur Wasserversorgung nur wenige Mittel. Doch diese Mikroprojekte sind es, die die Menschen sehen und fühlen können. Wenn es in den Schulen genügend Sitzmöglichkeiten und Bücher gibt, werden die Menschen ein wenig Vertrauen in das System und ihre Lokalregierungen gewinnen, welches zu einem größeren Vertrauen in ihre Politiker / Regierungen führen wird. </p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2500/4007467937_3f0f1e5a24.jpg" alt="Rea Garvey und Minh-Khai auf einem Markt in Daressalam, Tansania" />
<p>So denke ich nach dem, was ich gesehen habe. Es gibt einen starken Willen auf beiden Seiten, dasselbe Ziel zu erreichen, Tansania stark und unabhängig zu machen. Doch es gibt Unterschiede: es gibt Mittel, aber keine Kompetenzen (auf allen Seiten), um diese in die richtige Richtung zu lenken; es gibt einen Glauben daran, dass die Dinge sich verbessern können, doch es fehlt das notwendige Vertrauen, um die großen Schritte zu machen. Twiga Cement hat gezeigt, dass alles möglich ist. Der Schlüssel sind Menschen wie Pascal (ein Belgier), der seine Zweifel überwindet und in seinen Mitarbeitern Vertrauen erweckt. Sie auf der anderen Seite, überwinden ihre Zweifel, indem sie die Erfolge in ihre Schule und Heime tragen und auf ihre Lebensstandards übertragen. Es mag wie eine Phantasterei erscheinen, dass ich meine, dies erkannt zu haben, während die Menschen, die tagein und tagaus an dem Problem arbeiten, dies nicht tun. Doch jemand, der bereit ist, sich den Herausforderungen zu widmen und innerhalb des Systems zu arbeiten und es gleichzeitig zu verbessern, der akzeptiert, dass der Erfolg des Landes auch der Erfolg des eigenen Unternehmens ist, ist Schlüssel zur Lösung! Wir brauchen mehr Gläubige, die durch Beispiele zeigen können, dass Veränderungen möglich und Erfolge machbar sind. </p>
<p>Ich habe hier so viel gesehen und hoffe, dass die Nachricht euch da draußen erreicht! Morgen reise ich sehr früh ab und ich werde traurig sein zu gehen, nun da die Nervosität und das Gefühl des Unbekannten verschwunden sind. Dieses Land hat eine große Ressource, die man auf seinen Straßen findet und die dich mit jedem Schritt umarmt. Und das sind seine Menschen. Solch schöne, warmherzige, stolze Menschen verdienen die Chance, ihren größten Traum zu erfüllen. </p>
<img src="http://farm4.static.flickr.com/3419/3996977924_3c3a5f9ed5.jpg" alt="Schüler in einer Grundschule in Daressalam, Tansania" />
<p>Heute haben wir uns noch die alte Festung angesehen, die einst Eckpfeiler der deutschen Kolonialsoldaten war, die einst das Land regierten. Das einprägsamste Bild war jenes der Deutschen, die hier gestorben sind. Der Friedhof liegt direkt am Indischen Ozean und irgendwie hat dieses Bild die Teile des Puzzles zusammengefügt. Ich möchte mich jetzt nicht als Pastor aufspielen. Doch es scheint offensichtlich, dass, egal wie groß die Entfernungen zwischen den Ländern oder den Religionen, Hautfarben oder politischen Ansichten, wir eine Welt mit einer Bevölkerung sind. We are ONE! </p>
<p align="right"><em>&#8212; Rea &#8212;</em></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>Ich bin doch nur ein Musiker!</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/09/tansania-rea-garvey-2/</link>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 18:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit von Müttern und Kindern]]></category>
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		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Rea Garvey]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungsführung]]></category>
		<category><![CDATA[Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Tuberkulose]]></category>
		<category><![CDATA[Wirksamkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement: Gestern Abend, nachdem wir verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Musiker Rea Garvey schreibt in seinem <a href="http://www.facebook.com/Rea.Garvey" target="_blank">Facebook-Blog</a> über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement:</em></p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2455/3996975428_2cd2ceb13a.jpg" alt="Rea Garvey mit einer Mutter und ihrem Kleinkind in einer Grundschule in Daressalam" />
<p>Gestern Abend, nachdem wir  verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir uns im Hotel mit einem Regierungsmitarbeiter und einem Mitglied einer angesehenen Lobbygruppe. Zunächst machte mir die Tatsache, dass wir Gelegenheit haben sollten, auf solch wichtige Menschen zu treffen, Angst. Erst da erkannte ich die Bedeutung, die ONE in afrikanischen Ländern hat. Ich fühlte mich wichtig und geehrt und wenig später frustriert. Der Regierungsmitarbeiter begann, das Ausmaß der Korruption in seinem Land zu erklären, die Ineffizienz der Verwendung der Gelder der internationalen Entwicklungsorganisationen hier. Ich hörte zu und wurde irgendwann der Sprecher der Gruppe (das muss bei ONE so ein irisches Ding sein). <span id="more-1504"></span>Ich hörte beiden andächtig zu und nahm die Personen um mich nicht mehr wahr. Weil ich nicht verstehen konnte, warum so viele Millionen in diesem wunderbaren Land mit seinen wunderbaren Menschen nicht größere Wirkungen hatten. Ich fragte und fragte und dann hörte ich zu. Schließlich stellte ich fest, dass die Hilfe und Entwicklungsanstrengungen in Tansania Auswirkungen hatten, aber nicht die angestrebten Auswirkungen. Manchmal stellt Geld die Lösung dar. Doch die langfristige Wirkung, dass Tansania eines Tages gänzlich auf eigenen Beinen steht, wurde von keiner Seite erreicht, weil BEIDE glauben, dass die Tansanier die Rolle nicht kompetent ausfüllen können, weil sie heute Spielball der ausländischen Organisationen / Länder sind. Gesundheit oder Bildung?? Niemand will die Entscheidung treffen und daher ist es die Situation mit der Henne und dem Ei. Was sollte an erster Stelle stehen? </p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2516/3996212691_9a0f3f6f9d.jpg" alt="Schüler in Daressalam, Tansania" />
<p>Soweit ich das sehe, müssen die Gelder für Gesundheit und Bildung erhöht werden. Doch das Vertrauen (welches momentan teilweise aus gutem Grund nicht vorhanden ist!) in einem Land, das nicht noch einmal von einer fremden Macht regiert werden will und das Vertrauen von fremden Mächten, in ein Land zu investieren, das keine Rendite für die Investitionen verspricht, ist nicht da. Also wird die „Lebensmittelmarken-Hilfe“, die einem großen Anteil der Bevölkerung hilft, weiter Leben retten, während die letztendliche Selbstbestimmtheit, die Tansania zu einem Partner im Weltmarkt macht, in weite Ferne rückt.<br />
Als ich zu Bett ging, fühlte ich mich durcheinander und frustriert. Politik ist ein Labyrinth aus falschen Entscheidungen. </p>
<p>Am nächsten Morgen stand ich auf – immer noch mit Interesse an meiner Mission, die Probleme hier zu verstehen, doch mit weniger Sicherheit darin, eine Lösung zu finden. Auf dem Weg zur Twiga Zementfabrik, während langer Unterhaltungen mit meinen Mentoren von ONE erkannte ich, dass ihre Fähigkeit, positiv zu bleiben, etwas ist, das man lernen muss. </p>
<p>Hier trafen wir Pascal, einen belgischen Manager, dem vor zwei Jahren die Verantwortung für die Firma übertragen wurde. Pascal machte einer deutschen Zementfirma (Heidelberg Zement) den Vorschlag, in Twiga zu investieren. Sein Plan wurde umgesetzt und die Firma investierte €100 Mio. in das Unternehmen, welches nun zu den größten Steuerzahlern in Tansania gehört. </p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2525/4007467877_deb3b7cbc5.jpg" alt="Rea Garvey und ein technischer Leiter von Twiga Cement, Daressalam, Tansania" />
<p>Pascal begrüßte uns mit offenen Armen und voller Freude, dass wir uns die Zeit nahmen, seine Fabrik zu besuchen. Wieder wurde ich Zeuge der Macht von ONE. Im Konferenzraum trafen wir auf die Menschen, die ihm bei der Leitung des Unternehmens helfen &#8211; 70 % von ihnen waren Tansanier. </p>
<p>Er hielt einen Vortrag darüber, wie er neben der alten Fabrik eine neue Produktionsanlage aufbaute, der die alte ersetzen sollte (aufgrund des massiven Erfolgs des Unternehmens werden sie den alten Teil renovieren müssen, um den steigenden Bedarf des Marktes decken zu können!). 39 % der Anteile gehört tansanischen Investoren und die Investition ist auf dem besten Wege, sich bezahlt zu machen. Das Unternehmen verfügt über genügend Kalksteinressourcen für die nächsten 30 Jahre und hat bereits Pläne, weitere Ressourcen zu erwerben, damit die Produktion für mindestens 50 Jahre gesichert ist! Er sprach davon, dass er nicht ein bisschen an Afrika glaubte, die Region als hoch-risikoreich für jegliche Investition ansah, bevor er hierher kam (später gab ich zu, dass dies auch meine Gedanken waren). Er sprach über die Korruption in der tansanischen Regierung, erinnerte aber auch an die Korruptionsfälle in Europa, die derzeit unglücklicherweise vor allem eine Menge mit meinem Heimatland Irland zu tun haben. Ich erzählte von unseren Treffen am Tag zuvor und fragte ihn, ob er sich mit Regierungsoffiziellen unterhielt, die planten, in Tansania zu investieren, und was er ihnen sagen würde. Er zählte auf: investiert in den Privatsektor, stellt Handelskonzessionen zur Verfügung und Subventionen für Privatunternehmer, damit diese in Tansania investieren und sich positionieren, glaubt an die Menschen in Tansania… „Wenn du an etwas glaubst, wie ich an Tansania, dann wird es wahr werden!” </p>
<p>Einen Moment mal!! Er hat meinen Blog gelesen! </p>
<p>Ich war sprachlos und ich war überzeugt! Natürlich gibt es in der wirklichen Welt Risiken, wenn du in etwas investierst. Doch wenn du wirklich daran glaubst, dann wirst du nicht vom Gegenteil überzeugt werden. Und in vielen Fällen ist dies genau die Stärke, die den Erfolg bringen wird. Dieser Mann und sein Team sind überzeugt von ihren eigenen Fähigkeiten und überzeugten mich mit ihrem Erfolg! </p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2631/4007467893_863e1fb4ee.jpg" alt="Rea Garvey, Minh-Khai Phan-Thi im Gespräch mit Pascal Lesoinne von Twiga Cement in Daressalam, Tansania" />
<p>Ich bin kein Politiker. Ich bin ein Beobachter, der davon erzählen möchte, was er gesehen hat. Tansania hat seine Probleme. Ich bin mir sicher, dass es Korruption gibt. Doch wie in jedem anderen demokratischen Land gilt, dass wenn die Menschen ein System sehen, dem sie vertrauen, dann werden sie dem Weg zur Entwicklung folgen, mit dem Wissen, dass, was gut für die Allgemeinheit ist, auch ihnen gut tun wird. Das Land ist in der Lage auf seinen eigenen Füßen zu stehen, braucht aber die Hilfe von anderen, um dieses Ziel zu erreichen. Es wird eine Zeit kommen, in der wir Tansania als Teilnehmer am Weltmarkt sehen werden. Sie haben die Mittel, sie haben nur noch nicht die Infrastruktur, um von ihnen profitieren zu können. Was ich heute gesehen habe, hat mir Auftrieb gegeben. Ich fühlte mich geehrt von der Aufmerksamkeit, die mir so viele wichtige und hart arbeitende Regierungsoffizielle geschenkt haben. In einigen Momenten fühlte ich mich gar so, als würde ich in der Politik mitspielen. Doch in der Realität kann ich nur immer wieder betonen: Ich bin kein Politiker, ich bin nur ein Musiker! </p>
<p align="right"><em>&#8212; Rea &#8212;</em></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>Man kann auch gegen eine Übermacht die Schlacht gewinnen!</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/08/tansania-rea-garvey/</link>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 18:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Rea Garvey]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirksamkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Rea Garvey stieß am dritten Tag unserer Reise zu uns. In seinem Facebook-Blog schreibt Rea über seine Erlebnisse und Eindrücke. Heute über den Besuch der Mchangani-Grundschule in Daressalam und unsere Treffen in der deutschen Botschaft: Meine Theorie zum Thema „wenn du dran glaubst, kann es wahr werden“ hat heute mal wieder funktioniert: Die Adresse meines&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rea Garvey stieß am dritten Tag unserer Reise zu uns. In seinem <a href="http://www.facebook.com/Rea.Garvey" target="_blank">Facebook-Blog</a> schreibt Rea über seine Erlebnisse und Eindrücke. Heute über den Besuch der Mchangani-Grundschule in Daressalam und unsere Treffen in der deutschen Botschaft:</em></p>
<p>Meine Theorie zum Thema „wenn du dran glaubst, kann es wahr werden“ hat heute mal wieder funktioniert: Die Adresse meines Hotels in Tansania ist irgendwo tief unten in meinem Koffer vergraben und ich weiß, dass die Tatsache, dass ich diesen Teil der Landekarte nicht ausgefüllt hatte, dazu führen wird, dass ich meine Unterwäsche und alles andere auf dem Boden vor der Dame vom Zoll werde ausbreiten müssen. Dankenswerterweise entscheidet sie aber, dass ich es nicht wert bin, hundert oder mehr Leute warten zu lassen, die sich offensichtlich ein wenig  besser auf ihre Reise vorbereitet haben. Also ziehe ich meinen Koffer – der nun aussieht, als wäre er explodiert –zur Seite und packe wieder ein. <span id="more-1498"></span></p>
<p>Während ich auf den Fahrer warte, fühle ich ein Magengrimmen, welches ich zuerst für einen Nebeneffekt der Malariaprophylaxe halte. Doch dann erkenne ich, dass ich nervös bin. Für meine Stiftung <a href="http://www.savinganangel.org/" target="_blank">„Saving an Angel”</a> bin ich schon nach Äthiopien und Südafrika gereist. Aber auf eine Reise ins  Unbekannte kann dich nichts vorbereiten. Ich bin mir nicht sicher, was ich hier im Land erleben werde. Und nicht zu wissen, welche Auswirkungen dies auf mich haben wird, macht mich nervös. Ich bin eine emotionale Person und kann es nicht ertragen, Leid zu sehen; besonders wenn es um Kinder geht. Und ich erwarte das Allerschlimmste. Ich halte es noch immer für meine Pflicht, in diese Länder zu reisen, um die Dinge mit eigenen Augen zu bezeugen, die ich gern verändern möchte. Und so bin ich hierher gekommen. </p>
<p>Von einem bekannten Gesicht empfangen zu werden, hilft schon einmal sehr. Nachdem ich Tobias (mein Kontakt bei ONE) gesehen habe, bin ich schon ein wenig entspannter. Unsere Unterhaltung auf dem Weg ins Hotel (die Adresse habe ich jetzt ja!) dreht sich um den Plan für den  Tag. Obwohl ich im Flugzeug nur eine Stunde geschlafen habe, haben wir keine Zeit zu verschwenden. So sitze ich nach einer schnellen Dusche im Bus in Richtung einer Grundschule in Daressalam. </p>
<p>Unsere Reisegruppe besteht aus Mitarbeitern von ONE, einer Journalistin, einer Übersetzerin und zwei Schauspielerinnen aus Deutschland, die sich genauso wie ich für die Arbeit von ONE interessieren. 30 Minuten später kommen wir in der Schule an. Nachdem uns der Schulrat und ein paar der Eltern willkommen geheißen haben, besichtigten wir die Schule und unterhalten uns immer wieder mit den Schülern, die wir treffen. </p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2654/3996214267_aa9b2f9130.jpg" alt="Rea Garvey beim Besuch einer Grundschule in Daressalam, Tansania" />
<p>Schock! Horror! Die Nervosität ist verschwunden! Ich sitze in einem Zimmer mit einigen der Mütter, die sich in Elterngruppen zu Unterstützung der Schule organisiert haben, mit Lehrern und Lobbyorganisationen, die sich für das Recht auf Bildung einsetzen und wir diskutieren das Schulsystem mit seinen Stärken und Schwächen.</p>
<p>In allen Klassen sitzen die Kinder auf dem Boden und an Bänken (vier in jeder Reihe, obwohl nur Platz für zwei ist) und lächeln breit in unsere Richtung. Sie zeigen ihre Bücher und heißen uns auf Englisch voller Stolz auf ihre Schuluniformen, willkommen. Wir unterhalten uns mit den Kindern und sie schütteln unsere Hände und strahlen eine Freundlichkeit aus, die ich noch kaum in dieser Form gesehen habe. Ich setze mich hin und male Bilder und lache mit ihnen darüber, wie ich ihre Sprache verhunze und wie sie meine Sprache verstehen &#8211; irgendetwas hier ist richtig, magisch. Das Elternkomitee und die Lehrer erzählen vom Mangel an Sitzgelegenheiten und Büchern und Schreibmaterialien und bitten uns, in irgendeiner Form zu helfen. Sie betteln nicht, sie bitten einfach nur. Wir sind nicht gekommen, um ihnen Geld zu versprechen oder die alltäglichen Probleme dieser überfüllten Schule zu lösen (2.000 Schüler und 37 Lehrer auf viel zu engem Raum). Wir sind hier, um die Situation zu verstehen. ONE ist eine Lobbyorganisation, die mit Hilfe von über zwei Millionen Unterstützern Regierungspolitik zu beeinflussen sucht, damit diese den ärmeren Ländern in Afrika hilft. Wir sind hier, um zu sehen, ob die Versprechen der deutschen Regierung umgesetzt werden. Und wenn ja – wie erfolgreich? 98 % der Kinder in Tansania erhalten eine Grundschulbildung. Dies ist an sich schon ein Erfolg. Die Frage, die sich jetzt stellt, ist: wie gut werden sie ausgebildet und welche Mittel stehen dazu zur Verfügung? </p>
<img src="http://farm4.static.flickr.com/3174/3996977354_4a7992d6d6.jpg" alt="Rea Garvey im Gespräch mit Schülern und Eltern in einer Grundschule in Daressalam" />
<p>Davon erzählen die Eltern und wir hören andächtig zu, mit dem Gefühl, dazu zu gehören. </p>
<p>Ich liebe Kinder wegen ihrer Ehrlichkeit. Als wir über den Schulhof gehen, lächeln sie und klatschen ab. Sie zeigen uns, dass es Erfolge bei unseren Bemühungen gibt, doch auch, dass wir gerade erst am Anfang stehen! </p>
<p>Ich verließ die Schule voll konzentriert auf die vorliegenden Probleme, ich vergaß meine Müdigkeit und Nervosität, ich fühlte mich inspiriert. </p>
<p>Wir fuhren weiter zur deutschen Botschaft. Dort trafen wir eine Gruppe von Leuten, die für die Verwendung der Mittel, die die deutsche Regierung Tansania versprochen hat, zuständig ist. Direkt nach unserer Ankunft setzten wir uns kurz mit dem deutschen Botschafter zusammen. Seine Präsentation war freundlich, aber auch deutlich in Bezug auf seine Kritik an ONEs Einschätzung der Situation in Tansania. Wir zehn zogen danach weiter in den Konferenzraum, wo uns die Mitglieder des Entwicklungskomitees begrüßen. Der Botschafter verließ uns für andere Verpflichtungen. </p>
<p>Als die Leiterin der Abteilung vorschlug, dass wir uns am langen Konferenztisch gegenüber sitzen sollten, fühlte ich das Bedürfnis etwas zu sagen, um die Gespräche zu entschärfen. Ich sagte ihnen, dass wir uns auf der Suche nach Fakten befinden, in der Hoffnung, Wege zu finden, auf denen die Politiker zu Hause Investitionen in Entwicklungsländer verbessern können, so dass sie wirksamer werden. </p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2577/3996219197_73abc01eba.jpg" alt="Rea Garvey, Minh-Khai Phan-Thi und Mitarbeiter von ONE im Gespräch, Deutsche Botschaft, Daressalam" />
<p>Deutschland hat Wasser, die finanzielle Planung von großen und kleinen Projekten und Gesundheit (Malaria / HIV) zu Hauptthemen der Entwicklungszusammenarbeit mit Tansania gemacht. Die Schwachstelle ist Bildung. Die Entwicklung der Infrastruktur wird schwer, wenn die nächste Generation der Einheimischen nicht genügend ausgebildet ist, um die Entwicklungsprojekte weiterzuführen.</p>
<p>Gesundheit oder Bildung? Deine Entscheidung? Die Arbeit hier trägt Früchte und zeigt Erfolge, die in sinkenden Todeszahlen bei Malaria und weniger HIV-Fällen im Land offensichtlich werden. Doch ohne verbesserte Bildung wird die Arbeit auf ewig notwendig sein. Bis Tansania eine Bevölkerung entwickeln kann, die in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Ich zahle meine Steuern in Deutschland und sehe den Nutzen der Steuergelder hier. Ich bin froh, dass sie großartige Ergebnisse bringen. </p>
<p>Eine Erhöhung der Mittel würde im Kampf gegen HIV/Aids, Malaria und TB helfen. Aber auch die <em>Fast Track Initiative</em> für Bildung braucht mehr Mittel. Ich bin davon überzeugt, dass fortgesetzte Anstrengungen und weitere Mittel die angestrebte Wirkung haben werden – solange wir die Hoffnung nicht verlieren! </p>
<p>Ich bin froh, hier zu sein. Ich fühle, dass es wichtig ist zu sehen, dass unsere Anstrengungen Erfolge erzielen und die Bedeutung unserer fortgesetzten Unterstützung für die Entwicklung der ärmsten Länder anzuerkennen. </p>
<p>Die Menschen, denen ich auf dieser Reise begegnet bin, wollen eine Chance, ihre Leben zu verbessern. Und genauso wie wir eine Verantwortung für die Menschen in Berlin tragen, die es sich nicht leisten können, ihre Kinder zu ernähren, sind wir verantwortlich für die Familien in Tansania! Es fühlt sich immer an, als kämpfen wir gegen eine Übermacht. Aber auch die Seite, die zu einer Zeit zu unterliegen scheint, kann die Schlacht gewinnen! </p>
<p align="right"><em>&#8212; Rea &#8212;</em></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>Tag 2: Muugano heißt „gemeinsam“</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/08/tansania-landwirtschaft-mikrokredit/</link>
		<comments>https://www.one.org/de/blog/2009/10/08/tansania-landwirtschaft-mikrokredit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 08:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei Shiri finden wir nur wenige Meter weiter. Bei einer Familie, die Austernpilze in einer kleinen Hütte in ihrem Garten anbaut. Auch diese Familie gehört einer Gruppe an. Diese hatte vor einigen Jahren aus dem von IFAD unterstützten Programm die ersten Sporen und eine Anbauanleitung erhalten. Auch das war erst ein&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei Shiri finden wir nur wenige Meter weiter. Bei einer Familie, die Austernpilze in einer kleinen Hütte in ihrem Garten anbaut. Auch diese Familie gehört einer Gruppe an. Diese hatte vor einigen Jahren aus dem von IFAD unterstützten Programm die ersten Sporen und eine Anbauanleitung erhalten. Auch das war erst ein schwerer Beginn. Dazu muss man wissen, dass Austernpilze in der Gegend gänzlich unbekannt waren. Die Kleinbauern gingen also nicht nur die relativ hohe finanzielle Verpflichtung ein, einen luftdichten und lichtundurchlässigen Raum zu bauen, sie wussten auch nicht, ob sich wirklich Abnehmer für ihr Produkt finden würden. So waren zunächst die Hotels und Restaurants, die vor allem westliche Touristen beherbergen, die einzigen Abnehmer. Nach und nach gewöhnten sich aber auch die Einheimischen an den Pilz: sie verarbeiten ihn zu Brot, Pulver für Suppen, Marmelade und Kuchen; sie lernten, dass der Pilz ähnlich viel Eiweiß wie Fleisch besitzt und daher ein guter Ersatz ist. Und so verkauft die Gruppe der Pilzzüchter nicht nur die Pilze und daraus hergestellte Erzeugnisse, sondern auch die Sporen. Inzwischen gehören über 200 Familien der Gruppe an.<span id="more-1488"></span></p>
<p>Doch woher soll eine Bauernfamilie, die kaum Überschüsse erwirtschaften und verkaufen kann, die – wie etwa 80 % aller Tansanier – keinen Zugang zu regulären Banken hat, das Kapital nehmen, um die Voraussetzungen für die Pilzzucht zu schaffen? Da springen die so genannten SACCOS ein. SACCOS steht für <em>Savings and Credit Cooperative Society</em>. Und so funktioniert’s: jeder kann Anteile an der SACCOS kaufen. Damit erhält er zunächst Zugang zu bestimmten Serviceleistungen: Beratungen zur Geschäftsführung, Hilfe bei der Steuer und Zugang zu Lagern. Der letzte  Punkt ist besonders wichtig. Für Kleinbauern bedeutet das, sie müssen ihre Ware  &#8211; zum Beispiel Mais oder Reis &#8211; nicht sofort nach der Ernte verkaufen, sondern können sie lagern und verkaufen, wenn der Preis günstig ist. Dazu erhalten sie einen Beleg über die eingelagerte Ware, den sie als Sicherheit für einen Kredit hinterlegen können. Die SACCOS bietet aber noch einen Service: die Mitglieder können bis zur dreifachen Höhe ihrer Einlage einen Kredit aufnehmen. Diese Kredite können sie wiederum nutzen, um neue Produkte anzubauen – Austernpilze etwa – oder aber ein bestehendes Geschäft auszubauen. </p>
<p>Bei der Muungano SACCOS bereitete man uns einen überwältigenden Empfang. Dann ging es aber schnell zur Sache und man erklärte uns, wie die Genossenschaft funktioniert. So sahen wir, wie eine Frau die monatliche Rate ihres Kredites in Höhe von 3 Mio. Tansanischen Schilling (TZS) (etwa 1.800 EUR) beglich. Sie hatte den Kredit zu einem Zinssatz von 20 % über eine Laufzeit von 12 Monaten aufgenommen, um ihre Schweine- und Geflügelzucht zu erweitern. Wir fragten, was passiert, wenn sie die Raten nicht begleichen könnte. Sie lächelte und sagte, dass das nicht passieren würde: ihre SACCOS heißt Muugano, was soviel wie „gemeinsam“ bedeutet. Und wenn ein Problem auftritt, wird es sofort besprochen und man versucht, gemeinsam  eine Lösung zu finden. Es wird nicht gewartet bis es zu spät ist. Die SACCOS Muugano wuchs in wenigen Jahren von 19 auf 371 Mitglieder, die „gemeinsam  den Feind Armut bekämpfen“ (Sam, Sprecher von Muugano).</p>
<p align="right"><em>&#8212; Carola Bieniek &#8212;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tag 2: Die Shiri-Frauengruppe im Bezirk Hai bei Moshi</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/08/tansania-landwirtschaft-frauen/</link>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

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		<description><![CDATA[Uns erwartet ein voller Tag. Wir machen uns deshalb früh auf den Weg in Richtung Kilimandscharo zur Stadt Moshi. Hier besuchen wir die Ergebnisse von Projekten, die IFAD, der Internationale Fonds zur Förderung von landwirtschaftlicher Entwicklung, unterstützt. Zunächst besuchten wir Shiri, eine Gruppe von 13 Frauen, die im Jahr 2000 die Idee hatten, die Ernteüberschüsse&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Uns erwartet ein voller Tag. Wir machen uns deshalb früh auf den Weg in Richtung Kilimandscharo zur Stadt Moshi. Hier besuchen wir die Ergebnisse von Projekten, die IFAD, der Internationale Fonds zur Förderung von landwirtschaftlicher Entwicklung, unterstützt. </p>
<p>Zunächst besuchten wir Shiri, eine Gruppe von 13 Frauen, die im Jahr 2000 die Idee hatten, die Ernteüberschüsse aus ihren eigenen Gärten und von ihren kleinen Feldern zu konservieren. Und so erhielten sie nicht nur die Anleitung zum Bau von Trockenböden, sondern auch Unterstützung beim Aufbau eines Vertriebs der getrockneten Waren. Shiri verkauft ihre getrockneten Mangos, Bananen und Hibiskusblüten, Kräuter, Ingwerpulver und, und, und nicht nur lokal in Moshi selbst sondern auch an Supermärkte bis nach Daressalam.<span id="more-1484"></span></p>
<p>Was mir an diesem Projekt besonders gut gefiel, ist, dass es umfassend ist: die Frauen haben zunächst einmal die Möglichkeit, für den Eigenbedarf Waren zu konservieren, die andernfalls verderben würden (zum Beispiel die  Mangos und Bananen). Darüberhinaus sind sie aber in der Lage, einen teilweise erheblichen Beitrag zum Unterhalt ihrer Familien zu leisten – für Nahrung, Schulbücher oder Medikamente – indem sie Überschüsse verkaufen. Wie Ana, die Vorsitzende der Gruppe es ausdrückte: „Seht mich an. Es geht mir gut. Die Kleidung, die ich trage. Ich esse gut. Ich kann meine Familie ernähren.“</p>
<p>Die Unterstützung für das Projekt lief übrigens 2005 aus. Das hindert die Damen aber nicht daran, neues zu planen: derzeit müssen sie mehrere Kilometer weit fahren, um ihre Produkte verpacken und etikettieren zu lassen, schließlich werden nur bei Einhaltung von hygienischen Standards Supermärkte zu Großabnehmern. Das Ziel der Frauen ist es nun, im Dorf eine Verpackungseinrichtung in Betrieb zu nehmen, die dann auch von anderen Produzenten genutzt werden kann.</p>
<p align="right"><em>&#8212; Carola Bieniek &#8212;</em></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>Tag 1: Ngarenaro – Eine Klinik für Schwangere und Mütter</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/07/schwangere-kinder-tansania/</link>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 08:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel ONE]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit von Müttern und Kindern]]></category>
		<category><![CDATA[HIV/Aids]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gesundheit von Müttern und Kindern ist noch immer hochsensibel und in Ländern wie Tansania um ein vielfaches stärker bedroht als in Deutschland. Tansania hat sich daran gemacht, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Eine Maßnahme: die Gesundheitsversorgung von werdenden Müttern und Kindern bis zu fünf Jahren ist kostenlos. „Gesundheitsversorgung“ heißt es natürlich immer im&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesundheit von Müttern und Kindern ist noch immer hochsensibel und in Ländern wie Tansania um ein vielfaches stärker bedroht als in Deutschland. Tansania hat sich daran gemacht, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Eine Maßnahme: die Gesundheitsversorgung von werdenden Müttern und Kindern bis zu fünf Jahren ist kostenlos. „Gesundheitsversorgung“ heißt es natürlich immer im Rahmen der lokalen Möglichkeiten. Was das bedeutet, erleben wir in der Ngarenaro-Klinik für Gesundheit von Müttern und Kindern.  </p>
<p>In Ngarenaro umfasst die gesundheitliche Versorgung die Untersuchung der Mütter. Hierfür gibt es allerdings nicht einmal ein Ultraschallgerät, so dass Untersuchungen des kindlichen Herzschlags über ein Horchrohr erfolgen. Die Klinik bietet eine umfassende Begleitung der Schwangerschaft und der Neugeborenen. Das umfasst natürlich die eigentliche Geburt. Außerdem werden die Mütter und die Kinder mit Impfungen unter anderem gegen Hepatitis, Mumps-Masers-Röteln und Tollwut betreut. Mit HIV-Tests, mit Medikamenten für HIV-positive Mütter, um während Geburt und Stillzeit die Übertragung des Virus auf das Kind zu verhindern, wenden die Ärzte und Schwestern in Ngarenaro mit zunehmendem Erfolg ab, dass sich HIV/Aids weiter verbreitet. Auch die Säuglinge werden bei Krankheiten von Malaria über Durchfall bis hin zu Atemwegserkrankungen von Dr. Solomon Ole und seinem Team rundum versorgt. <span id="more-1480"></span></p>
<p>Probleme gibt es auch hier: Derzeit ist der einzige Krankenwagen, der die Mütter im Notfall zur nahegelegenen Klinik bringen könnte, kaputt. Also muss sich die Patientin auf ein Motorrad setzen – egal, ob sie gerade in den Wehen liegt, oder was auch immer das Problem sein mag. Wenn sie dies nicht kann, muss die Familie eine Fahrgelegenheit auftun; und bleibt nur all zu oft auf Kosten sitzen, die sie mühevoll über Monate abbezahlen muss. Da überrascht es nicht, dass im Gespräch mit den Müttern wiederum scheinbar kleine Wünsche genannt werden, die im Ernstfall aber über Leben und Tod entscheiden können: ein Ultraschallgerät, einen Sterilisator oder ein weiterer Krankenwagen. Am besten fasste es meines Erachtens nach der Gesundheitskoordinator des Bezirks, Dr. Solomon Ole, zusammen: „Vorbeugen ist besser als heilen. Medikamente zur Heilung von Krankheiten sind wichtig. Aber wie wäre es, wenn diese Krankheiten gar nicht erst auftreten würden?“</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0ynQgcSbHrY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0ynQgcSbHrY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p align="right"><em>&#8212; Carola Bieniek &#8212;</em></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>Tag 1 – Gesundheitsversorgung in Arusha</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/07/gesundheit-arusha-tansania/</link>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 07:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel ONE]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit von Müttern und Kindern]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

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		<description><![CDATA[Arusha am Fuße des berühmten Kilimandscharo. Hier erleben wir den ersten Tag unserer Reise durch Tansania und haben uns dafür einen Blick auf die Gesundheitsversorgung im Land vorgenommen. Das Mkonoo-Gesundheitszentrum im ländlichen Umland der 600.000 Einwohner-Stadt Arusha ist unser erster Stop. Es liegt irgendwo jenseits der Müllkippe des Bezirks, in einer Gegend, in der die&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Arusha am Fuße des berühmten Kilimandscharo.  Hier erleben wir den ersten Tag unserer Reise durch Tansania und haben uns dafür einen Blick auf die Gesundheitsversorgung im Land vorgenommen. Das Mkonoo-Gesundheitszentrum im ländlichen Umland der 600.000 Einwohner-Stadt Arusha ist unser erster Stop. Es liegt irgendwo jenseits der Müllkippe des Bezirks, in einer Gegend, in der die Kleinbauern entweder Glück haben und ihre Maisfelder bewässern können oder aber Pech haben und eine der schlimmsten Dürren seit Jahren erleben. Der Bezirk muss in der Zuweisung seiner knappen Mittel für Gesundheitsversorgung Entscheidungen treffen. Und so erhält Mkonoo gerade genügend Unterstützung, um zwei Ärzte zu beschäftigen und die einfachste Versorgung der Menschen vor Ort anzubieten. Das einzige Gerät im Labor ist ein Mikroskop, um Proben auf Malaria oder das HI-Virus zu untersuchen und ein Gerät zur Sterilisierung von medizinischem Gerät. <span id="more-1477"></span></p>
<p>In der Klinik hängt eine Liste der Top 10-Krankheiten, die hier behandelt werden. An erster Stelle: noch immer die Malaria. Daher setzen die Anstrengungen vor allem hier an. Eines der staatlichen Programme, die in der Klinik angeboten werden, die Verteilung insektizidbehandelter Moskitonetze für Mütter und ihre Familien: Die Frauen erhalten hier einen Gutschein, den sie im nahegelegenen Laden gegen ein Netz eintauschen können, damit die Neugeborenen vor den Insektenstichen geschützt werden, die die Krankheit und so auch oft den Tod bringen können. Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot. Und so werden die Frauen nicht nur über den richtigen Umgang mit den Netzen aufgeklärt, sie müssen auch einen kleinen Eigenbetrag leisten. Etwa 10 % der Kosten. Das Netz soll nicht einfach nur verschenkt und so vielleicht nicht wert geschätzt werden. Immerhin konnte man so die Todesrate für Malaria im letzten Jahr um etwa 35 % senken.</p>
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2676/3987540647_3a838f0402_o.jpg" alt="Agnes wird in Arusha, Tansania, zum Thema Malaria beraten" />
<p>Wir begleiten Agnes, eine zweifachen Mutter, deren Netz bereits einige Jahre alt war und seine Imprägnierung verloren hatte. Wir sind dabei, während das Klinikpersonal sie berät und begleiteten sie dann sogar zum Laden. Wenig später hält Agnes ein Netz der neuesten Generation in ihren Händen: das Insektizid wird hier nicht mehr aufgetragen, sondern ist Teil der Faser, aus der das Netz gewebt wurde. Ich habe den Eindruck, dass dies das Bild ist, welches uns in den kommenden Tagen begleiten wird: kleine Dinge können einen großen Unterschied machen. Wir schauen auf die Verpackung und stellen fest: Hergestellt wurde das Netz in der <a href="http://www.one.org/de/blog/?p=1117">A-Z Fabrik</a>.</p>
<img src="http://farm4.static.flickr.com/3469/3988297374_04283324cf_o.jpg" alt="Agnes erhäkt in Arusha, Tansania, ein neues insektizidbehandeltes Moskitonetz" />
<p>Wir fahren weiter und sind beeindruckt von den Menschen die wir getroffen haben: Dr. Emmanuel und sein Team nutzen die wenigen Möglichkeiten, die sie haben, um ihren Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. </p>
<p align="right">&#8212; Carola Bieniek &#8212;</a></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>Die tansanische Landwirtschaft</title>
		<link>https://www.one.org/de/blog/2009/10/05/tansania-landwirtschaft/</link>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 17:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Carola Bieniek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ONE in Tansania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.one.org/de/blog/?p=1452</guid>
		<description><![CDATA[Die Landwirtschaft spielt eine beherrschende Rolle in der tansanischen Wirtschaft. Auf sie entfallen mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze, meist im Bereich der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft bzw. in Betrieben mit geringen Überschüssen für den Verkauf. Dennoch betrug der Beitrag der Landwirtschaft am BIP im Jahr 2007 lediglich 28 %. Der Großteil der landwirtschaftlichen Flächen in Tansania&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landwirtschaft spielt eine beherrschende Rolle in der tansanischen Wirtschaft. Auf sie entfallen mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze, meist im Bereich der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft bzw. in Betrieben mit geringen Überschüssen für den Verkauf. Dennoch betrug der Beitrag der Landwirtschaft am BIP im Jahr 2007 lediglich 28 %. </p>
<p>Der Großteil der landwirtschaftlichen Flächen in Tansania wird nicht künstlich bewässert. Entsprechend groß ist die Abhängigkeit vom Wetter. Es gibt beträchtliche nicht voll genutzte Flächen, und auf den genutzten Flächen wird vorrangig Subsistenzwirtschaft betrieben. Die Regierung räumt der Landwirtschaft in ihrem  Ausgabenplan zwar Vorrang ein (Investitionen und Bewässerung), scheute aber bisher die grundlegende Reform, die erforderlich wäre, um das Wachstum in diesem Sektor zu fördern. Mit einem mittleren Wachstum von 4 % pro Jahr liegt der Landwirtschaftssektor zurück. <span id="more-1452"></span></p>
<p>Zudem wird die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion von schlecht ausgebauten Straßen und Schienen gehemmt. Dies erschwert den Transport von Produkten zu Häfen und Märkten. Dem wurde zum Teil im Rahmen des geberfinanzierten Ausbaus der Infrastruktur Rechnung getragen, insbesondere was den Straßenbau betrifft.</p>
]]></content:encoded>
			</item>
	</channel>
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