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	<title>TuS offensiv</title>
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		<title>Kamera-Klappe: Koblenzer Kicker im Kino</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 06:08:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo Heinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=90"><img align="left" hspace="5" width="150" height="75" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2012/03/Latscho6-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Latscho" title="Latscho6" /></a>Julian Turek (links), Produzent und Kameramann in Personalunion, unmittelbar vor der Premiere seines Films “Latscho! Ein Jahr mit der TuS” gemeinsam mit dem Koblenzer Spieler Michael Stahl, als Torschütze des Jahres 2010 natürlich einer der Hauptdarsteller des Films. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher<div class="readmore"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=90">mehr...</div> </a>]]></description>
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<dl id="attachment_91" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2012/03/Latscho6.jpg"><img class="size-medium wp-image-91" title="Latscho6" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2012/03/Latscho6-199x300.jpg" alt="Latscho" width="199" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Julian Turek (links), Produzent und Kameramann in Personalunion, unmittelbar vor der Premiere seines Films “Latscho! Ein Jahr mit der TuS” gemeinsam mit dem Koblenzer Spieler Michael Stahl, als Torschütze des Jahres 2010 natürlich einer der Hauptdarsteller des Films. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher</dd>
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<p>Dass Fußballspieler in den gehobenen Klassen Deutschlands oft und auch gerne im Rampenlicht stehen, ist beileibe nicht neu. Dass die Kicker eines Viertligisten aber nun seit dem 1. März als Helden eines Kinofilms in Koblenz ungeteilte Aufmerksamkeit genießen, aber sicher schon. „Latscho! Ein Jahr mit der TuS“ ist ein cineastisches Machwerk, das seit ein paar Tagen über die Leinwand des Koblenzer Apollo-Kinos in der Löhrstraße flimmert und schon rund 1000 Besucher in seinen Bann gezogen hat. Ein Film, den Julian Turek, Pressesprecher und Medienbeauftragter der TuS Koblenz, in den zwölf Monaten des 100-jährigen Bestehens seines Vereins im Prinzip kurz entschlossen mit einer einfachen Videokamera in Szene gesetzt hat — ohne finanzielle Zuwendungen und vornehmlich mit der Unterstützung von Adrian Müller (Co-Produzent/Schnitt) und Christian Klein (Ton/Nachbearbeitung) .</p>
<p>Wer eine brisante Geschichte mit vereinspolitischem Hintergrund und pikanten Details erwartet, dem sei schon hier gesagt, dass er damit völlig daneben liegt. Der rund 127-minütige Streifen ist zwar durchaus ein Blick hinter die Kulissen, spielt sich aber vorwiegend in den Katakomben und Umkleidekabinen diverser Stadien der Republik ab. Verständlich und auch gewollt, dass die Vereinsführung nur eine untergeordnete Rolle spielt und hauptsächlich die Spieler und das Funktionsteam in den Fokus rücken. Herausgekommen ist somit im Endeffekt eine unterhaltsame Kicker-Komödie, in der sich so mancher Anhänger des runden Objekts irgendwo und irgendwie auch wiederfindet. Und genau das war wohl im Prinzip die Intention, die Turek bei der Vorpremiere dem Publikum persönlich unterbreitete. Etwas schwindelfrei sollte der geneigte Betrachter schon sein, denn die chronologisch aneinandergehängten Episoden kommen in der ersten Hälfte des Films wegen der zügigen Kameraführung einer rasanten Achterbahnfahrt gleich.</p>
<p>Noch etwas zum Inhalt: Getragen wird der Film beispielsweise vom rustikalen Charme des Zeugwarts Gerd Rörig, der auch schon mal halbnackt im Entmüdungsbecken seine Anekdötchen erzählt. Und Teamkoordinator Ed Casel weiß als Autovermittler zu überzeugen, wenn er Mike Urwin in gebrochenem Englisch eine Karosse schmackhaft machen will. Dass Michael Dämgen, seit Mitte 2011 Trainer der TuS, seinen Schützlingen ordentlich Feuer machen kann, unterstreicht er vor dem Spiel gegen Eintracht Trier, als er kurzerhand den Inhalt eines Papierkorbs in Flammen setzt. Ein bisschen Prominenz gibt’s übrigens auch: Neben TV-Moderator Reinhold Beckmann werden unter anderem die Nationalspieler Mario Gomez, Bastian Schweinsteiger und Holger Badstuber sowie BVB-Torwart Roman Weidenfeller zu sehen sein. Auch die Weltmeister Horst Eckel, Klaus Augenthaler und Gerd Müller sowie Europameister Mario Basler sowie viele weitere Fußballverrückte tauchen im TuS-Film auf.</p>
<p>Wer zudem wissen will, warum der Koblenzer Jugendkoordinator Markus Mannebach beim Spiel in Erfurt die Taschen voller Mettwürstchen hat, wie sich Lars Bender bei der Vorlesestunde in der Grundschule verkauft, wie Julian Turek den „Schumi von Koblenz (O-Ton Reinhold Beckmann)” gibt, warum Christian Pospischil wohl nie einen Musikpreis gewinnen wird, warum Dennis Brinkmann seinen Teamkollegen Manuel Hornig nicht versteht, warum Philipp Langen beim Foto-Shooting gefühlte 128 Mal „jaaaaaa“ schreien muss und wie Du-Ri Cha als eine Mischung aus Supermann und koreanischer „Meister Propper“ im Werbefernsehen auftritt, der sollte unbedingt ein paar Euro investieren.</p>
<p>Ob der Film der freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) zum Schutz der Minderjährigen unterliegt, ist bis zur Stunde nicht zweifelsfrei überliefert. Aber bis auf ein paar anzügliche Aussagen und ein paar nicht ganz jugendfreie Szenen ist der Streifen sicher auch unbedenklich für Besucher im Bambini-Alter. Zum Abschluss noch ein paar markige Sprüche als Appetithäppchen: </p>
<p>„Die ersten Punkte haben wir heute schon geholt.“ Torwarttrainer <strong>Peter Auer</strong> auf der Fahrt zum Auswärtsspiel bei Rot Weiß Ahlen, nachdem er zuvor schon zweimal geblitzt worden war. </p>
<p>„Den Robben haben wir so was von abgezockt.“ <strong>Michael Stahl</strong> im Telefongespräch mit seiner Freundin, nachdem er kurz zuvor erfahren hatte, dass er der Torschütze des Jahres 2010 ist. </p>
<p>„Ich habe hier sehr viel mitgenommen…“ <strong>Mario Basler</strong> über seine Zeit als Co-Trainer bei der TuS Koblenz. </p>
<p>„Ich wollte mir noch Gelb-Rot abholen, aber der Trainer hat mich leider vorher ausgewechselt.“ <strong>Dennis Brinkmann</strong>, Kapitän und so etwas wie der „bad boy“ der TuS Koblenz in der Drittliga-Saison 2010/11.</p>
<p> „Wenn man mich braucht, musst du nur da draufdrücken.“ Der ehemalige TuS-Torhüter <strong>Dieter Paucken</strong> über sein „Batman“-Tattoo zwischen den Schulterblättern.</p>
<p> „Ich bin doch nicht Brad Pitt.“ …urteilt Teamkoordinator <strong>Ed Casel</strong> über seine äußere Erscheinung.</p>
<p>Mehr Informationen unter <a href="http://www.latscho-derfilm.de/">www.latscho-derfilm.de</a></p>
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		<title>Ein Käsebrot für den Top-Torjäger</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 05:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo Heinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitagnachmittag, kurz vor 17 Uhr. Mit ausgebeultem Trainingsanzug und schief sitzender Fliegermütze schlurft ein müde wirkender Bursche durchs Wiedenbrücker Sporthotel. Die Nummer 22 auf der Hose und der Schriftzug „SC Wiedenbrück“ auf dem Rücken verraten, dass es sich nicht um einen der Koblenzer Kicker handelt, die sich seit knapp einem Tag in der beschaulichen Ecke Ostwestfalens auf das Spiel gegen eben jene Wiedenbrücker vorbereiten.<div class="readmore"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=79">mehr...</div> </a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitagnachmittag, kurz vor 17 Uhr. Mit ausgebeultem Trainingsanzug und schief sitzender Fliegermütze schlurft ein müde wirkender Bursche durchs Wiedenbrücker Sporthotel. Die Nummer 22 auf der Hose und der Schriftzug „SC Wiedenbrück“ auf dem Rücken verraten, dass es sich nicht um einen der Koblenzer Kicker handelt, die sich seit knapp einem Tag in der beschaulichen Ecke Ostwestfalens auf das Spiel gegen eben jene Wiedenbrücker vorbereiten.</p>
<p>„„Mach’ dem Jungen mal ein Käsebrot. Und eine Apfelsaft-Schorle, aber nicht zu kalt,“ ruft der Geschäftsführer einer Bediensteten zu, als er den verloren wirkenden 18-Jährigen in der Caféteria erspäht. Aias Aosman heißt der Kerl, tritt in der Offensive für den Regionalligisten gegen den Ball und hat schon drei Tore für seinen erst elf Jahre alten Klub in der Saison geschossen. Das vierte soll gleich ab 19 Uhr im Duell mit der TuS folgen. Was aber schwierig werden dürfte, weil er noch die Grippe in den Knochen hat. Angeblich. Denn knapp zwei Stunden später pflügt der kranke „Junge“ wie neugeboren übers Feld, nachdem er die 500 Meter zum Stadion zuvor mit einem Damenfahrrad zurückgelegt hat.</p>
<p>Wiedenbrück gewinnt mit 1:0. Nein, das Tor des Abends geht zwar nicht aufs Konto von Aias Aosman, aber er ist an vielen guten Aktionen seiner Elf beteiligt. Ob das Käsebrot da Wunder gewirkt hat? Wenn das wirklich so einfach Erfolg verspricht, sollte die TuS vorm Spiel einfach nur darüber nachdenken, mal die Ernährung umzustellen. Ernsthaft: daran wird’s sicher nicht gelegen haben, dass die Schängel bitter enttäuscht vom Platz schleichen mussten. Im Gegenteil. Die Vorbereitung auf das vierte Auswärtsspiel verlief professioneller als in den vier Begegnungen zuvor auf feindlichem Gebiet. Dass der Bus auf der Hinfahrt zunächst streikte und später einen außerplanmäßigen Stopp einlegen musste, ist da eher als amüsante Randgeschichte zu werten. Was passiert war: Ein Motorradfahrer hatte darauf aufmerksam gemacht, dass wegen des defekten Auspuffs munter Funken aus dem Heck der Koblenzer Karosse sprühten.</p>
<p>Vor Ort war eigentlich alles wunschgemäß. Bis auf das Ergebnis. „Der David Sasse braucht einfach mal ein Erfolgserlebnis, dann wird das schon“, hatte TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen auf der Hinfahrt noch gehofft, dass der Knoten bei der torlosen Sturmspitze vielleicht im nur spärlich beleuchteten Jahnstadion platzt. Tat er aber nicht. Und warum auch seine Teamkollegen den Ball trotz guter Gelegenheiten nicht im Wiedenbrücker Gehäuse unterbringen konnten, wird wohl für immer ein nicht zu lüftendes Geheimnis bleiben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, heißt es so schön im Volksmund. Aber nach nunmehr zehn sieglosen Spielen ist es mit der Geduld diverser Fans sicher nicht mehr weit her. „Kühlen Kopf bewahren“, forderte Trainer Michael Dämgen einmal mehr vor der Partie. Aber was hilft es schon, wenn der Kopf mitmacht, die Beine aber den Dienst versagen?</p>
<p>Für Theisen und Teamkoordinator Ed Casel, beide bekennende Schalke-Fans, war das Wochenende nur 24 Stunden später übrigens so richtig im Eimer: 04 musste sich dem 1. FC Kaiserslautern mit 1:2 geschlagen geben. Pressesprecher Julian Turek kam mit einem blauen Auge davon: „Seine“ Mönchengladbacher holten gegen Bayer Leverkusen wenigstens ein 2:2. Am kommenden Freitag muss die TuS wieder vorlegen. Gegen den SC Idar-Oberstein. Und die sind vom Papier her nach Koblenz die schlechteste Mannschaft der Liga. Heißt übersetzt: Wenn du nicht gegen die gewinnst, gibt’s bis Weihnachten wohl keine drei Punkte am Stück. Und für den dringend notwendigen Sieg gegen den Klassenneuling aus der Schmuckstadt würden es Theisen, Casel und Turek sicher klaglos hinnehmen, wenn Schalke und Mönchengladbach wieder nicht gewinnen. Aber wirklich nur in diesem Fall…</p>
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		<title>Traumhaft: TuS triumphiert in Trier</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 05:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=70"><img align="left" hspace="5" width="150" height="75" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/10/mineiro-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Mineiro" title="B-TOM:TUS Koblenz-Trier" /></a>87. Spielminute im Trierer Moselstadion. Nach millimetergenauer Mineiro-Ablage befördert David Sasse das Spielgerät mit Vehemenz ins Tor des ungeliebten Rheinlandpokal-Siegers. Sekundenbruchteile später steht’s auch schon klar und deutlich auf der Anzeigetafel: Eintracht Trier 0, TuS Koblenz 4. Der neunte Rückrunden-Sieg der Schängel in Serie ist somit unter Dach und Fach. 4200 Schängel-Anhänger sind mitgereist, und die kommen schon seit Wochen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Seit Trainer Michael Dämgen mit unkonventionellen Maßnahmen die Kickerkunst in Koblenz revolutioniert hat, ist auf einmal alles anders.<div class="readmore"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=70">mehr...</div> </a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/10/mineiro.jpg"><img class="size-medium wp-image-74  " title="B-TOM:TUS Koblenz-Trier" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/10/mineiro-300x263.jpg" alt="Mineiro" width="300" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Von nichts und niemandem mehr aufzuhalten: der brasilianische Koblenzer namens Mineiro. Foto: Thomas Frey</p></div>
<p>87. Spielminute im Trierer Moselstadion. Nach millimetergenauer Mineiro-Ablage befördert David Sasse das Spielgerät mit Vehemenz ins Tor des ungeliebten Rheinlandpokal-Siegers. Sekundenbruchteile später steht’s auch schon klar und deutlich auf der Anzeigetafel: Eintracht Trier 0, TuS Koblenz 4. Der neunte Rückrunden-Sieg der Schängel in Serie ist somit unter Dach und Fach. 4200 Schängel-Anhänger sind mitgereist, und die kommen schon seit Wochen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Seit Trainer Michael Dämgen mit unkonventionellen Maßnahmen die Kickerkunst in Koblenz revolutioniert hat, ist auf einmal alles anders.</p>
<p>Nach 14 Unentschieden und vier Niederlagen in der Hinrunde hat der verantwortliche Übungsleiter sein System kurzerhand umgekrempelt und lässt seither in der modernen 3–0-7-Variante antreten. Schnörkellos wird das nicht vorhandene Mittelfeld mit langen Bällen in die Spitze überbrückt, das Spiel über die Außenbahnen komplett vernachlässigt. Ex-Trainer Uwe Rapolder hätte seine helle Freude an dieser ausgeprägten Form des Vertikalfußballs. Allrounder Kerim Arslan ist mittlerweile teamintern zwischen die Pfosten rotiert. Dort vertritt er Keeper Kadir Yalcin, der in der Winterpause für 27 Millionen Euro zurück zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt ist. Arslan gibt natürlich keine so gute Figur wie sein Vorgänger ab, das ist aber nicht weiter schlimm, da seine Kollegen in vorderster Linie in schöner Regelmäßigkeit mehr Treffer produzieren, als er hinten reinlassen kann.</p>
<p>Bei einem Toreschnitt von mittlerweile 8,4 pro Rückrunden-Begegnung haben die Spiele der Koblenzer höchsten Unterhaltungswert, zumal sechs bis sieben davon aufs Konto der TuS wandern. Das honorieren natürlich auch die Zuschauer, die in Scharen ins Stadion Oberwerth pilgern. Dass speziell das Toreschießen vor eigenem Publikum mittlerweile lockerflockig vom Fuß geht, ist im Prinzip einem genialen Geistesblitz von Geschäftsführer Thomas Theisen zu verdanken. Inspiriert von einer Werbewand in der Lotter ConnectM-Arena, lässt er ein überdimensionales Gemälde in der baufälligen Kurve vor der ehemaligen Rheinland-Pfalz-Tribüne aufstellen. Ist zwar keine Werbung drauf, aber ein brasilianischer Sandstrand und ein paar idyllisch wirkende Palmen. Das hat zwei unschätzbare Vorteile: zum einen sieht es traumhaft schön aus, zum zweiten vermittelt es Mineiro im Vorwärtsgang das untrügliche Gefühl, ein Stück Heimat vor sich zu haben. Das beflügelt enorm.</p>
<p>Längst sind renommierte Vereine auf diese neue und erfolgreiche Koblenzer Art des Balltretens aufmerksam geworden. So will beispielsweise Alemannia Aachen – in der Hinrunde der Zweiten Liga gelingt den Gelb-Schwarzen nur ein einziges Tor auf dem Tivoli – das System kopieren, was natürlich kläglich misslingt. Schließlich fehlen die entsprechenden Köpfe. Und als der Zweitligist mit Geld und guten Worten das Quartett Mineiro, Sasse, Michael Stahl und Jan Hawel nach Aachen locken will, winkt der ehemalige Nationalspieler aus Brasilien stellvertretend für seine drei Teamkollegen ab: „Wir sind alle Koblenzer Jungs.“</p>
<p>Achja, Fußball kann so herrlich einfach sein. Vorbei die Zeit, wo mit Hacke, Spitze, eins-zwei-drei kunstvolle Ballbehandlung noch zum Erfolg hätte führen sollen. Seit Mineiro als zentrale Figur in der offensiven Sechserkette operiert, geht alles wie von selbst: Langer Ball auf Hawel, abgeklemmt auf den kleinen Brasilianer, flugs weitergepasst auf Sasse oder wahlweise Stahl, kurze Körperdrehung, Mörderschuss, Tor. Klingt irgendwie durchsichtig, ist aber absolut nicht zu verteidigen. Nur ein einziges Mal, beim mageren 1:0-Sieg der TuS im Wuppertaler Stadion „Am Zoo“, können die Koblenzer Kicker in der Rückserie nicht den Affen mit dem Gegner machen. Das liegt aber vor allem daran, dass Dämgen aus alter Verbundenheit zu seinem ehemaligen Verein einfach nur acht Akteure aufstellt. Und als der WSV nach 80 Minuten urplötzlich merkt, dass er drei Spieler mehr auf dem Feld hat, ist es schon zu spät. Keeper Arslan markiert das Tor des Tages (78.), als er sich bei einem Freistoß nach vorne mogelt und den Ball humorlos durch die Beine von Dennis Brinkmann hindurch ins Wuppertaler Gehäuse nagelt.</p>
<p>Ein breites Grinsen huscht Michael Dämgen bei diesem Gedanken übers Gesicht. Die letzten Sonnenstrahlen des Frühherbsts 2011 fallen durch die Scheiben des TuS-Busses und kitzeln ihn an der Nase. „Traaaaaaainer, aufwachen, wir sind da.“ Nach achtstündiger Tortur-Tour rollt der Koblenzer Tross auf den Parkplatz am Wiedenbrücker Jahnstadion. Noch beseelt von den Eindrücken der imaginären Erfolgsserie taumelt der 50-Jährige ins Freie. Nur wenig später blickt er seinen Schützlingen in der Umkleidekabine tief in die Augen, holt ebenso tief Luft und sagt dann mit fester Stimme: „Jungs, ich habe mir da was überlegt…“</p>
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		<title>Lotte-Tour war nicht ganz so lustig</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 05:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=58"><img align="left" hspace="5" width="150" height="75" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/09/hawel-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Jan Hawel" title="hawel" /></a>Nein, Lotte war wirklich keine Reise wert. Natürlich hat die in der geografischen Nähe von Osnabrück gelegene 14 000-Seelen-Gemeinde im Kreis Steinfurt unbestritten ihre Reize. Aber die lagen für die Kicker der TuS Koblenz beim am Ende mit 1:2 verlorenen Auftritt in der ConnectM-Arena im Verborgenen. Was aber wieder mal offensichtlich auf der Hand lag und weiter Mut macht: Die TuS spielte auf Augenhöhe, zum zählbaren Erfolg fehlten nur ein paar Prozentpunkte. Wer weiß wohl, wie es ausgegangen wäre, wenn die Koblenzer nicht noch die strapaziöse Busfahrt in relativer Zeitnähe am Tag des Spiels in den Knochen gehabt hätten.<div class="readmore"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=58">mehr...</div> </a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_60" class="wp-caption alignleft" style="width: 147px"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/09/hawel.jpg"><img class="size-medium wp-image-60 " title="hawel" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/09/hawel-137x300.jpg" alt="Jan Hawel" width="137" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wie immer bemüht, aber weiterhin erfolglos: Die Koblenzer Kicker (vorne mit Jan Hawel) warten auf den ersten Saisonsieg. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher</p></div>
<p>Nein, Lotte war wirklich keine Reise wert. Natürlich hat die in der geografischen Nähe von Osnabrück gelegene 14 000-Seelen-Gemeinde im Kreis Steinfurt unbestritten ihre Reize. Aber die lagen für die Kicker der TuS Koblenz beim am Ende mit 1:2 verlorenen Auftritt in der ConnectM-Arena im Verborgenen. Was aber wieder mal offensichtlich auf der Hand lag und weiter Mut macht: Die TuS spielte auf Augenhöhe, zum zählbaren Erfolg fehlten nur ein paar Prozentpunkte. Wer weiß wohl, wie es ausgegangen wäre, wenn die Koblenzer nicht noch die strapaziöse Busfahrt in relativer Zeitnähe am Tag des Spiels in den Knochen gehabt hätten.</p>
<p>Aber Fußball findet nun mal nicht im Konjunktiv statt. Gerade und vor allem im Koblenzer Jubiläumsjahr, wo der neue Geschäftsführer Thomas Theisen jeden Cent drei– bis fünfmal umdrehen muss, ist eine zeitige Anreise mit Übernachtung am Spielort nun mal nicht denk– und problemlos finanzierbar. Die Rückfahrt nach dem – wenn auch durchaus kalkulierten – Negativ-Ergebnis war somit wohl nicht ganz so lustig, wie es sich Theisen noch einen Tag zuvor insgeheim vielleicht ausgemalt hatte.</p>
<p>Zu allem Verdruss mussten die Spieler nach der 300 Kilometer langen Bus-Tortur nach der Ankunft noch zum Auslaufen. Eine Art Straftraining war das aber beileibe nicht. Trainer Michael Dämgen schickte seine Schützlinge in den frühen Morgenstunden auf die Runden, um ihnen dafür am Samstag den Rücken freizuhalten – eine ungewöhnliche Vorgehensweise, die aber in guter Absicht geschah. Mit der guten Absicht ist das ja speziell für Trainer so eine vertrackte Sache: Du überlegst, machst, probierst, variierst. Und der Erfolg bleibt dennoch aus. Der Prozess fängt wieder von Neuem an. Du grübelst, zweifelst vielleicht sogar an dir selbst oder daran, ob die verfügbare Masse an Spielern nun wirklich wettkampftauglich ist.</p>
<p>In den vergangenen Jahren seit dem Aufstieg im Jahr 2006 in die 2. Bundesliga gab es wohl keine Mannschaft mehr in der Metropole an Rhein und Mosel, die Begriffe wie „bodenständig“ und „volksnah“ derart in sich vereint. Was alleine fehlt, ist das erste Erfolgserlebnis. Es ist wahrlich eine harte Zeit für jene, die sich eingefleischte Fans der TuS nennen. Aber auch für solche, die es grundsätzlich einfach nur gut mit den Balltretern um Dämgen und auch Markus Breitbach meinen. Die Verantwortlichen der beiden Koblenzer Senioren-Mannschaften haben schon jeweils acht Spiele in ihren Ligen absolviert und bisher nicht ein einziges davon gewonnen. Punkte und Siege sind jetzt mehr denn je gern gesehen. Mitleid ist aber fehl am Platz.</p>
<p>Wobei der Unterschied zu in der Tabelle besser positionierten Teams mitunter kaum messbar ist. Das aktuelle Beispiel lässt schön grüßen: Der Tabellenführer der Regionalliga West kommt aus Lotte und war sportlich nur ein paar Meter von der TuS entfernt. Für das Lob des Gegners kann sich Koblenz nichts kaufen, so bleibt Coach Dämgen nicht anderes übrig, als gebetsmühlenartig zu wiederholen, „dass sich die Mannschaft für den Aufwand endlich mal belohnen muss.“ Leichter gesagt als getan.</p>
<p>Und wer kühl rechnen kann und mit dem nötigen Abstand die Dinge in der Regional– und Rheinlandliga betrachtet, der erahnt respektive befürchtet, dass es mit dem ersten Saisonsieg durchaus noch ein bisschen dauern kann. Das Dämgen-Ensemble trifft nun beispielsweise am Samstag auf die ambitionierte Eintracht aus Trier – eine Mannschaft, gegen die schon Trainer-Vorgänger Petrik Sander den Kürzeren gezogen hat. Mit 0:2 endete das Rheinlandpokal-Finale der Saison 2010/11 am 25. Mai im Moselstadion. Und mit einem ähnlichen Ergebnis muss der geplagte Koblenzer Anhänger auch diesmal wieder gegen den ungeliebten und zurzeit um 16 Plätze besser positionierten Kontrahenten aus dem westlichen Zipfel des Rheinlandes rechnen.</p>
<p>Das gilt im Prinzip auch für die Reserve in der höchsten Verbandsklasse. Am Freitag steht nun das Derby bei der allerdings angeschlagenen SG Mülheim-Kärlich auf dem Programm. Und gegen die hat sich ja auch schon die erste Mannschaft beim 1:2-Verlust in der Vorbereitung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber wie heißt es so schön im Volksmund: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und für diese Durchhalteparole zahle ich auch gerne einen Obolus in die neue Koblenzer Phrasenbox.</p>
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		<title>Sieben Spiele, kein Sieg — aber immer in der Überzahl</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 00:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=42"><img align="left" hspace="5" width="150" height="75" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/09/fans-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Immer in der Überzahl: In den bisherigen sieben Regionalliga-Spielen dominierte zwar nicht die Mannschaft der TuS auf dem Feld, aber zumindest die Koblenzer Fans auf den Rängen. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher " title="fans" /></a>Das wäre doch was für alle Kicker der Republik, nicht nur für jene, die in höheren Ligen ihrer Profession nachgehen: Jede Woche ein Fußballspiel unter Wettkampfbedingungen mit berauschender Heimspielatmosphäre. Keine Frage, das wissen selbst die Protagonisten bis hinab in die Kreisliga-Niederungen, dass vor eigenem Publikum und mit der nötigen Rückendeckung das Ballspielen noch leichter vom Fuß geht als üblich. Jede Woche? Das gibt es im üblichen Rhythmus des deutschen Fußballs aber nicht — oder? Gibt es doch. Zumindest im weitläufigen Sinn. Und zwar für die Spieler der TuS Koblenz in der neuen Spielzeit der Regionalliga West.<div class="readmore"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/?p=42">mehr...</div> </a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_44" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/09/fans.jpg"><img class="size-medium wp-image-44 " title="fans" src="http://tusblog.rhein-zeitung.de/wp-content/uploads/2011/09/fans-300x200.jpg" alt="Immer in der Überzahl: In den bisherigen sieben Regionalliga-Spielen dominierte zwar nicht die Mannschaft der TuS auf dem Feld, aber zumindest die Koblenzer Fans auf den Rängen. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Immer in der Überzahl: In den bisherigen sieben Regionalliga-Spielen dominierte zwar nicht die Mannschaft der TuS auf dem Feld, aber zumindest die Koblenzer Fans auf den Rängen — wie hier im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher</p></div>
<p>Das wäre doch was für alle Kicker der Republik, nicht nur für jene, die in höheren Ligen ihrer Profession nachgehen: Jede Woche ein Fußballspiel unter Wettkampfbedingungen mit berauschender Heimspielatmosphäre. Keine Frage, das wissen selbst die Protagonisten bis hinab in die Kreisliga-Niederungen, dass vor eigenem Publikum und mit der nötigen Rückendeckung das Ballspielen noch leichter vom Fuß geht als üblich. Jede Woche? Das gibt es im üblichen Rhythmus des deutschen Fußballs aber nicht — oder? Gibt es doch. Zumindest im weitläufigen Sinn. Und zwar für die Spieler der TuS Koblenz in der neuen Spielzeit der Regionalliga West.</p>
<p>Dass bei einem Schnitt von bisher 2992 Zuschauern auf dem Oberwerth (= die zweitbeste Bilanz aller 19 Vereine) die meisten den Schängeln die Daumen drücken, versteht sich fast von selbst. Davon würde sich so manche Bundesliga-Zweitvertretung gerne eine dicke Scheibe abschneiden. Beim 1:1 gegen Leverkusen war der Gästeblock im Oberwerther Stadion komplett leer, vermutlich werden sich ein paar Versprengte der „Pillendreher“-Fraktion — so die despektierliche Bezeichnung der Bayer-Sympathisanten — unters Schängel-Volk gemischt haben. Nunja, der Werkself gelang ja auch ohne jedwede Unterstützung von außen ein Punktgewinn. Unterm Bayer-Kreuz wird das aber kaum mehr als eine Randnotiz gewesen sein, zu schwer wog an diesem Nachmittag noch die Schande des peinlichen 1:4 der ersten Mannschaft in der Eliteliga gegen den Erzrivalen aus Köln. Aber das ist ja eine ganz andere Geschichte.</p>
<p>Zurück zur TuS, die auch auf fremden Plätzen dominiert. Aber nur auf den Rängen, leider nicht auf dem Feld — wird sich da nicht bloß Trainer Michael Dämgen denken. Ob im Rheydter Grenzland-Stadion, im Wattenscheider Lohrheide-Stadion oder im Kaiserslauterer Fritz-Walter-Stadion: Die stimmgewaltige Koblenzer Anhängerschar war bisher zahlenmäßig stets deutlich Herr im zum Teil voluminösen Haus des Gegners. Dass es dabei mit dem lauthals intonierten „Tor für Koblenz“ nur im Spiel beim VfL Bochum II (3:3) tatsächlich klappte, ist nun wahrlich nicht die Schuld der Schängel-Sympathisanten. Und dass auch im eigenen Stadion bei nur zwei eigenen Toren und drei Punkten aus vier Spielen der Funke (noch) nicht so richtig übergesprungen ist, mag vielleicht auch nur eine Frage der Zeit sein. Sieben Spiele, kein Sieg, aber immer in der Überzahl — das ist zwar für den Moment nicht viel, aber zumindest Zeugnis des unerschütterlichen Glaubens an die eigene Mannschaft. Darauf lässt sich immer aufbauen.</p>
<p>Etwas befremdlich war die Szenerie in der Fremde auch für mich als den Schreiber dieser Zeilen und den Verfasser der bisherigen Spielberichte. Speziell beim tor-, aber nicht trostlosen Kick auf dem alt-ehrwürdigen Betzenberg wirkte es irgendwie beklemmend, dass außer mir nur zwei bis dreieinhalb Berufskollegen die gesamte Haupttribüne bevölkerten und ihrer Beschäftigung nachgingen. Dort, wo es ansonsten in der Bundesliga von VIPs und Presse nur so wimmelt. Kein Witz: Im, am und ums Stadion waren sicherlich an diesem Nachmittag mehr FCK-Offizielle auf Achse, als Anhänger der „kleinen“ Teufel auf den Rängen. Und dass ich nach dem Spiel beim Versuch, den Lauterer „Hexenkessel“ geschmeidig gen Süd-Parkplatz zu verlassen, kläglich scheiterte, lag weniger an meinen nur rudimentär vorhandenen Ortskenntnissen, sondern vielmehr an den bereits verschlossenen Türen und Toren dieses Stadionzipfels. Naja, via Nordflügel und vorbei am TuS-Bus nebst ungeduldigem Fahrer erlangte ich meine Freiheit wieder — und als konditionell leidlich geübter Alte-Herren-Kicker habe ich die halbe Runde um den Betzenberg bei brütender Hitze gerade noch so hinbekommen.</p>
<p>Bei den nun folgenden Auswärtsspielen der TuS in Lotte (23. September) und in Wiedenbrück (14. Oktober) stehen die Chancen aber für alle Beteiligten nicht schlecht, unfallfrei ins und auch ohne Navi wieder aus dem Stadion zu kommen. Sowohl in der rund 300 Kilometer von Koblenz entlegenen ConnectM-Arena als auch im knapp 265 Kilometer entfernten Jahnstadion geht es noch — ohne dem Gastgeber auf den Schlips treten zu wollen — alles in allem etwas volksnäher zu. Jeweils übersichtliche 600 bis 700 Zuschauer passierten bislang pro Partie den Eingangsbereich beider Sportstätten. Gut möglich, dass die TuS auch dort wieder das Gros der geneigten Betrachter stellt.</p>
<p>Okay, zugegeben, bei den Rückspielen in Essen und Wuppertal wird das mit der fanmäßigen Überzahl wohl nicht funktionieren. Aber da muss die TuS ja auch erst im Jahr 2012 hin. Die Rot-Weissen aus dem Ruhrgebiet begrüßten bisher 27832 Betrachter in drei Spielen, da wird’s wohl schwer, sich gegen die Gesänge des Gastgebers durchzusetzen — das war auch schon beim 0:0 im Hinspiel hart an der Grenze. Und im berühmt-berüchtigten WSV-Stadion „Am Zoo“ (Schnitt bisher: 2089) wird sich die Koblenzer Fan-Kolonie wohl ebenfalls unterordnen müssen, auch wenn sie das jetzt nicht gerne hört oder liest. Ein schwacher Trost: Als Ausgleich wird die Mannschaft dafür im Umkehrschluss drei Punkte mit nach Hause nehmen. Aber da ist natürlich der Wunsch der Vater des Gedanken.</p>
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