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	<title>Das Platten-blog</title>
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	<description>Ein leidenschaftliches Musikblog über Alternative Rock Musik</description>
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	<title>Das Platten-blog</title>
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		<title>Feel The Void</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2022 20:19:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hot Water Music]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hot Water Music haben sich ein weiteres Mal aufgerappelt und ihr neuntes Album Feel The Void veröffentlicht. Zwischen Bangen und Hoffen habe ich die Nachricht aufgenommen. Punk- und Hardcore Bands im mittleren Alter haben es schwer, überzeugende Alben zwischen Fanbase, Fun und eigenem Anspruch zu machen. Umso befreiender wirkt Feel The Void nach ein paar &#8230; <a href="http://platten-blog.de/hot-water-music/feel-the-void" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Feel The Void“</span> weiterlesen</a></p>
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<p>Hot Water Music haben sich ein weiteres Mal aufgerappelt und ihr neuntes Album Feel The Void veröffentlicht. Zwischen Bangen und Hoffen habe ich die Nachricht aufgenommen. Punk- und Hardcore Bands im mittleren Alter haben es  schwer, überzeugende Alben zwischen Fanbase, Fun und eigenem Anspruch zu machen. Umso befreiender wirkt Feel The Void nach ein paar Durchläufen.  </p>



<p>Fragt mal Incubus-, Thrice- oder Red Hot Chili Pepper Fans nach ihren Lieblingsalben. Selten kommen die letzten Werke so richtig gut weg. Zu oft sind einzelne Tracks spannend und im besten Fall stark, aber auf Albumlänge wird&#8217;s schnell langweilig und vorhersehbar. Gleichzeitig fehlt die Power von früher und manchmal sogar das Tempo (unkt da jemand &#8222;Mid-Tempo&#8220;?). Selbst den großartigen Pearl Jam ist mit Lightning Bolt so ein Ausrutscher passiert. Dann haben sie sich mit Gigaton wieder rausgezogen. Und wie? Mit starken Songs und Spielfreude. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Doch zurück zu Feel The Void</h2>



<p>Warum ich ausschweife? Hot Water Music ist in einer ähnlichen Situation. Die beiden letzten Alben Exister und Light it up waren gut, aber 3-4 Knaller-Songs retteten das Füllmaterial über die &#8222;ein durchaus gutes Album&#8220;-Meßlatte.  Hand aufs Herz, habt ihr die Alben 6 Monate nach Veröffentlichung noch häufig rausgekramt und durchgängig gehört? Ich nicht. Und ich hoffte inständig, dass Feel the Void dieses Schicksal nicht ereilt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="840" height="560" src="https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658.jpg?resize=840%2C560" alt="" class="wp-image-2485" srcset="https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?resize=1024%2C683 1024w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?resize=300%2C200 300w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?resize=768%2C512 768w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?resize=1536%2C1024 1536w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?resize=2048%2C1365 2048w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?resize=1200%2C800 1200w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?w=1680 1680w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/511658-scaled.jpg?w=2520 2520w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption> Hot Water Music 2022</figcaption></figure>



<p>Aber dann hauen einem die Jungs aus Gainesville mal eben zwölf durchgängig starke Songs, mit viel Abwechslung und Spielfreude um die Ohren. Hell Yeah! </p>



<p>Das düstere, unheilvolle <strong>Another Breath</strong> leitet die Platte gekonnt ein &#8211; nicht ganz so hymnisch wie einst <strong>Complicated</strong> auf Light It Up, aber durch die verzwackten Rhythmen und Gesangslinien ein absoluter Grower. Hymnisch geht&#8217;s im Anschluß mit der ersten Single <strong>Killing Time </strong>zu. Beim folgenden <strong>Newton Scraper </strong>fällt besonders der funkige Bass in der Strophe auf, der sich wenig später in einen typischen Hot Water Music Ohrwurm-Refrain auflöst. <strong>Habitual</strong> klingt nach Chuck Ragans starken Solo-Album. Sein bisher persönlichster Song handelt von Krebs-Erkrankungen im näheren Umfeld, wobei nicht das Leid oder die Krankheit, sondern der Hoffnungsschimmer und der Wille zu Kämpfen, textlich im Vordergrund steht. Die positive Energie transportiert der Song eindrucksvoll. Vier Lieder &#8211; vier absolute Volltreffer. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Hohes Niveau wird gehalten</h2>



<p>Und so geht&#8217;s weiter. <strong>Collect your things and run</strong> feiert das Leben und ist im klassischen Hot Water Music Punk-Gewand inkl. Skater Video. Der Titeltrack erinnert mit seinem laut/leise Spiel an <strong>Newton Scraper </strong>und hat dabei wieder so einen unverschämt mitreissenden Refrain. Neu im Lineup ist der Flatliners Mann Newcomer Chris Cresswell, der im melancholischen <strong>Turn the dial </strong>auch gleich mit frischer Stimme für Abwechslung sorgt. Einstand gelungen. </p>



<p>Mit Punk Sing-Alongs wie <strong>Scratch On</strong>, die Kunst der Dramatik in <strong>Ride High</strong> und noch einmal Power in Form des Rausschmeißers <strong>Lock Up </strong>macht die Band den Sack zu. Ja, hier sind die Woohoo Chöre etwas over-the-top. Aber das ist nach so einem Ritt geschenkt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammengefasst</h2>



<p>Hot Water Music melden sich in Topform zurück. Feel The Void löst an vielen Stellen ein, was die Vorgänger versprochen haben. Großartige Songs, viel Abwechslung und mit vollem Herzblut nach vorne geprescht &#8211; Das scheint das Erfolgsrezept gegen mittelmäßige Alben im mittleren Bandalter zu sein. Und jetzt seid ihr am Zuge Thrice, Incubus und Co. </p>
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		<title>NOW</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 May 2021 20:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fury In The Slaughterhouse]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fury In the Slaughterhouse? Echt jetzt? Lasst uns gleich den Elefanten im Raum ansprechen. Ja, die folgende Kritik beschäftigt sich mit Pop-Rock Songs, die ohne Weiteres im Radio laufen. Und ja, in der folgenden Kritik schwingt eine Menge Nostalgie mit… So, jetzt können wir loslegen, und uns mit dem aktuellen Album NOW von der Band &#8230; <a href="http://platten-blog.de/fury-in-the-slaughterhouse/now" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„NOW“</span> weiterlesen</a></p>
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<p><strong>Fury In the Slaughterhouse</strong>? Echt jetzt? Lasst uns gleich den Elefanten im Raum ansprechen. Ja, die folgende Kritik beschäftigt sich mit Pop-Rock Songs, die ohne Weiteres im Radio laufen. Und ja, in der folgenden Kritik schwingt eine Menge Nostalgie mit… So, jetzt können wir loslegen, und uns mit dem aktuellen Album <strong>NOW</strong> von der Band aus Hannover in Ruhe beschäftigen.</p>



<span id="more-2465"></span>



<p>Fury In The Slaughterhouse haben tatsächlich nach mehr als 13 Jahren nahezu in Originalbesetzung ein neues Album veröffentlicht. Um es vorweg zu nehmen, die zwölf Lieder sind unverwechselbar Fury ohne gleich den Stempel Altherren-Rock aufgedrückt zu bekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gelungener Start für Fury In The Slaughterhouse</h2>



<p>Die im Oktober 2020 bereits veröffentlichte Single <strong>Sometimes (Stop to Call) </strong>lies aufhorchen. Fast beiläufiger Start in den Song mit schöner Dynamik in der Bridge, die vielleicht etwas überproduziert im Refrain ist, aber durch die leicht melancholische Melodie nie wirklich ins Käsige abdriftet. Dieses Händchen für die Gratwanderung im Pop hat Fury in the Slaughterhouse schon oft bewiesen und zeichnet NOW im besten Sinne aus. Gerade auch <strong>1995</strong> ist so ein Kandidat, der dabei um einiges Schmissiger daherkommt und die die goldene Zeit der Band im Rückblick abfeiert. Ruft da jemand: Nostalgie? Die nächsten beiden Songs sind ähnlich veranlagt und machen ein erstes überzeugendes Drittel der Platte perfekt. Typische Fury Lieder ohne Überraschung, aber mit einem Händchen für gelungene Songs.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=512%2C384" alt="" class="wp-image-2467" width="512" height="384" srcset="https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=1024%2C767 1024w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=300%2C225 300w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=768%2C575 768w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=1536%2C1151 1536w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=2048%2C1535 2048w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?resize=1200%2C899 1200w, https://i0.wp.com/platten-blog.de/wp-content/uploads/FURY_2020_byOlafHeine_1.jpg?w=1680 1680w" sizes="(max-width: 512px) 85vw, 512px" /><figcaption>Fury In The Slaughterhouse 2020</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Darf es etwas Abwechslung sein?</h2>



<p>Das zweite Drittel verlässt den eingetretenen Pfad etwas und beginnt &#8211; überraschend &#8211; mit einem Lowlight. <strong>All About Us</strong> ist bei der zuvor beschriebene Gratwanderung abgestürzt. Der Song klingt mit seinem 0815-Refrain und lahmen Schlagzeug wie am Reißbrett für einen Stadionsong entstanden und sorgt für einen der wenigen Scham-Momente. Lieber den Track skippen und beim nächsten Song sich an dem Gorillaz-Anleihen erfreuen. Keine Sorge, der Refrain holt das Titelstück dann wieder zurück ins eigene Schaffen. Ein ähnlicher Ausflug folgt mit <strong>Replay</strong> durch eine Green Day Minority Gedächtnis Strophe. Dazwischen ist das feine <strong>Good luck is on your way</strong>, bei dem ein entspannter Sommervibe sich mit dem pathetischen Refrain abwechselt. Die Band baut hier Sänger Kai Wingenfelder eine musikalische Bühne, die er perfekt auszufüllen weiss. Die Abwechslung ist natürlich kein Grund zur Sorge, immer dezent genug und macht das Album durchaus interessant.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den Sack zumachen</h2>



<p>Zum Abschluss hat Fury in the Slaughterhouse noch eine nette Ballade, ein überflüssiges Lied und dann auf der Zielgeraden noch einmal zwei ganz typische Songs. Gerade diese Songs bringen die Stärken der Hannover auf den Punkt. <strong>Not the time to live a lie</strong> ist ein so typischer Fury Song, den wir schon so häufig gehört haben, ohne langweilig zu klingen. Ganz im Gegenteil, der Song ist dabei mitreißend, dass ein Chris Martin verschämt rüber schielen mag, weil sein Stadionkonzept für Coldplay oft nicht so gut aufgegangen ist.<strong> Walk On</strong> macht den Sack zu &#8211; eine typische Laut-Leise Dynamik mit pathetischem Text. Wer so lange bei <strong>NOW</strong> durchgehalten hat, wird Fury in the Slaughterhouse wahrscheinlich mögen und damit dieses Lied auch. Alle Haters werden hier genug Gründe finden, warum die Band in ihren Augen besser in der Versenkung geblieben wäre. Aber Haters gonna hate. Alle anderen haben Spaß an der gelungenen Rückkehr der Band und dies trotz oder gerade mit Radio-Rock und Nostalgie. </p>
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		<title>1997-2013 (Best Of + Rare Tracks)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 14:11:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blackmail]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das fehlte Blackmail bisher: Dieser Tage erscheint eine Werkschau mit dem pragmatischen Namen 1994-2013 (Best of + Rare Tracks). Da die Band seit sieben Jahren pausiert, schwingt bei diesem Lebenszeichen auch ein wenig Sorge mit. Denn Indie-Deutschland braucht noch immer diese Genre-prägende Band aus Koblenz. Das beweist das vorliegende Album eindrucksvoll. Es gibt kaum Bands, &#8230; <a href="http://platten-blog.de/blackmail/1997-2013-best-of-rare-tracks" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„1997-2013 (Best Of + Rare Tracks)“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das fehlte Blackmail bisher: Dieser Tage erscheint eine Werkschau mit dem pragmatischen Namen 1994-2013 (Best of + Rare Tracks). Da die Band seit sieben Jahren pausiert, schwingt bei diesem Lebenszeichen auch ein wenig Sorge mit. Denn Indie-Deutschland braucht noch immer diese Genre-prägende Band aus Koblenz. Das beweist das vorliegende Album eindrucksvoll.<span id="more-2458"></span></p>
<p>Es gibt kaum Bands, die ein Best-of Compilation mit 1-2 Songs pro Album abliefern und dabei die Qualität so konstant hoch halten, wie Blackmail. Beindruckend, wie gleich vom Fleck weg bei <strong>When I start today</strong> vom selbstbetitelten Debütalbum alle Trademarks ausgearbeitet sind. Die Produktion klingt vielleicht wenig blechern, aber schon ab dem zweiten Song <strong>Gone Too Soon Too Far</strong> fühlt man sich im Blackmail Universum wohl. Das Wechselspiel von süßer Melodie und brachialen Gitarrenwänden ist wunderbar gealtert.</p>
<h2>Blackmail &amp; die goldene Phase</h2>
<p>Und spätestens mit den Stücken von Bliss Please und Friend or Foe? befinden wir uns in der erfolgreichsten Phase von Blackmail. Gerade letzteres hat dabei ordentlich Wüstenstaub von Queens Of The Stone Age aufgesammelt. Der Uptempo Hit <strong>It could be yours</strong> ist knackig und prescht ungestüm nach vorne. Das darauf-folgende <strong>Evon</strong> mit dem markanten Gitarrenmotiv hat sich eh schon als ewiger Ohrwurm festgesetzt. Auch wenn die Öffentlichkeit von den beiden folgenden Alben weniger Notiz genommen hat, sind die vier Vertreter dieser Phase allesamt auf einem ähnlich hohem Niveau. Blackmail greifen hier nicht mehr nach den Charts, sondern liefern Indie-Deutschland weiter zuverlässig kleine und große Hymnen. Everyone Safe vereint die besten Momente von Friend or Foe? Und klingt trotzdem eigenständig und stark.</p>
<h2>Neuer Sänger</h2>
<p>Nach Tempo Tempo (2008) trennen sich Blackmail von Sänger Aydo Abay und veröffentlichen noch zwei weitere Alben mit dem Frontmann Mathias Reetz. Manch Fans konnten sich Blackmail ohne die markante Stimme von Aydo nicht vorstellen, am Ende funktionierte es jedoch ganz gut. Ein Beleg dafür sind die beiden Songs auf 1994-2013 (Best of + Rare Tracks). Deborah und Impact sind gelungene Alternative-Lieder, auch wenn ein wenig die frühere Intensität fehlt.</p>
<h2>Auch die B-Seiten sitzen</h2>
<p>Nicht nur für Fans spannend ist die zweite CD der Compilation, die mit „raren“ Tracks das Bild über Blackmail komplettiert. Auch hier stechen die Lieder von der Friend or Foe?-Phase heraus. Eine Band, die sich Carmine, Dare Defender und Foe als B-Seite erlaubt, brodelt nur so vor Kreativität oder ist schlichtweg wahnsinnig. Und auch das Cover Mad World, im Original von Tears For Fears, sitzt und ist deutlich mitreißender als die Trauerklos Version Gary Jules. OK, vielleicht können die B-Seiten Euthanasia und Booth Baby nicht ganz mithalten, aber das ist bei so einer großartigen Zusammenstellung geschenkt.</p>
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		<title>Trust The River</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2020 14:36:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sparta]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf zu neuen Ufern &#8211; das Album nach dem Überalbum – Altersmilde: Sparta bieten einem Plattenkritiker viele Anknüpfungspunkte um über Trust The River zu schreiben. Aber dann ist das Album doch nicht so einfach. Erwartungen werden enttäuscht, man gewöhnt sich daran und naja, ist man nicht selbst auch 14 Jahre älter geworden? Doch der Reihe &#8230; <a href="http://platten-blog.de/sparta/trust-the-river" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Trust The River“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf zu neuen Ufern &#8211; das Album nach dem Überalbum – Altersmilde: Sparta bieten einem Plattenkritiker viele Anknüpfungspunkte um über Trust The River zu schreiben. Aber dann ist das Album doch nicht so einfach. Erwartungen werden enttäuscht, man gewöhnt sich daran und naja, ist man nicht selbst auch 14 Jahre älter geworden? Doch der Reihe nach.</p>
<p><span id="more-2448"></span></p>
<p>Fakt ist Trust The River ist das vierte Album von Sparta, der Band von Ex At The Drive In Gitarrist Jim Ward. Threes, der Vorgänger, erschien 2006 und war ein Brett von einem Album: mehr Rock als Post-Hardcore, mitreißend und gleichzeitig kratzbürstig mit einem Hang zur großen Melodie. Taking Back Control war ein Rockschuppen Hit, wie er im Buche steht, der auch heute noch Tanzflächen füllt. Dann wurde es überraschend still um Sparta. 2020 steht Trust The River im (digitalen) Plattenregal.</p>
<h2>Trust The River beim ersten Hören</h2>
<p>Einmal kurz in die Vorabsingles reingehört und dann auf das Album gewartet. Vorfreude vermischt sich mit Angst – hoffentlich verbockt es Sparta nicht. Dann Sprachlosigkeit nach dem ersten Durchlauf. Ist das wirklich Sparta? Die zehn Lieder in 33 Minuten werfen Fragen auf. Man erkennt Jim Ward’s Stimme, aber das ganze klingt nicht mitreißend. Bruce Springsteen, Altherrenrock und das Schlimmste GENERISCH, sind die spontanen Assoziationen. OK. Durchatmen noch einmal hören. Der Opener Class Blue ist gar nicht so schlecht, irgendwie doch Sparta. Cat Scream langweilt mich dann aber bereits beim zweiten Hören. Bei Believe bin ich jetzt vorgewarnt und, naja, die Strophe passt und der U2 Refrain ist OK&#8230; &lt;&lt; Fast Forward &gt;&gt;</p>
<h2>Trust The River nach einigen Durchläufen</h2>
<p>Nach einigen Durchläufen fühle ich mich in der Lage über das Album zu schreiben. Trust The River ist Sparta’s abwechslungsreichstes Album bislang. Es reihen sich Midtempo Alternative Rock Songs an punkige Stücke an Balladen. Damit macht das Album einen deutlichen Bruch mit dem bisherigen Schaffenswerk und gerade da, wo die schnelleren Songs die Brücke schlagen wollen, funktioniert das Ganze nicht. Die Stücke Cat Scream und Graveyard Luck stehen dabei Pate dafür, dass Sparta 2020 das Händchen für rockige Hymnen offensichtlich verloren hat. Das wird einige Fans &#8211; mich eingeschlossen &#8211; enttäuschen. Die im Duett gesungene Ballade Spirit Away klingt nach einer Nick Cave Mörderballade, leider ohne die Intensivität je zu erreichen. Auf der Habens-Seite steht der neue amerikanische Alternative Rock auf Sparta Art, nah am Mainstream, aber dann doch abwechslungsreich und dynamisch genug, um im Radio positiv aufzufallen. Turqoise dream und Miracle sind gute Songs auf simplen Ideen aufgebaut. Aber man muss sich darauf einlassen wollen, dass Sparta kein zweites Taking Back Control aus dem Ärmel schütteln. Und dann, ganz am Ende schreit Frontmann Ward dann doch bei No One Can Be Nowhere noch einmal gegen die Gitarre an und versprüht einen fast schon erlösenden Hauch von Threes. Gute Ansätze sind vorhanden, aber die Band scheint sich nicht so recht für einen Weg entscheiden zu wollen. Nennen wir es ein Übergangsalbum.</p>
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		<title>Junkies und Scientologen</title>
		<link>http://platten-blog.de/thees-uhlmann/junkies-und-scientologen</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 20:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thees Uhlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Thees Uhlmann ist zurück. Ja, der Thees, der die Silben immer so penetrant lang zieht und mit Tomte ein Aushängeschild für deutschsprachigen Indie-Rock Anfang 2000 war. Ja der Thees, der mit Markus Wiebusch (Kettcar) Grand Hotel van Cleef betreibt und damit einen Hafen für Indie-Rock und Pop in Deutschland etabliert hat. Ja, der Thees, der &#8230; <a href="http://platten-blog.de/thees-uhlmann/junkies-und-scientologen" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Junkies und Scientologen“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thees Uhlmann ist zurück. Ja, der Thees, der die Silben immer so penetrant lang zieht und mit Tomte ein Aushängeschild für deutschsprachigen Indie-Rock Anfang 2000 war. Ja der Thees, der mit Markus Wiebusch (Kettcar) Grand Hotel van Cleef betreibt und damit einen Hafen für Indie-Rock und Pop in Deutschland etabliert hat. Ja, der Thees, der 2011 ein starkes Soloalbum hatte und von Anfang an Casper gefeatured hat. Ach ja, ein Buch hat er auch geschrieben und „Sophia, der Tod und ich“ soll richtig gut sein. Sein neues Album heißt Junkies und Scientologen und er hat fünf Jahre nicht gesungen.<span id="more-2444"></span></p>
<p>Und so geht auch gleich der erste Song auf seinem dritten Soloalbum los. Zu einem Keyboard Motiv, das sich an Foreigners „Cold As Ice“ anlehnt, erzählt Thees Uhlmann schemenhaft seine Geschichten. Dabei springt er zwischen Alltagsweisheiten, persönlichen Erlebnissen und Popkultur so umher, dass es einem schwindlig wirrt. Das ist mitreißend und weckt das Verlangen, Justus Jonas zur Deutung zu Rate zu ziehen. „Das Leben ist kein Highway, es ist die B73“. Doch die vollständige Deutung ist unmöglich und auch gar nicht gewollt. Das Album, so verrät uns Thees Uhlmann in einem Visions-Interview, orientiert sich an der dee eines Fanzines, die zelebriert die Vermischung von Persönlichem und Popkultur.</p>
<p>Nirgends wird das deutlicher als im Titeltrack, wo der Priester aus der Mönckebergstraße sich neben Bob Marley, Bob Dylan, Bob Andrews und Bob Ross reiht. Und auch hier stellt Thees Uhlmann klar, was wir schon seit langem Wissen: Thees ist für alle da. „Und ich komme dich besuchen, egal ob Stammheim oder Bundeskanzleramt.“</p>
<h2>Junkies und Scientologen huldigt der Popkultur</h2>
<p>Dazwischen findet sich eine Hommage an Stephen King („Danke für die Angst“), bei der Thees Uhlmann den Fanboy gibt und mit seinem Zitat-gespicktem Text seine Aufwartung an den Altmeister des Horror-Romans macht. Und auch der Uptempo-Song Avicii, der mit seinem kruden Bildern für Stirnrunzeln sorgt (der Jürgen Klopp des deutschen Rock??), aber dann so schöne Sätze wie „elektronische Musik kann man sich so selten schöntrinken“ enthält. Wir erfahren weiterhin, dass Scorpions in Stranger Things sind und dass Katy Perry auf der Wunschliste des Grand Hotel van Cleefs steht.</p>
<p>Das ist alles Popkultur-Nerdtum in Perfektion mit einem Hang zum Namedropping. Es funktioniert an vielen Stellen hervorragend. Aber leider nicht immer und hier verstärkt sich das Gefühl, dass die Musik zu viel im gemütlichen Midtempo versinkt, zu selten etwas riskiert und schweißgebadet los rockt. Junkies und Scientologen funktioniert auch wunderbar ohne „100.000 Songs“ oder „Menschen ohne Angst wissen nicht, wie man singt“. Diese Kandidaten für die Skip-Taste zeigen, dass Thees nun einmal immer ähnlich singt, und auch die Band schafft es hier nicht Akzente zu setzen. Anders verhält es sich dann im Schlussstück „Immer wenn ich an Dich denke, stirbt etwas in mir“. Es beginnt wie eine &#8211; weitere &#8211; Ballade, die sich gegen gegen Ende so herrlich steigert, daß selbst Thees sich nicht mehr halten kann. Es aus ihn rausbricht. „Du sagst, eins und eins wird immer zwei ergeben. Und was ich habe ist meins. Ich frage dich, warum werden dann zwei Tropfen Wasser auf einem Blatt immer eins?“ Und mit diesem kurzen Blick in seine innerste Gefühlswelt entläßt er uns von diesem Album.</p>
<h2>Ziel erreicht?</h2>
<p>Wird Thees Uhlmann mit Junkies &amp; Scientologen neue Fans gewinnen? Wahrscheinlich eher nicht. Stattdessen freuen sich seine Fans über eine Handvoll kluger Ideen und witziger Anekdoten, ein Album mit bei dem Identifikations-Potenzial groß geschrieben wird und vor allen Dingen die Gewissheit, dass man mit Anfang / Mitte Vierzig noch nicht zu alt für ein Konzert ist.</p>
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		<title>Colorado</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Nov 2018 13:53:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Muff Potter]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt ist es also passiert. Muff Potter kommen zurück, und der Platten-blog erwacht aus seinem Winterschlaf. Gibt es einen besseren Grund als diese B-Seiten Zusammenstellung unserer Lieblings Angry-Pop-Musiker? Ist der ganze Trubel zu Muff Potters Re-Union, Re-Issue und Re-Touring nur ein bunter Kirmesausflug, wo alle (bitte) gewinnen. Oder ist das vielleicht sogar der Start in &#8230; <a href="http://platten-blog.de/muff-potter/colorado" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Colorado“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es also passiert. Muff Potter kommen zurück, und der Platten-blog erwacht aus seinem Winterschlaf. Gibt es einen besseren Grund als diese B-Seiten Zusammenstellung unserer Lieblings Angry-Pop-Musiker? Ist der ganze Trubel zu Muff Potters Re-Union, Re-Issue und Re-Touring nur ein bunter Kirmesausflug, wo alle (bitte) gewinnen. Oder ist das vielleicht sogar der Start in eine neue Phase der Band? Kann der Funken auch 10 Jahre danach wieder überspringen? <span id="more-2422"></span>Die Band aus Rheine hat die Antwort selbst noch nicht und macht aus dieser Situation das Bestmögliche: Hübsche Vinyl-Neuauflagen, eine (fast) ausverkaufte Tour durch Deutschland und anstelle von neuer Musik erst einmal eine B-Seiten Compilation &#8211; maximales Zufriedenstellen der Fans. Und gerade letztere mit dem treffenden Namen Colorado weckt Assoziationen an Fruchtgummi, Lakritz und diese hellbraunen Karamell-Linsen, die immer übrig bleiben– da ist für jeden etwas dabei.</p>
<h2>Eine Reise bis in den Proberaum</h2>
<p>Die Raritätensammlung umfasst 25 Songs und reiht rückwärts-chronologisch EP-Beiträge, B-Seiten, alternative Versionen, Cover-Versionen und Demos aneinander. Das dies nicht wie ein einheitliches Album klingen kann und stattdessen wie eine Reise von den großen Bühnen in die kleinen Proberäume klingt, macht die Sache abwechslungsreich und wird vor allen Dingen Fans beglücken. Denn zu entdecken gibt es viel. Picken wir uns einmal ein paar Fruchtgummis raus.</p>
<h2>Viel Fruchtgummis und wenig Karamell-Linsen</h2>
<p>Unter den ersten Liedern findet sich gleich die melancholische Version von <em>22 Gleise später</em>. Der Song, der ursprünglich auf Von Wegen erschient, macht hier im langsamen Tempo (<em>23 Gläser später</em>) einiges her und gibt den starken Lyrics mehr Gewicht.</p>
<p><em>Auf meiner Fußmatte (steht Welcome)</em> stammt wohl aus der <a href="http://platten-blog.de/muff-potter/gute-aussicht">Gute Aussicht</a>-Session und zieht mit 93 Sekunden das Tempo an und hätte auf der zweiten Hälfte des Albums gut gepasst. Auch textlich steht das Stück dem starken Album in nichts nach.</p>
<p><em>Bitter Lemon</em> und <em>Ein Requiem für die gute Laune</em> sind etwas vertrackter und stammen aus der &#8222;Steady Fremdkörper&#8220;-Zeit. <em>Bitter Lemon</em> ist eigentlich ein guter Song, klingt hier ein wenig lang und zwischendurch etwas ziellos. Mit einem finalen Schliff hätte es sicher auch ein Highlight auf dem ursprünglichen Album werden können.</p>
<p>Die Kreisklasse-Version von<em> Los Stop Schade</em> funktioniert ähnlich wie <em>23 Gläser später</em>, entrümpelt den ursprünglichen Song und stellt die Lyrics in den Vordergrund. Und dann hat der Song noch dieses phänomenale Quatsch-Intro.</p>
<p>Das Team Dresch-Cover <em>Don’t try suicide</em> mit Jule März am Gesang fällt beim ersten hören gleich auf und versprüht einen angenehmen DIY-Charme. Viel besser noch das Cover von <em>Teenage Kicks</em>, das so positiv simpel und naiv klingt, dass es einen sicheren Platz auf den Mixtapes aus meiner Jugend verdient gehabt hätte, wenn ich nur den Kassettenrecorder finden würde.  Ganz nah dran an dem großartigen <em>Bizarre Love Triangle</em> Cover von Nagel (solo).</p>
<h2>Colorado? Gelungen!</h2>
<p>Auch wenn nicht jeder Song sitzt, Colorado unterstreicht noch einmal mit dickem Edding, warum Muff Potter so bedeutend für die deutsche Alternativ-Musikwelt waren und es noch immer sind. Wer die Band nur flüchtig kennt, wird wahrscheinlich nicht viel mit diesem Album anfangen können. Aber für die ist Colorado auch nicht gedacht. Hier geht&#8217;s um die Fans. Die Vorfreude auf das Konzert ist enorm. Mal schauen, ob es ein nostalgischer Abend wird, oder plötzlich tatsächlich der Anfang von etwas Neuem und Gutem.</p>
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		<title>All we know</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 07:12:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Itchy]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Altersmilde? Erst gef&#xE4;llt mir das neue Donots Album richtig gut, und jetzt eine Rezension zu dem neuen Album All we know von Itchy, The artist formely known as Itchy Poopzkid. Waren beide Bands Anfang der 00er Jahre noch auf einem Kommerzmucke-Level weit drau&#xDF;en mit Guano Apes (&#34;D&#xF6;del Up&#34;, anyone?), habe ich den Donots nach einer &#8230; <a href="http://platten-blog.de/itchy/all-we-know" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„All we know“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Altersmilde? Erst gef&#xE4;llt mir das neue Donots Album richtig gut, und jetzt eine Rezension zu dem neuen Album <strong>All we know</strong> von Itchy, The artist formely known as Itchy Poopzkid. Waren beide Bands Anfang der 00er Jahre noch auf einem Kommerzmucke-Level weit drau&#xDF;en mit Guano Apes (&quot;D&#xF6;del Up&quot;, anyone?), habe ich den Donots nach einer flammenden Brandrede von UNCLE M zu meinem Gl&#xFC;ck eine Chance gegeben. 2017 eine neue <a href="https://www.facebook.com/uncle.m.music/photos/a.205618102847585.50594.202731453136250/1415056525237064/?type=3&#038;theater" target="_blank" rel="noopener">Brandrede</a>. Klappt das Wunder ein zweites Mal?<span id="more-2406"></span><br />Um es vorwegzunehmen: Nicht so ganz. All we know bietet so viele Angriffspunkte, dass es nicht leicht f&#xE4;llt, das Album zu m&#xF6;gen.</p>
<h2>Warum macht ihr es uns so schwer?</h2>
<p>Punkt 1: Das Schul-Englisch ist am Rande des Fremdsch&#xE4;mens. Wizo hat sich in den 90er Jahren gnadenlos holperig an englischen Texten versucht. Daran erinnert der Gesang zu h&#xE4;ufig. H&#xF6;rt mal in <strong>The Sea</strong> rein und vergleicht das mit Wizo&apos;s <strong>W8ting 4 U</strong>! Wenn sich Itchy dann auch noch an gesellschaftspolitischen Texten versuchen, klingt die Band nach wie vor wie eine x-beliebige Jugendzentrum Band. Ambitioniert, aber die Schuhe ein wenig zu gro&#xDF;. Probiert es doch bitte mal auf Deutsch!</p>
<p>Punkt 2: Itchy! Euer Sound ist selbst an den vermeintlich harten Stellen mit ordentlich Weichsp&#xFC;ler versehen. Das ist per se ja gar nicht schlimm, erweckt aber den Eindruck von &quot;versucht und dann nicht durchgezogen&quot;. Im Freibad auf das 5 Meter Brett gestiegen und dann doch wieder die Treppe runtergenommen.<strong> Keep It Real</strong> baut sich sch&#xF6;n auf, um in einen gro&#xDF;artigen, kn&#xFC;ppelharten Refrain zu enden, aber was passiert? Die Wucht wird mit einer Extraschicht Harmonie &#xFC;berzogen. Das ist besonders schade, weil der H&#xF6;rer das Potenzial sp&#xFC;rt. Die Single <strong>Fall Apart</strong> schraubt sich &#xE4;hnlich hoch und m&#xFC;ndet in einen Part, der offensichtlich von Blackmail inspiriert worden ist. Aber auch da entwickelt der Song an keiner Stelle den Druck der Koblenzer und wirkt deswegen wie ein Abklatsch.</p>
<p>Punkt 3: <strong>Danger!</strong> und besonders <strong>Black</strong> hat man so &#xE4;hnlich schon dutzend mal geh&#xF6;rt. Die Gang-Shouts zu Beginn von <strong>We&apos;re Coming Back</strong> sind konsequent und &#xFC;berraschend dreckig, wirken an der Stelle aber wie ein Fremdk&#xF6;rper und passen einfach nicht zur restlichen, gelungenen NOFX Hommage. <strong>All we know</strong> ist an vielen Stellen ungeschickt und kommt leider nicht an Donot&apos;s gro&#xDF;artigem <strong>Karacho</strong> ran.</p>
<h2>Aber da ist noch mehr</h2>
<p>Eigentlich k&#xF6;nnte die Rezension hier enden. Aber so ganz einfach macht es Itchy einem dann doch nicht. Denn da gibt es noch Lieder wie den starken Opener <strong>Stuck With The Devil</strong>. Der Song traut sich was, klingt frisch und verspielt und erinnert im besten Sinne an die <a href="http://platten-blog.de/beatsteaks">Beatsteaks</a>. Ebenfalls scheint sich das leicht melancholische <strong>Day in day out</strong>&#xA0;an die Berliner zur <strong>Launched</strong> Zeit zu orientieren. Das sind nicht die schlechtesten Referenzpunkte. Zur &#xDC;berraschung hat <strong>All We know</strong> gegen Ende hinaus einen kleinen Lauf. <strong>All we know</strong> ist ein Reprise/Remix der <strong>Fall Apart</strong> Single und ist schlichtweg die bessere Version. Die oben genannte NOFX Funpunk Hommage <strong>We&apos;re Coming Back</strong> macht Spa&#xDF; und auch der Closer l&#xE4;dt trotz der poppigen Produktion noch zum Mitwippen ein.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/2QDEF6s4iOw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das reicht f&#xFC;r das Mixtape 2017, ist aber noch nicht der gro&#xDF;e Wurf. Diese Tatsache an und f&#xFC;r sich ist aber auch schon einmal eine stolze Leistung, die ich so nicht erwartet h&#xE4;tte. Oder ist es doch Altersmilde? 🙂</p>
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		<title>Somewhere Else</title>
		<link>http://platten-blog.de/miss-vincent/somewhere-else</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2017 06:56:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Miss Vincent]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die sympathischen Briten von Miss Vincent bezeichnen ihre Musik selbst als Alternative, Emo, Pop, Punk. Das trifft die Sache ganz gut. Packen wir noch ALKALINE TRIO mit dazu, skizzieren wir die neue EP Somewhere Else treffend. Es muss nicht immer eine ganzes Album sein, dass mit ein paar tollen Songs aufwartet, aber mindestens so viele &#8230; <a href="http://platten-blog.de/miss-vincent/somewhere-else" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Somewhere Else“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die sympathischen Briten von Miss Vincent bezeichnen ihre Musik selbst als Alternative, Emo, Pop, Punk. Das trifft die Sache ganz gut. Packen wir noch ALKALINE TRIO mit dazu, skizzieren wir die neue EP Somewhere Else treffend.</p>
<p>Es muss nicht immer eine ganzes Album sein, dass mit ein paar tollen Songs aufwartet, aber mindestens so viele Füller enthält. Eine starke EP ist mir da viel lieber. Mit Somewhere Else haben Miss Vincent ein großes Ausrufezeichen im kleinen Format gesetzt.</p>
<p>Die fünf Song starke EP prescht nach kurzem Intro im ersten Song Cold Hands direkt und ohne Umschweife nach vorne. Das Schlagzeug gibt den Takt vor – Sänger Alex Marshall zieht nach und der geneigte Punkhörer fühlt sich gleich wohl. Dass dabei Melodien nicht zu kurz kommen dürfen, wird im Refrain deutlich. Mit welch sicherer Hand das Songwriting geschieht, indem sich die Parts perfekt aneinanderschmiegen, ist für so eine junge Band bemerkenswert. Ähnliches Potenzial zeigt sich in The Western Shore.</p>
<p>Das vorab veröffentlichte The Lovers erinnert an den US College Punk Anfang der 00’er Jahre. Klingt schlimmer als es ist und gewinnt in der Miss Vincent durchaus Charme. Ebenfalls macht das ruhige Beauty in Darkness Lust auf die Emo Seite der Briten. Dabei blitzt gerade bei dem Song My Chemical Romance raus.</p>
<p>Bei vier Volltreffern lässt sich verzeihen, dass das in der Mitte der EP stehende Lost and Forgotten ein wenig die Puste ausgeht. Musikalisch durchaus reizend umgesetzte Emopunk Klänge treffen auf einen unerwartet uninspirierte Gesangslinie und macht den Song am ehesten zu einem Kandidaten für die Skip Taste.</p>
<p><span id="more-2398"></span></p>
<p>Mit Somewhere Else ist Miss Vincent eine echte Überraschung gelungen. Etwas weniger Pop und hier könnte sich auf der nächsten EP etwas Großartiges entwickeln. „One of modern UK punk’s best-kept secrets“ tituliert Already Heard. Mal sehen, wie lange noch.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/wo0-KVLwt7I" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Laune der Natur</title>
		<link>http://platten-blog.de/die-toten-hosen/laune-der-natur</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 11:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Toten Hosen]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tage ist also das neue Album der Toten Hosen erschienen. Laune der Natur hat dabei einen schweren Stand. Viel ist seit 2012 geschehen, seit der Vorgänger Ballast der Republik erschien und die Band es mit der Single Tage wie diese bis auf die Wahlsieg Feier der CDU geschafft hat.  Die Toten Hosen sind Mainstream &#8230; <a href="http://platten-blog.de/die-toten-hosen/laune-der-natur" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Laune der Natur“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tage ist also das neue Album der Toten Hosen erschienen. <strong>Laune der Natur</strong> hat dabei einen schweren Stand. Viel ist seit 2012 geschehen, seit der Vorgänger <strong>Ballast der Republik</strong> erschien und die Band es mit der Single<strong> Tage wie diese</strong> bis auf die Wahlsieg Feier der CDU geschafft hat.  Die Toten Hosen sind Mainstream geworden. Haha, sind sie das nicht schon seit <strong>10 kleine Jägermeister</strong>?<span id="more-2393"></span></p>
<p>Seien wir ehrlich: Ob trotz oder wegen <strong>Tage wie diese</strong>, <strong>Ballast der Republik</strong> ist kein überzeugendes Album, genauso wenig wie eigentlich alle Veröffentlichungen seit <strong>Opium Fürs Volk</strong> (1996). Neben ein paar netten bis guten Liedern gibt es immer viel Standard-Hosen-Zeugs und auch immer die eine oder andere Fremdschäm-Nummer. Das hat Tradition.</p>
<p>Der Druck von allen Seiten wird enorm gewesen sein für <strong>Laune der Natur</strong>. Dazu die Omnipräsenz von Campino in den Medien (inkl. des lächerlichen Böhmermann Streits) und die auf Nummer sicher gehende Vorabsingle <strong>Unter den Wolken</strong>. Gerade Letztere zeigt, dass Die Toten Hosen mittlerweile ein großes Unternehmen sind: Arbeitsplätze wollen gesichert werden, bitte also nicht zu viel Risiko eingehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was zählt ist im Ring</strong></p>
<p>Die Zeichen stehen nicht gut für <strong>Laune der Natur</strong> und manch ein Blogger wird seinen Verriss schon vor dem ersten Hören im Geiste verfasst haben.</p>
<p>Doch Vorgeschichte beiseite, was zählt ist im Ring bzw. was aus den Boxen kommt: Und <strong>Urknall</strong> zündet gewaltig: „<em>Champagner, Empfang da &#8211; was soll das? Wir wollen zurück auf den Bolzplatz.“</em> Der Song prescht unbändig nach vorne als hätte sich die Band einer Frischzellenkur unterzogen. Bereits beim hervorragenden <strong>Alles mit nach Hause</strong> wird jedoch klar, dass wir es mit den Hosen 2017 zu tun haben. Der Dreck ist weg, es klingt clean genug fürs Stadion. Das schadet dem Song zum Glück nicht. Auftakt klingt frisch und ist geglückt.</p>
<p><strong>Wannsee</strong> holt uns in die Realität zurück. Der erste Kandidat zum Fremdschämen, dem wenig später mit <strong>Energie</strong> ein zweiter Song zur Seite gestellt wird. Besser sind da schon die Hosen Standardnummern wie dem angenehm an <strong>Bonnie &amp; Clyde</strong> erinnernden <strong>Die Schöne und das Biest</strong> oder dem zum Mitgröhlen einladenden <strong>Wie viele Jahre (Hasta la Muerte)</strong>.</p>
<p>Natürlich es sind immer noch Die Toten Hosen und muss man sich auf teilweise plakative Texte („<em>Lass los und komm in meine Arme, Gib mir &#8217;nen Kuss und halt mich noch einmal, Als einen Beweis, dass wir vergeben können, Und unser Ende kein Scherbenhaufen war</em>“) und viel Background Woohoos einlassen.  Gerade <strong>Pop &amp; Politik</strong> und darauf <strong>Laune der Natur</strong> sind so direkt nacheinander grenzwertig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Verlust schwingt mit</strong></p>
<p>Seit dem letzten Album hat die Band ihren Manager und  Ex-Schlagzeugers Wolfgang &#8222;Wölli&#8220; Rohde verloren. Jeweils mit einem Lied gedenken sie den Wegbegleitern, wobei besonders <strong>Kein Grund zur Traurigkeit</strong> heraussticht. Dieses Lied stammt von Wöllis Soloalbum und wurde mit den Originalgesangsspuren erneut aufgenommen, dezent mit Campino im Hintergrund begleitend. Ein Johnny Cash Moment, wie man vereinzelt liest, ist es zwar nicht, aber dennoch berührt das kleine Lied durch die positive Ausstrahlung in der Stimme Wöllis. Ein starker Albumabschluß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Empfehlenswert für Fans von Kauf mich </strong></p>
<p>Die Band zielt textlich und musikalisch offensichtlich auf die Hörer, die <strong>Kauf Mich</strong> oder <strong>Opium Fürs Volk</strong> im Regal stehen haben. Das Plan geht auf und <strong>Laune der Natur</strong> ist über weite Strecken überraschend gut geworden. Sogar die Single <strong>Unter den Wolken</strong> funktioniert im Albumkontext besser. Machen wir uns nichts vor, das Album ist Stadion Pop-Punk, wenn es denn so etwas überhaupt gibt, und darin ist es richtig gut.</p>
<p>#RECUT &#8211; Lasst <strong>Wannsee</strong>, <strong>Energie</strong> und <strong>Eine</strong> <strong>Handvoll</strong> <strong>Erde</strong> weg und platziert nach <strong>Pop</strong> <strong>&amp;</strong> <strong>Politik</strong> die Starke B-Seite <strong>Totes</strong> <strong>Meer</strong> und ihr habt ein durchweg überzeugendes Album!</p>
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		<title>Get Better Get Worse</title>
		<link>http://platten-blog.de/smile-and-burn/get-better-get-worse</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 08:10:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Smile And Burn]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Vorgänger Action, Action haben Smile and Burn die Tür in die deutsche Punk / Rock Oberliga nicht nur geöffnet, sondern förmlich eingetreten. Nun ist es Zeit mit Get Better Get Worse durchzuschreiten. Oder doch nicht? In Fankreisen schon lange als die legitimen Nachfolger von Beatsteaks oder den Donots gefeiert, gehen Smile and Burn &#8230; <a href="http://platten-blog.de/smile-and-burn/get-better-get-worse" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Get Better Get Worse“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Vorgänger <strong>Action, Action</strong> haben Smile and Burn die Tür in die deutsche Punk / Rock Oberliga nicht nur geöffnet, sondern förmlich eingetreten. Nun ist es Zeit mit <strong>Get Better Get Worse</strong> durchzuschreiten. Oder doch nicht?<span id="more-2386"></span></p>
<p>In Fankreisen schon lange als die legitimen Nachfolger von <a href="http://platten-blog.de/beatsteaks">Beatsteaks</a> oder den Donots gefeiert, gehen Smile and Burn auf <strong>Get Better Get Worse</strong> auch gleich in die Vollen. Das Trio bestehend aus <strong>Not Happy</strong>, B<strong>ye Bye Perfect</strong> und <strong>Good Enough</strong> begeistert und zeigt die Bandbreite und Spielspaß der Berliner. <strong>Not Happy</strong> prescht schonungslos nach vorne und überschlägt sich im Einfallsreichtum. <strong>Bye Bye Perfect</strong> fügt dem Punk bereits leichte melancholische Töne hinzu. Hier wird die Nähe zu den früheren Beatsteaks (Launched und Living Targets) besonders deutlich. Und dann die erste Single: <strong>Good Enough</strong> spielt mit Pop Elementen und Indie-Gitarren und klingt so wahnsinnig eingängig und in keiner Sekunde anbiedernd, dass man sich kaum auf dem Stuhl halten kann. Eine Ohrwurm-Granate, die bereits einen Platz auf dem Mixtape „Best of 2017“ sicher hat.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/293607140&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true" width="100%" height="450" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p>So umwerfend diese ersten drei Lieder sind, so mehr verwundert es, dass Smile and Burn es leider nicht schaffen, dieses Feuerwerk am Brennen zu halten. Get Better Get Worse ist im Folgenden in keiner Minute so mitreißend wie der grandiose Anfang. <strong>Lie To Me</strong> ist ein gutes Beispiel, wie ein durchaus gelungenes Experiment in Richtung Postrock a’la Thrice durch den übertriebenen Einsatz von Gangshouts anstrengend wird. Ebenso fehlt es gerade im Vergleich zu der kalifornischen Band im Sound deutlich an Druck. Die Abmischung ist mehr klassischer Punk, die Gitarre ein wenig zu dünn für die neue Richtung, die Smile and Burn einschlagen. Ähnlich ergeht es in <strong>One Step Forward</strong>. Selbst das abschließende <strong>Suitcase</strong>, das noch einmal versucht den Spirit der ersten Lieder aufleben zu lassen, windet sich durch abwechslungsreiche Parts, ohne so richtig zu zünden. Auf der Habenseite findet sich noch <strong>Running on Edges</strong> sowie <strong>Home</strong>. Beide Songs mit mitreißendem Refrain passen sicherlich wunderbar in das Live-Repertoire.</p>
<p>Im Vergleich zu Action, Action sind auf Get Better Get Worse leider nicht alle Experimente geglückt. Das Album könnte aber auch das Freischwimmen sein, und Smile and Burn paaren in der Zukunft ihre Hitqualitäten mit der neu gewonnenen musikalischen Freiheit. Ihr Potenzial haben die Berliner aufblitzen lassen. Live sind sie mit ihren mitreißenden Shows eh eine Bank.</p>
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