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        <title>Neuropädagogik</title>
        <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/</link>
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        <copyright>Copyright 2009</copyright>
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            <title>Hochschulpolitik, Professor (Un)tat &amp; Wissenschaftlerdasein in Deutschland</title>
            <description><![CDATA[
     <p><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:anBgdwtZRYRF2M:http://www.geschichte-studieren.net/userfiles/image/Magisterblog/untat.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:anBgdwtZRYRF2M:http://www.geschichte-studieren.net/userfiles/image/Magisterblog/untat.jpg" alt="" border="0" height="150" width="108" /></a><font style="font-weight: bold;">-
Warum haben gute Wissenschaftler in Deutschland - ohne "Vitamin B" -
schlechte Karten, wenn Sie Ihren "Akademiker-Taxifahrerverlegenheitsjob"
mit einem Arbeitsplatz an der Uni tauschen wollen?</font></p><font style="font-weight: bold;">- Warum werden Bewerber mit
"Einser"-Examen und hundertprozentiger Erfüllung des&nbsp; Anforderungsprofils nicht einmal als Wissenschaftliche Mitarbeiter
akzeptiert ? </font><br /><font style="font-weight: bold;"> - Warum werden die besten Bewerber für Professorenstellen abgewiesen?</font><br /><font style="font-weight: bold;"> </font><font style="font-weight: bold;">- Warum werden Jung-Professoren erst nach Jahren so bezahlt wie Realschullehrer</font>?<br /><br /><font style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold; font-style: italic;">Viele Fragen, wenig Antworten.......und das traurige Lied der "Wissenschaft(ler) in Deutschland:</font><br /><br /><font style="font-weight: bold;">Studierende in Deutschland erleben an Hochschulen zwei Seiten der Wissenschaftsszene:</font><br /><font style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold;">1. Engagierte, oft gestresste Professoren und Lehrende. </font>Diese Gruppe braucht einen Eintrag bei <b><a href="http://www.meinprof.de/" target="_blank">meinProf.de</a></b>
nicht zu fürchten. Sie ist chronisch überlastet und betreut, Bachelor-,
Magister-, Diplom- und Doktorarbeiten. Sie können Ihre Vorlesungen
manchmal sogar nur mit Verzögerung starten, weil sie zu viele Prüfungen
abnehmen (müssen). Sie lieben ihre Arbeit, stellen sich dem
Wissenschaftsbetrieb offen und selbstkritisch und bilden die
Spitzenreitergruppe bei "meinProf.de"<br /><br /><font style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold;">2. Die faulen Professoren und Lehrenden,</font>
welche sich mit Hilfe ihrer Studenten profilieren, Bachelor-, Magister-
Diplom- und Doktorarbeiten für Ihre eigenen Veröffentlichungen
"ausschlachten" und manche Studentenarbeit in Fachzeitschriften
"aufpolieren" und in eigenem Namen "verkaufen". Sie meiden für sie
uninteressante Aufgaben, Abschlussarbeiten und Abschlussprüfungen auf
Kosten ihrer engagierten Kollegen. Diese Gruppe sieht man manchmal mehr
in Unternehmen, im TV und anderen gut bezahlten Aufgabenbereichen. Bei
meinProf.de findet man sie entweder gar nicht, oder in den unteren
Rängen.<br /><br />und <font style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold;">im Buch von Uwe Kamenz und Martin Wehrle "Professor Untat" steht die zweite Gruppe im Mittelpunkt.</font>
Für Kenner und Nichtkenner der Hochschulszene ist dieses Buch ein
spannender und dabei gut recherchierter Blick "hinter die Kulissen" des
biederen Wissenschaftsbetriebes. Über eine fingierte Ausschreibung
haben die Autoren Professoren an Land gezogen, welche ohne mit der
Wimper zu zucken ihre universitären Professorenaufgaben zugunsten
lukrativer zeitfressender "Nebentätigkeiten" vernachlässigen
wollten....Die Autoren klären auf, wie Professorenstellen an Unis
besetzt werden. Nach der Lektüre weiß manche(r) ehemalige Student(in)
warum nicht der/die netteste und engagierteste Professor(in) die
angebotene Stelle bekommen hat, sondern wieder irgend so ein Langweiler
mit unklarem wissenschaftlichem Hintergrund.....<br /><br /><font style="font-weight: bold;">Die
Angst vor Konkurrenz ist groß. Sie ist um so größer, je zweitklassiger
die Professoren an den auswählenden Unis sind, bzw. je weniger
"Konkurrenz" sie neben sich ertragen können.</font> Wer möchte schon
einen kompetentere(n) Kolleg(in)en in seine Fakultät lassen, wenn sie
oder er die Möglichkeit hat, dies zu verhindern? Noch einfacher lassen
sich Absolventen mit hervorragenden Zeugnissen ablehnen - sie könnten
ja erfolgreicher sein, als ihre Vorgesetzten! Dieser eitle
Konkurrenzkampf hat einen hohen Preis: So wandern karriere-,
wissenschafts- und forschungsbewusste Absolventen ab, in ausländische
"Wissenschaftlerparadiese". Doch das Heimweh bleibt..... Die
Abwanderungsproblematik deutscher Wissenschaftler in der Presse: <b><a style="color: rgb(51, 0, 153);" href="http://www.stern.de/wissenschaft/forschung/index.html?id=548880&amp;nv=rss" target="_blank">hier</a></b>  und ein offener Brief von rückkehrwilligen, aber nicht willkommenen deutschen Wissenschaftlern in Nordamerika: <b><a href="http://astro.berkeley.edu/%7Eareiners/izw/OffenerBrief_290905.pdf" target="_blank">hier</a></b><br /><br /><font style="font-weight: bold;">Aber
die deutsche, träge Wissenschaftspolitik hält sie weiter fern und klebt
an althergebrachten - die Wahl der Besten verhindernden -
Auswahlverfahren. </font>Informatives Thesenpapier zur Professorenberufung in Deutschland incl. Verbesserungsvorschläge: <a href="http://www.zukunft-wissenschaft.de/resources/ThesenpapierBerufungsverfahren.pdf" target="_blank">hier</a><br />Weitere Informationen zur Situation der Nachwuchswissenschaftler: <a href="http://www.zukunft-wissenschaft.de/" target="_blank">hier</a><br /><br />Mit der Situation der Nachwuchswissenschaftler und-professoren hat sich Marc Scheloske in seinem aktuellen Beitrag: "<a style="font-weight: bold;" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/" target="_blank">Existenzrisiko
Wissenschaft? Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise
schlechter als Realschullehrer-Was ist uns akademische Exzellenz wert?</a>" auseinander gesetzt.<br /><br />Weitere Informationen zum Buch:<br /><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:anBgdwtZRYRF2M:http://www.geschichte-studieren.net/userfiles/image/Magisterblog/untat.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 98px; height: 149px;" src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:anBgdwtZRYRF2M:http://www.geschichte-studieren.net/userfiles/image/Magisterblog/untat.jpg" alt="" border="0" /></a><font style="font-weight: bold; font-style: italic;">Uwe Kamenz, Martin Wehrle: Professor Untat - Was faul ist hinter den Hochschulkulissen</font><br />Econ Verlag-         ISBN-10: 3430200180- ISBN-13: 9783430200189- 18€ Info: <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/econ/buch.php?id=10457&amp;page=suche&amp;auswahl=a&amp;pagenum=1&amp;page=buchaz" target="_blank">hier</a><br />Ullstein Verlag - Taschenbuchausgabe ab April 2008: 7,95 €  Info: <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/buch.php?id=12147&amp;page=suche&amp;auswahl=a&amp;pagenum=1&amp;page=buchaz&amp;PHPSESSID=8b398402368d08971b5de8a6b095ce52" target="_blank">hier</a><br /><br />Gliederung:<br />1. Das berufene Wesen<br />2. MeinProf.de: Ein Lehrstück über Lehrende<br />3. Der Vorleser<br />4. Forsch genug, nicht zu forschen<br />5. Rabenväter und Sklaventreiber<br />6.
Die Nebenjob-Millionäre - 7. Lobbyisten, Gutachter, Seelenverkäufer -
8. Die Neurosen der Profs - 9. Tacheles - was an den Hochschulen
passieren muss<br /><br /> <p class="MsoNormal">Materialien zum Buch: <a href="http://www.profnet.de/index.php4?PHPSESSID=1f938bbe26ee12c8a2fb9598c331007d&amp;COiD=621&amp;displayItem=4953#4953" target="_blank">hier</a> und Interview mit den Autoren: <a href="http://www.blogmedien.de/?p=769" target="_blank">hier</a><br />Weitere Rezensionen: Stefan Kombüchen: <a href="http://prplus.de/archiv.cfm?fuseaction=dap.getFile&amp;fp_id=1180" target="_blank">hier</a> und Bettina Gartner: <a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/buchtipps/280593.html" target="_blank">hier</a><br />Ein Artikel mit interessanten Botschaften "zwischen den Zeilen" : <font style="font-style: italic;">"Kritischer Professor wurde ausgeladen"</font>: <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,490549,00.html" target="_blank">hier</a><br /></p><p class="MsoNormal"><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,490549,00.html" target="_blank"><br /></a></p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


   ]]></description>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
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            <pubDate>Tue, 12 Feb 2008 19:42:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Schulform und Schulerfolg hängen nicht zusammen</title>
            <description><![CDATA[
     <span class="mt-enclosure mt-enclosure-image"><a href="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/LogoNPmini-thumb-283x262.jpg"><img alt="Vorschaubild für LogoNPmini.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/assets_c/2008/02/LogoNPmini-thumb-283x262-thumb-90x83.jpg" class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" height="83" width="90" /></a></span>Studie von Prof. Dr. Fend belegt, dass der Schulerfolg von der Schulform völlig unabhängig ist. (Ich habe diesen Beitrag auf Wunsch meiner Leser "erweitert" 09.02.08)<br /><div><br /></div><div><br /></div><div><br /></div><font face="verdana">Die bildungspolitische Debatte der
vergangenen Jahre forderte immer wieder die Einrichtung einer einzigen
Schulform, nämlich der Gesamtschule, um benachteiligten Gruppen eine
angeblich bessere Bildung zu ermöglichen. Festgemacht wurde diese
Forderung an den praktizierten "Gesamtschulformen" einiger
PISA-Siegerländer. Dass diese Erklärung eher ideologischer Natur war
und mit den tatsächlichen Ursachen des Bildungserfolges der
PISA-Siegerländer in keinerlei Zusammenhang stand hat Prof. Dr. Fend
nun zu seiner eigenen Überraschung feststellen müssen:</font><br /><p><font size="2"><br /><font face="verdana">Die Zeit berichtet ausführlich: </font><a style="font-family: verdana;" href="http://www.zeit.de/2008/02/C-Enttaeuschung?page=all" target="_blank">hier</a><br /></font></p><p style="font-family: verdana;"><font size="2">Wichtigste Schlussfolgerung:<br />
</font></p>

<p style="font-family: verdana;"><i>"Solange die Schule intern agieren kann, also die Kinder und
Jugendlichen beisammen hat und sie nach Leistungen gruppiert, kann sie
die soziale Selektivität durchaus reduzieren.Wenn es um die weiteren Bildungsstufen geht, um die risikobehafteten
Entscheidungen beim Schulabschluss, bei der Ausbildung und bei den
Berufslaufbahnen, dann verliert sich dieser schulische Einfluss, und
die familiären Ressourcen in der Gestaltung der Entscheidungen treten
in den Vordergrund.</i><i>"</i><br />
</p>

<br style="font-family: verdana;" />

<p style="font-family: verdana;">Zwei Faktoren scheinen also - wenn es um Schulerfolg geht - im Vordergrund zu stehen:</p>

<ul style="font-family: verdana;"><li><b>1. Die Ressourcen in der Familie</b></li><li><b><font size="2">2.&nbsp; Die Förderqualität in der Schule</font></b></li></ul>
<span style="font-family: verdana;">
Die jüngste Pisastudie zeigt, dass die Bildungspolitiker offenbar ihre
"Hausaufgaben" immer noch nicht gemacht haben. Denn nach wie vor werden
Migrantenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien benachteiligt.</span><br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
Allerdings ist dies - angesichts der ständigen Einsparungen in den
Schulen - kein Wunder. Die Lehrerstunden wurden erhöht, soziale u. individuelle
Probleme, welche die Schüler bewegen, haben im Schulalltag keine Zeit
"bearbeitet" zu werden und sie können sich negativ auf den Lern- und
Leistungswillen auswirken. Es gibt weder eine Förderung in vielen Familien,
noch eine tatsächliche Förderung in der Schule....</span><br style="font-family: verdana;" />

<br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
So nimmt es nicht wunder, dass Schulform und Schulerfolg nicht
miteinander zusammen hängen. Schüler sind Individuen und ihr
schulisches Engagement, sowie ihre Lernmöglichkeiten hängen zunächst
direkt von den&nbsp; Angeboten (gute Lehrer, d.h. guter Unterricht, gute
Lernmaterialien, gutes Klassenklima, gutes Schulklima) ab. </span><br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
Es ist zunächst also logisch, dass die Schulform erstmal zweitrangig ist.</span><br style="font-family: verdana;" />

<br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
Die Pisa-Siegerländer zeigen insoweit, dass die Art des Unterrichts für
den Schulerfolg das ausschlaggebende Merkmal ist. Ausführlich: </span><font style="font-family: verdana;" size="2"><a href="http://www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE13/HOMEPAGE/DOLLASE/Unterricht.pdf" target="_blank">hier</a></font><br style="font-family: verdana;" />

<br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
Mein FAZIT:</span><br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
Die Frage der Schulform scheint für die allgemeine Betrachtung des
Schulerfolges keine Rolle zu spielen. Die mehrgliedrige Schulform birgt
Vor- und Nachteile in sich, welche allerdings nicht mit dem "Merkmal" -
Schulerfolg - zu messen ist.</span><br style="font-family: verdana;" />
<span style="font-family: verdana;">
Gemeint wären hier z.B. Nachteile für Schüler, welche durch ein nicht
unbedingt "diagnostisch fundiertes" Selektionsverfahren frühzeitig
einer bestimmten Schulform zugewiesen werden. Solche "Einzelschicksale"
können Studien nicht messen. Ein möglicher Vorteil einer gezielten
Förderung - dank mehrgliedrigem Schulsystem - verliert sich oft
aufgrund bildungspolitischer "Sparmaßnahmen". <br /><br />Die jüngste Entwicklung
im Hauptschulbereich (drastische Reduzierung der Schülerzahlen) hätte
man auch als Chance nutzen können, diese Schülergruppe besonders
intensiv zu fördern. Anstatt dessen werden Lehrkräfte abgezogen und
eine Zusammenlegung der Haupt- und Realschulen wird - rein aus
Kostengründen - der speziellen Förderung vorgezogen. <br /><br />Sehr schade ist,
dass die Frage der Schulformen in der Schulpolitik mehr eine
ideologische Frage, als eine Frage dessen ist, was unseren Kindern und
damit der Zukunft unseres Landes am meisten nützt. Oft führt die an der
Oberfläche verbleibende "Schulformdebatte" dazu, die eigentlichen
Probleme aus dem Blick zu verlieren.</span>&nbsp;

 <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><b style=""><i style=""><span style="color: rgb(153, 0, 0);font-family:Verdana;" >Über den "Umweg" zur Frage:</span></i></b><b><i style=""><u><span style=";font-family:Verdana;font-size:18;color:blue;"   ><a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/02/08/diskussion_was_sollen_wissenschaftsblogs%7E3697716" title="Diskussion: Was sollen Wissenschaftsblogs leisten?"><span style="font-weight: normal; text-decoration: none;"><o:p></o:p></span></a></span></u></i></b></span></p>  <h2><span style="font-size:100%;"><u><span style=";font-family:Verdana;color:blue;"  ><a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/02/08/diskussion_was_sollen_wissenschaftsblogs%7E3697716" title="Diskussion: Was sollen Wissenschaftsblogs leisten?">Diskussion: Was sollen Wissenschaftsblogs leisten?<span style="text-decoration: none;color:#000000;" ><o:p></o:p></span></a></span></u></span></h2>    <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;"><o:p></o:p>von <a href="http://www.blog.de/user/godwael/" title="Zeige das komplette Profil"><!--<a href="http://fisch-blog.blog.de?author=470717" title="Zeige alle Einträge dieses Autors">-->Godwael</a> @ 08.02.2008 - 13:32:35 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Monika Armand, die neben der Website <a href="http://www.neuropaedagogik.de/">Neuropaedagogik.de</a> auch ein <a href="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/">Blog</a> bei den Scienceblogs betreibt, hat <a href="http://wissenschaftsblogs.blogspot.com/">hier</a> eine weitere Metadiskussion über Wissenschaftsblogs angestoßen, die an <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/24/die-tuecken-des-objekts-das-scienceblog-portal-sucht-nach-seiner-form/">einige Gedanken</a> anknüpft, die Marc vor einer Weile in der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Wissenswerkstatt</a> diskutierte.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><b style=""><i style=""><span style="color: rgb(153, 0, 0);font-family:Verdana;" >ist diese Diskussion zwischen „corax“ und mir entstanden. Da „corax“ sich auf meinen Beitrag „Schulform und Schulerfolg hängen nicht zusammen“ bezieht und wie ich meine, diese Diskussion auch für meine Leser bei Scienceblogs interessant sein könnte, habe ich hier unseren sehr anregenden Dialog zusammen gefasst (Corax hatte dies vorher über unsere Kommentarfunktion versucht, was leider allerdings so nicht geklappt hat – irgendwie gibt es noch mit den Kommentaren Probleme...):<o:p></o:p></span></i></b></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p class="MsoNormal" style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;"><o:p> </o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">corax [Besucher]

08.02.08 @ 21:20 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Ich möchte Sachverhalte so erklärt bekommen, (als sei ich 5 Jahre alt)* dass ich sie weitestgehend nachvollziehen kann ohne über eine entsprechende Ausbildung in dem Fachbereich zu verfügen. Dabei hätte ich auch noch gerne eine grobe Dreiteilung in:
Was sind unbestrittene Fakten, was sind Indizien für Pro und was spricht eventuell für contra. Persönliche Meinungen des Autors hätte ich gerne gekennzeichnet bzw. es soll deutlich werden wenn etwas „Meinung“ ist.
Witze und andere Auflockerungen lese ich gerne.
Ich lese hier seit ein paar Wochen und nebenan bei Scienceblogs.
Hier gelandet bin ich über Herrn Stefanowitsch vom Bremer Sprachblog.
Hier werden eigentlich zumeist immer alle Kriterien erfüllt.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Artikel aber wie gerade nebenan: „Studie belegt!!!: Schulform und Schulerfolg hängen nicht zusammen“ oder „Väter einer bestimmten Kinderanzahl haben öfter Prostatakrebs“ von vor ein paar Wochen, gehören imo in die Tonne getreten.**
Sie sind vollkommen subjektiv, einseitig, undifferenziert und schwachsinnig.
Wer mir weismachen will, man könnte sein Kind getrost auf die Hauptschule schicken, das ändert nichts an der Wahrscheinlichkeit eines Medizinstudiums und den 4-zeiler lediglich mit Links versieht, der hat bei „Science“ nichts verloren, der kann auch für die Welt am Sonntag schreiben.
Ebenso wenn jemand unreflektiert behauptet, die Anzahl der „bekannten“ Nachkömmlinge eines Mannes! gibt Aufschluss über Prostatakrebsrisiken.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Glück auf!<o:p></o:p></span></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">*kleiner Scherz
** kein Scherz<o:p></o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Monika [Besucher]
<a href="http://neuropaedagogik.de/">http://neuropaedagogik.de</a>
09.02.08 @ 08:48 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Hallo "Corax",
Ich habe auf Ihr aufschlußreiches Kommentar im Blog: <a href="http://wissenschaftsblogs.blogspot.com/">http://wissenschaftsblogs.blogspot.com/</a> hingewiesen.Interessant finde ich Ihre Kritik zu meinem letzten -zugegebenermaßen etwas kurzen und "schnell" geschriebenen Post: Studie belegt...Schulerfolg...
Eigentlich war ich persönlich nicht der Auffassung, dass das Ganze zu sehr an der Oberfläche liegt, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren ;-)) Haben Sie die Links gelesen? Oder liest man als Blogbesucher die Links lieber nicht?<o:p></o:p></span></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Wo liegt in diesem Artikel die Einseitigkeit, Subjektivität und Undifferenziertheit ? Ist es hier die Präsentation? Die Studie selbst ist ja eher nicht subjektiv und einseitig. Denn Fend war ein starker Verfechter einer "Gesamtschule" und musste anhand seiner Studie zu seiner eigenen Überraschung feststellen, dass die PISA-Leistungsunterschiede nicht auf die Schulform zurückzuführen waren....
Ich selbst - so glaubte ich ;-) - habe eigentlich nur über eine Studie berichtet, ohne Stellung zu beziehen. Sie sehen das aber anders? Warum?<o:p></o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">corax [Besucher]

09.02.08 @ 20:59 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Frau Armand,<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Zunächst: Die von Ihnen verlinkte Adresse führt mein Kaspersky als Phischingseite.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">„Ich selbst habe eigentlich nur über eine Studie berichtet, ohne Stellung zu beziehen. Sie sehen das aber anders? Warum?“<o:p></o:p></span></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Zitat: „Studie belegt ...“
Das ist eine Überschrift im BLÖD-Stil. Eine Studie beweist gar nichts, erst recht nicht bei so einem komplexen Thema. Wozu sollte man sonst nach einer Studie weitere durchführen?
Da werd ich schon sauer.
Dann dazu im blog ca. 70 Wörter Text zu schreiben und den Rest zu verlinken, da kann ich mir auch nen Newsfeed abonnieren.
Eine kurze Beschreibung und Aufarbeitung im Artikel wär doch wohl das mindeste.
Aus den zusätzlichen Infos lese ich jetzt, dass die Schulform (also wohl Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule etc.) nicht ausschlaggebend ist, sondern die Art des Unterrichts.
Täusch ich mich da, oder gibt es da nicht momentan einen direkten Zusammenhang?
In der Hauptschule muss doch in der Regel ein Lehrer 20 Schüler unterrichten und der Unterricht beträgt ca. 30 Wochenstunden, so dass bloß für die Regelfächer Zeit bleibt.
Zeit für Hausaufgabenbetreuung, Zusätzliche Fächer, weiterführende Unterstützung für langsame Schüler ist nicht vorhanden. Es sei denn Lehrer engagierten sich zusätzlich freiwillig unentgeltlich. Würde das Angebot trotzdem entsprechend ausgebaut wäre es doch so etwas wie eine Gesamtschule bzw. Ganztagesschule an der „Hauptschule“ dransteht.
Aaargh, ich hab jetzt den Zeitartikel gelesen.
Das ist ja noch schlimmer. Alles wird durcheinandergeworfen.
Das Eltern aus besseren Verhältnissen eher aufs Abitur und Studium drängen und deren Kinder häufiger entsprechende Abschlüsse machen ist doch eine Binse, dafür brauch ich keine Studie. Und im Artikel wird die Gesamtschule weiterhin befürwortet also quasi das Gegenteil von dem was Sie in Ihrem Artikel suggerierten.
Ich bin jetzt echt sauer, Ihr Artikel ist echt „Waste of Time“
Und Stellung haben Sie sehr wohl bezogen indem Sie die Aussage der Studie fast ins Gegenteil verkehrt haben. Vielen Dank auch. <o:p></o:p></span></span></p>  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;"><o:p> </o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Monika [Besucher]
<a href="http://neuropaedagogik.de/">http://neuropaedagogik.de</a>]
10.02.08 @ 09:58 <o:p></o:p></span></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">@ Corax
Ich kann nicht entdecken, wo genau ich den Artikel ins Gegenteil verkehrt haben soll? Auch Ihren inhaltlichen Beschwerden welche Sie an meinem Text monieren, kann ich so nicht folgen ?? Eine solche Kritik hilft mir leider nicht weiter, sie ist sehr allgemein und unkonkret...eigentlich genau das, was Sie kritisieren ;-)) Mich wundert auch, warum Sie dann nicht dort kommentieren, wo der Artikel steht? Schade....eine konstruktive Kritik ist das in meinen Augen nicht. Auf diese Weise können Sie alles und jedes "zerlegen". Liegt es vielleicht daran, dass Sie selbst ein "heißer" Schulformverfechter sind und Ihnen nur die Ergebnisse der Studie nicht passen? Für jemanden der den Schulbetrieb von "innen" kennt, der weiß, dass eine Schülerförderung nur "in" einer Schule und nicht "durch" einer bestimmte Schulform stattfinden kann. Und er weiß auch, dass der größte Anteil des angeblich stattgefundenen Förderunterrichts "nur" statistisch und nicht real stattgefunden hat. So gesehen eigentlich auch eine "Binsenweisheit".....Insofern wird es noch viele Studien mit "Binsenweisheiten" geben. In den Erziehungswissenschaften und einigen Bereichen der Psychologie sind solche "Binsen"-Ergebnisse aus der Forschung leider Alltag...
P.S.: Übrigens bin ich weder eine Verfechterin von Gesamtschulen, noch eine Verfechterin eines mehrgliedrigen Schulsystems..das ganze geht mir - wie man sieht - viel zu sehr in eine ideologische Debatte hinein.. <o:p></o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">corax [Besucher]

10.02.08 @ 15:30 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Frau Armand,<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">zuerst das Förmliche.
Ich schreibe hier, weil ich vor meinem ersten Kommentar übersehen hatte, dass man gar nicht hier kommentieren sollte (ich hatte den link übersehen) und wenn ich auf ihren link klicke mein Virenprogramm seltsamerweise Alarm schlägt. Ich glaube das liegt an der „blogspot.com/“-endung, ich weiß auch nicht was das Programm da dran stört.
Solange es den Hausherrn nicht stört wollte ich deshalb hier weitermachen.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">An Ihrem Beitrag störte mich zunächst in der Überschrift: „Studie belegt...“ Laut Duden ist „belegt“ ein Synonym für „beweist“ und das tut sie ja wohl mitnichten.
Als nächstes kommt: „Schulform und Schulerfolg hängen nicht zusammen“
Das suggeriert meiner Meinung nach, dass es überhaupt keine Rolle für die spätere Berufswahl spielt, auf welche Art von Schule man sein Kind schickt.
Damit hat sich der Fall für mich schon erledigt, der Inhalt interessiert mich da schon gar nicht mehr.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Ich hatte hier schon einiges zum Inhalt geschrieben aber wieder gelöscht. Der Inhalt interessiert mich auch gar nicht so sehr ich bin in das Thema überhaupt nicht involviert.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Ich fand und finde Ihren Artikel formal einfach schlecht gemacht. Er entspricht keineswegs den Kriterien die ich ja oben genannt habe (die ich für mich wichtig finde, kann ja jeder durchaus anders sehen). Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen.
Es tut mir leid falls Ihnen das nicht weiterhilft.<o:p></o:p></span></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">MfG corax<o:p></o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Monika Armand [Besucher]
<a href="http://neurowissenschaften.blogspot.com/">http://neurowissenschaften.blogspot.com</a>
11.02.08 @ 19:21 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Nun verstehe ich, was Sie meinen. Sie haben recht, dass die Wahl der Schulform bzw. der damit verbundene Schulabschluß eine Rolle für die spätere Berufswahl spielt. (Das war aber nicht Gegenstand der Studie.)<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Jetzt weiß ich auch, wo das Problem liegt: Die Studie belegt zwar tatsächlich, dass der Schulerfolg und die Schulform nicht zusammenhängen.Jedoch: Die Begriffe Schulform und Schulerfolg habe ich so verwendet, wie es in der "Fachsprache" üblich ist. Und mit Schulerfolg ist gemeint, dass egal in welchem Schulsystem die Schüler sind, alle gleich schlecht ;-)) gefördert werden!!(Das "schlecht" ist meine Meinung.z.B. werden fleißig die Statistiken für Förderunterricht ausgefüllt, welcher real aber nie so stattgefunden hat, unabhängig von der Schulform.) Da Sie mit diesen Begriffen andere Vorstellungen verbinden, wird die Feststellung dann "automatisch" falsch. Das ist der Nachteil, wenn schriftlich Informationen festgehalten werden. Wenn dann wie hier - mit Begriffen ganz andere Vorstellungen verbunden werden - ist ein Mißverständnis vorprogrammiert. Sofern möglich, werde ich in Zukunft versuchen, verwendete Begriffe zu klären, um solche Missverständnisse zu vermeiden.
Nun will ich mal - ohne Erfolgsgarantie ;-))versuchen, zu erklären, was "belegt" worden ist:
Prof. Fend, welcher die besagte Studie durchgeführt hat, war bislang ein engagierter Verfechter für ein eingliedriges Schulsystem. Bereits in den 70ern ist er mit seinen Gesamtschulstudien bekannt geworden. Die damalige Organisationsform der Gesamtschule sorgte tatsächlich in einigen Punkten für eine Überlegenheit gegenüber dem dreigl. Schulsystem. Die verschiedenen politischen Richtungen haben sich bezüglich des Themas, welche Schulform die "vorhandene" Intelligenz der Schüler am besten fördern könne, wie bekannt, ja unterschiedlich festgelegt und jenseits vorhandener Forschungsergebnisse das Thema "ideologisiert". Dazu muss man wissen, dass die Gesamtschulen leider die grundsätzliche Idee einer "Schule für alle" selbst immer weniger verfolgt haben, so dass in unserem Land "Gesamtschulen" eher ein "viergliedriges" Schulsystem herbeigeführt haben. So haben Gesamtschulen "schwierige" und "schwache" Schüler wieder zurück in die Hauptschulen geschickt und damit ihre eigene Zielsetzung ad absurdum geführt. Und in diesem Lichte sind die "aktuellen" Studien von Fend zu sehen. Gemessen wurde eben mit diesen Gesamtschulen. Nachdem Länder mit eingliedrigen Schulformen die PISA-Studien anführten, war für ein politisches Lager zunächst "bewiesen", was für das bessere Abschneiden jener Länder ausschlaggebend sei: die Schulform. Da Prof. Fend ein engagierter Vertreter eines eingliedrigen Schulsystems ist, hat er gehofft, nun mit Studien beweisen zu können, dass das eingliedrige Schulsystem dem mehrgliedrigen bezüglich des Schulerfolges überlegen sei. Wenn dann in der Forschung etwas als "bewiesen" gilt, dann bezieht sich dies immer auf den statistischen Durchschnitt!D.h. in solchen Studien kann nicht gemessen und auch nicht bewiesen werden, wie für einzelne Kinder die vorzeitige Schulformwahl die spätere Schullaufbahn und damit auch die spätere Berufswahl beeinflusst wird. An dieser Stelle setzt zu Recht Ihre Kritik an. Da unsere Kinder teilweise selbst ein Opfer dieser Selektion geworden sind, kann ich Ihre Haltung besonders gut verstehen. Mir wäre ehrlich gesagt auch ein anderes Ergebnis dieser Studie lieber gewesen. Aber wenn ausgerechnet Prof. Fend das Gegenteil dessen mit seinen Studien beweist, was er beweisen wollte, dann muss man sich dieser Enttäuschung stellen und im Detail die Ursachen ausmachen..wie man eben so schön sagt, der Teufel steckt im Detail...<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Schade, dass unsere Kommentare, welche vermutlich noch mehr Leser interessieren würden, jetzt nicht da stehen können, wo sie etwas klären würden ;-)) - und ich hoffe auch, dass Lars nicht zu sehr belästigt wird ;-))<o:p></o:p></span></span></p>  <div  style="border-style: none none dotted; padding: 0cm 0cm 1pt;color:-moz-use-text-color -moz-use-text-color windowtext;">  <p style="border: medium none ; padding: 0cm;"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Nochmals vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich möchte Sie ermuntern, weiter zu fragen und zu bohren, denn manchmal kann durchaus eine wissenschaftliche Verbundenheit oder Verbohrtheit ;-))?? zum Tunnelblick führen. Leider gibt es dagegen nur ein Mittel, eben die aufgeschlossene Kritik von Lesern Ihres Formats ;-))
Wie sagte in etwa Sokrates: "ich weiß, dass ich nichts weiß und selbst das wenige, was ich weiß, weiß ich kaum" - wie recht er hatte....
LG
Monika <o:p></o:p></span></span></p>  </div>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;"><o:p> </o:p></span></span></p>  <p class="MsoNormal"><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">corax [Besucher]

11.02.08 @ 22:43 <o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Frau Armand,<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">vielen Dank, dass sie „am Ball“ geblieben sind und sich die Mühe gemacht haben es nochmals zu erklären. Ich glaube ich hab's jetzt verstanden. ;-)<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Zunächst, ich hab mehrere Schulen und mehrere Schultypen hinter mir, incl Gesamtschule.
Meiner persönlichen Meinung nach, ohne dass ich mich mit dem Thema näher beschäftigt habe, halte ich die Ergebnisse nicht für ein Problem Pro oder Contra Eingliedrig oder Mehrgliedrig, sondern für ein typisch deutsches.
Die Gesamtschulen (bei uns) versuchten von Anfang an bzw. kurz nach Einführung (aus ideologischen Gründen oder anderen) ihren „Erfolg“ damit zu belegen, genausoviel Schüler zum Abitur zu bringen wie die Gymnasien.
Das kann natürlich nicht funktionieren, deshalb dann wohl auch wie von Ihnen beschrieben die Praxis, schwache Schüler ebenfalls auszusortieren. Aus falschem Konkurrenzdenken wird das System ad absurdum geführt.
Soweit ich das sehe, gehen die Skandinavier mit dem Thema viel entspannter um, haben allerdings auch den Luxus nicht mit dieser Migrantenproblematik belastet zu sein. Wenn ich das richtig weiß, ist es dort üblich die Schüler länger zusammenzulassen (8. Klasse?)und erst später je nach Fähigkeiten zu trennen. Und die Schulen sind dort wohl auch besser ausgestattet, (nicht nur auf dem Papier). Und dort funktioniert das System dann auch.
Wenn wir hier so ein System dann bloß halbherzig in einigen Bundesländern implementieren, und dann aus ideologischen Gründen „zerreden“ und dann auch noch „abspecken“ dabei aber den Namen beibehalten, kann das ja nur schiefgehen. Typisch deutsch halt.
An allem was im Ausland funktioniert, wird hier (falls wir es übernehmen)solange herumgedoktert bis gar nichts mehr funktioniert. Und die Kritiker rufen gleich: „Hab ich doch gleich gesagt.“ und die Befürworter geben irgendwann genervt auf.
Ähnliches mit behinderten Kindern, in anderen Ländern nehmen die ganz normal am Unterricht teil, plus zusätzlicher Förderung natürlich. Bei uns ist das scheinbar unmöglich. Unter dem Deckmantel der speziellen Förderung und den besonders ausgebildeten Pädagogen werden die zusammmen „weggesperrt“
Das geschieht aber meines Erachtens nicht (nur) auf Geheiß von oben, sondern weil die Eltern der „normalen“ Kinder das so wollen.
Bei uns muss immer alles schön säuberlich in seine Schublade und jedes Grüppchen für sich bleiben.
Als vor ein paar Jahren die US-Firma Walmart hier eine Dienstleistungsoffensive im Supermarkt starten wollte, hab ich nur müde gelächelt, nicht aus Gehässigkeit, sondern weil ich (leider) wusste, dass das bei uns nicht funktioniert.<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">So, zurück zum Thema. :-)
Ihr Ursprungsartikel war wohl für Laien nicht aufbereitet genug, und ich sollte Artikel auch dann genau lesen wenn mir die Überschrift nicht gefällt, zumindest wenn ich sie kritisiere. ;-)
Und miteinander reden hilft.
(Ist zwar ne Binse, aber man vergisst es doch immer wieder.)<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-size:100%;"><span style="font-family:Verdana;">Glück auf! :-)<o:p></o:p></span></span></p>  <p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:100%;">PS: Ich hab den Kommentar grade versucht mit einer Kopie der vorangegangenen drüben zu posten, bin mir aber nicht sicher ob es geklappt hat.</span><o:p></o:p></span></p>  
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/02/studie-belegt-schulform-und-schulerfolg-hangen-nicht-zusammen.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Bildung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Schulerfolg</category>
            
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            <pubDate>Fri, 08 Feb 2008 19:00:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Leben bis zum Schluss </title>
            <description><![CDATA[
     <span class="mt-enclosure mt-enclosure-image"><a href="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/02/06/K%C3%BCnsebeckSonnenuntergang.jpg"><img alt="KünsebeckSonnenuntergang.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/02/06/K%C3%BCnsebeckSonnenuntergang-thumb-320x239.jpg" class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" height="239" width="320" /></a></span><p>Tagtäglich werden Erzieher und Lehrer mit einzelnen Schicksalen konfrontiert. Der "Tod" und "Krankheit" stehen auf dem Lehrplan....und nur wenige kümmern sich darum....</p><div><br /></div><p>Wieviel Begleitung brauchen Betroffene und Angehörige, wenn eine todbringende Krankheit ein Familienmitglied erfasst ? Welche Stützfunktionen bietet unsere Gesellschaft und wie sieht das veränderte Leben in einer solchen Situation aus?</p>

<p><b>Das Wissen über die Bedeutung der Psyche für die Krankheitsbewältigung:</b><br />
Die Wissenschaft der <a href="http://www.reform-rundschau.de/archiv/article/Psychoneuroimmunologie.htm" target="_blank">Psychoneuroimmunologie</a> (Erläuterung von Dr. med. Klaus Mohr) und die Medizinische Psychologie betonen die Bedeutung der psychischen Verfassung für eine angemessene Krankheitsbewältigung. Ihre Forschungen belegen, dass das seelische Wohlbefinden einen großen Einfluß auf die Krankheitsschwere hat. Sie liefert Einsichten in die Möglichkeiten (und Grenzen) zum Wirken der Selbstheilungskräfte.<br /></p><b>In der Arztausbildung ist die Arzt-Patient-Kommunikation zwischenzeitlich fester Bestandteil: </b><br /><p><a href="http://www.gesundheitpro.de/Gesundheitswesen-4-Die-heilende-Wirkung-Vorsorge-A071022GOK0P057638.html" target="_blank">Die "heilende"Wirkung eines guten Gesprächs - Therapie von warmherzigen Ärzten wirkt besser -&nbsp; "Heilung hat immer auch etwas mit psychischen Aspekten zu tun"</a> <br /></p>

<p><b>Jedoch sieht die Realität - dank unseres betriebswirtschaftlich orientierten Gesundheitswesens - völlig anders aus</b>: <a href="http://www.die-tagespost.de/archiv/titel_anzeige.asp?ID=7252" target="_blank">Die Tagespost</a>.<br />"Wir brauchen andere, ganzheitliche Strukturen. Medizin und Pflege müssen wahrnehmen, dass Schwerstkranke und Sterbende auch Teil des Gesundheitssystems sind."</p>

<p>Keine Zeit für Patienten (z.B.<a href="http://www7.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?key=standard_document_18829122&amp;rubrik=5710&amp;seite=1&amp;mediakey=fs/hessenaktuell/20060222_arzt2&amp;type=v&amp;jm=1&amp;jmpage=1" target="_blank">hier</a>), Ärzte- und Pflegepersonalmangel in Kliniken (z.B. <a href="http://www.personalundwissen.de/news/show_ticker.php?shownews=1403" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=6888" target="_blank">hier</a> ) führen zu stark belastenden Faktoren für chronisch Kranke, Schwerkranke und ihre Angehörigen.</p><p>Indirekt sind Erzieher und Lehrer (*m+w) immer wieder mit dem Schicksal ihres Klientels als Betroffene oder Angehörige konfrontiert. Manche plötzlich auftretenden "Verhaltens- oder Schulleistungsstörungen" resultieren aus der unerwarteten Konfrontation mit dem Krankheitsschicksal. <br /></p><p>In der Erzieher- und Lehrerausbildung* sind solche Aspekte des Berufsalltags in der Regel nicht Bestandteil eines Ausbildungsangebotes. Auch hier zeigen sich die Defizite einer technokratisch ausgerichteten pädagogischen Anschauung, mit ein Grund warum sich diese Berufsgruppe im Berufsalltag so entschlossen von der "abgehobenen" Theorie abwendet. Nun, jammern hilft hier nicht und gerade für solche Aspekte sind möglicherweise "echte" Lebensberichte die besseren "Lehrmeister":</p><p>Petra Thorbrietz schildert in ihrem Buch "Leben bis zum Schluss"&nbsp; einfühlsam und informativ, wie sie ihren krebskranken Ehemann begleitete:<br /></p><p><br /><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:jvZV8XVEVtL5kM:http://media.libri.de/shop/coverscans/663/6639675_BZ2979515_big.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 61px; height: 105px;" src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:jvZV8XVEVtL5kM:http://media.libri.de/shop/coverscans/663/6639675_BZ2979515_big.jpg" alt="" border="0" /></a><span style="font-size: 100%;"></span><font style="font-size: 0.8em;"><span style="font-family: verdana;">Abschiednehmen und würdevolles Sterben - eine persönliche Streitschrift</span><br /></font></p><span style="font-family: Verdana;"><span style="font-size: 100%;"><font style="font-size: 0.8em;"><span style="font-family: verdana;">Zabert Sandmann Verlag</span><span style="font-family: verdana;">, Hardcover mit SU, 176 Seiten, 16,95 € [D] · 17,50 € [A] · 29,95 sFr</span><span style="font-family: verdana;">, ISBN: 978-3-89883-186-4</span><a style="font-family: verdana;" href="http://www.zsdebatten.com/files/buecher/1024172732_leseprobe_thorbrietz.pdf"> </a><br /><span style="font-family: verdana;"> Ein Plädoyer </span><b style="font-family: verdana;">gegen das Wegsehen</b><span style="font-family: verdana;"> und für einen anderen Umgang mit dem Tod +++ Zwischen Zuwendung und Leid: </span><b style="font-family: verdana;">ein Erlebnisbericht </b><span style="font-family: verdana;">+++ Wie menschlich ist unsere Medizin?</span></font></span></span><br /><p><b>Nähere Informationen zum Buch: <a href="http://forum-gesundheit.blogspot.com/" target="_blank">hier</a></b><br /></p><br /><p><br /></p><br /><p><br /></p><p><br /></p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/02/leben-bis-zum-schluss.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Medizin</category>
            
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            <pubDate>Wed, 06 Feb 2008 20:10:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Deutschland sucht den Superstar.....</title>
            <description><![CDATA[
     oder aus erziehungswissenschaftlicher Sicht: <i><b>Öffentliche Demütigung wird gesellschaftsfähig "gemacht" </b></i>....RTL:&nbsp; Die Jugendlichen sind selbst schuld. Die Ergebnisse des selbstdarstellerischen Dranges der Kandidaten hat DSDS nicht zu verantworten.Wer die Quoten hat, bestimmt wo's lang geht......<br />

<p class="MsoNormal" style=""><br /></p><p class="MsoNormal" style=""><span style="font-family: Arial;">Das "DSDS-Fieber" hat die deutsche Jugend
wieder erfasst: öffentliche Herabsetzung&nbsp; und Verspottung - nicht nur
bezüglich der musikalischen Eigenschaften - ziehen die deutschen Jugendlichen
wieder vor den Bildschirm. "Du singst scheiße" ist ein gängiger
Spruch von Dieter Bohlen. Eigens fabrizierte Portraitfilme wecken bei einigen
Kandidaten große Hoffnungen und lässt sie nach ihrer Ablehnung im Casting sehr
tief fallen.....Dennoch sitzt die Jugend vor den Bildschirmen, verfolgt die
Demütigungen und Herabsetzungen, weil sie sich die eigene Identifikation mit
dem "harten" Weg vom unscheinbaren Aschenputtel zum großen Star,
nicht entgehen lassen will.<br />
<br />
Ungeachtet der jedes Jahr erneut aufflammenden Diskussionen von Jugendschützern
u.a, setzt der Sender auf öffentliche, zusätzlich medial inszenierte
Demütigungen mehr oder weniger ungeeigneter Bewerber. Die Quoten, d.h. die
indirekt damit verbundenen höheren Werbeeinnahmen, eben das Gewinnstreben des
Senders, lassen jegliche menschliche Anständigkeit vergessen. Das Grundrecht
des Menschen auf die <b style=""><i>Unantastbarkeit
der Würde</i></b>&nbsp; wird mit Füßen getreten. Minderjährige werden
gleichzeitig zum Opfer elterlichen Ehrgeizes und dem unmoralischen
Gewinnstreben des Privatsenders. Die dort "beschäftigten" Moderatoren
und Macher hinterlassen eine Spur der moralischen und psychischen Zerstörung
zahlreicher Bewerber, welche nicht die Chance hatten, zu erfahren bzw. zu
lernen, was notwendig ist, um tatsächlich ein Star werden zu können.
Jugendliche - beeinflusst durch die vermeintlich gesellschaftlich tolerierte
Demütigung -&nbsp; behelligen die gedemütigten Opfer nach ihrem unseligen
Auftritt und treiben die Betroffenen in psychische Notlagen...<br />
<br />
<b><i>Wo steht unsere Gesellschaft, welche moralischen Prinzipien beherrschen
unser Leben, wenn der Einzelne derart "wertlos" ist, dass man ihn so
bloß stellen und "treten" darf und niemand tatsächlich einschreitet?
Politik und Erziehungsinstitutionen sehen weitgehend tatenlos zu, wie einer
nachwachsenden Generation "neue" (un-)moralische Maßstäbe aufgedrückt
werden</i></b>.<br />
<br />
<b>Die Hintergründe: </b><br />
<b><i>Warum lassen sich Jugendliche und ihre Eltern auf solche
Medieninszenierungen überhaupt ein?</i></b><br />
<br />
<b>1.Das sogenannte Aschenputtel-Prinzip</b>:<br />
Als das "Aschenputtel-Prinzip" wird das menschliche Bedürfnis nach
Anerkennung, Aufmerksamkeit, Geld und Ruhm bezeichnet. Jugendliche und auch
noch&nbsp; junge Erwachsene befinden sich in einer relativ instabilen
Entwicklungsphase auf der Suche nach einer "passenden Identität".
Angesichts mangelnder Ausbildungsplätze und hohen Ausbildungskosten scheint ein
mögliches "Stardasein" alle Probleme auf einmal zu lösen.<o:p></o:p></span></p>

<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family: Arial;">2. Die medial inszenierte
"Zukunftshoffnung" </span></b><span style="font-family: Arial;"><br />
Nicht zuletzt Erfolgsgeschichten, wie die eines Mark Medlock, welcher wie
Phönix aus der Asche, mit Hilfe von DSDS vom verschuldeten Arbeitslosen zum
großen, allseits beliebten singenden Medienstar wurde, schürt Hoffnungen bei Jugendlichen.
In oft grenzenloser Selbstüberschätzung, unterstützt durch Behauptungen in
Medien und Songs werden junge Erwachsene ermutigt, für sie unerreichbare
Zielsetzungen zu verfolgen.<o:p></o:p></span></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">So singt der sich selbst <span style="">&nbsp;</span>- oft auf Kosten Dritter - inszenierende
Medienstar Dieter Bohlen z.B. in&nbsp; "TV makes the superstar"
(Modern Talking):<br /></span></p><blockquote><span style="font-family: Arial;">
.. , aber du kannst es in deinem Herzen fühlen, dass du nichts falsch machen
kannst. Du bist vielleicht jeden Tag unglaublich nervös, aber dann hörst du
eine Stimme vom Himmel, die sagt, du wirst deinen Weg schon finden. TV makes
it, TV even breaks it ...</span><br /><span style="font-family: Arial;">
Dann sei nicht traurig, denn im Leben gibt es immer noch eine zweite Chance,
deshalb bleib einfach dran. Lass Dir etwas Zeit und du wirst schon sehen, du
kannst ein Gewinner sein, so wie ich, denn TV makes the superstar. Gesamter
Text in englischer Sprache: <a href="http://www.magistrix.de/lyrics/Modern%20Talking/Tv-Makes-The-Superstar-11431.html" target="_blank">hier</a> </span><br /><span style="font-family: Arial;"></span></blockquote><p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">
Solche Sätze lassen dann junge Menschen glauben, dass alles machbar sei, wenn
man sich nur genug anstrenge. (Viele Bewerber der Castingshows weisen darauf
hin, wie intensiv sie sich vorbereitet haben!)<o:p></o:p></span></p>

<p class="MsoNormal" style=""><span style="font-family: Arial;"><b>Was steckt dahinter? Warum bewerben sich zahlreiche Jugendliche, obwohl sie
eigentlich wissen müssten, dass sie weder singen können und auch nicht zum
"Format" Deutschland sucht den Superstar passen? Einige Hypothesen:</b><o:p></o:p></span></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><br />
<b>1. Auswirkungen "kuschelpädagogischer" Erziehung und Beschulung</b><br />
Die sog. "Kuschelpädagogik" in den Elternhäusern, aber auch in
Tagesstätten, Kindergärten und später in den Schulen (Bsp.: "Das machst du
aber toll", auch wenn viele Mängel der gezeigten Leistung anhaften) und
fehlendes Feedback für unzureichende Leistungen, führen langfristig zur
Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten. Dass Kinder für eine gesunde
Entwicklung auch einer konstruktiven! Kritik bedürfen wird außer Acht gelassen.
Insbesondere solche "kuschelpädagogisch geschädigten" Jugendlichen
und junge Erwachsene sind dann auch bei den Bewerbern in DSDS zu finden. <br />
<br />
<b>2. Auswirkungen mangelnder musikalisch-künstlerischer Förderung in der
Vorschul- und Schulerziehung</b><br />
Bereits die junge ErzieherInnen und LehrerInnengeneration hat (zu) wenig
musikalische und künstlerische Förderung in der (vor-)schulischen Ausbildung
genossen. Um jedoch musikalische und künstlerische Leistungen angemessen
beurteilen zu können, müssen auch Vorstellungen darüber erworben worden sein,
was musikalisch und künstlerisch als "gut" zu betrachten ist.<br />
<br />
<b>3. Falsche Selbsteinschätzung der Jugendlichen trifft auf einen rigorosen
Wettbewerbsmarkt um Zuschauerquoten</b><br />
Zunehmende Vernachlässigung der musikalischen Bildung - bereits in der
Elterngeneration führt bei den Eltern zu einer Fehleinschätzung der Fähigkeiten
ihrer Kinder. Eigene "verpasste" Starträume der Eltern werden auf die
Kinder übertragen. So werden diese Jugendlichen gleich mehrfach zum Opfer
gemacht:<br />
1. durch den Ehrgeiz der Eltern und elterliche Fehleinschätzung der
musikalischen Fähigkeiten ihrer Kinder.<br />
2. durch den Run auf Quoten der Privatsender<br />
<br />
<b>4. Fehlende "musikalische" Wahrnehmungsschulung und verzerrte
"gesangliche"&nbsp; Eigenwahrnehmung</b><br />
Die große Anzahl an Bewerbern, welche sich vorstellen ohne tatsächlich singen
zu können, deutet darauf hin, dass die Fähigkeit zur realen
"Eigenwahrnehmung" - zumindest für diesen Fähigkeitsbereich nicht
geschult worden ist. Hier fehlen ganz offensichtlich Hörfähigkeiten, deren
Schulung normalerweise Bestandteil eines guten Musikunterrichtes gewesen wären.
So trifft ein Teil der Verantwortung für das "DSDS-Selbstüberschätzungssyndrom"
die mangelnde musikalische Ausbildung in der Schule.<br style="" />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style="" />
<!--[endif]--><o:p></o:p></span></p>

<p class="MsoNormal"><b style=""><span style="font-family: Arial;">FAZIT:<o:p></o:p></span></b></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Die medial inszenierte Demütigung
deutet auf eine gesellschaftliche Verrohung hin, wobei die „Gedemütigten“ Opfer
ihrer gestörten (vor allem gesanglichen) Selbstwahrnehmung sind.
Bildungspolitiker müssen sich fragen, inwiefern einerseits Fehlleistungen der
erzieherischen Institutionen für diese Entwicklung mitverantwortlich sind und
andererseits Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung und –fähigkeit angesichts
solcher gesellschaftlichen Herausforderungen gestützt werden müssen. <span style="">&nbsp;</span>Insbesondere werden Entwicklungsstörungen im
Jugend- und frühen Erwachsenenalter sowohl in der Forschung, als auch in der
institutionellen Erziehung stark vernachlässigt. Nur ihre Auswirkungen
(Delinquenz u.ä.) geraten kurzzeitig in den Fokus der öffentlichen
Aufmerksamkeit, ohne dass über echte Hilfen und Gegenmaßnahmen ernsthaft
nachgedacht wird. In diesem Zusammenhang ist besonders beunruhigend, dass
Medien – ohne staatliche, strafrechtliche oder andere Konsequenzen – junge Menschen
herabsetzen, demütigen und beleidigen dürfen. (§ 185 StGB, Beleidigung, Art. 1
GG, Die Würde des Menschen ist unantastbar)</span></p><p class="MsoNormal"><u>Zum Weiterlesen:</u><br /></p><p class="MsoNormal"><i>"Deutschland sucht den Superstar" Kritik in den Medien:</i>&nbsp; Im Fokus: <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/castingshow_aid_236220.html">hier</a> und in der TAZ: <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/deutschland-schuetzt-die-superstars/?src=HL&amp;cHash=3b6f327e7b" target="_blank">hier</a><br />Ich-Entwicklung in der Adoleszenz: <a href="http://www.stangl.eu/psychologie/entwicklung/Ich-Entwicklung.shtml" target="_blank">hier</a>, Züricher Entwicklungsstudie zum Jugendalter: <a href="http://www.kjpd.unizh.ch/pdf/info/ZAPPS_Info.pdf " target="_blank">hier</a>, Vortrag zu Entwicklungskrisen im Jugendalter: <a href="http://kjpz.ch/fileadmin/media/Fachtagungen/Adoleszenz_11_2007.pdf" target="_blank">hier</a><br /></p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/02/deutschland-sucht-den-superstar.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Entwicklungskrisen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Entwicklungspsychologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Jugendalter</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Moralentwicklung</category>
            
            <pubDate>Sun, 03 Feb 2008 18:10:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Brain-Jogging macht jung und hält fit .....</title>
            <description><![CDATA[
     Nicht wir Menschen, sondern das "Gehirn" geht joggen. Ein "neuer" Trend erfasst die Fitness-Generation. <br />
<font style="" face="verdana" size="3"><font><font><br />
</font></font></font> Betrachtet man die vielfältigen Angebote und die damit verbundenen
Versprechungen, so könnte man zu dem Schluß gelangen, dass wir bisher
unser Gehirn, d.h. uns selbst unterfordert haben! Die <a href="http://www.vhs.de/static/class/id/03xxxx/000372xx/00037275.html" target="_blank"><b>VHS in
Burladingen</b> </a>verspricht Jugendlichkeit mittels "Brain-Jogging". Hoch
gesteckte Ziele wie "Sinnesschulung, Gedächtnistraining, Förderung der
Kreativität, neue Techniken&nbsp; in den Alltag umsetzen", sollen damit
erreicht werden.<br /><br />Noch mehr Ziele möchte das <b><a href="http://www.gesundheitsurlaub.at/gesundheitstipps/gesundheitsvorsorge/61179/brainjogging.html" target="_blank">"Brain-Jogging- Angebot" </a></b>im Wellnessurlaub erreichen:<font style="" face="verdana" size="3"><font><font><br />
</font></font></font><blockquote>"
Die tägliche Herausforderung beeinflusst den Status der Intelligenz -
belegen ausführliche wissenschaftliche Tests.[...]"Brainjogging", das
Training des Gehirns durch Denkaufgaben,
Wissenstests, etc. hilft beim täglichen Entscheiden, Erinnern, Ordnen,
Entdecken und Sortieren. Brain-Training wird zum Beispiel im 4-Stern
Kurhotel Bad Leonfelden angeboten!"<br /></blockquote>Haben Sie heute schon "gehirn-gejoggt" ? so tönt es aus verschiedenen
Gesundheitsmedien. Und was steckt dahinter? Macht es wirklich jung und
fit? Wie lernen wir tatsächlich? Lohnt sich diese Form des Joggings oder sitzen wir hier nur einem neuen "Modetrend" auf.<font style="" face="verdana" size="3"><font><font><span style="font-style: italic;"></span></font></font><font style="font-weight: bold;"><br /></font></font>Um diese Frage zu beantworten, muss man wissen, wie unser
Gehirn, - in diesem Falle das Arbeitsgedächtnis -&nbsp; selbstverständlich
"wissenschaftlich belegt" funktioniert :<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Unser "Arbeitsgedächtnis":</span><br />
Das Arbeitsgedächtnis behält Informationen für eine kurze Zeitspanne.
Diese Fähigkeit ist individuell verschieden. Sie hängt davon ab,
inwieweit die jeweilige Person in der Lage ist, wichtige Informationen
von unwichtigen Informationen zu trennen bzw. von der Fähigkeit
Informationen zu "bündeln" (= chunking).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Filterung von Informationen:</span><br />
Unsere <b><a href="http://www.neuropaedagogik.de/html/_wahrnehmung_i.html" target="_blank">Wahrnehmung </a></b>filtert vorab Informationen. Hier wird entschieden,
was im Gehirn ankommt und was nicht. Weiter benötigt man ein
ausreichendes Vorwissen um relevante Informationen von nicht relevanten Informationen zu
trennen. Je mehr das Wissen dabei in Kategorien gespeichert ist, um so
leichter fällt die Filterung von relevanten Informationen. <br />
<br style="font-weight: bold;" />
<span style="font-weight: bold;">Informationen zusammen fassen (bündeln)</span><br />
Die Fähigkeit, Informationen zu bündeln (chunking) hängt davon ab,
inwieweit immer wiederkehrende Gedächtnisprozesse bereits automatisiert
ablaufen, so dass für diese Aufgaben kein Arbeitsspeicher mehr benötigt
wird.<br />
<br /><b>
Störungen des Arbeitsgedächtnisses können die Informationsaufnahme behindern oder einschränken.</b> Seine möglichen Ursachen:<br />
- mangelnde Lerngelegenheiten<br />
- Intelligenzschwäche<br />
- körperliche Störungen<br />
- emotionale Störungen<br />
- grundegende spezifische neurobiologische Störungen (z.B. ADHS)<br />
<br style="font-weight: bold;" />
<span style="font-weight: bold;">Die Steuerung des Arbeitsgedächtnisses:</span><br />
.... ist außerdem auch eine Frage der Impulssteuerung, d.h. der
adäquaten Aufmerksamkeitssteuerung. Hyperaktive Kinder haben
Schwierigkeiten ihre Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt bzw. eine
bestimmte Sache zu lenken. Die in der Umwelt ständig angebotene
Reizvielfalt und die Unfähigkeit hier gezielt auszuwählen, führt bei
ADHS-Kindern zu einer Reizüberflutung.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Training des Arbeitsgedächtnisses:</span><br />
Man betrachtete das Arbeitsgedächtnis ursprünglich als fixe Größe. Das
Verdienst von Klingberg und Kollegen ist der Nachweis, dass das
Arbeitsgedächtnis keine fixe Größe ist und trainiert werden kann. Die
Studien von Klingberg et al. belegen, dass das Training des
Arbeitsgedächtnisses zu einem "lebenslangen Grundprinzip" werden könnte.<br />
<br /><b>
Was sagt nun diese Studie aus. Stimmen also die Versprechen der Veranstalter?</b><br />
Die Antwort lautet ja und nein:<br />
Ein <b>Ja</b> zur Frage, ob das Gedächtnis "trainiert" werden kann. <b>Nein</b> zur
Frage, ob damit speziell das Entscheiden, Erinnern, Ordnen,
Entdecken und Sortieren trainiert werden. <br />
Der Grund liegt darin, dass das Arbeitsgedächtnis zwar trainiert werden
kann, jedoch die hierfür verwendeten Aufgaben in der Regel gleichförmige "Gedächtnisaufgaben" sind und eben auch nur diese Form von
Aufgaben damit geübt werden können. In diesem Falle beschränkt sich
der Erfolg nämlich nur auf das in der Psychologie so genannte
"bereichsspezifische" Wissen, d.h. es wird "nur" das gelernt, was auch
geübt wird. <br /><br /><b>Ein ("altes") Beispiel aus der Schule:</b><br />
Jede Mathematikstunde beginnt Lehrer Lämple mit Übungen aus dem 1x1.
Fünf Minuten lang stellt er verschiedene Aufgaben aus dem 1 x 1.Er
achtet darauf, dass alle Schüler mitmachen. Diese tägliche Übung,
modern ausgedrückt "Gehirnjogging" sorgt dafür, dass die Schüler das
Einmaleins nach einiger Zeit quasi "im Schlaf" beherrschen. Wenn Lehrer
Lämple aber erwartet, dass seine Schüler damit auch die weiterführenden
Textaufgaben besser lösen können, wird er enttäuscht sein. Gesonderte
1x1-Aufgaben aber werden zeigen, dass seine Übungen Erfolg hatten.<br />
<br /><span style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold;">
Um größere Erfolge in größeren Bereichen zu erzielen bedarf es
ebenfalls ganz spezieller Übungen. D.h. je höher die Ziele gesteckt
werden, um so schwieriger und komplexer&nbsp; müssen dann auch die
"Gehirnjogging"-Aufgaben sein. Klingberg und Kollegen haben solch
spezielle Übungen für Schüler entwickelt</span>:<br />
<br /><b>
Vorläufige Ergebnisse der Studien von Klingberg et al. Zitat:</b><br />
<blockquote>"Erste Daten suggerieren, dass das
Arbeitsgedächtnistraining das Leseverständnis verbessert, wie auch die
Fähigkeit mathematische Problemstellungen zu lösen...[....]Die
Trainingsmethode wird laufend verbessert. Dies geschieht, indem wir
Effekte von Veränderungen des gegenwärtigen Trainingsprogramms
auswerten. Zudem erweitern wir die vorliegende Datenbank fortlaufend
mit allen Daten aus Studien und klinischen Arbeiten. Die Analyse der
Datenbank ermöglicht es uns, unser Wissen um effektivere Lernstrategien
von Kindern und Erwachsenen zu vertiefen."<br />
</blockquote><font size="3"><blockquote><font style="font-size: 0.8em;"><a href="http://www.cogmed.com/cogmed/articles/de/29.aspx" target="_blank"><font style="font-weight: bold;">Ausführlicher Bericht über die Studien von Klingberg et. al.: hier</font></a></font><font style="font-style: italic;"><br /></font></blockquote></font><font style="color: rgb(0, 0, 0); font-size: 0.8em;" size="2"><b>Hinweis:</b>
Die Art der Quellenangabe impliziert nicht eine Befürwortung des dort
beworbenen Produktes&nbsp; (die Produkte sind der Autorin nämlich nicht
bekannt)</font><font style="font-size: 0.8em;"><br /></font><font size="2"><font style="color: rgb(0, 0, 0); font-size: 0.8em;">Klingberg
T, Fernell E, Olesen P, Johnson M, Gustafsson P, Dahlström K, Gillberg
CG, Forssberg H, Westerberg H (2005), Computerized Training of Working
Memory in Children with ADHD – a </font><font style="font-size: 0.8em;"><br /></font><font style="color: rgb(0, 0, 0);"><font style="font-size: 0.8em;">Randomized, Controlled, Trial. J American Academy of Child and Adolescent Psychiatry 44 (2):177-186.<br /></font>
<br />
</font></font><font style="" face="verdana" size="3"><font style="font-weight: bold;"><font style="font-weight: bold;"><br />
</font></font></font><br />
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/02/brainjogging-macht-jung-und-halt-fit.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Arbeitsgedächtnis</category>
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Übung</category>
            
            <pubDate>Fri, 01 Feb 2008 19:10:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Lachtherapie  und Lachyoga </title>
            <description><![CDATA[
     <b>Die Kommerzialisierung der Gelotologie: </b><span style="font-family: arial;">Zunehmend entwickeln sich
Wissenschaftsdiziplinen, welche bestimmte Aspekte unseres Menschseins
zur Grundlage ihrer Forschungsdisziplin erklären. Ergebnisse aus
diesen Disziplinen führen gerne zu Verallgemeinerungen,&nbsp;</span> <span style="font-family: arial;">ein Teilaspekt
"menschlichen Reagierens und Funktionierens" wird "hochgerechnet" auf
den Menschen als Ganzen. Und schon gibt es wieder eine neue Möglichkeit
gutgläubigen Laien vollmundige Wirkungsversprechen zu machen und ihnen
den Geldbeutel zu erleichtern:<br /><br /></span><span style="font-family: arial;">Zum Bericht aus der Wochenzeitung "Die Welt":</span><br style="font-family: arial;" />
<span style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0); font-family: arial;">Zitat:&nbsp; </span><a style="font-weight: bold; font-family: arial;" href="http://www.welt.de/wissenschaft/article876622/Warum_Lachen_gesund_und_gluecklich_macht.html">Warum Lachen gesund und glücklich macht    </a><br style="font-family: arial;" />
<blockquote style="font-family: arial;"><font style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold;">Die
Medizin ist kostenlos und frei von Nebenwirkungen: Lachen ist gesund –
das beweisen immer mehr Studien. Mit einem kurzen "Haha Hihi" ist es
jedoch nicht getan. Je länger und je öfter man lacht, desto intensiver
sind die Effekte - und die sind erstaunlich heilsam.</font> </blockquote><font style="font-weight: bold; font-family: arial;">Wissenschaftlich untersuchte und bestätigte Wirkungen:</font><br style="font-family: arial;" /><ul style="font-family: arial;"><li>Reduktion der Stresshormone Adrenalin und Kortisol</li><li>Ausschüttung Glückshormon Serotonin</li><li>Stärkung der Immunabwehr: Aktivierung der T-Lymphozyten</li><li>Aktivierung Gamma-Interferon (soll die Vermehrung von Tumorzellen verhindern)</li></ul><font style="font-weight: bold; font-family: arial;">Behauptete Wirkungen der Lachtherapeuten( Zitat - ausführlich: <a href="http://www.hoho-haha.de/die_wirkung.php">hier</a>)<span style="color: rgb(204, 0, 0);"></span><br style="color: rgb(204, 0, 0);" /></font><ul style="font-family: arial;"><font class="body_grau"><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">anhaltende Verbesserung der Grundstimmung (heiterer, optimistischer)<br />
             </font>               </li><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">stress-entlastende, entspannende Wirkung; man wird besser mit den Belastungen des täglichen Lebens fertig<br />             </font>               </li><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">in Gruppen und Teams anhaltende positive Veränderungen des sozialen Klimas<br />             </font>               </li><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">bei
regelmäßigem Training am Arbeits- oder Ausbildungsplatz Förderung der
Motivation und der Verbundenheit mit den Kollegen/Innen und der Firma,
Schule, usw.<br />             </font>               </li><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">körperliche Gesundheit:<br />              wenn durch regelmäßiges hoho-haha Training eine dauerhafte Verbesserung der Grundstimmung erreicht wird,<br />             </font>               </li><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">können
dadurch negative Effekte von Sorgen, Deprimiertheit und Stressbelastung
auf die körperliche Gesundheit verhindert oder zumindest abgeschwächt
werden</font></li><li style="color: rgb(204, 0, 0);">dadurch sind Verbesserungen des körperlichen Wohlbefindens, in Krankheitsverläufen und Genesungsprozessen möglich<br /><font class="body_grau">vor allem kann erwartet werden: Erleichterung bei (chronischen) Schmerzen, Blutdruckregulierung<br />             </font>               </li><li style="color: rgb(204, 0, 0);"><font class="body_grau">bei
Schwerkranken kann häufiges Lachen durch das schöne Erlebnis während
des Lachens, durch Ablenkung und durch eine längerfristige Verbesserung
der Grundstimmung wesentlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität
beitragen<br />Voraussetzung für diese Wirkungen ist regelmäßiges Training, bei dem auch regelmäßig ein Zustand der Erheiterung erreicht wird.<br />             </font>               </li><li><font class="body_grau"><span style="color: rgb(204, 0, 0);">weitere
Effekte können unter Umständen dadurch erzielt werden, dass Lach-Yoga
Übungen mit einer zumindest geringfügigen körperlichen Betätigung und
einer verstärkten Atmung verbunden sind.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><font style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);">( Zitat Ende)</font><br /></font></li></font></ul><font style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0); font-family: arial;">Schlussfolgerungen der Lachtherapeuten:</font><span style="color: rgb(204, 0, 0); font-family: arial;"> Lachen als "Therapie" bewirkt eine Steigerung der Immunabwehr, baut den Streß ab und&nbsp; eine </span><span style="color: rgb(204, 0, 0);">"Selbstmedikation" bei Depressionen<br /></span>==&gt; <font style="font-weight: bold; font-family: arial;">Entstehung eines neuen "gewinnbringenden Moduls auf dem "Psychomarkt"</font><br style="font-family: arial;" /><blockquote><ul style="font-family: arial;"><li>Ausbildung zum Lachtherapeuten </li><li>Lachseminare, veranstaltet von ausgebildeten Lachtherapeuten<br /> </li></ul></blockquote><font style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0); font-family: arial;">Wirkungsversprechen der Lachtherapeuten zum "Lach-Yoga" (</font><font style="font-family: arial;" class="body_grau"><font class="body_grau"><font style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);">Zitat):</font> <blockquote style="color: rgb(204, 0, 0);">"Körperliche
und seelische Gesundheit wird genauso gefördert wie mentale Energien.
Durch das Lachen finden wir leichter Zugang zu Kreativität, Intuition
und unbewußten Potentialen. Humor, Kontaktfreude und gegenseitige
Akzeptanz werden entwickelt und verstärkt.<br /> Indem die Gefühlsebene
aktiviert wird, entsteht ein liebevollerer Umgang mit sich selbst und
auch mit unseren Mitmenschen. Die Abwehrkräfte des Körpers werden
gestärkt und die Lebensfreude wird erhöht."<font style="color: rgb(204, 0, 0); font-family: arial;" class="body_grau"><font class="body_grau">"Jeder
kann die einfachen Übungen erlernen. Lachen hat keine schädlichen
Nebenwirkungen." (außer für Asthmatiker, schwer herzkranke Patienten -
seltene Fälle des "Totlachens")</font> </font><font style="font-family: arial;" class="body_grau"><font class="body_grau"><span style="color: rgb(204, 0, 0);">Ausführlicher </span><a style="color: rgb(204, 0, 0);" href="http://www.hoho-haha.de/die_vision.php">hier</a>&nbsp; </font></font></blockquote><span style="color: rgb(204, 0, 0);"></span></font></font><b>"Lach-Therapie" kostenlos und frei von Nebenwirkungen</b> ;-)):<br /><span style="font-family: arial;">Die "Zeit" zum Thema Lachen im Fernsehen: </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.zeit.de/2008/01/TV-Comedians?page=all">hier</a><br style="font-family: arial;" /><br style="font-family: arial;" /><font style="font-weight: bold; font-family: arial;">Kommentar und Kritik:<br /></font><span style="font-family: arial;">Merkwürdig
ist, dass hier "nur" ein Teilaspekt des Menschseins, das "Lachen", zu
therapeutischen Zwecken genutzt wird und dennoch der Anspruch an
Ganzheitlichkeit gestellt wird. Lachen wird künstlich produziert und in
Seminaren geübt. Ja richtig, das Lachen ansich ist kaum schädlich.
Außer für einige Asthmatiker, die manchen Lachanfall mit einem
Asthmaanfall quittiert bekommen. Sie müssen ihr Glücksempfinden auf
anderem Wege "produzieren", oder besser leben, als innere Einstellung
und nicht nur als äußerlich wahrnehmbares Phänomen.</span><br style="font-family: arial;" /><span style="font-family: arial;">Betrachten
wir die wissenschaftlichen Ergebnisse der Gelotologen und die
behaupteten Wirkungen der Lachtherapeuten und Seminaranbieter, so fällt
auf, dass die angenommenen Wirkungen der Therapeuten weit über das
hinaus gehen, was die Wissenschaftler festgestellt haben.</span><br style="font-family: arial;" /><span style="font-family: arial;">Nun
bekommt das Lachen Wirkungen zugeschrieben, welche - wissenschaftlich
belegt - nur bestimmte weitaus komplexere Therapieformen der
kassenzugelassenen Psychotherapie zu leisten vermögen.</span><br style="font-family: arial;" /><br style="font-family: arial;" /><span style="font-family: arial;">An
der Schnittstelle "Lachen um das Leben zu bereichern" und "Lachen als
Therapie" liegt auch meine Kritik am "kommerzialisierten Lachen",
nämlich:</span><br style="font-family: arial;" /><span style="font-family: arial;">Familiäre
Probleme, Depressionen, chronische Schmerzen, die Situation am
Arbeitsplatz und die komplexe psychische Belastung chronisch Kranker
lässt sich nicht einfach "weglachen", wie dies die Lachtherapeuten
suggerieren möchten.</span><br style="font-family: arial;" /><span style="font-family: arial;">In
den genannten Bereichen kann "lachen" sicherlich nützlich sein, aber
die Dinge sind zu komplex, als dass sich hiermit "therapeutische
Effekte" erzielen ließen im Sinne einer Behebung der familiären
Probleme, Depressionen und Schmerzen etc.</span><br style="font-family: arial;" /><span style="font-family: arial;">Die
o.g. Betroffenen haben Anspruch auf eine weit wirkungsvollere Therapie
und die Kosten werden von gemeinnützigen Einrichtungen
(Familienberatungsstellen) und/oder von der Krankenkasse übernommen.</span><br style="font-family: arial;" /><br style="font-family: arial;" /><span style="font-weight: bold; font-family: arial;">FAZIT:</span><br style="font-weight: bold; font-family: arial;" /><span style="font-weight: bold; font-family: arial;">Wer
das "Lachen" erst in Seminaren lernen muss, hat meines Erachtes so
große Probleme, dass eine Therapie am Symptom nicht mehr ausreicht. Den
größten Nutzen dieser Therapie allerdings ziehen ohne Zweifel die
Lachtherapeuten selbst........</span><br />
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Medizin</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gelotologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lachforschung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lachtherapie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Psychomarkt</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Psychotechniken</category>
            
            <pubDate>Wed, 30 Jan 2008 16:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Buchbesprechung: Grundlagenliteratur zur Neuropädagogik</title>
            <description><![CDATA[
     <p></p>

<p> <a style="color: rgb(255, 204, 153);" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:FYilp94rPf9S-M:http://ecx.images-amazon.com/images/I/31FFDYY1AYL._AA240_.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:FYilp94rPf9S-M:http://ecx.images-amazon.com/images/I/31FFDYY1AYL._AA240_.jpg" alt="" border="0" height="82" width="72" /></a><span style="font-size: 85%;"><br />
<font style="font-size: 1.25em;"><b><span style="font-family: verdana;">Becker, Nicole</span></b><br /><b><a style="font-family: verdana;" href="http://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/1436.html">Die neurowissenschaftliche Herausforderung der Pädagogik</a><span style="font-family: verdana;"> </span></b><br /><span style="font-family: verdana;">2005. 244 Seiten, kartoniert, </span><br /><span style="font-family: verdana;">ISBN 978-3-7815-1436-2           <b><span style="font-weight: bold;">29,80 EUR</span></b> (2006)</span></font>

<p><br />
</p></span><br /><br /><span style="font-family: verdana;">Nicole Becker hat ihre Dissertation zu diesem Titel geschrieben und ich denke zu Recht behaupten zu dürfen, dass dieses Buch in kurzer Zeit zum <span style="font-weight: bold;">Standardwerk zur Frage der Bedeutung der Neurowissenschaften für die Pädagogik </span>geworden ist.</span></p><p><font style="font-size: 1em;">Für jeden kritisch denkenden Leser bietet Frau Becker eine gründlich recherchierte und reflektierte Bilanz zur Bedeutung der Neurowissenschaften nach dem augenblicklichen Stand der Forschung.</font></p>

<p><span style="font-family: verdana;">Die Autorin verfügt über eine profunde Sachkenntnis sowohl in der Pädagogik, als auch in den Neurowissenschaften und der Psychologie. </span></p>

<p><span style="font-family: verdana;">Sie untersucht, welche Rolle disziplinfremdes Wissen in der Pädagogik bisher gespielt hat und welchen Stellenwert aktuell die Neurowissenschaften für die Verwendung in den Erziehungswissenschaften haben.</span><br />
<span style="font-family: verdana;">Die Aussagen der Neurowissenschaften und ihre Ableitungen in der (populärwissenschaftlichen) Ratgeberliteratur werden sorgfältig unter die Lupe genommen. Dabei vergleicht sie die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse mit den Aussagen und Schlussfolgerungen in der Ratgeberliteratur.</span></p>

<p>Das Ergebnis ihrer fundierten und detaillierten Untersuchung ist, dass die Interpretationen in Presse und Ratgeberliteratur meist weit über das hinausgehen, was die Neurowissenschaften an Forschungsergebnissen anbieten. Sie kritisiert dabei zu Recht die unbegründete Vermischung und Umdeutung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse mit pädagogischen und didaktischen Grundideen.</p>

<p><span style="font-weight: bold;">Inhalt:</span><br />
</p><ul><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">Beschreibung der Wissensverwendung in der erziehungswissenschaftlichen Forschung</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"> <span style="font-family: verdana;">Beschreibung der Wissensverwendung in der pädagogischen Praxis</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"> <span style="font-family: verdana;">Verwendung disziplinfremden Wissens in der Erziehungswissenschaft</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">Wie die Printmedien neurowissenschaftliche Erkenntnisse auf pädagogische Themen übertragen</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">Die Verwendung “neurowissenschaftlicher Argumente” in der Ratgeberliteratur </span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">Die Neurowissenschaften in bildungstheoretischen und didaktischen Diskursen</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">Möglichkeiten und Grenzen der Neurowissenschaften für die Erziehungswissenschaft (gegenwärtiger Stand und Ausblick)</span></span></li></ul><span style="font-weight: bold;"></span><span style="font-size: 85%;"><br /><span style="font-weight: bold; font-family: verdana;">Besonderheiten:</span><br /></span><span style="font-family: verdana;"></span><br /><ul><li><span style="font-size: 85%;"> <span style="font-family: verdana;">Autorin kennt beide Wissenschaftsbereiche aus eigener beruflicher Erfahrung</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">kritische Recherche zum augenblicklichen Stand der Wissenschaften</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">gut lesbar und verständlich geschrieben</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">gutes Preis-Leistungsverhältnis</span></span></li><li><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">aufwendig wissenschaftlich recherchiert<br /></span></span></li></ul><span style="font-size: 85%;"><span style="font-weight: bold; font-family: verdana;"><br />Wer sich ausführlich und wissenschaftlich fundiert über die Reichweite und Bedeutung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die Pädagogik informieren möchte, ist mit Nicole Beckers verständlich geschriebenem Buch bestens bedient.

<p></p></span></span><span style="font-size: 85%;"><span style="font-family: verdana;">Für Lehrende und Studierende der Erziehungswissenschaften, ErzieherInnen, LehrerInnen und SozialpädagogInnen liefert das Buch einen Überblick und Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen der Neurowissenschaften nach dem derzeit aktuellen Stand der Wissenschaften.

<p><br /><br /><span style="color: rgb(153, 0, 0); font-weight: bold;">Weitere Rezensionen:</span><br />
sehr ausführlich von Herrn Jürgen Reyer: <a href="http://www.klinkhardt.de/ewr/78151436.html">hier</a></p>

<p><span style="font-weight: bold; color: rgb(153, 0, 0);">Vorträge und Veröffentlichungen von Frau Dr. Becker</span>:</p></span></span><span style="font-family: Arial; font-size: 85%;"><b>Becker, N. (2006) Pädagogik und Hirnforschung - eine vorläufige Bilanzierung der Diskussion</b>. Deutsches Jugendinstitut (10/2006). Thema des Monats: Veränderung und Kontinuität im Lebenslauf. Blick von Außen I. Online unter: <a href="http://www.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=621&amp;Jump1=LINKS&amp;Jump2=31">hier</a></span><span style="font-size: 85%;"><br />
</span><span style="font-family: Arial; font-size: 85%;"><b>Becker, N. (2007): Neuromodisch lernen.</b> In: WOZ - Die Wochenzeitung, Ausgabe vom 24. Mai 2007, Seite 23. </span><span style="font-family: Arial; font-size: 85%;">Online unter: </span><span style="font-size: 85%;"><a href="http://www.woz.ch/artikel/2007/nr21/wissen/14986.html" title="Artikel Neuromodisch lernen"><span style="font-family: Arial;">http://www.woz.ch/artikel/2007/nr21/wissen/14986.html</span></a></span><br />
<a href="javascript:void(0)" tabindex="10" onclick="return false;"><span></span></a>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
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            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/buchbesprechung-grundlagenliteratur-zur-neuropadagogik.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Buchbesprechung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Interdisziplinarität</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Neuropädagogik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Neurowissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Pädagogik</category>
            
            <pubDate>Tue, 29 Jan 2008 14:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Studie: Wer faul ist, wird Lehrer?  </title>
            <description><![CDATA[
     <p><b>Schule:"Ein gewisser Schlendrian" </b>- So titulieren RP-online und der aktuelle Spiegel ihre Artikel zur Studie des Frankfurter Bildungsforschers Prof. Udo Rauin. Nun haben wir alle wohl mehr als einmal unter einem unfähigen Lehrer gelitten.&nbsp;<br /> </p>

<p class="MsoNormal">Endlich gibt uns eine Studie recht, dass die Ungeeignetesten den
Lehrerberuf ergreifen? Und die Titelüberschriften machen neugierig, wir
lesen weiter und erfahren auch noch über die Berichte anderer Medien genau dasselbe:<br /><br /><i>Zitat1:</i><br /><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><b><a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Schule-Lehrer;art304,2456176">Wer
sich Illusionen macht, gibt schneller auf</a></b><o:p></o:p></span><br /><font style="font-size: 0.64em;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><font style="font-size: 0.8em;">Die
Folge: </font><font style="font-size: 0.8em;">Laut der Rauin-Studie ist nach vier Berufsjahren jeder zehnte Lehrer
stark überfordert – und dabei überkommt der Frust vor allem jene, ...</font></span></font><br style="" /></p>

<span style="font-size: 11pt; font-family: Verdana;"><!--[if !supportLineBreakNewLine]--><i><font style="font-size: 0.8em;">Zitat 2:</font></i><br /></span>

<p class="MsoNormal"><span class="MsoHyperlink"><b style=""><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><a href="http://bildungsklick.de/a/57651/studie-ausgebrannte-lehrer-waren-bereits-im-studium-ueberfordert/">Studie:
"Ausgebrannte" Lehrer waren bereits im Studium überfordert ...</a><o:p></o:p></span></b></span><br /><font style="font-size: 0.64em;"><font style="font-size: 0.8em;"><b><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Rauin</span></b></font><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><font style="font-size: 0.8em;"> </font><font style="font-size: 0.8em;">hatte mehr als 1000 Personen vom Studium bis zum
Beruf begleitet und <b>....</b> Lehrer: Stark motiviert und stark belastet - <b>Studie</b>
der Bundesanstalt für <b>...</b></font></span></font><br /></p>

<blockquote><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"></span></blockquote><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><i>Zitat3:<br /></i></span>

<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><b><a href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/wissen/umwelt/523758">Studie:
Wer faul ist, wird Lehrer? | RP ONLINE</a></b></span><br /><font style="font-size: 0.8em;"><b><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Studie</span></b></font><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><font style="font-size: 0.8em;">: Wer faul ist, wird Lehrer?. Auch wenn Schüler es
nicht immer <b>...</b> <b>Rauin</b> rät, Instrumente zu entwickeln, mit denen die
berufliche Eignung und die <b>...</b></font><br /></span></p>

<i>Zitat4:<br /></i><b><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/burn-out-viele-lehrer-brannten-nie/?src=SE&amp;cHash=f26f16978c">Lehrer
ohne Motivation: Burn-out? Viele Lehrer brannten nie</a><o:p></o:p></span>

</b><p>Eine Studie über Lehramt-Studenten ergab: Die besten Studenten steigen aus, die<span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> <font style="font-size: 0.8em;">faulsten werden Pauker.</font></span><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"></span></p><blockquote><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"></span></blockquote>Also doch. Nun wird mit einer Studie bestätigt, was wir schon immer wussten!<p class="MsoNormal" align="center"><u><b>Nein! Wird es nicht!</b><br /></u></p><p class="MsoNormal" align="left"><b>In diesen Aussagen sind enthalten:<b><i></i></b></b></p><ul><li><span style="font-size: 100%;"><span style="font-family: arial;"><b>Vorurteile der Artikel-Verfasser über die "Lehrer" im Allgemeinen</b></span></span></li><li><span style="font-size: 100%;"><span style="font-family: arial;"><b>Aus dem Zusammenhang gerissene, medienwirksame Aussagen  </b></span></span></li><li><span style="font-size: 100%;"><span style="font-family: arial;"><b>Journalistische Strategien der Aufmerksamkeitsgewinnungg </b></span></span></li><li><span style="font-size: 100%;"><span style="font-family: arial;"><b>Oberflächlichkeiten der Berichterstattung</b></span></span></li><li><span style="font-size: 100%;"><span style="font-family: arial;"><b>Überinterpretation der tatsächlichen Studienergebnisse</b></span></span></li><li><span style="font-size: 100%;"><span style="font-family: arial;"><b>In der Studie enthaltene Einseitigkeiten: denn die Studie hat nicht das gemessen, was in den Berichten  ausgesagt wird...</b></span></span></li><b></b><br />Hier kommen die Fehlinterpretationen einmal mit Hilfe des Studienautors selbst und durch die zusätzliche - von der eigenen Wahrnehmung verzerrte - Berichterstattung der Journalisten zustande. Wäre völlig neutral und objektiv berichtet worden, so könnte man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dieser Beicht auf keinen Fall ein solch großes Medieninteresse bekommen hätte.<br /><br /><b>Der verkürzte Forschungsbericht liest sich auch schon anders: <a href="http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/Rauin_Studierverhalten.pdf">hier</a></b><br />Dort beklagt Prof. Rauin, dass bislang noch keine verbindlichen Gütemaßstäbe darüber existieren, was ein "guter" Lehrer ausmacht. Das heißt, die Studie selbst legt als Beurteilungsmaßstab die "Selbstbewertung" der Studierenden und Junglehrer zugrunde und keine objektiven, reliablen und validen "Messinstrumente"! <br />Ebenfalls nicht untersucht wurden die Hintergründe für die Selbstbeurteilungen. (ggf. liegen hier Selbstüber- oder Selbstunterschätzungen vor). Prof. Rauin weist selbst darauf hin, dass er einen hohen Prozentsatz der Teilnehmer während der Studie verloren hat. Es wird also von einer - im Verhältnis zur tatsächlich tätigen Lehrerschaft - sehr geringen Lehrerzahl in der Untersuchungsgruppe geschlossen auf angebliche Zustände in der gesamten Lehrerschaft....<br /><br /><font style="font-size: 1em;">Auch in diesem Interview mit Prof. Gold und Prof. Rauin werden die berichteten Ergebnisse <font style="font-size: 1em;">relativiert:</font></font><font style="font-size: 0.8em;"><br /></font><p><font style="font-size: 1em;"><span style="font-size: 9.5pt; font-family: Meridien-Roman;"><font style="font-size: 0.8em;"><a href="http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/Rauin_Interview.pdf">http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/Rauin_Interview.pdf</a></font><o:p></o:p></span><br />Zu guter Letzt klärt das <a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&amp;dig=2008%2F01%2F28%2Fa0175&amp;cHash=c60e0be52e">Komentar von Manfred Triebe</a> zum TAZ-Artikel noch über weitere Hintergründe den interessierten Leser auf.</font><br /></p><p class="MsoNormal"><i><font style="font-size: 1.25em;"></font></i></p></ul><font style="font-size: 0.8em;"><span style="color: rgb(204, 0, 0); font-weight: bold; font-family: arial;"><i><font style="font-size: 1.25em;">FAZIT: </font></i></span><span style="color: rgb(204, 0, 0); font-family: arial;"><i><font style="font-size: 1.25em;">An diesem Beispiel wird deutlich, wie leicht unsere Ansichten und Meinungen durch die "Art und Weise" der Berichterstattung manipuliert werden können. Insbesondere interessante, reißerische Überschriften und Kommentare ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Da unser Gehirn "Neues"besonders gut aufnimmt, sind wir für Manipulationen empfänglich. Sachlich vorgetragene Inhalte, welche gleichzeitig mehrere Aspekte einer Sache mit einbeziehen, erfordern größere "geistige" Anstrengungen und werden daher oft auch schwerer behalten oder erst gar nicht gelesen.....</font></i></span></font>
<i><font style="font-size: 1.25em;"><b><i><span style="font-size: 1em;"></span></i></b></font></i>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Aufmerksamkeitssteuerung</category>
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Lehrer</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Manipulation</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Meinungsbildung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Schule</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Wahrnehmung</category>
            
            <pubDate>Mon, 28 Jan 2008 18:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Wie wir lernen</title>
            <description><![CDATA[
     <p> Was die Hirnforschung darüber weiß. Heute stelle ich ein sehr interessantes Buch für Eltern, Erzieher und Lehrer vor. Dieses Buch fasst die aktuellen Erkenntnisse aus der Hirnforschung zusammen und beleuchtet ihre Bedeutung für Erziehung und Unterricht.</p><p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image"><img alt="Buchrezension.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/Buchrezension.jpg" width="66" height="98" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;"/></span><br />
Die Autorinnen Sarah-Jayne Blakemore und Uta Frith vermitteln dem Leser auf leicht verständliche Weise einen Überblick zum Stand der Hirnforschung und ihre für Erziehung und Lernen bedeutsamen Ergebnisse. Die insbesondere von einzelnen Neuro- und Erziehungwissenschaftlern geweckten hohen Erwartungen an die Gehirnforschung werden anhand der vorhandenen Ergebnisse analysiert. Sie kommen zu dem Schluß, dass viele pädagogische Übertragungen einseitig, voreilig und ziemlich spekulativ sind. Dabei setzen sich die Autorinnen mit kontroversen Fragen zur Einschätzung der Forschungsergebnisse bzgl. der Gehirnentwicklung auseinander.</p>

<p><strong>Kognitionspsychologin Elsbeth Stern stellt im Vorwort sehr treffend fest:</strong></p>

<p>    "In dem vorliegenden Buch gehen die neurowissenschaftliche und die psychologische Betrachtungsweise eine überaus gelungene Verbindung ein, und es kann allen empfohlen werden, die sich für menschliches Lernen interessieren, aber keine Heilsversprechen erwarten"</p>

<p><strong>Interessante Beiträge aus "Wie wir lernen":</strong></p>

<p>    * Entwicklung der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit<br />
    * Gehirnprozesse, die mit Mathematik zu tun haben<br />
    * Gehirnsysteme, die mit der Lesefähigkeit zu tun haben<br />
    * das Lesenlernen, die Lese-Rechtschreib-Schwäche und zugehörige neurowissenschaftliche Erkenntnisse<br />
    * Störungen der sozialen und emotionalen Entwicklung<br />
    * der neurowissentschaftlich belegte Entwicklungsschub in der Adoleszenz<br />
    * Lernen im Erwachsenenalter<br />
    * Einblicke der Neurowissenschaften in die Natur des Lernens<br />
    * welche Gehirnmechanismen liegen versch. Lernmethoden zugrunde</p>

<p><strong>Besonderheiten:</strong></p>

<p>    * gut verständlich<br />
    * verzichtet weitgehend auf Fachjargon (besondere Begriffe werden im Glossar erläutert)<br />
    * zieht wissenschaftlich fundiert eine Bilanz darüber, was die Neurowissenschaften der Pädagogik im Augenblick an Erkenntnissen zu bieten haben<br />
    * ideales Buch für Einsteiger in das Thema Neurowissenschaften und Pädagogik</p>

<p><br />
<strong>FAZIT:</strong><br />
Insbesondere für Eltern, Erziehern und Lehrern bietet das Buch wichtiges Hintergrundwissen. Es beleuchtet gleichzeitig sachlich die Möglichkeiten und Grenzen neurowissenschaftlichen Wissens für Erziehung und Unterricht und gibt hierzu einen gut verständlichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung.</p>

<p>Aus der Hirnforschung bereits voreilig gezogene Schlußfolgerungen werden dabei relativiert und ihr tatsächlicher Gehalt präsentiert Einziger Nachteil: es fehlen im Buch und in der Literaturangabe die von den Autorinnen zugrunde gelegten Studien und Forschungsergebnisse.</p>

<p><strong>Weitere Rezensionen:</strong><br />
<a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/842007">Dr. Frank Ufen, Soziologe</a><br />
<a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/buchtipps/267490.html">Heinz Horeis</a><br />
<a href="http://www.lbib.de/query.php?id=33319">Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de</a></p>

<p><strong> Weitere Informationen:</strong><br />
Sarah-Jayne Blakemore, Uta Frith: Wie wir lernen. Was die Hirnforschung darüber weiß<br />
ISBN: 978-3-421-05922-2, € 24,90 [D] / SFr 43,90<br />
DVA Sachbuch, Februar 2006</p>

<p>zum Buch in meinem Blog <a href="http://neurowissenschaften.blogspot.com/2008/01/beeindruckende-fhigkeiten-gehen-auf.html">Neurowissenschaften</a><br />
Informationen <a href="http://neurowissenschaften.blogspot.com/2008/01/book-review-learning-brain-lessons-for.html">in englischer Sprache zu Forschungen und zur Autorin</a></p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


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            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/wie-wir-lernen.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Medizin</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Buchbesprechung</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Neuropädagogik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Sarah-Jayne Blakemore</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Uta Frith</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">wie wir lernen</category>
            
            <pubDate>Mon, 21 Jan 2008 18:31:57 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Hirnfunktionen hängen von Kulturkreis ab</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image"><img alt="KulturAsiatenAmerikaner.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/KulturAsiatenAmerikaner.jpg" width="200" height="170" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;"/></span><br />
Dieselben visuellen Wahrnehmungsaufgaben werden bei unterschiedlicher Kulturzugehörigkeit verschieden gelöst. So extrahieren Amerikaner Objekte aus ihrer kontextuellen Abhängigkeit, während Asiaten Objekte in der Gesamtheit ihrer kollektiven und kontextuellen Abhänigkeit wahrnehmen. (Bild von <a href="http://web.mit.edu/newsoffice/2008/psychology-0111.html">Trey Hadden zum Artikel von Cathryn M. Delude</a> vom McGovern Institute in Cambridge (Kansas))</p><p>Diese kulturellen Unterschiede beeinflussen sowohl die Wahrnehmung, als auch die Speicherung von Informationen und sie spiegeln sich in unterschiedlichen Hirnaktivitätsmustern.</p>

<p>Unter der Leitung von John Gabrieli, Professor am McGovern Institut für Hirnforschung beim MIT, wurden 10 Amerikaner und 10 Ostasiaten mittels einer funktionellen Magnet-Resonanz-Tomografie (fMRI) untersucht. Präsentiert werden die Ergebnisse in der Januarausgabe der "Psychological Science".</p>

<p>Den Probanden wurden Objekte gezeigt (von Quadraten umrahmte Linien) und sie sollten die verschiedenen Bilder miteinander vergleichen. Bei gleichen Leistungen zeigten die Probanden je nach Kulturzugehörigkeit unterschiedliche Aktivierungsmuster. Sie testeten zusätzlich die Einstellungen und Werte ihrer Probanden, um die jeweilige kulturelle Identifikation festzustellen. Dabei zeigte sich, dass die Muster der Hirnaktivierung abhängig von der Stärke ihrer kulturellen Identifikation war.</p>

<p>Gabrieli und Koll. führen diese Ergebnisse auf die unterschiedliche Art und Weise, wie die Wahrnehmung in den jeweiligen Kulturen "geschult" werden, zurück.</p>

<p>Anmerkung:<br />
Die unterschiedlichen Wahrnehmungsprozesse könnten auch auf folgenden Sachverhalt zurückzuführen sein:<br />
Zunächst ist die kindliche Wahrnehmung bildhaft geprägt. Im europäischen und amerikanischem Kulturkreis wird die bildliche Wahrnehmungsdominanz durch den Schulbesuch zunehmend abstrakter, so dass die bildliche Wahrnehmungsfähigkeit leidet und Menschen dieses Kulturkreises für visuelle Wahrnehmungsaufgaben mehr Hirnkapazitäten aufwenden müssen.<br />
Im asiatischen Kulturkreis wird die bildhafte Wahrnehmung auch nach der Einschulung durch ihre bildliche Schriftsprache weiter trainiert. Dies könnte zusätzlich erklären, warum die Asiaten insgesamt weniger starke Hirnaktivitäten bei den o.g. Aufgaben zeigten.</p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
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            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/hirnfunktionen-hangen-von-kulturkreis-ab.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Medizin</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Kulturabhängigkeit</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Neurowissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Sozialwissenschaften</category>
            
            <pubDate>Mon, 14 Jan 2008 18:25:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Diagnostik: Problemlöseverhalten (=&gt; Kopfnoten)</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Die Universität Heidelberg entwickelt einen speziellen Test zur Diagnostik des Problemlöseverhaltens. Im folgenden Film sehen Sie einen Ausschnitt aus einem Testentwicklungsprogramm der Universität Heidelberg für die Pisa-Studie 2009. </p><p>Problemlöseverhalten beschreibt zusammengesetzte Fähigkeiten, welche benötigt werden, um Probleme zu lösen. Dieses Video verdeutlicht, wie schwierig es ist, komplexe Verhaltensweisen zu analysieren. Erst wenn bekannt ist, wie sich ein Problemlöseverhalten zusammen setzt, kann man an die Entwicklung entsprechender Tests gehen, um dann die Problemlösefähigkeiten zu messen. Es fällt auf, dass hierfür technische Hilfsmittel (IT-Technik) sowohl für die Erfassung der Teilfähigkeiten, als auch später für die Erfassung der Gesamtkompetenz zur Verfügung stehen müssen.</p>

<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4vvm9GYfRVI&rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/4vvm9GYfRVI&rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>

<p>Auch das Arbeits- und Sozialverhalten sind Kompetenzbereiche, welche sich aus vielen Einzelfähigkeiten zusammensetzen. Diese Einzelfähigkeiten müssen analysiert, im Einzelnen bezeichnet und dann für jeden Schüler einzeln erfasst werden. Das Beispiel zur Messung des Problemlöseverhaltens zeigt sehr anschaulich, wie aufwendig ein solcher Prozeß ist. In Heidelberg sind mehrere Forscher an diesem Projekt beteiligt. Sie sind Fachleute und spezialisiert auf Testentwicklungen. Für PISA betreibt man aufwendige Studien. Wenn es um das Schicksal unserer Schüler in Deutschland geht, d.h. wenn es nicht um die Frage der politischen Außenwirkung geht, dann reichen ein paar abstrakte und oberflächliche Handreichungen des Schulministeriums? Diese Handreichungen bieten allerdings keine konkrete Hilfe, denn sie enthalten implizit mehr Fragen als Antworten.</p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
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            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/diagnostik-problemloseverhalten-kopfnoten.php</link>
            <guid>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/diagnostik-problemloseverhalten-kopfnoten.php</guid>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Kultur</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Diagnostik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Kopfnoten</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Kopfnoten-Dilemma</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Problemlöseverhalten</category>
            
            <pubDate>Sat, 12 Jan 2008 14:45:16 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Affe schlägt Mensch</title>
            <description><![CDATA[
     <p> Ich meine, dass hier ein schönes Beispiel gegeben wird, wie "gekonnt" Forschungsergebnisse von Forschern in den Fokus der Medien gebracht werden und dabei auch "Verkürzungen" in Kauf genommen werden."Schimpansen haben ein besseres Gedächtnis für Zahlenreihen als der Mensch"</p><p>.......wer kommt da nicht ins Staunen ! Müssen wir uns nun bezüglich unserer geistigen Fähigkeiten hinter den Schimpansen einordnen? Ein schrecklicher Gedanke - unsere überlegene Spezies rutscht auf Platz 2!!<br />
Aber........</p>

<p>So schreibt <a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/286085.html">wissenschaft.de</a><br />
<big>"Schimpansen haben ein besseres Gedächtnis für Zahlenreihen<br />
Schimpansen können sich schneller und besser Zahlenreihen merken als Menschen. Das haben japanische Verhaltensforscher in Experimenten nachgewiesen, bei denen den menschlichen und tierischen Probanden an einem Bildschirm Zahlenmuster gezeigt wurden. Die Affen konnten sich nach dem Ausblenden der Zahlen besser an deren Anordnung erinnern als die Studenten einer japanischen Universität. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen mit ihren kognitiven Fähigkeiten den Tieren nicht generell überlegen seien."</big></p>

<p>Auch bei <a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/913651">Spektrum direkt</a> steht das Thema.</p>

<p>Wer den Kommentar aufmerksam liest, bleibt an der Bemerkung: "Diese Fähigkeit, Bilder in allen Details kurzzeitig im Gedächtnis zu behalten, wird immer wieder auch bei Kindern beobachtet...." hängen.</p>

<p>Also: Schimpansen haben doch kein besseres Gedächtnis als Menschen(kinder) ?</p>

<p>Wo liegt hier der Denkfehler?</p>

<p>Um die Ergebnisse richtig zu interpretieren erinnert sich vielleicht mancher daran, dass Entwicklungspsychologen nach Schuleintritt bei Kindern eine "Rückentwicklung" ihres hervorragenden Bildgedächtnisses beobachtet haben. Man denke nur daran, wie die "Kleinen" grundsätzlich jeden Erwachsenen bei jedem Memory-Spiel in die Ecke stellen. Also was soll man jetzt davon halten? Wo liegt hier der Fehler? Vielleicht daran, dass die Schimpansen - nach intensiver Übung der Fähigkeiten vergleichbar sind mit Vorschulkindern, aber nicht mit Erwachsenen?<br />
</p>
     <hr />
<p>Das Blog zur Zukunft der Kommunikation:<br />
</p>
<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?6559,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fkommunikation-der-zukunft%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/vodafone_rss-feed-werbebanner.jpg" border="0" alt="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" title="Mitdiskutieren im Blog zur &quot;Zukunft der Kommunikation&quot;" /></a>


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            <link>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/affe-schlagt-mensch.php</link>
            <guid>http://www.scienceblogs.de/neuropaedagogik/2008/01/affe-schlagt-mensch.php</guid>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Entwicklungspsychologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Gedächtnisbildung</category>
            
            <pubDate>Tue, 08 Jan 2008 18:17:49 +0100</pubDate>
        </item>
        
    </channel>
</rss>