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	<title>Sennhausers Filmblog » locarno2010</title>
	
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	<description>Film is what works</description>
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		<title>Locarno 10: SOMMERVÖGEL von Paul Riniker</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 21:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul Riniker, der langjährige Stardokumentarist des Schweizer Fernsehens als Spielfilmregisseur auf der Piazza Grande? Durchaus eine Feuerprobe für den erfolgsgewohnten Menschenbeobachter. Aber Rinikers Talent dafür, Menschen vor der Kamera ihre natürliche Scheu zu nehmen, sie zu überzeugenden Darstellern ihrer selbst zu machen, entfaltet seine Wirkung tatsächlich auch im Spielfilm. Roeland Wiesnekker und Sabine Timoteo sind [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/sommervoegelcopyfrenetic2.jpg" alt="Sommervögel ©frenetic" width="450" height="244" /></p>
<p>Paul Riniker, der langjährige Stardokumentarist des Schweizer Fernsehens als Spielfilmregisseur auf der Piazza Grande? Durchaus eine Feuerprobe für den erfolgsgewohnten Menschenbeobachter. Aber Rinikers Talent dafür, Menschen vor der Kamera ihre natürliche Scheu zu nehmen, sie zu überzeugenden Darstellern ihrer selbst zu machen, entfaltet seine Wirkung tatsächlich auch im Spielfilm. Roeland Wiesnekker und Sabine Timoteo sind grossartig in den Hauptrollen, die meisten anderen Darsteller stark und präzise. Dabei beginnt der Film mit einer gemächlichen Exposition, die an den Stil der Deutschschweizer Fernsehfilme erinnert &#8211; fast eine Drohung, unter diesen Umständen.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><span id="more-4048"></span></p>
<p>Aber je näher die Auslegeordnung dem Kern der Geschichte kommt, desto packender wird der Film. Wiesnekkers Figur Res kommt aus dem Knast und findet eine Stelle als Zeltplatzwart bei einer alten Freundin. Timoteos Greta ist 33 Jahre alt, aber von sehr kindlichem Gemüt, direkt, impulsiv und naiv wie eine Sechsjährige. Sie wohnt bei ihren Eltern, behütet, beschützt und unterfordert. Die Annäherung der beiden verläuft zum Glück für den Film alles andere als leicht, sowohl Wiesnekker wie auch Timoteo bringen Charme und Struppigkeit unter Rinikers Regie ganz langsam zum Blühen &#8211; bis zum dramatischen Höhepunkt, der zwar absehbar ist, aber gerade darum um so stärker wirkt. Denn die Überraschungen dieses Films liegen nicht in seiner sauber entwickelten Geschichte, sondern auf den Gesichtern der beiden Hauptdarsteller. Timoteos Greta ist rührend, komisch, gefährlich und unvorhersehbar. Wiesnekkers Res ein leidender Rumpel mit Ausbrüchen.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/sommervoegelcopyfrenetic.jpg" alt="Sommervögel ©frenetic" width="450" height="237" /></p>
<p>Paul Rinikers Talent zeigt sich denn auch vor allem in den intimsten und heikelsten Momenten des Films, in jenen Szenen, in denen nicht nur die Figuren, sondern auch ihre Darsteller am stärksten gefährdet und schutzlos sind. Was in anderen Filmen &#8211; insbesondere am Fernsehen &#8211; nur angedeutet wird, oder kurze heikle Dialoge, bei denen sich ängstlichere Regisseure damit retten, sie auf grössere Entfernung und womöglich gar ausser Hörweite zu filmen, kommt bei Riniker ohne Umschweife auf den Punkt. Man könnte sagen, dass dort, wo nicht ohnehin die direkte Greta ohne Scheu auf den Elefanten im Raum zeigt, die Regie diese Aufgabe übernimmt. Das führt zu einer schönen Spannung im Film, die über das gewohnte sichere Mass hinaus geht.</p>
<p>Im Prinzip ist <em>Sommervögel</em> (der Schweizer Ausdruck für Schmetterlinge) aufgebaut wie ein kleines, gefälliges Melodram. Anfang und Ende halten sich brav an die Konventionen der Fernsehunterhaltung. Aber dazwischen spannt sich ein sehr schöner Bogen von intimem, präzisem, furchtlosem Kino. Riniker dosiert und kanalisiert das Talent von Wiesnekker und Timoteo präzise und kontrolliert. Die schönste Überraschung dieses Films ist denn auch das stimmige Gespür für mimische Komik bei Sabine Timoteo, die in ihrer Karriere allzu oft in knallharten Opferrollen zu sehen war. Hier ist sie der Sommervogel des Films und sein schöner Abgrund zugleich.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="371" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FKKHLQk9-F8&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="371" src="http://www.youtube.com/v/FKKHLQk9-F8&amp;feature"></embed></object></p>
<p>(In die Deutschschweizer Kinos kommt <em>Sommervögel</em> am <span style="color: #ff0000;"><span style="text-decoration: line-through;">21.</span></span> 28. Oktober 2010. Mehr Information gibt es auf der <a href="http://www.sommervoegel-film.ch/" target="_blank">offiziellen Website</a>)</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>

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		<title>Locarno 10: Goldener Leopard für Li Hongqi – Die Preise 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 19:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[awards]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfestival]]></category>
		<category><![CDATA[locarno2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Der goldene Leopard des 63. Internationalen Filmfestivals von Locarno ging heute Abend an meinen persönlichen Favoriten Han Jia von Li Honqi. Der Film, der unter anderem exemplarisch zeigt, wie man kritische Gesellschafts- und Polit-Kommentare auf die Leinwand bekommt, ohne den Zensoren eine Angriffsfläche zu bieten, ist ein grosses, lakonisches Vergnügen. Ich haue mich heute sehr [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/14/locarno-10-goldener-leopard-fuer-li-hongqi-die-preise-2010/&amp;text=Locarno 10: Goldener Leopard für Li Hongqi – Die Preise 2010&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/lihongqimitdemgoldenenleoparden2.jpg" alt="Li Hongqi mit dem goldenen Leoparden  &amp;copy; Festival del film Locarno / Abram" width="450" height="168" /></p>
<p>Der goldene Leopard des 63. Internationalen Filmfestivals von Locarno ging heute Abend an meinen <a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/14/locarno-10-die-bilanz-runde/">persönlichen</a> Favoriten <em><a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-han-jia-winter-vacation-von-li-hongqi/">Han Jia</a></em> von Li Honqi. Der Film, der unter anderem exemplarisch zeigt, wie man kritische Gesellschafts- und Polit-Kommentare auf die Leinwand bekommt, ohne den Zensoren eine Angriffsfläche zu bieten, ist ein grosses, lakonisches Vergnügen.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/lihongqi.jpg" alt="Li Hongqi  &amp;copy; Festival del film Locarno / Abram" width="450" height="301" /></p>
<p>Ich haue mich heute sehr zufrieden ins Bett. Die restlichen Preise in ihrer ganzen vielfältigen Pracht finden sich sauber aufgelistet und zum Teil in Farbe illustriert nach dem Sprung:</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><span id="more-4057"></span></p>
<p><strong>Concorso internazionale (Internationaler Wettbewerb)</strong></p>
<p>Die Internationale Jury des 63. Festival del film Locarno:<br />
• Präsident: Eric Khoo, Regisseur (Singapur)<br />
• Golshifteh Farahani, Schauspielerin (Iran)<br />
• Melvil Poupaud, Schauspieler (Frankreich)<br />
• Lionel Baier, Regisseur (Schweiz)<br />
• Joshua Safdie, Regisseur (USA)</p>
<p>verleiht folgende Preise:<br />
Pardo d’oro (Goldener Leopard), Grosser Preis des Festivals, der Stadt und Region Locarno, (chf 90.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und Produzent) für den besten Film:</p>
<p><a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-han-jia-winter-vacation-von-li-hongqi/">HAN JIA</a> (Winter Vacation) von LI Hongqi, China</p>
<p>Premio speciale della giuria (Spezialpreis der Jury), Preis der Städte Ascona und Losone (chf 30.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und Produzent) für den zweitbesten Film:</p>
<p>MORGEN von Marian Crisan, Frankreich/Rumänien/Ungarn:</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/mariancrisan.jpg" alt="Marian Crisan © Festival del film Locarno / Abram" width="450" height="301" /><p class="wp-caption-text">Marian Crisan © Festival del film Locarno / Abram</p></div>
<p>Pardo per la migliore regia (Preis für die beste Regie), Preis der Stadt und Region Locarno (chf 30.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und Produzent):</p>
<p>Denis Côté für den Film CURLING, Kanada:</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/deniscote.jpg" alt="Denis Côté © Festival del film Locarno / Abram" width="450" height="301" /><p class="wp-caption-text">Denis Côté © Festival del film Locarno / Abram</p></div>
<p>Pardo per la miglior interpretazione femminile (Leopard für die beste Darstellerin):</p>
<p>Jasna Duricic im Film <a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/06/locarno-10-beli-beli-svet-von-oleg-novkovic/">BELI BELI SVET</a> (White White World), Serbien/Deutschland/Schweden:</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/jasnaduricic.jpg" alt="Jasna Duricic © Festival del film Locarno / Abram" width="450" height="247" /><p class="wp-caption-text">Jasna Duricic © Festival del film Locarno / Abram</p></div>
<p>Pardo per la miglior interpretazione maschile (Leopard für den besten Darsteller):</p>
<p>Emmanuel Bilodeau im Film CURLING, Kanada</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Concorso Cineasti del presente</strong></p>
<p><strong></strong>Die Jury<br />
• Präsident: Eduardo «Quintin» Antin, Filmkritiker, ehemaliger Leiter des Filmfestivals von Buenos Aires (BAFICI) (Argentinien)<br />
• Anita Caprioli, Schauspielerin (Italien)<br />
• Maren Ade, Regisseurin (Deutschland)<br />
• Thom Andersen, Regisseur (USA)<br />
• Joachim Lafosse, Regisseur (Belgien)</p>
<p>verleiht folgende Preise:<br />
Pardo d’oro Cineasti del presente &#8211; Premio George Foundation (Goldener Leopard für den Wettbewerb Cineasti del presente), Preisgeld in Höhe von chf 30.000, gestiftet von der George Foundation:</p>
<p>PARABOLES von Emmanuelle Demoris, Frankreich</p>
<p>Premio speciale della giuria CINÉ CINÉMA Cineasti del presente (Spezialpreis der Jury CINÉ CINÉMA), Ankauf des prämierten Films für chf 30.000 zur Ausstrahlung im französischen TV-Sender CINÉ CINÉMA:<br />
FOREIGN PARTS von Verena Paravel und JP Sniadecki, USA/Frankreich<br />
Besondere Erwähnung:</p>
<p>IVORY TOWER von Adam Traynor, Kanada/Frankreich</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Opera prima (Erstlingsfilm)</strong></p>
<p>Die Jury<br />
• Tony Rayns, Regisseur, Filmkritiker und Festivalprogrammierer (Grossbritannien)<br />
• Francisco Ferreira, Journalist (Portugal)<br />
• Christian Jungen, Filmkritiker (Schweiz)</p>
<p>verleiht folgenden Preis:<br />
Pardo per la migliore opera prima (Leopard für den besten Erstlingsfilm) Preis der Stadt und Region Locarno (chf 30.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und Produzent) für den besten ersten Film in den zwei Wettbewerben (Concorso internazionale, Concorso Cineasti del presente) oder der Piazza Grande:</p>
<p>FOREIGN PARTS von Verena Paravel und JP Sniadecki, USA/Frankreich</p>
<p>Besondere Erwähnung:</p>
<p>AARDVARK von Kitao Sakurai, USA/Argentinien</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Pardi di domani<br />
</strong><br />
Die Jury<br />
• Präsident: Lisandro Alonso, Regisseur (Argentinien)<br />
• Sylvie Pialat, Produzentin (Frankreich)<br />
• Nina Meurisse, Schauspielerin (Frankreich)<br />
• Miguel Gomes, Regisseur (Portugal)<br />
• Corneliu Porumboiu, Regisseur (Rumänien)</p>
<p>verleiht folgende Preise an die Kurzfilme:</p>
<p>Concorso internazionale (Internationaler Wettbewerb)<br />
Pardino d’oro für den besten internationalen Kurzfilm (Goldener Pardino) SRG SSR idée suisse im Wert von CHF 10.000 an:</p>
<p>A HISTORY OF MUTUAL RESPECT von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt, Portugal</p>
<p>Pardino d’argento (Silberner Pardino) Kodak Preis, umgesetzt in Filmmaterial der Eastman Kodak im Gesamtwert von SFr. 12&#8217;000 zu gleichen Teilen an einen Schweizer Film und einen Film im Internationalen Wettbewerb an:</p>
<p>POUR TOI JE FERAI BATAILLE von Rachel Lang, Belgien</p>
<p>Locarno-Kurzfilmnominierung für die European Film Awards, Pianifica-Preis an den Kurzfilm eines europäischen Regisseurs, der in einem der beiden Wettbewerbe gezeigt wurde. Der Preis in der Höhe von CHF 2.000 ist von Studio Pianifica gestiftet und beinhaltet die Nominierung für die Kurzfilmkategorie der European Film Awards:</p>
<p>DIARCHIA von Ferdinando Cito Filomarino, Italien</p>
<p>Preis Film und Video Untertitelung, eine Untertitelung in drei mitteleuropäische Sprachen, gestiftet von der Firma Film und Video Untertitelung Gerhard Lehmann AG für einen Kurzfilm im nationalen und internationalen Wettbewerb:</p>
<p>HÖSTMANNEN (Autumn Man) von Jonas Selberg Augustsén, Schweden</p>
<p><strong>Concorso nazionale (Nationaler Wettbewerb)<br />
</strong><br />
Pardino d’oro für den besten Schweizer Kurzfilm, Swiss Life Preis in der Höhe von SFr. 10&#8217;000:</p>
<p>KWA HERI MANDIMA (Good Bye Mandima) von Robert-Jan Lacombe</p>
<p>Pardino d’argento (Silberner Pardino), Kodak Preis, umgesetzt in Filmmaterial der Eastman Kodak im Gesamtwert von SFr. 12&#8217;000 zu gleichen Teilen an einen Schweizer Film und einen Film im Internationalen Wettbewerb an:</p>
<p>YURI LENNON&#8217;S LANDING ON ALPHA 46 von Anthony Vouardoux, Schweiz/Deutschland</p>
<p>Action Light Preis für das beste Schweizer Nachwuchstalent in Form filmtechnischer Dienstleistungen im Wert von SFr. 41&#8217;000. Die Preisstifter sind Action Light, Avant-première, EgliFilm, Film Demnächst, Kodak, Sound Design Studio, Swiss Effects, Taurus Studio, Titra Film und Yak Film. Der Preis geht an:</p>
<p>ANGELA von David Maye</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Preise der Jury Cinema e Gioventù &#8211; Pardi di domani<br />
</strong><br />
Die Jury Cinema e Gioventù für die Sektion Pardi di domani setzt sich zusammen aus Matthias Schnyder, Heloise Dell’Ava, Tanya Bucher, Lydie Zanzen, Diego Benzoni, Zara Groh, Enrico Buletti, Jacopo Giulini, Sebastiano Piattini und Louis Klay.</p>
<p>Das Preisgeld in Höhe von SFr. 3000 ist gestiftet vom Departement für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Tessin und geht zu gleichen Teilen an einen Film aus dem nationalen Wettbewerb und dem internationalen Wettbewerb:</p>
<p>Bester Kurzfilm im internationalen Wettbewerb:</p>
<p>KHOUYA (Mon Frère) von Yanis Koussim, Algerien/Frankreich</p>
<p>Besondere Erwähnung:</p>
<p>¿TE VAS? von Cristina Molino, Spanien</p>
<p>Bester Kurzfilm im nationalen Wettbewerb:</p>
<p>YURI LENNON&#8217;S LANDING ON ALPHA 46 von Anthony Vouardoux, Schweiz/Deutschland</p>
<p>Besondere Erwähnung:<br />
DÜRÄ..! von Rolf Lang und Quinn Evan Reimann</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Die Jugendjury Concorso internazionale (Internationaler Wettbewerb)</strong></p>
<p><strong></strong>Die Jury: Simon Acevedo, Lena Bagutti, Matilde Beretta, Alina Bogdan, Filippo Demarchi, Orfeo Fumagalli, Jacopo Pelosato, Stefano Pelosato, Viola Poli, Matthias Staub, Giovanna Stella, Ferdinando Vella und Lydia Weyrich</p>
<p>verleiht folgende Preise:</p>
<p>Erster Preis (SFr. 6000), gestiftet vom Departement für Erziehung, Kultur und Sport des Kantons Tessin an:</p>
<p>XU Xin für den Film <a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/locarno-10-karamay-von-xin-xu/">KARAMAY</a>, China</p>
<p>Zweiter Preis (SFr. 4000), gestiftet vom Departement für Erziehung, Kultur und Sport des Kantons Tessin an:</p>
<p>Daniele Gaglianone für den Film PIETRO, Italien</p>
<p>Dritter Preis (SFr. 2000), gestiftet vom Departement für Erziehung, Kultur und Sport des Kantons Tessin an:</p>
<p>Marian Crisan für den Film MORGEN, Frankreich/Rumänien/Ungarn</p>
<p>Preis für Umwelt und Lebensqualität (SFr. 3000), gestiftet vom Kantonalen Departement des Gebietes für den Wettbewerbsfilm, der das Konzept «Umwelt ist Lebensqualität» am besten ausdrückt. Der Preis geht an:</p>
<p>Benedek Fliegauf für den Film WOMB, Deutschland/Ungarn/Frankreich</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Prix du Public UBS</strong><br />
Der Publikumspreis der Piazza Grande (SFr. 20&#8217;000) geht an den Film:</p>
<p>THE HUMAN RESOURCES MANAGER von Eran Riklis, Israel/Deutschland/Frankreich</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Variety Piazza Grande Award</strong><br />
Der Variety Piazza Grande Award wird durch eine Jury der Kritiker der amerikanischen Fachzeitschrift an einen Film aus dem Programm der Piazza Grande vergeben, der als Weltpremiere oder internationale Premiere gezeigt wird. Der Preis geht an ein Werk, das sowohl durch seine künstlerische Qualitäten als auch durch sein Potenzial in der Kinoauswertung besticht. Der Variety Piazza Grande Award geht an den Film:</p>
<p><a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/07/locarno-10-rare-exports-a-christmas-tale-von-jalmari-helander/">RARE EXPORTS: A CHRISTMAS TALE</a> von Jalmari Helander, Finnland/Norwegen/Frankreich/Schweden:</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/jalmarihelander.jpg" alt="Jalmari Helander © Festival del film Locarno / Abram" width="450" height="301" /><p class="wp-caption-text">Jalmari Helander © Festival del film Locarno / Abram</p></div>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Preis FIPRESCI Jury der internationalen Filmkritiker</strong></p>
<p><strong></strong>Die Jury<br />
• Nicolas Bauche, Frankreich<br />
• Susanna Harutyunyan, Armenien<br />
• Adam Nayman, Kanada<br />
• Miroslaw Przylipiak, Polen<br />
• Nina Scheu, Schweiz</p>
<p>verleiht ihren Preis für den besten Wettbewerbsbeitrag an:</p>
<p>HAN JIA (Winter Vacation) von LI Hongqi, China</p>
<p>Besondere Erwähnung:</p>
<p><a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/locarno-10-karamay-von-xin-xu/">KARAMAY</a> von XU Xin, China</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Preis der Ökumenischen Jury<br />
</strong><br />
Die Jury</p>
<p>• Cynthia Chambers, USA<br />
• Dr. Charles Martig, Schweiz<br />
• Rev. Angelika Obert, Deutschland<br />
• Rev. Michael Otrisal, Tschechien<br />
• Théo Peporte, Luxemburg<br />
• Waltraud Verlaguet, Frankreich</p>
<p>Der Preis ist mit SFr. 20&#8217;000 dotiert und wird für die Filmdistribution in der Schweiz vergeben. Das Preisgeld stellen die evangelisch-reformierten und die römisch-katholischen Kirchen der Schweiz zur Verfügung. Der Preis geht an:</p>
<p>MORGEN von Marian Crisan, Frankreich/Rumänien/Ungarn</p>
<p>Besondere Erwähnungen:</p>
<p>HAN JIA (Winter Vacation) von LI Hongqi, China<br />
<a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/locarno-10-karamay-von-xin-xu/">KARAMAY</a> von XU Xin, China</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>Prix FICC / IFFS -</strong> International Federation of Film Societies, Dachorganisation der Filmclubs und nichtkommerziellen Kinos</p>
<p>Die Jury<br />
• Fabio Gramegna, Schweiz<br />
• Barbara Fischer-Rittmeyer, Deutschland<br />
• Cristian Carmosino, Italien</p>
<p>verleiht den Don Quijote Preis an:</p>
<p>MORGEN von Marian Crisan, Frankreich/Rumänien/Ungarn</p>
<p>Besondere Erwähnung:</p>
<p><a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/locarno-10-karamay-von-xin-xu/">KARAMAY</a> von XU Xin, China</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>CICAE Prix Art &amp; Essai -</strong> Confédération Internationale des Cinémas d’Art &amp; d’Essai, Preis des internationalen Verbands der Arthouse-Kinos.</p>
<p>Die Jury<br />
• Marianne Piquet, Frankreich<br />
• Léa Morin, Marokko<br />
• Svantje Wascher, Deutschland</p>
<p>verleiht den Art &amp; Essai CICAE-Preis an:</p>
<p>BELI BELI SVET (White White World) von Oleg Novkovic, Serbien/Deutschland/Schweden</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><strong>SRG SSR idée suisse/Semaine de la critique Preis 2010</strong></p>
<p>Die Jury<br />
• Walter Hügli, Schweiz<br />
• Neptune Ravar Ingwersen, Schweiz<br />
• Luis Martinez Lopez, Spanien</p>
<p>verleiht den Preis SRG SSR idée suisse/Semaine de la critique, dotiert mit SFr. 8000, an:</p>
<p>REINDEER SPOTTING &#8211; ESCAPE FROM SANTALAND von Joonas Neuvonen, Finnland</p>
<p>Besondere Erwähnungen:</p>
<p>BLOOD CALLS YOU von Linda Thorgren, Schweden<br />
THE FURIOUS FORCE OF RHYMES von Joshua Litle, Frankreich/USA</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/14/locarno-10-goldener-leopard-fuer-li-hongqi-die-preise-2010/&amp;text=Locarno 10: Goldener Leopard für Li Hongqi – Die Preise 2010&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<item>
		<title>Locarno 10: Die Bilanz-Runde</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 08:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blick zurück auf zehn Tage Filmfestival: Peter Claus schwärmt für den serbischen Film Beli beli svet, Michael Sennhauser für Han jia aus China &#8211; und Brigitte Häring verlor ihr Herz an einen Gummireifen. Die Filmredaktion und der Berliner Filmkritiker Peter Claus nehmen die erste Ausgabe des Festivals unter Olivier Père unter die Lupe &#8211; mit [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/14/locarno-10-die-bilanz-runde/&amp;text=Locarno 10: Die Bilanz-Runde&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/ericfaconmichaelsennhauserbrigittehaeringcopygutersohn.jpg" alt="Eric Facon, Michael Sennhauser, Brigitte Häring ©Gutersohn" width="450" height="131" /><p class="wp-caption-text">Eric Facon, Michael Sennhauser, Brigitte Häring ©Gutersohn</p></div>
<p>Blick zurück auf zehn Tage Filmfestival: Peter Claus schwärmt für den serbischen Film <em><a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/06/locarno-10-beli-beli-svet-von-oleg-novkovic/">Beli beli svet</a></em>, Michael Sennhauser für <a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-han-jia-winter-vacation-von-li-hongqi/"><em>Han jia</em></a> aus China &#8211; und Brigitte Häring verlor ihr Herz an einen <a href="http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/09/locarno-10-rubber-von-quentin-dupieux/">Gummireifen</a>. Die Filmredaktion und der Berliner Filmkritiker Peter Claus nehmen die erste Ausgabe des Festivals unter Olivier Père unter die Lupe &#8211; mit positivem Fazit: Langweilig ist ihnen in Locarno selten geworden.</p>
<p>Hören: [Audio clip: view full post to listen]</p>
<p><a href="http://pod.drs.ch/mp3/live-in-locarno/live-in-locarno_201008131140_10147637.mp3" target="_blank">Download (MP3 12.2 MB)</a></p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Locarno 10: KARAMAY von Xin Xu</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 12:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Olivier Père, der neue Direktor von Locarno, hat den Wettbewerb des Festivals nun nach dem Vorbild von Cannes ebenfalls für Dokumentarfilme geöffnet und dem gleich mit einem Sechsstünder Nachdruck verlliehen. Karamay ist eine Stadt in der uigurischen Provinz der Volksrepublik China. 1994 sind in der grossen &#8220;Freundschaftshalle&#8221; der Ölarbeiterstadt 323 Menschen im Feuer umgekommen, 288 [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/locarno-10-karamay-von-xin-xu/&amp;text=Locarno 10: KARAMAY von Xin Xu&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/karamay1.jpg" alt="Karamay 1" width="450" height="254" /></p>
<p>Olivier Père, der neue Direktor von Locarno, hat den Wettbewerb des Festivals nun nach dem Vorbild von Cannes ebenfalls für Dokumentarfilme geöffnet und dem gleich mit einem Sechsstünder Nachdruck verlliehen. <em>Karamay</em> ist eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karamay">Stadt in der uigurischen Provinz</a> der Volksrepublik China. 1994 sind in der grossen &#8220;Freundschaftshalle&#8221; der Ölarbeiterstadt 323 Menschen im Feuer umgekommen, 288 von ihnen Schulkinder zwischen 6 und 14 Jahren. Wie viele Katastrophen in China wurde auch diese von den Funktionären so gut wie möglich aus der Geschichte getilgt, die Hinterbliebenen, insbesondere die Eltern der toten Kinder, kämpfen seit damals um die offizielle Anerkennung &#8211; nicht einmal Totenscheine wurden ausgestellt. Xin Xu gibt nun diesen Hinterbliebenen die Gelegenheit, ihrer Wut, ihren Ängsten und ihren Erinnerungen endlich freien Lauf zu lassen, vor einer fix aufgestellten Kamera. 356 Minuten sind viel für einen Dokumentarfilm, aber nichts, angesichts der Tragödie, die hunderte von Leben auslöschte und viele für immer veränderte.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><span id="more-4039"></span></p>
<p>Radikal ist das vor allem darum, weil die meisten dieser Menschen nie öffentlich und offiziell so über die Geschichte reden könnten und dürften. Immer und immer wieder wird betont, dass die Kontrolle durch die Funktionäre der Stadt und der Provinz, aber letztlich auch der Zentralregierung absolut sei. Das legt die Vermutung nahe, dass die Aufnahmen zuerst einmal unter Zusicherung von Diskretion entstanden sind, wohl mit dem Hinweis auf die bisherige Arbeitsweise von Xin Xu und der Absicht, den Film im Ausland zu zeigen. Leider hatte ich heute Sendung während der Pressekonferenz zum Film.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/karamay2.jpg" alt="Karamay 2" width="450" height="265" /></p>
<p>Formal zerreisst der Film keine Stricke, er setzt ein mit einem Gang über den Friedhof und zeigt dann vor allem die redenden Menschen in Schwarzweiss, mit gelegentlichen erklärenden Untertiteln zu den etablierten Fakten und mit dazwischen geschnittenen privaten Videoaufnahmen von 1994 sowie aufgezeichneten Fernsehnachrichten der offiziellen Sender. Aber die immer und immer wieder aufgenommene Erzählung bringt immer mehr Facetten der Tragödie zum Vorschein, Vermutungen, Spekulationen und Fakten, stets getragen vom Schmerz und der Wut der Erzählenden, so dass es effektiv schwer fällt, den Kinosaal zu verlassen, und sei es nur für einen Schluck Wasser.</p>
<p>Natürlich hätten diese sechs Stunden Material auch auf die üblichen neunzig Minuten zusammengeschnitten werden können, der reine Informationsgehalt wäre wohl der gleiche geblieben. Aber die emotionale Wucht bliebe auf der Strecke und die ganze Denkarbeit, die ich als Zuschauer im Saal sechs Stunden lang leiste sowieso.</p>
<p><em>Karamay</em> ist ein starkes Kinoerlebnis und damit ein starker Dokumentarfilm. Nur schon darum, weil man wohl stundenlang streiten könnte darüber, ob diese schiere Menge an Bildern und Tönen jetzt eher furchtbar sei oder doch vor allem fruchtbar.</p>
<p>Dass die Rezeptionsgeschichte dieses Film letztlich wohl fast interessanter sein dürfte als die Beschreibung seiner Machart, versteht sich von selbst. Die Wirkung des Films ist auf jeden Fall nicht nur eine individuelle für Protagonisten und Zuschauerinnen, sondern letztlich auch eine kollektive, mehr als bei vielen anderen Filmen.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/locarno-10-karamay-von-xin-xu/&amp;text=Locarno 10: KARAMAY von Xin Xu&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<item>
		<title>Filmpodcast Nr. 194: Locarno und das Genrekino. Monsters, Hiphop und Umweltverträglichkeit.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 06:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Horror-Genre ist dieses Jahr stark präsent am Filmfestival Locarno. Über Schock- und Schreckmomente auf der Piazza diskutieren im DRS-Zeltpavillon «Magnolia» Eric Facon, Brigitte Häring und Michael Sennhauser. Zu hören ist ebenfalls Monsters-Regisseur Gareth Edwards, von dem der gestrige Piazza-Film stammt. Regisseur Joshua Atesh Litle stellt The Furious Force of Rhymes vor, einen Dokumentarfilm über [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/filmpodcast-nr-194-locarno-und-das-genrekino-monsters-hiphop-und-umweltvertraeglichkeit/&amp;text=Filmpodcast Nr. 194: Locarno und das Genrekino. Monsters, Hiphop und Umweltverträglichkeit.&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/monstersvongarethedwards4.jpg" alt="Auf der Piazza Grande: 'Monsters' von Gareth Edwards ©rialto" width="450" height="192" /><p class="wp-caption-text">Auf der Piazza Grande: &#39;Monsters&#39; von Gareth Edwards ©rialto</p></div>
<p>Das Horror-Genre ist dieses Jahr stark präsent am Filmfestival Locarno. Über Schock- und Schreckmomente auf der Piazza diskutieren im DRS-Zeltpavillon «Magnolia» Eric Facon, Brigitte Häring und Michael Sennhauser. Zu hören ist ebenfalls <a href="http://www.imdb.com/title/tt1470827/" target="_blank"><em>Monsters</em></a>-Regisseur Gareth Edwards, von dem der gestrige Piazza-Film stammt. Regisseur Joshua Atesh Litle stellt <a href="http://semainedelacritique.ch/2010/the-furious-force.html" target="_blank"><em>The Furious Force of Rhymes</em></a> vor, einen Dokumentarfilm über Hip Hop. Und zu Gast ist Marco Cacciamognaga, der operative Direktor des Filmfestivals, der sich für mehr Umweltverträglichkeit grosser Veranstaltungen einsetzt.</p>
<p>Saugen: <a href="http://pod.drs.ch/mp3/live-in-locarno/live-in-locarno_201008121140_10147636.mp3" target="_blank">Filmpodcast Nr. 194</a> (12.4 MB)</p>
<p>Hören: [Audio clip: view full post to listen]</p>
<hr /><a href="http://pod.drs.ch/mp3/film/film_10068922_200901300800.mp3"></a><a href="http://pod.drs.ch/film_mpx.xml"><img class="size-full wp-image-714 alignleft" style="width: 60px; height: 60px;" title="filmpodcast" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/01/filmpodcast_mini.jpg" border="0" alt="filmpodcast" hspace="5" width="60" height="60" align="left" /></a>Den Filmpodcast können Sie <a title="öffnet iTunes auf Ihrem Rechner" href="http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=207719807&amp;s=143459" target="_blank">via iTunes</a> oder <a href="http://pod.drs.ch/film_mpx.xml" target="_blank">direkt abonnieren</a>; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.</p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/13/filmpodcast-nr-194-locarno-und-das-genrekino-monsters-hiphop-und-umweltvertraeglichkeit/&amp;text=Filmpodcast Nr. 194: Locarno und das Genrekino. Monsters, Hiphop und Umweltverträglichkeit.&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<item>
		<title>Locarno 10: MONSTERS von Gareth Edwards</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 20:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal wäre es gut, man könnte die Erwartungen an einen Film ein wenig besser steuern. Monsters von Gareth Edwards, einem jungen britischen Spezialisten für Computergrafik, bringt zwar seine Titelhelden durchaus auf die Leinwand, &#8216;the movie delivers&#8217;, würden die Fanboys sagen. Aber wie so oft sind die wahren Monster nicht die Cthulhu-ähnlichen Riesenkraken, sondern die Menschen, [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/12/locarno-10-monsters-von-gareth-edwards/&amp;text=Locarno 10: MONSTERS von Gareth Edwards&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img alt="Monsters von Gareth Edwards" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/monstersvongarethedwards3.jpg" width="450" height="245" /></p>
<p>Manchmal wäre es gut, man könnte die Erwartungen an einen Film ein wenig besser steuern. <em>Monsters</em> von Gareth Edwards, einem jungen britischen Spezialisten für Computergrafik, bringt zwar seine Titelhelden durchaus auf die Leinwand, &#8216;the movie delivers&#8217;, würden die Fanboys sagen. Aber wie so oft sind die wahren Monster nicht die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ctulhu" target="_blank">Cthulhu</a>-ähnlichen Riesenkraken, sondern die Menschen, die sich mit der Präsenz dieser Aliens in der mexikanischen Sperrzone an der Grenze zu den USA auseinandersetzen. Hier in Locarno mag es darum heute das eine oder andere enttäuschte Gesicht gegeben haben, dabei ist <em>Monsters</em> ein wunderbarer kleiner Film, der sein Genre fast schon zärtlich einwickelt.</p>
<p><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" /></p>
<p><span id="more-4034"></span>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beim Absturz einer Nasa-Sonde sind im mexikanischen Grenzgebiet Ausserirdische Kreaturen freigesetzt worden, welche nun die Sperrzone bewohnen. Zuerst als pilzähnliche Larven in den Bäumen im Hochland, später als amphibe Riesendinger, welche &#8211; wenn sie vom Militär provoziert werden &#8211; ziemlich zerstörerisch wirken. Durch diese Sperrzone muss ein junger Fotograf die verletzte Tocher seines Verlegers schleusen und dabei kommen sich die beiden natürlich näher. Monsters ist zu grossen Teilen die Geschichte dieser sperrigen, struppigen, langsam wachsenden Liebe, und der Film kulminiert in einem grossartigen, unerwarteten Zusammentreffen.</p>
<p align="center"><img alt="Monsters von Gareth Edwards 2" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/monstersvongarethedwards2.jpg" width="450" height="192" /></p>
<p>Edwards hat mit einem Soundman und den beiden Schauspielern in Mexiko gedreht, mit lokalen Extras, und das ganze später am Computer mit Helikoptern, Panzern und Monstern angereichert. Bilder der Zerstörung hat er in Texas gefunden, nach dem grossen Hurrikan, und da wiederum musste er am Computer störende Elemente wie vorbeifahrende Autos aus den Aufnahmen entfernen. Dabei ist ein Film entstanden, dem man sein winziges Budget nicht ansieht, eine clevere Hommage an das Genre des Abenteuer-Monster-Expedions-Genre, jenen Filmen, die schon immer vor allem vom Versprechen lebten, von der Spannung, vom Aufbau der Geschichte. Wenn das heutige Publikum dabei nur noch nach dem Money-Shot lechzt, nach den Bildern von den Kreaturen an und für sich, dann wirkt Edwards dieser abstumpfung entgegegen, indem er wieder das menschliche Abenteuer ins Zentrum rückt. Dafür darf man dankbar sein, denn Spass macht der Film genau auf dieser Ebene. Wer lieber <em>Transformers</em> will, soll doch weiterhin mit Michael Bay und den kleinen Jungs in den Spielzeugkrieg ziehen.</p>
<p align="center"><img alt="Monsters von Gareth Edwards 1" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/monstersvongarethedwards1.jpg" width="450" height="191" /></p>
<p><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" /></p>

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		<title>Locarno 10: Saç (HAIR) von Tayfun Pirselimoglu</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 14:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/sacvontayfunpirselimoglu.jpg" alt="Saç von Tayfun Pirselimoglu" width="450" height="330" /></p>
<p>Cannes-Liebeling <a href="http://www.imdb.com/name/nm0149196/" target="_blank">Nuri Bilge Ceylan</a> hat im türkischen Kino seine Spuren hinterlassen. <em>Saç </em>wäre kaum denkbar ohne die epische Lakonie von Ceylans türkischen Männerfiguren, etwa jener aus <em>Climates.</em> Die erste Einstellung setzt den Ton. Sie zeigt den Oberkörper und das Gesicht der Hauptfigur vor einer grünen Wand. Der Perückenmacher sagt den ganzen Film hindurch kaum ein Wort. Er kämpft auch nicht wirklich gegen seinen Krebs, raucht weiter seine Zigaretten und versucht, zu essen.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>
<p><span id="more-4023"></span></p>
<p>In seinem Laden legt er wenig Verkaufsenergie an den Tag, bis eine Frau kommt, die ihm ihr wunderbares langes Haar verkaufen will. Nun transferiert er sein Interesse von sich auf sie, wird zu einer Art Schatten. Er folgt ihr mit viel Abstand, beobachtet sie. Diesen Interessenstransfer vollzieht er später noch einmal, und die Geschichte wird in ihrer alltäglichen Selbstverständlichkeit immer mehr zu einer Geistergeschichte, deren gerade noch lebendiges Gespenst der Perückenmacher ist.</p>
<p><em>Saç</em> ist ein echter Locarno-Film im besten Sinne. Ein Film, der ein williges Publikum braucht, das bereit ist, sich in eine Kinotrance versetzen zu lassen. Mit seiner Länge von über zwei Stunden und der hypnotischen Lethargie der Hauptfigur ist der Film fordernder, als er sich gibt. Damit bildet er aber auch perfekt den Perückenmacher ab, denn dieser geht viel weiter, als man erwarten würde.</p>
<p>Gefilmt ist das alles vorzugsweise in flächigen, raumgreifenden Einstellungen, mit satten dunklen Farben. Besonders bemerkenswert ist übrigens eine Einstellung, die am Anfang zu sehen ist und dann wieder am Ende des Films. Ein starrer Blick aus dem Fenster des Perückenladens auf die Strasse, einen Fussgängerstreifen, viel Verkehr, eine Prostituierte auf der Fussgängerinsel und eine elektronische Reklametafel auf der Wand gegenüber, welche für den Karneval in Rio wirbt (der Perückenmacher hat eine milde Obsession für Brasilien und Brasilianische Musik) und für ein Filmfestival. Es ist ein bewegtes Bild in einem starren Rahmen, in dem der Blick des Kinopublikums umher rast und möglichst viel zu erfassen versucht, während alles vorbei gleitet und wieder verschwindet. Perfekter ist das Lebensgefühl des todkranken Perückenmachers kaum zu vermitteln.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/12/locarno-10-sac-hair-von-tayfun-pirselimoglu/&amp;text=Locarno 10: Saç (HAIR) von Tayfun Pirselimoglu&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<title>Locarno 10: Piazza-Doc in Echtzeit</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 07:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/12/locarno-10-piazza-doc-in-echtzeit/&amp;text=Locarno 10: Piazza-Doc in Echtzeit&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/webcamshot.jpg" alt="webcamshot" width="450" height="194" /></p>
<p>Wer wissen will, ob Tante Olga noch einen Platz gefunden hat auf der Piazza Grande, ob das Wetter mitspielt, oder ob im Tessin jetzt auch gerade 09.25 Uhr ist, wirft einen Blick auf die <a href="http://pardo.aet.ch/" target="_blank">Live-Webcambilder</a>, welche die Festivalseite eingebunden hat. Diese Langzeit-Dokumentation läuft ausser Konkurrenz und ist bewusst anonymisiert. Ein radikales Statement der Festivaldirektion, ein Schritt in die Richtung der YouTube-isierung und Demokratisierung der Festivalwelt.</p>
<p><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" border="0" alt="" hspace="0" align="baseline" /></p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/12/locarno-10-piazza-doc-in-echtzeit/&amp;text=Locarno 10: Piazza-Doc in Echtzeit&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<title>Locarno 10: LUZ NAS TREVAS – A VOLTA DO BANDIDO DA LUZ VERMELHA von Icaro C. Martins , Helena Ignez</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 14:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine furiose Collage aus allen romantischen Gangster-Versatzstücken, ein bunter Kübel voller Halbphilosophie, oder eine filmische Ballade, je nach Laune. Sich selber stellt dieser Film vor als &#8220;Melodram mit der Unendlichkeit als Hauptdarsteller&#8221;. Fast durchgehend kommentiert mit wunderschönen Sprachcollagen in diesem fliessenden brasilianischen Portugiesisch giesst diese Geschichte von der Rückkehr des Banditen mit dem roten Licht [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-luz-nas-trevas-a-volta-do-bandido-da-luz-vermelha-von-icaro-c-martins-helena-ignez/&amp;text=Locarno 10: LUZ NAS TREVAS &#8211; A VOLTA DO BANDIDO DA LUZ VERMELHA von Icaro C. Martins , Helena Ignez&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img alt="Luz nas trevas" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/luznastrevas.jpg" width="450" height="249" /></p>
<p>Eine furiose Collage aus allen romantischen Gangster-Versatzstücken, ein bunter Kübel voller Halbphilosophie, oder eine filmische Ballade, je nach Laune. Sich selber stellt dieser Film vor als &#8220;Melodram mit der Unendlichkeit als Hauptdarsteller&#8221;. Fast durchgehend kommentiert mit wunderschönen Sprachcollagen in diesem fliessenden brasilianischen Portugiesisch giesst diese Geschichte von der Rückkehr des Banditen mit dem roten Licht Bilder und Erinnerungen, Filmausschnitte und Zitate wild durcheinander.</p>
<p><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" /></p>
<p><span id="more-4021"></span>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><img alt="Luz nas trevas 2" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/luznastrevas2.jpg" width="450" height="265" /></p>
<p>Der Original-Bandit, der möglicherweise nur zu seinem Ruf gekommen ist, weil er jahrelang gegen bessere Haftbedingungen immer neue Verbrechen gestanden hat, sitzt im Gefängnis und träumt von Freiheit. Sein möglicher Sohn tritt dagegen draussen sein mythisches Erbe an und lebt das schnelle gefährliche Leben mit Frauen und Pistolen. Die komplexe Konstruktion und die wilde Spekulation machen diesen Film zu einem Erlebnis &#8211; allerdings zu einem, das sich nach etwa der Hälfte in der eigenen Mechanik zu verlieren droht. Mit der Zeit wird das zu einem einfachen Memory-Spiel, weil ich im Saal vor allem noch versuche, die Zitate zuzuordnen, bis zum nächsten optischen Kick. Zwischen Werbeästhetik, Kunstkino, schwulem Dekor und Machismoparodie schwallen die Bilder und die Töne. Virtuos ist das auf jeden Fall. Aber möglicherweise nicht ganz so nachhaltig wie der romantische Banditenmythos, dem der Film auf die Spur zu kommen sucht.</p>
<p align="center"><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" /></p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-luz-nas-trevas-a-volta-do-bandido-da-luz-vermelha-von-icaro-c-martins-helena-ignez/&amp;text=Locarno 10: LUZ NAS TREVAS &#8211; A VOLTA DO BANDIDO DA LUZ VERMELHA von Icaro C. Martins , Helena Ignez&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<title>Locarno 10: HAN JIA – ‘Winter vacation’ von Li Hongqi</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 12:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Unverpassbaren]]></category>
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		<category><![CDATA[locarno2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Und hier haben wir einen Gewinner. Wer kann sich einem Film entziehen, der Punk-Attitüde über ganz leise Töne verströmt, wer sein Herz verschliessen, wenn ein Fünfjähriger einer Fünfjährigen erklärt, wenn er gross sei, wolle er eine Waise sein &#8211; worauf die Kleine ihn mit der Bemerkung deckelt: &#8220;Du bist so ein jämmerliches Kind!&#8221;? &#160; Li [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-han-jia-winter-vacation-von-li-hongqi/&amp;text=Locarno 10: HAN JIA &#8211; &#8216;Winter vacation&#8217; von Li Hongqi&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img alt="Han jia pupils 2" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/hanjiapupils2.jpg" width="450" height="265" /></p>
<p>Und hier haben wir einen Gewinner. Wer kann sich einem Film entziehen, der Punk-Attitüde über ganz leise Töne verströmt, wer sein Herz verschliessen, wenn ein Fünfjähriger einer Fünfjährigen erklärt, wenn er gross sei, wolle er eine Waise sein &#8211; worauf die Kleine ihn mit der Bemerkung deckelt: &#8220;Du bist so ein jämmerliches Kind!&#8221;?</p>
<p><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" /></p>
<p><span id="more-4012"></span>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><img alt="Han jia Kid" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/hanjiakid.jpg" width="450" height="265" /></p>
<p>Li Hongqis Film wird den Vergleichen mit Jacques Tati nicht entgehen, aber das spricht eher für unsere Sucht nach Einordnung als gegen seine Originalität. Denn wie hier, in den letzten Tagen der Winterferien im Quartier um eine chinesische Schule die Menschen inst Bild gestellt werden, das ist urkomisch und tragisch zugleich. Die Schüler, die am Ende der Ferien ihre Langeweile und die Nervosität vor dem erneuten Schulbeginn kaum mehr in den Griff bekommen, der pensionierte Grossvater, der seinen fragenden Enkel mit jeweils einer barschen Antwort abspeist und dann wieder in den Fernsehen starrt, zum Beispiel mit der der Bemerkung: &#8220;Sei still, ich bin gerührt&#8221; &#8211; das ist grossartig und schmerzlich, witzig und lakonisch.</p>
<p>Dieser Film erzählt aus dem Leben der Schüler auf eine Weise, die auch im Westen alle nachvollziehen können, gleichzeitig entwirft er aber ein Bild von der chinesischen Gesellschaft, vor dem ich staunend in die Knie gehe. Mit einzelnen perfekt sitzenden Sätzen machen sich die Schüler über die Staatsideologie an der Schule lustig, beweisen, dass sie eine solide Grundbildung besitzen und einen illusionslosen Blick auf eine Gesellschaft, die hier erstarrt und gefroren gezeichnet wird, aber so, als ob sie kurz vor dem Auftauen wäre.</p>
<p align="center"><img alt="Han jia pupils" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2010/08/hanjiapupils.jpg" width="450" height="330" /></p>
<p>Der Film endet mit der Klasse in der Schule, allerdings kommt zuerst der falsche Lehrer ins Zimmer, der bekannterweise verwirrte Vater eines der Schüler, der seine Lektion über Mollusken übergangslos in eine Tirade gegen die verordneten Hoffnungen der Gesellschaft verwandelt &#8211; bis die richtige Lehrerin hereinkommt, ihn auf seinen Irrtum aufmerksam macht und den Englischunterricht beginnt. Indem sie an die Tafel schreibt: &#8220;Wie werde ich ein nützliches Mitglied der Gesellschaft?&#8221; Schnitt auf die starren, müden, gelangweilten Gesichter der Schüler. Dröhnender China-Punk über dem Abspann.</p>
<p>Dieser Schluss ist die Krönung des Films und der einzige Teil, von dem man annehmen muss, dass er keine Chance hat, die offizielle Zensur zu passieren in China. Für den Hauptteil des Films ist dagegen durchaus denkbar, dass er seinen Weg zum chinesischen Publikum sogar über offizielle Kanäle finden könnte. Und im westlichen Festivalcircuit dürfte der Dichter und Romanautor mit diesem dritten Spielfilm definitiv etabliert sein.</p>
<p align="center"><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2009/07/locarno_logo_fellbalken.jpg" /></p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2010/08/11/locarno-10-han-jia-winter-vacation-von-li-hongqi/&amp;text=Locarno 10: HAN JIA &#8211; &#8216;Winter vacation&#8217; von Li Hongqi&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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