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	<title>Substanz</title>
	
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	<description>Substanzielles aus Politik und Medien</description>
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		<title>Vier Tipps für Paid Content</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 15:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus & Information]]></category>
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		<description><![CDATA[Dank Murdoch und Springer ist Paid Content, die Bereitstellung von journalistischem Inhalt gegen Bezahlung im Internet, wieder in aller Munde. Kann Paid Content den Journalismus retten? Ich finde, ein Versuch ist es Wert. Jedoch wird es nicht funktionieren, für das bisherige Angebot plötzlich Geld zu verlangen. Werden (abgesehen von inhaltlicher Qualität und Quantität) folgende Vorbedingungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dank <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1630352/">Murdoch</a> und <a href="http://netzwertig.com/2009/11/05/iphone-besitzer-muessen-zahlen-springers-digitaler-amoklauf/">Springer</a> ist Paid Content, die Bereitstellung von journalistischem Inhalt gegen Bezahlung im Internet, wieder in aller Munde. Kann Paid Content den Journalismus retten? Ich finde, ein Versuch ist es Wert. Jedoch wird es nicht funktionieren, für das bisherige Angebot plötzlich Geld zu verlangen. Werden (abgesehen von inhaltlicher Qualität und Quantität) folgende Vorbedingungen erfüllt, könnte es klappen mit Bezahlinhalten:</p>
<ul>
<li><strong>Filter:</strong> Je mehr Information vorhanden ist, desto wichtiger ist, dass man leicht eine Auswahl treffen kann.  Wir haben unterschiedliche Interessen, unterschiedliche Geschmäcker, unterschiedliches Grundwissen, unterschiedliche Stimmungen und unterschiedlich viel Zeit und wollen deshalb ganz unterschiedliche Informationen erhalten. Was für den einen hochinteressant ist, ist für den anderen eine Störung. Die Online-Medienportale meinen aber immer noch, sie könnten einer riesigen Zielgruppe den gleichen Einheitsbrei verfuttern. Google News und Google Alert erlauben Individualisierung. Jedoch kann Google zur Individualisierung nur auf eine automatische Textanalyse und das Publikationsdatum zurückgreifen. Online-Medienportale hätten den Vorteil, dass sie weitere Filtermöglichkeiten wie Autorenschaft, Schwierigkeit, genaue thematische, zeitliche und örtliche Einordung, Text-/Videolänge und andere mehr zur Verfügung stellen könnten. Um für ihren Inhalt Geld zu verlangen, müssten sie diesen Konkurrenzvorteil ausnutzen.</li>
<li><strong>Verlinkung:</strong> Durch Vernetzung entsteht Mehrwert. Wer nicht verlinkt und ergoogelt werden kann, schliesst einen grossen Teil der potenziellen Kundschaft aus. Wer komplett hinter einer Pay-Wall verschwindet, macht sich wohl selbst irrelevant. <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=85193">Google aussperren</a> wird nicht den gewünschten Effekt bringen. Ein verlinkbarer, aussagekräftiger Abstract ist das Mindeste, das man bieten muss, wenn man aufgefunden werden will. Und umgekehrt ist es ein Dienst an der Kundschaft, wenn man externe Inhalte verlinkt. Die Kundschaft kehrt dorthin zurück, wo sie den interessanten Link gefunden hat.</li>
<li><strong>Niederschwelligkeit:</strong> Mit einer hohen Abogebühr schreckt man die Kundschaft ab. Niederschwelliger wäre Micropayment für einzelne Artikel oder Tage. Der Bezahlprozess muss dabei aber fast unmerklich vonstatten gehen. Nach einem einmaligen Anmeldeprozess sollte ein einziger Klick in der Regel genügen für einen einzelnen Bezahlvorgang.</li>
<li><strong>Allgegenwärtigkeit:</strong> Das Angebot muss genau dann und dort zugreifbar sein, wenn und wo man ungenutzte Zeit überbrücken muss: Im Zug, in einer Warteschlage, usw. Es sollte also auch für Mobilgeräte optimiert sein. Hier wurden in letzter Zeit Fortschritte gemacht. Wären die Texte auch als gesprochene Audiofiles abrufbar, würde das einen noch unverselleren Einsatz möglich machen.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Volker Pispers Geschichtslektion</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 20:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Feindbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt & Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist schon älter, aber gute Geschichtslektionen veralten ja nie. Und man kann sie auch nach einer gewissen Zeit erneut zu Gemüte führen, so wie man einen Kompass hie und da mal wieder nach Norden ausrichten sollte. Mein Alternativprogrammvorschlag zur Arena heute:







Ähniche Artikel:Täterschutz: Ja!Kinder vor Übergriffen schützenZitate mit Substanz – heute: Valentin LandmannKokain: Drama in fünf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist schon älter, aber gute Geschichtslektionen veralten ja nie. Und man kann sie auch nach einer gewissen Zeit erneut zu Gemüte führen, so wie man einen Kompass hie und da mal wieder nach Norden ausrichten sollte. Mein Alternativprogrammvorschlag zur Arena heute:<br />
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n4H_E8b-qmo&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/n4H_E8b-qmo&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><br />
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<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qQ9Amuri6G8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qQ9Amuri6G8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><br />
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		<title>23 Punkte…</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 17:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feindbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[…von möglichen 40 habe ich geschafft im Islam-Test von NCBI. Die Schule hat bei mir versagt. Wer schafft mehr? (Wikipedia gilt nicht!)


Ähniche Artikel:Schweizer Imam-Ausbildung, aber dalli!Netzgesetz bricht BundesrechtAlle Parlamentarier auf WikipediaWangemer Minarett: Heiss gekocht, kalt gegessen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…von möglichen 40 habe ich geschafft im <a href="http://www.ncbi.ch/prog_islamophobie_selbsttest.php?art=1">Islam-Test von NCBI</a>. Die Schule hat bei mir versagt. Wer schafft mehr? (Wikipedia gilt nicht!)</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=562' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schweizer Imam-Ausbildung, aber dalli!'>Schweizer Imam-Ausbildung, aber dalli!</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=808' rel='bookmark' title='Permanent Link: Netzgesetz bricht Bundesrecht'>Netzgesetz bricht Bundesrecht</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=450' rel='bookmark' title='Permanent Link: Alle Parlamentarier auf Wikipedia'>Alle Parlamentarier auf Wikipedia</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=795' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wangemer Minarett: Heiss gekocht, kalt gegessen'>Wangemer Minarett: Heiss gekocht, kalt gegessen</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/sBjqkGZennU" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Das katholische Machtsymbol von Prishtina</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 02:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Volksabstimmungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gegensatz zum albanischen Minarettli in Winterthur kann man der im Bau befindlichen, 70 Meter hoch werdenden Mutter-Teresa-Kathedrale in Prishtina eine gewisse Machtsymbolik wohl nicht absprechen. Wie war das nochmal mit der Gegenseitigkeit der Toleranz, liebe Minarettverbotsbefürworter?




Ähniche Artikel:Das islamische Machtsymbol von WinterthurMuslima-Power gegen ein diffamierendes PlakatDer Bundesrat hat Angst vor der Macht von untenFreidenker vs. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gegensatz zum albanischen <a href="http://substanz.skroll.ch/?p=1447">Minarettli in Winterthur</a> kann man der im Bau befindlichen, 70 Meter hoch werdenden Mutter-Teresa-Kathedrale in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pri%C5%A1tina">Prishtina</a> eine gewisse Machtsymbolik wohl nicht absprechen. Wie war das nochmal mit der <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/18365113">Gegenseitigkeit der Toleranz</a>, liebe Minarettverbotsbefürworter?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1510" title="kathedrale1" src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/11/kathedrale11.jpg" alt="kathedrale1" width="495" height="371" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1511" title="kathedrale2" src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/11/kathedrale2.jpg" alt="kathedrale2" width="300" height="347" /></p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1447' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das islamische Machtsymbol von Winterthur'>Das islamische Machtsymbol von Winterthur</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1461' rel='bookmark' title='Permanent Link: Muslima-Power gegen ein diffamierendes Plakat'>Muslima-Power gegen ein diffamierendes Plakat</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=741' rel='bookmark' title='Permanent Link: Der Bundesrat hat Angst vor der Macht von unten'>Der Bundesrat hat Angst vor der Macht von unten</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=888' rel='bookmark' title='Permanent Link: Freidenker vs. Freisinnige'>Freidenker vs. Freisinnige</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/6UPIRTQ7Zvg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Fragen an Christoph Blochers Gewissen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bürger- und Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
(via, via)
Christoph Blocher in Teleblocher über seine Wanderferien in Nordkorea:
Das Leben lang haben mich so Länder interessiert, in die man eigentlich nicht hinkommt oder man nicht hingeht – weil ich lieber etwas [mit eigenen Augen] sehe. Es gibt ein koreanisches Sprichwort, das heisst: «Einmal sehen ist besser als hundertmal hören.» Man hört ja viel über Nordkorea, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object id="iLyROoafI36p" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="iLyROoafI36p" /><param name="flashVars" value="language_code=de&amp;playerKey=179d9ae3353f&amp;skinKey=71703ed5cea1&amp;sig=iLyROoafI36p&amp;autostart=false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://sa.kewego.com/swf/p3/epix.swf" /><embed id="iLyROoafI36p" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://sa.kewego.com/swf/p3/epix.swf" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" flashvars="language_code=de&amp;playerKey=179d9ae3353f&amp;skinKey=71703ed5cea1&amp;sig=iLyROoafI36p&amp;autostart=false" name="iLyROoafI36p"></embed></object><br />
(<a href="http://blog.ronniegrob.com/2009/10/27/christoph-blocher-zu-besuch-in-nordkorea/">via</a>, <a href="http://www.kewego.de/video/iLyROoafI36p.html">via</a>)</p>
<p>Christoph Blocher in Teleblocher über seine Wanderferien in Nordkorea:</p>
<blockquote><p>Das Leben lang haben mich so Länder interessiert, in die man eigentlich nicht hinkommt oder man nicht hingeht – weil ich lieber etwas [mit eigenen Augen] sehe. Es gibt ein koreanisches Sprichwort, das heisst: «Einmal sehen ist besser als hundertmal hören.» Man hört ja viel über Nordkorea, aber ich wollte mal wissen, wie es eigentlich ist.</p>
<p>Sobald ich konnte, nach der Kulturrevolution, ging ich sofort nach China, um zu schauen, wie das ist. Ich sah, [welche Arbeits- und Wirtschaftskraft] da vorhanden war und unterdrückt wurde durch den Kommunismus, den Sozialismus, was dieser hier kaputt machte.</p>
<p>Sie sehen die Armut, Sie sehen, wie sie wohnen. Das eindrücklichste und bedrückendste ist, dass sich die Leute alles [irgendwie Verwertbare] zusammensuchen. Nach der Reisernte gehen Leute suchen, ob sie noch einzelne Reisrestchen finden.</p></blockquote>
<p>Herr Blocher, wenn Sie doch das Leben lang an der Politik und an der Lebenssituation der Menschen interessiert waren, dann waren Sie doch bestimmt auch in den Townships in Apartheid-Südafrika, um mit eigenen Augen zu sehen, wohin Sie als Verwaltungsrat der Pavtag Technik AG Zünder <a href="http://www.workzeitung.ch/tiki-read_article.php?articleId=289">exportierten</a> (nachdem Sie erreichten, dass diese nicht als Kriegsmaterial klassiert wurden)?</p>
<p>Wenn es Sie beelendet, wie ärmlich die Bevölkerung in Nordkorea wohnt und sogar hungert, wieso scherten Sie sich nicht um die UNO-Sanktionen gegen Südafrika, und wieso <a href="http://www.sauberer-finanzplatz.ch/allgemein/blocher_werdegang.htm">rechtfertigte</a> denn das von Ihnen gegründete ASA-Bulletin den «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immorality_Act">Immorailty Act</a>» und den «<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bantu_Education_Act">Bantu Education Act</a>»?</p>
<p>Wenn Sie schon die fehlende Medienfreiheit in Nordkorea beklagen: Wie stand es um die Medienfreiheit in Deutschland und den USA, als Sie in den 80er Jahren die «weit verbreitete Desinformation über das südliche Afrika» <a href="http://www.workzeitung.ch/tiki-read_article.php?articleId=289">beklagten</a> und damit die Berichterstattung der FAZ und des Wallstreet Journal kritisierten?</p>
<p>Wie geht das eigentlich überein, dass Sie in der Schweiz einen Mangel an Demokratie konstatieren und deshalb die Volkswahl des Bundesrates fordern, die von Ihnen gegründete «Arbeitsgruppe südliches Afrika» jedoch gegen das Wahlrecht der Schwarzen ins Feld zog und Sie noch 1989 der Schweizer Illustrierten <a href="http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/1317545/">zu Protokoll gaben</a>: «‹Ein Mann, eine Stimme› würde Südafrika ökonomisch und sozial innert kürzester Zeit in ein Chaos stürzen.»?</p>
<p>Wieso <a href="http://www.blocher.ch/index.php?id=109&amp;no_cache=1&amp;tx_4degmediacenter_pi1[showSingle]=90&amp;cHash=a1fe71ea04">behaupteten</a> Sie 2005 in der Zeitung «Südostschweiz», die Apartheid habe Sie nicht interessiert?</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=488' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Opferpartei'>Die Opferpartei</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=491' rel='bookmark' title='Permanent Link: Tourismus ankurbeln am 30. November'>Tourismus ankurbeln am 30. November</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1433' rel='bookmark' title='Permanent Link: Kokain: Drama in fünf Akten'>Kokain: Drama in fünf Akten</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=217' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neuer SVP-Giftzwerg'>Neuer SVP-Giftzwerg</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/H_j-NZ6t1xo" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>10 Jahre Big Brother Awards – und nun?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 16:38:27 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern wurden zum zehnten Mal die Schweizer Big Brother Awards vergeben. Der Dienst «Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr» (ÜPF) für die Echtzeit-Internet-Überwachung in der Kategorie Staat, die Swisscom für die Passwortverwaltung der WLAN-Router in der Kategorie Business, die Berufsbildungsschule Winterthur für ihren Aufruf zum Denunzieren in der Kategorie Arbeitsplatz und die Firma Deltavista für das Geschäften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/10/bb_logo_breit1-300x84.gif" alt="bb_logo_breit" title="bb_logo_breit" width="300" height="84" class="alignright size-medium wp-image-1490" />Gestern wurden zum zehnten Mal die Schweizer <a href="http://bigbrotherawards.ch/">Big Brother Awards</a> vergeben. Der Dienst <a href="http://www.isc-ejpd.admin.ch/isc/de/home/das_isc-ejpd/ueberwachung_post-.html">«Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr» (ÜPF)</a> für die <a href="http://woz.ch/artikel/2009/nr29/schweiz/18143.html">Echtzeit-Internet-Überwachung</a> in der Kategorie Staat, die Swisscom für die <a href="http://blog.spahan.ch/2009/04/glaubt-die-swisscom-ich-sei-blod/">Passwortverwaltung der WLAN-Router</a> in der Kategorie Business, die Berufsbildungsschule Winterthur für ihren <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/winterthur/Buerger-bespitzeln-Schueler/story/10398336">Aufruf zum Denunzieren</a> in der Kategorie Arbeitsplatz und die Firma <a href="http://www.deltavista.com/content/view/14/32/lang,ge/">Deltavista</a> für das Geschäften mit persönlichen Daten in der Kategorie Lebenswerk hätten die Schmähpreise entgegennehmen können – wenn ihre Vertreter denn anwesend gewesen wären. Videobeiträge, Samplings und bissige Kommentare machten die Verleihung zu einem unterhaltsamen Abend. Zum Schluss konnte das Publikum noch den einzigen Positivpreis vergeben. Diese Auszeichnung gewann die <a href="http://www.cuae.ch/">Studentengewerkschaft der Uni Genf (CUAE)</a> für ihren Einsatz dafür, dass Sans-Papiers an der Uni studieren können, ohne der Fremdenpolizei gemeldet zu werden.</p>
<p>Ein rundum gelungener Anlass also? Eher nicht, finde ich. Die Berichterstattung über den Anlass nimmt ab, und dadurch auch die Wirksamkeit, denn die Preisträger können die Sache einfach ignorieren. Der Anlass muss überdacht werden – hier ein paar Kritikpunkte:</p>
<ul>
<li><strong>Zu linkslastig:</strong> «Überwachung kommt meistens von oben – und meistens von rechts», hiess es in einem Video. In einem Jahr, in dem in Zürich eine Zuschauerdatenbank von der SP-Polizeivorsteherin durchgebracht wurde und die Biometrie-Pässe mit kräftiger Unterstützung von rechtsbürgerlichen Kräften beinahe gekippt wurden, frage ich mich, was eine solche Aussage soll. Vielleicht möchten die Verantwortlichen den Kampf gegen Überwachung alleine für sich beanspruchen? Auch der Veranstaltungsort (Rote Fabrik) und das Rahmenprogramm sprachen eine urban-linke Zielgruppe an. Damit positioniert man sich klar links und erscheint für politisch mehr rechts Gesinnte abweisend. Man bleibt unter sich. Damit verspielt man sich aber eine gesamtgesellschaftliche Relevanz.</li>
<li><strong>Zu negativ:</strong> Schmähpreise haben es an sich, dass negative Beispiele hervorgehoben werden. Jedoch hinterliess der Anlass den Eindruck, dass man da gegen Windmühlen kämpft: Die Welt wird immer schlimmer. Wir führen hier einen aussichtslosen Kampf gegen den Staat, die Technik und die Bürger, die sich aus Angst alles gefallenlassen. Auch die Vergabe des Positivpreises an heroisch kämpfende, aber dann doch mässig erfolgreiche Nominierte änderte nichts daran, dass man die Veranstaltung etwas ratlos verliess. Eine technikfreundlichere Grundeinstellung und wirkliche Erfolgsgeschichten würden dazu animieren, sich selber zu engagieren.</li>
<li><strong>Zu unpersönlich:</strong> Man kämpft gegen «Big Brother». Aber wieso eigentlich? Die Geschädigten dieser Überwachung waren nicht anwesend. Die Bedrohung blieb diffus und unpersönlich. Man sollte versuchen, konkrete Beispiele aufzuzeigen, welche negativen Folgen Überwachung haben kann.</li>
<li><strong>Zu wenig konstruktiv:</strong> Die negative Message wurde durch satirische und bisweilen sarkastische Beiträge überspielt. Was auf der Strecke blieb, war eine ernsthafte Auseinandersetzung. Die andere Seite kam nicht zu Wort. Diese ist da sicher mitschuldig. Aber man könnte sich mehr darum bemühen, man könnte im Vorfeld mit Mikrofon und Kamera versuchen, Stellungnahmen der Nominierten hereinzuholen. Und man könnte andiskutieren, wie Lösungen und Kompromisse ausschauen könnten. Statt konstruktive Vorschläge zu machen, kam man nicht über ein «Wir sind dagegen» hinaus.</li>
</ul>
<p>Ich hätte auch eine Idee, wie man dem Datenschutz auf eine positive, konstruktive Art zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen könnte: Ein Datenschutz-Gütesiegel etablieren, das an Unternehmen vergeben wird, die besonders hohe Datenschutzregeln einhalten – vergleichbar mit dem ZEWO-Gütesiegel für spendensammelnde Organisationen. Das wäre ein positiver, konstruktiver Ansatz.</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=402' rel='bookmark' title='Permanent Link: Big Brother Awards – die Sieger!'>Big Brother Awards – die Sieger!</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1269' rel='bookmark' title='Permanent Link: E-Pass-Abstimmung – und dann?'>E-Pass-Abstimmung – und dann?</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1292' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Zeit ist reif für einen Schweizer Piratenverein'>Die Zeit ist reif für einen Schweizer Piratenverein</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=884' rel='bookmark' title='Permanent Link: Datenschutz vs. Jugendarbeit'>Datenschutz vs. Jugendarbeit</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/ydx93j_5Q48" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Pontius Pilatus</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 00:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Armee]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist es schlecht, wenn die Schweiz Waffen an Pakistan verkauft? Sind wir nicht auch daran interessiert, dass Pakistan gegen die Taliban vorgehen kann?
Das Hauptproblem an den Kriegsmaterialexporten ist meiner Meinung nach nicht, dass dieses Material immer wieder in Kriegen zum Einsatz kommt. Das Hauptproblem ist, dass die Schweiz keine Verantwortung übernimmt. Die Schweiz gibt vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es schlecht, wenn die Schweiz Waffen an Pakistan verkauft? Sind wir nicht auch daran interessiert, dass Pakistan gegen die Taliban vorgehen kann?</p>
<p>Das Hauptproblem an den Kriegsmaterialexporten ist meiner Meinung nach nicht, dass dieses Material immer wieder in Kriegen zum Einsatz kommt. Das Hauptproblem ist, dass die Schweiz keine Verantwortung übernimmt. Die Schweiz gibt vor, immer neutral zu sein. Sie lässt ihre Kunden unterschreiben, dass sie die Lieferungen nicht weiterverkaufen und nicht für Kampfhandlungen einsetzen. Wenn sie dann Mal für Mal übers Ohr gehauen wird, wäscht sie ihre Hände in Unschuld. Was für eine Scheinheiligkeit.</p>
<p>Wer Waffen exportiert, macht sich schmutzig, verliert seine weisse Weste. Ein Eingreifen mit Waffengewalt grundsätzlich zu verurteilen, wäre zu einfach. Aber es wäre dringend notwendig, in jedem Einzelfall die Chancen und Risiken abzuschätzen und dann zu entscheiden, ob man sich beteiligen und schmutzig machen will. Wenn man sich dagegen entscheidet, darf man auch keine Waffen liefern. Wenn man sich dafür entscheidet, könnte man die Waffen auch gratis liefern. Ob ein finanzieller Gewinn herausschaut, darf bei einem solchen Entscheid keine Rolle spielen.</p>
<p>Entweder übernimmt die Schweiz die Verantwortung für das, was mit ihren Waffenexporten geschieht – oder sie muss es bleiben lassen.</p>
<p><object width="500" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/M-Y8_F4dXrs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/M-Y8_F4dXrs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="400"></embed></object><br />
(<a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/2009/10/20/70-medienportale-und-kein-link/">via</a>)</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=698' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lukas Reimann ist resistent gegen neue Erkenntnisse'>Lukas Reimann ist resistent gegen neue Erkenntnisse</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=439' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die SVP ist dagegen'>Die SVP ist dagegen</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=728' rel='bookmark' title='Permanent Link: Stimmrechtsalter 16: egal!'>Stimmrechtsalter 16: egal!</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1219' rel='bookmark' title='Permanent Link: Beda Stadler – oder: Die Aufklärung in der Krise?'>Beda Stadler – oder: Die Aufklärung in der Krise?</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/Xa48tLTLfLw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Ein SVP-Kindergarten-Wochenende</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 23:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Migration & Integration]]></category>
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		<description><![CDATA[Der ganz normale SVP-Wahnsinn an einem ganz normalen Herbstwochenende im Jahr 2009 – man hat sich so an diesen Kindergarten gewöhnt, dass es einem kaum mehr auffällt:

SVP-Baettig vergleicht in einer Anfrage an den Bundesrat Immigranten mit schädlichen Insekten und eingeschleppten Pflanzen.
Ein solcher Immigrant produziert ein «Spiel», in dem Minarette und Muezzine abgeschossen werden müssen.
SVP-Mörgeli reagiert auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ganz normale SVP-Wahnsinn an einem ganz normalen Herbstwochenende im Jahr 2009 – man hat sich so an diesen Kindergarten gewöhnt, dass es einem kaum mehr auffällt:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2009/10/migrationspolitik-gefahrliche-biologische-parallelen.php">SVP-Baettig vergleicht in einer Anfrage</a> an den Bundesrat Immigranten mit schädlichen Insekten und eingeschleppten Pflanzen.</li>
<li>Ein <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/Der-Mann-hinter-dem-MinarettPlakat-geht-auf-Tauchstation/story/23424239">solcher Immigrant</a> produziert ein <a href="http://swiss-lupe.blogspot.com/2009/10/svp-lasst-minarette-abschiessen-game.html">«Spiel», in dem Minarette und Muezzine abgeschossen werden müssen.</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/SonnTalk-nach-Moergelis-VerbalAttacke-auf-der-Kippe/story/18078933">SVP-Mörgeli reagiert auf Kritik dazu ausfällig.</a></li>
</ul>
<p>Baettig wollte in seiner Anfrage wissen, was die kulturellen Auswirkungen von Migrationsbewegungen sind. Er muss sich keine Sorgen machen. Noch degenerierter und infantiler als die SVP wird unsere Kultur kaum mehr werden können.</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=217' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neuer SVP-Giftzwerg'>Neuer SVP-Giftzwerg</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=10' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wer hat Interesse an einer freien Schulwahl?'>Wer hat Interesse an einer freien Schulwahl?</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=439' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die SVP ist dagegen'>Die SVP ist dagegen</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=698' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lukas Reimann ist resistent gegen neue Erkenntnisse'>Lukas Reimann ist resistent gegen neue Erkenntnisse</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/TcrA5ci72O8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Muslima-Power gegen ein diffamierendes Plakat</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 13:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
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		<category><![CDATA[Volksabstimmungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SF Arena zeigte die Absurdität der Minarett-Initiative schön auf. SVP und EDU geben vor, Islamismus zu bekämpfen, sie argumentieren und plakatieren gegen den Islamismus, jedoch zielt ihre Minarettverbots-Initiative auch auf die moderaten Muslime, die im Kampf gegen den Islamismus eigentlich ihre Verbündeten wären.
So entpuppt sich der als angstmachende Burkafrau visualisierte Gegner dann als schweizerdeutsch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=97cda6b8-9629-4043-afd5-17dbbda7b586">SF Arena</a> zeigte die Absurdität der Minarett-Initiative schön auf. SVP und EDU geben vor, Islamismus zu bekämpfen, sie argumentieren und plakatieren gegen den Islamismus, jedoch zielt ihre Minarettverbots-Initiative auch auf die moderaten Muslime, die im Kampf gegen den Islamismus eigentlich ihre Verbündeten wären.</p>
<p>So entpuppt sich der als angstmachende Burkafrau visualisierte Gegner dann als schweizerdeutsch sprechende, scharfsinnige, schlagfertige Feministin in Gestalt von Amira Hafner-Al Jabaji – der Kontrast zwischen vermeintlichem und tatsächlichem Gegner könnte nicht stärker sein:</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1462" title="burkafrau-amira-hafner" src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/10/burkafrau-amira-hafner-300x150.jpg" alt="burkafrau-amira-hafner" width="300" height="150" /></p>
<p>Judith Uebersax, Schwyzer SVP-Kantonalpräsidentin, zieht denn auch argumentativ den Kürzeren. Nachdem Hafner sagt, sie fühle sich durch dieses Plakat angegriffen, «weil es sehr wohl alle Muslime in einen Topf wirft, und eben nicht zwischen extremen und nicht-extremen Muslimen unterscheidet», bestätigt Uebersax diesen Sachverhalt, indem sie entgegnet:</p>
<blockquote><p>Es ist absolut eine Diskriminierung der Frauen, dass man sie verschleiert, dass man sie nicht gleichberechtigt behandelt, dass man Zwangsehen hat, dass man Mädchenbeschneidungen hat, usw. Und das sind Sachen, die nun mal im Islam vorkommen. Das sind Dinge, die jeder normale Bürger mit dem Islam kombiniert. Und das finde ich herablassenend gegenüber der Frauen, das finde ich eine absolute Katastrophe. Auf dem Plakat wird nur ein Symbol dargestellt. Es wird etwas dargestellt, das nicht in der Odnung ist.</p></blockquote>
<p>Und auch «Herrn Doktor Blocher» (eine feine Retourkutsche für Blochers Professorenverhöhnung) drängt sie ziemlich in die Enge. Nachdem Blocher zu Beginn noch sagte:</p>
<blockquote><p>Es diffamiert nicht die Moslems. Es diffamiert den Machtanspruch. Das ist hier dargestellt – zu Recht oder zu Unrecht – und es diffamiert die konservativste Richtung, nämlich den Islamismus.</p></blockquote>
<p>greift Hafner an:</p>
<blockquote><p>Es ist doch ganz klar so, dass es innerhalb der Musliminnen und Muslime eine grosse Kontroverse gibt, was alle diese Themenbereiche, die Sie [Uebersax] nun angesprochen haben, betrifft. Es gibt eine grosse Kontroverse innerhalb des Islam bezüglich Zwangsehen, bezüglich Mädchenbeschneidung usw. Übrigens sind das Phänomene, die auch in christlichen Kreisen nicht selten vorkommen – nicht in abendländisch-christlichen Kreisen, aber in orientalisch-christlichen Kreisen. Es ist also kein Phänomen, das auf eine bestimmte Religionsgemsinschaft beschränkt ist, sondern es betrifft ganz andere auch.</p></blockquote>
<p>Blocher dazwischen:</p>
<blockquote><p>Bei uns nicht.</p></blockquote>
<p>Hafner:</p>
<blockquote><p>Uns Muslime in der Schweiz betrifft es <em>auch nicht</em>, Herr Blocher. Wir müssen nicht alle in einen Topf werfen. Und ich glaube, wir haben unter uns Muslimen auch ein paar Leute, die sich sehr zivilisiert verhalten. Dieses Plakat ist für mich ganz klar ein Hasspredigerplakat, nichts anderes. Was Sie sagen ist, sie möchten den Extremismus, den extremen Islam bekämpfen, und mir scheint es als ob hier der Beelzebub den Teufel bekämpfen möchte. So kommt es mir vor.</p></blockquote>
<p>Da gibt Blocher klein bei und behauptet:</p>
<blockquote><p>Ich rede nur davon, ob man das Plakat verbieten soll oder nicht. Über den Inhalt habe ich nichts gesagt.</p></blockquote>
<p>Danach schafft es Blocher tatsächlich, eine Arena lang nichts mehr über den Inhalt des Plakates zu sagen.</p>
<p><object data="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/97cda6b8-9629-4043-afd5-17dbbda7b586" type="application/x-shockwave-flash" style="width:640px;height:386px"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/97cda6b8-9629-4043-afd5-17dbbda7b586"/><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=97cda6b8-9629-4043-afd5-17dbbda7b586;c=white" alt="zum Videoportal des Schweizer Fernsehens">Arena vom 09.10.2009</a></object></p>
<p>Ähnlich pointiert auch der <a href="http://www.telezueri.ch/index.php?id=32216&#038;movie=fileadmin/programmraster/TalkTaeglich/2009/10/08/stream/TalkTaeglich091008.flv&#038;showformatuid=10">TalkTäglich auf TeleZüri</a>, wo sich Saïda Keller-Messahli und Lukas Reimann die Klingen kreuzten.</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=330' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blocher-Overkill'>Blocher-Overkill</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=562' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schweizer Imam-Ausbildung, aber dalli!'>Schweizer Imam-Ausbildung, aber dalli!</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=902' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zitate ohne Substanz – heute: Lukas Reimann'>Zitate ohne Substanz – heute: Lukas Reimann</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=217' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neuer SVP-Giftzwerg'>Neuer SVP-Giftzwerg</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/3q2txI8LITE" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das islamische Machtsymbol von Winterthur</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 23:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungs- & Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Symbolik]]></category>
		<category><![CDATA[Volksabstimmungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennst du die Minarette der Schweiz? Na klar, dasjenige in Zürich, das in allen Zeitungsartikeln über Moscheen abgebildet wird, das kennt man. In Genf gibt es noch eines, das ist auch bekannt. Und natürlich hat man vom Minarett in Wangen etwas mitbekommen, denn das war ja dasjenige, bei dem der ganze Minarettstreit vom Zaun gebrochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennst du die Minarette der Schweiz? Na klar, dasjenige in Zürich, das in allen Zeitungsartikeln über Moscheen abgebildet wird, das kennt man. In Genf gibt es noch eines, das ist auch bekannt. Und natürlich hat man vom Minarett in Wangen etwas mitbekommen, denn das war ja dasjenige, bei dem der ganze Minarettstreit vom Zaun gebrochen wurde, der schliesslich in der Minarettverbotsinitiative mündete, über die wir am 29. November abstimmen werden. Doch da wird jeweils noch ein weiteres Minarett genannt: in Winterthur. </p>
<p>Das geheimnisvolle Minarett von Winterthur. Hast du schon mal ein Bild davon gesehen? Nein? Fragt man die Winterthurer, wo denn das Minarett sei in ihrer Stadt, haben sie keine Ahnung. Eigentlich hat noch niemand das Minarett gesehen. Kann das sein? Existiert es überhaupt? Doch: Es existiert tatsächlich. Es ist aber so klein und unscheinbar und zudem von der Strasse abgewandt, dass man jeden Tag daran vorbeifahren kann, ohne dass man es wahrnimmt. Nur wenn man gut (und von der richtigen Seite) hinschaut, sieht man zwischen den massigen Industriebauten, Hochkaminen und der Eishalle, neben der McDonalds-Säule, den Ottos-Fahnen und vielen grossen Leuchtafeln, die um die Aufmerksamkeit der Passanten buhlen, das kleine Türmchen.</p>
<p>Sieht so ein islamisches Machtsymbol aus, wie es die Minarettgegner sagen? Im Gegenteil: Es ist ein höchst zurückhaltendes, um nicht zu sagen demütiges Symbol, das sehr darauf achtet, dass es sich niemandem aufdrängt – im Gegensatz zu den kommerziellen Symbolen in der Umgebung. Jedes Minarettverbots-Plakat zieht viel mehr Blicke auf sich als das Minarett. Es gehört übrigens zur Moschee der islamisch-albanischen Gemeinschaft Winterthur und steht an der Kronaustrasse&nbsp;6. Wenn die Schweiz sich davon so bedroht fühlt, dass es so etwas verbieten muss, dann stimmt etwas mit der Volksseele nicht mehr.</p>
<p><a href="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/10/minarett-winterthur.jpg"><img src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/10/minarett-winterthur.jpg" alt="minarett-winterthur" title="minarett-winterthur" width="500" height="265" class="alignnone size-full wp-image-1448" /></a></p>
<p>Links zum Thema (mit <a href="http://swiss-lupe.blogspot.com/2009/10/aktion-von-blogger-zu-blogger.html">Gruss an Lupe</a>):</p>
<ul>
<li><a href="http://architektur.kaywa.ch/architektur-u-staedtebau/sakralbauten-in-der-schweiz.html">Architecture: Sakralbauten in der Schweiz</a></li>
<li><a href="http://www.michaelkoepfli.ch/?p=190">Michael Knöpfli: Wenn Argumente fehlen: Die EDU zur Minarett-Initiative</a></li>
<li><a href="http://michael-jaeger.ch/de/news/242/Provozieren_mit_System:_Die_Anti-Minarett-Strategie_der_SVP_Schweiz.html">Michael Jäger: Provozieren mit System: Die Anti-Minarett-Strategie der SVP Schweiz</a></li>
<li><a href="http://www.storybox.ch/2006/10/stellvertreterkrieg_minarettst.html">Manuel Arrocho: Stellvertreterkrieg Minarettstreit</a></li>
<li><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/5597/pro-und-kontra-kampf-der-kulturen/">Zoon politicon: Plakate für und gegen Minarette</a></li>
</ul>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1508' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das katholische Machtsymbol von Prishtina'>Das katholische Machtsymbol von Prishtina</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=155' rel='bookmark' title='Permanent Link: Symbolik und deren Interpretation'>Symbolik und deren Interpretation</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=795' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wangemer Minarett: Heiss gekocht, kalt gegessen'>Wangemer Minarett: Heiss gekocht, kalt gegessen</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1310' rel='bookmark' title='Permanent Link: Drei Fragen an Robert Devenoges'>Drei Fragen an Robert Devenoges</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/aKT2kzxAY10" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kokain: Drama in fünf Akten</title>
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		<comments>http://substanz.skroll.ch/?p=1433#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 13:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Akt: Kokain ist eine Trenddroge, auch bei uns. Erfolgreiche Businessleute und Szenis essen Bio und Max Havelaar, um ihr Gewissen ruhigzustellen, und besorgen sich dafür hie und da bedenkenlos ein Briefchen «Schnee».
2. Akt: Unser Staat sieht in den Drogen ein Übel und verbietet sie – ohne jedoch die Kraft aufzubringen, dieses Verbot auch wirksam durchzusetzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1. Akt:</strong> Kokain ist eine Trenddroge, auch bei uns. Erfolgreiche Businessleute und Szenis essen Bio und Max Havelaar, um ihr Gewissen ruhigzustellen, und besorgen sich dafür hie und da bedenkenlos ein Briefchen «Schnee».</p>
<p><strong>2. Akt:</strong> Unser Staat sieht in den Drogen ein Übel und verbietet sie – ohne jedoch die Kraft aufzubringen, dieses Verbot auch wirksam durchzusetzen und den Markt zu verhindern. Statt den Handel im Inland zu verhindern, verdonnert er die Entwicklungsländer zur Bekämpfung des Coca-Anbaus, obwohl dieser dort schon lange vor der Entdeckung des Kokains betrieben wurde.</p>
<p><strong>3. Akt:</strong> Wo es zahlungskräftige Kunden gibt, gibt es Anbieter. Wird ein lukrativer Wirtschaftszweig verboten, entsteht daraus eine organisierte Kriminalität. Der illegale Anbau, die Herstellung und der Handel des Kokains wird in Banden organisiert.</p>
<p><strong>4. Akt:</strong> Drogenkrieg. Organisierte Kriminalität muss der Staat erst recht bekämpfen. Es wird auf allen Seiten aufgerüstet. Killer werden auf jeden angesetzt, der das Geschäft bedrohen könnte. Durch den Krieg wird die wirtschaftliche Misere grösser und dadurch auch die Abhängigkeit von Erträgen vom Drogengeschäft. Man hungert, oder man wir Teil der Mafia. In Mexiko forderte der Drogenkrieg dieses Jahr wohl bereits 5000 Todesopfer, in der Stadt Ciudad Juárez 1700.</p>
<p><strong>5. Akt:</strong> Muss noch geschrieben werden. Happy End ist nicht in Sicht.</p>


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		<title>Tck, tck, tck</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 11:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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(Via)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/aBTZOg6l6cA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/aBTZOg6l6cA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object><br />
(<a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/10/02/kofi-annans-%25E2%2580%259Ebeds-are-burning%25E2%2580%259C-aktion-zur-klimakonferenz/">Via</a>)</p>
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		<title>Zitate mit Substanz – heute: Samantha Geimer</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 18:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samantha Geimer, als 13-Jährige Vergewaltigungsopfer von Roman Polanski, schrieb 2003:
Um ehrlich zu sein, war die Aufmerksamkeit des Publikums derart traumatisch, dass die eigentliche Tat im Vergleich längst verblasst ist.»
Wir brauchen ein Justizsystem, das dem Opfer (und potenziellen weiteren Opfern) hilft, und keines, das das öffentliche Voyeur- und Rache-Bedürfnis befriedigt. Und ja, natürlich eines, das dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samantha Geimer, als 13-Jährige Vergewaltigungsopfer von Roman Polanski, schrieb 2003:</p>
<blockquote><p>Um ehrlich zu sein, war die Aufmerksamkeit des Publikums derart traumatisch, dass die eigentliche Tat im Vergleich längst verblasst ist.»</p></blockquote>
<p>Wir brauchen ein Justizsystem, das dem Opfer (und potenziellen weiteren Opfern) hilft, und keines, das das öffentliche Voyeur- und Rache-Bedürfnis befriedigt. Und ja, natürlich eines, das dann für alle gilt.<br />
(Quelle Tages-Anzeiger)</p>


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		<title>Der Kinderschänder als Starregisseur</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 15:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feindbilder]]></category>
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		<description><![CDATA[Ganz selten kommt es vor, dass ein Kinderschänder ein Gesicht in der Öffentlichkeit hat. Wenn es passiert, dann ist man plötzlich erstaunt, dass es gar nicht wie ein Monster aussieht, sondern vielleicht zu einem sehr freundlichen Familienvater und erfolgreichen Regisseur gehört, der sich 30 Jahre nichts mehr zu Schulden kommen liess. Und man ist empört, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz selten kommt es vor, dass ein Kinderschänder ein Gesicht in der Öffentlichkeit hat. Wenn es passiert, dann ist man plötzlich erstaunt, dass es gar nicht wie ein Monster aussieht, sondern vielleicht zu einem sehr freundlichen Familienvater und erfolgreichen Regisseur gehört, der sich 30 Jahre nichts mehr zu Schulden kommen liess. Und man ist empört, dass die Gesetze, die man doch für Monster gemacht hat, auch für den netten Herrn gelten.</p>
<p>Roman Polanski floh aus den USA, weil ihm dort eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Nimmst-Du-die-Pille/story/27555061">lebenslängliche Gefängnisstrafe</a> drohte. Wann lernen wir, dass solch drastische Strafen niemandem etwas bringen? Kürzere Strafen bringen oft mehr – und in diesem Fall hätten sie auch vollzogen werden können.</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1344' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Vermonsterisierung von Pädokriminellen'>Die Vermonsterisierung von Pädokriminellen</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1439' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zitate mit Substanz – heute: Samantha Geimer'>Zitate mit Substanz – heute: Samantha Geimer</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=152' rel='bookmark' title='Permanent Link: Nazis, Kinderschänder, Volksinitiative'>Nazis, Kinderschänder, Volksinitiative</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=595' rel='bookmark' title='Permanent Link: Täterschutz: Ja!'>Täterschutz: Ja!</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/CoIsSRwfXtc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Wer bezahlt die Libyen-Rechnung?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 23:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Apropos «prinzipienlose Geldwirtschaft» und staatliche Haftung: Ich warte auf die Politiker, die die Kosten des Libyen-Abenteuers von denen zurückfordern, die das Risiko eingehen, mit Despoten zu geschäften. Ein andermal hielten sie sich auch nicht zurück.


Ähniche Artikel:Fluchtgelder und FluchtkinderFinanzexperten sind auch nur MenschenEs sollte mehr Rudolf Strahms gebenMinelli, die Kinder und der Tod]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apropos «<a href="http://www.zeit.de/2009/39/CH-Bettag?page=all">prinzipienlose Geldwirtschaft</a>» und staatliche Haftung: Ich warte auf die Politiker, die die Kosten des Libyen-Abenteuers von denen zurückfordern, die das Risiko eingehen, mit Despoten zu geschäften. <a href="http://www.blick.ch/news/ausland/freilassung-kostet-uns-3-3-millionen-123743">Ein andermal hielten sie sich auch nicht zurück.</a></p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=954' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fluchtgelder und Fluchtkinder'>Fluchtgelder und Fluchtkinder</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=392' rel='bookmark' title='Permanent Link: Finanzexperten sind auch nur Menschen'>Finanzexperten sind auch nur Menschen</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=459' rel='bookmark' title='Permanent Link: Es sollte mehr Rudolf Strahms geben'>Es sollte mehr Rudolf Strahms geben</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1342' rel='bookmark' title='Permanent Link: Minelli, die Kinder und der Tod'>Minelli, die Kinder und der Tod</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/FhmHvrPhe9c" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Gottesstaat Luzern</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 13:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[CVP]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungs- & Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Luzern ist im Säkularisierungsprozess irgendwann in einem frühen Stadium hängengeblieben. Plakate mit der Aufschrift «Da ist wahrscheinlich kein Gott» (was für eine Gotteslästerung!), noch dazu von einer Organisation, die auf ihrer Website Hilfen zum Kirchenautritt anbietet (was für eine Ketzerei!), entsprechen nicht den «ethischen Grundsätzen» im Gottesstaat Luzern – weshalb sie kurzerhand vom ganzen Stadtgebiet verbannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Luzern ist im Säkularisierungsprozess irgendwann in einem frühen Stadium hängengeblieben. Plakate mit der Aufschrift «Da ist wahrscheinlich kein Gott» (was für eine Gotteslästerung!), noch dazu von einer Organisation, die auf ihrer Website Hilfen zum Kirchenautritt anbietet (was für eine Ketzerei!), entsprechen nicht den «ethischen Grundsätzen» im Gottesstaat Luzern – weshalb sie kurzerhand vom ganzen Stadtgebiet <a href="http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/luzern/detail.htm?client_request_className=NewsItem&#038;client_request_contentOID=322649">verbannt werden</a>. Somit konnte die heidnische Gefahr zum zweiten Mal abgewendet werden, nachdem die Gotteskrieger mit Anschlagdrohungen zuvor schon <a href="http://www.20min.ch/news/luzern/story/10587703">verhindern konnten</a>, dass die Busse für unchristliche Zwecke missbraucht werden. Willkommen im Jahr des Herrn 2009!</p>
<p><a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/zentralschweiz/gottloses-plakat-hat-luzerns-segen-129380">Update:</a> Nachdem die Kirchen sich für Meinungsfreiheit aussprachen, lässt die Politik die Plakate nun doch zu. Fazit: In Luzern regiert die Kirche, die zum Glück aber fortschrittlicher ist als deren CVP-Schäfchen in den Regierungsämtern.</p>


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		<title>Zitate ohne (oder doch mit) Substanz – heute: Jasmin Hutter</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 17:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das folgende Zitat von SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter ist schon drei Jahre alt. In der Diskussionssendung Club sagte sie, dass sie, wenn sie dann einmal Kinder habe, dem traditionellen Familienmodell nachleben und also zu Hause bleiben wolle. Auf eine Nachfrage von Julia Onken, ob das bedeute, dass sie dann auch aus der Politik aussteige, antwortete sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/09/150px-Jasmin_Hutter_2.jpg" alt="150px-Jasmin_Hutter_2" title="150px-Jasmin_Hutter_2" width="150" height="211" class="alignright size-full wp-image-1416" />Das folgende Zitat von SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter ist schon drei Jahre alt. In der <a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=930ad954-b3c9-438b-8fed-b329683bcb5e">Diskussionssendung Club sagte sie</a>, dass sie, wenn sie dann einmal Kinder habe, dem traditionellen Familienmodell nachleben und also zu Hause bleiben wolle. Auf eine Nachfrage von Julia Onken, ob das bedeute, dass sie dann auch aus der Politik aussteige, antwortete sie voller Überzeugung:</p>
<blockquote><p>Selbstverständlich, ja. Für mich ist das unmöglich zu vereinbaren, ein halbes Jahr in Bern oben zu sitzen, vorzubereiten, und gleichzeitig eine Familie zu haben.»</p></blockquote>
<p>Im Dezember erwartet sie ihr erstes Kind. Bis vor einem Monat wich sie von ihrer Haltung nicht ab. Jetzt aber, wo sich sie wirklich den Rücktritt einreichen müsste, macht sie eine Kehrtwende. Das Vizepräsidium der SVP gibt sie zwar ab, das Nationalratsmandat aber nicht, und eine Teilzeitstelle als Verkaufleiterin behält sie ebenfalls. <a href="http://www.migrosmagazin.ch/index.cfm?id=34512">Hausmann Bänz Friedli freut sich schelmisch über den Wortbruch.</a></p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Bänz Friedli scheint einer Ente aufgesessen zu sein. Die Rheintalische Volkszeitung und die SDA vermelden heute (15.9.) Hutters Rücktritt aus dem Nationalrat. Merci an Michael Jäger für die Info.</p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1390' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zitate mit Substanz – heute: Bruno Amacker'>Zitate mit Substanz – heute: Bruno Amacker</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1003' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zitate ohne Substanz – heute: Yvette Estermann'>Zitate ohne Substanz – heute: Yvette Estermann</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=566' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zitate ohne Substanz – heute: Toni Brunner'>Zitate ohne Substanz – heute: Toni Brunner</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1271' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zitate ohne Substanz – heute: Doris Fiala'>Zitate ohne Substanz – heute: Doris Fiala</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/MWnsGLTlWV0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>AHV für alle</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Frage]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis 1948 war Altwerden ein Armutsrisiko. Die Familie musste die Alten durchfüttern und pflegen. Die Betagten waren absolut abhängig von der Familie. Wer keine Nachkommen mit Einkommen hatte, musste auf die Solidarität der Gemeinde oder auf die Pro Senectute hoffen und nicht selten in bitterer Armut sterben.
Die Einführung der AHV änderte dies. Mit 65 ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis 1948 war Altwerden ein Armutsrisiko. Die Familie musste die Alten durchfüttern und pflegen. Die Betagten waren absolut abhängig von der Familie. Wer keine Nachkommen mit Einkommen hatte, musste auf die Solidarität der Gemeinde oder auf die Pro Senectute hoffen und nicht selten in bitterer Armut sterben.</p>
<p>Die Einführung der AHV änderte dies. Mit 65 ohne schlechtes Gewissen in den Ruhestand – was für eine Befreiung! Ob reich oder arm: Bis ans Lebensende hatte man nun ein gesichertes Einkommen. Als die Idee zur AHV aufkam, galt sie als Utopie von Spinnern. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Das Alter ist nicht das einzige Armutsrisiko. Heute gibt es die AHV, die IV, Ergänzungsleistungen, Erwerbsersatz, die Arbeitslosenversicherung, die berufliche Vorsorge, die Krankenversicherung, Unfallversicherung, Militärversicherung und die Familienzulagen. Ausserdem gibt es Subventionen für die Landwirtschaft, für Kinderbetreuung, Stipendien und manch anderes. Erst wenn dies alles nichts mehr hilft, muss man den Gang nach Canossa, sprich zur Sozialhilfe der Gemeinde, tun.</p>
<p>Damit wurden vielerlei soziale Probleme gelöst. Aber: Schafft das komplizierte System auch die richtigen Anreize? Ist es sinnvoll, dass manche schuften, um die Kinder durchzubringen, und dabei keine Zeit für die Kinderbetreuung haben? Ist es sinnvoll, dass junge Leute aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten oder als Werkstudenten die Studienzeit verlängern? Ist es sinnvoll, dass jemand sein Leben lang als Müllmann arbeitet, weil er sich keine bessere Ausbildung leisten kann, obwohl er damit seine Talente verschwendet?</p>
<p>Eine radikal andere Herangehensweise ist die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Laut dieser soll jeder Mensch ein Recht auf Einkommen haben. Jeder soll vom Staat jeden Monat ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Quasi eine AHV für die gesamte Bevölkerung. Wie bei der AHV hätte dies eine enorm befreiende Wirkung. Der Zwang zur Arbeit würde wegfallen. Jeder könnte selbst entscheiden, ob er dieses Einkommen mit Arbeit aufbessern will, oder nicht. Anstrengende Arbeit müsste anständig bezahlt werden, damit sie jemand macht. Jeder könnte sich Bildung leisten. Jeder könnte seine Zeit so investieren, wie er es für sinnvoll erachtet: in eine berufliche Karriere, in kulturelle Aktivitäten oder in Kinderbetreuung.</p>
<p>Eine Utopie von Spinnern? Vielleicht. Noch. Die Idee hat immer mehr Anhänger. Vielleicht ist sie in ein paar Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Diese Woche ist die <a href="http://www.woche-des-grundeinkommens.eu/">Woche des Grundeinkommens</a> – eine gute Gelegenheit, die Idee weiterzutragen. Und für diejenigen, die ihn noch nicht gesehen haben, ein Anlass, sich 100 Minuten Zeit zu nehmen und den Film zu schauen, der viele Fragen dazu beantwortet:</p>
<p><object width="500" height="401"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3121396&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3121396&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="500" height="401"></embed></object></p>


<p>Ähniche Artikel:<ol><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=1198' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ist ein Kind reicher Eltern mehr wert als ein Kind armer Eltern?'>Ist ein Kind reicher Eltern mehr wert als ein Kind armer Eltern?</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=833' rel='bookmark' title='Permanent Link: Profiteure der Krise'>Profiteure der Krise</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=761' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Utopie der idealen Marktwirtschaft'>Die Utopie der idealen Marktwirtschaft</a></li><li><a href='http://substanz.skroll.ch/?p=843' rel='bookmark' title='Permanent Link: Was würdest du arbeiten, und zu welchem Lohn…'>Was würdest du arbeiten, und zu welchem Lohn…</a></li></ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Substanz/~4/3B-J67tuWW8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>FDP erzwingt ihre Niederlage</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 22:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es scheint fast, als wünsche sich die FDP, ihren zweiten Bundesratssitz zu verlieren. Vielleicht hofft sie, dadurch bei den nächsten Parlamentswahlen besser, nämlich aus einer Position der Unterdrückten, angreifen zu können. Vielleicht sind aber einfach noch Reste des Selbstverständnisses übrig aus der Zeit, als sie noch das alleinige Sagen hatte in Bundesbern.
Jedenfalls ist die FDP [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1402" src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/09/425px-Didier_Burkhalter_2007-212x300.jpg" alt="Didier Burkhalter" width="212" height="300" /><img class="alignright size-medium wp-image-1403" src="http://substanz.skroll.ch/wp-content/uploads/2009/09/425px-Urs_Schwaller_2007-212x300.jpg" alt="Urs Schwaller" width="212" height="300" style="clear:right;" />Es scheint fast, als wünsche sich die FDP, ihren zweiten Bundesratssitz zu verlieren. Vielleicht hofft sie, dadurch bei den nächsten Parlamentswahlen besser, nämlich aus einer Position der Unterdrückten, angreifen zu können. Vielleicht sind aber einfach noch Reste des Selbstverständnisses übrig aus der Zeit, als sie noch das alleinige Sagen hatte in Bundesbern.</p>
<p>Jedenfalls ist die FDP mit ihrer Argumentation auf dem Holzweg. Sie behauptet, als alleinige Partei Anspruch auf diesen Sitz zu haben. Sie lässt ihre Kandidaten nicht zusammen mit CVP-Kampfkandidat Urs Schwaller in den Medien auftreten, weil dadurch der Eindruck entstünde, die CVP hätte einen berechtigten Anspruch.</p>
<p>Es ist ein seltsames Verständnis von Konkordanz, wenn aus einer Milchbübchenrechnung ein unbestreitbarer Anspruch auf einen Sitz hergeleitet wird. Bei sich selbst addiert man die Wähleranteile der beiden fusionierten Parteien, dem Gegner gesteht man keine Addition der Wähleranteile zu. Wenn die Wähleranteile der vier grössten Parteien die einzige Grösse für die Bundesratszusammensetzung sein sollen – wieso dürfen sich dann die Parlamentarier der anderen Parteien (Grüne, EVP, glp, CSP, BDP und EDU) überhaupt an der Wahl beteiligen? Und wieso haben die Ständeräte eine Stimme? Die FDP-Argumentation will die Einflussnahme des Ständerates und der kleineren Parteien illegitimieren.</p>
<p>Die Konkordanz ist aber keine Koalition der vier grössten Parteien. Die kleineren Parteien und der Ständerat haben einen legitimen Einfluss auf die Zusammensetzung der Regierung. Zählt man die Sitze der Parteien von der CVP nach links zusammen, kommt man auf 127 Sitze. Zählt man die Sitze von der FDP nach rechts zusammen, kommt man auf 119 Sitze. Wieso sollen sich die 127 mit drei Bundesratssitzen begnügen?</p>
<p>Es wären Sachverhalte vorstellbar, die tatsächlich für einen FDP-Sitz sprächen. Zum Beispiel könnte man ins Spiel bringen, dass es nicht so eindeutig ist, dass die CVP links von der FDP steht. Oder dass eine liberale Geisteshaltung in allen politischen Richtungen vorhanden ist – diese aber vielleicht im Bundesrat untervertreten ist. Die FDP hat es aber leider verpasst, der 127-Sitz-Mehrheit Gründe zu liefern, wieso sie freiwillig auf den vierten Sitz verzichten sollen. Sie hat bei der Kandidatenkür die Mehrheitsverhältnisse dem Anschein nach ausser Acht gelassen. Stattdessen übt sie sich in Arithmetik mit falsch angenommenen Vorbedingungen.</p>
<p>Allenfalls könnte die Muttersprache oder die Konsens- und Reformfreudigkeit des Kandidaten Burkhalter für den einen oder anderen dieser 127 ein Grund sein. Aber es ist höchst zweifelhaft, ob das so viel mehr sein werden, als diejenigen der 119-Sitz-Minderheit, die aus den gleichen oder anderen Gründen den Kandidaten Schwaller bevorzugen. Ich glaube je länger je weniger daran.</p>


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		<title>Google Street View ist nur ein kleiner Vorgeschmack</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 14:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Einführung von Google Street View in den Schweizer Städten hat für eine gewisse Aufregung gesorgt. Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür zeigte sich einigermassen empört über die unzureichende Annonymisierung von Gesichtern und Kontrollschildern, ein kantonaler Datenschützbeauftragter einigermassen empört über den eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, doch die meisten fanden die Aufregung darüber eher lächerlich und unnötig, schliesslich würden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einführung von Google Street View in den Schweizer Städten hat für eine gewisse Aufregung gesorgt. Der <a href="http://www.edoeb.admin.ch/aktuell/index.html?lang=de">eidgenössische Datenschutzbeauftragte</a> Hanspeter Thür zeigte sich einigermassen empört über die unzureichende Annonymisierung von Gesichtern und Kontrollschildern, <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/dossier/google-street-view/Gefaengnisse-sorgen-sich-wegen-Google-Street-View/story/10715331">ein kantonaler Datenschützbeauftragter einigermassen empört über den eidgenössischen Datenschutzbeauftragten</a>, doch die meisten fanden die Aufregung darüber eher lächerlich und unnötig, schliesslich würden ja nur Dinge fotografiert, die von der öffentlichen Strasse aus sichtbar sind.</p>
<p>Das Problem ist, dass unsere Privatsphäre mit einer <a href="http://substanz.skroll.ch/?p=916">Salamitaktik</a> Scheibchen für Scheibchen beschnitten wird. Die Scheibchen sind immer genau so gross, wie es der öffentliche Aufregungsmesser erträgt – so wie der <a href="http://substanz.skroll.ch/?p=357">Frosch im sich erhitzenden Wasser</a>. Darum sollten wir uns überlegen, wohin uns die Reise führt.</p>
<p>Was wäre zum Beispiel, wenn man eine Bildersuche wie Bing oder Google Image, ein paar <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/07/28/guck-mal-wer-da-ist/">Webcams</a> und ein Gesichtserkennungsprogramm, wie es beispielsweise in <a href="http://diepresse.com/home/techscience/hightech/apple/453220/index.do">iPhoto</a> eingebaut ist, zusammenbringt? Sprich: Ich tippe einen Namen, und die Suchmaschine liefert mir treffsicher alle Bilder aus dem Web und von Webcams, auf denen das Gesicht dieser Person zu erkennen ist. Falls es mehrere Personen mit gleichem Namen gibt, kann ich zuerst das richtige Gesicht auswählen. So wäre jedes geschossene Bild von mir, das den Weg ins Internet findet, für die ganze Welt unter meinem Namen auffindbar. Und umgekehrt könnte man zu jedem Bild von mir meinen Namen herausfinden. Zudem werden Bilder in Zukunft geotagged sein, der Aufnahmeort wird also mit dem Bild gespeichert. Ausser bei geschlossenen Rollläden in den eigenen vier Wänden könnten wir uns nirgends mehr unbeobachtet fühlen.</p>
<p>Die Technik ist bereits heute vorhanden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand die Hemmungen ablegt, sie auch in Tat umzusetzen. Heute wäre der Aufschrei gross – aber wie wird das in zehn oder zwanzig Jahren sein?</p>
<p>Google Street View ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommen wird. In Zukunft wird es ein Aufwand von Sekunden sein, den Namen <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/09/02/schweizer-polizei-jagt-restaurant-wirt-in-google-street-view/">eines vermeintlichen Dealers</a> harauszufinden. Oder irgendeiner anderen irgendwie verdächtigen Person.</p>


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