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      <title>Import Export</title>
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      <description>Ein Film von Ulrich Seidl</description>
      <language>de</language>
      <copyright>Copyright 2008</copyright>
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         <title>Trailer</title>
         <description><![CDATA[<object width="280" height="157" align="middle" id="ulrichSeidlMoviePlayer" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000">
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         <pubDate>Wed, 14 Nov 2007 14:16:34 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Kinofinder</title>
         <description><![CDATA[<br />
<br />
<br />
<div align="right"><font size="4"><strong><a target="_blank" href="http://skip.at/film/9734/">Zum Kinofinder von Skip</a></strong></font> </div>]]></description>
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         <pubDate>Thu, 04 Oct 2007 16:52:46 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Gewinnspiel</title>
         <description><![CDATA[<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.importexport.co.at/gewinn/gewinn.html">Zum Gewinnspiel &gt;&gt;</a></h3>]]></description>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">2. Block</category>
        
        
         <pubDate>Thu, 04 Oct 2007 16:44:16 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Pressezitate</title>
         <description><![CDATA[&quot;Atemberaubend ist der Humor, der nun auch in diesen Bildern steckt, und die Menschlichkeit, die sich in den unerwartsten Momenten pl&ouml;tzlich Bahn bricht &ndash; als m&uuml;sse dieser Filmemacher, der nunmehr in die Riege der gro&szlig;en Meister aufger&uuml;ckt ist, nur lange genug dorthin schauen, wo sonst niemand mehr hinblickt, um eine g&auml;nzlich eigenwillige Form der Sch&ouml;nheit und Wahrheit zu finden.&ldquo;<br />
<font color="#993300"><strong>(Die S&uuml;ddeutsche Zeitung</strong>, Tobias Kniebe)</font><br />
<br />
&quot;Every Cannes has it&rsquo;s shicker, it&rsquo;s scandal and Ulrich Seidls Import Export came close to this Prize. Seidls eye for the grotesque makes him the Diane Arbus of world cinema, and this was often startling, horrible and brillant.&quot;<br />
<font color="#993300"><strong>(The Guardian, </strong>Peter Bradshaw<strong>)</strong></font><br />
<br />
&quot;Vielleicht versteht es ausgerechnet der &Ouml;sterreicher Ulrich Seidl derzeit von allen Filmemachern am besten, mit einer Pr&auml;zision, L&auml;ssigkeit und Bosheit das Innerste von leidenden Menschen in grandiose Kinobilder zu &uuml;bersetzen. Seidl erz&auml;hlt von sexuellen Erniedrigungen und brutaler Gewalt, kleinen menschlichen Ann&auml;herungen und banaler Geh&auml;sssigkeit in langen, stets auf neue &uuml;berraschenden Einstellungen und beweist dabei soviel grelle Poesie und Z&auml;rtlichkeit, dass man dem Zauber seiner Horrorwelt fast ohne Gegenwehr verf&auml;llt.&quot;<br />
<br />
.....<br />
<br />
&quot;Zehn uralte, dem Tod geweihte Menschen teilen sich das den Saal des Wiener Krankenhauses und im Schein gr&uuml;nstichiger Nachtlichter hebt ein Konzert des R&ouml;chelns und Wimmerns an. Die Szene ist schier endlos, unertr&auml;glich, und doch wundersch&ouml;n. Und lasst f&uuml;r einen Augenblick ahnen, dass die Kinokunst im besten Fall ein Versprechung auf Erl&ouml;sung ist im Jammertag voller Schmerz und Gemeinheit, das unsere prachtvolle Welt leider nun mal ist.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Der Spiegel</strong>, Wolfgang H&ouml;bel)</font><br />
<br />
&quot;Ulrich Seidl richtet seine Kamera auf das, was man nicht unbedingt sehen will, aber so zwingend, dass man nicht wegschauen kann (...) Import Export ist ein Film, der eine donnernde Stille hinterlie&szlig;.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Die Zeit</strong>, Katja Nicodemus)</font><br />
<br />
&quot;Import Export is a disturbing, sometimes brillant new film by Austrian film director Ulrich Seidl. It was very hard to watch, but I have the feeling I will need to see it again&ldquo;.<br />
<font color="#993300">(<strong>New York Times</strong>, Manohla Dargis)</font><br />
<br />
&quot;Selten hat Ulrich Seidl eine Balance besser hingekriegt: Einerseits einen fantastisch realistischen Kosmos zu malen, andererseits aber die Figuren, die diese Welt bev&ouml;lkern, nicht zu Marionetten k&uuml;nstlerischer Weltanschaung werden zu lassen....Import Export ist ein Film, der Stunden und Tage sp&auml;ter noch nachwirkt.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Der Standard</strong>, Claus Philipp)</font><br />
<br />
&quot;Import Export ist ein gro&szlig;er Film eines grimmigen Humanisten...&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Die Presse</strong>, Christoph Huber)</font><br />
<br />
&quot;Import Export ist in seiner Zur&uuml;ckgenommenheit Seidls bisher radikalster Film.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Kurier</strong>, Gert Korentschnig)</font>]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/pressezitate_1.php</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Pressezitate</category>
        
        
         <pubDate>Fri, 25 May 2007 20:53:02 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Ulrich Seidls Import Export</title>
         <description><![CDATA[<font color="#993300"><strong>IMPORT EXPORT </strong></font>gewinnt&nbsp;<font color="#993300"><strong> Bangkok World Film Fest&nbsp; </strong></font><br />
<br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Affiche.jpg"><img width="180" height="254" alt="Import-Export-Affiche.jpg" src="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Affiche-thumb.jpg" /></a><br />
<br />
&nbsp; <font size="4" color="#993300"><strong>Seit 9. November im Kino</strong></font><br />
<br />
&nbsp;Dritter Filmpreis in Folge f&uuml;r <font color="#993300"><strong>IMPORT EXPORT</strong></font>: Seit seiner internationalen Premiere im Wettbewerb der 60. Filmfestspiele von Cannes wurde Ulrich Seidls zweiter Spielfilm in 20 L&auml;nder verkauft; der Film hat drei Preise (Bangkok, Golden Apricot, Yerevan/Armenien) sowie den Palic Tower (f&uuml;r die beste schauspielerische Gesamtleistung; Palic/Serbien) bekommen sowie rund 80 Festivaleinladungen, unter anderem f&uuml;r M&uuml;nchen, Moskau, Karlovy Vary, Yerevan, Palic, Jerusalem, Sarajewo, Toronto, London, Kopenhagen, Sao Paolo, Seoul. <br />
<br />
<font color="#993300"><strong><br />
PROJECT SPACE </strong><font color="#000000">- Let's talk about... SCRIPTS</font></font><br />
<br />
DrehbuchautorInnen und AutorenfilmerInnen im Gespr&auml;ch. Am <strong><font color="#993300">20. November</font></strong>, 18:30 im project space stand <font color="#993300"><strong>IMPORT EXPORT </strong></font>mit Ulrich Seidl und Veronika Franz am Programm. Moderation: Robert Buchschwenter. <br />
<br />
<br />
<br />
<font color="#993300"><font size="4"><strong>Pressestimmen</strong></font></font><br />
<br />
Tag 62<br />
&Ouml;sterreicher machen mir Angst. Kurz nach Mitternacht hat mich IMPORT EXPORT&nbsp; in die Nacht entlassen: aufgew&uuml;hlt, am&uuml;siert, mitgenommen. Tod und Niedergang habe ich selten in einer derma&szlig;en geballten Form gesehen, so schonungslos, kompromisslos _ und so unversch&auml;mt heiter! Es gibt Szenen, in denen ich lachen muss! Aber ich lache nicht &uuml;ber die Menschen, sondern &uuml;ber den Wahnsinn des Lebens, der die Menschen dazu bringt, das zu tun, was sie tun. Ich muss aber gestehen, dass es mir manchmal fast peinlich ist, wie sehr ich auflache- man k&ouml;nnte Ulrich Seidl (und mich) leicht als Sadisten und Zyniker missverstehen. Dazu passt, dass &ouml;sterreichische Kollegen geradezu gelangweilt reagieren: &bdquo;Der muss amo was Neues machen&ldquo;, granteln sie. Aber wie oft hat die Welt schon etwas gesehen wie IMPORT EXPORT?<br />
<br />
<font color="#993300"><strong>(Die S&uuml;ddeutsc he Zeitung</strong>, Milan Pavlovic, Tagebuch eines Kritikers, Steadycam)</font><span style="background-color: rgb(128, 0, 0);"></span><br />
<br />
Tag 67<br />
Der beste deutschsprachige Film des Cannes-Jahres: das Meisterwerk aus &Ouml;sterreich! Ulrich Seidl seziert in Import Export das Leben in Europa und &uuml;berschreitet dabei Grenzen in mehrerlei Hinsicht. Der Wiener Regisseur zeigt die Abgr&uuml;nde des Lebens ins ungekannter Sch&auml;rfe, sodass man sich mitunter ins verzweifelte Lachen fl&uuml;chtet. Der Regisseur macht seine Figuren nie l&auml;cherlich; er besitzt sogar soviel Schm&auml;h, dass einem die Charaktere ans Herz wachsen. Dies ist keine Welt, in der man sich l&auml;nger als 135 Minuten aufhalten m&ouml;chte. Aber es ist eine Sicht auf die Welt, die unbedingt auf die Leinwand geh&ouml;rt. <br />
&quot;Atemberaubend ist der Humor, der nun auch in diesen Bildern steckt, und die Menschlichkeit, die sich in den unerwartsten Momenten pl&ouml;tzlich Bahn bricht &ndash; als m&uuml;sse dieser Filmemacher, der nunmehr in die Riege der gro&szlig;en Meister aufger&uuml;ckt ist, nur lange genug dorthin schauen, wo sonst niemand mehr hinblickt, um eine g&auml;nzlich eigenwillige Form der Sch&ouml;nheit und Wahrheit zu finden.&ldquo;<br />
<font color="#993300"><strong>(Milan Pavlovic</strong>, Steadycam)</font><br />
<br />
&quot;Import Export is a deeply moral and blackly funny film, one that reveals unpalatable truths about the economic systems that rule our lives. It seems like the Palme d'or will go either to Julian Schnabel or Cristian Mungiu - both are very good films, but for me Import Export - so fierce and fearless - serves to win.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>The Telegraph</strong>, Sukhdev Sandhu)</font><br />
<br />
&quot;Every Cannes has it&rsquo;s shocker, it&rsquo;s scandal and Ulrich Seidls Import Export came close to this Prize. Seidls eye for the grotesque makes him the Diane Arbus of world cinema, and this was often startling, horrible and brillant.&quot;<br />
<font color="#993300"><strong>(The Guardian, </strong>Peter Bradshaw<strong>)</strong></font><br />
<br />
&quot;Vielleicht versteht es ausgerechnet der &Ouml;sterreicher Ulrich Seidl derzeit von allen Filmemachern am besten, mit einer Pr&auml;zision, L&auml;ssigkeit und Bosheit das Innerste von leidenden Menschen in grandiose Kinobilder zu &uuml;bersetzen. Seidl erz&auml;hlt von sexuellen Erniedrigungen und brutaler Gewalt, kleinen menschlichen Ann&auml;herungen und banaler Geh&auml;sssigkeit in langen, stets auf neue &uuml;berraschenden Einstellungen und beweist dabei soviel grelle Poesie und Z&auml;rtlichkeit, dass man dem Zauber seiner Horrorwelt fast ohne Gegenwehr verf&auml;llt.&quot;<br />
.....<br />
<br />
&quot;Zehn uralte, dem Tod geweihte Menschen teilen sich das den Saal des Wiener Krankenhauses und im Schein gr&uuml;nstichiger Nachtlichter hebt ein Konzert des R&ouml;chelns und Wimmerns an. Die Szene ist schier endlos, unertr&auml;glich, und doch wundersch&ouml;n. Und lasst f&uuml;r einen Augenblick ahnen, dass die Kinokunst im besten Fall ein Versprechung auf Erl&ouml;sung ist im Jammertag voller Schmerz und Gemeinheit, das unsere prachtvolle Welt leider nun mal ist.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Der Spiegel</strong>, Wolfgang H&ouml;bel)</font><br />
<br />
&quot;Ulrich Seidl richtet seine Kamera auf das, was man nicht unbedingt sehen will, aber so zwingend, dass man nicht wegschauen kann (...) Import Export ist ein Film, der eine donnernde Stille hinterlie&szlig;.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Die Zeit</strong>, Katja Nicodemus)<br />
<br />
</font>&quot;Import Export ist ein gro&szlig;er Film eines grimmigen Humanisten.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Die Presse</strong>, Christoph Huber)</font><br />
<br />
&quot;Import Export is a disturbing, sometimes brillant new film by Austrian film director Ulrich Seidl. It was very hard to watch, but I have the feeling I will need to see it again&ldquo;.<br />
<font color="#993300">(<strong>New York Times</strong>, Manohla Dargis)</font><br />
<br />
&quot;Dieser schnurgerade Film von todeskalter Sch&ouml;nheit erz&auml;hlt von der Ver&auml;u&szlig;erung der Welt, der Instrumentalisierung der K&ouml;rper und der Dem&uuml;tigung der Geister durch Sex und Arbeit, aber <br />
Gelegentlich auch von der fl&uuml;chtigen Z&auml;rtlichkeit, die die Zukurzugekommenen dieser subitl unmenschlichen Welt abgeizen. &quot; <font color="#993300"><br />
</font><font color="#993300">(<strong>Le Monde)</strong></font><br />
<br />
&quot;Selten hat Ulrich Seidl eine Balance besser hingekriegt: Einerseits einen fantastisch realistischen Kosmos zu malen, andererseits aber die Figuren, die diese Welt bev&ouml;lkern, nicht zu Marionetten k&uuml;nstlerischer Weltanschaung werden zu lassen....Import Export ist ein Film, der Stunden und Tage sp&auml;ter noch nachwirkt.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Der Standard</strong>, Claus Philipp)</font><br />
<font color="#993300"><br />
&quot;Import Export ist in seiner Zur&uuml;ckgenommenheit Seidls bisher radikalster Film.&quot;<br />
<font color="#993300">(<strong>Kurier</strong>, Gert Korentschnig)<br />
<br />
<br />
<br />
<font size="4"><strong>Synopsis</strong></font><br />
</font><br />
<font color="#000000"><font color="#993300"><strong>IMPORT EXPORT</strong></font> erz&auml;hlt in einer Gegenbewegung zwei Geschichten. Die eine handelt von Olga, einer Krankenschwester aus der tiefsten Ukraine. Die andere von Paul, einem arbeitslosen Security-Mann aus Wien. Olga sucht ihr Gl&uuml;ck im Westen und landet als Putzfrau in der Geriatrie in &Ouml;sterreich, w&auml;hrend es Paul und seinen Stiefvater auf der Suche nach Arbeit und Sinn in die Ukraine verschl&auml;gt.<br />
<br />
<font color="#993300"><strong>Ulrich Seidl</strong></font> ist Regisseur zahlreicher, preisgekr&ouml;nter Dokumentarfilme wie 'Jesus, du wei&szlig;t', 'Tierische Liebe' oder 'Mit Verlust ist zu rechnen'. Seine Arbeitsmethode, gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Authentizit&auml;t zu erreichen und Menschen in einsamsten und pers&ouml;nlichsten Momenten zu zeigen, hat viele Diskussionen hervorgerufen. Sein erster Spielfilm &bdquo;Hundstage&ldquo; gewann den Gro&szlig;en Preis der Jury in Venedig 2001.<br />
<br />
<font color="#993300"><strong>IMPORT EXPORT </strong></font>wurde vom &Ouml;FI, Filmfonds Wien, ORF und ARTE finanziert, erstmals von Seidls eigener Produktionsfirma, der Ulrich Seidl-Film produziert und w&auml;hrend eines Zeitraums von zwei Wintern gedreht. Die Hauptrollen spielt ein gemischtes Ensemble aus Laien und Schauspielern. F&uuml;r den Film wurden &uuml;ber 1.500 Menschen gecastet und ein Jahr lang Darsteller gesucht: Auf Stra&szlig;en, in Gef&auml;ngnissen, in Arbeitsamt-Schulungen, bei Bew&auml;hrungshelfern.<br />
<br />
<font color="#993300"><strong>IMPORT EXPORT</strong></font> spielt in einer echten Geriatrie, in einem echten Kinderspital, in einer echten Internet-Sex-Agentur, in echten Roma-Slums, in einer echten Putzschule &ndash; und doch ist auch alles erfunden.</font></font>]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/import_export_im_wettbewerb_von_cannes_2.php</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">News</category>
        
        
         <pubDate>Fri, 25 May 2007 20:46:30 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Synopsis</title>
         <description><![CDATA[Es ist kalt und grau. Winterzeit. Die Menschen frieren. Das ist so in &Ouml;sterreich. Das ist so in der Ukraine. Zwei verschiedene Welten, die einander immer mehr zu &auml;hneln beginnen. Der Osten sieht aus wie der Westen, der Westen wie der Osten.  In dieser Atmosph&auml;re spielen zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die eine ist eine Import-Geschichte. Sie beginnt in der Ukraine und f&uuml;hrt nach &Ouml;sterreich. Die andere ist eine Export-Geschichte, sie beginnt in &Ouml;sterreich und endet in der Ukraine. Die eine handelt von Olga, einer jungen Krankenschwester und Mutter. Olga will was haben vom Leben. Sie will raus aus der Stadt, raus aus dem Land. Sie beschliesst nach &Ouml;sterreich zu gehen und sie tut es auch. Im fremden Land im Westen findet sie Arbeit und verliert wie wieder. Sie beginnt als Haushaltsgehilfin in einer Villa und endet als Putzfrau in der Geriatrie.  <strong><br />
<font size="4" color="#993300"><br />
<font size="3"><span class="Title"> Zwei Geschichten.<br />
Eine Gegenbewegung.</span></font></font></strong><br />
<br />
Die andere Geschichte handelt von einem jungen &Ouml;sterreicher, Pauli. Endlich Security-Wachmann geworden, verliert er seinen Job schon wieder. Er findet sich am Arbeitsamt wieder, hat Schulden und macht neue &ndash; bei Freunden, Fremden und bei seinem Stiefvater. Der nimmt ihn mit auf einen Job in die Ukraine - Spielautomaten aufstellen.  Olga und Pauli. Beide suchen Arbeit, einen Neubeginn, eine Existenz, das Leben. Olga, die aus dem &ouml;stlichen Teil Europas kommt, wo existenzielle Armut an der Tagesordnung ist. Pauli, der aus dem westlichen Teil Europas kommt, wo Arbeitslosigkeit zwar nicht Hunger, aber Sinnkrise und Nutzlosigkeit bedeutet.  Beide k&auml;mpfen um den Glauben an sich, um einen Sinn im Leben. Im Westen wie im Osten. Beide reisen in ein anderes Land und damit auch in dessen Abgr&uuml;nde. &bdquo;Import Export&ldquo; handelt von Sex und Tod, Leben und Sterben, Siegern und Verlierern, Macht und Hilflosigkeit und davon, wie man einem ausgestopften Fuchs fachgerecht die Z&auml;hne putzt.]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/synopsis_1.php</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">1. Block</category>
        
        
         <pubDate>Sat, 12 May 2007 20:05:40 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Credits</title>
         <description><![CDATA[<strong><font color="#993300">IMPORT EXPORT</font></strong><br />
&Ouml;sterreich 2007, 135 Min., Deutsch/Russisch/Slowakisch. <br />
Eine Ulrich Seidl-Film-Produktion<br />
Regie: Ulrich Seidl<br />
Buch: Ulrich Seidl, Veronika Franz<br />
Kamera: Ed Lachman asc, Wolfgang Thaler<br />
Ton: Ekkehart Baumung<br />
Ausstattung: Andreas Donhauser, Renate Martin<br />
Schnitt: Christof Schertenleib<br />
Darsteller: Ekateryna Rak, Paul Hofmann, <br />
Michael Thomas, Maria Hofst&auml;tter, Georg Friedrich,<br />
Natalija Baranova, Natalja Epureanu, Petra Morz&eacute;, <br />
Dirk Stermann, Erich Finsches<br />
Weltvertrieb: Coproduction Office.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/credits_1.php</link>
         <guid>http://importexport.ulrichseidl.com/credits_1.php</guid>
                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">2. Block</category>
        
        
         <pubDate>Wed, 09 May 2007 23:07:15 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Besetzung</title>
         <description><![CDATA[<font color="#993300"><strong>Ekateryna Rak </strong></font>stand f&uuml;r &quot;Import Export&quot; zum ersten mal vor der Kamera. Sie wurde w&auml;hrend eines langwierigen Castings in der Ukraine gefunden. Urspr&uuml;nglich ausgebildete Krankenschwester, spielt die 28j&auml;hrige am Theater in Nikolaev (Ostukraine) Rollen wie Schneewittchen oder das Eichh&ouml;rnchen. Ekateryna Rak hat Westeuropa vor IMPORT EXPORT nie besucht und erst f&uuml;r ihre Filmrolle Deutsch gelernt.<br />
<br />
<strong><font color="#993300">Paul Hofmann</font></strong> liebt Kampfsport und Kampfhunde. Er hat im Alter von 14 Jahren sein Elternhaus verlassen und schon ein bewegtes Leben hinter sich. Er hat zur Zeit keinen festen Wohnsitz, wechselt h&auml;ufig seine Telefonnummern und war schon im Gef&auml;ngnis. Er glaubt an die  gro&szlig;e Liebe und wartet auf sie.<br />
<br />
<strong><font color="#993300">Michael Thomas </font></strong>Der Sohn des Kabarettisten Fred Weis und der Schauspielerin Tilla Hohenfels, arbeitete in seiner Jugend als Seemann und Rausschmei&szlig;er. Er ist seit 18 Jahren Old-Shatterhand-Darsteller und damit der Dienst&auml;lteste des deutschen Sprachraumes. Michael Thomas ist ein Allroundtalent als Schauspieler, S&auml;nger, Autor, Regisseur und zweifacher Vizestaatsmeister im Boxen.&nbsp; <br />
<br />
<strong><font color="#993300"> Maria Hofst&auml;tter. </font></strong>F&uuml;r ihre Rolle als Autostopperin in Seidls erstem Spielfilm &quot;Hundstage&quot; preisgekr&ouml;nt, zog f&uuml;r IMPORT EXPORT die Krankenschwestern-Uniform an und bereitete sich in Tag- und Nachtdiensten in der Geriatrie auf ihre Rolle vor. Sie wechselte Windel und Gebisse und wurde bald von Pflegern wie Patienten als &quot;Schwester Maria&quot; geliebt. <br />
&nbsp;<br />
<font color="#993300"><strong> Georg Friedrich</strong></font> will ich einfach in jedem meiner Film haben&ldquo;, sagt Ulrich Seidl. Seit &bdquo;Hundstage&ldquo; hat Friedrich, 24, in gut zwanzig Kinofilmen gespielt. In lMPORT EXPORT spielt der Wiener einen Pfleger. Auch er arbeitete schon Monate vor den Dreharbeiten in der Geriatrie. Beim Windelwechseln fand er zu seiner Rolle. <br />
<br />
<strong><font color="#993300"> Natalija Baranova, </font></strong>geb&uuml;rtige Lettin aus Riga, hat schon in mehreren Filmen mitgespielt: unter anderem in Andrej Cernychs &bdquo;Avstriyskoe Pole&ldquo; oder Barbara Gr&auml;ftners &bdquo;Mein Russland&ldquo;. Sie spielt Olgas ukrainische Freundin im Internet-Sex-Shop. Baranova, die in Wien Germanstik studiert hat und den Magistra-Titel tr&auml;gt, arbeitet zur Zeit als Kellnerin.<br />
<br />
<font color="#993300"><strong>Natalia Epureanu </strong></font>spielt die Wiener Freundin von Olga. In ihrer Heimat Moldawien war sie Sekret&auml;rin und studierte Sportlehrerin, in &Ouml;sterreich arbeitet sie als Putzfrau und Tiefpflegerin. Ihr Schicksal ist &auml;hnlich dem von Olga: Sie hat ihr Kind in Moldawien zur&uuml;ckgelassen, lebte in &Ouml;sterreich illegal als Putzfrau, lie&szlig; ihre Tochter Jahre sp&auml;ter nachkommen und hat sich inzwischen eine Existenz aufgebaut.<br />
&nbsp;<br />
<strong><font color="#993300">Erich Finsches</font></strong> war in seinem Leben schon vieles: Buffet-Besitzer, Marktfahrer, Taxilenker, Marmeladenkoch, Getr&auml;nkeerzeuger und Schauspieler in &bdquo;Hundstage&ldquo;. Jetzt ist der Invalidenrentner Zinshausbesitzer. F&uuml;r  IMPORT EXPORT  legte er sich unter die Patienten ins geriatrische Spital und durfte der erste Mensch sein, der in einem Ulrich-Seidl-Film stirbt.]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/besetzung_1.php</link>
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         <pubDate>Tue, 08 May 2007 23:05:36 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Presse Cannes</title>
         <description><![CDATA[<font size="4" color="#800000">Presse-Screenings</font><br />
Sonntag, 20. Mai, 19 Uhr (Salle Debussy) sowie 22 Uhr (Salle Bazin)<br />
<font size="4" color="#800000"><br />
Pressekonferenz</font><br />
Montag, 21. Mai, 14.30 Uhr<br />
<br />
<font size="4" color="#800000">Gala</font><br />
Montag, 21. Mai, 16 Uhr]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/presse.php</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">3. Block</category>
        
        
         <pubDate>Mon, 07 May 2007 23:04:02 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Download</title>
         <description><![CDATA[<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/IE_Presseheft_DE-1.pdf"><img width="180" height="254" border="0" src="http://importexport.ulrichseidl.com/PresseheftCover.png" alt="PresseheftCover.png" /></a> <br />
<strong>Presseheft Deutsch</strong> <br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/IE_Presseheft_DE-1.pdf">View in browser</a><br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/getfile.php?file=IE_Presseheft_DE-1.pdf">Download to desktop</a><br />
<br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Press-Folder.pdf"><img width="180" height="254" border="0" src="http://importexport.ulrichseidl.com/PresseheftCover.png" alt="PresseheftCover.png" /></a> <br />
<strong>Presseheft English/Francais</strong> <br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Press-Folder.pdf">View in browser</a><br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/getfile.php?file=Import-Export-Press-Folder.pdf">Download to desktop</a><br />
<span style="font-size: 10px;">(2.7 MB PDF)</span>   <br />
<br />
<br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Affiche.jpg"><img width="180" height="254" src="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Affiche-thumb.jpg" alt="Import-Export-Affiche.jpg" /></a> <br />
<strong>Poster</strong> <br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/Import-Export-Affiche.jpg">View in browser</a><br />
<a href="http://importexport.ulrichseidl.com/getfile.php?file=Import-Export-Affiche.jpg">Download to desktop</a><br />
<span style="font-size: 10px;">(224 KB JPG)</span>]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/download_1.php</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">3. Block</category>
        
        
         <pubDate>Mon, 07 May 2007 22:40:26 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Drehtagebuch</title>
         <description><![CDATA[<strong>Aus dem Drehtagebuch von <font color="#800000">Klaus Pridnig,  </font><br />
Regieassistent   </strong><br />
<strong><font color="#800000"><br />
Drehtag 26 </font>Winter 2006, Ostukraine, - 20&deg; bis - 30  </strong><br />
<br />
Zweimal sah ich Seidl bei den Dreharbeiten l&auml;chelnd und gl&uuml;cklich: Einmal, als uns ein Schneesturm w&auml;hrend des Drehs in Ko&scaron;ice &uuml;berraschte, und wir kaum noch die Hand vor Augen sahen, ein zweites Mal in der Ostukraine, bei Schneeverwehungen und -30&deg;. W&auml;hrend alle an den &auml;u&szlig;ersten Grenzen ihrer Leistungs- und Leidensf&auml;higkeit angekommen waren, war nur einer gl&uuml;cklich: Seidl.  <br />
<br />
<strong><font color="#800000"> Drehtag 34</font> Rote Bar im Hotel Zarkarpatia, Uschgorod, Westukraine </strong><br />
<br />
Weil f&uuml;r Seidl alle Motive original belassen werden m&uuml;ssen, was Atmosph&auml;re und Menschen betrifft, musste in der roten Bar bei vollem Betrieb gedreht werden. Eingeklemmt zwischen betrunkenen ukrainischen Schl&auml;gern und einer korrupten, halbkriminellen Security drehten wir zwei N&auml;chte lang unter Beschimpfungen und Bedrohungen. Einmal mussten wir sogar die Polizei einschalten, die aber auch erst einmal Geld von uns wollte, um die betrunkenen Schl&auml;ger, die uns terrorisierten, zu entfernen. Seidl, der sich auf seine Inszenierung konzentrierte, bekam davon wenig mit, und wie bei minus Dreissig Grad im Schneesturm l&auml;chelte er und war gl&uuml;cklich. Zum dritten Mal, &uuml;brigens. <br />
<br />
<strong><font color="#800000">Drehtag 42</font> Vom minimalen Tanken in der Ukraine </strong><br />
<br />
Oft ging Fahrzeugen das Benzin aus, weil l&auml;nger gedreht wurde, als ich urspr&uuml;nglich gesch&auml;tzt hatte. Einmal sprang Seidl wie ein Rumpelstilzchen, weil einem Motorrad beim Dreh das Benzin ausgegangen war. Er verstand nicht, dass, egal wie viel Geld ich dem Fahrzeughalter auch gab, dieser doch nur ein Gl&auml;schen Benzin tankte und den Rest des Geldes behielt. Minimales Tanken (tr&ouml;pfchenweise) ist in der Armut der Ostukraine eine Tradition, die durch nichts durchbrochen werden kann. Schon gar nicht dadurch, dass ein Regisseur aus &Ouml;sterreich das will. <br />
<br />
<strong><font color="#800000">Drehtag 45</font> Stahlwerk Enakievo und die Mafia </strong><br />
<br />
Eines unserer Lieblingsmotive war ein Stahlwerk in Enakievo. F&uuml;r die Drehgenehmigung mussten wir direkt mit einem Zweig der Donetzker Mafia verhandeln. Nach z&auml;hem Hin und Her und einem f&uuml;r mich &auml;u&szlig;erst ungesundem alkoholgeschw&auml;ngertem Abend mit einem der zust&auml;ndigen Halbweltler, gelang es, diese Genehmigung zu bekommen. Doch wie sooft bei Seidl: Kurz vor den Dreharbeiten befand er, das Motiv doch nicht zu brauchen, er sagte den Dreh einfach ab - der Halbweltler war vor den Kopf gesto&szlig;en. Erst als wir die Miete f&uuml;r das (nicht verwendete) Motiv zahlten und auch noch eine Flasche eines edlen Cognacs beif&uuml;gten, versprach er, uns nicht umzubringen. Sofern wir ihm nie wieder unter die Augen k&auml;men. <br />
<br />
<strong><font color="#800000">Drehtag 47</font> Heizung abdrehen bei - 20&deg;.</strong> <br />
<br />
In der Ostukraine hatten wir eine Wohnung ausgew&auml;hlt, die zur Wohnung der Figur Olga umgestaltet wurde. Die Wohnung war wie viele sehr kalte Wohnungen in der Ostukraine fernw&auml;rmegeheizt, das hei&szlig;t, dass sie willk&uuml;rlich vom Staat ab- und angeschaltet werden konnten. Diese Wohnung war allerdings zuf&auml;llig w&auml;rmer als &uuml;blich. Und so wollte Seidl, der den Atem vor den Gesichten der Darsteller sehen wollte, wie er das von seinen Recherchen kannte - dass wir den Besitzern die Erlaubnis abringen, Ventile in die Heizung einzubauen, um diese abzuschalten. Die Besitzer der Wohnung hielten uns tagelang f&uuml;r verr&uuml;ckt &ndash; wer dreht bei &ndash;20 Grad die Heizung ab? Sie stimmten Seidls K&uuml;hlwunsch erst nach langwierigen Verhandlungen zu. <br />
<strong><br />
<font color="#800000">Drehtag 51</font> Das Laienhundcasting in der Geriatrie </strong><br />
<br />
Trotz meiner Bedenken, dass der ganze Dreh an Schwierigkeiten kaum zu &uuml;bertreffen sei, wollte Seidl unbedingt einen Hund in diversen Szenen. Da Seidl kaum professionelle Darsteller besetzt, musste klarerweise auch der Hund ein Filmamateur sein, ein trainierter Filmhund kam nicht in Frage. Also durchk&auml;mmten wir das Krankenhausgel&auml;nde und suchten Schwestern, &Auml;rzte und Pfleger, die einen Hund besa&szlig;en. Wir veranstalteten sozusagen ein Laienhundecasting. Der Hund, der zuletzt ausgew&auml;hlt wurde, und uns in vielen Szenen mehr st&ouml;rte als begeisterte, kommt im fertigen Film &uuml;brigens in einer Szene vor. Immerhin. <br />
<font color="#800000"><br />
</font><strong><font color="#800000">Drehtag 57</font> Faschingsfest in der Geriatrie</strong> <br />
<br />
Das schwierigste Unterfangen beim ganzen Geriatrie-Dreh war das Faschingsfest. All die alten Leute von verschiedenen Stationen zum Drehort zu schaffen, sie zu schminken und zu kost&uuml;mieren, die Dreharbeiten mit der Essensausgabe zu koordinieren, die verantwortlichen Pfleger zu beschwichtigen oder gar zur Kooperation zu bewegen, das ganze stundenlang unterlegt vom Lied &bdquo;Wiener Blut&ldquo; - eine echte Sisyphus-Arbeit. Von allen Lainz-Dreh-Tagen war dies der anstrengendste, h&auml;rteste, organisatorisch komplizierteste und genehmigungstechnisch heikelste. Selten waren wir so froh, einenDrehtag hinter uns gebracht zu haben, selten waren wir vor allem so froh, dass wir es &uuml;berhaupt drehen konnten. Seidl schreckt so etwas nur wenig: Monate sp&auml;ter wurde die ganze Szene noch einmal gedreht, weil Seidl nicht zufrieden mit dem Ergebnis war. Ich kenne ihn. Ich h&auml;tte das vorraussagen k&ouml;nnen. <br />
<strong><font color="#800000"><br />
Drehtag 62 </font>Herr Koller und der Schweinsbraten </strong><br />
<br />
Ein schwieriger Patient, Herr Koller, war nur solange zur Kooperation bereit, als sein Fernseher lief. Stundenlang lag er seitlich aufgest&uuml;tzt in seinem Bett, die Nase zwei Zentimeter vor dem Bildschirm, weil er schon fast blind war, den Ton voll aufgedreht, weil er schon schlecht h&ouml;rte. Wann immer man ihn bat, den Fernseher auszuschalten oder aber den Ton leiser drehte, erhob sich ein Schreikonzert ersten Ranges. Herr Koller schrie, Herr Koller br&uuml;llte. Es war kaum auszuhalten. Dann trat Seidl auf. Er sprach mit ihm und versprach, ihm das n&auml;chste Mal Schweinsbraten mitzubringen. Von diesem Moment an fragte Herr Koller immer nur nach Herrn Seidl, und ob er ihm vielleicht wieder Schweinsbraten br&auml;chte. Der Fernseher war gar kein Problem mehr. Den Schweinsbraten a&szlig; er &uuml;brigens in der Nacht, wenn alle anderen schliefen. <br />
<br />
<strong><font color="#993300">Drehtag 68</font> Lieber Heiliger Herr Ulrich </strong><br />
<br />
Frau Schlamm, uralt und bettl&auml;grig, begann laut zu beten, wenn jemand ihren Raum betrat: &bdquo;Heiliger Antonius&ldquo;, flehte sie, &bdquo;bitte, bitte, bring mich doch zu meinen Eltern in den Garten. Bitte, bringe mich wenigstens zur Bushaltestelle, damit ich selber fahren kann. Bitte lieber Heiliger Antonius. Meine Eltern werden es dir mit ganz viel Obst verg&uuml;ten, das du dann mitnehmen kannst.&ldquo; Nach zwei Drehtagen klang ihr Gebet dann so: &bdquo;Lieber Herr Ulrich! Bitte bringen Sie mich zur Haltestelle, damit ich zu meinen Eltern fahren kann. Bitte, bitte, lieber Herr Ulrich...&ldquo;]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/drehtagebuch.php</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">2. Block</category>
        
        
         <pubDate>Mon, 07 May 2007 19:47:18 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Kontakt</title>
         <description><![CDATA[<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font size="4" color="#993300"><strong>   Produktion</strong></font> </p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#993300"><strong>   Ulrich Seidl Film</strong></font> Produktion GmbH<br />
A 1090 Wien, Wasserburgergasse 5/7<br />
T +43 1 3102824<br />
F +43 1 3195664<br />
office@ulrichseidl.at<br />
www.ulrichseidl.com</p>
<br />
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font size="4" color="#993300"><strong>   Weltvertrieb</strong></font> </p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#993300"><strong>   Coproduction Office</strong></font><br />
F 75009 Paris, 24, rue Lamartine<br />
T +33 1 56 02 60 00<br />
F +33 1 56 02 60 01<br />
info@coproductionoffice.eu</p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><br />
</p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font size="4"><strong><font color="#993300">   Presse und Kontakt International</font></strong></font> </p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#993300"><strong>   Sarah Wilby</strong></font><br />
GB London W1T 1NW, 45a Rathbone Street,<br />
T +44 (0) 20 7580 0222<br />
F +44 (0) 20 7580 0333<br />
sarahwilby@mac.com</p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#993300"><strong>Cannes</strong></font><br />
At the British Pavillon<br />
6, rue Leon<br />
Portable: +44 7860 8100 55<br />
+33 6 6928 4720 </p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;">   <br />
</p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#993300"><strong><font size="4">Presse und Kontakt &Ouml;sterreich</font> </strong></font></p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#993300"><strong>   Veronika Franz</strong></font><br />
A 1160 Wien<br />
Speckbachergasse 53/27<br />
T and F + 43 1 4843996<br />
v.franz@ulrichseidl.at </p>]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/kontakt.php</link>
         <guid>http://importexport.ulrichseidl.com/kontakt.php</guid>
                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">3. Block</category>
        
        
         <pubDate>Mon, 07 May 2007 12:31:47 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Ulrich Seidl Filmographie</title>
         <description><![CDATA[<img width="140" height="140" alt="Ulrich-Seidl.jpg" src="http://importexport.ulrichseidl.com/Ulrich-Seidl.jpg" />
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;"><font color="#990033"><strong>Ulrich Seidl, </strong></font>geboren 1952, <br />
lebt in Wien, &Ouml;sterreich</p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;">Ulrich Seidl ist Regisseur zahlreicher, preisgekr&ouml;nter <br />
Dokumentarfilme wie &bdquo;Jesus, du wei&szlig;t&ldquo;, &bdquo;Models&ldquo; oder <br />
&bdquo;Tierische Liebe&ldquo;. Seine Arbeitsmethode, gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche<br />
Authentizit&auml;t zu erreichen und Menschen in einsamsten <br />
und pers&ouml;nlichsten Momenten zu zeigen, hat viele <br />
Diskussionen hervorgerufen. <br />
</p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;">Seidls erster Spielfilm &bdquo;Hundstage&ldquo; gewann <br />
den Gro&szlig;en Preis der Jury in Venedig 2001. <br />
&bdquo;Import Export&ldquo; ist der erste Film, bei dem Seidl <br />
auch als Produzent fungierte. </p>
<p lang="de-DE" class="western" style="margin-bottom: 0in;">   <strong><font color="#990033">Kinofilme</font><br />
1990 Good News &ndash; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; Von Kolporteuren, toten Hunden und anderen Wienern<br />
1992 Mit Verlust ist zu rechnen<br />
1995 Tierische Liebe<br />
1998 Models<br />
2001 Hundstage<br />
2001 Zur Lage<br />
2003 Jesus, du weisst</strong> </p>]]></description>
         <link>http://importexport.ulrichseidl.com/filmografie_seidl.php</link>
         <guid>http://importexport.ulrichseidl.com/filmografie_seidl.php</guid>
                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">2. Block</category>
        
        
         <pubDate>Sun, 06 May 2007 12:29:44 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Interview Ulrich Seidl</title>
         <description><![CDATA[<font color="#993300"><strong>Import Export</strong></font> <font color="#800000">war ein anstrengendes Projekt: In der Ukraine haben Sie bei Minus 30 Grad gedreht, in &Ouml;sterreich unter Sterbenden. Geht das an die Grenze der Belastbarkeit oder ist das Normalbedingung?  </font><br />
<br />
<font color="#993300"><strong>Ulrich Seidl: </strong></font>Jeder Film hat eigene Gesetze und kaum einer fliegt mir zu. Aber &auml;u&szlig;ere Bedingungen schrecken mich selten ab. Ich glaube, dass intensive und extreme Szenen und Bilder immer auch unter extremen und intensiven Bedingungen entstehen.  <br />
<br />
<img width="140" height="140" src="http://importexport.ulrichseidl.com/Ulrich-Seidl.jpg" alt="Ulrich-Seidl.jpg" /><br />
<br />
<font color="#800000">In Ihrem Film geht es um Arbeits-Migration zwischen Ost und West. Was ist Ihnen zuerst aufgefallen, der Import oder der Export?  </font><br />
<br />
<font color="#993300"><strong>Seidl: </strong></font>Der Export. Die Idee zu diesem Film kam bei der Arbeit an einem anderen Film. Bei den Recherchen zum episodischen Dokumentarfilm &bdquo;Zur Lage&ldquo; habe ich eine proletarische Gro&szlig;familie kennengelernt, in der alle arbeitslos waren. Seit dieser Begegnung habe ich daran gedacht, sie zur Vorlage eines Spielfilms zu machen. Und was den Import betrifft: Schon seit Jahren hatte ich den Wunsch, in Osteuropa einen Film zu drehen, weil ich mich den Menschen dort sehr nahe f&uuml;hle. Also habe ich angefangen, Geschichten zu schreiben, die sich von Ost nach West und von West nach Ost bewegen.  <br />
<br />
<font color="#993300">Sind die Darsteller der beiden Hauptrollen Schauspieler oder wieder Laien wie in ihrem letzten Film &bdquo;Hundstage&ldquo;?  </font><br />
<font color="#993300"><strong><br />
Seidl: </strong></font>Die beiden Hauptdarsteller sind vorher noch nie vor einer Kamera gestanden. Paul Hofmann, der &Ouml;sterreicher, lebt sehr nahe an der Rolle, die er verk&ouml;rpert. Auch er ist arbeitslos, treibt sich herum, sucht die Liebe und den Kampf der Stra&szlig;e. Ekateryna Rak, die Ukrainerin, war Krankenschwester und spielt jetzt Kinderrollen am Theater. Vor ihrer Filmrolle ist sie noch nie im Westen gewesen und hat auch nicht vor, hier zu leben.  <br />
<br />
<font color="#800000">Die beiden Hauptfiguren begegnen einander in der Geschichte nicht. Warum eigentlich nicht?  </font><br />
<strong><font color="#993300"><br />
Seidl: </font></strong>Sie sollten einander sogar treffen, wortlos, an der Grenze. So stand es im Drehbuch, und ich glaube, so w&uuml;rde es in jedem Drehbuch stehen. Als der Zeitpunkt des Drehens kam, wollte ich aber keine &auml;u&szlig;ere Grenze mehr im Film haben, weil die ja ohnehin fallen. Ganz im Gegensatz zu den gesellschaftlichen Grenzen. Die bleiben.  <br />
<font color="#800000"><br />
Sie haben den Film &uuml;ber zwei Winter gedreht. Sie haben zwei Jahre geschnitten und ein Jahr gecastet. Wieso dauert die Arbeit an Ihren Filme so lange?  <br />
</font><br />
<font color="#993300"><strong>Seidl: </strong></font>Weil bei mir alles ein bisschen langsamer geht (lacht). Nein, Im ernst: meine Drehb&uuml;cher sind ja nur Drehvorlagen. Das hei&szlig;t: Der Film nimmt irgendwann seinen Anfang und ich begebe mich mit meinem Team auf eine Reise. Die Reise hat zwar ein Ziel, aber die Wege dorthin kennt niemand. Es ist ein Prozess, der sich entwickelt und es gibt sehr oft auch Stehzeiten, weil mir einfach nicht das Richtige einf&auml;llt.  <br />
<br />
<font color="#993300">Import Export ist ein Spielfilm, der so inszeniert ist, dass er stellenweise extrem dokumentarisch wirkt...  </font><br />
<br />
<strong><font color="#993300">Seidl: </font></strong>IMPORT EXPORT ist in dem Sinn dokumentarischer als &bdquo;Hundstage&ldquo;, als er zu einem betr&auml;chtlichen Teil in wirklichen, also dokumentarischen, &ouml;ffentlichen R&auml;umen und Welten gedreht wurde. Also in wirklichen Spit&auml;lern, wirklichen Arbeits&auml;mtern, wirklichen Sex-Agenturen oder geriatrischen Anstalten.  <br />
<br />
<font color="#800000">A propos geriatrische Anstalt: Auch dort haben Sie Schauspieler mit echten Patienten gemischt. Wie schwierig war es, mit Sterbenden zu drehen?  </font><br />
<br />
<strong><font color="#993300">Seidl: </font></strong>Schwierigkeiten gab es nur von Seiten der Beh&ouml;rde und des Personals. Man hat massiv versucht, mein Vorhaben zu verhindern, weil die geriatrischen Institutionen in &Ouml;sterreich durch diverse Skandale in Verruf geraten sind. Wir haben Monate vor den Dreharbeiten begonnen, Zeit mit den Patienten zu verbringen. Die Schauspieler haben sich gro&szlig;artig in das Alltagsleben der Geriatrie eingelebt und sind schlie&szlig;lich ein Teil davon geworden. F&uuml;r die Patienten selbst, nat&uuml;rlich nur f&uuml;r die, die es noch mitbekommen haben, waren unsere Dreharbeiten eine willkommene Abwechslung ihres Gef&auml;ngnisalltags.  <br />
<font color="#800000"><br />
Mit Ihrem ersten Spielfilm &bdquo;Hundstage&ldquo; haben Sie bei den Filmfestspielen von Venedig den Gro&szlig;en Preis der Jury gewonnen. Ver&auml;ndert Sie Erfolg? Ver&auml;ndert er ihre Arbeit?  </font><br />
<br />
<strong><font color="#993300">Seidl:</font></strong> Ich glaube nicht. Einen Film zu machen, ist f&uuml;r mich immer mit gro&szlig;en Anstrengungen verbunden und bedeutet oft einen Leidensweg. Ich mache es mir und meinen Mitarbeitern nicht leicht und jeder Film ist auch ein Abenteuer, das man sich erk&auml;mpfen muss. Ich habe kein Erfolgsrezept. Schon beim n&auml;chsten Film ist der Absturz m&ouml;glich.  <br />
<br />
<font color="#800000">Ed Lachman, einer der beiden Kameram&auml;nner mit denen Sie in Import Export zusammengearbeitet haben, hat Sie als jemanden beschrieben, der ein moralischer Filmregisseur sei, aber kein moralistischer. Sehen Sie das auch so?  </font><br />
<font color="#993300"><strong><br />
Seidl: </strong></font>Ich will die Leute im Kino nicht nur unterhalten, sondern sie ber&uuml;hren, wenn nicht sogar verst&ouml;ren. Ich &uuml;be mit meinen Filmen Kritik, nicht am einzelnen Menschen, sondern an der Gesellschaft. Und ich habe eine Vision von einem w&uuml;rdigen Leben. Wenn es ein Film schafft, beim Zuschauer &uuml;ber das Vergn&uuml;gen hinaus etwas aufzubrechen, das mit seinem eigenen Leben zu tun hat, dann hat er viel erreicht. Ich will, dass die Menschen im Kino auf sich selbst zur&uuml;ckgeworfen werden.  Sie sind keineswegs der klassische, sozialkritische Filmemacher. Sie zeigen. Sie bewerten nicht.  Seidl: Ich habe keine Ideologie zu einer Verbesserung der Welt. Es geht nie darum, den Einzelnen zu bewerten. Ich versuche, einen ungesch&ouml;nten Blick auf das Leben zu werfen. Ich glaube, dass die Realit&auml;t uns alle betrifft, unsere &Auml;ngste und unsere Sehns&uuml;chte: Die Angst vor dem Tod und die Sehnsucht nach Liebe.  <br />
<br />
<font color="#800000">Der Pessimismus in Ihrer Arbeit wurde oft diskutiert. Gleichzeitig arbeiten Sie mit dem Element des Humors...  </font><br />
<strong><font color="#993300"><br />
Seidl: </font></strong>Das Schreckliche, das Unabwendbare ist oft besser mit Humor zu ertragen. Au&szlig;erdem bin ich immer auf der Suche nach den Schnittstellen zwischen Trag&ouml;die und Kom&ouml;die. Und was den Pessimismus betrifft: F&uuml;r mich ist der Optimist nicht a priori konstruktiver als der Pessimist und deswegen auch nicht positiver zu bewerten. Wenn ich mit offenen Augen die Welt anschaue, komme ich oft am Pessimismus nicht vorbei. Aber wie jeder Pessimist habe ich ja auch das Sch&ouml;ne vor Augen.  <br />
<font color="#800000"><br />
Import Export ist ein schockierender Film, andererseits k&ouml;nnte man ihn den bisher humanistischsten Ihrer Filme nennen. Sind Sie milder und weiser geworden?  <br />
</font><br />
<font color="#993300"><strong>Seidl: </strong></font>Hoffentlich weiser, aber nicht milder. Aber alle meine Filme sind aus meiner humanistischen Weltsicht entstanden. Auch wenn sie verst&ouml;rt, provoziert oder schockiert haben.]]></description>
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         <pubDate>Sat, 05 May 2007 18:17:13 +0100</pubDate>
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         <title>Interview Ed Lachman</title>
         <description><![CDATA[<em>Der US-Amerikaner Ed Lachman ist einer der vielseitigsten Kamerm&auml;nner des zeitgen&ouml;ssischen Kinos. Lachmans Lehrjahre fielen in die Bl&uuml;tezeit des deutschen Autorenkinos der 70er-Jahre. Er arbeitete mit Werner Herzog (&bdquo;Stroszek&ldquo;), Wim Wenders oder Volker Schl&ouml;ndorff. Sp&auml;ter fotografierte er in den USA Blockbuster wie Steven Soderberghs &bdquo;Erin Brockovich&ldquo; mit Julia Roberts. Zuletzt stand er f&uuml;r einige der erfolgreichsten Filme des US-Independent-Kino hinter der Kamera: f&uuml;r Sofia Coppola (The Virgin Suicides), Todd Haynes ( I&lsquo;m Not There) oder Robert Altmans letzter Film &bdquo;A Prairie Home Companion&ldquo;. Bei Larry Clarks &bdquo;Ken Park&ldquo;, f&uuml;hrte er auch Co-Regie. Ed Lachmans Werk umfasst 62 Dokumentar- und Spielfilme.<br />
<br />
</em><img width="140" height="140" src="http://importexport.ulrichseidl.com/en/Ed-Lachman.jpg" alt="Ed-Lachman.jpg" /><br />
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<font color="#800000">  Ulrich Seidl ist als Perfektionist bekannt. Auf der anderen Seite ist er offen f&uuml;r den kreativen Input von Leuten, die wissen was sie tun. Waren Sie bereit, den Inhalt des Filmes mitzugestalten?  </font><br />
<br />
<strong><font color="#993300">Ed Lachman: </font>Nun, Ulrich ist sehr stark darin, wie er visuell eine Geschichte erz&auml;hlt, indem er Tableaus benutzt, die dem Publikum gestatten, die Welt von Au&szlig;en zu betreten, fast wie jemand, der einen Raum betritt und sich in dem Raum umsieht, oder wie wenn man auf der Strasse gehen w&uuml;rde. Er l&auml;sst den Betrachter in gewisser Weise die Kamera sein, und dann setzt er die Handkamera ein, um mit seinen Protagonisten noch intimer zu sein, so dass das Publikum noch mehr involviert ist.</strong>  <br />
<font color="#800000"><br />
Mussten Sie viel improvisieren? Kameratechnisch?  </font><br />
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<strong><font color="#993300">Lachman: </font>Ja, es gibt ein gewisses Ma&szlig; an Improvisation, und daher kommt, glaube ich auch die Kraft seiner Bilder. Es sind keine &uuml;berstilisierten Hochglanz-Bilder, es sind Bilder, von denen er will, dass wir sie ihm glauben. Bilder, die zu den Protagonisten, zur Geschichte f&uuml;hren. Da ist kein Widerspruch, zwischen dem, was du siehst, und dem, was du f&uuml;r die Protagonisten empfindest. Alles w&auml;chst zusammen. Ich denke, dass Ulrichs Filme eine gewisse Zerbrechlichkeit der menschlichen Erfahrung einfangen, und dass die Kamera das ebenfalls einfangen muss.</strong>  <br />
<br />
<font color="#800000">Seidls Bilder sind h&auml;ufig provokant. Betreten Sie dieses bizarre Universum mit Leichtigkeit oder haben Sie damit Probleme?  </font><br />
<br />
<font color="#993300">Lachman: </font><strong>Nein, ganz und gar nicht. Ich glaube, die Leute verstehen oft nicht, dass diese Bilder Metaphern sind. Das ist die St&auml;rke des Kinos: Wie du eine Geschichte in visuellen Metaphern erz&auml;hlst. Und wie Bilder dann Ideen repr&auml;sentieren, und &uuml;ber das hinausgehen, was du gerade siehst.</strong>  <br />
<br />
<font color="#800000">Wie gehen Sie mit Ulrich Seidls Neugier um, die intimsten Geheimnisse der Protagonisten auszuleuchten?  </font><br />
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<strong><font color="#993300">Lachman: </font>F&uuml;r mich enth&uuml;llt Seidl private Momente von Menschen, die man nicht notwendigerweise sehen will; Momente, die man vielleicht bei sich selbst erlebt. Ich glaube, das ist es, was sein Geschichten-Erz&auml;hlen so effektiv macht. F&uuml;r mich ist er eigentlich ein sehr moralischer Regisseur. Sein Geschichten-Erz&auml;hlen ist sehr moralisch, ohne dass er selbst ein Moralist w&auml;re. Das ist, glaube ich, eine sehr schwierige Sache, und ich glaube nicht, dass es seit Kieslowski einen Regisseur gegeben hat, der so etwas gemacht hat. Er zeigt Dinge mit seiner pers&ouml;nlichen Art der Moral - ohne dabei dem Zuschauer zu predigen. Seidl erlaubt der Intelligenz der Zuschauer, die Wahl zu treffen, wie sie etwas aufnehmen.</strong>   <br />
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<font color="#800000">Wie geht es Ihnen mit Seidls Gang auf der d&uuml;nnen Linie zwischen Dokumentarfilm und narrativem Spielfilm?  </font><br />
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<strong><font color="#993300">Lachman: </font>Seltsamerweise halte ich alle Filme f&uuml;r dokumentarisch. Denn sogar in einem narrativen Film, in dem man die Kamera aufstellt, das spezifische Licht setzt, die Schauspieler dieselben Zeilen sagen werden, selbst da ist keine Einstellung, keine Bewegung jemals dieselbe. Seidl ist als Regisseur daf&uuml;r bekannt, dass er am Set nicht allzu viel Worte verliert.</strong>   <br />
<font color="#800000"><br />
Arbeiten Sie mit intuitiven Menschen wie ihm, mit &bdquo;leisen Regisseuren&ldquo;, gut zusammen ...  </font><br />
<br />
<strong><font color="#993300">Lachman: </font>Das ist einen Sache des gegenseitigen Verst&auml;ndnisses. Man kann alle Konversationen der Welt f&uuml;hren, aber trotzdem zu keinem Verst&auml;ndnis kommen. Man kommuniziert ja nicht nur durch Worte. Was f&uuml;r mich an seiner Arbeit interessant ist, ist, dass er die Grenzen des Films auslotet. Traditionell denken wir von Film als der Illusion von Realit&auml;t. Aber was ist die Realit&auml;t der Illusion? Ich denke, er hinterfragt, was die Realit&auml;t der Illusion ist. Oder ist die Realit&auml;t die Illusion? Vielleicht geht es ihm vielmehr darum: ist die Realit&auml;t die Illusion? Das ist eines der Paradoxa von Seidls Arbeit. </strong><br />
<font color="#800000"><br />
Was Sie sagen, klingt sehr theoretisch. Aber auf der anderen Seite ist da diese schiere, fleischliche Energie seiner Filme...  </font><br />
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<strong><font color="#993300">Lachman: </font>Stimmt, und ich denke, das ist es auch, was f&uuml;r viele Menschen so verst&ouml;rend ist. Sie sind nicht sicher: soll das eine Art Realit&auml;t dokumentieren oder ist es ein narratives Element? Aber ich denke, wenn man eine Geschichte erz&auml;hlen will, muss man beide Seiten erkunden, und wie ich schon gesagt habe, er h&auml;lt ihnen diesen Spiegel vor, in dem sie sich selbst sehen k&ouml;nnen. Das ist die Kraft in seiner Arbeit und das macht seine Arbeit so einzigartig.</strong>]]></description>
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         <pubDate>Fri, 04 May 2007 21:04:00 +0100</pubDate>
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