<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" version="2.0">

<channel>
	<title>Schule digital</title>
	<atom:link href="http://joachim-rothmann.de/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/>
	<link>http://joachim-rothmann.de/</link>
	<description>Ideen für eine moderne Schule im digitalen Zeitalter</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Aug 2019 10:34:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8</generator>

<image>
	<url>http://joachim-rothmann.de/wp-content/uploads/2017/05/cropped-cropped-iStock-607605540-32x32.jpg</url>
	<title>Schule digital</title>
	<link>http://joachim-rothmann.de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>Ideen für eine moderne Schule im digitalen Zeitalter</itunes:subtitle><item>
		<title>Wir brauchen endlich eine professionelle Schul-Cloud</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/wir-brauchen-endlich-eine-professionelle-schul-cloud</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2018 16:58:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=134</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neue Bundesregierung möchte jetzt die Digitalisierung an Schulen in Schwung bringen. Auch ohne in die Kompetenzen der Länder einzugreifen, könnte sie einen wichtigen und längst überfälligen Schritt machen. Sie könnte eine wirklich professionelle Schul-Cloud für alle Schulen des Landes entwickeln lassen. Das Land NRW hat es mit einer eigenen Lösung versucht und ist gescheitert. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/wir-brauchen-endlich-eine-professionelle-schul-cloud">Wir brauchen endlich eine professionelle Schul-Cloud</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Bundesregierung möchte jetzt die Digitalisierung an Schulen in Schwung bringen. Auch ohne in die Kompetenzen der Länder einzugreifen, könnte sie einen wichtigen und längst überfälligen Schritt machen. Sie könnte eine wirklich professionelle Schul-Cloud für alle Schulen des Landes entwickeln lassen.<br />
Das Land NRW hat es mit einer eigenen Lösung versucht und ist gescheitert. Auch in den anderen Bundesländern gibt es noch keine zufriedenstellende Lösung. Bei dieser Aufgabe darf man nicht kleckern, man muss richtig Geld in die Hand nehmen und Profis heranlassen.<br />
Ein vielversprechender Ansatz ist die <a href="https://hpi.de/open-campus/hpi-initiativen/schul-cloud.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schul-Cloud</a> des Hasso-Platter-Instituts in Potsdam mit SAP im Rücken. Worum geht es dabei?<br />
In einer Schul-Cloud kann eine Lehrkraft für ihre Unterrichtsgruppe online Materialien (Schulbuchangebote, Videos, Zeitungsartikel, Internetseiten&#8230;) und Werkzeuge (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Programmierumgebung, Unterrichts-Apps, &#8230;) bereitstellen. Aufgaben können gestellt und eingefordert werden. Aktuelle Stundenpläne werden angezeigt und die ganze Schulkommunikation wird gemanagt. Alles funktioniert auf beliebigen Endgeräten zuhause oder in der Schule. Die Werkzeuge werden ständig auf den neusten Stand gebracht.<br />
Schulbuchverlage oder andere Anbieter können ihre Lern- und Lehrmittel einspeisen. Je nach Gebrauch berechnet das System Lizenzgebühren und stellt sie den Schulen in Rechnung. Es gibt ein Bewertungssystem für alle Angebote, so dass sich die Lehrkräfte besser orientieren können.<br />
Warum ist eine Schul-Cloud so immens wichtig?<br />
• Sie erspart den Schulen oder Kommunen das Betreiben eigener Server.<br />
• Lehrkräfte müssen nicht selbst dafür sorgen, dass Werkzeuge auf diesen Rechnern bereitgestellt werden. Sie können einfach aus einem Portfolio auswählen.<br />
• Externe Anbieter werden integriert und lizenzrechtliche Probleme können gelöst werden.<br />
• Der Datenschutz ist besser zu gewährleisten.<br />
Nur mit einer Schul-Cloud können wir den entscheidenden Sprung auf ein höheres Level schaffen. Dazu brauchen wir allerdings schnelle Datenleitungen für alle Schulen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/wir-brauchen-endlich-eine-professionelle-schul-cloud">Wir brauchen endlich eine professionelle Schul-Cloud</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zurück zu G9: Freie Nachmittage und noch mehr Zeit zum Daddeln?</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/zurueck-zu-g9-freie-nachmittage-und-noch-mehr-zeit-zum-daddeln</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2018 13:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[AG]]></category>
		<category><![CDATA[g9]]></category>
		<category><![CDATA[Nachmittag]]></category>
		<category><![CDATA[schule digital]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=125</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was für viele Eltern der Weg zum Schul-Paradies ist, wird schon bald zum Alptraum werden: Die Halbtagsschule kommt mit G9 zurück. Jeden Mittag ein warmes Essen auf den Tisch bringen und dann den Kampf gegen die Smartphones führen &#8211; viel Spaß dabei! Und der Schulstress? Auch den hat es früher schon gegeben. Daran wird sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/zurueck-zu-g9-freie-nachmittage-und-noch-mehr-zeit-zum-daddeln">Zurück zu G9: Freie Nachmittage und noch mehr Zeit zum Daddeln?</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was für viele Eltern der Weg zum Schul-Paradies ist, wird schon bald zum Alptraum werden: Die Halbtagsschule kommt mit G9 zurück. Jeden Mittag ein warmes Essen auf den Tisch bringen und dann den Kampf gegen die Smartphones führen &#8211; viel Spaß dabei!<br />
Und der Schulstress? Auch den hat es früher schon gegeben. Daran wird sich nicht viel ändern. Viel spricht also dafür, dass der Weg zurück zu G9 einfach nur eine große Enttäuschung wird.<br />
Das muss aber nicht sein, wenn wir jetzt den Nachmittag retten und die Schule zu einem Abenteuerspielplatz kreativer und intellektueller Aktivitäten machen.  Dazu haben wir ein bewährtes Instrument: die Arbeitsgemeinschaften.<br />
Die Teilnahme an AG&#8217;s ist freiwillig, es gibt kein bestimmtes Curriculum und keinen Notendruck, nur das persönliche Interesse zählt. Hier nur einige Beispiele, die ich in meiner Zeit als Lehrer und Schulleiter kennengelernt habe: Lego Roboter programmieren, Film drehen, Fotos und Bildbearbeitung, Schulgarten, Tierbeobachtung, Wasseruntersuchungen, Vorbereitung auf Wettbewerbe in vielen Fächern, Umgang mit Smartphones, Lernvideos produzieren, Musikstück komponieren, Hausaufgabenhilfe in kleinen Gruppen, Apps programmieren, eigenen Server aufsetzen, historischen Traktor reparieren, Internetseite erstellen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.<br />
Es ist gut nachvollziehbar, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler für diese Angebote interessieren, zumal sie auch selbst zu Tutoren werden können. So kann die Infrastruktur einer Schule sinnvoll genutzt werden.<br />
Woran liegt es nun, dass diese Einrichtung kein Selbstläufer ist? Der Hauptgrund ist, dass die Lehrkräfte primär für den Pflichtunterricht eingesetzt werden müssen. Da bleibt wenig Spielraum für AG&#8217;s. Zum zweiten ist die Organisation aufwändig. Wie gewinnt man externe Kräfte, wie kann man sie bezahlen, wie regelt man die Teilnahme?<br />
Hier mein Vorschlag: Lasst den Schulen die Lehrerstellen in der Umstellungsphase und setzt sie ein für den Aufbau eines attraktiven  freiwilligen Angebots, das unsere Schulen am Nachmittag zu einer lebendigen Lernwelt macht.<br />
Dann könnte man auch den Bedarfssprung im Jahr 2026 bewältigen, wenn es erstmals wieder eine Jahrgangsstufe 13 in NRW gibt und 10% mehr Lehrkräfte benötigt werden.<br />
Ich gebe zu, das wird teuer für das Land. Aber ohne diese Anstrengung verlieren wir unsere klügsten Köpfe an die digitale Glitzerwelt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/zurueck-zu-g9-freie-nachmittage-und-noch-mehr-zeit-zum-daddeln">Zurück zu G9: Freie Nachmittage und noch mehr Zeit zum Daddeln?</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Programmieren als Pflichtfach?</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/programmieren-als-pflichtfach</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2018 11:16:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsgemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[pflichtfach Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[schule digital]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schuledigital.apps-1and1.net/?p=54</guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wenn jemand Defizite oder vermeintliche Defizite bei Schülerinnen und Schülern feststellt, ist der Ruf nach einem neuen Schulfach da. Im Zuge der allgemeinen Digitalisierung gilt das natürlich auch für Informatik. Dem Ruf &#8222;Programmieren für alle&#8220; schließt sich sogar die Kanzlerin Merkel an. Als Programmierer und Informatiklehrer der ersten Stunde müsste ich jetzt eigentlich freudig [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/programmieren-als-pflichtfach">Programmieren als Pflichtfach?</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wenn jemand Defizite oder vermeintliche Defizite bei Schülerinnen und Schülern feststellt, ist der Ruf nach einem neuen Schulfach da. Im Zuge der allgemeinen Digitalisierung gilt das natürlich auch für Informatik. Dem Ruf &#8222;Programmieren für alle&#8220; schließt sich sogar die Kanzlerin Merkel an.<br />
Als Programmierer und Informatiklehrer der ersten Stunde müsste ich jetzt eigentlich freudig in diesen Chor einstimmen. Da bin ich aber sehr zurückhaltend.<br />
Zunächst einmal ist die Grundannahme &#8222;wer Programmieren kann, versteht die digitale Welt&#8220; ziemlich naiv. Bevor ich irgend einen Ablauf programmieren kann, muss ich die zugrunde liegende Struktur verstehen. Dazu brauche Grundlagenkenntnisse  in den jeweiligen Gebieten und die Fähigkeit zu kommunizieren.<br />
Außerdem werde ich immer nur einen gewissen Ausschnitt der digitalen Welt besser verstehen können, nie das große Ganze. Die Hoffnungen, die man mit Programmieren verbindet sind also völlig überzogen.<br />
Ich habe erlebt, wie schnell sich Programmiertechniken geändert haben. Ganz sicher wird das in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen wie heute.<br />
Trotzdem macht es vielen Schülerinnen und Schülern Spaß, einen Computer aufzubauen,  eine App für das Smartphone zu programmieren oder Modellroboter bestimmte Aufgaben erledigen zu lassen. Dafür sind <a href="http://joachim-rothmann.de/zurueck-zu-g9-freie-nachmittage-und-noch-mehr-zeit-zum-daddeln">freiwillige Angebote</a> am Nachmittag ideal, die man für jede Jahrgangsstufe zuschneiden kann.  An kein festes Curriculum gebunden, kann sich eine Schule auf das konzentrieren, was Lehrkräfte oder auch Oberstufenschüler anbieten können. Es kann auch gelingen, Spezialisten aus der Wirtschaft für ein paar Stunden zu gewinnen. Wesentlich kommt es darauf an, den jungen Leuten auf dem Feld der Computer einen Abenteuerspielplatz anzubieten.<br />
Darauf aufbauend wird man in der Differenzierung der Mittelstufe genügend Interessenten finden, um Grundlagen der Informatik zu vermitteln, so dass auch in der Oberstufe Grund- oder sogar Leistungskurse angeboten und gewählt werden.<br />
Ein Pflichtfach &#8222;Informatik&#8220; müsste auch mit Schülerinnen und Schülern klar kommen, die sich nicht für diese technische Welt interessieren. Da bräuchte man gute Pädagogen, damit trotzdem etwas hängen bleibt &#8211; aber die sind weit und breit nicht in Sicht.<br />
Genau betrachtet ist aber auch jedes Fach und jede Lehrkraft von der digitalen Welt betroffen und muss sich digitalen Zugängen öffnen. Es wäre somit ein großer Fehler, die Digitalisierung auf ein Pflichtfach Informatik abzuschieben. Eine moderne Schule muss sich dieser Entwicklung grundsätzlich stellen.<br />
Die Notwendigkeit für ein neues Pflichtfach sehe ich nicht, ich halte die Forderung sogar für kontraproduktiv. Und für die wesentlichen Grundlagen der Informatik haben wir übrigens schon ein Fach: Mathematik!</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/programmieren-als-pflichtfach">Programmieren als Pflichtfach?</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Revolution in der Schule – hoffentlich nicht!</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/digitale-revolution-in-der-schule-hoffentlich-nicht</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 11:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[digitale revolution]]></category>
		<category><![CDATA[schule digital]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=104</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist immer dasselbe: Leuchtturmprojekte des digitalen Lernens werden in der Presse vorgestellt (z.B. RP-online&#160; vom 11.9.2017 )oder von Schulministerien mit Preisen bedacht. Der Tenor ist: Statt öden Paukens an analogen Schulen kann man jetzt digital mit Motivation und Spaß kinderleicht zu Lernerfolgen kommen &#8211; wenn nur die Lehrer mitziehen würden. Zunächst einmal sind unsere [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/digitale-revolution-in-der-schule-hoffentlich-nicht">Digitale Revolution in der Schule &#8211; hoffentlich nicht!</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer dasselbe: Leuchtturmprojekte des digitalen Lernens werden in der Presse vorgestellt (z.B. <a href="http://www.rp-online.de/nrw/ipads-raus-klassenarbeit-aid-1.7072547">RP-online&nbsp; vom 11.9.2017</a> )oder von Schulministerien mit Preisen bedacht.</p>
<p>Der Tenor ist: Statt öden Paukens an analogen Schulen kann man jetzt digital mit Motivation und Spaß kinderleicht zu Lernerfolgen kommen &#8211; wenn nur die Lehrer mitziehen würden.</p>
<p>Zunächst einmal sind unsere Schulen schon lange keine Paukanstalten mehr. Die Didaktik hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. Abwechslungsreiche Unterrichtsformen haben sich etabliert. Der Frontalunterricht ist schon lange nicht mehr Standard.</p>
<p>Andererseits wundert es mich, wie digitale Lernmethoden hochgejubelt werden. Unterricht ist hoch komplex und im Mittelpunkt steht die Lehrkraft, die organisiert, motiviert und ermutigt. Der Glaube an programmiertes Lernen ist doch in den 70-ger Jahren schon gescheitet (Wenn richtig, dann auf Seite 50 weiter, sonst auf Seite 30). Die Hoffnung auf immer motivierte Schülerinnen und Schüler ist naiv.</p>
<p>Deshalb sollte es eine digitale Revolution an unseren Schulen nicht geben. Sie würde unsere im Prinzip guten Schulen ruinieren.</p>
<p>Trotzdem müssen unsere Schule digitaler werden. Das Potential ist riesig. Es kann aber nur Schritt für Schritt umgesetzt werden. Nicht alles ist sinnvoll, was propagiert wird. Vor allem brauchen wir Lösungen für jeden Schüler und jede Schülerin der Republik. Die Zeit für Leutturmprojekte ist lange vorbei. Wir müssen das bereitstellen, was die Lehrkräfte auch wirklich einsetzen können. Dazu gibt es reichlich Vorschläge in diesem Blog.</p>
<p>Eine moderne Schule ist digital, erkennt aber an, dass die Lehrkraft das Zentrum guten Unterrichts ist. Digitales ist sekundär!</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/digitale-revolution-in-der-schule-hoffentlich-nicht">Digitale Revolution in der Schule &#8211; hoffentlich nicht!</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Welche digitalen Endgeräte braucht eine Schule?</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/welche-digitalen-endgeraete-braucht-eine-schule</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 10:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[cloudbasierte Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Endgeräte]]></category>
		<category><![CDATA[schule digital]]></category>
		<category><![CDATA[schulserver]]></category>
		<category><![CDATA[Tablets]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=99</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die erste Voraussetzung für eine sinnvolle Nutzung von digitalen Endgeräten ist ein Breitbandanschluss und ein Schul-WLAN. Grundsätzlich unterscheide ich zwei Anwendungssysteme: Die cloudbasierte Lösung und das Schul- Intranet. Beide Ansätze schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Bei der cloudbasierten Lösung gibt es kein eigenes Schulnetzwerk. Als schuleigene Endgeräte kommen nur Tablets in Frage, weil [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/welche-digitalen-endgeraete-braucht-eine-schule">Welche digitalen Endgeräte braucht eine Schule?</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Voraussetzung für eine sinnvolle Nutzung von digitalen Endgeräten ist ein Breitbandanschluss und ein Schul-WLAN.</p>
<p>Grundsätzlich unterscheide ich zwei Anwendungssysteme: Die cloudbasierte Lösung und das Schul- Intranet. Beide Ansätze schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich.</p>
<p>Bei der <strong>cloudbasierten Lösung</strong> gibt es kein eigenes Schulnetzwerk. Als schuleigene Endgeräte kommen nur Tablets in Frage, weil sie wenig manipuliert werden können. Darüber hinaus können aber alle Geräte zum Einsatz kommen, die im Besitz der Schüler sind (siehe <a href="http://www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/Medienberatung/Lern-IT/Ausstattung/Bring-Your-Own-Device/">BYOD</a>).</p>
<p>Nach Anschluss an das Schul-WLAN kann das Internet genutzt werden. So wird es auch möglich, Arbeitsaufträge oder Materialien von einer schuleigenen Lernplattform (z.B. Moodle) herunterzuladen und andersherum am Gerät erstelle Produkte (Texte, Bilder, Videos) auf die Plattform hochzuladen. Damit werden sie für andere verfügbar und können auch im Klassenraum mittels <a href="http://joachim-rothmann.de/smartboards-oder-die-wiedergeburt-des-frontalunterrichts">Smartboard</a>, Smart-TV oder Beamer präsentiert werden. Darüber hinaus können bestimmte Anwendungen den Unterricht beleben (z. B. ist <a href="https://www.euclidea.xyz/">Euclidea</a> ein faszinierender Weg, die euklidische Geometrie zu erlernen)</p>
<p>Heute hat jeder Schüler an einer weiterführenden Schule ein Smartphone. Was ist also naheliegender als es zu benutzen. Die Vorteile sind:</p>
<ul>
<li>Kostenfreiheit für die Schule,</li>
<li>sehr betriebssicher,</li>
<li>kein logistischer Aufwand für Schule,</li>
<li>auch außerhalb der Schule nutzbar,</li>
<li>Schülerinnen und Schüler lernen ihr Smartphone als Arbeitsmittel kennen.</li>
</ul>
<p>Nachteile sind:</p>
<ul>
<li>höherer Ablenkungsfaktor,</li>
<li>Unterschiedlichkeit der Endgeräte</li>
</ul>
<p>Ergänzend können Schul-Tablets eingesetzt werden. Sie haben die gleichen Funktionen wie Smartboards, sind aber größer und deshalb besser zu bedienen, erfordern aber eine schulische Logistik und entsprechende Investitionen.</p>
<p>Damit hat man ein System, dass an&nbsp; jeder Schule &#8211; auch an Grundschulen &#8211; implementierbar ist, relativ geringe Kosten verursacht und den Unterricht an vielen Stellen weiterbringen kann.</p>
<p>Wo liegen die Grenzen dieses Systems?</p>
<p>Es gibt komplexere Anwendungen, die ein Schulnetzwerk erfordern. Viele Programme benötigen das Betriebssystem Windows oder Linux sowie die Bedienung mit Tastatur, Maus und großem Bildschirm. Zu nennen sind in erster Linie Office-Anwendungen und der Informatikunterricht. Ohne die klassischen Rechner geht es dabei nicht. Diese Rechner sind allerdings so manipulierbar, dass sie ohne Netzwerk und entsprechende Schutzmechanismen nicht betriebssicher sind. Ein Netzwerk erfordert einen Server und vor allem einen Netzwerk-Administrator. Ich habe an anderer Stelle ausgeführt, dass Schulen damit überfordert sind und Kommunen diese Aufgabe erfüllen müssen.</p>
<p>Eine Schule hat idealerweise einen Raum mit Rechnern, der für Schülerinnen und Schüler jederzeit zugänglich ist, Computerräume in erster Linie für den Informatikunterricht, die aber auch von anderen Gruppen gebucht werden können und Notebookwagen, die mobil in Klassen und Fachräumen einsetzbar sind.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Eine moderne weiterführende Schule nutzt alle beschriebenen Endgeräte parallel je nach erforderlicher Funktion im Unterricht. Da ein eigenes Schulnetz aufwändig und teuer im Unterhalt ist, könnte die cloudbasierte Lösung ein erster Schritt sein, der wirklich an jeder Schule in kürzester Frist realisiert werden kann. Die vorhandenen Endgeräte bei den Schülerinnen und Schülern zu ignorieren oder gar zu <a href="http://joachim-rothmann.de/hello-world">verbieten</a> ist dumm. Die Ablenkungen lassen sich mit pädagogischen Maßnahmen in den Griff kriegen &#8211; wie andere Ablenkungen auch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/welche-digitalen-endgeraete-braucht-eine-schule">Welche digitalen Endgeräte braucht eine Schule?</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Smartboards oder die Wiedergeburt des Frontalunterrichts</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/smartboards-oder-die-wiedergeburt-des-frontalunterrichts</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2017 08:51:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=95</guid>

					<description><![CDATA[<p>Smartboards sind auf den ersten Blick ein Stück faszinierende Technik. Geometrische Figuren können wie von Zauberhand erstellt werden, Landkarten können überzeichnet werden, zwischen Powerpoint und Videos hin und herschaltet werden oder Tafelanschriebe von vorgestern wieder hergestellt werden. So weit so toll. Warum merkt aber keiner, dass ein längerer Einsatz dieser Technik im Unterricht eine Wiedergeburt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/smartboards-oder-die-wiedergeburt-des-frontalunterrichts">Smartboards oder die Wiedergeburt des Frontalunterrichts</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Smartboards sind auf den ersten Blick ein Stück faszinierende Technik. Geometrische Figuren können wie von Zauberhand erstellt werden, Landkarten können überzeichnet werden, zwischen Powerpoint und Videos hin und herschaltet werden oder Tafelanschriebe von vorgestern wieder hergestellt werden. So weit so toll.</p>
<p>Warum merkt aber keiner, dass ein längerer Einsatz dieser Technik im Unterricht eine Wiedergeburt des Frontalunterrichts bedeutet. Längst waren wir doch einig, dass wir die Aufmerksamkeit einer ganzen Klasse nicht sehr lange aufrechterhalten können und die Abwechslung der Unterrichtsformen notwendig ist für guten Unterricht.</p>
<p>Für kurze Einsätze z. B. zur Einführung in ein Thema oder bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen bleibt ein Smartboard natürlich ein gutes Medium. Allerdings ein sehr aufwändiges und teures.</p>
<p>Ich rede hier nicht vom Einsatz in bestimmten Fachräumen, sondern von der Ausstattung einer Standardklasse im ganzen Land. Es muss hinterfragt werden, ob die immensen Kosten der Anschaffung und des sicheren Betriebs und der nötigen Fortbildung für die Lehrkräfte gerechtfertigt sind.</p>
<p>Denn es gibt Alternativen, die betriebssicherer und viel kostengünstiger sind.</p>
<p>Zunächst einmal sollten die alten Tafeln oder Whiteboards nicht für Smartboards geopfert werden. Sie funktionieren auch wenn die Sonne in den Klassenraum scheint, die Beamerlampe den Geist aufgegeben hat oder die Anmeldung am Zentralrechner nicht funktioniert.</p>
<p>Anstelle von Smartboards könnten große Smart-TVs zu Einsatz kommen. Sie sind</p>
<ul>
<li>deutlich billiger,</li>
<li>auch bei Sonnenschein gut sichtbar,</li>
<li>Internet steht auch ohne separaten Rechner zur Verfügung,</li>
<li>für den Einsatz von Videos unproblematisch einsetzbar.</li>
</ul>
<p>Natürlich kann die Anwendung durch einen angeschlossenen Rechner ähnlich wie beim Smartboard erweitert werden. Nachteil ist aber, dass man das System nicht direkt durch Berührung der Tafel steuern kann sondern auf externe Geräte wie Maus, Grafiktablet oder Laserpointer angewiesen ist.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Smartboards sind toll aber teuer und bei gutem Unterricht auch nur phasenweise einsetzbar. Sie sollten Tafeln nicht ersetzen. Für die unterrichtsnotwendigen Funktionen können Smart-TVs die bessere Alternative sein. Was auf jeden Fall gebraucht wird, ist eins von beiden für jede Klasse im ganzen Land.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/smartboards-oder-die-wiedergeburt-des-frontalunterrichts">Smartboards oder die Wiedergeburt des Frontalunterrichts</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Umstieg von G8 auf G9 ist schwierig</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/der-umstieg-von-g8-auf-g9-ist-schwierig</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2017 13:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[g8]]></category>
		<category><![CDATA[g9]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[umstieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=77</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem es in NRW nach jahrelangen Anpassungen weitgehend gelungen war, ein recht gut funktionierendes G8 zu etablieren, erfolgt jetzt wieder die Rolle rückwärts zu G9. Egal ob der Umstieg insgesamt sinnvoll ist oder nicht, eins ist klar: Die Umstellungsphase wird wieder eine große Herausforderung für die Schulen und Lehrkräfte. Wir erinnern uns noch, wie der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/der-umstieg-von-g8-auf-g9-ist-schwierig">Der Umstieg von G8 auf G9 ist schwierig</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es in NRW nach jahrelangen Anpassungen weitgehend gelungen war, ein recht gut funktionierendes G8 zu etablieren, erfolgt jetzt wieder die Rolle rückwärts zu G9.</p>
<p>Egal ob der Umstieg insgesamt sinnvoll ist oder nicht, eins ist klar: Die Umstellungsphase wird wieder eine große Herausforderung für die Schulen und Lehrkräfte.</p>
<p>Wir erinnern uns noch, wie der Umstieg von G9 auf G8 erfolgte. Von unten aufbauend wurde die Stundenzahl der Klassen erhöht, bis die Schülerinnen und Schüler die 9. Klasse vollendet hatten. Dann kamen sie gemeinsam mit der 10. Klasse in die EF, der Doppeljahrgang war geboren und endete mit einer nahezu verdoppelten Zahl von Abiturienten drei Jahre später.</p>
<p>Soll dieses Rad nun zurückgedreht werden und analog vorgegangen werden, entsteht, wenn man von unten beginnt, nach 5 Jahren ein Jahrgang ohne Schüler, weil die 9. Klasse nicht in die EF wechselt wie der G8-Vorgängerjahrgang, sondern in die wieder neu gebildete Jahrgangsstufe 10 . Es gibt also keine EF mehr, ein ganzer Jahrgang fehlt. Das ergibt folgende drei Hauptprobleme:</p>
<ul>
<li>Eine Wiederholung in dem letzten G8-Oberstufenjahrgang erfordert zwei zusätzliche Jahre</li>
<li>Realschüler können das Abitur erst nach 14 Jahren erwerben.</li>
<li>Es gibt einen Gymnasialjahrgang ohne Abiturienten.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern werden es nicht hinnehmen, dass z.B. die Wiederholung der Abiturprüfung erst nach zwei Jahren erfolgen kann. Sie werden auf Bestandsschutz klagen und die Schulen werden Lösungen für eine einjährige Wiederholung anbieten müssen. Das Problem dabei ist die Fächerkombination der Wiederholenden. Es wird auch nicht annähernd möglich sein, die nötigen Kombinationen in Kursstärke vorzuhalten, auch wenn man alle Gymnasien einer Kommune zusammenfasst. Es wird also Sonderlösungen geben müssen, die sehr personalintensiv sind.<br />
Auch für Realschulabsolventen wird es schwierig. Mit ihrem qualifizierten Abschluss wollen sie aufs Gymnasium wechseln, finden aber keinen Jahrgang vor. Sollen sie dann die zehnte Klasse des Gymnasiums wiederholen und mit 14 Schuljahren Abitur machen?</p>
<p>Auch die Kommunen als Träger der Gymnasien ist betroffen. Ein Jahrgang mehr braucht auch mehr Räume. Kein Problem wird man denken, denn früher haben die Räume auch ausgereicht. Jetzt ist allerdings die Anzahl der Schüler und Schülerinnen auf Gymnasien gestiegen und es wurden Räume für Mensen und Ganztagsbetreuung verbraucht. Großstädte in Hessen und Niedersachsen haben dieses Problem bereits erkannt.<br />
Auch der Betrieb von Mensen wird schwierig, wenn die Schülerinnen und Schüler kein Mittagessen mehr benötigen.</p>
<ul>
<li>Es werden mehr Klassenräume benötigt, als momentan zur Verfügung stehen.</li>
<li>Mensavereine sind in ihrem Bestand gefährdet.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie sieht es nun&nbsp; mit der Lehrkräfteversorgung aus?</strong></p>
<p>Wenn die Umstellung beginnt, werden zunächst kontinuierlich weniger Lehrkräfte benötigt, weil der Unterrichtsumfang abnimmt. Dann ganz plötzlich, wenn der erste G9-Jahrgang in die Jahrgangsstufe 13 kommt, steigt der Bedarf um ca. 10%. Diese sprunghafte Zunahme kann am Arbeitsmarkt nicht umgesetzt werden.</p>
<ul>
<li>Es gibt einen Sprung im Lehrkräftebedarf um 10% der schwer zu managen ist.</li>
</ul>
<p>Auch jede einzelne Schule ist hochbelastet. Zunächst muss sie klären, ob sie bei G8 bleiben will oder nicht. Das ist eine wirklich komplexe und gefühlsbeladene Entscheidung. Wie soll eine einzelne Schule letztendlich wissen was richtig ist, wenn sich Wissenschaftler und Elternverbände in ihren Beurteilungen widersprechen. Außerdem kann die falsche Entscheidung die Existenz einer Schule komplett gefährden. Auch die Angleichung der Lehrpläne wird die Lehrkräfte nicht unwesentlich beschäftigen. Diese Energie könnte fehlen, wenn sich Schulen auch mit digitalen Mitteln weiterentwickeln wollen.</p>
<ul>
<li>Die Entscheidung G8 oder G9 wird für jede Schule schwer.</li>
<li>Die Umstellung des Curriculums erfordert zusätzliche Arbeit und behindert weitere Schulentwicklung</li>
</ul>
<p><strong>Mein Fazit ist:</strong> So leicht wie sich manche den Umstieg von G8 auf G9 vorstellen, ist er nicht. Ganz im Gegenteil: Der Umstieg wird kompliziert und teuer.</p>
<p><strong>Was ist zu tun?</strong></p>
<p>Als erstes glaube ich &#8211; schon aus rein rechtlichen Gründen &#8211; wird es nicht ohne einen <strong>Zwischenjahrgang</strong> gehen.</p>
<p>Ein Zwischenjahrgang dient in erster Linie dazu, den Rechtsansprüchen von Wiederholern und Realschulabsolventen gerecht zu werden. Er trägt auch dazu bei, die Unstetigkeit bei den Anzahlen der Abiturienten und beim Lehrkräftebedarf abzumildern. Der Zwischenjahrgang sollte durch alle möglichen Maßnahmen aufgefüllt werden.</p>
<p>Wie sieht das nun ganz praktisch aus?</p>
<p>Der letzte G8 Jahrgang hat bis zum Ende der Klasse 9 keine Wiederholer, so dass dieser Jahrgang möglichst stark die 9. Jahrgangsstufe beendet. Gefährdete Schüler wechseln nach der 9. Klasse in den Zwischenjahrgang, in dem sie nach altem Muster die zentrale Prüfung zum Erwerb des mittleren Schulabschlusses ablegen. Die in Ihrer Schulzeit entstandenen Defizite können in dieser Zeit ausgeglichen werden. Bei einer vierzügigen Schule könnte das eine Klasse sein. Curriculum und Stundentafel sollte den Schulen überlassen werden.</p>
<p>Im&nbsp; Folgejahr würde der Zwischenjahrgang durch Realschulabsolventen, weitere Wiederholer und mögliche Springer aus dem ersten G9 Jahrgang weiter aufgefüllt. Trotzdem kann der neue Jahrgang EF noch keine normale Größe erreichen. Dann muss entweder das Kursangebot gekürzt oder mit anderen Schulen kooperiert werden.</p>
<p>Nun zum Lehrkräftebedarf. Wie ich oben erläutert habe,&nbsp; gibt es einen 10%-Spung bei den benötigten Unterrichtsstunden. &nbsp;Damit Unterrichtsausfall vermieden wird, darf als die Lehrerschaft nicht an den fallenden Bedarf angepasst werden. Zusätzlich müssten endlich Arbeitszeitkonten offiziell eingeführt werden, damit Lehrerstunden im Laufe der Jahre angespart werden können, um den plötzlichen Bedarf abzumildern. In der Summe wird man für die Umstellungsphase mehr Geld für Lehrkräfte in die Hand nehmen müssen.</p>
<p>Teuer wird es auch für die Kommunen. G9 braucht mehr Platz als G8. Heute sind wegen der steigenden Übergangszahlen die Gymnasien voll besetzt. Einige Klassenräume sind für Mensen geopfert worden. Es werden als Klassenräume neu benötigt. Es muss also neu gebaut werden. Der Aufwand wird in Niedersachsen derzeit auf mindestens 35 Millionen Euro geschätzt. In NRW wäre das ein Vielfaches. Ich halte also einen Ausbau der Gymnasien in großem Stil für unrealistisch. Alternativ wird es nur zwei Lösungen geben: Verringerung der Züge an Gymnasien oder effektives Raummanagement. Räume können effektiver genutzt werden, wenn man vom Prinzip eine Klasse &#8211; ein Raum abgeht. Auch eine Zeitversetzung einiger Jahrgänge mehr in den Nachmittag könnte helfen.</p>
<p>Nach meinen Erfahrungen im Schulsystem wird wieder das nötige Geld fehlen und die Schulen werden in vielen Dingen improvisieren müssen. Es wird für alle Beteiligte wieder viel Kraft kosten und eins ist für mich sicher: In der Umstellungsphase wird die ganze Schule leiden. Erst in zehn Jahren wird der Umstieg vollständig gemeistert sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/der-umstieg-von-g8-auf-g9-ist-schwierig">Der Umstieg von G8 auf G9 ist schwierig</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IT-Infrastuktur als Aufgabe der Kommune</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/it-infrastuktur-als-aufgabe-der-kommune</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2017 10:54:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://joachim-rothmann.de/?p=67</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die IT- Infrastruktur an Schulen ist keineswegs neu. Sie entstand durch interessierte Lehrkräfte, die mit hohem persönlichen Aufwand individuelle Lösungen an Schulen selbst aufgebaut haben. Heute sollte dieser Ansatz Geschichte sein. Die Kommunen haben anerkannt, dass sie professionelle Systeme für ihre Schulen bereitstellen müssen. Wie kann eine sinnvolle IT-Struktur an Schulen aussehen? Ich kenne ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/it-infrastuktur-als-aufgabe-der-kommune">IT-Infrastuktur als Aufgabe der Kommune</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die IT- Infrastruktur an Schulen ist keineswegs neu. Sie entstand durch interessierte Lehrkräfte, die mit hohem persönlichen Aufwand individuelle Lösungen an Schulen selbst aufgebaut haben.</p>
<p>Heute sollte dieser Ansatz Geschichte sein. Die Kommunen haben anerkannt, dass sie professionelle Systeme für ihre Schulen bereitstellen müssen.</p>
<p>Wie kann eine sinnvolle IT-Struktur an Schulen aussehen? Ich kenne ein gutes Beispiel aus der Stadt Neuss, in der der kommunale Dienstleister <a href="https://www.itk-rheinland.de/produkte/">ITK-Rheinland</a> gemeinsam mit den Schulverwaltungsamt eine gut funktionierende Lösung anbietet.</p>
<p>Zunächst einmal müssen nach gesetzlichen Vorgaben zwei physikalisch getrennte Netze existieren, das <strong>Verwaltungsnetz</strong> und das <strong>Pädagogische Netz</strong>.</p>
<p>Das Verwaltungsnetzwerk wird zentral gesteuert. Es kann über VPN von jedem Rechner genutzt werden. Die Workstations haben lediglich Terminal-Funktion.</p>
<p>Die Schülerverwaltung geschieht stadtweit mit SCHILD-NRW. Das hat für die Stadt den Vorteil, dass die Daten zentral abgerufen werden können, die dem Schulträger zustehen. Außerdem können Schülerdaten bei einem Schulwechsel übergeben werden.</p>
<p>Schild-NRW ist inzwischen so weit entwickelt, dass alle Verwaltungsvorgänge bis hin zum Drucken der Zeugnisse gut bewältigt werden können. Der Support ist gut geregelt und Fortbildungen werden regelmäßig angeboten.</p>
<p>Auch das Stundenplanprogramm UNTIS wird für alle Schulen zentral zur Verfügung gestellt. Sogar das vor mir sehr empfohlene WEBUNTIS wird bei Bedarf vorgehalten.</p>
<p>Zur Kommunikation stellt die Stadt LOTUS zur Verfügung. Damit sind die Schulen gut mit allen städtischen Einrichtungen vernetzt.</p>
<p>Insgesamt zeigt das Beispiel, dass eine Kommune ein System vorhalten kann, dass 100% professionell ist und keinen Support innerhalb einer Schule erfordert. Die Voraussetzung ist lediglich eine halbwegs schnelle Datenleitung, die aber zunehmend geschaffen wird.</p>
<p>Das Pädagogische Netz ist im Vergleich dazu viel komplizierter, weil es schulspezifische Anforderungen besitzt.</p>
<p>Zunächst unterscheide ich zwei Anspruchsprofile:</p>
<ol>
<li><strong>Vollständig Cloud-basierte Lösung</strong></li>
</ol>
<p>Hat eine Schule eine Breitbandleitung kann sie auch für Schülerinnen und Schüler WLAN zur Verfügung stellen, das man zum z.B. mit Time-for-kids Servern schulgerecht kontrollieren kann, damit nicht auf indizierte Inhalte zugegriffen werden kann. Damit stehen alle Lösungen zur Verfügung, die über Server im Internet laufen. Als Endgeräte dienen geschlossene Systeme wie Smartphones oder Tablets. Von Schülern erstellte Produkte können auf die Lernplattform hochgeladen und von dort über Laptop-Beamer in den Klassenräumen präsentiert werden.</p>
<p>Für Grundschulen könnte dieses System ausreichend sein. Es stößt aber da an Grenzen, wo Aufgaben an Schulrechnern oder Laptops erledigt werden sollen.</p>
<ol start="2">
<li><strong>Schulnetzwerk für Schülerinnen und Schüler</strong></li>
</ol>
<p>An weiterführenden Schulen ist die Anforderung viel höher, denn ein Schüler soll an einem Rechner eine komplexe Aufgabe beginnen und sie an einem anderen Rechner fortsetzen können. Außerdem gilt es das Problem der Sabotage: Schüler neigen dazu, jede Schwachstelle von System zu nutzen, um &#8222;Unsinn&#8220; zu machen. Das muss unbedingt berücksichtigt werden.</p>
<p>Meine Empfehlung ist hier die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Linux-Musterl%C3%B6sung">Linux-Muster-Lösung (LML) des Landes Baden-Württemberg</a>. Sie kann in effizienter Weise vom lokalen IT-Dienstleister an allen Schulen umgesetzt werden. Die Schulen selbst brauchen dann nur noch einen First-Level-Support, der von wenigen Lehrkräften nebenbei geleistet werden kann.</p>
<p>Eins kann man zusammenfassend sagen: Kommunen, in denen einzelne Schulen ein eigenständiges System haben, das sie vielleicht auch noch selber warten, verschwenden Ressourcen. Außerdem wird es ohne professionelle Konzepte nicht gelingen, eine zuverlässige Funktionalität zu gewährleisten.</p>
<p>Für viele Städte im Rheinland bietet ITK-Rheinland auch hier eine Lösung an, die ich sehr empfehlen kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/it-infrastuktur-als-aufgabe-der-kommune">IT-Infrastuktur als Aufgabe der Kommune</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klassenarbeiten und Klausuren bitte nicht digital!</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/klassenarbeiten-und-klausuren-bitte-nicht-digital</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2017 12:57:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schuledigital.apps-1and1.net/?p=57</guid>

					<description><![CDATA[<p>Digitale Geräte sollten ergänzend im Unterricht eingesetzt werden. Darüber sind sich eigentlich alle Experten einig. Sollten dann nicht auch Tablets, Smartphones oder Laptops in Klassenarbeiten und Klausuren erlaubt werden? Eine völlige Freigabe würde eine individuelle Leistungsmessung unmöglich machen. Schnell ist eine Aufgabenstellung abfotografiert und verschickt. Externe oder auch Klassenkameraden könnten eine Bearbeitung zurückschicken, die dann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/klassenarbeiten-und-klausuren-bitte-nicht-digital">Klassenarbeiten und Klausuren bitte nicht digital!</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Geräte sollten ergänzend im Unterricht eingesetzt werden. Darüber sind sich eigentlich alle Experten einig. Sollten dann nicht auch Tablets, Smartphones oder Laptops in Klassenarbeiten und Klausuren erlaubt werden?</p>
<p><strong>Eine völlige Freigabe würde eine individuelle Leistungsmessung unmöglich machen.</strong></p>
<p>Schnell ist eine Aufgabenstellung abfotografiert und verschickt. Externe oder auch Klassenkameraden könnten eine Bearbeitung zurückschicken, die dann als Eigenleistung verkauft wird. Ich glaube nicht, dass diese Kommunikation durch Kontrolle verhindert werden kann.</p>
<p><strong>Kann man nicht Geräte mit beschränkten Fähigkeiten bereithalten?</strong></p>
<p>Diesen Weg geht das Land NRW, wenn es den graphischen Taschenrechner für Klausuren und Abitur erlaubt. Auch das ist nicht unumstritten. Die Kosten sind nicht unerheblich und für die normale Arbeit sind Smartphones erheblich leistungsfähiger. Die Taschenrechner werden letztendlich nur für die Klausuren angeschafft.</p>
<p>Praktisch wäre es auch Lexika und Formelsammlungen digital zu ersetzen. Dazu müssten Geräte in großer Zahl (Abiturprüfung!) vorgehalten werden, die genau für diesen Zweck konfiguriert sind. Ich glaube, das ist ein großer Aufwand, den Schulen nicht leisten können.</p>
<p>Ich selbst habe Erfahrung von Informatikklausuren mit Laptops. Obwohl die Zahl der Klausuranden überschaubar war, gab es immer wieder andere Schwierigkeiten, bis hin zum falschen Klick, der die ganze Arbeit gelöscht hat. Insofern war ich glücklich, dass seit dem Zentralabitur auch Informatiklausuren auf Papier ohne Rechner erstellt werden. An den Unis ist das übrigens auch nicht anders.</p>
<p><strong>Papier und Stift sind immer noch das Beste für Klassenarbeiten und Klausuren.</strong></p>
<p>Gestempeltes Papier ist immer noch die beste Grundlage, eine individuelle Leistung zu fixieren. Zwar lässt sich manche Handschrift schlecht lesen, aber oft sind auch Formeln zu schreiben oder eine Skizze anzufertigen. Das geht mit digitalen Geräten immer noch sehr schlecht.</p>
<p>Zum Erarbeiten und Präsentieren von besonderen Lernleistungen können digitale Geräte sehr hilfreich sein. Die Handschrift sollten sie aber nicht ersetzen. Dafür gibt es sicherlich eine Vielzahl von kulturellen Gründen. Ein Grund ist aber auch die Möglichkeit, schriftlich individuelle Lernleistungen zu erbringen. Deshalb werden hoffentlich noch lange bei Klausuren die Smartphones abgegeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/klassenarbeiten-und-klausuren-bitte-nicht-digital">Klassenarbeiten und Klausuren bitte nicht digital!</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Strukturdebatte darf Schulentwicklung nicht blockieren</title>
		<link>http://joachim-rothmann.de/strukturdebatte-darf-schulentwicklung-nicht-blockieren</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rothmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2017 14:35:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schuledigital.apps-1and1.net/?p=48</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Struktur G8/G9 beschäftigt derzeit viele Bundesländer. Folgt man der öffentlichen Debatte, hat man den Eindruck, das Wohl und Wehe unserer Schülerinnen und Schüler hänge in erster Linie von dieser Frage ab. Das ist nach einer umfassenden Expertise Prof. Dr. Olaf Köller vom Leipniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel wissenschaftlich nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/strukturdebatte-darf-schulentwicklung-nicht-blockieren">Strukturdebatte darf Schulentwicklung nicht blockieren</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Struktur G8/G9 beschäftigt derzeit viele Bundesländer. Folgt man der öffentlichen Debatte, hat man den Eindruck, das Wohl und Wehe unserer Schülerinnen und Schüler hänge in erster Linie von dieser Frage ab. Das ist nach einer umfassenden <a href="https://www.stiftung-mercator.de/de/unsere-stiftung/presse/mitteilungen/nachrichten/neue-expertise-zeigt-g8-oder-g9-macht-keinen-unterschied/">Expertise </a>Prof. Dr. Olaf Köller vom Leipniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel wissenschaftlich nicht zu belegen. Er geht sogar so weit, den Trend zurück zu G9 als postfaktisch zu bezeichnen.</p>
<p>Auch meine Erfahrung zeigt mir, gute Schulen kommen mit G8 und G9 klar. Wichtiger als die Strukturfrage sind Schulorganisation und Qualität des Unterrichts.</p>
<p>Folgende Probleme sehe ich beim Trend zurück zu G8</p>
<ul>
<li>Ein Umstieg erfordert immer zusätzliche Anstrengungen, die von Nicht­-Praktikern gerne unterschätzt werden. Das bindet Kräfte, die für eine Weiterentwicklung vor allem in Richtung Digitalisierung dringend benötigt würden.</li>
<li>Der Umstieg erfordert hohe Investitionen in Schulgebäude, weil der Platz nicht mehr reicht. Es besteht die Gefahr, dass weniger in die Ausstattung der Schulen und in die Lehrkräfte investiert werden kann.</li>
<li>Die Enttäuschung bei den Eltern wird groß sein, denn vor allem die Hoffnung auf weniger Schulstress kann sich nicht erfüllen, weil Hauptstressor die Leistungsanforderungen sind. Außerdem sind Härten für Schülerinnen und Schüler während der Umstellungsphase unvermeidlich. Man denke nur an die Wiederholer des letzten G8-Jahrgangs. Machen die dann zwei Jahre länger?</li>
<li>Schulen freizustellen, ob sie G8- oder G9-Schulen sein sollen fordert eine schwierige Entscheidung. Dabei sind wesentlich auch Eltern beteiligt, deren Kinder nicht mehr von der Umstellung betroffen sind. Diese Entscheidung kann Schulen an den Rand der Existenz bringen, weil die Debatte darüber gefühlsmäßig überladen ist.</li>
</ul>
<p>Natürlich kann eine gute Schule in 9 Jahren mehr leisten als in 8 Jahren. Ganz sicher haben die Schülerinnen und Schüler auch nicht die gleiche Reife. Ein Jahr in dieser Lebensphase macht viel aus. Trotzdem ist die Frage nach der Effizienz der Ausbildung durchaus gerechtfertigt. Ein Jahr mehr ist nicht zum Spartarif für die gesamte Gesellschaft zu haben.</p>
<p><strong>Mein Fazit ist: </strong>Die Schulstruktur sollte erst dann geändert werden, wenn es wissenschaftlich belegbare gravierende Gründe gegen G8 gibt. Bis dahin sollte kräftig in die Schulen investiert werden, und zwar in die Gebäude und in die Digitalisierung und in Lehrkräfte vor allem für die Inklusion. Außerdem gibt es ja G9 an den Gesamtschulen.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://joachim-rothmann.de/strukturdebatte-darf-schulentwicklung-nicht-blockieren">Strukturdebatte darf Schulentwicklung nicht blockieren</a> erschien zuerst auf <a href="http://joachim-rothmann.de">Schule digital</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>