<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:blogger='http://schemas.google.com/blogger/2008' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157</id><updated>2024-08-29T13:48:24.681-07:00</updated><title type='text'>In Bob Harris&#39; Schuhen</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default?redirect=false'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>15</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-4447235855476841554</id><published>2011-12-21T17:13:00.001-08:00</published><updated>2011-12-21T17:14:28.356-08:00</updated><title type='text'>Vor dem Aufbruch</title><content type='html'>&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Sie erhielten das Feuer noch eine Weile um sich daran zu wärmen, während sie das Kaninchen mit Knäckebrot und Kaffee aßen. Als das Kaninchen gar war, sah es nicht mehr so groß aus, es war regelrecht zusammengetrocknet. Das Fleisch war zwar zart, und Björn hatte es auch nicht mit dem Salz übertrieben, es war genau richtig. Dennoch schmeckte und sah man, dass es den Bewohnern der Gegend schwer fiel hier zu entfalten, sie schienen zumindest nicht an einem Leben in Überfluss zu leiden.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Björn tröstete sich mit dem Gedanken, dass das Tier wohl ohnehin nicht über den Winter gekommen wäre, so mager, wie es war. Dieser Gedanke bereitete ihm Erleichterung darüber, dass sie um selbst besser durch zu kommen darauf angewiesen waren Chancen zu nutzen und so Leben zu nehmen. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Als sie beide satt waren, machte er sich daran die Knochen auszulösen und das übrige Fleisch in eine Plastiktüre zu tun, damit sie später, vielleicht erst am Abend, eine dünne Suppe damit aufwerten konnten. Der Pelz war am Feuerrand gut abgetrocknet und er rollte ihn ein und tat ihn zu der Falle in die Umhängetasche, wo Jäger und Beute nun einige Zeit zusammen reisen würden, bis sie auf Nomaden oder eine Karawane treffen und versuchen würden, das Fell gegen Nahrung, oder was ihnen sonst brauchbares dafür geboten werden würde, einzutauschen. Für den Pelz des Fuchses hatten sie genug Brot und Trockenfleisch für zwei Wochen bekommen und dazu noch ein Beutelchen Tabak, von dem Thorsten noch immer manchmal abends seine Pfeife stopfte. Für das Fell eines Kaninchens, noch dazu eines so kleinen, konnten sie freilich keine so große Ausbeute erwarten. In der Einöde zählte aber selbst ein kleiner Pelz noch immer mehr, als die vergilbten Scheine, die sie in irgendeiner Ecke in einem der Rucksäcke aufbewahrten. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Thorsten baute in der Zwischenzeit das Zelt ab. Sie waren mittlerweile auf ihre Aufgaben eingestimmt und vergeudeten kaum noch Zeit. Die Routine der sich jeden Tag wiederholenden Tätigkeiten hatte sie flink gemacht. Nachdem er die Schlafsäcke, die zum Trocknen im Gras gelegen hatten zusammengerollt und in ihre Säcke gestopft hatte, zog er die Heringe, falte das Oberzelt zusammen, räumte die restlichen Sachen aus dem Zelt, zog die Zeltstangen und faltete schließlich auch das Unterzelt. Jeder von ihnen trug eines der beiden. Kurz darauf war alles wieder in den beiden Rucksäcken verstaut, sodass beide etwa gleich viel wogen. Einer trug, die Heringe und die Umhängetasche, der andere den Wasserkanister und keiner weniger als der andere. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Als alles erledigt war, setzte sich Thorsten noch einmal zu Björn ans Feuer, der gerade die Tassen erst mit Gras auswischte und sie dann mit Asche und Erde aus dem Feuer abtrocknete, in jede hinein pustete um nicht unnötigen Staub mitzunehmen. „Wir müssen zusehen, dass wir heute an einem See oder einem Bach vorbeikommen.“, sagte er zu Björn, der gerade letzte Bröckchen aus einer der Tassen fingerte.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Besser keinen See, das bedeutet nur Umweg.“&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ich würde gerne mal wieder Fisch essen.“, sagte Thorsten, der sich daran erinnerte, wie sie einmal, vor knapp drei Wochen an einem Back im flachen Wasser Forellen hatten fangen können. Sie hatten Äste an der flachsten Stelle versenkt und sie dann, als die Forellen sich daran gewöhnt hatten, dass da Äste in ihrem Wasser lagen, mit einem Ruck herausgezogen und so die Fische, die dumm genug waren auf die Posse hereinzufallen, ans Ufer geschleudert. Allerdings waren es nur zwei gewesen, die sich so etwas vormachen hatten lassen. Es war dennoch genug für sie beide gewesen und die einfache Formel: Häuten, auch wenn es hier Schuppen gewesen war, Salzen und Garen, hatte ihre Erwartungen erfüllt.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Meinst du wirklich, dass das noch mal klappt? Ich habe seit drei Tagen keinen Baum gesehen, der dafür taugen würde und meine Angelausrüstung habe ich leider auch nicht dabei.“ Björn lachte über seinen eigenen Scherz, aber Thorsten schien noch bei den Forellen von früher zu sein. „Gib mir mal die Karte, sagte er und als er auf Thorstens grauen Rucksack zeigte, erwachte dieser aus seiner Erinnerung. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Sie hatten eine recht detaillierte Karte von diesem Gebiet. Das war aber nicht immer so. Sie mussten sich auf die Karten verlassen, die sie in den Siedlungen, die sie passierten kaufen konnten. Wenn sie eine Karte durchlaufen hatten, wartete am östlichen Ende irgendwo eine größere Siedlung, wo sie Vorräte kaufen konnten, eine Nacht in einem richtigen Bett schlafen und sich und ihre Wäsche mit manchmal sogar warmen Wasser waschen konnten. Sie schrieben dann Briefe nach hause, Björn an seinen Vater, Thorsten an seine Eltern und seine Freundin, die sicherlich mit jedem Brief hoffte, er würde die Dummheit dieser Unternehmung endlich einsehen und schreiben, dass er nach hause käme. Stattdessen schrieben sie aber meist nur, das alles in Ordnung sei, sie gesund waren, manchmal mussten sie dann die Wahrheit etwas dehnen, und wo sie gerade waren, was sie gesehen und erlebt hatten. Oft waren das Berichte von kleinen Unfällen, die immer kleiner wurden, je länger sie davon schrieben, seltsamen Begegnungen und sehr selten von kleinen Erfolgen beim Fangen von Tieren.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Manchmal, wenn sie etwas gesehen hatten, was ihnen groß und unbekannt gewesen war, schrieben sie auch das, gaben sich die größte Mühe das Erlebte in Worte zu fassen, fanden das Geschriebene dann aber meist doch zu nicht ausreichend um den Moment wirklich zu fassen. Wie sollte man auch ausdrücken, wie es sich anfühlt, wenn man zum ersten Mal auf die weißen Rücken jener Titanen blickte, wenn sie das erste mal schlafend am Horizont zu erahnen waren und ihnen so verrieten, dass sie dem Himalaya zum ersten Mal nahe gekommen waren? Oder der Moment als sie auf einmal vor einem Owoo gestanden hatten, wovon sie zuvor nur gehört oder gelesen hatten? Die Plastikfähnchen, die hektisch im Wind flatterten und das leise Knirschen der Kiesel, die sich unsichtbar zu rühren schienen? Sie hatten in ihrem Erstaunen vergessen, wie oft und in welcher Richtung sie den Owoo umrunden mussten und hatten ihm zu Füßen übernachtet. Am nächsten Tag beobachteten sie dann eine kleine Yak Karawane bei ihrer Umrundung und warteten verlegen bis sie sich entfernt hatte, bis sie es ihnen nachmachten und dann hastig zu ihnen aufschlossen um zu handeln.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Es war unmöglich das in Worte zu fassen, aber sie fanden, dass das, was sie trotzdem zustande brachten, genügen werden müsse. Waren die Briefe geschrieben, schickten sie sie zusammen mit den Fotodosen und der verbrauchten Karte nach hause. Sie konnten sich zwar erst sicher sein. das alles ankommen würde, wenn sie wieder zuhause ankommen würden, aber für den Moment würde auch das genügen müssen.&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/4447235855476841554/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2011/12/vor-dem-aufbruch_21.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4447235855476841554'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4447235855476841554'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2011/12/vor-dem-aufbruch_21.html' title='Vor dem Aufbruch'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-4235309042059799148</id><published>2011-12-17T17:15:00.000-08:00</published><updated>2011-12-17T17:32:50.017-08:00</updated><title type='text'>Steppenmorgen</title><content type='html'>&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Als die Sonne über die Berge im Osten kletterte, eine Zinne nach der anderen erklomm, füllte sich die Steppe langsam mit ihrem roten Licht, dem das fahle Blau des Morgengrauens wich. Vereinzelte Dunstwolken waren noch am Himmel, aber die Sonnenstrahlen, deren Wärme alles durchdrang, begannen bereits eifrig damit, sie aufzulösen. Es verschwanden auch die kristallenen Eisblumen, die sich auf den dörren, grauen Steppengräsern gebildet hatten und ihnen eine Spur von Schönheit verliehen, die sie erst Monate später im Frühjahr wirklich zeigen würden, wenn die vielen verschiedenen blühenden Gräser die Ebene für ein paar Wochen in eine blühende, duftende Landschaft verwandeln würden. Jetzt jedoch waren&amp;nbsp;die Blüten aus Eis der einzige Hinweis auf die schlafende Schönheit der in der Erde ruhenden Samen, dieses andere Gesicht der öden Ebene. Es dauerte nicht lange und der weiße Schimmer war völlig von den langen, dörren Halmen verschwunden und das rote Licht wich abermals dem grellen Weiss des Tageslichts, die Ebene war wieder grau und braun. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Auch in dem Zelt, das mit seinen orangenen Planen weithin sichtbar die Ordnung, die hier herrschte unterbrach, regte sich langsam etwas und nach einer kurzen Weile, war das leise Geräusch eines Reißverschlusses zu hören. Ein junger Mann, 27 Jahre alt, kroch aus dem Zelt und zog sich die Schuhe, die er zum Schutz vor jenen Wesen, die die Geborgenheit dunkler, feuchter Plätze suchen, über eine Zeltstange gehangen hatte an, ansonsten trug er nur ein T-Shirt und Unterhose. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Björn wachte normalerweise als Erster auf. Er nutzte diese Zeit auch heute, wie schon die Wochen zuvor dazu, sich die Zähne zu putzen und sich zu waschen, je nachdem welche Art Wäsche die Kapazitäten des Wasserkanisters zuließen.Normalerweise bedeutete das, den Waschlappen nass zu machen und sich unter den Armen und zwischen den Beinen gründlich abzureiben. Rasiert hatte er sich nicht mehr, seit er einige Wochen zuvor an einem Hang gestolpert und herab gerutscht war. Der Spiegel war aus dem Rucksack gefallen und zerbrochen, in die Scheide des Rasiermessers war Sand geraten. Hatte man einmal Sand in der Scheide, war es ohne die nötige Expertise und das entsprechende Werkzeug unmöglich, allen Sand herauszubekommen, geschweige denn, das vom Sand stumpfe Messer wieder scharf. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Glücklicherweise war das der einzige Schaden gewesen, der ihnen bei dieser Episode widerfahren war. Ein paar Schrammen und der Schrecken in den Knochen, mehr nicht.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Da sein Bartwuchs aber ohnehin eher spärlich war, das Kinn weiß, darunter schwarz und die Koteletten in ihrer Form wie die Grasfetzen der Steppe die sie durchquerten. Da sie aber allein waren, nahm niemand Anstoß an ihrem verwilderten Aussehen.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nachdem die kurze Toilette erledigt war, sammelte er Hölzer und Gras, was er eben finden konnte, und machte ein kleines Feuer, das ausreichen würde um zwei Tassen Kaffee zu kochen. Zwei Tassen Kaffee, etwas Knäckebrot, etwas von dem Käse, der noch übrig war und Beef Jerky waren das Frühstück, das sie jeden Morgen zu sich nahmen, seit sie die Grenze überschritten hatten. Manchmal stellte Björn noch abends eine Falle auf, aber nur selten fielen die Tiere auf die Falle herein. sie kannten Menschen nicht und gaben sich nur selten ihrer Neugier hin um die Menschen vorsichtig zu untersuchen. Noch seltener wagten sie es den Köder zu befühlen, der festhalten und töten sollte. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nachdem er das Feuer entzündet hatte und die Tassen hineingestellt hatte, ging er los um die Falle einzusammeln, vielleicht würden sie in der nächsten Nacht mehr Glück haben. Zu seiner Überraschung war aber ein Kaninchen auf den Trick hereingefallen, offenbar war der Geruch von Knäckebrot dieses Mal genug gewesen um die Neugier siegen zu lassen. Er war dankbar dafür, dass der stählerne Bogen mit den scharfen Zähnen ihm die Aufgabe abnahm, den Opfern in der Falle das Genick zu brechen und sie zu töten. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Einmal war ihnen ein Fuchs in die Falle gegangen und war nicht durch das Schnappen der Zähne verendet. Sein Genick war gebrochen gewesen, aber er hing noch immer an seinem leben und knurrte bedrohlich, als Björn sich näherte. Es war seltsam gewesen, wie der graurote Fuchs da gelegen hatte und ihn wütend anknurrte, wie jeder Fuchs, der von seinem Jäger in die Ecke gedrängt wird und sich für Angriff oder Verteidigung bereit macht. Aber er konnte nicht mehr angreifen und da lag die Eigenart des Augenblicks. Alles, was er konnte, war zu versuchen Björn einzuschüchtern. Ein Moment des Angriffs, ohne die geringste Möglichkeit es zu tun. Er hatte Thorsten geweckt, weil er nicht wusste, was er tun sollte. Nachdem sie eine Weile über dem verängstigt schnaufendem Tier gestanden hatten, war Thorsten ein Stück weg in die Steppe hinein gegangen und kurz darauf mit einem Stein, etwa so groß wie ein Laib Brot wiedergekommen. Er hatte ihn dann über seinen Kopf gehoben und den Schädel des Fuchses zerschmettert.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Er befreite das Kaninchen nun aus der Falle, säuberte die Falle mit Gras und verstaute sie wieder in seiner Umhängetasche. Zurück am Feuer, machte er sich daran, das Kaninchen zu häuten. Auch wenn sie selten tatsächlich etwas fingen, hatte er doch mittlerweile Übung darin, wie es anzustellen war und es dauerte nicht lange, bis das Tier ganz nackt war. Er öffnete den Bauchraum und entnahm vorsichtig die Organe um sie nicht zu verletzen und so das Fleisch zu verderben. Auch die Augen schnitt er dem Kaninchen aus, er mochte den vorwurfsvollen Blick in den Augen ihrer Opfer nicht. Schließlich wusch er das Tier mit so wenig Wasser wie möglich, salzte es von innen und aussen, spießte es auf einem überschüssigen Hering auf und hing es über das Feuer. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Das Wasser in den Tassen kochte bereits und er gab aus einer kleinen Dose, die fast leer war, Kaffeepulver hinzu. Nachdem er nochmals Gestrüpp und Gras gesammelt hatte um das Feuer lang genug zu erhalten, bis das Kaninchen gar sein würde, füllte sich die Luft mit dem Geruch von Kaffee und garendem Fleisch. Es roch ein wenig wie zuhause, nach der Küche seines Vaters. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Das Geräusch vom Reißverschluss wiederholte sich und aus verquollenen Augen blickte ein verschlafener Thorsten auf das Feuer. „Sieht nach einem guten Morgen aus!“&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ja, guten Morgen.“&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/4235309042059799148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2011/12/steppenmorgen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4235309042059799148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4235309042059799148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2011/12/steppenmorgen.html' title='Steppenmorgen'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-8690244736181875474</id><published>2010-05-31T09:48:00.000-07:00</published><updated>2010-05-31T10:16:29.072-07:00</updated><title type='text'>(K)einer räumt auf</title><content type='html'>&lt;!--[endif]--&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;  style=&quot;text-align: justify;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;Die S-Bahntüren gehen auf und er steigt aus. Deutsch hört sich wieder normal an, die neue Wohnung ist gestrichen und eingeräumt. „Einsteigen bitte... Zuuuurückbleiben bitte.“ Das Signal ertönt, aber er ist schon auf der Brücke zum Ausgang Georgenstraße. Auf dem Weg seine Koordinatorin zu treffen um alles zu richten. Das Praktikum ist vorbei, die Credits verdient, das muss jetzt alles in die richtigen Formulare eingetragen werden. Die schwere Tür am Haupteingang öffnet automatisch, das ist neu und auch das Foyer sieht anders aus. Die Wände neu gestrichen, das Marmor auf Hochglanz poliert, das macht schon Eindruck. Die Treppen hoch und die Gesichter der Nobels schauen wieder auf ihn herab. Daran hat sich nichts geändert, nur die Rahmen sind jetzt golden und nicht mehr weiss. In den Seitenfluren hat sich aber nichts verändert, es riecht immernoch nach DDR-Muff und alten Büchern, von der Decke bröckelt die Farbe, wenn man nicht aupasst bekommt man ab und zu eine Flocke ab und das ist schlimmer als Kreidestaub. Vor der Tür stehen zwei Leute, die warten eingelassen zu werden, er hat einen Termin, aber das interessiert hier niemanden. Auf den Ohren Lexy and K-Paul, setzt er sich auf die Treppe und wartet. Wenigstens fragen die Kommilitonen (lange nicht benutzt das Wort) ob man darauf wartet Frau Olbert zu sehen. Dann nach gefühlten zwei Stunden öffnet sich die Tür (Jean Jaque Smoothie auf dem Ipod) und Frau Olbert bittet ihn herein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Der verlorene Sohn kehrt heim, wie?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ja, kann man so sagen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ihr Superviser hat erzählt, sie haben da in ihren letzten Tagen einen ziemlichen Aufruhr veranstaltet. Ist es denn wirklich so schlimm hier?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Nein, das nicht, aber dort war es halt doch besser. Persönlicher.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ach so, das kann ich verstehen. An ihrer Stelle hätte ich warscheinlich genauso gehandelt. Aber sie wissen ja wie das damals war zu DDR Zeiten. War ja schon ein Unding, wenn man Amerikanistik studiert hat. Sie sollten froh sein, dass sie überhaupt rüber durften.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Frau Olbert fängt immer mit DDR Geschichten an, egal worum es geht.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Was haben sie denn heute für mich?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ich hab meinen Abschlussbericht vom College dabei, mein Transcript und die Hausarbeiten, soweit sie korrigiert verfügbar waren.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Sehr gut, zeigen sie mal.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Eine halbe Stunde später ist alles besprochen. Er ist wieder Student der Humboldt Universität. „Die Credits werden dann übertragen, machen sie sich keine Sorgen, das bekommen wir schon hin. Aber hier können sie sich solche Spirenzchen wie in Grinnell nicht erlauben.“&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Würde ja sicherlich auch nicht den selben Effekt haben.“&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ach, sagen sie das nicht, Andreas. Wir sind immer noch im Osten“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ja...“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Also, dann vergessen sie mal nicht sich für ihre Kurse anzumelden und kommen sie in zwei Wochen nochmal, damit wir über den Praktikumsbericht reden können.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Gut, mach ich.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Dann schließt er die Tür hinter sich. Auf dem Flur setzt er die Kopfhörer (Marke Elecom) wieder auf, die alte Routine ist wieder da. Nichts hören und nichts sagen. Das Sehen lässt sich beim Laufen meist nicht vermeiden. Wieder den Gang hinunter und in die Mensa. Die Mensa haben sie auch renoviert, als er im Dezember da war stand noch ein Ersatzbau auf dem Rasen mitten auf dem Hinterhof, wo jetzt nur kahle Erde ist. Die Mensacard funktioniert noch und es reicht sogar für eine Schüssel Milchreis. Die Aufmachung ist neu, aber der Inhalt ist immernoch der selbe Dreck. An den Tischen sitzen sie, die Berliner Neohippies, die sich für das erkorene Geschlecht halten, am Ende aber doch irgendwo in Büros oder Schlimmerem enden werden. An einem Tisch am Ende sitzt Kemp, wenigstens der ist geblieben. Er winkt ihm zu und dann wird der Fraß konsumiert, wie Kemp das ausdrückt.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Hast mir ja gar nich bescheid gesagt, dass du wieder da bist.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Sorry, hatte ne Menge Scheiß zu erledigen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Haste schon ne Bude?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Nee, keine Kohle. Muss jetz bei meiner Mutter wohnen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ach du Scheiße. Und das geht?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Muss ja.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Uh huh. Und bleibst du jetz oder wie?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Muss ja. Hat am Ende ja alles nichts geholfen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Nee, hab schon gehört, auf Facebook und so. Was haben sie dir denn gesagt?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Gar nichts haben sie gesagt, die Ficker. Der Präsident hat mich 5 Tage vor Abflug in sein Büro bestellt und mir groß Hoffnungen gemacht, dass ich als erster nachrücke, dass ich ganz oben in der Liste stehe, weil ich ja n toller Hengst bin, gute Noten, engagiert und so, aber nix.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Und das Ding mit den Unterschriften?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Waste of Time Digger. Den halben Campus hab ich mobilisiert, die Nächte nur drei Stunden geschlafen um neue Dinger zu organisieren, 800 Unterschriften alleine von Studenten und dann noch mal 100 von Profs und die Wichser im Admissions Office nehmen mir die Unterschriften ab und sagen: ‚We’ll look into it.’ N Scheiss haben die gemacht.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Despoten, mehr nicht.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Hab ich auch gesagt. Was is das für n Scheißladen, wenn die die Meinung eines Großteils der Studenten und so weiter einfach ignorieren?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Despotenscheißladen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Jau. Haste Bock einen trinken zu gehn?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Schon. Haste Geld?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Seh ich so aus?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Nö. Also nich saufen?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Doch doch. Lass ma zur Alkopole gehn. Der Schriftsteller der da war hat für die irgendwas geschrieben und dafür so ne Bierkarte bekommen mit der er unbegrenzt bei denen saufen kann. Er is nich so oft in Berlin hat er gesagt und sie mir gegeben.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Geile Sache. Los gehts. Vollen Magen haben wir ja.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Eben. Sieht die Kotze nachher lustig aus. Bei dir Fleischbrei, bei mir Milchreis mit Biersauce und Kirschstücken.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Sie lachen laut, damit es das allgemeine Gelaber in der Mensa übertönt und gehen. Die Teller lassen sie stehen. Die Alkopole in der Friedrichstaße gibt es noch, in der hintersten Ecke und immernoch die seltsamsten Gestalten darin, aber rauchen darf man hier entgültig nicht mehr. Bei den Zigarettenpreisen auch nicht rentabel. Und die Zigaretten, sie seine Mutter ihm gestopft hat, würde auch nur noch ein verzweifelter Fremdenlegionär rauchen.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Zwei Bier für die Männer von der Irrenanstalt!“, grölt er als sie sich an ein kleines Tischchen setzen.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Kommt sofort Bürschchen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„So und was is jetz mit der Polin?“, fragt Kemp.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Welcher?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Wie welcher? Hast du ne ganze Batterie oder was?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Sozusagen. Von der hier hab ich noch nix wieder gehört und die von drüben.. Naja, was soll da sein, die seh ich nich wieder. Ich fahr doch nich nach Warschau um da den Pakt zu erfüllen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Und warum kommt sie nich?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Auch keine Kohle. Die is froh, dass das College ihr alles bezahlt. Is doch mal so“, das Bier kommt an, sie stoßen an und nehmen tiefe Hübe, „Für alles is Geld da, nur für nen armen Schlucker aus dem reichen Deutschland nich. Raffen die doch nich, dass das reichste Land der EU Leute hat, die nich wissen was sie morgen fressen sollen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Na wenigstens haste immer Bier zu saufen. Die Leber bedankt sich.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Jau. Und bei dir? Was is mit Carole?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Nix is mit der. Ich brings nich fertig ihr das ins Gesicht zu sagen und sie raffts auch nicht. Mittlerweile hat sie auch n Typen, da nehm ich mein Eisen eh aus dem Feuer.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Richtig so. Bringt nur Ärger.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Zwei Stunden später, es geht ans Bezahlen.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Macht dann fünfundzwanzig dreiundsiebzig Meister.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Er kramt in seinem Portemonnaie und endlich kommt die Karte zum Vorschein. Er gibt sie dem Wirt.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Was das denn?“ fragt er.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Na die Flatrate Karte von eurem Verein.“ stammelt er.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Noch nie gesehn. Akzeptier ich nich.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Wie, akzeptier ich nich? Willst du mich verarschen?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Bleib ruhig Mann.“ flüstert ihm Kemp ins Ohr.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Scheiß auf ruhig bleiben! Ich bin schon viel zu lange ruhig geblieben. Ich hab die Schnauze langsam voll vom verarscht werden. Das is ne Scheiß Flatrate Karte Mann, die ich bekommen hab weil ich nen Scheiß Artikel für ne Scheiß Anthologie für euern Laden geschrieben habe und ihr mich nich bezahlen konntet. Also zieh das Ding durch deine Maschine wie ne Kreditkarte und gut is!“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Zack, ein reißender Schmerz in der Wange und die Umgebung erhebt sich. Dumpfer Aufprall auf dem Hinterkopf, blutiger Geschmack im vorderen Rachenraum. Einen Moment liegt er regungslos da, bleibt liegen. Er hört die Kasse klimpern.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Nimm den Kassenbon.“, sagt er zu Kemp.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Dann bewegt sich die Umgebung wieder kurz. Einen Moment lang bewegt sich gar nichts mehr und er sieht Paulas Brille auf dem Schreibtisch im German House neben ihren Pillen liegen. „Are you okay?“ fragt sie ihn. Er dreht sich um und sie liegt im Bett und liest. Wie macht sie das ohne Brille, fragt er sich. „Yeah sure, everything is fine. &lt;span style=&quot;&quot; lang=&quot;EN-GB&quot;&gt;Why?“ , „Well you just bumped your head on the desk.“ , „Did I?” , „Yes, you did. Maybe that’s why no one understands you Germans, it’s because you bumped your heads on your desks one time too often.”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Don’t be ridiculous.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Was meinst du ‚Don’t be ridiculous?’ Alter du hast da drin grad ne ziemliche Szene abgezogen!“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Er öffnet die Augen und erkennt die Umgebung. Rossmann gegenüber, daneben über einem Schuhladen das Finnland Institut, allerdings nicht von der Humboldt.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ich hab einfach die Schnauze voll. Hast du den Kassenbon?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ja, wieso?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Und die Karte?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Ja, hat er hinterhergeworfen. Wieso?“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Weil ich da anrufe und frage, was die Scheiße soll. Danke, dass du bezahlt hast.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Logisch. Komm wir gehn nach hause.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Und wo soll das bitteschön sein?“ Er ist wieder auf den Füßen, die Trunkenheit lockert Zunge und Gefühle.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Heut Nacht bei mir.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Er kotzt auf den Bordstein. „Siehst du? Milchreis mit Biersauce.“ Und lacht.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Jaja, der Fleischbrei bleibt aber drinnen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;„Sagst du jetzt!“&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der nächste morgen beginnt mit Kopfschmerzen und Harndrang auf einer Couch in Neukölln. An der Wand über der Couch ein Bild aus Anatolien mit nostalgischem Motiv und dem Hochzeitsbild von Kemps Bruder und dessen Frau. Es ist schon hell, aber die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Im Zimmer sind mindestens 30 Grad, es wird ein heisser Tag.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Auf dem Balkon eine von Mutters gestopften Zigaretten. Am Ende ist er ja doch nur Fremdenlegionär. Und ein schlechter noch dazu. Das Maul müsste man mal aufreissen wenns drauf ankommt und nicht nur immer fein nicken. Fressen polieren und nicht nur shake hands. Aus Fehlern lernt man. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Aber erst wenns zu spät ist. &lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/8690244736181875474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/05/keiner-raumt-auf.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/8690244736181875474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/8690244736181875474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/05/keiner-raumt-auf.html' title='(K)einer räumt auf'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-2487214291383355759</id><published>2010-05-08T14:37:00.000-07:00</published><updated>2010-05-08T15:07:11.719-07:00</updated><title type='text'>Waking in the Tube</title><content type='html'>&lt;span style=&quot;;font-family:Arial;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;The morning  shook my dream away&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;and waking seems so hard today.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;I&#39;m moving out of  my warmened seat,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;freshening my restless, tired eyes.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;I&#39;ll see the day  and what I&#39;ll get,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;my thoughts are running yet, like  mice.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;I&#39;m counting them and watch their way&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;into my deepest  feeling&#39;s clay.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;The train is  running towards the dawn&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;and it&#39;s people&#39;s faces seem to  mawn.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;Doors do open, doors do shut,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;the mawning come  in and soon they leave.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;Wondering which connection I may  cut,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;the scream of hunger by a crow. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;Beyond the  scratched windows glows some lawn,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;the window&#39;s  writing seems to warn.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&#39;Don&#39;t scratch my  glasses please!&#39;, it says&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;to me, who stands up and readies to  go his ways.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;The door does open and I step out&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;into the crowded  station&#39;s blackened snow.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;There is a man, can&#39;t hear him  shout,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;can&#39;t hear the screaming hungry crow.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;Yet already I&#39;m  counting down my days&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;and if I&#39;ll die, so it be the case.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 24.4.2009&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/2487214291383355759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/05/waking-in-tube_08.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/2487214291383355759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/2487214291383355759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/05/waking-in-tube_08.html' title='Waking in the Tube'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' 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sky.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Down on earth the ladies cry&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;And winter bottoms people&#39;s hearts&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Down to the core of sanity.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Whereas everyone agrees to find&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Lilies on the fields of humble&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Stumbling line by line through&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;A day of hard nonwork.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&quot;Copy them!&quot;, the serpents shout&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;And heard no one claiming&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;The land, where birds used to be&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Native inhabitants, now escaping.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;The scene crouching into the water,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Where it all began, what they couldn&#39;t&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Remember. Breathing wet air in&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;The cold light of the absent day.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;She&#39;ll do something crazy, thought he&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Who holds the crow&#39;s feather in his hands,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Scribbled it down on pergamento.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;If only he could have seen this.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;He would have stopped the polishment&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;And grabbed his controllable volcano.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Would have burned, the crow is sure,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;The fur in its hole and&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Serpents copied what they shout,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Heard on squares all over Thuringia&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;And bells rang, horrible tremolo&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Like a requiem for furs.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 2.2.2009&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/5699596691654572964/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/rabbit-catcher_24.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/5699596691654572964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/5699596691654572964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/rabbit-catcher_24.html' title='The Rabbit Catcher'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-7804301116262586634</id><published>2010-04-22T14:59:00.000-07:00</published><updated>2010-04-22T15:00:15.632-07:00</updated><title type='text'>Seminar Projektor</title><content type='html'>&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-family: georgia, serif; font-size: medium; &quot;&gt;Hin und wieder drängen sich Ihm Bilder auf. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-size: medium;&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-family: georgia, serif; &quot;&gt;Gerade eben, als Er gedankenverloren aus dem Fenster blickte und kurz darauf Sein Blick auf eine Seminarteilnehmerin, ein großes, hageres Mädchen fiel, passierte es wieder. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Auf einmal sah Er Sie vor sich, nur in vagen Umrissen. Und für einen Moment ließ Er sich darauf ein und blickte Ihr ins Gesicht, das besonders durch Ihren leichten Überbiss auffiel. Dieser Eindruck verstärkte sich noch durch Ihre Haare, oder besser noch durch den Haarschnitt. An den Haaren an sich war nichts auszusetzen, rotbraun und offenbar kräftig, aber die verwachsene Bubikopf-Frisur und die von allen Seiten mehr oder weniger ins Gesicht gekämmten Haare kehrte diesen leichten Makel Ihres Unterkiefers heraus.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der lange Hals, auf dem sich die Nerven (oder waren es Sehnen, Muskeln, Venen und Arterien?) abzeichneten, sobald Sie sch reckte oder die Haare zurückzuwerfen versuchte, saß auf herausragenden Schlüsselbeinen. Alles unterstrich Ihre geradezu magere Erscheinung. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Eigentlich war das alles, was man an nackter Haut sehen konnte, aber Ihr dicker Pullover vermochte ihre Brüste nicht zu verbergen. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Sie waren es, die wie ein Blitzschlag ein Bild in Sein Unterbewusstsein projizierten. Das Vorstellungsvermögen arbeitete von sich aus und versuchte anhand dessen, was ihm objektiv zur Verfügung stand ein Bild zu entwerfen. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ihr Busen stand wirklich in keiner Relation zum Rest ihres Körpers, ausser vielleicht Ihrer Größe, Sie war knapp eineinhalb Köpfe größer als Er. Deswegen machte es für Sein Vorstellungsvermögen wahrscheinlich auch Sinn, dass Ihr Busen größer geraten müsse. Aber eben doch nur, wenn er in Einklang mit dem Rest gesetzt werden würde. Hier versagte der Projektor also offenbar. Sie war hager, sehr schmal und Ihr Busen stach in Profil und Vorderansicht heraus. Im Profil nach vorn und in der Vorderansicht nach beiden Seiten über die Rippen. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ihr langer Hals führte zur (höchstwahrscheinlich wahrheitsfernen) Vorstellung eines Hängebusens. Für die unkontrollierbare Kompositionsmaschine in Seinem Kopf machte dies Sinn, ebenso wie der Schluss, dass die Sommersprossen aus Ihrem Gesicht wohl auch Ihren Busen und Rest Ihres Körpers bedecken müssten. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ein wenig tiefer erhob sich ein kleiner, aber doch merklicher Bauch mit einem seltsam passenden Bauchnabel in der Mitte. Der Po, der sich nach nach einer halben Drehung zeigte ließ jedoch keinen Grund für Kritik. Eine weitere halbe Drehung eröffnete Ihm den Blick auf Ihr kurzgehaltenes und anliegendes, glattes Schamhaar, das nicht kraus, gelockt oder buschig war und dann Ihre langen, glänzenden Beine mit den Andeutungen der Wadenmuskeln.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Er fühlte eine seltsame Anziehung von Ihr ausgehen und Ihn in ihren Bann ziehen. Mit einem mal, war Sie nicht mehr so unattraktiv wie noch kurz zuvor. Der Busen war immer noch sehr groß, hing aber nicht mehr, sondern war prall und symmetrisch und mit kleinen Brustwarzen besetzt, die Ihre Brüste wie Rubine krönten. Der Überbiss störte Ihn zwar immer noch, ebenso wie die Sommersprossen und die Streifen am Hals, reduzierten sich aber, je weiter das Bild sich entwickelte, auf ein erträgliches Maß und wurden für Seine Betrachtung immer unwichtiger. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Der Kopfprojektor gab sich aber noch nicht zufrieden, er sponn weiter.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Leises und lauteres Stöhnen im Ohr, das Gefühl von Haaren zwischen den Fingern, rissige Lippen und eine weiche Zunge. Brustwarzen auf der Haut, Wärme und Feuchte an Bauch und Rücken. Rhythmisches Auf und Ab. Hin und wieder leises Schnalzen. Anschwellende und abflauende Spannung, ein beherzter Griff zum Po um die Schenkel noch näher an sich zu pressen. Feuchtigkeit, die an Lenden und Oberschenkel haftet.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ein langes, lautes Stöhnen.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ein plötzliches Aufbäumen.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Mit einem scharfen weißen Blitz und einem Schrecken, wie nach einem Schreckschuss stoppt der Projektor und das Licht geht wieder an. Er sitzt wieder im Seminarsaal und der Blick auf die Uhr verrät, dass zwölf Minuten vergangen sind. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Schräg vor Ihm sitzt Sie und ahnt nicht einmal, was Ihr in der Vorstellung eines einzelnen Seminarteilnehmers eben widerfahren ist, blickt unschuldig zur Tafel.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Doch Einer hat kalten Schweiß auf der Stirn und traut sich nicht, Sie noch einmal anzusehen.&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/7804301116262586634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/seminar-projektor.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/7804301116262586634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/7804301116262586634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/seminar-projektor.html' title='Seminar Projektor'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-4479330882885973945</id><published>2010-04-19T07:30:00.000-07:00</published><updated>2010-04-19T07:32:10.819-07:00</updated><title type='text'>Weißes Treiben</title><content type='html'>&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-size: medium;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;Schmelzen will er, schafft es auch&lt;br /&gt;Der Marmor macht da keinen Unterschied&lt;br /&gt;Ob sie dort liegen oder nicht ist für ihn unerheblich&lt;br /&gt;Die Fläche bleibt am Ende weiss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch warum fallen sie, wenn sie nicht bleiben können?&lt;br /&gt;Sie haben keine Wahl, denn grauweiße Mütter&lt;br /&gt;Gebären sie, speien sie in freien, gedämpften Fall hinaus&lt;br /&gt;Sie können nicht fliehn, sich nicht befrein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater, jener hochgedrückte Unsichtbare&lt;br /&gt;Schwängerte sein grauweißes Weib und pflanzte&lt;br /&gt;Seine Saat in ihren permeablen Leib&lt;br /&gt;In dem sie wuchsen bis zum Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eh sie erwachen durch die tiefdrückende Hebamme&lt;br /&gt;Finden sie sich schon auf ihrem Weg&lt;br /&gt;Den sie zu gehen haben, per Amendement&lt;br /&gt;Wissen nicht wieso, noch wohin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch wenn der weiße Marmor sie verschmäht&lt;br /&gt;So muss er, geschlagen von der Amme&lt;br /&gt;Zuletzt doch die Kinder unbekannten Weibes empfangen&lt;br /&gt;Kann sie nicht alle schmelzen, wie er will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn noch im Tod, durch die Hilfe ihrer Amme&lt;br /&gt;Verbünden und verbrüdern sich die&lt;br /&gt;Weißen Zackenkinder nun ohne Form&lt;br /&gt;Und werden fest und glatt und kalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und bieten so ihren Brüdern und Schwestern&lt;br /&gt;Bettstatt und Wiege und Lebensraum&lt;br /&gt;Und dankbar sammeln sich sich auf ihren&lt;br /&gt;Unkenntlichen Schwestern und betten sich zur Ruh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie bleichen so, was ohnehin schon weiss&lt;br /&gt;Gewesen ist, der weisse Stiefvater erhält einen&lt;br /&gt;Kalten weißen Pelz, der ihn nicht wärmt und&lt;br /&gt;Dennoch nicht erfrieren lässt, weil er nicht lebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So kann er nicht erfrieren sondern ruhig liegen&lt;br /&gt;Schicht über Schicht, Kind über Kind sammelt sich so&lt;br /&gt;Sie reichen sich die spitzen scharfen Hände&lt;br /&gt;Sind Heerscharen ohne Kampfgewalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie liegen dort für lange Zeit, sie leben kaum&lt;br /&gt;Werden getreten, enger zusammengedrückt, geworfen&lt;br /&gt;In Ecken gekehrt um dort zu warten&lt;br /&gt;Und wissen nicht auf was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schließlich kommen Vater und Mutter&lt;br /&gt;Und ihre zweifelhafte Liebe senkt sich hernieder&lt;br /&gt;Ihre Kinder fühlen Wärme kaum gekannt&lt;br /&gt;Und die unten erinnern sich, die kennen das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch es kommt anders, auch oben verbrüdern sich welche&lt;br /&gt;Von Schicht zu Schicht beginnt das Sterben, senkt sich&lt;br /&gt;Zum Grund herab, wo der weiße stiefväterliche Marmor&lt;br /&gt;Des Himmels Weißgrau scheinen sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schließlich, sie sind alle tot&lt;br /&gt;Die auf dem Marmor, in den Ecken&lt;br /&gt;Holen Vater und Mutter zurück&lt;br /&gt;In ihren Schoß, an ihre Brust.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach nie hatten sie Gewalt&lt;br /&gt;Sie kannten weder Weg noch Ziel&lt;br /&gt;Sie trieben, wurden getrieben&lt;br /&gt;Von Mutter, Vater, Amme und den namenlosen Anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht den Kindern weißgrauer Mütter&lt;br /&gt;Nicht besser als die Kindern derer, die kehren&lt;br /&gt;Wie die einen kehren, sind die anderen Gekehrte&lt;br /&gt;Übernehmen ihre Rollen, die Andere bestimmen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-size: medium;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-size: medium;&quot;&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 3.12.2008&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/4479330882885973945/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/weies-treiben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4479330882885973945'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4479330882885973945'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/weies-treiben.html' title='Weißes Treiben'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' 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&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und vor meinen Augen läuft ein Film so schnell, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;dass es nur noch Rauschen ist. &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Alleingelassen habe ich dich &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und es tut mir leid, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;war ich doch aber nur ein Opfer der Umstände, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die mich formten.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nicht einmal sehen darf ich dich, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;jetzt wo ich zum letzten mal kann, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;ich bin da &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und kann doch nichts tun.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Du hast nicht angerufen, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;sagte sie mir &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;als ich zu dir wollte &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und ließ mich.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;ich sehe die Bilder aus Kindertagen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;sehe mich am Spielbrett,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;sehe mich mit dir raten,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;sehe dich.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Nie wieder werde ich dich sehen, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;eine Elegie kommt mir in den Sinn, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die Elegie des Rauschens,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;des Rauschens der Erinnerung.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ich schäme mich, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;hätte so viel tun können &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und habe so wenig getan, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;ein Opfer der Umstände.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Mein Vater wollte es nicht, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;meine Lage ließ mich nicht, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die Angst hinderte mich, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die Ausreden verblenden mich.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ich hätte gekonnt, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;hätte mich nur widersetzen müssen, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;hätte es einfach tun sollen &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und hab es doch nie getan.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Alles was mir bleibt, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;ist das Rauschen der Erinnerung, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die grauen Bilder, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die mich in der Brandung umspülen.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Immer mehr und mehr versinke ich in ihrem Sand, &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;verliere mich in meiner Vergangenheit,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;in Selbstmitleid und Hass,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;möchte schreien.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Möchte so viel tun&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und kann nur stehen und warten&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;sitzen und hoffen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;vergebens hoffen.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Die Hoffnung ist das Licht der Hoffnungslosen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;ein Licht, das in mir scheint &lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und mich Lügen glauben macht,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die niemals erreichbar sind.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ich kann nur sitzen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;nur singen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;dieses Lied&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;vom Leid.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ein Lied für dich,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ein Lied um zu entschuldigen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;mich zu entschuldigen,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;für Feigheit und Scheu.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ich hätte vermocht,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;dass alles anders ist,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;hab nichts dafür getan&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;und bin zu spät.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Alles Weinen ist umsonst,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;die Einsicht kommt zu spät,&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Meine Reue vergebens&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Es ist unabänderlich&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;zu spät.&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 17.1.2008&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/4019626976304639803/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/eleonore.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4019626976304639803'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/4019626976304639803'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/eleonore.html' title='Eleonore'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-7591747732035789339</id><published>2010-04-16T12:29:00.000-07:00</published><updated>2010-04-16T12:30:53.711-07:00</updated><title type='text'>Erster Berliner Sonnenkreis</title><content type='html'>&lt;div style=&quot;text-align: justify; font-family: georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich hätte  ihm gleich das Gesicht verunstalten sollen, als er auf der Party  auftauchte.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich stand im Türrahmen und begrüßte die neuen Gäste.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;„Wie  heisstn du?&#39;, fragte er mich und auch wenn mir ein „Was gehtn dich das  an?&#39; auf der Zunge lag, nannte ich ihm meinen Namen. Das sollten auch  die einzigen Worte bleiben, die wir den ganzen Abend wechselten. Er  gehörte dem Menschentyp an, den ich am meisten hasse und verachte. Rund  einen Kopf größer als ich, in verlodderten Lederhosen und eine alte  Fliegerjacke und Palestinensertuch tragend, stand er vor mir, die Haare  fürchterlich am Kopf angeklatscht in einem fransigen, strähnigen  Haarschnitt und die Augen verdeckt vom fürchterlichsten Merkmal dieses  Menschentyps: einer riesigen Fliegerbrille mit silbernen Gestell. Mal  ganz davon abgesehen, dass die Sonne in Deutschland sowieso weniger  scheint als irgendwo sonst, abgesehen davon, dass es der 1. Januar war  und völlig vernachlässigend, dass es bereits ein Uhr nachts war, stand  ihm diese Brille genauso wenig, wie sie irgendjemandem seiner Herde  steht und dennoch trug er sie offenbar mit einigem Stolz auf der Nase. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich  hätte sie ihm aus dem Gesicht schlagen und sagen sollen: „Es ist Nacht,  Arschloch.&#39; Aber da ich freundlich und so verdammt tolerant bin, was  mir bisher noch nie geholfen hat, habe ich ihn eintreten lassen. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Nur  der dämliche Hut hätte noch gefehlt, dann wäre er der Porky-Archetyp  gewesen.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Diese Art Mensch hat ein paar sehr spezielle Eigenschaften,  die sie vom normalen Menschen unterscheiden und in der Masse, in der  sich dieser Menschentyp vereinigt, doch nur zu einem Schaf in einer  riesigen, stetig wachsenden Herde machen. Allesamt sind sie eingebildet  wie Ludwig der XIV. Diese Typen halten sich für die Größten, für das  Salz der Erde. Sie glauben alles erreichen zu können und zu bekommen,  was sie wollen. Leider ist das oftmals auch noch so, weil sie auf andere  Menschen immernoch einen großen Eindruck machen. Außerdem sind sie  intolerant und haben einen beschissenen Musikgeschmack. Einer dieser  Fashion-Faschisten reicht aus um eine ganze Party zu versauen, was unser  Schaf natürlich auch getan hat. Zumindest für mich. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Meine Taktik im  Umgang mit den Porkies ist normalerweise, dass ich ihnen aus dem Weg  gehe, sie ihren eigenen Scheiß machen lasse, und mich im Stillen über  sie ärgere. Und das hatte ich eigentlich auch diesmal vor. Aber vom  Glück gesegnet, wie ich es nun mal bin, hatte er es auf meine Begleitung  abgesehen. Das hätte mir eigentlich klar sein müssen, als er die  Wohnung betrat. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich stehe auf dem Hof und rauche die erste Zigarette  des Abends und des neuen Jahres und als ich wieder hoch komme, sitzt er  neben meiner Begleitung und gibt ihr seine Nummer. Spätestens jetzt  hätte ich ihm entweder sein halb verdecktes Gesicht grün, blau und  geschwollen prügeln sollen oder um des Haussegens und um meiner eigenen  Verfassung willen die Party verlassen sollen. Aber als Optimist mit  pessimistischen Ansichten, nehme ich natürlich noch an, alles könne sich  irgendwie zum Guten wenden. Meine Begleitung hätte ihm ja zu Beispiel  das Gesicht grün, blau und geschwollen prügeln können oder ihm  wenigstens ein „Lass mich in Ruhe&#39; entgegenbringen können. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich  unterhalte mich eine Weile mit einem mehr oder weniger sympathischen  Typen, der mir etwas über deutschen Hip Hop und sein Involvement in der  Szene erzählt, wovon ich weder eine Ahnung habe, noch ein Interesse,  daran etwas zu ändern. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Anschließend gehe ich in den Hof um meine 2.  Zigarette im neuen Jahr zu rauchen.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Als ich wiederkomme, hat sich die  Partygemeinde in der Küche versammelt. Ein Gemisch aus Englisch,  Polnisch, Deutsch und irgendwelchem Freestyle-Mist. Aus dem Wohnzimmer  dringt ‚Since I left you&#39; von den Avalanches zu mir durch und auch wenn  dieses Lied bisher immer Vorbote von Schlechtem für mich war, fühle ich  mich wie immer von diesem Lied angezogen und gehe in das Wohnzimmer.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Da  stehen sie.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Die Lederstiefel meiner Begleitung und die originalen  schwarzen Converse Chucks von Porky.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Da liegen sie.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Der Pullover  meiner Begleitung und die zerschlissene Lederjacke samt violettem  Palestinensertuch von Porky. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Und da liegen sie.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Meine Begleitung  und Porky liegen auf dem Bett und küssen sich.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Und dieses Arschloch  hat es noch nicht einmal fertig bekommen, seine Scheiß Brille  abzunehmen, nein, mehr noch, meine Begleitung hat doch tatsächlich auf  einmal auch so eine Scheiß Brille auf, woher auch immer. Noch nicht auf  den Augen, sondern auf dem Haaransatz, aber das ändert nichts.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;In dem  Moment kocht die Suppe in mir endlich über. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Unbemerkt von  Begleitung plus Porky drehe ich mich um, verlasse das Zimmer und ziehe  meine Schuhe, vor dem Kleiderständer stehend wieder an, ziehe den  Parker, vor dem Kleiderständer liegend wieder an, streife meine Tasche,  vor dem Kleiderständer liegend über, verabschiede mich vom Gastgeber und  verlasse die Wohnung.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;‚Since I left you&#39; haucht gerade seine letzten  Takte aus den Lautsprechern, als die Tür hinter mir ins Schloss fällt.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Im  Hof rauche ich die dritte Zigarette des neuen Jahres und denke bei mir,  dass das Porky System einmal mehr gesiegt hat. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Sie sind zu zweit  und ich bin wieder allein.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich werfe die Zigarette in den Gulli,  trete ein paar Bierflaschen um, die jemand für mich stehen gelassen  haben muss, nehme den Ipod aus der Tasche und schalte Feist mit ‚So  Sorry&#39; ein. &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich gehe die Stufen zur U-Bahnstation Samariterstraße  hinunter und bin weg,&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;nur noch einen Gedanken im Kopf: &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich hätte  ihm wirklich die Brille in seine Fresse einebnen sollen, als ich noch  Gelegenheit dazu hatte und es niemand bemerkt hätte.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: small;font-size:100%;&quot; &gt;Ich und meine  Scheiß Toleranz, es ist doch immer das selbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 1.1.2008&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/7591747732035789339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/erster-berliner-sonnenkreis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/7591747732035789339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/7591747732035789339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/erster-berliner-sonnenkreis.html' title='Erster Berliner Sonnenkreis'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-3788145354839877080</id><published>2010-04-15T21:22:00.000-07:00</published><updated>2010-04-15T21:25:35.388-07:00</updated><title type='text'>Baby, I Love You!</title><content type='html'>&lt;!--- blog subject ---&gt;         &lt;div  class=&quot;blogSubject&quot; style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;           &lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;                                                                                                                   &lt;/div&gt;                                 &lt;!--- blog body ---&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Hierbei handelt  es sich eher um einen Songtext.&lt;/span&gt;&lt;div  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;I&#39;m searching for  so long,&lt;br /&gt;Where did I go wrong?&lt;br /&gt;Was my search for you in vain?&lt;br /&gt;I  need you so bad,&lt;br /&gt;I&#39;m missing what I had.&lt;br /&gt;I&#39;m feeling lost without  you!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I&#39;m searching everywhere,&lt;br /&gt;Screw myself everynight,&lt;br /&gt;&#39;Cause  I&#39;m living just for you.&lt;br /&gt;If you&#39;d see me now, you would understand,&lt;br /&gt;How  I, I need&#39;e you and you need me!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Baby, I love you! I wander  everynight.&lt;br /&gt;Baby, I need you! My life it&#39;s just for you.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Don&#39;t you see me?&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Don&#39;t you feel  the pain?&lt;br /&gt;I&#39;m giving in...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So desperate here I lay,&lt;br /&gt;Your  picture in my mind.&lt;br /&gt;I wanted you to stay with me.&lt;br /&gt;A lonesome  little boy in a lonely head,&lt;br /&gt;I&#39;m gonna go insane.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So what am I  to you?&lt;br /&gt;What is it that you feel?&lt;br /&gt;Am i just some flirt to you?&lt;br /&gt;I  know what my feelings are like&lt;br /&gt;And I , I know they, they are true.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Baby,  I love you! I wander everynight.&lt;br /&gt;Baby, I need you! My life it&#39;s  just for you.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Don&#39;t you feel  safe?&lt;br /&gt;Won&#39;t you dry my tears?&lt;br /&gt;I&#39;m cryin alone..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;..I love  you..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Solo]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Baby, I love you! I wander everynight.&lt;br /&gt; Baby, I need you! My life it&#39;s just for you.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Don&#39;t you see me?&lt;br /&gt;Don&#39;t  you feel the pain?&lt;br /&gt;I&#39;m giving in...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Baby, I love you! I  wander everynight.&lt;br /&gt;Baby, I need you! My life it&#39;s just for you.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Baby, I love you!  I wander everynight.&lt;br /&gt;Baby, I need you! My life it&#39;s just for you.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;Won&#39;t you  understand?&lt;br /&gt;Won&#39;t you take my hand?&lt;br /&gt;Don&#39;t say we can&#39;t,&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span style=&quot;font-size:small;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;&#39;Cause I&#39;m lovin&#39;  you...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 3.10.2007&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/3788145354839877080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/baby-i-love-you.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/3788145354839877080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/3788145354839877080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/baby-i-love-you.html' title='Baby, I Love You!'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-6103778931016751986</id><published>2010-04-15T10:19:00.000-07:00</published><updated>2010-04-15T21:24:45.429-07:00</updated><title type='text'>Der Erste Schnee</title><content type='html'>&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-family: georgia;font-family:verdana,arial,sans-serif,helvetica;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;div class=&quot;blogSubject&quot; style=&quot;text-align: justify; padding: 10px 0px 5px; color: rgb(0, 0, 0); font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;font-weight: normal;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Für Stefanie&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id=&quot;pBlogBody_290667431&quot; class=&quot;blogContent&quot; style=&quot;padding: 5px 0px; color: rgb(0, 0, 0); font-weight: normal;&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Können wir trotzdem Freunde bleiben?&#39; fragte er sie leise und verzweifelt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Klar, man kann immer befreundet bleiben. Die Frage ist nur, was du draus machst, das liegt jetzt bei dir.&#39; antwortete sie ihm kaum waren ihre Worte verklungen, schrie er, jetzt lauter und sicherer seine Antwort in die Muschel des Hörers,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Was soll das denn jetzt heißen? Du willst mir doch wohl nicht den schwarzen Peter unterjubeln. Das liegt ja wohl eher an uns beiden und nicht nur an mir, oder?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Abwesend und resigniert beendete sie das Gespräch mit den Worten: &#39;Mag&#39;s liegen an wem es will, dafür habe ich keinen Geist mehr. ich brauche jetzt Ruhe. Ich melde mich.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Es klickte in der Leitung und sie war weg, die Verbindung gekappt. Sie bekam nicht von seiner Wut über dieses Gespräch mit und sie war sicherlich auch froh darüber, nicht zu wissen was in seinem Kopf vorging. Er hätte es umgekehrt zu gern gewusst. Kurze Zeit stand er noch vor dem Telefon an der Wand, sah es an und nach und nach verging die Wut und die Eifersucht. All der Schmerz verschwand nach und nach. Und dann war es ihm scheinbar egal. er war gleichgültig. Es war ihm egal. innerlich schloss er das Buch in dem sie steckte und vernichtete es oder verschloss es zumindest so fest, dass er glaubte, es nie wieder öffnen zu können, selbst wenn er wollte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er nahm den schwarzen ledernen Mantel vom Haken und im Überstreifen schaltete er das Licht aus, schloss die Tür und verriegelte sie.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Zeit zu feiern, wollen wir doch mal sehen, wen wir noch aus den betten klingeln können&#39;, dachte er während der Weg ihn zielstrebig hinzugehen ließ. Strebend zum Haus eines Freundes.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Doch er kam nicht bei ihm an. Irgendwo auf dem Weg setzte er sich und dachte nach. Viele wirre Gedanken waren da, derer es zu ordnen Stunden bedurft hätte. Doch er schlief ein. Die Novembernacht war kalt und so feucht, dass die Nässe bei jedem Atemzug in Mund und Glieder fuhr. Doch er bemerkte das nicht und selbst wenn er es bemerkt hätte, es hätte ihn wohl nicht gestört. Er wusste nicht, warum er sich gesetzt und später gelegt hatte. Er wusste nicht, warum er nicht einfach wieder aufgestanden war und seinen Weg fortgesetzt hatte. Er schlief einfach ein, ohne es zu bemerken.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Da war das warme Licht des herbstes, sanft durch die matt und doch so kraftvoll gefärbten Blätter der Bäume fallend. Der blaue Himmel hing hoch über allem, alles überblickend und der Wind, ein letztes mal warm wehend, trug die Erinnerungen fort, die es ohnehin nicht wert waren vergessen zu werden. Neue Erinnerungen traten an die Stelle der verwehten und ersetzten sie und die Blätter wehten unaufhörlich dem Boden entgegen um den letzten Lebensatem der Erde entgegenzuhauchen. Golden lagen die Kornfelder hinter dem Waldesrand als hätten sie nie das blasse Grau des Regens gesehen. Die alten Gräber längst verfaulter Helden lagen vergessen zwischen Buchen und Erlen, so stark überwuchert, dass sie langsam eins zu werden schienen mit dem Waldboden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Da waren Pärchen, sich sanft gegenseitig wiegend. Und da war auch er, teil eines dieser Pärchen, sanft ein Mädchen im Arm wiegend.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er wachte auf als er endlich bemerkte, dass er vom Schnee durchnässt war.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Sieht ganz danach aus, als wären diese letzten schönen Tage endgültig passé.&#39;, sagte er zu sich selbst als er sich auf der Bank aufrichtete. Den Kopf reckte er dem grauen Himmel, der unaufhörlich dicke Schneeflocken herunterrieseln ließ entgegen. Er dachte kurz nach, ob er vielleicht den Weg fortsetzen sollte, den er am Abend zuvor begonnen hatte, zog es dann aber doch vor, das feuchte Leder gegen trockenes Leinen zu tauschen. Er machte sich also auf den Weg.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Der Schnee blieb liegen. Die Abgase der Autos und die Motorenwärme machten den Teppich weißer Flocken jedoch schnell zu braunschwarzem stinkenden Matsch. Er mochte das Geräusch der Autos nicht hören, als er die nassen Hüllen abgelegt und sich neu bekleidet hatte. Er beschloss sich in das Zimmer zurückzuziehen, das einst sein Kinderzimmer gewesen war. Er hatte es, so gut es ging in dem zustand gelassen, in dem es war, als er fortgegangen war. Dieses Zimmer spendierte ihm die Ruhe und Gelassenheit, die Erinnerungen an lange vergangene, frohe Kindertage mit sich bringen. Freilich waren seine Kindertage nicht so schön wie dieser Raum ihm vermitteln wollte gewesen. Oft hatten seine Mutter und Vater sich gestritten, hatten ihn zwischen ihre Fronten geschickt, ihn für ihre Sache missbraucht. Sprich, ihn kaputt gemacht. Umso mehr gefiel es ihm aber, dass es ihm durch eben diese Eltern ermöglicht worden war, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren. Und eben diese eine Sache ließ ihn dankbar sein. Langsam ließ er sich also in einen tiefen Korbsessel sinken und las in einem Buch, was er vor langer Zeit einmal gelesen hatte. Schnell aber überlas er die Buchstaben, Wörter und Sätze, denn etwas ganz anderes beschäftigte ihn. Es war dasselbe, was ihn schon in seinem Traum beschäftigt hatte, dasselbe, was ihm schon seit einigen Wochen das Denken verdunkelte. Es war dieser immer wiederkehrende Wunsch mit ihr zusammen zu sein. Eigentlich wollte er diese Gefühle verdrängen und vergessen. Aber wie sollte er vergessen, wenn er ständig daran erinnert wurde? Er beschloss sich über sein Gewissen hinwegzusetzen, sie anzurufen und es ein für alle mal aus der Welt zu schaffen. Er wollte einfach nicht mehr jede Nacht wegen ihr aus wüsten Träumen erwachen, weil er wieder von ihr geträumt hatte. Wollte nicht mehr stundenlang ziellos durch die Stadt laufen oder zuhause in verdunkelten Räumen sitzen und über ihre gemeinsamen Ziele nachdenken. Er wusste ganz genau, dass dieser Anruf wohl nicht viel ändern würde, aber es war ein erster Schritt. Also nahm er den Hörer und wählte ihre Nummer, die er noch immer nicht hatte vergessen können.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Eine Männerstimme.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Verstört verlangte er nach ihr.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Wer war das?&#39;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Das war mein neuer Freund.&#39;, lautete ihre kühle Antwort.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er wurde aus einem unbestimmten Grund sehr wütend.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Schön, dass du mir das vorher gesagt hast, vie Spaß dann!&#39; Verbost warf er den Hörer quer durch den Raum, dass die Schnur aus der Buchse am Gerät riss und der Hörer mit lautem Krach an eine Wand und schließlich zu Boden fiel. Sie hatte es ihm gesagt. &#39;Ich will es mit ihm versuchen. und nicht mit dir!&#39;, hatte sie gesagt und doch hatte er sich nicht damit abfinden wollen, es nicht glauben wollen. Und nun war es bittere Gewissheit. Auf einmal machte alles, was er bisher getan hatte keinen Sinn mehr. Er hatte sich Vorwürfe gemacht, dass es zu ende gegangen &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;war und dass er gezweifelt hatte und wie es dann letzten Endes auch zu Ende gegangen war. Es waren Selbstvorwürfe, die sein Gewissen, sein innerstes selbst zerfetzten. Er hatte gezweifelt, hatte sie verlassen, sich ein neues Mädchen gesucht. Das zwei Mal und sie hatte ihm nicht mehr verzeihen können, als er sich darüber klar geworden war, dass er nur sie liebte und sein Leben mit ihr verbringen wollte. Und ihr stand er nun. Schwer atmend, zähneknirschend, den Hörer auf dem Boden betrachtend. alles wurde in Schutt und Asche gelegt, was ihm einst Freundschaft, Vertrauen und vor allem Liebe gewesen war. Und all seine Reue schien ihren Wert verloren zu haben. er hatte gebüßt und es hatte nichts genutzt. Er war sich seiner Sache sicher und sie war doch vergebens. Er liebte und würde nicht mehr geliebt werden. Er hob den Hörer auf und versenkte die Strippe wieder im Gerät, rüttelte ein wenig daran, es klickte und das Telefon funktionierte wieder. Es war ihm völlig egal, ob er fühlte oder nicht, was er fühlte oder warum. Sein Blick war so leer, wie es der Blick in sich selbst gewesen wäre. Und doch machte es ihn wütend. und so riss er den Mantel, der noch immer nass war vom Haken und warf die Tür hinter sich dermaßen ins Schloss, dass sich die Tür verzog, was er aber erst später bemerken sollte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Die Augen düster gesenkt, drängte er sich nun durch die Straßen, die am Morgen noch so leer gewesen waren. Vorbei an Männern, Kindern, Frauen, Mädchen. Es kam ihm vor, als wollten sie ihm den Weg versperren und so entschloss er sich in den Wald zu gehen, in der Hoffnung noch einmal dieses beruhigende Licht, dass alles so warm erscheinen lässt und Geborgenheit spendet, zu spüren. Er hoffte dort die Ruhe zu finden, die er nun brauchte. Er wollte nicht an Wut, Verzweiflung, Eifersucht und einem gebrochenen Herzen kaputt gehen. Doch angekommen im Wald, fand er nicht die bunten Blätter auf die er gehofft hatte und fand nicht das warme Sonnenlicht. Der Himmel war grau, ließ keinen einzigen Sonnenstrahl zu den Baumwipfeln oder dem Erdboden durchdringen. Die Blätter, lang schon herabgefallen und vom weißen Schnee bedeckt, lagen braun und erstorben, hier und da aus dem Schnee hervorlugend vor ihm und manchmal knackte ein Ast unter seinen Schritten. Trostlos schien es nun hier und kein Ton war zu hören, kein Vogel sang, wie noch vor kurzer Zeit. Das Leben, was ihn einst staunen ließ, schien den Wald verlassen zu haben. Es fröstelte ihn und so ging er nun schneller durch den Wald, in der Hoffnung zu finden, was er suchte, wenngleich er sich nicht sicher war, was das war. Nach langem Marsch, es begann bereits zu dämmern, gelangte er an den Waldrand, der in das Gelände des Krankenhauses überging. Er fühlte sich krank. Seine Füße waren nass und ebenso Brust und Rücken.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;In der Nähe des Krankenhause sist es kein Wunder sich krank zu fühlen, wo doch Krankheit, Koma Tod und Vergängnis hier so nah beieinander liegen und allgegenwärtig sind.&#39; dachte er und erinnerte sich, wie er am Bett seines Großvaters gesessen hatte und ihm die Hand gehalten hatte, bis sie kalt und starr geworden war. Viele Tränen hatte er die ganze Nacht über vergossen. Selbst hatte er hier viele Nächte verbringen müssen, war selbst Teil dieser Allgegenwart.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er mochte nicht länger hier bleiben und so beeilte er sich weg zu kommen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er kam wieder nach hause und zog den triefenden Mantel aus. Der Ofen war aus und er hatte keine Kohlen mehr. Es war kalt. Sein Hemd, seine Hose, die Strümpfe, alles war nass. Doch es störte ihn nicht. Er blickte kurz zum Telefon.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;3 verpasste Anrufe / 3 ungehörte Nachrichten&#39; war dort in Leuchtschrift zu lesen. Er hörte sie an. Sein Vater hatte angerufen und gefragt, ob man an Weihnachten mit ihm rechnen könne.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Das weiß ich ja selber nicht mal, Papa.&#39;, sagte er vor sich hin.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Die anderen beiden Nachrichten waren von ihr gewesen, er löschte sie deswegen nachdem er ihre Stimme erkannt hatte, ohne sie anzuhören.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Hey, ich ma..&#39;, &#39;Nachricht gelöscht&#39;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Letztendlich wollte er nicht mehr, dass es ihn kümmerte. Er ging die kurze Treppe hinab über den Flur ins Schlafzimmer, schaltete das Licht ein und wieder aus und legte sich hin. es war nun auch egal, das die Kälte der nassen Kleider ihm weiter in die Glieder fuhr und er ließ sie an.....&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Es dauerte lange, bis er eingeschlafen war und sein Schlaf war unruhig.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er sah Gesichter. Die seiner Eltern, die seiner Freunde, sah die Gesichter vieler Leute, die er einmal gekannt hatte. Sah ihr Gesicht und sah, wie sie ihn küsste und mit einem mal war es nicht mehr er den sie küsste, sondern ihr euer Freund mit seinen rot gefärbten Haaren und seinem blassen, schmalen Gesicht, in das die kurzsichtigen Augen unproportional zum Rest des Gesichtes eingebettet waren. Er sah, wie er ihn auslachte mit seinen langen, gelben Zähnen und sah sich selbst weinen und seine Dummheit verfluchen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Tief in der Nacht erwachte er. Seine Glieder waren kalt und er fror. Mit müden Augen richtete er sich auf, stand auf und verließ das Haus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Was mache ich hier?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Warum gehe ich?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Meine Füße tun weh und es schmerzt in der Brust, wenn ich atme.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Was ist los?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Alles ist so trüb.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ist es neblig?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Der Wind ist kalt und tut im Gesicht weh, so kalt ist der Wind.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich fühle mich so matt.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Wohin gehe ich?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Meine Füße werden mich schon tragen.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Irgendwohin&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Wohin ist egal&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich will an etwas anderes denken.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich will sie da nicht mehr haben.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Soll sie gehen wohin sie will und mit wem sie will.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Nein, ich belüge mich selbst. mit mir soll sie gehen. ich liebe doch nur sie.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Und doch ist es besser so.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Es sollte mir egal sein.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;So egal.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Leben, was ist das eigentlich?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ein großes Streben nach einem fernen Ziel am Horizont?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Was ist dann mein Ziel?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Sie war es.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;....&#39;Und ich darf mein Ziel nicht erreichen.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Was ist dann mein Ziel?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Habe ich überhaupt noch eins?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Oder ist das Leben doch nur ein ereignisreiches Vegetieren?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Das würde so einiges erklären.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Aber warum musste ich zweifeln?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Warum musste ich sie verlassen?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Es war, weil wir uns nicht mehr verstanden haben und Streit wirkt nun mal wie Gift aif eine Beziehung.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Haben wir uns denn wirklich so oft gestritten?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Habe ich das in meinem Zweifelwahn nicht alles inszeniert?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Habe ich nicht alles daran gesetzt?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;So kam es doch, dass wir uns getrennt haben.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich bin selbst schuld.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Was rege ich mich also eigentlich auf?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Bin ich doch selbst schuld.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Es war doch besser so.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Es hätte doch sowieso nichts mehr gebracht.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Wie lange brauchte ich, mir das einzureden, bis ich es selbst geglaubt habe?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Wie oft habe ich mich in meinem Wahn nach der Trennung gesehnt?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Jetzt habe ich sie.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Und glücklich bin ich nicht&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich bin unglücklich, weil ich jetzt sicher bin.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Weil ich nicht mehr zweifle.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Meine Liebe ist stark.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Und doch ist sie nun unnütz.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich muss damit aufhören.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&#39;Ich muss einfach damit aufhören.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Es war Tag geworden und wieder Nacht. Die Lichter der Lampen im Stadtpark leuchteten in die Nacht. Er wusste nicht, wie er hierher gekommen war. Er blickte hinüber in die Rehgehege und sah den Tieren zu. Es war kalt und die Nässe in Hemd und Hose war an einigen Stellen schon gefroren. Er spürte seine Finger nicht und er hustete viel, obwohl es ihm bei jedem Schub die Brust zu zerreißen schien. Langsam verschwanden die Tiere vor seinen Augen und ein leichter Nebel legte sich auf seine Augen. Langsam ermattete das Licht der Laternen und ging schließlich ganz in Dunkelheit über.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Spaziergänger fanden ihn am nächsten morgen und riefen den Notarzt. Der konnte aber nur noch seinen Tod feststellen. Als Todesursache wurde später ein Zusammenspiel von Erschöpfung, Mangelerscheinungen, einer Lungenentzündung und Erfrierungen angegeben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Man hörte eine Frau sagen:.... &#39;Was muss bloß mit dem armen Kerl los gewesen sein, nachts bei dem Wetter ohne Jacke und ohne Schuhe im Park rumzulaufen?&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Die gefrorenen Tränen, die erst viel später auftauen und ihren Weg seine Wangen hinab beenden sollten bemerkte niemand.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Die zeit verstrich und es war der 24. Dezember, als er im Beisein seiner Eltern im Familiengrab neben seinem Großvater beigesetzt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Sein Vater weinte. Er hatte noch nie wegen seines Sohnes geweint.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er war also Weihnachten nach hause gekommen, wie sein Vater es wollte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er weinte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Sein Vater weinte an Weihnachten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Um ihn.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Als seine Mutter nach Tagen die Anrufe auf der Anrufbeantworter beantwortete hörte das Mädchen nicht mehr, wie seine Mutter sich unter Tränen von ihr verabschiedete. Der Hörer war ihr längst aus der Hand geglitten. Zumindest hätte er es sich so gewünscht. Seine Mutter wusste nicht, was passiert war, als die Verbindung auf einmal unterbrach, aber das war es, was sie sich vorstellte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Und der Wind wehte. Er wehte über sein Grab und trug die Erinnerungen an ihn hinfort. Und so weht er, trägt die Erinnerungen an vergangene Tage hinfort und weht den Menschen eine neue, sich ständig verändernde Welt, voll von Dingen, die erinnert werden wollen entgegen und was einmal war und nicht mehr ist geht verloren im Wind der Erinnerung, der immer weht und auch das morgen mit sich nehmen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 23.7.2007&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/6103778931016751986/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/der-erste-schnee.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/6103778931016751986'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/6103778931016751986'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/der-erste-schnee.html' title='Der Erste Schnee'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-2275196525503487166</id><published>2010-04-11T09:00:00.000-07:00</published><updated>2010-04-11T21:33:12.092-07:00</updated><title type='text'>Die Geschichte deines Lebens</title><content type='html'>Wir gehn die Straßen auf und ab.&lt;br /&gt;Trinken hier ein Bier und dort und jetzt.&lt;br /&gt;Laufen uns die Nacht die Beine schlapp,&lt;br /&gt;Während ich so durch Gedanken hetz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;du willst mich heut,&lt;br /&gt;du willst mich ganz.&lt;br /&gt;In Lichtgeschwindigkeit,&lt;br /&gt;Die volle Distanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Narben dort am Handgelenk,&lt;br /&gt;Sie leuchten rosa hier im Purpurlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hände erzähln die Geschichte deines Lebens.&lt;br /&gt;Wo? Wie? Wann?&lt;br /&gt;Und da fehln zwei Jahre dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volles Vertrauen nach nur zwei Tagen,&lt;br /&gt;Das kann nicht mal ich dir geben,&lt;br /&gt;du musst mich schon ganz in dir tragen,&lt;br /&gt;Um mit mir durch die Gassen zu fegen.&lt;br /&gt;Love me, need me, use me, abuse me.&lt;br /&gt;Bin ich nur so wie all die andern?&lt;br /&gt;brauchst du mich nur fürs hier im bett?&lt;br /&gt;Die Antwort fehlt und ich geh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sitz ich nun hier im Park bei Nacht,&lt;br /&gt;Träum wilde schwere Träume.&lt;br /&gt;Da kommst du schon und küsst mich sacht,&lt;br /&gt;Und es rauschen dort und da die Bäume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;du sagst, du willst mich,&lt;br /&gt;du sagst, du willst mich ganz.&lt;br /&gt;Doch so gehts nun mal nicht,&lt;br /&gt;Denn da ist noch ein andrer Hans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Narben dort am Handgelenk,&lt;br /&gt;Man sieht sie nicht und leuchten tun sie doch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hände erzähln die Geschichte deines Lebens.&lt;br /&gt;Wo? Wie? Wann?&lt;br /&gt;und da fehln zwei Jahre dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich soll dir helfen, mit dir kommen.&lt;br /&gt;Was erwartest dzu von mir?&lt;br /&gt;du musst mich schon ganz in dir tragen,&lt;br /&gt;Um meine Hilfe zu erlangen.&lt;br /&gt;Help me, seed me, kiss me, shoot me.&lt;br /&gt;Ich bin nur einer von so vielen,&lt;br /&gt;du brauchst mich nur fürs hier zum Heuln.&lt;br /&gt;Ich weiss nicht, was das soll und geh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Wochen später, sind vergangen,&lt;br /&gt;Da hör ichs durch die Muschel,&lt;br /&gt;du kommst nicht mehr und bist vergangen&lt;br /&gt;Und das gras weht grau in Büscheln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;du wolltest sterben,&lt;br /&gt;du wolltests ganz.&lt;br /&gt;So solltest nicht mal du verderben&lt;br /&gt;Und alle wollns und keiner kanns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt; Und noch immer &lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Narben dort am Handgelenk,&lt;br /&gt;Sie leuchten hier im großen Hallenseelenslicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hände erzähln die Geschichte deines Lebens.&lt;br /&gt;Wo? Wie Wann?&lt;br /&gt;Und da fehln zwei Jahre dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnts nicht, wollte doch nichts tun.&lt;br /&gt;Und doch ist keine Reue hier.&lt;br /&gt;du wolltest mich nicht in dir tragen,&lt;br /&gt;Brauchtest dies und das und den und ihn.&lt;br /&gt;Remember me, regret me, curse me, forget me.&lt;br /&gt;So war ich doch nur einer von vielen&lt;br /&gt;Und kann doch nur drüber lachen.&lt;br /&gt;Ich werf die Tulpe hin und geh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 6.7.2007</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/2275196525503487166/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/die-geschichte-deines-lebens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/2275196525503487166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/2275196525503487166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/die-geschichte-deines-lebens.html' title='Die Geschichte deines Lebens'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-7563367147298676369</id><published>2010-04-10T11:17:00.001-07:00</published><updated>2010-04-11T09:38:13.642-07:00</updated><title type='text'>Bilder die brennen</title><content type='html'>&lt;div  style=&quot;text-align: justify;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;  style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Jakob kam ohne Puls und Herzschlag auf die Welt. Er erstickte auf dem Weg in die Welt. Die Ärzte konnten ihn retten, holten ihn ins Leben, gebaren ihn. Nach 3 Stunden hörte sein Herz wieder auf zu schlagen. Diesmal holten die Ärzte ihn zurück ins Leben. Jakobs Gehirn hatte bei der Geburt viel gelitten und blieb geschädigt. Heute ist Jakob 5 Jahre alt. Er sitzt im Rollstuhl. Den Kopf stets im Nacken, sitzt er da, in dieses Gerät gefesselt, was ihn davon abhält sich frei zu bewegen. Er könnte sich nicht bewegen. Seine Beine sind dünn wie die Heizungsrohre, die an der Wand neben seinem Bettchen entlanglaufen. Musik, Stimmen und Tiere machen ihm Angst.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot; class=&quot;Apple-style-span&quot;  &gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er atmet. Er schreit. Er weint.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Er wird gefüttert. Kauen kann er nicht und selbst das Schlucken des pürierten Hühnerfleisches, das ich vom Knochen apgepult, und im Mixer zerkleinert habe, macht ihm Probleme. Langsam bewegt sich der Kehlkopf auf und ab. Verhindert so, dass Jakob verhungert. Die Beine sind fest verkrampft, unter einer Decke werden sie vor den Augen um ihn versteckt. Ab und zu zuckt er und man glaubt, seine leeren, blinden Augen würden einen ansehen, man hat das Gefühl, dass er etwas sagen möchte, sich mitteilen möchte, fragen möchte:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;„Was ist das Leben&quot;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Jakob liegt vor mir auf der Pritsche. Sanft und vorsichtig gleite ich mit dem Waschlappen über seinen kleinen Körper, versuche ihm ein wenig Geborgenheit mit meinen Händen zu schenken. Er liegt still und verkrampft vor mir.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich lege ihn in sein Bettchen drehe die Heizung auf, decke ihn zu und flüstere ihm ins Ohr: „Nimm etwas von mir, nimm etwas von meinem Leben, ich möchte dir etwas von meinem Leben geben&quot;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich möchte ihm etwas von meinem Leben abgeben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich lösche das Licht und schließe die Tür, höre ihn leise in den Abend hinein atmen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich gehe zurück in die Küche.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Amina ist kaum 5 Jahre alt, gerade erst hatte sie Geburtstag. Ich kenne Amina, seit sie hier ist, seit ihre Mutter damals mit ihr und ihrer kleinen Schwester im Sekretariat stand und so etwas wie „Strastvuiche&quot; sagte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich kann kein russisch. Auch Amina kann kein russisch. Amina kann Brocken. Ein wildes WirrWarr aus deutschen und russischen Worten, jenen Worten, die sie zuhause und hier täglich hört. Sie ist genügsam. Verpackung ist ihr liebstes Spielzeug. Die Papprolle, die ich ihr an ihrem ersten Tag gegeben habe, hab sie noch immer, auch wenn sie heute nichts mehr weiter als unförmiges Altpapier ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;„Hör auf Amina&quot;, höre ich sie schreien, als ich die Küche wieder betrete. Sie sitzt am Tisch und isst, den Kopf auf eine Hand gestützt, ihr Brot. Amina ist blind geboren und ihre Augen liegen weit eingefallen, viel zu klein, in ihren Höhlen. Amina trinkt still aus ihrer Tasse, schreit dann wieder einen Brocken. Russisch. Ich kann kein russisch. Ich nehme sie an der Hand und singe leise vor mich als wir ins Bad gehen. „I sit and watch the children play&quot;, Amina ist still geworden. Ihre Windeln liegen im Abfalleimer und ich wasche auch sie sanft und behutsam. „My riches can&#39;t buy everything&quot; Und als ich den letzten Vers singe, umschlingt Amina meinen Hals und flüstert mir etwas ins mein Ohr. Ich verstehe es nicht. Ich kann kein russisch. Und doch hört es sich wie „Was ist das Leben?&quot; an. Verständig nickend drehe ich meinen Kopf und flüstere in ihr kleines Ohr: „Nimm etwas von mir, nimm etwas von meinem Leben, ich möchte dir etwas von meinem Leben geben.&quot;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich möchte ihr etwas von meinem Leben abgeben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Amina hat mich gekratzt und während ich mir die Spuren im Nacken reibe, gehe ich mit ihr in ihr Zimmer. Ich lege sie in ihr Bett und lege die Decke mit Balu dem Bären auf sie. Sie kuschelt sich ein und schließt ihre kleinen Augen. „As tears go by&quot; singe ich leise, ganz sacht, als ich das Licht ausschalte und die Tür schließe. Ein paar mal höre ich Amina noch rufen, aber ich kann kein russisch.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich gehe zurück in die Küche.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Dietmar sitzt noch immer am Tisch und hat die leeren Trinkpäcken die auf dem Tisch standen mittlerweile alle in kleine Schnipsel zerrissen. Dietmar ist genauso alt wie ich. Er ist groß, trägt eine Brille und hat immer ein Grinsen auf dem Gesicht. Dietmar kann nicht sprechen. Stattdessen zwitschert er vor sich hin. Seine ganze Erscheinung, obwohl groß und unbeholfen, gleicht der eines Tänzers. Jeder Schritt ist wie ein Tanz und gerne dreht er sich, spürt den Wind in seinem Gesicht, die Pfützen auf dem Kopfsteinpflaster. Als ich ihm sage, dass er abräumen soll, freut er sich, klatscht in die Hände, steht auf und tänzelt durch den Raum. Die Dinge, die er täglich tut kann er. Sie sind ihm regelrecht Bedürfnis. Und doch kann er sich selbst nicht waschen. Ich gehe also wieder hinüber ins Bad und rufe ihn. Er kennt den Ablauf und stellt sich unter die Dusche. Während er sich unter der Dusche dreht und Melodien zwitschert, seife ich ihn ein und dusche ihn ab.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Als ich ihn abtrockne glaube ich ihn leise singen zu hören, „Was ist das Leben?&quot;. Ich antworte ihm: „Nimm etwas von mir, nimm etwas von meinem Leben, ich möchte dir etwas von meinem Leben geben.&#39;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich möchte ihm etwas von meinem Leben abgeben&quot;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Dietmar zieht sich sein Schlafzeug an und umarmt mich bevor nun auch er ins Bett geht um zu schlafen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Nadine lebt bei Pflegeeltern, weil ihre leiblichen Eltern im Gefängnis sind. Als Nadine nur 3 Jahre alt war, schlugen ihre Eltern sie so lange mit dem Kopf gegen eine Wand, bis er brach. Die Ärzte konnten sie wieder ins Leben holen, doch das normale Mädchen war nicht mehr sie selbst. Sie konnte nicht mehr sprechen, nicht mehr essen, nicht mehr laufen. Wie Simon sitzt sie im Rollstuhl und blickt um sich. Ich weiss nicht, ob sie mich erkennt, wenn ich vor ihr stehe, ob es einen Unterschied für sie macht, wer da steht, aber sie sieht sich immer um, sieht die Sonnenstrahlen im Herbst, wie sie durch die Blätter scheinen, sieht den kobaltblauen Himmel, der über ihr schwebt. Ich füttere sie und wische ihr den Mund ab, gebe ihr zu trinken und halte ihr ein Tuch unter.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Nadine ist 7 Jahre alt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Die ganze Zeit frage ich mich, wie Eltern ihren Kindern so etwas antun können. Nadine könnte heute in einem Bett schlafen, und von ihrem nächsten Schultag träumen. Und morgen würde sie dann mit ihrem Hund spatzieren gehen, wenn sie aus der Schule käme. Aber sie sitzt vor mir in einem Rollstuhl und muss sich von mir füttern lassen. Aber ich mache es gerne. Es ist das mindeste was ich tun kann und noch dazu meine Aufgabe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich muss spucken, als Nadine beim Schmatzen der Speichel aus dem Mund läuft. Sie hat Hunger. Als ich vom Klo wiederkomme sitzt sie noch immer und wartet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Selbst wenn sie wollte, könnte sie nichts ändern. Ich frage mich, wie sich das Kind in ihrem Käfig wohl fühlt, wenn es weiss, wo es ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich löse die Bremsen ihres Rollstuhls, fahre mit ihr ins Bad. Sie freut sich und lacht, weil ich ein wenig Fahrt aufnehme. Ich hebe sie aus ihrem Rollstuhl, lege sie auf die Pritsche und schnalle sie dort fest. Nadine kann nicht laufen, aber sie braucht immer Bewegung. Nadine zu waschen ist nicht leicht. Nadine ist erst 7, aber sie braucht Binden, sie hat starken Schambewuchs und sie hat Brüste. Sie tut mir leid. Ich muss mich wieder übergeben. Als ich sie dann weiter wasche, passiert, was ich verhindern wollte. Sie blickt mir mitten in die Augen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;„Was ist das Leben?&quot;, fragen mich 2 blaue Augen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;„Nimm etwas von mir, nimm etwas von meinem Leben, ich möchte dir etwas von meinem Leben geben&quot;, antworte ich ihr.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich möchte ihr etwas von meinem Leben geben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Sie hat neue Windeln an.Ich schnalle sie los und ziehe ihr Schlafzeug an, setze sie zurück in den Rollstuhl und fahre sie an ihr Bettchen. Vorsichtig lege ich sie in ihr Bett, schnalle sie fest und decke sie zu. Nadine schläft mit Licht. Ich gebe ihr eine Kuss auf die Stirn und gehe hinaus, ziehe die Tür hinter mir zu.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich wasche ab und schließe die Tür zur Küche. Ein letztes mal gehe ich an alle Zimmertüren und horche. Sie schlafen. Ich ziehe meine Regenjacke an und gehe hinaus. Die Tür verriegele ich hinter mir, die Nachtwache wird sie später wieder aufschließen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Vor der Tür zünde ich eine Zigarette an. Kaum, dass ich es hätte rechtzeitig merken können, sitze ich im regennassen Kies auf dem Hof und weiss nicht mehr, ob es der Regen ist, der mir von der Nase rinnt, oder ob ich weine. Die Zigarette ist im regennassen Dreck wieder ausgegangen und ich lasse sie liegen, als ich wieder aufstehe und in meine Wohnung gehe. Es ist niemand da, also sitze ich wortlos am Tisch und esse eine kalte Bockwurst. Ich putze mir die Zähne, dusche mich und ziehe meinen Pyjama an. Dann lege ich mich ins Bett. Und schließe meine Augen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Bald schon bin ich eingeschlafen und träume von Kinderlachen, von sonnigen Tagen am Strand, der Sand knirschte zwischen unseren Zehen, träume von schattigen Wäldchen, in denen das Licht der Sonne so wunderschön zwischen den Blättern hindurch auf den Boden fällt. Ich träume vom Roten Laub und wie wir uns darin wälzten, wie wir doch nur ein wenig später Schlitten fuhren und uns mit Schneebällen bewarfen und wie wir Blumen für unsere Mütter pflückten. Ich träume davon, wie ich das erste mal verliebt war und von meinem ersten Kuss, träume, wie ich einen Freund zu Grabe getragen habe und wie bitterlich ich weinen musste, träume vom Lachen meiner Nichte, als sie ein Jahr alt wurde, träume wie ich die Spitzhacke in den harten Beton habe krachen lassen und wie mir die Arme weh getan haben. Ich träume, wie ich in der Küche abwasche, eine kalte Bockwurst esse, mir die Zähne putze, wie ich mich dusche und mir meinen Pyjama anziehe, träume, wie ich mich endlich ins Bett lege und die Augen schließe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ich habe ihnen all mein Leben gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 28.2.2007&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/7563367147298676369/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/bilder-die-brennen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/7563367147298676369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/7563367147298676369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/bilder-die-brennen.html' title='Bilder die brennen'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-6208508503116848847</id><published>2010-04-08T07:56:00.000-07:00</published><updated>2010-04-11T09:34:48.574-07:00</updated><title type='text'>Tomorrow&#39;s Gonna Be</title><content type='html'>&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;;font-family:georgia,arial,sans-serif,helvetica;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;When I woke up,&lt;br /&gt;I found her lying next to me.&lt;br /&gt;The rain was pounding on the window.&lt;br /&gt;And I thought,&lt;br /&gt;Tomorrow&#39;s gonna be.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;....I stood up and left the house,&lt;br /&gt;Sat in my car and drove around.&lt;br /&gt;Grey sky on my Eyes.&lt;br /&gt;And I thought,&lt;br /&gt;Tomorrow&#39;s gonna be.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;  style=&quot;font-family:georgia;&quot;&gt;&lt;br /&gt;....A field lay there behind the junk,&lt;br /&gt;The moon&#39;s glance in a rainy slop.&lt;br /&gt;Windy breeze in leaves all brown.&lt;br /&gt;And I thought,&lt;br /&gt;Tomorrow&#39;s gonna be.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot; style=&quot;;font-family:georgia,arial,sans-serif,helvetica;font-size:100%;&quot;  &gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;&lt;br /&gt;....At home the key turns in the lock,&lt;br /&gt;The mother&#39;s sleeping drunk.&lt;br /&gt;The evening&#39;s still all gone.&lt;br /&gt;And I thought,&lt;br /&gt;Tomorrow&#39;s gonna be.&lt;br /&gt;....&lt;br /&gt;The bed is warm,&lt;br /&gt;She&#39;s lying next to me.&lt;br /&gt;The snow&#39;s whitening the window glass.&lt;br /&gt;And I think,&lt;br /&gt;Tomorrow&#39;s gonna be.                                                                                                                                                       &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class=&quot;blogSubject&quot; style=&quot;padding: 10px 0px 5px; font-family: georgia;&quot;&gt;&lt;span class=&quot;Apple-style-span&quot;&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 27. 1. 2007&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/6208508503116848847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/tomorrows-gonna-be.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/6208508503116848847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/6208508503116848847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/tomorrows-gonna-be.html' title='Tomorrow&#39;s Gonna Be'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5780273517334552157.post-3805327009864480603</id><published>2010-04-07T15:57:00.000-07:00</published><updated>2010-04-11T21:32:06.772-07:00</updated><title type='text'>Vierfacher Sonnenkreis</title><content type='html'>&lt;span style=&quot;;font-family:georgia;font-size:100%;&quot;  &gt;3.44Uhr am  1.1.2007. Ich bin wieder da. Zuhause. 4 Parties oder Möchtegern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1.  Die Hippie-Party.&lt;br /&gt;Andi hat mich dazu eingeladen und ich wollte nur  aus einem Grund da hin. Birgit. Und als ich dann da war, hab ich ein  paar mehr oder weniger interessante Gespräche geführt, ein wenig  gegessen, den Leuten Spiele erklärt. Aber was viel viel wichtiger ist,  ich habe mitbekommen, das das Quatsch ist. Nicht nur die blöde Party.  Das mit Birgit genauso. Denn irgendwie hat sie die Party noch viel mehr  Hippy gemacht als sie sowieso schon war. Also bin ich um 23.00Uhr nach  hause gefahren. Mit leerem Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Bei den Eltern.&lt;br /&gt;Meine Eltern  hatten mich gebeten, zum Glockenschlag zuhause zu sein. Irgendwie war  es das rührende an der ganzen Sache,was mich bewogen hat, ihnen den  Gefallen zu tun. Da kommen diese Eltern, die sich ständig nur damit  beschäftigen sich gegenseitig oder mir das Leben schwer zu machen, an,  verbrüdern sich um mich zu bitten, den Moment mit ihnen zu verbringen.  &quot;Wer weiss wo du nächstes Jahr bist, jetzt wo du hier nichts mehr hast.  Wir wollen dich einfach noch einmal zu Silvester bei uns haben, so wie  die 17 Jahre von deiner Geburt an. Einfach um das Gefühl zu haben, dich  noch einmal bei uns gehabt zu haben. Als Familie.&quot; Dieses &quot;Familie&quot;  hätte mir dann fast die Tränen in die Augen getrieben. Wie lange ist das  Wort FAmilie bei uns nicht mehr gefallen? Ich kann mich an das letzte  mal jedenfalls nicht mehr erinnern. Wir haben dann da gesessen, meine  Eltern haben sich Geschichten erzählt, ich habemich mit meinem Vater  über die Übertragung von beethovens neunter unterhalten, die wir gegen  17.00Uhr geschaut hatten, er und ich, und dann war es auch schon so  weit. Robby entkorkt, angestossen Glückwünsche ausgetauscht. Und ich  habe eingesehen, dass ich das gebraucht habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Stefanie.&lt;br /&gt;So  gegen 1.00Uhr zu Steffi gefahren. Das gehört sich nun mal so. Erst  recht, wenn man selbst nicht weiss, was man will. Das erste Lied im  neuen Jahr war &quot;unsichtbarer Vogel&quot; von OS&amp;amp;DHM. Raketen. Lichter.  Freude. Leere. &quot;Ich muss weiter.&quot; &quot;Bis morgen.&quot; &quot;Ja, bis morgen&quot;&lt;br /&gt;-Ein  Zwischenspiel-&lt;br /&gt;Gegen 1.30Uhr bin ich dann weitergefahren zu der  nächsten Party und unterwegs ist mir eingefallen, dass ich von Ronny  nichts gehört hatte. Also einen Umweg gefahren um ihm ein frohes neues  zu wünschen. Oder auch nicht, denn wenn sein Auto nicht auf dem Hof  stünde, wäre wohl anzunehmen, dass alles in Ordnung ist. Sein Auto stand  aber auf dem Hof. Und das matte Licht des Fernsehers war auch zu sehen.  Er war also allein, was an Silvester kein gutes Zeichen ist. Ich ihn  also rausgeklingelt. Mit einem Steinchen an seinem Fenster. Wie immer.  Und als er sich durch die Festgesellschaft im Foyer kämpft sehe ich  schon was los ist. T-Shirt, krauses fettiges Haar und einen unrasierten  Bart. Kein gutes Zeichen. Und ihm geht es wirklich schlecht, auch wenn  er mir nicht sagt, was los ist&quot; Is schon in Ordnung.&quot; Aber das tut er  nie. Ich habe keine Zigaretten dabei. und ich bin der einzige, der an  diesem Tag an ihn gedacht hat. So fühle ich mich zumindest. Ich habe  also eine Verantwortung. Ich packe ihn ins Auto und fahre zu mir  nachhause. Etwas matt wünscht er meinen Eltern ein frohes neues Jahr und  wir rauchen. So wie wir es immer tun, wenn einer Probleme hat. Das ist  unsere Art darüber hinweg zu kommen, oder uns gegenseitig zu trösten.  Ich zeige ihm wie weit ich bei Final Fantasy IV bin und er schmökert im  Lösungsbuch zu Final FAntasy VIII. Es geht ihm besser. Ablenkung ist das  Zauberwort. Wir rauchen noch eine und ich fahre ihn wieder nach hause.  Das Buch hat er sich ausgeliehn. Vielleicht hilft es etwas.  Obligatorisch, weil doch immer unbeansprucht, biete ich ihm meine Hilfe  zu jeder Zeit an und er verabschiedet sich. Beim Rücksetzen ramme ich  dem Baum auf dem Parkplatz. Er lacht und das ist gut. Es ist 2.30Uhr.  Ich fahre weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Massen und Maße.&lt;br /&gt;Wie erwartet sind viele  Leute bei Lisa. Versprochen ist versprochen. Alle wünschen sie mir mit  ihren Alkoholfahnen ein frohes neues Jahr und Lisa ist dabei dem  Geschirrberg Herr zu werden oder es zumindest zu versuchen. Ich  unterhalte mich wieder mit ein paar Leuten. Lisa interessiert mich  nicht. Und tatsächlich finde ich jemanden um mich zu unterhalten. So,  dass es passt. Antje müsste das sein, aber ich frage jetzt lieber nicht  nach dem Namen. Nicht, wenn man nicht weiss, was man will. Brauche ich  aber auch nicht mehr, denn im nächsten Moment fragt mich Sandra, ob ich  nun wieder mit Steffi zusammen bin, weil mein Auto da doch öfters über  Nacht steht. Nachbarn sind scheiße. Eben erzähle ich Antje, dass ich  noch kurz bei meiner Ex war und alles gute gewünscht hab und im nächsten  Moment posaunt die sowas raus. Erst lässt sie uns nicht in ihre  verdammte Jahrgangsparty und dann versaut sie mir auch noch die Tour.  Herzlichsten Dank. Was soll ich denn da noch sagen? &quot;Ich weiss nicht,  was ich will, aber ich bin ein toller Typ Antje, ehrlich!&quot;, oder was?  prima. Ich versuch das beste draus zu machen und meine Würde zu  bewahren, frage nicht nach Antjes Nummer, sage allen ausser Sandra  Tschüss und verschwinde. Ein wenig sauer fahre ich nach hause und  rauche. Warum ist klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne: &quot;So this is the new  year,&lt;br /&gt;                               and I don&#39;t feel any different&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;leer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprüngliche Veröffentlichung: 2.1.2007&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maraduk.blogspot.com/feeds/3805327009864480603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/vierfacher-sonnenkreis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/3805327009864480603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5780273517334552157/posts/default/3805327009864480603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maraduk.blogspot.com/2010/04/vierfacher-sonnenkreis.html' title='Vierfacher Sonnenkreis'/><author><name>maraduk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11151447080957454506</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEga0gXpMhQmHtQllyh-IKGFfDqIlmN2ns0Neb1AbBCscczwVl8cVqMqdMIrftW9VwJxhBWeYvFFNcp1k5jXtovDg-A4_YkoXkcwMZpUknZ5eKGoEk_YFyleD8lJ2ZNbXJs/s220/1-da35d3694813eb4b5cff838ddd07c527.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>