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	<title>Moderne Umstände - Modern Circumstances | Moderne Umstände - Modern Circumstances</title>
	
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	<description>Jan-H. Passoth, TU Berlin, Soziologie, STS</description>
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		<title>Erschienen: Quoten, Kurven und Profile. Zur Vermessung der sozialen Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2012 09:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikationen und Vorträge]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag lag ein kleines Paket auf meinem Schreibtisch, über das ich mich sehr gefreut habe: Der von Josef Wehner und mir herausgegebene Sammelband &#8220;Quoten, Kurven und Profile. Zur Vermessung der sozialen Welt&#8221; ist endlich erschienen. Lang hat es gedauert und ich danke unseren Autoren (Hendrik Vollmer, Uwe Vormbusch, Hannah &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-806" title="Quoten_Kurven_Profile" src="http://jhpassoth.de/wp-content/uploads/2012/11/Quoten_Kurven_Profile1-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></p>
<p>Am Montag lag ein kleines Paket auf meinem Schreibtisch, über das ich mich sehr gefreut habe:</p>
<p>Der von Josef Wehner und mir herausgegebene Sammelband &#8220;Quoten, Kurven und Profile. Zur Vermessung der sozialen Welt&#8221; ist endlich erschienen. Lang hat es gedauert und ich danke unseren Autoren (Hendrik Vollmer, Uwe Vormbusch, Hannah Mormann, Ralf Adelmann, Mario Donick, Götz Bachmann, Andreas Schmitz, Julie Woletz &amp; Martina Joisten, Niels Taubert, Christoph Engemann, Matthias Wieser und Oliver Märker) dafür, dass sie so lange gewartet haben. Aber das Warten hat sich gelohnt! Es ist ein wirklich schöner Band geworden. Hier der Klappentext:</p>
<blockquote><p>Ereignisse und Trends in Politik, Wirtschaft oder Bildung und Wissenschaft werden durch Umfragewerte, Börsennotierungen und Rankings beobachtbar. Solche Zahlen­sys­teme fördern außerdem Möglichkeiten des Vergleichs und des Wettbewerbs. Auf­fällig ist die Mediatisierung dieser Vorgänge. Statistiken gewinnen Aufmerksamkeit und motivieren Anschluss­kommuni­ka­tionen vor allem dadurch, dass sie in den Massenmedien veröffentlicht werden. Im Internet werden aus zunächst noch unzu­sammen­hängen­den Aktivitäten Gemein­sam­kei­ten und Unterschiede in den Interessen und Gewohnheiten der Nutzer errechnet, um Pro­duk­te besser vermarkten oder Gelegenheiten für die Suche nach Gleichgesinnten anbieten zu können. Der vorliegende Band versammelt konzeptionelle und empirische Beiträge zum Zahlengebrauch in der modernen Gesellschaft, zum Zusammenhang von Mediatisierung und Quantifizierung und zur veränderten Relevanz von Publikumsmessung und Nutzeranalyen in den Massenmedien und im Internet</p></blockquote>
<p><a href="http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783531171890-t1.pdf?SGWID=0-0-45-1352640-p174292443">Download Inhaltsverzeichnis (pdf, 67 kB)<br />
</a><a href="http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783531171890-p1.pdf?SGWID=0-0-45-1354029-p174292443">Download Vorwort  (pdf, 238 kB)</a></p>
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		<title>Modernitätsdiagnose oder Gegenwartsproduktion?</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 14:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzepte und Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsdiagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel zu spät entdeckt habe ich die Debatte zwischen Thomas Assheuer, Armin Nassehi und Hartmut Rosa und als ich sie heute endlich nachlas, kam mir eine Sache wirklich komisch vor. Sie alle trennen noch immer so klar zwischen Struktur/Semantik, Gesellschaft/Kultur, dass der Gedanke, dass die Vielzahl der aktuellen Gegenwartsdiagnosen ordnende &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://jhpassoth.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC001411.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-220" title="Modernity" src="http://jhpassoth.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC001411-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Viel zu spät entdeckt habe ich die Debatte zwischen Thomas Assheuer, Armin Nassehi und Hartmut Rosa und als ich sie heute endlich nachlas, kam mir eine Sache wirklich komisch vor. Sie alle trennen noch immer so klar zwischen Struktur/Semantik, Gesellschaft/Kultur, dass der Gedanke, dass die Vielzahl der aktuellen Gegenwartsdiagnosen ordnende Effekte haben können, statt Ausdruck einer bestimmten Gesellschaftsordnung zu sein, kaum in den Sinn kommt.</p>
<p>Aber kurz zur Debatte. Begonnen hat <a href="http://www.zeit.de/2012/31/Zeitkritik-Postdemokratie-Spaetkapitalismus" target="_blank">Assheuer</a> vor etwas einem Monat mit einer Verwunderung über das Wiederaufleben der &#8220;Post-&#8221; Beschreibungen: Postmoderne, Postsozialität, Postdemokratie. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>So hätten denn die »Post«-Theoretiker der achtziger Jahre die richtige Witterung gehabt und gar nicht so falschgelegen – bis der Fall der Mauer ihre Spekulationen scheinbar widerlegte. Doch nun ist der Untergang des Kommunismus vergessen, und das alte Krisengespenst der Moderne zeigt sich erneut. Diesmal allerdings im Weltmaßstab.</p></blockquote>
<p>Und er stellt fest, dass ganz offenbar die Umstürze der 1990er Jahre und der vermeintliche Systemsieg des Kapitalismus nicht nur Mauern, sondern auch eine diagnostische Tendenz haben verschwinden lassen. Jetzt aber, mehr als zwei Jahrzehnte später und im Zeichen der Krise des damaligen Siegers, jetzt aber ist deutlich geworden, dass hinter dem Ende der Moderne immer schon die Wirtschaft steckte. Assheuer weiter:</p>
<blockquote><p>Doch der heiße Kern der neuen »Post«-Theorien ist die Großkrise der Wirtschaft, es ist jenes »Gespenst des Kapitals«, das überall herumspukt, sogar im Herrgottswinkel der bürgerlichen Seele – nur dort nicht, wo man es gemeinpflichtig besteuern kann.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.zeit.de/2012/32/Zeitkritik-Postdemokratie-Spaetkapitalismus-Replik/seite-1" target="_blank">Nassehi</a> schreibt daraufhin nicht nur eine Replik, er repliziert auch das bekannte Luhmann-Argument gegen die Postmoderne <a href="http://www.jstor.org/discover/10.2307/1354436?uid=3737864&amp;uid=2129&amp;uid=2&amp;uid=70&amp;uid=4&amp;sid=21101188338337" target="_blank">(Luhmann 1995)</a>: es ist die Logik funktionaler Differenzierung, die uns mit (zugegeben funktional geordneter) Komplexität und Unübersichtlichkeit beglückt (oder be-un-glückt). &#8220;Post-&#8221; Diagnosen beklagen also eigentlich nicht das Ende der Moderne, sondern das Ende der Vormoderne und sind damit ganz schön &#8220;hinterm Mond.&#8221; Nassehi schreibt:</p>
<blockquote><p>Sowohl Spät- und Postdiagnosen als auch das klassische Selbstverständnis der Moderne hängen an der Idee, dass das Differenzierte irgendwie integriert werden kann und die unterschiedlichen Teile zusammenpassen. (&#8230;) Vielleicht müssen solche Komplexitäts- und Rückkopplungsprobleme ernster genommen werden – auch um dann zu komplexeren sozialwissenschaftlichen Beschreibungen der Gesellschaft zu kommen.</p></blockquote>
<p>Ganz zurecht beklagt <a href="http://www.zeit.de/2012/32/Zeitkritik-Postdemokratie-Spaetkapitalismus-Replik/seite-1" target="_blank">Rosa</a> daraufhin, dass dieses theoretisch abgesicherte &#8220;Ach lass sie doch reden, bleibt doch alles beim Alten&#8221; erstens wenig irritationsfähig ist, zweitens es auch ziemlich unsinnig ist, aus einer Debatte um ein spannendes Thema (&#8220;Warum sind Post-Diagnosen heute wieder tragfähig&#8221;) eine über Theoriepolitik (&#8220;Systemtheorie kann das besser, weil komplexer&#8221;) zu machen. Und er liefert eine ganz eigene und interessante Diagnose der Spät- (und eben nicht Post-Moderne):</p>
<blockquote><p>An der Frage, welche der beiden Erfahrungsseiten überwiegt, lässt sich der Übergang von der »klassischen Moderne« in die »Postphase« dingfest machen. Wachstum, soziokulturelle Dynamisierung und die Steigerung von wissenschaftlichen und technischen Innovationen werden seit dem 18. Jahrhundert überwiegend als Vorwärtsbewegung erfahren. (&#8230;) Ihre Spätphase beginnt nun dort, wo die Stillstandserfahrung die Bewegungserfahrung zu überwiegen oder sogar auszulöschen beginnt.</p></blockquote>
<p>Spannend ist, dass in allen drei Varianten aber die implizite These steckt, dass diese Diagnosen dann, wenn sie relevant sind, auf eine veränderte gesellschaftliche Situation verweisen. K<span style="font-size: 15px; line-height: 24px;">einen der drei interessiert, ob die diversen Diagnosen nicht selbst ordnende Effekte haben können. Das wird bei Nassehi &#8211; vorher schon bei Luhmann &#8211; besonders deutlich: wenn die Postmodernen doch das Ende der Moderne mit dem längst vergangenen Ende der Vormoderne verwechseln &#8211; wie lässt sich ihre Konjunktur Ende der 70er und heute erklären? </span></p>
<p>Peter Wagner bemüht sich jetzt seit einigen Büchern (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593353938/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3593353938&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21" target="_blank">Soziologie der Moderne</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867641633/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3867641633&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21" target="_blank">Moderne als Erfahrung und Interpretation</a> und aktuell <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0745652913/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0745652913&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21" target="_blank">Modernity. Understanding the Present</a>) zu zeigen, welche Rolle die Praxis der Deutung und Interpretation bei der Etablierung und Veränderung der Situation der Moderne spielt und setzt die &#8220;Epistemische Problematik&#8221; gleichwertig neben die politische und die ökonomische. Wenn er recht hat: <span style="font-size: 15px; line-height: 24px;">Kann es nicht auch sein, dass diese Diagnosen mindestens ebenso Ausdruck einer Verschiebung im Selbstverständnis der Moderne sind wie Treiber und Legitimationsinstanz dieser Verschiebungen? Sind sie nicht Bestandteile der Produktion von relevanten Gegenwarten &#8211; und um welche Gegenwarten handelt es sich dann? </span></p>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 12:34:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jan studied Sociology, Political Sciences and Computer Science. As a Post-Doc in Berlin he connects Sociological Theory and Science and Technology Studies by working on problems of social structure and infrastructures, human and non-human agency and discourse and material culture. His current empirical research focuses on the use of standardized &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jan studied Sociology, Political Sciences and Computer Science. As a Post-Doc in Berlin he connects Sociological Theory and Science and Technology Studies by working on problems of social structure and infrastructures, human and non-human agency and discourse and material culture. His current empirical research focuses on the use of standardized and interconnected software technologies in popular culture, politics and the media.</p>
<div></div>
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		<title>Neues und Neuerscheinungen</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2012 18:05:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Publikationen und Vorträge]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine ganze Menge ist passiert seit einem Jahr und dass es hier nicht aktualisiert wurde, hat diverse Gründe. Einer davon ist, dass ich vor allem auf unserem englischsprachigen Blog schreibe (installingorder.org). Ein anderer, dass manchmal neben Forschung und Lehre leider kaum Zeit bleibt, um eine Seite wie diese wirklich zu &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ganze Menge ist passiert seit einem Jahr und dass es hier nicht aktualisiert wurde, hat diverse Gründe. Einer davon ist, dass ich vor allem auf unserem englischsprachigen Blog schreibe (<a href="http://www.installingorder.org" target="_blank">installingorder.org</a>). Ein anderer, dass manchmal neben Forschung und Lehre leider kaum Zeit bleibt, um eine Seite wie diese wirklich zu pflegen. Ein dritter, dass ich zunehmend unzufrieden mit der Posterous-Variante geworden bin, weshalb seit heute diese Seite wieder auf einem WordPress-System läuft.</p>
<p>Zuerst aber vielleicht eine institutionelle (und private) Veränderung: Seit dem 1.4.2012 bin ich an der TU Berlin Post-Doc im<a href="http://www.innovation.tu-berlin.de" target="_blank"> DFG-Graduiertenkolleg &#8220;Innovationsgesellschaft heute: Die reflexive Herstellung des Neuen&#8221;</a> und seit Mai wohnen wir auch in Berlin. Nach 5,5 Jahren Bielefeld am Arbeitsbereich Wissenschaft, Technik, Medien freue ich mich sehr, hier so großartige Kollegen und KollegiatInnnen gefunden zu haben. Es gibt in Deutschland wenige Orte, an denen Wissenschafts- und Techniksoziologie so selbstverständlich wie Organisationssoziologie, Methoden und Theorie ist und es ist spannend und anregend, hier zu sein. Aus dem GK wird in Zukunft eine Menge Spannendes kommen, von einigem werde ich berichten. Von der ersten Klausurtagung im WZB am 10.7.2012 haben Jessica Stock und ich in den <a href="http://www.wzb.eu/sites/default/files/publikationen/wzb_mitteilungen/mitteilungen-137-ansichtspdf.pdf" target="_blank">WZB Nachrichten</a> berichtet.</p>
<p><a href="http://jhpassoth.de/wp-content/uploads/2012/09/2012-01-23-14.00.521.jpg"><img class="alignright" title="2012-01-23 14.00.52" src="http://jhpassoth.de/wp-content/uploads/2012/09/2012-01-23-14.00.521-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Erschienen ist vor einigen Monaten das im letzten Beitrag angekündigte &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0415603420/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0415603420&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21&quot;" target="_blank">Agency without Actors?</a>&#8220;, das Birgit Peuker, Michael Schillmeier und ich bei Routledge herausgegeben haben. Es versammelt eine Reihe wie ich finde fantastischer Texte von Roland Munro, Mike Michael &amp; Paul Stronge, Christelle Gramaglia, John Law und Bruno Latour (um nur ein paar zu nennen) und befasst sich mit dem Problem, wie wir <a href="http://www.amazon.de/gp/product/351829461X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=351829461X&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21&quot;" target="_blank">symmetrisch</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0674657616/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0674657616&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21&quot;" target="_blank">irreduzibel</a> den Zusammenhang von Handlung und Akteursschaft verstehen können. Beim Verlag ist jetzt endlich auch der Band &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531171895/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3531171895&amp;linkCode=as2&amp;tag=orderfromnois-21&quot;" target="_blank">Quoten, Kurven und Profile – Zur Vermessung der Gesellschaft</a>&#8220;, den ich mit Josef Wehner zusammen herausgebe &#8211; er erscheint hoffentlich noch in diesem Jahr. Auch eine Reihe von Aufsätzen sind erschienen: eine Auseinandersetzung mit <a href="http://posterous.com/getfile/files.posterous.com/temp-2011-08-17/GyziBHHheDxCwIzqzBqbHybFwewqgbfEbdokIACzIddaupzxgfzeAhzbCnvb/Paginas_desdeComunicaciones_semanticas.pdf" target="_blank">Luhmanns und Latours Semantik-Konzepten</a>, eine Rezension von Latours <a href="http://spontaneousgenerations.library.utoronto.ca/index.php/SpontaneousGenerations/article/view/14968" target="_blank">&#8220;Reassembling of the Social&#8221;</a>, ein erster <a href="http://www.fink.de/uploads/tx_mbooks/9783770552207_iv.pdf" target="_blank">Versuch der Verbindung von ANT und Praxistheorie</a>, eine Exploration der <a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-17604-8/Vernetzung-als-soziales-und-technisches-Paradigma.html" target="_blank">mediensoziologischen Potentiale der ANT</a>, eine <a href="http://www.oldenbourg-link.com/toc/srsr/35/3" target="_blank">Doppelbesprechung zur &#8220;Soziologie der DInge&#8221; in der Soziologischen Revue</a> und ein Text zum Zusammenhang von <a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-18326-8/Mediatisierte-Welten.html" target="_blank">Publikumsmessung und Publikumskonzepten</a>. Drei weitere erscheinen in den nächsten Tagen.</p>
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		<title>Manuskript auf dem Weg zu Routledge</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 16:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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<a href="http://web36.webnetserver.biz/wp-content/uploads/2011/06/1687946354.jpg.scaled1000.jpg"><img alt="1687946354" height="750" src="http://web36.webnetserver.biz/wp-content/uploads/2011/06/1687946354.jpg.scaled1000-200x300.jpg" width="500" /></a>
</div></p>
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		<title>Actor State, Network State</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 17:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikationen und Vorträge]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange hat es gedauert (Geduld ist im Publikationsfragen wirklich ein wichtiger Faktor), aber in der Novemberausgabe von International Sociology ist tats&#228;chlich Nicholas J. Rowlands und mein Aufsatz &#8220;Actor Network State. Integrating Actor-Network Theory and State Theory&#8221; erschienen. Das f&#252;r mich immer noch Unglaubliche an diesem Text ist, dass er &#252;ber &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lange hat es gedauert (Geduld ist im Publikationsfragen wirklich ein wichtiger Faktor), aber in der Novemberausgabe von International Sociology ist tats&auml;chlich Nicholas J. Rowlands und mein Aufsatz &#8220;Actor Network State. Integrating Actor-Network Theory and State Theory&#8221; erschienen. Das f&uuml;r mich immer noch Unglaubliche an diesem Text ist, dass er &uuml;ber einen Ozean hinweg entstehen konnte &#8211; was k&ouml;nnte da alles entstehen, wenn man sich nicht immer nur in GDocs, Skype oder Jabber bewegen w&uuml;rde. </p>
<p>Hier das Abstract:</p>
<blockquote><p>This conceptual article draws on literature in the sociology of science on modelling. The authors suggest that if state theory can be conceptualized as an &lsquo;engine&rsquo; rather than merely a &lsquo;camera&rsquo;, in that policy is mobilized to make the world fit the theory, then this has implications for conceptualizing states. To examine this possibility the authors look through the lens of actor-network theory (ANT) and in doing so articulate a relationship between two models of the state in the literature. They find that an &lsquo;actor model&rsquo; of the state is accepted by many scholars, few of whom develop &lsquo;network models&rsquo; of the state. In response, this study introduces an actor-network model and proposes that its contribution to state theory is in rethinking the character of modern states to be the outcome of actually performed assemblages of all those practices of building it, protecting it, governing it and theorizing about it.</p>
</blockquote>
<p>Und hier der Verweis: <a href="http://iss.sagepub.com/content/25/6/818.abstract">Passoth, Jan-H.; Rowland, Nicholas J. (2010) Actor-Network State. Integrating Actor-Network-Theory and State Theory. International Sociology. 25 (6), S. 818-841.</a> </p>
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		<title>Zum Templiner Manifest</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 12:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor zwei Tagen hat die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) ihr &#8220;Templiner Manifest&#8221; herausgegeben, worauf mich Tills Text von gestern hinwies. So gut ich es nat&#252;rlich finde, dass ein &#246;ffentlicher Diskurs &#252;ber die Situation des nicht-berufenen wissenschaftlichen Personals unsere Hochschulen stattfindet: Ich teile trotzdem Tills Skepsis. Insbesondere finde ich inhaltlich &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Tagen hat die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) ihr <a href="http://www.gew.de/Templiner_Manifest.html">&#8220;Templiner Manifest&#8221;</a> herausgegeben, worauf mich <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/09/06/kontrovers-gew-zu-wissenschaftskarrieren-gut-gemeint-aber-%e2%80%a6/">Tills Text</a> von gestern hinwies. So gut ich es nat&uuml;rlich finde, dass ein &ouml;ffentlicher Diskurs &uuml;ber die Situation des nicht-berufenen wissenschaftlichen Personals unsere Hochschulen stattfindet: Ich teile trotzdem Tills Skepsis. </p>
<p>Insbesondere finde ich inhaltlich verwunderlich, warum als L&ouml;sung f&uuml;r die prek&auml;ren Verh&auml;ltnisse eigentlich immer Tenure Track gefordert wird. Es stimmt ja: es braucht &#8220;verl&auml;ssliche&#8221; M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den dauerhaften Verbleib in Lehre und Forschung. Es braucht daf&uuml;r aber doch nicht notwendig den Verbleib an einer bestimmten Hochschule. Im Gegenteil: gerade die Post-Doc Zeit braucht nicht nur M&ouml;glichkeiten der fachlichen Entwicklung an einem bestimmten Ort, die sich durch Planbarkeiten realisieren lassen. Sie braucht Chancen, sich ohne strengen Ortsbezug wichtigen Themen zu widmen. Das kann in bestimmten F&auml;llen bedeuten, oft den Arbeitszusammenhang zu wechseln, genauso wie es in anderen F&auml;llen sinnvoll ist, an einem Ort zu bleiben. Tenure Track ist die rigide Verkopplung von inhaltlicher und institutioneller Karriere. Und die ist nicht immer sinnvoll.</p>
<p>Wichtiger schiene mir, auf der Ebene unterhalb der Professur mehr personengebundene und inhaltliche F&ouml;rderungen zu haben, die von Ort und Hochschule unabh&auml;ngig sind. Das k&ouml;nnen Post-Doc Stipendien sein oder Drittmittelprogramme wie DFG &#8220;Eigene Stelle&#8221;, die ERC Grants oder Heisenberg-, Schumpeter- und Emmy-Noether-Programme. Unterst&uuml;tzen k&ouml;nnten Hochschulen das mit befristeten Stellen, die die Beantragung erleichtern. Mit solchen Mitteln zur Finanzierung der eigenen Laufbahn k&ouml;nnen sowohl Ortsgebundene als auch Ortswechsler arbeiten. </p>
<p>In Bezug auf die Daueraufgaben der Hochschulen m&uuml;sste man sich vermutlich mal daran erinnern, dass im HRG die Unterscheidung der Personalkategorien an Aufgabenkategorien gekn&uuml;pft sind. Lehre und Forschung: Hochschullehrer. Wissenschaftliche Dienstleistungen: wissenschaftliche Mitarbeiter. Praktische F&auml;higkeiten: LbA. Um welche Daueraufgaben geht es eigentlich? Geht es wirklich um wissenschaftliche Dienstleistungen oder um die Vermittlung praktischer F&auml;higkeiten? Dann braucht es sicher Dauerstellen au&szlig;erhalb der Professur. Wenn es dabei aber um gut verbundene Lehre und Forschung geht, dann m&uuml;ssten eigentlich mehr Professuren geschaffen werden.</p>
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		<title>Dealing with Mess (EASST 010)</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 01:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikationen und Vorträge]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mediensoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologische Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen geht es nachts nach Trento zur EASST 010 (European Association for the Study of Science and Technology). Dort halte ich zwei Vortr&#228;ge, einen allein im Track 2 &#8220;Design, Performativity, STS&#8221; und einen zusammen mit Nicholas J. Rowland (Penn State). Die Pr&#228;sentation zum ersten Vortrag stelle ich hier schon ein.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen geht es nachts nach Trento zur <a href="http://events.unitn.it/en/easst010">EASST 010</a> (European Association for the Study of Science and Technology). Dort halte ich zwei Vortr&auml;ge, einen allein im Track 2 &#8220;Design, Performativity, STS&#8221; und einen zusammen mit Nicholas J. Rowland (Penn State). Die Pr&auml;sentation zum ersten Vortrag stelle ich hier schon ein.</p>
<p><object name="prezi_ad3ce897870da649e4b788603ba1a961dd61ee83" height="400" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="440"><param name="movie" value="http://prezi.com/bin/preziloader.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="prezi_id=ad3ce897870da649e4b788603ba1a961dd61ee83&amp;lock_to_path=0&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no&amp;autohide_ctrls=0" /><embed name="preziEmbed_ad3ce897870da649e4b788603ba1a961dd61ee83" src="http://prezi.com/bin/preziloader.swf" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" height="400" flashvars="prezi_id=ad3ce897870da649e4b788603ba1a961dd61ee83&amp;lock_to_path=0&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no&amp;autohide_ctrls=0" width="440"></embed></object></p>
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		<title>Marx, die Finanzkrise und David Harvey</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 11:28:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privates und Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftsdiagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der New York Observer (ja, ich gebe zu, ich lese mehr &#8220;New York Media&#8221; seit ich vor zwei Wochen dort war) hat ein tolles David Harvey Feature. David Harvey ist Professor an der CUNY und Direktor des Center for Place, Culture and Politics. Sein &#8220;Close Reading of Karl Marx Capital, &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>    Der New York Observer (ja, ich gebe zu, ich lese mehr &#8220;New York Media&#8221; seit ich vor zwei Wochen dort war) hat ein tolles David Harvey Feature. David Harvey ist Professor an der CUNY und Direktor des Center for Place, Culture and Politics. Sein<a href="http://davidharvey.org/reading-capital/"> &#8220;Close Reading of Karl Marx Capital, Volume 1&#8243; </a>ist wirklich zu empfehlen. </p>
<p>httpv://www.youtube.com/watch?v=qOP2V_np2c0</p>
<p>Der animierte Film zu seiner RSA Rede &#8220;Crisis of Capitalism&#8221; ist zwar 11 Minuten lang, aber er ist so unglaublich gut, man w&uuml;nschte sich, akademische Debatten w&auml;ren immer gezeichnet. So &auml;hnlich wie die <a href="http://klaustoon.files.wordpress.com/2009/03/psloterdijk1-def.jpg?w=1200">GED Lectures mit Latour und Sloterdijk&#8230;</a></p>
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		<title>Glasperlen, Fischernetze und Erstaunensgeneratoren</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jhpassoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzepte und Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war in den letzten zwei Wochen viel unterwegs und entsprechend eingespannt. Ein Blog zu pflegen, ist da noch m&#246;glich, eine echte inhaltliche Weiterf&#252;hrung des Theorieverwendungs-Gedankens in schriftlicher Form eher nicht. Dennoch erlaubt das Herumreisen &#220;berlegungen. Mit Dank an den fragenden Christian zuerst ein Antwortversuch:&#160;Mir geht es gerade nicht darum, &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>    Ich war in den letzten zwei Wochen viel unterwegs und entsprechend eingespannt. Ein Blog zu pflegen, ist da noch m&ouml;glich, eine echte inhaltliche Weiterf&uuml;hrung des Theorieverwendungs-Gedankens in schriftlicher Form eher nicht. Dennoch erlaubt das Herumreisen &Uuml;berlegungen.</p>
<p>Mit Dank an den fragenden Christian zuerst ein Antwortversuch:&nbsp;Mir geht es gerade nicht darum, einzelne Autoren als rigide Architekten oder als flexible Bastler einzuordnen. Beide, Bourdieu und Luhmann, haben viel komplexere Ans&auml;tze, die eine solche einfache Einordnung verbieten. Bourdieu etwa hat das Habituskonzept &#8211; gerade auch in der Analyse des Bildungssystems und der akademischen Welt &#8211; an ein recht rigides Macht- und Klassenverst&auml;ndnis gekn&uuml;pft und so seine Heuristik viel stabiler gemacht als n&ouml;tig; Luhmanns Analyse der Ausdifferenzierung der Funktionssysteme oder die Arbeiten zum Wandel semantischer Formen im Nachgang der Katastrophe funktionaler Differenzierung hingegen sind zwar durch ein stabiles Vergleichsvokabular geordnet, ansonsten aber empirisch extrem offen.</p>
<p>Mir ging es eher um einen anderen Punkt: gerade diese beiden Autoren sind ein hervorragendes Beispiel genau daf&uuml;r, dass sich die Arbeit an einer theoretischen Position gar nicht sinnvoll in rigide und flexible Vorgehensweisen einordnen lassen. Vermutlich ist diese feste Zuordnung eher ein Modus der Darstellung, Auseinandersetzung und Kritik. Will ich etwa Garfinkel kritisieren, dann sage ich: der hat ja gar kein Begriffsgeb&auml;ude. Will ich Parsons kritisieren, kann ich sagen: was f&uuml;r ein h&uuml;bsch polierter Setzkasten. Beides greift nicht wirklich.&nbsp;Theoriearbeit aber scheint mir dann besonders fruchtbar zu sein, wenn sie zu Heuristiken f&uuml;hrt, manchmal auch zu Begriffen und Vokabularen, die Erstaunen generieren k&ouml;nnen, indem sie konstant daf&uuml;r sorgen, dass man im empirischen Material nicht Bekanntes, sondern Fremdes entdeckt. Luhmann und Bourdieu waren darin gut, beide waren sich der Tatsache sehr bewusst, dass Theorien auch mal radikal umgebaut werden m&uuml;ssen, um das zu leisten &#8211; man denke an Luhmanns autopoietische Wende oder an Bourdieus Abkehr vom Strukturalismus.</p>
<p>Nimmt man die Idee von der Theorie als Erstaunensgenerator noch ernster, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass man in dem Moment skeptisch werden muss, wenn Theorien zu stabil werden. Sie verlieren dann n&auml;mlich ihre F&auml;higkeit, Bekanntes fremd aussehen zu lassen und sie neigen dann dazu (vgl. dazu Peter Wagners &#8220;A History and Theory of the Social Sciences&#8221;, Sage 2001) eine Gesellschaft mit zu produzieren, die sie verfremdend zu beschreiben suchten.</p>
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