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        <title>Mahlzeit</title>
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        <copyright>Copyright 2012</copyright>
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        <item>
            <title>Lindas Rückkehr</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="kartoffel-auf-gabel_150_kl.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/kartoffel-auf-gabel_150_kl.jpg" width="150" height="128" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Deutsche Bauern können auch noch positive Schlagzeilen machen: Einem Lüneburger Bioland-Bauern gelingt es mit einem Umweg über Großbritannien und das EU-Recht, die von ihren Züchtern aus dem Handel genommene Kartoffel "Linda" wieder zu offiziellen Ehren zu führen. Die Sorte war Anfang der 1970er Jahre vom Saatguthersteller <a href="http://www.europlant.biz/">Europlant</a> entwickelt worden. Pünktlich zum Auslaufen des Sortenschutzes hatte er die Knolle 2005 aus seinem Angebot gestrichen.</p><p>Die zahlreichen lautstarken Linda-Fans erreichten noch eine Gnadenfrist bis 2007, doch weil Europlant mit der Nachfolgerin Belana inzwischen gute Geschäfte macht, braucht das Unternehmen Linda nicht mehr. Die Pflege einer Sorte, an der die Exklusivrechte ausgelaufen sind, bringt zudem weniger Gewinn.</p>

<p>Der Biobauer <a href="http://www.kartoffelvielfalt.net/">Karsten Ellenberg</a> kämpft seit Jahren für Linda. Alle Details zum Streit um die Knolle hat sehr schön <a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EBEF0358D8FAB4A308132D7B7F1884F3E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">die FAZ</a> zusammengefaßt, sodass ich mir die Details an dieser Stelle sparen kann.</p>

<p>Kennen Sie den Geschmack von Linda? Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, Linda bewusst verzehrt zu haben. In meinem Küchenschrank findet sich gerade ein Kilo Christa. Diese Sorte wurde 1975 erstmals zugelassen; es dürfte sich dabei also auch mittlerweile um eine "freie" Kartoffel handeln. Christa ist eine von zur Zeit 205 Kartoffelarten, die in Deutschland vom <a href="http://www.bundessortenamt.de">Bundessortenamt</a> zur Züchtung zugelassen sind (<a href="http://www.bundessortenamt.de/internet30/fileadmin/Files/PDF/bsl_kartoffeln_2009.pdf">2009er Liste als PDF</a>). Linda fehlt auf der Liste, dürfte aber wohl ab 2010 wieder aufgenommen werden.</p>

<p>Bei der Recherche zum Thema Saatgut hat mich die offizielle Vielfalt der Sorten verblüfft. Die wenigsten davon werden aber wohl in größeren Mengen angebaut und kommen über die regionale Verbreitung hinaus in den Handel. Aber auch wenn ich gar nicht alle Sorten probieren will, so finde ich doch die große Vielfalt beruhigend. Die ist nicht mehr bei allen Kulturpflanzen gegeben (Ich sammle gerade Material zum Thema Saatgut, um demnächst <a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/08/scheinheilige-logos.php#comment51872">diese Gentech-Diskussion</a> fortzusetzen).</p>

<p>Auf jeden Fall sollten wir uns so viele Sorten wie möglich erhalten. Es wäre ein sträflicher Fehler, wenn sich europäische Vielfalt zu Monokulturen wandelt und wir den Rest zu Museumsstücken erklären - wie es ansatzweise <a href="http://www.newscientist.com/article/mg20227125.100-poor-farmers-to-guard-earths-crop-riches.html">mit der Arten-Auslagerung nach Südamerika</a> schon geschieht.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/535f6d2ec4f3524d87738a70963471" width="1" height="1" alt=""><br />
<div style="text-align: right;"><small>Foto: Jacobasch</small></div></p>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Saatgut</category>
            
            <pubDate>Sun, 30 Aug 2009 19:19:03 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>Scheinheilige Logos</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Aigner_Ohne-Gentechnik.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Aigner_Ohne-Gentechnik.jpg" width="220" height="148" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Bundesministerin Aigner hat ein Logo vorgestellt, das künftig Lebensmittel "ohne Gentechnik" kennzeichnen soll. Das könnte der Einstieg in einen neuen bunten Strauß von Logos sein.</p><p>Es gibt einige gute Gründe gegen die "grüne Gentechnik". Sie beschleunigt die Industrialisierung und Normierung der Landwirtschaft. Sie steigert das Risiko für Bauern, von einer kleinen Gruppe multinationaler Saatgutkonzerne abhängig zu werden. Sie verspricht fälschlich technische Lösungen für politische Probleme, etwa den Welthunger.</p>

<p>Begründete gesundheitliche Bedenken gegen gentechnisch veränderte Pflanzen, die gibt es aber nach heutigem Wissensstand kaum. Und trotzdem wird mit dieser weit verbreiteten Furcht gespielt. Seit gestern offenbar auch vom <a href="http://www.bmelv.de/cln_137/SharedDocs/Standardartikel/Ernaehrung/SichereLebensmittel/Kennzeichnung/OhneGentechnikKennzeichnungHG_Informationen.html?nn=406646">Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz</a>. Denn wenn nicht zur Entwarnung vor einer Art "Schadstoff" - wozu soll dann ein Logo gut sein, das eine Produktion "ohne Gentechnik" verspricht?</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Logo_Ohne-Gentechnik.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Logo_Ohne-Gentechnik.jpg" width="220" height="165" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> "Ohne Gentechnik" - das erinnert stark an Formulierungen wie "ohne Farbstoffe" oder "ohne Konservierungsstoffe". Geradezu absurd wird es aber erst dadurch, dass ein deutsches Ministerium offiziell Bedenken gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel schürt, während ein anderes deutsches Ministerium die grüne Gentechnik als Zukunftstechnologie mit staatlichen Mitteln fördert.</p>

<p>Wer bisher der grünen Gentechnik aus dem Weg gehen will, der greift zu Bio-Produkten. Auf ein einheitliches Bio-Siegel und europaweite Anbau-Kriterien haben sich die Produzenten nach langem Streit vor Jahren endlich einigen können. Mit dem neuen Logo wird dieser Standard aufgeweicht. Es wird eine Art "kleines Bio-Siegel" geschaffen, mit dem sich konventionelle Hersteller ein grünes Mäntelchen umhängen können.</p>

<p>In Schweden ist man auf vergleichbarem Weg schon einen Schritt weiter. Dort wird über die Kennzeichnung von "klimafreundlichen" Nahrungsmitteln <a href="http://www.klimatmarkningen.se/in-english/">nachgedacht</a>. Produzenten, die ihren Ausstoß an Treibhausgasen senken - irgendwo <a href="http://www.newscientist.com/article/mg20327173.700-first-climate-friendly-labels-appear-on-foods.html">zwischen 5 und 80 Prozent</a> - dürften sich demnach mit einem gesonderten Klima-Logo schmücken.</p>

<p>Das wäre doch bestimmt auch was für Frau Aigner, oder?</p>

<div style="text-align: right;"><em>Foto und Grafik: BMELV</em></div>
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4c9d0d68048c9de4b380e7c559fca1" width="1" height="1" alt="">
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gentechnik</category>
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Politik</category>
            
            <pubDate>Tue, 11 Aug 2009 18:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Tolle Presse</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Am Freitag genügte die Veröffentlichung einer Liste mit elf Lebensmitteln, um die <a href="http://www.vzhh.de/">Hamburger Verbraucherzentrale</a> bundesweit in die Online-Medien und Tageszeitungen zu bringen. Die Aufmerksamkeit wird von so manchem Unternehmen mit Neid registriert worden sein - und mit Sorge von jenen, die auf der Liste als Produzenten von "Lebensmittelimitaten" namentlich genannt wurden.</p><p>Ob Schokokekse ohne Schokolade oder Wasabi-Erdnüsse ohne Wasabi - bisher fanden sich nur selten die Hersteller solcher Produkte direkt an den Pranger gestellt. Die Verbraucherzentrale hat am Freitag eine solche Liste mit elf beispielhaften Erzeugnissen <a href="http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteErnaehrung/PlagiatLebensmittelliste.pdf">als PDF online</a> gestellt und damit einen großen Erfolg gefeiert. </p>

<p>Ob <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635367,00.html">Spiegel</a>, <a href="http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/lebensmittelschwindel-der-schokokeks-der-keiner-ist_aid_415836.html">Focus</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/,ra15l1/gesundheit/592/480077/text/">Süddeutsche Zeitung</a>,<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0711/tagesthema/index.html?ressort=Tagesthema">Berliner Zeitung</a>, <a href="http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc~EFCB1461E88DD4BC890B24E0BDFFFB27D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> oder <a href="http://www.tagesschau.de/inland/essen108.html">Tagesschau</a>, keiner mochte auf das Thema verzichten.</p>

<p>Für die Medien war das Hamburger PDF eine schöne Vorlage, um endlich mal wieder die Rolle der Aufklärer zu spielen. Dabei hatte die Verbraucherzentrale Hamburg nicht viel mehr gemacht, als die Inhaltsangaben der Produkte zu lesen und das Kleingedruckte zu zitieren. </p>

<p>Das können wir Verbraucher übrigens auch, jeden Tag beim Einkaufen, ganz ohne Expertenhilfe: einfach mal lesen, was so auf der Zutatenliste steht. Und alles wieder ins Regal zurücklegen, was wir nicht verstehen, was mit Abkürzungen versehen ist oder den Buchstaben "E" in Kombination mit einer Zahl trägt. Der Einkaufskorb wird prompt weniger voll und deutlich gesünder!</p>
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            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/07/tolle-presse.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lebensmittelindustrie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lebensmittelsicherheit</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Plagiat</category>
            
            <pubDate>Sun, 12 Jul 2009 09:05:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Hmm, lecker: &quot;Mogel-Schinken&quot;!</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Der hessische Agrarstaatssekretär warnt vor gefälschtem Kochschinken. Dieser enthält einen "großen Anteil von schnittfestem Stärke-Gel, in das kleine Fleischstücke eingebettet sind". Derartige Produkte scheinen besonders in der Gastronomie beliebt zu sein.</p><p>Wie das hessische Umweltministerium <a href="http://www.hmulv.hessen.de/irj/HMULV_Internet?rid=HMULV_15/HMULV_Internet/nav/4e6/4e630711-8ff1-2701-be59-263b5005ae75,e75244d9-3fe3-221b-30bc-d44e9169fccd,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=e75244d9-3fe3-221b-30bc-d44e9169fccd.htm&uid=4e630711-8ff1-2701-be59-263b5005ae75">per Pressemeldung</a> mitteilt, haben Lebensmittelkontrolleure des Bundeslandes seit 2006 insgesamt 528 Proben "Kochschinken, kochschinkenähnliche Produkte und Schinken-Imitate" untersucht. Von 106 Proben aus der Gastronomie wurden 72 Proben (67,9%) "wegen irreführender Bezeichnung oder Wertminderung ohne Kenntlichmachung beanstandet."</p>

<p>Beim so genannten "Mogel-Schinken" (schöner Begriff!) handle es sich um ein Produkt mit wenig Fleisch-Eiweiß, dafür viel "Fremdwasser". Deklariert werden entsprechende Waren z.B. als "Spalla Cotta - Vorderschinken nach italienischer Art aus Vorderschinkenteilen".</p>

<p>Der Einsatz solcher Imitate und Ersatzprodukte ist generell nichts neues. So schreibt etwa das <a href="http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/schinkenimitate.htm">Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit</a>: "Die Produkte, die in der Gastronomie häufig als "Ersatz" verwendet werden, weisen einen Fleischgehalt zwischen circa 50 und 65 % auf, selten darüber, oft zum Teil deutlich darunter. (...) Der fehlende Fleischgehalt wird einerseits mit Wasser ausgeglichen. So liegt der Gehalt an fleischfremden Wasser bei bis zu 40 % und manchmal auch darüber. (...) Der niedrigste Fleischgehalt im Untersuchungsjahr 2008 lag bei 42 %."</p>

<p>Verbieten kann man diese Innovationen moderner Lebensmitteltechnologie offenbar nicht. Gegen die Verwender der Produkte will Hessen jetzt per Online-Initiative mobil machen: Wer zum zweiten Mal beim Einsatz von "Mogel-Schinken" erwischt wird, dem wird mit der Veröffentlichung seines Namens im Internet gedroht.</p>

<p>Vergleichbares kennen wir hier in Berlin schon <a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/03/hygienesunder-am-pranger.php">in Hygienefragen</a>, aber Restaurantlisten, die nach dem Einsatz von "Mogel-Schinken" und "<a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7552586,00.html">Analogkäse</a>" sortiert sind, würde ich bei uns auch gern sehen. Dann blieben wir vielleicht von Gaststätten wie jenem italienischen Restaurant verschont, zu dessen Besuch ich mich vor rund zwei Wochen habe überreden lassen. Ein Blick in die Speisekarte genügte eigentlich schon, um gewarnt zu werden, denn dort wurden Pizzen und Nudelgerichte zwischen 3 und 4 Euro angeboten. Welcher Wirt kann zu solchen Preisen Qualität liefern? In der Gruppe, mit der ich unterwegs war, lösten die Preise allerdings Begeisterung statt Bedenken aus...<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4b0de7e05ec22bc271a4df49a5970e" width="1" height="1" alt=""></p>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gastronomie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lebensmittelindustrie</category>
            
            <pubDate>Fri, 03 Jul 2009 16:18:55 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Biosafenet vor ungewisser Zukunft</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Logo_Biosafenet.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Logo_Biosafenet.jpg" width="130" height="42" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Rund drei Jahre lang unterstütze die EU den Aufbau des "Biosafenet". Dieses europäische Netzwerk hat die Aufgaben, die Öffentlichkeit über die Sicherheitsforschung in der Pflanzenbiotechnologie zu informieren und die Wissenschaftler dieser Fachrichtung besser miteinander ins Gespräch zu bringen. Seine Zukunft ist jetzt ungewiss.</p><p>Anfang dieser Woche fand im Julius-Kühn-Institut (<a href="http://www.jki.bund.de/">JKI</a>) in Berlin eine Abschlusskonferenz zum Biosafenet statt, dessen Förderung aus Mitteln der EU zum 1.7.2009 ausgelaufen ist. Beteiligte Wissenschaftler aus Deutschland, Ungarn, Italien und den Niederlanden berichteten, was sie im Rahmen des Projektes seit September 2006 aufgebaut haben.</p>

<p>Das Biosafenet ist ein Wissenschaftsnetzwerk mit zwei Aufgaben: Zum einen soll es Forscher venetzen, die zur biologischen Sicherheit in der Pflanzenbiotechnologie arbeiten, zum anderen soll es die interessierte Öffentlichkeit informieren. Letzteres geschieht in Deutschland über die Webseite <a href="http://www.biosicherheit.de/">www.biosicherheit.de</a>, welche mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bereits seit 2001 online ist. Die Seite erreicht nach Aussage der Redaktion mittlerweile rund 80.000 Besucher monatlich. Die englische Schwesterseite <a href="http://www.gmo-safety.eu/en/">www.gmo-safety.eu</a> kam vier Jahre später hinzu; sie erzielt etwa 15.000 monatliche Visits.</p>

<p>Das Webangebot schlägt sich durchaus tapfer in dem Versuch, sachlich zu informieren und dabei eine gewisse Neutralität zu wahren. Zudem liefert es <a href="http://www.biosicherheit.de/de/sicherheitsforschung/">mit seiner Datenbank</a> einen umfassenden Überblick zu jenen rund 300 deutschen Forschungsprojekten der Biosicherheit, die das BMBF seit den späten 1980er Jahren mit öffentlichen Mitteln gefördert hat.</p>

<p>Nicht ganz so erfolgreich läuft allerdings der im Rahmen des Biosafenet gestartete Versuch, die Wissenschaftler untereinander zu vernetzen. Das wurde deutlich, als Wendy Craig vom "International Centre for Genetic Engineering and Biotechnology" (<a href="http://www.icgeb.org/">ICGEB</a>) die "BiosafeRes database" vorstellte. Nach dem Muster der deutschen Datenbank will die BiosafeRes vor allem Entwicklungsländern den Zugang zu Forschungsarbeiten der biologischen Sicherheitsforschung ermöglichen. Doch obwohl sich in dem Projekt formal bereits 59 Staaten weltweit zusammengeschlossen haben, enthält die Datenbank erst rund 100 Einträge. Auch die Eintragung der 300 deutschen Projekte sei bisher versäumt worden, räumte Joachim Schiemannn vom JKI ein. Eine Übertragung der Daten "steht auf der Agenda", wird aber nach Auslaufen der europäischen Fördermittel wohl noch länger auf sich warten lassen.</p>

<p>Nur bedingt erfolgreich operiert auch die "Public Research & Regulation Initiative" (<a href="http://www.pubresreg.org/">PRRI</a>) in den Niederlanden. Die PRRI will zum einen Wissenschaftler beraten, wenn es um internationale Regelungen und Verordnungen im Bereich der pflanzlichen Biotechnologie geht. Zum anderen sollen als eine Art Rückkanal die Anliegen der Forscher in die parlamentarischen Gremien getragen werden - klassische Lobbyarbeit also. Doch obwohl sich bislang rund 270 Wissenschaftler weltweit der PRRI anschlossen und in 13 Arbeitsgruppen organisierten, klagt die Zentrale in Delft über zu wenig Input seitens der Forscher. Zwar werde überall die Notwendigkeit zur Vernetzung erkannt, aber gleichzeitig sei das Konkurrenzdenken untereinander doch auch noch stark ausgeprägt.</p>

<p>Seit gestern ist das EU-Projekt offiziell beendet, die Förderung mit europäischem Steuergeld ausgelaufen. Zwar wird das BMBF die Webseite Biosicherheit.de wohl kaum einstellen. Es ist aber unklar, welche Inhalte künftig ausgebaut werden. "Viele Einzelbestandteile werden weiter geführt" - genauer weiß es Joachim Schiemannn vom JKI auch noch nicht. Derweil kommt auf europäischer Ebene gerade einges ins Wanken: Die Wirtschaftskrise schlägt auf jene unabhängige Forschung durch, die von Drittmitteln und Stiftungsgeldern lebt. Momentan stehe bei so ziemlich jedem Projekt nicht die Wissenschaft, sondern das Fundraising im Vordergrund, war am Rande der Berliner Konferenz von Teilnehmern zu hören.</p>

<p>Dabei hat die biologische Sicherheitsforschung schon jetzt einen schweren Stand: Ihre Ergebnisse "spielen in der schon lang andauernden öffentlichen Debatte über die Sicherheit von transgenen Pflanzen bisher eine eher untergeordnete Rolle", bedauert das JKI. Das überrascht, sagen doch Experten für die nahe Zukunft eine "biobased economy" voraus, in der industrielle Rohstoffe zunehmend aus Pflanzen gewonnen werden. Sollte die Politik unter diesen Umständen eine unabhängige Sicherheitsforschung für entbehrlich halten? Das wäre in der ohnehin schon recht unsachlich geführten Diskussion um die "Grüne Gentechnik" nicht gerade hilfreich.</p>

<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4ac71d360d0e06cf66bbc642c01eb2" width="1" height="1" alt=""></p>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Biotechnologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gentechnik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Landwirtschaft</category>
            
            <pubDate>Thu, 02 Jul 2009 16:22:46 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Ein Hauch von Ethik</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Die Aussicht, dass Fleisch von Klon-Nachkommen in den Lebensmittelhandel gelangen könnte, hat dieser Tage hohe Wellen geschlagen. Gesundheitliche Gefahren bestehen für Konsumenten nicht. Trotzdem scheint bei vielen Menschen ein Gefühl von Ekel aufzukommen. Ein gutes Zeichen!</p><p>Wir Menschen des Industriezeitalters haben ein unnatürliches Verhältnis zu Fleisch als Nahrungsmittel. Ob wir im Supermarkt oder in der Fleischerei einkaufen -  nie werden wir mit der Herkunft und Verarbeitung der Produkte konfrontiert, die wir erstehen. Ob Fleisch oder Wurst - alles ist schön in Portionen vorgeschnitten, die kaum noch einem Tier zuzuordnen sind. </p>

<p>Auf Werbeplakaten sehen wir Kühe auf saftigen Wiesen stehen, die Verpackungen erzählen von Bauernhöfen und traditionellen Landschaften. Wir ahnen, dass die Realität der industriellen Produktion uns den Appetit verderben könnte. Deshalb wollen wir es gar nicht so genau wissen. Da kommt die Debatte um das "Klonfleisch" gerade richtig, um uns zwangsweise doch mal wieder mit den Voraussetzungen unseres Fleischkonsums und den Zuständen in der Nahrungsproduktion zu konfrontieren.</p>

<p>Zwar wäre der Verzehr von Klontieren gänzlich ungefährlich. Kein Experte, ja auch kein sachkundiger Klon-Gegner sagen ernsthaft etwas Gegenteiliges. Zudem sollen nicht die Klone selbst, sondern deren Nachfahren verzehrt werden. Denkbar wäre etwa, einen Zuchtbullen zu klonen und mit ihm Nachkommen zu produzieren (Mal ganz nebenbei: Der Klon selbst hätte nichts davon, denn schon lange dürfen sich Schwein und Rind nicht mehr beim fröhlichen Sex auf der Wiese vermehren; der Zeugungsakt in einer Agrarfabrik erfolgt ausschließlich in Form einer künstlichen Besamung durch den Tierarzt. Unromantische Vorstellung, oder?)</p>

<p>Der Ekel vor "Klonfleisch" hat einerseits etwas Irrationales, genauso wie die Angst vor Produkten aus der "Grünen Gentechnik". Andererseits geht es in beiden Debatten nicht um gesundheitliche Fragen allein. Die Klon-Debatte hat die Ethik wieder in die Argumentation zurück gebracht. Wie soll unsere Nahrung produziert werden? Was wollen wir jenen Tieren zumuten, die uns als Fleischlieferanten dienen? Sind wir bereit, für unseren Fleischkonsum mehr zu bezahlen, wenn es den Tieren zugute kommt? Oder wollen wir sie den Bedingungen der Industrie unterwerfen, die Effizienz und Gewinnmaximierung in den Vordergrund stellt? Das sind Fragen, die wir weder Gentechnikern noch Betriebswirtschaftlern überlassen dürfen.</p>

<p>Ergänzend sei noch erwähnt, dass Schlagzeilen wie "<em>Agrarminister lassen Klonfleisch zum Verzehr zu</em>" schlicht falsch sind. Die Agrarminister der EU-Länder können in dieser Frage nicht allein entscheiden, sie benötigen die Zustimmung des EU-Parlaments. Und das Parlament hat bereits am 3.9.2008 eine <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&reference=P6-TA-2008-0400&language=DE">Entschließung gegen das Klonen von Tieren für die Lebensmittelversorgung</a> verabschiedet. In einer weiteren Debatte zum Thema hat das Parlament am 25.3.2009 <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&reference=P6-TA-2009-0171&language=DE">diese Haltung noch einmal bekräftigt</a>. Demnach dürfte der Handel mit "Klonfleisch" auch künftig kaum die Zustimmung von Europas Abgeordneten finden. Wobei wir ihnen schon noch ein bißchen <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/eu_parlament-332-0.html">auf die Finger schauen</a> sollten. Sicher ist sicher.</p>

<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/44c1cbea162d25e9cf00e4605eb502" width="1" height="1" alt=""></p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/06/ein-hauch-von-ethik.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Fleischkonsum</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gentechnik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Klonen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lebensmittelhandel</category>
            
            <pubDate>Tue, 23 Jun 2009 17:45:30 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Low Cost statt High Tech</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Ashden_Awards_1a.jpg" width="150" height="120" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Zur Abwechslung mal positive Meldungen: In der Landwirtschaft läßt sich oft schon mit einfachen Maßnahmen die Produktion von Lebensmitteln beträchtlich steigern. Zwei beispielhafte Entwicklungsprojekte zeigen, wie simple Technik indischen Bauern hilft.</p><p>Selbst im indischen Teil des Himalaja, wo im langen kalten Winter die Temperaturen auf minus 25 Grad Celsius sinken, lässt sich ganzjährig Gemüse anbauen. Zu verdanken ist das einem speziellen Gewächshaus, welches von der französischen Entwicklungsorganisation <a href="http://www.india.geres.eu/">Geres</a> den Bedingungen in 3.500 Metern Höhe angepasst wurde.</p>

<p>Das <a href="http://solargreenhouse.org/">Solar Greenhouse</a> setzt allein auf die Kraft der Sonne. Diese scheint immerhin an 300 Tagen pro Jahr prächtig, erwärmt den Boden aber nur für 90 Tage stark genug, um Landwirtschaft auf freiem Feld zu ermöglichen. In der restlichen Zeit des Jahres verlegen die Bauern ihre Produktion daher in Treibhäuser, die im Wesentlichen aus Polyethylen-Folien bestehen. Die Folien und die Rahmenkonstruktion im Wert von rund 450 Euro pro Gewächshaus werden von Geres gestellt, finanziert u.a. von der Europäischen Union. Das steinerne Fundament müssen die Betreiber in spe selbst errichten.</p>

<p>Dank schwarzem Anstrich speichern die Steine die Wärme des Tages und geben sie in der Nacht ins Gewächshaus ab. Im Herbst lassen sich so Tomaten, Gurken oder Trauben anbauen, im Winter wachsen Spinat und Erdbeeren und der Frühling wird für die Anzucht von Setzlingen genutzt.</p>

<p>Fast 600 Familienbetriebe haben im indischen Himalaja bereits ein Gewächshaus in Betrieb genommen und so die ganzjährige Versorgung ihrer Region mit frischem Gemüse ermöglicht. Geres erhielt dafür in der letzten Woche den <a href="http://www.ashdenawards.org/international">Ashden Awards for Sustainable Energy 2009</a> - ein britischer Preis, mit dem jährlich Projekte zur nachhaltigen Energienutzung ausgezeichnet werden.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Ashden_Awards_1.jpg" width="250" height="162" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Geehrt wurde auch die Organisation <a href="http://www.ide-india.org/">International Development Enterprises India</a> (IDEI) für die Errichtung von rund 750.000 Wasserpumpen in 15 indischen Bundesstaaten. Die Pumpen setzen auf einfachste Mechanik und Körperkraft und machen die Bauern unabhängig vom Monsunregen. </p>

<p>Konnte früher nur einmal jährlich nach dem Regen geerntet werden, so erzielen die Bauern jetzt durch eine gesicherte Wasserversorgung drei Ernten innerhalb von zwölf Monaten:</p>

<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rhcNGzGjIsM&hl=de&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/rhcNGzGjIsM&hl=de&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>

<p>Von den Pumpen profitieren bereits fünf Millionen indische Kleinbauern - fünf von geschätzten 98 Millionen, die auf die Landwirtschaft als Lebensgrundlage angewiesen sind.</p>

<p>Die einfachen Pumpen gibt es nicht gratis, sie sind aber eine preiswerte und zudem wartungsfreie Alternative für jene, die sich keine teure Diesel-betriebene Pumpe leisten können. Populär geworden sind sie übrigens durch die in Indien beliebten Bollywood-Filme. Gezielt in die Handlung eingebaut, spielen die Pumpen dort jeweils ihre Rolle für das glückliche Ende der Geschichte.</p>

<p>Man sieht: Es muss nicht immer High Tech sein, um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln sicher zu stellen. Erfolgreich sind die Projekte, weil sie sich an der Ausgangssituation und den Lebensgewohnheiten der Menschen vor Ort orientieren.</p>

<p>Was einfachste technische Produkte noch so alles leisten können, davon vermittelt dieser Lesetipp einen Eindruck: <a href="http://pingmag.jp/2007/10/24/design-for-the-other-90-percent-about-social-responsibility/">Design for the Other 90 Percent</a></p>

<div style="text-align: right;"><em>(via <a href="http://www.scidev.net/en/news/solar-greenhouses-bring-vegetables-in-from-the-col.html">SciDev.net</a>) 
Foto: Ashden Awards for Sustainable Energy</em></div>
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/42fdbde8ec5b4c3e48148bcc4abcc4" width="1" height="1" alt="">
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/06/low-cost-statt-high-tech.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Entwicklungshilfe</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Landwirtschaft</category>
            
            <pubDate>Mon, 15 Jun 2009 12:22:15 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Hirnfrei</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Der so genannten "Grünen Gentechnik" stehe ich nicht grundsätzlich ablehnend, aber doch sehr skeptisch gegenüber. Ich begrüße Initiativen, die zur Diskussion über das Thema anregen. Jedenfalls meistens. Denn über eine Aktion, für die aktuell in Berlin geworben wird, kann man sich nur noch verwundert die Augen reiben.</p><p>Der Gründer dieser Initiative kommt aus der Naturkost-Szene und will auf einer Wandertour von Berlin nach Brüssel gegen Gentechnik protestieren. Der peinliche Name des Ganzen, dem ich hier unmöglich einen echten Link spendieren kann, lautet "<strong>Genfrei gehen</strong>". (www.genfrei-gehen.de)</p>

<p>Sollte es tatsächlich keine Person im Kreis der Initiatoren gegeben haben, der aufgefallen wäre, dass man "gentechnikfrei" - auch schon ein blödes Wort - nicht auf "genfrei" verkürzen darf? <br />
Nein? </p>

<p>Na bitte, dann geht. Möglichst ganz weit weg...</p>
     <hr />

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   ]]></description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gentechnik</category>
            
            <pubDate>Sat, 06 Jun 2009 10:49:48 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Bäuerin - ein sterbender Beruf</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Von der Landwirtschaft können oder wollen immer weniger Menschen leben. Das zeigt eine niedersächsische Studie zur Situation der Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben. Wie das zuständige Ministerium mitteilt, stützt sich die Untersuchung auf 455 Fragebögen aus 38 Landkreisen. Ergebnis: "Die außerlandwirtschaftliche Erwerbstätigkeit der Frauen hat sich im Vergleich zu 2001 nahezu verdoppelt."</p><p>Demnach arbeiten 30 Prozent der Befragten hauptberuflich in der Landwirtschaft, aber schon 59 Prozent nur noch in so genannten Nebenerwerbsbetrieben. Dies zeige, "wie sehr die Stellung der Frauen in den landwirtschaftlichen Betrieben einem steten sozialen Wandel unterliegt." Ausschließlich aus der Landwirtschaft erzielen nur noch 18 Prozent der Familien ihr Einkommen (im Jahr 2000: 40 Prozent).</p>

<p>Viel zu verdienen gibt es nicht: "Bei gleicher monetärer Bewertung der Arbeitsstunden beider Partner liegt der Stundenlohn für landwirtschaftliche Tätigkeiten bei 12,40 € und für Arbeiten im landwirtschaftlichen Nebenbetrieb bei 9,00 €. Die meisten außerbetrieblich erwerbstätigen Frauen erwirtschaften ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.000 €. Bei der Berechnung des außerbetrieblichen Stundenlohns der Frauen wurde berücksichtigt, dass die Bruttomonatsverdienste von Frauen in Deutschland 24 % niedriger als die der Männer liegen. So ergibt sich für außerbetriebliche Tätigkeiten ein Stundenlohn von 9,50 €."</p>

<p>Man kann das als Niedergang eines Berufes betrachten; die ministeriale Pressestelle schafft immerhin noch die rhetorische Wende zum Guten: "Es zeige sich, dass der stetige Wandel in allen Bereichen der Landwirtschaft von allen Beteiligten große Flexibilität verlangt und dass sich gerade die Frauen hier mit Engagement und Ehrgeiz der Herausforderung stellen."</p>

<p>Die Ergebnisse der Befragung gibt es unter dem schönen Titel "Frauen sind ein Gewinn!" auf der <a href="http://www.ml.niedersachsen.de/master/C53000316_N3995702_L20_D0_I655">Download-Seite des Ministeriums</a>.</p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/05/bauerin-ein-sterbender-beruf.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Einkommen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Landwirtschaft</category>
            
            <pubDate>Fri, 29 May 2009 11:45:21 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Wie viele Millionen hätten Sie denn gern? (updated)</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Wenn es ein Recht gibt, das man dieser Tage bei uns in Berlin besonders gern ausübt, dann ist es das Demonstrationsrecht. Gestern fuhren 6.000 Landwirte mit rund 500 Traktoren vor und stellten das Mitgefühl für die Bauern bei Pendlern und Berufsfahrern auf eine harte Probe. Spontan sagte ihnen die Bundesregierung zu, die <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2009/05/2009-05-25-bauern.html">Agrardiesel-Steuer zu senken</a>, was rund 285 Millionen Euro im Jahr ausmachen wird. Das wären 570.000 Euro pro aufgefahrenem Traktor - wenn das keine gute Ernte ist!</p><p>Weitere Hilfen soll es zudem für die Milchbauern geben, <a href="http://www.bmelv.de/cln_045/nn_754188/DE/04-Landwirtschaft/Bauerndemonstration.html__nnn=true">beeilt sich Ministerin Aigner zu versichern</a>. </p>

<p>Die Milch ist mit rund 8 Milliarden Euro Verkaufserlös und fast 20 Prozent des gesamten Produktionswertes der deutschen Landwirtschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle für Bauern. Ob wir es jemals erleben werden, dass dieser riesige Markt sich selbst regelt und ohne massive Steuergelder auskommt?</p>

<p>Ausführlichst rechnen uns die Vertreter des Berufsstandes seit Monaten vor, wie hoch der Preis für Milch und Getreide sein muss, damit sie überleben. Weniger auskunftsfreudig sind sie, wenn es um ihre EU-Subventionen geht. Eine Reihe von deutschen Bauern hat bereits dagegen geklagt, dass die Höhe ihrer Zuschüsse öffentlich gemacht werden könnte. Nach Deutschland gehen jährlich um die sechs Milliarden Euro Landwirtschaftssubventionen. Europaweit werden 52 Milliarden ausgezahlt.</p>

<p>Wer wieviel bekommt, soll transparenter werden. Die Veröffentlichung der Zahlen ist von der EU offiziell <a href="http://ec.europa.eu/agriculture/funding/index_de.htm">vorgeschrieben</a>. Doch die deutsche Regierung kommt der Aufforderung bisher nicht nach. Unter der Adresse <a href="http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de">www.agrar-fischerei-zahlungen.de</a> gibt es bislang nur allgemeine Informationen. Mitte Juni werde endlich eine Liste mit den Namen der Begünstigten sowie der Höhe der erhaltenen Subventionen veröffentlicht, will <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0516/politik/0028/index.html">die Berliner Zeitung</a> erfahren haben.</p>

<p>Die Entwicklungsorganisation Oxfam schätzt, das größte Stück vom Kuchen erhielte <a href="http://www.oxfam.de/a_322_gerechtigkeit.asp?me=322&id=5">eine kleine Minderheit</a>: "Gemäß den letzten verfügbaren Zahlen erhalten in Deutschland 0,5 Prozent der Betriebe jeweils mehr als 300.000 Euro (18% aller Direktzahlungen), während 65 Prozent der Betriebe jeweils bis zu 10.000 Euro erhalten (15% der Direktzahlungen)." Am wenigsten profitieren von den Zuwendungen demnach jene Kleinbetriebe, die derzeit ums Überleben kämpfen.</p>

<p>Man darf auf die Veröffentlichung der deutschen Liste gespannt sein!</p>

<p><strong>Update 17.6.09:</strong> Die Zahlen sind seit gestern online.<br />
Lesetipps dazu: <br />
Millionensegen für die Großkonzerne (<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-14594/eu-agrarsubventionen-millionensegen-fuer-die-grosskonzerne_aid_408719.html">Focus Online</a>)<br />
Milliarden für Agrarfabriken und Konzerne (<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/771/472297/text/">Süddeutsche Zeitung</a>)<br />
Südzucker, RWE und Lufthansa profitieren von EU-Agrarsubventionen (<a href="http://www.europolitan.de/Wirtschaft/Eurozone/Suedzucker--RWE-und-Lufthansa-profitieren-von-EU-Agrarsubventionen/278,16134,0,0.html">Europolitan</a>)<br />
Trinkgelder von der EU (<a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/EU-Subventionen;art271,2826036">Tagesspiegel</a>)<br />
Wer noch Geld bekommen hat (<a href="http://www.zeit.de/online/2009/25/eu-agrar-subvention-liste">Zeit Online</a>)<br />
Minister und Bundestagsabgeordnete profitieren von EU-Milliarden (<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,631551,00.html">Spiegel Online</a>)</p>

<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/430ee10103fe006f561579cbd90d64" width="1" height="1" alt=""></p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/05/wieviel-bekommst-du.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Landwirtschaft</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Subventionen</category>
            
            <pubDate>Tue, 26 May 2009 16:00:34 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Weniger Antibiotikaresistenzen bei Bio-Hühnern</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Bio-Huehner_TUM.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Bio-Huehner_TUM.php','popup','width=320,height=240,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/assets_c/2009/05/Bio-Huehner_TUM-thumb-150x112.jpg" width="150" height="112" alt="Bio-Huehner_TUM.jpg" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></a></span> Wer noch einen Grund suchte, beim Einkauf zum Öko-Ei zu greifen, der bekommt ihn jetzt: In Ökohaltung gefundene Bakterienstämme sind viel seltener resistent gegen Antibiotika als jene aus konventioneller Haltung.</p><p><em>"Bio-Hühner" beim Sandbad. Foto: Carmen Fahn / TUM</em></p>

<p>Tierhygieniker der Technischen Universität München (TUM) waren der Frage nachgegangen, ob Hennen und Eier vom Biohof keimbelasteter sind als die aus konventionellen Betrieben. Immerhin unterliegt der Arzneimitteleinsatz in der Ökohaltung starken Beschränkungen. Konventionelle Eier-Erzeuger warnen daher gern vor einem angeblich größeren bakteriellen Risiko der Bio-Konkurrenz.</p>

<p>Die Forscher besuchten je zehn verschiedene Biobetriebe und zehn konventionelle jeweils viermal, im Abstand von vier Monaten. Per Wattestäbchen nahmen sie jeweils einen Kloakenabstrich von zehn Legehennen und sammelten zusätzlich zehn Eier nach dem Zufallsprinzip ein. Die Untersuchung der 800 Tupfer und 800 Eier zeigte eine nur geringe Belastung durch Salmonellen und Listerien - und zwar bei Öko- und konventionellen Betrieben gleichermaßen. Kein einziges Ei war im Inneren mit Salmonellen verseucht.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Eier-Analyse_TUM.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Eier-Analyse_TUM.jpg" width="320" height="194" class="mt-image-none" style="" /></span><br />
<em>Von links nach rechts: Salmonellen, Campylobacter und Listerien auf Nähragar (oben) und unter dem Mikroskop (unten) . Foto: Barbara Dörr / TUM</em></p>

<p>Untersucht wurde auch die Resistenz der Bakterienstämme gegen 31 verschiedene Antibiotika aus der Tier- und der Humanmedizin. Das Ergebnis, veröffentlicht in <a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/122311660/abstract">"Zoonoses and Public Health"</a>: In Öko-Betrieben lag der Anteil antibiotikaresistenter Bakterien signifikant niedriger als in konventionellen Betrieben.<br />
 <br />
Fazit der Forscher in ihrer Pressemitteilung (<a href="http://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/news_article.2009-05-19.7354433633/090519_Huehnerresistenz.pdf">PDF</a>) : "Somit leistet die ökologische Tierhaltung nicht nur einen Beitrag zum Tierschutz, sondern trägt darüber hinaus auch wesentlich zur Sicherung der weiteren Wirksamkeit von Antibiotika bei Mensch und Tier bei."</p>

<p><strong>Update:</strong> Die folgenden Tabellen beziehen sich auf die Diskussion unten.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="legehennen_tab1.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/legehennen_tab1.jpg" width="550" height="230" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="legehennen_tab2.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/legehennen_tab2.jpg" width="549" height="284" class="mt-image-none" style="" /></span></p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/05/weniger-antibiotikaresistenzen-bei-biohuhnern.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Medizin</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Umwelt</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Bio-Lebensmittel</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Eier</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Landwirtschaft</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Tierhaltung</category>
            
            <pubDate>Tue, 19 May 2009 12:35:16 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Wolfram Alpha: &quot;Apple&quot; statt &quot;Apfel&quot;</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Nachdem die ersten Tests meiner ScienceBlogs-Kollegen eher negativ ausgefallen sind, habe ich mir die selbsternannte "knowledge engine" Wolfram Alpha auch mal näher betrachtet. Was verrät sie uns über Ernährungsfragen?</p><p>Entdeckung Nummer eins: Die Maschine kennt keinen "Apfel", es muss ein "apple" sein. Na gut, das war vielleicht zu erwarten bei einem US-amerikanischen Projekt. Bei komplexen Suchanfragen informiert uns das System immerhin In unserer Sprache: <em>"Wolfram|Alpha versteht noch kein Deutsch."</em></p>

<p>Entdeckung Nummer zwei: Die Datenbank ist inhaltlich etwas techniklastig. Unter dem Stichwort "apple" denkt sie zuerst an den gleichnamigen Computer-Hersteller, schlägt aber immerhin vor, auch in Richtung "food" weiter zu schalten. Der Link führt zu <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=apple&a=*C.apple-_*ExpandedFood-">recht ausführlichen Nährwertangaben</a>. Nicht fündig werde ich dagegen, wenn ich etwas über den Anbau des Obstes wissen will. "apple harvest" führt zu Aktienkursen, mit "apple crop" oder "apple yield" kann das System nichts anfangen. Genauso ergeht es mir mit den Zusätzen "farming" und "agriculture". Viel mehr als die Nährwerte hat Wolfram Alpha zu Äpfeln offenbar noch nicht zu bieten.</p>

<p>Genauso unbefriedigend verlaufen alle Suchanfragen, wenn man im Bereich Ernährung mehr erwartet als die direkten Nährwerte. Was sich in diesem Feld überhaupt suchen lässt, erläutert die Maschine selbst <a href="http://www.wolframalpha.com/examples/FoodAndNutrition.html">mit ein paar Vorschlägen für beispielhafte Anfragen</a>.</p>

<p>Immerhin, ein schönes Element findet sich klein am unteren Rand der Ergebnisseite: Die Maschine gibt mir "Source information", verrät also, auf welche Quellen sie ihre Angaben stützt. Das lädt zum Weitersurfen und Überprüfen ein. </p>

<p>Und das Überprüfen ist empfehlenswert, denn Wolfram Alpha ist nur bedingt zu trauen. Das belegt z.B. <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=www.scienceticker.info">die Suche nach Scienceticker.info</a>, einer Nachrichtenseite, an der ich beteiligt bin. Nach Nennung unseres Providers an erster Stelle (warum auch immer) verkündet die Maschine, wir erzielten täglich 70.000 Seitenabrufe. Tatsächlich wird diese Zahl aber nur monatlich erreicht. Als Quelle beruft sich die Wolfram Alpha auf Alexa. Doch woher hat sie wohl unseren "Site rank" von 103.369? Alexa verpasst uns aktuell einen "Traffic rank" von 135.016. Nebenbei bemerkt, ist Alexa eine mit Vorsicht zu genießende Suchmaschine für Webseiten, die recht abenteuerliche Schätzungen vornimmt. Je kleiner ein Webangebot ist, um so verzerrter fallen die Ergebnisse aus.</p>

<p>Wenn sich Wolfram Alpha schon auf Datenbanken wie Alexa verlässt, wie gut sind dann wohl die anderen Quellen für statistisches Material? Und wie häufig wird es aktualisiert? Zu befürchten ist, dass derartige Daten von Wolfram & Co künftig wie selbstverständlich im Web kursieren werden - selbst bei so genannten "Qualitätsmedien", die ja schon mehrfach auf Falschinformationen hereingefallen sind, weil sie zunehmend das schnelle Ergebnis einer sorgfältigen Recherche vorziehen.</p>

<p>Fazit: Meine erste Wahl für den groben Einstieg bleibt wohl bevorzugt Wikipedia, zumal dort besser dokumentiert wird, wann die Angaben verfasst, ergänzt und geändert wurden.</p>

<p>Aber vergessen wir auch nicht: Wolfram Alpha ist tatsächlich "alpha", also eine Datenbank im frühesten Stadium ihrer Existenz. Prinzipiell kann daraus noch was Tolles werden...<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/3cc4118491bfabfbfea1cb06cc6fda" width="1" height="1" alt=""></p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/05/wolfram-alpha-apple-statt-apfel.php</link>
            <guid>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/05/wolfram-alpha-apple-statt-apfel.php</guid>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Ernährung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Suchmaschine</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Wolfram Alpha</category>
            
            <pubDate>Sat, 16 May 2009 15:05:09 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>&quot;Expedition Zukunft&quot;: Logo geklaut?</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Ärger für das Bundesministerium für Bildung und Forschung: Das Logo für den <a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/04/expedition-zukunft-umwirbt-den-nachwuchs.php">gestern in Berlin gestarteten</a> Ausstellungszug <a href="http://www.expedition-zukunft.org">"Expedition Zukunft"</a> sieht jenem des schweizer Telekommunikationsunternehmens <a href="http://www.sunrise.ch">Sunrise</a> zu ähnlich. Sunrise-Kommunikationschef Dominique Reber sagte gegenüber der schweizer "Handelszeitung", man habe nichts gegen deutsche Forscher, finde "das sogar eine sehr gute Sache." Man habe aber Klage wegen Verletzung des geistigen Eigentums eingereicht, da Gespräche über das Problem von der deutschen Seite abgelehnt worden seien. <br />
(Via <a href="http://www.fontblog.de/logo-klage-aus-der-schweiz-gegen-forschungsministerium">Fontblog</a>.)</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="logo_forschungsexpedition_vergleich.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/logo_forschungsexpedition_vergleich.jpg" width="419" height="90" class="mt-image-none" style="" /></span></p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/04/expedition-zukunft-logo-geklaut.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Expedition Zukunft</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Marketing</category>
            
            <pubDate>Sat, 25 Apr 2009 13:10:39 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>&quot;Expedition Zukunft&quot; umwirbt den Nachwuchs</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sc-Express_kl.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Sc-Express_kl.jpg" width="150" height="146" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Ab heute geht der Ausstellungszug "Expedition Zukunft" auf Fahrt kreuz und quer durch Deutschland. Das Projekt soll in erster Linie bei Kindern und Jugendlichen Interesse für Naturwissenschaften und Technik wecken. Bis Ende November wird der Zug für jeweils drei Tage in 60 Städten Station machen.</p><p>Die rollende Ausstellung umfasst zwölf umgebaute Waggons auf rund 300 Metern Länge. Entwickelt wurde der Zug von einem Projektteam der Max-Planck-Gesellschaft, als Partner sind aber so ziemlich alle deutschen Forschungsgemeinschaften mit an Bord. </p>

<p>Laut <a href="http://www.expedition-zukunft.org/alias/Ausstellung/Idee_Konzept/984489">Konzept der Initiatoren</a> soll der Zug "allen Besuchern und speziell jungen Menschen einen Überblick darüber vermitteln, welche Wissensgebiete sich heute weltweit besonders dynamisch und viel versprechend entwickeln und wie diese in den kommenden zwei Jahrzehnten unser Leben beeinflussen." Dazu wurde die Ausstellung in zwölf individuell gestaltete Themenwagen gegliedert.</p>

<p>Um gleich mit dem Fazit zu beginnen: Wenn es darum geht, "Forschung und Entwicklung jungen Menschen als beruflichen Weg schmackhaft zu machen", so könnte die Rechnung aufgehen. Die einzelnen Wagen sind abwechslungsreich und originell gestaltet, die Themen werden mehrheitlich multimedial präsentiert, und zahlreiche Geräte zum Anfassen und Ausprobieren gibt es inklusive. Hier ein paar Bilder der schönsten Wagen:</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sc-Express_3.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Sc-Express_3.jpg" width="550" height="413" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sc-Express_4.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Sc-Express_4.jpg" width="550" height="413" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sc-Express_5.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Sc-Express_5.jpg" width="550" height="413" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Am Ende jeden Waggons steht ein Terminal, welches anzeigt, an welchen Standorten in Deutschland zu den gerade angerissenen Fragen gearbeitet und gelehrt wird. Wer als Schulabgänger ein Studium in Erwägung zieht, kann hier Anregungen bekommen.</p>

<p>Die Ausstellung hat darüber hinaus weitere hohe Ziele: "Die <em>Expedition Zukunft</em> entführt ihre Besucher in die Welt von morgen, informiert vorausschauend über Themen und Entwicklungen, die gerade erst im Entstehen sind. Es geht also nicht darum, bereits vorhandenes Wissen besser zu erläutern oder bestimmte Technologien zu rechtfertigen. Es geht um Entwicklungstrends und -möglichkeiten, die sich erst andeuten und denen wir uns stellen müssen."</p>

<p>"Fragen Sie sich manchmal auch, wie die Welt in 20 Jahren aussehen wird? Wie wir dann wohl leben werden?" Ja, das frage ich mich manchmal auch. Leider beantwortet der Zug mir diese Frage nicht wirklich.</p>

<p>Schon im ersten Themenwaggon werden die Ausstellungsmacher ihrem Konzept untreu, wenn sie in die Grundlagen von Astronomie und Physik einführen wollen. Erklärt wird die Entstehung des Universums, was doch eher wenig mit der Lösung unserer näheren Zukunftsprobleme zu tun hat. Es steht sichtbar die Bedingung im Vordergrund, die Arbeitsfelder aller beteiligten Wissenschaftsgemeinschaften darstellen zu müssen. Auch in den weiteren Themenwaggons bekommen wir deshalb vorwiegend Einblicke in die aktuellen Arbeitsweisen und - techniken von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Das ist interessant, aber eben durchweg Gegenwart. Visionen von der Welt in 20 Jahren sehen wir kaum.</p>

<p>Immer, wenn es um die Zukunft geht, enden die sehr knapp gehaltenen Texttafeln, die nie mehr als zehn Sätze umfassen, mit einer offenen Frage, nie mit einer Antwort. Im Vordergrund stehen durchweg technische Lösungen. Wenn gesellschaftliche oder politische Themen berührt werden, bleiben die Texte auffällig wolkig. Ein Beispiel: Unter der Frage "Wird es eine Welt ohne Krankheiten geben?" feiert der Text erst die moderne Medizin, dann heißt es abschließend: "Neben all diesen Chancen müssen wir auch lernen, mit dem zukünftigen Potenzial der Medizin verantwortungsvoll und gerecht umzugehen." Inhaltsloser und ängstlicher formuliert habe ich diesen Komplex selten dargestellt gesehen.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sc-Express_2.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Sc-Express_2.jpg" width="300" height="400" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Wie oben beschrieben sind die Waggons sehr ansprechend gestaltet. Mitunter ragen die einzelnen Elemente aber so weit in den Gang hinein, dass es zu Staus kommt, sobald interessierte Besucher vor einem Objekt stehen bleiben. Zudem wird in vollen Waggons schnell der Sauerstoff knapp. Zum Luftholen vor die Tür gehen kann niemand, das Öffnen der Waggontüren bleibt dem Notfall vorbehalten. Wer einmal vorne einsteigt, kommt erst am Ende des Zuges wieder ans Tageslicht.</p>

<p>Die Deutsche Bahn, mal nebenbei bemerkt, leistet in Berlin eher lahme Unterstützung. Sie hat den Zug auf Gleis 2 im Tiefgeschoss abgestellt, wo er denkbar versteckt steht. Kein einziges Werbebanner, kein Schild und kein Pfeil weisen den Besuchern den Weg. Erstaunlich, dass trotzdem so viele Berliner am Freitag vormittag zur Ausstellung fanden. Man kann dem Zug nur wünschen, dass das in anderen Städten besser läuft. In Berlin soll die Ausstellung noch einmal zum Ende der Deutschland-Rundfahrt vom 22. bis 24. November zu sehen sein. Vielleicht schafft es die DB ja, bis dahin ein paar Hinweisschilder zu spendieren...</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sc-Express_1.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/Sc-Express_1.jpg" width="550" height="413" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Bei aller Kritik: Insgesamt würde ich einen Besuch der Ausstellung empfehlen. Solange man sich bewusst ist, durch eine PR-Maßnahme zu spazieren, lassen sich interessante Entdeckungen machen. Zu den Ausstellungsstücken, die man ausprobieren kann, gehört beispielsweise der OLPC, der Kindercomputer der Initiative <a href="http://laptop.org/en/">"One Laptop Per Child"</a>. Und ich habe gelernt, wie man die automatische Gesichtserkennung austrickst: Zur Identifizierung von Geschlecht und Gemütszustand benötigt die Kamera den freien Blick auf beide Augen. Wer sich mit der Hand ein Auge zuhält, bleibt unerkannt. Wer weiß, ob man dieses Vorgehen innerhalb der nächsten 20 Jahre nicht noch gut wird gebrauchen können. ;-)</p>

<p>Mehr Infos zur Ausstellung und den 60 Ortsterminen unter <a href="http://www.expedition-zukunft.org/">www.expedition-zukunft.org</a><br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/39f59fa68c2adce68939b8ad087053" width="1" height="1" alt=""></p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/04/expedition-zukunft-umwirbt-den-nachwuchs.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Ausstellungszug</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Expedition Zukunft</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Öffentlichkeitsarbeit</category>
            
            <pubDate>Fri, 24 Apr 2009 14:10:18 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Fairer Handel einmal anders</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Für Produkte aus dem "fairen Handel" zahlen Verbraucher gern etwas mehr. Auch deutsche Bauern würden gern von diesem Modell profitieren. Noch fehlen aber Produkte und Vertriebswege.</p><p>Die Idee vom "fairen Handel" geht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fairer_Handel#Geschichte">bis in die 1950er Jahre</a> zurück. Gezielt sollte damit auf Produkte aus Dritte-Welt-Ländern aufmerksam gemacht werden. In einigen Bereichen haben sich entsprechende Waren etablieren können; besonders Kaffee, Kakao und Schokolade mit "Fair Trade"-Siegel stehen heute gleichberechtigt neben Markenprodukten in den Regalen des Lebensmittelhandels.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="gut_fair_bdm-verband.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/gut_fair_bdm-verband.jpg" width="219" height="78" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span> Von diesem Modell wollen auch Milchbauern profitieren, die von den aktuellen Marktpreisen nicht leben können (habe ich <a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2008/07/milch-und-markt.php">hier bereits thematisiert</a>). Deshalb erfanden sie im Oktober 2007 die Kunstkuh Faironika und die Idee von der <a href="http://www.diefairemilch.de/">"fairen Milch"</a>. Hinter dem Konzept steht das <a href="http://europeanmilkboard.eu/">"European Milk Board"</a>, ein Zusammenschluss europäischer Bauernverbände. </p>

<p>Der Name klingt gewichtig, die Organisation ist es aber nicht. Faironika fand keine Fans; die Einjahres-Bilanz letzten Herbst fiel <a href="http://www.dlz-agrarmagazin.de/sro.php?redid=238083">"eher ernüchternd"</a> aus. Ihr Ziel höherer Milchpreise hat die Initiative nicht erreicht. Deshalb soll es am 29. April europaweit mal wieder Demonstrationen geben. Das klingt ähnlich originell wie die <a href="http://www.csu.de/partei/unsere_politik/umwelt_landwirtschaft/112610927.htm">Forderung nach einem neuen Milchgipfel</a> und die Antwort darauf, den <a href="http://www.schweine.net/runder_tisch_zur_wettbewerbsfaehigkeit_der_lebensm.html">"runden Tisch zur Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelkette in Deutschland"</a>. So simuliert man Politik, deren Scheitern allen Beteiligten vorab klar sein dürfte. </p>

<p>Warum setzt sich kein "fairer Handel" für landwirtschaftliche Produkte aus deutschen Landen durch? Die Frage beantwortet sich, wenn man nach entsprechenden Produkten im Handel sucht. Es gibt sie praktisch nicht. Da müssen natürlich auch biedere Werbefilmchen wie der folgende ins Leere laufen (Vorsicht, bei Klick fünf Minuten Einschlafgefahr!):</p>

<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pwuQrk-4y-A&hl=de&fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/pwuQrk-4y-A&hl=de&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>

<p>Dass der Milchpreis dauerhaft im Keller bleibt, liegt am Überangebot. Es wird einfach mehr Milch produziert als nachgefragt - ein Problem, das der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ja längst <a href="http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=5957&Itemid=521">erkannt hat</a>, ohne es beheben zu können.</p>

<p>Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma zeichnet sich allerdings auch ab: Er könnte im Aufbau regionaler Märkte liegen. In München gibt es seit Mitte der 1990er Jahre Produkte der Marke <a href="http://www.unserland.info/">"Unser Land"</a>. Diesem Beispiel folgen seit 2007 Berlin und Brandenburg unter dem Slogan <a href="http://www.vonhier.com/">"Von hier"</a>. Schon das erste Jahr fiel für die Berliner Regionalmarke <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/kenner-essen-brandenburger/">besser aus als erwartet</a>. Die Logos geben anonymen Herstellern ein Gesicht und eine Identität, für die die Kunden bis zu 20 Prozent mehr zu zahlen bereit sind.  "Es funktioniert, wenn die Produkte nicht anonym sind", sagt Unternehmensberater Ludwig Karg im <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/kunden-zahlen-fuer-ehrliche-produkte/">Interview mit der "taz"</a>.</p>

<p>Wäre ich Milchbauer, würde ich mich lieber mit den Gründern der Regionalmarken an einen runden Tisch setzen, als mit Bundesministerin Aigner. <img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/38dbed565c14d3430c64d03c424b16" width="1" height="1" alt=""></p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/04/fairer-handel-einmal-anders.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
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            <pubDate>Thu, 23 Apr 2009 16:35:59 +0100</pubDate>
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