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	<title>Papierkugel Blog</title>
	
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		<title>UUUUSNNSNUNUUNNNN</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 21:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klaus Allofs]]></category>
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		<description><![CDATA[UUUUSNNSNUNUUNNNN, die Chronik einer misslungenen Rückrunde, die mit 13 Punkten als schlechteste aller Zeiten in die Werder-Annalen Einzug hält. Die einzigen beiden Lichtblicke waren die Spiele gegen den großen und den kleinen HSV, die noch einmal Hoffnung aufkeimen ließen. Am Ende gab man in der Rückrunde Platz fünf aus der Hand. Hatte man am 18. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>UUUUSNNSNUNUUNNNN, die Chronik einer misslungenen Rückrunde, die mit 13 Punkten als schlechteste aller Zeiten in die Werder-Annalen Einzug hält. Die einzigen beiden Lichtblicke waren die Spiele gegen den großen und den kleinen HSV, die noch einmal Hoffnung aufkeimen ließen. Am Ende gab man in der Rückrunde Platz fünf aus der Hand. Hatte man am 18. Spieltag noch die Pole Position im Kampf um die Europa League inne, zog ein Kontrahent nach dem anderen vorbei. Dabei war es wahrscheinlich nie so einfach, sich über die Bundesliga für Europa zu qualifizieren wie diese Saison. Schon Platz sieben hätte gereicht und was das Ganze so unfassbar schmerzlich macht, ist die Tatsache, dass die Konkurrenz weit davon entfernt war, gut zu spiele. Stuttgart einmal ausgenommen, war es nicht unbedingt so, dass die anderen Europa-League-Aspiranten einen unaufhaltsamen Lauf hingelegt haben.</p>
<p>Am Ende haben wir in dieser Saison einen mickrigen Punkt mehr als letztes Jahr auf dem Konto. Nach der Hinrunde war auch <a href="http://www.papierkugel.org/2011/12/28/ein-versuchtes-fazit/">meine Meinung gespalten</a>, doch in der Rückschau hätte ich gerne noch einmal 29 Punkte aus einer schwankenden Halbserie gehabt.  Zum Glück hatten wir in der Hinserie schon genügend Punkte gesammelt, sonst hätte es auch wieder ganz eng werden können.</p>
<p>Die Probleme sind die gleichen geblieben wie vor <a href="http://www.papierkugel.org/2012/04/02/es-ist-was-faul-im-staate-bremen/">ein paar Wochen</a>. Auch <a href="http://www.gruenweiss.org/das-ende-einer-saison-der-anfang-eines-neuen-tiefs">Joey</a> und <a href="http://www.gruenweiss.org/nach-saisonschluss-leere/">Anna</a> haben die Saison schon eindrucksvoll bei <a href="http://www.gruenweiss.org/">gruenweiss.org</a> Revue passieren lassen. Die Verletztenmisere blieb als unwillkommener Gast bis zum Ende, doch trotzdem hätte man sich trotz der ganzen Ausfälle auch mal ein Aufbäumen gewünscht, ein mehr an Leidenschaft auf dem Platz. Augsburg oder Freiburg hatten auch viele No-Names auf dem Platz, aber die haben geackert, haben sich zerrissen auf dem Platz. Bei Bremen fiel auf, dass es gerade die etablierten Spieler waren, die in der Regel genau in der Kategorie ganz weit hinten. Vor allem die Lebensversicherung der Hinrunde, unser Andengott, schlurfte spätestens nach Bekanntwerden seiner Vertragskündigung über den Platz wie ein gelangweilter Schulbub. Konsequenzen hatte die wöchentliche Lehrstunde in angewandter Arbeitsverweigerung für ihn nicht.</p>
<p>Der Umbruch geht weiter mit Wiese, Rosenberg, Marin und Borowski als namhaftesten Abgängen. Man darf gespannt sein, wie das Gesicht der Mannschaft für die Saison 12/13 aussieht. Ich hoffe, dass es gelingt, eine Mannschaft auf den Platz zu stellen, die mit Herz und Leidenschaft das W auf dem Trikot trägt und dass es gelingt, die vielversprechenden Talente im Team weiterzuentwickeln. Das ist essentiell, um in den mittelfristig wieder von Europa sprechen zu können. Ich erwarte für nächste Saison kaum etwas, mir ist die Platzierung egal (was nicht heißt, dass ich absteigen möchte), sondern ich will Fortschritte sehen. Fortschritte auf dem Platz und Fortschritt abseits des Platzes. Wir müssen die Verletztenseuche in den Griff bekommen und das Trainerteam muss zeigen, dass es lernfähig und -willig ist. Wir brauchen gute Transfers. Letztlich gilt es, für nächstes Jahr auch ein Stück weit Aufbruchstimmung zu erzeugen und den Fans zu zeigen, wie man sich das &#8220;neue&#8221; Werder vorstellt und dann muss die Mannschaft das auch transportieren können. Denn sonst könnte es ein langer Weg durchs dunkle Tal werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nackenschläge</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 10:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Allofs]]></category>
		<category><![CDATA[VfB Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Spiel am letzten Freitag in Stuttgart war de facto ein Schlag ins Gesicht. Nicht die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise, wie man sich präsentierte. Selbst nach 1:0-Führung, die sehr glücklich war, konnte man keinerlei Selbstbewusstsein oder Aufbäumen sehen. Es hätte nur noch gefehlt, dass sich Rosenberg persönlich bei jedem Stuttgarter für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spiel am letzten Freitag in Stuttgart war de facto ein Schlag ins Gesicht. Nicht die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise, wie man sich präsentierte. Selbst nach 1:0-Führung, die sehr glücklich war, konnte man keinerlei Selbstbewusstsein oder Aufbäumen sehen. Es hätte nur noch gefehlt, dass sich Rosenberg persönlich bei jedem Stuttgarter für seinen Treffer entschuldigt, man will ja kein undankbarer Gast sein. Trotz all der Ausfälle und Probleme kann man doch davon ausgehen, dass die 11 Mann auf dem Platz sich wenigstens aufreiben.</p>
<p>Erstaunlich waren auch Allofs&#8217; Aussagen direkt nach dem Spiel, als er meinte, es würde das letzte Quentchen/der letzte Zentimeter in den Aktionen fehlen. Da habe ich mich spontan gefragt, ob er auf seinem iPhone ein anderes Spiel gesehen hat, während er auf der Bank sass. Mittlerweile kamen da aber doch sehr eindeutige Aussagen, die auch noch einmal zeigen, dass der Umbruch im Gange ist. <a href="http://www.werderblog.net/2012/04/16/ich-habe-verstanden/">Lars vom Werderblog</a> hat es sehr gut zusammengefasst. <a href="http://www.gruenweiss.org/von-kontinuitat-und-ihren-tucken/">Joey von gruenweiss.org</a> hat auch einen sehr guten Artikel geschrieben, der die Lage gut aufgreift.</p>
<p>Vielleicht hätte man häufiger auf den Umbruch hinweisen sollen. Vielleicht nicht dauernd Erwartungen schüren. Klar, nach der Hinrunde waren wir auf Platz fünf, aber dennoch hätte man auch da mehr Zurückhaltung üben sollen. Es ist überhaupt erstaunlich, denn wir haben derzeit einen mageren Punkt mehr als in der letzten Saison. Die gute Hinrunde hat dafür gesorgt, dass wir zu keinem Zeitpunkt im Abstiegskampf steckten. Die Tatsache, dass die Konkurrenz um die EL-Plätze (bis auf Stuttgart) auch nur Grütze spielt, sorgt dafür, dass Platz 7 noch immer in Reichweite ist. Gerade dieser Umstand macht die Rückrunde so bitter. So einfach war es schon länger nicht mehr, sich für Europa zu qualifizieren.</p>
<p>Vielleicht haben wir heute nachmittag Glück und die Bayern kommen zur Butterfahrt vorbei. Real im Kopf und keine Lust, sich zu verausgaben: das könnte unsere Chance sein.</p>
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		<title>Es ist was faul im Staate Bremen</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 19:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Hartherz]]></category>
		<category><![CDATA[FSV Mainz 05]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Allofs]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schaaf]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Trybull]]></category>

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		<description><![CDATA[11 Punkte aus 11 Spielen lautet die bisher sehr ernüchternde Rückrunden-Bilanz der Grün-Weißen. Beim 0:3 gegen Mainz konnte man wieder einmal nicht gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte gewinnen. Im Moment steht Bremen auf dem achten Tabellenplatz und wäre somit nicht für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Die letzten sechs Partien der Saison haben es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center">11 Punkte aus 11 Spielen lautet die bisher sehr ernüchternde Rückrunden-Bilanz der Grün-Weißen. Beim 0:3 gegen Mainz konnte man wieder einmal nicht gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte gewinnen. Im Moment steht Bremen auf dem achten Tabellenplatz und wäre somit nicht für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Die letzten sechs Partien der Saison haben es in sich: auswärts in Köln, Stuttgart und Wolfsburg sowie daheim gegen Gladbach, Bayern und Schalke. Das sind drei Mannschaften aus den Top 4 sowie zwei direkte Konkurrenten um die EL-Plätze. Köln kämpft gegen den Abstieg und trotz zuletzt desolater Leistungen der Domstädter würde ich nicht darauf hoffen, dass ausgerechnet die Bremer da die Punkte holen.</p>
<p style="text-align: left;" align="center">Dabei kommen momentan gleich mehrere Dinge zusammen, welche zu den schlechten Ergebnissen führen. Es gibt nicht DAS Problem und auch nicht DIE Lösung. Vor allem maße ich mir nicht an, diese Lösung zu haben.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Verletzungsmisere</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Es fällt schwer, angesichts des sich munter weiter füllenden Lazaretts noch von Verletzungspech zu sprechen. Natürlich sind da auch einige Sachen dabei, die niemand beeinflussen kann, wie bspw. Kouemahas Tritt ins Prödls Gesicht. Doch es gibt auch einige gravierende Auffälligkeiten, wie bspw. die nicht endenden wollenden Muskelverletzungen oder auch die häufigen Schambeinprobleme einiger Spieler. Hier gilt es zur neuen Saison dringend zu überprüfen, wo hier die Probleme liegen könnten. Meine medizinischen Kenntnisse habe ich allesamt aus der „Schwarzwaldklinik“ bzw. „Emergency Room“, aber auch mir kommt das Ganze spanisch vor. Das Thema wurde in diesem Artikel schon an <a href="http://mag.fussball-forum.de/5288/informers-abgegraetscht-dauerproblem-werder-lazarett">anderer Stelle aufgegriffen</a>. Welche Rolle spielt die medizinische Abteilung, die Intensität des Trainings und was können die Spieler beitragen? Sind wir in allen Punkten optimal aufgestellt. Bei dem recht dünnen Kader können wir es uns auf Dauer nicht erlauben, dass Leistungsträger immer wieder ausfallen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Wachtumsschmerzen</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">In den letzten Wochen haben die „Jungen Wilden“ für viel Freude unter den Werder-Fans gesorgt. Doch die bisher starken Leistungen und das vorhandene Potential sind nur die eine Seite der Medaille. Bei jungen Spielern sind Fehler und Formtiefs ganz normaler Bestandteil der Entwicklung, denn sie werden daraus lernen. Beim Spiel gegen Mainz führten individuelle Fehler unserer Youngster zu den ersten beiden Gegentoren. Beim 0:1 können Hartherz und Trybull den Ösi Ivanschitz nicht stellen und Affolter ließ sich von Szalai austanzen. Beim 0:2 reicht ein kleiner Schubser von Chupo-Moting aus, um sich Hartherz vom Hals zu schaffen. Man kann dies den Spielern nicht vorwerfen, doch natürlich tun die individuellen Fehler in dieser Situation weh.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Alterserscheinungen</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Während die ersten beiden Gegentore noch dem jugendlichen Leichtsinn und der Unerfahrenheit zuzuschreiben sind, lieferten ausgerechnet die beiden alten Hasen Fritz und Wiese beim 0:3 Slapstick vom Feinsten. Dumme Fehler sind also nicht nur der Jugend vorbehalten. Darüber hinaus fällt auf, dass von den erfahreneren Spielern oftmals wenig kommt und sie nicht oder kaum in der Lage sind, dem Spiel Struktur zu geben und auch den Jungen ein Vorbild zu sein.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Vertragssituation</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">13 Verträge laufen nach der Saison aus. Ein dickes Brett, welches Klaus Allofs da bohren muss. Allein, er fängt noch nicht damit an. Angeblich ist der SVW bei den Planungen für die nächste Saison nicht auf das Geld aus der EL angewiesen. Doch worauf wartet Allofs? Gibt es einen Königsvertrag, von dem alle anderen Planungen wie bei einem Domino-Spiel abhängen? Warum wird keine Klarheit geschaffen, für Spieler, Mannschaft und Fans?</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Palaver neben dem Feld</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Die teils ungelösten Vertragssituationen münden auch in den nächsten Punkt: zusätzliche Unruhe durch die öffentlich gemachten Abwanderungsgedanken der Spieler. Auf der einen Seite kann ich natürlich verstehen, dass die Spieler sich Gedanken über die Zeit nach der Saison machen. Ob es allerdings so hilfreich ist, das ausgerechnet öffentlich zu machen? Pizarro lässt verlautbaren, dass noch nichts entschieden ist und er für jegliche Angebote offen ist. Warum ein Mann wie Pizarro das nötig hat, erschließt sich mir nicht. Dann kommt erschwerend hinzu, dass er ja auch immer wieder vollmundig Ziele verkündet und indirekt auch immer wieder dem Verein die Pistole auf die Brust zu setzen. Seine letzte Kampfansage („Ich schieße gegen Mainz zwei Tore!“) endete dann in einer erschreckenden Nicht-Leistung seitens des Peruaners.</p>
<p style="text-align: left;">Kaum aus dem Lazarett kokettierte Naldo wieder mit einem Wechsel in die brasilianische Heimat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich hierbei um einen kompletten Alleingang von Porto Allegre handelt. Und langsam nervt dieser ständige Flirt mit dem Abgang. Entweder oder, aber bitte nicht so ein Geeier.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Das System</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Auch über den Trainer muss an dieser Stelle geredet werden. Ich habe Schaaf auch zuletzt immer wieder verteidigt, doch die Leistungen der Mannschaft werfen zunehmend Fragen auf. Ich glaube schon, dass Schaaf die Mannschaft noch erreicht und sich keineswegs abgenutzt hat. Doch wie sinnvoll ist das starre Festhalten an der Raute? Mit ist es egal, ob es sich dabei um ein veraltetes System handelt, wie bei <a href="http://spielverlagerung.de/2012/04/01/wie-thomas-tuchel-die-schaafsche-raute-zerlegte/">der Spielverlagerung angemerkt</a>. Entscheidend ist einfach, ob das System erfolgreich ist und die eigenen Stärken herausarbeitet. Griechenland 2004 auch mit Libero gespielt, wurde ausgelacht und holte den Pott. Gerade mit der ellenlangen Verletztenliste sind einige Positionen der Raute nicht optimal besetzt. Kann man hier nicht auch mal ein gewisses Maß an Flexibilität erwarten? In Hamburg haben wir eher mit einem 4-5-1 agiert, den Druck absorbiert und die entscheidenden Konter setzen können. Danach immer wieder die Raute.</p>
<p style="text-align: left;">Vor allem wird immer wieder deutlich, dass wir nicht in der Lage sind, dem Gegner über wirklich lange Zeit unser Spiel aufzuzwingen. Ja, es gibt immer wieder mal gute Phasen, die auch mal eine Halbzeit lang dauern, aber es bleibt immer nur bei Phasen. Andere Mannschaften holen aus ihrem nominell schwächeren Kader mehr raus. Auch andere Teams haben viele junge Spieler oder viele Verletzte, dennoch ist da eine Flexibilität vorhanden, das Spiel an die Gegebenheiten anzupassen und die jeweiligen Schwächen des Gegners anzugreifen. Und bei uns? Ob Heidenheim oder Bayern: die Raute wird’s schon richten!</p>
<p style="text-align: left;">Ich persönlich habe die EL für Bremen schon abgeschrieben. Natürlich hoffe ich als Fan auch weiterhin, dass wir jedes Spiel gewinnen, aber man muss die Situation auch realistisch betrachten. Dann hätte man die gute Ausgangssituation aus der Hinrunde aus der Hand gegeben und wird sich den kritischen Fragen auch mal stellen müssen.</p>
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		<title>Unentschuldigtes Fehlen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 13:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Allofs]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schaaf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem 0:1 in Berlin ist meine Lust, diese Nicht-Leistung mit einem Blogbeitrag zu adeln, nicht besonders hoch. Man könnte stundenlang die Fehler analysieren, sich über Spielaufbau und taktische Finessen unterhalten, doch am Ende bin ich einfach nur entsetzt über die Leidenschaftslosigkeit, mit der die Mannschaft in Berlin aufgetreten ist. Ein Glücksschuss reichte den Herthanern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem 0:1 in Berlin ist meine Lust, diese Nicht-Leistung mit einem Blogbeitrag zu adeln, nicht besonders hoch. Man könnte stundenlang die Fehler analysieren, sich über Spielaufbau und taktische Finessen unterhalten, doch am Ende bin ich einfach nur entsetzt über die Leidenschaftslosigkeit, mit der die Mannschaft in Berlin aufgetreten ist. Ein Glücksschuss reichte den Herthanern zum Sieg, die im Spiel selbst viele Fehler und ein gerüttelt Maß an Verunsicherung zeigten. Sobald Bremen in die Nähe des gegnerischen Strafraums kam, wurden die Knie der Weiß-Blauen weich und auch der Keeper Thomas Kraft wirkte nicht sonderlich souverän in seinen Aktionen. Die Hertha wird sich über den Sieg freuen, doch das Spiel ist in meinen Augen kein besonderer Mutmacher.</p>
<p>Es ist traurig, dass dem Gegner eine solche Leistung gereicht hat, um sich gegen die Bremer durchzusetzen. Die Zahl an Fehlpässen und Stockfehlern war am letzten Samstag Legion und jegliche positiven Ansätze aus den letzten Spielen wurden durch den Grottenkick zur Makulatur. Selbst im Angesicht von solch Ergebnissen wie in Gladbach, München und auf Schalke in der Hinrunde gebe ich Allofs recht, der vom „<a href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/565563/artikel_allofs_so-qualifiziert-man-sich-nicht-fuer-europa.html" target="_blank">schlechtesten Spiel der Saison</a>“ sprach. Gerade im Hinblick auf die gezeigte Leistung des Gegners trifft dies zu, denn die Hertha war selbst weit davon entfernt, ein gutes Spiel zu machen.</p>
<p>Mittlerweile fühlt man sich ein wenig wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Jedem Lichtblick und der anschließenden Hoffnung auf Besserung folgt der nächste Nackenschlag in Form einer unterirdischen Leistung. Und auch wenn in der Hinrunde nicht alles Gold war, so war man zumindest in der Lage, die Spiele gegen die kleineren Gegner positiver zu gestalten, vor allem im heimischen Weserstadion. Zunehmend steht man im Kampf um die internationalen Plätze mit dem Rücken zur Wand, da die Aufgaben in den nächsten Wochen nicht kleiner werden. Die ersten Vier der Liga kommen noch, genauso wie die direkten Konkurrenten um Platz 6 (namentlich Hannover und Stuttgart) und bei den derzeitigen Leistungen braucht man keine besonders pessimistische Einstellung, um zu sehen, dass man weiter nach hinten durchgereicht werden wird.</p>
<p>Der Blick richtet sich auch wieder Richtung Thomas Schaaf. Wie kann es sein, dass eine Mannschaft sich derart präsentiert. Samstag wäre es in meinen Augen egal gewesen, welches System oder welche Spieler (Stichwort: Jugend) auf dem Platz gestanden hätten, denn mit der Arbeitsauffassung hätte man eh keinen Blumentopf gewonnen. Auch hier grüßt der kleine freundliche Nager von oben: immer wenn man denkt, dass Schaaf dem Team neue Impulse gibt und es auch Reaktionen gibt, kommt so ein Spiel um die Ecke und lässt einen ratlos zurück. Ich werde Schaafs Kopf nicht fordern, dass überlasse ich anderen, aber die Fragen nehmen zu. Wenn man nicht im Mittelfeld der Liga landen möchte, dann sind langsam Antworten fällig, denn sonst freuen wir uns am Ende der Saison nur noch über die beiden Derby-Siege gegen den HSV.</p>
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		<title>Living on the edge</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 08:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abseits des Platzes]]></category>
		<category><![CDATA[ALBA Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Pletzinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas Pletzinger hat die Basketball-Mannschaft von ALBA Berlin eine Saison lang begleiten dürfen und seine Erlebnisse unter dem Titel “Gentlemen, wir leben am Abgrund” veröffentlicht. Damit ist ihm aus meiner Sicht eines der besten deutschsprachigen Sportbücher gelungen, welches ich hier kurz vorstellen möchte, auch wenn es sich nicht mit Fußball beschäftigt. ALBA ist eine der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Pletzinger hat die Basketball-Mannschaft von ALBA Berlin eine Saison lang begleiten dürfen und seine Erlebnisse unter dem Titel “Gentlemen, wir leben am Abgrund” veröffentlicht. Damit ist ihm aus meiner Sicht eines der besten deutschsprachigen Sportbücher gelungen, welches ich hier kurz vorstellen möchte, auch wenn es sich nicht mit Fußball beschäftigt.</p>
<p>ALBA ist eine der Top-Adressen im deutschen Basketball. Die Mannschaft spielt in der knapp 15.000 Zuschauer fassenden O2-World und es geht jedes Jahr darum, um den Titel mitzuspielen. Ich will nicht allzu viel vorwegnehmen, doch die Saison 2010/2011 war für die Berliner eine sehr bewegte, in der das Team Höhen und Tiefen durchlebte, in der Spieler kamen und gingen und sogar der Headcoach ausgetauscht wurde. Durch diesen Umstand wird das Buch deutlich interessanter, da Pletzinger das Team sowohl in guten Zeiten als auch in schlechten Zeiten begleiten durfte.</p>
<p>Pletzinger war selbst Basketballer und lebte als Jugendlicher den Traum vom Profi-Dasein, doch am Ende reichte es nicht für höhere Weihen. Nun ist er Journalist und Schriftsteller und darf in dieser Funktion die Profis auf Ihrem 10-monatigen Weg vom Trainingslager bis zum letzten Playoff-Spiel begleiten. Man merkt einerseits, wie Pletzinger sich dabei seinen Jugendtraum erfüllt, einmal Teil eines Profi-Teams zu sein, auch wenn er nicht aktiv eingreift. Andererseits kann man beim Lesen die Entwicklung Pletzingers vom Außenstehenden hin zu einem Teil des Teams nachvollziehen. Aus „ALBA Berlin“ wird zum Ende hin ein „wir“, die neutrale Beobachtung weicht in den Playoffs einem Mitfiebern.</p>
<p>Die Details aus dem Innenleben einer Profimannschaft sind schon sehr spannend. Es ist interessant zu sehen, wie wenig Glamour am Ende des Tages übrigbleibt, wenn die Mannschaft auf der Heimreise von einem Auswärtsspiel bei einem Fast-Food-Restaurant oder einer Raststätte anhält, um sich zu verpflegen. Man sieht auch sehr deutlich, welches Loch zwischen König Fußball und den anderen Sportarten in Deutschland klafft. ALBA Berlin ist einer der finanzstärksten Clubs der Liga, dennoch übernachtet die Mannschaft in Mittelklasse-Hotels, schlägt sie sich ab und an den Bauch beim Burgerbrater voll und lebt so gar nicht das glamouröse Leben, welches man gemeinhin mit dem Dasein als Sportprofi verbindet. Keine Ferraris, kein Bling-Bling, keine riesigen Anwesen.</p>
<p>Das Buch ist deshalb so stark, weil es die oben genannten Einsichten mit der Liebe des Autors zum Sport verbindet, die in der Beschreibung des Geschehens deutlich zutage tritt. Pletzinger gibtdarüber hinaus tiefe Einsichten in das Funktionieren und Arbeiten einer Profimannschaft und er schafft es, die Charaktere für den Leser greifbar zu machen. Er gibt zudem den Personen im Hintergrund ein Gesicht, beschreibt die Arbeit der Assistenztrainer und zeigt, wie das Management sich mit schweren Entscheidungen schwertut. Es ist keine Heldenverehrungsgeschichte, auch wenn der Autor die anfängliche Distanz zum Ende hin verliert, sondern es vereint Sieg und Niederlage, Euphorie und Ernüchterung, die man als Sportfan, gleich welcher Sportart und welchen Vereins, nur allzu gut kennt. Das Buch kann ich auch Nicht-Basketballern ganz klar empfehlen.</p>
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		<title>Ein Nürnberger Würstchen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 21:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Esswein]]></category>
		<category><![CDATA[Claudio Pizarro]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kreiszeitung nennt es &#8220;Bremer Bruchlandung&#8221; und der Weser-Kurier macht aus dem gestrigen Spiel gegen Nürnberg einen &#8220;Herben Rückschlag&#8220;. Wie so oft ist es auch eine Frage der Perspektive und ich weigere mich, das Spiel so negativ zu bewerten, wie es die beiden genannten Zeitungen tun. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Hoffenheim sehe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kreiszeitung nennt es &#8220;<a href="http://www.kreiszeitung.de/sport/fussball/werder-bremen/werder-bremer-bruchlandung-nuernberg-1615303.html">Bremer Bruchlandung</a>&#8221; und der Weser-Kurier macht aus dem gestrigen Spiel gegen Nürnberg einen &#8220;<a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Werder/Profis/542284/Herber-Rueckschlag-fuer-biederes-Werder.html">Herben Rückschlag</a>&#8220;. Wie so oft ist es auch eine Frage der Perspektive und ich weigere mich, das Spiel so negativ zu bewerten, wie es die beiden genannten Zeitungen tun. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Hoffenheim sehe ich sogar große Fortschritte, denn die Mannschaft konnte zumindest zeitweise gute Kombinationen zeigen und das Spiel war weniger zerfahren wie gegen die TSG. Leider galt das nur für die ersten 20-25 Minuten der ersten Halbzeit und die ersten 30 Minuten im zweiten Durchgang. Gerade in Halbzeit eins gab es einen deutlichen Bruch, wo die anfängliche Sicherheit einer zunehmenden Verunsicherung wich.</p>
<p>Leider konnte Bremen die wenigen wirklich guten Chancen nicht nutzen und über weite Strecken schaffte es Nürnberg, die Bremer aus der gefährlichen Zone vor dem eigenen Tor fernzuhalten. Zwei richtig große Chancen hatten die Gäste aus Franken und eine davon konnte Esswein nutzen, nach einem schön vorgetragenen Angriff. Nürnberg zeigte die gleiche Effektivität, die Bremen am letzten Wochenende noch gegen die Hamburger zeigte. Es war deutlich, dass Bremen noch nicht an dem Punkt ist, selbst 90 Minuten lang das Spiel zu gestalten und zudem ohne einen Pizarro in Topform vorne die Durchschlagskraft fehlt. Ich hoffe, dass die Mannschaft das Ergebnis richtig einordnet und weiter am verbesserten Zusammenspiel arbeitet.</p>
<p>Nächste Woche geht es nach Berlin, zu einem Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und der nun von Rehhagel bzw. König Otto trainiert wird. Es ist davon auszugehen, dass die Berliner zu Hause sicherlich versuchen werden, nach vorne zu spielen. Das sollte uns in der derzeitigen Situation entgegenkommen. Danach geht es dann gegen 96, den direkten Konkurrenten um die EL-Plätze. Ich bin schon sehr gespannt auf das Spiel, nicht nur, weil ich dann endlich mal wieder live vor Ort sein werde. Mit einer kompakten Abwehr und schnellen Angriffen ist Hannover genau die Art von Team, gegen die wir immer wieder schlecht aussehen.</p>
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		<title>Interview bei den Clubfans United</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 20:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abseits des Platzes]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Clubfans United]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Endl von den Clubfans United hat mir per Mail ein paar Fragen zugeschickt. Wenn Ihr wissen wollt, was ich zum Bloggen, zur Lage des SVW und anderen Dingen zu sagen habe, dann schaut euch einfach das Interview mit dem reißerischen Titel &#8220;Nürnberg ganz oben? Warum denn nicht?&#8221; an. Danke an Alexander für die Fragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Endl von den <a title="Clubfans United" href="http://www.clubfans-united.de">Clubfans United</a> hat mir per Mail ein paar Fragen zugeschickt. Wenn Ihr wissen wollt, was ich zum Bloggen, zur Lage des SVW und anderen Dingen zu sagen habe, dann schaut euch einfach das Interview mit dem reißerischen Titel &#8220;<a href="http://www.clubfans-united.de/2012/02/23/nuernberg-ganz-oben-warum-denn-nicht/">Nürnberg ganz oben? Warum denn nicht</a>?&#8221; an.</p>
<p>Danke an Alexander für die Fragen und auf ein schönes Spiel am Samstag. Aber die Punkte bleiben an der Weser <img src='http://www.papierkugel.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Nordderbysieger</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 07:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[HSV]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Arnautovic]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Marin]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Rosenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Wiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Sieg im Nordderby ist immer Balsam auf die geschundene Fanseele. Doch diesmal ist die Freude nach bisher vier sieglosen Spielen in der Rückrunde besonders groß. Endlich mal ein Spiel gewonnen und dann noch gegen die angeblich wieder erstarkten Hamburger, die nach jedem Erfolg wieder vom Erreichen des Europapokals schwadronieren. Nach dem 1:3 gegen Werder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Sieg im Nordderby ist immer Balsam auf die geschundene Fanseele. Doch diesmal ist die Freude nach bisher vier sieglosen Spielen in der Rückrunde besonders groß. Endlich mal ein Spiel gewonnen und dann noch gegen die angeblich wieder erstarkten Hamburger, die nach jedem Erfolg wieder vom Erreichen des Europapokals schwadronieren. Nach dem 1:3 gegen Werder scheint aber selbst Trainer-Guru Fink eher demütig zu erkennen, dass man erst mal nicht mehr von Europa reden sollte.</p>
<p>Über weite Strecken des Spiels war Hamburg die engagiertere Mannschaft, hatte mehr Ballbeseitz, gewann mehr Zweikämpfe und schoss häufiger aufs Tor. Doch in der Kategorie Chancenverwertung waren die Bremer eine Klasse besser und ließen damit die statistische Überlegenheit der Hamburger ins Leere laufen. Schaaf hatte seine Mannschaft mit einer Kontertaktik ins Spiel geschickt und auch wenn sich in den letzten Spielen schon abzeichnete, dass es nun eher das Ziel ist, hinten sicher zu stehen und sich dann um die Offensive zu kümmern, funktionierte das taktische Konzept gegen Hamburg hervorragend. Der Druck des HSV konnte meist absorbiert werden und wenn der HSV doch einmal durchkam, war Tim Wiese zur Stelle.</p>
<p>Tim Wiese war völlig im Derby-Modus und nagelte eigenhändig den Kasten zu. Beim 1:2 durch einen abgefälschten Freistoß war Tim chancenlos. Wäre jede Woche Nordderby, wäre Wiese wohl Welttorhüter oder endgültig wahnsinnig. Er rennt über den Platz, brüllt Kommandos, legt sich mit allen an: Gegner, Fans des Gegners, Schiris und die eigenen Spieler. Würde mich nicht wundern, wenn er zu Hause im Vorfeld des Derbys auch nur noch alle anbrüllt. Gerade auch im direkten Vergleich mit Drobny, der beim 1:0 der Bremer mindestens unglücklich aussieht und beim 2:0 die Luft fangen will, fällt Wieses starke Leistung umso mehr auf. Beim 1:3 durch Arnautovic stehen sich Edel-Verteidiger Westermann und Resterampen-Rajkovic gegenseitig im Weg und Marko sagt nur noch danke.</p>
<p>Ich bin gespannt, wie es gegen Nürnberg weitergeht, denn im eigenen Stadion wird man gegen den 1. FCN sicherlich selbst das Spiel machen wollen. Ich hoffe, dass die Mannschaft durch den Sieg das nötige Selbstvertrauen bekommt und sich nicht so zerfahren wie gegen Hoffenheim präsentiert. Wo wir beim Thema Selbstvertrauen sind: ich gönne Rosenberg endlich mal sein Tor. Am Samstag war er deutlich aktiver als Pizarro und bereitete das 1:0 durch Marin vor. Leider verpasste er es Anfang der zweiten Halbzeit den Sack mit dem möglichen 3:0 zuzumachen.  Es wird mal wieder Zeit, Rosi.</p>
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		<title>Stillstand</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 17:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Arnautovic]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Marin]]></category>
		<category><![CDATA[Mehmet Ekici]]></category>
		<category><![CDATA[TSG Hoffenheim]]></category>

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		<description><![CDATA[Viertes Spiel in der Rückrunde, viertes Unentschieden und das dritte Gegentor nach einer Ecke (von insgesamt vier Gegentreffern). Es geht derzeit nicht wirklich voran, vor allem wenn man sich anschaut, dass alle bisherigen Spiele der Rückrunde gegen mehr als machbare Gegner waren. Die erste Halbzeit gestern war mit das Schlechteste, was ich bisher diese Saison [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viertes Spiel in der Rückrunde, viertes Unentschieden und das dritte Gegentor nach einer Ecke (von insgesamt vier Gegentreffern). Es geht derzeit nicht wirklich voran, vor allem wenn man sich anschaut, dass alle bisherigen Spiele der Rückrunde gegen mehr als machbare Gegner waren. Die erste Halbzeit gestern war mit das Schlechteste, was ich bisher diese Saison gesehen habe. Gegen einen allenfalls mittelmäßig kompakten und durchschnittlich pressenden Gegner lag das Aufbauspiel vollkommen brach. Das fing schon in der Abwehr an, wo sich bspw. Affolter viele Fehlpässe leistete und zog sich bis hin zu Ekici auf der zehn durch. Gerade Ekici wirkte gestern mit seiner Rolle völlig überfordert und bis auf einen gefährlichen Freistoß waren seine Frustfouls die einzig auffälligen Szenen von Memo.</p>
<p>Ignjovski erwischte &#8211; wie schon gegen Freiburg &#8211; einen äußerst schwachen Tag. Er war bemüht, lief viel, verlor aber häufig den Ball und war häufiger nicht dort, wo er gebraucht wurde. Bargfrede war schon bemühter, aber insgesamt war das Mittelfeld bis auf Junuzovic weitestgehend offensiv impotent. Dadurch hingen dann auch Arnautovic und Rosenberg häufig in der Luft. In Halbzeit zwei dann kam Marin für den gelb-rot-gefährdeten Ekici und brachte für 10-15 Minuten frischen Wind ins Spiel nach vorne. Doch obwohl Bremen in Halbzeit zwei engagierter war und auch deutlich mehr Ballbesitz hatte, wurde es selten gefährlich vor dem Tor der Hoffenheimer. Zu selten wurde wirklich schnell und direkt gespielt, um die tiefstehenden SAP-Kicker auszuhebeln. Am Ende war es ein langer Ball von Affolter, den Rosenberg für Arnautovic verlängert, der das Ding zum Ausgleich einnetzt.</p>
<p>Natürlich stehen da im Moment viele junge Spieler auf dem Platz, die sicherlich nicht von vorneherein sofort alle Laufwege und Zuordnungen aus dem Effeff kennen. Und das ist ein Punkt, dem man dem Team zugute halten sollte. Auf der anderen Seite sind es gerade die erfahreneren Spieler, die nicht in der Lage sind, den jungen Spielern einen Rahmen zu geben. Rosenberg, Ekici, Bargfrede, Fritz, Wiese sind eben nicht in der Lage, den Neuen eine Stütze zu sein. Einzig Sokratis zeigte gestern eine gute und solide Leistung. Und langsam muss man auch mal vermehr kritische Fragen in Richtung Schaaf stellen. Mir ist klar, dass ein solcher Umbruch nicht einfach ist und gerade die Raute braucht Zeit, um verinnerlicht zu werden, doch hier kommen wir wieder zurück zur Frage, ob die Raute unter diesen Bedingungen überhaupt das Mittel der Wahl ist. Wäre ein anderes System vielleicht geeigneter, der Mannschaft zu mehr Stabilität zu verhelfen? Haben wir überhaupt die Spieler für eine Raute? Haben die hohen Auswärtsklatschen zum Ende der Hinrunde die sichtbaren Verbesserungen in der Hinrunde wieder zunichte gemacht und das zarte Pflänzchen Selbstvertrauen wieder zertreten?</p>
<p>Vor allem mit Hinblick auf das zunehmend schwerere Programm in der Rückrunde müssen langsam Antworten auf die Fragen gefunden werden. Alleine auf das Trio Pizarro, Naldo und Hunt zu vertrauen, reicht nicht. Vor allem, um sich nicht nur von einzelnen Spielern abhängig zu machen. Gegen das Hoffenheimer Team von gestern hätte es auch ohne das Trio zu einem Dreier reichen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Einen vor, einen zurück</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 21:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Claudio Pizarro]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Hartherz]]></category>
		<category><![CDATA[SC Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Wiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Spiel gegen Freiburg schien rein statistisch schon vor Anpfiff zugunsten Bremens entschieden, ob der guten Serie gegen die Breisgauer. Dabei wird gerne übersehen, dass schon das 5:3 in der Hinrunde alles andere als ein Galaauftritt der Grün-Weißen war. Und es wurde alles andere als ein gemütlicher Ausflug. Freiburg dachte gar nicht daran, sich einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spiel gegen Freiburg schien rein statistisch schon vor Anpfiff zugunsten Bremens entschieden, ob der guten Serie gegen die Breisgauer. Dabei wird gerne übersehen, dass schon das 5:3 in der Hinrunde alles andere als ein Galaauftritt der Grün-Weißen war. Und es wurde alles andere als ein gemütlicher Ausflug. Freiburg dachte gar nicht daran, sich einfach nur hinten reinzustellen und das Beste zu hoffen, sondern spielte ein aggressives Pressing und suchte seine Chance im Spiel nach vorne.</p>
<p>Bremen war über weite Strecken des Spiels nicht in der Lage sich spielerisch dem Pressing zu entziehen, was sich in vielen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung zeigte. Nur selten konnte man sein Kombinationsspiel durchziehen und zweimal resultierte das in Treffern unserer peruanischen Lebensversicherung der Marke Pizarro. Doch leider sollte das nicht reichen, um drei Punkte einzufahren. Beim 1:1 kam Makiadi kurz vor dem Bremer Tor per Kopf an den Ball. Hier offenbarten sich (wieder einmal) starke Probleme bei gegnerischen Standards, die vor allem an der mangelnden Zuordnung zu liegen scheinen. Beim 2:2 schlagen die Freiburger einen langen Ball in die Bremer Hälfte, können diesen kontrollieren und schnell auf die rechte Angriffsseite bringen, wo Hartherz den heraneilenden Schmid nicht mehr stellen bzw. entscheidend stören kann.</p>
<p>Damit bleibt Bremen in der Rückrunde ungeschlagen, hat andererseits aber auch noch keinen Sieg eingefahren. Auch wenn die Tore zeigen, dass die Mannschaft zu flüssigem Kombinationsspiel fähig ist, bleiben erstmal nicht mehr als positive Ansätze. Um den Platz in der EL zu sichern, sind in Zukunft auch Siege fällig, zumal Hannover von hinten langsam aber sicher Druck macht. Man sollte nicht darauf vertrauen, dass die Leverkusener uns dauerhaft den Gefallen tun, ebenfalls Punkte liegen zu lassen.</p>
<p>Am Ende möchte ich noch ein paar Worte zu den Dingen auf den Tribünen in Freiburg loswerden. Ich habe immer eine gewisse Sympathie für den SC und seine Fans gehegt. Leider scheinen auch dort die Hirntoten zunehmend in den Vordergrund zu rücken. Es ist einfach zum Kotzen, wenn Teile der SC-Fans einfach unkommentiert mehrfach &#8220;Wiese an die Wand!&#8221; skandieren dürfen. Mir ist klar, dass Wiese kein Sympathieträger ist und er auch keinen Friedensnobelpreis mehr bekommt. Aber ist das ein Grund, sich derart zu entblöden? Ich finde es auch erbärmlich, dass man dazu weder während des Spiels einen Kommentar gehört hat, noch etwas darüber in den Medien zu lesen ist. Aber gut, es ist auch nur Wiese und nicht ein gewisser Mäzen und Duz-Freund von Theo Z., bei dem nach einem Banner mit Zielscheibe gleich das ganz große Rad gedreht wird. Es tut mir leid, aber alleine für die Spacken vom Sonntag wünsche ich dem SC einen Gang in Liga 2.</p>
<p>&nbsp;</p>
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