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	<title>Schmidt mit Dete</title>
	
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		<title>Vorträge im Herbst 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 19:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer erholsamen Sommerpause geht es demnächst wieder auf Reisen; einer guten alten Tradition folgend liste ich mal auf, was mich in den kommenden Wochen erwartet &#8211; soweit es (a) jetzt schon absehbar und (b) eine zumindest halb-öffentliche Veranstaltung ist.

Am 18.9. bin ich in Hannover in der ARD.ZDF Medienakademie zu Gast. Im Rahmen des zweitägigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer erholsamen Sommerpause geht es demnächst wieder auf Reisen; einer <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/675">guten alten Tradition</a> folgend liste ich mal auf, was mich in den kommenden Wochen erwartet &#8211; soweit es (a) jetzt schon absehbar und (b) eine zumindest halb-öffentliche Veranstaltung ist.</p>
<ul>
<li>Am 18.9. bin ich in Hannover in der <a href="http://www.ard-zdf-medienakademie.de/home.html">ARD.ZDF Medienakademie</a> zu Gast. Im Rahmen des zweitägigen &#8220;<a href="http://88.79.133.165:8080/bedarf/tcmkursinfo.jsp?KursId=AAAAPOD">Roundtable: Social Media managen</a>&#8221; werde ich zum Thema &#8220;Wie werden Journalisten Social Media in den nächsten Jahren&#8221; sprechen &#8211; im Wesentlichen wird es darum gehen, bereits jetzt absehbare Entwicklungen mal zu durchdenken und zur Diskussion zu stellen.</li>
<li>Am 21.9. fahre ich ins schöne Wiesbaden; <a href="http://www.vhs-wiesbaden.de/index.php?id=14&amp;urlparameter=kathaupt%3A11%3Bknr:Z12003V">auf Einladung der dortigen Volkshochschule spreche ich bei &#8220;Buch Habel&#8221; über &#8220;Das neue Netz</a>&#8220;. Offiziell ist die Veranstaltung also als Buchvorstellung konzipiert, aber ich werde mich nicht auf Dinge beschränken, die<a href="http://www.dasneuenetz.de/"> in meinem Buch</a> stehen, sondern (wo es passt) auch die eine oder andere neue Erkenntnis in meinen Vortrag einbauen.. ;-)</li>
<li>Vom 12. bis 15.10. findet in Hamburg die <a href="http://www.ecrea2010hamburg.eu/">ECREA-Jahrestagung</a> statt, die das Hans-Bredow-Institut organisiert. Ich bin in die Vorbereitung der Hauptkonferenz nur ganz am Rande eingebunden, habe allerdings mit einigen Kollegen (insbes. Sebastian Deterding und Stephan Dreyer), Sabine Trepte und Leonard Reinecke von der Hamburg Media School sowie Jeffrey Wimmer von der TU Ilmenau eine pre-conference zum Thema &#8220;<a href="http://www.ecrea2010hamburg.eu/frontend/index.php?page_id=254&amp;ses_id=2f129358b3653fa1e85f25895005f423">Avatars and Humans. Representing Users in Digital Games</a>&#8221; organisiert, die am 12.10. stattfindet und sicher sehr spannend wird.</li>
<li>Am 21.10. beginnt an der Uni Hamburg die wöchentliche Vorlesungsreihe &#8220;Internet und Politik&#8221;, die von der &#8220;<a href="http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/IpW/Workgroups/Medien/index.html">Arbeitsstelle Medien und Politik</a>&#8221; organisiert wird. Leider ist noch kein vollständiges Programm online, aber ich habe die ersten Vorträge (<a href="http://www.qype.com/events/491888-Von-eDemocracy-zur-ePetition-Uni-Hamburg-Grindel-Hamburg">Prof. Kleinsteuber</a> am 21.10, <a href="http://www.qype.com/events/491889-Politik-trifft-web-2-0-Politcamp-2010-Uni-Hamburg-Grindel-Hamburg">Valentin Tomaschek</a> am 28.10, <a href="http://www.qype.com/events/491931-Initiative-I15-Veraenderungen-der-Gesellschaft-in-der-digitalen-Welt-Uni-Hamburg-Grindel-Hamburg">Initiative I15</a> am 11.11) mal bei Qype als event eingegeben. Ich bin am 4.11. zum Thema &#8220;<a href="http://www.qype.com/events/491890-Politik-in-den-digitalen-Wohnzimmern-Politische-Kommunikation-ueber-Netzwerkplattformen-und-Micro-Blogs-Uni-Hamburg-Grindel-Hamburg">Politik in den digitalen Wohnzimmern – Politische Kommunikation über Netzwerkplattformen und (Micro-)Blogs&#8221;</a> dran; ich reiche das komplette Programm gern nach, sobald es verlinkbar ist.</li>
<li>Am 22.10. bin ich auf Einladung des Vereins &#8220;<a href="http://www.engagiertewissenschaft.de/">Engagierte Wissenschaft e.V.</a>&#8221; in Leipzig, genauer: in deren Veranstaltungsreihe &#8220;Salon Surveillance&#8221;, um zu Vortrag und Diskussion zum Thema &#8220;Informationelle Selbstbestimmung im Social Web&#8221; zur Verfügung zu stehen. Ich habe hier auch noch keine näheren Informationen über genaue Zeit und Ort, aber das wird wohl auch demnächst zur Verfügung stehen.</li>
<li>Am 28.10.  werde ich nach Mühlheim an der Ruhr reisen, um in der Akademie &#8220;<a href="http://www.die-wolfsburg.de/">Die Wolfsburg</a>&#8221; an einer Veranstaltung zum Thema &#8220;347 Freunde bei Facebook &#8211; Kommunikationskultur heute&#8221; teilzunehmen. Veranstalter ist das Projekt &#8220;<a href="http://www.jugenddialog2020.de/">Jugenddialog 2020</a>&#8220;, das wiederum von der <a href="http://www.stiftung-mercator.de/">Stiftung Mercator</a>, der Akademie &#8220;Die Wolfsburg&#8221; und der <a href="http://www.politische-bildung.nrw.de/">Landeszentrale für politische Bildung in NRW</a> getragen wird; ein sehr spannend klingendes Projekt, bei dem Jugendliche in verschiedenen Veranstaltungen und Dialoggruppen über die Art und Weise nachdenken, wie sie leben wollen. Bei der Veranstaltung selbst geht es, wie der Titel schon sagt, um den Stellenwert des Internets; auch hier ist das endgültige Programm leider noch nicht online.</li>
<li>Am 2.11. bin ich in Potsdam &#8211; wieder eine Ringvorlesung, diesmal zum Thema &#8220;Leben in virtuellen Welten&#8221;; mein Vortrag (16-18 Uhr im Neuen Palais der Uni Potsdam) dreht sich um das Thema &#8220;Das Entstehen persönlicher Öffentlichkeiten:  Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement im Web 2.0&#8243;.</li>
<li>Vom 11. bis 13.11. findet in Mainz die diesjährige Tagung der DGPuK-Fachgruppe <a href="http://www2.dgpuk.de/fg_cvk/">Computervermittelte Kommunikation</a> statt. Das Programm der Tagung zum Thema &#8220;Computer und Kommunikation &#8211; gestern, heute, morgen&#8221; ist noch nicht veröffentlicht (steht aber meinen Informationen zufolge im Wesentlichen); bitte zunächst mit dem <a href="http://www2.dgpuk.de/fg_cvk/call_2010.pdf">Call for Paper</a> Vorlieb nehmen. Zusammen mit unserem studentischen Mitarbeiter Andreas Müller werde ich Ergebnisse einer Inhaltsanalyse der Vorträge (genauer: der abstracts) präsentieren, die auf den vergangenen Tagungen der Fachgruppe seit 1996 gehalten wurden, insbesondere in Bezug auf methodische Ausrichtung und Status der Vortragenden. Die Analyse wurde parallel zu einer Arbeit von <a href="http://www.martin-welker.de">Martin Welker </a>durchgeführt, der die Vorträge der &#8220;General Online Research&#8221;-Konferenzen seit 1997 codiert hat; im Ergebnis hoffen wir auf einen aussagekräftigen Vergleich der Ausrichtung und Vortragenden bei zwei der wichtigsten jährlichen Tagungen für Online-Forschung im sozial-/kommunikationswissenschaftlichen Bereich.</li>
<li>Am 16./17.11. bin ich in Augsburg beim Seminar &#8220;<a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/HP6E2T,0,Das_Netz_ist_lokal.html">Das Netz ist lokal</a>&#8221; der Bundeszentrale für Politische Bildung (genauer: ihres <a href="http://www.bpb.de/presse/ZIUN31,0,Lokaljournalistenprogramm.html">Lokaljournalistenprogramms</a>); mein Thema wird &#8220;Social Media &#8211; Theorie und Praxis&#8221; sein. Leider ist das Seminar schon ausgebucht (nun ja: Leider für alle Interessierten, schön für die Organisatoren.. ;-)).</li>
<li>Und vermutlich bleib ich da gleich in Bayern, denn am 19./20.11. bin ich in Passau bei der Tagung &#8220;Privatheit&#8221;, die der <a href="http://www.uni-passau.de/privatheit.html">Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt für Privatheit</a> der Uni Passau organisiert. <span style="text-decoration: line-through;">Auch hier steht das endgültige Programm leider noch nicht online, aber die </span><a href="http://www.uni-passau.de/3345.html#c6631">Ausschreibung für Vorträge</a> lässt schon erkennen, dass diese Tagung sehr interessant werden wird. Oops, schon die erste Korrektur, ich war nur zu doof zum Suchen: Das <a href="http://www.uni-passau.de/3356.html?&amp;L=0">Programm ist hier</a>.</li>
</ul>
<p>Wieder mal gilt: Wenn ich das alles so gebündelt notiere, sieht es nach ordentlich Reiserei aus, aber eben auch nach unglaublich vielfältigen und anregenden Kontexten, um Ergebnisse und Ideen aus meiner Forschung zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Anstrengend also, aber lohnend&#8230; :-)</p>
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		<title>Wie viele Blogs gibt es in Deutschland?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurde ich mal wieder von einem Journalisten mit der Frage konfrontiert, die ich am liebsten weiträumig meide: &#8220;Wie viele Blogs gibt es in Deutschland?&#8221; Ich habe ihm per Mail etwas ausführlicher geantwortet und veröffentliche das leicht abgewandelt auch hier nochmal, um bei späteren Anfragen etwas zum Drauf-Verweisen zu haben.. :-)1
Warum meide ich die Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurde ich mal wieder von einem Journalisten mit der Frage konfrontiert, die ich am liebsten weiträumig meide: &#8220;Wie viele Blogs gibt es in Deutschland?&#8221; Ich habe ihm per Mail etwas ausführlicher geantwortet und veröffentliche das leicht abgewandelt auch hier nochmal, um bei späteren Anfragen etwas zum Drauf-Verweisen zu haben.. :-)<sup>1</sup></p>
<p>Warum meide ich die Frage nach der Anzahl der Blogs in Deutschland? Weil es einfach keine verlässlichen Zahlen geben  kann. Denn&#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; es gibt keine Registrierungspflicht o.ä. (anders als bei Netzwerkplattformen, wo man die Zahl der registrierten Mitglieder kennt);</li>
<li>&#8230; es ist schwer abzugrenzen, welche Blogs aktiv sind, welche evtl. für  einige Wochen oder Monate ruhen, aber noch auffindbar sind, und welche  definitiv nicht mehr geführt werden;</li>
<li>&#8230; es gibt Mischformen bzw. Überlappungsbereiche zwischen Blogs und anderen Social-Web-Gattungen, insbesondere Netzwerkplattformen; Myspace-Nutzer oder Mitglieder von Netlog können z.B. auch ein Blog auf ihrer Seite einrichten &#8211; zählt man die mit oder nicht?</li>
<li>Was ist mit Blogs von Deutschen, die auf englisch geführt werden? Was  ist mit deutschsprachigen Blogs, die von Österreichern oder Schweizern  (oder deutsch lernenden Usbeken) geführt werden?</li>
</ul>
<p>All das macht es schwierig, eine auch nur ungefähre Zahl von Blogs in Deutschland (ob aktiv oder passiv) zu nennen.  Aber was mache ich, wenn ich die Frage trotzdem gestellt bekomme?</p>
<p>Ich weiche aus und sage etwas über die Zahl der Blogger in Deutschland, das kann man nämlich etwas besser quantifizieren. So gibt es z.B. in der <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/">ARD/ZDF-Onlinestudie</a> regelmäßig repräsentative Daten zum Anteil der Blogger unter den Internetnutzern. Und man kann daraus (seeeeeehr wackelige) Näherungswerte ermitteln, nämlich so:</p>
<ul>
<li>Etwa 70% der Deutschen ab 14 Jahren sind Onliner, das sind 49 Mio Personen.</li>
<li>7 Prozent der deutschen Onliner nutzen zumindest ab und zu Blogs, das  sind etwa 3,5 Millionen.</li>
<li>40 Prozent der Weblognutzer haben auch schon einmal Inhalte selbst  verfasst, das sind etwa 1,4 Millionen.</li>
<li>Wenn man jetzt davon ausgeht, dass nicht alle davon ein eigenes Blog  führen (oder geführt haben), sondern die Frage auch so verstanden werden konnte,  ob man schon mal einen Kommentar in einem Blog abgegeben hat, muss man die Zahl weiter  reduzieren; sagen wir einfach mal auf eine runde Million Deutsche ab 14 Jahren, die schon mal  ein Blog geführt haben oder noch führen.</li>
<li>Da manche Menschen mehrere Blogs führen, nehmen wir das mal 1,5, landen also bei 1,5 Mio Blogs (aktive und ruhende).</li>
</ul>
<p>Aber weil das alles so wackelig ist (nicht zuletzt aufgrund der statistischen Schwankungsbreite bei den Zahlen der ARD/ZDF-Onlinestudie), lasse ich mich am Liebsten in etwa wie folgt zitieren:</p>
<p>&#8220;Man kann die Zahl nicht wirklich verlässlich schätzen, aber ich gehe davon aus, dass es derzeit  mehrere hunderttausend aktive Blogs in Deutschland gibt; dazu kommt eine  deutlich größere Zahl von inzwischen nicht mehr aktiv betriebenen Blogs,  die noch online stehen.&#8221;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_707" class="footnote">Vor fast genau vier Jahren habe ich übrigens schon mal genau <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/548">zu diesem Thema</a> gebloggt.</li></ol><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/SchmidtMitDete/~4/Gg91ohajuPk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Verzahnung von Twitter und MSM</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 09:57:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Popkulturjunkie und seine Faszination für Daten: Heute hat Jens Schröder eine neue Charts-Variante vorgestellt, deren Grundlage die Verweise von Twitternutzern auf (deutschsprachige) journalistisch-publizistische Angebote einerseits und Blogs bzw. Blogportale andererseits sind1.
Ich bin ihm für diese, man kann es nicht anders sagen: Fleißarbeit extrem dankbar. Seit einiger Zeit schon verwende ich in Präsentationen und Aufsätzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp">Popkulturjunkie </a>und seine Faszination für Daten: Heute hat Jens Schröder eine neue <a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4661">Charts-Variante</a> vorgestellt, deren Grundlage die Verweise von Twitternutzern auf (deutschsprachige) journalistisch-publizistische Angebote einerseits und Blogs bzw. Blogportale andererseits sind<sup>1</sup>.</p>
<p>Ich bin ihm für diese, man kann es nicht anders sagen: Fleißarbeit extrem dankbar. Seit einiger Zeit schon verwende ich in Präsentationen und Aufsätzen gerne Daten, die die Verlinkungen von Blogs auf etablierte Medien dokumentieren &#8211; eine entsprechende Abbildung und etwas Text dazu findet sich z.B. <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/595">hier in meinem alten Blog</a>. Mir dienen diese Befunde als Argument, dass Blogosphäre und etablierte &#8220;Mainstream-Medien&#8221; (MSM) miteinander verflochten sind; sie zeigen, dass die Aufmerksamkeit für journalistisch-publizistische Themen in der Blogosphäre recht groß ist. Dummerweise sind sie aber auch schon etwas älter, und ich habe in Vorträgen immer darauf hingewiesen, dass Twitter noch nicht berücksichtigt ist, aber vermutlich ähnliche Strukturen aufweist.</p>
<p>Die neuen Daten von Jens weisen nun auf den ersten Blick tatsächlich in die gleiche Richtung: Eine ganze Reihe von MSM-Angeboten werden von Twitter-Nutzern stärker verlinkt als die populären Blogs. Auch hier scheint es also eine Kopplung von Aufmerksamkeit zu geben, bei der Twitter als Resonanzraum bzw. Verstärker für massenmedial gesetzte Themen geht, die an das eigene erweiterte soziale Netzwerk empfohlen und kommentiert werden.</p>
<p><a href="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2010/08/twittercharts-aug-2010.jpg"><img class="size-medium wp-image-702 alignnone" title="twittercharts aug 2010" src="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2010/08/twittercharts-aug-2010-264x300.jpg" alt="twittercharts aug 2010" width="264" height="300" /></a>(Klick vergrößert&#8230; ein wenig&#8230;)</p>
<p>Ausgehend von dieser Beobachtung sind eine Reihe von Anschlussfragen denkbar und auch wissenschaftlich interessant.</p>
<ul>
<li>Neben möglichen Veränderungen im zeitlichen Verlauf fände ich es zur Kontextualisierung sehr spannend, wenn Jens zukünftig auch noch andere Referenzangebote mit aufnimmt, z.B. die Wikipedia, YouTube, Amazon o.ä. Zumindest bei den alten Blogchartsdaten hat die Wikipedia die MSM-Angebote weit hinter sich gelassen; es wäre interessant zu sehen, ob das für Twitter auch gilt.</li>
<li>Dann stellt sich die Frage des Kontexts eines Twitter-Links. In einer <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/456">Inhaltsanalyse der Verlinkungen von Blogs auf MSM</a> ließ sich nachweisen, dass der ganze überwiegende Teil (80%) der Verweise ohne Wertung erfolgt und nur ein sehr kleiner Teil (&lt;10%) in einen negativ-kritischen Kontext eingebunden ist. Die Vermutung, Blogs würden auf MSM nur verweisen, um sie zu kritisieren, stimmt also nicht. Aber ob das Twitter auch gilt, wäre zu überprüfen.</li>
<li>Schließlich wäre es interessant, die Daten auch nochmal mit dem &#8220;Rivva-Leitmedien-Index&#8221; abzugleichen, den ich mit einer studentischen Mitarbeiterin vor einiger Zeit auch schon mal <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/662">etwas näher untersucht</a> habe.</li>
</ul>
<p>Und vermutlich gibt es noch mehr spannende Fragen im Umfeld von Twitter und der &#8220;nutzerbetriebenen Selektion und Distribution von Nachrichten&#8221;, oder?</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_701" class="footnote">Genauer (und etwas komplizierter) gesagt: Unter Zuhilfenahme des Dienstes  <a href="http://www.backtype.com/">backtype.com</a> wertet er aus, wieviele &#8220;unique user&#8221; von Twitter (also einzelne Twitter-Accounts) pro Woche auf bestimmte Webseiten verweisen. Derzeit beobachtet er vor allem redaktionell-publizistische Angebote, also v.a. die Online-Ableger von etablierten Medien einerseits, und Blogs sowie Blogportale (wie die Blogs von zeit.de oder faz.net) andererseits. Um kurzfristige Verzerrungen auszugleichen, geht der Durchschnittswert über mehrere Wochen, diesmal vom 2.5. bis 22.8.2010, in das Ranking ein.</li></ol><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/SchmidtMitDete/~4/POQ8sTMU4uY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Sommerloch: Die Blumenkübel-Umfrage</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/SchmidtMitDete/~3/hWUxEq4P7eU/693</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 15:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Nach der Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>
		<category><![CDATA[blumenkübel]]></category>

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		<description><![CDATA[[Hinweis: Dieser Eintrag bzw. die Umfrage ist nicht ernst gemeint und nur verständlich, wenn man den "Blumenkübel"-Hype von heute miterlebt hat.]
Im Lauf des heutigen Tages wurde schnell klar, das sich rund um das Blumenkübel-Phänomen zahlreiche wissenschaftliche Fragen stellen, die nur durch rigorose empirische Forschung zu beantworten sind. Kurzentschlossen habe ich eine kleine Online-Umfrage erstellt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Hinweis: Dieser Eintrag bzw. die Umfrage ist nicht ernst gemeint und nur verständlich, wenn man den <a href="http://yuccatree.de/2010/08/sack-reis-war-gestern-der-blumenkubelhype/">"Blumenkübel"-Hype</a> von heute miterlebt hat.]</p>
<p>Im Lauf des heutigen Tages wurde schnell klar, das sich rund um das Blumenkübel-Phänomen zahlreiche wissenschaftliche Fragen stellen, die nur durch rigorose empirische Forschung zu beantworten sind. Kurzentschlossen habe ich eine kleine <a href="http://www.unipark.de/uc/blumenkuebel/">Online-Umfrage</a> erstellt, die auf zwei der wesentlichen Fragen eingeht:</p>
<ol>
<li>Woher wissen die Menschen vom Blumenkübel, wenn sie es nicht aus ihrer lokalen Tageszeitung erfahren haben?</li>
<li>Wie wirkt sich der Blumenkübel auf das Leben ausserhalb des Balkons aus? Gibt es eventuell Gefahren, Risiken, Suchtpotenziale gar?</li>
</ol>
<p>Um 14.39 Uhr startete ich die Online-Befragung <a href="http://twitter.com/JanSchmidt/statuses/20384606282">mit einem Hinweis auf Twitter</a> und stellte wenig später den Hinweis auch in Gruppe <a href="http://www.facebook.com/janschmidt#!/pages/Blumenkubel/140685062628481">&#8220;Blumenkübel&#8221;</a> auf Facebook ein; dank zahlreicher ReTweets und weiterer Hinweise gab es eine hohe Resonanz. Derzeit (Stand: 17.08) haben 628 Menschen die Startseite aufgerufen und 197 Personen die Umfrage (die aus einer Seite mit zwei Fragen bestand) beendet. Da davon auszugehen ist, dass im Lauf des heutigen Tages die gesamte Weltbevölkerung von dem Thema Kenntnis erhalten hat (#Blumenkübel war in den Trending Topics on Twitter), liegt die Rücklaufquote etwas unter 1%, was aber nach wie vor in der Größenordnung vergleichbarer kommerzieller Marktforschung liegt.</p>
<p>Zu den (Zwischen-)Ergebnissen:</p>
<p>Auf die Frage &#8220;Wo haben Sie das erste Mal von Blumenkübeln gehört?&#8221; antworteten</p>
<p>75%: Twitter</p>
<p>8,33%: Facebook</p>
<p>3,33%: Von Sascha Lobo</p>
<p>2,22%: Beim Mittagessen</p>
<p>1,67%: Google Wave</p>
<p>Fast jeder Zehnte (9,44%) gab eine andere Antwort: Meine Mutter rief mich an, von Jan Schmidt, Arbeitskollege, obi, http://kübelbanditen.net/, Praktiker, Gärtnerei, Unfallbeteiligung, eltern/großeltern?, meine mudda, Heiko hebig und Hardi Eiber, auf einer Achterbahnfahrt mit zwei Mimosen, Kinderschlaumachungsanstalt, von Jan Schmidt, nerdcore, Oma, Auf der Terrasse, bei meinem Vater, dem Gärtner,  Kollege</p>
<p>Um die zweite Frage zu beantworten, wurden die Befragten gebeten, ihre Zustimmung bzw. Ablehnung zu einer Reihe von Aussagen zu artikulieren. Die items waren in Anlehnung an eine Reihe von Aussagen aus Skalen zur Computerspiel- und Internetsucht formuliert; die Interpretation der (vorläufigen) Ergebnisse zeigt, dass positive wie negative Wirkungen auftreten.</p>
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" width="100%">
<tbody>
<tr>
<th rowspan="2"></th>
<th rowspan="2"><strong>stimmt genau (1)</strong></th>
<th rowspan="2"><strong>stimmt eher (2)</strong></th>
<th rowspan="2"><strong>stimmt kaum (3)</strong></th>
<th rowspan="2" width="5"> <strong>stimmt nicht (4)</strong></th>
<th rowspan="2"><strong><br />
</strong></th>
<th rowspan="2"><strong>Gesamt</strong><strong></strong></th>
<th colspan="2"><strong><br />
</strong></th>
</tr>
<tr>
<th><strong></strong><strong>Mittelwert</strong></th>
<th></th>
</tr>
<tr>
<td>Meine Gedanken kreisen ständig um Blumenkübel, auch wenn ich gar nicht auf dem Balkon bin.</td>
<td>50.56%<br />
(90)</td>
<td>21.35%<br />
(38)</td>
<td>11.24%<br />
(20)</td>
<td>16.85%<br />
(30)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>178</td>
<td>1.94</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Es kommt vor, dass ich eigentlich etwas ganz anderes tue und dann ohne zu überlegen zum Blumenkübel gehe</td>
<td>45.51%<br />
(81)</td>
<td>24.72%<br />
(44)</td>
<td>8.43%<br />
(15)</td>
<td>21.35%<br />
(38)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>178</td>
<td>2.06</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Weil ich soviel an den Blumenkübel denke, unternehme ich weniger mit anderen.</td>
<td>43.02%<br />
(77)</td>
<td>25.14%<br />
(45)</td>
<td>12.85%<br />
(23)</td>
<td>18.99%<br />
(34)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>179</td>
<td>2.08</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Ich habe das Gefühl, meinen Blumenkübel nicht kontrollieren zu können.</td>
<td>47.49%<br />
(85)</td>
<td>17.88%<br />
(32)</td>
<td>17.32%<br />
(31)</td>
<td>17.32%<br />
(31)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>179</td>
<td>2.04</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Ich muss immer länger mit dem Blumenkübel spielen, um zufrieden zu sein.</td>
<td>36.31%<br />
(65)</td>
<td>24.02%<br />
(43)</td>
<td>15.64%<br />
(28)</td>
<td>24.02%<br />
(43)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>179</td>
<td>2.27</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Ich habe vom Blumenkübel gelernt, wie ich in bestimmten Situationen mit Menschen zusammen arbeiten kann, um Ziele zu erreichen.</td>
<td>40.78%<br />
(73)</td>
<td>24.02%<br />
(43)</td>
<td>13.41%<br />
(24)</td>
<td>21.79%<br />
(39)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>179</td>
<td>2.16</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Seit ich den Blumenkübel kenne, kann ich mich auch an anderen Orten besser auf bestimmte Dinge konzentrieren.</td>
<td>35.39%<br />
(63)</td>
<td>11.80%<br />
(21)</td>
<td>24.16%<br />
(43)</td>
<td>28.65%<br />
(51)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>178</td>
<td>2.46</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Der Blumenkübel hat mir geholfen, ganz allgemein besser mit Computern oder dem Internet umzugehen.</td>
<td>46.07%<br />
(82)</td>
<td>16.29%<br />
(29)</td>
<td>15.17%<br />
(27)</td>
<td>22.47%<br />
(40)</td>
<td style="background-color: #86b7df;"></td>
<td>178</td>
<td>2.14</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Eine umfassende Analyse folgt möglicherweise in den kommenden Tagen &#8211; aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht hoch, weil das Thema morgen vergessen sein wird und drängendere Forschungsfragen anstehen.</p>
<p>Einen fröhlichen und vergnügten Sommer allen miteinander!</p>
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		<item>
		<title>[Update] GCO 2010 – Social Games</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Game Studies]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

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		<description><![CDATA[[Update 9.7.] Es gab gestern eine ganze Reihe von (ARD-)Medienanfragen zum Thema &#8220;Social Games&#8221;; ich hatte einen Kurzauftritt in der 12-Uhr-Tagesschau und es gab auch ein Interview für die Tagesthemen, doch das hat wohl nicht mehr in den Beitrag gepasst. Dafür ist auf tagesschau.de ein ausführliches Interview erschienen.
Heute nachmittag werde ich nach Leipzig aufbrechen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[<strong>Update 9.7.</strong>] Es gab gestern eine ganze Reihe von (ARD-)Medienanfragen zum Thema &#8220;Social Games&#8221;; ich hatte einen Kurzauftritt in der <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video735492.html">12-Uhr-Tagesschau</a> und es gab auch ein Interview für die <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video735730.html">Tagesthemen</a>, doch das hat wohl nicht mehr in den Beitrag gepasst. Dafür ist <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/socialgames100.html">auf tagesschau.de ein ausführliches Interview</a> erschienen.</p>
<p>Heute nachmittag werde ich nach Leipzig aufbrechen, um die nächsten Tage bei der &#8220;<a href="http://www.gamesconvention.com/">Games Convention Online</a>&#8221; zu verbringen. Wie<a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/games-convention-online-conference-2009"> letztes Jahr</a> schon ist auch 2010 das Hans-Bredow-Institut &#8211; und hier insbesondere unser <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/ftzgames/home">Forschungs- und Transferzentrum Digitale Spiele und Onlinewelten</a> &#8211; der wissenschaftliche Kooperationspartner.</p>
<p>Konkret heisst das, dass wir insgesamt vier &#8220;Business Talks&#8221; organisieren, die unter dem Oberthema &#8220;Social Games&#8221; stehen &#8211; darunter sind solche Onlinespiele zu verstehen, die auf Netzwerkplattformen wie Facebook, MySpace oder studiVZ integriert sind. Die Themen und Referenten unserer Slots:</p>
<ul>
<li>Am Do (14 &#8211; 16 Uhr) haben wir zwei Vorträge im Slot &#8220;Why social gaming is so much fun. Users, Motives and Motivationals&#8221;. Zunächst spricht <a title="view details of Janne  Paavilainen" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/673947582227C862C125774B0044B0CE?OpenDocument&amp;form=speaker">Janne  Paavilainen (University of Tampere)</a> über &#8220;Gaming, communicating, sharing – Users and their experiences in social games&#8221;, gefolgt von <a title="view details of Ben Kirman" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/A78CA195DFC1F096C1257743004365F7?OpenDocument&amp;form=speaker">Ben Kirman (University of Lincoln)</a>, der zu &#8220;Playful clusters – Motivations and resulting social structures in social gaming&#8221; referiert.</li>
<li>Am Fr (11-13 Uhr) gibt es die Session &#8220;Persuading the user by design. Mechanisms, Tweaks and Social Principles to Get the Player Playing&#8221;, in der <a title="view details of Staffan Björk" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/CEC963D672F74AFCC125773F004DE1F4?OpenDocument&amp;form=speaker">Staffan Björk (Chalmers University of Technology &amp; Interactive Institute)</a> zu  &#8220;Principles and patterns of social games &#8211; Where’s the difference compared to other games?&#8221; sowie <a title="view details of Aki Järvinen" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/F48B08828A13D113C125773E0023D212?OpenDocument&amp;form=speaker">Aki Järvinen (Digital Chocolate Ltd)</a> über &#8220;Metrics, Aesthetics, Design – Game design and social network integration&#8221; sprechen werden.</li>
<li>Am Samstag (10-12 Uhr) schließlich widmen wir uns dem Thema &#8220;Casually Social? On the interdependency  between Social and Casual Games&#8221;, mit Vorträgen von <a title="view details of Valentina Rao" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/F4202703C3D1C296C1257746003DB6BF?OpenDocument&amp;form=speaker">Valentina Rao (Utrecht University)</a> zu &#8220;Casual social games for serious social purposes&#8221; sowie Julian Kücklich zum Thema &#8220;The Death of the Game Designer&#8221;</li>
</ul>
<p>Und direkt zum Auftakt (Do 11-13) habe ich die Freude, die Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Still the same game!? Implications of social networks and games growing together&#8221; zu moderieren. Teilnehmen werden <a title="view details of Antony Pearce" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/C897210BBB023832C125775300480E8B?OpenDocument&amp;form=speaker">Antony Pearce (TeePee Games)</a>, <a title="view details of Axel Toelke" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/B7920321E39B9052C125774300298E45?OpenDocument&amp;form=speaker">Axel Toelke (VZnet Netzwerke, Ltd.)</a>, <a title="view details of Mickey Maher" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/94DC2B33E6E5D838C125774C004219FF?OpenDocument&amp;form=speaker">Mickey Maher (Sometrics)</a>, <a title="view details of Nils-Holger Henning" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/9EFE5E1D03314A6DC125773B002A57D4?OpenDocument&amp;form=speaker">Nils-Holger Henning (Bigpoint)</a> sowie <a title="view details of Thomas Jarzombek" href="http://www.leipziger-messe.de/LeMMon/gco_business_eng_2010.nsf/view_programme/C781D65D2B0289F2C125774A0043D246?OpenDocument&amp;form=speaker">Thomas Jarzombek (MdB CDU/CSU)</a>. Hier einige der Fragen, die ich gerne mit den Referenten und dem Publikum diskutieren möchte?</p>
<ul>
<li>How would you sum up the development and current state of social games, in three to five sentences?</li>
<li>Although there are many social games, it still seems that the game mechanics are pretty similar, focussing on rather short episodes but trying to motivate people to return to the game often. If that is correct &#8211; is there any room for innovative game design or even digital story-telling in social games? Or is the development rather market-driven?</li>
<li>The VZ Netzwerke are focussing on german / german-speaking users &#8211; is there a specific &#8220;german&#8221; market for social games, either due to language or due to cultural differences? Or is the social games market global?</li>
<li>There have been lots of political debates on digital games over the last years. Are social games part of these debates or are they still flying under the political radar? Are there questions that should be addressed politically in this context?</li>
<li>We often talk about the &#8220;battle&#8221; between game companies and network platform providers, the one providing the game content, the other the infrastructure and access to the players. What is your take on this constellation, and would you say that there is room for other &#8220;players&#8221;?</li>
<li>How do you see the constellation of &#8220;classical&#8221; off-the-shelves-games, browser games and social games? Coexistence, or will one genre outpace or encompass the others?</li>
<li>Do you see models or projects where social games and user-generated content converge, for example with innovative forms of modding social games?</li>
<li>In Germany there has been a debate about computer games as &#8220;Kulturgut&#8221;, as part of culture (as in high culture or pop culture). Is this true for social games as well? Might social games even be consideres &#8220;art&#8221;?</li>
<li>One of the factors helping to improve the image of digital games was that the potential for learning was recognized over the years. How do you see the connection between social gaming and serious games or game-based learning?</li>
<li>What are the &#8220;long trajectories&#8221; you project for the next 5 to 10 years? Either technologically, or with respect to the market constellations, or with respect to innovative forms of gameplay?</li>
</ul>
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		<title>Zwei Rezensionen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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		<description><![CDATA[In der neuesten Ausgabe der Publizistik sind zwei Rezensionen erschienen, an denen ich beteiligt bin. Einmal unmittelbar, denn ich habe eine Rezension zu zwei aktuellen Büchern verfasst (S. 205f.), die sich mit dem Internet im Alltag befassen:
Meyen, Michael und Senta Pfaff-Rüdiger (Hrsg.): Internet im Alltag. Qualitative Studien zum praktischen Sinn von Onlineangeboten. – Berlin: Lit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der neuesten Ausgabe der <a href="http://www.vsjournals.de/index.php;do=viewmag/site=pub/lng=de/area=kom/id=7/alloc=159/sid=ab24d23763ff2ada43c92dc4defaa988">Publizistik</a> sind zwei Rezensionen erschienen, an denen ich beteiligt bin. Einmal unmittelbar, denn ich habe eine Rezension zu zwei aktuellen Büchern verfasst (S. 205f.), die sich mit dem Internet im Alltag befassen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Meyen, Michael und Senta Pfaff-Rüdiger (Hrsg.): Internet im Alltag. Qualitative Studien zum praktischen Sinn von Onlineangeboten. – Berlin: Lit Verlag 2009 (= Reihe: Mediennutzung; Bd. 14). 376 Seiten. Preis: Eur 34,90.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ahrens, Julia: Doing online, doing gender. Alltagspraktiken rund um das Internet in Deutschland und Australien. Bielefeld: transcript 2009 (= Reihe: Critical Media Studies;  Bd. 2). 324 Seiten. Preis: Eur 33,80.</p>
<p>An der anderen Rezension bin ich mittelbar beteiligt: Annika Sehl hat (auf S. 217f.)  den Sammelband des Projekts &#8220;<a href="http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/">Jugendliche und Web 2.0&#8243;</a> besprochen, den ich mit Ingrid Paus-Hasebrink und Uwe Hasebrink herausgegeben habe. Hier das <a href="http://www.vsjournals.de/index.php;do=pdf/sid=2c363eb955ec5473de048ad416c08334/site=pub/lng=de/area=kom/article_id=8280/doi=10.1007~s11616-010-0084-3">.pdf des gesamten Rezensionsteils</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/SchmidtMitDete/~4/luMM6g_NElM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Boateng und das Internet</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/SchmidtMitDete/~3/0hh_SEehQUk/678</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 12:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

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		<description><![CDATA[(&#8230;) Zudem will ich anmerken, dass Sie als Soziologe sicherlich eine hervorragende Menschenkenntnis haben und bestimmt ein netter Typ sind.
Aber: Der Fall Boateng ist ene reine Sache, die sich über den Fußball erklären lässt. Diese Emotionen entstehen nur durch den Fußball. Deswegen sind diese Reaktionen bei Facebook usw. auch nur kurzfristig. Sie werden sehen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>(&#8230;) Zudem will ich anmerken, dass Sie als Soziologe sicherlich eine hervorragende Menschenkenntnis haben und bestimmt ein netter Typ sind.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Aber: Der Fall Boateng ist ene reine Sache, die sich über den Fußball erklären lässt. Diese Emotionen entstehen nur durch den Fußball. Deswegen sind diese Reaktionen bei Facebook usw. auch nur kurzfristig. Sie werden sehen, dass sich spätestens zur WM der Fall Boateng wiedergelegt hat.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Naja was ich damit sagen will ist, dass Sie sich bei solchen Themen als Soziologe lieber raushalten sollten. Unter anderem stellen Sie nämlich gleich wieder die Deutschen als Nazis dar. Ich denke unser geschichtlicher Hintergrund hat uns schon genug bestraft. Gerade Sie als stolzer Deutscher sollten doch bestrebt sein, dass dieses Image an Wert verliert.</em></p>
<p style="text-align: right;">(Aus einer Mail, die ich am 18.5. in Reaktion auf einen <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wm2010/deutsches-team/10450598-iptc-bdt-20100518-427-dpa_24880850.html#.00000002">Artikel bei gmx.de</a> erhielt)</p>
<p>Ich bin ja nun wirklich der Letzte, dem man <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/category/sport">mangelndes Interesse an Fussball</a> vorwerfen könnte. Und doch meine ich, dass es derzeit wichtigere Themen gibt, als das Foul von Kevin-Prince Boateng an Michael Ballack, die WM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft, und der Diskussion zu diesem Thema im Internet.</p>
<p>Aber ich habe in den vergangenen drei Tagen gefühlte 50 Prozent meiner Arbeitszeit mit Interviews und Stellungnahmen zu dem Thema verbracht, und auch oben stehende Mail erhalten, die ich&#8230; hmmm&#8230; interessant finde. Also werde ich einfach mal noch ein paar Gedanken zu dem Thema loswerden, auch und gerade als Soziologe. :-)</p>
<p>Zu Beginn stand ein Gespräch, das ich Dienstag mit einer dpa-Redakteurin geführt habe und in dem es um die Anti-Boateng-Gruppen auf Facebook sowie genereller um die unfreundlichen, teils auch rassistischen Kommentare gegen ihn in Internetforen, auf Twitter etc. ging. Die daraus entstandene dpa-Meldung wurde verschiedentlich unverändert veröffentlicht (z.B. auf <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wm2010/deutsches-team/10450598-iptc-bdt-20100518-427-dpa_24880850.html#.00000002">gmx.de</a>), teilweise um weitere Recherchen ergänzt (z.B. auf <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article7686753/Ballack-Foul-Hetzjagd-gegen-Boateng-im-Internet.html">welt.de</a> oder <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/413/511518/text/4/">sueddeutsche.de</a>), für die ich gelegentlich auch nochmal gesondert befragt wurde (z.B. auf <a href="http://www.swr.de/ratgeber/multimedia/boateng/-/id=1818/nid=1818/did=6403846/mv1vza/index.html">swr.de</a>), und sie war Ausgangspunkt für Hörfunkanfragen (z.B. Deutschlandfunk).</p>
<p>Zunächst mal eine grundsätzliche Feststellung zu meinem Zitat &#8220;Die Brutalität ist erschreckend&#8221;: Mir ist schon klar, dass rund um den Fussball relativ oft Bemerkungen oder Beschimpfungen fallen, die nicht jugendfrei, und leider oft auch rassistisch sind. Ich bin also nicht per se überrascht darüber, dass es sowas gibt &#8211; aber trotzdem erschrecke ich jedes mal, wenn ich mit solchen Sprüchen konfrontiert bin, ganz egal ob ich sie in den Fanrängen einer Arena um mich herum höre, in der U-Bahn oder eben in Internetforen. Auf die latente Fremdenfeindlichkeit und die außersportlichen Inszenierungen und Stigmatisierungen, die in der Diskussion um &#8220;Ghetta-Boateng vs. Capitano Ballack&#8221; ebenfalls eine Rolle spielen, will ich hier gar nicht ausführlich eingehen, siehe dazu z.B. &#8220;<a href="http://blog.derbraunemob.info/2010/05/19/essay-mit-zweierlei-masz-deutschlands-fouls-an-boateng/">Deutschlands Foul an Boateng</a>&#8221; oder den oben schon erwähnten <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/413/511518/text/4/">SZ-Artikel</a> sowie das ausgezeichnete ZEIT-Dossier über die beiden <a href="http://www.zeit.de/2010/20/DOS-Bolzplatz">Boateng-Brüder</a>.</p>
<p>Mir geht es eher um die kommunikativen Mechanismen, die zu dieser Aufschaukelung geführt haben; sie sind einerseits recht einfach zu erklären, andererseits aber auch wieder etwas komplexer &#8211; man kann eben nicht von <em>der</em> Hetzjagd in <em>dem</em> Internet sprechen. Einige Gedanken hierzu:</p>
<p>Die rasche Prominenz, die die ersten Anti-Boateng-Gruppen<sup>1</sup> auf Facebook erhalten haben, sind Resultat der Schneeballeffekte, die in den persönlichen Öffentlichkeiten der Plattform entstehen können: Jede Person, die einer Gruppe beitritt, kommuniziert automatisch genau dies auch an den eigenen Kontaktkreis; so wird jedes neue Mitglied wiederum zum Multiplikator. Nimmt man hinzu, dass diese Gruppen vermutlich auch an anderen Stellen im Netz verlinkt waren, und dass über sie auch in den reichweitestärkeren Medien berichtet wurde, verwundert die Dynamik ihres Wachstums nicht.</p>
<p>Etwas komplizierter ist die Frage, warum Menschen solchen Gruppen beitreten und sich ggfs. auch abfällig, beleidigend, rassistisch o.ä. äußern. Zunächst mal sind die beiden Dinge voneinander zu trennen: Wer einer Gruppe beitritt, meldet sich nicht automatisch dort in der &#8220;Diskussion&#8221; auch zu Wort &#8211; vielen reicht schon der Beitritt an sich als Statement, mit dem die eigene Haltung zu einem bestimmten Sachverhalt ausgedrückt (=auf dem eigenen Profil sichtbar und im eigenen Live Feed für das erweiterte soziale Netzwerk mitgeteilt) wird.</p>
<p>Eine beliebte Erklärung für ähnliche Online-Phänomene (Hassgruppen, Beleidigungen, etc.) ist die vorgebliche Anonymität bzw. Pseudonymität, aus der heraus man leicht schimpfen oder hetzen könne, weil ja keine Rückschlüsse auf die &#8220;echte Identität&#8221; der Person möglich seien. Ich meine, dass nicht die Pseudonymität allein per se problematisch ist, sondern ein zweiter Faktor der Architektur von onlinebasierten Kommunikationsräumen wichtig ist: Auch in pseudonymen Umgebungen können sich Regeln des kommunikativen Umgangs miteinander herausbilden, wenn die Nutzer wiederholt miteinander in Kontakt kommen. Dann können nämlich relativ stabile Erwartungen, &#8220;Fremdbilder&#8221; und Rollen entstehen &#8211; regelmäßige Nutzer eines Forums wissen z.B. einfach aus früherer Erfahrung, dass Nutzer &#8220;Muskelprotz74&#8243; auf eine bestimmte Art kommuniziert, während Nutzer &#8220;Schnuffelbärchen&#8221; gerne trollt und Nutzer &#8220;OldenburgRulez&#8221; ein Newbie ist. Auf solche halbwegs stabilen &#8220;Online-Identitäten&#8221; lässt sich reagieren, auch wenn man vielleicht gar nicht weiß, wer &#8220;Muskelprotz74&#8243; in Wirklichkeit ist: ihr Verhalten lässt sich einordnen und ggfs. sanktionieren.</p>
<p>In kommunikativen Umgebungen, in denen Pseudonymität herrscht UND Nutzer nur einmalig oder punktuell zusammentreffen, steigen hingegen die Chancen für unreguliertes und problematisches kommunikatives Verhalten. In den Kommentaren bei YouTube-Videos zeigt sich dies m.E. immer besonders ausgeprägt; nicht zufällig verlässt sich YouTube zusätzlich auf technisch unterstützte Mechanismen zur Regulierung von Kommentaren (den Daumen hoch/runter-Knopf), denn eine vorrangig diskursive soziale Kontrolle ist unter der dort herrschenden  Kommunikationsarchitektur eher schwierig durch zu halten.</p>
<p>Facebook-Gruppen sind aus dieser Perspektive ein durchaus interessanter Fall: Nutzer treten dort in der Regel mit ihrer echten Identität und mit Klarnamen auf  (was zumindest theoretisch eher &#8216;dämpfend&#8217; bzw. mäßigend wirken sollte, weil man ja ggfs. negative Sanktionen zu befürchten hätte). Gerade in solchen spontan entstandenen Gruppen scheint aber die Erwartung nicht sonderlich groß, dort über einen längeren Zeitraum aktiv zu sein, weswegen man auch eher mal eine unüberlegte Äußerung tätigt. Ohnehin scheint mir die überwiegende Mehrheit derjenigen, die sich im Kommentarbereich bzw. der Pinnwand zu Wort melden, nicht per se rassistisch oder verhetzend, sondern eher erbost, wütend, aufgebracht &#8211; also eine Reaktion aus dem Moment heraus, ohne dass über die Konsequenzen der eigenen Meinungsäußerung groß nachgedacht wurde. Das entspricht m.E. auch dem Kommunikationmodus, der in persönlichen Öffentlichkeiten dominiert: Man publiziert nicht, sondern man unterhält sich und betreibt Konversation; man wägt nicht objektiv Argumente gegeneinander ab, sondern drückt seine subjektive Meinung aus &#8211; in diesem Fall zugegebenermaßen alles in einem eher rauher Tonfall.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_678" class="footnote">Die Ursprungsgruppe &#8220;82.000.000 gegen Boateng&#8221; scheint inzwischen gelöscht zu sein.</li></ol><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/SchmidtMitDete/~4/0hh_SEehQUk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Vorträge der nächsten Wochen</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 13:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den kommenden Wochen stehen wieder einige Vorträge an:

Am morgigen Montag (10.5) bin ich zu zwei Anlässen in Frankfurt. Tagsüber nehme ich an einem (nicht-öffentlichen) Workshop des Museums für Kommunikation teil, das derzeit eine Ausstellung zum Thema &#8220;Do it Yourself&#8221; plant. Im Rahmen der Vorbereitung sind eine Reihe von Expert/innen eingeladen, einen Tag lang aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den kommenden Wochen stehen wieder einige Vorträge an:</p>
<ul>
<li>Am morgigen Montag (10.5) bin ich zu zwei Anlässen in Frankfurt. Tagsüber nehme ich an einem (nicht-öffentlichen) Workshop des <a href="http://www.museumsstiftung.de/">Museums für Kommunikation</a> teil, das derzeit eine Ausstellung zum Thema &#8220;Do it Yourself&#8221; plant. Im Rahmen der Vorbereitung sind eine Reihe von Expert/innen eingeladen, einen Tag lang aus unterschiedlichen Perspektiven über das Thema zu diskutieren &#8211; ich werde einige Gedanken zur Rolle von &#8220;produsern&#8221; im Social Web beisteuern. Vor einigen Jahren habe ich bereits an einer <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/713">ähnlichen Veranstaltung</a> des Museums teilnehmen können; damals ging es um die Ausstellung &#8220;<a href="http://tagwerke.twoday.net/">Vom Tagebuch zum Weblog</a>&#8221; und ich habe den damaligen Workshop als sehr produktiv und anregend in Erinnerung. Hoffentlich wird es morgen wieder ähnlich spannend!</li>
<li>Am Montag Abend werde ich dann zu Gast bei der Diskussionsreihe &#8220;Zeitbrüche &#8211; Diagnosen zur Gegenwart&#8221; sein, die das Frankfurter Institut für Sozialforschung mit dem Hessischen Rundfunk und dem Literaturhaus Frankfurt organisiert. Zusammen mit <a href="http://www.ifs.uni-frankfurt.de/people/droege/index.htm">Kai Dröge</a>, <a href="http://mkw.uni-mannheim.de/lehrstuehle/ls_prof_dr_keppler/index.html">Angela Keppler</a> und <a href="http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/9936-priv-doz-dr-stefan-muenker.html">Stefan Münker</a> werde ich über das Thema &#8220;<a href="http://www.ifs.uni-frankfurt.de/veranstaltungen/2010/netzidentitaet.html">Netzidentität</a>&#8221; diskutieren.</li>
<li>Vom 12. bis 14. Mai findet in Ilmenau die <a href="http://www.dgpuk2010.de/">Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft</a> statt &#8211; aus privaten Gründen werde ich dieses Jahr nicht teilnehmen, tauche aber trotzdem im Programm auf: Mit meiner neuen Kollegin <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/mitarbeiter/pd-dr-wiebke-loosen">Wiebke Loosen</a> habe ich einen Vortrag zum Thema &#8220;Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums – Inklusion in Journalismus&#8221; vorbereitet, den sie halten wird.</li>
<li>Wie all die letzten Jahre bin ich aber wieder auf der &#8220;<a href="http://www.gor.de/gor10/index_en.php">General Online Research</a>&#8221; (GOR) Conference, die dieses Mal etwas später als üblich (26.-28.5) stattfindet. Meine studentische Mitarbeiterin Jessica Kunert und ich werden einen Vortrag zur Rolle von Netzwerkplattformen beim letztjährigen Bundestagswahlkampf halten: &#8220;Hub, Fine-Tuner or Business as Usual? Social Network Sites in the 2009 Federal Election&#8221;. Auch schon zur fast lieb gewonnenen Tradition geworden: Ich bin in der ersten Session des Tages nach der Konferenzparty im Einsatz, scherzhaft auch &#8220;Todesgruppe&#8221; genannt, weil es extrem hart ist, die durchaus feierwütigen GOR-Teilnehmer/innen morgens um neun Uhr akademisch zu erreichen.. ;-)</li>
<li>Und schließlich noch der Hinweis auf eine Institutsveranstaltung: Am 9. Juni laden das Hans-Bredow-Institut und die Alcatel-Lucent-Stiftung zu einer Abendveranstaltung ein, die sich dem Thema &#8220;<a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/veranstaltungkonferenz/neue-oeffentlichkeiten-%E2%80%93-neue-kulturen-leitmedien-zeiten-des-internets">Leitmedien in Zeiten des Internets</a>&#8221; widmet. Unsere Direktoren Uwe Hasebrink und Wolfgang Schulz werden dort erstmals einige Ergebnisse der Expertise &#8220;<a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/leitmedium-internet-moegliche-auswirkungen-des-aufstiegs-des-internets-zum-%E2%80%9Eleitmedium%E2%80%9C-fu">Leitmedium Internet?</a>&#8221; vorstellen, die wir im Frühjahr für das Büro für Technikfolgenabschätzung des Bundestags erstellt haben. Zudem wird <a href="http://community.zeit.de/user/christoph-dowe">Christoph Dowe</a> (ZEIT Online) aus Sicht der Praxis sprechen &#8211; diese Veranstaltung ist öffentlich und sehr zu empfehlen.</li>
</ul>
<p>Und dann, am 11.6.2010, fängt endlich die Fussball-WM an! :-)</p>
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		<item>
		<title>Vom Morgenmagazin zur re:publica</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 05:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[rp10]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich der re:publica, die gerade in Berlin stattfindet, war ich heute von Hamburg aus ins Morgenmagazin zugeschaltet, um einige Fragen zu Blogs zu beantworten. Es war ziemlich früh, und ich musste sehr konzentriert in die Kamera schauen, um nicht allzu hektisch im Bild herum zu wackeln, sodass ich nicht wirklich sagen kann, was ich eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der <a href="http://re-publica.de/10/">re:publica</a>, die gerade in Berlin stattfindet, war ich heute von Hamburg aus ins Morgenmagazin zugeschaltet, um einige Fragen zu Blogs zu beantworten. Es war ziemlich früh, und ich musste sehr konzentriert in die Kamera schauen, um nicht allzu hektisch im Bild herum zu wackeln, sodass ich nicht wirklich sagen kann, was ich eigentlich gefragt wurde und geantwortet habe. Ich glaube, es ging um das Verhältnis von Blogs zu Journalismus (komplementär), worin der Nutzen von Blogs zu sehen sei (senken die Hürden, dass man seine Meinungen und Erlebnisse mit anderen teilen kann) und ob das nicht alles gefährlich sei (nein, bzw. auch nicht gefährlicher als Papier, auf dem ja auch Liebesgedichte oder Hass-Pamphlete stehen können).</p>
<p>Vielleicht gibt es ja bald eine Aufzeichnung davon; bis dahin zwei Fotos vom NDR-Tagesschau-Studio (in dem ich zum ersten Mal war) und von mir auf dem Monitor (dank time-stamp und Namenseinblendung eindeutig als &#8220;nachträglich gestelltes Bild&#8221; zu identifizieren..</p>
<p><a href="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2010/04/moma1.jpg.JPG"><img class="size-medium wp-image-669 alignleft" title="moma1.jpg" src="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2010/04/moma1.jpg-300x225.jpg" alt="moma1.jpg" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Und jetzt fahr ich mal nach Berlin zur re:publica, um heut Abend bei der Verleihung der <a href="http://www.thebobs.com/">Best-of-Blog-Awards der Deutschen Welle</a> zu sprechen, vor allem aber um ganz viele Leute zu treffen und zu schauen, ob die Blogger wirklich so gefährlich sind, wie manche glauben.</p>
<p><a href="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2010/04/moma2.jpg.JPG"><img class="alignnone size-medium wp-image-670" title="moma2.jpg" src="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2010/04/moma2.jpg-300x225.jpg" alt="moma2.jpg" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Einige Notizen zu den rivva-Leitmedien</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/SchmidtMitDete/~3/ebf9c8vpyo8/662</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 16:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>
		<category><![CDATA[rivva]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist bei carta ein interessantes Portrait von Frank Westphal, dem Macher von rivva.de erschienen. Das hat mich daran erinnert, dass ich seit einigen Tagen schon vorhatte, Ergebnisse einer kleinen Auswertung zu bloggen, die ich mit meiner studentischen Mitarbeiterin Jessica Kunert vor knapp einem Monat vorgenommen habe.
Im Kern ging es uns darum zu ermitteln, welches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist bei <a href="http://carta.info/25259/portraet-frank-westphal-ich-wuerde-gern-die-frank-schirrmacher-maschine-bauen/">carta ein interessantes Portrait von Frank Westphal</a>, dem Macher von <a href="http://rivva.de/">rivva.de</a> erschienen. Das hat mich daran erinnert, dass ich seit einigen Tagen schon vorhatte, Ergebnisse einer kleinen Auswertung zu bloggen, die ich mit meiner studentischen Mitarbeiterin Jessica Kunert vor knapp einem Monat vorgenommen habe.</p>
<p>Im Kern ging es uns darum zu ermitteln, welches die Leitmedien für die deutschsprachige Blogosphäre sind, also woher die Nachrichten (im weiten Sinne verstanden) stammen, die in der Blogosphäre diskutiert werden. Dazu haben wir uns rivva vorgenommen &#8211; die Plattform scannt nicht die gesamte deutschsprachige Blogosphäre, sondern folgt &#8220;3.800 deutschsprachigen Quellen und 850 englischsprachigen.  Im Pool befinden sich fast genau 150.000 Twitter-Accounts, von denen zurzeit etwa 50.000 aktiv verfolgt werden&#8221; (Auskunft F. Westphal in einer mail an mich vom 5.3.<span style="text-decoration: line-through;">2003</span>2010).</p>
<p>Rivva führt auf der gesonderten Seite „<a href="http://rivva.de/leitmedien">Leitmedien</a>“ eine tagesaktuelle Auswertung, welchen Anteil einzelne Online-Angebote im Lauf der vergangenen 100 Tage an den Beiträgen auf Startseite von Rivva besitzen, also wieviel Prozent der Beiträge, die auf der Startseite von Rivva auftauchten (weil sie eine &#8220;Aufmerksamkeitsschwelle&#8221; überschritten, indem sie von Blogs verlinkt oder getwittert wurden), von Spiegel Online, Netzpolitik.org o.ä. stammen. Für unsere erste Auswertung haben wir am 2.3.2010 die Daten entnommen und etwas näher untersucht:</p>
<ul>
<li>Betrachtet man den prozentualen Anteil, den einzelne Angebote an den Meldungen auf der Startseite von Rivva aufweisen, lässt sich eine für vernetzte Öffentlichkeiten typische Verteilung feststellen &#8211; auf einige wenige Quellen konzentriert sich ein relativ hoher Anteil der Aufmerksamkeit: Aus den zehn Top-Quellen stammen zusammen genommen 28 Prozent aller Startseiten-Beiträge; die Top 100 Quellen (von insgesamt 588 aufgeführten Quellen) sogar 68 Prozent.</li>
</ul>
<p><em>Die zehn aufmerksamkeitsstärksten Angebote im Rivva-Leitmedienindex</em></p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="84" valign="top">Rang</td>
<td width="239" valign="top">Name</td>
<td width="292" valign="top">Anteil an Beiträgen auf Startseite   (in %)</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">1</td>
<td width="239" valign="top">SPIEGEL ONLINE</td>
<td width="292" valign="top">6,74</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">2</td>
<td width="239" valign="top">FAZ.NET</td>
<td width="292" valign="top">4,19</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">3</td>
<td width="239" valign="top">The Official Google   Blog</td>
<td width="292" valign="top">2,76</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">4</td>
<td width="239" valign="top">ZEIT ONLINE</td>
<td width="292" valign="top">2,59</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">5</td>
<td width="239" valign="top">heise online News</td>
<td width="292" valign="top">2,49</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">6</td>
<td width="239" valign="top">netzpolitik.org</td>
<td width="292" valign="top">2,40</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">7</td>
<td width="239" valign="top">Artikel / sueddeutsche.de</td>
<td width="292" valign="top">2,03</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">8</td>
<td width="239" valign="top">CARTA</td>
<td width="292" valign="top">1,96</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">9</td>
<td width="239" valign="top">TechCrunch</td>
<td width="292" valign="top">1,43</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">10</td>
<td width="239" valign="top">Stefan Niggemeier</td>
<td width="292" valign="top">1,41</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Stand: 2.3.2010</p>
<p>In einem nächsten Schritt haben wir uns die 100 führenden Quellen des Leitmedienindexes näher angesehen und anhand verschiedener Kriterien kategorisiert, nämlich Sprache; Anzahl und journalistischer Hintergrund der Autoren; Typ der Öffentlichkeit (s.u.)<sup>1</sup>. Diese Auswertung erbrachte:</p>
<ul>
<li>Etwa zwei Drittel der 100 führenden Quellen sind deutschsprachige Angebote (70), denen 30 englischsprachige Quellen gegenüberstehen.</li>
<li>Etwa ein Drittel der Quellen (34) sind Angebote, die nur von einer Person betrieben werden. 45 Angebote haben – soweit erkennbar – einen festen Stamm von Autor/innen, und 21 Angebote haben „Magazin-Charakter“, d.h. es gibt wechselnde Autor/innen.</li>
<li>Ein Drittel der Quellen (32) lässt sich dem Typ „persönliche Öffentlichkeit“ zurechnen, in dem Themen vorrangig nach Kriterien der individuell-persönlichen Relevanz ausgewählt und aufbereitet werden. Jeweils etwa ein Viertel der Quellen sind neue publizistische Öffentlichkeiten (z.B. Netzpolitik oder Spreeblick; 23), sind Bestandteil publizistischer Angebote, die auch ausserhalb des Internets etabliert sind (also z.B. Spiegel Online, tagesschau.de oder auch Blogs im Onlineauftritt der FAZ; 22) oder Angebote im Rahmen von unternehmerischer bzw. organisationaler Öffentlichkeitsarbeit bzw. PR (23).</li>
<li>Bei etwas mehr als der Hälfte aller Quellen (54) war kein professionell-journalistischer Hintergrund des/der Autor/innen erkennbar. Bei den übrigen 46 Angeboten war dies entweder durch die Art des Angebots (z.B. Online-Auftritt eines etablierten Mediums) oder durch Selbstcharakterisierungen (im Impressum, einem Selbstverständnis o.ä.) ersichtlich, wobei in neun Fällen journalistische und nicht-journalistische Autor/innen gemeinsam verantwortlich zeichnen.</li>
</ul>
<p>Bereits erwähnt habe ich, dass die 100 populärsten Quellen für etwa zwei Drittel aller Beiträge (68 Prozent) auf der Startseite von Rivva verantwortlich sind. Schlüsselt man den Anteil auf, den die vier publizistischen Typen an diesen Beiträgen haben, ergibt sich folgendes Bild: 41 Prozent (aller Beiträge der &#8220;Top 100&#8243;-Quellen auf der Startseite) entfallen auf etabliert-publizistische Angebote, 23 Prozent auf neue publizistische Angebote, 19 Prozent auf persönliche Öffentlichkeiten und 17 Prozent auf Quellen aus dem Bereich der PR oder Organisations- bzw. Unternehmenskommunikation. Achtung: Wir haben nicht den &#8220;long tail&#8221; der übrigen 488  &#8220;Startseiten-Artikel-Lieferanten&#8221; untersucht, sodass man diese Prozentwerte nicht auf alle Beiträge verallgemeinern kann, die in der Blogosphäre diskutiert werden.</p>
<p>Was kann man nun mit diesen Erkenntnissen anfangen? Zunächst mal ist es ein weiterer Beleg dafür, dass blogbasierte Öffentlichkeiten mit professionell-journalistischen Öffentlichkeiten verschränkt sind; nimmt man noch den Befund aus einer<a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/456"> früheren kleinen Studie</a> hinzu, dass weniger als zehn Prozent der Verweise von Blogs auf massenmediale Quellen explizit kritisch sind, sondern es überwiegend reine Referenzierungen oder sogar Empfehlungen sind, erhärtet sich der Befund, dass Blogs die Aufmerksamkeit für journalistische Inhalte noch vergrößern.</p>
<p>Allerdings machen die Online-Angebote etablierter (=auch ausserhalb des Internets vertretener) Medien nur einen kleinen Teil der Quellen aus; neben neue publizistische Anbieter tritt auch der neue Typ der &#8220;persönlichen Öffentlichkeit&#8221;, bei dem einzelne Personen ohne journalistische Vorbildung oder expliziten Anspruch Themen liefern, die von anderen Blogs aufgegriffen und diskutiert werden.</p>
<p>Interessant wäre es natürlich, diesen Schnappschuss von Anfang März 2010 um weitere Analysen zu ergänzen, also z.B. Verläufe über Monate oder Jahre hinweg zu identifizieren (Werden etablierte Medien als Quelle wichtiger? Werden deutsche oder englischsprachige Quellen wichtiger?) oder aber die Kategorien zu verfeinern, anhand derer die &#8220;Leitmedien der Blogosphäre&#8221; klassifiziert werden können. Mal sehen, wann ich dazu komme.. ;-)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_662" class="footnote">Eine eingehende Analyse, bspw. von Themenwahl, Präsentationsstil, redaktioneller Organisation oder Regelmäßigkeit der Veröffentlichungen der Quellen, haben wir aus Zeitgründen zunächst weg gelassen.</li></ol><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/SchmidtMitDete/~4/ebf9c8vpyo8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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