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    <title>Blog Feed</title>
    <description>Die neusten Einträge im Blog.</description>
    <link>http://stevepavlina.de/blog/</link>
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      <title>Was man in 6 Monaten erreichen kann</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/erfolg.jpg" title="Und was hast du dieses Jahr schon geschafft?"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Und was hast du dieses Jahr schon geschafft?&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; ?&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Da 2005 halb vorbei ist, habe ich mich entschieden, meine Fortschritte zu bewerten. Hier ist, was ich dieses Jahr bisher gemacht habe:&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Körperlich&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Habe einen 30-Tage-Test für ein neues Trainingsprogramm durchgeführt&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe das Trainingsprogramm auf sechs Tage die Woche und einen Mix aus Laufen und Krafttraining abgeändert.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe die Läufe schrittweise auf 12 km ausgedehnt (werde diese Distanz wahrscheinlich bis nach dem Sommer beibehalten, da es momentan 40° draußen sind und ich nicht zur Pfütze mutieren will).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einige Monate lang zusammen mit einem Chiropraktiker an einer Haltungsänderung gearbeitet, welche dazu führte, dass ich keine Knieschmerzen mehr bei langen Läufen habe.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe mein normales Lauftempo i, etwa eine Minute pro Meile verbessert.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe 4,5kg abgenommen und 2% weniger Körperfett.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe die Gewohnheit jeden Morgen um 5 Uhr aufzustehen etabliert, schlafe so etwa 90 Minuten weniger als vorher, aber habe mehr Energie.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einen wirklich schönen Wanderweg im Red Rock Canyon entdeckt, welcher zu einer natürlichen Quelle führt (ein toller Ort, um zu meditieren)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schaffe immer noch 30-30 Liegestütze (nicht meine persönliche Bestleistung, aber in Ordnung).&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h2&gt;Arbeit und Karriere&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Habe einen Geschäftsplan für 2005 geschrieben.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe angefangen, mein erstes Buch zu schreiben (detailierter Entwurf und einige Kapitel erledigt, aber noch lange nicht fertig).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe den Traffic auf StevePavlina.com um 600% gesteigert (Juni 2005 verglichen mit Dezember 2004).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe mein Ziel für das zweite Quartal hinsichtlich der Newsletter-Abonnenten erreicht.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe Dutzende neue Blogposts geschrieben, inklusive einer 6-teiligen Serie über &lt;a href="/selbstdisziplin-einleitung"&gt;Selbstdisziplin&lt;/a&gt; und eine weitere über den &lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Sinn des Lebens&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Einige Blogartikel sind durch Mundpropaganda bekannt geworden: &lt;a href="/wie-man-ein-fruehaufsteher-wird"&gt;Wie man Frühaufsteher wird&lt;/a&gt; und &lt;a href="/wie-man-kaffee-aufgibt"&gt;Wie man Kaffee aufgibt&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe viele kleine Verbesserungen an der Seite und am Blog vorgenommen (ohne einen Cent auszugeben).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe ein neues Spiel mit meiner Spielefirma rausgebracht.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einen Arbeitsplan aufgestellt um Geld als professioneller Redner zu verdienen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Einige meiner Artikel wurden in andere Sprachen übersetzt (hauptsächlich Russisch).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe ein Interview mit einem großen Magazin gehabt, welches eine Leserschaft von 5 Millionen hat (wird aber erst im 4. Quartal erscheinen).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einen professionellen Redner aus der Region gefunden, der mein Mentor auf dem Weg zum verdienenden, professionellen Redner sein wird.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe begonnen, Themen zu entwickeln, über die ich sprechen kann.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
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&lt;h2&gt;Toastmasters und Reden&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Habe mir meinen &lt;span class="caps"&gt;CTM&lt;/span&gt; verdient (&amp;#8220;Competent Toastmaster&amp;#8221;, für 10 gehaltene Reden).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe schon 30% der Reden auf dem Weg zum &lt;span class="caps"&gt;ATM&lt;/span&gt;-B geschafft (Advanced Toastmaster Bronze, für 10 weitere Reden).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe meinen CL bekommen (&amp;#8220;Competent Leader&amp;#8221; dafür, dass ich im Club mehr als 6 Monate bin und zwei Präsentationen über Führungsverhalten gemacht habe).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Den Preis &amp;#8220;Spark Plug of the Year&amp;#8221; 2004 meines Clubs gewonnen (&amp;#8220;spark plug&amp;#8221; ist die Zündkerze, Anm.d.Red.).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Den &amp;#8220;Toastmaster of the Year&amp;#8221; 2004 in meinem Bezirk bekommen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Als Schatzmeister des Clubs gearbeitet (Seit Juli 2004).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zum Mitgliedschafts-Vizepräsident des Clubs gewählt worden während ich als Schatzmeister weiter diene (musste meinen &lt;span class="caps"&gt;CTM&lt;/span&gt; verdienen, um dazu berechtigt zu sein).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe am internationalen Wettbewerb 2005 teilgenommen (1. Platz im Club, 1. in meinem Bezirk, 3. in der Division).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe eine 30-minütige Rede über Selbstdisziplin für ein ortsansässiges Unternehmen gehalten.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe Präsentationen zu Zielsetzung, Planung und Delegation gegeben.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Einer meiner Briefe an den Editor des Toastmaster&amp;#8217;s Magazine wurde veröffentlicht.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h2&gt;Mental- und Fähigkeitsentwicklung&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Habe etwa zwei Dutzend neue Bücher gelesen und einige Audioprogramme angehört.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einige Hundert Artikel und Blogposts gelesen, hauptsächlich zu &lt;a href="/persoenlichkeitsentwicklung"&gt;Persönlichkeitsentwicklung&lt;/a&gt;, &lt;a href="/produktivitaet"&gt;Produktivität&lt;/a&gt; und Bloggen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe an einem 3-tägigen Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung teilgenommen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe an Reden von Mark Victor Hansen, Jack Canfield, Les Brown, Stephen Covey und vielen anderen teilgenommen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe mein &lt;a href="/das-persoenliche-verantwortungssystem-ein-system-zur-selbstueberpruefung"&gt;Persönliches Verantwortungssystem&lt;/a&gt; verbessert, was dazu beitrug meinen Fokus zu stärken und für mehr Klarheit zu sorgen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe meine Kommunikations- und Führungsqualitäten via Toastmasters verbessert.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe altgriechische Philosophie studiert.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einige neue Vokabeln gelernt.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe an einem Humor-Workshop teilgenommen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe das, was ich im Humor-Workshop gelernt habe, an meiner Frau geübt.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h2&gt;Soziales&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Habe mehr Freunde/Kontakte über Toastmasters in der Region kennen gelernt.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe mehr Freunde/Kontakte über das Internet, hauptsächlich über den Blog kennen gelernt.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe an einem &lt;a href="/nanofabriken"&gt;Treffen der Las Vegas Futuristen&lt;/a&gt; teilgenommen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bin zum &amp;#8220;Family Fun Tag&amp;#8221; mit den Greater Las Vegas Jaycees (einem Toastmasters Club, Anm.d.Red.). Habe dort den ersten Platz beim Wasserballon-Weitwurf gemacht &amp;#8211; und dann den Gewinnerballon gut eingesetzt).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe mit einigen alten High-School-Freunden auf dem Strip zu Abend gegessen und hatte viel Spaß.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe ein anständiges soziales Netz aufgebaut, so dass ich ein paar Mal die Woche raus komme (So will ich das).&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h2&gt;Finanzielles&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Meine Frau und ich haben im Januar ein neues Haus gekauft, welches schon zu 10-15% abgezahlt ist.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Beziehe jetzt Einkommen von StevePavlina.com via Google AdSense, indem ich kleine Veränderungen vorgenommen habe und Traffic aufgebaut habe. Habe im Juni mehr verdient als im Februar, März, April und Mai zusammen (noch nicht genug, um davon zu leben, aber immerhin).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe die Ausgaben minimiert, so dass ich ein Polster habe, um meine Karriere im Schreiben und Reden halten auszubauen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h2&gt;Persönliches&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Bin in ein neues Haus gezogen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe wahnsinnig viel sauber gemacht, Kisten ge- und ausgepackt.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe einen Internet-Telefonservice installiert und die Verkabelung im Haus so verändert, dass alle Telefone über ihn gehen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe viele kleine Reparaturen und Verbesserungen im Haus durchgeführt (Ich glaube, das Haus besteht  jetzt aus 50% Spachtelmasse.)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe viele meiner CDs in MP3s konvertiert, so dass ich sie auch auf meinem neuen &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004184SN2" rel="nofollow"&gt;iPod Shuffle&lt;/a&gt; anhören kann, wenn ich laufen gehe.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
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&lt;h2&gt;Familie&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Meine Tochter hat die Vorschule abgeschlossen (Ok, dafür kann ich die Lorbeeren nicht einheimsen).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mein Sohn hat die ersten Schritte gemacht und ich habe ihm Fangen beigebracht (Dafür heimse ich die Lorbeeren ein, egal, was meine Frau sagt).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe meinem Sohn beigebracht, &amp;#8220;Ja&amp;#8221; zu sagen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe gelernt, dass ich meine Frau mit einer Fußmassage zähmen kann (Jetzt gehört sie endgültig mir!).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe zusammen mit meiner Frau eine tägliche Routine aufgebaut, die es mir ermöglicht, Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe meiner Frau geholfen, ihren eigenen Blog auf- und auszubauen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h2&gt;Spaß und Interessantes&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Habe eine Rede gehalten &amp;#8211; in der Pfote der Sphinx im Luxor Hotel.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe die Blue Man Group im Luxor zusammen mit meiner Frau gesehen; zum halben Preis für Einwohner von Las Vegas (eine sehr bizarre Erfahrung – ich kann nicht glauben, dass sie das gesamte Publikum mit Toilettenpapier eingewickelt haben).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe mich professionell massieren lassen (das sollte ich öfter machen).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe &lt;a href="http://www.barbaradeangelis.com/"&gt;Dr. Barbara DeAngelis&lt;/a&gt; persönlich getroffen und mit ihr etwa 10-15 Minuten gesprochen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe meine Frau im Lufthockey geschlagen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe ein paar Mal &lt;a href="/blackjack-und-lebensweisheiten"&gt;Blackjack&lt;/a&gt; gespielt (mit 100% Gewinnquote) und &lt;a href="/poker-und-lebensweisheiten"&gt;Poker&lt;/a&gt; (50% Gewinnquote) und habe insgesamt sogar Gewinn gemacht (mit 21 habe ich gelernt, wie man Karten zählt und Poker mit 18).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bin zu einem Treffen eines anderen Toastmasters Club gegangen und habe ein kurzes Stegreif-Spiel moderiert, um die Gespräche am Tisch in Gang zu bringen. Dabei war ich Donald Trump und spielte mit zwei Rednern, auf die ich „schoss“, als sie mir von einem schrecklichen Misserfolg berichteten.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe das Guggenheim Heritage Museum im Ventian (ein Hotel in Las Vegas, Anm.d.Red.) besucht und habe einiges über das alte Ägypten erfahren (erzählt von Jeremy Irons)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Habe das neu eröffnete &lt;a href="http://www.nationalatomictestingmuseum.org/"&gt;Atomic Testing Museum&lt;/a&gt; in Las Vegas besucht und mache mir nun keine Sorgen mehr um die Atombombe und liebe sie stattdessen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
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&lt;p&gt;Alles in allem gebe ich mir 9 von 10 Punkten. Ich habe nicht alle meine Ziele im ersten und zweiten Quartal erreicht, dafür war ich in einigen Bereichen besser, so dass das die Defizite ausgleicht. Ich bin mit meinem Buch noch nicht so weit, wie ich um diese Zeit sein wollte, dafür habe ich meine Ziele hinsichtlich des Web-Traffics überboten und dafür freue ich mich mehr als über das Buch – das Buch zu schreiben untersteht meiner direkten Kontrolle, so dass ich froh bin, den schwierigeren Teil hinter mir zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter geht’s mit dem 3. Quartal&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?a=hRRWmOX3ZOQ:ddfmyxZVLgg:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?a=hRRWmOX3ZOQ:ddfmyxZVLgg:qj6IDK7rITs"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?d=qj6IDK7rITs" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/hRRWmOX3ZOQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
      <link>http://feedproxy.google.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~3/hRRWmOX3ZOQ/was-man-in-6-monaten-erreichen-kann</link>
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      <pubDate>Thu, 24 May 2012 11:32:00 +0200</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4fbe78d882ca280b0003ea23">Gettings Things Done</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4fbe78d882ca280b0003ea24">Erfolg</category>
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    <item>
      <title>Der Mentor</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/mentor-finden.jpg" title="Von einem Mentor lernen"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Von einem Mentor lernen&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; aresauburnâ„¢&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Eine bekannte Abkürzung um seine Ziele zu erreichen, ist, die Hilfe eines Mentors anzunehmen – also von jemandem, der einen ähnlichen Weg, wie man vor sich hat, bereits gegangen ist und somit Führung und Tipps anbieten kann.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ein Problem von vielen, denen ich auf meinem Weg zum professionellen Redner gegenüber stand, war, dass ich sehr wenig über dieses Geschäft wusste. Ich habe von Toastmasters viel über die Kunst zu Sprechen gelernt, aber diese Organisation hilft Menschen nicht dabei, diese Kunst auch zum eigenen Beruf zu machen. Sie ist nicht zu diesem Zweck geschaffen. Und die National Speakers Association ist noch keine Option für mich, da ich nicht im Entferntesten qualifiziert genug bin, um dort einzutreten; die &lt;span class="caps"&gt;NSA&lt;/span&gt; ist für Leute, die bereits professionelle Redner sind. Außerdem gibt es auch keinen Ortsverband in Las Vegas, daher würde mir die Mitgliedschaft sowieso nicht viel nützen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe zu diesem Thema bereits einige Bücher und nützliche Internetseiten gelesen, aber ich habe immer noch riesige Wissenslücken. Das ist die Situation, in der man sich eine Menge Zeit und Mühe sparen kann, wenn man einen Mentor findet. Ich wollte jemanden finden, der bereits vom professionellen Reden lebt und willens wäre, mir vieles beizubringen und vor allem jemanden, der mich so coachen würde, dass ich mit dem Reden bald Geld verdienen könnte. Also setzte ich mir zu Beginn des Jahres das Ziel einen solchen Mentor zu finden. Es sollte auch jemand aus der Nähe sein, so dass wir uns von Angesicht zu Angesicht treffen könnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit das Mentoring funktionieren würde, brauchte ich jemanden, der sachkundig, erfahren, willens und verfügbar wäre. Ich wollte auch jemanden, dem ich auf die eine oder andere Art helfen konnte, so dass ich mir nicht wie ein Blutsauger wäre und keinen Nutzen zurück geben würde. Alle diese Dinge habe ich als Teilstücke meines Ziels aufgeschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es dauerte einige Monate, aber schließlich fand ich einen solchen Menschen. Er ist ein Redner aus der Region für den ich eine Menge Respekt empfinde – ich habe ihn schon mehrmals sprechen sehen. Er referiert über Dinge, die mit meinen Themen nicht in Konkurrenz stehen, so dass es kein Risiko für ihn ist, mir zu helfen. Das Beste aber ist, dass er eine bessere Webseite braucht und mit dem Bloggen anfangen will, so dass ich ihm auch etwas beibringen kann und ihm somit auf diesen Gebieten eine direkte Hilfe sein kann.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Nach einer E-Mail und einem kurzen Telefonat, in dem wir diese Idee diskutierten, trafen wir uns am letzten Wochenende für 2,5 Stunden. Ich war vorbereitet und brachte eine Liste mit Fragen über das Halten von Reden sowie eine Liste mit potentiellen Verbesserungen für seine Webseite mit, so dass diese Listen eine Agenda darstellten und wir fokussiert arbeiten konnten. Wir diskutierten über jedes Thema etwa gleich lange. Diese eine Unterhaltung hat mir sicherlich Monate des Lernens erspart. Ich machte mir umfangreiche Notizen und war am nächsten Tag in der Lage, einen Langzeitplan aufzustellen um in die Welt des bezahlten, professionellen Redens einzutreten. Es wird wahnsinnig viel Arbeit sein, diesen Plan umzusetzen, aber ich kann den Weg jetzt wenigstens sehen und mir auch vorstellen, dass er wahrscheinlich erfolgreich sein wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir diskutierten sogar, welche Art Anzug man tragen sollte, wenn man eine Rede hält &amp;#8211; und wo man ihn kaufen sollte. Irgendwie führte die jahrzehntelange Arbeit in der Computerindustrie nicht zur passenden Garderobe für öffentliche Vorträge. ;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich konnte ihm auch mit vielen Ideen für die Verbesserung seiner Webseite anbieten und werde ihm helfen, diese in den folgenden Wochen umzusetzen. Dazu gehört auch, dass ich ihm Starthilfe beim Bloggen gebe. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie er das alles alleine hätte umsetzen sollen, aber für mich ist es keine große Mühe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann eine Menge Schwung gewinnen, wenn man eine Stärke für eine andere einsetzt, so dass ich mich darauf freue zu sehen, wie sehr wir uns in den nächsten Wochen gegenseitig helfen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Teufel liegt, wie bei jedem neuen Projekt, im Detail. Genau so, wie Softwareentwicklung von außen trügerisch einfach aussehen kann, ist das professionelle Reden ebenso kompliziert, je tiefer man hineingeht …&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Verträge&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Umfragen vor den Reden&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Reisearrangements&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Hinterhofverkäufe&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Rednervereinigungen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Inhaltsanpassung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Proben&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Visualisierungen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Audio- und Videodemos&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Preise&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;usw.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wenn man einmal in diesem Business Fuß gefasst hat, dann treten diese Details in den Hintergrund, aber um an diesen Punkt zu kommen, muss man zunächst über längere Zeit viel Aufwand betreiben um sich Schritt für Schritt vorwärts zu bewegen. Wenn ich manchmal auf meine Spielefirma zurückblicke, dann bin ich erstaunt, auf wie viele kleine Details ich immer wieder achten musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich rate jedem, der ein neues Ziel erreichen möchte und den Weg dahin noch nicht klar genug erkennen kann, einen Mentor zu finden. Aber ich denke nicht, dass es eine gute Idee ist, einfach irgendjemanden, den man bereits kennt, aus dem Bauch heraus zu fragen. Man sollte Informationen über die potentielle Mentoren zusammentragen, denen man auch irgendwie helfen kann. Man sollte schauen, ob man diese Person mag und respektiert und ob man miteinander auskommen kann. Wenn alles gut aussieht, sollte man die gegenseitige Unterstützung vorschlagen. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen und erstmal damit beginnen, ein Treffen vorzuschlagen, bei dem man die Idee diskutiert und überlegt, was es beiden bringt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn man nicht viel zurückgeben kann, sind viele Menschen bereit, Mentor zu sein, weil es einfach Freude macht, jemand anderem zu helfen. Ich denke, in diesem Fall wird es die vorrangige Überlegung des Mentors sein, ob man die gegebenen Ratschläge tatsächlich umsetzt. Wenn es klar ist, dass man von seinem Ziel überzeugt ist und ernsthaft lernen will, was nötig ist, dieses zu erreichen, dann wird man sicherlich Erfolg dabei haben, einen Mentor zu finden. Der Mentor wird sehen, dass man es ernst meint und erwarten, dass seine Arbeit Ergebnisse hervorbringen wird. Wenn man aber von einem weniger reifen Standpunkt an die Sache herangeht und man eher Rat aus Angst sucht, weil man seinem eigenen Urteilsvermögen nicht traut, dann wird man wahrscheinlich auf Widerstand von potentiellen Mentoren treffen. Sie sehen schon im Voraus, dass ihr Beitrag keinen Unterschied machen wird und ihr Rat nur auf taube Ohren stößt.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ich denke zwar, dass Mentoring aus der Ferne funktionieren kann, aber ich mag es nicht. Ich möchte Kommunikation mit Blickkontakt, wenn es um eine wichtige Sache geht. Gespräche per Telefon sind okay, aber man sieht die Körpersprache und die Mimik nicht. E-Mail ist einfach nicht ausdrucksstark genug. Wenn ich eine Frage stelle, auf die man wahrscheinlich nicht einfach mit &amp;#8220;Ja&amp;#8221; oder &amp;#8220;Nein&amp;#8221; antworten kann, dann will ich die ganze Reaktion meines Gegenübers sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Körpersprache übermittelt wahnsinnig viele Informationen, vor allem bei jemandem, der hauptberuflich Reden hält. Es wird geschätzt, dass Kommunikation aus 55% Körpersprache, 38% verbalen Aussagen und 7% Inhalt bestehlt. Nicht jeder stimmt diesen Zahlen zu, aber ich denke, jeder würde mitgehen, wenn ich sage, dass es ist besser, drei Kanäle zur Auswahl zu haben, statt nur einem. Körpersprache ist insbesondere gut, um das Selbstvertrauen eines Menschen bezüglich des Gesagten noch mehr zu verdeutlichen.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/p40bKNchA_E" height="1" width="1"/&gt;</description>
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      <pubDate>Sun, 20 May 2012 09:42:00 +0200</pubDate>
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    <item>
      <title>13 Dinge, die man von Star Trek lernen kann</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/star-trek.jpg" title="Die Enterprise tarnt sich (mangels verfügbarer Bilder)"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Die Enterprise tarnt sich (mangels verfügbarer Bilder)&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; &lt;span class="caps"&gt;NASA&lt;/span&gt;, &lt;span class="caps"&gt;ESA&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;In der Serie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Star_Trek"&gt;Star Trek&lt;/a&gt; von Gene Roddenberry findet man tatsächlich eines der besten Beispiele, was die Erfüllung menschlichen Potentials angeht. Roddenberry war mehr als nur ein Fernsehproduzent &amp;#8211; er war ein Futurist, der bei der &lt;span class="caps"&gt;NASA&lt;/span&gt;, am Smithsonian Institut und an vielen Universitäten referiert hat. Seine Vision fing in der Originalserie an, sich zu entwickeln, wurde aber viel ausgereifter in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raumschiff_Enterprise:_Das_n%C3%A4chste_Jahrhundert"&gt;Star Trek: Das nächste Jahrhundert&lt;/a&gt;. Nach Roddenberrys Tod 1991 veränderten sich die Serien und Filme vom Original weg. Meine Kommentare beziehen sich also vor allem auf die Serie &amp;#8220;Das nächste Jahrhundert&amp;#8221; welche in den &lt;span class="caps"&gt;USA&lt;/span&gt; im Original von 1987 bis 1994 ausgestrahlt wurde.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Falls es noch nicht offensichtlich ist, ich bin ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trekkie"&gt;Trekkie&lt;/a&gt;. Was ich an der Serie aber neben den Technologien und den Aliens am meisten mochte, war die Vision der menschlichen Zukunft, die Roddenberry entwickelte. Neben den fantastischen Elementen ist sie ein interessantes Modell, wenn man sie im Zusammenhang mit der Persönlichkeitsentwicklung &amp;#8211; und wohin diese uns bringen kann &amp;#8211; betrachtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man denke nur an die Vision zukünftiger Menschen, die Roddenberry erschuf, besonders die Art und Weise wie seine Charaktere sich verhalten haben und die sozialen Strukturen, in denen sie lebten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;1. Tugend&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Alle Hauptcharaktere (z.B. die Crew der Enterprise) benehmen sich zuallerst tugendhaft. Sie scheinen von einem inneren moralischen Kompass geführt zu werden. Sie sind mutig, ehrlich, ehrenhaft, gerecht und aufopfernd. Sie verlassen sich dabei nicht auf die Werte einer Religion und es scheint auch keinen Glauben an eine höhere Macht unter den Charakteren zu geben. Ihre Werte sind sehr humanistisch und ein integraler Bestandteil ihrer Gesellschaft. Jeder Charakter begeht hin und wieder moralischen Fehler, aber sie korrigieren sich zügig selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die drei Hauptwerte der Charaktere der Serie werden klar dargestellt: Wahrheit (Data), Liebe (Troi) und Mut (Worf). Viele der Geschichten entwickeln sich um die Verflechtung dieser Werte. Zum Beispiel &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng5_19.htm"&gt;Ein missglücktes Manöver&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng5_11.htm"&gt;Der einzige Überlebende&lt;/a&gt; sind Episoden, die sich darum drehen Mut zu haben und der Wahrheit ins Auge zu sehen. &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng6_19.htm"&gt;Der Feuersturm&lt;/a&gt; ist eine Episode, die sich um den Mut zu lieben dreht. &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng5_17.htm"&gt;Verbotene Liebe&lt;/a&gt; ist eine Mixtur aus Konflikten zwischen Wahrheit, Liebe und Mut. Während viele Folgen nur Unterhaltung gemacht sind, gibt es dennoch viele, welche die ethischen Konflikte zwischen diesen Werten erkunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Riker als Commander besitzt Wahrheit, Liebe und Mut, aber in Picard, welcher der Serie als ultimatives Modell menschlichen Verhaltens dient, sind sie noch ausgeglichener. Er ist ein Captain, den jeder respektiert und bewundert. Von allen Charakteren der Serie ist Picard derjenige, der immer gleichbleibend tugendhaft handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann auch ganze Alienrassen finden, welche Werte verkörpern:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Wahrheit/Logik (Vulkanier)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Liebe/Empathie (Betazoiden)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mut/Ehre (Klingonen).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Diese Werte werden in den Charakteren der Originalserie ebenfalls verkörpert:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Wahrheit (Spock)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Liebe/Leidenschaft (McCoy)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mut (Kirk).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wenn man über andere fiktionale Welten nachdenkt, die man mag, wird man oft starke Charaktere finden, die Aspekte von Wahrheit, Liebe und Mut repräsentieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;2. Sinn&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Jeder Charakter ist sich klar über seinen Sinn im Leben. Jeder arbeitet in einem Bereich, wo sich Leidenschaft, Expertise, Bedürfnisse und Sinn überschneiden. Sie arbeiten nicht so sehr für Geld als für persönliche Erfüllung. Im Hintergrund geht es auch um Wirtschaftlichkeit, aber das ist nahezu irrelevant, weil das Sammeln materieller Besitztümer nicht wertgeschätzt oder respektiert wird. Sozialer Status wird nicht über Reichtum definiert sondern über Erfolg und Leistung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der allumfassende Sinn liegt in der Erkundung, wobei alle Charaktere mithelfen. Sie arbeiten konstant an Zielen, die sich von diesem Sinn ableiten und haben oft knappe Fristen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Die Technik kümmert sich um die Routinearbeiten, was den Charakteren den Freiraum einräumt, ihrem Sinn nachzugehen ohne sich besonders um ihre Grundbedürfnisse sorgen zu müssen. Die Leute arbeiten, weil sie es wollen und nicht, weil sie müssen. Die Charaktere haben die Freiheit, faul sein zu können und nichts zu tun, wenn sie es wöllten, aber sie entschieden sich dafür, etwas beizutragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die heutigen Technologien unterstützen dieses Ausmaß der Freiheit noch nicht, aber ich habe in meinem eigenen Leben durch das Nutzen von Technik, die Möglichkeit ein passives Einkommen über das Internet zu generieren, so dass ich den Großteil meiner Zeit damit verbringen kann, meinem Sinn zu dienen anstatt mich um meine Grundbedürfnisse kümmern zu müssen. Das war kein Zufall. Eines meiner Langzeitziele war, die Bedeutung von Geld für mein Leben zu reduzieren. Ich denke, dadurch, dass die Technik sich immer weiter entwickelt und die Fähigkeiten, die man braucht, immer unwichtiger werden, wird es für andere einfacher werden, das selbe zu tun. Ich weiß, dass der &amp;#8220;Bedürfnis&amp;#8221;-Teil der Gleichung für viele Leute vorrangig ist, wenn man aber die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse halbwegs automatisieren kann, wird dies eine Menge Zeit freischaufeln um höheren Zielen nachzugehen. In einem Job zu arbeiten, nur um Geld zu verdienen, welches die eigenen Bedürfnisse erfüllt, ist sicher nicht das Interessanteste, was man heutzutage mit seinem Leben anfangen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Frage, die man sich selbst stellen kann:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Wenn man im &amp;#8220;Star Trek&amp;#8221; Universum leben würde &amp;#8211; was würde man dann mit seinem Leben anfangen?&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Meine Antwort wäre:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Ich würde immer noch dasselbe tun – am eigenen Wachstum arbeiten und ebenso anderen dabei helfen.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nur die Methoden, die ich anwenden würde, würden sich den veränderten Umweltbedingungen und den Technologien anpassen. Was würdest du tun, wenn Geld irrelevant wäre und all deine Bedürfnisse ausreichend erfüllt wären?&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;3. Kompetenz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die &amp;#8220;Star Trek&amp;#8221; Charaktere sind extrem kompetent, gut ausgebildet und hochqualifiziert. Jeder hat sich auf verschiedenen Gebieten gebildet, aber alle haben einen Bereich, in dem sie sich besonders gut auskennen. Dieser Bereich scheint jeweils perfekt zu ihren besonderen Pflichten zu passen. Sie haben ihre Stärken entwickelt und ihre Schwächen minimiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Figuren erreichen ihren sozialen Status hauptsächlich über ihr Maß an Kompetenz (welches zu ihrem Rang beiträgt). Es gibt keinen Sexismus oder Rassismus und keiner der Figuren handelt nach diesen Einstellungen. Leistung ist das Wichtigste. Die Besten setzen sich durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gesellschaft ist so strukturiert, dass Erfolg erwartet wird. Wenn man einen Overachiever wie Wesley Crusher in dieses Universum steckt, bekommt er Ermutigungen und Unterstützung statt Widerstand und  Bürokratie.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;4. Selbstdisziplin&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Alle Figuren verfügen über ein hohes Maß an Selbstdisziplin und sind emotional gereift. Sie kennen sich selbst. Nahrung und Unterhaltung ist über die Replikatoren im Übermaß verfügbar, aber niemand übertreibt es damit. Man sieht keine Charakter dieser Sendung zu lange schlafen, außer wenn eine außerirdische Macht die Ursache ist (z.B. &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng6_5.htm"&gt;In den Subraum entführt&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Figuren haben sogar ihr Denken so weit diszipliniert, dass sie sich in der Gegenwart von Telepathen/Empathen, welche ihre Gedanken lesen können, wohl fühlen. Öffentliche und private Rollen sind kongruent. Sie haben wenig zu verstecken.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;5. Reife&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Figuren sind reif und verantwortungsvoll. Sie machen ihre Arbeit ohne sich zu beschweren. Sie übernehmen 100% Verantwortung für ihr Leben und geben anderen nicht die Schuld an ihrer Situation. Sie tun das, was sie tun leidenschaftlich gern, aber es handelt sich dabei um eine ruhige und reife &amp;#8211; keine jugendliche, unfokussierte &amp;#8211; Leidenschaft.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;6. Harte Arbeit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Charaktere sind produktiv und arbeiten hart. Sie arbeiten nicht über ein gesundes Maß hinaus, aber sie sind alles andere als faul. Sie nutzen technische Ressourcen um Dinge effizient zu erledigen, aber sie nutzen diese Ressourcen so, dass sie schnell agieren zu können und nicht um lange darüber zu philosophieren und Arbeit zu vermeiden.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;7. Gegenseitiger Respekt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn sie ihre Arbeit erledigen, agieren die Charaktere innerhalb einer formalen Struktur, aber außerhalb des Dienstes kennen sich alle beim Vornamen. Sie behandeln sich jederzeit mit gegenseitigem Respekt. Wenn eine Figur beginnt, selbstzerstörerisch zu handeln, schreiten die anderen ein, um ihr dabei zu helfen, Balance und Integrität wiederherzustellen – sie achten aufeinander. Vertrauen und Vertrauenswürdigkeit sind hoch. Die Charaktere handeln quasi völlig gegensätzlich zu denen einer Seifenoper.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;8. Prinzipientreue&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Charaktere vertrauen vor allem ihren eigenen Prinzipien. Die respektieren die Gesetze und Bräuche anderer Gesellschaften genau wie ihre eigenen. Wenn es aber zu Konflikten kommt, verstoßen sie eher gegen Gesetze, als ihre Prinzipien zu verletzen, auch wenn dadurch wahrscheinlich ernsthafte persönliche Konsequenzen auf sie zukommen. Sie folgen Gesetzen und Anweisungen nicht blind – sie denken selbst und tun, was sie für das beste halten. Sie folgen sogar ihren Prinzipien bis ins Grab, wenn es nötig ist.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;9. Intelligenz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In den Situationen, in denen sich die Figuren wiederfinden, handeln sie stets vernünftig und intelligent. Sie folgen einem systematischen Ansatz, um Probleme zu lösen; sammeln Daten, formen eine Hypothese, testen diese. Sie sind mutig, aber nicht dumm. Sie besitzen sowohl intellektuelle wie emotionale Intelligenz.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;10. Wachstum&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Figuren orientieren sich stark an persönlichen Wachstum. Sie arbeiten kontinuierlich daran, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Sie bilden sich selbst und haben viele kreative Interessen, welche sie während ihrer Freizeit verfolgen (Kunst, Musik, Theater, Dichtung, etc.). Sie nehmen an Konferenzen teil, füllen persönliche Logbücher und diskutieren persönliche Herausforderungen miteinander, um Rückmeldung und Rat von anderen einzuholen. Sie agieren als Mentoren füreinander.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wert des Wachstums wird oft in der Interaktion mit schwächeren Charakteren sichtbar. Wenn man zum Beispiel einen Charakter nimmt, der dem typischen Menschen von heute eher ähnelt, wie Lt. Barclay – er ist furchtsam, inkompetent und träge. Daher beraten ihn andere, um ihm zu helfen und man kann beobachten, wie er während der Serie tatsächlich immer mehr reift und sich mehr und mehr in seine soziale Umgebung integriert. Wachstum wird erwartet.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Sogar der Android Data versucht, menschlicher zu werden. Nicht so sehr, um dem typischen Menschen von heute zu ähneln, aber um die besten Qualitäten der Menschen anzunehmen, die er an den anderen wahrnimmt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;11. Selbstbewusstsein&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Figuren sind sehr selbstbewusst. Sie sind offen und nehmen die eigene fehlende Objektivität in bestimmten Situationen oft selbst wahr. Sie sind sich ihrer Schwächen bewusst, aber unter ungünstigen Bedingungen arbeiten sie mit ihren Stärken und geben ihr Bestes. Die Episoden &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng5_5.htm"&gt;Katastrophe auf der Enterprise&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.startrek-index.de/tv/tng/tng4_5.htm"&gt;Das Experiment&lt;/a&gt; stellen diese Qualitäten besonders heraus.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;12. Ordnung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Jeder bewohnt ein sauberes und ordentliches Quartier. Es gibt kein Durcheinander. Alles ist gut organisiert.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;13. Keine Werbung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es gibt keine Werbung im &amp;#8220;Star Trek&amp;#8221; Universum&amp;#8230; an der Enterprise sind keine Sponsoren-Logos angebracht. Die Leute wählen Dinge und benutzen sie, weil sie wirklich nützlich sind, nicht wegen cleveren Verkaufstechniken. Die Charaktere der Serie sind sowieso zu schlau, um auf Marketingkniffe reinzufallen, so dass heutiges Marketing auf derartige Leute wahrscheinlich nicht effektiv einwirken würde.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was ist mit uns?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für mich ist das ein vernünftiges Modell, wie reife menschliche Wesen sich verhalten und miteinander umgehen sollten. Natürlich ist es ein fiktionales Universum, aber wenn man die fiktionalen Elemente und die erfundene Technologie beiseite schiebt, dann sind die menschlichen Aspekte doch sehr real. Es mag heutzutage extrem ungewöhnlich sein, aber es ist sicherlich nicht unmöglich, dass sich Individuen auf diese Art und Weise verhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, dass uns &amp;#8211; vor allem anderen &amp;#8211; unsere soziale Konditionierung zurück hält. Durch unsere Geburt in eine bestimmte Gesellschaft werden viele Werte in uns verwurzelt &amp;#8211; Werte, die die meisten nicht bewusst hinterfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Lösung ist, bewusster zu werden und auch bewusster zu handeln. Dazu muss man über sich selbst nachdenken; das eigene Bewusstsein nutzen um das bisherige Wissen zu untersuchen. Wir müssen unsere unbewussten Überzeugungen und Annahmen an die Oberfläche bringen, sie hinterfragen und dann bewusst entscheiden, ob wir sie behalten oder ersetzen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;figure class="book amazon"&gt;
  &lt;div class="img"&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/0451191145/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=stevepavlina-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0451191145" rel="nofollow"&gt;&lt;img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=0451191145&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=stevepavlina-21&amp;ServiceVersion=20070822" &gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=stevepavlina-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0451191145" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;
    &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/0451191145" rel="nofollow"&gt;Atlas Shrugged&lt;/a&gt; von Ayn Rand&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Manchmal erinnert mich das &amp;#8220;Star Trek&amp;#8221; Universum an die Weltsicht des Buches &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/0451191145" rel="nofollow"&gt;Atlas Shrugged&lt;/a&gt; (scheinbar nicht auf Deutsch verfügbar) von Ayn Rand. Ihre Charaktere werden jedoch hauptsächlich durch Egoismus motiviert, welchen Rand als Tugend in sich betrachtet. Die &amp;#8220;Star Trek&amp;#8221; Charaktere scheinen durch bedeutsame Beiträge motiviert. Die egoistischste Rasse Außerirdischer (die Ferengi) betrachten viele Charaktere als unterlegen, was vielleicht eine Allegorie auf die heutige Menschheit darstellen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wäre interessant, heutzutage einen Mikrokosmos von diesem Universum aufzubauen, wenn man genug Menschen finden könnte, die dieses Maß an privatem Erfolg erzielt haben und sich nun herausfordern, um ihn in einen noch größeren öffentlichen Erfolg zu verwandeln.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?a=uVzi06HnNF0:tXt2ujj6l5U:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?a=uVzi06HnNF0:tXt2ujj6l5U:qj6IDK7rITs"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StevePavlinaDE-RSS?d=qj6IDK7rITs" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/uVzi06HnNF0" height="1" width="1"/&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 17 May 2012 15:46:00 +0200</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4fb5285e82ca280abe028e0f">Erfolg</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4fb5285e82ca280abe028e10">Karriere &amp; Arbeit</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4fb5285e82ca280abe028e11">Persönlichkeitsentwicklung</category>
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      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4fb5285e82ca280abe028e13">Technologie</category>
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    <item>
      <title>Wie man eine High-Traffic-Website (oder Blog) aufbaut</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/high-traffic-website.jpg" title="Werthaltige, originale Inhalte sind ein Traffic-Magnet"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Werthaltige, originale Inhalte sind ein Traffic-Magnet&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Kheel Center, Cornell University&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anm. d. Red. Im Artikel ist immer die englische Website gemeint. Die genannten Werte stimmen nicht denen mit der deutschen Website überein.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit ich meine Traffic-Zahlen von 2005 veröffentlicht habe, habe ich viele Fragen bekommen, wie ich es geschafft habe, mit einer völlig neuen Website innerhalb von 15 Monaten über 700.000 Besucher pro Monat zu erreichen &amp;#8211; und das ohne Geld für Marketing oder Werbung auszugeben. Es war von Anfang an meine Absicht, eine High-Traffic-Website aufzubauen, insofern glaube ich nicht, das es Zufall war.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Meine Strategie zum Traffic-Aufbau basiert nicht auf Tricks oder Techniken, die irgendwann aus der Mode kommen. Es geht hauptsächlich darum, echten Mehrwert zu bieten und die Mundpropaganda ihr Übriges tun zu lassen. Leider schwimme ich damit heutzutage etwas gegen den Strom, wenn ich mir so ansehe, was an anderen Stellen über Traffic-Aufbau geschrieben wird. Dem meisten kann ich nicht zustimmen. Ich mache praktisch überhaupt kein Marketing für diese Seite. Meine Besucher machen das für mich; nicht weil ich sie irgendwie austrickse, sondern einfach weil sie es wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier sind meine 10 besten Tipps für eine High-Traffic-Website:&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;1. Werthaltige Inhalte erstellen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sind die Inhalte es wert, von Millionen von Menschen gelesen zu werden? Man sollte immer daran denken, dass es darum geht, einen Mehrwert für andere zu bieten. Bietet man wirklich etwas von Wert und ist es das Beste, was man machen kann?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich mich zum Schreiben hinsetze, dann stelle ich mir manchmal vor, auf einer Outdoor-Konzertbühne vor einem Millionenpublikum zu stehen. Dann frage ich mich:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Was soll ich diesem Publikum von Artgenossen sagen?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wenn eine Million Menschen jeweils nur 5 Minuten auf dieser Seite verbringt, dann summiert sich das zu fast 10 Jahren auf. Ich gebe mein Bestes, das meine Artikel das auch wert sind. Das klappt nicht immer, aber das ist die Einstellung, die mir dabei hilft, wirklich gute Inhalte zu erstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss an den Effekt denken, den man mit seinen Worten bei anderen erzielen will. Da ich über persönliches Wachstum schreibe, möchte ich mit meinen Artikeln erreichen, dass die Menschen sich zum Besseren verändern. Ich möchte das Denken der Menschen bereichern, ihr Bewusstsein erhöhen und dabei helfen ihrem Leben die Ängste zu nehmen. Wenn meine Artikel weder das Denken, die Handlungen noch das Bewusstsein der Menschen verändern, dann habe ich meinen Ideen und Werte nicht gut genug vermittelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man sich darauf konzentriert echten Mehrwert zu bieten, anstatt nur austauschbare Inhalte schnell rauszuhauen, dann werden die Leser das merken. Und sie werden anderen davon erzählen und neue Besucher auf die Seite bringen &amp;#8211; in Massen. Typischerweise tauchen jeden Tag mindestens 10 neue Links zu meiner Seite auf (meist per Trackbacks, aber auch an anderen Stellen). Ich gehe nicht herum und frage nach Links &amp;#8211; andere Blogger setzen sie von selbst, gewöhnlich, weil sie etwas kommentieren, dass ich geschrieben habe. Viele Blogger-Kollegen haben auch die Website an sich mit einer allgemeinen Empfehlung geehrt und nicht nur auf einzelne Artikel verlinkt. Es ist wunderbar, diese Art von Feedback zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tolle Inhalte sind universell beliebt. Dazu benötigt es harte Arbeit, aber auf lange Sicht gesehen, generiert man so jede Menge nachhaltigen &amp;#8220;Referral Traffic&amp;#8221; (Besucher, die von anderen Websites kommen). Ich schreibe lieber einen Artikel, auf den ich wirklich stolz bin, als 25 kleinere Beiträge. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die besten Artikel, die ich schreibe, die kleinen, vernachlässigbaren Beiträge locker übertrumpfen. Qualität ist wichtiger als Quantität. Quantität ohne Qualität ist jedoch leichter, was einer der Gründe ist, warum soviele Leute diese Strategie fahren. Letztendlich gibt es im Internet aber schon mehr Quantität, dass niemand mehr sie in seinem ganzen Leben absorbieren könnte, aber es wird immer einen Platz für gute, hochqualitative Inhalte geben, die aus der Masse herausstechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man einem riesigen Publikum keinen echten Mehrwert bieten kann, dann gibt es auch keinen Grund für eine High-Traffic-Website. Und wenn es keinen Grund dafür gibt, dann wird man wohl auch keine aufbauen können. Jedes mal, wenn man etwas schreibt, konzentriert man sich darauf, den möglichst besten Inhalt zu erschaffen. Man wird mit der Zeit besser werden, aber gibt immer sein Bestes. Ich habe einige 2000-Wörter-Artikel geschrieben und sie ohne Veröffentlichung gelöscht, weil ich das Gefühl hatte, dass sie nicht gut genug sind.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;2. Originale Inhalte erstellen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Praktisch alles auf dieser Seite ist mein eigener, originaler Inhalt. Ich veröffentliche selten Beiträge, die nur auf Dinge verlinken, die von anderen geschrieben wurden. Es ist mehr Aufwand originale Inhalte zu erstellen, aber das ist meine bevorzugte Langzeitstrategie. Ich habe kein Interese daran ein Persönlichkeitsentwicklungsportal zu anderen Seiten aufzubauen. Ich möchte, dass diese Seite ein Ziel ist, kein Mittelmann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Infolgedessen bleiben die Leute auch eine Weile, wenn sie diese Website erreichen. Wenn jemand einen meiner Artikel mochte, dann stehen die Chancen gut, dass ihm auch andere gefallen. Inzwischen gibt es hier nun hunderte Artikel zur Auswahl. Man kann sich durch die Kategorien klicken oder &lt;a href="/archiv"&gt;das Archiv durchsuchen&lt;/a&gt;, wo es eine simple Liste mit allen Artikeln seit dem Start gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, es gibt hier viel zu lesen, mehr als die meisten Menschen an einem Tag lesen können, aber es gibt auch viel Mehrwert (siehe Regel #1). Einige haben mir erzählt, dass sie viele Stunden am Stück gelesen haben und als andere Menschen wieder gegangen sind. Ich denke, dass jeder, der diese Seite für mehrere Stunden am Stück liest, eine Veränderung in seinem Bewusstsein bemerken wird. Wenn man eine Menge vollgepackter, originaler Inhalte von einer einzigen Person liest, dann wird es auch einen Einfluss haben. Und diese Inhalte/Artikel sind mit der Absicht geschrieben, dir beim wachsen zu helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich nicht sonderlich am Wettkampf mit anderen interessiert bin, ist es doch schwer, mit einer Website voll mit originalen Inhalten mitzuhalten. Jeder kann seine eigene Website über Persönlichkeitsentwicklung starten, aber der Geschmack dieser Seite ist einzigartig &amp;#8211; einfach weil niemand genau die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also, ich glaube schon, dass Websites, die hauptsächlich die Inhalte von anderen veröffentlichen, das Potential haben, am Anfang schneller Traffic aufzubauen. Jedoch denke ich, dass Websites mit originalen Inhalten es leichter haben werden, diesen Traffic auch aufrecht zu erhalten, was ein solideres, langfristigeres Fundament schafft. Nicht jeder wird meine Arbeit lieben, aber für die, die es tun, wird es keinen Ersatz geben.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;3. Zeitlose Inhalte erstellen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn ich ab und zu über zeitgebundene Ergeignisse schreibe, so ist der Großteil meiner Artikel doch darauf ausgelegt, zeitlos zu sein. Mir ist bewusst, dass alles, was ich heute schreibe, vielleicht noch von Leuten gelesen, wenn ich schon längst tot bin. Aristoteles wird heute noch zitiert, weil seine Ideen zeitlosen Wert besitzen, obwohl er nun seit ungefähr 2300 Jahren tot ist. Ich denke darüber nach, wie meine Arbeit zukünftige Generationen beeinflussen wird &amp;#8211; zusätzlich zu meiner eigenen. Welchen Ratschläge soll ich an meine Urenkel weitergeben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich neige dazu, Modeerscheinungen und aktuelle Ereignisse in meinen Artikeln zu ignorieren. Kriege, Naturkatastrophen und korrupte Politiker haben wir seit Tausenden von Jahren. Es gibt genügend andere, die sich genötigt sehen, darüber zu schreiben, also überlasse ich diesen Bereich auch ihnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werden die Inhalte, die man heute erschafft, auch noch echten Mehrwert bieten, wenn wir das Jahr &lt;del&gt;2010&lt;/del&gt; 2020 schreiben? 2100? 4000?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Schreiben für zukünftige Generationen hilft mir Unwichtiges wegzulassen und konzentriert beim Kern meiner Aussage zu bleiben &amp;#8211; also anderen beim Wachstum zu helfen. Solange es Menschen gibt (auch wenn unsere Körper nicht mehr ausschließlich biologisch sind), wird es auch Möglichkeiten zum Wachstum geben. Insofern gibt es eine Chance, dass zumindest ein Teil dessen, was ich heute erschaffe, auch dann noch relevant sein wird. Und wenn ich etwas schreiben kann, dass für zukünftige Generationen relevant ist, dann wird es sicherlich auch auch heute relevant und bedeutungsvoll sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinsichtlich des Traffic-Aufbaus ist der Vorteil, dass zeitlose Inhalte Menschen auf einer tieferen Ebene berühren &amp;#8211; im Vergleich zu zeitgebundenen Inhalten. Letzteres wird vergessen werden, während man sich an ersteres erinnern wird. Wir haben die News von gestern vergessen, aber wir erinnern uns an die Dinge, die eine Bedeutung für uns haben. Also bemühe ich mich, über Bedeutungsvolles zu schreiben anstatt über Ereignisse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn wir darauf konditioniert sind, zu glauben, dass News und aktuelle Ereignisse wichtig sind, so ist doch im Großen und Ganzen gesehen, das Meiste, worüber die Medien berichten belanglos und irrelevant. Nächste Woche wird man sich nur an sehr wenig der heutigen Nachrichten erinnern, ganz zu schweigen davon, an was man sich in 100 Jahren noch erinnern wird. Sicherlich sind einige Ereignisse wichtig, aber mindestens 99% von dem, was die Medien berichten, ist belangloser Quatsch, wenn man es vor dem Hintergrund der menschlichen Geschichte sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ignoriert den unwichtigen Kram und konzentriert darauf, etwas zu erschaffen, was das Potential hat, lange Zeit zu überdauern. Schreibt für eure Kinder und Enkel.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;4. Zuerst für Menschen, dann für Computer schreiben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es ist eine Menge darüber geschrieben worden, was die optimalen Strategien für gute Suchmaschinen-Rankings sind, hinsichtlich Post-Frequenz und Post-Länge. Allerdings ignoriere ich diese Ratschläge größtenteils, weil ich für menschliche Wesen schreibe, nicht für Computer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schreibe, wenn ich etwas bedeutungsvolles zu sagen habe und ich schreibe soviel, wie benötigt wird um es zu sagen. Im Schnitt poste ich ungefähr fünfmal pro Woche, aber ich habe mir da kein Limit gesetzt. Ich schreibe viel längere Artikel als die meisten Blogger. Mir hat noch nie jemand vorgeworfen, mich zu kurz zu fassen. Mein typischer Artikel im Blog hat ungefähr 1500-2000 Wörter und manche (wie dieser hier) sind deutlich länger. Viele erfolgreiche Blogger würden empfehlen, dass ich kürzere Beiträge (250-750 Wörter) verfasse und dafür häufiger etwas veröffentliche (20x pro Woche), da diese Strategie zu mehr  &amp;#8220;Search engine seeds&amp;#8221; führt, für die insgesamt gleiche Menge an Inhalt. Und obwohl ich ihnen zustimme, dass das zu mehr Suchmaschinen-Traffic führen würde, halte ich mich nicht an diesen Rat. Wenn ich das machen würde, dann würde es meiner Strategie, wirklich einzigartigen Mehrwert zu bieten und zeitlose Inhalte zu erschaffen, verquer laufen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ich habe kein Interesse daran, solche kleinen Häppchen an Wegwerf-Inhalten zu produzieren, nur um einem Computer zu gefallen. Jeder kann sich einen Artikel ausdrucken um ihn später zu lesen, wenn sie gerade nicht die Zeit haben, aber das Thema sie wirklich interessiert. Ich schreibe auch längere Artikel, weil &amp;#8211; auch wenn vielleicht weniger Menschen bis zu Ende lesen werden &amp;#8211; sie auf diejenigen, die bis zu Ende lesen, gewöhnlich noch mehr Einfluss haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund dieser Entscheidungen ist mein Traffic von Suchmaschinen relativ gering verglichen mit dem von anderen Bloggern. Google ist mein beste Quelle, aber macht insgesamt weniger als 1,5% meines Gesamt-Traffics aus. Mein Traffic ist extrem dezentralisiert. Die überwiegende Mehrheit der Besucher kommt über Links auf Tausenden anderen Websites und durch direkte Anfragen. Letztendlich wächst mein Traffic, weil Besucher anderen Leuten von dieser Website erzählen &amp;#8211; sowohl online als auch offline. Ich habe auch mit Social Bookmarking Sites wie &lt;a href="http://del.icio.us"&gt;del.icio.us&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://digg.com"&gt;digg.com&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://reddit.com"&gt;reddit.com&lt;/a&gt; viel Erfolg gehabt, weil sie auf persönlichen Empfehlungen basieren. Ich hatte im letzten Jahr bestimmt ein Dutzend Artikel, die es bei del.icio.us auf die Liste der beliebtesten Artikel geschafft haben &amp;#8211; das ist sicherlich mehr als andere geschafft haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bevorzuge diese Strategie zum Traffic-Aufbau, weil sie mich weniger anfällig gegen Veränderungen bei den Technologien macht. Ich verstehe, das es Google im Endeffekt wichtig ist, dass seine Nutzer es möglichst leicht haben, wertvolle Inhalte zu finden, also sollte meine aktuelle Strategie gut zu Googles Langzeitstrategie passen. Mein Gefühl sagt mir, dass es Google gut tun würde, mehr Traffic zu mir zu schicken. Aber diese Ausrichtung entsteht schlicht dadurch, dass ich mich zuallererst darauf konzentiere, echten Mehrwert zu bieten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;5. Warum will man eine High-Traffic-Website?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich schreibe, weil es mein Zweck ist, Menschen dabei zu helfen, mehr bewusst zu werden &amp;#8211; als menschliche Wesen zu wachsen. Ich habe keinen anderen Job oder Karriere als diese eine Sache. Weil meine Arbeit von diesem Zweck getrieben ist, habe ich einen überzeugenden Grund, eine High-Traffic-Website aufzubauen. Ein Grund der sich nach meinen tiefsten persönlichen Werten richtet. Mehr Web-Traffic bedeutet, dass ich einen größeren Einfluß auf noch mehr Menschen haben kann. Und über die nächsten Jahrzehnte wird dieser Einfluß das Potential haben, eine positive Veränderung zu bewirken, die vielleicht die Zukunft der menschlichen Zivilisation beeinflussen kann. Und am allerwichtigsten &amp;#8211; ich will der Menschheit dabei helfen, ihre Ängste zu überwinden und auch ihre Mitmenschen nicht mehr über eine Perspektive der Angst wahrzunehmen. Wenn ich damit scheitere, dann scheitere ich. Aber ich gebe nicht auf, egal wie schwierig es wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sind hohe Ansprüche und vielleicht klingt es, als würde ich übertreiben, aber so denke ich heute über meine Arbeit. Alles andere, was ich so mache, wie z.B. eine High-Traffic-Website aufzubauen, ist nur ein Mittel zum Zweck. Heute säe ich die Samen aus &amp;#8211; von denen die meisten noch nicht mal aufgekeimt sind. Eine High-Traffic-Website ist nur einer dieser Samen &amp;#8211; eine Folge meines Strebens nach dem Zweck, der mich antreibt. Aber sie ist kein Selbstzweck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was wird man machen, wenn man eine High-Traffic-Website erfolgreich aufgebaut hat? Wenn man sich eines Tages in der privilegierten Position befindet, Millionen von Menschen beeinflussen zu können, was wird man zu ihnen sagen? Wird man seine Position ehren und respektieren, indem man sie als einen Kanal sieht, mit dem man dem Wohl aller dienen kann oder wird man diese Möglichkeit wegwerfen um dem eigenen flüchtigen Ruhm und Glück nachzujagen während man seinem Publikum nur entbehrliches Gefasel anbietet?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich diese Website im Oktober 2004 gestartet habe, schreibe ich doch schon seit 1999 Artikel und das Feedback hat mir erlaubt einen Einblick zu bekommen, wie kleine Teile meiner Werke bestimmte Leute langfristig beeinflusst haben. Nachdem sie etwas von mir gelesen hatten, haben Menschen ihre Jobs gekündigt, eigene Unternehmen gegründet, Religionen gewechselt und Beziehungen beendet. Manchen Menschen mag soviel Einfluß das Ego streicheln, für mich intensiviert es aber das Gefühl der Verantwortung, dass ich meiner Tätigkeit als Autor entgegenbringe. Ich habe gesehen, dass ich einen Einfluß auf Menschen haben kann, also sollte ich besser dafür sorgen, dass es ein verdammt guter ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist das &amp;#8220;Warum&amp;#8221; was mich antreibt. Es ist, was mich zwingt, mich 3 Uhr nachts an den Computer zu setzen und etwas nonstop bis 10 Uhr in der Früh zu schreiben. Und ich fühle mich oft inspiriert. Der Hauptgrund, warum ich mehr Traffic will, ist, dass er mir erlaubt, mehr Menschen zu helfen. Darauf richte ich meine Ambitionen für diese Seite aus und infolgedessen bin ich extrem motiviert &amp;#8211; was auch ein wichtiger Punkt ist, um seinen Hintern zu bewegen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;6. Lass dein Publikum dein wahres Ich sehen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mein Leben und mein Schreiben sind so eng miteinander verwoben, so das es unmöglich ist, die beiden voneinander zu trennen. Wenn jemand diese Website liest, dann werden sie mit der Zeit eine Menge über mich als Person lernen. Gewöhnlich entsteht ein etwas verzerrter und ungenauer Eindruck von der Person, die ich heute bin, denn ich habe mich über die Zeit viel verändert &amp;#8211; ich bin nicht dieselbe Person, die ich letztes Jahr war &amp;#8211; aber es kommt der Sache schon recht nah. Mich näher kennenzulernen, macht es für die Menschen einfacher den Kontext zu verstehen, aus welchem heraus ich schreibe, was wiederum bedeutet, dass mehr Informationen in weniger Zeit vermittelt werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe viele persönliche Geschichten auf dieser Seite erzählt &amp;#8211; meine schmerzhaftesten und schwierigsten Erfahrungen eingeschlossen. Ich mache das nicht um besonders freizügig zu sein, sondern weil diese Geschichten dabei helfen einen Punkt zu illustrieren. Egal, wo man sich heute befindet, man hat immer die Möglichkeit zu wachsen. Vielleicht erstmal nur in kleinen Schritten, aber egal, wie klein diese sind, sie werden sich mit der Zeit aufsummieren und einen gewaltigen Schub für lebenslanges Wachstum liefern. Das ist die Lektion, an die wir uns alle erinnern müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich Wege finde, einige meiner dunkelsten Erfahrungen in Lektionen zu packen, die vielleicht anderen in ähnlichen Situationen helfen, dann verwandelt es diese schmerzhaften Erinnerungen in erfreuliche. Sie bekommen eine neue Bedeutung für mich und ich kann sehen, dass es einen positiven Grund gibt, warum ich diese Erfahrungen durchmachen musste &amp;#8211; ein Grund, der letztendlich dem größten Wohl aller dient. Kurioserweise, stelle ich heute fest, dass es meine dunkelsten Zeiten sind, die das meiste Licht für andere hervorbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Privatsphäre angeht: die ist mir ziemlich egal. Ich respektiere das Recht an Privatsphäre von anderen &amp;#8211; wenn man mir persönliche Geschichten per E-Mail erzählt, dann schnappe ich mir die nicht und poste sie im Blog. Aber ich finde es okay, selber ziemlich &amp;#8220;unprivat&amp;#8221; zu sein. Das Bedürfnis nach Privatsphäre kommt von dem Wunsch sein Ego zu beschützen, was ein angstgetriebener Wunsch ist und Angst ist etwas, was ich einfach meinem Leben nicht gebrauchen kann. Meine Einstellung ist, dass es völlig okay ist, öffentlich zu scheitern oder abgelehnt zu werden. Der Versuch perfekt zu erscheinen, ist nicht mehr als ein Kartenhaus, dass über kurz oder lang zusammenfallen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube, anderen Menschen zu erlauben, mein wahres Ich kennen zu lernen, erlaubt es eine Beziehung mit meiner Leserschaft aufzubauen, die auf Intimität und Freundschaft basiert. Ich mag es nicht, wenn mich einige zu sehr auf ein Podest stellen und Etiketten wie &amp;#8220;Guru&amp;#8221; oder &amp;#8220;Overachiever&amp;#8221; verwenden. Solche Bezeichnungen erschaffen eine Barriere, die Kommunikation nur schwerer macht. Sie betonen unsere Unterschiede anstatt unserer Ähnlichkeiten. Kommunikation zwischen Gleichen &amp;#8211; zwischen Freunden &amp;#8211; ist viel effektiver.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr authentische Kommunikation bedeutet bessere Kontakte zu seinem Publikum, was wiederum mehr zurückkehrende Besucher und mehr Traffic durch Weiterempfehlungen verspricht. Das hat aber keinen manipulativen Hintergedanken &amp;#8211; und exzessive oder übertrieben dramatische Selbstoffenbarung zum Zweck des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linkbait"&gt;Linkbaiting&lt;/a&gt; wird nur nach hinten losgehen. Die Gründe für eine Geschichte müssen immer vorteilhaft für das Publikum sein. Das Mehr an Traffic ist ein positiver Nebeneffekt davon.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;7. Schreib, was für dich wahr ist und lerne mit den Konsequenzen zu leben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Sachen, über die ich auf dieser Seite geschrieben habe, bedeuten, das ich nie für ein politisches Amt kandidieren kann, dann kann ich damit leben. Ich bin bereit zu schreiben, was für mich wahr ist, auch wenn es meiner sozialen Konditionierung widerspricht. Ehrlich zu sein, ist mir wichtiger als populär zu sein. Aber die Ironie dabei ist, dass mutige Ehrlichkeit unter zivilisierten Menschen so selten ist, dass es langfristig gesehen, vielleicht die beste Strategie zum Traffic-Aufbau ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde oft davor gewarnt, Dinge zu schreiben, die einen Teil meiner Besucher befremden könnte. Aber irgendwie mache ich immer das Gegenteil und mein Traffic wächst anstatt zu schrumpfen. Ich sehe keine Themen als Tabu oder heilig, wenn sie für mein persönliches Wachstum relevant sind und das schließt Ernährung und Religion ein. Es ist kein Geheimnis, dass ich ein veganer Ex-Katholik bin. Stoße ich jemanden vor den Kopf, wenn ich sage, dass das Quälen und Töten von hilflosen Tieren zum Zweck der Lebensmittelherstellung falsch ist? Vielleicht. Aber Wahrheit ist Wahrheit. Ich halte es auch für keine gute Idee, Kühen Zemenstaub und Wachstumshormone zu füttern, lebende Hühner in Massenställen zu halten, wo das Ammoniak in ihren Fäkalien stark genug ist, ihnen die Haut vom Leib zu brennen und 70% unserer Getreideproduktion an unseren Viehbestand zu verfüttern während zehntausende Menschen jeden Tag verhungern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich halte es auch für keine gute Idee, Menschen dafür zu bezahlen, diese Tätigkeiten in meinem Namen auszuführen. Es ändert auch wirklich nichts, wenn 999 von 1000 Menschen mir da nicht zustimmen. Euer Widerspruch ändert nichts an dem, was für die Produktion eures Burgers so alles passiert. Es ist immernoch eine getötete, gequälte, mit Chemikalien gespritze Kuh, die zu einem sehr traurigen Leben verdammt war &amp;#8211; wegen einer Entscheidung, die du getroffen hast. Und du bist immernoch für deine Rolle beim Leid dieser Kuh verantwortlich, ob dir es nun gefällt oder nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Absatz ist ein gutes Beispiel für die Art von Dingen, die ich schreibe, die manchen Leuten das Bedürfnis verspüren lässt, mich in einen Käfig zu packen, mit Hormonen zu injizieren und mich mit Zementstaub zu füttern. Es würde mich nicht sonderlich überraschen, wenn ich dieses Schicksal erleiden sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schreibe, was für mich wahr ist, unabhängig von der öffentlichen Meinung. Manchmal bin ich damit auf der Seite der Mehrheit; manchmal nicht. Mir ist völlig klar, dass einige meiner Ansichten unpopulär sind und damit kann ich prima leben. Womit ich nicht leben kann, ist Wahrheit per Mehrheitsvotum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nehme mir Zeit um mir meine eigenen Meinungen zu bilden anstatt wiederzukäuen, was man mir als Kind gelehrt hat. Und ich bin mir auch darüber im Klaren, dass es Menschen gibt, die Milliarden von Euro ausgeben um dir einzureden, dass ein Hamburger nichts mit einer sehr armen, getöteten, gequälten und chemisch behandelten Kuh zu tun hat. Aber ich werde weiter schreiben um dir dabei zu helfen, dir solcher Dinge bewusst zu werden, auch wenn du mich dafür vielleicht hassen wirst. Diese Ablehnung wird schließlich zu Zweifeln führen, welch wiederum zu Veränderung und Wachstum führen &amp;#8211; als eine feine Sache. Mit Ablehnung kann ich gut umgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mache mir wenig Sorgen, dass ich die Gefühle von anderen verletze. Verletzte Gefühle sind für viele Menschen ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ich dich so leicht kränken kann, dann bedeutet das für mich, dass du bereits einen Teil Wahrheit in dem was ich geschrieben habe, erkannt hast, aber du bist noch nicht bereit, dich der Sache bewusst zu stellen. Wenn du etwas von mir liest, dass eine emotionale Reaktion provoziert, dann ist ein Samen bereits gepflanzt worden. Mit anderen Worten: es ist bereits zu spät für dich. ;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Ziel ist es nicht, irgendjemanden von irgendetwas bestimmten zu überzeugen. Ich bin kein Aktivist für die Rechte der Tiere und ich habe auch keine Religion, die ich bewerben möchte. Mein Ziel ist es Menschen aufwachen zu lassen, damit sie bewusster leben. Dazu bedarf es, dass Bewusstsein der Menschen hinsichtlich aller Facetten ihres Lebens zu erweitern, damit sie große Entscheidungen selbstständig treffen können. Es gilt einige soziale Konditionierungen zu durchbrechen und mit bewusster Erkenntnis und Intention zu ersetzen. Das ist eine große Aufgabe, aber jemand muss es machen. Und wenn ich es nicht mache, dann muss ich mir eingestehen, dass ich ein Teil des Problems bin, genau wie alle anderen (winter)schlafenden Bären.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über die Bedeutung der Transparenz beim Bloggen ist eine Menge geschrieben worden und die Wahrheit ist die beste Transparenz überhaupt. Wahrheit schafft Vertrauen und Vertrauen schafft Traffic. Keine Spiele, keine Tricks&amp;#8230; nur einfach die gute alte und brutale Wahrheit. Sogar die Leute, die sagen, dass sie dich hassen, werden dennoch wiederkommen und schließlich zu deinen leidenschaftlichsten Befürwortern werden. Auch wenn sie nicht deiner Meinung sind, werden sie lernen, dass sie dir vertrauen können und das deine Absichten ehrenwert sind &amp;#8211; und Vertrauen ist viel wichtiger als Zustimmung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;8. Behandele deine Besucher wie echte menschliche Wesen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich an meinem Computer sitze, scheinbar einsam, so weiß ich doch, dass du ein echtes menschliches Wesen bist, dass auf der anderen Seite liest. Eine Entschuldigung geht an die empfindungsfähigen Androiden, die das &amp;#8211; vielleicht viele Jahre nachdem es geschrieben wurde &amp;#8211; lesen. Ihr seid nicht einfach nur eine Zahl in meiner Web-Statistik. Trotz der involvierten Technologie und der Zeit-Raum-Unterschiede zwischen meinem Schreiben und eurem Lesen, gibt es doch eine Verbindung von Mensch zu Mensch zwischen uns, die Zeit und Raum überwindet. Und diese Verbindung ist mir wichtig. Ich fühle ihre Gegenwart, wann immer ich beim Schreiben mein Bestes versuche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während ich mir anfangs vorstelle, auf einer Bühne vor einer Million Menschen zu stehen, wenn ich über ein Thema schreiben will, so stelle ich mir doch, sobald ich damit tatsächlich loslege, ein Gespräch unter vier Augen mit einem Freund vor. Das bedeutet, dass ich einen Teil von mir offenbare und ehrlich bin, wie bereits besprochen, aber es bedeutet auch, dass ich mir wirklich über den anderen als Person Gedanken mache. Und das ist vielleicht eins der am besten gehüteten Geheimnisse meines Erfolgs als Blogger. Ich interessiere mich tatsächlich dafür, dir beim Wachstum zu helfen. Ich möchte, dass du bewusster wirst und neues lernst. Ich möchte, dass du weniger Angst in deinem Leben erfährst. Und meine Sorge um dein Wohlergehen hängt nicht davon ab, ob du mich magst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir kommt es so vor, das wir viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Ausgehend von dem, was ich über mich selbst weiß, stelle ich mir vor, dass du morgen ein besseres Leben als gestern führen möchtest. Ich stelle mir vor, dass du gerne glücklicher, erfüllter und mehr im Frieden mit dir selbst sein möchtest. Ich stelle mir auch vor, dass du dein Potential nicht voll ausschöpfst und etwas Hilfe gebrauchen könntest um deine Ängst zu überwinden und gewisse Probleme lösen zu können. Und schließlich stelle ich mir vor, dass du es mir nicht glauben würdest, wenn ich sage, dass du all das für nur 19,95 Euro haben kannst (und das solltest du auch nicht).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grund, aus dem ich so hart daran arbeite, originale Inhalte zu erschaffen und diese frei zur Verfügung zu stellen, ist mein Wunsch, so vielen Menschen wie möglich helfen zu können. Ich sorge mich wirklich darum, was mit diesem wunderschönen Planeten und den Menschen, die auf ihm leben, geschieht. Es ist möglich, dass ich dein Leben tatsächlich mehr schätze, als du selbst. Das ist die Art von Motivation, die nie schwindet. Manchmal verliere ich sie aus den Augen, wenn ich mich in den Details verheddere, aber die Verbindung ist immer da und wartet darauf, dass ich sie wieder aufnehme, wann immer ich will. Das versorgt mich mit einem Quell an kreativen Ideen und einer unerschöpflichen Leidenschaft um etwas beizutragen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ich brauche keine dummen Marketing- und Verkaufstricks zu veranstalten. Es gibt hier nichts zu kaufen. Selbst wenn ich in Zukunft ein paar Produkte zu der Website hinzufüge, dann werde ich nicht versuchen, dich mit einer Handvoll falscher Versprechen zu manipulieren, damit du etwas kaufst, was du nicht brauchst. Ich würde auf die Weise kurzfristig mehr Geld verdienen können, aber das würde unsere authentische Verbindung kappen, eine Mauer zwischen uns erschaffen und die Menge an Einfluß, die ich haben könnte, reduzieren. Letztendlich würde dieser Ansatz für mich scheitern &amp;#8211; zumindest in der Hinsicht, wie ich Erfolg definiere. Ich kann dir nicht beim wachsen helfen, wenn ich dein Vertrauen mißbrauche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kann niemanden zum Wachstum zwingen, der es nicht selber will. Aber es gibt eine Menge Menschen auf diesem Planeten, die jetzt bereit sind, ihr wenig bewusstes Leben loszulassen und sich dem nächsten Level der menschlichen Existenz zu nähern. Und sie benötigen dabei Hilfe, weil es eine schwierige Reise ist und starke Mächte dagegen arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Echte Menschen, die anderen echten Menschen helfen, ist das, worum es bei Aufbau von Traffic wirklich geht. Das ist genau das, was ein Link oder eine Empfehlung ist. Wenn man wirklich darauf aus ist, anderen Menschen zu helfen, weil es einem selbst wichtig ist, dann wird man sich bald einem Überfluss an Traffic gegenüber sehen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;9. Geld spielt eine Rolle&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Geld ist wichtig. Natürlich muss auch ich Rechnungen bezahlen. Geld bezahlt meinen Computer, meine High-Speed-Internetverbindung, mein Haus und mein Essen. Ich bin gestern erst von einem Urlaub zurückgekehrt, der mit Geld bezahlt wurde. Meine Frau und ich hatten eine tolle Zeit &amp;#8211; teilweise auch, weil wir uns auf dieser Reise über Geld keine Gedanken machen mussten. Wir haben alles unternommen, was wir wollten ohne dabei jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Und diese Website hat dafür bezahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist wichtig, dass ich eine gewisse Summe Geld durch meine Arbeit generiere, aber es ist nicht nötig, dass ich das Maximale an Euros herausquetsche. Es ist sogar so, dass ich die Website &amp;#8211; hinsichtlich der Menge an Traffic &amp;#8211; nicht gut monetarisiere. Aber Geld ist nur ein Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck. Einen positiven Beitrag leisten zu können, ist für mich viel wichtiger als Geld. Geld kann nützlich sein, dieses Ziel zu erreichen, aber menschliche Beziehungen sind weitaus wichtiger. Das Lustige ist, dass, je weniger ich mich auf Geld verlasse, desto mehr in mein Leben zu treten scheint.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verdiene bereits mehr Geld, als ich benötige um meine Rechnungen zu bezahlen und mein Einkommen durch die Website nimmt jeden Monat noch zu. Wenn ich einfach so weitermache wie bisher, dann werde ich vermutlich recht vermögend enden. Aber Geld ist ein extrem schwacher Motivator für mich.  Sehr wenig von dem, was ich heute mache, liegt Profit als Motiv zugrunde &amp;#8211; mit der Ausnahme, dass Geld noch größere Ziele ermöglichen wird. Das scheint einige Leute zu verwirren, denn einige meiner Entscheidungen zielen darauf ab Geld zu verdienen, aber viele andere wiederum nicht. Während ich mich selbst als Unternehmer sehe (zumindest ist das weniger isolierend als &amp;#8220;Guru&amp;#8221;), so sehe ich doch Geld nur als ein Werkzeug zur Verbesserung und Verbreitung meiner Beiträge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während viele Unternehmer nach Geld streben, mit dem Ziel wohlhabend zu werden, so wähle ich doch einen anderen Weg. Ich versuche Geld zu verdienen um den Grad meiner Freiheit zu vergrößern. Ich möchte nicht darin steckenbleiben für Geld arbeiten zu müssen, also lehne ich regelmäßig Angebote ab, mit denen ich zwar Geld verdienen könnte, die aber meine Freiheit einschränken würden. Zum Beispiel mache ich kein Consulting oder Coaching. Infolgedessen finden sich auf meinem Kalender auch nur sehr wenige feste Termine. Das heisst nicht, dass ich faulenze. Das bedeutet nur, dass ich frei entscheiden kann, wie ich meine Zeit verbringen möchte anstatt das tun zu müssen, was andere von mir wollen. Ich benötige diese Menge an Flexibilität um mein Bestes geben zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Indem ich genau darauf acht gebe, wie ich Geld verdiene und nicht so sehr darauf, wieviel es ist, halte ich die Rolle des Geldes im Zaum. Das erlaubt mir, auf mein Ziel fokussiert zu bleiben und mich nicht zuviel damit zu beschäftigen, eine Marke aufzubauen, Verkäufe abzuschließen oder fragwürdiges Marketing zu betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kann es nicht leiden, wenn andere Leute ein-dimensionale Verkaufs- und Marketingtaktiken bei mir anwenden, also vermeide ich diese Techniken auch auf dieser Seite. Ich habe mich in gewisser Weise aus dem aktuellen kapitalistischen System ausgeklinkt und mein eigenes (Konkurrenz-)System aufgebaut, dass meiner Meinung nach viel kongruenter mit einem bewussten Lebensstil ist. Es würde mich sehr freuen, wenn andere Menschen auch den Grad an Freiheit genießen können, den ich jeden Tag habe.  Ich bin sicher, dass ich meinen Ansatz weiterhin verbessern werde, aber bisher funktioniert er wunderbar. Man stelle sich nur ein Business ohne Produkte, ohne Lager, ohne Verkäufe und ohne Kunden vor, das aber dennoch einen üppigen, positiven Cashflow generiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da das Einkommen größtenteils automatisch generiert wird, kann ich mich meine Zeit und Energie neuen Inhalten widmen anstatt mich um Marketing oder Verkäufe kümmern zu müssen. Und die Möglichkeit soviel Zeit für neue Inhalte aufbringen zu können ohne sich darum sorgen zu müssen, wie ich meine Rechnungen bezahlen soll, macht es auch viel einfacher mehr Traffic aufzubauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manche Geschäftsmodelle machen den Aufbau von Traffic sehr schwer. Man muss eine Menge Zeit und Energie für neue Besucher aufbringen und dann auch noch versuchen, denen ein Produkt oder einen Service zu verkaufen. Es ist immer ein harter Kampf bergauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich stelle meine besten Inhalte kostenlos zur Verfügung. Mundpropaganda macht den Rest. So gesehen fährt meine Strategie zum Traffic-Aufbau immer bergab. Es war noch nie ein großer K&amp;#174;ampf für mich. Und sobald man erstmal ausreichenden Traffic hat, dann ist es auch nicht schwer diesen zu monetarisieren ohne sich dafür verrenken zu müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben doch alle dieses Sprichwort gehört:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Bau eine bessere Mausefalle und sie werden kommen.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Und wir haben auch die Marketing- und Verkaufsleute gehört, die gesagt haben, dass das einfach falsch ist &amp;#8211; man muss auch die Mausefalle effektiv vermarkten und verkaufen können. Ich sage, sie liegen alle falsch. Mein Ansatz ist das Äquivalent von:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Bau eine bessere Mausefalle, verschenke sie und sie werden kommen &amp;#8211; und auch noch ihre Freunde mitbringen.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h2&gt;10. Wenn du die ersten 9 Tipps vergisst, dann konzentriere dich nur darauf anderen wirklich zu helfen und der Rest wird sich ergeben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Sache, die mich bei typischem Selbsthilfe-Marketing abtörnt, ist die Tatsache, dass Autoren und Redner sich oft als das Gegenteil ihres Publikums darstellen. Ich bin erfolgreich und du nicht. Ich bin reich und du nicht. Ich bin fit und du nicht. Du brauchst mich, weil etwas in deinem Leben fehlt, ich habe genau das, was du brauchst und wenn du mich bezahlst (und mich so noch reicher und dich ärmer machst), dann zeige ich dir, wie du das auch haben kannst. Und wenn es bei dir nicht funktioniert, dann bedeutet das, das du ein noch größerer Idiot bist, als die Leute, die mir Empfehlungsschreiben geliefert haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin sicher, du hast diese Art Schwachsinn schon einige Male gehört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses ganze &amp;#8220;Ich bin angekommen und du nicht&amp;#8221; Zeug ist Quatsch. Es suggeriert, dass sich das Leben um Zielpunkte dreht und dass man, sobald man angekommen ist, fertig mit dem Wachstum ist und nun einfach entspannen und einen fruchtigen Drink für den Rest seines Lebens genießen kann. Aber im Leben gibt es mehr, als nur das Überschreiten von gewissen Grenzen. Wenn man vom Single-Dasein in die Ehe übergeht oder vom Nicht-Millionär zum Millionär, dann ist das alles schön und gut. Der Übergang ins Elterndasein war ein großer Schritt für mich. Aber das ist nur ein Tag in meinem Leben und um ehrlich zu sein, hatte ich da auch nicht viel Kontrolle drüber &amp;#8211; abgesehen von einer Entscheidung neun Monate früher (und zu dem Zeitpunkt schien es eine sehr gute Idee zu sein). Aber was ist mit all den anderen Tagen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An meinem Wachstum als menschliches Wesen arbeite ich täglich. Ich verspüre tiefe Leidenschaft in Bezug auf mein eigenes Wachstum, so dass ich natürlich diesen Teil meiner Reise mit anderen teilen möchte. Wenn ich jemals anfange mich als &amp;#8220;Ich bin erfolgreich und du nicht&amp;#8221; zu vermarkten, dann hoffe ich, wird jemand kommen und mich von meinem Elend erlösen, denn das würde bedeuten, dass ich aufgehört habe zu wachsen und bereit für den Tod bin. Ich erwarte nicht, das das Wachstum jemals aufhören wird, solange ich als Mensch existiere. Es gibt immer neue Entscheidungen, die es zu treffen gilt und neue Erfahrungen, an denen man sich erfreuen kann. Und ja.. es gibt auch eine Menge Fehler, die es zu machen gilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einer der größten Vorteile anderen zu helfen, ist, dass es die Angst aus dem Weg räumt. Ohne Angst wird man endlich frei genug sein, einfach man selbst zu sein. Du bist fähig intelligente Risiken einzugehen und unabhängig von bestimmten Ergebnissen zu sein, denn die Reise ist viel wichtiger als die spezifischen Stationen, die auf dem Weg liegen. Mich persönlich interessieren weniger die (Ziel-)Orte, als die Entdeckungen auf dem Weg dorthin. Ich liebe die Vorfreude auf das, was mich hinter der nächsten Kurve erwartet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir uns gegenseitig helfen wollen, dann müssen wir Verbündete beim Streben nach Wachstum sein &amp;#8211; keine Gegner. Insofern macht es keinen Sinn künstliche Wälle zwischen uns hochzuziehen. Das Ego benötigt Wälle als Schutz, aber wenn wir diese angstgetriebenen Bedürfnisse des Egos hinter uns lassen können, dann werden wir viel größere Fortschritte machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt eine Menge Dinge, die ich mit dieser Seite machen könnte, die mir kurzfristig mehr Geld oder noch mehr Traffic-Wachstum einbringen würden, aber ich tue sie nicht, weil sie uns nur mehr auseinandernbringen würden. Ich wäre auf meiner Seite, du auf deiner und wir beide hätten eine etwas Angst voreinander. Ich würde mir Sorgen machen, dass du vielleicht nicht kaufen willst, was ich anbiete und du würdest dich davor fürchten, abgezockt oder ausgenutzt zu werden. Wir würden uns nur mehr in unseren Ängsten baden, was genau das Gegenteil von dem ist, was wir zum Wachsen brauchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine der größten Herausforderungen im heutigen Leben ist, herauszufinden, wie man genug Leuten dabei helfen kann, ihre primäre Einstellung von Angst zu Liebe zu verändern. Unsere Emotionen sind eine Energiequelle für uns (sie treiben unsere Handlungen an) und der Großteil der Welt ist von Angstenergie getrieben. Sich mal die Nachrichten anzuschauen ist ein gutes Beispiel; wir können richtig fühlen, wie es uns energetisiert anderen beim Leiden zuzusehen. Das Quälen von Tieren ist ein weiteres Beispiel; wir essen ihre Angst zum Frühstück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber es gibt auch einen anderen Treibstoff für das menschliche Bewusstsein und der vielleicht beste Weg, ihn zu beschreiben, ist: bedingungslose Liebe. Damit ist nicht die schmalzige Emotion romantischer Liebe gemeint &amp;#8211; es ist der Sinn für die Verbindung mit allen Dingen, die existieren und eine Sehnsucht, dem Wohl aller zu dienen. Bedingungslose Liebe, wenn sie denn der Haupttreibstoff wird, kultiviert Angstlosigkeit. In diesem Zustand kennt man immer noch die Kampf-oder-Flucht-Reaktion, aber man wird nicht mehr von emotionalen Sorgen, wie der Angst vor Niederlagen oder der Angst vor Ablehnung angetrieben. Man fühlt sich absolut sicher, unabhängig von den äußeren Umständen. Und wenn man dieses Gefühl der bedingungslosen Sicherheit hat, dann ist man wirklich frei, man selbst zu sein, neue Erfahrungen zu begrüßen und sehr schnell zu wachsen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Persönliches Wachstum ist kein Nullsummenspiel. Wenn man als Mensch wächst, dann schädigt man nicht mich damit. Im Gegenteil, wenn alle von uns als Individuen wachsen, dann wird es den ganzen Planten zu einem besseren Ort für alle machen. Wenn genug Menschen ihre Polarisation von Angst auf bedingungslose Liebe verändern, dann wird dieser Planet ein echtes Paradies werden. Das ist eine gute Sache für uns alle; eine die viel wichtiger als all das Geld der Welt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht hast du weniger ambitionierte Ziele als das Erweitern des menschlichen Bewusstseins oder den Weltfrieden für deinen Traffic. Das macht nichts. Du kannst dich dennoch hauptsächlich darauf konzentrieren, anderen zu helfen und wenn du das machst, dann wirst du es auch relativ leicht finden, eine High-Traffic-Website aufbauen zu können. Wenn man es sich zum Ziel setzt, dem Wohl aller zu dienen, dann wird man dabei reichlich Hilfe bekommen &amp;#8211; und das Beste ist: man verdient sie auch!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gib dein Bestes um deinen Besuchern aus echtem Interesse an ihrem Wohlbefinden heraus zu helfen und sie werden dir im Gegenzug dabei Helfen deinen Traffic wachsen zu lassen und sogar ein nettes Einkommen daraus zu generieren. So einfach ist es.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Abschließende Gedanken&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine High-Traffic-Website aufzubauen kann sehr herausfordernd sein, wenn man es nie zuvor gemacht hat. Diese Tipps kratzen nur an der Oberfläche von dem, was man alles wissen muss um erfolgreich zu sein. Ich habe seit dem Schreiben des Artikels eine Alternative für diejenigen gefunden, die Schwierigkeiten damit haben, substanziellen Traffic aufzubauen und damit Geld zu verdienen. Wer sich dafür interessiert, sollte sich den Artikel zu &amp;#8220;Site Build It!&amp;#8221; (Anm. d. Red. Kommt bald) durchlesen.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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      <pubDate>Sun, 29 Apr 2012 12:47:00 +0200</pubDate>
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    <item>
      <title>Der Sinn des Lebens: 
Bewusste Evolution</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/wachstum-und-evolution.jpg" title="Evolution findet man nicht nur in der Biosphäre"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Evolution findet man nicht nur in der Biosphäre&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Dawn Ashley&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;div id="series-nav"&gt;
&lt;h3&gt;Der Sinn des Lebens (6-teilige Serie)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das ist der sechste und letzte Teil der Artikelserie. Alle Artikel auf einen Blick:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Einleitung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;Wie sollen wir leben?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-seinen-zweck-finden"&gt;Seinen Zweck finden&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat"&gt;Vom Zweck zur Tat&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-der-uebergang"&gt;Der Übergang&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bewusste Evolution&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;In diesem letzten Artikel der &amp;#8220;Sinn des Lebens&amp;#8221;-Reihe, werde ich versuchen, einen breiteren Überblick darüber zu geben, warum persönliche Entwicklung so wichtig ist und warum ich glaube, dass jedes Investment in das eigene Wachstum das beste Investment ist, dass man machen kann.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Bewusste Evolution&lt;/h2&gt;
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&lt;p&gt;Wenn ich das Wort &amp;#8220;Evolution&amp;#8221; verwendet habe, um meine Weltanschauung zu beschreiben, dann meinte ich das nicht im biologischen Sinne (natürlichen Auslese, Zucht und Mutation). Einige Leute haben sich anscheinend etwas darauf versteift. Ich habe die allgemeinere Definition von Evolution gemeint: Ein Prozess, bei dem sich etwas schrittweise verändert und eine neue Stufe erreicht, vorzugsweise eine höher entwickelte oder reifere Stufe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das schließt die Evolution der Gedanken, der Gesellschaft, des Wissens und der Fähigkeiten des Lebens ein &amp;#8211; die Evolution der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosphäre"&gt;Noosphäre&lt;/a&gt; sogar mehr, als die Evolution der Biosphäre. Die Noosphäre ist unser kollektives Wissen und unsere Weisheit. Sie entwickelt sich heutzutage weit schneller als jedes biologische Gebilde. Genaugenommen schreitet die fortwährende Evolution der Menschen so langsam voran, dass sie, verglichen mit der Geschwindigkeit, mit der sich die Noosphäre entwickelt, praktisch irrelevant ist. Unsere Biologie hat sich in den letzten 1000 Jahren kaum verändert, aber unsere Technologie und unser Wissen haben sich massiv weiterentwickelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also wenn ich gesagt habe, dass ich dem Prozess der Evolution dienen möchte, dann meinte ich das nicht im biologischen Sinn &amp;#8211; die biologische Evolution ist zu langsam und ist größtenteils irrelevant geworden. Wenn sich die biologische Evolution der Menschen fortsetzt, dann passiert es eher durch Auswahl, als durch einen über Äonen andauernden Prozess von Zucht und Mutation. Aber was jetzt wichtig ist, ist die Evolution der Noosphäre.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Aber was ist mit der Biosphäre?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Planet ist bezogen auf die Umwelt in einem schlechten Zustand &amp;#8211; dem stimme ich zu. Aber wir können es uns nicht leisten, auf eine biologische Evolution zu warten, die diese Probleme löst. Wenn wir das machen, dann werden die Menschen höchstwahrscheinlich ausgestorben sein, bevor wir die Chance haben, uns zu etwas Besserem weiterzuentwickeln. Einige Experten behaupten, dass die Umwelt in einem so schlechten Zustand ist, dass wir es nicht mehr bis zum Ende dieses Jahrhunderts schaffen werden&amp;#8230; das der destruktive Prozess, den wir in Gang gesetzt haben, bereits irreversibel ist, selbst wenn wir sofort damit beginnen würden, alles zu tun, was wir können um die Probleme zu beheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Probleme zu ignorieren, ist keine Option. Ich denke aber auch, dass ein direkter Angriff auf diese Probleme ebenso zum Scheitern verurteilt ist. Es gibt bereits Menschen, die das versuchen, aber scheinbar machen sie kaum Fortschritte. Sie verlangsamen den Verfall etwas, aber sie sind weit davon entfernt ihn umzukehren. Es gibt zu viel Widerstand und bis dieser effektiv überwunden werden kann, haben wir den Umkehrgrenzpunkt (&amp;#8220;point of no return&amp;#8221;) längst überschritten.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Betrachten wir etwas simples &amp;#8211; wie die Ernährung. Die Konsequenzen für die Umwelt durch die typische amerikanische Ernährung (&lt;span class="caps"&gt;SAD&lt;/span&gt; &amp;#8211; Standard American Diät) sind verheerend. Zu sagen, dass sie Ressourcen verschwendet und die Umwelt vermschutzt, ist eine krasse Untertreibung. Die Regierung der &lt;span class="caps"&gt;USA&lt;/span&gt; subventioniert das Meiste, was die wahren Kosten verschleiert. Man benötigt 18-mal soviel Fläche um jemanden zu versorgen, der sich nach der &lt;span class="caps"&gt;SAD&lt;/span&gt; ernährt, verglichen mit jemanden, der eine vegane, pflanzenbasierte Ernährung vorzieht. Wenn jemand, der nach &lt;span class="caps"&gt;SAD&lt;/span&gt; isst, nur für einen Tag vegan essen würde, dann würde er dadurch mehr Wasser einsparen als er in einem Jahr durch Duschen verbraucht. Die Entscheidung einen Burger zum Mittag zu essen, ist nicht nur eine Frage der Gesundheit &amp;#8211; es ist auch eine umwelttechnische und politische Entscheidung. Genaugenommen ist praktisch alles, wofür man sich vielleicht in seinem Leben umwelttechnisch und politisch einsetzt, irrelevant, verglichen mit der täglichen Entscheidung, was man isst. Man könnte sein ganzes Leben Greenpeace widmen und würde nur einen winzigen Bruchteil dessen beitragen, was man als ein ressourcen-verschwendender Playboy erreichen würde, der zufälligerweise Vegetarier ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedoch sind sich nur wenige Menschen der Langzeitkonsequenzen ihrer Handlungen bewusst, weil ihnen ihr &amp;#8220;Wissen&amp;#8221; von Marketingexperten eingetrichtert wird. Sie vertrauen auf den sozialen Kontext anstatt für sich selbst zu denken. Mit der &lt;span class="caps"&gt;SAD&lt;/span&gt;-Ernährung werden Milliarden verdient und es schadet den Konzernen keineswegs finanziell, wenn man ein paar Bäume am Wegesrand pflanzen will oder etwas Müll wegräumt um sich gut zu fühlen &amp;#8211; so lange man schön weiter Burger in sich reinstopft. Aber wehe, man greift die Ernährung an, die sie reich macht. Dann wird man mit Marketing überschüttet, bis man nachgibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich könnte den ganzen Tag über &lt;a href="/warum-vegan"&gt;dieses Thema&lt;/a&gt; schreiben, aber das wurde schon an anderer Stelle getan. Die durchschnittliche Person wird ihm schlicht aus dem Weg gehen und der Teil, der gelesen wird, den will man nicht wahrhaben oder ignoriert ihn. Die Menschen müssen den nötigen Antrieb haben um danach zu suchen &amp;#8211; weil sie wirklich wissen wollen, was vor sich geht. Aber die wenigsten haben zur Zeit den Mut und die Disziplin dafür.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich sehe die Lösung nicht darin, mehr Zeit und Energie darauf zu verwenden, solche Themen direkt anzugehen. Wenn ich das versuchen würde, dann würden mich diejenigen &amp;#8211; mit starkem finanziellem Interesse das aktuelle Glaubenssystem aufrecht zu erhalten &amp;#8211; nur mit Marketing übertrumpfen. Wie falsch das System auch sein mag. Ich könnte zum Beispiel mein ganzes Leben mit dem Kampf gegen das Rauchen verbringen, aber im Endeffekt wird es kaum einen Unterschied machen &amp;#8211; vielleicht überzeuge ich eine ansehliche Zahl an Menschen, damit aufzuhören, aber viele weitere werden inzwischen Raucher werden und viele, die aufhören, werden sich einfach ein anderes Laster als Ersatz zulegen. Insgesamt gesehen, wird es also nicht viel Unterschied machen. Mein Widerstand wird einfach mit noch stärkerem Widerstand beantwortet. Ein Kraftakt wird scheitern.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Also was ist die Lösung?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die beste Lösung, die mir einfällt, ist die Arbeit am menschlichen Bewusstsein an sich um mehr Menschen dabei zu helfen, die Vorteile zu erkennen und die Hindernisse zu umschiffen, die auf ihrem Weg zu bewusstem Wachstum auftreten können. Ich glaube nicht, dass dafür eine biologische Veränderung nötig ist &amp;#8211; eher eine Verlagerung zur Noosphäre hin. Ich denke, wir haben bereits die biologischen Fähigkeiten um die Probleme dieses Planeten beheben zu können &amp;#8211; wenn sie denn überhaupt lösbar sind &amp;#8211; aber es mangelt uns zur Zeit an Bewusstheit, Disziplin und Mut um uns als Spezies zu erheben und die persönliche Verantwortung dafür zu übernehmen, das Richtige zu tun. Die meisten Menschen würden lieber eine Illusion leben, als Zeit damit zu verbringen, darüber nachzudenken, welchen bestmöglichen Beitrag sie in ihrer Lebenszeit leisten könnten. Aber ich glaube, ich kann helfen, das zu ändern. Eine große Zahl weiterer Menschen scheint zu einem ähnlichen Schluss zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich stelle mir vor, dass das Einpflanzen und Stärken der Saat für bewusstes, persönliches Wachstum in die Noosphäre, das absolut Beste ist, was ich mit meiner Lebenszeit anfangen kann &amp;#8211; in Zusammenarbeit mit anderen Menschen, die ähnliche Missionen verfolgen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Es ist fast lächerlich, wieviel ungenutztes Potential in uns Menschen schlummert. Wenn wir die Anerkennung dieses Potentials voranbringen und das durchschnittliche Niveau des menschlichen Bewusstseins anheben können, dann werden mehr und mehr Leute &amp;#8220;erwachen&amp;#8221; und damit beginnen, sehr viel bewusster und mutiger zu leben. Sie werden damit beginnen, destruktive Gewohnheiten fallen zu lassen und positivere aufzunehmen. Sie werden damit beginnen, einen bedeutungsvollen Sinn und Zweck für ihr Leben zu finden und auf ihrem Weg dorthin weitere Menschen ermutigen, das Gleiche zu tun. Sie werden aufhören in Angst vor ihrem eigenen Schatten zu leben und Zeit mit Trivialitäten zu verschwenden. Und diese &amp;#8220;aufgerüsteten&amp;#8221; Menschen, die mehr bewusst und mutiger leben, werden eine deutlich bessere Chance haben, die größten Probleme der Menschheit zu lösen und die größten Risiken, die uns bedrohen, managen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Mission ist also zu Ermutigen und Menschen dabei zu helfen, ihr persönliches Wachstum voranzutreiben, damit sie eine Weg raus aus der stillen Verzweiflung und hin zu einem Leben voll Mut, Sinn und Verantwortung finden. Mir ist bisher kein besserer Beitrag als das eingefallen, dem ich mein Leben widmen könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mich ist diese Mission auch tief mit meinem eigenen Streben nach persönlichen Wachstum verflochten. In dem ich an mir selbst arbeite, vergrößere ich auch meine Kapazität, anderen helfen zu können. Und indem ich anderen helfe, mehr bewusst und gewissenhafter zu werden, schaffe ich auch eine Umgebung, die wieder mein eigenes Wachstum verstärkt und dabei hilft mich von den Kräften zu isolieren, die versuchen, mich wieder in ein wenig-bewusstes Leben zurück zu ziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aktuell manifestiere ich diese Mission in Form von Artikeln, anderen Beiträgen im Social Web und einem &amp;#8220;Buch&amp;#8221;. Mein Plan ist, das im nächsten Jahrzehnt weiter auf verschiedene Medien auszubauen: Artikel, Bücher, Audio-Programme, Reden, Seminare, usw. Darüber hinaus stelle ich mir vor, eine gewisse formale Organisation aufzubauen, die Menschen dabei hilft, bewusst zu wachsen und ihren Mut, ihre Disziplin und ihr Bewusstsein auszubauen und zudem ein Forum für Menschen bietet, die gern andere kennenlernen möchten, die ähnliche Missionen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Herausforderung ist, herauszufinden, wie man in der aktuellen Noosphäre lebt, während man daran arbeitet, eben diese zu verändern. Man muss sich darauf verlassen, dass das aktuelle ökonomische System die nötigen, grundlegenden Bedürfnisse erfüllt. Meine Lösung hierfür ist es, mein Einkommen so weit wie nur möglich zu systematisieren und automatisieren, damit ich die Freiheit habe, höhere Ziele und Projekte zu verfolgen und nicht für meinen Lebensunterhalt zuviel Zeit und Energie investieren muss. Ich habe noch ein paar andere Ideen, die die Situation noch weiter verbessern sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich sehe die Lösung von sozialen/globalen Problemen allerdings nicht als das Hauptziel an. Ich denke, dass das hauptsächlich ein Nebeneffekt von persönlichem Wachstum sein wird, nicht der Sinn des Wachstums an sich. Ich sehe das Streben nach mehr Mut und Bewusstsein, sowie besserem Gewissen, als das eigentliche Ziel an sich an. Jedoch wird dieses Streben viele Probleme auf dem Weg (sozusagen nebenbei) lösen und das ist oft leichter, als manche Probleme direkt anzugreifen. Zum Beispiel kann man Probleme, wie Übergewicht, Nikotinsucht und unbefriedigende Beziehungen direkt angehen und dabei durch die Bank weg nur sehr wenig Fortschritte machen. Aber wenn man daran arbeitet, seinen Mut, sein Bewusstsein und &lt;a href="/selbstdisziplin"&gt;seine Selbstdisziplin zu entwickeln&lt;/a&gt; , dann werden sich diese Probleme von selbst lösen &amp;#8211; tatsächlich werden sie fast schon trivial leicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In sein eigenes Wachstum zu investieren, ist das beste Investment überhaupt. Man darf nicht für eine Minute glauben, dass es ein selbstsüchtiges Streben ist. Im Gegenteil &amp;#8211; es ist tatsächlich das Beste, was man machen kann um anderen helfen zu können. Wenn man das Gefühl hat, dass man zur Zeit in seinem Leben nicht viel beiträgt, dann sollte man sich nicht selbst deswegen fertig machen oder abstreiten, was zu wem man werden könnte, wenn man nur stark genug wäre. Stattdessen sollte man in sich gehen und an sich arbeiten, bis man innerlich zu der Person wird, die automatisch Gutes tut, weil es ein Ausdruck ihrer selbst ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überwinde deine Angst und der Rest ist einfach.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/8t30kph67m0" height="1" width="1"/&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 10 Apr 2012 14:49:00 +0200</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8470c882ca2824f1000013">Bewusstsein &amp; Erkenntnis</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8470c882ca2824f1000014">Sinn des Lebens</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8470c882ca2824f1000015">Spiritualität</category>
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    <item>
      <title>Der Sinn des Lebens: 
Der Übergang</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/uebergang.jpg" title="Ein Übergang ist nicht immer bequem - aber es lohnt sich"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Ein Übergang ist nicht immer bequem &amp;#8211; aber es lohnt sich&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Steve-h&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;div id="series-nav"&gt;
&lt;h3&gt;Der Sinn des Lebens (6-teilige Serie)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das ist der fünfte Teil der Artikelserie. Alle Artikel auf einen Blick:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Einleitung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;Wie sollen wir leben?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-seinen-zweck-finden"&gt;Seinen Zweck finden&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat"&gt;Vom Zweck zur Tat&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Der Übergang&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-bewusste-evolution"&gt;Bewusste Evolution&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Sobald man seinen Sinn und Zweck definiert und davon ausgehend einige Ziele und Projekte identifiziert hat, dann stellt man höchstwahrscheinlich fest, dass man sich von nun an, in eine ganz andere Richtung bewegen muss. Man ist vielleicht seit einigen Jahren einen Weg gegangen und nun schlägt man eine völlig neue Richtung ein. Es ist möglich, dass man jeden Teil seines Lebens ändern muss &amp;#8211; Gewohnheiten, die die Gesundheit betreffen, soziale Beziehungen, Arbeit/Karriere und sogar die spirituellen Bräuche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich bereits mehrfach solche Übergange erlebt habe (meistens durch bewusste Entscheidungen), habe ich hier nun einige Ratschläge um den Wechsel zu vollziehen, die hilfreich sein können.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;In den nächsten Gang schalten&lt;/h2&gt;
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&lt;p&gt;Wenn man in seinem Leben um eine Kurve gehen muss, dann sieht man nicht, was dahinter liegt &amp;#8211; das Erste, was man also erwarten muss, wenn man seinen Kurs ändert, ist ein starker Mangel an Klarheit. Angenommen man fährt im Auto durch einen belebten Vorort. Man sieht die Straße &amp;#8211; vielleicht einige Blöcke weit &amp;#8211; klar vor sich. Aber sobald man sich einer Kurve nähert, um diese zu durchfahren, dann kann man nicht mehr als ein paar Meter vor sich sehen. Das Blickfeld ist durch Hindernisse eingeschränkt &amp;#8211; und wenn es seine Straße ist, die man nie zuvor befahren hat, dann weiß man nicht so recht, was einen erwartet. Wie dem auch sei &amp;#8211; sobald man fast um die Kurve rum ist, kann man auch wieder sehen, wie die neue Richtung, die man vor sich hat, aussieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Leben verhält es sich ähnlich. Die Fähigkeit zu sehen, was vor einem liegt, ist stark beschränkt, wenn man die Richtung ändert, aber sobald man um die Drehung vollzogen hat, kehrt auch die Klarheit wieder zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So ist es mir ergangen, als ich meine Karriere als Vollzeit-Software-Publisher zu einer als Vollzeitautor und -redner verschoben habe. Bevor ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe, hatte ich nur eine ungenaue Vorstellung davon, wie die neue Karriere aussehen würde. Egal wieviel ich geplant habe, es war immer noch unscharf &amp;#8211; es gab einfach zuviele Variablen, die ich nicht vorhersagen konnte. Ich war einfach nicht in meinem Element. Als ich den Übergang begann, musste ich fast jede Woche meine Pläne überdenken &amp;#8211; eine Langzeitplanung war unmöglich, weil ich ständig neue Dinge gelernt habe, die meine alten Pläne verdorben haben. Während dieser Zeit musste ich fast jeden neuen Tag einzeln angehen. Aber nach ein paar Monaten, habe ich meinen Weg gefunden und konnte nun die Straße, die vor mir lag, sehr klar sehen. Jetzt konnte ich mir auch wieder mit Selbstvertrauen langfristige Ziele setzen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sich Zeit lassen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn eine große Veränderung im Leben ansteht, dann sollte man sich Zeit nehmen. Man muss nicht jeden Bereich seines Lebens gleichzeitig in den nächsten 30 Tagen umbauen. Zuviele Dinge auf einmal zu verändern, kann stressig werden. Besser man lässt einige Bereiche erstmal in Ruhe, während man andere verändert. Wenn man eine Kurve zu schnell nimmt, dann bricht das Auto aus oder überschlägt sich sogar. Aber auch wenn man die Kurve langsam angeht, dann spürt man eine Kraft, die einen zur Seite zieht. Bei einem Richtungswechsel muss man das Lenkrad fest im Griff haben und die Kontrolle bewahren. Sobald man die Kurve geschafft hat, dann kann man entspannen und sich wieder etwas lockern &amp;#8211; der neue Schwung wird einen weitertragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Jahren haben meine Frau und ich ein zweites Kind bekommen, sind mit unserer Familie und Unternehmen von Los Angeles nach Las Vegas umgezogen (mit all den Nebeneffekten, die beim Wechsel von einem Bundesstaat in den nächsten so auftreten), ich habe eine neue Karriere begonnen und wir ein neues Haus gekauft. Mein lokaler Bekanntenkreis hat sich komplett verändert &amp;#8211; ein Großteil der Leute, mit denen ich jetzt die meiste Zeit verbringe, kannte ich vor zwei Jahren noch gar nicht. Und dann ist da auch noch das persönliche Wachstum, dass ich mir erarbeitet habe und was dazu geführt hat, dass ich viele persönliche Veränderungen in dieser Zeit erlebt habe &amp;#8211; was Veränderungen in meinen Langzeitgewohnheiten einschließt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war eine Menge Veränderung und wenn wir versucht hätten, das alles auf einmal zu machen, dann wären wir überfordert gewesen. Aber da wir es aufgeteilt und über mehrere Monate verteilt haben, wurde es machbar. Nachdem unser Sohn geboren war und während wir nach Vegas zogen, liessen wir unsere Karrieren, wie sie sind und unser Einkommen blieb stabil. Dann nahmen wir uns ein paar Monate Zeit um ins in der neuen Stadt einzugewöhnen (neue Vorschule für unsere Tochter gesucht und die Stadt erkundet). Sobald wir wieder eine feste Routine hatten, begann ich damit neue Fähigkeiten zu erleenen und ein lokales, soziales Netzwerk aufzubauen &amp;#8211; und ein paar Monate später war ich bereit, meine neue Karriere in Vollzeit anzugehen. In dieser Zeit hielt meine Frau ihre Karriere und ihr Einkommen stabil, während es bei mir recht unstabil zuging. Im folgenden Jahr wird meine Arbeit und mein Einkommen sich noch weiter verändern, so dass ich andere Bereiches meines Lebens im Gegenzug relativ stabil halten werde.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Üblicherweise befinde ich mich in mindestens einem Bereich meines Lebens (aber nicht allen) außerhalb der Komfortzone &amp;#8211; und ich finde, je häufiger ich das mache, desto mehr Veränderungen kann ich simultan verkraften.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Umgebung auf Veränderung vorbereiten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein leichter Schritt, den jeder am Anfang einer Veränderung machen kann, ist die Vorbereitung seiner Umgebung zur Unterstützung der neuen Ziele. Höchstwahrscheinlich reflektiert die Umgebung die aktuelle Identität und wenn man diese verändern möchte, dann sollte man zuerst seine Umgebung anpassen. Ein Beispiel: Mit das Erste, was ich gemacht habe, als ich meine Karriere von Software hin zum Reden verändert habe, war die Neudekorierung meines Büros. Ich fragte mich:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Welche Art Büro würde ein professioneller Autor/Redner haben und worin würde es sich von dem eines Softwareentwicklers unterscheiden?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe eine Liste von Änderungen aufgestellt und sie dann schnell umgesetzt. Ich habe alle Bücher über Spieleprogrammierung entfernt, meine Shareware-Auszeichnungen und Spiele weggepackt, usw. Ich habe mein Ablagesystem mit leeren Heftern aufgefüllt (für zukünftige Reden) und etwas Platz für neue Bücher im Regal gemacht. Das hat eine gewisse Leere erzeugt, die ich es mit Hilfe meiner neuen Karriere zu füllen gilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe diesen Entrümpelungsprozess letztes Jahr gemacht und nun ist die Lücke wieder geschlossen. Meine Hefter sind voll mit absolvierten Reden und Referenzmaterial. Mein Bücherregal ist voll mit neuen Büchern zum Thema Reden, Schreiben und Persönlichkeitsentwicklung. Ich habe ein Regal mit einem halben Dutzend Trophäen und Plaketten von diversen Redewettbewerben. Jedes Mal, wenn ich also mein Büro betrete, dann werde ich in meiner Identität als Autor/Redner bestärkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe bereits ausführlich darüber geschrieben:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/umgebungsbezogene-unterstuetzung-der-eigenen-ziele"&gt;Umgebungsbezogene Unterstützung der eigenen Ziele&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2&gt;Wie man mit sozialem Widerstand umgeht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Abgesehen von den Dingen in der Umgebung, muss man auch mit anderen Leuten klarkommen. Viele Leser haben mir erzählt, dass sozialer Widerstand für sie ein großes Problem ist. Sie nehmen sich vor ihr Leben zu ändern, aber dann reden ihre Freunde (oder die Familie) es ihnen wieder aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss seinem eigenen Urteilsvermögen mehr trauen, als den Meinungen von anderen. Selbst wenn es sich herausstellt, dass man falsch lag, dann wird man dabei mehr über sich lernen und kann in Zukunft bessere Entscheidungen treffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Leute fürchten Veränderung und der Versuch das eigene Leben zum Besseren zu verändern, wird als Bedrohung wahrgenommen. Frag dich selbst &amp;#8211; welche Freunde werden mit dem neuen Ich zurechtkommen, sobald man den Übergang vollzogen hat? Wird man danach immernoch befreundet sein? Enge, echte Freundschaften können so etwas überstehen. Aber viele lockere Freund- und Bekanntschaften können das nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Gleiche gilt für andere Beziehungen. Viele Beziehungen überleben so eine Veränderung nicht. Aber welche Art von Beziehung hat man dann übehraupt gehabt, wenn eine Veränderung zum Besseren hin, zu einer Trennung führt? Das heisst doch nur, dass die Beziehung auf etwas Unbeständigem aufgebaut war. Man ist besser dran, die Veränderung durchzuführen und dann zu sehen, ob die Beziehung stark genug ist um damit klar zu kommen, anstatt diese Beziehung als Entschulding heranzuziehen, nichts zu unternehmen. Eine gute Beziehung sollte einem beim Wachstum helfen, nicht zurückhalten. Und es ist nichts Falsches an zeitweiligen Beziehungen. Eine Trennung ist nicht das Ende der Welt. Das passiert jeden Tag und es gibt Überlebende, die davon berichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich dazu überging ein Unternehmen bezüglich Persönlichkeitsentwicklung aufzubauen, gingen viele lockere Freundschaften in die Brüche. Es ist vermutlich keine Überraschung, dass einige Leute in der Spieleindustrie keinen großen Respekt vor dem Thema Persönlichkeitsentwicklung haben &amp;#8211; sogar wenn sie oft eine enorme Menge Zeit in die Entwicklung ihrer technischen Fähigkeiten stecken (was ich als eine Form der Persönlichkeitsentwicklung ansehe). Solche Leute reagierten auf meine Veränderung, als wäre es eine persönliche Beleidigung. Ich habe das allerdings erwartet, so dass es mich nicht weiter aufhielt. Das Gleiche ist mir passiert, als ich damals mein Unternehmen für Videospiele gegründet habe.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Wenn man eine große Veränderung in seinem Leben durchmacht, dann muss man mit sozialem Widerstand rechnen, ganz gleich um welche Art Veränderung es sich handelt. Sozialer Widerstand ist allgegenwärtig &amp;#8211; das darf man nicht als ein Zeichen sehen, dass man irgendetwas falsch macht. Mit Hilfe der eigenen Intelligenz wird man schon sehen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Egal, wie richtig man mit seiner Entscheidung liegt, es wird immer Leute geben, die einem erzählen, dass man unrecht hat und einen großen Fehler macht. Man lässt sie einfach sauer sein und geht weiter seinen Weg. Nicht persönlich nehmen. Und am allerwichtigsten: nicht mit ihnen rumdiskutieren &amp;#8211; man verschwendet nur seine Energie. Einfach auf den nächsten Schritt konzentrieren und sie sich selbst überlassen. Sie werden sich schon anpassen, wenn sie denn können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube, der beste Weg um sozialen Widerstand zu begegnen, ist das Entgegenwirken mit sozialer Harmonie. Man kann sich z.B. einer neuen sozialen Gruppe umgeben, um die Efffekte der alten Gruppe abzuschwächen. Neue Freundschaften in Harmonie mit dem neuen Selbstbild entwickeln. I empfehle, dass man das so früh wie möglich macht, bevor man alte Freunschaften beendet, die mit der Veränderung nicht klar kommen. Man beginnt damit, mehr Zeit mit der neuen Referenzgruppe als mit der alten zu verbringen. Die neue Gruppe wird einem dabei helfen, weiter in die Richtung zu gehen, die man ausgewählt hat, was automatisch die Bindungen zur alten Gruppe lockern wird. Man wird auf ganz natürliche Weise die Zeit mit den Leuten genießen, die einen ermutigen und immer weniger Zeit mit denen verbringen, die einen aufhalten wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mich bedeutete das, &lt;a href="/wie-man-seine-angst-ueberwindet-reden-zu-halten"&gt;Toastmasters&lt;/a&gt; beizutreten. Das ist eine Organisation, die sich persönlichem Wachstum, Kommunikation und Führungsqualitäten verschrieben hat. Über einen Zeitraum von einigen Monaten habe ich einen neuen sozialen Kreis aufgebaut &amp;#8211; angefangen in einem einzigen Toastmasters Club, habe ich den Kreis immer weiter ausgedehnt. Meine alte Referenzgruppe verblasste, weil ich immer weniger Zeit in ihrer Mitte verbracht habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein paar der alten Freundschaften haben meine Veränderung überstanden. Einige Leute, die mich seit Jahren als Spieleentwickler kannten, konnten meine neue Identität akzeptieren, so dass wir zwar weiterhin Kontakt haben, aber die Art der Freundschaft hat sich verändert. Ich glaube, die besten Freundschaften sind die, die den Test der Zeit bestehen &amp;#8211; wo die Freundschaft mehr darauf baut, wer man ist anstatt auf dem was man macht oder was man hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Fans von &amp;#8220;Deep Space 9&amp;#8221;: Angenommen ihr seid mit Curzon Dax befreundet. Könntet ihr dann immernoch Freunde mit Jadzia oder Ezri sein? Das hängt von der Art der Freunschaft ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe über dieses Thema schon hier mehr geschrieben:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/bringen-einen-die-freunde-voran-oder-halten-sie-einen-zurueck"&gt;Bringen einen die Freunde voran oder halten sie einen zurück?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wenn man bewusst eine große Veränderung in seinem Leben durchmacht, dann muss man mit sich selbst geduldig sein. Wenn man auf Widerstand der Umgebung oder des sozialen Umfeldes stößt, dann muss man schrittweise versuchen, den Widerstand zu reduzieren oder zu minimieren anstatt dagegen anzukämpfen. Es ist zu erwarten, dass man an Klarheit einbüßt, sobald man die Kurve nimmt, aber sie nimmt auch wieder zu, sobald man wieder in die neue Richtung  beschleunigen kann. Eine große Lebensumstellung zu managen, ist eine Menge Arbeit, aber am Ende wird man sich in einer viel besseren Position wiederfinden. Der langfristige Gewinn ist das kurzfristige Leid absolut wert.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/MRjGmALgbHU" height="1" width="1"/&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 29 Mar 2012 22:54:00 +0200</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f84711782ca2824f100029b">Bewusstsein &amp; Erkenntnis</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f84711782ca2824f100029c">Sinn des Lebens</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f84711782ca2824f100029d">Spiritualität</category>
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    <item>
      <title>Der Sinn des Lebens: 
Vom Zweck zur Tat</title>
      <description type="html">&lt;div id="series-nav"&gt;
&lt;h3&gt;Der Sinn des Lebens (6-teilige Serie)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das vierte Teil der Artikelserie. Alle Artikel auf einen Blick:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Einleitung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;Wie sollen wir leben?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-seinen-zweck-finden"&gt;Seinen Zweck finden&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Der nächste Schritt &amp;#8211; sobald man seinen allgemeinen Zweck bzw. Mission identifiziert hat &amp;#8211; ist die Übersetzung in erreichbare Ziele, Projekte und Handlungen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ich habe bereits umfangreich über dieses Thema geschrieben, so dass ich jetzt im Rahmen der Artikelserie &amp;#8220;Der Sinn des Lebens&amp;#8221; nichts wirklich tiegschürfend Neues dazu sagen kann. Daher besteht dieser Artikel hauptsächlich aus Links zu früheren Artikeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sobald man seinen höheren Zweck (oder Mission) ausgearbeitet hat, beginnt man damit, sich Ziele zu setzen, die dazu kongruent sind. Hier ist ein Artikel, der gut erklärt, welche Fragen man sich stellen muss und wo man anfangen sollte: &lt;a href="/kongruent-leben"&gt;Kongruent leben&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die grundlegende Idee ist, dass man seinen Zweck mit seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Wünschen in Einklang bringen muss.&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Dein Zweck sagt dir, was du tun &lt;strong&gt;solltest&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Deine Bedürfnisse (Geld, Wohnung, Kleidung) diktieren, was man tun &lt;strong&gt;muss&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Deine Fähigkeiten (Können, Talente, Ausbildung) diktieren, was man tun &lt;strong&gt;kann&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Und deine Wünsche (Spaß an der Arbeit, Leidenschaft) diktieren, was man tun &lt;strong&gt;will&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Jeder Bereich &amp;#8211; für sich genommen &amp;#8211; deutet nur in eine ungefähre Richtung, aber wenn man sie alle zusammen betrachtet, dann wird man es viel leichter finden, sich spezifische und praktische Ziele zu setzen. Auf diese Weise wird man sich Ziele setzen, die dabei helfen, den höheren Zweck zu erfüllen, die Bedürfnisse zu befriedigen, zu machen, was man liebt und worin man wirklich gut ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Nächstes, für mehr Tipps zum Setzen von Zielen, sollte man diesen Artikel lesen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/die-macht-der-klarheit"&gt;Die Macht der Klarheit&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Und schließlich, um seine Ziele in Projekte und Handlungen umzusetzen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/zeit-fuer-die-vierteljaehrliche-planung"&gt;Zeit für die vierteljährliche Planung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/mehr-tipps-fuer-effektives-planen"&gt;Mehr Tipps für effektives Planen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Das ist natürlich eine Menge zu lesen, aber es ist auch ein komplexes Thema. Es gibt ganze Bücher, die nur über eine Teilmenge dieser Thematik geschrieben sind, wie z.B. David Allens &lt;a href="http://amazon.de/gp/product/3492240607" rel="nofollow"&gt;Wie ich die Dinge geregelt kriege&lt;/a&gt; und Stephen Coveys &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593383896" rel="nofollow"&gt;Der Weg zum Wesentlichen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div class="group"&gt;
&lt;figure class="book amazon"&gt;
  &lt;div class="img"&gt;&lt;a href="http://amazon.de/gp/product/3492240607" rel="nofollow"&gt;&lt;img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3492240607&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=stevepavlina-21&amp;ServiceVersion=20070822" &gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3492240607" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;
    &lt;p&gt;&lt;a href="http://amazon.de/gp/product/3492240607" rel="nofollow"&gt;Wie ich die Dinge geregelt kriege&lt;/a&gt; von David Allen&lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;&lt;a href="http://amazon.de/gp/product/0142000280" rel="nofollow"&gt;Englisches Original&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure class="book amazon"&gt;
  &lt;div class="img"&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593383896" rel="nofollow"&gt;&lt;img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3593383896&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=stevepavlina-21&amp;ServiceVersion=20070822" &gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=stevepavlina-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3593383896" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;
    &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593383896" rel="nofollow"&gt;Der Weg zum Wesentlichen&lt;/a&gt; von Stephen Covey&lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/0684802031" rel="nofollow"&gt;Englisches Original&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Im nächsten Artikel behandeln wir den Übergang &amp;#8211; von einem zwecklos-gelebten Leben, hin zu einem zweckgetriebenen Leben.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/vM7k08OXP9c" height="1" width="1"/&gt;</description>
      <link>http://feedproxy.google.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~3/vM7k08OXP9c/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat</link>
      <guid isPermaLink="false">http://stevepavlina.de/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat</guid>
      <pubDate>Wed, 28 Mar 2012 14:13:00 +0200</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f84718782ca282533000464">Bewusstsein &amp; Erkenntnis</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f84718782ca282533000465">Sinn des Lebens</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f84718782ca282533000466">Spiritualität</category>
    <feedburner:origLink>http://stevepavlina.de/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat</feedburner:origLink></item>
    <item>
      <title>Der Sinn des Lebens: Seinen Zweck finden</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/sinn-und-zweck.jpg" title="Ist der Sinn und Zweck eines jeden vorbestimmt?"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Ist der Sinn und Zweck eines jeden vorbestimmt?&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; merick.fightBoredom&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;div id="series-nav"&gt;
&lt;h3&gt;Der Sinn des Lebens (6-teilige Serie)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das ist der dritte Teil der Artikelserie. Alle Artikel auf einen Blick:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Einleitung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;Wie sollen wir leben?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Seinen Zweck finden&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat"&gt;Vom Zweck zur Tat&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-der-uebergang"&gt;Der Übergang&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-bewusste-evolution"&gt;Bewusste Evolution&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hat jeder seinen vorbestimmten Zweck, den es zu erfüllen gilt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Bücher, die ich gelesen habe, scheinen davon auszugehen, dass wir entweder durch unsere Gene oder durch einen Gott mit einem vorbestimmten Zweck ausgestattet worden sind. Alles was wir machen müssen, ist, uns genug Zeit zu nehmen und in uns zu gehen, um diesen zu entdecken. Man setzt sich eines Tages hin und schreibt das Ziel seiner Mission auf &amp;#8211; und vertraut darauf, dass das, was dabei herauskommt, einen durch den Rest seines Lebens führt. Vielleicht alle 6-12 Monate aktualisiert man sein Ziel.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Persönlich halte ich das für Schwachsinn. Ich sehe keinen Beweis dafür, dass es irgendeinen vorbestimmten Zweck in irgendjemand von uns gibt. Vielleicht hat man die Erfahrung einer starken sozialen Konditionierung gemacht, die auf einen bestimmten Zweck abzielt &amp;#8211; z.B. wenn man als Prinz oder Prinzessin geboren wurde; dann bestimmt die &lt;span class="caps"&gt;DNA&lt;/span&gt; tatsächlich einige Aspekte deines Lebens &amp;#8211; aber das ist kein ausreichender Beweis dafür, dass irgendeine Form göttlicher Macht am Werk ist. Ich denke, in den meisten Fällen kommt nur ein läppisches Missionsziel dabei heraus, dass nicht viel bedeutet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, wenn man von der Annahme ausgeht, dass man einen vorbestimmten Zweck in sich trägt und versucht diesen entdecken, in dem man sich einfach hinsetzt und sein(e) Ziel(e) aufschreibt, dann baut man sich ein Haus aus Stroh. Man hat keine rationale Grundlage dafür diesem Zweck zu vertrauen. In dem meisten Fällen wird man nur raten und stellt zurückblickend in ein paar Wochen fest, dass es einen doch nicht so interessiert, wie man im ersten Moment dachte. Man wird immer Zweifel an dem haben, was man da aufgeschrieben hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn Menschen sich hinsetzen und versuchen ihren Zweck oder ihre Mission schriftlich festzuhalten, dann fehlt es ihnen gewöhnlich an ausreichend Klarheit, wie man das auf intelligente Weise macht.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Wie genau soll man seinen Zweck eigentlich definieren?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Muss man ihn einfach kennen und nur sein Gehirn wie einen Schwamm ausquetschen?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Was, wenn man sich einige unterschiedliche Missionen vorstellen kann, die zu einem passen würden, aber keine Ahnung hat, welche die Beste ist?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Was, wenn ein einem einfach nichts einfällt, was von Bedeutung erscheint?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Was dann?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Nur weil man keinen vorbestimmten Zweck in sich trägt, heisst das nicht, dass man nicht dennoch einen Zweck hat. Es bedeutet einfach nur, dass es etwas mehr Arbeit in Anspruch nehmen wird, seinen Zweck zu definieren. Der eigene Zweck ist nicht wirklich etwas, was man entdeckt. Genauer gesagt, ist der eigene Zweck etwas, was man basierend auf seiner Beziehung zur Realität erschafft. Ich würde es aber auch nicht wirklich freien Willen nennen. Es mag mehrere Optionen geben, aber nicht alle davon sind gleich gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was benötigt man für eine intelligente Methode um seinen Zweck zu finden? Einen Prozess der Sinn macht, so dass man, wenn man seine endgültige Antwort gefunden hat, auch darauf vertrauen kann, dass man richtig liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer sich jetzt fragt, warum es überhaupt wichtig ist, einen Zweck für sein Leben zu finden &amp;#8211; der sollte folgenden Artikel lesen: &lt;a href="/warum-ist-ein-sinn-und-zweck-wichtig"&gt;Warum ist ein Sinn und Zweck wichtig?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wie man auf intelligente Weise seinen Zweck findet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich werde zwei unterschiedliche Methoden vorschlagen, um seinen Zweck finden zu können. Idealerweise benutzt man beide, da jede Methode helfen wird, verschiedene Aspekte seines Zwecks zu verstehen. Das wird viel Arbeit, aber das Endergebnis wird es wert sein, weil man dann einen Punkt ungemeiner Klarheit erreicht. Danach wird es viel leichter sein, Entscheidungen zu treffen und Taten folgen zu lassen &amp;#8211; und man wird feststellen, dass das Leben viel angenehmer wird, wenn man erst einmal seinen Zweck kennt.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Methode 1: Emotionale Intelligenz&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die erste Methode konsultiert die emotionale Intelligenz. Leidenschaft und Zweck gehen Hand in Hand. Wenn man seinen Zweck entdeckt, dann stellt man normalerweise fest, dass es etwas ist, für das man ungemein vie Leidenschaft aufbringt. Man wird emotional fühlen, dass es richtig ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe bereits einen Artikel zu dieser Methode geschrieben: &lt;a href="/wie-man-in-20-minuten-den-sinn-und-zweck-seines-lebens-entdeckt"&gt;Wie man in 20 Minuten den Sinn und Zweck seines Lebens entdeckt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/suchraum.jpg" title="Es gibt verschiedene mögliche Zwecke - aber welcher ist der Richtige?"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Es gibt verschiedene mögliche Zwecke &amp;#8211; aber welcher ist der Richtige?&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; arvindgrover&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die Antwort, die man durch diesen Prozess findet, hängt allerdings stark davon ab, wie gut man Ideen erzeugen kann. Im Prinzip macht man folgendes: Man durchsucht den (Such-)Raum seiner möglichen Zwecke und bedient sich dabei der Heuristik seiner emotionalen Reaktion um festzustellen, wie nah man der Antwort ist. Eine Sache habe ich aber im originalen Artikel vergessen zu erwähnen: es ist notwendig, dass man sich über seinen allgemeinen Platz im Leben klar ist. Wenn man noch nicht diesen Level an Klarheit erreicht hat, dann wird man Probleme haben, diesen Prozess erfolgreich abzuschließen. Dann geht man das Problem aus dem falschen Kontext heraus an, so dass die potentiellen Antworten ebenso danebenliegen werden. Geht Müll rein, kommt auch Müll raus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um eine Analogie zu bemühen: Angenommen man schaut auf eine Karte der &lt;span class="caps"&gt;USA&lt;/span&gt; und versucht Las Vegas zu finden. Wenn man eine gute Karte hat, dann sollte das nicht lange dauern. Die Augen wandern auf die linke Seite (Westen) der Karte, wandern von Kalifornien wieder nach links zu Nevada und schon bald hat man Las Vegas im südlichen Teil entdeckt. Aber was, wenn man die gleiche Übung mit einer Karte der Staaten von 1870 macht? Jetzt ist es ein Problem, weil Las Vegas offiziell erst 1911 eine Stadt wurde. Also auf einer Karte von 1870 nicht zu finden. Man wird die Stadt nicht finden können, bis man erkennt, dass man auf eine ungenaue Karte blickt und sich eine aktuellere besorgt. So ähnlich ist das, wenn der persönliche Kontext kein gutes Abbild der Realität ist. Verzerrt durch zu viele falsche Überzeugungen und fehlerhafte Annahmen, wird man kaum fähig sein, einen bedeutungsvollen Zweck für sein Leben finden zu können &amp;#8211; egal, welche Methode man anwendet. Er kann auf dieser Karte einfach nicht gefunden werden. Höchstwahrscheinlich wird man sich mit etwas zufrieden geben, was in der Nähe liegt, aber eben doch nicht ganz das Richtige ist. Man entscheidet sich vielleicht für Reno statt Las Vegas (Reno wurde 1868 zur Stadt, so dass man es auf der Karte von 1870 finden sollte).&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Mein Ergebnis/Zweck mit dieser Methode war folgendes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bewusst und mutig zu leben, in Einklang mit Liebe und Mitgefühl, großartige Seelen in anderen zu erwecken und diese Welt in Frieden zu verlassen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man den &lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;letzten Artikel&lt;/a&gt; gelesen hat, dann wird man gewisse Muster in diesem Statement wieder erkennen, die im Zusammenhang mit meinen Konzept der Realität stehen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bewusst zu leben&lt;/strong&gt; = Erkenntnis, benötigt für bewusstes, persönliches Wachstum&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;und mutig&lt;/strong&gt; = Mut, eine Tugend; benötigt um persönliches Wachstum anzustreben&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Einklang mit Liebe&lt;/strong&gt; = Bedingungslose Liebe, was kein Gefühl ist, sondern eher ein Sinn für Verbundenheit mit allem, das existiert &amp;#8211; was impliziert, dass die Arbeit an meinem eigenen Wachstum und dem Helfen Anderer dabei, miteinander kompatibel sind&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;und Mitgefühl&lt;/strong&gt; = eine weitere Tugend, die dabei hilft seinen Mut zu zügeln&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;großartige Seelen in anderen zu erwecken&lt;/strong&gt; = anderen dabei zu helfen, ein höheres Level an Bewusstsein/Erkentnis zu erreichen, was ihnen ermöglicht, ihr persönliches und bewusstes Wachstum voran zu treiben&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;und diese Welt in Frieden zu verlassen&lt;/strong&gt; = das hat eine doppelte Bedeutung:
	&lt;ol&gt;
		&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Welt in Frieden&lt;/strong&gt; = keinen Schaden anrichten, daran zu arbeiten, das Leben zu verbessern anstatt es zu zerstören, ein Erbe zu hinterlassen&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;strong&gt;in Frieden zu verlassen&lt;/strong&gt; = keine Reue, im Bewusstsein, dass ich mein Bestes gegeben habe und nicht mehr von mir zu erwarten war, innerer Frieden&lt;/li&gt;
	&lt;/ol&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Falls man es noch nicht gemacht hat, dann empfehle ich, diese beiden Artikel zu lesen, die dabei helfen, sich mit seinem allgemeinen Kontext zu identifizieren, indem man auch seinen Zweck definieren wird:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Der Sinn des Lebens: Einleitung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;Der Sinn des Lebens: Wie sollen wir leben?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Methode 2: Rationale Intelligenz&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei der zweiten Methode verwendet man seinen Vernunft und Logik um aus seinen Kontext heraus an sein Ziel zu gelangen. Je klarer und genauer der persönliche Kontext ist, desto leichter wird das sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um seinen Zweck zu identifizieren, projiziert man seine komplette Vorstellung der Realität auf sich selbst. Wo gehört man hin &amp;#8211; ausgehend von seinem aktuellen Verständnis der Realität? Wenn man sich dem sozialen Kontext verschrieben hat, den die meisten Menschen anscheinend verwenden, dann wird das praktisch unmöglich sein. Die Gründe dafür stehen im vorangegangen Artikel. Soziale Kontexte bringen einfach nicht die benötigte Klarheit mit sich. Im besten Fall findet man einen schmächtigen Zweck, der nur die Grundlagen wie Geld verdienen, eine Familie grüunden, Freunde haben und nett sein, umfasst. Aber er wird keine echte Substanz beinhalten. Wenn man ihn anderen zeigen würde, dann wären diese danach nicht schlauer, wer man eigentlich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verschwommener Kontext, verschwommene Projektion, verschwommener Zweck.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Klarer Kontext, klare Projektion, klarer Zweck.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da mein Kontext der Realität darauf basiert, das Leben als einen Prozess kontinuierlicher Evolution zu sehen (und ich verwende den Begriff &amp;#8220;Evolution&amp;#8221; schlicht im Sinne von Wachstum und Veränderung, nicht im strengen biologischen Sinn der natürlichen Auslese), führt es mich zu seinem sehr simplen Ergebnis, wenn ich ihn auf mich selbst projiziere. Ich bin ein Teilnehmer im Prozess des Wachstums und der Veränderung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist eine so einfache Herangehensweise, dass man es leicht übersehen kann. Alles, was man wirklich macht, ist, seinen allgemeinen Kontext des Lebens zu betrachten und dessen Qualitäten auf sich selbst zu projizieren. Die Projektion wird der persönliche Zweck; die Rolle, die man im Leben spielt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stellen wir uns ein Hologramm vor. Wenn man ein Stück davon abschneidet, dann ist das komplette, originale Bild immernoch in diesem kleineren Stück enthalten. Die Realität ist ein großes Hologramm und man selbst ist ein Teil davon. Man erbt alle Eigenschaften der Realität. Die Meinungen, die man über die Realität hat, werden zu Meinungen über sich selbst. Wenn die Ansichten genau sind, dann bekommt man auch einen sinnvollen, machbaren Zweck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Methode hilft auch dabei, Probleme im persönlichen Kontext zu identifizieren, da man merken wird, dass etwas nicht stimmt, wenn man eine falsche Ansicht auf sich selbst projiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nehmen wir an, der eigene Kontext der Realität ist, was auch immer die katholische Kirche lehrt. Wenn man dann diesen Kontext auf sich selbst projiziert, dann wird man denken, dass der Zweck der Dienst an Gott ist, der Kirche in religiösen Dingen zu gehorchen und zu versuchen, wie Jesus zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man einen Null-Kontext der Realität (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nihilismus"&gt;Nihilismus&lt;/a&gt;) hat, dann findet man auch keinen Sinn und Zweck. Wenn man nichts auf X projiziert, dann bekommt man nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man den Zweck nicht mag, den man bekommt, wenn man diese Methode anwendet, dann bedeutet das in Wahrheit, dass man den verwendeten Kontext nicht mag. Das ist ein Konflikt, der gelöst werden muss. Man muss entweder den Kontext akzeptieren und den Zweck, den er mit sich bringt &amp;#8211; oder man muss den Kontext ändern.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Beide Methode kombinieren&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, es ist hilfreich, beide Methoden zu verwenden um seinen Zweck zu definieren, damit man sieht, wohin sie führen. Wenn der Kontext stimmig ist, dann sollte man mit beiden Ansätzen kongruente Antworten bekommen. Die emotinale und rationale Intelligenz werden sich jeweils anders ausdrücken, aber man sollte feststellen, dass es im Prinzip das Gleiche ist. Aber in den meisten Fällen wird das nicht der Fall sein &amp;#8211; die Antworten fallen unterschiedlich aus und das bedeutet, dass der persönliche Kontext inkongruent ist. Rational sieht man die Realität auf die eine Weise, aber man fühlt sie auf eine andere. Vielleicht hat man religiöse Überzeugungen, aber folgt diesen nur sporadisch &amp;#8211; sie sind nicht wirklich ins Leben integriert. Man spürt vielleicht in seinem Herzen, dass die Überzeugungen richtig sind, aber man denkt nicht immer an sie. In diesem Fall muss man das Missverhältnis identifizieren, herausfinden, wo es herkommt und es solange bearbeiten, bis beide Seiten zustimmen oder man sich im Klaren ist, welche Seite recht hat. Das Bewusstsein hört der emotionalen und der rationalen Seite zu und agiert als Unterhändler zwischen beiden.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Zum Beispiel, wenn man emotional spürt, dass es der Zweck ist, eine Art Künstler oder Musiker zu sein, aber rational denkt man, dass man bedürftigen Leuten helfen sollte, dann muss man sich damit auseinandersetzen und den Kontext nach seiner Meinung fragen. Es wichtig, immer daran zu denken, dass der Kontext die Menge der persönlichen Ansichten über die Realität ist. Wenn man so einen Konflikt entdeckt, dann spricht das üblicherweise für Lücke im persönlichen Kontext &amp;#8211; eine unscharfe Region, die man noch nicht erforscht hat. In diesem Fall stellt man vielleicht fest, dass man gemischte Gefühle bezüglich des tatsächlichen Werts von Kunst und Musik hat. Teilweise sieht man es als Dienst am Menschen und teilweise als eine relative Zeitverschwendung, verglichen mit anderen Karrieremöglichkeiten. Man muss sich entscheiden, was der präzisere, ermächtigerende Standpunkt ist. Man muss die Lücke in seinem Kontext schließen. Der &lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;letzte Artikel&lt;/a&gt; erläuert, wie man das macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das kann ein längerer Prozess werden, wenn man nur ein sehr ungenaues Konzept der Realität hat oder man zuviele innere Konflikte mit sich rumträgt. Für viele Menschen bedeutet das, dass man Unstimmigkeiten ausreißen und Lücken im Kontext bewusst schließen muss. Es wird dann eine lange Zeit dauern, bis man genug korrigiert hat, um ausreichend Klarheit zu gewinnen, damit man seinen Zweck exakt definieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Punkt wird der persönliche Zweck vermutlich sehr abstrakt und wenig fassbar sein, weswegen wir uns im nächsten Artikel damit beschäftigen, wie man ihn auf Ziele, Projekte und Taten herunterbricht.&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StevePavlinaDE-RSS/~4/SlmEn4b3ykc" height="1" width="1"/&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 15 Mar 2012 12:26:00 +0100</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8471c882ca28257400069a">Bewusstsein &amp; Erkenntnis</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8471c882ca28257400069b">Sinn des Lebens</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8471c882ca28257400069c">Spiritualität</category>
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    <item>
      <title>Der Sinn des Lebens:
Wie sollen wir leben?</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/griechenland.jpg" title="Griechenland und seine Philosophen"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Griechenland und seine Philosophen&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; archer10&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;div id="series-nav"&gt;
&lt;h3&gt;Der Sinn des Lebens (6-teilige Serie)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das ist der zweite der Artikelserie. Alle Artikel auf einen Blick:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;Einleitung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Wie sollen wir leben?&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-seinen-zweck-finden"&gt;Seinen Zweck finden&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat"&gt;Vom Zweck zur Tat&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-der-uebergang"&gt;Der Übergang&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-bewusste-evolution"&gt;Bewusste Evolution&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Wie sollen wir leben? Wofür sollen wir überhaupt leben? Wie können wir das Richtige vom Falschen unterscheiden? Gibt es einen vernünftigen Weg diese Fragen zu beantworten, bei dem man nicht auf blinden Glauben zurückgreifen muss?&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Befragen wir die alten Griechen dazu&lt;/h2&gt;
&lt;figure class="media photo left"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/sokrates.jpg" title="Sokrates"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Sokrates&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; bencrowe&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die Menschen versuchen schon seit Tausenden von Jahren diese Fragen zu beantworten. Einer von ihnen war &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates"&gt;Sokrates&lt;/a&gt; (469-399 v. Chr.). Einer seiner größten Erfolge, war die Idee, die Überzeugungen seines Gegenübers durch ein Kreuzverhör eingehend zu prüfen, was als Dialektik bekannt wurde. Dazu gehörte das Stellen und die Beantwortung forschender Fragen um an einen Punkt zu gelangen, den man als wahr annehmen konnte. Im Prinzip spielte er den Advocatus Diaboli und forderte die Leute dazu heraus, das zu rechtfertigen, was sie behaupteten zu wissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Beispiel gibt es die Anekdote, wo Sokrates einen jungen Mann trifft, der vor Gericht zog um seinen Vater wegen Pietätslosigkeit anzuklagen. Als Sokrates davon hörte, erkannte er an, dass der Mann ein mutmaßlicher Experte für Frömmigkeit sein müsse, denn man muss schon ein Frömmigkeitsexperte sein um seinen eigenen Vater der Pietätslosigkeit anklagen zu können. Dann bittete Sokrates demütig den Mann darum, Frömmigkeit für ihn zu definieren, da er behauptete, dieses Konzept nicht zu kennen. Der Mann versuchte mehrfach vergebens es zu definieren und Sokrates hielt immer eine einfache und nicht abstreitbare Erklärung dagegen, warum jede angebotene Antwort nicht gültig sein könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann sich gut vorstellen, dass Sokrates letztendlich das Establishment so genervt und sich eine Todesstrafe eingehandelt hat. Er hätte dem entkommen können, aber er entschied sich in Athen zu bleiben und das Gift zu nehmen. Sokrates hatte enormen Respekt vor dem Gesetz, auch wenn das bedeutete sein eigenes Leben opfern zu müssen, um seinen Prinzipien treu zu bleiben. Als ich von seinem Leben las, da konnte ich nicht anders, als einen riesigen Respekt vor ihm und seiner Philosphie des Lebens zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;figure class="media photo right"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/aristoteles.jpg" title="Aristoteles"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Aristoteles&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Tilemahos_E&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer Philosoph, der einen bedeutenden Beitrag zu der Frage, wie man leben sollte, geleistet hat, war &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles"&gt;Aristoteles&lt;/a&gt; (384-322 v. Chr.), der unter &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plato"&gt;Plato&lt;/a&gt; studierte, welcher wiederum unter Sokrates studiert hatte. Der junge Aristoteles entwickelte Platos Ideen bezüglich der Natur der Realität weiter, aber ging schließlich in eine neue Richtung und widmete sich dem Problem, wie man sein Leben führen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aristoteles beste Antwort, wie man leben sollte, war das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eudaimonie"&gt;Konzept der Eudaimonie&lt;/a&gt;.  Es bedeutet soviel wie &amp;#8220;Glücklichkeit&amp;#8221; oder &amp;#8220;Menschliches Aufblühen&amp;#8221;. Persönlich würde ich es als &amp;#8220;Erfüllung&amp;#8221; übersetzen, auch wenn das nicht wirklich perfekt passend ist. Eudaimonie ist ein Prozess, ein rechtschaffendes Leben zu führen, kein fixer Zustand des Seins. Es ist nicht wirklich ein Gefühl, wie &amp;#8220;Glücklichkeit&amp;#8221; suggeriert. Aristoteles kam zu dieser Antwort, weil er feststellte, dass Eudaimonie das einzige potentielle Ziel im Leben war, dass man als einen Selbstzweck betrachten konnte, anstatt als nur ein Mittel zu einem anderen Zweck. Ich denke, das ist der Grund, das &amp;#8220;Glücklichkeit&amp;#8221; eine der beliebtesten Übersetzungen ist, weil das Glücklichsein ein Selbstzweck ist und nicht für etwas anderes gedacht ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aristoteles war daran interessiert, einen Weg zu finden, wie man richtig lebt, wenn soetwas überhaupt existiert. Seine Antwort Eudaimonie besteht aus zwei Hauptkomponenten: Tugendhaftigkeit und Beschaulichkeit. Das Hauptproblem ist &amp;#8211; um diese Tugenden entdecken zu können &amp;#8211; muss man Leute betrachten und analysieren, die scheinbar erfolgreich und rechtschaffend sind. Wie sich herausstellte, zeigte das Verhalten solcher Leute einen gewissen Grad an Integrität, Ehre, Mut, Ehrlichkeit, Rationalität, Fairness, usw. Das ist nicht nur eine persönliche Ansicht, die man an sich selbst zugesteht &amp;#8211; solche Werte können von außen festgestellt werden, so dass Aristoteles hier seinen Versuch, einen semi-objektiven Standard für das richtige Leben zu finden, weiter verfolgen konnte. Wie Sokrates wurde Aristoteles zum Tode verurteilt, aber er entschied sich aus Athen zu fliehen und im Exil zu leben. (Ich kann euch sagen, ich bin ungemein froh darüber, in einer Gesellschaft zu leben, in der das Philosophieren aktuell nicht mit dem Tode bestraft wird.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hauptproblem, was ich in Aristoteles&amp;#8217; aufschlussreichem Versuch, diese Frage zu beanworten, sehe, ist, dass die Lösung irgendwie zirkulär ist. Um gut zu leben, muss man rechtschaffend leben, Zeit mit Selbstreflektion verbringen und sich selbst studieren, aber woher weiß man, nach welchen Kriterien man die Tugenden auswählen soll oder wie entscheidet man, was man genauer studieren sollte? Wir müssen dazu im Endeffekt Menschen finden, die gut leben und erfolgreich sind &amp;#8211; oder wie in Aristoteles&amp;#8217; Zeit, als empfohlen worde, zu versuchen, es den Göttern gleich zu tun, da sie offensichtlich ganz gut leben. Das ist ähnlich gewisser, aktueller Religionen, die ein Modell für Tugenden anbieten, das man nachahmen soll. Aristoteles beantwortet aber eine Schlüsselfrage nicht: Was ist das bestmögliche Leben, dass man leben könnte? Eudaimonie deutet einen Weg zur Beantwortung dieser Frage an, aber es bleiben dennoch klaffende Löcher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Aristoteles haben viele andere sich mit der Frage, wie man leben sollte, beschäftigt. Jede Religion hat ihre eigene Antwort. Manche Leute sagen, es gibt keine Antwort, das die Antwort nicht wichtig ist, das die Antwort unmöglich für uns entdeckbar ist oder das die Antwort einfach eine Frage der persönlichen Entscheidung ist. Die schlimmste Antwort ist aber das, was die meisten Leute machen &amp;#8211; die Frage komplett zu ignorieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Seinen persönlichen Kontext wählen&lt;/h2&gt;
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&lt;p&gt;Wofür sollen wir leben? Wohlstand? Macht? Dienst für andere? Langlebigkeit? Vernunft? Liebe? Glauben? Familie? Gott? Tugenden? Glücklichkeit? Erfüllung? Komfort? Zufriedenheit? Integrität? &lt;a href="/werte-liste"&gt;Werfen wir einen Blick auf diese Liste&lt;/a&gt;. Es stehen hunderte Werte zur Auswahl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist wichtig eine globale Entscheidung darüber zu trefen, wie wir unser Leben leben wollen, da diese Entscheidung den Kontext für alles, was wir machen, bereitstellt. Wenn man seinen Kontext nicht wählt, dann bekommt man den üblichen, durchschnittlichen Kontext verpasst, was bedeutet, dass man sich im Endeffekt von anderen seinen Kontext diktieren lässt. Um es mal übertrieben zu verallgemeinern, dann ist das in den &lt;span class="caps"&gt;USA&lt;/span&gt; ein größtenteils kommerzieller/materialistischer Kontext. Man soll sich einen Job suchen, eine Familie gründen, etwas Geld sparen und in Ruhestand gehen. Sei ein guter Bürger und mach nicht zuviel Ärger. Aber mach auch nichts wirklich Bedeutendes. Sei ein gutes Zahnrad im Getriebe. Andere Kulturen haben ihre eigenen durchschnittlichen Kontexte. Die meisten Menschen nehmen diesen, mit nur geringen individuellen Änderungen, einfach an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den kulturellen Standardkontext zu wählen, ist das Schlechteste was man machen kann. Betrachten wir das einfache Beispiel &amp;#8220;Demokratie vs. Diktatur&amp;#8221;. In einer Demokratie ist niemand wirklich für den kulturellen Kontext im Ganzen verantwortlich, wodurch die meisten üblichen Kontexte als ein Mischmasch verschiedenster Puzzlestücke enden, die im Großen und Ganzen kaum zusammen passen. Das führt üblicherweise zu Verwirrung und Mittelmäßigkeit. So eine Gesellschaft bietet nur eine sehr verschwommene Auffassung darüber, wie man leben sollte &amp;#8211; wie z.B. einen Job zu kriegen, eine Familie zu haben, sich von Ärger fern zu halten und still und leise in den Ruhestand zu gehen. Wenn man einen Amerikaner fragt, was es heisst, dass bstmöglichste Leben zu leben, dann wird man eine Menge unterschiedlicher Antworten bekommen. Und die meisten davon werden ziemlich undeutlich und unfokussiert sein &amp;#8211; die Art von Antworten, die Sokrates problemlos auseinander flücken würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Falls man in einer Kultur lebt, wo der Kontext bewusst vorgegeben wird, dann muss man sich sorgen, wer denn diesen vorgibt, was ihre Motive sind und ob man ihnen trauen kann. In einer ausgeprägten Diktatur findet man üblicherweise einen fokussierteren Kontext als in einer Demokratie. Wenn man jemand zu Zeiten Nazi-Deutschlands gefragt hätte, was es heisst, sein Leben bestmöglich zu führen, dann wette ich, wären die Antworten deutlich homogener und eingeschränkter ausgefallen. Aber das Problem ist natürlich, dass solche Kontexte meist darauf ausgelegt sind, die Mächtigen auch weiter an der Macht zu halten. Es gibt hier mehr Druck konform zu bleiben. Auf lange Sicht gesehen, wird so eine Art Kontext aber wohl eher zu Desillusionierung, Gefühlslosigkeit oder Fanatismus führen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lässt man sich seinen Kontext also von der Gesellschaft vorschreiben (genau das passiert, wenn man keine bewusste Wahl trifft), dann endet man höchstwahrscheinlich mit einem sehr unscharfen und unfokussierten Kontext oder einem, der sich auf die falsche Sache konzentriert. So oder so &amp;#8211; keine tolle Wahl. Und gewiss nicht die optimale Wahl. So ein Kontext wird einem nicht genug Orientierung bieten, um sein Leben richtig leben zu können. Man wird eine Menge Zeit damit verbringen, durch das Leben zu stolpern oder viele Fehler machen, die einem später lange nachhängen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztendlich muss man seinen eigenen Kontext wählen, wenn man dem für sich &amp;#8220;bestmöglichen Leben&amp;#8221; näher kommen will. Man kann nicht einfach den Standardkontext seiner Gesellschaft übernehmen und versuchen, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Wenn man versucht, sich anzupassen, dann verschwendet man sein Leben &amp;#8211; verglichen mit dem, was man hätte haben können, wenn man einen besseren Kontext gewählt hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also verdammt nochmal, wie sollen wir herausfinden, wie wir leben sollen? Einfach raten und auf das Beste hoffen? Gibt es einen rationalen, vernünftigen Weg um so eine schwere Entscheidung treffen zu können?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kann diese Entscheidung nicht für dich treffen, aber ich kann erläutern, wie ich sie für mich getroffen habe &amp;#8211; wie ich letztendlich eine Antwort gefunden habe, die mich sehr befriedigt hat. Ich denke, ein Teil meiner Antwort ist recht persönlich, aber ein anderer Teil ist universell auf uns alle anwendbar.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tugenden leben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als ich erwachsen wurde und ernsthaft anfing, über die Frage, wie man leben sollte, nachzudenken, blieb ich zum ersten Mal richtig stecken, als ich den Punkt erreichte, an dem Aristoteles aufgehört hat. Anfang und Mitte 20 arbeitete ich viel daran, tugendhaft zu leben. Für mich war das bestmögliche Leben, ein möglichst tugendhafter Mensch zu werden: Ehre, Integrität, Mut, Mitgefühl, usw. Ich erstellte eine Liste mit den Tugenden, die ich erreichen wollte und begann Übungen zu erfinden, die mir bei ihrer Entwicklung helfen sollten. Benjamin Franklin hat etwas sehr Ähnliches gemacht &amp;#8211; wie ich in seiner Autobiographie gelesen habe &amp;#8211; und wählte jede Woche eine Tugend aus, auf die er sich konzentrierte, um seinen Charakter weiter zu formen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seltsamerweise gab es ein bestimmtes Computerspiel, in das ich mich während dieser Zeit total verliebt habe &amp;#8211; Ultima IV. Auch heute noch würde ich sagen, dass es mein absolutes Lieblingsspiel ist. In diesem Rollenspiel ist man der Avatar, auf der Suche nach Wahrheit. Das Ziel ist nicht einen Feind zu vernichten, sondern etwas zu erreichen, was der &amp;#8220;Kodex der ultimativen Weisheit&amp;#8221; genannt wird. Um dieses Ziel erreichen zu können, muss man seinen Charakter entsprechend der acht Tugenden entwickeln. Alle dieser Tugenden leiten sich von den acht möglichen Kombinationen von Weisheit, Liebe und Mut her:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Wahrheit = Ehrlichkeit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Liebe = Mitgefühl&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mut = Tapferkeit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wahrheit + Liebe = Gerechtigkeit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wahrheit + Mut = Ehre&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Liebe + Mut = Aufopferung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wahrheit + Liebe + Mut = Spiritualität&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Abwesenheit von Wahrheit, Liebe und Mut ist Stolz, dessen Gegenteil Demut ist.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Ich fand dieses System der Tugenden absolut brilliant, insbesondere da es aus einem Spiel ist. Jahre später, traf ich endlich Richard Garriott, den Designer der Ultima-Reihe auf der Electronics Entertainment Expo (E3). Ich fragte ihn, wie er auf dieses System gekommen ist und wie er die Tugenden ausgewählt hatte. Er erzählte mir, dass er anfangs eine lange Liste beim Brainstorming aufschrieb und dann begann, gewisse Muster darin zu erkennen, wie diese Tugenden zueinander in Beziehung standen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So seltsam es auch ist, dass ich diese Erkenntnisse durch ein Spiel gewonnen habe, so sehe ich ein tugendhaftes Leben auch heute noch ziemlich ähnlich. Ein Leben, wo diese acht Tugenden durch Überlappung der Ausgangsmenge von Wahrheit, Liebe und Mut gewonnen werden. Bei der Kombination dieser drei &amp;#8220;Grundtugenden&amp;#8221; empfinde ich aber &amp;#8220;Integrität&amp;#8221; als passender &amp;#8211; statt &amp;#8220;Spiritualität&amp;#8221;. Ultima V erforschte später das Gegenteil davon; also die Laster, die man aus Falschheit, Hass und Feigheit ableiten kann. Leider hat die Ultima-Reihe danach ziemlich an Reiz verloren und ihre besondere Seele verloren. Ich hätte zu gern gesehen, wie man diese Idee der Tugenden weiterentwickelt hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mich sehr stark daran orientiert, als ich 1994 Dexterity Software gegründet habe. Ich gab mein Bestes um diesen Tugenden gerecht zu werden und integrierte sie in die Firma, soweit es nur ging. Ein Beispiel: In den knapp 6 Jahren, in denen Dexterity monatliche Honorarzahlungen verschickt hat (das waren insgesamt viele Hunderte), ging nicht ein einziger Scheck zu spät raus &amp;#8211; auch nicht um einen Tag. Ich kennen keinen anderen Spiele-Publisher, der von sich dasselbe behaupten könnte &amp;#8211; zumindest nicht die, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Diese Verpflichtung war für mich eine Frage der Ehre und mein persönliches Konzept von Tugendhaftigkeit war in meine Firma integriert. Ehre war mir immer wichtiger als Profit&amp;#8230; und ist es auch immer noch.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Der Nachteil meiner Versuche möglichst tugendhaft zu leben, waren Leute, die es ausnutzten und deutlich machten, dass Tugendhaftigkeit keine von ihren Stärken war. Unglücklicherweise ist die Spieleindustrie voll von solchen Leuten, insbesondere, wenn es um größere Mengen Geld geht. Ich war darauf vorbereitet, mit Leuten Geschäfte zu machen, denen Ehre wichtig ist, aber musste leider feststellen, dass es davon nicht allzu viele gab. Viel zu vielen Leuten war Geld einfach wichtiger als persönliche Ehre. So schwamm ich gegen den Strom. Aber dennoch ziehe ich meine Wahl der Alternative vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich versuchte tugendhaft zu leben, aber nach und nach begannen die inneren Konflikte zuzunehmen. Daran waren aber nicht die Tugenden an sich schuld, sondern eher meine beschränkte Kapazität um in vollem Einklang mit ihnen zu leben. Mein tagtägliches Leben verlief recht tugendhaft, aber wie sah es im Ganzen betrachtet aus? Wie sah es zum Beispiel damit aus, eine Spielefirma zu leiten, mit dem Zweck die Menschen zu unterhalten? War das tugendhaft genug? Ich begann mich mehr unter Druck zu setzen; nach einem höheren Ideal zu streben. Ich arbeitete zwei Jahre freiwillig als ein Repräsentant der Association of Shareware Professionals (es gab kein Gehalt). Ich schrieb eine Menge kostenloser Artikel. Ich gab bereitwillig Ratschläge und coachte kostenlos viele Leute. Ich sprach kostenlos auf Konferenzen. Ich verlangte von mir mehr Aufopferung zum Vorteil anderer. Ich liess einige Möglichkeiten vorbeiziehen, mehr Geld zu verdienen und verfolgte stattdessen andere Optionen, wo ich etwas zurückgeben konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich konnte spüren, dass das eine Verbesserung für mich darstellte, aber es schien noch nicht genug zu sein. Ich fühlte mich immernoch nicht, als wäre ich nah am Optimum &amp;#8211; also bezüglich meiner Fähigkeit ein tugendhaftes Leben führen zu können. Anfangs dachte ich, so wäre schlicht die Natur des Lebens &amp;#8211; das es ein lebenslanger Kampf sein würde. Aber bald fühlte ich mich unwohl; irgendetwas war nicht richtig. Jahrelang fand ich nicht heraus, was es war &amp;#8211; also blieb ich einfach bei dem, was ich wusste. Ich war an denselben Punkt gelangt, den wohl auch Aristoteles erreicht hatte. Der Punkt, der verhinderte, dass er die Antwort auf die Frage &amp;#8220;Was ist das bestmögliche Leben?&amp;#8221; finden konnte. Ich wusste, es ist etwas anderes, als was ich jetzt habe, aber ich wusste nicht, wohin ich mich wenden sollte.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was ist das bestmögliche Leben?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Schließlich fand ich einen anderen Weg um mich dem Problem, wie man leben sollte, zu nähern. Ich frage mich&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Warum ist es überhaupt eine so komplizierte Frage? Was ist so schwierige daran?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das brachte mich zu einer neuen Sichtweise, die mich schnell zu einer weiteren Frage führte:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Was müsste sich ändern, damit sich diese Frage leichter beantworten lässt?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Bingo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir wurde plötzlich klar, warum diese Frage sich so hartnäckig einer Antwort verweigerte. Um sie präzise beantworten zu können, müsste ich alles wissen. Ich müsste Gott sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seien wir ehrlich &amp;#8211; unsere menschliche Intelligenz ist limitiert. Unsere Technologie ist ein Beweis dafür. Mein PC ist besser in Arithmetik als ich. Diese winzige &lt;span class="caps"&gt;CPU&lt;/span&gt; kann eine Menge Aufgaben erledigen, die mein viel größeres Gehirn nicht packt. Meine Festplatte enthält mehr Daten, als ich mir in meinem Leben jemals merken könnte. Natürlich gibt es auch Bereiche, wo mein Hirn die &lt;span class="caps"&gt;CPU&lt;/span&gt; schlägt, aber der Punkt ist, das es doch deutliche intellektuelle Grenzen gibt, was unsere Weichmasse zu leisten im Stande ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich stellte mir eine Menge interessanter Fragen um eine neue Sichtweise zu finden. Kann der Geist seine eigenen Grenzen erkennen? Wenn superintelligente Aliens auf die Erde kommen würden &amp;#8211; was würden sie als Grenzen der menschlichen Intelligenz sehen und wo würden sie diese wahrnehmen? Was kann man Gehirn eindeutig &lt;span class="caps"&gt;NICHT&lt;/span&gt; leisten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was, wenn ich deutlich intelligenter wäre, als ich es jetzt bin? Würde ich anders leben? Welche Bereiche meines Lebens würde ein intelligenterer Mensch als dumm, unnötig oder schädlich ansehen? Wenn ein intelligenteres Wesen versuchen würde mein Leben zu optimieren &amp;#8211; da es meine intellektuellen Grenzen deutlich wahrnehmen kann &amp;#8211; was würde es ändern? Wie würde ich das Leben eines Gorillas oder einer Maus optimieren, wenn ich mit ihnen kommunizieren könnte? Was nehme ich als deren intellektuelle Grenzen wahr? Was wäre das bestmögliche Leben für diverse andere Spezies?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und viele, viele weitere solcher Fragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was schließlich passierte, war eine Veränderung meines Kontexts. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, tatsächlich an die Grenzen meiner Intelligenz zu stoßen. Ich konnte wahrnehmen, wo sich die Wände befinden. Einige dieser Grenzen waren offensichtlich, wie z.B. die Grenzen beim Kopfrechnen, bei der Gedächtnisleistung und der Geschwindigkeit. Aber ich begann auch andere Grenzen zu sehen. Wieviele unterschiedliche Konzepte kann ich zeitgleich im Kopf behalten? Wie genau kann ich die Zeit, Temperatur oder das Gewicht wahrnehmen &amp;#8211; ohne ein Meßgerät?  Wieviele &lt;a href="/wie-man-problemloesetechniken-entwickelt"&gt;Problemlösetechniken&lt;/a&gt; kenne ich wirklich und was sind ihre Stärken und Schwächen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich begann das Gehirn etwas genauer zu studieren und verglich meine wahrgenommen, mentalen Grenzen mit dem, was über die physische Struktur des Hirns bekannt war. Die aktuellesten Forschungen auf diesem Gebiet sind absolut faszinierend. Mit Hilfe von Medikamenten kann man jemand das Bewusstsein rauben. Durch die elektrische Stimulation eines Neuronenbündels kann man eine Erfahrung induzieren, die das Testsubjekt als spirituell bezeichnen würde (Knopfdruck-Spiritualität?). Man kann einer Person chirurgisch die Fähigkeit zum Klavierspielen nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich ein größeres Verständnis für die menschliche Intelligenz entwickelte, wurde mir klar, dass es das größte Problem ist &amp;#8211; bezüglich der Frage, wie man leben sollte &amp;#8211; das die Antwort eine weitaus höhere Intelligenz erfordert, als wir momentan besitzen. Um wissen zu können, was das bestmögliche Leben ist &amp;#8211; was mathematisch gesehen ein Optimierungsproblem ist &amp;#8211; müsste man wissen, wie alle möglichen Varianten aussehen. Und das erfordert eine so große Menge an Daten, die wir unmöglich verarbeiten können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angenommen es gibt nur eine Million unterschiedlicher Varianten, wie man sein Leben leben könnte. Um die Beste auswählen zu können, muss man sich jede davon ansehen, ein paar Kriterien überprüfen und dann die mit der höchsten Punktzahl auswählen. Dabei gibt es drei große Probleme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Problem ist, dass es viel zu viele Möglichkeiten gibt. Das zweite Problem ist, dass man die Zukunft akkurat hervorsagen können muss, um wissen zu können, wie jedes Leben weiter verläuft. Und das dritte Problem ist, dass man sich Kriterien zur Bewertung einfallen lassen muss. Die ersten beiden Probleme sind zur Zeit offensichtlich unlösbar, aber was ist mit dem dritten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das dritte Problem ist praktisch das, was Aristoteles zu lösen versuchte &amp;#8211; die Bewertungskriterien. Tugendhaftes Leben ist eine mögliche Antwort, aber immernoch etwas ungenau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier sind wir nun auf ein paar ernsthafte Probleme gestoßen. Als erstes haben wir einen Suchraum mit möglichen Lösungen, der viel zu groß ist, um komplett erforscht zu werden. Er ist so groß, dass wir ihn nicht einmal in seiner Gesamtheit wirklich verstehen können. Und zweitens müssen wir Bewertungskriterien finden, um auf eine intelligente Weise jede der Optionen miteinander vergleichen zu können. Und diese Kriterien dürfen nicht zu sehr von der unbekannten Zukunft abhängen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Suche beginnt&lt;/h2&gt;
&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/berge.jpg" title="Auf der Suche nach dem höchsten Gipfel"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Auf der Suche nach dem höchsten Gipfel&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Rick Smit&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Widmen wir uns dem ersten Problem &amp;#8211; dem des gigantischen Suchraums. Zuerst einmal ist das Finden einer optimalen Lösung praktisch unmöglich. Also ist die wahre Antwort, auf die Frage, wie man am besten lebt, nicht findbar. Wir sind noch nicht schlau genug, um sie finden zu können. Das ist nicht sehr befriedigend, aber es hilft uns dennoch etwas weiter. Nun stehen wir vor der Frage:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Wie nähern wir uns der optimalen Lösung an?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Glücklicherweise kennt die Mathematik die Antwort auf diese Frage: Heuristiken. Eine Heuristik ist eine Regel, die dabei hilft einen Suchraum zu erkunden, um sich der optimalen Lösung zu nähern, wenn man weiß, dass man nicht den kompletten Raum betrachten kann. Ein Beispiel hierfür: Bergsteigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stellen wir uns eine große 3D-Karte vor, die es zu erkunden gilt, auf der Suche nach dem höchsten Punkt. Beim Bergsteigen startet man an einem zufälligen Punkt auf der Karte und sorgt einfach dafür, dass man mit jedem Schritt ein Stück bergauf geht. Wenn man nicht mehr höher steigen kann, dann hat man eine Spitze gefunden &amp;#8211; ein lokales Maximum. Ohne die Karte weiter zu erforschen, kann man nicht sicher sein, dass der letzte Hügel auch der höchste auf der Karte war. Also erforscht man die Karte weiter, indem man an anderen Punkten erneut startet und die gleiche Bergsteiger-Heuristik anwendet. Bevor man nicht die ganze Karte erforscht hat, kann man nicht sicher sein, dass man das globale Maximum (den höchsten Berg) gefunden hat, aber je mehr man erforscht, desto sicherer wird man.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bedeutet das nun für uns Menschen? Es schlägt einen Ansatz wie beim Bergsteigen vor. Eine Zeitlang testet man einen Weg zu leben und dann versucht man sich zu verbessern, in dem man &amp;#8220;aufsteigt&amp;#8221;. Man optimiert ein paar der Parameter um es besser zu machen. Angenommen, man versucht Gewicht zu verlieren, mehr Geld zu verdienen oder seine Beziehungen zu verbessern &amp;#8211; eins oder alles davon mag man als einen Schritt &amp;#8220;bergauf&amp;#8221; ansehen. Und man geht einfach solange bergauf, bis es nicht mehr weiter geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich ist das Problem mit diesem Ansatz der Natur einer Heuristik geschuldet &amp;#8211; man kann in einem lokalen Maximum stecken bleiben, dass weitaus kleiner als das mögliche globale Maximum ist. Die Spitze, auf die man sich zu bewegt, mag verglichen mit dem Rest nur ein Maulwurfhügel sein. Ein weiteres Problem ist, dass es mehr als das ganze Leben dauern kann, auch nur einen Hügel zu erklimmen. Vielleicht stirbt man, bevor man mit diesem Ansatz wirklich etwas erreicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ahh, aber als menschen haben wir ein machtvolles Werkzeug auf unserer Seite, dass dieses Problem etwas überschaubarer macht &amp;#8211; Vorstellungsvermögen. Wir müssten nicht alle Permutationen physisch austesten. Wir können sie im Geist ausprobieren. Aber das wird nur gut funktionieren, wenn unsere mentale Karte der Realität die echte Welt relativ genau abbildet. Mit anderen Worten wäre es besser, wenn unsere Simulation ziemlich genau an die Realität herankommt oder unsere Schätzungen liegen so stark daneben, dass die Erkenntnisse wertlos sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer erinnert sich an &lt;a href="/selbstdisziplin-akzeptanz"&gt;Selbstdisziplin: Akzeptanz&lt;/a&gt;? Um hier erfolgreich sein zu können, muss man die Realität so akzeptieren, wie sie sich einem bietet. Das gilt für alles; egal was sie über uns offenbart und wie unwillig wir sind, es sehen zu wollen. Sonst ist unsere Simluation voll von Fehlern. Dinge, die in unserer Fantasie funktionieren und in der realen Welt scheitern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je genauer unser mentales Modell der Realität ist, desto größer ist unsere Fähigkeit auf intelligente Weise die möglichen Wege durch das Leben einzuschätzen. Das bedeutet, dass man sich selbst kennen muss &amp;#8211; in all seiner Nacktheit, sowohl das Gute, das Schlechte und das Hässliche. Man muss ein tiefes Verständnis für seine eigene Natur entwickeln, so wie man wirklich ist. Das schlägt den Bogen zum &lt;a href="/der-sinn-des-lebens-einleitung"&gt;letzten Artikel&lt;/a&gt;, wo es darum ging, seine Ansichten bzw. Überzeugungen mit seinen Taten in  Einklang zu bringen. Man muss innerlich kongruent sein oder die Simulationen werden nur Müll produzieren, dem man nicht vertrauen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin mir nicht sicher, ob jeder fähig ist, das wirklich gut hinzubekommen. Es wird ein hoher Grad an Intelligenz und Konzentration benötigt, um sich vorstellen zu können, wie es wäre ein alternatives Leben zu leben und es objektiv zu bewerten. Aber mehr haben wir nicht. Wir können nur unser Bestes geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, die optimale Lösung wäre, sich verschiedene Varianten, wie man sein Leben führen könnte, möglichst bildhaft vorzustellen und die jeweiligen Stärken und Schwächen einzuschätzen. Wenn man eine gewisse Zahl an Varianten durchprobiert hat (und ich weiß nicht, wieviele genug sein werden &amp;#8211; je mehr, desto besser), dann wählt man eine davon aus und beginnt sie zu leben. Währenddessen bleibt man offen für weitere (gedanklich durchlebte) Varianten und wenn man eine finden sollte, die besser als die aktuelle ist, dann wechselt man zu dieser neuen, &amp;#8220;höheren&amp;#8221; Lebensweise.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wie vergleicht man ein Leben mit einem anderen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sehen wir uns nun die Bewertungskriterien näher an. Was bedeutet &amp;#8220;bergauf&amp;#8221;? Wie vergleichen wir die Leben miteinander?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Menschen haben versucht eine Antwort auf diese Frage zu finden. Eine der beliebtesten Antworten in der Selbsthilfe-Szene beschäftigt sich mit dem Glücksgefühl. Und wird gesagt, wir sollen das machen, was uns am glücklichsten macht. Freude suchen. Schmerz vermeiden. So ziemlich alles, was ich über Persönlichkeitsentwicklung gelesen habe, beschreibt eine Variation von Glück als das ultimative Ziel im Leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich glaube, dass man sich mit dieser Antwort um die Wahrheit drückt. Glück ist ein nur ein Gefühl. Und mein ganzes Leben in den Dienst der Suche und Beibehaltung eines bestimmten Gefühlszustandes zu stellen, ist eindeutig suboptimal.  Zum einen, bin ich emotional sehr belastbar und es braucht nicht viel um mich glücklich und zufrieden zu machen. Glück und Wohlbefinden können zum großen Teil mit einer sehr gesunden Ernährung und viel Training aufrecht erhalten werden. Ich kann meine Gefühle bereits gut lenken und glücklich sein, so dass ich mir sicher bin, dass ich hier eine bessere Antwort finden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn wir Erfüllung und Aufblühen zu Glück hinzuzählen, drückt die Antwort sich immernoch um das Wesentliche. Mit so einer Antwort auf die Frage, wie wir leben sollen, macht man nicht mehr, als die Frage über den Zaun zu unserer emotionalen Intelligenz zu werfen. Wir sagen damit, dass die Antwort, auf wie man leben sollte, das ist, was auch immer unsere Gefühle uns sagen. Man nimmt damit an, dass, wenn wir uns erfüllt fühlen, wir auch optimal leben. Ich kann keinen logischen Grund erkennen, warum diese Antwort korrekt sein sollte, wenn ich bedenke, was ich darüber weiß, wie Gefühle funktionieren. Nicht gut genug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus diesen Gründen lehnte ich alle Antworten ab, die suggerierten, das die optimale Weise zu leben, in einem emotionalen Zustand oder Gefühl gefunden werden kann. &lt;a href="/wie-man-seine-emotionen-bewusst-waehlt"&gt;Ich kann bewusst wählen, wie ich mich fühlen möchte&lt;/a&gt; &amp;#8211; je nachdem worauf ich meine Aufmerksamkeit richte. Es gibt keine Möglichkeit ein Gefühl in mir herbei zu führen, dass ich nicht durch bewusste Ausrichtung meiner Vorstellungkraft selbst erzeugen kann. Ich kann mich selbst steuern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann haben wir noch eine ganze Menge anderer Selbsthilfe-Experten, die das Ziel des Lebens darin sehen, erfolgreich zu sein, wohlhabend zu werden, erfüllende Beziehungen zu haben, usw. Naja, wie man bereits vermutet, ist das nur Marketing-Gelaber ohne echte Substanz dahinter. Die meisten dieser Bücher zielen darauf ab, zu zeigen, wie man im existierenden sozialen Kontext optimale Resultate erreichen kann. Aber wie wir bereits festgestellt haben &amp;#8211; auch wenn man hier in die Erfolgsspur findet &amp;#8211; führt man so nur ein suboptimales Leben. Man verbringt sein ganzes Leben nur damit einen Maulwurfshügel zu erklimmen und lässt den Großteil seines Potentials unberührt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin diese Frage so angegangen, dass ich zuerst mein Leben im Rahmen meines besten Verständnis der Realität betrachtet habe. Das bedeutete, dass ich mir die Geschichte des Lebens, so wie wir sie verstehen, angesehen habe, dann unsere mögliche Zukunft und wohin das alles führt, sowie den aktuellen Zustand indem wir leben. Ich hatte das Gefühl, dass eine Betrachtung des bestmöglichen, menschlichen Lebens im Rahmen der Vergangenheit, Gegenwart und projizierten Zukunft stattfinden muss. Wenn ich mir ansehe, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat, dann sehe ich diese Macht der Evolution als etwas viel großartigeres als meine persönliche Existenz an. Ich sehe, dass das Leben kontinuierlich seine Komplexität, seine Intelligenz und die allgemeine Chance auf Überleben ausgebaut hat. Wenn ich mich selbst in diesem Kontext sehe, dann sehe ich, dass ich drei grundlegende Optionen habe. Ich kann mit der Evolution kooperieren, gegen sie arbeiten oder sie ignorieren. Mein menschliches Bewusstein gibt mir die Fähigkeit, diese Wahl bewusst zu treffen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;So optimal, wie es nur geht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich entschied, dass das bestmögliche Leben im Bereich der Kooperation mit der Evolution zu finden sein muss, anstatt gegen sie zu arbeiten. Also impliziert das für mich zwei Dinge:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Ich muss an mir arbeiten um das bestmögliche Individuum zu werden&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ich muss am Leben an sich arbeiten, um es bestmöglich zu entwickeln&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Es stellt sich heraus, dass diese Ziele hochkompatibel miteinander sind, da es eine positive Rückkopplungsschleife zwischen der persönlichen Evolution und der seiner eigenen Umgebung gibt. Wenn man nur an sich selbst arbeitet, dann wird die Umgebung einen letztendlich zurückhalten. Das ist wie, wenn Tarzan unter Affen lebt. Und wenn man nur daran arbeitet, anderen zu helfen, dann wäre das ebenso suboptimal, weil man sie nur lehren kann, was man gerade weiß. Ohne sein eigenes Wissen auszubauen, kann man auch seine Lehrkapazität nicht vergrößern. Eine Balance zwischen diesen beiden Punkten ist nötig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mich läuft das darauf hinaus, dass man an seinem persönlichen Wachstum arbeiten muss und anderen dabei hilft, selber zu wachsen. Das wurde für mich zum Kriterium um das bestmögliche Leben, dass ich zu führen hoffte, finden zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bedeutet es nun zu wachsen? Für mich heisst das, dass man kontinuierlich versucht, seine mächtigsten, evolutionären Gaben weiter zu entwickeln &amp;#8211; was für mich meine Intelligenz, mein Bewusstsein und mein Verständnis der Realität sind. Und um anderen beim Wachstum helfen zu können, musste ich konsequenterweise auch meine kommunikativen Fähigkeiten verbessern.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Den Hauptzweck meines Lebens sehe ich darin, dem Prozess der Evolution zu dienen. Das ist für mich wichtiger als alles andere. Alles andere in meinem Leben ist, verglichen dazu, sekundär und muss sich dieser Agenda hinten an stellen. Wen interessiert schon ein neuer Job oder mehr Geld, wenn man die Möglichkeit hat, bewusst an der Evolution des Lebens an sich teilhaben zu können? Verglichen damit verblassen für mich alle anderen potentiellen Lebensweisen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verknüpfen wir das nun mit dem Konzept der Heuristik. Dann ergibt sich folgende, allgemeine Strategie:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Das bestmögliche Leben vorstellen, dass man führen kann. Das Bewertungskriterium ist der Dienst an der Evolution an sich.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Es Leben &amp;#8211; es erfahren.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wann immer man überzeugt ist, dass es einen besseren als den aktuellen Weg gibt der Evolution zu dienen: Nach und nach zu diesem übergehen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Das ist meine Antwort auf die Frage, wie man leben sollte: Ich investiere den Großteil meines Lebens in die Suche nach mehr Wachstum. Für mich macht das perfekt Sinn. Wenn wir nicht herausfinden können, wie man optimal lebt, dann ist es die beste Lösung, die Suche danach zu verbessern. Wenn der Computer nicht genug Leistung bringt, dann sollte man seine Zeit in Aufrüstung investieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde, diese Antwort passt gut zu Aristoteles&amp;#8217; Konzept der Tugendhaftigkeit. Intelligenz schlägt eine Richtung vor und Tugendhaftigkeit hilft den Pfad zu finden. Ich glaube, dass beides essentiell ist, um optimal leben zu können. Ich denke aber, dass Intelligenz das wichtigere von beiden ist, da die Tugenden sich von ihr herleiten lassen. Man kann sich die Tugenden als intellektuelle Eselsbrücken vorstellen. Wenn es zuviele Daten gibt um eine wirklich intelligente Entscheidung treffen zu können, dann kann man auf die Tugenden zurückgreifen und darauf vertrauen, dass sie zumindest keine dumme Wahl darstellen. Im Zweifel ehrlich, ehrenhaft und mutig sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Weichware 2.0&lt;/h2&gt;
&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/gehirn2.jpg" title="Können wir unser Gehirn auf Version 2.0 upgraden?"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Können wir unser Gehirn auf Version 2.0 upgraden?&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Fauxen&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Wenn man plötzlich feststellt, dass man wie ein Affe lebt, dann könnte man das akzeptieren, den ganzen Tag dem Futtern von Bananen widmen und versuchen ein guter Affe zu sein oder man könnte versuchen mehr als ein Affe zu sein und sich zu einem Menschen zu entwickeln. Wenn man das macht, dann wirken alle Affenziele und -errungenschaften völlig bedeutungslos, verglichen mit seinen neuen menschlichen Fähigkeiten. Wie albern werden Ziele wie der Aufbau einer Firma oder einer Marketingkarriere auf eine weiterentwickelte Spezies wirken?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der evolutionären Leiter sind wir im Moment nur eine Horde Affen. Aber wenn wir weiter wachsen, dann werden wir bald viel mehr sein. Es ist gut möglich, dass Computertechnologie sich mit unserer eigenen Weichware eng verflechten wird, um uns noch schlauer und leistungsfähiger zu machen. Aber auch bevor das passiert, können wir mehr über unser Gehirn lernen und seine Grenzen ausloten. Schluss damit, nur mit 3% unserer Hirnleistung zu leben und auf zu 100%!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt viele Wege, den Prozess der Evolution bewusst zu unterstützen und unsere Fähigkeit dazu ist momentan natürlich eingeschränkt (obwohl immer mehr dieser Schranken jedes Jahr fallen). Ich denke, dass eine heute lebende Person, die ihr Leben der Evolution unserer Spezies widmet, einen dramatischen Einfluss haben kann. Wir erinnern uns immernoch an Aristoteles für seinen Beitrag. Was könnten wir noch alles erreichen, wenn sich Tausende von uns einem ähnlichen Zweck widmen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kann das jetzt nicht beweisen, aber eine Sache fällt mir immer mehr auf. Je mehr ich daran arbeite mein Leben an diesen Prozess der Evolution anzupassen, desto müheloser scheint mein Leben zu werden. Es ist, als ob ich von einem Magneten hindurch gezogen werde. In den letzten Jahren hat mein Leben hervorragend funktioniert und ich fühle, als könnte ich klarer denken denn je. Das war ein erneuter Kontextwechsel für mich, aber es fühlt sich an, als ob es von Monat zu Monat stärker wird. Es ist ein Gefühl der Klarheit, dass mein Leben dafür bestimmt ist. Selbstdisziplin wird auch weiterhin benötigt, aber ich bin jetzt stärker und weitaus fähiger sie konsistent anzuwenden. Ich glaube, der Grund hierfür ist, dass ich das Gefühl habe, tatsächlich das bestmögliche Leben zu leben, was mir nach aktuellem Wissensstand möglich ist. Wenn ich versuche mir etwas besseres vorzustellen, dann ist es nur eine Steigerung von dem, was ich bereits habe und keine Änderung dessen, was ich mache. An diesen Punkt zu gelangen, war alles andere als leicht und ich bin sicher, dass noch weitere Veränderungen vor mir liegen. Das ist die Natur des Wachstums &amp;#8211; alte Ziele werden nach und nach von neuen überholt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Nächstes erforschen wir, wie man diese philosophischen Gedanken in einen persönlichen Sinn und Zweck übersetzt, mit dem man auch arbeiten kann. Im übernächsten Artikel geht es dann darum, wie man diesen Sinn und Zweck auf Ziele, Projekte und Taten herunterbricht und in Fahrt kommt. :)&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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      <pubDate>Mon, 12 Mar 2012 12:08:00 +0100</pubDate>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8471f982ca2824f100084c">Bewusstsein &amp; Erkenntnis</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8471f982ca2824f100084d">Sinn des Lebens</category>
      <category domain="http://stevepavlina.de/blog/tags/4f8471f982ca2824f100084e">Spiritualität</category>
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    <item>
      <title>Der Sinn des Lebens: Einleitung</title>
      <description type="html">&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/sinn-des-lebens.jpg" title="Was ist der Sinn des Lebens?"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Was ist der Sinn des Lebens?&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; &lt;span class="caps"&gt;WTL&lt;/span&gt; photos&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;div id="series-nav"&gt;
&lt;h3&gt;Der Sinn des Lebens (6-teilige Serie)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das ist der erste Teil und die Einleitung zu der Artikelserie. Alle Artikel auf einen Blick:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Einleitung&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-wie-sollen-wir-leben"&gt;Wie sollen wir leben?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-seinen-zweck-finden"&gt;Seinen Zweck finden&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-vom-zweck-zur-tat"&gt;Vom Zweck zur Tat&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-der-uebergang"&gt;Der Übergang&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="/der-sinn-des-lebens-bewusste-evolution"&gt;Bewusste Evolution&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Was ist der Sinn des Lebens? Warum sind wir hier? Gibt es einen Gott oder gibt es keinen, und wenn es einen Gott gibt, wie/was ist er? Von allen Weltreligionen &amp;#8211; welche ist die, die am meisten Recht hat? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sind wir hauptsächlich physische oder spirituelle Wesen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Menschheit kämpft seit Jahrtausenden damit, diese Fragen zu beantworten. Kriege wurden deswegen geführt. Aber so sehr diese Fragen auch dazu führen, dass manche den Kopf darüber verlieren (manchmal metaphorisch, manchmal wortwörtlich), so sind es unterm Strich doch sehr praktische Fragen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Am Steuer&lt;/h2&gt;
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&lt;p&gt;Die Art, wie wir diese Fragen beantworten, legt den ultimativen Kontext fest &amp;#8211; für alles andere, was wir unserem Leben machen. Wenn wir unser Leben auch nur geringfügig wertschätzen, dann müssen wir diese Fragen in Betracht ziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angenommen, man hat sein Leben um Ziele, Projekte und Aufgaben herum organisiert. Man setzt sich ein Ziel; z.B. ein neues Internetgeschäft aufzubauen. Man bricht das Ziel auf Projekte herunter &amp;#8211; einen Business-Plan schreiben, die Website launchen, etc. Und dann nimmt man sich diese Projekte vor und bricht sie auf Aufgaben herunter &amp;#8211; zur Bank gehen um ein Geschäftskonto zu eröffnen, den Domain-Namen registrieren, etc. Soweit, sogut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber warum startet man überhaupt eine neue Firma? Was ist der Sinn? Warum wählt man dieses Ziel und nicht ein anderes? Wozu überhaupt Ziele haben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Ziele festlegt, die man sich setzt (oder nicht setzt) ist der persönliche Kontext. Der Kontext ist die persönliche Sammlung diverser Überzeugungen und Werte. Wenn also Werte wie Geld und Freiheit Teil des eigenen Kontexts sind, dann neigt man dazu, sich das Starten einer neuen Firma als Ziel zu setzen. Aber mit anderen Werten &amp;#8211; einem anderen Kontext &amp;#8211; mag man abgeneigt sein, sich überhaupt Ziele zu setzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der wichtigste Teil des persönlichen Kontext ist die Menge der Überzeugungen, die man über die Realität geformt hat &amp;#8211; was religiöse, spirituelle und philosophische Ansichten einschließt. Die allgemeinen Vorstellungen über das Universum werden hauptsächlich für die Resultate verantwortlich sein, die man erzielen wird.&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Kontext bestimmt Ziele.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ziele bestimmen Projekte.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Projekte bestimmen Taten.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Taten bestimmten Resultate.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;In einem jeden &amp;#8211; beliebig gewählten &amp;#8211; Kontext, wird es nahezu umöglich sein, gewisse Resultate zu erreichen, weil man nie die dafür benötigten Ziele gesetzt hat, die zu diesen führen würden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der persönliche Kontext wirkt wie ein Filter. Wenn man sich in einem gewissen Kontext befindet, dann verliert man den Zugang zu potentiellen Zielen, Projekten und Taten, die außerhalb von ihm liegen. Zum Beispiel, wenn der Kontext die Überzeugung beinhaltet, dass kriminelles Verhalten sehr schlecht ist, dann wird man wohl eher nicht daraufhin arbeiten, ein zukünftiger Mafiaboss zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Walking in My Shoes&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das ist eine lange, persönliche Geschichte, aber ich denke, dass sie interessant sein wird. Wenn man sich die Zeit nimmt, sie zu lesen, dann möchte ich, dass man darauf achtet, wie sich meine Überzeugungen (mein Kontext) über die Zeit verändert haben und wie dramatisch sich das auf meine Resultate ausgewirkt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hälfte meines Lebens habe ich nach dem Kontext gesucht, der mir das bestmögliche Leben bringen würde. Natürlich ist das eine merkwürdige Sache, weil es bedeutet, dass man nach einem neuen Kontext sucht während man gleichzeitig in einem anderen Kontext feststeckt. Mit anderen Worten, die Definition von &amp;#8220;bestmögliches Leben&amp;#8221; ist auch Teil eines jeden Kontext, so dass ich einen finden muss, der sowohl diesen Begriff definiert &lt;span class="caps"&gt;UND&lt;/span&gt; Möglichkeiten bietet, diesen auch zu leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zuerst bin ich versehentlich über diese Suche gestolpert, aber schließlich begann ich, sie bewusst zu führen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Heiligenschein&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der ersten Hälfte meines Lebens, bis ich 17 war, war ich ein Katholik/Christ, getauft und konfirmiert. Ich ging 8 Jahre auf ein katholisches Gymnasium, gefolgt von 4 Jahren auf einer katholischen High School. Ich war mehrere Jahre lang bei den Pfadfindern und habe mir die &lt;a href="http://www.nccs-bsa.org/emblems/AdAltareDei.php"&gt;&lt;em&gt;Ad Altare Dei&lt;/em&gt; Auszeichnung&lt;/a&gt; verdient. Ich habe jeden Tag gebetet und all das, was man mich lehrte, als wahr akzeptiert. Ich ging jeen Sonntag mit meiner Familie in die Kirche. Alle meine Freunde und Familie waren Christen, so dass ich von anderen Glaubenssystemen nichts ahnte. Mein Vater war ein Ministrant, als er noch jung war, und sein Bruder (mein Onkel) ist ein katholischer Priester. Einer meiner Cousins ist Mitglied bei &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Campus_f%C3%BCr_Christus"&gt;Campus für Christus&lt;/a&gt;. In der High School nahm ich an optionalen, religiösen Treffen teil und arbeitete als Freiwilliger in einer Kuranstalt und einer Vorschule für behinderte Kinder. Ich ging davon aus, für den Rest meines Lebens Katholik zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Blasphemische Gerüchte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Aber am Ende meines ersten Jahres an der High School machte ich eine Erfahrung, die ich als Erwachen bezeichnen muss. Es war, als wäre ein neuer Teil meines Gehirns plötzlich aktiviert worden, welcher mich in einen höheren Bewusstseinszustand katapultiert hat. Vielleicht war es nur ein Nebeneffekt des Erwachsenwerden. Ich begann offen die Überzeugen und Ansichten in Frage zu stellen, auf die ich seit meiner Kindheit konditioniert wurde. Blinde Akzeptanz dessen, was man mich gelehrt hatte, war für mich nicht mehr genug. Ich wollte hinter den Vorhang schauen, sämtliche Ungereimtheiten rausreißen und sehen ob, diese Ansichten für mich überhaupt Sinn machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich begann eine Menge Fragen zu stellen, aber musste feststellen, dass nur wenige Leute diese ehrlich mit mir diskutieren wollten. Die meisten nahmen mich nicht ernst oder reagierten defensiv. Aber ich war ernsthaft interessiert und nicht feindlich eingestellt. Meine Familie war nicht bereit darüber zu diskutieren, aber ich konnte ein paar aufgeschlossene Lehrer finden. Meine High School (Loyola High in Los Angeles) war eine Jesuitenschule und die Jesuiten sind sehr liberal &amp;#8211; soweit man das von Priestern sagen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich wurde enttäuscht. Ich musste feststellen, dass &amp;#8211; unabhängig von ihrer Ausbildung und viel größeren Lebenserfahrung &amp;#8211; nur sehr wenige meiner Freunde und Lehrer überhaupt gewillt waren, ihre Ansichten offen zu hinterfragen. Und das schürte sehr stark den Zweifel bei mir. Ich dachte:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Wenn alle alles einfach nur blind glauben und niemand das Ganze hinterfragt, warum soll ich dann auch daran glauben?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Über einen Zeitraum von mehreren Monaten wuchs der Zweifel in mir nur weiter und ich begann mehr auf meine eigene Intelligenz und Sinne zu vertrauen, anstatt auf den Glauben, der mir in meiner katholischen Kindheit vermittelt wurde. Schließlich gab ich den gesamen Kontext auf und wurde &amp;#8211; aufgrund eines Mangels an verfügbaren anderen Kontexten &amp;#8211; ein Atheist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich begann das letzte Jahr der katholischen High School als ein 17-jähriger Atheist. Oh, welche Ironie. Anfangs war ich nicht sicher, was mich erwarten würde, aber ich stellte schnell fest, dass ich den Kontext des Atheismus als sehr aufbauend empfand. Durch das Abschütteln all meiner alten Überzeugungen fühlte ich mich, als hätte mein Gehirn ein Intelligenz-Upgrade bekommen. Ich konnte so viel klarer denken und mein Geist schien deutlich besser zu arbeiten. Ich verspürte auch mehr Kontorlle über mein Leben als jemals zuvor. Ohne den Glauben an Gott übernahm ich alle Verantwortung über die Resultate in meinem Leben. Die Schule war für mich leichter als je zuvor, obwohl ich alle der schwierigsten Kurse besuchte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war so gut in Mathe, dass mein Lehrer mir sogar einen speziellen Test gab, der sich vom Rest der Klasse unterschied. Und einmal kamn mein Physiklehrer vor der Stunde zu mir und liess sich von mir zeigen, wie man ein schwieriges physikalisches Problem löst. Ich fand insbesondere Mathe und andere wissenschaftliche Kurse so einfach, dass ich anfing mir neue Wege zu suchen um mich selbst herauszufordern. Zum Bespiel versuchte ich meine Hausaufgaben auf einem 1-Zoll-mal-1-Zoll großen Stück Papier zu erledigen oder nur mit einem Buntstift auf der Rückseite einer Müslipackung oder ich färbte meine Graphen so ein, dass sie wie Kunstwerke aussahen. Die Leute dachten von mir, ich wäre durchgeknallt, aber ich machte das hauptsächlich um mich nicht zu langweilen, weil die gestellten Aufgaben keine Herausforderung boten. Man hat nicht wirklich gelebt, wenn man Analysis nicht mit Buntstiften gemacht hat. ;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Atheist war und in religiösen Kursen habe ich alle nackten Daten hochgewürgt, die ich brauchte um den Test mit &amp;#8220;Sehr gut&amp;#8221; zu bestehen. Aber immer wenn es Aufsatzfragen mit offenem Ende gab, dann hab ich diese aus atheistischer Sicht bearbeitet. Ich bin dankbar, dass die Jesuiten so liberal sind wie sie waren und mein Verhalten toleriert haben. Dafür muss ich sie wirklich loben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Familie war damit nicht glücklich, insbesondere wenn mein Abonnement von &amp;#8220;American Atheist&amp;#8221; begann in unserem Briefkasten zu liegen. Ich lernte schnell die Post frühzeitig abzufangen. Aber ich war so gut in der Schule, dass es ihnen schwer fiel sich zu beschweren und sie wollte keine meiner Fragen offen besprechen, obwohl ich das gerne getan hätte. Sie zwangen mich, weiter zu Kirche zu gehen, was ich eine Weile toleriert habe, weil ich wusste, dass ich im nächsten Jahr eh ausziehen würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber irgendwann begann ich damit, in einer anderen Ecke der Kirche zu sitzen und mich für einen Spaziergang rauszuschleichen, von dem ich erst kurz vor Ende zurückkehrte. Einmal endete die Messe etwas früher als erwartet und ich kam zu spät zurück. Meine Familie war bereits am Auto und sah mich die Straße entlang spazieren. Uuups!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie fuhren ohne mich weg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber anstatt die zwei Meilen nach Hause zu laufen, blieb ich den ganzen Tag draußen und kam erst gegen Mitternacht heim. Mit Ausnahme von Hochzeiten und Beerdigungen war das das lezte Mal, dass ich in einer Kirche war.&lt;/p&gt;
&lt;figure class="media photo left"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/uc-berkeley.jpg" title="UC Berkeley"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;UC Berkeley&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; prayitno&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Abgesehen von diesen Konflikten war mein letztes Jahr an der High School, das beste, was ich je hatte. Ich bestannd alle meine Kurse mit &amp;#8220;Sehr gut&amp;#8221; und wurde von sechs Universitäten für ein Informatik-Studium angenommen: Cal Tech, &lt;span class="caps"&gt;UCLA&lt;/span&gt; (kleines Stipendium), UC San Diego (volles Stipendium), UC Berkeley, Carniege Mellon und Harvey Mudd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entschied mich für UC Berkely, weil dessen Informatik-Studium damals als das beste im Land galt. Ich war sehr glücklich endlich auszuziehen und mein eigenes Leben zu leben. Im Herbst &amp;#8217;89 zog ich nach Berkely und lebte im Studentenwohnheim.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann passierte etwas Eigenartiges.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Judas&lt;/h2&gt;
&lt;figure class="book amazon right"&gt;
  &lt;div class="img"&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/1406571237" rel="nofollow"&gt;&lt;img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=1406571237&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=stevepavlina-21&amp;ServiceVersion=20070822" &gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=stevepavlina-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1406571237" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;
    &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/1406571237" rel="nofollow"&gt;The Facts Concerning the Recent Carnival of Crime in Connecticut&lt;/a&gt; von Mark Twain&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Während meiner Zeit in Berkely wurde mein Atheismus-Kontext weiter ausgeformt. Da ich nun nicht länger von Katholiken umgeben war, traf ich dort viele interessante Leute mit einer breiten Viefalt verschiedener Glaubenssysteme. Ich schloß schnell Freundschaft mit vielen sehr intelligenten Leuten und einige waren aufgeschlossen genug, um über die Natur der Realität zu diskutieren. Ich glaube, meine katholische Erziehung war wie ein gespannte Feder &amp;#8211; sobald ich die Umgebung, die diese Feder unter Druck hielt, zurückgelassen hatte, schoß ich direkt an das andere Ende des Spektrums. Aber ich ging dabei zu weit. Ich warf nicht nur meine alten religiösen Ansichten über Bord, sondern damit auch mein gesamtes moralisches Konzept. Ich war wie der Mann in Mark Twains Kurzgeschichte &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/1406571237" rel="nofollow"&gt;The Facts Concerning the Recent Carnival of Crime in Connecticut&lt;/a&gt;; eine Geschichte über einen jungen Mann der sein Gewissen umbringt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich begann, mich für all das zu begeistern, was faktisch dem genauen Gegenteil meiner Erziehung entsprach. Ich verlor jegliches Interesse an der Schule und ging fast nie zu einer Vorlesung. Ich habe mich wirklich überhaupt nicht darum geschert, meinen Abschluss zu machen. Ich ging jede Woche zu Parties und trank viel &amp;#8211; einmal 14 Drinks hintereinander und wusste beim Aufwachen nicht mehr, wie ich in mein Bett gekommen war. Ich musste Freunde fragen, um Stück für Stück herauszufinden, wie die letzte Nacht verlaufen war. Bis zum heutigen Tag bin ich mir sicher, dass ich bis zum Alter von 21 mehr Alkohol getrunken habe, als danach (und ich bin jetzt 40).&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ich begann in Läden zu stehlen &amp;#8211; sehr oft. Beim ersten Mal aus dem Grund, weil es etwas war, was ich noch nie gemacht hatte; etwas was ich als Katholik nie tun könnte. Es war wie eine Aufgabe, die ich von meiner Liste streichen musste. Aber ich wurde bald süchtig nach dem emotionalen High dabei und begann mehr und mehr zu stehlen &amp;#8211; bis ich es schließlich mehrmals am Tag tat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe praktisch nie Dinge für mich gestohlen. Das Meiste habe ich an andere Leute verschenkt oder es später einfach weggeworfen. Nach etwa einem Monat (im ersten Semester) wurde ich verhaftet. 4 Monate auf Bewährung. Ich nahm mir eine Woche frei und fing direkt wieder an, auch wenn ich jetzt etwas vorsichtiger wurde. Eine Woche nach dem meine Bewährungszeit rum war, wurde ich wieder verhaftet und bekam 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit aufgebrummt. Ich erfüllte die Arbeit und fing bald wieder mit dem Stehlen an. Aber ich verfeinerte meine Methoden noch weiter, damit es noch schwerer wird, mich zu schnappen. Ein paar knappe Situationen gaben mir mehr Selbstvertrauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mich so sehr an dieses Verhalten gewöhnt, dass ich Stehlen konnte, ohne das mein Herz auch nur einen Schlag aussetzt. Keine Angst. Also musste ich die Dosis erhöhen. Zuerst begann ich mir kleine Ziele zu setzen, z.B. wieviele große Schokoriegel ich in meine Taschen stecken konnte (13) oder alle Milchflaschen aus einer Uni-Cafeteria innerhalb von einem Tag zu stehlen (mehr als 50 Flaschen). Dann verschenkte ich alle Schokoriegel und Milchflaschen an meine Kommilitonen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Uni lief es nicht so gut und ich wurde auch auf akademische Bewährung gesetzt. Das machen sie, wenn man nicht in den Vorlesungen erscheint. Ich kann nicht wirklich sagen, dass es mich groß interessiert hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber die Dinge wurden noch schlimmer, als ich einen anderen Studenten traf, der moralisch genauso korrupt war wie ich. Wir wurden schnell Freunde. Ich hörte mit den (riskanten) Ladendiebstählen auf. Zusammen planten wir Diebstähle mit 2 Personen, wo die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden, sehr gering war. Es klappte immer und immer wieder und wir beide begannen damit etwas Geld zu verdienen. Um auf Nummer sicher zu gehen und nicht die gleichen Orte immer und immer wieder zu besuchen, erweiterten wir unser Gebiet deutlich über Berkely hinaus &amp;#8211; um fast 100 Meilen im Umkreis &amp;#8211; von San Francisco über Sacramento bis Fresno.  Über einen Zeitraum von etwa einem Jahr steigerten wir uns von Kleinkram zum schweren Diebstahl (zur der Zeit war das alles über 400$). Ich glaube, unser Rekord lag bei einem Wochenende mit Zeug im Wert von 2400$.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Keine gute Idee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Schließlich wurde ich wieder geschnappt, dieses Mal wegen schwerem Diebstahl. Nicht gut. Vor dieser Verhaftung hatte ich schon festgestellt, dass mir im Falle eine Verurteilung wegen schwerem Diebstahl ungefähr 2 Jahre Haft drohen, dank meiner Vorgeschichte. Ganz und gar nicht gut.&lt;/p&gt;
&lt;figure class="media photo"&gt;
&lt;div class="media-image"&gt;
&lt;img src="/assets/gefaengniszelle.jpg" title="Gefängniszelle (inklusive gesiebter Luft)"&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption class="media-body"&gt;
            &lt;p&gt;Gefängniszelle (inklusive gesiebter Luft)&lt;/p&gt;
            &lt;p class="copyright"&gt;&amp;copy; Phanatic&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Und um es noch schlimmer zu machen, wurde ich in Sacramento verhaftet, ungefähr 2 Autostunden von Berkely entfernt. Aber mein Partner konnte nicht ewig warten und sich auch erwischen lassen &amp;#8211; also fuhr er zurück. Ich saß fest, in einer Zelle, bis sie mich identifizieren konnten. Ich ging nie auf Diebestour mit meinem Ausweis in der Tasche und gab der Polizei einen meiner Fantasie-Namen, aber das glaubten sie mir natürlich nicht, sodass ich in der Zelle warten musste, bis sie meine Fingerabdrücke überprüft hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da war ich also&amp;#8230; 19 Jahre alt, sitzend in einer Zelle am Superbowl Sunday 1991. In der Erwartung, dass ich meine Freiheit für die nächsten 2 Jahre verlieren würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class="caps"&gt;PLONK&lt;/span&gt;!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war das Geräusch, dass die Realität machte, als sie um mich herum einstürzte. Die ersten paar Stunden stand ich unter Schock, unfähig klar zu denken. Vielleicht waren es die orangen Klamotten. Aber da ich nichts zu tun hatte, außer rumsitzen und für eine undefinierte Zeit nachzudenken, begann ich all die großen Fragen erneut zu stellen. Was zum Teufel mache ich hier? Bin das wirklich ich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber diesmal waren meine Antworten andere. Ich erkannte, das dieser Kontext komplett falsch war. Ich ergab mich der Tatsache, dass ich die nächsten paar Jahre im Gefängnis verbringen werde, aber ich mir war auch klar, dass ich mich permanent verändert hatte und dass dieses Leben nun vorbei ist. Zwei Jahre im Gefängnis&amp;#8230; das würde eine schmerzhafte Lektion sein. Aber immerhin hatte ich sie gelernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte noch keinen komplett neuen Kontext als Ersatz, aber ich begann die Saat für einen neuen zu säen. Diese Saat war die Erkenntnis, dass, egal wie schlecht die Dinge auch stehen, es in der Zukunft besser werden kan. Ich wusste, dass ich mich schließlich erholen und zurückkommen würde. Es würde vielleicht ein paar Jahre dauern, bevor ich wieder auf meinen Füßen stehe, aber ich wusste mit Sicherheit, dass ich es überleben kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich es damals nicht benennen konnte, so war das doch der Moment, wo die Idee persönlichen Wachstums in mir zu blühen begann. Es war die Idee, dass, egal wie die schlecht die Situation im Moment ist, ich immer die Kapazität habe, dadurch zu wachsen und in einer besseren Position auf der anderen Seite herauskommen kann. Diese Idee war alles, was ich hatte, aber es war genug um damit fertigzuwerden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drei Tage später kam ich frei. Sie hatten mich erfolgreich identifiziert. Ich durfte gehen &amp;#8211; mit einem Gerichtstermin, angeklagt des schweren Diebstahls. Draußen ging die Sonne unter. Zuerst spazierte ich um das Capitol und in den Gärten in Sacramento herum. Ich erfreute mich einfach an der frischen Luft und war glücklich, dass ich wenigstens noch ein paar Monate in Freiheit habe. In der Zelle war es extrem langweilig &amp;#8211; und das war noch kein richtiges Gefängnis. Unglücklicherweise hatte ich ein dringenderes Problem zu lösen. Ich hatte keinen Ausweis, nur 18$ Bargeld bei mir und musste einen Weg (120 Meilen) zurück nach Hause finden. Ich hatte Glück und fand einen Nachtbus nach Oakland für nur 16$, von wo mich mein (Ex-)Partner abholte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu Hause angekommen, fand ich einen Brief von UC Berkeley in der Post &amp;#8211; Ich war exmatrikuliert. Das machen sie, wenn die Durchschnittsnote (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grade_Point_Average"&gt;&lt;span class="caps"&gt;GPA&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) mit einem Komma beginnt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ein zerbrochener Rahmen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die nächsten paar Monate, während ich auf meinen Gerichtstermin wartete, hing ich in einem Loch fest. Ich machte eigentlich überhaupt nichts. Ich schlief viel, ging lange spazieren und spielte eine Menge Videospiele. Es ist schwer, sich Ziele zu setzen, wenn man erwartet, für eine Weile ins Gefängnis zu gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich bekam ich einen Anwalt zugeteilt und traf mich mit ihm um meinen Fall zu besprechen. Bevor ich etwas sagen konnte, sagte er:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Naja, ich habe mir deine Akte angesehen und da es deine erste Straftat ist, bin ich ziemlich sicher, dass wir es auf geringfügigen Diebstahl reduziert bekommen, so dass du nur etwas gemeinnützige Arbeit aufgebrummt bekommst, wenn wir uns auf einen außergerichtlichen Vergleich einlassen. Ich verstehe mich gut mit dem Staatsanwalt, so dass ich recht sicher bin, dass er mitmachen wird. Ich muss von einem Gerichtsverfahren dringend abraten, dass die Beweislast erdrückend ist, da du auf frischer Tat ertappt worden bist.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Erste Straftat? Äh? Mir schossen sofort Gedanken durch den Kopf, wie&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Warum denkt er, dass das meine erste Straftat war? Kennt er meine Vorgeschichte nicht? Und wenn er glaubt, es war die erste Straftat, wird der Rest des Gerichtes das auch glauben? Sollte ich meinen Anwalt darauf hinweisen?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich ein paar Sekunden darüber gegrübelt hatte, entschied ich mich, dass ich besser meinen Mund halte. Vielleicht fällt es mir auf die Füße, aber es gab die Chance, dass es ich Glück haben könnte. Ich dachte mir, im schlimmsten Fall habe ich es mit einem verärgerten Anwalt zu tun. Aber die Chance war zu gut, um sie ziehen zu lassen. Schwerer Diebstahl war eine Straftat; geringfügiger Diebstahl nur ein Vergehen. Ich musste das Risiko eingehen. Natürlich war das Eingehen von Risiken mir nur allzu gut vertraut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Wochen später war der Gerichtstermin. Mein Plan war es, meinen Mund zu halten, wo es nur ging und nur das absolute nötigste Minimum zu sagen. Vor dem Gerichtsaal war ich einen Blick in die Informationen, die man über meinen Fall zusammengetragen hatte. Sie hatten mich in der Tat richtig identifiziert, aber sie auch mein Deckname war aufgeführt. Aber keine Vorstrafen. Ich vermutete, dass irgendjemand Mist gebaut hat und meinen Decknamen anstatt meinen richtigen für die Suche nach Vorstrafen verwendet hatte, obwohl ich unter meinem Namen angeklagt worden war. Menschicher Fehler? Computerfehler? Wer weiß? Aber ein großer Fehler in jedem Fall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir den Gerichtssaal betraten (ein Ort der mir immer mehr vertrauter wurde), nahmen alle Anwesenden erwartungsgemäß an, dass dies meine erste Straftat war und agierten dementsprechend. Ich habe keinen Widerspruch gegen die reduzierte Strafe von 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit eingelegt. Ich habe diese 60 Stunden abgearbeitet, als wäre es ein Traumjob &amp;#8211; wohl im Bewusstsein, dass es 17520 Stunden hätten sein können.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wiederaufbau&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bald zog ich wieder zurück nach L.A., nahm einen unspektakulären Verkäuferjob für 6$/Stunde an und besuchte ein paar unspektakuläre Kurse nebenbei. Ich hatte wirklich genug Aufregung in den letzten paar Jahren und ich wollte für eine Weile ein normales, ruhiges Leben genießen&amp;#8230; etwas Zeit unter dem Radar verbringen. Ich nahm wieder Kontakt zu alten High School Freunden auf, die die &lt;span class="caps"&gt;UCLA&lt;/span&gt; besuchten und verbrachte ab und zu etwas Zeit im Haus ihrer Studentenverbindung &amp;#8211; aber für gewöhnlich hielt ich mich von Parties fern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich spielte viel Frisbee Golf, Tennis und Videospiele (insbesondere die Adventures von Sierra, die in den frühen 90ern sehr populär waren). Ich versuchte das Leben sehr einfach zu halten. Ich verbrachte viel Zeit mit der Analyse meiner Erfahrungen in Berkeley, um zu verstehen zu können, wie ich verhindern kann, dass ich jemals wieder so abrutsche. Aber diese Gedanken behielt ich für mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wusste, dass sehr viel an mir arbeiten musste, aber ich wusste auch, dass ich nicht wieder zurück in mein altes Leben konnte. Die Moralvorstellungen und Überzeugungen mit denen ich aufgewachsen bin, waren zerbrochen, aber ohne eine Form eines Gewissens weiter zu leben, war auch keine Option. Muss man einen Glauben an Gott haben, um ethisch leben zu können?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir wurde bewusst, dass, wie negativ auch immer meine Erfahrungen erschienen, sie mich auch für immer auf eine positive Weise verändert haben. Das Durchleben dieser Erfahrungen hatte einen Teil von mir geweckt, der vorher nur dahin schlummerte &amp;#8211; meinen Mut. Obwohl ich einige dumme Sachen gemacht habe, haben sie doch auch eine Menge Mut erfordert. Ich lernte immer wieder zu handeln &amp;#8211; trotz Angst. Und diese Konditionierung blieb mir erhalten. Weil mir bereits Gefängnis gedroht hat, würde mich keine Niederlage, die weniger schlimme Konsequenzen hat, noch abschrecken können. Bis zum heutigen Tag hat die Angst vor einer Niederlage kaum noch Macht über mich. Ich sage dann einfach zu mir:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Hey, wenn es mich nicht ins Gefängnis bringt, wie schlimm kann es dann schon sein?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Natürlich musste ich lernen meinen Mut mit etwas Sinn für Moral und gesunden Menschenverstand zu kombinieren. Während diesen Jahres ruhiger Reflektion veränderte ich meinen Kontext, um einen persönlichen, ethischen Code zu finden, nach dem ich mich richten wollte. Aber anstatt ihn auf Religion basieren zu lassen, ging ich mehr in die humanistische Richtung. Ich integrierte Werte wie Ehre, Ehrlichkeit, Integrität, Bescheidenheit und Fairness. Es war ein sehr bedachtsamer und bewusster Prozess des Wiederaufbaus, der noch einige Jahre anhalten sollte. Aber schon während der Zeit zwischen 1991-92, als ich erst am Anfang stand, gab er mir bereits etwas Stabilität und wurde nach und nach zum bis dahin mächstigsten Kontext, den ich kannte. Mir wurde schnell klar, dass der von mir entwickelte Mut, ein machtvolles Kapital sein würde, wenn ich lernte, ihn intelligent einzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war bereit für eine neue Herausforderung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nichts fürchten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Herbst &amp;#8216;92 entschied ich mich zurück auf&amp;#8217;s College zu gehen und nochmal als Erstsemestler von vorn anzufangen. Dieses Mal ging ich zur Cal State University, Northridge (&lt;span class="caps"&gt;CSUN&lt;/span&gt;). Das Informatik-Studium hatte keinen Numerus Clauses, so dass ich mich nur anmelden musste. Mit 21 bezog ich ein Zimmer im Wohnheim. Aber ich war nicht mehr dieselbe Person, die ich mit 18 war. Ich war immernoch überzeugter Atheist, aber dazu kam jetzt noch eine Anzahl persönlicher Werte, die mich führten. Ich wollte sehen, zu was ich fähig war und was diese neuen Werte bewirken können &amp;#8211; insbesondere der Wert &amp;#8220;Integrität&amp;#8221;. Kein Betrügen, kein Stehlen, kein Trinken. Es ging mir nur darum, Ziele zu setzen, loszulegen und von mir selbst das Beste zu fordern. Mein Mut war wie eine neue Energiequelle, die ich mir zunutze machen würde. Meine Freunde aus Berkely hatten zu mir gesagt:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Wenn du all die Energie, die du in die Kriminalität gesteckt hast, für dein Studium genutzt hättest, dann wären dabei nur Einsen rausgekommen.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Aber ich wusste, ich könnte Bestnoten erzielen. Ich habe das schon in der High School geschafft, als ich alle Extrakurse belegt habe. Das war keine allzu große Herausforderung. Also legte ich die Messlette für mein ersten Semester etwas höher und schrieb mich für 31 Einheiten (10 Kurse) ein. Der durchschnittliche Student belegt 12-15 Einheiten pro Semester. Unglücklicherweise wollte der Dekan der Informatik-Fakultät das nicht akzeptieren. Sie konnte das entscheiden, und sie dachte, ich mache entweder Spaß oder bin verrückt. Ich überredete sie von 18 zu 25 Einheiten, aber weiter wollte sie nicht gehen und selbst jetzt glaube sie noch, ich wöllte sie veralbern. Also belegte ich 25 Einheiten bei &lt;span class="caps"&gt;CSUN&lt;/span&gt; und trug mich für weitere 6 außerhalb vom Campus ein &amp;#8211; insgesamt also doch 31 Einheiten. Das verstieß gegen die Regeln, da erlaubten Extra-Einheiten genau genommen auch die außerhalb vom Campus einschlossen, aber von sinnloser Bürokratie wollte ich mich nicht aufhalten lassen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Ich widmete mich dem Studium von &lt;a href="/zeitmanagement"&gt;Zeitmanagement-Techniken&lt;/a&gt; und lernte meine Zeit äußerst effektiv zu nutzen. Ich schaffte in allen Kursen die Bestnote und legte die hervorragenden Zeugnisse beider Schulen dem Dekan vor &amp;#8211; und fragte nach 39 Einheiten für mein zweites Semester. Dieses Mal war es nicht schwierig ihre Erlaubnis zu bekommen, aber ich glaube, sie war etwas verängstigt, als ich ging. Ich schaffte das Semester erneut mit Bestnoten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Sommer 1993 arbeite ich Vollzeit als Spieleentwickler für verschiedene Firmen und wurde Vegetarier. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerakademie"&gt;Keine Sommerakademie&lt;/a&gt;. In meinem dritten und letzten Semester, machte ich noch zusätzlich meinen Abschluß in Mathematik (was ziemlich leicht war, da viele der Kurse auch zum Informatik-Studium gehörten) und belegte 37 Einheiten während ich weiterhin in Vollzeit arbeitete. Ich schloß mein Studium mit einem &lt;span class="caps"&gt;GPA&lt;/span&gt; von 3.94 ab und bekam die diesjährige Auszeichnung für den besten Informatik-Studenten. Zwei Abschlüsse in drei Semestern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch diese Erfahrung lernte ich die Macht des Kontext noch mehr wertschätzen. So etwas hätte ich als Katholik niemals versucht. Ich hätte mir nie die Ziele gesetzt, wie ich es hier getan hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob man wirklich verstehen kann, wie unterschiedlich man die Realität aus der Perspektive verschiedener Kontexte wahrnimmt, wenn man seinen noch nie geändert hat. Wenn man sich einem entmächtigenden Kontext verschreibt, dann ist man in seiner Fähigkeit, bestimmte Herausforderungen anzugehen, absolut eingeschränkt. Egal, wie sehr man es versucht (falls man es überhaupt versucht).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr nach meinem Abschluss startete ich &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dexterity_Software"&gt;Dexterity Software&lt;/a&gt;, traf meine zukünftige Frau und erforschte weiter unterschiedliche Glaubenssysteme. Aber nun tat ich es sehr bewusst. Ich war angespornt von der Idee, dass, wenn ein Kontext die Tür zu zuvor ungenutztem Potential aufstoßen kann, was würden dann andere Kontext ermöglichen? Gibt es einen noch besseren Kontext als meinen aktuellen? Meine Erfahrungen in Berkeley und &lt;span class="caps"&gt;CSUN&lt;/span&gt; waren komplett unterschiedlich und mir war klar, dass es an meinen unterschiedlichen Glaubenssystemen lag. Eine &amp;#8220;Religion&amp;#8221; brachte mich fast ins Gefängnis; die andere erlaubte mir erfolgreich ein Potential anzuzapfen, von dem ich vorher gar nicht wusste, das es in mir steckt. Ich musste mehr darüber lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den nächsten 10 Jahren experimentierte ich mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus"&gt;Agnostizismus&lt;/a&gt;, diversen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_Age"&gt;New-Age-Glaubenssystemen&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus"&gt;Buddhismus&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Objektivismus"&gt;Objektivismus&lt;/a&gt; und mehr. Für ein paar Monate probierte ich sogar Scientology aus um zu sehen, was das genau ist. Ich wollte eine große Zahl verschiedener Kontexte verinnerlichen, sie von innen heraus kennenlernen und dann einen Schritt zurücktreten und ihre Stärken und Schwächen vergleichen. Das hat für eine Menge Instabilität in meinem Leben gesorgt, aber auch für unglaubliches Wachstum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war wie ein Küchenchef, der verschiedene Zutaten ausprobiert um herauszufinden, welches Rezept an Überzeugungen zum bestmöglichen Leben führen würde. Und um es nochmal zu sagen: &amp;#8220;bestmöglich&amp;#8221; ist selbst Teil des Rezeptes, d.h. meine Verständnis vom Sinn des Lebens wandelte sich ebenso.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oft stellte ich fest, dass ein neuer Kontext mich zurückwarf und meine Resultate schlechter wurden. Andere Male war der neue Kontext mehr ermutigend und der Erfolg kehrte zurück. Auf lange Sicht gesehen, während ich neue ermächtigende Überzeugungen integrierte und entkräftende verwarf, begann sich mein Leben in allen Bereichen zu verbessern.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Flexibilität&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Unsere Überzeugungen wirken wie Filter. Diese Filter helfen uns Dinge zu sehen, die wir sonst nicht wahrnehmen würden, aber sie können auch Teile der Realität ausblenden. Ich sehe Persönlichkeitsentwicklung als das Studium dieser Filter an &amp;#8211; der Glaubenssysteme. Es gibt eine unendliche Menge an Filtern, so dass diese Suche niemals enden wird, aber je mehr Filter man persönlich untersucht, desto mehr versteht man die Natur der Realtität und seine Rolle darin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe kein organisiertes Glaubenssystem erlebt, dass einen nicht auf gewisse Weise entmachtet. Das Problem ist, dass sie alle eine fixe Perspektive haben. Egal aus welcher Perspektive man die Realität betrachtet; es ist immer nur eine Projektion der Realität auf das eigene Glaubenssystem &amp;#8211; nicht die Realität selbst. Je steifer die Perspektive ist, desto mehr Details wird man übersehen (Details welche nicht in die Projektionsfläche der eigenen Perspektive fallen, aber in anderen auftauchen) und desto weniger kann man sein wahres Potential nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Jahre lang, hätte ich meine Religion als ein Feld und nicht als einen fixen Punkt beschrieben. Sie erfasste verschiedene Kontexte. Ich liess meinen Kontext gleiten und versuchte, die Realität aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen. Zuerst war das ziemlich beunruhigend und es war schwer, Ziele zu setzen und aktiv zu werden, aber ich empfand es dennoch als gewinnbringend, weil es mir zu mehr Klarheit verhalf. Ich begann Muster zu erkennen, wohin gewisse Perspektiven führen würden &amp;#8211; sowohl für mich, als auch für andere. So wie man sich vorstellen kann, wohin ein Leben für die Kriminalität letztendlich führen wird, so kann man sich auch vorstellen, wohin ein Glaubenssystem mit einer bestimmten Form von Gott führen wird und wie sich dieser Pfad von anderen Optionen unterscheidet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist kompliziert, weil man nicht mit festen Ausgangspunkten oder Endstationen arbeitet. Es geht um Felder von Möglichkeiten, die zu Feldern an Potential führen. Zum Beispiel: ein Leben für die Kriminalität kann auf viele Arten beginnen und enden, aber man kann immernoch allgemeine Muster in den Wegen vom Anfang bis zum Ende erkennen. Man kann eine paar Verallgemeinerungen treffen, die ziemlich akkurat sein werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Ergebnis dieser Introspektion war, dass ich ein paar Überzeugungen abwerfen und andere verstärken konnte. Manche Überzeugungen waren stetig entmächtigend, was bedeutete &amp;#8211; hätte ich sie angenommen &amp;#8211; dass ich mich selbst um den Zugang zu wertvollem Potential gebracht hätte. Dazu gehörte der Glaube an Himmel/Hölle und der an eine höhere Macht. Der zweite mag etwas überraschend erscheinen, aber ich entschied mich, ihn zu verwerfen, weil ich ihn immer weniger ermutigend empfand, als den Glauben an eine &amp;#8220;niedere&amp;#8221; Macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Beispiel für eine höhere Macht, wäre ein bewusst wahrnehmender Gott oder Götter, wie man es im Christentum oder in der griechischen Mythologie findet. Eine niedere Macht wäre z.B. ein Feld, dass auf Intentionen antworten kann &amp;#8211; so etwas wie die Macht in Star Wars oder was manche Leute als &amp;#8220;Quelle&amp;#8221; bezeichnen. Man kann zu der einen oder anderen Macht beten, aber im ersten Fall bittet und im zweiten Fall verkündet man. Viele Leute, mich eingeschlossen, haben festgestellt, dass verkündentes Beten besser funktioniert als gar nicht zu beten und besser als bittendes Beten. Ich sehe es hauptsächlich als das Verkünden einer Absicht an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um also zu entscheiden, welche Überzeugungen man willkommen heisseb und welche verwerfen sollte, kam ich immer wieder zu den Konzepten von Ermächtigung und Potential zurück. Ich bemühe mich, die Überzeugungen zu verwerfen, die meine Fähigkeit, mein Potential zu nutzen, beschneiden und die zu stärken, die mich weiteres Potential erschließen lassen. Wenn eine Form von Gebet überhaupt nicht zu funktionieren scheint, aber eine andere hingegen oft &amp;#8211; dann nutze ich natürlich letzteren Kontext häufiger.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Welt durch meine Augen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Meine allgemeine Religion ist im Endeffekt eine Religion des persönlichen Wachstums geworden. Jedes Jahr verfeinere ich meine Überzeugungen, um sie mehr in Einklang zu bringen &amp;#8211; mit meinem bestes Verständnis, wie die Realität tatsächlich funktioniert. Je besser wir die Realität verstehen, desto mehr Potential erschließen wir. So wie das Verständnis eines neuen physikalischen Gesetzes uns erlauben kann, Dinge zu tun, die vorher unmöglich waren &amp;#8211; so funktionieren auch Überzeugungen hinsichtlich der Realität.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man der Überzeugung nachhängt, dass die Erde flach sei, dann wird das das Potential und die Resultate beeinträchtigen. Ebenso, wenn die religiösen Ansichten zu sehr von der aktuellen Realität abweichen, dann ist man dazu verdammt, sein Leben ohne eine Ahnung seines wahren Potentials zu verbringen. In meiner &amp;#8220;Religion&amp;#8221; ist es eine Sünde, sein Potential brach liegen zu lassen. Selbstoptimierung ist tief in meinem Verständnis von Moral verhaftet. Kein Wachstum ist für mich moralisch falsch &amp;#8211; es steht im Gegensatz zum meinem Verständnis von der Bedeutung des Lebens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das einzig verlässliche Mittel, was ich zum Entdecken, welche Überzeugungen ermächtigen, gefunden habe, ist, sie zu testen und mit anderen Überzeugungen zu vergleichen. Das ist etwas, worüber ich anfangs unbewusst gestolpert bin und in einer sehr destruktiven Art und Weise. Aber bewusst und intelligent angewendet, kann es einem eine ganz neue Sichtweise auf das Leben geben. So wie Leute, die viel reisen, berichten, dass ihre Erfahrungen anderer Kulturen sie verändert haben; kann man das auch vom Erleben verschiedener Glaubenssysteme erwarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erwarte natürlich nicht, dass sich jeder meiner Religion verschreiben wird. Es war eine persönliche Entscheidung von mir und wurde unzweifelshaft durch meine einzigartigen Erfahrungen geprägt. Dennoch hat das bewusste Wählen meiner Überzeugungen mir den Zugang zu Teilen meines Potentials erlaubt, was mir mit anderen Glaubenssystemen nicht möglich gewesen wäre. In den meisten Fällen, wäre ich wohl zu passiv geblieben und hätte es nicht geschafft, mich selbst zu fordern. Ich hätte dazu geneigt, mein Los im Leben zu akzeptieren, anstatt es bewusst mit zu prägen. Da meine Religion darauf basiert, aktiv mein eigenes Wachstum voran zu treiben und anderen dabei zu helfen, das gleiche zu tun, bin ich motiviert zu handeln. Schöne Gedanken oder Absichten sind nicht genug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein anderer Teil meiner Religion ist das Streben das beste Ich zu werden, dass ich sein kann &amp;#8211; keine Kopie von Jesus oder Buddha oder sonstwem. Das bedeutet, dass ich eine Menge Zeit damit verbringe, meine Stärken und Schwächen kennenzulernen und herauszufinden, wo ich wachsen kann und was ich wohl einfach akzeptieren muss.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Alles zählt&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Ermutigen die aktuellen Überzeugungen einen, sein Bestes zu geben oder verdammen sie einen dazu, nur als Schatten dessen zu leben, was man wirklich sein könnte?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kann man ehrlich sagen, dass man sein (nahezu) Bestes gibt?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Lebt man kongruent mit seinen tiefsten Überzeugungen?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wie auch immer die persönlichen religiösen und spirituellen Überzeugngen aussehen; wie gut praktiziert man sie?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Predigt man Wasser und trinkt Wein?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Am Montag, als ich den Las Vegas Strip entlang spazierte, sah ich einen heruntergekommenen Obdachlosen auf einer der Brücken sitzen; nach Geld bettelnd. Jede Minute gingen über Hundert Leute an ihm vorbei, ohne dass nur einer ein nettes Wort oder ein Lächeln für ihn übrig hatte. Ich dachte mir:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8220;Wo sind all die Christen?&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wenn Jesus das Vorbild für christliches Verhalten ist, was hätte Jesus in dieser Situation getan? Was hätten andere Vorbilder getan? Was würde man tun?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Amerikaner nennen sich Christen. Ihren Taten nach zu folgen, sehe ich, dass die meisten es nicht sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man wirklich an etwas glaubt, dann wird man auch im Einklang damit handeln &amp;#8211; immer. Wenn man an die Gravitation glaubt, dann wird man nie versuchen, sie zu widerlegen. Wenn man behauptet, einen Überzeugung zu vertreten, aber inkongruent agiert, dann glaubt man nicht wirklich daran. Man veralbert sich nur selbst. Beläufiges Glauben gibt es nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Taten, nicht Worte, offenbaren Überzeugungen. Wenn man verstehen will, was man wirklich glaubt, dann muss man seine Taten beobachten. Das mag etwas Mut erfordern, aber wenn man der Spur seiner Taten folgt, dann führt es zu einem kongruenteren Glaubenssystem. Und wenn man dieses erreicht hat, kann man beginnen, sich bewusst neuen, ermächtigenden Überzeugungen zu widmen &amp;#8211; während die Taten und Überzeugungen auf dem Weg dahin kongruent bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber man wird keinen Fortschritt machen, solange man behauptet eine Sache zu glauben, aber ständig dem zuwider handelt. Die meisten Leute verbringen in so einer Situation viel Zeit damit, ihre Taten ihren sogenannten Überzeugungen anzupassen&amp;#8230; und finden nichts als Frustration. Ich sage, man sollte zuerst seine Überzeugungen seinen Taten anpassen und dann den Punkt erreichen, wo man absolut ehrlich mit sich selbst ist &amp;#8211; inklusive Zweifel und alles andere. Dann wird man es viel leichter finden, sich vorwärts zu bewegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Angst &amp;#8211; kein göttliche Wesen wird einen dafür peinigen, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Und falls doch eins auftaucht, dann kann man mich als Sündenbock nennen. ;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn es ein ungemütlicher Ritt (für mich war es so) werden kann, wird man auf der anderen Seite doch als ganzheitlicheres und mächtigeres menschliches Wesen ankommen. Innere Inkonsistenzen beeinträchigen uns sehr, zwingen uns nur einen Bruchteil unseres Potentials auszuleben. Wenn unsere Taten und Überzeugungen in Konflikt stehen, dann können wir nicht klar denken. Wir handeln weniger intelligent und verschwenderisch &amp;#8211; leicht manipulierbar durch andere. Wir sind uns über nichts im Klaren und schaffen es scheinbar nicht, konsistent in eine Richtung zu arbeiten. Wir sind wie ein ruderloses Schiff, das von den Wellen umhergeworfen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kongruenz ist Klarheit. Wenn man sich durch Beobachtung seiner Taten darüber klar wird, was man wirklich über die Realität glaubt und sich seinen tiefsten, dunkelsten Wahrheiten gegenüberstellt &amp;#8211; die man nie sehen wollte &amp;#8211; dann betritt man einen Pfad des Wachstums, der alle früheren Errungenschaften in den Schatten stellen wird. Man erschließt sich Ressourcen, die früher brach lagen &amp;#8211; mehr Intelligenz, mehr Erkenntnis, mehr Bewusstsein. Und schließlich beginnt man, sein volles Potential zu leben; welches viel zu lange unter einem Berg des Leugnens begraben war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man darf keine Angst haben, zu erkennen, wer man wirklich ist. Man ist viel stärker, als man denkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im nächsten Artikel untersuchen wir, wie man die wichtigste Entscheidung von allen trifft: Wie soll man leben und für was?&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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      <pubDate>Fri, 02 Mar 2012 15:35:00 +0100</pubDate>
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