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	<title>Xesier</title>
	
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		<title>Wenn der Saal mehr beschäftigt, als die Leinwand</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 18:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir im Kino sind, tauchen wir ein in das Erlebnis. Medienwissenschaftler sprechen dabei gerne von dem Dispositiv des Kinos. Wichtigster Vertreter dieser Theorie ist Jean Louis Baudry. Ganz simpel bedeutet Dispositiv, dass der Zuschauer die Welt, die vor ihm projiziert wird, als Realität empfindet und den Kinosaal um sich herum vergisst. Nur du und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir im Kino sind, tauchen wir ein in das Erlebnis. Medienwissenschaftler sprechen dabei gerne von dem Dispositiv des Kinos. Wichtigster Vertreter dieser Theorie ist Jean Louis Baudry. Ganz simpel bedeutet Dispositiv, dass der Zuschauer die Welt, die vor ihm projiziert wird, als Realität empfindet und den Kinosaal um sich herum vergisst. Nur du und der Film.  Alles andere wird vom Zuschauer ausgeblendet.  Doch klappt die Umsetzung dieser Theorie nicht immer. Selten ist man allein im Kino. Und nicht immer wollen alle anderen Zuschauer voll vom Film eingenommen werden. Wie unterschiedlich sich diese Tatsache auf das Filmerlebnis auswirken kann, davon möchte ich heute gern erzählen. Ich durfte jüngst mit unterschiedlichen Arten der Zuschauereinwirkung Bekanntschaft machen. <span id="more-1818"></span></p>
<p>Ich besuchte vor ein paar Wochen eine Sneak-Preview. Heißt unbekannter Film, aber auch billiger Eintritt.  Das hält die Erwartungen niedrig und damit das Überraschungspotential hoch. In stiller Bitte keinen Horrorfilm sehen zu müssen, betrete ich den Saal und bin überrascht wie voll der Saal ist. Aber mir wird bewusst, wir haben Weihnachtsferien und was soll denn die Lausitzer Jugend sonst machen unter der Woche. Nach einer halben Stunde Werbung, beginnt dann auch endlich der Film. „Helden des Polarkreises“, eine finnische Roadmovie-Komödie. Hätte ich sie mir zuhause angesehen, oder hätte mir den Saal nur mit den üblichen 10 Leuten geteilt, wäre es ein ganz netter Film, der mir ein paar Schmunzler entlockt hätte. Doch nicht an diesem Abend, mit diesem Publikum. Denn ab der Mitte des Films beginnen 2 Herren im hinteren Teil des Kinos über die Sprüche und die Slapstickmomente laut zu lachen. Sie brüllen, sie schreien beinahe. Und ich reagiere am Anfang wie die meisten anderen. Irgendwo zwischen genervt und verwundert dreht man sich um und will die Störenfriede im dunklen Saal erspähen. Doch  mit der Zeit gibt man auf und lässt sie einfach loslachen. Und mit der Zeit passiert etwas Merkwürdiges.  Der Film wird plötzlich unglaublich lustig. Die Kerle haben recht, die Szene ist megawitzig, wenn da einer kopfüber aus dem Fenster hängt. Und nicht nur ich mache die Feststellung, sondern auch der Rest des Publikums. Wir lachen plötzlich alle herzhaft über die Sprüche. Zeitweise hab ich Tränen in den Augen, und klatsch mir mit den Händen auf die Schenkel. Diese 2 Typen wurden von Störenfrieden zu Animateuren.  Am Ende weiß ich nicht, ob die Szene wirklich witzig war, oder ob einfach das Gelächter um mich rum so ansteckend ist. Kommentare des Publikums stören plötzlich nicht, sie bereichern den Film. Am Ende sind meine Begleitung und ich uns einig, dass es eine der besten Komödien war, die wir im Kino sehen durften. Die ganze Heimfahrt über zitieren wir noch aus dem Film und sogar die Kommentare der Zuschauer.  </p>
<p>Ich würde diesen Text gerne so beenden. Mit dem abschließenden Entschluss, das ein Publikum einen Film noch bereichern kann, dass es nicht unbedingt ein allumfassendes Dispositiv dafür braucht. Doch leider war ich dann letzte Woche noch in „Sherlock Holmes 2 – Spiel im Schatten.“</p>
<p>War mein erster Guy Ritchie Holmes und war daher auch vom Film her positiv überrascht. Die Action war nicht bombastisch, aber unglaublich gut inszeniert, ich habe mich in Noomi Rapace verliebt und auch die Dialoge sind unterhaltend. Und mit unterhaltend meine ich, dass man davon mal schmunzelt und sich auch den  einen oder anderen Spruch einprägt. Allgemein liegt Sherlock Holmes 2 für mich humoristisch gesehen im Mittelmaß. Nett, aber keine Brüller. Muss auch nicht, will ich vielleicht auch nicht. Ich finde so ein leichter Witz steht solcher Art Film viel mehr. Leider scheinen die beiden Damen neben mir da anderer Meinung.  Entweder sie waren offizielle Vertreterinnen des „Robert Downey Jr. ist lustigster Mensch der Welt! e.V.“ oder sie haben sich bei sich Daheim noch ein Sektchen gegönnt. Zum warm werden. Nämlich jede Tat, jede Geste, sogar jeder Laut die von Sherlock Holmes ausgeht wurde mit lauten Gelächter kommentiert. „Da! Er spritzt dem Hund was! HAHAHAHA! Jetzt läuft der Hund weg! HAHAHAHAHAHAHA!“  Und da war er wieder. Der Gedanke in mir. Alles Kulturbanausen, außer mir. Stimmt natürlich nicht, aber manchmal lässt mir das restliche Publikum da kaum eine andere Wahl. Ich weiß, Humor ist Geschmackssache, aber was die beiden Damen da neben mir dargeboten haben, war keine subjektive Sichtweise mehr, das war Hysterie in Reinform.  Und ich find den Film dann irgendwann gar nicht mehr lustig, schon aus Prinzip nicht.</p>
<p>Und so kann ich diesen Text nun doch nicht mit einem eindeutigen Fazit abschließen. Wahrscheinlich ist mit den Filmen und deren Publikum ein reines Glücksspiel. Mal teilt man sich halt den Saal mit ein paar Typen mit gutem Humor, die einen anstecken können und sogar eher schwache Filme in ein tolles Erlebnis verwandeln können und mal hat man dann doch wieder „Hanni und  Nanni und das Geheimnis der lustig riechenden Zigarette“ neben sich sitzen, die Filme in der abschließenden Wertung noch runterziehen können. Ich frage mich, mit welchen Leuten Baudry den Kinosaal teilen durfte.     </p>
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		<title>Die (für mich) besten Lieder 2011.</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 16:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wollte das Jahr mal ein bisschen Revue passieren lassen und euch die für mich zehn emotionalsten, traurigsten, herausstechendsten und persönlich besten Lieder zeigen. Gern könnt ihr in die Kommentare eure Lieblingslieder aus dem Jahr 2011 posten. Oder ob ihr lieber Raclette mögt oder Fleisch, das auf dem Stein lag. Als ich das Lied zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte das Jahr mal ein bisschen Revue passieren lassen und euch die für mich zehn emotionalsten, traurigsten, herausstechendsten und persönlich besten Lieder zeigen. Gern könnt ihr in die Kommentare eure Lieblingslieder aus dem Jahr 2011 posten. Oder ob ihr lieber Raclette mögt oder Fleisch, das auf dem Stein lag.<span id="more-1775"></span></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29709584" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Als ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, mochte ich zwar die Stimme noch nicht, aber der Beat war super. Diese coole Dancenummer in Zusammenklang mit der Gitarre. Wahnsinn. Ich wünsche mir das in der Großraumdisco. Textlich auch gut, aber die Musik überwiegt.</p>
<p><iframe width="600" height="338" src="http://www.youtube.com/embed/CxrqXjhYrVY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Manx-Ep von Maeckes war nicht so groß, wie meine Freude darauf, aber dieses Lied hier ist Gold wert, weil es dieses leere ausweglose Gefühl so gut zu beschreiben weiß. Ein schönes Video und ein wunderschöner Beat mit einem gesampelten Kinderchor<br />
tun ihr Übriges.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/8XtJUEa8S24?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Eine der beiden &#8220;The Wave&#8221; Bands. Das Album ist nicht so gut geworden wie erhofft. Streckenweise eintönig, sehr komplexe Geschichten, die dem Hörer kaum Platz zum Atmen und Fühlen lassen. Dieser Song sticht allerdings heraus und ist ein schönes Stück Musik.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/BFeTNqfNthU?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ist sonst so gar nicht meine Musik, aber dieser Song hat eine unglaublich schöne Stimmung und lässt einen wunderbar träumen. Trotzdem freue ich mich mehr auf das The xx Album</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19822445" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Das war der zweitgrößte Hype, dem ich dieses Jahr verfallen bin. Das Video: so schlicht, wie faszinierend. Die Texte: so wahnsinnig wie gefühlvoll und durchdacht. Der Typ ein krankes Genie. Ich mag nicht alles von ihm, aber Songs wie &#8220;Sandwitches&#8221;, &#8220;Splatter&#8221; oder &#8220;French&#8221; finde ich einfach überkrass. OFWGKTA.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/26057326" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Das war der größte Hype, dem ich dieses Jahr verfallen bin. Leider hat er nach dem Album schnell wieder nachgelassen. Dabei ist das so ein krasses Album mit so gutdurchdachten schönen Songs wie &#8220;XOXO&#8221;,  &#8220;Alaska&#8221;, &#8220;Kontrolle/ Schlaf&#8221; und vielen mehr. Nur Hits. Und so wahnsinnig revolutionär. Vielleicht zu ungreifbar für mich. Oder aber es sind die zu (bewusst) offengelassenen Texte.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27190020" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Es ist nicht nur diese wunderschöne Sängerin. Es ist vorallem der Refrain. Selten so ein Sommergefühl gespürt. Macht das Herz wärmer und ist einfach nur schön und niedlich.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/35PIgmG4A8o?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zweite &#8220;The Wave&#8221; Band. Song: Gänsehaut. Album: Wahnsinnig gut. Hab die Band dieses Jahr sehr spät für mich entdeckt. Dieser Song, wie auch das ganze Album handeln vom verstorbenen Vater des Sängers. Ein Postrock Song, der den Höhepunkt eines sehr atmosphärischen Albums darstellt .</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19392208" width="480" height="272" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Das war der Soundtrack für das wohl schönste Wochenende, dass ich diesen Sommer in Forst hatte. Und auch, wenn ich den Song hundert Mal aus den Boxen meines Mitbewohners gehört habe. Er berührt mich so stark und ist einer der wenigen deutschen Songs außerhalb von Rap, die ich so ins Herz geschlossen hab, neben&#8230;</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29556135" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>&#8230; dem hier. Ich war dies Jahr auf seinem Konzert und habe bemerkt, dass ich seiner Musik zu wenig Zeit schenke. Dabei schreibt er so wunderbar leichte und schwere Stücke. Dieses Lied hier konnte ich nicht einmal anmachen ohne geweint zu haben. Große Musik.</p>
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		<title>Zeitverschwendung</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 16:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und  beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was sie wollen. Ich tue es ja auch, doch wenn ich ein Problem habe, es durchdenke, aber trotzdem alles schwierig und nervig bleibt, dann bekommen das nur sehr wenige mit. Ich glaube, dass es die wenigsten interessiert, oder sie mein Problem zu banal finden könnten beziehungsweise auch zu undurchsichtig. Jeder ist auf sich bedacht. Alle wollen berichten, erzählen, gefragt werden! Blöd nur, dass so niemand zum Zuhören und Fragen stellen bleibt, nicht einmal eine dumm grinsende Masse zum Applaudieren bleibt übrig. <span id="more-1789"></span></p>
<p>&#8220;Ich habe ja gestern&#8230;&#8221; &#8220;Ach da brauchst du mir nichts von erzählen, dass hab ich alles schon durch.&#8221;<br />
Man übertrumpft sich nur gegenseitig, keiner hört wirklich zu. Warum stellt man keine Fragen oder sagt: &#8220;Sowas gab es bei mir noch nie.&#8221;? Es wird immer nur Trumpf auf Trumpf gestapelt, nur um dem Anderen seine Gewöhnlichkeit vor Augen zu zerren. Man sollte aktiv zuhören, außer das Gegenüber erzählt wirklichen Dreck, den man selbst natürlich zehntausend Mal härter durchleben musste, um jetzt hier so zu stehen, na da kann man ja unmöglich nur zuhören. Da muss belehrt werden, quasi zum besseren Leben angeleitet werden. So ein Quatsch !!!</p>
<p>Vielleicht hat diese Betrachtung von Zwischenmenschlichkeit auch dazu geführt, dass ich nur noch mit wenigen über mich rede und den Rest einfach reden lasse. Ich empfinde diese Allerweltgespräche auch nicht als Bereicherung. &#8220;Oh was so los bei dir? Biste über Weihnachten wieder hier? Lass ma was machen zusamm ne. Also, wir sehen uns.&#8221; und im nächsten Jahr zur gleichen Zeit das gleiche Gespräch, weil man den Anderen einfach nicht sehen will. Man hat ja mit sich selbst schon genug zu tun, wozu noch den Seelenbalast von so &#8220;Halbbekannten&#8221; auf sich laden, die erleben ja nichts, sondern palavern immer nur über die Welt. </p>
<p>Das soll jetzt nicht heißen &#8220;Hört jedem zu!&#8221;, denn manche haben es einfach nicht verdient, aber geht offener durch die Welt und tauscht euch aus, anstatt nur stur Situationen nachzuerzälen, um Lacher zu ernten. Diskutiert oder versucht es zumindest, denn stur aneinander vorbei reden erhält weder die Freundschaft, noch irgendetwas anderes.</p>
<p>Vielleicht sollte ich mich öfter an diese Worte erinnern, anstatt mit Musik auf den Ohren stur in mein Buch zu starren und mich zu ärgern, weil mir niemand zuhört, mich fragt oder mir zumindest ab und zu spontan applaudiert.</p>
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		<title>Ein Abgrund</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 21:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Filme scheinen keine Helden verdient zu haben. Dort werden den Zuschauern Figuren vorgestellt, wo man versuchen würde ihnen nicht in die Augen zu schauen, wenn sie den Bus betreten würden in den man schon sitzen würde. So eine Person ist auch Joseph, die Hauptfigur des englischen Films „Tyrannosaur.“ Joseph trinkt und prügelt sich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Filme scheinen keine Helden verdient zu haben. Dort werden den Zuschauern Figuren vorgestellt, wo man versuchen würde ihnen nicht in die Augen zu schauen, wenn sie den Bus betreten würden in den man schon sitzen würde. So eine Person ist auch Joseph, die Hauptfigur des englischen Films „Tyrannosaur.“ Joseph trinkt und prügelt sich durch sein Leben. Wir sehen dabei zu, wie er in einem Tobsuchtsanfall seinen treuen Hund tötet, wir müssen erleben wie er Hausverbot in Läden aufgrund seines ungehobelten Verhaltens bekommt und wir müssen ihn in die Augen schauen. Und das ist wahrscheinlich von all den Szenen das unangenehmste. Wenn die Kamera in einem Close up über Josephs Gesicht mit all seinen Falten fährt und auf seinen blauen Augen haftet, dann erkennt man in seinem Blick den Abgrund in dem er sich befindet. Dort ist so viel Wut, soviel Angst und Verzweiflung.</p>
<p>Und dann stößt Joseph auf Hannah. Und ich hoffe und fürchte gleichzeitig, dass sie seine Rettung sein wird. Hoffe, weil ich mir das Leben von Joseph so wie es ist nicht mehr antun kann. Fürchte, weil es mir zu mustergültig für diese düstere Atmosphäre wäre. Die gutmütige Christin, die den zornigen Mann errettet und auftaut. Harte Schale, weicher Kern. Bitte hier nicht. Und so kommt es auch nicht. Am Anfang zerstören sich beide ihre erbauten Welten. Joseph hat verlernt mit Menschen umzugehen, die ihm einfach nur helfen wollen. Und Hannah ist erschüttert von den Zynismus, den ein Mensch in sich tragen kann.</p>
<p>Ich hoffe meine Heldin in Hannah zu finden. Und werde enttäuscht. Was Hannah daheim bei ihrem Mann erlebt, lässt in mir den Wunsch aufkommen zurückzukehren zu Joseph und seinen Prügeleien. Hannahs Mann, James, zerstört sie. Physisch wie psychisch. Und ich wünsche mir plötzlich ein Klischee herbei. Ich will das Joseph bei Hannah zuhause auftaucht. Ich will, dass er diesem Arschloch James die Fresse poliert. Ich will ihn bluten sehen. Und ich merke, ich bin nun doch in das Loch, wo Joseph schon sitzt, hineingestürzt.</p>
<p>„Tyrannosaur“ tut weh. Selbst der Film kann meist nicht anders, als vor Schlägen zusammen zu zucken und die Szene zu wechseln, bevor man den Aufprall der Faust erleben muss. Und trotz all dieser Gewalt, dieser Aussichtslosigkeit versuchen sich Joseph und Hannah am Ende an einem Lächeln. Doch in ihren Augen kann man noch sehen, dass sie in ihren Löchern festsitzen. Vielleicht haben sie sich einfach damit abgefunden. Und ich kann nicht mehr als herabzublicken und mich zu fürchten, vor der Tiefe dieser Abgründe.</p>
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		<title>Es wird Zeit</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 20:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Raum und was ist Zeit? Ich bin im Zentrum und alles Andere um mich herum verschwimmt im warmen Licht der Belanglosigkeit. Ich sehe die Silhouette eines kargen Baumes langsam an mir vorbeiziehen. In meinem Mund breitet sich der Geschmack warmen Blutes aus und der Dunst der Vergänglichkeit steigt mir in die Nase. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Raum und was ist Zeit? Ich bin im Zentrum und alles Andere um mich herum verschwimmt im warmen Licht der Belanglosigkeit. Ich sehe die Silhouette eines kargen Baumes langsam an mir vorbeiziehen. In meinem Mund breitet sich der Geschmack warmen Blutes aus und der Dunst der Vergänglichkeit steigt mir in die Nase. Das schwarze Krächzen in meinem Ohr übertönt die erdrückende Leere, die sich langsam in meinem Inneren ausbreitet. Es fühlt sich so an, als wenn mir langsam die Farbe aus meinen Leben gesaugt wird. Es wird immer blasser und verschwommener. Alle meine erlangten Erfahrungen und Erkenntnisse haben nun keine Gewichtung mehr. Als Kind hatte ich Träume und Wünsche, ich wollte doch noch so viel lernen und erleben, doch wo ist das alles jetzt. Habe ich mich auf dem Weg meines Lebens selbst verloren?</p>
<p>Warum war ich auf der Welt, wenn ich nun doch gehen muss? Es hat mich Niemand gefragt, ob ich das alles möchte. Ich konnte es mir nicht aussuchen, ich war einfach da und nur weil sich zwei Menschen dafür entschieden haben Nachwuchs zu bekommen. Nun kommt der Tod mit einer plötzlichen Endgültigkeit auf mich zu und ich werde langsam müde. Warum steht man am Ende immer alleine da? Doch so alleine bin ich dann doch nicht in Anbetracht der Tatsache, dass mit mir gerade Menschen sterben. Irgendwie komisch, dass sich auch ohne mich Alles weiter drehen wird. Hatte ich eigentlich ein schönes Leben, hätte ich mehr machen sollen? Sind das überhaupt Fragen die ich mir jetzt stellen sollte, aber wenn nicht jetzt, wann dann? Bin ich eigentlich noch der Mensch der ich gestern war, oder habe ich mich durch die Tatsache, dass ich gleich sterben werde verändert? Soll ich positiv oder negativ auf mein Leben zurückblicken und was zeichnete mich als Person eigentlich aus? Ich habe darauf traurigerweise keine Antworten, aber dennoch glaube ich es ist alles gut, denn es ist ja gleich vorbei. Irgendwie sehe ich mein Leben nicht an mir vorbeiziehen. Mir hat mal jemand gesagt, dass man Musik hört wenn es soweit ist. Doch hier ist nur absolute Stille. Kalte Stille.</p>
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		<title>Freiheitlich-demokratische Methoden sind etwas anderes</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 19:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema &#8220;Rechtsterrorismus&#8221; sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema &#8220;Rechtsterrorismus&#8221; sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose Informationen lieferten. Ich selber bin durch diese Diskussion eigentlich das erste Mal richtig auf die Verbindungspersonen in Deutschland aufmerksam geworden und im Grunde gestaltete sich die Auseinandersetzung mit so einem Geheimdienstinstrument etwas schwierig für mich.<span id="more-1732"></span> </p>
<p>Das erste, was mir in den Sinn kam, als ich mir die Funktion und Aufgabe solcher V-Leute konkret ansah, war das Wort &#8220;Stasimethode&#8221;. Menschen werden dafür bezahlt, andere Menschen auszuhorchen und diese Informationen an den Staat weiterzuleiten. Die Aufgabe der internen Mitarbeiter war in der Deutschen Demokratischen Republik grundsätzlich keine andere. Allerdings ist die Empörung über die internen Mitarbeiter groß gewesen, Wörter wie Überwachungsstaat fallen diesbezüglich oft. Die V-Leute erregen hingegen wenig Aufsehen in der deutschen Bevölkerung. In der aktuellen Debatte wird zwar der Einsatz von V-Leuten in rechten Kreisen diskutiert, nicht allerdings der grundsätzliche Einsatz. Wo ist aber der Unterschied?</p>
<p>Es ist einzig und allein die Ideologie. So muss sich ein Staat, dessen Rechtsordnung ein weit gefächertes, vielfältiges Ideenbild zulässt gegen einzelne Ideologien wehren, die versuchen diesen Staat zu zerstören und ein weitaus stumpfsinnigeres Ideenbild zu installieren. Meiner Meinung nach rechtfertigt dies allerdings nicht den Einsatz von Methoden, die nicht annähernd mit der freiheitlichen Ideologie Deutschlands konform gehen. Darin besteht die Herausforderung des freiheitlich-demokratischen Staates. Natürlich ist es sehr schwer einen solchen Staat gegen radikale Extremisten mit legalen Methoden zu verteidigen und dies muss auch geschehen, aber nicht auf Kosten der staatstragenden Prinzipien. </p>
<p>Ich frage mich: Was rechtfertigt den Einsatz solcher Personen? Letztendlich doch nur ein begründeter Verdacht. Vielleicht ist das jetzt ein bisschen naiv gedacht, aber wieso stürmt man ein solches &#8220;Nest&#8221; dann nicht einfach, stellt Unterlagen sicher, hat so zwar nur gegen einige Personen etwas in der Hand und auch nur beschränkt, aber befolgt die selbst auferlegten Prinzipien und setzt irgendwo auch ein Zeichen. </p>
<p>Dazu wird aktuell natürlich auch die Art der V-Leute kritisiert. Es sind Personen, die in solchen antidemokratischen, radikalen Kreisen verkehren, dieses Gedankengut teilen und dann vom Staat angeworben werden um für Geld die &#8220;eigenen&#8221; Leute auszuspionieren. Antidemokratische, (rechtsradikale) Menschen, die dafür bezahlt werden einen demokratischen, freiheitlichen Staat zu verteidigen. Dass da ein weiteres Problem im System steckt ist klar, allerdings wollte ich in dem Artikel nur den grundsätzlichen Einsatz kritisieren. Meine Meinung dazu ist nicht wirklich gefestigt, ich verstehe das Problem, weshalb diese Personen benötigt werden, vielleicht hat jemand, der diesen Artikel liest noch einen guten Denkanstoß für mich. In meinem Politikkurs gab es dieses Thema letztens ebenfalls, und überraschenderweise war ich der einzige, der diese Meinung vertreten hat, deshalb würde ich gerne auch noch ein paar Ideen und Denkanstöße für den Einsatz sammeln.  </p>
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		<title>Andere Menschen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 18:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannes&#8217; Filmempfehlung lässt mich seit einiger Zeit über die Entwicklung des Internets im sozialen Alltag nachdenken. Es geht dabei um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich beim Masturbieren filmt und dessen Leben ruiniert wird, nachdem die Aufnahme durch Unglück und Schikane im Internet landet. Ich war paralysiert. Der Film zeigte mir das absolute Extrem. &#8211; Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vierfachantrieb.blogspot.com/2011/11/kuhlschrank.html">Hannes&#8217; Filmempfehlung</a> lässt mich seit einiger Zeit über die Entwicklung des Internets im sozialen Alltag nachdenken. Es geht dabei um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich beim Masturbieren filmt und dessen Leben ruiniert wird, nachdem die Aufnahme durch Unglück und Schikane im Internet landet. Ich war paralysiert. Der Film zeigte mir das absolute Extrem. &#8211; Doch ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir lernen müssen, mit solchen Veröffentlichungen umzugehen. So schwer es uns auch fallen mag. Das Internet ist einfach zu wichtig. Und ansonsten verspielen wir möglicherweise die große Chance, die es uns bietet.<span id="more-1711"></span></p>
<p>Wir befinden uns noch relativ weit am Anfang des Internetzeitalters. Ein Großteil der Menschen hat noch nicht begriffen, was das Internet wirklich kann. Es spielt zwar bereits eine große Rolle in unserer Welt, aber die Menschen schwärmen lieber noch davon, anstatt es endlich anzuwenden und es als Realität wahrzunehmen. Oh, das Internet ist voller Magie &#8211; was für ein Wahnsinn! Das ist die Zukunft. Falsch, das ist die Gegenwart. Nichts anderes. Wer das nicht begriffen hat, lebt in der Vergangenheit. Merkt euch das!</p>
<p>Doch genauso wie es Menschen gibt, die das Internet als Erlösung betrachten, so existieren auch die Skeptiker. Niemand kann es ihnen verübeln. Das Internet ist irgendwie da draußen, so ein unbekannter, nicht greifbarer Raum, der von allen Menschen ohne Überprüfung genutzt und betrieben werden kann. Das ist doch unverantwortlich. Alle Menschen haben auf alle Informationen kostenlosen und unbegrenzten Zugriff. Die Leute können sich präsentieren, sie können ihre Meinung veröffentlichen, sich organisieren, amüsieren. Und das ohne eine größere Kontrollinstanz, die das Internet sauber hält. Absoluter Wahnsinn.</p>
<p>Welche Alternativen bieten sich also an, das Internet auf der einen Seite so offen zu belassen wie es ist und seine Möglichkeiten voll auszukosten, während wir es auf der anderen Seite soweit einschränken, dass die Jugend geschützt bleibt und das Leben des Einzelnen nicht völlig zerstört wird? &#8211; Hm, kurze Überlegung: Keine. Ja, gar keine. Man versucht zwar jetzt, das Internet immer mehr einzuschränken. Es wird allerdings immer derselbe Kampf bleiben. Es kann gar keine genauen Regelungen geben, da unsere Interessen viel zu verschieden sind. Eine Beschränkung des Internets führt immer unweigerlich zu einer Unterdrückung.</p>
<p>Unsere einzige Chance, es irgendwie in den Griff zu bekommen, besteht darin, uns damit abzufinden und andere Menschen zu werden. Wir dürfen uns nicht mehr von uns selbst einschüchtern lassen. Wir sind alle nur Menschen. Wir müssen uns nicht für uns selbst schämen. Nicht, dass wir uns nicht schämen dürften. Doch, wir dürfen. Aber auch nur, wenn wir es wirklich wollen. Und wir können stark sein. Oder schwach. Wenn <em>wir</em> es wollen. Es ist nur wichtig, dass wir uns darüber bewusst sind, was wir sind, und dass wir mit äußerster Anstrengung versuchen, niemanden zu verletzen. Das ist das Wichtigste. Dann kann uns auch ein Masturbationsvideo im Internet nicht zerstören. Dann ist ein Masturbationsvideo im Internet kein Problem des Betroffenen, sondern ein Problem des Einstellers.</p>
<p>Und was ist mit der nächsten Generation? Nun, wir müssen akzeptieren lernen, dass Kinder mit Pornografie in Kontakt kommen werden, dass sie sich rassistische Texte anschauen können und dass sie auf genügend Wissen Zugriff erhalten, um sich selbst Bomben zu bauen. Lasst uns das akzeptieren und lasst uns aus ihnen bessere Menschen machen! Letztendlich liegt es in unserer Hand, was wir mit dem Internet anstellen. Wir können es Kindern übervorsorglich verweigern oder wir können ihnen beibringen, wie man damit umzugehen hat, wie man es zu seinem Vorteil nutzt und wie man damit sein eigenes Leben verbessert.</p>
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		<title>Niemanden auf die Füße treten</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 20:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nennt mich den Kobold von Xesier. Ich komm hier an wann ich will, halte mich an keine Abgabelisten und tu was mir gefällt. Ich belege derzeit das Studienmodul &#8220;Filmkritik,&#8221; wo natürlich auch so manche Filmkritik entsteht. Und wenn mir mal mein Schreibkram dann doch mal gefällt und sogar bei der Auswertung gut wegkommt, werde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nennt mich den Kobold von Xesier. Ich komm hier an wann ich will, halte mich an keine Abgabelisten und tu was mir gefällt. Ich belege derzeit das Studienmodul &#8220;Filmkritik,&#8221; wo natürlich auch so manche Filmkritik entsteht. Und wenn mir mal mein Schreibkram dann doch mal gefällt und sogar bei der Auswertung gut wegkommt, werde ich die oder beim <a href="http://vierfachantrieb.blogspot.com/">Vierfachantrieb</a> veröffentlichen. Was wo und wann entscheide ich dann nach Laune. Und nun viel Spass</em></p>
<p>Es ist ein Tanz, den sie aufführen. Wenn sich die Umlaufbahn des Planeten Melancholia mit der der Erde kreuzt, dann erinnert das an Walzer, dieses ständige Umkreisen. Wie es scheint, führt dabei Melancholia diesen Tanz an. Am Ende treffen die Partner in einer Kollision aufeinander und die Erde wird darin untergehen, höchstwahrscheinlich auch Melancholia. Das große Finale von Lars von Triers neustem Film „Melancholia“ erinnert mich aber nicht nur an mein eigenes Tanzverhalten während meines Abiballs, wo ungewollte Kollisionen mit den Füßen der Tanzpartnerinnen an der Tagesordnung standen. Dieses Weltuntergangsszenario spiegelt auch den inneren Konflikt wieder, den ich mit meiner Meinung zu „Melancholia“ habe.<span id="more-1698"></span></p>
<p>Es umkreisen sich in meinem Kopf, all die positiven Gedanken, die zu diesem Film hatte und habe, aber leider gibt es dort auch eine Meinung in mir, die vieles zu Bemängeln hat. Und, ich fürchte, wenn in dieser Kritik beide Pole aufeinandertreffen, endet diese Begegnung in totaler Vernichtung beider Meinungen. Was übrig bleibt, sind einzelne Versatzstücke, die still in einem leeren Raum umher gleiten. Wie Trier seinem Film, das überraschende Ende nimmt, indem er die Zerstörung der Erde schon in den ersten zehn Minuten von Melancholia zeigt, so nehme ich wahrscheinlich hier das Ergebnis meiner Kritik voraus. Ich werde kein eindeutiges Fazit haben.</p>
<p>Was in Melancholia an Bildgewalt geschaffen wird, habe ich wahrscheinlich noch nie so schön und trotzdem dabei so bedrohlich in einem Film erlebt, wie hier. Wenn Trier durch Melancholias blaues Strahlen, ganze Schauplätze in ein unbekanntes Licht wirft, dann kann ich beinahe das Flimmern auf der Haut spüren, die dieser Planet abgeben muss. Ich versteh die Faszination, die Justine ergreift, aber ich fürchte mich aber auch vor dieser Bedrohung, die immer näher auf einen zufliegt. Und anscheinend findet auch Trier seinen Planeten Melancholia sehr gelungen. Denn er zeigt ihn ständig. Alle paar Minuten scheint er darin erinnern zu wollen, dass es da ja noch einen gigantischen Planeten gibt, der die Erde vernichten wird. Wenn aber zum gefühlten zehnten Mal der blaue Planet gezeigt wird, wiedermal mit Wagners „Tristan und Isolde“ unterlegt, dann wandelt sich da bei mir das Gefühl von Bedrohung zu einem genervt sein, das darin endet, dass ich zeitweise die Leinwand anschreien möchte mit Sätzen, wie „Na komm doch endlich Melancholia, zeig mir, was du so drauf hast!“ Vielleicht verbinde ich aber auch einfach zu viele Bay und Emmerich Filme mit der Weltuntergangsthematik. </p>
<p>Ein weiteres zweischneidiges Schwert sind die Charaktere für mich. Was da Kirsten Dunst als Justine und Charlotte Gainsbourg als ihre Schwester Claire leisten, ist wirklich beachtlich. Der Charakter von Justine scheint die Verkörperung des Planeten Melancholias zu sein. Das blaue, kalte Licht scheint sie förmlich aufzuschlingen, um dann die gesamte Persönlichkeit in eben dieser Kälte darzustellen. Doch ich verliere damit zusehends den Bezug zu Justine. Während der anfänglichen Hochzeitsfeier lerne ich genug Gründe kennen, um ihren Charakterwandel zu verstehen, und trotzdem kann ich nicht nachvollziehen, wie man dem Untergang der Welt so gleichgültig gegenüberstehen kann. Der Gegenpol dazu ist Claire. Als klar ist, dass das Ende der Welt kurz bevorsteht, versucht sie mit dem Auto zu fliehen. Natürlich hat dieses Verhalten ungewollt komödiantische Züge, doch kann ich damit mehr anfangen, als stille Akzeptanz. Vielleicht liegt es daran, dass alle anderen in Film Melancholia unglaublich ruhig und berechnend handeln, aber Claire erscheint in vielen Szenen schon überzogen hysterisch. Was schade ist, denn so bleiben von den Schwestern nur ihre grundlegenden Charakterzüge in Erinnerung. Gleichgültigkeit und Hysterie.</p>
<p>Vielleicht wollte von Trier gerade das Erreichen. Eine Kollision der Meinungen. Einen Film schaffen, der für Gesprächsstoff sorgt, vielleicht sogar für Streitereien. Ich habe mit vielen Leuten über diesen Film geredet. Selten hab ich so ein großes Meinungsspektrum erlebt mit den unterschiedlichsten Ansätzen. Vielleicht ist das gerade mein Problem mit Melancholia. Ich sehe den Wald vor lauter Perspektiven nicht. </p>
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		<title>Was macht ihr so nach dem Weltuntergang?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 18:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weltuntergang wurde schon tausende Male angekündigt. Mal wahrscheinlicher in Form von Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion während des kalten Krieges, mal unwahrscheinlicher in den Ansprachen religiöser Fanatiker. Doch egal wie viele Termine wir auch überschreiten, bisher ist die Apokalypse noch nicht eingetreten. Zum Glück. Ja, Glück ist das entscheidende Wort. Denn auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Weltuntergang wurde schon tausende Male angekündigt. Mal wahrscheinlicher in Form von Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion während des kalten Krieges, mal unwahrscheinlicher in den Ansprachen religiöser Fanatiker. Doch egal wie viele Termine wir auch überschreiten, bisher ist die Apokalypse noch nicht eingetreten. Zum Glück.</p>
<p>Ja, Glück ist das entscheidende Wort. Denn auch wenn es langsam nervig wird, dass die Welt immer wieder kurz vor ihrem Ende zu stehen scheint &#8211; ja, immer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atomkriegsuhr">fünf vor zwölf</a> &#8211; so sollte man dennoch nicht vernachlässigen, dass es einen Haufen ungelöster Probleme auf ihr gibt. Da erscheint es gar nicht so unglaubwürdig, dass sich einmal eines dieser unzähligen Zahnräder löst und die Maschine zum Einsturz bringen könnte.</p>
<p>Doch welches Problem wird dafür verantwortlich sein? Und wie werden wir als Menschheit damit umgehen? Diese Fragen beschäftigen mich schon seit einiger Zeit, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Gesellschaft nach einer richtigen Katastrophe noch viel Bestand haben wird. Doch welches System hätte das schon? Von was für einer Größenordnung sprechen wir hier überhaupt? Und allgemein: Was macht ihr so nach dem Weltuntergang?<span id="more-1684"></span></p>
<p>Kein Mensch auf der Erde kann zuverlässig sagen, wann, wie und wo etwas passieren wird, das letztendlich den Anfang vom Ende kennzeichnet. Viele Filme ziehen ihre gesamte Faszination aus der Darstellung eben dieser einen Situation. Und natürlich gibt es einige Probleme, die wahrscheinlicher als andere zum Untergang führen: Allen voran die Überschreitung des Ölfördermaximums (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peak-Oil">Peak-Oil</a>). Aber auch die Konflikte um sauberes Trinkwasser, über die verschiedensten Rohstoffe und bei der radioaktiven Verstrahlung eines größeren Erdabschnitts sind dabei nicht zu vernachlässigen. Trotzdem kann man die mögliche Ursache aber eben nicht genau bestimmen.</p>
<p>Letztendlich führen sie aber immer nur zu einer Zerstörung der Zivilisation und Infrastruktur wie wir sie kennen. Nichts, was sich nicht regeln ließe. Dies ist also der Fall, auf den ich mich gedanklich vorbereite und über den ihr wenigstens einmal nachgedacht haben solltet. Wenn es schlimmer kommt, dann ist sowieso alles egal; wenn es besser wird, dann ist es nicht der Rede wert. Da wir uns gerade nicht in einem Film befinden, überspringen wir also den interessanten Teil, der sich mit der Rettung weniger Menschen beschäftigt und nehmen einfach einmal an, dass ihr zu den Überlebenden zählt. Doch jetzt: Was nun?</p>
<p>Habt ihr das Wissen, euch ohne Supermarkt zu ernähren? Könnt ihr eure Häuser dämmen oder habt ihr wenigstens eine sichere Wärmequelle? Wie erzeugt ihr euren elektrischen Strom unabhängig von den Kraftwerken? Braucht ihr fließendes Wasser, habt ihr Zugang zu einem Brunnen? Trinkwasser? Medikamente? Werkzeuge? Funktionierende Kommunikation? Habt ihr Bücher zur Hand, die euch bei der Beschaffung einer oder mehrerer dieser Dinge helfen? Kennt ihr die richtigen Menschen, denen ihr und die euch behilflich sein können? Was könnt ihr wirklich?</p>
<p>Unsere Gesellschaft ist gut darin, sich zu spezialisieren. Wir können es uns zum Beispiel leisten, Menschen darin auszubilden, unser gesamtes kulturelles Wissen zu katalogisieren und zu erweitern. Doch irgendwann könnte das alles keine Bedeutung mehr haben. Dann steht das Überleben im Vordergrund. Das Überleben von so vielen Menschen wie möglich. Aus diesem Grund sind zwei Verhaltensweisen für den Notfall besonders wichtig: Zum einen müsst ihr sicherstellen, dass ihr euch mit Leuten zusammenschließt, denen ihr vertrauen könnt. Es geht gar nicht so sehr darum, Menschen zu finden, die eure besten Freunde werden. Es sollten aber Leute sein, die einfach da sind und die euch helfen können. Zum anderen müsst ihr überlegen, was ihr für eine Rolle übernehmen wollt? Ihr werdet euch daran gewöhnen müssen, dass die Verpflegung der Gruppe immer die höchste Priorität haben wird. Diejenigen, die sich nicht integrieren wollen, werden es vermutlich sehr schwer haben.</p>
<p>Die Welt wird ihre grausamsten Seiten zeigen, die Menschen werden sich generell misstrauen, Recht und Ordnung werden je nach Gruppe variieren. Dabei können wir uns noch glücklich schätzen, wenn wir in einer Gruppe landen, in der die Mitglieder nicht versuchen werden, ihre Machtposition auszunutzen. Insgesamt ist aber alles unsicher: Menschen plündern, sind gewalttätig und leben zunächst wahrscheinlich nomadisch. Von Kaufhallenlager zu Kaufhallenlager. Einige Superreiche genießen in ständiger Angst vor und mit ihrer Privatarmee die letzten Augenblicke ihres luxuriösen Lebens. Die Welt wird sich verändern. </p>
<p>Doch noch ist es nicht so weit. Vielleicht wird es niemals so weit sein. Ich hoffe es so sehr. Bevor es also dazu kommt: Macht euch Gedanken! Das ist die einzige Chance, auf eine solche Katastrophe vorbereitet zu sein. Ihr müsst euch nicht wahnsinnig machen, ihr müsst nur genau wissen, wann ihr was zu tun habt. Wenn wir das schaffen, dann blicken wir in eine nicht ganz so finstere Zukunft. Vor allem aber in eine Zukunft, in der wir immer noch leben können.</p>
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		<title>Ich stell nur Fragen…</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 23:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin leicht verwirrt, denn ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich auf mich hören sollte. Ich kann mir selbst keinen Glauben mehr schenken, da ich nicht weiß, was ich möchte. Doch selbst, wenn ich das Wissen besitzen würde, wäre immer noch nicht geklärt, auf was in mir ich hören sollte. Auf meinen Verstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin leicht verwirrt, denn ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich auf mich hören sollte. Ich kann mir selbst keinen Glauben mehr schenken, da ich nicht weiß, was ich möchte. Doch selbst, wenn ich das Wissen besitzen würde, wäre immer noch nicht geklärt, auf was in mir ich hören sollte. Auf meinen Verstand oder auf meine Gefühle und Emotionen? Was hat mehr Bedeutung? Muss ich das für mich selbst herausfinden oder ist es von Situation zu Situation unterschiedlich?<span id="more-1637"></span> </p>
<p>In Psychologie haben wir einmal die drei Instanzen genauer unter die Lupe genommen. Es wird davon ausgegangen, dass sich in jedem Menschen drei konkurrierenden Ebenen (Über-Ich, Ich, Es) befinden. Dabei ist das Über-Ich alles, was mit Normen, Gesetze und Moral zu tun hat. Dem gegenüber steht das Es, welches unsere versteckten Wünsche, Bedürfnisse und Triebe ausdrückt. Und das Ich befindet sich zwischen den beiden, wird von diesen beeinflusst und hat die bemitleidenswerte Aufgabe zwischen ihnen zu vermitteln.</p>
<p>Ich bin ein Mensch, der glaubt einen Körper zu besitzen, bin aber gleichzeitig nur Teil von ihm. Wie kann ich an etwas Besitzansprüche stellen, wenn ich selbst nur ein Teil des Zu-Besitzendem bin? Ich, als ein denkendes und fühlendes Individuum, habe eigenen Interessen und Wertvorstellungen. Gleichzeitig lebe ich mit anderen meiner Art in einer Gesellschaft, welche ebenfalls eigene Interessen und Wertvorstellungen hat. Aber was ist, wenn meine Wünsche und Bedürfnisse, die der Gesellschaft widersprechen? Soll ich jetzt versuchen meine eigenen Interessen zu verfolgen oder die der Gesellschaft? Ich selbst bin ein kleiner Teil einer Gesellschaft und die Gesellschaft ist ein Teil von mir. Beide Seiten profitieren voneinander. Der große Unterschied dabei ist, dass die Gesellschaft ohne Weiteres auf mich als Einzelperson verzichten kann, doch ich hingegen bekomme arge Probleme, wenn ich mich entschließe, auf diese zu verzichten. Sollte ich nun auf mein Über-Ich hören oder auf mein Es? Da beide Seiten zu mir als Person gehören und mich zu dem gemacht haben, was ich bin, kann ich mich wohl nie komplett für eine Seite entscheiden.</p>
<p>Ich bin eine Einheit aus vielem und erst alles in mir macht mich zu meinem ich. Jeder Mensch hat eine eigene Erziehnung und eine eigene Erfahrung, die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er ist. Ist man als alter Mensch noch der Mensch der man als junger war? Sieht man, wenn man in die Vergangenheit schaut sich selbst oder einen fremden Menschen? Hat man andere Ziele, sieht man die Welt mit einen anderen Blick und wenn ja, woher weiß ich in jungen Jahren, was ich später möchte und wie kann ich darauf hinarbeiten oder ist das irrelevant, da ich mich mit den Aufgaben und Zielen, die ich mir setze, mich selbst weiterentwickle und so quasi der Weg das Ziel ist?</p>
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