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		<title>Von fast vergessenen Kreaturen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 19:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen und Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz nah kommt man Wesen aus Sagen und Legenden in einer Ausstellung, die derzeit im Museum Abtei Liesborn zu sehen ist. Was müssen das für Zeiten gewesen sein, in denen Kobolde und schwarze Geisterhunde noch mitten unter den Menschen lebten &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/von-fast-vergessenen-kreaturen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/von-fast-vergessenen-kreaturen/">Von fast vergessenen Kreaturen</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3280" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3280" class="wp-image-3280 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere-300x215.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere-1024x733.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere-768x550.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere-1536x1099.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere-419x300.jpg 419w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Fabeltiere.jpg 2000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3280" class="wp-caption-text">In der Ausstellung gibt es diverse Fabeltiere zu entdecken.</p></div>
<p><em>Ganz nah kommt man Wesen aus Sagen und Legenden in einer Ausstellung, die derzeit im Museum Abtei Liesborn zu sehen ist.</em><span id="more-3278"></span></p>
<p>Was müssen das für Zeiten gewesen sein, in denen Kobolde und schwarze Geisterhunde noch mitten unter den Menschen lebten und Moosweibchen verborgen in den Wäldern hausten? Zumindest taten sie das in der menschlichen Vorstellung vergangener Jahrhunderte. In der Ausstellung <a href="https://www.museum-abtei-liesborn.de/nachrichtenansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=1579&amp;cHash=ddf66921bebc4d6d3c2f73bff0686a31" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Fast vergessene Kreaturen&#8220;</a>, die derzeit im <a href="https://www.museum-abtei-liesborn.de/" target="_blank" rel="noopener">Museum Abtei Liesborn</a> im westfälischen Wadersloh gezeigt wird, werden verschiedene Fabelwesen und Sagengestalten des deutschsprachigen Raumes nun wieder lebendig &#8211; und zwar als lebensgroße Nachbildungen.</p>
<div id="attachment_3297" style="width: 231px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3297" class="wp-image-3297 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold-221x300.jpg 221w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold-755x1024.jpg 755w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold-768x1041.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold-1133x1536.jpg 1133w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Kobold.jpg 1475w" sizes="(max-width: 221px) 100vw, 221px" /></a><p id="caption-attachment-3297" class="wp-caption-text">Der Kobold als Hausteufel</p></div>
<p>Wie eine Bauernstube ist der erste Raum der Ausstellung eingerichtet. Erst bei genauerem Hinsehen fallen hier die kleinen Hausgeister-Figuren auf, die sich überall verbergen. Eine von ihnen blickt hämisch hinter dem Ofenrohr hervor, eine andere hockt grinsend auf einer Münztruhe. Die ansprechend gestalteten Informationstexte, die in der Ausstellung wie Bücher auf Pulten bereitliegen, geben Aufschluss über diese sonderbaren Wesen, die einem heute oftmals unvertraut vorkommen. Der Kobold ist einer dieser Hausgeister und er kann ganz verschiedene Eigenschaften haben. So kann er Haus und Familie schützen und sogar tatkräftig im Haushalt mithelfen. In vielen Sagen ist er der ruhelose Geist eines Verstorbenen, vielleicht der einstige Erbauer des Anwesens. Er ist aber auch ein Wesen, das böse Streiche spielt. Insbesondere unter dem Einfluss der christlichen Kirchen wurde der Kobold als Hausteufel angesehen, den es zu bannen galt.</p>
<p>Die im Rahmen des Projekts <a href="https://forgottencreatures.de/" target="_blank" rel="noopener">Forgotten Creatures</a> vom Künstler, Sagenforscher und Autor Florian Schäfer modellierten und bemalten Kreaturen wirken ziemlich lebensecht &#8211; zumindest soweit man das beurteilen kann, denn historische Quellen über das genaue Aussehen der sagenhaften Wesen sind oft knapp und teils widersprüchlich. Auch wurden viele der entsprechenden Geschichten lange nur mündlich überliefert und erst im 19. Jahrhundert schriftlich festgehalten.</p>
<div id="attachment_3285" style="width: 227px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3285" class="wp-image-3285 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof-217x300.jpg" alt="" width="217" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof-217x300.jpg 217w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof-741x1024.jpg 741w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof-768x1062.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof-1111x1536.jpg 1111w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Seebischof.jpg 1447w" sizes="(max-width: 217px) 100vw, 217px" /></a><p id="caption-attachment-3285" class="wp-caption-text">Der Seebischof ist eine Kreatur des Meeres, der man an Land nur selten begegnet.</p></div>
<p>Im zweiten Ausstellungsraum beeindruckt uns der fast menschengroße, grün-beschuppte Seebischof, der mit einem von Wasserpflanzen bewachsenen Krummstab und einem Fischernetz ausgestattet ist. Sein spitzer Kopf erinnert an eine Mitra, die Kopfbedeckung von Bischöfen, und auf seinem Körper haften Napfschnecken. Das sakral anmutende Wesen soll in den Tiefen des Meeres leben und spiegelt die Vorstellung einer Parallelwelt unter Wasser wider, die der an Land bis ins Detail entspricht, selbst in Hinblick auf ihre religiösen Institutionen. Möglicherweise spielten auch Fänge von Rochen, von denen in Nord- und Ostsee mehrere Arten vorkommen, bei der Entstehung dieses Fabelwesens eine Rolle &#8211; eine gewisse Ähnlichkeit ist jedenfalls nicht abzustreiten.</p>
<p>Ein Geisterhund mit tiefschwarzem Fell und rotglühenden Augen streift mit gebleckten Zähnen an einem Zaun entlang. Er gehört zu den sogenannten Dorftieren. Diesen begegnet man in der Nacht, auf einsamen Wegen oder Brücken. Dorftiere wirken vertraut, erscheinen in Gestalt von Hund, Kalb oder Ziege, sind aber eindeutig übernatürlich. Sie können mit dem Teufel im Bunde sein, führen Menschen in die Irre oder wollen sich der Seele einer sterbenden Person bemächtigen.</p>
<div id="attachment_3286" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Hoetzelstier-rotated.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3286" class="wp-image-3286 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Hoetzelstier-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Hoetzelstier-225x300.jpg 225w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Hoetzelstier-768x1024.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Hoetzelstier-1152x1536.jpg 1152w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Hoetzelstier-rotated.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-3286" class="wp-caption-text">Das Hötzelstier frisst das Haar junger Frauen mitsamt der Kopfhaut.</p></div>
<p>Hinter solch fantastischen Kreaturen steht eine reiche Kulturgeschichte und sie verraten viel über die Menschen der vorindustriellen Zeit; darüber was sie glaubten oder sich wünschten, wovor sie sich fürchteten &#8211; oder sich fürchten sollten. Fabelwesen hatten nämlich oft auch einen erzieherischen Charakter. So soll jungen Frauen, die abends unbegleitet das Haus verlassen, das kalbsgroße und krallenbewehrte Hötzelstier auflauern, um ihnen die Haare samt Kopfhaut abzureißen. Auf diese Weise ahndet das sonderbare Mischwesen, das mal mit Esel, Schwein oder Jagdhund verglichen wurde, den Verstoß gegen gesellschaftliche Konventionen der Keuschheit. Auch Naturdämonen dienten möglicherweise als Schreckgestalten, die etwa Kinder davon abhalten sollten in den Wald zu gehen. Die Gruppe kleingewachsener Waldgeister im dritten und letzten Raum der Ausstellung schreckt uns jedoch wenig. Eines der in Moos gekleideten Wesen hält Erdbeeren in der Hand und lächelt milde; sein runzliges Gesicht sieht wie Baumrinde aus. Diese Moosweibchen sind gute Geister des Waldes und sollen sehr hilfsbereit sein, sofern man ihnen Speiseopfer bringt. Sie selbst fürchten sich vor dem Geisterheer der &#8222;Wilden Jagd&#8220;, das ihnen immer wieder nachstellt.</p>
<div id="attachment_3287" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3287" class="wp-image-3287 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen-300x208.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen-1024x712.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen-768x534.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen-1536x1067.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen-432x300.jpg 432w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Moosweibchen.jpg 1845w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3287" class="wp-caption-text">Ein Moosweibchen im Wald</p></div>
<p>Während einige Fabelwesen im deutschen Sprachraum weite Verbreitung fanden, teils in verschiedenen regionalen Varianten, sind andere an ganz bestimmte Orte gebunden. So wie der Rollibock, ein mit Eisplatten bedeckter, ziegenartiger Dämon, der am Großen Aletschgletscher in der Schweiz beheimatet sein soll. Mit Lawinen oder Steinschlägen, die er auslöst, wenn sich Menschen respektlos der Natur gegenüber verhalten, ist er ein Sinnbild für die in Gebirgsregionen oftmals zerstörerischen Naturkräfte. Religiöse Bittprozessionen, die ab dem 17. Jahrhundert am Rand des Gletschers abgehalten wurden, sollten den Dämon besänftigen. Heute sind solche Bräuche, wie auch das Wissen über viele der Wesen selbst, oftmals verloren gegangen.</p>
<div id="attachment_3290" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Rollibock-rotated.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3290" class="wp-image-3290 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Rollibock-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Rollibock-225x300.jpg 225w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Rollibock-768x1024.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Rollibock-1152x1536.jpg 1152w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2026/04/Rollibock-rotated.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-3290" class="wp-caption-text">Der steinbockähnliche Rollibock verkörpert die Naturgewalt alpiner Gletscher.</p></div>
<p>Wer den fast vergessenen Kreaturen begegnen möchte, kann dies bei einem Besuch in der Ausstellung tun. Uns hat sie auf jeden Fall gefallen. Die Auswahl der behandelten Wesen ist vielfältig und umfasst neben heute kaum noch bekannten Gestalten auch solche, die bis in die Gegenwart populär geblieben sind, etwa Einhorn und Greif. Besonders fasziniert hat uns die gelungene visuelle Interpretation der Fabelwesen. Die Ausstellung im Museum Abtei Liesborn behandelt zudem auch einige lokale Sagen aus Westfalen, die man sich teils auch über eine Hörstation anhören kann. &#8222;Fast vergessene Kreaturen&#8220; wird an diesem Ort noch bis zum 19. April 2026 zu sehen sein; ab dem 15. Mai 2026 wird die Ausstellung dann in leicht veränderter Konstellation im <a href="https://hann.muenden-erlebnisregion.de/event/fast-vergessene-kreaturen" target="_blank" rel="noopener">Packhof Hannoversch Münden</a> gezeigt. Weitere Stationen sind geplant und werden auf der <a href="https://forgottencreatures.de/vergessenekreaturen/" target="_blank" rel="noopener">Website zur Ausstellung</a> angekündigt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/von-fast-vergessenen-kreaturen/">Von fast vergessenen Kreaturen</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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		<title>Memento mori: Vom Leben, Altern und Sterben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 20:45:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen und Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie altern und sterben Lebewesen und was passiert bei der Zersetzung toter Körper? Eine Sonderausstellung im Düsseldorfer Aquazoo Löbbecke Museum gibt derzeit Einblicke in diese Themen. Um uns die aktuelle Sonderausstellung &#8222;Memento mori: Vom Leben, Altern und Sterben&#8220; anzuschauen, statteten &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/memento-mori-vom-leben-altern-und-sterben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/memento-mori-vom-leben-altern-und-sterben/">Memento mori: Vom Leben, Altern und Sterben</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3253" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3253" class="wp-image-3253 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1-300x214.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1-1024x732.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1-768x549.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1-420x300.jpg 420w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_1.jpg 1296w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3253" class="wp-caption-text">Blick in die Ausstellung &#8222;Memento mori: Vom Leben, Altern und Sterben&#8220;</p></div>
<p><em>Wie altern und sterben Lebewesen und was passiert bei der Zersetzung toter Körper? Eine Sonderausstellung im Düsseldorfer Aquazoo Löbbecke Museum gibt derzeit Einblicke in diese Themen.</em><span id="more-3252"></span></p>
<p>Um uns die aktuelle Sonderausstellung <a href="https://aquazoo-duesseldorf.de/ausstellungen/sonderausstellungen" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Memento mori: Vom Leben, Altern und Sterben&#8220;</a> anzuschauen, statteten wir im Februar dem Düsseldorfer <a href="https://aquazoo-duesseldorf.de/" target="_blank" rel="noopener">Aquazoo Löbbecke Museum</a> einen Besuch ab. &#8222;Der Tod ist nicht das Gegenteil vom Leben, es ist ein Teil davon&#8220;. Mit diesem Zitat des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami beginnt die Ausstellung, deren behandelte Themen von der Lebensspanne verschiedener Lebewesen, über Prozesse des Alterns und Veränderungen eines Körpers nach dem Tod, bis hin zum Aussterben ganzer Arten reichen. Die schwarzen Stoffbahnen, die mit Texten und großformatigen Bildern bedruckt sind, verleihen der Sonderausstellung eine ansprechende Gestaltung.</p>
<p>Die Entstehung eines mehrzelligen Lebewesens aus einer befruchteten Eizelle ist ein äußerst komplexer Prozess. In der Ausstellung zeigt eine Serie von Nasspräparaten in einem Glas sehr anschaulich die Entwicklung eines Haushuhns (<em>Gallus gallus domesticus</em>) im Ei. Es gibt es auch einige interaktive Elemente; so gilt es an einer Station zu beantworten, ob Objekte in einer Vitrine lebendig, tot oder unbelebt sind. Weiter erfährt man, wie überraschend unterschiedlich die Lebensspannen verschiedener Arten sein können. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass die in Höhlengewässern lebenden Grottenolme (<em>Proteus anguinus</em>) bis zu 100 Jahre alt werden können, während madagassische Labords-Chamäleons (<em>Furcifer labordi</em>) gerade einmal fünf Monate erreichen.</p>
<div id="attachment_3255" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3255" class="wp-image-3255 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2-300x222.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2-1024x759.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2-768x569.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2-405x300.jpg 405w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_2.jpg 1278w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3255" class="wp-caption-text">Alterungsprozesse sind Gegenstand intensiver Forschung.</p></div>
<p>Im Laufe des Lebens werden Alterserscheinungen immer deutlicher. In der Ausstellung werden Prozesse der Alterung eindrücklich an den gezeigten Schädeln von Haushund (<em>Canis lupus familiaris</em>) und Hauskatze (<em>Felis catus</em>) sichtbar. Vor allem die Zähne sehen deutlich abgenutzt aus oder sind bereits zu Lebzeiten ausgefallen. Der nachgestellte Arbeitsplatz eines Wissenschaftlers mit Mikroskop, Pipetten und Käfigen samt präparierter Labormäuse zeigt, dass die Ausstellung mit Liebe zum Detail gestaltet wurde. In diesem Teil bekommt man einen kleinen Einblick in die Erforschung von Alterungsprozessen. So wurden beispielsweise viele Gene mit einem Einfluss auf die Lebensdauer bei dem Fadenwurm <em>Caenorhabditis elegans</em> entdeckt, einem beliebten Untersuchungsobjekt der genetischen Forschung. Uns gefällt gut, dass sich die Inhalte in der Ausstellung auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse stützen.</p>
<div id="attachment_3258" style="width: 232px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3258" class="wp-image-3258 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_3-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_3-222x300.jpg 222w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_3-757x1024.jpg 757w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_3-768x1039.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_3.jpg 917w" sizes="auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px" /></a><p id="caption-attachment-3258" class="wp-caption-text">Kadaver sind für viele Lebewesen eine wichtige Nahrungsgrundlage.</p></div>
<p>Am Lebensende des Individuums steht der Tod. Dass dieser wiederum die Lebensgrundlage für andere Organismen schafft, verdeutlicht das in der Ausstellung gezeigte Präparat eines Rotfuchs-Kadavers (<em>Vulpes vulpes</em>). Es scheint von Leben nur so zu wimmeln. Auf und neben dem Fuchs sind Präparate und Modelle diverser Aasfresser platziert, darunter verschiedene Fliegen, Totengräber der Käfergattung <em>Nicrophorus</em>, Spanische Wegschnecken (<em>Arion vulgaris</em>), oder Wirbeltiere wie Waldmaus (<em>Apodemus sylvaticus</em>) und Rabenkrähe (<em>Corvus corone</em>). Kadaver spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, denn sie ernähren eine Vielzahl aasfressender Tiere, aber auch Pilze und Mikroorganismen. In einem kleinen Terrarium kann man sogar dabei zusehen, wie sich lebende Speckkäferlarven über einen Mäusekadaver hermachen. Einigen toten Körpern steht jedoch ein anderes Schicksal bevor. Ausgestellt sind diverse Tiermumien, darunter ein Hausschwein (<em>Sus scrofa domesticus</em>) und ein Marder (<em>Martes</em> sp.), die einer Zersetzung entgingen, etwa weil sie nicht von Aasfressern entdeckt wurden und die Umgebung für mikrobielle Aktivität zu trocken war.</p>
<div id="attachment_3262" style="width: 177px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3262" class="wp-image-3262 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4-167x300.jpg" alt="" width="167" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4-167x300.jpg 167w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4-570x1024.jpg 570w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4-768x1380.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4-855x1536.jpg 855w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Memento_mori_Vom_Leben_Altern_und_Sterben_4.jpg 1060w" sizes="auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px" /></a><p id="caption-attachment-3262" class="wp-caption-text">Dieser Marder wurde mumifiziert aufgefunden.</p></div>
<p>Zum Abschluss der Ausstellung wird der Bogen noch einmal weiter gespannt und das Sterben ganzer Arten behandelt. Zu sehen ist hier eine Schädel-Replik des ausgestorbenen Beutelwolfs (<em>Thylacinus cynocephalus</em>), einem einst auf Tasmanien beheimateten, fleischfressenden Beuteltier. Da Beutelwölfe als Bedrohung für die Schafzucht angesehen wurden, bejagte man sie gnadenlos. Mit dem Tod des letzten bekannten Exemplars im Jahr 1936 ging schließlich eine ganze Art verloren.</p>
<p>Insgesamt hat uns die Sonderausstellung gut gefallen. Sie regt zum Nachdenken an, was angesichts des Titels sicherlich erwünscht ist, verdeutlicht, wie unterschiedlich, aber doch universell der Tod ist, und zeigt, wie das Sterben des einen für andere wiederum Leben bedeutet. Besonders sehenswert sind die ansprechenden, teils ungewöhnlichen Exponate in der Ausstellung. Als etwas störend haben wir empfunden, dass die Sonderausstellung am Ende des Rundgangs durch das Haus platziert wurde, einem Bereich mit recht starkem Besucherstrom, auch wenn man sich Mühe gegeben hat, sie durch Stellwände abzugrenzen. Passend zum Ausstellungsthema gibt es auch ein Rahmenprogramm, das unter anderem Vorträge, Führungen und ein &#8222;Death Café&#8220; umfasst. Zwar ist die Ausstellung selbst nicht sehr groß, aber auch die anderen Bereiche des Hauses, eine Mischung aus Naturkundemuseum und Zoo, sind sehenswert. Die Sonderausstellung kann noch bis zum 28. Mai 2025 besucht werden.</p>
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		<title>Von Harfenmusik und der verlorenen Welt des Dodos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 16:59:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tiere und Pflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Historische Harfenklänge und animierte Zeichnungen erzählen in &#8222;Dodo&#8220; die tragische Geschichte der ausgestorbenen Riesentaube von Mauritius. Fast wie für eine Trauerfeier aufgestellt wirken die vielen weißen Kerzen, die das Berliner Theater im Delphi schmücken. An diesem Abend steht &#8222;Dodo&#8220; auf &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/von-harfenmusik-und-der-verlorenen-welt-des-dodos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-3240" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1-300x202.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1-1024x689.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1-768x517.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1-1536x1033.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1-446x300.jpg 446w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_1.jpg 1818w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Historische Harfenklänge und animierte Zeichnungen erzählen in &#8222;Dodo&#8220; die tragische Geschichte der ausgestorbenen Riesentaube von Mauritius.</em><span id="more-3231"></span></p>
<p>Fast wie für eine Trauerfeier aufgestellt wirken die vielen weißen Kerzen, die das Berliner Theater im Delphi schmücken. An diesem Abend steht <a href="https://theater-im-delphi.de/programm/?prod=332" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Dodo&#8220;</a> auf dem Programm. <a href="https://maximilianehrhardt.com/" target="_blank" rel="noopener">Maximilian Ehrhardt</a>, ein auf die Interpretation Alter Musik spezialisierter Harfenist, spielt auf seinem Instrument eine Auswahl von Musikstücken, die zwischen 1598 und 1681 in den Niederlanden populär waren. Es sind Werke von Komponisten wie John Dowland (1563-1626), Adrianus Valerius (um 1575-1625) und Jean-Baptiste Lully (1632-1687). Auf einer großen Leinwand sind dazu an Holzschnitte erinnernde, animierte Szenen zu sehen. Sie stammen vom niederländischen Künstler <a href="https://www.instagram.com/florisd/" target="_blank" rel="noopener">Floris Didden</a> und erzählen die dramatische Geschichte der Entdeckung und Ausrottung des Dodos (<em>Raphus cucullatus</em>). Diese, auch als Dronte bezeichnete, flugunfähige Riesentaube war ausschließlich auf der Insel Mauritius im Indischen Ozean beheimatet. Von der Ankunft der ersten niederländischen Seefahrer auf der von Menschen unbewohnten Insel im Jahr 1598 bis zum Aussterben der Vogelart verging nur rund ein Jahrhundert.</p>
<div id="attachment_3241" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3241" class="wp-image-3241 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2-300x212.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2-1024x723.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2-768x542.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2-1536x1084.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2-425x300.jpg 425w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/11/Dodo_2.jpg 1652w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3241" class="wp-caption-text">&#8222;Dodo&#8220; im Berliner Theater im Delphi</p></div>
<p>Die animierten Szenen auf der Leinwand erzählen vom Leben der Dodos bevor Menschen Mauritius betraten, von der Ankunft der Seefahrer und von der dadurch in Gang gesetzten Kette an Ereignissen, die das Ökosystem der Insel unwiderruflich veränderte. Die Szenen verdeutlichen, dass es nicht nur die direkte Bejagung war, die zur Ausrottung des Dodos führte, sondern insbesondere auch die von den Menschen mitgebrachten gebietsfremden Säugetiere, wie Hausschweine und Javaneraffen, denen der bodenbrütende Dodo nichts entgegensetzen konnte. Die Harfenstücke versetzen einen dabei in genau den Zeitraum, als sich das Drama um den ikonischen Vogel abspielte, und scheinen im Verlauf des Konzerts immer getragener und melancholischer zu werden.</p>
<p>Das rund einstündige &#8222;visuelle Konzert&#8220;, das vom Ensemble <a href="https://societelunaire.com/" target="_blank" rel="noopener">Société Lunaire</a> präsentiert wird und komplett ohne erklärende Worte auskommt, wurde bislang an drei Terminen im November 2024 aufgeführt. Es zeigt eindrücklich den tragischen Niedergang einer Tierart, von der heute nur noch Aufzeichnungen und vereinzelte Überreste berichten.</p>
<p>Einen kleinen Eindruck von &#8222;Dodo&#8220; kann man in diesem Trailer bekommen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ieC4ixmS8LU?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Magie &#8211; Das Schicksal zwingen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2024 16:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen und Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die aktuelle Sonderausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Saale) wartet mit einer Fülle magischer Objekte aus verschiedenen Epochen auf. Seit jeher versuchen Menschen mit Hilfe von Zauberformeln, Ritualen, Amuletten und Glücksbringern ihr Schicksal zu beeinflussen. Rund 200 Objekte, die &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/magie-das-schicksal-zwingen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/magie-das-schicksal-zwingen/">Magie &#8211; Das Schicksal zwingen</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3250 size-medium alignleft" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen-300x202.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen-1024x689.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen-768x517.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen-1536x1034.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen-446x300.jpg 446w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2025/03/Magie_-_Das_Schicksal_zwingen.jpg 1576w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die aktuelle Sonderausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Saale) wartet mit einer Fülle magischer Objekte aus verschiedenen Epochen auf.</em><span id="more-3212"></span></p>
<p>Seit jeher versuchen Menschen mit Hilfe von Zauberformeln, Ritualen, Amuletten und Glücksbringern ihr Schicksal zu beeinflussen. Rund 200 Objekte, die mit derartigen magischen Praktiken in Zusammenhang stehen, werden derzeit in der Sonderausstellung <a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/sonderausstellungen/magie-das-schicksal-zwingen.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Magie &#8211; Das Schicksal zwingen&#8220;</a> im <a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/" target="_blank" rel="noopener">Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)</a> präsentiert, darunter solche die Schutz bieten, Liebe garantieren oder aber Schaden zufügen sollen. Gespannt darauf was uns erwartet, betreten wir das imposante Museumsgebäude über dessen Eingang ein riesiges Banner mit einer nagelgespickten Rachepuppe prangt. Der Raum, in dem die Sonderausstellung gezeigt wird, befindet sich gleich im Erdgeschoss. Er ist dezent beleuchtet und wird von mächtigen Säulen und Bögen unterteilt. Der Weg durch die Ausstellung führt um einen Käfig mit lebensgroßen Stoffpuppen herum. Was es mit diesen sonderbaren Gestalten auf sich hat, sollen wir später erfahren.</p>
<div id="attachment_3215" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3215" class="size-medium wp-image-3215" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente-300x212.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente-1024x725.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente-768x543.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente-1536x1087.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente-424x300.jpg 424w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Musikinstrumente.jpg 1816w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3215" class="wp-caption-text">Für diese Musikinstrumente, eine Tontrommel, eine Rassel und ein Tritonshorn (hier mit Feuersteinen), wird eine magisch-rituelle Verwendung angenommen.</p></div>
<p>Zunächst verdeutlichen die im Eingangsbereich ausgestellten Objekte, dass magische Praktiken vermutlich schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte eine Rolle spielten. Dabei lassen sich Nachweise nicht erst in antiken Schriften finden; auch zahlreiche Funde aus schriftlosen Kulturen weisen darauf hin. Höhlenmalereien, Grabbeigaben und amulettartige Objekte legen eine magisch-religiöse Bedeutung nahe. In der Ausstellung ist eine über 5000 Jahre alte Tontrommel, die im südlichen Sachsen-Anhalt gefunden wurde, zu sehen. Sie stammt aus der Salzmünder Kultur und ist mit rätselhaften Symbolen verziert. Solche Musikinstrumente kamen wohl bei rituellen Zeremonien zum Einsatz. Rasseln haben in vielen Kulturen eine magische Bedeutung und dienen beispielsweise zum Vertreiben böser Geister. Die in der Ausstellung gezeigte Bronzerassel ist eine Grabbeigabe aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die aus der Nähe von Nürnberg stammt. Die große Meereschnecke &#8211; ein Tritonshorn &#8211; diente einst als Blasinstrument. Gefunden wurde das auf 5000-4900 v. Chr. datierte Stück, welches bei rituellen Anlässen benutzt worden sein dürfte, bei Wolfenbüttel in Niedersachsen. Pflanzen mit bewusstseinsverändernder Wirkung dienten zu verschiedenen Zeiten dem magischen Gebrauch. Beispielhaft sind in einer Vitrine getrocknete Pflanzenteile von Stechapfel, Tollkirsche, Bilsenkraut und Alraune ausgestellt. Die gezeigte Alraunenwurzel sieht wie ein verschrumpeltes Männlein aus. Wir gehen die kleine Steintreppe hinunter, die in die weiteren Teile der Ausstellung führt.</p>
<p>Die Exponate sind in Vitrinen platziert, die in einer nachtblauen Front eingesenkt sind, wobei die geschickte Beleuchtung jedes einzelne wunderbar in Szene setzt. Überall gibt es etwas zu entdecken. Auch an den Säulen lassen sich Objekte finden, zum Beispiel Amulette zur Abwehr des &#8222;bösen Blicks&#8220;, die uns mit hellen Augen entgegenstarren. Solche Amulette sind noch heute in vielen Ländern des Mittelmeerraums und Vorderen Orients gebräuchlich. Die Angst davor, dass Blicke einen schädlichen Einfluss haben können, gibt es in verschiedenen Kulturen, wie auch davor schützende Rituale und magische Gegenstände. Die ausgestellten römischen Phallusanhänger sollten dem Träger Schutz bieten, indem der böse Blick durch die auffälligen Stücke abgelenkt wird.</p>
<div id="attachment_3216" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Fuchszunge.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3216" class="size-medium wp-image-3216" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Fuchszunge-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Fuchszunge-190x300.jpg 190w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Fuchszunge-649x1024.jpg 649w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Fuchszunge-768x1212.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Fuchszunge.jpg 902w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a><p id="caption-attachment-3216" class="wp-caption-text">Getrocknete Fuchszunge mit Kruzifix (ca. Mitte des 20. Jahrhunderts)</p></div>
<p>Magische und religiöse Vorstelllungen sind oft eng miteinander verschränkt. Im Gegensatz zur Religion bedarf Magie aber nicht zwingend höherer Mächte; vielmehr umfasst sie Mittel, um das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ein sehr ungewöhnliches Exponat ist die getrocknete Zunge eines Fuchses, die mit einem Kreuzanhänger versehen ist. Sie sollte dem Schutz eines Hauses im Saarland dienen, auf dessen Dachboden hängend man sie fand. Körperteile von Füchsen wurden regelmäßig als Heilmittel und Amulette verwendet. Dass die Fuchszunge so gut erhalten ist, weist zumindest darauf hin, dass das zu schützende Haus nicht in Schutt und Asche gelegt worden ist.</p>
<p>In einer Vitrine ist ein menschlicher Schädel aus dem 11. bis 12. Jahrhundert zu sehen, dessen Oberkiefer zerstört ist. Auch die beulenartigen Knochentumore sind auffällig, die an dem in Brandenburg gefundenen Schädel hervortreten. Wir befinden uns im Teil zu Wiedergängern und Nachzehrern. Die Angst vor Toten, die wieder auferstehen und die Lebenden heimsuchen, ist weltweit verbreitet. Magische Praktiken und Sprüche sollen die Verstorbenen daran hindern, sich wieder unter die Lebenden zu mischen. So erklären sich Funde von Skeletten, die in ungewöhnlichen Positionen beigesetzt, gefesselt, gepfählt oder mit Steinen beschwert wurden. Auch die knöchernen Überreste der 45 bis 50 Jahre alten Frau, zu der der Schädel mit den Tumoren gehört, fand man mit großen Steinen auf Kopf und Füßen. Die Tumore, die wahrscheinlich ihr Gesicht entstellten, machten sie womöglich schon zu Lebzeiten zu einer Außenseiterin; nach ihrem Tod versuchte man sie anscheinend am Wiederkehren zu hindern.</p>
<div id="attachment_3217" style="width: 231px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3217" class="size-medium wp-image-3217" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel-221x300.jpg 221w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel-755x1024.jpg 755w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel-768x1041.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel-1133x1536.jpg 1133w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Schaedel.jpg 1230w" sizes="auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px" /></a><p id="caption-attachment-3217" class="wp-caption-text">Schädel einer Frau mit Knochentumoren. Schwere Steine auf Kopf und Füßen sollten wohl verhindern, dass sie als Wiedergängerin zurückkehrt.</p></div>
<p>Auch bei der Behandlung von Krankheiten spielten magische Vorstellungen oftmals eine wichtige Rolle (und tun dies zum Teil bis heute). So sollte der in der Ausstellung gezeigte goldene Fingerring aus Trier, der aus dem 2. Jahrhundert stammt, gegen Augenleiden helfen. Der in den Ring eingefasste Jaspis-Stein ist mit der Gravur einer Eidechse versehen. Sie umgibt ein Ouroboros, die sich selbst in den Schwanz beißende Schlange, was die heilende Wirkung wohl verstärken sollte. Es gibt schriftliche Überlieferungen, wie ein solcher Ring zu seiner Heilkraft kommen soll. Dafür muss eine mit Nadeln geblendete grüne Eidechse über mehrere Tage in einem Krug zusammen mit gravierten Jaspis-Steinen eingesperrt werden. Während dieser Zeit soll die Echse, der Vorstellung nach, ihre Sehkraft wiederherstellen können. Aus den Steinen gefertigte Ringe sollten von da an Augenkrankheiten heilen können.</p>
<div id="attachment_3219" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3219" class="size-medium wp-image-3219" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche-300x201.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche-1024x686.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche-768x515.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche-1536x1030.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche-448x300.jpg 448w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Hexenflasche.jpg 1817w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3219" class="wp-caption-text">Diese Flasche enthielt Haare, Fingernägel, Urin und spitze Gegenstände, die einer Verhexung entgegenwirken sollten.</p></div>
<p>Frauen, die sich der Magie bedienen, werden schon in antiken Mythen beschrieben. Der Begriff der Hexe für eine böse, mit dem Teufel im Bunde stehende Zauberin, findet sich jedoch erst Ende des 13. Jahrhunderts. Man war davon überzeugt, dass Hexen ihren Mitmenschen mit Hilfe von Magie Schaden zufügen können. Eine braune Keramikflasche mit einem bärtigen Gesicht ist in der Ausstellung zu sehen. Es ist eine sogenannte Hexenflasche. Wer unter Verhexung leidet, so stellte man sich vor, wurde von einer Hexe in einem solchem Maße durchdrungen, dass ein Teil ihres Lebensgeistes in Haaren, Fingernägeln oder Urin des Betroffenen eingeschlossen ist. Um der Hexe Schmerzen zuzufügen und sie so dazu zu bringen, den Fluch aufzuheben, konnten diese Körpersubstanzen zusammen mit spitzen Gegenständen in eine Flasche gegeben werden. Tatsächlich enthielt die Flasche aus dem 17. Jahrhundert, die man noch gut verschlossen im Londoner Stadtteil Greenwich vorfand, neben Nadeln und Eisennägeln auch menschliche Haare, Fingernägel und Urin.</p>
<div id="attachment_3220" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3220" class="size-medium wp-image-3220" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe-180x300.jpg" alt="" width="180" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe-180x300.jpg 180w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe-615x1024.jpg 615w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe-768x1279.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe-923x1536.jpg 923w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Rachepuppe.jpg 952w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a><p id="caption-attachment-3220" class="wp-caption-text">Ob diese Rachepuppe (20. Jahrhundert) ihren gewünschten Effekt hatte?</p></div>
<p>Für Liebeszauber, mit denen man die Zuneigung einer begehrten Person auf magische Weise gewinnen wollte, kamen oftmals Püppchen zum Einsatz, so beispielsweise bereits in der klassischen Antike. Man sprach Beschwörungen und stach mit Nadeln in bestimmte Körperteile, wie Hirn, Augen oder Genitalien. Oft wurden die Figuren auch gefesselt. Wurde die Liebe weiterhin nicht erwidert, konnte der Liebeszauber aber auch schnell in einen Schadzauber umschlagen. Die grob geschnitzte und mit Eisennägeln gespickte Rachepuppe in der Ausstellung ist faszinierend anzusehen. Sie stammt aus dem Saarland und wurde von einer Frau gefertigt, die von ihrem Liebhaber verlassen wurde. Hier sollten die Nägel nicht binden, sondern Schmerz zufügen.</p>
<p>Praktiken zur Vorhersage der Zukunft kommen in zahlreichen Kulturen vor. Eine im Altertum weit verbreitete Technik der Wahrsagerei war die Leberschau, auch Hepatomantie genannt. Dazu erbrachte man im Rahmen aufwändiger Rituale Tieropfer, für die meist speziell ausgewählte Schafe verwendet wurden. Die Beschaffenheit der Leber eines Opfertieres wurde anschließend von einem als Haruspex bezeichneten Seher wahrsagerisch gedeutet. Die Leber galt nämlich als Sitz des Lebens und Spiegel des himmlischen Götterwillens. Ihren Ursprung hat die Leberschau um 2500 v. Chr. in Mesopotamien. Später wurde die Praktik von den Hethitern in Kleinasien übernommen und verbreitete sich unter anderem zu den Etruskern und Römern. In einer Vitrine ist ein hethitisches Lebermodell aus hellbraunem Ton zu sehen. Solche Modelle dienten dazu, das zur wahrsagerischen Interpretation von Leberveränderungen benötigte Wissen weiterzugeben. Das Modell in der Ausstellung zeigt auf der linken Seite eine gezackte Wunde; solch eine Veränderung wurde als Zeichen für ein geschlagenes Heer gedeutet.</p>
<div id="attachment_3221" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3221" class="size-medium wp-image-3221" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell-300x235.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell-1024x801.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell-768x601.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell-384x300.jpg 384w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Lebermodell.jpg 1473w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3221" class="wp-caption-text">Blick in die Zukunft? Ein hethitisches Lebermodell aus dem 13. Jahrhundert v. Chr.</p></div>
<p>Es mag überraschen, dass ausgerechnet mit dem Epochenwechsel vom Mittelalter zur Renaissance, als viele neue technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen wurden und das Zeitalter der Europäischen Expansion begann, wieder verstärkt Magier und Sterndeuter um Beistand befragt wurden. Anscheinend sehnten sich viele Menschen in Zeiten, in denen ihr Weltbild auf den Kopf gestellt wurde, nach der Sicherheit althergebrachter magischer Vorstellungswelten. Bis heute erfreut sich insbesondere die bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreichende westliche Astrologie großer Beliebtheit. Auch viele einflussreiche Personen der jüngeren Vergangenheit vertrauten auf die Macht der Gestirne. So beschäftigte beispielsweise der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan in den 1980er Jahren einen Astrologen, der bei politischen Entscheidungen regelmäßig zurate gezogen wurde.</p>
<div id="attachment_3222" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3222" class="size-medium wp-image-3222" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee-300x205.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee-1024x698.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee-768x524.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee-440x300.jpg 440w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2024/05/Bizango-Armee.jpg 1258w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3222" class="wp-caption-text">Der Käfig mit der Bizango-Armee bildet das Zentrum der Ausstellung.</p></div>
<p>Was hat es nun mit den im Käfig ausgestellten Stoffpuppen auf sich und wen soll der Käfig eigentlich schützen &#8211; sie oder uns? Die Figuren werden als Bizango-Armee bezeichnet und stammen aus Haiti. Die Puppen sind teils geflügelt, sitzen auf Stühlen oder laufen auf Krücken; ihre aus kleinen Spiegeln gefertigten Augen wirken leer. Zum Teil enthalten die Figuren menschliche Schädel. Wer genau sie angefertigt hat und wann, ist unbekannt. Ihre Körper sind rot-schwarz, die Farben der mysteriösen haitianischen Bizango-Geheimgesellschaften, die für ihre Voodoo-Praktiken berüchtigt sind. Insgesamt sind etwa 200 solcher Puppen bekannt. Für einige sind Namen und Eigenschaften überliefert; sie können heilen, sind gefürchtet, trinken Tierblut, essen gern gegrillte Früchte oder verlangen schwarze Hühner als Opfer. Welchem genauen Zweck die Figuren in der Ausstellung einst dienten, muss aber offenbleiben.</p>
<p>Insgesamt übertraf die Sonderausstellung &#8222;Magie &#8211; Das Schicksal zwingen&#8220; unsere Erwartungen. Sie hat uns mit ihren vielen spannenden Objekten regelrecht in den Bann gezogen. Jeder Teil präsentiert sich mit anderen, einzigartigen Stücken; die ergänzenden Abbildungen sind bereichernd und die Texte kurzweilig und informativ. Zur Ausstellung sind auch ein Kurzführer sowie ein umfangreiches Buch mit wissenschaftlichen Beiträgen (basierend auf einer der Ausstellung vorhergehenden Tagung) erschienen. Von der Welt der Magie kann man sich noch bis zum 13. Oktober 2024 im Landesmuseum für Vorgeschichte verzaubern lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/magie-das-schicksal-zwingen/">Magie &#8211; Das Schicksal zwingen</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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		<title>Neues Zuhause auf Berlins Friedhöfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2023 19:11:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die eingeschleppte Kantige Laubschnecke hat auf Friedhöfen in Berlin Fuß gefasst. Im Trubel der Stadt bilden Friedhöfe Oasen der Ruhe. Die Begräbnisstätten sind dabei nicht nur Orte der Trauer und Erinnerung sowie Zeugnisse lokaler Geschichte und Kultur &#8211; sie bieten &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/neues-zuhause-auf-berlins-friedhoefen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3207" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3207" class="wp-image-3207 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1-300x223.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1-1024x762.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1-768x571.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1-403x300.jpg 403w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_1.jpg 1065w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3207" class="wp-caption-text">Friedhöfe bieten vielen Tieren Lebensraum, manchmal auch nichteinheimischen.</p></div>
<p><em>Die eingeschleppte Kantige Laubschnecke hat auf Friedhöfen in Berlin Fuß gefasst.</em><span id="more-3199"></span></p>
<p>Im Trubel der Stadt bilden Friedhöfe Oasen der Ruhe. Die Begräbnisstätten sind dabei nicht nur Orte der Trauer und Erinnerung sowie Zeugnisse lokaler Geschichte und Kultur &#8211; sie bieten auch vielen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Der Rolle von Friedhöfen als Lebensraum widmet sich unser Forschungsprojekt &#8222;Leben zwischen Gräbern&#8220; am <a href="https://www.museumfuernaturkunde.berlin/" target="_blank" rel="noopener">Berliner Museum für Naturkunde</a>. Im Rahmen dieses Projekts haben wir im vergangenen Jahr auf einigen Berliner Friedhöfen die dort vorkommenden Schnecken untersucht.</p>
<p>Landschnecken haben es im dicht besiedelten städtischen Raum, in dem die Böden großflächig versiegelt sind, oft nicht leicht. Daher können Friedhöfe für sie dort wichtige Rückzugsorte darstellen. Auf Berlins Friedhöfen kommen viele verschiedene Schneckenarten vor; sie verbergen sich in Mauerritzen, kriechen an verwitterten Grabsteinen und im dichten Efeu oder lassen sich zwischen dem Laub und in der dunklen Friedhofserde finden. Zusammen mit unserer Kollegin Eva Hackenberg stießen wir auf mehreren Friedhöfen allerdings auch auf eine Schneckenart, die wir nicht erwartet hatten.</p>
<div id="attachment_3202" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3202" class="wp-image-3202 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2-300x187.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2-1024x637.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2-768x478.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2-482x300.jpg 482w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/12/Hygromia_cinctella_2.jpg 1092w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3202" class="wp-caption-text">Die Kantige Laubschnecke ist gut an ihrem kantigen Gehäuse zu erkennen.</p></div>
<p>Auf zwei der von uns untersuchten Friedhöfe entdeckten wir zahlreiche Individuen der nichteinheimischen Kantigen Laubschnecke (<em>Hygromia cinctella</em>), die aus Berlin und Brandenburg bislang nicht bekannt war. Diese Art kann gut anhand der ausgeprägten, häufig hell gebänderten Kante des etwa einen Zentimeter breiten Gehäuses identifiziert werden. Dass sich der Neuankömmling auf den beiden Friedhöfen bereits fest etabliert hat, zeigte sich auch an der großen Zahl gefundener Jungtiere. Eine Veröffentlichung dazu ist nun in der Fachzeitschrift <a href="http://dmg.mollusca.de/images/mitteilungen_dmg/mitteilungen108/mitt_dmg_108_001-008_oheimb.pdf" target="_blank" rel="noopener">Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft</a> erschienen. Anhand von Citizen-Science-Plattformen, auf denen Freiwillige Fotos von beobachteten Tieren und Pflanzen hochladen, konnten wir außerdem nachvollziehen, dass die Kantige Laubschnecke nicht erst 2022, sondern mindestens schon 2019 in Berlin angekommen ist.</p>
<p>Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Art liegt auf der Italienischen Halbinsel, von wo aus sie sich, insbesondere seit Mitte des 20. Jahrhunderts, in viele Regionen West- und Mitteleuropas ausgebreitet hat. Interessanterweise scheinen Friedhöfe bei der Ausbreitung der Art wiederholt eine Rolle gespielt zu haben, denn auch in verschiedenen Regionen Ungarns und Österreichs wurden die Schnecken zuerst an diesen Orten gefunden. Die Art wurde in Deutschland erstmals 1995, an der Donau in Bayern, nachgewiesen. Berlin erreichten die Schnecken wahrscheinlich mit Hilfe des Menschen, vielleicht als blinde Passagiere mit Pflanzen oder Erde.</p>
<p>Der Neuankömmling blieb auch der Tierwelt auf Berlins Friedhöfen nicht verborgen. Anhand bestimmter Fraßspuren an leeren Gehäusen konnten wir feststellen, dass die Kantige Laubschnecke offenbar regelmäßig auf dem Speiseplan von Mäusen und schneckenfressenden Käfern landet. Inwiefern sie mit heimischen Schneckenarten interagiert oder gar konkurriert, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist anzunehmen, dass die Art sich in Berlin und Umgebung rasch weiter ausbreiten wird. So werden sich in Zukunft nicht nur die Tiere auf Berlins Friedhöfen ihren Lebensraum mit den Neubürgern teilen müssen.</p>
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		<title>Ungeheuerliches in Schloss Ambras</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2023 15:31:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen und Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Besuch in der Sonderausstellung &#8222;Schaurig Schön 2.0&#8220; in Innsbruck Beginnen wir gleich mit der schlechten Nachricht: Die Sonderausstellung &#8222;Schaurig Schön 2.0&#8220; im österreichischen Innsbruck war am 31. Oktober 2023 zum letzten Mal zu sehen. Zum Glück wird eine Vielzahl &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/ungeheuerliches-in-schloss-ambras/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/ungeheuerliches-in-schloss-ambras/">Ungeheuerliches in Schloss Ambras</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3175 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0-300x225.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0-1024x768.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0-768x576.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0-400x300.jpg 400w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schaurig_schoen_2_0.jpg 1296w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em>Zu Besuch in der Sonderausstellung &#8222;Schaurig Schön 2.0&#8220; in Innsbruck</em><span id="more-3173"></span></p>
<p>Beginnen wir gleich mit der schlechten Nachricht: Die Sonderausstellung <a href="https://www.schaurigschoen.at/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Schaurig Schön 2.0&#8220;</a> im österreichischen Innsbruck war am 31. Oktober 2023 zum letzten Mal zu sehen. Zum Glück wird eine Vielzahl der faszinierenden Objekte aus der Ausstellung aber auch dauerhaft in der Kunst- und Wunderkammer von <a href="https://www.schlossambras-innsbruck.at/" target="_blank" rel="noopener">Schloss Ambras</a> gezeigt.</p>
<p>Als wir an einem bewölkten Oktobertag die Ausstellung in Schloss Ambras besuchten, empfing uns gleich beim Betreten der Räumlichkeiten das Geräusch zischender Schlangen. Sie stimmten auf die im ersten Ausstellungsraum präsentierten Darstellungen der Medusa ein. Unter anderem war hier das großformatige und wunderbar detaillierte &#8222;Haupt der Medusa&#8220; des flämischen Malers Peter Paul Rubens (1577-1640) zu sehen, das den abgeschlagenen Kopf der schlangenhaarigen Gorgone zeigt. Der Sage nach gelang es dem Helden Perseus sie zu enthaupten, indem er sich ihr unter Einsatz seines spiegelnden Schildes näherte und so ihrem Blick entging, der jeden in Stein verwandelte. Die Schlangen auf dem Kopf der Medusa winden sich wild. Sie stammen wohl nicht von Rubens selbst, sondern von dem Tiermaler Frans Snyders (1579-1657). Blut läuft aus dem Hals der Medusa und ihr Blick zeigt blankes Entsetzen. Weitere Tiere, wie Feuersalamander, Skorpion und Spinnen im unteren Teil des Gemäldes ergänzen die grausige Stimmung. Die auf Sockeln neben dem Bild präsentierten Korallenstämme wiesen auf eine Überlieferung hin, die sie mit der Geschichte der Medusa in Verbindung bringt. Die verzweigten, teils leuchtend roten Gebilde, tatsächlich die Kalkskelette koloniebildender Nesseltiere, sollen demnach aus dem ins Meer tropfenden und anschließend versteinerten Blut der Medusa entstanden sein. Dazu passt auch, dass Korallen im Volksglauben eine Schutzwirkung vor dem &#8222;bösen Blick&#8220; nachgesagt wird.</p>
<div id="attachment_3177" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3177" class="wp-image-3177 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-300x159.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-1024x542.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-768x407.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-1536x813.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-2048x1085.jpg 2048w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Haupt_der_Medusa-500x265.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3177" class="wp-caption-text">Haupt der Medusa, Peter Paul Rubens und Frans Snyders, ca. 1618 (Bild: Mährische Galerie in Brünn)</p></div>
<p>Die historischen Räumlichkeiten von Schloss Ambras mit den bei jedem Schritt knarrenden Holzfußböden passten hervorragend zur unheimlichen Atmosphäre der Ausstellung. Die holzverkleideten Decken und die teils mit Jagdszenen sowie ornamentalen Pflanzen- und Tierdarstellungen bemalten Wände ließen unsere Blicke oft zur Decke wandern. Der Tiroler Landesfürst Ferdinand II. (1529-1595), Erzherzog von Österreich aus dem Hause Habsburg und Sohn des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand I., baute die mittelalterliche Burg Ambras zu einem imposanten Renaissanceschloss aus. In einem eigens dafür neu errichteten Gebäude, dem Unterschloss, schuf er Platz für seine umfangreichen Sammlungen von Rüstungen und Waffen, Kunstwerken und seltenen Naturalien, die er aus aller Welt zusammentrug und hier ausstellte. Und auch viele Stücke in der Sonderausstellung stammten aus ebendiesen Sammlungen.</p>
<div id="attachment_3180" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3180" class="wp-image-3180 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen-300x217.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen-1024x741.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen-768x556.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen-415x300.jpg 415w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Schlangen.jpg 1502w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3180" class="wp-caption-text">Zwei Schlangen aus Serpentin (Bild: KHM-Museumsverband; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-NC-SA-4.0-Lizenz</a>)</p></div>
<p>Wir bemerkten zwei Schlangenfiguren aus dem 16. Jahrhundert. Eine von ihnen erschien uns verblüffend naturalistisch und dafür es gibt einen Grund. Um sie herzustellen, wurde nämlich der Körper einer echten Natter verwendet. Es handelt sich um einen Naturabguss, für den man das tote Tier mit Ton umhüllte, der anschließend im Ofen gebrannt wurde. Während der Schlangenkörper verbrannte, blieb ein Hohlraum zurück, der anschließend mit Bronze ausgegossen wurde. Selbst die feine Schuppenstruktur der Schlange hat sich so erhalten. Die andere Figur stellt zwei ineinander verschlungene Schlangen dar. Das Objekt besteht aus Serpentin, auch als Schlangenstein bezeichnet. Und tatsächlich erinnert die Musterung des Gesteins etwas an Schlangenhaut. Man glaubte, dass dieses Material unter anderem gegen Vergiftungen durch Schlangenbisse helfen würde.</p>
<div id="attachment_3182" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3182" class="wp-image-3182 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten-200x300.jpg 200w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten-683x1024.jpg 683w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten-768x1152.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten-1024x1536.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Schuettelkasten.jpg 1203w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p id="caption-attachment-3182" class="wp-caption-text">Zappelnde Kreaturen im Ambraser Schüttelkasten (Bild: KHM-Museumsverband; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-NC-SA-4.0-Lizenz</a>)</p></div>
<p>Ein zunächst unscheinbar wirkendes Holzkästchen, nicht einmal so groß wie ein Schuhkarton, erregte unsere Aufmerksamkeit. Es stand geschützt in einer Vitrine, so dass man von oben hineinsehen konnte. Im Inneren des Kastens eröffnete sich eine Miniaturwelt von beschuppten, gepanzerten und geflügelten Kreaturen, die aus Höhlen hervorschauten und zwischen dem Moos am Grund lauerten. Wir entdeckten wurmartige Wesen und echte Schneckenschalen. Der &#8222;Ambraser Schüttelkasten&#8220; stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Selbst schütteln durfte man das empfindliche Stück natürlich nicht; in der Ausstellung wurde aber in einem Video gezeigt, wie die kleinen Wesen durch das Bewegen des Kastens nach und nach zum Leben erwachen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ThH3KknWmhA" target="_blank" rel="noopener">hier</a> kann man einen Eindruck davon bekommen). Die aufgehängten Gliedmaßen erzittern und die Kreaturen scheinen loszukrabbeln. Die Wesen bewegen ihre Köpfe, sodass die winzigen Schlangen, Würmer und Schnecken, die sie teils in ihren Mäulern festhalten, hin und her geschüttelt werden.</p>
<div id="attachment_3183" style="width: 209px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3183" class="wp-image-3183 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel-199x300.jpg 199w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel-680x1024.jpg 680w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel-768x1156.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel-1020x1536.jpg 1020w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Teufel.jpg 1139w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /></a><p id="caption-attachment-3183" class="wp-caption-text">Angeblich wurde dieser in Glas eingeschlossene Teufel einem Besessenen ausgetrieben. (Bild: KHM-Museumsverband; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-NC-SA-4.0-Lizenz</a>)</p></div>
<p>Ein Teil der Ausstellung widmete sich Teufeln und Dämonen &#8211; Wesen, die oft auf umgedeuteten vorchristlichen Vorstellungen basieren. Aus dem 17. Jahrhundert stammt ein dort gezeigter kleiner, in Glas eingeschlossener Teufel. Einer historischen Beschreibung des Objekts zufolge, soll er einst einem Besessenen ausgetrieben und daraufhin in das Glas verbannt worden sein. Ein paar Vitrinen weiter wurden Teufelsmasken und Fasnachtskostüme aus Tirol ausgestellt. Beeindruckend gruselig war das <a href="https://www.schaurigschoen.at/fileadmin/user_upload/Luziferfigur_Volkskunstmuseum.png" target="_blank" rel="noopener">Luziferkostüm</a> aus dem 18. Jahrhundert. Es war eine Leihgabe des <a href="https://www.tiroler-landesmuseen.at/haeuser/tiroler-volkskunstmuseum/" target="_blank" rel="noopener">Tiroler Volkskunstmuseums</a>, welches übrigens auch sehr sehenswert ist. Das Kostüm ist übergroß, sodass der Träger aus dem Mund der Maske herausschauen muss. Diese zeigt eine Fratze mit hervorquellenden Augen, einer hakenförmig gebogenen Nase und riesigen Zähnen. Die lange Zunge reicht bis zur Brust und auf dem Rücken des Kostüms finden sich Flügel. Vier Hörner zieren das Haupt und auf den Schultern hocken kleine Dämonen. Das Luziferkostüm wurde einst bei Nikolausspielen getragen; dann wurden auch die Zunge und die Flügel über einen Mechanismus bewegt. Diese Gestalt hatte sicherlich für viel Erschrecken gesorgt.</p>
<div id="attachment_3184" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3184" class="wp-image-3184 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein-200x300.jpg 200w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein-683x1024.jpg 683w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein-768x1152.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein-1024x1536.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Ambraser_Toedlein.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p id="caption-attachment-3184" class="wp-caption-text">Das Ambraser Tödlein erinnert an die Sterblichkeit. (Bild: KHM-Museumsverband; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-NC-SA-4.0-Lizenz</a>)</p></div>
<p>In einem schwach beleuchteten, schwarz ausgekleideten Raum fand ein besonderes Ausstellungsstück seinen Platz: Das Ambraser Tödlein. Das filigrane hölzerne Skelett ist nicht länger als ein Unterarm. Es wurde aus nur einem einzigen Stück Holz gefertigt und entstand vermutlich vor 1519. Die Figur ist erstaunlich detailliert gearbeitet. Man sieht die einzelnen Rippen und an den halb verwesten Füßen lassen sich selbst die Zehennägel erkennen. Obwohl dem Tödlein die Haut in Fetzen herabhängt und sein Schädel entblößt wird, erscheint es äußerst lebendig. In den Händen hält es Pfeile und Bogen und gemahnt damit die Lebenden an ihre Sterblichkeit.</p>
<p>Am Ende der Ausstellung wurde sehr realer Horror vergangener Jahrhunderte thematisiert. Dort konnten wir unter anderem das berühmte <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vlad_Tepes_002.jpg#/media/File:Vlad_Tepes_002.jpg" target="_blank" rel="noopener">Portrait</a> von Vlad III. Dracula (1431-1476) sehen. Das Bild wurde im 16. Jahrhundert nach einem zeitgenössischen Gemälde angefertigt, welches nicht mehr erhalten ist. Das Portrait soll das Aussehen des gefürchteten Fürsten der Walachei, den der irische Schriftsteller Bram Stoker (1847-1912) als Vorbild für seinen &#8222;Dracula&#8220; nahm, zuverlässig wiedergeben. Daneben hing eine historische Darstellung von Pfählungen, für die Vlad III. berüchtigt war und die ihm den Beinamen Țepeș, der Pfähler, einbrachten.</p>
<div id="attachment_3185" style="width: 252px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Gregor_Baci.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3185" class="wp-image-3185 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Gregor_Baci-242x300.jpg" alt="" width="242" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Gregor_Baci-242x300.jpg 242w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Gregor_Baci-768x951.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Gregor_Baci.jpg 775w" sizes="auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px" /></a><p id="caption-attachment-3185" class="wp-caption-text">Portrait des Gregor Baci nach seinem furchtbaren Unfall</p></div>
<p>Ein anderes Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, dessen Motiv im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge stach, war das Portrait des Gregor Baci. Es zeigt den ungarischen Edelmann nach einem grausigen Unfall mit einer Lanze, die sein rechtes Auge durchbohrte und am Hinterkopf wieder heraustrat. Berichten zufolge soll der Unglückliche noch mehr als ein Jahr mit dieser Verletzung gelebt haben. Dass es tatsächlich möglich ist, eine solche Verletzung zu überstehen, ohne dass Gehirnareale oder größere Gefäße zerstört werden, zeigte ein Forschungsprojekt, das in Zusammenarbeit mit den Innsbrucker Universitätskliniken durchgeführt wurde. In der Ausstellung war neben dem Gemälde Bacis ein 3D-Modell eines Schädels zu sehen, an dem man den Weg der Lanze durch den Kopf nachvollziehen konnte.</p>
<p>Insgesamt war &#8222;Schaurig Schön 2.0&#8220; eine unglaublich spannende Sonderausstellung. Praktisch jedes der einzigartigen Objekte in der Ausstellung, zu der übrigens auch ein informativer Katalog erschienen ist, hat uns in seinen Bann gezogen. Wer sich über den Namen wundert; die Sonderausstellung war eine erweiterte Version der Ausstellung &#8222;Schaurig Schön&#8220;, die 2011 im <a href="https://www.khm.at/" target="_blank" rel="noopener">Kunsthistorischen Museum Wien</a> gezeigt wurde, zu dessen Verband auch Schloss Ambras gehört.</p>
<div id="attachment_3188" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3188" class="wp-image-3188 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer-300x225.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer-1024x768.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer-768x576.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer-400x300.jpg 400w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2023/11/Kunst-_und_Wunderkammer.jpg 1296w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3188" class="wp-caption-text">Ein kleiner Einblick in die umfangreiche Ambraser Kunst- und Wunderkammer</p></div>
<p>Neben der Sonderausstellung haben wir in Schloss Ambras auch die berühmte Kunst- und Wunderkammer besichtigt. Die dort gezeigten Sammlungen gehen auf Ferdinand II. zurück, der bereits mehrere Mitarbeiter beschäftigte, um die Objekte zu dokumentieren und zu verwalten. Wir waren geradezu überwältigt von der Fülle an Kuriositäten, darunter Gemälde von riesen- und kleinwüchsigen Menschen sowie solchen mit übermäßiger Behaarung, einen in einen Baum eingewachsenen Hirschschädel, Kreuzigungsszenen aus geschnitzter Koralle, Gemälde auf Alabaster, ein wunderbarer &#8222;Tödlein&#8220;-Schrein und filigranste Arbeiten aus Perlmutt, Elfenbein, Glas, Gold und Holzspänen. Darüber hinaus sind auch die anderen Bereiche von Schloss Ambras, wie die Rüstkammern, die prunkvollen Räumlichkeiten, und die Gärten mitsamt künstlich angelegter Grotte sehr sehenswert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/ungeheuerliches-in-schloss-ambras/">Ungeheuerliches in Schloss Ambras</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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		<title>Hinter den Kulissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2022 21:01:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zehn Jahre Schemenkabinett-Blog und was sonst noch passiert(e). Hier im Schemenkabinett-Blog ist es zuletzt etwas ruhiger geworden, und das lag nur zum Teil an unserem Wohnortwechsel. Aus London sind wir vor rund drei Jahren in die nicht weniger pulsierende deutsche &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/hinter-den-kulissen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/hinter-den-kulissen/">Hinter den Kulissen</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-3157" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke-300x225.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke-1024x768.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke-768x576.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke-400x300.jpg 400w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2022/10/Friedhofsschnecke.jpg 1210w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Zehn Jahre Schemenkabinett-Blog und was sonst noch passiert(e).</em><span id="more-3152"></span></p>
<p>Hier im Schemenkabinett-Blog ist es zuletzt etwas ruhiger geworden, und das lag nur zum Teil an unserem Wohnortwechsel. Aus London sind wir vor rund drei Jahren in die nicht weniger pulsierende deutsche Hauptstadt gezogen. In Berlin waren wir dann vor allem &#8222;hinter den Kulissen&#8220; des Blogs beschäftigt. Einiges davon war anderswo zu sehen und zu hören: Unter anderem standen wir für die Show <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4TXMp-7fEHk" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Schleimig!&#8220;</a> des Wissenschaftsvarietés Glitzern &amp; Denken am Berliner Museum für Naturkunde auf der Bühne, um Informatives und Skurriles über Muscheln, Schnecken und Kopffüßer zu berichten. Ein kurzes Interview mit uns zum Schemenkabinett ist <a href="https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/feature-schemenkabinett-l-glitzern-denken" target="_blank" rel="noopener">hier</a> zu finden. Und wer einmal Saugnäpfe eines Riesenkalmars oder Schalen von Perlbooten sehen möchte, kann sich eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=L8FqXx2nOHg" target="_blank" rel="noopener">Führung</a> durch die Mollusken-Sammlung des Museums für Naturkunde anschauen, die COVID-19-bedingt online stattfand. Letztes Jahr waren wir zudem &#8211; pünktlich zu Halloween &#8211; im Podcast Beats &amp; Bones mit der Episode <a href="http://www.schemenkabinett.de/zwischen-leben-und-tod-mystische-tierwelt/">&#8222;Zwischen Leben und Tod: Mystische Tierwelt&#8220;</a> vertreten. Dort sprachen wir unter anderem über Tiere, die mit dem Tod in Verbindung gebracht werden und welche, die sich gern auf Friedhöfen tummeln.</p>
<p>Apropos Friedhöfe; diese Orte sind nun auch mehr in unser wissenschaftliches Interesse gerückt. Denn überraschend viele Wildtiere finden Lebensraum auf den Totenäckern, selbst in der dicht besiedelten Millionenstadt Berlin. In dem Projekt &#8222;Leben zwischen Gräbern&#8220; widmen wir uns den Lebewesen, die auf den zahlreichen Friedhöfen Berlins vorkommen. Uns interessiert dabei unter anderem, wie viele und welche Arten in diesen besonderen Lebensräumen zu Hause sind und welche Faktoren ihr Vorkommen bestimmen.</p>
<p>Unser Schemenkabinett-Blog, das heute seinen zehnten Geburtstag feiert, werden wir auch in Zukunft weiterführen, wenn auch wohl nicht mehr in so hoher Artikel-Frequenz wie früher. Sicherlich wird es dann auch den ein oder anderen Beitrag zu Friedhöfen geben. Zudem sind wir weiterhin mit unserem <a href="https://www.instagram.com/schemenkabinett/" target="_blank" rel="noopener">Instagram-Profil</a> aktiv. Doch auch abseits digitaler Formate möchten wir in Zukunft mit dem Schemenkabinett wieder in Erscheinung treten. Was wir dabei genau planen, wird noch bekannt gegeben. Reinschauen lohnt sich also.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://www.schemenkabinett.de/hinter-den-kulissen/">Hinter den Kulissen</a> erschien zuerst auf <a href="http://www.schemenkabinett.de">Schemenkabinett</a>.</p>
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		<title>Zwischen Leben und Tod: Mystische Tierwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2021 12:48:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schemenkabinett]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Gast im Podcast Beats &#38; Bones des Museums für Naturkunde Berlin. Warum können Schneckenschalen den Tod symbolisieren? Aus welchem Grund gelten Raben und Krähen als Galgenvögel, und wie leblos sind Friedhöfe wirklich? Dies sind nur einige der Fragen, denen &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/zwischen-leben-und-tod-mystische-tierwelt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3137" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/10/Beats_and_Bones.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3137" class="wp-image-3137 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/10/Beats_and_Bones-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/10/Beats_and_Bones-300x300.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/10/Beats_and_Bones-150x150.jpg 150w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/10/Beats_and_Bones-768x768.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/10/Beats_and_Bones.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3137" class="wp-caption-text">Bild: <a href="https://www.sarah-heuzeroth.de/" target="_blank" rel="noopener">Sarah Heuzeroth</a></p></div>
<p><em>Zu Gast im Podcast Beats &amp; Bones des Museums für Naturkunde Berlin.</em><span id="more-3127"></span></p>
<p>Warum können Schneckenschalen den Tod symbolisieren? Aus welchem Grund gelten Raben und Krähen als Galgenvögel, und wie leblos sind Friedhöfe wirklich? Dies sind nur einige der Fragen, denen wir als Interviewpartner im Podcast <a href="https://www.museumfuernaturkunde.berlin/beatsandbones" target="_blank" rel="noopener">Beats &amp; Bones</a> des Berliner Museums für Naturkunde auf den Grund gehen. Der von <a href="https://www.aufdieohren.de/" target="_blank" rel="noopener">Auf die Ohren</a> produzierte Podcast mit dem Moderator Lukas Klaschinski wird mittlerweile in der dritten Staffel ausgestrahlt und bietet vielfältige Einblicke hinter die Kulissen des Museums. In diesem Jahr wurde er in der Kategorie &#8222;Bester Podcast&#8220; mit dem <a href="https://www.deutscher-hoerbuchpreis.de/archiv/dhp-2021/die-preistraeger" target="_blank" rel="noopener">Deutschen Hörbuchpreis</a> ausgezeichnet. In der rund 40-minütigen Folge &#8222;Zwischen Leben und Tod: Mystische Tierwelt&#8220;, die pünktlich zu Halloween erschienen ist, tauchen wir in die unheimliche und morbide Welt der Tiere ein, betrachten die biologischen Hintergründe bestimmter Vorstellungen aus dem Volksglauben und sprechen über die enge Verbindung von Leben und Tod.</p>
<p>Anhören kann man sich die Podcast-Folge hier:</p>
<p><script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://beats-and-bones.podigee.io/27-neue-episode/embed?context=external"></script></p>
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		<title>Katzen auf der Body Farm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2021 18:29:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler untersuchten die Fraßmuster verwilderter Hauskatzen an menschlichen Leichen. Menschenfleisch gehört normalerweise nicht zum Nahrungsspektrum von Hauskatzen (Felis catus). Verstirbt der Besitzer einer Wohnungskatze unbemerkt in seinem Zuhause, kann es allerdings vorkommen, dass das Tier in der Folge Teile des &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/katzen-auf-der-body-farm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3107" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Katze.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3107" class="wp-image-3107 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Katze-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Katze-300x225.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Katze-768x576.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Katze-400x300.jpg 400w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Katze.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3107" class="wp-caption-text">Bild: Verändert nach <a href="https://www.flickr.com/photos/sukanto_debnath/" target="_blank" rel="noopener">Sukanto Debnath</a>; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-2.0-Lizenz</a></p></div>
<p><em>Wissenschaftler untersuchten die Fraßmuster verwilderter Hauskatzen an menschlichen Leichen.</em><span id="more-3106"></span></p>
<p>Menschenfleisch gehört normalerweise nicht zum Nahrungsspektrum von Hauskatzen (<em>Felis catus</em>). Verstirbt der Besitzer einer Wohnungskatze unbemerkt in seinem Zuhause, kann es allerdings vorkommen, dass das Tier in der Folge Teile des Verstorbenen frisst. Dass ein solches Verhalten nur selten dokumentiert werden konnte, liegt unter anderem daran, dass Katzen in der Regel keine Aasfresser sind; sie bevorzugen es zu jagen und frisches Fleisch zu fressen. Zudem stellen sie sich ungern auf Nahrung ein, die sie nicht kennen.</p>
<p>Zwei Fälle, in denen verwilderte Hauskatzen an im Freien liegenden menschlichen Leichen fraßen, wurden von Wissenschaftlern um Sara Garcia in der Fachzeitschrift <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/1556-4029.14238" target="_blank" rel="noopener">Journal of Forensic Sciences</a> beschrieben. Die entsprechenden Beobachtungen fanden in der <a href="https://www.coloradomesa.edu/forensic-investigation-research-station/forensic-investigation-facilities.html" target="_blank" rel="noopener">Forensic Investigation Research Station</a> der Colorado Mesa University statt. Bei dieser Einrichtung im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado handelt es sich um eine sogenannte Body Farm, ein Areal, das der wissenschaftlichen Untersuchung von Verwesungsprozessen an menschlichen Leichen dient. Da die Umzäunung dieser Body Farm für kleinere und flugfähige Tiere kein Hindernis darstellt, können dort auch Fraßmuster, die solche Aasfresser an den toten Körpern hinterlassen, untersucht werden.</p>
<p>In den beschriebenen Fällen dokumentierten Infrarot-Kameras die Anwesenheit von verwilderten Hauskatzen auf dem Gelände der Body Farm. Beide Male waren zuvor mehrere unbekleidete Leichen, alle in Rückenlage und in einigem Abstand voneinander, unter freiem Himmel auf dem Areal platziert worden und warteten auf ihre Verwesung. Täglich inspizierten die Forscher die toten Körper und erfassten deren Zustand.</p>
<div id="attachment_3111" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3111" class="wp-image-3111 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University-300x155.jpg" alt="" width="300" height="155" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University-300x155.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University-1024x529.jpg 1024w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University-768x397.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University-1536x794.jpg 1536w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University-500x258.jpg 500w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/06/Colorado_Mesa_University.jpg 1639w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3111" class="wp-caption-text">Die Body Farm ist Bestandteil der Colorado Mesa University. (Bild: Jeffrey Beall; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-4.0-Lizenz</a>)</p></div>
<p>Der erste dokumentierte Fall betraf die Leiche einer 79 Jahre alten Frau, die 13 Tage nach ihrem Tod auf der Body Farm ausgelegt worden war. Nach fünf Tagen tauchten erste Veränderungen an ihrem Körper auf, die auf die Anwesenheit eines ungewöhnlichen Aasfressers hindeuteten. Die Infrarot-Kamera zeigte eine verwilderte Hauskatze mit getigertem Fell, die Gewebestücke von der Toten riss. Erst am linken Arm, bald darauf im Brustbereich. Die Katze konzentrierte sich auf die Haut und das darunterliegende Fettgewebe. Über einen Zeitraum von 35 Tagen kam sie fast jede Nacht und riss jedes Mal weitere Gewebeschichten ab, wodurch der Oberarmknochen langsam sichtbar wurde. An den Wundrändern zog das Tier die Haut nach hinten, sodass es besser an das Fettgewebe kam.</p>
<p>Beim zweiten in der Studie beschriebenen Fall fanden sich an der Leiche eines 70 Jahre alten Mannes, die elf Tage nach seinem Tod ausgelegt worden war, Fraßspuren an der seitlichen linken Schulter, dem linken Arm sowie an der Seite des Unterleibs. In diesem Fall war der Verursacher eine schwarze verwilderte Hauskatze. Über einen Zeitraum von 16 Tagen kam das Tier wiederholt und zum Teil mehrfach in der Nacht, und riss Stücke des Toten ab. Die Katze ließ sich dann einen Monat lang nicht mehr blicken, kam danach aber nochmal für zwei Nächte zurück, um erneut von der Leiche zu fressen. Neben den offensichtlichen Fraßspuren fanden die Wissenschaftler seltsame streifenförmige Verletzungen an der Haut. Die Kameraaufnahmen klärten auf, was es mit diesen auf sich hatte. Während die Katze vom Arm der Leiche fraß, stellte sie ihre Pfoten auf diesem ab und grub ihre Krallen tief in die Haut. Sie nutzte ihre Krallen offensichtlich dazu, um sich zu verankern, während sie das Fleisch schichtweise mit den Zähnen abriss.</p>
<p>Obwohl sich in beiden Fällen noch weitere Körper auf dem Gebiet der Body Farm befanden, fraßen die Katzen jeweils nur an einer einzigen Leiche. Die Wissenschaftler bringen dies mit der Abneigung von Katzen sich auf neue Nahrungsquellen einzulassen in Zusammenhang. Beide Katzen hörten auf an den Leichen zu fressen, als die Verwesung einen fortgeschrittenen Zustand erreichte. Ab einem bestimmten Punkt schienen die toten Körper den Katzen offenbar nicht mehr zu schmecken.</p>
<p>Neben anderen Tieren, wie Hunden, <a href="http://www.schemenkabinett.de/waschbaeren-fressen-an-menschlichen-leichen/">Waschbären</a>, Nagetieren, <a href="http://www.schemenkabinett.de/die-graeberbuckelfliege/">Fliegen</a> und diversen weiteren Insekten, und sogar <a href="http://www.schemenkabinett.de/winzige-schnecken-an-vergrabenen-knochen/">Schnecken</a> reihen sich also auch Hauskatzen in die Liste der Tiere ein, die dazu beitragen können, einen ungeschützt herumliegenden menschlichen Leichnam zu zersetzen.</p>
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		<title>Ars Anatomica &#8211; Die kunstvolle Darstellung des menschlichen Körpers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schemenkabinett]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2021 11:10:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem opulenten Bildband präsentiert Joanna Ebenstein faszinierende anatomische Illustrationen aus verschiedenen Jahrhunderten. Ein Bild zeigt einen Mann, der seine Haut wie einen Mantel abstreift und seine darunterliegenden Muskeln entblößt. In dunklen Farben werden Teile des menschlichen Verdauungstrakts als seltsames &#8230; <a href="http://www.schemenkabinett.de/ars-anatomica-die-kunstvolle-darstellung-des-menschlichen-koerpers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3090" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Herz-rotated.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3090" class="wp-image-3090 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Herz-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Herz-300x237.jpg 300w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Herz-768x608.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Herz-379x300.jpg 379w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Herz-rotated.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3090" class="wp-caption-text">Diese Abbildung eines Herzens mit Blutgefäßen ist das Werk eines unbekannten Künstlers und stammt wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert. (Bild: <a href="https://wellcomecollection.org/works/te74edde" target="_blank" rel="noopener">Wellcome Collection</a>; <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener">CC-BY-4.0-Lizenz</a>)</p></div>
<p><em>In einem opulenten Bildband präsentiert Joanna Ebenstein faszinierende anatomische Illustrationen aus verschiedenen Jahrhunderten.</em><span id="more-3089"></span></p>
<p>Ein Bild zeigt einen Mann, der seine Haut wie einen Mantel abstreift und seine darunterliegenden Muskeln entblößt. In dunklen Farben werden Teile des menschlichen Verdauungstrakts als seltsames Stillleben präsentiert. Dies sind nur zwei der knapp 300 Illustrationen, die sich im Bildband &#8222;Ars Anatomica &#8211; Die kunstvolle Darstellung des menschlichen Körpers&#8220; finden lassen, welchen die <a href="https://www.morbidanatomy.org/" target="_blank" rel="noopener">Morbid-Anatomy</a>-Gründerin <a href="https://www.joannaebenstein.com/" target="_blank" rel="noopener">Joanna Ebenstein</a> mit Unterstützung der medizinischen Illustratorin <a href="http://www.mariedauenheimer.com/" target="_blank" rel="noopener">Marie Dauenheimer</a> herausgegeben hat.</p>
<p><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Cover.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-3094" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Cover-234x300.jpg" alt="" width="234" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Cover-234x300.jpg 234w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Cover-768x983.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Cover.jpg 781w" sizes="auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px" /></a>Das sehr ansprechend gestaltete Buch enthält Darstellungen, die größtenteils aus dem 16. bis 20. Jahrhundert stammen; die meisten davon aus der westlichen Welt. Das Werk ist nach Körperregionen gegliedert und führt in jedem Kapitel durch anatomische Illustrationen unterschiedlicher Epochen und Künstler. Zähne, Gehirne, Herzen und Geschlechtsorgane lassen sich auf den Seiten ebenso entdecken wie makellose Jünglinge mit aufgeschnittenen Körpern, erstaunlich erwachsen aussehende Föten im Mutterleib und sezierende Anatomen in repräsentativen Sälen.</p>
<p>Die zusammengestellten Werke offenbaren viel über die Weltsicht der jeweiligen Epoche. So wurde bis in die frühe Neuzeit angenommen, dass der menschliche Körper einen Mikrokosmos des gesamten Universums darstelle und die Gestirne Einfluss auf bestimmte Körperteile haben. Ein Schaubild aus dem späten 15. Jahrhundert stellt die Tierkreiszeichen auf bestimmten Körperteilen dar, mit denen sie in Verbindung gebracht wurden. Solche Illustrationen dienten als Leitfaden für die Planung von Operationen. Ein Körperteil sollte nicht behandelt werden, wenn der Mond im zugehörigen Tierkreiszeichen stand, da dies als gefährlich galt. In der Renaissance entstanden erstmals äußerst naturgetreue Darstellungen des menschlichen Körperinneren, die für Mediziner und Studenten wertvolle Lehrmittel waren und bis heute mit ihrer ästhetischen Qualität und einem unglaublichen Detailreichtum beeindrucken.</p>
<div id="attachment_3096" style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Tierkreismensch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3096" class="wp-image-3096 size-medium" src="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Tierkreismensch-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" srcset="http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Tierkreismensch-213x300.jpg 213w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Tierkreismensch-726x1024.jpg 726w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Tierkreismensch-768x1084.jpg 768w, http://www.schemenkabinett.de/wp-content/uploads/2021/03/Tierkreismensch.jpg 788w" sizes="auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px" /></a><p id="caption-attachment-3096" class="wp-caption-text">Holzschnitt eines &#8222;Tierkreismenschen&#8220; aus dem 1491 veröffentlichten Buch Fasciculus medicinae.</p></div>
<p>Auch wenn die im Buch dargestellten Körper durch den Einsatz von Skalpell und anderen medizinischen Instrumenten nicht mehr unversehrt sind, wirken sie oft sehr lebendig. Für anatomische Illustrationen wurden vielfach die sezierten Leichen hingerichteter Verbrecher verwendet; eine Tatsache, die von den Urhebern der Werke gerne verschleiert wurde, indem sie die Körper in einen ästhetisch ansprechenden Kontext einbanden.</p>
<p>Die ausdrucksstarken und teils ausgesprochen morbiden Abbildungen in dem großformatigen Buch werden von kurzen und informativen Texten begleitet. Diese leiten die einzelnen Kapitel ein und geben Hintergründe zu den Illustrationen. Eine Zeitleiste am Anfang des Buches hilft zudem, die Werke in ihren medizin- und kulturgeschichtlichen Kontext zu stellen. Insgesamt lädt der sehr gelungene Bildband zum faszinierten Blättern ein und besticht sowohl mit wunderschönen Abbildungen als auch mit spannenden Einblicken in die menschliche Anatomie.</p>
<p>Joanna Ebenstein &#8222;Ars Anatomica &#8211; Die kunstvolle Darstellung des menschlichen Körpers&#8220;<br />
Laurence King Verlag; Hardcover; 272 Seiten; 30,00 Euro; ISBN: 978-3-96244-149-4</p>
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