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        <title>Deutsches Museum</title>
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        <copyright>Copyright 2012</copyright>
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            <title>Die Tücke liegt im Detail - ein Blick hinter die Kulissen</title>
            <description>&lt;p&gt;Viele kennen das Deutsche Museum als eines der größten naturwissenschaftlich-technischen Museen der Welt. Die wenigsten aber wissen, dass sich unter dem Dach des Deutschen Museums auch eine große Anzahl an eigenen &lt;a href="http://www.deutsches-museum.de/information/wir-ueber-uns/werkstaetten/"&gt;Werkstätten&lt;/a&gt; befindet, die für die Restaurierung der Objekte und die Instandhaltung und Neugestaltung der Ausstellungen sorgen. Seit den Zeiten seiner Gründung gibt es Werkstätten im Deutschen Museum. Immer neue Werkstätten sind hinzugekommen. Hier wurden und werden zum Beispiel die zahlreichen Dioramen angefertigt. Und hier werden die zahlreichen Demonstrationen in Betrieb gehalten, die täglich von Tausenden Besucherinnen und Besuchern bedient werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele Beschäftigte der &lt;a href="http://www.deutsches-museum.de/information/wir-ueber-uns/werkstaetten/"&gt;Werkstätten&lt;/a&gt; arbeiten schon sehr lange im Haus und wissen es zu schätzen, daß hier nicht in Serie produziert wird, sondern Unikate gefragt sind, die mit Akribie und Kreativität hergestellt werden.&lt;br /&gt;
Am 12. Mai 2012 bieten wir interessierten Besuchern die Möglichkeit, "hinter die Museumskulissen" zu blicken: Die Museumswerkstätten öffnen an diesem Tag von 8.00 - 18.00 Uhr ihre Türen für eine Reihe von Fachführungen. Besucht werden in den ca. zweistündigen Führungen unterschiedliche Werkstätten aus den Bereichen Bauunterhalt, Demonstrationsbau und Restaurierung. Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings ist eine &lt;a href="http://www.deutsches-museum.de/aktion"&gt;Anmeldung bis zum 20.4.2012 erforderlich&lt;/a&gt;. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; bei zu vielen Anmeldungen werden die Plätze ausgelost.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Montage.jpg"&gt;&lt;img alt="Montage.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Montage-thumb-500x412.jpg" width="500" height="412" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Blick in die Bildhauerwerkstatt des Deutschen Museums&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Modellbauwerkstätte zählt zu den größten Werkstätten im Deutschen Museum. Hier werden die Modelle und Dioramen aus den Sammlungen instand gehalten und restauriert oder neue Modelle gebaut. Dabei kommt es auf das kleinste Detail an.  &lt;br /&gt;
Der Leiter der Modellbauwerkstatt, Franz Huber im Gespräch mit Andrea Bistrich:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
Modellbau im Deutschen Museum - da denkt man möglicherweise als Erstes an die vielen wunderbaren Schiffs- und Flugzeugmodelle, die in den Sammlungen ausgestellt sind.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Der Modellbau im Deutschen Museum ist sehr vielfältig und reicht vom Schiffsmodell, vom Flugzeugmodell, dem Flyer I der Gebrüder Wright zum Beispiel, den wir zum 100-jährigen Jubiläum gebaut haben, über die ISS-Raumstation, den Benz-Motorwagen, über ein Vogelflugmodell, das die Flügelbewegungen eines Vogels zeigt, eine begehbare Körperzelle, bis zu einem Baustellenmodell der Normandiebrücke. All diese Modelle werden bei uns in verschiedenen Maßstabsgrößen von 1:200 verkleinert oder bis 350.000:1 vergrößert gebaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was ist das Besondere am Modellbau im Deutschen Museum?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann man sagen, ist der Modellbau bei uns im Haus in einer sehr guten Position. Anders als in der freien Wirtschaft, wo der ständige Druck besteht, möglichst günstig und schnell zu produzieren und der Anschauungsmodellbauer sein Modell alleine anfertigt, selber lackiert und auch die Beschriftung herstellt, haben wir den großen Vorteil, dass wir uns auf die technische und mechanische Komponente im Modellbau konzentrieren können.&lt;br /&gt;
Wir können auf die Zusammenarbeit mit 24 verschiedenen eigenständigen Werkstätten, die hier unter einem Dach sind, zählen. Da gibt es die Malerwerkstätte, die die Farbgestaltung übernimmt, die Mechaniker, die Elektriker und Elektroniker, die Installateure, die Schneiderinnen, die Siebdruckwerkstätte, die Schlosserei, die Schreinerei und viele weitere die uns unterstützen - nicht zuletzt die Bildhauerinnen und Bildhauer, die den künstlerischen Part übernehmen, indem sie die Figuren, das Gelände und besondere Oberflächen modellieren.&lt;br /&gt;
Unsere Modelle müssen sehr solide gefertigt sein, weil sie nicht nur zwei Wochen auf einer Messe präsentiert werden, sondern jahrzehntelang in der Sammlung stehen. Das erfordert einen ganz anderen Materialeinsatz. Das besondere an unseren Werkstätten ist, dass wir über ein museumsspezifisches Fachwissen verfügen. Gemeinsam sind wir für die Restaurierung, die Instandhaltung und die Neugestaltung der Objekte und Ausstellungen zuständig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was sind die ersten Schritte, bevor Sie ein Modell bauen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Zunächst kommt die Konservatorin oder der Konservator mit einer Idee zu uns. Meist bringt sie oder er dazu Fotos oder alte Abbildungen oder Skizzenblätter mit und fragt, ob wir daraus ein Modell bauen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Und dann müssen Sie weiterspinnen ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Genau. Da kann es dann passieren - so wie beim Modell für die Rialtobrücke -, dass ein Dreierteam nach Venedig fährt und schaut, ob es Pläne und Unterlagen bekommt. Vor Ort wird dann vermessen, fotografiert und skizziert. Wenn man die einzelnen Informationen anschließend im CAD-Programm (Programm für computerunterstützte Entwürfe) zusammensetzt, merkt man recht schnell, ob tatsächlich alles passt oder nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Können Sie prinzipiell jedes Modell bauen? Oder gibt es klare Grenzen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Der Modellbau kann fast alles! Spaß beiseite. Tatsächlich können wir hier in der Museumswerkstatt so vieles realisieren, weil wir einfach sehr gute Bedingungen im Hause haben, was in der freien Wirtschaft nicht möglich wäre.&lt;br /&gt;
Ein ganz wichtiger Faktor, der den Erfolg unserer Arbeit ausmacht, sind die Vorrecherchen, das Einholen von Informationen. Da ist jeder im Team gefordert. Zum Teil sind die Recherchen recht aufwendig, bis man überhaupt loslegen kann. Für die Abteilung Drucktechnik, in der auch industrielles Buchbinden gezeigt werden sollte, waren wir zum Beispiel in einer Traditionsbuchbinderei in der Schweiz. Wir haben lange suchen müssen, bis wir eine alte Drahtheftmaschine fanden, die  noch im Einsatz war. Nach so gründlichen Recherchen nehme ich ein Buch ganz anders in die Hand: ich schaue, wie der Rücken, wie die Bindung gemacht ist und vieles mehr.&lt;br /&gt;
Wenn wir ein Modell in einem entsprechenden Maßstab bauen, dann wird jedes Detail sichtbar und muss stimmen. Manchmal ist es auch so, dass man, nachdem man sämtliche Unterlagen, Pläne und Skizzen zusammengetragen hat, erst bei der praktischen Umsetzung merkt, dass etwas nicht ganz eindeutig ist. Die Tücke liegt oft im Detail! Das merkt man in dem Moment, wo man etwas ins Dreidimensionale umsetzt; da werden unter Umständen Zusammenhänge sichtbar, die einem auf dem Papier nicht aufgefallen sind. &lt;br /&gt;
Bei dem Wright-Flugzeugmodell beispielsweise ist plötzlich ein kleiner Hebel mit Schnurverbindung aufgetaucht, über den wir bisher noch nichts gehört hatten. Aber wie sich herausstellte, war das etwas ganz Entscheidendes, denn den Gebrüdern Wright war es anscheinend bewusst, dass die Motorleistung nur ausreicht, wenn sie mit Vollgas starten. Und sie wussten wahrscheinlich, dass der Mensch von Natur aus eher zögert, statt gleich Vollgas zu geben. Sie bauten daher einen Mechanismus ein, bei dem in dem Moment, wenn der Motor gestartet wird, sich die Zugschnur automatisch aushängt, so- dass der Motor immer auf Vollgas läuft.&lt;br /&gt;
Das sind so nette Details, die man entdecken kann. Und darüber hinaus erfährt man auch sehr viel über die Menschen, die damals so enorm viel Energie, Ehrgeiz und mitunter sogar ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, nur um für einige Augenblicke knapp vom Boden abzuheben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Haben Sie trotz intensiver Vorbereitungen auch schon mal etwas nicht so hinbekommen, wie Sie es sich vorgestellt hatten?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Das ist auch schon passiert. Es gab zum Teil Versuchsaufbauten, bei denen über Monate hinweg ständig Probleme aufgetreten sind, mit denen wir nicht gerechnet hatten. Und dann kann es passieren, dass wir von diesem Versuchsmodell Abstand nehmen und sagen, wir setzen das lieber nicht in der Ausstellung ein. Im Dauerbetrieb ist das Modell hoher Beanspruchung ausgesetzt, da kommen Einflüsse wie Staub, Temperaturschwankungen etc. hinzu, die über lange Zeiträume hinweg enorme Schwierigkeiten bereiten können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gibt es auch den umgekehrten Fall: Sie entdecken, dass das Modell unerwartet gut gelungen ist?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Ja, auch das kommt immer wieder vor.  Wir haben die Möglichkeit, genügend Zeit in ein Projekt zu investieren - das wirkt sich auch auf das Ergebnis aus. &lt;br /&gt;
Wenn man dann anschließend in der Sammlung beobachtet, wie der Besucher auf das eine oder andere Modell reagiert und etwas besonders loben, dann motiviert das enorm. Es ist ein schönes Erfolgsgefühl, das nicht zuletzt auch die Begeisterung für die nächsten Aufgaben steigert.&lt;br /&gt;
Kreativ arbeiten kann man erst, wenn man die Zeit dazu erhält. In dem Moment, wo der Zeitdruck zu groß ist, wird jede Form der Kreativität abgewürgt, weil man dann vom Denken her ganz anders an eine Sache herangeht. Sobald der zeitliche Rahmen sehr eng ist, müssen wir bei der Ausführungsqualität abspecken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Worauf kommt es beim Modellbau an? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Ein Modell oder Diorama in einer naturalistischen Ausführung zu bauen, ist immer eine Gratwanderung. Wir müssen schon sehr darauf achten, dass es nicht ins Kitschige abfällt. Es gibt da zum Beispiel einfache Regeln, dass man keine Glanztöne oder  überzogenen Farbtöne verwendet.&lt;br /&gt;
Eine weitere Herausforderung ist es, den richtigen Maßstab für ein Moulegen. Dabei sind zwei Fragen entscheidend: Wie groß muss mein Modell sein, um eine bestimmte Technik oder einen bestimmten Vorgang am besten zu veranschaulichen? Und wie viel Platz steht dazu zur Verfügung? Es gibt bestimmte Maßstabsgrößen, die für das menschliche Auge am natürlichsten wirken. Zum Beispiel der Maßstab 1:33.&lt;br /&gt;
Die Begeisterung für die dreidimensionale Nachbildung im Kleinen hatte schon unser Gründer, Oskar von Miller, Anfang des 20. Jahrhunderts erkannt. Schon damals waren die Schaukästen oder Dioramen bei den Besuchern sehr beliebt. Ich bin mir sicher, dass wir eine der wenigen Modellbauwerkstätten auf der Welt sind, die die Tradition des Dioramenbauens auch heute noch weiterleben lassen.&lt;br /&gt;
Modelle sind dreidimensionale Momentaufnahmen, die - möglichst naturalistisch - eine bestimmte Arbeits- oder Lebenssituation wiedergeben. Der Betrachter soll einen realistischen Eindruck davon erhalten und diesen Eindruck mit nach Hause nehmen. &lt;br /&gt;
Wenn man als Betrachter vor einem Diorama steht, hat man das Gefühl, man selbst befinde sich darinnen. Der Betrachter erhält ein Gefühl von dem dargestellten Raum - sei es eine alte Gusshalle, eine Werkstatt oder eine Industrieanlage. Allein schon dieser Eindruck kann im idealen Fall dazu motivieren, sich weitere Informationen über das Dargestellte einzuholen. &lt;br /&gt;
Das ist der eigentliche Wert eines Modells: Es birgt stets die Möglichkeit, sich weiterzubilden - unabhängig vom Bildungsstand ist es eine entspannte Form der Information. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wann würden Sie ein Modell als gelungen bezeichnen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Wenn meine Kollegen oder ich ein Modell beurteilen, dann schauen wir auf jedes Detail: Passt die Farbgestaltung? Ist der der Maßstab oder der Ausschnitt grundsätzlich gut gewählt? Stimmen Perspektive und Beleuchtung? Das geht bis zur richtigen Materialauswahl, zum Beispiel beim Holz: Hier müssen Jahresringabstand und Holzstruktur stimmen. Damit es so realistisch und authentisch wie möglich wirkt, verwenden wir Astmaterial. All diese Feinheiten machen das Gesamtbild eines Modells aus. Wenn wir beispielsweise einen Beschneidehobel von einer Buchbinderei nachbauen, dann versuchen wir- wenn es der Maßstab zulässt und solange es nicht aufgrund der Maserung den Maßstab zerstört - auch das entsprechende Holz zu verwenden. Und auch das metallene Schneidemesser ist in der Regel so geschliffen, dass es auch im Kleinen noch funktionsfähig ist.&lt;br /&gt;
Ob ein Modell tatsächlich als gelungen bezeichnet werden kann, lässt sich aber erst feststellen, wenn man beobachtet, wie die Besucher darauf reagieren - und natürlich auch die Kolleginnen und Kollegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eines der beliebtesten Modelle bei den Besuchern ist die begehbare Zelle in der Ausstellung Pharmazie. War das auch eines Ihrer schwierigsten Projekte?&lt;br /&gt;
Ja, das kann man sagen. Die Körperzelle war eine große logistische Herausforderung. An einem so riesigen Projekt wie der Körperzelle, die eine 350tausendfache Vergrößerung ist und zehn Meter lang und sechs Meter hoch gebaut wurde, waren viele Leute gleichzeitig beteiligt: Bildhauerinnen und Bildhauer, Elektriker, Maler, Schlosser, Modellbauer und viele andere. Das Ganze musste zeitlich ineinandergreifen und machbar bleiben. &lt;br /&gt;
Schön ist es auch zu sehen, mit welcher Begeisterung alle Beteiligten dabei waren. Da werden dann auf einmal Dinge möglich, die unter normalen Umständen nicht realisierbar wären. 		&lt;br /&gt;
Bei der Eröffnung habe ich mich bewusst gleich hinter den Eingang gestellt, um die Reaktionen der ersten Gäste zu beobachten. Wenn auch vorher das eine oder andere schwierig war und viel Arbeit bereitet hat - die begeisterte Reaktion der Besucher hat in jedem Fall dafür entschädigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Haben Sie ein Lieblingsmodell?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Sehr gerne mag ich das Baustellenmodell der Normandiebrücke, den Flyer I der Gebrüder Wright oder auch den Benz-Motorwagen. &lt;br /&gt;
Es ist immer wieder schön, das Normandiemodell mit seinem über sechs Meter hohen Pylon zu sehen. Für einen Modellbauer ist das natürlich spektakulär. Noch dazu in einem 40stel Maßstab.&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt ist auch die begehbare Körperzelle zu erwähnen. Ich genieße es nach wie vor, wenn ich in der Sammlung unterwegs bin, dort vorbeizuschauen und einen Blick hineinzuwerfen. Denn das ist kein Objekt, das  nur für kurze Zeit gebaut wurde und dann irgendwo im Keller oder im Depot landet. Die Zelle wird intensiv betrachtet, oft auch bewundert - und das ist ein schönes Gefühl. &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/w-m3jXp1eVk" height="1" width="1"/&gt;</description>
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            <pubDate>Fri, 13 Apr 2012 15:09:01 +0100</pubDate>
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            <title>Die Kühlschränke des Hurrikans Katrina</title>
            <description>&lt;p&gt;Aus Haushaltshelfern wird Abfall wird Kunst: Ende August 2005 hinterließ der Hurrikan Katrina enorme Zerstörungen im Südosten der USA. Die Bilder demolierter Kühlschränke wurden zu Symbolen für den Einbruch der Naturgewalt in den Alltag der Menschen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/DefrostyTheFridgeman.jpeg"&gt;&lt;img alt="DefrostyTheFridgeman.jpeg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/DefrostyTheFridgeman-thumb-500x607.jpeg" width="500" height="607" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Brechende Dämme, Flutwellen, Evakuierungsmaßnahmen, der überfüllte New Orleans Superdome - das waren die Bilder, die in den unmittelbaren Tagen nach dem Hurrikan Katrina um die Welt gingen und einen Eindruck jener Katastrophe vermittelten, die weite Teile der amerikanischen Golfküste und von New Orleans im August 2005 in beispielloser Weise verwüstete. Für die Bewohner, für die in den Wochen und Monaten danach die mühseligen Aufräumarbeiten begannen, wurde allerdings bald ein anderes Bild allgegenwärtig und Ausdruck dessen, was geschehen war: In der ganzen Stadt säumten unzählige Kühlschränke die Ränder der Straßen und Vorgärten. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/FridgeElvis.jpeg"&gt;&lt;img alt="FridgeElvis.jpeg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/FridgeElvis-thumb-500x619.jpeg" width="500" height="619" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus der Ferne erinnerte das Bild an die für die Südstaaten charakteristischen Friedhöfe mit ihren schiefen, weißen Grabsteinen. Aus der Nähe wurde etwas anderes sichtbar: Die weißen Kühlschränke, ihrer ursprünglichen Funktion entzogen, waren zum Schwarzen Brett geworden, zu Flächen für Zeichnungen, Graffiti und emotionale Botschaften. Ein Kühlschrank trägt ein eindringliches "Do not open!" (Nicht öffnen!), in dicker schwarzer Graffiti-Schrift quer über Tür und Eisfach. Ein anderer verkündet: »Bush, you're fired« (Bush, du bist gefeuert). Ein dritter äußert in einer Sprechblase den wehmütigen Wunsch "I want to evacuate too" (Ich will auch evakuiert werden). Drei unter Tausenden im New Orleans der Post-Katrina-Ära. Was war passiert? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Katrina waren nicht nur die Überschwemmungen, sondern auch der Zusammenbruch des Energienetzes gekommen. Nur wenige Bewohner hatten die Chance gehabt, vor der Evakuierung ihre Kühlschränke zu leeren, und so blieben die oft bis zum Rand gefüllten Haushaltshelfer ihrem Schicksal überlassen. Diejenigen, die nicht von den Überschwemmungen des Sturms mitgerissen wurden, erlagen bald anderen Naturprozessen: Ohne die Kühlfunktion verdarb das Essen innerhalb kürzester Zeit. Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse, ganze Mikrowellenmahlzeiten, die in den ausladenden und auf Vorratshaltung ausgelegten amerikanischen Modellen in rauen Mengen Platz finden, erlagen Schimmel und Maden. Wer in sein Heim zurückkehrte und das ehemalige Herzstück der Küche öffnete, erhielt nicht selten den Eindruck, die Büchse der Pandora aufgemacht zu haben: "Parfum New Orleans après Katrina" (Der Duft von New Orleans nach Katrina) bewarb ein Kühlschrank seinen Inhalt - eine sarkastische Beschreibung des üblen Geruchs, den die verrotteten Waren im Inneren verströmten. Hinter dem unmittelbaren Schock beim Öffnen der Geräte verbarg sich eine akute Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Natur im Katastrophengebiet. War die Menge an Schutt und Müll durch zerstörte Gebäude, Straßen und Bäume schon groß genug, so stellten die "white-goods", elektrische Haushaltsgeräte, die Aufräummaßnahmen vor eine zusätzliche Herausforderung: Sie bargen toxische Stoffe - generiert zum einen durch die verweste Nahrung, zum anderen aber auch aufgrund von Stoffen in den Bauteilen der Geräte selbst. Die Beraterin für Umweltfragen, Linda Luther, erläuterte in ihrem Kongressreport aus dem Jahr 2008 die Entsorgungsproblematik von Haushaltsgroßgeräten nach Katrina: Zu den Problemstoffen gehört beispielsweise Freon, ein Halogenkohlenwasserstoff, der unter enormem logistischen und zeitlichen Aufwand aus den Geräten entfernt werden muss. Der Prozess selbst ist Standard bei der Entsorgung von "white goods". Aber die Notwendigkeit einer Entsorgung Tausender solcher Geräte gleichzeitig bedeutete den Ausnahmezustand - und führte auf einen Schlag vor Augen, welche Mengen an potenziell schädlichem Sondermüll unseren Alltag begleiten. 	&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste Schritt der Entsorgung wurde meist von den Besitzern selbst vorgenommen. Sie verfrachteten ihre Kühlschränke auf die Gehsteige, wo sie auf ihre Abholung warteten, die jedoch wegen fehlender Kapazitäten für eine fachgerechte Entsorgung oft erst nach Monaten erfolgte. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Anblick dieser Geräte, die bislang Nahrung im Überfluss gekühlt und gesichert hatten und nun deplatziert vor den Häusern standen, versinnbildlichte vielen, wie tief die Natur in den Alltag der Menschen eingedrungen war. Weder die modrigen Sofas, die auf Abholung warteten, noch die Mengen an dreckigem Schlamm, der aus den Häusern auf die Straßen geschaufelt werden musste, vermittelten das, was der Anblick der Kühlschränke signalisierte: den Verlust von Normalität und Sicherheit. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die besondere symbolische Wirkung der Kühlschränke auf den Straßen wird verständlich, wenn man einen Blick auf die Geschichte dieser Haushaltshelfer wirft. Insbesondere Kühlschränke waren das haushaltstechnische Wunder des frühen 20. Jahrhunderts. Die Möglichkeit, Essen zu konservieren, erweiterte nicht nur die Auswahl an zugänglichen Lebensmitteln, sondern bedeutete auch Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den USA der Nachkriegsjahre wurden Kühlschränke wie kein anderes Gerät zum Symbol kapitalistischen Wohlstands und Überflusses. Im neuen Jahrtausend ist mindestens einer der weißen Riesen die Norm in jedem amerikanischen Haushalt und eine absolute Selbstverständlichkeit. Unsichtbar und unaufhörlich gespeist von Elektrizität, ermöglichen sie dem Menschen, seinen eigenen kleinen klimatischen Mikrokosmos zu steuern, oder, wie die Geografin Helen Watkins es nennt, ein »Klima-aus-der-Kiste«. Sie schaffen einen Komfort, der so alltäglich und natürlich für uns ist, dass er erst in unser Bewusstsein rückt, wenn eine Klimakatastrophe wie Katrina ihn zum Stillstand bringt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch für die Katrina-Kühlschränke blieb es nicht bei einer bloßen Klassifizierung als toxischer Müll. Auf der Straße erfuhren die einstigen Haushaltshelfer einen vergleichslosen Rollenwechsel. Unter den Nachwehen von Katrina wurden ihre steril-weißen Oberflächen, einst Versprechen von Modernität und Hygiene, zur Leinwand für spontane Zeichnungen, politische Parolen und persönliche Nachrichten. Waren sie ehemals neutrale Produkte der Massenfertigung, wurden sie auf einmal individuelle Sprachrohre der Bewohner von New Orleans und trugen statt ihrem beruhigenden Surren in der Küchenecke nun Gedichte, wütende Parolen, Suchanzeigen und schwarzen Humor auf die Straßen von New Orleans. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was die ausrangierten Kühlschränke bereits durch ihre deplatzierte Anwesenheit symbolisierten, wurde von ihren Besitzern auf ihrer Oberfläche weitergeführt, so dass die ehemaligen Haushaltsgeräte nicht bloß zu Müll, sondern letztlich zu einer Form politisch-populärer Kunst wurden. Bereits sechs Wochen nach dem Unglück zählte das U. S. Army &lt;br /&gt;
Corps of Engineers (USACE) auf einer Halde in den Außenbezirken von New Orleans, die als Sammelstelle für die Kühlschränke genutzt wurde, 5500 Stück, eine Zahl die noch auf 250 000 steigen sollte. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer heute, sieben Jahre später, auf der amerikanischen Seite von Google die Begriffe "Katrina" und "Kühlschrank" eingibt, stößt auf Angebote für kleine Magneten mit Bildern der Katrina-Kühlschränke. Die kann man sich dann wiederum auf seinen neuen Kühlschrank kleben. Eine Erinnerung vor allem an die Katastrophe, die überstanden ist. Eine kleine Erinnerung aber vielleicht auch an die Rolle der elektrischen Haushaltshelfer, die nun wieder wie selbstverständlich den Alltag begleiten. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Kühlschrankbilder findet man &lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Fridges_damaged_by_Hurricane_Katrina"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von Simone Stirner&lt;br /&gt;
Simone Stirner (B.A.) ist Master-Studentin der Literatur- und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Research Scholar an der University of California, Berkeley. Seit Herbst 2010 arbeitet sie als Hilfskraft am Projekt "&lt;a href="http://www.energiekonsum.mwn.de/"&gt;Objekte des &lt;br /&gt;
Energiekonsums&lt;/a&gt;" im Deutschen Museum. Zu diesem Projekt wird heute die Ausstellung "&lt;a href="http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/sonderausstellungen/2012/kabelsalat/"&gt;Kabelsalat - Energiekonsum im Haushalt&lt;/a&gt;" eröffnet. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr zu den Kühlschränken von New Orleans: &lt;br /&gt;
Katheryn Krotzer Laborde, Do Not Open: &lt;br /&gt;
The Discarded Refrigerators of Post-Katrina New Orleans, Jefferson 2010. &lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/gjkK9m06Wo8" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Kühlschrank</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">New Orleans</category>
            
            <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 13:06:40 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Ein elektromobiles Arbeitstier </title>
            <description>&lt;p&gt;Alle reden über die elektromobile Zukunft. Auch das Verkehrszentrumsteam tut das und plant für das Jahr 2012 eine Sonderausstellung über Elektromobilität, die zur besseren Einordnung einen kleinen historischen Vorspann erhalten wird. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/K1024_IMG_4765.jpg"&gt;&lt;img alt="K1024_IMG_4765.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/K1024_IMG_4765-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Die Neuerwerbung: ein Hansa-Lloyd Elektroschlepper der Hansa Lloyd AG Bremen, Baujahr 1924&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn Elektrofahrzeuge sind bekanntlich keine neue Erfindung. Die ersten Versuchsfahrzeuge bauten schon 1881/82 die Briten Ayrton und Perry und die Franzosen Trouvé und Jeantaud. 1888 versuchte sich auch ein deutscher Geschäftsmann im Bau eines Elektrowagens, Andreas Flocken. Fotos von ihm und seiner Elektromotor-Kutsche finden sich im Archiv des Deutschen Museums. Um 1900 gab es, vor allem in den USA, dann einen kleinen Boom an Elektrowagen. Doch setzten sich im PKW-Sektor noch vor dem Ersten Weltkrieg die sportlicheren Benziner gegen die Konkurrenz durch. Seither hatten es Elektrofahrzeuge schwer, wenngleich es im 20. Jahrhundert immer wieder Anläufe gab, die leise und örtlich abgasfreie Antriebstechnik zu nutzen. Sie scheiterten regelmäßig, was zum einen an der Technik - insbesondere der unbefriedigenden Batterietechnik - zum anderen an einer Automobilkultur lag, deren Leitbild bis in die Gegenwart durch schnelle, komfortable Reise- und Allroundfahrzeuge geprägt ist.&lt;br /&gt;
Eine zeitweilig fast vergessene Nische fanden Elektrofahrzeuge immerhin im Nutzfahrzeugbereich. Zum Beispiel unterhielt die Reichspost in den 1920/30er Jahren eine größere Flotte von elektrisch betriebenen Paketlieferwagen. Und nutzbringend waren Elektrofahrzeuge seit jeher auch im Hallenbetrieb oder dort, wo Lebensmittel gelagert werden.&lt;br /&gt;
So ein elektromobiles Arbeitstier, ein Elektroschlepper der Bremer Hansa Lloyd AG (Baujahr 1924), gehört seit wenigen Wochen zum Bestand des Deutschen Museums. Wir haben ihn in Belgien bei einem Oldtimerhändler gefunden, wo er nach einer langen Geschichte als Arbeitswagen als Tauschobjekt einging. Über Jahrzehnte war das Fahrzeug als Wagen Nr. 3 für die Bremerhavener Eiswerk GmbH im Hafengebiet unterwegs und versorgte mit einem halben Dutzend anderer Elektroschlepper den Bremerhavener Fischereihafen, die Auktionshallen, die Fangflotten, aber auch Passagierschiffe mit Eis zur Kühlung von Lebensmitteln. Der letzte Eisschlepper dieser Art wurde nach Auskunft der Firmenleitung erst 2003 außer Betrieb gestellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/HansaLloyd_Geestemu%CC%88nder_Eiswerke.jpg"&gt;&lt;img alt="HansaLloyd_Geestemünder_Eiswerke.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/HansaLloyd_Geestemünder_Eiswerke-thumb-500x304.jpg" width="500" height="304" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Abfüllung von Eis in waggonähnliche Hänger bei den Geestemünder Eiswerken, um 1923. Der „Eiszug" wird von einem Hansa Lloyd Elektroschlepper gezogen. (Foto: Slg. Ulrich Kubisch)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Batterie_Ladestation.jpg"&gt;&lt;img alt="Batterie_Ladestation.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Batterie_Ladestation-thumb-500x295.jpg" width="500" height="295" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Batterie-Ladestation für Hansa Lloyd-Wagen um 1925: Die Akkusätze waren in Holzkisten untergebracht, die zum Laden einfach ausgetauscht wurden, so dass die Ladezeiten die Fahrzeiten nicht beeinträchtigten. (Foto: Slg. Ulrich Kubisch)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das 4,5 t schwere Fahrzeug wurde von einem Elektromotor auf einer Vorlegewelle vor der Hinterachse angetrieben. Der Strom kam aus austauschbaren Batteriepacks mit bis zu 40 Blei-Akku-Sätzen, die in einer zentralen Ladestation geladen wurden und die noch einmal bis zu 1 t Gewicht als Zuladung erbrachten. Dafür konnte der Schlepper gleich mehrere Anhänger mit Eis auf einmal ziehen. Dabei ging es bedächtig zu, im Normalfall war er mit höchstens 12-20 km/h unterwegs.&lt;br /&gt;
Die einfache Konstruktion war robust und langlebig. - Das Museumsobjekt fährt z.B. noch auf seinen alten Vollgummireifen. - Dementsprechend warb die Firma Hansa Lloyd unter anderem mit der hohen „Amortisationsquote" für Elektromobile, und wies darauf hin, dass Batterie und Bereifung „einer Qualitätsminderung überhaupt nicht unterliegen, da sie periodisch vollkommen erneuert werden, und dass ferner das Elektromobilchassis (...) so unterhalten werden kann, dass es qualitativ auf einem gewissen normalen Zustande bleibt". &lt;br /&gt;
Mindestens für die robusten Elektroschlepper traf das wohl wirklich zu. Es haben mehrere Exemplare überlebt. Und für ein über 80 Jahre altes Fahrzeug befindet sich der Neuzugang unserer Sammlung in einem überraschend guten Zustand. Die Spuren der Zeit sind gleichwohl nicht an ihm vorbeigegangen. Sie machen sich insbesondere in verschiedenen Farbschichten bemerkbar, die beibehalten werden sollen. In den nächsten Monaten wird dieser Elefant unter den Elektromobilen zunächst gereinigt werden und dann ab Sommer 2012 in der Ausstellung zu sehen sein, als Repräsentant einer nützlichen, zuverlässigen und umweltfreundlichen Spezies von Elektromobilen des 20. Jahrhunderts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bettina Gundler - Kuratorin für Straßenverkehr im Deutschen Museum&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Weiterführende Literatur: Gijs Mom, The Electric Vehicle: Technology and Expectations in the Automobile Age. Baltimore, London 2004; Ulrich Kubisch, Borgward war nicht der Anfang: Hansa Lloyd Automobilbau. Bremen 1986).&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/7AMI71EiGF8" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Deutsches Museum</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Elektromobilität</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Verkehrszentrum</category>
            
            <pubDate>Mon, 26 Dec 2011 10:50:12 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Der klingende Weihnachtsbaum</title>
            <description>&lt;p&gt;Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Fabrikant Johannes Carl Eckardt aus Stuttgart Patente für Neuerungen „an Musikerwerken, welche mit Mechanismen zum Drehen von Untersätzen für Weihnachtsbäume versehen sind" (DRP 30617, 1895, und 48743, 1889). Eckardt verknüpfte damit zwei eng mit der Weihnachtszeit verbundene Traditionen, den Weihnachtsbaum und die Weihnachtsmusik, und verband diese in einem Instrument. War letztere in früheren Zeit noch von den Familienangehörigen selbst gemacht worden, hatten sich seit einiger Zeit durch das wachsende Angebot erschwinglicher Instrumente die Spielwerke auch in Privathaushalten weit verbreitet. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Gloriosa.jpg"&gt;&lt;img alt="Gloriosa.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Gloriosa-thumb-500x369.jpg" width="500" height="369" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eines der verbreitetsten Modelle war der Weihnachtsbaumständer „Gloriosa", der zu Weihnachten 1892 auf den Markt kam. Bereits zeitgenössische Anzeigen priesen die aufwendige, an Renaissanceformen orientierte Gestaltung des Gehäuses aus mattiertem Nussbaum an. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Anzeige%20Gloriosa.jpg"&gt;&lt;img alt="Anzeige Gloriosa.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Anzeige Gloriosa-thumb-500x298.jpg" width="500" height="298" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von Hand mit einer Kurbel wird das Uhrwerk aufgezogen, das das Instrument betreibt. Es bewegt zwei verschiedene Mechaniksysteme: Das eine drehte die Halterung, in die der Christbaum eingespannt war. Bäume bis zu 100 Pfund Gewicht und 55 mm Stammdicke konnten verwendet werden. Das zweite ist das Musikwerk vom damals bekannten Typ „Kalliope". Es besteht aus einem Stahlkamm, wie er auch von anderen Spieldosen bekannt ist, mit 52 oder 55 Zähnen. Diese werden von Metallstiften angezupft und damit zum Klingen gebracht. Ein Christbaumständer konnte über bis zu vier Kämme, zudem über Glocken verfügen. &lt;br /&gt;
Die Musik ist auf Metallplatten codiert, die als Programmträger dienen. Sie besitzen einen gezackten Rand und auf der Unterseite vorstehende Nocken. Ein Zahnrad greift in die Zacken des Randes, um die Scheibe zu drehen. Die Nocken bewegen die Metallstifte, die die Zungen des Stahlkamms anzupfen. Eine abklappbare Andruckstange mit Hartgummirollen führt die Scheibe genau über den Anzupfmechanismus.&lt;br /&gt;
War das Uhrwerk aufgezogen, drehte sich der Weihnachtsbaum und die auf der gewählten Platte codierte Musik erklang. Für die Verwendung an öffentlichen Plätzen wurde „Gloriosa" auch mit einem Münzeinwurf gebaut. Die Platten konnten leicht ausgewechselt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Gloriosa_Detail.jpg"&gt;&lt;img alt="Gloriosa_Detail.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Gloriosa_Detail-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Weihnachtsbaumständer waren ein Erfolgsmodell: Bis 1911 wurden 100.000 Stück verkauft. Wie nicht anders zu erwarten, erhielt Eckardt bald Konkurrenz, die ebenfalls verschiedene Bauweisen anboten - wobei sie die Patente durch abweichende Konstruktionen zu umgehen suchten. Andere Hersteller wählten ganz andere Wege: Die Modelle „Triumph" und „Troubadour" konnten mit jedem Spielwerk betrieben werden; eine Schnur verband den Christbaumständer mit der Achse des Spielwerks. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da der Einsatz als Christbaumständer nur für eine sehr begrenzte Zeit möglich ist, standen auch verschiedene andere Aufsätze zur Auswahl, Blumenvasen, einfache Porzellanplatten und kunstvolle Gebilde aus mehreren Etagen mit ornamentierten Säulen. Das umfangreiche musikalische Repertoire, das für „Gloriosa" angeboten wurde, umfasste dementsprechend neben traditionellem weihnachtlichen Liedgut („Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen", „O Tannenbaum", „Ihr Kinderlein kommet" und „Stille Nacht") auch jahreszeitunabhängige Stücke, so verschiedene Choräle, aber auch leichte Musik wie das Couplet „Immer an der Wand lang" oder der Weibermarsch aus „Die lustige Witwe" und nationale Melodien wie die „Wacht am Rhein". Sie erklangen, während sich der Aufsatz langsam drehte.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/_dPV-9RMYXY" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Christbaumständer</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Musik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Weihnachten</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Weihnachtsbaumständer</category>
            
            <pubDate>Fri, 16 Dec 2011 10:16:38 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Mit Schlupfwespen gegen Kleidermotten</title>
            <description>&lt;p&gt;Es gibt ja kaum jemanden, den Oldtimer kalt lassen. Ihr Design, ihre Historie und Technik sind faszinierend. Dass auch Motten zu den eingefleischten Oldtimer-Fanatikern gehören, klingt erstmal überraschend, ist es aber auf den zweiten Blick nicht. Wolle, Seide, Filz und Rosshaar werden in Bezügen, Fußmatten und in der Polsterung der alten Fahrzeuge verwendet. Diese Naturmaterialien ziehen Motten an und die wird man so schnell nicht mehr los.&lt;br /&gt;
&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Trichogramma-Adler_Landaulet.jpg"&gt;&lt;img alt="Trichogramma-Adler_Landaulet.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Trichogramma-Adler_Landaulet-thumb-500x342.jpg" width="500" height="342" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2003 fing es an. Die alte Automobil-Ausstellung auf der Museumsinsel sollte geräumt werden und der Borgward P 100, das Goggomobil, der Opel Laubfrosch und all die anderen Preziosen in das zu eröffnende Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe umziehen. Im Rahmen des Umzugs stellte man fest, dass die Mottenpopulation stark zugenommen hatte. Ein Problem, das auch bei anderen Museen zeitgleich beobachtet wurde. Was tun? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fünf Fragen zu Motten im Museum&lt;/strong&gt; an Elisabeth Knott, Leiterin der Abteilung Technik, die in Zusammenarbeit mit den Werkstätten für Schutz und Instandhaltung aller Objekte im Deutschen Museum verantwortlich ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Warum braucht das Museum einen Holzwurmflüsterer?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Museum haben wir immer wieder Probleme mit Kleidermotten. In vielen unserer Objekte, wie beispielsweise in Kutschen, Autos und Eisenbahnen sind Naturmaterialien wie Wolle, Seide und Rosshaar vorhanden. Die enthalten Keratin und das gehört einfach zu den Leibspeisen der Motten.  2003 gab es einen besonders starken Befall, der übrigens zeitgleich auch in anderen Museen bemerkt wurde. Zuerst haben wird die Motten mit Stickstoff bekämpft. Dazu wurden die Fahrzeuge in Alufolie gesteckt und über zwei bis drei Monate immer wieder mit Stickstoff behandelt. Danach waren sie „entwest", wie man so schön sagt, also frei von Motten. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Umzug in das Verkehrszentrum kamen die Motten jedoch wieder zurück. Die Sitckstoffbehandlung haben wir gemeinsam mit Stephan Biebl durchgeführt. Er betreibt auch Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen, ein Kind hat ihn daher einmal „Holzwurmflüsterer" genannt. Er schlug vor, den erneuten Mottenangriff mit Nützlingen zu bekämpfen. Als erstes Museum schlugen wir 2007 diesen Weg ein, mittlerweile findet diese Methode in mehreren Häusern Verwendung. Gift kam für uns in einer Ausstellungshalle nie in Frage, der Einsatz von Stickstoff ist teuer und aufwändig, wir waren also bereit etwas Neues zu versuchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Stickstoff.jpg"&gt;&lt;img alt="Stickstoff.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Stickstoff-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie läuft Mottenbekämpfung mit Nützlingen ab?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stephan Biebl hat in unserem Fall Trichogramma evanescens, also Schlupfwespen eingesetzt. Damit konnte die Mottenpopulation innerhalb von drei Jahren von 10 bis 15 Motten pro Objekt auf zwei bis drei Motten reduziert werden, einige Fahrzeuge sind ganz mottenfrei. Die Schlupfwespe legt ihre Eier in die Eier der Motten und frisst sie von innen auf. Damit sterben die Motten irgendwann aus. Mit Pheromonfallen, das sind Dufstofffallen, die die männlichen Motten anziehen, wird regelmäßig der Mottenbefall überwacht. Sobald in einem Fahrzeug wieder eine Motte auftaucht, setzen wir dort  Schlupfwespen aus. Das ist einfach und günstig: eine Mitarbeiterin legt zwei Kärtchen in ein Fahrzeug, ein Kärtchen kostet weniger als ein Cappuccino. Zudem arbeiten wir mit dem System der „Mottenverwirrung", das ich ganz interessant finde. Im Prinzip funktioniert das so, dass die Pheromonrezeptoren der Männchen durch eine Art Bestäubung in speziellen Mottenfallen überlastet werden. Die Konsequenz ist ein Zustand sexueller Verwirrung der männlichen Mottenpopulation, wodurch der Paarungszyklus effektiv gestört wird. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Nuetzlingskarte.jpg"&gt;&lt;img alt="Nuetzlingskarte.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Nuetzlingskarte-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Welchen Schaden richten die Motten an?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fraßlöcher in den Bezügen der Automobile auf Sitzen, im Kofferraum oder den Fußmatten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Auslage_Kofferraum.jpg"&gt;&lt;img alt="Auslage_Kofferraum.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Auslage_Kofferraum-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was passiert mit den ausgesetzten Schlupfwespen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese einheimische Nützlingsart ist nur so groß wie ein Schreibmaschinenpunkt („ . ") und kann unter günstigen Bedingungen bis zu 15 Meter laufen, um an ihren Wirt zu kommen. Trichogramma evanescens ist normalerweise auch im Freiland anzutreffen, kann im Labor als Massenware gezüchtet werden und führt bei erhöhtem Aufkommen und gezieltem Einsatz zu einer Reduzierung von Schädlingen. Bei 20° lebt sie ungefähr 10 Tage. Sobald keine Motteneier mehr da sind, kann sie sich nicht mehr fortpflanzen und stirbt aus. Auf diese Weise kamen in den letzten Jahren bei 74 Oldtimern, Kutschen und Zugwaggons insgesamt 45000 Schlupfwespen pro Jahr zum Einsatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sind die Schlupfwespen für die Besucher gefährlich?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nein, der Besucher bekommt von den Schlupfwespen nichts mit. Sie sind winzig klein und interessieren sich eigentlich nur für die Motteneier. Dank der Schlupfwespen kann man die Fahrzeuge in der Ausstellung bei laufendem Betrieb behandeln. Ansonsten müssten wir sie einhausen oder aus den Ausstellungen nehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stephan Biebl hat die Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen in Museen vor kurzem auf einer Tagung in London vorgestellt. Das Poster dazu finden Sie &lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-file" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Pest%20Odyseey%20Parasitoids%202011.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/WENV-Xk1YTI" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaft</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
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            <pubDate>Fri, 02 Dec 2011 15:46:16 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Die Erfindung des Schlittschuhs</title>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alle Wartenden an Bahnhöfen, in Staus oder auf Flughäfen, die wegen zu viel Schnee und Eis nicht dahin kommen, wo sie eigentlich hin wollen, schauen wahrscheinlich aus dem Fenster und träumen davon auf Schlittschuhen ganz schnell und einfach weiter zu kommen. Aber woher kommt eigentlich der Schlittschuh, der von Kanadischem Eishockey bis zu Olympischen Pirouetten viel Freude und Vergnügen bereitet? Im Deutschen Museum gibt es eine Ausstellung mit dem Titel "Lust an der Bewegung", die unter anderem die historische Entwicklung der Schlittschuhe zeigt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote class="right"&gt;Die Karriere des Schlittschuhs begann vermutlich in der Jungsteinzeit.&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Es stimmt, dass Schlittschuhe auf Knochenschlittschuhe aus Tierknochen (Renntiere, Kühe, Pferde) zurückgehen. Da ihre Geschichte bis weit in vorchristliche Zeit zurückreicht, ist es allerdings nicht möglich einen "Erfinder" zu benennen. Relikte von Knochenschlittschuhen finden sich überall in Nord- und Mitteleuropa. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen einzelnen Ursprungsort zu lokalisieren ist schwierig. Wahrscheinlich ist Skandinavien (Finnland) eine der Ursprungsregionen. Sicher ist nur, dass die Knochengleiter in Regionen er- und gefunden wurden, in denen genügend Eis und Schnee vorkamen, um Menschen zu inspirieren, Gehhilfen zu nutzen (Skandinavien, Russland, Mitteleuropa). &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;img alt="Eislauf_Ungarn.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Eislauf_Ungarn.jpg" width="540" height="249" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 4px 0px 4px;" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über die ältesten Knochenfunde und Ursprünge des Knochenschlittschuhs gibt es widersprüchliche Angaben. Manche nehmen an, dass sie bereits in der Jungsteinzeit bekannt waren. Es wurden immer wieder Knochen gefunden, die geschliffen waren. Es lässt sich aber nicht immer mit Sicherheit sagen, dass solche Knochen dann auch als Gleithilfen genutzt wurden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als mehr oder mindert gesicherter Fund eines Knochenschlittschuhs gilt ein Knochenartefakt aus der Zeit um  3000 v. Chr. (Veseli / Slowakei), aber auch in der Schweiz und Skandinavien wurden Knochenschlittschuhe gefunden, die in das 2./3. Jahrtausend. v. Chr. datiert werden können. Eine größere Verbreitung und Nutzung als Alltagsgegenstand fanden Knochenschlittschuhe dann ganz offensichtlich aber erst seit dem Mittelalter, wobei sie durchaus lange genutzt wurden - auch noch als bereits Schlittschuhe mit Eisenkufen bekannt waren. In den Alpen hat man sie bis ins 20. Jahrhundert sogar unter Sitzbretter montiert und als Gleithilfe für einfache Knochenrodel genutzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt="Knochenschlittschuhe.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Knochenschlittschuhe.jpg" width="540" height="354" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 4px 0px 4px 0px;" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Foto: Frühmittelalterliche Knochenschlittschuhe&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Knochenschlittschuhe sind so lange bekannt wie das Rad. Die Knochen stammen meist von Pferden, Rindern, Hirschen  oder Rentieren. Eine geglättete und mit Talg eingeriebene Oberfläche erhöhte die Gleitfähigkeit. Die Läufer befestigten die mit Löchern versehenen Schlittschuhe mit Lederbändern direkt an den Schuhen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/TzMXaQhBBh8" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Eis</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Fortbewegung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Schlittschuhe</category>
            
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            <pubDate>Thu, 23 Dec 2010 06:00:00 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Elefantenrüssel als Alltagshelfer: Bundespräsident Christian Wulff verleiht Deutschen Zukunftspreis 2010</title>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Deutsche Zukunftspreis ging dieses Jahr an Dr. Peter Post, Dipl.-Ing. (FH) Markus Fischer und Dipl.-Ing. Andrzej Grzesiak für ihr Projekt „Vorbild Elefantenrüssel - ein Hightech-Helfer für Industrie und Haushalt".&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Innovation wird im kommenden Jahr Einzug in die Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis haben, wo sie von einer breiten Öffentlichkeit bewundert werden kann und genauer erklärt wird. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Peter Post und Markus Fischer von der Festo AG &amp; Co. KG, Esslingen, und Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, und ihre Teams schufen nach dem Muster von Konstruktionsprinzipien aus der Natur einen einzigartig flexiblen Handling-Assistenten für eine neue Generation vielseitig einsetzbarer Assistenzsysteme.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="540" height="328"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/q_IjVmU-f24?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/q_IjVmU-f24?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="540" height="328"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote class="right"&gt;Erstaunlich anpassungsfähig: Greifer und Finger können selbst rohe Eier, Tomaten oder ein Glas Wasser anfassen.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Das bionische Handhabungssystem, das an einen Elefantenrüssel erinnert, besteht aus einem mechatronischen Rüssel, einem Greifer und drei Fingern. Seine Besonderheit ist eine enorme Anpassungsfähigkeit: Greifer und Finger können sehr behutsam selbst rohe Eier, Tomaten oder ein Glas Wasser anfassen und ebenso sachte mit Tieren und Menschen umgehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Problem von Robotern, die heute in der industriellen Produktion schwere, eintönige oder gefährliche Tätigkeiten verrichten, ist ihre Ungelenkigkeit und fehlende Sensibilität. Der neuartige Handling-Assistent, der bislang als Prototyp existiert, ermöglicht den Bau von Assistenzsystemen, die Menschen ohne Verletzungsgefahr zur Hand gehen können. Und sie sollen über mögliche Anwendungen in der Industrie hinaus künftig zur Unterstützung von kranken oder gebrechlichen Menschen dienen - etwa, indem sie ihnen Speisen, Getränke oder Medikamente holen und reichen. Das würde mehr Lebensqualität für diese Menschen bedeuten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wofür würdet Ihr so einen Rüsselroboter einsetzen, wenn Ihr einen zur Verfügung hättet?&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/67mx7nnEOJI" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Robotik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Zukunftspreis</category>
            
            <pubDate>Sun, 05 Dec 2010 16:00:00 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Den Strom "verteufeln"? Podiumsdiskussion über unseren Energiekonsum im Deutschen Museum</title>
            <description>&lt;p&gt;&lt;img title="Mit Energiesparlampen ist es nicht getan; Bildquelle: stock.xchng, User: Ayla87" alt="Energiesparlampen.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Energiesparlampen.jpg" width="230" height="178" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 10px 10px;" /&gt;&lt;strong&gt;Private Haushalte verbrauchen viel Energie, mit ca. 26% des Gesamtenergiekonsums fast so viel wie die Industrie. Angesichts des ungelösten Problems einer zukünftigen und nachhaltigen Energieversorgung unseres energieintensiven Lebensstils stellt sich die Frage, in welcher Weise Privatpersonen zu einem nachhaltigeren Energiekonsum und damit zum Klimaschutz beitragen können. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Von Nina Lorkowski&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde darüber am 28.10.2010 im Ehrensaal des Deutschen Museums debattiert. Veranstaltet in einer Kooperation aus dem Projekt „Geisteswissenschaften im Dialog", dem Deutschen Museum, dem BMBF-Forschungsprojekt „Objekte des Energiekonsums" und der „Energieroute der Museen" der Leibniz-Gemeinschaft diskutierten Prof. Dr. Manuel Frondel (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung), Prof. Dr. Gerd Michelsen (Institut für Umweltkommunikation der Leuphana Universität Lüneburg und Dr. Nina Möllers (Deutsches Museum) unter der Moderation von Susanne Poelchau (Wissenschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunk) zum Thema „Wie energielastig ist unser Konsum. Elektrizität - vom Hoffnungsträger zum Problemfall".&lt;/p&gt;

&lt;blockquote class="left"&gt;Die Klima- und Energiediskussion fordert Lösungen im Bereich des politischen und des individuellen Handelns.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Energie ist längst zu einem Bestandteil öffentlicher Debatten geworden. Klimawandel und globale Konflikte als Folge unseres Energiekonsums fordern Lösungen, die zum einen im Bereich des politischen, zum anderen im Bereich des individuellen Handelns liegen. Nina Möllers macht in der Diskussion deutlich, wie klärend hier ein Blick in die Konsum- und Technikgeschichte sein kann. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Einzug technischer Geräte in den Privathaushalt haben sich Konsumgewohnheiten und kulturelle Werte sukzessive gewandelt. Einleuchtend veranschaulicht Möllers dies am Beispiel des Wandels von Hygienestandards. Der enorme Anstieg des Wäschewechsels und folglich auch des Waschens, zwischen 1968 - also nachdem der Waschvollautomat massenhaft in die Privathaushalte eingezogen ist - und 1988, macht deutlich wie Sauberkeitsvorstellungen und die Empfindsamkeit gegenüber Schmutz und Geruch fortgeschritten sind. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;"Selbstverständliche" Konsumgewohnheiten hinterfragen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Konsumgewohnheiten die zu einer unhinterfragbaren Selbstverständlichkeit geworden sind oder die verkürzte Lebensdauer der Geräte, stellen Probleme dar, die aus der Geschichte unseres Energiekonsums resultieren. Indem diese „Selbstverständlichkeiten" wieder in die Aufmerksamkeit gerückt werden, lassen sich sinnvolle Anreize für ein umweltverträglicheres Konsumverhalten schaffen. Auch Gerd Michelsen stellte in seiner Untersuchung über Vermittlungsmöglichkeiten energiesparenden Handelns fest, dass diese besonders dann erfolgreich waren, wenn die KonsumentInnen ihre Energieeinsparungen anhand einer Anzeige ablesen konnten. Energie wurde für die Verbraucher wieder „sichtbar".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein energieeffizienter Umgang mit Haushaltstechnik bedeutet aber nicht nur Aufmerksamkeit gegenüber dem elektrischen Verbrauch während das Gerät in Betrieb ist, sondern Berücksichtigung der gesamten „Lebensdauer", betont Michelsen. Das heißt Geräte sollten nicht nur energieeffizient arbeiten, sie sollten vor allem auch lange halten. In einer Veränderung unserer Konsumgewohnheiten bezüglich der Häufigkeit von Neuanschaffungen und einer sparsamen Nutzungsweise der Geräte liegt also ein erhebliches Potential zum Klimaschutz beizutragen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote class="right"&gt;Energiesparlampen einschrauben genügt nicht.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Frondel kritisiert jedoch, dass vielfach am falschen Ende gespart würde. Die „Verteufelung des Stroms" - die er im Ausschalten von Standby-Geräten oder im Zwang zur Energiesparlampe sieht - koste die Verbraucher in erster Linie Zeit und Mühe. Der Beitrag zum Klimaschutz sei hingegen gering. In Hinblick auf den Klimaschutz verringert der Emissionshandel das Energiesparpotential der KonsumentInnen erheblich. Frondels Einwand basiert auf einer sehr verkürzten Darstellung des Prinzips des Handels mit Emissionszertifikaten. Seine geringere Einschätzung der Handlungspotentiale privater VerbraucherInnen ist dennoch berechtigt, da diese ohne nachhaltige politische Strategien wenig Wirkung haben. Es muss um weit mehr gehen, als den Stecker zu ziehen und Energiesparlampen einzuschrauben. Ebenso Wichtig ist die Nachhaltigkeit der Energieversorgung und die technische Infrastruktur die ohne sinnvolle politische Maßnahmen nicht zu verwirklichen sind. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während an diesem Abend die drei Experten und auch das zahlreich anwesende Publikum angeregt miteinander diskutierten setzten am gleichen Tag in Berlin Union und FDP die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke durch. Doch nicht zuletzt die hohe Beteiligung des Publikums an diesem Abend macht deutlich, dass sich die Aufmerksamkeit gegenüber dem privaten Energiekonsum gewandelt hat und dass dieser ein Problem darstellt das bisher nur unzureichend gelöst wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;--&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Von Nina Lorkowski // Die Autorin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Geschichte der Technik im Deutschen Museum.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/1C4si2-O6Bk" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Energie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Klimaschutz</category>
            
            <pubDate>Mon, 22 Nov 2010 13:00:00 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Eine Bombe rettet Leben</title>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Es ist so weit: Nach zwei langen Monaten unter Tage läuft in diesen Stunden die Rettung der 33 verschütteten Bergleute in Chile. Die Rettungskapsel „Phoenix 1" wird nach 69 Tagen nach und nach die verschütteten Kumpel aus 700 m Tiefe befreien. Die Funktionsweise einer solchen Kapsel ist jedoch nicht völlig neu, sondern wurde bereits 1955 auf der Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen-Rotthausen entwickelt. Aufgrund der torpedoartigen Form und des ersten Einsatzortes, erhielt die Rettungskapsel dann auch den Namen „Dahlbuschbombe".&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote class="right"&gt;Eine Rettungskapsel, wie sie aktuell zur Rettung der Kumpel in Chile im Einsatz ist, steht auch im Deutschen Museum in München.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;
Um sich so ein Rettungsbombe einmal im Original anzusehen, muss man nicht gleich ins Ruhrgebiet oder gar nach Chile fahren. Mitten in München auf einer Isarinsel beherbergt das Deutsche Museum so ein Exemplar. In der Abteilung „Erdöl und Erdgas" gelangt man über eine Treppe in das verdunkelte Untergeschoss, welches sich dem Thema Tiefbohren widmet. Dort steht in einem Eck des Raumes ein original Lengede-Rohr mit Rettungsbombe, mit welchem 1963 das „Wunder von Lengede" vollbracht wurde.  In der Eisenerzgrube Lengede-Broilstedt konnten im Herbst 1963 elf Bergleute gerettet werden. Nach dem Unglück wurden 14 Tage später die Überlebenden aus 56 m Tiefe geborgen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;em&gt;* Die Dahlbusch-Rettungsbombe wie sie in der Abteilung Erdöl und Erdgas des Deutschen Museums zu sehen ist.&lt;/em&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title="Dahlbuschbombe" alt="Dahlbuschbombe.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Dahlbuschbombe.jpg" width="540" height="476" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 4px 0px 4px 0px;" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich ist die technische Weiterentwicklung auch nicht an dem Bereich „Tiefbohren" spurlos vorübergegangen. Die Phoenix 1 verfügt mittlerweile über ein Audio- und Videosystem sowie Sauerstoffversorgung. Funktionen, die sicher hilfreich sind, bei einer Bergungsdauer zwischen 30 Minuten und zwei Stunden pro Person. Die eigentliche Technik der Kapsel ist dem aktuellen Modell, das nun in Chile verwendet wird, jedoch sehr ähnlich. &lt;/p&gt;

&lt;blockquote class="left"&gt;Die Rettungskapsel hat einen Durchmesser von etwa 40 cm.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Dahlbuschbombe besitzt eine mannsgroße Öffnung im untersten Teil, durch welche die Eingeschlossenen die Kapsel besteigen und wie in einem Lift aus der Grube gezogen werden. In der über zwei Meter langen Rettungskapsel befinden sich in Armlänge über dem Kopf der zu rettenden Person Griffe zum Festhalten; ein Gurt verhindert zusätzlich das Herausfallen. Der geringe Durchmesser von etwa 40 cm ermöglicht den Einsatz als Rettungsgerät bei extrem geringen Bohrdurchmessern. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer sich für das Thema „Bergbau" interessiert und mehr wissen will: &lt;br /&gt;
In der Bergbau-Abteilung des Museums sind zahlreiche Szenen aus der Geschichte des Bergbaus naturgetreu nachgebaut. Auf dem ca. 900 m langen Führungsweg durch Bergwerksstollen werden die verschiedenen Techniken und Verfahren des Bergbaues, wie Schachtbau und Schachtförderung, Grubenvermessung, Erz-, Salz- und Kohlebergbau dargestellt. Beim Rundgang durch den Schacht - der etwa 1 Stunde dauert - hat man durch die realitätsnahe und detailgetreue Gestaltung das Gefühl, sich tatsächlich unter Tage zu befinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;small&gt;Kammerabbau: Sprenglochbohrung im Kalisalz-Kammerabbau, 1925. 1861 begann die Entwicklung der Kaliindustrie, nachdem Justus von Liebig kurz vorher den Wert der Kalisalze für die landwirtschaftliche Düngung erkannt hatte.&lt;/small&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title="Sprenglochbohrung, Szenendarstellung im Dt. Museum" alt="Bergwerk.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Bergwerk.jpg" width="540" height="471" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 4px 0px 4px 0px;" /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;small&gt;(Alle Fotos frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk: Foto Deutsches Museum)&lt;/small&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;Text: Bernhard Weidemann&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/hrqXqfBARB4" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Bergbau</category>
            
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            <pubDate>Wed, 13 Oct 2010 11:30:00 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Das vielseitigste Werkzeug der Welt: Der Laser feiert 50. Geburtstag</title>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Am Anfang war es eine Erfindung ohne Anwendung - jetzt ist es das wichtigste Werkzeug der Welt: Der Laser wird 50 Jahre alt. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Am 16. Mai 1960 hat der Physiker Theodore Maiman in Malibu, Californien einen besonders hellen Moment: Er schickt einen Lichtblitz durch einen roten Rubinstein. Dadurch entsteht stark gebündeltes Licht dessen Strahlen enorme Wirkung haben. Sie brennen Löcher in Papier, Kunststoff oder Metall.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Laser ist ein englisches Kunstwort. Es sind die Anfangsbuchstaben für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation also sinngemäß „Lichtverstärkung durch Strahlung". Weil es zu dem Zeitpunkt der Erfindung noch keine Messeinheit für das Laserlicht gibt, haben Forscher eine Idee als Sie Rasierklingen mit Lasern durchlöchern. Ein schwacher Laser hat die Einheit 1 Gillette, ein starker Laser 5 Gillette. Die erste Stärke-Einheit für Laser war also tatsächlich die Anzahl der durchbohrten Rasierklingen.  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Karriereschub in den 1980er Jahren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den 80er Jahren wird die Lasertechnik zum vielseitigsten Werkzeug der Welt. Ein Laser kann schneiden, schleifen oder reinigen. Wenn es drauf an kommt auch auf 1000stel Millimeter genau. Laser sorgen aber auch für gute Unterhaltung. In jedem CD Player steckt ein Laser. Der reflektierte Strahl erfasst die Unebenheiten auf der CD und liest so die Daten.&lt;br /&gt;
&lt;img title="Jean Michel Jarre bei seiner Show, Bildquelle: Wikimedia, http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9a/Jarre_helsinki_2009.jpg " alt="Jarre_helsinki_2009.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Jarre_helsinki_2009.jpg" width="220" height="330" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 12px 0px 10px 20px;" /&gt;&lt;br /&gt;
Farbige Laser-Lichteffekte kommen auch in großen Shows zum Einsatz. Weltberühmt wird zum Beispiel die Laser-Harfe bei Konzerten des Elektromusikers Jean Michel Jarre. (s. Foto rechts) Er unterbricht harfenförmig angeordnete Laserstrahlen mit der Hand und aktiviert dadurch Töne, die ein Synthesizer produziert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute hat fast alles was uns umgibt mit Lasertechnologie zu tun. Im Laserdrucker lädt der Strahl die Trommel elektrisch so auf, dass nur an bestimmten Stellen Tonerstaub haften bleibt und sich auf das Papier abrollt. Internet Datenverbindungen funktionieren per Glasfaser ebenfalls mit gebündeltem Licht. Und pro Jahr werden in Deutschland 100.000 Augen per Laser operiert.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum 50-jährigen Jubiläum der Lasertechnik wurde die Dauerausstellung Werkstoffprüfung im Deutschen Museum um dieses Thema erweitert. Beginnend bei der Erzeugung des Laserlichts und den unterschiedlichen Lasertypen werden die Anwendungen aus den Bereichen Fertigung, Informationstechnik und Medizin-Lebenswissenschaften dargestellt. Jeder Bereich zeigt ein Leitexponat / eine Demonstration und vertieft die Anwendungsbereiche. Anhand ausgewählter Beispiele gibt die Ausstellung einen Überblick über die Vielfalt der Anwendungen.&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/lvVNv8y1CNA" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Erfindungen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Laser</category>
            
            <pubDate>Tue, 18 May 2010 22:30:00 +0100</pubDate>
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            <title>Nature in Numbers</title>
            <description>&lt;p&gt;Mathematik in der Natur war im internationalen Jahr der Mathematik (2008) schon ein spannendes Thema. So schön wie Christióbal Vila hat sich aber wohl noch niemand dem Thema genähert. &lt;br /&gt;
Alle diejenigen, die schon immer auf den Mathematik Unterricht geschimpft haben, bekommen den Golden Schnitt und die Fibonacci-Zahlenreihe so wunderbar erklärt, dass sie sich ab sofort bei jedem Spaziergang einfach für Zahlen begeistern müssen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="480" height="295"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kkGeOWYOFoA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/kkGeOWYOFoA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer jetzt nicht von Mathe träumt ist selber schuld...&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/gBa4BUzKe3M" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Fibonacci</category>
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mathematik</category>
            
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            <pubDate>Tue, 30 Mar 2010 18:35:18 +0100</pubDate>
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            <title>Energie zum Ausdrucken</title>
            <description>&lt;p&gt;Das wichtigste Medium in der Menschheitsgeschichte um Informationen und Wissen auszudrücken und zu verbreiten ist Papier. Das älteste Stück Papier, das Prisse Papyrus wird auf 2000 v. Chr. datiert. Das technische Detail, warum Papier Informationen in so einer lang andauernden Zeit speichern kann, ist die starke Verbindung von Tinte und Papier. Diesen Effekt hat Yi Cui von der Stanford Universität nun auf eine ganz andere Weise nützlich gemacht und eine &lt;a href="http://www.stanford.edu/group/cui_group/papers/Paper%20supercap%20and%20battery%20PNAS.pdf"&gt;Batterie aus Papier&lt;/a&gt; gebaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QPTcQJPbGHw&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/QPTcQJPbGHw&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er nimmt Karbon-Nanoröhrchen, Silber-Nanodrähte, Tinte und handelsübliches Kopier Papier und baut daraus einen Energiespeicher. Es ist im eigentlichen Sinne keine Batterie, sondern eher ein Kondensator. Kondensatoren können prinzipiell mehr Energie speichern als Batterien, geben diese aber auch deutlich schneller wieder ab und sind seit 1745 bekannt. Papier eignet sich in diesem Fall auch deutlich besser als andere flache Materialien wie etwa Plastik.&lt;br /&gt;
Der Papierspeicher von Yi Cui lässt sich bis zu 40.000 mal wieder aufladen - etwa zehn mal so oft wie Lithium-Ionen Batterien. Für die Verwendung von Nanomaterialien werden immer weitere Anwendungsfelder gesucht, da diese oft erstaunliche Eigenschaften haben. Karbon-Nanoröhrchen zum Beispiel leiten elektrische Energie deutlich besser als Kupferdraht. &lt;br /&gt;
Und warum ist eine Batterie aus Papier interessant? Wer eine gewöhnliche Blei-Batterie in die Hand nimmt, merkt direkt das relativ hohe Gewicht. Eine Verbesserung des Verhältnisses von Leistung zu Gewicht wäre revolutionär - nicht nur in der Elektromobilität. Aber hierfür sind ja leider langlebigere Energiespeicher gefragt, die nicht nach einer sportlichen Anfahrt an einer Ampel gleich leer sind. &lt;br /&gt;
Dieses Leitfähige Papier kann als Stromabnehmer in Lithium-Ionen Batterien verwendet werden, um die bisherigen metallischen zu ersetzen und Gewicht zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/wxAA-QZyGyM" height="1" width="1"/&gt;</description>
            <link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~3/wxAA-QZyGyM/energie-zum-ausdrucken.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Batterie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Karbon-Nanoröhrchen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lithium-Ionen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Nano</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Nanotechnologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Papier</category>
            
            <pubDate>Mon, 04 Jan 2010 12:05:02 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Bio und Nano - eine Zumutung!?</title>
            <description>&lt;p&gt;Seit drei Wochen ist das&lt;a href="http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/neue-technologien/"&gt; Zentrum Neue Technologien (ZNT)&lt;/a&gt; im Deutschen Museum nun geöffnet. Eine Plattform für neue Technologien mit einer Dauerausstellung zu Bio- und Nanotechnologie. Einige Journalisten waren schon vor Ort und haben sich ein Bild von der Ausstellung gemacht. Ein paar dieser Journalisten kommentierten die Ausstellung mit „Da muten Sie Ihren Besuchern aber ganz schön was zu". &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Drahtgittermodell%20ATPase.jpg"&gt;&lt;img alt="Drahtgittermodell ATPase.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Drahtgittermodell ATPase-thumb-500x454.jpg" width="500" height="454" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Bewegtes Drahtgittermodell einer ATPase (Adenosintriphosphatase)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich sind die Themen Bio- und Nanotechnologie recht komplex: Ein Funktionsmodell einer Aktin-Myosin-Kette zeigt einen bewegten molekularen Schrittmotor, der innerhalb der Zellen chemische in mechanische Energie für Transporte umsetzt. Daneben stellt die rotierende Adenosintriphosphat-Synthase eine Art „Protonenturbine" dar.&lt;br /&gt;
Aber muten wir damit unseren Besuchern etwas zu? Zuviel vielleicht? Etwas Vorwissen ist natürlich sehr hilfreich, wenn man in solche Themen einsteigen möchte. Auch wird man in der Abteilung Atomphysik nicht gleich alles verstehen, wenn man nicht die ein oder andere physikalische Grundlage aufgefrischt hat. Aber auch ohne Vorwissen wird man beim Besuch der Ausstellung zumindest verstehen können, was „Nano" ist und wo es in der Natur vorkommt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Technik, die wir Menschen heute verwenden wird zunehmend komplexer. Aber genau deshalb ist ein Verständnis davon auch so wichtig - und die Erklärung derselben um so mehr. Das sollte man den Leuten durchaus zumuten können.&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/w5u9pcRtj4Y" height="1" width="1"/&gt;</description>
            <link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~3/w5u9pcRtj4Y/bio-und-nano-eine-zumutung.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Biotechnologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Nanotechnologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Wissenschaftskommunikation</category>
            
            <pubDate>Mon, 07 Dec 2009 18:00:04 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Rüber machen mit der DOWA 81</title>
            <description>&lt;p&gt;Mit diesem Flugzeug beabsichtigte 1981 Dr.-Ing. Gerhard F. Wagner aus Dresden mit seiner Frau und drei Kindern (17, 16, und 6 Jahre alt) aus der ehemaligen DDR zu fliehen. Das Flugzeug ist nicht geflogen, da die Familie am Tag vor dem geplanten Start verhaftet wurde. Man verurteilte sie wegen „Vorbereitung zum ungesetzlichen Grenzübertritt im schweren Fall" zu beachtlichen Freiheitsstrafen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/SNV12246.JPG"&gt;&lt;img alt="SNV12246.JPG" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/SNV12246-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Familie wurde nach einjähriger Haft nach Fürsprache österreichischer Politiker nach Westdeutschland abgeschoben. In dem Gerichtsverfahren hatte die Staatliche Luftfahrtinspektion der DDR das Flugzeug getestet und für flugfähig befunden. Vorgesehen waren ein Probeflug ohne Passagiere in dem stillgelegten Braunkohlentagebau Nonnewitz bei Leipzig und dann der eigentliche Flug über die ehemalige innerdeutsche Grenze bis Hof. Für den Bau wurden wegen der notwendigen Geheimhaltung nur allgemein erhältliche Werkstoffe verwendet. Zerlegt misst das längste Teil nur 4m damit der Transport mit Pkw-Anhänger zum Startplatz möglich war. Der Tragflügel-Rumpf-Anschluß und der Triebwerkslauf wurden von Herrn Wagner selbst erprobt. Als Antriebsaggregate wurden die Motoren des in der damaligen DDR gängigen Zweitakt-Motorrads MZ 250 verwendet. Der Motor einer MZ 250 leistet 19 PS (14 KW) bei 5 400 U/min. Ebenso fanden die Räder des Motorradtyps als „Fahrwerk" Anwendung. Die Familie Wagner erwarb zwei dieser Motorräder und baute die Motoren aus, entfernte die Getriebe und versah sie mit je einem Propeller. Einer der beiden Motoren wurde in der Kurbelwellen-Drehrichtung geändert. Die beiden Propeller des Flugzeugs liefen somit gegenläufig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/SNV12242.JPG"&gt;&lt;img alt="SNV12242.JPG" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/SNV12242-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 1981 befand sich das Flugzeug im Traditionskabinett der Stasi der DDR, 1990 wurde es in der Ausstellung „Flucht-Mobile" im Museum für Deutsche Geschichte, Berlin, gezeigt und dann dem Erbauer zurückgegeben. Heute steht das vermutlich kleinste Flugzeug, dass je für fünf Personen gebaut wurde als Leihgabe im Deutschen Museum. &lt;/p&gt;

&lt;table border=0 cellpadding=0 cellspacing=0 width=445&gt;  &lt;col width=145&gt;  &lt;col width=75 span=4&gt; 
 &lt;tr height=15&gt;   &lt;td  width=145&gt;Spannweite &lt;/td&gt;   &lt;td  width=75&gt;9,0 m&lt;/td&gt;   &lt;td width=75&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td width=75&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td width=75&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt; 
  &lt;td &gt;Länge&lt;/td&gt;   &lt;td &gt;5,85 m&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Flügelfläche&lt;/td&gt; 
  &lt;td &gt;8,61 m&lt;font class=font7&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;&lt;/font&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Leermasse&lt;/td&gt; 
  &lt;td &gt;240 kg&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Abflugmasse&lt;/td&gt;   &lt;td &gt;580 kg&lt;/td&gt; 
  &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Flächenbelastung&lt;/td&gt;   &lt;td &gt;67 kg/m&lt;font class=font7&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;&lt;/font&gt;&lt;/td&gt; 
  &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Antrieb&lt;/td&gt;   &lt;td  colspan=4&gt;2 Motorradmotoren MZ-ES-250/2 je 14 kW (19 PS)&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt; 
 &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Fluggeschwindigkeit&lt;/td&gt;   &lt;td colspan=4&gt;210 km/h max., 90 km/h min.&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Startstrecke &lt;/td&gt; 
  &lt;td &gt;450 m&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr height=15&gt;   &lt;td &gt;Steiggeschwindigkeit&lt;/td&gt;   &lt;td &gt;1,8 m/s&lt;/td&gt; 
  &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;   &lt;td&gt;&lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt; &lt;/table&gt; 

     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/YYvT-8M8Yuo" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">DDR</category>
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Flucht</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Flugzeug</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mauer</category>
            
            <pubDate>Mon, 09 Nov 2009 10:39:02 +0100</pubDate>
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            <title>Hyperglobale Weltanschauung</title>
            <description>&lt;p&gt;Wer möchte die komplette Erde nicht einmal vom Weltraum aus sehen? Dieses Vergnügen hatten allerdings bisher nur wenige Menschen, nämlich die Apollo-Astronauten in den siebziger Jahren. In der Abteilung Raumfahrt des Deutschen Museums wird diese Situation mit neuer Medientechnik simuliert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Kugelprojektor.jpg"&gt;&lt;img alt="Kugelprojektor.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Kugelprojektor-thumb-500x375.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein handelsüblicher Video-Projektor projiziert über ein Prismensystem Bilder auf die Innenseite einer 82cm großen Acrylglas-Kugel. Damit lassen sich aktuelle Satellitenbilder der Erdoberfläche aber auch beliebige andere globale Daten, wie z.B. Erderwärmung darstellen. Daneben kann aber auch die Bewegung der Erde selbst mitsimuliert werden. Diesen Apparat nennt man dann Kugel-Projektor, Hyper- oder multimedialer Globus. Die Software wurde von der Herstellerfirma in Kooperation mit der Universität Wien entwickelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ganz besonders ist die stündlich aktualisierte Echtzeitdarstellung des Wettergeschehens (Wolkenbilder) der gesamten Erdoberfläche als bewegte 24-Stunden-Sequenz. Diese Daten bekommen wir stündlich über unsere &lt;a href="http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/verkehr/raumfahrt/demonstrationen/empfangsstation/"&gt;Wettersatelliten-Empfangsstation&lt;/a&gt; von den europäischen Satelliten Meteosat 8 und 9, dem japanischen MTSAT-1 und den beiden amerikanischen Satelliten GOES-10 und 12 geliefert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Besucher kann selbst über einen "Touch Screen" unter den folgenden sieben Darstellungen auswählen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Globen.jpg"&gt;&lt;img alt="Globen.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/deutsches-museum/Globen-thumb-500x88.jpg" width="500" height="88" class="mt-image-none" style="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; Natürliche Erde (Ein Mosaik aus Satellitenaufnahmen ohne Wolken)&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; Jahreszeiten&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; Aktuelles Wetter&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; Blitzhäufigkeit&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; Klimaerwärmung&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; El-Niño-Effekt&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt; La-Niña-Effekt&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Deutsche Museum zeigt als erstes Museum in Deutschland diese neuartige Display-Technik.&lt;/p&gt;
     &lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/DeutschesMuseum/~4/Mr70oSLcBeQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Umwelt</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Deutsches Museum</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Klima</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Kugelprojektor</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Wetter</category>
            
            <pubDate>Wed, 14 Oct 2009 16:27:11 +0100</pubDate>
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