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	<title>Whistleblower-Netzwerk</title>
	
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		<title>Donald Rumsfeld wegen Folter von Whistleblowern vor Gericht</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 14:29:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der ehemalige US-Verteidigungsminister muss sich jetzt vor einem US-Bundesgericht in Chicago wegen angeblich &#8220;durch ihn pers&#246;nlich genehmigter verfassungswidriger Folter&#8221; verantworten. Kl&#228;ger sind die US-B&#252;rger Donald Vance und Nathan Ertel die 2006 in Bagdad f&#252;r eine private Sicherheitsfirma t&#228;tig waren, in deren Umfeld sie von Korruption und gewaltt&#228;tigem Verhalten erfuhren, welches sie u.a. dem FBI in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ehemalige US-Verteidigungsminister muss sich jetzt vor einem US-Bundesgericht in Chicago wegen angeblich &#8220;durch ihn pers&#246;nlich genehmigter verfassungswidriger Folter&#8221; verantworten. Kl&#228;ger sind die US-B&#252;rger Donald Vance und Nathan Ertel die 2006 in Bagdad f&#252;r eine private Sicherheitsfirma t&#228;tig waren, in deren Umfeld sie von Korruption und gewaltt&#228;tigem Verhalten erfuhren, welches sie u.a. dem FBI in Chicago meldeten. Laut Klageschrift wurden andere Mitglieder der Sicherheitsfirma dann ihrer Anschuldigungen gewahr, was zu einer Eskalation der Situation vor Ort f&#252;hrte und Vance und Ertel zwang sich zu verbarrikadieren und sich Hilfe suchend an das US-Milit&#228;r in Bagdad zu wenden. Dieses kam dann, rettet die beiden auch aus der unmittelbaren Gef&#228;hrdung, aber nur um sie danach &#8211; so die Klageschrift weiter &#8211; f&#252;r die Dauer von einem bzw. zwei Monaten selbt gefangen zu halten. </p>
<p>W&#228;hrend dieser Gefangenschaft soll es dann zu Schlafentzug, stundenlangen Verh&#246;ren, Beschallung mit ohrenbet&#228;ubender Musik, Drohungen, Nahrungsentzug und dem so genannten &#8220;walling&#8221; gekommen sein, bei dem Opfer gezwungen werden mit verbundenen Augen gegen W&#228;nde zu laufen. Verbunden ist die Klage mit dem Vorwurf Rumsfeld habe pers&#246;nlich dazu beigetragen, dass derartige Foltermethoden beim US-Milit&#228;r im Irak als akzeptierte Praktiken galten.</p>
<p>F&#252;r die Anw&#228;lte von Rumsfeld waren all diese Vorw&#252;rfe derart absurd, dass sie beim zust&#228;ndigen Bundesrichter Andersen beantragten die Klage als offensichtlich unbegr&#252;ndet schon im Vorfeld abzuweisen. In einer aktuellen Entscheidung ist Richter Andersen diesem Antrag aber nicht gefolgt. Seiner Meinung nach haben die Kl&#228;ger ihre Vorw&#252;rfe zwar noch nicht bewiesen, sie seinen aber immerhin derart fundiert, dass eine weitergehende Beweisaufnahme angebracht sei. Der n&#228;chste Verhandlungstermin ist auf den 25. M&#228;rz terminiert.</p>
<p>Mehr z.B. bei <a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/03/06/donald-rumsfeld-torture-l_n_488793.html">The Huffington Post</a> und <a href="http://www.chicagoreader.com/chicago/donald-rumsfeld-torture-suit-case/Content?oid=1515390">ChicagoReader</a>.</p>
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		<title>Grimme Preis für Whistleblowing-Film</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Film &#8220;Frau B&#246;hm sagt nein&#8221;, mit Senta Berger in der Titelrolle, der im vergangenen Oktober in der ARD lief, wurde gestern mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. In der Begr&#252;ndung der Jury hei&#223;t es dazu:
In loser Anlehnung an die Mannesmann-Aff&#228;re erz&#228;hlt der Film davon, wie eine kurz vor der Rente stehende Sekret&#228;rin zu rebellieren lernt. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Film &#8220;Frau B&#246;hm sagt nein&#8221;, mit Senta Berger in der Titelrolle, der im vergangenen Oktober in der ARD lief, wurde gestern mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. In der <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1046">Begr&#252;ndung der Jury </a>hei&#223;t es dazu:</p>
<blockquote><p>In loser Anlehnung an die Mannesmann-Aff&#228;re erz&#228;hlt der Film davon, wie eine kurz vor der Rente stehende Sekret&#228;rin zu rebellieren lernt. Als sich die Bosse im Zuge eines &#220;bernahme-Man&#246;vers ein paar satte Pr&#228;mien genehmigen, verweigert Frau B&#246;hm die erwartete mechanische Dienstleistung. Und l&#246;st damit nicht nur ein enormes Medienecho und den Beifall der Kollegen aus, sondern auch einen beispiellosen Wirtschaftsprozess.</p></blockquote>
<p>Die dahinter stehende reale Whistleblowerin war die mutige Whistleblowerin <a href="http://www.emma.de/index.php?id=577">Helga Anna Sch&#246;ller</a>, die mit Ihrem “Nein” den Mannesmann-Skandal ins Rollen brachte.</p>
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		<title>Radio-Interview zum Download</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:49:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 18. Februar 2010 waren zwei Vorstandsmitglieder des Whistleblower-Netzwerks zu Gast beim K&#246;lner domradio.de. Im Interview mit Birgitt Schippers sprachen Guido Strack und Werner Borcharding &#252;ber ihre eigenen Erfahrungen, die Bedeutung von Whistleblowing f&#252;r den Einzelnen, Unternehmen und die Gesellschaft  sowie &#252;ber die Ziele und die konkrete Arbeit des Whistleblower-Netzwerks.
Wir freuen uns dieses Interview nunmehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Februar 2010 waren zwei Vorstandsmitglieder des Whistleblower-Netzwerks zu Gast beim K&#246;lner domradio.de. Im Interview mit Birgitt Schippers sprachen Guido Strack und Werner Borcharding &#252;ber ihre eigenen Erfahrungen, die Bedeutung von Whistleblowing f&#252;r den Einzelnen, Unternehmen und die Gesellschaft  sowie &#252;ber die Ziele und die konkrete Arbeit des Whistleblower-Netzwerks.</p>
<p>Wir freuen uns dieses Interview nunmehr als kostenlosen <a href="http://whistleblower-net.de/mp3/WBNW_Domradio_2010.mp3">MP3-Download</a> anbieten zu k&#246;nnen. Auf unserer <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/194/6/lang,de/">Homepage</a> stellen wir jetzt au&#223;erdem in einer neuen Rubrik als weitere Audiodatei ein Gespr&#228;ch mit Rado Dreyeckland Freiburg zur Verf&#252;gung.</p>
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		<title>Niederlande: Neue Wege im Umgang mit Whistleblowern</title>
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		<comments>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/11/niederlande-neue-wege-im-umgang-mit-whistleblowern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 05:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Exlusivbeitrag (Originaltext als PDF-Datei in Englisch) f&#252;r dieses Blog, beschreibt der rennomierte Whistleblowing-Forscher Wim Vandekerckhove die neusten Entwicklungen zum Whistleblowingrecht in den Niederlanden.
Zusammenfassend l&#228;sst sich sagen, dass dort nach einem ersten Problelauf seit dem Jahre 2004 im Dezember 2009 neue rechtliche Regelungen (in Form einer Entscheidung und eines Schreibens des Innenministers)  in Bezug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Exlusivbeitrag <a href="http://whistleblower-net.de/pdf/Vandkh_WBNL.pdf">(Originaltext als PDF-Datei in Englisch)</a> f&#252;r dieses Blog, beschreibt der rennomierte Whistleblowing-Forscher Wim Vandekerckhove die neusten Entwicklungen zum Whistleblowingrecht in den Niederlanden.</p>
<p>Zusammenfassend l&#228;sst sich sagen, dass dort nach einem ersten Problelauf seit dem Jahre 2004 im Dezember 2009 neue rechtliche Regelungen (in Form einer Entscheidung und eines Schreibens des Innenministers)  in Bezug auf Whistleblowing verabschiedet wurden, die derzeit wohl noch ihrer praktischen Umsetzung harren.</p>
<p>Kernpunkte der Regelungen f&#252;r den &#246;ffentlichen Dienst sind: 1. ein Diskriminierungsverbot (inklusiver einer Beschreibung typischer Diskriminierungsformen); 2. das Recht Hinweise an Vorgesetzte, spezielle Vertrauenspersonen und die nationale Integrit&#228;tskommission abgeben zu d&#252;rfen, welches sich auch auf fr&#252;here Mitarbeiter und Mitarbeiter anderer Organisationen erstreckt;  3. ein Anspruch auf Vertraulichkeitswahrung und Information des Whistleblowers &#252;ber den Verfahrensfortgang innerhalb von 12 Wochen nach dem Whistleblowing bei internem Whistleblowing,;  4. das Recht zur Einschaltung der Integrit&#228;tskommission (nach &#220;berschreitung der 12-Wochen-Frist, bei unzufriedenstellenden internen Ermittlungen und bei Indizien dass Anlass dazu besteht) auf Untersuchung, Vertraulichkeitswahrung und Verbesserungsvorschl&#228;ge durch diese;  5. das Recht auf teilweise Erstattung etwaiger dem Whistleblower entstandenen Kosten (z.B. f&#252;r Rechtsberatung) unter bestimmten Voraussetzungen.</p>
<p>F&#252;r den privaten Sektor sind die neuen Regelungen ebenfalls von Bedeutung, denn mit ihnen wird zugleich ein &#246;ffentliches Beratungszentrum f&#252;r Whistleblowing auf den Weg gebracht, mit folgenden Aufgaben: 1. Beratung von potentiellen und bereits aktiv gewordenen Whistleblowern dar&#252;ber wie sie Hinweise vorbringen und Fehler vermeiden k&#246;nnen und dar&#252;ber ob internes oder externes Whistleblowing sinnvoll und zul&#228;ssig ist; 2. Beratung auch von Arbeitgebern um Eskalationen und richtigen internen Umgang mit Hinweisen zu f&#246;rdern; 3. Wissen und Sachverstand &#252;ber Whistleblowing zu sammeln und zu verbreiten; 4. bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern das Bewusstsein um die M&#246;glichkeiten von Whistleblowing zu f&#246;rdern.</p>
<p>Gef&#252;hrt werden soll das mit &#246;ffentlichen Mitteln finanzierte Beratungszentrum von einem Gremium aus verschiedenen Sektoren der Privatwirtschaft, &#214;ffentlichem Dienst, Integrit&#228;tsberatern, Wissenschaftlern und auch jemandem mit eigener Whistleblowing-Erfahrung.</p>
<p>In seiner Bilanz betont Vandekerckhove mehrere interessante Aspekte der neuen Regelung: 1. die Ausweitung der Whistleblowing-Berechtigten im &#246;ffentlichen Bereich, 2.  die st&#228;rkere Fokussierung auf Whistleblowing als Managementaufgabe, 3.  erste Schritte in Richtung Kostenerstattung und Anerkennung f&#252;r Whistleblower, 4. die enorme Bedeutung die ein funktionierendes &#246;ffentliches Beratungszentrum zur F&#246;rderung eines positiven Umgangs mit Whistleblowing haben k&#246;nnte.</p>
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		<title>Uganda: Gesetz zum Whistleblowerschutz</title>
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		<comments>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/10/uganda-gesetz-zum-whistleblowerschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 3.3.2010 hat das Parlament in Kampala ein Whistleblowerschutzgesetz verabschiedet, dass es B&#252;rger erm&#246;glichen soll, Informationen &#252;ber korruptes oder unethisches Verhalten im privaten wie im &#246;ffentlichen Sektor zu melden. Das Gesetz beinhaltet spezifische Verfahren und Schutzregelungen f&#252;r internes und externes Whistleblowing zu Regierungseinrichtungen, w&#228;hrend &#246;ffentliches und Whistleblowing an die Medien nicht gesch&#252;tzt wird. Unter der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3.3.2010 hat das Parlament in Kampala ein <a href="http://www.article19.org/pdfs/press/uganda-article-19-lauds-whistleblowers-bill.pdf">Whistleblowerschutzgesetz verabschiedet</a>, dass es B&#252;rger erm&#246;glichen soll, Informationen &#252;ber korruptes oder unethisches Verhalten im privaten wie im &#246;ffentlichen Sektor zu melden. Das Gesetz beinhaltet spezifische Verfahren und Schutzregelungen f&#252;r internes und externes Whistleblowing zu Regierungseinrichtungen, w&#228;hrend &#246;ffentliches und Whistleblowing an die Medien nicht gesch&#252;tzt wird. Unter der Voraussetzung der Gutgl&#228;ubigkeit werden Whistleblower von straf- und zivilrechtlichen Nachteilen freigestellt. Zugleich kann die Benachteiligung von Whistleblowern in bestimmten F&#228;llen sogar strafrechtlich verfolgt werden. Damit ist Uganda neben <a href="http://whistleblowers.nonprofitsoapbox.com/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=592">S&#252;dafrika</a> und <a href="http://whistleblowers.nonprofitsoapbox.com/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=498">Ghana</a> bereits der dritte Staat in Afrika der ausf&#252;hrlichen gesetzliche Regelungen zum Whistleblowerschutz erlassen hat.</p>
<p>Eine Besonderheit des ugandischen Gesetzes besteht darin, dass es &#228;hnlich wie der US-false-claims act auch eine <a href="http://allafrica.com/stories/201003041067.html">Pr&#228;mie f&#252;r Whistleblower</a> vorsieht. Diese k&#246;nnen bis zu 5% der Summen erhalten, die dank ihrer Hinweise von der Staatskasse beigetrieben werden.</p>
<p>Was Mechanismen zur  Korruptionsbek&#228;mpfung und -ahndung angeht, k&#246;nnte Deutschland neben Uganda, anscheinend &#252;brigens auch von <a href="http://www.amerika21.de/nachrichten/inhalt/2010/maerz/bolivien-93746489-korruption">Bolivien</a> wohl noch so einiges lernen. <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/05/whistleblower-netzwerk-fordert-aufschub-der-verjaehrung-von-amtsdelikten/">Statt im eigenen Land gegen Korruption aktiv zu werden</a>, betreibt man bei uns aber lieber <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/04/bundesregierung-foerdert-whistleblowing-aber-leider-nur-im-ausland/">Entwicklungs</a><a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/04/bundesregierung-foerdert-whistleblowing-aber-leider-nur-im-ausland/">Wirtschaftf&#246;rderung</a>.</p>
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		<title>Buchbesprechung: Deiseroth/Falter – Whistleblower in der Steuerfahndung</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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		<description><![CDATA[In sch&#246;ner Tradition geben Dieter Deiseroth und Annegret Falter nun auch anl&#228;sslich des Whistleblower-Preises 2009 ein Buch heraus, in dem die Preistr&#228;ger und ihr Fall vorgestellt und dokumentiert werden. Diesmal sind es die hessischen Ex-Steuerfahnder Rudolf Schmenger und Frank Wehrheim, die auch in Anerkennung der Verdienste anderer Steuerfahnder mit Zivilcourage, den Preis von ILANA und VDW erhalten haben.
Obwohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_wrapper/Itemid,65/lang,de/">In sch&#246;ner Tradition</a> geben Dieter Deiseroth und Annegret Falter nun auch anl&#228;sslich des <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/174/98/lang,de/">Whistleblower-Preises</a> 2009 ein Buch heraus, in dem die Preistr&#228;ger und ihr Fall vorgestellt und dokumentiert werden. Diesmal sind es die hessischen <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/149/82/lang,de/">Ex-Steuerfahnder Rudolf Schmenger und Frank Wehrheim</a>, die auch in Anerkennung der Verdienste anderer Steuerfahnder mit Zivilcourage, den Preis von ILANA und VDW erhalten haben.</p>
<p>Obwohl es schwer ist bei der Aff&#228;re um die hessischen Steuerfahnder, von denen vier nach ihrem Whistleblowing mit falschen &#228;rztlichen Gutachten als &#8220;paranoid-querulatorisch&#8221; zwangspensioniert wurden, <a href="http://fr-online.de/steuerfahnder/">angesichts st&#228;ndig neuer Entwicklungen und Enth&#252;llungen vor allem der Frankfurter Rundschau</a>, auf dem Laufenden zu bleiben, bildet dieses Buch eine wertvolle Ressource f&#252;r all jene, die sich noch einmal die Urspr&#252;nge und Hintergr&#252;nde der Aff&#228;re vor Augen f&#252;hren wollen. Neben der Dokumentation der Preisverleihung aus dem Mai 2009 und der dortigen Reden u.a. von Stephan Albrecht, Johannes Ludwig, Otto J&#228;ckel und der Preistr&#228;ger selbst, enth&#228;lt es eine Einleitung mit Ausblick von Annegret Falter. Abgerundet wird das Ganze durch das juristische Gutachten &#8216;&#8221;Zwangspensionierung&#8221; als Disziplinierungsmittel&#8217; des Richters am Bundesverwaltungsgericht Dieter Deiseroth und die Wiedergabe zahlreicher Originaldokumente rund um den Fall.</p>
<p>Besonders empfohlen sei an dieser Stelle der Beitrag von Annegret Falter in welchem sie  hinsichtlich des Falschgutachtens des mittlerweile rechtskr&#228;ftig verurteilten Psychiaters Dr. H.  der Fragestellung &#8220;cui bono&#8221; &#8211; wem nutzt es &#8211; nachgeht. Ihre erste Hypothese, jene eines Gef&#228;lligkeitsgutachtens ganz im Sinne der hessischen Finanzverwaltung und ihres Ministers Weimar, untermauert Falter durch deutliche Zahlen. W&#228;hrend bundesweit bei Bankenf&#228;llen das Minimum an Steuermehreinnahmen dank Steuerfahndung bei ca. 50.000 EUR pro Fall d&#252;rfte, waren es in Hessen in 192 F&#228;llen die aus einer Durchsuchung bei einer Frankfurter Gro&#223;bank resultierten gerade einmal durchschnittlich 208,20 EUR, wobei die Gro&#223;banken in Frankfurt ja nicht gerade f&#252;r Ihre Fokussierung auf Kleinsparer bekannt sind. Auch Parallelen zum Fall Flick macht Falter deutlich, und sieht mehrere plausible Gr&#252;nde &#8220;angefangen mit dem Schutz bestimmter Personen und Parteien, bis hin zur F&#246;rderung einer &#8216;Standortpolitik&#8217; zugunsten des Finanzplatzes Frankfurt am Main, die Finanzminister Weimar nat&#252;rlich bis heute weit von sich weist.</p>
<p>Aber auch einer zweiten Hypothese, jener von strukturellen Defiziten in der Verwaltungspraxis in Hessen, geht Falter nach. Hierbei kann sie sich vor allem auf das schon erw&#228;hnte Gutachten von Deiseroth st&#252;tzen. Demnach h&#228;tte das hessische Finanzministerium aufgrund einschl&#228;giger Rechtsnormen bereits generell, aber auch gerade in den speziellen F&#228;llen der Steuerfahnder, angesichts der Notwendigkeit den &#8220;b&#246;sen Schein&#8221; der Kaltstellung von Kritikern zu vermeiden, eine sorgf&#228;ltige eigene &#220;berpr&#252;fung der Gutachten von Dr. H. vornehmen m&#252;ssen. Angesichts der eklatanten Fehler jener Gutachten, die z.B. weitgehend wortgleich waren und nicht einmal eine Einstufung des angeblichen Krankheitsbildes in die anerkannten Klassifikationssysteme (ICD-10 oder DSM-IV) enthielten, h&#228;tte aber schon eine kursorische Pr&#252;fung zur Unbeachtlichkeit jener Gutachten f&#252;hren m&#252;ssen. Angesichts von Behauptungen des Finanzministeriums &#8220;wie in jedem anderen Fall verfahren zu sein&#8221; und des Hessischen Gesundheitsministeriums &#8220;ergab sich f&#252;r eine kritische Hinterfragung hinsichtlich der Qualit&#228;t der Gutachten kein Anlass&#8221;, allesamt nach dem Urteil gegen Dr. H get&#228;tigt, kommt Falter zu dem Schlu&#223;:  &#8221;Da kann einem nur angst und bange werden. Man fragt sich, wer oder was einen Beamten vor (korrupten) Gutachtern und einer willk&#252;rlichen Verwaltungspraxis noch sch&#252;tzt&#8221;.</p>
<p>Da das hessische Parlament mit in seinem ersten Untersuchungsausschuss diesbez&#252;glich ebenfalls eklatant versagt hat, ist diese Frage heute vor allem eine, die sich an den neuen Untersuchungsausschuss richtet. Sollte auch dort Regierungs- und diesmal auch Koalitionsdisziplin wieder &#252;ber die Wahrheit siegen, w&#228;re letztlich aber der Souver&#228;n gefragt, wie lange er sich das Theater noch bieten lassen will.</p>
<p><em>Deiseroth, Dieter; Falter, Annegret (Hg.): Whistleblower in der Steuerfahndung &#8212; Preisverleihung 2009 &#8211; Rudolf Schmenger &#8211; Frank Wehrheim; ISBN: 978-3-8305-1756-6; 2010. </em><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=978-3-8305-1756-6&amp;tag=whistleblowne-21&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><em>[amazon]</em></a><em><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=whistleblowne-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> <img src="http://ad.zanox.com/ppv/?8697610C228083478" border="0" alt="" hspace="1" width="1" height="1" align="bottom" /></em><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?8697610C228083478T&amp;ULP=978-3-8305-1756-6" target="_blank"><em>[buch.de]</em></a></p>
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		<title>EuGH verlangt wirkliche Unabhängigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 17:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[In seinem heutigen Urteil hat der Europ&#228;ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg festgestellt, dass die Staatsaufsicht f&#252;r Datenschutzbeauftragte der Bundesl&#228;nder hinsichtlich der Kontrolle von Datenverarbeitung durch Private nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist, welches die &#8220;v&#246;llige Unabh&#228;ngigkeit&#8221; jener Stellen verlangt.
Unter dem Aspekt Whistleblowing ist dieses Urteil insoweit relevant, als es einige sehr bemerkenswerte Ausf&#252;hrungen zum Begriff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem <a href="http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=de&amp;alljur=alljur&amp;jurcdj=jurcdj&amp;jurtpi=jurtpi&amp;jurtfp=jurtfp&amp;numaff=C-518/07&amp;nomusuel=&amp;ddatefs=09&amp;mdatefs=03&amp;ydatefs=2010&amp;ddatefe=09&amp;mdatefe=03&amp;ydatefe=2010&amp;docnodecision=docnodecision&amp;allcommjo=allcommjo&amp;affint=affint&amp;affclose=affclose&amp;alldocrec=alldocrec&amp;docor=docor&amp;docav=docav&amp;docsom=docsom&amp;docinf=docinf&amp;alldocnorec=alldocnorec&amp;docnoor=docnoor&amp;radtypeord=on&amp;newform=newform&amp;docj=docj&amp;docop=docop&amp;docnoj=docnoj&amp;typeord=ALL&amp;domaine=&amp;mots=&amp;resmax=100&amp;Submit=Rechercher">heutigen Urteil</a> hat der Europ&#228;ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg festgestellt, dass die Staatsaufsicht f&#252;r Datenschutzbeauftragte der Bundesl&#228;nder hinsichtlich der Kontrolle von Datenverarbeitung durch Private nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist, welches die &#8220;v&#246;llige Unabh&#228;ngigkeit&#8221; jener Stellen verlangt.</p>
<p>Unter dem Aspekt Whistleblowing ist dieses Urteil insoweit relevant, als es einige sehr bemerkenswerte Ausf&#252;hrungen zum Begriff &#8220;Unabh&#228;ngigkeit&#8221; von Staatseinfluss enth&#228;lt und zugleich die Argumentation welche in Deutschland immer wieder gegen die Forderung der Unabh&#228;ngigkeit von Staatsanwaltschaften vorgebracht wird entkr&#228;ftet.</p>
<blockquote><p><a name="point33"></a> Es trifft zwar, wie die Bundesrepublik Deutschland geltend macht, <em>a priori</em> zu, dass die staatliche Aufsicht nur sicherstellen soll, dass das Handeln der Kontrollstellen den geltenden nationalen und gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen entspricht, und demnach nicht darauf abzielt, diese Stellen dazu zu zwingen, politische Zielsetzungen zu verfolgen, die dem Schutz nat&#252;rlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und den Grundrechten zuwiderlaufen.</p>
<p><a name="point34"></a> Es l&#228;sst sich aber nicht ausschlie&#223;en, dass die Aufsichtsstellen, die Teil der allgemeinen Staatsverwaltung und damit der Regierung des jeweiligen Landes unterstellt sind, nicht zu objektivem Vorgehen in der Lage sind, wenn sie die Vorschriften &#252;ber die Verarbeitung personenbezogener Daten auslegen und anwenden.</p>
<p><a name="point35"></a> Die Regierung des betroffenen Landes hat n&#228;mlich, wie der EDSB in seinen Erkl&#228;rungen hervorhebt, m&#246;glicherweise ein Interesse an der Nichteinhaltung der Vorschriften &#252;ber den Schutz nat&#252;rlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, wenn es um die Verarbeitung solcher Daten im nicht&#246;ffentlichen Bereich geht. Sie kann selbst involvierte Partei dieser Verarbeitung sein, wenn sie davon betroffen ist oder sein k&#246;nnte, z. B. im Fall einer Kooperation von &#246;ffentlichen und privaten Stellen oder im Rahmen &#246;ffentlicher Auftr&#228;ge an den privaten Bereich. Au&#223;erdem k&#246;nnte sie ein besonderes Interesse haben, wenn sie f&#252;r bestimmte ihrer Aufgaben, insbesondere zu Zwecken der Finanzverwaltung oder der Strafverfolgung, Zugang zu Datenbanken ben&#246;tigt oder ein solcher Zugang einfach nur sachdienlich ist. Im &#220;brigen k&#246;nnte diese Regierung auch geneigt sein, wirtschaftlichen Interessen den Vorrang zu geben, wenn es um die Anwendung der genannten Vorschriften durch bestimmte Unternehmen geht, die f&#252;r das Land oder die Region wirtschaftlich von Bedeutung sind.</p>
<p><a name="point36"></a> Hinzu kommt, dass bereits die blo&#223;e Gefahr einer politischen Einflussnahme der Aufsichtsbeh&#246;rden auf die Entscheidungen der Kontrollstellen ausreicht, um deren unabh&#228;ngige Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beeintr&#228;chtigen. Zum einen k&#246;nnte es, wie die Kommission ausf&#252;hrt, einen „vorauseilenden Gehorsam“ der Kontrollstellen im Hinblick auf die Entscheidungspraxis der Aufsichtsstellen geben. Zum anderen erfordert die Rolle der Kontrollstellen als H&#252;ter des Rechts auf Privatsph&#228;re, dass ihre Entscheidungen, also sie selbst, &#252;ber jeglichen Verdacht der Parteilichkeit erhaben sind.</p>
<p><a name="point37"></a> Nach alledem ist festzustellen, dass die staatliche Aufsicht, der die f&#252;r die &#220;berwachung der Verarbeitung personenbezogener Daten im nicht&#246;ffentlichen Bereich zust&#228;ndigen Kontrollstellen in Deutschland unterworfen sind, nicht mit dem Unabh&#228;ngigkeitserfordernis, wie es in Randnr. 30 des vorliegenden Urteils beschrieben ist, vereinbar ist.</p>
<p><a name="point38"></a> Nach Auffassung der Bundesrepublik Deutschland w&#252;rde es gegen mehrere Grunds&#228;tze des Gemeinschaftsrechts versto&#223;en, das Unabh&#228;ngigkeitserfordernis des Art. 28 Abs. 1 Unterabs. 2 der Richtlinie 95/46 so auszulegen, dass der Mitgliedstaat gezwungen w&#228;re, sein bew&#228;hrtes und effektives System der Aufsicht &#252;ber die Kontrollstellen hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten im nicht&#246;ffentlichen Bereich aufzugeben.</p>
<p><a name="point39"></a> Erstens stehe insbesondere das Demokratieprinzip einer weiten Auslegung dieses Unabh&#228;ngigkeitserfordernisses entgegen.</p>
<p><a name="point40"></a> Dieses Prinzip, das nicht nur in der deutschen Verfassung, sondern auch in Art. 6 Abs. 1 EU verankert sei, verlange eine Weisungsgebundenheit der Verwaltung gegen&#252;ber der Regierung, die ihrerseits dem Parlament verantwortlich sei. So m&#252;ssten Eingriffe in die Rechte der B&#252;rger und Unternehmen der Rechtsaufsicht des zust&#228;ndigen Ministers unterliegen. Da die Kontrollstellen f&#252;r den Schutz nat&#252;rlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten gem&#228;&#223; Art. 28 Abs. 3 der Richtlinie 95/46 &#252;ber bestimmte Eingriffsbefugnisse gegen&#252;ber B&#252;rgern und dem nicht&#246;ffentlichen Bereich verf&#252;gten, sei eine erweiterte Rechtm&#228;&#223;igkeitskontrolle ihres Handelns &#252;ber Rechts- oder Fachaufsichtsinstrumente dringend geboten.</p>
<p><a name="point41"></a> Hierzu ist festzustellen, dass der Grundsatz der Demokratie zur Gemeinschaftsrechtsordnung geh&#246;rt und in Art. 6 Abs. 1 EU ausdr&#252;cklich als Grundlage der Europ&#228;ischen Union niedergelegt ist. Als den Mitgliedstaaten gemeinsamer Grundsatz ist er daher bei der Auslegung eines sekund&#228;rrechtlichen Aktes wie Art. 28 der Richtlinie 95/46 zu ber&#252;cksichtigen.</p>
<p><a name="point42"></a> Dieser Grundsatz bedeutet nicht, dass es au&#223;erhalb des klassischen hierarchischen Verwaltungsaufbaus keine &#246;ffentlichen Stellen geben kann, die von der Regierung mehr oder weniger unabh&#228;ngig sind. Das Bestehen und die Bedingungen f&#252;r das Funktionieren solcher Stellen sind in den Mitgliedstaaten durch Gesetz und in einigen Mitgliedstaaten sogar in der Verfassung geregelt, und diese Stellen sind an das Gesetz gebunden und unterliegen der Kontrolle durch die zust&#228;ndigen Gerichte. Solche unabh&#228;ngigen &#246;ffentlichen Stellen, wie es sie im &#220;brigen auch im deutschen Rechtssystem gibt, haben h&#228;ufig Regulierungsfunktion oder nehmen Aufgaben wahr, die der politischen Einflussnahme entzogen sein m&#252;ssen, bleiben dabei aber an das Gesetz gebunden und der Kontrolle durch die zust&#228;ndigen Gerichte unterworfen. Eben dies ist bei den Aufgaben der Kontrollstellen f&#252;r den Schutz nat&#252;rlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten der Fall.</p>
<p><a name="point43"></a> Gewiss kommt ein Fehlen jeglichen parlamentarischen Einflusses auf diese Stellen nicht in Betracht. Die Richtlinie 95/46 schreibt jedoch den Mitgliedstaaten keineswegs vor, dem Parlament jede Einflussm&#246;glichkeit vorzuenthalten.</p>
<p><a name="point44"></a> So kann zum einen das Leitungspersonal der Kontrollstellen vom Parlament oder der Regierung bestellt werden. Zum anderen kann der Gesetzgeber die Kompetenzen der Kontrollstellen festlegen.</p>
<p><a name="point45"></a> Au&#223;erdem kann der Gesetzgeber die Kontrollstellen verpflichten, dem Parlament Rechenschaft &#252;ber ihre T&#228;tigkeiten abzulegen. Insoweit l&#228;sst sich eine Parallele zu Art. 28 Abs. 5 der Richtlinie 95/46 ziehen, wonach jede Kontrollstelle regelm&#228;&#223;ig einen Bericht &#252;ber ihre T&#228;tigkeit vorlegt, der ver&#246;ffentlicht wird.</p>
<p><a name="point46"></a> Nach alledem ist der Umstand, dass den Kontrollstellen f&#252;r den Schutz nat&#252;rlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten im nicht&#246;ffentlichen Bereich eine von der allgemeinen Staatsverwaltung unabh&#228;ngige Stellung zukommt, f&#252;r sich allein noch nicht geeignet, diesen Stellen die demokratische Legitimation zu nehmen.</p></blockquote>
<p>Wenn demnach nun die Landesdatenschutzgesetze abge&#228;ndert werden m&#252;ssen, stellt sich die Frage ob die Gelegenheit nicht auch benutzt werden sollte um, <a href="http://www.assembly.coe.int/Mainf.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta09/ERES1685.htm">wie zuletzt auch vom Europarat gefordert</a>, das deutsche Spezifikum der Weisungsgebundenheit der Staatsanw&#228;lte endlich abzuschaffen und eine Justizreform einzuleiten, bei der auch in jenen Bereich dieser, bisher auch dort nicht gewahrte, Standard von Unabh&#228;ngigkeit eingef&#252;hrt wird, den der EuGH Deutschland jetzt f&#252;r den Bereich Datenschutz verordnet hat.  Diese k&#228;me Whistleblowern, gerade jenen aus dem &#246;ffentlichen Bereich, sicherlich sehr zu gute.</p>
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		<title>Unabhängige Ombudsmänner?</title>
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		<comments>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/06/unabhaengige-ombudsmaenner/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 12:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Hinweisgebersysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Ombudsleute]]></category>

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		<description><![CDATA[Landauf, landab ist, gerade wenn gerade wenn von den Medien mal wieder eine neue &#8220;Skandalsau&#8221; durchs Dorf getrieben wurde, von den betroffenen Organisationen, die sich dann &#246;ffentlich das B&#252;&#223;erhemd anziehen m&#252;ssen, das Gegenmittel schnell zur Hand: &#8220;Wir richten einen unabh&#228;ngigen Ombudsmann ein, an den sich jedermann mit Beschwerden wenden kann&#8221;.
Nun mag es in der Tat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Landauf, landab ist, gerade wenn gerade wenn von den Medien mal wieder eine neue &#8220;Skandalsau&#8221; durchs Dorf getrieben wurde, von den betroffenen Organisationen, die sich dann &#246;ffentlich das B&#252;&#223;erhemd anziehen m&#252;ssen, das Gegenmittel schnell zur Hand: &#8220;Wir richten einen unabh&#228;ngigen Ombudsmann ein, an den sich jedermann mit Beschwerden wenden kann&#8221;.</p>
<p>Nun mag es in der Tat einige <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/60/57/lang,de/">Ombudsleute</a> geben, die einen guten Job machen und ein Ansprechpartner ist in vielen F&#228;llen auch besser als gar keiner. Andererseits gibt es auch gen&#252;gend schwarze Schafe, ob in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/887/505093/text/">katholischen Kirche</a>,  bei der <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/05/08/bahn-und-gtz-ombudsmann-muss-abberufen-werden/">Deutschen Bahn</a>, oder anderswo, deren Aktivit&#228;ten sich dann vor allem gegen die Hinweisgeber/Whistleblower richten.</p>
<p>Das eigentliche Problem liegt aber tiefer. Wie kann denn ein, von einer Institution nach deren Gusto eingerichteter, Ombudsmann wirklich unabh&#228;ngig sein? Ist es nicht die Organisation die ihn ausw&#228;hlt, seine Befugnisse festlegt, ihn bezahlt und notfalls wieder absetzt? Wie h&#228;ufig kommt es vor, dass die vertraglichen Beziehungen und Befugnisse zwischen Ombudsmann und Institution transparent gemacht werden? Wie oft kommt es vor, dass die Ombudsperson das Recht erh&#228;lt Vorw&#252;rfe notfalls auch au&#223;erhalb und gegen die Institution &#246;ffentlich oder gegen&#252;ber Aufsichtsbeh&#246;rden vorzubringen? Und &#252;berhaupt ist selbst eine v&#246;llig integre Ombudsperson nicht zwangsl&#228;ufig &#252;berfordert, wenn sie einerseits die Rechte der Hinweisgeber und deren Identit&#228;t sch&#252;tzen,  die Interessen der betroffenen Institution wahren und eventuell sogar noch selbst den Sachverhalt aufkl&#228;ren soll?</p>
<p>Man darf gespannt sein, wann Medien und &#214;ffentlichkeit einmal aufwachen und diese Fragen stellen, statt sich mit dem Eingangsstatement ruhigstellen zu lassen.</p>
<p>So lange jedenfalls wie Whistleblower  gar keine Ansprechpartner oder ein v&#246;llig intransparentes und ungeregeltes Ombudsmannunwesen (und dar&#252;ber hinaus <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/09/26/video-tipp-prof-selenz-spricht-klartext-zur-so-genannten-unabhaengigkeit-der-justiz/">weisungsgebundene Staatsanwaltschaften</a> und <a href="http://gewaltenteilung.de/nissen.htm">in ihren Karrieren von der Exekutive abh&#228;ngige Richter</a>) haben, braucht sich niemand zu wundern, warum die Kultur des Schweigens die t&#228;glich neue Opfer kreiert, fortbesteht.</p>
<p>Eine &#196;nderung w&#252;rde voraussetzen, dass:</p>
<ul>
<li>in der &#246;ffentlichen Meinung nicht nur das jeweils aktuelle Problem thematisiert wird sondern auch und vor allem die strukturellen Querschnittsfragen: Warum hat keiner fr&#252;her geredet? Wen h&#228;tte er ansprechen k&#246;nnen? Was w&#228;re passiert wenn jemand geredet h&#228;tte?</li>
<li>es nicht mehr toleriert wird, dass diejenigen, die auf den Schmutz hinweisen als Nestbeschmutzer gelten und verfolgt werden</li>
<li>sichergestellt wird, dass unabh&#228;ngig von der Art der Missst&#228;nde immer ein wirklich unah&#228;ngiger Ansprechpartner bekannt und verf&#252;gbar ist</li>
<li>dieser die Ressourcen hat Probleme bis zu ihren Wurzeln zu analysieren, den Mut hat Ver&#228;nderungen einzufordern und die Macht diese auch durchzusetzen.</li>
</ul>
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		<title>Presserat: Schutz vor Strafverfolgung von Berufsgeheimnisträgern erweitern</title>
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		<comments>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/06/presserat-schutz-vor-strafverfolgung-von-berufsgeheimnistraegern-erweitern/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachfolgend dokumentieren wir eine Pressemitteilung des deutschen Presserates, da die Umsetzung von dessen Forderung nach besserem Schutz von Journalisten vor Strafverfolgung und Aussp&#228;hung durch Ermittlungsbeh&#246;rden zugleich eine wesentliche und notwendige Verbesserung des Informanten-/Whistleblowerschutzes bewirken w&#252;rde:
Der Deutsche Presserat appelliert in seiner Sitzung am 3. M&#228;rz an die Bundesministerin der Justiz, ihren Referentenentwurf zur &#196;nderung der Regelungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend dokumentieren wir eine <a href="http://www.presserat.info/pm.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=338&amp;tx_ttnews[backPid]=339&amp;cHash=3ab0ab7ac5">Pressemitteilung des deutschen Presserates</a>, da die Umsetzung von dessen Forderung nach besserem Schutz von Journalisten vor Strafverfolgung und Aussp&#228;hung durch Ermittlungsbeh&#246;rden zugleich eine wesentliche und notwendige Verbesserung des Informanten-/Whistleblowerschutzes bewirken w&#252;rde:</p>
<blockquote><p>Der Deutsche Presserat appelliert in seiner Sitzung am 3. M&#228;rz an die Bundesministerin der Justiz, ihren Referentenentwurf zur &#196;nderung der Regelungen f&#252;r Strafermittlungsma&#223;nahmen zu &#252;berarbeiten. Der dort behandelte § 160a der Strafprozessordnung muss umfassender als bislang Journalisten vor Ermittlungsma&#223;nahmen sch&#252;tzen. Die Plenumsmitglieder unterstreichen das Anliegen der Medienverb&#228;nde, die Journalisten in den Personenkreis der gesch&#252;tzten Berufsgeheimnistr&#228;ger aufzunehmen.</p>
<p>Der aktuelle Entwurf des Bundesjustizministeriums sieht vor, dass der Kreis der dort erfassten Berufsgeheimnistr&#228;ger auf Rechtsanw&#228;lte ausgeweitet werden soll. Ermittlungs-ma&#223;nahmen gegen Berufsgeheimnistr&#228;ger sind danach im Umfang ihres Zeugnisverweigerungsrechtes unzul&#228;ssig. Dahingegen bleiben Ermittlungsma&#223;nahmen gegen Journalisten zul&#228;ssig, wenn das Strafverfolgungsinteresse gegen&#252;ber dem Informantenschutz &#252;berwiegt. Der Presserat begr&#252;&#223;t die geplante Erweiterung des Personenkreises auf Rechtsanw&#228;lte, fordert aber gleichzeitig, dass zuk&#252;nftig auch Journalisten von dem umfassenden Schutz profitieren sollten.</p>
<p>Es reiche nicht aus, im Umfang ihres Zeugnisverweigerungsrechts zu verbieten, die Wohnr&#228;ume von Journalisten zu &#252;berwachen oder deren Papiere zu beschlagnahmen, wenn andere Ermittlungsma&#223;nahmen im Bereich der Kommunikation m&#246;glich blieben. Diese Situation f&#252;hrt aus Sicht des Presserats dazu, dass der Informantenschutz nicht gew&#228;hrleistet werden kann. Die vertrauliche Kommunikation zwischen Informanten und Medien ist bedeutender Bestandteil der journalistischen Arbeit, die von der Pressefreiheit gesch&#252;tzt wird. „Die Presse erf&#252;llt in der Demokratie die wichtige Aufgabe, Missst&#228;nde an die &#214;ffentlichkeit zu bringen. Die Einschr&#228;nkung der Recherchefreiheit ist eine potentielle Gefahr f&#252;r die Demokratie&#8221;, sagt Bernd Hilder, neu gew&#228;hlter Sprecher des Deutschen Presserats.</p></blockquote>
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		<title>Steuerhinterziehung und Steuergerechtigkeit</title>
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		<comments>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/06/steuerhinterziehung-und-steuergerechtigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 04:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzwesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Dienst]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower-Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Untersuchungsausschuss im Hessen-Parlament
Die seit 2001 andauernde Aff&#228;re um die mehr als 10 entlassenen Steuerfahnder, die aufgrund einer Amtsverf&#252;gung nicht mehr so genau pr&#252;fen sollten, und bei der zuletzt 4 Beamte zwangspsychiatrisiert und entlassen wurden (vgl.www.ansTageslicht.de/Steuerfahnder), wird jetzt vom Landtag untersucht. Der Psychiater wurde 2009 vom Verwaltungsgericht u.a. wegen „standesrechtlicher Verst&#246;&#223;e“ verurteilt; er hat ein ‚Gef&#228;lligkeitsgutachten’ erstellt.
Mit Steuerhinterziehung im Allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Untersuchungsausschuss im Hessen-Parlament</strong></p>
<p>Die seit 2001 andauernde Aff&#228;re um die mehr als 10 entlassenen Steuerfahnder, die aufgrund einer Amtsverf&#252;gung nicht mehr so genau pr&#252;fen sollten, und bei der zuletzt 4 Beamte zwangspsychiatrisiert und entlassen wurden (vgl.<a href="http://www.anstageslicht.de/Steuerfahnder" target="_blank">www.ansTageslicht.de/Steuerfahnder</a>), wird jetzt vom Landtag untersucht. Der Psychiater wurde 2009 vom Verwaltungsgericht u.a. wegen „standesrechtlicher Verst&#246;&#223;e“ verurteilt; er hat ein ‚Gef&#228;lligkeitsgutachten’ erstellt.</p>
<p>Mit Steuerhinterziehung im Allgemeinen und illegalen Geldbeschaffungspraktiken im Speziellen hatte die Hessen-CDU schon immer Probleme. Nicht erst seit 2000, als ihre illegale liechtensteinische Zaunk&#246;nig-Stiftung aufgeflogen war, woraufhin ein Jahr sp&#228;ter die fragliche „Amtsverf&#252;gung 2001/18“ erlassen wurde, die den hessischen Steuerfahndern das genauere Hinschauen untersagt hatte. Dies war auch der Grund, weshalb sich zu Beginn fast 50 Steuerfahnder zur Wehr gesetzt hatten, die nach und nach ausgebremst, still gestellt oder versetzt wurden, bis die letzten 4 &#252;brig blieben.</p>
<p>Bereits in den 70er Jahren hatte die Hessen-CDU ein ausgesprochen gest&#246;rtes Verh&#228;ltnis zu Steuerfahndern, deren Aufgabe es ist, Steuerhinterziehern und Geldw&#228;schern auf die Spur zu kommen, um Steuergerechtigkeit durchzusetzen. Es war der CDU-Schatzmeister, der sich im Zusammenhang mit den illegalen Parteispendenpraktiken, die in der so genannten Flick-Aff&#228;re endeten, eine besonders effektive Konstruktion ausgedacht hatte: get&#252;rkte Parteispenden &#252;ber ein Kloster, getarnt als fromme Gaben, und abgewickelt &#252;ber ein Konto in der Schweiz sowie einem Pater, der das Geld dort regelm&#228;&#223;ig in einem Koffer abgeholt hatte. Der nordrhein-westf&#228;lische Steuerfahnder, der das aufgedeckt hatte, wurde seinerzeit ebenfalls zwangsversetzt: Klaus F&#246;rster.</p>
<p>Beide Aff&#228;ren sind inzwischen detailliert dokumentiert bei unserem Kooperationspartner, dem„DokZentrum ansTageslicht.de“ unter <a href="http://www.anstageslicht.de/KlausFoerster" target="_blank">www.ansTageslicht.de/KlausFoerster</a> (Kloster-Aff&#228;re, Flick-Aff&#228;re) und <a href="http://www.anstageslicht.de/Steuerfahnder" target="_blank">www.ansTageslicht.de/Steuerfahnder</a> (Stand der Dinge). Ein Einstieg ist auch &#252;ber die <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/blogcategory/21/82/lang,de/">Webseite vom Whistleblower-Netzwerk e.V.</a> m&#246;glich.</p>
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