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	<title>Xesier</title>
	
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	<description>kreativ denken, einfach leben</description>
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		<title>Frühlingsgefühle</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 17:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie liegt auf der Wiese, weil sie nichts Besseres mit sich anzufangen weiß. Die Decke ist weich und aus einer Zeit, in der gallopierende Pfere als Deckenmotiv und kleine Mädchen noch unzertrennlich waren. Sie liest, träumt und versucht sich ihr Leben so vorzustellen, als wäre sie ein siebzigjähriger Professor für Nanochemie, der in Rente geht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie liegt auf der Wiese, weil sie nichts Besseres mit sich anzufangen weiß. Die Decke ist weich und aus einer Zeit, in der gallopierende Pfere als Deckenmotiv und kleine Mädchen noch unzertrennlich waren. Sie liest, träumt und versucht sich ihr Leben so vorzustellen, als wäre sie ein siebzigjähriger Professor für Nanochemie, der in Rente geht. Sie lächelt, weil es mit ihrer Realität nichts zu tun hat. <span id="more-1816"></span><br />
Drei Stunden sind vergangen und sie steht auf. Jetzt zwanzig, noch keine Professorin für Nanochemie und kein Mann. Auf dem Nachhauseweg versucht sie jedem Kopfsteinpflasterstein einen Namen zu geben. Natürlich konzentriert sie sich dabei nur auf die, die sie nicht betritt, denn es sollte niemand auf etwas treten, dass einen Namen hat. Schon 217 Namen und plötzlich ein schwarzes Namensloch. Eugenie? Hatte sie schon. Shirin? Wer will denn bitte so heißen? Sie steht und überlegt und stellt sich auf das linke Bein, denn so denkt es sich immer besser.<br />
Er fährt mit dem Rad und versucht das Lied von vorhin in seiner Playlist wieder zu finden. Die Sonne blendet. War es das? Ja. Nein. Doch! Ha! Jetzt muss er den Player nur noch zurück in die Jackentasche stecken. Sehr riskant. Denn es geht bergab auf dem unebenen Kopfsteinpflaster.<br />
Sie ist immer noch nicht weiter im Namenfinden und denkt an alte Sci-Fi Serien in denen rothaarige Frauen vorkommen. Alles schon dagewesen.<br />
Er versucht aus dem neu gefundenen Lieblingslied den Bass herauszuhören, denn der Bass ist wie Pralinen. Es geht nie ohne und es ist immer irgendwie überraschend anders. „Ziemlich gut“, denkt er sich. Er denkt weiter und fährt an einem Mädchen vorbei, das auf ihrem linken Bein steht und ihre Finger zählt. „So sind die Mädchen nun mal“, denkt er sich und fährt weiter.<br />
Schade, dass hätte ein magischer Liebesmoment werden können. Er hätte unkonzentriert sein können, sie umfahren. Beide sehen sich lang und unheimlich intensiv in die Augen, ohne das einer zwinkern muss natürlich. Sie fragt nach seinem Namen und er antwortet etwas völlig banales oder einen unheimlich extravaganten Namen. Sie lacht und hat endlich den fehlenden Namen für ihren Kopfsteinpflasterstein gefunden. Er lächelt, weil ihn ihr Lächeln so verzaubert und beide laufen zur Wiese zurück, legen sich auf die Decke mit dem galoppierenden Pferden, die jetzt super zum galoppierenden Rhythmus ihres Herzschlages passt und reden, bis die Glühwürmchen zu sehen sind und beide feststellen, dass Bassspielen das Beste auf der Welt ist und beide sich an genau den richtigen Stellen unterscheiden, aber trotzdem eine Menge gleiches teilen, sich ergänzen, wiedersprechen und immer wieder zum Lächeln bringen. Sie fragt nach seiner Nummer, denn selbstbewusste Mädchen dürfen so etwas in romantischen Geschichten ruhig auch tun. Er sucht und findet einen Stift, dreht ihre Handfläche nach oben und malt ihr ein Herz darauf. Er sagt ihr, dass sie nicht mehr als sein Herz bräuche, um ihn wiederzufinden und dass er ihr auch nie etwas Wertvolleres geben könnte.<br />
Doch der Junge auf dem Rad findet das Mädchen nur etwas merkwürdig und nicht wirklich interessant, war auch nicht abgelenkt und sie war viel zu beschäftigt als das sie sich vor sein Rad geworfen hätte, um ihn auf sich aufmerksam zu machen.</p>
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		<title>Tüte</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 05:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon traurig wie der Zahn der Zeit auch vor dir nicht Halt macht. Mit all den Falten im Gesicht erkenne ich dich kaum wieder, aber die Schuld, dass du so fertig aussiehst, muss ich wohl bei mir suchen, denn ich habe dich in unserer gemeinsamen Zeit einfach nicht gut behandelt. Und wenn ich dich jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon traurig wie der Zahn der Zeit auch vor dir nicht Halt macht. Mit all den Falten im Gesicht erkenne ich dich kaum wieder, aber die Schuld, dass du so fertig aussiehst, muss ich wohl bei mir suchen, denn ich habe dich in unserer gemeinsamen Zeit einfach nicht gut behandelt. Und wenn ich dich jetzt so ansehe frage ich mich warum?<span id="more-1877"></span> </p>
<p>Der rote H und M Schriftzug, der dir augenscheinlich von der Gesellschaft aufgezwungen wurde und sich jeweils auf deiner Brust und deinem Rücken befindet, erinnert mich stark an Blut und ich muss ihn anfassen, um sicherzugehen, dass ich mich irre. Bei der Berührung merke ich, dass deine sonst Fliederfarbende Haut, trotz der äußeren Erscheinung, immer noch elastisch und geschmeidig ist. Doch selbst diese ist mit weißen H und M Symbolen tätowiert, sodass es schwer fällt, deine wahre Schönheit zu sehen. Ich frage mich was du denkst, doch werde ich es niemals herausfinden, denn die einzige Kommunikation die du mit mir tätigst, ist dein leises Knistern, sobald ich dich anfasse. Deine roten Arme, die ich immer gerne berührt habe, sind durch deine Arbeit mit tiefen Einkerbungen signiert. Ich sehe in dich Hinein und erst jetzt entdecke ich zwei klaffende Wunden, einmal direkt unter dem Blutrotem M auf deinem Rücken und dann nochmal auf deiner Brust, mit gewissen Abstand über dem Großen M. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, denn obwohl es dir so schlecht geht, liegst du immer noch in der Ecke und wartest auf deinen nächsten Einsatz. </p>
<p>Ich erinnere mich noch daran, wie wir uns das erste Mal begegnet sind, ich habe mir ein Buch, von einem mir vertrauten Menschen ausgeliehen, aber das Buch wurde mir nicht einfach so überreicht und so wurde dir die Aufgabe zuteil, das Buch vor äußeren Einflüssen zu schützen. Dabei weiß  ich nicht, ob du für die Aufgabe von der Person extra ausgesucht wurdest oder ob du einfach nur zufällig am entscheidenden Ort warst, jedenfalls hast du das Buch mit deinem Körper umschlossen und in deine Obhut genommen. Doch  ich frage mich, wer dich eigentlich in solchen Momenten beschützt? Erst jetzt muss ich erkennen, dass Niemand dich beschützt, denn es soll dich Niemand beschützen. Du bist nur Mittel zum Zweck. Und so habe ich dich auch behandelt, ich habe an dir gezogen, dich zusammen gequetscht, dich dreckig gemacht, dich gekratzt und voll gestopft. Dabei ist nach all der Zeit dein Glanz von früher verflogen, verstehe mich nicht falsch, du glänzt immer noch, aber das ist nur das Polyethylen in dir. Und genau das ist auch das Problem, denn Polyethylen entsteht durch Polymerisation von Ethen, dieser gasförmige Stoff wird durch petrolchemische Verarbeitung von Erdöl gewonnen und ist somit endlich. Hinzukommt das Polyethylen ohne spezielle Behandlung biologisch nicht abbaubar ist. An sich ist das eigentlich kein Problem, denn man muss es ja nur sammeln und wenn die Zeit gekommen ist recyceln. Doch leider verfolgt nicht jeder dieses Ziel und somit geht die Umwelt langsam zugrunde. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass auf dem offenen Meer viele Meerestiere und Vögel sterben, da sie Plastiktüten verschlucken und ersticken, beziehungsweise sich darin verheddern und somit leichte Beute sind.    </p>
<p>Wenn ich so darüber nachdenke weiß ich nicht, ob ich deine Dienste weiter in Anspruch nehmen sollte. Du kannst nichts dafür, dass Menschen nicht mit dir umgehen können, das ist mir klar. Doch es muss etwas geschehen, denn so kann es nicht weitergehen. Du bist überall vorzufinden, aber an und für sich wirst du doch gar nicht mehr benötigt oder? Was zeichnet dich aus, man kann Sachen bis zu einer gewissen Größe und Schwere mit dir transportieren, aber das haben schon Andere vor dir erfunden. Das kann auch nicht der Grund sein, warum du so beliebt bist. Deine Herstellungskosten sind niedrig und man kann dich gut für Werbezwecke missbrauchen und deine Haut wird von Salzlösungen, Laugen und den meisten anorganischen Stoffen nicht angegriffen. An sich sind das gute Gründe dich zu behalten, doch nur weil etwas nützlich ist, ist es noch lange nicht notwendig. Also kann ich  mir ein Leben ohne dich vorstellen. Ich brauche dich nicht mehr, denn es gibt noch Beutel, Taschen und Säcke, da ist kein Platz mehr für dich. </p>
<p>Und so wirst du wie Alles in der Welt irgendwann vergessen. Was die Zukunft zeigt kann ich nicht sagen, denn es ist ein Prozess und ich bin, so wie du, nur Einer von Vielen.<br />
Ich schaue aus dem Fenster und sehe die weißen Überreste eines Freundes im Wind der Vergessenheit tanzen, dabei frage ich mich, ob der Wind mit ihnen spielt oder andersherum, ich kann es nicht erkennen, ich spüre nur die Freiheit auf meiner Haut und wünsche dir viel Glück. Ist es ein Verlust? Ich weiß es nicht.  </p>
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		<title>Wie geht es jetzt weiter?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 21:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Meta]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorerst gar nicht. Und ich sage mal, dass das noch einige Zeit so bleiben wird. Aber das hat Gründe. Gute Gründe. Kurz: Ich bilde mich weiter. Lang: Ich lese viel, nehme an Onlinekursen teil und habe nebenbei sowas wie eine Ausbildung. Der Hauptgrund liegt jedoch darin begründet, dass ich eine neue Idee für die Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorerst gar nicht. Und ich sage mal, dass das noch einige Zeit so bleiben wird. Aber das hat Gründe. Gute Gründe. Kurz: Ich bilde mich weiter. Lang: Ich lese viel, nehme an Onlinekursen teil und habe nebenbei sowas wie eine Ausbildung. Der Hauptgrund liegt jedoch darin begründet, dass ich eine neue Idee für die Zukunft von Xesier habe. Die hält mich grundlegend davon ab, hier irgendwelche große Motivation hineinzustecken. Denn wenn ich hier wieder häufiger über Kultur und so etwas schreibe, dann würde einfach Zeit beim Lernen und &#8230; Trommelwirbel: Programmieren fehlen.</p>
<p>Ja, Xesier soll nun von Grund auf von mir programmiert werden und bisher läuft es eigentlich ganz gut. Ich streite zurzeit noch mit mir selbst, welche Funktionen für die erste Version zur Verfügung stehen sollen. Aber da wird sich schon noch eine Lösung finden. Das wirklich Schwierige bei dieser Arbeit steckt jedoch in der Zukunftsplanung und Erweiterbarkeit. Ich habe mich sehr lange selbst behindert, weil ich unbedingt wollte, dass das nun kommende Xesier leicht um neue Funktionen erweitert werden kann. Von diesem Gedanken habe ich mich jetzt jedoch verabschiedet, damit ich einfach schneller das Produkt benutzen kann, das ich mir wünsche.</p>
<p>Ich habe in der Zwischenzeit auch ein neues Buch geschrieben, das man bei <a href="http://www.epubli.de/shop/buch/Universalphilosophie-Henry-Herkula-9783844220803/14924">Epubli</a> sowie bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3844220801/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=xesier-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3844220801">Amazon</a> bestellen und <a href="http://www.epubli.de/preview/publication/14924">hier</a>  kostenlos lesen kann. Wenn das neue Xesier da ist, überlege ich mir da gleich noch eine schöne neue Projektseite, damit das alles dann ordentlich einsortiert werden kann. Weitere gute Neuigkeiten: Für die nächsten Monate stehen neue Projekte an. </p>
<p>Ich kann verraten, dass es keine Musik werden wird. Hm. Ja, ich will noch nicht darüber sprechen. Und wirklich, das mit der Musik zieht mich etwas herunter, weil ich erst letztens wieder mit meiner eigenen Musik konfrontiert wurde und so bei mir dachte, dass es doch cool wäre, mal wieder etwas zu komponieren. Aber das wird nichts. Das andere Zeug fordert mich einfach zu sehr, sodass ich zurzeit ja schon glücklich bin, wenn ich meine einsame Musik-Empfehlung pro Tag bei Facebook raushaue und damit mein Kulturschreibpensum als erfüllt betrachte. Trotzdem werde ich mich dem Bloggen und der Musik nicht abwenden. Dafür bin ich viel zu sehr davon überzeugt. Aber in nächster Zeit wird man davon wohl weniger sehen.</p>
<p>So, das war es erst einmal. Jetzt darf Wilhelm endlich auch seinen Beitrag über &#8220;The Avengers&#8221; hier veröffentlichen, der schon seit Donnerstag in seinen Fingern brennt und den er nicht schreiben konnte, weil ihm die obersten Blog-Regeln verbieten, in einem Gemeinschaftsblog zwei Beiträge nacheinander zu veröffentlichen. Aber keine Sorge, Wilhelm. Es ist mir doch immer ein Vergnügen, dir die Last von den Schultern zu nehmen.</p>
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		<title>Wenn der Saal mehr beschäftigt, als die Leinwand</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 18:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir im Kino sind, tauchen wir ein in das Erlebnis. Medienwissenschaftler sprechen dabei gerne von dem Dispositiv des Kinos. Wichtigster Vertreter dieser Theorie ist Jean Louis Baudry. Ganz simpel bedeutet Dispositiv, dass der Zuschauer die Welt, die vor ihm projiziert wird, als Realität empfindet und den Kinosaal um sich herum vergisst. Nur du und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir im Kino sind, tauchen wir ein in das Erlebnis. Medienwissenschaftler sprechen dabei gerne von dem Dispositiv des Kinos. Wichtigster Vertreter dieser Theorie ist Jean Louis Baudry. Ganz simpel bedeutet Dispositiv, dass der Zuschauer die Welt, die vor ihm projiziert wird, als Realität empfindet und den Kinosaal um sich herum vergisst. Nur du und der Film.  Alles andere wird vom Zuschauer ausgeblendet.  Doch klappt die Umsetzung dieser Theorie nicht immer. Selten ist man allein im Kino. Und nicht immer wollen alle anderen Zuschauer voll vom Film eingenommen werden. Wie unterschiedlich sich diese Tatsache auf das Filmerlebnis auswirken kann, davon möchte ich heute gern erzählen. Ich durfte jüngst mit unterschiedlichen Arten der Zuschauereinwirkung Bekanntschaft machen. <span id="more-1818"></span></p>
<p>Ich besuchte vor ein paar Wochen eine Sneak-Preview. Heißt unbekannter Film, aber auch billiger Eintritt.  Das hält die Erwartungen niedrig und damit das Überraschungspotential hoch. In stiller Bitte keinen Horrorfilm sehen zu müssen, betrete ich den Saal und bin überrascht wie voll der Saal ist. Aber mir wird bewusst, wir haben Weihnachtsferien und was soll denn die Lausitzer Jugend sonst machen unter der Woche. Nach einer halben Stunde Werbung, beginnt dann auch endlich der Film. „Helden des Polarkreises“, eine finnische Roadmovie-Komödie. Hätte ich sie mir zuhause angesehen, oder hätte mir den Saal nur mit den üblichen 10 Leuten geteilt, wäre es ein ganz netter Film, der mir ein paar Schmunzler entlockt hätte. Doch nicht an diesem Abend, mit diesem Publikum. Denn ab der Mitte des Films beginnen 2 Herren im hinteren Teil des Kinos über die Sprüche und die Slapstickmomente laut zu lachen. Sie brüllen, sie schreien beinahe. Und ich reagiere am Anfang wie die meisten anderen. Irgendwo zwischen genervt und verwundert dreht man sich um und will die Störenfriede im dunklen Saal erspähen. Doch  mit der Zeit gibt man auf und lässt sie einfach loslachen. Und mit der Zeit passiert etwas Merkwürdiges.  Der Film wird plötzlich unglaublich lustig. Die Kerle haben recht, die Szene ist megawitzig, wenn da einer kopfüber aus dem Fenster hängt. Und nicht nur ich mache die Feststellung, sondern auch der Rest des Publikums. Wir lachen plötzlich alle herzhaft über die Sprüche. Zeitweise hab ich Tränen in den Augen, und klatsch mir mit den Händen auf die Schenkel. Diese 2 Typen wurden von Störenfrieden zu Animateuren.  Am Ende weiß ich nicht, ob die Szene wirklich witzig war, oder ob einfach das Gelächter um mich rum so ansteckend ist. Kommentare des Publikums stören plötzlich nicht, sie bereichern den Film. Am Ende sind meine Begleitung und ich uns einig, dass es eine der besten Komödien war, die wir im Kino sehen durften. Die ganze Heimfahrt über zitieren wir noch aus dem Film und sogar die Kommentare der Zuschauer.  </p>
<p>Ich würde diesen Text gerne so beenden. Mit dem abschließenden Entschluss, das ein Publikum einen Film noch bereichern kann, dass es nicht unbedingt ein allumfassendes Dispositiv dafür braucht. Doch leider war ich dann letzte Woche noch in „Sherlock Holmes 2 – Spiel im Schatten.“</p>
<p>War mein erster Guy Ritchie Holmes und war daher auch vom Film her positiv überrascht. Die Action war nicht bombastisch, aber unglaublich gut inszeniert, ich habe mich in Noomi Rapace verliebt und auch die Dialoge sind unterhaltend. Und mit unterhaltend meine ich, dass man davon mal schmunzelt und sich auch den  einen oder anderen Spruch einprägt. Allgemein liegt Sherlock Holmes 2 für mich humoristisch gesehen im Mittelmaß. Nett, aber keine Brüller. Muss auch nicht, will ich vielleicht auch nicht. Ich finde so ein leichter Witz steht solcher Art Film viel mehr. Leider scheinen die beiden Damen neben mir da anderer Meinung.  Entweder sie waren offizielle Vertreterinnen des „Robert Downey Jr. ist lustigster Mensch der Welt! e.V.“ oder sie haben sich bei sich Daheim noch ein Sektchen gegönnt. Zum warm werden. Nämlich jede Tat, jede Geste, sogar jeder Laut die von Sherlock Holmes ausgeht wurde mit lauten Gelächter kommentiert. „Da! Er spritzt dem Hund was! HAHAHAHA! Jetzt läuft der Hund weg! HAHAHAHAHAHAHA!“  Und da war er wieder. Der Gedanke in mir. Alles Kulturbanausen, außer mir. Stimmt natürlich nicht, aber manchmal lässt mir das restliche Publikum da kaum eine andere Wahl. Ich weiß, Humor ist Geschmackssache, aber was die beiden Damen da neben mir dargeboten haben, war keine subjektive Sichtweise mehr, das war Hysterie in Reinform.  Und ich find den Film dann irgendwann gar nicht mehr lustig, schon aus Prinzip nicht.</p>
<p>Und so kann ich diesen Text nun doch nicht mit einem eindeutigen Fazit abschließen. Wahrscheinlich ist mit den Filmen und deren Publikum ein reines Glücksspiel. Mal teilt man sich halt den Saal mit ein paar Typen mit gutem Humor, die einen anstecken können und sogar eher schwache Filme in ein tolles Erlebnis verwandeln können und mal hat man dann doch wieder „Hanni und  Nanni und das Geheimnis der lustig riechenden Zigarette“ neben sich sitzen, die Filme in der abschließenden Wertung noch runterziehen können. Ich frage mich, mit welchen Leuten Baudry den Kinosaal teilen durfte.     </p>
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		<title>Die (für mich) besten Lieder 2011.</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 16:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wollte das Jahr mal ein bisschen Revue passieren lassen und euch die für mich zehn emotionalsten, traurigsten, herausstechendsten und persönlich besten Lieder zeigen. Gern könnt ihr in die Kommentare eure Lieblingslieder aus dem Jahr 2011 posten. Oder ob ihr lieber Raclette mögt oder Fleisch, das auf dem Stein lag. Als ich das Lied zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte das Jahr mal ein bisschen Revue passieren lassen und euch die für mich zehn emotionalsten, traurigsten, herausstechendsten und persönlich besten Lieder zeigen. Gern könnt ihr in die Kommentare eure Lieblingslieder aus dem Jahr 2011 posten. Oder ob ihr lieber Raclette mögt oder Fleisch, das auf dem Stein lag.<span id="more-1775"></span></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29709584" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Als ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, mochte ich zwar die Stimme noch nicht, aber der Beat war super. Diese coole Dancenummer in Zusammenklang mit der Gitarre. Wahnsinn. Ich wünsche mir das in der Großraumdisco. Textlich auch gut, aber die Musik überwiegt.</p>
<p><iframe width="600" height="338" src="http://www.youtube.com/embed/CxrqXjhYrVY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Manx-Ep von Maeckes war nicht so groß, wie meine Freude darauf, aber dieses Lied hier ist Gold wert, weil es dieses leere ausweglose Gefühl so gut zu beschreiben weiß. Ein schönes Video und ein wunderschöner Beat mit einem gesampelten Kinderchor<br />
tun ihr Übriges.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/8XtJUEa8S24?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Eine der beiden &#8220;The Wave&#8221; Bands. Das Album ist nicht so gut geworden wie erhofft. Streckenweise eintönig, sehr komplexe Geschichten, die dem Hörer kaum Platz zum Atmen und Fühlen lassen. Dieser Song sticht allerdings heraus und ist ein schönes Stück Musik.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/BFeTNqfNthU?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ist sonst so gar nicht meine Musik, aber dieser Song hat eine unglaublich schöne Stimmung und lässt einen wunderbar träumen. Trotzdem freue ich mich mehr auf das The xx Album</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19822445" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Das war der zweitgrößte Hype, dem ich dieses Jahr verfallen bin. Das Video: so schlicht, wie faszinierend. Die Texte: so wahnsinnig wie gefühlvoll und durchdacht. Der Typ ein krankes Genie. Ich mag nicht alles von ihm, aber Songs wie &#8220;Sandwitches&#8221;, &#8220;Splatter&#8221; oder &#8220;French&#8221; finde ich einfach überkrass. OFWGKTA.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/26057326" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Das war der größte Hype, dem ich dieses Jahr verfallen bin. Leider hat er nach dem Album schnell wieder nachgelassen. Dabei ist das so ein krasses Album mit so gutdurchdachten schönen Songs wie &#8220;XOXO&#8221;,  &#8220;Alaska&#8221;, &#8220;Kontrolle/ Schlaf&#8221; und vielen mehr. Nur Hits. Und so wahnsinnig revolutionär. Vielleicht zu ungreifbar für mich. Oder aber es sind die zu (bewusst) offengelassenen Texte.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27190020" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Es ist nicht nur diese wunderschöne Sängerin. Es ist vorallem der Refrain. Selten so ein Sommergefühl gespürt. Macht das Herz wärmer und ist einfach nur schön und niedlich.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/35PIgmG4A8o?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zweite &#8220;The Wave&#8221; Band. Song: Gänsehaut. Album: Wahnsinnig gut. Hab die Band dieses Jahr sehr spät für mich entdeckt. Dieser Song, wie auch das ganze Album handeln vom verstorbenen Vater des Sängers. Ein Postrock Song, der den Höhepunkt eines sehr atmosphärischen Albums darstellt .</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19392208" width="480" height="272" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Das war der Soundtrack für das wohl schönste Wochenende, dass ich diesen Sommer in Forst hatte. Und auch, wenn ich den Song hundert Mal aus den Boxen meines Mitbewohners gehört habe. Er berührt mich so stark und ist einer der wenigen deutschen Songs außerhalb von Rap, die ich so ins Herz geschlossen hab, neben&#8230;</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29556135" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>&#8230; dem hier. Ich war dies Jahr auf seinem Konzert und habe bemerkt, dass ich seiner Musik zu wenig Zeit schenke. Dabei schreibt er so wunderbar leichte und schwere Stücke. Dieses Lied hier konnte ich nicht einmal anmachen ohne geweint zu haben. Große Musik.</p>
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		<title>Zeitverschwendung</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 16:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und  beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was sie wollen. Ich tue es ja auch, doch wenn ich ein Problem habe, es durchdenke, aber trotzdem alles schwierig und nervig bleibt, dann bekommen das nur sehr wenige mit. Ich glaube, dass es die wenigsten interessiert, oder sie mein Problem zu banal finden könnten beziehungsweise auch zu undurchsichtig. Jeder ist auf sich bedacht. Alle wollen berichten, erzählen, gefragt werden! Blöd nur, dass so niemand zum Zuhören und Fragen stellen bleibt, nicht einmal eine dumm grinsende Masse zum Applaudieren bleibt übrig. <span id="more-1789"></span></p>
<p>&#8220;Ich habe ja gestern&#8230;&#8221; &#8220;Ach da brauchst du mir nichts von erzählen, dass hab ich alles schon durch.&#8221;<br />
Man übertrumpft sich nur gegenseitig, keiner hört wirklich zu. Warum stellt man keine Fragen oder sagt: &#8220;Sowas gab es bei mir noch nie.&#8221;? Es wird immer nur Trumpf auf Trumpf gestapelt, nur um dem Anderen seine Gewöhnlichkeit vor Augen zu zerren. Man sollte aktiv zuhören, außer das Gegenüber erzählt wirklichen Dreck, den man selbst natürlich zehntausend Mal härter durchleben musste, um jetzt hier so zu stehen, na da kann man ja unmöglich nur zuhören. Da muss belehrt werden, quasi zum besseren Leben angeleitet werden. So ein Quatsch !!!</p>
<p>Vielleicht hat diese Betrachtung von Zwischenmenschlichkeit auch dazu geführt, dass ich nur noch mit wenigen über mich rede und den Rest einfach reden lasse. Ich empfinde diese Allerweltgespräche auch nicht als Bereicherung. &#8220;Oh was so los bei dir? Biste über Weihnachten wieder hier? Lass ma was machen zusamm ne. Also, wir sehen uns.&#8221; und im nächsten Jahr zur gleichen Zeit das gleiche Gespräch, weil man den Anderen einfach nicht sehen will. Man hat ja mit sich selbst schon genug zu tun, wozu noch den Seelenbalast von so &#8220;Halbbekannten&#8221; auf sich laden, die erleben ja nichts, sondern palavern immer nur über die Welt. </p>
<p>Das soll jetzt nicht heißen &#8220;Hört jedem zu!&#8221;, denn manche haben es einfach nicht verdient, aber geht offener durch die Welt und tauscht euch aus, anstatt nur stur Situationen nachzuerzälen, um Lacher zu ernten. Diskutiert oder versucht es zumindest, denn stur aneinander vorbei reden erhält weder die Freundschaft, noch irgendetwas anderes.</p>
<p>Vielleicht sollte ich mich öfter an diese Worte erinnern, anstatt mit Musik auf den Ohren stur in mein Buch zu starren und mich zu ärgern, weil mir niemand zuhört, mich fragt oder mir zumindest ab und zu spontan applaudiert.</p>
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		<title>Ein Abgrund</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 21:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Filme scheinen keine Helden verdient zu haben. Dort werden den Zuschauern Figuren vorgestellt, wo man versuchen würde ihnen nicht in die Augen zu schauen, wenn sie den Bus betreten würden in den man schon sitzen würde. So eine Person ist auch Joseph, die Hauptfigur des englischen Films „Tyrannosaur.“ Joseph trinkt und prügelt sich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Filme scheinen keine Helden verdient zu haben. Dort werden den Zuschauern Figuren vorgestellt, wo man versuchen würde ihnen nicht in die Augen zu schauen, wenn sie den Bus betreten würden in den man schon sitzen würde. So eine Person ist auch Joseph, die Hauptfigur des englischen Films „Tyrannosaur.“ Joseph trinkt und prügelt sich durch sein Leben. Wir sehen dabei zu, wie er in einem Tobsuchtsanfall seinen treuen Hund tötet, wir müssen erleben wie er Hausverbot in Läden aufgrund seines ungehobelten Verhaltens bekommt und wir müssen ihn in die Augen schauen. Und das ist wahrscheinlich von all den Szenen das unangenehmste. Wenn die Kamera in einem Close up über Josephs Gesicht mit all seinen Falten fährt und auf seinen blauen Augen haftet, dann erkennt man in seinem Blick den Abgrund in dem er sich befindet. Dort ist so viel Wut, soviel Angst und Verzweiflung.</p>
<p>Und dann stößt Joseph auf Hannah. Und ich hoffe und fürchte gleichzeitig, dass sie seine Rettung sein wird. Hoffe, weil ich mir das Leben von Joseph so wie es ist nicht mehr antun kann. Fürchte, weil es mir zu mustergültig für diese düstere Atmosphäre wäre. Die gutmütige Christin, die den zornigen Mann errettet und auftaut. Harte Schale, weicher Kern. Bitte hier nicht. Und so kommt es auch nicht. Am Anfang zerstören sich beide ihre erbauten Welten. Joseph hat verlernt mit Menschen umzugehen, die ihm einfach nur helfen wollen. Und Hannah ist erschüttert von den Zynismus, den ein Mensch in sich tragen kann.</p>
<p>Ich hoffe meine Heldin in Hannah zu finden. Und werde enttäuscht. Was Hannah daheim bei ihrem Mann erlebt, lässt in mir den Wunsch aufkommen zurückzukehren zu Joseph und seinen Prügeleien. Hannahs Mann, James, zerstört sie. Physisch wie psychisch. Und ich wünsche mir plötzlich ein Klischee herbei. Ich will das Joseph bei Hannah zuhause auftaucht. Ich will, dass er diesem Arschloch James die Fresse poliert. Ich will ihn bluten sehen. Und ich merke, ich bin nun doch in das Loch, wo Joseph schon sitzt, hineingestürzt.</p>
<p>„Tyrannosaur“ tut weh. Selbst der Film kann meist nicht anders, als vor Schlägen zusammen zu zucken und die Szene zu wechseln, bevor man den Aufprall der Faust erleben muss. Und trotz all dieser Gewalt, dieser Aussichtslosigkeit versuchen sich Joseph und Hannah am Ende an einem Lächeln. Doch in ihren Augen kann man noch sehen, dass sie in ihren Löchern festsitzen. Vielleicht haben sie sich einfach damit abgefunden. Und ich kann nicht mehr als herabzublicken und mich zu fürchten, vor der Tiefe dieser Abgründe.</p>
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		<title>Es wird Zeit</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 20:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Raum und was ist Zeit? Ich bin im Zentrum und alles Andere um mich herum verschwimmt im warmen Licht der Belanglosigkeit. Ich sehe die Silhouette eines kargen Baumes langsam an mir vorbeiziehen. In meinem Mund breitet sich der Geschmack warmen Blutes aus und der Dunst der Vergänglichkeit steigt mir in die Nase. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Raum und was ist Zeit? Ich bin im Zentrum und alles Andere um mich herum verschwimmt im warmen Licht der Belanglosigkeit. Ich sehe die Silhouette eines kargen Baumes langsam an mir vorbeiziehen. In meinem Mund breitet sich der Geschmack warmen Blutes aus und der Dunst der Vergänglichkeit steigt mir in die Nase. Das schwarze Krächzen in meinem Ohr übertönt die erdrückende Leere, die sich langsam in meinem Inneren ausbreitet. Es fühlt sich so an, als wenn mir langsam die Farbe aus meinen Leben gesaugt wird. Es wird immer blasser und verschwommener. Alle meine erlangten Erfahrungen und Erkenntnisse haben nun keine Gewichtung mehr. Als Kind hatte ich Träume und Wünsche, ich wollte doch noch so viel lernen und erleben, doch wo ist das alles jetzt. Habe ich mich auf dem Weg meines Lebens selbst verloren?</p>
<p>Warum war ich auf der Welt, wenn ich nun doch gehen muss? Es hat mich Niemand gefragt, ob ich das alles möchte. Ich konnte es mir nicht aussuchen, ich war einfach da und nur weil sich zwei Menschen dafür entschieden haben Nachwuchs zu bekommen. Nun kommt der Tod mit einer plötzlichen Endgültigkeit auf mich zu und ich werde langsam müde. Warum steht man am Ende immer alleine da? Doch so alleine bin ich dann doch nicht in Anbetracht der Tatsache, dass mit mir gerade Menschen sterben. Irgendwie komisch, dass sich auch ohne mich Alles weiter drehen wird. Hatte ich eigentlich ein schönes Leben, hätte ich mehr machen sollen? Sind das überhaupt Fragen die ich mir jetzt stellen sollte, aber wenn nicht jetzt, wann dann? Bin ich eigentlich noch der Mensch der ich gestern war, oder habe ich mich durch die Tatsache, dass ich gleich sterben werde verändert? Soll ich positiv oder negativ auf mein Leben zurückblicken und was zeichnete mich als Person eigentlich aus? Ich habe darauf traurigerweise keine Antworten, aber dennoch glaube ich es ist alles gut, denn es ist ja gleich vorbei. Irgendwie sehe ich mein Leben nicht an mir vorbeiziehen. Mir hat mal jemand gesagt, dass man Musik hört wenn es soweit ist. Doch hier ist nur absolute Stille. Kalte Stille.</p>
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		<title>Freiheitlich-demokratische Methoden sind etwas anderes</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 19:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema &#8220;Rechtsterrorismus&#8221; sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema &#8220;Rechtsterrorismus&#8221; sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose Informationen lieferten. Ich selber bin durch diese Diskussion eigentlich das erste Mal richtig auf die Verbindungspersonen in Deutschland aufmerksam geworden und im Grunde gestaltete sich die Auseinandersetzung mit so einem Geheimdienstinstrument etwas schwierig für mich.<span id="more-1732"></span> </p>
<p>Das erste, was mir in den Sinn kam, als ich mir die Funktion und Aufgabe solcher V-Leute konkret ansah, war das Wort &#8220;Stasimethode&#8221;. Menschen werden dafür bezahlt, andere Menschen auszuhorchen und diese Informationen an den Staat weiterzuleiten. Die Aufgabe der internen Mitarbeiter war in der Deutschen Demokratischen Republik grundsätzlich keine andere. Allerdings ist die Empörung über die internen Mitarbeiter groß gewesen, Wörter wie Überwachungsstaat fallen diesbezüglich oft. Die V-Leute erregen hingegen wenig Aufsehen in der deutschen Bevölkerung. In der aktuellen Debatte wird zwar der Einsatz von V-Leuten in rechten Kreisen diskutiert, nicht allerdings der grundsätzliche Einsatz. Wo ist aber der Unterschied?</p>
<p>Es ist einzig und allein die Ideologie. So muss sich ein Staat, dessen Rechtsordnung ein weit gefächertes, vielfältiges Ideenbild zulässt gegen einzelne Ideologien wehren, die versuchen diesen Staat zu zerstören und ein weitaus stumpfsinnigeres Ideenbild zu installieren. Meiner Meinung nach rechtfertigt dies allerdings nicht den Einsatz von Methoden, die nicht annähernd mit der freiheitlichen Ideologie Deutschlands konform gehen. Darin besteht die Herausforderung des freiheitlich-demokratischen Staates. Natürlich ist es sehr schwer einen solchen Staat gegen radikale Extremisten mit legalen Methoden zu verteidigen und dies muss auch geschehen, aber nicht auf Kosten der staatstragenden Prinzipien. </p>
<p>Ich frage mich: Was rechtfertigt den Einsatz solcher Personen? Letztendlich doch nur ein begründeter Verdacht. Vielleicht ist das jetzt ein bisschen naiv gedacht, aber wieso stürmt man ein solches &#8220;Nest&#8221; dann nicht einfach, stellt Unterlagen sicher, hat so zwar nur gegen einige Personen etwas in der Hand und auch nur beschränkt, aber befolgt die selbst auferlegten Prinzipien und setzt irgendwo auch ein Zeichen. </p>
<p>Dazu wird aktuell natürlich auch die Art der V-Leute kritisiert. Es sind Personen, die in solchen antidemokratischen, radikalen Kreisen verkehren, dieses Gedankengut teilen und dann vom Staat angeworben werden um für Geld die &#8220;eigenen&#8221; Leute auszuspionieren. Antidemokratische, (rechtsradikale) Menschen, die dafür bezahlt werden einen demokratischen, freiheitlichen Staat zu verteidigen. Dass da ein weiteres Problem im System steckt ist klar, allerdings wollte ich in dem Artikel nur den grundsätzlichen Einsatz kritisieren. Meine Meinung dazu ist nicht wirklich gefestigt, ich verstehe das Problem, weshalb diese Personen benötigt werden, vielleicht hat jemand, der diesen Artikel liest noch einen guten Denkanstoß für mich. In meinem Politikkurs gab es dieses Thema letztens ebenfalls, und überraschenderweise war ich der einzige, der diese Meinung vertreten hat, deshalb würde ich gerne auch noch ein paar Ideen und Denkanstöße für den Einsatz sammeln.  </p>
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		<title>Andere Menschen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 18:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannes&#8217; Filmempfehlung lässt mich seit einiger Zeit über die Entwicklung des Internets im sozialen Alltag nachdenken. Es geht dabei um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich beim Masturbieren filmt und dessen Leben ruiniert wird, nachdem die Aufnahme durch Unglück und Schikane im Internet landet. Ich war paralysiert. Der Film zeigte mir das absolute Extrem. &#8211; Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vierfachantrieb.blogspot.com/2011/11/kuhlschrank.html">Hannes&#8217; Filmempfehlung</a> lässt mich seit einiger Zeit über die Entwicklung des Internets im sozialen Alltag nachdenken. Es geht dabei um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich beim Masturbieren filmt und dessen Leben ruiniert wird, nachdem die Aufnahme durch Unglück und Schikane im Internet landet. Ich war paralysiert. Der Film zeigte mir das absolute Extrem. &#8211; Doch ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir lernen müssen, mit solchen Veröffentlichungen umzugehen. So schwer es uns auch fallen mag. Das Internet ist einfach zu wichtig. Und ansonsten verspielen wir möglicherweise die große Chance, die es uns bietet.<span id="more-1711"></span></p>
<p>Wir befinden uns noch relativ weit am Anfang des Internetzeitalters. Ein Großteil der Menschen hat noch nicht begriffen, was das Internet wirklich kann. Es spielt zwar bereits eine große Rolle in unserer Welt, aber die Menschen schwärmen lieber noch davon, anstatt es endlich anzuwenden und es als Realität wahrzunehmen. Oh, das Internet ist voller Magie &#8211; was für ein Wahnsinn! Das ist die Zukunft. Falsch, das ist die Gegenwart. Nichts anderes. Wer das nicht begriffen hat, lebt in der Vergangenheit. Merkt euch das!</p>
<p>Doch genauso wie es Menschen gibt, die das Internet als Erlösung betrachten, so existieren auch die Skeptiker. Niemand kann es ihnen verübeln. Das Internet ist irgendwie da draußen, so ein unbekannter, nicht greifbarer Raum, der von allen Menschen ohne Überprüfung genutzt und betrieben werden kann. Das ist doch unverantwortlich. Alle Menschen haben auf alle Informationen kostenlosen und unbegrenzten Zugriff. Die Leute können sich präsentieren, sie können ihre Meinung veröffentlichen, sich organisieren, amüsieren. Und das ohne eine größere Kontrollinstanz, die das Internet sauber hält. Absoluter Wahnsinn.</p>
<p>Welche Alternativen bieten sich also an, das Internet auf der einen Seite so offen zu belassen wie es ist und seine Möglichkeiten voll auszukosten, während wir es auf der anderen Seite soweit einschränken, dass die Jugend geschützt bleibt und das Leben des Einzelnen nicht völlig zerstört wird? &#8211; Hm, kurze Überlegung: Keine. Ja, gar keine. Man versucht zwar jetzt, das Internet immer mehr einzuschränken. Es wird allerdings immer derselbe Kampf bleiben. Es kann gar keine genauen Regelungen geben, da unsere Interessen viel zu verschieden sind. Eine Beschränkung des Internets führt immer unweigerlich zu einer Unterdrückung.</p>
<p>Unsere einzige Chance, es irgendwie in den Griff zu bekommen, besteht darin, uns damit abzufinden und andere Menschen zu werden. Wir dürfen uns nicht mehr von uns selbst einschüchtern lassen. Wir sind alle nur Menschen. Wir müssen uns nicht für uns selbst schämen. Nicht, dass wir uns nicht schämen dürften. Doch, wir dürfen. Aber auch nur, wenn wir es wirklich wollen. Und wir können stark sein. Oder schwach. Wenn <em>wir</em> es wollen. Es ist nur wichtig, dass wir uns darüber bewusst sind, was wir sind, und dass wir mit äußerster Anstrengung versuchen, niemanden zu verletzen. Das ist das Wichtigste. Dann kann uns auch ein Masturbationsvideo im Internet nicht zerstören. Dann ist ein Masturbationsvideo im Internet kein Problem des Betroffenen, sondern ein Problem des Einstellers.</p>
<p>Und was ist mit der nächsten Generation? Nun, wir müssen akzeptieren lernen, dass Kinder mit Pornografie in Kontakt kommen werden, dass sie sich rassistische Texte anschauen können und dass sie auf genügend Wissen Zugriff erhalten, um sich selbst Bomben zu bauen. Lasst uns das akzeptieren und lasst uns aus ihnen bessere Menschen machen! Letztendlich liegt es in unserer Hand, was wir mit dem Internet anstellen. Wir können es Kindern übervorsorglich verweigern oder wir können ihnen beibringen, wie man damit umzugehen hat, wie man es zu seinem Vorteil nutzt und wie man damit sein eigenes Leben verbessert.</p>
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