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	<description>Film als emotionalisierende Kunstform</description>
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		<title>Venice 80: Dekonstruktion des Auftragskillers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 16:22:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zahnloser Schläger mit russischem Akzent, tätowierter, Bandana-tragender Redneck, androgyner Stoiker, unauffälliger Tourist, traumatisierter Kriegsveteran, britischer Gentleman mit Hang zur Dramatik oder aber perfekt geschulte Profikillerin, Schulmädchen mit Hang zur Vergeltung, in neue Bahnen geleitetes Waisenkind mit dubiosem Ziehvater: Was auf den ersten Blick wie ein ungewöhnliches Ensemble der Avengers klingt, soll nur das vielfältige aber sich im Lauf der Jahre selbst reproduzierende Klischee des Auftragskillers &#8230;]]></description>
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<p class="has-text-align-justify"><strong>Zahnloser Schläger mit russischem Akzent, tätowierter, Bandana-tragender Redneck, androgyner Stoiker, unauffälliger Tourist, traumatisierter Kriegsveteran, britischer Gentleman mit Hang zur Dramatik oder aber perfekt geschulte Profikillerin, Schulmädchen mit Hang zur Vergeltung, in neue Bahnen geleitetes Waisenkind mit dubiosem Ziehvater: Was auf den ersten Blick wie ein ungewöhnliches Ensemble der Avengers klingt, soll nur das vielfältige aber sich im Lauf der Jahre selbst reproduzierende Klischee des Auftragskillers in Hollywoodfilmen darlegen. Das Festival in Venedig behandelt das Thema 2023 gleich in 2 großen Werken, wobei einem von beiden eine unterhaltsame Dekonstruktion des Themas gelingt.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Michael Fassbender spielt in David Finchers neustem Werk <em><a href="https://youtu.be/K6Ds8X5olpk">The Killer</a></em> einen Auftragskiller, der den üblichen bekannten Vorgehensweisen eines konzentrierten Profis folgt. Er arbeitet mit großer Geduld und einfachen Werkzeugen, er kleidet sich unauffällig, passt sein Verhalten an die Umgebung an und vermeidet persönlichen Kontakt. Sein Vorgehen hat ihn noch nie in Probleme gebracht, bis es doch geschieht. Mit diesem Ereignis startet <em>The Killer</em> in eine durchaus spannende und unterhaltsame Jagd, in der verschiedene Personen aus dem Weg gezogen werden müssen. Der Film funktioniert gut, mit seinen inneren Monologen und interessanten Routinen ist die Hauptfigur für den Zuschauer weniger stoisch als für ihre Gegenüber, präsentiert aber zugleich etwas fatalistisches und düsteres.</p>



<p class="has-text-align-justify">Damit der Film funktioniert ist es notwendig, dass sich das Publikum auf die Illusion einlässt: Sobald man das Abgebildete zu hinterfragen beginnt, fallen Dinge ins Auge, die im Kontext der Realität nicht mehr funktionieren: Begonnen bei der Kleidung, die zwar als neutral beschrieben wird, in unserer Realtiät allerdings absolut nicht unauffällig wäre und die stellvertretend für diese inszenierte Welt stehen kann. Diese Überhöhung der Realtität zugunsten von Stil und Plot sind es, die sich Richard Linklaters <em>Hit Man</em> zu eigen macht.</p>



<p class="has-text-align-justify">Im Gegensatz zu Finchers Werk geht Linklater einen Schritt zurück und blickt auf das erzeugte Klischee, um es in verspielter (und natürlich auch nicht realitätsnaher) Art und Weise zu dekonstruieren und zum Kern der Geschichte zu machen. Als Prämisse des Films steht das von Hollywood konstruierte Konzept des Auftragskillers, das so in der Realität nicht existiert, an das Kriminelle (im Film) aber dennoch glauben. Die Polizei im Film nutzt diese Leichtgläubigkeit aus, um mögliche Auftraggeber*innen  festzunehmen; Glenn Powell spielt dabei den Köder und tritt in die Rolle verschiedener stereotyper Hitmen.</p>



<p class="has-text-align-justify">Aus dieser Ausgangslage entspinnt sich ein Konflikt der eigenen Identitäten, die die Hauptfigur – nebenbei Teilzeit-Philisophieprofessor – anschaulich und unterhaltsam erläutert, während sich in der sich anbahnenden Liebesgeschichte, eben jene neu gschaffenen Identitäten als nützlich erweisen. <em>Hit Men </em>ist während seiner Laufzeit dazu in der Lage eine Liebesgeschichte, die Frage nach der eigenen Identität, die Dekonstruktion eines Hollywoodklischees und leichte Unterhaltung zu vereinen. Einzelne Szenen stechen dabei ebenso heraus wie die Leistungen der der beiden Hauptfiguren und zeigen Linklaters Geschick für die zweite Ebene hinter vordergründig schon interessanten Geschichten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img width="680" height="150" data-attachment-id="6123" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/09/15/venice-80-dekonstruktion-des-auftragskillers/ghostdog/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="ghostdog" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png?w=680" alt="" class="wp-image-6123" style="width:674px;height:auto" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/ghostdog.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ghost Dog</em> | (c) Plywood Productions</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Um zurückzukehren zum Bild des Profikillers bzw. der Profikillerin: Es erscheint auf den ersten Blick, dass das angesprochene Klischee zumeist männliche Figuren abbildet, was häufig mit einer militärischen Vergangenheit oder Arbeit beim Geheimdienst erklärt wird. Neben den bekannten Männern dieser Innung finden sich aber auch einige reproduzierte weibliche Stereotype, vor allem seit den 90er Jahren: Grundsätzlich ist hier zu erkennen, dass diese Figuren häufig im Zentrum der Handlung stehen und ihnen eine emotionale Hintergrundgeschichte verliehen wird. Während männliche Charaktere häufig auftauchen, ihren Auftrag erledigen und mehr oder weniger professionell von der Bildfläche verschwinden, sind in Filmen wie <em>Léon </em>oder <em>Kickass oder Columbiana </em>meist dramatische Ereignisse ausschlaggebend für die Zuwendung der Figuren zum Beruf der Auftragsmörderin. So entsteht z.B. das Bild des verzweifelten Schulmädchens dadurch, dass Mathildas Familie ermordet und sie vom Titelgebenden Helden <em>Léon</em> in Obhut genommen wird. Ebenso zieht Hit-Girl in Kickass im weiteren Verlauf des Films ihre Motivation aus einem persönlichen Verlust. Weibliche Figuren werden häufig in einem Kontrast zwischen junger, unschuldiger Zerbrechlichkeit und rauem, tödlichem, präzisem Handwerk des Auftragsmordes platziert, während diese emotionale Reife bei männlichen Figuren nur selten in Frage gestellt wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img width="680" height="150" data-attachment-id="6093" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/09/06/venice-80-inszenierung-des-blitzlichts/inlay2-20/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay2" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png?w=680" alt="" class="wp-image-6093" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay2.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></figure>



<p class="has-text-align-justify"><strong>In Venedig nimmt das Thema des Killers erstaunliche zwei Filme ein, in der Vita des einen oder anderen Regisseurs noch deutlich mehr. Hier einige nennenswerte Vertreter des Genres, ob dekonstruiert oder nicht: Meist unterhaltsam.</strong></p>



<p><em>Le Samourai</em>, <em>In Bruges</em>, <em>The American Friend, Ghost Dog: The Way oft he Samurai, The Baker,</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



<p class="has-text-align-right has-light-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-10db90272a52c6200044718bcf5058d9">Titelbild: (c) Gaumont Les Films du Dauphin</p>
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		<title>Venice 80: Inszenierung des Blitzlichts </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2023 13:00:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Lido in Venedig hat als Ort wenig mit dem berühmten, verwinkelten und brückendurchzogenen Kern der Stadt in der Lagune zu tun: Da der Stadtteil im Gegensatz zur Innenstadt nicht auf Stelzen im Wasser steht, sondern auf festem, natürlichem Grund errichtet wurde, ist die Atmosphäre vor Ort eine gänzlich andere. Es ziehen sich keine Kanäle zwischen den Häusern entlang, die auch kaum verwinkelt zueinander wirken. &#8230;]]></description>
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<p class="has-drop-cap has-text-align-justify"><strong>Der Lido in Venedig hat als Ort wenig mit dem berühmten, verwinkelten und brückendurchzogenen Kern der Stadt in der Lagune zu tun: Da der Stadtteil im Gegensatz zur Innenstadt nicht auf Stelzen im Wasser steht, sondern auf festem, natürlichem Grund errichtet wurde, ist die Atmosphäre vor Ort eine gänzlich andere. Es ziehen sich keine Kanäle zwischen den Häusern entlang, die auch kaum verwinkelt zueinander wirken. Es existieren Straßen auf denen Autos und Busse fahren – ganz unvenizianisch – und die Vegetation ist nicht nur sporadisch vorhanden, sondern wächst in einem natürlicheren Rahmen und gibt der „Strand-Insel“ einen im Gegensatz zur Innenstadt, weniger menschgemachten Flair. Die Wege die innerhalb dieses Ortes auf das Cinema Mostra, das Gelände der Filmfestspiele, führen, eröffnen jedoch Zugang in einen ganz und gar inszenierten und künstlich produzierten, eigenen Kosmos.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Von Ende August bis Mitte September zeigt die Festivalleitung rund um die Uhr Filme in insgesamt 10 Vorführsälen. Dabei reicht die Kapazität dieser Räume von wenigen dutzend bis zu an die 2.000 Plätze. Die PalaBiennale beherbergt beim abendlichen Double Feature große Zahlen an Zuschauer*innen aus der Öffentlichkeit, während im Sala Grande des Palazzo Cinema meist exklusivere und ausgewählte Gäste Weltpremieren und Sondervorstellungen besuchen können, jede Person spielt dabei einen Teil in der Inszenierung dieses Festivals.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img width="680" height="150" data-attachment-id="6095" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/09/06/venice-80-inszenierung-des-blitzlichts/inlaypala/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlaypala" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png?w=680" alt="" class="wp-image-6095" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlaypala.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Publikum im PalaBiennale</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Während PalaBiennale, Sala Corintho und Immersive Island etwas ausgelagert erreichbar sind, ist das Innerste des Geländes ein Areal rund um den Palazzo del Cinema, den Palazzo del Casinò und den Sala Volpi. Im Dreieck angeordnet werden diese auf der Gegengerade von verschiedenen Medienpavillons und der Terrazza Cinema komplettiert, die mit Bar und Restaurant ein beschäftigtes Treiben aus Networking und Entourage und Pressearbeit erzeugt. Auf dem Gelände und vor allem an den Zugängen ist die Polizeipräsenz zu spüren, mit Nähe zum roten Teppich, der vor und in den Palazzo Cinema hinein verläuft, wird diese aber durch die steigende Anwesenheit von Paparazzi, Kameraleuten und Filmteams abgelöst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="150" data-attachment-id="6094" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/09/06/venice-80-inszenierung-des-blitzlichts/inlay3-9/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay3" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png?w=680" alt="" class="wp-image-6094" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay3.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Palazzo del Cinema</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Der Palazzo del Cinema ist ein zweistöckiges Gebäude deren weiß leuchtende Fassade von Lampignongs und Flaggen unterschiedlicher Nationen geschmückt wird. Die Glasfront im Erdgeschoss gibt den Blick auf das innere Foyer frei, von dem Publizist*innen und Pressesprecher*innen auf den roten Teppich und zurück pendeln, während sie ähnlich wie die im, durch bauchhohe Gitter abgetrennten, Freien drängenden Menschentrauben abwarten. Routinierte italienische Fotografen, Mütter und Töchter an Handys oder singende einheimische Mädchengruppen: das Publikum ist vielfältig und homogen zugleich; eine gewisse Sensationslust scheint sie zu vereinen, sie Reihen sich entlang der aufgezäunten Absperrungen auf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="150" data-attachment-id="6092" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/09/06/venice-80-inszenierung-des-blitzlichts/inlay1-26/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png?w=680" alt="" class="wp-image-6092" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/inlay1.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick vom Foyer auf den roten Teppich</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Die Abendvorstellung im Sala Grande ist für 21.45 Uhr angesetzt; ab 21.15 Uhr beginnt sich der Fokus noch einmal deutlich in Richtung Teppich zu verlagern. Erste Personen erscheinen auf der roten Laufstrecke, drehen im Blitzlicht einige Pirouetten und gleiten weiter in den Palazzo. Mit zunehmender Nähe zum Spielbeginn steigt sowohl die Zahl der in den Mittelpunkt gestellten Gäste, als auch die damit einhergehende Begeisterung der Zuschauenden. Die Kleider werden extravaganter, die Anzüge bunter, der Jubel lauter und die Dauer der Personen im Schein der Fotoapparate länger. Es ist nicht ersichtlich ob bzw. in welcher Relation die abgelichteten Personen zum Film stehen, vielmehr erscheint das Auftreten Teil einer Selbstinszenierung zu sein: Die Wahrnehmung in Kreisen des Filmfestivals von Venedig ist sicher ein Faktor von Prestige, der zur eigenen Marke gehören kann. Mit einem Ticket ist es ab 21.30 Uhr möglich eine weitere Hürde zu überwinden – ein Areal am Ende des Teppichs ist für Medienschaffende und zahlende/akkreditierte Zuschauer*innen freigehalten –, ehe das Foyer gegen 21.45 Uhr geöffnet wird. Auch hier ist ein freier Zugang zum Kinosaal jedoch nicht sofort möglich. Der Fokus der Aufmerksamkeit wird weiterhin auf die ankommenden Personen gelenkt, nun sowohl im Außenbereich, als auch im zu diesem Zeitpunkt randvollen Foyer des Kinos, in dem sich Personen unterschiedlichster Garderobe und Absicht zusammenfinden. Anhand des Äußeren lässt sich erahnen, dass Film und Ereignis nicht immer in direktem Zusammenhang stehen müssen: T-Shirt und Shorts, Hemd und Dr. Martens, Abendkleid und Collier, Anzug und Make-up, zurück-gegeeltes Haar und Louboutins. Die Outfits sind vielfältig, und ebenso verhält es sich sicher auch mit den Erwartungen als gegen kurz vor 10 Uhr die Türen geöffnet werden. Die Platzanweiser*innen geben den großen, mehrstufigen Saal für das Publikum frei, während auf die Leinwand noch die Bilder vom nur wenige Meter entfernten roten Teppich projiziert werden. Dort ist zu sehen, wie die erste eindeutig identifizierbare Person mit direkter Verbindung zum Film am Kino ankommt: Regisseur Richard Linklater.</p>



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		<title>Das letzte Jubiläum</title>
		<link>https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/07/11/das-letzte-jubilaeum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2023 19:52:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[mainz für kino]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Teil der Initiative Mainz für Kino habe ich einen Text zum letzten großen Jubiläum des CAPITOL in Mainz verfasst. Zu lesen hier:Das letzte Jubiläum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Teil der Initiative Mainz für Kino habe ich einen Text zum letzten großen Jubiläum des CAPITOL in Mainz verfasst. Zu lesen hier:<br /><a href="https://mainz-fuer-kino.de/bericht/das-letzte-jubilaeum/">Das letzte Jubiläum</a></p>


<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="576" height="1024" data-attachment-id="6049" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2023/07/11/das-letzte-jubilaeum/whatsapp-image-2023-07-04-at-11-36-13/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg" data-orig-size="1152,2048" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="WhatsApp Image 2023-07-04 at 11.36.13" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=169" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=576" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=576" alt="" class="wp-image-6049" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=576 576w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg 1152w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=84 84w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=169 169w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/07/whatsapp-image-2023-07-04-at-11.36.13.jpeg?w=768 768w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></figure>
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		<title>Cinema Mayence: Das Palatin vor dem Abriss</title>
		<link>https://theblogcinematic.wordpress.com/2021/09/02/cinema-mayence/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2021 16:48:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
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		<category><![CDATA[Capitol]]></category>
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		<category><![CDATA[Palatin]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadt Mainz]]></category>
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					<description><![CDATA[Den Geschmack von Superbock noch auf den Lippen biegen wir in die Hintere Bleiche ein. In einiger Entfernung zeichnet sich schon eine geschäftige kleine Menschentraube ab. Mal rauchend, mal im Gespräch warten am Eingang des Kinos kleine Grüppchen auf ihre Verabredungen. Unter der weißen Setztafel auf der in schwarzen Lettern der Schriftzug "Kino für Mainz" angebracht ist, treffen wir den Rest unserer kleinen Gruppe. Wir sind hier, um uns die aktuelle Montags-Preview anzuschauen.]]></description>
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<p class="has-text-align-justify">Den Geschmack von Superbock noch auf den Lippen biegen wir in die Hintere Bleiche ein. In einiger Entfernung zeichnet sich schon eine geschäftige kleine Menschentraube ab. Mal rauchend, mal im Gespräch warten am Eingang des Kinos kleine Grüppchen auf ihre Verabredungen. Unter der weißen Setztafel auf der in schwarzen Lettern der Schriftzug &#8222;Kino für Mainz&#8220; angebracht ist, treffen wir den Rest unserer kleinen Gruppe. Wir sind hier, um uns die aktuelle Montags-Preview anzuschauen. Eine wöchentliche Veranstaltung, präsentiert und eingeleitet vom filmwissenschaftlichen Institut der Uni in Mainz. Da gerade Sommerpause ist &#8211; sprich alle Menschen sich im Urlaub befinden, Schoppe-Gläser in den Kneipen ums Eck leeren oder am Rhein die Kühle des Wassers suchen &#8211; wickelt sich keine Warteschlange um den Block, um die beiden Dependants von Capitol&amp;Palatin auch räumlich zu verbinden.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://www.programmkinos-mainz.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zu Capitol&amp;Palatin</a></h5>



<p class="has-text-align-justify">Wir sind zu dritt, wie an fast jedem Montag. Wir begrüßen noch einige flüchtige Bekannte &#8211; man kennt sich noch aus der Vorwoche, oder war es doch vor drei Wochen? Vorbei an einigen seltsamen und scheinbar immer vor-sich-her-flimmernden Fernsehern erklimmen wir vorfreudig wie routiniert die Stufen zwischen Eingangsbereich und Foyer. &lt;&lt;Nimmst du mich heute mit auf die Karte?&gt;&gt;, fragt mich einer meiner Begleiter. Ich bejahe und krame die etwas verknickte 10er-Karte aus meinem Portemonaie. &lt;&lt;Ich hätte gerne zwei Kreuze für die Preview&gt;&gt;, sage ich, während das Mädchen an der Kasse schon X X auf das Papier setzt. Von hinten ruft es: &lt;&lt;Noch eine Flasche von dem grünen Bier bitte&gt;&gt;. Ich grinse. Es gibt im Palatin eine Biermarke mit zwei Sorten in je einer rot- und einer grünen-ettikettierten Flasche. Da sich niemand den Namen merkt gibt es für uns im Kino immer grünes oder rotes Bier. Wir bezahlen und drehen uns schließlich mit je einer Flasche Bier in Richtung Saal 1.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://www.change.org/p/capitol-palatin-erhalten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zur Petition</a></h5>



<p class="has-text-align-justify">Saal 1 ist der Größte im Palatin, zwar doch deutlich kleiner als das mit einer Galerie ausgetattete Capitol eine Straße weiter, allerdings auch deutlich größer als die übrigen drei. Mir fällt auf, dass ich mich in Saal 4 immer überraschend wohl fühle, obwohl es dort fast so eng zugeht wie in meinem WG-Zimmer. &lt;&lt;Für eine gut besuchte Preview wäre das aber wohl kein all zu geeigneter Ort&gt;&gt;, vervollständigen meine Begleiter auf den Sitzen rechts und links von mir meine Gedanken. &lt;&lt;Aber irgendwie erinnert es mich an ein gemütliches Wohnzimmer. Wobei man in einer Wohnung ja niemals Platz hätte, ein eingenes Zimmer so einzurichten&gt;&gt;. Bevor wir unsere Gedanken um ein vermutlich nie entstehendes eigenes Heimkino weiterführen können ertönt von vorn eine Stimme.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://mainz-fuer-kino.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zur Initiative</a></h5>



<p class="has-text-align-justify">Die beiden Moderatoren richten sich an das Publikum und kündigen, wie jede Woche den in Kürze startenden Film an. Als interessierter, aber nicht studierter Kinogänger lausche ich den Worten mal mehr und mal weniger.</p>



<p class="has-text-align-justify">Ich lasse mich in den Sessel sinken und merke wie es um mich dunkel wird.</p>



<hr class="wp-block-separator" />



<p class="has-text-align-justify"><em>Ich hoffe, dass nicht bald Fischer&amp;Co das geschafft haben, was selbst eine globale Pandemie nicht vollbringen konnte: Den Kulturbetrieb in Mainz um seine letzten Kinos zu berauben. Ebenso hoffe und erwarte ich, dass die Stadt sich dem Wert und der Authentizität der beiden Kinos in ihrem jetzigen Standort bewusst wird und sich mit Nachdruck für eine Lösung einsetzt. Die Verantwortlichen sollten sich bewusst machen, dass kulturelle Orte ebenso wie historische Bauten, öffentliche Plätze oder traditionelle Feste einen gesellschaflichen Stellenwert besitzen, der erhalten werden muss, um das soziale und kulturelle Leben in der Stadt zu bewahren.</em> <strong>Rettet Capitol&amp;Palatin.</strong></p>



<p><strong>Kino für Mainz. Mainz für Kino</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" data-attachment-id="5989" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay-3/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png" data-orig-size="680,600" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png?w=680" alt="" class="wp-image-5989" width="412" height="363" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png?w=412 412w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png?w=300 300w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2021/09/inlay.png 680w" sizes="(max-width: 412px) 100vw, 412px" /><figcaption>Das Palatin bei Nacht.</figcaption></figure></div>



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	</item>
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		<title>Weihnachtsfilm: Tokyo Godfathers und ein Fest ohne Kitsch</title>
		<link>https://theblogcinematic.wordpress.com/2020/12/11/weihnachtsfilm-tokyo-godfathers-und-ein-fest-ohne-kitsch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 11:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Genre]]></category>
		<category><![CDATA[alternative Weihnachtsfilme]]></category>
		<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Christmas]]></category>
		<category><![CDATA[Christmas-movie]]></category>
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		<category><![CDATA[Tokio]]></category>
		<category><![CDATA[tokyo godfathers stream english]]></category>
		<category><![CDATA[trans]]></category>
		<category><![CDATA[transgender]]></category>
		<category><![CDATA[Twist]]></category>
		<category><![CDATA[unbekannte Weihnachtsfilme]]></category>
		<category><![CDATA[unbekannter Weihnachtsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Weihnachtsfilme bilden eine idealisierte und zumeist amerikanische Version einer perfekten Familie ab. Manche versuchen mit diesen Bilder und Klischees ironisch zu jonglieren oder durch übertriebenen Klamauk die Illusion eines "anderen" Weihnachtsfilms zu schaffen. Zumeist gelingt jedoch weder das eine noch das andere: Trotz ihrer vermeintlich alternativen Ansätze bedienen Filme wie Home Alone oder Der Grinch das durch Popkultur und Konsumgesellschaft geprägte Bild der auch über einige unwichtige Konfilkte hinweg funktionierenden Vorstadtfamilie. Das Zusammenhalt und Familie auch mit weniger Kitsch und realistischeren Grundtzügen behandelt werden können, zeigt Tokyo Godfathers durch einen grundlegend anderen Ansatz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap has-text-align-justify"><strong>Die meisten Weihnachtsfilme bilden eine idealisierte und zumeist amerikanische Version einer perfekten Familie ab. Manche versuchen mit diesen Bilder und Klischees ironisch zu jonglieren oder durch übertriebenen Klamauk die Illusion eines &#8222;anderen&#8220; Weihnachtsfilms zu schaffen. Zumeist gelingt jedoch weder das eine noch das andere: Trotz ihrer vermeintlich alternativen Ansätze bedienen Filme wie <em>Home Alone</em> oder <em>Der Grinch</em> das durch Popkultur und Konsumgesellschaft geprägte Bild der auch über einige unwichtige Konfilkte hinweg funktionierenden Vorstadtfamilie. Das Zusammenhalt und Familie auch mit weniger Kitsch und realistischeren Grundtzügen behandelt werden können, zeigt <em>Tokyo Godfathers</em> durch einen grundlegend anderen Ansatz.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Der Anime von 2003 behandelt einige Tage aus dem Leben dreier zur Weihnachtszeit so häufig bedauerten und dennoch abgehängten Obdachlosen, die in den winterlich verschneiten Straßen Tokios täglich ums überleben kämpfen müssen. Gewalttätige Jugendliche mit irrgeleiteten Idealen, zufällige Begegnungen mit skeptischen Polizisten und von Rachegelüsten geleiteten Ausgebeuteten und vor allem die Eiseskälte des japanischen Winters konfrontieren die Protagonist*innen Hana, Miyuki und Gin. In mitten dieser lebensfeindlichen Umgebung macht diese Schicksalsgemeinschaft am heiligen Abend einen unerwarteten Fund, der sie sowohl durch Tokio als auch in ihre jeweilige Vergangenheit führt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="150" data-attachment-id="5940" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay1-25/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png?w=680" alt="" class="wp-image-5940" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay1.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Hana, Miyuki und Gin | (c) Sony Pictures Entertainment</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Soundtrack und Animation verschmelzen zu einem interessanten Mix aus winterlich weihnachtlicher Atmosphäre der mit direkten und geerdeten Sequenzen aus dem Alltag der Obdachlosen kontrastiert wird. Die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=XzTd6MlihhE">teilweise jazzigen, teilweise poppigen Klänge</a> unterstreichen sowohl die actionreicheren Szenen als auch die emotional geführten Streitgespräche und Monologe passend. Letztere sind gerade auf die Figur Hanas bezogen eindruckvoll deteilreich gezeichnet und im Kontext des Setting stimmig. Der Winter Tokios ist trotz der in Teilen tristen Stimmung der Protagonist*innen zu jederzeit schön und abwechselungsreich anzuschauen.</p>



<p class="has-text-align-justify">Das Drehbuch schafft es, eine gewisse Magie des Zufalls im Rahmen des weihnachtlichen Settings glaubwürdig erscheinen zu lassen, ohne dabei in typische Tropen zu verfallen. Weihnachtliche bzw. christliche Symbole oder Praktiken treten sogar fast nie oder nur im Hintergrund auf: Im Zentrum steht eine Geschichte rund um Zugehörigkeit, Identitätsfindung, Vergebung und Familie. Die drei Charaktere verhandelt dabei durch ihre Biographien jeweils unterschiedliche Erfahrungen und Entscheidungen, die sie alle auf eigenen Wegen in die Obdachlosigkeit gebracht haben. Die jugendliche Miyuki flieht beispielsweise nach einem einschneidenden Erlebnis von zu Hause ohne je wieder den Mut gefasst zu haben, ihre Eltern zu kontaktieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="150" data-attachment-id="5941" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay2-19/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay2" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png?w=680" alt="" class="wp-image-5941" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/12/inlay2.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>(c) Sony Pictures Entertainment</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Grundsätzlich ist das Thema Famlie und Elternschaft das dominierende der Gesamten Laufzeit von <em>Tokyo Godfathers</em>. Dieses sehr klassische Motiv der Weihnachtszeit wird dabei zwar sowohl aus der Perspektive von Eltern wie Kindern beleuchtet. Hinzu kommen allerdings auch alternative Ideen: In der Geschichte der transsexuellen Figur Hana wird beispielsweise die Frage gestellt, inwiefern eine direkte Blutsverwandschaft oder die biologischen Voraussetzungen des Gebärens notwendig sind, um die Rolle oder gar das Konzept einer Mutter erfüllen zu können. Ähnlich wie der ebenso japanische Film <em>Shoplifters </em>öffnen die verschiedenen Handlungsstränge hier den Begriff der Famlie und erzeugen so eine angenehme Antithese zur immer gleichen, eintönigen Auslegung als suburbane Großfamilie der weißen Mittelschicht.<br>tbc&#8230;</p>



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<p class="has-text-align-right has-light-gray-color has-text-color">Titelbild: (c) Madhouse, Sony Pictures Entertainment</p>
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		<title>À la Plage: Rohmer und die französischen Sommerferien</title>
		<link>https://theblogcinematic.wordpress.com/2020/11/27/a-la-plage-rhomer-und-die-franzosischen-sommerferien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 11:12:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Regisseur]]></category>
		<category><![CDATA[Bretagne]]></category>
		<category><![CDATA[contes]]></category>
		<category><![CDATA[Contes des 4 saisons]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Rentrée bezeichnet das Ende der französischen Sommerferien und die Rückkehr unzähliger Urlauber und Urlauberinnen aus den Feriengebieten in die Großstädte. Diese den Französinnen und Franzosen heiligen Monate der Erholsamkeit sind von einem Filmemacher besonders detailliert betrachtet worden, dessen Hingabe für diesen Jahresabschnitt unzählige Facetten des Landes und der Menschen auf Film festhält, sein Name ist: Éric Rohmer. Le Rayon vert zeigt den zerrütteten Geisteszustand &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap has-text-align-justify"><strong>Die Rentrée bezeichnet das Ende der französischen Sommerferien und die Rückkehr unzähliger Urlauber und Urlauberinnen aus den Feriengebieten in die Großstädte.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Diese den Französinnen und Franzosen heiligen Monate der Erholsamkeit sind von einem Filmemacher besonders detailliert betrachtet worden, dessen Hingabe für diesen Jahresabschnitt unzählige Facetten des Landes und der Menschen auf Film festhält, sein Name ist: Éric Rohmer.</p>



<p class="has-text-align-justify"><em>Le Rayon vert</em> zeigt den zerrütteten Geisteszustand der Protagonistin Delphine, die in den Ferien zu gleich drei verschiedenen Reisezielen Aufbricht. Ihre Reaktionen auf die Normandie, die Alpen und auch Biarritz sind allerdings in keinem Fall erholsam, denn jedesmal sehnt sie sich zurück in die große Hauptstadt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="250" data-attachment-id="5919" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay1-24/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png" data-orig-size="680,250" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png?w=680" alt="" class="wp-image-5919" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay1.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Le Rayon vert | (c) Canal+</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Rohmer erzählt seine Geschichten über das Leben in der Stadt, das Leben am Meer, die unerwiederte Liebe, die erwiederte Liebe, die Suche nach der Liebe, die Suche nach der eigenen Persönlichkeit, das Finden des Neuen und des Bekannten und andere alltägliche und menschliche Eigenheiten. Dabei widmet er sich ganz seinen Protagonist*innen und setzt sie durch ausschweifende, dialogzentrierte Szenen in unterschiedlichsten Landschaften in Szene. Seine Stärke ist es, dabei niemals Belangloses durch die Münder seiner Figuren fließen zu lassen. Jedes Gespräch und jede Diskussion legt den Charakter und die Meinungen der gezeigten Personen offen. Der Plot ist dabei häufig so simpel wie alltäglich und dient hauptsächlich als Vehikel, um die genannten Themen zu präsentieren. Delphine beispielsweise muss sich immer wieder für ihr Verhalten rechtfertigen und sorgt für Unverständnis bei ihren Begleitern. Die in diesen Konflikten ausgehanadelten Themen sind Einsamkeit und die Frage nach der Notwendigkeit sozialer und emotionaler Anpassung.</p>



<p class="has-text-align-justify">Die Figuren des Autorenfilmers verfolgen dabei häufig konkrete charakterliche Ziele, scheinen sich dessen jedoch erst im Verlauf des Films bewusst zu werden. So werden Aussagen getroffen, die Meinungen offenlegen, die sowohl Zuschauender als auch Sprechender erst in diesem Moment begreifen. Das Aussprechen dieser Meinung scheint sie in diesem Moment zum ersten mal real zu machen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="250" data-attachment-id="5920" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay3-8/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png" data-orig-size="680,250" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay3" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png?w=680" alt="" class="wp-image-5920" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay3.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Melvil Poupaud in Conte d&#8217;eté | Canal+, Arthaus Filmverleih</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">So wird der von Melvil Poupaud gespielte Gaspard in <em>Conte d&#8217;eté</em> sich immer erst seinen Gefühlen bewusst, sobald er in eine scheinbar ausweglose Situation geraten ist. In seinen Ferien in der Nordbretagne begegnet er drei Frauen, zu denen er zufällig und fast unbeabsichtigt in verschiedener Weise emotionale Bindungen aufbaut. Während alle drei ihn nach und nach in unterschiedlicher Art und Weise direkt mit der Situation konfrontieren, formuliert er zumeist erst im direkten Dialog seine Gefühlssituation.</p>



<p class="has-text-align-justify">Die übernatürliche Fähigkeit der Figuren ihre Emotionen perfekt formuliert darzulegen und auch in den unwahrscheinlichsten Momenten reflektiert und reif zu agieren, ist dabei ein Markenzeichen des Autors und Regisseurs. Jede Figur besitzt das Urteilsvermögen, für die eigene Sicht der Dinge zu argumentieren und in Überzeugnung zu handeln. Dies wirkt in Teilen unrealistisch, erscheinen doch Jugendliche deutlich zu weise und reflektiert für ihr Alter. Rohmer scheint durch dieses theaterhafte, lückenlose Spiel der Worte und Dialogisieren seiner Figuren jedoch zwei Absichten zu verfolgen. Einerseits steht er für die Macht und Bedeutung des gesprochenen Wortes ein. Er betont die Sprache als Mittel der Kommunikation und deutet darauf hin, dass Konflikte vermieden werden können, sofern sowohl Emotionen als auch Absichten kommuniziert oder nicht kommuniziert werden. Andererseits erscheint er die Zuschauenden durch das Gezeigte ermutigen zu wollen, die eigenen Emotionen und Meinungen auszusprechen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" width="680" height="250" data-attachment-id="5922" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay22/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png" data-orig-size="680,250" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay22" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png?w=680" alt="" class="wp-image-5922" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2020/11/inlay22.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Le Genou de Claire | (c) ARTE</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-justify">Ideal veranschaulicht dies <em>Le Genou de Claire</em>, in dem die Dialoge zwischen Figuren aller Altersklassen besonders herausstechen. Die im Film geführten Gespräche bilden unterschiedliche Absichten, Motivationen und Umgangsformen ab. Einerseits wirkt die 16-jährige emotionale Laura sehr eloquent und reif für ihr alter, während Claire und ihr Freund aus Sicht des analytischen und auf den ersten Blick emotional erhabeneren Protagonisten Jérôme eine für ihr Alter von Mitte 20 eher infantile Beziehung führen. Die sich entwickelnden emotionalen Verstrickungen am Lac d&#8217;Annecy sind dabei ebenso tiefgründig wie von nur kurzer Dauer.</p>



<p class="has-text-align-justify">Die Rückkehr in das Stadtleben vereint fast alle Hauptfiguren in Rohmers Urlaubs-Filmen. Die Rolle und Bedeutung von Paris würde den Rahmen dieser kurzen und sicherlich unvollständigen Ausführung zu Èric Rohmer sprengen.<br>tbc&#8230;</p>



<hr class="wp-block-separator" />



<p class="has-text-align-right has-light-gray-color has-text-color">Titelbild: (c) Canal+, Arthaus Filmverleih</p>
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		<title>Anime: Kunst und Magie im Studio Ghibli</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2020 21:14:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ursprünglich veröffentlicht auf <a href="https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/05/11/anime-kunst-und-magie-im-studio-ghibli/">The Blog Cinematic</a>: <br />Es ist nicht einfach in einem vollgepackten Alltag Ideen für tiefgründigere Texte zu finden, so ergibt es sich häufig, dass die gesichteten Filme das innere Brainstorming dominieren. In den letzten 14 Tagen half dabei die kostenlose Streaming-Platform Shelfd, die durch das Verlinken aktueller Mediathekenbeiträge Aufmerksamkeit auf die Filme Das wandelnde Schloss und Chihiros Reise ins Zauberland warf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpcom-reblog-snapshot"><div class="reblogger-note"><div class='reblogger-note-content'><blockquote><p>Dieser Artikel wurde am 11. Mai 2019 erstmals veröffentlicht. Aus aktuellem Anlass empfiehlt es sich erneut einen Blick auf die besprochenen Inhalte zu werfen. Viel Spaß TBC</p>
</blockquote></div></div><div class="reblog-post"><p class="reblog-from"><img alt='Avatar von Felix Jung' src='https://2.gravatar.com/avatar/ba6672e470c0359ddecebbefbe538967d3157a710449c723b6b44df402d8b4af?s=32&#038;d=retro&#038;r=G' class='avatar avatar-32' height='32' width='32' loading='lazy' /><a href="https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/05/11/anime-kunst-und-magie-im-studio-ghibli/">The Blog Cinematic</a></p><div class="reblogged-content">
<p style="text-align:justify"><strong>Es ist nicht einfach in einem vollgepackten Alltag Ideen für tiefgründigere Texte zu finden, so ergibt es sich häufig, dass die gesichteten Filme das innere Brainstorming dominieren. In den letzten 14 Tagen half dabei die kostenlose Streaming-Platform Shelfd, die durch das Verlinken aktueller Mediathekenbeiträge Aufmerksamkeit auf die Filme <em>Das wandelnde Schloss</em> und <em>Chihiros Reise ins Zauberland</em> warf (mehr zu shelfd am Ende des Texts). Es wird schon seit langem einmal Zeit, dem Studio einen Artikel zu widmen, das seit Jahrzehnten erfolgreich Animefilme produziert und dabei fast in jedem Werk optische Standards im Zeichentrickgenre gesetzt hat </strong></p>

<p style="text-align:justify">Einem regelmäßigen, eintönigen, ja gar tristen Alltag entflieht die Protagonistin Sophie recht unfreiwillig und lernt dabei verschiedene Lektionen über Selbstwahrnehmung, Altern und Liebe. Nachdem sie von einer wunderbar eklig gezeichneten Hexe in eine alte Frau verwandelt wird, flieht sie aus ihrer Heimatstadt und trifft in den nahen Bergen auf Hauros wandelndes Schloss, in dem sie…</p>
</div><p class="reblog-source"><a href="https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/05/11/anime-kunst-und-magie-im-studio-ghibli/">Ursprünglichen Post anzeigen</a> <span class="more-words">566 weitere Wörter</span></p></div></div>]]></content:encoded>
					
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	</item>
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		<title>Female Leads: Margot Robbie</title>
		<link>https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/11/08/female-leads-margot-robbie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 18:10:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[DC]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jared Leto]]></category>
		<category><![CDATA[Neighbours]]></category>
		<category><![CDATA[Oscar]]></category>
		<category><![CDATA[Suicide Squad]]></category>
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					<description><![CDATA["Who? Who? What are you a fuckin' owl?". Diese Frage stellen bei dem Namen Margot Robbie im Jahr 2019 sicherlich weniger Menschen als noch vor einiger Zeit, ist die an der Gold Coast in Autralien geborene Schauspielern doch mittlerweile auf dem Weg zu den A-Listern des internationalen, aber vor allem amerikanischen Films. Ihre Rolle in Martin Scorseses The Wolf of Wall Street verlieh ihrer Karriere 2013 einen rasanten Schub und lässt sie in den Folgejahren vielseitige Charaktere verkörpern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap has-text-align-justify"><strong>&#8222;Who? Who? What are you a fuckin&#8216; owl?&#8220;. Diese Frage stellen bei dem Namen Margot Robbie im Jahr 2019 sicherlich weniger Menschen als noch vor einiger Zeit, ist die an der Gold Coast in Autralien geborene Schauspielern doch mittlerweile auf dem Weg zu den A-Listern des internationalen, aber vor allem amerikanischen Films. Ihre Rolle in Martin Scorseses <em>The Wolf of Wall Street</em> verlieh ihrer Karriere 2013 einen rasanten Schub und lässt sie in den Folgejahren vielseitige Charaktere verkörpern.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Im Film <em>I, Tonya</em> verkörpert Robbie die Eiskunstläuferin Tonya Harding und begibt sich zugleich in eine Kulissum um den größten von der US-Öffentlichkeit geformten Strafprozess bis O.J. Simpson. In diesem clever stilisierten Film um die Chance des Aufstiegs und die amerikanische Schere zwischen Arm und Reich, bannt Robbie ihre eindrucksvollen Schauspielfähigkeiten perfekt auf die Leinwand und überzeugt nicht nur durch die glaubhafte körperliche Darstellung einer Ausnahmeeiskunstläuferin, sie trägt ebenso das Innenleben einer von Mutter, Ehemann und Öffentlichkeit gehassten Person subtil nach Außen. Margot Robbie verbildlicht in ihrer Interpretation den eindrucksvollen Kampf zwischen den überwältigenden Emotionen einer Jugendlichen und der Maxime der Fassungsbewahrung, die ihr von allen Seiten eingetrichtert wird. Eine Rolle die zu unrecht nicht mit größeren Auszeichnungen bedacht wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" width="640" height="218" data-attachment-id="5865" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay1-22/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png" data-orig-size="640,218" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png?w=640" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png?w=640" alt="" class="wp-image-5865" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png 640w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay1.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>The Wolf of Wallstreet </em>|<em> Mary, Queen of Scots </em>|<em> Once upon a time in Hollywood&#8230;</em></figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-justify">Ebenfalls nicht mit Auszeichnungen, allerdings mit einem Sequel, wurde Robbies Rolle der Harley Quinn, welche sie im im Januar erscheinenden Film <em>Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn</em> erneut darstellt, bedacht. Ob sich der Film mit seinem männlichen Pendant &#8211;<a href="https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/10/11/joker-der-amoralische-protagonist-und-die-kluft-zwischen-arm-und-reich/"> <em>Joker</em> &#8211; messen kann</a>, oder ob Cathy Yan eher in Richtung des unsäglichen Vorgängerfilms dirigiert, wird sich herausstellen. Dass Robbie erneut das Highlight des Films wird, steht jedoch fast schon fest. Die neben Catwoman ikonischste der weiblichen Hauptfiguren der Batman-Vorlage wird durch eine ebenso interessante wie passende Darstellerin verkörpert. Margot Robbie schafft es die Rolle des auf den ersten Blick unschuldigen Blondchens, angemessen zu verkörpern; letztendlich sind jedoch der Wahnsinn und der Sadismus die Charakterzüge die Harley Quinn zu diesem Gesamtkunstwerk machen und der Figur auch erst ihre Vielschichtigkeit geben. Der Titel des Films deutet auch auf eine Loslösung Quinns von ihrem männlichen Gegenpart hin: Ein Auftreten des Harlequins ohne den Clown ist eher selten und bietet die Chance der Figur, wie auch ihrer Geschichte und Darstellung mehr Raum zu widmen.</p>



<p class="has-text-align-justify">Über die Darstellung Sharon Tates in Tarantinos <em>Once Upon a Time in Hollywood&#8230;</em> streiten sich Internet wie Kritiker. Vor allem die Belanglosigkeit der Szenen um die Figur Robbies irritiert viele Rezipienten. Die Ausschnitte aus dem Leben der Schauspielerin haben dabei allerdings einen klar kalkulierten Effekt, der auch durch das symphatische Schauspiel hervorgerufen wird. Die vollkommen konfliktfreien und alltäglichen Szenen aus dem Leben Sharon Tates sollen eine größere Fallhöhe gegenüber ihrer &#8211; dem Zuschauer bekannten &#8211; Ermordung schaffen. Durch die Umschreibung der Geschichte untergräbt der Regisseur die Erwartungen des Zuschauers. Der unterschwellige Aufbau von Sympathie mündet somit nicht wie erwartet in Furcht und Schrecken, sondern in unerwarteter Erleichterung und angenehmer Verwirrung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" width="640" height="218" data-attachment-id="5867" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay2-17/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png" data-orig-size="640,218" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay2" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png?w=640" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png?w=640" alt="" class="wp-image-5867" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png 640w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/11/inlay2.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>I, Tonya </em>|<em> Bombshell </em>|<em> Birds of Prey</em></figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-justify">Emotionen von Freude bis Leid und Verzweiflung zeigt Margot Robbie im Film <em>Mary, Queen of Scots</em>, in dem sie neben Saoirse Ronan als eine von zwei Königinnen auftritt und die verunsicherte und von ihren männlichen Beratern zum Krieg angestachelt Queen Elisabeth verkörpert. Das Aufeinandertreffen der beiden Figuren bildet dabei das Highlight des Films und stellt Margot Robbie in die ungewöhnliche Rolle der aufgrund ihrer &#8222;Entstellung&#8220; verunsicherten Widersacherin. Eine Facette die sie in Großproduktionen wie etwa <em>The Legend of Tarzan</em>, oder <em>The Big Short</em> nicht zeigen kann. Das Treffen der beiden zeigt die zerstörerische Macht des Patriarchats im England des 16. Jahrhunders und die Ohnmacht der eigentlich friedliebenden Regentinnen gegenüber dem männlich ausgeübten Druck durch Maniplation und Machtgier.</p>



<p>Demnächst ist Margot Robbie im FOX News Drama <em>Bombshell </em>zu sehen.</p>



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<p class="has-text-color has-text-align-right has-medium-gray-color">Titelbild: (c)  Inez &amp; Vinoodh, Vogue, July 2019 </p>
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		<title>Fantasy Film Fest: Der Spaß am blutdurstigen Kinopublikum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 12:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Blood]]></category>
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		<category><![CDATA[Fantasy Film Fest]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Fantasy Film Fest bringt jedes Jahr um die 50 Filme auf die Leinwände mehrerer deutscher Kinos und lockt so 10 Tage lang Genre-Interessenten an. Von Splatter-Komödien über reinen Horror hin zum koreanischen Thriller werden unterschiedlichste Geschmäcker bedient. Hilfreich dabei ist zumeist: Lust auf Blut und Schrecken. Egal ob in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder bei einer anderen Station des FFF, die Faszination gebiert sich aus &#8230;]]></description>
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<p class="has-drop-cap has-text-align-justify"><strong>Das Fantasy Film Fest bringt jedes Jahr um die 50 Filme auf die Leinwände mehrerer deutscher Kinos und lockt so 10 Tage lang Genre-Interessenten an. Von Splatter-Komödien über reinen Horror hin zum koreanischen Thriller werden unterschiedlichste Geschmäcker bedient. Hilfreich dabei ist zumeist: Lust auf Blut und Schrecken.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Egal ob in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder bei einer anderen Station des FFF, die Faszination gebiert sich aus der bewussten Fokussierung auf stilisierten Horror und das nicht-natürliche. &#8222;Übernatürlich&#8220; wäre an dieser Stelle der falsche Ausdruck, denn auch einfache Polizeithriller ohne fantastische Elemente werden hier gezeigt. Nicht-natürlich sind dabei die Stilisierungen von Mördern oder die Inszenierung von Charakteren und ihren Eigenschaften, die vor allem auf blutigen Spaß ausgelegt sind.</p>



<p class="has-text-align-justify">So etwa in <em>The Gangster, The Cop, The Devil</em>, der sich mit einem Serienkiller in Südkorea und der Jagt nach ihm auseinandersetzt. In typisch koreanischer Thrillermanier steht dabei jedoch nicht die reguläre Polizeiarbeit im Vordergrund, vielmehr schafft ein Zusammenspiel aus Gewalt und Draufgängertum einen Mix, der dem Genre vollständig gerecht wird. Der Wahnsinn des Killers, die (an einigen Stellen gedehnte) Gesetzestreue des Polizisten und vor allem die Coolness und in seiner Brutalität doch zelebrierte Gelassenheit des Gangsterbosses bilden eine für das Festival passende Triade aus Unterhaltung, Stilisierung und Spannung. Dabei heben sowohl Kritiker als auch Zuschauer des Festivals Ma Dong-seoks Spiel und Stil heraus, der den namasgebenden Gangster intensiv und eigenwillig charakterisiert. Die Tradition koreanischer Thriller wird angemessen fortgesetzt und auch das Ende weiß Kopfkino auszulösen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" width="680" height="150" data-attachment-id="5841" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay2-16/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay2" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png?w=680" alt="" class="wp-image-5841" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay2.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption> The Gangster, the Cop, the Devil | (c) Sega Sammy Entertainment, Splendid Film</figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-justify">Vorteil des FFF (nicht Fridays for Future) ist es, ein solches Werk inmitten eines erfahrenen Publikums schauen zu können. Die Erwartungen entsprechen dem Gebotenen, es gibt keine Missverständnisse oder verirrte Kinobesucher. Jeder Mensch im Saal weiß worauf er sich einlässt und kann die Mechaniken des Genres würdigen. Plötzliche Gewaltexplosionen lösen keine Abneigung aus, sondern sind von vornherein gewünscht und lassen die Zuschauer in Gelächter oder Jubel ausbrechen. Eine Reaktion die vor allem Splatterkomödien das ein oder andere Mal hervorrufen. So z.B. <em>Ready or Not</em>: Der Film um ein tödliches Versteckspiel auf einem alten Familienanwesen generiert einige dieser Schockmomente, steht sich durch Konventionen und eine Moral in der Unmoral doch teilweise etwas selbst im Weg. Die Vermarktung und Ausrichtung auf ein Publikum ab 16 sind deutlich zu spüren. Glücklicherweise schafft es der Film neben seinen kalkulierten Höhepunkten durch Gewalt auch durch eine herausragende Protagonistin zu überzeugen. Samara Weaving trägt den Film durch ihr erfrischendes Spiel und schreckt dabei nicht vor ungewöhnlichen Reaktionen auf ihr wiederfahrends Unglück zurück. Durch ihre teils zynische Art und Weise die Gefühlswelt der Figur nach Außen zu tragen verschafft sie dem Film die Ehre mehr als ein blasses final girl zur Hauptfigur zu haben. Sie konterkariert den ersten Eindruck der unschuldigen und naiven Braut die einen männlichen Gegenpart benötigt durch eine drastische Entwicklung innerhalb des Films, die ihr Innerstes nach Außen kehrt und beeindruckend, wenn auch überzeichnet, mit den Geschehnissen umgeht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" width="680" height="150" data-attachment-id="5839" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/inlay1-1/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay1-1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png?w=680" alt="" class="wp-image-5839" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1-1.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Ready or Not | (c) Walt Disney Studios Motion Pictures, 20th Century Fox</figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-justify">Das Frankfurter Publikum nahm den Film mit gemischten Gefühlen auf, votete ihn jedoch immerhin auf den dritten Platz des Wettbewerbs, was jedoch sicherlich auch am hohen Publikumsinteresse lag. Wäre der Film etwas mutiger gewesen und hätte das Versteckspiel etwas mehr ausgereizt, wäre sicherlich eine höhere Platzierung möglich gewesen. Der Sieger dieses sogenannten <em>Fresh Blood Awards</em> 2019 ist Hotel Mumbai, der in dieser Woche in den deutschen Kinos startet und mit Dev Patel und Armie Hammer eine durchaus hochkarätige Besetzung aufweisen kann. Er kann sich in eine Reihe heute durchaus rennomierter Geheimtipps einreihen, zu der sich u.a. <em>Brick</em>, <em>Four Lions</em> oder <em>District 9</em> zählen.</p>



<p class="has-text-align-justify">Neben dieser Auswahl an neuen, unverbrauchten und eventuell unterrepräsentierten Filmen punktet das Festival vor allem durch sein Publikum und dessen Erwartungshaltung. So trägt es sich zu, dass das Harmoniekino in Frankfurt, vermutlich ähnlich wie andere Spielstätten deutschlandweit, 10 Tage lang von firedvollen und filmbegeisterten Menschen besiedelt wird und der Wunsch nach cinematischem Blutrausch erfüllt wird. Das Jahr 2020 wird sicherlich ähnlichen Zuspruch erfahren.</p>



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<p class="has-text-color has-text-align-right has-light-gray-color">Titelbild: (c)  Ready or Not | (c) Walt Disney Studios Motion Pictures, 20th Century Fox  </p>
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		<title>Joker: Der amoralische Protagonist und die Kluft zwischen Arm und Reich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 10:09:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie moralisch ein Film sein muss wird zumeist dann diskutiert, sobald ein nicht-konformer Protagonist in einem erfolgreichen Kinofilm auftritt. Vor allem Martin Scorsese musste sich diesen Vorwurf für seine Mafiafilme anhören und er war es auch, der die letzte Welle der Empörung los trat, als 2013 The Wolf of Wallstreet den grenzenlosen Kapitalismus und Exzess verherrlichte. Dabei geht es nicht grundsätzlich um das Abbilden von unmoralischen Handlungen und Eigenschaften sondern um ihre Einbettung. Wie der Film Joker seinen Protagonisten einbettet und ob der Scorsese-Vergleich auch qualitativ standhält lest Ihr im ersten Artikel nach der etwas ausgedehnten Sommerpause von TBC.]]></description>
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<p class="has-drop-cap has-text-align-justify"><strong>Wie moralisch ein Film sein muss wird zumeist dann diskutiert, sobald ein nicht-konformer Protagonist in einem erfolgreichen Kinofilm auftritt. Vor allem Martin Scorsese musste sich diesen Vorwurf für seine Mafiafilme anhören und er war es auch, der die letzte Welle der Empörung los trat, als 2013 <em>The Wolf of Wallstreet</em> den grenzenlosen Kapitalismus und Exzess verherrlichte. Dabei geht es nicht grundsätzlich um das Abbilden von unmoralischen Handlungen und Eigenschaften sondern um ihre Einbettung. Wie der Film <em>Joker</em> seinen Protagonisten einbettet und ob der Scorsese-Vergleich auch qualitativ standhält lest Ihr im ersten Artikel nach der etwas ausgedehnten Sommerpause von TBC.</strong></p>



<p class="has-text-align-justify">Todd Phillips hat bisher nur in einem Genre Erfahrung gesammelt: in der Komödie. Dies merkt man seinem neusten Film durchaus an, denn das durchaus solide und in Teilen auch überdurchschnittlich inszeniert Werk besticht neben den überragenden Fähigkeiten seines Hauptdarstellers vor allem in seinen wohl dosierten, witzigen Augenblicken. In tiefschwarze Momente baut der Regisseur ebenso dunklen Humor ein und schafft es so Charakter wie Szene in ungewohnter Weise vielschichtig und unangenehm zu färben. Das zumeist gelb-rot gefärbte Bild zeigt sich hingegen auf dauer etwas repetitiv. Während Scorsese durch neue Einfälle seine Werke frisch hält, setzt Phillips in entscheidenden Szenen beispielsweise laute Musik ein, ein Effekt der durchaus funktioniert, allerdings in Teilen plump wirken kann. Nichtsdestotrotz schwebt über der Laufzeit von zwei Stunden durchgehend eine seltsame Spannung die den Medikamentenrausch Arthur Flecks seltsam akkurat auf den Zuschauer überträgt und nach der Sichtung durchaus für Gesprächsstoff sorgen kann. <em>Joker </em>gelingt es nicht nur aufgrund der uneindeutigen Mischung aus Tragödie und Komödie ein  Unbehagen beim Publikum auszulösen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" data-attachment-id="5813" data-permalink="https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/10/11/joker-der-amoralische-protagonist-und-die-kluft-zwischen-arm-und-reich/inlay1-21/" data-orig-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png" data-orig-size="680,150" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="inlay1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png?w=300" data-large-file="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png?w=680" src="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png?w=680" alt="" class="wp-image-5813" width="882" height="194" srcset="https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png 680w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png?w=150 150w, https://theblogcinematic.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/10/inlay1.png?w=300 300w" sizes="(max-width: 882px) 100vw, 882px" /><figcaption><em>Joker </em>| (c) Warner Bros.</figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-justify">Schon vor dem offiziellen Kinostart war <em>Joker </em>ein umstrittener und von den Kritikern polarisiert diskutierter Film. Statt, wie viele Kommentare es tun, erneut darauf einzugehen, welche Moral der Protagonist vertritt, ist die Einbettung seiner Handlungen in das von Phillips geschaffene soziale Gefüge weitaus interessanter. Arthur Fleck lebt seine körperliche und geistige Instabilität in einer drastisch überzeichneten Version unserer Realität aus, die in diesen Extremen kaum realistisch ist. Dabei bedient sich Phillips jedoch an gegenwärtig medial und sozial diskutierten Entwicklungen und setzt sie um das 100-fache verstärkt zu seinem Gotham City zusammen. Die in Nordamerika angesiedelte Megacity wird mit Beginn des Films als dreckiger und überfüllter Moloch gezeichnet: Überfüllte U-Bahnen, nicht-funktionierende Infrastruktur, sich stapelnder Müll und wörtlich genannte &#8222;Super-Ratten&#8220; bereiten den Einwohnern wie den verantwortlichen Politikern Probleme, und erschweren vor allem das Leben der marginalisierten Schichten des kapitalistischen Systems. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die mit ihrer Zunahme die Solidarität schwinden lässt, ist Auslöser der im Finale des Films auftretenden Gewaltergüsse. Dabei geht die Solidarität nicht absichtlich verloren, vielmehr scheint die steigende Distanz zwischen den Extremen eine gewisse Ohnmacht zu verursachen, die beiderseits das Verständnis für die Probleme des jeweils anderen schwinden lässt. Dies hat einerseits zu Folge, dass der untere Rand der Gesellschaft Wut und Abneigung entwickelt, gegenüber der Seite, die sie offenbar ausnutzt, während andererseits die von der Oberschicht besetzte Politik keine Lösung für den Einzelnen anbietet und Sozialhilfen sogar vollständig einstellt. Der Joker bietet den marginalisierten Gruppen eine Alternative an, er steht für den Protest und die Veränderung. Er bietet keine Lösung an, doch sogar die Veränderung im Chaos hat eine größere Anziehungskraft als die Ohnmacht des Establishments, welchem das Verständnis für Veränderungen unabhängig einer politischen Agenda völlig fehlt. All dies findet sich in einer amerikanischen Großstadt wieder, die in Teilen durchaus an New York oder <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Christopher Nolans Gotham (öffnet in neuem Tab)" href="https://theblogcinematic.wordpress.com/2019/01/04/gotham-city-kriminelle-grossstadt-oder-fantastischer-moloch/" target="_blank">Christopher Nolans Gotham</a> erinnert, durch ihre immense Größe jedoch noch deutlich erschlagender und überfordernder erscheint.</p>



<p class="has-text-align-justify">Inspirationen für das hier fehlende dichotome Verständnis der beiden Parteien zieht Phillips aus der Realität. In den USA wie Westeuropa sowie im Prinzip Weltweit wird der Graben zwischen Arm und Reich immer tiefer und bietet Raum für selbsternannte Alternativen und Populisten, die sich vor allem durch die Abspaltung von etablierten Größen definieren. Im Film erdenkt Phillips eine, passend zum Setting, in Form und Ausführung extrem übersteuerte Alternative, um so dem bekannten Wahnsinn des Jokers gerecht zu werden. Er läuft als zurückgelassener, misshandelter, betrogener und unter Drogen stehender Geisteskranker in diesem dysfunktionalen System Amok und schafft es die Zurückgelassenen der fiktionale Stadt anzustacheln.</p>



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<p class="has-text-align-justify">Das sich der Joker Gewalt zunutze macht, um sich existent zu fühlen und seine Wut auf das Establishment ausdrücken, und er durch seine Vorgeschichte dennoch als Opfer gezeigt wird, ist das was diesen Film in den Fokus der Kritik und doch auch ins Rampenlicht gerückt hat. In jedem Fall ist zu verurteilen was diese Figur tut, dennoch schafft es der Film offenbar eine Diskussion darüber zu entfachen, was im Kino gezeigt werden und ob die Figur Nachahmer hervorbringen kann. Die spannendere Frage ist jedoch sicherlich, welche Umstände zu einem solchen Verhalten führen und welche Parallelen zur Realität, sei die Fiktion noch so übersteuert, gezogen werden können. Scheint es nicht sinnvoller Schlüsse in Bezug auf Solidarität, den Sozialstaat und Politik zu ziehen, als zu unterstellen, dass ein Film Gewalttaten auslösen kann? Todd Phillips geht sicherlich nicht durchgehend subtil vor in seiner Abbildung und arbeitet durchaus mit deutlicher Bildsprache, die Idee, dass soziale Missstände gewisse Personen so sehr an den Rande des Ertragbaren treiben und daraus vereinzelte Zwischenfälle entspringen können, erscheint jedoch nicht ganz weit hergeholt und steht als Kernaussage des Films.</p>



<p class="has-text-align-justify">Das <em>Joker </em>durch seine andere Herangehensweise solche Aufmerksamkeit erhält zeigt einerseits die Missstände des egal-gewordenen Mainstreamkinos auf, das den Eskapismus und die Immer-Gute-Stimmung-Mentalität von Disney propagiert, hebelt diese jedoch andererseits angenehm aus. Zudem geht der Film den ersten Schritt in die richtige Richtung, indem er für seine Entlarvung das am meisten von etablierten Strukturen geprägte Genre des letzten Jahrzehnts wählt. Zu hoffen bleibt, dass sich weitere Filmemacher an diese Ansätze herantrauen und nicht in von  Studios angeordneten Nachahmungen untergehen. Denn ernsthaftes Kino kann auch auf der Großen Bühne funktionieren, sofern die Herangehensweise stimmt.</p>



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<p class="has-text-color has-text-align-right has-light-gray-color">Titelbild: (c) Warner Bros.</p>
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