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        <title>ScienceBlogs</title>
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        <copyright>Copyright 2009</copyright>
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<title>Video: Im Auge von Hurrikan ISAAC [weatherlog]</title>
<description><![CDATA[<p><strong>In der letzten Woche hat mich außerhalb des Deutschland-Wetters vor allem der Tropensturm ISAAC beschäftigt. Nun bin ich über das Video eines Sturmjägers gestolpert, der direkt ins Auge des Hurrikans gefahren ist.</strong></p><p>So einiges hat man in der Presse von Millionen von Menschen ohne Strom, Überflutungen und Milliarden Euro Schaden gehört. Und das, obwohl ISAAC "nur" ein <a href="http://www.frank-wettert.de/geil-hurrikan-hurricane/" title="Hurrikan / Hurricane Erklärung">Hurrikan</a> der kleinsten Kategorie 1 (von 5) war. Aber auch der kleinstmögliche Hurrikan hat immer noch gewaltige Energien, die sich beeindruckend freisetzen.</p><br />
<br />
<h3>Fahrt ins Auge von ISAAC</h3><br />
<br />
<p>Der Sturmjäger <a href="http://www.ultimatechase.com/" target="_blank" title="Ultimate Chase">Mike Theiss</a> hat im folgenden Video das getan, was eigentlich niemand tun sollte: Er ist durch die so genannte <em>Eyewall</em> in das Auge des Hurrikans gefahren, als er vom Golf von Mexiko kommend in der Nähe von New Orleans vom 28. auf den 29. August unserer Zeit <a href="http://www.wetter24.de/reisewetter/tropische-stuerme/storm/2012-al9.html" title="Zugbahn-Historie Hurrikan ISAAC"><u>an Land ging</u></a>. Die Eyewall ist dabei die ringförmige Wolkenwand, die sich bei ausreichendem Entwicklungsstadium um das Auge herum befindet, also dem Bereich in der Mitte eines Hurrikans, der vor allem durch wenig Wind und Niederschlag charakterisiert ist. Dagegen ist die Eyewall der Bereich, in dem die Windgeschwindigkeiten eines Hurrikans ihr Maximum erreichen, weswegen es auch lebensgefährlich ist, sich draußen aufzuhalten. Hier seht Ihr die Wucht, mit der selbst noch ein Hurrikan der Kategorie 1 wütet:</p><br />
<br />
<p align="center"><iframe width="555" height="312" src="http://www.youtube.com/embed/jaJ7JNWF9aI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br /><br />
<em>Sturmjäger Mike Theiss fährt direkt in das Auge von Hurrikan ISAAC. Fahrt von Gulfport, Mississippi über den I-10 mit Überflutung des Highway 90 in den US-Bundesstaaten Mississippi und Louisiana</em></p><br />
<br />
<p>Bei kräftig entwickelten Hurrikanen ist das Auge sogar wolkenlos. Dann kann man in sehr feucht-warmer Luft nach oben in den blauen Himmel blicken, sieht aber in jeder Himmelsrichtung große Wolkentürme. Dies ist bei ISAAC, wie hier zu sehen ist, nicht der Fall, aber man sieht doch die größeren Auflockerungen, und dass der Wind schwach ist.</p><br />
<br />
<h3>Das Besondere an ISAAC</h3><br />
<br />
<p>Obwohl Hurrikan ISAAC ein Hurrikan der Kategorie 1 war, hat er doch mehr Schäden angerichtet als Hurrikan GUSTAV im Jahr 2008, der an annähernd der gleichen Stelle als Kategorie 2 - Hurrikan an Land ging. Die gemessene Sturmflut von beinahe 3,40 m am Lake Borgne am Rande von New Orleans kam sogar nahe an den katastrophalen Hurrikan KATRINA (29. August 2005) heran.</p><br />
<br />
<p>Grund hierfür war, dass ISAAC als Gesamtsystem nur sehr langsam unterwegs war. Zunächst schlingerte er vom 28. und 29. August an der Golfküste herum und ging sogar mindestens zwei Mal an Land. Dann zog er mit Fahrradgeschwindigkeit von teils unter 10 km/h weiter ins Landesinnere. Daher konnten Wind und extreme Regenfälle für längere Zeit auf die gleiche Fläche einwirken. So wurden in <a href="http://www.wetter24.de/deutschland/wetter-stationen/obsid/72231.html" title="Wetterstation New Orleans"><u>New Orleans</u></a> durch ISAAC 510 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gemessen. Zum Vergleich: In Berlin fallen <em>im ganzen Jahr</em> im Mittel knapp 600 Liter auf den Quadratmeter.</p><br />
<br />
<p>Schaut man sich vergleichend aber Videos von Hurrikan KATRINA an, so sieht man doch, dass diese mit noch mehr Zerstörungskraft über New Orleans hereinbrach:</p><br />
<br />
<p align="center"><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/-Kou0HBpX4A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br /><br />
<em>Video aus New Orleans zu Hurrikan KATRINA am 29. August 2005</em></p><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/weatherlog/2012/09/video-im-auge-von-hurrikan-isaac.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<link>http://www.scienceblogs.de/weatherlog/2012/09/video-im-auge-von-hurrikan-isaac.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Tue, 04 Sep 12 15:37:20 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>In eigener Sache: ScienceBlogs baut um [Geograffitico]</title>
<description><![CDATA[<img alt="200px-Zeichen_123.svg.png" src="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/200px-Zeichen_123.svg.png" width="200" height="176" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 10px 10px;" />Jeder braucht mal "Tapetenwechsel". Auch (oder gerade) die deutschen Scienceblogs - unsere bisherige Blog-Software <em>Movable Type </em> hat sich auf Dauer als nicht unbedingt ideal entpuppt; und nach dem jüngsten <a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/06/technische-probleme-bei-scienceblogs.php">Update</a>, der (leider) zwangsweise durchgeführt wurde, funktioniert vieles auf der Homepage und in den einzelnen Blogs nicht mehr. Ab jetzt soll das alles besser werden: Am Dienstag werden die ScienceBlogs.de auf <a href="http://de.wordpress.org/">WordPress</a> als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Content-Management-System">Content-Management-System</a> umrüsten; es wird hier daher für ein paar Stunden kein "normaler" Betrieb auf unseren Seiten herrschen. Und wie bei allen Umbauarbeiten kann es dabei zu kleinen (hoffentlich!) Störungen kommen. Wir bitten daher alle unsere Leserinnen und Leser um Geduld, falls in den ersten Stunden und (hoffentlich nicht!) Tagen mal etwas nicht funktioniert. Doch unabhängig vom Design, werden die ScienceBloggerinnen und -Blogger sich auch unverändert darum bemühen, Ihr Bestes an Wissenschaftskommunikation zu bieten. Ganz wie gehabt.<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/09/in-eigener-sache-scienceblogs-baut-um.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<link>http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2012/09/in-eigener-sache-scienceblogs-baut-um.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 03 Sep 12 23:43:20 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Basics - Apoptose oder der programmierte Zelltod [blooDNAcid]</title>
<description><![CDATA[Dieser Basics-Artikel, der auch eine hilfreiche Lektüre für die <a href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2012/08/was-ist-krebs---krankheit-und-herausforderung---eine-personliche-einfuhrung.php">neue Krebs-Serie</a> in blooD'N'Acid sein kann, erklärt das Phänomen des „porgrammierten Zelltods".<br />
Eine kalte Roboterstimme sagt: „Selbstzerstörung in 10 Sekunden. 10 - 9 - 8 - 7 - 6 --..." eine Tür fliegt auf, ein meist arg ramponierter, schwitzender Mann stürzt herein, öffnet hektisch eine Klappe in einer Konsole, starrt in ein Gewirr von Kabeln und Schaltkreisen und reißt schließlich das blaue heraus... „2 - 1 - .... Abbruch der Selbstzerstörungssequenz". Puh... gerade noch geschafft. Aber wozu gibt es diese Selbstzerstörungsmechanismen (also außer, um die Enden von Actionfilmen spannender zu machen)? Meist, um das zu zerstörende Objekt vor Zugriff oder Übernahme von Feinden, Unbefugten o.ä. zu schützen, selbst wenn dazu seine vollständige Vernichtung in Kauf genommen werden muß.<br />
<br />
Und genau so ein Mechanismus findet sich auch in unseren Zellen, man bezeichnet ihn als „<em>Apoptose</em>".<br />
<img alt="fallingleaves.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/fallingleaves.jpg" width="200" height="260" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /><small><a href="http://www.artbycedar.com">Quelle</a></small><br />
<br />
Der Begriff Apoptose (altgr. ἀπόπτωσις apoptosis, von ἀποπίπτειν apopiptein ‚abfallen') kommt aus dem Griechischen und ist auf den fast schon romantischen Vergleich mit dem herbstlichen Abfallen der Blätter zurückzuführen. Körperzellen, die nicht länger benötigt werden, „fallen" ab, werden also auf sanfte Weise entfernt. Man kann das wirklich so sagen, denn durch Apoptose läßt sich eine Zelle auf eine für den Körper völlig unschädliche, physiologische Weise entfernen - im Gegensatz zur pathologischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nekrose">Nerkrose</a> bei der die Zellen platzen und all ihre ungustiösen Inhalte in der Umgebung verstreuen, wodurch es u.a. zu Entzündungen kommt. Man könnte sagen, die Apoptose verhält sich zur Nekrose, wie eine kontrollierte Sprengung in einer Nachbarschaft, die genau ein Gebäude harmlos zum Einsturz bringt, zu einem Terrorangriff mit Sprengstoff, bei dem umstürzende Gebäude und umherfliegende Trümmer einen ganzes Viertel zerstören. Und weil sie nach einem exakten Programm und unter strenger Regulation abläuft, bezeichnet man sie auch als „programmierten Zelltod".<br />
Bevor ich aber erkläre, wie die Apoptose in der Zelle verwirklicht wird, sehen wir uns an, wann es überhaupt zur Apoptose kommt: Die Apoptose ist wie ein „Not-Aus"-Knopf, ein Mechanismus, der Zellen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr zu retten, zu reparieren oder zu gebrauchen sind, schonend aus dem Organismus entfernt. So etwas ist nötig, wenn z.B. das Erbgut einer Zelle irreparabel beschädigt oder die Zelle von einem Virus infiziert ist. Im ersten Fall läuft die Zelle Gefahr, zu entarten und zur Gründerzelle eines Tumors zu werden, im zweiten Fall würde sie bald zu einer Produktionsstätte neuer Viren - beides ist für den Organismus sehr kritisch und so hat es sich als äußerst vorteilhaft erwiesen, solche Zellen rechtzeitig zerstören zu können.<br />
<br />
Neben solchen „Not-Aus"-Situationen wird die Apoptose aber auch „gestalterisch" eingesetzt, um z.B. beim Menschen die Interdigitalhäute (Häute zwischen Fingern und Zehen) zu entfernen, die beim Embryo ursprünglich noch angelegt werden, um Gewebe zu verjüngen (Riechepithel), um die Lichtdurchlässigkeit der Augenlinse zu gewährleisten, indem störende Zellen eliminiert werden, um eine korrekte Verschaltung von Hirnstrukturen herzustellen (sozusagen zur Vermeidung von Kurzschlüssen) und Plastizität im zentralen Nervensystem zu ermöglichen und allgemein zur Aufrechterhaltung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6ostase#Biologie">Homöostase</a>, indem die Zellzahl und damit die Größe von Geweben apoptotisch kontrolliert wird. <br />
Eine ganz besonders wichtige Funktion übt die Apoptose auch beim Immunsystem aus. Ein sehr hoher Anteil aller neu gebildeten B- und T-Immunzellen ist, nachdem sie ihre DNA modifiziert haben, um sich für die Abwehr ganz spezieller äußerer Gefahren, wie Bakterien oder Viren zu perfektionieren, unbrauchbar oder sogar gefährlich für den Körper (wenn sie z.B. statt Krankheitserreger körpereigene Moleküle erkennen). Sie durchlaufen daher zwei sehr strenge Selektionsprozesse, bevor sie „freigegeben" werden und das Immunsystem verstärken können. Sollten sie diese Tests nicht bestehen, wird bei ihnen die Apoptose eingeleitet, was neben ihrer schonenden Eliminierung den weiteren Vorteil hat, daß die Zellbestandteile „recycelt", also von anderen Zellen aufgenommen und wiederverwertet werden können. <br />
Man sieht also: die Apoptose ist eine äußert wichtige und sehr zentrale Funktion von Zellen, die besonders bei Krebszellen sehr „<a href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2011/03/biologischer-disclaimer.php">gefürchtet</a>" ist, denn eigentlich müsste das Chaos, das diese Zellen in sich anrichten, ziemlich bald für die Auslösung ihrer Selbstzerstörung sorgen. Es wundert also nicht, daß einer der ersten Tricks, den viele Krebszellen lernen, die Umgehung der Apoptose ist. Dazu aber später mehr, im Rahmen der Serie über Krebs.<br />
<br />
Aber wie funktioniert Apoptose? Wie zerstören sich die Zellen selbst? Das ganze ist, wie so vieles in der molekularen Zellbiologie, sehr kompliziert und keineswegs vollständig erforscht. Ich bescheide mich daher damit, hier zwei Hauptarten vorzustellen ohne allzusehr ins Detail zu gehen: die extrinsische, von außen ausgelöste und die intrinsische, von der Zelle selbst ausgelöste Apoptose.<br />
<br />
Die extrinsische Apoptose ist für den Körper die Möglichkeit, nicht mehr benötigte oder gar gefährliche (z.B. infizierte) Zellen zu entfernen. Im Immunsystem zum Beispiel gibt es cytotoxische T-Zellen, die mit einem Virus infizierte Zellen von außen erkennen können und dann Botenstoffe (=Liganden) abgeben, die an ein Empfängermolekül das alle Zellen auf ihren Oberflächen tragen (=Rezeptor) binden und damit in der Zelle eine Kaskade von Prozessen in Gang setzt, an deren Ende die Apoptose steht.<br />
<br />
<img alt="Vorschaubild für extrinsisch.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/assets_c/2012/08/extrinsisch-thumb-555x642-32526.jpg" width="550" height="630" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /><br />
<br />
Im Bild sieht man, wie der Todesrezeptor einer Zelle ein Signal von außen erhält, es durch die Zellmembran nach innen weiterleitet und so die Apoptosekaskade initiiert. Ganz wichtig für die Ausführung der Apoptose sind dabei die sogenannten Caspasen, Enzyme, die gezielt andere Proteine an bestimmten Stellen zertrennen und damit zerstören können. Caspasen sind also gefährlich für die Zellen und müssen daher gut kontrolliert und gesichert sein: sie funktionieren erst, wenn sie „angeschaltet" werden. <br />
Genau das geschieht durch die extrinische Apoptoseeinleitung. Hierbei wird immer die Caspase 8 aktiviert. Diese wiederum aktiviert dann die Caspasen 3, 6 und 7 - das sind die sogenannten Effektorcaspasen, die dann in der Zelle sozusagen die Abrissarbeiten übernehmen, indem sie das zelluläre Inventar darunter auch die DNA zerlegen.<br />
<br />
Bei der intrinsischen Apoptose ist das ganze noch deutlich komplizierter.<br />
<br />
<img alt="Vorschaubild für intrinsisch.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/assets_c/2012/08/intrinsisch-thumb-555x453-32530.jpg" width="550" height="450" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /><br />
<br />
Hier löst ein zellinterner Stimulus die Apoptose aus. Dieser Stimulus kann vieles sein, z.B. ein unphysiologischer pH-Wert, ein Mangel an Glucose oder irreparabel beschädigte DNA (z.B. durch UV-Licht oder Chemikalien). Bestimmte Proteine, die die Beschädigung registrieren können, z.B. das „berühmte" p53 signalisieren dann: „hat keinen Zweck mehr. Abschalten!". Ob letztlich tatsächlich die Apoptose eingeleitet wird, ist dann noch abhängig von einer Vielzahl von Einflussgrößen (, deren detaillierte Beschreibung den angestrebten Rahmen dieses Artikels pulverisieren würde). Im Bild sieht man eine Reihe von Proteinen, die diesen zellulären Signalweg modifizieren (Noxa, Puma, Bak, Bax) und einige andere, z.B. BCL-2, die die Apoptose hemmen können (was unter bestimmten Umständen ebenfalls sinnvoll sein kann). Erst wenn nach Integration aller zellulären pro- und antiapoptotischen Signale der proapoptotische Stimulus überwiegt (das ist nicht ganz unähnlich dem „Entscheidungsprozess" in Nervenzellen, darüber ob ein Aktionspotential ausgelöst wird oder nicht, indem Signale aus hemmenden und erregenden Nervenzellen zusammengefasst werden), wird das Mitochondrium zur Freisetzung von „Cytochrom c" veranlasst.<br />
Danach gibt es dann kein Zurück mehr: zusammen mit dem Protein Apaf 1 bildet sich ein Komplex, das sogenannte „Apoptosom", welches die Caspase 9 aktivieren kann. Die so scharf geschaltete Caspase 9 aktiviert ihrerseits die Effektorcaspasen, die wir oben schon kennengelernt haben und wir wissen ja jetzt, was diese anrichten: die Zelle stirbt.<br />
<br />
<img alt="apoptose.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/apoptose.jpg" width="500" height="365" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /><small><a href="http://www.uni-due.de/imperia/md/images/phys_chem_rauen/apoptose_gro__.jpg">Quelle</a></small><br />
<br />
So wie im Bild oben sehen apoptotische Zelle aus. Sie schrumpfen und runden sich ab und man erkennt noch das „membrane blebbing" (sieht ein bißchen so aus, als würde die Zellmembran Blasen werfen), die Kondensation des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chromatin">Chromatins</a>, die Fragmentierung des Zellkerns und einen Verlust der Adhäsion. Es bilden sich die typischen "apoptotischen Körperchen", die sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Makrophage">Makrophagen</a> und/oder benachbarten Zellen einverleiben (= phagozytieren). Im Inneren der Zelle, nicht mikroskopisch beobachtbar aber biochemisch nachweisbar, werden die DNA und intrazelluläre Proteine und Strukturen in Stücke zerlegt. Was also von der Zelle übrig bleibt ist, ist sehr überschaubar, recyclebar und - das ist wichtig - unschädlich für die Umgebung der Zelle. <br />
<br />
Die sehr schematische Darstellung dieser beiden Wege der Apoptoseeinleitung sollte übrigens nicht dazu verleiten, sie sich als völlig isoliert voneinander vorstellen, denn es gibt durchaus Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen ihnen, die - wie so oft in der Biologie - alles noch viel komplizierter machen. Hinzu kommt, daß es mit der sogenannten „Nekroptose" ohnehin ein Phänomen gibt, das insofern eine Schnittmenge von Apoptose und Nekrose darstellt, als es Charakteristika von beiden aufweist. Darüber hinaus kennt man noch die Prozesse der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autophagozytose">Autophagie</a>, bei der die Zelle Teile von sich selbst verdaut, und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altern#Zellul.C3.A4re_Seneszenz_.E2.80.93_Krebs_oder_Altern">Seneszenz</a>, ein "Alterseffekt" bei Zellen, der u.a. verhindert, daß sie sich weiter teilen, die ebenfalls Mechanismen sind, die zur Optimierung der Resourcenverwaltung aber auch zum Schutz vor Infektionen und Entartung dienen und deren Abläufe und Regulation dicht in das zelluläre Kommunikationsnetz eingeflochten und auch von der Apoptosesteuerung nicht scharf zu trennen sind.<br />
Wir stellen also fest, daß Funktionalität und "Konformität" der Zelle einer strengen und straffen Kontrolle sowohl von innen als auch von außen unterliegen und daß die reinigende, formende, schützende und nachhaltige Funktion der evolutiv stark konservierten  programmierten Selbstzerstörung der Zellen untrennbar mit Gesundheit und Überleben des gesamten Organismus verbunden ist.<br />
Wir werden später noch sehen, daß das, was unser Actionheld am Anfang dieses Beitrages tut, nämlich den Selbstzerstörungsmechanismus zu stoppen, in einer Zelle einen der Grundsteine der Krebsentstehung legen würde...<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2012/09/basics---apoptose-oder-der-programmierte-zelltod.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 03 Sep 12 18:00:00 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Improvisationen im Labor [blooDNAcid]</title>
<description><![CDATA[Ich zeige hier, wie man sich eine Plattenzentrifuge prima selber bauen kann.Zur Einführung muß ich vielleicht kurz etwas erklären: Laborgeräte sind teuer. Sehr teuer. Häufig tun sie nichts anderes als herkömmliche Haushaltsgeräte, kosten aber das Zehnfache. Wenn man arm ist, wie wir und so ziemlich die meisten universitären Forschungsabteilungen, kann man sich fast nie die Geräte leisten, die man gerne hätte und nicht mal immer die, die man braucht. Also muß man häufig improvisieren und ich habe in Labors schon die abenteuerlichsten Konstruktionen gesehen, die aus Material für 20 € bestanden und ein Gerät für 3000 € ersetzten. Das ganze hat natürlich eine Grenze! Man sollte nicht mit selbst gebauten Apparaten wichtige Messwerte generieren, von denen am Ende eine Arbeit oder gar die Gesundheit eines Menschen abhängt, aber manches geht doch.<br />
Z.B. bei uns: wir führen hier jeden Tag mehrere <a href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2011/04/forensische-genetik-dnaquantifizierung.php">quantitative PCRs durch, z.B. um DNA-Mengen sehr genau zu quantifizieren</a>. Diese <a href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2011/04/basics-die-polymerasekettenreaktion.php">PCR</a>s werden nicht in einzelnen Reaktionsgefässen angesetzt, sondern in sogenannten 96-well-Platten: Kunststoffplatten, in die 96 Vertiefungen eingebracht sind und die nachher mit Folie überklebt werden, so daß man 96 separate Reaktionsräume hat. Eigentlich muß man solche Platten, wenn man sie fertig bestückt hat, kurz abzentrifugieren, um letzte Flüssigkeitströpfchen von den Innenwänden der Vertiefungen zu entfernen. Das geht aber nur mit einer Plattenzentrifuge, einer Zentrifuge also, in die solche Platten hineinpassen und die einen ganz speziellen Rotor besitzen. Und die sind sehr sehr teuer (mehrere Tausend €), können dafür aber auch die Platten mit enormer Geschwindigkeit drehen, wofür sie wiederum hohen Sicherheitsansprüchen genügen und genau kalibriert sein müssen etc . Doch genau das braucht man überhaupt nicht, wenn man die Platten eigentlich nur mal kurz andrehen will, der Laborslang dafür ist "runterdrullern". Auch so etwas kann man kaufen: eine Minizentrifuge, die nix anderes kann, als Platten runterzudrullern. Doch auch so ein Ding kostet noch knapp 600 € - zuviel für uns. <br />
<br />
Was wir uns leisten konnten, waren 4 € für eine Salatschleuder in einem großen, schwedischen Möbelhaus und ein paar Cent für Kabelbinder. Was wir noch hatten, war eine Bohrmaschine und zwei so schwarze Untersetzer für 96-well-Platten, in die man sie während der Bearbeitung hineinstellt. Also haben meine Doktorandin und ich uns ans Werk gemacht und was wir hervorgebracht haben, ist das:<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/impro%20zentrifuge.jpg"><img alt="impro zentrifuge.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/assets_c/2012/09/impro zentrifuge-thumb-555x332-32710.jpg" width="555" height="332" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Et voilà, eine Plattenzentrifuge zum Runterdrullern mit Handbetrieb (in einem der schwarzen Untersetzer sitzt so eine 96-well-Platte drin). Funktioniert einwandfrei. :-)<br />
<small>(Und ja, wir haben sie natürlich vor Benutzung gründlichst gereinigt und mit UV-Licht, DNAse, RNAse und danach mit RNAse-Inhibitoren behandelt).</small><br />
<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2012/09/improvisationen-im-labor.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<link>http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2012/09/improvisationen-im-labor.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 03 Sep 12 11:40:47 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Barnards Stern hat keine Planeten [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt <i>hat</i>? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:<br />
<br />
<img alt="Barnard_Star_2001-2010.gif" src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/03/Barnard_Star_2001-2010.gif" width="469" height="351" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /><div style="text-align: center;"><em><small>Bild: Alejandro Sanz Gómez, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/es/deed.de">CC-BY-SA 2.5</a></small></em></div><br><br />
<br />
So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen. <br />
<br />
Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: <a href="http://arxiv.org/abs/1208.2273">van de Kamps Planeten existieren nicht</a>. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/choi_fig8-32700.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/choi_fig8-32700.php','popup','width=645,height=380,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/choi_fig8-thumb-500x294-32700.png" width="500" height="294" alt="barnard.png" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><div style="text-align: center;"><em><small><a href="http://arxiv.org/abs/1208.2273">Bild: Choi et al. (2012)</a></small></em></div><br><br />
<br />
Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie. <br />
<br />
Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.<br />
<br />
Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/983c916d0c3c42b29ee95f3ade8004d8" width="1" height="1" alt=""><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/barnards-stern-hat-keine-planeten.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 03 Sep 12 11:25:29 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Die Landkarte der Physik [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:<br />
<br />
<blockquote><i>"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."</i></blockquote><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/1939-map-of-physics-h2-32523.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/1939-map-of-physics-h2-32523.php','popup','width=1824,height=1368,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/1939-map-of-physics-h2-thumb-500x375-32523.jpg" width="500" height="375" alt="1939-map-of-physics-h2.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)<br />
<br />
Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!<br />
<br />
<div style="text-align: center;"><em><small>(via <a href="http://bigthink.com/strange-maps/579-a-1939-map-of-physics?page=all">Strange Maps</a>)</small></em></div><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/die-landkarte-der-physik.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Mon, 03 Sep 12 09:00:57 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Lückenfüller der Evolution [Hier wohnen Drachen]</title>
<description><![CDATA[<p>Vor etwa 400-380 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten vierfüßigen Wirbeltiere (Tetrapoden) und die ersten Insekten. Aus dieser Zeit kennt man einige faszinierende Fossilien, bei den Wirbeltieren beispielsweise Tiktaalik oder (etwas später) Ichthyostega (über den habe ich <a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/06/wie-die-fische-nicht-an-land-krochen.php">vor kurzem ausführlich berichtet</a>), bei den Insekten kennt man Rhyniella, einen urtümlichen Verwandten der heutigen Springschwänze.</p><p>Hier zum Einstimmen ein paar Bilder. Ichthyostega sah wohl etwa so aus:<br />
<img alt="545px-Ichthyostega_model.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/545px-Ichthyostega_model.jpg" class="mt-image-none" style="" height="480" width="545" /><br />
Hier noch ein Bild von Tiktaalik:<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/640px-Tiktaalik_roseae_life_restor-32685.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/640px-Tiktaalik_roseae_life_restor-32685.php','popup','width=640,height=370,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/640px-Tiktaalik_roseae_life_restor-thumb-500x289-32685.jpg" alt="640px-Tiktaalik_roseae_life_restor.jpg" class="mt-image-none" style="" height="289" width="500" /></a><br />
Ihr seht hier schon, dass die ersten Vierfüßer eher Wasser- als Landtiere waren. Man kennt aus dem Devon zwar Fußspuren, die wohl von landlebenden Tieren stammten, doch Fossilien gibt es dazu bisher nicht. Erst im späteren Karbonzeitalter kennt man eine ganze Reihe von Landwirbeltieren, aber dazwischen klafft eine Lücke.</p>

<p>Bei den Wirbeltieren wird diese Lücke in den bekannten Fossilien als "Romers Lücke" (Romer's gap) bezeichnet, benannt nach dem berühmten Paläontologen Alfred S. Romer. Sie erstreckt sich über etwa 15 Millionen Jahre, von 360-345 Millionen Jahren vor der Gegenwart, im frühen Karbon (der "Kohlezeit"). Danach dann kennt man einige Fossilien, die unterschiedlichen Gruppen angehören, aber wie sich die Entwicklung von den ersten Vierfüßern (Tetrapoden, eine geeignetere Bezeichnung als "Landwirbeltiere", weil die ersten Tetrapoden ja im Wasser lebten) zu den späteren vollzog und wie sich die Tetrapoden an unterschiedliche ökologische Nischen anpassten, darüber weiß man wegen der Lücke sehr wenig.</p>

<p>Bei den Insekten sieht die Lage ähnlich aus. Man kennt die urtümliche Rhyniella (von der ich leider kein hübsches Bild gefunden habe), dann allerdings, gerade als die Evolution spannend wird und sich die Insekten weiterentwickelten, kennen wir ... nichts. Hier gibt es eine Lücke, die sich aber sogar über 60 Millionen Jahre erstreckt, von vor 385-325 Millionen Jahren.</p>

<p>Hier ein Überblick über die Lücken:<br />
<img alt="romerTime.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/romerTime.jpg" class="mt-image-none" style="" height="511" width="373" /></p>

<p>Eine wichtige Frage der Paläontologie besteht darin, ob diese Lücken "echt" sind - also eine Zeit repräsentieren, in der es nur wenige Insekten und Vierfüßer gab - oder ob es sich um Artefakte handelt, die einfach daher rühren, dass wir noch nicht an den richtigen Stellen gesucht haben. Eine Hypothese besagt, dass im frühen Kohlezeitalter, also genau zur Zeit der Romer-Lücke, der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre vergleichsweise niedrig war. Dies könnte die Entwicklung beeinträchtigt haben, weil früher Tetrapoden noch nicht so gute Atmer waren (und weil Insekten wegen ihres Tracheen-Atmungssystems mit niedrigem Sauerstoffgehalt oft auch nicht sooo gut klarkommen). So wurden Tetrapoden und Insekten in wenige Nischen gedrängt, und die Tetrapoden waren möglicherweise vor allem auf das Wasser als Lebensraum beschränkt.</p>

<p>Neue Fossilienfunde machen diese Annahme etwas unwahrscheinlicher. Für frühe Tetrapoden ist Schottland eine der besten Fundstellen. Damals lag Schottland noch südlich des Äquators und war Teil des "Alten Roten Kontinents" (auch Euramerika genannt). Insbesondere aus dem Karbon-Zeitalter kennt man viele Fossilien aus Schottland. </p>

<p>Eine Veröffentlichung vom Frühjahr dieses Jahres (ja, ich weiß, die Pressemeldungen zu den Ur-Tetrapoden aus Schottland ging schon vor Monaten durch die Medien - bisher bin ich aber nicht zum Bloggen gekommen) präsentiert nun gleich ein ganzes Sammelsurium von Fossilien direkt aus der Mitte der Romer-Lücke. Vier Fundstellen liegen in Südschottland, eine weitere im Westen Schottlands. Einige davon kennt man schon länger, aber die meisten sind vollkommen neu. Hier ein kleiner Überblick über die Fundstellen:<br />
<img alt="romermap.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/romermap.jpg" class="mt-image-none" style="" height="544" width="348" /></p>

<p>Die erste Fundstelle in Burnmouth hat gleich etwas ganz besonderes aufzuweisen:<br />
<img alt="romerGap1.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/romerGap1.jpg" class="mt-image-none" style="" height="186" width="460" /></p>

<p>Was ihr hier seht, ist ein Stück eines Fußes (wobei nicht klar ist, ob es sich um den Vorder- oder Hinterfuß handelt). Er hat deutlich erkennbar 5 Zehen. Das ist deswegen interessant, weil alle älteren Tetrapoden aus dem Devon, die man bisher kennt, 7 oder 8 Zehen hatten. Dieses Fossil ist also das älteste, bei dem man den heutigen typischen Tetrapoden-Bauplan gefunden hat. Der Fuß ist vergleichsweise klein, ähnelt von seiner Struktur her aber sehr stark dem späterer landlebender Tetrapoden. Das spricht dafür, dass dieses Tier ebenfalls landlebend war.</p>

<p>Ein weiteres Fossil aus Burnmouth ist ein Unterkiefer (oben und Mitte im Bild):<br />
<img alt="romerGap2.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/romerGap2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="485" width="463" /></p>

<p>Dieser ähnelt in seiner Form und Struktur dem des bekannten Crassigyrinus (unten bei E dargestellt), den man allerdings bisher nur aus der Zeit vor 325 Millionen Jahren kannte.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/Crassigyrinus_BW-32643.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/Crassigyrinus_BW-32643.php','popup','width=800,height=452,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/Crassigyrinus_BW-thumb-500x282-32643.jpg" alt="Crassigyrinus_BW.jpg" class="mt-image-none" style="" height="282" width="500" /></a><br />
<em><small>Crassigyrinus, von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Crassigyrinus_BW.jpg?uselang=de">Wikipedia</a></small></em></p>

<p>Tatsächlich ist der Unterkiefer dem von Crassigyrinus so ähnlich, dass er ebenfalls in diese Gattung einsortiert werden kann. Das zeigt, dass sich diese Gattung anscheinend innerhalb der Romer-Lücke entwickeln konnte.</p>

<p>Ein ziemlich kleiner Tetrapode stammt aus der Fundstelle Willie's Hole: Der Schädel ist nur etwa 75mm lang, während die meisten der ersten Tetrapoden deutlich größer waren. <br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/romerGap3-32691.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/romerGap3-32691.php','popup','width=814,height=727,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/romerGap3-thumb-550x491-32691.jpg" alt="romerGap3.jpg" class="mt-image-none" style="" height="491" width="550" /></a></p>

<p>Das neue Fossil ähnelt Arten, die man aus dem späteren Karbon kennt. Auch dies also ein Indiz dafür, dass sich innerhalb der Romer-Lücke die Tetrapoden weiterentwickelten. Weitere Funde von hier lassen sich nicht klar einordnen, einer davon könnte zur Gruppe der Temnospondylen gehören, die man bisher erst von 15 Millionen Jahre jüngeren Fundstellen kennt.</p>

<p>Auch die beiden anderen Fundstellen aus Südschottland stammen aus der Zeit der Romer-Lücke (eine davon wurde kürzlich neu datiert, vorher hielt man sie für jünger). Die Fossilien von hier sind nicht so gut erhalten, aber auch hier sind klar Tetrapoden dabei.</p>

<p>Ein Fossil, das man schon etwas länger kennt, ist <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fb/Pederpes22small.jpg/800px-Pederpes22small.jpg">Pederpes</a> aus dem Westen Schottlands:<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/800px-Pederpes22small-32647.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/800px-Pederpes22small-32647.php','popup','width=800,height=260,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/800px-Pederpes22small-thumb-500x162-32647.jpg" alt="800px-Pederpes22small.jpg" class="mt-image-none" style="" height="162" width="500" /></a><br />
Auch Pederpes stammt aus der Romer-Lücke und ist mit ziemlicher Sicherheit ein echter Landbewohner gewesen.</p>

<p>Insgesamt zeigt sich also, dass Romer's Lücke nicht so leer war, wie man dachte. Einige der neuen Formen sind vergleichsweise klein - vielleicht ist ein Grund dafür, dass man bisher wenige Tetrapoden-Fossilien aus dieser Zeit kannte, darin zu suchen, dass viele der sich entwickelnden Arten zunächst sehr klein waren und deswegen als Fossilien schwerer zu finden sind. Da am Ende des Devon viele Tierarten ausstarben (es gab ein kleines Massensterben, falls das kein Widerspruch in sich ist), hatte man schon früher spekuliert, dass die Wirbeltiere des frühen Karbon vielleicht alle sehr klein waren. Der neu entdeckte Crassigyrinus-Schädel und einige der anderen Funde zeigen allerdings, dass zumindest einige Gattung ziemlich schnell wieder eine respektable Größe im Meterbereich erreichten.</p>

<p>Insgesamt zeigen die neuen Fossilien, dass sich in der Romer-Lücke viele neue Arten entwickelt hatten, was gegen die These des niedrigen Sauerstoffgehalts und einer damit verbundenen Artenarmut spricht. Sie lassen es vielversprechend erscheinen, nach weiteren Fossilien aus dieser Zeit zu suchen, um die Lücke noch weiter auszufüllen.</p>

<p>Das neue Insekten-Fossil, Strudiella devonica, stammt aus einer etwas früheren Zeit, nämlich dem Ende des Devon, also kurz vor der Romer-Lücke. So sieht das neue Krabbeltier aus:<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/strudiella-32694.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/strudiella-32694.php','popup','width=818,height=644,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/assets_c/2012/09/strudiella-thumb-550x433-32694.jpg" alt="strudiella.jpg" class="mt-image-none" style="" height="433" width="550" /></a><br />
Die weißen Pfeile kennzeichnen die Beine, man erkennt auf der rechten Seite deutlich, dass es drei sind. Vorn erkennt man die langen Antennen (ant) und die Überreste der Mundwerkzeuge (md=mandible). Der Körper selbst hat drei Teile, einen Kopf (h), einen Brustbereich, an dem die Beine sitzen und dann einen Endbereich. Dieser hintere Bereich des Körpers ist selbst auch noch in 10 Teile segmentiert, was man auch von heutigen Insekten kennt.</p>

<p>Auch die Form der Mundwerkzeuge ähnelt der heutiger Insekten. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich an den leicht verfärbten Klecksen eher wenig erkennen kann:<br />
<img alt="strudiella2.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/strudiella2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="446" width="523" /></p>

<p>Flügel hatte Strudiella nicht, die langen und eher dünnen Beine sprechen dafür, dass es sich um einen Landbewohner handelt. Die Form der Mundwerkzeuge spricht dafür, dass es kein reiner Fleischfresser war, sondern eher ein Allesfresser. </p>

<p>Insgesamt ist Strudiella ein Beleg dafür, dass die Insekten sich schon vor der Romer-Lücke in verschiedene Gruppen aufspalteten. Sowohl Romers Lücke als auch die Insekten Lücke sind also vermutlich eher darauf zurückzuführen, dass wir noch nicht die richtigen Fossilien gefunden haben, und nicht auf eine echte Lücke in der Artenvielfalt. Insofern dürften die neuen Funde auch Anlass geben, entsprechende geologische Formationen intensiver zu erforschen. Man darf gespannt sein, welche Funde die Zukunft noch bringt.</p>

<hr>
Romain Garroust, Gael Clement, Patricia Nel, Michael S. Engel, Philippe Grandcolas, Cyrille D'Haese, Linda Lagebro, Julien Denayer, Pierre Gueriau, Patrick Lafaite, Sebastien Olive, Cyrille Prestianni &amp; Andre Nel
<br />A complete insect from the Late Devonian period
<br />Nature, 488 (2012) 82-85

<p><br /></p><p>Timothy R. Smithsona, Stanley P. Wood, John E. A. Marshallb, and Jennifer A. Clack<br />
Earliest Carboniferous tetrapod and arthropod faunas from Scotland populate Romer's Gap<br />
www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1117332109</p><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/09/zwei-luckenfuller-der-evolution.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Sun, 02 Sep 12 20:00:00 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Das Beste von Vesta [Hinterm Mond gleich links]</title>
<description><![CDATA[Als Musik-Video am Wochenende bietet sich das folgende frisch vom DLR an:<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/IfGfqwe6CAk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
<a href="http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-4916/">Hier geht es zur vollen Pressemitteilung des DLR</a> für all diejenigen, die keine Ahnung haben, was die Sonde Dawn macht (Asteroiden besuchen: bei Vesta war sie und nun geht's zu Ceres) und dass, das DLR die Kamera beigesteuert hat.<br />
<br />
Am Südpol von Vesta gibt es einen Krater mit über 500 km Durchmesser in dessen Mitte ein 22 km hoher Berg aufragt. Der Berg ist damit mehr als zwei mal so hoch wie der Mount Everest. Allerdings bin ich etwas überrascht von der Aussage, dass sie 'solche Ausmaße bisher auf keinen planetaren Körper gesehen haben'.<br />
<br />
Gestatten, Olympus Mons auf dem Mars:<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/olympusmons.jpg"><img alt="olympusmons.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/planeten/assets_c/2012/08/olympusmons-thumb-400x370-32639.jpg" width="400" height="370" class="mt-image-none" style="" /></a><br />
Der Vulkan ist 26.4 km hoch mit einem Durchmesser von fast 600 km.<br />
<br />
Aber vielleicht ist auch gemeint, dass ein Einschlagkrater mit einem so riesigem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralberg">Zentralberg</a> in unserem Sonnensystem seinesgleichen sucht.<br />
<br />
Ich finde solche Zentralberge absolut faszinierend, weil ihre Entstehung der 'normalen' menschlichen Erwartung widerspricht: Wenn ein großes Fels auf den Boden einschlägt, erwarten wir gemeinhin ein großes Loch im Boden. Das ist auch das, was bis zu einer gewissen Kratergröße beobachtet wird. Ab einer kritischen Kratergröße also ab einer gewissen Einschlagsenergie - abhängig von der Eigengravitation des Himmelkörpers und der Bodenbeschaffenheit am Einschlagsort - passiert etwas sehr Seltsames. Der Boden in und um den Krater zeigt Eigenschaften einer zähen Flüssigkeit. <br />
<br />
Auf dem folgenden Bild ist sehr gut zu erkennen, wie sich um den Krater Rhea Siliva auf Vesta richtige Schock-Wellen gebildet haben, die anschließend im Gestein 'fest gefroren' sind.<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/Rhea_Silvia_vesta.jpg"><img alt="Rhea_Silvia_vesta.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/planeten/assets_c/2012/08/Rhea_Silvia_vesta-thumb-400x435-32641.jpg" width="400" height="435" class="mt-image-none" style="" /></a>Bild: NASA, DLR<br />
<br />
Auch der Fels im Krater selbst verhält sich seltsam beim und kurz nach dem Einschlag (zumindest soweit ich das auf Konferenzen und beim Lesen vereinzelter Publikationen mitbekommen habe) er verformt sich elastisch und schnellt kurze Zeit nach dem Einschlag 'elastisch' zurück (elastic rebound). Den Einschlagskörper selbst zerreißt und 'verdampft' es förmlich bei dem Einschlag.<br />
<br />
Dieser Prozess kann zumindest teilweise die Entstehung des Zentralberges erklären. <br />
<br />
Ich hab auch eine Simulation<br />
<br />
<iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/g6v5xkgh3Z4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
und Laborexperimente zu dem Thema gefunden:<br />
<iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/6swY05e2iT4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
Es scheint aber - wie immer - nicht ganz so 'einfach' zu sein. Ich hab zumindest einige Publikationen gefunden, die anführen, dass 'elastic rebound' alleine nicht die Höhe von Zentralbergen bzw. anderen noch komplexeren Strukturen bei noch größeren Kratern erklären kann. In einer Publikation von <a href="http://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev.earth.27.1.385">Melosh und Ivanov</a> aus dem Jahr 1999 erklären die Autoren, dass es nach dem Einschlag - wenn der Krater sich abkühlt - erst richtig losgeht. Ein Teil des frischen Einschlagkraters stürzt insbesondere an den Hängen in sich zusammen und Material in der Mitte beginnt sich allmählich aufzuwölben, um dem Ungleichgewicht zu begegnen, den der Einschlag im lokalen Gravitationsfeld erzeugt hat. <br />
<br />
Um das zu verstehen, ist es hilfreich sich vor Augen zu führen, dass i.A. die Oberfläche eines planetaren Körpers sich in einem Kräftegleichgewicht befindet. Auf einen beliebigen Stein auf der Oberfläche wirkt zum einen die Massenanziehung des planetaren Körpers, die durch die Kräfte, die das Gestein in sich zusammenhalten, wieder ausgeglichen werden muss; Wenn es diese Bindungen im Gestein nicht gäbe, würde der Stein sonst einfach ins Zentrum des planetaren Körpers stürzen. Wenn aber das ganze Gestein auf einen Schlag zusammengedrückt wird, dann ist das gesamte Material auf einmal unter der imaginären Fläche, auf der alle Kräfte - vor dem Einschlag - im Gleichgewicht waren (die Äquipotentialfläche). <br />
<br />
Nach dem Einschlag 'versucht' das Gestein daher wieder zurück zu 'fließen'. Da aber das Gestein nach der Abkühlung nicht mehr so fließfähig ist, kommt es nicht zu einem gleichmäßigen Wiederauffüllen des Kraters sondern eben zu diesem Wechselspiel aus In-Sich-Zusammenstürzen am Rand und der Aufwölbung in der Mitte, was dann insgesamt den Zentralberg und andere Strukturen bei noch größeren Kratern zur Folge hat.<br />
<br />
Beide Effekte - das elastische Zurückschnellen wie die anschließende Umformung - wird bei der Kraterbildung sicherlich eine Rolle spielen. Ich persönlich finde es allerdings erstaunlich, dass diese anschließende Umformung viel mehr zum Zentralberg beitragen soll als das elastische Zurückschnellen beim Einschlag. Allerdings bin ich nicht wirklich ein Experte auf diesem Gebiet und wir sprechen hier auch von Geschehnissen, die sich - zum Glück - unserer Vorstellung und Erfahrung entziehen. Ich kann also nicht wirklich kompetent sagen, welcher Effekt hier die Oberhand hat oder ob sich beides ausgleicht oder ob gar noch weitere Effekte hier eine Rolle spielen. <br />
<br />
Ich bin also gerade angenehm verwirrt und warte mal ab, ob mir in Zukunft was zu dem Thema unterkommt und schließe mit meinem Lieblingskrater plus Zentralberg ab: dem <strike>Todestern</strike> Krater Herschel auf dem Saturnmond Mimas<br />
<img alt="mimas_380h.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/planeten/mimas_380h.jpg" width="380" height="373" class="mt-image-none" style="" /><br />
Bild: NASA/JPL/Space Science Institute.<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/2012/09/das-beste-von-vesta.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Sun, 02 Sep 12 15:12:14 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Video: Curiosity landet am Mars [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Die <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/bild-curiosity-auf-dem-weg-nach-unten.php">Landung des Curiosity-Rovers</a> auf dem Mars fiel ja mit meiner Auszeit zusammen und deswegen habe ich mich nur <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/wissenschaft-vs-sport-uber-scheinbare-geldverschwendung-und-dinge-die-wirklich-viel-kosten.php">am Rande</a> mit der Mission beschäftigt. Aber dieses äußerst schöne Video, das die Landung der Sonde auf dem Mars zeigt, wollte ich euch doch noch zeigen.<center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/fJgeoHBQpFQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center><br><br />
<br />
Das, was da gleich am Anfang weg fliegt, ist nicht Curiosity, sondern der Hitzeschild. Das Video zeigt die Landung aus der Sicht des Rovers.<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/video-curiosity-landet-am-mars.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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]]></description>
<link>http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/video-curiosity-landet-am-mars.php</link>
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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Sun, 02 Sep 12 10:31:30 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Astrodicticum Simplex on the road: Blöde Berge neben der Saale und blöde Motorräder in Schleiz [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Der Ausflugstag heute war nicht so toll. Ich hatte ja eigentlich vor, gemütlich <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/astrodicticum-simplex-on-the-road-uber-land-und-unter-tage.php">ein paar Tage durch die Gegend zu radeln</a> und mir ein paar interessante Sachen anzusehen. Deswegen hatte ich mir ja auch den Saale-Radweg ausgesucht, ein Weg, von dem ich annahm, er würde die Saale entlang führen und deswegen halbwegs eben sein. Tja.Nach der Abfahrt in Saalfeld sah man die Saale zwar noch kurz - dann aber ging es die in die Landschaft nebenan und die war leider voller Berge. Ich hab ja nichts dagegen, ab und zu mal bergauf zu fahren. Aber die Strecke bis Ziegenrück bestand mehr oder weniger ausschließlich aus langen, steilen Bergaufpassagen und kurzen, steilen Bergabfahrten (die Autos durften dagegen schön gerade neben der Saale herfahren. Mist Autos!). Das war schon ziemlich nervig. Dann hätte ich auch gleich in die Berge Mountainbike fahren gehen können... Wer legt solche doofen Radwege an? <br />
<br />
Ab und zu zeigte sich die Saale dann doch. Bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hohenwarte-Stausee">Hohenwarte</a> gab es eine schöne Talsperre mit großem Damm.<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07084-32650.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07084-32650.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07084-thumb-500x375-32650.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07084.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07089-32653.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07089-32653.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07089-thumb-500x375-32653.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07089.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07090-32656.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07090-32656.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07090-thumb-500x375-32656.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07090.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Zumindest gabs dort ne Imbissbude. Ich dachte, Frucade gibts nur in Österreich? Aber anscheinend wird das jetzt auch in Deutschland abgefüllt:<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07091-32662.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07091-32662.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07091-thumb-500x375-32662.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07091.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Und einmal durfte ich sogar mit der Fähre über die Saale rüber.<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07095-32659.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07095-32659.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07095-thumb-500x375-32659.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07095.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Für das Wasserkraftmuseum in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegenr%C3%BCck">Ziegenrück</a> hatte ich leider keine Zeit mehr; die nervigen Bergauffahrten hatten zuviel Zeit gekostet. <br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07096-32665.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07096-32665.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07096-thumb-500x375-32665.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07096.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Ich wollte noch weiter nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegenr%C3%BCck">Schleiz</a>. Das liegt zwar nicht mehr am Saaleradweg, aber ein Stück konnte ich ihm noch folgen. Natürlich wieder fernab der Saale und kilometerlang bergauf... Landschaftlich war der Weg auch eher öde:<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07097-32668.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07097-32668.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07097-thumb-500x375-32668.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07097.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Nachmittags war ich dann endlich in Schleiz angekommen. Die Stadt fand ich immer schon ein wenig komisch; obwohl ich nie irgendwas mit ihr zu tun hatte (liegt wohl an der Ähnlichkeit des Namens zum österreichischen Dialektwort "Schlaz", was "Spucke" bedeutet). <br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07102-32671.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07102-32671.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07102-thumb-500x375-32671.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07102.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Aber der erste Eindruck war ganz nett; direkt an der Ortseinfahrt konnte ich in einer Bäckerei eine dringend benötigte Stärkung bekommen und ich machte mich optimistisch auf den Weg. Ich wollte zum "<a href="http://www.rutheneum.de/">Rutheneum</a>", dem Ort, an dem Konrad Duden (der mit dem Wörterbuch) mal gearbeitet hat. Dort gibt es ein kleines Duden-Museum, dass ich mir gerne ansehen wollte. Auf der Homepage des Museums stand zwar, dass es gerade umgebaut wird. Aber eigentlich sollte es im Mai 2012 fertig sein. Tja - war es leider nicht...<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07103-32674.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07103-32674.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07103-thumb-500x375-32674.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07103.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Da ich schon mehr als 60 Kilometer, viele davon bergauf, in den Beinen hatte, wollte ich es eigentlich für heute gut sein lassen. Am Hauptplatz von Schleiz war ein nettes Freiluftcafe und wenn es schon mit Duden nichts wird, dann zumindest mit einem Bier oder zwei. Nur noch schnell ein Hotel suchen und dann...<br />
<br />
Aber mit Hotels hat man es nicht so in Schleiz. Die Pension in der Nähe des Zentrums hatte nur einen Zettel mit "Ich bin gerade nicht da" zu bieten, und die anderen Wegweiser entlang der Straßen zeigten mir nur Hotels, die einige Kilometer außerhalb von Schleiz lagen - und auf irgendwelche teuren Wellnesshotels mitten in der Pampa hatte ich keine Lust. Also doch kein Bier sondern weiter fahren in das eigentliche Tageziel. Plauen, ca. 30 Kilometer entfernt. Aber Schleiz mochte mich heute nicht. Die eine Straße Richtung Plauen war gesperrt, weil da gerade ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schleizer_Dreieck">Motorradrennen</a> stattfand. Die andere Straße Richtung Plauen war ebenfalls gesperrt, wegen der Motorräder (Mist Motorräder!). Man konnte die Rennstrecke zwar großräumig umfahren - aber ich hatte nicht wirklich Lust darauf, noch ein paar Dutzend Extrakilometer abzustrampeln. Also habe ich Schleiz in die andere Richtung wieder verlassen, auf der Suche nach der nächsten größeren Stadt.<br />
<br />
Hier gabs keinen richtigen Fahrradweg mehr und die Landschaft war auch nicht mehr so malerisch...<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07104-32677.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07104-32677.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07104-thumb-500x375-32677.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07104.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Aber immerhin ging es nicht mehr <i>ganz</i> so oft auf und ab und nach knapp 20 Kilometern kam ich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeulenroda-Triebes">Zeulenroda</a> an. Die Stadt sah auf den ersten Blick ebenfalls sehr nett aus, hatte ebenfalls ein paar nette Cafes auf dem Hauptplatz. Aber leider ebenfalls keine Hotels im Zentrum, sondern wieder nur irgendwelche "Bio-Seehotels" irgendwie außerhalb. Bei meiner Herbergssuche bin ich dann aber immerhin auf einen Bahnhof gestoßen. <br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07105-32680.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07105-32680.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/09/DSC07105-thumb-500x375-32680.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07105.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Nach ner Stunde kam dann auch ein Zug und der brachte mich zurück nach Jena. Dort steht mein eigenes Bett (das ich nach den insgesamt 90 Kilometern radeln heute dringend brauche) und das Zugticket war auch noch viel billiger als ein Hotelzimmer. Tja - manchmal ist die Provinz tatsächlich genau so, wie man sie sich vorstellt...<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/985aa94a574c4ea0b314d5890192010d" width="1" height="1" alt=""><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/astrodicticum-simplex-on-the-road-blode-berge-neben-der-saale-und-blode-motorrader-in-schleiz.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<guid>http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/astrodicticum-simplex-on-the-road-blode-berge-neben-der-saale-und-blode-motorrader-in-schleiz.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 01 Sep 12 22:05:59 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Scienceblogs-Podcast: Spiralgalaxien und Bonobos [ScienceBlogs Podcast - Wissenschaft zum Mitnehmen]</title>
<description><![CDATA[So, jetzt ist es geschafft: Trotz Strom- und Internetausfall (mein Provider in Laos ist übrigens Unitel, eine Firma die der vietnamesischen Armee gehört), habe ich es geschafft den Podcast aufzunehmen und hochzuladen. Jippie!<br />
Die Themen heute:<br />
Zum Wesen einer Spiralgalaxie gehört es, sich zu drehen. Manche tun dies rechtsherum, manche linksherum. Doch wie ist die Verteilung zwischen rechts und links? <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/links-oder-rechts-dreht-sich-das-universum.php">Florian Freistätter berichtet von neuester Forschung dazu.</a><br />
<br />
Ein kleiner Einschub zum Internetgerücht, Samsung würde seine Strafe gegen Apple in 5 Cent Münzen zahlen (was nicht stimmt, tatsächlich versucht Samsung gegen das Urteil vorzugehen).<br />
<br />
Bonobos sind Verwandte der Schimpansen, und zeichnen sich durch geringere Aggressivität und eine größere Führungsrolle der Frauen aus. Woher kommt das? <a href="http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/08/haben-bonobos-sich-selbst-gezahmt.php">Eine Theorie bei "Hier wohnen Drachen".</a><br />
<br />
<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/09/scienceblogs-podcast-spiralgalaxien-und-bonobos.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<link>http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/09/scienceblogs-podcast-spiralgalaxien-und-bonobos.php</link>
<guid>http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/09/scienceblogs-podcast-spiralgalaxien-und-bonobos.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 01 Sep 12 14:12:06 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Podcast kommt, aber später [ScienceBlogs Podcast - Wissenschaft zum Mitnehmen]</title>
<description><![CDATA[Ich habe Probleme mit meiner ADSL Verbindung hier in Laos, deswegen dauert es noch etwas mit dem Podcast, ich hoffe Samstag abend deutscher Zeit sollte er hochgeladen sein. Danke fürs Warten!<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/09/podcast-kommt-aber-spater.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?7424,http%3A%2F%2Fwww.scienceblogs.de%2Fwerbung.php" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/rssadds/Banner_Kauf_mich_468.gif" border="0" alt="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " title="Werbung auf ScienceBlogs. Bannerwerbung nicht nur im RSS-Feed. " /></a>

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<link>http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/09/podcast-kommt-aber-spater.php</link>
<guid>http://www.scienceblogs.de/wissenschaft-zum-mitnehmen/2012/09/podcast-kommt-aber-spater.php</guid>
<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Sat, 01 Sep 12 11:43:20 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Astrodicticum Simplex on the road: Über Land und unter Tage [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[<p>Wenn man es zu Hause nicht mehr aushält, muss man woanders hin fahren. Zum Glück kann ich meine Arbeit überall erledigen, also habe ich mich heute spontan dazu entschlossen, einen paar Tage mit dem Rad durch die Gegend zu fahren. Und über das, was ich unterwegs so alles erlebe, erzähle ich euch hier im Blog.</p><p>Ich verlasse Jena - allerdings nicht auf der Autobahn, sondern mit dem Fahrrad.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07026-32550.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07026-32550.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07026-thumb-500x375-32550.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07026.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Den ganzen Saaleradweg bis zur Elbe werde ich allerdings diesmal nicht entlang fahren...</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07030-32553.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07030-32553.php','popup','width=2736,height=3648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07030-thumb-500x666-32553.jpg" width="500" height="666" alt="DSC07030.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Ich mach erstmal Frühstückspause und zwar in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kahla">Kahla</a>. Eigentlich eine nette kleine Stadt. Aber der Hauptplatz ist mir mit den vielen hohen Häusern drum herum irgendwie ein wenig zu eingeengt und zu düster. Naja, vielleicht liegts auch am Wetter. &nbsp;</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07032-32556.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07032-32556.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07032-thumb-500x375-32556.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07032.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Abseits des Stadtzentrum ist Kahla auch ein wenig heruntergekommen...</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07033-32559.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07033-32559.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07033-thumb-500x375-32559.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07033.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Ich radle weiter, die Saale entlang und durch diverse kleine Dörfer. Die nächste größere Stadt ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolstadt">Rudolstadt</a>. Da gibts auch einiges zu sehen; ich bin aber trotzdem daran vorbei gefahren. Beim nächsten Mal vielleicht...</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07034-32562.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07034-32562.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07034-thumb-500x375-32562.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07034.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Ich hab nur die äußeren Bereiche von Rudolstadt durchquert. Aber dort gibts immerhin einiges an interessanter Industrie, die man ganz aus der Nähe betrachten kann.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07035-32565.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07035-32565.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07035-thumb-500x375-32565.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07035.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07037-32568.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07037-32568.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07037-thumb-500x375-32568.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07037.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Die nächste Stadt entlang der Route war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saalfeld">Saalfeld</a>. Und dort habe ich mich entschieden, die Fahrt für heute zu beenden. Denn in Saalfeld gibt es etwas, das ich mir unbedingt ansehen wollte und das wollte ich in Ruhe erledigen. Nein, ich meine nicht das <a href="http://www.brauhaus-saalfeld.de/aktuell/bierfest%20programm2012.htm">Saalfelder Bierfest</a>, das dort gestern begonnen hat. 

<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07081-32634.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07081-32634.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07081-thumb-500x375-32634.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07081.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a>

Ich meine die <a href="https://www.feengrotten.de/">Saalfelder Feengrotten</a>. Dabei handelt es sich um ein Schaubergwerk. Schon seit dem Mittelalter hat man dort Alaunschiefer abgebaut. Das Alaun benutzte man zum Gerben von Tierhäuten; später baute man dort auch Vitriol ab, das zur Produktion von Farben und Tinten verwendet wurde. Im 18. Jahrhundert wurde das Bergwerk unter dem Namen "Jeremias Glück" bekannt und gehörte der Leipziger Kaufmannsfamilie Frege (von der übrigens Campino, der Sänger der Toten Hosen, ein direkter Nachkomme ist). Im 19. Jahrhundert war die chemische Industrie dann in der Lage, die in Saalfeld abgebauten Stoffe schneller und einfacher herzustellen als sie die Bergleute aus dem Gestein holen konnten. Das Bergwerk wurde stillgelegt. Aber nicht für lange. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte man, dass die aufgegebenen Stollen äußerst schöne Grotten und Tropfsteine enthielten. Man entschied sich, das Bergwerk wieder zu öffnen, diesmal als Touristenattraktion. Seit dem 31. Mai 1914 kann man die "Saalfelder Feengrotte" wieder besuchen. Und das habe ich heute getan!</p><p>In "Schutzkleidung" ging es unter Tage.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07038-32571.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07038-32571.php','popup','width=2736,height=3648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07038-thumb-500x666-32571.jpg" width="500" height="666" alt="DSC07038.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Die Stollen waren natürlich gut beleuchtet und gut ausgebaut. Meistens war es ein gemütlicher Spaziergang und absolut nicht zu vergleichen mit dem, was die Bergleute damals ertragen mussten. An manchen Engstellen kann man aber schon ein wenig spüren, wie es früher gewesen sein muss. Es gibt einen 200 Meter langen "krummen Gang", der kaum breiter ist als ein normaler Mensch und an manchen Stellen nur 1,70 hoch. Während man sich langsam durch diesen Weg tastet, dann kann man mit viel Fantasie nachempfinden, wie es gewesen sein muss, dort zu arbeiten.&nbsp;</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07040-32575.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07040-32575.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07040-thumb-500x375-32575.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07040.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Natürlich gab es damals kein elektrisches Licht, sondern nur schwach leuchtende Kienspäne. Und man spazierte auch nicht ausgeruht und satt vom vorhergegangenen Besuch in der "Grottenschenke" durch die Gänge. Sondern schuftete dort den ganzen Tag lang... Und hatte wahrscheinlich weder Zeit, noch Muße, die Schönheit der Grotten zu genießen...
</p><p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07044-32578.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07044-32578.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07044-thumb-500x375-32578.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07044.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Tropfsteine finde ich immer enorm faszinierend. Man steht in der Höhle, von der Decke tropft es regelmäßig und langsam. Sehr langsam. Und trotzdem entsteht aus diesem langsamen und unscheinbaren Prozess ein neuer Stein. Jeder winzige Wassertropfen enthält eine noch winzigere Menge an Kalk und Mineralien und lagert diese - wenn die Bedingungen stimmen - am Gestein ab. Tropfen für Tropfen wächst der Stalaktit (das sind die von oben nach unten, die von unten nach oben heißen Stalagmiten und wenn sich beide in der Mitte treffen ist es ein Stalagnat). Die Betrachtung eines Tropfsteins eignet sich wunderbar für den Versuch, die langen geologischen Zeitskalen irgendwie gedanklich zu erfassen. Der Anblick der langen Stalaktiten, die von der Decke hängen, das stetige "Pling" der Wassertropfen und die Anstrengung, beides irgendwie gedanklich zu vereinen: Es klappt irgendwie trotzdem nicht. Die Steine befinden sich auf einer ganz anderen Zeitskala als wir Menschen. Vielleicht sind sie deswegen so faszinierend...&nbsp;</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07046-32581.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07046-32581.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07046-thumb-500x375-32581.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07046.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Ebenfalls wunderschön sind die bunten Farben. Die verschiedenen Mineralien leuchten mal blau, mal rot, mal braun. Jede Ecke bietet einen anderen bunten Anblick:</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07048-32587.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07048-32587.php','popup','width=2736,height=3648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07048-thumb-500x666-32587.jpg" width="500" height="666" alt="DSC07048.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>In den Feengrotten findet man auch jede Menge "Bergbutter". In Saalfeld wachsen die Tropfsteine besonders schnell, weil sie aus dem weichen "Diadochit" bestehen. Das fällt auch oft auf den Boden und bildet dort eine Schicht, die tatsächlich wie Butter aussieht und - zumindest sagte das die Führerin - früher auch als "Appetitanreger" in kleinen Mengen gegessen wurde.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07051-32596.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07051-32596.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07051-thumb-500x375-32596.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07051.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Am beeindruckensten war die "Märchengrotte". Fotos können die Stimmung dort eigentlich nicht wieder geben (zumindestens nicht meine).&nbsp;</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07054-32599.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07054-32599.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07054-thumb-500x375-32599.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07054.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Stalaktiten, Stalakmiten, bunte Mineralien, fantastische Strukturen und ein spiegelglatter unterirdischer See. Und das Wort "spiegelglatt" ist hier tatsächlich wörtlich gemeint. Zur Zeit tropft hier nichts von der Decke und das Wasser liegt so ruhig da, als sei es eine feste Oberfläche. Jedes Detail der Höhle spiegelt sich im Wasser und man muss schon ganz genau hinsehen, um zu merken, dass da noch irgendwo Wasser ist. Der Gesamteindruck ist phänomenal.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07058-32602.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07058-32602.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07058-thumb-500x375-32602.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07058.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Natürlich wurden an dieser Stelle auch noch jede Menge Show-Elemente eingebaut. Es gibt eine "Multimedia-Show", mit Musik, bunten Lichtern und einer Geschichte von den Bergleuten, die die Bergwerksfee suchen und dabei die Grotte entdecken. Ein wenig kitschig, aber trotzdem irgendwie sehr stimmungsvoll. Die Kinder, die bei der Führung dabei waren, fanden es offensichtlich super. Zumindest die kleinen. Die ebenfalls anwesende Gruppe 16jähriger Berufsschüler konnten leider vor lauter Coolsein überhaupt nichts schön und beeindruckend finden...</p><p>Zum Abschluss gab es noch die optimale Synthese aus Geologie und Biologie. Die Wurzeln einer Eiche (die man über Tage ebenfalls bewundern kann), haben sich metertief durch das Gestein gegraben und sind dann von einem Tropfstein überwachsen worden:</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07060-32605.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07060-32605.php','popup','width=2736,height=3648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07060-thumb-500x666-32605.jpg" width="500" height="666" alt="DSC07060.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Im angeschlossenen Souvenirshop findet man dann den üblichen Unsinn. Abgesehen von dem ganzen Elfenkram, der überall zelebriert wird, müssen natürlich auch die "Heilsteine" verkauft werden. Irgendwie schade. Die Saalfelder Grotten sind ganz für sich enorm beeindrucken. Ein Paradebeispiel für das Schöne und Faszinierende, dass die Natur hervor bringen kann. Warum muss man das mit Elfen und Esoterik "aufmotzen"? Die Realität ist in diesem Fall schon beeindruckend genug...</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07061-32608.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07061-32608.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07061-thumb-500x375-32608.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07061.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Man konnte auch noch das Mineralwasser kosten, das dort gefördert wird. Ich weiß nicht, ob es irgendwelche gesundheitlichen Vorteile hat. Aber schmecken tut es jedenfalls äußerst ekelhaft...</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07065-32611.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07065-32611.php','popup','width=2736,height=3648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07065-thumb-500x666-32611.jpg" width="500" height="666" alt="DSC07065.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Das "Feenweltchen" hab ich mir gespart - es war schon spät und kurz vor Schließung der Anlage. Vermutlich hätte ich mich aber dort eh nur geärgert...</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07067-32614.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07067-32614.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07067-thumb-500x375-32614.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07067.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Ich hab mir lieber noch das "Grottoneum" angesehen. Das ist ein kleines "Erlebnismuseum" zur Geschichte des Bergbaus und der Geologie der Saalfelder Grotten. Der Besuch dort hat sich definitiv gelohnt. Es gibt dort die mittlerweile üblichen Multimedia-Elemente. Man kann sich zum Beispiel nochmal alle Mineralien ansehen, die im Bergwerk abgebaut worden sind und sich dazu ein paar Geschichten anhören.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07069-32617.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07069-32617.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07069-thumb-500x375-32617.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07069.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Sehr schön fand ich auch das Computerprogramm, mit dem man Tropfsteine wachsen lassen konnte. An verschiedenen Panels musste man Wasserhärte, Wassermenge und enthaltene Mineralien einstellen und konnte "live" zusehen, wie sich das auf die Bildung der Tropfsteine auswirkt.</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07071-32620.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07071-32620.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07071-thumb-500x375-32620.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07071.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Auch die Geologie der Grotten wurde nochmal ausführlich erklärt:</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07073-32623.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07073-32623.php','popup','width=2736,height=3648,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07073-thumb-500x666-32623.jpg" width="500" height="666" alt="DSC07073.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Wirklich cool fand ich den großen Tisch mit Touchscreen, auf dem man selbst Mineralien basteln konnten. Auf dem Bildschirm schwirrten jede Menge Moleküle herum, die man zusammensetzen konnten. Hatte man etwas zusammengebastelt, dann wurde man vom Computer sofort informiert, um was es sich dabei handelt. Tolle Sache!</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07076-32626.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07076-32626.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07076-thumb-500x375-32626.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07076.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

<p>Zum Abschluss gab es dann noch ein nettes 3D-Modell der ganzen Anlange:</p>

<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07079-32629.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07079-32629.php','popup','width=3648,height=2736,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/DSC07079-thumb-500x375-32629.jpg" width="500" height="375" alt="DSC07079.JPG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a></p>

Es hat sich wirklich gelohnt, dass ich mir die Zeit für den Zwischenstopp in Saalfeld genommen habe. Die Feengrotten sind ein beeindruckender Ort und ein tolles Ausflugsziel, falls ihr mal in die Gegend kommt!

Mal sehen, was mir morgen so alles begegnet...<img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/d07db62737fa43a3a2d0ab3c9edcf921" width="1" height="1" alt=""><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/astrodicticum-simplex-on-the-road-uber-land-und-unter-tage.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Fri, 31 Aug 12 19:43:31 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Topologie von Fl&auml;chen CCXXXV [Mathlog]]]></title>
<description><![CDATA[Der 3-dimensionale hyperbolische Raum und sein Rand im Unendlichen.Die hyperbolische Geometrie ist viel komplizierter als die euklidische oder sph&auml;rische, zum Beispiel hat sie interessantere Symmetriegruppen (<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/04/topologie-von-flachen-lix.php">TvF 59</a>).<br />
Insofern ist es vielleicht nicht &uuml;berraschend, dass es im 3-dimensionalen hyperbolischen Raum viel mehr (und auch viel symmetrischere) <strong>Minimalfl&auml;chen</strong> gibt als im euklidischen Raum oder in der Sph&auml;re, die wir in den letzten beiden Wochen besprochen hatten: <br />
Die einzigen einfach zusammenh&auml;ngenden Minimalfl&auml;chen im euklidischen Raum waren Ebenen und Helikoiden (<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/08/topologie-von-flchen-ccxxxiii.php">TvF 233</a>), in der 3-dimensionalen Sph&auml;re waren es die geod&auml;tischen Gro&szlig;-Sph&auml;ren (<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/08/topologie-von-flchen-ccxxxiv.php">TvF 234</a>). (Au&szlig;erdem gab es in beiden F&auml;llen noch Mininmalfl&auml;chen mit komplizierterer Topologie, die nur teilweise klassifiziert sind.)<br />
<br />
Im hyperbolischen Raum gibt es nat&uuml;rlich ebenfalls die hyperbolischen Unterr&auml;ume, die Minimalfl&auml;chen sind. Es stellt sich aber heraus, dass es noch sehr viel mehr Minimalfl&auml;chen gibt, die topologische Ebenen sind. (Und Minimalfl&auml;chen mit komplizierterer Topologie scheinen dort bisher wenig erforscht.) <br />
Darum wird es n&auml;chste Woche gehen, heute wollen wir zun&auml;chst, weil das in dieser Reihe bisher nicht vorkam, den <strong>3-dimensionalen hyperbolischen Raum</strong> und dessen <strong>Rand im Unendlichen</strong> definieren.<br />
<br />
<h1>3-dimensionaler hyperbolischer Raum</h1><br />
<br />
<strong>Hyperbolische Ebene</strong>: Bisher hatten wir hier in der Reihe nur 2-dimensionale hyperbolische Geometrie. Die <strong>hyperbolische Ebene</strong> hatten wir in <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lv.php">TvF 55</a> definiert mit dem Poincar&eacute;-Halbebenen-Modell: <br />
die obere Halbebene {(x,y): y>0} mit der Riemannschen Metrik g<sub>eukl</sub>/y<sup>2</sup>.  (Zur Veranschaulichung: Alle Dreiecke unten im Bild sind gleich groß.)<br />
Die <strong>Geod&auml;ten</strong> in der hyperbolischen Ebene waren die <strong>auf der x-Achse senkrecht stehenden Halbgeraden und Halbkreise</strong> (<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lvi.php">TvF 56</a>), einige sind im Bild unten abgebildet. <br />
<form mt:asset-id="5931" class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="ModularGroup-FundamentalDomain-01.png" src="http://www.scienceblogs.de/mathlog/ModularGroup-FundamentalDomain-01.png" width="595" height="249" class="mt-image-none" style="" /></form><br />
<br />
<br />
<strong>Hyperbolischer Raum</strong>: den 3-dimensionalen hyperbolischen Raum definiert man dann (analog zum Halbebenen-Modell der hyperbolischen Ebene) als <strong>oberen Halbraum <br />
{(x,y,z): z>0} <br />
mit der Riemannschen Metrik g<sub>eukl</sub>/z<sup>2</sup></strong>. <br />
<br />
Offensichtlich bekommt man die hyperbolische Ebene als Teilmenge, wenn man zum Beispiel x=0 oder y=0 setzt.<br />
<br />
<strong>Geod&auml;tische Ebenen im 3-dimensionalen hyperbolischen Raum</strong> sind diejenigen <strong>Halb-Ebenen oder Halb-Sph&auml;ren, die  senkrecht auf der x-y-Ebene stehen</strong>.<br />
<br />
Alle diese geod&auml;tischen Ebenen sind isometrisch zur hyperbolischen Ebene.<br />
<br />
Analog zum 2-dimensionalen Fall (<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lv.php">TvF 55</a>) gibt es auch im 3-dimensionalen verschiedene Modelle des hyperbolischen Raumes. So hat das 2-dimensionale Kreisscheiben-Modell (Bild weiter unten im n&auml;chsten Abschnitt) seine Entsprechung im 3-dimensionalen <a href=http://en.wikipedia.org/wiki/Poincar%C3%A9_disc_model">Poincar&eacute;-Disk-Modell</a>. Das folgende Bild aus der Wikipedia versucht eine Pflasterung des 3-dimensionalen hyperbolischen Raumes (Poincar&eacute;-Disk-Modell) durch gleichgrosse Ikosaeder zu veranschaulichen:<br />
<img alt="Hyperb_icosahedral_hc.png" src="http://www.scienceblogs.de/mathlog/Hyperb_icosahedral_hc.png" width="300" height="300" class="mt-image-none" style="" /><br />
<br />
<h1>Rand im Unendlichen</h1><br />
<br />
In der Geometrie ist es oft n&uuml;tzlich, nichtkompakte R&auml;ume zu kompaktifizieren, indem man einen "Rand im Unendlichen" hinzunimmt. Dar&uuml;ber hatten wir in <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/topologie-von-flachen-cliv.php">TvF 154</a> mal geschrieben. (Zum Beispiel kompaktifiziert man den 3-dimensionalen euklidischen Raum entweder durch Hinzunahme einer projektiven Ebene zu einem projektiven Raum wie in <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/antipodenabbildung-und-projektive-ebene.php">TvF 155</a> oder, was der unten folgenden Kompaktifizierung des hyperbolischen Raumes n&aumlherkommt, durch Hinzunahme einer Sph&auml;re zu einem 3-dimensionalen Ball.)<br />
<br />
Wie kompaktifiziert man nun den hyperbolischen Raum?<br />
<br />
Betrachten wir das Halbraum-Modell.<br />
Man kann sich die x-y-Ebene zusammen mit einem "Punkt im Unendlichen" (dem "Endpunkt" senkrecht auf der xy-Ebene stehenden Geraden) als Rand im Unendlichen des 3-dimensionalen Raumes denken. <br />
<br />
Die Punkte des Randes im Unendlichen sind sozusagen die (unendlich weit entfernten) Endpunkte der Geod&auml;ten. Insbesondere verbindet jede Geod&auml;te zwei Punkte des Randes im Unendlichen.<br />
<br />
Es gibt eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbolische_Gruppe#Rand_im_Unendlichen">allgemeine Definition</a> des "Randes im Unendlichen" f&uuml;r einfach zusammenh&auml;ngende R&auml;ume negativer Kr&uuml;mmung. Man definiert die Punkte des Randes im Unendlichen als (gedachte) Endpunkte geod&auml;tischer Halbgeraden, wobei zwei Halbgeraden denselben "Endpunkt" haben sollen, wenn ihr Abstand beschr&auml;nkt bleibt. F&uuml;r unsere Zwecke reicht aber die konkrete Definition anhand des Halbraum-Modells.<br />
<br />
Der Rand im Unendlichen ist die Vereinigung aus einer Ebene und einem Punkt, also topologisch eine Sph&auml;re. Besser sieht man das vielleicht im <a href=http://en.wikipedia.org/wiki/Poincar%C3%A9_disc_model">"Poincar&eacute;-Disk-Modell"</a>, dessen 2-dimensionales Analog gerne mit Escher-Bildern veranschaulicht wird:<br />
<img alt="escher.gif" src="http://www.scienceblogs.de/mathlog/escher.gif" width="200" height="200" class="mt-image-none" style="" /><br />
<small>Silvio Levy: "Escher Fish" </small><br />
<br />
Im 2-dimensionalen Fall "sieht man", dass der Rand im Unendlichen ein Kreis ist. Analog ist im 3-dimensionalen Fall der Rand im Unendlichen eine Sph&auml;re.<br />
<br />
Die R&auml;nder geod&auml;tischer Ebenen entsprechen Kreisen in dieser Sph&auml;re. Man kann sich dann nat&uuml;rlich fragen, ob man auch andere Kurven in der Sph&auml;re (die keine Kreise sind) als R&auml;nder von Minimalfl&auml;chen im hyperbolischen Raum bekommen kann, dazu n&auml;chste Woche.<br />
<br />
<br />
<small><br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/02/topologie-von-flachen-i-1.php">Teil 1</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/02/topologie-von-flachen-ii.php">Teil 2</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/02/topologie-von-flachen-iii.php">Teil 3</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/03/topologie-von-flachen-iv.php">Teil 4</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/03/topologie-von-flachen-v.php">Teil 5</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/03/topologie-von-flachen-vi.php">Teil 6</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/03/topologie-von-flachen-vii.php">Teil 7 </a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/04/topologie-von-flachen-viii.php">Teil 8</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/04/topologie-von-flachen-ix.php">Teil 9 </a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/04/topologie-von-flachen-x.php">Teil 10 </a>,<a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/04/links-und-rechts.php">Teil 11</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/stetigkeit.php">Teil 12</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/topologie-von-flachen-xiii.php">Teil 13</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/topologie-von-flachen-xiv.php">Teil 14</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/post.php">Teil 15</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/topologie-von-flachen-xvi.php">Teil 16</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/06/topologie-von-flachen-xvii.php">Teil 17</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/06/topologie-von-flachen-xviii.php">Teil 18</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/06/shape-of-earth.php">Teil 19</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/06/topologie-von-flachen-xx.php">Teil 20</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/07/topologie-von-flachen-xxi.php">Teil 21</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/07/topologie-von-flachen-xxii.php">Teil 22</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/07/topologie-von-flachen-xxiii.php">Teil 23</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/07/johann-listing-200.php">Teil 24</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/08/topologie-von-flachen-xxiv.php">Teil 25</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/08/topologie-von-flachen-xxvi.php">Teil 26</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/08/topologie-von-flachen-xxvii.php">Teil 27</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/08/topologie-von-flachen-xxviii.php">Teil 28</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/08/peano-150.php">Teil 29</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/09/topologie-von-flachen-xxx.php">Teil 30</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/09/topologie-von-flachen-xxxi.php">Teil 31</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/09/topologie-von-flachen-xxxii.php">Teil 32</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/09/topologie-von-flachen-xxxiii.php">Teil 33</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/10/topologie-von-flachen-xxxiv.php">Teil 34</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/10/topologie-von-flachen-xxxv.php">Teil 35</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/10/topologie-von-flachen-xxxvi.php">Teil 36</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/10/topologie-von-flachen-xxxvii.php">Teil 37</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/10/topologie-von-flachen-xxxviii-1.php">Teil 38</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/11/topologie-von-flachen-xxxviii.php">Teil 39</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/11/topologie-von-flachen-xl.php">Teil 40</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/11/topologie-von-flachen-xli.php">Teil 41</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/11/topologie-von-flachen-xlii.php">Teil 42</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/12/topologie-von-flachen-xliii.php">Teil 43</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/12/topologie-xliii.php">Teil 44</a>,  <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/12/topologie-von-flachen-xlv.php">Teil 45</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/01/topologie-von-flachen-xlvi.php">Teil 46</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/01/topologie-von-flachen-xlvii.php">Teil 47</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/01/topologie-xlviii.php">Teil 48</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/01/topologie-von-flachen-il.php">Teil 49</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/01/topologie-von-flachen-l.php">Teil 50</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/02/topologie-von-flachen-li.php">Teil 51</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/02/topologie-von-flachen-lii.php">Teil 52</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/02/topologie-von-flachen-liii.php">Teil 53</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/02/topologie-von-flachen-liv.php">Teil 54</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lv.php">Teil 55</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lvi.php">Teil 56</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lvii.php">Teil 57</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/topologie-von-flachen-lviii.php">Teil 58</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/04/topologie-von-flachen-lix.php">Teil 59</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/04/topologie-von-flachen-lx.php">Teil 60</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/04/topologie-von-flachen-lxi.php">Teil 61</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/04/topologie-von-flachen-lxii.php">Teil 62</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/05/topologie-von-flachen-lxiii.php">Teil 63</a>,  <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/05/topologie-von-flachen-lxiv.php">Teil 64</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/05/topologie-von-flachen-lxv.php">Teil 65</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/05/topologie-von-flachen-lxvi.php">Teil 66</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/05/topologie-von-flachen-lxvii.php">Teil 67</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/06/topologie-von-flachen-lxviii.php">Teil 68</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/06/topologie-von-flachen-lxix.php">Teil 69</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/06/topologie-von-flachen-lxx.php">Teil 70</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/06/topologie-von-flachen-lxxi-1.php">Teil 71</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/07/topologie-von-flachen-lxxi.php">Teil 72</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/07/topologie-von-flachen-lxxiii.php">Teil 73</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/07/topologie-von-flachen-lxxiv.php">Teil 74</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/07/topologie-von-flachen-lxxv.php">Teil 75</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/07/topologie-von-flachen-lxxvi.php">Teil 76</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/08/topologie-von-flachen-lxxvii.php">Teil 77</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/08/topologie-von-flachen-lxxviii.php">Teil 78</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/08/topologie-von-flachen-lxxix.php">Teil 79</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/08/topologie-von-flachen-lxxx.php">Teil 80</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/09/topologie-von-flachen-lxxxi.php">Teil 81</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/09/topologie-von-flachen-lxxxii.php">Teil 82</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/09/topologie-von-flachen-lxxxiii.php">Teil 83</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/09/topologie-von-flachen-lxxxiv.php">Teil 84</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/10/topologie-von-flachen-lxxxv-1.php">Teil 85</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/10/topologie-von-flachen-lxxxvi.php">Teil 86</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/10/topologie-von-flachen-lxxxvii.php">Teil 87</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/10/topologie-von-flachen-lxxxviii.php">Teil 88</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/10/topologie-von-flachen-lxxxix.php">Teil 89</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/11/topologie-von-flachen-xc.php">Teil 90</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/11/topologie-von-flachen-xci.php">Teil 91</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/11/topologie-von-flachen-xcii.php">Teil 92</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/11/topologie-von-flachen-xciii.php">Teil 93</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/12/topologie-von-flachen-xciv.php">Teil 94</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/12/topologie-von-flachen-xcv.php">Teil 95</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/12/topologie-von-flachen-xcvi-1.php">Teil 96</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/01/wissenschaft-und-philosophie.php">Teil 97</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/01/topologie-von-flachen-xcvii.php">Teil 98</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/01/topologie-von-flachen-ic.php">Teil 99</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/01/topologie-von-flachen-c.php">Teil 100</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/01/topologie-von-flachen-ci.php">Teil 101</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/02/topologie-von-flachen-cii.php">Teil 102</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/02/topologie-von-flachen-ciii.php">Teil 103</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/02/annaherung-der-2-art.php">Teil 104</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/02/quantum-unique-ergodicity.php">Teil 105</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/03/quantum-chaos.php">Teil 106</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/03/topologie-von-flachen-cvii.php">Teil 107</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/03/topologie-von-flachen-cviii.php">Teil 108</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/03/topologie-von-flachen-cix.php">Teil 109</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/04/topologie-von-flachen-cx.php">Teil 110</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/04/post-2.php">Teil 111</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/04/topologie-von-flachen-cxii.php">Teil 112</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/04/topologie-von-flachen-cxiii.php">Teil 113</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/04/topologie-von-flachen-cxiv.php">Teil 114</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/05/topologie-von-flachen-cxv.php">Teil 115</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/05/topologie-von-flachen-cxvi.php">Teil 116</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/05/topologie-von-flachen-cxvii.php">Teil 117</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/05/topologie-von-flachen-cxviii.php">Teil 118</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/06/topologie-von-flachen-cxix.php">Teil 119</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/06/topologie-von-flachen-cxx.php">Teil 120</a>,  <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/06/topologie-von-flachen-cxxi.php">Teil 121</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/06/post-3.php">Teil 122</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/07/topologie-von-flachen-cxxiii.php">Teil 123</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/07/topologie-von-flachen-cxxiv.php">Teil 124</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/07/topologie-von-flachen-cxxv.php">Teil 125</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/07/topologie-von-flachen-cxxvi.php">Teil 126</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/07/topologie-von-flachen-cxxvii.php">Teil 127</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/08/topologie-von-flachen-cxxviii.php">Teil 128</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/08/topologie-von-flachen-cxxix.php">Teil 129</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/08/topologie-von-flachen-cxxx.php">Teil 130</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/08/topologie-von-flachen-cxxxi.php">Teil 131</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/09/topologie-von-flachen-cxxxii.php">Teil 132</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/09/topologie-von-flachen-cxxxiii.php">Teil 133</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/09/topologie-von-flachen-cxxxiv.php">Teil 134</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/09/topologie-von-flachen-cxxxv.php">Teil 135</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/10/topologie-von-flachen-cxxxvi.php">Teil 136</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/10/topologie-von-flachen-cxxxvii.php">Teil 137</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/10/topologie-von-flachen-cxxxviii.php">Teil 138</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/10/topologie-von-flachen-cxxxix.php">Teil 139</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/10/topologie-von-flachen-clx.php">Teil 140</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/11/topologie-von-flachen-cxli.php">Teil 141</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/11/topologie-von-flachen-cxlii.php">Teil 142</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/11/topologie-von-flachen-cxliii.php">Teil 143</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/11/topologie-von-flachen-cxliv.php">Teil 144</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/12/topologie-von-flachen-cxlv.php">Teil 145</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/12/topologie-von-flachen-cxlvi.php">Teil 146</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/12/topologie-von-flachen-cxlvii.php">Teil 147</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2010/12/topologie-von-flachen-cxlviii.php">Teil 148</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/01/topologie-von-flachen-cxlix.php">Teil 149</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/01/topologie-von-flachen-cl.php">Teil 150</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/01/topologie-von-flachen-cli.php">Teil 151</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/01/topologie-von-flachen-clii.php">Teil 152</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/topologie-von-flachen-cliii.php">Teil 153</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/topologie-von-flachen-cliv.php">Teil 154</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/antipodenabbildung-und-projektive-ebene.php">Teil 155</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/topologie-von-flachen-clv.php">Teil 156</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/03/post-5.php">Teil 157</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/03/topologie-von-flachen-clviii.php">Teil 158</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/03/topologie-von-flachen-clix.php">Teil 159</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/03/topologie-von-flachen-clx-1.php">Teil 160</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/04/topologie-von-flachen-clxi.php">Teil 161</a>,  <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/04/topologie-von-fl.php">Teil 162</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/04/topologie-von-flachen-clxiii.php">Teil 163</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/04/topologie-von-flachen-clxiv.php">Teil 164</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/04/topologie-von-flachen-clxv.php">Teil 165</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/05/topologie-von-flachen-clxvi-1.php">Teil 166</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/05/topologie-von-flachen-clxvii.php">Teil 167</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/05/topologie-von-flachen-clxvi.php">Teil 168</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/05/topologie-von-flachen-clxix.php">Teil 169</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/06/topologie-von-flachen-clxx.php">Teil 170</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/06/topologie-von-flachen-clxxi.php">Teil 171</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/06/topologie-von-flachen-clxxii.php">Teil 172</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/06/topologie-von-flachen-clxxiii.php">Teil 173</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/07/topologie-von-flachen-clxxiv.php">Teil 174</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/07/topologie-von-flachen-clxxv.php">Teil 175</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/07/topologie-von-flachen-clxxvi.php">Teil 176</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/07/topologie-von-flachen-clxxvii.php">Teil 177</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/07/topologie-von-flachen-clxxviii.php">Teil 178</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/08/topologie-von-flachen-clxxix.php">Teil 179</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/08/topologie-von-flachen-clxxx.php">Teil 180</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/08/topologie-von-flachen-clxxxi.php">Teil 181</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/08/topologie-von-flachen-clxxxii.php">Teil 182</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/09/topologie-von-flachen-clxxxiii.php">Teil 183</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/09/topologie-von-flachen-clxxxiv.php">Teil 184</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/09/topologie-von-flachen-clxxxv.php">Teil 185</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/09/topologie-von-flachen-clxxxvi.php">Teil 186</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/09/topologie-von-flachen-clxxxvii.php">Teil 187</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/10/topologie-von-flachen-clxxxviii.php">Teil 188</a>,  <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/10/topologie-von-flachen-clxxxix.php">Teil 189</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/10/topologie-von-flachen-cxc.php">Teil 190</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/10/topologie-von-flachen-cxci.php">Teil 191</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/11/topologie-von-flachen-cxcii.php">Teil 192</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/11/topologie-von-flachen-cxciii.php">Teil 193</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/11/topologie-von-flachen-cxciv-1.php">Teil 194</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/11/topologie-von-flachen-cxciv.php">Teil 195</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/12/topologie-von-flachen-cxcv.php">Teil 196</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/12/topologie-von-flachen-cxcvii.php">Teil 197</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/12/topologie-von-flachen-cxcviii.php">Teil 198</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/12/gauss-christmas-special.php">Teil 199</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/12/topologie-von-flachen-cc.php">Teil 200</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/01/topologie-von-flachen-cci.php">Teil 201</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/01/topologie-von-flachen-ccii.php">Teil 202</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/01/topologie-von-flachen-cciii.php">Teil 203</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/01/topologie-von-flachen-cciv.php">Teil 204</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/02/igelsatz.php">Teil 205</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/02/topologie-von-flachen-ccvi.php">Teil 206</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/02/topologie-von-flchen-ccvii.php">Teil 207</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/02/topologie-von-flachen-ccviii.php">Teil 208</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/03/topologie-von-flachen-ccix.php">Teil 209</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/03/topologie-von-flchen-ccx.php">Teil 210</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/03/topologie-von-flachen-ccxi.php">Teil 211</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/03/topologie-von-flachen-ccxii.php">Teil 212</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/03/topologie-von-flachen-ccxiii.php">Teil 213</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/04/topologie-von-flachen-ccxiv.php">Teil 214</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/04/topologie-von-flachen-ccxv.php">Teil 215</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/04/topologie-von-flachen-ccxvi.php">Teil 216</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/04/topologie-von-flachen-ccxvii.php">Teil 217</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/05/-teil-1-teil-2.php">Teil 218</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/05/topologie-vo-flaechen-ccxix.php">Teil 219</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/05/topologie-von-flachen-ccxx-1.php">Teil 220</a>, <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/05/topologie-von-flchen-ccxxi.php">Teil 221</a>, <a 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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Fri, 31 Aug 12 17:24:20 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Überflutungsgefahr im Süden und Osten! [weatherlog]</title>
<description><![CDATA[<p><strong>Schon lange versuche ich, wieder Zeit für mein Wetter-Blog hier zu reservieren. Wirklich viel habe ich zwar immer noch nicht, möchte aber auf die Regenmassen hinweisen, die da auf uns zukommen können.</strong></p><h3>Unwetterwarnungen</h3><br />
<br />
<p>Dabei ist so einiges los im Moment. Grund ist das Tief CHRISTINE, das von Westen her die feucht-warme Luft, die sie wie ein Schaufelrad auf seiner Vorderseite vor sich herschiebt, durch polare Meeresluft verdrängen möchte (und auch wird):</p><br />
<br />
<p><div style="text-align:center;"><a href="http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif" title="Wetterkarte der FU Berlin" target="_blank"><img src="http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif" alt="Aktuelle Bodendruckkarte mit Hoch- und Tiefnamen" width="450" style="margin-bottom:5px;" /></a><br /><br />
<em>Aktuelle Bodendruckkarte mit Hoch- und Tiefnamen. Quelle: <a href="http://www.wetterpate.de/" target="_blank" title="Aktion Wetterpate"><u>FU Berlin</u></a></em></div></p><br />
<br />
<p>Doch dieser Vorgang geht eher langsam vor sich. Grund ist, dass der Grenzbereich zwischen den Luftmassen "verwellt", das begann schon am Donnerstagmorgen über Frankreich. An dieser wellenden Front bildet sich nun in der kommenden Nacht ein neues, kleines Tief über dem Riesengebirge, das dann nordwärts über Polen in Richtung Ostsee zieht.</p><br />
<br />
<h3>Starkregen, Hagel, Dauerregen</h3><br />
<br />
<p>Dabei bilden sich also weiter Schauer und Gewitter, die vor allem nach Osten und Süden hin auch mit kurzzeitigem Hagel und Starkregen einhergehen können. Gleichzeitig jedoch kommt jetzt von Baden-Württemberg her länger anhaltender Regen von eben dieser Luftmassengrenze voran und wandert nach Nordosten in Richtung Mecklenburg Vorpommern.</p><br />
<br />
<p><img src="http://www.scienceblogs.de/weatherlog/2012/08/30/gfs_de.gif" alt="Animation Niederschlagsprognose GFS" style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:5px;" />Im Laufe der kommenden Nacht dreht dann auf der Rückseite der wellenden Front beziehungsweise des dann entstandenen Tiefs der Wind auf Nordwest. Sprich: Er drückt die Regenwolken noch gegen die Nordränder der Gebirge. Vor allem am Alpenrand sowie am Nordrand der sächsischen Gebirge (Vogtland, Erzgebirge, Lausitzer Gebirge) kommen durch die Kombination dieser Effekte imposante Regensummen zusammen. Lokal rechnen die Vorhersagemodelle sogar mit möglichen Niederschlagsspitzen von über 150 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden, was im Süden Bayerns etwa der mittleren Monatssumme für den August entspricht.</p><br />
<br />
<h3>Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr</h3><br />
<br />
<p><a href="http://www.sxc.hu/photo/832365" target="_blank" rel="nofollow" title="Bench underwater"><img src="http://www.scienceblogs.de/weatherlog/2012/08/30/832365_bench_underwater.jpg" alt="Überflutungsgefahr" style="float:right; margin-left:5px; margin:5px;" width="130" /></a>Dementsprechend solltet Ihr vor allem auf die Wetterwarnungen achten, wenn Ihr in der <b><a href="http://www.wetter24.de/deutschland/unwetter-warnungen.html" target="_blank" title="wetter24.de Unwetterwarnungen"><u>Nähe der Alpen oder in Sachsen</u></a></b> unterwegs seid. Bei den Mengen kann es durchaus passieren, dass in Unterführungen Wasser steht, dass vor allem in Gebirgsnähe <b>Bäche und Flüsse über die Ufer treten oder sogar Erdrutsche oder Schlammlawinen entstehen.</b></p><br />
<br />
<p>Auch an der Oder kann es gebietsweise so kräftig schütten. Erst im Laufe des Samstags lässt dann auch der Regen in Bayern allmählich nach. Und Ihr werdet den Unterschied deutlich merken: Statt sommerliche Temperaturen, die heute noch beispielsweise rund um <a href="http://www.wetter24.de/wetter/rosenheim/49X7465.html" target="_blank" title="Wettervorhersage Rosenheim"><u>Rosenheim</u></a> herrschen, sinkt die Temperatur im Laufe des Freitags von 14°C eher noch ab, als dass sie steigt. Über 2.300 Meter kann es in den Alpen sogar schneien. Also, spannende Wettertage liegen vor uns!</p><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/weatherlog/2012/08/uberflutungsgefahr-im-sueden-und-osten.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Thu, 30 Aug 12 14:43:33 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Crashkurs in Quantenmechanik [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Ein bisschen Quantenmechanik für zwischendurch:<center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/2lEhByy8J7g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/crashkurs-in-quantenmechanik.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Thu, 30 Aug 12 14:21:54 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Links oder Rechts: Dreht sich das Universum? [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Eine der grundlegenden Annahmen der Kosmologie lautet: Das Universum sieht überall gleich aus. Das gilt natürlich nicht im kleinen Maßstab. Wenn ich zum Beispiel Richtung Westen aus meinem Fenster schaue, sehe ich jede Menge Häuser. Schaue ich nach Osten, sehe ich Landschaft und Berge. Aber so ist die Aussage auch nicht gemeint. Es geht um die großen Skalen, um Galaxien und Galaxienhaufen. Es wäre zum Beispiel äußerst seltsam, wenn zum Beispiel am Himmel der nördlichen Hemisphäre jede Menge Galaxien zu sehen sein sollten, am Südhimmel dagegen keine. Das, was wir über die Entstehung des Universums wissen sagt uns, dass es keine bevorzugte Richtung und keinen bevorzugten Beobachtungspunkt geben sollte. Und alle unsere bisherigen Beobachtungen sagen uns, dass es keine bevorzugte Richtung und keine bevorzugten Beobachtungspunkte <i>gibt</i>. Bis jetzt zumindest...Spiralgalaxien sind hübsch und häufig im Universum. Wir leben in einer, die wir "Milchstraße" genannt haben. Unser galaktischer Nachbar, die Andromeda-Galaxie, ist ebenfalls eine Spiralgalaxie. Neben vielen anderen Eigenschaften kann man bei einer Spiralgalaxie einen Drehsinn definieren. Entweder links herum oder rechts herum, so wie bei diesen beiden Beispielen:<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/hs-2006-10-a-web_print-32511.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/hs-2006-10-a-web_print-32511.php','popup','width=800,height=640,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/hs-2006-10-a-web_print-thumb-500x400-32511.jpg" width="500" height="400" alt="hs-2006-10-a-web_print.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/hs-2007-41-a-web_print-32514.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/hs-2007-41-a-web_print-32514.php','popup','width=800,height=1000,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/hs-2007-41-a-web_print-thumb-500x625-32514.jpg" width="500" height="625" alt="hs-2007-41-a-web_print.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><br />
<br />
Eigentlich würde man erwarten, dass der Drehsinn der Spiralgalaxien zufällig verteilt ist. Die Hälfte der Galaxien sollte sich links herum drehen, die andere rechts. Es gibt keinen Grund, warum das Universum eine der Richtungen bevorzugen sollte. Und doch scheint das der Fall zu sein... <br />
<br />
Schon letztes Jahr hat Michael Longo von der Universität Michigan 15158 Spiralgalaxien untersucht (<a href="http://arxiv.org/abs/1104.2815">"Detection of a Dipole in the Handedness of Spiral Galaxies with Redshifts z ~ 0.04"</a>) und dabei herausgefunden, dass ein leichter Überschuss an Galaxien existiert, die sich gegen den Uhrzeigersinn drehen. Es sind nur 7 Prozent, aber die Chance das so ein Ungleichgewicht zufällig entsteht, ist enorm gering. Natürlich könnte es trotzdem noch irgendein Fehler bei der Datenauswertung gewesen sein. Auch 15158 Galaxien viel sind, sind es doch verschwindend wenig, wenn man die gesamte Anzahl von Galaxien im Universum betrachtet.<br />
<br />
Lior Shamir von der Lawrence Technological University in Michigan hat die Analyse wiederholt und dabei 126501 Spiralgalaxien untersucht ("<a href="http://arxiv.org/abs/1207.5464">Handedness asymmetry of spiral galaxies with z<0.3 shows cosmic parity violation and a dipole axis</a>"). Im Gegensatz zu Longo und seinen Kollegen, die ihre Galaxien noch selbst untersucht haben, musste Shamir erst ein spezielles Computerprogramm entwickeln, um diese große Zahl an Galaxien analysieren zu können. Die Ergebnisse bestätigen aber den früheren Befund: Die Verteilung des Drehsinns der Spiralgalaxien ist nicht gleichmäßig! Es macht außerdem einen Unterschied, in welche Richtung am Himmel man blickt. Das zeigt dieses Bild hier:<br />
<br />
<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/galaxrot-32517.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/galaxrot-32517.php','popup','width=1226,height=654,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/galaxrot-thumb-500x266-32517.png" width="500" height="266" alt="galaxrot.PNG" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><div style="text-align: center;"><em><small><a href="http://arxiv.org/abs/1207.5464">Bild: Shamir (2012)</a></small></em></div><br><br />
<br />
Die Symbole zeigen verschiedene Galaxiengruppen an (die Farbe steht für die Entfernung: blau=nah, rot=mittlere Entfernung, grün=weit weg). Die horizontale Achse zeigt die Richtung an, in die man am Himmel blickt ("Right Ascension") und auf der vertikalen Achse ist angegeben, wie groß das Ungleichgewicht zwischen links und rechts herum drehenden Galaxien ist. Wenn alles zufällig verteilt ist, dann sollten die Galaxien eigentlich alle auf der geraden Nulllinie in der Mitte des Bildes liegen. Das tun sie aber offensichtlich nicht; sie scheinen viel eher durch eine Kosinusfunktion beschrieben werden zu können. Zusätzlich zeigen verschieden weit entfernte Galaxiengruppen auch verschieden starke Asymmetrien beim Drehsinn. <br />
<br />
Es macht also einen Unterschied in welche Richtung man blickt. Und es macht einen Unterschied, ob eine Galaxie weit weg oder vergleichsweise nahe ist. Das alles deutet darauf hin, dass das Universum <i>nicht</i> überall gleich ist und wenn das stimmt, dann wäre das ein ziemlich großes Ding! (Für Entdeckungen dieser Art bekommt man normalerweise einen Nobelpreis...)<br />
<br />
Was könnte das alles bedeuten. Vielleicht ist es immer noch einfach nur ein Datenproblem. Die Galaxien die Longo und Shamir untersucht haben, stammen alle aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sloan_Digital_Sky_Survey">Sloan Digital Sky Survey</a>. Vielleicht sind die Daten dieses Katalogs irgendwie verzerrt und enthalten mehr Galaxien des einen Typs? Und dann sind auch 126501 Galaxien immer noch wenig, verglichen mit der Gesamtzahl. Man wird mindestens ein paar Millionen Galaxien untersuchen müssen, um eine wirklich verlässliche Statistik zu bekommen. Das wird aber in Zukunft durchaus möglich sein, neue Weltraumteleskop wie zum Beispiel <i>Gaia</i>, das nächstes Jahr ins All starten soll, können diese Daten sammeln. <br />
<br />
Und wenn sich der Befund dann bestätigt, dann haben wir etwas wirklich fundamental Neues über Universum gelernt! Die bisherigen kosmologischen Theorien müssen dann zwar nicht verworfen, aber zumindest erweitert werden. Wenn es im Kosmos tatsächlich eine bevorzugte Drehrichtung gibt, dann könnte das darauf hindeuten, dass sich das Universum als Ganzes dreht beziehungsweise bei seiner Entstehung gedreht und diesen Drehsinn den Galaxien aufgeprägt hat. Wie man sich ein rotierendes Universum vorstellen soll und was das für unser Verständnis der Entstehung des Alls bedeuten wird, ist heute noch nicht abzusehen. Aber genau deswegen macht man ja auch Wissenschaft! <img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/c89e2d6dfb8340c28df20ef82208cead" width="1" height="1" alt=""><br />
<br />
<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/links-oder-rechts-dreht-sich-das-universum.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Thu, 30 Aug 12 11:20:25 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Was passiert, wenn man ein Loch mitten durch die Erde gräbt? [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als kleines Kind mit meinen Freunden im Sandkasten gespielt habe. Wir hatten vor, ein <i>wirklich</i> tiefes Loch zu graben! Diesen Plan haben wir dann aber doch aufgegeben - denn wir hatten Angst vor der heißen Lava, die ja dann irgendwann zwangsläufig aus dem Loch sprudeln müsste (Nicht lachen! Wir waren noch Kinder - und da erscheint so was höchst plausibel). Die Frage ist aber trotzdem immer noch faszinierend: Was passiert, wenn man ein Loch durch die Erde gräbt? <center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/jN-FfJKgis8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center><br><br />
<br />
Die angesprochene Fortsetzung gibt es hier. Da geht es nicht mehr um die Erde, sondern um den Weltraum. Und die Tatsache, dass die Gravitationskraft der Erde für die Astronauten im Orbit fast genau so stark ist, wie auf der Erdoberfläche. Außerdem wird die drängende Frage beantwortet, wie viel Wasser man bräuchte, um die Sonne zu löschen:<br />
<br />
<center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/hYf6av21x5c" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/was-passiert-wenn-man-ein-loch-mitten-durch-die-erde-grabt.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Wed, 29 Aug 12 13:44:09 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Warum die Geschichte, dass Samsung seine Strafe mit 30 Trucks voller 5-Cent-Münzen bezahlt, ein Hoax sein muss [Hinterm Mond gleich links]</title>
<description><![CDATA[Oder ein Fermi-Problem ;-)Derzeit geistert die Geschichte durch das Web, dass <a href="http://en.paperblog.com/samsung-pays-apple-1-billion-sending-30-trucks-full-of-5-cents-coins-294795/">Samsung seine 1 Milliarde Strafe an Apple mit Trucks voller 5-Cent-Münzen bezahlt</a>. Auch wenn die Vorstellung absolut genial ist, so ist sie leider praktisch extrem schwer durchzuführen. (Abgesehen davon, scheint die Story nur auf irgendwelchen obskuren Webseiten zu kursieren, was das Ganze sowieso sehr fragwürdig macht. Aber die Vorstellung ist natürlich so göttlich, dass wir diese Geschichte einfach glauben <strong>wollen</strong>.)<br />
<br />
Wieviele Trucks bräuchte es denn wirklich um eine Milliarde vollzukriegen?<br />
<br />
Um eine Milliarde zu bezahlen, bräuchte es 20 Milliarden 5-Cent-Münzen. Eine amerikanische 5-Cent-Münze wiegt witzigerweise exakt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/5-Cent-M%C3%BCnze_%28Vereinigte_Staaten%29#Technische_Daten">5 Gramm</a>. Die Trucks müssten also ein Gesamtgewicht von 100 Millionen Kilogramm oder 100 000 Tonnen tragen. Nehmen wir grob an, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zul%C3%A4ssige_Gesamtmasse">wirklich schwere LKWs eingesetzt wurden</a> und nehmen wir weiterhin großzügigerweise an, dass jeder Truck 40 Tonnen Last transportieren kann, dann bräuchte es mind. <big><strong>2500</strong></big> schwere LKws um diese schiere Masse an Kleingeld durch die Gegend zu kutschieren. <br />
<br />
Die Geschichte mit den 30 LKWs ist also nicht mal annähernd plausibel, was aber nicht so schnell auffällt, weil wir Menschen uns so riesige Dimensionen wie Milliarden schlicht nicht vorstellen können.<br />
<br />
Spinnen wir das Ganze doch mal weiter. Nehmen wir mal an, dass so ein schwerer LKW grob etwa <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lastkraftwagen">18m lang</a> lang sein kann, dann wäre der gesamte Zug mindestens <big><strong>45 km</strong></big> lang und das auch 'nur' wenn mensch die LKWs ohne Platz dazwischen hintereinander reiht. Das wäre der weltgrößte Konvoi und würde sicherlich die Mutter aller Verkehrsstaus auslösen.<br />
<br />
Es handelt sich hier natürlich um eine grobe Abschätzung, aber um eine die mit den richtigen Größenordnungen hantiert. Das ist absolut ausreichend, um sich eine ungefähre Vorstellung zu machen, die um Größenordnungen zutreffender ist als das reine Bauchgefühl.<br />
<br />
Wie gesagt: Selbst wenn Samsung wollte, es wäre einfach extrem aufwendig diesen Stunt durchzuziehen.<br /><a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/2012/08/warum-die-geschichte-dass-samsung-seine-strafe-mit-30-trucks-voller-5-cent-munzen-bezahlt-ein-hoax-sein-muss.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Wed, 29 Aug 12 13:23:14 -0400</pubDate>
</item>

<item>
<title>Dunkelwolken: Wo das Licht geboren wird... [Astrodicticum Simplex]</title>
<description><![CDATA[Das Weltall ist leer und dunkel. Nur ab und zu findet man in der Leere und Dunkelheit eine Galaxie. Und auch die bestehen hauptsächlich aus Leere; große Bereiche aus Nichts, mit ein paar Sternen dazwischen. Die Dunkelheit zwischen den Sternen ist aber nicht <i>völlig</i> leer. Dort findet sich die sogenannte "interstellare Materie". Meistens ist sie weiträumig verteilt und kaum zu sehen. Manchmal sieht sie aber richtig cool aus. Zum Beispiel dann, wenn sie in Form von "Dunkelwolken" auftaucht. Hier ist eine davon:<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/eso1233a-32490.php" onclick="window.open('http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/eso1233a-32490.php','popup','width=1280,height=1198,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/assets_c/2012/08/eso1233a-thumb-500x467-32490.jpg" width="500" height="467" alt="eso1233a.jpg" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></a><div style="text-align: center;"><em><small><a href="http://www.eso.org/public/austria/images/eso1233a/">Bild: ESO</a></small></em></div><br><br />
<br />
Das ist der <i>Pfeifennebel</i> (und wer das Bild richtig erforschen will, soll sich auf der <a href="http://www.eso.org/public/austria/images/eso1233a/">ESO-Seite</a> die <a href="http://www.eso.org/public/austria/images/eso1233a/zoomable/">skalierbare Version</a> oder eine der hochauflösenden Aufnahmen ansehen). Diese ausgedehnte Dunkelwolke befindet sich im Sternbild "Schlangenträger". Unter optimalen Bedingungen kann man den dunklen Nebel sogar mit freiem Auge vor dem Hintergrund der hellen Milchstraße sehen. Diese Bedingungen gibt es bei uns allerdings so gut wie nicht und darum sollte man entweder an einen besseren Beobachtungsplatz ausweichen oder ein Teleskop benutzen. Oder man macht beides und benutzt das MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop der Europäischen Südsternwarte ESO in der chilenischen Wüste - dann bekommt man auch so ein fantastisches Bild.<br />
<br />
Dunkelwolken kannte man schon früher. Da dachte man, es handle sich um "Löcher"; um Gebiete im All, in denen sich keine Sterne befinden. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand man mehr über sie heraus. Damals begannen die Astronomen, nicht nur selbst durch das Teleskop zu blicken, sondern auch Fotografien des Himmels anzufertigen. Einer der Pioniere der neuen <i>Astrofotografie</i> war der Amerikaner Edward Barnard. Er fotografierte auch ein paar der "Löcher" im Himmel und sah auf den lang belichteten Aufnahmen, dass es sich nicht um sternenfreie Gebiete handelte, sondern um große Wolken, die das Licht der Sterne dahinter verdeckten. In Folge erstellte er einen ganzen Katalog, der die dunklen Wolken erfasste und beschrieb. Der oben abgebildete Pfeifennebel heißt deswegen auch "Barnard 59", da er das 59. Objekt im Barnard-Katalog ist.<br />
<br />
Abgesehen davon, dass die Dunkelwolken äußerst schön sind, sind sie auch äußerst wichtig. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasserstoff, gemischt mit Helium und ein bisschen Staub. Ihre Masse kann gewaltig sein (die "Riesenmolekülwolken" können millionenfach schwerer als die Sonne sein), ihre Ausdehnung ebenso und in ihnen ist genug Platz, um neue Sterne entstehen zu lassen!<br />
<br />
Störungen in der Verteilung der Masse der Wolke - zum Beispiel durch einen vorüberziehende Stern oder eine Supernova - führen zu Verklumpungen in der Wolke. Diese dichten Bereiche kollabieren immer weiter; fallen unter ihrem eigenen Gewicht immer weiter zusammen - so lange, bis die Temperatur in ihrem Inneren hoch genug wird, um die Kernfusion zu starten. Dann ist ein neuer Stern geboren! Ein paar solcher jungen Sterne kann man auch im Inneren des Pfeifennebels sehen. <br />
<br />
Die dunklen Wolken im All sind also der Ort, an dem das Licht geboren wird, das in der Nacht unseren Himmel erhellt...<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/4fbfe68ddeda4388b7a724ce9cbabe40" width="1" height="1" alt=""><br /><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/dunkelwolken-wo-das-licht-geboren-wird.php">Zum Beitrag im Blog&nbsp;&raquo;</a><hr />

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<category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Naturwissenschaften</category>
<pubDate>Wed, 29 Aug 12 11:11:24 -0400</pubDate>
</item>
    </channel>
</rss>
