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		<title>Das Möbelhaus &#8211; Von Technik und Kommunikation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Neubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2016 11:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[KMU]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelständler]]></category>
		<category><![CDATA[Möbelhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich nur ein Möbelhaus besuchen, zu meiner Überraschung bin ich in einem Technik- und Kommunikationsmuseum der 90er Jahre</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://totterturm-pr.de/1153-2/">Das Möbelhaus &#8211; Von Technik und Kommunikation</a> erschien zuerst auf <a href="http://totterturm-pr.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich nur ein Möbelhaus besuchen, zu meiner Überraschung bin ich in einem Technik- und Kommunikationsmuseum der 90er Jahre gelandet. Den Unternehmensnamen nenne ich hier bewusst nicht. Es geht mir nicht darum, irgendwelchem Ärger Luft zu machen. Ich war einfach überrascht, dass es so etwas noch gibt. So überrascht, dass ich das Unternehmen sogar gegoogelt habe, weil ich es nicht glauben wollte. Tatsächlich bin ich nicht alleine mit meiner Erfahrung. Außerdem hat das natürlich auch etwas mit Kommunikation zu tun. Denn das Image eines Unternehmens bildet sich, weit mehr als durch Marketing-Kampagnen, im direkten Kontakt mit den Kunden.</p>
<p><strong>Worum es geht</strong></p>
<p>Also erst einmal um die Familie. Kurz: Wir wollten neue Betten für die Kinder kaufen. Die Große hatte gerade ihr Kinderzimmer in ein Jugendzimmer verwandelt und fand das alte Bett nun nicht mehr passend, die Kleine wollte nicht nachstehen und war ganz versessen darauf, ein Bett zu bekommen, bei dem sich unten ein weiteres Gästebett ausziehen lässt. „Papa, damit auch mal Freundinnen bei mir schlafen können“. Also sind wir zu dritt – die Große hatte andere Verpflichtungen – an einem Samstag los in das Möbelhaus. Die Kette, zu der das Geschäft gehört, ist einer der größten Anbieter auf dem deutschen Markt und nicht blau-gelb.</p>
<p><strong>Die Bestellung</strong></p>
<p>Das Möbelhaus sah innen aus, wie alle Möbelhäuser aussehen: Ein Haufen Möbel steht fein sortiert nach Zimmer und Bestimmung zusammen. Dort wo die Kinderbetten sich zusammenrotten, trafen wir eine Vorauswahl und suchten dann nach einer Verkäuferin. Denn nach der ersten Durchsicht war Beratung notwendig. Die erste Verkäuferin, die ich ansprach, weil sie ohne erkennbaren Arbeitsauftrag in der Nähe stand, erklärte sich für nicht zuständig. Netterweise verwies sie mich an einen Schreibtisch etwas weiter weg.</p>
<p>An diesem Schreibtisch saß auch besagte Verkäuferin in einem Gespräch mit einer Kundin. Also wartete ich und wartete und wartete. Als ich mich gerade abwenden wollte, sah mich die Kundin, mitleidig lächelnd an: „Warten sie lieber, ich bin gleich fertig“. (Später verstand ich dann woher dieser mitleidige Blick kam.) Warten finde ich noch nicht einmal negativ. Wenn ich schnelle Bedienung möchte, muss ich zu einem teuren Einzelhändler gehen, irgendwo müssen die Preise der Möbelhausketten ja herkommen.</p>
<p>Überraschender als das Warten war der Bestellprozess. Die Verkäuferin, sehr nett und kompetent, beriet uns gut und wir waren willig ein Bett zu kaufen. Zumal es an diesem Samstag eine Rabattaktion gab. Super Sache. Also los, schnell bestellt und dann ab nach Hause. Mit schnell Bestellen war aber nix, dazu fehlte ein modernes Warenwirtschaftssystem.</p>
<p>Am Schreibtisch der Verkäuferin hatte ich einen guten Blick auf den Monitor. Und der Monitor musste irgendwo in einem Zeitloch in den 90er stehen. Was ich da sah, hatte ich zuletzt bei Windows 3.1 Benutzeroberflächen gesehen &#8211; Ich dachte, so etwas gibt es nur noch in Arztpraxen. Leider war nicht nur die Grafik, sondern auch das Handling Windows 3.1. Die bedauernswerte Verkäuferin musste jedes einzelne Teil, das für unsere Bestellung notwendig war, aus einem Katalog des Herstellers heraussuchen und mit kompletter Bezeichnung, langer Artikelnummer und Preis per Hand in eine Maske eingeben. Nix alles mit ein paar Klicks schnell zusammengestellt. Netterweise wurden wir gefragt, ob wir nicht im Restaurant einen Kaffee trinken möchten, es könnte länger dauern.</p>
<p>Wir verneinten, da wir eigentlich für den Nachmittag noch zum Kaffee verabredet waren. Wie dumm von uns. Nach gut einer dreiviertel Stunde hatte die Verkäuferin alles eingegeben und machte sich an den Ausdruck. In einer Ecke fing ein 9-Nadeldrucker, sozusagen die Dampfmaschine unter den Druckern, an zu pfeifen, rattern und singen. Nach einiger Zeit hatte er dann auch den Auftrag in dreifacher Ausführung mit Durchschlägen aufs Papier getackert. Jetzt, nachdem alles ausgedruckt war, zückte die Verkäuferin einen Taschenrechner, um den Rabatt der Sonderaktion auszurechnen und handschriftlich auf dem Auftrag zu vermerken. Die Frau war wirklich nett und tat mir ein wenig leid.</p>
<p>Leid tat mir auch, dass wir inzwischen den für den Nachmittag geplanten Termin verpasst hatten. Aber glücklicherweise gab es zu dem Bett vom Hersteller einen kostenfreien Liefer- und Aufbau-Service, so dass wir erst bei Lieferung bezahlen mussten. Denn im Kassenbereich konnten wir ein anmutiges Ballett von Kunden, Kassierern und weißen Zetteln bewundern. Dabei wedelten verzweifelte Kunden auf der Suche nach dem richtigen Zettel mit den dreifach ausgeführten Aufträgen und die Kassierer schüttelten dazu mit ernster Miene den Kopf, wenn sie nicht den richtigen Auftrag vorgelegt bekamen.</p>
<p><strong>Die Stornierung</strong></p>
<p>Zugegeben, die Bestellung hat unter anderem so lange gedauert, weil wir das Bett doppelt bestellt hatten und die Verkäuferin, die Bestellung zweimal in vollem Umfang eingeben musste. Aber die Idee war für uns bestechend: Wenn der großen Tochter das Bett auch gefallen würde, hätten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wenn nicht, stornieren wir es einfach, was wir uns extra auf dem Auftrag bescheinigen ließen – handschriftlich natürlich. Die sympathische Verkäuferin machte uns auch darauf aufmerksam, dass sie in der nächsten Woche nicht da sei und gab uns eine Telefonnummer einer Kollegin, der sie Bescheid geben würde.</p>
<p>Natürlich wollte die Große nicht das gleiche Bett wie die Kleine. War auch ziemlich naiv von uns, das anzunehmen. Also rief ich gleich montags bei dem Möbelhaus an, um die Bestellung zu stornieren. Die freundliche Kollegin der Verkäuferin wusste auch Bescheid, sagte aber, dass sie noch den Ordner holen müsse und sich dann wieder melden würde. Erst nach dem Auflegen, fing mein Hirn wieder an zu arbeiten. Immer wieder hallte „Ordner holen“ durch meinen Kopf.</p>
<p>Für die Jüngeren unter den Lesern: beim Ordner holen, steht man von seinem Arbeitsplatz auf, geht zu einer großen Schrankwand, in der viele meist alphabetisch geordnet Ordner stehen, holt den betreffenden Ordner heraus und trägt ihn zu seinem Arbeitsplatz. Dort schlägt man den Ordner auf und sucht zwischen Registertrennern, die so eine Art Ordner im Ordner sind, nach dem Auftrag. Für die Älteren: Ordner holen ist in etwa das, was ein Computer macht, wenn man in einer Suchmaske den Namen des Kunden eingibt und er dann in Sekundenschnelle den kompletten Vorgang auf dem Bildschirm anzeigt.</p>
<p>Selbstredend rief die freundliche Kollegin nicht mehr am gleichen Tag zurück. Wahrscheinlich war sie damit beschäftigt, unzählige Ordner aus einer Schrankwand zu ihrem Schreibtisch zu tragen. Als ich am nächsten Tag noch einmal telefonisch nachfragte, entschuldigte sie sich dafür, hatte den Ordner aber an ihrem Schreibtisch und ich konnte den Auftrag stornieren.</p>
<p><strong>Das Lattenrost</strong></p>
<p>Etwa anderthalb Wochen später bekam ich dann einen Anruf eines anderen netten Mitarbeiters des Möbelhauses. Der findige Mitarbeiter hatte sich den Auftrag noch einmal angesehen und ihm war aufgefallen, dass eins der bestellten Lattenroste nicht in das Bett passen konnte. Zur Erinnerung, das Bett hat ein zweites ausziehbares Bett. Die Maße des ausziehbaren Bettes waren nun nicht die gleichen wie die des eigentlichen Bettes. Ich bedankte mich recht herzlich für seine Aufmerksamkeit und bestätigte ihm, dass der Auftrag entsprechend geändert werden sollte.</p>
<p>Gut eine Woche später bekam ich dann auch eine Mail des Mitarbeiters. Der Betreff der Mail war der Name des Möbelhauses. Immerhin, so konnte ich die Mail wenigstens zuordnen. Denn einen Text hatte die Mail nicht – noch nicht einmal eine automatische Signatur. Ich starrte auf einen weißen, leeren Bildschirm. Glücklicherweise fiel mir das PDF im Anhang mit dem vielsagenden Titel „SMNEFEH1015112300071.pdf“ auf. In dem PDF fand ich dann die eingescannte Version eines Laufzettels mit der Überschrift „Auftragsänderung“. Hier war handschriftlich die Änderung mit der genauen Bezeichnung des alten Lattenrostes und des neuen Lattenrostes sowie des Aufpreises vermerkt.</p>
<p>Über die Merkwürdigkeit des gescannten Laufzettels habe ich mich nach den vorherigen Erlebnissen schon nicht mehr gewundert. Die leere Mail hingegen fand ich sehr befremdlich. Insbesondere als ich einige Tage später mit meiner Frau darüber sprach und ihr einfiel, dass jemand von dem Möbelhaus angerufen hätte und ich irgendwas unterschreiben sollte. Gut, da hat es auch ein kleines Kommunikationsleck in unserer Ehe gegeben. Passiert aber eben manchmal und damit sollte ein Unternehmen, dessen Zielgruppe vornehmlich Familien sind, auch rechnen.</p>
<p>Ich habe das PDF dann ausgedruckt, unterschrieben, wieder eingescannt und per Mail mit Anschreiben zurückgeschickt. Danach habe ich gehofft, dass ich das Ganze nicht noch einmal per Post wiederholen musste. Mittlerweile hätte mich das auch nicht mehr gewundert.</p>
<p><strong>Der Liefertermin</strong></p>
<p>Anschließend habe ich eine ganze Weile nichts von dem Unternehmen gehört und erst als es mit großen Schritten auf Weihnachten zuging, machte ich mir allmählich Sorgen, dass es mit dem Weihnachtsgeschenk für die Kleine vielleicht nichts geben würde. Inzwischen hatte die Große ihr Bett, das sie dann doch in der schwedischen Pommesbude mit angeschlossener Möbelausstellung bestellt hatte, geliefert bekommen.</p>
<p>Leider blieben alle Anrufversuche bei dem Möbelhaus in der Wartschleife hängen. Vor Weihnachten war es mit teilweise halbstündigen Wartezeiten nicht möglich, einen Mitarbeiter ans Telefon zu bekommen. Die Warteschleifenmusik habe ich in dieser Zeit manchmal nachts im Schlaf gesummt. Irgendwann habe ich es dann aufgegeben und wir haben der Kleinen erklärt, dass ihr Weihnachtsgeschenk erst nach Weihnachten kommt. „Ist ja nicht schlimm Papa, Hauptsache ich bekomm mein Bett noch“</p>
<p>In den Weihnachtsferien waren wir dann ein paar Tage im Urlaub, so dass ich den nächsten Versuch, erst so um den 10. Januar 2016 startete. Die Weihnachtsbeschwerdewelle war wohl vorbei und ich bekam sofort jemanden ans Telefon. Die junge Dame sagte, dass man schon versucht hätte mich anzurufen. Nennen wir das mal geschwindelt. Das Unternehmen hatte meine mobile und meine geschäftliche Telefonnummer. Mein Smartphone habe ich nun auch im Urlaub immer dabei und mein geschäftliches Telefon verfügt über einen Anrufbeantworter und Anruflisten. Auf keinem der Telefone war ein Anruf des Möbelhauses eingegangen.</p>
<p>Wie dem auch sei, die Dame freute sich, mir mitteilen zu dürfen, dass das Bett Ende Januar geliefert würde. Dreieinhalb Monate Lieferzeit für ein Standard-Kinderbett. Respekt. Als wir im weiteren Verlauf des Gesprächs dann einen genauen Termin ausmachten, habe ich das erste und einzige Mal in diesem Ganzen Hickhack die Contenance verloren. Denn mit der Bestätigung des Termins sagte sie mir, dass die Lieferanten an diesem Tag zwischen 7.00 Uhr morgens und 18.30 abends kommen würden. Auf die Frage, ob man das nicht ein wenig eingrenzen könnte, bekam ich die Antwort: „Das disponieren die Lieferanten selber, da haben wir keinen Einfluss drauf. In der Regel würden die Lieferanten aber eine Stunde vorher anrufen“. Herzlichen Dank. Für diesen Tag habe ich dann keine weiteren Termine gemacht.</p>
<p><strong>Die Lieferung</strong></p>
<p>Gestern kam dann die Lieferung. Die Lieferanten haben auch angerufen – eine viertel Stunde vorher. Zum Glück hatte ich beschlossen, das Haus an diesem Tag besser nicht zu verlassen. Ansonsten kann man über die Lieferung und den Aufbau nichts allzu Schlechtes sagen. Dass sie die weißen Plastiknippel nicht in die Löcher gesteckt haben &#8211; geschenkt.</p>
<p>Amüsant war dann aber wieder die Rechnung. Das geänderte Lattenrost eingerechnet, wies sie gegenüber dem Betrag auf dem Auftrag gut drei Euro mehr zu meinen Ungunsten auf. Ein Anruf der Lieferanten im Unternehmen brachte da auch kein Licht ins Dunkle. Man konnte sich das nicht erklären. Letztlich war es mir egal. Ich hielt so oder so einen höheren Betrag bereit, weil ich den Lieferanten noch Trinkgeld geben wollte. Das hat sich dann eben entsprechend verringert.</p>
<p><strong>Was bleibt</strong></p>
<p>Eine große Leere. Ich war froh, als die Lieferanten endlich das Haus verlassen hatten. Wenn man mich nach meinen Erlebnissen fragt, welches Image das Unternehmen für mich nun hat? In einem dunklen Büro sitzt ein alter Mann hinter einem verstaubten Herrenschreibtisch aus Eiche und sagt: „Das haben wir immer schon so gemacht“. In etwa so sehe ich das Möbelhaus heute.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Facebook – Hasskommentare sperren verschleiert das Problem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Neubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2015 12:08:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hasskommentare, rechte Lügen und Propaganda auf Facebook sind widerlich und haben ein kaum noch zu ertragendes Ausmaß angenommen. Nur allzu</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hasskommentare, rechte Lügen und Propaganda auf Facebook sind widerlich und haben ein kaum noch zu ertragendes Ausmaß angenommen. Nur allzu gerne springen Politiker aller Couleur auf den Zug auf, Facebook für seine wahrlich merkwürdige Sperrpolitik zu kritisieren. Natürlich ist diese Kritik berechtig. Es kann nicht sein, dass jeder Hauch einer Brustwarze sofort gelöscht wird und menschverachtende Kommentare trotz zahlreicher Meldungen ungehindert stehen bleiben. Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern, wie kürzlich auch die <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/hasskommentare-hier-entscheidet-facebook-was-rassismus-ist-1.2709519" target="_blank" rel="noopener">Süddeutsche Zeitung erfahren musste</a>. Facebook wird sich da nicht in die Karten gucken lassen und sieht keinen Grund, seine Politik in dieser Hinsicht zu ändern. Warum auch? Die braune Meute ist in der Regel auf FB gut vernetzt und liefert immer wieder Inhalte, die bei Anhängern und Gegnern ein hohes Maß an Aktivität hervorrufen. Und die Aktivität der Nutzer ist letztlich das Pfand, mit dem Facebook wuchert.</p>
<p>Von daher ist die Kritik an Facebook berechtigt. Dennoch hat sie einen entscheidenden Haken. Denn die Kritik an Facebook verschleiert, dass hinter den Kommentaren Menschen stehen. Die Schuld an den Hasskommentaren und der damit verbreiteten Stimmung der geistigen Brandstiftung wird auf das Unternehmen verschoben und da liegt sie nicht. Nicht Facebook schreibt die Hasskommentare, Facebook ist “nur“ das Medium durch das sie verbreitet werden. Das Ganze erinnert ein wenig an die „Das Internet ist böse“ Debatte vor ein paar Jahren. Es ist nicht das Internet, es ist die Art wie Menschen das Internet benutzen. Dem Internet und den sozialen Medien kommt allenfalls eine Katalysator-Funktion zu, weil es die Menschen stärker vernetzt und die rechte Brut sichtbar macht. Aber das machen soziale Median im Guten wie im Bösen. Anders formuliert: Niemand käme auf die Idee das Telefon zu verteufeln, weil man damit Straftaten planen kann, denn mit dem Telefon kann man genauso gut die Polizei rufen, um Straftaten zu vereiteln.</p>
<p>Und tatsächlich stellt sich auch bei den Hasskommentaren die Frage: „Wo ist die Polizei?“. Denn eine Vielzahl der Hasskommentare erfüllt den Straftatbestand der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Volksverhetzung" target="_blank" rel="noopener">Volksverhetzung</a>. In diesem Sinne sollten die Politiker nicht darüber lamentieren, dass Facebook die Hasskommentare sperren soll, sondern wie sie die Strafverfolgung solcher Kommentare forcieren können.</p>
<p><strong>Praxishilfe:</strong></p>
<p>Als Praxishilfe hat die Zeit hier sehr schön die Möglichkeiten zusammengestellt, was man bei Hasskommentaren auf Facebook tun kann: <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2015-08/facebook-kommentare-hass-hetze-anzeige/seite-2">melden, anzeigen, öffentlich machen, diskutieren.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="http://totterturm-pr.de/facebook-hasskommentare-sperren-verschleiert-das-problem/">Facebook – Hasskommentare sperren verschleiert das Problem</a> erschien zuerst auf <a href="http://totterturm-pr.de"></a>.</p>
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		<title>Spamwelle – Viele Telekom-Kunden betroffen „Fw: important“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Neubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2015 14:49:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell Dir vor, es läuft eine Spamwelle, ein großes deutsches Telekommuikations-Unternehmen ist betroffen und keiner sagt was. Wie es scheint</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://totterturm-pr.de/spamwelle-viele-telekom-kunden-betroffen-fw-important/">Spamwelle – Viele Telekom-Kunden betroffen „Fw: important“</a> erschien zuerst auf <a href="http://totterturm-pr.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://totterturm-pr.de/wp-content/uploads/2012/09/Totterturm_Social_Media_Kontrollverlust.png"></a>Stell Dir vor, es läuft eine Spamwelle, ein großes deutsches Telekommuikations-Unternehmen ist betroffen und keiner sagt was. Wie es scheint wurden in den letzten Monaten verstärkt E-Mail-Konten der Telekom angegriffen und das Unternehmen sagt nichts dazu. Na gut, wollen wir nicht so hart sein. Es sagt nicht viel dazu. Aber auch sonst wird der Angriff in großen Teilen des Netzes nicht kommentiert, obwohl er, wie ich finde nicht nur äußerst Massiv, sondern auch besonders perfide ist. Denn es gibt kaum etwas, was die Betroffenen dagegen unternehmen können, weil die Basis (wahrscheinlich) ein Hack und kein Virus oder Trojaner ist. Außerdem kann man sogar Betroffen sein, wenn man nicht betroffen ist. Aber der Reihe nach.</p>
<p><strong>Wer ist betroffen?</strong></p>
<p>In erster Linie t-online.de-Accounts. Die Telekom hat dazu auch schon<a href="http://www.t-online.de/computer/sicherheit/id_75115714/deutsche-telekom-warnt-spam-welle-erreicht-t-online-de-konten.html" target="_blank" rel="noopener"> eine Meldung </a>rausgegeben. Andere Meldungen finden sich bei <a href="http://www.golem.de/news/security-massenhaft-spam-ueber-t-online-konten-versendet-1508-115844.html" target="_blank" rel="noopener">golem.de</a> und bei <a href="http://www.heise.de/security/meldung/Deutsche-Telekom-warnt-vor-Spam-Welle-2786008.html" target="_blank" rel="noopener">heise security</a>.</p>
<p><strong>Was ist passiert?</strong></p>
<p>Ich bin nur zufällig darüber gestolpert, weil der t-online-Account eines Freundes betroffen ist. Seine Mailadresse wird für das sogenannte<a href="http://www.storage-insider.de/glossar/articles/181796/" target="_blank" rel="noopener"> Mail-Spoofing</a> missbraucht. Das heißt, jemand hat einen eigenen Mailserver aufgesetzt und verschickt mit der @t-online.de Adresse meines Schwiegervaters Spam-Mails. Das ist in etwa so, wie Briefe mit einem falschen Absender verschicken. So funktionieren unter anderem auch die Phishing-Mails.</p>
<p><strong>Was ist besonders perfide?</strong></p>
<p>Prekär und besonders perfide ist das Ganze, weil der Mailaccount vorher ausspioniert wurde. Interessanterweise wurden dabei nicht wie üblich die Adressbücher ausgelesen und genutzt, sondern über einen bestimmten Zeitraum die Mailadressen aus dem Post-Eingang und –Ausgang abgegriffen. Das kann man daran sehen, dass viele Mails unter anderem auch an die Adressen von Newsletter und Personen versandt wurden, die definitiv nicht in seinem Adressbuch stehen. Andere Personen, die im Adressbuch stehen aber länger nicht angeschrieben wurden, bekamen hingegen keine Spam-Mails.</p>
<p>Zudem verwenden die Spammer unterschiedliche Absendernamen, die sie aus den abgefangenen Mailadressen generieren. So bekam ich unter anderem auch schon Anrufe von Leuten, die wir beide im Adressbuch haben, dass ich Spam versenden würde. Tatsächlich wird aber auch dabei die Mailadresse von meinem Schwiegervater benutzt und nur mein Name als Absender eingetragen. Von daher bin ich betroffen, ohne betroffen zu sein.</p>
<p>Außerdem wird der Spam nicht wie sonst an einzelne Personen, sondern immer an größere Verteiler von 20 -50 Personen verschickt. Das schafft nochmal zusätzlich „Vertrauen“, weil man ja viele Personen kennt, die im Verteiler stehen. Einige unbedarftere Bekannte haben daraufhin schon auf den Link in der Spam-Mail geklickt, weil sie dachten, dass es vielleicht doch eine richtige Mail ist.</p>
<p><strong>Wie ist es passiert?</strong></p>
<p>Der Rechner meines Freundes ist definitiv viren- und trojanerfrei. Das haben wir jetzt mehrfach überprüft. Das deckt sich auch mit den Angaben, die sich in den <a href="http://www.administrator.de/frage/account-spam-missbraucht-tipps-parat-280474.html" target="_blank" rel="noopener">einschlägigen Adminforen</a> finden. Unter anderem sind auch Linux und Apple-Systeme betroffen, die ja nicht gerade als anfällig für Viren gelten. Von daher müssen die Mailadressen an anderer Stelle abgegriffen worden sein. Dies würde auch dazu passen, dass nicht die Adressbücher angezapft wurden, sondern Posteingang und Postausgang.</p>
<p>Interessanterweise rätseln über das Wie auch die Experten in den IT-Foren. Es scheint da ebenso viele Möglichkeiten wie Vermutungen zu geben. Der Account könnte direkt auf dem t-online-Server gehackt, eine Schwachstelle am SMPT-Server oder eine Smartphone-App genutzt worden sein. Viren und Trojaner schließen auch die Experten aus.</p>
<p><strong>Wie erkennt man, dass man betroffen ist?</strong></p>
<p>Da der Spam nicht vom eigenen Rechner versandt wird, merkt man das nur daran, wenn plötzlich Mails als unzustellbar zurückkommen, die man gar nicht versandt hat. Außerdem gibt es immer gutmeinende Bekannte und Freunde, die einen in so einem Fall darauf aufmerksam machen.</p>
<p>Für die Empfänger ist die Spam-Mail übrigens gut zu erkennen. Schon der Betreff: „Fw: important“ sagt alles. Der Inhalt ist ansonsten auch nicht besser. „Hey“ ein Link und der Name des Absenders. Umlaute werden dabei nicht dargestellt. Für versiertere Nutzer kann der Spam auch am Mail-Header erkannt werden. Neben unterschiedlichen Mailservern wird beim Helo Befehl immer der Name <strong>&#8222;</strong><strong>WORLDST-UQ3K9Q0</strong><strong>&#8220; </strong>verwendet.</p>
<p><strong>Was kann man dagegen tun?</strong></p>
<p>Als Betroffener dummerweise nichts. Man kann sein Mail-Passwort ändern. Damit verhindert man vielleicht, dass der Account weiter ausspioniert wird. Viellicht, denn unter Umständen nutzen die Hacker eine ganz andere Schwachstelle bei der Telekom, am Router oder wo auch immer, für die man kein Passwort benötigt.</p>
<p>Am Versand des Spams kann man aber nichts ändern, das läuft ja durch das Spoofing über einen Server, auf den man keinen Zugriff hat. Wir wägen gerade den Aufwand und Nutzen ab, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Das ist ja heute nicht mehr so einfach, da die Mailadresse ja bei vielen anderen Services als Zugang genutzt wird.</p>
<p>Ansonsten bleibt nur eine Mail an alle zu schicken, die in den Spamverteiler geraten sind und sie über die Situation aufzuklären.</p>
<p><strong>Was sonst noch interessant ist?</strong></p>
<p>&#8230;dass sich Informationen über die Spamwelle noch nicht weiter verbreitet haben. Vor allem, weil die Schwachstelle noch nicht identifiziert wurde und schon seit Wochen existiert. Die ersten Berichte stammen von Mitte August. Außerdem verwundert es, dass viele Telekom-Kunden betroffen sind (Update 27.09.15: Mittlerweile gibt es aber auch Berichte von anderen Providern wie 1&amp;1, arcor oder gmx). Ich bin nun wirklich kein IT-Experte und nur mit einem gesunden Halbwissen gesegnet, aber an der Stelle würde ich bei der Analyse ansetzen. Vielleicht ist es ja eine veraltete Software eines Telekom-Routers? Die meisten Telekom-Kunden und einige ehemalige Kunden auch werden den hauseigenen Router verwenden. Dass die Server der Telekom gehackt wurden schließt das Unternehmen ja aus. Und ansonsten müsste ja viel mehr Anbieter in größerem Ausmaß betroffen sein.</p>
<p>Außerdem wundere ich mich ein wenig über die schlechten Informationen durch die Telekom. Außer der einen Erklärung und des Hinweises, dass man sein Passwort ändern sollte, ist bislang nichts passiert.</p>
<p><strong>Wo kann man sich weiter informieren?</strong></p>
<p>Mir erscheint das Adminforum hier am verlässlichsten und immer noch an der Sache dran zu sein:</p>
<p><a href="http://www.administrator.de/frage/account-spam-missbraucht-tipps-parat-280474.html">www.administrator.de</a></p>
<p>Sollte jemand eine Idee, Lösung oder besonderen Hinweis haben, wäre ich dafür auch dankbar. Mein Freund muss die Spam-Mails ja auch noch irgendwie loswerden. Bislang ist mir außer einem Anbieterwechsel nichts dazu eingefallen.</p>
<h3><strong>Update 27.09.15</strong></h3>
<p>Mittlerweile habe ich ein paar Mails und Hinweise zu dem Artikel bekommen. Eine wirkliche Lösung ist nicht in Sicht, aber weitere interessante Artikel zu dem Thema finden sich hier:</p>
<p>Agoradesign.at: <a href="http://www.agoradesign.at/blog/worldst-uq3k9q0-ein-weit-unterschaetzter-neuer-super-hack" target="_blank" rel="noopener">WORLDST-UQ3K9Q0 &#8211; ein weit unterschätzter neuer Super-Hack?</a></p>
<p>Wardine´s Wrock: <a href="http://wardinewrock.blogspot.de/2015/09/email-sent-under-my-name-not-from-me.html" target="_blank" rel="noopener">Email send under my name not from me</a></p>
<p class="entry-title">3Sepo@Blog: <a href="http://blog.trisepo.com/archives/2113/" target="_blank" rel="noopener">Fw: Important! – HELO WORLDST-UQ3K9Q0</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://totterturm-pr.de/spamwelle-viele-telekom-kunden-betroffen-fw-important/">Spamwelle – Viele Telekom-Kunden betroffen „Fw: important“</a> erschien zuerst auf <a href="http://totterturm-pr.de"></a>.</p>
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		<title>Pressefoto &#8211; Darf man ein totes Kind zeigen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Neubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2015 13:31:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die kurze Antwort: Ja, man darf es zeigen. Das Aber: Der Grad ist schmal, zwischen dem, was man zeigen kann</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure style="width: 315px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=497301023778200&amp;set=gm.1657780834479149&amp;type=1"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="" src="https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xpf1/v/t1.0-9/11949307_497301023778200_1322480185536861678_n.jpg?oh=bda1e8286fd7556f213e106478155465&amp;oe=5662B8A8" alt="" width="315" height="315" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Foto:<a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=497301023778200&amp;set=gm.1657780834479149&amp;type=1" target="_blank" rel="noopener"> Amine Slimanes</a></figcaption></figure>
<p>Die kurze Antwort: Ja, man darf es zeigen. Das Aber: Der Grad ist schmal, zwischen dem, was man zeigen kann und sollte und dem, was nur dazu dient, den Voyeurismus einzelner zu bedienen. Vor allem darf man es aber zeigen, weil dieses spezielle Foto schon jetzt, in kurzer Zeit zu einem Symbol geworden ist. Viele Fotos toter und leidender Menschen waren schon vorher Symbole und <a href="https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/world-press-photo-101.html" target="_blank" rel="noopener">viele Fotos werden es nachher sein</a>. Man denke nur an das Bild der weinenden Kim Phúc, dem „Napalm-Mädchen“ aus dem Vietnam-Krieg, oder die anderen Fotos, toter Kinder während der vielen Katastrophen in dieser Welt. Sie alle haben sich in das kollektive Bewusstsein der Menschen gebrannt. Die Frage, ob man sie zeigen durfte oder nicht, stellt sich hier nicht mehr.</p>
<p>Entscheidend ist immer der Kontext der Fotos. Alle Fotos eint, dass sie eine komplexe Situation in einem einzigen kurzen Moment widerspiegeln. Sie sind ebenso ein Konzentrat all der Schrecken und Leiden, die die Menschen durchmachen mussten, wie der Strukturen und Politik, die dieses Leiden verursacht hat. Die Fotos sind ein Aufschrei und eine Aufforderung an die Menschlichkeit etwas zu unternehmen. Dabei entblößen sie den Menschen nicht. Schon alleine, weil die Menschen unverschuldet in dieser Situation sind. Und genau das macht sie so emotional. Durch diese Fotos wird der Schleier, hinter dem wir unsere Gefühle verstecken für einen kurzen Moment gelüftet. Für einen Moment können wir das Leid der Menschen zumindest im Ansatz auf der Gefühlsebene erahnen. Fotos verhindern den Rückzug ins Rationale. Wir können uns nicht mehr hinter Statistiken, Zahlen oder gedrechselten Worten verstecken.</p>
<p>Was man einmal gesehen hat, vergisst man nicht &#8211; Zahlen und Worte hingegen schon. Mehr als 2.000 Tote die bei den Fluchtversuchen ertrunken sind? 71 Menschen, die in einem zugeschweißten Lkw erstickt sind? Der Artikel, der die Situation so treffend geschildert hat? Morgen haben wir dieses Zahlen und Artikel vergessen. Aber das Bild des toten Aylan, so hieß der kleine Junge, werden wir nicht vergessen. Und da ist es auch egal, ob das Bild einige beim Frühstück stört, wie es die <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/foto-eines-fluechtlingskinds-was-uns-der-tote-junge-von-bodrum-lehrt-1.2632557" target="_blank" rel="noopener">Süddeutsche</a> in einem ansonsten sehr ausgewogenen Artikel schreibt.</p>
<p>Nicht, dass man mich falsch versteht. Ich finde die Diskussion um die Veröffentlichung des Bildes sehr, sehr wichtig. Denn nur im Diskurs lässt sich entscheiden, ob ein Foto nun tatsächlich ein Symbol ist oder werden kann. Außer des Kontextes, wie oben beschrieben, gibt es kein Patentrezept, um zu entscheiden, wann ein Foto die Würde des abgebildeten Menschen verletzt, das lässt sich nur mit Feingefühl erahnen. In dieser Hinsicht erfüllen nur die wenigsten Bilder alle Kriterien, um als Symbol im Großen wie im Kleinen zu dienen. Und genau deshalb müssen diese Fotos gezeigt werden.</p>
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		<title>Social Media Monitoring &#8211; Die Tücken der Verweildauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Neubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 13:07:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal kann man sogar noch etwas von Facebook lernen. Nicht, weil Facebook den News-Algorithmus, der vorsortiert, was der Nutzer an</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal kann man sogar noch etwas von Facebook lernen. Nicht, weil Facebook den News-Algorithmus, der vorsortiert, was der Nutzer an Neuigkeiten sieht und was nicht, geändert hat. Das macht Facebook ja alle Naselang. Nein, es geht eher um die neue Messgröße, die Facebook in die Bewertung einfließen lässt und vor allem wie sie gewertet wird.</p>
<p>Bislang bestimmten Größen wie die Nähe des Absenders zum Empfänger, sprich, je mehr gemeinsame Freunde man hat um so wichtiger, eine Rolle. Oder, die Interaktion, also je häufiger man von einer anderen Person oder Seite etwas liked oder teilt, desto öfter werden die Statusupdates der Person im eigenen Newsfeed angezeigt. Nun hat Facebook aber festgestellt, dass die meisten Nutzer gar keine Lust haben zu liken oder zu teilen. Nichts desto trotz sind einige Informationen für sie aber relevanter als andere.</p>
<p>Um diese nun herauszufiltern,<a href="http://newsroom.fb.com/news/2015/06/news-feed-fyi-taking-into-account-time-spent-on-stories/" target="_blank" rel="noopener"> hat sich Facebook angesehen</a>, wie lange der Nutzer auf welcher News verweilt und das zu einem entscheidenden Kriterium gemacht. Aber selbst das nicht einfach nur so. Facebook setzt die Verweildauer in Relation zu der Zeit, die ein Nutzer üblicherweise aufbringt, um ein Statusupdate zu betrachten. Denn die zehn Sekunden, die der eine Nutzer benötigt, um sich zum Beispiel ein Bild anzusehen, benötigt der andere mit einer langsamen Internetverbindung, um das Bild überhaupt erst einmal zu laden, so die Erklärung.</p>
<p>Das finde ich recht interessant. Vor ein paar Wochen habe ich mal<a href="http://totterturm-pr.de/social-media-monitoring-messen-die-indikatoren-das-sie-sollen/" target="_blank" rel="noopener"> einen Artikel darüber geschrieben</a>, dass nicht alle Messgrößen, das messen, was sie eigentlich sollen. Die Verweildauer habe ich dabei noch für eine recht verlässliche Messgröße gehalten. Tatsächlich scheint die Verweildauer aber auch einigen Interpretationsspielraum zu bieten. Dass Bilder nicht so lange betrachtet werden wie ein dreiseitiger Artikel ist schon klar, aber dass die Güte der Internetverbindung eine zusätzliche Rolle spielt, sollte man bei der Interpretation einbeziehen. Ebenso, dass einige Vielsurfer Artikel erst einmal in einem eigenen Browser-Tab öffnen und sie dort eine ganze Weile geöffnet lassen, um sie später oder manchmal auch gar nicht zu lesen.</p>
<p>In der Folge ist die Verweildauer eben keine Größe, die sich mal eben so vergleichen lässt. Aussagen nach dem Motto „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir bei der Verweildauer eine Steigerung von X Prozent erzielt“, lässt sie nicht zu. Für einen echten Vergleich muss auch die Art und Struktur der Artikel in die Interpretation einbezogen werden. Die Erfolgsmessung im Social Media Monitoring ist in dieser Hinsicht komplex und Bedarf wie eigentlich alle anderen Messgrößen einer ausführtlichen Interpretation.</p>
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