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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearch/1.1/" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-33805985</atom:id><lastBuildDate>Sat, 20 Aug 2011 12:36:25 +0000</lastBuildDate><category>Bastian Sick</category><category>Schreibung fremdsprachiger Namen</category><category>Deppenleerzeichen</category><category>Diminutiv</category><category>sprachliches Fossil</category><category>Silikon</category><category>Maid</category><category>unikales Morphem</category><category>Kollokationen</category><category>Euphemismus</category><category>Achtziger Jahre</category><category>Unwort</category><category>Regel</category><category>Rechtschreibung</category><category>Vornamen</category><category>Nachtigall</category><category>Kevin Justin Jason</category><category>SPIEGEL</category><category>Google</category><category>André Meinunger</category><category>Duden</category><category>Zwiebelfisch</category><category>Fron</category><category>Mägdchen</category><category>Neologismus</category><category>Denglisch</category><category>Sprachwandel</category><category>Deppenapostroph</category><category>Übersetzer</category><category>Fremdwörter</category><category>Laut-Buchstaben-Zuordnung</category><category>Handy</category><category>Redensarten</category><category>64er</category><category>chatten</category><category>Modalverben</category><category>Tatsachenverdrehung</category><category>Endlösung</category><title>sprachkritik</title><description>Hier kommentieren, analysieren und veralbern wir Stilblüten, Euphemismen und Dummdeutsch, und freuen uns, wenn wir mal ein Beispiel für schönes Deutsch präsentieren können. Wir sind keine Fans verstaubter Regeln und auch keine Sprachpuristen; als empirische Sprachwissenschaftler wissen wir, dass Sprache demokratisch ist und die Mehrheit der Sprecher allen Regeln zum Trotz Recht behält. Das hindert uns aber nicht daran, uns über Leerzeichen Deppen und Apostroph-Akrobaten lustig zu machen.</description><link>http://sprachkritik.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (tris)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>37</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/Sprachkritik" /><feedburner:info uri="sprachkritik" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-8952375875217981419</guid><pubDate>Thu, 25 Feb 2010 06:08:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-02-25T07:25:56.202+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kevin Justin Jason</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Laut-Buchstaben-Zuordnung</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Schreibung fremdsprachiger Namen</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vornamen</category><title>Karriereschädliche Vornamen</title><description>Wie der SPIEGEL vor einiger Zeit &lt;a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,649421,00.html"&gt;meldete&lt;/a&gt;, bewerten Grundschullehrer(innen) Kinder mit Vornamen wie Kevin, Justin oder Jason schlechter als Kinder mit Namen wie Lukas oder Maximilian. Laut einer dort zitierten Studie seien die Lehrer voreingenommen. Aber vielleicht hat das ja einen plausiblen Grund, wie der folgende - selbstausgedachte - Dialog zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Lehrerin: "So Justin, jetzt schreib doch mal deinen Namen!"&lt;br /&gt;
Justin: &lt;i&gt;schreibt 'Dschastin'.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Lehrerin: "Nein, das schreibt man mit J und U!" &lt;i&gt;(schreibt 'Justin'.)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Lehrerin: "Und jetzt schreib 'Dschungel'!"&lt;br /&gt;
Justin: &lt;i&gt;schreibt 'Jungel'.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Lehrerin: "Aber nein, doch nicht so! Dschungel schreibt man wie man es spricht: 'Dschungel'!"&lt;br /&gt;
Lehrerin: "Jetzt versuch mal zu schreiben: 'Der Junge...'"&lt;br /&gt;
Justin: &lt;i&gt;fängt an zu heulen.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Das wäre Lukas und Maximilian nicht passiert!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-8952375875217981419?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/H2rkm3-7Dy8/karriereschadliche-vornamen.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2010/02/karriereschadliche-vornamen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-3715579168859389757</guid><pubDate>Mon, 15 Feb 2010 09:01:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-02-15T10:01:19.769+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">SPIEGEL</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Fremdwörter</category><title>SPIEGEL-Leser wissen weniger</title><description>Zumindest scheint das der SPIEGEL neuerdings zu vermuten, denn er fängt jetzt an, seinen Lesern in BILD-Manier Fremdwörter zu erklären:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Kubicki sagte, es sei ein Irrtum gewesen zu glauben, eine Koalition mit der Union sei eine Art Liebesheirat. "Der Union ist es doch relativ egal, mit wem sie regiert. Das ist eine politische Promiskuität, wie man sie uns früher vorgeworfen hat" - unter Promiskuität versteht man Geschlechtsverkehr mit verschiedenen, häufig wechselnden Partnern.&lt;br /&gt;
(&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677697,00.html"&gt;SPIEGEL ONLINE&lt;/a&gt;, 13.2.2010)&lt;/blockquote&gt;Der SPIEGEL denkt wohl, seine Leser glaubten &lt;i&gt;Promiskuität&lt;/i&gt; habe irgendwas mit Promis zu tun - Dieter Bohlen und so.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-3715579168859389757?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/8hNfbP1AuYo/spiegel-leser-wissen-weniger.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2010/02/spiegel-leser-wissen-weniger.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-7119563573311666322</guid><pubDate>Mon, 09 Nov 2009 07:14:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-11-09T08:14:00.122+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Duden</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Rechtschreibung</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Google</category><title>Google statt Duden?</title><description>Viele Leute schauen nicht mehr ins Wörterbuch, wenn sie bei der Rechtschreibung eines Wortes unsicher sind, sondern fragen Google. Heißt es "Rhetorik" oder "Rethorik"? Einfach die beiden Wörter bei Google eingeben, und das mit mehr Treffern ist richtig. "Rhetorik" gewinnt mit 2,4 Millionen zu 35.000 Treffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das funktioniert aber leider nicht immer. Ein Negativbeispiel ist "aufpäppeln" und seine falsch geschriebene Variante "aufpeppeln". Letztere hat in Google 99.500 Treffer, das korrekte "aufpäppeln" aber nur 25.600. Die Schuldigen sind keineswegs nur Forumsnutzer oder Blogger, sondern ebenso die "Qualitätsjournalisten" in "Qualitätsmedien" wie dem &lt;a
href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,458150,00.html"&gt;Spiegel&lt;/a&gt;, der &lt;a
href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~EEB76B5EB892E4DDDB9887FA2CD281C5C~ATpl~Ecommon~Scontent.html"&gt;FAZ&lt;/a&gt; oder der &lt;a
href="http://www.ftd.de/auto/trends/:neuvorstellung-maybach-zeppelin-duftbaum-deluxe/50025280.html"&gt;FTD&lt;/a&gt;. Bei der &lt;i&gt;Zeit&lt;/i&gt; schrieb man es schon &lt;a href="http://www.zeit.de/1977/33/Der-zweite-Gang-nacfi-Europa?page=2"&gt;1977 falsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum schreiben so viele Leute "aufpeppeln"? Wahrscheinlich verwechseln sie es mit "aufpeppen", oder sie können sich nicht entscheiden, ob sie "aufpäppeln" oder "aufpeppen" sagen wollen und schreiben einfach beides in einem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens las ich diese Woche im Spiegel ein neues Synonym für "aufpeppen": &lt;a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,659325,00.html"&gt;aufporschen&lt;/a&gt;. Ist jedenfalls besser als das unsägliche "pimpen", bei dem ich je nach Kontext an "Pimpf" oder "pimpern" denken muss.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-7119563573311666322?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/6bXEHC_kiso/google-statt-duden.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>2</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/11/google-statt-duden.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-6856130960525332803</guid><pubDate>Fri, 06 Nov 2009 07:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-11-06T08:23:00.650+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Tatsachenverdrehung</category><title>Das Pippi-Langstrumpf-Prinzip</title><description>Hier noch ein Witz zum Thema Tatsachenverdrehung ("Ich mach mir die Welt, wide-wide-wie sie mir gefällt"):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ingenieur und ein Mathematiker sollen einen Löwen fangen. Der Ingenieur konstruiert eine aufwändige Falle, und nach drei Tagen hat er einen Löwen gefangen. &lt;br /&gt;
Der Mathematiker nimmt einen Käfig, setzt sich hinein und sagt: "Definiere: Hier ist außen."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-6856130960525332803?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/C67OlNU-kDI/das-pippi-langstrumpf-prinzip.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/11/das-pippi-langstrumpf-prinzip.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-2691191889293719618</guid><pubDate>Thu, 05 Nov 2009 08:05:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-11-05T09:14:55.728+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Unwort</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Tatsachenverdrehung</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Euphemismus</category><title>Tatsachenverdrehung</title><description>Ein im Vergleich zum &lt;a
href="http://sprachkritik.blogspot.com/2009/11/der-hasslichste-euphemismus.html"&gt;gestrigen&lt;/a&gt; eher harmloser Euphemismus findet sich auf Platz 5 der &lt;a href="http://www.unwortdesjahres.org/unwoerter.htm"&gt;Unwörter&lt;/a&gt; des Jahres 1994: wenn man das Entlassen von Mitarbeitern mit "Freisetzung" bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn einem kein Euphemismus mehr einfällt, kann man es mit mutwilliger &lt;br /&gt;
Tatsachenverdrehung versuchen, wie sie am Sonntag in der &lt;i&gt;Welt&lt;/i&gt; zu bewundern war:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Es sei der Sozialstaat, der die Unterschicht überhaupt erst hervorgebracht habe, sagt der Präsident des Ifo-Instituts in München, Hans-Werner Sinn. Fast ein Drittel des hiesigen Sozialprodukts werde für soziale Leistungen verwandt. "Um in ihren Genuss zu kommen, muss man meist den Arbeitsmarkt verlassen. Die Menschen erhalten also eine Prämie, wenn sie sich aus der Arbeitsgesellschaft ausgliedern", rügt der Ökonom.&lt;br /&gt;
(&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5045617/Sozialstaat-foerdert-Entstehen-der-Unterschicht.html"&gt;Welt Online&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;)&lt;/blockquote&gt;Also liebe Noch-Mitarbeiter bei Quelle oder Opel: Verlasst nicht die Arbeitsgesellschaft! Gliedert euch nicht aus! Auch wenn der Genuss von Hartz-IV euch lockt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Tatsachenverdrehung zur platten Lüge ist es dann auch nicht mehr weit:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Auch andere Vergünstigungen wie etwa der meist kostenlose Kindergartenplatz sind Arbeitslosen vorbehalten.&lt;br /&gt;
(&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5045617/Sozialstaat-foerdert-Entstehen-der-Unterschicht.html"&gt;Welt Online&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;)&lt;/blockquote&gt;Zwar haben Kinder von Arbeitslosen gar keinen Anspruch auf Betreuungsplätze, weil die Eltern ja nicht zur Arbeit gehen müssen und deswegen selbst auf ihre Kinder aufpassen können, aber wen juckt's?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-2691191889293719618?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/iV5iDkWN45E/tatsachenverdrehung.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/11/tatsachenverdrehung.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-7654181353328741388</guid><pubDate>Wed, 04 Nov 2009 07:51:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-11-04T08:51:00.673+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Endlösung</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Euphemismus</category><title>Der hässlichste Euphemismus</title><description>&lt;blockquote&gt;OBERSTLEUTNANT BROOKHART: Was geschah mit den Juden, von denen Sie bereits gesprochen haben, ungefähr 450000?&lt;br /&gt;
SS-UNTERSTURMBANNFÜHRER WISLICENY: Sie wurden restlos nach Auschwitz gebracht und dort &lt;b&gt;der Endlösung zugeführt&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
BROOKHART: Meinen Sie, daß sie getötet wurden?&lt;br /&gt;
WISLICENY: Ja.&lt;br /&gt;
(&lt;a href="http://www.zeno.org/Geschichte/M/Der+N%C3%BCrnberger+Proze%C3%9F/Hauptverhandlungen/Sechsundzwanzigster+Tag.+Donnerstag,+3.+Januar+1946/Nachmittagssitzung"&gt;&lt;i&gt;Der Nürnberger Prozeß&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Die SS hatte keine Veranlassung, ihre Morde durch Ausdrücke wie "jemanden der Endlösung zuführen" zu verhüllen oder zu beschönigen. Der Ausdruck klingt nach typischem Beamtendeutsch. Wahrscheinlich war den Beamten im Ministerium bei ihrer Pflichterfüllung die klare Ausdrucksweise sauer aufgestoßen. Da verwandelten sie den Mord lieber in etwas, das sich nach einem ordentlichen, abheftbaren Vorgang anhört. Und konnten mit ihrer Pflichterfüllung fortfahren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-7654181353328741388?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/HsZlVAvDMU8/der-hasslichste-euphemismus.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/11/der-hasslichste-euphemismus.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-6966592845893096887</guid><pubDate>Fri, 30 Oct 2009 08:39:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-30T09:39:00.253+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Schreibung fremdsprachiger Namen</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Denglisch</category><title>Reise von Beijing nach Peking</title><description>Wenn ich schon mal in Fahrt bin, kann ich meiner gestrigen Polemik über die "saudämliche" Englischschreibung fremdsprachiger Namen im Deutschen gleich noch ein paar Beispiele hinzufügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/g5W38D/3100570/Klang-gewordener-Rotz.html"&gt;Hier&lt;/a&gt;, &lt;a
href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/157253.das-neue-und-die-tradition.html"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.boerse-go.de/nachricht/Australien-erklaert-diplomatische-Spannungen-mit-China-fuer-beendet-RIO-Tinto-AU000000RIO1-Aluminum-OF-H,a1922965,b205.html"&gt;hier&lt;/a&gt; ist von "Beijing" die Rede, wo eigentlich Peking gemeint ist. Das Gruselige daran: anscheinend ist den Autoren überhaupt nicht klar, dass es sich bei "Beijing" um Peking handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens die Hälfte der Leute schreibt ja auch "Tokyo" statt Tokio, wenngleich sich das seit dem Erfolg der Hotel-Band etwas verbessert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich muss die indische Hauptstadt "New Delhi" heißen (bei der &lt;a
href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2014399_Kunst-aus-Indien-Der-angeschossene-Elefant.html"&gt;Frankfurter Rundschau&lt;/a&gt;, der Mainzer &lt;a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/amoeneburg-kostheim-kastel/7687347.htm"&gt;Allgemeinen Zeitung&lt;/a&gt;, dem &lt;a href="http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/timmerbergs-reise-abc-z-wie-zahnarzt_aid_425851.html"&gt;Focus&lt;/a&gt; usw.), wer "Neu-Delhi" sagt, ist ja sowas von &lt;i&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Old_School"&gt;Old School&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;, der sagt bestimmt auch Mexiko-Stadt anstelle des wesentlich cooleren "Mexico City" (&lt;a href="http://www.abendzeitung.de/kultur/blitzkritik/141532"&gt;Abendzeitung&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes bekämen jetzt "&lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31347/1.html"&gt;Zimbabwe&lt;/a&gt;" (Simbabwe), "Tanzania" (Tansania) und "Singapore" (Singapur) ihr Fett weg, aber ich hab' keine Lust mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-6966592845893096887?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/JV2c_Tyw30Y/reise-von-beijing-nach-peking.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/reise-von-beijing-nach-peking.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-7193305364048823852</guid><pubDate>Thu, 29 Oct 2009 08:21:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-29T09:21:00.977+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Schreibung fremdsprachiger Namen</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Denglisch</category><title>Warum schreibt man koreanische Namen in deutschen Texten auf Englisch?</title><description>Gestern schlug ich vor, als Medizin gegen das sich ausbreitende Deppenleerzeichen statt "New York" einfach wieder "Neuyork" zu schreiben. So abwegig ist das gar nicht! Denn wie schreiben denn die Spanier New York? Natürlich &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Nueva_York"&gt;Nueva York&lt;/a&gt;! Überhaupt werden in den meisten Sprachen englische Wörter ganz selbstverständlich an die jeweilige Schreibweise angepasst. Zwei Beispiele aus dem &lt;a href="http://www.tschechischblog.de/anglizismen/tschenglisch-auf-ostblog/"&gt;Tschechischblog&lt;/a&gt; sind "byznys" (business) und "koktejl" (cocktail). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen übertreiben es mal wieder in die andere Richtung. Mittlerweile weiß man gar nicht mehr, wie man manche Namen aus der Zeitung aussprechen soll. Zum Beispiel heißt der UN-Chef Ban Ki Mun, wird aber meistens "&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,657275,00.html"&gt;Moon&lt;/a&gt;" geschrieben. Das heißt, man soll den Namen des Koreaners auf Deutsch so aussprechen, als sei es Englisch, oder was? Konsequenterweise müsste man den Namen aber dann "Bän Kei Muhn" aussprechen und nicht "Bann Ki Muhn". Stattdessen soll man anscheinend die beiden ersten Wörter deutsch, das dritte aber so aussprechen, als läse man Englisch. Na klar, wenn's weiter nichts ist! Genauso bescheuert ist die pseudo-englische Schreibung von El-Kaida in Spiegel-Online: "Al-Qaida". Wenn man jetzt so tut, als läse man Englisch, kommt dabei heraus: "Äl Ka-i-da" bzw. El-Kaida. Na ja: warum einfach, wenn es auch saudämlich geht? Mittlerweile sagen die meisten Leute gar nicht mehr El-Kaida, sondern "All-Kaida". Schweine im Weltall! Weiteres Beispiel: Der arabische Nachrichtensender heißt wahlweise "Al Jazeera", "Al Dschasira" oder "El Dschasira", jeweils mit oder ohne Bindestrich. Entscheidet euch doch wenigstens mal für Deutsch oder Englisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnächst lesen wir in der Zeitung: Mikhail Gorbachevs Besuch in Munich, sowie ein Bericht über den Ex-Kanzler Schroder. Und wir erfahren etwas über die drei größten chinesischen Städte: Schanghai, Peking und Beijing.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-7193305364048823852?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/rCJUSZ9FNfA/warum-schreibt-man-koreanische-namen-in.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/warum-schreibt-man-koreanische-namen-in.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-5732318821368046898</guid><pubDate>Wed, 28 Oct 2009 08:15:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-28T09:15:01.730+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Deppenleerzeichen</category><title>Neuyorker Deppenleerzeichen</title><description>Die Ursache für das sich ausbreitende Deppenleerzeichen scheint klar zu sein: Wer "New York", "Open Source" und "Digital Divide" schreibt, schreibt eben irgendwann auch "Softeis Liebhaber". Zum Einwand, wie man "New York" denn sonst schreiben solle, hier ein Ausschnitt aus dem Duden von 1906:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/__I4TTqGS6bc/SubRAjuDPgI/AAAAAAAAAAU/gKDvgntVQ2s/s1600-h/neuyork.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/__I4TTqGS6bc/SubRAjuDPgI/AAAAAAAAAAU/gKDvgntVQ2s/s320/neuyork.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Heute gibt es soviele englische Begriffe, die einfach 1:1 übernommen werden, dass deren Schreibweise auf die Schreibung deutscher Wörter übergreift. Deswegen findet man bald mehr "CDU Politiker" als "CDU-Politiker". Ist nur konsequent, schließlich schreibt man auch "Windows Vista", oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Thema &lt;i&gt;Deppenleerzeichen&lt;/i&gt; gibt es einen StarTrek-Beitrag über einen Borg namens Würfel:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Obwohl sich Chakotay gegen die Zusammenarbeit ausspricht, fliegen Janeway und Tuvok zum Borg Würfel.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(&lt;a href="https://www.rp-online.de/app/tv/prisma/index/sendung/Kaka/2009-05-17%2000:35:00%2B02"&gt;TV-Programm der Rheinischen Post&lt;/a&gt;)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;Hier endet das heutige Posting, ich schaue mir jetzt eine DVD an: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_200_Jahre_Mann"&gt;Der 200 Jahre Mann&lt;/a&gt; (interessant ist die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Der_200_Jahre_Mann"&gt;Diskussionsseite&lt;/a&gt; zum Wikipedia-Artikel).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-5732318821368046898?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/nK7oZT2RGgo/neuyorker-deppenleerzeichen.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/__I4TTqGS6bc/SubRAjuDPgI/AAAAAAAAAAU/gKDvgntVQ2s/s72-c/neuyork.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/neuyorker-deppenleerzeichen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-4833806894670361533</guid><pubDate>Tue, 27 Oct 2009 08:12:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-27T09:12:00.439+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Deppenleerzeichen</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Regel</category><title>Rätselhaftes Deppenleerzeichen</title><description>&lt;a href="http://sprachkritik.blogspot.com/2006/09/deppenleerzeichen.html"&gt;Vor drei Jahren&lt;/a&gt; versuchte ich eine Regel zu finden, die erklären würde, wann ein Bindestrich und wann dagegen ein "Deppenleerzeichen" gesetzt wird. Leider fand ich keinerlei Logik hinter den gesichteten Beispielen und diagnostizierte, für die Deppenleerzeichensetzer sei Rechtschreibung eben Glückssache. Jetzt inspirierte mich ein Text aus dem Berlin-Magazin &lt;a href="http://www.berlin030.de"&gt;030&lt;/a&gt; (Ausgabe 22/2009, S.57) zum Aufstellen einer neuen Regel. Im Text heißt es zunächst ganz normal:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In einigen &lt;b&gt;US-Bundesstaaten&lt;/b&gt; war...&lt;/blockquote&gt;worauf dann drei Deppenleerzeichen folgen:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Aber Obacht ostdeutsche &lt;b&gt;Softeis Liebhaber&lt;/b&gt;, ...&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;... neben den Berliner &lt;b&gt;Elektrohouse DJs&lt;/b&gt;...&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;... in kurzatmiger &lt;b&gt;Twitter Mainier&lt;/b&gt;...&lt;/blockquote&gt;(Der Rechtschreibfehler in &lt;i&gt;Manier&lt;/i&gt; ist nicht von mir.) Aber dann kommt's:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die &lt;b&gt;All-You-Can-Eat-Party-Portion&lt;/b&gt; kostet 5 Euro.&lt;/blockquote&gt;Deshalb der neueste Versuch einer Deppenleerzeichenregel: &lt;i&gt;Die Anzahl der Bindestriche in einem Text darf sechs nicht überschreiten.&lt;/i&gt; Von der Haltbarkeit meiner Regel bin ich allerdings wenig überzeugt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-4833806894670361533?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/C4g3pBhTcOw/ratselhaftes-deppenleerzeichen.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/ratselhaftes-deppenleerzeichen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-6042707572067790927</guid><pubDate>Mon, 26 Oct 2009 08:28:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-26T09:28:01.450+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Nachtigall</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">unikales Morphem</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Fron</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">sprachliches Fossil</category><title>Sprachliche Fossilien</title><description>Ein lärmempfindlicher, unter Schlaflosigkeit leidender Ingenieur sagte mal, es hieße Nachti&lt;i&gt;gall&lt;/i&gt;, weil die einem mit ihrem Gezwitscher die Nacht vergällt. Ich erklärte ihm, das "gall" stamme vom germanischen Verb &lt;i&gt;galan&lt;/i&gt; (singen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich allein ist das Wort &lt;i&gt;galan&lt;/i&gt; lange ausgestorben, nur in dieser Wortverbindung hat es sich erhalten. Solche sprachlichen Fossilien (der linguistische Terminus ist &lt;i&gt;unikales Morphem&lt;/i&gt;) gibt es viele: &lt;i&gt;Schorn&lt;/i&gt;stein, &lt;i&gt;Brom&lt;/i&gt;beere, &lt;i&gt;Him&lt;/i&gt;beere, Bräuti&lt;i&gt;gam&lt;/i&gt;, Un&lt;i&gt;flat&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Sper&lt;/i&gt;ling, &lt;i&gt;glimpf&lt;/i&gt;lich.&lt;br /&gt;
Wörter können auch in Redewendungen erhalten bleiben: in "mit Kind und Kegel" bezeichnet der Kegel keine Holzfigur, sondern ist das mittelhochdeutsche Wort für "uneheliches Kind". Und der "Fronleichnam" ist nicht der "happy cadaver day", wie ein Schulfreund von mir flapsig sagte, sondern der Leichnam &lt;i&gt;des Herrn&lt;/i&gt;, genauso wie der "Frondienst" der Dienst &lt;i&gt;für den Herrn&lt;/i&gt; ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-6042707572067790927?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/IMpDTxaACfY/sprachliche-fossilien.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/sprachliche-fossilien.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-6716124780291173643</guid><pubDate>Fri, 23 Oct 2009 07:09:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-23T10:57:21.342+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">64er</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Neologismus</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Achtziger Jahre</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">chatten</category><title>Chatten in den Achtzigern</title><description>&lt;a href="http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/neue-dinge-neue-worter.html"&gt;Gestern&lt;/a&gt; schrieb ich, das Auftauchen neuer Wörter verrate etwas über das Erscheinungsdatum der durch sie bezeichneten Gegenstände. Daher heute die Frage: Seit wann wird eigentlich &lt;b&gt;gechattet&lt;/b&gt;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Recherche in meiner Sammlung altertümlicher Computerzeitschriften aus den achtziger Jahren des &lt;a href="http://sprachkritik.blogspot.com/2006/09/im-vorigen-jahrhundert.html"&gt;vorigen Jahrhunderts&lt;/a&gt; brachte folgende Fundstelle zu Tage:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Kurz darauf haben wir einen Michael aus Deutschland auf dem Bildschirm, der genauso gern wie wir in ausländischen Mailboxen herumstöbert. Man sieht doch, wie klein die Welt ist. Selbstverständlich kann man sich nicht nur mit einem Teilnehmer unterhalten, sondern eine komplette Konferenz eröffnen und andere Teilnehmer dazu einladen. Im Hackerdeutsch heißt das Sprechen mit anderen über den Computer "&lt;b&gt;Chatten&lt;/b&gt;".&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(64'er - Das Magazin für Computer-Fans, Ausgabe März 1986 vom &lt;b&gt;14.2.1986&lt;/b&gt;, "Datenfernübertragung - Der moderne Weg ins Abenteuer", S. 37)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;Daher behaupte ich mal: in Deutschland wird seit mindestens 1986 gechattet. Oder findet jemand einen älteren Beleg?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-6716124780291173643?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/gusBOz4L-QY/chatten-in-den-achtzigern.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/chatten-in-den-achtzigern.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-8815014358549797865</guid><pubDate>Thu, 22 Oct 2009 06:57:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-22T08:57:00.252+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Neologismus</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Handy</category><title>Neue Dinge, neue Wörter</title><description>Kommen neue Erfindungen oder Moden zu uns, bringen sie oft auch das Wort mit, mit dem sie im Herkunftsland bezeichnet werden. Im EDV-Bereich gibt es dafür zahlreiche Beispiele: Computer, Hacker, Internet, World Wide Web, Browser etc. Andere Bezeichnungen werden dagegen nicht übernommen, sondern übersetzt: Suchmaschine, Mauszeiger, Drucker. Wieder anders ist es beim "Handy": das Wort sieht zwar Englisch aus, ist aber in englischsprachigen Ländern mit dieser Bedeutung unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant am Auftauchen solcher Neologismen ist, dass sie es erlauben, das Auftauchen und die Verbreitung der durch sie bezeichneten Gegenstände zu verfolgen. Das sei hier am Beispiel "Handy" vorgeführt. Die Grafik zeigt die Anzahl der Treffer für die Anfrage "Handys OR Handies" auf der taz-Archiv-CDROM, auf der 680.000 taz-Artikel von 1986 bis 2000 gespeichert sind. Die ersten Artikel, in denen Handys erwähnt werden, tauchen demnach 1993 auf, danach steigt die Zahl der Erwähnungen rasant an. In der Duden-Ausgabe von 1996 ist "Handy" erstmals verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/__I4TTqGS6bc/St3bqCBTfOI/AAAAAAAAAAM/cwzLh0n6tFQ/s1600-h/handy.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/__I4TTqGS6bc/St3bqCBTfOI/AAAAAAAAAAM/cwzLh0n6tFQ/s320/handy.png" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss noch zwei exemplarische Belegstellen aus dem Jahr 1993:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Es wird reichlich telefoniert in diesem "Tatort". Besonders mit diesen neuen "&lt;b&gt;Handies&lt;/b&gt;", die man bei jenen jungen Geschäftsleuten sieht, die sich in der Einkaufspassage immer das eine Ohr zuhalten und besonders wichtige Dinge in ihr handgroßes Funktelefon sprechen. &lt;i&gt;(taz, 23.11.1993)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Im Mittelpunkt des Interesses: &lt;b&gt;Handys&lt;/b&gt;. Sie sind bis zu 285 Gramm leicht. Das neue Statussymbol für die Westentasche ist ab 2000 Mark zu haben. &lt;i&gt;(taz, 31.3.1993)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-8815014358549797865?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/-Boo6yHeY8s/neue-dinge-neue-worter.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/__I4TTqGS6bc/St3bqCBTfOI/AAAAAAAAAAM/cwzLh0n6tFQ/s72-c/handy.png" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/neue-dinge-neue-worter.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-378797976637185422</guid><pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:07:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-21T09:07:00.177+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Duden</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Denglisch</category><title>Gestern Deuzösisch, heute Denglish, morgen Deunesisch?</title><description>Groß ist die Zahl pseudo-englischer Wörter, die jeden Tag (v)erbrochen&lt;br /&gt;
werden. Ebenso groß ist die Zahl derjenigen, die davon genervt sind&lt;br /&gt;
(z.B. &lt;a href="http://www.vds-ev.de/"&gt;VDS&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.rosentreters.de/html_seiten/engleutsch.html"&gt;hier&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Genervte, nehmt einen Moment die Petersilie aus den Ohren für folgende Durchsage: Die allermeisten englischen Wörter werden wieder verschwinden, genauso wie die vielen französischen Wörter verschwunden sind. Noch vor hundert Jahren nämlich sprachen Leute mit Bildung selbstverständlich französisch. Die Alltagssprache war deshalb durchsetzt mit französischen Wörtern, so wie heute mit englischen. Konrad Duden schrieb 1880 im Vorwort zur ersten Auflage seines orthographischen Wörterbuchs:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Insbesondere bemerke ich noch, daß wir glauben, im Sinne der Regierung entschieden zu haben, wenn wir mitten in den Wörtern weder französische [...] Lettern, noch auch Accente zugelassen haben. Wie "Barriere", "Carriere", so findet man also auch "Portiere", "Lisiere" und ähnliche, ferner "Tete", "Enquete", "Manege" und "Barege" ohne Accent." (S. XIII)&lt;/blockquote&gt;Wörter wie "Lisiere" oder "Barege" sind heute aus dem Sprachgebrauch verschwunden, Konrad Duden erschienen sie aber wichtig genug, um sie in seine lediglich 27.000 Einträge umfassende Liste deutscher Wörter aufzunehmen. Weitere, heute ungeläufige französische Beispielwörter finden sich im 1880er Duden zuhauf: "Accouchement", "Accoucheur" und "accouchieren", "Bignonie", "Billetdour", "Brouillon", "brouillieren", ... usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Denglishgenervten ergeht daher folgender Tipp: Ohren zu und durch! In hundert Jahren sind die englischen Wörter fast alle weg. Dafür kommt dann wohl die Invasion der chinesischen Wörter... Aber lieber die als der billige Plunder, mit dem sie uns heute eindecken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-378797976637185422?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/WaiFYnr3sI0/gestern-deuzosisch-heute-denglish.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/gestern-deuzosisch-heute-denglish.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-2563768142354914575</guid><pubDate>Tue, 20 Oct 2009 07:17:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-20T09:17:00.232+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Silikon</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Übersetzer</category><title>Übersetzer und Technik</title><description>In der deutschen Fassung von Terminator 2 (1991) behauptet der Terminator: "Ich habe einen Prozessor mit neutralem Netz." Lange habe ich gegrübelt, was das wohl bedeuten soll. Erst die DVD mit der englischen Originalversion brachte die Auflösung. Dort erklärt Arnie, er besitze einen Prozessor "with a &lt;i&gt;neural&lt;/i&gt; net".&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die lautliche Ähnlichkeit von Silizium (engl. silicon, verwendet zur Herstellung von Computerchips) und Silikon (engl. silicone, daraus macht man z.B. Dichtungen) im Englischen ist verantwortlich dafür, dass in deutschen Übersetzungen massenhaft Gummi-Chips ihr wunderliches Wesen treiben. So auch im 1985er James Bond "Im Angesicht des Todes", wo dem armen Q folgende Worte in den Mund synchronisiert werden: "Was Sie hier sehen, ist ein Chip aus Silikon."&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes schönes Beispiel ist Reinhard Heinz' Übersetzung des Cyberpunk-Kultromans "Neuromancer" (1987, Heyne-Verlag), wo durchweg von Silikon-Chips die Rede ist. Immerhin entstehen dadurch einige unfreiwillig komische Stellen:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;"He, Case, Sportsfreund, ich habe den starken Eindruck, daß deine Begleiterin da bewaffnet ist und außerdem 'ne hübsche Menge Silikon im Kopf hat." (S. 54)&lt;/blockquote&gt;Ja, die Frauen der Zukunft haben auch im Kopf Silikon, wozu auch immer (womöglich eine Art Depot, das mit dem in der Brust verbunden ist. Auf diese Weise kann vielleicht durch Umpumpen der Brustumfang je nach Anlass reguliert werden?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mach' jetzt lieber Schluss für heute...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-2563768142354914575?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/vU2B6TyVcD8/ubersetzer-und-technik.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/ubersetzer-und-technik.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-3274888745243795508</guid><pubDate>Mon, 19 Oct 2009 07:03:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-10-19T09:41:32.809+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Redensarten</category><title>Steckt man nicht drin!</title><description>&lt;p&gt;Redensarten dürfen nicht wörtlich verstanden werden (und deswegen auch&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://sprachkritik.blogspot.com/2006/12/der-frhe-vogel.html"&gt;nicht Wort-für-Wort übersetzt&lt;/a&gt; werden). Zum Beispiel hat die Redensart vom Elefanten im Porzellanladen nichts mit Zoologie zu tun. In manchen Kontexten drängt sich aber eine wörtliche Interpretation auf, und dann kann die Formulierung ganz schön in die Hose gehen.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Beispiel dafür bietet folgender Dialog, den ich auf der Wochenbettstation des Neuköllner Krankenhauses mitanhören durfte. Ich saß mit Baby auf dem Arm im Zimmer, meine Frau war nicht da, die türkische Mitpatientin im Zimmer bekam gerade von einem Physiotherapeuten  Gymnastikübungen gezeigt. (&lt;i&gt;Achtung, jetzt wird's anatomisch!&lt;/i&gt;) Nach der Übung zur Festigung des Beckenbodens kam eine Übung zur Festigung der Schließmuskeln. Der Physiotherapeut: "So, und jetzt schließen Sie mal die Vaginamuskeln."&lt;br /&gt;
Türkische Patientin: "Und wie mache ich das?"&lt;br /&gt;
Physiotherapeut: "Das kann ich Ihnen auch nicht sagen, ich steck ja leider nicht drin!"&lt;br /&gt;
Schade!&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-3274888745243795508?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/eQhkIEDRkXg/steckt-man-nicht-drin.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/10/steckt-man-nicht-drin.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-1593598704744635178</guid><pubDate>Thu, 07 May 2009 07:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-05-07T09:59:22.220+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">André Meinunger</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Maid</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Zwiebelfisch</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Mägdchen</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Bastian Sick</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Diminutiv</category><title>Sickchen</title><description>Zwiebelfisch Bastian Sick schreibt in seiner neuesten Kolumne auf Spiegel Online über Verkleinerungsformen: &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,622971,00.html"&gt;Teechen oder Käffchen?&lt;/a&gt; Allerdings enthält der Artikel ein Fehlerchen. Sick behauptet, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mädchen&lt;/span&gt; sei die Verkleinerungsform von &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Maid&lt;/span&gt;. Laut z.B. Duden Deutsches Universalwörterbuch ist es aber der Diminutiv von &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Magd&lt;/span&gt;: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Magd&lt;/span&gt; &amp;gt; &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mägdchen&lt;/span&gt; &amp;gt; &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mädchen&lt;/span&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will die Gelegenheit nutzen und auf ein Buch von André Meinunger hinweisen: &lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2008/04/16/sick-of-sick/"&gt;Sick of Sick? Ein Streifzug durch die Sprache als Antwort auf den "Zwiebelfisch"&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-1593598704744635178?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/cBEfbljBq2Q/sickchen.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2009/05/sickchen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-3226366074251294610</guid><pubDate>Mon, 15 Sep 2008 20:08:00 +0000</pubDate><atom:updated>2008-09-15T22:16:59.599+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kollokationen</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Sprachwandel</category><title>Reise nach Jerusalem</title><description>Früher &lt;i&gt;machte&lt;/i&gt; etwas &lt;i&gt;Spaß&lt;/i&gt;, heute sagt man etwas &lt;i&gt;bringe Spaß&lt;/i&gt;. Von seinem Stammplatz vertrieben, suchte sich &lt;i&gt;machen&lt;/i&gt; daraufhin ein neues Substantiv und fand &lt;i&gt;Sinn&lt;/i&gt;: statt &lt;i&gt;das ergibt Sinn&lt;/i&gt; sagt man jetzt &lt;i&gt;das macht Sinn&lt;/i&gt;. Das arme &lt;i&gt;ergeben&lt;/i&gt; wurde verjagt. Wenn Sie Mitleid mit dem einsamen Verb haben, sagen Sie einfach öfter mal &lt;i&gt;Sinn ergeben&lt;/i&gt; statt &lt;i&gt;Sinn machen&lt;/i&gt;. Denn &lt;i&gt;machen&lt;/i&gt; treibt's sowieso mit jedem: Arbeit machen, Betten machen, Essen machen, Kohle machen, Karriere machen, in die Hose machen, es machen, auf cool machen und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;Eine Frage aber bleibt ungelöst: Von wo und wem wurde &lt;i&gt;bringen&lt;/i&gt; verscheucht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-3226366074251294610?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/9gPdoN06Ky0/reise-nach-jerusalem.html</link><author>noreply@blogger.com (Errö)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2008/09/reise-nach-jerusalem.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-6449097945754056551</guid><pubDate>Wed, 21 Nov 2007 12:21:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-11-21T13:30:34.807+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Übersetzer</category><title>Übersetzer richten weniger Schaden an</title><description>"&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,518409-2,00.html"&gt;Die Nummer an Fällen&lt;/a&gt; ... habe in den vergangenen Jahren bedenklich zugenommen...", zitiert Ulrike Putz heute in Spiegel Online eine Londoner Anwältin. Nein, Frau Putz ist nicht gegen das Wort "Anzahl" allergisch, sie kam bloß nicht auf den Gedanken, dass man "number" im englischen Ausdruck "the number of cases" anders als mit Nummer übersetzen kann. "Number" heißt doch Nummer, oder? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der deutschen Synchronfassung der Simpsons-Folge "Stresserella" sagt Homer im Vorbeilaufen zu zwei Alten im Park: "Bischof auf Königin vier!", worauf ihm der eine hinterherruft: "Wir spielen Domino, du Idiot!" Im Namen des anderen Alten möchte ich dem Synchronübersetzer zurufen: "Im Schach gibt es keinen Bischof, du Idiot!" Wie kommt der überhaupt auf "Bischof"? Ganz einfach: Auf Englisch heißt der Läufer "bishop". Und "bishop" übersetzt man natürlich mit Bischof, wie denn sonst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der DVD zum Film &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Identität&lt;/span&gt;, als die Schauspielerin auf die Straße geht, um aus dem Handy-Funkloch zu entkommen, erscheint der deutsche Untertitel: "Keine Bar!" und man fragt sich: "Wieso will die sich denn jetzt besaufen?" Gemeint war: kein Strich (engl. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bar&lt;/span&gt;) auf der Empfangsqualitätsanzeige des Handys.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte immer die positive Seite hervorheben. Daher sage ich: "Wie gut, dass diese Leute Übersetzer und nicht Piloten oder Chirurgen geworden sind!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-6449097945754056551?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/JYMZNFFUHzE/bersetzer-richten-weniger-schaden.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/11/bersetzer-richten-weniger-schaden.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-1140398625349891807</guid><pubDate>Sun, 08 Jul 2007 14:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-07-08T19:30:02.997+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Modalverben</category><title>Politiker und Modalverben</title><description>&lt;i&gt;Können, dürfen, mögen, müssen, sollen&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;wollen&lt;/i&gt; -- die deutsche Sprache kennt sechs Modalverben, mit denen man Möglichkeiten, Ge- und Verbote, Erlaubnisse und Wünsche ausdrücken kann. Zum Beispiel darf und sollte ich öfter Sellerie essen, ich will aber nicht. Auch will ich morgen nicht arbeiten, ich muss aber. Ich kann dem Nachbarsjungen das Handy mit den nervigen Klingeltönen wegnehmen und in den Fluss werfen, darf aber nicht. Eigentlich ganz einfach.&lt;br /&gt;In letzter Zeit häufen sich aber bei unseren Politikern die Verwechslungen der Verben &lt;i&gt;können&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;dürfen&lt;/i&gt;, und zwar derart, dass &lt;i&gt;können&lt;/i&gt; statt &lt;i&gt;dürfen&lt;/i&gt; verwendet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom aussichtslosen Kampf vieler Politiker mit den deutschen Modalverben zeugt beispielhaft ein &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,493164,00.html"&gt;Spiegel-Online-Artikel&lt;/a&gt; vom heutigen Tag, in dem Roland Koch zu Wort kommt:&lt;blockquote&gt;Koch bezog sich damit auf die Überlegungen der Bundesregierung, bestimmte deutsche Schlüsselindustrien per Gesetz vor einem Verkauf an ausländische Staatsfonds zu schützen. "Die Lage ist viel bedrohlicher, als manche denken", erklärte der Christdemokrat. Die Regierungen in Moskau und Peking hätten "gigantisches Kapital". Unternehmen könnten andere Firmen kaufen. "Aber es kann nicht sein, dass zum Beispiel von uns in Deutschland privatisierte Unternehmen, beispielsweise in der Energiewirtschaft, auf einmal ausländischen Regierungen gehören."&lt;/blockquote&gt;Wenn es nicht sein kann, na dann ist ja alles in Butter! Denkt man. Aber nicht Roland K.:&lt;blockquote&gt;Deshalb verlangte Koch einen gesetzlichen Schutz vor unerwünschten Investoren aus dem Ausland.&lt;/blockquote&gt;Roland K. will uns also vor etwas schützen, was nach seiner eigenen Aussage gar nicht passieren kann. Hat er nichts zu tun? Man &lt;i&gt;darf&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;muss&lt;/i&gt; wohl annehmen, dass er sagen &lt;i&gt;wollte&lt;/i&gt;, es &lt;i&gt;dürfe&lt;/i&gt; nicht sein, dass privatisierte Unternehmen auf einmal ausländischen Regierungen gehören. Leider &lt;i&gt;konnte&lt;/i&gt; er es nicht sagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-1140398625349891807?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/p9nmuak1xA8/politiker-und-modalverben.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/07/politiker-und-modalverben.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-7933889654738686812</guid><pubDate>Fri, 29 Jun 2007 14:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2008-09-15T22:29:47.773+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Sprachwandel</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Deppenapostroph</category><title>Sprachwandel</title><description>Zum Leidwesen der Sprachpuristen, Regelfanatiker und Besserwisser hat sich auch in den letzten Jahrzehnten die deutsche Sprache weiter verändert. Das können die Besitzstandswahrer von Regelwerken gar nicht leiden, wenn mal wieder eine ihrer mühsam auswendig gelernten Regeln obsolet wird.&lt;br /&gt;Das anschaulichste Beispiel der letzten Jahre ist der Genitiv mit Apostroph, auch sächsischer Genitiv oder Deppen-Apostroph genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um etwa 1990 fing es an schick zu werden, Imbissstände und Billigläden mit Namen wie "Erika's Pommesbude" oder "Jaqueline's Kleiderkiste" zu benennen. Die Zeitschrift &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Titanic&lt;/span&gt; und viele andere ernährten in der Folgezeit eine ganze Armee von Schreibern damit, eine endlose Zahl von Artikeln zu veröffentlichen, in denen man sich über diese Mode lustig machte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geholfen hat es leider nicht. In der sechsten Auflage der Duden-Grammatik von 1998 heißt es (S. 243):&lt;blockquote&gt;Gelegentlich wird das Genitiv-&lt;i&gt;s&lt;/i&gt; zur Verdeutlichung der Grundform des Namens auch durch einen  Apostroph abgesetzt:&lt;br /&gt;   &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Andrea's Blumenecke&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Die "Dummen" sind nämlich in der Mehrheit, und da Sprache eine soziale Angelegenheit ist, deren Normen von der Gemeinschaft der Sprecher ständig neu ausgehandelt werden, ist "Korrektheit" nichts anderes als eine demokratische Mehrheitsentscheidung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sinn und Zweck von Rechtschreib-Normen ist, dass alle sich daran halten, dass also alle gleich schreiben.  Und das tun sie ja! &lt;i&gt;Praktisch alle&lt;/i&gt; Pommesbudenbesitzer benutzen ein Genitiv-Apostroph.  Die Normierer haben also gar keinen Grund, sich zu beschweren. Schlimm wäre es, wenn jeder schreibt, wie's ihm gerade passt, heute so und morgen so. Dann könnte bald keiner mehr entziffern, was der andere geschrieben hat. Das ist aber nicht der Fall. Vielmehr ist die überaus rasante Verbreitung des Genitiv-Apostrophs das beste Beispiel für eine funktionierende Sprache, mit Sprechern, die genau darauf achten, was um sie herum vorgeht. Einige fangen etwas Neues an, und innerhalb kürzester Zeit wird es von allen übernommen. Schnell ist ein neuer stabiler Zustand erreicht. Wenn sich jetzt die Nörgler nicht schleunigst anpassen, kommen &lt;i&gt;sie&lt;/i&gt; unter die Räder, da können sie sich noch so echauffieren und mit veralteten Duden-Ausgaben wedeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-7933889654738686812?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/bhtbB0IR3O4/sprachwandel.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/06/sprachwandel.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-1917476069759279709</guid><pubDate>Mon, 25 Jun 2007 12:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-07-08T16:37:43.957+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Deppenleerzeichen</category><title>Bewerbung</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_iCDwxpjJBzQ/Rn-wDgdQ6qI/AAAAAAAAAAs/jUwJQl3Gry8/s1600-h/stellenanzeige-klein.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_iCDwxpjJBzQ/Rn-wDgdQ6qI/AAAAAAAAAAs/jUwJQl3Gry8/s400/stellenanzeige-klein.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5079972478995983010" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;aus Ihrer Stellenanzeige in der Zeitschrift c't vom 25. Juni 2007 geht hervor, dass Ihre Firma neben einem Berater für IT-Sicherheit dringend einen Germanisten benötigt. Daher bewerbe ich mich hiermit als Berater Ihrer Presseabteilung. Meine jahrzehntelange Erfahrung im termingerechten Verfassen von Texten zu unterschiedlichsten Themen und Anlässen, sowie meine umfassenden Rechtschreibkenntnisse werden Ihnen sicher von großem Nutzen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;br /&gt;tris&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-1917476069759279709?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/KaLfagw_q_A/bewerbung.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/_iCDwxpjJBzQ/Rn-wDgdQ6qI/AAAAAAAAAAs/jUwJQl3Gry8/s72-c/stellenanzeige-klein.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/06/bewerbung.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-978197155278693005</guid><pubDate>Wed, 07 Feb 2007 14:46:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-02-07T15:55:47.630+01:00</atom:updated><title>Ein brandneuer Tag</title><description>Spiegel Online berichtet uns heute den Ausspruch eines amerikanischen Anwalts:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"Heute ist ein brandneuer Tag!" (&lt;a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,464786,00.html"&gt;Spiegel Online&lt;/a&gt;, 7.2.2007)&lt;/blockquote&gt;Spiegel Online ist restlos begeistert von dieser Erkenntnis und zitiert den Spruch nicht nur im Artikeltext, sondern bringt ihn auch noch als Bildunterschrift.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das beste daran hat der Verfasser aber gar nicht bemerkt: Morgen (8.2.) ist schon wieder ein brandneuer Tag! Und das allerbeste: Der morgige Tag wird sogar noch großbrandneuer sein als der Tag heute!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoffentlich kommen die Redakteure beim Spiegel nicht darauf, dass sie diese Meldung jeden Tag bringen können: Donnerstag: "Sensation! Schon wieder ein brandneuer Tag!", Freitag: "Erneut megabrandneuer Tag angebrochen!", Samstag: "Und wieder begrüßt uns ein ultrabrandneuer Tag! Wie lange kann diese Serie anhalten? Wissenschaftler warnen bereits vor zuviel Euphorie"...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-978197155278693005?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/PfFNe0rANy4/ein-brandneuer-tag.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><thr:total>2</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/02/ein-brandneuer-tag.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-5831633079807378523</guid><pubDate>Tue, 30 Jan 2007 10:11:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-01-30T11:17:36.536+01:00</atom:updated><title>Beinschuss</title><description>Was stimmt nicht an den folgenden Zitaten?&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Mölln: Polizist wehrt Angriff eines Einbrechers mit Beinschuss ab (&lt;a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID2866650_REF_SIX1_ORS2468,00.html"&gt;NDR&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pizarro verpasst Dober einen Beinschuss, der sich aber direkt rächt und den Peruaner zu Fall bringt. (&lt;a href="http://www.kicker.de/fussball/bundesliga/vereine/spielereignisse/object/740744/liga/103/saison/2005-06/spieltag/1/naviindex/6"&gt;Kicker&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bauer mit Beinschuss gestoppt - Mit einem Schuss in den Oberschenkel hat ein Polizist im unterfränkischen Ebern den Wutanfall eines Landwirts beendet. (&lt;a href="www.focus.de/panorama/welt/unterfranken_nid_41323.html"&gt;Focus&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Brasilianer fackelt nicht lange und überwindet Fiedler mit einem Beinschuss. (&lt;a href="http://www.kicker.de/fussball/bundesliga/spieltag/spielereignisse/object/635348/liga/1/saison/2003-04/spieltag/32/naviindex/7"&gt;Kicker&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Das Wort Beinschuss hat hier zwei unterschiedliche Bedeutungen. Einmal der Schuss &lt;i&gt;ins&lt;/i&gt; Bein, dazu gibt es nichts weiter zu sagen. Relativ neu ist die zweite Bedeutung im Fußball: ein Beinschuss ist ein Schuss &lt;i&gt;durch die Beine&lt;/i&gt; des Gegners. Der erste Beleg bei &lt;a href="http://www.kicker.de"&gt;kicker.de&lt;/a&gt; findet sich in einem Spielbericht von 2000. Früher sagte man: der Gegner wurde getunnelt, jetzt: er erhielt einen Beinschuss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich daran stört? Wenn ein Schuss zwischen den Beinen hindurch ein Beinschuss ist, dann müsste man analog einen Schuss ins Tor als Pfostenschuss bezeichnen. Und das ist doch totaler Quatsch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-5831633079807378523?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/SiLqBsnMjys/beinschuss.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/01/beinschuss.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-33805985.post-6756793420235309274</guid><pubDate>Wed, 10 Jan 2007 20:41:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-01-10T22:09:51.113+01:00</atom:updated><title>Böses Atom, guter Kern</title><description>Wer denkt, "Atomkraftwerk" und "Kernkraftwerk" seien Synonyme, der irrt. Wer eines dieser Wörter gebraucht, der entlarvt sich sofort als Befürworter oder Gegner dieser Energieerzeugungsmethode.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn sprachen alle noch von der Atomkraft. So bildete die Regierung Adenauer 1955 das &lt;i&gt;Bundesministerium für Atomfragen&lt;/i&gt;, &lt;a href="http://www.fjs.de/politiker/atomminister.html"&gt;Atomminister&lt;/a&gt; wurde Franz-Josef Strauß. Aber schon 1957 wurde Siegfried Balke (CSU) Bundesminister für &lt;a href="http://www.csu.de/home/Display/Partei/geschichte_1955_1964"&gt;Atomkernenergie&lt;/a&gt; und  Wasserwirtschaft. Das war erstens wissenschaftlich präziser, weil im Kraftwerk eine &lt;i&gt;Kern&lt;/i&gt;spaltung durchgeführt wird, und keine &lt;i&gt;Atom&lt;/i&gt;spaltung, zweitens wollte man vermeiden, dass die "friedliche Nutzung der Atomenergie" mit der negativ besetzten Atombombe assoziiert wird. Es bot sich die Bezeichnung "Kernkraft" an, weil es keine "Kernbomben" gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 70er Jahren hatte man sich auf Seiten der Befürworter ganz vom Atom verabschiedet und sprach ausschließlich von Kernkraft, während die Anti-Atom-Bewegung mit voller Absicht das Wort "Atomkraft" gebrauchte. Das &lt;a href="http://www.grundsatzprogramm.cdu.de/doc/1978_Ludwigshafen_Grundsatzprogramm-Freiheit-Solidaritaet-Ger.pdf"&gt;Grundsatzprogramm der CDU&lt;/a&gt; von 1978 enthält zwei Mal das Wort "Kernenergie", "Atomenergie" oder "Atomkraft" kommen dagegen nicht vor. Auch in der &lt;a href="http://www.fjs.de/dokumente/Rede_Energiepolitik_1986.pdf"&gt;Regierungserklärung&lt;/a&gt; von Franz-Josef Strauß 1986 vor dem bayerischen Landtag anlässlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fällt sechs Mal das Wort "Kernenergie" und vier Mal "Kernkraft" bzw. "Kernkraftwerk", "Atomenergie" oder "Atomkraft" tauchen nicht auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anhand der Vorkommenshäufigkeiten in aktuellen Programmen und Beschlüssen der Parteien kann man sehen, dass die Wortwahl eindeutig politisch motiviert ist und mit Physik rein gar nichts zu tun hat:&lt;br /&gt;&lt;table style="width: 400px; height: 408px;" border="0"&gt;&lt;br /&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Atomkraft&lt;br /&gt;(-werk) &lt;/td&gt;&lt;td&gt;Atom-&lt;br /&gt;energie &lt;/td&gt;&lt;td&gt;Kernkraft&lt;br /&gt;(-werk) &lt;/td&gt;&lt;td&gt;Kern-&lt;br /&gt;energie&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://www.grundsatzprogramm.cdu.de/doc/grundsatzprogramm.pdf"&gt;Grundsatzprogramm&lt;br&gt;der CDU 1994&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;1&lt;/td&gt; &lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://www.grundsatzprogramm.cdu.de/doc/12_07_04_Beschluss_Duesseldorf_Wachstum.pdf"&gt;Parteitagsbeschluss&lt;br&gt; CDU 2004&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;2&lt;/td&gt; &lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://www.csu.de/csu-portal/csude/uploadedfiles/Dokumente/Grundsatzprogramm.pdf"&gt;Grundsatzprogramm &lt;br&gt;CSU&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;2&lt;/td&gt; &lt;td&gt;2&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://files.liberale.de/fdp-wahlprogramm.pdf"&gt;Wahlprogramm&lt;br&gt;FDP 2005&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;2&lt;/td&gt; &lt;td&gt;5&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://www.spd.de/show/1682028/spd_berlinerprogramm.pdf"&gt;Grundsatzprogramm&lt;br&gt;SPD 1989/1998&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;2&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://november2005.spd-parteitag.de/servlet/PB/show/1658800/100206_Beschlussbroschuere-BPT-Karlruhe-2005.pdf"&gt;Parteitagsbeschluss &lt;br&gt;SPD 2005&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;2&lt;/td&gt; &lt;td&gt;3&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://www.gruene.de/cms/files/dokbin/68/68425.grundsatzprogramm_die_zukunft_ist_gruen.pdf"&gt;Grundsatzprogramm &lt;br&gt;der Grünen&lt;/a&gt;&lt;/td&gt; &lt;td&gt;9&lt;/td&gt; &lt;td&gt;3&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt; &lt;td&gt;0&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Eine klare Sache. Um solch eine begriffliche Disziplin zu gewährleisten, muss man Terminologie-Managementsoftware einsetzen, die bei "politisch unkorrektem" Gebrauch sofort Alarm schlägt: "Bitte benutzen Sie anstelle von &lt;i&gt;Atomkraft&lt;/i&gt; das Wort &lt;i&gt;Kernkraft&lt;/i&gt;!" bzw. umgekehrt. Wie gern würde ich in diese Listen unerwünschter Wörter mal einen Blick werfen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich also vor einem GAU fürchtet und ob der ungelösten Entsorgungsfrage schlaflose Nächte hat, der sage bitte "Atomkraftwerk", wer auf die Leistung der Ingenieure vertraut und nichts gegen eine Laufzeitverlängerung einzuwenden hat, der rede bitte von "Kernkraftwerk".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33805985-6756793420235309274?l=sprachkritik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Sprachkritik/~3/7IlP7PMWS1A/bses-atom-guter-kern.html</link><author>noreply@blogger.com (tris)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://sprachkritik.blogspot.com/2007/01/bses-atom-guter-kern.html</feedburner:origLink></item></channel></rss>

