Unser Alltag wird vom Denken und Handeln bestimmt, es ist immer etwas los
Sucht man im Lexikon nach einer Definition für Alltag, so erhält man als
Begriffserklärung die Worte Arbeitstag, Werktag oder Wochentag. Ebenso wird der Alltag als ewiges/tägliches
Einerlei oder auch als gleichförmiger Ablauf im Arbeitsleben definiert. Um den Alltag konkret zu beschreiben zu
wenig Information, denn hier wird versucht, ihn mit nur einer Eigenschaft in Verbindung zu bringen: der
Gleichförmigkeit. Darüberhinaus ist der Alltag aber wesentlich mehr, als nur das routinierte Handeln und die
Wiederholung bestimmter Tätigkeiten. Der Alltag ist das reale Leben, welches jeder Mensch täglich durch sein
Handeln selbst beeinflusst, verändert und lenkt, aber auch durch andere Personen erfährt. Die Ereignisse aus dem
alltäglichen Leben setzen uns also tagtäglich unter Druck, treiben uns aber auch zu entsprechenden Reaktionen und
Handlungen an.
Die Auffassung von Alltag ist dabei von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Jeder definiert seinen ganz
persönlichen Alltag anders. Da ist beispielsweise der Fabrikarbeiter, der früh am Morgen zur Schichtarbeit
aufbricht und am späten Nachmittag heimkehrt. Dort erwarten ihn die Familie und das geliebte Sofa für den
abendlichen Fernsehgenuss. An fünf Tagen in der Woche ist das sein ganz persönlicher Alltag. Als Urlaub, dem
Gegensatz zum Alltag mit seinen täglich wiederkehrenden Routineaufgaben, würde ebendieser Fabrikarbeiter wohl den
Alltag eines Privatiers bezeichnen. Dieser besteht vielleicht aus einem ausgiebigen Frühstück und anschließendem
Ausüben seines Hobbys oder dem Jetten durch die Welt. Für den Privatier ist dies die individuelle Auffassung von
Alltag. Die Meinungen über den Alltag sind also von den eigenen Empfindungen geprägt und entsprechend
verschieden.
Eine wichtige Rolle im Alltag spielen zudem Gefühle und Emotionen. So, wie jeder für sich entscheidet, was sein
Alltag ist, so fühlt auch jeder Mensch anders. Was für den Einen mit unangenehmen Gedanken verknüpft ist, erfüllt
den Anderen mit wahren Glücksgefühlen. Die gesellschaftliche Projektierung und das Empfinden für den Alltag sind
aber ebenso von der jeweiligen Kultur abhängig. So haben so genannte „Urvölker“ sicherlich eine andere Auffassung
von Alltag, als die zivilisierten Normalbürger anderer Länder und Kulturen.
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