Nachdem ich im letzten Sommer selbst Teil des Orga-Teams des barcamps in Shanghai war lehne ich mich in diesem Jahr zurück und bin einfach nur als Gast auf dem barcamp in Saigon.
Dieser Post wird über den Tag immer wieder ergänzt und erweitert werden, ich bin sehr gespannt auf das Fazit am Abend.
Statt findet das barcamp Saigon auf dem Campus der RMIT international University und angemeldet haben sich mehr als 800 Teilnehmer.
barcamps in Asien
Die erste Session für mich war - barcamps in Asien, eine Präsentation über die unterschiedlichen barcamps hier.
barcamps in Thailand
1500 Teilnehmer pro Event, Topic-Voting weil so viele Session angeboten werden.
Viele Non-Tech Themen wie z.B. "wie macht man Chicken Curry" oder ein Mönch mit twitter Account, der eine Session über Meditation hielt.
Shopping Camp fur die Frauen während des barcamps
Übernachtungsbörse - Leute stellen Ihre Sofas zur Verfügung.
QR_Codes sind in Thailand sehr beliebt.
barcamp in Kambodia
Viele unterschiedliche Themen, viele hübsche Mädchen. Improvisation ist normal weil viele keine Technik besitzen - Beamer werden aus dem Büro mitgebracht und Intrnetkabel aus dem Nachbargebäude "geliehen".
Viele Frauen halten Session, Speaker werden über Skype zugeschaltet.
Die höchste Rate internationaler Teilnehmer.
Das am fortgeschrittenste Visa System - einfach die Unterlagen hochladen und man bekommt sein E-Visa.
barcamp in Singapore
Session Voting mit Sticker
Themen Camps sind en Vogue (musiccamp, literaturecamp, educamp)
Aussergewöhnliche Locations, das letzte barcamp war z.B. im Rathaus.
Sehr aktive Teilnehmer, Ende 2010 gab es hier das erste barcamp über 2 Tage, normalerweise sind barcamps in Asien immer einen einzelnen Tag lang.
barcamps in Japan
Sehr wenige (unter 100) Teilnehmer. Gründe dafür sind u.a. sehr strenge Regulierungen auf Gebäude und deswegen auf Teilnehmer, wenig junge Menschen.
Nach 21:00 muss man eine Extra Gebühr zahlen wenn man Geld abhebt.
barcamps in Malaysia
Session sehr unterschiedlich - von "Wie baue ich eine Roboter mit Android" zu das perfekte Make-up. Ausserdem sind die Menschen so stolz auf ihre Essens-Kultur, das das Essen danach fast wichtiger ist als die Session.
barcamps in Indien
Viele barcamps, fast jede Woche in 2009, teilweise 3 an einem Wochenende, in den letzen beiden Jahren ist die Frequenz stärker gesunken.
Bangalore - um die 1000 Teilnehmer, alle 3 Monate - vielleicht hatten die Teilnehmer einfach die Nase voll davon immer die gleichen Menschen dort zu treffen. Aktuell - statt allgemeinen barcamps geht die Tendenz zu spezialisierten Events.
Mittagessen
Ein Bild spricht hier wohl mehr als Worte ;)
Session big web apps
Oliver erzählte in seiner Session was über die Skalierung von web-Applikationen aus seinen Erfahrungswerten bei mixxt. Der Raum war bis zum Anschlag voll aber in der typisch asiatischen Zurückhaltung kamen nur wenige Fragen und nicht wirklich eine Diskussion zustande.
Session social media & community management
In dieser Session habe ich über die Ansprüche an Community und Social Media Manager gesprochen und warum man im Endeffekt eine Kreuzung aus der EierlegendenWollMilchSau und einem Regenbogen pupsenden Einhorn sein sollte. Der Raum war ebenfalls voll aber nur ein Vietnamese war dabei, der selbst Erfahrungen mit dem Thema hatte. Im Anschluss an meinen Monolog gab es noch ein paar Fragen aus dem Publikum u.a. zu den Unterschieden von Communities in Asien und Deutschland.
Terrassen Session
Zu jedem barcamp gehört eine anständige Session auf den Gängen bzw wenn man schon einmal eine so schöne Umgebung hat, auf der Terrasse. Neben guten Gesprächen habe ich die Chance ergriffen und ein paar Bilder von dem RMIT Campus gemacht - hier lässt es sich gut studieren würde ich sagen
Abschluss-Session & Aftershow Dinner
Das Ende des barcamps wurde dann gegen 16:30 durch die Abschluss Session eingeleitet. Insgesamt waren 570 Teilnehmer anwesend und das Session Board war von 10:00 - 16:30 komplett gefüllt. Interssant im Unterschied zu Deutschland war das auf die Frage nach Verbesserungsvorschlägen zunächst nichts kam und dann erst ganz am Ende ein paar Anmerkungen von den vietnamesischen Mitcampern. Keine Gemecker über die Verpflegung, die Location oder das WLAN, sondern einfach Zufriedenheit über einen guten Tag an dem man viel lernen konnte.
Das Highlight des Abends war dann ein gemeinsames Essen in der Innenstadt - mit 26 barcampern, darunter barcamper und Organisatoren aus Singapore, Kambodscha, Japan und Indien. Serviert wurde uns ein hervorragendes 5 (oder 6? ) Gänge Menü aus vietnamesichen Spezialitäten und dazu gab es Tiger Bier sowie Pepsi, 7up und Mirinda Der Spaß kostete für alle gemeinsam übrigens 8,5 Millionen vietnamesiche Dollar - macht Euch mal den Spaß das umzurechnen ;) Alles in allem ein sehr interessanter Tag mit vielen spannenden Menschen, interessanten Sessions und einer inspirierenden Umgebung. Vielen Dank an die Organisatoren dieses hervorragenden barcamps.
Eine Infografik, erstellt von Edelman digital, die die Social Media Gewohnheiten der Internetnutzer in Asien verbildlicht. Leider sind hier nur die Nutzer erfasst, die über den PC das Internet nutzen, dabei ist gerade hier in Asien der Zugriff über mobile Geräte eine nicht zu verachtende Komponente.
Nach einem Jahr entfernungsbedingter Pause freue ich mich sehr wieder bei der next dabei sein zu können. Das Thema in diesem Jahr ist DATA LOVE - die Liebe von und zu Daten, den eigenen, denen der anderen und solchen die informieren, visualisieren, klingen, leiten, verfolgen und solche, die kaum jemanden interessieren.
DATA Love, nur ein Thema der digitalen Boheme? Mitnichten, es ist ein Thema, dass mich bereits in meiner ersten beruflichen Station als Identerin in einer Personalberatung stark beschäftigt hat. Damals lernte ich Social Networks zu lieben, denn sie lieferten mir die Daten, die ich mir vorher mühsam Stück für Stück aus den Untiefen von google und Telefongesprächen zusammensuchen musste. Dort standen plötzlich die Namen und Unternehmen neben den Positionen, die in der Personalberatung gesucht wurden.Das Thema Medienkompetenz, das meiner Meinung nach Pflichtfach an allen Schulen werden sollte, hat eine Menge mit der Liebe zu den eigenen Daten zu tun. Welche persönlichen Daten sind mir so lieb und teuer oder umgekehrt so zuwieder, dass ich sie nicht tauschen würde gegen die Chance etwas zu gewinnen, gegen Klicks und Kommentare oder einfach gegen andere Daten. Wie schütze ich meine Daten oder besser - wie gebe ich Daten so gezielt frei, dass ich mir damit nicht schade?
Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten, auf der NEXT dagegen wird das Thema DATA LOVE auf 6 Tracks aus den unterschiedlichsten Perspektiven von Branding über Commerce und Mobile bis hin zu Social und Technology behandelt.
Ich freue mich besonders darauf Amanda Rose zu treffen, sie ist die Gründerin von twestival und obwohl ich breits seit 2008 das twestival hier in Hamburg organsiere habe ich sie noch nie live gesehen.
Die Iphone App zur next11 findet Ihr hier, ganz wie in guten alten Zeiten gibt es aber auch ein Programm, das man sich an dieser Stelle ausdrucken kann. Ich freue mich auf viele interessante Vorträge und natürlich auch darauf alte und neue Bekannte zu treffen - das Publikum auf der next ist eben doch immer ein bisschen anders als das der re:publica und das sage ich völlig wertungsfrei.
In diesem Sinne - man sieht sich und ich werde berichten :)
Eine umfassende Ausarbeitung des Community Roundtabels zum Status des Community Managements in 2011.
Die Frage nach einem Template für das neue twitter Design höre ich in letzter Zeit öfter. Aus diesem Grunde möchte ich auch hier den Link zu dem hervorragenden psd-template von fuelyourcreativity nicht vorenthalten.
Das Template bietet eine Auflösung von bis zu 2560x1600 an und zeigt sehr schön auf was aufgrund des neuen Designs passiert - der Platz für die Markendarstellung auf kleinen Bildschirmen schmilzt auf 200 Pixel am linken Rand.
HIer geht es direkt zu dem download, gestaltet wurde das Template von Chad Engle