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	<title>Visionen &amp; Wege</title>
	
	<link>http://www.visionenundwege.de/wordpress</link>
	<description>Gewaltfreie Kommunikation, Existenzgründung und mehr</description>
	<lastBuildDate>Fri, 04 May 2012 18:25:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>GFK für die Ohren: Eva, Kain, die Bibel und die GFK</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 16:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfreie Kommunikation]]></category>
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		<description><![CDATA[In diesem Interview mit dem Theologen Gottfried Orth von der Technischen Universität Braunschweig geht es um spannende Fragen rund um das christliche Menschenbild, Religion, die Bibel und die GFK. Den Unterschied zwischen dem, was in der Bibel steht und was wir hineininterpretieren. Wie war das nun mit Eva? Was ist Erbsünde? Und wie sieht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Interview mit dem Theologen Gottfried Orth von der Technischen Universität Braunschweig geht es um spannende Fragen rund um das christliche Menschenbild, Religion, die Bibel und die GFK.</p>
<ul>
<li>Den Unterschied zwischen dem, was in der Bibel steht und was wir hineininterpretieren.</li>
<li>Wie war das nun mit Eva?</li>
<li>Was ist Erbsünde? Und wie sieht die Bibel die Frage von Schuldund Strafe? Welche Rolle spielt dabei die Gnade?</li>
<li>Erwartet uns irgendwann die große Abrechnung?</li>
<li>Tun wir wir wirklich immer das Beste was uns zur Verfügung steht?</li>
<li>Wie stehen das Menschenbild der Bibel und das der GFK zueinander?</li>
</ul>
<div id="attachment_491" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/gorth.jpg"><img class=" wp-image-491" title="Gottfried_orth" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/gorth-239x300.jpg" alt="" width="191" height="241" /></a><p class="wp-caption-text">Goffried Orth</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gottfried Orth ist Professor für evangelische Theologie und Religionspädagogik an der TU Braunschweig und Autor des Buches &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3525630026/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwvisionenun-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3525630026&quot;" target="_blank">Friedensarbeit mit der Bibel &#8211; Eva, Kain und Co</a>&#8220;, in der er einen Blick hinter die weit verbreiteten Urteile zu den &#8220;Bösewichten&#8221; der Bibel eröffnet.</p>
<p>Insgesamt 30 Minuten und 20 MB.</p>
<p><a href="http://www.visionenundwege.de/Podcast/Podcast_Orth.mp3">Interview mit Gottfried Orth</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/VisionenundWege/~4/3hASiHa4JK0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Emailserie “Texte zur Haltung der Gewaltfreien Kommunikation”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/VisionenundWege/~3/TwfdzeLsyS0/emailserie-texte-zur-haltung-der-gewaltfreien-kommunikation</link>
		<comments>http://www.visionenundwege.de/wordpress/index.php/allgemein/emailserie-texte-zur-haltung-der-gewaltfreien-kommunikation#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 11:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Abonnement]]></category>
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		<category><![CDATA[Email]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort können Sie hier eine Emailserie mit kürzeren und längeren Texten zum Nachdenken und Nachspüren abonnieren &#8211; sie brauchen nur kostenlos und unverbindlich unten ihre Emailadresse einzutragen. Alle zwei Wochen senden wir Ihnen einen Text, der hilft, sich an die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation zu erinnern: Geschichten, Gedichte, Erlebnisse von Canetti, Rumi, Thich Nhat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_523" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/herzoeffnen_durch_zuhoeren_imUhrzeigersinn_Canetti2.png"><img class="size-medium wp-image-523" title="herzoeffnen_durch_zuhoeren_imUhrzeigersinn_Canetti" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/herzoeffnen_durch_zuhoeren_imUhrzeigersinn_Canetti2-300x147.png" alt="" width="300" height="147" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Christel Sohnemann</p></div>
<p>Ab sofort können Sie hier eine Emailserie mit kürzeren und längeren Texten zum Nachdenken und Nachspüren abonnieren &#8211; sie brauchen nur kostenlos und unverbindlich unten ihre Emailadresse einzutragen. Alle zwei Wochen senden wir Ihnen einen Text, der hilft, sich an die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation zu erinnern: Geschichten, Gedichte, Erlebnisse von Canetti, Rumi, Thich Nhat Han und vielen unbekannten Autoren. In dieser Serie möchten wir sie unterstützen, Gewaltfreie Kommunikation als Weg zur persönlichen Weiterentwicklung zu nutzen. Auch die spirituellen Aspekte der GFK werden hier beleuchtet. Neben den Texten gibt es kleine graphische Illustrationen und Anregungen zur Integration in den Alltag sowie Tipps zur Vertiefung.</p>
<p>Ich erweitere damit mein Angebot an kostenlosen Serviceleistungen, die sie bequem per Email abonnieren können. Derzeit können Sie folgende kostenlosen Informationen abonnieren:</p>
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<input id="mce-FNAME" type="text" name="FNAME" value="" /></div>
<div class="mc-field-group" style="text-align: left;">
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</div>
<p style="text-align: left;"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
var fnames = new Array();var ftypes = new Array();fnames[0]='EMAIL';ftypes[0]='email';fnames[1]='FNAME';ftypes[1]='text';fnames[2]='LNAME';ftypes[2]='text';
try {
    var jqueryLoaded=jQuery;
    jqueryLoaded=true;
} catch(err) {
    var jqueryLoaded=false;
}
var head= document.getElementsByTagName('head')[0];
if (!jqueryLoaded) {
    var script = document.createElement('script');
    script.type = 'text/javascript';
    script.src = 'http://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.4.4/jquery.min.js';
    head.appendChild(script);
    if (script.readyState &#038;&#038; script.onload!==null){
        script.onreadystatechange= function () {
              if (this.readyState == 'complete') mce_preload_check();
        }    
    }
}
var script = document.createElement('script');
script.type = 'text/javascript';
script.src = 'http://downloads.mailchimp.com/js/jquery.form-n-validate.js';
head.appendChild(script);
var err_style = '';
try{
    err_style = mc_custom_error_style;
} catch(e){
    err_style = '#mc_embed_signup input.mce_inline_error{border-color:#6B0505;} #mc_embed_signup div.mce_inline_error{margin: 0 0 1em 0; padding: 5px 10px; background-color:#6B0505; font-weight: bold; z-index: 1; color:#fff;}';
}
var head= document.getElementsByTagName('head')[0];
var style= document.createElement('style');
style.type= 'text/css';
if (style.styleSheet) {
  style.styleSheet.cssText = err_style;
} else {
  style.appendChild(document.createTextNode(err_style));
}
head.appendChild(style);
setTimeout('mce_preload_check();', 250);</p>
<p>var mce_preload_checks = 0;
function mce_preload_check(){
    if (mce_preload_checks>40) return;
    mce_preload_checks++;
    try {
        var jqueryLoaded=jQuery;
    } catch(err) {
        setTimeout('mce_preload_check();', 250);
        return;
    }
    try {
        var validatorLoaded=jQuery("#fake-form").validate({});
    } catch(err) {
        setTimeout('mce_preload_check();', 250);
        return;
    }
    mce_init_form();
}
function mce_init_form(){
    jQuery(document).ready( function($) {
      var options = { errorClass: 'mce_inline_error', errorElement: 'div', onkeyup: function(){}, onfocusout:function(){}, onblur:function(){}  };
      var mce_validator = $("#mc-embedded-subscribe-form").validate(options);
      $("#mc-embedded-subscribe-form").unbind('submit');//remove the validator so we can get into beforeSubmit on the ajaxform, which then calls the validator
      options = { url: 'http://visionenundwege.us2.list-manage1.com/subscribe/post-json?u=2fe9dfcc77ca32b37b5fa8dc9&#038;id=7d47ec274c&#038;c=?', type: 'GET', dataType: 'json', contentType: "application/json; charset=utf-8",
                    beforeSubmit: function(){
                        $('#mce_tmp_error_msg').remove();
                        $('.datefield','#mc_embed_signup').each(
                            function(){
                                var txt = 'filled';
                                var fields = new Array();
                                var i = 0;
                                $(':text', this).each(
                                    function(){
                                        fields[i] = this;
                                        i++;
                                    });
                                $(':hidden', this).each(
                                    function(){
                                        var bday = false;
                                        if (fields.length == 2){
                                            bday = true;
                                            fields[2] = {'value':1970};//trick birthdays into having years
                                        }
                                    	if ( fields[0].value=='MM' &#038;&#038; fields[1].value=='DD' &#038;&#038; (fields[2].value=='YYYY' || (bday &#038;&#038; fields[2].value==1970) ) ){
                                    		this.value = '';
									    } else if ( fields[0].value=='' &#038;&#038; fields[1].value=='' &#038;&#038; (fields[2].value=='' || (bday &#038;&#038; fields[2].value==1970) ) ){
                                    		this.value = '';
									    } else {
	                                        this.value = fields[0].value+'/'+fields[1].value+'/'+fields[2].value;
	                                    }
                                    });
                            });
                        return mce_validator.form();
                    }, 
                    success: mce_success_cb
                };
      $('#mc-embedded-subscribe-form').ajaxForm(options);      </p>
<p>    });
}
function mce_success_cb(resp){
    $('#mce-success-response').hide();
    $('#mce-error-response').hide();
    if (resp.result=="success"){
        $('#mce-'+resp.result+'-response').show();
        $('#mce-'+resp.result+'-response').html(resp.msg);
        $('#mc-embedded-subscribe-form').each(function(){
            this.reset();
    	});
    } else {
        var index = -1;
        var msg;
        try {
            var parts = resp.msg.split(' - ',2);
            if (parts[1]==undefined){
                msg = resp.msg;
            } else {
                i = parseInt(parts[0]);
                if (i.toString() == parts[0]){
                    index = parts[0];
                    msg = parts[1];
                } else {
                    index = -1;
                    msg = resp.msg;
                }
            }
        } catch(e){
            index = -1;
            msg = resp.msg;
        }
        try{
            if (index== -1){
                $('#mce-'+resp.result+'-response').show();
                $('#mce-'+resp.result+'-response').html(msg);            
            } else {
                err_id = 'mce_tmp_error_msg';
                html = '</p>
<div id="'+err_id+'" style="'+err_style+'"> '+msg+'</div>
<p>';</p>
<p>                var input_id = '#mc_embed_signup';
                var f = $(input_id);
                if (ftypes[index]=='address'){
                    input_id = '#mce-'+fnames[index]+'-addr1';
                    f = $(input_id).parent().parent().get(0);
                } else if (ftypes[index]=='date'){
                    input_id = '#mce-'+fnames[index]+'-month';
                    f = $(input_id).parent().parent().get(0);
                } else {
                    input_id = '#mce-'+fnames[index];
                    f = $().parent(input_id).get(0);
                }
                if (f){
                    $(f).append(html);
                    $(input_id).focus();
                } else {
                    $('#mce-'+resp.result+'-response').show();
                    $('#mce-'+resp.result+'-response').html(msg);
                }
            }
        } catch(e){
            $('#mce-'+resp.result+'-response').show();
            $('#mce-'+resp.result+'-response').html(msg);
        }
    }
}
// ]]&gt;</script></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Kooperation als Überlebenselexier – Evolution ist mehr als der Kampf ums Überleben</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/VisionenundWege/~3/Wriq3N2zGyE/kooperation-und-evolutio</link>
		<comments>http://www.visionenundwege.de/wordpress/index.php/allgemein/kooperation-und-evolutio#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 09:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Featured Articles]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Altruismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kooperation ist der Meisterarchitekt der Evoulution. Ohne sie gäbe es uns überhaupt nicht. Denn wir sind Superkooperatoren, wie der Biomathematiker und Harvardprofessor Martin Nowak in seinem Buch "Supercooperators" darstellt. Er entwickelt damit eine erweiterte Theorie der Evolution und räumt der Kooperation eine zentrale Rolle ein und ergänzt damit die Idee vom Kampf ums Überleben. Die Auswirkungen auf unser Weltbild können enorm sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_413" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/526534_R_B_by_Gerd-Altmann_Shapes_-AllSilhouettes.com_Gloomus.com_pixelio.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-413" title="526534_R_B_by_Gerd Altmann_Shapes_ AllSilhouettes.com_Gloomus.com_pixelio.de" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/526534_R_B_by_Gerd-Altmann_Shapes_-AllSilhouettes.com_Gloomus.com_pixelio.de_-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Gerd Altmann/Shapes: AllSilhouettes.com/Gloomus.com / pixelio.de</p></div>
<h5>Kooperation ist der Meisterarchitekt der Evolution. Ohne sie gäbe es uns überhaupt nicht. Denn wir sind Superkooperatoren, wie der Biomathematiker und Harvardprofessor Martin Nowak in seinem Buch &#8220;Supercooperators&#8221; darstellt. Er entwickelt darin eine erweiterte Theorie der Evolution und räumt der Kooperation eine zentrale Rolle ein und ergänzt damit die Idee vom Kampf ums Überleben. Die Auswirkungen auf unser Weltbild können enorm sein.</h5>
<p>Wir alle haben es in der Schule gelernt und bekommen es an 1000 Stellen fast täglich wiederholt: Das Leben ist ein Kampf und es geht darum, zu den Besten zu gehören. Wer dies nicht schafft, hat auf ganzer Linie verloren. Denn nur die Besten kommen weiter, nur die bekommen einen Platz auf der gewünschten Schule, die gewünschte Lehre, Uni, Arbeitsstelle. Und &#8211; so lehrt uns die Evolutionslehre &#8211; nur die werden sich auch im Kampf um das Überleben unserer Art durchsetzen. &#8220;Survival of the fittest&#8221;, ist die englische Kurzformel dafür. Dass bei dieser Denkweise schnell die allermeisten zu Verlierern erklärt werden, taucht in der Debatte kaum auf, wohl aber in der Gefühlswelt der Menschen: z. B. als Depression, der Volkskrankheit Nummer zwei in den westlichen Industrienationen.</p>
<p>Jetzt zeigen faszinierende neue Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen der Biologie und Mathematik, dass unser bisheriges Verständnis von Evolution zu einseitig auf den Kampf gerichtet ist und eine wesentliche Gestaltunskraft des Lebens und Überlebens schlicht übersehen oder zumindest vernachlässigt hat: Die Kooperation.</p>
<p>Der Harvard Professor Martin Nowak bezeichnet Cooperation als die Meisterarchitektin der Evolution. Aus ihr entsteht die kreative Kraft, die unser Leben so stark prägt. Die Entwicklung der menschlichen Sprache ist kaum erklärbar als Hilfsmittel für den Kampf &#8211; hier ist ein Knüppel viel wirkungsvoller. Die vielleicht wichtigste Neuentwicklung des Menschen steht vielmehr im Dienste des Miteinanders, des sozialen Zusammenhalts und der Zusammenarbeit. Auch unser Körper existiert nicht, weil dort ein ständiger Kampf ums Überleben droht (wie es Richard Dawkins mit seiner sehr einflussreichen These des egoistischen Gens unterstellte), sondern wegen der vielfältigen Kooperation und Kommunikation. Nur wenn die einzelnen Teile wirklich zusammenarbeiten können wir überleben, das Leben genießen und das vollbringen, was unserem Potential entspricht. Viele, die von Krankheiten betroffen sind, können ein Lied davon singen, wie es ist, wenn die Zusammenarbeit und Kommunikation der einzelnen Körperteile gestört ist.</p>
<p>Doch worum geht es? Nowak und seine Kollegen konnten anhand von Computersimulationen, Experimenten und mathematischen Überlegungen zeigen, dass Kooperation einer der zentralen Gestaltungsmechanismen der Evolution ist &#8211; die dritte Säule neben der Mutation und der Selektion.  Die zentrale Aussage findet sich in folgendem Wortspiel:  &#8220;&#8230; to succeed in life you need to work together  &#8211; pursuing the snuggle for existence &#8230; -  just as much as you strive to win the stuggle for existence.&#8221; Um im Leben erfolgreich zu sein, müssen wir zusammenarbeiten &#8211; den Kampf ums Kuscheln betreiben &#8211; genauso wie wir uns bemühen, den Kampf ums Überleben zu gewinnen. Oder kürzer: &#8220;Der Fitteste ist derjenige, der kooperiert. Die Evolution führt zu gewissen Aspekten der Selbstlosigkeit.&#8221; (Nowak im <a href="http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwissen/forschung/23755_Schlechte-Karten-fuer-Egoisten.html" target="_blank">Interview mit der Wiener Zeitung</a>)</p>
<p>In seinem Buch &#8220;Supercooperators&#8221; legt Nowak sehr überzeugend dar, warum wir andere brauchen, um Erfolg zu haben &#8211; auch evolutionär gesehen. Hinter seinen Schlussfolgerungen, die von einer großen Anzahl sehr namhafter Biologen unterstützt werden, verbirgt sich eine (R)Evolution der Evolutionstheorie, die in ihren Auswirkungen enorm sein kann. Beeinflusste doch die Idee vom Kampf der Arten nicht nur den Nationalsozialismus. Sie ist in veränderter Form auch die Grundlage der Auswüchse unserer modernen Wirtschaftsweise, die der Arzt und Psychotherapeut Jaochim Bauer als Raubtierkapitalismus bezeichnet.</p>
<p>Die Evolutionstheorie ist eine der zentralen Grundlagen unseres modernen Weltbildes. Ein erweitertes, vollständigeres Verständnis dieses so zentralen Lebensprozesses kann die Tür öffnen für eine Vervollständigung und Veränderung unseres Weltbildes. Ebenso wie viele moderne Entwicklungen und Gedankengänge erst möglich wurden durch Darwins neue Sicht auf die  Entstehung der Arten, werden möglicherweise ganz neue Schwerpunktsetzungen durch die neu entstehende Sichtweise auf die Mechanismen der Evolution möglich. Und dass wir neue Schwerpunkte brauchen, ist wohl auch eine der Überzeugungen Nowaks, wenn er schreibt: &#8220;Das größte Anliegen von allen &#8211; den Planeten zu retten und die kollektive Lebenszeit von Homo sapiens zu maximieren &#8211; kann nicht durch Technologie allein gelöst werden. Wenn wir den Kampf um die Existenz gewinnen wollen &#8230; müssen wir jetzt unsere Fähigkeit zu kooperieren ausweiten und verfeinern. Wir müssen vertraut werden mit der Wissenschaft der Zusammenarbeit. &#8221; (Übersetzungen GR)</p>
<p>Wer tiefer einsteigen will:<br />
Bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=i3plwTxdSO4" target="_blank">Youtube gibt es ein Video von einem Vortrag</a>, den Nowak bei der Royal Society of Arts gehalten hat. Nicht zuletzt hörenswert wegen des wunderbaren Arnold Schwarzenegger Englisch :=)</p>
<p><a href="http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwissen/forschung/23755_Schlechte-Karten-fuer-Egoisten.html" target="_blank">Kurzes Interview mit Nowak in der Wiener Zeitung</a></p>
<p><a href="http://www.wissen57.de/die-kooperation-ist-die-triebfeder-der-evolution.html" target="_blank">Kurzer Artikel über die Wirkmechanismen</a></p>
<p>Im Magazin Profil ist ein Artikel erschienen, der auch auf den Kampf in der Wissenschaft eingeht, der sich derzeit abspielt &#8211; wie so oft, wenn neue Ideen auftauchen: <a href="http://www.ped.fas.harvard.edu/publications/press/profil2011.pdf" target="_blank">http://www.ped.fas.harvard.edu/publications/press/profil2011.pdf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Arbeit oder tätige Muße?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 10:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured Articles]]></category>
		<category><![CDATA[Visionen&Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach einem neuen Begriff von Arbeit findet Detlev Teichmann vorläufig den Begriff &#8220;tätige Muße&#8221; und beschreibt hier welche Qualitäten er damit verbindet und wie ein solcher Begriff mit einer Welt verbunden ist, in der das Tätigsein und die Schönheit an sich gewürdigt werden. Lesen Sie mehr zu seinem Forschungs- und Spürprozess in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Suche nach einem neuen Begriff von Arbeit findet Detlev Teichmann vorläufig den Begriff &#8220;tätige Muße&#8221; und beschreibt hier welche Qualitäten er damit verbindet und wie ein solcher Begriff mit einer Welt verbunden ist, in der das Tätigsein und die Schönheit an sich gewürdigt werden. Lesen Sie mehr zu seinem Forschungs- und Spürprozess in seinem Gastbeitrag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>ich suche ein wort</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/513030_R_K_by_Thomas-Siepmann_pixelio_200px.de_.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-394" title="513030_R_K_by_Thomas Siepmann_pixelio_200px.de" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/513030_R_K_by_Thomas-Siepmann_pixelio_200px.de_.jpg" alt="" width="255" height="169" /></a>ich will nicht mehr von arbeit sprechen, will mein tun nicht mehr so nennen. vielleicht geht es nicht anders, damit ich verstanden werde. ich hätte gern ein neues wort für sinnvolles, freudvolles,selbstbestimmtes,mit der welt verbundenes tun, für die tätige muße, aus der schönes entsteht und schon der weg dort hin voller schönheit ist. damit meine ich nicht die abwesenheit von dreck, schrott, müll, anstrengung und unwohlgerüchen, nein, diese schönheit kommt aus dem sinnvollen kontext, aus der freiheit, aus der übereinstimmung in mir, aus der verbundenheit mit dem leben und interesse am leben und an all den wesen, mit denen ich es teile.</p>
<p>und mit muße meine ich nicht, dass es grundsätzlich langsam gehen muss. ich habe auch nichts gegen das flotte entstehen lassen. nein, ganz im gegentum, es macht mir freude, wenn die späne fliegen und es macht mir auch nichts aus, vom leim zur eile angetrieben zu werden, zumal, wenn ich dann mit  freudiger ungeduld darauf warten muss, die zwingen wieder zu lösen und dieses warten  mir chance zu einer genussvollen, untätigen muße bietet. die tätige muße ist nicht langsam und selbst wenn sie mal langwierig ist, nicht langweilig. sie ist geprägt von interesse an der sache und ihrem kontext. sie ist ungefähr so anstrengend wie für einen begeisterten sportler sein sport oder einen tänzer sein tanz.</p>
<p>hab ich das wort schon gefunden? tätige muße&#8230; vielleicht&#8230;</p>
<p>es geht um das leben, um erlebnisse mindestens so sehr wie um ergebnisse. Immerhin geben wir in den jeden entstehungsprozess das wertvollste hinein, über das wir verfügen: unsere kostbare lebenszeit, die momente unseres daseins, die tage, die uns geschenkt werden.</p>
<p>innehalten&#8230; die lasse ich mir doch nicht mehr abkaufen, um mich dann an irgendwelchen freud- und geistlosen zerstörungsakten zu beteiligen, die produktion genannt werden. und auch nicht mehr, um junge menschen für dieses sinnlose treiben zuzurichten.</p>
<p>tätige muße in einem freien, natürlichen rhythmus mit untätiger, kommt ohne profitorientierung aus; im gegentum &#8211; sie wird eher durch gewinnanhäufungsabsicht verunmöglicht.</p>
<p>es geht direkt um die bedürfnisse und um den tiefen frieden, der sich mit ihrer befriedigung einstellt. jeden span und jeden schweißtropfen für diesen frieden und die schönheit, die daraus erwächst!</p>
<p>innehalten. zeit für tränen.</p>
<p>was ich gegen den begriff der arbeit habe?</p>
<p>arbeit macht dumm!</p>
<p>arbeit macht dumm und gewalttätig!</p>
<p>arbeit macht krank und korrupt!</p>
<p>das ist meine vielleicht etwas übertrieben wirkende antwort auf diese gigantische sinnvernichtungsmaschine, die es sich nicht mal mehr gefallen lassen will, kapitalismus genannt zu werden.</p>
<p>ich meine damit arbeit im kontext von allgemeinem arbeitszwang &#8211; wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen – und im kontext von fremdbestimmung, hierarchischer Kommandowirtschaft und profitmaximierung und dem daraus unvermeidlich resultierenden wachstumswahn und illusionsfördernden konsumgewohnheiten.</p>
<p>ursprünglich wurde mit arbeit nur die fronarbeit bezeichnet, eine zumutung, die alles andere als froh macht. Und ich suche nun nach einem wort, das eindeutig ist und genau so leicht zu handhaben, wie der begriff der arbeit. darin sollen die schönheit, die freiheit, die freude und dieser tiefe frieden mitklingen, die sinnhaftigkeit und verbundenheit. tätige muße trifft es schon ganz gut für mich, ist aber im gebrauch dann doch etwas unhandlich, und dann sollte dieses wort auch noch so beschaffen sein, dass es schon aus sich heraus gegen manipulativen missbrauch und propagandistische vereinnahmung ausreichend imprägniert ist. am liebsten wäre mir, es klänge auch lustvoll, lustig und frech genug, dass es jeglichem dogmatismus und pfaffentum trotzt.</p>
<p>wahrscheinlich gibt es dieses wort nicht, weil das, was es beschreibt kaum zu finden ist.</p>
<p>innehalten. es gab einmal den begriff des dilettanten, als positive bezeichnung für jemanden, der etwas aus interesse an der sache, mit freude und begeisterung tut, ohne geregelte ausbildung und ohne monetäre gewinnabsicht. Sein gewinn waren freude, kompetenzzuwachs, inneres wachstum, anerkennung im kreise seiner freunde und erfreuliche ergebnisse. er war der liebhaber der muse, die ihn küsste, ein tätiger müßiggänger. erst später wurde dieser begriff von ehrgeizigen, verbiesterten profis zum schimpfwort gemacht, von leuten also, die sich etwas darauf zugute halten, ihre arbeit nicht zum vergnügen zu machen.</p>
<p>Helft mir dieses wort zu finden und die welt,in der es berechtigt ist sich zu etablieren, weil es immer mehr wirklichkeit wird.<br />
Detlev Teichmann</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkung von Gerhard Rothhaupt: Dieser Artikel steht in der Verantwortung des Autors. Ich stimme nicht unbedingt in allen Aspekten mit dem Autor überein, habe ihn aber für den Gastbeitrag eingeladen, weil mir der Grundtenor wichtig und nahe ist.</em></p>
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		<title>GFK für die Ohren 4: Gewaltfreie Kommunikation in Schulen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 16:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gewaltfreie Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mit Kindern leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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		<description><![CDATA[In diesem Interview, das Yana Krenitz im Rahmen ihrer Bachelorarbeit zum Thema &#8220;Förderung von Empathie bei Jugendlichen&#8221; mit mir geführt hat, geht es darum - wie Gewaltfreie Kommunikation in Schulen eingeführt werden kann - warum ich v.a. mit Lehrern arbeite und wie die davon profitieren - dass Gewaltfreie Kommunikation v.a. dazu dient, das Leben reicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/kopfhoerer.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-386" title="kopfhoerer" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/kopfhoerer.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a>In diesem Interview, das Yana Krenitz im Rahmen ihrer Bachelorarbeit zum Thema &#8220;Förderung von Empathie bei Jugendlichen&#8221; mit mir geführt hat, geht es darum<br />
- wie Gewaltfreie Kommunikation in Schulen eingeführt werden kann<br />
- warum ich v.a. mit Lehrern arbeite und wie die davon profitieren<br />
- dass Gewaltfreie Kommunikation v.a. dazu dient, das Leben reicher zu machen<br />
- dass man Empathie v. a. durch Empathie lernt und nicht durch eine Powerpointpräsentation<br />
- dass hinter &#8220;gewalttätigem Verhalten&#8221; immer eine Not steht<br />
- dass sich in der Gewalt, die wir bei Jugendlichen erleben auch Missstände unserer Gesellschaft spiegelt<br />
- welche Rolle Disziplin beim Glücklichsein spielt<br />
- wie Gewaltfreie Kommunikation zu Gewaltprävention und mehr Miteinander an Schulen beitragen kann<br />
- dass Empathie und Kommunikationsfähigkeit für Führungspositionen wichtiger sind als klassische Ellbogen<br />
und noch einiges mehr.</p>
<p>Der Podcast enthält Ausschnitte aus diesem Interview.</p>
<p><a title="Interview Gewalfreie Kommunikation in der Schule" href="http://posterous.com/getfile/files.posterous.com/gerhard-1nfwk/YaRgEJHqGURn1nU1mvstzBrg51Cg7tQAVcoNE0ndxsk3iLnYD5tasbQAn4p9/InterviewGewaltprvention.mp3">Interview Gewaltfreie Kommunikation in der Schule anhören</a> (ca. 16 min, ca. 12 MB; einfach klicken zum Abspielen, Rechtsklick -&gt; ‘Ziel Speichern unter’ zum Download)</p>
<p>Viel Spaß beim Anhören</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/VisionenundWege/~4/aRhb3hy-Cs0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Verletzlich, berührbar, mutig</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 10:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured Articles]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfreie Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In vielen Workshops taucht das Thema auf, dass ich mich verletzlich mache, wenn ich in einem Gespräch zeige, was in mir lebendig ist. Die Frage ist dann: Wie kann ich das vermeiden? Auch mich hat diese Frage viel beschäftigt bis ich sie zu ihrem Ursprung verfolgt habe. Und an diesem Ursprung habe ich einiges über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_294" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/398893_R_K_by_kerry3_pixelio.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-294 " title="398893_R_K_by_kerry3_pixelio.de" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/398893_R_K_by_kerry3_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">(C) kerry3 / pixelio.de</p></div>
<p>In vielen Workshops taucht das Thema auf, dass ich mich verletzlich mache, wenn ich in einem Gespräch zeige, was in mir lebendig ist. Die Frage ist dann: Wie kann ich das vermeiden?</p>
<p>Auch mich hat diese Frage viel beschäftigt bis ich sie zu ihrem Ursprung verfolgt habe. Und an diesem Ursprung habe ich einiges über das mir eingepflanzte Glaubenssystem gelernt. Ich habe Sätze in mir gefunden wie &#8220;Verletzlichkeit ist etwas, das es zu vermeiden gilt, zu minimieren, zu eliminieren.&#8221; &#8220;Wenn ich mich verletzlich zeige, bin ich schwach, werde ausgenutzt, letztlich vernichtet. Denn in unserer Welt überleben nur die Starken.&#8221;</p>
<p>Für mich waren Schwäche und Ohnmacht lange unter allen Umständen zu vermeidende &#8220;Zustände&#8221; – und wenn sie schon nicht zu vermeiden waren, dann habe ich sie zumindest nicht zugegeben, weil das zu gefährlich war. Folgerichtig habe ich mir einen dicken Panzer zugelegt, um nicht verletzlich zu sein, um zu verhindern, dass ich verletzt werde. Dieser Panzer geht bis tief in die Zellen und steht zwischen mir und dem unmittelbaren Erleben der Welt. Er verhindert nicht nur, dass ich verletzt werde, sondern auch, dass ich berührbar bin.</p>
<p>Und wenn ich genau hinspüre ist es doch genau das, was ich will: Wirklich berührt werden – von der zärtlichen Hand, vom Gespräch, von der Schönheit der vertrockneten Blüte im Schnee, von den Geschenken, die ich erhalte. Aber auch vom Schmerz, meinem eigenen und dem anderer, vom Schicksal einzelner und vieler. Ohne mich zu verlieren im Mitleid, doch mit echtem Mitgefühl.</p>
<p>Mein Panzer &#8220;schützt&#8221; mich also auch davor, dass sich meine tiefe Sehnsucht erfüllt. Die Frage ist: schützt er mich wirklich davor, verletzt zu werden? Nur auf der Oberfläche. In Wirklichkeit gehen die Verletzungen durch den Panzer und lagern sich dahinter ab. Das einzige, was der Panzer wirklich bewirkt, ist, dass ich weniger spüre &#8211; weniger Verletzung, Freude, Berührung. Und je länger ich den Panzer trage, desto tauber, fühlloser werde ich. Und um diese Taubheit nicht zu fühlen, kann ich mich dann noch mehr betäuben mit Alkohol, Arbeit, Sex, Konsum, Internet&#8230;Und letztlich gilt: Das Leugnen von Schmerz, ist der Beginn des Leidens.</p>
<p>Dieser Preis ist mir seit vielen Jahren zu hoch. Deshalb versuche ich eine neue Frage zu stellen: &#8220;Wie kann ich mit meiner Verletzlichkeit und den unvermeidlichen Verletzungen leben, ohne mein Herz zu verschließen?&#8221;. Dies erfordert eine neue Form von Mut: Den Mut zu mir zu stehen, den Mut, Gefühle zu zeigen, mich zu zeigen. Und so wird, der Mut, sich verletzlich zu zeigen, unverzichtbar für echte Authentizität. So wie <a href="http://www.brenebrown.com/welcome" target="_blank">Brene Brown </a>es formuliert: &#8220;Authentizität zu wählen, bedeutet, den Mut zu haben,  nicht perfekt zu sein und uns zu erlauben, verletzbar zu sein&#8221;. Ich will mein Leben ganz leben und nicht nur die scheinbar starken Anteile. Ich will berührbar sein und nehme dafür Verletzbarkeit in Kauf. Und mit jedem mutigen Schritt, mit jedem mal, das ich mich traue mich wirklich zu zeigen, auch auf die Gefahr einer Verletzung hin, merke ich, dass ich stärker werde. Nicht in dem Sinne von &#8220;Was mich nicht umbringt, macht mich nur noch härter&#8221;, sondern in einem neuen Sinn. In diesem neuen Sinn gehe Stärke und Weichheit, Berührbarkeit eine neue Allianz ein. Hier kommt die Stärke nicht daraus dass ich mein Herz verschließe, sondern es öffne und verbunden bleibe mit meiner Wahrheit und dem Wissen, dass ich in Ordnung bin. Hier bleibe ich in Verbindung mit mir, der Welt und dem Anderen und ziehe mich nicht in meinen Panzer zurück.  Mich  schützen bedeutet dann, wie es <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1573228567/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwvisionenun-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1573228567" target="_blank">Rachel Naomi Remen</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1573228567" alt="" width="1" height="1" border="0" /><br />
ausdrückt, nicht mehr &#8220;sich vor dem Leben zu verstecken. Es bedeutet, einen Ort der Stärke in uns zu finden, von dem aus wir das Leben, leben können, das uns gegeben wurde mit größerem Mut und manchmal sogar mit Dankbarkeit&#8221;.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<p>englisches Video von Brene Brown &#8221; Die Kraft der Verletzlichkeit&#8221; (mit Klick auf die Schaltfläche &#8220;CC&#8221; direkt unter dem Video lassen sich Untertitel auf englisch und in deutscher Übersetzung aktivieren)</p>
<p><object width="446" height="326" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/BreneBrown_2010X-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/BreneBrown-2010X.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=1042&amp;lang=eng&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=brene_brown_on_vulnerability;year=2010;theme=what_makes_us_happy;theme=a_taste_of_tedx;theme=how_the_mind_works;theme=new_on_ted_com;event=TEDxHouston;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="pluginspace" value="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="446" height="326" type="application/x-shockwave-flash" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" wmode="transparent" bgColor="#ffffff" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/BreneBrown_2010X-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/BreneBrown-2010X.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=1042&amp;lang=eng&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=brene_brown_on_vulnerability;year=2010;theme=what_makes_us_happy;theme=a_taste_of_tedx;theme=how_the_mind_works;theme=new_on_ted_com;event=TEDxHouston;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
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		<item>
		<title>Obama und Empathie</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 21:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfreie Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade Obamas Rede auf der Gedenkfreier der Opfer von Tucson gesehen und bin von Teilen seiner Rede berührt. Einige Zitate gefällig? &#8220;Lasst uns sicher stellen, dass wir auf eine Art miteinander sprechen, die heilt, nicht auf eine Art die verletzt&#8221; &#8220;Lasst uns - sorgfältiger zuhören, - unsere Empathieinstinkt schärfen, - uns daran erinnern,auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_338" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/3695352649_d3e64525e3.jpg"><img class="size-medium wp-image-338" title="3695352649_d3e64525e3" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/3695352649_d3e64525e3-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Afghan Girl von Pam Glew - Flickr</p></div>
<p>Ich habe gerade Obamas Rede auf der Gedenkfreier der Opfer von Tucson gesehen und bin von Teilen seiner Rede berührt. Einige Zitate gefällig?</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">&#8220;Lasst uns sicher stellen, dass wir auf eine Art miteinander sprechen, die heilt, nicht auf eine Art die verletzt&#8221;</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">&#8220;Lasst uns<br />
- sorgfältiger zuhören,<br />
- unsere Empathieinstinkt schärfen,<br />
- uns daran erinnern,auf wieviele Arten unsere Hoffnungen und Träume miteinander verwoben sind&#8221;</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">&#8220;Was zählt ist nicht Wohlstand oder Status oder Macht oder Ruhm, sondern wie gut wir geliebt haben und welchen kleinen Anteil wir daran haben, das Leben anderer Menschen besser zu machen.&#8221;</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">&#8220;Wir sind vielleicht nicht in der Lage, alles Böse in dieser Welt zu beenden. Aber wie wir uns gegenseitig behandeln, das liegt komplett bei uns.&#8221;</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">&#8220;die Kräfte, die uns trennen sind nicht so stark wie die Kräfte, die uns einen&#8221;</span></p>
<p>Es ist schön, sich mit dieser Seite des amerikanischen Traums zu verbinden und es tut mir gut, solche Worte aus dem Mund eines amerikanischen Präsidenten zu hören. Und gleichzeitig tut es mir weh, wenn ich mir die Politik dieses Landes in der Welt ansehe. Und es tut weh, wie sehr auch Obama von Gut und Böse spricht und dass er in seiner Rede den Rest der Welt nicht mit einem Wort erwähnt. Ich sehne mich nach der Rede, in der ein amerikanischer Präsident den Raum jenseits von Richtig und Falsch betritt und in seine Bitte nach dem Segen Gottes die gesamte Welt einschließt.</p>
<p>Für alle, die es selbst hören wollen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/ztbJmXQDIGA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/ztbJmXQDIGA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<item>
		<title>GFK für die Ohren 3: Tod, Abschied und die Rolle der GFK</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/VisionenundWege/~3/7-n-nNmlvfE/tod_gfk_abschied</link>
		<comments>http://www.visionenundwege.de/wordpress/index.php/gewaltfreie-kommunikation/tod_gfk_abschied#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 17:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured Articles]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfreie Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Videos /Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[GFK]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank, der Mann von Wiebe Möller ist vor einem Jahr gestorben. Ein halbes Jahr vor seinem Tod &#8211; noch bevor er von seiner Krankheit wusste &#8211; hat er sich für eine Jahresgruppe in Gewaltfreier angemeldet. Die Erfahrungen dort haben sein Leben und Sterben erheblich beeinflusst. Diese Veränderungen haben mich sehr berührt, ebenso wie Wiebes Umgang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank, der Mann von Wiebe Möller ist vor einem Jahr gestorben. Ein halbes Jahr vor seinem Tod &#8211; noch bevor er von seiner Krankheit wusste &#8211; hat er sich für eine Jahresgruppe in Gewaltfreier angemeldet. Die Erfahrungen dort haben sein Leben und Sterben erheblich beeinflusst. Diese Veränderungen haben mich sehr berührt, ebenso wie Wiebes Umgang mit dem Abschied und der Zeit danach. Ich bin dankbar, dass Wiebe ihre Erfahrungen in diesem Interview jetzt auch mit mehr Menschen teilt.</p>
<p>Die berührendsten Abschnitte habe ich im folgenden Podcast zusammengeschnitten (<span style="color: #808080;">ca. 12 min, ca. 8 MB; einfach klicken zum Abspielen, Rechtsklick -&gt; &#8216;Ziel Speichern unter&#8217; zum Download</span>):</p>
<p><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/Endfassung-Interview-Wiebe-Zusammenschnitt.mp3"> GFK für die Ohren Folge 4: Wiebe Möller über Tod, Abschied und die Rolle der GFK</a></p>
<p>Das Gesamte Interview gibt es hier (<span style="color: #808080;">ca. 36 min, ca. 26 MB); </span><span style="color: #808080;"><span style="color: #808080;">ei</span>nfach klicken zum Abspielen, Rechtsklick -&gt; &#8216;Ziel Speichern unter&#8217; zum Download</span>):</p>
<p><a href="http://posterous.com/getfile/files.posterous.com/gerhard-1nfwk/Vcy2gXfRWcXoEbySPEleIVyNP0ggXAfQpsi3SZXjsZllM59B6jlFmztnLBpU/Interview_Wiebe_gesamt_Web.mp3">Gesamtinterview: Wiebe Möller über Tod, Abschied und die Rolle der GFK</a></p>
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		<item>
		<title>Babys als Mobbingprävention</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/VisionenundWege/~3/XuGnY2AmnT8/babies-als-mobbingpravention</link>
		<comments>http://www.visionenundwege.de/wordpress/index.php/allgemein/babies-als-mobbingpravention#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 21:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured Articles]]></category>
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		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbin]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Mobbing und Agression sind ein weit verbreitetes Phänomen in Schulen und anderswo. In einmütiger Hilflosigkeit wird hierzulande nach schärferen Strafen, mehr Konsequenz und Zivilcourage gerufen. In Kanada beschreietet die Organisation Roots of Empathy (Wurzeln der Empathie)  einen ganz anderen Weg: Sie bringt Kindergarten- und Schulkinder in einem systematischen Programm in regelmäßgigen Kontakt mit Babys. Mary [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_333" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-333" title="467803_R_K_by_Lisa-Schwarz_pixelio.de_1000px" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/467803_R_K_by_Lisa-Schwarz_pixelio.de_1000px-300x199.jpg" alt="Baby in Hand" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">(c) Schwarz, pixelio.de</p></div>
<p>Mobbing und Agression sind ein weit verbreitetes Phänomen in Schulen und anderswo. In einmütiger Hilflosigkeit wird hierzulande nach schärferen Strafen, mehr Konsequenz und Zivilcourage gerufen. In Kanada beschreietet die Organisation <a href="http://www.rootsofempathy.org/">Roots of Empathy</a> (Wurzeln der Empathie)  einen ganz anderen Weg: Sie bringt Kindergarten- und Schulkinder in einem systematischen Programm in regelmäßgigen Kontakt mit Babys. Mary Gordon, die Gründerin des Programms sagt: &#8220;Wenn wir von Sicherheit  sprechen, geht es nicht um Regeln, sondern darum, wie sich die Kinder  innen drin fühlen.&#8221; Sie hat in der Arbeit mit gewalttätigen Eltern erfahren, dass denen oft der Zugang zu Empathie verbaut ist, weil sie selbst kaum Empathie erfahren hatten. Und wo die Empathiefähigkeit fehlt, kann Gewalt ausufern. Mit dieser Erkenntnis wollte sie direkt an der Wurzel ansetzen und die Empathiefähigkeit von zukünftigen Vätern und Müttern verbessern und entwickelte das Programm &#8220;Roots of Empathy&#8221;, das mittlerweile in  über 12.000 Klassen in Kanada durchgeführt wurde.</p>
<p>Mütter und Väter übernehmen mit ihren Neugeborenen quasi eine Patenschaft für die Klassen. Die Eltern kommen mit ihren Babys über einen Zeitraum von 9 Monaten jeweils einmal im Monat zu Besuch in eine Klasse. Zu Beginn sind die Babys dabei 2 bis 4 Monate alt. Ein geschulter Anleiter begleitet das Programm. Während des Besuches sitzen Mutter, Baby und die Kinder auf einer grünen Decke am Boden. Die Kinder  beobachten, nehmen die Perspektive des Babys ein, feiern gemeinsam das, was das Baby neu gelernt hat, singen Lieder, vermuten, was das Kind braucht, wenn es schreit und fühlen sich unter Anleitung auf viele verschiedene Weise in das Baby ein.</p>
<p>Das Faszienierende: Die Auswirkungen auf die Klassen sind nach wissenschaftlichen Begleituntersuchungen enorm. So nimmt die proaktive Aggression der Kinder deutlich ab. Damit ist das Verhalten gemeint, wo Kinder &#8220;ohne Anlass aggressiv&#8221; gegen andere vorgehen. Bei 88 % der Kinder, die dieses Verhalten zeigten, nimmt es im Verlauf des Programms ab. In der Kontrollgruppe nimmt es nur bei 9 % ab &#8211; und bei vielen nimmt es zu. Auch &#8220;Beziehungsaggressivität&#8221; wie Hänseln, Tuscheln, Ausgrenzen nimmt ab. In der Provinz Motiba wurde das Programm in 300 Klassen angewandt und der Anteil der Kinder, die in Kämpfe verwickelt waren, halbierte sich fast (von 15 auf 8 %). &#8220;Ganz nebenbei&#8221; nahm auch die Empathiefähigkeit der Lehrer zu, was Mary Gordon, die Gründerin des Programms zu dem Satz inspiriert: &#8220;Empathy can&#8217;t be taught, but it can be caught.&#8221; ((Empathie kann nicht gelehrt werden, aber sie kann aufgeschnappt werden).</p>
<p>Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung des Artikels &#8220;<a href="http://opinionator.blogs.nytimes.com/2010/11/08/fighting-bullying-with-babies/">Fighting Bullying With Babies</a>&#8221; von <a title="See all posts by DAVID BORNSTEIN" href="http://davidbornstein.wordpress.com/">DAVID BORNSTEIN </a>in Opinionator, einem Online Service der New York Times, wo sich noch eine Vielzahl weiterer lesenswerter Artikel finden. Der Originalartikel enthält zusätzlich Ideen zu den Neurobiologischen Wirkweisen und eine Vielzahl interessanter Links und Aspekte.</p>
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		<item>
		<title>Gewalt – eine Kurzbetrachtung?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/VisionenundWege/~3/3Xqc3U_0LeY/gewalt</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 16:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured Articles]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfreie Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Gewalt und Gewaltfreiheit sind  in vieler Munde. Ich nehme dies zum Anlass, einige Zeilen zu meinem Verständnis von Gewalt und Gewaltfreiheit zu schreiben. Die Gewaltfreie Kommunikation führt das Wort im Namen und geht dabei von einem viel breiteren Begriff der Gewalt aus als das in unserer Gesellschaft üblich ist. In diesem Artikel wird es um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_260" class="wp-caption alignleft" style="width: 272px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/485715_R_by_Rike_pixelio.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-260" title="485715_R_by_Rike_pixelio.de" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/485715_R_by_Rike_pixelio.de_-262x300.jpg" alt="" width="262" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Rike / pixelio.de</p></div>
<p>Gewalt und Gewaltfreiheit sind  in vieler Munde. Ich nehme dies zum Anlass, einige Zeilen zu meinem Verständnis von Gewalt und Gewaltfreiheit zu schreiben. Die Gewaltfreie Kommunikation führt das Wort im Namen und geht dabei von einem viel breiteren Begriff der Gewalt aus als das in unserer Gesellschaft üblich ist. In diesem Artikel wird es um eine Betrachtung des Gewaltbegriffs aus Sicht der Gewaltfreien Kommunikation gehen.</p>
<h4>Gewalt ist nicht böse</h4>
<p>Vor jeder tieferen Erforschung des Themas Gewalt finde ich es wichtig, eines klar zu stellen: Bei der Diskussion geht es nicht um Gut oder Böse, nicht um Richtig und Falsch.Diese Einteilung wäre im Sinne der GFK bereits wieder in der gleichen Haltung, die Gewalt produziert.</p>
<h4>Gewalt beginnt im Denken</h4>
<p>Nach Marshall Rosenberg beginnt Gewalt im Denken und zwar immer dann  wenn ich jemanden nicht in seiner vollen Menschlichkeit  sehe. De Fakto ist Gewalt immer ein Ausdruck lebensentfremdeten Denkens. Wenn ich einen Menschen wirklich vollständig sehe, so werde ich nicht gewalttätig werden. So konnte Eichmann seinen &#8220;Job&#8221; nur tun, weil er sich eines Denkens bediente, die die Verantwortung für das eigene Tun ablehnt &#8211; die Amtssprache. Aber auch immer dann, wenn wir jemanden verurteilen oder in (moralische) Schubladen entfernen wir uns von dem realen Menschen. Wichtig für mich: Dies umfasst auch meine  Gewalt gegen mich selbst. In  diesem Sinne werden wir uns alle dabei  finden, dass wir Gewalt  anwenden.</p>
<p>Alfi Kohn definiert Gewalt als das Nutzen von Macht, um jemanden  dazu zu bringen, etwas zu tun, was er nicht tun will oder jemandem etwas  zufügen, das er nicht will.</p>
<h4>&#8220;Gewalt ist ein tragischer Ausdruck menschlicher Bedürfnisse&#8221;</h4>
<p>sagt  Rosenberg und weist damit klar auf eine der wichtigsten Punkte  hin. Mit dem was wir als Gewalt bezeichnen, versuchen wir uns unsere  Bedürfnisse zu erfüllen. Wir haben oft nichts Besseres gelernt und bezahlen einen hohen Preis für das, was wir tun.</p>
<h4>Durch Gewalt schneiden wir uns vom Leben ab</h4>
<p>Mit jeder Art von Gewalt schneiden wir uns nämlich vom Leben ab, von dem Leben in uns und vom Leben um uns herum. Fühlen Sie doch einmal in sich hinein, wenn Sie nur noch um sich schlagen könnten. Fühlt es sich gut an, fühlen Sie sich verbunden?</p>
<h4>Wenn wir gewalttätig sind, brauchen wir Empathie</h4>
<p>Was Menschen brauchen, die gerade &#8220;gewalttätig&#8221; sind, ist nicht Bestrafung, Verurteilung, Anlayse oder Belehrung, sondern Empathie. &#8220;Wir brauchen Empathie dann am meisten, wenn es am schwersten ist, sie zu geben&#8221;, sagt Rosenberg und auch das spüren wir sehr deutlich, wenn wir uns nur einmal wirklich ernst nehmen. Wer hat nicht gerade in Momenten größter Wut Sätze im Kopf wie &#8220;Dann wissen Sie wenigstens, was los ist&#8221; oder &#8220;Wie es mir geht, interessiert ja sowieso keinen&#8221;.</p>
<div id="attachment_261" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/456845_R_K_by_Moni-Sertel_pixelio.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-261" title="456845_R_K_by_Moni-Sertel_pixelio.de" src="http://www.visionenundwege.de/wordpress/wp-content/uploads/456845_R_K_by_Moni-Sertel_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Moni Sertel / pixelio.de</p></div>
<p>Soweit einige Aspekte zum Thema Gewalt. In einem weiteren Artikel werde ich verschiedene Aspekte der Gewaltfreiheit und damit auch des Umgangs mit Gewalt besprechen.</p>
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