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&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Schade ist's, dass heutzutage dem Verkehr oder der "Bauwut" auch in unsern Bauerndörfern schon das eine oder andere "liebe, alte Hüttchen", als unnütz eingeschätzt, weichen muss. Leider ist das mit dem besten Willen einfach nicht immer aufzuhalten, und manchmal verschwindet etwas so plötzlich, ohne dass man's vorher vernehmen kann. Der Chronist hofft zwar zuversichtlich, den einen oder andern dieser heute noch stehenden "Zeugen aus alter Zeit" retten zu können; aber erzwingen lässt sich's nicht, ausser man kaufe es grad und dazu ermangelt er eben der nötigen Finanzen. Drum habe ich begonnen, solch gefährdete alte Sujets wenigstens noch im Bilde festzuhalten, solange sie noch stehen. Diese Photos werden jeweilen im Text oder auf besonderem Blatt einer Jahreschronik beigegeben. Es sind vor allem die Gemeindewaschhäuschen dem Absterben gewidmet. So sind die beiden an der Kellenstrasse, im Zuge der Errichtung der neuen Wasserleitung und der Kanalisation abgebrochen worden. Das eine, hinter der alten Schmiede gelegene, konnte ich noch vorher knipsen (siehe unten), vom Abbruch des zweiten hörte ich leider zu spät. Es stehen nun nur noch zwei solche: im Bühl gegenüber der Kirche und im Oberdorf zwischen den Häusern Zeindler und Härtsch. Auch die alte "Trotte" an der untersten Rebstrasse läuft Gefahr, umgebaut zu werden, ebenso die "Hafnerhütte" am Bach im Oberdorf. (Bilder davon siehe 1961er-Chronik)&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chronik 1963 folgen diesen Zeilen vier Fotografien. Die erste davon ist&amp;nbsp;nachstehend abgebildet: &lt;br /&gt;
&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Hd_DpMpfSZ8/UZAAaVloWVI/AAAAAAAABms/rdyquP-HyNI/s1600/Waschh%C3%A4uschen-untere-Ch%C3%A4len.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="217" src="http://1.bp.blogspot.com/-Hd_DpMpfSZ8/UZAAaVloWVI/AAAAAAAABms/rdyquP-HyNI/s320/Waschh%C3%A4uschen-untere-Ch%C3%A4len.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Das Waschhäuschen in der unteren Chälen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
Heute befindet sich an dieser Stelle die Einmündung der&amp;nbsp;Riemlistrasse in die Chälenstrasse. Rechts im Bild die Liegenschaft Chälenstrasse 4, eine ehemalige Schmiede. Im Erdgeschoss gibt es noch heute eine Art Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das an der Fassade links der Türe angebrachte Brett ist wahrscheinlich ein&amp;nbsp;Schwellbrett, mit dem der&amp;nbsp;noch oberirdisch entlang der Chälenstrasse verlaufende Sägebach aufgestaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 25-26. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/Fezx9CU8TiE" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/Fezx9CU8TiE/abbruch-der-waschhauschen-in-der-chalen.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-Hd_DpMpfSZ8/UZAAaVloWVI/AAAAAAAABms/rdyquP-HyNI/s72-c/Waschh%C3%A4uschen-untere-Ch%C3%A4len.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/05/abbruch-der-waschhauschen-in-der-chalen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-4383037408610851784</guid><pubDate>Sat, 11 May 2013 05:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-05-11T07:00:09.395+02:00</atom:updated><title>In memoriam Werner Attinger</title><description>Es ist mittlerweile schon sieben Jahre her, dass die evangelisch-reformierte&amp;nbsp;Kirchgemeinde Weiach das 300-jährige Bestehen ihres Gotteshauses feiern konnte. WeiachBlog hat in diesem Zusammenhang mehrere Artikel veröffentlicht, vgl. die Liste unter &lt;a href="http://weiachergeschichten.kirche-weiach.ch/300-jahre-kirche-weiach/"&gt;http://weiachergeschichten.kirche-weiach.ch/300-jahre-kirche-weiach/&lt;/a&gt;. Aus diesen Beiträgen ist letztlich auch die Broschüre mit dem Titel «ein nöüer Kirchenbauw allhier zu Weyach» entstanden, die im Herbst 2006 zum Jubiläumsanlass von Ortsmuseumskommission und Kirchgemeinde gemeinsam herausgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Unerwarteter Tod&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun musste ich leider den Mitteilungen für die Gemeinde Weiach entnehmen, dass Werner Attinger, ein wichtiger Wissensträger zur Kirchengeschichte unseres Dorfes, bereits am 24. März verstorben ist (vgl. MGW Mai 2013, Zivilstandsnachrichten, S. 7: «&lt;i&gt;Todesfall: 24. März; Attinger, Werner; Büelstrasse 6&lt;/i&gt;» [Kolon und Semikolon von WeiachBlog]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In derselben Ausgabe der MGW (Mai 2013,&amp;nbsp; S. 16) hat der Kirchgemeinderat&amp;nbsp;unter dem Titel «&lt;i&gt;Wir gedenken: Werner Attinger&lt;/i&gt;» einen kurzen Nachruf publiziert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Herr Attinger war während mehr als 20 Jahren, bis in die späten 1990er Jahre, als Sigrist in unserer Kirche tätig. Nachher hat er sich bis zu seinem plötzlichen Tod Ende März hingebungsvoll um die Kirchturmuhr gekümmert. Wir verlieren in Werni Attinger einen äusserst pflichtbewussten und engagierten Menschen. Seiner Familie drücken wir unser herzlichstes Beileid aus und wünschen ihr viel Kraft und Zuversicht für die Zukunft.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dankbar erinnere ich mich an die grosse Hilfsbereitschaft von Werni, der mir während dem Zusammenstellen des Materials für die Broschüre und dem Verfassen der vorbereitenden Blogartikel immer wieder wertvolle Hinweise gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In WeiachBlog findet man sein Wirken deshalb an verschiedenen Stellen, so im Beitrag Nr. 45: «&lt;i&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2005/12/kirchlicher-alleingang-definitiv.html" target="_blank"&gt;Kirchlicher Alleingang definitiv&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;» vom Montag, 19. Dezember 2005, wo eine Wortmeldung Attingers an der Kirchgemeindeversammlung dokumentiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wichtige Beiträge zur Kirchengeschichte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werni ist aber vor allem im Zusammenhang mit der Kirche, beispielweise im Bezug auf die Glocken erwähnt, wie im Artikel&amp;nbsp;«&lt;i&gt;&lt;span id="goog_1263557382"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2006/05/aktenzeichen-glockensprche-1843.html" target="_blank"&gt;Aktenzeichen «Glockensprüche 1843» ungelöst&lt;span id="goog_1263557383"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;» vom Sonntag, 7. Mai 2006 &amp;nbsp;[Nr. 184]:&amp;nbsp;«&lt;i&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2005/12/kirchlicher-alleingang-definitiv.html" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;Werner Attinger, der frühere Weiacher Sigrist und immer noch für die Glocken Verantwortliche, meinte vor ein paar Tagen, diese stammten eindeutig aus dem Jahre 1843. Die Glockensprüche seien aber schwierig zu lesen, da sie gegen den Glockenstuhl gerichtet seien und die Glocken unter Strom stünden (Stundenschlag). Aber er sei sicher, dass diese Gedichtzeilen auf den Glocken drauf seien. Er vermutet, es könnte ein älterer Spitteler sein, habe aber leider dessen Geburtsdaten nicht zur Hand.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber gab Werni wertvolle Hinweise auf die Baugeschichte der Kirche Weiach, wie man&amp;nbsp;im WeiachBlog-Beitrag «&lt;i&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2006/09/die-schiessscharte-unter-der-kanzel.html" target="_blank"&gt;Die Schiessscharte unter der Kanzel&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;» vom Freitag, 8. September 2006 &amp;nbsp;[Nr. 272] nachlesen kann (samt Bildern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zitieren hier in dankbarer Erinnerung&amp;nbsp;die gesamte Passage der schliesslich im Druck veröffentlichten Fassung aus der Jubiläumsbroschüre &lt;a href="http://weiachergeschichten.kirche-weiach.ch/wp-content/uploads/2009/12/300JKircheWeiachA52007April.pdf" target="_blank"&gt;«ein nöüer Kirchenbauw allhier zu Weyach»&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2005/12/kirchlicher-alleingang-definitiv.html" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;Anlässlich der Restaurierung 1967/68 wurden an der Südostwand der Kirche unter der Kanzel und an der Südwestwand im Bereich des heutigen Elektrokastens nachträglich zugemauerte mit einem Bogen verstärkte Nischen (in einem Fall mit quadratischer Öffnung) gefunden. Werner Attinger, früherer Sigrist der Kirche Weiach, deutet sie als vermauerte Schiessscharten. Von ihnen aus habe man die Feindseite der Friedhofmauern mit Feuer bestreichen können.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Aufgrund dieser Beobachtung schliesst Attinger, dass die heutige Mauer zwischen Kirche und Altem Gemeindehaus nicht von 1706 stammen kann. Sie liegt zu weit im Westen, denn von der südwestlichen Scharte in der Kirchenfassade aus würde man in den heutigen Friedhof schiessen und damit die eigenen Leute treffen. Die Scharten dieser Mauer sind überdies für knieende oder liegende Schützen konzipiert, die Scharten der anderen Mauerabschnitte und der Pfarrscheune jedoch für stehende Schützen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Auch auf dem ältesten Ortsplänchen von Heinrich Keller (datiert auf die 1820er-Jahre, vgl. S. 10) sowie auf einem 1837/38 erstellten handkolorierten Plan des Kirchenbezirkes, der im Ortsmuseum liegt (vgl. S. 14), ist diese Mauer an anderer Lage eingezeichnet als die heutige positioniert ist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Roland Böhmer von der Zürcher Denkmalpflege unterstützt Attingers Argumentation. Als Beleg führt er u.a. den Eintrag der Memorabilia Tigurina von 1742 zur Wehrmauer von Schönenberg an: «Die Kirche und das Pfarrhaus sind in zwey Egg der Kirch-Mauer gebauet, daraus man alle vier Seiten der Mauren füglich bestreichen, und sich darinnen im Nothfall wohl defendiren kann». Die Anlage in Schönenberg wurde 1702 ebenfalls von Werdmüller erstellt (vgl. Kasten). Dazu kommt: in Weiach liegt eine ähnliche Bausituation vor.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quelle des Zitats&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Brandenberger, U.: «ein nöüer Kirchenbauw allhier zu Weyach». 300 Jahre Kirche Weiach, 1706 – 2006. Herausgegeben von der Evangelisch-reformierten Kirchge¬meinde Weiach und der Ortsmuseumskommission Weiach. Weiach 2006 – S. 13/14.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/o-V2-TS3R0Q" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/o-V2-TS3R0Q/in-memoriam-werner-attinger.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/05/in-memoriam-werner-attinger.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-4652877302060236392</guid><pubDate>Fri, 10 May 2013 17:06:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-05-10T19:06:24.545+02:00</atom:updated><title>Wenn Volkes Stimme Fussgängerstreifen fordert</title><description>Unter dem unspektakulären Titel «Fussgängerstreifen» teilt der Gemeinderat im neuesten Gmeindsblettli (Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, Mai 2013, S. 5) nichts weniger als eine kleine Revolution mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Aufgrund der Begehung der Stadlerstrasse mit Vertretern der kantonalen Bau- und Volkswirtschaftsdirektion sowie der Kantonspolizei beantragt der Gemeinderat die Planung und Erstellung eines Fussgängerstreifens mit Anpassung der bestehenden „Mittelinsel“ bei der Postautohaltestelle Gemeindehaus. Nach Aussage der kantonalen Amtsstellen können die Kosten für die Nachrüstung aufgrund von veränderten internen Vorschriften durch den Kanton übernommen werden. Die bauliche Ausführung ist im kommenden Jahr vorgesehen&lt;/i&gt;». &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zebrastreifenlose Zeit, die mit dem Beginn der Sanierung der Stadlerstrasse 2009 begonnen hatte, geht also nach rund fünf Jahren zu Ende. Und warum? Weil einige Weiacherinnen und Weiacher hartnäckig und immer wieder einen solchen Streifen gefordert haben. Mit der Begründung, nur so seien die Schulkinder sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Experten finden: es braucht keine Fussgängerstreifen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man dem Beitrag «&lt;i&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/01/zebrastreifen-braucht-es-hier-nicht.html" target="_blank"&gt;Zebrastreifen braucht es hier nicht&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;»&amp;nbsp;(WeiachBlog, 22. Januar 2010) entnehmen kann, waren 2009 die Experten des Kantons und&amp;nbsp;der&amp;nbsp;Unfallverhütungsstellen der Meinung, ein Zebrastreifen wirke sich nachgerade kontraproduktiv aus,&amp;nbsp;er gaukle nämlich falsche Sicherheit vor. Der damalige Gemeindepräsident von Weiach glaubte, die Leute würden sich dann schon an die neue Situation&amp;nbsp;gewöhnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hatte er aber den langen Schnauf einiger Eltern nicht auf&amp;nbsp;der Rechnung. Schon 2009 wurden rund 80 Unterschriften für einen Zebrastreifen bei der Schule gesammelt. Und am 6. Mai 2010&amp;nbsp;setzte der Tages-Anzeiger Unterland den Titel «&lt;i&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Weiacher kämpfen weiter für Zebrastreifen&lt;/i&gt;» über einen Artikel zum Thema. Spätestens da war klar, dass dieses Thema nicht so schnell vom Tisch sein würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Tages-Anzeiger in der Regionalausgabe «Zürichsee rechtes Ufer»&amp;nbsp;am 30. Dezember 2010 den Beitrag «&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/rechtes-ufer/Der-Tueftler-und-sein-Mittel-gegen-den-Tod-auf-dem-Zebrastreifen-/story/13517461" target="_blank"&gt;Der Tüftler und sein Mittel gegen den Tod auf dem Zebrastreifen&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;» veröffentlichte,&amp;nbsp;haute ein Kommentarschreiber der sich&amp;nbsp;«Peter Casutt» nennt, folgende Zeilen in die Tasten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Und der gleiche Kanton hebt nun klammheimlich Ein Fussgängerstreifen nach dem Anderen im Norden des Kantons auf (Neerach, Stadel, Weiach) mit der fadenscheinigen Begründung, dass Fussgängerstreifen eh nichts bringen und die Fussgänger gefälligst besser aufpassen sollen. JEKAMI beim Kanton, Jeder Beamte ein kleiner König!&lt;/i&gt;» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war nur einer von vielen für die Experten und den Kanton nicht sehr schmeichelhaften Kommentaren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Forderung nach einem Zebra nicht umzubringen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Weiach war das längst nicht das Ende der Geschichte. Das sah man auf der Website des FORUM Weiach und im Herbst letzten Jahres auch wieder in den Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da setzte nämlich der Zürcher Unterländer am&amp;nbsp;29. September 2012 einen Artikel zu einem Informationsabend der Gemeinde Weiach ins Blatt - daneben einen Kasten mit dem Titel «&lt;i&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Zu viele Lastwagen im Dorf!&lt;/i&gt;» Und siehe da, die Forderung ist quicklebendig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Ein Weiacher forderte am Informationsabend einen Fussgängerstreifen über die Stadlerstrasse. Viele Lastwagen würden durchs Dorf fahren und das Überqueren der Strasse gefährlich machen. Stadel habe auch neue Zebrastreifen erhalten. Gemeindepräsident Paul Willi informierte den Bewohner, dass die Kantonspolizei einen möglichen Fussgängerübergang geprüft und verworfen habe. Die Kantonspolizei hätte argumentiert, dass so auch die Fussgänger in die Verantwortung genommen würden. Würden alle Verkehrsteilnehmer Vorsicht walten lassen, gäbe es weniger Unfälle.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Monate später&amp;nbsp;ist alles ganz anders. Der Gemeinderat selber beantragt beim Kanton einen Fussgängerstreifen unter Einbezug des Designelementes Mittelinsel bei der Bushaltestelle. Und offenbar übernimmt der Kanton nun sogar die Rechnung. Wohlverstanden für etwas, was seine Experten jahrelang für unnötig, ja geradezu gefährlich hielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibt nur noch die Frage: Was hat den Kanton zum Einlenken bewogen? Gab Stadel den Ausschlag?&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/7VezRnOXWuA" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/7VezRnOXWuA/wenn-volkes-stimme-fussgangerstreifen.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/05/wenn-volkes-stimme-fussgangerstreifen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7038379584226478184</guid><pubDate>Sun, 05 May 2013 20:52:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-05-05T22:52:53.268+02:00</atom:updated><title>Zuchthausstrafe für Unangepasste nicht verlängert</title><description>Ausgaben für die Gemeindekasse vermeiden. Das ist nicht erst heute das Ziel vieler&amp;nbsp;Gemeinderäte. Das war auch 1817,&amp;nbsp;vor fast 200 Jahren, nicht viel anders. Nur mit dem Unterschied, dass damals die Gemeindefinanzen wirklich arg strapaziert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schliesslich war man gerade erst den&amp;nbsp;napoleonischen&amp;nbsp;Grossmachtsträumen entkommen,&amp;nbsp;hatte 1816 wegen eines Vulkanausbruchs am anderen Ende der Welt ein &lt;em&gt;Jahr ohne Sommer&lt;/em&gt; und darauf 1817&amp;nbsp;eine Hungersnot zu bewältigen. Keine gute Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist es&amp;nbsp;verständlich, dass die Gemeinde Weyach ein - aus heutiger rechtsstaatlicher Perspektive doch eher fragwürdiges - Ansinnen an den Kleinen Rat (heute: Regierungsrat) des Standes Zürich&amp;nbsp;richtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ausschweifender Lebenswandel führt ins Zuchthaus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Erfolg, wie man dem Protokoll des Kleinen Rates vom 10. Mai 1817 (StAZH MM 1.63 RRB 1817/0508; S. 176-177) entnehmen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Auf das von dem Herrn Oberamtmann von Regensperg unterm 8ten d. M. empfehlend einbegleitete Bittschreiben der Gemeinde Weyach, daß eine gewiße Verena Ritzmann, ihre Gemeindsbürgerin, welche, wegen ihres ausschweifenden Lebenswandels, sich gegenwärtig schon zum zweyten Mal im Zuchthause befindet, nun aber mit dem 18ten d. M. entlaßen, und in ihre Gemeinde zurückgeschickt werden solle, – noch länger im Zuchthause zurückbehalten werden möchte, – ist dem Herrn Oberamtmann Heß zu Handen der Gemeinde Weyach anzuzeigen, daß die Regierung nicht im Fall ist, eine richterlich ausgesprochene Strafzeit zu verlängern; und da diejenige der Ritzmann mit dem 18ten d. M. zu Ende gehet, so kann dem Begehren, sie noch länger im Zuchthause zu behalten, nicht entsprochen werden. Es muß deßnahen dem E. Stillstand und Gemeindrath zu Weyach überlaßen werden, diese Person unter möglichst strenge Aufsicht zu stellen, und sie auf diese Weise unschädlich zu machen, in so fern dieselbe aber dennoch in ihrem ausschweifenden Lebenswandel fortfahren würde, darüber Klage bey dem dortigen Amtsgericht anhängig zu machen, welchem dann überlaßen bleibt, mit einem Ansuchen um ihre Wiederaufnahme ins Zuchthaus bey der Regierung einzukommen, welches indeßen, wie in allen dergleichen Fällen, nicht anderst, als gegen Bezahlung eines nicht unbedeutenden Tischgeldes geschehen kann.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worin diese «Ausschweifungen» genau bestanden haben, könnte man allenfalls den&amp;nbsp;Gerichtsakten und vielleicht sogar dem Stillstandsprotokoll von Weyach entnehmen (sollte letzteres noch vorhanden sein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weitere Zuchthaus-Aufenthalte nur gegen Bezahlung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man&amp;nbsp;darf es dem Kleinen Rat hoch anrechnen, dass er so klar für die Gewaltenteilung einsteht und nicht versucht, sich richterliche Kompetenzen anzueignen. Auch wenn das in diesem Fall bedeutet, dass die Weiacher gar keine Freude am Bescheid aus Zürich gehabt haben dürften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Einweisung ins Zuchthaus könne zwar auf Anordnung des Amtsgerichts in Regensberg erfolgen, allerdings werde es dann für die Gemeinde Weiach teuer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Angelegenheit ausging? Eine Antwort findet man vielleicht in den Archiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;StAZH &lt;a href="http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?Id=1357715" target="_blank"&gt;MM 1.63 RRB 1817/0508&lt;/a&gt;: Dem Ansuchen der Gemeinde Weyach um weitere Versorgung der Verena Ritzmann ins Zuchthause, kann nicht entsprochen werden., 1817.05.10 (Auszug aus dem Regierungsratsprotokoll&amp;nbsp;im Staatsarchiv des Kantons Zürich); Text der Transkription: &lt;a href="http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/Dateien/22/D111310.pdf"&gt;http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/Dateien/22/D111310.pdf&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/q-L9tn1OyUM" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/q-L9tn1OyUM/zuchthausstrafe-fur-unangepasste-nicht.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/05/zuchthausstrafe-fur-unangepasste-nicht.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-357160693425088597</guid><pubDate>Tue, 30 Apr 2013 20:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-05-05T22:24:16.275+02:00</atom:updated><title>Aprilwetter 1963: richtig Frühling erst ab Ende Monat</title><description>Im März vor 50 Jahren war Tauwetter angesagt (vgl. &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2013/03/marzwetter-1963-endlich-tauts-wieder-auf.html" target="_blank"&gt;WeiachBlog vom 12.3.2013&lt;/a&gt;). Nach diesem harten Seegfrörni-Winter hatten die Weiacher etwas genug von der Kälte, wie man den folgenden Zeilen von Walter Zollinger entnehmen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;April: Nun hätte man endlich den milden Frühling erwartet. Statt dessen&amp;nbsp;bringt der April in den ersten 14 Tagen nichts als neblige, trübe Tage, oftmals sogar etwas Regen, feucht-unfreundliches Wetter! Dreimal sogar noch Reif mit Temperaturen von je -1° am&amp;nbsp;Morgen. Die höchste Morgentemperatur liegt bei +8°, meist aber ist es nur zwischen&amp;nbsp;+2°&amp;nbsp;bis +5°. An den Nachmittagen wird's dann unter Föhneinfluss etwas wärmer, bis zu&amp;nbsp;13 1/2°C. Ab&amp;nbsp;mitte Monat&amp;nbsp;bessert's merklich mit der "Wärme", am Morgen meist +10°, am mittag zwischen +14° und +18°, abends zwischen 9° und 15°. Auch die Witterung hält sich jetzt ordentlich, oftmals föhnigwarme und sogar sonnige Nachmittage; dazwischen einigemal Regen, aber meist erst spätabends, des nachts oder ganz früh am Morgen. Und man ist darüber sogar froh; denn der Wind hatte in der zweiten Monatshälfte Gärten, Wiesen und Ackerland ziemlich ausgetrocknet. Gegen ende Monat "drücken" die Birnspaliere, die Aprikosen- und Pfirsichbäumchen, d.h. sie beginnen zu blühen.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also alles in allem gar kein so schlechter April. Da war der diesjährige mit Schnee bis in die Niederungen auch kein besseres Vorbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 5. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 5. Mai 2013]&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/nVWJ9B6W694" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/nVWJ9B6W694/aprilwetter-1963-richtig-fruhling-erst.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/05/aprilwetter-1963-richtig-fruhling-erst.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-3996912338366489585</guid><pubDate>Wed, 13 Mar 2013 19:58:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-05-05T20:58:18.528+02:00</atom:updated><title>Bäuerinnentagung mit vollem Abendprogramm</title><description>Wie stark der Gesang aus eigener Kehle im Zürcher Unterland noch vor einem halben Jahrhundert verbreitet war, zeigt ein Eintrag von&amp;nbsp;Walter Zollinger in der Jahreschronik 1963. Unter dem Kapitel «Volkskundliches/Kulturelles» schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;13. März: Tagung der Bäuerinnen von Bachs, Neerach, Stadel, Weiach im "Bahnhof"-Saal. Vortrag von Herrn Pfr. Schmutz Zumikon: "Die Frau als Priesterin im Haus". Ein für diesen Tag gebildetes "Frauenchörli" verschönert die Nachmittags-Tagung. Am Abendprogramm wirken die beiden Chöre des Dorfes und die Trachtengruppe mit.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entsprechende Abendprogramm ist aus dem nachstehend abgebildeten, unmittelbar nach der letzten Typoskript-Seite eingehefteten&amp;nbsp;Flugblatt ersichtlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-8EXQ2H5DxjQ/UUBhNIVgL_I/AAAAAAAABjg/dodnu1WtvY0/s1600/Baeuerinnentagung-13Mar63.JPG" imageanchor="1"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-8EXQ2H5DxjQ/UUBhNIVgL_I/AAAAAAAABjg/dodnu1WtvY0/s400/Baeuerinnentagung-13Mar63.JPG" width="337" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 23 u. Flugblatt. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am&amp;nbsp;5. Mai 2013]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/rqKLfudxdls" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/rqKLfudxdls/bauerinnentagung-mit-vollem.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-8EXQ2H5DxjQ/UUBhNIVgL_I/AAAAAAAABjg/dodnu1WtvY0/s72-c/Baeuerinnentagung-13Mar63.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/03/bauerinnentagung-mit-vollem.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1071230950010086824</guid><pubDate>Tue, 12 Mar 2013 11:04:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-03-13T12:06:25.071+01:00</atom:updated><title>Märzwetter 1963: endlich taut's wieder auf</title><description>Mit dem Seegfrörni-Monat Februar war es mit dem harten Winter 1962/63 noch nicht vorbei (vgl. WeiachBlog vom &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2013/02/februarwetter-1963-die-wasserversorgung.html"&gt;30. Januar&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2013/01/januarwetter-1963-sogar-die-laufbrunnen.html"&gt;7. Februar&lt;/a&gt;), auch die Wasserversorgung war weiter beeinträchtigt. Kein Wunder bei den arktischen Temperaturen die Anfang März noch herrschten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;März: Er beginnt gleich mit erklecklicher Kälte, -14° am Morgen, und diese hält nun während der nächsten vier Tage noch an. Erst vom 6.3. ab mildert's: -8°, -6°, -3° und am 9.3. sogar +5°, endlich! Und jetzt bleibt's ständig über 0°, mit Ausnahme des 25.3., allwo das morgendliche Thermometer nochmals auf -5° sank und auf den Wiesen ein ziemlich starker Reif lag. Die Nachmittage zeigen eine Temperatur-Streuung von -2° bis +12°, an den Abenden jeweilen wieder um ein paar Grade weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs des Monats ist alles noch steinhart gefroren, das Schmelzwasser kann dann nicht eindringen. Ab der zweiten Woche taut's auf, gibt aber einen "Dreck" auf Strassen und Plätzen, dass Gott erbarm.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Folgen dieses Schmelzwasser hatte, wird im &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2013/03/kantonsstrasse-nr-7-uberschwemmt.html"&gt;WeiachBlog-Beitrag vom 11. März&lt;/a&gt; illustriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Im grossenganzen zeichnet sich der März durch wechselvolles Wetter aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 sonnige Tage, aber mit Oberwind, deshalb noch kalt, 9 sonnige Nachmittage, Hochnebel an 3 ganzen Tagen und je 2 Vor- und Nachmittagen; neblige Vormittage gab es deren 7. Regen brachte der März an 4 Vormittagen und je 5 Nachmittagen und Abenden, 2x auch nachts. Trübe und bedeckt dazu waren 8 Tage. Ein einzigesmal noch fiel über nacht etwas Schnee (21./22.3.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. März auch fing der "Mühlebrunnen" wieder an zu plätschern, nachdem er einen ganzen Monat durch nicht mehr gelaufen war.&lt;/i&gt;» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 4-5. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;[Veröffentlicht am 13. März 2013]&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/3Z24Jp92qsI" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/3Z24Jp92qsI/marzwetter-1963-endlich-tauts-wieder-auf.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/03/marzwetter-1963-endlich-tauts-wieder-auf.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-6425259753301305180</guid><pubDate>Mon, 11 Mar 2013 10:35:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-03-13T11:36:57.157+01:00</atom:updated><title>Kantonsstrasse Nr. 7 überschwemmt</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
Der harte Winter 1962/63 zeitigte im Frühjahr Folgen, wie man der Jahreschronik 1963 von Walter Zollinger entnehmen kann. Auf S. 9 hat er einen Zeitungsausschnitt eingeklebt, wie bei ihm&amp;nbsp;üblich leider ohne Angabe des Namens der Zeitung. Aber immerhin auf den&amp;nbsp;11.3.1963 datiert:&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/--VIZV0XLRfU/UUBVXA-4ugI/AAAAAAAABjQ/34BziEU6wQo/s1600/Schneeschmelze1963.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="270" src="http://3.bp.blogspot.com/--VIZV0XLRfU/UUBVXA-4ugI/AAAAAAAABjQ/34BziEU6wQo/s320/Schneeschmelze1963.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;Weiter hinten (auf S. 20)&amp;nbsp;erklärt Zollinger, welche Folgen&amp;nbsp;die Schneeschmelze in Weiach hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Infolge des plötzlichen Tauwetters anfangs März musste die Strasse von Weiach gegen Glattfelden für den Verkehr kurze Zeit gesperrt werden. Die Fahrbahn war mit Schmelzwasser, Schutt und Lehm überschwemmt, sodass sie durch Feuerwehrleute der anliegenden Gemeinden zuerst wieder frei gelegt werden musste.&lt;/i&gt;» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 9 &amp;amp; 20. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 13. März 2013]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/a7jxMYVtKJg" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/a7jxMYVtKJg/kantonsstrasse-nr-7-uberschwemmt.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/--VIZV0XLRfU/UUBVXA-4ugI/AAAAAAAABjQ/34BziEU6wQo/s72-c/Schneeschmelze1963.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/03/kantonsstrasse-nr-7-uberschwemmt.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1171135703501081010</guid><pubDate>Sat, 09 Mar 2013 11:33:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-03-13T12:46:18.748+01:00</atom:updated><title>Immer noch Schüblig nach gemeinsamer GV</title><description>Die Wurst nach erfolgreich&amp;nbsp;absolviertem Vereinspflichtprogramm. Das war vor 50 Jahren in Weiach eine unbestrittene Tradition, ob nun bei den Gesangsvereinen oder beim Frauenverein. Was 1958 galt (vgl. WeiachBlog vom 5. März 2008), das traf auch fünf Jahre später zu, wie man der Jahreschronik von Walter Zollinger entnehmen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Die G.V. der beiden Chöre wurde, wie alljährlich, gemeinsam im Sternensaal, am 9. März abends, durchgeführt. (Programm im Anhang)&lt;/i&gt;», steht da unter dem Kapitel Vereine und Genossenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier das erwähnte Programm:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-UiCFNTIU_w8/UUBhShnmuwI/AAAAAAAABjo/cC3NoNM4gPc/s1600/GV-KirchenchorMaennerchor-1963.JPG" imageanchor="1"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-UiCFNTIU_w8/UUBhShnmuwI/AAAAAAAABjo/cC3NoNM4gPc/s320/GV-KirchenchorMaennerchor-1963.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin ist auch - blauviolett auf weiss -&amp;nbsp;der Beweis für die Wurst-Tradition zu finden: «&lt;i&gt;&lt;em&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/em&gt;Nach den Vereinsgeschäften wird das obligate Schübligbankett bei gemütlichem Beisammensein abgehalten.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quellen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 17 &amp;amp; Anhang. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2008/03/schublig-essen-nach-der.html"&gt;Schüblig-Essen nach der Generalversammlung&lt;/a&gt;. WeiachBlog Nr. 593,&amp;nbsp;5. März 2008&amp;nbsp; &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 13. März 2013]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/ZlyHjI04lz8" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/ZlyHjI04lz8/immer-noch-schublig-nach-gemeinsamer-gv.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-UiCFNTIU_w8/UUBhShnmuwI/AAAAAAAABjo/cC3NoNM4gPc/s72-c/GV-KirchenchorMaennerchor-1963.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/03/immer-noch-schublig-nach-gemeinsamer-gv.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1424920092665567446</guid><pubDate>Fri, 01 Mar 2013 14:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-05-10T15:52:37.299+02:00</atom:updated><title>Lichtbildervortrag zum Strassenverkehrsgesetz</title><description>Dorfchronist Walter Zollinger war nicht gerade ein Freund der automobilen Moderne. Er hat die überhand nehmende Motorisierung in seinen Jahreschroniken ab 1952 immer wieder thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verkehr gab regelmässig zu reden&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders an&amp;nbsp;«&lt;i&gt;verkehrsreichen Sonntagnachmittagen&lt;/i&gt;» werde das Bänklein um die direkt an der Hauptstrasse Basel-Winterthur gelegene grosse Linde beim Gasthof Sternen «&lt;i&gt;vom heutigen Jungvolk belagert&lt;/i&gt;»&amp;nbsp;mit dem Ziel «&lt;i&gt;ja alle vorüber¬sausenden Motorwagenarten mit „Kennermiene“ kritisieren zu können!&lt;/i&gt;»&amp;nbsp;(Chronik 1955, Einleitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr führt zu vermehrten Komplikationen auch auf dem Gebiet von Weiach: «&lt;i&gt;Dass der motorisierte Strassenverkehr auch "auf dem Lande" ständig zunimmt, beweisen die ebenfalls von Jahr zu Jahr zahlreicher werdenden Verkehrsunfälle.&lt;/i&gt;»&amp;nbsp; (Chronik 1957)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung des Chronisten kommt vor allem in häufigen Einträgen wie diesem zum Ausdruck: «Ich habe ferner in meinem Notizheft vor allem den ersten Aprilsonntag, den Palmsonntag, den 24. April, den ersten Maisonntag, den Pfingstmontag, den 16. Juni (Tour de suisse) und den letzten Oktobersonntag mit dem Prädikat "arger Motorverkehr" ausgezeichnet.»&amp;nbsp; (Chronik 1960)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Polizeidirektion als Wanderprediger&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 50 Jahren war man beim Gemeinderat schliesslich der Ansicht, etwas Weiterbildung könne nicht schaden. Zumal es eine neue Rechtsgrundlage gab: das&amp;nbsp;eidgenössische &lt;a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/741_01/index.html" target="_blank"&gt;Strassenverkehrsgesetz (SVG)&lt;/a&gt; vom 19. Dezember 1958 war mit dem Gros der Artikel seit dem 1. Januar 1963 in Kraft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Der stetig wachsende Strassenverkehr erfordert es, dass auch auf der Landschaft draussen den Verkehrsproblemen vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Deshalb lud der Gemeinderat auf den 1.3. in den "Sternen" zu einem Lichtbildervortrag ein über: "Das neue Strassenverkehrsgesetz", Ref. Herr Schweizer v. d. kant. Polizeidirektion .&lt;/i&gt;» (Chronik 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 20. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 10. Mai 2013]&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/PKYVJt_WDbA" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/PKYVJt_WDbA/lichtbildervortrag-zum.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/03/lichtbildervortrag-zum.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7201168123677368868</guid><pubDate>Wed, 13 Feb 2013 10:22:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-03-13T12:54:52.878+01:00</atom:updated><title>Februarwetter 1963: die Wasserversorgung streikt</title><description>Anfang Februar vor einem halben Jahrhundert herrschte im Kanton&amp;nbsp;Zürich kältebedingter Ausnahmezustand. Die «Seegfrörni» war&amp;nbsp;&lt;u&gt;das&lt;/u&gt; Ereignis des Monats,&amp;nbsp;an das man sich&amp;nbsp;noch Jahre später gern erinnert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war zwar nicht derart kalt, dass der Rhein zufror, aber die Weiacher hatten doch mit Problemen zu kämpfen, wie Walter Zollinger in seiner Jahreschronik über das Jahr 1963 schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Februar: Er übernimmt vom Vorgänger die Kälte und hält sie noch eine ganze Woche lang durch, immer zwischen - 11° und -20° liegend. An den Nachmittagen wohl etwas höher, auf -7° ansteigend, abends wieder mehr "anziehend". Auch weht beständig der leidige Oberwind; vormittags meist Hochnebel, die Nachmittage dann wieder aufgehellt, vielfach sogar sonnig. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unser "Mühlebrunnen" hat seine Tätigkeit eingestellt, was seit 40 Jahren noch nie vorgekommen ist. Aber auch die Hauswasserversorgung spukt; bald kommt Wasser, bald keines; man ist nie sicher. Schlimm, wenn man nun auch keines draussen am Brunnen holen kann! Es muss offenbar irgendwo durch Kälte eine Rohrleitung gesprungen sein, man sucht fieberhaft nach dieser Stelle.&lt;/em&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ausflug an den Zürisee&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;Die "Seegfrörni" vom Zürichsee wirkt sich ebenfalls bis hieher aus: am 5.2. reisten die Oberschüler und am 7.2. die Unterschüler sowie ein Car voll Erwachsener an den See, um diese Seltenheit zu bestaunen (Bilder und Zeitungsausschnitte im Anhang).
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-zO1rF8fxpwo/UUBPQK5SRUI/AAAAAAAABi4/Q8LU51pp4qo/s1600/PICT0217.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-zO1rF8fxpwo/UUBPQK5SRUI/AAAAAAAABi4/Q8LU51pp4qo/s320/PICT0217.JPG" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-5qQE-yW9Adk/UUBPVY5Y7TI/AAAAAAAABjA/vgVTiITQ1yA/s1600/PICT0219.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-5qQE-yW9Adk/UUBPVY5Y7TI/AAAAAAAABjA/vgVTiITQ1yA/s320/PICT0219.JPG" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ab der zweiten Februarwoche bessert's endlich mit der Kälte, am 8.2. morgens nur noch -4 1/2°, nachher meist so um die -5° bis -1° an den Morgen, einmal sogar noch ansteigend auf +3°, auf 0° [unleserlich]. Erst gegen Ende des Monats kommt nochmals ein Kälteeinbruch mit -12°, -12°, -7°, -11°. Bedeckt mit Hochnebel oder sonstwie trübe waren 11 ganze und 3 halbe Tage; sonnig konnte ich verzeichnen 4 ganze Tage, einen Vormittag und 7 Nachmittage. Neblige Morgen gab es 3, Regen einmal an einem Abend. Aber auch Schnee brachte der Horner nochmals, nämlich viermal. Unterm 19.2. notierte ich:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;"Der Winter ist ein harter Mann, kernfest und auf die Dauer! ....."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Vers von Matthias Claudius liegt augenscheinlich vor unsern Fenstern. Es hat mindestens 25 cm tiefen Schnee herabgeworfen; die staatlichen und kommunalen Pfadschlitten fahren schon am frühen Morgen und während des Vormittags grad nochmals. Schön ist sie, diese bäumige Winterlandschaft!&lt;/em&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kältesumme entscheidend&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum eine «Seegfrörni» auf dem Zürichsee oder gar dem Bodensee eine vergleichsweise seltene Angelegenheit ist, erklärt der Studierendenverein der Umweltwissenschaften an der ETH Zürich auf seiner Website metheo.ethz.ch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit der Zürichsee zufriert braucht es eine Kältesumme von 300 (so genannter&amp;nbsp; NDD-Wert, für negative degree days). Ab Herbst werden negative Tagesmittelwerte summiert.&amp;nbsp;Addiert werden nur die negativen Mittelwerte, die positiven blendet man aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pfäffikersee ist es bereits ab einem NDD-Wert von 90&amp;nbsp;soweit, beim Greifensee&amp;nbsp;ab dem Wert&amp;nbsp;150.&amp;nbsp;Bei Flüssen dauert es noch etliches länger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 3-4. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Seegfrörni: Wann gefrieren die Zürcher Seen? &lt;a href="http://www.metheo.ethz.ch/seegfrorni.html"&gt;http://www.metheo.ethz.ch/seegfrorni.html&lt;/a&gt;&amp;nbsp;(Letzter Aufruf am 13. März 2013)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 13. März 2013]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/j4rVXniHAGk" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/j4rVXniHAGk/februarwetter-1963-die-wasserversorgung.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-zO1rF8fxpwo/UUBPQK5SRUI/AAAAAAAABi4/Q8LU51pp4qo/s72-c/PICT0217.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/02/februarwetter-1963-die-wasserversorgung.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-5160724284612545837</guid><pubDate>Sat, 09 Feb 2013 12:13:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-03-13T13:29:45.421+01:00</atom:updated><title>Schauspiel-Import aus der Nachbargemeinde? Nein!</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
Der «Dramatische Verein» der Nachbargemeinde Stadel ist schon weit über hundert Jahre alt, wie man seiner &lt;a href="http://www.theaterstadel.ch/6_chronik/index.html"&gt;Chronik&lt;/a&gt; entnehmen kann. Seine Aufführungen ziehen Publikum von weit her an. Auch aus Weiach.&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
Wie man einem Zeitungsinserat entnehmen kann, das Walter Zollinger in seine Jahreschronik 1963 geklebt hat, war es aber die Konkurrenz von weiter südlich, der «Dramatische Verein Niederglatt» (auch er &lt;a href="http://www.theater-niederglatt.ch/ueber-uns"&gt;über hundertjährig&lt;/a&gt;), die einem Gastspiel nördlich des Neeracherrieds&amp;nbsp;nicht abgeneigt war (zum Vergrössern klicken):&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-rMlDEOYF1Qc/UUBpVtlcUSI/AAAAAAAABj4/oaruQlaHLbI/s1600/UnterstuetzungdurchDramatischenVerein-09021963.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-rMlDEOYF1Qc/UUBpVtlcUSI/AAAAAAAABj4/oaruQlaHLbI/s320/UnterstuetzungdurchDramatischenVerein-09021963.JPG" width="197" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
Die Verantwortlichen der Dorfmusik hatten damit eine Sorge weniger (immerhin muss man so ein Theaterstück aufwendig vorbereiten) und gleich auch ein Argument mehr für einen Besuch ihrer Abendunterhaltung am Samstag 9. und des Sonntagsnachmittags-Anlasses am 10. Februar 1963. &lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
Kleines Detail am Rande: Dass bei der Freinacht am Samstag nur Erwachsene zugelassen waren, wäre noch nachvollziehbar. Wirklich bemerkenswert ist der Hinweis für den Sonntagnachmittag: «&lt;i&gt;Jugendliche unter 15 Jahren haben keinen Zutritt!&lt;/i&gt;». War etwa das Theaterstück nicht ganz jugendfrei? Man muss es fast&amp;nbsp;annehmen, denn auch am Samstagnachmittag wurde in der Kindervorstellung nur das Konzert gegeben und dann ein (nicht näher bezeichneter) Film gezeigt.&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - zw. S. 17 u. 18. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;
[Veröffentlicht am 13. März 2013]&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/Sb3lZh5l7Oo" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/Sb3lZh5l7Oo/schauspiel-import-aus-der.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-rMlDEOYF1Qc/UUBpVtlcUSI/AAAAAAAABj4/oaruQlaHLbI/s72-c/UnterstuetzungdurchDramatischenVerein-09021963.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/02/schauspiel-import-aus-der.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-5511257601579925575</guid><pubDate>Wed, 30 Jan 2013 15:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-30T16:44:40.762+01:00</atom:updated><title>Januarwetter 1963: sogar die Laufbrunnen froren ein</title><description>Vor 50 Jahren wurde Mitteleuropa von einer Kältewelle überrollt. Besonders in der zweiten Monatshälfte wurde es sehr winterlich - mit sibirischen Temperaturen, wie Walter Zollinger in seiner Jahreschronik 1963 schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Januar: Eine sauber-weisse Landschaft begrüsst uns am Neujahrsmorgen. Ist's wohl ein gutes Omen für die Witterung des ganzen Monats? - Schon am zweiten Tag aber wirds leicht regnerisch und der Schnee weicht wieder. Dafür bringen im Laufe des Monats verschiedene andere Tage neuen z.T. sogar reichlichen Schneefall, nämlich der 5. 8. 11. 12. 19. 27. und 30. Januar. So ist der ganze Monat, wie er's am ersten Tag anzeigte, für unsere Kinder wieder einmal ein richtiger Bringer von Winterfreuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Monatsdrittel ist nicht übermässig kalt, immer so zwischen -2° und +2°C; aber gegen die Monatsmitte wird es kälter: -8°, -12°, am 14. morgens sogar -23°! Jetzt heisst's heizen und aufpassen, dass die Wasserleitungen nicht einfrieren. Die Kälte nimmt nach dem 15.1. nur wenig ab, die Morgen zeigen immer noch so um -10° bis-12°C, vom 20.1. an sogar wieder -16°, -18°, -19° und auch tagsüber hält sich die Kälte immer erheblich unter 0°, durchschnittlich bei -7°. Die Dorfbrunnen überziehen sich einer nach dem andern mit einer dicken Eiskruste und fangen an langsamer und langsamer zu fliessen, bis die meisten überhaupt zu "streiken" beginnen. Bei unserm "Mühlebrunnen" musste ich vom 20.1. an die Eiskruste jeden Morgen mit einem Beil einschlagen, damit es den Trog nicht etwa versprenge. Er stammt nämlich aus dem Jahre 1790 (siehe 1952-er Chronik) und da wär's doch schade um ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übrigen gab es neben ziemlich vielen Tagen mit trübem, nebligem Wetter, oder doch mit kompakter Hochnebeldecke, auch einige recht sonnige Nachmittage oder Abende, dazu vier ganze sonnige Tage. Allerdings blieb es trotzdem auch an diesen recht kalt; der Oberwind beherrschte das Feld. Also, der Jänner hat seine Sache fachgerecht gemacht, er soll ja beileibe nicht warm sein, denn: "Januar warm --- dass Gott erbarm!&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kälte führte übrigens zu einem der seltenen Fälle in denen grosse Seen im Schweizer Mittelland zufrieren - sie war die Voraussetzung für die Seegfrörni 1963 auf dem Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1963 - S. 3. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1963].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/vlCKGVo-E6M" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/vlCKGVo-E6M/januarwetter-1963-sogar-die-laufbrunnen.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/januarwetter-1963-sogar-die-laufbrunnen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-5385913736497358965</guid><pubDate>Tue, 15 Jan 2013 12:13:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-15T13:20:08.536+01:00</atom:updated><title>Vier scharfe Schüsse in der Küche</title><description>Gestern und vorgestern&amp;nbsp;standen in diesem Blog zwei Nachrichten im Fokus,&amp;nbsp;die 1902 vom Berner «Intelligenzblatt» veröffentlicht wurden. Die&amp;nbsp;sich&amp;nbsp;im Untertitel&amp;nbsp;«Tagesanzeiger für die Stadt und den Kanton Bern»&amp;nbsp;nennende Zeitung existierte bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritten Beitrag mit Bezug zu Weiach steht heute eine Notiz vom Donnerstag, 27. Januar 1910 im Fokus (vgl.&amp;nbsp;S. 3), die unter der Rubrik «Unglücksfälle und Verbrechen» zu finden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Zürich, 26. ds. Gestern stürzte in Zürich V ein Polier samt einer Ladung Holz infolge Bruches eines Seiles auf die Straße hinunter und war sofort tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Weiach gab ein 27jähriger Schlosser in der Küche vier scharfe Schüsse auf seine Frau ab. Diese konnte sich ins Freie flüchten. Der Mann wurde verhaftet. Er scheint im Rausch geschossen zu haben.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abkürzung «ds.» steht für «diess», gemeint ist der laufende Monat. In diesem Fall also der Januar. Ob der Polier im Zürcher Industriequartier vom Holz getroffen wurde? Als bequemen Aufzug hat er die Holzlieferung hoffentlich nicht missbrauchen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie mit dem Metallarbeiter aus Weiach weiter verfahren wurde, ist mir derzeit nicht bekannt. Ohne einen Gerichtsprozess und eine Haftstrafe dürfte er nicht davongekommen sein. Weitere Informationen müssten der regionalen Presse entnommen werden.&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/bGU0c4BQQaQ" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/bGU0c4BQQaQ/vier-scharfe-schusse-in-der-kuche.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/vier-scharfe-schusse-in-der-kuche.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7008617919125637350</guid><pubDate>Mon, 14 Jan 2013 15:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-14T17:09:48.512+01:00</atom:updated><title>Obstsegen von über 10'000 Bäumen</title><description>Im &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2013/01/barschaft-und-kassenbuchlein-unter-den.html"&gt;gestrigen Beitrag&lt;/a&gt; war die Rede von abhanden gekommenem Geld, das unter den Kartoffeln gefunden wurde - eine der fünf Fundstellen des Namens Weiach in den jüngeren Ausgaben des Berner «Intelligenzblattes». &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute nun die zweite Fundstelle aus demselben Jahr. Sie datiert vom Freitag, 7. November 1902. Auf &lt;a href="http://intelligenzblatt.unibe.ch/Default/Scripting/ArticleWin.asp?From=Search&amp;amp;Key=ISB/1902/11/07/1/Ar00101.xml&amp;amp;CollName=ISB_1901_1910&amp;amp;DOCID=20091&amp;amp;PageLabelPrint=1&amp;amp;Skin=BernA&amp;amp;enter=true&amp;amp;AppName=2&amp;amp;AW=1358062955764&amp;amp;sPublication=ISB&amp;amp;sQuery=Weiach&amp;amp;sSorting=Score%2cdesc&amp;amp;sDateFrom=01%2f01%2f1834&amp;amp;sDateTo=01%2f01%2f2013&amp;amp;ViewMode=GIF"&gt;S. 2&lt;/a&gt; findet man den folgenden Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Obstsegen. Einem Landwirt in Weiach (Zürich), der besonders auf edles Obst hält und sehr viele Edelobstbäume besitzt, wurden für den Gesamtertrag 3000 Fr. geboten. Er schlug nicht los, sondern verlangte 4000 Fr. Die obstreiche Gemeinde Weiach, die, wie kaum eine andere gute Sorten zählt, besaß schon im Jahre 1882 über 10,000 Obstbäume.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das nicht unglaublich? Auf weniger als 5 Quadratkilometern (von den 964 Hektar Gemeindefläche ist nämlich gut die Hälfte von Wald bestockt) fand man statistisch auf jeder Hektare 20 Obstbäume. Weil es ja auch noch viel Ackerland gab, war damit die Dichte an Obstbäumen in den Bungerten (Baumgärten) um das Dorf herum noch wesentlich höher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute? Welch kümmerliche Reste sind von der ganzen Pracht übrig geblieben? Wieviele Bäume sind rücksichtslos der&amp;nbsp;Rationalisierung der Landwirtschaft und der Bauwut geopfert worden? Was für ein&amp;nbsp;Verlust&amp;nbsp;an genetischer&amp;nbsp;Vielfalt ist da zu beklagen,&amp;nbsp;zählte man&amp;nbsp;doch im Weiach des 19. Jahrhunderts&amp;nbsp;Dutzende verschiedener Sorten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben erwähnten 4000 Franken&amp;nbsp;für den Gesamtertrag wären heute mit einem Erlös von rund 143'000 Franken zu veranschlagen (vgl. die Rechenbeispiele bei Swisstoval im Artikel von gestern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur: Mit Papiergeld, das je länger je weniger Wertgehalt hat, sollte man das landwirtschaftliche Erbe nicht messen. Es ist unbezahlbar wertvoll.&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/gZlyvUgaiIU" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/gZlyvUgaiIU/obstsegen-von-uber-10000-baumen.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/obstsegen-von-uber-10000-baumen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7504889958166456662</guid><pubDate>Sun, 13 Jan 2013 22:02:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-14T10:21:09.906+01:00</atom:updated><title>Barschaft und Kassenbüchlein unter den Kartoffeln</title><description>Wo ältere Menschen grosse Geldsummen&amp;nbsp;zur Verfügung haben, da finden sich unweigerlich Erbschleicher und andere zwielichtige Gestalten ein. Die berüchtigten Enkeltrick-Betrüger sind nur eine der bekannteren Spielarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass ein Betreuungsverhältnis auch früher schon zu zumindest heiklen Situationen führen konnte, zeigt der folgende Artikel aus dem&amp;nbsp;Jahre 1902:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Aargau. Eine schlimme Geschichte ist im Bezirk Laufenburg allgemeiner Gesprächsstoff. Eine Witwe S.H. von Kaisten war seit längerer Zeit Magd bei einem älteren, von seiner Frau geschiedenen Mann in Weiach (Zürich). Jüngst starb dieser, und die Angehörigen vermißten eine bedeutende Summe Geldes in seiner Verlassenschaft. Frau H. wurde deshalb in Weiach eingesteckt und gestand, das Fehlende (mit Einwilligung des Meisters) entwendet und ihrer Tochter in Kaisten zur Aufbewahrung übergeben zu haben. Mittwoch, den 19. März, wurde nun bei den hochbetagten, ledigen Tanten der Tochter, wo sie das Hauswesen führt, Haussuchung gehalten. Trotz beständiger Ableugnung des Besitzes fand man im Keller teils in Barschaft, teils in Kassenbüchlein 7000 Fr. unter den Kartoffeln versteckt. Natürlich wurde nun auch die Tochter in Laufenburg in Verwahrung genommen. Die beiden alten Tanten, deren Bruder jüngst gestorben, wu&lt;span style="color: black; font-size: 12pt; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language: DE; mso-themecolor: text1;"&gt;ß&lt;/span&gt;ten gar nichts von dem verborgenen Schatze und waren höchst bestürzt, als sie ihre bisher durchaus unbescholtene und brave Nichte, welche zudem verlobt war, in einen so schiefen Handel verwickelt sahen. In wie weit Mutter und Tochter schuldbar sind, wird die Untersuchung zeigen.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Story findet man im &lt;a href="http://intelligenzblatt.unibe.ch/Default/Scripting/ArticleWin.asp?From=Search&amp;amp;Key=ISB/1902/03/26/1/Ar00102.xml&amp;amp;CollName=ISB_1901_1910&amp;amp;DOCID=13203&amp;amp;PageLabelPrint=1&amp;amp;Skin=BernA&amp;amp;enter=true&amp;amp;AppName=2&amp;amp;AW=1358062955764&amp;amp;sPublication=ISB&amp;amp;sQuery=Weiach&amp;amp;sSorting=Score%2cdesc&amp;amp;sDateFrom=01%2f01%2f1834&amp;amp;sDateTo=01%2f01%2f2013&amp;amp;ViewMode=GIF"&gt;Berner «Intelligenzblatt» vom Mittwoch, 26. März&amp;nbsp;1902&lt;/a&gt; auf&amp;nbsp;Seite 2. Diese Bezeichnung ist im Sinne des englischen Intelligence zu verstehen, also als Nachrichtenblatt (vgl. u.a. den Wikipedia-Artikel &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzblatt"&gt;Intelligenzblatt&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Publikation war&amp;nbsp;nach Einschätzung der Universitätsbibliothek Bern «&lt;i&gt;lange Zeit die wichtigste Berner Tageszeitung&lt;/i&gt;». Die UB Bern hat die vollständigen Jahrgänge scannen lassen und macht sie unter &lt;em&gt;intelligenzblatt.unibe.ch&lt;/em&gt; online zugänglich. Über die dort angebotene Suchmaschine findet man in insgesamt fünf Ausgaben den Ortsnamen Weiach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um wie viel Geld ging es bei diesen 7000 Franken? Der spätere Nobelpreisträger Albert Einstein verdiente im Jahr 1909 als Mitarbeiter des Eidgenössischen Patentamts 4500 Franken. Der speziell zur Homogenisierung von Geldwertangaben geschaffene &lt;em&gt;Historische Lohnindex&lt;/em&gt; (HLI) gibt&amp;nbsp;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 12pt; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language: DE;"&gt;für diese Summe umgerechnet auf &lt;/span&gt;das Jahr 2009 einen Wert von 161'508 Franken an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Kartoffeln lag also nach heutigen Geldwerten gerechnet rund eine Viertelmillion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr zum Historischen Lohnindex und der Umrechnung von Einsteins Lohn unter &lt;a href="http://www.swistoval.hist-web.unibe.ch/"&gt;http://www.swistoval.hist-web.unibe.ch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hilfsmittel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Christian Pfister, Roman Studer: Swistoval. The Swiss Historical Monetary Value Converter. Historisches Institut der Universität Bern. &lt;a href="http://www.swistoval.hist-web.unibe.ch/"&gt;http://www.swistoval.hist-web.unibe.ch&lt;/a&gt; (Zugriff am 13.01.2013)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/tssULrT0JLo" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/tssULrT0JLo/barschaft-und-kassenbuchlein-unter-den.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/barschaft-und-kassenbuchlein-unter-den.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-8645838224141946071</guid><pubDate>Thu, 03 Jan 2013 06:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-07T12:30:08.028+01:00</atom:updated><title>Was im März 1785 alles zum Wirtshaus zu Weyach gehörte</title><description>Im alten Stadtstaat Zürich gab es im 18. Jahrhundert wöchentlich erscheinende Publikationen, in denen neben amtlichen Verlautbarungen auch private Anzeigen veröffentlicht wurden, so das «&lt;em&gt;Hoch-Obrigkeitlich bewilligte Donnstags-Blatt&lt;/em&gt;» (vgl. Bild)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-6OLUI3tDBdc/UOQ0xbM9TNI/AAAAAAAABhI/9UC1fHR7FBE/s1600/DonnstagsBlatt-17850407.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="149" src="http://2.bp.blogspot.com/-6OLUI3tDBdc/UOQ0xbM9TNI/AAAAAAAABhI/9UC1fHR7FBE/s320/DonnstagsBlatt-17850407.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
In der Rubrik «&lt;em&gt;Es wird zum Verkauf angetragen&lt;/em&gt;» der Ausgaben No.&amp;nbsp; XIII&amp;nbsp; vom 31. Merz 1785&amp;nbsp; [Nr. 10] und der &lt;a href="http://books.google.ch/books?id=iWRBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA106"&gt;No. XIV vom 7. Aprill 1785&amp;nbsp;&amp;nbsp;[Nr. 30]&lt;/a&gt; wurde folgendes Inserat abgedruckt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;Ein Tafernen-Wirthshaus zu Weyach, bestehend in 3 Stuben, 5 Kammern mit 4 Bettern, 2 Schüttenen, Freyheit zu backen, zu wirthen, zu mezgen, zum Schrepfen und Aderlassen, ein gewölbter Keller mit 100 Saum Fa&lt;span style="font-size: 12pt; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language: DE;"&gt;ß&lt;/span&gt;, alle mit Eisen gebunden, auch eine Trotten, 100 Saum Träst zu behalten, item eine Scheuer samt einem Gast-Stall, ein Haus-Stall, Waschhaus, s. v. Schweinstall, ferner ein Krautgarten, samt 2 dabey ligenden Baumgärten mit vielen Bäumen, ungefehr 3 Vierling gro&lt;span style="font-size: 12pt; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language: DE;"&gt;ß&lt;/span&gt;, 7 Juchart Acker in allen 3 Zelgen, 5 Vierling gute Wisen, eine halbe Juchart Reben nahe bey dem Haus, ein Vierling Farb. Reben, eine Juchart Bauholz, 4 Juchart Holz und Boden, und ein grosser Platz vor dem Haus, Bau zusammen zu schorren&lt;/em&gt;.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Umfassende Konzession&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Unter einer Taferen oder Taverne verstand man zu dieser Zeit eine auch als ehaftes Wirtshaus bezeichnete Gaststätte, die - im Fall von Weiach als einzige - staatlich konzessioniert war und daher exklusiv das Recht auf umfassende Dienstleistungen für Gäste besass (vgl. auch den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tafernwirtschaft"&gt;Wikipedia-Artikel Tafernwirtschaft&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was im Fall der 1785 in Weyach zum Kauf angebotene Taferen alles zu den Rechten gehörte, wird im Inserat anschaulich beschrieben: der Wirt durfte eine Bäckerei, eine Metzgerei, eine Baderei (Schröpfen und Aderlassen) betreiben sowie Gäste über Nacht unterbringen. Für die Pferde, das Fortbewegungsmittel des Gastes, gab es einen eigens dafür vorgesehenen Stall (heute wäre das eine Tiefgarage). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der eigenen Trotte konnte der Wirt auch selber Traubensaft pressen und daraus Wein keltern. Der Keller fasst immerhin Fässer mit einem Gesamtvolumen von 15'000 Litern (1 Saum = 150 Liter), wofür seine eigenen Reben kaum ausreichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dazugehörende Umschwung (Krautgarten und zwei Baumgärten, ca. 2700 Quadratmeter) waren aber für die Selbstversorgung gut geeignet und die rund zweieinhalb Hektaren Ackerland, eine halbe Hektare Wiesen&amp;nbsp;und anderthalb Hektaren Wald auch nicht zu verachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was ist ein Vierling? Vorsicht mit Flächenmassen!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Jucharte unterteilte sich in 4 Vierlinge oder 16 Quärtli (vgl. &lt;a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D14192.php"&gt;Artikel Juchart&lt;/a&gt; im Historischen Lexikon der Schweiz). Der Einfachheit halber wird bei obigen Berechnungen davon ausgegangen, dass 1 Jucharte rund 36 Aren entspricht, ein Vierling wäre demnach etwa 9 Aren gross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist aber, dass eine Juchart je nach Bodennutzung (Äcker, Wiesen, Wald&amp;nbsp;oder Rebgelände) durchaus unterschiedlich gross sein konnte. So waren Waldjucharten eher grösser, Rebjucharten hingegen kleiner. Der Grund für diesen Unterschied: mit&amp;nbsp;dem Begriff der&amp;nbsp;Jucharte wurde der Zeitbedarf für die Bewirtschaftung gemessen (vgl. unten Weiterführende Artikel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wo stand die ehafte Taverne damals?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund eines in den 1820er-Jahren gezeichneten Plänchens (vgl. WeiachBlog Nr. 944) darf man annehmen, dass das Wirtshaus damals auf dem Platz der heutigen Liegenschaft Oberdorfstrasse 7 stand - an der Verzweigung von Oberdorfstrasse und Winkelstrasse, d.h. am Nordende des alten Hauptplatzes im Dorfzentrum. Das Südende besteht aus der Gabelung Oberdorfstrasse -&amp;nbsp;Alte Poststrasse (ehemals Zürcherstrasse genannt, die über die Bergstrasse nach Stadel Richtung Zürich führte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weiterführende Artikel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/10/wo-der-sternen-und-die-ziegelhutte.html"&gt;Wo der «Sternen» und die Ziegelhütte standen&lt;/a&gt;, WeiachBlog, 29. Oktober 2010 [Nr. 944]&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2006/02/wie-gross-ist-ein-juchart-mass-und.html"&gt;Wie gross ist ein Juchart? (Mass und Gewicht 3)&lt;/a&gt;, WeiachBlog, 28. Februar 2006  [Nr. 116]&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/XB2vvPQj1yw" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/XB2vvPQj1yw/was-im-marz-1785-alles-zum-wirtshaus-zu.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/-6OLUI3tDBdc/UOQ0xbM9TNI/AAAAAAAABhI/9UC1fHR7FBE/s72-c/DonnstagsBlatt-17850407.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/was-im-marz-1785-alles-zum-wirtshaus-zu.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-3567588049843697290</guid><pubDate>Tue, 01 Jan 2013 23:07:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-02T00:07:42.446+01:00</atom:updated><title>«Könnints nit hungers sterben lasßen». Auswanderungsgründe 1653</title><description>Gestern war die Rede davon, &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2013/01/mehr-als-doppelt-so-viele-burger-wie.html"&gt;wieviele Bürger der Gemeinde Weiach in aller Welt&lt;/a&gt; leben - und die Heimatgemeinde kaum noch kennen. Die grosse Anzahl auswärts lebender Bürger ist ein deutliches Indiz dafür, dass in früheren Jahrhunderten&amp;nbsp;viele Weiacher&amp;nbsp;aus wirtschaftlicher Not ihr Auskommen anderweitig finden mussten. Viele davon für immer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der Regel ziehen die Menschen&amp;nbsp;nicht weit von ihrem Elternhaus weg - das ist selbst heute nicht anders. Wohl geht man gern weiter weg in die Lehre, studiert gar im Ausland, aber die Mehrheit&amp;nbsp;wird später&amp;nbsp;wieder in dem Gebiet sesshaft, wo die Wurzeln der eigenen Familie seit jeher zu finden sind. Dieser Effekt kann anhand von Telefonbucheinträgen bestimmter Namen gut belegt werden: die Wohnorte clustern auch heute noch ziemlich nahe um die ursprünglichen Bürgerorte herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bevölkerungsboom und Wirtschaftskrise&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was waren also die Gründe, dass man von&amp;nbsp;hier weg musste? Im 17. Jahrhundert erlebte Weyach einen Bevölkerungsboom. Noch 1637 zählte der Pfarrer im Auftrag der Regierung 392 «Seelen in der Gmeind», also tatsächlich dort lebende&amp;nbsp;Einwohner. 1650 waren es bereits 483. Innerhalb von nur 13 Jahren war die Bevölkerung um 23 Prozent gewachsen. Ein enormes Wachstum&amp;nbsp;-&amp;nbsp;für die damalige Zeit sowieso.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-_z9PPDtr2vc/UONhDsTiitI/AAAAAAAABgg/xbcn9YTjNw0/s1600/Bev%C3%B6lkerungsboom17Jh.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="251" src="http://2.bp.blogspot.com/-_z9PPDtr2vc/UONhDsTiitI/AAAAAAAABgg/xbcn9YTjNw0/s320/Bev%C3%B6lkerungsboom17Jh.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
Damit einher ging 1648 mit dem Westfälischen Frieden&amp;nbsp;das Ende&amp;nbsp;von dreissig Jahren Kriegswirren gleich ennet der Grenze. Für die Schweiz veränderte sich die wirtschaftliche Lage rasant. Schweizer Agrarprodukte waren in der Folge nicht mehr derart gefragt wie in den Kriegsjahren. Die Preise kamen unter Druck. Und damit auch die landwirtschaftlichen Strukturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bevölkerungsboom kombiniert mit der Wirtschaftskrise nach 1648 dürfte in Weiach sehr stark zu spüren gewesen sein. Das kann man erahnen, wenn man die folgende Beschwerde zweier Abgeordneten aus unserem Dorf liest, die 1653 einer Kommission aus der Stadt Zürich vorgelegt wurde. Die Regierung des Stadtstaates Zürich&amp;nbsp;befürchtete Unruhen wie im Bernbiet und wollte daher herausfinden, ob man den&amp;nbsp;Untertanen auf dem Land das Leben in gewissen Punkten erleichtern könne, damit sie nicht ebenfalls Umsturzgedanken in die Tat umsetzen wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Keine Unterstützung von der Regierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschwerde (das sog. Gravamen Nr. 7) liest sich im Original wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;Wylen sich die zeithar an etlichen orthen und sonderlichen zu Wejach frömb[d]e lüth befinden lasßen, die daß junge volckh mit versprëchung, jnnen dienst und gute glegenheiten zu zeigen, uß dem land hinweg führint, und die eß wehrint, werdint nur verhaßt und jnen geantwortet, sy müßint woll hinweg lasßen, könnints nit hungers sterben lasßen, wylen jnnen uß der stat nützit vorgesetzt werde&lt;/em&gt;. [...].» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Worten ist ganz deutlich die Kritik herauszuhören, dass die Regierung nichts unternehme, um die Notlage der Bevölkerung (z.B. in Weiach) zu lindern. Insbesondere scheinen auch nicht genügend Lebensmittelhilfen&amp;nbsp; angekommen zu sein, so dass man&amp;nbsp;im Dorf nur allzu gern den Versprechungen&amp;nbsp;des Anwerbungspersonals fremder Fürsten Glauben zu schenken bereit war -&amp;nbsp;Fürsten, die Kolonisten&amp;nbsp;für ihre kriegsbedingt entvölkerten Gebiete oder schlicht Soldaten suchten. Das waren schliesslich nicht gerade risikofreie Alternativen zum Leben in der Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedenfalls bezeichnend, dass diese Abwerbungen offensichtlich einigen Personen, die im Dorf etwas zu sagen hatten, missfielen, sonst würde nicht davon berichtet, dass diejenigen die dagegen redeten oder gar handelten, sich bei den Jungen verhasst machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen und weiterführende Literatur&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Eigene Barchart aus Weiacher Geschichte(n) Nr. 8 (Gesamtausgabe S. 12).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gravamen 7.&amp;nbsp;Verbesserung der Landesverwaltung infolge des Bauernkrieges von 1653 (Nr. 22a). In: &lt;a href="http://ssrq-sds-fds.ch/online/ZH_NF_II_1/index.html#p_72"&gt;Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, I. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Zürich. Neue Folge. Zweiter Teil. Rechte der Landschaft. Erster Band. Das Neuamt.  Aarau 1996, p. 72&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das Zitat aus den Rechtsquellen Neuamt und Betrachtungen zu den Auswirkungen von Krise und&amp;nbsp;Bauernkrieg 1653 in unserer Gegend vgl.:&lt;br /&gt;
Brandenberger, U.: Weiach – Aus der Geschichte eines Unterländer Dorfes. Vierte, überarbeitete Auflage von Walter Zollingers «Weiach. 1271-1971. Aus der Vergan­genheit des Dorfes Weiach». &lt;a href="http://weiachergeschichten.kirche-weiach.ch/wp-content/uploads/2011/06/GeschWeiach-Ausg2011-06.pdf"&gt;Online-Ausgabe Juni 2011&lt;/a&gt; – S. 30-31.  &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/z-Dz8u5kv2Q" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/z-Dz8u5kv2Q/konnints-nit-hungers-sterben-lasen.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/-_z9PPDtr2vc/UONhDsTiitI/AAAAAAAABgg/xbcn9YTjNw0/s72-c/Bev%C3%B6lkerungsboom17Jh.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/konnints-nit-hungers-sterben-lasen.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-2089605499356405714</guid><pubDate>Tue, 01 Jan 2013 20:42:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-01T21:42:12.579+01:00</atom:updated><title>Mehr als doppelt so viele Bürger wie Einwohner</title><description>Am 3. Dezember 2012 hat sich der Nationalrat mit &lt;a href="http://www.sgmr.politnetz.ch/parlament/1743-abschaffung-der-rueckerstattungspflicht-des-heimatkantons--3"&gt;94% Ja für die Abschaffung der Rückerstattungspflicht des Heimatkantons&lt;/a&gt; ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was der Entscheid bewirken soll,&amp;nbsp;erklärt die Schweizerische Depeschenagentur wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;Für die Sozialhilfe ist künftig in allen Fällen der Wohnsitzkanton von Bedürftigen zuständig. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt. Schon heute sind in der Regel die Wohngemeinden für die Sozialhilfe zuständig. Lebt ein Bedürftiger aber weniger als zwei Jahre in seinem Wohnkanton, muss der Heimatkanton für die Kosten aufkommen. Nun haben die Räte diese Rückerstattungspflicht des Heimatkantons abgeschafft. Auch im Nationalrat war unbestritten, dass die heutige Regelung veraltet ist. Umstritten ist, ob die Verliererkantone entschädigt werden sollen. Der Nationalrat hat sich dafür ausgesprochen. Nun muss noch der Ständerat entscheiden.&lt;/em&gt;» (Zitat nach politnetz.ch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Berücksichtigung im nationalen Finanzausgleich wurde selbentags&amp;nbsp;unter dem Titel &lt;a href="http://www.sgmr.politnetz.ch/parlament/1747-abschaffung-der-rueckerstattungspflicht-des-heimatkantons-in-der-nfa-beruecksichtigen"&gt;Abschaffung der Rückerstattungspflicht des Heimatkantons in der NFA berücksichtigen&lt;/a&gt; mit 71% Ja-Stimmen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Ständerat den beiden Vorlagen in seiner nächsten Session ebenfalls&amp;nbsp;zustimmt, ist der so genannte Heimatort noch ein Stückchen mehr zur Folklore und Traditionspflege geworden. Einen wirtschaftlichen Sinn macht er je länger je weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wohnortsprinzip als Glück für&amp;nbsp;ehemals kinderreiche&amp;nbsp;Landgemeinden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde der Heimatort immer noch für alle seine Armengenössigen finanziell aufkommen müssen, dann sähe es in den Kassen mancher Gemeinde sehr schlimm aus. Dies kann man sich nur schon daran veranschaulichen, dass beispielsweise die Oberemmentaler Gemeinde Trub mit rund 1373 Einwohnern (Stand vor einem Jahr, 31.12.2011) insgesamt &lt;a href="http://www.trub.ch/bevelkerung.html"&gt;gut 50'000 Bürgerinnen und Bürger&lt;/a&gt; zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grad so extrem ist das Verhältnis der Bürger zu der aktuellen Einwohnerzahl im nördlichen Züribiet nicht, wie der «&lt;em&gt;&lt;/em&gt;Zürcher Unterländer» in einem Artikel mit dem Titel «567 Einwohner – 1847 Bürger» (ZU, 19. November 2012, S. 3) darlegt.&amp;nbsp;Der Titel steht für Bachs, den Extremfall im Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;Neben Bachs haben Weiach, Hüntwangen,Wasterkingen,Wil, Oberembrach, Schleinikon und Regensberg deutlich mehr Heimatort-Bürger als Einwohner&lt;/em&gt;», schreibt Caroline Bossert, wobei der Heimatort-Bürger das Äquivalent eines&amp;nbsp;weissen Schimmel ist. Schon allein diese Wortschöpfung einer jungen Journalistin zeigt, wie lebensfern das Konzept des Bürgerorts mittlerweile geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahlen zu den Bürgern sind denn auch nicht so weit verbreitet wie die Einwohnerzahlen. Sie müssen auf den Zivilstandsämtern dem informatisierten Standesregister Infostar entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Tiefer als Faktor 1.5 geht es kaum&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiach ist also nach Bachs die Nummer zwei im Verhältnis Bürger- zu Einwohnerzahl. Bei 1029 Einwohnern (Stand Ende 2011) und 2128 Weiacher Bürgern ergibt sich&amp;nbsp;ein Verhältnis von&amp;nbsp;2.06 - also etwa doppelt so viele Bürger wie Einwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau und Bezug&amp;nbsp;neuer Wohneinheiten im Quartierplangebiet See/Winkel dürfte diese Zahl auch in Weiach deutlich unter 2.0 sinken. Bei rund 1.5 ist aber ziemlich sicher Schluss, denn mehr als den Wohnraum für&amp;nbsp;etwa 1500 Einwohner geben die noch erschliessbaren Bauentwicklungsgebiete&amp;nbsp;nicht her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausgesetzt, dass im äussersten Nordwestzipfel des Kantons&amp;nbsp;künftig durch Wohnungsnot oder Finanzknappheit nicht eine massive innere Verdichtung (mehr Personen pro Wohneinheit) Platz greift,&amp;nbsp;bleibt Weiach auch damit ein Exot. Die Mehrheit (31 von 43 erfassten&amp;nbsp;Unterländer Gemeinden) weist heute nämlich mehr Einwohner als Bürger auf.&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/W0iQGeaayo8" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/W0iQGeaayo8/mehr-als-doppelt-so-viele-burger-wie.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>2</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2013/01/mehr-als-doppelt-so-viele-burger-wie.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-9173734295571453674</guid><pubDate>Mon, 31 Dec 2012 18:08:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-01T19:08:00.901+01:00</atom:updated><title>Dezemberwetter 1962: achtmal Schnee und etwas Regen</title><description>Vor 50 Jahren erlebte Weiach einen trockenen Herbst&amp;nbsp;(vgl. den Beitrag &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/11/novemberwetter-1962-wieder-keine.html"&gt;Novemberwetter 1962&lt;/a&gt;). Die Temperaturen und der Nebel&amp;nbsp;entsprachen zwar durchaus der Jahreszeit. Nur der Niederschlag kam und kam nicht. Im Dezember schneite und regnete es dann zwar, aber das war für die Landwirtschaft etwas gar spät:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;Dezember: Der "Weihnachtsmonat" beginnt mit ordentlich kalten Tagen (bis zu -10°), meist bedeckt Hochnebel&amp;nbsp;den ganzen Himmel. Dieser Monat zeichnet sich überhaupt durch sehr viel Hochnebel aus; eigentlicher Morgennebel dafür nur dreimal. Sonnige Tage gab es fast keine (5 mal an Nachmittagen, einmal an einem Vormittag, nur einmal war's den ganzen Tag sonnig). Sehr oft blies ein kalter Oberwind. Schnee fiel achtmal, meist nur wenig und der wurde erst noch am selben Tag durch den nachfolgenden Regen wieder weggewischt. Der 15./19./29. Dezember machten da eine rühmliche Ausnahme, indem etwas grössere Mengen Schnee fielen (bis 10 cm). Langer Bestand war aber auch diesem Schnee jeweilen nicht beschieden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Höchsttemperaturen verzeichnete ich morgens +6°, mittags +5°, abends wieder +5°; es waren dies ein paar Tage zwischen dem 12. und 16. Dezember, die deutlich unter Föhneinfluss standen. Die Tiefsttemperaturen erreichten -13° morgens, -11° mittags und -12° abends. Diese Tage standen dann ganz im Zeichen des anhaltenden Oberwindes, 23. bis 28. Dezember.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der ganze Herbst und Vorwinter waren demnach sehr niederschlagsarm und trocken; die so nötige Winterfeuchte für den Boden blieb aus.&lt;/em&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff «Oberwind» versteht Zollinger einen kalten Nordwind. Warum er ihn nicht Bise nennt, ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1962 - S. 10. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1962].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 1. Januar 2013]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/honQRf4ol-8" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/honQRf4ol-8/dezemberwetter-1962-achtmal-schnee-und.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/12/dezemberwetter-1962-achtmal-schnee-und.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1603109097074862835</guid><pubDate>Sat, 29 Dec 2012 19:15:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-12-29T20:19:44.727+01:00</atom:updated><title>Wie wird's? Das Wetter in den nächsten 2 Stunden</title><description>Sie wollen wissen wie das Wetter in den nächsten zwei Stunden an ihrem Standort wird? Zum Beispiel in Weiach? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Problem! Dafür gibt es pünktlich zu Weihnachten &lt;strong&gt;wiewirds.ch&lt;/strong&gt; - ein Webdienst der vom ETH-Spinoff &lt;a href="http://meteoradar.ch/"&gt;meteoradar.ch&lt;/a&gt; zur Verfügung gestellt wird. Für Weiach gibt man &lt;a href="http://www.wiewirds.ch/Weiach-8187.php"&gt;http://www.wiewirds.ch/Weiach-8187.php&lt;/a&gt;&amp;nbsp;ein und erhält das folgende kleine Fenster:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JWy_UcON9cE/UN9Az-2WAfI/AAAAAAAABfc/MfZPnU6eb9c/s1600/Wiewirds-8187Weiach.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-JWy_UcON9cE/UN9Az-2WAfI/AAAAAAAABfc/MfZPnU6eb9c/s320/Wiewirds-8187Weiach.JPG" width="278" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
Diese so genannten &lt;em&gt;2H5M-Prognosen&lt;/em&gt; (Blick auf die nächsten zwei Stunden, der jeweils alle fünf Minuten aufdatiert wird) sind immer aktuell und können für das nächste Planquadrat der Schweizer Kilometerkoordinaten in der Nähe ihres Wohnorts aufgerufen werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für 8187 Weiach   und 5467 Fisibach   ist das die Koordinate 675/270 auf einer Höhe von 419 m ü. M. (Kaiserstuhl kennt wiewirds.ch übrigens nicht, dafür aber Regensberg). Die benachbarte Koordinate (entsprechend Mellikon, Rümikon und Wislikofen, alle im aargauischen Studenland) ist 670/270. Die Prognose basiert also auf einem 5 km-Raster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu weiteren technischen Details, besonders dem dahinter steckenden&amp;nbsp;Rechenmodell&amp;nbsp;äussern sich die Profis am besten gleich selber: &lt;a href="http://www.meteoradar.ch/wetterblog/2012/12/20/2h5m-prognosen/"&gt;http://www.meteoradar.ch/wetterblog/2012/12/20/2h5m-prognosen/&lt;/a&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/ksIWDMRtpuY" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/ksIWDMRtpuY/wie-wirds-das-wetter-in-den-nachsten-2.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-JWy_UcON9cE/UN9Az-2WAfI/AAAAAAAABfc/MfZPnU6eb9c/s72-c/Wiewirds-8187Weiach.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/12/wie-wirds-das-wetter-in-den-nachsten-2.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-5166688317984449549</guid><pubDate>Fri, 30 Nov 2012 17:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-01-01T18:59:53.224+01:00</atom:updated><title>Novemberwetter 1962: wieder keine Niederschläge</title><description>Bereits im September und Oktober 1962 war es aussergewöhnlich&amp;nbsp;trocken (vgl. die Beiträge&amp;nbsp;&lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2012/09/septemberwetter-1962-ein-annehmbarer.html"&gt;Septemberwetter 1962&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.ch/2012/10/oktoberwetter-1962-ein-trockener-geselle.html"&gt;Oktoberwetter 1962&lt;/a&gt;). Diese Witterung setzte sich auch im «Wintermonat» fort, wie Walter Zollinger notiert hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;em&gt;November: Er zeichnet sich durch zahlreiche Tage mit bedecktem Himmel aus. Auch Morgennebel und Hochnebel während ganzer Vormittage gab es ziemlich viel; die Sonne zeigte sich jeweilen nur für kurze Zeit&amp;nbsp;an Nachmittagen. Niederschläge fielen trotzdem sozusagen keine, nur 2 oder 3 mal etwas Schnee, um doch den "Wintermonat" wenigstens zu markieren. Die Temperaturen hielten sich fast durchwegs im gewohnten Rahmen:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Höchsttemperaturen: morgens 7°, mittags 15°, abends 9°&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tiefsttemperaturen: morgens -6°, mittags -5°, abends -5°.&lt;/em&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Wetterfront vor 50 Jahren galt also: «im Westen nichts Neues».&amp;nbsp;Selbst die&amp;nbsp;Trockenheit&amp;nbsp;war keine Neuigkeit mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1962 - S. 10. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1962].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 1. Januar 2013]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/HR2V8GdCaT8" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/HR2V8GdCaT8/novemberwetter-1962-wieder-keine.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/11/novemberwetter-1962-wieder-keine.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-4519490976131397207</guid><pubDate>Fri, 09 Nov 2012 14:06:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-11-09T15:29:25.223+01:00</atom:updated><title>Mit Bahnpost von Burladingen nach Weyach, 1901</title><description>Burladingen ist&amp;nbsp;eine Gemeinde im heutigen Zollernalbkreis des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. Sie gehört historisch gesehen zu Hohenzollern und war&amp;nbsp;vor rund hundert Jahren Teil des preussischen Regierungsbezirks Sigmaringen.&amp;nbsp;Im frühen&amp;nbsp;20. Jahrhundert war der Ort auch&amp;nbsp;ein Zentrum der Textilindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also gut möglich, dass&amp;nbsp;das 8 Kilogramm schwere Päckchen an die «Handlung» von Jakob Meierhofer-Meier in Weiach etwas Textiles enthielt. Der dazugehörige Begleitschein mit württembergischen Briefmarken und diversen Stempeln steht &lt;a href="http://www.ebay.ch/itm/Burladingen-Waldshut-Weyach-K-WURTT-Bahnpost-Bahnpost-STRASSBURG-STUTTGART-/150938808919?pt=Briefmarke&amp;amp;hash=item2324a77257"&gt;aktuell bei Ebay zum Verkauf&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Viele Durchgangsstempel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehend die Vorderseite&amp;nbsp;mit Adressatenanschrift (man beachte: als&lt;span style="color: #333333; font-family: Verdana;"&gt; &lt;span style="color: black; font-family: Times New Roman;"&gt;«&lt;i&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Weiach Cant. Zürich» geschrieben). Interessant auch, dass zusätzlich zu den&amp;nbsp;Beförderungsgebühren von&amp;nbsp;Reichsmark 1.40&amp;nbsp; auch&amp;nbsp;Zollgebühren verrechnet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-VQk8p7_8Ds0/UJa_e5XiaNI/AAAAAAAABeE/gbH4hmt5WNI/s1600/Burladingen-Weyach-Vorderseite.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="262" src="http://4.bp.blogspot.com/-VQk8p7_8Ds0/UJa_e5XiaNI/AAAAAAAABeE/gbH4hmt5WNI/s320/Burladingen-Weyach-Vorderseite.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
Auf der Hinterseite sind die Unterschrift der Empfängerin (Hulda Meierhofer) sowie vier Durchgangsstempel zu finden:&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gA3JMbTgvGY/UJa_adR_-cI/AAAAAAAABd8/QEl0aHPmYKA/s1600/Burladingen-Weyach-R%C3%BCckseite.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/-gA3JMbTgvGY/UJa_adR_-cI/AAAAAAAABd8/QEl0aHPmYKA/s320/Burladingen-Weyach-R%C3%BCckseite.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
Befördert wurde das Paket demnach per Bahn und zwar wohl zuerst mit der Hohenzollerischen Landesbahn, dann auf nicht mehr eruierbaren Wegen mit dem Postzug&amp;nbsp;&lt;em&gt;Strassburg (Elsass) - Stuttgart&lt;/em&gt;&amp;nbsp;und war dann nach Waldshut unterwegs. Während es vom ersten Stempel der königlich württembergischen Bahnpost (11. Mai 1901) bis nach Waldshut (12. Mai 1901) nur gerade einen guten Tag dauerte, datiert der Stempel Weyach vom 14. Mai. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benötigte die  Verzollung nach der Schweiz so viel Zeit? [Das Elsass gehörte damals zum Deutschen Reich, da gab es keine Zollgrenze (ausserdem handelte es sich ja auch um einen Postzug Strassburg-Stuttgart)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es sich hier um Bahnpoststempel handelt ist kaum verwundertlich, war die begleitete&amp;nbsp;Bahnpost doch in der gesamten Zeit der Deutschen Reichspost das Rückgrat der Postbeförderung. Das war auch in der Schweiz ab 1866 nicht anders. Der letzte begleitete Bahnpostwagen wurde hierzulande erst nach der Jahrtausendwende ausgemustert, als man 2004 den Zeitungsversand auf die Strasse verlegte&amp;nbsp;(vgl. den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnpost"&gt;Wikipedia-Artikel Bahnpost&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warum Weyach und nicht Weiach?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zuletzt vom hiesigen Postbüro aufgedrückte Stempel führt noch immer das y im Ortsnamen, obwohl die Gemeinde 1901 offiziell schon seit Jahrzehnten mit i&amp;nbsp;geschrieben wurde&amp;nbsp;(vgl. &lt;a href="http://weiachergeschichten.kirche-weiach.ch/wp-content/uploads/2009/12/002-i-oder-y-GAusg.pdf"&gt;Weiacher Geschichte(n) Nr. 2&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man dem Artikel &lt;a href="http://weiachergeschichten.blogspot.com/2009/11/die-weiacher-post-und-ihre-stempel.html"&gt;Die Weiacher Post und ihre Stempel&lt;/a&gt;&amp;nbsp;(WeiachBlog Nr. 702 vom 24. November 2009) entnehmen kann, wurde&amp;nbsp;am 1. Juli 1871 ein Rundstempel ohne Stundenangabe mit der Bezeichnung «Weyach» eingeführt. Vorher war der einfache Schriftzug ohne Datumsangabe in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Zürcher&amp;nbsp;Kantonsverwaltung schon 1872 der Ansicht war, die Schreibweise sei zu modernisieren, hat die Post erfolgreich während&amp;nbsp;über 30 Jahren ignoriert. Erst 1904 erhielt der Stempel die Bezeichnung «Weiach».&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/Oz9LRJlPwlA" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/Oz9LRJlPwlA/mit-bahnpost-von-burladingen-nach.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-VQk8p7_8Ds0/UJa_e5XiaNI/AAAAAAAABeE/gbH4hmt5WNI/s72-c/Burladingen-Weyach-Vorderseite.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/11/mit-bahnpost-von-burladingen-nach.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-6993632922504754839</guid><pubDate>Tue, 30 Oct 2012 13:14:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-11-09T14:15:07.442+01:00</atom:updated><title>Oktoberwetter 1962: ein trockener Geselle</title><description>Im Oktober vor 50 Jahren zeichnete sich erstmals ab, dass die Nässe im Frühling nun durch eine umso grössere Trockenheit kompensiert wurde. Für das Einfahren der Ernte (Obst und Trauben) war die trockene Witterung natürlich ein&amp;nbsp;Vorteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;Oktober: Der "Weinmonat" war ebenfalls ein trockener Geselle. Wohl lagen an 15 Tagen&amp;nbsp;Morgennebel über der Gegend und 11 mal sogar eine Hochnebeldecke. Regen aber&amp;nbsp;fiel nur dreimal, sonst war es, vor allem an den Nachmittagen, immer sonnig&amp;nbsp;oder "wolkig bis heiter". Die Temperatur war gegenüber dem Vormonat allerdings gefallen und zwar merklich. An den Morgen und Abenden selten mehr über 10°, meist um 6 oder 7° herum, einmal schon nahe der 0°-Grenze und am Morgen des&amp;nbsp;30.10. lag der&amp;nbsp;erste Reif über den Wiesen (-2°). Die Nachmittage waren, weil viel sonnige, natürlich warm. Höchste Temperatur zeigte der Nachmittag des 5.10. mit 20°. Das trockene Wetter begünstigte die Herbstarbeiten&amp;nbsp;in hohem Masse, vor allem die Obst- und Traubenernte.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade so extrem warm und sonnig wie das heurige Oktoberende (ein&amp;nbsp;verspäteter «Altweibersommer» oder «indian summer») war der Oktober 1962 dann doch nicht. Aber trocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quelle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1962 - S. 9-10. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1962].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 9. November 2012]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/e6eG0T49mhs" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/e6eG0T49mhs/oktoberwetter-1962-ein-trockener-geselle.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/10/oktoberwetter-1962-ein-trockener-geselle.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-321873239238284258</guid><pubDate>Sun, 30 Sep 2012 11:53:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-11-09T13:53:13.070+01:00</atom:updated><title>Septemberwetter 1962: ein annehmbarer Herr</title><description>So wie der August war auch der September vor 50 Jahren ein guter Monat für die Landwirtschaft, wie man Zollingers Jahreschronik entnehmen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&lt;i&gt;September: Im grossen und ganzen ein annehmbarer Herr. Am Anfang sogar ganz warme und schöne Zeit, höchstens Morgennebel oder hie und da nachts etwas Regen (7 mal); nur wenig regnerische Vor- oder Nachmittage, einmal etwas Wind, am 12.9. abends sogar stürmisch. In der Mitte des Monats begann allerdings eine kühle Woche (18. bis 26.9.) mit Temperaturen von nur 3 1/2° bis höchstens 5° am Morgen. Das Monatsende aber wird wieder milder, bis zu 11° "Morgenwärme". Etwas was wohl noch selten vorkam: am 24.9. war im Schulhaus --- geheizt! &lt;br /&gt;
Höchsttemperaturen: morgens 16°, mittags 27°, abends 12°&lt;br /&gt;
Tiefsttemperaturen: morgens 3 1/2°, mittags 12°, abends 7°.&lt;br /&gt;
Der "Härdöpflet" geht wacker vor sich; der Ertrag sei gut, die Knollen durchwegs von mittlerer Grösse. Auch Obst und Trauben geniessen die warme erste Monatshälfte.&lt;/i&gt;»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Schulhaus früher kaum so früh im Jahr geheizt wurde, war unter anderem wohl&amp;nbsp;auch dem Umstand geschuldet, dass man in früheren Jahrzehnten&amp;nbsp;aus Spargründen erst dann geheizt hat, wenn es wirklich unumgänglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1962 - S. 9. [Original in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich. Signatur: G-Ch Weiach 1962].&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
[Veröffentlicht am 9. November 2012]&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Weiachblog/~4/VU709iSujpc" height="1" width="1"/&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Weiachblog/~3/VU709iSujpc/septemberwetter-1962-ein-annehmbarer.html</link><author>noreply@blogger.com (WG(n))</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2012/09/septemberwetter-1962-ein-annehmbarer.html</feedburner:origLink></item></channel></rss>
