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	<title>portugalmania.de</title>
	
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Ein guter Fisch: Die portugiesische Sardine jetzt mit Öko-Siegel</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 17:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Seit Jahrhunderten ist die Sardine ein fester Bestandteil der portugiesischen Küche. Und das dürfte auch in Zukunft so bleiben:  Denn die Sardinenfischer Portugals erhielten nun das MSC-Siegel für besonders nachhaltigen Fischfang. Eine Auszeichnung, die nicht nur die Sardinen freuen dürfte&#8230;

Portugal und die Sardine: Das ist schon eine besondere Liebesgeschichte. Im Grunde ist sie ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Seit Jahrhunderten ist die <strong>Sardine </strong>ein fester Bestandteil der <strong>portugiesischen Küche</strong>. Und das dürfte auch in Zukunft so bleiben:  Denn die Sardinenfischer Portugals erhielten nun das MSC-Siegel für besonders nachhaltigen Fischfang. Eine Auszeichnung, die nicht nur die Sardinen freuen dürfte&#8230;</p>
<p><span id="more-570"></span></p>
<p><strong>Portugal und die Sardine</strong>: Das ist schon eine besondere Liebesgeschichte. Im Grunde ist sie ja ein einfacher, ziemlich kleiner Fisch, diese &#8220;Sardinha&#8221;. Meist wird sie einfach auf den <strong>Grill </strong>geworfen, verspeist mit ebenso unkapriziösen Beilagen wie Salzkartoffeln und Salat.</p>
<p>Doch wer die gegrillte Sardine einmal am Strand gegessen hat, oder sie sich in den überfüllten Straßen Lissabons beim Sankt Antonius-Fest munden ließ &#8211; der wird ihn nie vergessen, diesen <strong>wirklich portugiesischen Geschmack</strong> von Salz, Meer und einfach guten Dingen des Lebens.</p>
<p>Über Jahrhunderte hinweg sicherte die Sardine die <strong>Eiweißversorgung</strong> von breiten Schichten der Bevölkerung. Und auch heute sind Ernährungsforscher begeistert von den guten Eigenschaften der Sardine:  Viel Eiweiß, ein hoher Anteil an ungesättigten <strong>Omega-3-Fettsäuren</strong>, zahlreiche Spurenelemente &#8211; dieser Fisch trägt viel Gutes in sich.</p>
<p>Bei so viel guten Eigenschaften verwundert es nicht, dass die Sardine selbst zum Kulturgut wurde &#8211; und auf Azulejo-Kacheln auftaucht, in Gedichte Einzug hält, und selbst von der berühmtesten Fadosängerin aller Zeiten, <a title="Video Sardine Fado" href="http://www.youtube.com/watch?v=6CjfCIhtO-4" target="_blank">Amália Rodrigues, besungen wird: </a></p>
<blockquote><p>Sardine, die im Meer schwimmt, du musst dich getröstet fühlen</p>
<p>Du hast Wasser, weißt zu schwimmen, was würde ich geben, Sardine zu sein!</p></blockquote>
<p>(Aus dem Fado &#8220;Fui ao mar buscar sardinhas&#8221;, Ich war auf dem Meer, Sardinen zu fangen).</p>
<p>Und anders als etwa beim Kabeljau oder Thunfisch wurde die Sardine auch nie Opfer der Überfischung vor Portugals Küsten. Es scheint, als ob der kleine Fisch doch mit <strong>besonderer Liebe</strong> behandelt wurde. Seit mehr als sechs Jahrhunderten gehen die Sardinenfischer Portugals mit der recht schonenden und selektiven Methode der <strong>Ringwadenfischerei </strong>ans Werk. Ein altes Handwerk, das immer besser in die ökologischen Anforderungen unserer  Zeit passt &#8211; und so wurde die &#8220;portugiesische Sardine&#8221; nun mit dem <a href="http://www.msc.org/track-a-fishery/certified/north-east-atlantic/portugal-sardine-purse-seine/" target="_blank">MSC-Siegel für besonders nachhaltige Fischerei</a> ausgezeichnet.</p>
<p>Das Marine Stewardship Council (MSC) ist eine Non-Profit-Organisation, die eine Art Bio-Siegel für Fische vergibt. Wichtigste Kriterien: Keine Überfischung und so wenig Beifang wie möglich. Seit dem 19. Januar ist es nun offiziell, dass <strong>95% des portugiesischen Sardinenfischfangs </strong>nach dieser Maßgabe gewonnen wurde.</p>
<p>Das Geheimnis dafür liegt in der Art des Fangs, erklärte dazu Humberto Jorge von der Fischerorganisation ANOPCERCO in der Zeitung <a href="http://ecosfera.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1406311">Público.</a> Sardinen sind in Schwärmen unterwegs, so dass sie relativ gezielt geortet werden können.</p>
<p>Sobald ein Fischerboot einen Sardinenschwarm im Meer ausmacht, wird ein anderes, kleineres Begleitboot dazugenommen &#8211; es führt das Fangnetz an. Die anderen Fischerboote gruppieren sich dann um das Netz und kreisen so die Sardinen ein. Diese auf Deutsch &#8220;Ringwadenfischerei&#8221; genannte Form des Fangs hat viele Vorteile:  So ergibt sich während der recht langen Zeit, die für den Aufbau des Netzrings benötigt wird,  für viele Fische noch die <strong>Möglichkeit zur Flucht</strong>. Nicht alle Tiere des Schwarms werden also ausgerottet.</p>
<p>Zudem sind die Netze vor allem im unteren Bereich sehr engmaschig ausgelegt, was zum Beispiel <strong>Verletzungen der Kiemen</strong> entgegenwirkt. Und noch ein Vorteil: Da die Sardinen in Schwärmen unterwegs sind, gibt es nur ein geringes Risiko des Beifangs. Einziges Problem bilden hier die <strong>Delfine</strong>: Sie fressen die Sardinen fast ebenso gerne wie wir Menschen &#8211; und finden sich häufig in der Nähe der Sardinenschwärme.</p>
<p>Doch Humberto Jorge versichert im Público: &#8220;Sollte sich ein Delfin in der Nähe des Schwarms aufhalten, werfen die Fischer ihr Netz noch nicht aus.&#8221; Diese Praxis mag (hoffentlich) in Portugal gelten, weltweit ist sie nicht Usus. So <a href="http://www.wwf.de/interaktiv/verbrauchertipps/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte/sardine/">warnt die Umweltschutzorganisation WWF</a> ausdrücklich vor Verzehr von Sardinen aus dem Mittelmeer &#8211; unter anderem, weil hier sehr viel Delfine als Beifang qualvoll in den Fischernetzen verenden.</p>
<p>Der Griff zur portugiesischen Sardine, ob frisch oder in der Dose, lohnt sich also. Mit der MSC-Zertifizierung hofft sich der Verband ANAPCERCO, dass <strong>bewusste Verbraucher</strong> in ganz Europa verstärkt zu portugiesischen Sardinenprodukten greifen.</p>
<p>Eine Rechnung, die durchaus aufgehen könnte &#8211; setzt zum Beispiel doch auch Fischstäbchenhersteller iglo nur noch MSC-zertifizierte Fänge ein, um bei kritischen Verbrauchern nicht als gewissenloser Überfischer der Meere dazustehen.</p>
<p>Dabei ist die MSC-Zertifizierung gerade für die Hersteller von Dosenfisch nur der erste Schritt: Weitere Zertifizierungen für <strong>höhere Qualität</strong> müssten nun folgen, meint Humberto Jorge im Público. Denkbar ist zum Beispiel die Verwendung biologischer Produkte.</p>
<p>Bei den Sardinen ist Portugal fast ein <strong>Selbstversorger</strong>:  Mehr als zwei Drittel des täglichen Sardinenfangs werden frisch im Land verspeist. Der Rest wird in Dosen verarbeitet, die dann zu etwa 50 Prozent exportiert werden und auch in Deutschland in vielen Supermärkten erhältlich sind.</p>
<p>Es geht natürlich nichts über den Geschmack einer frisch gegrillten Sardine &#8211; doch auch in <strong>Dosen</strong> sind diese kleinen Fische nicht zu verachten. Feinschmecker raten übrigens dazu, die Dosen nach dem Kauf <strong>mindestens ein Jahr</strong> zu lagern: Dann hat das Olivenöl Gelegenheit, das Fischfleisch richtig zu durchziehen. <strong>Regelmäßiges Wenden</strong> der Dosen, wie bei einer guten Flasche Wein, wird ebenso empfohlen. Vorsicht ist geboten: Schließlich bergen sie das <strong>Aroma Portugals</strong> in sich. Guten Appetit!</p>
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		<title>Mysteriöses Krakensterben in Nordportugal: Können Tintenfische an Grippe erkranken?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 20:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Es war ein unheimliches Strandgut, das kurz nach Neujahr an die nordportugiesische Küste gespült wurde: An einem gerade einmal zwei Kilometer langen Strandabschnitt bei Vila Nova de Gaia türmten sich die Kadaver abertausender von Kraken. Selbst Wissenschaftler können nur spekulieren: Haben wir es hier mit einer &#8220;Krakengrippe&#8221; zu tun?

Die Anwohner am Strand von Vila [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Es war ein unheimliches Strandgut, das kurz nach Neujahr an die nordportugiesische Küste gespült wurde: An einem gerade einmal zwei Kilometer langen Strandabschnitt bei Vila Nova de Gaia türmten sich die Kadaver abertausender von Kraken. Selbst Wissenschaftler können nur spekulieren: Haben wir es hier mit einer &#8220;Krakengrippe&#8221; zu tun?</p>
<p><span id="more-562"></span></p>
<p>Die Anwohner am Strand von <strong>Vila Nova de Gaia</strong> sind einigen Kummer gewöhnt. Immer wieder spuckt das Meer hier, in der Nachbarstadt von Porto, menschliche Leichen an den Strand &#8211; viele von ihnen Selbstmörder, die von den hohen Brücken über den Douro in den Tod gesprungen sind.</p>
<p>Nun sorgt hier ein neues <strong>mysteriöses Strandgut</strong> für zahllose Spekulationen: Am 3. Januar 2010, das Jahr war ganz frisch, wurden an einem gerade einmal zwei Kilometer langen Strandabschnitt bei Vila Nova de Gaia unzählige <strong>tote Kraken </strong>aufgefunden &#8211; insgesamt waren es <strong>600 Kilogramm</strong>. Alte und junge Tiere, große und kleine &#8211; ausschließlich &#8220;<em>polvos</em>&#8221; waren es, die angespült wurden.</p>
<p>Die zuständigen Behörden, alarmiert von Strandgängern und Anwohnern, taten ihr bestes &#8211; und versuchten, mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr den Strand von den Kadavern zu säubern. Anwohner wurden dringend gewarnt, die toten Kraken zu verspeisen.  Denn die Ursachen, weshalb die Kraken sterben mussten, sind weiterhin unklar.</p>
<p style="text-align: center;"><em><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://rd3.videos.sapo.pt/play?file=http://rd3.videos.sapo.pt/NEdZ88sRahEMMWtfGTON/mov/1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="350" src="http://rd3.videos.sapo.pt/play?file=http://rd3.videos.sapo.pt/NEdZ88sRahEMMWtfGTON/mov/1" allowfullscreen="true"></embed></object></em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Bericht des Fernsehsenders SIC über den Fund der toten Kraken</em></p>
<p>Theorien gibt es dafür viele &#8211; und gerade die Kommentarspalten im Internet sorgen für immer neue Ansätze. Ist es eine <strong>Veränderung des Erdmagnetismus</strong>, der die Kraken in totale Verwirrung stürzte? Ist es ein <strong>Massenselbstmord </strong>der Tiere, wie man sie sonst eher aus Thrillern kennt?</p>
<p>Örtliche Fischer machen die <strong>starken Regenfälle</strong> im Dezember für die Todesfälle verantwortlich.  Der Dezember 2009 ist bereits als <strong>regenreichster Monat</strong> des Jahrhunderts in die portugiesische Klimageschichte eingegangen. Durch die hohen Mengen an Süßwasser, die so über den Douro ins Meer gespült wurden, sei die Salzkonzentration gesunken &#8211; und hätte zum Ableben der Tintenfische geführt.</p>
<h2><strong>Eine &#8220;wissenschaftliche Herausforderung&#8221;</strong></h2>
<p>Forscher bezweifeln diese These jedoch.  Schließlich gibt es viele Fischarten in der Küstenregion, die sehr viel sensibler auf Veränderungen des Salzgehalts reagieren. Warum dann ausgerechnet nur die Kraken?</p>
<p>Doch auch die studierten Meeresforscher sind nicht viel schlauer als die spekulierenden Laien. Nuno Oliveira vom Parque Biológico de Gaia <a title="Polvos mortos encontrados em Gaia são “desafio científico”" href="http://www.cienciahoje.pt/index.php?oid=38332" target="_blank">spricht im Onlinejournal &#8220;Ciência hoje&#8221;</a> vornehm von einer &#8220;<strong>wissenschaftlichen Herausforderung&#8221; &#8211; </strong>man habe es mit einem Phänomen zu tun, über das noch keinerlei wissenschaftliche Untersuchung vorliege.</p>
<p>Proben der toten Kraken sind mittlerweile an Labors in Lissabon, Porto und dem spanischen Vigo verschickt worden. Die ersten Ergebnisse dieser Untersuchungen blieben vage.</p>
<h2>Eine Krakengrippe?</h2>
<p>Viel spricht nach Meinung der meisten Wissenschaftler dafür, dass die Kraken an einem <strong>Virus</strong> oder einer mikrobakteriellen Erkrankung gestorben sind. Mike Weber, Direktor der Naturschutzstation Estação Litoral da Aguda (ELA) in Vila Nova de Gaia, spricht bereits ironisch von der &#8220;Krakengrippe&#8221;. Doch selbst wenn es ein Virus war: Warum nur hier, warum so konzentriert, und mit dieser Wucht? Nach Einschätzung von Mike Weber dürfte das rätselhafte Phänomen die <strong>gesamte Krakenpopulation </strong>vor Vila Nova de Gaia erst einmal ausgerottet zu haben.</p>
<p>So unheimlich, so &#8220;unnatürlich&#8221; erscheint der vielfache Tod der Kraken, dass selbst die sonst so seriösen Wissenschaftler Spaß am Spekulieren finden.</p>
<p>Im <a title="What Is Killing Portugal's Octopuses?" href="http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1951644,00.html" target="_blank">TIME-Magazin</a> erinnerte Mike Weber zum Beispiel an einen Fall aus dem Dezember des Jahres 2007, als die portugiesische Polizei ein Schiff mit gefrorenen Kraken konfiszierte, die wiederum <strong>9, 4 Tonnen Kokain</strong> umhüllten. &#8220;Es könnte sein, dass jemand die Tiere aufgetaut hat, das Kokain entnahm, und ihre Körper über Bord warf&#8221;, so die Vermutung von Weber in TIME.</p>
<p>Wie gesagt: Das ist Spekulation. Und eine <strong>biologisches Phänomen</strong> wie etwa eine Viruserkrankung bleibt die wahrscheinlichste Ursache für das Krakensterben von Vila Nova de Gaia. Das heißt aber auch: Ein Verzehr der toten Kraken ist unangebracht und kann sogar gesundheitsgefährdend sein.</p>
<p>Nicht alle Anwohner scheinen sich jedoch an diese Vorsichtsmaßnahme zu halten. Das Jornal de Notícias berichtet etwa von Menschen, die ihre heimischen Tiefkühltruhen <strong>kiloweise mit Kraken</strong> befüllten. Kein Wunder, zählen Gerichte mit &#8220;polvo&#8221; doch zu den festen Bestandteilen der portugiesischen Küche.</p>
<h2>Enormer Druck auf Ökosystem Küste</h2>
<p>Was auch immer zum Tod der Kraken geführt haben könnte: Der Vorfall zeigt, dass die Ökosysteme an Portugals Küste einem enormen Druck ausgesetzt sind. Einer breiten Öffentlichkeit wurde diese enorme Gefährdung vor einigen Jahren bewusst. Im Jahr 2002 brach vor der galizischen Küste der<strong> Öltanker &#8220;Prestige&#8221;</strong> auseinander und drohte, weite Teile der portugiesischen Küste in ein biologisches Nirwana zu verwandeln. Damals konnte die ganz große Katastrophe noch abgewendet werden &#8211; doch die Probleme der Meeresverschmutzung, durch Klimawandel und durch Überfischung sind bis heute akut.</p>
<p>Neben der Bedrohung durch Tankerhavarien kommt eine kontinuierliche <strong>Belastung des Wassers mit Schadstoffen</strong> hinzu. Erst vor ein paar Tagen schlug die Umweltschutzorganiation Quercus Alarm: Die Wasserqualität in den portugiesischen Flüssen sei so schlecht wie nie zuvor. Und der ganze Dreck aus den Flüssen wird dann ins Meer gespült.  Mit allen Folgen, die am Ende zu einem Massensterben ganzer Tierpopulationen führen können.</p>
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		<title>Natur, Kultur, Hotels: 10 Portugal-Ziele für 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 18:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Ein neues Jahr bricht an. Das bedeutet 365 neue Gelegenheiten, um Portugal zu entdecken.  Nutzen wir die Zeit: Hier sind 10 Ideen für Ziele in Portugal 2010. Unter anderem mit: Algarve, Lissabon, Porto, Azoren.

Wohin in Portugal im Jahr 2010? Auch in diesem Jahr gibt es wieder hervorragende Gelegenheiten, das Land im Südwesten Europas von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ein neues Jahr bricht an. Das bedeutet 365 neue Gelegenheiten, um Portugal zu entdecken.  Nutzen wir die Zeit: Hier sind <strong>10 Ideen</strong> für Ziele in Portugal 2010. Unter anderem mit: Algarve, Lissabon, Porto, Azoren.</p>
<p><span id="more-546"></span></p>
<p><strong>Wohin in Portugal im Jahr 2010? </strong>Auch in diesem Jahr gibt es wieder hervorragende Gelegenheiten, das Land im Südwesten Europas von oben bis unten zu erkunden.</p>
<p>Ein Trend aus den letzten Jahren dürfte sich im Tourismus weiter verstärken: <strong>Zurück zur Natur.</strong> Portugal bietet eine Vielzahl von gut erhaltenen natürlichen Refugien &#8211; und das nicht nur in den offiziell deklarierten Nationalparks. Oft nur wenige Kilometer von den Ballungszentren der Tourismusindustrie entfernt, tun sich dem aufmerksamen Reisenden einsame, grüne Welten auf.  Zudem gibt es eine Vielzahl höchst engagierter und phantasievoller Initiativen und Unternehmen, die sich im &#8220;sanften Tourismus&#8221; tummeln.</p>
<p>Zurück zur Natur, das geht auch zum Beispiel <strong>direkt an der Algarve</strong>:</p>
<p><strong>1. Via Algarviana, Algarve</strong></p>
<p>Dieses Projekt kann man nicht oft genug loben: Parallel zur Küstenlinie  schlängelt sich der<strong> Wanderweg Via Algarviana</strong> auf 14 Etappen durch das Hinterland der Algarve. Neben Passagen durch ruhige Korkwälder, über Hügel und entlang von klaren Bachläufen macht der Weg Station in kleinen Dörfern und Städtchen, in denen sich noch viel von der ursprünglichen Lebensweise der Menschen erfahren lässt.</p>
<p><a title="Via Algarviana" href="http://www.viaalgarviana.org/" target="_blank">Alle Infos zur Via Algarviana</a></p>
<p><a title="Die Algarve, wild und wanderbar (DIE ZEIT)" href="http://www.zeit.de/2009/48/Via-Algarviana" target="_blank">Und hier gibt es noch einen Beitrag aus DIE ZEIT zur Via Algarviana</a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ZJXDVo71iro&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ZJXDVo71iro&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>2. Der Himmel ist das Dach: Öko-Camping bei Odemira</strong></p>
<p>Ganz im Westen der Algarve, wo die Via Algarviana ihrem Endpunkt zustrebt, lässt sich ein<strong> Naturparadies ersten Ranges </strong>finden. Die gesamte Westküste der Algarve steht unter strengem Naturschutz. Eine faszinierende, karge und weite Küstenlandschaft.</p>
<p>Gerade in dieser Kante Portugals wird ernsthaft versucht, den Tourismus mit dem Naturschutz zu versöhnen. Dies versucht auch der <strong>Öko-Camping-Platz Zmar</strong> in der Nähe von Odemira.  Neben Zeltplätzen und Abstellmöglichkeiten für Wohnwagen und Wohnmobile bietet Zmar auch einige feste Chalets und Hütten für Familien, allesamt aus nachhaltig gewonnenem Holz errichtet. Sämtliche Einrichtungen des Resorts, wie etwa die großzügigen Schwimmbäder, werden nach <strong>ökologischen Richtlinien </strong>betrieben.</p>
<p><a title="Zmar Eco Camping Resort" href="http://www.zmar.eu/" target="_blank">Website des Eco-Camping Resorts Zmar</a></p>
<p><strong>3. Zurück zur Natur auf den Azoren</strong></p>
<p>Im September 2010 werden im Rahmen eines Wettbewerbs die <strong>7 schönsten Naturwunder Portugals</strong> gekürt. Da dürfte es schon einige feste Kandidaten auf den Sieg geben &#8211; zum Beispiel das Douro-Tal in Nordportugal. Schon der Ort, wo die Preisvergabe stattfinden wird, ist bereits preiswürdig: Die Azoren. Ursprüngliche Naturlandschaft, geprägt von rasch wechselnden Wetterformationen (und nicht nur Hochdruckgebieten!). Und trotz ihrer einsamen und abgeschlossenen Lage im Atlantik bietet die Inselgruppe der Azoren eine beeindruckende Artenvielfalt &#8211; passend zum <strong>Jahr der Biodiversität 2010</strong>.</p>
<p>Wer die Azoren auf ursprüngliche Weise erfahren möchte, sollte sich in eines der vielen kleinen Casas Açorianas einmieten:</p>
<p><a title="Casas Acorianas" href="http://www.casasacorianas.com/" target="_blank">Casas Açorianas  finden und buchen</a></p>
<p><strong>4. Die Metamorphose von Tróia</strong></p>
<p>&#8220;Zurück zur Natur&#8221; &#8211; das hat nicht nur Bedeutung für die Naturparadiese der Azoren oder in Portugals Hinterland. Ökotourismus &#8211; das wird gerade in den hochbelasteten Zonen <strong>rund um die Bettenburgen</strong> immer wichtiger und zum Qualitätsmerkmal. Nicht nur Palma de Mallorca erfindet sich derzeit neu als grünes Reiseziel &#8211; auch die in Portugal als Sommerpartystrand  etwas in Verruf geratene<strong> Halbinsel Tróia </strong>vor der Stadt Sétubal bemüht sich um ein neues Ökobewusstsein. Im letzten Jahr frisch wiedereröffnet, versucht das luxuriöse und teure Hotel Tróia Design Hotel mit avantgardistischem Stil und <strong>grünem Image</strong> zu punkten.  Wir werden abwarten müssen, wie ernst der Imagewandel gemeint ist (oder, der Kalauer sei erlaubt, nur ein troianisches Pferd dahinter steckt). Ganz abgesehen vom Hotel: Die Strände von Tróia und die wunderschöne Landschaft der Halbinsel sind definitiv eine  oder einen Ausflug von Lissabon aus wert.</p>
<p><a href="http://www.troiadesignhotel.com" target="_blank">Tróia Design Hotel Blue &amp; Green</a></p>
<p><strong>5. Wein im Alentejo</strong></p>
<p>Richtet man von Tróia aus den Blick in Richtung Osten, so hat man die Region des Alentejo fest im Blick. Lange Zeit nur für ihre Armut und Landflucht berühmt, sorgt das Alentejo mittlerweile auch für positivere Schlagzeilen.</p>
<p>Nicht nur im Tourismus konnte die große Region im Südosten Portugals <strong>Zuwächse </strong>vermelden &#8211; auch ihr Ruf als Heimat für die innovativsten Winzer der gesamten iberischen Halbinsel hat sich weiter gefestigt. Und wie man so hört, dürfte auch der <strong>Weinjahrgang 2009 </strong>ein ganz vorzüglicher werden &#8211; Zeit also für eine Probereise durch das Alentejo. Zum Beispiel entlang der &#8220;Rota dos Vinhos do Alentejo&#8221;.</p>
<p><a title="Alentejo Weinroute" href="http://www.viniportugal.pt/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=28&amp;Itemid=315" target="_blank">Weinroute durch das Alentejo</a></p>
<p><strong>6. Kunst statt Kommerz in Lissabon</strong></p>
<p>Natur mag die eine Antwort auf die Krisen des Jahres 2010 sein. Doch Landschaft ist nicht alles, es gibt ja immerhin noch die Hauptstadt Lissabon. Und wie geht man hier auf die Herausforderungen der Zeit ein? <strong>Kunst statt Kommerz</strong>, könnte die Devise lauten. Reihenweise werden die alten Bankgebäude in der Baixa zu Museen umgebaut. Definitiv eine Chance, wieder mehr Leben in die streckenweise etwas erkaltete Innenstadt Lissabons zu bringen.</p>
<p>Seit Frühling 2009 hat das <a title="MUDE Lisboa" href="http://www.mude.pt/" target="_blank">Design- und Modemuseum MUDE</a> in einem einstigen Gebäude der staatlichen Sparkasse Caixa Geral de Depositos Quartier bezogen. Nun hat die Stadt Lissabon der Bank für 21 Millionen Euro das Haus abgekauft und will das Museum schrittweise erweitern und modernisieren. Das Wort MUDE, eigentlich die Abkürzung für &#8220;Museu do Design e Moda, nimmt dann wieder seine eigentliche Bedeutung an: <strong>Verändere dich</strong>.</p>
<p>Und noch ein Bankhaus soll für die Kunst genutzt werden: In den ehemaligen Räumen der Banco Borges &amp; Irmão am Praca do Municipio wird wohl die <a title="Fundacao Serralves" href="http://www.serralves.pt/" target="_blank">Fundação Serralves</a> aus Porto eine Dependance ihrer Sammlung einrichten. Eine<strong> kecke künstlerische Entwicklungshilfe</strong> aus der ewig rivalisierenden Handelsstadt im Norden? Den Lissabonern soll&#8217;s recht sein &#8211; erweitert sich ihre Museumslandschaft um eine weitere Perle.</p>
<p><strong>7. Der Papst und die Republik auf dem Schlossplatz</strong></p>
<p>Und noch ein weiteres Großprojekt beschäftigt die Lissaboner: Am 5. Oktober 2010 soll der <strong>100. Geburtstag der portugiesischen Republik</strong> groß gefeiert werden. Einer der historisch wichtigsten Plätze in der Geschichte dieser Republik ist der &#8220;Terreiro do Paço&#8221; (Schlossplatz), oder offiziell: Praça do Comérçio direkt am Tejoufer.</p>
<p>In den letzten Jahren ist der riesige Platz in der öffentlichen Wahrnehmung etwas ins Abseits geraten. Alle Wiederbelebungsversuche blieben bislang erfolglos &#8211; sei es die Sperrung vom Autoverkehr an Sonntagen oder die Eröffnung einer Metrostation. Kommt im Jahr 2010 dann der große Wurf? Zum 5. Oktober 2010 soll der<strong> Terreiro do Paço in neuem Glanz</strong> erstrahlen, mit neuen Hotels, Geschäften und Restaurants. Ob das zeitlich klappt? Schon gibt es die ersten Streitigkeiten mit den künftigen Pächtern, doch das gehört wohl zum Spiel dazu.</p>
<p>Garantiert gut bevölkert dürfte der Platz schon am <strong>11. Mai 2010 </strong>sein. Für diesen Tag ist hier ein großer <strong>Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. </strong>vorgesehen, der dieses Jahr Portugal besuchen will. Weitere geplante Reiseziele von &#8220;Papa Bento&#8221; sind Fátima und Porto.</p>
<p>Dass der Terreiro do Paço ausgerechnet Austragungsort der Gedenkveranstaltungen für die in ihren Anfängen stark antiklerikale Republik und für ein religiöses Großereignis sein wird, dürfte kein Zufall sein &#8211; sondern eine weitere Spielart der politischen Auseinandersetzungen im  Portugal von heute.</p>
<p><a href="http://www.centenariorepublica.pt/" target="_blank">Informationen zum Centenário der Republik (portugiesisch)</a></p>
<p><a title="Papstbesuch Portugal 2010" href="http://www.agencia.ecclesia.pt/papaemportugal2010/" target="_blank">Informationen zum Papstbesuch 2010 in Portugal (portugiesisch)</a></p>
<p><strong>8. Neue historische Unterkünfte in Porto</strong></p>
<p>Wenn sich Lissabon weiter entwickelt, darf Porto natürlich nicht hinten an stehen. Nicht nur die Kulturszene, sondern auch die Unterkunftsmöglichkeiten in modernen Hotels hat sich in den letzten Jahren spürbar verbessert. Und immer mehr rückt auch hier die <strong>Verbindung zur Vergangenheit </strong>in den Blickpunkt. Unter den Hotel-Neueröffnungen des Jahres 2009 hat der Besucher die Wahl zwischen ganz groß und ganz klein:</p>
<p>So hat im barocken <strong>Palácio do Freixo</strong> die größte Pousada Portugals ihre Tore geöffnet. Die Lage im Osten der Stadt am Douro, ein spektakulärer Swimming Pool direkt am Flussufer, die großzügige Anlage &#8211; dies macht die neue Pousada zu einem interessanten Ziel für Portoreisende.</p>
<p>Im <strong>kleineren Maßstab</strong> arbeitet hingegen das &#8220;Guest House Douro&#8221;, mitten in der historischen Altstadt von Porto gelegen. Die 8 Zimmer des Hauses sind allesamt liebevoll renoviert und warten mit hohem Komfort auf.</p>
<p>In beiden Fällen muss der Besucher jedoch mit Preisen ab 130 Euro für das Doppelzimmer rechnen.</p>
<p><a title="Guest House Douro" href="http://guesthousedouro.com/" target="_blank">Guest House Douro</a></p>
<p><a title="Pousada Porto" href="http://www.pousadas.pt/historicalhotels/EN/pousadas/Portugal/Norte/PalaciodoFreixo/home/PalaciodoFreixoHOME.htm" target="_blank">Pousada Palácio do Freixo, Porto</a></p>
<p><strong>9. Eine ganze Museumslandschaft am Douro</strong></p>
<p>Im <strong>Dourotal </strong>treffen sich Natur und Kultur. Die Kulturlandschaft hier im Norden Portugals ist geprägt vom Weinbau. Eine Bahnfahrt entlang des Rio Douro ist ein eindrucksvolles Erlebnis. Mittlerweile wird auch das <strong>Kulturangebot</strong> im Dourotal weiter ausgebaut.  Motor für die Entwicklung soll das &#8220;<strong>Museu do Douro</strong>&#8221; mit Hauptsitz in Peso da Régua sein. Hier gibt es im Jahr 2010 auch die große Ausstellung &#8220;Rio Douro&#8221; zu sehen. Abgesehen vom Museumszentren gibt es weitere Zweigstellen des Museums, die sich an verschiedenen Standorten im Dourotal bestimmten Themen widmen, wie zum Beispiel der Gastronomie, der Eisenbahn oder dem Weinbau.</p>
<p><a href="http://www.museudodouro.pt/" target="_blank">Museu do Douro, Peso da Régua</a></p>
<p><strong>10.  Der Platz in der ersten Reihe</strong></p>
<p>Wenn es um einen Ausblick auf das Jahr 2010 geht, darf gerade für Portugal ein Termin nicht fehlen: Der <strong>15. Juni 2010</strong>. An diesem Tag beginnt das erste Gruppenspiel von Portugal bei der <strong>Fußball-Weltmeisterschaft 2010</strong> in Südafrika (gegen die Elfenbeinküste). Mit Mühe und Not hat sich die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft in das Weltturnier hineingezittert. So darf nun gewiss sein, dass das ganze Land gebannt dem Schicksal der &#8220;Selecção&#8221; folgen wird. <strong>Der beste Ort</strong>, um die Spiele zu verfolgen: Eine Bar oder Pastelaria um die Ecke, die kleine Bühne für die ganz großen Emotionen.</p>
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		<title>Zerbrechliche Schönheit: Zwei außergewöhnliche Fotoserien zeigen ein Portugal zwischen den Zeiten</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 12:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gastão Brito e Silva]]></category>
		<category><![CDATA[landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mel Sewell]]></category>
		<category><![CDATA[quercus]]></category>
		<category><![CDATA[Ruinen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	So klein Portugal auch sein mag: Für Fotografen bietet das Land immer wieder neue, interessante Perspektiven. Zwei neue Fotoserien, beide auch online zu besichtigen, werfen ganz unterschiedliche Blicke auf Portugal: Während der Brite Mel Sewell ein beeindruckendes Portfolio aus zwölf Jahren Reisetätigkeit durch Portugal vorstellt, hat sich sein portugiesischer Kollege Gastão Brito e Silva [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	So klein Portugal auch sein mag: Für Fotografen bietet das Land immer wieder neue, interessante Perspektiven. Zwei neue Fotoserien, beide auch online zu besichtigen, werfen ganz unterschiedliche Blicke auf Portugal: Während der Brite Mel Sewell ein beeindruckendes Portfolio aus zwölf Jahren Reisetätigkeit durch Portugal vorstellt, hat sich sein portugiesischer Kollege Gastão Brito e Silva in der Serie Ruin&#8217;Arte auf ein Motiv konzentriert: Ruinen. Beide Fotoserien vereint der Blick auf ein Portugal im Wandel der Zeit. <span id="more-528"></span></p>
<p>Mit Wucht wurde Portugal in den vergangenen Jahrzehnten in die Zukunft geschleudert &#8211; und vor lauter Veränderung scheint das Land bis heute nicht mehr ganz zu wissen, wo es steht. Irgendwo zwischen den ultramodernen Shoppingmalls und Bürohochhäusern Lissabons und verfallenden Bauernhäusern im Alentejo scheint sich der Strom der Zeit noch einen Weg zu suchen. Kann  hier die Fotografie helfen, die Veränderungen zu dokumentieren? <strong>Ist es möglich, in den Millisekunden, die ein Bild einfängt, den Lauf der Dinge darzustellen? </strong>Ja, es geht. Es kommt nur auf die Aussage an. Zwei neue Fotoserien, die sich beide online studieren lassen, fangen den Lauf der Dinge ganz unterschiedlich ein &#8211; und zeigen ein Portugal im Wandel.</p>
<p>Und suchen sich zum Beispiel Botschafter für den Wandel der Zeit: Ruinen. So tut es der Fotograf Gastão Brito e Silva in seiner Sammlung &#8220;Ruin&#8217;Arte&#8221; ,<a title="Ruin'Arte" href="http://galerias.escritacomluz.com/gaston/album18" target="_blank">die hier online zu besichtigen ist</a>.</p>
<p>Zwei <strong>Momentaufnahmen</strong> aus dieser Serie:</p>
<p>Ein <a href="http://galerias.escritacomluz.com/gaston/album18/aab" target="_blank">herrschaftliches Haus, fotografiert vom Fuße eines Hügels aus</a>. Hier, von unten, scheinen die Wände des Gebäudes noch kraftvoll in die Höhe zu streben. Die Perspektive führt nach oben, in Richtung des grauen, wolkendurchwebten Himmels. Wäre dies ein Farbfoto, so müsste der Himmel wahrscheinlich strahlend blau scheinen. Farbe gibt es in diesem Bild aber nur an einer Stelle: Die Sonne strahlt auf die offenen, sandfarbenen Mauern, an denen der blätternde Putz nur noch spärlich die Mauersteine verbergen kann. Fensterscheiben gibt es in diesem Haus nicht mehr: Dort, wo einst Menschen aus dem Haus nach draußen geschaut haben, geben die verbliebenen Höhlen nur noch den Blick auf den grauen Himmel frei. Das Dach ist weggebrochen: Eine Ruine, die sich in ihre eigene Zeit geflüchtet hat.</p>
<p><a href="http://galerias.escritacomluz.com/gaston/album18/aak" target="_blank">Ein anderes Bild:</a> Kein stolzes Haus, sondern eine Baracke. Dieser Kasten war schon in seinem intakten Zustand kein Schmuckstück: Und jetzt ist er zur Ruine geworden. Mauern ohne Fenster, nur zwei große, weit aufgerissene Türeingänge, aus die sich ein Strom aus Steinen ergießt. Draußen, ein paar Meter vor der Bude, liegt ein alter, kaputter Fernseher. Auch hier alles Grau in Grau. Nur eine Sache strahlt farbig, türkisblau wie das Meer: Die Graffiti-Zeichen an der Hauswand: Unverständlich in ihrer Aussage, aber mit Zeichen von Leben.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-539  aligncenter" title="2009-10-26-image001" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/2009-10-26-image001.jpg" alt="2009-10-26-image001" width="499" height="265" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Ruinensammlung: Die <a href="http://galerias.escritacomluz.com/gaston/album18" target="_blank">Website zu Ruin&#8217;Arte</a></em></p>
<p><strong>Zwei Mal Ruinen, zwei Mal ein Stück Portugal.</strong> Zwei Motive aus der Serie &#8220;Ruin&#8217;Arte&#8221;. Ob bei Spaziergängen durch Lissabon oder bei Reisen durch Portugal: Immer wieder traf Gastão Brito e Silva auf Ruinen &#8211; Fabriken, Wohnhäuser, Schlösser, Baracken, Türme. Und so griff der ausgebildete Fotograf zur Kamera, versuchte die eigenständige Ausstrahlung jeden einzelnes Gebäude einzufangen. Seine Aufnahmen sind immer in Schwarz-Weiß gehalten &#8211; und wurden zudem digital mit raffinierten Farbeffekten angereichert. Das Ergebnis sind Bilder, die den Ruinen zum einen Würde geben &#8211; und sie als vergessene Botschafter einer alter Zeiten darstellen.</p>
<h2>Ruinen als Sehnsuchtsort?</h2>
<p>An dieser Stelle könnte man so einige Klischees weiterspinnen: Und sich Gedanken hingeben über das portugiesische Verhältnis zu Vergangenheit und Vergänglichkeit, zu Sehnsucht und Saudade. Ähnlich wie die deutschen Romantiker Ruinen als Botschafter eines &#8220;natürlichen Mittelalters&#8221; glorifizierten, gibt es auch in der portugiesischen Kultur immer wieder besondere Ansichten über die Symbolik der verfallenden Bauten. Man denke nur verfallenden Bauten. Ein typisches Beispiel findet sich in jedem Lissabon-Reiseführer: Dort, mitten in der Stadt, stehen die Überreste der beim großen  Erdbeben 1755 zusammengestürzten Karmeliter-Kirche (Igreja do Carmo). Niemals wurde dieses gotische Schmuckstück wieder aufgebaut, die übrig gebliebenen Bögen stehen bis heute als Mahnmal für die Wucht und Gewalt der damaligen Naturkatastrophe.</p>
<p>Andererseits: Zu viel Verklärung sollte man den Ruinen auch nicht beimessen &#8211; und das ist sicherlich auch nicht in Gastão de Brito e Silvas Absicht. Immerhin erlaubte er den Machern des Blogs <a title="Lisboa SOS" href="http://lisboasos.blogspot.com/2009/06/ruinarte_78.html" target="_blank">&#8220;S.O.S. Lisboa&#8221; die Veröffentlichung seiner Werke </a>- und dieser Blog kämpft engagiert für die <strong>Wiederherstellung der verfallenden Altbauten</strong> in Lissabon. Gerade in Portugals Hauptstadt hat der Verfall von Gebäuden beängstigende Ausmaße angenommen. Von Romantik keine Spur: Vielmehr sind die so stadtbildprägenden Bauten Plünderern und Immobilienspekulanten ausgesetzt. Es wäre schön, wenn die Ruinen wieder zurück ins Leben kommen, aus ihrer Zwischenzeit befreit werden.</p>
<p>Wer Portugiesisch spricht, kann auch mehr über das Projekt Ruin&#8217;Arte in einem Video von Expresso.TV erfahren: <a title="Ruin'Arte bei Expresso.TV" href="http://aeiou.expresso.pt/ruinarte" target="_blank">Um retrato de Portugal em ruínas</a>.</p>
<h2>74 Aufnahmen, digital und analog</h2>
<p>Wie steht es mit dem Wandel der Zeit in den Fotografien? Die Ruinen sind eine Möglichkeit, den Gang der Dinge zu illustrieren. Oder man macht es wie<strong> Mel Sewell</strong> aus England &#8211; und fügt 74 Aufnahmen aus den letzten zwölf Jahren zu einer Sammlung zusammen. <strong>Portugal Through My Eyes</strong>, heißt dieses fotografische Meisterwerk. Es ist ein persönlicher Blick auf Portugal: Gebäude sind hier zu finden, Naturmotive, Technik, sehr selten Menschen. Das Buch ist in zwei große Kapitel unterteilt: Eines zeigt die neueren Aufnahmen mit Digitalkamera, andere die analogen Filmbilder. Und so chronologisch, wie die Bilder sortiert sind, so einen interessanten Blick auf den Wandel der Zeit wirft das Buch. Kurz hinter den Spiegelfassaden eines modernen Bürogebäudes folgt ein wunderbar altmodisches Treppenhaus im Art-Deco-Stil.</p>
<p>Kurz nach dem Bild der modernen Ponte Vasco da Gama folgen Impressionen der alten Speicherhäuschen aus dem Minho. <strong>Alt und neu</strong>, sie stehen nebeneinander, und dazwischen immer: Die scheinbar zeitlose Natur. Küsten und Wälder, Wasser und Erde: Bei den grandiosen Naturaufnahmen läuft &#8220;Portugal Through My Eyes&#8221; zu absoluter Größe auf. Aber auch hier, im Unvergänglichen die Zeichen der Zeit: Der zerbrechende Zaun am Strand. Die toten Baumstämme.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-540  aligncenter" title="2009-10-26-image002" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/2009-10-26-image002.jpg" alt="2009-10-26-image002" width="290" height="242" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://www.blurb.com/bookstore/detail/725665" target="_blank">Mit kompletter Vorschau: Portugal Through My Eyes bei Blurb</a></em></p>
<p>Portugal Through My Eyes ist ein opulentes Werk: Nahezu in Postergröße, auf 160 Seiten edelsten Papiers, <strong>limitiert auf 500 Exem</strong>plare &#8211; und zum Liebhaberpreis von 161 Euro bei<a title="Portugal Through My Eyes bei Blurb" href="http://www.blurb.com/bookstore/detail/725665" target="_blank"> Blurb erhältlich</a>. Dankenswerterweise hat Mel Sewell seine Bilder allen Portugalfreunden dieser Welt kostenlos online zur Verfügung gestellt: Beim Händler Blurb lässt sich das komplette Buch<a href="http://www.blurb.com/books/725665" target="_blank"> online durchblättern</a>, und auch in seinem <a title="Mel's Black and White Portfolio" href="http://www.melsbwportfolio.blogspot.com/" target="_blank">Blog Mel&#8217;s Black and White Portfolio </a>sind viele der Aufnahmen einsehbar. Es ist ein Genuss, sich diese Bilder anzuschauen. Und es ist, genau wie Gastão Brito e Silvas Ruinen-Serie, eine gute Gelegenheit, über den Gang der Zeit nachzudenken.</p>
<p>Wer Mel Sewells Fotobuch erwirbt, kann immerhin einen Beitrag dazu leisten, dass viele der Schönheiten Portugals erhalten bleiben &#8211; ein Teil des Erlöses geht an die Umweltschutzorganisation Quercus, eine der wenigen Stimmen Portugals für den Schutz der Natur.</p>
<p><em>Das Titelbild seines Bildbands (es zeigt das Boca do Inferno) bietet Mel Sewell für begrenzte Zeit als Poster an. Die Auflage der Drucke ist auf 100 limitiert, ein Poster kostet 50 britische Pfund (zur Zeit entspricht dies ca. 55 Euro). Alle Infos zu Bestellung und Druck hier:</em> <a href="http://melsbwportfolio.blogspot.com/2009/10/portugal-through-my-eyes-special.html">http://melsbwportfolio.blogspot.com/2009/10/portugal-through-my-eyes-special.html</a></p>
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		<title>Im Auf und Ab der Strömung: Wird Portugal Weltmeister der Wellenenergie?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 18:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Agucadoura]]></category>
		<category><![CDATA[energie]]></category>
		<category><![CDATA[Pelamis]]></category>
		<category><![CDATA[Peniche]]></category>
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		<category><![CDATA[Wellenenergie]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Nicht nur Surfer schätzen den hohen Wellengang an Portugals 1.793 Kilometer langer Atlantikküste. Die Kraft der Wellen könnte auch für die Erzeugung von Strom genutzt werden. Erste Pilotprojekte sind bereits am Start. Doch es zeigt sich: Nicht nur die Technik hat so ihre Tücken &#8211; auch die Finanzierung bereitet Probleme. Verspielt Portugal seinen so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Nicht nur Surfer schätzen den hohen Wellengang an Portugals 1.793 Kilometer langer Atlantikküste. Die Kraft der Wellen könnte auch für die Erzeugung von Strom genutzt werden. Erste Pilotprojekte sind bereits am Start. Doch es zeigt sich: Nicht nur die Technik hat so ihre Tücken &#8211; auch die Finanzierung bereitet Probleme. Verspielt Portugal seinen so sicher geglaubten Vorsprung in der Wellenenergie?</p>
<p><span id="more-520"></span></p>
<p><a href="http://www.blogactionday.org/"><img title="bad-180-150" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/bad-180-150.jpg" alt="" width="180" height="150" align="left" /></a></p>
<p>Sonne, Wasser, Wind: Als sonnennreiches und küstennahes Land besitzt Portugal ideale Voraussetzungen zur <strong>Nutzung erneuerbarer Energien.</strong> Und auch wenn der Aufbruch in die &#8220;grüne Zukunft&#8221; zunächst recht zaghaft begann, so sind die Ziele mittlerweile umso ambitionierter: Der nationale Energiebedarf soll &#8211; geht es nach dem Willen der bisherigen Regierung &#8211; im Jahr 2020 zu <strong>60 Prozent</strong> von den &#8220;Regenerativen&#8221; gedeckt werden. Sicher ein gutes Ziel, um die bislang <a title="Klimabilanz von Portugal 5 Prozent über Zielen" href="http://www.cumprirquioto.pt/Home.action" target="_blank">wenig schmeichelhafte Klimabilanz Portugals</a> etwas zu verbessern. Und auch ein Ziel aus <strong>strategischem Interesse </strong>heraus &#8211; muss Portugal doch heute noch knapp die Hälfte seines Stroms vom Nachbarland Spanien importieren.</p>
<p>Entscheidend für den Erfolg der großen energiepolitischen Ziele wird sein, einen <strong>breitgefächerten Mix </strong>verschiedener Energiequellen zu erreichen &#8211; damit zum Beispiel Ausfälle der Windenergie bei Flauten kompensiert werden können. Und hier kommt eine <strong>neue Form der Energiegewinnung</strong> ins Spiel, der weltweit gerade in Küstenregionen sehr viel zugetraut wird: Der <strong>Wellenenergie</strong>.</p>
<h2>335 Kilometer Küste geeignet</h2>
<p>Portugals  Ausgangsposition für die Erzeugung von Strom aus Wellen ist hervorragend. Nach Berechnungen des portugiesischen <a title="wavec" href="http://www.wavec.org" target="_blank">Wave Energy Centers (WAVEC)</a> würden sich Küstenabschnitte mit einer Gesamtlänge von <strong>335 Kilometern </strong>für die Nutzung von Wellenenergie eignen &#8211; vor allem in Regionen zwischen Porto und Lissabon, aber auch an der Alentejo-Küste. Und auch <strong>technologisches Know-how</strong> ist im Land vorhanden: Bereits seit 1978 arbeitet die Technische Universität von Lissabon intensiv an der Erforschung der Wellenenergie. Mit der Gründung von WAVEC im Jahr 2003 sind diese Bemühungen noch einmal professionalisiert worden.</p>
<p>Nach Berechnungen des <a title="World Energy Council" href="http://www.worldenergy.org" target="_blank">World Energy Council </a>in London könnte die Wellenenergie an küstennahen Standorten bis zu 40 Prozent des Strombedarfs decken. Bei derart <strong>positiven Aussichten</strong> ist es dann schon wieder verwunderlich, warum die Wellenenergie bislang selbst im Kreise der erneuerbaren Energien ein <strong>Nischendasein </strong>fristet.</p>
<p>Der Grund dafür liegt vor allem in der immer noch<strong> nicht ausgereiften Technik</strong> zur Energiegewinnung. Kein einziges Wellenkraftwerk weltweit ist wirklich aus dem Status eines Prototypen herausgewachsen. <a title="Wellenkraftwerke erklärt " href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenkraftwerk" target="_blank">Verschiedene Systeme</a> &#8211; von der pneumatischen Kammer bis zu hydraulische Prinzipien &#8211; konkurrieren miteinander. Die meisten Entwickler setzen auf <strong>Offshore-Kraftwerke</strong> einige hundert Meter vor der Küste, andere auf Küstenbauwerke.</p>
<h2>Die Seeschlange vor Agucadoura</h2>
<p>So wurde bislang eher an der Wellenergie getüftelt als echtes Geld verdient. Dementsprechend stolz war man in Portugal, als man vor wenigen Jahren dann die Errichtung des weltweit ersten, <strong>kommerziell betriebenen Wellenkraftwerks </strong>bekanntgab. Eine private Investorengruppe aus Portugal, England und Australien erklärte sich bereit, vor der Küste von Agucadoura ein Wellenkraftwerk mit hydraulischer Funktionsweise in Betrieb zu nehmen. Und tatsächlich: Mit viel Show und Aufmerksamkeit, begleitet von der portugiesischen Marine, wurden die <strong>ersten Module des Pelamis-Wellenkraftwerks von Agucadoura</strong> in Betrieb genommen.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/7k5r89IseEM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/7k5r89IseEM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
Die langgezogenen, schwimmenden <strong>Pelamis-Module </strong>der gleichnamigen Firma aus dem schottischen Edinburgh nutzen die Wellenenergie auf raffinierte Weise. Die 150 Meter langen &#8220;Seeschlangen&#8221; bestehen aus einzelnen Gliedern. Durch den Gang der Wellen verschiebt sich die Position der Glieder zueinander. Dank <strong>hydraulischer Sperren</strong> werden spezielle Flüssigkeiten innerhalb der Pelamis-Module unter Hochdruck gesetzt, was wiederum zur Erzeugung von Strom genutzt werden kann.</p>
<p>Doch das Glück vor Nordportugal währte nicht lange. <strong>Technische Probleme </strong>mit den Pelamis-Modulen erforderten Reparaturarbeiten- die Module wurden wieder in den sicheren Hafen von Leixoes zurückgezogen. Viel schlimmer war jedoch ein Orkan abseits der Weltmeere, die Pelamis voererst ins Kentern brachte: Die weltweite Finanzkrise.</p>
<p>Der größte Investor im Betreiberkonsortium für das Pelamiskraftwerk, eine australische Bank, stieg Hals über Kopf aus dem Projekt aus. <strong>Liquiditätsengpässe</strong>.    Von den ursprünglich erwarteten vier Monaten Zwangspause für Pelamis aufgrund der technischen Schwierigkeiten mit dem Projekt ist heute keine Rede mehr. Man kann schon froh sein, dass es mit Pelamis überhaupt weitergeht. Mittlerweile sieht es so aus, dass der portugiesische Energiekonzern EDP für die ausfallenden Anteilseigner in die Bresche springt. Doch bis alle wirtschaftlichen Fragen geklärt sind, werden noch viele Wellen im Atlantik ungenutzt rauschen: Das <a title="Artikel in JN: Pelamis wird 2011 wieder Energie erzeugen" href="http://jn.sapo.pt/PaginaInicial/Economia/Interior.aspx?content_id=1369467" target="_blank">Comeback von Pelamis ist nun für 2011 angepeilt</a>.</p>
<p>Pelamis zeigt, dass es bis zur wirklichen technologischen und <strong>kommerziellen Serienreife </strong>der Wellenenergie ein weiter Weg ist. Und dass die Investments in diese Form der Energie noch alles andere als sicher sind. Andererseits: Portugal verfügt über beste Ausgangsbedingungen, um bei der weiteren Entwicklung der Wellenenergie weiterhin mit dabei zu sein. Neben Pelamis sind noch mehrere andere <strong>Pilotprojekte </strong>zur Wellenenergie an der portugiesischen Küste im Einsatz oder sind geplant. 150 Kilometer nördlich von Lissabon hat die Regierung sogar einen ganzen Küstenstreifen als Erprobungsgebiet deklariert, mit sehr einfacher Anbindung der schwimmenden Wellenkraftwerke an das nationale Stromnetz.<br />
Doch trotz aller Schwierigkeiten: Portugal macht weiter Fortschritte in Sachen Wellenenergie. Diese Anbindung ans Netz, zusammen mit einer garantierten Einspeisevergütung für den aus Wellenkraft erzeugten Strom, ist auch einer der Hauptvorteile Portugals.</p>
<p>So sagt auch Ken Street von der britischen Wellenenergiefirma Orecon, dass der &#8220;portugiesiche Wellenmarkt mit Abstand der beste in Europa&#8221; sei: &#8220;Dort gibt es ein <strong>exzellentes Vorkommen von Wellen</strong> und die lange, schmale Form des Landes ermöglicht eine einfache Anbindung an das Netz und Verteilung des Stroms.&#8221;</p>
<p>Orecon wird im Jahr 2011 vor Peniche zumindest mit der portugiesischen Gesellschaft Eneólica in Betrieb nehmen. Dann geht das Rennen um die besten Ausgangsbedingungen für die Wellenenergie der Zukunft in die nächste Runde &#8211; bis dahin gehören die Wellen erst einmal wieder alleine den Surfern.</p>
<p><em>Heute, am 15. Oktober 2009, ist <a title="Blog Action Day 09" href="http://www.blogactionday.org/" target="_blank">Blog Action Day</a>. Blogs aus der ganzen Welt beleuchten aus ihrer Perspektive verschiedene Themen rund um den globalen Klimawandel. portugalmania macht mit &#8211; und zeigt eine CO2-freie Zukunftsenergie, die in Portugal besonders gute Chancen hat&#8230;</em></p>
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		<title>Die Bibliothek der Unruhe: In Lissabon treffen Borges und Pessoa endlich zusammen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 16:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Douro]]></category>
		<category><![CDATA[Lissabon]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Arco do Cego]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Warum führen die Lissaboner Stadtspaziergänge von Literatur-Nobelpreisträger José Saramago neuerdings in den eher unspektakulär daherkommenden Park &#8220;Arco do Cego&#8221;, mitten im Banken- und Geschäftsviertel der Avenidas Novas gelegen? Eine neue Statue zu Ehren des argentinischen Schriftstellers Jorge Luís Borges ist es, die das Interesse Saramagos weckt. Hier, auf dem Gelände eines ehemaligen Busbahnhofs, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Warum führen die Lissaboner Stadtspaziergänge von Literatur-Nobelpreisträger <strong>José Saramago</strong> neuerdings in den eher unspektakulär daherkommenden Park &#8220;Arco do Cego&#8221;, mitten im Banken- und Geschäftsviertel der Avenidas Novas gelegen? Eine <strong>neue Statue</strong> zu Ehren des argentinischen Schriftstellers<strong> Jorge Luís Borges</strong> ist es, die das Interesse Saramagos weckt. Hier, auf dem Gelände eines ehemaligen Busbahnhofs, kann den realen und virtuellen Spuren Portugals im Werk von Borges nachgespürt werden.</p>
<p><span id="more-506"></span></p>
<p>Eine<strong> Wolke</strong> als Sinnbild für grenzenlos umherschweifende Phantasie. Eine <strong>Hand </strong>als Zeichen für die Schaffenskraft des Künstlers. Mit <a title="Bild des Denkmals " href="http://anossalisboa.cm-lisboa.pt/index.php?id=1885&amp;tx_ttnews[tt_news]=2269" target="_blank">diesen zwei Symbolen</a> fängt der aus Buenos Aires stammende und heute in Italien lebende Bildhauer <a href="http://www.federicobrook.com" target="_blank">Federico Brook</a> das Lebenswerk des argentinischen Schriftstellers <strong>Jorge Luís Borges</strong> in Granit und Marmor ein.</p>
<p>So <strong>geheimnisvoll und vieldeutig </strong>wie die literarischen Arbeiten von Borges kommt die Statue daher, die Anfang Dezember im <a title="Jardim Arco do Cego, Lissabon" href="http://jardinsdigitais.cm-lisboa.pt/index.php?id=1158" target="_blank">Lissaboner Park &#8220;Arco do Cego&#8221;</a> offiziell enthüllt wurde &#8211; und etwas <strong>verloren</strong> steht dieses Denkmal auf der großen, mit Palmen umsäumten Grünfläche, die noch vor <strong>wenigen Jahren ein Busbahnhof</strong> gewesen war.</p>
<p><code><br />
<iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;sll=38.735967,-9.142138&amp;sspn=0.003055,0.006974&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;g=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;ll=38.744645,-9.137878&amp;spn=0.001527,0.003487&amp;z=14&amp;iwloc=addr&amp;output=embed&amp;s=AARTsJqhvR3KjVEoCKMjT0kG2M2kZC7gLw"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;sll=38.735967,-9.142138&amp;sspn=0.003055,0.006974&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;g=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;ll=38.744645,-9.137878&amp;spn=0.001527,0.003487&amp;z=14&amp;iwloc=addr&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Größere Kartenansicht</a></small></code></p>
<p>Doch vielleicht ist gerade dieser noch unbestimmte, irreale Raum des Transits die richtige Heimat für eine Statue von Borges in Lissabon. <strong>Viele Verbindungen</strong>, künstlerisch und biographisch, weisen von Jorge Luís Borges nach <strong>Portugal</strong>. Und vom Terminal in Arco do Cego aus fuhren noch vor wenigen Jahren die Busse auch in den Norden Portugals. Der Region, aus der die Familie Borges entstammt.</p>
<h2>Großmeister der phantastischen Literatur &#8211; mit portugiesischer Herkunft</h2>
<p><a title="Wikipedia über Borges" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Luis_Borges" target="_blank">Jorge Luís Borges (1899-1986)</a>, gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Borges etablierte einen neuen Typ <strong>phantastischer, &#8220;virtueller Literatur&#8221;</strong>, die auch heute auf einen stetig wachsenden Freundeskreis bauen kann.</p>
<p>Die <strong>Spuren der Familie</strong> von Borges führen in das nordportugiesische Örtchen <a title="Torre de Moncorvo" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Torre_de_Moncorvo" target="_blank">Torre de Moncorvo am Fluss Douro</a>, von wo aus der Urgroßvater des Dichters vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts nach Argentinien emigierte.</p>
<p>Über das Leben der Familie Borges in Nordportugal ist wenig bekannt. Auch dem gut 100 Jahre nach der Emigration nach Argentinien geborenen Jorge Luís Borges blieb die <strong>Familiengeschichte ein Rätsel</strong>, wie er selbst in dem Gedicht &#8220;<strong>Los Borges</strong>&#8221; schreibt:</p>
<blockquote><p>Nichts oder wenig weiß ich von meinen portugiesischen<br />
Ahnen, den Borges: Unbestimmte Menschen,<br />
die in meinem Fleisch fortbestehen, unklar,<br />
ihre Gewohnheiten, ihre Haltungen und Ängste.</p></blockquote>
<p><a title="Los Borges" href="http://www.poema-de-amor.com.ar/mostrar-poema.php?poema=3390" target="_blank"><em>Zum vollständigen Gedicht auf Spanisch</em></a></p>
<h2>Saudade im Blut</h2>
<p>So sehr sich die Familiengeschichte im Dunkeln verliert, so sehr war Borges doch davon überzeugt, von seiner portugiesischen Herkunft geprägt worden zu sein. Vor allem das <strong>so typisch portugiesische Gefühl der &#8220;Saudade&#8221;</strong> beschäftigte ihn, ja, bestimmte sogar einen Teil seines Schaffens &#8211; so berichtete es zumindest <strong>Maria Kodama</strong>, die Witwe von Borges, die neben Literatur-Nobelpreisträger José Saramago bei der Enthüllung der Borges-Statue Anfang Dezember in Lissabon als Ehrengast anwesend war.</p>
<p>Mit dieser Würdigung in Stein kommt Jorge Luís Borges in der Stadt an, die auch das Spielfeld seines großen und doch unbekannten <strong>Freundes Fernando Pessoa</strong> war. Obwohl sich die beiden Künstler nie kennengelernt haben (Fernando Pessoa dürfte noch nicht einmal etwas von Borges gewusst haben), so ähneln sich auf verblüffende Weise <strong>grundlegende Linien in ihren Werken</strong>.</p>
<h2>Pessoa und Borges: Zwei Geistesverwandte</h2>
<p>Die Saudade, die wehmütige Lust an der Sehnsucht. Die <strong>Auflösung des Autors</strong> in verschiedene Persönlichkeiten. Das Misstrauen gegen die nur scheinbar reale Welt, gegen das ach so Dingliche. <strong>Ähnlichkeiten, Kreuzungen</strong>, die nicht unentdeckt blieben &#8211; in der <strong>Forschung</strong>, die bereits mehrere Disserationen dem Thema widmete, aber auch bei den <a title="Literaturlandkarte Borges" href="http://www.literaturlandkarte.de/fernando+pessoa.html" target="_blank">Lesern</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-508" title="pessoa-borges" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/pessoa-borges.jpg" alt="" width="500" height="156" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Wer Pessoa kauft, der mag auch Borges (und Hesse): Screenshot von <a href="http://www.amazon.de" target="_blank">Amazon.de</a></em></p>
<p>Borges muss sein &#8220;Heteronym&#8221; Fernando Pessoa <strong>erst spät en</strong><strong>tdeckt haben</strong>.  Noch 1968 reagierte Borges <a title="Art &amp; Culture über Pessoa" href="http://www.artandculture.com/cgi-bin/WebObjects/ACLive.woa/wa/artist?id=1404" target="_blank">nach Angaben des  Portals art &amp; culture</a> auf die Frage nach Fernando Pessoa mit der Antwort: &#8220;<strong>Who is he?</strong>&#8221; &#8211; wer ist er? (Eine Antwort, die man freilich auch angesichts der vielen Persönlichkeiten von Pessoa auch als subtile Anspielung auf die <strong>Unbestimmbarkeit Pessoas</strong> interpretieren könnte). Aber auch in der in den 40er Jahren von Borges zusammengestellten &#8220;<a title="Bibliothek von Babel" href="http://www.bibliothekvonbabel.de/" target="_blank">Bibliothek von Babel</a>&#8220;, die 30 Meisterwerke der phantastischen Literatur versammelte, fand kein Werk Pessoas seinen Platz. Hätte Borges Pessoa damals schon gekannt, wäre dies sicherlich anders gewesen.</p>
<h2>Lass mich dein Freund sein!</h2>
<p>Doch Jahre später war alles anders. Pessoa war im <strong>Universum Borges</strong> angekommen. Am 2. Januar 1985 schrieb Jorge Luís Borges sogar einen Brief an Fernando Pessoa:</p>
<blockquote><p>Du hast für dich geschrieben, nicht für den Ruhm&#8230; lass mich dein Freund sein!!! (Quelle: <a title="Carta a Fernando Pessoa" href="http://www.pessoa.art.br/?p=551" target="_blank">pessoa.art.br</a>)</p></blockquote>
<p>Nun treffen sich die beiden unbekannten und doch vertrauten Freunde in <strong>Lissabon </strong>- der Stadt, ohne die das Werk Fernando Pessoas nicht denkbar wäre. <strong></strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-509" title="Pessoa in Lissabon" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/496784954_2a8515ea1b_m.jpg" alt="" width="240" height="172" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Begegnung mit Fernando Pessoa in Lissabon. Nun ist auch Borges in der Stadt angekommen&#8230;<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/496784954/" target="_blank">Foto: Graffiti Land auf Flickr</a></em> (Creative Commons)</p>
<p><strong>Noch so eine Parallele</strong>: Ohne Buenos Aires, die argentinische Schwester von Lissabon, wäre Jorge Luís Borges ebenfalls kaum vorstellbar. Es scheint, als ob beide in ihren Städten das <strong>geheime Tor zur magischen und phantastischen Welt</strong> gefunden haben. Ein Tor, dessen Schlüssel die Leser beider Autoren nun in Lissabon weiter suchen müssen, um es aufzuschließen.</p>
<p><em>Buenos Aires in Lissabon: Wer auch kulinarisch die Spuren Argentininens in Portugal sucht, dem sei das <a title="Restaurant Buenos Aires" href="http://www.lifecooler.com/edicoes/lifecooler/desenvRegArtigo.asp?reg=385522" target="_blank">Restaurant Buenos Aires </a>oberhalb des Rossio-Bahnhofs (Calçada do Duque 31B) empfohlen. Den Park Arco do Cego erreicht man am besten mit der Metrohaltestelle Alameda (rote und grüne Linie). </em></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Portugalmania/~4/sG9RQxVcRiI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Finanzkrise à portuguesa: Kleine Bank in großen Nöten</title>
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		<comments>http://www.portugalmania.de/2008/11/bankenkrise-a-portuguesa-kleine-bank-in-grosen-noten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 16:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[BPN]]></category>
		<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	In einer Blitzaktion hat die portugiesische Regierung vor einigen Tagen die angeschlagene Bank BPN verstaatlicht. Eine Folge der internationalen Finanzkrise? Nur bedingt: Der Untergang der BPN hat eher hausgemachte Ursachen. Abgesehen von diesem Einzelfall geraten mittlerweile aber viele Portugiesen in den Sog der Finanzkrise: Die Zinsen steigen &#8211; und so manch ein Wohnungskäufer sitzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	In einer Blitzaktion hat die portugiesische Regierung vor einigen Tagen die angeschlagene Bank BPN verstaatlicht. Eine Folge der <strong>internationalen Finanzkrise</strong>? Nur bedingt: Der Untergang der BPN hat eher <strong>hausgemachte Ursachen</strong>. Abgesehen von diesem Einzelfall geraten mittlerweile aber viele Portugiesen in den Sog der Finanzkrise: Die Zinsen steigen &#8211; und so manch ein Wohnungskäufer sitzt bald in der Kreditfalle.<span id="more-502"></span></p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Praktisch über Nacht dürfen sich Portugals Steuerzahler als Bankbesitzer fühlen. In einer <strong>Überraschungs-Aktion</strong> übernahm die portugiesische Regierung das von schätzungsweise <strong>700 bis 800 Millionen Euro Verlust </strong>geplagte Kreditinstitut „<em>Banco Português de Negócios</em>“ (BPN), das nun der staatlichen Sparkasse Caixa Geral de Depósitos angegliedert wird.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Die <strong>erste Verstaatlichung einer Bank in Portugal</strong> seit den wirtschaftspolitischen Schlingerkursen im Zuge der Nelkenrevolution 1974 ließ sogar die <a title="Portugal will angeschlagene BPN-Bank verstaatlichen" href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Portugal-will-angeschlagene-BPN-Bank-verstaatlichen/433757.html" target="_blank">internationale Wirtschaftspresse aufmerken</a> – und schien doch  eine folgerichtige Antwort auf die<strong> internationale Finanzkrise</strong> zu sein, die auch in vielen anderen Teilen der Welt staatliche Eingriffe notwendig machte. Bei genauerem Hinsehen sind im Fall BPN die Dinge allerdings anders gelagert:Womöglich waren es tatsächlich die Auswirkungen des globalen Finanzsturms, die die letztendlich BPN zum Umkippen brachten – ein <strong>Fall für den Insolvenzverwalter</strong> war das zum Teil mit der Katastrophennote „BBB“ bewertete Institut jedoch schon länger.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in; text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-503" title="Portugiesische Banken in der Krise" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/11-02_banco.jpg" alt="" width="500" height="350" /><br />
<em>Hände hoch, die Banken rauben dich aus: Viele Portugiesen haben nur noch wenig Vertrauen in ihre Banken. Skulptur vor einer Bankfiliale im nordportugiesischen Vila Nova de Cerveira. Foto: <a title="Flickr-Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/stukinha/1148466892/" target="_blank">stukinha auf Flickr</a></em></p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Seit mindestens sechs Jahren, so sind sich Wirtschaftskenner einig, hatte die BPN einen<strong> leicht anrüchigen Ruf</strong>. Schon im Jahr 2002 machten nach portugiesischen Medienberichten die Wirtschaftsprüfer der Firma Deloitte die Aufsicht führende Nationalbank auf <strong>gravierende Unregelmäßigkeiten in den BPN-Bilanzen </strong>aufmerksam &#8211; ohne Reaktion. Über Jahre hinweg konnte die BPN ihr Spiel weiter betreiben &#8211; und das nicht nur mit <strong>undurchsichtigen Besitzverhältnissen</strong>, sondern auch mit einem sich immerfort rotierenden Management, für das allzu gerne auch so manch ein <strong>Ex-Politiker</strong> rekrutiert wurde.</p>
<h2 class="western" style="margin-bottom: 0in;">Millionen versickerten im &#8220;portugiesischen Liechtenstein&#8221;</h2>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Schon mehrfach war die BPN in <strong>undurchsichtige Geschäfte</strong> involviert. Auf den kapverdischen Inseln führte ein Immobilienskandal um ein geplatztes Tourismusprojekt vor einigen Monaten zum Rücktritt eines Ministers. Die <strong>Kapverden </strong>waren ohnehin ein <strong>Lieblingsspielfeld </strong>des nun verstaatlichten Bankhauses.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Schritt für Schritt haben fast alle portugiesischen Banken die kapverdische Stadt Praia als kleines <strong>„Liechtenstein“ vor der Küste Afrikas </strong>aufgebaut. Dort, auf den Kapverden, tätigte die BPN bevorzugt Deals mit der „<strong>Banca Insular</strong>“ &#8211; einem Hause mit drei Mitarbeitern, dessen <a title="Bericht bei RTP" href="http://ww1.rtp.pt/noticias/index.php?article=371151&amp;visual=26&amp;rss=0" target="_blank">Besitzer die Sociedade Lusa de Negócios ist</a>. Die SCN war zufälligerweise auch Inhaberin der BPN-Bank. Zwischen der BPN und der Banca Insular wurden gerade für Immobiliengeschäfte Millionen hin und her geschoben. Zuletzt trat wohl ein Verlust <strong>von bis zu 360 Millionen Euro</strong> auf, die in den Kassen der Banca Insular versickerten.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Nur dieses kleine Schlaglicht zeigt: Die BPN war schon längst vor der Finanzkrise kaum noch überlebensfähig. Viele Portugiesen fragen sich deshalb, warum ihre Steuergelder nun ein marodes Geldhaus mit betrügerischer Vorgeschichte retten sollten. Waren es vielleicht die Einlagen der <strong>staatlichen Sozialkasse </strong>bei der BPN, die zuletzt rund 200 Millionen Euro betragen haben sollen?</p>
<h2 class="western" style="margin-bottom: 0in;">Portugals Mittelstand in der Schuldenfalle</h2>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Der Fall BPN ist also, wie auch der <a title="Kommentar im Público" href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1348583" target="_blank">Público-Kommentator Paulo Ferreira feststellt</a>, keineswegs eine Folge der internationalen Finanzkrise – sondern schlicht und einfach „<strong>ein Fall für die Polizei</strong>“. Das heißt jedoch nicht, dass sich Portugals Bankkunden beruhigt zurücklehnen könnten Ganz im Gegenteil. Die jetzige Krise und die mit ihr einhergehende wirtschaftliche Abschwächung könnte<strong> große Teile der Mittelschicht</strong> an den <strong>Rand des Ruins </strong>treiben.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Viele Portugiesen haben sich für ihren Wohnungskauf, aber auch für so manch ein luxuriöses Konsumgut, <strong>bis über die Ohren verschuldet</strong> – sie stecken in der „Kreditfalle“ (<a title="Portugals Mittelschicht in der Kreditfalle" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/873889/" target="_blank">Beitrag des Deutschlandfunks zum Thema</a>)<span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/873889/"></a></span></span>. In den letzten Wochen stiegen die <strong>Zinsen </strong>für Kredittilgungen bei den portugiesischen Banken überraschend stark an. Der Grund hierfür ist klar: Portugals Banken haben mit ihrer freudigen Kreditvergabe <strong>selbst auf Pump gelebt </strong>und stehen nun ohne nennenswerte Devisen und Eigenkapital dar. Die Folge für Konsumenten, aber auch Unternehmen ist klar: <strong>Kredite werden seltener verteilt</strong>, und wenn, dann mit höheren Zinsen. Und in dieser Form schlägt die Finanzkrise die Portugiesen sehr hart – da schlägt der Kauf eines maroden Kreditinstituts auch kaum noch ins Gewicht.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Portugalmania/~4/5B6mzafdA6w" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Metamorphosen und Metaphonien: Madredeus erfindet sich neu</title>
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		<comments>http://www.portugalmania.de/2008/11/metamorphosen-und-metaphonien-madredeus-erfindet-sich-neu/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 17:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Madredeus]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[portugiesische musik]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Tot gesagte leben länger: Fast hätte man „Madredeus“ schon in die Abteilung „Portugiesische Musikgeschichte“ einsortiert – nun meldet sich die Gruppe um Pedro Ayres Magalhaes mit einem eindrucksvollen Comeback zurück. Nicht nur personell hat sich Madredeus mit neuen Kräften verstärkt – auch das Repertoire öffnet sich hin zu neuen Einflüssen aus Ostafrika und Brasilien.
Klassische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Tot gesagte leben länger: Fast hätte man „<strong>Madredeus</strong>“ schon in die Abteilung „Portugiesische Musikgeschichte“ einsortiert – nun meldet sich die Gruppe um Pedro Ayres Magalhaes mit einem <strong>eindrucksvollen Comeback</strong> zurück. Nicht nur personell hat sich Madredeus mit neuen Kräften verstärkt – auch das Repertoire öffnet sich hin zu neuen Einflüssen aus Ostafrika und Brasilien.</p>
<p><span id="more-500"></span>Klassische portugiesische Musik, nur anders gespielt: Das war seit der Gründung im Jahr 1987 das erklärte Ziel von <strong>Madredeus</strong>, dem wohl eigentümlichsten Gewächs der portugiesischen Musikszene der jüngeren Zeit. </p>
<p>Spätestens seit Wim Wenders&#8217; Film „Lisbon Story“ mausierte sich die Musik von Madredeus zu so etwas wie dem <strong>„offiziellen Soundtrack“ zu Lissabon und Portugal</strong> &#8211; mit einer ganz eigenen Kombination aus portugiesischer Gitarre, elektronischen Synthesizern und vor allem auch dem Gesang von <strong>Teresa Salgueiro</strong>. Doch so wenig sich Portugal selbst ohne seine weltweite Kolonialgeschichte verstehen lässt, so wenig ist die „klassisch portugiesische Musik“ doch eine rein auf Portugal bezogene Erscheinung. Selbst der als so typisch portugiesisch angesehene <strong>Fado </strong>entstand maßgeblich außerhalb Europas – und weist bei aller Unklarheit über die Herkunft doch deutliche Spuren in Richtung Afrika und Brasilien auf.</p>
<h2>Musikalische Entdeckungstouren in Richtung Afrika und Brasilien</h2>
<p>Genau diesen Sprung, den <strong>Mut zum erweiterten Blickwinkel</strong> über den Atlantik hinweg unternimmt nun, mehr als zwanzig Jahre nach ihrer Gründung, auch die Gruppe Madredeus. Die soeben erschienene Doppel-CD „<strong>Metafonia</strong>“ wagt deutliche rhythmischere Akzente und oft mehr Leichtigket als die zahlreichen Vorgängerproduktionen wie zuletzt „Um Amor Infinito“.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-498 aligncenter" title="1108_madredeus-01" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/1108_madredeus-01.jpg" alt="" width="250" height="250" /><br />
Metafonia: Mit diesem Album meldet sich Madredeus wieder zurück</p>
<p style="text-align: left;"><strong><a title="Myspace-Seite von Madredeus" href="http://www.myspace.com/madredeuseabandacosmica" target="_blank">Zu Klangproben aus der neuen CD auf der myspace-Seite von Madredeus und der Banda Cósmica&#8230;</a></strong></p>
<p>Und nicht nur das Konzept von Madredeus scheint gewachsen zu sein – auch die Besetzung um Pedro Ayres Magalhaes hat sich <strong>deutlich erweitert</strong>. Statt Teresa Salgueiro als Front-Sängerin melden sich auf „Metafonia“ nun mit Mariana Abrunheiro und Rita Damásio <strong>zwei neue weibliche Stimmen</strong> zu Wort, die bewusst keine Ähnlichkeit mit ihrer bekannten Vorgängerin haben. Und auch im instrumentellen Bereich hat Madredeus aufgestockt: Neu hinzugekommen sind die Musiker der extra zur Madredeus-Expansion gegründeten „<strong>Banda Cósmica</strong>“, die zu den üblichen Synthesizern und portugiesischen Gitarren nun auch etwa Harfenmusik einbringen.</p>
<p>Mit dem neuen Album hat sich Madredeus also in überraschender Weise <strong>neu erfunden</strong> – und ist „im Kern doch die <strong>alte Gruppe geblieben</strong>“, wie Gründervater und Bandmotor Pedro Ayres Magalhaes nicht müde wird zu betonen: „Wir singen weiterhin <strong>nur auf Portugiesisch</strong>, und wir nehmen unsere Aufnahmen nur live auf“, erklärte er etwa <a title="Interview in Destak (Portugiesisch)" href="http://www.destak.pt/artigos.php?art=15217" target="_blank">der Zeitung Destak</a> die Konstanten des alten neuen Madredeus.</p>
<p style="text-align: center;">
<a href="http://www.videos.iol.pt/consola.php?projecto=368&amp;pagina_actual=1&amp;mul_id=12600812&amp;tipo_conteudo=1&amp;tipo=2&amp;referer=1"><img class="size-full wp-image-499 aligncenter" title="1108_madredeus-02" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/1108_madredeus-02.jpg" alt="" width="413" height="255" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Das Video von &#8220;Eclipse&#8221; aus der neuen CD Metafonia gibt es bei IOL zu sehen: </em><a title="Video &quot;Eclipse&quot;" href="http://www.videos.iol.pt/consola.php?projecto=368&amp;pagina_actual=1&amp;mul_id=12600812&amp;tipo_conteudo=1&amp;tipo=2&amp;referer=1" target="_blank"><em>Hier klicken&#8230;</em></a></p>
<p>Dennoch war ein <strong>N</strong><strong>euanfang dringend nötig</strong> – sah vor einem Jahr doch alles nach einem sanften Ableben von „Madredeus“ aus. Zu einfältig, zu ähnlich wurden die Produktionen. Mit immer neuen <strong>Abwandlungen des Altbekannten</strong> – Madredeus mit Symphonieorchester, Madredeus auf den Azoren, Madredeus elektronisch überformt – gelang der Gruppe  selten etwas Neues.</p>
<p>Es war dann ausgerechnet die für die Musik fast unverzichtbar erscheinende Sängerin Teresa Salgueiro, die sich aus diesem fest gefahrenen Korsett löste, um sich fortan auf eigene Projekte zu konzentrieren. Der Rest der Gruppe ging in ein Sabbatjahr, das für viele nur als<strong> Synonym für ein Ende der Band stand.</strong> Doch nun, nach dem Ende des Sabbaticals, scheint die Kraft für den Neuanfang gekommen zu sein &#8211; mit Metafonia.</p>
<p>Eine <strong>Metaphonie </strong>steht in der Sprachwissenschaft für die Lautänderung eines Vokals, der durch einen anderen unbetonten Vokal erzeugt wird. Es ist und bleibt also der Vokal – und klingt doch anders. Und das gilt auch für das neue  Madredeus-Album: Vieles ist neu, andere Stücke erinnern jedoch noch <strong>stark an die alten Produktionen</strong>. Das liegt vor allem daran, dass die Gruppe nach ihrer letzten Produktion „Um Amor Infinito“ bereits viele neue Songs produziert hatte, die aber nie veröffentlicht wurden. Auf „Metafonia“ kommen auch diese Titel in veränderter Besetzung zum Tragen.</p>
<p><em>Die CD Metafonia ist noch nicht in Deutschland erhältlich, online direkt aus Portugal aber </em><a title="Bestellmöglichkeit bei fnac.pt" href="http://www.fnac.pt/pt/Catalog/Rel_Products.aspx?param=interprete&amp;value=MADREDEUS%20&amp;%20A%20BANDA%20COSMICA&amp;cIndex=1&amp;catalog=discos&amp;categoryN=Discos&amp;category=portuguesa&amp;scategory=portuguesaLigeira∏uct=5603850827541#mainTD " target="_blank"><em>zum Beispiel über fnac.pt</em></a><em> zu bestellen.  Derzeit führen Madredeus und die Banda Cósmica die Titel des neuen Albums auch live im <a title="teatro ibérico" href="http://teatroiberico.com.sapo.pt/" target="_blank">Teatro Ibérico</a> im Lissaboner Stadtteil&#8230; Madredeus (sic!) auf. </em></p>
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		<title>Porto, Madeira – und Moscatel: Portugals (fast) vergessener Dessertwein wird 100</title>
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		<comments>http://www.portugalmania.de/2008/09/porto-madeira-und-moscatel-portugals-fast-vergessener-dessertwein-wird-100/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 18:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<category><![CDATA[arrábida]]></category>
		<category><![CDATA[Moscatel]]></category>
		<category><![CDATA[sétubal]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Die dunkelgelb schimmernde Farbe, der würzige Geschmack von Trauben mit einer Prise Atlantikluft: Der Dessertwein &#8220;Moscatel de Setúbal&#8221; gibt seine Geheimnisse nur Schlückchen für Schlückchen preis. Dieses Jahr ist die perfekte Gelegenheit, den fast vergessenen &#8220;kleinen Bruder des Portweins&#8221; wieder zu entdecken: Denn der Moscatel feiert seinen 100. Geburtstag &#8211; offiziell zumindest, denn die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die dunkelgelb schimmernde Farbe, der würzige Geschmack von Trauben mit einer Prise Atlantikluft: Der Dessertwein &#8220;Moscatel de Setúbal&#8221; gibt seine Geheimnisse nur Schlückchen für Schlückchen preis. Dieses Jahr ist die perfekte Gelegenheit, den fast vergessenen &#8220;kleinen Bruder des Portweins&#8221; wieder zu entdecken: Denn der Moscatel feiert seinen 100. Geburtstag &#8211; offiziell zumindest, denn die Geschichte des Weins und seiner besonderen Traube geht zurück bis zu den alten Ägyptern.</p>
<p><span id="more-485"></span></p>
<p><strong>&#8220;Vinho Generoso&#8221; </strong>nennen die Portugiesen ihre süßen Dessertweine, wie etwa den weltbekannten Portwein. Übersetzt heißt das: <strong>Großzügiger, freigiebiger Wein</strong>. Der Gattung nach gehört auch der Moscatel de Setúbal zu den &#8220;großzügigen Weinen&#8221; &#8211; mit seinem schüchternen Auftreten und wenig Gewese um sich selbst zählt er jedoch eher zu den <strong>scheuen Vertretern seiner Art</strong>. Dabei hätte der Moscatel eine falsche Bescheidenheit gar nicht nötig &#8211; enthält er doch die <strong>Spuren einer langen Geschichte</strong> und kann mit dem üppig wuchernden Charakter seiner Heimat, der Naturregion &#8220;<strong>Serra da Arrábida</strong>&#8221; punkten. Nicht im überzeugten Rubinrot des Portweins kommt der Moscatel daher, sondern in einer dunkelgelb-orange schimmernden Farbe &#8211; ein Ton, so voll und reich beladen wie das Licht beim Sonnenuntergang nach einem warmen und satten Sommertag. Und auch im Geschmack setzt der Moscatel seine eigenen Akzente: Trotz seiner edlen Süße bewahrt er sich würzige Noten im Aroma, <strong>den Duft von Blüten</strong> und einen Hauch Salzluft aus dem nahen Atlantik.</p>
<p>Über Jahrhunderte hinweg hat sich der Moscatel so seinen eigenen Charakter bewahrt &#8211; und schien auch stets mit sich selbst zufrieden zu sein. Während es den Portwein über die Grenzen hin zu weltweiter Beliebtheit zog, blieb der Moscatel de Setúbal fast ausschließlich <strong>der eigenen Heimat verbunden</strong>. Selbst in Portugal ist der Moscatel eine stellenweise unbekannte Größe. Getrunken wird der Wein zumindest fast ausschließlich rund um sein Anbaugebiet in der Serra da Arrábida in Setúbal und Lissabon. Größere Mengen für den Konsum stünden auch gar nicht zur Verfügung: Das Anbaugebiet der Moscatel de Setúbal-Traube (zu Deutsch: Muskateller) umfasst gerade einmal 330 Hektar &#8211; die Trauben für den Portwein nehmen eine hundert Mal größere Fläche ein.</p>
<p>Trotz des geringen Bekanntheitsgrad ist der Moscatel <strong><span style="color: #000000;">alles andere als eine Provinzgröße</span></strong>. Eine <a title="Instituto do Vinho (Portugiesisch)" href="http://www.ivv.min-agricultura.pt/vinhos/files/denominacoes/setubal.html" target="_blank">geschützte Herkunftsbezeichnung (&#8220;denominação de origem&#8221;)</a> schützt die besondere Herstellungsweise des Dessertweins. So besteht der Wein zu <strong>mindestens 85 Prozent</strong> aus Trauben der Sorte &#8220;Moscatel de Setúbal&#8221; sein (oder der roten Variante Moscatel Ruxo). Die Reifezeit muss mindestens <strong>zwei Monate</strong> betragen. Qualitätsgarantien, die nun genau ein ganzes Jahrhundert Bestand haben.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-494 aligncenter" title="0908_moscatel_01" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/0908_moscatel_01-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Eine Jubiläumsedition des Moscatel de Setúbal. Foto: P<a title="Flickr-Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/pedrocavaco/2848834749/" target="_blank">edro Cavaco auf Flickr</a></em></p>
<p style="text-align: left;">Ein offizieller Geburtstag &#8211; doch die Geschichte der Traube und des Weins geht viele<strong> hundert Jahre früher zurück</strong>. Es waren die Römer, die die Vorzüge der ursprünglich in Ägypten beheimateten Moscatel-Traube erkannten &#8211; und diese dann in die mediterranen Ecken ihres Weltreiches exportierten. Portugal, das einstige Lusitanien, war mit seinem <strong>atlantischen Klima </strong>vielleicht nicht die ideale gleichermaßen zum Verzehr wie auch für den Weinanbau geeignete Traube. Doch an manchen Punkten, wie etwa in der gegen die strengen Atlantikwinde geschützten <strong>Serra da Arrábida</strong> mit ihrem fast mediterranen Klima fand der Weinimport aus Ägypten eine Heimat.</p>
<p>Selbst zu Zeiten der eher abstinent lebenden Mauren pflegten die Menschen dieser Region den Anbau der Moscatel-Traube. Kein Wunder, dass man bei einer derartigen Kontinuität die Kultur- und Naturlandschaft auch im <strong>Geschmack des Moscatel-Weins</strong> wiederfindet. Und so lohnt es sich auch besonders, den<strong> Moscatel in seiner Heimatregion</strong> kennenzulernen. Eine gute Möglichkeit für eine Entdeckungsreise in Sachen Moscatel bietet die Touristenroute &#8220;<a title="Por Terras da Arrábida" href="http://www.rotavinhospsetubal.com/index.php?section=42" target="_blank">Por Terras da Arrábida</a>&#8220;, eine von sechs verschiedenen &#8220;<a href="http://www.rotavinhospsetubal.com/">Weinrouten auf der Halbinsel Setúbal</a>&#8220;.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-496 aligncenter" title="0908_moscatel_02" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/0908_moscatel_02.jpg" alt="" width="500" height="346" /><br />
<em>Sonne und Meer: Die Serra da Arrábida, Heimat des Moscatel. Foto: <a title="Flickr-Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/vitor107/273016068/" target="_blank">Portuguese Eyes auf Flickr</a></em></p>
<p>Hier, <strong>nur eine gute Stunde Fahrt von Lissabon entfernt</strong>, lässt sich eine faszinierende Naturregion mit zahlreichen geschützten Tier- und Pflanzenarten bewundern &#8211; und auch immer wieder Spuren des Moscatels finden. Sei es auf den verschiedenen Weingütern an der Route, auf verschiedenen Dorf- und Weinfesten oder auch im <a href="http://www.jmf.pt/" target="_blank">kleinen &#8220;Wein-Museum&#8221;</a>, das den Caves de José Maria da Fonseca in Azeitão angegliedert ist. Der Gründer von letzterem Weingut, José Maria de Fonseca, hatte Mitte des 19. Jahrhunderts die revolutionäre Idee, <strong>Wein in Flaschen abzufüllen</strong> &#8211; und machte mit dem Moscatel den Anfang. Doch selbst dieser <strong>kommerzielle Schachzug</strong> machte den Moscatel nicht zu einem Exporthit &#8211; anscheinend ist der Moscatel de Setúbal wirklich ein Charakter, der nur in seiner Heimat gerne getrunken werden möchte.</p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>20 Jahre nach dem Brand: Lissabons neues altes Herz versucht die Wiederbelebung</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 18:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lissabon]]></category>
		<category><![CDATA[baixa]]></category>
		<category><![CDATA[Chiado]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[lissabon]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Seit dem Erdbeben von 1755 war dies wohl die schlimmste Katastrophe, von der die Stadt Lissabon heimgesucht wurde: Am 25. August 1988 zerstörte ein Feuer weite Teile des Stadtviertels Chiado. Heute, genau zwanzig Jahre später, ist der Wiederaufbau der zerstörten Häuser weitgehend abgeschlossen &#8211; und doch sucht das Herz Lissabons weiterhin nach seiner alten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Seit dem Erdbeben von 1755 war dies wohl die schlimmste Katastrophe, von der die Stadt Lissabon heimgesucht wurde: Am <strong>25. August 1988</strong> zerstörte ein Feuer <strong>weite Teile des Stadtviertels Chiado</strong>. Heute, genau zwanzig Jahre später, ist der Wiederaufbau der zerstörten Häuser weitgehend abgeschlossen &#8211; und doch sucht das Herz Lissabons weiterhin nach seiner alten Seele. <span id="more-474"></span></p>
<p>Wer hätte erwarten sollen, dass der <strong>25. August 1988 </strong>im Lissaboner Einkaufs- und Intellektuellenviertel Chiado ein anderer Tag werden sollte wie etwa der 24. oder 23. August? Wie an jedem anderen Morgen standen die Inhaber der <strong>zahlreichen Traditionsgeschäfte</strong> des Chiado früh auf, um zu ihren Läden zu gelangen. Um die neue Ware auszulegen, um Kunden zu beraten, und um einfach ein paar Menschen zu sehen. Doch als die Geschäftsleute in der Frühe ihre Läden erreichten, war alles ganz anders: Ganze Straßenzüge des Viertels standen in Flammen.</p>
<p>Es war im Morgengrauen, <strong>um 5:17 Uhr</strong>, als bei der Feuerwehr der erste Hilferuf einging: In den Räumen des traditionsreichen Kaufhauses Grandella brennt es. Wie spätere Untersuchungen zeigten, brach das Feuer eine gute dreiviertel Stunde vor dem ersten Notruf aus &#8211; und setzte sich dann, angeheizt von explodierenden Gasflaschen, in<strong> rasender Geschwindigkeit </strong>auf die eng anliegenden Nachbargebäude fort.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JDrDUzfBg1I&amp;color1=11645361&amp;color2=13619151&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/JDrDUzfBg1I&amp;color1=11645361&amp;color2=13619151&amp;fs=1" allowfullscreen="true" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;"><em>Feuer im Chiado: Originalberichte und Bilder vom großen Brand im Jahr 1988. </em></p>
<p>Für die Feuerwehrmänner wurde dieser Brand zur fast unlösbaren Aufgabe: Die gerade zu Verschönerungszwecken verengte Rua Garrett erwies sich als <strong>kritisches Nadelöhr,</strong> das den Feuerwehrautos den direkten Zugang zum Brandherd verweigerte. Die Straßen waren überfüllt von Menschen, und die <strong>Wucht der explodierenden Gasflaschen</strong> machten ein rasches Eingreifen unmöglich &#8211; und das, obwohl die Feuerwehr mit 1.150 Männern gegen die Zerstörung des Lissaboner Stadtzentrums ankämpfte. Einer der &#8220;Bombeiros&#8221; bezahlte den Einsatz sogar mit seinem Leben, 60 weitere Kollegen wurden verletzt.</p>
<p>Erst in den Mittagsstunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, und noch Tage später hing <strong>Brandgeruch über der Stadt</strong>. Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich das Herz von Lissabon in eine <strong>unwirtliche urbane Wüste</strong>.  18 Gebäude, meist aus dem 18. Jahrhundert, mit einer Grundfläche von 7.500 Quadratmetern brannten bis auf die Grundmauern nieder. Zwischen 200 und 300 Menschen verloren ihre Wohnung.</p>
<h2>Einst das kommerzielle Zentrum der Stadt</h2>
<p>Und auch wirtschaftlich war das Feuer eine Katastrophe für das Stadtviertel: Über Nacht <strong>verloren rund 2.000 Menschen ihren Arbeitsplatz</strong>, vor allem in den ruinierten Kaufhäusern &#8220;Grandella&#8221; und &#8220;Grandes Armazéns do Chiado&#8221;. Die Flammen zerstörten schließlich eines der kommerziellen Zentren des alten Lissabons. Hier, in den Straßen, die sich von der Baixa hoch ins Bairro Alto ziehen, entstand während der Wende zum 20. Jahrhundert <strong>das beste und nobelste Einkaufsviertel von Lissabon</strong>.</p>
<p>Wer den <strong>neuesten Chic aus Paris </strong>suchte, wurde im Chiado fündig &#8211; und das nicht nur in den nach Lafayette-Vorbild errichteten Warenhäusern, sondern auch in <strong>Dutzenden kleiner Fachgeschäfte</strong>, von denen die meisten nach dem Brand nicht mehr wiedereröffneten.</p>
<p>Und obwohl der <strong>Glanz dieser alten Einkaufswelt</strong> in den achtziger Jahren schon etwas ramponiert war, so lebte hier der alte Chiado noch weiter. Heute erhalten gebliebene Geschäfte, wie &#8220;<strong>Paris em Lisboa</strong>&#8220;, das Casa Perreira oder auch das für seine Fernando Pessoa-Statue bekannte Café Brasileira stehen als letzte <strong>verbliebene Botschafter</strong> für den Charme der vergangenen Tage &#8211; aber sie stehen allein, schon umzingelt und bedrängt von den gesichtslosen Filialen der internationalen Handelsketten.</p>
<h2>Schleppender Wiederaufbau</h2>
<p>In den Jahren der Wiederaufbauzeit hat sich Lissabon insgesamt verändert:<strong> Neue Shopping-Malls</strong> am Stadtrand zogen die Kundschaft an und auch in traditionellen Einkaufsvierteln setzten sich die finanzkräftigen internationalen Konzerne durch. So <strong>veränderten sich die Besucherströme</strong> in Lissabon weg vom Chiado hin zu anderen Vierteln &#8211; zumal sich der Wiederaufbau nicht zuletzt wegen zahlreicher Besitzstreitigkeiten vor Gericht lange hinzog.</p>
<p>Doch immerhin: Der<strong> Wiederaufbau des Chiado</strong>, geleitet vom Architekten Álvaro Siza aus Porto, ist trotz etlicher Verzögerungen im Großen und Ganzen abgeschlossen &#8211; und auch recht gelungen. Siza sorgte dafür, dass die<strong> alten Fassaden im Chiado möglichst originalgetreu</strong> wieder errichtet werden. Im Inneren der Häuser entstanden jedoch moderne Büro- und Geschäftsflächen.</p>
<p>So locken heute wieder die Art-Deco-Fassaden der &#8220;<strong>Grandes Armazéns do Chiado</strong>&#8221; und von Grandella die Kundenströme an &#8211; doch im Gegensatz zu früher ist im Inneren der Häuser ein <strong>modernes Einkaufszentrum </strong>entstanden, das sich im Besitz einer Tochterfirma der deutschen Commerzbank befindet.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-480" title="25_08_armazens-chiado" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/25_08_armazens-chiado.jpg" alt="" width="375" height="500" /><br />
<em>Die Armazéns do Chiado: Als Shopping-Center wiedereröffnet. Foto: <a title="Flickr-Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/scalleja/460895414/" target="_blank">(cc) scalleja auf Flickr </a></em></p>
<p>Kommerziell erwies sich der Wiederaufbau des Chiado für die internationalen und portugiesischen Investoren durchaus als<strong> lohnende Wertanlage</strong>. Nach<a title="Diário Económico" href="http://diarioeconomico.sapo.pt/edicion/diarioeconomico/edicion_impresa/politica/pt/desarrollo/1157209.html" target="_blank"> Informationen des &#8220;Diário Económico&#8221;</a> haben sich die Immobilienpreise in der vom Brand betroffenen Gegend seit 1988 mehr als verdoppelt &#8211; ein höherer Anstieg als in anderen Teilen Lissabons.</p>
<p>Häuser wiederaufgebaut, Geschäfte und Büros vermietet: <strong>Eigentlich eine Erfolgsgeschichte</strong>. Und doch denken viele Lissaboner <strong>mit Wehmut an die alten Zeiten</strong> des Chiado zurück. Denn mögen heute die meisten Spuren des Großbrandes verschwunden sein (nur in wenigen Häusern wie etwa der Fassade des Restaurants Palmeira in der Rua do Crucifixo lassen sich noch Zeugnisse des Feuers erkennen), so spürbar ist die Katastrophe weiterhin im <strong>Lebensfluss des Viertels</strong>.</p>
<p>Vor allem <strong>nach Ladenschluss</strong> sind zahlreiche Straßen im Chiado wie leer gefegt: Noch fehlt es an Möglichkeiten für Nachtschwärmer, noch haben die alten Besucherströme nicht zurückgefunden. Aber vielleicht braucht die Wiederbelebung des alten Herzens von Lissabon einfach noch etwas mehr Zeit. Und in vielen Nebensträßchen, da spürt man schon wieder <strong>etwas Aufbruchsstimmung</strong> und den kreativen Geist alter Tage: Neue, spezialisierte Geschäfte wie etwa die Spezialitätenhandlung &#8220;A Vida Portuguesa&#8221; haben sich hier etabliert, interessante <strong>Cafés und Kneipen</strong> entwickeln sich &#8211; und ein regelmäßiges Fest auf den Straßen des Chiado versucht auch wieder, mit Kultur und Kommerz die werte Kundschaft anzulocken.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-481" title="25_08_chiado" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/25_08_chiado.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Chiado, onde estás &#8211; Chiado, wo bist Du? Ein wehmütiges Graffitti erinnert auf den neu errichteten Mauern an alte Zeiten. Foto: <a title="Flickr-Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/svensson/45392580/" target="_blank">asvensson auf Flickr</a></em></p>
<p>Der Chiado wurde nach jahrzehntelangen Reparaturarbeiten <strong>wieder in die Freiheit entlassen</strong> &#8211; und das Augenmerk der Lissaboner Stadtplaner richtet sich nun vor allem auf die angrenzenden Viertel wie der Baixa oder den Straßen um die Avenida da Liberdade. Denn hier gab es zwar keinen Großbrand &#8211; doch die Viertel leiden unter einem nicht weniger zerstörerischen, <strong>schleichenden Verfall </strong>ihrer historischen Bausubstanz.</p>
<p>Tausende Häuser stehen leer und sind oftmals einsturzgefährdet. Einst blühende Ausgehviertel wie etwa der Parque Mayer an der Avenida da Liberdade sind Dauerstreitthema in der Stadtpolitik &#8211; und verkommen mit jedem Tag ein Stückchen weiter. Der <strong>Leerstand schadet nicht nur dem Leben in der Stadt</strong> &#8211; sondern ist, im wahrsten Sinne des Wortes, auch brandgefährlich.</p>
<h2>Weiterhin bestehendes Brandrisiko in Lissabon</h2>
<p>Die leer stehenden, ungepflegten Gebäude erhöhen das Brandrisiko und die Wahrscheinlichkeit für eine <strong>flächendeckendere Ausbreitung von Feuern</strong> in der Stadt. Lissabons Stadtplaner Manuel Salgado bringt diese Gefahr klar auf den Punkt: &#8220;Wir haben die große Befürchtung, dass es in der Baixa zu einer ähnlich großen Katastrophe kommen kann wie beim Brand im Chiado&#8221;, <a title="TSF" href="http://tsf.sapo.pt/PaginaInicial/Portugal/Interior.aspx?content_id=984120" target="_blank">sagte Salgado heute erst wieder dem Radiosender TSF</a>.</p>
<p>Und die Bilder des Chiado-Feuers tauchen mit schöner Regelmäßigkeit wieder in der Vorstellung der Lissaboner auf &#8211; zuletzt vor wenigen Wochen bei <a title="Feuer in der Avenida da Liberdade" href="http://pt-blogger.blogspot.com/2008/07/lissabon-feuer-in-der-avenida-da.html" target="_blank">einem Brand an der Avenida da Liberdade</a>, der glücklicherweise recht glimpflich ausging.</p>
<p>Immerhin, im <strong>Chiado sollte eine solche Katastrophe</strong> nicht mehr möglich sein. Hier hat sich in Sachen Feuerprävention seit dem 25. August 1988 viel verändert: Die Feuerwehr ist wesentlich besser ausgerüstet und auch der Brandschutz der neu errichteten Häuser selbst wurde mit viel Aufwand verbessert. Der Chiado, er hat nun zwanzig Jahre nach der großen Katastrophe die Zeit, seine alte Seele wiederzufinden.</p>
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