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	<title>Verbockt und Verbloggt</title>
	
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	<description>Pannen und Patzer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft</description>
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		<title>Die Chiquita-Werbung hinterlässt braune Stellen</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 15:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Print und Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Banane]]></category>
		<category><![CDATA[Garantie]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Chiquita macht in Deutschland derzeit massiv Werbung für ihre fast unverwüstlichen Chiquita-Bananen. Zwei Damen fragen sich im Supermarkt, wieso die billigen Bananen immer so schnell fleckig und braun werden. Nur Chiquita-Bananen sehen angeblich auch nach dem fünften Tag noch aus wie frisch gekauft. Dafür gibt es sogar eine Geld-Zurück-Garantie. Das Schlimme daran: beim Konsumenten wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chiquita_Brands_International" target="_blank">Chiquita</a> macht in Deutschland derzeit massiv Werbung für ihre fast unverwüstlichen <a href="http://www.chiquita.de/de/de/products/bananas.html" target="_blank">Chiquita-Bananen</a>. Zwei Damen fragen sich im Supermarkt, wieso die billigen Bananen immer so schnell fleckig und braun werden. Nur Chiquita-Bananen sehen angeblich auch nach dem fünften Tag noch aus wie frisch gekauft. Dafür gibt es sogar eine <a href="http://www.chiquita.de/de/de/cashback" target="_blank">Geld-Zurück-Garantie</a>. Das Schlimme daran: beim Konsumenten wird die Erwartung geweckt, ein natürliches Lebensmittel muss sich verhalten wie Plastikfrüchte.</p>
<h3>Diese Kampagne setzt mehrfach falsche Signale</h3>
<p><a href="http://www.verbloggt.de/wp-content/uploads/2012/01/chiquita-werbung-1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2830];player=img;" title="Chiquita Werbung: billige Bananen"><img class="alignnone size-medium wp-image-2833" title="Chiquita Werbung: billige Bananen" src="http://www.verbloggt.de/wp-content/uploads/2012/01/chiquita-werbung-1-430x258.jpg" alt="" width="430" height="258" /></a></p>
<p><strong>Billig oder bereits aussortiert?</strong> In meinem Supermarkt gibt zwei Sorten von Bananen. Die &#8220;Normalen&#8221; und &#8220;Bio&#8221;. Beide kosten seltsamerweise gleich viel. In der Regel 2 Euro das Kilo. Wie kann das gehen, und wieso sollte ich dann die Konventionellen kaufen? Auffällig ist auch, dass ich ganz selten braun-fleckige Bananen dort in der Auslage finde. Dies könnte daran liegen, dass ständig aussortiert und weg geworfen wird.<br />
Der Film &#8220;<a href="http://www.n-tv.de/leute/musikundfilm/Taste-the-Waste-enttarnt-article4312601.html" target="_blank">Taste the Waste</a>&#8221; hinterleuchtet die Perversität unserer Überflussgesellschaft. Was nicht der Norm entspricht, wird entsorgt und landet im schlimmsten Fall auf dem Müll. Dazu zählen auch fleckige Bananen. Der Verbraucher erwartet angeblich(!) makellose Früchte. Der Handel hat diese Verluste bereits einkalkuliert. Daher müssen &#8220;gute&#8221; Bananen auch mehr kosten, weil ein guter Teil auf dem Müll landet. Das Aussortieren beginnt übrigens bereits auf dem Feld. Ca. <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4758" target="_blank">20 Prozent der Ernte wird vernichtet</a>, weil sie nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. Man könnte auch sagen: Chiquita möchte sich nicht das Hochpreis-Segment kaputt machen und vernichtet lieber Lebensmittel als den Preis zu senken.</p>
<p>Ich kaufe meine Bananen übrigens immer im Discounter. Da kosten sie meist nie mehr als 1,50 Euro/Kilo. Die braunen Flecken stören mich kein bisschen. Auch Form und Größe sind mir total egal. Es geht doch eigentlich um die gesunden Nährwerte und den Geschmack. Am liebsten esse ich übrigens die kleinen, weichen Bananen. Die bekommt man bei uns leider nicht; und wenn dann sind sie völlig überteuert. So als ob es eine Besonderheit wäre. Doch gerade das Gegenteil ist der Fall. Was wir unter einer idealen Banane verstehen, wird in Südamerika als &#8220;überzüchtete Gurke&#8221; betrachtet.</p>
<p><a href="http://www.verbloggt.de/wp-content/uploads/2012/01/chiquita-werbung-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2830];player=img;" title="Chiquita Werbung: Marktforschung"><img class="alignnone size-medium wp-image-2834" title="Chiquita Werbung: Marktforschung" src="http://www.verbloggt.de/wp-content/uploads/2012/01/chiquita-werbung-2-430x257.jpg" alt="" width="430" height="257" /></a></p>
<p><strong>Chiquita-Bananen bleiben länger frisch?</strong> Nun, diese Aussage ist gewagt. Deshalb versteckt man in der Werbung auch gekonnt den Hinweis, dass dies auf einer &#8220;<em>unabhängigen Marktforschung von Chiquita  Verwendern</em>&#8221; beruhen würde. Wenn der Verbraucher dies behauptet, gibt es rechtlich wenig daran zu rütteln.<br />
Wenn man die beiden Bananenstauden aus der Werbung sich anschaut, versteht man auf den ersten Blick nicht wirklich, wieso zwischen linker und rechter Staude so ein großer Unterschied sein soll. Nun, es ist Werbung. Auch eine Chiquita-Banane sieht nach dem fünften Tag so aus, wie Bananen nun mal ab einer gewissen Zeit aussehen. Bräunlich. Matschig. Bei wem auch die Chiquitas nach dem fünften Tag wie die billigen Bananen aussehen, kann deshalb die Geld-Zurück-Garantie in Anspruch nehmen. Wer dies plant oder in Betracht zieht, sollte allerdings seinen Einkaufsbeleg gut aufbewahren. Logisch. Ohne Nachweis auch kein Geld zurück.</p>
<p><a href="http://www.verbloggt.de/wp-content/uploads/2012/01/chiquita-werbung-3.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2830];player=img;" title="Chiquita Werbung: Lagerung"><img class="alignnone size-medium wp-image-2835" title="Chiquita Werbung: Lagerung" src="http://www.verbloggt.de/wp-content/uploads/2012/01/chiquita-werbung-3-430x261.jpg" alt="" width="430" height="261" /></a></p>
<p>Bei der Aktion gilt es allerdings <strong>ein paar Besonderheiten zu beachten</strong>. Ganz so einfach macht es einem Chiquita dann doch nicht. Die <strong>sachgemäße Lagerung</strong> ist unbedingt zu beachten; nicht dass das gelbe Obst schnell aussieht wie die &#8220;billigen Dinger&#8221;. Dazu zählt: nicht werfen, nicht drücken, getrennte Lagerung (von anderen Früchten), nicht im Kühlschrank aufbewahren, keine Zugluft, keine Temperaturschwankungen und möglichst 18°C bis 20°C Raumtemperatur. Wenn man all dies beachtet sehen übrigens auch günstige Bananen länger frisch aus. Doch dies nur nebenbei.<br />
Jeder Haushalt kann übrigens nur einmal an der Aktion teilnehmen. Es werden auch nicht mehr als vier Kilo angerechnet. Und &#8220;natürlich&#8221; erlaubt sich Chiquita, nach der Aktion weitere Informationen zu versenden. Die weitere Werbung ist also garantiert. Für echte Chiquita-Fans wohl kein Problem.</p>
<p><strong>Die Perversität ins Absurdum geführt.</strong> Der Verbraucher erwartet perfekte Früchte. Braune und matschige Bananen gehören offensichtlich nicht dazu. Also wird bereits bis zum Verkauf im Supermarkt kräftig aussortiert. Da Qualität damit folglich ihren Preis hat, kosten die &#8220;perfekten&#8221; Bananen von Chiquita mehr als die Billigen. Logisch. Und weil es dafür sogar eine <em>Geld-zurück-Garantie</em> gibt, finanziert der Verbraucher bei jedem Kauf diese Aktion mit; auch den vorherigen Ausschuss. Eigentlich sollte jeder Chiquita-Käufer diese Aktion in Anspruch nehmen. Bedingungslos!</p>
<p>Screenshots: © Chiquita Deutschland</p>
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		<title>‘Gottschalk live’ nervig amerikanisch</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 19:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschalk]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade eben lief in der ARD die erste Ausgabe von &#8220;Gottschalk live&#8220;. In der 30-minütigen Sendung ab 19:20 Uhr soll über tagesaktuelle Themen ebenso gesprochen werden so wie mit interessanten Gästen. Zur ersten Sendung war Michael Bully Herbig eingeladen. Die Studio-Kulisse ist einladend gestaltet und Thomas Gottschalk ist locker wie immer. Doch etwas nervt gewaltig: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade eben lief in der ARD die erste Ausgabe von &#8220;<a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/boulevard/gottschalk-live/index.html" target="_blank">Gottschalk live</a>&#8220;. In der 30-minütigen Sendung ab 19:20 Uhr soll über tagesaktuelle Themen ebenso gesprochen werden so wie mit interessanten Gästen. Zur ersten Sendung war <em>Michael Bully Herbig</em> eingeladen. Die Studio-Kulisse ist einladend gestaltet und Thomas Gottschalk ist locker wie immer. Doch etwas nervt gewaltig: die Sendung wird gefühlte 10 Mal unterbrochen, um Werbung unterzubringen.</p>
<p>Es werden drei Sätze gesprochen. Kaum ist ein Gedanke ausgetauscht, schon wird wieder die Pausenmelodie eingeblendet. Die Sendung ist wieder unterbrochen. Mal sind es nur 30 Sekunden, ein anderes mal 60 Sekunden. Ein vernünftiges Gespräch ist unter diesen Bedingungen kaum machbar. Und zum Zuschauen lohnen sich die 30 Minuten in diesem Fall ebenfalls nicht.<br />
Die Werbung steht &#8211; gefühlt &#8211; eindeutig im Vordergrund. Man könnte auch behaupten, dass die Werbung ständig durch einen überflüssigen Talk unterbrochen wird.</p>
<p>Wenn diese Sendung dauerhaft einen Erfolg haben soll, muss die Anzahl der Werbeblöcke massiv reduziert werden. Denn als Zuschauer schaut man sich die Sendung wegen der interessanten Gäste oder Themen, und nicht wegen der gut gemachten Werbung. Es kann natürlich auch sein, dass man bewusst so viel Werbung schalten muss, um die hohen Personalkosten (unter anderem für Gottschalks Gage) begleichen zu können. Dies wäre richtig typisch amerikanisch. Um wahrgenommen zu werden, braucht man einen berühmten Kopf. Diese berühmte Persönlichkeit kostet aber viel Geld, also muss man viel Werbung einblenden. Die ganze Perversität wird noch übertrumpft durch die Gebührenfinanzierung der öffentlich-rechtlichen ARD. Glückwunsch!</p>
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		<title>‘Wetten, dass..?’: Jeden, nur nicht den Pilawa</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Moderator]]></category>
		<category><![CDATA[Wetten Dass]]></category>
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		<description><![CDATA[Wetten, dass am Schluss der Jörg Pilawa die Samstagsabendshow moderieren wird? Seit Samstag geistert eine neue Personalspekulation durchs Internet. Das Nachrichtenmagazin &#8220;Spiegel&#8221; soll erfahren haben, dass als Nachfolger von Thomas Gottschalk nun doch Jörg Pilawa die Sendung &#8221;Wetten, dass..?&#8221; übernehmen soll. Der hatte zwar früher schon mal &#8220;Nein&#8221; gesagt, aber das letzte Wort sei offenbar noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wetten, dass am Schluss der <a href="http://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/wetten-dass-kommt-jetzt-doch-pilawa-article1369234.html" target="_blank">Jörg Pilawa</a> die Samstagsabendshow moderieren wird? Seit Samstag geistert eine neue Personalspekulation durchs Internet. Das Nachrichtenmagazin &#8220;Spiegel&#8221; soll erfahren haben, dass als Nachfolger von Thomas Gottschalk nun doch Jörg Pilawa die Sendung &#8221;<em>Wetten, dass..?</em>&#8221; übernehmen soll. Der hatte zwar früher schon mal &#8220;Nein&#8221; gesagt, aber das letzte Wort sei offenbar noch nicht gefallen.</p>
<p>Die Programmverantwortlichen beim ZDF müssen extrem verzweifelt sein. In den letzten Wochen und Monaten wurden bereits alle erdenklichen Moderatoren genannt, welche fehlerfrei Deutsch sprechen würden und schon einmal vor mehr als 1.000 Personen standen. Notgedrungen hätte der ZDF-Fernsehrat wohl auch eine unbekannte Klofrau nominiert, wenn sie die nötigen Qualifikationen erfüllen würde. Nach all dem Hin und Her ist man nun (wieder) beim Pilawa gelandet. Wenn dies das kleinste Übel ist, welches das Fernsehvolk am Samstagabend ertragen muss, dann soll es wohl der &#8220;<em>Hamburger Jung</em>&#8221; werden. Ich sage allerdings schon jetzt: &#8220;Oh je!&#8221;</p>
<p>Jörg Pilawa ist nicht der Mann für diese Art von Unterhaltungssendung. Er mag ein ausgezeichneter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jörg_Pilawa#Fernsehkarriere" target="_blank">Gastgeber für jegliche Art von Quizsendung</a> sein, von deren er in den letzten Jahren etliche moderiert hat. Doch für ein Showformat mit großen und internationalen Gästen ist seine hamburgische Art zu kalt. Das möchte die Mehrheit nicht sehen und dies würde keiner freiwillig über 2,5 Stunden ertragen wollen. Ihm fehlt es an Wärme, an gastgeberischem Feingefühl und auch an Freizügigkeit. Der Fernsehzuschauer möchte sich unterhalten fühlen, und dazu zählt hier und da auch mal ein (dezent) loses Mundwerk, ein flapsiger Spruch oder einfach nur ein &#8220;Du-auf-Du&#8221; mit dem prominenten Gast.</p>
<p>Beim ZDF hat man bereits Erfahrung mit &#8220;Kurzarbeit&#8221;. Schon einmal hatte ein gewisser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Lippert" target="_blank">Wolfgang Lippert</a> wenig erfolgreich und relativ kurz die Sendung moderiert. Vielleicht macht man beim ZDF den selben Fehler ein zweites Mal. Man sieht dort mit dem zweiten Auge wohl nicht nur besser sondern auch doppelt. Also am Ende vielleicht alles nur halb so schlimm, wenn es doch der Pilawa werden sollte.</p>
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		<title>Schlecker ist pleite!?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Big Business]]></category>
		<category><![CDATA[Drogerie]]></category>
		<category><![CDATA[Insolvenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlecker]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade eben lese ich auf Fincial-Times, dass die Drogeriekette &#8220;Schlecker&#8221; einen Insolvenzantrag stellen wird. Man sei zahlungsunfähig und gehe dem Weg in die Planzinsolvenz. Das ist ein schlechter Scherz, oder? Ein Unternehmen mit über sechs Milliarden Euro Jahresumsatz ist pleite? Oder ist das eine neue Art von Gewinnmaximierung? Über diesen Weg kann sich Schlecker jedenfalls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade eben lese ich auf <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:angeschlagene-drogeriekette-schlecker-ist-pleite/60157529.html" target="_blank">Fincial-Times</a>, dass die Drogeriekette &#8220;<a href="http://www.schlecker.com" target="_blank">Schlecker</a>&#8221; einen Insolvenzantrag stellen wird. Man sei zahlungsunfähig und gehe dem Weg in die Planzinsolvenz. Das ist ein schlechter Scherz, oder? Ein Unternehmen mit über sechs Milliarden Euro Jahresumsatz ist pleite? Oder ist das eine neue Art von Gewinnmaximierung? Über diesen Weg kann sich Schlecker jedenfalls schnell und unkompliziert von Altlasten befreien.</p>
<p>Zuletzt war der Drogeriekonzern in den Schlagzeilen, weil man unrentable Filialen schließen wollte. 600 der bundesweit rund 7000 Filialen seien von der Schließung betroffen. Für weitere 750 bis 1000 Filialen wollte man ein neues Konzept aufbauen. Kunden klagen bereits seit langem über die Zustände in den Drogeriemärkten: eng, unaufgeräumt, leere Regale und teilweise auch unfreundliches Personal. Außerdem waren die angebotenen Artikel meist gleich teuer wie in einem regulären Supermarkt.</p>
<p>Die Konkurrenten <a href="http://www.dm-drogeriemarkt.de/" target="_blank">dm</a> und <a href="http://www.rossmann.de/" target="_blank">Rossmann</a> hatten in den vergangenen Jahren stark aufholen können. Bei Schlecker ist man jedoch nicht komplett fremdverschuldet in die finanzielle Falle gelaufen. Das Schlecker-Management war dabei, das komplette Land mit Filialen zu überspannen. In jeder Kleinstadt, ab ca. 2000 Einwohner, wollte man eine Filiale eröffnen. Zudem wollte man, gerade auf dem Land, das Produktsortiment erweitern. So war unter anderem der Verkauf von abgepacktem Frischfleisch angedacht.<br />
Nun macht das Management eine doppelte Rolle rückwärts. Gesundschrumpfen lautet der Plan. Und damit dieser schneller und effektiver durchgeführt werden kann, hat man sich nun wohl zur Insolvenz bereit erklärt. Der Geschäftsbetrieb wird unverändert weitergeführt. Alle Filialen werden auch weiterhin Ware verkaufen. Der eine oder andere Mietvertrag wird jedoch wahrscheinlich schneller beendet, als dies manchem Vermieter lieb sein würde. Und vielleicht müssen auch ein paar Lieferanten auf Forderungen verzichten. Richtig böse wäre es, wenn dann auch noch das Personal auf den Lohn verzichten müsste. Aber da hilft notfalls eventuell die Bundeskanzlerin.</p>
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		<title>Beim Preisbock hat es sich ausgebockt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 14:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Big Business]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Verkauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Live-Shopping ist ein aus den USA stammender Trend aus der E-Commerce-Szene. Der Gedanke: jeden Tag nur ein Produkt und auch nur so lange der Vorrat reicht. Mit hohen Abnahmemengen möchte man einen günstigen Einzelverkaufspreis erzielen. Die Idee brachte schnell auch in Deutschland einige Portale hervor. Doch das simple Konzept trägt sich nicht auf Dauer. Nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Live-Shopping ist ein aus den USA stammender Trend aus der E-Commerce-Szene. Der Gedanke: jeden Tag nur ein Produkt und auch nur so lange der Vorrat reicht. Mit hohen Abnahmemengen möchte man einen günstigen Einzelverkaufspreis erzielen. Die Idee brachte schnell auch in Deutschland einige Portale hervor. Doch das simple Konzept trägt sich nicht auf Dauer. Nur wenn die halbe Nation zur selben Zeit das selbe Produkt benötigt, geht die Rechnung auf. Bei der  <a href="http://www.preisbock.de/" target="_blank">Preisbock GmbH</a> läuft das Geschäft offensichtlich derart &#8220;gut&#8221;, dass es <a href="http://www.shopbetreiber-blog.de/2012/01/11/preisbock-steht-zum-verkauf/" target="_blank">zum Verkauf ansteht</a>.</p>
<p>Offiziell heißt es vom Betreiber, der  e-Commerce-Agentur <em><a href="http://www.dotsource.de/" target="_blank">dotSource</a></em> aus Jena, man wolle sich verstärkt dem Kerngeschäft widmen. Ich interpretiere aus diesem Satz, dass man sich gesundschrumpfen muss. Das Geschäft mit den Preisbock-Deals läuft seit einigen Monaten nur noch schleppend. Früher gab es mitunter mehrere Deals pro Tag. Heute hingegen gilt ein Deal auch für mehrere Tage. Ebenso hat sich die Angebotspalette stark abgeschwächt. Der Bedarf an Taschen, Schmuck und Hotelgutscheinen dürfte auf Dauer relativ gering ausfallen. Selbst zur umsatzstarken Zeit vor Weihnachten hat man mit Puzzle-Sets oder Badewannen-Enten &#8220;geglänzt&#8221;.<br />
Bereits vor Monaten machte mich ein überdimensionaler Banner stutzig. Seitdem verunstaltet eine überdimensionale Werbung für <a href="http://www.mansbox.de/" target="_blank">Mansbox</a> die Preisbock-Website. Mansbox ist ein Tochterunternehmen der Preisbock GmbH. Bei Mansbox kann der moderne Mann eine Art Dauerabo auf Unterwäsche bestellen. Damit soll man <em>mehr Zeit fürs Leben</em> haben. Ein schöner Gedanke. Doch selbst der gestresste Businessman ohne Freizeit möchte nicht tagaus-tagein die selbe langweilige Unterwäsche tragen. So einfallsreich die Idee, so einfallslos die Umsetzung.</p>
<p>Schon andere zuvor sind am einseitigen Konzept des Live-Shoppings gescheitert: <a title="Sportlet wird zum Out-let" href="http://www.verbloggt.de/sportlet-wird-zum-out-let/">Sportlet</a> (Sportbekleidung) oder auch <a href="http://www.deutsche-startups.de/2008/11/11/schutzgeldde-gibt-auf/" target="_blank">Schutzgeld</a>. Der Grund ist einfach: natürliches Wachstum kann mit einem eingeschränkten Produktangebot kaum stattfinden. Wenn sich für das spezielle Angebot nicht genügend Käufer finden, bleibt man auf Paletten von ein und dem selben Produkt sitzen. Zudem ist der Preisvorteil zur allgemeinen Konkurrenz meist sehr gering. Wenn dann nur noch Restposten oder &#8220;Ramschware&#8221; angeboten wird, verlieren auch die Stammkäufer den Gefallen am &#8220;Daily-Deal&#8221;.</p>
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