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<title>Sind Top-Frauen nicht komisch? [Geograffitico]</title>
<description>Komische Frage, die ich allein schon durch die - rein anekdotische - Tatsache widerlegt weiß, dass mich niemand besser zum Lachen bringt als meine Frau. Und außerdem, etwas weniger anekdotisch, hätte ich eine lange Liste von Frauen anzubieten, die eindeutig komisch sind - von &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=xthLUpEsyVE"&gt;Mae West &lt;/a&gt; über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betty_White"&gt;Betty White&lt;/a&gt; und &lt;a href="de.wikipedia.org/wiki/Tina_Fey"&gt;Tina Fey&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Lynch"&gt;Jane Lynch&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kristen_Wiig"&gt;Kristen Wiig&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maya_Rudolph"&gt;Maya Rudolph&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Silverman"&gt;Sarah Silverman&lt;/a&gt;, bis hin zu &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zooey_Deschanel"&gt;Zooey Deschanel&lt;/a&gt; und ich-weiß-nicht-wievielen, deren namen mir gerade nicht einfallen (bin zu lange aus Deutschland weg, um eine einigermaßen aktuelle Liste hier bieten zu können - Gisela Schneeberger und Lore Lorentz fielen mir spontan noch ein). Wie kann es also sein, dass ich Schlagzeilen lesen muss wie &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/money/2012/may/20/boardroom-humour-women"&gt;Why women's jokes fall flat in the boardroom&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://thegrindstone.com/office-politics/women-cant-get-a-laugh-in-the-boardroom-but-men-are-hilarious-447/"&gt;Study Says Women Can't Get A Laugh In The Boardroom, But Men Are Hilarious&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.independent.ie/business/european/female-bosses-less-funny-in-the-boardroom-3115425.html"&gt;Female bosses 'less funny in the boardroom'&lt;/a&gt;?Wie einige Titelzeilen schon andeuten, berufen sie sich dabei auf eine wissenschaftliche Studie. Durchgeführt wurde sie, wie ich all diesen Berichten entnehmen kann, von der Linguistin &lt;a href="http://www1.aston.ac.uk/lss/staff/baxterj/"&gt;Dr. Judith Baxter&lt;/a&gt; an der britischen &lt;a href="http://www1.aston.ac.uk/home/"&gt;Aston University&lt;/a&gt;; da ich bisher keine Publikation dieser Studie finden kann (auch auf Dr. Baxters eigener Website gibt es keinen Hinweis darauf), muss ich annehmen, dass dieser (bereits verlinkte) &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/money/2012/may/20/boardroom-humour-women"&gt;Artikel&lt;/a&gt; im &lt;a href="http://www.guardian.co.uk"&gt;Guardian&lt;/a&gt; die primäre Quelle war. Steht da wirklich, dass Frauen weniger komisch sind, oder - um konkreter bei der Businesswelt-Situation zu bleiben, um die es geht - weniger gute Witze bei Meetings auf der Vorstandsetage machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gesagt, die Studie selbst, die eineinhalb Jahre lang gedauert hat, finde ich trotz einiger Suche (noch) nirgendwo*, aber bereits im Guardian selbst präsentiert sich ein etwas anderes Bild: Es geht nicht darum, um Frauen weniger witzig &lt;em&gt;sind&lt;/em&gt;, sondern dass die überwiegend männlichen Kollegen (das ist leider noch der Normalfall auf den Führungsetagen) den weiblichen Humor nicht zu schätzen wissen. Was offenbar gleich zwei Gründe hat: Erstens halten sie Humor und Witzemachen für eine Männersache, und &lt;em&gt;wollen&lt;/em&gt; Frauen daher nicht komisch finden, und zweitens ist der Humor der Frauen, so sie sich nicht von der Humorlosigkeit ihrer Kollegen einschüchtern lassen und selbigen dennoch zeigen, ganz anders gestrickt als der von Männern: Sie bevorzugen, was man im Englischen "self-deprecating humor" nennt - die Zielscheibe sind nicht Andere und Schwächere, sondern in erster Linie sie selbst. Und da haben Männer vermutlich ein echtes Problem: Sie trauen sich einfach nicht, über eine Frau zu lachen. Und darum ernten, wie der Guardian schreibt, 80 Prozent aller von Frauen in Vorstandssitzungen gemachten Witze eisiges Schweigen, während 90 Prozent aller Männerwitze (was nicht das gleiche ist wie "Herrenwitze, hoffe ich) mit spontanem (?) Gelächter quittiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;small&gt;*Bestimmt findet jetzt jemand gleich auf Anhieb den Artikel - aber ich versichere, dass zum Zeitpunkt meiner Suche nix online zu sehen war.&lt;/small&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gesagt, der Humor, den Frauen bevorzugen, mag weniger zu Lasten anderer gehen - aber dass er deswegen wenige komisch wäre, halte ich für zweifelhaft (dies hat auch schon den &lt;a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,527683,00.html"&gt;SPIEGEL&lt;/a&gt; beschäftigt). Und die genannten Schlagzeilen bestätigen eher die Existenz eines Vorurteils als ein weibliches Humordefizit. Die Studie selbst belegt dies jedenfalls, wie es scheint, erst mal nicht - wäre ja auch lachhaft. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/05/sind-topfrauen-nicht-komisch.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/xxliCjihDdk" height="1" width="1"/&gt;</description>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Wed, 23 May 12 03:09:57 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Das Image von Wissenschaft [SocioKommunikativ]</title>
<description>Immer wieder gut und interessant nachzufragen was Studierende nach einigen Semestern an der Uni von Wissenschaft denken. Diese hier haben immerhin 4 Semester der Publizistik und Kommunikationswissenschaft hinter sich - ein Studium dem in Wien ein denkbar schlechter Ruf anhängt und das trotzdem jedes Wintersemester ca. 1000 neue Leute anzieht. Aber darum geht es jetzt mal nicht, das Image und Potential dieses Studiums ist eine andere und lange Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bakkalaureatsseminar soll ich sie auf ihre erste Bakk-arbeit vorbereiten und sie dafür coachen. Ein Grund deshalb anfangs den vorhandenen Wissenschaftsbegriff unter die Lupe zu nehmen und anschließend zu dekonstruieren. Die Aufgabenstellung war also an der Tafel sämtliche Assoziationen zu Wissenschaft zu sammeln. Heraus kam etwas, dass ich nur wie folgt kommentieren konnte: Wenn das mein Arbeitsalltag wäre, dann müsste ich mich jetzt wohl erschießen. ;) &lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="31137" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/DSC_086_bearb53.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/DSC_086_bearb53.php','popup','width=1200,height=418,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;Bild ansehen&lt;/a&gt;&lt;/form&gt; (Das Bild als Vorschau einzubetten, hat leider nicht funktioniert. ;))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich ihnen im Anschluss an eine kurze Diskussion das folgende Video gezeigt habe, kamen erwartbare Antworten: Das wäre ja coole und nützliche Wissenschaft, das was wir machen wäre demgegenüber aber sehr uncool, weniger nützlich und überhaupt es ist ja kaum nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/vYuOKb3gO7E" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen davon, dass Publizistikstudierende natürlich recht empfänglich für so gemachte Videos sind und ich es mir nicht verkneifen konnte zu fragen warum sie denn nun eigentlich dieses Fach gewählt hätten, hat die Diskussion in die gleiche Kerbe geschlagen in die ich mit meinen beiden ersten Blogbeiträgen &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/2012/04/von-schiffen-die-in-schubladen-stecken-und-was-das-mit-sozialwissenschaften-zu-tun-hat.php"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/2012/05/von-sozialwissenschaftlichen-schiffen-und-menschelnder-forschung.php"&gt;hier&lt;/a&gt; versuchte etwas Klarheit zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aber woher kommt das?&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In den ersten Semestern des Studiums werden Studierende mit recht langweiligen Inhalten konfrontiert, die sie noch dazu nicht einordnen können. Sie werden dazu angehalten auswendig zu lernen und da sie das aus der Schule meist auch noch gut gewöhnt sind, tun sie dies auch. Was nicht von ihnen verlangt wird ist: Zu denken! Theorie und Methodik werden ebenso wie die thematische Definition des Faches als abschreckende Hürde verwendet, um aus den Massen auszuselektieren. (Das österreichische Unisystem hat diesbezüglich nahezu eine Meisterschaft entwickelt. Leider.) Der Plan dahinter: Umso fader der Anfang, umso eher steigen die Massen auch wieder aus. Paradox angesichts eines Faches, das fast so etwas wie eine didaktische Bestvoraussetzung hat. Der Gegenstand der Disziplin, die medialen Inhalte, wie Serien, Artikel, Kampagnen, etc. böten viele Möglichkeiten. Niemand, der oder die hier unterrichtet, müsste auch nur eine Minute Studierende langweilen. Aber dem ist nicht so. Langeweile ist Trumpf und das negative Image hängt dann aber der Wissenschaft und nicht dem Studium an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt ist, dass Forschung als Disziplinierungsmaßnahme verwendet wird. Studierende lernen Kochrezeptforschung, wie ich das immer nenne. Auf Punkt 1 folgt Punkt 2 und dann usw..  Sie werden nicht in die Welt des wissenschaftlichen Denkens eingeführt, nicht herangeführt an die Dinge die spannend und faszinierend sind, nicht mit den Ideen konfrontiert, die unsere Welt mitgestalten und lernen nicht zu hinterfragen oder zu debattieren. Sie lernen ein Thema herzunehmen, meist eines das genau in der Mitte des thematischen Mainstreams liegt und dann Punkt 1 bis Punkt X abzuhandeln. Ihnen wird scheinbar vermittelt, dass wissenschaftliche Sprache fade und kompliziert sein soll, fast so als wären die Texte gewürzt mit Fremdwörtern ohne jeglichen Konnex zum Alltag. Erst wer diese Tortur hinter sich gebracht hat, darf dann - vielleicht - anders und interessierter bzw. interessanter arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positiv konnotiert ist die Praxis, negativ konnotiert die Wissenschaft, die Theorie und die Methodik. Aber was heißt Praxis? Das fand ich schon während meines eigenen Studiums höchst interessant: Praxis ist, wenn Praktiker und -innen kommen und Schwänke aus ihrem Leben bzw. ihrer Arbeit erzählen. Ein Phänomen das mir an der Architektur bzw. den Kunstunis auch immer wieder begegnet ist und das dem der Hollywoodstars als anzustrebendes Ideal ähnelt. Umso prominenter eine Vortragende, umso berühmter ein LV Leiter, desto höher die Hoffnung, dass ein bisserl des Glanzes auf die Studierenden abfärbt. Was genau die Personen dann inhaltlich machen, ist dementsprechend relativ egal. Es geht um den Glamour, wichtig ist der Starfaktor, könnte ja unter Umständen hilfreich für die Karriere sein. Inhalte? Reflexion? Theoretische Verortung der Praxis? Unnötiges Beiwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den wissenschaftlichen Fächern, Glamour und Starfaktor sucht man da eher vergeblich, bleibt eine kärgliche Rolle: Sie regredieren zur Disziplinierungsmaßnahme durch die man durch muss. Unsexy, oder wie es meine Studis formuliert haben: "Langweilig, langwierig, krampfig und viel Gerede, nix passiert." Etwas dass man absolviert, hinter sich bringt und möglichst schnell wieder vergisst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was sind die Konsequenzen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denken bleibt auf der Strecke. Ordnungswissen fehlt - wie Dinge zusammenhängen, insbesondere in sozialen Umfeldern und Forschungsgegenständen, bleibt ein Rätsel. Jede Themendefinition und Recherche wird zu einer krampfigen Angelegenheit ohne jeglichen Spaßfaktor. Die Eigenständigkeit fehlt, hinter allem und jedem werden Regeln und Vorschriften vermutet an die man sich und die entstehende Arbeit anpassen muss. (Eine kleine Anmerkung an der Stelle muss sein: Und das passt ja auch gut in die inzwischen durchökonomisierten Universitäten. Gefragt ist nicht die Eigenständigkeit und selbständiges Denken, gefragt sind Anpassungsfähigkeit und Formbarkeit für künftige ArbeitgeberInnen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Wissenschaft etwas Schönes und Kreatives ist, erfahren die meisten Studierenden gar nie. Dass es großen Spaß macht sich ein Thema vorzunehmen, zu konzipieren und zu recherchieren wie dieses umsetzbar ist, sich zu überlegen mit welchem theoretischen und methodologischem Werkzeug die selbstgesetzten Ziele erreicht werden können, dass es schöne und auch befriedigende Arbeit ist ins Feld zu gehen, mit den Menschen zu sprechen, das Material zu analysieren und Zeit dafür zu haben herumzuinterpretieren und dann am Ende das Ganze in Vorträge, Artikel und Lehrveranstaltungen umzusetzen, zu publizieren und damit der wissenschaftlichen und und auch der Alltagswelt ein Stück mehr Erkenntnis zurückzugeben, darauf kämen sie gar nicht. Das hat ihnen nämlich bis dato niemand erzählt. Dass Kritik üben und kritisiert werden nichts Beängstigendes hat, sondern vielmehr dafür dient weiterzukommen. Dass KollegInnen, wenn sie einem wohlgesonnen sind, eine inhaltlich fordern bzw. hinterfragen und ein Problem ruhig auch mal einige Zeit vor sich hingären muss und kann bis man auf eine Lösung kommt, das hat niemand erklärt. Klar braucht es das Werkzeug dazu, muss man wissenschaftliches Denken und Arbeiten erlernen und sich durch Literatur und Methodik durcharbeiten. Aber dass das Spaß machen kann und ein Ziel ist ein Ordnungsschema und -system aufzubauen in das neue Informationen eingepflegt werden können und dass dieses Puzzeln und Kniffeln eine spannende Herausforderung ist, die auch nach vielen Jahren nicht langweilig wird, das wird ihnen vorenthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okay nicht überall, Vereinzelte versuchen das herauszufordern. Und ich muss zugeben, dass ich es immer wieder sehr genieße, wenn ich am Ende des Semesters so einige glänzende Augen sehe, die verstanden haben worum es da geht und die sich offensichtlich darüber freuen, dass sie mal jemand als denkende Wesen ernst genommen hat. Meine Lieblingsfrage, die mir am Ende eines Semesters einmal gestellt wurde, ist immer noch: „Warum hat uns das nie jemand früher gezeigt, warum muss ich das erst am Ende meines Studiums erfahren was Wissenschaft eigentlich ist? Mein Studium wäre anders verlaufen, hätte ich das früher mitbekommen."&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde mich sehr interessieren wie das in anderen Disziplinen so ist.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/2012/05/das-image-von-wissenschaft.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/L05t8amo_BQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
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<pubDate>Sun, 20 May 12 18:29:00 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Programm des 49. Deutschen Historikertags 2012 [Zeittaucher]</title>
<description>&lt;strong&gt;In Mainz findet vom 25. bis 28. September 2012 der nächste Historikertag statt. Das Motto lautet diesmal „Ressourcen-Konflikte" und wird in über 50 Sektionen behandelt.&lt;/strong&gt;Seit gestern ist über die Website des Historikertags auch die allgemeine &lt;a href="http://www.historikertag.de/Mainz2012/de/infos-anmeldung.html"&gt;&lt;strong&gt;Anmeldung&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; möglich. Das &lt;a href="http://www.historikertag.de/Mainz2012/de/programm.html"&gt;&lt;strong&gt;Programm&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; mit einer Übersicht der einzelnen Tage und Veranstaltungen ist ebenfalls online.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/zeittaucher/2012/05/programm-des-49-deutschen-historikertags-2012.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/xoGK97NI12c" height="1" width="1"/&gt;</description>
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<pubDate>Thu, 17 May 12 13:00:00 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Griechenland ohne Euro [zoon politikon]</title>
<description>&lt;form mt:asset-id="13954" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;img alt="1_euro_Greece.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/upload/pics/1_euro_Greece.jpg" width="253" height="253" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /&gt;&lt;/form&gt;Ich melde mich mit guten Blogvorsätzen zurück von meiner Stippvisite im Libanon.  Vielleicht werde ich bei Gelegenheit was über diese schreiben. Für heute aber ein paar Gedanken zu Griechenland und dem nun plötzlich intensiver diskutierten Euro-Austritt. Das ist nämlich einfacher vorgeschlagen als getan.Griechenland hat gewählt. Die etablierten Parteien haben eine Ohrfeige eingefangen. Eine Regierung konnte nicht gebildet werden und &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-18076757"&gt;nun folgen auf die Wahlen Neuwahlen&lt;/a&gt;. Die Märkte reagieren nervös und haben Angst, die mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarten Sparmassnahmen würden von einer eventuellen neuen Regierung nicht getragen. &lt;a href="http://economictimes.indiatimes.com/news/international-business/greek-euro-exit-loses-taboo-status-in-germany/articleshow/13162967.cms"&gt;Plötzlichen werden Stimmen laut&lt;/a&gt;, die einen Austritt Griechenlands für möglich erklärten. Heisst das also, dass die Eurozone bald um ein Land ärmer ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass zum Beispiel Schäuble die Mitgliedschaft nun plötzlich als &lt;a href="http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Schaeuble--Alle-wollen--dass-Griechenland-im-Euro-bleibt-129794"&gt;eine Entscheidung der Griechen sieht&lt;/a&gt; oder dass IMF Direktorin Lagarde &lt;a href="http://economictimes.indiatimes.com/news/international-business/greek-euro-exit-loses-taboo-status-in-germany/articleshow/13162967.cms"&gt;Gedankespiele dazu anstellt&lt;/a&gt;, ist sicherlich auch taktisch zu verstehen. Die Parteien in Griechenland sind mit einem Mandat gewählt worden (so zumindest die gängige Interpretation), die sich gegen die drastischen Sparmassnahmen richtet. Es gewann viele kleine Parteien diverser politischer Ränder. Bei vielen Akteuren in den Koalitionsverhandlungen haben darum alle ein Interesse, nicht jene zu sein, die die unumgänglichen Sparmassnahmen akzeptieren oder gar verantworten. Dass ein Austritt auf der internationalen Bühne nun plötzlich als Option diskutiert wird, dient auch als klares Signal an die Politikerinnen und Politiker Griechenlands, dass man ein auf Zeit spielen nicht einfach dulden wird. Dies kann natürlich nur glaubwürdig vermittelt werden, wenn auch Plan B (also der Austritt Griechenlands aus der Eurozone) tatsächlich eine Alternative darstellt für die EU und den IWF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherlich hat sich die Situation auch geändert. Die Gläubiger Griechenlands mussten schon Abstriche machen, viele Banken und Investoren, die Griechische Staatsanleihen besitzen, haben begonnen diese als mehr oder weniger wertlos abzuschreiben. Der Schock für deren Bücher und die Gefahr der Kreise, die ein solcher ziehen würde, hält sich also in Grenzen. Trotzdem handelt es sich vermutlich vor allem auch um Drohgebärden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2011/11/euroaustritt-als-ende-der-griechischen-tragodie.php"&gt;immer noch&lt;/a&gt;, dass niemand einen Austritt Griechenlands aus dem Euro will. Für Griechenland ist das Problem offensichtlich. Die Logik hinter einem Austritt klingt verlockend: Griechenland schafft wieder eine eigene Währung und gewinnt somit gedlpolitische Autonomie zurück. Durch eine Abwertung kann man sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und die Wirtschaft sozusagen sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen lassen. Natürlich birgt diese Strategie auch gewisse Risiken nicht zuletzt, dass die Massnahmen einen Inflationsspirale in Gang setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellt sich aber ein noch viel konkreteres Problem. Guthaben müssten dazu von Euro in die neue Währung umgewandelt werden. Eine Währung die nur geschaffen wurde, um sie abwerten zu können. Was würdet ihr tun, wenn ihr eine gewisse Anzahl Euro auf einem Konto habt und wisst, dass diese Morgen in Drachmen umgewandelt werden und dann 30% oder so an Wert verlieren werden? Insbesondere wisst ihr auch, dass der Euro weiterhin existieren wird. Genau. Schnellstens von der Bank abziehen und in Sicherheit bringen. Um eine solche Umwandlung erfolgreich durchzuziehen, müsste man die Planung in völliger Geheimhaltung durchführen können, etwas, dessen Schwierigkeit auf der Hand liegt (ausser für geübte Verschwörungstheoretikerinnen und -theoretiker vielleicht). Man müsste auch strenge Kontrollen für Kapitalflüsse einführen. Dies kann aber nicht zum vornherein passieren, weil sonst die meisten den Braten riechen würden. Nun hat Griechenland sowieso schon ein Problem, dass es am Rande eines Runs auf die Banken ist (ca. 30% der Guthaben wurden gemäss einem Bericht von Credit Suisse schon abgezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde ein solcher Sturm auf die Banken stattfinden, würde dies vermutlich auch Auswirkungen auf andere europäische Staaten haben. Da wäre zuerst der wahrscheinliche endgültige Kollaps des griechischen Bankensystems. Wie schon geschrieben, hätte dies vermutlich nur noch beschränkte direkte Auswirkungen auf andere Banken in der Eurozone, da das meiste schon abgeschrieben wurde. Aber der psychologische indirekte Effekt wäre sehr gefährlich. Wird das Aufgeben des Euros zur realistischen Option, werden sich einige zwei Mal überlegen, ob sie ihr Geld wirklich auf den sowieso schon geschwächten spanischen, portugiesischen, irischen oder gar italienischen Banken liegen lassen möchten. Wer weiss, dies könnte der nächste Euroaustritt sein. Die Zinsen für Anleihen würden zudem für diese Länder steigen da diese eine Risikoprämie für die Käuferinnen und Käufer solcher Papiere darstellen. Ein zusätzlicher Schlag für die schon fast am Boden liegenden Banken. Die Dominosteine könnten weiter in den Euro-Raum hineinfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist egal, ob der Grund, dass ein Austritt Griechenlands nun eine diskutierte Option ist, rein taktischer Natur ist, ob es sich um ernsthafte Planspiele handelt oder ob man rein präventiv schon mal darüber spricht, damit der Schock dann nicht ganz so heftig ausfällt. Es könnte eine sich selbst erfüllende Prophezeiung sein. Die Tatsache, dass man darüber spricht, könnte genau die Ereignisse in Gang setzen, an deren Ende ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone steht und die ungewisse Konsequenzen für diese Zone haben werden. Es stehen in den nächsten Monaten auch noch einige Entscheide an, die noch mehr solche Unsicherheiten schaffen werden. Zumindest Krisengespräche haben wohl auch auf absehbare Zeit noch Hochkonjunktur.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2012/05/griechenland-ohne-euro.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/zIohVzEvohs" height="1" width="1"/&gt;</description>
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<pubDate>Wed, 16 May 12 12:42:25 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Dr. h.c. im Sonderangebot für 39 Euro [[sic]]</title>
<description>Da kann man nur noch sagen "Holy Jesus": Der Rabattmarken-Anbieter "&lt;strong&gt;Groupon&lt;/strong&gt;" hat heute &lt;strong&gt;Ehrendoktorwürden &lt;/strong&gt;&lt;a href="http://www.groupon.de/deals/online-deal"&gt;im Sonderangebot&lt;/a&gt; -- zwischen Designerunterwäsche und einem Trip im Flugsimulator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30998" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/Ehrendoktor.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/Ehrendoktor.php','popup','width=985,height=881,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/Ehrendoktor-thumb-100x89.jpg" width="100" height="89" alt="Ehrendoktor.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Preis für einen angeblich auch in Deutschland verwendbaren "Dr. h.c." aktuell: &lt;strong&gt;39 Euro&lt;/strong&gt; -- wenn das mal kein Schnäppchen ist, müssen sich wohl auch die &lt;strong&gt;über 300 Kunden&lt;/strong&gt; gedacht haben, die &lt;strong&gt;seit heute früh&lt;/strong&gt; auf "Kaufen" geklickt haben. Ungefähr jede Minute kommt ein neuer dazu. Wie weit wird die Entwertung akademischer Titel noch gehen? Und wie war nochmal der aktuelle Stand bei SchavanPlag?   :-o&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;NACHTRAG (15.05.)&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;big&gt;Das Gruselkabinett der Pseudotitel&lt;/big&gt;&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="31042" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/Ehrenheilpraktiker.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/Ehrenheilpraktiker.php','popup','width=1582,height=758,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/Ehrenheilpraktiker-thumb-100x47.jpg" width="100" height="47" alt="Ehrenheilpraktiker.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Ein '&lt;a href="http://www.sehgal-schule.de/index.php?id=22"&gt;&lt;strong&gt;Ehrenheilpraktiker&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;'&lt;br /&gt;
Solange es nur "Revolutionierte"und nicht "Revolutionäre Homöopathie" ist...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="31045" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/Freibeuter.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/Freibeuter.php','popup','width=931,height=648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/Freibeuter-thumb-100x69.jpg" width="100" height="69" alt="Freibeuter.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Ein '&lt;a href="https://www.xing.com/profile/Martin_DrhcMLDCUSAFreiherrvonKetteler"&gt;&lt;strong&gt;Freibeuter&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;'&lt;br /&gt;
Da hat sich jemand mit erstaunlichem Selbstverständnis für Transparenz unter die Piraten gemischt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="31048" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/Dunkle_Felder.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/Dunkle_Felder.php','popup','width=1252,height=807,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/Dunkle_Felder-thumb-100x64.jpg" width="100" height="64" alt="Dunkle_Felder.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Unterwegs auf '&lt;a href="http://www.institut-gesundheit-leipzig.de/kontakt/"&gt;&lt;strong&gt;dunklen Feldern&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;'&lt;br /&gt;
Eine "Institutsleiterin", die beweist: In Miami sind auch 'Ehrenprofessuren' günstig zu haben...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="31051" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/Doktoren-Alternative.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/Doktoren-Alternative.php','popup','width=1481,height=393,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/Doktoren-Alternative-thumb-100x26.jpg" width="100" height="26" alt="Doktoren-Alternative.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;&lt;a href="http://www.facebook.com/pages/Dr-hc-J%C3%BCrgen-Kempf-Doctor-of-Alternative-Therapy-MLDC-Institute-USA/427371577278317"&gt;'&lt;strong&gt;Hauptsache Stethoskop&lt;/strong&gt;'&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wäre interessant zu wissen, welche vier "Likes" dahinter stecken...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="31054" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/vergauckelt.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/vergauckelt.php','popup','width=1154,height=708,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/vergauckelt-thumb-100x61.jpg" width="100" height="61" alt="vergauckelt.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Völlig '&lt;a href="http://www.steadynews.de/allgemein/dr-h-c-of-ministry-eva-ihnenfeldt-stellt-sich-vor-ich-setze-mir-selbst-die-krone-auf"&gt;&lt;strong&gt;verGauckelt&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;'&lt;br /&gt;
Eva Ihnenfeldt schwadroniert sogar noch öffentlich darüber ("mit gutem Gewissen, mit Leidenschaft und Überzeugung" -- Glückwunsch!) und sieht keinen Unterschied zwischen ihrem Ramsch-Doktor und den Ehrendoktorwürden dreier deutscher Univesitäten für unseren Bundespräsidenten Joachim Gauck...&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/dr-hc-fuer-39-euro.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/Uem4R4x8kFg" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/Uem4R4x8kFg/dr-hc-fuer-39-euro.php</link>
<guid isPermaLink="false">http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/dr-hc-fuer-39-euro.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 14 May 12 09:57:52 -0400</pubDate>
<feedburner:origLink>http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/dr-hc-fuer-39-euro.php</feedburner:origLink></item>

<item>
<title>Schrödinger-Grammatik [Geograffitico]</title>
<description>"Geschlechtergerechte Sprache ist ja immer ein Aufregerthema", hatte Martin Bäker als einleitenden Satz zu seinem Beitrag &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/05/gibt-es-ein-generisches-maskulinum.php"&gt;Gibt es ein "generisches Maskulinum"?&lt;/a&gt; geschrieben - und ich gebe zu, ich finde das Thema meistens einen Aufreger. Aufregend genug, dass ich trotz eines verbeulten linken Arms &lt;em&gt;(Ellbogen -&gt; Betonplatte -&gt; Knacks -&gt; Aua!)&lt;/em&gt; doch mal, wie &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/05/gibt-es-ein-generisches-maskulinum.php#comment326317"&gt;hier&lt;/a&gt; schon angedroht, in die Tasten greifen muss. Aber die Aufregung besteht meinerseits nicht darin, dass ich das das generische Maskulinum hier verteidigen will - im Gegenteil: Ich halte es für absolut (also ohne Ansehen irgendwelcher Ziele und Zwecke) vermeidenswert; jede Formulierung, die dieses "generische Maskulinum" überflüssig macht, ist zu begrüßen.Was micht aufregt, sind vielmehr die Studien, die dazu angestellt werden. Ich beziehe mich jetzt mal nur auf das Paper, das auch Martins Beitrag zu Grunde liegt: &lt;a href="http://www.unifr.ch/psycho/site_doc/lingsoc/documents/gygaxetal_lcp.pdf"&gt;Generically intended, but specifically interpreted: Why beauticians, musicians and mechanics are al men.&lt;/a&gt; Die Idee, mal zu untersuchen, ob sich die generische von der spezifischen Bedeutung des grammatischen Maskulinums trennen lässt, ist extrem spannend. Denn irgendwie sind beide Interpretationen in einer Art "Superposition" in diesem Maskulinum enthalten: Erst durch genaues Nachschauen kann ich feststellen, welches im konkreten Fall anwendbar ist, und durch den Akt des Nachschauens löst sich diese Superposition - in der grammatischen Idealwelt - in eine eindeutige Anwendungsform auf. Etwa so wie bei der (nur als Metapher zu verstehenden) hypothetischen Katze Ernst Schrödingers, die in ihrer speziellen Situation gleichzeitig sowohl tot als auch lebendig sein - und dadurch, dass die Kiste geöffnet und nachgeschaut wird, kollabiert diese "Superposition" zu einem spezifischen Zustand, entweder tot oder lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das generische Maskulinum nimmt übrigens gleich mehrere solcher Superpositionen ein: Es kann eine "entweder-oder"-Bedeutung haben (wir wissen nicht, ob es sich bei der/den bezeichneten Person/en um einen oder mehrere Frau/en oder Mann/Männer handelt) als auch Ein "Sowohl-als-auch" ausdrücken: Die beschriebene Gruppe besteht aus Frauen und Männern. Ist an sich schon trickreich, da diese Verknüpfungen, wie ich noch vage aus dem Mathematikunterricht (Boolesche Algebra) in Erinnerung habe, als Gegensätzlich verstanden werden: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktion_%28Logik%29"&gt;Konjunktion&lt;/a&gt; (&lt;em&gt;und&lt;/em&gt;) beziehungsweise &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Disjunktion"&gt;Disjunktion&lt;/a&gt; (&lt;em&gt;oder&lt;/em&gt;)*.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;small&gt;*Letzteres übrigens in der Form der &lt;em&gt;ausschließenden&lt;/em&gt; Disjunktion: Das generische Maskulinum soll ja nicht dazu dienen, den biologischen Spezialfall des Zwitters oder andere Genderdefinitionen zu umschreiben, sondern ein grammatisches Problem lösen, bei nicht eindeutig bekanntem natürlichem Geschlecht dennoch ein eindeutiges grammatisches Geschlecht zuzuordnen.&lt;/small&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das generische Maskulinum muss gleichzeitig auch das spezifische Maskulinum sein können - beide Formen werden exakt gleich gebildet (im Gegensatz etwa zur Anredeform und der 3. Person Plural: Beide werden sehr ähnlich gebildet, doch die höfliche Anredeform "Sie" wird korrekter Weise groß geschrieben - die 3. Person Plural hingegen "sie" und somit klein geschrieben). Auch dies ist eine "Superposition" - es kann bei genauerem Hinschauen nicht beides zugleich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem bei der Forschung ist nun, dass sie einen Weg finden muss, diese "Superpositionen" zu erlauben und gleichzeitig das Ergebnis "festnageln" zu können. Vielleicht wird das Dilemma klarer, wenn ich das Beispiel, das auch Martin aus der zitierten Arbeit ausgewählt hatte, mal entsprechend präsentiere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satz 1: "Die Sozialarbeiter gingen durch den Bahnhof." (The social workers were walking through the station.)&lt;br /&gt;
Satz 2: "Weil schönes Wetter angekündigt war, trugen einige der Frauen keine Mäntel." (Since sunny weather was forecast several of the women weren't wearing a coat.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satz 1 kann als solcher erst mal spezifisch sein, also die Sozialarbeiter sowohl im grammatischen als auch natürlichen Geschlecht männlich sein (= keine Frauen dabei). Oder er kann generisch gemeint sein, also ein Teil der Sozialarbeiter ist männlich, ein Teil weiblich (das generische Maskulinum als "sowohl-als auch"). Oder er kann generisch im Sinn von "entweder-oder" gemeint sein: Wir wissen nicht, wie sich die Gruppe zusammensetzt - es können alles Frauen sein, alles Männer, oder ein Teil Männer. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okay, nun schauen wir uns Satz 2 an: Der verrät uns die Gegenwart von Frauen, und wenn man mal von der Möglichkeit absieht, dass die Subjekte der beiden Sätze nichts miteinander zu tun haben (wobei sich der zweite Satz dann auf die mit großer Wahrscheinlichkeit auf einem bevölkerten Bahnhof anzutreffenden Frauen bezöge, völlig unabhängig von der sozial arbeitenden Gruppe), kann das Maskulinum des ersten Satz schon mal definitv nicht spezifisch sein. Der Haken ist nur, dass die Formulierung des zweiten Satz auch die generische Deutung ausschließt - weil er verrät, dass wir die Zusammensetzung der Gruppe kennen. Die Konstruktion "einige der Frauen" setzt, logisch gesehen, die "Frauen" des 2. Satzes mit den "Sozialarbeitern" des 1. Satzes gleich. (Vielleicht wird dies an einem anderen Beispiel klarer: "Die Mannschaft des FC Knickfuß betritt das Spielfeld. Einige der Spieler tragen noch sichtbar die Verletzungen vn ihrem letzten Match" - jedem ist klar, dass mit "Spieler" die "Mannschaft des FC Knickfuß" gemeint ist.) Wenn aber die Sozialarbeiter alle Frauen sind, und wir - wie wir im 2. Satz verraten haben - das auch wissen, dann ist ein generisches Maskulinum nicht angebracht: "Sozialarbeiterinnen" wäre dann die grammatisch korrekte Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: Mit dieser Zweisatz-Konstruktion lässt sich das generische Maskulinum gar nicht untersuchen, weil sie streng genommen gar kein generisches Maskulinum enthält (= weil die Bedingungen für die Anwendung der generischen Form nicht erfüllt). Dass dennoch Resultate erzielt wurden, die in der erwarteten Größenordnung liegen, wäre vielleicht eher der Verwirrung der Testpersonen  zuzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Moment mal: Haben die ForscherInnen um &lt;a href="http://www.unifr.ch/psycho/site/units/psycholinguistique/pages-personnelles/pascal-gygax"&gt;Pascal Gygax&lt;/a&gt; diese Interpretation nicht ausdrücklich ausgeschlossen? Klar, was &lt;em&gt;mein&lt;/em&gt; Sprachgefühl mir sagt (es sagt mir, dass meine obige Darstellung korrekt ist), hat rein wissenschaftlich gesehen nur anekdotischen Wert. Und so schlau sind die ForscherInnen natürlich auch, also haben sie in einer separaten Pilot-Testreihe untersucht, ob ihre Testpersonen anhand dieser Satzpaare - das oben zitierte Beispiel ist nur eines von insgesamt 36, die jeweils in deutscher, englischer und französische Sprache getestet wurden -  akzeptieren könnten, dass die erste Gruppe sowohl aus Männern als auch Frauen besteht. Und in der Tat fanden 89,9 Prozent, dass das generische Maskulinum des ersten Satzes auch in Hinblick auf das, was der zweite Satz verrät, sowohl männliche als auch weibliche Gruppenelemente enthalten könne:&lt;blockquote&gt;The results of the pilot revealed a low rate of deviations from the intended perception of the group as being gender-mixed.&lt;/blockquote&gt;Also was jetzt? Wenn neun von zehn Testpersonen finden, dass eine generisch maskulin markierte Gruppe aus Elementen beider Geschlechter bestehen kann, dann ist doch die generische Natur dieses Maskulinums mit großer Gewissheit erst mal bestätigt, oder? Wenn aber der Nachweis der Unwirksamkeit des generischen Maskulinums vom Nachweis seiner Wirksamkeit abhängt (nur wenn die Resultate der Pilotstudie gültig sind, sind auch die Resultate der Hauptstudie abgesichert), dann habe ich ... ein Paradox. Dann habe ich wieder die Katze, die gleichzeitig lebt und tot ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ignorieren wir mal dieses Paradox und nehmen die Zahlen, die diese Studie ermittelt hat, einfach mal als gültig an (ich betrachte jetzt mal nur die deutschen Werte). Die erste Folgerung der Forscher hier war, dass die stereotypische Geschlechterzuordnung der Gruppe aus Satz 1 (Piloten, Golfspieler und Chirurgen beispielsweise werden überwiegend als männliche Domänen betrachtet, während Krankenpfleger oder Kosmetiker primär als weibliche Berufsbilder gelten) bei ihren Resultaten keine große Rolle für deutschsprachige ProbandInnen spielte, sondern die grammatische Vorgabe entscheidend war. Als Gegenbeispiel wurde dazu die englisch sprechende Gruppe genannt, in der die Akzeptanz des zweiten Satzes als logische Fortsetzung des ersten in hohem Maße (85 bzw 88 %) davon abhing, dass die Gruppenbezeichnung (Männer bzw. Frauen) des zweiten Satzes mit dem Stereotyp der Gruppenbezeichnung (Sozialarbeiter, Anwälte, Spione etc.) des ersten Satzes übereinstimmt. Bei den deutschen Probanden hingegen hatten 69 Prozent bei männlichem Stereotyp und "Männern" im Fortsetzungssatz zugestimmt, 65 Prozent bei weiblichem Stereotyp und "Männern", 40 Prozent bei weiblichem Stereotyp und "Frauen", sowie 35 Prozent bei weiblichem Stereotyp und "Männern". &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht bin ich naiv, aber ich finde diese Resultate genau so, wie man sie erwarten sollte: Erstens könnte man argumentieren, dass sich die Deutschen nicht primär von Stereotypen leiten lassen. Oder, um aus dem Paper zu zitieren: &lt;blockquote&gt;... when no mark of gender is provided by role names or their accompanying definite articles, the representation of gender is based on stereotypicality.&lt;/blockquote&gt;Was ja nichts anderes heißt als: In der angeblich so "geschlechtsneutralen" Sprache Englisch spielt das Geschlechtsstereotyp eines Berufes die enscheidende Rolle. Dann &lt;em&gt;sind&lt;/em&gt; Machaniker und Golfspieler immer Männer, und Krankenpfleger oder Geburtshelfer immer Frauen - und entsprechend groß ist die Überraschung, wenn dann doch eine Frau (im &lt;a href="http://sports.espn.go.com/golf/story?id=1506978"&gt;Profi-Golfturnier&lt;/a&gt;, beispielsweise) oder ein Mann als Krankenpfleger auftaucht. Genau das Gegenteil, was eine angeblich geschlechtsneutrale Sprache in den Köpfen bewirken soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens finde ich, dass die - grob betrachtet - Zweidrittel-Eindrittel-Verteilung der Antworten genau den zu erwartenden Wahrscheinlichkeiten entspricht. Darf ich mal vorrechnen? Das Maskulinum hat in der deutschen Grammatik zwei Funktionen - es kann spezifisch sein und es kann generisch sein; das Femininum ist auschließlich spezifisch - es gibt kein generisches Femininum. Es gibt drei grammatische Möglichkeiten, das Geschlecht* einer Person zu beschreiben: Männlich, weiblich und unbestimmt/unbekannt = generisch. Das Substantiv in seiner weiblichen Form deckt nur eine dieser drei Möglichkeiten ab, das Maskulinum hingegen zwei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn also das generische Maskulinum nicht funktioniert - oder, wie &lt;a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog"&gt;Anatol Stefanowitsch&lt;/a&gt; in einem &lt;a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-12-14/frauen-natuerlich-ausgenommen#comment-35217"&gt;Blogeintrag zu diesem Thema&lt;/a&gt; resümierte, nicht existiert - dann müsste ein Satz wie "Die Sozialarbeiter gehen durch den Bahnhof" zwingend bedeuten, dass diese Gruppe männlich ist. In diesem Fall könnte dann ein Folgesatz "Die Frauen trugen keine Mäntel" nicht als logische Fortsetzung angesehen werden. Dann ist aber ein Zustimmungswert von über 60 Prozent dazu, dass dies doch eine logische Fortsetzung wäre, nicht erklärbar - der müsste dann eher bei Null Prozent liegen. (Dies schreiben übrigens auch Gygax et al. in ihrem Paper - aber sie bewegen sich dabei wieder in der oben beschriebenen Paradoxschleife.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganz andere Frage ist zudem, ob die Annahme berechtigt ist, dass dieses generische Maskulinum zu einer Wahrnehmungsverschiebung führt, die Frauen automatisch benachteiligt. Dass Sprache unser Denken beeinflusst, wird ja seit der Sapir-Whorf-These immer wieder und immer heftig diskutiert. Generell halte ich das auch für glaubhaft: Wenn Arbeitskollegen, die in einem anderen Land als Deutschland geboren wurden, als "Gastarbeiter" bezeichnet werden, dann schließt das die - integrationshindernde - Erwartung mit ein, dass dieser "Gast" auch wieder abreisen werde. Wer Ausländer als "Kanaken" bezeichnet, wird sie kaum als gleichberechtigte Mitbürger akzeptieren. Und wenn immer nur von Feuerwehrmännern die Rede ist, werden sich wenige Frauen vorstellen können und wollen, dies als Berufsbild anzustreben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind Frauen in Gesellschaften, deren Sprache - wie beispielsweise das Englische - keine grammatische Markierung von Substantiven kennt (die also zumindest in dieser Hinsicht "geschlechtsneutral" sind), wirklich besser gestellt als in Gesellschaften, die - wie im Deutschen - neben &lt;em&gt;casus&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;numerus&lt;/em&gt; auch noch &lt;em&gt;genus&lt;/em&gt; in ihrer korrekten Grammatik beachten müssen? Ich habe einfach mal ein paar Zahlen herausgesucht:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In Deutschland sind knapp 33 Prozent aller Bundestagsabgeordneten weiblich - in den USA hingegen sind nur jeweils 17 Prozent der Sentoren und Kongressabgeordneten weiblich. In Großbritannien ist die Situation zwar ein wenig besser als in Amerika, aber auch dort werden nur 22,3 Prozent der Unterhaussitze von Frauen eingenommen. (&lt;a href="http://www.ipu.org/wmn-e/classif.htm"&gt;Quelle&lt;/a&gt;) Die US-Streitkräfte erlauben zwar schon seit vielen Jahrzehnten den Dienst von Frauen in Uniform, und immerhin 14,4 Prozent der US-Militärangehörigen sind weiblich. In der deutschen Bundeswehr dürfen Frauen zwar schon seit Mitte der 70-er Jahre in bestimmten Funktionen (Gesundheitswesen und Musik) dienen, aber in vollem Umfang werden sie erst seit 2001 akzeptiert - und immerhin schon 8 Prozent der Bundeswehrsoldaten sind weiblich; im sprachlich "geschlechtsneutralen" Großbritannien liegt die Soldatinnenquote mit 9,1 Prozent nur knapp über der deutschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist natürlich nur ein grober Vergleich. Aber die Ergebnisse überraschen mich nicht: Die Annahme, das Englische sei aufgrund seiner fehlenden Markierung eines grammatischen Geschlechts irgendwie neutraler und daher einer Gleichstellung von Mann und Frau förderlicher, ist - leider - absurd. Dies weiss ich nicht nur aus meinem englischsprachigen Alltag, oder aus solchen "Besonderheiten" wie beispielsweise den Gentleman's-Clubs wie etwa dem New Yorker &lt;a href="http://www.yaleclubnyc.org/"&gt;Yale Club&lt;/a&gt;, der bis Ende der 60-er Jahre keine Frauen als Mitglieder duldete und selbst die Gattinnen der Mitglieder nur durch einen Nebeneingang eintreten ließ. Über den &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/04/was-frauen-die-lust-auf-technik-verdirbt.php"&gt;Mangel an weiblichem Nachwuchs in Wissenschaft und Technik&lt;/a&gt; habe ich hier ja schon mehrfach geschrieben. Und die Tatsache, dass Ehepaare hier ganz offiziell allein mit dem Namen des Mannes - "Mr. &amp; Mrs. Jack Smith", beispielsweise - angeschrieben werden, die Frau also nicht einmal eine eigene Namenspräsenz zugestanden bekommt, finde ich jedesmal entsetzlich, wenn ich so etwas lesen muss (und das ist ziemlich häufig). Ausserdem ist es ein Irrtum zu glauben, dass das Englische eine "geschlechtsneutrale Sprache": Selbstverständlich wird Geschlecht im Englischen markiert, aber eben nicht als grammatische Varation der Substantive, sondern über die Personalpronomen "he" und "she", die dann die "Superposition" eines generischen Begriffes wieder geschlechtsspezifisch kollabieren lassen - oder, wie die Gygax-Studie belegt, über die Macht der Stereotype. Und warum ausgerechnet das erstrebenswerter sein soll, ist mir immer noch nicht klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, ich glaube nicht, dass die Abschaffung des generischen Maskulinums irgend einen nennenswerten Beitrag zur Gleichstellung der Frau leisten wird - allein schon deshalb nicht, weil es den Einfluss der stereotpischen Geschlechterrrollen noch zu verstärken scheint. Aber ich bin dennoch, wie ich eingangs schon erklärt hatte, absolut dafür, es so weit wie nur irgend möglich zu vermeiden. Weil es meistens unnötig ist. Und weil das bisschen Mühe, das mit der Vermeidung dieses Generikums verbunden ist, auch ein Zeichen des Respekts ist - für Frauen, die dann nicht mehr nur als "unter ferner liefen" unter die männliche Form subsumiert werden ("Liebe Kollegen", auch wenn's massenhaft Kolleginnen gibt), und für die LeserInnen und/oder ZuhörerInnen, die sich dann ein bisschen weniger die Köpfe zerbrechen müssen darüber, was oder wen ich nun genau gemeint habe könnte. Weil, kurz gesagt, Klarheit eine wichtige Eigenschaft guter Sprache ist, die meiner Ansicht nach sogar höher einzuschätzen ist als grammatische oder ortografische Korrektheit. Und weil ich nun schon seit Stunden an diesem Text gefummelt habe, es inzwischen zwei Uhr morgens ist, in viereinhalb Stunden mein Wecker klingelt und mein verbeulter Arm nun wirklich nicht mehr weitermachen will, überlasse ich hier darum Anatol Stefanowitsch das letzte Wort, dem ich sowieso nichts mehr hinzuzufügen hätte:&lt;blockquote&gt;Es ist auch umständlich und überflüssig, die Flagge eines Staatsgastes vor dem Reichstagsgebäude zu hissen, Menschen nett zu begrüßen und sich nach ihrem Befinden zu erkundigen oder mit Messer und Gabel zu essen. Trotzdem gelten diese Gesten als Zeichen von Respekt, Interesse und gutem Benehmen. Genauso könnte es umständlich und überflüssig sein, statt eines „generischen Maskulinums" eine der anderen Alternativen zu verwenden -- ein Zeichen für das Ziel einer allgemeinen Gleichberechtigung wäre es trotzdem.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/05/schrodingergrammatik.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/PPCr_jLWh3A" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/PPCr_jLWh3A/schrodingergrammatik.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 14 May 12 08:00:07 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Neue Grenzen um Stadtteile ziehen mit Foursquare [Diax's Rake]</title>
<description>Vier Forscher von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh haben sich einem interessanten Problem gestellt - wie teile ich eigentlich eine Stadt in Bezirke ein? Natuerlich gibt es traditionelle Grenzen von Stadtteilen, aber die sind meist alt hergebracht. Und die 'echten' Grenzen herauszufinden ist alles andere als einfach, denn existieren nur in den Koepfen der Menschen, die dort wohnen. Und die dort herauszubekommen, erfordert lange Interviewkampagnen, eine Methode die skaliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen machen sich die Forscher die moderne Welt und moderne Technik zunutze - Foursquare. Foursquare nimmt man als App mit und kann dann 'einchecken', wo man sich aufhaelt. Man kann es der Welt mitteilen oder einfach das Signal speichern, weil Signale speichern Nutzen bringen kann. Jetzt erlaubt Foursquare nicht direkt Zugriff auf diese Daten, aber indirekt laesst sich wenigstens ein Teil davon ueber Twitter-Meldungen abgreifen, und so kam eine Datenbank von 18 Millionen Check-Ins zustande.In ihrem &lt;a href="https://s3.amazonaws.com/livehoods/livehoods_icwsm12.pdf"&gt;Paper&lt;/a&gt; besprechen die Forscher die Methode, mit der sie aus diesen Daten eine neue Unterteilungen von Staedten gefunden haben - die sie 'Livehoods' taufen. Wer nicht an der Methode interessiert ist, sollte direkt zur zugehoerigen Webseite gehen - &lt;a href="http://www.livehoods.org/"&gt;Livehoods.com&lt;/a&gt; und mit den Karten spielen. Wer mich besuchen moechte, kann sich ja schonmal mit Oakland Downtown anfreunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenigstens ich finde die Methode ziemlich spannend. Sie basiert auf einem Graph aller Orte - wobei jeder Knoten ein Ort ist und mit den geographisch am naechsten liegenden 10 Orten durch eine Kante verbunden wird. Jede Kante erhaelt dann ein Gewicht zugeteilt, das groesser ist, wenn diese Orte sich sozial naeher sind. Das wiederum findet man dadurch heraus, die Aehnlichkeit der Check-Ins zu untersuchen: Werden zwei benachbarte Orte von den gleichen Menschen besucht? Dann liegen sie sich sozial nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Graph laesst man dann einen (spektralen) Cluster-Algorithmus los, um Orten, die geographisch nahe liegen und sozial zusammengehoeren in einer Gruppe, einem Livehood, zu sammeln. Die &lt;a href="http://www.livehoods.org/"&gt;Website&lt;/a&gt; bietet ziemlich viel Informationen dazu, man kann sich die Orte anschauen, die Charakteristiken der Livehoods und verwandte Livehoods identifizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe, dass die Forscher schon eine Firma gegruendet haben um diese Daten zu Geld zu machen, Marketing-Firmen werden fuer solche neuen Demographien sicher klingende Muenze hergeben...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber darueber hinaus bleibt nochmal auszubauen, was ich eben nur hingeworfen habe: Dass Dienste wie Foursquare als Erzeuger von Signalen wichtig sind, und ungeahnte Moeglichkeiten eroeffnen. Foursquare hat als solches erstmal scheinbar wenig Wert: Man kann ein bisschen Punkte sammeln, aber so richtig Moeglichkeiten eroeffnen sich begrenzt. Aber wenn man erstmal etwas Signale gesammelt hat, bieten sich mehr Wege, etwas damit anzufangen. Und genauso, wie Internetwerbung besser wird, wenn man Signale bereit stellt, werden lokale Signale in Zukunft eine immense Rolle darin spielen, neue und bessere Dienste bereitzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forscher ueberprueften ihre Ergebnisse daheim in Pittsburgh dann auch noch mit 27 intensiven Interviews. Dabei untersuchten sie beispielsweise ein Paar sehr unterschiedlicher Stadteile, an deren Grenze ein Whole Foods Market eroeffnet worden war (eine sehr beliebte und teure Kette "besserer" Nahrungsmittel). Waehrend die meisten Livehood-Eingrenzungen auf Zustimmung stiessen, kam es hier zu Dissenz: Die Interviewten glaubten naemlich eher, dass sich hier die Grenze zwischen den Stadtteilen aufloeste, wahrend der Algorithmus hier einen neuen, dritten Bezirk einfuehrte, die die Stadtteile weiter voneinander trennte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem anderen Beispiel wurde ein Stadtteil in vier Livehoods aufgeteilt - was auf breite Zustimmung bei den Interviewten stiess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und, wie immer, muessen auch die Grenzen der Methode erwaehnt werden. Ganz klar ist die Datenbasis gepraegt von jungen Menschen die Foursquare benutzen UND dann ihre Check-Ins per Twitter an die Welt schicken. Das zu aendern, wird aber alles andere als einfach sein.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2012/05/neue-grenzen-um-stadtteile-ziehen-mit-foursquare.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/7Ugx60anxA0" height="1" width="1"/&gt;</description>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 12 May 12 21:30:00 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Science: Politics by other means? [[sic]]</title>
<description>&lt;small&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/merchants-of-doubt.php"&gt;[Or read THIS POSTING in German&lt;/a&gt;]&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30980" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/merchantsofdoubt.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/merchantsofdoubt.php','popup','width=328,height=465,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/merchantsofdoubt-thumb-80x113.jpg" width="80" height="113" alt="merchantsofdoubt.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Colleague &lt;a href="http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/FIELD/Venice/pdf/news/Susan%20Schneegans%20bio.pdf"&gt;Susan Schneegans&lt;/a&gt;, editor of the UNESCO &lt;em&gt;A World of Science&lt;/em&gt; and the &lt;em&gt;Science Report&lt;/em&gt; series has pointed me to a new book: In the context of the US &lt;strong&gt;'Civil War' between science and dogma&lt;/strong&gt; (as &lt;a href="http://shawnotto.com/foolmetwice/"&gt;Shawn Otto&lt;/a&gt; puts it in his book -- see &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2011/10/fighting-the-assault-on-science-in-america.php"&gt;posting&lt;/a&gt;) the authors raise the question whether science  with its hidden agendas was actually just 'politics by other means': &lt;a href="http://www.merchantsofdoubt.org/"&gt;&lt;em&gt;Merchants of Doubt&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;. It should of course be asked as well whether the perspective of the book itself is catering to the same agendas. Susan says:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Focusing on the case of the USA, the authors, historians of science, show how scientists with a hidden political agenda organized successive disinformation campaigns in the public media over the past half-century to cloud the issues and sap public support for government regulation of the &lt;strong&gt;tobacco industry, DDT, acid rain &lt;/strong&gt;and, most recently &lt;strong&gt;climate change&lt;/strong&gt;. In most cases, the same scientists and conservative think tanks were involved, often financed by the companies that stood the most to lose from government regulation. This issue has particular relevance today in light of the campaign by climate change sceptics to oblige the media to be "impartial" in their coverage of climate change. &lt;br /&gt;
Oreskes and Conway argue that climate sceptics consider science 'as politics by other means'. They argue that these lobbyists feel threatened by environmental science because it has pinpointed the negative impact of the free market system (acid rain, DDT etc)  on the environment and human health and thus the need for government regulation.  To pressure the media to introduce 'balance' in their reporting, they  insist on equal time for opposing views via their Fairness Doctrine developed at the time of the tobacco issue. Oreskes and Conway write:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;While the idea of equal time for opposing opinions makes sense in a two-party system, it does not work for science because science is not about opinion. It is about evidence. It is about claims that can be, and have been, tested through scientific research ... that is subject to critical review by a jury of scientific peers. Claims that have not gone through that process - or have gone through it and failed - are not scientific and do not deserve equal time in a scientific debate. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/merchants-of-doubt-e.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/Db49Uhu3R3I" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/Db49Uhu3R3I/merchants-of-doubt-e.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 12 May 12 09:33:31 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Wissenschaft als "Politik mit anderen Mitteln"? [[sic]]</title>
<description>&lt;small&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/merchants-of-doubt-e.php"&gt;[Or read THIS POSTING in English&lt;/a&gt;]&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30980" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/merchantsofdoubt2.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/sic/merchantsofdoubt2.php','popup','width=328,height=465,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/assets_c/2012/05/merchantsofdoubt-thumb-100x141.jpg" width="100" height="141" alt="merchantsofdoubt.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Kollegin &lt;a href="http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/FIELD/Venice/pdf/news/Susan%20Schneegans%20bio.pdf"&gt;Susan Schneegans&lt;/a&gt;, Chefredakteurin des von der UNESCO herausgegeben &lt;em&gt;A World of Science&lt;/em&gt; sowie der &lt;em&gt;Science Report&lt;/em&gt;-Reihe hat gerade auf ein neues Buch hingewiesen, das im Kontext des US-amerikanischen &lt;strong&gt;"Bürgerkriegs" zwischen Wissenschaft und Dogmatik&lt;/strong&gt; (wie es &lt;a href="http://shawnotto.com/foolmetwice/"&gt;Shawn Otto&lt;/a&gt; in seinem neuen Buch beschreibt -- siehe &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2011/10/fighting-the-assault-on-science-in-america.php"&gt;Blogbeitrag&lt;/a&gt;) einen kritischen Blick auf die Frage wirft, in wie weit Wissenschaft dirtekt "Politik macht" bzw. machen sollte: &lt;a href="http://www.merchantsofdoubt.org/"&gt;&lt;em&gt;Merchants of Doubt&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;. Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob nicht allein schon diese Perspektive darauf abzielt, Politik zu machen. Susan schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Focusing on the case of the USA, the authors, historians of science, show how scientists with a hidden political agenda organized successive disinformation campaigns in the public media over the past half-century to cloud the issues and sap public support for government regulation of the &lt;strong&gt;tobacco industry, DDT, acid rain &lt;/strong&gt;and, most recently &lt;strong&gt;climate change&lt;/strong&gt;. In most cases, the same scientists and conservative think tanks were involved, often financed by the companies that stood the most to lose from government regulation. This issue has particular relevance today in light of the campaign by climate change sceptics to oblige the media to be "impartial" in their coverage of climate change. &lt;br /&gt;
Oreskes and Conway argue that climate sceptics consider science 'as politics by other means'. They argue that these lobbyists feel threatened by environmental science because it has pinpointed the negative impact of the free market system (acid rain, DDT etc)  on the environment and human health and thus the need for government regulation.  To pressure the media to introduce 'balance' in their reporting, they  insist on equal time for opposing views via their Fairness Doctrine developed at the time of the tobacco issue. Oreskes and Conway write:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;While the idea of equal time for opposing opinions makes sense in a two-party system, it does not work for science because science is not about opinion. It is about evidence. It is about claims that can be, and have been, tested through scientific research ... that is subject to critical review by a jury of scientific peers. Claims that have not gone through that process - or have gone through it and failed - are not scientific and do not deserve equal time in a scientific debate. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/merchants-of-doubt.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/NfT6DWdL4jo" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/NfT6DWdL4jo/merchants-of-doubt.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 12 May 12 09:13:45 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Open Access Debate at SAGE [[sic]]</title>
<description>Originating from a passionate debate at PCST conference in Florence between the plenum and Prof. Martin Bauer, editor of the lead journal in the science communication field ("PUS -- &lt;a href="http://pus.sagepub.com/"&gt;Public Understanding of Science&lt;/a&gt;") on whether the journal should and could be Open Access or not, this discussion is now being continued on the &lt;a href="http://pus-journal.blogspot.de/2012/05/open-access-to-public-understanding-of.html"&gt;blog site&lt;/a&gt; of the publishing house Sage. Please feel free to get involved.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/open-access-sage.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/indhlNDfguo" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/indhlNDfguo/open-access-sage.php</link>
<guid isPermaLink="false">http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/open-access-sage.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 12 May 12 08:44:19 -0400</pubDate>
<feedburner:origLink>http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/open-access-sage.php</feedburner:origLink></item>

<item>
<title>Gibt es ein "generisches Maskulinum"? [Hier wohnen Drachen]</title>
<description>&lt;p&gt;Geschlechtergerechte Sprache ist ja immer ein Aufregerthema. Versteht nicht jeder sofort, was gemeint ist und weiß, dass "die Studenten" natürlich auch Frauen sein können? Beeinflusst ein solches "generische Maskulinum" unser Denken? Eine wissenschaftliche Studie, &lt;a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-12-14/frauen-natuerlich-ausgenommen"&gt;auf die ich kürzlich aufmerksam gemacht wurde&lt;/a&gt;, gibt eine einigermaßen klare Antwort auf diese Frage.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist natürlich nicht ganz einfach, diese Frage zu untersuchen, denn man braucht ja einen Vergleich zwischen Formulierungen mit generischem und ohne generisches Maskulinum, und wirklich neutrale Formen sind im Deutschen ja ziemlich selten und ungewohnt. Die ForscherInnen haben deshalb drei unterschiedliche Sprachen miteinander verglichen: Deutsch und Französisch als Sprachen mit ausgeprägtem "generischen Maskulinum" sowie Englisch als wesentlich neutralere Sprache.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann legten sie Versuchspersonen Satzpaare in den jeweiligen Sprachen vor, beispielsweise dieses:&lt;br /&gt;
(1) Die Sozialarbeiter gingen durch den Bahnhof.&lt;br /&gt;
(2) Weil das Wetter schön war, trugen einige der Frauen keinen Mantel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Versuchspersonen sollten dann entscheiden, ob der zweite Satz eine korrekte Fortführung des ersten Satzes sein könnte. Wenn "die Sozialarbeiter" ein generisches Maskulin ist, dann ist das sicherlich korrekt, wenn "die Sozialarbeiter" dagegen als männlich verstanden werden, dann nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich hat man hier das zusätzliche Problem, das gewisse Bezeichnungen für Personen tendenziell eher als männlich oder weiblich stereotypisiert sind - Kosmetiker sind wohl meist weiblich, Ingenieure öfters männlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In einer Voruntersuchung wurden deshalb insgesamt 126 Personenbezeichnungen von Versuchspersonen danach eingestuft, ob es sich hier eher um Männer oder um Frauen handeln dürfte. Von diesen 126 Gruppenbezeichnungen wurden 36 ausgewählt, die von 
Sprechern aller drei Sprachen als deutlich "typisch männlich", "typisch 
weiblich" oder "neutral" eingestuft wurden. &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So entstehen also drei Gruppen von Personenbezeichnungen: Solche mit eher männlichem Stereotyp (Spion, Politiker, Flieger), solche mit eher neutralem Stereotyp (Spaziergänger, Kinobesucher, Nachbar) und solche mit weiblichem Stereotyp (Krankenpfleger, Wahrsager, Geburtshelfer). &lt;/p&gt;Anschließend wurden dann verschiedene Satzpaare wie im Beispiel oben verwendet und von Versuchspersonen danach eingestuft, ob der zweite Satz jeweils eine gültige Fortsetzung des ersten sein könnte.

&lt;p&gt;Bei den englischsprechenden Versuchspersonen war das Ergebnis ziemlich eindeutig: Wenn es sich um ein männliches Stereotyp bei der Personenbezeichnung handelte, dann akzeptierten 88% der Versuchspersonen eine Fortsetzung mit männlichen Begriffen, aber nur 65% eine, bei der der zweite Satz von Frauen handelte. Bei einem weiblichen Stereotyp war es umgekehrt, 85% akzeptierten einen zweiten Satz, in dem es um Frauen ging, 66% einen Satz mit Männern. War das Stereotyp neutral, so wurden 81% der Fortsetzungssätze akzeptiert, unabhängig vom Geschlecht, das im zweiten Satz spezifiziert wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Schlussfolgerung ist hier ziemlich klar: Englischsprechende Versuchspersonen lassen sich tendenziell vom Stereotyp leiten, also davon, ob die jeweils beschrieben Personengruppe tendenziell als männlich, weiblich oder neutral empfunden wird, und halten eine zum Stereotyp passende Fortsetzung für plausibler.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Betrachten wir als nächstes die französisch-sprechende Gruppe. Bei einem männlichen Stereotyp wurde ein Fortsetzungssatz mit Männern&amp;nbsp; in 83% der Fälle als gültig akzeptiert, einer mit Frauen nur mit 58%. Von den insgesamt etwas geringeren Prozentzahlen abgesehen, ist das Ergebnis dem der Englisch-Sprechenden sehr ähnlich. War aber das Stereotyp im ersten Satz weiblich, dann wurden trotzdem Männer im Fortsetzungssatz mit 77% akzeptiert, Frauen nur mit 59%. Im Fall eines neutralen Stereoytps war das Ergebnis ähnlich, Männer wurden in 73% der Fälle akzeptiert, Frauen in 56% der Fälle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist also, anders als bei den Englisch-Sprechenden, nicht das Stereotyp, das entscheidet, sondern es werden in allen Fällen eher Männer als Frauen als mögliche Fortsetzung für einem Satz akzeptiert, der ein generisches Maskulinum verwendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Deutschen waren die Ergebnisse prinzipiell ähnlich wie im Französischen, allerdings auf einem insgesamt niedrigeren Prozentniveau: Bei männlichem Stereotyp wurden Männer in 69% der Fälle akzeptiert, Frauen in 35% der Fälle, bei neutralem Stereotyp waren es 72% und 45%, bei weiblichem Stereotyp 65% und 40%. Auch hier sind die Zahlen also in allen drei Fällen ähnlich und es wurden generell Männer eher als gültige Fortsetzung akzeptiert als Frauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Achtung, dies bedeutet &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt;, dass die entsprechenden Stereotypen im Deutschen oder Französischen nicht existieren - die wurden ja in einer Voruntersuchung gefunden. Aber obwohl die meisten beim Beruf "Kosmetiker" eher an eine Frau denken, wird dieser Effekt anscheinend durch das generische Maskulinum überlagert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allerdings fällt auf, dass die Zahlen bei den Französisch- und Deutsch-Sprechenden Versuchspersonen generell niedriger ausfallen. Man könnte argumentieren, dass diese den ersten Satz eben als generisch interpretieren, also implizit erwarten, dass es sich um eine gemischt-geschlechtliche Gruppe handelt, und deshalb dann den zweiten Satz häufiger nicht akzeptieren, weil "einige der Frauen" dann für sie implizierte, dass es sich &lt;strike&gt;im zweiten&lt;/strike&gt; schon im ersten Satz ausschließlich um Frauen handelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die ForscherInnen halten diese Erklärung - zumindest als alleinige - für nicht zutreffend. Zum einen, weil man dann erwarten müsste, dass zumindest einige Versuchspersonen solche Fortsetzungssätze mit weiblicher Fortsetzung niemals akzeptieren. So ist es aber nicht, die Akzeptanz fällt zwar geringer aus, aber es gab keine Versuchsperson, die eine weibliche Fortsetzung im zweiten Satz grundsätzlich immer ablehnte. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;Die Autorinnen führen noch ein weiteres Argument an, das ich aber nicht verstanden habe, deswegen hier nur das Zitat:&lt;br /&gt;
&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;small&gt;Furthermore, in our pilot study female continuations were only taken to indicate that the group comprised exclusively of women in six instances (4%).&lt;/small&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;small&gt;&lt;br /&gt;
Woher diese Information stammt, ist mir aus dem Text nicht klar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;/small&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein weiterer Einwand könnte darin bestehen, dass sich die englische Kultur einfach generell stark von der deutsch- oder französisch-sprachigen Kultur der Schweiz (wo die Experimente stattfanden) unterscheidet. Dafür gibt es aber keinen Beleg, und die Untersuchung, welche Rollen wie stereotypisiert werden, hat einen solchen Unterschied auch nicht gezeigt. Wer also so argumentieren will, müsste dafür einen Beleg bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es wurde übrigens auch untersucht, wie lang die Reaktionszeiten bei positiven Antworten jeweils waren - braucht jemand, der deutsch oder französisch spricht, länger, um zu erkennen, dass eine weibliche Fortsetzung für ein generisches Maskulinum möglich ist? In der Arbeit wird dies zumindest bei der deutschsprachigen Gruppe gefunden (in einer leider nicht sehr genau ausgeführten statistischen Analyse), bei der französischsprachigen nicht. Die Daten sind allerdings nicht besonders eindeutig, weil die Streuung der Versuchsergebnisse sehr hoch und der Effekt eher klein ist. Sehr ausgeprägt ist ein solcher "Verzögerungseffekt" also anscheinend nicht. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Experimente wurden in Norwegen durchgeführt. Norwegisch hat anscheinend ursprünglich ähnlich klare grammatische Geschlechter wie das Deutsche oder Französische, in den letzten 30 Jahren wurde aber die Sprache so verändert, dass die weiblichen Bezeichnungen immer weniger verwendet wurden, so dass das männliche Geschlecht heutzutage tatsächlich generisch verwendet wird wie im Englischen. Es zeigte sich, dass bei der Akzeptanz einer gültigen Fortsetzung bevorzugt Männer gewählt wurden, wenn es sich um ein männliches Stereotyp handelte, und Frauen bei einem weiblichen Stereotyp, so wie im Englischen. Ist das Stereotyp allerdings neutral (wie "Nachbar"), dann gab es eine Bevorzugung von Männern gegenüber Frauen. Die Autoren schließen daraus, dass es immer noch einen "Nacheffekt" der ursprünglichen Sprachform gibt - ob das wirklich plausibel ist, weiß ich nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was meiner Ansicht nach bei diesen Studien schade ist, ist, dass keine echt neutralen Formen im Deutschen ausprobiert wurden, wie beispielsweise "Kind", "Mitglied", "Person" oder auch moderne Konstrukte wie "Studierende". Das könnte zeigen, ob in diesem Fall dann keine Bevorzugung eines Geschlechts mehr vorliegt, wie im Englischen, oder ob auch dann die männliche Form gegenüber der weiblichen deutlich bevorzugt wäre (so wie bei den stereotyp-neutralen Formen im Norwegischen).  Wie gesagt, da das Experiment so nicht durchgeführt wurde, kann man hier nur spekulieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So oder so scheint mir das Ergebnis der Studien relativ deutlich: Das sogenannte "generische Maskulinum" wird tendenziell eher als echtes Maskulinum verstanden und es fällt Versuchspersonen schwerer, sich unter einer generischen Form Frauen vorzustellen. Anscheinend beeinflusst die Grammatik unser Denken also doch. Grund genug, über geschlechtsneutrale Formulierungen nachzudenken. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr&gt;
Gygax, P., Gabriel, U., Sarrasin, O., Garnham, A. &amp;amp; Oakhill, J. (2009). Some grammatical rules are more difficult than others: The case of the generic interpretation of the masculine.
European Journal of Psychology of Education, 24, 235-246

&lt;p&gt;Gygax, P., Gabriel, U., Sarrasin, O., Garnham, A. &amp;amp; Oakhill, J. (2008). There is no generic masculine in French and German: When beauticians, musicians and mechanics are all men. &lt;br /&gt;
Language and Cognitive Processes, 23(3), 464-485.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gefunden via &lt;a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-12-14/frauen-natuerlich-ausgenommen"&gt;Sprachlog&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/05/gibt-es-ein-generisches-maskulinum.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/qCmNYTAVoH4" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/qCmNYTAVoH4/gibt-es-ein-generisches-maskulinum.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Fri, 11 May 12 18:00:00 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Von sozialwissenschaftlichen Schiffen und menschelnder Forschung [SocioKommunikativ]</title>
<description>Auch in den Sozialwissenschaften gibt es so manche, die sich zu Kapitänen aufschwingen, die laut hier schreien und sagen, dass sie wüssten wie zu navigieren sei. Die stehen dann unbeirrt auf ihren (medialen) Booten, wenn sie schon prominenter sind auf ihren Schiffen, manche haben dann irgendwann Flotten und erklären der Welt wie sie funktioniert. Mein Lieblingsbeispiel: Filzmaier. Einer der sich sehr konsequent zum medialen Experten gemacht hat. Vom Tutor auf der Politikwissenschaft zum politischen Realitätsdeuter bei jeder Wahl. Ein wahrer Kapitän der Zusammenhangserklärungen. (Medien brauchen Gesichter, sonst kann nicht zugeordnet werden.)Doch der Rest ohne Deutungshoheit? Die die kein mediales Booterl oder Schiff ihr Eigen nennen, die forschen um zu hinterfragen und zu ordnen? Unbrauchbar für den Alltag?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher für den alltäglichen Alltag. ;) Nicht aber um genau hinzuschauen. Die Schubladen auf den Booten zu hinterfragen, zu schauen welche Konsequenzen sie haben und zu fragen, ob es nicht andere mögliche Schubladen gäbe, ist eine Kernaufgabe der Sozialwissenschaften. Und ums wiederum zu relativeren und einzuschränken sind das vor allem die explorativen Sozialwissenschaften, die sich auf neues Terrain wagen. Unter die Oberfläche zu schauen, Zusammenhänge aufzudecken und sich neue Routen zu überlegen, ist manchmal ein unbequemes und irritierendes Tagesgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das soziale Miteinander ist genauso ein Forschungsgegenstand, wie alle anderen Disziplinen. Nur brauchen wir alle unsere Schubladen und Navigationsinstrumente, um durch den Alltag zu kommen. Alle ausnahmslos alle, auch die Menschen, die diese Art von Wissenschaft machen. Wir können nicht distanziert davon objektiv forschen und uns als Personen ausschalten, sondern müssen diese Schemata kennen, hinterfragen und uns vor allem bewusst sein, dass wir sie nie zur Gänze kennen werden. Verändert werden kann nur, was uns auch bekannt ist. Und diese Näherungen und Relativitäten in diesem Forschungsfeld machen diese Form von Wissenschaft auch so schwer greif- und verwertbar. Besser das gleich als wertlos zu etikettieren und damit in die Schublade für Unnötiges zu verfrachten? Oder im Wissen, um die Unzulänglichkeiten - die alle anderen Wissenschaften ebenso haben, aber das ist ein anderes Thema - den Gegenstand weiterzutreiben, um uns überhaupt bewusst zu werden mit welchen Schiffen, Flotten, Routen und Häfen wir tagtäglich agieren. Und um die Welt etwas gerechter, die Zugänge zu den Schiffen egalitärer, die Routen greifbarer und die sicheren Häfen offener zu gestalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Perspektiven einnehmen und sich dessen bewusst sein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind nicht eindeutig. Gruppierungen, Organisationen, Gesellschaften, d.h. alle unterschiedlichen Zusammensetzungen menschlicher Ansammlungen sind nie klar abgegrenzt, nie konstant und in keinem Moment gleich. Eine der Grundkonstanten von Forschung in anderen Disziplinen, nämlich dass z.B. Experimente unter gleichen Bedingungen wiederholbar und gültig sein müssen, trifft auf Sozialwissenschaften nie zu. Wissenschaftliche Gütekriterien wie Reliabilität, Validität oder Objektivität sind Ideale, denen mit gewissen Regularien begegnet werden. Aber endgültig oder absolut können sie noch viel weniger sein als in anderen Disziplinen. Allein die Tagesverfassung eines Menschen ändert alles. Eine soziale Situation ist nicht wiederholbar, keine Situation kann der anderen je gleichen. Diesem Fakt begegnen die Sozialwissenschaften mit unterschiedlichen Strategien. Doch gemeinsam haben sie alle: Das Bewusstsein, dass alles relativ ist und viel Zeit darauf verwendet werden sollte gründlich und genau zu überlegen wie Forschungssettings aussehen, was sie bedingen und wie der sozialen Komplexität begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unterschiedliche sozialwissenschaftliche Zugänge: Erklären versus Verstehen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recht viele unterschiedliche Schifferln bilden die kleine Flotte der Sozialwissenschaften. Oft fahren sie auch im Verband mit Kultur- oder auch Geisteswissenschaften. Am bekanntesten und leichtesten greifbar sind die Richtungen, die versuchen Allgemeinheit zu beschreiben und die am wenigsten relativieren. Die oben erwähnten Kapitäne der (medialen) RealitätsdeuterInnen finden sich in diesem Sektor. Markt- und Meinungsforschung, Wahlumfragen, Evaluierungen mit unterschiedlichen Zielrichtungen: Kurz alles das mit Umfragen agiert und dabei versucht der Allgemeinheit gerecht zu werden und die Welt zu erklären - Repräsentativität meint dabei, dass die gezogene Stichprobe die Bevölkerung bzw. den adressierten Teil eines Bevölkerungsausschnittes abbildet. Und so gerne diese Ergebnisse medial verwendet werden, Zahlen sind immer großartig für JournalistInnen, so wenig aussagekräftig sind sie oft. Ein Beispiel dafür sind Wahlprognosen, die so gut wie nie treffsicher sind. Auch weil eine Stichprobe von 400 Personen nie die Aussagekraft haben kann, die eigentlich notwendig wäre. Die Fehlerquoten sind einfach zu hoch. Und trotzdem kommen genau aus diesem Gebiet die meisten ExpertInnen, die dann zu gewissen Anlässen ihre Meinungen und Prognosen zum Besten geben. Eben weil sie  vorgeben etwas Absolutes sagen zu können, oft mit Zahlen aufwarten können und die Aussagen gut und recht simpel auf einige wenige Kernpunkte reduziert werden können. Komplexitätsreduktion ist nun einmal das Hauptgeschäft von medialer Berichterstattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich weniger präsent und greifbar sind Ansätze, die versuchen zu verstehen. Hier ein kleines Beispiel aus dem entgegengesetzten Pol sozialwissenschaftlicher Arbeit, eines aus meiner Forschungspraxis: Ich arbeite als Kommunikationswissenschafterin, ein Zweig der üblicherweise sehr stark aus den oben erwähnten RealitätsdeutungskapitänInnen besteht und auch recht gern medial präsent ist, in einem sehr untypischen Feld. Seit 2008 beschäftige ich mich mit Architektur und Stadt im weiteren und mit Wohnbau im engeren Sinne. Auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich? Scheint so, zumindest reagieren KollegInnen, vor allem aber Studierende meist recht irritiert. Kommunikation und Bauen haben für diese auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Literatur dazu ist spärlich, Forschung dazu eher selten, d.h. es gibt kaum befahrene Routen und nur einige Expeditionsschifferln, die sich in diese Gewässer bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier mit der gerade beschriebenen erklärenden und deskriptiven Forschungsweise vorzugehen, brächte nicht viel, da diese Vorannahmen und Vorwissen benötigen. Der Forschungsgegenstand muss also im Prozess mitgebildet, mitreflektiert und mitentworfen werden. Dazu sind gänzlich andere Skills und Strategien nötig. Um bei der Schiffsmetapher zu bleiben: Die nötigen Fahruntersätze sind zuerst eher Flößen ähnlich,  werden beim Schreiben eines Antrages zu tragfähigen Booterln umgebaut, auf ein theoretisches und methodisches Fundament gesetzt um dem Forschungsgegenstand gerecht zu werden und werden letztendlich - Route und Ziel sind ja anfangs nicht klar - während der Fahrt laufend adaptiert. In meinem letzten Projekt ‚Modes of Design' ging es genau um so einen Prozess: Die grundsätzliche Fragestellung war gut greifbar und kam aus dem Alltagsrepertoire meines Kollegen. Beim Bauen von Wohnbauten gibt es einen Entwurfsprozess mit verschiedenen Beteiligten. ArchitektInnen, Bauträger und noch einige ExpertInnen planen in unterschiedlichen Konstellationen die jeweiligen Gebäude. Während des Bauens sind diverse Firmen in unterschiedlichen Strukturen beteiligt. Wie genau diese Prozesse ablaufen, ist nie ganz ident, wenig beforscht und letztendlich in vielen Zügen im Sinne von Übersichts- oder Ordnungswissen unbekannt. Die beteiligten Personen agieren aufgrund von Ausbildungen, Erfahrungswerten und Annahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wenig bis kaum geschieht ist die Auseinandersetzung mit den Menschen, die dann letztendlich aber die eigentlichen Betroffenen sind: Die Menschen, die in diesen Wohnbauten leben. Sie sind nur implizit Teil des Prozesses, werden von den professionell Beteiligten mitgedacht, mitkonstruiert und argumentativ verwendet. Gebaut wird also nicht für konkrete Menschen - das wäre im Massenwohnbau sehr aufwändig - sondern für imaginierte Vorstellungen. Welche das sind und woher diese kommen, wie diese verwendet werden und was das für einen Einfluss auf die Entwurfsprozesse hat, war  eine der Perspektiven des Projektes. Dieses Wissen existiert nicht, sondern konnte nur erforscht, d.h. zusammengetragen, analysiert und auf eine systematisierende, theoretische Ebene gebracht werden. Ebenso wie die zweite wichtige Perspektive - und da steckt sicherlich auch unsere ‚hidden agenda' dahinter - der Blickwinkel der BewohnerInnen. Da diese nicht real, sondern nur imaginiert, im Entwurfsprozess vorkommen, stellt sich die Frage, wie diese ihre bewohnten Gebäude überhaupt sehen. Ist das was im Entwurfsprozess gedacht, gestaltet und geplant wurde, für die BewohnerInnen erkennbar? Wie rezipieren diese ihre Wohngebäude? Wie werden diese genutzt und welche Prioritäten werden gesetzt? Auch diese Daten gibt es nicht, Literatur dazu ist nur in Grundzügen vorhanden und der einzige Weg hier zu Erkenntnissen zu kommen, war ins Feld zu gehen und zu erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip schließt unser Projekt also auf wissenschaftlicher Ebene eine Lücke, die der Alltag offen lässt und aus seinem meist auf Erfahrungen basierenden Wissen nicht beantworten kann. Praktischen Nutzen hat das, bei allem Aufwand, allemal. Die oben erwähnte ‚hidden agenda' ist sicherlich die Perspektive der BewohnerInnen, passenderweise im Entwurfsprozess meist als NutzerInnen betitelt, in Entwurfsprozesse einzubringen und zu reflektieren. Ebenso aber auch den professionell Beteiligten rückzuspiegeln was eigentlich passiert: Welche Ideen und Strategien verwendet werden, welche Richtungen es gibt und was dies alles im Baualltag mit sich bringen kann. Ein Ziel ist also das Gesamte weiterzuentwickeln und auch mögliche, neue Perspektiven zu eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art zu forschen bedingt einen sehr offenen Zugang. Wenn nicht bekannt ist, wie die Routen und Wege laufen und welche Wassergefährte dafür zu gebrauchen sind, dann kann konsequenter Weise nur Offenheit als Prinzip gelten. Wenn andere Zugänge versuchen menschliche Komponenten wie VersuchsleiterInnen möglichst auszuklammern, um damit Wissenschaftlichkeit herzustellen - Beispiel dafür sind z.B. psychologische Experimente im Labor - kann dieser Zugang bei dem es um das Erforschung eher unerschlossener Gebiete geht, dies genau nicht tun. Das Wissen das in explorativen, interpretativen und qualitativen Projekten generiert werden soll, kann nur von Menschen mit Menschen direkt in der sozialen Welt, im Sozialwissenschaftssprech: Feld, erhoben werden. Versucht wird Phänomenen auf den Grund zu gehen, Zusammenhänge zu verstehen, Konzepte aufzuspüren und letztendlich damit auch für den Alltag anschlussfähig zu bleiben. Wir sammeln Narrationen und erzählen in gewisser Weise Geschichten aus dem Alltag. (Mehr dazu in einem späteren Beitrag.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Güte liegt dabei nicht in den Instrumenten, wie das z.B. bei Umfragen mittels Fragebögen argumentiert wird, sondern in gewisser Weise in den handelnden Personen. Adele Clarke, Soziologieprofessorin in San Francisco und eine Vertreterin der im interpretativen Paradigma verhafteten Grounded Theory, hat dies letztes Jahr in einem Seminar sehr klar formuliert: Das Instrument sind wir, die Forschenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass dies viele Probleme mit sich bringt, viele Unklarheiten beinhaltet und die Unschärfen teils schwierig zu bemessen sind, liegt in der Natur der Sache. Ohne Erkenntnistheorie, viel Reflektion und letztlich Persönlichkeitsentwicklung funktioniert das nicht. Forschung die menschelt und menschelnde Forschung: Irritierend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Projekt ‚Modes of Design' ist finanziert vom FWF, dem österreichischen Wissenschaftsfonds, und angesiedelt an der TU Wien, Institut für Architektur und Entwerfen, Abteilung Gestaltungslehre unter der Leitung von András Pálffy. Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projektes ist, gemeinsam mit der Autorin, &lt;a href="http://www.temel.at/"&gt;Robert Temel&lt;/a&gt;. Abstract zum Projekt: &lt;a href="http://www.fwf.ac.at/en/abstracts/abstract.asp?L=E&amp;PROJ=P20362"&gt;http://www.fwf.ac.at/en/abstracts/abstract.asp?L=E&amp;PROJ=P20362&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/2012/05/von-sozialwissenschaftlichen-schiffen-und-menschelnder-forschung.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/ANZfWFMjC5s" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/ANZfWFMjC5s/von-sozialwissenschaftlichen-schiffen-und-menschelnder-forschung.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Fri, 11 May 12 03:59:53 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Maya-Kalender: Archäologen entdecken die bisher ältesten astronomischen Daten [Astrodicticum Simplex]</title>
<description>Archäologen aus den USA haben in Guatemala die &lt;a href="http://www.sciencemag.org/content/336/6082/714"&gt;bisher ältesten astronomischen Aufzeichnungen der Maya entdeckt&lt;/a&gt;. Die Weltuntergangsfans muss ich aber leider enttäuschen. Auch in diesen Inschriften ist nichts vom &lt;a href="http://2012faq.de"&gt;Ende der Welt im Jahr 2012&lt;/a&gt; zu lesen.  Schaffen wir den ganzen Pseudowissenschaftskram gleich zu Beginn aus dem Weg. Aus der Entdeckung der Archäologen folgt &lt;i&gt;NICHT&lt;/i&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt;das die Welt im Dezember 2012 (oder sonst irgendwann) untergeht.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt;das der Maya-Kalender endet&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt;das die Maya irgendwas für irgendwann prophezeit hätten&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt;das die Maya irgendwas Mysteriöses getrieben oder gewusst haben&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;li&gt;das die Maya geheimnisvolles und unerklärliches astronomisches Wissen hatten&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30943" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/10/saturno1HR.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/10/saturno1HR.php','popup','width=2400,height=1599,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/10/saturno1HR-thumb-500x333.jpg" width="500" height="333" alt="saturno1HR.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;&lt;small&gt;Ruinen in der Maya-Stadt Xultun (Bild: Tyrone Turner © 2012 National Geographic)&lt;/small&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Und jetzt schauen wir uns mal an, was William Saturno von der Universität Boston und seine Kollegen &lt;i&gt;wirklich&lt;/i&gt; entdeckt haben. Die Archäologen haben die Ruinen der Maya-Siedlung &lt;i&gt;Xultun&lt;/i&gt; ausgegraben und untersucht. In dieser Stadt wohnten früher einmal an die zehntausend Maya - es war also eine wichtige Siedlung. Die Forscher fanden dabei einen kleinen Raum, dessen Wände mit Schriftzeichen bedeckt waren. Vor allem von Zahlen. Die Zahlen beschreiben die Bewegung von Mond, Venus, Mars und vermutlich auch die von Merkur. Besonders die 177 und die 178 tauchten immer wieder. Der Zeitraum von 177 Tagen ist allerdings in der Maya-Forschung schon bekannt. Ein Mondmonat, also ein Umlauf des Mondes um die Erde, dauert etwa 29,5 Tage. Sechs dieser Monate ergeben 177 Tage, das ist das "Mond-Semester", dass bei den Maya eine große Rolle in der Zeitrechnung gespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30946" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/10/saturno7HR.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/10/saturno7HR.php','popup','width=2104,height=1564,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/10/saturno7HR-thumb-500x371.jpg" width="500" height="371" alt="saturno7HR.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;&lt;small&gt;Rechnungen an der Wand (Bild: William Saturno and David Stuart © 2012 National Geographic)&lt;/small&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saturno beschreibt die Situation &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/aeltester-maya-kalender-in-xultun-in-guatemala-entdeckt-a-832436.html"&gt;so&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;"Es ist wie in der Serie 'Big Bang Theory' - sie stehen vor einem mathematischen Problem und schreiben es einfach an die Wand."&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an der Entdeckung ist das Alter. Die übrigen Inschriften an den Wänden lassen eine Datierung auf das Jahr 814 zu. Das ist wesentlich älter als die bisher bekannten Aufzeichnungen der Maya. Der berühmte Dresdner-Codex stammt aus dem 13. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Archäologen sind begeistert über so gut erhaltene alte Inschriften. Die &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/stonehenge-nascalinien-und-die-navigation-der-wikinger-archaoastronomie.php"&gt;Archäoastronomen&lt;/a&gt; werden die Zahlen und Tabellen nun mit Begeisterung auswerten und mehr über die Entstehung und Entwicklung des Maya-Kalenders herausfinden. Nur die Weltuntergangsfreaks können weiter gehen. Für sie gibt es hier kein Material, das sie in ihre Katastrophenszenarien einbauen können. 	&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/weltuntergang-2012-fragen-und-antworten.php"&gt;&lt;span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;img alt="Vorschaubild für 2012bannerneu.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/11/10/2012bannerneu-thumb-450x69.jpg" class="mt-image-center" style="margin: 0pt auto 20px; text-align: center; display: block;" height="69" width="450" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;hr&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;font style="font-size: 1em;"&gt;&lt;u&gt;&lt;b&gt;Ähnliche Artikel:&lt;/b&gt;&lt;/u&gt;&lt;/font&gt;&lt;font style="font-size: 1em;"&gt; &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/weltuntergang-2012-fragen-und-antworten.php"&gt;2012-FAQ&lt;/a&gt;,&lt;/font&gt;&lt;font style="font-size: 1em;"&gt; &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/01/2012-keine-panik-das-buch-zum-weltuntergang.php"&gt;2012 - Keine Panik: Das Buch zum Weltuntergang&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/01/kein-weltuntergang-am-21-12-2012.php"&gt;Kein Weltuntergang am 21.12.2012 Teil 1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/07/kein-weltuntergang-am-21122012-teil-2.php"&gt;Kein Weltuntergang am 21.12.2012 Teil 2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/11/weltuntergang-2012-schlagzeilenhysterie-um-die-zweite-inschrift-der-maya.php"&gt;Weltuntergang 2012: Schlagzeilen-Hysterie um die "zweite Inschrift" der Maya&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/nasa-und-nibiru.php"&gt;NASA und Nibiru&lt;/a&gt;,&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/02/analyse-der-nostradamus-effekt-2012-das-ende-der-welt.php"&gt;Der Nostradamus-Effekt: Weltuntergang 2012&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/09/warum-es-planet-x-nicht-geben-kann.php"&gt;Warum es Planet X nicht geben kann&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/08/die-position-und-helligkeit-des-planet-x-am-himmel.php"&gt;Position und Helligkeit von Planet X&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/2012-und-der-gefahrliche-sonnensturm.php"&gt;2012 und der gefährliche Sonnensturm&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/analyse-2012-das-jahr-der-apokalypse.php"&gt;Analyse: 2012 - Das Jahr der Apokalypse&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/05/bricht-2012-der-supervulkan-im-yellowstonenationalpark-aus.php"&gt;Wird der Yellowstone-Vulkan 2012 ausbrechen?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/07/der-himmel-lasst-sich-nicht-vertuschen.php"&gt;Der Himmel lässt sich nicht vertuschen&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/09/werden-die-planeten-2012-alle-in-einer-reihe-stehen.php"&gt;Werden die Planeten 2012 in einer Reihe stehen?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/09/es-gibt-keinen-synchronisationsstrahl-aus-dem-zentrum-der-milchstrasse.php"&gt;Es kommt kein Synchronisationsstrahl aus dem Zentrum der Milchstrasse&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/03/911-weltuntergang-2012-und-das-beben-in-japan.php"&gt;9/11, Weltuntergang 2012 und das Beben in Japan&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/04/2012-und-die-sonnenaktivitat-der-bewusstseinssprung-des-dieter-broers-teil-1.php"&gt;Bewusstseinssprung 2012 Teil 1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/04/2012-und-die-sonnenaktivitat-der-bewusstseinssprung-des-dieter-broers-teil-2.php"&gt;Bewusstseinssprung 2012 Teil 2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/es-wird-2012-keinen-polsprung-geben.php"&gt;Es wird 2012 keinen Polsprung geben&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/11/weltuntergang-2012-bei-welt-der-wunder.php"&gt;Weltuntergang 2012 bei Welt der Wunder&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/06/elenin-ist-kein-brauner-zwerg-und-nicht-gefahrlich.php"&gt;Elenin ist kein brauner Zwerg&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/die-sonne-die-milchstrasse-und-2012.php"&gt;Alles dreht sich, alles bewegt sich: die Sonne, die Milchstrasse und 2012&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/das-institute-for-human-continuity-ist-ein-fake.php"&gt;Das "Institut für Human Continuity" ist ein Fake&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/nicht-jeder-planet-x-ist-gefahrlich.php"&gt;Nicht jeder Planet X ist gefährlich&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/2012-und-der-mysteriose-bunker-in-norwegen.php"&gt;2012 und der mysteriöse Bunker in Norwegen&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/was-sagen-eigentlich-die-maya-zum-weltuntergang-2012.php"&gt;Was sagen eigentlich die Maya zum Weltuntergang 2012&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/03/die-jagd-nach-planet-x.php"&gt;Die Jagd nach Planet X&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/07/nibiru-und-2012unsinn-gesucht.php"&gt;Nibiru- und 2012-Unsinn gesucht&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/beteigeuze-und-der-weltuntergang-2012-keine-gefahr.php"&gt;Beteigeuze und der Weltuntergang 2012&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/01/2012-wir-mussen-nicht-abwarten-wir-wissen-bescheid.php"&gt;Wir müssen nicht abwarten, wir wissen Bescheid&lt;/a&gt;,&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/als-der-weltuntergang-1999-dann-doch-nicht-stattgefunden-hat.php"&gt;Weltuntergang 1999&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/10/die-sichtbarkeit-von-nibiru-wann-konnen-wir-planet-x-endlich-sehen.php"&gt;Wann können wir Planet X sehen?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/12/es-gibt-keine-bilder-von-planet-x-und-nibiru.php"&gt;Es gibt keine Bilder von Planet X&lt;/a&gt;, &lt;a hreF="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/01/weltuntergang-2012-katastrophenvorhersage-im-orf.php"&gt;Weltuntergang 2012: Katastrophenvorhersage im ORF&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/09/2012-der-spontane-polsprung-und-die-sonnenaktivitat-immer-noch-kein-weltuntergang.php"&gt;Ein spontaner Polsprung?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/09/kann-uns-planet-x-im-jahr-2012-uberraschen.php"&gt;Kann uns Planet X überraschen?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/06/weltuntergangsstimmung-beim-zdf-sonnensturme-bedrohung-aus-dem-all.php"&gt;"Sonnenstürme - Bedrohung aus dem All" beim ZDF&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/das-vogelsterben-ein-vorbote-des-weltuntergangs-2012.php"&gt;Ist das Vogelsterben ein Vorbote des Weltuntergangs?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/03/2012-planet-x-und-die-vielen-erdbeben.php"&gt;2012, Chemtrails und die vielen Erdbeben&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/08/die-mysteriose-11133kmldatei-und-das-grosse-rote-x-bei-google-earth.php"&gt;Die mysteriöse 11133.kml-Datei.php&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/08/finaler-unsinn-nibiru-final-update.php&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/11/die-geschichte-mit-dem-falschen-mayakalender.php"&gt;Der falsche Maya-Kalender&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/08/der-neue-stern-von-benjamin-creme.php"&gt;Der neue Stern von Benjamin Creme&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/05/sind-die-vagabundierenden-planeten-gefahrlich.php"&gt;Sind die vagabundierenden Planeten gefährlig?&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/07/penn-teller-bullshit-2012.php"&gt;Penn &amp;amp; Teller: Bullshit 2012&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/04/planet-x-ist-weit-weg.php"&gt;Planet X ist weit weg&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/11/weltuntergang-2012-bald-auch-im-kino.php"&gt;Weltuntergang 2012: bald auch im Kino&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/04/2012-das-ende-aller-zeiten-brian-damato.php"&gt;2012 - Das Ende aller Zeiten (Buch)&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/10/erich-von-daniken-gotterdammerung.php"&gt;Erich von Däniken: Götterdämmerung&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/2012-die-maya-und-roland-emmerich-ein-neuer-trailer-zum-weltuntergang.php"&gt;2012, die Maya und Roland Emmerich: ein neuer Trailer&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/8d48b7350ad64d91b16d51a014b97aef" width="1" height="1" alt=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/mayakalender-archaologen-entdecken-die-bisher-altesten-astronomischen-daten.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/qerO9Mss9S4" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/qerO9Mss9S4/mayakalender-archaologen-entdecken-die-bisher-altesten-astronomischen-daten.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Thu, 10 May 12 21:12:35 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Wie offen ist die Open Science? [[sic]]</title>
<description>&lt;form mt:asset-id="30920" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:291-universaar-873"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/sic/OpenScience-thumb-100x130.jpg" width="100" height="130" alt="OpenScience.jpg" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;Kollege &lt;a href="http://www.scinoptica.com/pages/de/home.php"&gt;Uli Herb&lt;/a&gt; in &lt;a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36891/1.html"&gt;Telepolis&lt;/a&gt; mit einem differenzierten Plädoyer für eine offenere Kollaboration in der Wissenschaft -- vom Design des Untersuchungsgegenstands über Antrag, Evaluation und Experiment bis hin zur Weiterverwendung der Daten und Ergebnisse. Er hat dazu auch ein Buch herausgegeben ("Open Initiatives"), in dem zwölf Autoren aus den Bereichen &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Open_Access"&gt;Open Access&lt;/a&gt;, Open Science, Journalismus und Recht die relevantesten Initiativen beschreiben und analysieren. Auch vermeintlich radikale Offenheitskonzepte wie &lt;a href="http://wikileaks.org/"&gt;WikiLeaks&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28group%29"&gt;Anonymous&lt;/a&gt; werden dabei kritisch beleuchtet. &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Man darf nie vergessen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse auch soziale Produkte sind. [...]&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Interessant auch die gerade erst beginnende &lt;a href="http://www.heise.de/tp/foren/S-Wie-offen-ist-die-Open-Science/forum-228256/list/e-all/hs-0/"&gt;Diskussion bei heise&lt;/a&gt;:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;...momentan sitzen die meisten Leute, die Daten produzieren, auf Schleudersitzen, denen bleibt gegen gierige Konkurrenten oder Vorgesetzte gar nichts anderes übrig, als "ihre" Daten möglichst gut zusammenzuhalten. Das muss auch gar nicht sio schlecht sein. Denn eine Welt mit Wissenschaftsflatrates oder von Beamten verbreiteten staatlich anerkannten Weltbildern ist nicht besser.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/herb-open-science.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/UfPHQDL0ADs" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/UfPHQDL0ADs/herb-open-science.php</link>
<guid isPermaLink="false">http://www.scienceblogs.de/sic/2012/05/herb-open-science.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Wed, 09 May 12 09:28:02 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Von Durchfallerkrankungen und Einschaltquoten [naklar]</title>
<description>&lt;strong&gt;Vom Einfachen gibt es meist mehr als vom Komplizierten - das stimmt bei biologischen Organismen genauso wie bei Kulturgütern und Ideen. Vor allzu simplen Qualitätsbewertungen sollten wir uns hüten.&lt;/strong&gt;Wir Menschen sind der Höhepunkt der Evolution - so sehen wir uns gerne. Die gesamte Evolutionsgeschichte kann als Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen gesehen werden, und ganz am Ende dieser Entwicklung sehen wir uns selbst - ausgestattet mit einem atemberaubend komplizierten Gehirn, das uns ermöglicht, unsere Umwelt viel radikaler zu beeinflussen als das irgendeine andere Spezies dieses Planeten jemals konnte. Wir sind die Krönung der Evolution, wir sind die Lebewesen, die unsere Erde fest im Griff haben, alles andere ist Beiwerk.&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30892" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;img alt="quotenkönig.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/naklar/quotenk%C3%B6nig.jpg" width="240" height="195" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /&gt;&lt;/form&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Menschen? Eine Randgruppe!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solchen Hochmut kann man aber auch recht schnell hinwegfegen, wenn man etwas andere Maßstäbe anlegt. Es gibt auf der Erde nämlich viele Lebewesen, denen wir Menschen ziemlich egal sein können. Die Ameisen, die manchmal durch Ritzen im Fenster in meine Altbauwohnung eindringen, betrachten meinen Schreibtisch als ihr Territorium - eigentlich mit dem selben Recht wie ich. Bei einer demokratischen Abstimmung würde ich verlieren: Ich bin nur einer - doch in einem Ameisenstaat können mehr Individuen leben als Menschen in ganz Wien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30893" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;img alt="quote2.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/naklar/quote2.jpg" width="240" height="174" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /&gt;&lt;/form&gt;&lt;br /&gt;
Insekten sind einfacher und weniger komplex gebaut als wir - aber spielt Komplexität wirklich die entscheidende Rolle? Welche Lebewesen haben die Erde wirklich im Griff? Nach welchen Kriterien misst man evolutionären Erfolg? Insekten haben ein kurzes Leben, doch sie können sich rasend schnell vermehren. Sie sind widerstandsfähig und flexibel. Insekten haben die unterschiedlichsten Ökosysteme bevölkert, man schätzt, dass es auf der Welt insgesamt etwa zehn hoch neunzehn von ihnen gibt - tausende für jeden Quadratmeter Erdoberfläche. Dagegen sind wir Säugetiere eine lächerliche Minderheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Klein, einfach, zahlreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allermeisten Lebewesen allerdings sind noch viel simpler: Die meisten Individuen auf der Erde gehören zu den Prokaryoten - zu ihnen zählen auch die Bakterien. Diese winzigen Lebewesen mit einem vergleichsweise simplen Zellaufbau haben nicht einmal einen richtigen Zellkern, aber den brauchen sie offensichtlich nicht, um unglaublich erfolgreich zu sein. Man könnte sie durchaus als die Herrscher der Erde betrachten. Sie sind auf dem ganzen Planeten allgegenwärtig. In einem Milliliter Wasser unserer Flüsse und Seen sind rund hunderttausend von ihnen enthalten. Ob im Gestein am Meeresgrund oder hoch oben auf Berggipfeln: Überall Prokaryoten! Durch Zellteilung können sie sich rasend schnell vermehren. Insgesamt bevölkern etwa fünf mal zehn hoch dreißig von ihnen die Erde. Auch wenn sie winzig klein sind übertrifft ihre Biomasse bei weitem die der gesamten Menschheit. Nicht einmal in unserem eigenen Körper sind wir alleine: Jedes Stückchen unseres Darms enthält mehr Bakterien als es Menschen auf der Welt gibt. Eine Durchfallerkrankung ist für mich zwar ziemlich ärgerlich, aber für die Mehrzahl der Lebewesen in meinem eigenen Körper eine äußerst erfreuliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einfachheit bring Erfolg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Evolution immer Komplizierteres hervorbringt, mag zwar durchaus stimmen, aber mindestens genauso wichtig scheint eine ganz andere evolutive Grundregel zu sein: Was einfach ist und sich mit wenig Aufwand vervielfältigen lässt, liegt am Ende in der größten Stückzahl vor. Das ist der Grund, warum Cholerabakterien häufiger sind als Pandabären und warum es mehr Fruchtfliegen gibt als Menschen. Einfachheit und rasche Reproduktion sind allerdings nicht nur bei Lebewesen wichtig, sondern auch bei Ideen, Gedanken und Verhaltensmustern. Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins prägte den Begriff „Memetik" und wies darauf hin, dass sich Geistiges (die „Meme") ganz ähnlich verbreiten kann wie die Gene der Erbinformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kochrezepte, Witze, Geschichten, Musikstücke, Religionen, Staatsformen - sie alle sind Inhalte unseres Denkens, die von einer Person zur nächsten weitergegeben werden, sich dabei verändern können und oft in Konkurrenz zueinander stehen. Genau wie es eine genetische Evolution gibt, kann man auch eine memetische Evolution beobachten. Und genau wie bei der genetischen Evolution gilt auch in der Memetik: Nicht das Klügste, Komplizierteste, Durchdachteste muss sich durchsetzen, sondern meist ist das Einfache besonders erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkürzte Slogans, die einfach klingen und rasch von Mensch zu Mensch weitergegeben können, finden daher in der Welt der Meme die größte Verbreitung. So wie sich manche Krankheitserreger darauf spezialisiert haben, unseren Verdauungstrakt zu befallen, weil sie dort eine nahrhafte und warme Umgebung vorfinden, gibt es auch Ideen und Gedankenkonzepte, die sich tief in unserem Bauchgefühl ansiedeln, und es sich dort gemütlich machen. Populistische Politiker nützen das aus und streuen bewusst Meme ins Volk, die sich schnell vermehren können - und das sind nicht die klugen, durchdachten, komplexen Problemlösungsansätze, die wir eigentlich brauchen würden. „Ausländer raus!" ist rasch an eine Hauswand gesprayt, erregt die Gemüter, befällt neue Gehirne und wird weitergegeben. „Wir müssen im Rahmen der sozioökonomischen Gesamtsituation integrative Schritte setzen um das Abnehmen der sozialen Kohärenz und damit verbundene demokratiefeindliche Entwicklungen nicht ausufern zu lassen" ist hingegen ein jämmerlich schlechtes Mem. Ich könnte den Satz an hundert Hauswände schmieren und nächste Woche hätte ihn sich trotzdem noch niemand gemerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="30894" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;img alt="quote3.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/naklar/quote3.jpg" width="320" height="299" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /&gt;&lt;/form&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wissenschaft - ein unhandlicher Mem-Komplex&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaft hat in diesem Punkt keine einfache Position: Wissenschaftliche Inhalte sind meist nicht auf den ersten Blick zu verstehen. Man muss viel Zeit investieren, um sich die Meme der Wissenschaft anzueignen, und selbst wenn man das geschafft hat, ist man noch nicht notwendigerweise in der Lage, sie auch korrekt weiterzugeben. Noch dazu haben Wissenschafts-Meme so etwas wie eine eingebaute Vermehrungsbremse: Als Wissenschafts-Mem wird nur etwas anerkannt, das durch neue Experimente getestet und widerlegt werden kann - und wenn das geschieht, stirbt das Mem rasch aus. Unwissenschaftliche Aussagen können viel bessere Meme sein: „Ich habe mein Schlafzimmer auspendeln lassen, mein Bett von der Wasserader weggerückt, und jetzt schlafe ich viel besser."  „Im Dezember schlägt ein fremder Planet auf der Erde ein, die Regierung weiß davon, aber vertuscht alles." „Wenn man Kristalle ins Wasser legt, wird es mit kosmischer Energie aufgeladen und heilt alle Krankheiten." - Simpel, leicht zu merken, emotional ansprechend: Diese Aussagen erfüllen alle Kriterien erfolgreicher Meme. Es ist kein Wunder, wenn sie sich ähnlich rasch verbreiten wie E. coli in einem warmen Misthaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einschaltquoten als memetische Inventur&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die selbe Argumentationslinie kann auch erklären, warum das Fernsehprogramm so schlecht ist, warum auf so vielen Radiosendern nur Musik läuft, die mit maximal drei Akkorden auskommt, und warum Monstertruckshows populärer sind als Theaterabende. Vielleicht ist das auch alles nicht so tragisch: Unser Ökosystem würde ohne simple Mikroorganismen nicht funktionieren - und vielleicht braucht auch das menschliche Gehirn einfach ab und zu mal primitivere Geistesnahrung. Dagegen ist nichts zu sagen. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, Popularität mit Wahrheit zu verwechseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal kann man Meme durchaus anhand ihrer Verbreitung beurteilen: Wenn ich hundert Leute frage, ob Rom oder Madrid die Hauptstadt von Italien ist, dann kann ich mich danach auf die Mehrheitsentscheidung vermutlich ziemlich gut verlassen. Hier vergleiche ich zwei Meme ähnlicher Komplexität. Dasselbe geschieht bei demokratischen Abstimmungen, daher funktioniert Demokratie meist ziemlich gut. Wenn man dieses Prinzip aber ausdehnt und auch unterschiedliche Meme nur noch nach ihrer Häufigkeit bewertet, wenn man Einschaltquoten, Abonnentenzahlen und Internetklicks mit allgemeingültigen Wertmaßstäben verwechselt, dann macht man den selben Fehler als würde man eine Bakterienkultur mit zwanzig Milliarden Einheiten wichtiger nehmen als die Menschheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Menschen sind, mit dem ungeheuren geistigen Komplexitätsgrad, den wir erreicht haben, für diesen Planeten tatsächlich etwas ganz Besonderes. Wir haben Dinge hervorgebracht, die es vorher nie gegeben hat. Wir haben Landwirtschaft erfunden, Gentechnik und Antibiotika. Durch Wissenschaft und Technik können wir tiefer tauchen als Wale und höher fliegen als Adler - und das obwohl es gerade mal ein paar Milliarden von uns gibt. Komplexität ist schon ziemlich großartig. Es kommt eben nicht immer auf die Quoten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.naklar.at/content/comments/sensationsmedien/"&gt;&lt;em&gt;Mehr auf www.naklar.at: Sensationsmedien gefährden die Wissenschaft&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;br /&gt;
Mehr Zahlenmaterial:&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC33863/?tool=pmcentrez"&gt;Prokaryotes: The unseen majority:  William B. Whitman, David C. Coleman, and William J. Wiebe, PNAS, 1998.&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;a href="http://www.si.edu/Encyclopedia_SI/nmnh/buginfo/bugnos.htm"&gt;Smithsonian Institution, Washington: Numbers of Insects&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/naklar/2012/05/von-durchfallerkrankungen-und-einschaltquoten.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/rZDf5ssi27E" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/rZDf5ssi27E/von-durchfallerkrankungen-und-einschaltquoten.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Tue, 08 May 12 00:08:00 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Elseviers kleine Schritte II [Mathlog]</title>
<description>Wieder nichts Neues.Am Boykott gegen den Wissenschaftsverlag &lt;em&gt;Elsevier&lt;/em&gt;, über den wir hier &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/01/wissenschaftler-aller-lander-vereinigt-euch.php"&gt;schon häufiger berichtet hatten&lt;/a&gt;, beteiligen sich inzwischen mehr als elftausend Wissenschaftler, darunter immerhin 1988 Mathematiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar hatte Elsevier als Reaktion eine Meldung mit geringfügigen Zugeständnissen verschickt (wir hatten &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/03/elseviers-kleine-schritte.php"&gt;hier&lt;/a&gt; berichtet) und einen ausführlicheren Brief an die Wissenschaftsgemeinde angekündigt. Dieser ist nun am Mittwoch erschienen:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In February, we informed you of a series of important changes that we are making to how the Elsevier mathematics program will be run. In this letter, we would like to update you on where we currently stand, and inform you of some new initiatives we have undertaken based upon the feedback we have received from the community.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pricing&lt;br /&gt;
We already indicated that our target is for all of our core mathematics titles to be priced at or below US per article (equivalent to 50-60 cents per normal typeset page), placing us below most University presses, some societies and all other commercial competitors.  That will lead to a number of our titles seeing further and significant price reductions from their next volumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Further to this, and in response to feedback from the community for more flexibility around the packages and collections that we offer to libraries, we will take the added step of defining a smaller subject collection (around 15-20 journals) with our key core mathematics titles. The definitive list of journals will be determined shortly but will in any case include journals like Advances in Mathematics, Journal of Algebra, Journal of Number Theory, Journal of Functional Analysis, Journal of Combinatorial Theory A and B, and European Journal of Combinatorics, available with the discount levels offered on our subject collections.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Open Archives&lt;br /&gt;
In February, we made the archives of 14 core mathematics journals open, from four years after publication, back to 1995, the year when we started publishing digitally.  We made more scholarly mathematics content freely available than has ever occurred before.  We have now gone further and expanded the open archives back to 1995 for 43 journals in mathematics and related areas. For a full listing of Elsevier journals with an Open Archive, please see our information page. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Support for reviewers&lt;br /&gt;
At present, reviewers receive 30 days access to ScienceDirect and Scopus. For mathematics, this period is simply too short given the intensive and lengthy review process.  We also hear of retired mathematics researchers without access to the current literature who still are actively reviewing work. Therefore, to support reviewers in their work, we will provide editors of the mathematics journals with the opportunity each year to select 50 reviewers whom we will provide with free access to all mathematics journals for one year.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Access for the developing world&lt;br /&gt;
We are a founding partner in External link  Research4Life, a public/private partnership providing journal content to researchers in the developing world. More than 2000 Elsevier journals and 6,000 Elsevier e-books are available through this program. In addition to the core Hinari and Agora programs, we have now ensured that all Elsevier mathematics titles will be also be available via the External link  Access to Research for Development and Innovation (ARDI) program since we understand that this is particularly accessible to mathematicians in these countries.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Support to the mathematics community&lt;br /&gt;
Based on the feedback we have received, we are taking steps to improve and make visible our support to the mathematics community. Individual initiatives, such as our support for the development of the STIX fonts, or the individual journal level sponsorships are often overlooked. As announced, we are in the process of setting up a Scientific Council for mathematics. We believe this Council will play an instrumental role in advising us on our journal programs and on how we can best support the mathematics community going forward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
It is our goal is to ensure that the leading mathematics journals that we publish are as valuable and respected - and contribute as much to the community - as any other mathematics journal.  We want to work in tandem with the mathematics community to ensure that our mathematics program is meeting the needs of this important community, globally and locally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We have a long history in serving the research communities by publishing trusted, leading-edge information and by disseminating and preserving literature to meet the information needs of the world's present and future scientists. The needs of our customers are changing but the 7,000 people who work at Elsevier are fully committed to advancing science by addressing the different needs of different groups and the research community as a whole around the world. We trust the above summary of initiatives shows our intention to address the issues of interest and concern in the mathematics community. Again, we very much welcome your views at: mathematics@elsevier.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sincerely,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David Clark &amp; Laura Hassink&lt;br /&gt;
Senior Vice Presidents, Physical Sciences &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Diskussion der neuen Entwicklungen findet man wieder &lt;a href="http://gowers.wordpress.com/2012/05/02/elseviers-recent-update-to-its-letter-to-the-mathematical-community/"&gt;bei Timothy Gowers&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
Kurz zu den einzelnen Punkten:&lt;br /&gt;
- Preise für einzelne Zeitschriften sind letztlich irrelevant, weil den Bibliotheken angesichts der Preise ohnehin nichts anderes übrigbleibt, als die von Elsevier angebotenen Bündelungen zu kaufen. Die angekündigte "smaller subject collection of key mathematical titles" scheint da zunächst ein Ausweg zu sein - nur: die Universitätsbibliotheken kaufen ja ein Bündel für alle Fächer, mit einem Spezialangebot für ein einzelnes Fach ist ihnen nicht geholfen. Es ist &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; billiger, statt des Gesamtbündels die einzelnen "smaller subject collections" aller Fächer zu kaufen. Von der "subject collection" profitieren also allenfalls Institute wie das MFO, in denen ausschließlich Mathematik betrieben wird. &lt;br /&gt;
- Offene Archive (ab 1995): Das zumindest ist eine Verbesserung. Die Begründung, daß erst ab 1995 digital veröffentlicht wurde, ist natürlich kein wirkliches Argument, denn inzwischen sind die älteren Ausgaben digitalisiert und gegen Bezahlung erhältlich. (Man kann hier natürlich argumentieren, daß Elsevier Kosten für die Digitalisierung aufgewendet hat, die sich zunächst amortisieren müssen.)&lt;br /&gt;
- Längerer Zugang für Gutachter: Völlig irrelevant. Wer bei einer Universität oder einem Forschungsinstitut angestellt ist (und bei 99,9% der Gutachter dürfte das der Fall sein), hat ohnehin Zugang zu ScienceDirect. Insofern ist dieser Punkt völlig uninteressant.&lt;br /&gt;
- Unterstützung der dritten Welt: Das ist natürlich ein hehres Anliegen, nur handelt es sich auch hier um keine wesentliche Änderung (die meisten Zeitschriften und Bücher waren schon durch das vorherige Programm erhältlich). &lt;br /&gt;
- Unterstützung der Mathematiker-Gemeinde: Hat jemand schon mal vom STIX fonts gehört? Ich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man noch Argumente braucht, warum Bündeln ein Problem ist, dann findet man sie übrigens im aktuellen &lt;a href="http://gowers.wordpress.com/2012/05/02/elseviers-recent-update-to-its-letter-to-the-mathematical-community/"&gt;Beitrag von Timothy Gowers&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;I'll finish by mentioning two particularly notable parts of Urs Hartl's conversation with Laura Hassink. I hope the first in particular will demonstrate why so many people care about the current state of academic publishing and want big changes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
At the University of Münster, which is Urs Hartl's university, Elsevier increased the price of its Freedom Collection (which is negotiated individually with universities) by 20% per year between 2011 and 2013. Here is the explanation from Urs: "Ms Hassink explained to me that in the contract with Elsevier a 'committed spend' of the University of Muenster is fixed. Since the institutes individually canceled titles before 2011 the 'committed spend' was not reached and this caused Elsevier to make up for it in the price increase for the Freedom Collection. I replied that this coincides with what various librarians and colleagues had told me. Namely, that no matter what they tried to do, the total amount they pay for Elsevier did not go down. Ms Hassink agreed that in this particular case with the Freedom Collection in Muenster the price increase had this intention."&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The second point is to do with the secrecy that surrounds Elsevier's negotiations with universities. One of the reasons that Laura Hassink gave to Urs about this was that it would be impossible to offer generous discounts to developing countries if all contracts were disclosed. (I think the argument here is that if you admit to giving a discount to one university then they're all going to want one.) Urs countered that "according to Florian Breuer's computations the University of Stellenbosch, South-Africa pays roughly the same than the University of Muenster, Germany." See also this this comment about the situation in India.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interestingly, when I tackled David Clark about this issue (we met a few weeks ago) the reason he gave for non-disclosure was completely different. He claimed that there was a danger that disclosing the agreements would be in breach of competition laws, since it would allow the big publishers to coordinate their prices. If that explanation is correct, then the law is an ass. After all, competition laws are there to protect consumers against monopoly power, whereas (i) the lack of transparency of Elsevier hugely enhances their power and (ii) Elsevier effectively is a monopoly, since if they charge more than you like, you can't get the same journals from a different source. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://gowers.wordpress.com/2012/05/02/elseviers-recent-update-to-its-letter-to-the-mathematical-community/"&gt;http://gowers.wordpress.com/2012/05/02/elseviers-recent-update-to-its-letter-to-the-mathematical-community/&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/05/elseviers-kleine-schritte-ii.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/Aqp8TJu9AAw" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/Aqp8TJu9AAw/elseviers-kleine-schritte-ii.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 05 May 12 09:42:43 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Neues Blog-Projekt: Was macht gute wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit aus? [Frischer Wind]</title>
<description>Hier im „Frischen Wind" und anderswo auf den ScienceBlogs wurde ja bereits häufig über Öffentlichkeitsarbeit in der Wissenschaft diskutiert: Wie viel Pressearbeit &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/01/schadet-wissenschaftskommunikation-und-medienprasenz-der-akademischen-karriere.php"&gt;sollten Forscher betreiben?&lt;/a&gt; Wie baut man die &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2011/12/was-kennzeichnet-eine-gute-wissenschaftspressemitteilung.php"&gt;Medienarbeit für ein Forschungsprojekt&lt;/a&gt; oder ein Institut auf? Diesen und vielen anderen Fragen möchte ich mich im Rahmen eines &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sic/2012/04/pr-live.php"&gt;neuen Blog-Projekts&lt;/a&gt; widmen - gemeinsam mit einem Vollprofi in Sachen Wissenschaftskommunikation.Reiner Korbmann kann auf eine beeindruckende Karriere im Wissenschafts- und Technik-Journalismus zurückblicken: Als Chefredakteur der &lt;a href="http://www.chip.de/"&gt;CHIP&lt;/a&gt; leitete er das einstmals größte deutsche IT-Magazin, elf Jahre stand er zudem als Chefredakteur einem der ältesten und meistverkauften deutschen Wissenschaftsmagazine - &lt;a href="http://www.wissenschaft.de"&gt;bild der wissenschaft&lt;/a&gt; - vor. Seit zehn Jahren leitet Korbmann als Geschäftsführer die Kommunikations-Agentur &lt;a href="http://www.scienceandmedia.de/"&gt;Science &amp; Media&lt;/a&gt;, zu deren Kunden unter anderem die Bayer AG, das BMBF und die Max Planck-Gesellschaft gehören. Und vor einigen Monaten ist er dann auch noch unter die Blogger gegangen - sein Blog &lt;a href="http://wissenschaftkommuniziert.wordpress.com/"&gt;„Wissenschaft kommuniziert"&lt;/a&gt; wird dem einen oder anderen Wissenschaftsblog-Leser vermutlich ja bereits aufgefallen sein. Falls nicht: Am besten einfach mal reinlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesem Blog wollen wir nun im Rahmen mehrerer Frage-Antwort-Runden versuchen, eine neue PR-Strategie für die 2006 von mir mitgegründete &lt;a href="http://www.harzoptics.de"&gt;HarzOptics GmbH&lt;/a&gt; zu entwickeln, die als An-Institut der &lt;a href="http://www.hs-harz.de"&gt;Hochschule Harz&lt;/a&gt; insbesondere in den Bereichen &lt;a href="http://www.led-strassenlampe.de"&gt;LED-Außenbeleuchtung&lt;/a&gt;, optische &lt;a href="http://messtechnik.harzoptics.de"&gt;Mess- und Nachrichtentechnik&lt;/a&gt; sowie Beleuchtungsplanung forscht (über unser LED-Selektionssystem hatte ich ja &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2009/06/automatisierte-ledfarbortmessungen-bei-harzoptics.php"&gt;hier&lt;/a&gt; schon einmal berichtet, ebenso über unsere &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2012/02/dialuxtutorial-05-eine-einfache-methode-zur-visualisierung-von-adaptionsfeldern.php"&gt;Arbeit mit der Beleuchtungsplanungs-Software DIALux&lt;/a&gt;). Bereits seit einigen Monaten überlegen meine Kollegen und ich, wie man unsere bisherige (nicht erfolglose aber eben auch nicht grandiose) Öffentlichkeitsarbeit in neue Bahnen lenken könnte - beispielsweise durch die verstärkte &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2011/12/was-kennzeichnet-eine-gute-wissenschaftspressemitteilung.php"&gt;Professionalisierung unserer Pressearbeit&lt;/a&gt; oder den &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2012/03/wissenschaftliches-zweitblogging.php"&gt;Relaunch unseres Blogs&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="7927" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/seitenlichtfasern1.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/seitenlichtfasern1.php','popup','width=800,height=600,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/seitenlichtfasern-thumb-512x384.jpg" width="512" height="384" alt="seitenlichtfasern.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Von HarzOptics in 2008 mitentwickelte polymere Seitenlichtfasern&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund war ich natürlich sofort Feuer und Flamme, als Reiner Korbmann mich zu Jahresbeginn mit der Idee ansprach, aus eben dieser Überarbeitung unserer Pressearbeit ein öffentliches Blog-Projekt zu kreieren. Dies wird für uns zwar damit verbunden sein, dass wir den einen oder anderen sonst eher unsichtbaren Aspekt unserer Arbeit transparent machen müssen (etwa die Zugriffszahlen auf unsere Webseiten oder ein paar offene Worte zu der Frage, welche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit in den letzten Jahren funktioniert haben, und welche ein Schlag ins Wasser waren) - die Chance, den einen oder anderen auf unsere Situation zugeschnittenen Hinweis von einem versierten Profi zu erhalten, macht diesen Makel jedoch leicht wieder wett, zumal wir als (teilweise) öffentlich geförderte Einrichtung ja ohnehin transparent arbeiten und nichts zu verbergen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne freue ich mich auf einen fruchtbaren Gedankenaustausch in diesem Blog und drüben bei &lt;a href="http://wissenschaftkommuniziert.wordpress.com/"&gt;„Wissenschaft kommuniziert" &lt;/a&gt;- und hoffe natürlich, dass der eine oder andere Leser, der sich vielleicht in der ähnlich unkomfortablen Situation befindet, als Wissenschaftler - und eben nicht als Presse-Profi - quasi „nebenbei" noch Medienarbeit mitgestalten zu müssen, ein paar brauchbare Anregungen aus unserem Dialog mitnimmt. Fragen sind dabei natürlich in beiden Blogs jederzeit gestattet und werden - wo passend - gerne ins Projekt eingebaut. Die Projektbeschreibung ist &lt;a href="http://wissenschaftkommuniziert.wordpress.com/2012/04/17/neue-serie-das-live-projekt-offentlichkeitsarbeit-fur-ein-technologie-institut/"&gt;bereits vergangene Woche&lt;/a&gt; in „Wissenschaft kommuniziert" erschienen, diese Woche geht es mit der &lt;a href="http://wissenschaftkommuniziert.wordpress.com/2012/04/24/das-live-projekt-offentlichkeitsarbeit-teil-1-die-wichtigen-grundfragen/"&gt;ersten Fragerunde&lt;/a&gt; - zu unseren Zielgruppen und wesentlichen Alleinstellungsmerkmalen - weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich jedenfalls bin schon mal gespannt, wie sich das Projekt so entwickelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;form mt:asset-id="7946" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/selektionsapparat1.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/selektionsapparat1.php','popup','width=800,height=600,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/selektionsapparat-thumb-512x384.jpg" width="512" height="384" alt="selektionsapparat.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/form&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Automatisiertes LED-Farbort-Selektionssystem in einem der HarzOptics-Labore&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2012/04/was-macht-gute-wissenschaftliche-oeffentlichkeitsarbeit-aus.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/gYLEiXV2ytE" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/gYLEiXV2ytE/was-macht-gute-wissenschaftliche-oeffentlichkeitsarbeit-aus.php</link>
<guid isPermaLink="false">http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2012/04/was-macht-gute-wissenschaftliche-oeffentlichkeitsarbeit-aus.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Wed, 25 Apr 12 11:53:53 -0400</pubDate>
<feedburner:origLink>http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2012/04/was-macht-gute-wissenschaftliche-oeffentlichkeitsarbeit-aus.php</feedburner:origLink></item>

<item>
<title>Von Schiffen, die in Schubladen stecken und was das mit Sozialwissenschaften zu tun hat [Geograffitico]</title>
<description>&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Dies ist ein Gastbeitrag von Andrea Schaffar. Sie ist Sozial- und Kommunkationswissenschaftlerin und Lehrbeauftragte am &lt;a href="http://www.univie.ac.at/Publizistik/"&gt;Institut für Pubizistik und Kommunikationswissenschaft&lt;/a&gt; der &lt;a href="http://www.univie.ac.at/"&gt;Universität Wien&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;Font face="Courier" size="2"&gt;Im Alltag wird als wertvoll erachtet, was einfach ist. Klare Ansagen, die suggerieren die Welt wäre schwarz und weiß - Fragen, die mit ‚wahr' oder ‚falsch' beantwortet werden können. Absolutes und ohne Schwierigkeiten Nachvollziehbares schlägt Aussagen mit Wahrscheinlichkeiten oder auch Verhältnissen. Warum?&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Unser Alltagsdenken reduziert Komplexität. Erst die Reduktion der unzähligen Reize mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind, macht es überhaupt möglich durch den Tag zu kommen. Ein Denkbeispiel: Am Morgen in der U-Bahn zu fahren ruft Verhaltensweisen hervor, um mit dieser Ansammlung von Menschen, Stress und Umgebungsreizen umzugehen. Manche versinken in ihren Handys oder IPods, andere in Zeitungen oder Büchern und wieder andere starren ins Leere bzw. auf die gleichmäßig vor sich hin schwingenden Halterungen an der Decke der U-Bahn. An dem Ort treffen alle aufeinander: Unterschiedliche Herkunft und Geschlechter, Alters- und Berufsgruppen, alle sozialen Milieus und Prioritäten. Ablesbar an Kleidung, Körperhaltung, Verhalten, Haarschnitt, den Büchern oder Zeitschriften, die in der Hand gehalten wird oder die Art des Handys bzw. des Umgangs damit. Auf all das gleichzeitig zu achten, würde uns verrückt machen. Die Wahrnehmung dieser Eindrücke ist auf ein Minimum beschränkt, meist nur Ausreißer - besonders schöne oder hässliche oder auch absurde Dinge - fallen überhaupt auf oder bleiben im Gedächtnis. Wir haben gelernt - Stichwort Sozialisation - wie wir uns in Situationen verhalten sollen. Und damit das reibungslos funktioniert, haben wir gelernt all das auszublenden und als „normal" oder „natürlich" zu etikettieren. Handlungsfähig zu bleiben, heißt einen großen Teil der Ereignisse auszublenden und mit gelernten Verfahrensweisen zu agieren. Wir tun das immer und überall zu jedem Zeitpunkt des Tages. In den Öffis genauso, wie im Beruf oder der Ausbildung, beim Fernsehen und Lesen, wie auch in unseren sozialen Umfeldern. An sich ja nicht schlecht, sondern äußerst hilfreich. (Menschen die diese Fähigkeiten nicht haben bzw. nicht so aufgeprägt haben, fällt der Alltag wesentlich schwerer - siehe auch die Debatten rund um AD(H)S, eine Aufmerksamkeitsstörung bei der Menschen „normale", „natürliche" Verarbeitung von Reizen auf unterschiedliche Art und Weise schwer fällt.)&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Nur haben diese Reduktionen auch ihre Nachteile. Jeder von uns kennt das unangenehme Gefühl in eine Schublade gesteckt zu werden. Nichts anderes ist unser Alltagsdenken. Ein permanentes Auf- und Zumachen von Schubladen. Was geschieht wird - meist unbewusst - sortiert und eingeordnet. Vieles als nicht beachtenswert wahrgenommen. Einiges passt in unsere Alltagsschubladen. Dinge, die nicht eingeordnet werden können, irritieren. Diese werden dann kognitiv passend zurechtgeschnippelt, damit sie doch in eine Schublade passen. Wenn das nicht klappt, gibt es einige andere Strategien damit umzugehen: Etwas abzuwerten, lächerlich zu machen o.ä. entwertet und braucht dann auch nicht weiter behandelt zu werden. Manches Irritierende bringt zum Nachdenken. Anderes wieder regt uns auf und beschäftigt uns. Und nach wieder anderen Dingen suchen wir direkt, da sie bestätigen was wir uns denken. (Stichwort Selektive Wahrnehmung) Dieses Vorgehen nach Ein- und Ausschließungen, Be- und Abwertungen ist ein Aspekt dessen das uns handlungsfähig erhält. Wie wir über andere denken, welche Themen uns interessieren, welche Prioritäten wir haben, sind alles wichtige Anteile dessen, um uns unseren Alltag bewältigen zu lassen. (Woher das kommt: Stichwort Sozialisation) Es wird einfacher, klarer, wir schaffen uns Orientierung und haben unsere Ordnungssysteme mit denen wir zurechtkommen. &lt;br&gt;&lt;br /&gt;
So hilfreich diese Schubladen und Schemata auch sind, werden sie doch dem tatsächlich Vorhandenen nie gerecht. Sie haben ein Eigenleben, werden nicht nur von jede/r einzelnen produziert sondern werden gesellschaftlich gebildet bzw. beeinflusst. Dieses Eigenleben übernimmt die Schaffung von Realität, die nicht nur individuell ist sondern menschenübergreifend, d.h. kollektiv, gültig wird. Nicht nur die Einordnung findet so statt, auch die Bewertung. Was gut ist bzw. was wir gut finden, ist genauso eine Schublade, wie das passende Verhalten in einer Situation. &lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben die Möglichkeiten uns auf quasi sichere Schiffe im Fluss des Alltags zu retten, die eine Art einprogrammierte Navigation haben. Zwischen diesen Schiffen wechseln wir hin und her. Diese Schiffe fahren teils in Flottenverbänden - so etwas wäre z.B. eine politische Partei - teils in kleineren Einheiten. Der Zugang zu den Schiffen ist nicht für alle offen, es gibt sowas wie Eintrittskarten, die in Familien, Schulen und an Arbeitsstellen verteilt werden. Wird ein Teil dieses Bildes gestört - werden Eintrittskarten in Frage gestellt oder Schiffe abgeschafft - wird das Gesamtbild gestört. Traditionelle Werte und Haltungen sind nichts anderes als bewährte Schiffe, ihre Flottenverbände und Verhältnisse zu bewahren: Die Bewahrung des Status Quo - Tradition und Konservierung - gehen da Hand in Hand. Denn das einzig Fixe in dem Ganzen, ist die Veränderung: Die Beweglichkeit des Wassers, dass Schiffe gewartet und erneuert werden müssen, dass jede/r neue TeilnehmerIn und jedes neue Ereignis das große Ganze ein kleines Stückweit verändert. Die Veränderung fordert Beweglichkeit und Neues, was wieder Neudefinitionen erfordert und das ist mühsame Arbeit. Ein Aufwand der kollektiv von allen Schiffhupfenden betrieben werden muss und deshalb meist lieber vermieden als betrieben wird. Den Status Quo zu erhalten, ist oft einfacher, weniger aufwendig und letztendlich sicherer. Die Schiffe und Verbände bleiben lieber am bewährten Kurs, mit klarer Formulierung und einem erreichbaren Ufer. Die sicheren Häfen müssen erhalten werden, um die ganze Schifffahrt zu gewährleisten.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Was das Bewährte und Klare bestätigt, wird von vielen positiv erlebt. Wir hören lieber, dass unsere Schiffe gut und fähig sind, als uns damit zu konfrontieren, dass sie morsch oder überholt sind. Lieber bleiben wir auf einem bewährten Tanker als uns auf noch nicht ganz ausgereifte Boote zu begeben. Nur so zu verfahren, wäre aber auch langweilig, oder? Deshalb gibt's auch ein paar Schiffe, die die Berechtigung haben in unbekannte Terrains vorzudringen, neue Zusammenhänge aufzudecken und das Eingefahrene aufzupeppen. Solang diese Erkundungsschiffe dem Abenteuer und dem Fortschritt dienen - eigentlich ja ein Widerspruch Tradition und Fortschritt - und einer bekannten Route entsprechen,  sind sie willkommen. Auch unsere Nachrichten brauchen Futter. Diese Erkundungsschiffe finden sich in Bereichen wie z.B. Journalismus und natürlich in der Wissenschaft. Aber auch dort nicht überall, sondern in Teilbereichen. Die Flotte fährt auf der sicheren Route. Manche Wissenschaften sind gesellschaftlich positiv besetzte Flottenverbände, liefern Neues, bringen Sensationen und haben den Ruf für unseren Alltag sinnvoll zu sein. Und sie bringen neue, vermeintlich sichere, Routen. Zumindest werden diese so dargestellt, oft stellen sie sich später als doch nicht gar so sicher heraus. Stichwort Atomenergie, Waldsterben oder ähnliches. Das Revidieren von Erkenntnissen gehört zum wissenschaftlichen Tagesgeschäft.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Was hat so eine Schifffahrtsmetapher in einem Blog über Sozialwissenschaften verloren? Manche Wissenschaften hinterfragen diese alltägliche Schifffahrt durch die Realität. Die Schiffe an sich, die sicheren Häfen, die Routen und Materialien werden hinterfragt. Und die Antworten sind nicht klar und eindeutig, sondern oft so vielfältig wie die handelnden Personen oder Gruppen. Das Grundsätzliche im sozialen Miteinander zu hinterfragen, produziert keine Sicherheiten sondern Unsicherheiten. Steht im Widerspruch zu den fixierten, erfahrenen Werten und ist daher auch weniger willkommen als eine z.B. technische Neuerung, die die herkömmliche Route aber nicht unbedingt in Frage stellt. Wenn die Sonne nicht um die Erde kreist, dann wirft das unsere Routen durcheinander, hinterfragt die Angemessenheit unserer Schiffe und bedroht den Bestand unserer Flottenverbände. Verständlich dass da manchmal lieber die Tatsache geleugnet wird und versucht wird die Veränderung aufzuhalten als den Fakten auf den Grund zu gehen?&lt;br /&gt;
Und was soll dann noch eine Wissenschaft, die von sich sagt nichts Absolutes liefern zu können, sondern das Relative betont. Sagt, dass alles von Situationen und Perspektiven abhängig ist und damit ohne Auseinandersetzung nicht einfach so greifbar wird. Eine Richtung, die Forschung macht, um gesellschaftliche Veränderungen zu benennen und zu beschleunigen, ist ein grundsätzlicher Stachel im Fleisch der Realitätsschifffahrt unseres Alltags. Der Stellenwert der Sozialwissenschaften erklärt sich daraus, aber nicht nur (was sonst wäre möglich als hier wieder das Relative zu betonen, der ganze Blog hier wird zu einem Plädoyer für Relationen, und Perspektiven. ;). Relativ gesehen sind die Sozialwissenschaften junge Booterln und haben keine Deutungshoheit über ihren Gegenstand. Mehr dazu was die Sozialwissenschaften eigentlich tun beim - hoffentlich - nächsten Mal.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;P.S.: Der Text ist _keine_ Kritik an anderen Disziplinen und auch keinesfalls als Ablehnung oder Abwertung gemeint. Mir geht es rein darum aufzuzeigen was in Relation zu den medial oder gesellschaftlich als relevant angesehenen Wissenschaften die Sozial- (und auch Geistes)wissenschaften für eine Rolle spielen. &lt;/em&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/04/von-schiffen-die-in-schubladen-stecken-und-was-das-mit-sozialwissenschaften-zu-tun-hat.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/FAaBDgmWFSE" height="1" width="1"/&gt;</description>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 21 Apr 12 18:13:57 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Von Schiffen, die in Schubladen stecken und was das mit Sozialwissenschaften zu tun hat [SocioKommunikativ]</title>
<description>&lt;em&gt;Dieser Beitrag war erstmals als Gastbeitrag im Blog &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/04/von-schiffen-die-in-schubladen-stecken-und-was-das-mit-sozialwissenschaften-zu-tun-hat.php"&gt;Geograffitico&lt;/a&gt; veröffentlicht worden.&lt;/em&gt;Im Alltag wird als wertvoll erachtet, was einfach ist. Klare Ansagen, die suggerieren die Welt wäre schwarz und weiß - Fragen, die mit ‚wahr' oder ‚falsch' beantwortet werden können. Absolutes und ohne Schwierigkeiten Nachvollziehbares schlägt Aussagen mit Wahrscheinlichkeiten oder auch Verhältnissen. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Alltagsdenken reduziert Komplexität. Erst die Reduktion der unzähligen Reize mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind, macht es überhaupt möglich durch den Tag zu kommen. Ein Denkbeispiel: Am Morgen in der U-Bahn zu fahren ruft Verhaltensweisen hervor, um mit dieser Ansammlung von Menschen, Stress und Umgebungsreizen umzugehen. Manche versinken in ihren Handys oder IPods, andere in Zeitungen oder Büchern und wieder andere starren ins Leere bzw. auf die gleichmäßig vor sich hin schwingenden Halterungen an der Decke der U-Bahn. An dem Ort treffen alle aufeinander: Unterschiedliche Herkunft und Geschlechter, Alters- und Berufsgruppen, alle sozialen Milieus und Prioritäten. Ablesbar an Kleidung, Körperhaltung, Verhalten, Haarschnitt, den Büchern oder Zeitschriften, die in der Hand gehalten wird oder die Art des Handys bzw. des Umgangs damit. Auf all das gleichzeitig zu achten, würde uns verrückt machen. Die Wahrnehmung dieser Eindrücke ist auf ein Minimum beschränkt, meist nur Ausreißer - besonders schöne oder hässliche oder auch absurde Dinge - fallen überhaupt auf oder bleiben im Gedächtnis. Wir haben gelernt - Stichwort Sozialisation - wie wir uns in Situationen verhalten sollen. Und damit das reibungslos funktioniert, haben wir gelernt all das auszublenden und als „normal" oder „natürlich" zu etikettieren. Handlungsfähig zu bleiben, heißt einen großen Teil der Ereignisse auszublenden und mit gelernten Verfahrensweisen zu agieren. Wir tun das immer und überall zu jedem Zeitpunkt des Tages. In den Öffis genauso, wie im Beruf oder der Ausbildung, beim Fernsehen und Lesen, wie auch in unseren sozialen Umfeldern. An sich ja nicht schlecht, sondern äußerst hilfreich. (Menschen die diese Fähigkeiten nicht haben bzw. nicht so aufgeprägt haben, fällt der Alltag wesentlich schwerer - siehe auch die Debatten rund um AD(H)S, eine Aufmerksamkeitsstörung bei der Menschen „normale", „natürliche" Verarbeitung von Reizen auf unterschiedliche Art und Weise schwer fällt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur haben diese Reduktionen auch ihre Nachteile. Jeder von uns kennt das unangenehme Gefühl in eine Schublade gesteckt zu werden. Nichts anderes ist unser Alltagsdenken. Ein permanentes Auf- und Zumachen von Schubladen. Was geschieht wird - meist unbewusst - sortiert und eingeordnet. Vieles als nicht beachtenswert wahrgenommen. Einiges passt in unsere Alltagsschubladen. Dinge, die nicht eingeordnet werden können, irritieren. Diese werden dann kognitiv passend zurechtgeschnippelt, damit sie doch in eine Schublade passen. Wenn das nicht klappt, gibt es einige andere Strategien damit umzugehen: Etwas abzuwerten, lächerlich zu machen o.ä. entwertet und braucht dann auch nicht weiter behandelt zu werden. Manches Irritierende bringt zum Nachdenken. Anderes wieder regt uns auf und beschäftigt uns. Und nach wieder anderen Dingen suchen wir direkt, da sie bestätigen was wir uns denken. (Stichwort Selektive Wahrnehmung) Dieses Vorgehen nach Ein- und Ausschließungen, Be- und Abwertungen ist ein Aspekt dessen das uns handlungsfähig erhält. Wie wir über andere denken, welche Themen uns interessieren, welche Prioritäten wir haben, sind alles wichtige Anteile dessen, um uns unseren Alltag bewältigen zu lassen. (Woher das kommt: Stichwort Sozialisation) Es wird einfacher, klarer, wir schaffen uns Orientierung und haben unsere Ordnungssysteme mit denen wir zurechtkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hilfreich diese Schubladen und Schemata auch sind, werden sie doch dem tatsächlich Vorhandenen nie gerecht. Sie haben ein Eigenleben, werden nicht nur von jede/r einzelnen produziert sondern werden gesellschaftlich gebildet bzw. beeinflusst. Dieses Eigenleben übernimmt die Schaffung von Realität, die nicht nur individuell ist sondern menschenübergreifend, d.h. kollektiv, gültig wird. Nicht nur die Einordnung findet so statt, auch die Bewertung. Was gut ist bzw. was wir gut finden, ist genauso eine Schublade, wie das passende Verhalten in einer Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die Möglichkeiten uns auf quasi sichere Schiffe im Fluss des Alltags zu retten, die eine Art einprogrammierte Navigation haben. Zwischen diesen Schiffen wechseln wir hin und her. Diese Schiffe fahren teils in Flottenverbänden - so etwas wäre z.B. eine politische Partei - teils in kleineren Einheiten. Der Zugang zu den Schiffen ist nicht für alle offen, es gibt sowas wie Eintrittskarten, die in Familien, Schulen und an Arbeitsstellen verteilt werden. Wird ein Teil dieses Bildes gestört - werden Eintrittskarten in Frage gestellt oder Schiffe abgeschafft - wird das Gesamtbild gestört. Traditionelle Werte und Haltungen sind nichts anderes als bewährte Schiffe, ihre Flottenverbände und Verhältnisse zu bewahren: Die Bewahrung des Status Quo - Tradition und Konservierung - gehen da Hand in Hand. Denn das einzig Fixe in dem Ganzen, ist die Veränderung: Die Beweglichkeit des Wassers, dass Schiffe gewartet und erneuert werden müssen, dass jede/r neue TeilnehmerIn und jedes neue Ereignis das große Ganze ein kleines Stückweit verändert. Die Veränderung fordert Beweglichkeit und Neues, was wieder Neudefinitionen erfordert und das ist mühsame Arbeit. Ein Aufwand der kollektiv von allen Schiffhupfenden betrieben werden muss und deshalb meist lieber vermieden als betrieben wird. Den Status Quo zu erhalten, ist oft einfacher, weniger aufwendig und letztendlich sicherer. Die Schiffe und Verbände bleiben lieber am bewährten Kurs, mit klarer Formulierung und einem erreichbaren Ufer. Die sicheren Häfen müssen erhalten werden, um die ganze Schifffahrt zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was das Bewährte und Klare bestätigt, wird von vielen positiv erlebt. Wir hören lieber, dass unsere Schiffe gut und fähig sind, als uns damit zu konfrontieren, dass sie morsch oder überholt sind. Lieber bleiben wir auf einem bewährten Tanker als uns auf noch nicht ganz ausgereifte Boote zu begeben. Nur so zu verfahren, wäre aber auch langweilig, oder? Deshalb gibt's auch ein paar Schiffe, die die Berechtigung haben in unbekannte Terrains vorzudringen, neue Zusammenhänge aufzudecken und das Eingefahrene aufzupeppen. Solang diese Erkundungsschiffe dem Abenteuer und dem Fortschritt dienen - eigentlich ja ein Widerspruch Tradition und Fortschritt - und einer bekannten Route entsprechen, sind sie willkommen. Auch unsere Nachrichten brauchen Futter. Diese Erkundungsschiffe finden sich in Bereichen wie z.B. Journalismus und natürlich in der Wissenschaft. Aber auch dort nicht überall, sondern in Teilbereichen. Die Flotte fährt auf der sicheren Route. Manche Wissenschaften sind gesellschaftlich positiv besetzte Flottenverbände, liefern Neues, bringen Sensationen und haben den Ruf für unseren Alltag sinnvoll zu sein. Und sie bringen neue, vermeintlich sichere, Routen. Zumindest werden diese so dargestellt, oft stellen sie sich später als doch nicht gar so sicher heraus. Stichwort Atomenergie, Waldsterben oder ähnliches. Das Revidieren von Erkenntnissen gehört zum wissenschaftlichen Tagesgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat so eine Schifffahrtsmetapher in einem Blog über Sozialwissenschaften verloren? Manche Wissenschaften hinterfragen diese alltägliche Schifffahrt durch die Realität. Die Schiffe an sich, die sicheren Häfen, die Routen und Materialien werden hinterfragt. Und die Antworten sind nicht klar und eindeutig, sondern oft so vielfältig wie die handelnden Personen oder Gruppen. Das Grundsätzliche im sozialen Miteinander zu hinterfragen, produziert keine Sicherheiten sondern Unsicherheiten. Steht im Widerspruch zu den fixierten, erfahrenen Werten und ist daher auch weniger willkommen als eine z.B. technische Neuerung, die die herkömmliche Route aber nicht unbedingt in Frage stellt. Wenn die Sonne nicht um die Erde kreist, dann wirft das unsere Routen durcheinander, hinterfragt die Angemessenheit unserer Schiffe und bedroht den Bestand unserer Flottenverbände. Verständlich dass da manchmal lieber die Tatsache geleugnet wird und versucht wird die Veränderung aufzuhalten als den Fakten auf den Grund zu gehen?&lt;br /&gt;
Und was soll dann noch eine Wissenschaft, die von sich sagt nichts Absolutes liefern zu können, sondern das Relative betont. Sagt, dass alles von Situationen und Perspektiven abhängig ist und damit ohne Auseinandersetzung nicht einfach so greifbar wird. Eine Richtung, die Forschung macht, um gesellschaftliche Veränderungen zu benennen und zu beschleunigen, ist ein grundsätzlicher Stachel im Fleisch der Realitätsschifffahrt unseres Alltags. Der Stellenwert der Sozialwissenschaften erklärt sich daraus, aber nicht nur (was sonst wäre möglich als hier wieder das Relative zu betonen, der ganze Blog hier wird zu einem Plädoyer für Relationen, und Perspektiven. ;). Relativ gesehen sind die Sozialwissenschaften junge Booterln und haben keine Deutungshoheit über ihren Gegenstand. Mehr dazu was die Sozialwissenschaften eigentlich tun beim - hoffentlich - nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Der Text ist _keine_ Kritik an anderen Disziplinen und auch keinesfalls als Ablehnung oder Abwertung gemeint. Mir geht es rein darum aufzuzeigen was in Relation zu den medial oder gesellschaftlich als relevant angesehenen Wissenschaften die Sozial- (und auch Geistes)wissenschaften für eine Rolle spielen. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/2012/04/von-schiffen-die-in-schubladen-stecken-und-was-das-mit-sozialwissenschaften-zu-tun-hat.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/N7DRcKb9b6U" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/N7DRcKb9b6U/von-schiffen-die-in-schubladen-stecken-und-was-das-mit-sozialwissenschaften-zu-tun-hat.php</link>
<guid isPermaLink="false">http://www.scienceblogs.de/sociokommunikativ/2012/04/von-schiffen-die-in-schubladen-stecken-und-was-das-mit-sozialwissenschaften-zu-tun-hat.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 21 Apr 12 18:13:42 -0400</pubDate>
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<item>
<title>Scienceblogs Podcast: Erklärfix im Gespräch [ScienceBlogs Podcast - Wissenschaft zum Mitnehmen]</title>
<description>Ich spreche mit Christoph Larssen, der bei uns im &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/erklaerfix/"&gt;Blog Erklärfix schreibt.&lt;/a&gt;Wir reden über Wissenschaftskommunikation, was das ist, wie der Stand der Dinge ist und was man verbessern kann.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/04/scienceblogs-podcast-erklarfix-im-gesprach.php"&gt;Zum Beitrag im Blog&amp;nbsp;&amp;raquo;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;

&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~4/gUFZ1Xf_N5k" height="1" width="1"/&gt;</description>
<link>http://feedproxy.google.com/~r/ScienceBlogs/Rubrik/Geistes-Sozialwissenschaften/~3/gUFZ1Xf_N5k/scienceblogs-podcast-erklarfix-im-gesprach.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Geistes- &amp; Sozialwissenschaften</category>
<pubDate>Fri, 20 Apr 12 12:50:29 -0400</pubDate>
<feedburner:origLink>http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/04/scienceblogs-podcast-erklarfix-im-gesprach.php</feedburner:origLink></item>
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