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	<title>Politblog.net</title>
	
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	<description>Ein Politischer Weblog</description>
	<pubDate>Mon, 12 May 2008 13:55:53 +0000</pubDate>
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		<title>Klima-Gore füllt das eigene Bankkonto</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/12/2073-klima-gore-fullt-das-eigene-bankkonto/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/12/2073-klima-gore-fullt-das-eigene-bankkonto/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 May 2008 11:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Umwelt &#038; Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Sollte es euch ebenso ergehen wie mir, und eine Bekannte zu euch sagen, dass &#8220;Al Gore doch jetzt ein Umweltaktivist&#8221; sei, dann zeigt ihr das hier.

Ein Artikel von Investor&#8217;s Business Daily, übersetzt und mit Links angereichert von Politblog.net:


Al Gore und das Klingeln der Klima-Kassen

Falsche Wissenschaft: Al Gore gibt die Schuld an der Tragödie in Myanmar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sollte es euch ebenso ergehen wie mir, und eine Bekannte zu euch sagen, dass &#8220;Al Gore doch jetzt ein Umweltaktivist&#8221; sei, dann zeigt ihr das hier.<br />
<br />
Ein <a href="http://ibdeditorial.com/IBDArticles.aspx?id=295139326448571">Artikel</a> von Investor&#8217;s Business Daily, übersetzt und mit Links angereichert von Politblog.net:<br />
<br />
<br />
<blockquote><strong>Al Gore und das Klingeln der Klima-Kassen</strong><br />
<br />
Falsche Wissenschaft: Al Gore gibt die Schuld an der Tragödie in Myanmar der globalen Erwärmung, trotz gegenteiliger Hinweise aus der Naturwissenschaft. Könnte der Hype mit Gore&#8217;s finanziellen Interessen in Verbindung stehen?<br />
<br />
Gore&#8217;s Reaktion auf die durch einen Wirbelsturm in Myanmar verursachte Zerstörung war ein empathisches &#8216;hab ich&#8217;s doch gesagt&#8217;, als er Dienstag im National Public Radio zu Gast war. Diese Behauptung stellte Gore auf, während er die gebundene Ausgabe seines ironischerweise &#8216;Der Angriff auf die Vernunft&#8217; betitelten Buches anpries.<br />
<br />
Während er die Tatsache ignorierte, dass die steigenden Opferzahlen in Burma zum Teil einer inkompetenten, isolationistischen und autoritären Regierung (&#8230;) zuzuschreiben sind, behauptete Gore weiter, wir würden hier die Konsequenzen von etwas sehen, von dem die Wissenschaftler lange vorhergesagt haben, dass es mit anhaltender globaler Erwärmung in Verbindung stehen könnte.<br />
<br />
Mit anderen Worten, in Rangun sterben Menschen wegen eines Geländewagens in Richmond, Virginia.<br />
<br />
Es gäbe einen &#8216;Trend hin zu mehr Wirbelstürmen der Kategorie 5&#8242;, behauptete Gore, und dieser Trend &#8217;scheint mit globaler Erwärmung in Zusammenhang zu stehen, speziell mit den erhöhten Temperaturen des Ozeans in den oberen hundert Fuß der Wasserschicht. Dies sorgt für mehr Konvektionswärme und Feuchtigkeit in diesen Stürmen und macht sie so stärker&#8217;.<br />
<br />
Nur geht der Trend in den Ozeanen der Welt viel mehr in Richtung Abkühlung, wie die Messungen einer Flotte von 3,000 high-tech-Bojen zeigen, die 2003 zum ersten Mal eingesetzt wurden. So <a href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=88520025">erklärte</a> Dr. Josh Willis von der NASA in einem anderen Interview im National Public Radio: Während den fünf Jahre andauernden Messungen der Bojen kam es zu &#8216;einer sehr geringen Abkühlung&#8217;.<br />
<br />
Joseph D&#8217;Aleo, der erste Meteorologie-Direktor des Weather Channels, <a href="http://article.nationalreview.com/print/?q=OTc1MzdjOWEwMWUyNGMwYzkxMjMzZWIzMjE5NDc3MGQ=">sagte zu Deroy Murdock von National Review Online</a> dass der geringfügige Trend der Erwärmung &#8216;1998 seine Spitze erreichte, und die Temperaturen seither ein Jahrzehnt lang konstant geblieben sind, obwohl der CO2-Ausstoß um 5,5&#038; gestiegen ist. Die Abkühlung begann 2002. Bojen im Ozean haben diese Beobachtung einer geringfügigen Abkühlung bestätigt, seit sie 2003 eingesetzt wurden.<br />
<br />
Zusätzlich <a href="http://www.coaps.fsu.edu/~maue/tropical/maue_2007.php">sagt Ryan Maue vom Zentrum für Ozean- und Atmosphäre-Vorhersagen der Universität des Staates Florida</a>, dass das Jahr 2007 &#8216;als ein historisch gesehen inaktives Jahr bezüglich Wirbelsturm-Aktivität in der gesamten nördlichen Hemisphäre gelten wird&#8217;.<br />
<br />
In den letzten 30 Jahren gab es laut Maue mit dem Jahr 1977 nur ein Jahr, das von Januar bis Oktober weniger Wirbelstürme verzeichnete (&#8230;).<br />
<br />
<strong>Warum also der Hype? Nun, globale Wärmung ist eine wachsende Branche, die der Erde und einigen Bankkonten helfen soll.</strong><br />
<br />
Al Gore selbst trat letzten September der Investment-Firma <a href="http://www.kpcb.com/index.html">Kleiner Perkins Caufield &#038; Byers</a> bei. Am 1. Mai kündigte die Firma ein &#8220;Green Growth Fund&#8221; genanntes 500 Millionen US-$-Investment in mehrere Firmen an, die in der &#8220;grünen&#8221; Branche tätig sind.<br />
<br />
Die Gruppe kündigte für die nächsten drei Jahre weitere Investitionen in grüne Firmen von 700 Millionen US-$ an. <strong>Wenn jetzt aber das Geschäft mit dem Klimaschutz, ähm, abkühlt, dann werden diese Investitionen keine Gewinne abwerfen.</strong><br />
Und wenn globale Erwärmung keine Gefahr wäre, dann gäbe es keinen Grund für solche Investitionen. Deshalb <a href="http://www.cnn.com/2008/TECH/science/03/31/gore.environment.ap/index.html?iref=mpstoryview">startete Gore</a> soeben unter Anderem eine 300 Millionen US-$ teure Werbekampagne, die uns von eben jener Gefahr überzeugen soll.<br />
<br />
(&#8230;) Gore ist auch Mitbegründer und Vorsitzender der Firma <a href="http://www.generationim.com/">Generation Investment Management</a>, die so genannte Emmission-Zertifikate verkauft, mit deren Hilfe Umweltverschmutzer bei gutem Gewissen weiter verschmutzen können.<br />
<br />
Wir haben hier unsere ganz eigene Vorhersage: Dass die desaströse globale Erwärmung nicht eintreffen wird (<em>oder, dass wir sie gar nicht verhindern können - HEJ</em>). Und dann werden die Klimaschützer behaupten, sie hätten es verhindert (<em>oder alles menschenmögliche versucht</em>) und uns fragen, ob wir froh darüber sind, all die Billionen für die Bekämpfung der Erwärmung ausgegeben zu haben.<br />
<br />
Al Gore wird sich auf dem Weg zur Bank den Arsch ablachen.</blockquote><br />
<br />
<br />
Henry Edward J.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Burg: AIPAC nutzt US-Juden aus</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/11/2072-burg-aipac-nutzt-us-juden-aus/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/11/2072-burg-aipac-nutzt-us-juden-aus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 May 2008 10:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[(via Philip Weiss)

In meinem Grundlagen-Artikel über die Ursachen für die Macht der Israellobby schreibe ich, dass die israelischen Regierungen und die in anderen Ländern für Israel tätigen Lobbyorganisationen bewusst die Loyalitätskonflikte jüdischer Menschen schüren und ausnutzen. Hier beschreibt Avraham Burg, ehemaliger Vorsitzender des israelischen Parlaments, seine Sicht auf die Dinge:


&#8220;(Der israelische Spion Jonathan Pollard) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[(via <a href="http://www.philipweiss.org/mondoweiss/2008/04/former-knesset.html">Philip Weiss</a>)<br />
<br />
In <a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/08/2069-philip-weiss-warum-die-israellobby-so-erfolgreich-ist/">meinem Grundlagen-Artikel über die Ursachen für die Macht der Israellobby</a> schreibe ich, dass die israelischen Regierungen und die in anderen Ländern für Israel tätigen Lobbyorganisationen bewusst die Loyalitätskonflikte jüdischer Menschen schüren und ausnutzen. <a href="http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArt.jhtml?itemNo=978118">Hier</a> beschreibt Avraham Burg, ehemaliger Vorsitzender des israelischen Parlaments, seine Sicht auf die Dinge:<br />
<br />
<br />
<blockquote>&#8220;(Der israelische Spion Jonathan Pollard) und seine Kontaktmänner (in der israelischen Botschaft) lebten und arbeiteten in der zwielichtigen Zone der komplexen Loyalität der in den USA lebenden Juden.<br />
<br />
Sie gingen und gehen immer noch von folgendem Grundsatz aus: Juden überall auf der Welt haben eine doppelte Loyalität. Die Loyalität eines US-amerikanischen Bürgers gegenüber seiner Heimat, und die viel tiefer reichende, national-spirituelle Loyalität gegenüber den Juden und dem Staate Israel.<br />
<br />
Jahrelang hat Israel diese komplizierte Loyalität offiziell gefördert. Israel verwickelte und ließ sich verwickeln, verschwörte und spionierte. AIPAC (das American Israel Public Affairs Committee), die jüdische Lobby in Washington, ist die unverblümteste Institutionalisierung dessen, was an Verrat grenzt und sich zu einem riesigen politischen Oktopus entwickelt, der unzählige Opfer fordert.<br />
<br />
Pollard und seine Kontaktmänner beim Geheimdienst weiteten die Grenzen dieser Lobby über alle Maße aus und alle seine fundamentalistischen Unterstützer verwandelten den Verrat in eine Ideologie.&#8221;</blockquote><br />
<br />
<br />
Natürlich werden Burgs Worte nur in der israelischen Zeitung Haaretz abgedruckt. Deutsche Leser dürfen mit solchen sensiblen Fragen nicht konfrontiert werden, weil sie sonst gleich wieder die Konzentrationslager aufbauen. Das fürchten zumindest die hiesigen nicht-jüdischen und jüdischen Eliten. Diese halten das Verhältnis zwischen nicht-jüdischen und jüdischen Menschen für so fragil, dass kontroverse Ansichten wie die von Burg lieber nicht veröffentlicht werden. Obwohl sie für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem fremden Staat Israel dringend notwendig wären.<br />
<br />
<a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/08/2069-philip-weiss-warum-die-israellobby-so-erfolgreich-ist/">Philip Weiss - Warum die Israellobby so erfolgreich ist</a><br />
<br />
<a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/09/2070-philip-weiss-warum-die-israellobby-schwacher-werden-wird/">Philip Weiss - Warum die Israellobby schwächer werden wird</a><br />
<br />
Henry Edward J.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>"Wir feiern Israels Geburtstag nicht"</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/10/2071-wir-feiern-israels-geburtstag-nicht/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/10/2071-wir-feiern-israels-geburtstag-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 10:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[(via Philip Weiss)

Immer mehr jüdische und nicht-jüdische Menschen weigern sich, Israel als Vertreterin aller jüdischen Menschen auf der Welt anzuerkennen. Besonders erwähnenswert sind die jüdischen Menschen, die sich nicht mehr von ihren alten, konservativen Organisationen bevormunden lassen, und auf die geforderte Solidarität mit Israel verzichten.

Anlässlich des kürzlichen 60. Jahrestags von Israel und der auf allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[(via <a href="http://www.philipweiss.org/mondoweiss/2008/05/here-is-a-lette.html">Philip Weiss</a>)<br />
<br />
Immer mehr jüdische und nicht-jüdische Menschen weigern sich, Israel als Vertreterin aller jüdischen Menschen auf der Welt anzuerkennen. Besonders erwähnenswert sind die jüdischen Menschen, die sich nicht mehr von ihren alten, konservativen Organisationen bevormunden lassen, und auf die geforderte Solidarität mit Israel verzichten.<br />
<br />
Anlässlich des kürzlichen 60. Jahrestags von Israel und der auf allen Titelblättern zu sehenden damit verbundenen Kitschigkeiten veröffentlichten jüdische Menschen im britischen Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2008/apr/30/israelandthepalestinians">diesen</a> offenen Brief:<br />
<br />
<br />
<blockquote>&#8220;Im Juli 1948 wurden 70.000 Palästinenser mitten im Sommer aus ihren Häusern in Lydda und Ramleh vertrieben, ohne Nahrung oder Wasser. Hunderte starben. Es wurde bekannt als der Todesmarsch. Wir werden nicht feiern. (&#8230;)<br />
<br />
Wir können den Geburtstag eines Staates nicht feiern, der durch Terror, Massaker und die Vertreibung eines anderen Volkes von dessen Land entstanden ist.<br />
<br />
Wir können den Geburtstag eines Staates nicht feiern, der selbst heute noch ehtnische Säuberungen durchführt, internationales Recht missachtet, und der die zivile Bevölkerung von Gaza einer monströsen Kollektivbestrafung aussetzt sowie weiterhin den Palästinensern ihre Menschenrechte und nationale Selbstbestimmung verweigert.<br />
<br />
Wir werden dann feiern, wenn Araber und Juden gleichberechtigt in einem friedlichen Nahen Osten leben.&#8221;</blockquote><br />
<br />
<br />
Die Namen der Unterzeichnenden deuten darauf hin, dass der Brief eine Aktion der Independent Jewis Voices aus Großbritannien ist, über die Politblog.net schon <a href="http://politblog.net/nachrichten/2007/02/06/602-weitere-juden-sprechen-sich-gegen-israellobby-aus/">hier</a> geschrieben hat.<br />
<br />
Ich würde mir wünschen, dass zum 61. Geburtstag Israels 2009 sich mehr Menschen trauen, den kitschhaft feiernden zu entgegnen: Ich feiere nicht.<br />
<br />
<a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/08/2069-philip-weiss-warum-die-israellobby-so-erfolgreich-ist/">Warum die Israellobby so erfolgreich ist</a><br />
<br />
<a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/09/2070-philip-weiss-warum-die-israellobby-schwacher-werden-wird/">Warum die Israellobby schwächer werden wird</a><br />
<br />
Henry Edward J.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Philip Weiss - Warum die Israellobby schwächer werden wird</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/09/2070-philip-weiss-warum-die-israellobby-schwacher-werden-wird/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 10:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://politblog.net/?p=2070</guid>
		<description><![CDATA[Dies ist der zweite Teil einer zweiteiligen Artikelserie, inspiriert von dem New Yorker Journalisten Philip Weiss und seine Beobachtungen und Reflexionen über Israel, die US-Amerikanische Nahostpolitik und die Struktur und den Status der in den USA lebenden jüdischen Menschen.

Den ersten Teil findet man hier.

Im diesem zweiten Teil wird beantwortet, welche gesellschaftlichen Entwicklungen dafür sprechen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dies ist der zweite Teil einer zweiteiligen Artikelserie, inspiriert von dem New Yorker Journalisten <a href="http://www.philipweiss.org/mondoweiss/">Philip Weiss</a> und seine Beobachtungen und Reflexionen über Israel, die US-Amerikanische Nahostpolitik und die Struktur und den Status der in den USA lebenden jüdischen Menschen.<br />
<br />
Den ersten Teil findet man <a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/08/2069-philip-weiss-warum-die-israellobby-so-erfolgreich-ist/">hier</a>.<br />
<br />
Im diesem zweiten Teil wird beantwortet, welche gesellschaftlichen Entwicklungen dafür sprechen, dass die Unterstützung für Israel in Zukunft weniger und vor Allem vernünftiger werden wird.<br />
<br />
Der Grund für das Ganze ist einfach: Der so genannte &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; ist das für uns Bürger momentan wichtigste politische Thema. Wichtig in dem Sinne, das es die nachhaltigsten Konsequenzen hat, seien es Krieg, Folter oder Überwachung. Wenn nun der Grund für den &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; eben jener Terror islamischer Prägung ist, an den wir seit dem 11. September glauben sollen, dann ist Israels Verhalten und die bedingungslose westliche Unterstützung dafür einer der Hauptgründe für diesen Terror. Bin Laden, sofern er überhaupt existiert, wurde auch durch Israels Behandlung der Palästinenser und die Rückendeckung der Vereinigten Staaten zu seinem Tun <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2002/nov/24/theobserver">motiviert</a>.<br />
<br />
Ob die bislang stattgefundenen Anschläge, 9/11 in den USA, 7/7 in London, und 3/11 in Madrid, echt waren oder inszeniert, spielt für dieses Thema keine Rolle. Wenn Bin Laden inszeniert ist, dann muss man mit einem echten Bin Laden rechnen, solange die Kriege und die Besatzungen in der arabischen Welt nicht aufhören.<br />
<br />
Wer also diesen so genannten &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; und das immer schneller sinkende Ansehen der westlichen Welt in der restlichen Welt vernünftig angehen will, der muss die bedingungslose und moralisch falsche Unterstützung für Israel beenden und es wie ein normales Land behandeln. Um dies zu erreichen, muss eben diese Unterstützung erst einmal analysiert werden. Dieser Text soll ein Beitrag dazu sein.<br />
<br />
Zudem lässt sich feststellen, dass zwar das Thema Israellobby mittlerweile von einigen Autoren angeschnitten wurde, die dahinter liegenden gesellschaftlichen Strukturen aber immer noch nicht offen diskutiert werden - siehe unten Faktor 2. Auch zu dieser offenen Diskussion soll dieser Text ein Beitrag sein. - HEJ<br />
<br />
<strong>Philip Weiss - Warum die Israellobby schwächer werden wird</strong><br />
<br />
Wie <a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/05/08/2069-philip-weiss-warum-die-israellobby-so-erfolgreich-ist/">im ersten Teil</a> beschrieben, fußt der Erfolg der Israellobby und die immense westliche Unterstützung überhaupt auf 6 Faktoren:<br />
<br />
1. Für einen Teil der Westler sind Israel und das Judentum etwas Besonderes<br />
<br />
2. Der Holocaust ist immer noch nicht überwunden<br />
<br />
3. Die Gründung des Staates Israel bringt jüdische Menschen in einen Loyalitätskonflikt und verwirrt Nichtjuden<br />
<br />
4. Israel nutzt den Identitätskonflikt der jüdischen Bürger anderer Staaten schamlos aus<br />
<br />
5. Die jüdischen und christlichen Unterstützer Israels sind einflussreich<br />
<br />
6. Westliche Eliten haben ein strategisches Eigeninteresse an einem brutal-militärischen Israel<br />
<br />
Und so klar Israel-Unterstützung momentan auch noch ausfällt, Philip Weiss und andere sind der Ansicht, dass sich die Macht der Israellobby langsam aber sicher dem Ende zuneigt.<br />
<br />
<strong>Post-Zionismus ist auf dem Vormarsch</strong><br />
<br />
Wenn der Holocaust auch dazu geführt hat, dass wie im ersten Teil beschrieben sowohl jüdische als auch nicht-jüdische Menschen den Staat Israel als unabdingbar für die Sicherheit aller jüdischen Menschen auf der Erde erachten, so ist der Holocaust doch schon viele Jahrzehnte her.<br />
Und wie unter Faktor 5 im ersten Teil beschrieben, fällt es besonders in den USA den konservativen jüdischen Organisationen immer schwerer, das Bild vom stets verfolgten Juden aufrecht zu erhalten.<br />
<br />
Im Gegenteil sind die in den USA lebenden jüdischen Menschen fester Bestandteil der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Elite.<br />
<br />
Wenn die nicht-jüdischen Menschen in westlichen Gesellschaften tatsächlich so latent judenfeindlich wären, wie es die konservativen jüdischen Organisationen gerne behaupten, dann müsste es ob der vielen jüdischen Menschen in hochrangigen Positionen schon lange zu Progromen gekommen sein.<br />
<br />
Man bedenke: Eine frühe Manifestierung der westeuropäischen Judenfeindlichkeit waren die Umstände um die Verhandlung gegen den jüdischen Spion <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dreyfus-Affäre">Alfred Dreyfuss</a>. Theodor Herzl, einer der ideologischen Väter des Zionismus, beobachtete den Prozess gegen Dreyfuss und war ab da der Ansicht, jüdische Menschen bräuchten einen eigenen Staat.<br />
<br />
Was sollte ein Herzl heute sagen? In den USA werden immer wieder <a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/04/23/2062-usa-nehmen-israelischen-spion-fest/">jüdische Spione festgenommen</a>, die für Israel spionieren. Doch die US-Bürger reagieren nicht mit Progromen und keiner zweiten Reichskristallnacht. Während der Clinton- und der Bush-Jahre kamen reihenweise jüdische Menschen in höchste Staatsämter. Und immer noch keine Progrome.<br />
<br />
Viel mehr sind jüdische Menschen in den USA gut aufgehoben, und viele von ihnen wissen das. In der Tat wissen das immer mehr junge jüdische Menschen, was einer der größten Hoffnungsschimmer für Philip Weiss ist.<br />
<br />
Ein zweiter Aspekt ist, dass Israel für jüdische Menschen tatsächlich immer gefährlicher wird. Solange die Besatzung des völkerrechtlichen Palästinas weitergeht und weiter jüdische Kolonien gebaut werden und Jerusalem faktisch von Israel einverleibt wird, werden in Israel lebende jüdische Menschen immer der Gefahr von Anschlägen oder Kriegen ausgesetzt sein.<br />
<br />
All das führt summa sumarum dazu, dass immer mehr jüdische und nicht-jüdische Menschen damit aufhören, Israel als die wahre Heimat aller jüdischen Menschen und damit Vertreterin und Sprecherin des Gesamtjudentums anzusehen. Und das war bislang der springende Punkt, auf dem die meiste Macht der Israellobby aufgebaut hatte.<br />
<br />
<strong>Jüdische Dissidenten werden zunehmend wahrgenommen</strong><br />
<br />
Wie im ersten Teil beschrieben, setzen nicht-jüdische und jüdische Eliten und Massenmedien seit dem Holocaust auf scheinheilige Vereinfachung: Alle jüdischen Menschen sind Zionisten und unterstützen Israel.<br />
<br />
Dabei gehören jüdische Menschen zu den schärfsten Kritikern der Regierungen in Tel Aviv. Nur wurden und werden sie von der Israellobby in den anderen Ländern auch mit der &#8220;self-hating Jew&#8221;-Keule möglichst mundtot gemacht.<br />
<br />
Dank Internet jedoch werden immer mehr Menschen auf diese Stimmen aufmerksam, und nehmen sie mit Freude zur Kenntnis. Sowohl Einzelpersonen als auch jüdische Organisationen werden verstärkt wahrgenommen, und der Alleinvertretungsanspruch der alten, konservativen Organisationen bröckelt.<br />
<br />
Der Status Quo wird also immer offener in Frage gestellt, und es zeichnet sich zunehmend ein Fortschritt ab: Anstatt wie früher der von nicht-jüdischen und jüdischen Eliten propagierten Einteilung &#8220;Nicht-Juden auf der einen, Juden auf der anderen Seite&#8221; zu folgen, erkennen immer mehr Menschen: Die wahre Unterteilung lautet: Friedliebende, humanistische und liberale Menschen auf der einen, Kriegstreiber, Rassisten und religiöse Fanatiker auf der anderen Seite. Und beide Gruppen verteilen sich gleichmäßig auf Nichtjuden wie Juden.<br />
<br />
Wir können im Moment beobachten, wie sich immer mehr junge Menschen aus jüdischen und nicht-jüdischen Familien von den Ansichten ihrer Vorgängergeneration emanzipieren. Junge jüdische Menschen beginnen damit, die Angst vor den nicht-jüdischen Menschen abzuschütteln und nicht mehr ihren Predigern zu glauben, laut denen sie umgeben von Judenfeindlichkeit sind.<br />
<br />
Und junge nicht-jüdische Menschen beginnen damit, die durch ihre Elterngeneration von Schuldgefühlen geprägte Glorifizierung des Staates Israel und die Gleichsetzung mit dem Gesamtjudentum zu hinterfragen und zu erkennen, dass ihre einzige Pflicht darin besteht, in ihrem eigenen Land jüdischen Menschen und anderen Minderheiten ein freiheitliches Leben zu ermöglichen.<br />
<br />
Das Eis taut merklich, und diese Chance sollte man nicht verstreichen lassen. Lasst uns unser Zusammenleben wieder persönlichen Beziehungen und Austausch geprägt sein, nicht mehr von den alten Institutionen, die an ihrem Status Quo festhalten. Personalisierung statt Institutionalisierung, Versachlichung statt übertriebene Vorsicht sollten die Parolen für das neue Verhältnis von nicht-jüdischen und jüdischen Menschen sein.<br />
<br />
<em>Anmerkung: Ich habe mir viel Mühe gegeben, diese Artikelserie zu schreiben. Ich werde keinen Kommentatoren dulden, der versucht, diese Mühe mit offensichtlicher Provokation zunichte zu machen. Für diese Artikelserie werde ich nach meinem eigenen Ermessen entscheiden, welcher Kommentar veröffentlicht wird und welcher nicht. Das ist kein Schuss gegen die vielen engagierten und ehrlichen Kommentatoren, sondern eine Reaktion auf die Gewissheit, dass bei diesem Thema Provokateure aus mehreren Lagern auftauchen.</em><br />
<br />
Henry Edward J.<br />
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		<title>Philip Weiss - Warum die Israellobby so erfolgreich ist</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 15:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist der erste Teil einer zweiteiligen Artikelserie, inspiriert von dem New Yorker Journalisten Philip Weiss und seine Beobachtungen und Reflexionen über Israel, die US-Amerikanische Nahostpolitik und die Struktur und den Status der in den USA lebenden jüdischen Menschen.

Wie Stammleser des Politblogs bemerkt haben werden, habe ich schon mehrmals angekündigt, Weiss einen eigenen Artikel zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dies ist der erste Teil einer zweiteiligen Artikelserie, inspiriert von dem New Yorker Journalisten <a href="http://www.philipweiss.org/mondoweiss/">Philip Weiss</a> und seine Beobachtungen und Reflexionen über Israel, die US-Amerikanische Nahostpolitik und die Struktur und den Status der in den USA lebenden jüdischen Menschen.<br />
<br />
Wie Stammleser des Politblogs bemerkt haben werden, habe ich schon mehrmals angekündigt, Weiss einen eigenen Artikel zu widmen. Der wurde immer länger und länger. Doch im Lichte der momentan durch die Medien gejagten Feierlichkeiten zu Israels heutigem 60. Geburtstag war klar, dass jetzt endlich veröffentlicht werden muss. Demnach kam es zu folgender Vorgehensweise:<span id="more-2069"></span> Die beiden Teile dieser Artikelserie formulieren die Grundsätze der Beobachtungen von Weiss und weiteren Autoren, sie zeigen auf was sich herauskristallisiert, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt. Später werden dann einzelne Meldungen zum Thema veröffentlicht werden, die die hier geäußerten Grundsätze bestärken und illustrieren sollen.<br />
<br />
In diesem ersten Teil wird beantwortet, warum die von <a href="http://www.amazon.de/Die-Israel-Lobby-amerikanische-Außenpolitik-beeinflusst/dp/3593383772/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1210254296&#038;sr=1-1">Mearsheimer und Walt</a> beschriebene Israellobby so erfolgreich ist, und auf welchen gesellschaftlichen Faktoren ihr Erfolg beruht. Kurz, warum die westliche Unterstützung für Israel so groß ist.<br />
<br />
Im zweiten Teil wird beantwortet, welche gesellschaftlichen Entwicklungen dafür sprechen, dass diese Unterstützung in Zukunft weniger und vor Allem vernünftiger werden wird. Wem der erste Teil zu negativ ist, der warte am Besten auf den zweiten.<br />
<br />
Der Grund für das Ganze ist einfach: Der so genannte &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; ist das für uns Bürger momentan wichtigste politische Thema. Wichtig in dem Sinne, das es die nachhaltigsten Konsequenzen hat, seien es Krieg, Folter oder Überwachung. Wenn nun der Grund für den &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; eben jener Terror islamischer Prägung ist, an den wir seit dem 11. September glauben sollen, dann ist Israels Verhalten und die bedingungslose westliche Unterstützung dafür einer der Hauptgründe für diesen Terror. Bin Laden, sofern er überhaupt existiert, wurde auch durch Israels Behandlung der Palästinenser und die Rückendeckung der Vereinigten Staaten zu seinem Tun <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2002/nov/24/theobserver">motiviert</a>.<br />
<br />
Ob die bislang stattgefundenen Anschläge, 9/11 in den USA, 7/7 in London, und 3/11 in Madrid, echt waren oder inszeniert, spielt für dieses Thema keine Rolle. Wenn Bin Laden inszeniert ist, dann muss man mit einem echten Bin Laden rechnen, solange die Kriege und die Besatzungen in der arabischen Welt nicht aufhören.<br />
<br />
Wer also diesen so genannten &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; und das immer schneller sinkende Ansehen der westlichen Welt in der restlichen Welt vernünftig angehen will, der muss die bedingungslose und moralisch falsche Unterstützung für Israel beenden und es wie ein normales Land behandeln. Um dies zu erreichen, muss eben diese Unterstützung erst einmal analysiert werden. Dieser Text soll ein Beitrag dazu sein.<br />
<br />
Zudem lässt sich feststellen, dass zwar das Thema Israellobby mittlerweile von einigen Autoren angeschnitten wurde, die dahinter liegenden gesellschaftlichen Strukturen aber immer noch nicht offen diskutiert werden - siehe unten Faktor 2. Auch zu dieser offenen Diskussion soll dieser Text ein Beitrag sein. - HEJ<br />
<br />
<strong>Philip Weiss - Warum die Israellobby so erfolgreich ist</strong><br />
<br />
Wer diese Frage beantworten will, ohne sich selbst und seine Leser zu belügen, muss - wie Philip Weiss es tut und viele andere jüdische und nicht-jüdische Autoren es tun - mehrere soziologische Faktoren anerkennen, die sich in westlichen Gesellschaften beobachten lassen.<br />
<br />
<strong>Faktor 1 - Für einen Teil der Westler sind Israel und das Judentum etwas Besonderes</strong><br />
<br />
In westlichen Gesellschaften sind Ideologien, die von einer besonderen Rasse ausgehen, die den anderen Rassen in irgendeiner Weise überlegen ist, erfolgreich geächtet. Man denke nur an die deutsche Herrenmenschenideologie, die erfolgreich und erfreulicherweise aus dem gesellschaftlichen Mainstream ausgeschlossen wurde. Würde irgendjemand proklamieren, &#8220;die Deutschen&#8221; oder &#8220;die Arier&#8221; seien eine auserwählte Rasse, würde dieser jemand entweder eingesperrt oder zumindest ausgelacht. Und das ist gut so.<br />
<br />
Ein anderes Beispiel ist die in den USA proklamierte Idee der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manifest_Destiny">Manifest Destiny</a>&#8220;, einer göttlichen Bestimmung der weißen Einwanderer, den vormals indianischen Kontinent für sich zu beanspruchen und zu besiedeln. Die beinahe vollständige Ausrottung der Ureinwohner geht damit Hand in Hand, wie die Vernichtung nicht-deutschen Lebens mit der Herrenmenschenideologie Hand in Hand ging.<br />
Es ist schwer zu sagen, wie verbreitet die Idee der Manifest Destiny in den Köpfen weißer US-Amerikaner noch ist, jedenfalls wird sie nicht mehr so häufig und selbstverständlich wie früher geäußert.<br />
<br />
Nichtsdestotrotz, und der in den anderen Fällen gezeigten Vernunft widersprechend, konnte eine Ideologie vom Auserwähltsein in den gleichen westlichen Gesellschaften bestehen, die erfolgreich die deutsche Herrenrasseideologie in ihre Schranken verwiesen haben: Die Idee von einer göttlichen Auserwähltheit des jüdischen Volkes und dementsprechend die Idee von einem &#8220;Heiligen Land&#8221;.<br />
<br />
Auf jüdischer Seite, ohne Spekulationen darüber anzustellen, wie hoch der Anteil der jüdischen Menschen ist, die diese Ansicht teilen, hat die Idee vom Auserwähltsein dazu geführt, dass manche von ihnen sich als Kolonisten in die völkerrechtlich nicht zu Israel gehörenden Gebiete begeben, und das Land für sich beanspruchen. Göttliches Recht wird über menschliches Recht gestellt. Auf Grund des eigenen Auserwähltenstatus werden die dort lebenden Araber von diesem Teil der jüdischen Menschen als minderwertig angesehen.<br />
<br />
Auf christlicher Seite, wiederum ohne Spekulationen darüber anzustellen, wie hoch der Anteil der Christen ist, die diese Ansicht teilen, hat die Idee vom Auserwähltsein des jüdischen Volkes dazu geführt, dass manche Christen die jüdische Besiedlung völkerrechtlich nicht zu Israel gehörender Gebiete unterstützen.<br />
<br />
Hier muss erwähnt werden, dass <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rapture">die Motivation</a> dieser Christen allerdings eher egoistisch ist: Das jüdische Volk soll sich mit den Arabern vor Ort herumschlagen und sein Königreich Israel errichten, damit Jesus wieder auf die Erde zurück kommt und die Christen mit in den Himmel nimmt. Ab da hätte das jüdische Volk seine undankbare Aufgabe erfüllt und würden mit allen anderen Ungläubigen vernichtet.<br />
Deshalb sind auch nicht alle jüdischen Israel-Unterstützer froh über die christliche Schützenhilfe.<br />
<br />
Die religiöse Bedeutung Israels sorgt also bei manchen jüdischen und bei manchen christlichen Menschen für eine besonders energische, irdische Gesetze missachtende Unterstützung für den israelischen Staat und innerhalb dessen für eine ebenso irdische Gesetze missachtende Expansionspolitik.<br />
<br />
Bereits diese Tatsache hebt die Bedeutung der Israellobby über das bloße Dasein einer Öllobby oder Hedge-Fond-Lobby hinaus.<br />
<br />
<strong>Faktor 2 - Der Holocaust ist immer noch nicht überwunden</strong><br />
<br />
Der Holocaust hat, abgesehen selbstverständlicherweise von der unmittelbaren Tragödie einer Massenvernichtung von vielerlei Menschen, eindeutig soziologisch beobachtbare Spuren hinterlassen. Bei jüdischen Menschen wie bei nicht-jüdischen Menschen. Offen sichtbare gesellschaftliche Strukturen und Phänomene bezeugen, dass das zwischenmenschliche Verhältnis teilweise immer noch gehemmt ist.<br />
<br />
Auf jüdischer Seite wurde durch den Holocaust der Anteil derer stärker, die davon ausgehen, dass jüdische Menschen in westlichen Gesellschaften niemals sicher sein werden. Geschwächt wurde der Teil der jüdischen Menschen, der das Gegenteil annimmt und selbst vorlebt - in Berlin oder in Boston.<br />
<br />
So erzählen jüdische Organisationen wie der Zentralrat ihren jüdischen Mitmenschen, dass diese ohne die Organisationen aufgeschmissen wären: Wenn ihr uns nicht dabei unterstützt und dafür bezahlt, dass wir laut und übersensibel die Politik in euren jeweiligen Ländern kommentieren, dann werden euch die Judenhasser wieder holen.<br />
<br />
Zu dieser Unterstützung gehört, wenn es nach den konservativen Organisationen geht, die Verbindung des eigenen Jüdischseins mit dem fremden Staat Israel und die Unterstützung jedes Kurses der Organisationen, sei er auch noch so unsinnig.<br />
<br />
Wenn es nach den Organisationen geht, sollten ihre jüdischen Mitmenschen immer wenn sie sich fragen, &#8220;is it good for the Jews?&#8221;, &#8220;ist es gut für uns Juden?&#8221;, damit meinen: Ist es gut für den Zentralrat? Ist es gut für Israel?<br />
<br />
Auf nicht-jüdischer Seite lässt sich beobachten, dass aufgrund des Unwohlseins über die Vergangenheit die Kommunikation mit dem jüdischen Teil der Gesellschaft entpersonalisiert und dafür institutionalisiert wird: Anders gesagt, die meisten nicht-jüdischen Menschen beispielsweise in Deutschland werden eher selten mit jüdischen Mitbürgern sprechen, dafür umso öfter vom Zentralrat der Juden hören.<br />
Paralell dazu meinen die Eliten wie die Massenmedien in westlichen Ländern, der Stimme solcher Institutionen wie dem Zentralrat ein besonders hohes Gewicht einräumen zu müssen, damit die nicht-jüdischen Menschen ihre jüdischen Mitbürger überhaupt ernst nehmen.<br />
<br />
Zur Entpersonifizierung kommt eine schwarz-weiß-Vereinfachung: Israel gleich Judentum, fertig. Wer gegen Israel ist ist gegen Juden, wer für Juden ist ist für Israel. Alle jüdischen Menschen träumen von Israel, vertreten werden dürfen sie nur vom Zentralrat. Andere Organisationen oder israelkritische Einzeljuden gibt es nicht. Non-zionistische oder gar anti-zionistische Juden werden ausgeblendet und dieser vereinfachten Sichtweise &#8220;Israel gleich Judentum&#8221; geopfert.<br />
<br />
Einfach gesagt: Seit dem Holocaust gehen nicht-jüdische und jüdische Eliten in westlichen Ländern davon aus, dass das jüdisch-nichtjüdische Zusammenleben zerbrechlich wie Glas ist. Und deshalb nicht mit Kontroversen, Vielschichtigen Fragen und Antworten erschüttert werden darf. Stattdessen muss es mit Festtagsreden und Solidaritätsbeteuerungen gestärkt und mit der israelischen Flagge umhüllt werden. Diese Bemühung um Aufrechterhalten des angeblich so wackligen Zustands ist auch ein Grund dafür, warum mitunter in israelischen Medien die eigene Politik oder andere Missstände innerhalb jüdischer Gemeinschaften weitaus offener diskutiert werden als in westlichen Ländern.<br />
<br />
Unter diesen Umständen hat die Israellobby sowohl innerhalb der jüdischen Gemeinschaften wie auch innerhalb der Gesamtgesellschaft nur wenig Gegenwind zu befürchten.<br />
<br />
<strong>Faktor 3 - Die Gründung des Staates Israel bringt jüdische Menschen in einen Loyalitätskonflikt und verwirrt Nichtjuden</strong><br />
<br />
Faktor zwei wird dadurch verschlimmert, dass mit der Gründung des Staates Israel eine Projektionsfläche geschaffen wurde, die westliche Eliten und jüdische Konservative gerne mit dem Abbild des Gesamtjudentums füllen. Wenn es nach ihnen geht, ist Israel Symbol für die Juden der Welt. Damit ist es für jede israelische Regierung ein Leichtes, Kritik an sich selbst als Judenfeindlichkeit abzutun. Gleichzeitig ist es für jede westliche Regierung ein Leichtes, ihre angebliche oder tatsächliche Minderheitentoleranz und Vergangenheitsbewältigung mit Lobreden auf den israelischen Staat unter Beweis zu stellen.<br />
<br />
Für die einfachen Bürger jedoch wird Israel zum Problem.<br />
<br />
Viele jüdische Mitbürger bringt das Vorhandensein eines sich als jüdisch deklarierenden Staates unweigerlich in Konflikte um die eigene Identität. Oft wird ihnen durch ihre &#8220;Vertreter&#8221; aus den diversen Institutionen (siehe Faktor 2) erklärt, sie seien in westlichen Gesellschaften nicht sicher und bräuchten daher Israel um ihrer eigener Existenz willen. Verständlicherweise haben deshalb viele in westlichen Gesellschaften lebenden Juden eine starke emotionale und religiöse Bindung an einen fremden Staat, Israel. Was Israel schamlos ausnutzt, siehe Faktor 4.<br />
<br />
Nicht-jüdische Mitbürger wiederum werden durch das Vorhandensein eines sich als jüdisch deklarierenden Staates verwirrt. Für den Beweis, dass sie jüdischen Menschen nicht mehr wie früher - durch Propaganda des Dritten Reiches geblendet - feindlich gegenüber stehen, haben sie auf einmal zwei Projektionsflächen: Den Staat Israel sowie die eigenen jüdischen Mitbürger.<br />
<br />
Leider verwechseln zu viele westliche Bürger, besonders manche Christen, siehe Faktor 1, ein harmonisches Zusammenleben mit den eigenen jüdischen Mitbürgern mit einer Unterstützung für den israelischen Staat. Getrieben von der Vergangenheitsbewältigung fällt diese Unterstützung dann bisweilen entsprechend energischer aus, als die Unterstützung für andere Staaten.<br />
<br />
Folgendes bleibt hier festzuhalten: Westliche nicht-jüdische Bürger, auch und besonders heute lebende Deutsche, haben keine Verpflichtung zur Unterstützung eines fremden Staates. Sie haben stattdessen eine Verpflichtung zum harmonischen Zusammenleben mit den eigenen jüdischen Mitbürgern.<br />
<br />
Die Wahrheit ist doch: Für die Meisten ist es einfach nur bequemer, das ferne Israel mit Sonntagsreden zu unterstützen, anstatt sich persönlich mit den hier lebenden jüdischen Mitbürgern, ihrer Kultur und ihrer Religion zu beschäftigen und zu unterhalten.<br />
<br />
Auch das alles sorgt mit Faktor 2 für ein gesellschaftliches Klima, dass es der Israellobby allzu leicht macht.<br />
<br />
<strong>Faktor 4 - Israel nutzt den Identitätskonflikt der jüdischen Bürger anderer Staaten schamlos aus</strong><br />
<br />
Israels Regierungen wissen, dass jüdische Menschen in anderen Ländern Identitätskonflikte haben. Deshalb versuchen sie diese Menschen dazu zu bewegen, sich in ihrem eigenen Land für das fremde Land Israel einzusetzen. Sowohl durch Mittler, die konservativen jüdischen Organisationen, die siehe Faktor 2 seit dem Holocaust in der Tendenz die Ansicht vertreten, dass &#8220;ihre&#8221; jüdischen Mitmenschen in &#8220;ihrem&#8221; Land nie wirklich sicher sein können; Oder aber direkt, wenn jüdischen Menschen aus aller Welt bei Besuchen in Israel die tatsächlichen oder angeblichen Vorzüge des Landes präsentiert werden.<br />
<br />
<strong>Faktor 5 - Die jüdischen und christlichen Unterstützer Israels sind vom Status her in der Lage, die Politik ihres Landes zu beeinflussen</strong><br />
<br />
Dieser Faktor ist so allgemein formuliert wie die anderen, allerdings lässt er sich bislang nur in den USA beobachten.<br />
<br />
Die Behauptung der konservativen jüdischen Organisationen, ihre jüdischen Mitmenschen würden niemals wirklich angenommen werden in westlichen Staaten, wird hier Lügen gestraft: Die in den USA lebenden Juden sind fester Bestandteil des dortigen Establishments, und gehören als Gruppe zur erfolgreichsten Minderheitengruppierung der USA.<br />
<br />
Dadurch haben natürlich jene unter ihnen, die sich den Rufen aus Israel nach Loyalität und Lobbyarbeit hingeben, ein relativ hohes Gewicht. Die Israellobby wäre nichts ohne die diversen superreichen Unterstützer. Und bei jüdischen Menschen ist es nunmal nicht anders wie bei nicht-jüdischen: Die, die das meisten Geld haben, sind meistens auch die Rücksichtslosesten.<br />
<br />
<strong>Faktor 6 - Westliche Eliten haben ein strategisches Eigeninteresse an einem möglichst brutal-militärischen Israel - westliche Bürger nicht</strong><br />
<br />
Wenn es um die Israellobby und westliche Nahostpolitik geht, dann reden die Rechtfertiger gerne davon, dass westliche Staaten nunmal ein handfestes strategisches Interesse an Israel hätten. Und natürlich stimmt das, wenn man es auf die Eliten und den breiteren Militärisch-Industriellen Komplex bezieht. Dieser Kreis nämlich profitiert von einem möglichst brutal-militaristisch auftretenden Israel auf vielfache Weise: Es lenkt Kritik vom eigenen Vorgehen ab, ständiger Zwist mit seinen Nachbarn sorgt für häufige Anlässe zum Krieg, überhaupt wäre die halbe &#8220;Sicherheits&#8221;-Industrie arbeitslos, wenn Israel mit seinem Verhalten nicht für steten Zulauf islamistischer Extremisten sorgen würde.<br />
<br />
Für den gewöhnlichen Bürger jedoch ist Israel eine moralische und materielle Last. Deshalb ist es im Interesse einer jeglichen westlichen Nation, wenn man ihr Interesse als Bürgerinteresse und nicht als Eliteninteresse definiert, die bedingungslose Unterstützung für Israel zu beenden und Israel wie ein normales Land zu behandeln.<br />
<br />
<em>Anmerkung: Ich habe mir viel Mühe gegeben, diese Artikelserie zu schreiben. Ich werde keinen Kommentatoren dulden, der versucht, diese Mühe mit offensichtlicher Provokation zunichte zu machen. Für diese Artikelserie werde ich nach meinem eigenen Ermessen entscheiden, welcher Kommentar veröffentlicht wird und welcher nicht. Das ist kein Schuss gegen die vielen engagierten und ehrlichen Kommentatoren, sondern eine Reaktion auf die Gewissheit, dass bei diesem Thema Provokateure aus mehreren Lagern auftauchen.</em><br />
<br />
Henry Edward J.]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/08/2069-philip-weiss-warum-die-israellobby-so-erfolgreich-ist/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>AWACS-Einsatz verfassungswidrig - kriegen wir jetzt unser Geld zurück?</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/07/2068-awacs-einsatz-verfassungswidrig-und-nun/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/07/2068-awacs-einsatz-verfassungswidrig-und-nun/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 11:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Krieg &#038; Terrorismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://politblog.net/?p=2068</guid>
		<description><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung erklärt:


&#8220;Angesichts des drohenden Irak-Krieges hätte der Bundestag dem Bundeswehreinsatz zuvor zustimmen müssen, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Mittwoch. Das Parlament müsse immer dann zustimmen, wenn nach den rechtlichen und tatsächlichen Umständen die Einbeziehung deutscher Soldaten in bewaffnete Auseinandersetzungen zu erwarten sei. Geklagt hatte die FDP-Fraktion.&#8221;


Das bedeutet, dass die Verwalter unseres Besitzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/deutschland/artikel/843/173329/">erklärt</a>:<br />
<br />
<br />
<blockquote>&#8220;Angesichts des drohenden Irak-Krieges hätte der Bundestag dem Bundeswehreinsatz zuvor zustimmen müssen, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Mittwoch. Das Parlament müsse immer dann zustimmen, wenn nach den rechtlichen und tatsächlichen Umständen die Einbeziehung deutscher Soldaten in bewaffnete Auseinandersetzungen zu erwarten sei. Geklagt hatte die FDP-Fraktion.&#8221;</blockquote><br />
<br />
<br />
Das bedeutet, dass die Verwalter unseres Besitzes etwas getan haben, was nicht vom mit uns abgeschlossenen <a href="http://politblog.net/nachrichten/2006/08/28/255-wahlen-sind-einstellungen-von-mitarbeitern-das-grundgesetz-ist-der-arbeitsvertrag/">Arbeitsvertrag</a> gedeckt war. Somit haben die Verwalter für ihr privates Vergnügen unseren Besitz verwendet, namentlich Bundeswehrsoldaten.<br />
<br />
Die in Berlin sitzenden Verwalter unseres Besitzes sollten uns umgehend für die dabei entstandenen Kosten entschädigen, denn der Einsatz der Soldaten wurde bereits via Verteidigungshaushalt vom Steuerzahler bezahlt. Zusätzlich ist eine Strafe wegen unerlaubter Verwendung unseres Besitzes angemessen.<br />
<br />
Wenn ein Arbeitnehmer seinen Dienstwagen für private Vergnügungen einsetzt, wird er gefeuert. Warum feuern wir nicht unsere Arbeitnehmer?<br />
<br />
Henry Edward J.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deborah Jean Palfrey ermordet</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/07/2067-deborah-jean-palfrey-ermordet/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/07/2067-deborah-jean-palfrey-ermordet/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 06:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mord]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://politblog.net/?p=2067</guid>
		<description><![CDATA[Deborah Jean Palfrey ist eine Frau, die einen Prostitutionsring unterhielt, und von den Behörden dabei erwischt wurde. Da Prostitution (bis auf zwei Bundesstaaten) in den USA illegal ist, ist das ein Problem für Palfrey.

Sie versuchte mit der berühmten Behauptung einer Gefängnisstrafe zu entgehen, ihre Mädchen hätten nur &#8220;Eskortdienste&#8221; und &#8220;Massagen&#8221; zur Verfügung gestellt, keinen Geschlechtsverkehr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Deborah Jean Palfrey ist eine Frau, die einen Prostitutionsring unterhielt, und von den Behörden dabei erwischt wurde. Da Prostitution (bis auf zwei Bundesstaaten) in den USA illegal ist, ist das ein Problem für Palfrey.<br />
<br />
Sie versuchte mit der berühmten Behauptung einer Gefängnisstrafe zu entgehen, ihre Mädchen hätten nur &#8220;Eskortdienste&#8221; und &#8220;Massagen&#8221; zur Verfügung gestellt, keinen Geschlechtsverkehr. Um die Chance zu erhöhen, dass die Richter ihr glauben, wollte sie die Kunden ihres &#8220;Eskortdienstes&#8221; dazu bringen, ihre Aussage zu bestätigen.<br />
<br />
Dies funktioniert natürlich nur, wenn für erwähnte Kunden die Lüge von den Massagen selbst ein Mittel ist, um den eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Es müssten also Kunden sein, für die Teilnahme an Prostitution ein echtes Karriereproblem ist - also berühmte, erfolgreiche Kunden, die ein Image zu verlieren haben.<br />
<br />
Glücklicherweise war das kein Problem für Palfrey. In den Tagen und Wochen nach ihrer Festnahme hagelte es in Washington Rücktritte und Entschuldigungen: Zu den Kunden gehörten unter Anderem Senator David Vitter, Entwicklungsbüro-Chef Randall Tobias <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/923/172415/">sowie</a> &#8220;Angehörige und Mitarbeiter der Streitkräfte, der NASA, der Weltbank und des Währungsfonds IWF&#8221;.<br />
<br />
Die Ausstrahlung <a href="http://www.sptimes.com/2007/05/05/Worldandnation/TV_report_expected_to.shtml">eines Berichtes</a> des Fernsehsenders ABC, der angeblich auch Vizepräsident Dick Cheney als Kunde Palfreys nennen sollte, wurde in letzter Minute <a href="http://www.indybay.org/newsitems/2007/05/12/18414982.php">abgesagt</a>. Angeblich auf Druck des Weißen Hauses.<br />
<br />
Nachdem Palfrey ABC einige Dokumente gegeben hatte, auf denen die Geschäfte mit Mitglieder des Washingtoner Establishments dokumentiert waren, <a href="http://www.thesmokinggun.com/archive/years/2007/0307071palfrey1.html?link=eaf">verhängte</a> ein Gericht diesbezügliche Schweigepflicht über die vielen tausend weiteren Dokumente, die Palfrey noch besaß.<br />
<br />
Dann kam Montag, der 28. April. An diesem Tag <a href="http://www.wesh.com/news/16142638/detail.html">sah</a> ein Zeuge Deborah Palfrey mit einer Schachtel:<br />
<br />
<br />
<blockquote>&#8220;Sie hatte eine weiße Archivbox dabei, und sie sagte mir darin befänden sich wichtige Dokumente. Und sie hob dabei die Augenbrauen, so dass man sich denkt &#8216;klar, da sind all die Informationen über ihre Geschäfte in Washington drin&#8217;.&#8221;</blockquote><br />
<br />
<br />
Am Donnerstag, 1. Mai, wurde Palfrey dann im Haus ihrer Mutter tot aufgefunden, mit einer Nylon-Schnur um den Hals.<br />
<br />
Die Polizei notiert &#8220;Selbstmord&#8221;, die weiße Archivbox ist seitdem verschwunden und in Washington atmet man auf.<br />
<br />
Politischer Mord ist so häufig in dieser Welt, dass er hier im Blog eine eigene Kategorie bekommt.<br />
<br />
Henry Edward J.<br />
<br />
Anmerkung: Besonders plump kommen wieder die Massenmedien daher. In einem Fall, in dem es keinen Mangel gibt an mächtigen Leuten, die ein Motiv für einen Mord an Palfrey haben, betitelt beispielsweise die Süddeutsche ihren <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/923/172415/">Artikel</a> &#8220;Chefin von Callgirl-Ring begeht Selbstmord&#8221;. Wo logischerweise die einzig vernünftige Überschrift sein kann &#8220;Chefin von Callgirl-Ring tot aufgefunden&#8221;, und die dubiosen Umstände im Artikel erwähnt werden müssten.]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://politblog.net/nachrichten/2008/05/07/2067-deborah-jean-palfrey-ermordet/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ein paar Tage Pause</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/04/28/2065-ein-paar-tage-pause/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/04/28/2065-ein-paar-tage-pause/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 19:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Intern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://politblog.net/?p=2065</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Leser des Politblogs,

seit Freitag bin ich leider nicht mehr dazu gekommen, hier Artikel zu schreiben. Meine Zeitknappheit wird sich noch ein paar Tage hinziehen. Spätestens ab nächstem Montag gehts dann aber wieder mit regelmäßigen Updates weiter!

Das Technik-Update befindet sich ebenfalls in Arbeit. Spätestens mit dem Start der neuen Plattform sollte dann auch entschieden sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Liebe Leser des Politblogs,<br />
<br />
seit Freitag bin ich leider nicht mehr dazu gekommen, hier Artikel zu schreiben. Meine Zeitknappheit wird sich noch ein paar Tage hinziehen. Spätestens ab nächstem Montag gehts dann aber wieder mit regelmäßigen Updates weiter!<br />
<br />
Das Technik-Update befindet sich ebenfalls in Arbeit. Spätestens mit dem Start der neuen Plattform sollte dann auch entschieden sein, ob und in welcher Form PonyHütchen wieder für das Politblog tätig sein wird.<br />
<br />
Erkenntnisreiche Tage wünscht<br />
<br />
Henry Edward J.]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://politblog.net/nachrichten/2008/04/28/2065-ein-paar-tage-pause/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>EU-"Reformvertrag" verabschiedet</title>
		<link>http://politblog.net/nachrichten/2008/04/25/2064-eu-reformvertrag-verabschiedet/</link>
		<comments>http://politblog.net/nachrichten/2008/04/25/2064-eu-reformvertrag-verabschiedet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 07:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://politblog.net/?p=2064</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland entmachtet sich selbst

Wenn man ein Grundstück mit einem Haus darauf besitzt, dort aber nicht selbst wohnen will, dann kann man einen Verwalter einsetzen. Dem erteilt man den Auftrag, das Grundstück und das Haus zu verwalten. Dafür bekommt er ein ausreichendes Gehalt. Andererseits ist er uns Rechenschaft schuldig, und wenn er über die Stränge schlägt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Deutschland entmachtet sich selbst</strong><br />
<br />
Wenn man ein Grundstück mit einem Haus darauf besitzt, dort aber nicht selbst wohnen will, dann kann man einen Verwalter einsetzen. Dem erteilt man den Auftrag, das Grundstück und das Haus zu verwalten. Dafür bekommt er ein ausreichendes Gehalt. Andererseits ist er uns Rechenschaft schuldig, und wenn er über die Stränge schlägt, dann feuern wir ihn. Auf der Stelle, nicht erst nach vier Jahren.<br />
<br />
Wenn unser Grundstücks- und Hausverwalter nun auf einmal beschließt, seine Aufgaben an irgendeine Organisation in einer weit entfernten Stadt abzugeben, dann verärgert das den Hausbesitzer naturgemäß. Dieser weiß, dass er bei der weiter entfernten Organisation sehr viel weniger Einfluss hat als bei seinem alten Verwalter, den er noch selbst eingestellt hat.<br />
<br />
Wenn wir der Hausbesitzer wären, was würden wir in einem solchen Fall unternehmen? Hat der Verwalter etwa das Recht, die Verwaltung unseres Besitzes einfach an jemand anderes abzugeben?<br />
<br />
Wenn nun unser Besitz nicht nur ein Grundstück und ein Haus umfasst, sondern die gesamte Bundesrepublik Deutschland, und die eingesetzte Verwaltung ihre Aufgaben ins ferne Brüssel überträgt, wo wir kaum noch Einfluss haben, was unternehmen wir in einem solchen Fall?<br />
<br />
Geben wir uns mit der Ausrede des Verwalters ab, wir könnten ihn ja in vier Jahren abwählen, oder feuern wir ihn gleich und holen uns unseren Besitz zurück?<br />
<br />
Bei abgeordnetenwatch.de gibt es <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/eu_vertrag_von_lissabon-636-145----abst_nein.html#abst_verhalten">eine Liste</a> derer aus der von uns eingesetzten Verwaltung, die gegen die Ratifizierung des so genannten EU-Reformvertrages von Lissabon gestimmt haben. Und <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/eu_vertrag_von_lissabon-636-145----abst_ja.html#abst_verhalten">hier</a> die Liste der großen Mehrheit der Verwalter, die für die Selbstentmachtung gestimmt haben.<br />
<br />
<a href="http://www.henry-nitzsche.de/">Hier</a> (via <a href="http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/2008/04/der-vertrag-von-lissabon-ist-ein.html">Bavaria For Ron Paul</a>) eine Erklärung zu der Abstimmung von Henry Nitzsche, parteiloser Bundestagsabgeordneter:<br />
<br />
<br />
<blockquote>&#8220;Deutschland wird durch den Reformvertrag zu einem Gliedstaat eines Europäischen Bundesstaates. Was hat das noch mit Demokratie zu tun, wenn sich nationale Parlamente selbst entmachten und ihre Entscheidungskompetenzen an Brüssel abtreten. Berlin ermächtigt durch den Reformvertrag Brüssel, über die zukünftige Politik Deutschlands in weiten Teilen zu entscheiden. Der formaljuristische Schluß, von einem Ermächtigungsgesetz zu reden, liegt da wohl nahe und genau vor einem solchen habe ich gewarnt.&#8221;</blockquote><br />
<br />
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Henry Edward J.]]></content:encoded>
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		<title>Al Qaeda verteidigt Israel und hofft auf globale Erwärmung?!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 09:19:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry Edward J.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Krieg &#038; Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Falls irgendjemand noch nicht eingesehen hat, dass es sich bei &#8220;Al Qaeda&#8221; um eine fiktive, von westlichen Geheimdiensten zur Legitimation eigener Angriffskriege inszenierte Propagandashow handelt, befasse sich dieser jemand einfach mit den neuesten angeblichen Ergüssen des angeblichen Bin Laden-Stellvertreters Ayman al-Zawahiri:


&#8220;Zawahiri erklärte, globale Erwärmung würde dem militanten islamischen Extremismus helfen.

(&#8230;) der ägyptische Arzt warf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Falls irgendjemand noch nicht eingesehen hat, dass es sich bei &#8220;Al Qaeda&#8221; um eine fiktive, von westlichen Geheimdiensten zur Legitimation eigener Angriffskriege inszenierte Propagandashow handelt, befasse sich dieser jemand einfach mit den neuesten angeblichen <a href="http://www.mirror.co.uk/news/topstories/2008/04/23/osama-bin-laden-s-aide-ayman-al-zawahiri-rants-on-global-warming-89520-20391770/">Ergüssen</a> des angeblichen Bin Laden-Stellvertreters Ayman al-Zawahiri:<br />
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<blockquote>&#8220;Zawahiri erklärte, globale Erwärmung würde dem militanten islamischen Extremismus helfen.<br />
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(&#8230;) der ägyptische Arzt warf dem schiitischen Iran vor, das sunnitische Terrornetzwerk zu diskreditieren, indem der Iran eine Verschwörungstheorie verbreitet, nach der Israel hinter den Angriffen vom 11. September stecke.&#8221;</blockquote><br />
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Das Messgerät für Bullshit ist gerade eben explodiert.<br />
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Wenn Al Qaeda schon den Gore macht, und versucht, durch die globale Erwärmung politisches Kapital zu schlagen, dann weiß man - die sind so falsch wie Gore.<br />
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Wenn Al Qaeda auch noch Israel verteidigt, deren Täterschaft oder Mittäterschaft bei der False-Flag-Aktion 9/11 sehr wahrscheinlich ist, dann weiß man - Al Zawahiri wird in einem Studio bei Tel Aviv oder Washington geschminkt, bevor zur Aufzeichnung einer &#8220;Botschaft&#8221; vor die Kamera tritt.<br />
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Interessantes Detail bei der Sache ist, dass der iranische Präsident Ahmadinedschad soweit es den Medien zu entnehmen ist, im Bezug zu 9/11 lediglich folgendes <a href="http://www.oe24.at/zeitung/welt/weltpolitik/article294059.ece">gesagt</a> hat:<br />
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<blockquote>&#8220;Vor vier oder fünf Jahren geschah in New York etwas Merkwürdiges. Ein Gebäude brach zusammen und sie sagte, dass 3.000 Menschen starben, aber deren Namen wurden nie veröffentlicht.<br />
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Es war nur ein Vorwand, damit die Amerikaner Afghanistan und den Irak angreifen und dort Millionen von Menschen töten konnten.&#8221;</blockquote><br />
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Womit er Recht hat, wobei ich bei den Namen der Opfer nicht sicher bin. Aber es fällt auf, dass Ahmadinedschad nicht Israel verdächtigt, sondern (zumindest diesem Ausschnitt nach) die USA.<br />
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Dass also die Drehbuchschreiber von &#8220;Al Qaeda&#8221; sich genötigt sehen, Israel zu verteidigen, kann nur eines bedeuten: Sie wissen genau dass mittlerweile eine erhebliche Anzahl von Menschen Israel verdächtigt, bei 9/11 eine Rolle zu spielen. Das ist gut.<br />
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Übrigens hat der israelische Oppositionsführer und frühere Regierungschef Benjamin Netanjahu erst kürzlich darüber <a href="http://www.orf.at/ticker/286697.html">gesprochen</a>, wie gut 9/11 für Israel ist:<br />
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<blockquote>&#8220;&#8216;Wir profitieren von einer Sache, und das sind die Angriffe auf die Zwillingstürme und das Pentagon sowie der amerikanische Kampf im Irak&#8217;, sagte Netanjahu einem Bericht der israelischen Tageszeitung &#8220;Ma&#8217;ariv&#8221; zufolge bei einem Vortrag an der Bar-Ilan-Universität. Diese Ereignisse hätten die öffentliche Meinung in den USA &#8216;zu unseren Gunsten umschwenken lassen&#8217;, sagte der Chef des rechtsgerichteten Likud demnach.&#8221;</blockquote><br />
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Israel hat das Motiv für 9/11, wie Netanjahu so schön darlegt. Israel hat mit dem Mossad und dessen <a href="http://politblog.net/nachrichten/2008/01/24/1936-sibel-edmonds-die-usa-sind-infiltriert/">ausgedehntem Spionagenetzerk auf US-amerikanischem Boden</a> sicherlich auch die Mittel. Und letzlich hat Israel schon immer darauf gehofft, mit Anschlägen auf US-Einrichtungen, die dann den Arabern in die Schuhe geschoben werden sollten, &#8220;die öffentliche Meinung in den USA zu Israels Gunsten umschwenken zu lassen&#8221;. Man denke hierbei unter Anderem an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Staates_Israel#Die_Lawon-Aff.C3.A4re">Lavon-Affäre</a>. Damals hatten israelische Agenten versucht, US-amerikanische Gebäude in Ägypten in die Luft zu jagen und es so aussehen lassen, als steckten ägyptische Terroristen dahinter. Damit wollten sie erreichen, dass die USA ihre Unterstützung für Ägypten aufgeben.<br />
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Für gewöhnlich sind Motiv, Mittel und entsprechendes Verhalten in der Vergangenheit Grund genug, um in einer Strafsache als Hauptverdächtiger zu gelten.<br />
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Henry Edward J.]]></content:encoded>
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