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        <title>Zukunftstechnologien</title>
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            <title>&quot;Bildung ist das Öl der Zukunft&quot;: Abschlussvortrag von Wolfgang A. Herrmann</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Bescheidenheit ist seine Sache nicht. Der Präsident der TU München, Prof. Wolfgang A. Herrmann, plädierte in seinem Abschlussvortrag für unternehmerisch denkende Hochschulen, sowie für mehr Wettbewerb und Investitionen im Bildungs- und Hochschulbereich. <br />
</strong><br />
Wer den TU-Präsidenten kennt, der durfte von dessen Vortrag kaum überrascht gewesen sein: Herrmann skizzierte seine Vision einer Hochschullandschaft, die von Leuchttürmen und Exzellenzclustern geprägt ist und den Leistungswilligen herausragende Studien- und Forschungsbedingungen bietet. Dass seine Universität, deren Entwicklung der gelernte Chemiker seit 1995 prägt, zu den wenigen exzellenten Vorzeigeuniversitäten hierzulande gehört, daran ließ er keinen Zweifel. </p>

<p>Herrmann begann, das ist in diesen Tagen wohl unvermeidlich, mit einem Seitenhieb auf die Krise des Finanzsektors, die - so seine Hoffnung - klargemacht habe, dass nicht die Finanzwirtschaft, sondern die Realwirtschaft die Werte für unseren Wohlstand schaffe. Und im Bezug auf den Standort Deutschland vermerkte er: </p>

<blockquote>"Das einzige, was unserer Gesellschaft bleibt, ist eine gute Bildung." </blockquote>

<p>Man mag solche Statements begähnen, weil sie möglicherweise nicht mehr als ein wohlfeiler Allgemeinplatz sind. Andererseits: wer würde anderes behaupten wollen? </p>

<p><strong>Drahtseilakt: Stolz, Kritik und Häme</strong></p>

<p>In seiner rund 40 Minuten dauernden Präsentation sparte Herrmann nicht mit manchmal subtiler, manchmal provokanter Kritik an der - so jedenfalls ganz offensichtlich seine Wahrnehmung - zu behäbigen und starren deutschen Wissenschaftslandschaft. Dabei fielen bisweilen nette Bonmots ab, wie die Bemerkung: "Der internationale Wissenschaftswettbewerb läuft schneller, als man in deutschen Amtsstuben denken kann." </p>

<blockquote class="right">"Der internationale Wissenschaftswettbewerb läuft schneller, als man in deutschen Amtsstuben denken kann." </blockquote>

<p>Herrmann kann sich solche Statements erlauben, denn der Erfolg der TU München gibt ihm Recht. Seine Uni wurde nicht nur in der ersten Runde mit dem Exzellenzetikett versehen, sondern ist tatsächlich in den internationalen Rankings eine der wenigen deutschen Hochschulen, die überhaupt international konkurrieren können. <br />
</p><p><br />
Insofern also verständlich, dass Herrmann dazu aufforderte, sich mit den besten Universitäten weltweit zu vergleichen. Stanford, Harvard, Tokyo - das seien die Adressen, die für ihn relevant seien. Ob es alle Zuhörer so charmant fanden, als Herrmann sagte: "Wir können uns nicht mit der Uni Oldenburg vergleichen."?<br />
<strong><br />
Zukunftspläne der TU München</strong></p>

<p>Dennoch: man merkte dem kurzweiligen Vortrag Herrmanns an, dass er für seine TU mit vollem Einsatz kämpft und fest entschlossen ist, sie weiter voranzubringen. Allein am Campus in Garching habe man seit 1997 rund 1 Milliarde Euro investiert. Nächstes Jahr - so hoffe er - werde man im Leibniz-Rechenzentrum den schnellsten Rechner Europas in Betrieb nehmen können. </p>

<p>Und den zuhörenden Kongressteilnehmern zeigte Herrmann bereits das 55 000qm große Gelände, auf dem (wenn es nach ihm gehe) bald die Bauarbeiten für eine hochmoderne Elektro- und Informationstechnikfakultät beginnen sollen. </p>

<p>Mit seinem Plädoyer, die Vernetzung zwischen den einzelnen fachlichen Kulturen zu fördern und auch die Kluft zwischen Schulen und Hochschulen abzubauen, durfte Herrmann jedenfalls durchaus Zustimmung auf seinem Konto verbuchen. Und mit seinem Abschlußstatement formulierte der engagiert-kämpferische TU-Chef ein Fazit, das auch sehr gut zur gesamten dreitägigen Veranstaltung passt:</p>

<blockquote>"Universitäten erforschen heute, was wir übermorgen wirklich brauchen." </blockquote>
     <hr />

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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">TU München</category>
            
            <pubDate>Thu, 06 Nov 2008 08:15:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Wo wir sparen können: Energieversorgung, Beleuchtung und Elektromobilität</title>
            <description><![CDATA[
     <div style="background: #EFEFEF; padding: 8px; margin-bottom: 25px; ">Die Möglichkeiten elektrische Energie einzusparen und die Anforderungen an die Stromnetze der Zukunft werden auf dem VDE-Kongress 2008 in mehreren Vorträgen und Workshops thematisiert. Prof. Dr.-Ing. Armin Schnettler, Leiter des Instituts für Hochspannungstechnik an der RWTH Aachen und seit Januar 2003 Vorstand der Forschungsgemeinschaft für elektrische Anlagen und Stromwirtschaft e.V. (FGH) hat uns eine Fragen zu diesen Themen beantwortet.</div>

<p><em><strong>ScienceBlogs: Eine aktuelle Studie kommt zum Ergebnis, dass bis zum Jahr 2025 der Stromverbrauch in Deutschland um 40% gesenkt werden könnte, falls alle vorhandenen Technologiepotenziale genutzt werden. In welchen Bereichen bestehen aktuell die größten Einsparmöglichkeiten?</strong></em></p>

<p>Ich kenne nicht die konkreten Ergebnisse der Studie die Sie zitieren, so dass ich das sehr hohe Ziel nicht direkt kommentieren, sondern die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung eher als sehr gering einschätze. </p>

<blockquote class="left">Besonders in der Beleuchtungstechnik bestehen deutliche Einsparpotenziale.
</blockquote>
Besonders im industriellen Sektor (speziell der Antriebe) sowie in der Beleuchtungstechnik und der „weißen Ware" bestehen deutliche Einsparpotenziale im Stromverbrauch. Diese Potenziale sind systematisch zu nutzen, um den Verbrauch in diesen Bereichen deutlich zu senken. Es zeigt sich auch, dass durch verbrauchsnahe Stromerzeugung weiterhin die Netzverluste gesenkt werden können; diese Einsparpotenziale sind jedoch sehr gering. 

<p>Generell ist es falsch, den Fokus besonders auf die Reduktion des Stromverbrauchs zu richten. Wir erwarten eher (besonders aus ökologischen Gründen) einen Anstieg des Stromverbrauchs - dafür aber einhergehend mit einer überproportionalen Reduktion des GESAMTENERGIEVERBRAUCHS (siehe Ihre Frage 2). Es wird sich zeigen, dass der Einsatz von Wärmepumpen, dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung und der Elektromobilität den Stromverbrauch ansteigen lässt, da Strom andere Energieträger (Gas, Öl) verdrängt. Aufgrund der z.T. deutlich höheren Effizienz des Energieträgers Strom, z.B. bei Elektrofahrzeugen, ist dieses Szenario ökologisch sinnvoller.</p><p><em><strong>Ist hier nicht auch die Politik gefragt, um ggf. rechtliche Rahmenbedingungen zu setzen und veraltete, ineffiziente Technologien zu verbieten?</strong></em></p>

<p>Die Politik hat bereits in der Vergangenheit durch das Erneuerbare Energien Gesetz mit mehrfachen Modifikationen die Nachhaltigkeit wesentlich stimuliert. Aktuell sind erhebliche Stimulationseffekte hinsichtlich der Beleuchtung und des Stromverbrauchs der weißen Ware in der Diskussion. Wesentlich wichtiger erscheint jedoch die deutliche Reduktion des Wärmebedarfs in Privathaushalten und Gewerbe/Handel/Dienstleistung. </p>

<p>Da heute der Wärmebedarf immer noch etwa dem 3..4-fachen des Stromverbrauchs entspricht, muss dieser Aspekt deutlich stärker in den Vordergrund rücken. Damit können dezentrale KWK-Systeme und Wärmepumpen ihre ökologisch-wirtschaftlichen Vorteile ausspielen. Details hierzu werden u.a. auf der ETG-Fachtagung „Effiziente Energieversorgung - Chancen für Verteilungsnetze" herausgestellt.</p>

<p><em><strong><br />
Ein weiteres großes Thema betrifft die Stromnetze: Wie sehen die Elektrizitätsverteilungsnetze der Zukunft aus? Ist die vieldiskutierte Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) ein zukunftsweisendes Modell oder brauchen wir andere Netze, die den Anforderungen der kleinteiligen, dezentralen Energieerzeugung gerecht werden?</strong></em></p>

<p>Energieversorgungsnetze der Zukunft werden noch stärker als bisher auf einer gesicherten Stromversorgung basieren. Hierzu benötigen wir ein sehr starkes Rückgrat, das durch die vorhandenen, aber verstärkten Höchstspannungsnetze in engem Zusammenspiel mit HGÜ-Systemen gebildet wird. Diese Netze sorgen dafür, dass überregional eine hohe Sicherheit der elektrischen Versorgung erreicht werden kann. </p>

<blockquote class="right">Die Bedeutung der dezentralen Energie(Strom-)Bereitstellung wird weiter zunehmen. Und  Elektromobilität wird künftig eine größere Rolle spielen.</blockquote>

<p>Zusätzlich wird die dezentrale Energie(Strom-)Bereitstellung weiter deutlich zunehmen. Hier werden sich insbesondere PV-Anlagen (aufgrund der - zu hohen - Subventionierung) und die Kraft-Wärme-Kopplung durchsetzen. KWK - Anlagen als Kleinstanlagen geben wir ökologisch-wirtschaftlich jedoch keine langfristigen Chancen, da KWK - Systeme mit einer Nahwärmeversorgung (z.B. von Straßenzügen etc.) deutliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile aufweisen.</p>

<p>Interessant sind besonders die aktuellen Szenarien und Entwicklungen der Elektromobilität (wir erwarten in DE bis zu 4 Mio. Elektrofahrzeuge im Jahr 2020). Damit wird eine höhere Effizienz (im Sinne einer gesamten Energieversorgung) erreicht. Zudem können die Elektrofahrzeuge einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Netzstabilität im Fehlerfall leisten.</p>

<p><em><strong>Vielen Dank für das Gespräch.</strong></em></p>
     <hr />

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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Stromversorgung</category>
            
            <pubDate>Wed, 05 Nov 2008 10:45:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Pionierleistungen und Ehrenringe</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Im Unterschied zu vielen anderen Wissenschaftlern, denen wenig anderes übrig bleibt, als ihren Ehrgeiz auf die Entwicklung und Verfeinerung von Theorien oder das Schreiben des nächsten Buches zu konzentrieren, genießen Ingenieurwissenschaftler den Vorteil, dass ihre Arbeit (zumindest im Idealfall) in konkrete, vielleicht sogar handgreifliche Produkte mündet. Drei Ingenieure, die auf eine hocherfolgreiche akademisch-technische Karriere zurückblicken können, wurden am gestrigen Abend mit dem VDE-Ehrenring des Jahres 2008 ausgezeichnet.</strong></p>

<p>Der Kaisersaal der Münchner Residenz war Schauplatz der "innovation@night" und als <strong>Prof. Dr. Gerhard M. Sessler</strong> auf die Bühne gerufen wurde, konnte das Stimmengemurmel der rund 800 Gäste nur durch eine Erfindung übertönt werden, die just dieser Gerhard Sessler vor über 40 Jahren gemacht hatte. Der Namen Sesslers, international anerkannter Experte auf dem Gebiet der technischen Akustik und der Erforschung elektroaktiver Materialien, ist nämlich mit der Entwicklung des Elektretmikrofons verbunden, das heute in jedem handelsüblichen Handy und auch im Saalmikrofon zu finden ist. </p>

<p>Bereits 1999 wurde Sessler als einziger lebender Deutsche in die National Inventors Hall of Fame der USA aufgenommen. Gestern erhielt er nun den VDE-Ehrenring aus den Händen von VDE-Präsident Nossek.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Sessler.jpg" title="Der Vater des Elektretmikrofons: Gerhard M. Sessler, Photo: Michaela Handrek-Rehle" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Sessler.jpg" width="550" height="415" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span><br />
  </p><p>Die höchste Auszeichnung für Verdienste in Forschung und Entwicklung, die der VDE zu vergeben hat, ging auch an den Aachener <strong>Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Haubrich</strong>, der sich in den letzten 30 Jahren einen Namen in den Fachgebieten Energieübertragung und -verteilung sowie Energiewirtschaft gemacht hat. Er leitet das Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der RWTH Aachen, das weltweit zu einer der ersten Adressen zählt. </p>

<p>Haubrich darf nun also den VDE-Ehrenring zu den anderen Auszeichnungen stellen, die er bereits erhalten hat.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Haubrich.jpg"  title="VDE-Ehrenring-Träger 2008 Hans-Jürgen Haubrich, Photo: Michaela Handrek-Rehle" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Haubrich.jpg" width="550" height="431" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span></p>

<p>Als Dritter im Bunde der Geehrten durfte sich <strong>Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus-Peter Schmitz </strong>den Ring anstecken. Der Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik der Universität Rostock ist Experte in den Bereichen Biomechanik, Biomaterialien, kardiovaskuläre und interventionelle Techniken. Geehrt wurde er u.a. für seine Pionierleistungen im Zusammenhang mit der Erforschung der Bioverträglichkeit von Implantaten und neue Methoden zur Züchtung von biologischen Herzklappen. Auch die moderne Stent-Technologie hat Schmitz viel zu verdanken.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Schmitz.jpg" title="Klaus-Peter Schmitz wird von Prof. Nossek beglückwünscht, Photo: Michaela Handrek-Rehle"  src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Schmitz.jpg" width="550" height="409" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span><br />
</p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?8373,http%3A%2F%2Fsurveybox.de%2Fstudio%2Fmm%2FWissenschaftsblogs_2_0%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/ScienceBlogs_Befragung.jpg" border="0" alt="" title="" /></a>


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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Energiewirtschaft</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Implantate</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mikrofone</category>
            
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
            <pubDate>Wed, 05 Nov 2008 09:40:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Telemonitoring: Kommunikation ist alles!</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img title="Quelle: pixelio.de" alt="ekg150.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/ekg150.jpg" width="150" height="113" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span>"Es geht hier nicht um Profitoptimierung oder Wertschöpfungsketten." Komischer Satz für einen Kongress bei dem es, das darf man unterstellen, eigentlich haargenau darum gehen dürfte. Nicht aber hier: In Saal 3 tagen die Medizintechniker. "Hier geht es um Patienten," beendet der Redner Prof. Dr. Harald Korb seinen Satz. </p>

<p>Mit Vorsatz, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, baute Harald Korb ein telemedizinisches Netzwerk auf. Am Beispiel von Herzinsuffizienzerkrankten sieht das so aus: Medizinisch relevante Werte werden täglich gemessen und automatisch an ein telemedizinisches Zentrum weitergeleitet. EKG-Werte etwa könnten bereits mit einer visitenkartengroßen Chipkarte gemessen werden, die der Patient um den Hals trägt. Die Daten werden statistisch ausgewertet und bei gefährlichen Abweichungen werden Arzt und Patient informiert und stimmen sich über weiteres Vorgehen ab. </p><p><strong>Elektronische Datensammlungen? Da ist doch was faul.</strong></p>

<p>Die Folge: Es kommt zu weniger sinnlosen Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten und Notarzteinsätzen. Patienten können früher aus dem Krankenhaus entlassen werden, die Mortalitätsrate sinkt. Klingt wirtschaftlich, hilft aber tatsächlich dem Menschen. Denn der Patient, dessen Gesundheit via Telemonitoring "überwacht" wird, fühlt sich sicherer. </p>

<p>Überwacht? Das klingt nach Datenklau. Harald Korb betont, dass die Daten, die in einer elektronischen Krankenakte gespeichert werden zum einen auch wirklich nur dem zuständigen Kardiologen und/oder Hausarzt zugänglich sind und nicht etwa dem Arbeitgeber oder der Krankenkasse. Und dass zum anderen auch nur für je ein Krankheitsbild relevante Daten in dieser Akte gesammelt werden - der Übersichtlichkeit halber. </p>

<p><strong>Augenmerk auf die Eigenverantwortung</strong></p>

<p>Außerdem kommunizieren Patienten seiner Beobachtung nach mehr mit ihrem behandelnden Arzt. "Das Telemonitoring vergegenwärtigt den Betroffenen ihre Eigenverantwortung an ihrer Gesundheit," erklärt Physiologe und Herzchirurg Korb. Den routinemäßigen Arztbesuch würden die Patienten jedoch nicht vermissen: "Sie fühlen sich mit einer Betreuung durch Telemonitoring eher besser aufgehoben und achten selbst mehr auf Veränderungen, als wenn einzig ihr Arzt dafür <em>verantwortlich</em> wäre."</p>

<p>Zwar hätten Patienten dennoch bedenken gegenüber den neuen Möglichkeiten der Therapie - aus Angst um ihre Daten, um die Zuverlässigkeit der Verarbeitung, aus Misstrauen gegenüber dem Fremden. Doch Harald Korb ist sich sicher: "Das Gesundheitssystem kann sich den Verzicht auf Telemonitoring auf Dauer nicht leisten!"</p>
     <hr />

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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">herzinsuffizienz</category>
            
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            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 16:15:44 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Lieber MacGyver als Feuchtgebiete: Die YoungNet-Sprecherin Janette Kothe</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="JanetteKothe200.jpg" title="Quelle: Jessica Riccò" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/JanetteKothe200.jpg" width="200" height="244" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span>"Ingenieure sind zu oft die stillen Helden, die müssten sich viel besser verkaufen," findet Janette Kothe. Sie selbst hat die Sache mit der Imagepflege schon perfektioniert. Mit ihrem aufmerksamen Blick und ihrer klaren wie schlagfertigen Sprache könnte sie ebenso gut eine aufstrebende Regisseurin oder Deutschlands jüngste Galeristin sein - ist sie aber nicht. Janette studiert Mechatronik im siebten Semester.</p>

<p>Sie weiß, wie sie sich verkauft und auch ziemlich genau, was sie will. "Ich glaube, ich kann mir den Luxus erlauben und durchaus auch ein paar Ansprüche an meinen Arbeitgeber stellen," antwortete die 23-jährige Studentin gestern bei der Eröffnungsfeier des VDE-Kongresses auf die Frage, wie sie ihre Berufseinstiegschancen einschätzt, als sie das YoungNet vorstellte. Im YoungNet, der Studentengruppe des VDE, engagiert sich Janette seit dem ersten Semester, ebenso wie momentan etwa 8.000 weitere Studenten in Deutschland. Mittlerweile ist sie Vorsitzende und erste Sprecherin des Netzwerks.</p><p><strong>Vom Kunstgymnasium an die TU: Elektrotechnik als kreatives Berufsfeld</strong></p>

<p>In insgesamt 60 Hochschulgruppen organisieren sich die zukünftigen Elektroingenieure, planen Workshops und helfen sich gegenseitig bei Problemen im Studium. Janette studiert an der TU Dresden - vor ein paar Jahren hätte sie über die Idee, an einer Technischen Universität zu studieren vermutlich laut gelacht. "Ich war auf einem Kunstgymnasium und bis zur 10. Klasse fest davon überzeugt, auch einen künstlerischen Beruf auszuüben," erzählt sie heute. "Aber das war mir bald viel zu abgefahren. Damit kann man ja meistens kein Geld verdienen und überhaupt ist das Feld sehr unsicher. Mir fehlen dort auch feste Regeln." </p>

<p>Schon damals engagierte sich Janette in der Schülervertretung. Ihr war klar, dass sie auch im Studium politisch in ihrem Fachbereich mitmischen wollte. Nachdem sie ihr Abitur mit den Leistungskursen Mathematik und Physik abschloss, entschied sie sich für ein, wie sie sagt, "sehr kreatives Studium": Mechatronik. </p>

<p>"Wir können unseren späteren Beruf heute mehr mitgestalten als je zu vor. Nützliche Dinge zu erfinden macht aber eben nicht nur Spaß - was wir tun hat auch einen Nutzen für die Gesellschaft, und das ist ein schönes Gefühl," findet Janette. Kreativ, aufgeschlossen, weiblich - das entspricht nicht gerade dem Clichée des Ingenieurs. Eine Problematik, mit der Janette sich als YoungNet-Sprecherin öfters auseinandersetzen muss. </p>

<p><strong>Zu wenige Vorbilder im Kampf gegen überholte Clichées</strong></p>

<p>"Es gibt leider nicht so viele gute Vorbilder für junge Ingenieure," kritisiert Janette, die zugleich Mitglied im <a href="http://www.vdi.de/">VDI</a> ist, die gängigen Vorurteile. "Die Vorstellung, dass wir nur im stillen Kämmerlein vor uns hin tüfteln ist viel zu verbreitet. Dabei tragen Ingenieure so viel Verantwortung!" Ursächlich dafür, dass beispielsweise Juristen ein weitaus besseres Image als Ingenieure haben, ist ihrer Meinung nach deren geübteres Auftreten: "Ingenieure denken manchmal zu sehr in Fakten und hängen an ihrer naturwissenschaftlichen Sprache," findet Janette. "Dabei sei das gar nicht nötig. Und doch wird dieses Clichée immer wieder von den Medien aufgegriffen - in "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche etwa ist der Vater der Protagonistin ein inkonsequenter und introvertierter Typ. Und natürlich Ingenieur - nicht etwa Arzt, Lehrer oder Feuerwehrmann.</p>

<p>Janettes fachliches Steckenpferd hat dabei sehr wenig mit Langeweile und rumhocken zu tun. iPhones! Die Nintendo Wii! Mit sowas will sie arbeiten! Aber im Ernst: Ihren Schwerpunkt hat die Studentin bei der Sensortechnik gelegt. "Man kennt das eben beispielsweise aus der Wii," erklärt sie. "Wenn ich die Fernbedienung kippe, wirkt sich das im Spiel aus. Solche Neigungssensoren sind aber nicht nur im Consumermarkt gefragt, sondern auch bei medizinischen Geräten oder in der Sicherheitstechnik - Airbags zum Beispiel können ausgelöst werden, wenn das Auto plötzlich kippt." Spannend finde sie vor allem die Verknüpfung zwischen Technik und Naturwissenschaften: "In der Sensortechnik muss man Möglichkeiten finden, eine veränderte Spannung oder Neigung in Einsen und Nullen umzuwandeln und so die Daten zu verarbeiten."</p>

<p>Ihre Empfehlung an die nachwachsenden Bachelor-Studenten: Möglichst viele Kongresse und Messen zu besuchen. Dort könne man am effektivsten Kontakte knüpfen und sich darüber klar werden, in welchem Bereich man am liebsten arbeiten würde. "Egal wie vollgestopft der Stundenplan ist: So viel Zeit wie im Studium hat man nie wieder. Und die Zeit muss man nutzen!" Neben dem Feuchtgebiete-Vater gäbe schließlich auch positive Beispiele von Ingenieuren: "Angus MacGyver ist doch der Prototyp des abenteuerlichen, coolen Ingenieurs - davon müsste es mehr geben!" </p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/lieber-macgyver-als-feuchtgebiete.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 14:00:31 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Kaufanreize, Wirtschaftlichkeit und das Verhalten der Endverbraucher: Energieeffizienz und Einsparpotentiale</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>War es wirklich Al Gore mit seinem Film "Eine unbequeme Wahrheit", der das Thema der Energieeffizienz und CO2-Einsparung erfolgreich auf der politischen Agenda verankert hat? Oder ist die Klimaerwärmung, deren anthropogenen Anteil kein ernsthafter Wissenschaftler bestreitet, so selbstevident, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als über Einsparpotentiale und Emmissionsschutz zu reden?</strong></p>

<p>Egal: eines der Hauptthemen des VDE-Kongresses 2008 bilden Fragen nach der Energieerzeugung der Zukunft, den Möglichkeiten den Wirkungsgrad von Kraftwerken zu erhöhen und den Chancen durch Innovationen elektrische Energie einzusparen. </p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Energie-Effizienz.jpg" title="Das Podium, Photo: hbpix.de" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Energie-Effizienz.jpg" width="550" height="383" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span></p>

<p>Am heutigen vormittag steht eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, die quasi den Startschuß für die Fachtagung der ETG (Energietechnische Gesellschaft) gibt. <br />
<strong><br />
Mehr Energie und dennoch Strom sparen</strong></p>

<p>Einführend wird nochmal auf die jüngsten Studien verwiesen, die klar zeigen, dass binnen 20 Jahren eine Einsparung von rund 20% möglich und notwendig sei - dies wohlgemerkt absolut. Denn das Energievolumen, das durch elektrische Energie bereitgestellt wird, wird weiter zunehmen.</p>

<p>Den Start der Podiumsdiskussion macht Matthias Neubronner von E.on, der davor warnt den Kraftwerkspark veralten zu lassen. Neue Kraftwerke hätten Wirkungsgrade, die weit über diejenigen alter Kraftwerke hinausgingen, egal ob es um Kohle- oder andere Anlagen gehe, stellt er klar. Insofern sei des Signal aus Hessen von gestern erfreulich, möglicherweise würde es nun zumindest doch ein weiteres modernes Kohlekraftwerk geben, dessen Planung unter einer Ypsilanti-Regierung eingestellt würde. </p>

<p>Joachim Schneider von ABB weist darauf hin, dass die Verbraucherseite nicht vergessen werden dürfe, denn die Einsparpotentiale lägen genau dort. Und Peter Blenkers von der Verbraucherzentrale NRW fügt hinzu: "Einsparpotenzial liegt natürlich beim Endverbraucher und allein rund 1/3 des Verbrauchs liegt bei den Aufwendungen für Raumwärme und Warmwasser."</p>

<blockquote class="right">Bernd Ponick: "Der Schlüssel für wirkliche Energieeffizienz liegt immmer im Gesamtsystem."</blockquote>

<p>Wenig Einwände auf diese Feststellung, wobei Prof. Bernd Ponick von der Uni Hannover darauf verweist: "Der Schlüssel für wirkliche Energieeffizienz liegt immmer im Gesamtsystem." Am Ende gehe es freilich darum die Wirtschaftlichkeit von energieeffizienten Lösungen zu erhöhen. Eine Stellschraube seien natürlich die Energiepreise, wobei das nur kurzfristig funktionieren könne und die internationale Wettbewerbsfähigkeit hemme. <br />
</p><p><strong><br />
Steuerung durch Kaufanreize: Stromsparende Geräte preislich attraktiver machen</strong></p>

<p>Die Frage ist: heute stehen energiesparende Kühlschränke in den Märkten, doch die Kunden greifen letztlich doch zu günstigeren, aber stromfressenden Geräten. </p>

<p>Die sog. PEP-Projektgruppe, die von Wirtschaftsminister Glos berufen wurde, habe (erklärt Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur) den Vorschlag unterbreitet die Energie-Effizienzten Kühlschräne mit A++-Siegel mit einer 150,- Euro-Prämie zu versehen. Das sei aber in der öffentlichen Diskussion nicht richtig verstanden worden. </p>

<blockquote class="left">"Wir können den Leuten vorrechnen, dass sie binnen 10 Jahren jede Menge Stromkosten einsparen. Die kaufen dennoch den günstigen Kühlschrank"</blockquote>

<p><strong>Der unerziehbare Kunde?</strong></p>

<p>"Wir können den Leuten vorrechnen, dass sie binnen 10 Jahren jede Menge Stromkosten einsparen. Die kaufen dennoch den günstigen Kühlschrank der 100-200 Euro statt 500-600 Euro kostet." So das Lamento von Stephan Kohler. </p>

<p>Wie also den Verbrauchern heute nahebringen, dass es sich lohnt (und zwar aus ökologischen Gründen und auch mittelfristig im Sinne einer geringeren Stromrechnung) auf die sparsamsten Geräte zurückzugreifen?</p>

<p>Der Vorschlag für Haushalte mit niedrigem Einkommen Gutscheine ausgeben, um energie-effiziente Haushaltsgeräte (Kühlschränke, Waschmaschinen etc.) anzuschaffen, erscheint durchaus plausibel. </p>

<p><strong>Nachtstrom bald kostenlos?</strong></p>

<p>Und eine weitere interessante Entwicklung wird auf dem Podium angesprochen: Es wird - nach der Meinung der Experen auf dem Podium - nicht mehr lange dauern, dass eine tatsächlich Revolution der Stromtarife und -modelle stattfinden wird. Künftig sei es denkbar, das beispielsweise nachts Strom zu Dumpingpreisen oder vollkommen kostenlos angeboten wird - hier seien natürlich dann auch intelligente Geräte notwendig, die genau diese Zeitfenster nutzen.</p>

<blockquote class="right">"Wir brauchen intelligente Geräte, aber wir brauchen auch intelligente Verbraucher!"</blockquote>

<p>"Wir brauchen intelligente Geräte, aber wir brauchen auch intelligente Verbraucher!", so die abschließende Feststellung von Peter Blenkers. Dem ist wohl tatsächlich wenig hinzuzufügen. Der sehr gut besetzte Saal zeigte seine Zustimmung mit Applaus.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="ETG01.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/ETG01.jpg" title="Die Zuhörer, Photo: hbpix.de" width="550" height="316" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span></p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/energieeffizienz-und-einsparpotentiale-podiumsdiskussion.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Umwelt</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Energieeffizienz</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">ETG</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Ökologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 12:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Schöne neue Welt des Web 3.0: Das Internet der Dienste und Dinge</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Wir orientieren uns dank Navigationssystem und GPS in fremden Städten, wir rufen unterwegs per iPhone den aktuellen Stand der Auszählungen der US-Präsidentschaftswahlen ab - das alles ist längst Alltag geworden. Doch wie wird sich das Internet in 10 oder 15 Jahren darstellen? Wie sieht die Integration intelligenter Softwaresysteme in den Wirtschafts- und Dienstleistungssektor aus? Was ist das Web 3.0?</strong></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Wahlster.jpg" title="Prof. Wolfgang Wahlster, Photo: hbpix.de" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Wahlster.jpg" width="550" height="372" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Mit einem überaus inspirierenden Vortrag startet Prof. Dr. Wolfgang Wahlster den zweiten Kongresstag im Münchner Messezentrum. Der technisch-wissenschaftliche Leiter des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz präsentierte die atemberaubenden Möglichkeiten, die eine umfassende Vernetzung von Waren, Dienstleistungen und (horrible dictu) Menschen bieten wird. </p>

<blockquote class="right">Wir leben längst in einer Post-PC-Ära.</blockquote>

<p>Wahlster stellte zunächst fest: wir leben längst in einer Post-PC-Ära. Die Zeiten, in denen wir klobige mausgraue Kästen auf dem Schreibtisch stehen hatten sind längst vorbei, jeder von uns ist von vielen Computern (=Mikrochips) umgeben. <br />
<strong><br />
Das Internet der Zukunft verbindet Waren, Dienstleistungen und Menschen</strong></p>

<p>Doch die Zukunft wird - daran ließ Wahlster keinen Zweifel - weit darüber hinausgehen: vernetzte Systeme werden uns tatsächlich auf Schritt und Tritt begleiten. Das beginnt mit Funksensoren, die in Alltagsprodukte integriert sind (von der Verpackung, dem Brief bis zu Lebensmitteln und Obst, in dem Sensoren eingebaut sind.)<br />
<blockquote class="left">Vernetzte Systeme werden uns tatsächlich auf Schritt und Tritt begleiten.</blockquote></p>

<p>Das klingt zunächst eher etwas befremdlich, aber durch biokompatible Chips, die implantiert und auch verspeist werden können, wird im Supermarktregal der Zukunft Gemüse und Obst liegen, das sich selbsttätig meldet, wenn es reif ist. <br />
<strong><br />
Digitales Produktgedächtnis</strong></p>

<p>Es geht um ein "Digitales Produktgedächtnis", das mehr leistet als die heutigen RFID-Chips. Es sind - so Wahlster - Lebensmittel denkbar, die mit Temperatur-, Luftdruck- oder Feuchtigkeitssenoren ausgestattet sind. Auf dieser Grundlage wird es möglich sein, die Produktdaten auszulesen und festzustellen, ob die Kühlkette unterbrochen wurde, wie die Lagerbedingungen waren und ähnliches. <br />
</p><p>Die Qualitätsmerkmale werden wir beim Gang durch den Supermarkt künftig direkt auf unser iPhone oder ein ähnliches System laden. Und auch der "digitale Sommelier" ist in Modellsupermärkten bereits Realität - der Griff zur Weinflasche genügt, so dass uns passgenaue Informationen zu Lage, Charakter, Ausbaumethode und andere Detailinfos präsentiert werden und ein automatisierter Vergleich mit anderen vorrätigen Weinen wird sowieso angeboten. <br />
<strong><br />
Wenn die Dinge miteinander sprechen</strong></p>

<p>Wahlster stellte klar: Dinge sprechen miteinander und sprechen zu uns. Ermöglicht werde dies durch Ad-hoc-Netze, wobei die erforderliche breitbandige Kommunikationsinfrastruktur erst noch geschaffen werden muß. </p>

<p>Zusammengefasst: Das Internet der Zukunft wird ein "Internet der Dinge und Dienste" sein. Wir werden von Produkten umgeben sein, die durch eingebettete Softwaresysteme vielfältige Zusatzinfos anbieten und sich automatisiert mit unserem digitalen Einkaufsplaner kurzschließen und uns daran erinnern, doch endlich den Brokkoli aufzubrauchen, den wir schon vor 4 Tagen gekauft haben. </p>

<p>Zusammengehalten wird das alles durch ein semantisches Web, das die Interoperabilität der Dienste und Dinge verknüpft. Werden wir uns in 20 Jahren noch an die Zeiten erinnern, in denen wir den Frischegrad einer Tomate durch Augenschein, den Reifegrad einer Aubergine durch die Druckprobe mit dem Daumen prüften?</p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/schone-neue-welt-des-web-30-das-internet-der-dienste-und-dinge.php</link>
            <guid>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/schone-neue-welt-des-web-30-das-internet-der-dienste-und-dinge.php</guid>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Internet der Dinge</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Web 3.0</category>
            
            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 10:45:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Innovationsanreize und Stärkung des Mittelstands - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil skizziert seine Agenda</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Es war eine seiner ersten Amtshandlungen überhaupt und er meisterte sie besser, als manche Beobachter im Vorfeld gedacht hatten. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil skizzierte bei seinem Grußwort an die Teilnehmer des VDE-Kongresses 2008 die Eckdaten seiner politischen Agenda.</strong></p>

<p>Wer freilich vom ersten FDP-Minister, der im Freistaat Bayern dieses Amt bekleidet, quasi-revolutionäre Statements erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Es waren altbekannte wirtschafts-liberale Positionen, die Martin Zeil verkündete - wobei er, das muss vermerkt werden, betonte, dass die marktwirtschaftliche Komponente durch eine sozialstaatliche Komponente ausbalanciert werden müsse. Und er berief sich auf einen großen Vorgänger im Amt des bayerischen Wirtschaftsminister: Ludwig Erhard. </p>

<p><strong>In den Fußstapfen von Ludwig Erhard</strong></p>

<p>Das sind große Fußstapfen, in die Martin Zeil da tritt - aber zumindest an diesem Abend konnte er sich recht gut aus der Affäre ziehen. Die Nachwuchsförderung im Gebiet der Technik- und Zukunftswissenschaften sei ihm ein Anliegen und ihm gehe es darum, die "Unternehmerischen Freiheiten zu fördern und vor allem die mittelständischen Unternehmen zu stärken." </p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Zeil01.jpg" Title="Photo: Michaela Handrek-Rehle" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Zeil01.jpg" width="550" height="405" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span></p>

<p>Daneben lege er großen Wert darauf, dass gerade im Flächenstaat Bayern "gleichwertige Lebensbedingungen in allen Landesteilen, gerade auch im ländlichen Raum" hergestellt seien. Wozu zweifelsfrei auch die Möglichkeiten zur schulischen Bildung zählen. </p>

<blockquote class="right">Das Land kann es sich schlicht nicht leisten, Talente zu verschwenden!</blockquote>

<p>Von übergeordneter Wichtigkeit seien Investitionen in die ganze Bildungskette: vorschulischer Bildung, Schulbildung, duale Ausbildungssystem bis zur universitären Ausbildung - dies alles soll, so Zeils Wunsch, auf höchstem Niveau fortgeführt werden. </p>

<p>"Das Land kann es sich schlicht nicht leisten, Talente zu verschwenden!" - Mit diesem Statement riskierte Zeil keinen Widerspruch. </p>

<p>Was gab es noch? Zwei Aussagen: zunächst kündigte Zeil an, insbesonders für den Mittelstand besondere Inovationsanreize zu schaffen, dies eventuell über Innovationsgutscheine. Und eine weitere Aussage dürfte bei vielen Zuhörern für zwiespältige Gefühle gesorgt haben: wenn es nach Zeil geht, führt an der Nutzung der Kernenergie als Energieträger kein Weg vorbei.</p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/innovationsanreize-und-starkung-des-mittelstands-bayerns-wirtschaftsminister-martin-zeil-skizziert.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Innovationen</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Kernernergie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mittelstand</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Wirtschaftspolitik</category>
            
            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 08:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Annette Schavan: &quot;Wir sind interessiert an Talenten!&quot;</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Sie war am Nachmittag aus Stuttgart angereist und gestand zu Beginn ihrer Rede unumwunden ein, dass man für den VDE-Technologiegipfel wohl keinen besseren Ort als München habe finden können. Sie weiß eben, wie man sich Sympathien erobert. Kein Wunder bei einer Politikerin, die schon so lange im Geschäft ist, wie Annette Schavan.</strong> </p>

<p>Wobei die Bundesforschungs- und Bildungsministerin zugleich einschränkend hinzufügte, dass beide Zentren - München und der mittlere Neckarraum um Stuttgart - eine Motorenrolle wahrnehmen, was Innovationen und Wirtschaftskraft angeht. </p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Schavan01.jpg" title="Annette Schavan bei ihrer Rede, Photo: Michaela Handrek-Rehle" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Schavan01.jpg" width="550" height="385" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span></p>

<p>Bei ihren weiteren Ausführungen entfernte sich Annette Schavan dann aber sehr schnell von den Vorzeigeregionen im Süden Deutschlands und richtete den Blick über die landesgrenzen nach Europa und in die Welt. Denn, so Schavan: <br />
<blockquote><br />
"Egal wo wir über Zukunft nachdenken, wir müssen einsehen, dass wir Teil eines internationalen Zusammenhangs sind."</blockquote></p>

<p>Und wenn wir über Zukunft nachdenken, daran beließ sie nicht den Hauch eines Zweifels, dann ist es die nächste Generation, die diese Zukunft gestalten wird. Heute gelte es die Weichen auszurichten oder wenigstens die Lok auf die (richtigen!) Schienen zu setzen. </p>

<p><strong>Drei "I": Investionen, Innovationen, Internationalisierung </strong><br />
<blockquote class="left">Annette Schavan: "Wie bringen wir alle Akteure, die im Innovationsprozeß beteiligt sind, zusammen? Wie wird Deutschland eine internationale Talentschmiede?"</blockquote></p>

<p>Für Schavan stellen sich, das machte sie in ihrer knapp halbstündigen Rede unmißverständlich klar, folgende Fragen: "Wie gelingt es uns in den entscheidenden Bereichen zukünftig wettbewerbsfähig zu sein und zugleich unsere Stärken auszubauen?" </p>

<p>Für sie ist die Elektro- und Informationstechnik ein Feld von ganz entscheidender Bedeutung, wobei hier Antworten notwendig seien auf die Fragen nach: Investionen, Innovationen, Internationalisierung. </p>

<p><br />
</p><p>Wie also, so die Ministerin, lässt sich "Potential für vielversprechende Entwicklungen schaffen? Wie können wir Strategien für Ideenfindung fördern? Und wie bringen wir alle Akteure, die im Innovationsprozeß beteiligt sind, zusammen? Wie wird Deutschland eine internationale Talentschmiede?"<br />
<strong><br />
Innovationsallianzen</strong></p>

<p>Es geht um Innovationsallianzen (Stichwort: High-Tech-Strategie der Bundesregierung) - Deutschland liege derzeit mit einer Investitionssumme von 58 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung europaweit an der Spitze (absolut, relativ am BIP gemessen, liege man auf Platz 3). </p>

<blockquote class="right">Bis 2015 müssen 275.000 neue Studienplätze im Bereich der Technik- und Ingenieurwissenschaften</blockquote>

<p>Schavan verwies in diesem Zusammenhang auf den Entschluß des Bildungsgipfels, demzufolge bis 2015 rund 7% des BIP für Bildung ausgegegeben werden sollen. Dieses Geld ist auch dringend notwendig, wenn die geforderten 275.000 neuen Studienplätze im Bereich der Technik- und Ingenieurwissenschaften bis 2015 entstehen sollen. Schavan forderte hierfür auch eine Welle der Kapazitätserhöhung. NRW habe etwa beschlossen, 4 neue Fachhochschulen zu gründen - ein nachahmenswertes Projekt, so die Ministerin. </p>

<p>Und zum Abschluß wiederholte Annette Schavan nochmals ihre Botschaft: "Wir sind interessiert an Talenten". Wir glauben es gern - sollen der Absichtserklärung auch Taten folgen. </p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?8373,http%3A%2F%2Fsurveybox.de%2Fstudio%2Fmm%2FWissenschaftsblogs_2_0%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/ScienceBlogs_Befragung.jpg" border="0" alt="" title="" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/annette-schavan-wir-sind-interessiert-an-talenten.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Bildungspolitik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Hochschulpolitik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Innovationen</category>
            
            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 06:25:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>VDE-Kongresseröffnung: Mehr junge Frauen für die Ingenieurswissenschaften begeistern</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Der VDE-Kongress 2008 ist nun auch offiziell eröffnet. Im sehr gut besetzten großen Saal des Münchner ICM ergriff zunächst VDE-Präsident Josef A. Nossek das Wort. </strong></p>

<p>Er strich in seiner kurzen Ansprache heraus, dass sich die deutsche Elektro- und Informationstechnik auch international nicht verstecken müsse. Im Gegenteil: mit den rund 80.000 Beschäftigten in der Bereichen Forschung und Entwicklung und dem Investionsvolumen von aktuell 11 Milliarden Euro, sei man international absolut konkurrenzfähig.</p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="Nossek01.jpg" title="VDE-Präsident Nossek, Photo: Michaela Handrek-Rehle" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/Nossek01.jpg" width="550" height="409" class="mt-image-center" style="text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;" /></span><br />
<strong><br />
Internationale Führungsposition</strong></p>

<p>Wichtigste Innovationstreiber seien die Energietechnik sowie die Mikro- und Nanotechnik. Die größten Chancen stellten sich in den Bereichen Energieeffizienz, Ambient Assisted Living und Automotive dar, so Nossek weiter. <br />
<blockquote class="left">"Wir müssen mehr junge Frauen für die MINT-Berufe begeistern!"</blockquote></p>

<p>Abschließend verwies Nossek, der sich besonders freute, dass der VDE-Kongress dieses in seiner Wahlheimat München stattfindet, nochmals auf den Fachkräftemängel, der die gesamte Ingenieursbranche betreffe - und er betonte in Anwesenheit der Bundesbildungsministerin Annette Schavan, dass die Anstrengungen, junge Frauen für die so genannten MINT-Berufe (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern, noch intensiviert werden müssten. Ein Appell, der beim Publikum zustimmenden Applaus fand. Bereits am vormittag <a href="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/bildungsoffensive-gefragt-mehr-nachwuchs-fur-die-ingenieurwissenschaften.php">wurden bei der Pressekonferenz</a> die Nachwuchssorgen und die Bemühungen um exzellent ausgebildete Fachkräfte thematisiert.</p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?8373,http%3A%2F%2Fsurveybox.de%2Fstudio%2Fmm%2FWissenschaftsblogs_2_0%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/ScienceBlogs_Befragung.jpg" border="0" alt="" title="" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/vdekongresseroffnung-mehr-junge-frauen-fur-die-ingenieurswissenschaften-begeistern.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Innovationen</category>
            
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            <pubDate>Tue, 04 Nov 2008 06:20:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>eStudent-Day des VDE: Ein Besuch beim Nachwuchs</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Es ist schon paradox: Im Vergleich zu Juristen oder BWL-Studenten haben Ingenieure den Ruf, gesellschaftlich wenig Anerkennung für ein anstrengendes Studium zu bekommen. Andererseits finden vier von fünf Absolventen einer Ingenieurswissenschaft durchschnittlich nach weniger als zehn Bewerbungen einen Job - und brauchen dafür nicht mehr als drei Bewerbungsgespräche. Eigentlich steht es bestens um die Karrierechancen der "Young Professionals". Dennoch entscheiden sich mit durchschnittlich 9.000 Studienbeginnern jährlich wenige junge Leute für Ingenieurswissenschaften - zu wenige, wenn es nach Prof. Dr. Josef Nossek, Präsident des VDE und Inhaber des Lehrstuhls für Netzwerktheorie und Signalverarbeitung an der TU München geht. </p>

<p>"Der Wettlauf um die besten Experten wird immer härter," erklärt Prof. Nossek. "In den nächsten Jahren gehen 10.000 Ingenieure in Rente. Zugleich steigt der Bedarf an fähigen Ingenieuren, da wir mit immer komplexeren Prozessen arbeiten." Die naheliegende Lösung des Problems im Allgemeinen: Der Nachwuchs muss gefördert werden. Und im Besonderen: Die Mädchen. Mit durchschnittlichen vier Prozent sind Frauen in Ingenieursberufen nämlich stark unterrepräsentiert. "Wir müssen den jungen Leuten klar machen, dass diese Berufe nicht einfach nur einen sicheren Arbeitsplatz versprechen," meint Prof. Nossek, "sondern dass es auch faszinierend und spannend ist, in der technischen Forschung zu arbeiten!"</p><p>Wie kann es sein, dass Ingenieurswissenschaften in Deutschland an chronischem Frauenmangel leiden, während beispielsweise Frankreich oder Schweden kein Problem mit weiblichem Nachwuchs haben? Den Anfang zu machen ist natürlich nicht immer ganz leicht - gerade darum brauchen deutsche Hochschulen mehr mutige Vorreiterinnen. </p>

<p><strong>"Ist doch egal, ob das sonst nur Jungs machen!"</strong></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="vy150.jpg" title="Quelle: Jessica Riccò" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/vy150.jpg" width="150" height="200" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /></span>Vy (16) kommt aus Heitersheim bei Freiburg. Ob sie später mal eine Ingenieurswissenschaft studieren möchte oder nicht, weiß sie noch nicht genau. Aber grundsätzlich abgeneigt ist sie auch nicht: "Eben haben wir einen Vortrag über Kommunikationstechnologien gehört - wie Handys gemacht werden, finde ich schon spannend." Raphael Hunger von der TU-München hatte in "Von der Fackel zu intelligenten Antennen" den Schülern von der Evolution der Drahtloskommunikation erzählt. </p>

<p>Zum Kongress des VDE kam Vy über ihren Physiklehrer: Der hatte die Klasse überredet, einen Ausflug nach München zu machen und Ingenieurswissenschaften, kennenzulernen. Momentan möchte Vy Chirurgin - auch nicht gerade ein klassischer Mädchenberuf. "Ist doch egal, ob das bis jetzt mehr Jungs machen," erklärt die Schülerin souverän. "Ich studier das, was mir Spaß macht!"</p>

<p><strong>"Unternehmen profitieren von jungen Eltern"</strong></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="kristinaouafa200.jpg" title="Quelle: Jessica Riccò" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/kristinaouafa200.jpg" width="200" height="150" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span>Kristina (25) und Ouafa (26) haben ihr Studium gerade abgeschlossen. Kristina möchte gerne im Projektmanagement arbeiten, Ouafa interessiert sich eher für medizinische Elektronik. In einem Punkt sind sich die beiden Frauen jedoch einig: Sie wollen in ein paar Jahren Kinder haben. Und es ist ihnen wichtig, einen Arbeitgeber zu finden, der diesen Wunsch unterstützt. "Ich kenne keine einzige Frau, die ihr Studium abgebrochen hat," erzählt Kristina. "Und im Durchschnitt waren wir auch besser als die Männer." Unternehmen sollten sich daher auf die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen konzentrieren - und nicht darauf, ob sie zwischenzeitlich ein paar Monate Babypause machen. </p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="kremer150.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/kremer150.jpg" width="150" title="Quelle: Jessica Riccò" height="200" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" /></span>Dem pflichtet auch Dr. Michaela Kremer bei: Die Juristin arbeitet seit acht Jahren bei IBM in Stuttgart und ist Mutter zweier Kinder. "Unternehmen profitieren absolut von jungen Eltern. Ich glaube, soziale Kompetenzen sind sehr gesund für die Unternehmenskultur - auch wirtschaftlich gedacht, tut sich niemand einen Gefallen damit, nur "Workaholics" einzustellen."</p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/estudent-day-des-vde-ein-besuch-beim-nachwuchs.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
            <pubDate>Mon, 03 Nov 2008 18:00:08 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Bildungsoffensive gefragt: Mehr Nachwuchs für die Ingenieurwissenschaften</title>
            <description><![CDATA[
     <p><strong>Als am heutigen Mittag die Pressekonferenz anlässlich des VDE-Technologiegipfels stattfand, stand ein Thema wiederholt im Mittelpunkt: der Fachkräftemangel. Die Nachwuchssorgen, die die gesamte Branche der Elektro-, Mikroelektronik-, Medizin- oder Automatisierungstechnik plagen, nehmen stetig zu.</strong></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img title="Pressekonferenz VDE-Kongress 2008, Photo: Handrek-Rehle" alt="VDE_PK01.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/VDE_PK01.jpg" width="200" height="291" class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 12px 12px;" /></span>Verbandspräsident Josef A. Nossek führte in seinem einführenden Statement aus, dass die Karrierechancen für Ingenieure glänzend seien. Besonders Elektroingenieure würden händeringend gesucht. Aber auch die Perspektive für andere Felder des Ingenieurwesens seien sehr gut, so Nossek. Auf Nachfrage erklärte der VDE-Präsident, dass derzeit jährlich rund 10.000 Fachkräfte aus Altersgründen ausscheiden - allein um diesen Bedarf mit Nachwuchskräften zu decken, stosse man schon an Grenzen.</p>

<p><strong>Beste Berufsaussichten nicht nur für Elektroingenieure</strong></p>

<p>In den kommenden Jahren seien - so die Aussage - jährlich mehr als 10.000 Nachwuchsingenieure gefragt. Irritiert zeigte sich Nossek darüber, dass bei Umfragen regelmäßig die Berufsperspektiven von Juristen oder BWLern als rosiger eingestuft würden - hier müsse man seitens des VDE weiter Aufklärungsarbeit leisten.<br />
</p><p>Ein Kritikpunkt an die Adresse der Bildungspolitik wurde aber auch während der Pressekonferenz formuliert: das mathematisch-technische Wissen, das Studienanfänger mitbrächten, sei oftmals unzureichend.</p>

<p><strong>Mehr Physik und Mathe an den Schulen, mehr Frauen in die Ingenieurberufe</strong></p>

<p>75 Prozent der befragten Hochschullehrer geben an - so die Info, dass sich der Wissensstand von Studienanfängern in Mathematik und Physik in den letzten zwei Jahren weiter verschlechtert habe. Das Defizit führe auf direktem Weg zu hohen Abbrecherquoten in elektrotechnischen Studiengängen, die mit 40 Prozent zu hoch liegen. Nossek weiter:</p>

<blockquote>"Wir müssen die quantitative und qualitative Schulbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik deutlich verbessern, um im verschärften internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können. Zudem müssen wir den Frauenanteil in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern deutlich steigern"</blockquote>

<p>Und überhaupt die Frauen: bei gerade einmal 4% Prozent liege deren Anteil unter den Ingenieuren. International hinkt man hier weit hinterher und die Tatsache, dass unter den Studenten der Frauenanteil auf 10% gesteigert werden konnte, ist zwar ein erster Erfolg, aber die Anstrengungen müssten weitergehen.</p>

<p>VDE-Präsidiumsmitglied Alf Henryk Wulf fügte bestätigend hinzu: "Ein Frauenanteil von 4% ist absolut unbefriedigend und nicht hinnehmbar!"</p>
     <hr />

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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Politik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Fachkräftemangel</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Frauenkarrieren</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
            <pubDate>Mon, 03 Nov 2008 16:15:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Die Zukunft der Mobilkommunikation: Neue Standards, mehr Leistung</title>
            <description><![CDATA[
     <div style="background: #EFEFEF; padding: 8px; margin-bottom: 25px; ">Das zentrale Thema der Fachtagung der ITG innerhalb des VDE-Kongresses ist die Mobilkommunikation. Prof. Dr.-Ing. Joachim Speidel ist Leiter des <a href="http://www.inue.uni-stuttgart.de/">Instituts für Nachrichtenübertragung</a> an der Universität Stuttgart und hat uns im Vorfeld des heute startenden VDE-Kongresses einige Fragen beantwortet.</div>

<p><em><strong>ScienceBlogs: Die Internetnutzung über WLAN oder UMTS ist bereits heute Alltag. Was kommt nach diesen Technologien und welche zusätzlichen Optionen für die mobile Kommunikation werden dadurch mittelfristig möglich?</strong></em></p>

<p>Joachim Speidel: Die Tagung befasst sich sowohl mit der Mobilkommunikation als auch der Festnetzkommunikation. Beides besitzt große Bedeutung. Ein Ausbau bei den Mobilnetzen erfordert auch den Ausbau der Festnetze mit photonischen Technologien, da die mobilen Endgeräte nicht direkt miteinander kommunizieren, sondern über Basisstationen, die über Glasfasern verbunden sind. </p>

<p>WLAN ist ein Funkstandard, der sich laufend in Richtung höherer Bitraten weiterentwickelt. Anwendungsbereich ist im Gebäude, d.h. die Reichweiten liegen typisch bei ca. 100m. </p>

<blockquote class="left">Neue Standards wie etwa WIMAX werden die Beschränklungen von WLAN aufheben.</blockquote>

<p>Neue Verfahren wie WIMAX und deren Weiterentwicklung zielen auf noch höhere Bitraten und größere Reichweiten, so dass auch Anwendungen in einer größeren Fläche,  auch außerhalb von Gebäuden, möglich werden. Damit lassen sich Gebiete erschließen, die nicht über DSL versorgt sind, da die Bitraten vergleichbar mit denen von DSL sind (digital divide, siehe unten).</p>

<p>Eine weitere Zielrichtung der Entwicklung ist, diese Systeme für mobile Teilnehmer geeignet zu machen. Sie treten dann in den direkten Wettbewerb mit den Mobilfunknetzen UMTS und deren Weiterentwicklungen.<br />
</p><p><em><strong><br />
Was verbirgt sich hinter dem Schlagwort der "Mobilfunknetze der 4. Generation"?</strong></em></p>

<p>Derzeit wird an der Weiterentwicklung zellularer Mobilfunksysteme gearbeitet. Der Codename der angelaufenen Standardisierungsaktivität ist LTE (Long Term Evolution). Da UMTS mit HSDPA und HSUPA ein fortschrittliches System ist, das die derzeitigen Kundenbedürfnisse gut abgedeckt, besteht von daher kein großer Zeitdruck. <br />
<blockquote class="right">Wir streben Bitraten oberhalb von 2 Mbit/s an. Pro Teilnehmer!</blockquote></p>

<p>Die komplexen System- und Infrastruktur- entwicklungen erfordern allerdings eine große Vorlaufzeit. Daher ist die Forschung auf diesem Gebiet bereits angelaufen.</p>

<p>Zielsetzung sind sehr hohe Bitraten, deutlich oberhalb von 2 Mbit/s und zwar pro Teilnehmer. Als Gesamtbitrate pro Funkzelle (Summe für alle Teilnehmer) werden etwa 1 Gbit/s angestrebet. Solche neuartigen Systeme sollen im Mobilbereich Anwendungen ermöglichen, wie wir sie zu Hause oder im Büro mit Festnetzanschluss kennen.</p>

<p>Das derzeit laufende Forschungsprojekt heißt EASY-C und wird auf der Fachtagung vorgestellt.</p>

<p><em><strong>Das Internet und die modernen Informationstechnologien haben den letzten Jahren die Art und Weise verändert, wie wir miteinander kommunizieren. Gleichzeitig haben sich ganz neue Möglichkeiten des Informationsmanagements entwickelt. Allerdings sind die Zugangschancen zu den digitalen Infotechnologien ungleich verteilt - Wie lässt sich künftig diesem Trend des drohenden "digital divide" begegnen und gegensteuern?</strong></em></p>

<p>Das ist eine wichtige Frage, die die Gesellschaft in dieser Welt nicht spalten sollte. Es ist natürlich eine Kostenfrage. Zunächst muss die Infrastruktur geschaffen werden. Hier könnte ein kombinierter Ansatz aus staatlichem (sozialem) und privatwirschtschaftlichem Engagement Erfog versprechen. Der rein marktwirschaftliche Ansatz wird wohl nicht funktionieren. Die Endgerätepreise zeigen eine laufend fallende Tendenz, so dass sie erschwinglich bleiben.</p>

<p>Zu diesem Thema gibt es übrigens einen Vortrag in der ITG-Tagungseröffnung von Herrn Habbel.</p>

<p><em><strong>Vielen Dank für das Gespräch.</strong></em></p>
     <hr />

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   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/die-zukunft-der-mobilkommunikation-neue-standards-mehr-leistung.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Informationstechnologien</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mobilkommunikation</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">WIMAX</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">WLAN</category>
            
            <pubDate>Mon, 03 Nov 2008 08:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>&quot;Wir haben die Auswirkungen der Mikroelektronik auf Volkswirtschaften unterschätzt&quot;</title>
            <description><![CDATA[
     <p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="handy180.jpg" title="Nanotechnologie steckt auch in Handys Quelle: pixelio.de" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/handy180.jpg" width="270" height="180" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 20px 20px 0;" /></span>Mikroelektronik und Nanotechnologien sind heutzutage kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken: In Computern, Handys, DVD-Playern und medizinischen Geräten sitzen die winzig kleinen Schaltungen. Gerd Teepe ist Direktor des Dresden Design Centers von AMD und wird am kommenden Mittwoch die Perspektiven und Ausblicke der Mikroelektronik in Deutschland  beim Kongress des VDE diskutieren. <br />
</p><p><br />
<strong>ScienceBlogs:</strong>"Mit welchen Erwartungen besuchen Sie den diesjährigen Kongress des VDE?"<br />
<strong>Gerd Teepe:</strong>"Die Mikroelektronik steht im Umbruch wie selten zuvor. Von der GMM-Fachtagung auf dem VDE-Kongress erhoffe ich mir Erklärungen zu den Megatrends der Mikroelektronik: Stichwort Foundry, Stichwort Innovationen,  ebenso zu der Zukunft des Mikroelektronikstandorts Deutschland.</p>

<p>Wann bekommt man schon den „Chef des Silicon Valley" als Sprecher zu hören, wenn ich George Scalize so bezeichnen darf, oder Kenneth Kin aus der Führungsriege von TSMC? Von den Vortragenden, die über Anwendungen reden (Auto, Industrie, Flugzeug, Sensorik), erhoffe ich mir Aussagen, über die Bedeutung der Mikroelektronik in ihren Produkten. Schließlich hoffe ich darauf, daß die Sprecher der Halbleiterindustrie die Trends klar benennen.</p>

<p>Das Programm der GMM ist dieses Jahr einzigartig. Für so eine hochkarätige Sprecherliste muß man sonst sehr weit fahren. Ich hoffe, daß die Sprecher kein Blatt vor den Mund nehmen. Ich bin deshalb sehr gespannt und meine Erwartungen sind hoch." </p>

<p><strong>SB:</strong>"Könnten Sie ein Beispiel nennen, wo Mikroelektronik uns tagtäglich begegnet?"<br />
<strong>G.T.:</strong>"Unterwegs, am Arbeitsplatz, zu Hause. Es gibt fast kein Industrieprodukt mehr, daß keine Mikroelektronik irgendwo eingebaut hätte. Das gilt jedoch nicht für Waschpulver, Wasser, Lebensmittel oder Stadtgas, aber bei der Verteilung dieser Güter spielt die Mikroelektronik schon wieder eine Rolle. Manchmal vergessen wir, daß wir Mikroelektronik benutzen, denn sie ist mittlerweile wirklich versteckt eingebaut. Ihre Wirkung ist dadurch aber noch einmal gewachsen, um die Funktionalität zu erhöhen und die Kosten zu senken." </p>

<p><strong>SB:</strong>"In welchen Bereichen wird Mikroelektronik hauptsächlich eingesetzt?" <br />
<strong>G.T.:</strong>"Für Deutschland sind das die sechs Hauptbereiche: Automobil, Medizintechnik, Telekommunikation, Industrie- und Produktionsautomatisierung, Energie sowie Logistik. In allen Bereichen steigert die Mikroelektronik den Funktionsumfang oder den Kundennutzen und senkt dabei die Kosten bei der Nutzung ebenso wie die Produktionskosten - sprich: das Produkt wird durch den Einsatz von Mikroelektronik besser und billiger. Generell haben Hersteller von Produkten einen Konkurrenzvorteil, wenn sie die Mikroelektronik großzügig einsetzen. Das gilt für Autos ebenso wie für Waschmaschinen oder Werkzeugmaschinen - generell alle typischen Produkte der deutschen Industrie." </p>

<p><strong>SB:</strong>"Welches Potenzial liegt in der Nanotechnologie?"<br />
<strong>G.T.:</strong>"Nanotechnologie ist die konsequente Fortführung der Mikroelektronik, wenn sie in Schichtdicken von wenigen Atomlagen vorstößt. Hinzu kommen aber auch ganz neue Bauelemente, wenn man z.B. an die Kohlenstoffnanoröhren denkt. Hier sind die Anwendungen noch weitgehend unerschlossen und es wird sehr spannend sein, zu beobachten, welche Anwendungen sich bei der Nanotechnologie dann auch wirklich in Produkte umsetzen lassen."</p>

<p><strong>SB:</strong>"Wie kann die Zukunft der Mikroelektronik aussehen?"<br />
<strong>G.T.:</strong>"Die Forschung in der Mikro- und Nanotechnologie ist in Deutschland gut positioniert im Vergleich mit anderen Regionen in der Welt. Wenn es dann aber darum geht, mit Mikroelektronikprodukten Geld zu verdienen, dann sind die Randbedingungen in Deutschland und auch Europa eher ungünstiger als an anderen Orten auf der Welt. Wir brauchen deshalb in Europa eine Neubewertung der Mikroelektronik, denn ich bin überzeugt, daß wir bis heute die Auswirkungen der Mikroelektronik auf Wachstum und Wohlstand von Volkswirtschaften unterschätzt haben. Der Antrieb dazu sollte von den starken Industrieprodukten ausgehen. Wie das gehen könnte, dazu erhoffe ich mir nun auch Antworten von der GMM-Fachtagung. Die Leute, die dazu kompetent sprechen können, sind jedenfalls dort."</p>

<p><strong>SB:</strong>"Vielen Dank für das Gespräch!"</p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?8373,http%3A%2F%2Fsurveybox.de%2Fstudio%2Fmm%2FWissenschaftsblogs_2_0%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/ScienceBlogs_Befragung.jpg" border="0" alt="" title="" /></a>


   ]]></description>
            <link>http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/2008/11/wir-haben-die-auswirkungen-der-mikroelektronik-auf-volkswirtschaften-unterschatzt.php</link>
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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mikroelektronik</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Nanotechnologie</category>
            
                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">VDE-Kongress</category>
            
            <pubDate>Sat, 01 Nov 2008 09:00:58 +0100</pubDate>
        </item>
        
   
        <item>
            <title>Innovationen - Märkte - Nachwuchs: Vielfältiges Programm beim VDE-Kongress 2008</title>
            <description><![CDATA[
     <p>Es ist wieder einmal ein Mammutprogramm, das die Teilnehmer des VDE-Kongresses 2008 erwartet: vom 3.-5. November sind über 150 Fachvorträge, Diskussionsrunden und Workshopsitzungen geplant. Rund 2.000 Experten aus der Elektro- und IT-Branche werden zur dreitägigen Veranstaltung in München erwartet, die sich natürlich wieder mit den neuesten technologischen Trends beschäftigen wird. </p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="VDE-Kongress01.jpg" src="http://www.scienceblogs.de/zukunftstechnologien/VDE-Kongress01.jpg" width="300" height="85" class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0 12px 12px 0px;" /></span>Bevor Bundesbildungs- und Forschungs- ministerin Annette Schavan und VDE-Präsident Josef A. Nossek am Montagabend den offiziellen Startschuß für den VDE-Technologiegipfel geben, kommt bereits der Nachwuchs zu seinem Recht: ab 9.30 Uhr findet im Internationalen Congress Center (ICM) bereits der e-studentday statt. Joachim Bublath wird frühmorgens das Schüler- und Nachwuchsforum eröffnen, das interessante Veranstaltungen zu Themen wie dem Energiemix der Zukunft, Neuerungen in Mechatronik und Robotik oder den Potentialen von Social Networks bereithält. </p>

<p><strong>Spannendes Tagungs- und Workshop-Programm</strong></p>

<p>Der Dienstag steht dann ganz im Zeichen der fünf Fachtagungen zur Informations-, Energie-, Medizin-, Automatisierungstechnik sowie Mikroelektronik und Mikrotechnik. Ein Themenschwerpunkt wird dabei auch die Frage nach den Chancen des Wirtschaftsstandorts Deutschland und Europa sein. Der frisch ins Amt beförderte Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil, der am Montag ein Grußwort spricht, wird möglicherweise selbst gespannt zuhören, wenn es um die High-Tech-Strategie der Bundesregierung oder die Innovationsagenda der Europäischen Kommission geht. </p>

<p>Neben den (Fach-)Vorträgen von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik finden auch zahlreiche Workshops und eine Karrieremesse statt. Außerdem bietet der Kongress ein Schülerforum, das aus über 1.500 Bewerbungen zu einem "Ausgewählten Ort" der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" gewählt wurde. </p>

<p>ScienceBlogs wird die drei Kongresstage begleiten und von den spannendsten Vorträgen, Panels und Workshops live berichten. Und selbstverständlich kommen auch Seitenblicke nicht zu kurz: die Innovation@Night, die im Kaisersaal der Münchner Residenz stattfindet, lassen wir uns natürlich nicht entgehen.</p>
     <hr />

<a href="http://www.scienceblogs.de/redirect.php?8373,http%3A%2F%2Fsurveybox.de%2Fstudio%2Fmm%2FWissenschaftsblogs_2_0%2F" target="_blank"><img src="http://www.scienceblogs.de/ScienceBlogs_Befragung.jpg" border="0" alt="" title="" /></a>


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                <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Technik</category>
            
            
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            <pubDate>Fri, 31 Oct 2008 15:00:00 +0100</pubDate>
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