<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/" xmlns:blogger="http://schemas.google.com/blogger/2008" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-18497841</atom:id><lastBuildDate>Fri, 10 Apr 2026 23:55:28 +0000</lastBuildDate><title>WeiachBlog</title><description></description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Unknown)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>2300</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-6103676042351275643</guid><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 15:41:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-04-01T17:58:13.342+02:00</atom:updated><title>V-Piste 14/32 – Ein halbes Jahrhundert Anfluglärm</title><description>&lt;p&gt;Name: Runway 14/32. Übername: V-Piste. Signalement:&lt;span style=&quot;white-space: pre;&quot;&gt; &lt;/span&gt;3300 m × 60 m Asphalt und Beton.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses Bauwerk auf dem Flughafen Zürich-Kloten hat die Gemeinde Weiach im letzten halben Jahrhundert wohl stärker geprägt als jede andere bauliche Struktur.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjL7UKxRkBenUW2vMK3sphGeFNfADWhT8FejMCtj5bej6lOJH2xx1ismUg_4cVbiVCas_mD2uR6Y5d4KiPJb_OVn4WOeN0CRdlZP0aqPjL9vRAvDOxSkk4qhQqrZANChBLc_O7DCfrNidXXPgqrf3cg3JrY-MEuxKBk8sv5zRPH13JTwLDNiZ88eQ/s979/Screenshot%202026-04-01%20162749.png&quot; style=&quot;clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;482&quot; data-original-width=&quot;979&quot; height=&quot;316&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjL7UKxRkBenUW2vMK3sphGeFNfADWhT8FejMCtj5bej6lOJH2xx1ismUg_4cVbiVCas_mD2uR6Y5d4KiPJb_OVn4WOeN0CRdlZP0aqPjL9vRAvDOxSkk4qhQqrZANChBLc_O7DCfrNidXXPgqrf3cg3JrY-MEuxKBk8sv5zRPH13JTwLDNiZ88eQ/w640-h316/Screenshot%202026-04-01%20162749.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;span&gt;An der Kreuzung der Westpiste 10/28 mit der Instrumentenlandepiste 16/34.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;Bildquelle: &lt;a href=&quot;https://www.travelnews.ch/flug/24442-flugverkehr-in-der-schweiz-noch-unter-niveau-2019.html&quot;&gt;Travelnews.ch (2023)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Eine säkulare Zäsur für Weiach&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die offizielle Inbetriebnahme fiel auf den 1. April 1976. Kein Aprilscherz, leider. Mit diesem Tag hat sich die Taktung des Lebens der Weiacherinnen und Weiacher sozusagen für immer verändert.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Rhythmus der Triebwerksgeräusche drückt unserer Lebensrealität den Stempel auf. So sehr, dass man als Weycher vor lauter Ruhe schon fast aus dem Konzept gerät, wenn sie einmal fehlen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anfangs gab es in Hochbetriebsphasen alle drei Minuten einen Anflug, später alle 90 Sekunden. Wer im offenen Gelände eine Rede hält, sei es eine Grabrede auf dem Friedhof oder eine Erstaugust-Ansprache auf dem Schulhausplatz, der muss diese Geräuschkulisse auf dem Zettel haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich ist die Lautstärke nicht mehr so extrem wie zu Zeiten von Caravelle und Tupolew. Und meist überfliegen landende Jets unser Dorfzentrum, wesentlich leiser als startende Maschinen, wie sie auf der Westpiste abheben und die Gläser in den Rümlanger Küchenkasten erzittern liessen (vgl. die Ansprache von Regierungsrat Kägi, &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2007/08/regierungsrat-markus-kgi-ansprache-zum.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 498&lt;/a&gt;). Aber trotzdem: Flüsterjets, wie einst versprochen, sind das auch heute nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ob Franken oder Kubikmeter. Für die Piste werden Millionen bewegt.&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits weniger als ein Vierteljahrhundert nach der Eröffnung (im Jahre 1948) platzte der Flughafen aus allen Nähten. Durch das Pistenkreuz (vgl. den Blick auf die Kreuzung im Bild oben) war aber die Zahl der Flugbewegungen begrenzt. Auf der in der ersten Hälfte der 1970er grössten Baustelle der Schweiz liefen aus diesem Grund viele Aktivitäten, sodass nicht alles im Zeitplan fertig wurde. Die zusätzliche Start- und Landebahn hatte aber wohl die höchste Priorität, was man Mitte 1973 aus den &lt;i&gt;Neuen Zürcher Nachrichten&lt;/i&gt; herauslesen konnte:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Eröffnet wird aber so oder so im Früjahr &lt;/i&gt;[sic!]&lt;i&gt; 1976 die neue Piste 14/32. Für diese 3300 Meter lange Piste sind seit Herbst 1971 rund 1,8 Mio. Kubikmeter Erde verschoben und im nördlichen Pistenbereich bis zehn Meter hohe Dämme geschüttet worden. Durch den Pistenbau mussten für mehrere Millionen Franken der Himmelbach verlegt und gleichzeitig wertvolle Biotope verpflanzt werden. Bald wird mit dem Auftragen der Auflast begonnen und 1974/75 mit der Stabilisierungsschicht des Belages. Ab 1976 schliesslich kann dank dieser neuen Piste die stündliche Zahl der Flugbewegungen von 35 auf 55 heraufgesetzt werden.&lt;/i&gt;»&amp;nbsp;(NZN, 14. Juni 1973)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Der Übername V-Piste wird geprägt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Spätestens ein Jahr danach taucht der Übername in den Medien auf. Erwähnt wird, dass die neue Piste eigentlich bereits zu kurz sei und auch aus anderen Gründen dringend benötigt werde. Der Zustand der Blindlandepiste, die seit November 1948 in Betrieb war, machte den Verantwortlichen Sorgen:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Auf dem Flughafen Zürich nimmt die dritte Hauptpiste Gestalt an. Ihre Längsachse verläuft in der Richtung 140/320 Grad, und deshalb lautet ihre Bezeichnung in der Fachsprache 14/32. Bereits hat sie aber einen einprägsameren Namen erhalten: «V-Piste». Dem Bau dieser 3300 Meter langen Piste stimmten die Zürcher Bürger 1970 zu; sie bildet einen Bestandteil der dritten Ausbauetappe. Dagegen ist die Frage umstritten, ob die V-Piste verlängert werden soll. Da der Zustand des Belages der Instrumentenanflugpiste 16/34 sich in erstaunlich kurzer Zeit überraschend verschlechterte, wurde von den zuständigen Behörden die Möglichkeit geprüft, die V-Piste nordwärts zu verlängern, um sie während der Instandstellungsarbeiten an der Instrumentenanflugpiste als Ersatz für Starts von schweren Flugzeugen, die eine längere Startrollstrecke benötigen, verwenden zu können.&lt;/i&gt;» (NZZ, 9. Juli 1974)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;«Endausbau» kurz vor dem Abschluss&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem am 30. März der erste Jumbo Jet auf der V-Piste aufgesetzt hatte, war es heute vor 50 Jahren dann so weit: Die V-Piste wurde für den regulären Betrieb freigegeben. Was im Jahr davor und rund um diese neue Piste herum sonst noch so gebaut wurde, darüber berichteten u.a. wiederum die Neuen Zürcher Nachrichten am 31. März 1976:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Es. Nach der letztjährigen Eröffnung des Terminal B und der Fingerdocks im Flughafen Zürich-Kloten wird nun am 1. April die neue Piste 14/32, auch V-Piste genannt, eingeweiht. Zur gleichen Zeit wird eine Fussgängerverteilebene im zweiten Geschoss des Parkhauses B, die unmittelbar über dem im Bau befindlichen SBB-Bahnhof der Flughafenlinie liegt, in Betrieb genommen. Ebenfalls eröffnet werden zahlreiche Geschäfte in dieser Kontaktzone sowie ein weiteres Flughafenrestaurant.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Eigens für die Presse wurde gestern Dienstagvormittag die erste Landung mit einem Jumbo-Jet der Swissair im Beisein der Regierungsräte Jakob Stucki und Alois Günthard durchgeführt. Sicher und fast auf den Millimeter genau setzte Flugkapitän Hürzeler, der übrigens mit diesem Flug in den «Pilotenruhestand» tritt, den rund 350 Tonnen schweren Stahlvogel auf der neuen Landebahn auf. Die neue Piste 14/32, mit deren Bau im Jahre 1973 begonnen wurde, ist 3300 Meter lang und rund 60 Meter breit. Die in erster Linie für Anflüge bestimmte V-Piste ist die dritte des Flughafens Zürich-Kloten. Sie wurde gebaut, weil die bestehenden Flugbahnen, die Blindlande- und die Westpiste, sich kreuzen und damit den Flugverkehr erschwerten.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Leistungsfähiges Dreipistensystem&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von der Leistungsfähigkeit des neuen Dreipistensystems kann erwartet werden, dass sie den Anforderungen über Jahre hinaus genügen wird. Doch ist sie definitiv erst auswertbar, nachdem die Sanierungsarbeiten der Blindlandepiste abgeschlossen sind. Im Dezember letzten Jahres haben die Stimmbürger der Erneuerung der Blindlandepiste zugestimmt. Im Herbst dieses Jahres werden denn auch die dazu erforderlichen Bauarbeiten beendet sein, und auf den 1. Oktober ist die Inbetriebnahme eingeplant. Wie Baudirektor Günthard in seiner Ansprache ausführte, werden die Tiefbauarbeiten mit dieser Pistensanierung ihren Abschluss finden. Denn im Herbst 1976 wird der Flughafen Zürich-Kloten über eine noch Jahre andauernde ausreichende Kapazität verfügen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Fussgängerverteilebene&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im neuen von der Flughafen-Immobilien-Gesellschaft erstellten Parkhaus B, das gegenüber dem Terminal B liegt, wird am 1. April das zweite Geschoss, die Fussgängerverteilebene in Betrieb genommen. Diese Kontaktzone für Passagiere und Besucher liegt unmittelbar über dem im Bau befindlichen SBB-Bahnhof der Flughafenlinie, der bis 1980/81 ebenfalls fertiggestellt sein wird. In dieser Kontaktzone, die über eine Passarelle und Rolltreppe vom Terminal B oder direkt vom Parkhaus B erreicht wird, sind zahlreiche Geschäfte, Einkaufsläden und Dienstleistungsbetriebe untergebracht.&amp;nbsp; Zu den Neuheiten im Flughafen Zürich-Kloten gehört nun auch ein weiteres Restaurant am Ende der Fingerdocks, von dem man einen weiten Rundblick über das Flughafengelände geniessen kann.&lt;/i&gt;» (NZN, 31. März 1976)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/a/AVvXsEgT-W41C9AirRTzyvX-R-B488DsdNiOG55WcTXb6xp5EOFVW6qzT-MdL8pQnM2KJLjOb1BkmoVMoyzB0J20Xrr4EdwLBr2nBRzwKgo3_y-ecWJobmM-u2snbtDuovNMtmZaKCwEPHr90_tshzY89-eDu44xDJf1z388J8G8BLGCZK5zDh6SBVUBgA&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; data-original-height=&quot;295&quot; data-original-width=&quot;383&quot; height=&quot;240&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/a/AVvXsEgT-W41C9AirRTzyvX-R-B488DsdNiOG55WcTXb6xp5EOFVW6qzT-MdL8pQnM2KJLjOb1BkmoVMoyzB0J20Xrr4EdwLBr2nBRzwKgo3_y-ecWJobmM-u2snbtDuovNMtmZaKCwEPHr90_tshzY89-eDu44xDJf1z388J8G8BLGCZK5zDh6SBVUBgA&quot; width=&quot;312&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Bildlegende: «&lt;i&gt;Die neue Piste 14/32 von Norden her aufgenommen. Rechts die Instrumentenlandepiste 16/34, die während der nächsten sechs Monate erneuert wird.&lt;/i&gt;»&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZN19730614-01.2.14.7.&quot;&gt;Der Flughafen Kloten nach 25 Jahren&lt;/a&gt;. In: Neue Zürcher Nachrichten, Nummer 135, 14. Juni 1973 – S. 2.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZZ19740709-02.2.28.4&quot;&gt;Die V-Piste auf dem Flughafen Zürich&lt;/a&gt;. In:&amp;nbsp;Neue Zürcher Zeitung, 9. Juli 1974, Mittagausgabe Nr. 313&amp;nbsp;– S. 19.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZN19760331-01.2.15.1&quot;&gt;Der Flughafen Zürich-Kloten vor Endausbau&lt;/a&gt;. In: Neue Zürcher Nachrichten, 31. März 1976&amp;nbsp;– S. 5.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/04/v-piste-1432-ein-halbes-jahrhundert.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjL7UKxRkBenUW2vMK3sphGeFNfADWhT8FejMCtj5bej6lOJH2xx1ismUg_4cVbiVCas_mD2uR6Y5d4KiPJb_OVn4WOeN0CRdlZP0aqPjL9vRAvDOxSkk4qhQqrZANChBLc_O7DCfrNidXXPgqrf3cg3JrY-MEuxKBk8sv5zRPH13JTwLDNiZ88eQ/s72-w640-h316-c/Screenshot%202026-04-01%20162749.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-3953486495492891987</guid><pubDate>Mon, 30 Mar 2026 21:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-03-31T22:08:04.770+02:00</atom:updated><title>V-Piste oder Blindlandepiste? Zunamen für die Runway 14/32</title><description>&lt;p&gt;Am 31. Mai 2011 berichtete der «Zürcher Unterländer» über den baldigen Beginn von umfangreichen Bauarbeiten an der Stadlerstrasse, dem nördlichsten Abschnitt der kantonalen RVS 566 (1844/45 als Strasse Weiach-Seebach erstellt) zwischen den Ortschaften Weiach und Raat. Laut dem Bericht sollten die Arbeiten bis im September andauern. Für grosse und schwere Fahrzeuge erforderten sie eine Umleitung über die Umfahrungsroute RVS 348 vom Autobahnanschluss A50 nach Neerach, auch «Kiesstrasse» genannt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Geklauter Übername&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sowohl im «Unterländer», wie gleichentags auch im «Tages-Anzeiger» wurde der Übername des zu sanierenden Abschnitts kolportiert: Er werde im Volksmund «Blindlandepiste» genannt. Wie diese Namensgebung zu erklären sei, das verraten die Zeitungsmacher aber nicht.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auffallend an der Stadlerstrasse ist ihr schnurgerader Verlauf zwischen zwei ehemaligen Fixpunkten des Weiacher Dorflebens, der Mühle zuoberst im Oberdorf und dem Gasthof Sternen. Parallel dazu bzw. fast exakt in gleicher Linie verläuft die Achse der Piste 14/32 und damit die Anflugschneise auf den Flughafen Kloten. Die Vermutung ist daher naheliegend, dass dieser Umstand zur Namensgebung massgebend beigetragen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist es allerdings so, dass sich die Bezeichnung «Blindlandepiste» originär auf die Piste 16/34 bezieht, die bereits seit November 1948 in Betrieb ist. Diese Start- und Landebahn war die erste, welche mit einem sog. &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Instrumentenlandesystem&quot;&gt;Instrumentenlandesystem&lt;/a&gt; (ILS) ausgerüstet wurde, das Anflüge bei schlechten Sichtbedingungen erlaubt. In dieser Zeit erhielt die Piste ihren ziemlich dick auftragenden Übernamen. Nach dem Aufsetzen auf der Piste und spätestens auf dem Vorfeld müssen die Piloten nämlich einige Meter weit sehen können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;«Blindlandepiste» war anfangs ein Alleinstellungsmerkmal&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da die Piste 16/34 einstmals als einzige (mehr oder weniger) in Nordrichtung gewiesen hat, ist der Name von den Weiachern wohl auf die neu erstellte Piste 14/32 übertragen worden. Und das nicht ganz zu unrecht. Denn auch die in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre erstellte Piste 14/32 kann man als Blindlandepiste bezeichnen. Auch sie weist ein ILS/&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Distance_Measuring_Equipment&quot;&gt;DME&lt;/a&gt; für die Landung auf Runway 14 auf. Diese Systemkombination ist hochpräzise und zugelassen für &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Instrumentenlandesystem#ILS-Kategorien&quot;&gt;CAT II/III&lt;/a&gt; (teilweise bis CAT IIIb). Das bedeutet, es erlaubt Landungen bei sehr schlechter Sicht (niedrige Wolkenbasis und geringe Runway Visual Range). Die &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Runway_visual_range&quot;&gt;Runway Visual Range&lt;/a&gt; (RVR) gibt die Distanz an, über die der Pilot im Anflug auf der Achse der Landebahn die Markierungen zur Begrenzung der Bahn oder die Mittellinie sehen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die jüngste Piste ist die&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;«&lt;/b&gt;&lt;b&gt;V-Piste&lt;/b&gt;&lt;b&gt;»&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die vor einem halben Jahrhundert in Betrieb genommene Runway 14/32 bildet zwar keine Bodenkreuzung (wie die 10/28 Westpiste mit der 16/34). Sie ist jedoch – zum Leidwesen der Kapazitätsplaner des Flughafens und zur Freude der Stadtplaner in Bülach – keine Parallelpiste zur alten Blindlandepiste geworden. Die Anflugschneisen 14 und 16 schneiden sich, was die Verwendungsmöglichkeiten beschränkt. Ab dem Schnittpunkt öffnet sich nach Nordnordwest ein Winkel, der auf der Karte wie ein V aussieht. Daher wird sie auch in offiziellen Dokumenten als «V-Piste» bezeichnet.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj6I2do2n_UB9UtGq-oT-gPl3VCDud0IBfE5ZxcNd27PTTWNQ8flB2zVmpzmNgh4kKhcY9V8MSIH2dmfi3daW0V5nEYz0fCjnwpvpIewHdqop1tMqCIGcVcwUWej8WOzVZpzEYes-ho2j_P7doX4DwnOrhux-MNiLWDB0XCdwaw-81Hi_tzi9Cd8g/s1413/Karte_-_Flughafen_Z%C3%BCrich_ZRH.png&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;1413&quot; data-original-width=&quot;960&quot; height=&quot;640&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj6I2do2n_UB9UtGq-oT-gPl3VCDud0IBfE5ZxcNd27PTTWNQ8flB2zVmpzmNgh4kKhcY9V8MSIH2dmfi3daW0V5nEYz0fCjnwpvpIewHdqop1tMqCIGcVcwUWej8WOzVZpzEYes-ho2j_P7doX4DwnOrhux-MNiLWDB0XCdwaw-81Hi_tzi9Cd8g/w434-h640/Karte_-_Flughafen_Z%C3%BCrich_ZRH.png&quot; width=&quot;434&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both;&quot;&gt;&lt;b&gt;Lageplan des Flughafens Zürich&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;Datei:Karte - Flughafen Zürich ZRH.png&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;Urheber: Kartenwerkstatt Wikipedia&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;Lizenz: CC BY-SA 2.5&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;Erstellt: 1. Juni 2009&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;Hochgeladen: 31. Mai 2015&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Nun besteht Korrekturbedarf&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf diesen 2011 im Druck überlieferten Übernamen ist auch der WeiachBlog-Autor hereingefallen. Da die Piste 14/32 häufiger als V-Piste bezeichnet wird (und nicht als Blindlandepiste), müssen folgende seit 2007 publizierten Artikel mit einem Verweis versehen werden, der den Lokalnamen mit einer Erklärung und der gebräuchlicheren Bezeichnung ergänzt.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;InhaltsverzeichnisWeiachBlog&quot;&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Weiach als Bauernopfer für Bülach. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2007/11/weiach-als-bauernopfer-fr-blach.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 569&lt;/a&gt;, 22. November 2007.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Lasst die Vergangenheit ruhen – 25. Jahrestag des Absturzes. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2015/11/lasst-die-vergangenheit-ruhen-25.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1244&lt;/a&gt;, 14. November 2015.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nur 150 Meter tiefer und die DC-9 hätte den Wingert gestreift! &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2020/11/nur-150-meter-tiefer-und-die-dc-9-hatte.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1610&lt;/a&gt;, 13. November 2020.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der Frauenverein reist ins Toggenburg und Tössbergland. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2022/05/der-frauenverein-reist-ins-toggenburg.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1825&lt;/a&gt;, 10. Mai 2022&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Kalter Abstimmungs-Kaffee aus dem Gemeindehaus. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2024/03/kalter-abstimmungs-kaffee-aus-dem.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2045&lt;/a&gt;, 2. März 2024&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Not in my backyard? Bauprojekt Asylunterkunft unter der Lupe. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2024/04/not-in-my-backyard-bauprojekt.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2090&lt;/a&gt;, 28. April 2024.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Zwischen Weiach und Raat wird gebaut. In: Tages-Anzeiger, 31. Mai 2011.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Baustelle ab Montag bis im September. In: Zürcher Unterländer, 31. Mai 2011.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Projektseite &lt;a href=&quot;https://www.flughafen-zuerich.ch/de/unternehmen/flughafen-zuerich/flughafen-entwicklung/abgeschlossene-bauprojekte/sanierung-piste-14-32&quot;&gt;Sanierung Piste 14-32 – ohne Störung des Flugbetriebs&lt;/a&gt;. Flughafen Zürich, 2014.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/03/v-piste-oder-blindlandepiste-von-den.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj6I2do2n_UB9UtGq-oT-gPl3VCDud0IBfE5ZxcNd27PTTWNQ8flB2zVmpzmNgh4kKhcY9V8MSIH2dmfi3daW0V5nEYz0fCjnwpvpIewHdqop1tMqCIGcVcwUWej8WOzVZpzEYes-ho2j_P7doX4DwnOrhux-MNiLWDB0XCdwaw-81Hi_tzi9Cd8g/s72-w434-h640-c/Karte_-_Flughafen_Z%C3%BCrich_ZRH.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-645636205616590548</guid><pubDate>Wed, 11 Mar 2026 13:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-04-01T20:16:02.098+02:00</atom:updated><title>«Die Censur in Zürich ist unertreglich scharff...»</title><description>&lt;p&gt;Diese Aussage von Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827; ja, DEM &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Pestalozzi&quot;&gt;Pestalozzi&lt;/a&gt;) an seinen Freund und Förderer, den Basler Geschichtsphilosophen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Iselin&quot;&gt;Isaak Iselin&lt;/a&gt; (1728-1782) mag etwas übertrieben wirken. Aber es war tatsächlich so, dass in den Jahren vor dem Ende des Ancien Régime die Zensurpraxis «&lt;i&gt;selbst im europäischen Vergleichsmassstab&lt;/i&gt;» derart rigoros war, dass nach der Hinrichtung des Regimekritikers Pfr.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Waser_(Statistiker)&quot;&gt;Johann Heinrich Waser&lt;/a&gt; im Jahr 1780 eine Art Friedhofsruhe herrschte, in der jede Art von kritischer Regung unterblieb. Das ist zumindest die Einschätzung Rolf Grabers in seiner Habilitationsschrift «Zeit des Teilens» (Zürich 2003 – S. 81).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Fussnote 40 zu Kapitel 2 seines Werks führt Graber etliche Belege an, darunter Pfarrer Waser, der sich 1779 in einem Brief an &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/August_Ludwig_von_Schl%C3%B6zer&quot;&gt;August Ludwig Schlözer&lt;/a&gt; darüber beklagte, dass «&lt;i&gt;wir Schweizer eine so verfluchte Censur haben, die bald schlimmer als spanische Inquisition ist.&lt;/i&gt;» Der im Titel stehende Satz Pestalozzis pflichtet dem bei und erläutert auch gleich die Wirkung: «...&lt;i&gt;und unterdrukt vast alle guten treffenden, das Volk in seinen nechsten Angelegenheiten erleuchtenden Stellen.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das sahen auch ausländische Beobachter, die Zürich besuchten, nicht anders, so 1785 &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Cay_Lorenz_Hirschfeld&quot;&gt;Christian C.L. Hirschfeld&lt;/a&gt;, der mit Verweis auf die «&lt;i&gt;Pressfreyheit&lt;/i&gt;» in Dänemark und Preussen den «&lt;i&gt;ungeheuren Abstand zwischen dem Despotismus der Aristocratien&lt;/i&gt; [gemeint: Zürich; Anm. WeiachBlog] &lt;i&gt;und der glücklichen Freyheit sicherer Monarchien&lt;/i&gt;» konstatierte. Oder &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Michael_Afsprung&quot;&gt;Johann Michael Afsprung&lt;/a&gt; 1784 mit dem Satz «&lt;i&gt;Ein Zürcher kann also nie etwas schreiben, was zur Aufklärung und Vervollkommnung der Gesetze und der Verfassung etwas beytragen könnte, ohne es der Censur zu übergeben.&lt;/i&gt;» (Alle Zitate n. Graber 2003 – S. 81)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Zensur ist böse. Deshalb werden Scheren in die Köpfe programmiert&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verschweigen und Diffamieren sind die kleinen Geschwister dieser Bücher- und Presse-Zensur. Das erste Mittel der Wahl ist der dezente Hinweis, der Autor möge durch gezieltes Weglassen von Teilen der Realität, über die man den Mantel des Schweigens breitet, im Sinne des Staates wirken. Wenn das funktioniert: tant mieux!&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn nicht, dann muss die zweite obrigkeitliche Raketenstufe gezündet werden: die defamatorische Kriegführung. Sie dient vor allem dazu, einen Meinungsflächenbrand zu verhindern oder ihn wenigstens auf ein noch handhabbares Mass einzudämmen. Flankiert werden diese Operationen durch gezielte wirtschaftliche Angriffe auf die Verbreiter der unerwünschten Botschaft, die der von den Machthabern zur Wahrheit erklärten widerspricht. Heisst in heutiger Zeit: Berufsverbote, Kontosperrungen, Hausdurchsuchungen, Einleitung von Strafverfahren, etc.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn das auch nicht mehr hilft, folgt Stufe 3. Wobei das Problem auftritt, dass der Staat in westlichen Gesellschaften offiziell nicht Zensur ausüben darf. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht das sogar explizit drin: Zensur finde nicht statt, heisst es in Art. 5 Abs. 1 GG. Also muss ein indirektes Vorgehen gewählt werden. Wie geht das?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Winning hearts and minds&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es verwundert nicht, dass heutzutage, wo die Bedingungen aufgrund der in sich zusammenfallenden Weltfinanzordnung und Neusortierung der Machtverhältnisse für jedermann rauer werden, die Zügel besonders kurz zu halten sind. Mittlerweile gibt es Heerscharen von PR-, Informations- und Medienbeauftragten, ganze Divisionen von Para-Journalisten (allein das Pentagon hat Tausende von ihnen im Dienst, ursprünglich zur engen Manndeckung von embedded journalists auf Kriegsschauplätzen).&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Beauftragten werden überall da eingesetzt (wie Spezialkräfte per Fallschirm abgeworfen), wo die offiziellen Journalisten (solche mit Presseausweis und Berufsregistereintrag) bei der Einnordung des richtigen Narrativs Nachhilfe brauchen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gegen eine Übermacht mit Faktor 10 und mehr an solchen von Behörden, Konzernen, NGOs, Lobbyverbänden, usw. angestellten Message-Control-Spezialisten hat die gemäss herrschender Lehrmeinung Vierte Gewalt im Staate schon a priori schlechte Karten. Dazu kommen dann noch mehr oder weniger subtile Eingriffe der Eigentümer und Geldgeber von Medienhäusern, die der Chefredaktion klar machen, was die veröffentlichte Meinung zu sein hat. Auch wenn die öffentliche Meinung objektiv dargestellt eine ganz andere wäre. Dieser Effekt spielt ganz unabhängig davon, ob es sich um öffentlich-rechtliche Monopole (wie die SRG) oder oligopolistische private Medienkonzerne handelt. So war das im Zweiten Weltkrieg und so ist es letztlich bis heute.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Narrativale Lufthoheit im Zeitalter von Social Media&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Problematisch wurde es für die Herrschenden im Internetzeitalter seit dem Aufkommen einfacher Verbreitungsmechanismen, genannt Social Media, wie z.B. diesem Blog, die keine teuren Druckeinrichtungen mehr benötigen und in Windeseile um den Planeten geschickt werden können. Wer nicht narrativkonform ist und zu grosse Reichweite erlangt, der muss damit rechnen, von Algorithmen ausgebremst oder gar ganz gecancelt zu werden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besonders gefährliche Oppositionelle werden von den powers that be mit den oben erwähnten Methoden behandelt, bis hin zum schärfsten Mittel: der obrigkeitlichen Totalsanktionierung. Ein Bannstrahl, der bis dato zwei Schweizer Staatsbürger getroffen hat: zuerst Nathalie Yamb (weil sie die fortdauernden Kolonisationstrukturen in Afrika kritisiert) und dann Jacques Baud (weil er eine dem EU-Narrativ zuwiderlaufende Interpretation des Ukrainekonflikts vertritt).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Vor- und Nachzensur vor 200 Jahren&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch zurück in die Geschichte. Im 18. Jahrhundert wurde die Bücher-Zensur in Zürich selbst in der sog. Predicanten-Ordnung von 1758 noch ganz offen sozusagen zu einer Nebenaufgabe der Zürcher Staatskirche erklärt (vgl. die Quellen unten). Gewirkt hat das nur bedingt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch nach den französischen Revolutionswirren, im 19. Jahrhundert, waren gewisse Ideen nicht mehr auszurotten, weshalb die Behörden mittels Zensur versuchten, den Deckel auf dem Meinungskochtopf zu behalten. Dies illustriert die Deutsche Nationalbibliothek am Beispiel von&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine&quot;&gt;Heinrich Heine&lt;/a&gt;&amp;nbsp;(1797-1856) auf einer Themenseite zur Mediengeschichte wie folgt:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Heinrich Heines Kritik an den politischen Verhältnissen in Deutschland führte zu zahlreichen Verboten seiner Schriften. Sein Umgang mit der Zensur war produktiv, zuweilen satirisch und kunstvoll. So verspottete er im zweiten Band seiner Reisebilder die Zensoren mit ihren eigenen Stilmitteln: Im zwölften Kapitel deuten viele Striche eine umfangreiche Zensurmaßnahme an, die nur vier Worte stehen lassen: „Die Deutschen Censoren“ und sechs Zeilen weiter unten: „Dummköpfe“.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mit der Einführung des Pressegesetzes der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbader_Beschl%C3%BCsse&quot;&gt;Karlsbader Beschlüsse&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;[Link durch WeiachBlog]&lt;i&gt; im Jahr 1819 mussten Veröffentlichungen mit einem Umfang bis 19 Bogen (320 Oktavseiten) der Behörde zur Vorzensur vorgelegt werden. Die beanstandeten Passagen wurden aus Kostengründen nicht neu gesetzt, sondern durch Streichungen unkenntlich gemacht. Um der Vorzensur zu entgehen, wurde der Umfang von Büchern oft auf 20 Bogen erweitert, die somit erst nachträglich zensiert werden konnten. Zensierte Textstellen durften ab 1826 in Preußen und ab 1834 im gesamten Deutschen Bund nicht mehr durch Zensurstriche kenntlich gemacht werden. Die zensierten Texte mussten kostenaufwendig neu gesetzt werden. Dadurch wurden Autoren und Verleger zur Selbstzensur gezwungen.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andere Zeiten, andere Methoden. Diese beiden Abschnitte zeigen dennoch ein autoritäres Muster auf, das sich wie ein roter Faden bis in die heutige Zeit hineinzieht. Machtapparate wollen die Informationshoheit behalten. Und schätzen es gar nicht, wenn ihre Zensur allzu offensichtlich zutage tritt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;IX. Ordnung wegen der Censur der Bücher. In: Erneuerte und vermehrte Predicanten-Ordnung für die Diener der Kirchen in der Stadt und auf der Landschaft Zürich. Samt beygefügter Stillstands-, Censur- und Druker-Ordnung. [Zürich], 1758 –&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.e-rara.ch/zuz/content/zoom/4987862&quot;&gt;S. 91-99&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Graber, R.: Zeit des Teilens. Volksbewegungen und Volksunruhen auf der Zürcher Landschaft 1794-1804. Chronos-Verlag, Zürich 2003&amp;nbsp;– S. 81.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;DNB (ed.): &lt;a href=&quot;https://mediengeschichte.dnb.de/DBSMZBN/Content/DE/Zensur/06-heine-heinrich.html&quot;&gt;Satire gegen die Zensur&lt;/a&gt;. Heinrich Heine 1797-1856. s.l., s.d.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/03/die-censur-in-zurich-ist-unertreglich.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-9207396092359787595</guid><pubDate>Tue, 03 Mar 2026 13:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-03-03T14:36:26.478+01:00</atom:updated><title>Seit wann macht die Schule Weiach tatsächlich Verluste?</title><description>&lt;p&gt;Am 5. Dezember letzten Jahres ist im Gemeindehaus bekanntlich eine Informationsbombe gezündet worden. Mit Wirkung weit über die Kommunalpolitik hinaus. Der Gemeinderat Weiach platzierte eine Medienmitteilung auf der Gemeindewebsite. Sekundiert und unterfüttert war sie durch einen Kurzbericht der Firma Hanser Consulting. Liest man den seit 16. Februar 2026 auf der Website verfügbaren Beleuchtenden Bericht zur Abstimmungsvorlage, dann schält sich folgende Kernbotschaft heraus:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Jahre 2023 habe die Gemeindekasse je nach Sichtweise zwischen 263&#39;000 und 600&#39;000 Franken einschiessen müssen, um die Kosten der Beschulung von Aargauer Kindern zu decken. Verhandlungen, die dieses Problem adressieren sollten, seien wenig aussichtsreich verlaufen, die Prognose düster. Und daher gebe es keine andere Lösung, als die rasche Kündigung der Schulanschlussverträge auf den nächstmöglichen Zeitpunkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Notbremse zu spät gezogen?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bohrende Fragen bleiben unbeantwortet: Seit wann war dieser Umstand dem Gemeinderat bzw. der Schulpflege bekannt? Schon seit vielen Jahren? Und erst jetzt wird die Notbremse gezogen? Ist der Schaden womöglich noch viel höher?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der prominenteste und heftigste Kritiker in dieser Sache, alt Gemeindepräsident Werner Ebnöther, hat bereits kurz nach dem Eklat in einem Leserbrief an den «Zürcher Unterländer» erschreckend hohe Zahlen präsentiert. Seine Eingabe wurde unter dem Titel «Schadenssumme von über 5 Millionen» als Antwort auf den Beitrag «Abstimmung über Schulabkommen mit dem Aargau» (ZU, 9.12.2025; Autor: Astrit Abazi) am 11. Dezember 2025 auf S. 2 abgedruckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zur Abrundung der Diskussion um die Vorlage, die nächsten Sonntag zur Abstimmung kommt, sei hier der ursprüngliche Leserbrief publiziert (d.h. die eingesandte Version):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Weiach: Millionen aus dem Kiesertrag in den Sand gesetzt&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Die Zustimmung von 2015 für die beiden RSA-Anschlussverträge mit Fisibach und Kaiserstuhl ist zu einem eigentlichen finanziellen Rohrkrepierer geworden. Der Gemeindepräsident war seit Frühjahr 2021 von mir über die massive Unterdeckung informiert worden, da die von den beiden AG-Gemeinden geleisteten RSA-Beiträge bei weitem nicht genügen! Er nahm dies jedoch nicht zur Kenntnis. Im Gegenteil wurde weiter am gigantischen Schulprojekt «gebastelt», ohne eine vertiefte Finanzanalyse vorgängig durchzuführen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Meine Vollkostenrechnung (die jetzt klar durch die Firma Hanser Consulting bestätigt wurde) ergab für die Zeit von 2017 bis 2020 eine jährliche Unterdeckung von 300&#39;000 bis 400&#39;000 Franken (entspricht ca. 8 bis 10 Steuerprozenten). Wenn jetzt diese Anschlussverträge mit 3-jähriger Frist gekündigt werden, so haben wir eine insgesamte &lt;/i&gt;[sic!]&lt;i&gt; Vertragsdauer von 13 Jahren hinter uns (2016–2029), welche der Gemeinde einen Schaden zwischen 3.9 und 4.8 Millionen Franken gebracht haben wird. Dazu kommt ein Betrag von gegen 1 Million Franken für zwei geplatzte Schulprojekte und Rechtskosten, verursacht durch den Gemeinderat. Also eine totale Schadenssumme von mindestens über 5 Millionen Franken.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Nicht zu vergessen ist, dass mit dieser Kündigung die Oberstufe Stadel auch betroffen ist. Auch hier wäre eine vertiefte Untersuchung der Kostenbeiträge der beiden AG-Gemeinden sehr notwendig. Denn auch hier zahlen die beiden AG-Gemeinden zu wenig in die Kasse der Oberstufe Stadel ein!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ich wünsche den Weiacherinnen und Weiachern für die nächste Amtsperiode eine Führungsriege, welche transparent, ehrlich und sachbezogen ihre Einwohner informiert. Denn der schöne Kiesertrag der vergangenen Jahre geht demnächst zu Ende und mit diesem «Ende» heisst es, den Gürtel enger zu schnallen.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Krasse Lüge? Die Vertrauensfrage steht im Raum&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am selben 11. Dezember erschien auf der Titelseite des Unterländers übrigens ein weiterer Artikel aus der Feder Abazis, der u.a. die Behauptung enthielt, Weiach «&lt;i&gt;habe vor 2023 mit den Aargauern schon Gewinne erzielt&lt;/i&gt;» (wie Ebnöther sich WeiachBlog gegenüber äusserte). Das aber sei eine «&lt;i&gt;krasse Lüge&lt;/i&gt;».&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht nur nach Ansicht des Autors dieses Beitrags wäre es deshalb eminent wichtig, dass auch der als «Vertraulich» klassifizierte Gesamtbericht der Hanser Consulting der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird (wenn nötig in edierter Form; d.h. mit Schwärzungen der datenschutzrechtlich zu schützenden Passagen).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur auf diese Weise wird man der Klärung der Frage näherkommen, ob auch dieser happige Vorwurf Ebnöthers tatsächlich stichhaltig ist. Oder doch hoffnungslos übertrieben. Kurzum: Wir brauchen eine Zeitenwende!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Glasnost und Perestroika&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn: Mangelndes Vertrauen ist der grosse Elefant im Raum, der den Haussegen im Dorf in Schieflage gebracht und die Lösung der Schulraum-Frage bereits in drei Anläufen (The Bridge, Balance, Zukunft8187) kläglich hat scheitern lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unabhängig davon, wer künftig die Geschicke der Gemeinde führen wird: Diese Amtsträger müssen das Vertrauen untereinander sowie das von signifikanten Teilen der aktiven Stimmberechtigten zurückgewinnen. Nur so können grosse Bauprojekte an der Urne wieder mehrheitsfähig gemacht werden. Wie einst in den 1970er-Jahren, als die heutige Schulanlage Hofwies breite Zustimmung fand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weiach braucht jetzt Glasnost und Perestroika, sonst wird sich ein genügend breiter Konsens nie herstellen lassen. Für eine aktiv gestaltete Zukunft!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Abazi, A.: Abstimmung über Schulabkommen mit dem Aargau. In: Zürcher Unterländer, 9. Dezember 2025. [zit. n. ZU, 11.12.25]&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ebnöther, W.: Schadenssumme von über 5 Millionen. In: Zürcher Unterländer, 11. Dezember 2025 - S. 2&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Abazi, A.: Weiach steht vor schwieriger Entscheidung. In: Zürcher Unterländer, 11. Dezember 2025 - S. 3.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/03/seit-wann-macht-die-schule-weiach.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-3892053602688010894</guid><pubDate>Thu, 26 Feb 2026 21:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-02-26T22:55:22.372+01:00</atom:updated><title>Ohne Kündigung droht ein Finanzdebakel</title><description>&lt;p&gt;Der nachstehende Text wurde von alt Gemeindepräsident Werner Ebnöther verfasst und als Leserbrief am 16. Februar 2026 an den «Zürcher Unterländer» abgeschickt. Bis dato ist er dort nicht veröffentlicht worden, weshalb WeiachBlog ihn nachstehend im Original publiziert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Weiach: Warum die Kündigung der RSA-Verträge notwendig ist&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Seit Sommer 2016 gehen die Schulkinder der Aargauer-Gemeinden Fisibach und Kaiserstuhl in Weiach zur Schule, was über einem Drittel der Schulkinder entspricht. Für Weiach bedeutet dieser Vertrag ein finanzielles Fiasko. Zu beachten ist, dass die Bautätigkeit in Fisibach weiter massiv zunimmt, was zu einer grossen Zunahme der Fisibacher Schüler führt. Es kann nicht sein, dass Weiach für Fisibach die Infrastruktur bezüglich Bildung finanziert!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Beginn weg wurde festgestellt, dass die Weiacher Steuerzahler jährlich zwischen 300&#39;000 und 600&#39;000 Franken von diesen beiden AG-Gemeinden zu wenig einnahmen und dies mit höheren Steuern ausgleichen mussten. Deshalb musste der Steuersatz der Gemeinde Weiach zwischen 2017 und 2019 um 12 Prozent erhöht werden.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Für die Erweiterung der Schulinfrastruktur in Weiach müssten die beiden AG-Gemeinden keinen Beitrag leisten (alles im RSA inbegriffen).&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Weiach hat praktisch keine Vorteile, wenn die Aargauer-Schüler zu uns zur Schule kommen. Weiach ist selbst in der Lage, eine gute Schule für die eigenen Kinder zu führen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;In Anbetracht der anstehend hohen Infrastrukturkosten und dem zu Ende gehenden Ertrag durch Kiesentschädigungen würde eine Weiterführung dieses Schulabkommens für Weiach zum finanziellen Debakel führen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Aus all diesen Gründen ist es zwingend, am 8. März 2026 mit einem JA der Kündigung dieser Anschlussverträge (RSA) zuzustimmen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Werner Ebnöther alt Gem.Präs.Weiach&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/02/ohne-kundigung-droht-ein-finanzdebakel.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-8418540829433952358</guid><pubDate>Wed, 25 Feb 2026 22:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-03-04T00:18:18.896+01:00</atom:updated><title>Gemeinderat Weiach erneut stimmrechtsbeschwerdenbeschwert</title><description>&lt;p&gt;Sind Sie beim Lesen gestolpert? Sie sind nicht allein. Das ist diese Woche auch dem Gemeinderat Weiach passiert. Denn: Here we go again. Erneut wird ein &lt;i&gt;Beleuchtender Bericht&lt;/i&gt;&amp;nbsp;zum Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Weiacher Gemeinderat hat wahrlich kein einfaches Leben. Was er auch macht, einem Teil der Stimmberechtigten geht das schon fast garantiert gegen den Strich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie WeiachBlog aus dem Umfeld der Schule Weiach erfahren hat, ist beim Bezirksrat Dielsdorf&amp;nbsp;eine Stimmrechtsbeschwerde gegen den &lt;i&gt;Beleuchtenden Bericht&lt;/i&gt; zur Abstimmung vom 8. März 2026 (&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/3198/Beleuchtender%20Bericht_%20UA%2020260308.pdf?fp=1&quot;&gt;PDF-Datei&lt;/a&gt;) eingereicht worden. Der Schriftsatz moniert im Wesentlichen, die enthaltenen Informationen seien unvollständig, weshalb die Stimmberechtigten nicht in der Lage wären, auf Basis aller relevanten Angaben ihre Entscheidung zu treffen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kleiner Rückblick. Ereignisse des Jahres 2025&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Kurz nach dem Bekanntwerden des Bundesgerichtsentscheids zur Stimmrechtsbeschwerde Zukunft8187 gegen Ende Januar kommt das Thema Schulanschlussverträge wieder auf den Tisch. Die im Februar 2025 eingereichte Einzelinitiative Lamprecht (&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/2785/GRB%20G%C3%BCltigkeitserkl%C3%A4rung%20Einzelinitiative%20Anschlussvertr%C3%A4ge%20mit%20AG-Gemeinden.pdf?fp=1748011270789&quot;&gt;PDF-Datei&lt;/a&gt;) verlangt die Neuverhandlung der Verträge mit den Aargauer Gemeinden auf Basis der realen vollen Kosten. Sie nennt sieben Kriterien, die erfüllt sein sollten, damit nicht zu einer Kündigung geschritten werden müsse.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Behörden suchen das Gespräch mit den Initianten. Peter Lamprecht, Hauptinitiant, ist schliesslich einverstanden, die Vorlage zu sistieren (Mitteilung vom Mai 2025;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/allgemeine-seiten/amtliche-publikationen.page/404/news/2131/newsarchive/1&quot;&gt;PDF-Datei&lt;/a&gt;), um der Schulpflege weiterhin die nötige Zeit für umfangreiche Abklärungen und Verhandlungen zu geben. Unterstützung bietet der Pflege die Rechtsberatungsfirma &lt;a href=&quot;http://www.adiuvat.ch&quot;&gt;Adiuvat&lt;/a&gt;, die bereits mit Beschluss vom 6. Februar 2025 in Sachen Schulraumplanung engagiert wurde (Rahmenkredit über 50&amp;nbsp;000 Franken in der Kompetenz der Schulpflege; &lt;a href=&quot;https://www.schule-weiach.ch/download.php?action=download&amp;amp;doc_id=2B8ity18vsD8YlRFBP4UTsKC6HtNNYXIh6p6JrqoYytZkRfv&amp;amp;download_type=3&quot;&gt;PDF-Datei&lt;/a&gt;).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bezahlt aus dem Budget der Schulpflege, beauftragt der Gemeinderat die Firma &lt;a href=&quot;https://www.hanserconsulting.ch/&quot;&gt;Hanser Consulting&lt;/a&gt; mit einer Nachkalkulation aller Kosten, die im Zusammenhang mit den Aargauer Schülern an der Primarschule Weiach entstanden sind. Gleichzeitig werden mehrere Gesprächsrunden mit den Beteiligten auf Gemeindestufe geführt. Auch die Oberstufenschulpflege Stadel wird einbezogen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Im Herbst liegt ein internes Aussprachepapier vor und zeigt eine sich verschärfende Finanzlücke auf. Im November 2025 läuft die offizielle 9-Monats-Frist aus, innerhalb der die Initiative dem Souverän hätte vorgelegt werden müssen. Gleichzeitig kommen die Verhandlungen nicht so gut voran, wie sich die Initianten und der Gemeinderat dies gewünscht haben.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;An diesem Punkt entschliesst sich der Gemeinderat, in die Offensive zu gehen. Er informiert am 5. Dezember letzten Jahres per Medienmitteilung (&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/3098/Medienmitteilung%20K%C3%BCndigung%20Schulabkommen.pdf?fp=1764925307513&quot;&gt;PDF-Datei&lt;/a&gt;) über seinen Entscheid, eine Abstimmung über die Kündigung der Schulanschlussverträge mit den beiden Aargauer Orten Fisibach und Kaiserstuhl auf den 8. März 2026 anzusetzen. Antrag an die Stimmberechtigten: Kündigung per nächstmöglichem Termin. Fazit: Eine Mehrheit des Gemeinderates glaubt entweder nicht (mehr) an erfolgreiche Verhandlungen oder möchte dem Aushandlungsprozess Druck aufsetzen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Auf der Aargauer Seite zeigt man sich höchst erstaunt, dass mitten in den laufenden Gesprächen die Gangart verschärft und dem Souverän die Kündigung beantragt wird. Auch die Schulpflege Weiach ist nicht erfreut. Sie würde es bevorzugen, weiterhin ohne Kündigungsdruck mit den Behörden der Nachbargemeinden zu verhandeln. Aus der Sicht dieser drei Akteure ist eine Lösung innerhalb des bestehenden RSA-Rahmens möglich. Sie wollen überdies einen runden Tisch organisieren und die Bildungsdirektionen der Kantone Zürich und Aargau konstruktiv in die Neugestaltung der Finanzierungsmodalitäten einbeziehen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wieso die Schulpflege ein Abstimmungsvideo gedreht hat&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch in der Medienmitteilung (&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/3098/Medienmitteilung%20K%C3%BCndigung%20Schulabkommen.pdf?fp=1764925307513&quot;&gt;PDF-Datei&lt;/a&gt;) wurde die Position der beiden Weiacher Gremien (Gemeinderat und Schulpflege) mit einem Ja angegeben. Die Schulpflege signalisierte allerdings ein «Ja, aber». Sie liess verlauten, sie würde eine Kündigung erst ein Jahr später (auf den Ablauf des Schuljahres 26/27) für zielführender halten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis am Freitag, 13. Februar, ist nunmehr der &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/3198/Beleuchtender%20Bericht_%20UA%2020260308.pdf?fp=1&quot;&gt;Beleuchtende Bericht&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; in die meisten Weiacher Briefkästen verteilt worden. Überraschenderweise plädiert die Schulpflege in diesem rechtlich massgebenden Dokument jetzt für ein Nein zur gestellten Abstimmungsfrage! Diese Änderung hat die Schulpflege in einem am 5. Februar verabschiedeten formellen Beschluss dokumentiert und den vollen Wortlaut allen beteiligten Akteuren (inkl. kantonale Stellen) zukommen lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht nur das: Auf der Website der Schule Weiach hat die Schulpflege überdies ein erläuterndes Video (&lt;a href=&quot;https://www.schule-weiach.ch/organisation/schulpflege-video-fuer-die-abstimmung-am-08.-maerz-2026/p-7100/&quot;&gt;7:49 Minuten&lt;/a&gt;) veröffentlicht, das ihre Sichtweise auf die Problematik diskutiert. Laut Dania Peter, Präsidentin der Schulpflege, seien die Inhalte des Videos im Wesentlichen diejenigen, die sie zuhanden des Beleuchtenden Berichts bereits am 9. Januar dem Gemeinderat in einem drei Seiten starken Papier vorgelegt habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Problematische Vorlage. Was ist die Erwartung der Stimmberechtigten?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damit ergibt sich eine seltsame Ausgangslage. Ob am 8. März bei den Voten der Stimmberechtigten letztlich die Ja- oder die Nein-Stimmen überwiegen, ändert erst einmal nichts. Sowohl der Gemeinderat als auch die Schulpflege wollen offiziell weiterverhandeln. Bei einem Ja folgt die Auflösung der Verträge im Falle des Scheiterns der Verhandlungen dann automatisch. Bei einem Nein hat sich der Weiacher Souverän später unter Umständen noch einmal an der Urne dazu zu äussern, ob er die beiden Anschlussverträge mit Fisibach und Kaiserstuhl nun definitiv auflösen will oder nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sind allerdings die Verhandlungen erfolgreich, dann muss das neue Vertragskonstrukt selbstverständlich auch wieder von allen Vertragsparteien ordnungsgemäss genehmigt werden. Je nach dem Verlauf des Aushandlungsprozesses handelt es sich dann um eine überarbeitete und erweiterte Fassung der bisherigen Anschlussverträge auf der Basis des Regionalen Schulabkommens (RSA NWEDK 2009) oder aber neu um einen interkantonalen Zweckverband, der grundsätzlich anders funktioniert als die heutige Lösung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Stimmrechtsbeschwerde könnte Kündigung verzögern&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ziel der am 8. März zur Abstimmung stehenden Vorlage des Gemeinderates ist ein Stop Loss, d.h. die Verhinderung weiterer Verluste für die Gemeindekasse, wie sie aus dem Kurzbericht der Hanser Consulting zu den zentralen Aussagen hervorgehen (&lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/3097/Kurzbericht%20Kostenanalyse%20Weiach.pdf?fp=1764924169700&quot;&gt;PDF‑Datei&lt;/a&gt;). Seit dieser Woche ist jetzt fraglich, ob dieses Ziel bei einem Ja zur Vorlage überhaupt wie geplant erreichbar ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn die Dauer des Rechtswegs durch die Instanzen (Bezirksrat Dielsdorf -- Verwaltungsgericht des Kantons Zürich -- Bundesgericht) bestimmen jetzt weitgehend diejenigen Personen, welche diese Stimmrechtsbeschwerde eingereicht haben. Wie man anlässlich des Instanzenzugs der Beschwerde gegen den Beleuchtenden Bericht zur Abstimmung über das Projekt Zukunft8187 gesehen hat, dauert ein solches Verfahren inklusive aller Schriftwechsel schnell einmal anderthalb Jahre.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: Arial, Tahoma, Helvetica, FreeSans, sans-serif; font-size: 14.3px; text-align: center;&quot;&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Hinweis der Redaktion vom 3. März 2026&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits am 26. Februar hat Gemeindeschreiber Thomas Diethelm den Redaktor des WeiachBlog telefonisch darauf hingewiesen, dass die in diesem Artikel aufgeführte Timeline mangelhaft sei. Wir haben dann vereinbart, dass er diese Punkte in einem separaten Gastbeitrag auf WeiachBlog (mit gegenseitiger Verlinkung zu diesem Beitrag hier) richtigstellt. Am folgenden Tag ist dann jedoch lediglich die nachfolgende Nachricht eingetroffen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Ich teile Ihnen mit, dass der Gemeinderat entschieden hat, keine Gegendarstellung einzureichen. Mit seiner Stellungnahme vom 26. Februar hat er seine Haltung dargelegt und möchte es dabei belassen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die veröffentlichten Unterlagen sprechen aus Sicht des Gemeinderates für sich. Von einem weiteren schriftlichen Austausch oder einer detaillierten Kommentierung einzelner Daten und Aussagen sieht er ab. Sämtliche relevanten Eingaben und Abläufe sind dokumentiert und liegen schriftlich vor.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Also ein Maulkorb für den engagierten Gemeindeschreiber. WeiachBlog bedauert diesen Entscheid seitens des Gemeinderates ausserordentlich und hätte sich auch in diesem Fall – und erst recht angesichts der offensiven und professionellen Medienarbeit der Schulpflege – eine proaktivere Haltung des Gemeindepräsidiums gewünscht. Mit mir kann man nämlich auch Hintergrundgespräche führen, ohne dass dann als kritisch bezeichnete Details gleich bei der Gegenseite oder in der Öffentlichkeit landen.&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/02/gemeinderat-weiach-erneut.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7896070435755942887</guid><pubDate>Sun, 15 Feb 2026 22:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-03-28T16:24:18.185+01:00</atom:updated><title>Gymi-Vorbereitung. Vorauseilender Einführungseifer der Schulpflege</title><description>&lt;p&gt;Haben Sie gewusst, dass selbst die Hochbegabten mittlerweile wie Sonderschüler behandelt werden? So läuft das im Kanton Zürich tatsächlich. Deren Förderung läuft nämlich unter dem Banner «Besonderer Bildungsbedarf». Deshalb ist Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) auch an der Schule Weiach ein «Sonderpädagogisches Angebot», wie man&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.schule-weiach.ch/unterricht/sonderpaedagogisches-angebot-an-der-schule-weiach/begabungs-und-begabtenfoerderung-bbf/p-2816/&quot;&gt;der Website entnehmen&lt;/a&gt;&amp;nbsp;kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im vom Volksschulamt des Kantons Zürich vorgeschriebenen Inklusionsmodell, nach dem alle Kinder zusammen beschult werden sollen, geht das nicht anders, denn sonst käme wohl der eine oder andere Hochbegabte aus lauter Langeweile darauf, den ordentlichen Betrieb massiv zu stören. -- Auch für die nicht so auffällig Hochbegabten gibt es aber ein Sonderangebot, nämlich den&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Vorbereitungskurs für die Gymi-Aufnahmeprüfung auf Steuerzahlers Kosten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit Erstaunen stellt man fest, dass selbst Vorbereitungskurse für das Langgymnasium (6.5 Jahre; i. d. R. an der Kantonsschule Zürcher Unterland in Bülach) mittlerweile zum festen Angebot der Schule Weiach gehören. Unter dem Titel «&lt;i&gt;Vorbereitungskurs Gymnasium&lt;/i&gt;» wird das Kursziel wie folgt beschrieben:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Für Kinder, die nach der 6. Klasse in ein Langzeitgymnasium übertreten wollen, wird ein kostenloser Vorbereitungskurs angeboten. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich in diesem Kurs gezielt auf die Aufnahmeprüfung vor und erhalten einen Eindruck des Leistungsdrucks an einem Gymnasium. Dies stellt ein zusätzliches Förderangebot ausserhalb des Regelunterrichts dar.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Für die Aufnahme in den Vorbereitungskurs sind die Klassenlehrpersonen zusammen mit der Schulleitung verantwortlich. Es wird von den Schülerinnen und Schülern ein grosses zusätzliches Engagement erwartet.&lt;/i&gt;»&lt;i&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt; (Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.schule-weiach.ch/angebote/vorbereitungskurs-gymnasium/p-3022/&quot;&gt;Website Schule Weiach&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kostenlos ist der Kurs aber natürlich nur für die Eltern. Die Weiacher Steuerzahler blechen dafür, auch für Gymi-Anwärter aus Kaiserstuhl und Fisibach. Ob dieses Angebot über die Zahlungen nach dem RSA-Abkommen vom Nachbarkanton entschädigt wird, wäre zu prüfen, ist aber fraglich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Der Kanton sieht noch keine Verpflichtung vor, solche Kurse anzubieten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;Die Zürcher Bildungsdirektion hat sich mit dem Projekt Begabungs- und Begabtenförderung zum Ziel gesetzt, diese Prüfungsvorbereitung letztlich in allen Schulgemeinden für obligatorisch erklären zu lassen, vgl. den nachstehenden Ausschnitt aus der entsprechenden Website:&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjOSEBnbIrMHcuP5efgeJmDyS9PCHU5Mt28m3ekmDfEx1MezFrb_B0q860rdmgmsvjQKZZ5mPvhCDfXHD2ta9FAjpyRSVn3zeKitj8EAz3vcGSjPvjl_hK44olbHNMHUWHAM5IHQe9-DgUO68azVa0JOpfxZbkGo52v-o1ean-PbXwrJlPRX8jmvA/s1033/Screenshot%202026-02-11%20134743.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;614&quot; data-original-width=&quot;1033&quot; height=&quot;380&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjOSEBnbIrMHcuP5efgeJmDyS9PCHU5Mt28m3ekmDfEx1MezFrb_B0q860rdmgmsvjQKZZ5mPvhCDfXHD2ta9FAjpyRSVn3zeKitj8EAz3vcGSjPvjl_hK44olbHNMHUWHAM5IHQe9-DgUO68azVa0JOpfxZbkGo52v-o1ean-PbXwrJlPRX8jmvA/w640-h380/Screenshot%202026-02-11%20134743.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Wie WeiachBlog direkt vom Fachverantwortlichen, Ronny Arnold, in Erfahrung bringen konnte, habe das letzte Wort in dieser Angelegenheit die Politik.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis dahin ist der von der Schule Weiach bereits seit geraumer Zeit angebotene Gymi-Vorbereitungskurs freiwillig. Das bedeutet: Trotz bereits hoher Kosten genehmigt sich die Schule Weiach hier Ausgaben, die sie von Rechts wegen noch gar nicht tätigen müsste!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weiterführende Links&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;HFH (ed.):&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.hfh.ch/institute/institut-fuer-lernen-unter-erschwerten-bedingungen/begabungs-und-begabtenfoerderung&quot;&gt;Institut für Lernen unter erschwerten Bedingungen. Begabungs- und Begabtenförderung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bildungsdirektion des Kantons Zürich (ed.): &lt;a href=&quot;https://www.zh.ch/de/bildung/schulen/volksschule/volksschule-besonderer-bildungsbedarf.html&quot;&gt;Volksschule. Besonderer Bildungsbedarf&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/02/gymi-vorbereitung-vorauseilender.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjOSEBnbIrMHcuP5efgeJmDyS9PCHU5Mt28m3ekmDfEx1MezFrb_B0q860rdmgmsvjQKZZ5mPvhCDfXHD2ta9FAjpyRSVn3zeKitj8EAz3vcGSjPvjl_hK44olbHNMHUWHAM5IHQe9-DgUO68azVa0JOpfxZbkGo52v-o1ean-PbXwrJlPRX8jmvA/s72-w640-h380-c/Screenshot%202026-02-11%20134743.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-4976625091046709241</guid><pubDate>Thu, 12 Feb 2026 20:15:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-03-08T00:12:06.994+01:00</atom:updated><title>Schulgutsverwalter will innert Wochenfrist ausstehendes Geld sehen</title><description>&lt;p&gt;Ob anfangs Februar vor 150 Jahren in der Kasse der Primarschulgemeinde Weiach wirklich Ebbe geherrscht hat, wäre noch zu eruieren. Jedenfalls fand die Pflege, oder zumindest der Schulgutsverwalter, es sei wieder einmal Zeit für eine saftige Betreibungsandrohung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;tm7&quot;&gt;Für solch Ungefreutes verwendete die damalige Weiacher Schulpflege o&lt;span class=&quot;tm11&quot;&gt;ffizielle Publikationsorgane&lt;/span&gt;. Im 19. Jahrhundert war dies u.a. d&lt;span class=&quot;tm11&quot;&gt;er&amp;nbsp;&lt;/span&gt;«Bülach-Dielsdorfer Volksfreund» (BDV; später «Neues Bülacher Tagblatt» genannt), denn diese Zeitung lag in vielen Unterländer Gastwirtschaften auf.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;tm10&quot;&gt;&lt;span class=&quot;tm11&quot;&gt;In BDV Nr. 13 vom 12. Februar 1876 steht auf
Seite 2 unter dem Titel&amp;nbsp;&lt;/span&gt;«Mahnung» folgende Aufforderung aus der Feder Jakob Baumgartners:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;tm10&quot;&gt;«&lt;em&gt;&lt;span class=&quot;tm12&quot;&gt;Wer dem Schulgut Weiach vom Jahr 1875 Kapital oder Pachtzinse, Schulsteuer oder Schulbußen schuldet, wird ersucht sich innert 8 Tagen mit dem Verwalter abzufinden, ansonst unnachsichtlich
Rechtstrieb angehoben würde.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;tm10&quot;&gt;&lt;em&gt;Weiach, den 10. Februar 1876&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span class=&quot;tm12&quot;&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Jb. Baumgartner, Schulverwalter.&lt;/em&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;tm10&quot;&gt;Letzte Gelegenheit also, die Sache ohne «Schreckzeddel» zu bereinigen. Mit diesem blumigen Begriff bezeichneten damals noch etliche Weycher das, was man heute einen Zahlungsbefehl nennt.&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/02/schulgutsverwalter-will-innert.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-2522646699061762502</guid><pubDate>Tue, 10 Feb 2026 00:01:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-02-16T01:32:30.654+01:00</atom:updated><title>Unehelicher Sohn als Webermeister nach Frankreich ausgewandert</title><description>&lt;p&gt;Haben Sie schon einmal eine Flaschenpost ins Meer geworfen? Ich nicht. Jedenfalls nicht im ursprünglichen physischen Sinne. Im übertragenen schon. Auch wenn es mir damals gar nicht aufgefallen ist. Am 5. Februar um 18:31 landete eine Nachricht von meinem Hoster im WeiachBlog-Postfach:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Subject: [WeiachBlog] Neuer Kommentar zu &quot;Paternitätsklage 1868: Zu Kinderalimenten verdonnert&quot;.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie eine Nachricht von einem Lichtjahre entfernten Stern&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Rückmeldung zu einem vor über 15 Jahren (!) in die Welt hinausgeschickten Beitrag:&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/06/paternitatsklage-1868-zu.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 853&lt;/a&gt;. Und was für eine Rückmeldung! Es ist, als ob ein Signal von einem weit entfernten Stern eingetroffen wäre. Doch lesen Sie selber:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Vielen Dank für diesen für mich sehr wertvollen Artikel - seit über 10 Jahren versuche ich, etwas über meine Familie zu erfahren und dank diesem Eintrag ist es nun gelungen! Ich habe dank diesen Angaben beim Zivilstandsamt Bülach die benötigten Unterlagen erhalten.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dieser unehelich geborene Knabe ist mein Urgrossvater. Katharina Meierhofer hat drei Jahre nach der Geburt ihres unehelichen Sohnes einen anderen Mann geheiratet und weitere zwei Kinder bekommen (eines ist bei der Geburt oder im ersten Lebenshahr &lt;/i&gt;[sic!] &lt;i&gt;verstorben).&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Der uneheliche Sohn musste neben der Schule in einer Weberei Nachtschicht leisten. Mit Hilfe eines Stipendiums konnte er später in Zürich Letten die Seidenwebereischule besuchen und dort seine Ausbildung bis zum Webermeister absolvieren.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mit seiner ersten Frau wanderte er nach Frankreich aus, um dort in der Weberei eine Stelle als Webermeister anzunehmen. Dies, weil der Arbeitsmarkt in der Schweiz ausgetrocknet war und sie grosse finanzielle Not litten. Die beiden hatten zusammen drei Kinder, wovon wieder eines bei der Geburt oder im ersten Lebensjahr verstorben ist. Als die beiden überlebenden Kinder 2- und 5-jährig waren, verstarb die Mutter. Mit der zweiten Ehefrau hatte mein Urgrossvater noch ein weiteres Kind. Die Familie lebte später wieder in der Schweiz.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Verifizierung nicht möglich&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unterzeichnet sind diese Zeilen nicht. Und sie stammen von einem anonym gebliebenen Absender. Wir wissen also nicht, wer die oder der Glückliche ist, der in der Erforschung seiner Familiengeschichte einen entscheidenden Schritt weiter gekommen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das wird wohl auch so bleiben. Das von mir zwecks Verifizierung angefragte Zivilstandsamt darf aus Gründen des Datenschutzes nämlich keine Auskunft über den Vorgang geben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Immerhin gibt die Rückmeldung Einblick in das bewegte Leben eines unehelichen Kindes. Laut Gerichtsbeschluss erhielt der Knabe, der noch vor der im Jahre 1876 erfolgten schweizweiten Einführung der Zivilstandsämter zur Welt gekommen ist und sich bereits als Schulkind im Arbeitsleben bewähren musste, den mütterlichen Familiennamen Meierhofer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Der Paternität angeklagt. Vaterschaftsprozess Anno 1868.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/03/der-paternitat-angeklagt.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 808&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;29. März 2010.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Paternitätsklage 1868: Zu Kinderalimenten verdonnert.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/06/paternitatsklage-1868-zu.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 853&lt;/a&gt;, 9. Juni 2010.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mitteilung Medienstelle Stadt Bülach, 10. Februar 2026, 14:05.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div&gt;[Veröffentlicht am 16. Februar 2025, 01:01 MEZ]&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2026/02/unehelicher-sohn-als-webermeister-nach.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-2993024573632254202</guid><pubDate>Tue, 30 Dec 2025 15:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-01-01T00:04:28.912+01:00</atom:updated><title>Grosser Mammutzahn erfolgreich zusammengesetzt</title><description>&lt;p&gt;Die von Migros-Pionier Duttweiler im Jahre 1935 gegründete Zeitung «Die Tat» pflegte jeweils auf der hintersten Seite aktuelle Bilder zu publizieren. Sozusagen als Kurzfutter für nicht allzu Lesewillige, die damit doch ein paar wesentliche Neuigkeiten mitbekommen haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute vor 75 Jahren waren dies Bilder vom jugoslawischen Machthaber Tito hoch zu Ross, von einem abgebrannten Berganwesen bei Château-d&#39;Oex, von zwei hohen Schweizer Offizieren, die per 1. Januar 1951 auf andere Posten befördert wurden, sowie Aufnahmen vom Kriegsschauplatz auf der Halbinsel Korea. Zu diesen martialischen Bildern passt ein Stosszahn eines Mammuts doch ganz gut, finden Sie nicht?&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhnE5i8qm1WiOjwwDNJNk1bTYiUNI-h02PWGFYIcPX4_MrzOLx1ZUjx5PvJQ5MRrD8wadNKvxXbQwe1dd-Db3bPUEUz7WLIoNVodEM78W-xrKpGHY_y9KuVMvL62skODL1_lt2SPsI5cMP1W7wwFHnByIFUjFmYTzb32vHFiG68qhEV3eq_NoU5HQ/s1127/Screenshot%202025-02-22%20154517.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;743&quot; data-original-width=&quot;1127&quot; height=&quot;422&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhnE5i8qm1WiOjwwDNJNk1bTYiUNI-h02PWGFYIcPX4_MrzOLx1ZUjx5PvJQ5MRrD8wadNKvxXbQwe1dd-Db3bPUEUz7WLIoNVodEM78W-xrKpGHY_y9KuVMvL62skODL1_lt2SPsI5cMP1W7wwFHnByIFUjFmYTzb32vHFiG68qhEV3eq_NoU5HQ/w640-h422/Screenshot%202025-02-22%20154517.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Unter dem Titel&amp;nbsp;«&lt;i&gt;Der Mammutzahn von Weiach&lt;/i&gt;» liest man die Bildlegende: «&lt;i&gt;Die seinerzeit in Weiach gefundenen Stücke eines Mammutzahnes sind nun in minutiöser Arbeit an der Universität Zürich präpariert und zu einem prachtvoll geschwungenen Zahn von 3,3 Meter Länge zusammengesetzt worden.&lt;/i&gt;»&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mit «seinerzeit» ist der November 1948 gemeint, als die Entdeckung des eiszeitlichen Relikts landesweit Eingang in die Presseberichterstattung gefunden hat.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Quelle&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Die Tat, 15. Jg., Nr. 354, &lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=DTT19501230-01.2.207.1&quot;&gt;30. Dezember 1950 - S. 28&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/12/grosser-mammutzahn-erfolgreich.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhnE5i8qm1WiOjwwDNJNk1bTYiUNI-h02PWGFYIcPX4_MrzOLx1ZUjx5PvJQ5MRrD8wadNKvxXbQwe1dd-Db3bPUEUz7WLIoNVodEM78W-xrKpGHY_y9KuVMvL62skODL1_lt2SPsI5cMP1W7wwFHnByIFUjFmYTzb32vHFiG68qhEV3eq_NoU5HQ/s72-w640-h422-c/Screenshot%202025-02-22%20154517.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-235148321822262997</guid><pubDate>Wed, 10 Dec 2025 21:22:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-12-10T23:34:31.273+01:00</atom:updated><title>Erbschaftssteuer-Revision 1925 zum viertenmal bachab geschickt</title><description>&lt;p&gt;Am 30. November 2025 hat eine &lt;a href=&quot;https://www.web.statistik.zh.ch/cms_abstimmungsarchiv/index.php?vorlageid=2593&quot;&gt;klimatisch verpackte Erbschaftssteuer-Initiative&lt;/a&gt; der von den Jungsozialisten gekaperten SP Schweiz landesweit eine verheerende Niederlage erlitten. Auch die Weiacherinnen und Weiacher haben sie bachab geschickt. Mit sagenhaften 90.72 % Nein-Stimmen bei 36.35 % Stimmbeteiligung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erbschaftssteuer-Vorlagen haben es hierzulande traditionell schwer. Probe auf&#39;s Exempel gefällig?&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fast auf die Woche genau 100 Jahre früher, am 6. Dezember 1925, wurde das zürcherisch-kantonale&amp;nbsp;&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;92.37 %	79.41 %  https://www.web.statistik.zh.ch/cms_abstimmungsarchiv/index.php?vorlageid=1163&quot;&gt;Gesetz über die Erbschafts- und Schenkungssteuer&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;von den stimmberechtigten Weiacher Männern mit 92.37 % Nein-Stimmen bei 79.41 % Stimmbeteiligung noch etwas wuchtiger beerdigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1895, 1899, 1915 und 1925. Viermal hintereinander versenkten die Zürcher Stimmberechtigten eine Revision des kantonalen Erbschaftssteuerrechts. Die Regierung musste eine wahrhaft hohe Frustrationstoleranz aufbringen und das&amp;nbsp;&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.zentraleserien.zh.ch/documents/os/OS_15__S__234-238_&quot;&gt;Gesetz betreffend die Erbschaftssteuer&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&amp;nbsp;vom 20. Hornung 1870 blieb weiterhin in Kraft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Raubzug auf Steuerzahler abgewehrt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da konnte der Regierungsrat in seinem &lt;a href=&quot;https://www.web.statistik.zh.ch/cms_abstimmungsarchiv/pdf/19251206_Volksabstimmung.pdf&quot;&gt;Beleuchtenden Bericht (S. 14)&lt;/a&gt; noch so händeringend erläutern, wozu das Gesetz gut sei:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Sein Ziel, die Beschaffung vermehrter Geldmittel, sucht das neue Gesetz zu erreichen durch Einführung der Besteuerung der Schenkungen, Ausdehnung der Erbschaftssteuer auf die direkten Nachkommen, Erhöhung der Steuersätze und andere Einreihung der Steuerpflichtigen in die Steuerskala. Im Gegensatz hiezu hat aber auch die Steuerbefreiung eine erhebliche Ausdehnung erfahren.&lt;/i&gt;»&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Trotz Beteuerung ihrer Ausgewogenheit: Die Vorlage fand beim Souverän erneut keine Gnade, wohl nicht zuletzt wegen der Besteuerung direkter Nachkommen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Resultat: Keine einzige Gemeinde stimmte mit Ja, sogar die Stadt Winterthur senkte mit 49.99% Nein den Daumen! Die Neeracher &amp;amp; Riedter schafften es, 100 % Nein einzulegen (bei 71.97 % Stimmbeteiligung). Und Truttikon im Weinland glänzte mit 100 % Stimmbeteiligung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Unterländer Zeitungen registrierten Ergebnis mit Genugtuung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Entsprechend ernüchtert fiel auch der Abstimmungsbericht in der NZZ aus:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Zürich. Erbschaftssteuergesetz. Man weiß, daß das revidierte Erbschaftssteuergesetz vom zürcherischen Unterland mit besonderer Wucht verworfen worden ist, was denn auch von den Zeitungen der drei Bezirke mit Genugtuung registriert wird. Hier einige die Stimmung kennzeichnende Ergebnisse: Bezirk Andelfingen. Adlikon 6 Ja, 103 Nein; Benken 14 und 121, Berg a. I. 3 und 107, Buch a. I. 2 und 118, Feuerthalen 187 und 306, Flaach 12 und 154, Kl. Andelfingen 33 und 225, Gr. Andelfingen 34 und 165, Oberstammheim 40 und 203, Unterstammheim 17 und 20, Waltalingen 11 und 131. Bezirk Bülach: Bülach 123 und 456, Eglisau 28 und 198, Freienstein 43 und 220, Glattfelden 100 und 276, Höri 9 und 91, Kloten 40 und 334, Oberembrach 1 und 147, Rafz 10 und 286, Wallisellen 131 und 454. Bezirk Dielsdorf: Affoltern b.Z. 96 und 246, Boppelsen 2 und 73, Buchs 10 und 102, Dielsdorf 15 und 163, Neerach 0 und 160, Niederhasli 13 und 204, Oberglatt 10 und 153, Regensberg 1 und 53, Rümlang 19 und 202, Weiach 10 und 121.&lt;/i&gt;»&lt;i&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Zu grosser Unmut. Schelte an die Adresse der Steuerverwaltung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Anschluss an diese Zahlen gab der NZZ-Redaktor nicht nur einen deutlichen Kommentar ab, sondern verschafft uns auch Einblick in die Volksseele, indem er einen Leserbrief zitiert, der für das Steueramt mehr als nur peinlich ist:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Zur Steuerpraxis. Man hat es vor und nach der Abstimmung über das Erbschaftssteuergesetz lesen können, daß der Unmut im zürcherischen Publikum über den Steuervollzug zu groß sei, um nicht die erste beste Gelegenheit zur Entladung der Mißstimmung zu benützen. In den neuerdings wieder recht zahlreichen Zusendungen aus unserm Leserkreise hält man sich u. a. über überflüssiges Zitieren auf das Steueramt auf. So schreibt man uns:&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&quot;Dieser Tage wurde eine arme Witwe, Näherin, in Altstetten wohnhaft, die ein Kind erhalten muß, und von der Armenpflege unterstützt wird, vor den Steuerkommissär nach dem Sempersteig zitiert. Resultat: für den Staat nichts als überflüssige Zeitversäumnis für den Steuerkommissär und Kanzlisten, für die Witwe aber, was nicht gleichgültig ist, Arbeitslohnverlust, Fahrgeldausgabe usw.“&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Vor allem wird aber die verspätete Zustellung der Kriegssteuerzettel gerügt: man macht geltend, daß die Bezahlung dieser Steuer oder ihrer ersten Quote nunmehr in einem Monat erfolgen müsse, der durch die bekannten Ausgaben bereits sehr stark belastet werde.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dort, wo heute Studierende vom Hirschengraben her den Hang zum Hauptgebäude der Universität Zürich hinauf erklimmen, war also der Steuervogt domiziliert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die im letzten Abschnitt dieser veritablen Behördenschelte erwähnte &lt;a href=&quot;https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013768/2024-06-18/&quot;&gt;Kriegssteuer&lt;/a&gt; wurde damals seit rund zehn Jahren erhoben. Es handelt sich um die Vorläuferin der heutigen &lt;i&gt;Direkten Bundessteuer&lt;/i&gt;, die im Kriegsjahr 1915 erstmals erhoben und danach nicht mehr abgeschafft worden ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quelle&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Neue Zürcher Zeitung, 10. Dezember 1925,&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZZ19251210-02.2.23&quot;&gt;Blatt 5, Mittagausgabe, Nr. 1966&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/12/erbschaftssteuer-revision-1925-zum.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1966764054558464410</guid><pubDate>Tue, 02 Dec 2025 21:31:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-12-02T22:37:52.881+01:00</atom:updated><title>Das Strumpfstübli in Zeiten des Koreakrieges</title><description>&lt;p&gt;Das Jahr 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs auch im Fernen Osten. Aus europäischer Warte wahrgenommen vor allem durch die beiden Nuklearexplosionen von Hiroshima und Nagasaki.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit der Kapitulation des Japanischen Kaiserreichs wurde auch eine Nachkriegsregelung für die koreanische Halbinsel erforderlich, die 1910 von Japan annektiert worden war. Der Treuhandrat der gerade erst gegründeten Vereinten Nationen übertrug die Verwaltung Koreas auf die Siegermächte USA und Sowjetunion, die sich auf eine Trennlinie am 38. Breitengrad verständigten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Folge des beginnenden Kalten Kriegs zwischen den beiden Supermächten wurden die eigentlich geplanten gesamtkoreanischen Wahlen nicht mehr durchgeführt. Beide Seiten richteten auf ihrem Gebiet je eigenständige koreanische Staatsgebilde ein. Am 15. August 1948 im Süden die Republik Korea, am 26. August 1948 die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Nordkorea versucht die Teilung mit Gewalt zu beenden&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beide Mächte zogen ihre Truppen bis 1949 ab, worauf Nordkorea am 25. Juni 1950 einen Grossangriff auf den Süden startete, innert drei Tagen die Hauptstadt Seoul eroberte und bis im September fast das gesamte Gebiet der Republik Korea überrannte – bis auf einen Brückenkopf um die Hafenstadt Pusan.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine breite Koalition unter Führung der USA organisierte auf Empfehlung des UNO-Sicherheitsrats eine Gegenoffensive, die am 15. September 1950 mit einer Landung bei Incheon die Initiative übernahm. Das Kriegsglück wendete sich daraufhin rasch. Die Nordkoreaner verloren alles eroberte Terrain innert kurzer Zeit, gingen sogar der Kontrolle über ihr eigenes Gebiet verlustig und wurden an die chinesische Grenze zurückgeworfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daraufhin griff die Volksrepublik China aktiv in das Geschehen ein und entsandte Mitte November 1950 eine sogenannte Volksfreiwilligenarmee, der es gelang, die westliche Koalition ebenfalls innert kurzer Zeit wieder in die Gegend des 38. Breitengrads zurückzuschlagen. Dort entwickelte sich der Konflikt ab dem Frühling 1951 zum Stellungskrieg, der bis zum Waffenstillstand am 27. Juli 1953 andauerte (vgl. die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Koreakrieg#/media/Datei:Korean_war_1950-1953.gif&quot;&gt;animierte Karte des Frontverlaufs auf Wikipedia&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Friedenstaube schon wieder in der Mottenkiste&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf diese Lage bezieht sich die Karikatur auf der Titelseite der heute vor 75 Jahren veröffentlichten Ausgabe der Tageszeitung «Die Tat» (von Migros-Pionier Gottlieb Duttweiler 1935 gegründet).&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhDUm8oUMEJQzQC2IZZCWHd08GKX3qllAIz6LBEZXvZ0EeWuyQXOQUsEACTmRIOO0mZA2VO80IfRQ6I9s7d1yvyWrqxIYLI7flee9J3MJGys1Xn9IWXMTVkvDpr-U0i_b4uJmdDS2k5b4svOP477bmdClRO407vDfxyercnskLt_nRGSRD9mOf2Rg/s1138/Screenshot%202025-02-17%20002556.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;569&quot; data-original-width=&quot;1138&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhDUm8oUMEJQzQC2IZZCWHd08GKX3qllAIz6LBEZXvZ0EeWuyQXOQUsEACTmRIOO0mZA2VO80IfRQ6I9s7d1yvyWrqxIYLI7flee9J3MJGys1Xn9IWXMTVkvDpr-U0i_b4uJmdDS2k5b4svOP477bmdClRO407vDfxyercnskLt_nRGSRD9mOf2Rg/w640-h320/Screenshot%202025-02-17%20002556.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die kriegerische Sintflut sei wieder da. Uncle Sam baue eine Wasserstoffbomben-Arche für «Gesäuberte», heisst es da (damit wird auf den Befehl von US-Präsident Harry S. Truman angespielt, der damit im Januar 1950 auf die 1949 entwickelte sowjetische Atombombe reagierte). Etwa zur gleichen Zeit eröffnete der als Kommunistenjäger profilierte US-Senator &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_McCarthy&quot;&gt;Joseph McCarthy&lt;/a&gt; (1908-1957) eine Kampagne wegen angeblicher Unterwanderung des Regierungsapparats durch Spione, wodurch sich die Anspielung auf die «Gesäuberten» erklärt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Im Fall vonere Fallmasche gasch zum Strumpfstübli!&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Zeiten waren damals ähnlich unsicher wie unsere heutigen. Bei Kleidern lag der Fall noch anders. Denn, Hand aufs Herz, lassen Sie Ihre Socken und Strümpfe noch flicken, oder landen die im Abfall, sobald sie Löcher bekommen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine dem Verfasser leider bislang unbekannte Weiacherin hat jedenfalls in derselben Zeitung auf Seite 8 die folgende Kleinanzeige platzieren lassen:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Fallmaschen heben u. stopfen besorgt Ihnen zu wirklich günstigen Preis. Strumpfstübli, Weiach (Zch.). Kein versand.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgmnrOiOEsiMp6PuyPHFn8S7KEuGtblLxZCdDEASVg_9ta5E04iHYycOHHp3qW-ILYVTSrLkOf7mRSSHR2Ci38FGFCDyMaj7NPs7Lnyc4j1uvQcK8Yz2uJp8KBQf6UhsYLrCmIinXyNEhW4DlgkUHDkaMWj1yFRZKlx80uQOWDUzHORWDcHVggb4A/s1170/Screenshot%202025-02-17%20002719.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;291&quot; data-original-width=&quot;1170&quot; height=&quot;160&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgmnrOiOEsiMp6PuyPHFn8S7KEuGtblLxZCdDEASVg_9ta5E04iHYycOHHp3qW-ILYVTSrLkOf7mRSSHR2Ci38FGFCDyMaj7NPs7Lnyc4j1uvQcK8Yz2uJp8KBQf6UhsYLrCmIinXyNEhW4DlgkUHDkaMWj1yFRZKlx80uQOWDUzHORWDcHVggb4A/w640-h160/Screenshot%202025-02-17%20002719.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Quelle&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Tat, 15. Jahrgang, Nr. 328,&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=DTT19501202-01.2.42&amp;amp;srpos=1&amp;amp;e=02-12-1950-02-12-1950--de-20--1--img-txIN-Weiach-------0-----#documentdisplayleftpanedocumentleveltabcontent&quot;&gt;2. Dezember 1950 – S. 1 u. 8&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/12/das-strumpfstubli-in-zeiten-des.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhDUm8oUMEJQzQC2IZZCWHd08GKX3qllAIz6LBEZXvZ0EeWuyQXOQUsEACTmRIOO0mZA2VO80IfRQ6I9s7d1yvyWrqxIYLI7flee9J3MJGys1Xn9IWXMTVkvDpr-U0i_b4uJmdDS2k5b4svOP477bmdClRO407vDfxyercnskLt_nRGSRD9mOf2Rg/s72-w640-h320-c/Screenshot%202025-02-17%20002556.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-6952092655497757032</guid><pubDate>Thu, 27 Nov 2025 22:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-12-29T17:42:44.757+01:00</atom:updated><title>Kommunales Feuerwerkverbot bereits in Kraft</title><description>&lt;p&gt;Am Anfang stand der grosse Ärger einiger Tierhalterinnen. Nur sieben Monate später war die Weiacher Polizeiverordnung rechtskräftig geändert. Direkte Demokratie im Schnellgang. Eine Rekapitulation.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Empörung war gross nach dem Jahreswechsel 2024/25, die gewählten Ausdrücke dementsprechend kraftvoll (vgl. den Titel von &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/01/respektlose-vollidioten-silvester.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2213&lt;/a&gt;). Grund: Littering. Rückstände vom mitternächtlichen Silvestergeknalle lagen kreuz und quer auf einer Weiacher Weide verstreut. Man sollte Unterschriften sammeln, zeigte sich eine Diskussionsteilnehmerin auf der Facebook-Gruppe &lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt; überzeugt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Von der Macht der Einzelinitiative&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann ging es Schlag auf Schlag. Der erwähnte WeiachBlog-Beitrag hielt nämlich u.a. fest, dass Hombrechtikon seine Polizeiverordnung per 1. November 2024 um ein Verbot von lärmendem Feuerwerk ergänzt habe. «&lt;em&gt;&lt;span class=&quot;tm10&quot;&gt;Was Hombi chan, chönd mir in Weiach au&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;», sagten sich daraufhin einige Stimmberechtigte, setzten eine Einzelinitiative auf und reichten sie bei der Gemeindekanzlei ein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ende März wurde die EI Tribastone durch den Gemeinderat für gültig erklärt (vgl. den Hinweis&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9273976166033742/&quot;&gt;auf der FB-Gruppe vom 31. März 2025&lt;/a&gt;). Im Mai kündigte der Initiant den Abstimmungstermin an: eine Gemeindeversammlung Mitte Juni (vgl. den &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9557610887670267/&quot;&gt;Beitrag auf der FB-Gruppe vom 10. Mai 2025&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Verbotsbefürworter mobilisierten besser&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Gemeinderat hielt nicht wirklich viel von diesem Vorschlag. Er empfahl im &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9557610887670267/&quot;&gt;Beleuchtenden Bericht&lt;/a&gt;&amp;nbsp;(S. 19-24) die Ablehnung der Vorlage. Im Vorfeld der Versammlung lobbyierten dann einige Tierfreunde recht intensiv (vgl. u.a. &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9741840259247328/&quot;&gt;Beitrag auf der FB-Gruppe vom 3. Juni 2025&lt;/a&gt;). Und offensichtlich gelang es ihnen auch, die für Gemeindeversammlungen nicht allzu hohe Mobilisierungshürde zu nehmen. Am Abend des 12. Juni war die Vorlage beschlossene Sache. Die anwesenden Gegner scheiterten an der Drittelshürde, die nötig gewesen wäre, um die Vorlage an die Urne zu bringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Letzte legale Gelegenheit am 1. August 2025&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann war es erst einmal ruhig. Im Vorfeld des 1. Augusts, nach altem Recht einer der beiden Termine, an denen lärmendes Feuerwerk noch erlaubt war, kam die Frage auf, wann denn das Verbot in Kraft trete (vgl. den &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/23875962025408581/&quot;&gt;Beitrag auf der FB-Gruppe vom 22. Juli 2025&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das sei erst nach dem 1. August möglich, weil dafür neben dem Abwarten der gesetzlichen Rekursfristen auch noch einige Abklärungen nötig seien, teilte Gemeinderat Petitpierre auf Anfrage von WeiachBlog mit. Die Verbotsbefürworter zeigten sich enttäuscht. Einige waren dezidiert der Meinung, dieses gemeinderätliche Vorgehen sei nicht rechtens: Er hätte den revidierten Art. 22 der Polizeiverordnung noch im Juli in Kraft setzen müssen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;In der Systematischen Rechtssammlung noch der alte Stand&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schaut man auf der Gemeindewebsite nach, muss man zur Überzeugung gelangen, die Inkraftsetzung sei auch heute noch nicht erfolgt, denn da findet man nach wie vor den &lt;a href=&quot;https://www.weiach.ch/public/upload/assets/1215/510.1%20Polizeiverordnung%2001.08.2011_sig.pdf?fp=1&quot;&gt;Stand 1. August 2011&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;WeiachBlog fragte am 18. November beim Gemeindeschreiber nach:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Sehr geehrter Herr Diethelm,&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;im Zusammenhang mit der Berichterstattung über weitere Feuerwerkverbots-Einzelinitiativen im Zürcher Unterland (aktuell in der Regionalpresse: Dänikon) stellt sich die Frage:&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Auf welchen Termin wird die in der Weiacher Gemeindeversammlung Mitte Juni beschlossene Änderung von Art. 22 der kommunalen Polizeiverordnung in geltendes Recht überführt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Können Sie zum Zeitplan und allfälligen Ausführungsbestimmungen sachdienliche Angaben machen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Besten Dank für Ihre Rückmeldung.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gemeindeverwaltung: Schon seit Monaten in Kraft!&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tags darauf antwortete Gemeindeschreiber Thomas Diethelm wie folgt [Auszug; Hervorhebung durch WeiachBlog]:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;An der Gemeindeversammlung vom 12. Juni 2025 haben die Stimmberechtigten der Einzelinitiative zugestimmt, dass lärmendes Feuerwerk in Weiach verboten wird. &lt;u&gt;Am 4. August 2025 wurde der Gemeindeversammlungsbeschluss rechtskräftig.&lt;/u&gt; Es ist somit seit Eintritt der Rechtskraft untersagt, lärmendes Feuerwerk auf dem Gemeindegebiet Weiach abzufeuern. Die kommunale Polizeiverordnung wurde dementsprechend angepasst. Die Bevölkerung wird im Mitteilungsblatt Dezember und mit einer entsprechenden Publikation auf der Homepage der Gemeinde Weiach nochmals darauf hingewiesen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Besten Dank für die Kenntnisnahme.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Im Dezember-MGW folgen ausführliche Erläuterungen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;WeiachBlog stellte darauf noch eine Anschlussfrage zur Auslegung:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Im Gegensatz zu allen anderen Gemeinden mit kommunalen Feuerwerkverboten hat Weiach nun nach Annahme der EI Tribastone einen Zwitter im Gesetz: &quot;Das Abbrennen von lärmendem Feuerwerk mit Explosivwirkung...&quot;.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Der Wortlaut von Art. 22 neu und die Intention der Initianten klaffen auseinander, weil sie den Begriff &quot;Explosivwirkung&quot; aus dem alten Art. 22 übernommen haben. -- Wörtlich ausgelegt kann man das auch interpretieren als: Heuler und andere mit Schallkammern versehene Feuerwerkskörper ohne Knalleffekte wären erlaubt.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ich nehme an, das sieht der Gemeinderat anders, da er ja schon die Abschussgeräusche als Knall interpretiert, wenn ich den Beleuchtenden Bericht richtig verstanden habe. Daher meine Frage nach den Ausführungsbestimmungen:&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wird im Dezember-MGW erläutert, dass auch jede Art von Feuerwerkskörper mit Lärmwirkung jeglicher Art (d.h. auch reine Heuler ohne finalen Knall) verboten sind?&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Antwort des Gemeindeschreibers ist kurz und bündig [Auszug]:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Ja, im Dezember-MGW wird erläutert, dass jede Art von Feuerwerkskörper mit Lärmwirkung jeglicher Art verboten sind.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;«Respektlose Vollidioten!» – Silvester-Böllern auf der Pferdeweide. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/01/respektlose-vollidioten-silvester.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2213&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;white-space: pre;&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&amp;nbsp;5. Januar 2025.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Initiative gegen lärmendes Feuerwerk für gültig erklärt. Kurzhinweis auf der Facebook-Gruppe&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9273976166033742/&quot;&gt;&lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt;&amp;nbsp;ab 31. März 2025&lt;/a&gt; [Gesamtausgabe WeiachBlog 2025, Zusatzartikel Z69&lt;span style=&quot;white-space: pre;&quot;&gt;].&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ankündigung des Abstimmungstermins der Feuerwerkinitiative. Beitrag und Diskussion auf der Facebook-Gruppe &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9557610887670267/&quot;&gt;&lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt; ab 10. Mai 2025&lt;/a&gt;&amp;nbsp;[Gesamtausgabe WeiachBlog 2025, Zusatzartikel Z72&lt;span style=&quot;white-space: pre;&quot;&gt;].&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schmidlis Kampagne pro Feuerwerksverbot. Beitrag und Diskussion auf der Facebook-Gruppe&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/9741840259247328/&quot;&gt;&lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt;&amp;nbsp;3. Juni 2025&lt;/a&gt;&amp;nbsp;[Gesamtausgabe WeiachBlog 2025, Zusatzartikel Z77&lt;span style=&quot;white-space: pre;&quot;&gt;].&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Abazi, A.: &lt;a href=&quot;https://www.tagesanzeiger.ch/gemeindeversammlung-weiach-sagt-ja-zu-feuerwerksverbot-787860088135&quot;&gt;Weiach sagt Ja zu Feuerwerksverbot&lt;/a&gt;. In: Zürcher Unterländer (TA Unterland Online), 17. Juni 2025, 04:52.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wann tritt das Feuerwerksverbot in Kraft? Beitrag und Diskussion auf der Facebook-Gruppe&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/23875962025408581/&quot;&gt;&lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt;&amp;nbsp;ab 22. Juli 2025&lt;/a&gt;&amp;nbsp;[Gesamtausgabe WeiachBlog 2025, Zusatzartikel Z82&lt;span style=&quot;white-space: pre;&quot;&gt;].&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/11/kommunales-feuerwerkverbot-bereits-in.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-322421186653732272</guid><pubDate>Fri, 14 Nov 2025 19:11:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-11-14T20:11:00.112+01:00</atom:updated><title>«Weiach ist noch einmal davongekommen»</title><description>&lt;p&gt;Susanne Lehmann hat auf der Facebook-Gruppe Du bisch vo Weiach, wenn... &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/posts/24890270890644351/?__cft__[0]=AZVsE7R3MDl-WxckcJv9HuWNOTHnRgiUpVtZIg_oNz6F3d9rn45GHcj8qofy7EZSof46att97215OyKClWt0Li26quZUYkpVbSB0vpgJhypGtVCtkFljoa-eBDF2vWWShgSRnrzbHS1pHbMgp-8m_k48&amp;amp;__tn__=%2CO%2CP-R&quot;&gt;mit einem Foto des Gedenksteins bereits daran erinnert&lt;/a&gt;: Heute vor 35 Jahren um exakt 20:11 mitteleuropäischer Zeit (UTC 19:11) ist die DC-9-32 der Fluggesellschaft Alitalia im Gebiet Surgen in den Haggenberg geprallt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Controlled flight into terrain (CFIT), so wird diese Art von «Absturz» in der Fachsprache der Flugunfalluntersuchungsbehörden genannt. Am Abend des 14. November 1990 und am Tag danach wusste man das aber noch nicht. Es kursierten die wildesten Gerüchte: Die Maschine habe gebrannt, wollten einige Dorfbewohner wissen. Hat sie nicht, sagt der Untersuchungsbericht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Leben in der Anflugschneise der Piste 14&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, diese Katastrophe hat sich unauslöschbar ins individuelle Gedächtnis vieler Weycherinnen und Weycher eingebrannt. Und sie ist bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses der Dorfgemeinschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das in den Titel dieses Beitrags übernommene Zitat auf der hintersten Seite der Berner Tageszeitung «Der Bund» vom 16. November 1990 trifft das damals vorherrschende Gefühl recht gut.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenige Monate nach Vollendung des 14. Betriebsjahrs der V-Piste 14/32 rief sich ausgerechnet an einem 14. das berüchtigte Restrisiko ins Bewusstsein: Leben in der Anflugschneise ist auch für die unter ihr Wohnhaften nicht ganz ungefährlich. Denn die meisten Flugunfälle ereignen sich statistisch gesehen nun einmal bei Start und Landung.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg4Ue56oWemSFDt3KTY_gr5rXuTgz9WDLe-T2pz2LzQ9tzmMkLYCwDiW7gqf1gkH0XP2Q_-VlewmGm_QX8CK-LDkstRuumQ_FbI5RXt8Q9ArdFjd1Faths5NPSzjRZglmXTCneihA1sLS_dUAZ_oymNSkLVgD4e6Y-q68I2q5G1yB7YVWTGQec52A/s650/Screenshot%202025-11-13%20235407.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;530&quot; data-original-width=&quot;650&quot; height=&quot;522&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg4Ue56oWemSFDt3KTY_gr5rXuTgz9WDLe-T2pz2LzQ9tzmMkLYCwDiW7gqf1gkH0XP2Q_-VlewmGm_QX8CK-LDkstRuumQ_FbI5RXt8Q9ArdFjd1Faths5NPSzjRZglmXTCneihA1sLS_dUAZ_oymNSkLVgD4e6Y-q68I2q5G1yB7YVWTGQec52A/w640-h522/Screenshot%202025-11-13%20235407.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Die Nachrichtenagenturen führen das Szepter&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Den Text des Hauptartikels hat die Zeitung von der Nachrichtenagentur Associated Press (ap) übernommen. Spitzmarke über die ganze Zeitungsseite hinweg: &quot;&lt;i&gt;Unglücksmaschine der Alitalia flog 300 Meter zu tief - Keine Überlebenschancen für 46 Insassen - Ermittlung der Unglücksursache kann noch Monate dauern&lt;/i&gt;&quot;.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Titel:&amp;nbsp;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Bestürzung und offene Fragen nach DC-9-Absturz bei Zürich&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Lead:&amp;nbsp;&lt;i&gt;&lt;u&gt;ap. Der Absturz einer DC-9 der Alitalia, bei dem am Mittwoch abend im Zürcher Unterland alle 46 Insassen ums Leben gekommen waren, hat am Donnerstag in der Schweiz und Italien Betroffenheit und Bestürzung ausgelöst.&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&amp;nbsp;[im Original unterstrichen, s. Bild oben]&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Weiach und the day after Alitalia 404&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Aus unserer eigenen Gemeindesicht ist vor allem der vom Zürcher Korrespondenten des «Bund»&amp;nbsp;verfasste Kasten von Interesse. Er umfasst Originalzitate und übermittelt den persönlichen Eindruck seines Autors Arthur Schäppi:&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjH30xP6LFQbkj1-obxCcp4ZtjpmBPA3TQ4vg63LQz2l02iNz1aevYPD7_BbuBlNam6eWyz1y2VFVd7DsMwENlNt2v8Qn2wXfvQUyAoqKZOeg0nofMg2q27sS68h-QsZBFfzV9OJKpcFxpF182e48_sxs3mzeO34ZzpfQD71gQX7cn2HEROTzs/s533/DBB19901116-01.1.52-1472-686-2012-2132-503w.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;533&quot; data-original-width=&quot;503&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjH30xP6LFQbkj1-obxCcp4ZtjpmBPA3TQ4vg63LQz2l02iNz1aevYPD7_BbuBlNam6eWyz1y2VFVd7DsMwENlNt2v8Qn2wXfvQUyAoqKZOeg0nofMg2q27sS68h-QsZBFfzV9OJKpcFxpF182e48_sxs3mzeO34ZzpfQD71gQX7cn2HEROTzs/s16000/DBB19901116-01.1.52-1472-686-2012-2132-503w.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nachstehend der volle Wortlaut (kursiv) mit dazwischengeschalteten Kommentaren der Redaktion WeiachBlog:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;«Weiach ist noch einmal davongekommen»&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von unserem Zürcher Mitarbeiter Arthur Schäppi&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;«Vielen im Dorf hier steckt noch immer der Schreck in den Knochen», sagt eine junge Frau, die gerade von der Weiacher Post durch den strömenden Regen nach Hause geht. Ihr Mann kam erst um drei Uhr in der Früh nach Hause und musste um 6 Uhr bereits wieder ausrücken. Er ist bei der Dorffeuerwehr, die an diesem traurigen Donnerstagmorgen nach dem Absturz der DC-9 am Stadlerberg zwischen Weiach und Stadel noch immer bei den Bergungsarbeiten mithilft.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Riesiger Medientross&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Während über der von düsteren Wolken umhüllten Unglücksstelle am waldigen Hügel noch immer ein Helikopter kreist und Tote und Trümmer geborgen werden, herrscht an diesem Donnerstagmorgen nach der Schreckens&lt;/i&gt;[n]&lt;i&gt;acht &lt;/i&gt;[sic!]&lt;i&gt; gedrückte Stimmung in der nur gut einen Kilometer (Luftlinie) vom Abstzurzort &lt;/i&gt;[sic!]&lt;i&gt; entfernten Zürcher Unterländer Gemeinde Weiach.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Je nach Position im Dorfkern bzw. dem Messpunkt an der Unfallstelle, einer mehrere Dutzend Meter langen, vom Flugzeug geschlagenen Schneise, beträgt der Abstand einiges mehr als 1 km. Zwischen dem Alten Schulhaus, das am 14. November 1990 zum Medienzentrum wurde (vgl. nächsten Abschnitt), und der Einschlagstelle liegen bspw. rund 1.35 Kilometer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ums Schulhaus, wo sich das Informationszentrum der Einsatzleitung befindet, stehen Militär&lt;/i&gt;[-]&lt;i&gt;&amp;nbsp;und Polizeifahrzeuge, tummeln sich ein riesiger Tross von Journalisten und italienische, deutsche und französische Kamerateams. Die kleine Kiesgemeinde Weiach mit ihren 750 Seelen und der Nachbarort Stadel geraten unfreiwillig ins grelle Rampen- und Blitzlicht der Medien. Nur die Gaffer vermochte die nasskalte Witterung an diesem trüben Morgen fast gänzlich vom Dorfbild fernzuhalten.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schäppi ist also der Ansicht, es seien nur wenige Gaffer gewesen. Und dennoch mussten die Einsatzkräfte offenbar eine ganze Anzahl an Katastrophentouristen daran hindern, an die Absturzstelle vorzudringen. Sie ist noch in der Nacht in weiser Voraussicht grossräumig abgesperrt worden. – Bei den Militärfahrzeugen handelte es sich wohl mehrheitlich um Transportmittel des Heerespolizeibataillons 1 (HP Bat 1; vgl. die Zeitschrift Schweizer Soldat 2/91 – S. 36).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;«Zweites Leben geschenkt»&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;«Ich habe gestern abend ein zweites Leben geschenkt bekommen», sinniert ein Bauer ernst. «Zum guten Glück ist uns hier nichts passiert», meint auch eine Hausfrau, die unter einem breiten Tenndach Schutz vor dem Regen sucht. So wie sie denken viele in Weiach, weiss der Postverwalter, der gerade von einer Briefträgertour zurückgekommen ist. In der Tat: Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn die Maschine auf ihrer Todesfahrt von Mailand etwas früher niedergegangen und statt im abgelegenen Wald des Stadlerbergs bereits über dem Wohngebiet von Weiach explodiert wäre.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der namentlich nicht genannte Posthalter war Walter Meierhofer-Albrecht (1929-1998), der letzte Amtsinhaber der Dynastie der Poscht-Meierhofer &lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;(vgl. Abschn. Nr. 5 in&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2023/02/weiacher-posthalter-familien-1842-2009.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1897&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;Vom etwas seltsam anmutenden Begriff &lt;i&gt;Todesfahrt&lt;/i&gt; (statt -&lt;i&gt;flug&lt;/i&gt;) einmal abgesehen: Man erkennt an der Schilderung deutlich, dass die Medienvertreter noch von einer Explosion als Absturzursache ausgingen. Was angesichts der schon eingangs erwähnten Erzählungen nicht verwundert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;i&gt;«Unheimliches Aufheulen»&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Rentner schildert vor laufender Kamera einer französischen TV-Station, wie er das schreckliche Ereignis erlebt hat: «Ich hörte über meinem Haus ein unheimliches Aufheulen der Flugzeugmotoren und sah sofort, dass die Maschine viel zu tief geflogen kam. Noch bevor das Flugzeug abstürzte, kam es zu einer Explosion und der linke Flüge&lt;/i&gt;[l]&lt;i&gt; brach ab.» Solche und ähnliche, manchmal allerdings auch ziemlich divergierende Schilderungen des Unglückhergangs, das 46 Menschenleben gekostet hat, bekommt man an diesem tristen Donnerstagmorgen in Weiach etliche zu hören. Und fast immer enden sie mit dankbaren Feststellungen wie: «Gottlob sind wir noch einmal davongekommen.»&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fragt man die Augen- und Ohrenzeugen heute, dann erinnern sich viele – auch Susanne Lehmann – vor allem an die akustischen Begleiterscheinungen: An das Aufheulen der Triebwerke, verursacht durch den Durchstartversuch des Copiloten, noch über dem Dorfkern (vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2020/11/nur-150-meter-tiefer-und-die-dc-9-hatte.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1610&lt;/a&gt;). Und an einen lauten Knall, der wohl durch das explosionsartige Abbrennen des Kerosins beim Aufprall verursacht worden ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Associated Press (ed.): &lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=DBB19901116-01.2.15.22&quot;&gt;Bestürzung und offene Fragen nach DC-9-Absturz bei Zürich&lt;/a&gt;. In: Der Bund (Bern), Nr. 269, 16. November 1990 – S. 52.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schäppi, A.: &lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=DBB19901116-01.2.15.27&quot;&gt;«Weiach ist noch einmal davongekommen»&lt;/a&gt;. [Kasten zum Hauptartikel auf der hintersten Seite]. In: Der Bund (Bern), Nr. 269, 16. November 1990 – S. 52.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: Nur 150 Meter tiefer und die DC-9 hätte den Wingert gestreift!&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2020/11/nur-150-meter-tiefer-und-die-dc-9-hatte.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1610&lt;/a&gt;, 13. November 2020.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.:&amp;nbsp;Weiacher Posthalter-Familien (1842-2009).&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2023/02/weiacher-posthalter-familien-1842-2009.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1897&lt;/a&gt;, 13. Februar 2023.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/11/weiach-ist-noch-einmal-davongekommen.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg4Ue56oWemSFDt3KTY_gr5rXuTgz9WDLe-T2pz2LzQ9tzmMkLYCwDiW7gqf1gkH0XP2Q_-VlewmGm_QX8CK-LDkstRuumQ_FbI5RXt8Q9ArdFjd1Faths5NPSzjRZglmXTCneihA1sLS_dUAZ_oymNSkLVgD4e6Y-q68I2q5G1yB7YVWTGQec52A/s72-w640-h522-c/Screenshot%202025-11-13%20235407.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7377849912741702332</guid><pubDate>Thu, 13 Nov 2025 22:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-11-14T09:38:27.061+01:00</atom:updated><title>«Bey der Linden» war ein ziemlich grosses Gebiet</title><description>&lt;p&gt;Die Ortsbezeichnung «Bey der Linden» trugen nach der Erfassung der Gebäudeversicherung im Jahre 1834 die folgenden noch heute bestehenden – und damit eindeutig lokalisierbaren – Wohngebäude:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Winkelstrasse 7 (Baumgartner-Thut)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Oberdorfstrasse 7 (Andreas Schenkel u. Art Coiffure)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Oberdorfstrasse 9 (ex Wiesendanger)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Alte Poststrasse 4 (ex Rutschmann-Griesser)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Alte Poststrasse 2 (Meierhofer-Müller Poschtruedi)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bergstrasse 1 (Meier Forsterottis)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwischen der erst- und der letztgenannten Behausung liegen auf der Strasse rund 210 Meter, was für den überschaubaren Weiacher Ortskern beträchtlich ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bildet man einen Schwerpunkt dieser bananenartigen Fläche, dann ist die namengebende alte Dorflinde entweder nördlich oder südlich des 1952 od. 1953 abgebrochenen «Pariserschneider-Hauses» (Parzelle 329) zu lokalisieren, also an der Wegspange Oberdorfstrasse–Alte Poststrasse–Winkelstrasse sowie in unmittelbarer Nähe des ehemals ehaften Wirtshauses an der Oberdorfstrasse 7 («Alter Sternen»).&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiylJvxk2GSBkzPnTsYvRiDMNMrS8LO3L9EQbKr8ULmjt-tAInchDKiswZLzdO-J_Ndnh4D4k4Dw3sK0waT8fQYfULrJmP6NvNTsiaM7-o0mJq682ZcA-jGp7oWvuN7FssZFTh1zJ9jQKcGjzy-8nNX8s5hSaW4IfG7DMsqyQ20I630JeNgVh02qQ/s705/Screenshot%202025-11-14%20093623.png&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;705&quot; data-original-width=&quot;339&quot; height=&quot;400&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiylJvxk2GSBkzPnTsYvRiDMNMrS8LO3L9EQbKr8ULmjt-tAInchDKiswZLzdO-J_Ndnh4D4k4Dw3sK0waT8fQYfULrJmP6NvNTsiaM7-o0mJq682ZcA-jGp7oWvuN7FssZFTh1zJ9jQKcGjzy-8nNX8s5hSaW4IfG7DMsqyQ20I630JeNgVh02qQ/w193-h400/Screenshot%202025-11-14%20093623.png&quot; width=&quot;193&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quelle&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Lagerbuch Gebäudeversicherung Kt. ZH, Expl. Gemeinde, 1834-1894. PGA Weiach, Signatur:&amp;nbsp;IV.B.06.01&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/11/bey-der-linden-war-ein-ziemlich-grosses.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiylJvxk2GSBkzPnTsYvRiDMNMrS8LO3L9EQbKr8ULmjt-tAInchDKiswZLzdO-J_Ndnh4D4k4Dw3sK0waT8fQYfULrJmP6NvNTsiaM7-o0mJq682ZcA-jGp7oWvuN7FssZFTh1zJ9jQKcGjzy-8nNX8s5hSaW4IfG7DMsqyQ20I630JeNgVh02qQ/s72-w193-h400-c/Screenshot%202025-11-14%20093623.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-5888303745703152511</guid><pubDate>Sun, 02 Nov 2025 22:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-11-03T09:41:31.156+01:00</atom:updated><title>Weshalb geht bei der Weycher Müli ein Geist um?</title><description>&lt;p&gt;Alt Gemeindepräsident Gregor Trachsel, einer der drei Architekten, die in den 1970ern die ehemalige Weiacher Mühle (Müliweg 7) am Südende des Oberdorfs gekauft und umgebaut haben, wohnt dort zwar seit Jahrzehnten, hat ihn aber noch nie gesehen oder gehört.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und doch soll er noch herumspuken, der Geist eines wohlhabenden Müllers und einflussreichen Untervogts unserer Gemeinde. Eine Geistergeschichte zu Allerseelen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Halloween&amp;nbsp;–&amp;nbsp;Allerheiligen&amp;nbsp;–&amp;nbsp;Allerseelen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am heutigen Tag, dem 2. November, wird nach dem römisch-katholischen Kalender das Fest &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelen&quot;&gt;Allerseelen&lt;/a&gt; begangen. Durch das Anzünden von Kerzen auf den Gräbern und durch Gebete gedenken die Angehörigen ihrer Toten. Besonders gedacht wird der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Arme_Seelen&quot;&gt;Armen Seelen&lt;/a&gt;, die in einer Zwischenwelt feststecken, da sie ihre Anhaftung ans Irdische noch nicht ablegen können bzw. dürfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Zeit vom 31. Oktober (Halloween), 1. November (Allerheiligen) bis 2. November war früher auch magisch aufgeladen. So wollte der Volksglaube wissen, dass&amp;nbsp;Verstorbene besonders an diesen Tagen als Geister umherwandern und ihre Angehörigen aufsuchen. Umstritten ist der Bezug zum&amp;nbsp;keltischen Neujahrsfest &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Samhain&quot;&gt;Samhain&lt;/a&gt;. Dieses wurde anfangs November begangen und hatte möglicherweise ebenfalls einen Bezug zum Gedenken an die Toten und die Anderswelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Frl. Liebert erzählt von einem besonderen Geist&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einem der Schulhefte aus dem Zollinger&#39;schen Nachlass im Archiv des Ortsmuseums Weiach findet sich ein Eintrag zum 16.4.41, notiert wohl vom Primarlehrer Adolf Pfister, der von 1936 bis 1942 in Weiach tätig war. Als Quelle wird «&lt;i&gt;Frl. Liebert&lt;/i&gt;» genannt. Bei dieser unverheirateten Frau handelt es sich um Luise Liebert, die 1965 verstorbene letzte Bewohnerin des Ortsmuseums (Lieberthaus am Müliweg 1). Der Eintrag lautet:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Untervogt Bersinger kam zurück + geistete auf der Winde der Mühle. Da wurde er von einem Kapuziner – den man gerufen hatte – in einen Ankenhafen verbannisiert. Ein Mädchen, das im Keller zu tun hatte, deckte den Hafen ab + heraus war der Vogt. Er soll noch heute in der Brunngasse oben zu sehen sein.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Unklar, welcher Untervogt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Untervogt ist in diesem Zusammenhang der oberste durch die Landesherrschaft, d.h. Bürgermeister und Rat der Stadt Zürich, eingesetzte Gemeindevorsteher, in etwa vergleichbar mit einem heutigen Gemeindepräsidenten. Im 18. Jahrhundert standen über längere Zeiträume mindestens drei Angehörige der Müllerei-Dynastie der Bersinger in dieser Funktion (vgl. u.a.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2011/03/gemeindeprasidenten-dynastie-sohn-folgt.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 990&lt;/a&gt;).&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Bersinger waren so etwas wie Dorfkönige, die sich entsprechend selbstbewusst verhielten und ihre politische wie wirtschaftliche Macht (vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2021/06/nur-eine-muhle-untervogt-bersinger-als.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1666&lt;/a&gt;)&amp;nbsp;gegenüber ärmeren Dorfbewohnern möglicherweise nicht immer mit lauteren Methoden in die Waagschale warfen&amp;nbsp;– und sei es auch lediglich in deren subjektiver Wahrnehmung. Das wäre eine Erklärung, wie die mündlich überlieferte Vorstellung aufgekommen ist, eine dieser mächtigen Figuren müsse nun für ihre Taten im Diesseits büssen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Kapuziner holte man für die gröberen Probleme&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Walter Bär-Vetsch berichtet von Hausbesitzern aus dem Urnerland, die den bei Abbruch eines alten Hauses jammernden Armen Seelen erlaubt hätten, mit ins neu errichtete Haus einzuziehen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie sich ruhig verhielten und den Lebenden nicht schadeten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu diesen pflegeleichten Armen Seelen hat der Untervogt Bersinger offensichtlich nicht gehört. Jedenfalls störte er die Lebenden so sehr, dass man die Spezialisten aus der katholischen Welt beizog. In unserem Fall, um den Vogt in einen Ankenhafen zu verbannen, den man dann im Keller aufbewahrte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kapuzinerpatres standen nämlich beim Volke im Ruf, selbst mit dem absolut Bösen (Dämonen und Teufeln) und andern Phänomenen aus der Anderwelt souverän umgehen und dadurch Schaden abwenden zu können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie wurden aber auch bei niederschwelligeren Problemen konsultiert. Der mittlerweile emeritierte Basler Weihbischof Martin Gächter (* 1939) erzählte einer kath.ch-Journalistin jedenfalls eine Episode, die aus derselben Zeit stammt, in der Frl. Lieberts Aussage verortet wird:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Als drei- oder vierjähriger Bub war ich nachts sehr aktiv und habe meine Mutter nicht schlafen lassen. Sie hat mich zum Kapuzinerkloster nach Dornach gebracht. Der Pater hat einen Segen über mich gebetet. Darauf soll ich in der Nacht ruhiger geworden sein.&lt;/i&gt;» (Straub 2022)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ein gwundriges Meitli und schon geistet es wieder&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der vermeintlich sichere Lagerplatz im Keller der Mühle war allerdings, so die Geschichte weiter, nicht sicher vor Familienangehörigen oder Hausangestellten, die aus Versehen oder Gwunder – wohl trotz Verbot – in den ominösen Ankenhafen schauen wollten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bannisierungskünste des Kapuziners scheinen aber gewirkt zu haben, denn sie konnten – das kann man bei Bär-Vetsch nachlesen – zwar einen solchen Geist mit einem Hausverbot belegen. Darüber, dass er draussen weiter sein Unwesen treibt, hatten sie aber auch keine Gewalt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und deshalb geht der Geist des unseligen Untervogts vielleicht bis heute um. Nicht mehr auf der Winde der Müli. Aber laut Frl. Liebert in der Brunngasse, was zwar nahe an der Mühle ist, jedoch mit einem gehörigen Sicherheitsabstand versehen. Das Rayonverbot für Geister wirkt offenbar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiqpjMzQVzG2c6ncUlStUIHkQahH9exxrpdqfhdSvAOozwacOmJfs3r92zlYPzdGttt1G6ovYIuuHJVl3XB5Fi9BXBROj7mPlDzdL6hoihZVnLn2b9xXVZ6HfogM9fwAHTr2RvN4WQKeO4x7ff8qtGxJLwCYJuaxoOKvWblFIZ7yxPtbwViZTP60Q/s772/Screenshot%202025-11-02%20234251.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;772&quot; data-original-width=&quot;595&quot; height=&quot;640&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiqpjMzQVzG2c6ncUlStUIHkQahH9exxrpdqfhdSvAOozwacOmJfs3r92zlYPzdGttt1G6ovYIuuHJVl3XB5Fi9BXBROj7mPlDzdL6hoihZVnLn2b9xXVZ6HfogM9fwAHTr2RvN4WQKeO4x7ff8qtGxJLwCYJuaxoOKvWblFIZ7yxPtbwViZTP60Q/w494-h640/Screenshot%202025-11-02%20234251.png&quot; width=&quot;494&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;Ausschnitt aus dem Plan der Amtlichen Vermessung (ARV Zürich)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Die Brunngasse kann als Fortsetzung des Müliweg-Abzweigers zur Stadlerstrasse verstanden werden. Sie verbindet die Bergstrasse (Einmündung nahe dem Wasserreservoir Berg) mit der Stadlerstrasse.&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quelle und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Schulheft Nr. VI «Pfister» (aus mind. 4 unterschiedlichen Schreibblattbogen zusammengestelltes und fadengeheftetes Schulheft)&amp;nbsp;&lt;i&gt;–&amp;nbsp;&lt;/i&gt;S. 22. [Archiv des Ortsmuseums Weiach; noch ohne Signatur]&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: Diener zweier Herren: Untervogt und Dorfmeier in Personalunion.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/03/diener-zweier-herren-untervogt-und.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 790&lt;/a&gt;, 11. März 2010.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: Gemeindepräsidenten-Dynastie: Sohn folgt auf Vater.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2011/03/gemeindeprasidenten-dynastie-sohn-folgt.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 990&lt;/a&gt;, 23. März 2011.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bär-Vetsch, W.: &lt;a href=&quot;https://www.urikon.ch/UR_pdf/33_WB_Kapuziner.pdf&quot;&gt;«Und d&#39;rnah haiget sy&#39;s am-mana Kapuzyyner z&#39;Altdorf gsäit»&lt;/a&gt;. In: ders.: &lt;a href=&quot;https://www.urikon.ch/UR_pdf/WB_Kraft_aus%20einer_andern_Welt.pdf&quot;&gt;Kraft aus einer andern Welt&lt;/a&gt;. Zeichen und Handlungen des Volksglaubens und der Volksfrömmigkeit in Uri. Altdorf 2019&amp;nbsp;&lt;i&gt;–&lt;/i&gt;&amp;nbsp;S. 793. Separatdruck des Kapitels und vollständiges Werk auf urikon.ch abrufbar.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;cf0&quot;&gt;Brandenberger, U.: Nur eine Mühle? Untervogt Bersinger als Grossgrundbesitzer.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2021/06/nur-eine-muhle-untervogt-bersinger-als.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1666&lt;/a&gt;, 7. Juni 2021.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Straub, J.: Weihbischof Gächter über seinen einzigen Exorzismus: &lt;a href=&quot;https://www.kath.ch/newsd/weihbischof-gaechter-ueber-seinen-einzigen-exorzismus-der-daemon-schrie-das-brennt/&quot;&gt;«Der Dämon schrie: Das brennt!»&lt;/a&gt;. In: kath.ch; Katholisches Medienzentrum, 25.4.2022.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/11/weshalb-geht-bei-der-weycher-muli-ein.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiqpjMzQVzG2c6ncUlStUIHkQahH9exxrpdqfhdSvAOozwacOmJfs3r92zlYPzdGttt1G6ovYIuuHJVl3XB5Fi9BXBROj7mPlDzdL6hoihZVnLn2b9xXVZ6HfogM9fwAHTr2RvN4WQKeO4x7ff8qtGxJLwCYJuaxoOKvWblFIZ7yxPtbwViZTP60Q/s72-w494-h640-c/Screenshot%202025-11-02%20234251.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-189298305572178199</guid><pubDate>Fri, 31 Oct 2025 22:51:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-11-01T00:08:53.437+01:00</atom:updated><title>Zwanzig Jahre WeiachBlog. Konstanten, Seitenzahlen und ISSN</title><description>&lt;p&gt;Eine «Redaktion Weiacher Geschichte(n)» war es heute vor genau 20 Jahren, am Abend des letzten Oktobertags 2005, die den Willkommensbeitrag im neuen Gefäss WeiachBlog ins Netz gestellt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damals waren die&amp;nbsp;&lt;i&gt;Weiacher Geschichte(n)&amp;nbsp;&lt;/i&gt;ein Printprodukt zwischen einer und acht Seiten A4, das jeden Monat als Rubrik der&amp;nbsp;&lt;i&gt;Mitteilungen für die Gemeinde Weiach&lt;/i&gt;&amp;nbsp;in alle Briefkästen der Gemeinde gelegt wurde.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist dem Trend der Zeit geschuldet&amp;nbsp;&lt;i&gt;born digital&lt;/i&gt; Trumpf. Gedruckt wird kaum noch. Auch die WeiachBlog-Gesamtausgabe verlässt die Welt der Bits und Bytes nur in seltenen Ausnahmefällen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Konstanten: Autor und Hostingplattform&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass der Autor, ein mittlerweile zum Privatier mutiertes älteres Semester, immer noch dieselbe Person ist wie 2005, das wird niemanden ernsthaft erstaunen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bemerkenswerter ist in unserem von vielen Stumpengleisen geprägten Informationstechnologiezeitalter, dass die Publikationsplattform vom ersten Tag bis heute ein und dieselbe geblieben ist: Blogger.com&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gewiss, etwas mehr Zeitinvestition in das Drum &amp;amp; Dran, gar ein Wechsel auf WordPress oder andere Tools würden wohl ein optisch wesentlich besseres Bild abgeben.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Inhalte und die zu ihrer Erstellung erforderliche Recherchezeit im Hintergrund sind dem obgenannten Schreiberling jedoch wesentlich wichtiger.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ein bunter Blätterstrauss&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir blicken zurück auf eine von etlichen Stürmen geprägte Entwicklung, mit Experimentierfreude, ausführlichen Fachartikeln und kleinen Miszellen zur lokalen Geschichte, streitbaren Beiträgen zu aktuellen Themen der Gemeindepolitik und noch einigem mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Online-Publikation hat viele Metamorphosen und Durststrecken (für die Leserschaft) durchgemacht. Von einer anfangs täglichen Portion kurzer Beiträge, die primär als Ergänzung zu den &lt;i&gt;Geschichte(n)&lt;/i&gt; gedacht waren, hat WeiachBlog sich spätestens nach deren Einstellung, d.h. ab Dezember 2009, zum Allzweckpublikationsgefäss gewandelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Durchschnitt: 1.83 Seiten pro Artikel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der WeiachBlog – im Startbeitrag noch mit dem heute eher unüblich gewordenen Artikel «das» versehen&amp;nbsp;– ist also kein Periodikum, eher ein Gelegenheitsprodukt. Die per Stichtag 2276 publizierten Artikel sind punkto Anzahl und Umfang denn auch höchst ungleich über diese zwanzig Jahre verteilt. Das lässt schon die Übersicht erahnen, die jedem Jahresband der Gesamtausgabe mitgegeben wird:&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgqTDecqkG9dozpcSt-aGabhBwY9Nq5Rj1G8LmiNtu0y_DnAxCq7QHhwAgL_Rnjyafm-G5WgSdZnTEr7PsmcKikWS_DfFF_O8QPCrNKMgKilEV-OIAA7ESScSxBFCvEB8sC2Qeimh4BmT35N44VPT_Q7Sc1hZ0M8FrM-4zhjRzwoM_n0WVd0qrqFA/s623/Screenshot%202025-10-31%20220725.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;623&quot; data-original-width=&quot;546&quot; height=&quot;400&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgqTDecqkG9dozpcSt-aGabhBwY9Nq5Rj1G8LmiNtu0y_DnAxCq7QHhwAgL_Rnjyafm-G5WgSdZnTEr7PsmcKikWS_DfFF_O8QPCrNKMgKilEV-OIAA7ESScSxBFCvEB8sC2Qeimh4BmT35N44VPT_Q7Sc1hZ0M8FrM-4zhjRzwoM_n0WVd0qrqFA/w350-h400/Screenshot%202025-10-31%20220725.png&quot; width=&quot;350&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;Auszug aus dem Jahresband 2025 (aktuell 292 Seiten)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;ISSN 2813-5792&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am 16. Januar 2023 wurde WeiachBlog beim ISSN-Zentrum Schweiz als Periodikum registriert. Zugeteilt ist ihm die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke&quot;&gt;International Standard Serial Number&lt;/a&gt; 2813-5792, die seither auch im Impressum geführt wird und auf jeder Seite des Blogs erscheint.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Vita brevis, ars longa&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf weitere 20 Jahre? So grosser Vermessenheit und Hybris mag sich der Blogautor eingedenks seines eigenen Gesundheitszustandes im Speziellen und der Weltlage im Allgemeinen nicht erdreisten. Er nimmt es von Tag zu Tag und schaut, was möglich ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seine Leserschaft wartet schliesslich seit Monaten auf das eigentlich für das Jubiläumsjahr &lt;i&gt;600 Jahre Weiach beim Kanton Zürich&lt;/i&gt; (1424-2024) vollmundig angekündigte &lt;i&gt;Weiacher Orts- und Flurnamenbuch (WOFNB). &lt;/i&gt;Das soll nun mit Priorität bearbeitet werden. Und wie schon das Dorffest 750+1 um ein Jahr zeitversetzt erscheinen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Literatur in eigener Sache. Start und Geburtstage&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Willkommen auf dem WeiachBlog. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2005/10/willkommen-auf-dem-weiachblog.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1&lt;/a&gt;, 31. Oktober 2005.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ein Jahr WeiachBlog.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2006/10/ein-jahr-weiachblog.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 302&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;31. Oktober 2006.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;2 Jahre WeiachBlog.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2007/10/2-jahre-weiachblog.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 556&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;31. Oktober 2007.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;WeiachBlog wird fünf Jahre alt.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/10/weiachblog-wird-funf-jahre-alt.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 946&lt;/a&gt;, 31. Oktober 2010.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zehn Jahre WeiachBlog.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2015/10/zehn-jahre-weiachblog.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1240&lt;/a&gt;, 31. Oktober 2015.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/zwanzig-jahre-weiachblog-konstanten.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgqTDecqkG9dozpcSt-aGabhBwY9Nq5Rj1G8LmiNtu0y_DnAxCq7QHhwAgL_Rnjyafm-G5WgSdZnTEr7PsmcKikWS_DfFF_O8QPCrNKMgKilEV-OIAA7ESScSxBFCvEB8sC2Qeimh4BmT35N44VPT_Q7Sc1hZ0M8FrM-4zhjRzwoM_n0WVd0qrqFA/s72-w350-h400-c/Screenshot%202025-10-31%20220725.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-8508521364280934930</guid><pubDate>Thu, 30 Oct 2025 22:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-11-21T00:43:10.835+01:00</atom:updated><title>«Omne ius michi competens» – Hinweis auf geteiltes Niedergericht</title><description>&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;In der bisherigen historischen Literatur über Weiach wird querbeet die Auffassung vertreten, der Freiherr Jakob von Wart habe am 8. Februar 1295 die Niedergerichtsbarkeit über Weiach an den damaligen Fürstbischof von Konstanz, Heinrich von Klingenberg, verkauft&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;–&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt;&amp;nbsp;und zwar die ganze Niedergerichtsbarkeit. Ein Ende Juli 2025 aufgetauchtes Regest lässt daran zweifeln.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Die herrschende Lehrmeinung findet man beispielsweise bei Kaspar Hauser in seinem 1896 gedruckten Aufsatz «Die Freiherrn von Wart», erschienen als «Neujahrs-Blatt der Stadtbibliothek in Winterthur auf das Jahr 1897/98». In der Einleitung, S. 6, zählt er verschiedene Besitzungen auf, darunter «[...]&amp;nbsp;&lt;i&gt;der Meierhof samt den niedern Gerichten in Weiach, alles Konstanzer Lehen,&lt;/i&gt;&amp;nbsp;[...]». Hauser geht also davon aus, dass es sich bei der Transaktion lediglich um den Heimfall eines schon länger dem Fürstbistum gehörenden Lehens handelte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;Eine&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;– bis auf den letzten Punkt –&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt;&amp;nbsp;ähnliche Auffassung vertritt sinngemäss auch Martin Illi, der Autor des Artikels &lt;/span&gt;&lt;i style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;Weiach&lt;/i&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt; im &lt;/span&gt;&lt;i style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;Historischen Lexikon der Schweiz&lt;/i&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt;, Stand 11. Januar 2015. Er schreibt explizit:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;«&lt;/span&gt;&lt;i&gt;1295 verkaufte Jakob von Wart die niedere Gerichtsbarkeit seines Meierhofs in Weiach sowie die über das Dorf Weiach dem Bischof von Konstanz. Im 16. Jahrhundert verpfändete Konstanz seine Rechte zur Hälfte; 1605 kaufte es sie wieder zurück.&lt;/i&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unklar ist, wie Illi auf das 16. Jahrhundert kommt, wo andere Autoren (wie Leu&#39;s Lexicon, Bd. X, S. 14) von der Mitte des 15. Jahrhunderts ausgehen. Dieser Punkt soll hier aber nicht weiter erörtert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gilt&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;«&lt;/span&gt;Teilverpfändung und Rücknahme&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;» noch?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachstehend geht es um die Frage, ob die bisher gängige Vorstellung zutrifft, wonach die Hälfte des Niedergerichts lediglich vorübergehend in den Händen Dritter gelegen habe (namentlich für das 15. bis 17. Jahrhundert bisher bekannt: Heggenzer von Wasserstelz und danach Herren von Landsberg).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Sichtweise geht implizit davon aus, dass die ungeteilte Niedergerichtsbarkeit ab 1295 dem Fürstbistum gehört habe, es sie zu einem späteren Zeitpunkt teilverpfändet und später wieder zurückgenommen habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bekannt ist (spätestens seit Publikation des Rechtsquellen-Bandes Neuamt im Jahre 1996), dass 1352 eine Teilung der Niedergerichtsrechte vorgelegen haben muss. Das zeigt sich an der Urkunde mit der Signatur&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=274823&quot;&gt;StAZH C II 6, Nr. 769&lt;/a&gt;. Darin ist ein Angehöriger des Geschlechts der Freiherren von Tengen als einer von zwei Gerichtsherren genannt. Nach oben ausgeführter Auffassung wären die Tengener damit Pfandnehmer oder Lehensnehmer gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Offenbar doch keine Verpfändung!&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem der Verfasser dieses Beitrags im Juli 2025 auf ein Regest zu StAZH C II 6, Nr. 504.6 gestossen ist, sieht die Sachlage doch etwas anders aus. Unter Ziffer 2 ist da nämlich zu lesen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;«&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Die Gerichtsherrlichkeit zu Weiach (Weyach) gehört zu einem halben Teil dem Bischof; der andere halbe Teil gehört nicht lehensweise, sondern als Eigentum dem Inhaber von Wasserstelz und ist erbweise von Escher an Heggentzer und danach an die von Landsberg (Landtsperg) gefallen, welche ihn dem Bischof zum Kauf angeboten haben. [Kaufbrief: 1605; C II 6, nr. 469].&lt;/i&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das zugrundeliegende Dokument, eine undatierte Zusammenstellung von Berichtigungen des fürstbischöflich-konstanzischen Obervogts Andreas Zwyer von Evebach, die zwischen 1597 und 1605 entstanden ist, pulverisiert die bisherigen Vorstellungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Folgt man dieser Darstellung, dann sind sowohl die Freiherren von Tengen wie später das Kaiserstuhler Bürgergeschlecht der Escher (das möglicherweise dem Ministerialadel entstammt), dann die Schaffhauser Patrizier Heggenzer sowie schliesslich die Herren von Landsberg jeweils aus eigenem Recht heraus ebenso Eigentümer einer Hälfte der Gerichtsbarkeit gewesen wie der Fürstbischof selber.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Inhalt der Originalurkunde von 1295 neu analysiert&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der in Latein abgefasste Originaltext der Urkunde dürfte von der fürstbischöflichen Kanzlei zu Konstanz aufgesetzt worden sein. Man kann das daraus schliessen, dass die verwendeten Formeln sich sehr stark ähneln:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;«&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Noverint igitur universi tam posteri quam presentes&lt;/i&gt;&amp;nbsp;[...] &lt;i&gt;quod ego corpore et mente sanus&amp;nbsp;&lt;/i&gt;[...]&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;»&lt;/span&gt;&amp;nbsp;lautet die Formulierung in einer Urkunde vom 23. September 1301 (&lt;a href=&quot;https://stadtarchiv.ch/inhalt/CS_Bd_05.pdf&quot;&gt;Chartularium Sangallense, Bd. 5, S. 33&lt;/a&gt;) als &lt;i&gt;Cünradus dictus Furst de Künzemberg nobilis&lt;/i&gt; von seinen Rechten an den Fürstbischof abtritt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt;Die sechs Jahre ältere Weiacher Urkunde lautet an derselben Stelle wie folgt:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;«&lt;/span&gt;&lt;i style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;Noverint universi tam posteri quam presentes, quod ego pure ac liberaliter &lt;/i&gt;&lt;i style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;&lt;u&gt;omne ius michi competens&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=&quot;background-color: white;&quot;&gt; in iurisdicione // et districtu curie villicatus dicte Wiach, site prope Kaiserstůl, et in villa Wiach, que iurisdicio getwinch et ban wlgariter appellatur, trado, dono et confero venerabili patri H. dei gratia Constantiensi episcopo nomine et vice ecclesie sue Constantiensis&lt;/i&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;» (UBZH N° 2323; VI, 289;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;StAZH C II 6, Nr. 466,&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white; font-family: inherit;&quot;&gt;8. Februar 1295; Unterstreichung durch WeiachBlog)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weiter geht aus dem Regest in REC Bd. 2, Nr. 2930 hervor, der Verkäufer (Freiherr Jakob von Wart) behalte&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;«&lt;/span&gt;&lt;i&gt;sich die zur zeit von dem bauer (colonus) seiner besitzungen in Waiach &lt;/i&gt;[sic!] &lt;i&gt;einzutreibenden geldstrafen (emende), &lt;span&gt;&lt;u style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;soweit sie dem bisch. zustehen, unbeschadet der übrigen&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;, vor&lt;/i&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;». (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;Unterstreichung durch WeiachBlog)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Lichte der &lt;i&gt;Berichtigungen&lt;/i&gt; von Obervogt Andreas Zwyer kann man die beiden unterstrichenen Passagen eigentlich nur so deuten:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Teilung der Niedergerichtsbarkeit über Weiach ist älter als 1295!&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jakob von Wart gibt damit m.E. deutlich zu verstehen, dass der Verkaufsgegenstand lediglich die ihm zustehenden Rechte (omne ius michi competens) an der Gerichtsbarkeit sowie seine Anteile an den Geldstrafen (vgl. frz. amendes!) umfasse. Offensichtlich gibt es Bussenanteile, die nach der Transaktion nicht dem neuen Eigentümer (dem Bischof) zustehen, sondern weiterhin einem in der Urkunde ungenannten Dritten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das wiederum lässt einzig den Schluss zu, dass die Gerichtsbarkeit bereits vor dem Beurkundungstermin anfangs Februar 1295 geteilt gewesen sein muss! Die Annahme, dass es sich um eine hälftige Teilung gehandelt hat, ist angesichts der späteren Verhältnisse nicht abwegig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul class=&quot;tm7&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;Hauser, K.: Die Freiherrn von Wart.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Neujahrs-Blatt der Stadtbibliothek in Winterthur auf das Jahr 1897/98.&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;233/34stes Stück.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;Buchdruckerei Geschwister Ziegler,&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Winterthur&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;189&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;6&amp;nbsp;&lt;/span&gt;–&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;font-family: inherit;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://digital.ulb.hhu.de/ihd/content/pageview/1194147?query=Weiach&quot;&gt;Einleitung, S. 6&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Badische Historische Commission (Hrsg.): Regesta episcoporum Constantiensium (REC). Regesten zur Geschichte der Bischöfe von Constanz von Bubulcus bis Thomas Berlower 517-1496. Zweiter Band, 1293&lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;– 1383. Bearb.: A. Cartellieri, K. Rieder. Innsbruck 1905&amp;nbsp;–&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://archive.org/details/regesten-zur-geschichte-der-bischoefe-von-konstanz-vol-2yr-1905/page/9/mode/2up&quot;&gt;Nr. 2930, S. 10&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;tm8&quot;&gt;&lt;span class=&quot;tm9&quot;&gt;N.N. (mutm. Zuber, Sinaida): Berichtigungen des [bischöfl. Konstanzer] Vogts zu Kaiserstuhl [Andreas Zwyer] zum Renovationswerk Gottfrieds von Rammingen im auf dem eidgenössischen Boden gelegenen Teil des Amts Kaiserstuhl. Regest Staatsarchiv des Kantons Zürich. Original zw. 1597 u. 1605 entstanden. Signatur: StAZH C II 6, Nr. 504.6.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style=&quot;background-color: white;&quot;&gt;Illi, M.: «Weiach&quot;. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), &lt;a href=&quot;https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000082/2015-01-11/&quot;&gt;Version vom 11.01.2015&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;tm8&quot;&gt;Brandenberger, U.: Die älteste Erwähnung des Weiacher Dorfgerichts.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2021/09/die-alteste-erwahnung-des-weiacher.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1752&lt;/a&gt;, 28. September 2021.&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;tm8&quot;&gt;Brandenberger, U.: Geteilte Niedergerichtsbarkeit bereits im 14. Jahrhundert.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2024/03/geteilte-niedergerichtsbarkeit-bereits.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2055&lt;/a&gt;, 16. März 2024.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/omne-ius-michi-competens-hinweis-auf.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-7617928531949449710</guid><pubDate>Wed, 29 Oct 2025 22:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-10-30T00:35:51.263+01:00</atom:updated><title>Temporäre Explosion der Weiacher Schafpopulation </title><description>&lt;p&gt;Rindvieh, Schweine, Ziegen. Diese Tiergattungen waren unter den Nutztieren in unserer Gemeinde traditionell stark vertreten. Schafe hingegen musste man vergleichsweise schon fast mit der Lupe suchen. Das ist heutzutage nicht anders.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Identitas AG, die im Auftrag des Bundes die Hundedatenbank Amicus, die Tierverkehrsdatenbank TVD sowie diverse Tierstatistiken führt, stellt auch Daten zur Anzahl der erfassten Tiergattungen pro Gemeinde zur Verfügung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Normalerweise an zwei Händen abzählbar&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am letzten Stichtag, der &lt;a href=&quot;https://tierstatistik.identitas.ch/de/sheep-map-commune.html&quot;&gt;auf der Website verfügbar&lt;/a&gt; ist – dem 30. September 2025 – waren auf Weiacher Halter genau 9 Schafe gemeldet, davon 6 der Rasse Shropshire.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjsD-KQyJgl8n6zpp89V2H-jLQ6e22v8JdaXjdsSFyjCXNAOrnk7ZFvmrXOp5iGQD-baWN_JRtDCDMJJ8quea-Tr1ETbeLq4EWQoEebukbOF1Wip88S_wcgeewhrBMXbFbMyhlw9NULcH6m1XdOqNdNj5I7mfyXXJWndr0sgbzcjrJPaHd697oIog/s791/Screenshot%202025-10-29%20214651.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em; text-align: center;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;612&quot; data-original-width=&quot;791&quot; height=&quot;496&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjsD-KQyJgl8n6zpp89V2H-jLQ6e22v8JdaXjdsSFyjCXNAOrnk7ZFvmrXOp5iGQD-baWN_JRtDCDMJJ8quea-Tr1ETbeLq4EWQoEebukbOF1Wip88S_wcgeewhrBMXbFbMyhlw9NULcH6m1XdOqNdNj5I7mfyXXJWndr0sgbzcjrJPaHd697oIog/w640-h496/Screenshot%202025-10-29%20214651.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Shropshire-Schafe sind Spezialisten. Sie lassen sowohl Nadelgehölze als auch Obstbäume in Ruhe, verbeissen sie also nicht und werden daher u.a. in Christbaumkulturen eingesetzt, um den Graswuchs unter Kontrolle zu halten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Herbst können die Weiacher Landeigentümer auf den Wiesen die Hilfe zusätzlicher Schafe anderer Rassen allerdings gut gebrauchen, wenn es sich nicht gerade um eine Biodiversitätsförderfläche handelt, auf der die Herbstweide vertraglich wegbedungen wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;An der Verzweigung Leestrasse-Steinbruchstrasse auf die Weide&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Schafe sind bei uns also Exoten. Umso auffälliger ist da der Besuch einer Wanderherde, wie sie heute von Franziska Mitteregger auf der FB-Gruppe &lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt; &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/permalink/24740516902286418/&quot;&gt;fotographisch verewigt&lt;/a&gt; wurde.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjBlj5hgeE5w8VX1rql5ktZR1s-9Gm-GW21zR1sZM-ZXo5CQBQz91pUHrMfl0ddxmo9RrJRCSb94kQqdJfVRaMc_Q6BvOCJ00sOfUQZvl7js6y3w62lKaGWoXjrUSUrSgqDoS_wzHkSimxBMg7-g2DV-hz21LxVv5J4_O8cLDGRzY609oxh0Kot9w/s2048/574047772_4132551790224626_8977118307027714221_n_FranziskaMitteregger_20251029.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2048&quot; data-original-width=&quot;2048&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjBlj5hgeE5w8VX1rql5ktZR1s-9Gm-GW21zR1sZM-ZXo5CQBQz91pUHrMfl0ddxmo9RrJRCSb94kQqdJfVRaMc_Q6BvOCJ00sOfUQZvl7js6y3w62lKaGWoXjrUSUrSgqDoS_wzHkSimxBMg7-g2DV-hz21LxVv5J4_O8cLDGRzY609oxh0Kot9w/s320/574047772_4132551790224626_8977118307027714221_n_FranziskaMitteregger_20251029.jpg&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;Bilder &amp;amp; Collage: Franziska Mitteregger&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;Mit dieser Herde hat sich der Schafbestand auf Weiacher Boden locker verzehnfacht. Bis in einigen Tagen die zugewiesenen Flächen abgeweidet sind und die Herde weiterzieht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;An der Statistik ändert das nichts. Denn der zivilrechtliche Wohnsitz dieser Gastarbeiter ist am Betriebsstandort der Wanderschäferei.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/temporare-explosion-der-weiacher.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjsD-KQyJgl8n6zpp89V2H-jLQ6e22v8JdaXjdsSFyjCXNAOrnk7ZFvmrXOp5iGQD-baWN_JRtDCDMJJ8quea-Tr1ETbeLq4EWQoEebukbOF1Wip88S_wcgeewhrBMXbFbMyhlw9NULcH6m1XdOqNdNj5I7mfyXXJWndr0sgbzcjrJPaHd697oIog/s72-w640-h496-c/Screenshot%202025-10-29%20214651.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-2130763888292321340</guid><pubDate>Mon, 27 Oct 2025 22:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-10-28T01:02:00.639+01:00</atom:updated><title>Der «Postrudi» in Pattesons Autobiographie</title><description>&lt;p&gt;In Weiach ist es teilweise noch heute der Brauch, dass Alteingesessene mit in traditioneller Weise entstandenen Zunamen bezeichnet werden, die vielen Einheimischen geläufig sind.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So beispielsweise der «Chüefer-Urs», mit bürgerlichem Namen Urs Schenkel, der im östlichen der beiden Aussiedlerhöfe auf der zur Kiesausbeutung vorbereiteten Ebene des Hasli wohnt. Vor der Aussiedlung war diese Familie an der Luppenstrasse 6 ansässig. Dort – so überliefern es mündliche und schriftliche Quellen – war die Küferwerkstatt von Jakob Schenkel eingerichtet. Deshalb sind diese Schenkel zwecks Abgrenzung von anderen Familien dieses Namen eben «s&#39; Chüefers».&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wer zur Familie gehört, hat den Namenszusatz&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach demselben Muster erhielt derjenige Zweig der Meierhofer, der während Generationen die Funktion des Weiacher Posthalters innehatte, einen entsprechenden Zusatz: «s&#39; Poschtmeierhofers».&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daher wurde der letzte Amtsinhaber dieser Dynastie, Walter Meierhofer, als «Poscht-Walti» bezeichnet (vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2023/02/weiacher-posthalter-familien-1842-2009.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1897&lt;/a&gt;). Das galt aber auch bei anderen Mitgliedern des Familienzweigs, selbst wenn sie selber überhaupt nichts mehr Postdienstleistungen zu tun hatten, wie die neu zugezogene Lehrerfamilie Hauser lernen musste.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ursi Hänni-Hauser schreibt dazu in einem Kommentar auf der Facebook-Gruppe &lt;i&gt;Du bisch vo Weiach, wenn...&lt;/i&gt;: «&lt;i&gt;Übrigens hatte ich als Kind anfänglich nicht verstanden, weshalb man den Bruder vom &quot;richtigen&quot; Pöstler Poscht-Ruedi nannte...&amp;nbsp; Beide Brüder sangen übrigens im Kirchenchor, zu dem ich aus bekannten Gründen direkte Drähte hatte...!&lt;/i&gt;» (&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/groups/1525118297586273/posts/5735972009834193/?comment_id=5736239926474068&amp;amp;__cft__[0]=AZUicE5N4cnNzGqywAvBKA40pnqUuAY6DRu43-qM7If56cRpW98rgd9W7-St9YzHZB5-kPmy2IRBL5N7X8gqNzLorpb6k8q3UNNyVcqdalbaPjx4hwwxql-tUYwzPmbK9C8jPU3FW7XvR6LOnB01vrgBnIRMmipWgYfXhYYIytXIvw&amp;amp;__tn__=R]-R&quot;&gt;13. Februar 2023, 17:39&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anna Wolf replizierte zwei Tage später mit: «&lt;i&gt;und männerchor 🥰🥰 gruss aus weych&lt;/i&gt;» (15. Februar 2023, 17:42)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Autobiographie von ennet dem grossen Teich&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rückblende in die Postkutschenzeit. Bei der damaligen Beliebtheit des Vornamens Ruedi kann es nicht verwundern, dass es Mitte des 19. Jahrhunderts gleich mehrere «&lt;i&gt;Poscht-Ruedi&lt;/i&gt;» gegeben hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In ihrer Autobiographie &lt;i&gt;When I was a girl in Switzerland&lt;/i&gt; schreibt Louise Patteson (geborene Luisa Griesser aus Weiach):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;My cousin Rudi, the postmaster’s son, was only a year older than I; but ever since I could remember he delivered the mail to our house; and I suppose to all the other villagers. He was commonly called the “Postrudi,” because it is customary there to designate people by their occupation or location, or both.&lt;/i&gt;» (Patteson, S. 13)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da Luisa im Jahr 1853 geboren wurde, muss Ruedi Meierhofer 1852 zur Welt gekommen sein. Sein Vater, der &lt;i&gt;postmaster&lt;/i&gt; vom 1. Juni 1852 bis 31. Dezember 1889 war, hiess ebenfalls Rudolf, was die Sache auch nicht einfacher machte, wenn man zwischen Briefausträger und Posthalter unterscheiden wollte. Es sei denn, man hätte den kindlichen Boten explizit als «&lt;i&gt;s&#39; Poschtruedis Ruedeli&lt;/i&gt;» bezeichnet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Humorvoller Sekundarlehrer mit strenger Strichliste&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ruedi und Louisa besuchten gemeinsam die Sekundarschule in Stadel, wo Lehrer Reichling mehrere Dutzend Schüler in einem einzigen Zimmer im Alten Schulhaus (vis-à-vis des VOLG) unterrichtete. An diesen Mann erinnert sich Patteson besonders gern:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;«&lt;i&gt;He had some patent expressions which were so humorous that when I first heard them I could hardly restrain myself from laughing, but they would lose their flavor in translation. He kept some sort of a blank in which were squares marked off for the pupils. For any severe misdemeanor a black mark called a “Strich” was traced in the square. Cousin Rudi was given many a Strich because he used to play so hard during the noon recess that he would come into school with his face red as a lobster.&lt;/i&gt;» (Patteson,&amp;nbsp; S. 204).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mit einem «&lt;i&gt;blank&lt;/i&gt;» oder&amp;nbsp;«&lt;i&gt;paperblank&lt;/i&gt;» ist ein Notizbuch gemeint. Der Begriff «&lt;i&gt;misdemeanor&lt;/i&gt;» wird umschrieben als «&lt;i&gt;an act that some people consider to be wrong or unacceptable&lt;/i&gt;».&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Worin das unakzeptable Verhalten dieses «&lt;i&gt;Poscht-Ruedi&lt;/i&gt;»&amp;nbsp;genau bestanden hat, darüber schweigt sich die Autorin aus. Und bislang weiss der Verfasser dieser Zeilen auch nichts Näheres über seinen weiteren Lebensweg.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Quelle und Literatur&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;S. Louise Patteson: When I Was a Girl In Switzerland. Lothrop, Lee &amp;amp; Shepard Co.,&amp;nbsp;Boston 1921 [Elektronische Fassungen auf archive.org:&amp;nbsp;&lt;u&gt;&lt;a href=&quot;https://ia800902.us.archive.org/29/items/wheniwasgirlinsw00patt/wheniwasgirlinsw00patt.pdf&quot;&gt;PDF, 11 MB&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://archive.org/details/travel-landspeoplesworl-00tayl-4/travel%20wheniwasgirlinsw00patt/page/204/mode/2up?q=Rudi&quot;&gt;weiteres Exemplar&lt;/a&gt;] – S. 13 &amp;amp; 204.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.:&amp;nbsp;Weiacher Postkutschenromantik aus erster Hand. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2020/05/weiacher-postkutschenromantik-aus.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1509&lt;/a&gt;, 17. Mai 2020.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: Weiacher Posthalter-Familien (1842-2009).&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2023/02/weiacher-posthalter-familien-1842-2009.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1897&lt;/a&gt;, 13. Februar 2023.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/der-postrudi-in-pattesons-autobiographie.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-9063055499050587519</guid><pubDate>Sat, 25 Oct 2025 13:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-02-18T10:19:44.957+01:00</atom:updated><title>Der «Sängerverein in Weiach». Ein Lebenszeichen von 1843</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjdcLZApHaNP2Es0rUybCkvl2FOfyhpnMciav3aiWxz43fhIt7kwcylAXxPAGVTMYch0Fcrl3PoUcO0DenjhsPgl8pb9IDqp1jhvk-iydtYR-Rt8FzV2GVug9hfNIWDmYo_cvdcN3cjVSUV2z63TWADgOs3sEep2whM7oyVb9xwAzLJTQI6jU1-zQ/s739/Screenshot%202025-10-25%20002927.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;592&quot; data-original-width=&quot;739&quot; height=&quot;256&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjdcLZApHaNP2Es0rUybCkvl2FOfyhpnMciav3aiWxz43fhIt7kwcylAXxPAGVTMYch0Fcrl3PoUcO0DenjhsPgl8pb9IDqp1jhvk-iydtYR-Rt8FzV2GVug9hfNIWDmYo_cvdcN3cjVSUV2z63TWADgOs3sEep2whM7oyVb9xwAzLJTQI6jU1-zQ/s320/Screenshot%202025-10-25%20002927.png&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;«&lt;i&gt;Den ansehnlichen, freiwilligen Beitrag an die durch das Bezirkssängerfest verursachten Kosten verdankt dem edeln, unbekannt sein wollenden Geber höflich -- Der Sängerverein in Weiach.&lt;/i&gt;»&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses kleine Inserat in der Winterthurer Zeitung «Der Landbote», dem seit März 1836 jeweils am Donnerstag erscheinenden ersten Periodikum, das auch im Zürcher Unterland und Weinland gelesen wurde, kommt zwar unscheinbar daher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus lokalhistorischer Perspektive ist es jedoch eine kleine Sensation. Denn hier bekommen wir den bisher ältesten, vom Verfasser dieser Zeilen gefundenen Beleg vor Augen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er beweist, dass es auch vor dem auf der seidenen Fahne des Gesangvereins Weiach verewigten Jahr 1860 schon organisierte Sängeraktivitäten abseits der kirchlichen Strukturen gegeben hat.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;In der Kirche lernten die Männer singen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die obligatorische Singschule in der Kirche für ältere männliche Jugendliche im Rahmen der «Repetirschule» nach den Alltagsschuljahren, ist als sog. «Nachtschule» bereits in der Schulumfrage 1771/72 belegt (vgl. Anmerkung 4 zu Maurer 1966).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu vermuten ist, dass der genannte Weiacher Sängerverein schon einige Jahre zuvor gegründet worden ist (wie viele andere Gesangsvereine in Mitteleuropa) und über eine nicht allzu kleine Anzahl Mitglieder und ausreichenden Rückhalt in der Gemeinde verfügte. Die Ausrichtung eines Bezirkssängerfestes war schliesslich auch damals schon organisatorisch keine Kleinigkeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu vermuten ist weiter, dass der damals in seiner Kirchgemeinde Fuss fassende Pfarrer Hans Konrad Hirzel für dieses Sängerfest tatkräftig seinen Beitrag leistete. Zeitungsberichte, die ein Benefizkonzert in Kaiserstuhl Ende Januar 1845 belegen, sprechen für eine führende Rolle seiner Person in Sängerkreisen auch über die Kantonsgrenze hinaus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quelle und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;Normal&quot;&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Anzeige Nr. 1664. In: Der Landbote (Winterthur), Nro. 46, 16. November 1843, &lt;a href=&quot;https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=DLB18431116-01.2.10.1&quot;&gt;S. 4&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Maurer, E.:&amp;nbsp;Eine neue Orgel für die Kirche Weiach. Herausgegeben von der Evang.-ref. Kirchenpflege Weiach. Weiach 1966. Neu paginierter Originaltext. Mit Anmerkungen von Ulrich Brandenberger. Stand: Dezember 2024; &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.ch/wp-content/uploads/2025/02/Maurer_NeueOrgel_202412.pdf&quot;&gt;PDF, 996 KB&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: Alter der Fahne oder Jahr der Vereinsgründung?&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://weiachergeschichten.blogspot.com/2010/03/alter-der-fahne-oder-jahr-der.html   &quot;&gt;WeiachBlog Nr.&amp;nbsp;792&lt;/a&gt;, 13. März 2010.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.:&amp;nbsp;Weiacher Fahnen mit Turnerkreuz, Armbrust und Lyra.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2019/12/weiacher-fahnen-mit-turnerkreuz.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1432&lt;/a&gt;, 4. Dezember 2019.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.:&amp;nbsp;Zur Jahrzahl 1860 auf der Fahne des Gesangvereins Weiach. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2021/10/zur-jahrzahl-1860-auf-der-fahne-des.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1759&lt;/a&gt;, 7. Oktober 2021.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.:&amp;nbsp;Pfarrer J. C. Hirzel: Kinder, Landwirtschaft und edle Tonkunst. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2024/07/pfarrer-j-c-hirzel-kinder.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2127&lt;/a&gt;, 3. Juli 2024.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/der-sangerverein-in-weiach-ein.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjdcLZApHaNP2Es0rUybCkvl2FOfyhpnMciav3aiWxz43fhIt7kwcylAXxPAGVTMYch0Fcrl3PoUcO0DenjhsPgl8pb9IDqp1jhvk-iydtYR-Rt8FzV2GVug9hfNIWDmYo_cvdcN3cjVSUV2z63TWADgOs3sEep2whM7oyVb9xwAzLJTQI6jU1-zQ/s72-c/Screenshot%202025-10-25%20002927.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1160455940061523417</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2025 13:01:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-10-13T15:41:20.054+02:00</atom:updated><title>Dendrodatiert auf 1240? Die ältesten Holzbalken in Weiach</title><description>Ist Weiach im Jahre 1271 gegründet worden? Nein, die Siedlung im heutigen Ortskern ist älter. Aber um wie viel älter? &lt;span&gt;Das einzige, was wir sicher wissen: Sie hat in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bereits existiert. Und an der Stelle, wo heute das Oberdorf liegt, standen Gebäude.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span&gt;Nun wird man vielleicht einwenden, da gebe es doch noch einen älteren Beleg aus dem Oberdorf.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Richtig, den gibt es, wie dem dritten Band der Reihe Bauernhäuser des Kantons Zürich zu entnehmen ist: «&lt;i&gt;Möglicherweise geht der von 1240d datierte Keller im 1647 gebauten Vielzweckbauernhaus auf ein Nebengebäude des Brandhofes, auf den Speicher oder die Trotte, zurück.&lt;/i&gt;» (Hermann 1997)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Wiederverwendet, oder nicht?&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das «d» nach der Jahrzahl weist auf eine Dendrodatierung hin. In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre wurden die Deckenbalken im Keller des Bauernhauses Oberdorfstrasse 27 beprobt und datiert [s. Bericht Laboratoire Romand de Dendrochronologie (LRD), Moudon vom 31. August 1988 (N/Réf. LRD8/R1987C)]&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die aus ortsgeschichtlicher Sicht entscheidende Frage ist: In situ? Zeigen die datierten Balken offensichtlich nachträgliche Bearbeitungsspuren, stammen also ursprünglich aus einem anderen Bau und sind hier wiederverwendet worden? Oder sind sie seit ihrer Entnahme aus dem Wald und der initialen Bearbeitung durch die Zimmerleute an ihrem heutigen Standort verbaut worden und seither unverändert in dieser Lage verblieben? [Zur Frage nach Fälljahr und Baujahr, vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2019/04/von-falldaten-und-baujahren.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1393&lt;/a&gt;].&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dr. Roland Böhmer, stellvertretender Leiter Dokumentation der Kantonalen Denkmalpflege Zürich, konnte auf Anfrage von WeiachBlog auch nicht mit Sicherheit sagen, was zutrifft. Dazu müsse man genau hinschauen, insbesondere auch die Bauweise der Mauern beurteilen, in welche die beprobten Balken eingelassen sind. Denn es gebe Unterschiede in der Art und Weise, wie Mauern über die Jahrhunderte hinweg in der Regel erstellt wurden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Viele Möglichkeiten hat man derzeit auch vor Ort kaum. Denn wie von der Hauseigentümerin, Regina Haegi, in Erfahrung zu bringen war, sind zwar die Mauern zugänglich und auch nicht verputzt. Die meisten Balken hingegen sind hinter einer Schicht Isolationsmaterial verborgen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;In situ, sagt die Bauernhausforschung&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nach der Analyse des Dendrodatierungsberichts des LRD kam die Zürcher Bauernhausforschung am 14. August 1989 zu folgendem Schluss:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;«&lt;i&gt;Weiach, Vielzweckbau Vers.Nr. 287, Haus Hägi&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Ergänzungen zur Baugeschichte (nach Dendro)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;- Der strassenseitige Teil des nördlichen Kellers datiert von 1240 (4 Deckenbalken datiert). Auch das Mauergefüge der Nord- und Südwand dürften aus dieser Zeitepoche stammen. Auf der Nordseite endet das primäre Mauerwerk mit einem Mauerabsatz.&lt;/i&gt;»&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Böhmer dazu am 14. Januar 2022:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;«&lt;i&gt;Isabell Hermann gelangte zum Schluss, dass Teile des Mauerwerks des Kellers und die Deckenbalken zusammengehören.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;So im Bauernhausband S. 274: &quot;Möglicherweise geht der 1240d datierte Keller im 1647 gebauten Vielzweckbauernhaus auf ein Nebengebäude des Brandhofes, auf den Speicher oder die Trotte, zurück.&quot;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Auch aus den Unterlagen zum Band, die ich für Sie gescannt habe, geht dies deutlich hervor. Hermann &lt;b&gt;beobachtete sowohl in der Vertikalen wie in der Horizontalen Absätze im Mauerwerk&lt;/b&gt; und folgerte daraus, der Raumteil mit den Deckenbalken um 1240d sei ein älteres Gebäude, das 1647 in das Vielzweckbauernhaus integriert wurde. &lt;/i&gt;[Auszeichnung: Red. WeiachBlog]&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Wichtig: Die Dendrodatierung lieferte mangels Waldkante nicht exakt das Jahr 1240, sondern folgendes Ergebnis: &quot;pas antérieure à 1228, aux environs de 1240&quot;.&lt;/i&gt;»&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Was steht im LRD-Bericht genau drin?&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die eichenen Deckenbalken im Kellergeschoss der Oberdorfstr. 27 sind also laut dem Laboratoire Romand de Dendrochronologie&amp;nbsp;nicht vor 1228 geschlagen worden. Wir haben damit dendrochronologisch den Hinweis, dass es das heutige Weiach schon vor 1250 gegeben hat.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die massgebende Stelle im Bericht des LRD zeigt, dass sich die Datierung auf vier Proben abstützt:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/a/AVvXsEht7bn9Wxss7QtsEPP0hRwrmvcM2nNztBbnDjz7vcfnsZwrVTrY7_qg7mEL5oJ7p3V6VTBnrBxvDR7sKBPrzvbH1q4qcCkx3C67zjAnfAPYHf-ix3x51B6Kqf5hd3Y6eCGvhlcFaSxs5uXfx79gYB31Fa3zdzVEU039maknp4H8vrEKJZ_1qns=s535&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;213&quot; data-original-width=&quot;535&quot; height=&quot;254&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/a/AVvXsEht7bn9Wxss7QtsEPP0hRwrmvcM2nNztBbnDjz7vcfnsZwrVTrY7_qg7mEL5oJ7p3V6VTBnrBxvDR7sKBPrzvbH1q4qcCkx3C67zjAnfAPYHf-ix3x51B6Kqf5hd3Y6eCGvhlcFaSxs5uXfx79gYB31Fa3zdzVEU039maknp4H8vrEKJZ_1qns=w640-h254&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Fehlende Waldkante und das Problem der Splintholzdatierung&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Hölzer sind, so kann man auf der Website &lt;i&gt;Prähistorische Archäologie&lt;/i&gt; nachlesen, «&lt;i&gt;in der Regel bearbeitet worden, zum Beispiel um in Baustrukturen eingesetzt werden zu können oder um aus ihnen Gegenstände herzustellen, die für den alltäglichen Bedarf eingesetzt wurden.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Mit jedem Bearbeitungsschritt werden den Hölzern allerdings mehr und mehr der äußeren Jahrringe entfernt. Durch das Entfernen der Baumrinde und der äußeren Jahrringe kann nicht mehr festgestellt werden, wann ein Baum gefällt wurde. Je mehr Jahrringe fehlen, desto „älter“ wird eine Probe.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;[...]&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Wenn eine Probe exakt datiert und tatsächlich das Jahr der Baumfällung angegeben werden soll, setzt dies das Vorhandensein der sogenannten Waldkante voraus. Gemeint ist hiermit der letzte Jahrring unter der Baumrinde. Hat sich an einer Probe tatsächlich noch ein Rest der Baumrinde erhalten können, so kann diese exakt datiert werden.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Darüber hinaus wird zwischen einer Splintgrenzendatierung und einer Kernholzdatierung unterschieden. Als Splintholz wird der äußere Bereich eines Baumstammes unter der Rinde bezeichnet, der sich noch im Wachstum befindet. Im Kern eines Baumstammes befindet sich hingegen das sogenannte Kernholz. Dieses Holz ist physiologisch nicht mehr aktiv und häufig dunkler als das jüngere Splintholz.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Mikroskopisch lässt sich feststellen, ob eine Probe aus Kern- oder Splintholz besteht, wenn nicht sogar beide Bereiche erhalten sind. Wenn einmal festgestellt wurde, dass eine Probe tatsächlich Splintholz aufweist, kann mit der Hilfe dieser Information der Datierungsspielraum eingeschränkt werden. So ist beispielsweise bekannt, dass bei einer hunderjährigen &lt;/i&gt;[sic!] &lt;i&gt;Eiche das Splintholz im Durchschnitt 20 Jahrringe umfasst. Kernholzdatierungen hingegen können nur einen terminus postquem angeben, das heißt den frühesten möglichen Zeitpunkt der Baumfällung.&lt;/i&gt;» (Miera 2020)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Irgendwo zwischen 1237 und 1243&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;So einen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Terminus_ante_quem&quot;&gt;Terminus post quem&lt;/a&gt; hat das LRD 1988 im Falle dieser Deckenbalken mit der Angabe «&lt;i&gt;pas antérieure à 1228&lt;/i&gt;» auch festgehalten. Vor diesem Jahr kann der Keller also nicht entstanden sein. Zumindest nicht in dem Sinne, dass die Deckenbalken eingesetzt wurden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und was bedeutet jetzt «&lt;i&gt;aux environs de 1240&lt;/i&gt;»? Der damals vor bald 40 Jahren an Probenahme und Analyse beteiligte LRD-Mitarbeiter Hurni hat WeiachBlog telefonisch bestätigt, dass an diesen Balken die Waldkante fehlt und auch gewisse Teile des Splintholzes, sodass man keine jahresgenaue Datierung vornehmen könne, aber von einem Schlagjahr zwischen etwa 1237 und 1243 ausgehen dürfe.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es lässt sich festhalten, dass diese Balkenlage derzeit das älteste auf ein paar wenige Jahre eingeschränkt datierbare, fix mit dem Boden verbundene Objekt auf Gemeindegebiet darstellt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Ein wenig älter als die Städtchen Eglisau und Kaiserstuhl&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Eichenbalken sind so alt, dass sie aus der Zeit der Gründung des Städtchens&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000043/2015-11-17/&quot;&gt;Eglisau&lt;/a&gt; und der Errichtung der dortigen Rheinbrücke durch die Herren von Tengen stammen (zw. 1238 und 1253), bzw. rund 15 Jahre älter als die Stadtgründung von &lt;a href=&quot;https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001836/2020-08-18/&quot;&gt;Kaiserstuhl&lt;/a&gt;&amp;nbsp;(ca. 1254/55), wo es ebenfalls bereits zu diesem Zeitpunkt eine Konkurrenzbrücke gegeben haben könnte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Urkundlich nachweisbar ist die Eglisauer Brücke auf 1249. Die Kaiserstuhler Brücke wird hingegen erst im Jahre 1294 erwähnt, als der Fürstbischof von Konstanz die Stadt und das auf dem Nordufer gelegene Schloss Rötteln gekauft hat.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Quellen und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Orcel, Ch.; Orcel, A.; Hurni, J.-P.: Analyse dendrochronologique de bois provenant de la maison Egle - Haeggi à Weiach (ZH). N/Réf. LRD8/R1987C (Laboratoire Roman de Dendrochronologie; Auftraggeber Dr. Ch. Renfer, Leiter Bauberatung Denkmalpflege Zürich). Moudon, 31. August 1988. Handschriftliche Vermerke auf dem Expl. der Denkmalpflege: «Wohnhaus (ehem. Bauernhaus) Vers.-Nr. 287. Oberdorfstrasse 27-29».&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dokumentation BHF (Bauernhausforschung des Kantons Zürich) 1987-1995. [Archiv der Kantonalen Denkmalpflege Zürich]&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Hermann, I. (Hrsg.): Die Bauernhäuser des Kantons Zürich, Bd. 3. Basel 1997 – S. 274.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Miera, J.: Probleme dendrochronologischer Datierungen. Kapitel in: Die Dendrochronologie. &lt;a href=&quot;https://www.praehistorische-archaeologie.de/wissen/datierung/dendrochronologie/&quot;&gt;Prähistorische Archäologie. Wissen - Datierung - Dendrochronologie&lt;/a&gt;. Abgerufen 14.8.2022 u. 13.10.2025.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Telefonische Abklärungen mit Dr. Roland Böhmer, Regina Haegi und Jean-Pierre Hurni vom 12. bis 14. Januar 2022.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Böhmer, R.: E-mail «Weiach, Vers. NR. 287» vom 14. Januar 2022 an Wiachiana-Verlag.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/dendrodatiert-auf-1240-die-altesten.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/a/AVvXsEht7bn9Wxss7QtsEPP0hRwrmvcM2nNztBbnDjz7vcfnsZwrVTrY7_qg7mEL5oJ7p3V6VTBnrBxvDR7sKBPrzvbH1q4qcCkx3C67zjAnfAPYHf-ix3x51B6Kqf5hd3Y6eCGvhlcFaSxs5uXfx79gYB31Fa3zdzVEU039maknp4H8vrEKJZ_1qns=s72-w640-h254-c" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-3638930938018325523</guid><pubDate>Sat, 11 Oct 2025 21:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-10-27T17:07:21.393+01:00</atom:updated><title>Woher kam die Angst der Weiacher vor dem 9. des Monats?</title><description>&lt;p&gt;Am vergangenen Wochenende hatte das Weiacher Ortsmuseum für die traditionelle grosse Herbstausstellung seine Türen und Tore geöffnet (vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/historische-gewerbeschau-begleitet-von.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2292&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Teil der Ausstellung bildete auf dem Tennboden im Ökonomieteil eine Schautafel über die Landwirtschaft, die als Hauptabnehmerin eng mit etlichen der vorgestellten Gewerbebetriebe verbunden war. Die angehefteten sechs Textseiten wurden vor über 20 Jahren von alt Gemeindepräsident Ernst Baumgartner-Brennwald (1920-2008; whft. gew. Oberdorfstr. 26) verfasst.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhWQsxMzYQgFNKBDxKRV2RSeFYrDmbNAKLFX43iv_9Z7cyedPopfpyUIgpqGN_VRcvr0rVnnYCcTvC_hZLINK9hsehMaNs4Dlp1p9cApLVjLwCyPPkjEuArG3Dy6UqOEA75xyh_E2RBe7Vc_Sd2i40O4Nldh79vsnvvmHz4QTVp95luHNAQy4fBiQ/s2048/556972062_1235695818585977_5636287343091485482_n.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2048&quot; data-original-width=&quot;1536&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhWQsxMzYQgFNKBDxKRV2RSeFYrDmbNAKLFX43iv_9Z7cyedPopfpyUIgpqGN_VRcvr0rVnnYCcTvC_hZLINK9hsehMaNs4Dlp1p9cApLVjLwCyPPkjEuArG3Dy6UqOEA75xyh_E2RBe7Vc_Sd2i40O4Nldh79vsnvvmHz4QTVp95luHNAQy4fBiQ/s320/556972062_1235695818585977_5636287343091485482_n.jpg&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Die Schautafel Landwirtschaft auf dem Tennboden&lt;br /&gt;(Foto: Ortsmuseumskommission, Facebook)&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;p&gt;Nachstehend die Aufzeichnungen auf dem sechsten Blatt, das sich auf die dramatischen Ereignisse im Herbst 1944 bezieht. Wie bei vielen Erinnerungen, die nach Jahrzehnten aus dem Gedächtnis zu Papier gebracht werden, spielt dieses auch Ernst dann doch ein paar chronologische Streiche, wie nachstehend dargelegt wird.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;WeiachBlog_C_Text&quot;&gt;«&lt;i&gt;Am 9. September 1943&lt;/i&gt; [recte: 9. Oktober 1944] &lt;i&gt;war ich an der Delegiertenversammlung der Jungen Kirche in Basel. Plötzlich donnerten Jagdflugzeuge über die Stadt und Wasseralarm wurde ausgelöst, denn das Kemser-Kraftwerk war bombardiert worden.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;WeiachBlog_C_Text&quot;&gt;Der alliierte Fliegerangriff auf das Stauwehr Kembs-Märkt ereignete sich am frühen Abend des 7. Oktober 1944. Vgl. die Ausführungen im letzten Abschnitt dieses Artikels.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;WeiachBlog_C_Text&quot;&gt;&lt;b&gt;Ernst (24) war Augenzeuge des Fliegerangriffs auf den fahrenden Zug&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;WeiachBlog_C_Text&quot;&gt;Dann schildert Baumgartner-Brennwald den von etlichen Weiacher Augenzeugen (u.a. Mina Moser) überlieferten Angriff auf einen Richtung Eglisau fahrenden Zug nördlich des Weiacher Dorfkerns am 9. September 1944 (vgl. Literaturliste unten):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Am 9. Oktober &lt;/i&gt;[recte: September]&lt;i&gt; war unsere Fami&lt;/i&gt;[l]&lt;i&gt;ie nahe der Bahnlinie mit «kartoffeln» beschäftigt. Sturzflugartig kamen kurz nach 12 Uhr amerikanische Jagdflugzeuge mit Maschinengewehr-Geknatter herunter. Im ersten Moment glaubten wir, es gelte uns. Aber da sahen wir den Güterzug kommen und aus dessen Dampflokomotive zischend der Dampf entwich. In der Annahme&lt;/i&gt;[,] &lt;i&gt;dass dort Personal verletzt worden sind, eilte ich dem Zug entgegen. Plötzlich ertönten wieder Maschinengewehrgeknatter. Die Jagdflugzeuge hatten eine Schleife gezogen und kamen über das «Güllefass» (Gebiet Fasnachtfluh) herab, und beschossen den Zug seitwärts. Ich hatte mich erschrocken in eine Kartoffelfurche gelegt, und sprang erst weiter&lt;/i&gt;[,] &lt;i&gt;als ich sicher war&lt;/i&gt;[,] &lt;i&gt;dass die Angreifer fort waren. Bei der Lokomotive lag an der Böschung der Heizer mit blutendem Oberarm. Der Lokführer schickte mich mit weiteren Herbeigeeilten in den Gepäckwagen. Dort lag der Zugführer mit einer handgrossen offenen Bauchwunde. Er konnte uns die Weisung geben&lt;/i&gt;[,] &lt;i&gt;dass an der Decke eine Tragbahre hänge. Mittlerweile waren aus dem Dorf Sanitätsoldaten zur Hilfe eingetroffen. Die Verletzten konnten nach langer Zeit als geheilt erklärt werden.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus dieser detaillierten Beschreibung, der wir hohe Authentizität beimessen dürfen (immerhin war Ernst Baumgartner als Soldat darauf trainiert, Gefechtssituationen zu erfassen), geht u.a. hervor, wie die Jagdpiloten vorgegangen sind. Vom Rafzerfeld her kommend – wo sie bei Rafz bereits einen anderen Güterzug attackiert hatten – stachen sie auch auf diesen Zug hinunter, feuerten eine Salve ab, zogen ihre Maschinen dann wieder hoch und gelangten in einer weiten Linkskurve über den Sanzenberg, Haggenberg und Stein in die rechte Flanke der jäh gestoppten Komposition. Das zeigt der Hinweis mit dem Flurnamen &lt;i&gt;Güllefass&lt;/i&gt; deutlich. Als «s Güllefass» wird laut dem blauen Büechli von Zollinger (im Volksmund nach dem Rückentitel sog. «Chronik» 1972/84) die «Felspartie
zwischen Wörndel und Fasnachtflue» bezeichnet, was exakt zur Endposition des angegriffenen Zuges vor der Höh passt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Im Zürcher Hauptbahnhof umgeleitet&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den nächsten Fliegerangriff in unmittelbarer Nähe von Weiach erlebte Ernst zwar in Uniform, jedoch nicht als Augenzeuge. Er war gerade auf der Heimfahrt aus dem Dienst:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;«&lt;i&gt;Am 9. November 1944 wurde ich nach einem Ablösungsdienst mit dem Bat. 64 entlassen. Im HB Zürich stürmte ein Bahnangestellter in den abfahrbereiten Zug und rief:&amp;nbsp;«Militär nach Weiach rasch aussteigen».&amp;nbsp;Unserer Sechs gelang dies mit Sack und Pack und der Zug fuhr ab. Niemand konnte uns mit der Weisung&lt;/i&gt;[,]&lt;i&gt; dass wir via Baden&lt;/i&gt;–&lt;i&gt;Koblen&lt;/i&gt;[z]–&lt;i&gt;Zurzach&lt;/i&gt;–&lt;i&gt;Weiach ohne Erk&lt;/i&gt;[l]&lt;i&gt;ärung heimfahren sollen. Erst in Koblenz wurde uns bekannt&lt;/i&gt;[,] &lt;i&gt;dass amerikanische Bomber wahrscheinlich das Kraftwerk Rheinsfelden angreifen wollten und dabei die Eisenbahnbrücke sehr stark beschädigten und umliegende Gebäude zerstörten.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der erwähnte Bahnangestellte hatte also lediglich den Auftrag erhalten, Fahrgäste nach Weiach über den Aargau umzuleiten. Man darf annehmen, dass dieser Aufruf im Zug relativ kurz nach dem Angriff auf das Kraftwerk (zwischen 11:35 und 11:45 an diesem Donnerstag, 9.11.1944) erfolgt ist (vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2021/01/wie-wenn-spaghetti-vom-himmel-fallen.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1617&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Dienst beim &lt;a href=&quot;https://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=497021&quot;&gt;Füsilierbataillon 64&lt;/a&gt; zusammen mit fünf weiteren jungen Weiachern ist eine Folge der damals noch kantonal organisierten Infanterieverbände. Das «Bat. 64» war traditionell seit der Truppenreorganisation 1875 der Auszugsverband, in dem die Weiacher Füsiliere nach der RS in der Regel eingeteilt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ernsts abschliessendes Fazit: «&lt;i&gt;Drei Monate hintereinander, immer am 9. des Monates, solche Erlebnisse zu erfahren, hat mir eine richtige Angst auf den 9. eingeflösst.&lt;/i&gt;»&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiVBF49EEahp0E1PdrvWOKy9nQb2bjp3fTUR_tYcho4LhKbRbG-z3tM0xYLj610IcjdOwLVJoFmssw9eb-_rTVU5BVHWHZ4XR0ewgaSqyrU15kE5DqmxqtdkLmF0LurpeooiunPchmamqhsKiRBuWN1qmWgAUd_lzo0dinqTfJps5yZkRXSJagxVw/s442/Screenshot%202025-10-11%20125601.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;146&quot; data-original-width=&quot;442&quot; height=&quot;133&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiVBF49EEahp0E1PdrvWOKy9nQb2bjp3fTUR_tYcho4LhKbRbG-z3tM0xYLj610IcjdOwLVJoFmssw9eb-_rTVU5BVHWHZ4XR0ewgaSqyrU15kE5DqmxqtdkLmF0LurpeooiunPchmamqhsKiRBuWN1qmWgAUd_lzo0dinqTfJps5yZkRXSJagxVw/w400-h133/Screenshot%202025-10-11%20125601.png&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;Handschriftlicher Vermerk des Präsidenten der Ortsmuseumskommission, &lt;br /&gt;Hans Rutschmann, zur Herkunft der zitierten Notizen (S. 6 unten).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Bombardments direkt vor den Toren der Stadt Basel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist durchaus möglich, dass am 9. Oktober 1944 Jagdflugzeuge über die Stadt Basel donnerten (wie Baumgartner-Brennwald schreibt). Der geschilderte Angriff auf die Stauanlagen im Rhein unmittelbar nördlich der Stadt erfolgte allerdings wenige Stunden zuvor und die Angst, es könnten rheinaufwärts oberhalb Basel weitere Stauwehre angegriffen werden, stand im Raum, weshalb auch der Wasseralarm plausibel ist. Am Abend des 7. Oktober 1944 hatten die Basler nämlich eine eindrückliche Demonstration der Wucht der damaligen Luftkriegsführung erlebt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schlenker (s. Literatur) berichtet, die Explosion von Munition in einem von der deutschen Flak abgeschossenen Lancaster-Bomber (abgestürzt im Raum Efringen-Kirchen) habe eine derart heftige Druckwelle entwickelt, dass in der Stadt Basel (mehr als 5 Kilometer entfernt!) mehrere Schaufensterscheiben und weitere Fenster barsten. Luftschutzsoldaten, die im Hafen Kleinhüningen Dienst taten, seien zu Boden geworfen worden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Pegel des Rheins sank durch die Zerstörung des Wehrs Kembs-Märkt mittels 6-Tonnen-Bomben «Tallboy» innert rund zweieinhalb Stunden um mehr als dreieinhalb Meter, auch die Hafenbecken entleerten sich sogartig, wodurch etliche Schiffe im Hafen Kleinhüningen, die nicht mehr rechtzeitig in tieferes Wasser gelangen konnten, auf Grund sassen (vgl. die Bilder im ausführlichen Beitrag von Schlenker).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Circa 200 Meter nördlich vom Dreiländerpunkt (und damit dem Rheinhafen Basel-Kleinhüningen) entfernt querte die sog. &lt;i&gt;Hüninger Schiffbrücke&lt;/i&gt; den Rhein. Sie wurde am 20. Oktober 1944 durch amerikanische Brandbomben zerstört. Ab 1947 erfolgte der Übergang durch eine Autofähre, bis 1979 flussabwärts die&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Palmrainbr%C3%BCcke&quot;&gt;Palmrainbrücke&lt;/a&gt;&amp;nbsp;eröffnet wurde. Erst seit 2007 steht an dieser Stelle wieder eine – allerdings nur für Velofahrer und Fussgänger bestimmte – Brücke, die&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dreil%C3%A4nderbr%C3%BCcke&quot;&gt;Passerelle des Trois Pays&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quelle und Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;li&gt;Baumgartner-Brennwald, E.: Mosaik von Erlebnissen, Typoskript 2 Seiten, terminus ante quem Herbst 2003. Archiv des Ortsmuseums Weiach, ohne Signatur.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: Amerikanische «Luftgangster»? 9. September 1944: US-Luftwaffe beschiesst Güterzüge bei Rafz und Weiach. &lt;a href=&quot;http://weiachergeschichten.ch/wp-content/uploads/2009/12/041-Gueterzugbeschossen-1944-GAusg.pdf&quot;&gt;Weiacher Geschichte(n) Nr. 41&lt;/a&gt;. In: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, April 2003 – S. 11-16.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schlumberger, A.: Die Bombardierung des Stauwehrs des Kraftwerkes Kembs. In: Schweizer Soldat, Bd. 82 (2007), H. 3, S. 35.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://doi.org/10.5169/seals-716347&quot;&gt;https://doi.org/10.5169/seals-716347&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Kron, B.: Als die US-Luftwaffe Weiach beschoss. Geschichte und Geschichten aus dem Unterland. In: Tages-Anzeiger Unterland, 21. August 2008 – S. 54.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.:&amp;nbsp;«Wie wenn Spaghetti vom Himmel fallen würden». &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2021/01/wie-wenn-spaghetti-vom-himmel-fallen.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1617&lt;/a&gt;, 1. Januar 2021.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schlenker, P.:&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://raf.durham-light-infantry.ch/index.php/4-raf-durham/history/47-bomberangriff-auf-das-stauwehr-bei-kembs-f-7-oktober-1944&quot;&gt;Bomberangriff auf das Stauwehr Märkt D - Kembs F&amp;nbsp; 7. Oktober 1944&lt;/a&gt;. In: The Royal Air Force over Switzerland 1940-45. Website https://raf.durham-light-infantry.ch&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brandenberger, U.: «Amerikanische Luftgangster», revisited. Zum 80. Jahrestag.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2024/09/amerikanische-luftgangster-revisited.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2167&lt;/a&gt;, 9. September 2024.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/woher-kam-die-angst-der-weiacher-vor.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhWQsxMzYQgFNKBDxKRV2RSeFYrDmbNAKLFX43iv_9Z7cyedPopfpyUIgpqGN_VRcvr0rVnnYCcTvC_hZLINK9hsehMaNs4Dlp1p9cApLVjLwCyPPkjEuArG3Dy6UqOEA75xyh_E2RBe7Vc_Sd2i40O4Nldh79vsnvvmHz4QTVp95luHNAQy4fBiQ/s72-c/556972062_1235695818585977_5636287343091485482_n.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-1215985445374467607</guid><pubDate>Sun, 05 Oct 2025 21:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-10-06T20:39:12.501+02:00</atom:updated><title>Willis Dokumentation belebt historische Gewerbeschau</title><description>&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das Weiacher Gewerbe im Wandel der Zeit&lt;/i&gt;. So lautete der Titel der diesjährigen Ausstellung im Ortsmuseum Weiach, die an diesem Wochenende, 4. &amp;amp; 5. Oktober 2025, dem Publikum offenstand.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Ortsmuseumskommission unter Leitung von Bruno Koller hat wieder einmal eine hervorragende Wechselausstellung in das Weycher Bijou am Müliweg 1 hineingezaubert.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dokumente, Handwerksgegenstände und Bilder stellen zu Gruppen geordnet die vielfältigen gewerblichen Tätigkeiten dar. Sie alle bezeugen, dass Weiach nie nur ein reines Bauerndorf gewesen ist. Das nachstehende Bilderkaleidoskop kann zwar lediglich einen kleinen Eindruck vermitteln.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es soll aber vor allem daran erinnern, welch grossen Anteil Willi Baumgartner-Thut (95; nachstehendes Bild) an der Kuratierung hatte.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiG08UYHKiMJQZqclns9hrFkV-fq89wjR609H4Di4Ydb6-Xp6Kg71IbOyET4RqiEchiJUY8zMmBsqZVTcpv1bhhCRsfVYHxjfpTwqzLlPLJSkGPrOIIOECyRsfI2yS_8RzWnCXH0ilxI8e7lFr5othqsfbWua6z7NuOOJB0-zkPDeYMHKEXax1uGw/s3264/IMG_20251005_160748.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiG08UYHKiMJQZqclns9hrFkV-fq89wjR609H4Di4Ydb6-Xp6Kg71IbOyET4RqiEchiJUY8zMmBsqZVTcpv1bhhCRsfVYHxjfpTwqzLlPLJSkGPrOIIOECyRsfI2yS_8RzWnCXH0ilxI8e7lFr5othqsfbWua6z7NuOOJB0-zkPDeYMHKEXax1uGw/w640-h480/IMG_20251005_160748.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Auf einem Tisch im westlichen der beiden Wechselausstellungszimmer (beide im Obergeschoss) sowie in der gastlichen Stube im Erdgeschoss lag eine rund 60 Seiten starke Dokumentation zum Weiacher Gewerbe (Zeigetaschen in blauem Ringbuch), die Willi nicht zuletzt dank seiner viele Jahrzehnte zurückreichenden Erinnerungen zusammengestellt hat:&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEioa1UKKorK4BXbRYa6ACxQuBJzRijCdZaWtDmNkpUfxLSqG1kIUBR_2C5nYH_ya9RwNW1wjkcy8L22UTqtnMUGphSsqXvrshRPcFvtUYY3L9lIPVWYfJqRyy_M-5Z2fWzdHObTM-954ln-C3OHttbX6ibV-Kmt0FO0rxo1oTT4hyphenhyphen82Brf_cmgw6Q/s3264/IMG_20251005_160157.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEioa1UKKorK4BXbRYa6ACxQuBJzRijCdZaWtDmNkpUfxLSqG1kIUBR_2C5nYH_ya9RwNW1wjkcy8L22UTqtnMUGphSsqXvrshRPcFvtUYY3L9lIPVWYfJqRyy_M-5Z2fWzdHObTM-954ln-C3OHttbX6ibV-Kmt0FO0rxo1oTT4hyphenhyphen82Brf_cmgw6Q/w640-h480/IMG_20251005_160157.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEitjSnV_X5rl_3ngu756b71O7UibYNcGpUIGJWgBcAqFGBPZDKxAiTSt4pC2-uSG4ORvdWuq4ctyMkNp9JGxaXRX1vLkEFtLxwSR5F2IRdq-5AVT8aq7mhxx-YLkLfbLH62FpfSrA10dfWhEHAA9TyGEQ2vbbtl8cKn1QEtVJ0RAxFtjgZw3nh9QQ/s3264/IMG_20251005_155945.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEitjSnV_X5rl_3ngu756b71O7UibYNcGpUIGJWgBcAqFGBPZDKxAiTSt4pC2-uSG4ORvdWuq4ctyMkNp9JGxaXRX1vLkEFtLxwSR5F2IRdq-5AVT8aq7mhxx-YLkLfbLH62FpfSrA10dfWhEHAA9TyGEQ2vbbtl8cKn1QEtVJ0RAxFtjgZw3nh9QQ/w640-h480/IMG_20251005_155945.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Arbeitsgeräte des Coiffeurs Heidelberger (Herzogengasse 10).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhzhwhr0tMHeMhkqI7f3khiPcDY1HaTLZI6XPBbK9VpAVhSjjUaZ3ucqx_-dNxWqwT3qHTUKdwQXDmHSNoWrJadW-QC7VgYOirV1ykdA6OFRYb1Q-AQThlmBAJ-bdrkBZz4UyWwouJKkIjcw8Lof4fryJ7BGItdfyqh8RHcf_wwiw6ctpw7AiLIIA/s3264/IMG_20251005_160019.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhzhwhr0tMHeMhkqI7f3khiPcDY1HaTLZI6XPBbK9VpAVhSjjUaZ3ucqx_-dNxWqwT3qHTUKdwQXDmHSNoWrJadW-QC7VgYOirV1ykdA6OFRYb1Q-AQThlmBAJ-bdrkBZz4UyWwouJKkIjcw8Lof4fryJ7BGItdfyqh8RHcf_wwiw6ctpw7AiLIIA/w640-h480/IMG_20251005_160019.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Die Gastronomie war einst hoch im Kurs. Wer einkehren wollte, hatte viel Auswahl.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Die &lt;i&gt;Wirtschaft zur Post&lt;/i&gt; war allerdings bereits in den 1920ern nicht mehr dabei.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhGw2FYFgZo4r9QRclm6zHdEayNqT2K1KcdEkHdjl_5ZFujev9XoQL9_JU2LYeWP2o6Njt-XQh-dgUyQxY5bjNnJUdbQuNGA6wGGq_cKHWbNx0T6utshAjwDs6C9NDCeNOkWONgYU6ZSJuFF-MqbXsnS6oW_qSLfoEGpQZdK_L3xAr5cO-4MGYGcw/s3264/IMG_20251005_160555.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhGw2FYFgZo4r9QRclm6zHdEayNqT2K1KcdEkHdjl_5ZFujev9XoQL9_JU2LYeWP2o6Njt-XQh-dgUyQxY5bjNnJUdbQuNGA6wGGq_cKHWbNx0T6utshAjwDs6C9NDCeNOkWONgYU6ZSJuFF-MqbXsnS6oW_qSLfoEGpQZdK_L3xAr5cO-4MGYGcw/w640-h480/IMG_20251005_160555.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Von links nach rechts: Müllerei (Müliweg 7), Hafnerei (diverse Standorte),&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Sägerei (Bilder von der alten Sagi an der Bachserstrasse 20).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgn6UtGyVIkOuUK2GcS7OcOBqanufFRY5O5VIXWvejfQ1CvKH4h-bClQyRNAiJBCn69KqqfgckBBXIgyEk2YlulKl6d5U0WiEqeE2kVmZQT7hNJ6I3MeqLZNyjtZZqsLW-CMAUBHTckDhNgcrmLVwvqUhje_GkoFgVHd5JgmyWYeU1B6tIgAYsQHg/s3264/IMG_20251005_160722.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgn6UtGyVIkOuUK2GcS7OcOBqanufFRY5O5VIXWvejfQ1CvKH4h-bClQyRNAiJBCn69KqqfgckBBXIgyEk2YlulKl6d5U0WiEqeE2kVmZQT7hNJ6I3MeqLZNyjtZZqsLW-CMAUBHTckDhNgcrmLVwvqUhje_GkoFgVHd5JgmyWYeU1B6tIgAYsQHg/w640-h480/IMG_20251005_160722.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Aus dem Nachlass der Milchgenossenschaft Weiach (Milchhütte an der Stadlerstrasse 4), darunter vom Weiacher Drucker Kleiner gefertigte Exemplare der Statuten von 1942.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEikDx1lQdeaMFUE1oA4YlEG-EyDT84hDvVKRW9JOBGzV0NxliJyRX5ibEvWgvbbhcnBYEEIRZRkRhs0EMJibCXcm2gtenQO2D-qHavtPHhSgaQU5lXxsRED-XG-NU7INzqfGtKBWYp4F2aLMdvNPj2-82FuXR402FJ3HxD5LAKdLDplOnNWn7gnCA/s3264/IMG_20251005_160923.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEikDx1lQdeaMFUE1oA4YlEG-EyDT84hDvVKRW9JOBGzV0NxliJyRX5ibEvWgvbbhcnBYEEIRZRkRhs0EMJibCXcm2gtenQO2D-qHavtPHhSgaQU5lXxsRED-XG-NU7INzqfGtKBWYp4F2aLMdvNPj2-82FuXR402FJ3HxD5LAKdLDplOnNWn7gnCA/w640-h480/IMG_20251005_160923.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Gegenstände aus der Amtstätigkeit der Poscht-Meierhofer&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;(Alte Poststrasse 2; ihr altes Wirtshausschild vgl. oben).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjJ3fWKM0k4br3H9J8lYpAMyhiwNpJM6g_X0KVqRX1JEP_0gJkaJPQvTEgZHwbke4fFBUz_jj-rgGkWDOQlXn4BWMfD-Yj0PRkBwODovcySG5zDXqgEGFUPgg9A6m8Wnd3t-v2j6-FLTQEeNAIBCAQ0XaS6E3SFfqUTPkgpI2DwSkb2jSUAc8vUmA/s3264/IMG_20251005_161602.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;2448&quot; data-original-width=&quot;3264&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjJ3fWKM0k4br3H9J8lYpAMyhiwNpJM6g_X0KVqRX1JEP_0gJkaJPQvTEgZHwbke4fFBUz_jj-rgGkWDOQlXn4BWMfD-Yj0PRkBwODovcySG5zDXqgEGFUPgg9A6m8Wnd3t-v2j6-FLTQEeNAIBCAQ0XaS6E3SFfqUTPkgpI2DwSkb2jSUAc8vUmA/w640-h480/IMG_20251005_161602.jpg&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Das Firmenschild der Bäckerei Griesser an der Luppenstrasse 8.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiA3_wKTQphOLorLkl0cmTX86R2F876LKeUgddygm2xBZZctYY1cFAX3hbYtrlQfOqMYHSEB3BDMQcB2IbKAJm5d8D4rgw3cF5z1uR9elip2O7u1vgiA8KMZw3X27OH2L8KKCIZQXWlfE9fbhvA9UpaEQhtyqYvqvHx3gANQgFqthsOY7Q3v-nIlg/s3264/IMG_20251005_163300.jpg&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;3264&quot; data-original-width=&quot;2448&quot; height=&quot;640&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiA3_wKTQphOLorLkl0cmTX86R2F876LKeUgddygm2xBZZctYY1cFAX3hbYtrlQfOqMYHSEB3BDMQcB2IbKAJm5d8D4rgw3cF5z1uR9elip2O7u1vgiA8KMZw3X27OH2L8KKCIZQXWlfE9fbhvA9UpaEQhtyqYvqvHx3gANQgFqthsOY7Q3v-nIlg/w480-h640/IMG_20251005_163300.jpg&quot; width=&quot;480&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Die Firma Kleiner an der Winkelstrasse 7 war nicht nur im Druckgewerbe tätig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;Sie hatte auch Fotografie und Kameratechnik im Angebot.&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;&lt;b&gt;Weiterführende Informationen&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;Grössere Fotosammlung zur Ausstellung auf der &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/OrtsmuseumWeiach/posts/pfbid0AStt4YcqTwB8s3N8GiVJcvPJNPpnECN1vNsHe4WKAqJNxqeyW95SQ3koTPqUvVA8l&quot;&gt;Facebook-Website des Ortsmuseums Weiach&lt;/a&gt;. (Nachtrag vom 6. Oktober 2025, 14:45)&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhwZ2or_tgzkocnrrPmveu-OZhZre-EDxnmoBwt9hMaNfytirBYTI_7NTLUFdXZpjtCFhqEKLpxFSeNOGBjbcsq29gVudsgwMTsrtxgjaTrvqC5sm2Io8dFKzlYpEcz595C1gil_y_Mz5BgHNMo_FuDWjp-RG0-bisRSswXlrcv6hSQvbmkFh7NNw/s540/Screenshot%202025-10-06%20144530.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;540&quot; data-original-width=&quot;459&quot; height=&quot;400&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhwZ2or_tgzkocnrrPmveu-OZhZre-EDxnmoBwt9hMaNfytirBYTI_7NTLUFdXZpjtCFhqEKLpxFSeNOGBjbcsq29gVudsgwMTsrtxgjaTrvqC5sm2Io8dFKzlYpEcz595C1gil_y_Mz5BgHNMo_FuDWjp-RG0-bisRSswXlrcv6hSQvbmkFh7NNw/w340-h400/Screenshot%202025-10-06%20144530.png&quot; width=&quot;340&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/historische-gewerbeschau-begleitet-von.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiG08UYHKiMJQZqclns9hrFkV-fq89wjR609H4Di4Ydb6-Xp6Kg71IbOyET4RqiEchiJUY8zMmBsqZVTcpv1bhhCRsfVYHxjfpTwqzLlPLJSkGPrOIIOECyRsfI2yS_8RzWnCXH0ilxI8e7lFr5othqsfbWua6z7NuOOJB0-zkPDeYMHKEXax1uGw/s72-w640-h480-c/IMG_20251005_160748.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-18497841.post-8052229245871608729</guid><pubDate>Sat, 04 Oct 2025 21:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2025-10-08T14:39:53.852+02:00</atom:updated><title>Beginnt jetzt das Aufräumen bei der Gebäudeadressierung?</title><description>&lt;p&gt;Im Herbst 1992 wurden in unserer Gemeinde die Weichen für das heute geltende Adresssystem gestellt. Statt der damals seit fast zwei Jahrhunderten verwendeten Assekuranznummern wurde neu das Polizeinummernprinzip eingeführt. Das bedeutete: Strassenname und Hausnummer gehörten ab diesem Zeitpunkt untrennbar zusammen. Vorbei die Zeiten, als man noch einfach im Haus Nummer 505 gewohnt hat. Und der Weiacher Pöstler wusste, dass er dieses Gebäude in der oberen Chälen findet.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Polizeinummernprinzip verlangt konsequente Strassenbenennung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Umstellung hatte zur Folge, dass die vom Gemeinderat eingesetzte Kommission für eine ganze Reihe von bisher offiziell noch namenlosen Wegen und Gässlein neue Bezeichnungen vergeben musste und die Bevölkerung um Vorschläge bat. Aus dieser Zeit stammen denn auch die Namen &lt;i&gt;Alte Poststrasse&amp;nbsp;&lt;/i&gt;(vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2024/01/alte-post-strasse-oder-alte-post-strasse.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2029&lt;/a&gt;),&amp;nbsp;&lt;i&gt;Rebweg&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Querweg&lt;/i&gt;, die alle rechts bzw. links von der &lt;i&gt;Oberdorfstrasse&lt;/i&gt; abzweigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die an diesen Wegen liegenden Gebäude erhielten neue Adressen zugeteilt. So mussten sich die Korrespondenten der Familien Rutschmann (Alte Poststrasse 4, Assek.-Nr. 262) sowie Meierhofer (Alte Poststrasse 2, Assek.-Nr. 399) an die Neuerung gewöhnen, was nicht allzu schwer war, denn beide hatten aus beruflichen bzw. historischen Gründen sehr enge jahrzehntealte Beziehungen zur Schweizerischen Post.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Einige durften ihre alte Adresse behalten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andere taten sich damit offenbar schwerer und so kam es, dass nur ein paar Meter weiter die Oberdorfstrasse hinauf der nach Osten Richtung Chabis (s. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2023/11/wie-kam-der-flurnamen-damast-zustande.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2009&lt;/a&gt;) hinaufführende &lt;i&gt;Rebweg&lt;/i&gt; eben nur von einer der beiden daran liegenden Parteien adoptiert wurde. Was dazu führte, dass es bislang nur die Adresse &lt;i&gt;Rebweg 2&lt;/i&gt; gab (Assek.-Nr. 279). Das weiter vorn auf der anderen Seite des Wegleins gelegene Haus Assek.-Nr. 265 behielt seine traditionelle Adresse &lt;i&gt;Oberdorfstrasse 13&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch das altehrwürdige Haus &lt;i&gt;Oberdorfstrasse 22&lt;/i&gt;&amp;nbsp;(Assek.-Nr. 282) konnte seinen Namen behalten, obwohl sein Hauseingang auf die &lt;i&gt;Querstrasse&lt;/i&gt; hinausführt. Vor 33 Jahren war das noch kein Problem. Aber die Zeiten ändern sich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im neuen Jahrtausend erliessen Bund und Kanton dann Leitfäden zur Gebäudeadressierung (vgl. u.a. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2008/08/namenlose-strassen-nummernlose-huser.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 639&lt;/a&gt;), die vorsehen, dass die jeweilige Lage des Haupteingangs eines von Menschen genutzten Hauses massgebend für die Zuweisung des Strassennamens sei. Würde dieses Prinzip auch in unserer Gemeinde konsequent&amp;nbsp;durchgesetzt, dann müssten etliche Weiacherinnen und Weiacher sich an neue Adressen gewöhnen (vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2018/11/hauseingang-nicht-dort-wo-er-sein-musste.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 2048&lt;/a&gt;&amp;nbsp;für eine Auswahl).&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi8jt8L4TXViCjceT20W4p7EqSjM77vaVRRfGQ3OeOnA9Xqn-JWoEhx3nIBUP4pqWSnTQAhMmRxz4ExlXC-J0IJv2Tc0h6LlqCKG930p63_wJzD258xixyCs6puFRIiPsXHe9sfCrr9FKnxBtHUvgYG3DWuqbrLZrbU0XKirOVASwF3p4JHT1ateA/s905/Screenshot%202025-10-01%20004516.png&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; data-original-height=&quot;673&quot; data-original-width=&quot;905&quot; height=&quot;476&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi8jt8L4TXViCjceT20W4p7EqSjM77vaVRRfGQ3OeOnA9Xqn-JWoEhx3nIBUP4pqWSnTQAhMmRxz4ExlXC-J0IJv2Tc0h6LlqCKG930p63_wJzD258xixyCs6puFRIiPsXHe9sfCrr9FKnxBtHUvgYG3DWuqbrLZrbU0XKirOVASwF3p4JHT1ateA/w640-h476/Screenshot%202025-10-01%20004516.png&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gemeinderat beschliesst Normkonformität für Einzelfall&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun kommt im Oberdorf Bewegung in die Sache. In der jüngsten Ausgabe des Mitteilungsblatts (MGW, Oktober 2025, S. 4) findet man den folgenden kommunalen Rechtssetzungsakt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Oberdorfstrasse 13 wird zu Rebweg 1 - Adressänderung&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Der Gemeinderat Weiach hat beschlossen, die Gebäudeadresse Oberdorfstrasse 13 auf Rebweg 1 zu ändern. Die Anpassung wurde notwendig, da es an der Oberdorfstrasse zu einer doppelten Hausnummerierung kam, was wiederholt zu Problemen bei Postzustellungen und Dienstleistungen führte. Zudem grenzt das Gebäude faktisch an den Rebweg, womit die neue Adressierung sachlich gerechtfertigt ist.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die Umadressierung erfolgt gemäss den gesetzlichen Vorgaben, wonach jede Gebäudeadresse eindeutig sein muss. Die erforderlichen Anpassungen in den amtlichen Registern sowie die Information der relevanten Stellen werden nun umgesetzt.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Die Lösung eines Pseudoproblems?&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein Blick auf den oben eingefügten Ausschnitt aus dem Plan der Amtlichen Vermessung lässt einen etwas ratlos zurück. Worin liegt denn diese angeblich «doppelte Hausnummerierung»? Die Oberdorfstrassse Nr. 13 gibt es nicht doppelt. Oder finden SIE ein doppeltes Lottchen? Wenn nein, wo ist dann das Problem?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dass ein und dasselbe Gebäude je nach Eingängen völlig unterschiedliche Adressen haben kann, das müsste der Gemeindeverwaltung klar sein. Schon allein aufgrund des Umstandes, dass das Baumgartner-Jucker-Haus (Assek.-Nr. 246; Stadlerstrasse 11 bzw. Büelstrasse 20) zu ihrem Immobilienbestand gehört.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Unfähige Pöstler?&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Probleme können bei der Postzustellung höchstens auftreten, wenn die Bewohner der Oberdorfstrasse 13 neu darauf bestanden haben, – vermessungsamtlich korrekt – am Rebweg 1 zu wohnen, eine Adresse, die es auf den Katasterplänen (siehe oben) bislang jedoch schlicht nicht gibt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Oder ist es ernsthaft schon so weit, dass Pöstler kognitiv herausgefordert sind, nur weil auf eine 11 unmittelbar die 15 folgt und die 13 etwas zurückversetzt zu finden wäre?&amp;nbsp; Exakt dasselbe Problem liegt bei der Liegenschaft &lt;i&gt;Büelstrasse 3&lt;/i&gt; (Assek.-Nr. 227) vor, die nach den Richtlinien eigentlich die Adresse &lt;i&gt;Brunnenweg 1&lt;/i&gt; tragen müsste.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auf Google Street View (Stand August 2022)&amp;nbsp;&lt;a href=&quot; https://maps.app.goo.gl/RMGPEieyftU6TTS67&quot;&gt;sieht man überdies deutlich&lt;/a&gt;, dass der Rebweg laut der an der Holzwand des Nebengebäudes Assek.-Nr. 273 (Nr. 13.2) angebrachten Strassentafel scheinbar erst dort beginnt. Auch das muss ein nicht mit Plänen bewaffneter Betrachter so interpretieren, dass links davon die im Strassenverlauf fehlende Nr. 13 zu finden ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Pläne kann man ändern. Der Geometer hätte helfen können&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Formulierung im Mitteilungsblatt, das Gebäude Nr. 265 grenze «faktisch an den Rebweg», womit die neue Adressierung gerechtfertigt sei, lässt vermuten, dass die Umbenennung gewünscht wurde und Exekutive wie Verwaltung eine andere Lösung daher gar nicht in Betracht gezogen haben: Nämlich die, den Rebweg (wie im letzten Abschnitt gezeigt) auch auf dem Katasterplan erst auf der Höhe des Nebengebäudes Nr. 273 beginnen zu lassen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dafür gibt es einen Präzedenzfall. Nämlich das am nordwestlichen Ende der Büelstrasse gewählte Vorgehen (vgl. &lt;a href=&quot;https://weiachergeschichten.blogspot.com/2018/11/warum-liegt-der-sternen-der.html&quot;&gt;WeiachBlog Nr. 1380&lt;/a&gt;). Dort gab auf dem Plan einst tatsächlich zwei Gebäude, die nach Ansicht des Kantons die Adresse Bachweg 2 trugen. Bis dann der Nachführungsgeometer die Parzelle 1475 auf dem Katasterplan optisch (Strassentafel!) und benennungstechnisch den in der Landschaft tatsächlich vorzufindenden Gegebenheiten angepasst hat.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Oberdorfstrasse 11 und 15 ebenfalls nicht richtlinienkonform&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die im Titel gestellte Frage muss mit Nein beantwortet werden. Bei der genehmigten Umadressierung liegt wohl lediglich eine erratische Einzelfall-Entscheidung vor.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Den Beweis findet man an derselben Ecke. Laut den Richtlinien müsste man auch das Gebäude Oberdorfstrasse 15 (Assek.-Nr. 275) umadressieren. Dessen Hauseingang führt nämlich eindeutig auf den Rebweg (laut dem Plan der Amtlichen Vermessung). Die Adresse ist damit nicht richtlinienkonform. Sie müsste auf Rebweg 2 geändert werden und das heutige Gebäude Rebweg 2 auf die Nummer 4 (oder wenigstens 2a).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dasselbe trifft auch für das Gebäude Oberdorfstrasse 11 zu, dessen Hauseingang ebenfalls auf das westlichste Stück des Rebwegs hinausführt. Was wiederum dazu führt, dass die soeben vergebene Adresse eigentlich Rebweg 3 lauten müsste, denn der Neubau (Ersatz für das Vögeli-Huser-Haus) würde dann die Nummer 1 erhalten. So sind die Vorschriften der Polizeinummerierung nun halt einmal.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sie sehen: Es ist komplizierter als man denkt.&lt;/div&gt;</description><link>http://weiachergeschichten.blogspot.com/2025/10/beginnt-jetzt-das-aufraumen-bei-der.html</link><author>noreply@blogger.com (Unknown)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi8jt8L4TXViCjceT20W4p7EqSjM77vaVRRfGQ3OeOnA9Xqn-JWoEhx3nIBUP4pqWSnTQAhMmRxz4ExlXC-J0IJv2Tc0h6LlqCKG930p63_wJzD258xixyCs6puFRIiPsXHe9sfCrr9FKnxBtHUvgYG3DWuqbrLZrbU0XKirOVASwF3p4JHT1ateA/s72-w640-h476-c/Screenshot%202025-10-01%20004516.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item></channel></rss>