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	<title>Uwe</title>
	
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	<description>Uwe und Blog</description>
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		<title>iPod Touch und der kleine Umweg zum Mp3-Wecker</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist ja so, dass der iPod Touch ab der 2. Generation Lautsprecher zu haben scheint, mit denen man mehr als nur Gepiepe fabrizieren kann. Umso verwunderlicher, dass man dem iPod nicht beigebracht hat, die eigene Playlist im internen Wecker auszuw&#228;hlen oder sonstige Modifikationen in der Hinsicht get&#228;tigt hat.
Ich f&#252;r meinen Teil hatte es satt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja so, dass der iPod Touch ab der 2. Generation Lautsprecher zu haben scheint, mit denen man mehr als nur Gepiepe fabrizieren kann. Umso verwunderlicher, dass man dem iPod nicht beigebracht hat, die eigene Playlist im internen Wecker auszuw&#228;hlen oder sonstige Modifikationen in der Hinsicht get&#228;tigt hat.<br />
Ich f&#252;r meinen Teil hatte es satt. Die .m4r Datei „Harfe“ h&#246;rt sich ja noch nett an, aber auf Dauer m&#246;chte man sich auch nicht davon wecken lassen. Nein, auch Hundegebell, Ente oder Raumschiffgezische z&#228;hlen nicht zu den Ger&#228;uschen, die ich am Morgen h&#246;ren m&#246;chte. Wirklich nicht.</p>
<p>Fragt mich nicht, was f&#252;r Umst&#228;nde die Entwickler an einer offiziellen L&#246;sung gehindert haben und noch hindern. Fakt ist, dass man seine eigenen Lieder, mit noch mehr Umwegen sogar als .mp3 zum Aufwachen benutzen kann. Voraussetzung ist, wer h&#228;tte es gedacht, der b&#246;se schwarze Regen (Blackra1n), seines Zeichens 1-Klick-L&#246;sung f&#252;r den sogenannten Jailbreak.<br />
Nachdem das vollzogen ist gibt es einen schwarzen Regentropfen anzuklicken, man kann Cydia installieren und von der Cydia Startseite aus „openSSH“ installieren. Secure Shell wiederum kann man dazu benutzen, direkt auf den iPod zuzugreifen. Ob man das jetzt mit putty machen m&#246;chte, weil man mit der Kommandozeile per du ist oder es lieber grafisch mit WinSCP vollzieht ist dabei egal. Im Normalzustand f&#252;hren der Benutzername „root“ und das Passwort „alpine“ zum Zugang. </p>
<p>Der Pfad <strong>/private/var/stash/Ringtones</strong> f&#252;hrt zum Ziel, darin sind die Klingelt&#246;ne und verf&#252;gbaren Wecksounds. .m4r lautet die Endung, r wie Ringtone. Soweit auch klar.<br />
Normalerweise besitzt man auch iTunes, wenn man einen iPod besitzt (es sei denn, man findet etwaige Alternativen sympathischer, einfacher, besser.) Nachtr&#228;gliches Installieren von Konvertierungsprogrammen kann man sich also eigentlich sparen. </p>
<p>Man schnappt sich jetzt eine .mp3 seiner Wahl, verfrachte diese in eine Wiedergabeliste in iTunes und vollf&#252;hrt Rechtsklick -> <strong>AAC Version erstellen</strong>. Eine Weile, je nach Systemleistung, Geduld und einen Signalton sp&#228;ter hat man eine 2. Version vom Lied in der Liste stehen. Dieses wiederum kann man mittels Rechtsklick -> <strong>In Windows Explorer anzeigen</strong> ausfindig machen. Der „allgemeing&#252;ltige Pfad“ d&#252;rfte, zumindest unter Windows Vista <strong>C:\Users\Benutzername\Music\iTunes\iTunes Media\Music\ </strong>sein. Jetzt noch schnell die Endung .m4a auf .m4r &#228;ndern, sich die Datei schnappen und via putty oder WinSCP ins Verzeichnis <em>/private/var/stash/Ringtones</em> (nach Ringtones kommt noch eine Zeichenfolge die vermutlich individuell erstellt wird) kopieren. </p>
<p>Und siehe da: der Wecker kennt jetzt zus&#228;tzliche M&#246;glichkeiten, den Benutzer aus dem Schlaf zu <del datetime="2009-11-09T18:22:18+00:00">rei&#223;en</del> kuscheln. (Momentan kann ich mir kein besseres Lied als <em>Aura Dione &#8211; I Will Love You Monday</em> denken.)Es ist auch m&#246;glich, die uns&#228;glichen Standardsounds zu entfernen, WinSCP verh&#228;lt sich wie ein FTP-Client in der Benutzung.<br />
Obligatorisch: immer sch&#246;n vorsichtig hantieren und ein Backup an der Hand haben, um sich &#196;rger zu sparen.<br />
(Es gibt auch noch unz&#228;hlige M&#246;glichkeiten mit Apps allerlei bunte Wecker nachzur&#252;sten. Mir war aber diese Methode lieber, denn die bleibt mehr oder weniger systemintern, man kann den iPod problemlos schlafen legen, kein Programm muss st&#228;ndig offen aktiviert sein und „snooze“ klappt auch perfekt.</p>
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		</item>
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		<title>La Jetée (The Pier – Am Rande des Rollfelds)</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 18:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Am Rande des Rollfelds]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Marker]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreise]]></category>

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		<description><![CDATA[This time he is close to her, he speaks to her. She welcomes him without surprise. They are without memories, without plans. Time builds itself painlessly around them. Their only landmarks are the flavour of the moment they are living and the markings on the walls. 
Eine ma&#223;gebliche Inspiration f&#252;r viele Nachfolger. Die Grundlage f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4277" class="wp-caption aligncenter" style="width: 230px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/La-Jetée.jpg" alt="La Jetée" title="La Jetée" width="220" height="400" class="size-full wp-image-4277" /><p class="wp-caption-text">La Jetée</p></div>
<blockquote><p>This time he is close to her, he speaks to her. She welcomes him without surprise. They are without memories, without plans. Time builds itself painlessly around them. Their only landmarks are the flavour of the moment they are living and the markings on the walls. </p></blockquote>
<p>Eine ma&#223;gebliche Inspiration f&#252;r viele Nachfolger. Die Grundlage f&#252;r 12 Monkeys. Ein bewegender Photoroman (H&#246;rt h&#246;rt!). Ein Blick in die Zukunft, die Gegenwart und Vergangenheit. Ein Blick in die Erinnerung eines Versuchskaninchens. Der Versuch einer Ann&#228;herung an die Zeit. In Anlehnung an Hitchcocks „besten Film“ Vertigo. Eine Lektion &#252;ber Schicksal, Zeit und menschliches Dasein das sich entfaltet, zerbricht und neu findet, um wieder zu zerbrechen.<br />
Ein einziger Moment ist (in) Bewegung. Ein einzelner, allt&#228;glicher Moment. Diese Allt&#228;glichkeit wurde dank dem unbeweglichen Rest mehr als gr&#252;ndlich ausgeblendet. In nicht mal einer halben Stunde wurde eine Welt zerst&#246;rt, wurden Welten bereist, wurde versucht ein Schicksal zu &#228;ndern, wurde die Einsicht erlangt, dass Erinnerungen mehr als nur fragmentierte Verfolger sein k&#246;nnen. Eine uneingeschr&#228;nkte Empfehlung f&#252;r jede Minute dieses 28 Minuten langen Kleinods aus Frankreich, aus den H&#228;nden Chris Markers.</p>
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		</item>
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		<title>The Nine Lives of Tomas Katz (Die neun Leben des Tomas Katz)</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 14:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Apokalypse]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Hopkins]]></category>
		<category><![CDATA[Die neun Leben des Tomas Katz]]></category>
		<category><![CDATA[Gehenna]]></category>
		<category><![CDATA[Gwupigrubynudny]]></category>
		<category><![CDATA[Ian McNeice]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Fisher]]></category>

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		<description><![CDATA[Tuning Fork of Annihilation: Broadcast a melodious hum of this durable stainless steel tuning fork across the airwaves and cause the destruction of all domestic televisions and the death of all children who hear it. Wow, what will they think of, next? 
Ein Allerweltsthema, betrifft es doch schlie&#223;lich die Welt an sich. Prosieben wird nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4273" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://uwe.vg/wp-content/uploads/The-Nine-Lives-Of-Tomas-Katz-Happy-Eater-Albtraum.jpg"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/The-Nine-Lives-Of-Tomas-Katz-Happy-Eater-Albtraum.jpg" alt="The Nine Lives Of Tomas Katz - Happy Eater Albtraum" title="The Nine Lives Of Tomas Katz - Happy Eater Albtraum" width="450" height="338" class="size-full wp-image-4273" /></a><p class="wp-caption-text">The Nine Lives Of Tomas Katz - Happy Eater Albtraum</p></div>
<blockquote><p>Tuning Fork of Annihilation: Broadcast a melodious hum of this durable stainless steel tuning fork across the airwaves and cause the destruction of all domestic televisions and the death of all children who hear it. Wow, what will they think of, next? </p></blockquote>
<p>Ein Allerweltsthema, betrifft es doch schlie&#223;lich die Welt an sich. Prosieben wird nicht m&#252;de, in mal mehr, mal weniger regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden schrottige Produktionen à la Feuersturm &#252;ber Stadt X, wenn Stadt XY versinkt, wenn die Flut dich holen kommt, Tornados &#252;ber Berlin und was noch alles auf die Zuschauer los zu lassen, Roland Emmerichs 2012, das Weltuntergangsspektakel in Anlehnung an den Maya-Kalender, steht auch schon in den Startl&#246;chern um eine h&#246;chstwahrscheinlich sehr unfreiwillig komische Materialschlacht zu sein. Gott sei Dank gibt es dann noch Galileo Mystery, hei&#223;er Anw&#228;rter auf das beste Wissensformat von Welt, wo den Leuten erkl&#228;rt wird, dass das ja nicht so, auch nicht so, sondern irgendwie dazwischen so ist und der noch halbwegs wache Zuschauer d&#252;rfte bemerkt haben: diese Sendung hat auch nicht wirklich weitergebracht, geschweige denn neuartiges Wissen offenbart, wie es doch schon so oft versprochen wurde. </p>
<p>Man kann sich auch g&#228;nzlich anders mit der Apokalypse besch&#228;ftigen, es muss nicht mal der Science Fiction Film sein, der einen Trupp zur Rettung der Welt losschickt, es muss kein Spektakel im Weltraum sein, wo die Menschheit sich eine neue Bleibe sucht, nein, es kann auch einfach eine h&#246;chst satirische Auseinandersetzung mit dem Sujet „end of the world“ sein.<br />
Ben Hopkins (37 Uses for a Dead Sheep) l&#228;sst mit The Nine Lives of Tomas Katz einen Mann auftauchen. Wie unschwer zu vermuten war, handelt es sich bei dem Herrn um jenen Tomas Katz. Woher er kommt, das wei&#223; man nicht so genau, wer er ist, tja.. das wei&#223; man sowieso nicht, da er gewisse Fertigkeiten besitzt und &#246;fters die Gestalt anderer Personen annehmen kann, gerne auch hypnotisierend wirkt. Dieser Tomas Katz ist die Zerst&#246;rung in Person und beginnt, nachdem er auf der Motorway  M25 aus einem Gulliloch gekrochen ist, Chaos &#252;ber die Stadt London zu bringen.</p>
<p>Mehr muss man nicht wissen, ehrlich gesagt bin ich mir sogar sicher, dass man mehr nicht wissen sollte. Vielleicht noch ein Wort zu der gro&#223;artigen Darstellung Ian McNeices, der den blinden Polizeichef der Stadt darstellt und sich einmal mehr in seinem spirituell gepr&#228;gtem Vorgehen best&#228;tigt f&#252;hlt. </p>
<p>Ansonsten hat man mit The Nine Lives of Tomas Katz die M&#246;glichkeit, eine durch und durch abgedrehte, anfangs urbane, Apokalypse zu bestaunen, von schnellen Schnittfolgen hin&#252;ber zu fl&#252;sternden Fenstern und fiesesten Diskussionsrunden, wo an Heizk&#246;rper gekettete Kinder als „Problem der Nation“ betitelt werden, hat man so ziemlich alles, was der Endzeitstimmung in die H&#228;nde spielt. Konventionelle Ideen wie der Zusammenbruch des Bankensystems oder eine spontane Kriegserkl&#228;rung an die Insel Gwupigrubynudny durch den „Minister of fish“, manchmal wird man am Boden liegen und lachen, manchmal wird man die Augen aufrei&#223;en und nicht glauben wollen, was f&#252;r Einf&#228;lle da &#252;ber den Bildschirm flimmern.</p>
<div id="attachment_4274" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Die-Neun-Leben-des-Tomas-Katz-Kinder.jpg"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Die-Neun-Leben-des-Tomas-Katz-Kinder.jpg" alt="Die Neun Leben des Tomas Katz - Kinder" title="Die Neun Leben des Tomas Katz - Kinder" width="450" height="338" class="size-full wp-image-4274" /></a><p class="wp-caption-text">Die Neun Leben des Tomas Katz - Kinder</p></div>
<p>F&#252;r einen Film, der derartig auf alt, low budget und schwarzen Humor getrimmt zu sein scheint, bieten die neun Leben des Tomas Katz aber auch noch bezaubernde Musik f&#252;r alle Lebenslagen. Ob Heine, russischer Chor oder doch fetzige St&#252;cke à la <em>Terra Ferma &#8211; Lunar Sunrise</em>, das Geh&#246;rte verzahnt sich so wunderbar mit dem Gesehenen, dass man sich eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich bewusst sein kann, dass da gleich die Welt im Chaos untergehen k&#246;nnte. Wer h&#228;tte es gedacht, bis auf den blinden Mann scheint das auch niemand sonst wirklich sehen zu wollen.</p>
<blockquote><p>They&#8217;re stuffing the world with stuff!</p></blockquote>
<p>Eine bitterb&#246;se Huldigung an eine utopische, vermeintlich bessere Welt, die einfach nur von dem zu viel an „allem“ befreit werden muss. Bitterb&#246;se, stellenweise zum Totlachen und in der so simpel gehaltenen Visualit&#228;t einfach ein wahnsinnig fesselnder Rundgang durch London. Im Zeichen der Zerst&#246;rung und inhaltlichen Neuausrichtung, versteht sich. Dabei m&#252;ssen nicht nur einige Einrichtungen der &#246;ffentlichen Ordnung in ihrer urspr&#252;nglichen Form dran glauben, auch der eigene Anspruch, alles in einen Gesamtzusammenhang packen zu wollen, geschweige verstehen zu k&#246;nnen, d&#252;rfte an der vorz&#252;glichen Herangehensweise der Improvisation scheitern. Und das ist gut so!</p>
<blockquote><p>No substance. No light. No Dave.</p></blockquote>
<p>Die Grundstimmung hat schon Recht, dass Hopkins hier eine Zusammenf&#252;hrung von Lynch, Monty Python und anderen abgedrehten Geistern vollbracht hat. Es ist n&#228;mlich so, dass man nach Tomas Katz z.B. die Dialogzeile „Just what do you think you&#8217;re doing, Dave?“ aus Kubricks 2001 mit v&#246;llig anderen Ohren h&#246;ren wird. </p>
<div id="attachment_4275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Tomas-Katz-erklaert-den-Krieg.jpg"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Tomas-Katz-erklaert-den-Krieg.jpg" alt="Tomas Katz erklaert den Krieg" title="Tomas Katz erklaert den Krieg" width="450" height="337" class="size-full wp-image-4275" /></a><p class="wp-caption-text">Tomas Katz erklaert den Krieg</p></div>
<p>Eine beachtliche Leistung, das Ende der Welt so darzustellen, dass alle Nebens&#228;chlichkeiten von ma&#223;geblicher Relevanz zu sein scheinen, nur eben das Ende selbst so profan und banal wie das Aussteigen aus einer U-Bahn abgehandelt wird. Was Casablanca f&#252;r die Darstellung von Krieg im Film bedeutet, das ist Tomas Katz und seine neun Leben f&#252;r die Apokalypse auf britischem Wege.</p>
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		<title>§ 242 StGB</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 18:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu f&#252;nf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
H&#228;tte es nicht wenigstens mein steinaltes Handy sein k&#246;nnen? Nein, nat&#252;rlich nicht, die Welt ist schlecht und so traf es meinen Wecker, meine einzige M&#246;glichkeit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu f&#252;nf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</p></blockquote>
<p>H&#228;tte es nicht wenigstens mein steinaltes Handy sein k&#246;nnen? Nein, nat&#252;rlich nicht, die Welt ist schlecht und so traf es meinen Wecker, meine einzige M&#246;glichkeit der Abschottung vor etwaigem Gefasel in S-Bahn/Bahn und Bus und.. &#252;berhaupt, ein <a href="http://www.jura.uni-duesseldorf.de/aushang.aspx?id=5263">Blackberry wird gefunden</a> und ins Fundb&#252;ro der Uni gebracht, ein d&#228;mlicher Mp3player mit wei&#223;en Ohrst&#246;pseln, den quasi jeder hat, nicht? Das muss ich wohl nicht verstehen, ebenso wenig wie ich nie verstehen werde, wie das passieren konnte. Die S-Bahn war im Prinzip leer, im H&#246;rsaal w&#228;re es aufgefallen und auf dem Weg zur S-Bahn habe ich auch keinen Handstand gemacht, damit er aus der Tasche kullern konnte. Nach 5 Versuchen beim rheinbahnschen Fundb&#252;ro durchgekommen, nichts. Eine E-Mail vom Servicepoint, nichts aber noch 2 Telefonnummern die ein Quantum Resthoffnung am Leben erhalten. </p>
<p>Was lernen wir daraus? Nach 20 Jahren trifft es jeden mal. Wenn schon nicht in Paris in der Métro, dann eben hier.<br />
Auch wenn der Wecker fehlt, ist das kein Grund, nicht p&#252;nktlich zu sein. Telefone von heute k&#246;nnen ziemlich viel, nur keinen angenehmen Weckton erzeugen.<br />
Es gibt eigentlich keinen Grund, die Ohrst&#246;psel zu entfernen oder die Musik auszuschalten. Besser kann man doch gar nicht merken, wenn das Abspielger&#228;t aus der Hosen- oder Jackentasche entfernt wird.<br />
Wann bemerkt man n&#228;mlich sonst, dass das Abspielger&#228;t fehlt? Klar, wenn einem in den Sinn kommt, den Weckton „Harfe“ durch ein Lied der eigenen Wahl zu ersetzen. In Verbindung mit dem schrecklichen Wecker namens Telefon ist das fast schon bitterlich ironisch.<br />
Man robbt verzweifelt auf dem Boden rum und guckt unterm Bett nach und in jeder anderen erdenklichen Ecke und findet nur Staub und wird an die Benutzung von Handfeger und Wischer erinnert. (Salz in die Wunde! Salz!)</p>
<p>Hatten die iPod Akkus nicht mal den seltenen Fall, dass sie &#252;berhitzen und oder explodieren? Ich bin ja kein Unmensch.. aber ich glaube nachdem ich morgen erfolglos die beiden Telefonnummern kontaktiert habe w&#252;nsche ich mir das ganz ganz dolle. <del datetime="2009-11-05T18:16:24+00:00">Dann k&#246;nnte ich die bedauernswerte, armselige und verdorbene Person wenigstens am Watschelschritt erkennen.</del><br />
An dieser Stelle noch den Clip zu „Alles Mist“ denken, mit mehr Fazit kann ich leider nicht dienen.</p>
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		<title>Angel-A</title>
		<link>http://uwe.vg/2009/11/03/angel-a/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 19:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und was machen wir jetzt?
André (Jamel Debbouze) steckt ganz sch&#246;n in der Tinte. Erfolglos als Verbrecher, hoch verschuldet bei sogenannten Freunden und Gesch&#228;ftspartnern, die so langsam die Geduld verlieren und das alles muss er auch noch alleine durchstehen. Unter diesen Voraussetzungen macht nicht mal Paris wirklich Freude und so denkt sich André, dass er seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4267" class="wp-caption aligncenter" style="width: 292px"><a href="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Angel-A.jpg"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Angel-A.jpg" alt="Angel-A" title="Angel-A" width="282" height="399" class="size-full wp-image-4267" /></a><p class="wp-caption-text">Angel-A</p></div>
<blockquote><p>Und was machen wir jetzt?</p></blockquote>
<p>André (Jamel Debbouze) steckt ganz sch&#246;n in der Tinte. Erfolglos als Verbrecher, hoch verschuldet bei sogenannten Freunden und Gesch&#228;ftspartnern, die so langsam die Geduld verlieren und das alles muss er auch noch alleine durchstehen. Unter diesen Voraussetzungen macht nicht mal Paris wirklich Freude und so denkt sich André, dass er seinem Leben auch gleich ein Ende bereiten k&#246;nnte, bevor andere es durch unsch&#246;ne Methoden erledigen. Doch nicht mal ungest&#246;rt von einer Br&#252;cke kann sich der arme André st&#252;rzen, denn er bemerkt die gro&#223;e, blonde Angela (Rie Rasmussen), die selbiges vorhat. Ein kurzes Streitgespr&#228;ch sp&#228;ter rettet André die spontan handelnde Angela und fischt sie aus der Seine. </p>
<p>Von nun an hat André eine st&#228;ndige Begleitung an seiner Seite, die gelinde gesagt mehr als nur eine gro&#223;e Nervens&#228;ge ist; denn Angela ist nicht auf den Mund gefallen, erweist sich als &#252;beraus klug und patente Schuldentilgerin. Klar, dass es da auch zu Meinungsverschiedenheiten kommen muss, der kleine Macho, der sich selbst nichts zutraut und noch weniger eingesteht hat auf einmal eine h&#252;bsche Frau an seiner Seite, die vieles &#8211; wenn nicht alles &#8211; besser wei&#223;, besser macht und besser sieht als er. Einen Plan hat sie auch: sein Leben entr&#252;mpeln, Schulden zur&#252;ckzahlen, den Kopf freimachen und seine sch&#246;nen inneren Werte den Weg zur Au&#223;enwelt aufzeigen. </p>
<p>Der geneigte Leser der fr&#252;hen Stunde wird es schon mitbekommen haben; Angel-A wurde hier schon mehrmals erw&#228;hnt.. aber irgendwie war mir sehr danach, dem Film eine neue Chance zu geben. (Au&#223;erdem kennt man das ja, alte Texte sind immer lausig formuliert, schlecht durchdacht und beleuchten nie die Aspekte, die man eigentlich beleuchten wollte.)<br />
 Und siehe da, die wunderbare Grundidee gepaart mit dieser zauberhaften Darstellerin hat nichts von ihrem Charme verloren, wenngleich es da doch Defizite aufzuz&#228;hlen gilt. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Es d&#252;rfte mehr als offensichtlich sein, was Angela ist, ansonsten starre man gem&#252;tlich ein paar Minuten auf den Titel Angel-A und gucke vielleicht mal im englischen W&#246;rterbuch nach. Regisseur Luc Besson (Nikita, Léon, Le Cinquième Élément) hatte einiges im Sinn, aber ganz bestimmt keine Verschleierung des Leitmotivs Engel. Titel, plumpe Bemerkungen ihrerseits und g&#252;nstige Positionen hinter Statuen mit Fl&#252;geln, alles gibt mehr oder weniger dezente Hinweise darauf, dass André mit Angela einen wirklich himmlischen Beistand erhalten hat. Doch auch Gottes verwaltenden Helferlein sind kein Allheilmittel, schon gar nicht gegen skeptische, unbelehrbare Typen wie André es eben ist. Dieser m&#246;chte Beweise, m&#246;chte sein Ding alleine durchziehen, will blo&#223; nicht blo&#223;gestellt werden aber irgendwann sollte es ihm doch d&#228;mmern, dass sein Handeln nach einem Korrektiv in Form eines 1,80 gro&#223;en Engels mit dem „Aussehen“ Flittchen verlangt. </p>
<div id="attachment_4269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Angela-und-Andre.jpg"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Angela-und-Andre.jpg" alt="Angela und Andre" title="Angela und Andre" width="450" height="345" class="size-full wp-image-4269" /></a><p class="wp-caption-text">Angela und Andre</p></div>
<p>Bis zu einem gewissen Grad ist Angel-A als charmante Kom&#246;die verfasst, eine gute Portion Binsenweisheiten in den flapsigen Dialogen, hier und da eine Andeutung und ein Bad im Selbstmitleid und das obligatorische Antreiben nach Ver&#228;nderung, die bei einem selbst ansetzen muss, um auf die Au&#223;enwelt &#252;berspringen zu k&#246;nnen. So abgedroschen, wie es sich anh&#246;rt, wird es stellenweise auch leider transportiert. Interessanter wird es, wenn die oberfl&#228;chlich triebhafte Zuneigung Andrés in wahre Gef&#252;hle umspringt und Zuneigung zu seiner Schutzpatronin entwickelt und diese sichtlich &#252;berfordert mit ihrer Mission zu sein scheint. Ja, auch Engel scheinen es schwer zu haben, immer diese gleichen Abl&#228;ufe, immer diese „was ich nicht sehen kann das glaube ich nicht“-Menschen die auch immerzu von ewiger Liebe faseln und dabei keinerlei Vorstellung von Ewigkeit besitzen k&#246;nnen. </p>
<p>Rie Rasmussen verk&#246;rpert ganz sch&#246;n viele Facetten, das vorlaute Flittchen, die eiskalte Gesch&#228;ftsfrau und die Philosophin in spe sind nur einige ihrer Rollen; auch die gebrochene Frau, wenn man &#252;berhaupt von Frau sprechen kann, ohne Vergangenheit, zwischen scheiternder und beendeter Mission hin und her gerissen; wenn sie weint, weint man mit, wenn sie die Fassung verliert, dann findet man das durchaus nachvollziehbar. Ihr gegen&#252;ber, ein paar K&#246;pfe tiefer, gibt Jamel Debbouze nicht auf, den doch recht einseitig gehaltenen Charakter mit Leben zu erf&#252;llen. Nun, das gelingt nicht vollst&#228;ndig, aber zumindest entwickelt sich keine Antipathie und kein Gedanke an die vorhin verworfene Idee mit der Br&#252;cke.</p>
<p><strong>Angel-A</strong> verzichtet auf Farbgebung, aber nicht auf bewegte Arbeit mit der Kamera und auch nicht auf bildhafte Tonelemente. Das alles hat Charme, das alles hat eine sch&#246;ne Idee als Grundlage und eine wirklich himmlische Hauptdarstellerin, die man nicht oft genug lobend erw&#228;hnen kann. Was der ganzen Sache zur Vollendung nur gebraucht h&#228;tte, w&#228;re ein gewisser Grad an Timing, an Gef&#252;hl f&#252;r &#220;berg&#228;nge und verkn&#252;pfende Elemente. Manche Begebenheit kommt einfach zu abrupt, manch gel&#252;ftetes Geheimnis scheint zu wenig ausgearbeitet, auch erscheint die Vorgehensweise eines Engels, der erstmal nicht zur Selbstst&#228;ndigkeit erzieht ein wenig paradox, aber eigentlich sind das Defizite, &#252;ber die man gro&#223;z&#252;gig hinwegsehen kann. Angel-A ist ein nicht v&#246;llig geschliffener Diamant, ein kleines Paradebeispiel, wie man eine romantische Kom&#246;die auch aufziehen kann und wenn man es denn gerne direkt und „von Herzen“ aber nicht allzu wissenschaftlich mag, dann auch ein kleiner Ratgeber f&#252;r die Schmiedekunst des eigenen Gl&#252;cks.</p>
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		<title>NetSetMan: Mehrere Profile für mehrere Netzwerke mit mehreren Einstellungen</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 18:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technique]]></category>
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		<description><![CDATA[Das d&#252;rften genug „mehrere“ f&#252;r den Anfang gewesen sein. NetSetMan ist ein kleines aber sehr feines Programm f&#252;r Windows, um die Netzwerkeinstellungen schnell(er) und komfortabel zu verwalten.
Das f&#228;ngt beim Beispiel pendelnder Student mit fester IP in der Wohnung, DHCP Server in der Uni, andere feste IP in der Heimat an und h&#246;rt.. irgendwo auf, Beispiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das d&#252;rften genug „mehrere“ f&#252;r den Anfang gewesen sein. NetSetMan ist ein kleines aber sehr feines Programm f&#252;r Windows, um die Netzwerkeinstellungen schnell(er) und komfortabel zu verwalten.<br />
Das f&#228;ngt beim Beispiel pendelnder Student mit fester IP in der Wohnung, DHCP Server in der Uni, andere feste IP in der Heimat an und h&#246;rt.. irgendwo auf, Beispiele gibt es da drau&#223;en sicherlich genug. </p>
<div id="attachment_4265" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/NetSetMan-Tray.jpg" alt="NetSetMan Tray" title="NetSetMan Tray" width="234" height="238" class="size-full wp-image-4265" /><p class="wp-caption-text">NetSetMan Tray</p></div>
<p>NetSetMan ist dabei schlicht und sehr ergreifend. 6 Profile k&#246;nnen individuell angelegt werden (jede Eingabe wird umgehend gespeichert, verloren gehen kann somit nichts), einen eigenen Namen bekommen und mit einem Klick aktiviert werden. Der Umweg &#252;ber Netzwerkverbindungen verwalten etc pp. entf&#228;llt. Kleine Randnotiz: die jeweilige Netzwerkverbindung (Drahtlos klappt genauso gut wie Kabelverbindung) muss aktiviert und zu irgendwas verbunden sein, ansonsten meldet sich NetSetMan aber auch, z.B. mit Fehler 84, der mich anfangs ein wenig irritierte. </p>
<div id="attachment_4266" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://uwe.vg/wp-content/uploads/NetSetMan.jpg"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/NetSetMan-150x99.jpg" alt="NetSetMan" title="NetSetMan" width="150" height="99" class="size-thumbnail wp-image-4266" /></a><p class="wp-caption-text">NetSetMan</p></div>
<p><strong>NetSetMan 2.6.2</strong> (Momentan die aktuelle Version) kann man <a href="http://www.netsetman.com/index.php?s=nsm#nsmdl">hier</a> runterladen, als Lizenz gilt: <em>NetSetMan ist Freeware f&#252;r Ihre nicht-kommerziellen Zwecke.</em> </p>
<p><a href="http://www.netsetman.com/">Zur offiziellen Seite</a>. Eine klare Empfehlung, da brauche ich mir etwaige Alternativen gar nicht mehr anschauen. Die Namen davon habe ich aber gerade sowieso vergessen.</p>
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		<title>Kurzfilm zu Halloween: A Candy Affair</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 19:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfänge]]></category>
		<category><![CDATA[A Candy Affair]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Die stimmige Mischung aus Text, Video und Bild lassen wir mal au&#223;er Acht, momentan erachte ich jede Form von Aktivit&#228;t auf dieser kleinen Publikation als kleinen Organisationserfolg aus Terminbelegung (Darwinismus eines Belegungssystems namens LSF), S-Bahn-Zuverl&#228;ssigkeit („Ja, wenn ihr die T&#252;ren nicht freihalten wollt, dann endet dieser Zug hier eben, wir sind eh schon 8 Minuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die stimmige Mischung aus Text, Video und Bild lassen wir mal au&#223;er Acht, momentan erachte ich jede Form von Aktivit&#228;t auf dieser kleinen Publikation als kleinen Organisationserfolg aus Terminbelegung (Darwinismus eines Belegungssystems namens LSF), S-Bahn-Zuverl&#228;ssigkeit („Ja, wenn ihr die T&#252;ren nicht freihalten wollt, dann endet dieser Zug hier eben, wir sind eh schon 8 Minuten zu sp&#228;t. Tsch&#252;ss.“)  und anderen Sp&#228;&#223;en, die hier mit Sicherheit nochmal in schriftlicher Form veranschaulicht werden. Da w&#228;ren zum Beispiel diese Zimmerpflanzen, die keine 2 Tage alt sind und sich schon scheintot stellen, trotz bestem Wasser, Luft und einer kleinen Portion Licht.<br />
Zur&#252;ck zum Film. Eine zuckers&#252;&#223;e Angelegenheit in beiderlei Sinne, thematisch passend und ich glaube diesmal verschone ich euch mit dem Herauslesen etwaiger Bedeutungen. Evidenter w&#228;re nur noch der Holzhammer im Gesicht. </p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8VlHvFI-gu0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0xe1600f&#038;color2=0xfebd01"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/8VlHvFI-gu0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0xe1600f&#038;color2=0xfebd01" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
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		<title>Kurzfilm: Epilogue</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 18:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfänge]]></category>
		<category><![CDATA[Epilogue]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Epilogue  vermag einen eigensinnigen Stil zu besitzen, aber dieses eigene und dieser Sinn l&#228;sst sich vortrefflich auf das Leben und den ganzen Rest ausweiten; man stelle sich nur mal vor. Alles, was man erreicht hat, alles, wor&#252;ber man sich letztendlich definiert ist nur ein Moment. Ein schnell brechender Moment, eine verzerrte Skulptur, vielleicht auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Epilogue </em> vermag einen eigensinnigen Stil zu besitzen, aber dieses eigene und dieser Sinn l&#228;sst sich vortrefflich auf das Leben und den ganzen Rest ausweiten; man stelle sich nur mal vor. Alles, was man erreicht hat, alles, wor&#252;ber man sich letztendlich definiert ist nur ein Moment. Ein schnell brechender Moment, eine verzerrte Skulptur, vielleicht auch ein Gem&#228;lde an der Wand, das eine eigene Geschichte zu erz&#228;hlen vermag. Nur was ist schon diese Geschichte, wenn nicht ein verzweifeltes, verirrtes Schlendern in einem Geb&#228;ude, das man so schnell nicht mehr verlassen wird. Zumindest nicht so, wie man es sich vorgestellt h&#228;tte. Macht was draus, bevor ihr in Farbe und Grauen an der Wand landet. Macht was draus, bevor eure Momentaufnahmen von Banausen begafft oder zerst&#246;rt werden. Wenn das keine motivierend k&#252;nstlerische Mahnung ist, dann wei&#223; ich auch nicht.</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sw75UNRLoHI&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sw75UNRLoHI&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>K&#246;nnte nat&#252;rlich auch nur ein verfluchtes Haus sein. Aber bitte, wie ordin&#228;r und oberfl&#228;chlich w&#228;re das denn?</p>
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		<title>Orphan</title>
		<link>http://uwe.vg/2009/10/25/orphan/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 09:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[Kate Coleman: Go to your room.
Esther: Honestly, we&#8217;re past that now, aren&#8217;t we? 
Jetzt ist es offiziell, der Name Jaume Collet-Serra wurde von der ewig w&#228;hrenden Verbindung zum Remake House of Wax mit Paris Hilton freigesprochen und konnte sich eine neue Verbindung suchen. Dass es gleich eine so gute sein w&#252;rde.. wer h&#228;tte das denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4256" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Orphan-Esther-und-Kate.jpg" alt="Orphan - Esther und Kate" title="Orphan - Esther und Kate" width="450" height="300" class="size-full wp-image-4256" /><p class="wp-caption-text">Orphan - Esther und Kate</p></div>
<blockquote><p>Kate Coleman: Go to your room.<br />
Esther: Honestly, we&#8217;re past that now, aren&#8217;t we? </p></blockquote>
<p>Jetzt ist es offiziell, der Name Jaume Collet-Serra wurde von der ewig w&#228;hrenden Verbindung zum Remake House of Wax mit Paris Hilton freigesprochen und konnte sich eine neue Verbindung suchen. Dass es gleich eine so gute sein w&#252;rde.. wer h&#228;tte das denn erwartet? Mit Orphan liefert er einen Genrebeitrag aus der Nische „evil child“, die man eigentlich auch mit Autos erkl&#228;ren k&#246;nnte, vielmehr der Liebe zu alten Autos. Orphan &#8211; Das Waisenkind ist in etwa so modern wie.. wie ein BMW 501, aber wo keine komplexe Technik, da soll es ja auch mal &#246;fter Zuverl&#228;ssigkeit geben. Zuverl&#228;ssigkeit und R&#252;ckbesinnung auf die Dinge, die z&#228;hlen, dazu geh&#246;rt eine engagierte Schauspielerin wie Vera Farmiga, die eine wandelbare Mutterrolle durch alle m&#246;glichen Katastrophen, R&#252;ckschlag- und Gl&#252;ckssituationen spielt; Alptr&#228;ume, Totgeburt, eine angestrebte Adaption, die Alkoholsucht, das musikalische Hobby und dazu eine kleine, taubstumme Tochter und einen rotzn&#228;sigen Sohn, der lieber „crap“ mit Plastikgitarre vorm Fernseher fabriziert. </p>
<blockquote><p>
Oh, look, Little Bo Peep text me &#8211; she wants her outfit back. </p></blockquote>
<p>Fast schon ein Vollblutdrama, das eine zerr&#252;ttete Familie, die sich doch auch nur nach Zusammenhalt sehnt, aus allen erdenklichen Ecken beleuchtet. Und dann kam nicht Polly.. aber dann kam das aus Russland stammende Waisenkind Esther. Esther ist 9 Jahre alt, zeichnet fabelhafte Bilder und kleidet sich immer ein bisschen „altbacken“ &#8211; doch die Wellenl&#228;nge stimmt, der Papierkram wird flugs erledigt und schon bald findet sich Esther in einem fast perfekten Zuhause wieder. Fast.. oder aber: <em>There&#8217;s something wrong with Esther</em>. </p>
<div id="attachment_4258" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Orphan-Das-Waisenkind-Esther-und-Max-Coleman.jpg" alt="Orphan - Das Waisenkind - Esther und Max Coleman" title="Orphan - Das Waisenkind - Esther und Max Coleman" width="450" height="254" class="size-full wp-image-4258" /><p class="wp-caption-text">Orphan - Das Waisenkind - Esther und Max Coleman</p></div>
<p>Diese Familie war von Anfang an anf&#228;llig f&#252;r Ausspielungen, f&#252;r Intrigen und f&#252;r das B&#246;se in Form eines kleinen M&#228;dchens. Orphan ist ein dramatischer Psychothriller mit vielen altbekannten, aber wunderbar eingefangenen Momenten. Wie schon The Children wird auch hier auf eine sch&#246;n verschneite Landschaft gesetzt, aber ganz so rot wird sich der Schnee dann doch nicht verf&#228;rben. Nein. Kein Schlachtfest, wenngleich sich das Ende wenig in die Hauptstimmung einbetten lassen m&#246;chte, vielmehr eine pfiffige Variation aus Altbekanntem, neu in Szene gesetzt. Dass es „b&#246;se Kinder“ und Angst vor eben jener Bedrohung durch das vermeintlich Bekannte und Pers&#246;nliche schon &#246;fters gegeben hat steht wohl au&#223;er Frage. Aber das hier ist, man kann der herrschenden Meinungen eigentlich nur zustimmen, frisch, erfrischend und bietet eine der plausibelsten Aufl&#246;sungen der letzten.. Monate? Jahre? </p>
<div id="attachment_4257" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Orphan-Esther.jpg" alt="Orphan - Esther" title="Orphan - Esther" width="450" height="254" class="size-full wp-image-4257" /><p class="wp-caption-text">Orphan - Esther</p></div>
<blockquote><p>I thought you would enjoy teaching me. It must be frustrating for someone who loves music as much as you to have a son who isn&#8217;t interested and a daughter who can&#8217;t even hear. </p></blockquote>
<p>Sollte man sich ruhig merken. Viel besser wird es nicht mehr in diesem Jahr. Man denke nur an dieses uns&#228;gliche Ph&#228;nomen <em>Paranormal Activity</em>, was das filmische Amerika v&#246;llig schlaflos und kirre zur&#252;ck zu lassen scheint. Knallende T&#252;ren, ein paar Schreie und eine <del datetime="2009-10-23T17:47:41+00:00">nicht alles</del> nix zeigende Amateurkamera &#8211; wie DAS wohl enden wird? Etwa mit Besessenheit, ein paar Zeitstempelspr&#252;ngen und der angeblichen Intention, mal so richtig auf die Grundangst „allein in den eigenen 4 W&#228;nden“ zu zielen? <a href="http://uwe.vg/2009/10/24/paranormal-activity-oder-wie-die-furcht-neu-erfunden-wurde/">Es wird nach hinten losgehen</a>, mein Wort drauf. Und auch mein Wort drauf, dass eine „das ist ja v&#246;llig anders und realistisch und deswegen so gruselig“-Fraktion sich lautstark zu Wort melden wird. Aber das wird sp&#228;ter Thema sein. Hier soll es um einen recht guten Thriller gehen, der sich so ziemlich aller bekannten Klischees bedient und gut daran tut. Wir brauchen keine Saw-Fortsetzung Nummer 20. Wir brauchen mehr R&#252;ckbesinnung, wenn schon kein Neuland (was immer auch Neuland sein k&#246;nnte), die auf qualitativ ansprechende Ausf&#252;hrung setzt. Auch das altbekannte Spieglein an der Badezimmerwand mitsamt Medikamentenschrank steht dem nicht im Wege.</p>
<p>Eine gewisse Portion fieser Humor ist dann auch noch verankert. Kinder k&#246;nnen so grausam sein. Aber Erwachsene erst!</p>
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		<item>
		<title>Paranormal Activity oder wie die Furcht neu erfunden wurde</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 20:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kristallkugel]]></category>
		<category><![CDATA[Dämon]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich an ein Gespr&#228;ch &#252;ber Blair Witch Project, da fiel ein Satz der die Antipathie des Sagenden zu besagtem Film ganz ordentlich zusammenfasste. „Ach, das war doch nur ein kleiner dummer Film, der die Stadtkinder, die noch nie im Wald waren, erschrecken soll.“ &#8211; So oder zumindest so &#228;hnlich klang es, es klang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4260" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Paranormal-Activity-Schlafzimmer.jpg" alt="Paranormal Activity - Schlafzimmer" title="Paranormal Activity - Schlafzimmer" width="450" height="254" class="size-full wp-image-4260" /><p class="wp-caption-text">Paranormal Activity - Schlafzimmer</p></div>
<p>Ich erinnere mich an ein Gespr&#228;ch &#252;ber Blair Witch Project, da fiel ein Satz der die Antipathie des Sagenden zu besagtem Film ganz ordentlich zusammenfasste. „Ach, das war doch nur ein kleiner dummer Film, der die Stadtkinder, die noch nie im Wald waren, erschrecken soll.“ &#8211; So oder zumindest so &#228;hnlich klang es, es klang auch ein bisschen nachvollziehbar, obwohl ich dem Schluss v&#246;llig widersprechen wollte und noch immer m&#246;chte. </p>
<p>Es scheint sich zu wiederholen, denn verfolgt man die ach so relevanten und modernen Medien, kann man ein eindeutiges Gezwitscher &#252;ber eben jenen Film sehen, der in einer Woche abgedreht wurde und Herrn Spielberg so arg gegruselt hat, dass er erstmal abbrechen musste.<sup>1</sup> Wenn das mal keine Voraussetzungen sind, m&#246;chte man meinen. Und dazu kommt ja noch dieser Trailer<sup>2</sup>, der ja eigentlich auch nur ein gro&#223;er Witz ist. Ein Witz der medialen Neuzeit, wie mir scheint. Wo man doch heute in Sekunden seine Gedanken und Reaktionen mit Millionen von Menschen teilen kann, da ist es in meinen Augen nur nat&#252;rlich, dass ein stetiges Interesse an Reaktionen anderer Mitmenschen erweckt und gef&#246;rdert wird. Man schaut ja auch gerne auf Kundenbewertungen, legt unter Umst&#228;nden Wert auf eine Meinung von einem Menschen, zu dem man einen guten Draht hat, man interessiert sich f&#252;r die Meinung XYZ von Lieschen M&#252;ller wegen ihrer Authentizit&#228;t, statt der gekauften Expertenmeinung. </p>
<p>Es ist also gar kein so gro&#223;er Witz mehr, wenn dieser Trailer ein Publikum w&#228;hrend einer Filmvorf&#252;hrung in Hollywood beobachtet, w&#228;hrend auf der Leinwand Oren Pelis Paranormal Activity flimmert. Man denkt sich schlie&#223;lich, dass da Filmkenner drunter sein m&#252;ssen, Menschen, die schon mehr als einen Film gesehen haben, Durchschnittsschauer, Menschen, mit denen man sich u.U identifizieren kann. Und dann zucken sie. Dann drehen sie sich weg und halten H&#228;ndchen, um dieses Grauen auf der Leinwand gemeinsam durchzustehen. Dazu ein paar lautstark eingeworfene Schlagworte, werbende Meinungsmache mit dem inflation&#228;r verfluchten Begriff „off all time“ und was den Kreativen da nicht noch alles eingefallen ist. Aber Moment mal. Was sehen wir jetzt eigentlich?</p>
<p>0:44. Ein lauter Knall, ein Schrei.<br />
1:00-1:05 Die bewegte Bettdecke, eine knallende T&#252;r.<br />
1:09 Blaue Flecken. Und Rosenstolz hat nichts damit zu tun.<br />
1:18 Fast schon im Millisekundenbereich sehen wir ein apathisches Wippen am Bett angelehnt. Ein Schelm, wer da an D&#228;monen, eine Spur Besessenheit oder eine gerade begangene Straftat denkt.<br />
1:20 Hauptrolle Katie (Katie Featherston) kann nicht nur schreien, schlafen oder wippen, nein, sie kann auch apathisch da stehen und ihren Freund beobachten.<br />
1:21 Oder sich in den Schlaf weinen.<br />
1:22 Oh. Ein Brettspiel? Nein. Nat&#252;rlich nicht. Hat sicher etwas mit D&#228;monen zu tun. Vielleicht mal selber einen beschw&#246;ren, wenn er schon im Haus rumlungert?<br />
1:25 Oh. Ein b&#246;ses Gesicht. Erinnerungen an Linda Blair werden wach. Wie viele Leute wohl gedacht haben, dass dieses b&#246;se Gesicht im Haus rumgeistert?<br />
1:29 Voller K&#246;rpereinsatz, quasi aus dem Nichts, wir nennen es k&#252;nstlerisch anspruchsvolle weil realistisch angehauchte Dunkelheit, von einer unbekannten Macht gegen die eigens aufgestellte Kamera geschleudert werden. KREISCH!<br />
1:33 Flackernder Bildtitel. Gebt den Leuten mehr Camcorder-Feeling! Mehr mehr mehr!<br />
1:34/35 Bruchteile f&#252;r Sekunden..schon wieder das b&#246;se Gesicht?</p>
<p>Damit h&#228;tte sich der 1:45 Minuten lange Spa&#223; in High Definition. Hand aufs Herz. Schwei&#223;gebadet, das Nachtlicht eingeschaltet, erstmal im Schrank nach Monstern gesucht? Nein? Nicht? Oh, wie kann das denn blo&#223; sein, schlie&#223;lich wird dieser ehemalige Geheimtipp so gehandelt, als ob er der letzte Tropfen &#214;l der Kinolandschaft w&#228;re, H&#246;chstwertungen und authentische Meinungen machen keinen Hehl daraus, dass sie wie kleine Schulm&#228;dchen gekreischt haben und „k&#246;rperlich litten“.<br />
K&#246;rperlich leide ich hier auch an Kopfschmerzen, weil mir dieser Hype so suspekt ist wie die Impfung gegen die Schweinegrippe. Da wird ein Film also hoch gelobt, weil er einen auf echt macht. Gut, das hatten wir in letzter Zeit &#246;fters, die Mengen scheinen sich satt gefressen zu haben an den fiktiven Welten, an den Helden und den eh nicht realen Wesen, die da auf die Leinwand gezaubert werden. </p>
<div id="attachment_4261" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://uwe.vg/wp-content/uploads/Paranormal-Activity-Katie-Featherston.jpg" alt="Paranormal Activity - Katie Featherston" title="Paranormal Activity - Katie Featherston" width="450" height="254" class="size-full wp-image-4261" /><p class="wp-caption-text">Paranormal Activity - Katie Featherston</p></div>
<p>Dass es aber nicht reicht, einen Genrefilm mit haushohen Monstern oder Zombies einfach mit einer Wackelkamera auszustatten, das haben die hier schon oft genannten Vertreter <a href="http://uwe.vg/2008/02/03/cloverfield/">Cloverfield </a>und <a href="http://uwe.vg/2008/05/18/rec/">[Rec]</a> samt US-Remake <a href="http://uwe.vg/2009/05/03/quarantine/">Quarantine </a>vorbildlich falsch vorgemacht. Authentizit&#228;t und Horror, der einem nahe geht, ist dann eben doch mehr, als eine auf billig getrimmte Effekthascherei, die so oder so nur altbekannte oder v&#246;llig absurde Pfade bestreitet. </p>
<p>Was bleibt? Ein mehr als mulmiges Gef&#252;hl in der Magengegend, weil man sich nicht dieser Herrschaftsmeinung anschlie&#223;en kann? Nein, eigentlich nicht. Wenn die Menge meint, dass ein paar billig gemachte T&#252;rknallereien, zahlreich versandende Klimaxe, ein paar Schreie aus dem Nirgendwo und die eigene, mittlerweile durch allerlei Bullshit zersetzte, Phantasie ausreicht, um Paranormal Activity als „den wohl fiesesten Schocker aller Zeiten“ anzusehen..dann soll die Menge das eben so machen und sich hinterher nicht beschweren, dass die Zeichen eindeutigst auf g&#228;hnende Inhaltslosigkeit hingewiesen haben. Vielleicht noch eine Priese Zeitraffer, weil man doch so hip mit Kameras umzugehen wei&#223;? Vielleicht eine Priese Zeitraffer, um sich durch eine k&#252;nstlich in die L&#228;nge gezogene Handlung zu mogeln, die obendrein noch an einer v&#246;llig grenzdebilen Einleitung krankt, dass man sich doch bitte sch&#246;n einen Slasher ins Haus w&#252;nscht, um diesen Albtraum schnellstm&#246;glich zu beenden? </p>
<p>Das wird ganz sicherlich zum F&#252;rchten. Ich f&#252;rchte mich auch. Aber vielmehr vor den aufkeimenden Esoterik-Threads, &#8220;Ihr braucht ja alle CGI-Monster und k&#252;nstliche Masken!“-N&#246;rgler und „Ich hatte auch einen Geist im Haus!“-Erz&#228;hlern auf allen Kan&#228;len. Es ist eine Sache, dass Werbung und Marketing den Kunden bel&#252;gt. Aber dass diese Instrumente es mittlerweile geschafft haben, dass sie sich selbst bel&#252;gen und die L&#252;ge auch noch mit Einigkeit verteidigen? Bitte, nur zu. Der November ist nicht mehr fern, die Dunkelheit kommt jetzt schon zu fr&#252;hen Uhrzeiten und irgendwo wird sich mit Sicherheit ein Ger&#228;usch in den eigenen 4 W&#228;nden erlauschen lassen, damit man diesem nichtigen St&#252;ck Film ein gewisses Quantum an Realit&#228;tsgehalt aus der nicht vorhandenen Seele pr&#252;geln kann.<br />
<em><br />
Paranormal Activity</em> wird sich selbst im Wege sein. Viel zu langweilig f&#252;r den Typus Kinog&#228;nger, der das Wort Suspense nicht kennt, viel zu nervig f&#252;r die, die den Hype mitbekommen haben und dann noch diese Gruppierung, die sich daheim mit zitternder Hand ein Glas Wasser eingie&#223;t, weil das ja alles so f&#252;rchterlich realistisch war.<br />
Erinnert mich dran, dass ich das Feuilleton im Auge behalten werde. Es k&#246;nnte sich der ein oder andere aufmunternde Moment in Textform darin befinden, wobei sich ja die minimal erhaltene Resthoffnung in mir daf&#252;r ausspricht, dass dieser Film in Deutschland keinen Blumentopf gewinnen wird.</p>
<p>Vokabeln f&#252;r diesen Beitrag: Kristallkugel, eigene Meinung, Hype, Geschmack, Polemik, Augenzwinkern. Alles klar? Wunderbar. „Viel Spa&#223; beim Film“.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_4259" class="footnote"><a href="http://www.imdb.com/title/tt1179904/trivia">http://www.imdb.com/title/tt1179904/trivia</a></li><li id="footnote_1_4259" class="footnote"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=OSSqxrh5kp8">http://www.youtube.com/watch?v=OSSqxrh5kp8</a></li></ol>]]></content:encoded>
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