<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" version="2.0">

<channel>
	<title>Yoga &amp; Vedanta mit Narada</title>
	<atom:link href="https://vedanta-yoga.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml"/>
	<link>https://vedanta-yoga.de</link>
	<description>Narada erläutert hier verschiedene Aspekte der Yoga-Wissenschaft. Neben Advaita Vedanta und Yoga Sutra geht es auch um Bhakti, Chakras, Shastras und Mantras...</description>
	<lastBuildDate>Sun, 30 Jul 2023 12:35:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.5.8</generator>

<image>
	<url>https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/Aum_Om_black.svg.png</url>
	<title>Vedanta Yoga</title>
	<link>https://vedanta-yoga.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit><copyright>Quelle: www.vedanta-yoga.de </copyright><itunes:keywords>Yoga,Advaita,Vedanta,Meditation,Hinduismus,Bhagavad,Gita,Yoga,Sutra</itunes:keywords><itunes:summary>In diesem Podcast spricht Narada über Spiritualität aus der Sicht des Yoga und Vedanta.</itunes:summary><itunes:subtitle>Yoga Wissenschaft eingängig erklärt.</itunes:subtitle><itunes:author>Narada Marcel Turnau</itunes:author><itunes:image href="http://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2017/02/logo3000.jpg"/><itunes:category text="Religion &amp; Spirituality"><itunes:category text="Spirituality"/></itunes:category><itunes:owner><itunes:email>narada@vedanta-yoga.de</itunes:email><itunes:name>Narada Marcel Turnau</itunes:name></itunes:owner><item>
		<title>Meine Spirituelle Reisen: Eine Innere und Äußere Entdeckungsreise</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/meta/meine-spirituelle-reisen/</link>
		
		
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2023 12:25:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=19189</guid>

					<description><![CDATA[Als Lehrer für Meditation und Yoga und passionierter Veranstalter für spirituelle Reisen ist es mir eine Ehre, dich auf eine ganz besondere Erfahrung mitzunehmen. Meine Reisen sind weit mehr als bloße touristische&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="19189" class="elementor elementor-19189" data-elementor-post-type="post">
						<section class="penci-section penci-disSticky penci-structure-10  elementor-section  lazyelementorbackgroundimages elementor-top-section elementor-element elementor-element-f6cad23 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="f6cad23" data-element_type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="penci-ercol-100 penci-ercol-order-1 penci-sticky-ct    elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-eef0f30" data-id="eef0f30" data-element_type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-b2bf7a4 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="b2bf7a4" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Als Lehrer für Meditation und Yoga und passionierter Veranstalter für spirituelle Reisen ist es mir eine Ehre, dich auf eine ganz besondere Erfahrung mitzunehmen. Meine Reisen sind weit mehr als bloße touristische Ausflüge – sie sind eine Reise zu den Tiefen deiner Seele und eine Einladung, das Unbekannte zu erkunden!</p><p>Mit dem festen Glauben an die Einheit des Selbst und der Kraft der Achtsamkeit bilden die Lehren des Advaita Vedanta die Grundlage meiner spirituellen Praxis. Doch meine spirituelle Reisen sind nicht auf einen Ort oder eine Tradition beschränkt. Gemeinsam erkunden wir faszinierende Ziele &#8220;rund um den Globus&#8221;, die eine reiche spirituelle Geschichte und eine vielfältige Kultur beheimaten. Von den heiligen Tempeln Indiens über die Schätze des Schamanismus in der Mongolei bis hin zur kraftvollen Natur Sri Lankas &#8211; jede Reise verspricht eine einzigartige innere und äußere Entdeckungsreise.</p><p>Die Kraft der Meditation ist ein integraler Bestandteil meiner Reisen. In idyllischer Umgebung laden wir dich ein, die Stille zu erfahren und dich mit deinem inneren Selbst zu verbinden. Die Praxis der <a href="https://vedanta-yoga.de/achtsamkeit/" title="Achtsamkeit" target="_blank" rel="noopener">Achtsamkeit</a> begleitet uns auf diesem Weg der Selbstentdeckung und öffnet die Türen zu innerer Ruhe und tiefer Verbundenheit.</p><p>Nachhaltigkeit und <a href="https://vedanta-yoga.de/meta/verantwortung/" title="Spiritualität und Verantwortung" target="_blank" rel="noopener">Verantwortung</a> sind mir ebenso wichtig. Anstatt große Hotelketten zu unterstützen, wähle ich kleine Familienbetriebe und Selbstständige, um die lokale Wirtschaft zu stärken und traditionelle Kulturen zu bewahren.</p><p>In diesem Blogartikel möchte ich dich mitnehmen auf eine Reise der inneren und äußeren Erforschung. Erfahre, wie die Magie der spirituellen Entdeckung in der Natur und Kultur fühlbar wird und wie du durch Achtsamkeit und Meditation zu tiefgreifenden Erkenntnissen gelangen kannst. Tauche ein in die Welt der spirituellen Reisen und lass dich inspirieren, deinen eigenen Weg der Selbsterforschung zu gehen. Begleite mich auf dieser besonderen Reise der spirituellen Entdeckung!</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-6d328a5 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="6d328a5" data-element_type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
										<figure class="wp-caption">
											<a href="https://purnam.de/buddha-pilgerreise/" rel="dofollow noopener" target="_blank">
							<img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali.png" class="attachment-large size-large wp-image-19194" alt="spirituelle Reise" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali-1024x731.png 1024w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali-300x214.png 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali-768x548.png 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali-1170x835.png 1170w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali-585x418.png 585w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Vaishali.png 1408w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Spirituelle Reisen: Eine Innere und Äußere Entdeckungsreise">								</a>
											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Pilger an der Stupa in Vaishali - Teil meiner Buddha-Pilgerreise</figcaption>
										</figure>
							</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-dfeb8c8 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="dfeb8c8" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Spirituelle Reisen: Eine Innere und Äußere Entdeckungsreise</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-6da2445 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="6da2445" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Als Lehrer für Meditation und Yoga und Veranstalter spiritueller Reisen ist es meine Passion, Menschen auf eine ganz besondere Reise mitzunehmen. Eine Reise, die nicht nur zu fernen Ländern führt, sondern auch zu den tiefsten Ecken ihrer Seele. In meinen spirituellen Reisen verbinde ich meine Fähigkeiten und Leidenschaften, um eine einzigartige <a class="wpil_keyword_link" title="Erfahrung" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/erfahrung-oder-erkenntnis/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Erfahrung</a> zu schaffen, bei der meine Teilnehmer authentische Kultur, atemberaubende Natur und tiefgreifende Spiritualität erleben.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-8723733 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="8723733" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Essenz meiner Spirituellen Praxis: Advaita Vedanta und Achtsamkeit</h3>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-22825b4 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="22825b4" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Meine Sichtweise und damit auch meine Reisen basieren auf den Lehren des <a class="wpil_keyword_link" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/" target="_blank" rel="noopener" title="Advaita Vedanta" data-wpil-keyword-link="linked">Advaita Vedanta</a>, einer spirituellen Philosophie, die die Einheit allen Seins betont. In der Erkenntnis, dass wir alle eins mit dem Göttlichen sind, liegt die Basis für eine tiefere innere Reise. Die Praxis der Achtsamkeit ist dabei ein zentraler Baustein, denn Leben und Wirklichkeit kann nur im hier und jetzt sein. Eine spirituelle Reise ermöglicht es den Teilnehmenden, im gegenwärtigen Moment zu verweilen, ihre Gedanken zu beruhigen und eine tiefere Verbundenheit mit sich selbst und der Welt herzustellen.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-f39e078 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="f39e078" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Kraft der Meditation: In Achtsamkeit in die Stille Eintauchen</h4>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-9c9cf4b elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="9c9cf4b" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Eine wichtige Säule meiner eigenen Praxis und somit auch der Reisen ist die Meditation. In idyllischer Umgebung laden wir zum Innehalten und zur geistigen Sammlung ein. Die Praxis der Meditation ermöglicht es den Teilnehmern, den Lärm des Alltags zu überwinden, sich mit ihrem inneren Selbst zu verbinden und eine tiefere Ebene der Selbsterkenntnis zu erreichen. Die Stille wird zu einem wertvollen Begleiter auf dieser spirituellen Reise.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-83add10 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="83add10" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Authentische Begegnungen: Mit Einheimischen und Spirituellen Lehrer*innen</h4>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-1a54192 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="1a54192" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Meine Reisen zeichnen sich durch authentische Begegnungen aus. Wir tauchen ein in die Kultur der bereisten Länder und nehmen uns Zeit, um mit Einheimischen in Kontakt zu treten. Die Begegnungen mit spirituellen Lehrern vor Ort sind dabei besonders bereichernd. Sie erlauben uns, von ihrer Weisheit zu lernen und tiefer in die spirituelle Praxis einzutauchen.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-ed989b3 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="ed989b3" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Nachhaltigkeit und Verantwortung: Kleine Familienbetriebe und Selbstständige Unterstützen</h4>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-58bcd86 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="58bcd86" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Meine Philosophie der Nachhaltigkeit und Verantwortung spiegelt sich auch in der Wahl unserer Unterkünfte und Aktivitäten wider. Statt große Hotelketten zu unterstützen, setzen wir auf kleine Familienbetriebe und Selbstständige. Auf diese Weise tragen wir zur Stärkung der lokalen Wirtschaft bei und fördern den Erhalt traditioneller Kultur und Handwerkskunst.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-3dfaf0c elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="3dfaf0c" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Vom Alltag zur Selbstverwirklichung: Wie Meine Reisen Leben Verändern</h3>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-3d2b970 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="3d2b970" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die Erfahrungen, die meine Teilnehmer auf meinen spirituellen Reisen machen, gehen oft weit über die Reisezeit hinaus. Viele berichten von tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben, sei es in Bezug auf ihre Berufung, ihre persönlichen Beziehungen oder ihren Lebensweg. Der Abstand zum Alltag eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht es, dem Leben eine andere Richtung zu geben.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-c695d22 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="c695d22" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Zuhören und Ermutigen: Die Herzliche Begleitung auf meiner Spirituellen Reise</h4>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-67e7587 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="67e7587" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Als Reiseleiter ist es mir ein Herzensanliegen, meine Teilnehmer auf ihrer individuellen spirituellen Reise zu begleiten. Ich höre aufmerksam zu, halte mich für einfühlsam und ermutige dazu, den eigenen Weg der Erkenntnis zu gehen. Meine Reisen sind geprägt von einer herzlichen und unterstützenden Gemeinschaft, in der jeder Teilnehmer sich gehört und respektiert fühlen kann. </p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-fa24e93 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="fa24e93" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Zwischen Kulturen und Natur: Die Magie meiner Spirituellen Entdeckungsreisen</h3>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-38d41e3 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="38d41e3" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die Verbindung von kulturellen Erlebnissen und der Schönheit der Natur verleiht meinen Reisen eine magische Qualität. Wir erkunden faszinierende Tempel, Ashrams und Klöster und verbinden uns mit der Spiritualität vergangener Zeiten. Gleichzeitig lassen wir uns von den Wundern der Natur verzaubern und erfahren eine tiefgreifende Verbundenheit mit der Welt um uns herum.</p>						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="penci-section penci-disSticky penci-structure-10  elementor-section  lazyelementorbackgroundimages elementor-top-section elementor-element elementor-element-3f50c3dd elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="3f50c3dd" data-element_type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="penci-ercol-100 penci-ercol-order-1 penci-sticky-ct    elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-4d887505" data-id="4d887505" data-element_type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-d357b56 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="d357b56" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Spirituelle Reisen: Eine Einladung zu Innerer und Äußerer Erforschung</h4>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-96b8916 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="96b8916" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Meine Reisen sind eine Einladung für Menschen, die mehr als nur äußere Entdeckungen suchen. Sie sind offen für eine Reise zu sich selbst, eine Entdeckung des eigenen inneren Potenzials und eine tiefere Verbundenheit mit der Welt und dem Göttlichen. Spirituelle Reisen sind ein Weg der Selbsterforschung, der persönlichen Transformation und der Erkenntnis, dass die wahre Entdeckungsreise in unserem Inneren beginnt.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-69d7270 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="69d7270" data-element_type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
										<figure class="wp-caption">
											<a href="https://purnam.de/mongolei-abenteuerreise-nomaden-schamanen/" rel="dofollow noopener" target="_blank">
							<img decoding="async" width="1024" height="731" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger.png" class="attachment-large size-large wp-image-19196" alt="Purnam" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger-1024x731.png 1024w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger-300x214.png 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger-768x548.png 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger-1170x835.png 1170w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger-585x418.png 585w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/PURNAM-Ger.png 1408w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Spirituelle Reisen: Eine Innere und Äußere Entdeckungsreise">								</a>
											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text"></figcaption>
										</figure>
							</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-c4eb1ae elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="c4eb1ae" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Buche jetzt deine spirituelle Reise und öffne die Türen zu einer faszinierenden inneren und äußeren Entdeckungsreise! Tauche ein in die Weisheit uralter Traditionen, verbinde dich mit der Schönheit der Natur und erlebe eine transformative Reise zu dir selbst. Lass dich von authentischen Begegnungen und tiefgreifenden Erfahrungen inspirieren, während du den Weg der Achtsamkeit und Meditation erkundest. Mach dich bereit für eine unvergessliche Reise, die dein Leben auf eine neue Ebene des Glücks und der Selbstverwirklichung bringen wird. <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" consent-required="17183" consent-by="services" consent-id="17184"/></p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-58f5f47 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="58f5f47" data-element_type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
										<figure class="wp-caption">
											<a href="https://purnam.de/kalender-spirituelle-reisen/" rel="dofollow noopener" target="_blank">
							<img decoding="async" width="800" height="250" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/Hier-ein-Ueberblick-meiner-Reisen-1.png" class="attachment-large size-large wp-image-19197" alt="spirituelle Reisen" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/Hier-ein-Ueberblick-meiner-Reisen-1.png 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/Hier-ein-Ueberblick-meiner-Reisen-1-300x94.png 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/Hier-ein-Ueberblick-meiner-Reisen-1-768x240.png 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/07/Hier-ein-Ueberblick-meiner-Reisen-1-585x183.png 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Spirituelle Reisen: Eine Innere und Äußere Entdeckungsreise">								</a>
											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Alle spirituelle Reisen mit Purnam im Überblick</figcaption>
										</figure>
							</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Bhagavad Gita Buch Empfehlung – welche Übersetzung und welchen Kommentar nutzen?</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/bhagavad-gita-buch-empfehlung/</link>
		
		
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2023 14:56:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bhagavad Gita - Quintessenz indischer Spiritualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=19132</guid>

					<description><![CDATA[Welches Bhagavad Gita Buch unter den hunderten von Übersetzungen und Kommentaren ist zu empfehlen? Und warum? Dazu mehr in diesem Artikel. 🙂 Die Bhagavad Gita ist eine der bedeutendsten Schriften des Hinduismus&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welches Bhagavad Gita Buch unter den hunderten von Übersetzungen und Kommentaren ist zu empfehlen? Und warum? Dazu mehr in diesem Artikel. <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" consent-required="17183" consent-by="services" consent-id="17184"/></p>
<p>Die Bhagavad Gita ist eine der bedeutendsten Schriften des <a class="wpil_keyword_link" title="Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hinduismus</a> und des integralen Yoga. Es bildet ein Dialog ab, zwischen der Gott-Inkarnation Krishna und seinem Schüler, dem Krieger und Prinzen Arjuna. Beide befinden sich in einer Schlacht zwischen zwei Armeen, nach einer Krise des Heerführers Arjuna bekommt er umfassende spirituelle Unterweisungen von seinem Wagenlenker <a title="Krishna/ Kṛṣṇa – liebender Gott mit Flöte und Kuh" href="https://vedanta-yoga.de/indische-goetter/krishna-govinda-gopala-vaasudeva/" target="_blank" rel="noopener">Krishna</a>. Die <a class="wpil_keyword_link" title="Bhagavad Gita" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Bhagavad Gita</a> bietet tiefe spirituelle Erkenntnisse und zeitlose Lebensweisheiten, die für jeden von uns von Bedeutung sind. Der &#8220;göttliche Gesang&#8221; ist eingebettet in den riesigen Eops <a class="wpil_keyword_link" title="Mahabharata" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/bhagavad-gita-mahabharata/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Mahabharata</a> und umfasst 7000 Verse in 18 Kapiteln. Es gibt zahlreiche Übersetzungen und Kommentare zur Bhagavad Gita, was es schwierig machen kann, die beste Wahl zu treffen.</p>
<blockquote><p>„In der Bhagavadgita finde ich einen Trost, den ich selbst in der Bergpredigt vermisse.&#8221; Mahatma Gandhi</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-17618" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081.jpg" alt="Meine Lieblingsverse, Bhagavad Gita Zitate, Bhagavad Gita" width="1024" height="301" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Bhagavad Gita Buch Empfehlung - welche Übersetzung und welchen Kommentar nutzen?"></p>
<h2>Bhagavad Gita Buch Empfehlung &#8211; Entscheidungshilfe</h2>
<p>Zunächst mal muss man sich bewusst machen, dass bereits eine Übersetzung eine Interpretation ist. Sanskrit zu übersetzen kann zu sehr unterschiedlichen Aussagen führen, da die Begriffe verschiedene Bedeutungsebenen haben. Noch unterschiedlicher fallen die Kommentare zum Text aus, den wer sich dazu berufen fühlt, einen solchen Text zu kommentieren, hat wohl immer eine ideologische Perspektive. Daher sollte man sich überlegen, aus welchem Blickwinkel man sich dem Text nähern möchte. So gibt es viele Verse, in denen Gott als wesenhafte Gestalt vermittelt wird, aber auch viele Verse, in denen ein pantheistisches Gottesbild entworfen wird. Je nach Blickwinkel bekommt der ganze Text einen anderen Sinn.</p>
<h4>Beispiel für Probleme mit der Bhagavad Gita Übersetzung</h4>
<p>Gerne möchte ich an einem der Verse darstellen, wie unterschiedlich aus dem <a href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/sanskrit-indoeuropaeische-sprachen/" target="_blank">Sanskrit</a> übersetzt werden kann, und wie sehr bereits eine Übersetzung aus dem Sanskrit eine gewisse Interpretation enthält. Bei diesem wunderschönen und überaus wichtigen Vers aus dem 2. Kapitel ist mir besonders der Unterschied aufgefallen. Den Vers 2.46 mag ich sehr gerne.</p>
<ul>
<li>Devanagari: <strong>यावानर्थ उदपाने सर्वतः संप्लुतोदके | तावान्सर्वेषु वेदेषु ब्राह्मणस्य विजानतः || २ ४६ ||</strong></li>
<li>IAST: <strong>yāvānartha udapāne sarvataḥ saṃplutodake tāvānsarveṣu vedeṣu brāhmaṇasya vijānataḥ</strong></li>
</ul>
<blockquote>
<ul>
<li>„Für den Brahmanen mit Selbsterkenntnis sind alle Veden ebensoviel wert wie ein Wasserbehälter an einem überfluteten Ort.“ <strong>Swami <a title="Sivananda" href="https://vedanta-yoga.de/guru/swami-sivananda-saraswati-vortrag-uber-sein-leben/" target="_blank">Sivananda</a></strong> Englisch ins Deutsche</li>
<li>„So viel ein Brunnen nützt, in den das Wasser strömt von allerwärts, So groß ist für die Priesterschaft der Nutzen, den der Veda bringt.“ <strong>Leopold von Schröder, </strong>lyrische Übersetzung</li>
<li>„Den Nutzen, den ein Brunnen hat, Wenn rings ist überschwemmt das Land, Nur solchen Nutzen hat die Schrift, für den, der höchste Weisheit fand.“ <strong>Helmutz von Glasenapp</strong></li>
<li>„Für den Erleuchteten Brahmanen haben alle Veden keinen größeren Nutzen als ein kleiner Brunnen an einer Stelle, die allseits von Wasser überflutet ist.“ <strong>Maharishi Mahesh Yogi</strong></li>
<li>„So viel ein Brunnen nützt, in den das Wasser strömt von allerwärts, So groß ist für die Priesterschaft der Nutzen, den der Veda bringt.“ <strong>Bhaktivedanta Swami Prabhupada</strong></li>
<li>„So viel Nutzen wie dort ein Brunnen hat, wo von allen Seiten Wasser zusammenfließt, so viel Nutzen ist in allen Veden für den wissenden Brahmankenner.“ <a title="Ramakrishna Paramahamsa – extatischer interreligiöser Mystiker" href="https://vedanta-yoga.de/integrale-mystik/ramakrishna-paramahamsa/" target="_blank" rel="noopener">Ramakrishna Paramahamsa</a></li>
<li>„Soviel Zweck in einer Wassertränke , in die von allen Wasser zusammenfließt, soviel auch in allen Wissen [Veden] für den Kraft&lt;-Kenner&gt; [Brahmanen], der unterscheidet.“ <strong>Dieter Koch</strong>, <a class="wpil_keyword_link" title="Indologe" href="https://vedanta-yoga.de/indien/moderne-indologie-yogic-studies/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Indologe</a></li>
<li>„Soviel Nutzen ein Teich hat in den von allen Seiten her das Wasser strömt, soviel nutzen haben die Veden für den Weisen der erkennt.“ <strong>Arjuna Fischer</strong></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Ich würde bei diesem Vers noch weitere Sanskrit Worte ins Deutsche übersetzen, damit ergibt sich gekürzt etwa:</p>
<blockquote><p>„Es nutzt das Wissen dem Erkennenden soviel, wie ein Wassergefäss bei einer Flut.“</p></blockquote>
<p>Nun aber zu meinen Empfehlungen!</p>
<h3>Bhagavad Gita Buch: Welche Übersetzung, welcher Kommentar?</h3>
<ul>
<li>Ich habe jeweils einen Affiliate-Link zum Artikel bei Amazon hinzugefügt. Wenn Du das Bild nicht siehst, liegt es wohl am Werbeblocker. Ich habe aber auch jeweils einen Textlink eingebaut.</li>
</ul>
<p>Zunächst das aus meiner Sicht beste Bhagavad Gita Buch. Der <a href="https://amzn.to/3LG6wuk" target="_blank" rel="nofollow noopener">italienische Philosoph Rafael</a> ist Vedantin und Sokratiker und hat viele Schriften veröffentlicht, in denen er auf einem hohen Niveau Aspekte der nondualen Philosophie vermittelt. Sein Bhagavad Gita Buch ist sehr prägnant und klar, allerdings eben auch sehr intellektuell und oft schwierig lesbar. Man benötigt hierzu schon einige Vorkenntnisse im Lesen von solchen schweren Büchern.</p>
<p><strong>Nicht empfehlen</strong> möchte ich Übersetzung und Kommentar von Prabhupada, dem Gründer der westlichen &#8220;Hare Krishna&#8221; Bewegung. Die Krishnaitische Sekte ist aus verschiedenen Gründen problematisch und weltanschaulich sehr eng, absolutistisch in ihrem &#8220;alleinseligmachenden&#8221; Anspruch und dogmatisch. Die Übersetzung der<a href="https://amzn.to/3FI9LNS" target="_blank" rel="nofollow noopener"> Bhagavad Gita &#8220;Wie sie ist&#8221;</a>, bildet ein gutes Beispiel dafür, wie der Gehalt des Textes verzerrt wird durch starre Ideologie. So wird zum Beispiel häufig das Wort &#8220;Yoga&#8221; mit &#8220;Krishna Bewusstsein&#8221; übersetzt. Vorteil an dem Buch ist, dass man es sehr günstig z.B. bei Ebay bekommen kann, hier werden stets viele Exemplare verramscht.</p>
<p>Eine günstige Alternative ist z.B. der <a href="https://amzn.to/3JGtWwU" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kommentar von Jack Hawley</a>:</p>
<p>Oder sehr günstig auch das Bhagavad Gita Buch bzw. Büchlein von Reclam, in einer <a href="https://amzn.to/3nixEFp" target="_blank" rel="nofollow noopener">alten lyrischen Übersetzung </a>des Indologen Helmuth von Glasenapp. Diese Bhagavad Gita Buch aus dem Jahr 1870 gehört zu den ältesten Übersetzungen ins Deutsche.</p>
<p>Das Bhagavad Gita Buch von dem ich persönlich am meisten gelernt habe, ist der von Maharishi Mahesh Yogi, dem <a href="https://vedanta-yoga.de/indien/beatles-in-rishikesh-indien/" target="_blank">ehemaligen Guru der Beatles</a>. Auch dieser ist kritisch zu betrachten, zumal in seiner Sekte komische Sachen mit Geld und Abhängigkeiten gelaufen sind. Wie gesagt halte ich<a href="https://amzn.to/40tfDm9" target="_blank" rel="nofollow noopener"> seine Gita-Kommentare</a> für hervorragend, vor allem für Leute mit ein wenig Vorerfahrung im Bereich. Leider sind bisher nur die ersten 6 Kapitel veröffentlicht, aber die haben es in sich!</p>
<p>Das Bhagavad Gita Buch, mit dem ich am meisten gearbeitet habe, ist die <a href="https://amzn.to/42BJGKg" target="_blank" rel="nofollow noopener">Übersetzung und der Kommentar von Swami Sivananda</a>. Hier findet man, was nur in wenigen Übersetzungen steht: Jeder Vers im original Devanagari, IAST-Transkription, Wort für Wort Übersetzung und den Kommentar von einem erwachten Lehrer, der als integraler Yogi keinen starren Standpunkt vertritt. Allerdings sind seine Kommentare verfasst für seine fortgeschrittenen Schüler und sie sind manchmal etwas &#8220;weltfremd&#8221;. Offenbar gibt es derzeit keine deutsche Übersetzung mehr. Das wird sicherlich daran liegen, dass Yoga Vidya als ehemaliger Herausgeber eher das <a href="https://amzn.to/3njyK3G" target="_blank" rel="nofollow noopener">Bhagavad Gita Buch von Sukadev Bretz</a> verkaufen möchte. Da habe ich mal hineingeschaut, es ist mir zu unterkomplex. Womöglich eine gute Lektüre für Interessierte ohne Vorerfahrung.</p>
<p>Besonders umfangreich und tiefgründig ist <a href="https://amzn.to/3LL7V2A" target="_blank" rel="nofollow noopener">das Werk von Paramahansa Yogananda</a>. Er geht besonders auf die Symbolik der einzelnen Charaktere und die Zusammenhänge mit dem menschlichen Geist ein. Das ist schon wirklich ein Bhagavad Gita Buch für ein eigenes Studium!</p>
<blockquote><p>&#8220;Er lotet die psychologischen, spirituellen und metaphysischen Tiefen der Gita aus, gewährt Einblick in das innerste Wesen dieser erhabenen heiligen Schrift, und gibt dem Leser mit diesem Werk einen weisen und ermutigenden Ratgeber an die Hand, der ihm viele Fragen beantwortet: Wer bin ich? Warum wurde ich erschaffen? Was ist der Sinn dieses gigantischen kosmischen Dramas und welche Rolle spiele ich darin?&#8221; Aus dem Klappentext</p></blockquote>
<p>Noch umfangreicher und besonders geeignet für das Studium des Advaita Vedanta ist die <a href="https://amzn.to/3Ze8bdH" target="_blank" rel="nofollow noopener">Reihe der Philosophie-Koryphäe Swami Dayananda</a> Saraswati. Er erläutert in aller Tiefe die verschiedensten Aspekte der Lehre des Shankara. Die 9 Bücher seines &#8220;Home Study Course&#8221; enthalten über 4000 Seiten Unterrichtsmaterial zur Gita.</p>
<p>Der wohl bekannteste und einflussreichste Kommentar ist von Adi Shankaracharya im 8. Jahrhundert geschrieben worden. Mir gefällt hier sehr die Art, wie er durch die einzelnen Verse hindurchführt. <a href="https://amzn.to/3FLVgJa" target="_blank" rel="nofollow noopener">Dieses Bhagavad Gita Buch</a> ist eines der zugänglichsten Werke von Shankara.</p>
<p>Ein weiterer sehr alter Kommentar ist der des Weisen Gyaneshawar bzw. Jnaneshwar aus dem 13. Jahrhundert. Der Heilige aus Maharashtra verfasst<a href="https://amzn.to/40uU7xv" target="_blank" rel="nofollow noopener"> in seiner &#8220;Dyaneshwari&#8221;</a> auch die erste ausführliche bekannte Beschreibung einer Kundalini-Erweckung im Yoga-Kontext.</p>
<blockquote><p>&#8220;Man sagt, dass in der Dnyaneshwari die Worte der Allmacht selbst erklingen, die als Krishna in der Gita wirkt. Sie ermutigt den geistig Wachen zur Hingabe und Innenschau, und lädt alle dazu ein, sich selbst darin zu entdecken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine besondere Empfehlung ist noch die Bhagavad Gita Buch Biographie aus der Serie <a href="https://amzn.to/3nhwIBr" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8220;lifes of great religious books&#8221;.</a> Hier wird aus einem wissenschaftlichen Blick die Entstehung und Verbreitung der Gita beleuchtet.</p>
<blockquote><p>&#8220;Richard Davis tells the story of this venerable and enduring book, from its origins in ancient India to its reception today as a spiritual classic that has been translated into more than seventy-five languages. Davis highlights the place of this legendary dialogue in classical Indian culture, and then examines how it has lived on in diverse settings and contexts. He looks at the medieval devotional traditions surrounding the divine character of Krishna and traces how the Gita traveled from India to the West&#8221;</p></blockquote>
<div id="attachment_8171" style="width: 760px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8171" class="size-full wp-image-8171" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412.jpg" alt="Bhagavad Gita Buch, Bhagavad Gita Zitate, Übersetzung, Kommentar" width="750" height="1000" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Bhagavad Gita Buch Empfehlung - welche Übersetzung und welchen Kommentar nutzen?" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412.jpg 750w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412-225x300.jpg 225w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412-585x780.jpg 585w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><p id="caption-attachment-8171" class="wp-caption-text">Bhagavad Gita Zitate</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Das Gleichnis als Lehrmethode im Advaita Vedanta</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/gleichnis-methode-advaita-vedanta/</link>
		
		
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 14:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advaita Vedanta - Sichtweise des Absoluten - Weg der Erkenntnis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=19025</guid>

					<description><![CDATA[Ein Gleichnis ist hilfreich, um abstrakte philosophische Inhalte besser verstehen zu können. Inspiriert durch Swami  Sivanandas Buch „Vedanta for Beginners“ möchte ich hier die wichtigsten Gleichnisse des Advaita Vedanta auflisten und in&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-15013 size-medium" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20191206_151859-scaled-e1607863756922.jpg" alt="Vorträge zum Yoga Darshana-Podcast-Yoga Darshana-Patanjali" width="225" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Das Gleichnis als Lehrmethode im Advaita Vedanta" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20191206_151859-scaled-e1607863756922.jpg 600w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20191206_151859-scaled-e1607863756922-225x300.jpg 225w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20191206_151859-scaled-e1607863756922-585x780.jpg 585w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" />Ein Gleichnis ist hilfreich, um abstrakte philosophische Inhalte besser verstehen zu können. Inspiriert durch Swami  Sivanandas Buch „<strong>Vedanta for Beginners</strong>“ möchte ich hier die wichtigsten Gleichnisse des Advaita Vedanta auflisten und in den Zusammenhang stellen. Durch diese Art von Gleichnissen lässt sich der Gehalt der Lehre nicht nur gut erfassen, sondern auch besser merken. Daher waren solche Bilder schon immer ein gutes Mittel, um Weisheiten weiterzugeben. So können die abstrakten Weisheiten bildlich vermittelt werden.</p>
<h3>Das Gleichnis als Lehrmethode: Barmherziger Samariter</h3>
<p>Auch im Christentum finden wir viele <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis" target="_blank" rel="nofollow noopener">Gleichnisse</a>, mit denen die Lehren verdeutlicht wurden. So kennt man zum Beispiel das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Es handelt von einem Mann, der von Räubern überfallen und schwer verletzt am Straßenrand zurückgelassen wird. Drei Personen passieren den Mann, aber keiner von ihnen hilft ihm. Schließlich kommt ein Samariter vorbei, der in jüdischen Augen als ein &#8220;Fremder&#8221; und religiöser Außenseiter galt. Der Samariter zeigt Mitleid und kümmert sich um den Verletzten, indem er seine Wunden reinigt und ihn in eine Herberge bringt. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ist eine Geschichte über Nächstenliebe und Mitgefühl. Es lehrt uns, dass das Wesen einer wahren Spiritualität darin besteht, Mitgefühl und Liebe zu unseren Mitmenschen zu zeigen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder sozialen Stellung. Es fordert uns auf, uns nicht auf äußere Merkmale zu beschränken, sondern stattdessen unser Herz zu öffnen und uns den Bedürfnissen <a title="1.33 Brahmaviharas – Einstellung gegenüber Anderen" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-sutra/analyse/brahmaviharas/" target="_blank" rel="noopener">anderer gegenüber</a> sensibel zu zeigen.</p>
<h4>Aber zurück zum Advaita Vedanta!</h4>
<p><a title="Leben und Werk von Shankara – Adi Shankaracharya Begründer des Advaita Vedanta" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/adi-shankaracharya-shankara/" target="_blank" rel="noopener">Shankara</a> fasste seine Lehre unter anderem in folgendem Satz zusammen:</p>
<blockquote><p>“brahma <a title="Satsang Talk- Brahma Satyam Jagan Mithya" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/satsang-talk-brahma-satyam-jagan-mithya/" target="_blank" rel="noopener">satyam jagan mithya</a> jivo brahmaiva naparah”</p></blockquote>
<p>Die letztliche Wahrheit des <a class="wpil_keyword_link" title="Advaita Vedanta" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Advaita Vedanta</a> ist eigentlich höchst simpel, hier in einer lyrischen Übersetzung:</p>
<blockquote><p>“In drei Sätzen sei es verkündet, was man in 1000 Büchern findet:<br />
Brahman ist wirklich. Die Welt ist Schein. Das <a title="Was ist das Selbst? Wer bin Ich? Definitionen des Atman." href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/atman-selbst-bewusstsein/" target="_blank" rel="noopener">Selbst</a> ist nichts als Brahman allein.”</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14902" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20180504_073819-scaled-e1607768277951.jpg" alt="Bhagavad Gita-Audio Kommentar-Indische Philosophie-Lebe als Vorbild, die vier edlen Wahrheiten" width="800" height="600" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Das Gleichnis als Lehrmethode im Advaita Vedanta" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20180504_073819-scaled-e1607768277951.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20180504_073819-scaled-e1607768277951-300x225.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20180504_073819-scaled-e1607768277951-768x576.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20180504_073819-scaled-e1607768277951-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h2>Ein Gleichnis macht abstrakte Lehren klarer</h2>
<p>Da der gewöhnliche Mensch die offensichtliche Wahrheit nicht einfach so erkennen kann, braucht es die komplexen Lehren und Übungen, um schrittweise zur Freiheit zu kommen. Diese Weisheiten werden mit ganz einfachen und praktischen Beispielen erläutert. Solche Beispiele werden immer wieder genutzt, um die abstrakte Lehre des Advaita Vedanta klarzumachen.</p>
<h3>Das Gleichnis von der Schlange und dem Seil „Rajjusarpa-Nyaya“</h3>
<blockquote><p>In der Dämmerung tritt ein Mann auf ein Seil und verwechselt es mit eine giftigen Schlange. Er springt umher, sein Herz schllägt schnell und er schreit vor Schreck. Ein anderer Mann kommt mit einem Licht und die beiden stellen fest, dass es sich nur um ein Seil handelt und nicht um eine giftige Schlange.</p></blockquote>
<p>Mit der <a class="wpil_keyword_link" title="Erkenntnis" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/erfahrung-oder-erkenntnis/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Erkenntnis</a> des Seils verschwindet auch die Angst vor der Schlange. Bei diesem Gleichnis geht es darum zu verdeutlichen, wie die Welt als Täuschung wahrgenommen werden kann. Die Wirklichkeit wird durch die Unwissenheit verdeckt, wofür im Gleichnis die Dämmerung steht, und es wird zugleich eine andere Wahrheit projiziert, dafür steht dann die Schlange. Solange wir in der Unwissenheit sind und kein Mittel zur Erkenntnis haben, halten wir die projizierte Wirklichkeit für wahr. Schließlich sagt uns unsere Wahrnehmung klar, dass „die Schlange“ offenbar die Wirklichkeit ist. Richten wir jedoch das Licht der Erkenntnis aus, erkennen wir die Natur der Täuschung unserer Sinne. Im vedantischen Sinne wird damit die Unwirklichkeit der scheinbaren Welt verbildlicht und die Überlagerung der absoluten Wahrheit, des <a class="wpil_keyword_link" title="Brahman" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/brahman-absolutes-bewusstsein/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Brahman</a>. Das Brahman ist die einzige Wirklichkeit und diese Welt ist nur eine Überlagerung, so wie die Schlange das Seil überlagert. Erkenntnis löst den Schein oder die <a title="Q&amp;A – Maya &amp; Dharma. Welchen Sinn macht bewusstes Leben in der Illusion?" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/leben-in-der-illusion/" target="_blank" rel="noopener">Illusion</a> auf</p>
<h3>Das Gleichnis von der Fata Morgana „Mrigatrishna-Nyaya“ <strong><br />
</strong></h3>
<blockquote><p>In der Wüste sieht ein durstiger Reisender in der Mittagshitze eine Fata-Morgana, eine Oase mit Wasserquelle, er glaubt an seine Wahrnehmung und läuft darauf zu. Je näher er glaubt dem Ort zu kommen, desto weiter bewegt sich der Ort von ihm weg. Nach und nach entfernt er sich von seinem eigentlichen Weg und ihm wird irgendwann klar, dass er sich getäuscht hat und durch die irrtümliche Wahrnehmung vom eigendlichen Ziel weiter entfernt hat. Er wird sicher nicht noch einmal auf so eine Täuschung hereinfallen.</p></blockquote>
<p>Bei diesem Gleichnis geht es darum, die Unwirklichkeit des manifesten Universums zu verdeutlichen, welches so scheint, als würde es dem Verkörperten Freude geben. Wenn der Suchende die wahre Identität des Selbst erkennt und sieht, dass die Welt „unwirklich“ ist, sucht er die Freude nicht mehr in den Objekten der Welt. Ebenso der Reisende in der Wüste: sobald er erkennt, dass die Oase nur eine Täuschung war, wird er nicht mehr darauf zulaufen. Er hört auf, der Illusion von sinnlicher Freude hinterherzulaufen. Die Welt ist nur eine Täuschung, so wie die Fata Morgana nur eine Erscheinung ist. Im Vedanta ist die Loslösung von der Verhaftung an die sinnliche Welt essenziell, und für die Erkenntnis der Wahrheit ist das Aufhören der Suche nach weltlichen Freuden die Voraussetzung.</p>
<h3>Das Gleichnis von der Welle und der Ozean „Samudrataranga-Nyaya“ <strong><br />
</strong></h3>
<blockquote><p>Es gibt unzählige Wellen auf den Weiten des Ozeans. Jede einzelne Welle existiert getrennt von den anderen und kann seperat erfasst werden. Aber jede Welle besteht aus dem selben Wasser und ist Teil des einen Ozeans. Alle sind in wirklichkeit eins, die Trennung ist nur scheinbar.</p></blockquote>
<p>Alle Wellen sind bloß aus Wasser und sind nicht getrennt vom großen Ozean, tatsächlich sind alle eins. Bei diesem Gleichnis geht es um die unzähligen individuell verkörperten Seelen, die im manifesten Universum erscheinen. Sie werden als getrennt voneinander wahrgenommen und der unwissende nimmt sich selbst als getrennt von den anderen Wahr. Jedoch gibt es laut Vedanta nur einen Ozean von Satchidananda- „Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit“ und alles ist in letzter Konsequenz eins. Dieses übersteigt das logische Denken und ist nur jenseits des Verstandes zu erfassen.</p>
<h3>Das Gleichnis vom Raum im Topf „Ghatakasa-Nyaya“</h3>
<blockquote><p>Der große Raum durchdringt das ganze Universum und es gibt den selben Raum auch innerhalb des Topfes. Jedoch kann der Raum innerhalb des Topfes getrennt vom großen raum betrachtet werden, er ist eingeschlossen und begrenzt durch den Topf. Der Raum an sich ist aber nicht im geringsten berührt durch die Einschränkungen des Topfes. Wenn der Topf zerbricht wird der Raum im Topf wieder eins mit dem großen Raum und hat sich dabei nie verändert.<strong><br />
</strong></p></blockquote>
<p>Ebenso scheint das Selbst oder der Wesenskern des Individuums getrennt von Gott zu sein, bzw. die Seele nicht eins mit dem großen Ganzen zu sein. Wenn der Körper und der begrenzende Geist nicht mehr ist, offenbart sich die Einheit. Der Atman im Individuum ist eins mit dem Brahman im großen Ganzen, so wie der Raum im Topf ist das Selbst im Körper immer identisch mit Brahman. Auch ist das Selbst genau wie der „Topfraum“ unberührt von allen Veränderungen.</p>
<p>Mehr dazu hier: <a href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/topf-ton-satyam-und-mithya/" target="_blank">Die Topf-Ton Problematik im Advaita Vedanta – Satyam und Mithya</a></p>
<h3>Das Gleichnis vom Samen und dem Baum „Bija-Vriksha-Nyaya“</h3>
<blockquote><p>Der Samen ist die Ursache des Baumes und der Baum die Ursache des Samens. Es kann nicht gesagt werden welches die ursprüngliche Ursache war.<strong><br />
</strong></p></blockquote>
<p>Lässt sich diese Frage überhaupt beantworten? Es ist wie die Frage aus unserem Kulturraum, ob die Henne oder das Ei zuerst da war. Die Frage, ob die Henne oder das Ei zuerst da war, ist seit langem Gegenstand von Debatten und Diskussionen. Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage! Evolutionär war wohl die Henne bzw. eine evolutionäre Vorstufe zuerst, und statt eines Eis wurde womöglich direkt ein Körper geboren. Wenn wir es kreationistisch sehen wollen, war die Henne zuerst, denn sie wurde von Gott erschaffen. Ich bin ja keines von beiden, ich glaube, <a title="Bhagavad Gita Essenz – 7 Topverse über Gott und das Göttliche" href="https://vedanta-yoga.de/indische-mythologie/gott-und-das-goettliche/" target="_blank" rel="noopener">das Göttliche</a> hat als ordnendes Prinzip auf die Evolution eingewirkt. Und so denke ich, dass weder Same noch Baum, weder Henne noch Ei zuerst da war. Denn Eins bedingt das Andere, in einer unaufhaltsamen kausalen Kette, das zugrundeliegende Absolute bleibt gleich und ist Ziel des Erkenntnisprozesses. Ein anderer Aspekt in diesem Gleichnis ist, dass wir niemals die genaue Ursache hinter einem Ereignis erkennen können. Oft wird die Karmalehre falsch interpretiert, und z.B. bei schwerer Krankheit eine Schuld impliziert, womit niemandem geholfen ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18929" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/10/IMG_20221102_164401-scaled-e1678439177397.jpg" alt="Gleichnis" width="900" height="398" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Das Gleichnis als Lehrmethode im Advaita Vedanta" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/10/IMG_20221102_164401-scaled-e1678439177397.jpg 900w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/10/IMG_20221102_164401-scaled-e1678439177397-300x133.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/10/IMG_20221102_164401-scaled-e1678439177397-768x340.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/10/IMG_20221102_164401-scaled-e1678439177397-585x259.jpg 585w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Geschichte der Asanas: Asketische Selbstkasteiung, Meditationshaltung und multireligiöse Einflüsse</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/geschichte-der-asanas/</link>
		
		
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2023 14:56:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga Geschichte - Ursprünge und Entwicklung des Yoga]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=18850</guid>

					<description><![CDATA[Die Geschichte der Asanas geht sehr weit zurück in die Vergangenheit, Asanas tauchen bereits bei den ältesten Ausgrabungen einer Hochkultur in Indien auf. Bereits zu vedischen Zeiten haben die Asketen des alten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18853" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18853" class="wp-image-18853 size-medium" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/indus-valley-03-e1678111227380.jpg" alt="Asana Skelett, Geschichte der Asanas, Jnana Mudra" width="300" height="233" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte der Asanas: Asketische Selbstkasteiung, Meditationshaltung und multireligiöse Einflüsse" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/indus-valley-03-e1678111227380.jpg 772w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/indus-valley-03-e1678111227380-300x233.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/indus-valley-03-e1678111227380-768x597.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/indus-valley-03-e1678111227380-585x455.jpg 585w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-18853" class="wp-caption-text">2700 Jahre alte Asana</p></div>
<p>Die Geschichte der Asanas geht sehr weit zurück in die Vergangenheit, Asanas tauchen bereits bei den ältesten Ausgrabungen einer Hochkultur in Indien auf. Bereits zu vedischen Zeiten haben die Asketen des alten Indiens Yoga-Körperhaltungen geübt, allerdings nicht schriftlich festgehalten.</p>
<p>Da die Meditation eine zentrale Rolle in der Religiosität Indiens spielt, ist auch Sitzhaltung von großer Wichtigkeit. Heute spielt das <a href="https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/geschichte-des-hatha-yoga-wurzeln/" target="_blank">Hathayoga</a> eine gewichtige Rolle in der Kultur Indiens, die dazu gehörenden nicht-sitzenden Asanas sind aber erst vor etwa 1000 Jahren erstmals schriftlich festgehalten worden.</p>
<p>&#8220;Dieser Tempel des Leidens und der Freude, der aus Fleisch, Knochen, Nerven, Mark, Blut besteht und von Blutgefäßen usw. durchzogen ist, ist nur um des Leidens willen da.&#8221;</p>
<h2>Geschichte der Asanas: Das Wort Asana</h2>
<p>Das Sanskrit Wort Asana (IAST Schreibweise: <b>āsana</b>, Devanagari: आसन) bedeutet &#8220;Sitz, sitzende Körperhaltung, Meditationssitz&#8221;. Die Silbe &#8220;As&#8221; bedeutet &#8220;Hinsetzen&#8221;. Bis zur Entwicklung des Hathayoga ab dem 11. Jahrhundert wurde der Begriff ausschließlich im Kontext der Meditation verwendet. Daher schauen wir uns zunächst Texte an, die genauere Definitionen für die Sitzhaltung geben, um dann später die nicht-sitzenden Asanas zu betrachten.</p>
<h4>Älteste archäologischen Funde mit Asana</h4>
<div id="attachment_3784" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3784" class="wp-image-3784 size-full" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/09/250px-Shiva_Pashupati.jpg" alt="Geschichte des Hatha Yoga, Geschichte der Asanas" width="250" height="252" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte der Asanas: Asketische Selbstkasteiung, Meditationshaltung und multireligiöse Einflüsse" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/09/250px-Shiva_Pashupati.jpg 250w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/09/250px-Shiva_Pashupati-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><p id="caption-attachment-3784" class="wp-caption-text">Pashupatinath in Asana</p></div>
<p>Im Industal hat man zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine alte Hochkultur ausgegraben, die sog.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indus-Kultur" target="_blank" rel="nofollow noopener"> Indus Kultur</a>. Die Kultur wurde datiert auf den Zeitraum 2800-1800 v.Chr. und man hat erstaunliches gefunden. So gab es dort bereits sehr viele handwerkliche Produkte und architektonische Besonderheiten: Drainagesysteme, Wasserversorgung und Kanalisationen. Auch hat man hier die ältesten Funde von gebrannten Ziegeln in den heute noch gebräuchlichen Maßen 1:2:4 entdeckt.</p>
<p>Auch religiöse Artefakte wurden gefunden, so hat man unter anderem Siegel mit einer Vorform des Shiva entdeckt. Man sieht eine anthropomorphe Gestalt mit Hörnern in einer komplexen Meditationshaltung. Manche sehen dieses Siegel als Beweis dafür, dass das Yoga 5000 Jahre alt sei. Aber da reicht eine Darstellung nicht aus. Oben im Beitrag sieht man eine 2700 Jahre alte Ausgrabung aus Rajasthan, hier berühren sich Daumen und Zeigefinder zum Jnana Mudra, es ist also ziemlich sicher eine <a href="https://vedanta-yoga.de/yoga/asana-die-sitzhaltung-bei-der-meditation/" target="_blank">Meditationshaltung</a>. Man geht wohl davon aus, dass sich hier ein Asket lebendig in Meditation hat  begraben lassen.</p>
<h5>Mythologische Entstehung</h5>
<p>Zur Geschichte der Asanas gehört auch die mythologische Entstehung: Einst soll Shiva seiner Gemahlin Parvati all diese Asanas gelehrt haben, wobei sie eingeschlafen ist. Ein Fisch im nahen Gewässer hat aber aufgepasst und alles mitbekommen, diesem gewährte Shiva eine menschliche Geburt. Im nächsten Leben wurde aus dem Fisch der Nath-Yoga Meister Masyendranath, der als einer der Begründer des Hathayoga gilt.</p>
<h3>Buße und Selbstkasteiung: Asanas und Tapas der Asketen</h3>
<blockquote><p>&#8220;15 nackte Männer in unterschiedlichen Körperhaltungen, sitzend oder liegend, die in der Haltung bis zum Abend verweilten. Am schwierigsten auszuhalten war die Hitze der Sonne,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<div id="attachment_18829" style="width: 213px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18829" class="size-medium wp-image-18829" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217.jpg" alt="Naga Baba, Asket, Tapas" width="203" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte der Asanas: Asketische Selbstkasteiung, Meditationshaltung und multireligiöse Einflüsse" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217.jpg 350w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217-203x300.jpg 203w" sizes="(max-width: 203px) 100vw, 203px" /><p id="caption-attachment-18829" class="wp-caption-text">Naga Baba in Haridwar</p></div>
<p>So ein Auszug aus dem Bericht eines Geschichtsschreibers von Alexander dem Großen. Um 320 v.Chr. kam er über den Khyber-Pass in das Industal und begegnete einer großen Gruppe von nackten Asketen, die er Gymnosophen nannte &#8211; &#8220;nackte Weise&#8221;.</p>
<p>Bereits zu vedischer Zeit gab es in Indien die umherwandernden besitzlosen Asketen, die später als Shramanas &#8220;Strebende&#8221; benannt wurden. Bereits im Rig-Veda, dem ältesten Text der Inder, werden sie erwähnt. Sie übten schon immer &#8220;Tapas&#8221; (=Buße, Selbstbeherrschung, Kasteiung, Selbst-Disziplinierung) und bis in die heutige Zeit haben sie einen großen Einfluss auf die indische Spiritualität und eben auch auf die Geschichte der Asanas. Die wandernden Asketen sind vorwiegend Männer, die keinen Sinn im weltlichen Leben finden und ihrem inneren Ruf nach spiritueller Verwirklichung folgen.</p>
<h4>Buddha war auch ein Asket</h4>
<p>Es gibt sehr unterschiedliche Gruppen von Asketen mit verschiedensten Methoden, teilweise härteste Selbstkasteiungen werden mit großer Hingabe geübt. Die meisten Asketen zielen darauf ab, ihren Willen zu stärken und die Identifikation mit dem Körper aufzulösen, um dadurch zu Erlösung zu kommen. Asketen gab es im alten Indien im Kontext verschiedener Religionen, neben (im weitesten Sinne) Hindus waren es noch Jainas und Ajivakas (eine ausgestorbene Sekte). So war es die Begegnung mit einem dieser Asketen, die den jungen Gautama und späteren Buddha dazu veranlasste, seinen Palast zu verlassen und der Welt zu entsagen und selbst ein Shramana und zu werden. Allerdings lehnte der Buddha selbst zugunsten seines &#8220;Mittleren Weges&#8221; jede Art von Selbstkasteiung ab:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt zwei Extreme, o Mönche, die derjenige, der die Welt aufgegeben hat, vermeiden sollte. Was sind diese beiden Extreme? Ein Leben, das dem Vergnügen gewidmet ist, dem Vergnügen und der Lust; das ist entwürdigend, sinnlich, vulgär, unwürdig und nutzlos. Und ein Leben, das den Kasteiungen gewidmet ist, das ist schmerzhaft, unwürdig und nutzlos&#8221; Vinayapitaka, Mahavagga</p></blockquote>
<p>Es gibt einige deutliche Hinweise darauf, dass die Shramanas schon zu Buddhas Zeiten neben Fasten und Atemtechniken auch das Verharren in Körperhaltungen geübt haben. Diese Haltungen sind aber als asketische Selbstkasteiungen zu verstehen, nicht als Asanas im Sinne des Yoga. Die Positionen werden teils viele Stunden gehalten, trotz extremer Schmerzen und resultierenden körperlichen Beeinträchtigungen. So erwähtre der Buddha z.B. das Aufhängen mit den Füßen an einem Baum, was dann im 18. Jhd. als &#8220;Tapkaranasana&#8221; (Asketenhaltung) bekannt wurde. Soweit meine Recherche es ergeben hat, findet man die älteste Erwähnung von nicht-sitzenden Körperhaltungen im zentralen Jain Text <strong>Sthanangasutra</strong> aus dem 4. Jahrhundert. Zu beachten ist hier, dass in der Jain-Tradition oftmals in nicht-sitzenden Körperhaltungen meditieret wird, also die Positionen als Meditationshaltungen zu verstehen sind. generell spielt die Religion der Jain eine große Rolle in der Geschichte der Asanas, später mehr dazu.</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;)Es gibt fünf weitere asketische Vorsätze: die stehende Haltung, die hockende Haltung, die Position einer Ikone, die Heldenhaltung und die sitzende Position. Es gibt fünf weitere asketische Vorsätze: die Stabhaltung, das Liegen in Form einer Keule, das Erzeugen von Wärme, das Unbedeckt bleiben und das Nichtkratzen.&#8221; Sthanangasutra 5.1.396</p></blockquote>
<h3>Sitzende Haltungen für die Meditation: Geschichte der Asanas</h3>
<p>In den vedischen Texten inklusive der frühen <strong>Upanishaden</strong> finden sich keine Hinweise auf Körperhaltungen zur Meditation, lediglich wird ein aufrechter Sitz für Rituale empfohlen. So ist die Geschichte der Asanas zunächst eine über Positionen für die Meditation. Es gibt eine schöne 2,5 tausend Jahre alte Beschreibung aus dem Pali Kanon, also vermutlich Worte des Buddhas:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt den Fall, dass ein Mönch &#8211; nachdem er sich in die Wildnis, in den Schatten eines Baumes oder in ein leeres Gebäude begeben hat &#8211; sich hinsetzt, die Beine über Kreuz verschränkt, seinen Körper aufrecht hält und die Achtsamkeit in die Vorderseite der Brust stellt. Stets achtsam, atmet er ein; achtsam atmet er aus.&#8221; Mahasatipatanasutta</p></blockquote>
<p>In der <strong><a class="wpil_keyword_link" title="Bhagavad Gita" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Bhagavad Gita</a></strong> aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. finden wir einen sehr deutlichen Vers für die Meditationshaltung:</p>
<blockquote><p>„Er halte seinen Körper unbewegt, Kopf und Nacken gerade und ruhig, den Blick auf die Nasenspitze gerichtet, ohne herumzusehen.“<a href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/verse-6-10-6-23-weg-der-mitte/" target="_blank"> Bhagavad Gita 6.13</a></p></blockquote>
<p>Im <a class="wpil_keyword_link" title="Yoga Sutra" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-sutra/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Yoga Sutra</a> des Patanjali aus dem 4. Jahrhundert (so die aktuelle Datierung der Indologen) findet sich der wohl bekannteste Vers über Asanas. Aus dem Kontext wird deutlich, dass es hierbei um die Meditationshaltung geht, obwohl die Anweisung auch für nicht-sitzende Haltungen hilfreich ist.</p>
<blockquote><p>„Die Körperhaltung sollte stabil und angenehm sein.“ oder „Der Sitz ist fest und leicht.“ Yoga Sutra 2.46</p></blockquote>
<p>Im wichtigsten Kommentar zum Yoga Sutra, dem Yogabhasya werden 12 (Sitz-) Haltungen konkret benannt. Als Autor wird meist Vyasa angegeben, aber man nimmt heute an, dass Patanjali selbst seine 196 Verse hier kommentiert hat.</p>
<blockquote><p>Sie lauten wie folgt: Padmasana, Virasana, Bhadrasana, Svastikasana, Dandasana, Sopasraya, Paryanka, Kraunchanisadana, Hastinisadana, Ustranisadana, und Samasamsthana. Wenn diese Haltungen bequem gehalten werden können, nennt man sie Asanas.” Yoga Bhashya 2.46</p></blockquote>
<p>Einige dieser Positionen sind Hilfsstellungen bei langen Meditationen, so z.B. gestreckte Beine bei aufrechtem Rücken (Dandasana, eine Variante von Paschimottanasana), nach oben Strecken eines Beines während man im Schneidersitz verweilt (Kraunchanisadana) und das Nutzen eines Seils, um die Beine aufgestellt zu entlasten (Sopasaya). Die erste Benennung von (sechs) einfachen sitzenden Asanas im tantrischen Kontext findet sich im Nishvasatattvasamhita der ca. 500 n.Chr. geschrieben wurde. Den nachfolgenden Vers finde ich schön:</p>
<blockquote><p>&#8220;Fokussiert und mit Selbstkontrolle sollte der Nutzer der Mantras eine dieser Haltungen einnehmen, in Denken und Handeln Shiva verehren, den Gurus der Tradition die Ehre erweisen und kontinuierlich die Identifikation auflösen. Er sollte die Gedanken im Kopf fixieren und die Augen nach oben drehen.&#8221; Nishvasatattvasamhita 16</p></blockquote>
<p>Im 7. Jahrhundert wird im Vaishnava-Text <strong>Ahirbudhnya Samhita </strong>die Haltung Kukkotasana beschrieben, die Hahn-Haltung. Hier werden die Arme im Lotossitz durch die Kniebeugen geschoben und man stellt sich dabei auf die Handflächen. Diese Haltung zählt aber trotz der Komplexität und benötigter Körperspannung zu den sitzenden Haltungen.</p>
<h3>Geschichte der Asanas: Nicht sitzende Körperhaltungen</h3>
<p>Aus den frühen Hatha Yoga Texten sind nur wenig Asanas überliefert, konkreter werden diese erst später benannt. Häufig liest und hört man, dass das Hatha Yoga und die Asanapraxis aus dem shivaitisch-tantrischen <a class="wpil_keyword_link" title="Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hinduismus</a> entsprungen sei. Jedoch wird immer deutlicher, dass die Wurzeln wesentlich diverser sind als man angenommen hatte. Die frühen Texte zu Asanas und Hathayoga entspringen verschiedenen Milieus, so sind Vaishnavas, Jainas und Vajrayana-Buddhisten hier sehr einflussreich. Offenbar haben sich diese Traditionen sehr eng ausgetauscht und befruchtet.</p>
<blockquote><p>&#8220;Dies war für mich eine der wichtigsten Offenbarungen während meines Studiums der Geschichte des Yoga: dass wir seine Ursprünge nicht einer einzigen Sekte oder Tradition zuschreiben können und dass seine Praktiken für jeden von Vorteil sind, unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit oder philosophischen Überzeugung.&#8221; Dr. James Mallinson</p></blockquote>
<p>Im ältesten der &#8220;Hatha Yoga Texte&#8221;, dem <strong>Amritasiddhi</strong> im 11. Jahrhundert, taucht zwar der Begriff Asana auf, aber auch wieder nur im Kontext der Sitzenden Haltung. Sehr spannend hier, dass der Text zugleich aus dem tantrisch-buddhistischen Umfeld stammt und zugleich eine Nähe zu den Nath-Yogis aufweist. Viele spätere Hathayoga Schriften haben aus diesem Werk abgeschrieben.</p>
<p>Als erste Auflistung und Beschreibung von konkreten Asanas, die nicht sitzend sind, gilt das <strong>Vimanarcanakalpa</strong> aus dem Vaishnava Umfeld, datiert auf das 11. Jahrhundert, mit der Beschreibung von Mayurasana:</p>
<blockquote><p>&#8220;Lege die Handflächen auf den Boden, platziere die Ellbogen auf beiden Seiten des Nabels, hebe den Kopf und die Füße und bleibe in der Luft wie ein Stab. Dies ist die Pfauenhaltung.&#8221; Vimanarcanakalpa</p></blockquote>
<p>In letzterem und folgendem Text werden als erstes nicht-sitzende Haltungen als &#8220;Asana&#8221; bezeichnet. Als erste ausführlichere Auflistung und Beschreibung von Asanas, gilt der Jain-Text <strong>Yogashastra</strong> des großen Gelehrten Hemachandra aus dem 12. Jahrhundert. Hier werden konkrete Asketen-Übungen transferiert für Laien. Unter anderem die &#8220;Schädel-Übung&#8221;, eine Form des Kopfstands.</p>
<blockquote><p>&#8220;Jene dieser Übungen, die geistige Festigkeit beim Üben hervorruft, sollte zur Meditation verwendet werden.&#8221; Yogashastra 134</p></blockquote>
<p>Die beiden Vaishnava-Texte aus dem 13. Jhd. enthalten wenige nicht-sitzende Asanas:</p>
<ul>
<li>Im <strong>Dattatreya Yogashastra</strong> wird Shavasana erläutert, die &#8220;Leichen-Stellung&#8221; allerdings ohne den Namen zu benennen. Hier geht es um die geheime Methodik des Auflösens, Laya Yoga. Hier werden auch erstmals die Gesamtzahl an bestehenden Asanas genannt: 8,4 Millionen.</li>
<li><strong>Vasishta Samhita</strong>, der neben dem Pfau auch den Hahn beschreibt.</li>
</ul>
<p>Erst im einflussreichsten und heute bekanntesten Werk aus dem 15. Jhd., dem <strong>Hathayoga Pradipika</strong> des Swatmarama, werden all die verschiedenen Ansätze des Hathayoga kompiliert und in einem klaren System vermittelt. Er reduziert die Zahl der Asanas auf von 84, ohne diese konkret zu benennen. 4 Körperhaltungen seien von besonderer Wichtigkeit, das sind aber allesamt Sitzhaltungen. Svatmarama nennt 8 nicht-sitzende Körperhaltungen, die er teils genau so beschreibt wie die Beschreibung aus dem oben zitierten Vimanarcanakalpa.  So bildet die Hathayoga Pradipika einen Rahmen, in den verschiedene Zitate anderer Texte eingebunden sind. Man hat inzwischen 8 Quellen identifizieren können, bei denen Svatmarama abgeschrieben hat. Zu den teils abgeschriebenen Asanas fügt er meist die positiven Wirkungen hinzu, so schreibt er nach der Kopie des Mayurasana-Verses mit interessantem Bezug zum Ayurveda:</p>
<blockquote><p>Diese Asana heilt <a class="wpil_keyword_link" title="Leiden" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/leiden-kleshas/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Leiden</a> des Magens, der Drüsen und der Milz und beseitigt alle Beschwerden, die durch zuviel Vata, Pitta oder Kapha verursacht sind. Sie verdaut mit Leichtigkeit unmäßig und durcheinander eingenommenes Essen und verwandelt sogar das schreckliche Gift Hala Hala zu Asche.&#8221; Hathayoga Pradipika, 1.32</p></blockquote>
<p>Das Gift Hala Hala drohte bei der <a href="https://vedanta-yoga.de/indische-mythologie/quirlen-des-milchozeans/" target="_blank">Geschichte vom Quirlen des Milchozeans die Welt zu vernichten</a>, wurde dann aber von Shiva neutralisiert.</p>
<blockquote><p>&#8220;8,4 Millionen Körperstellungen wurden einst von Shiva gelehrt. Aus deren Mitte wurden die 84 hervorragendsten Körperstellungen zusammengestellt. Von diesen sind in der Welt der Sterblichen 32 Körperstellungen von Nutzen&#8221; Goraksha Shataka, 6. Vers</p></blockquote>
<p>Die <strong>Gheranda Samhita</strong> aus dem 17. Jahrhundert berichtet auch von 8,4 Millionen Asanas, benennt dann aber nur 32 davon. Auch auf das 17. Jhd. ist das <strong>Hatha Ratnavali</strong> datiert, hier werden erstmals 84 Asanas konkret benannt und 36 davon genauer beschrieben.</p>
<p>Maßgeblich für die heutige Zeit ist das Werk des Brasilianers Sri Dharma Mittra, Jahrgang 1939. Er hat 1984 das berühmte &#8220;Master Yoga Chart&#8221; mit 908 Yogaübungen veröffentlicht, die er alle selbst vorgeführt hat. Er hat diese ausgewählt aus insgesamt 1300 fotografierten Asanas.</p>
<p><strong>Quellen:</strong> bei meinen Recherchen habe ich mich auf die Arbeit der modernen Indologie gestützt, deren Arbeiten man im Internet gut nachvollziehen kann. Die meisten der genannten Texte sind online verfügbar und werden unter anderem im englischen Wikipedia gut zusammengefasst. Einen sehr guten <a href="https://vedanta-yoga.de/indien/moderne-indologie-yogic-studies/" target="_blank">Überblick zur Geschichte des Yoga und insgesamt zu aktuellen indologischen Arbeiten habe ich bei Yogic Studies</a> bekommen. Aber konkret hat mir das<a href="https://amzn.to/3yhTGdU" target="_blank" rel="nofollow noopener"> Standardwerk &#8220;Roots of Yoga&#8221;</a> am meisten geholfen, Dr. James Mallinson gilt als Koryphäe in dem Bereich.</p>
<div id="attachment_18854" style="width: 714px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18854" class="wp-image-18854 size-full" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/s3_V0045000_V0045699-e1678112095487.jpg" alt="Geschichte der Asanas" width="704" height="437" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte der Asanas: Asketische Selbstkasteiung, Meditationshaltung und multireligiöse Einflüsse" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/s3_V0045000_V0045699-e1678112095487.jpg 704w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/s3_V0045000_V0045699-e1678112095487-300x186.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/s3_V0045000_V0045699-e1678112095487-585x363.jpg 585w" sizes="(max-width: 704px) 100vw, 704px" /><p id="caption-attachment-18854" class="wp-caption-text">Geschichte der Asanas</p></div>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content height="720" medium="video" url="https://www.youtube.com/embed/oz3napMhU0c" width="1280">
			<media:player url="https://www.youtube.com/embed/oz3napMhU0c"/>
			<media:title type="plain">Tantra's influence on Yoga (or why standing on your head is a good way to enlightenment)</media:title>
			<media:description type="html"><![CDATA[Dr. Jim Mallinson (SOAS), Ruth Westoby and Zeena Kalisperides walk  us through the history of Tantra&#039;s influence on yoga postures, and why it is some people ...]]></media:description>
			<media:thumbnail url="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/s3_V0045000_V0045699-e1678112095487.jpg"/>
			<media:rating scheme="urn:simple">nonadult</media:rating>
		</media:content>
	<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/meine-lieblingsverse/</link>
		
		
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2023 15:52:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bhagavad Gita - Quintessenz indischer Spiritualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=16536</guid>

					<description><![CDATA[Die Bhagavad Gita ist eines der wichtigsten spirituellen Bücher des Hinduismus und enthält viele Weisheiten und spirituelle Erkenntnisse. Es gibt uns Antworten auf viele Lebensfragen, die wir uns stellen können, und beschreibt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="Vortrag: Bhagavad Gita – Einführung in den wichtigen Quelltext des Yoga &amp; Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/podcast/vortrag-einfuehrung-in-die-bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener">Bhagavad Gita</a> ist eines der wichtigsten spirituellen Bücher des Hinduismus und enthält viele Weisheiten und spirituelle Erkenntnisse. Es gibt uns Antworten auf viele Lebensfragen, die wir uns stellen können, und beschreibt den Sinn dessen, was es bedeutet, ein menschliches Wesen zu sein. In diesem Text schaue ich mir meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita zu 7 verschiedenen Themen an und überlege mir, was sie uns über das Leben und darüber hinaus lehren können.</p>
<div id="attachment_8171" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8171" class="wp-image-8171" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412.jpg" alt="Arjuna und Krishna auf der Kutsche, Meine Lieblingsverse" width="300" height="400" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412.jpg 750w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412-225x300.jpg 225w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412-585x780.jpg 585w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8171" class="wp-caption-text">Bhagavad Gita</p></div>
<h3>Meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita</h3>
<p>Die nun folgenden Übersetzungen aus dem <a title="25 Sanskrit Begriffe, die wir im Alltag benutzen – über Indoeuropaeische Sprachen" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/sanskrit-indoeuropaeische-sprachen/" target="_blank" rel="noopener">Sanskrit</a> sind aus der Englischen übersetzung Swami Sivanandas von meinem verstorbenen Freund Sumitra ins Deutsche übertragen worden, ich habe sie noch etwas angepasst.</p>
<ul>
<li>2.42 „Blumige Worte finden die Unweisen, die an den rühmenden Worte der Veden gefallen finden, und sich sagen: Es gibt nichts anderes!“</li>
<li>9.18. „Ich bin das Ziel, der Erhalter, der Herrscher, der Beobachter, die Wohnstatt, die Zuflucht, der Freund, der Ursprung, die Auflösung, die Grundlage, die Schatzkammer und der unvergängliche Same.“</li>
<li>9.26. „Wer mir ein Blatt, eine Blume, eine Frucht oder ein wenig Wasser mit <a title="Narada Bhakti Sutra. 7.-14. – Wichtigkeit der Hingabe" href="https://vedanta-yoga.de/bhakti-yoga/wichtigkeit-der-hingabe/" target="_blank" rel="noopener">Hingabe</a> darbringt, dessen so hingebungsvoll und mit reinem Geist gegebenes Opfer nehme Ich an.“</li>
<li>3.19 „Daher tue ohne Verhaftung stets das, was getan werden muss; denn durch verhaftungsloses Handeln erreicht der Mensch das Höchste“</li>
<li>6.29. „Wenn sein Geist durch Yoga harmonisch geworden ist, sieht er das Selbst in allen Wesen wohnen und alle Wesen im Selbst. Er sieht überall dasselbe.“</li>
<li>13.29 „Derjenige sieht, der sieht, dass alle Handlungen allein von der Natur ausgeführt werden, und dass das Selbst handlungslos ist.“</li>
<li>2.46 „Für den Brahmanen mit Selbsterkenntnis sind alle Veden ebensoviel wert wie ein Wasserbehälter an einem überfluteten Ort.“</li>
</ul>
<p>Es gibt auch eine traditionelle Weise die <a class="wpil_keyword_link" title="Bhagavad Gita" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Bhagavad Gita</a> in 7 Verse zusammenzufassen, die „<strong>Sapta Sloki Gita“:</strong><br />
Es sind die Verse:</p>
<ul>
<li>VIII.13, XI.36, XIII.14, VIII.9, XV.1, XV.15 und XVIII.65</li>
</ul>
<p>Jedoch gefällt mir diese Aufstellung nicht wirklich, daherhabe ich nun selbst meine Lieblingsverse herausgesucht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-17618" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596.jpg" alt="Meine Lieblingsverse, Bhagavad Gita" width="800" height="235" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596-300x88.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596-768x226.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596-585x172.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h3>Meine Lieblingsverse mit kurzer Interpretation</h3>
<p>Die sieben Verse enthalten die Grundlegenden Konzepte der Bhagavad Gita, es geht in den Versen jeweils um:</p>
<ol>
<li>Statement gegen Dogmatismus</li>
<li>Was ist Gott?</li>
<li>Bhakti Yoga – Weg der Hingabe</li>
<li>Karma Yoga – Weg des Handelns</li>
<li><a title="Bhagavad Gita, Verse 2.11- 2.20 – Einführung in Jnana Yoga" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/jnana-yoga/" target="_blank" rel="noopener">Jnana Yoga</a> – Weg der Erkenntnis</li>
<li><a title="Q&amp;A Gunas und Kategorien der Nahrung – sattwige Ernährung" href="https://vedanta-yoga.de/yoga/qa-gunas-und-kategorien-der-nahrung-sattwige-ernaehrung/" target="_blank" rel="noopener">Gunas</a> – Wirkkräfte der Natur</li>
<li>Loslassen von Konzepten</li>
</ol>
<h4>1. Statement gegen Dogmatismus</h4>
<p><strong>2.42 „Blumige Worte finden die Unweisen, die an den rühmenden Worte der Veden gefallen finden, und sich sagen: Es gibt nichts anderes!“</strong></p>
<p>Krishna schimpft in der Bhagavad Gita des öfteren über Dogmatiker und Anhänger des Ritualismus der alten Veden. Genau wie die Bibel gilt es auch die alten indischen Texte nicht immer wörtlich zu nehmen, sondern zwischen den Zeilen zu lesen und zu abstrahieren. Swami <a class="wpil_keyword_link" title="Sivananda" href="https://vedanta-yoga.de/guru/swami-sivananda-saraswati-vortrag-uber-sein-leben/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Sivananda</a> sagt:</p>
<blockquote><p>„Auch Teufel können aus den Schriften Zitieren!“</p></blockquote>
<p>Die Bhagavad Gita vermittelt viele verschiedene Ansichten und Wege zum spirituellen Ziel, für den Suchenden ist es sehr wichtig verschiedene Wege miteinander zu vergleichen und keinem blind zu folgen. Noch wichtiger ist es, seinen eigenen Weg nicht für den einzig wahren zu halten, denn das grenzt ab und trennt. Ich stelle diesen Vers an die erste Stelle, weil ich genau dies für eines der großen Probleme der Menschheit halte. Krishna sagt hier, das eben die „unweisen“ mit rühmenden Worten von ihrer Wahrheit sprechen und alles andere ausschliessen. Dieses ein klares Statement gegen jeglichen Fundamentalismus.</p>
<h4>2. Was ist Gott?</h4>
<p><strong>9.18. „Ich bin das Ziel, der Erhalter, der Herrscher, der Beobachter, die Wohnstatt, die Zuflucht, der Freund, der Ursprung, die Auflösung, die Grundlage, die Schatzkammer und der unvergängliche Same.“</strong></p>
<p>Hier spricht <a title="Krishna/ Kṛṣṇa – liebender Gott mit Flöte und Kuh" href="https://vedanta-yoga.de/indische-goetter/krishna-govinda-gopala-vaasudeva/" target="_blank" rel="noopener">Gott in Form von Krishna</a> darüber, was &#8220;er&#8221; genau ist. Ähnlich wie im modernen Buch &#8220;Gespräche mit Gott&#8221;, spircht ja hier Krishna als verkörperung des Göttlichen zu uns. Es im Kontext des <a class="wpil_keyword_link" title="Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hinduismus</a> noch unzählige weitere Definitionen die Gott beschreiben, jedoch finde ich diese aus der Bhagavad Gita recht umfassend und klar. Diese 12 Punkte geben ein umfassendes &#8220;Bild&#8221; von Gott, wobei Gott natürlich jenseits aller Vorstellungen ist. Diese Worte sind wie Pfeile die auf etwas hindeuten, aber eben nicht die Wahrheit selbst. Um das Problem mit den Vorstellungen von Gott zu umgehen, gibt es im Christentum das Gebot „Du sollst dir kein Bild machen von Gott!“ Ich denke, dass „Gott“ keine Persönlichkeit ist, „es“ sich jedoch als solche offenbaren kann. Ich mag „Gott“ gerne als Variable „x“ benutzen, wo jeder sein eigenes Konzept einfügen kann.</p>
<h5>Hier die einzelnen Begriffe nochmals kurz erläutert:</h5>
<figure id="attachment_4603" class="wp-caption alignright" aria-describedby="caption-attachment-4603"><a href="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2227.jpg" data-rel="penci-gallery-image-content" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-4603 size-medium" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2227.jpg" alt="Arjuna und Krishna Bhagavad Gita, meine Lieblingsverse" width="300" height="225" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2227.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2227-300x225.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2227-768x576.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2227-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
<ul>
<li><strong>Ziel – </strong>Jeder Mensch möchte eins mit Gott sein oder es erkennen, ob man es weiß oder nicht.</li>
<li><strong> Erhalter – </strong>Gott ist die Kraft die das Universum erhält, dem können wir vertrauen. Krishna ist hier als Vishnu-Inkarnation der Aspekt des Erhalters innerhalb der Hinduistischen Trinität, den Trimurti.<strong><br />
</strong></li>
<li><strong> Herrscher/ Meister- </strong>Gott lenkt und kontrolliert alles, auch in uns in der Form des eigenen Selbst.</li>
<li><strong>Beobachter/ Zeuge- </strong>Gott ist reines Gewahrsein jenseits aller Manifestation.</li>
<li><strong>Wohnstatt/ Reich – </strong>Gott ist unser zuhause, das was wir wahrlich sind.</li>
<li><strong>Zuflucht – </strong>Gott ist unsere Zuflucht, das wo wir im inneren Trost finden.<strong><br />
</strong></li>
<li><strong>Freund – </strong>Gott ist unser liebster Freund, der immer für uns da ist.<strong><br />
</strong></li>
<li><strong>Ursprung/ Schöpfung – </strong>Gott ist die Kraft hinter dem Urknall, Schöpfer der Evolution.</li>
<li><strong>Auflösung/ Vernichtung – </strong>Gott ist nicht (nur) lieb, er ist auch für das vergehen zuständig.</li>
<li><strong>Grundlage allen Seins – </strong>Gott ist das Absolute, der Urgrund, das alldurchdringende.</li>
<li><strong>Schatzkammer/ Ruhestätte – </strong>Gott ist das allerinnerste und höchste in jedem Wesen.</li>
<li><strong>unvergänglicher Same – </strong>Gott hat unendliches Potential neues zu erschaffen.</li>
</ul>
<p>Wir finden in der Gita viele Verse die klar formulieren, dass Gott eine Wesenheit ist, nämlich Krishna. Zugleich gibt es aber auch Verse, die es als unpersönlich und gestaltlos beschreiben. Ich denke es ist wichtig den Begriff „Gott“ offen zu interpretieren und das Konzept nicht festzulegen, es hat wohl genug Kriege darüber gegeben!</p>
<h4>3. Bhakti Yoga – Weg der Hingabe</h4>
<p><strong>9.26. „Wer mir ein Blatt, eine Blume, eine Frucht oder ein wenig Wasser mit Hingabe darbringt, dessen so hingebungsvoll und mit reinem Geist gegebenes Opfer nehme Ich an.“</strong></p>
<p>Unabhängig davon was das Wort in jedem von uns für eine Bedeutung hat, also auch wenn wir <a title="Spiritualität für Atheisten – ein paar Gedanken dazu." href="https://vedanta-yoga.de/integrale-mystik/spiritualitaet-fuer-atheisten/" target="_blank" rel="noopener">atheistisch</a> heran gehen und z.B. sagen Gott ist eine Energieform, die  Intelligenz hinter der Evolution o.ä., ist es aus spiritueller Sicht wichtig eine persönliche Beziehung zu diesem Göttlichen aufzubauen. In der Bhagavad Gita ist immer wieder die Rede von „<a href="https://vedanta-yoga.de/satsang-talk-karma-yoga-archanam-und-prasadam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Opfern und Dienen&#8221;</a>. Beide Worte haben in unserer Kultur einen faden beigeschmack, daher schlage ich vor statt „Opfern“ das Wort „Schenken“ zu nehmen, und statt „Dienen“ das Wort „Helfen“ einzusetzen. Krishna sagt also er nimmt jedes Opfer an, wenn es mit Hingabe „geschenkt“ wird. Swami Sivananda sagt in seinem Kommentar zu diesem Vers:</p>
<blockquote><p>„Du brauchst ihm keinen goldenen Tempel zu bauen, baue einen goldenen Tempel in deinem Herzen!“</p></blockquote>
<p><a title="Bhagavad Gita Essenz – 7 Topverse über Gott und das Göttliche" href="https://vedanta-yoga.de/indische-mythologie/gott-und-das-goettliche/" target="_blank" rel="noopener">Gott oder das Göttliche</a> wird sich uns nach und nach offenbaren, wenn wir immer wieder mit ihm in Verbindung treten und bereit sind zu schenken, zu opfern, etwas darzubringen. Wenn, und das ist entscheidend, es mit tiefer Hingabe und aus ganzem Herzen und mit reinem Geiste geschieht. Das bedeutet wir Opfern Gott etwas (Blatt, Blume, Frucht und Wasser sind nur Symbole) ohne dafür etwas zu erwarten.</p>
<h4>4. Karma Yoga – Weg des Handelns</h4>
<p><strong>3.19 „Daher tue ohne Verhaftung stets das, was getan werden muss; denn durch verhaftungsloses Handeln erreicht der Mensch das Höchste“</strong></p>
<p>In diesem Vers steckt die Essenz des <a class="wpil_keyword_link" title="Karma Yoga" href="https://vedanta-yoga.de/karma-yoga/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Karma Yoga</a>, des Weges über die geistige Einstellung im alltäglichen Handeln. Das <a title="Bhagavad Gita Essenz – 7 Topverse zu Karma Yoga" href="https://vedanta-yoga.de/karma-yoga/bhagavad-gita-topverse-karma-yoga/" target="_blank" rel="noopener">Karma Yoga ist wohl eines der wichtigsten Themen der Bhagavad Gita</a>. Im letzten Vers wurde <a class="wpil_keyword_link" title="Bhakti Yoga" href="https://vedanta-yoga.de/bhakti-yoga/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Bhakti Yoga</a> erklärt, was letztlich bedeutet, all sein Handeln Gott zu schenken und ihm zu helfen sich auszudrücken. Im Karma Yoga geht es nun vor allem darum, alles was man von Gott bekommt, also quasi jede <a class="wpil_keyword_link" title="Erfahrung" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/erfahrung-oder-erkenntnis/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Erfahrung</a> die man macht, nicht als Frucht seines Handelns zu betrachten, sondern als Geschenk von Gott.</p>
<p>So kommen wir zu einer Win-Win Situation: Wir schenken alles Gott und bekommen dafür alles von Gott zurück. Dadurch lösen wir uns nach uns nach von den Identifikationen die wir mit unserem Körper und vor allem unseren Gedanken haben. Wir lösen uns von den Identifikationen kommen mehr und mehr zum wahren Selbst. Verhaftungslos handeln bedeutet stets zu tun was vor der Nase liegt, unser bestes zu geben zum Wohle aller Beteiligten und dann eben zu akzeptieren und dankend anzunehmen was wir bekommen. Ich denke <a class="wpil_keyword_link" title="Karma" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/karma-das-gesetz-von-ursache-und-wirkung/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Karma</a> Yoga ist für eine tiefgreifende spirituelle Transformation entscheidend, denn hierdurch wird das Ego transzendiert.</p>
<h4>5. Jnana Yoga – Weg der Erkenntnis</h4>
<p><strong>6.29. „Wenn sein Geist durch Yoga harmonisch geworden ist, sieht er das Selbst in allen Wesen wohnen und alle Wesen im Selbst. Er sieht überall dasselbe.“</strong></p>
<p>Nachdem in den letzten beiden Versen die Essenz von Bhakti- und Karma Yoga vermittelt wurde, wird hier das Ziel und der Weg des Jnana Yoga vermittelt. Wenn also durch die Praxis des Yoga im weitesten Sinne der Geist zur Harmonie gekomen ist, kann erkannt werden. Dann kann das Einehitsbewussstsein offenbart werden, welches Krishna hier so schön beschreibt. Aus der Sichtweise des Jnana Yoga ist alles eins, ist die Welt Nondual und überall das Selbe als höchste Wirklichkeit zu sehen ist das Ziel. Auch Srila Prabhupada übersetzt in diesem Sinne:</p>
<blockquote><p>„Ein wahrer Yogi sieht Mich in allen Wesen und alle Wesen in Mir. Wahrlich, die selbstverwirklichte Seele sieht Mich überall.“</p></blockquote>
<p>Also das höchste Ziel ist die Verwirklichung dieses Einheitsbewusstseins, also zu erkennen das der Wesenskern des Selbst mit allem verbunden ist und man niemald  getrennt war. So formulieren es die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jnana_Yoga" target="_blank" rel="nofollow noopener">Jnanayogis</a>, wohingegen ein Bhakta nicht das Ziel hat eins mit allem (Gott) zu werden, sondern Gott in allem zu sehen und diesem zu dienen. Ich denke es ist beides das Selbe, nur eben eine andere Formulierung. Dorthin kommen wir durch die Praxis des ganzheitlichen Yoga.</p>
<h4>6. Gunas – Wirkkräfte der Natur</h4>
<p><strong>8.29 „Derjenige sieht, der sieht, dass alle Handlungen allein von der Natur ausgeführt werden, und dass das Selbst handlungslos ist.“</strong></p>
<p>Dieses ist auch wieder eine sehr vedantische Sichtweise, die letztlich auch der Samkhya-Lehre kommt und auch Grundlage anderer Philosphien Indiens ist. Es wird gesagt das wahre Selbst ist z.B. <a title="Satsang Talk – Allheilmittel Stille" href="https://vedanta-yoga.de/achtsamkeit/allheilmittel-stille/" target="_blank" rel="noopener">Stille</a>, Frieden, Sein, Bewusstsein, Bewegungslos, Liebe, etc. und dadurch ist es auch alldurchdringend, unbeschreibbar, untätig und alles übersteigend. Das Selbst ist immer Subjekt und niemals Objekt, es ist das Gewahrsein an sich und ist nichts was man beobachten oder wahrnehmen kann. Also tut das Selbst nichts, sondern die <a title="Yoga Sutra, Verse 2.18-20 – Die Wirkkräfte und das wahre Selbst" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-sutra/analyse/wirkkraefte-das-wahre-selbst/" target="_blank" rel="noopener">Wirkkräfte</a> oder Eigenschaften der Natur sind es die Handeln. Es sind diese Gunas, die das ganze manifeste Universum durchdringen und lenken. Das Selbst ist handlungslos und lediglich sehend, so sagt es Krishna hier, und nur dann sehen wir tatsächlich, wenn wir selbst nicht mit dem Geschehen identifiziert sind.</p>
<h4>7. Loslassen von Konzepten</h4>
<p>Meinen Lieblingsverse kommen zum Abschluss mit meinem absoluten Favoriten.</p>
<p><strong>2.46 „Für den Weisen mit Selbsterkenntnis ist alles Wissen ebensoviel wert wie ein Wasserbehälter an einem überfluteten Ort.“</strong></p>
<p>Letztlich ist jede Praxis und jede Theorie im Sinne des Yoga nur Mittel zum Zweck. Jedes Konzept welches wir aus heiligen Texten oder von Meistern übernehmen sind wie eine Brücke um zum Ziel zu kommen, aber sie sind weder die Wahrheit noch die Wirklichkeit. Um zur höchsten Erkenntnis oder zur letzten Befreiung zu gelangen, müssen wir alle Vorstellungen, Konzepte, und Denkweisen loslassen, denn diese berschränken den Blick auf das Unbeschreibliche.Wenn wir die Selbsterkenntnis erlangt haben, wird alles andere wertlos, weil alles Eins ist.  Allerdings ist es gut auch dann gängige Konzepte und Terminologien zu benutzen, um damit nicht noch mehr Verwirrung zu schaffen. Meine Lieblingsverse kommen zu Ende, wieder mit einer Widmung an engstirnige Intellektuelle, die nicht zum Ziel kommen werden, wenn sie weiter an ihren starren Denkweisen festhalten.</p>
<h3>Noch mehr gute Verse&#8230;</h3>
<p>Insgesamt gibt es 700 Verse in der Gita, die mehrzahl davon enthalten tiefe philosophische Botschaften, es wat wirklich schwierig, meine Lieblingsverse herauszusuchen! Die folgenden Bhagavad Gita Verse kamen auch in die engere Auswahl und sind aus meiner bescheidenen Sicht auch sehr wichtig, ich werde sie an anderer Stelle nochmals Kommentieren:</p>
<ul>
<li>18.66. „Gib alle Vorstellungen von <a title="Dharma im Yoga und Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/dharma-im-yoga-und-hinduismus/" target="_blank" rel="noopener">Dharma</a> (Pflicht, Religion, Tugend, Gesetz) auf und suche Zuflucht nur bei Mir alleine: Ich werde dich von allen schlechten Taten befreien; sorge dich nicht“</li>
<li>3.19 „Daher tue ohne Verhaftung stets das, was getan werden muss; denn durch verhaftungsloses Handeln erreicht der Mensch das Höchste.“</li>
<li>7.24. „Die Törichten meinen, Ich, das Unmanifestierte, hätte Erscheinungsformen, da sie Mein höheres unveränderliches und überaus erhabenes Wesen nicht kennen.“</li>
<li>6.35. „Zweifellos, Oh mächtig bewaffneter Arjuna, der Geist ist schwer zu beherrschen und ruhelos. Aber durch Abhyasa und Vairagya kann er bezähmt werden.“</li>
<li>4.18. „Wer Akarma in Karma sieht und Karma in Akarma, ist weise unter den Menschen; er ist ein Yogi und führt alle Handlungen aus.“</li>
<li>12.05. „Schwieriger ist es für Menschen, deren Geist auf das Nichtmanifeste gerichtet ist; denn das Ziel, das Nichtmanifeste, ist für den Verkörperten sehr schwer zu erreichen.“</li>
</ul>
<p>Ich habe viele Versionen der Gita angeschaut und teils gelesen. Diese hier kann ich empfehlen. Allerdings ist sie auf hohem intellektuellem Niveau geschrieben, ich habe nicht alles verstanden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13562 size-full" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20190122_132559-scaled-e1607766878363.jpg" alt="Bhagavad Gita-Audio Kommentar-Indische-Philosophie-Gott" width="800" height="600" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Meine Lieblingsverse der Bhagavad Gita" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20190122_132559-scaled-e1607766878363.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20190122_132559-scaled-e1607766878363-300x225.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20190122_132559-scaled-e1607766878363-768x576.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20190122_132559-scaled-e1607766878363-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>KI-Guru: Wie ChatGPT ein universelles Gotteskonzept entwirft</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/integrale-mystik/ki-guru-chatgpt/</link>
		
		
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 18:07:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Integrale Mystik - Eine Wahrheit hinter allen Religionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=19092</guid>

					<description><![CDATA[KI-Guru: Kann der Computer die wesentlichen Fragen des Lebens beantworten? Kann das Programm dabei helfen, ein universelles Gotteskonzept zu entwerfen? Wenn du ein bisschen über Gott und die Tücken der KI nachdenken&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19094" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19094" class="wp-image-19094 size-medium" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download.png" alt="KI-Guru" width="300" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen KI-Guru: Wie ChatGPT ein universelles Gotteskonzept entwirft" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download.png 512w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download-300x300.png 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19094" class="wp-caption-text">KI generierte Bilder: Scary</p></div>
<ul>
<li>KI-Guru: Kann der Computer die wesentlichen Fragen des Lebens beantworten?</li>
<li>Kann das Programm dabei helfen, ein universelles Gotteskonzept zu entwerfen?</li>
</ul>
<p>Wenn du ein bisschen über Gott und die Tücken der KI nachdenken möchtest, ist der Artikel was für dich!</p>
<p>Die aktuellen Entwicklungen rund um ChatGPT und Künstliche Intelligenz amüsieren und erschrecken mich gleichermaßen. Einerseits ist es erstaunlich, was inzwischen alles möglich ist, insbesondere mit der Veröffentlichung von GPT4. Mit wenigen &#8220;Prompts&#8221;, also Eingaben ähnlich wie bei einer Suchmaschine öffnen sich neue Welten! Das Programm kann Bücher schreiben, Webseiten programmieren, neue Moleküle erfinden, Memes interpretieren und juristische Examen bestehen. ABER der GI-Guru beherrscht vor allem das sichere Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit! Ich bin inzwischen überzeugt:</p>
<h2>KI-Guru: Künstliche Intelligenz ist ein Tor zur Hölle!</h2>
<p>Warum? Zum einen, weil sie in viele noch ungeahnte Bereiche unseres Lebens vordrängt und den Menschen verdrängt. Aber auch, weil die KI halluziniert und sich was zu Recht spinnt! Die Antworten klingen erstmal größtenteils gut, aber bei genauem Hinsehen, stecken sie voller Fehler und Halbwahrheiten. Nun ist es ja leider so, dass wir uns gewissermaßen schon an falsche Informationen ohne Quellen und Fakenews-Kampagnen gewöhnt haben. Viele User glauben einfach, was sie im Internet lesen. Weil: Es steht ja im Internet! Die KI wird sehr schnell, sehr vieles verändern. Wir erleben gerade eine neue technische Revolution. Aber Obacht, Freunde! Seit auf der Hut vor den Tücken dieser Technik. Beispiel gefällig? Mein Freund <a href="https://vedanta-yoga.de/interviews/liga-der-pantheisten-torge-meyer/" target="_blank">Torge</a> hatte nach Quellen zu wissenschaftlichen Erkennntissen in den Veden gesucht und folgendes Zitat von ChatGPT bekommen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Zahl 1.728 ist das Produkt aus 6 mal 6 mal 6 mal 6. Diese Zahl wird als &#8216;Sarva&#8217; bezeichnet und ist die Grundlage für alle Berechnungen.&#8221; Atharvaveda 10.7.13</p></blockquote>
<p>Klingt toll, aber 6*6*6*6 ist = 1296</p>
<p>Der Vers findet sich <a href="https://www.sacred-texts.com/hin/av/av10007.htm" target="_blank" rel="nofollow noopener" class="broken_link">im entsprechenden Abschnitt des Atharvaveda</a> nicht. Allerdings wurde dafür auch noch die Version 3.0 von ChatGPT verwendet. Die Version 3.5 ist deutlich akkurater. Außerdem: Wie sieht es mit philosophischen und theologischen Fragen aus, bei denen es weniger um Fakten geht, sondern mehr um ein Abstrahieren von Informationen?</p>
<h3>Mache daher den KI-Guru zu Deinem Sklaven!</h3>
<div id="attachment_19097" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19097" class="wp-image-19097 size-medium" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/image_sN6a6cG1_1678483024800_raw.jpg" alt="Universelles Gotteskonzept" width="300" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen KI-Guru: Wie ChatGPT ein universelles Gotteskonzept entwirft" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/image_sN6a6cG1_1678483024800_raw.jpg 512w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/image_sN6a6cG1_1678483024800_raw-300x300.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/image_sN6a6cG1_1678483024800_raw-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19097" class="wp-caption-text">KI generiertes Bild</p></div>
<p>Trotz der offensichtlichen Probleme können und sollten wir die Technik nutzen, wo es Sinn ergibt. Wir müssen dabei nur dringend aufpassen, dass wir sie als ein Instrument verwenden und alle Informationen kritisch hinterfragen. Also es ist wie beim Ego: Es sollte nicht unser Meister sein, sondern unser Diener.</p>
<p>Mit meinem Freund und Helfer Chris habe ich überlegt, dass man eine KI auch programmieren könnte, um solcherlei Fragen konkreter zu beantworten. Also eine Art Sutra formulieren, welches die Grundlage für die Antworten bildet. Hier kann man z.B. moralische Grundlagen definieren oder Kernbegriffe klar ausformulieren, um dadurch z.B. eine Advaita-Sichtweise als Interpretationsgrundlage zu erstellen.</p>
<p>Hm&#8230; sicher kommt sowas demnächst auf uns zu!</p>
<blockquote><p>&#8220;Dahinter steht meine feste Überzeugung, dass wir soeben den öffentlichen Start einer Revolution miterleben, die mindestens so groß wird die Industrialisierung oder die flächendeckende Einführung der Elektrizität. Mein Störgefühl speist sich daraus, dass unglaublich wenige Menschen zu realisieren scheinen, wie radikal die Umwälzungen durch künstliche Intelligenz sein werden. Insbesondere auch solche, die es eigentlich wissen müssten.&#8221; Sasha Lobo</p></blockquote>
<p>Nun also zum eigentlichen Beitrag.</p>
<h3>KI-Guru: Wie ChatGPT ein universelles Gotteskonzept entwirft</h3>
<p>Zu Beginn wollte ich direkt mal eine ganz schwierige Frage an den KI-Guru stellen:</p>
<ul>
<li>&#8220;Lieber KI-Guru, bitte erstelle ein universelles Gotteskonzept, auf die sich sowohl Anhänger der abrahamitischen Religionen als auch der indischen Religionen einigen können.&#8221;</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Es ist schwierig, eine universelle Definition von Gott zu erstellen, auf die sich sowohl Anhänger der abrahamitischen Religionen als auch der indischen Religionen einigen können, da ihre Vorstellungen von Gott sehr unterschiedlich sind. Allerdings gibt es eine Möglichkeit, eine Definition von Gott zu formulieren, die auf gemeinsamen Grundlagen und Ideen der meisten Religionen beruht. Demnach könnte Gott als eine höhere Macht oder Kraft definiert werden, die das Universum und alles in ihm geschaffen hat und erhält. Gott wird oft als allwissend, allmächtig und allgegenwärtig betrachtet und als Quelle von Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit angesehen. Diese Definition könnte von vielen Anhängern verschiedener Religionen akzeptiert werden, da sie die grundlegenden Vorstellungen von einer höheren Macht oder einem höheren Wesen widerspiegelt, das die Welt und das Leben in ihr geschaffen hat und lenkt. Allerdings gibt es auch hierbei Unterschiede in den Vorstellungen und Überzeugungen der verschiedenen Religionen und Konfessionen.&#8221; (ChatGPT 3.5 Abfrage am 21.3.23)</p></blockquote>
<p>OK, das ist mehr ein schwammiges herumlabern als eine klare Definition. So war es eigentlich auch zu erwarten. Leider spricht der KI-Guru Gott hier nur von Gott als eine wesenhafte Gestalt, das ist mir zu dünn!</p>
<ul>
<li>&#8220;Lieber KI-Guru, kannst du dabei bitte noch mehr auf ein unpersönliches und gestaltloses Gottesbild eingehen?&#8221;</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Ja, es gibt auch Vorstellungen von Gott, die unpersönlich und gestaltlos sind. Ein Beispiel dafür ist das Konzept des &#8220;Nirguna <a class="wpil_keyword_link" title="Brahman" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/brahman-absolutes-bewusstsein/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Brahman</a>&#8221; in der hinduistischen Philosophie, das als die unmanifestierte, transzendente Realität betrachtet wird, die alles Sein durchdringt und von der alles abhängig ist. Diese Vorstellung von <a title="Bhagavad Gita, Verse 12.1-14 – ist Gott konkret oder abstrakt?" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/ist-gott-konkret-oder-abstrakt/" target="_blank" rel="noopener">Gott ist weder personal noch hat sie eine konkrete</a> Form oder Gestalt. Ein ähnliches Konzept gibt es auch im Buddhismus, wo das höchste Ziel die Erleuchtung und Befreiung von der Wiedergeburt und dem <a class="wpil_keyword_link" title="Leiden" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/leiden-kleshas/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Leiden</a> ist. Es gibt keinen personalen Gott im Buddhismus, sondern eher eine Vorstellung von einem universellen Bewusstsein, das in allen Wesen vorhanden ist und zur <a title="Satsang Talk: Erleuchtung ist Gnade, Anstrengung vergebens." href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/erleuchtung-ist-gnade/" target="_blank" rel="noopener">Erleuchtung</a> führen kann. Im Christentum gibt es auch theologische Diskussionen über das Wesen Gottes, die zu unterschiedlichen Auffassungen von einem gestaltlosen und unpersönlichen Gott geführt haben. <strong>Einige christliche Mystiker, wie Meister Eckhart, haben Gott als das &#8220;Nichts&#8221; beschrieben</strong>, das alles Sein umfasst und transzendiert. Insgesamt lässt sich sagen, dass Vorstellungen von einem gestaltlosen und unpersönlichen Gott in vielen Religionen und philosophischen Traditionen vorhanden sind. Diese Vorstellungen betonen oft die transzendente und unmanifestierte Natur von Gott und stellen damit eine Alternative zu einer personalen und anthropomorphen Vorstellung von Gott dar.&#8221; (ChatGPT 3.5 Abfrage am 21.3.23)</p></blockquote>
<p>Gut, das gefällt mir schon besser! Mystiker können sich wohl generell eher auf ein gestaltloses, universelles Gotteskonzept einigen. Aber mit einem &#8220;kleinsten gemeinsamen Nenner&#8221; würde ich gerne alle (oder noch mehr)  ins Boot holen. Dazu dann weiter unten mehr.</p>
<h4>KI-Guru bringt interessante Quellen in die Diskussion!</h4>
<p>Der<strong> Fett markierte Teil</strong> der Antwort hat mich stutzig gemacht, zumal ich auf Anhieb dazu quasi nichts im Internet gefunden habe. Daher habe ich nochmal nachgefragt:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>&#8220;Lieber KI-Guru, du sagtest &#8220;<strong>Einige christliche Mystiker, wie Meister Eckhart, haben Gott als das &#8220;Nichts</strong>&#8221; <strong>beschrieben</strong>&#8221; bitte nenne mir Quellen dazu!&#8221;</li>
</ul>
</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Tatsächlich hat Meister Eckhart die Vorstellung von Gott als &#8220;Nichts&#8221; in mehreren seiner Schriften und Predigten beschrieben. Hier sind einige Zitate von ihm:</p>
<ul>
<li>&#8220;Gott ist ein reines Nichts, von dem alle Wesen stammen. Wir kommen aus dem Nichts und kehren ins Nichts zurück.&#8221; (aus: Predigt 52)</li>
<li>&#8220;Das Wesen Gottes ist ein Nichts, ein Nichts, das alles andere ist als nichts.&#8221; (aus: Die deutschen und lateinischen Werke, Bd. 1, S. 48)</li>
<li>&#8220;Gott ist nichts als das göttliche Wesen selbst, und das göttliche Wesen ist nichts als Gott selbst.&#8221; (aus: Die deutschen und lateinischen Werke, Bd. 1, S. 196)</li>
</ul>
<p>Diese und ähnliche Aussagen von Meister Eckhart können in seinen Werken gesammelt und nachgelesen werden, zum Beispiel in:</p>
<ul>
<li>Die deutschen und lateinischen Werke, herausgegeben von Franz Pfeiffer (1857-1862)</li>
<li>Meister Eckhart: Deutsche Predigten und Traktate, herausgegeben von Josef Quint (1979)</li>
<li>Meister Eckhart: Ausgewählte Schriften, herausgegeben von Kurt Ruh (2006)</li>
</ul>
<p>Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Meister Eckharts Vorstellung von Gott als &#8220;Nichts&#8221; oft missverstanden wurde und auch heute noch kontrovers diskutiert wird.&#8221;</p></blockquote>
<p>WOW! Wie gesagt, habe ich zu der Aussage &#8220;Gott ist nichts&#8221; kaum etwas im Internet gefunden. Aber der KI-Guru ist offenbar mit mehr Quellen ausgerüstet! Er kennt Bücher, die kaum im Internet verarbeitet sind. Nachprüfen konnte ich, dass die genannten Texte tatsächlich existieren, aber die Zitate habe ich so nicht im Netz gefunden.</p>
<p>Nun aber nochmal zur Ausgangsfrage:</p>
<ul>
<li>&#8220;Lieber KI-Guru, wie kann nun beides, also das zuerst genannte Persönlichkeits-Konzept und das zweite unpersönliche Konzept zusammen eine Definition ergeben, die für alle akzeptabel ist?&#8221;</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Es ist schwierig, eine Definition von Gott zu formulieren, die für alle akzeptabel ist, da die Vorstellungen und Überzeugungen von Gott in verschiedenen Religionen und Weltanschauungen sehr unterschiedlich sind. Es gibt jedoch einen Ansatz, der versucht, das persönliche und das unpersönliche Konzept von Gott zu integrieren. Dieser Ansatz sieht Gott als eine höhere Macht oder Kraft, die sowohl personal als auch unpersönlich sein kann, je nach dem Kontext und der individuellen Vorstellung. In diesem Sinne könnte Gott als eine höhere Wirklichkeit oder ein höheres Bewusstsein definiert werden, das die Grundlage für das Universum und alles in ihm bildet und zugleich eine Quelle von Liebe, Weisheit und Barmherzigkeit ist. Diese höhere Wirklichkeit kann sowohl als personales Wesen mit eigener Identität und Bewusstsein, als auch als unpersönliches Bewusstsein ohne konkrete Gestalt oder Identität betrachtet werden. Ein Beispiel dafür ist die Vorstellung von Brahman im <a class="wpil_keyword_link" title="Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hinduismus</a>, die sowohl als unpersönliche, transzendente Realität als auch als persönlicher Gott in verschiedenen Formen, wie Vishnu oder Shiva, verehrt wird. Ähnliche Vorstellungen gibt es auch im Christentum, wo Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist verehrt wird, aber auch als unendliche, transzendente Wirklichkeit betrachtet wird. Insgesamt lässt sich sagen, dass es möglicherweise einen gemeinsamen Nenner gibt, auf dem verschiedene Vorstellungen von Gott aufbauen können. Eine Definition von Gott als höhere Wirklichkeit oder höheres Bewusstsein, das sowohl personal als auch unpersönlich sein kann, könnte ein solcher gemeinsamer Nenner sein, der von vielen Anhängern verschiedener Religionen und Weltanschauungen akzeptiert werden kann.&#8221; (ChatGPT 3.5 Abfrage am 21.3.23)</p></blockquote>
<p>Das kommt den Beschreibungen aus der Yogalehre und meinen persönlichen Überlegungen sehr nah.</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>&#8220;Lieber KI-Guru, welche Argumente aus den Weltreligionen sprechen gegen ein solches Gotteskonzept?&#8221;</li>
</ul>
</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt in den verschiedenen Weltreligionen unterschiedliche Argumente, die gegen ein Gotteskonzept als höhere Wirklichkeit oder höheres Bewusstsein sprechen. Ein Argument, das insbesondere von Anhängern der abrahamitischen Religionen wie Judentum, Christentum und Islam vorgebracht wird, ist, dass Gott eine persönliche, konkrete und unabhängige Existenz hat, die von der Schöpfung und allen anderen Dingen getrennt ist. Diese Vorstellung von Gott als einem personalen Wesen, das über eine eigene Identität und einen eigenen Willen verfügt, steht im Widerspruch zu einem unpersönlichen Gotteskonzept, das keine konkrete Gestalt oder Identität hat. Ein weiteres Argument, das von einigen Anhängern der östlichen Religionen wie Hinduismus und Buddhismus vorgebracht wird, ist, dass die Vorstellung von einem höheren Bewusstsein oder einer höheren Wirklichkeit die Dualität zwischen dem individuellen Selbst und der Welt aufhebt. Die Vorstellung von einem persönlichen Gott, der außerhalb des Universums existiert und die Welt erschaffen hat, unterstützt hingegen die Idee einer Dualität zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in den verschiedenen Weltreligionen Argumente gibt, die gegen ein Gotteskonzept als höhere Wirklichkeit oder höheres Bewusstsein sprechen. Diese Argumente betonen die Bedeutung einer personalen und konkreten Vorstellung von Gott oder die Wichtigkeit einer Dualität zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung.&#8221; (ChatGPT 3.5 Abfrage am 21.3.23)</p></blockquote>
<p>OK, der KI-Guru wird richtig theologisch.</p>
<ul>
<li>&#8220;Lieber KI-Guru, kann es ein universelles Gotteskonzept geben, auf das sich alle einigen?&#8221;</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Es ist schwierig zu sagen, ob es ein universelles Gotteskonzept gibt, auf das sich alle Menschen einigen können, da die Vorstellungen und Überzeugungen von Gott sehr stark von kulturellen, religiösen und individuellen Einflüssen geprägt sind. Menschen haben im Laufe der Geschichte unterschiedliche Vorstellungen von Gott entwickelt, die sich in vielen Fällen stark unterscheiden und oft auf spezifische religiöse oder kulturelle Traditionen zurückgehen. Jedoch gibt es einige Philosophen und Theologen, die versucht haben, ein universales Gotteskonzept zu formulieren, das auf gemeinsamen menschlichen Erfahrungen und Einsichten basiert. Zum Beispiel argumentieren manche, dass Gott als die höchste Realität oder als die ultimative Quelle von Liebe, Weisheit und Güte verstanden werden kann. Andere argumentieren, dass Gott als dasjenige, was letztlich Sinn und Bedeutung in der Welt ausmacht, betrachtet werden kann. Obwohl es also möglicherweise kein universales Gotteskonzept gibt, auf das sich alle Menschen einigen können, gibt es dennoch Überlegungen und Argumente, die dazu beitragen können, ein gemeinsames Verständnis von Gott zu entwickeln, das auf den gemeinsamen menschlichen Erfahrungen und Einsichten basiert.&#8221; (ChatGPT 3.5 Abfrage am 21.3.23)</p></blockquote>
<p>Fazit: Insgesamt muss ich (leider) sagen, dass der KI-Guru hier sehr interessante und fundierte Gedanken liefert! Ich bleibe gespannt auf die weiteren Entwicklungen des KI-Guru.<br />
<iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ss&amp;ref=as_ss_li_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=wwwmachshelld-21&amp;language=de_DE&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=3864708788&amp;asins=3864708788&amp;linkId=050d26ab3c51478debd1a6fd0ac13a52&amp;show_border=true&amp;link_opens_in_new_window=true" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" sandbox="allow-popups allow-scripts allow-modals allow-forms allow-same-origin"></iframe></p>
<div id="attachment_19101" style="width: 522px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19101" class="size-full wp-image-19101" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download-1.png" alt="KI-Guru, Chat GPT" width="512" height="512" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen KI-Guru: Wie ChatGPT ein universelles Gotteskonzept entwirft" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download-1.png 512w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download-1-300x300.png 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Download-1-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><p id="caption-attachment-19101" class="wp-caption-text">KI-Guru macht komische Bilder</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Hatha Yoga Texte im indischen Mittelalter: Buddhismus, Sex, Entsagung &amp; der Nath Kult</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/hatha-yoga-texte-nath/</link>
		
		
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2023 06:05:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga Geschichte - Ursprünge und Entwicklung des Yoga]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=18819</guid>

					<description><![CDATA[Die klassischen Hatha Yoga Texte entstanden innerhalb einer asketischen Yoga-Bewegung im indischen Mittelalter und sie bilden heute die ältesten Quellen des Hatha Yoga. Damals hat sich der Kult der Nath-Yogis gebildet, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18829" style="width: 213px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18829" class="wp-image-18829 size-medium" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217.jpg" alt="Naga Baba, Asket, Tapas" width="203" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Hatha Yoga Texte im indischen Mittelalter: Buddhismus, Sex, Entsagung &amp; der Nath Kult" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217.jpg 350w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217-203x300.jpg 203w" sizes="(max-width: 203px) 100vw, 203px" /><p id="caption-attachment-18829" class="wp-caption-text">Naga Baba in Haridwar</p></div>
<p>Die klassischen Hatha Yoga Texte entstanden innerhalb einer asketischen Yoga-Bewegung im indischen Mittelalter und sie bilden heute die ältesten Quellen des Hatha Yoga. Damals hat sich der Kult der Nath-Yogis gebildet, die mit unterschiedlichen Einflüssen den Fokus ihrer spirituellen Praxis auf den Körper legten und ihre Methoden teilweise schriftlich fixierten. Sie begründeten damit das Hatha Yoga als eigenständigen Weg innerhalb des Yoga. Unter den verschiedenen Yoga-Wegen ist dieser der jüngste, obwohl die Wurzeln bis in die vedische Zeit zurückgehen.</p>
<p>Bei meinen aktuellen Beiträgen zur Geschichte des Yoga orientiere ich mich an den neuen Studienergebnissen der <a href="https://vedanta-yoga.de/indien/moderne-indologie-yogic-studies/" target="_blank">&#8220;Scholar Practitioners&#8221;. Es gibt innerhalb der modernen Indologie</a> eine wachsende Gruppe von Gelehrten, die selbst auch Yoga üben und ihre Wissenschaft aus einem (mehr oder weniger) spirituellen Blick interpretieren. Da gibt es z.B. den <a href="https://www.yogicstudies.com/courses?ref=https%3A%2F%2Fwww.yogicstudies.com%2Fa%2F11388%2FD32XZLAE" rel="dofollow noopener" target="_blank">Podcast und Online-Kurse &#8220;Yogic Studies&#8221; vom Harvard Indologen Seth Powell</a>. Außerdem das großartige EU-geförderte Forschungsprojekt der Lononer SOAS-Universität &#8220;Hatha Yoga Project&#8221; rund um den Indologen Dr. James Mallinson, der auch mit Mark Singleton das Standardwerk &#8220;<a href="https://amzn.to/41PgQ95" target="_blank" rel="nofollow noopener">Roots of Yoga</a>&#8221; schrieb. Mallinson studierte in Eton und Oxford und ist gleichzeitig initiiert in eine Vaishnava Samradaya und dort inzwischen Mahant (eine Art Abt).</p>
<blockquote><p>&#8220;Haṭhayoga kann, wie andere Yoga-Methoden auch, von allen praktiziert werden, unabhängig von Geschlecht, Kaste, Klasse oder Glaube. In vielen Texten heißt es ausdrücklich, dass allein die Praxis zum Erfolg führt. Sektiererische Zugehörigkeit und philosophische Neigung sind nicht von Bedeutung. Die Texte des Haṭha-Yoga enthalten, von einigen Ausnahmen abgesehen, keine Lehren über Metaphysik oder sektenspezifische Praktiken.&#8221; Dr. James Mallinson</p></blockquote>
<h2>Die ersten Hatha Yoga Texte waren Buddhistisch</h2>
<div id="attachment_18882" style="width: 259px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18882" class="size-medium wp-image-18882" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Yogasopana_cover.jpg" alt="https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/hatha-yoga-texte-nath/ Yoga Geschichte - Ursprünge und Entwicklung des Yoga" width="249" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Hatha Yoga Texte im indischen Mittelalter: Buddhismus, Sex, Entsagung &amp; der Nath Kult" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Yogasopana_cover.jpg 285w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Yogasopana_cover-249x300.jpg 249w" sizes="(max-width: 249px) 100vw, 249px" /><p id="caption-attachment-18882" class="wp-caption-text">Yogasopana, 1905</p></div>
<p>Als älteste Quelle für den Terminus &#8220;Hatha Yoga&#8221; (Yogaweg der Anstrengung, Gewalt, Kraft, Bemühen) gilt der vajrayana-buddhistische Text <strong>Bodhisattvabhūmi</strong> aus dem 3. Jahrhundert. In diesem Text geht es darum, was für Qualitäten man entwickeln muss, um ein Bodhisattwa zu werden, unter anderem sexuelle Enthaltsamkeit. Es wird gesagt, man kann es nicht erzwingen, im <a title="25 Sanskrit Begriffe, die wir im Alltag benutzen – über Indoeuropaeische Sprachen" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/sanskrit-indoeuropaeische-sprachen/" target="_blank" rel="noopener">Sanskrit</a> steht dort: &#8220;<i>na</i><i> haṭhayogena&#8221;</i>, also wörtlich &#8220;nicht durch Gewalt&#8221;. Interessant finde ich hier, dass der Begriff Hathayoga zuerst auftaucht bei einer Erläuterung, dass man sexuelle Enthaltsamkeit nicht erzwingen sollte. Ich glaube, der Versuch macht Leute verrückt.</p>
<p>Ab dem 8. Jahrhundert tauchten dann noch weitere Vajrayana Texte auf, in denen der Terminus als Synonym für die Anwendung von Gewalt an sich selbst im Kontext der spirituellen Praxis steht. Mehrfach ist in betreffenden Texten auch die Rede davon, dass es um die Kontrolle der Ejakulation geht, meist mit dem Hinweis, dass man diese Methoden bei einem Guru lernen solle.</p>
<p>Aber wie ist daraus das System des Hatha Yoga entstanden?</p>
<h3>Erste systematische Hatha Yoga Texte: es geht um Sex!</h3>
<p>Die erste schriftliche Definition von Hathayoga findet sich in einem Kommentar von Pundarika zum<strong> Kalachakratantra</strong> aus dem Jahr 1030 und beschreibt die Methode des Zurückhaltens und Sublimierung der Ejakulation.</p>
<blockquote><p>&#8220;Jetzt wird Hathayoga gelehrt. In diesem System, wenn der unsterbliche Moment nicht nicht entsteht, weil der Atem unbeherrscht ist, [auch] wenn das Bild mit Hilfe des Rückzugs der Sinne und der anderen [Hilfsmittel des Yoga], dann, nachdem er kraftvoll (hathena) den Atem im zentralen Kanal durch die Praxis von nāda zum Fließen gebracht hat, was gleich erklärt werden wird, sollte [der Yogi] den unsterblichen Moment erlangen durch Nicht-Vibration, indem er die Tropfen des Bodhicitta [d.h. Samen] im Vajra [d.h. Penis] zurückhält, wenn er sich im Lotus der Weisheit [d.h. Vagina] befindet. Dies ist Hathayoga.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier finden wir bereits den Kern des Hathayoga: Es geht letztlich immer darum, die Energie zum Wurzelchakra und dann aufwärts in die Sushumna (den zentralen Energiekanal) zu leiten. Auch späteren klassisch shivaitische Hatha Yoga Texte beschreiben immer wieder Methoden, die mit Sex zu tun haben. Prominent hier z.B. das Vajroli Mudra, bei dem es darum geht Flüssigkeit mit dem Penis aufzusaugen(!). Die entsprechenden Stellen sind in vielen Versionen gekürzt, so z.B. auch in den Kommentaren von Swami Vishnu-Devananda (3. Kapitel, Verse 84-103).</p>
<p>Der erste der Hatha Yoga Texte, der ein klares und substanzielles System beschreibt (ohne es beim Namen zu nennen), ist dann wenig später das &#8220;<strong>Amritasiddhi</strong>&#8220;, auch aus dem 11. Jahrhundert. Aufgrund seines Vajrayana bzw. Tantrisch-Buddhistischen Hintergrundes findet dieser offenbar nur selten Erwähnung in der hinduistisch geprägten <a title="Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln – Buddhismus, Asketen &amp; Veden" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/geschichte-des-hatha-yoga-wurzeln/" target="_blank" rel="noopener">Geschichte des Hatha Yoga</a>. Die Fachleute streiten sich allerdings darüber, ob Amritasiddhi nun aus einem shivaistisch-tantrischen oder aus einem buddhistisch-tantrischen Milieu heraus geschrieben wurde. Plausibel erscheint mir hier, dass für die frühen Nath Yoga Anhänger der Unterschied keine große Rolle spielte.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Lehren, die als Amritasiddhi oder die &#8220;Erlangung der Unsterblichkeit&#8221; bekannt sind, sind ein Beispiel dafür. Sie wurden zeitweise von Buddhisten und zeitweise von Nāthas, den führenden Vertretern des hatha oder &#8220;kraftvollen&#8221; Yoga, in Anspruch genommen und zeugen von einer langen Periode des vielfältigen und multitraditionellen transhimalaya Kulturaustauschs.&#8221; Kurtis A. Schaeffer</p></blockquote>
<p>Neben expliziten Körper- und Atemübungen wie Mahabandha und Mahamudra werden auch Hintergründe zur feinstofflichen Anatomie vermittelt. So wird hier das Modell von Mondenergie im Kopf und Sonnenenergie im Bauchraum beschrieben, die sich gegenseitig schwächen und zum Alterungsprozess führen. Durch die dann beschriebene Methodik des Hathayoga, bei der es auch um das Kontrollieren der sexuellen Kraft geht, lässt sich der Prozess verlangsamen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Nektar der Unsterblichkeit im Mond fließt nach unten; als Folge davon sterben die Menschen.&#8221; Amritasiddhi 4.11</p></blockquote>
<h4>Hatha Yoga Texte und die ersten nicht sitzenden Asanas</h4>
<p>Das Wort Asana bedeutet schlicht &#8220;Sitz&#8221; oder &#8220;Sitzend&#8221;, erst durch die Hatha Yoga Bewegung im indischen Mittelalter wurde die Bedeutung erweitert auf Körperhaltungen generell. Im <strong>Ahirbudhnya Samhita</strong> aus dem 7. Jahrhundert wird Kukkotasana beschrieben, die Hahn-Haltung. Hier werden die Arme im Lotossitz durch die Kniebeugen geschoben und man stellt sich dabei auf die Handflächen, diese Haltung zählt aber zu den sitzenden Haltung. Als erste Auflistung und Beschreibung von konkreten Asanas, die nicht sitzend sind, gilt das <strong>Vimanarcanakalpa</strong> aus dem 10. Jahrhundert mit der Beschreibung des Pfaus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Lege die Handflächen auf den Boden, platziere die Ellbogen auf beiden Seiten des Nabels, hebe den Kopf und die Füße und bleibe in der Luft wie ein Stab. Dies ist die Pfauenhaltung.&#8221; Vimanarcanakalpa</p></blockquote>
<p>Mehr nicht-sitzende Asanas gibt es dann erst schriftlich fixiert im späten 11. oder frühen 12. Jahrhundert.</p>
<h3>Erste substanzielle Hatha Yoga Texte: Shaiva und Vaishnava</h3>
<p>Als erster der Hatha Yoga Texte im hinduistischen Kontext gilt das <strong>Amaraugha Prabodha </strong>aus dem 12. Jahrhundert, der dem Nath-Meister Gorakhnath zugeschrieben wird. Wahrscheinlich ist, dass dieser Text aus dem Shiva-Siddhanta Milieu stammt und später aufgrund seines Autors dem Nath-Kult zugeordnet wurde. Hier ist einiges aus dem Vajrayana Text Amritasiddhi umformuliert worden, insbesondere wurden buddhistische Terminologien durch Shivaitische ersetzt. Die wesentlichen Praktiken sind aber hier aus dem Vajrayana in die Nath-Tradition transferiert worden. Der Text gilt auch als erster der Hatha Yoga Texte, bei denen Elemente aus Patanjalis <a class="wpil_keyword_link" title="Yoga Sutra" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-sutra/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Yoga Sutra</a> übernommen wurden, außerdem wird hier das Aufsteigen der Kundalini eingeführt und es ist der erste nicht-buddhistische Text, der den Begriff Hathayoga aufnimmt.</p>
<p>Das <strong>Dattatreyayogashastra</strong> aus dem frühen 13. Jahrhundert ist der erste der Hatha Yoga Texte bei dem unter dem Namen Hatha Yoga ein konkretes System von Techniken vermittelt wird. Konkret werden hier die Methoden Mahāmudrā, Mahābandha, Khecarīmudrā, Jālandharabandha, Uḍḍiyāṇabandha, Mūlabandha, Viparītakaraṇī, Vajrolī, Amarolī, und Sahajolī eingeführt und in einen größeren Kontext von Methoden eingebettet. Da Dattatreya als Inkarnation der Trimurti (Brahma, <a title="Vishnu &amp; Narayana – Erhalter &amp; höchster Aspekt Gottes im Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/indische-goetter/narayan-vishnu-hari/" target="_blank" rel="noopener">Vishnu</a> und Shiva) vorwiegend von Vaishnavas verehrt wurde, gilt dieser Text als Vaishnava-Text.</p>
<h4>Frühe Hatha Yoga Texte der Nath Yogis</h4>
<p>Die Wurzeln des Kult der Nath Yogis und deren Hatha Yoga Texte lassen sich teilweise ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen, wobei der Begründer Matsyendranath womöglich bereits im frühen 10. Jahrhundert lebte. Mythologisch ist der Nath Kult und die Methoden von Adinath, dem &#8220;ursprünglichen Lehrer&#8221; =Shiva, direkt an Matsyendranath gegeben worden, der dann seinen wichtigsten Schüler Goraknath (Goraksha, Gorakshanath; er ist unter vielen Namen bekannt) unterwies. Die Einflüsse der frühen Nathyogis waren sehr vielfältig:</p>
<ul>
<li><strong>Siddhantha:</strong> Tamilische Tradition des Shivaismus</li>
<li><strong>Vajrayana:</strong> Tantrisch geprägter (tibetischer) Buddhismus</li>
<li><strong>Kashmirischer Shivaismus:</strong> Monistische Tantriker</li>
<li><strong>Yoga:</strong> Hier ist die Sichtweise von Patanjalis Yoga Shastra gemeint</li>
</ul>
<p>Die Nath Yogis fungierten mit ihrem breiten Netzwerk auch als paramilitärische Söldner, die Handelswege bewachten und viele tempel unter ihre Kontrolle brachten.</p>
<p>Die Datierung der Hatha Yoga Texte ist sehr schwierig, vor allem da die wahrscheinlichen Lebensdaten der zentralen Autoren nicht so richtig zu den angenommenen Daten der Texte passt. Jedenfalls nahm die Nath Yoga Bewegung und die Erstellung der Hatha Yoga Texte dann ab dem 13. Jahrhundert richtig Fahrt auf.</p>
<p>Hier sind die bedeutsamsten frühen Hatha Yoga Texte aus dem Nath Milieu:</p>
<ul>
<li><strong>Goraksha Shataka</strong>, 13. Jhd.: Beschreibt als erstes konkrete Techniken zur Erweckung der Kundalini sowie elaborierte Pranayama Methoden, richtet sich an Sannyasins (Entsagte).</li>
<li><strong>Vivekamartananda</strong>, 13. Jhd.: Die &#8220;Sonne der Unterscheidung&#8221; war offenbar seinerzeit sehr einflussreich und es werden hier asketische und tantrische Methoden kombiniert.</li>
<li><strong>Khecharividya</strong>, 14. Jhd.: Hier werden vorwiegend Mudras gelehrt und (wie der Name schon sagt) die geheime Methode des Khecharimudra, bei der das Zungenbändchen angeschnitten wird.</li>
<li><strong>Yogabija</strong>, 14. Jhd.: Gilt als der erste Text, der dem Hathayoga einen philosophischen Überbau gegeben hat, hier wird auch das Konzept von Ha (Sonne) und Tha (Mond) eingeführt.</li>
</ul>
<h3>Klassiche Hatha Yoga Texte</h3>
<p>Swatmarama war ein Schüler des Gorakhnath und Autor des bekanntesten Werkes des Hathayoga aus dem frühen 15. jahrhundert: <strong>Hatha Yoga Pradipika</strong> oder Hathapradipika. Ähnlich wie das Yogasutra und die <a class="wpil_keyword_link" title="Bhagavad Gita" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Bhagavad Gita</a> fasst der Autor die ihm bekannten Übungen und Methoden zusammen und schreibt teilweise ab. Insgesamt kennt man heut acht Texte, aus denen sich Swatmarama offensichtlich bedient hat, um sie in seinen Rahmentext einzubauen, so z.B. aus den frühen Werken Dattatreyayogashastra und Amaraugha Prabodha. Er bringt als Erstes neben den Mudras auch nicht-sitzende Asanas und Kumbhakas in das System der Übungen des Hathayoga ein. Zur <a href="https://vedanta-yoga.de/yoga-texte/hatha-yoga-pradipika-swatmarama/" target="_blank">Hathayoga Pradipika habe ich einen eigenen Artikel</a> erstellt.</p>
<blockquote><p>&#8220;Dieser Tempel des Leidens und der Freude, der aus Fleisch, Knochen, Nerven, Mark, Blut besteht und von Blutgefäßen usw. durchzogen ist, ist nur um des Leidens willen da.&#8221; Shiva Samhita 91</p></blockquote>
<p>Zu Kategorie &#8220;Klassische Hatha Yoga Texte&#8221; gehören auch noch die beiden:</p>
<div id="attachment_18841" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18841" class="wp-image-18841" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/p0r1EbAQSmmCh5S5mphm_bahr-al-hayat.png" alt="Bahr al-Hayāt, Hatha Yoga Texte" width="300" height="601" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Hatha Yoga Texte im indischen Mittelalter: Buddhismus, Sex, Entsagung &amp; der Nath Kult" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/p0r1EbAQSmmCh5S5mphm_bahr-al-hayat.png 567w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/p0r1EbAQSmmCh5S5mphm_bahr-al-hayat-150x300.png 150w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/p0r1EbAQSmmCh5S5mphm_bahr-al-hayat-511x1024.png 511w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-18841" class="wp-caption-text">Bahr al-Hayāt</p></div>
<ul>
<li><strong>Shiva Samhita</strong>, 17. Jhd.: Kombiniert Advaita, Sri Vidya und klassisches Hathayoga, richtet sich explizit auch an Haushälter, könnte auch aus dem 15. Jahrhundert stammen.</li>
<li><strong>Gheranda Samhita</strong>, 17. Jhd.: 351 Verse, die enzyklopädisch das Hathayoga wie ein Handbuch zusammenfassen, es enthält unter anderem 32 Asanas und 10 Arten von Pranayama.</li>
</ul>
<h4>Illustrierte Hatha Yoga Texte</h4>
<p>Abschließend noch ein interessanter Fun Fact: Das erste überlieferte illustrierte Hatha Yoga Buch stammt aus einer persischen Quelle, das <b>Bahr al-Hayāt</b> &#8220;Ozean des Lebens&#8221; aus dem Jahr 1602. Es enthält detaillierte Beschreibungen z.B. des Kechari Mudra sowie 22 Asanas, z.B. Gorakshasana, Kukkutasana und Garbhasana. Der Text ist offenbar durch Sufis ausgearbeitet, einige Aspekte wurden in islamische Terminologien übertragen. So wurde z.B. aus dem Mantra so ham &#8220;Ich bin das&#8221;, welcher im Hathayoga der Laut ist, der beim Ein- und Ausatmen entsteht, wird mit dem arabischen Rabb al-arbab &#8220;der Herr der Herren&#8221; ersetzt.</p>
<p>Etwa 300 Jahre später ist ein weiteres Buch mit Yoga-Darstellungen erschienen. Das <b>Yogasopana Purvacatuska</b> aus dem Jahr 1905 war das erste gedruckte illustrierte Yogabuch und wurde mit Halbtonplatten hergestellt. Hier werden 37 Asanas bildlich dargestellt und erläutert.</p>
<p>PS: Soweit also meine Ausführungen über Hatha Yoga Texte. Wie eingangs erwähnt stammen ein großteil der Informationen von den Ergebnissen des &#8220;Hatha Yoga Project&#8221; und den Kursen von &#8220;Yogic Studies&#8221;. Ich hoffe es ist mir gelungen die Informationen korrekt vermittelt zu haben, ohne wesentliches zu kürzen. Wenn Du mehr wissen möchtes, kauf dir das Buch:</p>
<p><a href="https://www.yogicstudies.com/courses-old?ref=https%3A%2F%2Fwww.yogicstudies.com%2Fa%2F11388%2FD32XZLAE" rel="dofollow noopener" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-15165 size-full" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/Yogic-Studies.jpg" alt="Yogic Studies" width="800" height="400" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Hatha Yoga Texte im indischen Mittelalter: Buddhismus, Sex, Entsagung &amp; der Nath Kult" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/Yogic-Studies.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/Yogic-Studies-300x150.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/Yogic-Studies-768x384.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/Yogic-Studies-585x293.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Interview mit Torge Meyer, Gründer und Vorsitzender der “Liga der Pantheisten e.V.”</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/interviews/liga-der-pantheisten-torge-meyer/</link>
		
		
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2023 15:43:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Integrale Mystik - Eine Wahrheit hinter allen Religionen]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews mit bemerkenswerten Menschen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=17628</guid>

					<description><![CDATA[Die Liga der Pantheisten ist ein gemeinnütziger Verein, der sich nach eigenen Worten &#8220;für weltoffene Freidenker und spirituelle Philosophen einsetzt&#8221; und Pantheismus für das 21. Jahrhundert wiederbelebt. Die Liga der Pantheisten ist&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18934" style="width: 307px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18934" class="size-medium wp-image-18934" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364.jpeg" alt="Liga der Pantheisten" width="297" height="300" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Interview mit Torge Meyer, Gründer und Vorsitzender der &quot;Liga der Pantheisten e.V.&quot;" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364.jpeg 1200w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-297x300.jpeg 297w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-1014x1024.jpeg 1014w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-768x776.jpeg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-1170x1182.jpeg 1170w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-585x591.jpeg 585w" sizes="(max-width: 297px) 100vw, 297px" /><p id="caption-attachment-18934" class="wp-caption-text">Torge Meyer &amp; Narada, 2021 an der Nordsee</p></div>
<p class="my-0.5">Die Liga der Pantheisten ist ein gemeinnütziger Verein, der sich nach eigenen Worten &#8220;für weltoffene Freidenker und spirituelle Philosophen einsetzt&#8221; und Pantheismus für das 21. Jahrhundert wiederbelebt. Die Liga der Pantheisten ist eine Organisation, die sich der Verbreitung und dem Verständnis des Pantheismus widmet. Der <a class="wpil_keyword_link" title="Pantheismus" href="https://vedanta-yoga.de/integrale-mystik/pantheismus-gott-ist-kosmos/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Pantheismus</a> ist eine Weltanschauung, die Gott und den Kosmos als untrennbare Einheit betrachtet, und die betont, dass alle Religionen damit einen gleichermaßen wahren Kern haben.</p>
<p class="my-0.5">Die Liga der Pantheisten organisiert regelmäßig Veranstaltungen und bietet Ressourcen wie Videos und Websites, um Menschen zu helfen, ihren eigenen Weg zum und im Pantheismus zu finden. Die Organisation hat auch eine soziale Medienpräsenz und nutzt diese Plattformen, um das Bewusstsein für den Pantheismus zu schärfen und die Menschen miteinander in Kontakt zu bringen.</p>
<blockquote><p>„Alles, was ist, ist in Gott, und nichts kann ohne Gott sein noch begriffen werden.“</p>
<p>Baruch de Spinoza</p></blockquote>
<h2>Liga der Pantheisten: Interview mit Torge Meyer</h2>
<div class="break-words markdown-formatted-text">
<p class="my-0.5">Die Mitglieder der <a href="https://liga-der-pantheisten.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Liga der Pantheisten</a> sind überzeugt: Der Pantheismus ( griech. <span class="polytonic" lang="grc">πᾶν</span> <i>pán</i> „alles“ und <span lang="el"><span class="polytonic" lang="grc">θεός</span></span> <i>theós</i> „Gott“) kann der Gesellschaft auf vielerlei Weise helfen! Einerseits kann er als eine Quelle des spirituellen Trostes dienen, die Menschen stärkt und hilft, die Welt besser zu verstehen und ihren Weg zu einem glücklicheren und gerechteren Leben zu finden. Andererseits kann Pantheismus als Hilfsmittel dienen, um die Natur zu schützen und sich für die Verteidigung natürlicher Ressourcen einzusetzen.</p>
<p class="my-0.5">Ein schöner Gedanke ist, dass die Idee Gott in der Natur bzw. im gesamten Kosmos zu erkennen, impliziert, dass alle Mitwesen göttliche Geschöpfe sind.  Der Pantheismus betont, dass alle Dinge in direktem Zusammenhang stehen und sich gegenseitig bedingen. Er ermutigt Menschen, in Harmonie miteinander und der Natur zu leben. Außerdem versucht der Pantheismus, das Verständnis religiöser Unterschiede zu schärfen und Konflikte aufgrund von Glaubensunterschieden oder Ideologien zu minimieren.</p>
<p>Neben einigen persönlichen Fragen zu Torge Meyer ging es vorwiegend um den Pantheismus allgemein und um den Verein Liga der Pantheisten e.V.. <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" consent-required="17183" consent-by="services" consent-id="17184"/></p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/gTRm8kJwZoA" consent-required="17181" consent-by="services" consent-id="17182" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/gTRm8kJwZoA?autoplay=1"></iframe></p>
<p>Unter anderem folgende Fragen wurden besprochen:</p>
<ul>
<li>Was ist Pantheismus und wie unterscheidet es sich von anderen Weltanschauungen?</li>
<li>Welche Vorstellungen von Gott gibt es im Pantheismus?</li>
<li>Wie steht der Pantheismus zur Natur und zum Universum?</li>
<li>Wie sieht die Rolle des Menschen im Pantheismus aus?</li>
<li>Welche Bedeutung hat der Pantheismus in der Geschichte der Philosophie und Religion?</li>
<li>Welche Moral und Ethik leitet sich vom Pantheismus ab?</li>
<li>Wie können wir im Pantheismus Spiritualität erleben und praktizieren?</li>
</ul>
<p>Ich habe bereits einen Artikel erstellt zu <a href="https://vedanta-yoga.de/integrale-mystik/pantheismus-gott-ist-kosmos/" target="_blank">Pantheismus &#8211; Gott und Kosmos ist eins, alles ist Göttlich.</a></p>
<p>Torge ist sehr umtriebig, man findet viele Videos von und mit ihm im Netz:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/1svMEyEUPFQ" consent-required="17181" consent-by="services" consent-id="17182" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/1svMEyEUPFQ?autoplay=1"></iframe></p>
<p>Der Theologe Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher (1768–1834) bezeichnete den Pantheismus einst als die „heimliche Religion der Deutschen“, und so gab es in Zeiten der Aufklärung und Romantik viele der Dichter und Denker, die sich zum Pantheismus bekannten, so z.B. Johann Wolfgang v. Goethe (1749–1832), Rainer Maria Rilke (1875–1926), Heinrich Heine (1797–1856) und Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781). Der berühmteste unter den Pantheisten ist sicher Albert Eintein (1879-1955).</p>
<h4>Hier noch einige Zitate von bekannten Pantheisten.</h4>
<p>Der &#8220;Vater des modernen Pantheismus&#8221; John Toland führte im 18. Jhd. den Begriff neu ein, er bezog sich damit auf die Einheitslehre des Spinoza.</p>
<blockquote><p><em>„&#8230;es gebe kein von der Materie und diesem Weltgebäude unterschiedenes göttliches Wesen, und die Natur selbst, d. i. die Gesamtheit der Dinge, sei der einzige und höchste Gott.“ </em></p>
<p><em>John Toland<br />
</em></p></blockquote>
<p>Goethe und andere waren inspiriert durch indische Schriften und glaubten an die Einheit von Gott und Kosmos.</p>
<blockquote><p>&nbsp;</p>
<p><em>„Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polytheisten, sittlich Monotheisten.“</em></p>
<p><em>Johann Wolfgang von Goethe</em></p></blockquote>
<p>Auch Schopenhauer setzte sich sehr kritisch mit der Thematik auseinander.</p>
<blockquote><p>&nbsp;</p>
<p><em>„Überhaupt könnte man sich wundern, dass nicht schon im 17. Jahrhundert der Pantheismus einen vollständigen Sieg über den Theismus davon getragen hat</em>.&#8221;</p>
<p>Arthur Schopenhauer</p></blockquote>
<p>Allerdings sagte er auch:</p>
<blockquote><p>&nbsp;</p>
<p>„Ein unpersönlicher Gott ist gar kein Gott, sondern bloß ein missbrauchtes Wort.&#8221; Arthur Schopenhauer</p></blockquote>
<div id="attachment_18934" style="width: 1024px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18934" class="wp-image-18934 size-large" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364.jpeg" alt="Liga der Pantheisten, Torge Meyer" width="1014" height="1024" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Interview mit Torge Meyer, Gründer und Vorsitzender der &quot;Liga der Pantheisten e.V.&quot;" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364.jpeg 1200w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-297x300.jpeg 297w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-1014x1024.jpeg 1014w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-150x150.jpeg 150w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-768x776.jpeg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-1170x1182.jpeg 1170w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/Torge-und-Narada-e1678452303364-585x591.jpeg 585w" sizes="(max-width: 1014px) 100vw, 1014px" /><p id="caption-attachment-18934" class="wp-caption-text">Torge Meyer &amp; Narada, 2021 an der Nordsee</p></div>
</div>
<div class="flex w-full items-center justify-end flex-wrap pt-1.5" data-exclude-from-screenshot="true"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content height="720" medium="video" url="https://www.youtube.com/embed/gTRm8kJwZoA" width="1280">
			<media:player url="https://www.youtube.com/embed/gTRm8kJwZoA"/>
			<media:title type="plain">Interview mit Torge Meyer - Gründer &amp; Vorsitzender "Liga der Pantheisten e.V."</media:title>
			<media:description type="html"><![CDATA[Ich freue mich die Gelegheit gehabt zu haben, mit Torge Meyer ein Interview zu führen. Er hat vor etwa 5 Jahren den Verein &quot;Liga der Pantheisten&quot; gegründet u...]]></media:description>
			<media:thumbnail url="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/04/IMG_0907-e1503067173150.jpg"/>
			<media:rating scheme="urn:simple">nonadult</media:rating>
		</media:content>
	<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln – Buddhismus, Asketen &amp; Veden</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/geschichte-des-hatha-yoga-wurzeln/</link>
		
		
		<pubDate>Sun, 05 Mar 2023 09:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga Geschichte - Ursprünge und Entwicklung des Yoga]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=18787</guid>

					<description><![CDATA[Die Geschichte des Hatha Yoga nahm eigentlich erst ab dem 11. Jahrhundert so richtig Fahrt auf, aber die Wurzeln führen teils bis in die vedische Zeit vor über 3000 Jahren zurück. In&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18811" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18811" class="wp-image-18811" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20180310_073753-scaled-e1677948578871.jpg" alt="Geschichte des Hatha Yoga" width="300" height="253" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln - Buddhismus, Asketen &amp; Veden" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20180310_073753-scaled-e1677948578871.jpg 400w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20180310_073753-scaled-e1677948578871-300x253.jpg 300w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-18811" class="wp-caption-text">Parvatis Tapas im Meenakshi Tempel</p></div>
<p>Die Geschichte des Hatha Yoga nahm eigentlich erst ab dem 11. Jahrhundert so richtig Fahrt auf, aber die Wurzeln führen teils bis in die vedische Zeit vor über 3000 Jahren zurück. In den letzten Jahren gab es große akademische Bemühungen, die Entwicklung genauer zu verstehen. So gibt es innerhalb der heutigen Indologie ein Netzwerk von &#8220;Übenden Gelehrten&#8221;, also &#8220;Scholar Practicioners&#8221;, die mit einem zugleich wissenschaftlichen und spirituellen Blick auf ihr Fachgebiet schauen. Mit neuem Enthusiasmus und kreativen Ideen vertiefen sie das Thema und kommen zu neuen Erkenntnissen. Hier ist vor allem das &#8220;SOAS Centre of Yoga Studies&#8221; unter der Leitung des <a href="https://vedanta-yoga.de/indien/moderne-indologie-yogic-studies/" target="_blank">Indologen</a> James Mallinson zu nennen. Im Artikel versuche ich in aller Kürze den aktuellen Stand über unser Wissen zur Geschichte des Hatha Yoga bzw. der Wurzeln abzubilden. Wichtig ist hierbei die Differenzierung zwischen &#8220;Yoga&#8221; im allgemeinen, womit vieles gemeint sein kann, und eben Hatha Yoga.</p>
<p><strong>Spoiler:</strong> Es gibt neue Erkenntnisse, nach denen der Buddhismus eine weit größere Rolle in der Geschichte des Hatha Yoga spielt, als man zuvor angenommen hatte!</p>
<h2>Probleme bei der Geschichte des Hatha Yoga</h2>
<p>Die Geschichte des Hatha Yoga liegt insgesamt im Dunkeln, nur wenig klare Informationen zur Rekonstruktion stehen zur Verfügung. Historiker und Indologen versuchen, die wenigen Puzzlestücke zu interpretieren und ein klares Bild zu entwickeln.  Als Ursachen für die fehlenden Informationen sind folgende Faktoren gegeben:</p>
<ul>
<li><strong>Das Wesentliche wird im Yoga mündlich überliefert.</strong> So gibt es klare Hinweise und Andeutungen auf asketische Körperübungen bereits 1000 Jahre v.Chr. Offenbar wurden diese aber fast ausschließlich mündlich an qualifizierte Schüler weitergegeben und nur wenig davon schriftlich fixiert.</li>
<li><strong>Durch das Klima verrotten die wenigen Texte mit der Zeit. </strong>Viele klassische Texte gelten heute als verschollen und offenbar ist vieles an alten Palmblatt-Aufzeichnungen konkret vom Zerfall bedroht.<strong><br />
</strong></li>
<li><strong>Belegbares vermischt sich mit Mythen und Übertreibungen. </strong>Viele Yogis neigen dazu, die Geschichte zu mystifizieren. Hinzu kommt der stärker werdende <a class="wpil_keyword_link" title="Hindu" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/hindu-werden-hinduismus-konvertieren/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hindu</a>-Nationalismus, der auch zu einer Glorifizierung der eigenen Geschichte neigt. So werden z.B. buddhistische Quellen des Yoga gerne ignoriert und die Errungenschaften des Hinduismus übertrieben.<strong><br />
</strong></li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Wenn wir unserem Glauben erlauben, die Geschichte zu diktieren, verraten wir beides.&#8221; Dr. Justin Sledge</p></blockquote>
<p>Ich bemühe mich bei meinen Ausführungen an den belegbaren Fakten zu orientieren.</p>
<h3>Das Wort &#8220;Hatha&#8221;</h3>
<p>Die erste schriftliche Erwähnung des Terminus wurde auf das 3. Jahrhundert datiert. Im buddhistischen Text aus der Mahayana-Tradition namens<strong> Bodhisattvabhūmi</strong> findet sich der Satz &#8220;Nicht durch Hatha Yoga&#8221;. Damit ist gemeint: Die Eigenschaften eines Bodhisattva (hier Entsagung) sollen natürlich entstehen, &#8220;nicht durch Gewalt&#8221;. Die Geschichte des Hatha Yoga ist also keine rein hinduistische, sondern auch andere Einflüsse spielen mit rein.</p>
<p>Im hinduistischen Kontext taucht der Begriff erst ab dem 12. Jahrhundert auf, während er in mehreren Vajrayana-Texten vorher Verwendung fand. In diesen Texten geht es speziell um das Zurückhalten des Samens und das forcierte Aufwärtsbewegen des Prana im zentralen Energiekanal.</p>
<blockquote><p>&#8220;In der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends n. Chr. taucht in den Textquellen eine somatische Soteriologie auf, deren Methoden körperbejahend sind; einige ihrer Praktiken werden bald darauf in der materiellen Überlieferung dargestellt. In bestimmten Sanskrit-Texten wurden diese Methoden des Yoga klassifiziert als hatha, was &#8216;Kraft/Gewalt&#8217; bedeutet; hatha yoga bedeutet &#8220;Yoga mit Hilfe von Kraft/Gewalt&#8221;.&#8221; <a href="https://eprints.soas.ac.uk/35256/1/Mallinson%202020%20Hat%CC%A3hayoga%E2%80%99s%20Early%20History.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener" class="broken_link">James Mallinson</a></p></blockquote>
<p>Das  <a title="25 Sanskrit Begriffe, die wir im Alltag benutzen – über Indoeuropaeische Sprachen" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/sanskrit-indoeuropaeische-sprachen/" target="_blank" rel="noopener">Sanskrit</a> Wort हठ <i>haṭha</i> „Hatha“ bedeutet „kraftvoll“ oder „Anstrengung“ und bezieht sich auf ein Übungssystem für den Körper, das subtile Energiesystem und den Geist. Man kann das Wort auch auseinandernehmen und dringt damit tiefer in den Kern vor:</p>
<ul>
<li><strong>Ha</strong> &#8211; &#8220;Sonne&#8221;, bezieht sich auf die Energiekanäle, die mit den entsprechenden Eigenschaften zu verstehen sind: Männlich, Wärmend, Yang, Sympathikus, Vernunft, Aktiv, Abgebend</li>
<li><strong>Tha</strong> &#8211; &#8220;Mond&#8221;, der polare Antagonist im Energiesystem: Weiblich, Kühlend, Yin, Vagus, Emotion, Passiv, Aufnehmend</li>
</ul>
<p>Ein wichtiger Schritt im Hatha Yoga ist das Ausgleichen dieser beiden Kräfte, um dadurch die potenzielle Kundalini-Energie zu erwecken. Während im <a title="Satsang Talk – Was ist Tantra?" href="https://vedanta-yoga.de/yoga/satsang-talk-was-ist-tantra/" target="_blank" rel="noopener">Tantra</a> die Energie eher sanft eingeladen wird, wendet man im klassischen Hatha Yoga einen starken Willen oder Anstrengung an, um die Energieflüsse zu regulieren.</p>
<h2>Geschichte des Hatha Yoga: Ältester Hinweis?</h2>
<div id="attachment_3784" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3784" class="size-full wp-image-3784" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/09/250px-Shiva_Pashupati.jpg" alt="Geschichte des Hatha Yoga" width="250" height="252" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln - Buddhismus, Asketen &amp; Veden" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/09/250px-Shiva_Pashupati.jpg 250w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2012/09/250px-Shiva_Pashupati-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><p id="caption-attachment-3784" class="wp-caption-text">Industal Siegel</p></div>
<p>Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im heutigen Pakistan, im Gebiet des Indus bei Harrapa und Mohenjo-Daro, spektakuläre Ausgrabungen gemacht. Es wurde die alte Indus-Hochkultur entdeckt, die heute auf die Zeit 3300-1300 v.Chr. datiert wird. Die Indus-Kultur verfügte über Kenntnisse, die man in anderen Kulturen erst viel später entdeckte, so z.B. geplante Städte, Drainage-Systeme, Backstein-Bauweise, Wasserversorgung und spezielle handwerkliche Techniken. Auch hat man offenbar kein herrschaftliches Gebäude gefunden, sondern Versammlungsstätten im Zentrum der Orte, was auf demokratische Strukturen deutet. Man verschiedene Siegel gefunden, vermutlich mit Darstellungen von Göttern. So wird bei der Abbildung rechts eine Proto-Shiva interpretiert, ein Pashupati oder Rudra. Bei genauer Betrachtung (und ein bisschen Fantasie) sieht man Maha-Bhadrasana, die Schmetterlings-Haltung. Hier werden die Fußsohlen aneinander gegeben und dann die beiden Versen nach oben gedreht, dazu braucht man viel Dehnbarkeit. Oft wird dieses Siegel als &#8220;Beweis&#8221; hergenommen, dass das Hatha Yoga bereits 5000 Jahre alt sei. Aber das reicht bei weitem nicht aus! Zumal es auch in anderen Kulturen Körperverrenkungen gibt.</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Kulturschutt der Indus-Städte förderten die Forscher Spuren einer Vergangenheit zutage, die den Vergleich mit den Hochkulturen Ägyptens und Mesopotamiens nicht zu scheuen braucht. Langsam schält sich das Bild eines Gemeinwesens heraus, das in der Geschichte ohne Beispiel ist. Waffen, so scheint es, besaßen die Menschen am Indus nicht. Sie lebten in einer Oase des Friedens. Ihr Reich errichteten sie ohne Armee, Eroberungsfeldzüge führten sie nicht.&#8221; <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/oase-des-friedens-a-32026fb6-0002-0001-0000-000008510067" target="_blank" rel="nofollow noopener">Spiegel</a></p></blockquote>
<h4>Frühe Wurzeln der Geschichte des Hatha Yoga: Tapas in den Veden &amp; Puranas</h4>
<p>Es gibt viele Hinweise darauf, dass es bereits zu vedischen Zeiten Körperübungen gab, aus denen sich dann später das Hatha Yoga dann entwickelte. Das Wort Tapas bedeutet wörtlich &#8220;Feuer&#8221; oder &#8220;Hitze&#8221;, es ist damit das &#8220;Feuer der Disziplin oder Askese&#8221; gemeint. Tapas-Übungen sind körperliche Übungen oder Atemtechniken, diese gelten als frühe Form des Hatha Yoga. Es waren vor allem die &#8220;Shramanas&#8221;, also die wilden Asketen, die solche Übungen machten.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die vedische Tapas-Praxis ist grundlegend für Yoga und geht dem Begriff Yoga sprachlich um mehrere hundert Jahre voraus.&#8221; Christopher Key Chapple</p></blockquote>
<p>Im frühen <a class="wpil_keyword_link" title="Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hinduismus</a> gab es die priesterlich-vedische häusliche Tradition und die der wandernden Asketen. Die früheste Erwähnung von Tapas finden wir im ältesten Text des Hinduismus, dem <a title="Rig Veda – Es gibt eine Wahrheit, die Weisen benennen sie verschieden" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/rig_veda_eine_wahrheit_ekam_sat/" target="_blank" rel="noopener">Rig Veda</a>, so ist in Vers 10.154.5 von &#8220;asketischen Weisen&#8221; sie Rede. Das Atharva Veda deutet an, dass die <a title="Rishis – Weise und Seher. Begründer von Hinduismus &amp; Yoga" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-geschichte/rishis-weise-seher-propheten/" target="_blank" rel="noopener">Rishis</a> und Götter nur durch Tapas ihren Status erlangt haben. Eine der ältesten <a title="Weisheit der Upanishads – einige Zitate über das Selbst" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/weisheit-upanishads-zitate-selbst/" target="_blank" rel="noopener">Upanishads</a> aus dem 8. Jahrhundert v.Chr. betont die Wichtigkeit von Tapas, ohne die Übungen genauer zu definieren.</p>
<blockquote><p>Diejenigen, die in den Wäldern leben und im Glauben Tapas üben, sie gehen nach dem Tod in die Welt des Lichts.&#8221; Chandogya <a class="wpil_keyword_link" title="Upanishad" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-texte/upanishaden-mystischer-teil-der-veden/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Upanishad</a> 5.10.1</p></blockquote>
<p>Die Mahanarayana Upanishad definiert den Begriff &#8220;etwas&#8221; weiter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ordnung ist Tapas. Wahrhaftigkeit ist Tapas. Verständnis der Schriften ist Tapas. Friedfertigkeit ist Tapas. Die Unterwerfung der eigenen Sinne ist Tapas. Die Beherrschung des Körpers durch Mittel wie Fasten ist Tapas. Die Kultivierung einer friedfertigen Gesinnung ist Tapas. Geschenke ohne selbstsüchtige Motive zu geben ist Tapas. Anbetung ist Tapas.&#8221; Maha Narayana Upanishad, 10.1</p></blockquote>
<p>Als Bhrigu seinen Vater Varuna um Unterweisungen bat, bekam er umfassende lehren vermittelt, die in der Taittiriya Upanishad verankert sind. Auf die Frage, wie man <a class="wpil_keyword_link" title="brahman" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/brahman-absolutes-bewusstsein/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Brahman</a> erreichen könne, erwiederte Varuna:</p>
<blockquote><p>&#8220;Durch Tapas suche das Brahman zu erkennen; das Brahman ist Tapas.&#8221; Taittiriya Upanishad 3.2</p></blockquote>
<p>Der bekannteste vedische Tapas-Übende ist wohl der Rishi Vishvamitra, der Seher des Gayatri-Mantras und mythologische Mitautor des Rig Veda. Er war zunächst König, war dann aber neidisch auf die Kräfte des Rishi Vasishta und aus Wut zog er sich dann zum Tapas zurück.</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;Nach diesen Worten entsagte der Monarch seinem großen Reich, wandte allem Glanz und Vergnügen den Rücken, und widmete sich der Askese. Als diese von Erfolg gekrönt war, erfüllte er die drei Welten mit der Hitze seiner Askese, bedrängte <i>(auf seinem Weg)</i> viele Wesen und wurde schließlich zum Brahmanen. Zu guter Letzt trank der Sohn von Kushika sogar mit Indra den Soma Saft.&#8221; <a href="https://www.pushpak.de/mahabharata/buch1/mahabharata_b01k177.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Mahabharata 1.171</a></p></blockquote>
<p>Auch im anderen alten Epos der Inder, dem <a title="Ramayana – eines der alten Epen Indiens: die Geschichte von Rama, Sita &amp; Hanuman" href="https://vedanta-yoga.de/yoga-texte/ramayana-epos-indien-rama-sita-hanuman/" target="_blank" rel="noopener">Ramayana</a>, gibt es immer wieder Stellen, in denen von Tapas die Rede ist. So hat der Asura Ravana, der Ramas Gemahlin Sita nach Lanka entführt hat, und damit zu seinem Gegner wurde, intensivstes Tapas geübt, um übersinnliche Kräfte zu erlangen. Um <a title="Brahma – vierköpfiger Schöpfergott des Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/indische-goetter/brahma-schoepfergott/" target="_blank" rel="noopener">Brahma</a> anzurufen hat er insgesamt 19.000 Jahre auf dem Chandrashila Berg zwischen fünf Feuern gestanden und sich 9 seiner 10 Köpfe als Opfer abgeschnitten, bis Brahma ihm dann Kräfte gewährt hat. Die Methode &#8220;Panchagni&#8221; ist eine traditionelle Askese-Übung: Man sitzt zwischen 4 Feuern und setzt sich eine Schale mit glühender Kohle auf den Kopf. Durch das Aushalten der Hitze überwindet man die Identifikation mit dem Körper.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ravana führte strenges Tapas für Shiva durch und erhielt mehrere Segnungen. Er wurde dämonisch, als er zu viele Kräfte erlangte.&#8221; Krishna Yajurveda Taittirya Aranyaka 1.31.1-16</p></blockquote>
<p>Aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. stammt die älteste Definition von &#8220;Yoga&#8221;, hierbei geht es aber nicht um Hatha Yoga:</p>
<blockquote><p>„Erkenne das <a title="Was ist das Selbst? Wer bin Ich? Definitionen des Atman." href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/atman-selbst-bewusstsein/" target="_blank" rel="noopener">Selbst</a> als den Herrn der Kutsche. Der Körper ist der Wagen, der Intellekt der Wagenlenker und das Denken die Zügel. Die Sinne sind die Pferde, die Objekte die Wege.“ Katha Upanishad 1.3.3.</p></blockquote>
<h3>Shramana &#8211; Asketen und die Geschichte des Hatha Yoga</h3>
<p>Die Shramanas waren und sind die indischen Asketen, die wohl schon immer auch körperliche Übungen machten. Das Wort bedeutet: &#8220;jemand, der für ein höheres oder religiöses Ziel arbeitet, schuftet oder sich anstrengt&#8221;, Shrama bedeutet &#8220;spirituelle Praxis, Askese, religiöses Bemühen&#8221;.In den alten Texten gibt es Synonyme für die Asketen, so z.B. &#8220;Muni, Keshin, Tapasvin, Sadhu&#8221;, und je nach Kontext auch &#8220;Rishi&#8221; und &#8220;Yogin&#8221; Die Shramana Tradition gibt es mindestens seit vedischer Zeit, also ab 1500 v.Chr, sie hat sich parallel und unabhängig von der vedischen tradition entwickelt, aber beide haben sich gegenseitig beeinflusst. Es gibt Asketen im Kontext des Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und zu alter Zeit noch aus der ausgestorbenen Religion der Ajivikas. Hier ein Shramana Gelübde aus dem Kontext des Jainismus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich werde ein Shramana werden, der kein Haus besitzt, keine Söhne, kein Vieh besitzt, der isst, was andere ihm geben; ich werde keine sündige Handlung begehen; Meister, ich verzichte darauf, etwas anzunehmen, was nicht gegeben wurde.&#8217; Nachdem er solche Gelübde abgelegt hat, sollte er, wenn er ein Dorf oder eine freie Stadt betritt, nicht selbst etwas nehmen oder andere dazu verleiten, etwas zu nehmen, was ihm nicht gegeben wurde, oder anderen erlauben, etwas zu nehmen.&#8221; <span id="Ācāranga_Sūtra" class="mw-headline"><i>Ācāranga Sūtra</i></span></p></blockquote>
<div id="attachment_18829" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18829" class="size-full wp-image-18829" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217.jpg" alt="Naga Baba, Asket, Tapas" width="350" height="518" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln - Buddhismus, Asketen &amp; Veden" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217.jpg 350w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20221102_164256-scaled-e1678014493217-203x300.jpg 203w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><p id="caption-attachment-18829" class="wp-caption-text">Naga Baba in Haridwar</p></div>
<p>Die ältesten schriftlichen Hinweise auf die Tradition der asketischen Bettelmönche gibt es in der Brihadaranyaka Upanishad aus dem 8. Jahrhundert. Hier heißt es, dass man in der <a class="wpil_keyword_link" title="Erkenntnis" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/erfahrung-oder-erkenntnis/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Erkenntnis</a> der Nondualität &#8220;weder Asket noch nicht-Asket&#8221; ist. Aber schon vorher im Rig Veda 10.136.2 ist von den Luftbekleideten &#8220;Munis&#8221; die Rede. Das Wort Muni bedeutet wörtlich &#8220;Still&#8221;, und im weiteren Sinn: &#8220;Begeisterter, Verzückter, Heiliger, Weiser, Asket, Seher&#8221;. Im <a class="wpil_keyword_link" title="Mahabharata" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/bhagavad-gita-mahabharata/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Mahabharata</a> (Striparvan 10.2) wird nicht unterschieden, zwischen einem Asketen (namentlich einem &#8220;Urdhvabahur&#8221;, der den Arm über lange Zeit erhebt) und einem Yogi. Tapas und Yoga werden hier häufig synonym verwendet.</p>
<h4>Heftige Praktiken der Asketen: Frühe Form des Hatha Yoga</h4>
<p>Den Asketen ging es vor allem darum, durch Übungen den Willen zu stärken und die identifikation mit dem Körper auszulösen. Dazu waren sie bereit Schmerzen zu ertragen, zu Hungern und zu Dürsten und ihrem Körper massiv Schaden zuzufügen. Neben dem oben erwähnten &#8220;Panchagni&#8221;, den fünf Feuern denen man sich aussetzt, gibt und gab es noch weitere &#8220;Askese-Praktiken&#8221; oder Tapas-Übungen, zu denen ich sagen möchte. Don`t try this at home!</p>
<ul>
<li><strong>Fledermaus-Askese:</strong> Man hängt sich an den Knien an einen Ast und bleibt hier so lange wie möglich hängen.</li>
<li><strong>Sirshasins:</strong> Das ist eine Gruppe von Leuten, die das Gelübde ablegen, sich für 3 Jahre weder hinzulegen, noch hinzusetzen. Damit das Herz entspannung findet und das Blut sich nicht in den Füßen immer mehr ansammelt, müssen sie täglich mindestens 2 Stunden im Kopfstand stehen, daher der Name. ich bin ein Mal so einem Yogi begegnet, er hatte eine Schaukel in Brusthöhe, hier lehnte er sich zum Schlafen dran.</li>
<li><strong>Arm Hochheben: </strong>Um starken Willen zu beweisen, legen manche das Gelübte ab den Arm in die Luft zu recken und nicht mehr abzusenken.</li>
</ul>
<blockquote><p>„Ich zerstöre einen Teil von mir, um mich mit Gott zu verbinden.“ Amar Bharati</p></blockquote>
<h4>Alexander der Große und die nackten Asketen: Gymnosophisten</h4>
<p>Interessant ist hier die Begegnung von Alexander dem Großen, der im 3. Jahrhundert v.Chr. den Khyber-Pass überquerte und am Indus auf nackte Asketen traf, also auf &#8220;Luftbekleidete&#8221;. Diese haben verschiedene Körper-Übungen gemacht, die von Alexanders Geschichtsschreibern festgehalten wurden. Hier wird deutlich, dass die Shramanas einen erheblichen Beitrag zur Geschichte des Hatha Yoga geleistet haben.</p>
<div id="attachment_5374" style="width: 760px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5374" class="size-full wp-image-5374" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/09/gymno2.jpg" alt="Alexander und die Gymnosophen, La Cité de Dieu, Paris, Gymnosophen, Nackte Asketen" width="750" height="345" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln - Buddhismus, Asketen &amp; Veden" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/09/gymno2.jpg 750w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/09/gymno2-300x138.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2013/09/gymno2-585x269.jpg 585w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><p id="caption-attachment-5374" class="wp-caption-text">Alexander und die Gymnosophen, La Cité de Dieu, Paris</p></div>
<h3>Die Rolle des Buddhismus in der Geschichte des Hatha Yoga</h3>
<p>Erst in den letzten Jahren durch die großen Studien des &#8220;Hatha Yoga Project&#8221; der Londoner SOAS-University um James Mallinson ist die Rolle des Vajrayana Buddhismus in der Geschichte des Hatha Yoga deutlich geworden. Zunächst war ja Buddha viele Jahre ein Asket und mit den damaligen Tapas-Übungen vertraut. Als Shramana wurde er von verschiedenen damals existierenden Traditionen in der Gangesebene beeinflusst. Im Palikanon-Text &#8220;Mahāsaccaka Sutta&#8221; spricht der Buddha von Tapas als &#8220;Selbst-Folter&#8221; die ihm schmerzen bereitet haben. Er Konsultiert, dass körperliche Praktiken wie verschiedene Meditationen über das Anhalten des Atems ihm nicht dabei halfen,</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;)zu größerer Vortrefflichkeit in edlem Wissen und Einsicht zu gelangen, die über den menschlichen Zustand hinausgeht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Als erster Text, der das System des Hatha Yoga klar beschreibt, gilt das Buddhistisch-Tantrische Werk Amritasiddhi aus dem 11. Jahrhundert, allerdings ohne den Terminus zu verwenden. Im Text werden Methoden beschrieben wie Mahabandha, Mahavedha und Mahamudra. Auch werden hier Konzepte von Surya und Chandra (Ha &amp; Tha) im Kontext von Bindu und dem Alterungsprozess beschrieben, was ganz klar Teil der Hatha Yoga Methodik ist. Viele spätere Hatha Yoga Texte aus dem Shaiva-Kontext kopieren Verse oder entnehmen Konzepte aus dem Amritasiddhi.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Man kann annehmen, dass die Grenzen zwischen Vajrayana-Buddhistischen auf der einen Seite und Sivaitisch-Hindusitischen Praktizierenden im indischen Mittelalter deutlich fließender waren, als gemeinhin angenommen wurde. Zumal der Begründer der Nath-Yogis Matsyendranath (10. Jahrhundert) sowohl von Buddhisten als auch von Hindus verehrt wurde und wird. Ich mag den Gedanken, dass es keine klaren Grenzen zwischen den Überzeugungen gibt.</p>
<p>Wenn Du es genauer wissen möchtest, lies das Buch:</p>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ss&amp;ref=as_ss_li_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=wwwmachshelld-21&amp;language=de_DE&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=0241253047&amp;asins=0241253047&amp;linkId=bfca6cd205ef63e44ec2bfa2c20383d2&amp;show_border=true&amp;link_opens_in_new_window=true" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" sandbox="allow-popups allow-scripts allow-modals allow-forms allow-same-origin"></iframe></p>
<div id="attachment_18814" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18814" class="size-full wp-image-18814" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20191202_122928-scaled-e1677948876796.jpg" alt="Ashoka Säule" width="800" height="600" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Geschichte des Hatha Yoga: Die Wurzeln - Buddhismus, Asketen &amp; Veden" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20191202_122928-scaled-e1677948876796.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20191202_122928-scaled-e1677948876796-300x225.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20191202_122928-scaled-e1677948876796-768x576.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_20191202_122928-scaled-e1677948876796-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p id="caption-attachment-18814" class="wp-caption-text">Ashoka-Säule und antike Stupa in Vaishali</p></div>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<enclosure length="173065" type="application/pdf" url="https://eprints.soas.ac.uk/35256/1/Mallinson%202020%20Hat%CC%A3hayoga%E2%80%99s%20Early%20History.pdf"/><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>Die Geschichte des Hatha Yoga nahm eigentlich erst ab dem 11. Jahrhundert so richtig Fahrt auf, aber die Wurzeln führen teils bis in die vedische Zeit vor über 3000 Jahren zurück. In&amp;#8230;</itunes:subtitle><itunes:author>Narada Marcel Turnau</itunes:author><itunes:summary>Die Geschichte des Hatha Yoga nahm eigentlich erst ab dem 11. Jahrhundert so richtig Fahrt auf, aber die Wurzeln führen teils bis in die vedische Zeit vor über 3000 Jahren zurück. In&amp;#8230;</itunes:summary><itunes:keywords>Vedanta,Advaita,Yoga,Meditation,Hinduismus</itunes:keywords><dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
		<item>
		<title>Bhagavad Gita Zitate – was einige berühmte Leute über Dialog zwischen Mensch und Gott sagten</title>
		<link>https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/bhagavad-gita-zitate/</link>
		
		
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2023 07:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bhagavad Gita - Quintessenz indischer Spiritualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vedanta-yoga.de/?p=17633</guid>

					<description><![CDATA[Im Laufe der Jahre bin ich immer wieder über Bhagavad Gita Zitate von berühmten Persönlichkeiten gestolpert. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Einfluss der Dialog von Gott und Mensch auch auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8171" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8171" class="wp-image-8171" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412.jpg" alt="Arjuna und Krishna auf der Kutsche, Bhagavad Gita Zitate" width="300" height="400" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Bhagavad Gita Zitate - was einige berühmte Leute über Dialog zwischen Mensch und Gott sagten" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412.jpg 750w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412-225x300.jpg 225w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2014/08/IMG_1412-585x780.jpg 585w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8171" class="wp-caption-text">Bhagavad Gita Zitate</p></div>
<p>Im Laufe der Jahre bin ich immer wieder über Bhagavad Gita Zitate von berühmten Persönlichkeiten gestolpert. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Einfluss der Dialog von Gott und Mensch auch auf die westliche Kultur hat.</p>
<p class="StyledElement___StyledDiv-sc-2e063k-0 bfmzHF slate-p" data-slate-node="element"><span data-slate-node="text">Die <a title="Vortrag: Bhagavad Gita – Einführung in den wichtigen Quelltext des Yoga &amp; Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/podcast/vortrag-einfuehrung-in-die-bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener">Bhagavad Gita</a> (im Text oft als BG abgekürzt) ist ein Meisterwerk der spirituellen Literatur und hat Millionen von Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. Es ist eine Quelle von Weisheit und Ermutigung, die vermutlich etwa 2000 Jahre alt ist. Aber was macht es so besonders? Wie kann es uns heute helfen, unseren spirituellen Weg zu erforschen? Das wird sicherlich in der folgenden Sammlung meiner BG Zitate deutlich. </span><span data-slate-node="text">Sie enthält viele Prinzipien, die uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und den richtigen Weg in Bezug auf unsere spirituellen Ziele zu finden. Es lehrt uns den Wert des Gesetzes von Ursache und Wirkung, der <a title="Bhagavad Gita, Verse 2.26-37 – ich bin nicht handelnd, trage aber Verantwortung" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/verantwortung-tragen/" target="_blank" rel="noopener">Verantwortung</a> und unserer Verbindung zu Gott. Der Text ermutigt uns, unsere geistigen Fähigkeiten zu benutzen, um Gottes Schönheit zu erkennen, oder nennen wir es &#8220;das Göttliche&#8221;, auch gut. Unser spiritueller Fortschritt hängt davon ab, wie wir das Göttliche in unser Leben integrieren können. Letztlich ist die BG eine Quelle unermesslicher Weisheit, Ermutigung und Inspiration für alle Suchende auf ihrem spirituellen Pfad &#8211; ob Sie Anfänger sind oder schon lange nach Antworten suchen.<br />
</span></p>
<h2>Bhagavad Gita Zitate bekannter Dichter &amp; Denker</h2>
<p>Die erste Übersetzung der BG ins Deutsche entstand im Jahr 1802 von <span style="font-family: Liberation Serif, serif;"><span style="font-size: medium;">Friedrich Majer. Er war eine Freund Goethes und führte später Schopenhauer in die Lehren des <a class="wpil_keyword_link" title="Hinduismus" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Hinduismus</a> und Vedanta ein. So wurde nicht nur Goethe und die Romantik, sondern auch die späte Aufklärung von den Lehren des Hinduismus beeinflusst.<br />
</span></span></p>
<blockquote><p>„Das Buch, das mich in meinem ganzen Leben am meisten erleuchtet hat.“</p>
<p>Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832</p></blockquote>
<p>Deutlich wird der Einfluss der BG auf die Dichter und Denker in der Person August Wilhelm Schlegel, der die &#8220;romantische Schule&#8221; mitbegründete, eine einflussreiche Übersetzung der BG ins Lateinische fertigte und den ersten deutschen Lehrstuhl zu <a title="Indologie &amp; Yogic Studies – Ressourcen für Dein Yogastudium" href="https://vedanta-yoga.de/indien/moderne-indologie-yogic-studies/" target="_blank" rel="noopener">Indologie</a> in Bonn innehatte. Auch der von der Aufklärung beeinflusste Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt erfreute sich sehr an dem &#8220;Gesang des Göttlichen&#8221;.</p>
<blockquote><p>„Ich danke Gott, dass er mich so lange hat leben lassen, um dieses Buch kennenzulernen, das schönste, ja vielleicht das einzige wahrhaft philosophische Gedicht, das alle uns bekannten Literaturen aufzuweisen haben.“</p>
<p>Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt 1767-1835</p></blockquote>
<p>Als Schüler und Kritiker der Aufklärung war besonders der Philosoph Schopenhauer von der BG und den <a title="Tat twam Asi &amp; die Mahavakyas – Das bist Du!" href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/tat-twam-asi-das-bist-du/" target="_blank" rel="noopener">Upanishaden</a> stark beeindruckt und beeinflusst, das wird in vielen seiner Ansichten deutlich.</p>
<blockquote><p>„Aus jeder Zeile dieses unvergleichlichen Buches treten uns tiefe, ursprüngliche, erhabene Gedanken entgegen. Es ist die belehrendeste und erhabenste Lektüre, die auf der Welt möglich ist.“</p>
<p>Arthur Schopenhauer 1788-1860</p></blockquote>
<p>Der Philosoph, Anthropologe und Hauptvertreter des &#8220;deutschen Idealismus&#8221; von Schelling war großer Freund der indischen Philosophie, insbesondere der Upanishaden, die er die &#8220;Urweisheit der Inder und der Menschheit&#8221; nannte.</p>
<blockquote><p> &#8220;Wer handelt, verfängt sich mit der wirklichen Welt und ihren Bedingungen; frei ist eigentlich nur der Nichthandelnde; der einmal gehandelt hat, ist durch seine That gebunden. Insofern ist <a class="wpil_keyword_link" title="Erkenntnis" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/erfahrung-oder-erkenntnis/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Erkenntnis</a> besser als Handeln. Und doch kann das Handeln nicht unterlassen werden: Der Mensch muss wohl handeln und wird auch gegen sein Wollen zum Handeln getrieben. Hier zeigt nun die praktische Yogalehre den Ausgang. Der Mensch befreit sich von diesem Widerspruch, wenn er zwar handelt, aber als ob er nicht handelte, nämlich ohne seiner Handlungen sich anzunehmen, und mit der vollkommenen Ruhe über den Erfolg. &#8230; Er bleibt im Handeln vom Handeln unbefleckt, wie das auf dem Wasser schwimmende Lotosblatt mitten im Wasser vom Wasser unbenetzt bleicht &#8230; der wahre Yogi, d.h. der Eingeweihte dieser höheren Lehre, hat diesen Gegensatz überwunden&#8221;</p>
<p>Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von Schelling 1775-1854</p></blockquote>
<p>Eines der bekanntesten Werke deutscher Literatur zu Indien ist sicher Siddhartha von Hermann Hesse, neben dem Buddhismus war er auch sehr inspiriert von der hinduistischen Literatur. Er hat sogar ein <a href="https://hhesse.de/gedichte/bhagavad-gita/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Gedicht mit dem Titel Bhagavad Gita</a> verfasst.</p>
<blockquote><p>“Das Wunderbare an der BG ist, dass in ihr eine ungelehrte, erlebte Weisheit sich als helfende Güte offenbart. Diese schöne Offenbarung, diese Lebensweisheit, diese zu Religion erblühte Philosophie ist es, die wir suchen und brauchen.”</p>
<p>Hermann Hesse 1877-1962</p></blockquote>
<p>Der Arzt, Theologe und Philosoph Albert Schweitzer was auch voll des Lobes.</p>
<blockquote><p>Die <a class="wpil_keyword_link" title="Bhagavad Gita" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Bhagavad Gita</a> hat einen tiefen Einfluss auf den Geist der Menschheit durch ihre Hingabe an Gott, die sich in Handlungen manifestiert.</p>
<p>Dr. Ludwig Philipp Albert Schweitzer 1875-1965</p></blockquote>
<p>Allerdings formulierte er dann auch etwas negativer:</p>
<blockquote><p>„Weil sich in ihr so wunderbare Sätze von der innerlichen Losgelöstheit von der Welt, von der hasslosen und gütigen Gesinnung und von der liebenden Hingebung an Gott finden, pflegt man das Nicht-Ethische, das sie enthält, zu übersehen. Sie ist nicht nur das meistgelesene, sondern auch das meist idealisierte Buch der Weltliteratur.“</p>
<p>Dr. Ludwig Philipp Albert Schweitzer 1875-1965</p></blockquote>
<p>Der Einfluss reicht auch in die Welt der Physik und Wissenschaft, auch Einstein machte sich viele Gedanken über spirituelle Themen und bekannte sich zum <a title="Pantheismus – Gott und Kosmos sind eins, alles ist Göttlich" href="https://vedanta-yoga.de/integrale-mystik/pantheismus-gott-ist-kosmos/" target="_blank" rel="noopener">Pantheismus</a>.</p>
<blockquote><p>“Wenn ich die Bhagavad Gita lese, frage ich mich, wie Gott das Universum erschaffen hat; alles andere erscheint überflüssig.” Albert Einstein 1879-1955</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-17618" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596.jpg" alt="Meine Lieblingsverse, Bhagavad Gita Zitate, Bhagavad Gita" width="800" height="235" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Bhagavad Gita Zitate - was einige berühmte Leute über Dialog zwischen Mensch und Gott sagten" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596-300x88.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596-768x226.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230222_1212081-scaled-e1677079935596-585x172.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h3>Bhagavad Gita Zitate englischsprachiger Vordenker</h3>
<p>Aber nicht nur die deutschen Dichter und Denker wurden durch die Lehren Indiens beeinflusst:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich verdanke der Bhagavad Gita einen großartigen Tag. Sie war das erste aller Bücher; es war, als ob ein Reich zu uns sprach, nichts Kleines oder Unwürdiges, sondern etwas Großes, Gelassenes, Beständiges, die Stimme einer alten Intelligenz, die in einem anderen Zeitalter und in einem anderen Klima über dieselben Fragen nachgedacht und sie so gelöst hatte, die uns beschäftigen.&#8221;</p>
<p>Ralph Waldo Emerson 1803-1882</p></blockquote>
<p>Der Philosoph Thoreau war mit Emerson befreundet und auch von den indischen Schriften so beeindruckt, dass er sich in den Wald zurückzog.</p>
<blockquote><p>&#8220;Morgens bade ich meinen Intellekt in der überwältigenden und kosmogonalen Philosophie der Bhagavad Gita, im Vergleich zu der unsere moderne Welt und ihre Literatur mickrig und trivial erscheinen.&#8221;</p>
<p>Henry David Thoreau 1817-1862</p></blockquote>
<p>Der gesellschaftskritische Philosoph und Schriftsteller Huxley erkannte den Wert für die gesamte Menschheit.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Bhagavad Gita ist die systematischste Erklärung der spirituellen Evolution, die für die Menschheit von bleibendem Wert ist. Sie ist eine der klarsten und umfassendsten Zusammenfassungen der philosophia perennis, die je offenbart wurde; daher ist ihr bleibender Wert nicht nur für Indien, sondern für die gesamte Menschheit von Bedeutung.&#8221;</p>
<p>Aldous Huxley 1894-1963</p></blockquote>
<p>Thomas Merton, der Mönch, Mystiker und Schriftsteller dachte da etwas kleiner.</p>
<blockquote><p>„Die BG kann als wichtigster literarischer Stützpfeiler der religiösen Zivilisation Indiens, der ältesten lebenden Kultur der Welt, angesehen werden.“</p>
<p>Thomas Merton 1915-1968</p></blockquote>
<h4>Bhagavad Gita Zitate: Beginn des 20. Jahrhunderts und Nazis</h4>
<p>1875 bildete sich in New York mit der Theosophischen Gesellschaft ein Kreis von Gelehrten, Spiritisten und Esoterikern, die sich neben der ägyptischen Mysterien auch den östlichen Religionen widmeten. Die Gründerin Helena Petrovna Blavatsky kritisierte mit fundierter Kenntnis die westlichen Übersetzer und Kommentatoren. Zum Beispiel betonte sie die fehlende Unterscheidung zwischen dem <a title="Was ist das Selbst? Wer bin Ich? Definitionen des Atman." href="https://vedanta-yoga.de/advaita-vedanta/atman-selbst-bewusstsein/" target="_blank" rel="noopener">Selbst als Person und dem &#8220;höheren&#8221; Selbst Atman</a>.</p>
<blockquote><p>Das Lied des Herrn: Ein Teil des <a class="wpil_keyword_link" title="Mahabharata" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/bhagavad-gita-mahabharata/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Mahabharata</a>, des großen epischen Gedichts Indiens. Es enthält einen Dialog, in dem <a title="Krishna/ Kṛṣṇa – liebender Gott mit Flöte und Kuh" href="https://vedanta-yoga.de/indische-goetter/krishna-govinda-gopala-vaasudeva/" target="_blank" rel="noopener">Krishna</a> &#8211; der &#8220;Wagenlenker&#8221; &#8211; und Arjuna, sein Schüler, eine Diskussion über die höchste spirituelle Philosophie führen. Das Werk ist in erster Linie okkult oder esoterisch.&#8221;</p>
<p>Helena Petrovna Blavatsky 1831-1891</p></blockquote>
<p>Einer ihrer Mitgründer schrieb:</p>
<blockquote><p>Die BG neigt dazu, dem Einzelnen zwei Dinge einzuprägen: erstens Selbstlosigkeit und zweitens Handeln; das Studium und das Leben nach ihr wird den Glauben wecken, dass es nur einen Geist gibt und nicht mehrere; dass wir nicht für uns allein leben können, sondern erkennen müssen, dass es so etwas wie Getrenntheit nicht gibt und keine Möglichkeit, dem kollektiven <a class="wpil_keyword_link" title="Karma" href="https://vedanta-yoga.de/satsang/karma-das-gesetz-von-ursache-und-wirkung/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Karma</a> der Rasse*, der man angehört, zu entkommen, und dann, dass wir in Übereinstimmung mit diesem Glauben denken und handeln müssen.</p>
<p>William Quan Judge 1851-1896</p></blockquote>
<p>*dazu weiter unten mehr, im westlichen esoterischen Denken gab es schon immer viel Rassismus. <img alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f641.png" consent-required="17183" consent-by="services" consent-id="17184"/></p>
<p>Und noch ein weiteres der vielen Bhagavad Gita Zitate aus dem Kontext der Theosophen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Unter den unschätzbaren Lehren, die in dem großen hinduistischen Gedicht des Mahabharata zu finden sind, ist keine so selten und kostbar wie dieses &#8220;Lied des Herrn&#8221;. Seit es von den göttlichen Lippen Shrî Krishnas auf dem Schlachtfeld fiel und die aufgewühlten Gefühle seines Schülers und Freundes beruhigte, wie viele aufgewühlte Herzen hat es beruhigt und gestärkt, wie viele müde Seelen hat es zu Ihm geführt!&#8221;</p>
<p>Annie Besant 1867-1933</p></blockquote>
<p>Ich muss hier kritisch anmerken, dass die Theosophie verschiedene rassistische und antisemitische Ideologien vertreten hat, wie z.B. die Idee der &#8220;Wurzelrasse&#8221; und damit verbunden das Konzept der arischen Herrenrasse. Dieses bot den Nährboden für okkulte Rechtfertigungen für die Ideologie der Nationalsozialisten.</p>
<p>Damals gab es neben den Theosophen noch verschiedene andere Gruppen und Zeitschriften, die sich mit dem Okkulten und auch indischen Lehren befassten. Darunter z.B. die Schriftsteller Thomas Mann und Rainer Maria Rilke und der Theosoph, Freimaurer und Rosenkreuzer Franz Hartmann.</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt wohl kein Buch der Welt, welches bei allen, die es kennen, in so hohem Ansehen steht. (&#8230;) das Lied von der Gottheit, enthaltend die Lehre von der menschlichen Vollkommenheit im göttlichen Dasein.&#8221;</p>
<p>Franz Hartmann 1838-1912</p></blockquote>
<p>Der Ruhm der BG drang auch nach Russland, einige der großen Schriftsteller fanden in ihr Inspiration.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die BG besagt, dass der Mensch alle seine geistigen Kräfte auf die Erfüllung seiner Pflicht richten soll.<br />
(&#8230;) Ich glaube fest daran und versuche immer, mich daran zu erinnern und danach zu handeln, und sage es auch denen, die mich nach meiner Meinung fragen, und bringe es in ihren Schriften zum Ausdruck.&#8221;</p>
<p>Leo Tolstoi 1828-1910</p></blockquote>
<p>Später spaltete sich Steiner mit seinen Anthroposophen als eigene Gruppe von den Theosophen ab. Er wird heute eindeutig als <a href="https://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/steiner-7.htm" target="_blank" rel="nofollow noopener">völkischer Antisemit und Rassist</a> benannt, daher (und aus vielen anderen Gründen) sind seine Lehren kritisch zu betrachten, mehr dazu im <a href="https://waldorfsalat.letscast.fm/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Waldorfsalat Podcast.</a></p>
<blockquote><p>&#8220;Um sich einer so erhabenen Schöpfung wie der BG mit vollem Verständnis zu nähern, ist es notwendig, unsere Seele auf sie einzustimmen.&#8221; Rudolph Steiner 1861-1925</p></blockquote>
<p>Es heißt auch, der wahnsinnige Obernazi Himmler hätte gerne die Bhagavad Gita gelesen und ab 42 stets eine dabei gehabt. Allerdings ist offensichtlich, dass er nicht wirklich den tiefen Sinn erfasst hat. Denn viele Bhagavad Gita Zitate sagen ganz klar, welche Eigenschaften der Mensch entwickeln sollte:</p>
<blockquote><p>„Vergebung, Zornlosigkeit, <a title="Bhagavad Gita, Verse 5.6-13 – Entsagung der Ergebnisse unseres Handelns" href="https://vedanta-yoga.de/bhagavad-gita/entsagung-der-ergebnisse/" target="_blank" rel="noopener">Entsagung</a>, Frieden, Nichtverleumdung, Mitleid mit allen Lebewesen, Begierdelosigkeit, Milde, Bescheidenheit, Beständigkeit, lichtvolle Stärke, Reinheit, Fehlen von Feindseligkeit, Nicht-Hochmut“ BG 16.2-3</p></blockquote>
<p>Und diese Eigenschaften des Menschen lassen kaum Spielraum für den Hass und die Verblendung der Nazis, oder andere Formen des Rassismus.</p>
<p>Der jüdisch-deutsche theoretische Phyiker Oppenheimer gilt mit seinen Ideen als „Vater der Atombombe“ und bereute dieses sehr. Er nutzte als Kenner des <a title="25 Sanskrit Begriffe, die wir im Alltag benutzen – über Indoeuropaeische Sprachen" href="https://vedanta-yoga.de/hinduismus/sanskrit-indoeuropaeische-sprachen/" target="_blank" rel="noopener">Sanskrit</a> ein BG Zitat, um das Gewicht seiner Erfindung zu betonen:</p>
<blockquote><p>„Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.“</p>
<p>Robert Oppenheimer 1904-1967</p></blockquote>
<p>Damit bezog er sich auf folgenden Vers:</p>
<blockquote><p>„Wenn das Licht von tausend Sonnen / am Himmel plötzlich bräch‘ hervor / das wäre gleich dem Glanze dieses Herrlichen, und ich bin der Tod geworden, Zertrümmerer der Welten.“ BG 11.12+32</p></blockquote>
<h4>Weitere Bhagavad Gita Zitate: Indische Meister und Gelehrte</h4>
<p>Es gibt nahezu unzählige Übersetzungen, Kommentare und Interpretationen, daher will ich hier nur einige ganz wenige Bhagavad Gita Zitate von indischen Gurus nennen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Der moderne Mensch in diesem Jahrzehnt der zweiten Hälfte des 20. braucht eine wirksame Führung zum Licht. Er tappt im Dunkeln. Er sieht überall nur Probleme und keine Lösungen sind nirgendwo zu finden. Er weiß nicht, wohin er sich wenden soll, welchen Kurs er einschlagen soll und wie er sich in Richtung eines besseren Zustands bewegen kann. Deshalb ist sein Leben von Unruhe erfüllt, Unglücklichsein und Komplikationen. Die Bhagavad Gita enthält Worte der Weisheit und praktische Lehren, die Antworten auf die oben genannten Zustände des heutigen Menschen enthalten.&#8221; Swami Chidananda 1916-2008</p></blockquote>
<p>Sri Aurobindo bringt es auf den Punkt.</p>
<blockquote><p>„Die Lehre des Gita muss nicht bloß im Lichte einer allgemeinen spirituellen Philosophie oder ethischen Lehre betrachtet werden, sondern als eine Anwendung von Ethik und Spiritualität auf das menschliche Lebe in einer echten Krise.“</p>
<p>Sri Aurobindo Ghose 1872-1950</p></blockquote>
<p>In meiner Auflistung der Bhagavad Gita Zitate muss auch eines von Swami <a class="wpil_keyword_link" title="Sivananda" href="https://vedanta-yoga.de/guru/swami-sivananda-saraswati-vortrag-uber-sein-leben/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Sivananda</a>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Lehren der Gita sind umfassend, universell und erhaben. Sie gehören zu keiner Sekte, Sekte, Glaube, Alter oder Land. Sie sind für die Menschen auf der ganzen Welt bestimmt.&#8221;</p>
<p>Swami Sivananda 1889-1963</p></blockquote>
<p>Sehr einflussreich sind auch die Kommentare von Mahatma Gandhi.</p>
<blockquote><p>„In der Bhagavad Gita finde ich einen Trost, den ich selbst in der Bergpredigt vermisse. Wenn mir manchmal die Enttäuschung ins Antlitz starrt, wenn ich verlassen, keinen Lichtstrahl erblicke, greife ich zur Bhagavad Gita. Dann finde ich hier und dort eine Strophe und beginne zu lächeln, inmitten aller Tragödien, und mein Leben ist voll von Tragödien gewesen. Wenn sie alle keine sichtbaren Wunden auf mir hinterlassen haben, verdanke ich dies den Lehren der Gita.“</p>
<p>Mahatma Gandhi 1869-1948</p></blockquote>
<p>An anderer Stelle sagte Gandhi:</p>
<blockquote><p>„Von Anfang an, seit ich 1889 Bekanntschaft mit ihr machte, ist die Gita für mich wie eine Mutter gewesen. Bei jeder Schwierigkeit wende ich mich ihr zu, um mich von ihr leiten zu lassen, und die gewünschte Führung ist immer da gewesen. Aber du musst dich Mutter Gita in aller Ehrerbietung nähern, willst du von ihrer Fürsorge etwas haben. Wer den Kopf auf ihren friedenschenkenden Schoß legt, wird nie enttäuscht, sondern erfreut sich vollendeten Glücks. Diese spirituelle Mutter gibt dem, der sie verehrt, in jedem Augenblick seines Lebens neues Wissen, neue Hoffnung und Kraft.“</p>
<p>Mahatma Gandhi 1869-1948</p></blockquote>
<h5>Abschließend noch ein Bhagavad Gita Zitat aus der Gegenwart:</h5>
<blockquote><p>&#8220;In der BG, diesem alten indischen Yogatext, heißt es, dass es besser ist, das eigene Schicksal unvollkommen zu leben, als das Leben eines anderen in Perfektion nachzuahmen.&#8221;</p>
<p>Elizabeth Gilbert, aus &#8220;Eat, Pray, Love&#8221;</p></blockquote>
<p>und schließlich</p>
<blockquote><p>In der BG, einer der ältesten und schönsten spirituellen Lehren überhaupt, wird die Nichtanhaftung an die Früchte des eigenen Handelns als <a class="wpil_keyword_link" title="Karma Yoga" href="https://vedanta-yoga.de/karma-yoga/" target="_blank" rel="noopener" data-wpil-keyword-link="linked">Karma Yoga</a> bezeichnet. Er wird als der Weg des &#8220;geweihten Handelns&#8221; beschrieben.&#8221; Eckhart Tolle</p></blockquote>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ss&amp;ref=as_ss_li_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=wwwmachshelld-21&amp;language=de_DE&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=0691139962&amp;asins=0691139962&amp;linkId=1b14844c2437a2d8155c43e5a4df1a10&amp;show_border=true&amp;link_opens_in_new_window=true" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" sandbox="allow-popups allow-scripts allow-modals allow-forms allow-same-origin"></iframe><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13526" src="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200119_125311-scaled-e1607510156303.jpg" alt="Bhagavat Gita-Vedanta-Advaita Vedanta-Kommentar" width="800" height="600" title="Meta - Themen die noch nicht in eine Kategorie passen Spirituelle Reisen Bhagavad Gita Zitate - was einige berühmte Leute über Dialog zwischen Mensch und Gott sagten" srcset="https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200119_125311-scaled-e1607510156303.jpg 800w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200119_125311-scaled-e1607510156303-300x225.jpg 300w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200119_125311-scaled-e1607510156303-768x576.jpg 768w, https://vedanta-yoga.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200119_125311-scaled-e1607510156303-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			<dc:creator>narada@vedanta-yoga.de (Narada Marcel Turnau)</dc:creator></item>
	</channel>
</rss>