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	<title>Stefan Niggemeier</title>
	
	<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog</link>
	<description>Just another WordPress weblog</description>
	<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 22:05:00 +0000</pubDate>
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		<title>Hademar Bankhofer, der Melissa-Mann</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 10:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Hademar Bankhofer]]></category>

		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag Professor* Hademar Bankhofer. Es hat immer so etwas beruhigendes und aufmunterndes, ihm zuzusehen, wenn er mit seinem freundlichen L&#228;cheln, seinem weichen &#246;sterreichischen Dialekt und seinen bunten Einsteckt&#252;chern im Fernsehen steht (und er steht ungef&#228;hr immer gerade irgendwo im Fernsehen) und mit einer ansteckenden Euphorie von Wasser, K&#246;rnern, Bewegung oder Kr&#228;utern schw&#228;rmt. Okay, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag Professor<b>*</b> Hademar Bankhofer. Es hat immer so etwas beruhigendes und aufmunterndes, ihm zuzusehen, wenn er mit seinem freundlichen L&#228;cheln, seinem weichen &#246;sterreichischen Dialekt und seinen bunten Einsteckt&#252;chern im Fernsehen steht (und er steht ungef&#228;hr immer gerade irgendwo im Fernsehen) und mit einer ansteckenden Euphorie von Wasser, K&#246;rnern, Bewegung oder Kr&#228;utern schw&#228;rmt. Okay, das Wort &#8222;ansteckend&#8221; ist ein bisschen irref&#252;hrend, weil es bei mir meistens nicht einmal dazu reicht, die Chipst&#252;te aus der Hand zu legen, aber meistens sitze ich seltsam anger&#252;hrt vor dem Fernseher und freue mich, dass es Menschen gibt, die sich mit einer solchen Begeisterung in den Dienst der guten Sache stellen, und sei die gute Sache auch nur irgendein Kraut.</p>
<p>Ich f&#252;rchte, dieses wohlige Gef&#252;hl wird sich nicht mehr einstellen. Denn es scheint, als st&#252;nden er und seine bunten Einsteckt&#252;cher oft genug nicht im Dienst einer guten Sache, sondern blo&#223; im Dienst eines gut bezahlenden Unternehmens. Das Blog &#8222;Station&#228;re Aufnahme&#8221; hat f&#252;r Boocompany.com einige <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dbK3bMEqhwU">Beispiele aus Auftritten Bankhofers zusammengeschnitten</a>, und die vielleicht offenkundigste Geschichte ist die, dass Bankhofer seit Jahren (u.a. als Gesundheitsexperte der einschl&#228;gig bekannten ARD) die Vorz&#252;ge der &#8222;Klostermelisse&#8221; preist. </p>
<p>Die &#8222;Klostermelisse&#8221; aber ist keine Pflanzenart. Die Pflanze hei&#223;t Melisse oder Zitronenmelisse. &#8222;Klostermelisse&#8221; ist ein eingetragenes Markenzeichen der Maria Clementine Martin Klosterfrau Vertriebsgesellschaft mbH. Wer &#8222;Klostermelisse&#8221; empfiehlt, empfiehlt ein konkretes Markenprodukt &#8212; tats&#228;chlich und nat&#252;rlich vor allem in den K&#246;pfen der Zuh&#246;rer und Zuschauer, die den Namen leicht mit dem richtigen Produkt assoziieren. Denn: Nur &#8222;Klosterfrau Melissengeist&#8221; enth&#228;lt die &#8222;echte Klostermelisse&#8221;.</p>
<p>Ganz &#228;hnlich ist es mit der von Bankhofer gerne empfohlenen &#8222;K&#246;nigsartischocke&#8221;. Auch sie ist ein Markename, und wer konkret nach ihr fragt oder sucht, wird zielgenau zu einem Produkt gef&#252;hrt, in diesem Fall &#8222;Hepar-SL® forte mit der K&#246;nigs-Artischocke®&#8221; (man beachte das zweite &#8222;®&#8221;).</p>
<p><strong>Mehr zum Thema bei <a href="http://boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15488/">Boocompany</a> und in der <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1181968/">Station&#228;ren Aufnahme</a>.</strong></p>
<p><small>*) Professor Hademar Bankhofer tr&#228;gt den Titel Professor v&#246;llig zurecht, er bedeutet aber nicht, was man als Nicht-&#214;sterreicher denken k&#246;nnte. Es handelt sich um einen Ehrentitel. Bankhofer hat weder Medizin studiert, noch promoviert oder habilitiert.</small></p>
<p><small>[via <a href="http://del.icio.us/ix#2008-07-21">ix</a>]</small></p>
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		<title>Gruppenfoto mit Waldi (Name geändert)</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 15:51:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[
Dass das Anonymisieren von Menschen, die nicht erkannt werden sollen, keine l&#228;stige Pflicht sein muss, der man sich widerwillig und halbherzig erentledigt, beweist heute die &#8222;Sun&#8221;, die daf&#252;r gesorgt hat, dass kein Mitglied der Spezialeinheit der Armee, die sie auf einem Foto zeigt, zu identifizieren ist. Und das gilt f&#252;r wirklich jedes Mitglied.

[via J&#246;rg-Olaf, via [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/sunanonym.jpg' alt='' /></p>
<p>Dass das Anonymisieren von Menschen, die nicht erkannt werden sollen, keine l&#228;stige Pflicht sein muss, der man sich widerwillig und halbherzig <s>er</s>entledigt, <a href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/campaigns/our_boys/article1447714.ece">beweist heute die &#8222;Sun&#8221;</a>, die daf&#252;r gesorgt hat, dass kein Mitglied der Spezialeinheit der Armee, die sie auf einem Foto zeigt</a>, zu identifizieren ist. Und das gilt f&#252;r wirklich jedes Mitglied.</p>
<p><a href="http://img.thesun.co.uk/multimedia/archive/00535/SNN2105MM_682_535234a.jpg"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/sunanonym2.jpg' alt='' /></a></p>
<p><small>[via J&#246;rg-Olaf, via <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b67a4770">Fefe</a>]</small></p>
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		<title>Kein Grund zur Beruhigung</title>
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		<comments>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kein-grund-zur-beruhigung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 12:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob die Menschen, die gerne behaupten, dass noch nie ein Medium ein anderes ersetzt habe, diese Zahlen kennen?

Die Forscher von Allensbach haben noch mehr Zahlenreihen von &#228;hnlicher Brisanz. Sie zeigen zum Beispiel, dass Zeitunglesen keine Altersfrage, sondern eine Generationenfrage ist &#8212; anders gesagt: Wer mit 20 keine Zeitung liest, tut es auch mit 30 oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob die Menschen, die gerne behaupten, dass noch nie ein Medium ein anderes ersetzt habe, diese Zahlen kennen?</p>
<p><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/reichweite.png' alt='' /></p>
<p>Die Forscher von Allensbach <a href="http://www.awa-online.de/main.php?selection=95&#038;rubrik=0">haben noch mehr Zahlenreihen von &#228;hnlicher Brisanz</a>. Sie zeigen zum Beispiel, dass Zeitunglesen keine Altersfrage, sondern eine Generationenfrage ist &#8212; anders gesagt: Wer mit 20 keine Zeitung liest, tut es auch mit 30 oder 40 nicht. Und sie zeigen, mit welch atemberaubender Geschwindigkeit das Internet den anderen Medien bei j&#252;ngeren Leuten den Rang als Informationsmedium abl&#228;uft. </p>
<p>Diese Entwicklung allein ist f&#252;r die traditionellen Medien noch nicht existenzbedrohend: Viele von ihnen schaffen es dank Internet, viel mehr Menschen zu erreichen als je zuvor. Existenzbedrohend wird sie dadurch, dass diesen Zuw&#228;chsen keine entsprechenden Einnahmen gegen&#252;berstehen. &#8222;Die Krise des Journalismus ist genau genommen nicht der Verlust des Publikums&#8221;, <a href="http://pewresearch.org/pubs/767/state-of-the-news-media-2008">analysiert das amerikanische Projekt f&#252;r Exzellenz im Journalismus</a>. &#8222;Sie k&#246;nnte, viel grunds&#228;tzlicher, das Ende der Verbindung zwischen Nachrichten und Werbung sein.&#8221; Die Werbung wandert nicht so schnell ins Internet wie die Konsumenten, und von den rasanten Zuwachsraten dort profitieren vor allem Suchmaschinen, nicht journalistische Angebote.</p>
<p><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2008/07/15/informationsverhalten-internet-gewinnt-print-verliert.aspx">Holger Schmidt hat das und mehr f&#252;r sein &#8222;F.A.Z.&#8221;-Blog &#8222;Netz&#246;konom&#8221; zusammengetragen.</a> Es sind Fakten, die jeder kennen sollte, der sich mit dem gegenw&#228;rtigen Medienumbruch und der Zukunft des Journalismus besch&#228;ftigt.</p>
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		<title>Ersatzlektüri2</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 16:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[BILDblog]]></category>

		<category><![CDATA[Peter Turi]]></category>

		<category><![CDATA[turi2]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern Abend war dieser BILDblog-Eintrag der meistgeklickte Link bei turi2. Das ist eine feine Sache, denn turi2 ist ein Internetangebot, das nach Angaben von turi2 &#8222;werkt&#228;glich von 4.000 - 5.000 Medienmachern besucht&#8221; wird (genau genommen von Medienmachenlassern, denn turi2 sagt, es handele sich bei diesen Menschen um &#8222;Vorst&#228;nde, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, Verleger, Chefredakteure, Programmchefs, Online-Chefs, Marketingleiter&#8221;).
Zweimal t&#228;glich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern Abend war <a href="http://www.bildblog.de/3089/ups-verzahnt/">dieser BILDblog-Eintrag</a> der <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/turibildblog.gif">meistgeklickte Link</a> bei <a href="http://turi2.de">turi2</a>. Das ist eine feine Sache, denn turi2 ist ein Internetangebot, das <a href="http://turi-2.blog.de/2008/01/11/werbung2_de_werben_auf_turi2_de~3591877">nach Angaben von turi2</a> &#8222;werkt&#228;glich von <strong>4.000 - 5.000</strong> Medienmachern besucht&#8221; wird (genau genommen von Medienmachenlassern, denn <a href="http://turi-2.blog.de/?p=3591877&#038;more=1&#038;page=14">turi2 sagt</a>, es handele sich bei diesen Menschen um &#8222;Vorst&#228;nde, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, Verleger, Chefredakteure, Programmchefs, Online-Chefs, Marketingleiter&#8221;).</p>
<p>Zweimal t&#228;glich produziert turi2 Linklisten mit Nachrichten zu Medienthemen. Rund 50 Links stecken da jeweils drin. Und keiner davon wurde von den tausenden turi2-Lesern am Mittwochabend so h&#228;ufig geklickt wie derjenige, der zu BILDblog f&#252;hrte.</p>
<p>Und wie oft wurde er geklickt? <strong>43</strong> mal.</p>
<p>Und am n&#228;chsten Tag: <strong>42</strong> mal.</p>
<p>Die Leute lesen turi2 also nicht, um auf diese Weise interessante Artikel zu finden; sie lesen turi2, um die interessanten Artikel nicht zu lesen. Sie vertrauen darauf, dass turi2 die Inhalte der verlinkten Artikel zuverl&#228;ssig so treffend auf den Punkt bringt, dass sie auf die Lekt&#252;re der Quelle verzichten k&#246;nnen. Kein Wunder also, dass turi2 vor allem von Leuten gelesen wird, die nicht auf die Links klicken. Denn <a href="http://turi-2.blog.de/2008/07/11/heute2-bild-focus-gruner-jahr-4434597#c7259635">wer</a> <a href="http://turi-2.blog.de/2008/07/11/heute2-bild-focus-gruner-jahr-4434597#c7260273">auf</a> <a href="http://turi-2.blog.de/2008/05/27/heute2-spiegel-online-klambt-pin-4226806#c6898305">die</a> <a href="http://turi-2.blog.de/2008/07/10/heute2-klickbetrug-gfk-montgomery-4427703#c7249380">Links</a> <a href="http://www.medienpiraten.tv/blog/?p=674">klickt</a>, hat dieses Vertrauen in turi2 eher nicht mehr lange.</p>
<p><small>[Disclosure: Ich habe vor vielen Jahren f&#252;r Peter Turi gearbeitet und w&#252;rde es nicht wieder tun.]</small></p>
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		<title>91 % aller Ausrufezeichen sind über</title>
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		<comments>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/91-aller-ausrufezeichen-sind-ueber/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 11:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[Gesellschaft für rationelle Psychologie]]></category>

		<category><![CDATA[GRP]]></category>

		<category><![CDATA[Jochen Paulus]]></category>

		<category><![CDATA[Men's Health]]></category>

		<category><![CDATA[Zeit Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8222;Gesellschaft f&#252;r rationelle Psychologie&#8221; (GRP), die regelm&#228;&#223;ig zweifelhafte &#8222;Studien&#8221; anfertigt, deren &#8222;Ergebnisse&#8221; (Erfurter nehmen sich 13 Minuten Zeit f&#252;r Sex, Berliner nur neun / zwei Drittel der Gr&#252;nen-W&#228;hler finden kleine Br&#252;ste attraktiv / in Hamburg leben die gr&#246;&#223;ten M&#228;nner / K&#246;lnerinnen haben am ehesten beim ersten Mal Sex) von Medien wie Nachrichten behandelt werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.grp-net.com/">&#8222;Gesellschaft f&#252;r rationelle Psychologie&#8221;</a> (GRP), die regelm&#228;&#223;ig zweifelhafte &#8222;Studien&#8221; anfertigt, deren &#8222;Ergebnisse&#8221; (Erfurter nehmen sich 13 Minuten Zeit f&#252;r Sex, Berliner nur neun / zwei Drittel der Gr&#252;nen-W&#228;hler finden kleine Br&#252;ste attraktiv / in Hamburg leben die gr&#246;&#223;ten M&#228;nner / K&#246;lnerinnen haben am ehesten beim ersten Mal Sex) von Medien wie Nachrichten behandelt werden, will sich gegen einen <a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2008/04/Institut-fuer-Volksverdummung?page=all">entlarvenden Artikel &#252;ber sie in der aktuellen Ausgabe von &#8222;Zeit Wissen&#8221;</a> juristisch wehren. </p>
<p>Ulrike Ertel, die Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin des Instituts, kommentierte den Artikel am Montag <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kurz-verlinkt-20/">unter meinem Hinweis hier im Blog</a> so<b>*</b>:</p>
<blockquote><p>F&#252;r dumm verkauft!!!!<br />
Dumm geschrieben &#8212; Alles L&#252;gen und falsche Behauptungen eines gekr&#228;nkten Autors. Was wir demn&#228;chst auch &#8222;gerichtlich&#8221; beweisen werden. Wir haben rechtliche Schritte gegen die wahrheitswidrigen Behauptungen und Beleidigungen eingeleitet.<br />
Der Beitrag ist ein b&#246;sartiger Racheakt, weil Herr Paulus vor etwa zwei Jahren von uns nicht als Autor akzeptiert worden ist und wir andere Autoren autorisiert haben.<br />
Journalisten waren und sind bei uns seit &#252;ber 38 Jahre willkommen &#8212; Nur nicht so Unseri&#246;se wie der Autor.</p></blockquote>
<p>&#196;hnlich hat sich Ertels Mann Henner gegen&#252;ber &#8222;Zeit Wissen&#8221; ge&#228;u&#223;ert und das Magazin zu einer Richtigstellung und zur Abgabe einer Unterlassungserkl&#228;rung auffordern lassen.</p>
<p>Jochen Paulus, der Autor des Artikels, sagt, Ertel habe ihm bislang keinen Fehler nachweisen k&#246;nnen. Er habe, anders als Ertel behauptet, nie vorgehabt, f&#252;r die GRP oder ihre Gesch&#228;ftspartner zu schreiben: &#8222;Ein Vergleich meiner Ver&#246;ffentlichungen und der der G. R. P. zeigt schnell, dass ich da auch kaum hinpassen w&#252;rde.&#8221; S&#228;mtliche Kontakte zur GRP h&#228;tten der Recherche f&#252;r den Artikel gedient. &#8222;Anderslautende Behauptungen sind f&#252;r einen seri&#246;sen Journalisten verleumderisch&#8221;, so Paulus.</p>
<p>Die pseudowissenschaftlichen Ergebnisse der GRP sind allein in diesem Jahr u.a. von &#8222;B.Z.&#8221;, &#8222;Berliner Kurier&#8221;, &#8222;Berliner Zeitung&#8221;, &#8222;Berliner Morgenpost&#8221;, &#8222;Bild&#8221;, &#8222;Express&#8221;, &#8222;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8221;, &#8222;Magdeburger Volksstimme&#8221;, &#8222;M&#252;nchner Merkur&#8221;, &#8222;Tagesspiegel&#8221;, &#8222;taz&#8221;, &#8222;Th&#252;ringer Allgemeine&#8221; und &#8222;Die Welt&#8221; sowie den Nachrichtenagenturen AP und dpa verbreitet worden. Auftraggeber ist in den meisten F&#228;llen das M&#246;chtegernmagazin &#8222;Men&#8217;s Health&#8221;.</p>
<p><small>*) Der Kommentar ist nicht ver&#246;ffentlicht worden, weil er im Spamfilter h&#228;ngen blieb, den ich so eingestellt habe, dass er Kommentare mit mindestens drei Ausrufezeichen in Folge automatisch aussortiert. Das hat sich als erstaunlich zuverl&#228;ssiges Auswahlkriterium herausgestellt.</small></p>
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		<item>
		<title>Von wegen Witzemacher</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 21:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>

		<category><![CDATA[Jon Stewart]]></category>

		<category><![CDATA[The Onion]]></category>

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		<description><![CDATA[Vermutlich muss man sich ernstlich Sorgen machen um eine Gesellschaft und eine Medienwelt, in der Komiker und Satiriker nicht nur ungef&#228;hr die einzigen sind, die noch die Wahrheit sagen, sondern auch die einzigen, die &#252;berhaupt erkennen, worum es geht bei einer Diskussion. Andererseits: In Deutschland w&#252;sste ich nicht einmal, wer diese Komiker und Satiriker w&#228;ren.

Dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vermutlich muss man sich ernstlich Sorgen machen um eine Gesellschaft und eine Medienwelt, in der Komiker und Satiriker nicht nur ungef&#228;hr die einzigen sind, die noch die Wahrheit sagen, sondern auch die einzigen, die &#252;berhaupt erkennen, worum es geht bei einer Diskussion. Andererseits: In Deutschland w&#252;sste ich nicht einmal, wer diese Komiker und Satiriker w&#228;ren.</p>
<p><embed FlashVars='videoId=176628' src='http://www.thedailyshow.com/sitewide/video_player/view/default/swf.jhtml' quality='high' bgcolor='#cccccc' width='332' height='316' name='comedy_central_player' align='middle' allowScriptAccess='always' allownetworking='external' type='application/x-shockwave-flash' pluginspage='http://www.macromedia.com/go/getflashplayer'></embed></p>
<p>Dazu passt, dass &#8222;New York Times&#8221;-Kolumnist Paul Krugman <a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2008/07/14/state-of-the-onion/">neulich feststellte</a>, dass wir im Jahre 8 der &#8222;Onion&#8221;-&#196;ra leben: dem Zeitalter, in dem Artikel des grandiosen amerikanischen Satiremediums <a href="http://www.theonion.com/">&#8222;The Onion&#8221;</a> fortw&#228;hrend zutreffender waren als das, was &#8222;ernste&#8221; Zeitungen berichteten. </p>
<p>Am 17. Januar 2001 (!) <a href="http://www.theonion.com/content/node/28784">spann &#8222;The Onion&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p>WASHINGTON, DC – Mere days from assuming the presidency and closing the door on eight years of Bill Clinton, president-elect George W. Bush assured the nation in a televised address Tuesday that &#8222;our long national nightmare of peace and prosperity is finally over.&#8221; (&#8230;)</p>
<p>During the 40-minute speech, Bush also promised to bring an end to the severe war drought that plagued the nation under Clinton, assuring citizens that the U.S. will engage in at least one Gulf War-level armed conflict in the next four years.</p>
<p>&#8222;You better believe we&#8217;re going to mix it up with somebody at some point during my administration,&#8221; said Bush, who plans a 250 percent boost in military spending. &#8222;Unlike my predecessor, I am fully committed to putting soldiers in battle situations. Otherwise, what is the point of even having a military?&#8221;</p></blockquote>
<p>Aktuell lautet <a href="http://www.theonion.com/content/news/recession_plagued_nation_demands">eine &#8222;Onion&#8221;-Schlagzeile</a>:</p>
<blockquote><p>Recession-Plagued Nation Demands New Bubble To Invest In</p></blockquote>
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		<title>Super-Selbstreferentialität (3)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 10:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[taz.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kollegen von taz.de haben sich von diesem Artikel von mir (oder, genau genommen, von einem Leserkommentar unter diesem &#8222;Welt Online&#8221;-Text) zu einer Bildergalerie inspirieren lassen:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kollegen von taz.de haben sich von <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bitte-hier-klicken/">diesem Artikel</a> von mir (oder, genau genommen, von einem Leserkommentar unter <a href="http://www.welt.de/webwelt/article2198748/Die_Liste_der_100_gefaehrlichsten_Internetseiten.html">diesem &#8222;Welt Online&#8221;-Text</a>) zu einer <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&#038;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&#038;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Danke-Herr-Niggemeier&#038;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&#038;no_cache=1">Bildergalerie</a> inspirieren lassen:</p>
<p><a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&#038;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&#038;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Danke-Herr-Niggemeier&#038;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&#038;no_cache=1"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/tazzahlen.jpg' alt='' /></a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StefanNiggemeier/~4/336936089" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Klickdoping mit 16 Buchstaben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 11:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[faz.net]]></category>

		<category><![CDATA[IVW]]></category>

		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

		<category><![CDATA[sueddeutsche.de]]></category>

		<category><![CDATA[Welt Online]]></category>

		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ja, das wirkt sehr unspektakul&#228;r, das &#8222;gute alte Kreuzwortr&#228;tsel&#8221;, das &#8222;Welt Online&#8221; seinen Lesern t&#228;glich neu pr&#228;sentiert. Der Clou ist unsichtbar: Das Spiel ist so programmiert, dass jeder einzelne Buchstabe, den ein Leser hier eintr&#228;gt, als ein Seitenaufruf z&#228;hlt. Eine einzelne Kniegeige verbessert die Bilanz von &#8222;Welt Online&#8221; um f&#252;nf PageImpressions; wer das R&#228;tsel komplett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/reise/article1973873/reise_kreuzwortraetsel.html"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/ivw_welt1.gif' alt='' /></a></p>
<p>Ja, das wirkt sehr unspektakul&#228;r, das &#8222;gute alte Kreuzwortr&#228;tsel&#8221;, das &#8222;Welt Online&#8221; seinen Lesern t&#228;glich neu pr&#228;sentiert. Der Clou ist unsichtbar: Das Spiel ist so programmiert, dass jeder einzelne Buchstabe, den ein Leser hier eintr&#228;gt, als ein Seitenaufruf z&#228;hlt. Eine einzelne Kniegeige verbessert die Bilanz von &#8222;Welt Online&#8221; um f&#252;nf PageImpressions; wer das R&#228;tsel komplett l&#246;st, produziert &#252;ber 100 PageImpressions mindestens. </p>
<p>Das ist eine stattliche Zahl verglichen mit den Klicks, die sich durch einzelne Artikel oder sogar Bildergalerien produzieren lassen &#8212; vom minimalen Aufwand ganz zu schweigen. Und deshalb ist der Trick auch keine exklusive Erfindung von &#8222;Welt Online&#8221;. Der Online-Auftritt der &#8222;S&#252;ddeutschen Zeitung&#8221; hat sein Sudoku genauso produziert: Jede einzelne Zahl, die in das Gitter eingetragen wird, wird als kompletter Seitenaufruf der IVW &#252;bermittelt, deren Werte die Standardw&#228;hrung im Online-Werbegesch&#228;ft sind.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/app/spiele/sudoku/"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/ivw_sz1.gif' alt='' /></a></p>
<p>Dasselbe gilt f&#252;r dieses Sudoku der &#8222;Zeit&#8221;:</p>
<p><a href="http://sudoku.zeit.de/sudoku/kunden/die_zeit/"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/ivw_zeit.gif' alt='' /></a></p>
<p>Das Puzzle &#8222;Klick it like Beckham&#8221;, das sueddeutsche.de in immer neuen Varianten auflegt, ist sogar so programmiert, dass jeder Spielzug gleich zwei Klicks produziert:</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/app/spiele/promiklick/"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/ivw_sz2.gif' alt='' /></a></p>
<p>Mit allen Mitteln versuchen die Online-Medien die Zahl ihrer PageImpressions k&#252;nstlich in die H&#246;he zu treiben, denn diese Zahl wird gerne f&#228;lschlicherweise f&#252;r eine Messgr&#246;&#223;e f&#252;r Erfolg und gar Qualit&#228;t gehalten. Die Vermarkter werben mit ihr, Medienjournalisten erstellen Rankings und k&#252;ren Sieger und Verlierer.</p>
<p>Das k&#252;nstliche Aufbl&#228;hen dieser Zahlen durch entsprechend programmierte R&#228;tsel und Spiele widerspricht dabei nach Ansicht der IVW nicht einmal ihren Regeln. Danach gilt als PageImpression zwar nur, wenn durch die Aktion eines Nutzers (also einen Klick oder eine Eingabe) &#8222;eine wesentliche Ver&#228;nderung des Seiteninhaltes&#8221; bewirkt wird. Aber wenn da in einem Kreuzwortr&#228;tsel nicht mehr &#8222;CELL&#8221;, sondern &#8222;CELLO&#8221; steht, sieht die IVW darin schon eine &#8222;wesentliche Ver&#228;nderung des Seiteninhaltes&#8221;. </p>
<p>Und man kann sich nicht einmal darauf verlassen, dass die auf diese Weise massenhaft produzierten PageImpressions in der IVW-Statistik unter &#8222;Spiele&#8221; ausgewiesen werden. Die Medien d&#252;rfen sie auch als &#8222;redaktionellen Content&#8221; deklarieren, in der Rubrik &#8222;Entertainment &#038; Lifestyle&#8221;, als handele es sich um journalistische Inhalte. Das Sudoku von &#8222;Zeit Online&#8221; zum Beispiel l&#228;sst auf diese Weise das redaktionelle Angebot attraktiver erscheinen als es ist.</p>
<p>Hans-J&#252;rgen Jakobs, Chefredakteur von sueddeutsche.de, mag darin kein Problem sehen: &#8222;Wie Sie wissen, bieten viele Zeitungen und Zeitschriften auf Papier R&#228;tsel- und Sudoku-Ecken an, weil sie zurecht davon ausgehen, hier auf Publikumsinteresse zu sto&#223;en. Sollen wir solche Formen ignorieren? Geht es nicht immer daran, eine Mischung anzubieten &#8212; aus Information, Investigation, Bildung und auch Unterhaltung?&#8221;</p>
<p>Per E-Mail teilte er mit mit: &#8222;Seien Sie versichert, dass wir uns &#8212; so wie die FAZ &#8212; ganz nach den Vorgaben der IVW richten.&#8221; Nun ja: Die IVW hat angek&#252;ndigt, eine fr&#252;here Version von &#8222;Kick it like Beckham&#8221; kritisch zu &#252;berpr&#252;fen. Es handelte sich um eine Art Puzzle, das selbst dann eine PageImpression z&#228;hlte, wenn das Puzzlest&#252;ck, das der Leser einzusetzen versuchte, nicht passte und zur&#252;ck an seinen alten Platz schnappte. Das entspricht wom&#246;glich nicht einmal nach Ansicht der IVW einer &#8222;wesentlichen &#196;nderung&#8221;.</p>
<p>Auf meine Frage, ob er sich vorstellen kann, auf solches Klickdoping zu verzichten, wenn sich andere Verlage auch dazu verpflichten &#8212; analog seiner Forderung nach <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/show.php?id=76891&#038;openbox=0">gemeinsamen Beschr&#228;nkungen der Suchmaschinen-Manipulation</a> &#8212; antworte Jakobs klar mit Nein: &#8222;Spiele habe ich nicht gemeint.&#8221;</p>
<p>In der Pressestelle der Axel-Springer-AG stellt man sich dumm, was die Problematik dieser Art von Klickdoping angeht, und erkl&#228;rt, mein Anliegen &#8222;verwundere&#8221; die Kollegen von &#8222;Welt Online&#8221;. Verlagssprecher Dirk Meyer-Bosse f&#252;gt hinzu: &#8222;Wir bewegen uns mit all unseren Angeboten auf WELT ONLINE, also auch mit Online-Spielen, voll und ganz im Rahmen der Richtlinien der IVW, mit der wir auch im engen Austausch stehen&#8221;.</p>
<p>Was Meyer-Bosse nicht sagt: Dieser &#8222;enge Austausch&#8221; kann auch darin bestehen, dass die IVW die Z&#228;hlung beanstandet. Neulich stellte sich heraus, dass &#8222;Welt Online&#8221; die Klicks, die das Kreuzwortr&#228;tsel generierte, als Zugriffe auf &#8222;Nachrichten&#8221; auswies. Sicher waren die Kollegen von &#8222;Welt Online&#8221; verwundert, als das herauskam. </p>
<p>Der Sprecher deutet aber zumindest begrenzte Aussagekraft der IVW-Zahlen an, indem er sagt, f&#252;r &#8222;Welt Online&#8221; sei &#8222;die wichtigste Z&#228;hlgr&#246;&#223;e die AGOF&#8221;, eine repr&#228;sentative Studie, die aus verschiedenen Erfassungsmethoden die Reichweite der Online-Medien berechnet. (Das hindert Springer nat&#252;rlich nicht, mit den durch groteske Klickstrecken und eben Kreuzwortr&#228;tsel aufgepumpten PageImpressions <a href="http://axelspringer.de/inhalte/pressese/inhalte/presse/6108.html">regelm&#228;&#223;ig</a> <a href="http://axelspringer.de/inhalte/pressese/inhalte/presse/6136.html">zu prahlen</a>.)</p>
<p>Im vertraulichen Gespr&#228;ch r&#228;umen Verantwortliche von Online-Medien durchaus ein, dass das IVW-Verfahren Unsinn ist und die Zahlen nur noch wenig Aussagekraft haben. Auch bei der IVW sieht man die Notwendigkeit zur Reform. &#8222;Alle sind sich dar&#252;ber im Klaren, dass wir daran gehen m&#252;ssen&#8221;, sagt Online-Bereichsleiter J&#246;rg Bungartz, der von einer &#8222;sich versch&#228;rfenden Problematik&#8221; spricht. Als Beispiel nennt er auch Videos, die so programmiert sind, dass es schon als PageImpression gewertet wird, wenn der Zuschauer zwischendurch blo&#223; die Pausetaste dr&#252;ckt. Immer wieder stelle sich die Frage: &#8222;Ist es das, was wir z&#228;hlen wollen?&#8221; Die IVW wolle aber nicht voreilig die Definitionen &#228;ndern, um einzelne L&#252;cken zu schlie&#223;en, sondern arbeite an einer zukunftssicheren Reform. Die ist f&#252;r n&#228;chstes Jahr geplant. </p>
<p>Die Zeit, bis es soweit ist, k&#246;nnen Sie ja nutzen, um bei faz.net ihr Gehirn zu trainieren, zum Beispiel mit dem Silbenr&#228;tsel. Und &#228;rgern Sie nicht, wenn Sie Fehler machen. Jeder einzelne Klick, sogar ein falscher, z&#228;hlt als PageImpression und poliert die Online-Bilanz von faz.net auf. Das ist doch auch was.</p>
<p><a href="http://gehirntraining.faz.net/silbenraetsel"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/ivw_faz.jpg' alt='' /></a></p>
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		<title>Super-Symbolfotos (42)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 14:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[Symbolfotos]]></category>

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		<description><![CDATA[Alternativtitel: &#8222;Super-Selbstreferentialit&#228;t (2)&#8221;.

[via Thomas Wanhoff]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>Alternativtitel: &#8222;Super-Selbstreferentialit&#228;t (2)&#8221;.</small></p>
<p><a href="http://www.n-tv.de/993605.html"><img src='http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/ntvbildblog.jpg' alt='' title='Screenshot: n-tv.de' /></a></p>
<p><small>[via <a href="http://weblog.wanhoff.de/?p=1361">Thomas Wanhoff</a>]</small></p>
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		<title>Falschparker auf Hermans Autobahn (3)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 09:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<category><![CDATA[dpa]]></category>

		<category><![CDATA[Eva Herman]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Frage, die sich stellt, wenn man den Beschluss des K&#246;lner Oberlandesgerichtes liest, ist die, ob die deutsche Sprache dagegen klagen k&#246;nnte. Oder wenigstens die Verben, wegen Diskriminierung:
Die gem&#228;&#223; §§ 99 Abs. 2, 567 ff ZPO statthafte und auch den sonstigen Voraussetzungen nach zul&#228;ssige sofortige Beschwerde der Verf&#252;gungsbeklagten gegen die in dem nach Anerkenntnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Frage, die sich stellt, wenn man den Beschluss des K&#246;lner Oberlandesgerichtes liest, ist die, ob die deutsche Sprache dagegen klagen k&#246;nnte. Oder wenigstens die Verben, wegen Diskriminierung:</p>
<blockquote><p>Die gem&#228;&#223; §§ 99 Abs. 2, 567 ff ZPO statthafte und auch den sonstigen Voraussetzungen nach zul&#228;ssige sofortige Beschwerde der Verf&#252;gungsbeklagten gegen die in dem nach Anerkenntnis zu dem geltend gemachten Unterlassungspetitum durch das angefochtene Schlussurteil getroffene gesonderte Kostenentscheidung ist in der Sache erfolgreich.</p></blockquote>
<p>Ist das nicht sensationell, was die Richter alles zwischen den Artikel &#8222;die&#8221; und das dazugeh&#246;rige Substantiv &#8222;Kostenentscheidung&#8221; gepackt haben? Und das ist nur der erste Satz. Der n&#228;chste lautet:</p>
<blockquote><p>Allerdings gilt das nicht, soweit die sofortige Beschwerde sich im Hauptantrag dagegen wendet, dass das Landgericht die Kostenverteilung anhand der sich aus dem bisherigen Sach- und Streitstand ergebenden Erfolgsaussichten des Rechtsschutzbegehrens der Verf&#252;gungskl&#228;gerin vorgenommen hat, anstatt &#8212; wie die Verf&#252;gungsbeklagte das vertritt und mit der sofortigen Beschwerde in erster Linie zu erreichen sucht &#8212; den sich aus § 98 ZPO im Falle des Vergleichsschlusses formulierten gesetzlichen Verteilungsma&#223;stab der Kostenaufhebung als ma&#223;geblich zu erachten.</p></blockquote>
<p>So geht das viele Abs&#228;tze weiter, und als sei der Beschluss durch diesen Sprachbeton nicht schon undurchdringlich genug, handelt es sich bei dem Verfahren auch noch um die Beschwerde gegen ein Urteil wegen einer einstweiligen Verf&#252;gung, weshalb die Verf&#252;gungsbeklagte gleichzeitig die Beschwerdef&#252;hrerin ist und die Verf&#252;gungskl&#228;gerin die Beschwerdegegnerin. Logisch.</p>
<p>Jedenfalls hat Eva Herman gegen die Nachrichtenagentur dpa verloren. Es geht immer noch darum, dass dpa die fr&#252;here Fernsehmoderatorin am Abend der ber&#252;chtigten &#8222;Johannes B. Kerner&#8221;-Sendung im vergangenen Oktober sinnentstellend wiedergegeben hatte (Vorgeschichte <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falschparker-auf-eva-hermans-autobahn/">Teil 1</a>, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falschparker-auf-hermans-autobahn-2/">Teil 2</a>). Eva Herman mahnte die Agentur zwei Monate sp&#228;ter ab und beantragte im Januar schlie&#223;lich eine einstweilige Verf&#252;gung. Beide Seiten verglichen sich, umstritten blieb aber, wer die Kosten f&#252;r das Verfahren tragen soll.</p>
<p>Das K&#246;lner Oberlandesgericht gab jetzt einer Beschwerde von dpa statt und widersprach dem Urteil der Vorinstanz. Eva Herman muss die Kosten ganz allein tragen. Ihr Antrag auf eine einstweilige Verf&#252;gung h&#228;tte keine Chance gehabt. Es habe &#8212; mehrere Monate nach der Ver&#246;ffentlichung der Meldung &#8212; keine daf&#252;r erforderliche Eilbed&#252;rftigkeit gegeben. Daran &#228;ndere auch nichts, dass Eva Herman eidesstattlich versicherte, erst am 10. Dezember von der dpa-Meldung vom 10. Oktober erfahren zu haben. Das Gericht zweifelte auch daran, dass eine Wiederholungsgefahr bestand. </p>
<p>Ein <a href="http://www.idea.de/index.php?id=917&#038;tx_ttnews[tt_news]=61539&#038;tx_ttnews[backPid]=18&#038;cHash=30dea0bcaf">Bericht der evangelikalen Nachrichtenagentur Idea</a> &#252;ber einen Anfangserfolg Hermans endete im Februar mit den S&#228;tzen: </p>
<blockquote><p>Nach dem Sieg der Fernsehmoderatorin gegen die gr&#246;&#223;te deutsche Nachrichtenagentur k&#246;nnten bald weitere Medien zur Rechenschaft gezogen werden. Herman: &#8222;Es wurde Zeit, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Das war erst der Anfang. Nun geht es weiter.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#220;ber ihre Niederlage haben Herman und ihre publizistischen Verb&#252;ndeten bislang nicht berichtet. Offenbar w&#252;rde das ihrer Wahrheitsfindung nicht dienen.<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/5fae595832f908ab55ed8a6e1a4e72" width="1" height="1" alt=""></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StefanNiggemeier/~4/334942928" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falschparker-auf-hermans-autobahn-3/feed/</wfw:commentRss>
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