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	<title>Xesier</title>
	
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	<description>kreativ denken, einfach leben</description>
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		<title>Kindness</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 19:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann seit Jahren nicht mehr weinen. Es ist nicht so, dass ich keine Situationen durchleben würde, wo es angebracht wäre, ich kann einfach nicht. Derek ist eine großartige Serie. Sie ist kurz, sie ist nicht kompliziert und sie ist unglaublich warmherzig. Ich kenne nicht viel von Ricky Gervais und bin auch kein großer Fan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="600" height="338" src="http://www.youtube.com/embed/S4zPg1rzdYo?start=1184&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich kann seit Jahren nicht mehr weinen. Es ist nicht so, dass ich keine Situationen durchleben würde, wo es angebracht wäre, ich kann einfach nicht.</p>
<p>Derek ist eine großartige Serie. Sie ist kurz, sie ist nicht kompliziert und sie ist unglaublich warmherzig. Ich kenne nicht viel von Ricky Gervais und bin auch kein großer Fan, aber was er hier geschaffen hat, lege ich jedem, wirklich jedem ans Herz.</p>
<p>Und wenn ihr wirklich kein Bock, oder keine Zeit dafür habt, dann schaut euch wenigstens diesen einen Ausschnitt an.<br />
Keine Ahnung ob ich euch hier Spoiler, aber diese Sätze von Kev, die hab ich die letzten 2 Tage immer wieder angeschaut. Weil es zu dem passt, wo ich gerade stehe, weil sie so wahr sind. Und weil sie die großartigste Botschaft in sich tragen, die ich in letzer Zeit erleben durfte. Ich hätte so gern dazu geweint. Ich konnte nicht.</p>
<p><em>“The only Shortcut is good, the only shortcut that works. And it´s kindness.”</em></p>
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		<title>Das Gelbe vom Ei</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 03:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es eine gute Zeit um mit einem Online-Spiel anzufangen? So eins mit Leistungskurve, dass viel Zeit und Mühe benötigt, um wenigstens das Gefühl zu erlangen man würde die Grundlagen beherrschen? Ich spiele nun Dota 2. Ich hatte mich im Sommer 2012 mit meinem Cousin Jonas darüber unterhalten und er meinte, dafür das es kostenlos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://xesier.de/wp-content/uploads/2013/03/570_screenshots_2013-02-02_00001-600x337.jpg" alt="" title="Dota 2" width="600" height="337" class="aligncenter size-medium wp-image-2171" />Gibt es eine gute Zeit um mit einem Online-Spiel anzufangen? So eins mit Leistungskurve, dass viel Zeit und Mühe benötigt, um wenigstens das Gefühl zu erlangen man würde die Grundlagen beherrschen? Ich spiele nun <a href="http://de.dota2.com/">Dota 2</a>. <span id="more-2169"></span></p>
<p>Ich hatte mich im Sommer 2012 mit meinem Cousin Jonas darüber unterhalten und er meinte, dafür das es kostenlos sei, wäre es ganz cool. Zack Boom für die Beta beworben. Im Oktober kam dann die Zusage und so verbrachte ich während meines Praktikums so einige Wochenende auf meiner Schlafcouch und versuchte mich in diesem bekannten Vertreter des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Multiplayer_online_battle_arena">Moba-Genres</a>. Und ich bekam auf die Fresse. Zum einem vom Spiel, weil ich natürlich keine Ahnung hatte, was man für Items benötigt, was ein Carry ist, und was dieses <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WAnbeqTSeXw">Monster</a>, das da am Fluss wohnt für eine Bedeutung hat. Zum anderen aber auch von meinem Mitspielern. Dota wird immer in 5 gegen 5 gespielt. Natürlich könnte man erstmal gegen Bots üben, aber kluger Wilhelm wollte gleich den Real shit und wollte mit Mitmenschen spielen. Schwerer Fehler. Obwohl das Matchmaking dafür sorgte, dass mir auch nur Anfänger an die Seite gestellt wurden, waren die immer noch besser als ich N00B. Und meine Mitspieler wurden nicht müde, mir zu sagen, dass ich nicht gut in diesem Spiel bin. Ich gab nicht auf. Ich drückte die Tränen zurück und fand einen Charakter, den ich mochte. Den Witch Doctor. Ich mag die Rolle des Heilers. Er ist nicht unbedingt stark, aber durch seine Lebensrettung erobert man schnell das Herz der Mitspieler. </p>
<p>Ich war aber in keinster Weise wirklich angefixt von diesem Spiel. Zuviel Frust und zu wenig Siege. Und mir fiel etwas auf. Ich kannte dieses Spielprinzip. Ich spielte Dota schon einmal. Damals in meiner Zeit in Eberswalde spielte ich ab und zu auch mal mit meinem Mitbewohner CS. Und auch so einen merkwürdigen Warcraft Mod mit Helden und so Shops. Ich hatte da schon keine Ahnung was ich tat, aber ich spielte so einen lustigen Panda. </p>
<p>Seit ungefähr 2 Monaten spiele ich nun regelmäßig Dota 2. Ich bin nun nicht mehr ständig in der Opferrolle des Neuen. Aber dafür zeigt Dota nun seine andere dunkle Seite. Ja richtig verstanden: Wäre Dota eine Medallie hätte es zwei dunkle Seiten. Man regt sich auf. Am liebsten über die Mitspieler, gern auch über die Gegner, selten über seine eigenen Fehler. Es hat sich mittlerweile eine Gruppe von Freunden und Freundesfreunden gefunden, von denen eigentlich immer irgendwie einer Zeit und Lust hat Abends ne Runde zu spielen. Wir sind zwar nicht frei von diesem Gift das Dota 2 einem in die Venen jagt, aber mit symphatischen Leuten kann sogar das Verlieren unterhaltsam sein. Ich bin wahrscheinlich immer noch ein Noob. Aber ich verstehe mittlerweile die Faszination hinter diesen Moba Spielen. Teamfights verbunden mit einer unglaublichen Variabilität an Taktiken und Charakteren. Keine Ahnung wie lange das noch anhält. Es ist leider auch sehr zeitraubend, da Runden gern so eine Stunde gehen und vorschnelles Offline gehen gern geahndet wird. Ich spiele jetzt nicht nur den Witch Doctor. Ich bleibe zwar der Rolle des Supports treu, aber entdecke die Vorzüge anderer Helden. </p>
<p>Ich rate jedem, der sich mal an Dota 2 ausprobieren möchte, erst einmal bei Youtube nach Tutorials zu schauen. Es ist einfach eine vielschichtige Hure. Sie ist undankbar, sie reisst dir mit jeder Niederlage ein Stück Herz aus deiner Brust und sie macht dich wahnsinnig. Doch dafür ist jeder gelungene Gank ein kleiner Kuss auf deine Spielerseele. Wenn du wirklich bereit dafür bist, dann besorg dir <a href="http://store.steampowered.com/">steam</a> und frag einfach mal den <a href="http://steamcommunity.com/id/dota2bot?l=german">Dispenser Bot</a> nach einer Einladung.<br />
Und dann lass das Feeden beginnen. Ahahahahahahahaaha&#8230;..</p>
<p><img src="http://xesier.de/wp-content/uploads/2013/03/tumblr_inline_miylhqesaP1qz4rgp.gif" alt="" title="tumblr_inline_miylhqesaP1qz4rgp" width="400" height="226" class="aligncenter size-full wp-image-2175" /></p>
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		<title>Mittelpunkt</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 01:07:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erschöpften Augen des Mannes suchen fast schon verzweifelt nach den zwei Bäumen, die wie ein V geformt sind, denn nur dort ist eine Übertragung möglich. Jedenfalls war das früher in seiner Kindheit so. Eigentlich dachte er immer, dass ihm noch mehr Zeit zur Verfügung steht. Doch man kann es sich nicht aussuchen und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erschöpften Augen des Mannes suchen fast schon verzweifelt nach den zwei Bäumen, die wie ein V geformt sind, denn nur dort ist eine Übertragung möglich. Jedenfalls war das früher in seiner Kindheit so. Eigentlich dachte er immer, dass ihm noch mehr Zeit zur Verfügung steht. Doch man kann es sich nicht aussuchen und die Stimmen, die sich immer hinter dem Rauschen des Windes versteckten, wurden allmählich lauter, und das anfängliche Flüstern von damals ist nun eine kräftige Stimme geworden, die jetzt nach ihm verlangt. Das vibrierende Amulett in seiner Jackentasche signalisierte ihm, dass der Ort ganz in der Nähe sein muss. Doch die Schneeflocken fangen im Wind langsam wieder an zu tanzen, sodass kaum noch etwas zu sehen ist. Sein Blick wandert und versucht den Tanz der dicken Schneeflocken auszuweichen. Plötzlich zwingt ihn eine Stimme, seine Konzentration zu unterbrechen. &#8220;Opa? Stimmt es, dass jede Schneeflocke einzigartig ist?&#8221;. Richtig, er hat ja Lukas extra mitgenommen, um ihn die Magie der Sterne zu zeigen. &#8220;Ja das stimmt. Jede Schneeflocke ist so einzigartig wie jeder einzelne Mensch einzigartig ist und so wie die Schneeflocken danach streben auf den Boden zu fallen, streben Menschen danach glücklich zu sein.&#8221;. Das nachdenkliche Gesicht des kleinen Jungen bringt das Lachen auf das Gesicht des Mannes zurück. &#8220;Was überlegst du gerade?&#8221;. &#8220;Naja es landen ja nicht alle Schneeflocken auf den Boden, heißt das, dass auch nicht alle Menschen glücklich werden?&#8221;. &#8220;Mhh, da ist was dran. Das Problem ist, dass die Menschen genauso wie die Schneeflocken nur bedingt beeinflussen können, wo sie landen. Die Frage dabei ist, was jeder einzelne eigentlich möchte.&#8221; Das Gesicht von Lukas fängt an zu strahlen. &#8220;Und Opa, was möchtest du?&#8221;. &#8220;Ich?&#8221; Ein herzhaftes Lachen erhellt den Wald. &#8220;Ich möchte dir etwas zeigen.&#8221; Das Licht des Mondes strahlt so hell, als wollte die runde, löchrige Kugel mal wieder damit angeben. &#8220;Und&#8230; wann kann ich es sehen?&#8221;. Die Hand des Großvaters deutet in Richtung des rötlichen Mondes. &#8220;Die Sterne will ich dir zeigen, die kannst du jederzeit sehen.&#8221;. Lukas runzelt die Stirn. Er war es ja gewohnt, dass sein Opa verrückte Sachen sagt, aber das mit den Sternen kann Lukas nicht so ganz nachvollziehen. Der Tanz zwischen Schnee und Wind wird langsam ruhiger und am Horizont, etwas östlich von ihnen auf einen kleinen Hügel, schimmert die Silhouette der beiden Bäume durch den trudelnden Schnee. &#8220;Lukas, es wird Zeit das wir endlich ankommen.&#8221;<span id="more-2003"></span></p>
<p>Das knirschende Eis unter den Beiden verstummt schlagartig, als sie durch eine vorbeiziehende Sternschnuppe gezwungen werden zu halten. Der glühende Feuerball, der so schnell verschwindet wie er aufgetaucht ist, versprüht eine unglaubliche Kraft und Magie, sodass es unmöglich ist, etwas anderes zu tun als ihn anzuschauen. In solchen Momenten weiß Lukas immer nicht, was er sich dabei wünschen sollte, denn für ihn ist es eigentlich viel zu anmaßend, die Sterne mit seinen Wünschen und Träumen zu belästigen. Die Stimme seines Großvaters verlangt in diesem Augenblick nach Aufmerksamkeit. &#8220;Und Lukas, was hast du dir gewünscht?&#8221; Der kleine Junge kann sich bei der Frage ein Schmunzeln nicht verkneifen. &#8220;Der Wunsch geht doch nicht in Erfüllung, wenn man ihn ausspricht, dass sagst du mir doch immer.&#8221; Der langsam austretende Dampf aus dem Mund des alten Mannes, ist die einzige Reaktion auf Lukas&#8217; Worte.<br />
Unter den komisch geformten Bäumen sind die Umrisse der kleinen morschen Holzbank von früher erkennbar, welche sich durch die Witterungsverhältnisse in einen Schneeblock verwandelt hat. Ohne dass er es will, beschleunigen sich die Schritte des alten Mannes. Sein Herzschlag rast bis zur Unendlichkeit und fängt langsam an, den ganzen Körper einzunehmen. Das Pochen in seinem Ohr wird immer lauter und übertönt die entfernten Laute seines Enkels. Atemlos schleichen Worte durch seinen aschgrauen Bart. &#8220;So wir sind da.&#8221;. </p>
<p>Lukas presst große Rauchwolken aus seinem Mund, als er sich umschaut und versucht das Besondere an dem Ort zu erkennen. &#8220;Ich sehe nichts.&#8221; Das angestrengte, konzentrierte Gesicht seines Großvaters zeichnet ein kleines Lächeln ab. &#8220;Es geht nicht darum, was wir sehen, sondern darum was wir nicht sehen!&#8221; Lukas seufzt und ist der Meinung, dass sein Opa nun endgültig auf dem Pfad der Ahnungslosen wandelt. &#8220;Lukas, du musst deine Augen schließen, um es zu erkennen.&#8221; Der Junge tut es widerwillig seinem Großvater gleich und schließt die Augen. Und plötzlich ist es da, dieses merkwürdige Gefühl, welches den ganzen Körper langsam einnimmt. Mit jedem Einatmen füllen sich die Lungen mit der Energie des Ortes. Alles fängt langsam an zu kribbeln und eine gütige, betäubende Wärme entsteht. Ein merkwürdiges Gefühl, das einem sogar bei so einer klirrenden Kälte ganz warm werden lässt. &#8220;Opa, was ist das?&#8221;. &#8220;Das Lukas, das ist die Energie der Wächter! Jedes funkelnde Licht am Himmel ist ein Wächter des Erinnerns.&#8221;. Lukas öffnet die Augen, dabei verlässt das wohlige Gefühl sogleich seinen Körper, sodass die Kälte ihn wieder in die Arme nimmt. &#8220;Wächter des Erinnerns?&#8221;. &#8220;Ja und jede Nacht aufs Neue müssen sie kämpfen, nicht etwa gegen die bedrohende Dunkelheit der Nacht, sondern sie müssen kämpfen, um von den Menschen wahrgenommen zu werden.&#8221;. &#8220;Und warum wollen die Sterne von den Menschen wahrgenommen werden?&#8221; Winzige Risse fressen sich durch den Boden und ein kaum spürbares Beben setzt ein. &#8220;Sie wollen wahrgenommen werden, weil&#8230;&#8221;. Das Amulett fängt so stark an zu zittern, als wolle es zerreißen. Eine magnetische Macht zerschneidet die milchige Luft, als blitzartig ein bläuliches, warmes Licht durch den Boden schießt und den Körper des alten Mannes verschluckt, um schließlich den Himmel zu berühren. Lukas versucht den Augenblick zu fassen und hetzt mit seinem Blick durch das Licht, doch kann seinen Großvater nirgends entdecken. Unverständliche Wörter prasseln auf die Lichtsäule ein, bis Lukas begreift, dass die Wörter seinen Opa nicht mehr erreichen.</p>
<p>Ein pulsierender, lähmender Schmerz durchdringt den ganzen Körper des alten Mannes. Seine Sicht verwischt immer mehr und ein dumpfes Geräusch überdeckt die Wörter seines Gegenübers. Stattdessen hört er wieder die flüsternden Stimmen und zwar klarer als je zuvor. Solch Reinheit in einer Stimme hat er noch nie gehört, kurz kommt ihm der Gedanke an Engeln in den Sinn. Mit einem Lächeln streicht er den Gedanken wieder aus seinem Kopf. Ihm ist klar, dass er gehen muss. Doch warum ist er so überrascht? Schließlich wusste er, was auf ihn zukommt. Bilder aus seinem Leben schießen durch seinen Kopf. Rückblickend betrachtet kommt ihm das Leben vor wie eine Fahrt in einem Karussell. Zuerst dreht es sich langsam und man kann das bunte Leben in all seinen Facetten sehen. Doch dann gewöhnt man sich daran und es dreht sich immer schneller und schneller und die Farben fangen dabei allmählich an zu verwischen, bis irgendwann alles nur noch grau erscheint und man sich nicht mehr an die farbige Vielfalt von früher erinnern kann. Doch er spürt, dass es nicht ganz der Wahrheit entsprechen kann. Der Schattenriss der Vergangenheit nimmt langsam immer mehr Form an und er fühlt, dass er vor langer Zeit ein Geheimnis in seinem Herzen eingeschlossen hat, doch ihm rennt die Zeit davon, um weiter danach zu suchen, schließlich muss er seinem Enkel noch etwas Wichtiges sagen. Er konzentriert sich auf seine Stimme und legt all seine Energie hinein. &#8220;Lukas hörst du mich?&#8221;. Die Stimme seines Großvaters übertönt das beständige Rauschen des Lichtes. Mit einer Mischung aus Angst und Hoffnung bejaht Lukas die Frage seines Großvaters. Dieser fühlt jedoch wie sein Körper sich langsam im warmen Funkeln auflöst. Es ist also an der Zeit die Wörter, die sein Großvater ihm damals an diesem Ort sagte, weiterzugeben. &#8220;Wir beide, du und ich, wir sind Sternenkinder, doch für mich ist die Zeit gekommen ein Wächter zu werden. Die Wünsche und Träume der Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten, denn das ist die Aufgabe der Sterne. Und vergiss niemals: Du bist der Mittelpunkt deines Lebens, so wie ich der Mittelpunkt meines Lebens bin. In dir ist deine Vergangenheit und deine Zukunft vereint, und sie beeinflussen dich damit in deinem Handeln. Und da ich ein Teil deiner Vergangenheit bin, handle ich durch dich, auch wenn ich nicht immer bei dir bin.&#8221; </p>
<p>Lukas versucht das Gesagte zu verstehen und ordnet seinen Kopf, um geeignete Worte zu finden, doch ihm fällt nichts ein und so schaut er schweigend dem schwindenden Licht, welches mit jeder Sekunde schneller nach oben klettert, nach. Das einzige, was das Licht hinterlassen hat, ist ein funkelnder Stern hoch oben in der Dunkelheit. In Lukas breitet sich ein Gefühl der Leere aus, er ist sich nicht sicher ob es Hunger oder der Verlust seines Großvaters ist. Tatsache ist, dass es weh tut. Die Kälte des Ortes sagt ihm, dass es Zeit ist, langsam nach Hause zu gehen. Als er seine Hände in die Hosentaschen steckt, spürt er einen spitzen Gegenstand. Die Verwunderung, wie genau der Gegenstand in die Tasche gekommen ist, verfliegt recht schnell. Bei genauerer Betrachtung sieht das dunkelblaue Amulett, mit all den vielen Beulen und Kratzern, gar nicht mehr so schön aus. Plötzlich fängt es an zu flackern und ein blitzartiger Impuls durchschlägt den Körper des kleinen Jungen. Und auf einmal sind seine Gedanken geordnet und er spürt es. Es gibt nur den Augenblick im Mittelpunkt. </p>
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		<title>Nur zu Besuch – Abschied</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Oct 2012 10:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(Erneut ein Artikel von Matti.) Wie schnell man sich doch wieder sieht. Nur dieses Mal war es keine Erinnerung im Handy, kein Gedanke, der mich herzog. Es war nicht meine Entscheidung herzukommen. Und ich bin auch nicht euretwegen hier. Denn wir haben jemanden mitgebracht. Ich weiß, ihr werdet sie freundlich bei euch aufnehmen. Heute nehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Erneut ein Artikel von Matti.)</em></p>
<p>Wie schnell man sich doch wieder sieht. Nur dieses Mal war es keine Erinnerung im Handy, kein Gedanke, der mich herzog. Es war nicht meine Entscheidung herzukommen. Und ich bin auch nicht euretwegen hier. Denn wir haben jemanden mitgebracht. Ich weiß, ihr werdet sie freundlich bei euch aufnehmen.</p>
<p>Heute nehmen wir den Vordereingang. Ein ähnliches Tor. Derselbe knirschende Weg. Dasselbe Grün. Dasselbe strahlende Wetter. Man wartet auf uns. Es sind nicht viele, aber das ist vollkommen in Ordnung.</p>
<p>„Es ist wie mit dem Meer und dem Himmel: Am Horizont scheinen sie zu verschmelzen und sind doch soweit voneinander entfernt.“ Es sind wunderschöne Worte. Passende Worte. Wir gehen los. Schweren Schrittes. An euch vorbei. Ihr habt Blumen. Es war Feiertag, das haben viele genutzt, um zu schmücken. Wir gehen noch ein Stückchen weiter. Rosenblätter fallen. Hände werden gedrückt. Es wird sich umarmt.</p>
<p>Es sind alle gekommen, doch nicht alle werden wieder gehen. Ich hoffe, euch geht es hier besser. Ich liebe euch, alle drei!</p>
<p><em>Requiescat in pace</em></p>
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		<title>…</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 19:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;KANNST DU ES SPÜREN? Schon wieder höre ich diese Worte, diese fragenden Worte die sich mit einem kreischenden Geräusch immer tiefer, Schicht für Schicht in meinen Schädel bohren. Ich bekomme Gänsehaut von dem Gefühl Gänsehaut zu haben. Alles fängt langsam an zu kribbeln und nur ein kritischer Blick nach unten versichert mir, dass es doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;KANNST DU ES SPÜREN?<br />
Schon wieder höre ich diese Worte, diese fragenden Worte die sich mit einem kreischenden Geräusch immer tiefer, Schicht für Schicht in meinen Schädel bohren. Ich bekomme Gänsehaut von dem Gefühl Gänsehaut zu haben. Alles fängt langsam an zu kribbeln und nur ein kritischer Blick nach unten versichert mir, dass es doch keine kleine Insekten sind, die an mir hoch krabbeln. Mein Kopf pulsiert und ist endlich bereit um sein Inneres endlich nach Außen zu tragen. Alles bewegt sich um mich herum immer schneller und schneller. Ich bleibe stehen, wie viel Zeit gerade vergeht kann ich nicht sagen. Wieder verlangen die Wörter in meinem Kopf schmerzhaft nach Antworten die ich nicht geben kann.<span id="more-1886"></span><br />
&#8230;KANNST DU ES SPÜREN?<br />
Was soll ich spüren, das Leben? Ich habe keine Antwort, weil ich die Frage nicht verstehe. Grenzenlose Verwunderung breitet sich in mir aus. Diese leere Ahnungslosigkeit drückt langsam meinen Hals zu, ich ringe nach Luft und versuche den tauben Schmerz von mir zu streifen. Konzentriert gucke ich in den Spiegel und erkenne nicht was ich sehe. Meine zittrigen Finger streichen langsam über das Gesicht meines viel zu kalten Ebenbildes. Das Funkeln in den Augen mit dem aufrichtigen Lächeln ist schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr. Töne der Vergangenheit greifen mich an und dringen schleichend in meine innersten Gedanken ein. Dunkle Zeitfetzen meines verflossenen Daseins legen sich auf meine Wahrnehmung und die bekannte scharfkantige Realität ergraut und verwischt immer mehr. Ich versuche diese Taubheit aus meinen Gliedern zu schütteln, doch die einnehmenden Wörter schlagen elektrisierend wie ein Blitz in mir ein.<br />
&#8230;KANNST DU ES SPÜREN?<br />
Ich sehe Bilder von früher, die mir mit einer deutlichen Sprache sagen warum ich so geworden bin. Es gibt keinen Raum für Zweifel und mir wird mit beängstigender Präzision gezeigt, dass die Zukunft nicht besser aussieht wenn sich nichts ändert. Was bringen mir die ganzen Erfahrungen wenn ich nichts aus ihnen gelernt habe?<br />
Auf dem Boden zerspringt meine Wahrnehmung über die Wahrheit in tausende kleine Splitter. Ich schaue auf mein Leben mit einem völlig neuen Blick, alles wirkt so klar und eindeutig. Und doch weiß ich nicht, wie ich mich ändern kann. Diese bedrückende Enge raubt mir den Verstand. Erst jetzt merke ich, dass ich von Sackgassen und Lügen umgeben bin, die vorgeben den Weg zu kennen, doch letztendlich nur in einer weiteren Sackgasse enden. Alles hält mich davon ab meinen Weg zu gehen. Was ist richtig und was ist falsch, früher glaubte ich Antworten auf diese Fragen zu haben, doch jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich habe das Gefühl, meine Vergangenheit verloren zu haben, doch wie kann ich etwas verlieren was ich nie besessen habe? Nun stehe ich hier und weiß nicht was ich machen kann. Ich schaue nach oben und sehe ein kleines glitzerndes Licht und pötzlich durchstömt mich eine Wärme und die Schmerzen haben nun keine Bedeutung mehr.<br />
&#8230;KANNST DU ES SPÜREN?</p>
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		<title>Nur zu Besuch</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 15:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>

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		<description><![CDATA[(Matti hat wieder einmal das Interesse gehabt, etwas zu veröffentlichen. Lest euch rein!) Vor ein paar Tagen hab ich mit meinem Handy rumgespielt. Und da fiel mir eine Erinnerung ins Auge. Du hast bald Geburtstag. Seit dem habe ich jeden Tag an Dich gedacht. Aber an dem Tag selbst, es war ein Freitag, bis zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Matti hat wieder einmal das Interesse gehabt, etwas zu veröffentlichen. Lest euch rein!)</em></p>
<p>Vor ein paar Tagen hab ich mit meinem Handy rumgespielt. Und da fiel mir eine Erinnerung ins Auge. Du hast bald Geburtstag. Seit dem habe ich jeden Tag an Dich gedacht. Aber an dem Tag selbst, es war ein Freitag, bis zur der Erinnerung meines Handys nicht. Komischerweise. Also beschloss ich, Dich zu besuchen und dir eine schöne Mitteilung zu überbringen. Samstagmorgen brach ich zu Dir auf. Durch das große Tor. Den knirschenden Weg entlang. Bis zu Dir. Auch Deine Mutti ist hier. Es ist an sich ein schöner Ort, vor allem bei diesem strahlenden Wetter. Wie zum Geburtstag bestellt. Aber wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich Euch gerne woanders getroffen.</p>
<p>Ein Lächeln zur Begrüßung. „Melanie hat ein Kind bekommen. Einen Jungen.“ Ihr antwortet nicht, aber ich weiß ihr freut euch riesig. „Und? Werden wir Europameister?“ Natürlich. Schade, dass wir nicht zusammengucken können. Es war schön mit Euch. „Macht’s gut!“ Ich winke zum Abschied. Ich drehe mich um, gehe an Euren Nachbarn vorbei. Alte Menschen, junge Menschen, Kinder. Geschmückte Plätze, aufgeräumte Plätze, ungepflegte Plätze, vergessene Plätze. Und während ich wieder zum großen Tor laufe, sehe ich Eure lachenden Gesichter vor mir und ärgere mich, dass wohl erst wieder ein wenig Zeit vergeht, bevor ich wieder an Euch denken werde. Spätestens zum nächsten Geburtstag. Ich durchschreite das Tor, gehe an der Mauer entlang, sehe nach links, nach rechts, überquere die Straße, steige ein und fahre los. Nicht ohne ein Blick zurück.</p>
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		<title>Reise</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jun 2012 10:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun stehe ich nach all den Jahren wieder hier am Fuße der schmalen Steintreppe. Irgendwie kann ich das immer noch nicht begreifen. Meine Augen suchen nach etwas Vertrautem, denn irgendwas stimmt hier nicht. Im Zentrum meines Blickfeldes ist die alte Eiche, die solange ich diesen Ort kenne, eine Brandspur in Form eines nach unten gerichteten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun stehe ich nach all den Jahren wieder hier am Fuße der schmalen Steintreppe. Irgendwie kann ich das immer noch nicht begreifen. Meine Augen suchen nach etwas Vertrautem, denn irgendwas stimmt hier nicht. Im Zentrum meines Blickfeldes ist die alte Eiche, die solange ich diesen Ort kenne, eine Brandspur in Form eines nach unten gerichteten schwarzen Pfeils hat. Vermutlich wurde sie mal von einem Blitz getroffen. Kaum zu glauben, dass eine so unkontrollierbare Kraft, so ein filigranes Muster hervorbringen kann. Wie lange sie hier wohl schon steht; 100, 200 oder gar 500 Jahre?<span id="more-1948"></span><br />
Mit langsamen Schritten nähere ich mich dem toten Lebewesen. Unter der Erdoberfläche pulsieren die weitverzweigten Wurzeln, dabei habe ich das Gefühl, dass diese immer noch auf der endlosen Suche nach Nährstoffen sind. Meine viel zu laut knirschenden Schritte werden immer kleiner, bis mein Körper die Bewegung ganz einstellt und eine fast viel zu verdächtige Ruhe eintritt. Ich glaube es ist die imposante Erscheinung, welche mich daran hindert, meine plumpem Schritte weiter fortzusetzen. Tiefe Bewunderung breitet sich in meinem Körper aus. Der Baum und ich stehen uns schutzlos gegenüber. Dabei kann ich bis in die kranke, alte Seele des Baumes schauen, ich werde das beunruhigende Gefühl nicht los, dass mein Gegenüber es mir gleich tut und alle meine Fehltritte, Geheimnisse, Erfahrungen, Zweifel und Wünsche bemerkt, doch um etwas zu erkennen, muss ich all das hinter mir lassen. Auf eine komische Art und Weise fühle ich mich mit diesem halbtoten Gewächs verbunden. Irgendwie ein unheimlicher Einfall, um nicht weiter in dieses Gedankenkonstrukt  zu versinken, wende ich mich ab und gehe nun wieder zurück. Plötzlich fällt mir auf, dass ich mir zum ersten Mal diese ungewöhnliche Pflanze genauer angeschaut habe. Schon komisch, wahrscheinlich hatte ich für solche Dinge früher einfach keine Zeit oder ich hatte schlichtweg keine Lust dazu. Das macht mich irgendwie traurig, warum weiß man im Nachhinein erst immer alles besser, beziehungsweise ist davon überzeugt es besser zu wissen?</p>
<p>Obwohl ich den alten Baum eindeutig wiedererkenne und es anscheinend der Wald von damals ist, wirkt alles hier so befremdlich und verzerrt, fast so wie in einem Traum. Als wenn die Bäume um mich herum versuchen etwas zu sein, was sie schon lange nicht mehr sind. Sie erscheinen mir als leere Hüllen, die durch Verkleidungen und Masken versuchen die Vergangenheit widerzuspiegeln, um so von ihrer Verlassenheit abzulenken. Doch was bringt es, weiter darüber nachzudenken? Ich versuche meine Gefühlswelt unter Kontrolle zu bringen und nehme die ersten Stufen der Steintreppe, dabei bemerke ich, dass das hölzerne Geländer, bei dem ich mir immer einen Schieber an der rechten Hand zugezogen habe, nicht mehr da ist. Oder habe ich mir das damals nur eingebildet? Nein, denn weiter oben sehe ich, wie aus dem Boden noch vereinzelt, faulige und mit Löchern übersäte Holzpfeiler ragen. Dabei werde ich den Eindruck nicht los, dass sie die Luft aufspießen wollen. Die Vorstellung gruselt mich und ich setzte meinen Weg fort.<br />
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der Aufstieg immer viel Spaß bereitet hat, denn obwohl es anstrengend war, konnte die Vorfreude auf einen tollen Nachmittag mir die Strapazen des zermürbenden Weges nehmen. Am Wegesrand sah ich manchmal sogar vereinzelt wunderschöne Blumen. Doch wenn ich mich hier jetzt so umschaue, entdecke ich keine Einzige. Aber vielleicht suche ich ja zu energisch danach, mir hat mal jemand gesagt, dass man die schönsten Blumen nicht sucht, sondern sie ganz einfach findet, so ähnlich wie bei dem Glücksklee. Ich glaube, dass was ich hier sehe, klassifizieren die meisten Menschen als Unkraut. Nicht gerade eine passende Bezeichnung, denn wenn ich mir die Pflanzen genauer betrachte, muss ich mir eingestehen, dass einige davon doch recht nett anzuschauen sind. Wer bestimmt eigentlich, was Unkraut ist und was nicht, kann man das einfach so festlegen? Soll das heißen, es sind Pflanzen nicht erwünscht sind? Deplatziert zu sein ist keine schöne Vorstellung, aber hier am Waldesrand haben alle die gleichen Chancen, es spielt keine Rolle mehr, ob man schön aussieht oder gut riecht. Hier an dieser Stelle wächst, was hier wachsen will und wachsen kann.</p>
<p>Leicht frustriert schaue ich in den Himmel und merke, dass mir der schleichende Farbübergang von blau zu rot erst jetzt so richtig aufgefallen ist. Ein warmes, kribbelndes Gefühl steigt in mir auf und ich fange an wie blöd zu grinsen, wahrscheinlich schütten gerade irgendwelche Enzyme in meinem Kopf haufenweise Glücksgefühle aus. Doch warum weiß ich nicht, das ist letztendlich ja auch egal, Hauptsache es fühlt sich gut an. Mein leicht knurrender Magen signalisiert mir, dass ich mich langsam beeilen sollte, doch das muss ich gar nicht mehr, denn ich bin schon fast oben angekommen. Meine Schritte beschleunigen sich, sodass ich fast ins Straucheln komme. Mit jedem einzelnen Schritt merke ich, dass ich noch am Leben bin und die steigende Anstrengung gibt mir die Gewissheit, dass ich gleich mein Ziel erreicht habe. Mein Atem ist komplett verbraucht und mein Puls rast, als würde er zum Takt eines sehr schnellen Liedes spielen. Doch nun stehe ich endlich auf Stufe 420 und muss mich kurz sammeln. Sofort steigt mir der vertraute leicht würzige Duft von Flieder und Pfefferminz in die Nase. Ich schließe meine Augen, um mich nur auf dieses weiche Aroma zu konzentrieren.    </p>
<p>Nicht viele kennen diesen Ort. Ich bin mir nicht mal sicher, ob außer mir noch jemand diesen Ort kennt. Doch die kleine, weiße Bank verrät mir, dass Menschen hier gewesen sein müssen. Der Hügel war immer ein Rückzugsort, den ich besuchen konnte. Hier gab es keine Probleme, keine Zeit, kein Raum und keine Existenz. Oder anders ausgedrückt, diese Faktoren spielten hier nur eine untergeordnete Rolle. Dieser Ort hatte etwas magisches. Es waren durchweg positive Erinnerungen, alles war so wunderschön, so als ob es aus einem bunten Bilderbuch entsprungen ist.Ich kann gar nicht sagen wie lange ich nicht mehr hier oben auf dem Hügel war. Durch die lange Zeit in Abwesenheit, habe ich ganz vergessen, dass man von hier sogar über den kleinen Wald sehen kann. Am Horizont erstreckt sich der Umriss einer Stadt, die so winzig aussieht, dass es fast schon lächerlich erscheint, dort nur einer unter Tausenden zu sein. Alles sieht immer noch genauso aus und doch ist alles Anders. Irgendwas hat sich verändert, es ist kalt geworden. Ich habe das Gefühl seit langem einen alten Freund zu besuchen, doch zu meinem Bedauern muss ich feststellen, dass wir keine Freunde mehr sind, denn ich schaue in ein mir unbekanntes Gesicht. Ein grauer Schleier hat sich auf unsere gemeinsame Erinnerung gelegt, ich sehe die Vergangenheit nur noch in blassen Farben. Früher war alles so viel klarer, doch jetzt ist alles nur noch verschwommen.</p>
<p>Mein Blick wandert weiter und ich entdecke auf der Bank ein Kind. Die Neugierde und der Eindruck dieses Kind irgendwoher zu kennen bewegen mein Beine von selbst. Mein langgezogener Schatten verschlingt langsam die Konturen des Kindes. Unsere Blicke treffen sich, plötzlich schlägt mich die Erkenntnis mit voller Härter, sodass es mir schwer fällt weiter zu atmen. Denn gerade in diesem Moment, schaue ich in mein eigenes Gesicht. Das Kind bin ich! Doch anders als ich, sieht es sorglos und fröhlich aus, keine Anzeichen von Zweifel, Hass oder Missgunst. Es wurde noch nicht von der Zeit durchlöchert. Doch was ist nur passiert, dass ich mich heute so sehr von meinem früheren Ich unterscheide? Wie kann so etwas abstraktes und ausgedachtes wie Zeit nur so einen enormen Einfluss haben? Ich werde mit jedem Tag den ich aufwache älter, doch es ist so ein schleichender Prozess, dass es mir nie so bewusst gewesen ist. Ich habe so viele Fragen die ich alle nicht stellen kann, ich sehe vereinzelt Bilder von früher und dabei merke ich, dass sie für mein weiteres Leben kaum noch Bedeutung haben. Das Gefühl des Verlustes breitet sich unaufhörlich in meinem Körper aus. In meinem Kopf höre ich einen mir vertrauten Namen, doch ist es zu leise, um bestimmen zu können wer gerufen wird. Plötzlich ertönt Lautstark ein Fluchen hinter uns, ein alter Mann steht auf der letzten Stufe der Treppe und kommt mit langsamen Schritten auf uns zu. Ich bin verwirrt und habe Angst, mein jüngeres Ich klammert sich an mein rechtes Bein. Die rufende Stimme in meinem Kopf wird immer lauter und lauter, bis ich merke dass es mein Name ist, der gerufen wird.</p>
<p>Ich wurde mit einer unvorbereiteten Endgültigkeit aus diesem Tagtraum gerissen, sodass ich für eine Weile völlig neben mir stehe. Denn alles was ich gerade erlebt habe war so real, doch dieser komische Ort existiert nur in meinen Gedanken. Es ist ein Rückzugsort, den ich mir vor langer Zeit ausdachte. Doch letztendlich ist dieser genauso real und existent wie ich, denn ich bin real. Die neue Kulisse in der ich mich nun befinde, ist die Stadt und ich fühle mich wieder einsam und bedeutungslos, nur einer unter Tausenden. Mein Gesicht spiegelt sich in einer dreckigen Pfütze und ich weiß nicht was ich denken soll. Es fängt an zu regnen, aber das ist schon in Ordnung. Ich glaube heute nehme ich mal wieder den längeren Weg nach hause. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass früher alles besser war. Das letzte Bild was mir von diesem Tag im Gedächtnis geblieben ist, waren die Konturen des alten, zerknitterten Gesichtes, dabei habe ich die Hoffnung, dass es keine Tränen in den Augen des Mannes waren, sondern Schweiß von der anstrengenden Reise. </p>
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		<title>Freies Fernsehen in Spartensendern</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 10:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal ganz ehrlich. Das was wir heute so im Free TV vorgesetzt bekommen ist doch absoluter Müll. Ich kann verstehen warum diese aufgeklärten unabhängigen, revolutionären Anfangzwanziger sich damit brüsten keinen Fernseher mehr zu besitzen. Wo bleibt zwischen srcipted reality, Olli-Geißen-Chart-Shows und amerikanischen Serien der Bildungsauftrag und die Kultur? Und kommt mir nicht mit Phoenix, Arte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal ganz ehrlich. Das was wir heute so im Free TV vorgesetzt bekommen ist doch absoluter Müll. Ich kann verstehen warum diese aufgeklärten unabhängigen, revolutionären Anfangzwanziger sich damit brüsten keinen Fernseher mehr zu besitzen. Wo bleibt zwischen srcipted reality, Olli-Geißen-Chart-Shows und amerikanischen Serien der Bildungsauftrag und die Kultur? Und kommt mir nicht mit Phoenix, Arte oder N24 oder gar DMAX. Das ist langweilig, ohne Biss, eine fad zubereitete Suppe.<br />
Und auch ARD und ZDF haben Angst Gewagtes, Neues und Anspruchsvolles in ihr Programm zu nehmen. Aber zum Glück gibt es da die Spartensender. Das ZDF begibt sich mit seinen Spartensender &#8220;info&#8221;, &#8220;neo&#8221; und &#8220;kultur&#8221; auf gewagtes Gebiet, lässt den Akteuren freien Raum. Wie wohltuend.</p>
<p>Eine Sendung mit politischen Gästen etwa sieht bei &#8220;<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1212504#/kanaluebersicht/1212504">Stuckrad late night</a>&#8220;, moderiert von Benjamin von Stuckrad Barre und produziert von Christian Ulmen, nicht aus, wie eine Talkrunde bei Jauch mit Edmund Stoiber und vier anderen, die in ihre Bärte hineinbrubbeln. Hier wird auf politische Phrasen verzichtet, hier will man sehen, wie der Politiker sich in überraschenden und extremen Momenten verhält. Stuckrad Barre hält seine Gäste in Schach, zerstört mit Rezzo Schlauch, der auch eine Tanzeinlage liefert, Gitarren, klärt in einem Wettbewerb mit dem Jungpolitiker Christopher Lauer (unglaublich cooler Typ, wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uT-jJAcn_CM&amp;feature=related">hier zu beobachten</a>), wer mehr ADHS hat und präsentiert mit dem Generalsekretär der FDP, Patrick Döring, auf Grund dessen früherer Tätigkeit als Verkäufer, eine HSE 24esque Shoppingshow. Da wird sich was getraut, da werden Fassaden von Parteiprogramm runterstotternden Politikern entblättert, da werden aus Robotern mit grauen Anzügen fassbare Menschen.<span id="more-1930"></span></p>
<p>Und völlig neu und dennoch retro: es wird geraucht. Stuckrad- Barre zündet sich während der Sendung eine Kippe nach der anderen an, was von der Raucherschutzkampagne stark kritisiert wird. Dieser Kritik ist auch die Sendung &#8220;<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1583110">Roche und Böhmermann</a>&#8221; ausgesetzt, moderiert von Charlotte &#8220;Feuchtgebiete&#8221; Roche und Jan &#8220;Zwei alte Hasen erzählen von früher und Gagschreiber von Harald Schmidt&#8221; Böhmermann. Hier sitzen nebst den beiden Moderatoren fünf mehr oder weniger bekannte Menschen an einem Tisch mit Mikrofonen aus 70er Talkrunden- Kulissen und reden über alles und nichts. Hier stehen keine neuen Bücher, CDs oder Filme im Vordergrund. Eine Eigendynamik unter den Gästen soll entstehen, sie sollen über wichtiges diskutieren, was mal mehr, mal weniger klappt. Ist auch unwichtig. Wichtiger ist, dass es keine Vorgaben gibt. Es kann über alles gesprochen werden. Wenn Jan Böhmermann mit Rocko Schamonie, der mit den Ärzten und König Boris in einer Sendung eingeladen war, über dessen Wandlung vom oft besoffenen Punk zum erstzunehmenden Initiator eines Komik-Ensembles sprechen will und dieser ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter legt und sagt: &#8220;Ich möchte gerne von dem langweiligen Thema, was du gerade versuchst anzusägen, zurückzukommen und sagen, dass die Punk Rock Vergangenheit eigentlich gar keine Rolle spielt, wenn man wie ich ins Schmuckbusiness umgestiegen ist&#8221; (um anschließend die Scheiße-Kollektion vorzustellen), dann zeigt das Frische, Flexibilität und Spontanität und bricht die doch sehr starr und belanglos gewordenen Fernsehdogmen auf. Immer mit viel Witz und doch intilligent zubereitet.</p>
<p>Es wird über große Themen geredet, aber locker aufbereitet und so, dass es nicht nur ab vierzig aufwärts interessant ist. Die Sendung &#8220;<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1323446">Bauernfeind</a>&#8221; informiert jede Woche über den Zeitgeist unserer Gesellschaft, widmet sich Themen, die jeden angehen, stellt Künstler vor und befragt bekannte Menschen und Experten. Ein ähnliches Konzept wie die ZDF Kultur Sendung hat auch &#8220;<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1563028">Bambule</a>&#8221; beim Nachbarsender ZDF neo. Sarah Kuttner behandelt hier jede Woche ein großes Thema, in dem sie auch eigene Erfahrungen einbringt. Und damit auch eigene Zweifel und Ängste. Das nimmt dem Zuschauer schon ein Stück Druck, der sich bei Themen wie Klimawandel oder Familiengründung aufbaut. Auch sie spricht mit Experten über Statistiken und psychologische Hintergründe und befragt Stars nach ihren Erfahrungen. &#8220;Bauernfeind&#8221; (moderiert von Kathrin Bauernfeind) und &#8220;Bambule&#8221; stehen für ein neues Modell von Magazinen, die wirklich durchdacht, nicht meinungsbildend und für junge Menschen interessant aufbereitet sind. Kurz: sie sind nicht &#8220;Explosiv&#8221;.</p>
<p>Und eine Sendung darf man natürlich nicht vergessen, wenn es um die neuen großen Formate in den Spartensendern geht: &#8220;<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1444910">neo Paradise</a>&#8220;, die Nachfolgesendung von &#8220;MTV Home&#8221; mit Joko und Klaas. Gut, hier wird nur in zweiter Linie ein  Bildungs -oder Kulturauftrag erfüllt, jedoch ist der Unterhaltungswert nicht zu einem hundertstel so flach wie Paul Panzer und Atze Schröder. Der Witz der Sendung zeichnet sich vorallem durch Selbstironie, Schadenfreude (meist nur zwischen den beiden Moderatoren) und netten Einspielern aus, die die Probleme unserer Welt auf die Schippe nehmen. Ergänzt wird die Sendung durch zwei Juwelen der deutschen Komik: Serdar Somuncu, der in seinem Kellerloch über alles herzieht, was er von deutschen Fernsehsendern vorgesetzt bekommt und Olli Schulz, der mal für billige Witzchen von Joko und Klaas in deren Einspielern herhalten muss oder in seiner Rubrik &#8220;Erotik aus Deutschland&#8221; anzügliche Gedichte und Geschichten vorträgt. Manchmal gibt man ihm auch Alkohol und er besucht unter dem Namen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=o4TqvGzb1HM">Charles Schulzkowski</a> (Bukowski-Anlehnung) Messen oder Festivals um dort den Leuten die Veranstaltung zu versüßen.</p>
<p>So macht Fernsehen wieder Spaß, da passiert was, da wird sich was getraut. Da ist man flexibel, intellektuell und sich doch manchmal  nah an der Gürtellinie bewegend. Nur leider befinden sich gerade fast alle genannten Sendungen in der Sommerpause. Da muss der Fernseher wohl vorerst ausgeschaltet bleiben. Beziehungsweise das Internet, wo man im Übrigen auch alle Shows ansehen kann. Mal gucken wie lang sich gutes, anspruchsvolles, innovatives Fernsehen durchsetzen kann, was man schon fast in Anführungszeichen setzen muss, wenn man bedenkt, dass es nur die Spartensender sind, die solche Sendungen zeigen.</p>
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		<title>Bitte keine Glatze</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2012 23:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Privates]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>

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		<description><![CDATA[Die größten Ängste deutscher Männer sind: Trennung vom Partner, gleichzeitig aber auch zu viel Nähe, Arbeitslosigkeit, Impotenz und&#8230; Haarausfall! Ein Thema, das viele Männer, auch Frauen, beschäftigt, das aber aus Eitelkeit und Verdrängung kaum vor anderen angesprochen wird. Dabei hat jeder darunter zu leiden, wenn ihm die Haare auf dem Schopfe ausgehen. Auch ich kriege [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die größten Ängste deutscher Männer sind: Trennung vom Partner, gleichzeitig aber auch zu viel Nähe, Arbeitslosigkeit, Impotenz und&#8230; Haarausfall! Ein Thema, das viele Männer, auch Frauen, beschäftigt, das aber aus Eitelkeit und Verdrängung kaum vor anderen angesprochen wird. Dabei hat jeder darunter zu leiden, wenn ihm die Haare auf dem Schopfe ausgehen. Auch ich kriege Panik bei meinen Geheimratsecken. Manchmal ist es schon krankhaft, wie ich Männer auf der Straße analysiere. Wie viele Haare haben sie noch? Oh, der hat aber schönes volles Haar! Ha, der hat bestimmt bald ne Glatze. Und wenn einer dann völlig kahl daher kommt, bemitleide ich ihn und hoffe, dass es mir nicht so ergehen wird wie ihm.<span id="more-1926"></span></p>
<p>Haare sind zu einem leidlichen Thema in meinem Leben geworden, auch zu einem ständig präsenten. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht in den Spiegel oder in ein Schaufenster schaue um zu analysieren, ob die Geheimratsecken noch stärker geworden sind oder sich sonst kahle Stellen bilden. Es ist über ein Jahr her, da fiel mir dieses Problem wie (Achtung, Haarwitz) Schuppen von den Augen. Geheimratsecken blinkten da hervor. Meine Haare waren dünner, nicht mehr dick und fest, wie noch vor ein bis zwei Jahren. Seitdem macht mir ein Gemisch aus Eitelkeit und Hang zur Ästhetik große Panik vor einer zu befürchtenden Glatze. Eine schöne Überlegung der Natur! Auch aus biologischem Sinne. Sollen uns Haare nicht vor Gefahren auf der sehr sensiblen Kopfhaut schützen? Warum fallen sie dann aus? Und da können einen Internetseiten beschwichtigen wie sie wollen und erzählen, dass sich auch viele, die noch volles Haar haben, eine Glatze schneiden lassen, weil es gut aussähe. Eine Glatze ist für die meisten Männer ein Downer, ein psychisch belastendes Nichts. Wie schön ist dickes, volles, kräftig gut strukturiertes Haar. Keine Frau kann behaupten, dass sie das einer prollig boshaftig erscheinenden Glatze nicht vorzieht.</p>
<p>Das schlimme ist: man kann gegen eine Glatze nichts mehr tun. Die Frage ist nur, wie sie zustande kommt. Durch Stress? Durch Mangelernährung? Am Ende sind es gar die Gene? Na, der Stress scheidet bei näherer Betrachtung meiner jetzigen Lebensumstände aus. Vielleicht emotionaler, aber körperlicher und sonstiger Stress fallen raus. Geerbt habe ich den Haarausfall wohl auch nicht. Mein Vater hatte volles, kräftiges dickes Haar, wohl aber auch Geheimratsecken, wie sein Vater sie auch schon hatte und hat. Vielleicht bleibt es bei mir auch dabei. Ich hoffe es sehr. Wäre da nicht noch diese dritte Option: die schlechte Ernährung. Fast Food, Fett, Kohlenhydrate. Meine Vitaminpackung hole ich mir höchstens durch die zwei wöchentlichen Bananen oder Hohes C Säfte. Stilles Mineralwasser hat es mir angetan, nachdem ich las, dass gerade Mineralien für die Haare so wichtig wären. Aber wenn ich am Ende des Tages doch beim Durch-die-Haare-gehen drei, vier bis zehn Haare raushole, gehe ich mich selbstverachtend, keinen Sinn mehr erkennend zu Bett. Bitte keine Glatze. Das Alpecin, das ich mir jeden Tag in die Haare wische, beugt nur erblich bedingtem Haarausfall vor, wird also bei Mangelernährung nicht helfen. Und um meine Essgewohnheiten zu verändern, bin ich zu inkonsequent.</p>
<p>Lange habe ich jetzt längeres Haar getragen. Also nicht so dümmlich aussehend, wie bei einem Metaler, nein, ich meine so, dass es eben die Geheimratsecken vertuscht hat. An den Seiten kurz, oben lang. Undercut nennt das der Fachidiot, auch bekannt als Hipster. Aber ich war es leid, die Haare ständig zu richten und drin rumzuwühlen, dass sie sich nicht zu den Seiten verlagerten und man die kahle Einbuchtung dann doch bemerke, die bei längerem Haupthaar noch komischer aussieht. Also habe ich mir eine Haarschneidemaschine gekauft und zack, auf neun Millimeter alles runtergeschräddert und gerade bereue ich es mal und mal halte ich es für eine gute Entscheidung. Wer weiß wohin mein Weg mich noch führt. Hoffentlich nicht zur Glatze.</p>
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		<title>Von Dichtern und Denkern</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 19:24:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Xesier ist und war ja immer auch eine Plattform für junge Autoren, um sich schriftlich mit dem auseinanderzusetzen, was sie im Alltag umgibt und wo ihre Interessen sich hinentwickeln. Ich würde gern mal einen geisteswissenschaftlich wertvollen Artikel schreiben, etwa eine Abhandlung über ein philosophisches Werk oder eine Analyse zu einem großen Roman. Leider bemerke ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Xesier ist und war ja immer auch eine Plattform für junge Autoren, um sich schriftlich mit dem auseinanderzusetzen, was sie im Alltag umgibt und wo ihre Interessen sich hinentwickeln. Ich würde gern mal einen geisteswissenschaftlich wertvollen Artikel schreiben, etwa eine Abhandlung über ein philosophisches Werk oder eine Analyse zu einem großen Roman. Leider bemerke ich aber oft, dass mir die Motivation für das Einfuchsen in ein Themengebiet fehlt.<span id="more-1920"></span></p>
<p>Zumindest scheint es mir aber, dass ich in letzter Zeit einen Schritt in die richtige Richtung gewagt habe. Ich habe angefangen zu lesen. Vorerst zumindest nur Belletristik. Vorzugsweise und fast ausschließlich die Werke von Hermann Hesse. Da fand ich letztens einen Stoß Bücher in einem Karton, der noch von meinem Umzug ungeöffnet war und hauptsächlich erblickten mich dort die von ihm geschriebenen Bücher. Das passte mir, denn schon länger blieb mir die Frage im Kopf, wie ich die Semesterferien (bei mir immerhin ganze zehn Wochen) nicht ganz ungeordnet verbringen und zumindest etwas unter einen kulturell, intellektuellen Stern stellen konnte. Also nahm ich mir vor die Werke zu lesen.</p>
<p>Bis heute habe ich seine großen Romane und die wichtigsten seiner Erzählungen gelesen. Und allein diese Konsequenz des immer Weiterlesens zeigt, dass ich begeistert bin. Hesse zeigt mir, was mit Sprache machbar ist. Er schafft es, kleine unscheinbare Dinge, die sich in Gedanken der Menschen, aber auch in der Natur abspielen, aufzuzeigen und als etwas Besonderes und Schönes darzustellen, so dass man lernt, kleinen Dingen im Leben mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sich an ihnen zu erfreuen.</p>
<p>Seine Geschichten werden oft von einer Hauptfigur getragen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben steht und aus sich heraus eine Änderung bis hin zur Selbstverwirklichung vornimmt. Dabei stellt der Autor erschreckend detailreich den inneren Zwiespalt der Person dar, der in der Kluft zwischen den Anforderungen der Gesellschaft und den eigenen innersten Wünschen liegt. Neben diesen Beschreibungen der Psyche und des Menschen vergisst Hesse dabei aber nie Landschaften zu entwickeln und Bilder von Kulissen im Kopf des Lesers zu entwerfen. Man merkt, dass hier jemand nicht nur gut beobachtet, sondern auch die sprachliche Fähigkeit hat, es einem anderen Menschen mitzuteilen. Ich bin beeindruckt und lege jedem ans Herz, wenigsten einmal ein Buch von Hermann Hesse zu lesen. Ich empfehle &#8220;Narziß und Goldmund&#8221;, &#8220;Gertrud&#8221;,&#8221;Klein und Wagner&#8221; oder &#8220;Unterm Rad&#8221;. Seine anderen Bücher sind nicht weniger großartig, aber vielleicht findet man über die genannten am leichtesten einen Zugang zu seinem Werk.</p>
<p>Als nächstes interessiert mich nun Franz Kafka, von dem ich bisher nur &#8220;Die Verwandlung&#8221; gelesen habe, welches eine sehr deutliche, klare Sprache aufweist und das Leben eines jungen Mannes auf sehr bizarre Art und Weise beschreibt. Dazu habe ich mir in einem Anfall von naiver Begeisterung eine Buchsammlung gekauft, die neben seinen drei großen Romanfragmenten auch alle (zumindest sagt das der Sticker auf der Verpackungsfolie) Erzählungen enthält. Für 20 Euro. Ich bin gespannt.</p>
<p>Vorher habe ich mir aber gedacht, sollte ich mir als Student der Philosophie, wenigstens mal ein paar Klassiker dieser Wissenschaft zu Gemüte führen und so warten erstmal David Humes &#8220;Untersuchungen über den menschlichen Verstand&#8221;, Immanuel Kants &#8220;Kritik an der praktischen Vernunft&#8221; und Renè Descartes &#8220;Meditationen über die erste Philosophie&#8221; auf mich. Weitere sollen folgen.</p>
<p>Ich möchte noch dazu sagen, dass ich mich beim Lesen von Belletristik auf deutsche Schriftsteller beschränke. Wenn ich ein Buch von einem ausländischen Schriftsteller lese, habe ich immer Angst, mir kommt durch die Übersetzung die eigentliche Schönheit der vom Schriftsteller genutzten Sprache abhanden und es entsteht nicht die Atmosphäre, wie sie der Autor im Original erzeugt. So erging es mir bei &#8220;Der alte Mann und das Meer&#8221; von Ernest Hemingway oder &#8220;Der Fänger im Roggen&#8221; von J.D. Sanlinger. Und um es in der Originalsprache lesen zu können, sind meine Sprachkenntnisse zu schlecht.</p>
<p>Habt ihr Erfahrungen mit den genannten Literaten und Philosophen? Was sind eure Gedanken zu ihren Werken? Könnt ihr weitere Schriftsteller nennen, deren Werke euch bewegt haben? Und warum?</p>
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