<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2germanfull.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" version="2.0">

<channel>
	<title>others Blog</title>
	
	<link>http://others-blog.net</link>
	<description>A different view on reality</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 17:30:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/OthersBlog" /><feedburner:info xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" uri="othersblog" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/</creativeCommons:license><feedburner:feedFlare xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" href="http://add.my.yahoo.com/content?lg=de&amp;url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FOthersBlog" src="http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/de/my/addtomyyahoo4.gif">Subscribe with Mein Yahoo!</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" href="http://www.newsgator.com/ngs/subscriber/subext.aspx?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FOthersBlog" src="http://www.newsgator.com/images/ngsub1.gif">Subscribe with NewsGator</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" href="http://www.bloglines.com/sub/http://feeds.feedburner.com/OthersBlog" src="http://www.bloglines.com/images/sub_modern11.gif">Subscribe with Bloglines</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" href="http://www.netvibes.com/subscribe.php?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FOthersBlog" src="http://www.netvibes.com/img/add2netvibes.gif">Subscribe with Netvibes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" href="http://fusion.google.com/add?feedurl=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FOthersBlog" src="http://buttons.googlesyndication.com/fusion/add.gif">Subscribe with Google</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" href="http://www.live.com/?add=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FOthersBlog" src="http://tkfiles.storage.msn.com/x1piYkpqHC_35nIp1gLE68-wvzLZO8iXl_JMledmJQXP-XTBOLfmQv4zhj4MhcWEJh_GtoBIiAl1Mjh-ndp9k47If7hTaFno0mxW9_i3p_5qQw">Subscribe with Live.com</feedburner:feedFlare><item>
		<title>Ansgar Quichotte und der Kampf gegen die Windmühlenriesen</title>
		<link>http://others-blog.net/2012/01/31/ansgar-quichotte-und-der-kampf-gegen-die-windmuhlenriesen/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=ansgar-quichotte-und-der-kampf-gegen-die-windmuhlenriesen</link>
		<comments>http://others-blog.net/2012/01/31/ansgar-quichotte-und-der-kampf-gegen-die-windmuhlenriesen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[ansgar heveling]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[postillon]]></category>
		<category><![CDATA[SOPA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=616</guid>
		<description><![CDATA[So, kurz nach meinem letzten Artikel kann ich auch meine Kinnlade vollendest ad acta legen. Obgleich ich mich zuerst wunderte über den aktuellen Artikel des Postillons&#8230; nunja, der Rest ist Geschichte, ich traf auf den netten Herrn Ansgar Heveling, seines Zeichens CDU-Bundestagsabgeordneter, der einen wundervollen Artikel im Handelsblatt veröffentlichte. Außer auf die Kinnlade erwirkt der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, kurz nach meinem letzten Artikel kann ich auch meine Kinnlade vollendest <a title="Interne Quelle: ad ACTA" href="http://others-blog.net/2012/01/31/ad-acta/" target="_blank">ad acta</a> legen. Obgleich ich mich zuerst wunderte über den <a title="Externe Quelle: Der Postillon" href="http://www.der-postillon.com/2012/01/gastkommentar-fahrradfahrer-ihr-werdet.html" target="_blank">aktuellen Artikel des Postillons</a>&#8230; nunja, der Rest ist Geschichte, ich traf auf den netten Herrn Ansgar Heveling, seines Zeichens CDU-Bundestagsabgeordneter, der <a title="Externe Quelle: www.handelsblatt.com" href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-die-idee-des-geistigen-eigentums-ist-im-netz-in-gefahr/6127434-2.html" target="_blank">einen wundervollen Artikel im Handelsblatt veröffentlichte</a>. Außer auf die Kinnlade erwirkt der Artikel besondere Reaktionen im Humor-Zentrum des Hirns, hier wird wieder einmal deutlich, wie eine Methode der linken Kräfte von rechts missbraucht wird: Das Pamphlet hat erstklassige Kampfschrift-Qualitäten, die man sonst nur von linksradikalen Aktivisten gewohnt ist.</p>
<p>Doch die Schrift erhebt tiefe, philosophische Fragen. Gehen wir dieses hochgradig literarische Werk einmal Absatz für Absatz durch. Ich möchte diesen Artikel hier quasi als eine Antwort verstanden wissen, denn ich bin ja niemand der unbegründet Argumente anderer Personen ablehnt. Ich bin ja ein guter Wissenschaftler, und das nicht nur wegen der Fußnoten :) In diesem Sinne: <em>Die folgenden Blockzitate stammen allesamt aus dem Gastbeitrag von Ansgar Heveling auf dem Onlineportal des Handelsblattes, www.handelsblatt.de.</em></p>
<blockquote><p>Die aktuellen Diskussionen über die US-amerikanischen Gesetzgebungspläne „Sopa“ und „Pipa“ zur Regulierung des Internets verfügen über alle Elemente, um &#8211; endlich? &#8211; den lang erwarteten und von einigen vielleicht ersehnten „Clash of Civilizations“ zu provozieren. Es ist der Kampf zwischen der schönen neuen digitalen Welt und dem realen Leben. Während die „digital natives“ den realen Menschen zum Dinosaurier erklären, vergessen sie dabei, dass es sich bei dieser Lebensform um die große Mehrheit der Menschen handelt. Auf Mehrheitsverhältnisse haben Revolutionen indessen nie wirklich Rücksicht genommen.</p></blockquote>
<p>Wow. Dieser Absatz beginnt zugleich einmal mit einer ganzen Kaskade von Namen. Der von Heveling beschwörte &#8220;Clash of Civilisations&#8221; (ursprünglich gebraucht für die Kulturkämpfe Abendland vs. Morgenland<sup>[1]</sup>) ist laut diesem ersten Absatz ein Kampf der &#8220;digital natives&#8221; gegen den realen Menschen. Dass auch &#8220;digital natives&#8221; eigentlich reale Menschen sind, die eben nur mit dem Internet vertraut sind, wird hier außer acht gelassen. Um Heveling zu verstehen, kann man versuchen, den realen Menschen zu definieren als Menschen von Hevelings Schlag (da dieser sich hier offensichtlich angesprochen fühlt) und die &#8220;digital natives&#8221; eben als Netzaktivisten. Politisch aktive Bürger, die die Diskussion um Sopa, Pipa und nun auch Acta öffentlich befeuern. Und dass sich Revolutionen nicht auf Mehrheitsverhältnisse beziehen, ist allgemein bekannt. Wo ist hier, im Übrigen, die Mehrheit, auf die sich Heveling zu stützen sucht? In Deutschland, wo es erwiesen ist, dass das Volk politisch äußerst unbedarft ist<sup>[2]</sup>, kann man auch CDU-Stammwähler nicht zu einer Mehrheit gegen das Internet umfunktionieren.</p>
<blockquote><p>Die mediale Schlachtordnung der letzten Tage erweckt den Eindruck, wir seien im dritten Teil von „Der Herr der digitalen Ringe“ angekommen, und der Endkampf um Mittelerde stehe bevor. Das ist die Gelegenheit, schon jetzt einen vorgezogenen Nachruf auf die Helden von Bits und Bytes, die Kämpfer für 0 und 1 zu formulieren. Denn, liebe „Netzgemeinde“: Ihr werdet den Kampf verlieren. Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers, es ist die Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers. Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird.</p></blockquote>
<p>Er hat HdR geschaut. Ich mag ihn. &lt;3 Aber Spaß beiseite. Außer, dass ich mir das Bild von riesigen Ork-Herden (die im übrigen auch Schwarz sind, nicht wahr, Herr Heveling?) gegen Guerilla-Kämpfer sehr nett vorstelle, hat dieser Absatz nichts, was auch nur ansatzweise von Objektivität zeugt. Hier bestätigt er lediglich seinen Gegner als Existenz (was jemand, der sich der Niederlage eines Gegners bewusst ist, nicht tun würde), indem er &#8211; uns &#8211; direkt anspricht. Und was versteht man hier unter der Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers? Auch ich studiere Geschichte und Politik, und sehe das alles völlig anders. Dass die digitale Revolution natürlich ihre Kinder irgendwann entlassen wird (welch ein schauriger Allgemeinplatz), ist völlig klar. Aus diesem Krieg (ich fasse den Artikel durchaus als Kriegserklärung auf) wird die Netzgemeinde gestärkt hinausgehen &#8211; jeder wird seine Lektion lernen. Doch wie schon die Geschichtswissenschaftler der gestrigen und heutigen Zeit wussten: Geschichte ist wie eine Autobahn, auf der man sich mit rasender Geschwindigkeit bewegt, allerdings mit komplett schwarzer Windschutzscheibe, sodass man nur in den Rückspiegel sehen kann<sup>[3]</sup>. Auch Rom hatte die Germanen für besiegt erklärt, bevor diese das weströmische Reich in Schutt und Asche legten<sup>[4]</sup>.</p>
<blockquote><p>Denn es ist Aufmerksamkeit geboten. Auch wenn das Web 2.0 als imaginäres Lebensgefühl einer verlorenen Generation schon bald Geschichte sein mag, so hat es allemal das Zeug zum Destruktiven. Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein. Also, Bürger, auf zur Wacht! Es lohnt sich, unsere bürgerliche Gesellschaft auch im Netz zu verteidigen!</p></blockquote>
<p>&#8220;Imaginäres Lebensgefühl&#8221;? Gefühle sind immer imaginär. &#8220;Verlorene Generation&#8221;? Herr Heveling, nur durch das Ausschmücken eines Satzes mit blumigen Adjektiven wird der nachfolgende Widerspruch nicht aufgelöst: &#8220;so hat es allemal das Zeug zum Destruktiven&#8221; &#8211; wie kann etwas imaginäres, verlorenes, bald Geschichte seiendes destruktiv sein? Es kursiert die Meinung, dass Wulff beim Anruf bei Diekmann ebendiese Mischung aus Drohen und Betteln benutzt hat. Ist das eine CDU-Krankheit? (Sorry für die kurze Unwissenschaftlichkeit). Auch lohnt es sich meiner Meinung nach, die bürgerliche Gesellschaft zu verteidigen, nur mit der Einschränkung, dass das Netz lediglich Bewegung in das besonders in Deutschland seit langer Zeit festgefahrene System bringt, anstatt es zu gefährden. Dies ist ein prächtiges Beispiel dafür, dass in Deutschland besonders die konservativen Kräfte ihrem Namen gerecht werden und aus Angst vor etwas Neuem versuchen, das Alte zu erhalten &#8211; und sich gleichzeitig für die Sterbehilfe aussprechen. Und wir werden der Hybris bezichtigt (siehe späteres Blockzitat)?</p>
<blockquote><p>Diese bürgerliche Gesellschaft mit ihren Werten von Freiheit, Demokratie und Eigentum hat sich in mühevoller Arbeit aus den Barrikaden der Französischen Revolution heraus geformt &#8211; so entstand der Citoyen. Und genau dort, in den Gassen von Paris im Jahr 1789, wurde die Idee des geistigen Eigentums geboren. Welche Errungenschaft wider die geistige Leibeigenschaft des Ancien Régime! Endlich konnte man &#8211; unabhängig von Herkunft und Status &#8211; mit seines Geistes Schöpfung wirtschaftlich etwas anfangen. Diese Idee des geistigen Eigentums sollte sich als Motor für Innovation und Entwicklung auf dem europäischen Kontinent erweisen. Eine Idee, deren Bewahrung auch im digitalen Zeitalter lohnt.</p></blockquote>
<p>Ein schöner Bezug auf die französische Revolution. Doch steht das Internet, so wie es die Netzaktivisten immer hinstellen, nicht für Freiheit (kein Copyright, keine Überwachung, Datenschutz), Demokratie (Umfragen, auch die Piratenpartei mit ihren basisdemokratischen Ansätzen) und Eigentum? Eh&#8230; moment einmal, Eigentum? Stimmt, Eigentum. Dafür ist die Netzgemeinde sicherlich nicht &#8211; zumindest, was geistiges Eigentum angeht. Also spielt Herr Heveling hier offensichtlich auf geistiges Eigentum an. Nun, Sie nennen einen Sitz im deutschen Bundestag ihr eigen, und wenn Eigentum verpflichtet und dem Wohle Aller dienen sollte<sup>[5]</sup>, dann ist es an Ihnen, Herr Heveling, für die Allgemeinheit Gesetze zu erlassen. Tun Sie das?</p>
<p>Weiter im Text: Der Citoyen. Laut Rousseau (einem utopistischen Gesellschaftsvertrags-Theoretiker &#8211; und deren Werke haben wir ja schon vor etlichen Jahren als staatsrechtliche Ketzerei gebranntmarkt) ist das ein Bürger, der sich nicht seiner Interessen gewahr ist, sondern ausschließlich der Essenz (wichtiges Wort!) der Interessen aller. Das bedeutet, es muss ein Konsenz zwischen den &#8220;digital natives&#8221; und den &#8220;realen Menschen&#8221; gefunden werden, da auch die &#8220;digital natives&#8221; ein Teil der Gesellschaft sind &#8211; und diese Bestrebung existiert in dieser Schrift ganz klar nicht. Der Bezug auf den Citoyen ist hier also nur ein weiterer Teil des Namedroppings, der nur dazu zu führen scheint, dass der Text intellektueller wirkt. Und auf das geistige Eigentum ging ich in meinen vorigen Artikeln schon zur Genüge ein: Gesetze wie ACTA beschneiden das geistige Eigentum insofern, als dass sich geistiges Eigentum, eigene Werke, nur als Zusammensetzung von früheren Ideen äußern, d.h. prinzipiell gibt es &#8211; ganz streng genommen &#8211; gar kein eigenes geistiges Eigentum, sondern lediglich allgemeines geistiges Eigentum (als Allgemeingut käme das auch wieder dem Wohle aller zugut &#8211; ist das nicht die Aufgabe eines Politikers?). Doch derartige Ausführungen gehen hier zu weit.</p>
<blockquote><p>Sie ist im Netz in Gefahr. Nicht weil Bits und Bytes aus sich heraus wie kleine Pacmans an den Ideen und Idealen unserer bürgerlichen Gesellschaft knabbern würden. Nein, es sind die Menschen, die hinter den Maschinen sitzen und eine andere Gesellschaft wollen. Die die totale Freiheit apostrophieren und damit letztlich nur den &#8220;digitalen Totalitarismus&#8221;, wie es Jaron Lavier genannt hat, meinen. Es ist eine unheilige Allianz aus diesen „digitalen Maoisten“ und kapitalstarken Monopolisten, die hier am Werk ist. Auch wenn sie sagen, sie seien die Guten &#8211; nur weil man sagt, man sei gut, ist man es noch lange nicht.</p></blockquote>
<p>Wollen Sie, Herr Heveling, nicht auch eine andere Gesellschaft als die jetzige? Eine Gesellschaft ohne Web 2.0, das &#8211; laut vieler Studien und dank Facebook &#8211; mittlerweile eindeutig ein Teil dieser Gesellschaft ist? Oh, und Herr Heveling, der Mann heßt Jaron <em>Lanier</em> und hat lediglich die Schwarmintelligenz als etwas Negatives angesehen<sup>[6]</sup>. Seine Philosophie geht also zurück auf die Liberalen Gedanken, dass das einzelne Individuum vor dem des Staates/der Gesellschaft zählt. Im Übrigen bedeutet das, sie unterstützen einerseits Lanier, und andererseits Rousseau? Aber das hat prinzipiell nichts mit dem Web 2.0 an sich zu tun, weil dort zwar auch Schwarmanteile auftreten, doch viele der Demonstrationen gegen Gesetze beziehen sich immer noch auf wenige Initiatoren, die einfach eine Masse bewegt haben. Und nichts anderes gibt es doch in der reellen Welt auch. Und wenn kapitalstarke Monopolisten auch fies sind, wenn ich das so richtig interpretiere, warum geht man dann nicht konsequent sowohl gegen das Netz 2.0 als auch gegen multinationale Cloud-Firmen wie Google, Wikipedia, Facebook etc vor sondern ermöglicht mit Gesetzgebung eher noch den Fortbestand dieser ganz klar auch zum Web 2.0 gehörenden Konzerne?</p>
<blockquote><p>Nun haben Wikipedia und Google in den letzten Tagen ihren starken Arm gezeigt. Doch Googles und Wikimedias dieser Welt, lasst euch zurufen: Auch wenn Wikipedia für einen Tag ausgeschaltet ist und Google Zensurbalken trägt, ist das nicht das Ende des Wissens der Menschheit. Welche Hybris! Lasst euch gesagt sein: Das Wissen und vor allem die Weisheit der Welt liegen immer noch in den Köpfen der Menschen. Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebundenen Buch!</p></blockquote>
<p>Herr Heveling, stellen Sie sich vor, sie sitzen zuhause und möchten schnell etwas über den Begriff &#8220;Sozialismus&#8221; nachschlagen. Haben sie alle wichtigen Handbücher, wie die Geschichtlichen Grundbegriffe von Brunner/Conze/Koselleck oder Taddeys Lexikon der deutschen Geschichte oder gar alle Bände des Brockhauses bei sich zuhause stehen, oder klicken Sie sich fix auf der Wikipedia durch das nötigste Wissen dazu? Oh, die ersten Enzyklopädien, und auch wissenschaftlichen Zeitschriften dieser Erde gibt es bereits nicht mehr gedruckt, sondern nur noch auf Serverfarmen. Und das sogar mit althistorischen Bänden, wie dem Neuen Pauly<sup>[7]</sup>. Um die Netzgemeinde zu zitieren: &#8220;Bitch, Please!&#8221; Und: Marx zitieren? War der nicht auch gegen Eigentum? Oder hab ich da was falsch verstanden?</p>
<blockquote><p>Natürlich verändert die fortschreitende Digitalisierung unsere Gesellschaft. Vieles wird einfacher. Auch dieser Text ist mit Hilfe der Errungenschaften der Digitalisierung entstanden. Aber wir sollten uns zu wehren beginnen, wenn einzelne Menschen hinter den vielen Maschinen uns unsere Lebensentwürfe vorschreiben. Noch ist es dazu nicht zu spät.</p></blockquote>
<p>Herr Heveling, auch Sie postulieren hier eine Lebensweise, die mindestens 500 Millionen Facebook-Nutzer, und, ich glaube ca. 20 Millionen Deutsche, nicht gutheißen werden.</p>
<blockquote><p>Wir dürfen die Gestaltung der Zukunft nicht denen überlassen, die sich als digitale Avantgarde verstehen und meinen, sie wüssten, was das Beste für die Masse Mensch vor den Maschinen sei. Piraten sind jedenfalls dabei der schlechteste Ratgeber. Sie achten das Eigentum des anderen nicht, setzen ihr Wissen nur für den eigenen Vorteil ein, sind darauf bedacht, zusammenzuraffen, was sie von anderen kriegen können. Und offensichtlich sind Narzissmus und Nerdzismus Zwillinge. Natürlich soll niemandem verboten werden, via Twitter seine zweite Pubertät zu durchleben. Nur sollte man das nicht zum politischen Programm erheben. Jetzt haben wir noch die Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Wir brauchen den Citoyen, dem Werte wie Freiheit, Demokratie und Eigentum auch im Netz am Herzen liegen.</p></blockquote>
<p>Setzen nicht auch Sie ihr Wissen gerade in diesem Artikel besonders deutlich zu Ihrem eigenen Vorteil (=der Begründung ihrer persönlichen Lebensauffassung) ein? Die Piraten wiederum sind Verfechter der sogenannten Creative-Commons-Lizenz<sup>[8]</sup>, einem Pilotprojekt, um zu versuchen, dass geistiges Eigentum von jedem genutzt und kopiert werden darf &#8211; solange der ursprüngliche Autor immer damit genannt wird. Und hat nicht die Spendenaffäre der CDU besonders deutlich gezeigt, dass auch Sie und Ihre Kollegen, auch hin und wieder einmal illegal &#8220;zusammenraffen, was sie von anderen kriegen können&#8221;? Und Herr Heveling, auch Sie sollten ihr gefährliches Halbwissen über Begriffe wie Citoyen und die französische Revolution nicht zur politischen Agenda erheben, den Vorwurf möchte ich hiermit entschieden zurück geben. Und der Citoyen &#8211; mit Verlaub &#8211; scheisst auf Eigentum, Rousseau hat da durchaus schon leicht vor-marxistisch gedacht. Der Citoyen braucht das Eigentum nur zur Lebenserhaltung, es ist aber keine direkte Äußerung des Gesellschaftsvertrages bzw. eben der Essenz der Gemeininteressen. Eigentum und Arbeitsteilung war laut Rousseau ja erst das, was zur Entfremdung des amoralischen Urmenschen zum unmoralischen heutigen Menschen gemacht hat, den es in der Entwicklung zum Citoyen zu überwinden gilt.</p>
<p>Herr Heveling, ich möchte Sie ungerne persönlich angreifen, auch wenn das vermutlich mit diesem Artikel in gewisser Weise geschehen sein mag. Ich möchte mich für eventuell unsachgemäßes Verhalten entschuldigen, Sie aber gleichzeitig auch in die Pflicht nehmen, sich ebenso für ihr teilweise wirklich populistisch verwendetes, schlicht falsches Halbwissen zu entschuldigen. Einen Krieg führen bedeutet nämlich nicht nur, mit gefälschten Argumenten aufeinander eindreschen, sondern auch eigene Niederlagen anzuerkennen. Und einen Sieg der bürgerlichen Gesellschaft über das Internet, so wie Sie ihn hier sehr schön postulieren &#8211; davon sind wir noch weit entfernt. Sehr weit.</p>
<p>Guten Tag.</p>
<h3>Quellen und Literatur</h3>
<ul>
<li>[1] &#8211; <a title="Externe Quelle: Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen</a></li>
<li>[2] &#8211; <a title="Externe Quelle: Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politikverdrossenheit" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Politikverdrossenheit</a></li>
<li><em>[3] &#8211; „Wir alle [..] bewegen uns mit hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahn und haben unseren Blick dabei auf den Rückspiegel fixiert; der aber kann uns nur sagen, wo wir waren, nicht, was vor uns liegt. […] Die Ironie ist, daß auch die Frontscheibe in gewisser Weise ein Rück-spiegel ist, denn jedwede von uns gesehene Zukunft ist nur eine Projektion der Vergangenheit – und kann nichts anderes sein.“</em>, zitiert nach Neil Postman, Die zweite Aufklärung. Vom 18. ins 21. Jahrhundert, 2. Aufl., Berlin 1999, S. 7.</li>
<li>[4] &#8211; Domitian erklärte Germanien für besiegt (&#8220;germania capta&#8221;) &#8211; knapp 500 Jahre später zerstörten die Germanen zur Zeit der Völkerwanderungen Rom.</li>
<li>[5] &#8211; Artikel 14, GG, Absatz 2: &#8220;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.&#8221;</li>
<li>[6] &#8211; <a title="Externe Quelle: Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jaron_Lanier" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Jaron_Lanier</a></li>
<li>[7] &#8211; <em>Der Neue Pauly</em> ist aus diversen Universitätsnetzen wie dem der Universität Bonn online unter <a title="Externe Quelle: http://brillonline.nl" href="http://brillonline.nl" target="_blank">http://brillonline.nl</a> abrufbar</li>
<li>[8] &#8211; &#8220;Was ist Creative Commons?&#8221; @ <a title="Externe Quelle: creativecommons.org" href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/" target="_blank">http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/</a></li>
</ul>
<h3>Post Scriptum</h3>
<p>Sehr schön: Mein werter Herr Kollege Sam K. aus M. hat meinen Artikel zur Vorlage genommen und seinen Senf dazu gegeben: <a title="Externe Quelle: It's so loud these days..." href="http://soloudthesedays.wordpress.com/2012/01/31/in-sachen-acta" target="_blank">http://soloudthesedays.wordpress.com/2012/01/31/in-sachen-acta</a></p>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2012/01/31/ansgar-quichotte-und-der-kampf-gegen-die-windmuhlenriesen/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=xlN7wQ5xlSM:ZOMmD3BU7cg:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/xlN7wQ5xlSM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2012/01/31/ansgar-quichotte-und-der-kampf-gegen-die-windmuhlenriesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ad ACTA</title>
		<link>http://others-blog.net/2012/01/31/ad-acta/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=ad-acta</link>
		<comments>http://others-blog.net/2012/01/31/ad-acta/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[postdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[SOPA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=614</guid>
		<description><![CDATA[Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich nicht weiß, ob ich Lachen oder Weinen soll. Auf der einen Seite freue ich mich unheimlich darüber, dass &#8211; initiiert von dem sehr großen Erfolg der Anti-SOPA-Bewegung in den USA[1] &#8211; auch hier in Deutschland eine riesige Protestwelle gegen das cisatlantische Pendant &#8220;ACTA&#8221;[2] losgetreten wurde (Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich nicht weiß, ob ich Lachen oder Weinen soll. Auf der einen Seite freue ich mich unheimlich darüber, dass &#8211; initiiert von dem sehr großen Erfolg der Anti-SOPA-Bewegung in den USA<sup>[1]</sup> &#8211; auch hier in Deutschland eine riesige Protestwelle gegen das cisatlantische Pendant &#8220;ACTA&#8221;<sup>[2]</sup> losgetreten wurde (Es wird am 3. und 10. Februar die sog. Operation Paperstorm<sup>[3]</sup> stattfinden, am 11. Februar dann eine bundesweite Massendemonstration<sup>[4]</sup>). Auf der anderen Seite muss darüber weinen, dass es so etwas überhaupt geben muss.</p>
<p>Doch sehen wir es mal von der anderen Seite: Da sehr offensichtlich mittlerweile die traditionelle Gewaltenteilung von Legislative, Exekutive und Judikative sowie den Medien als vierte Gewalt vollständig aufgelöst scheint, bilden sich allmählich im Zuge der Proteste und Auseinandersetzungen bezüglich SOPA, PIPA und ACTA neue Gewalten heraus: Die (Internet-)gesellschaft und die Wirtschaft. Warum ich von Internetgesellschaft, anstatt vom normalen Volk rede, begründet sich darin, dass mittlerweile ein Großteil von Demonstrationen und allgemeinen Protesten gegen Gesetze oder Missstände über das Internet organisiert wird und das Internet, was als Kommunikationsmedium eben essentiell wichtig ist, für die Politik der Öffentlichkeit nun einmal zentral ist.</p>
<p>Die Politik im Sinne von Staat und Politikern muss man hierbei neu bewerten, denn besonders bei Gesetzen wie ACTA und SOPA wird eines deutlich: Die Politik ist mittlerweile ausschließlich für die Exekutive und die Judikative zuständig &#8211; Die Legislative übernimmt immer mehr die Wirtschaft und als ihr traditioneller Gegenspieler die politisch aktive Öffentlichkeit. Das hat sich selbstverständlich die Politik selber zuzuschreiben, da immer mehr wichtige, staatliche Aufgaben wie Kultur, Bildung und eben das objektive Forschen zu wichtigen, wirtschaftlichen Themen in die Hände der Wirtschaft gegeben wird<sup>[5]</sup>. Die Politik fungiert also mittlerweile nur noch als ein &#8220;Durchsetzer&#8221; dieser beiden Partikularinteressen &#8211; je nachdem, wer gerade &#8220;gewonnen&#8221; hat.</p>
<p>Somit wird deutlich, worauf die Entscheidung über Gesetze wie SOPA und ACTA hinausläuft: Obwohl es hier in erster Linie um das Partikularinteresse der Wirtschaft &#8211; Schutz von Copyright und Patenten &#8211; geht, ist die Tragweite dieser Gesetze (und ich sage hier bewusst nicht, dass das auch so von der Wirtschaft beabsichtigt wurde) eben derartig, dass damit &#8211; in der Praxis &#8211; die Opposition der Wirtschaft &#8211; das freie Internet aka dem Volk &#8211; ausgeschaltet und mundtot gemacht. Würde das passieren, würde zumindest auf absehbare Zeit nur noch Gesetzgebung pro-Wirtschaft betrieben werden. Nicht, dass das direkt schlecht für die Menschen wäre, besonders in Europa haben wir ja keine Nachteile von den Produktionsmethoden der Unternehmen, aber war schleht für die Menschen wäre, ist die Tatsache, dass wir eben dem Gutdünken wirtschaftlicher Unternehmen ausgeliefert worden wären.</p>
<p>Wie gesagt: Die Wirtschaft soll gerne versuchen, Copyright- und Patentgesetze für das Internet inkraft treten zu lassen &#8211; aber nicht auf Kosten der einzigen Waffe, die die Öffentlichkeit gegen die Wirtschaft hat, mit welcher sie sich auf Augenhöhe mit der Wirtschaft befindet! Das letzte Wort ist in Sachen Internet noch nicht gesprochen und ich bin gespannt, wohin sich dieser Schlagabtausch Wirtschaft &#8211; Öffentlichkeit noch bewegt, doch zumindest derart mächtige Gesetze, die zur Zensur zweckentfremdet werden können, dürfen nicht passieren und sollten &#8211; vorsicht, Wortspiel! &#8211; ad acta gelegt werden. Ich dachte, man hätte aus den Notstandsgesetzen gelernt. :)</p>
<p>In diesem Sinne: <strong>Challenge Accepted!</strong></p>
<h3>Quellen und Literatur</h3>
<ul>
<li>[1] &#8211; http://sopastrike.com/</li>
<li>[2] &#8211; http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement</li>
<li>[3] -<em> Operation Paperstorm</em> bezeichnet das Vorhaben von Onlineaktivisten, am 3. und 10. Februar 2012 auf die am 11. Februar 2012 bundesweit geplanten Demonstrationen gegen ACTA mit Flugblättern und Plakatierungsaktionen aufmerksam zu machen.</li>
<li>[4] &#8211; Link auf das Haupt-Event (facebook): http://www.facebook.com/events/182716005161256/ [Abgerufen: 31.01.2012, 13:15 Uhr].</li>
<li>[5] &#8211; Vgl. Colin Crouch, &#8220;Postdemokratie&#8221;, Bonn 2008.</li>
</ul>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2012/01/31/ad-acta/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=hmBYR3J3hBg:pNCqwBx0oLE:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/hmBYR3J3hBg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2012/01/31/ad-acta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Gesichtsbüchern und Pusteblumen</title>
		<link>http://others-blog.net/2012/01/27/von-gesichtsbuchern-und-pusteblumen/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=von-gesichtsbuchern-und-pusteblumen</link>
		<comments>http://others-blog.net/2012/01/27/von-gesichtsbuchern-und-pusteblumen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[google+]]></category>
		<category><![CDATA[postillon]]></category>
		<category><![CDATA[social network]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=611</guid>
		<description><![CDATA[Martin Sonneborn hat einmal in einem sehr interessanten Interview einen kurzen, kleinen Satz gesagt: &#8220;Die Politik in Deutschland wird immer satirischer, deswegen wird die Satire immer politischer.&#8221; Was er damit vielleicht alles ausgedrückt haben könnte, will ich hier nicht spekulieren, nur eines möchte ich sagen: Mich dünkt, er hatte recht. Einige von euch kennen vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Sonneborn hat einmal in einem sehr interessanten Interview einen kurzen, kleinen Satz gesagt: &#8220;Die Politik in Deutschland wird immer satirischer, deswegen wird die Satire immer politischer.&#8221; Was er damit vielleicht alles ausgedrückt haben könnte, will ich hier nicht spekulieren, nur eines möchte ich sagen: Mich dünkt, er hatte recht.</p>
<p>Einige von euch kennen vielleicht <a title="Quelle: Postillon" href="http://www.der-postillon.com/" target="_blank">den Postillon</a> &#8211; das ist eine satirische Zeitschrift, die aktuelle Entwicklungen nutzt, sie dreifach durch den Kakao zieht und danach an der Sonne trocknen lässt. So kommen beispielsweise Artikel heraus wie: <a title="Quelle: Postillon" href="http://www.der-postillon.com/2009/11/medizinischer-meilenstein-erste.html" target="_blank">&#8220;Hühnerauge erfolgreich vom linken in den rechten Fuß transplantiert!&#8221;</a> Stefan Sichermann (Autor des Postillon) hat sich nun die beiden Ankündigungen von Google(+) und Facebook (&#8220;Wir wollen noch &#8216;n paar mehr Daten, okay?&#8221;) und die daraus resultierenden Userwanderungen zum <a title="Quelle: Postillon" href="http://www.der-postillon.com/2012/01/mangelnder-datenschutz-emporte-facebook.html" target="_blank">Vorbild für einen weiteren Artikel</a> genommen. Denn: Es gibt theoretisch nur zwei Marktführer: Google mit Plus und Facebook mit Like &#8211; und da soziale Netzwerke darauf aufbauen, dass man sich mit Menschen austauscht, macht es keinen Sinn, die einzige Seele auf einem Netzwerk zu sein. Wohin also fliehen? Richtig: Zur Konkurrenz (die mit den Daten genau das gleiche macht). Das ist ganz schlichte Massendynamik.</p>
<p>Sichermann entfernt sich dann aber kurz von der Satire, indem er &#8211; gar nicht mal so ironisch &#8211; fragt, warum sich die Masse nicht einfach mal kollektiv sagt: &#8220;Warum gehen wir nicht einfach zu einem Drittanbieter?&#8221; &#8211; und Sichermann bietet gleich Ersatz an: <a title="Quelle: Diaspora*" href="http://diasporaproject.org/" target="_blank">Diaspora*</a></p>
<p>Diaspora* ist ein soziales Netzwerk, das sich seit 2010 in der Entwicklung befindet und daher noch relativ neu und in der Alpha-Phase befindlich ist (also eine Vor-Vor-Vor-Version quasi). Was ist nun der Vorteil an Diaspora* und warum ist es durchaus eine Option, zu Diaspora* zu wechseln?</p>
<p>Nun, zuallererst ist Diaspora* nicht an ein einziges Unternehmen gebunden, d.h. es ist eine freie Software, die sich jedermann auf einen Server aufspielen kann, und dann am Projekt teilnimmt. Es gibt mittlerweile schon viele solcher Server, die mit verschiedenen Daten, wie dem Serverstandort etc. auch auf der Hauptseite aufgelistet sind. Diese Server heißen Pods, und das ist das Neue an Diaspora*: Die eigenen, persönlichen Daten (Von denen es übrigens noch viel weniger gibt als bei Facebook) liegen nur auf dem jeweiligen Pod/Server, d.h. wenn der Server z.B. in Deutschland steht, fällt er auch unter deutsche Jurisdiktion und darf dementsprechend z.B. keinen Schabernack damit treiben. Außerdem werden die Informationen von der Software nur an andere Server weitergegeben, wenn man das ausdrücklich erlaubt.</p>
<p>Die Vorteile dabei liegen auf der Hand: Eine viel größere Verfügbarkeit, Dezentralisation und quasi das Prinzip des Freien Webs auf Social Networks übertragen. Wer sich noch etwas genauer informieren möchte, dem sei <a title="Quelle: YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=a6X0g_dse3c" target="_blank">das deutschsprachige Tutorialvideo von Dennispager</a> empfohlen. Übrigens: Der Stern am Ende von Diaspora* soll für eine Pusteblume stehen, also quasi das Markenzeichen von Diaspora.</p>
<p>Doch jetzt kommt die Pointe, bei der ich zurück auf Martin Sonneborns Zitat kommen möchte: Der Postillon, als eine satirische Webseite, hat es geschafft, eine durchaus beachtliche Anzahl neuer User auf Diaspora* zu bekommen, was meiner Meinung nach ein schöner Beweis dafür ist, dass Satire durchaus sehr politisch werden kann oder zumindest das Zeug dazu hat. Wie gesagt &#8211; irgendwann werden wir einen GröVaZ im Bundestag haben!</p>
<p>Ich persönlich empfehle zumindest einmal, einen Blick auf Diaspora zu werfen, es sieht vielleicht noch nicht ganz so schön aus, aber es taugt was!</p>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2012/01/27/von-gesichtsbuchern-und-pusteblumen/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=4WSYZl9xUmY:-WvxzeE2bz0:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/4WSYZl9xUmY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2012/01/27/von-gesichtsbuchern-und-pusteblumen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Methoden wie in China</title>
		<link>http://others-blog.net/2012/01/18/methoden-wie-in-china/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=methoden-wie-in-china</link>
		<comments>http://others-blog.net/2012/01/18/methoden-wie-in-china/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 17:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
		<category><![CDATA[Lamar Smith]]></category>
		<category><![CDATA[PIPA]]></category>
		<category><![CDATA[SOPA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=598</guid>
		<description><![CDATA[Oho, da scheint die US-Regierung tatsächlich Spuren von Neid zu zeigen auf ihren größten Kontrahenten: Der US-Kongress plant, am 24 Januar über die beiden Gesetze Namens PIPA (&#8220;Protect IP Act&#8221;) und SOPA (&#8220;Stop Online Piracy Act&#8221;) zu entscheiden. Damit wären in wunderbarer Analogie zur chinesischen Politik-Zensur in den USA alle Schranken offen für eine Art [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oho, da scheint die US-Regierung tatsächlich Spuren von Neid zu zeigen auf ihren größten Kontrahenten: Der US-Kongress plant, am 24 Januar über die beiden Gesetze Namens PIPA (<em>&#8220;Protect IP Act&#8221;</em>) und SOPA (<em>&#8220;Stop Online Piracy Act&#8221;</em>) zu entscheiden. Damit wären in wunderbarer Analogie zur chinesischen Politik-Zensur in den USA alle Schranken offen für eine Art Wirtschafts-Zensur des Internets. Wo man in China viele politische Taten auf das &#8220;Rote&#8221;, das pseudo-Kommunistische herunterbrechen kann, wird also erneut deutlich, dass man in den USA viele politische Taten auf das &#8220;Blaue&#8221;, nämlich die &#8220;freie&#8221; Wirtschaft herunterbrechen kann. Freie Wirtschaft? Vielleicht nicht ganz so frei, doch dazu später mehr.</p>
<p>Als erstes möchte ich einmal erklären, was der PIPA und der SOPA eigentlich sind. Der SOPA ist ein Gesetz, eingebracht vom Texaner Lamar Smith, welches weitreichende Maßnahmen legitimiert, mit denen sich Rechteinhaber gegen fremde Webseiten, die ihr urheberrechtlich geschütztes Material verwenden, zur Wehr setzen können<sup><span style="color: #3366ff;">[1]</span></sup>. Ein Beispiel zeigt das ganz gut: Smith selber hat einmal ein Foto auf seiner Webseite geposted, welches zwar unter einer freien Lizenz verfügbar war, allerdings mit der Einschränkung der Namensnennung &#8211; welcher nach Ansicht des Fotografen nicht an einer entsprechenden Stelle auf der Seite auffindbar gewesen ist<sup><span style="color: #3366ff;">[2]</span></sup>. In diesem Falle hätte der Fotograf ein leichtes Spiel gehabt, die Seite des Republikaners herunterfahren zu lassen, da offensichtlich eine Verletzung der Copyright-Rechte vorlag. Smith hätte mit dem SOPA also quasi die rechtliche Grundlage für seinen eigenen, medialen Untergang geliefert, wenn es weiterhin nach seinen Plänen läuft. Der SOPA ist der &#8220;große Bruder&#8221; des PIPA, da er auf vielen Aspekten des PIPA aufbaut, die ich hier nicht weiter erläutern will.<sup><span style="color: #3366ff;">[3]</span></sup></p>
<p>Doch nun noch einmal Klartext, also eine Kurzbeschreibung des unter [1] zitierten Videos auf <em>fightforthefuture.org</em>: Der SOPA zielt darauf ab, den Medienunternehmen in den USA (wie Universal, Sony BMG, die Warner Group, Paramount etc.) noch weiterreichende Rechte einzuräumen, als die bisherigen, um noch effektiver gegen Online-Piraterie vorzugehen. Als Online-Piraterie wird zur Zeit bezeichnet, wenn Personen urheberrechtlich geschütztes Material (was prinzipiell nicht nur Musik und Filme, sondern sogar Literatur und eben Fotos einschließt) online stellen. Damit machen diese sich bereits nach jetzigem Recht strafbar und können juristisch belangt werden. Das Problem hierbei: Aufgrund der bereits sehr strikten Regelungen in den USA, Online-Piraten zu bestrafen, stehen viele Server im Ausland, worauf die US-Jurisdiktion keinen Zugriff hat. Mit dem SOPA wird das nun umgangen: Internetseiten, die urheberrechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis hoch stellen oder anderweitig derartige Rechte verletzen, können dann aus dem DNS-Speicher der USA verschwinden. Der DNS-Speicher ist nichts weiter als eine Tabelle mit zwei Spalten. In der einen Spalte steht eine sogenannte IP (z.B. <a href="http://www.utrace.de/whois/209.85.229.94">209.85.229.94</a> für die Google-Suche), in der anderen eine Webadresse (z.B. <em>www.google.com</em>). Wird nun ein Eintrag gelöscht, beispielsweise der von Google, kann sich kein Browser sich mehr mit Google verbinden, es sei denn, man weiß die IP.</p>
<p>Und das ist auch schon der Knackpunkt: Wenn man eine Liste mit wichtigen IP-Adressen hat, braucht man den DNS-Speicher gar nicht. Ich denke, dass die Amerikaner den Providern zwar IP-Sperren aufzwingen werden, falls sich das als effektiv herausstellt. Allerdings ist das ein sehr deutliches Beispiel dafür, dass der SOPA mit Gewalt durchzubringen versucht, was man nicht erreichen kann: Vollständige Sicherheit. Das sieht man bereits jetzt: Wegen der strikten US-Gesetzgebung umgehen viele Filesharer die Gesetze bereits schlicht durch ein Abwandern in andere Länder. Einmal davon abgesehen, dass die USA das durch gezielte Einflussnahme in der EU ebenso zu unterbinden versuchen<span style="color: #3366ff;"><sup>[4]</sup></span>, ist es klar, worauf das Ganze hinausläuft. Auf jedes Gesetz der USA, das Filesharing zu unterbinden, werden mindestens zwei erfolgreiche Ideen kommen, wie man dieses umgehen kann. Ich meine &#8211; so kann man Fortschritt auch erreichen. Oder aber einen langen und nicht zu gewinnenden Guerillakrieg mit Internetaktivisten.</p>
<p>Und hier kommt etwas Neues durch, was vom SOPA auch berührt wird: Fortschritt. Entwicklung und Verbesserung sind der Konkurrenz geschuldet, einem der Kernmerkmale des 19. und später des 20. Jahrhunderts gewesen und hat für viele Verbesserungen gesorgt. Ich erinnere nur einmal an eines der prominentesten Beispiele für Fortschritt durch Konkurrenz: Der Wettlauf zum Mond. Hätten sich die USA und die UdSSR nicht gegenseitig provoziert, schneller zu forschen, würden wir heute vielleicht gerade einmal anfangen, über eine Weltraumstation nachzudenken. Und genau diese Konkurrenz ist ein Kernmerkmal der freien Wirtschaft, allgemein des Liberalismus. Durch Konkurrenzprodukte wird eine Firma dazu gezwungen, ihre eigenen Produkte immer wieder zu verbessern. So erreichen wir im heutigen System am schnellsten Durchbrüche.</p>
<p>Das Problem hierbei ist, dass es im künstlerischen Bereich, der von den Urheberrechtsgesetzen abgedeckt wird, keine Konkurrenz im klassisch-wirtschaftlichen Sinne gibt. Die eigentliche Konkurrenz, der eigentliche Fortschritt hier besteht daraus, dass sich Künstler (mit dem Internet) über andere Kunst informieren können, denn Kunst besteht nunmal aus Klauen und neu zusammensetzen. Der SOPA nun würde diesen Informationshahn abdrehen und dafür sorgen, dass sich die Kunst nicht mehr richtig entwickeln kann. Das beste Beispiel dafür haben wir in Deutschland: Die GEMA hat es mittlerweile geschafft, Youtube zu zwingen, kaum noch GEMA-lizensierte Musik in Deutschland freizugeben und nun hat sie es auch noch geschafft, Grooveshark in die Knie zu zwingen<sup><span style="color: #3366ff;">[5]</span></sup>. Wir müssen also nur die &#8220;Geofucks auf Youtube&#8221;<sup><span style="color: #3366ff;">[6]</span></sup> betrachten und das Ganze etwas überspitzen, um zu erahnen, wie die Welt aussähe, wenn der SOPA oder der PIPA durch den Kongress käme.</p>
<p>Und jetzt ist es hoffentlich auch verständlich, warum viele Seiten sich für den heutigen Tag ausgeschwärzt haben. Der SOPA bedroht ganz essenziell die Meinungsfreiheit im Netz und lässt der juristischen Willkür freien Lauf. Daher ist es auch absolut richtig, dass sich auch die Grünen und die Piraten beispielsweise dem Streik angeschlossen haben<sup><span style="color: #3366ff;">[7]</span></sup>, viele deutsche Blogs ebenso. Es gibt sogar schon ein WordPress-Plugin gegen den SOPA<sup><span style="color: #3366ff;">[8]</span></sup>, mit dem man Tage bestimmen kann, an denen das eigene Blog &#8220;down&#8221; geht, um zu demonstrieren.</p>
<p>Wir müssen nun also alles daran setzen, dieses Gesetz zu stoppen. Und wenn wir das getan haben, müssen wir alles daran setzen, das dessen europäisches Pendant, das ACTA (zitiert unter [4]) ebenfalls nicht zum Einsatz kommt. In Spanien ist es ja leider schon zu spät<sup><span style="color: #3366ff;">[9]</span></sup>, da muss nun alles daran gesetzt werden, den Schaden wieder gut zu machen.</p>
<h3>Quellen und Literatur</h3>
<ul>
<li>1 &#8211; Ein sehr anschauliches Informationsvideo dazu unter <a href="http://fightforthefuture.org/pipa">http://fightforthefuture.org/pipa</a></li>
<li>2 &#8211; Neumann, Carolin: &#8220;Copyright-Krieger beim Copyright-Bruch ertappt&#8221;, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808897,00.html">http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808897,00.html</a></li>
<li>3 &#8211; Vgl. hierzu bspw. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:SOPA_initiative/Learn_more">http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:SOPA_initiative/Learn_more</a></li>
<li>4 &#8211; Anti-Counterfeiting Trade Agreement: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement">http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement</a></li>
<li>5 &#8211; Siehe dazu die Domain von Grooveshark: <a href="http://grooveshark.com/">http://grooveshark.com/</a></li>
<li>6 - <a href="http://www.crackajack.de/">http://www.crackajack.de/</a></li>
<li>7 &#8211; Beitzer, Hannah: &#8220;SOPA und PIPA &#8211; Piraten verpennen den Protest&#8221;, <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/sopa-und-pipa-piraten-verschlafen-den-protest-tollewurst-1.1260880">http://www.sueddeutsche.de/digital/sopa-und-pipa-piraten-verschlafen-den-protest-tollewurst-1.1260880</a>,</li>
<li>8 - <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/sopa-blackout-plugin/">http://wordpress.org/extend/plugins/sopa-blackout-plugin/</a></li>
<li>9 &#8211; Neumann, Carolin: &#8220;USA drängten Spanien zu scharfem Copyright-Gesetz&#8221;, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,807519,00.html#ref=rss">http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,807519,00.html</a></li>
</ul>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2012/01/18/methoden-wie-in-china/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=MtXWuRflcmA:FJtpX-WCnqU:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/MtXWuRflcmA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2012/01/18/methoden-wie-in-china/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wuff, Wulff!</title>
		<link>http://others-blog.net/2012/01/12/wuff-wulff/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=wuff-wulff</link>
		<comments>http://others-blog.net/2012/01/12/wuff-wulff/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 12:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit-Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Mailbox-Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=592</guid>
		<description><![CDATA[Ursprünglich hatte ich ja vor, so langsam aber sicher mich von der Politik zu entfernen und etwas philosophischere Themen anzustoßen. Einerseits, weil ich von meinem langjährigen Freund Sam K. aus M. in den letzten Monaten des gemeinsamen Studiums immer mehr mit Büchern, Aussagen, Thesen und dergleichen zugeschüttet wurde, andererseits, weil ich selber begann, mich etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich hatte ich ja vor, so langsam aber sicher mich von der Politik zu entfernen und etwas philosophischere Themen anzustoßen. Einerseits, weil ich von meinem langjährigen Freund Sam K. aus M. in den letzten Monaten des gemeinsamen Studiums immer mehr mit Büchern, Aussagen, Thesen und dergleichen zugeschüttet wurde, andererseits, weil ich selber begann, mich etwas dafür zu interessieren. Dass daraus jetzt nichts wird, liegt an zwei Dingen. Erstens kann Philosophie zwar hochinteressant sein, wenn man sie allerdings selber praktiziert (Und das versuche ich derzeit vergeblich anhand zweier Entwürfe, die noch im Speicher des Blogs kursieren) erweist sie sich als äußerst fies. Und zweitens liegt es daran, dass die Politik weitaus weniger eigene Denkarbeit erfordert und ich mich auf dieses bisschen Denken schon durchaus eingeschossen habe.</p>
<p>Die Vorlagen hier liefern nicht irgendwelche a-Priori-Bedingungen, die man als Philosoph erstmal definieren muss, sondern echte Menschen aus Fleisch und Blut und &#8211; weil es ja so schön ist und ihr alle noch nicht genügend mitbekommen habt von unserem derzeit so herzallerliebst geschätztem Bundespräsidenten Wulff, will auch ich mich am Kuchen beteiligen und mich daran gütlich tun. Ausgelöst wurde dieser&#8230; ja beinahe schon Hass gegen unseren Bundespräsidenten Wulff nicht dadurch, dass er sich einen Kredit verschafft hat, auch nicht dadurch, dass er das damals als Ministerpräsident verschwiegen hat, sondern einzig und allein durch seinen ätzenden Charakter.</p>
<p>Ich bin eine Person, die normalerweise recht moderat mit Personen umgeht, und so will ich auch Wulff erst einmal in Schutz nehmen: In Deutschland gibt es eine Art Etikette, dass man das Private nicht mit dem Politischen verbinden solle. Politik ist etwas, das die Allgemeinheit angeht, also ist es unzulässig, sich über die Politik private Vorteile zu verschaffen &#8211; oder anders herum, denn dadurch könnte eine Verzerrung des Rechts zugunsten weniger Personen entstehen. Eine derartige Verzerrung haben wir zwar durch den Lobbyismus bereits, aber die ist gesellschaftlich mehr oder minder außer Frage (leider?). Hat Wulff das getan? Meiner Meinung nach: Nein.</p>
<p>Was Wulff tat, war, so wie ich das aus den genügend zahlreichen Artikeln herauslesen konnte: Er bat einen befreundeten Banker, ihm einen günstigen Kredit zu verschaffen, mit welchem er sein Haus finanzierte. Dieser Kredit über eine halbe Million Euro wurde ihm dann zu besonders günstigen, freundschaftlichen Konditionen gewährt. So far so good. Das ist eine Verbindung von Wirtschaftlichem mit Privatem. Da das Wirtschaftliche allerdings so oder so auf einer privaten Basis stattfindet (Ein Unternehmen bereichert in ausschließlich den Inhaber, und nicht die Allgemeinheit. Über Steuern muss er natürlich etwas an die Allgemeinheit zahlen, aber das ist &#8211; dank Schröder und weiteren Gestalten der deutschen Politik &#8211; verschmerzbar), ist es absolut legitim und rechtlich erlaubt. Wenn ihr euch beispielsweise von euren Eltern 200 € ausleiht, ist das rechtlich genau dasselbe wie ein Kredit &#8211; nur eben zu 0% Zinsen.</p>
<p>So &#8211; was hat Wulff nun aber falsch gemacht? Nun, er hat gehandelt. Das ist mehr oder minder sein einziger Fehler. Und das, obwohl alles so gut anfing: Als sein Privatkredit &#8220;aufflog&#8221;, wandelte er ihn bereitwillig in einen normalen Kredit mit mehr Zinsen bei einer anderen Bank um, hat also quasi seinen Fehler eingesehen und ihn sogar freiwillig korrigiert. Doch dann kamen die Medien und mit ihnen eine etwas&#8230; nun, sagen wir unüberlegte Handlung. Als Wulff auf seiner Arabienreise erfuhr, dass die BILD einen Tag später einen Artikel zu seinem Kredit veröffentlichen würde, hat der &#8211; und das ist das bemerkenswerte &#8211; früher so eng mit der BILD-Zeitung verbundene Wulff die Nerven verloren und Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD auf die Mailbox gesprochen, er solle den Artikel bloß nicht veröffentlichen. Was Diekmann natürlich trotzdem tat. Und seither verfolgt Wulff diese Affäre, die aus der ursprünglichen Affäre hervorgegangen war.</p>
<p>Denn wie zu beobachten war, hat sich das Thema in den letzten zwei Wochen verschoben. Es wird nicht mehr von der Kredit-Affäre, sondern jetzt von der Mailbox-Affäre gesprochen. Hätte Wulff den Artikel einfach nur passieren lassen, hätte er einen taktischen Vorteil gehabt: Falls in dem Artikel etwas Amtsschädigendes gestanden hätte (Und amtsschädigend war bisher nur Wulff selber, was vor ihm auch noch niemand fertig gebracht hat) hätte er reagieren können. Dadurch aber, dass er agiert hat, hat er sich in die Bredouille gebracht und musste dann Gegenargumentieren, was kein Leichtes ist, besonders nicht mit mehreren Medien, die sich natürlich &#8211; als Kollegen &#8211; unterstützen. Und was dann passierte, würde selbst Syriens Präsident Assad nur kopfschüttelnd bewerten. Wulff verhedderte sich mehr und mehr in Widersprüchen und fadenscheinigen Ausreden, die er eigentlich nicht einmal gebraucht hätte (Wie bereits gesagt: Privates mit wirtschaftlichem Verbinden war völlig legitim, da er dem Volk dadurch kein kleines bisschen geschadet hat) und steht nun mit dem Rücken bereits hinter der Wand, so sehr hat er sich ins Abseits manövriert.</p>
<p>Und nun kommt, was ich so hässlich an der ganzen Sache finde: Wulff besudelt das Amt des Bundespräsidenten, des Vorbildes (!) der Nation, mit derart minderwertigen Persiflagen an erstklassige Affären wie die von Guttenberg oder der Spendenaffäre, dass ich selbst Guttenberg ein beinahe souveränes Verhalten unterstelle. Und das alles nur aus augenscheinlicher Mediengier. Ich kann es selbstverständlich nicht beweisen, aber der gesamte Umgang mit den Medien, den Wulff in den letzten Tagen zeigte, verleitet fast unumgänglich zu der Annahme, dass Wulff in die Öffentlichkeit wollte. Anders kann ich mir &#8211; für einen Spitzenpolitiker &#8211; dieses Verhalten schlichtweg nicht erklären, denn eigentlich will man als Politiker ja möglichst nicht in die Medien kommen. Der Charakter der Person Wulff ist somit nicht vereinbar mit dem Amt, das er ausfüllen soll, und ich persönlich muss sagen: Diese Rufbeschädigung, die Wulff betrieben hat, ist nicht mehr wieder gut zu machen. Wulff mag ja alles haben: Langjährige Politikerfahrung, eine Partei und eine Bundeskanzlerin, die ihn ins Amt gehievt hat. Aber er hat kein Rückgrat. Und das ist &#8211; als Bundespräsident &#8211; nicht tragbar. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wulff hat &#8211; um eine beliebte Metapher aufzugreifen &#8211; wie ein kläffender Hund eine vorbeilaufende Person mit Namen BILD angebellt und bellt nun die vielen Menschen auf der Straße, die ihn jetzt anschauen, in seiner Rage an. Wie schön, dass bellende Hunde nicht beißen. Wuff!</p>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2012/01/12/wuff-wulff/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=JtAc3bYbe9k:pmRfdjbn_Rw:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/JtAc3bYbe9k" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2012/01/12/wuff-wulff/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Über die Vetternwirtschaft</title>
		<link>http://others-blog.net/2011/12/25/uber-die-vetternwirtschaft/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=uber-die-vetternwirtschaft</link>
		<comments>http://others-blog.net/2011/12/25/uber-die-vetternwirtschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 14:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rapa Nuts]]></category>
		<category><![CDATA[Road to]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=576</guid>
		<description><![CDATA[Vetternwirtschaft ist etwas fieses. In früheren Jahrhunderten gelobt und häufig praktiziert, hat es sich heute teilweise zu unglaublichen Ausmaßen geweitet und bedroht nun &#8211; als eine von vielen Ursachen &#8211; sogar den Euro in seiner Konsistenz. Es gibt da ein sehr anekdotisches Beispiel zu; eine Geschichte, die bereits vor mehr als zwei Jahren (so um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vetternwirtschaft ist etwas fieses. In früheren Jahrhunderten gelobt und häufig praktiziert, hat es sich heute teilweise zu unglaublichen Ausmaßen geweitet und bedroht nun &#8211; als eine von vielen Ursachen &#8211; sogar den Euro in seiner Konsistenz. Es gibt da ein sehr anekdotisches Beispiel zu; eine Geschichte, die bereits vor mehr als zwei Jahren (so um den Dreh, vermute ich) im SPIEGEL stand. Eine Geschichte von kretischen Schafsbauern, die, als die EU-Kontrolleure zum Schäfchenzählen anrückten, ihre Herden kurzerhand zu einer großen Herde pferchten und diese des Nachts von Hof zu Hof trieben, und den EU-Kontrolleuren plus/minus ein paar Schafen immer wieder dieselbe, viel zu große Menge an Schafen zu präsentieren. Die Folge ist klar: Unmengen an Subventionen, mit denen sich dann auch die Familien von Freunden ein gutes Leben machen konnten. Das ist der wirtschaftliche Blickwinkel, der Vetternwirtschaft &#8211; sofern die anderen es tun &#8211; schadhaft findet. Die Liberalen würden hier anführen, dass Vetternwirtschaft Marktverzerrend ist und in die Freiheit eines jeden, durch eigene Arbeit reich zu werden, unterminieren würde. Die Sozialisten wiederum fänden Vetternwirtschaft toll, ist ja kommunistisch.</p>
<p>Und ich? Nunja, Vetternwirtschaft ist &#8211; vom bürgerlichen Standpunkt &#8211; durchaus etwas praktisches: Man gibt Freunden Leistungen, die man selber gewerblich anbietet, umsonst oder zu einem Freundschaftspreis und bekommt irgendwann von diesen Freunden eine Gegenleistung, die sich in etwa aufwiegt. Im Prinzip ist das eigentlich nicht marktzersetzend, zumindest, wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch auf diesem Planeten eine ähnliche Menge an Bekannten hat, die eine ähnliche Menge an Leistungen für lau vergeben kann. Noch praktischer wird Vetternwirtschaft, wenn man &#8211; wie bei den kretischen Schafsbauern &#8211; gegenseitig dieselbe Leistung erbringt, und diese dann summiert für alle Beteiligten sogar noch mehr heraus springen lässt. Deswegen gibt es auch unter Mafiosi nicht ständig Bandenkriege, vielmehr wäscht hier eine Hand die andere.</p>
<p>Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen: Es gibt eine Band mit Namen <a target="_blank" title="Externer Link" href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100001775332857">Road To</a>. Diese Band macht, wie zu vermuten ist, Musik und sucht mit dieser Musik auch &#8211; ganz marktorientiert &#8211; ein größeres Publikum, versucht also, mit Werbung und Marketing die eigene Musik immer weiter zu verbreiten, bis man davon vielleicht sogar leben kann. Der typische Traum eines Rockstars eben. Beziehungsweise Popstars, wie es bei Road To wohl eher passt. Wer könnte denn schon nein sagen, wenn eine Band, die wirklich gute Musik macht, versucht, sich über Beziehungen zu mächtigen Freunden weiter nach oben zu schlagen? Das schadet ja niemandem, es hilft nur. Besonders, wenn sie eine befreundete Band kennt, die ihrerseits Musik macht und damit ebenso ein immer größeres Publikum anzusprechen versucht.</p>
<p>Nennen wir jetzt einmal einen der kretischen Schafsbauern Road To, und einen weiteren <a target="_blank" title="Externer Link" href="http://www.facebook.com/rapa.nuts">Rapa Nuts</a> (das ist der Name der befreundeten Band von Road To). Die Fans der beiden sind nun die Schafe. Und nun stellen wir uns einmal die EU vor, in Form z.B. von einem Wettbewerbskontrolleur. Als Beispiel könnten wir hier die Aufpasser des <a target="_blank" title="Externer Link" href="http://www.koestritzer.de/echolot/">Köstritzer Echolot</a> nennen, die dafür Sorge tragen, dass keine Fake-Accounts entstehen und jeder User nur eine bestimmte Anzahl von Punkten pro Band vergeben kann (ich meine, es wären 18 gewesen). Der Köstritzer Echolot, der als Belohnung der Siegerband einen Auftritt auf der Aftershow-Party der 2012er Echo-Verleihung und damit einen riesigen Batzen an Aufmerksamkeit verspricht, ist hier die Subvention.</p>
<p>Nun werden die beiden Bauern Road To und Rapa Nuts also versuchen, beide diesen Köstritzer-Echolot zu gewinnen und ihre Schäfchen, die Fans, dazu bewegen, für beide Bands zu voten, denn es bringt mehr Chancen auf den Sieg, wenn beide Fans für beide Bands voten, als dass sich die befreundeten Bands hier bekriegen. Das könnte in einem Auswahlkonzert genauso gut geschehen, wenn beide weiter kommen sollten. Vetternwirtschaft brächte hier deswegen viel und schadete kein kleines bisschen, weil es ja nur eine Subvention geben kann, d.h. man lässt die EU Schäfchen zählen, und wer die meisten hatte, bekommt die Subvention. Das ist nicht marktzersetzend.</p>
<p>Und wie ihr vielleicht mitbekommen habt, spiele ich in der Band Rapa Nuts und hoffe meinerseits also darauf, dass Road To für meine Band ihre Schäfchen mobilisiert, damit wir beide möglichst in die zweite Runde kommen. Da ich fair bin, verlinke ich hier aber nur für Road To für die 10 Punkte, und nicht für mich selber :)</p>
<h3 style="text-align: center;">Also los, meine Schäfchen! Votet!</h3>
<h3 style="text-align: center;"><a target="_blank" title="Externer Link" href="http://www.koestritzer.de/echolot/road-to/">Hier geht&#8217;s zum Bewerbungsprofil von Road To auf der Köstritzer-Seite!</a></h3>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2011/12/25/uber-die-vetternwirtschaft/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=qpgMIfHIwlY:kSSfjjoGxGY:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/qpgMIfHIwlY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2011/12/25/uber-die-vetternwirtschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und alle Jahre wieder…</title>
		<link>http://others-blog.net/2011/12/24/und-alle-jahre-wieder/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=und-alle-jahre-wieder</link>
		<comments>http://others-blog.net/2011/12/24/und-alle-jahre-wieder/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 13:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[others blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=570</guid>
		<description><![CDATA[An dieser Stelle möchte auch ich mich einreihen in die Reihe derer, die per Internet frohe Weihnachten wünschen! Da mir in den letzten zehn Tagen durchaus die Motivation und auch die Themen zum bloggen fehlten (auch Studenten können Weihnachtsstress haben!), nutze ich das gleichermaßen auch als eine Art Lückenfüller bis ins Neue Jahr, denn, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle möchte auch ich mich einreihen in die Reihe derer, die per Internet frohe Weihnachten wünschen! Da mir in den letzten zehn Tagen durchaus die Motivation und auch die Themen zum bloggen fehlten (auch Studenten können Weihnachtsstress haben!), nutze ich das gleichermaßen auch als eine Art Lückenfüller bis ins Neue Jahr, denn, ob ich mich an die Woche zwischen Heiligabend und Silvester später noch werde erinnern können, steht genauso in den Sternen, wie der tatsächliche Alkoholpegel.</p>
<p>Als ich vorhin nach langer Zeit einmal wieder das Orakel Google nach neuen Feed-Einträgen befragte, zeichnete sich mir ein ebenso nüchternes, wie langweiliges Bild ab. Außer, dass die Anzahl der Artikel in die Höhe schnellte, ist nicht viel passiert. Immer noch handelt ein Großteil der Artikel schließlich über die großen Themen Eurokrise und Angela Merkel und besonders die NachDenkSeiten überfluten den Newsmarkt besser als jeder Produzent mit immer neuen Artikeln über ein mittlerweile fast schon ausgepresstes Thema, unterbrochen lediglich von wenigen Fluktuationen, wie beispielsweise der medial fulminanten Selbstdemontage der FDP oder dem medial genauso fulminanten, offiziellen Truppenabzug der Amerikaner aus dem Irak. Und nicht einmal die alljährlich entstehenden, pseudophilosophischen Artikelserien über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) vermögen noch die Buchstaben wert zu sein, mit denen sie getippt wurden.</p>
<h3>Drei lesenswerte Dinge für die Weihnachtstage</h3>
<p>Dennoch gibt es einige lesenswerte Artikel und Stories in diesen Tagen, die ich euch nicht vorenthalten möchte, für den Fall, dass ihr nach dem Weihnachtsessen nicht vollständig mit Verdauen ausgelastet sein solltet (was ich in einem Land der 1. Welt nicht hoffen will!).</p>
<ol>
<li>Darunter zählt eine Artikelserie des Blogs &#8220;Working man&#8217;s death&#8221; über Religion aus der atheistischen Perspektive. Die möchte ich euch näher legen, weil es entweder eine Einführung in Religion allgemein bietet, oder dem schon etwas erfahreneren Leser in Sachen Theologie etwas zu Lachen gibt. Denn viel platter könnte man über Religion beinahe nicht schreiben, und es zeugt entweder von einer gewissen Anti-Haltung gegenüber allem, dem die religiöse Definition anhaftet oder von einem unheimlichen Unverständnis bezüglich Religion, was der gute Herr da schreibt. Aber wie erwähnt: Für den Anfänger der Theologie ist es ein Anfang :)</li>
<li>Wer dagegen ein wenig sentimentaler werden möchte und sich vielleicht etwas mehr auf den Sinn von Weihnachten selbst, anstatt auf die religiösen Anstifter des Weihnachtsfestes, konzentrieren will, dem sei der nächste Artikel der NachDenkSeiten empfohlen: &#8220;Die Entzauberung des Weihnachtsmannes&#8221; von Wolfgang Lieb. Dabei geht es mehr oder minder auf eine ebenso amateurhafte, aber eben emotionale und dadurch auch wieder sehr wirkungsvolle Weise um die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. Unabhängig davon, ob man sich darüber Gedanken machen will: die andere Seite der des Textes, nämlich die Entfremdung der Menschen vom Weihnachtsfest, macht den Artikel auf jeden Fall lesenswert!</li>
<li>Und nun noch für die ganz, ganz hartgesottenen: The Partially Examined Life! Mein Freund Sam hat mich vor ein paar Wochen auf diesen Podcast aufmerksam gemacht. Abgesehen von einem Podcast über Hobbes (siehe mein Artikel darüber), hab ich bisher noch nicht viel reingehört, was sich heute mit der aktuellsten Episode über Merleau-Pontys Werk &#8220;On Perception and Knowledge&#8221; (dt.: &#8220;Über Wahrnehmung und Wissen&#8221;) geändert hat. The Partially Examined Life ist ein Audio-Podcast von ein paar US-Amerikanischen Philosophen, die sich in äußerst unwissenschaftlicher Weise diskutierend den Problemen vergangener und gegenwärtiger Philosophen annehmen und damit eine große Hilfe für philosophisch noch nicht ganz so fitte Menschen wie mich darstellen. Für hargesottene (oder für Menschen mit sehr viel Freizeit an den Feiertagen) ist er wegen seiner Länge von fast zwei Stunden. Und selbstverständlich ist er auf Englisch, also im Idealfall gilt: Vorher den Essay (knapp 100 Seiten) von Merleau-Ponty lesen und fleißig das Wörterbuch zu Hilfe nehmen!</li>
</ol>
<p><strong>Und hier die Links:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://workingmansdeath.wordpress.com/2011/11/27/religion_aus_der_atheistischen_perspektive_1_genese/">Religion aus der atheistischen Perspektive, Teil 1: Genese einer Religion</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://workingmansdeath.wordpress.com/2011/12/04/religion-aus-der-atheistischen-perspektive-2-religion-und-wissenschaft/">Religion aus der atheistischen Perspektive, Teil 2: Religion und Wissenschaft</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://workingmansdeath.wordpress.com/2011/12/11/religion-aus-der-atheistischen-perspektive-3-religiose-werte-und-gute-werke/">Religion aus der atheistischen Perspektive, Teil 3: Religiöse Werte und gute Werke</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://workingmansdeath.wordpress.com/2011/12/18/religion-aus-der-atheistischen-perspektive-4-gott/">Religion aus der atheistischen Perspektive, Teil 4: Gott</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=11704">Wolfgang Lieb: Die Entzauberung des Weihnachtsmannes</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.partiallyexaminedlife.com/2011/12/17/episode-48-merleau-ponty-on-perception-and-knowledge/">Partially Examined Life, Ep. 48: Merleau-Ponty on perception and knowledge</a></li>
</ul>
<h2 style="text-align: center;">Und nun noch ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr an euch! :)</h2>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2011/12/24/und-alle-jahre-wieder/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=74WQNNnIs3o:ghxa8OQwqxI:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/74WQNNnIs3o" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2011/12/24/und-alle-jahre-wieder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Linken und das Männerrecht</title>
		<link>http://others-blog.net/2011/12/14/die-linken-und-das-mannerrecht/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=die-linken-und-das-mannerrecht</link>
		<comments>http://others-blog.net/2011/12/14/die-linken-und-das-mannerrecht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[asta]]></category>
		<category><![CDATA[basta]]></category>
		<category><![CDATA[feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[maskulinismus]]></category>
		<category><![CDATA[maskulismus]]></category>
		<category><![CDATA[uni bonn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=567</guid>
		<description><![CDATA[Die Mädels und Jungs vom AStA tun mir irgendwie leid. Einerseits schätze ich die Arbeit des AStA, wenn es um hochschulinterne Probleme geht, um Wohnungsmangel für Studenten beispielsweise oder allgemein um die Rechte der Studenten an der Uni. Der AStA ist und bleibt eine wichtige Institution, deren Arbeit ich schätze. Aber! Es gibt eindeutig Kräfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mädels und Jungs vom AStA tun mir irgendwie leid. Einerseits schätze ich die Arbeit des AStA, wenn es um hochschulinterne Probleme geht, um Wohnungsmangel für Studenten beispielsweise oder allgemein um die Rechte der Studenten an der Uni. Der AStA ist und bleibt eine wichtige Institution, deren Arbeit ich schätze.</p>
<h3>Aber!</h3>
<p>Es gibt eindeutig Kräfte innerhalb des AStA, die dafür sorgen, dass sich mein Urteil gegenüber linken Kräften ständig verhärtet. So lese ich beispielsweise in der aktuellsten Ausgabe der BAStA vom 13.12.2011 einen Satz, bei dem ich mich frage, wie man es schaffen kann, journalistisch derart daneben zu liegen. Man könnte beinahe vermuten, die Redakteure des BAStA seien so überzeugte BILD-Hasser, dass sie diesem konservativen Käseblatt ein veganes Schinkenblatt gegenüber stellen wollen &#8211; koste es, was es wolle.<span id="more-567"></span></p>
<p>Um vorweg etwas Fahrt heraus zu nehmen: In dem Artikel <em>&#8220;Wann ist der Mann ein Mann?&#8221;</em> wird vornehmlich gegen den <strong>Maskulinismus</strong> argumentiert, einer männerrechtlichen Strömung, die gegenüber dem Maskulismus (Man beachte das hier fehlende &#8220;ni&#8221;) weniger damit argumentiert, dass durch den fortschreitenden Feminismus die Männer teilweise auch bereits diskriminiert werden, sondern vielmehr eine &#8220;naturgegebene Überlegenheit&#8221; des Mannes vorausgesetzt wird und dort auch weniger mit Argumenten gearbeitet wird.</p>
<h3>Lehrerinnen und Führungspositionen</h3>
<p>Zwischen den meiner Meinung nach durchaus legitimen Anschuldigungen gegenüber des Maskulinismus &#8211; Ich wusste übrigens bisher gar nicht, dass so etwas überhaupt existiert, aber das beweist umso mehr, wie wenige Menschen in den letzten Jahren etwas gelernt haben &#8211; finden sich Äußerungen, bei welchen ich mich beinahe schäme, linke Ideale zu vertreten.</p>
<p>Beginnen wir doch direkt am Anfang des Artikels mit der Aussage:</p>
<blockquote><p>&#8220;Jungen sind die Bildungsverlierer. [...] Grund dafür, so die Zeitung &#8220;Welt&#8221;, sei ein &#8220;von Frauen dominierter Lehrbetrieb.&#8221; So einfach ist das? Frauen in Führungspositionen erschweren Männern den Aufstieg?&#8221;</p></blockquote>
<p>Was zur Hölle haben Lehrerinnen mit Führungspositionen gemeinsam? Ich vermute, dass hier aus versehen die Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote für die Unternehmensleitungen von Konzernen in einen Artikel über das mangelhafte Schulsystem gerutscht ist. Oder ist es ein Versuch, effizienterweise gleich mehrere Forderungen zu vereinen? Fakt ist, dass das deutsche Bildungssystem verbesserungswürdig ist. Noten werden immer noch hochgradig subjektiv vergeben, und viele Kommilitonen von mir können auch bestätigen, dass es sehr auf das Gusto des Lehrers ankommt, welche Note man letztlich erhält. Ebenso ist es nicht weg zu diskutieren, dass auch heute noch Lehrer, egal ob Männlein oder Weiblein, ein gewisses Bild vom gemeinen, deutschen, männlichen Schüler haben. Doch das hat rein gar nichts mit dem Maskulinismus zu tun; ebenso wenig wie hier die Aussage, Frauen und Männer seien grundverschieden, kritisiert wird, was ebenso ein Fakt ist. Wenn Männer Brüste hätten, sähe die Welt eh ganz anders aus :)</p>
<p>Aber ich will ernst bleiben. Hier beweist die BAStA einmal mehr, dass sie die Bezeichnung &#8220;Zeitschrift&#8221; nicht verdient, es ist eben ein linkes Blättchen und solange es innerhalb des AStA keine Bestrebungen gibt, das zu ändern, bleibt das auch so. Doch was ist das Schlechte an einer linken Zeitschrift, die ihre Ziele und Ideologien, die doch so schlecht gar nicht sind, unverfälscht nach außen dringen lässt?</p>
<h3>Des Linken Phideolosophie</h3>
<p>Die Aussagen dieses Blattes gehen einfach an der Realität vorbei. Nehmen wir das Beispiel Feminismus: In den 70er Jahren hat dieser viele Verbesserungen erreicht. Frauenwahlrecht, die Streichung der Vergewaltigungsklausel und auch sonst sehr viele rechtliche Gleichsetzungen. Aber der Feminismus ist mittlerweile an einer Sackgasse angelangt: Der Gesellschaft.</p>
<p>Es ist grundverschieden, ob man von Gesetz oder Gesellschaftsrecht spricht. Das Gesellschaftsrecht ist ein bestimmtes Bild, was wir Menschen durch unsere Erziehung von der Welt bekommen. Dazu zählt zum Beispiel, dass Frauen eben das &#8220;andere Geschlecht&#8221; sind. Außerdem verbunden sind damit natürlich Lebenseinstellungen von ultrakonservativ (<em>&#8220;Die Frau gehört hinter den Herd!&#8221;</em>) über gemäßigt-pragmatisch (<em>&#8220;Rechtlich muss die Frau genau gleich gestellt sein&#8221;</em>) bishin zu ultralinks (<em>&#8220;Jedwede Andersbehandlung von Frauen ist eine Diskriminierung ihrer!&#8221;</em>).</p>
<p>Während man Gesetze wie das Wahlrecht relativ einfach durchsetzen kann, da jeder Mensch per Grundgesetz vor dem Gesetz gleich ist, ist eben die <em>gesellschaftliche</em> Hürde zu den Frauen noch etwas größer &#8211; auch da das in der konservativen Bundesrepublik lange Zeit kein Thema war. Und daran wird die BAStA auch nichts ändern können, noch weniger sogar mit plumpen Populismus. Denn wenn es eine Methode gibt, die noch weniger Erfolg hat, als eine einfache Diskussion ohne Argumente, um andere Menschen von der eigenen Position zu überzeugen, dann ist es das, was die BAStA betreibt.</p>
<h3>Eine andere Idee</h3>
<p>Denn genauso wie der deutsche Staat auf dem Rechten, sind Institutionen wie der AStA, die die gesamte Bandbreite der Studierenden (Also auch konservative und liberale Studenten!) vertreten, auf dem linken Auge blind. Und wie ich vielleicht schon habe durchscheinen lassen: Für mich darf es kein Thema sein, ob Mann oder ob Frau. Die nächste Stufe unserer gesellschaftlichen Entwicklung in diesem Thema muss sein, gar nicht mehr über die Rolle von Mann oder Frau zu diskutieren, weil sie klar ist. Männer sind biologisch kräftiger, Frauen sozial fähiger. Aber: Wenn nun eine Frau Hafenarbeiter werden will und das auch kann, ohne sich sämtliche Knochen zu brechen, muss man sie genauso lassen, und zwar aus freien Stücken und ohne Vorbehalte, wie man einen Mann Kindergartenbetreuer werden lassen muss, wenn er dies möchte und auch zeigen kann, dass er dazu fähig ist.</p>
<p>Vorurteile und Rollen von Männern und Frauen sind eine sichere Methode, weil man aufgrund unserer genetischen Veranlagung eben diese gewissen Unterschiede zwischen Mann und Frau hat, die einfach nicht weg zu argumentieren sind, aber sie sind eben auch eine Verallgemeinerung. Und in einer Welt, in der wir uns geistig wie gesellschaftlich (hoffentlich) immer weiter entwickeln, ist das Individuum eben wichtiger denn je zuvor, und dessen wird sich die Gesellschaft auch immer mehr bewusst. Während es früher nur die Unterscheidung Mann &lt;-&gt; Frau gab, gibt es heute eben vielfältigere Unterscheidungen wie Intelligent &lt;-&gt; Dumm, Stark &lt;-&gt; Schwach oder Ähnliches. Das Problem ist einfach, dass man eine Gesellschaft nicht von Jetzt auf Gleich ändern kann. Sie verhält sich hier wie ein kleines, trotziges Kind. Wer mit Gewalt versucht, Änderungen durchzuringen, und zwar nur auf Basis von Argumenten, wird verlieren. Gewinnen kann auf kurzfristige Sicht nur, wer das Ganze mit Gewalt versucht.</p>
<p>Darum fordere ich sowohl von den Konservativen wie Linken einfach nur, dass sie das Ganze etwas ruhiger angehen lassen. Gut Ding will Weile haben. Aber da das eh niemanden von den Angesprochenen interessiert, will ich es hierbei belassen und hoffen, dass ich vielleicht ein paar der gemäßigten Leser in ihrer Weltsicht bestätigt habe :)</p>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2011/12/14/die-linken-und-das-mannerrecht/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=q2QebYd-agc:a7Vwyjc7EWo:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/q2QebYd-agc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2011/12/14/die-linken-und-das-mannerrecht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Thomas Hobbes und David Hume – Ein empirischer Vergleich</title>
		<link>http://others-blog.net/2011/11/30/thomas-hobbes-und-david-hume-ein-empirischer-vergleich/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=thomas-hobbes-und-david-hume-ein-empirischer-vergleich</link>
		<comments>http://others-blog.net/2011/11/30/thomas-hobbes-und-david-hume-ein-empirischer-vergleich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 19:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[David Hume]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[staatstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hobbes]]></category>
		<category><![CDATA[uni bonn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=553</guid>
		<description><![CDATA[So, da ich langsam anfange, wissenschaftlich zu arbeiten, möchte ich auch euch nicht die Früchte jener seltsamen, wissenschaftlichen Ergüsse vorenthalten und habe beschlossen, Aufsätze und eventuell auch Hausarbeiten online zu stellen. Einerseits, damit das Blog etwas praller aussieht, andererseits ist das immer eine gute Sache, wenn man mal krank ist oder sonst wie unter Motivationsproblemen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, da ich langsam anfange, wissenschaftlich zu arbeiten, möchte ich auch euch nicht die Früchte jener seltsamen, wissenschaftlichen Ergüsse vorenthalten und habe beschlossen, Aufsätze und eventuell auch Hausarbeiten online zu stellen. Einerseits, damit das Blog etwas praller aussieht, andererseits ist das immer eine gute Sache, wenn man mal krank ist oder sonst wie unter Motivationsproblemen leidet :)</p>
<p>Anfangen möchte ich mit der Studienleistung für Politik, welche darin bestand, einen Essay über Hobbes und Hume zu verfassen. Nähere Angaben über das Warum und Wie habe ich in der Einleitung gemacht &#8211; wer keine Ahnung hat, wer Hobbes und Hume sind, sei <a title="Wikipedia: Thomas Hobbes" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Hobbes" target="_blank">hier</a> und <a title="Wikipedia: David Hume" href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume" target="_blank">hierhin</a> verwiesen. Falls der Aufsatz falsch, schlecht, langweilig oder gut sein sollte, so lasst es mich wissen :)</p>
<p><span id="more-553"></span></p>
<hr />
<h3>Einleitung</h3>
<p>Als zwei Staatstheoretiker in der Zeit vor den beiden wichtigsten neuzeitlichen Revolutio­nen am Ende des 18. Jahrhunderts bereiteten Thomas Hobbes und David Hume den Bo­den für die nachfolgenden Staatstheoretiker und damit auch für die modernen Verfassun­gen. Und obwohl sie beide Vertreter des Empirismus waren, unterschieden sie sich doch erheblich in den Ergebnissen ihrer gesellschaftlichen Beobachtungen. So widerlegt Hume in seinem staatstheoretischen Werk nahezu jedes Detail der Hobbes&#8217;schen Theorie vom Gesellschaftsvertrag und bewertet das Handeln der Menschen wesentlich trockener und mit deutlich weniger metaphysischen Ansätzen als sein früherer Kollege. Ich möchte im nachfolgenden Text besonders auf die empirischen Unterschiede, die sich aus den beiden Theorien von Hobbes und Hume ergeben, eingehen, da dies auch eine der Leitfragen der Diskussion der zugehörigen Sitzung vom 22.11.2011 war. Die Seitenangaben im Text bezie­hen sich alle auf Auszüge von Hobbes und Hume in <em>Hoerster, Norbert (Hrsg.), „Klassische Texte der Staatsphilosophie“, 14. Auflage, München, 2011.</em></p>
<h3>Hobbes Gesellschaftsvertrag</h3>
<p>Thomas Hobbes entwirft das Bild eines von Grund auf schlechten Menschen, der von drei grundlegenden Konfliktursachen – Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht (S. 111) – dazu getrieben wird, grundsätzlich Krieg zu führen; einen Krieg „ eines jeden gegen jeden“ (S. 111). Deshalb, so Hobbes, seien auch alle Zeiten, in denen kein offener Krieg aus­getragen wird, alleine durch das Vorhandensein dieser drei Ursachen Kriegszeiten. Alle an­deren Zeiten, in denen also der Wille zum Krieg nicht gegeben sei, seien Friedenszeiten. Für ihn gibt es allerdings nur dann Friedenszeiten, wenn ein Souverän über das Volk herrscht. Das begründet er mit seiner Theorie eines Gesellschaftsvertrages zwischen dem Volk und einem Souverän. Und zwar erklärten sich alle Menschen eines Volkes freiwillig dazu bereit, alle ihre Rechte (bis auf die Verteidigung ihrer eigenen Gesundheit, siehe S. 129) an einen Souverän zu vergeben, der dann mit uneingeschränkter Macht über das Volk herrsche und es vor äußeren Gefahren schütze. Als Definition des Staates, der bei ihm gleichsam auch der Souverän ist, gibt Hobbes folgendes an:</p>
<blockquote><p><em>„[Der Staat ist] eine Person, bei der sich jeder einzelne einer großen Menge durch gegenseitigen Vertrag eines jeden mit jedem zum Autor ihrer Handlungen ge­macht hat, zu dem Zwecke, dass sie die Stärke und Hilfsmittel aller so, wie sie es für zweckmäßig hält, für den Frieden und die gemeinsame Verteidigung einsetzt“ (S. 125).</em></p></blockquote>
<p>Damit versteht Hobbes den Souverän als eine abstrakte Person (er geht sogar noch weiter und nennt ihn einen „sterblichen Gott“, S. 125), bestehend aus allen Personen eines Volkes, wobei dieses eine einzige Person aus seiner Mitte definiert, der es alle Macht über­gibt, welche diese dann quasi repräsentativ nutzen solle, um das gesamte Volk zu schützen. Dadurch sei sich das Volk auch Autor aller souveränen Handlungen, da der Souverän ja nur im Namen des Volkes handle. Das heißt, der Souverän könne nur so lange Souverän sein, wie er das tut, was das Volk in seiner Gesamtheit will. Für Hobbes ist es so nur eine logische Schlussfolgerung, dass der Souverän durch einen ungeschriebenen Vertrag gebun­den wird, der dann automatisch nichtig ist, sobald der Souverän entweder gegen seine Pflichten der Verteidigung und des Schutzes verstößt oder mangels Vertrauen des Volkes seine Pflicht einfach nicht mehr erfüllen kann. Der Souverän existiert somit de facto nur, solange er den allgemeinen Volkswillen erfüllt.</p>
<h3>Welche empirischen Beobachtungen legte er zugrunde?</h3>
<p>Doch warum sieht Hobbes&#8217; keine Alternative zu seinem negativen Menschenbild und ent­wirft ein derart despotisches und absolutistisches Bild eines notwendigen Gesellschaftsver­trages, um den Menschen aus dem ewigen Krieg zu befreien? Hierzu müssen wir uns die besonderen Umstände von Hobbes&#8217; Leben ansehen. Er kam 1588 zur Welt, zur Regie­rungszeit von Jakob I. und genau zur Zeit der Invasion der spanischen Armada. Da rührt auch sein bekannter Ausspruch her: <em>„[My mother] did bring forth Twins at once, both Me and Fear.“</em></p>
<p>Doch bei diesem Invasionsversuch Spaniens blieb es nicht – 1618, als Hobbes 30 Jahre alt war, begann auf dem europäischen Festland der dreißigjährige Krieg als eine Auseinandersetzung um die Hegemonie in Mitteleuropa auf dem Gebiet Deutschlands. Au­ßerdem brachte der Krieg erhebliches Leid wie Seuchen und Hungersnöte mit sich, die sich besonders in Süddeutschland dramatisch entwickelten. Unter der Regierungszeit von Karl I. in Großbritannien begann zudem der Englische Bürgerkrieg, in welchem sich Parlamen­tarier und Royalisten gegenüber standen. Es war allgemein ein Zeitalter der Veränderung der politischen und auch religiösen Verhältnisse (in Großbritannien kämpften Anglikaner, Katholiken, Puritaner und Presbyterianer gegeneinander), auf dessen Zenit die Amerikani­sche und die Französische Revolution stattfanden und den Beginn der Neuzeit markierten. Hobbes machten die unklaren und oft auch leidvollen Verhältnisse sichtlich zu schaffen, und so fordert er 1651 in seinem Hauptwerk, dem „Leviathan“, nichts anderes als das, was er die ganze Zeit vermisst hat: Eine absolutistische Herrschaft eines einzigen Souveräns (dem König von England), der durch einen ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag vom Volk dazu beauftragt und legitimiert wurde, es gegen äußere (die Invasion der spanischen Armada) und innere (der Bürgerkrieg) Gefahren zu verteidigen und die Menschen durch seine alleinige Macht dazu zu bringen, sich nicht mehr gegenseitig zu bekriegen. Mit dieser Utopie beseitigt er auch gleich das Problem der Religiosität, denn dieser neue Souverän wird nicht durch Gott, sondern durch das Volk legitimiert. Und der Souverän ist quasi auch die Religion des Volkes. Hobbes fordert also eine Art Säkularisierung.</p>
<p>Man sieht ganz eindeutig, dass das politische Werk Hobbes&#8217; und sein Menschenbild entscheidend von den damaligen Verhältnissen abhängt. Die drei von ihm zugrunde geleg­ten menschlichen Eigenschaften – Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht – die er er­klärt als Übergriffe der Menschen des Gewinns (Konkurrenz), der Sicherheit (Misstrauen) und des Ansehens wegen (Ruhmsucht) (s.111), lassen sich gut auf die Akteure des Engli­schen Bürgerkrieges anwenden und die darauf aufbauende Theorie deckt im Wesentlichen das ab, was Hobbes wahrscheinlich als den besten Ausweg aus der Situation gesehen hatte.</p>
<h3>Humes Gegenentwurf</h3>
<p>David Hume nun entwickelt einen Gegenentwurf zum Gesellschaftsvertrag, den er vor al­lem durch das Widerlegen von Hobbes&#8217; Theorie belegt und der mehr eine Art Antithese darstellt. Er wechselt in seinem Werk zwischen zynischen Bemerkungen gegen die Gesell­schaftsvertragstheoretikern und empirischen Beweisen anhand der politischen Geschichte und dem Ist-Zustand und führt später zwei Argumente an, mit denen sich die Theorie vom Gesellschaftsvertrag „auf systematischere oder doch philosophischere Art und Weise wi­derlegen“ (S.172) lasse.</p>
<p>Doch zunächst einmal zu seiner Theorie von der Legitimation von Herrschern. Er hält die Entstehung von Staaten vielmehr für eine natürliche Notwendigkeit (S. 175), die sich daraus ergibt, dass die Menschen sich vor der Anarchie fürchten (S. 169). Hume geht weiterhin davon aus, dass die Masse eines ganzen Volkes niemals in der Lage sei, ohne Rä­delsführer oder Revolutionäre einen einheitlichen Führer zu bestimmen:</p>
<blockquote><p><em>„Jeder Einsichtige wird sich in einer solchen Situation [Anarchie bzw. eine Sitution ohne Staatsgewalt, H.E.] wünschen, daß irgendein General […] möglichst rasch die Macht ergreift und dadurch dem Volk den Herrscher gibt, den es sich selbst nicht zu geben vermag“ (S. 169).</em></p></blockquote>
<p>Daher lässt sich die Machtergreifung einer Person in vielen Fällen vielmehr durch Gewalt und Manipulation, denn durch bürgerliche Legitimation erklären (S. 168). Eine weitere Möglichkeit, dass eine Person Herrscher über ein Volk wird, sei die Notwendigkeit aufgrund äußerer Umstände (S. 166). Dabei übernimmt ein Machthaber immer häufiger die Macht, bis es irgendwann zur Gewohnheit wird<sup>(1)</sup>. Als dritte Möglichkeit der Machter­greifung schließt er auch die Zustimmung und Legitimation des Volkes (also quasi das, was Hobbes beschreibt) nicht aus, obgleich er sie für unwahrscheinlich selten hält. In jedem Falle lehnt er einen Gesellschaftsvertrag als Basis der Herrschaft ab, da dieser derart be­dingt sei (S. 166), dass die Frage nach dem Halten des Versprechens ständig gestellt und nur unzureichend beantwortet werde (S. 174). Zudem vermutet er, dass das Volk eine sol­che Legitimation gar nicht voraussetzt:</p>
<blockquote><p><em>„Mit der Annahme, daß jede legitime Staatsgewalt auf der Zustimmung des Volkes beruht, würden wir diesem gewiß weit mehr Ehre erweisen, als es verdient und von uns überhaupt erwartet [...]“ (S. 172).</em></p></blockquote>
<p>Weiterhin begründet Hume die Friedenszeiten unter einem Herrscher nicht mit ei­nem Gesellschaftsvertrag, dem sich die Kindergeneration genauso verpflichtet fühle, wie die Elterngeneration, sondern vielmehr damit, dass viele einfache Bauern alleine aufgrund der Sprache und der Perspektive kaum eine Wahl haben. Denn stillschweigende Zustim­mung setze voraus, dass eine Alternative bestehe (S. 171). Ferner könne sich der einfache Untertan auch an die Herrschaft eines Monarchen gewöhnen (S. 167).</p>
<h3>Warum er andere empirische Beobachtungen zugrunde legte</h3>
<p>Humes Gegenentwurf zeugt von einer geringeren Wertschätzung der Hobbes&#8217;schen Theorie. Er nennt den Gesellschaftsvertrag zwar als in sich schlüssig, aber realitätsfern (S. 166/167). Belege für diese Einschätzung zieht Hume meist aus dem politischen Status quo. Viele Fürsten sähen ihre Untertanen als ihr Eigentum an, die meisten Untertanen hätten gar keine Wahl und – solange der Souverän sich halbwegs menschlich verhält – bestünde auch gar kein Grund, sich gegen ihn aufzulehnen.</p>
<p>Er nutzt eine bestimmte Argumentation zum Widerlegen der Hobbes&#8217;schen Theorie. Und zwar teilt er die moralischen Pflichten des Menschen in zwei Klassen ein. In die erste Klasse ordnet er all das ein, was der Mensch von sich aus ohne Rücksicht auf äußere Um­stände als richtig ansieht, beispielsweise Kindesliebe, Dankbarkeit und Mitleid (S. 172). In die zweite Klasse ordnet er die Dinge ein, die nur aus Pflichtgefühl gegenüber der Gesell­schaft bestehen. Dazu zählen für ihn Ehre und Gerechtigkeit, allgemein die Einsicht, dass das gesellschaftliche System notwendig zur Erhaltung einer gewissen Ordnung und des Friedens ist (S. 173). Er sieht somit die Legitimation der Herrscher darin, dass die Men­schen bewusst ihre Neigungen zu Ruhmsucht, Konkurrenz und Misstrauen kontrollieren, damit eben der ungewünschte Zustand der Anarchie nicht eintreten kann.</p>
<p>Ein Grund für Humes deutlich trockenere Herangehensweise an die Materie dürfte darin begründet liegen, dass er nicht inmitten der englischen Kriegswirren geboren wurde und zu einer Zeit lebte, in der zwar ebenfalls viele Kriege geführt wurden, aber wo der leid­volle dreißigjährige Krieg und der Englische Bürgerkrieg bereits lange vorbei waren. Somit hatte er dank der Distanz viel eher als Hobbes die Möglichkeit, die philosophischen Über­legungen auf eine skeptische Basis zu gründen, die es ihm erlaubte, viel klarer die damali­gen Verhältnisse zu ergründen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Abschließend möchte ich feststellen, dass man Hobbes und Hume nicht durchweg vergleichen kann. Hume widerlegt zwar viele der Hobbes&#8217;schen Argumente, aber er lässt auch viele Zusammenhänge von Hobbes außer acht. Während Hume vielfach den Ist-Zu­stand beschreibt, beschreibt Hobbes den Soll-Zustand und legt zum Beispiel eine untrenn­bare Verbindung zwischen dem Souverän und dem Volk dar, auf die Hume gar nicht ein­geht. Hume verlässt die Theorie vom Gesellschaftsvertrag schon an ihrer Basis – der Ein­willigung aller Personen eines Volkes in einen ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag – und widmet sich dann einer Art geschichtlichen Analyse der Staatsgewalten. Hume hält näm­lich bereits einen Vertrag zur Legitimation von Herrschaft für unhaltbar, was es ihm un­möglich macht, die weitere Argumentation von Hobbes zu billigen.</p>
<p>Besonders problematisch bei den Beiden ist auch die Tatsache, dass Hobbes einen utopischen Zustand beschreibt, den er als mögliche Lösung des Englischen Bürgerkrieges anzusehen scheint, während Hume einfach beschreibt, wie Herrschaft zustande kommt und relativ rational an die Sache heran geht. Alleine die empirischen Voraussetzungen von Beiden sind also vollkommen verschieden. Hobbes macht seine Theorie des ewigen Krie­ges vor allem an den amerikanischen Ureinwohnern fest, welche sich nur in Stammesver­bindungen befinden und untereinander immer wieder Streitigkeiten austragen. Nach Hume argumentiert würde den Indianern allerdings diese einfachen Formen der Herr­schaft ausreichen, um ihre eigenen Interessen zu wahren und innerhalb dieser Gesell­schaften herrscht ja eben auch Frieden. Somit befinden sich beide in einem geschlossenen logischen System, was einen Vergleich ungleich schwerer macht.</p>
<h3>Fußnoten</h3>
<ul>
<li>(1) Als Beispiel sei hier das römische System angeführt, in welchem es trotz Verbot der Kontinuation möglich war, ein Amt länger als ein Jahr zu bekleiden, sofern die äußeren oder inneren Umstände dies als nötig er­achten ließen. In der Endphase der römischen Republik wurde dies von den ersten Kaisern ausgenutzt, deren Söhne dann durch eine Erbfolge legitimiert herrschten.</li>
</ul>
<div>Wer das Ganze noch schön formatiert als PDF zum Ausdrucken und Einrahmen haben will, der sei <a title="Thomas Hobbes und David Hume - Ein empirscher Vergleich" href="http://others-blog.net/wp-content/uploads/2011/11/Hobbes-und-Hume_Format.pdf" target="_blank">hierhin [PDF, 62 KB]</a> verwiesen. ^</div>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2011/11/30/thomas-hobbes-und-david-hume-ein-empirischer-vergleich/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=Yz_NVJ7223o:0D5Nuyzv2ww:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/Yz_NVJ7223o" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2011/11/30/thomas-hobbes-und-david-hume-ein-empirischer-vergleich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Wandel der Zeit: Der SPIEGEL und die Zeitungskrise</title>
		<link>http://others-blog.net/2011/11/23/im-wandel-der-zeit-der-spiegel-die-zeitungskrise/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=im-wandel-der-zeit-der-spiegel-die-zeitungskrise</link>
		<comments>http://others-blog.net/2011/11/23/im-wandel-der-zeit-der-spiegel-die-zeitungskrise/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 15:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Erz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[generation internet]]></category>
		<category><![CDATA[mentalität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://others-blog.net/?p=535</guid>
		<description><![CDATA[Lange Zeit war der SPIEGEL das Sprachrohr gemäßigter, linker Kräfte, die weder kommunistische Absichten, noch sonst irgendwelche umstürzlerischen oder revolutionären Ambitionen hatten, die der noch jungen Bundesrepublik geschadet hätten. Lange Zeit wurden im SPIEGEL Probleme thematisiert und viele Fehler der damals herrschenden Politiker wurden oftmals ohne Rücksicht auf Verluste veröffentlicht und publiziert. Am deutlichsten wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit war der SPIEGEL das Sprachrohr gemäßigter, linker Kräfte, die weder kommunistische Absichten, noch sonst irgendwelche umstürzlerischen oder revolutionären Ambitionen hatten, die der noch jungen Bundesrepublik geschadet hätten. Lange Zeit wurden im SPIEGEL Probleme thematisiert und viele Fehler der damals herrschenden Politiker wurden oftmals ohne Rücksicht auf Verluste veröffentlicht und publiziert. Am deutlichsten wurde das bei der Spiegel-Affäre 1962, bei der die Politik versuchte, den SPIEGEL wegen eines kritischen Artikels an den Pranger zu stellen und des Landesverrates anzuklagen. Das Ergebnis: Die Menschen Westdeutschlands stellten sich geschlossen hinter den SPIEGEL und verhinderten die Schließung dieses für die konservativen Regierungskräfte missliebigen Magazins.</p>
<p>Und heute? Heute sehen wir den SPIEGEL mehrheitlich halbgare Schlagzeilen produzieren. Die Qualität der Artikel schwankt immer mehr und es scheint mehr die Masse als die Durchdachtheit von Thesen und die Überprüfbarkeit zu zählen. So habe  ich zum Beispiel vor einiger Zeit den SPIEGEL-Online-Feed aus dem Reader genommen, weil es mir schlicht zu viele Artikel waren. Wieso veröffentlicht man am Tag teilweise über 200 Artikel, die sich spätestens ab dem dritten Male wiederholen? Der SPIEGEL hat heute viel von seinem Glanz verloren. Doch sehen wir uns die beiden Hauptprobleme, die ich beim SPIEGEL sehe, einmal genauer an:</p>
<h3>Massenjournalismus und Klientelpolitik</h3>
<p>Kein Blatt, dass etwas größer wird, kann sich davor schützen, ein wenig Klientelpolitik zu betreiben. Das ist bei der Süddeutschen so, das ist beim SPIEGEL so und bei den örtlichen Lands-Käseblättern sowieso und es ist eben ein Problem, das mit dem Kapitalismus kommt. Doch es wird umso abstruser, je stärker das hervor tritt. Sehen wir uns beispielsweise einmal eine etwas aktuellere SPIEGEL-Ausgabe an: Der SPIEGEL trumpfte diese Woche mit der Schlagzeile &#8220;Wo die klugen Deutschen wohnen&#8221; auf. What? Richtig. Ein Artikel zur Bildungslage in Deutschland. Ich gebe zu, ich habe den Artikel nicht gelesen, doch ich behaupte, das braucht man gar nicht, um zu wissen, dass die Schlagzeile anrüchig ist.</p>
<p>&#8220;Wo die klugen Deutschen wohnen&#8221; bezieht sich rein sprachlich direkt auf den Status quo in der Bildungslandschaft und der Artikel basiert lediglich auf einer Studie der Bertelsmannstiftung<sup>(1)</sup>. Das zeugt meiner Meinung nach von mangelndem Vertrauen in die ursprünglich Spiegel-Lesenden Kreise in der deutschen Gesellschaft. Denn wer kritisiert seit Jahrzehnten das schlechte Bildungssystem in Deutschland und ist sich daher des Status Quo durchaus bewusst? Bestimmt nicht CDU und Konsorten, die vor einigen Monaten erst den Versuch einer Reform des Bildungssystems in NRW von der rot-grünen Minderheitenregierung torpediert und letztlich gestoppt haben<sup>(2)</sup>. Nein, es waren die oben schon erwähnten gemäßigten, linken Kräfte und es gibt meiner Meinung nach kein deutlicheres Indiz dafür, dass der SPIEGEL seine Stammleser immer mehr vor den Kopf stößt und sich wie ein Fähnlein im Winde dreht. Denn diese ehemaligen Stammleser wollen keine aufgewärmten, bekannten Tatsachen, wie sie aus der Bertelsmann-Studie hervorgehen, die der SPIEGEL exklusiv zur Verfügung gestellt bekommen hat<sup>(3)</sup>, sondern eben Lösungsvorschläge. Neue Ideen und die Förderung des eigenen Geistes, um eben möglichst schnell Veränderungen herbeizuführen. <a title="Quelle: NachDenkSeiten" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=11374" target="_blank">[Weiter auf den NachDenkSeiten]</a></p>
<p>Ein weiteres Beispiel für die Veränderung der politischen Richtung des SPIEGELS liegt in einer neuartigen Erfindung von Spiegel Online: die Spiegel Online-Kolumnisten. Ich frage: Was soll das? Es ist doch nicht viel mehr als ein Instrument des Massenjournalismus.<br />
Prinzipiell sind Kolumnen nichts schlechtes, soviel vorweg. Aber wenn ein linkes, investigatives Blatt anfängt, Kolumnen zu produzieren, und dann auch noch konservative und liberale Kräfte schreiben lässt <em>und</em> zu allem Überfluss die Kolumnen mit S.P.O.N. überschreibt &#8211; was eindeutig ein Verweis auf S.P.Q.R. (Senatus Populus Que Romanum) ist, dem &#8220;Motto&#8221; der römischen Armeen, die garantiert nicht links oder demokratisch waren und schon gar keine Völker befreit haben &#8211; zeugt das von einer eindeutigen Verletzung der ureigenen Ideale des SPIEGELs. Hier sieht man ganz eindeutig, dass der SPIEGEL bewusst versucht, eine größere Leserschaft anzusprechen, indem er auch andere Kräfte zur Sprache kommen lässt und bekannte Formeln (S.P.Q.R.) anspricht.</p>
<p>Um etwas Fahrt heraus zu nehmen: Es ist nicht schlimm, seine Ideale zu verschieben. Ein wenig Utilitarismus gehört nun einmal zum Leben dazu und ich bin auch nicht durch und durch Idealistisch, weil das schlicht nicht praktizierbar ist. Aber der SPIEGEL übertreibt diesen Ansatz, sich auch nach den Leserinteressen zu richten, maßlos und katapultiert sich so auf den Haufen nicht mehr ernst zu nehmenden Zeitungen ohne Rückgrat, auf dem auch schon die Süddeutsche liegt, und dessen wundervollste und trefflichste Umsetzung eindeutig der BILD gelungen ist.</p>
<p>Der SPIEGEL wird so mehr und mehr zu einem Paradebeispiel dessen, was ich <a title="Quelle: others Blog" href="http://others-blog.net/2011/10/22/die-crossmediale-nullfunktion/" target="_blank">bereits vor einigen Wochen angeklagt</a> hatte: dass die Zeitungen, und die Medien allgemein ihren Platz als vierte Macht im Staat aufgeben und sich in die politische Riege einfügen und damit entweder nur noch informieren, oder im schlimmsten Falle, um im BILD zu bleiben, pro-staatliche Propaganda betreiben.</p>
<p>Allerdings wäre ich kein Optimist, sähe ich keinen Ausweg aus der Lage: Wenn die Zeitschriften sich (auch aufgrund von finanzieller Notlage) immer mehr in die Fänge von Staat und Wirtschaft begeben, werden sich auf lange Sicht die Weblogs &#8211; wie der others Blog &#8211; diese vierte Macht übernehmen. Twitter und Facebook sowie einige arabische Blogs haben dies extrem eindrucksvoll Anfang des Jahres bewiesen<sup>(4)</sup>.</p>
<p>Ein wenig Kritik an meine Wenigkeit ganz zum Schluss möchte ich aber auch noch abgeben: Die Zeitungen geben ihre Machtposition sicherlich nicht freiwillig auf. Auch heute arbeiten noch genügend idealistische Menschen in den Redaktionen und würden gerne kritischere Artikel schreiben, mehr Zeit zum recherchieren bekommen und vor Allem freier schreiben. Dass ihnen derart die Hände gebunden sind, liegt an der oben erwähnten finanziellen Notlage. Und wodurch wurde sie produziert, bzw wodurch wird sie nur noch krass verstärkt? Richtig &#8211; durch Blogs, die Zeitunglesen bei der Informationsflut im Internet überflüssig machen<sup>(5)</sup>.</p>
<h3>Fußnoten</h3>
<ul>
<li>(1) Vgl. Schoof, Dr. Ulrich, &#8220;Deutscher Lernatlas&#8221;, Bertelsmannstiftung, 2011<br />
<a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_34982_34983_2.pdf">http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_34982_34983_2.pdf</a></li>
<li>(2) Vgl. div. Zeitschriften, bspw. Sueddeutsche.de<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/nordrhein-westfalen-schlappe-an-der-schulfront-gericht-stoppt-gemeinschaftsschule-von-claus-haffert-dpa-mit-bild-1.1084469">http://www.sueddeutsche.de/karriere/nordrhein-westfalen-schlappe-an-der-schulfront-gericht-stoppt-gemeinschaftsschule-von-claus-haffert-dpa-mit-bild-1.1084469</a></li>
<li>(3) Vgl. Lieb, Wolfgang, NachDenkSeiten, 2011<br />
<a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=11374">http://www.nachdenkseiten.de/?p=11374</a></li>
<li>(4) Vgl. hierzu Wikipedia -&gt; &#8220;Arabischer Frühling&#8221; -&gt; &#8220;Ursachen und Beteiligte&#8221;<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Fr%C3%BChling#Ursachen_und_Beteiligte">http://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Fr%C3%BChling#Ursachen_und_Beteiligte</a></li>
<li>(5) Vlg. hierzu medienheft.ch &#8211; &#8220;Das Verschwinden der Zeitung &#8211; Oder wie der Journalismus gerettet werden kann&#8221;<br />
<a href="http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k26_WeichertStephanAlexander.html">http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k26_WeichertStephanAlexander.html</a></li>
</ul>
<div class="al2fb_like_button"><div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>
<fb:like href="http://others-blog.net/2011/11/23/im-wandel-der-zeit-der-spiegel-die-zeitungskrise/" layout="button_count" show_faces="true" width="450" action="like" font="arial" colorscheme="light" ref="AL2FB"></fb:like></div><div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?a=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/OthersBlog?i=b_1S9VN7h58:28JEjhMjGiY:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/OthersBlog/~4/b_1S9VN7h58" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://others-blog.net/2011/11/23/im-wandel-der-zeit-der-spiegel-die-zeitungskrise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

