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	<title>Zukunft Mobilität</title>
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	<description>Zukunft Mobilität - Verkehr, Transport und Mobilität neu denken</description>
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		<title>Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: Praxis, Standards und EU-Regulierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 17:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antriebswende, Energie & Fahrzeugtechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[AFIR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>E-Bikes werden überwiegend zu Hause an einer geeigneten Steckdose mit dem zum Akku passenden Ladegerät geladen. Für das öffentliche und halböffentliche Laden fehlt bislang ein herstellerübergreifend durchgesetzter Standard. Mit EnergyBus und Charge2Bike gibt es zwei technisch ausgearbeitete Entwicklungswege, von denen sich jedoch bis heute keiner am Markt durchgesetzt hat. Dieser Artikel ordnet das Standardisierungsproblem, die europäische Regulierung und die planerischen Anforderungen ein.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181669/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-ebikes-ladestecker-ladeschrank/">Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: Praxis, Standards und EU-Regulierung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">E-Bike-Laden unterscheidet sich grundlegend vom Pkw-Laden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pedelecs, E-Bikes, E-Lastenräder und andere leichte Elektrofahrzeuge benötigen Lademöglichkeiten, allerdings mit einer deutlich anderen Systemlogik als Pkw oder Nutzfahrzeuge. Ein Pedelec-Akku speichert typischerweise einige hundert Wattstunden, ein Pkw-Akku dagegen mehrere zehn Kilowattstunden. Ein Pkw-Akku speichert also rund hundertmal so viel Energie. Entsprechend geringer ist die Ladeleistung: wenige hundert Watt statt mehrerer Kilowatt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Folgenden wird der gebräuchliche Oberbegriff &#8222;E-Bike&#8220; verwendet. Die rechtliche Abgrenzung zu S-Pedelecs und Fahrzeugen der europäischen L-Kategorie wird in dem Abschnitt zur AFIR erläutert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Großteil der Ladevorgänge findet heute zu Hause statt.<sup><a id="ref-24a" href="#source-24">[24]</a></sup> Entnehmbare Akkus können mit dem vom Hersteller vorgesehenen Ladegerät an einer geeigneten Netzsteckdose geladen werden. Öffentliche oder halböffentliche Lademöglichkeiten werden insbesondere dort relevant, wo die Heimladung nicht ausreicht oder längere Wege mit mehrstündigen Aufenthalten verbunden sind, beispielsweise an touristischen Zielen, in der Gastronomie, an Arbeitsplätzen oder entlang von Radrouten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was öffentliche Ladeangebote für E-Bikes bisher von denen für Pkw unterscheidet: Wer unterwegs laden möchte, muss in vielen Fällen das eigene Ladegerät mitführen. Beim Pkw bestehen mit Typ 2 und CCS weitgehend einheitliche und marktweit etablierte Ladeschnittstellen. Bei E-Bikes fehlt eine vergleichbare Schnittstelle zwischen öffentlicher Stromversorgung und Fahrzeug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb stellen viele öffentliche Angebote lediglich eine Netzsteckdose bereit. Die Anpassung der Netzspannung an die Batterie, der herstellerspezifische Anschluss und gegebenenfalls die Kommunikation mit dem Batteriemanagement werden vom mitgebrachten Ladegerät übernommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Planung öffentlicher Angebote sind deshalb ein diebstahlgeschütztes Abstellen, Wetterschutz, Zugänglichkeit und eine kompatible Stromversorgung mit hoher Ladeleistung wichtig. Im Mobilikon werden als geeignete Orte unter anderem Punkte entlang stark frequentierter Fahrradrouten sowie in der Nähe von Gastronomiebetrieben, Einzelhandelsgeschäften, Sportanlagen und Tourismusorten genannt.<sup><a id="ref-21a" href="#source-21">[21]</a></sup> Lademöglichkeiten sollten mit hochwertigen Fahrradabstellanlagen verbunden werden. Bei E-Lastenrädern müssen die Fahrzeugabmessungen und Bewegungsflächen gesondert berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sich das E-Bike-Laden in die allgemeine Ladeinfrastrukturplanung einordnet, behandelt der Beitrag <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181315/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-elektrofahrzeuge-uebersicht-planung-wohngebaeude/">Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum eine E-Bike-Ladestation häufig nur die Stromversorgung bereitstellt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Nutzer ihr eigenes Ladegerät mitführen müssen, ist Folge eines bislang ungelösten Standardisierungsproblems. Beim Pkw sind Typ 2 für Wechselstrom und CCS für Gleichstrom als einheitliche Ladeschnittstellen etabliert. Bei E-Bikes gibt es keine vergleichbare, marktweit durchgesetzte Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Jahr 2025 veröffentlichte VDE SPEC 90035-1 beschreibt Ladeschnittstellen für leichte Elektrofahrzeuge und unterscheidet dabei zwischen dem Laden des vollständigen Fahrzeugs und dem Laden eines entnommenen Akkus. Da es sich um ein vorstandardisierendes Dokument handelt, hat es allerdings keinen verbindlichen Normstatus.<sup><a id="ref-6b" href="#source-6">[6]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter dem fehlenden Standard steht eine technische Schwierigkeit. Ladegerät, Akku und Batteriemanagement bilden ein sicherheitsrelevantes Gesamtsystem. Das Batteriemanagement überwacht unter anderem relevante Batterieparameter wie Zellspannungen, Temperatur und Ladezustand und kann bei unzulässigen Betriebszuständen eingreifen. Ladegerät und Batterie müssen daher elektrisch und funktional aufeinander abgestimmt sein.<sup><a id="ref-22a" href="#source-22">[22]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Branchenverband ZIV betont, dass Akku, Ladegerät, Hardware und Software aufeinander abgestimmt sein müssen. Eine Standardisierung kann deshalb nicht nur die Geometrie eines Steckers, sondern muss auch die elektrischen Eigenschaften sowie die Kommunikation zwischen Ladestation und Batteriemanagementsystem berücksichtigen.<sup><a id="ref-24b" href="#source-24">[24]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Solange es einen solchen Standard nicht gibt, kann eine öffentliche Ladestation nicht ohne Weiteres erkennen, welche Spannung, welche Stromgrenzen, welche Steckergeometrie und welches Kommunikationsverfahren das nächste E-Bike benötigt. Deshalb bleibt eine Netzsteckdose in Verbindung mit dem vom Hersteller vorgesehenen Ladegerät der kleinste gemeinsame Nenner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei technisch ausgearbeitete Standardisierungsansätze</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt mehrere technische Ansätze, die das Standardisierungsproblem adressieren. Im Folgenden werden die beiden technisch ausgearbeiteten Systemarchitekturen EnergyBus und Charge2Bike gegenübergestellt. Mit ihnen könnte das Mitführen eines vollständigen Netzladegeräts grundsätzlich vermieden werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">EnergyBus und die IEC-TS-Reihe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Standardisierungsweg basiert auf den Reihen IEC TS 61851-3 für Gleichstromversorgungseinrichtungen und Kommunikation sowie IEC TS 62196-4 für Steckverbindungen von leichten Elektrofahrzeugen. Die im Jahr 2025 veröffentlichte VDE-SPEC-Reihe 90035 greift diese Spezifikationen für Akku-, Fahrzeug- und Ladeschnittstellen auf.<sup><a id="ref-6c" href="#source-6">6]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">EnergyBus vertritt diese Architektur als offenes System für leichte Elektrofahrzeuge. Dabei ist das Ladekabel fester Bestandteil des Fahrzeugs und nicht der Ladestation. Die Station stellt die Gleichstromversorgung bereit, während das Fahrzeug die fahrzeugseitige Verbindung mitbringt. Das Kommunikationsprotokoll basiert auf CANopen.<sup><a id="ref-13a" href="#source-13">[13]</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="546" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/EnergyBus-stecker-ladebuchse-ladedose-fahrrad-pedelec-ebike-1024x546.webp" alt="Energybus Ladestecker Ladeschloss Ladebuchse Ladedose pedelec" class="wp-image-181698" title="Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: Praxis, Standards und EU-Regulierung 1" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/EnergyBus-stecker-ladebuchse-ladedose-fahrrad-pedelec-ebike-1024x546.webp 1024w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/EnergyBus-stecker-ladebuchse-ladedose-fahrrad-pedelec-ebike-600x320.webp 600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/EnergyBus-stecker-ladebuchse-ladedose-fahrrad-pedelec-ebike-768x409.webp 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/EnergyBus-stecker-ladebuchse-ladedose-fahrrad-pedelec-ebike-1536x818.webp 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/EnergyBus-stecker-ladebuchse-ladedose-fahrrad-pedelec-ebike-2048x1091.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ladeschloss-Stecker und Lade-Einbaudosen nach EnergyBus-Standard in der Übersicht &#8211; Foto: © EnergyBus e.V.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Publizierte technische Spezifikationen bedeuten jedoch noch keine breite Marktakzeptanz. In seiner Position von 2025 stellt der ZIV fest, dass die IEC-TS-Ansätze bislang nicht genügend Unterstützung aus der Fahrradindustrie, der Sharing-Branche und weiteren Marktakteuren erhalten haben. Rechtsverbindlich sind sie ebenfalls nicht.<sup><a id="ref-24c" href="#source-24">[24]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Charge2Bike der CHAdeMO Association</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Charge2Bike-Initiative der CHAdeMO Association geht einen anderen Weg. Das Ladekabel ist entweder an der Ladestation oder am Ladegerät angebracht. Am Fahrzeug befindet sich eine kompakte Ladebuchse. Wäre dieser Standard marktweit durchgesetzt, könnte ein kompatibles E-Bike unmittelbar an einer entsprechenden Station geladen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2024 wurde die Version 1.2 als Verbandsstandard für elektrisch unterstützte Fahrräder veröffentlicht. Das Grundprofil sieht eine Ausgangsleistung von bis zu 800 W bei einem Spannungsbereich von 24 bis 60 V DC und maximal 20 A vor. Ein erweiterter Betriebsmodus erlaubt Leistungen bis 2 kW. Die Kommunikation ist CAN-basiert und bestehende Fahrradsysteme sollen über Adapter angebunden werden können.<sup><a id="ref-3a" href="#source-3">[3]</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="888" height="1024" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/Charge2Bike_1-2_chademo_fahrrad_stecker.jpg" alt="CHAdeMO-Standard EPAC-Ladegerät Charge2Bike v1.2" class="wp-image-181697" title="Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: Praxis, Standards und EU-Regulierung 2" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/Charge2Bike_1-2_chademo_fahrrad_stecker.jpg 888w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/Charge2Bike_1-2_chademo_fahrrad_stecker-600x692.jpg 600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/Charge2Bike_1-2_chademo_fahrrad_stecker-768x886.jpg 768w" sizes="(max-width: 888px) 100vw, 888px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ladebuchse in einem Fahrradrahmen nach CHAdeMO-Standard für EPAC-Ladegeräte (Charge2Bike v1.2) &#8211; Foto: © CHAdeMO Association</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Charge2Bike-Arbeitsgruppe sind unter anderem die Unternehmen Bosch, Panasonic und Shimano vertreten.<sup><a id="ref-3b" href="#source-3">[3]</a></sup> Charge2Bike ist somit ein von der Industrie getriebener Standardisierungsansatz, an dem bedeutende Komponentenhersteller beteiligt sind. Einen verbindlichen IEC-, EN- oder EU-Interoperabilitätsstandard-Status hat er jedoch noch nicht erreicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vergleich und Einordnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Ansätze würden das Grundproblem adressieren. Die Ladeinfrastruktur könnte Energie über eine definierte Schnittstelle an das Fahrzeug abgeben, sodass kein separates Netzladegerät mehr mitgeführt werden muss. Architektonisch unterscheiden sie sich unter anderem dadurch, dass das Ladekabel bei EnergyBus am Fahrzeug und bei Charge2Bike an der Station angeordnet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Leistungsbereich unterscheiden sie sich. Während EnergyBus mit einer leistungsstärkeren Schnittstelle von bis zu etwa 7,2 kW bei 120 V und 60 A einen breiteren Leistungsbereich verschiedener LEV-Typen abdeckt, ist Charge2Bike mit bis zu 800 W im Grundprofil beziehungsweise 2 kW im erweiterten Modus gezielt auf elektrisch unterstützte Fahrräder ausgerichtet.<sup><a id="ref-13b" href="#source-13">[13]</a><a id="ref-3c" href="#source-3">[3]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">EnergyBus kann auf die publizierten IEC-Technischen Spezifikationen verweisen. Charge2Bike verfügt hingegen über die Unterstützung großer Antriebs- und Komponentenhersteller, hat jedoch keinen IEC-Status.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Planung öffentlicher Ladeangebote sollte daher nicht davon ausgegangen werden, dass jedes aktuelle E-Bike unmittelbar an eine standardisierte DC-Schnittstelle angeschlossen werden kann. Welche Schnittstelle sich im Markt für öffentliches E-Bike-Laden durchsetzt, ist weiterhin offen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein verbindlicher EU-Ladestandard steht noch aus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Standardisierungsproblem ist auch auf europäischer Ebene erkannt. Die EU-Batterieverordnung enthält neben Anforderungen an Batterien einen Prüfauftrag zur Ladeinteroperabilität. Artikel 94 Absatz 6 verpflichtete die Europäische Kommission, bis zum 1. Januar 2025 zu bewerten, wie harmonisierte Standards für gemeinsame Ladegeräte für LMT-Batterien (light means of transport, leichte Verkehrsmittel) eingeführt werden können. Der Prüfauftrag umfasst auch weitere Produktgruppen, ist hier aber vor allem für E-Bikes relevant.<sup><a id="ref-18a" href="#source-18">[18]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als technische Grundlage hierfür ließ die Kommission in den Jahren 2023/2024 eine Studie unter Beteiligung des Öko-Instituts erstellen.<sup><a id="ref-20a" href="#source-20">[20]</a></sup> Der im Juli 2024 abgeschlossene Bericht bestätigt, dass die Ladeschnittstellen innerhalb der LMT-Gruppen stark fragmentiert sind. Er bewertet mehrere Ansätze – darunter EnergyBus, USB-C Power Delivery und den damaligen CHAdeMO-EPAC-Entwurf – und empfiehlt, zunächst offene Normungs- und Zuständigkeitsfragen zu klären.<sup><a id="ref-20b" href="#source-20">[20]</a></sup> Eine eindeutige Empfehlung für einen verbindlichen E-Bike-Stecker ergibt sich daraus jedoch nicht. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage Ende 2024 kündigte die Kommission einen weiteren Bericht zur LMT-Ladeinteroperabilität an.<sup><a id="ref-14a" href="#source-14">[14]</a></sup> Ein daraus hervorgegangener Legislativvorschlag wurde bis Ende August 2026 noch nicht veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die technische Studie wurde im Juli 2024 abgeschlossen. Die später veröffentlichte Charge2Bike-Spezifikation v1.2 vom Oktober 2024 konnte deshalb noch nicht in ihrer finalen Fassung bewertet werden. Sie ist als jüngerer Entwicklungsschritt neben den untersuchten Wegen zu betrachten.<sup><a id="ref-3d" href="#source-3">[3]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">AFIR-Steckerregeln gelten nicht automatisch für Pedelecs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AFIR enthält technische Anforderungen für Elektrofahrzeuge der L-Kategorie, darunter Steckervorgaben je nach Leistungsstufe (Typ 3A, Typ 2 oder CCS).<sup><a id="ref-17a" href="#source-17">17]</a><a id="ref-15a" href="#source-15">[15]</a></sup> Gewöhnliche Pedelecs mit Tretunterstützung bis 250 W und Abschaltung vor 25 km/h sind nach der europäischen Typgenehmigungsverordnung jedoch ausdrücklich von der L-Kategorie ausgenommen.<sup><a href="#source-16">[16]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das normale Pedelec existiert damit derzeit kein europäischer Interoperabilitätsrahmen, der mit AFIR, Typ 2 und CCS vergleichbar wäre. Die Vereinheitlichung der Ladeschnittstellen erfolgt bislang über Normung und Industrieinitiativen, sodass beim öffentlichen Laden häufig weiterhin das fahrzeugspezifische Ladegerät benötigt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was für die Planung folgt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Standardisierung der E-Bike-Ladeschnittstelle ist noch nicht abgeschlossen. Wer heute eine Ladeinfrastruktur für Pedelecs in öffentlichen oder betrieblichen Bereichen plant, sollte deshalb von einer heterogenen Fahrzeugflotte ausgehen und die Anlage so auslegen, dass bestehende Ladegeräte sicher verwendet werden können und spätere technische Änderungen möglich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kommunen, Arbeitgeber, die Wohnungswirtschaft und touristische Anbieter ergibt sich folgende Prioritätenfolge:</p>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">01</p>
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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">geeignete Fahrradabstellanlage</p>
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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">02</p>
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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Diebstahl- und Wetterschutz</p>
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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">03</p>
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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">sichere Stromversorgung</p>
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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">04</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">betriebliches und brandschutztechnisches Konzept</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">05</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Erweiterbarkeit</p>
</div>
</div>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Abstellanlage vor Ladeleistung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ladefunktion sollte nicht losgelöst von der Qualität des Fahrradparkens geplant werden. In den FGSV-Hinweisen zum Fahrradparken werden Bedarfsermittlung, Entwurf, Fahrradparksysteme und nutzungsspezifische Anforderungen als zusammenhängende Planungsaufgabe behandelt.<sup><a id="ref-19a" href="#source-19">[19]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die DIN 79008-1 enthält Anforderungen an geeignete stationäre Fahrradparksysteme. Sie gilt allerdings nicht für Transport- und Lastenfahrräder, Fahrräder mit Anhängern, Liegeräder oder Tandems. Für diese Fahrzeugtypen müssen Stellplätze und Bewegungsflächen entsprechend der tatsächlich zu erwartenden Fahrzeuggeometrien gesondert dimensioniert werden.<sup><a id="ref-5a" href="#source-5">[5]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentliches Qualitätskriterium ist, dass das Fahrrad standsicher abgestellt und der Rahmen zusammen mit mindestens einem Laufrad an der Anlage angeschlossen werden kann. Gemäß den aktuellen ADFC-Prüfkriterien auf Grundlage der DIN 79008 beträgt der Abstand zwischen benachbarten Fahrrädern bei ausschließlich tiefer Radeinstellung mindestens 70 cm und bei abwechselnder Hoch-/Tiefstellung mindestens 50 cm. Bei Fahrradgaragen ist eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 75 cm vorgesehen.<sup><a id="ref-1a" href="#source-1">[1]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/173815/aktive-mobilitaet/gestaltungsleitfaden-fahrradparken-bicycle-parking-design-guide-eha-argus/">Zum Thema hochwertiges Fahrradparken ist an dieser Stelle auf den Gestaltungsleitfaden Fahrradparken verwiesen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei längeren Ladeaufenthalten gewinnen Überdachung, Beleuchtung, soziale Kontrolle und gegebenenfalls Zugangssicherung zusätzlich an Bedeutung. Je wertvoller das Fahrrad und der Akku sind, desto wichtiger ist es, dass die Ladeanlage nicht lediglich aus einer Steckdose an einem ungeeigneten Abstellort besteht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Ladekonzepte mit unterschiedlichen Anforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der elektrischen und baulichen Planung ist zunächst zu unterscheiden, ob das Fahrrad vollständig oder nur der entnommene Akku in einem Ladefach geladen wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Laden am Fahrrad</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Laden von E-Bikes muss die Stromversorgung so angeordnet sein, dass das Ladegerät bestimmungsgemäß betrieben werden kann und weder die Anschlussleitung noch das Ladegerät zu Stolper-, Beschädigungs- oder Witterungsgefahren werden. Die AMEV-Empfehlung „EltAnlagen” schreibt für Ladeplätze elektrischer Zweiräder eine dauerstromfeste Schutzkontakt-Steckdose vor und schließt die Verwendung von Mehrfachsteckdosenleisten aus.<sup><a id="ref-2a" href="#source-2">[2]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Punkt ist der Schutz des mitgebrachten Ladegeräts. Viele mobile Pedelec-Ladegeräte sind nicht für einen ungeschützten Betrieb im Freien vorgesehen. AMEV und VdS empfehlen deshalb, Ladegeräte im Freien nur zu verwenden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich zulässt oder wenn das Ladegerät durch ein geeignetes Gehäuse bzw. ein Fach vor Feuchtigkeit geschützt wird.<sup><a id="ref-2b" href="#source-2">[2]</a><a id="ref-23a" href="#source-23">[23]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die DGUV empfiehlt für Pedelec-Akkus ebenfalls, ausschließlich vom Hersteller zugelassene Ladegeräte zu verwenden. Außerdem sollten die Akkus nicht abgedeckt und nicht über Mehrfachsteckdosen auf dem Boden betrieben werden.<sup><a id="ref-4a" href="#source-4">[4]</a></sup></p>



<h4 class="wp-block-heading">Laden eines entnommenen Akkus im Schließfach</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Ladefach kann mehrere Probleme gleichzeitig lösen: Akku und Ladegerät sind vor einfachem Zugriff geschützt, die Leitungen liegen nicht im Verkehrsraum und die Umgebungsbedingungen lassen sich besser kontrollieren. Dafür wird die technische Ausführung des Schranks selbst jedoch anspruchsvoller.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fach muss ausreichend Platz für Akku und Ladegerät einschließlich der Leitungen bieten. Ein Wärmestau ist zu vermeiden. Ob hierfür natürliche Lüftungsöffnungen, eine aktive Belüftung, eine Temperaturüberwachung oder andere technische Maßnahmen erforderlich sind, lässt sich nicht pauschal festlegen. Ausschlaggebend sind die Geometrie des Schranks, die Anzahl und Leistung der Ladegeräte, der Aufstellort, die Sonneneinstrahlung und die Herstellerangaben der verwendeten Geräte.<sup><a id="ref-2c" href="#source-2">[2]</a><a id="ref-23b" href="#source-23">[23]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Standortwahl sind auch direkte Sonneneinstrahlung und andere Wärmequellen zu berücksichtigen. Lithium-Ionen-Akkus dürfen nur innerhalb der vom Hersteller freigegebenen Temperaturbereiche geladen werden.<sup><a id="ref-23c" href="#source-23">[23]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das unbeaufsichtigte Laden empfiehlt der VdS eine brandschutztechnisch geschützte Umgebung, beispielsweise ein geeignetes Sicherheitsgehäuse, oder eine Überwachung durch eine Brandmeldeanlage.<sup><a id="ref-23d" href="#source-23">[23]</a></sup> Diese Empfehlung wird vom AMEV für Ladeplätze elektrischer Zweiräder übernommen.<sup><a id="ref-2d" href="#source-2">[2]</a></sup> Dabei handelt es sich um eine brandschutztechnische Empfehlung und nicht um eine pauschale bauordnungsrechtliche Pflicht für jeden öffentlichen Ladeschrank. Die konkrete Ausführung ist projektbezogen mit Brandschutzplanung, Betreiber und gegebenenfalls Sachversicherer abzustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beschädigte, verformte oder auffällige Akkus dürfen nicht weitergeladen werden. Für öffentliche oder betriebliche Anlagen sollte deshalb auch organisatorisch geklärt sein, wie mit erkennbar beschädigten Batterien umzugehen ist.<sup><a id="ref-4b" href="#source-4">[4]</a><a id="ref-23e" href="#source-23">[23]</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="841" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/ladestation-fur-e-bikes-mit-bucherschrank-in-drensteinfurt-1024x841.webp" alt="Ladeschrank E-Bike Akkuschrank Pedelec integriert" class="wp-image-181684" title="Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: Praxis, Standards und EU-Regulierung 3" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/ladestation-fur-e-bikes-mit-bucherschrank-in-drensteinfurt-1024x841.webp 1024w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/ladestation-fur-e-bikes-mit-bucherschrank-in-drensteinfurt-600x493.webp 600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/ladestation-fur-e-bikes-mit-bucherschrank-in-drensteinfurt-768x631.webp 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/ladestation-fur-e-bikes-mit-bucherschrank-in-drensteinfurt-1536x1262.webp 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/ladestation-fur-e-bikes-mit-bucherschrank-in-drensteinfurt-2048x1682.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ladeschrank für E-Bike-Akkus mit integriertem Bücherschrank &#8211; Foto: <a href="https://qimby.net/image/Ladestation-f%C3%BCr-E-Bikes-mit-B%C3%BCcherschrank-in-Drensteinfurt.lyer" rel="noopener">frorider @ QIMBY.net</a> &#8211; <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" rel="noopener">CC0 1.0</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Elektrische Dimensionierung und Schutzkonzept</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die elektrische Anschlussleistung einer Pedelec-Ladeanlage liegt in der Regel deutlich unter der einer Pkw-Ladeanlage. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Elektroinstallation ohne Planung ausgeführt werden kann. Für die Dimensionierung sind die maximal zu erwartende gleichzeitige Anschlussleistung, die Betriebsdauer, die Stromkreisaufteilung, die Leitungslängen, die Verlegebedingungen, die Umgebungseinflüsse und die gewünschte Verfügbarkeit maßgeblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der AMEV empfiehlt für Zweirad-Ladeplätze separate Stromkreise und einen RCD-Schutz. Für Steckdosen in Wechselstrom-Endstromkreisen bis einschließlich 32 A, die von Laien verwendet werden können, fordert DIN VDE 0100-410 grundsätzlich einen zusätzlichen Schutz durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit einem Bemessungsdifferenzstrom von höchstens 30 mA.<sup><a id="ref-7a" href="#source-7">[7]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der konkret einzusetzende RCD-Typ kann nicht pauschal als &#8222;Typ A&#8220; festgelegt werden, sondern muss anhand der angeschlossenen Betriebsmittel und der zu erwartenden Fehlerstromformen gemäß den Anforderungen der DIN VDE 0100-530 ausgewählt werden.<sup><a id="ref-10a" href="#source-10">[10]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Überstrom-Schutzeinrichtung ist nicht mit einem allgemein gültigen Wert wie B16A vorzugeben. Der Bemessungsstrom und die Charakteristik müssen zum Stromkreis und zur angeschlossenen Last passen. DIN VDE 0100-430 behandelt den Schutz von Leitern bei Überlast und Kurzschluss, DIN VDE 0100-520 unter anderem die Verlegeart, den Leiterquerschnitt, Umgebungseinflüsse, den Spannungsfall und die Leitungsführung.<sup><a id="ref-8a" href="#source-8">[8]</a><a id="ref-9a" href="#source-9">[9]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Anlagen im Freien sind zusätzlich die äußeren Einflüsse zu berücksichtigen. Die DIN VDE 0100-737 behandelt elektrische Anlagen in feuchten und nassen Bereichen sowie im Freien.<sup><a id="ref-11a" href="#source-11">[11]</a></sup> Die erforderliche IP-Schutzart ist anhand der konkreten Einbausituation festzulegen. Die Schutzarten selbst sind in der DIN EN 60529 definiert.<sup><a id="ref-12a" href="#source-12">[12]</a></sup> Für Anschlusspunkte im Freien setzt die AMEV-Empfehlung mindestens die Schutzart IP44 voraus.<sup><a id="ref-2e" href="#source-2">[2]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die DIN VDE 0100-722 sollte nicht automatisch auf jede Netzsteckdose von Pedelec-Anlagen übertragen werden. Ihr Anwendungsbereich betrifft Stromkreise zur Energieversorgung von Elektrofahrzeugen. Die konkrete Anwendbarkeit ist deshalb anhand der Ladearchitektur zu prüfen. Für gewöhnliche Pedelec-Ladegeräte an Schutzkontaktsteckdosen bilden die allgemeinen Anforderungen der DIN-VDE-0100-Reihe und die speziellen Planungshinweise für Zweirad-Ladeplätze die wesentliche Grundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei mehreren Ladeplätzen ist die Anlage zweckmäßig auf mehrere Stromkreise bzw. Schutzgruppen aufzuteilen. Die Anzahl der Anschlusspunkte pro Gruppe sollte anhand der Anschlussleistung, der Gleichzeitigkeit, der Selektivität, der Ausfallfolgen, der Wartbarkeit und der betrieblichen Verfügbarkeit festgelegt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Betrieb, Prüfung und Verbrauchserfassung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer öffentlich oder betrieblich betriebenen Ladeanlage endet die Planung nicht mit der Steckdose. Betreiber müssen auch Zugänglichkeit, Instandhaltung, Prüfung, Störungsmanagement und Verantwortlichkeiten festlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AMEV sieht nach der Inbetriebnahme eine Erstprüfung der elektrischen Anlage gemäß DIN VDE 0100-600 sowie eine vollständige Übergabe der Betriebs- und Instandhaltungsdokumentation vor.<sup><a id="ref-2f" href="#source-2">[2]</a></sup> Art und Intervalle wiederkehrender Prüfungen richten sich nach der Nutzung, den Betreiberpflichten, der Gefährdungsbeurteilung sowie den einschlägigen elektrotechnischen bzw. arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Strom nicht kostenfrei bereitgestellt, sondern nutzerbezogen erfasst oder abgerechnet werden soll, muss das Mess- und Abrechnungskonzept bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. AMEV verweist hierfür auf das Mess- und Eichgesetz und die Mess- und Eichverordnung.<sup><a id="ref-2g" href="#source-2">[2]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorsorge für künftige Standards</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und wann sich ein standardisiertes DC-Ladesystem für E-Bikes durchsetzen wird, ist unklar. Bei Neubauten oder grundlegenden Umbauten ist es deshalb sinnvoll, die elektrische Infrastruktur so zu planen, dass eine spätere Umrüstung ohne größere bauliche Eingriffe möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören insbesondere zugängliche Leitungswege, Installationsreserven in Verteilungen sowie geeignete Leerrohre zu den Abstellbereichen. Bei möglichen zukünftigen intelligenten oder kommunizierenden Ladepunkten kann zusätzlich eine Reserve für Datenleitungen bzw. Kommunikationskomponenten sinnvoll sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sollte die Reserve nicht pauschal als möglichst große elektrische Anschlussleistung verstanden werden. Das Ziel besteht vor allem darin, spätere Leitungs-, Kommunikations- oder Geräteänderungen baulich zu erleichtern. Die Auswahl und Dimensionierung der Kabel- und Leitungsanlagen richtet sich auch bei einer solchen Vorsorge nach DIN VDE 0100-520.<sup><a id="ref-9b" href="#source-9">[9]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Festlegung auf EnergyBus oder Charge2Bike für allgemein zugängliche Anlagen nicht zwingend sinnvoll, da weder eine flächendeckende Marktdurchsetzung noch eine regulatorische Verbindlichkeit absehbar ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausblick</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden Jahren könnten zwei Entwicklungen die Situation wesentlich verändern: die Marktdurchsetzung eines herstellerübergreifenden technischen Standards und ein möglicher EU-Legislativvorschlag zum gemeinsamen LMT-Ladesystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis sich ein klareres technisches und regulatorisches Bild ergibt, sollte die öffentliche E-Bike-Ladeinfrastruktur nicht isoliert als Ladeproblem geplant werden. Der planerische Kern ist eine sichere, nutzbare und auf den jeweiligen Standort abgestimmte Fahrradabstellanlage. Die Stromversorgung ergänzt sie und muss elektrotechnisch, betrieblich und brandschutztechnisch genauso sorgfältig geplant werden wie andere dauerhaft betriebene technische Infrastrukturen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verweise</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li>ADFC: <a href="https://www.adfc.de/artikel/adfc-empfohlene-abstellanlagen-gepruefte-modelle" rel="noopener">ADFC-empfohlene Abstellanlagen: Geprüfte Modelle</a>. Prüfkriterien auf Grundlage der DIN 79008. <a href="#ref-1a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>AMEV – Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (2025): <a href="https://www.amev-online.de/AMEVInhalt/Planen/Elektrotechnik/EltAnlagen%202020/2025-04-24_AMEV_EltAnlagen.pdf" rel="noopener">EltAnlagen – Planung, Bau und Betrieb von elektrischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden</a>, Empfehlung Nr. 177, insbesondere Abschnitt 7.3.6 „Ladeplätze für Zweiräder“. Eingeführt mit Erlass des BMWSB vom 12. Mai 2025. <a href="#ref-2a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-2b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-2c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a> <a href="#ref-2d"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎4</a> <a href="#ref-2e"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎5</a> <a href="#ref-2f"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎6</a> <a href="#ref-2g"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎7</a></li>



<li>CHAdeMO Association (2024): <a href="https://www.chademo.com/epac_v1-2_released" rel="noopener">CHAdeMO standard for EPAC charger (Charge2Bike v1.2) released</a>, 1. Oktober 2024; ergänzend <a href="https://www.chademo.com/wp2021/wp-content/uploads/2024/11/C2B_basics.pdf" rel="noopener">Charge2Bike v1.2 information package</a>. <a href="#ref-3a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-3b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-3c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a> <a href="#ref-3d"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎4</a></li>



<li>Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung – DGUV (2015): <a href="https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/2956" rel="noopener">DGUV Information 208-047 – Pedelec 25: Fahrrad, Transportmittel – Elektromobilität</a>, insbesondere Abschnitt 10 „Akku“. <a href="#ref-4a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-4b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>DIN Media (2016): <a href="https://www.dinmedia.de/de/norm/din-79008-1/251901954" rel="noopener">DIN 79008-1:2016-05 – Stationäre Fahrradparksysteme – Teil 1: Anforderungen</a>. <a href="#ref-5a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DKE / VDE (2025): <a href="https://www.dke.de/resource/blob/2391728/f9b57d1ec65d29ccb5093f9841eb6382/vde-spec-90035-1-v1-0--de--data.pdf" rel="noopener">VDE SPEC 90035-1 V1.0 – Akkus für leichte elektrische Transport-Fahrzeuge (LEV/LMT), Anschluss- und Einbaubedingungen – Teil 1: Allgemeines</a>, veröffentlicht am 17. Juni 2025. <a href="#ref-6a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-6b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-6c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>DKE / VDE (2018): DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2018-10 – Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag; ergänzend DKE-Normenhinweise zu Abschnitt 411.3.3. <a href="#ref-7a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DKE / VDE (2010): DIN VDE 0100-430 (VDE 0100-430):2010-10 – Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-43: Schutzmaßnahmen – Schutz bei Überstrom. <a href="#ref-8a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DKE / VDE (2023): DIN VDE 0100-520 (VDE 0100-520):2023-06 – Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5-52: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel – Kabel- und Leitungsanlagen. <a href="#ref-9a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-9b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>DKE / VDE (2018): DIN VDE 0100-530 (VDE 0100-530):2018-06 – Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5-53: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel – Schalt- und Steuergeräte. <a href="#ref-10a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DKE / VDE (2002): DIN VDE 0100-737 (VDE 0100-737):2002-01 – Errichten von Niederspannungsanlagen – Feuchte und nasse Bereiche und Räume und Anlagen im Freien. <a href="#ref-11a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DKE / VDE (2014): DIN EN 60529 (VDE 0470-1):2014-09 – Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code). <a href="#ref-12a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>EnergyBus e. V.: <a href="https://energybus.org/components-levs" rel="noopener">Components &amp; LEVs – Standards and Connectors</a>. <a href="#ref-13a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-13b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>Europäische Kommission (2024): <a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/questions/reponses_qe/2024/002152/P10_RE(2024)002152_EN.pdf" rel="noopener">Antwort auf die parlamentarische Anfrage P-002152/2024 zur Interoperabilität von Ladegeräten und Batterien leichter Verkehrsmittel</a>. <a href="#ref-14a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Europäische Kommission (2025): <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2025/656/oj" rel="noopener">Delegierte Verordnung (EU) 2025/656 zur Änderung der Verordnung (EU) 2023/1804 hinsichtlich technischer Spezifikationen für alternative Kraftstoffinfrastruktur</a>. <a href="#ref-15a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (2013): <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2013/168/oj" rel="noopener">Verordnung (EU) Nr. 168/2013 über die Genehmigung und Marktüberwachung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen</a>, insbesondere die Ausnahme für Fahrräder mit Tretunterstützung bis 250 W. <a href="#ref-16a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (2023): <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32023R1804" rel="noopener">Verordnung (EU) 2023/1804 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR)</a>. <a href="#ref-17a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (2023): <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1542/oj" rel="noopener">Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien</a>, insbesondere Artikel 94 Absatz 6. <a href="#ref-18a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen – FGSV (2012): <a href="https://www.fgsv-verlag.de/fahrradparken" rel="noopener">Hinweise zum Fahrradparken</a>, FGSV-Nr. 239. <a href="#ref-19a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Hinchliffe, Daniel; Behrens, Felix; Graulich, Kathrin; Bliklen, Rebecca; Schramm, Benjamin; Parchomenko, Alexej (2024): <a href="https://doi.org/10.2779/1531946" rel="noopener">Assessment of harmonised standards for &#8218;common chargers&#8216; for rechargeable batteries powering light means of transport and specific categories of electrical and electronic equipment covered by Directive 2012/19/EU</a>. Final report, Task 1, im Auftrag der Europäischen Kommission, Generaldirektion Umwelt; Publications Office of the European Union. <a href="#ref-20a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-20b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-20c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (o. J.): <a href="https://www.mobilikon.de/massnahme/ladepunkte-fuer-pedelecse-bikes" rel="noopener">Ladepunkte für Pedelecs/E-Bikes</a>. Hinweise zu Ausführungsformen, Standorten und Planungsanforderungen. Mobilikon. <a href="#ref-21a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/uba_leitfaden_elektrofahrraeder.pdf" rel="noopener">Elektrofahrräder (Pedelecs 25) – Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung</a>. <a href="#ref-22a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>VdS Schadenverhütung (2021): <a href="https://shop.vds.de/download/vds-3471" rel="noopener">VdS 3471 – Ladestationen für Elektrostraßenfahrzeuge</a>, insbesondere Abschnitt 11 „Laden von Pedelecs bzw. E-Bikes“. Unverbindliche Empfehlungen der Versicherungswirtschaft. <a href="#ref-23a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-23b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-23c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a> <a href="#ref-23d"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎4</a> <a href="#ref-23e"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎5</a></li>



<li>ZIV – Die Fahrradindustrie (2025): <a href="https://www.ziv-zweirad.de/ziv-position-einheitliches-ladesystem-fuer-e-bikes/" rel="noopener">ZIV-Position: Einheitliches Ladesystem für E-Bikes</a>, 9. Januar 2025. <a href="#ref-24a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-24b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-24c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181669/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-ebikes-ladestecker-ladeschrank/">Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: Praxis, Standards und EU-Regulierung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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		<title>Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: vom privaten Ladepunkt bis zum Megawattladen</title>
		<link>https://www.zukunft-mobilitaet.net/181315/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-elektrofahrzeuge-uebersicht-planung-wohngebaeude/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 12:51:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antriebswende, Energie & Fahrzeugtechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[AFIR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein durchschnittlicher Pkw steht mehr als 23 Stunden pro Tag geparkt. Gerade diese lange Standzeit macht das Fahrzeug zur Schnittstelle zwischen Verkehrs- und Energiesystem. Der Artikel zeigt verschiedene Ladeanwendungsfälle, die sich daraus ergeben, wie privates und öffentliches Laden zusammenspielen und welchen Einfluss Netzanschluss, Regulierung und Standortplanung haben. Dabei wird deutlich: Die passende Ladeinfrastruktur ist nicht die schnellste, sondern die auf Fahrzeug, Standort und verfügbare Standzeit abgestimmte.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181315/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-elektrofahrzeuge-uebersicht-planung-wohngebaeude/">Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: vom privaten Ladepunkt bis zum Megawattladen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein durchschnittliches Auto aus einem Privathaushalt ist nach der MiD 2023 pro Tag nur 42 Minuten unterwegs und entsprechend 23 Stunden und 18 Minuten geparkt.<sup><a id="ref-30a" href="#source-30">[30]</a></sup> An einem durchschnittlichen Berichtstag absolviert zudem nur etwas mehr als die Hälfte der Autos aus Privathaushalten mindestens eine Fahrt: 54 Prozent werden bewegt, 46 Prozent überhaupt nicht.<sup><a id="ref-30b" href="#source-30">[30]</a></sup> Für die Ladeinfrastruktur sind diese langen Standzeiten eine Ressource, da sie nicht nur das Laden mit vergleichsweise geringer Leistung ermöglichen, sondern auch eine zeitliche Verschiebung der Ladevorgänge erlauben. Ein Pkw, der ohnehin mehrere Stunden am Arbeitsplatz oder über Nacht zu Hause steht, kann beispielsweise dann laden, wenn Photovoltaikstrom verfügbar ist oder das Stromnetz weniger belastet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Frage lautet deshalb nicht, wie schnell ein Fahrzeug maximal laden kann, sondern wie viel Energie es bis zur nächsten Fahrt benötigt und wie viel Zeit dafür zur Verfügung steht. Soll ein Pkw während zehn Stunden Standzeit 30 Kilowattstunden nachladen, reicht eine Leistung von 3 kW aus. Soll dieselbe Energiemenge hingegen während einer kurzen Autobahnpause übertragen werden, ist eine leistungsfähige Schnellladeinfrastruktur erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Verhältnis von Energiebedarf und verfügbarer Zeit ergeben sich unterschiedliche Anwendungsfälle für das Laden: Dazu zählen Heimladen, Arbeitsplatzladen, Destination Charging, öffentliches Alltagsladen, Schnellladen auf Reisen, Depotladen für Flotten und Megawattladen für den Lkw-Fernverkehr. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Ladeleistung, sondern auch in Bezug auf Zugänglichkeit, Netzanschluss, Flächenbedarf, Regulierung und Kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ladeinfrastruktur ist deshalb mehr als eine technische Ergänzung des Elektrofahrzeugs. Sie bestimmt mit, welche Haushalte Elektromobilität ohne eigenen Stellplatz nutzen können, welche Anschlussleistungen Gebäude und Stromnetze bereitstellen müssen und welche Flächen im öffentlichen Raum beansprucht werden. Ladeinfrastruktur ist somit eine Aufgabe der Verkehrsplanung, Stadtentwicklung und Energieversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rolle batterieelektrischer Fahrzeuge innerhalb der gesamten Antriebs- und Energiewende wird im Beitrag zur <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/antriebswende-elektroauto-fahrzeugtechnologie-sektorkopplung/">Antriebswende, Fahrzeugtechnologie und Sektorkopplung</a> eingeordnet. Dieser Artikel konzentriert sich auf die dafür notwendige Ladeinfrastruktur.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grundlagen: Zugänglichkeit, Ladezeit und Leistung</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Privat, halböffentlich oder öffentlich: Wem steht der Ladepunkt zur Verfügung?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine grundlegende Schwierigkeit bei der Einordnung von Ladeinfrastruktur besteht darin, dass die Aspekte Eigentumsverhältnisse und Zugänglichkeit häufig miteinander vermischt werden. Ein Ladepunkt auf einem privaten Grundstück ist jedoch nicht automatisch ein privater Ladepunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/lsv_2026/BJNR16F0B0025.html" rel="noopener">Ladesäulenverordnung</a> ist ein Ladepunkt öffentlich zugänglich, wenn sich sein Standort auf einer Fläche befindet, die von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren oder betreten werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fläche in öffentlichem oder privatem Eigentum liegt. Ein Ladepunkt auf einem Supermarktparkplatz oder in einem allgemein zugänglichen Parkhaus kann somit rechtlich als öffentliche Ladeinfrastruktur gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Planung ist dennoch eine funktionale Dreiteilung hilfreich:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Zugänglichkeit</th><th>Typische Beispiele</th><th>Charakteristik</th></tr></thead><tbody><tr><th>Privat / nicht öffentlich</th><td>Eigenheim, private Tiefgarage, geschlossenes Firmendepot</td><td>definierter Nutzerkreis, keine allgemeine Zugänglichkeit</td></tr><tr><th>Halböffentlich</th><td>Arbeitgeber, Hotel, Wohnanlage, teilweise Kundenparkplatz</td><td>funktionaler Begriff für begrenzten Nutzerkreis oder eingeschränkten Zugang</td></tr><tr><th>Öffentlich zugänglich</th><td>Straßenraum, öffentlicher Ladepark, allgemein zugängliches Parkhaus oder Kundenparkplatz</td><td>rechtliche Kategorie insbesondere für LSV und AFIR</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff &#8222;halböffentlich&#8220; ist keine eigenständige gesetzliche Kategorie. Er beschreibt Ladeangebote, die sich zwischen ausschließlich privater Nutzung und allgemeiner öffentlicher Zugänglichkeit befinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Abgrenzung ist auch für Statistiken wichtig. So bildet das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur beispielsweise nur öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ab. Private Wallboxen, nicht öffentliche Anlagen in Mehrfamilienhäusern oder nicht für die Öffentlichkeit zugängliche Betriebsstandorte sind darin nicht erfasst.<sup><a id="ref-12b" href="#source-12">[12]</a></sup> Die Zahl öffentlich zugänglicher Ladepunkte darf daher nicht mit der Gesamtzahl aller Ladepunkte in Deutschland verwechselt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ladezeit und Energiebedarf bestimmen die sinnvolle Ladeleistung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fahrzeuge folgen keinem einheitlichen Tagesrhythmus. Arbeitszeiten, Homeoffice, Teilzeit, Freizeitfahrten, Schichtarbeit, gewerbliche Einsätze und Tage ohne Fahrzeugnutzung erzeugen unterschiedliche Fahrt- und Parkmuster. Aus der Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge lässt sich deshalb weder die Zahl der gleichzeitig ladenden Fahrzeuge noch die dafür benötigte Netzleistung unmittelbar ableiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Analyse des englischen National Travel Survey 2016 zeigt, wie unterschiedlich die Nutzung einzelner Fahrzeuge über mehrere Tage ausfallen kann: Mattioli, Anable und Goodwin rekonstruierten für 3.064 Pkw die jeweilige Nutzung über sieben aufeinanderfolgende Tage. 33,5 Prozent aller untersuchten Fahrzeugtage waren Tage ohne jede Fahrzeugnutzung und 8,1 Prozent der Fahrzeuge wurden während der gesamten siebentägigen Erhebungswoche überhaupt nicht bewegt. Weitere 24,1 Prozent gehörten zu einer Gruppe mit geringer Nutzung, deren Fahrzeuge im Durchschnitt an weniger als drei Tagen der Woche eingesetzt wurden.<sup><a id="ref-33a" href="#source-33">[33]</a></sup> Die Werte lassen sich nicht direkt auf Deutschland übertragen. Zudem wurden Fahrzeuge ausgeschlossen, die von den Befragten als nicht regelmäßig genutzt angegeben wurden. Die Untersuchung verdeutlicht jedoch, dass sich hinter den durchschnittlichen Standzeiten sehr unterschiedliche, mehrtägige Nutzungsmuster verbergen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die benötigte Ladeleistung ergibt sich aus dem Verhältnis der nachzuladenden Energiemenge zum verfügbaren Ladefenster. Daraus folgt eine einfache Planungslogik:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laden sollte möglichst dort stattfinden, wo Fahrzeuge ohnehin stehen. Hohe Ladeleistungen sind vor allem dann wertvoll, wenn die verfügbare Zeit zum Laden kurz ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Wechselstromladen (AC) wandelt der im Fahrzeug eingebaute Onboard-Lader den Wechselstrom aus dem Netz in den von der Batterie benötigten Gleichstrom um. Seine Leistung begrenzt die maximale Ladegeschwindigkeit: An einer einphasigen Haushaltssteckdose stehen typischerweise rund 2,3 kW zur Verfügung, Wallboxen arbeiten häufig mit 11 kW und stärkere AC-Ladepunkte mit bis zu 22 kW.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Gleichstromladen (DC) übernimmt die Ladestation die AC/DC-Wandlung. Die Energie wird dabei unter Umgehung des fahrzeugseitigen Onboard-Laders dem Hochvoltsystem des Fahrzeugs zugeführt. Dadurch sind deutlich höhere Leistungen möglich: von etwa 50 kW an einfachen DC-Ladern, über 150 bis 350 kW und mehr an HPC-Ladepunkten (High Power Charging, Hochleistungsladen) bis hin zu den für schwere Nutzfahrzeuge entwickelten MCS-Systemen (Megawatt Charging System).</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Leistungsbereich</th><th>Stromtyp</th><th>Typische Anwendung</th><th>Ladezeit für 50 kWh</th></tr></thead><tbody><tr><th>2,3 kW</th><td>AC, einphasig</td><td>Haushaltssteckdose (Notladen)</td><td>ca. 22 Stunden</td></tr><tr><th>3,7 kW</th><td>AC, einphasig</td><td>einfache Wallbox</td><td>ca. 13,5 Stunden</td></tr><tr><th>11 kW</th><td>AC, dreiphasig</td><td>Wallbox, öffentlicher AC-Ladepunkt</td><td>ca. 4,5 Stunden</td></tr><tr><th>22 kW</th><td>AC, dreiphasig</td><td>öffentlicher AC-Ladepunkt, Destination Charging</td><td>ca. 2,3 Stunden</td></tr><tr><th>50 kW</th><td>DC</td><td>DC-Lader, ältere Schnellladestationen</td><td>ca. 60 Minuten</td></tr><tr><th>150–350 kW</th><td>DC</td><td>HPC-Ladepark</td><td>ca. 9-20 Minuten</td></tr><tr><th>bis 1.500 V / 3.000 A</th><td>DC</td><td>MCS für schwere Nutzfahrzeuge</td><td>abhängig von Fahrzeug und Standort</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angabe &#8222;Ladezeit für 50 kWh&#8220; in der Tabelle dient der Orientierung. Die tatsächliche Ladedauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Fahrzeug, Batteriezustand, Temperatur und Ladekurve. Insbesondere beim DC-Laden steht die maximale Nennleistung eines Ladepunkts nicht während des gesamten Ladevorgangs zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Ladesäulenregister unterscheidet die Bundesnetzagentur zwischen Normalladepunkten mit einer Ladeleistung bis einschließlich 22 kW und Schnellladepunkten mit mehr als 22 kW.<sup><a id="ref-18a" href="#source-18">[18]</a></sup> Der Begriff &#8222;Schnellladen&#8220; umfasst somit einen großen Bereich. Die planerischen Anforderungen eines 50-kW-Ladepunkts unterscheiden sich jedoch erheblich von denen eines HPC-Ladeparks mit mehreren hundert Kilowatt je Ladepunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Ladeanwendungsfälle lassen sich entsprechend ihrer typischen Stand- und Aufenthaltszeiten einordnen:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Ladeanwendungsfall</th><th>Typische Zugänglichkeit</th><th>Park- / Verweildauer</th><th>Leistungslogik</th><th>Zentrale Planungsfrage</th></tr></thead><tbody><tr><th>Eigenheim / privater Stellplatz</th><td>privat</td><td>lang, häufig über Nacht</td><td>vergleichsweise geringe Leistung</td><td>Hausanschluss, PV, intelligentes Laden</td></tr><tr><th>Mehrfamilienhaus</th><td>privat / gemeinschaftlich</td><td>lang, häufig über Nacht</td><td>Leistung auf mehrere Fahrzeuge verteilen</td><td>Grundinstallation, Lastmanagement, Abrechnung</td></tr><tr><th>Arbeitsplatz</th><td>privat / halböffentlich / teilweise öffentlich</td><td>mehrere Stunden</td><td>an Arbeitszeit angepasst</td><td>Nutzerkreis, Gleichzeitigkeit, Betrieb</td></tr><tr><th>Einkauf, Hotel, Freizeit</th><td>halböffentlich / öffentlich</td><td>Minuten bis Stunden</td><td>an Aufenthaltsdauer angepasst</td><td>typische Aufenthaltsdauer und Belegung der Ladeplätze</td></tr><tr><th>E-Bike / Pedelec</th><td>privat / halböffentlich / öffentlich</td><td>meist mehrere Stunden</td><td>geringer Leistungsbedarf</td><td>diebstahlgeschütztes Abstellen, Wetterschutz, kompatible Stromversorgung</td></tr><tr><th>Öffentliches Alltagsladen</th><td>öffentlich</td><td>mittel bis lang</td><td>AC oder DC je nach Standort</td><td>Versorgung ohne eigenen Ladeplatz</td></tr><tr><th>HPC-Ladepark</th><td>öffentlich</td><td>kurz</td><td>hohe DC-Leistung</td><td>Durchsatz, Netzleistung, Erreichbarkeit</td></tr><tr><th>Depot</th><td>privat</td><td>planbare Standzeiten</td><td>aus Umlauf und Energiebedarf ableiten</td><td>Flottenfahrplan und Betriebssicherheit</td></tr><tr><th>Lkw-Fernverkehr / MCS</th><td>öffentlich / halböffentlich</td><td>kurze Fahrtunterbrechung</td><td>sehr hohe Leistung</td><td>Netz, Schwerverkehrsfläche, Auslastung</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine höhere Ladeleistung ist nicht automatisch besser. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Standzeit kurz oder der Energiebedarf innerhalb eines Ladefensters hoch ist. An Standorten mit langen Aufenthaltszeiten kann zusätzliche Leistung hingegen hohe Anforderungen an Technik und Netzanschluss stellen, ohne einen entsprechenden Zusatznutzen zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Laden im Alltag</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Laden zu Hause nutzt lange Standzeiten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Pkw ist der heimische Stellplatz der einfachste Ort zum Laden. Das Fahrzeug steht dort regelmäßig über viele Stunden, sodass sich der benötigte Energiebedarf flexibel nachladen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen umfangreichen Einblick in das Ladeverhalten liefert die Studie &#8222;Einfach zu Hause laden&#8220; der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Dafür wurden 51.893 Besitzerinnen und Besitzer privater Wallboxen befragt, deren Ladepunkte über das frühere Bundesförderprogramm für Wohngebäude gefördert worden waren. Die Stichprobe ist zwar groß, jedoch nicht mit sämtlichen Pkw-Halterinnen und -Haltern gleichzusetzen.<sup><a id="ref-40a" href="#source-40">[40]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einfluss eigener Photovoltaik zeigt sich besonders deutlich. Personen mit PV-Anlage gaben häufiger Ladezeiten am Nachmittag an, während sich das Laden ohne PV-Anlage wesentlich stärker auf die Abendstunden konzentrierte.<sup><a id="ref-40b" href="#source-40">[40]</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="419" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/uhrzeit-laden-elektroauto-pv-photovoltaik-dauer-1024x419.webp" alt="Ladeprofile von Menschen mit Elektroauto und eigenem Stellplatz sowie mit bzw. ohne PV" class="wp-image-181610" title="Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: vom privaten Ladepunkt bis zum Megawattladen 4" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/uhrzeit-laden-elektroauto-pv-photovoltaik-dauer-1024x419.webp 1024w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/uhrzeit-laden-elektroauto-pv-photovoltaik-dauer-600x245.webp 600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/uhrzeit-laden-elektroauto-pv-photovoltaik-dauer-768x314.webp 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/uhrzeit-laden-elektroauto-pv-photovoltaik-dauer-1536x628.webp 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/uhrzeit-laden-elektroauto-pv-photovoltaik-dauer.webp 1750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tageszeit der Ladevorgänge bei Befragten mit und ohne PV-Anlage (n = 51.893) &#8211; Grafik: NOW GmbH / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2024): Einfach zu Hause laden – Studie zum Ladeverhalten von Privatpersonen mit Elektrofahrzeug und eigener Wallbox, S. 42</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Nutzung ist es meist nicht entscheidend, dass ein Fahrzeug unmittelbar nach jeder Fahrt vollständig geladen wird. Es muss zum nächsten Fahrtbeginn ausreichend Energie verfügbar sein. Der Zeitraum dazwischen kann für den Eigenverbrauch von Photovoltaik, das Lastmanagement oder die tarifliche Optimierung genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings setzt privates Laden einen geeigneten Stellplatz voraus. Wer überwiegend im öffentlichen Straßenraum parkt, kann diese Vorteile nicht ohne Weiteres nutzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mehrfamilienhäuser brauchen skalierbare Lösungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Mehrfamilienhäusern wird die Ladeinfrastruktur zur system- und organisationsübergreifenden Aufgabe. Zahlreiche Wohnungen, Stellplätze und technische Anlagen teilen sich gemeinsame Leitungen und häufig auch einen gemeinsamen Netzanschluss. Wenn nicht nur das erste, sondern auch das zehnte oder zwanzigste Elektrofahrzeug laden soll, reicht die isolierte Planung einzelner Wallboxen nicht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leitfaden &#8222;Einfach laden an Mehrparteienhäusern&#8220; der Nationalen Leitstelle behandelt deshalb die Themen Leitungsführung, Netzanschluss, Messung, Lastmanagement, Abrechnung sowie rechtliche und organisatorische Modelle als zusammenhängende Aufgabe.<sup><a id="ref-38a" href="#source-38">[38]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ladeinfrastruktur sollte von Anfang an erweiterbar geplant werden. Kabelwege, elektrische Verteilung, Mess- und Kommunikationssysteme sowie das Lastmanagement müssen so vorbereitet sein, dass später ohne größere Umbauten weitere Ladepunkte ergänzt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine von Transport &amp; Environment beauftragte Studie der Fraunhofer-Institute ISI und ISE zeigt, wie relevant der Gebäudebestand ist. In dem betrachteten Szenario mit 15 Millionen Elektro-Pkw im Jahr 2030 rechnen die Forschenden mit rund 1,6 Millionen privaten Elektrofahrzeugen in Mehrfamilienhäusern mit privaten Stellplätzen. Würde der Ausbau im Wesentlichen durch gesetzliche Mindestanforderungen an Neubauten und größere Renovierungen erfolgen, entstünden dort weniger als eine Million Ladepunkte.<sup><a id="ref-25a" href="#source-25">[25]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Untersuchung des Fraunhofer ISI aus dem Jahr 2025 beleuchtet die organisatorische Seite. Die befragten Wohnungsunternehmen nannten unter anderem eine unsichere zukünftige Nachfrage, Netzanschlusskapazität und Investitionsrisiken als Hemmnisse. Eine Befragung von 1.472 Bewohnerinnen und Bewohnern bestätigte, dass es keine Ladelösung gibt, die für alle Wohnsituationen gleichermaßen geeignet ist: Am attraktivsten wurde die private Wallbox bewertet, akzeptiert wurden aber auch gemeinschaftliche Ladeangebote im Gebäude sowie das Laden am Arbeitsplatz.<sup><a id="ref-26a" href="#source-26">[26]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtlich hat sich die Situation gegenüber früher verbessert. So gibt <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__20.html" rel="noopener">§ 20 Abs. 2 WEG</a> Wohnungseigentümern einen Anspruch auf bauliche Veränderungen zum Laden<sup><a id="ref-13a" href="#source-13">[13]</a></sup>, während <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html" rel="noopener">§ 554 BGB</a> einen Gestattungsanspruch für Mieter<sup><a id="ref-8a" href="#source-8">[8]</a></sup> enthält. Das GEIG ergänzt diese individuellen Ansprüche durch Vorgaben für Lade- und Leitungsinfrastruktur bei bestimmten Neubauten, größeren Renovierungen und bestehenden Nichtwohngebäuden.<sup><a id="ref-11a" href="#source-11">[11]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Instrumente lösen jedoch ein grundlegendes Problem nicht: Sie schaffen keinen zusätzlichen Stellplatz. Für Haushalte ohne eigene Stellfläche sind gemeinschaftliche, betriebliche und öffentlich zugängliche Ladeangebote daher weiterhin von großer Bedeutung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Öffentliches Laden im Wohnquartier: Heimladen ohne eigenen Stellplatz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Öffentliches Laden im Wohnquartier soll für Haushalte ohne eigenen Stellplatz einen Teil der Vorteile des Heimladens ersetzen. Fahrzeuge stehen dort häufig über längere Zeit. Entscheidend sind deshalb vor allem Nähe, Verfügbarkeit, Bezahlbarkeit und ausreichend lange Ladefenster.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Befragungsstudie mit 2.001 Pkw-Fahrer:innen aus Haushalten ohne eigene Einfahrt oder Garage wurden gezielt die Präferenzen für das öffentliche Laden am Wohnort untersucht. Neben dem Preis beeinflussten insbesondere eine reservierte Lademöglichkeit, die zulässige Parkdauer, die Entfernung zum Ladepunkt sowie die Qualität und Sicherheit des Fußwegs die Attraktivität.<sup><a id="ref-6a" href="#source-6">[6]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraunhofer-ISI-Untersuchung zu Mehrparteienhäusern zeigt ebenfalls: Etwa die Hälfte der Befragten wollte höchstens 100 Meter zwischen Wohnung und Ladepunkt zurücklegen, während rund ein Fünftel auch 500 Meter oder mehr akzeptierte.<sup><a id="ref-26b" href="#source-26">[26]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Öffentliches Laden am Wohnort ist somit weniger eine verkleinerte Schnellladestation als vielmehr ein Ersatz für das fehlende Laden zu Hause. Wichtiger als maximale Ladeleistung sind planbare Verfügbarkeit, kurze Wege und lange Ladefenster.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Hamburger Feldversuch mit reservierbaren öffentlichen Ladeplätzen zeigt jedoch einen Zielkonflikt: Die Reservierung erhöht die Planbarkeit, senkt aber die Auslastung. Das Umparken nach Ende des Ladevorgangs wurde als problematisch bewertet.<sup><a id="ref-27a" href="#source-27">[27]</a></sup> Deshalb müssen Lade- und Parkraummanagement im Wohnquartier gemeinsam geplant werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei muss die räumliche Verteilung nicht nach dem Prinzip &#8222;ein Ladepunkt vor jedem Haus&#8220; erfolgen. Dezentrale Ladepunkte im Straßenraum, gebündelte Angebote auf Quartiersparkplätzen oder Flächen von Wohnungsunternehmen sind gleichermaßen denkbar. Agora Verkehrswende empfiehlt, vorhandene private und halböffentliche Flächen systematisch einzubeziehen.<sup><a id="ref-1a" href="#source-1">[1]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Arbeitsplatzladen ergänzt das Laden zu Hause</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch am Arbeitsplatz steht ein Pkw häufig mehrere Stunden lang. Die Ladeleistung kann deshalb an die Arbeitszeit, die tägliche Fahrleistung und die Zahl der gleichzeitig angeschlossenen Fahrzeuge angepasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen einer Vorher-Nachher-Studie wurde zwischen 2019 und 2022 an deutschen Forschungsstandorten analysiert, welche Auswirkungen neu installierte Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz hat. Dabei zeigte sich, dass die Verfügbarkeit von Ladestationen am Arbeitsplatz mit einer höheren wahrgenommenen Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen einherging. Die Stichprobe von 1.183 Beschäftigten vor und 522 nach der Installation besteht allerdings ausschließlich aus Angehörigen von Forschungseinrichtungen und ist daher nicht repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung.<sup><a id="ref-45a" href="#source-45">[45]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Laden am Arbeitsplatz kann die Energienachfrage zeitlich und räumlich verlagern. In einer groß angelegten Untersuchung der Nationalen Leitstelle reduzierte ein kostenloses Ladeangebot am Arbeitsplatz den Anteil der zu Hause geladenen Energie um 29 Prozentpunkte.<sup><a id="ref-40c" href="#source-40">[40]</a></sup> Diese Verschiebung hat auch eine energiesystemische Dimension: Die Ladezeit am Arbeitsplatz überlappt sich mit den Stunden der höchsten Photovoltaikeinspeisung. Somit kann die geladene Energie direkt aus solarer Erzeugung stammen. Gleichzeitig entfällt ein Teil der Ladevorgänge, die sonst ungesteuert in die Verbrauchsspitze des frühen Abends fallen würden, in denen also auch Kochen, Beleuchtung und andere Haushaltslasten den Strombedarf im Verteilnetz erhöhen. Ob sich daraus am konkreten Standort tatsächlich ein Netz- oder Systemvorteil ergibt, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab: PV-Ausbau, Arbeitszeiten, lokale Netzsituation und Ladesteuerung. Gesteuertes Nachtladen, bei dem der Ladevorgang in die nachfrageschwachen Stunden nach der Abendspitze verschoben wird, hat seinerseits netzdienliche Eigenschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Laden am Arbeitsplatz wird zudem steuerlich begünstigt. Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__3.html" rel="noopener">§ 3 Nr. 46 EStG</a> ist das Aufladen eines Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn steuerfrei. Diese Begünstigung gilt bis Ende 2030.<sup><a id="ref-10a" href="#source-10">[10]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Destination Charging nutzt ohnehin vorhandene Aufenthaltszeiten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem Laden zu Hause und dem Laden unterwegs liegt ein breites Feld von Zielorten, aus dem Englischen abgeleitet auch als Destinationen bezeichnet: Dazu zählen Supermärkte, Hotels, Gastronomiebetriebe, Freizeiteinrichtungen und andere Ziele. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Destination Charging nimmt somit eine Zwischenstellung zwischen dem Laden zu Hause und dem schnellen Laden unterwegs ein. Das Fahrzeug wird weder über sehr lange Zeiträume, wie es typischerweise zu Hause der Fall ist, noch möglichst schnell, wie es an einem HPC-Standort der Fall ist, geladen. Die Ladeleistung richtet sich stattdessen nach der Zeit, die das Fahrzeug am jeweiligen Ziel ohnehin verbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fahrzeug steht dort nicht primär zum Laden. Der Ladevorgang findet während einer ohnehin stattfindenden Aktivität statt. Empirische Analysen zeigen, dass die Nutzung von Ladestandorten mit den Aktivitäten in ihrem räumlichen Umfeld zusammenhängt.<sup><a id="ref-28a" href="#source-28">[28]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Wirkungskette des Destination Charging baut sich wie folgt auf:</p>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">01</p>
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<h4 class="wp-block-heading zm-step__title">Aktivität am Ziel</h4>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">02</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading zm-step__title">typische Aufenthaltsdauer</h4>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">03</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading zm-step__title">verfügbares Ladefenster</h4>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">04</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading zm-step__title">geeignete Ladeleistung</h4>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Wer eineinhalb Stunden an einem Ort verbringt, kann an einem 11-kW-AC-Ladepunkt rechnerisch rund 16 kWh nachladen. Bei einem Verbrauch von 15 bis 20 kWh je 100 Kilometer entspricht dies grob 80 bis 100 Kilometern zusätzlicher Reichweite. Ob eine höhere Leistung sinnvoll ist, hängt vor allem von der Aufenthaltsdauer und dem erwarteten Fahrzeugwechsel ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Destination Charging zeigt zudem, warum die Begriffe &#8222;privat&#8220; und &#8222;öffentlich&#8220; nicht mit &#8222;Grundstückseigentum&#8220; gleichgesetzt werden dürfen. So kann ein Supermarktparkplatz auf Privatgrund liegen und dennoch öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur anbieten.<sup><a id="ref-12c" href="#source-12">[12]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Öffentliches Alltagsladen übernimmt mehrere Funktionen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur erfüllt mindestens drei unterschiedliche Aufgaben: Sie versorgt Fahrzeuge von Menschen ohne regelmäßige private Lademöglichkeit, ergänzt das Laden zu Hause bei besonderen Fahrleistungen oder an Reisezielen und ermöglicht durch Schnell- und Hochleistungsladen Fernfahrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in dicht bebauten Quartieren bedeutet das jedoch nicht, dass jeder Stellplatz im Straßenraum über einen eigenen Schnellladepunkt verfügen muss. Die passende Lösung hängt von den Standzeiten, der Nachfrage, der Flächenverfügbarkeit und den Alternativen auf privaten oder halböffentlichen Flächen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzbarkeit eines öffentlichen Ladepunkts hängt zudem nicht allein von seiner technischen Existenz ab. Er muss erreichbar und funktionsfähig sein, eine verständliche Preis- und Zahlungsstruktur aufweisen und mit Fahrzeugen sowie digitalen Diensten zusammenarbeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge: andere Anforderungen als beim Pkw</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Pedelecs, E-Bikes und E-Lastenräder benötigen Lademöglichkeiten, folgen jedoch einer anderen Systemlogik als Pkw. Ihr Energiebedarf ist wesentlich geringer und sie stehen häufig mehrere Stunden lang an Alltags- oder Tourismuszielen. Bei der Planung sind deshalb ein diebstahlgeschütztes Abstellen, Wetterschutz und eine kompatible Stromversorgung wichtiger als eine hohe Ladeleistung. Mobilikon empfiehlt, öffentliche E-Bike-Ladeangebote mit hochwertigen Fahrradabstellanlagen zu kombinieren.<sup><a id="ref-34a" href="#source-34">[34]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als beim Pkw hat sich bislang kein herstellerübergreifend durchgesetztes Ladesystem mit einer vergleichbaren Marktrolle wie Typ 2 oder CCS etabliert. Eine im Auftrag der Europäischen Kommission erstellte technische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es mehrere Standardisierungsansätze gibt, sich die Industrie für E-Bikes, Pedelecs und die Fahrzeugköasse der LMT (light means of transport; leichte Verkehrsmittel) bislang aber nicht auf eine gemeinsame technische Lösung verständigt hat. Die Studie empfiehlt deshalb, bestehende Normungskonflikte zu klären und die weitere Marktakzeptanz der konkurrierenden Ansätze zu beobachten.<sup><a id="ref-29a" href="#source-29">[29]</a></sup> Auch die EU-Batterieverordnung führt derzeit keinen einheitlichen Ladestecker für LMT-Batterien ein.<sup><a id="ref-24a" href="#source-24">[24]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Standards, EU-Regulierung und konkrete Planungsempfehlungen behandelt <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181669/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-ebikes-ladestecker-ladeschrank/">der Vertiefungsartikel Ladeinfrastruktur für E-Bikes und leichte Elektrofahrzeuge.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Öffentliches Schnellladen und Fernverkehr</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Wie viel öffentliche Ladeinfrastruktur braucht Deutschland?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Bundesnetzagentur waren am 1. Juli 2026 insgesamt 209.605 Ladepunkte registriert, darunter 155.264 öffentlich zugängliche Normalladepunkte und 54.341 Schnellladepunkte. Die kumulierte Nennleistung betrug rund 9,04 GW. In der Statistik sind ausschließlich öffentlich zugängliche Infrastrukturen erfasst, darunter auch Ladepunkte aus laufenden Anzeigeverfahren.<sup><a id="ref-18b" href="#source-18">[18]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zahl allein sagt nur begrenzt etwas über die Leistungsfähigkeit des Systems aus. Aussagekräftiger ist das Zusammenspiel aus Anzahl, Ladeleistung, Standort, Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit, Auslastung und Ladeanwendungsfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der zukünftige Bedarf ist keine fixe Zahl. Die im Jahr 2024 aktualisierte Modellierung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur kommt je nach Szenario auf 380.000 bis 680.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte im Jahr 2030, darunter 55.000 bis 90.000 HPC-Ladepunkte mit einer Leistung von über 150 kW. Im Referenzszenario ergeben sich 520.000 öffentliche Ladepunkte, davon 68.000 HPC-Ladepunkte.<sup><a id="ref-41a" href="#source-41">[41]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannweite ergibt sich unter anderem aus den unterschiedlichen Annahmen bezüglich der privaten und betrieblichen Ladeinfrastruktur. Je mehr Strom regelmäßig zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann, desto geringer fällt der Bedarf im öffentlichen Ladenetz aus &#8211; unter ansonsten gleichen Bedingungen.<sup><a id="ref-41b" href="#source-41">[41]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die planerische Zielgröße ist daher nicht eine möglichst hohe Zahl gleichartiger Ladepunkte, sondern ein ausreichendes und räumlich angemessenes Angebot für verschiedene Nutzungssituationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">AFIR: europäischer Rahmen für Versorgung, Zahlung und Interoperabilität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02023R1804-20260108" rel="noopener">Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR), Verordnung (EU) 2023/1804</a>, hat die Europäische Union unmittelbar geltende Mindestanforderungen für öffentlich zugängliche Infrastruktur für alternative Antriebe geschaffen.<sup><a id="ref-23a" href="#source-23">[23]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AFIR umfasst mehrere Bereiche: die räumliche Versorgung entlang des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T), Mindestleistungen von Ladepools für Pkw und schwere Nutzfahrzeuge, das Ad-hoc-Laden ohne vorherigen Vertragsabschluss, Vorgaben zu Zahlungsmöglichkeiten und Preistransparenz, die Bereitstellung von Daten sowie technische und digitale Interoperabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für öffentlich zugängliche Ladepunkte, die ab dem 13. April 2024 errichtet werden, schreibt die AFIR grundsätzlich die Möglichkeit zum Ad-hoc-Laden ohne vorherigen Vertragsabschluss vor. Die Anforderungen an die Zahlungsmöglichkeiten unterscheiden sich dabei je nach Ladeleistung. Bei Ladepunkten ab 50 kW muss der Ad-hoc-Preis grundsätzlich auf der geladenen Energie in Euro je Kilowattstunde beruhen. Ergänzend kann eine zeitabhängige Belegungsgebühr erhoben werden.<sup><a id="ref-23b" href="#source-23">[23]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Daten sind Bestandteil der Infrastruktur. Seit dem 14. April 2026 müssen die gemäß Art. 20 AFIR bereitzustellenden Daten in einem einschlägigen DATEX-II-Datenmodell bereitgestellt werden, wie es in der Durchführungsverordnung (EU) 2025/655 festgelegt ist.<sup><a id="ref-22a" href="#source-22">[22]</a></sup> Für Deutschland steht dafür ein abgestimmtes DATEX-II-Profil zur Verfügung.<sup><a id="ref-36a" href="#source-36">[36]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit besteht die Ladeinfrastruktur regulatorisch nicht mehr nur aus einem Stellplatz mit Stromanschluss und Stecker. Auch Zahlung, Daten und Kommunikation sind funktionale Teile des Ladenetzes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stecker und Kommunikation: Typ 2, CCS und ISO 15118</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Delegierten Verordnung (EU) 2025/656 hat die Kommission die technischen Interoperabilitätsanforderungen für Stecker sowie für die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladepunkt aktualisiert.<sup><a id="ref-21a" href="#source-21">[21]</a></sup></p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Zeitpunkt</th><th>Anforderung</th><th>Bedeutung</th></tr></thead><tbody><tr><th>seit 8. Januar 2026</th><td>Neu errichtete oder instand gesetzte AC-Normalladepunkte für leichte Nutzfahrzeuge müssen grundsätzlich mindestens Typ 2 unterstützen. Bei Ladepunkten bis einschließlich 3,7 kW, deren Hauptzweck <strong>Mode-2-Laden – also das Laden an einer Steckdose mit einer im Ladekabel integrierten Steuer- und Schutzeinrichtung –</strong> ist, ist alternativ eine Steckdose nach IEC 60884-1:2022 zulässig. Bei DC gilt mindestens Combo 2/CCS.</td><td>Aktualisierte Standardschnittstellen; bestehende Anlagen dürfen bis zu einer Instandsetzung nach den zuvor geltenden Normfassungen weiterbetrieben werden.</td></tr><tr><th>ab 1. Januar 2027</th><td>Neu errichtete oder instand gesetzte öffentlich zugängliche AC- und DC-Ladepunkte für leichte und schwere Nutzfahrzeuge müssen mindestens EN ISO 15118-20:2022 unterstützen.</td><td>Gemeinsame digitale Kommunikationsgrundlage für fortgeschrittene Ladefunktionen.</td></tr><tr><th>ab 1. Januar 2027, sofern Plug &amp; Charge angeboten wird</th><td>Wenn solche neuen oder instand gesetzten öffentlichen Ladepunkte automatische Authentifizierungs- und Autorisierungsdienste wie Plug &amp; Charge anbieten, müssen sie sowohl EN ISO 15118-2:2016 als auch EN ISO 15118-20:2022 unterstützen.</td><td>Bestandskompatibilität und Übergang zur zweiten Generation der Fahrzeug-Ladepunkt-Kommunikation.</td></tr><tr><th>nach Abschluss der MCS-Normungsarbeiten</th><td>Für Ladeinfrastruktur, die ausschließlich schwere Nutzfahrzeuge versorgt und ausschließlich mit MCS ausgestattet ist, gilt die Combo-2-Vorgabe nicht; die technischen MCS-Spezifikationen sollen nach Abschluss der Normungsarbeiten in den AFIR-Normenrahmen aufgenommen werden.</td><td>MCS wird technisch standardisiert; die vollständige Einbindung in den AFIR-Normenrahmen steht noch aus.</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleiben für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Typ 2 als zentrale AC-Schnittstelle und Combo 2/CCS als zentrale DC-Schnittstelle maßgeblich. Funktionierende Bestandsanlagen müssen nicht allein aufgrund neuer Normausgaben ersetzt werden.<sup><a id="ref-21b" href="#source-21">[21]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste große Entwicklungsschritt erfolgt auf digitaler Ebene. EN ISO 15118-20 erweitert die Kommunikation um Funktionen, die unter anderem intelligentes und bidirektionales Laden unterstützen. Die Pflicht zur Unterstützung dieses Standards bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder Ladepunkt die Funktionen Plug &amp; Charge oder bidirektionales Laden anbieten muss.<sup><a id="ref-21c" href="#source-21">[21]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">High Power Charging (HPC) ermöglicht elektrische Fernfahrten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei längeren Reisen verändert sich die Ladeaufgabe. Bei kurzen Pausen muss vergleichsweise viel Energie in kurzer Zeit übertragen werden. Hohe DC-Leistungen stellen deshalb einen eigenständigen Ladeanwendungsfall dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AFIR schreibt entlang des TEN-T-Kernnetzes in beiden Fahrtrichtungen Ladepools im Abstand von höchstens 60 Kilometern vor. Seit Ende 2025 müssen diese mindestens eine Gesamtleistung von 400 kW und mindestens einen Ladepunkt mit 150 kW aufweisen. Bis Ende 2027 steigt die Mindestgesamtleistung auf 600 kW und es sind dann mindestens zwei Ladepunkte mit jeweils mindestens 150 kW vorgeschrieben.<sup><a id="ref-23c" href="#source-23">23]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland ergänzt den marktgetriebenen Ausbau durch das Deutschlandnetz mit mehr als 1.000 Standorten und rund 9.000 Schnellladepunkten. Davon befinden sich etwa 900 an Regionalstandorten und rund 200 an unbewirtschafteten Autobahnraststätten.<sup><a id="ref-35a" href="#source-35">[35]</a></sup> Mitte August verzeichnet die Nationale Leitstelle mehr als 250 in Betrieb befindliche Ladeparks des Deutschlandnetzes.<sup><a id="ref-35b" href="#source-35">[35]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der HPC-Planung darf die maximale Nennleistung trotzdem nicht im Mittelpunkt stehen. Eine Analyse des Fraunhofer-ISI von mehr als 7.500 öffentlich geförderten Schnellladestationen in Deutschland zeigt, dass die Leistung eines Standorts stärker mit der Häufigkeit der Ladevorgänge zusammenhängt als mit der Nennleistung, der Dauer oder der Energiemenge des einzelnen Ladevorgangs.<sup><a id="ref-32a" href="#source-32">[32]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein leistungsstarker Ladepunkt an einem ungünstigen Standort ist nicht automatisch wertvoller als ein gut ausgelasteter Standort mit einer zum Bedarf passenden Leistung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nutzfahrzeuge: vom Depot zum Megawattladen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Bei Bussen, Flotten und Lkw beginnt die Planung am Depot</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gewerbliche Fahrzeuge unterscheiden sich von privaten Pkw vor allem dadurch, dass ihre Nutzung besser planbar ist. Tagesfahrleistungen, Einsatzzeiten, die Rückkehr zum Betriebshof und die Parkdauer sind in der Regel bekannt. Der Beitrag &#8222;<a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/logistik-gueterverkehr-circular-economy/">Güterverkehr &amp; überregionale Logistik</a>&#8220; befasst sich eingehender mit der Einordnung batterieelektrischer Lkw in Transportketten und Güterverkehrskorridore.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Busse, Lieferfahrzeuge und viele Lkw ist das Depot der naheliegende Ausgangspunkt. Eine Untersuchung von 2.410 Lkw-Fahrprofilen in Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass moderates Laden am Depot für einen großen Teil der untersuchten batterieelektrischen Lkw ausreichen kann.<sup><a id="ref-44a" href="#source-44">44]</a></sup> Für den europäischen Fernverkehr zeigen Modellstudien eine ähnliche Arbeitsteilung: Übernachtladen mit 50 bis 100 kW wird wesentlich häufiger benötigt als Laden mit hohen Leistungen; Letzteres konzentriert sich auf zeitkritische Zwischenstopps.<sup><a id="ref-43a" href="#source-43">[43]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Planungsreihenfolge: </p>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">01</p>
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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Fahrprofile</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">02</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Energiebedarf</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">03</p>
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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Standzeiten</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">04</p>
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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Ladefenster</p>
</div>



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<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Ladeleistung</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">06</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Zahl der Ladepunkte</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">07</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Anschlussleistung</p>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leitfaden „Einfach laden am Depot“ der Nationalen Leitstelle greift diese Logik auf.<sup><a id="ref-37a" href="#source-37">[37]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Megawattladen für den Lkw-Fernverkehr (MCS)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fernverkehr treffen große Energiebedarfe auf zeitlich begrenzte Fahrtunterbrechungen. Diese Situation adressiert das Megawatt Charging System (MCS).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang 2026 gibt es mit der IEC TS 63379:2026 erstmals eine internationale technische Spezifikation für die MCS-Fahrzeugkupplung. Sie spezifiziert MCS-Fahrzeugkupplungen für Bemessungs-Betriebsspannungen bis 1.500 V DC und Bemessungsströme bis 3.000 A. Es handelt sich dabei um eine Technical Specification, nicht um einen vollständigen IEC-International-Standard.<sup><a id="ref-31a" href="#source-31">[31]</a></sup> Diese Grenzwerte beschreiben die technische Auslegung der Schnittstelle und nicht die Ladeleistung, die ein Fahrzeug im realen Betrieb dauerhaft erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AFIR verlangt bis Ende 2030 entlang des TEN-T-Kernnetzes Ladepools für schwere Nutzfahrzeuge mit einer Gesamtleistung von mindestens 3,6 MW und mindestens zwei Ladepunkten mit jeweils mindestens 350 kW.<sup><a id="ref-23d" href="#source-23">[23]</a></sup> Die 3,6 MW bezeichnen die Leistung des gesamten Ladepools, nicht die Leistung eines einzelnen Steckers. Zudem schreibt die AFIR nicht vor, dass diese Ladepunkte MCS verwenden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland hat die Autobahn GmbH am 1. Juli 2026 die Aufträge für die Ladeinfrastruktur an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen vergeben: Insgesamt werden 836 Ladepunkte installiert, darunter 447 MCS-Ladepunkte für das Zwischenladen, 157 CCS-Ladepunkte mit 400 kW für das Zwischenladen sowie 232 CCS-Ladepunkte mit 100 kW für längere Lade- und Übernachtungszeiten.<sup><a id="ref-4a" href="#source-4">[4]</a></sup> Die Mischung zeigt, dass selbst ein speziell für schwere Nutzfahrzeuge aufgebautes Netz unterschiedliche Ladeleistungen für unterschiedliche Standzeiten kombiniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wirtschaftlich hängt viel von der Auslastung ab. Eine im Jahr 2026 veröffentlichte Analyse zeigt, dass die spezifischen Infrastrukturkosten des Megawattladens stark davon abhängen, wie häufig die Anlagen genutzt werden. MCS dürfte vor allem für den Fernverkehr und das Zwischenladen relevant werden und nicht zum dominierenden Ladeanwendungsfall aller schweren Lkw.<sup><a id="ref-42a" href="#source-42">[42]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ladeinfrastruktur als Teil des Stromsystems</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Netzanschluss und Lastmanagement gemeinsam planen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Ladepark besteht nicht nur aus den sichtbaren Ladepunkten. Die Energie gelangt über den Netzanschluss, Schaltanlagen, Transformatoren, Haupt- und Unterverteilungen, Schutz- und Messtechnik sowie Kabelsysteme zur eigentlichen Ladetechnik und schließlich zum Fahrzeug. Dabei koordinieren Steuerungs-, Kommunikations- und Lastmanagementsysteme die verfügbare Leistung und den Betrieb der einzelnen Ladepunkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine einzelne private Wallbox lässt sich in der Regel über die vorhandene Niederspannung anschließen. Bei großen Wohnanlagen, Gewerbestandorten, HPC-Ladeparks oder Lkw-Depots können dagegen neue oder verstärkte Netzanschlüsse, Transformatoren oder Anschlüsse auf der Mittelspannungsebene erforderlich sein. Für Kundenanlagen im Niederspannungsnetz gilt seit April 2026 die VDE-AR-N 4100:2026-04 als aktuelle Technische Anschlussregel.<sup><a id="ref-46a" href="#source-46">[46]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erforderliche Größe eines Netzanschlusses lässt sich nicht allein aus der Anzahl und der Nennleistung der Ladepunkte ableiten. Ausschlaggebend ist die gesamte Kette:</p>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">01</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Fahrzeuganzahl</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">02</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Energiebedarf</p>
</div>



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<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">03</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Standzeiten und Ladeverhalten</p>
</div>



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<div class="wp-block-group zm-step__circle"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">04</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Gleichzeitigkeit</p>
</div>



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<div class="wp-block-group zm-step__circle"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">05</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">erforderliche Ladeleistung</p>
</div>



<div class="wp-block-column zm-step is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group zm-step__circle"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">06</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">Anschlussleistung</p>
</div>



<div class="wp-block-column zm-step is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group zm-step__circle"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="zm-step__number wp-block-paragraph">07</p>
</div></div>



<p class="zm-step__title wp-block-paragraph">gegebenenfalls Netzausbau</p>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hier setzt das Lastmanagement an. Ein Ladepunkt ist für eine bestimmte maximale Ladeleistung ausgelegt, während ein Fahrzeug bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Energiemenge benötigt. Sind mehrere Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum angeschlossen, kann das Lastmanagement die verfügbare Anschlussleistung bedarfsgerecht auf die einzelnen Fahrzeuge verteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">20 Ladepunkte à 11 kW bedeuten daher nicht automatisch, dass zusätzlich 220 kW Anschlussleistung bereitgestellt werden müssen. Treffen die Fahrzeuge beispielsweise über den Abend verteilt ein und bleiben bis zum nächsten Morgen angeschlossen, kann die verfügbare Leistung abhängig vom Energiebedarf und der Abfahrtszeit auf die Fahrzeuge verteilt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteilung der verfügbaren Leistung hängt von den Zielen und Rahmenbedingungen des jeweiligen Standorts ab. Das Spektrum des Lastmanagements reicht von einer einfachen Begrenzung der Gesamtleistung bis hin zu einer Steuerung, die zusätzlich Gebäudelast, Abfahrtszeiten, Strompreise oder den Zustand des Verteilnetzes berücksichtigt. Die wichtigsten Ansätze lassen sich wie folgt unterscheiden:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Steuerungsart</th><th>Grundprinzip</th><th>Ziel</th></tr></thead><tbody><tr><th>Statisches Lastmanagement</th><td>feste Gesamtleistung für alle Ladepunkte</td><td>Anschlussgrenze einhalten</td></tr><tr><th>Dynamisches Lastmanagement</th><td>berücksichtigt aktuellen Verbrauch des Gebäudes oder Standorts</td><td>freie Anschlussleistung besser nutzen</td></tr><tr><th>Betriebsoptimierte Steuerung</th><td>berücksichtigt Abfahrtszeit, Energiebedarf oder Fahrzeugpriorität</td><td>Fahrzeugbetrieb sicherstellen</td></tr><tr><th>Preisorientiertes Laden</th><td>berücksichtigt Strompreise oder Tarife</td><td>Energiekosten reduzieren</td></tr><tr><th>Netzorientierte Steuerung</th><td>berücksichtigt den Zustand des Verteilnetzes</td><td>lokale Überlastungen vermeiden</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ziele sind nicht automatisch identisch. Ein besonders günstiger Strompreis kann beispielsweise dazu führen, dass viele flexible Verbraucher gleichzeitig reagieren. Ein markt- oder preisoptimierter Zeitpunkt muss deshalb nicht zwangsläufig auch für das lokale Verteilnetz optimal sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lastmanagement kann physikalische Grenzen jedoch nicht aufheben. Wenn viele Fahrzeuge in kurzer Zeit große Energiemengen aufnehmen müssen, muss die entsprechende Leistung zum Standort transportiert werden können.</p>



<div class="wp-block-group zm-keymessage"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="zm-keymessage__label wp-block-paragraph">Merksatz</p>



<p class="zm-keymessage__text wp-block-paragraph">Die installierte Ladeleistung beschreibt, was die Ladepunkte maximal bereitstellen könnten. Die notwendige Netzanschlussleistung hängt zusätzlich davon ab, wie viel Energie die Fahrzeuge benötigen, wie lange sie laden und wie stark sich ihre Ladevorgänge überschneiden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei größeren Ladeanlagen wird der Netzanschluss zu einem eigenständigen Planungsfaktor. Dabei sind nicht nur die benötigte Anschlussleistung und ihre Verfügbarkeit am Standort entscheidend, sondern auch die damit verbundenen Kosten und die Dauer des Anschlussverfahrens. Einheitlichere technische Anforderungen und Prozesse können die Planung hier erleichtern.<sup><a id="ref-2a" href="#source-2">[2]</a></sup> Mit dem im Jahr 2026 veröffentlichten Musterwortlaut für die TAB Mittelspannung verfolgt der BDEW das Ziel, die Anschlussbedingungen zu harmonisieren.<sup><a id="ref-5a" href="#source-5">[5]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">§ 14a EnWG: Flexibilität gegen gesicherten Anschluss</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für nicht öffentlich zugängliche Ladeeinrichtungen in der Niederspannung bildet <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__14a.html" rel="noopener">§ 14a EnWG</a> seit 2024 den zentralen regulatorischen Rahmen. Grundsätzlich erfasst er neue steuerbare Ladeeinrichtungen mit einer Netzanschlussleistung von mehr als 4,2 kW. Öffentlich zugängliche Ladepunkte im Sinne der Ladesäulenverordnung sind davon ausgenommen.<sup><a id="ref-15a" href="#source-15">[15]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundlogik basiert auf einem Tauschgeschäft zwischen gesichertem Anschluss und technischer Flexibilität: Der Netzbetreiber darf den Anschluss einer neuen steuerbaren Verbrauchseinrichtung nicht allein mit dem Hinweis auf eine mögliche lokale Netzüberlastung ablehnen oder verzögern. Im Gegenzug muss eine zeitweise netzorientierte Begrenzung des Leistungsbezugs möglich sein.<sup><a id="ref-15b" href="#source-15">[15]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die reguläre netzorientierte Steuerung setzt eine konkret drohende Überlastung des lokalen Netzes voraus. Solange die dafür notwendige Netzzustandsermittlung in einem betroffenen Netzbereich noch nicht möglich ist, darf der Netzbetreiber unter den Voraussetzungen der Festlegung übergangsweise eine präventive Steuerung durchführen. Diese Möglichkeit ist pro Netzbereich auf höchstens 24 Monate und die präventive Steuerung auf höchstens zwei Stunden pro Tag begrenzt. Bei der direkten Ansteuerung einer einzelnen Wallbox muss eine Mindestbezugsleistung von 4,2 kW grundsätzlich erhalten bleiben. Der allgemeine Haushaltsbezug ist von der Steuerung nicht betroffen.<sup><a id="ref-15c" href="#source-15">[15]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gegenleistung profitieren Betreiber von reduzierten Netzentgelten. Die Bundesnetzagentur sieht dazu eine pauschale Entgeltreduzierung (Modul 1), einen reduzierten Arbeitspreis bei separater Messung (Modul 2) sowie in Kombination mit Modul 1 zeitvariable Netzentgelte (Modul 3) vor.<sup><a id="ref-16a" href="#source-16">[16]</a></sup> § 14a ersetzt jedoch keinen Netzausbau. Die Steuerbarkeit soll vor allem verhindern, dass der Hochlauf neuer Verbraucher während des Netzausbaus durch lokale Engpässe ausgebremst wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bidirektionales Laden erweitert die Rolle des Fahrzeugs</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beim normalen Laden fließt Strom vom Netz in die Fahrzeugbatterie. Beim bidirektionalen Laden kann Energie auch wieder aus dem Fahrzeug abgegeben werden: Bei Vehicle-to-Home (V2H) erfolgt die Abgabe innerhalb eines Gebäudes und bei Vehicle-to-Grid (V2G) zurück in das öffentliche Stromnetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch kann sich das Elektrofahrzeug während langer Standzeiten von einem steuerbaren Verbraucher zu einem mobilen Speicher entwickeln. Dies ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn der selbst erzeugte Strom aus der Photovoltaikanlage zeitversetzt im Gebäude genutzt oder die Batterie auf Flexibilitätsmärkten eingesetzt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für dieses Potenzial ist nicht nur die Dauer der Standzeit entscheidend, sondern auch der Standort des Fahrzeugs und die Möglichkeit, es dort mit dem Stromnetz zu verbinden. Das Forschungsprojekt INEES kam nach einer eigenen Auswertung der Studie &#8222;Mobilität in Deutschland&#8220; zu dem Ergebnis, dass rund 30 Prozent der privat genutzten Fahrzeuge an einem Werktag 24 Stunden lang am Wohnort stehen. Auch ein großer Teil der übrigen Fahrzeuge befindet sich insbesondere nachts am Wohnort. Die Autoren leiteten aus der zeitlichen Aufenthaltsverteilung ab, dass selbst zum Zeitpunkt der geringsten Verfügbarkeit bis zu 46 Prozent der Fahrzeuge für Systemdienstleistungen zur Verfügung stehen könnten, sofern eine entsprechende Lade- und Netzanbindung vorhanden ist.<sup><a id="ref-3a" href="#source-3">[3]</a></sup> Die Untersuchung stammt allerdings aus dem Jahr 2016 und die für die eigene MiD-Auswertung verwendete Erhebungswelle wird im Bericht nicht ausdrücklich ausgewiesen. Die Werte sind daher vor allem als Hinweis auf die grundsätzlich vorhandene zeitliche Flexibilität zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für rückspeisefähige Anlagen ist seit März 2026 die überarbeitete VDE-AR-N 4105:2026-03 relevant.<sup><a id="ref-47a" href="#source-47">[47]</a></sup> Doch Technik allein reicht nicht aus. Auch Fahrzeug, Ladepunkt und gegebenenfalls das Gebäudeenergiemanagement oder der Netzbetreiber müssen Informationen über den Ladezustand, den Energiebedarf, die verfügbare Leistung und externe Steuerungssignale austauschen. So entsteht mit der Ladeinfrastruktur zusätzlich zur elektrischen eine digitale Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__118.html" rel="noopener">§ 118 Abs. 6 EnWG</a> ist Strom, der einem Netz zur Speicherung entnommen und zeitversetzt wieder eingespeist wird, unter bestimmten Voraussetzungen von Netzentgelten befreit.<sup><a id="ref-9a" href="#source-9">[9]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schaffung des regulatorischen Rahmens ist dennoch nicht vollständig abgeschlossen. Im Verfahren MiSpeL befasst sich die Bundesnetzagentur unter anderem damit, wie Strom, der zunächst in einem Fahrzeug gespeichert und später wieder eingespeist wird, gemessen, zugeordnet und abgerechnet werden kann. Die entsprechenden Dokumente liegen als Arbeitsstand Anfang August 2026 vor.<sup><a id="ref-17a" href="#source-17">[17]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist bidirektionales Laden technisch und regulatorisch wesentlich näher an der praktischen Anwendung als noch vor wenigen Jahren. Es stellt jedoch lediglich eine zusätzliche Flexibilitätsoption dar und ist kein Ersatz für eine bedarfsgerechte Netz- und Ladeinfrastruktur.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Standortplanung verbindet Verkehr, Energie und Fläche</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Ladeanwendungsfälle haben eine gemeinsame Voraussetzung: einen geeigneten Standort. Die räumliche Planung der Ladeinfrastruktur ist deshalb eine Schnittstellenaufgabe. Ein technisch günstiger Netzanschlusspunkt muss nicht unbedingt dort liegen, wo die Nachfrage groß ist. Ein verkehrlich optimaler Standort kann hohe Anschlusskosten verursachen. Im öffentlichen Straßenraum konkurriert Ladeinfrastruktur zudem mit anderen Nutzungsansprüchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der im Jahr 2025 aktualisierte Leitfaden „Einfach laden in der Kommune” beschreibt die Planung, Genehmigung, Flächenbereitstellung und Vergabe als zusammenhängenden Prozess.<sup><a id="ref-39a" href="#source-39">[39]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Standortprüfung lassen sich sieben Fragen unterscheiden:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Wer soll dort laden?</strong> Je nachdem, ob Bewohner ohne eigenen Stellplatz, Beschäftigte, Kunden oder Reisende bzw. schwere Nutzfahrzeuge laden sollen, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen.</li>



<li><strong>Welcher Ladeanwendungsfall liegt vor?</strong> Der Wohnort, der Arbeitsplatz, das Reiseziel, der Fernverkehr oder das Depot bestimmen das erforderliche Ladeangebot.</li>



<li><strong>Reicht der Netzanschluss – auch künftig?</strong></li>



<li><strong>Ist die Fläche verkehrlich geeignet?</strong></li>



<li><strong>Welche Nutzungskonflikte entstehen?</strong></li>



<li><strong>Ist der Ladeplatz barrierefrei nutzbar?</strong> Die DIN SPEC 91504:2024-11 beschreibt die Anforderungen an eine als barrierefrei ausgewiesene Ladeinfrastruktur.<sup><a id="ref-20a" href="#source-20">[20]</a></sup></li>



<li><strong>Kann der Standort wachsen?</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in Städten entsteht ein Zielkonflikt zwischen dem hohen Ladebedarf und der knappen Verfügbarkeit öffentlicher Flächen. Agora Verkehrswende empfiehlt, private und anderweitig bereits zum Parken genutzte Flächen einzubeziehen und öffentliche Flächen nicht isoliert vom übrigen Mobilitäts- und Stadtentwicklungskonzept zu betrachten.<sup><a id="ref-1b" href="#source-1">[1]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Bauleitplanung kann die Errichtung von Ladeinfrastruktur berücksichtigen. Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB ist es möglich, Flächen für Ladeinfrastruktur im Bebauungsplan festzusetzen.<sup><a id="ref-7a" href="#source-7">[7]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die richtige Infrastruktur ist wichtiger als die höchste Ladeleistung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die technische Entwicklung verschiebt die Grenzen der Ladeinfrastruktur spürbar. Fahrzeuge können höhere DC-Leistungen aufnehmen, HPC-Ladeparks werden größer, MCS wird standardisiert und die Interaktion zwischen Fahrzeugen und Stromsystem wird intelligenter. Die grundlegende Planungslogik verändert sich dadurch jedoch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für einen Pkw mit eigenem Stellplatz kann eine einfache Wallbox die wichtigste Ladeinfrastruktur sein. In einem Mehrfamilienhaus ist dagegen eine skalierbare Grundinstallation entscheidend. Wer keinen eigenen Stellplatz hat, kann vom Laden am Arbeitsplatz oder von öffentlich zugänglichen Angeboten im Wohnquartier profitieren. Für Fernfahrten braucht der Pkw ein zuverlässiges HPC-Netz. Bei Bussen, Lieferfahrzeugen und Lkws bildet häufig das Depot die Grundlage. Megawattladen ergänzt dieses System dort, wo innerhalb kurzer Fahrtunterbrechungen viel Energie übertragen werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All diese Aspekte werden im Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 berücksichtigt, der 2025 beschlossen wurde. Seine 41 Maßnahmen behandeln neben der Zahl neuer Ladepunkte unter anderem die Themen Wettbewerb, Genehmigung, Preistransparenz, Mehrparteienhäuser, Depots, Netzanschluss und bidirektionales Laden.<sup><a id="ref-14a" href="#source-14">[14]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei baut die gesamte heutige Planungslogik auf einer Voraussetzung auf, die nicht selbstverständlich ist: dem privat besessenen Pkw. Die 23 Stunden und 18 Minuten, die ein durchschnittliches Auto aus einem Privathaushalt täglich geparkt ist,<sup><a id="ref-30c" href="#source-30">[30]</a></sup> sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis privaten Fahrzeugbesitzes mit individueller Nutzung. Heimladen, Arbeitsplatzladen, Destination Charging, § 14a, die Debatte um Mehrfamilienhäuser und sogar die Standzeit-Logik dieses Artikels setzen voraus, dass Fahrzeuge einzelnen Haushalten gehören und an deren Alltagsorten lang genug stehen, um mit moderater Leistung geladen zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Autonome Fahrzeugflotten mit einer deutlich höheren Auslastung würden diese Voraussetzung grundlegend verändern. Ein Fahrzeug, das 12 bis 16 Stunden am Tag Fahrgäste oder Güter befördert, steht nicht über Nacht in einer Tiefgarage. Es benötigt pro Tag wesentlich mehr Energie, hat aber weniger Zeit zum Laden. Die Infrastruktur würde sich verschieben: weg von verteilten Wallboxen an Millionen privater Stellplätze, hin zu konzentrierten Ladehubs mit hoher Leistung, hohem Durchsatz und optimiertem Flottenmanagement – planerisch eher vergleichbar mit einem Busdepot als mit einer Ladesäule in einem Wohnquartier. Wann und in welchem Umfang ein solcher Wandel eintritt, ist offen. Wer heute Ladeinfrastruktur plant, sollte aber wissen, dass die längste Standzeit – das stärkste Argument für verteiltes Niedrigleistungsladen – an ein Besitzmodell gebunden ist, das sich verändern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Frage für die weitere Entwicklung lautet daher nicht:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie lassen sich möglichst viele Ladepunkte errichten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Ladeinfrastruktur benötigt welcher Fahrzeugtyp an welchem Ort zu welcher Zeit und wie lässt sich diese sinnvoll mit Verkehrsflächen, Gebäuden und dem Stromnetz verbinden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine robuste Ladeinfrastruktur nutzt lange Standzeiten, wo sie vorhanden sind, und hohe Ladeleistungen dort, wo Zeit tatsächlich knapp ist. Sie betrachtet private und öffentliche Ladeangebote gemeinsam, plant den Netzanschluss und die Steuerung von Beginn an mit ein und ermöglicht eine spätere Skalierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist die Ladeinfrastruktur weniger ein Netz einzelner Ladesäulen als ein verteiltes System aus Fahrzeugen, Stellplätzen, Gebäuden, Verkehrsflächen, Stromnetzen und digitaler Steuerung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verweise</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li>Agora Verkehrswende (2023): <a href="https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/stadt-land-ladefluss" rel="noopener">Stadt, Land, Ladefluss</a>. <a href="#ref-1a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-1b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>Agora Verkehrswende; Agora Energiewende; Regulatory Assistance Project (2024): <a href="https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/netzanschluss-fuer-den-strassenverkehr" rel="noopener">Netzanschluss für den Straßenverkehr</a>. <a href="#ref-2a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Arnold, Gunter; Brandl, Ron; Degner, Thomas; Gerhardt, Norman; Landau, Martin; Nestle, David; Portula, Manuel; Scheidler, Alexander; Schwinn, Rainer; Baumbusch, Kathrin; Dörschlag, Andreas; Eberhardt, Thomas; Wacker, Volker; Wesemann, Arne; Führer, Oliver; Leifert, Torsten; Bäuml, Georg; Bärwaldt, Gerd; Haupt, Holger; Kammerlocher, Matthias; Nannen, Holger (2016): <a href="https://www.erneuerbar-mobil.de/sites/default/files/2016-09/INEES_Abschlussbericht.pdf" rel="noopener">Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen – INEES. Abschlussbericht</a>. Fraunhofer IWES, LichtBlick SE, SMA Solar Technology AG, Volkswagen AG, Kassel/Hamburg/Niestetal/Wolfsburg, insbesondere S. 15. Die dort verwendete MiD-Auswertung wird im Bericht nicht hinsichtlich der konkreten Erhebungswelle spezifiziert. <a href="#ref-3a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Die Autobahn GmbH des Bundes (2026): <a href="https://www.autobahn.de/presse/mitteilung/autobahn-gmbh-vergibt-auftraege-fuer-den-aufbau-des-e-lkw-schnellladenetzes-auf-unbewirtschafteten-rastanlagen" rel="noopener">Aufträge für den Aufbau des E-Lkw-Schnellladenetzes auf unbewirtschafteten Rastanlagen</a>, 1. Juli 2026. <a href="#ref-4a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>BDEW (2026): <a href="https://www.bdew.de/energie/tab-mittelspannung-netzanschluss/" rel="noopener">Musterwortlaut für TAB Mittelspannung</a>. <a href="#ref-5a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Budnitz, Hannah; Meelen, Toon; Schwanen, Tim (2024): Public residential charging of electric vehicles: An exploration of users&#8216; preferences. <em>Transportation Research Part A</em>. <a href="https://doi.org/10.1016/j.ets.2024.100004" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/j.ets.2024.100004</a> <a href="#ref-6a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/__9.html" rel="noopener">BauGB, § 9 Abs. 1 Nr. 11</a>, geltende Fassung. <a href="#ref-7a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html" rel="noopener">BGB, § 554</a>, geltende Fassung. <a href="#ref-8a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__118.html" rel="noopener">EnWG, § 118 Abs. 6</a>, geltende Fassung. <a href="#ref-9a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__3.html" rel="noopener">EStG, § 3 Nr. 46 – Steuerfreie Einnahmen</a> sowie <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__52.html" rel="noopener">§ 52 Abs. 4 Satz 21 – Anwendungsvorschriften</a>, geltende Fassung. <a href="#ref-10a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/geig/" rel="noopener">Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG)</a>, geltende Fassung; zuletzt geändert durch Art. 7 des Gesetzes vom 23. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226). <a href="#ref-11a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/lsv_2026/" rel="noopener">Ladesäulenverordnung (LSV), insbesondere § 2 und § 4</a>, geltende Fassung. <a href="#ref-12a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-12b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-12c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__20.html" rel="noopener">WEG, § 20 – Bauliche Veränderungen</a>, geltende Fassung. <a href="#ref-13a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium für Verkehr (2025): <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/masterplan-ladeinfrastruktur-2030.pdf" rel="noopener">Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 der Bundesregierung</a>. <a href="#ref-14a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesnetzagentur (2023): <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/BK6-GZ/2022/BK6-22-300/Beschluss/BK6-22-300_Beschluss_20231127.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1" rel="noopener">Festlegung BK6-22-300 – Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und steuerbaren Netzanschlüssen nach § 14a EnWG</a>, Beschluss vom 27. November 2023. <a href="#ref-15a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-15b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-15c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>Bundesnetzagentur (2023): <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/BK8-GZ/2022/2022_4-Steller/BK8-22-0010/BK8-22-0010-A_Festlegung.html" rel="noopener">Festlegung BK8-22/010-A – Netzentgelte für steuerbare Anschlüsse und Verbrauchseinrichtungen (NSAVER)</a>. <a href="#ref-16a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesnetzagentur (2026): <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/ErneuerbareEnergien/EEG_Aufsicht/MiSpeL/artikel.html" rel="noopener">MiSpeL – Marktintegration von Speichern und Ladepunkten</a>, Arbeitsstand August 2026. <a href="#ref-17a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesnetzagentur (2026): <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/start.html" rel="noopener">Öffentliche Ladeinfrastruktur – Zahlen und Daten</a>, Datenstand 1. Juli 2026. <a href="#ref-18a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-18b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>Deutscher Bundestag (2026): <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/049/2104950.pdf" rel="noopener">Drucksache 21/4950</a>, 21. Wahlperiode. <a href="#ref-19a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DIN Media (2024): <a href="https://doi.org/10.31030/3574761" rel="noopener">DIN SPEC 91504:2024-11 – Barrierefreie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge</a>. <a href="#ref-20a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Europäische Kommission (2025): <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2025/656/oj/deu" rel="noopener">Delegierte Verordnung (EU) 2025/656</a> vom 2. April 2025 zur Änderung der technischen Spezifikationen der AFIR. <a href="#ref-21a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-21b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-21c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>Europäische Kommission (2025): <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2025/655/oj/deu" rel="noopener">Durchführungsverordnung (EU) 2025/655</a> vom 2. April 2025 mit Spezifikationen zu Format, Häufigkeit und Qualität der nach Art. 20 AFIR bereitzustellenden Daten. <a href="#ref-22a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (2023): <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32023R1804" rel="noopener">Verordnung (EU) 2023/1804 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR)</a>. <a href="#ref-23a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-23b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-23c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a> <a href="#ref-23d"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎4</a></li>



<li>Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (2023): <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1542/oj" rel="noopener">Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien</a>. <a href="#ref-24a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Fraunhofer ISI / Fraunhofer ISE (2024): <a href="https://publica.fraunhofer.de/bitstreams/165ebeeb-5d31-4c4d-ad5f-1222ef5b3403/download" rel="noopener">Potenziale von Stellplätzen an Wohn- und Nichtwohngebäuden zur Bereitstellung privater Ladeinfrastruktur</a>, Studie im Auftrag von Transport &amp; Environment. <a href="#ref-25a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Fraunhofer ISI / Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbB (2025): <a href="https://www.digitale-technologien.de/DT/Redaktion/DE/Downloads/Publikation/IKT-EM/251119_IKT-EM_Studie_Laden-in-MPH.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1" rel="noopener">Laden in Mehrparteienhäusern – Analyse von rechtlichen Grundlagen und Perspektiven</a>. <a href="#ref-26a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-26b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>Hardinghaus, Michael; Anderson, John Erik; Nobis, Claudia; Stark, Kerstin; Vladova, Gergana (2022): <a href="https://doi.org/10.3390/electronics11162476" rel="noopener">Booking Public Charging: User Preferences and Behavior towards Public Charging Infrastructure with a Reservation Option</a>. <em>Electronics</em> 11(16), 2476. <a href="#ref-27a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Hecht, Christopher; Pournaghi, Ali; Schwinger, Felix; Spreuer, Kai Gerd; Figgener, Jan; Jarke, Matthias; Sauer, Dirk Uwe (2024): <a href="https://doi.org/10.1016/j.etran.2024.100358" rel="noopener">Global electric vehicle charging station site evaluation and placement based on large-scale empirical data from Germany</a>. <em>eTransportation</em> 22, 100358. <a href="#ref-28a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Hinchliffe, Daniel; Behrens, Felix; Graulich, Kathrin; Bliklen, Rebecca; Schramm, Benjamin; Parchomenko, Alexej (2024): <a href="https://doi.org/10.2779/1531946" rel="noopener">Assessment of harmonised standards for ‘common chargers’ for rechargeable batteries powering light means of transport and specific categories of electrical and electronic equipment covered by Directive 2012/19/EU</a>. Technical support to implement the new Batteries Regulation between 2023 and 2025, Final Report, Task 1. Studie für die Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt. Publications Office of the European Union. <a href="#ref-29a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>infas, DLR, IVT, infas 360 (2025): <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/mid-2023-ergebnisbericht.pdf?__blob=publicationFile" rel="noopener">Mobilität in Deutschland – MiD 2023. Ergebnisbericht</a>. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (FE-Nr. VB600001), insbesondere Tabellen 21 und 22. <a href="#ref-30a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-30b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-30c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>International Electrotechnical Commission (2026): <a href="https://webstore.iec.ch/en/publication/67975" rel="noopener">IEC TS 63379:2026 – Vehicle connector, vehicle inlet and cable assembly for megawatt DC charging</a>. <a href="#ref-31a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Link, Steffen; Hendreich, Simone; Speth, Daniel; Lincoln, Sarah; Plötz, Patrick (2025): <a href="https://doi.org/10.24406/publica-4928" rel="noopener">Empirical insights on usage trends and patterns of public fast-charging stations in Germany</a>. Konferenzbeitrag, EVS38. <a href="#ref-32a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Mattioli, Giulio; Anable, Jillian; Goodwin, Phil (2019): <a href="https://eprints.whiterose.ac.uk/id/eprint/147679/" rel="noopener">A week in the life of a car: a nuanced view of possible EV charging regimes</a>. <em>ECEEE 2019 Summer Study Proceedings</em>, S. 1105–1116. <a href="#ref-33a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Mobilikon: <a href="https://www.mobilikon.de/massnahme/ladepunkte-fuer-pedelecse-bikes" rel="noopener">Ladepunkte für Pedelecs/E-Bikes</a>. <a href="#ref-34a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur: <a href="https://nationale-leitstelle.de/bestand-ausbau/deutschlandnetz/" rel="noopener">Deutschlandnetz – Ausbaukonzept und laufend aktualisierter Umsetzungsstand</a>. <a href="#ref-35a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-35b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2025): <a href="https://nationale-leitstelle.de/aktuelles-service/newshub/umsetzung-von-art-20-afir-datex-ii-datenprofil-ist-ab-sofort-einsatzbereit/" rel="noopener">Umsetzung von Art. 20 AFIR: DATEX-II-Datenprofil ist ab sofort einsatzbereit</a>. <a href="#ref-36a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>NOW GmbH / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2023): <a href="https://nationale-leitstelle.de/unterstuetzung-foerderung/anwendungshilfen/anwendungshilfen-zu-technischen-fragestellungen/" rel="noopener">Einfach laden am Depot</a>. <a href="#ref-37a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>NOW GmbH / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2025): <a href="https://nationale-leitstelle.de/download/einfach-laden-an-mehrparteienhaeusern/" rel="noopener">Einfach laden an Mehrparteienhäusern</a>. <a href="#ref-38a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>NOW GmbH / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2025): <a href="https://nationale-leitstelle.de/wp-content/uploads/2025/09/Aktualisierung-Leitfaden-Ladeinfrastruktur-Kommunen_web.pdf" rel="noopener">Einfach laden in der Kommune</a>. <a href="#ref-39a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>NOW GmbH / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2024): <a href="https://nationale-leitstelle.de/wp-content/uploads/2024/10/Studie_Einfach_zu_Hause_laden.pdf" rel="noopener">Einfach zu Hause laden – Studie zum Ladeverhalten von Privatpersonen mit Elektrofahrzeug und eigener Wallbox</a>. <a href="#ref-40a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-40b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a> <a href="#ref-40c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎3</a></li>



<li>NOW GmbH / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2024): <a href="https://www.now-gmbh.de/wp-content/uploads/2024/06/Studie_Ladeinfrastruktur-2025-2030_Neuauflage-2024.pdf" rel="noopener">Ladeinfrastruktur nach 2025/2030: Szenarien für den Markthochlauf – Neuauflage 2024</a>, aktualisierte Version November 2024. Modellweiterentwicklung und Berechnung: Reiner Lemoine Institut (RLI). <a href="#ref-41a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎1</a> <a href="#ref-41b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎2</a></li>



<li>Plötz, Patrick; Sgaramella, Antonio; Link, Steffen; Speth, Daniel; Gnann, Till (2026): <a href="https://doi.org/10.3390/wevj17080386" rel="noopener">Future Demand and Costs of Megawatt Charging for Battery Electric Trucks</a>. <em>World Electric Vehicle Journal</em> 17(8), 386. <a href="#ref-42a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Shoman, Wasim; Yeh, Sonia; Sprei, Frances; Plötz, Patrick; Speth, Daniel (2023): <a href="https://doi.org/10.1016/j.trd.2023.103825" rel="noopener">Battery electric long-haul trucks in Europe</a>. <em>Transportation Research Part D</em> 121, 103825. <a href="#ref-43a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Speth, Daniel; Plötz, Patrick (2024): <a href="https://doi.org/10.1016/j.trd.2024.104078" rel="noopener">Depot slow charging is sufficient for most electric trucks in Germany</a>. <em>Transportation Research Part D</em> 128, 104078. <a href="#ref-44a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Tröger, Josephine; Preuß, Sabine (2024): <a href="https://publica.fraunhofer.de/entities/publication/bd54a6df-6e4d-45c2-991f-1de8e0e5c031" rel="noopener">Charging at the workplace: boosting acceptance for electric mobility on the go?</a>. <em>ECEEE 2024 Summer Study Proceedings</em>. <a href="#ref-45a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>VDE FNN (2026): <a href="https://www.vde.com/de/fnn/themen/tar/tar-niederspannung/tar-niederspannung-vde-ar-n-4100" rel="noopener">VDE-AR-N 4100:2026-04 – TAR Niederspannung</a>. <a href="#ref-46a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>VDE FNN (2026): <a href="https://www.vde.com/de/fnn/themen/tar/tar-niederspannung/erzeugungsanlagen-am-niederspannungsnetz-vde-ar-n-4105" rel="noopener">VDE-AR-N 4105:2026-03</a>. <a href="#ref-47a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181315/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/ladeinfrastruktur-elektrofahrzeuge-uebersicht-planung-wohngebaeude/">Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: vom privaten Ladepunkt bis zum Megawattladen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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		<title>Niedrigwasser und Binnenschifffahrt: Warum der Rhein zum Engpass für Industrie und Güterverkehr wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 14:27:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Überregionale Logistik und Güterverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Abladetiefe]]></category>
		<category><![CDATA[Binnenschifffahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrinne]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Niedrigwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Niedrigwasserschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefenengpass]]></category>
		<category><![CDATA[Transportkapazität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 80 Prozent des deutschen Binnenschiffsgüterverkehrs entfallen auf den Rhein und seine Nebenflüsse. Ausgeprägte Niedrigwasserphasen können deshalb schnell zu Engpässen für die Chemieindustrie, Stahlwerke und die Energieversorgung führen. Schwere Niedrigwasserereignisse sind zuletzt in vergleichsweise kurzer Folge aufgetreten: 2018, 2022 und 2026.</p>
<p>Die Klimaprojektionen der IKSR zeigen, dass sich das Abflussregime des Rheins langfristig verändert. Wärmere Winter verringern die Schneespeicherung im alpinen Einzugsgebiet, während der Rückgang der Gletscher die sommerliche Schmelzwasserspeisung schwächt. Gleichzeitig erhöht sich durch höhere Temperaturen der Verdunstungsanspruch.</p>
<p>Für das Jahr 2018 ließen sich die wirtschaftlichen Folgen besonders gut quantifizieren: sinkende Industrieproduktion, steigende Transportkosten und Produktionsdrosselungen bei Unternehmen, deren Standorte auf den Rheintransport angewiesen sind. Eine Zeitleiste der Ereignisse seit 1947 zeigt, wie sich hydrologische Extreme, wirtschaftliche Verwundbarkeit und politische Reaktionen unterscheiden und welche wiederkehrenden Muster sich daraus für die Anpassung von Infrastruktur, Flotte und Logistik ableiten lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/">Niedrigwasser und Binnenschifffahrt: Warum der Rhein zum Engpass für Industrie und Güterverkehr wird</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Niedrigwasser stellt für die Binnenschifffahrt bereits dann ein Problem dar, bevor ein Fluss gänzlich unbefahrbar wird. Bereits der Verlust an Transportkapazität führt zu wirtschaftlichen Einschränkungen, die schleichend einsetzen: Sinkende Wasserstände verringern die mögliche Abladetiefe, sodass jedes Schiff weniger Ladung aufnehmen kann. Für dieselbe Transportmenge werden mehr Fahrten benötigt, wodurch die Frachtkosten steigen. Bei längerer Dauer entstehen zudem Engpässe in industriellen Lieferketten. Dieser Mechanismus ist seit Jahrzehnten bekannt. Besonders im Jahr 2018 ließen sich die gesamtwirtschaftlichen Folgen abschätzen. 2022 traf das Niedrigwasser auf eine bereits angespannte Energieversorgung und für das Jahr 2026 werden erneut erhebliche Wertschöpfungsverluste erwartet. Dass sich dieses Muster in vergleichsweise kurzer Folge wiederholt, liegt weniger an der Neuartigkeit des Phänomens als an der Kombination aus sich verändernden hydrologischen Bedingungen, einem ungelösten Infrastrukturengpass und einer Industriestruktur, die weiterhin stark vom Rheintransport abhängig ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum der Rhein für die deutsche Wirtschaft systemrelevant ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 80 Prozent des deutschen Binnenschiffsgüterverkehrs entfallen auf den Rhein und seine Nebenflüsse.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-1">[1]</a></sup> Von Januar bis Mai 2022 wurden rund 86 Prozent aller auf deutschen Binnenwasserstraßen beförderten Güter ganz oder teilweise auf dem Rhein transportiert.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-2">[2]</a></sup> Jährlich passieren etwa 50.000 Güterschiffe allein den Abschnitt zwischen Bingen und St. Goar.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-3">[3]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bedeutung des Rheins für die deutsche Wirtschaft ergibt sich jedoch nicht allein aus dem hohen Verkehrsaufkommen. Entscheidend ist die Kombination mehrerer Faktoren: Der Rhein verbindet die ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) mit drei großen deutschen Industrieclustern Rhein-Ruhr, Rhein-Main und dem BASF-Stammwerk in Ludwigshafen sowie mit der Schweiz. Er transportiert überwiegend Massengüter am Anfang industrieller Wertschöpfungsketten, darunter Kohle, Mineralölprodukte, Erze, Baustoffe, Chemikalien und Getreide. Zudem ist die Transportkette über den Rhein kurzfristig nur begrenzt durch andere Verkehrsträger ersetzbar. Warum bestimmte Gütergruppen auf bestimmte Verkehrsträger angewiesen sind, können Sie <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/logistik-gueterverkehr-circular-economy/">im Übersichtsartikel zu Logistik und Güterverkehr nachlesen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese begrenzte Substituierbarkeit ist ein eigenständiger Mechanismus. Zwar stehen Straße und Schiene als Transportwege grundsätzlich zur Verfügung, doch eine kurzfristige Verlagerung erfordert freie Fahrzeuge oder Waggons, verfügbare Trassen, Umschlaganlagen, Fahrer und angepasste logistische Prozesse. Diese Ressourcen sind bei einem Niedrigwasserereignis jedoch nicht beliebig verfügbar. Dies ist erst Recht der Fall, wenn gleichzeitig Bahnstrecken saniert werden oder Lkw-Kapazitäten knapp sind. Multimodalität ist deshalb eine Resilienzstrategie, aber kein vollständiger Ersatz für eine funktionierende Wasserstraße.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pegelstand, Abfluss und Fahrrinnentiefe: Was die Zahlen bedeuten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Berichterstattung über Niedrigwasser wird fast immer der Pegelstand genannt. Um zu verstehen, warum bestimmte Pegelstände wirtschaftlich relevant werden und warum historische Vergleiche schwieriger sind als sie auf den ersten Blick wirken, lohnt es sich, drei Größen zu unterscheiden:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Pegelstand</strong> gibt die Wasserhöhe gegenüber einem festgelegten Nullpunkt (Pegelnullpunkt) an. Er ist eine relative Größe: Bei einem Pegelstand von null Zentimetern in Kaub befindet sich noch Wasser im Fluss – die tatsächliche Wassertiefe beträgt dann gut einen Meter. Der Pegelnullpunkt wurde im Laufe der Messgeschichte mehrfach angepasst. Ein direkter Vergleich von Pegelständen über Jahrzehnte hinweg setzt deshalb voraus, dass die jeweiligen Bezugssysteme berücksichtigt werden.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-4">[4]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Abfluss</strong> (Durchfluss in Kubikmetern pro Sekunde) beschreibt die tatsächlich durch den Flussquerschnitt strömende Wassermenge. Für langfristige hydrologische Vergleiche ist der Abfluss robuster als der Pegelstand, weil er die durch den Flussquerschnitt transportierte Wassermenge beschreibt und nicht unmittelbar an den lokalen Pegelnullpunkt gebunden ist. An der Messstelle Kaub liegt der niedrigste je gemessene Tagesmittelabfluss bei 482 m³/s, registriert am 3. November 1947. Im Vergleich dazu betrug der niedrigste Tagesmittelabfluss 2018 am 22. Oktober 544 m³/s.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-4">[4]</a></sup> Ein neuer Rekordpegelstand bedeutet also nicht automatisch, dass die geringste jemals gemessene Wassermenge durch den Fluss fließt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Fahrrinnentiefe</strong> beschreibt die für die Schifffahrt verfügbare Wassertiefe in der freigegebenen Fahrrinne. Sie bestimmt die mögliche Abladetiefe – den zu einem bestimmten Beladungszustand entsprechenden Tiefgang eines Schiffes im Ruhezustand – und damit die Transportkapazität. Für die wirtschaftliche Wirkung eines Niedrigwasserereignisses ist diese Größe entscheidend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pegel Kaub bei Rhein-Kilometer 546 gilt seit 1923 als Richtpegel für die Abflussverhältnisse am Mittelrhein.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-4">[4]</a></sup> Seine Bedeutung ergibt sich aus seiner zentralen Lage in der mittelrheinischen Felsenstrecke mit vergleichsweise schmaler und flacher Fahrrinne sowie der Tatsache, dass er nicht durch einmündende Nebenflüsse beeinflusst wird. Kaub ist somit ein zentraler Referenzindikator für den Zustand des Systems. Der physische Engpass besteht jedoch aus mehreren Tiefenengpässen im gesamten Abschnitt zwischen Budenheim bei Mainz und St. Goar. Ein Referenzindikator beschreibt den Zustand eines Systems, ist aber nicht notwendigerweise selbst der Ort oder die Ursache des Problems.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="787" height="664" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/tiefenengpaesse-mittelrhein-abladeoptimierung.webp" alt="Engpass Rhein Mittelrhein Tiefenengpässen Binnenschifffahrt" class="wp-image-181133" title="Niedrigwasser und Binnenschifffahrt: Warum der Rhein zum Engpass für Industrie und Güterverkehr wird 5" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/tiefenengpaesse-mittelrhein-abladeoptimierung.webp 787w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/tiefenengpaesse-mittelrhein-abladeoptimierung-600x506.webp 600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/tiefenengpaesse-mittelrhein-abladeoptimierung-768x648.webp 768w" sizes="(max-width: 787px) 100vw, 787px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die sechs Tiefenengpässe im Projektgebiet der Abladeoptimierung Mittelrhein. Insbesondere der Tiefenengpass Lorcher Werth führt bei mittleren Abflüssen zur Einschränkung der Abladetiefen &#8211; Grafik: Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sinkt der Pegelstand in Kaub unter etwa 150 Zentimeter, müssen viele Schiffe ihre Ladung reduzieren. Ademmer et al. (2023) definieren Tage mit einem Pegelstand unter 78 Zentimetern in Kaub als Niedrigwassertage. Ein Monat mit 30 solchen Tagen reduzierte die Industrieproduktion in ihrer Schätzung um rund ein Prozent.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-5">[5]</a></sup> Unter 40 Zentimetern wird Güterschifffahrt nach Einschätzung der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll möglich.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-3">[3]</a></sup> Ein formales Fahrverbot gibt es bei Niedrigwasser allerdings nicht. Anders als bei Hochwasser entscheidet hier jeder Schiffsführer selbst, ob eine Fahrt wirtschaftlich und sicher durchführbar ist.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-6">[6]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeitleiste: Niedrigwasserereignisse am Rhein seit 1947</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgende Übersicht stellt fünf Niedrigwasserereignisse am Rhein dar, die sich in ihrer analytischen Funktion unterscheiden: 1947 als hydrologischer Referenzfall, 2003 als erste langanhaltende Kapazitätseinschränkung der jüngeren Geschichte, 2018 als zentraler wirtschaftlicher Referenzfall, 2022 als Wiederholung unter den verschärften Bedingungen der Energiekrise und 2026 als aktueller Test, wie weit die bisherigen Anpassungen tragen.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Jahr</th><th>Hydrologische Einordnung</th><th>Zeitpunkt</th><th>Schifffahrtliche Wirkung</th><th>Wirtschaftliche Bedeutung</th></tr></thead><tbody><tr><td>1947</td><td>Niedrigster Tagesmittelabfluss der Messreihe (482 m³/s am Pegel Kaub)</td><td>3. November</td><td>Nicht systematisch dokumentiert</td><td>Hydrologischer Referenzfall; wirtschaftliche Folgen nicht in vergleichbarer Form dokumentiert</td></tr><tr><td>2003</td><td>Rheinabfluss ab März unter Mittel; extreme Phase September/Oktober</td><td>Ende September</td><td>Containerschiffe zeitweise nur 20–30 % Kapazität</td><td>37,5 Mio. € Schäden Binnenflotte (Münchener Rück)</td></tr><tr><td>2018</td><td>Pegel Kaub: 25 cm; Tagesmittelabfluss 544 m³/s; monatelange Niedrigwasserphase</td><td>22. Oktober</td><td>Gütertransport Gesamtjahr −11,1 %; BASF und Thyssenkrupp drosselten Produktion</td><td>Industrieproduktion im Spitzenmonat ca. −1,5 % gg. kontrafaktischem Wert (IfW Kiel); zentraler wirtschaftlicher Referenzfall</td></tr><tr><td>2022</td><td>Pegel Kaub: ca. 32 cm; erneutes Extremereignis nur vier Jahre nach 2018</td><td>Mitte August</td><td>August −26,8 % gg. Vorjahr; niedrigste Monatstransportmenge seit Wiedervereinigung</td><td>Durch parallele Energiekrise überlagert; isolierter NW-Effekt nicht sauber quantifiziert</td></tr><tr><td>2026</td><td>Pegel Kaub: 6 cm (14. August, 21:00 Uhr); neue Rekordtiefstände an mehreren Pegeln</td><td>ab Anfang August (andauernd)</td><td>Stark reduzierte Beladung; Transportkosten Rotterdam–Karlsruhe verdreifacht</td><td>IfW Kiel: BIP-Dämpfung Q3 um 0,1–0,2 % (Schätzung); Ereignis andauernd</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Datenstand für 2026: 15. August 2026 (Ereignis andauernd, Werte können sich ändern).</p>



<h3 class="wp-block-heading">1947: Hydrologischer Referenzfall</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Niedrigwasser des Herbstes 1947 hält den Abflussrekord der Messstelle Kaub: Am 3. November wurde ein Tagesmittelabfluss von 482 m³/s registriert, was etwa 11 Prozent unter dem Tiefstand von 2018 liegt.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-4">[4]</a></sup> Das Ereignis ist vor allem deshalb relevant, weil es zeigt, dass extreme Niedrigwasserstände keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind. Was sich verändert hat, ist nicht die grundsätzliche Möglichkeit solcher Extreme, sondern erstens ihre projizierte Häufigkeit unter den Bedingungen des Klimawandels und zweitens die volkswirtschaftliche Verwundbarkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2003: Langanhaltende Einschränkungen bei weiterlaufender Schifffahrt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im europäischen Hitzesommer 2003 sank der Rheinabfluss bereits im März unter das langjährige Mittel und erholte sich an den Pegeln unterhalb der Mosel das gesamte Jahr nicht mehr auf Normalwerte.<sup><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-7">[</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-7">7</a><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-7">]</a></sup> Containerschiffe konnten zeitweise nur noch 20 bis 30 Prozent ihrer Frachtkapazität nutzen.<sup><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-7">[7]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Münchener Rück bezifferte die Niedrigwasserschäden für die gesamte deutsche Binnenflotte auf 37,5 Millionen Euro. Auf der Elbe kam die Güterschifffahrt ab Mitte Juni 2003 vollständig zum Erliegen.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-8">[8]</a></sup> Rückblickend war 2003 ein gutes Beispiel dafür, dass die Binnenschifffahrt bei Niedrigwasser weiterläuft, allerdings mit einer Transportkapazität, die nur einen Bruchteil des Normalbetriebs beträgt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2018: Der zentrale wirtschaftliche Referenzfall</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Niedrigwasser 2018 markierte eine Zäsur. Am 22. Oktober fiel der Pegel Kaub auf 25 Zentimeter, was den niedrigsten Stand der instrumentellen Aufzeichnungen bis dahin darstellte.<sup><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-9">[</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-9">9</a><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-9">]</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-4">[4]</a></sup> Die Niedrigwasserphase begann im Sommer und hielt mehrere Monate an. Im Gesamtjahr 2018 sank die beförderte Gütermenge der deutschen Binnenschifffahrt um 11,1 Prozent auf 197,9 Millionen Tonnen. Die Monate August bis Dezember wiesen jeweils zweistellige Rückgänge auf, der stärkste davon betrug -36,1 Prozent im November.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-10">[10]</a><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-2">[2]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2018 lassen sich die gesamtwirtschaftlichen Folgen besonders gut quantifizieren. Ademmer, Jannsen und Meuchelböck (2023) schätzten, dass die Industrieproduktion um etwa 1 Prozent zurückging, wenn der Pegelstand in Kaub die Marke von 78 Zentimetern für 30 Tage unterschritten hatte. In der Spitze drückte das Niedrigwasser die Industrieproduktion im November 2018 um rund 1,5 Prozent gegenüber dem kontrafaktischen Wert.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-5">[5]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen war BASF in Ludwigshafen. Der Konzern bezieht einen erheblichen Teil seiner Rohstoffe über den Rhein und berichtete in seiner Jahresbilanz 2018, das Niedrigwasser habe neben höheren Rohstoffpreisen und Anlagenabstellungen wesentlich zum Ergebnisrückgang des Segments Chemicals beigetragen.<sup><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-11">[</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-11">1</a><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-11">1]</a></sup> In Duisburg drosselte Thyssenkrupp die Roheisenproduktion, weil Erz- und Kohlelieferungen per Schiff ausblieben.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-12">[12]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Niedrigwasser 2018 löste erstmals eine breite Debatte über die Klimaresilienz der Wasserstraßen aus. Das Bundesverkehrsministerium veröffentlichte 2019 den Aktionsplan &#8222;Niedrigwasser Rhein&#8220;, der die Maßnahmen in mehrere Handlungsfelder einordnete: Informationsbereitstellung, Transport und Logistik, Infrastruktur sowie langfristige Lösungsansätze.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-13">[13]</a></sup> BASF reagierte mit einem Resilienzprogramm für die Versorgung des Standorts Ludwigshafen, aus dem unter anderem das Niedrigwasserschiff &#8222;Stolt Ludwigshafen&#8220; hervorging.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-22">[22]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">2022: Wiederholung unter verschärften Bedingungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nur vier Jahre nach 2018 traf ein erneutes Niedrigwasser auf eine bereits durch Energiekrise und Lieferkettenprobleme belastete Industrie. Mitte August 2022 fiel der Pegel Kaub auf rund 32 Zentimeter. Im August 2022 blieb der Gütertransport auf den Binnenwasserstraßen um 26,8 Prozent unter dem Vorjahreswert – mit 11,7 Millionen Tonnen wurden so wenig Güter befördert wie nie seit der Wiedervereinigung. Im Gesamtjahr transportierte die Binnenschifffahrt noch 182 Millionen Tonnen, ein Rückgang von 6,4 Prozent.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-14">[14]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zusammentreffen mit der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine verschärfte die Situation in besonderer Weise. Kohle- und Öllieferungen per Binnenschiff waren doppelt betroffen: Die Nachfrage nach diesen Energieträgern stieg, die Kohletransporte legten 2022 um 12,1 Prozent zu<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-14">[14]</a></sup>, während die Transportkapazität sank. Die IKSR dokumentierte das Ereignis als erneutes ausgeprägtes Niedrigwasser nur vier Jahre nach 2018 und ordnete seine meteorologischen Ursachen ein.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-15">[15]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2022 setzte Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Beschleunigungskommission Mittelrhein ein, die bis Mitte 2023 Vorschläge zur Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für den Ausbau der Fahrrinne entwickeln sollte.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-16">[16]</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">2026: Neue Pegelrekorde bei laufendem Niedrigwasser</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Niedrigwasser im Sommer 2026 übertrifft die früheren Ereignisse in mehrfacher Hinsicht. Am 3. August unterschritt der Pegel Kaub mit 24 Zentimetern den bisherigen Rekordtiefstand von 2018. Am 14. August um 21:00 Uhr MESZ erreichte der Pegel nach Angaben von ELWIS mit 6 Zentimetern seinen bisherigen Tiefstwert.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-17">[17]</a></sup> Auch an anderen Rheinpegeln wurden neue Tiefststände registriert, darunter ein negativer Wert am Pegel Emmerich.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-17">[17]</a></sup> Das im Juli 2026 gestartete Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS) der Bundesanstalt für Gewässerkunde wies Ende Juli an 44 Prozent der überwachten Rhein-Messstellen eine extreme Niedrigwassersituation aus.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-18">[18]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist der Zeitpunkt: In den hier betrachteten Extremjahren wurde der Tiefststand jeweils später erreicht, beispielsweise am 3. November 1947, am 28. September 2003, am 22. Oktober 2018 oder Mitte August 2022. Besonders ungewöhnlich ist, dass das Extrem bereits Anfang August erreicht wurde. Welche Rolle dabei Niederschlagsdefizit, Verdunstung und die alpine Schmelzwasserspeisung spielen, muss hydrologisch getrennt betrachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Auswirkungen zeichnen sich bereits ab. So stiegen beispielsweise die Transportkosten für den Tankertransport von Rotterdam nach Karlsruhe nach Händlerangaben von rund 45 Euro pro Tonne Ende Juni auf 150 bis 160 Euro pro Tonne Anfang August.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-19">[19]</a></sup> Das Bundeskartellamt stellte fest, dass das Niedrigwasser zu einem Nord-Süd-Gefälle bei den Spritpreisen geführt hat. Die regionalen Preisunterschiede bei Benzin E5 betrugen im Juli bis zu elf Cent pro Liter.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-20">[20]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das IfW Kiel schätzt, dass das Niedrigwasser das BIP im dritten Quartal 2026 um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte drücken könnte.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-31">[31]</a></sup> ING-Chefökonom Carsten Brzeski rechnet für das Gesamtjahr mit einem um mindestens 0,3 Prozentpunkte niedrigeren BIP-Wachstum.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-21">[21]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die begrenzte Substituierbarkeit des Rheintransports zeigt sich im Jahr 2026 besonders deutlich: Die rechte Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden, die zum europäischen Güterverkehrskorridor Rotterdam–Genua gehört und eine der meistbefahrenen Güterverkehrsachsen im deutschen Schienennetz darstellt, wird im Rahmen der Korridoranierung seit dem 10. Juli 2026 für fünf Monate vollständig gesperrt.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-32">[32]</a></sup> Der Schienengüterverkehr wird auf Umleitungsstrecken über die linke Rheinstrecke, die Moselstrecke und die Verbindung über Gießen geführt. Damit fällt ausgerechnet während des Niedrigwassers eine zentrale Ausweichkapazität für den Gütertransport entlang des Rheins aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">BASF setzt in Ludwigshafen das seit 2023 verfügbare Niedrigwasserschiff „Stolt Ludwigshafen&#8220; ein.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-22">[22]</a></sup> Der VCI warnte vor flächendeckenden Produktionskürzungen.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-23">[23]</a></sup> Kreuzfahrtanbieter sagen bereits Reisen ab.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-24">[24]</a></sup> Am 6. August 2026 lud Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) zu einer Niedrigwasser-Fachkonferenz nach Bonn. Angekündigt wurden kurzfristige Maßnahmen: Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw, beschleunigte Schwertransportgenehmigungen, flexiblere Umschlagmöglichkeiten zwischen Schiff, Straße und Schiene sowie ein Sonderkoordinator Niedrigwasser bei DB InfraGO.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-25">[25]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Engpass Mittelrhein: Infrastrukturdefizit und Abladeoptimierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wiederkehrenden Niedrigwasserereignisse treffen auf ein seit Jahrzehnten bekanntes, aber nicht behobenes Infrastrukturdefizit. Zwischen Budenheim bei Mainz und St. Goar, dem 49 Kilometer langen Abschnitt der mittelrheinischen Felsenstrecke, beträgt die freigegebene Fahrrinnentiefe 1,90 Meter unter dem gleichwertigen Wasserstand (GlW). In den angrenzenden Abschnitten flussauf- und flussabwärts liegt die freigegebene Tiefe bei 2,10 Metern.<sup><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-26">[</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-26">2</a><a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#source-26">6]</a></sup> Für durchgehende Transporte zwischen Niederrhein beziehungsweise ARA-Häfen und dem Oberrhein kann der Mittelrhein somit zum maßgeblichen Tiefenengpass werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.abladeoptimierung-mittelrhein.wsv.de/Webs/Projektseite/Mittelrheinoptimierung/DE/01_Startseite/startseite_node.html" rel="noopener">Projekt &#8222;Abladeoptimierung der Fahrrinnen am Mittelrhein&#8220;</a> ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Kategorie eingestuft und hat ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 30,7.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-3">[3]</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-27">[27]</a></sup> Entgegen einer verbreiteten Vorstellung handelt es sich nicht um eine gleichmäßige Vertiefung des gesamten Rheinabschnitts, sondern um die Behandlung mehrerer lokaler Tiefenengpässe mit unterschiedlichen wasserbaulichen Maßnahmen: Felsabtrag, Sedimentmanagement, Längsbauwerke und Buhnen zur Wasserspiegelstützung.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-28">[28]</a><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-29">[29]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der entscheidende Punkt für das Verständnis dieser Maßnahme: Die Abladeoptimierung verhindert Niedrigwasser nicht. Sie erzeugt kein zusätzliches Wasser. Was sie bewirkt, ist eine Verschiebung der Schwelle, ab der die verfügbare Transportkapazität stark zurückgeht. Bei einem Pegelstand, bei dem die Schifffahrt heute auf einen Bruchteil der Normalkapazität eingeschränkt ist, könnte sie mit ausgebauter Fahrrinne noch wirtschaftlich operieren – allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt, an dem auch diese Möglichkeit nicht mehr gegeben wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bedarf wurde 2016 durch Aufnahme des Projekts in das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wastrabg/BJNR322410016.html" rel="noopener">Bundeswasserstraßenausbaugesetz (WaStrAbG)</a> festgestellt. Die Konsultationsphase lief von 2017 bis 2019. Der Scopingtermin für den ersten Teilabschnitt fand im April 2026 in Bingen statt.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-27">[27]</a></sup> Zwischen der Bedarfsfeststellung und dem Beginn konkreter Baumaßnahmen werden somit mindestens zehn Jahre vergehen. Die Empfehlungen der im Jahr 2022 eingesetzten Beschleunigungskommission wurden bislang nur begrenzt umgesetzt.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-16">[16]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Klimawandel verändert das Abflussregime</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage, ob der Klimawandel die Niedrigwassergefahr am Rhein verstärkt, lässt sich nicht anhand einzelner Extremjahre beantworten. Dass die Jahre 2018, 2022 und 2026 dicht beieinanderlagen, ist zwar auffällig, belegt aber allein keinen statistischen Langzeittrend. Umgekehrt widerlegt die Existenz historischer Extreme, wie sie 1947 auftraten, keinen Klimawandeleffekt. Historische Extremwerte, die Veränderung ihrer Häufigkeit, Dauer und des saisonalen Auftretens sowie ihre zukünftig projizierte Entwicklung sind unterschiedliche Größen, die getrennt betrachtet werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat im Jahr 2024 aktualisierte Abflussszenarien für das Rheineinzugsgebiet vorgelegt. Die Projektionen zeigen: Im Winter ist mit einem Anstieg der Abflüsse, im Sommer mit einem Rückgang zu rechnen. Das Abflussregime des Rheins wird sich langfristig stärker durch Regen als durch Schmelzwasser von Schnee und Gletschern prägen.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-30">[30]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mechanismus dahinter ist jedoch nicht &#8222;einfach weniger Regen&#8220;. Relevanter ist die Veränderung der saisonalen Wasserverfügbarkeit: Wärmere Winter bedeuten mehr Niederschlag in Form von Regen statt Schnee und somit eine geringere Speicherung von Schnee im alpinen Einzugsgebiet. Die sommerliche Pufferwirkung der Schneeschmelze nimmt ab. Der langfristige Rückgang der Alpengletscher verringert zusätzlich den sommerlichen Schmelzwasserbeitrag. Höhere Temperaturen erhöhen zudem die atmosphärische Verdunstung. Somit verschiebt sich die saisonale Wasserverfügbarkeit, auch wenn die jährliche Niederschlagssumme nicht zwingend sinkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das UBA-Monitoring zeigt für den Niederrhein seit 1997 einen signifikanten Anstieg der Niedrigwassereinschränkungen für die Schifffahrt und dokumentiert die außergewöhnliche Dauer des Jahres 2018.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-1">[1]</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Anpassung auf drei Ebenen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass keine einzelne Maßnahme die Rheinschifffahrt niedrigwasserunabhängig machen kann. Jede Maßnahme erhöht lediglich die Robustheit des Systems innerhalb bestimmter Grenzen. Die Anpassung vollzieht sich auf drei komplementären Ebenen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wasserstraße:</strong> Die Abladeoptimierung verschiebt die Schwelle, ab der Kapazitätseinbußen einsetzen. Ergänzend verbessern Prognosesysteme wie das Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS) der Bundesanstalt für Gewässerkunde<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-18">[18]</a></sup> und die Vorhersagedienste der WSV die Planbarkeit für die Schifffahrt. Der Aktionsplan 2019 ordnete diese Maßnahmen bereits als zusammenhängendes Handlungsfeld ein.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-13">[13]</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Flotte:</strong> Niedrigwasseroptimierte Schiffe wie die &#8222;Stolt Ludwigshafen&#8220; können aufgrund ihres geringeren Tiefgangs bei gleichem Wasserstand länger und mit größerer Ladung eingesetzt werden als konventionelle Schiffe.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-22">[22]</a></sup> Aber auch ein solches Schiff verliert bei weiter fallendem Wasserstand Transportkapazität. Bisher ist nur ein kleiner Teil der auf dem Rhein verkehrenden Frachtschiffe für extreme Niedrigwasserbedingungen ausgelegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/niedrigwasserschiff-Stolt-Ludwigshafen-1024x576.webp" alt="Niedrigwasserschiff Rhein Chemietanker" class="wp-image-181126" title="Niedrigwasser und Binnenschifffahrt: Warum der Rhein zum Engpass für Industrie und Güterverkehr wird 6" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/niedrigwasserschiff-Stolt-Ludwigshafen-1024x576.webp 1024w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/niedrigwasserschiff-Stolt-Ludwigshafen-600x338.webp 600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/niedrigwasserschiff-Stolt-Ludwigshafen-768x432.webp 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/niedrigwasserschiff-Stolt-Ludwigshafen-1536x864.webp 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2026/08/niedrigwasserschiff-Stolt-Ludwigshafen-2048x1152.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Niedrigwasserschiff Stolt Ludwigshafen | Foto: BASF</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Logistik:</strong> Erhöhte Lagerbestände, frühzeitige Disposition bei sich verschlechternden Prognosen, multimodale Transportoptionen und alternative Bezugswege ergänzen die infrastrukturellen und flottenbasierten Maßnahmen. Die Grenzen zeigen sich, wenn mehrere Verkehrsträger gleichzeitig eingeschränkt sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einordnung: Vom Ausnahmefall zum planbaren Betriebsrisiko</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitleiste macht ein über einzelne Wetterereignisse hinausgehendes Muster sichtbar: Schwere Niedrigwasserereignisse sind in den vergangenen Jahren in vergleichsweise kurzer Folge aufgetreten. Ob sich darin ein dauerhafter Trend zeigt, müssen längere Zeitreihen und hydrologische Studien klären. Die Häufung allein belegt noch keinen Langzeittrend. Für die Planung ist jedoch relevant, dass schwere Niedrigwasserereignisse zuletzt in vergleichsweise kurzer Folge aufgetreten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig zeigt die Zeitleiste, dass ein bestimmter Wasserstand nicht automatisch einen bestimmten volkswirtschaftlichen Schaden verursacht. Die wirtschaftliche Verwundbarkeit hängt unter anderem von der Güterstruktur, den Lagerbeständen, der Flottenstruktur, den verfügbaren Transportalternativen, dem Zustand anderer Verkehrsnetze und der industriellen Abhängigkeit vom Rhein ab. Niedrigwasser ist hydrologisch bedingt. Wie groß der daraus resultierende wirtschaftliche Schaden ist, hängt auch vom Verkehrssystem und den Lieferketten ab. Warum eine Störung auf einem einzelnen Verkehrsträger in das Gesamtsystem durchschlagen kann, erklärt sich aus den <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/logistik-gueterverkehr-circular-economy/">Wirkungszusammenhängen im überregionalen Güterverkehr</a>. Damit wird aus einer Naturgefahr eine Systemrisikofrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurzfristige Ausweichmaßnahmen wie Lkw-Fahrverbot-Ausnahmen, zusätzliche Schienenkapazitäten oder beschleunigte Schwertransportgenehmigungen können die akuten Folgen mildern. Die strukturelle Abladeoptimierung befindet sich dagegen auch zehn Jahre nach der gesetzlichen Bedarfsfeststellung noch im Planungsprozess.<sup><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/#source-27">[27]</a></sup> Und selbst wenn sie fertiggestellt wird, verschiebt sie die Schwelle – sie beseitigt das Risiko nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Logistik und Infrastrukturplanung stellt sich anstelle der Frage &#8222;Was tun wir beim nächsten Niedrigwasser?&#8220; zunehmend die Frage, wie das Güterverkehrssystem so gestaltet werden kann, dass regelmäßig reduzierte Transportkapazitäten beherrschbar bleiben. Vorsorge statt Reaktion. Reserven statt maximale Optimierung auf Normalbedingungen. Mehrere Anpassungsebenen statt einer Einzelmaßnahme. Niedrigwasser sollte deshalb nicht mehr ausschließlich als Ausnahmefall behandelt werden. Es wird zum planbaren Betriebsrisiko – vorausgesetzt, man plant entsprechend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verweise</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li>Umweltbundesamt (2023): „VE-I-1 + 2: Hochwassersperrungen und Niedrigwassereinschränkungen am Rhein&#8220;, Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/monitoring-zur-das/handlungsfelder/verkehr-verkehrsinfrastruktur/ve-i-1_ve-i-2/indikator" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-1a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-1b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Statistisches Bundesamt (2022): „Binnenschifffahrt: 86 % der von Januar bis Mai 2022 beförderten Güter auf dem Rhein transportiert&#8220;, Pressemitteilung Nr. N053 vom 26. August 2022. <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/08/PD22_N053_463.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-2a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-2b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz: Deutsche Binnenschifffahrt stärken – Abladeoptimierung Mittelrhein beschleunigen. <a href="https://www.ihk-rlp.de/themen/verkehrinfrastruktur/deutsche-binnenschifffahrt-staerken-5958782" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-3a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-3b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-3c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Gewässerkunde: Informationsplattform Undine, „Pegel Kaub, Rhein&#8220;, Abfluss-Extremwerte, Pegelhistorie und gewässerkundliche Hauptwerte (Reihe 1930–2025). <a href="https://undine.bafg.de/rhein/pegel/rhein_pegel_kaub.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-4a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-4b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-4c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-4d"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-4e"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Ademmer, Martin; Jannsen, Nils; Meuchelböck, Saskia (2023): „Extreme Weather Events and Economic Activity: The Case of Low Water Levels on the Rhine River&#8220;. In: <em>German Economic Review</em>, 24(2), S. 121–144. DOI: <a href="https://doi.org/10.1515/ger-2022-0077" rel="noopener">10.1515/ger-2022-0077</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-5a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-5b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), stellv. Geschäftsführer Fabian Spieß, zitiert in: ZDF heute – Wie Niedrigwasser der Wirtschaft zusetzt, 2. August 2026. <a href="https://www.zdfheute.de/wirtschaft/niedrigwasser-guetertransport-schifffahrt-wirtschaft-100.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-6a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Gewässerkunde: Informationsplattform Undine, „Das Niedrigwasser des Rheins im Sommer und Herbst 2003&#8243;. <a href="https://undine.bafg.de/rhein/extremereignisse/rhein_nw2003.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-7a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-7b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Gewässerkunde: Informationsplattform Undine, „Das Niedrigwasser der Elbe im Sommer / Herbst 2003&#8243;, unter Bezugnahme auf Münchener Rückversicherung (2005). <a href="https://undine.bafg.de/elbe/extremereignisse/elbe_nw2003.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-8a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Gewässerkunde: Informationsplattform Undine, „Das Niedrigwasser des Rheins im Sommer und Herbst 2018&#8243;. <a href="https://undine.bafg.de/rhein/extremereignisse/rhein_nw2018.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-9a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Statistisches Bundesamt (2019): „Niedrigwasser beschert Binnenschifffahrt Rekordminus&#8220;, Pressemitteilung Nr. 112 vom 22. März 2019. <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/03/PD19_112_463.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-10a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>BASF (2019): „BASF posts slight increase in 2018 sales and decline in earnings&#8220;, Pressemitteilung vom 26. Februar 2019. <a href="https://www.basf.com/global/en/media/news-releases/2019/02/p-19-141" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-11a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Reuters (2026): „Low Rhine water levels pose cost and logistics threat to German industry&#8220;, 14. Juli 2026. <a href="https://www.reuters.com/business/environment/low-rhine-water-levels-pose-cost-logistics-threat-german-industry-analysts-say-2026-07-14/" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-12a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium für Verkehr (2019): Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein&#8220; für zuverlässigen Transport, 4. Juli 2019. <a href="https://www.bmv.de/aktionsplan-niedrigwasser-rhein" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-13a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-13b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Statistisches Bundesamt (2023): „Gütertransport in der Binnenschifffahrt 2022 so niedrig wie noch nie seit der deutschen Vereinigung&#8220;, Pressemitteilung Nr. 119 vom 27. März 2023. <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_119_463.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-14a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-14b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (2024): Bericht Nr. 299 – Bericht zum Niedrigwasser- und Dürreereignis des Jahres 2022. <a href="https://www.iksr.org/de/oeffentliches/dokumente/archiv/fachberichte/fachberichte-einzeldarstellung/299-bericht-zum-niedrigwasser-und-duerreereignis-des-jahres-2022" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-15a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>WirtschaftsWoche: Niedrigwasser im Rhein: Warum der Ausbau nicht vorankommt, 6. August 2026. <a href="https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/niedrigwasser-im-rhein-warum-der-ausbau-nicht-vorankommt/100244936.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-16a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-16b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes: ELWIS, Wasserstände Pegel Kaub, abgerufen am 8. August 2026. <a href="https://www.elwis.de/DE/dynamisch/Wasserstaende/Pegeleinzeln:KAUB" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-17a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-17b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-17c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Gewässerkunde (2026): „Niedrigwasser-Informationssystem NIWIS gestartet&#8220;, 15. Juli 2026. <a href="https://www.bafg.de/DE/5_Informiert/4_Infothek/Aktuelles/_doc/2026/260715_NIWIS.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-18a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-18b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Reuters (2026): „Bundeskartellamt: Rhein-Niedrigwasser sorgt für Nord-Süd-Gefälle bei Spritpreisen&#8220;, 4. August 2026, Händlerangaben zu Transportkosten Rotterdam–Karlsruhe. <a href="https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/bundeskartellamt-rhein-niedrigwasser-sorgt-fuer-nord-sued-gefaelle-bei-spritpreisen-ce7f50dedb8ff42c" rel="noopener">URL (via MarketScreener)</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-19a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundeskartellamt (2026): Sonderausgabe Kraftstoffpreise Juli 2026 – Auswirkungen des Rhein-Niedrigwassers, 4. August 2026. <a href="https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2026/08_04_2026_KraftstoffNews_Sonderausgabe.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-20a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Brzeski, Carsten (2026): „Low water levels are new setback for the German economy&#8220;. ING Think, 4. August 2026. <a href="https://think.ing.com/articles/low-water-levels-and-the-german-economy/" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-21a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>BASF / Stolt Tankers (2023): „BASF SE and Stolt Tankers introduce the low-water chemical tanker Stolt Ludwigshafen&#8220;, 26. Mai 2023. <a href="https://www.basf.com/global/en/who-we-are/organization/locations/europe/german-sites/ludwigshafen/news-and-media/news-releases/2023/05/p-23-216" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-22a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-22b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-22c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>dpa: „Extrem-Niedrigwasser: Minister kündigt Sofortmaßnahmen an&#8220;, 6. August 2026, Zitat Wolfgang Große Entrup (VCI). <a href="https://www.gmx.net/magazine/politik/inland/extrem-niedrigwasser-minister-kuendigt-sofortmassnahmen-42586240" rel="noopener">URL (via GMX)</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-23a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>ZDF heute: Wie Niedrigwasser der Wirtschaft zusetzt, 2. August 2026. <a href="https://www.zdfheute.de/wirtschaft/niedrigwasser-guetertransport-schifffahrt-wirtschaft-100.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-24a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesministerium für Verkehr (2026): Spitzengespräch Niedrigwasser – Bilger kündigt Sofortmaßnahmen an, 6. August 2026. <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/spitzengespraech-niedrigwasser.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-25a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Wasserbau (BAW): Abladeoptimierung Mittelrhein – Projektseite. <a href="https://www.baw.de/de/infrastruktur/ausgew_projekte/projekt_2/projekt_2.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-26a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein: „Abladeoptimierung der Fahrrinnen am Mittelrhein&#8220;, Projektinformation, abgerufen am 8. August 2026. <a href="https://www.abladeoptimierung-mittelrhein.wsv.de/Webs/Projektseite/Mittelrheinoptimierung/DE/01_Startseite/startseite_node.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-27a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-27b"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-27c"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesanstalt für Wasserbau (2019): Geschäftsbericht 2018 – Abschnitt Abladeoptimierung Mittelrhein, wasserbauliche Maßnahmen und Modellversuche. <a href="https://izw.baw.de/publikationen/geschaeftsberichte/0/BAW_Geschaeftsbericht_2018_web.pdf" rel="noopener">PDF</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-28a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Bundesverkehrswegeplan 2030 – Projekt W 25: Abladeoptimierung Mittelrhein, Projektdossier. <a href="https://www.bvwp-projekte.de/wasserstrasse/w25/w25.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-29a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (2024): Bericht Nr. 297 – Klimawandelbedingte Abflussszenarien für das Rheineinzugsgebiet. <a href="https://www.iksr.org/de/oeffentliches/dokumente/archiv/fachberichte/fachberichte-einzeldarstellung/297-klimawandelbedingte-abflussszenarien-fuer-das-rheineinzugsgebiet" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-30a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>Handelsblatt (2026): „IfW: Rhein-Niedrigwasser könnte deutsche Wirtschaftsleistung dämpfen&#8220;, 28. Juli 2026, Zitat Stefan Kooths (IfW Kiel). <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ifw-rhein-niedrigwasser-koennte-deutsche-wirtschaftsleistung-daempfen/100243331.html" rel="noopener">URL</a> <a href="file:///C:/Users/M.Randelhoff/Downloads/niedrigwasser-rhein-wordpress(2).html#ref-31a"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>



<li>DB InfraGO (2026): Korridorsanierung Rechter Rhein – Bahnstrecke Troisdorf–Wiesbaden, Projektseite. Vollsperrung 10. Juli bis 12. Dezember 2026. <a href="https://rechter-rhein.deutschebahn.com/" rel="noopener">URL</a> <a href="https://www.claudeusercontent.com/?domain=claude.ai&amp;parentOrigin=https%3A%2F%2Fclaude.ai&amp;errorReportingMode=parent&amp;formattedSpreadsheets=true#ref-32a" rel="noopener"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a></li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/181101/logistik-gueterverkehr/niedrigwasser-rhein-binnenschifffahrt-risiko-massnahmen/">Niedrigwasser und Binnenschifffahrt: Warum der Rhein zum Engpass für Industrie und Güterverkehr wird</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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		<title>Das Safe-System als Kernelement der Vision Zero</title>
		<link>https://www.zukunft-mobilitaet.net/178333/verkehrssicherheit/vision-zero-safe-system-elemente/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 12:17:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrssicherheit & Vision Zero]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Safe-System-Konzept übersetzt die abstrakte <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/verkehrssicherheit-vision-zero/">Vision Zero</a> in fünf konkrete Handlungsfelder, die ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken: sichere Straßen (Infrastruktur), sichere Geschwindigkeiten (Regulierung), sichere Fahrzeuge (Technologie), sichere Verkehrsteilnehmende (Verhalten und Bildung) sowie eine sichere Post-Crash-Response (Rettungswesen). Das zentrale Prinzip lautet: Das System verzeiht Fehler, da es nicht auf das perfekte Funktionieren aller Elemente angewiesen ist.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/178333/verkehrssicherheit/vision-zero-safe-system-elemente/">Das Safe-System als Kernelement der Vision Zero</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Safe-System-Ansatz bildet die Grundlage für die Umsetzung von <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/verkehrssicherheit-vision-zero/">Vision Zero <em>(zum Übersichtsartikel Verkehrssicherheit &amp; Vision Zero)</em></a>. Er geht davon aus, dass Menschen im Verkehr Fehler machen und verlangt ein System, in dem diese nicht tödlich enden. Verantwortlich sind demnach nicht allein die Verkehrsteilnehmenden, sondern auch Planung, Fahrzeugindustrie und Gesetzgebung. Der Ansatz gliedert sich in fünf Handlungsfelder: sichere Straßen, sichere Fahrzeuge, sichere Geschwindigkeiten, sichere Verkehrsteilnehmende und die Versorgung nach einem Unfall.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sichere Straßen: Infrastruktur als Schlüssel zur Fehlervermeidung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur bildet das Fundament eines sicheren Systems. Bauliche Maßnahmen wirken sowohl präventiv, indem sie gefährliche Situationen verhindern, als auch protektiv, indem sie die Unfallfolgen abmildern. Ein zentrales Prinzip der sicheren Straßengestaltung ist die physische Trennung von Verkehrsströmen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Schutzniveaus. Mitunter wird auch auf die Trennung der kinetischen Energieniveaus aus Masse und Geschwindigkeit abgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Hauptverkehrsstraßen mit Tempo 50 oder höher müssen Radfahrende durch baulich getrennte, geschützte Radwege vom Kfz-Verkehr separiert werden, da Radfahrstreifen ohne physische Barriere keinen ausreichenden Schutz bieten und von vielen potenziellen Radfahrenden aufgrund des subjektiven Unsicherheitsgefühls gemieden werden.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-1' id='fnref-178333-1' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>1</a></sup> Die subjektive Sicherheit – das Gefühl, sicher unterwegs zu sein – ist dabei ebenso wichtig wie die objektive Sicherheit. Sie entscheidet maßgeblich über die Nutzung aktiver Mobilität und damit über den Erfolg der Verkehrswende insgesamt.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-2' id='fnref-178333-2' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Knotenpunkte, also Kreuzungen und Einmündungen, sind besonders unfallträchtige Bereiche, da hier verschiedene Verkehrsströme aufeinandertreffen und komplexe Vorfahrtsituationen entstehen. Eine Möglichkeit ist der Umbau klassischer Kreuzungen zu kompakten Kreisverkehren. Diese reduzieren nachweislich die Zahl schwerer Unfälle, da die Geschwindigkeiten begrenzt sind, die Zahl möglicher Konfliktpunkte verringert ist und schwere Frontalzusammenstöße baulich ausgeschlossen sind.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-3' id='fnref-178333-3' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>3</a></sup> Gleichzeitig müssen Kreisverkehre so gestaltet werden, dass auch Fußgänger und Radfahrende sicher queren können, beispielsweise durch ausreichend dimensionierte Querungsstellen, gute Sichtbeziehungen und gegebenenfalls durch ein bauliches Vorziehen der Gehwegbereiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei größeren Knotenpunkten mit hohem Verkehrsaufkommen können „protected intersections”, also Kreuzungen mit geschützten Abbiegebeziehungen für Radfahrende, die Sicherheit erheblich steigern. Dies wird erreicht, indem Konflikte zwischen abbiegenden Kfz und geradeausfahrenden Radfahrenden räumlich oder zeitlich entflochten werden.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-4' id='fnref-178333-4' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Seitenraum entlang von Straßen birgt zusätzliche Gefahren, insbesondere bei Abkommensunfällen auf Landstraßen, auf denen die meisten tödlichen Verkehrsunfälle in Deutschland geschehen. Bäume, Masten oder andere starre Hindernisse im unmittelbaren Straßenrandbereich können bei einem solchen Unfall zu schweren Verletzungen führen, da die Aufprallenergie nicht abgebaut wird. Dort, wo aus stadtgestalterischen oder ökologischen Gründen nicht auf Bäume verzichtet werden kann, müssen Schutzplanken installiert werden. Diese bremsen abgekommene Fahrzeuge kontrolliert ab und leiten sie wieder auf die Fahrbahn zurück.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-5' id='fnref-178333-5' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>5</a></sup> Gleichzeitig gilt es, den Seitenraum nicht zu einem rein technischen Schutzstreifen zu degradieren, sondern als multifunktionalen Aufenthaltsraum zu gestalten. Dies stellt einen Zielkonflikt dar, der nur durch differenzierte, kontextabhängige Lösungen aufgelöst werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres zentrales Element sicherer Infrastruktur ist die Verkehrsberuhigung in Wohngebieten und Geschäftsstraßen. Durch bauliche Maßnahmen wie Aufpflasterungen, Verschwenkungen, Mittelinseln oder Fahrbahnverengungen werden Geschwindigkeiten physisch begrenzt, ohne dass eine kontinuierliche Überwachung erforderlich wäre.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-6' id='fnref-178333-6' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>6</a></sup> Diese selbsterklärenden Straßen kommunizieren durch ihre Gestaltung das erwartete Verhalten. Breite, gerade Straßen suggerieren hohe Geschwindigkeiten, enge Straßen mit verschwenkten Fahrgassen erzwingen niedrige Tempi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept der selbsterklärenden Straße ist dabei nicht auf Tempo-30-Zonen beschränkt, sondern sollte auf allen Straßenkategorien Anwendung finden. Eine Landstraße, auf der Tempo 100 erlaubt ist, muss dies durch Querschnitt, Linienführung und Seitenraumgestaltung auch vermitteln. Andernfalls entsteht eine Diskrepanz zwischen baulicher Gestaltung und Regelung, die zu Fehlverhalten und Unfällen führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Indikator für die Qualität und Glaubwürdigkeit von Geschwindigkeitsbegrenzungen ist die sogenannte V85. Das ist die Geschwindigkeit, die von 85 % der Verkehrsteilnehmer eingehalten oder unterschritten wird.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-7' id='fnref-178333-7' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>7</a></sup> Wenn die V85 deutlich über dem ausgeschilderten Limit liegt, kann das darauf hindeuten, dass entweder die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht glaubwürdig ist, weil die Straße baulich höhere Geschwindigkeiten suggeriert, oder dass die Einhaltung nicht durchgesetzt wird. Eine Tempo-30-Zone, in der die V85 bei 45 km/h liegt, funktioniert nicht wie vorgesehen. Die Messung der V85 sollte daher systematisch zur Evaluierung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen eingesetzt werden und bei Abweichungen Anlass für bauliche Nachbesserungen sein.<sup>[siehe bspw. <a href="https://www.bachenbuelach.ch/public/upload/assets/3285/Tempo-30-Zone.%20Messwert%20v85.%20Erkl%C3%A4rung.pdf?fp=1" rel="noopener">LN 921/229 der Gemeinde Bachenbülach (Schweiz)</a>]</sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Sichere Fahrzeuge: Technologie als Schutzschild</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Infrastruktur schafft die Grundlage für sicheres Verhalten, während die Fahrzeuge im Falle eines Unfalls über das Ausmaß der Verletzungen entscheiden. Die Fahrzeugsicherheit lässt sich in passive und aktive Sicherheitssysteme unterteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur passiven Sicherheit zählen all jene Elemente, die im Falle einer Kollision Verletzungen minimieren. Dazu zählen Knautschzonen, die die Aufprallenergie absorbieren, Airbags, die den Aufprall der Insassen auf harte Oberflächen abfedern, sowie Sicherheitsgurte, die die Insassen im Fahrzeug halten und ein Herausschleudern verhindern.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-8' id='fnref-178333-8' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>8</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kontinuierliche Verbesserung der passiven Sicherheit in den vergangenen Jahrzehnten hat maßgeblich zur Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten beigetragen. Insassen moderner Pkw haben bei vergleichbaren Unfällen deutlich bessere Überlebenschancen als noch vor 30 Jahren. Euro-NCAP-Crashtests zeigen, dass Fahrzeuge, die ab 2024 zugelassen wurden, bei Frontalcrashs eine um 80 % bessere Insassenschutzleistung aufweisen als Fahrzeuge aus den 1990er Jahren<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-9' id='fnref-178333-9' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>9</a></sup> Diese Verbesserungen haben maßgeblich zur Reduktion der Zahl der Verkehrstoten beigetragen. Berechnungen zufolge sind etwa 40 % des Rückgangs der Verkehrstoten in Europa auf die verbesserte Fahrzeugsicherheit zurückzuführen.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-8' id='fnref-178333-8' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>8</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig zeigt sich, dass die passive Sicherheit ihre Grenzen hat: Sie schützt primär die Insassen des Fahrzeugs, nicht jedoch Fußgänger, Radfahrer oder Motorradfahrer, die bei einer Kollision getroffen werden. Hier setzen aktive Sicherheitssysteme an, die darauf abzielen, Unfälle präventiv zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den wichtigsten aktiven Sicherheitssystemen, die häufig unter dem Begriff Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) zusammengefasst werden, gehören Notbremsassistenten, die bei drohenden Kollisionen selbstständig bremsen, Spurhalteassistenten, die das unbeabsichtigte Verlassen der Fahrspur korrigieren, sowie Toter-Winkel-Warner, die vor nicht einsehbaren Verkehrsteilnehmern warnen.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-11' id='fnref-178333-11' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>11</a></sup> Seit 2022 sind einige dieser Systeme für alle neu zugelassenen Fahrzeugtypen in der EU verpflichtend, darunter auch Intelligent Speed Assistance (ISA)-Systeme, die die Fahrenden auf Geschwindigkeitsüberschreitungen hinweisen und optional die Geschwindigkeit begrenzen können.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-12' id='fnref-178333-12' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>12</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende Verbreitung von Sensorik in Form von Kameras, Radar- und LiDAR-Systemen ermöglicht es Fahrzeugen, ihre Umgebung präzise wahrzunehmen und auf Gefahrensituationen schneller zu reagieren, als es menschlichen Fahrer:innen möglich wäre<em> (zu den verschiedenen Sensoren siehe <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/79615/energie-antrieb-fahrzeugtechnik/fahrzeugumfeldsensorik-funktionsweise-lidar-radar-infrarotsensor-ultraschall-videosensor">Fahrzeugumfeldsensorik: LiDAR, Radar, Infrarot, Ultraschall und Video im Vergleich – Funktionsweise, Vor- und Nachteile, Sensordatenfusion</a>)</em>. Dennoch ist zu bedenken, dass diese Systeme derzeit als Assistenzsysteme konzipiert sind und nicht als Ersatz für menschliche Aufmerksamkeit. Die Verantwortung verbleibt somit beim Fahrer, auch wenn das Fahrzeug teilautomatisiert fährt. Mit der schrittweisen Einführung höherer Automatisierungsstufen verschiebt sich diese Verantwortung jedoch zunehmend auf die Fahrzeughersteller. Dies wirft grundlegende Fragen der Haftung und Regulierung auf, die noch nicht abschließend geklärt sind.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-13' id='fnref-178333-13' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>13</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Sichere Regulierung: Geschwindigkeit als gesellschaftliche Entscheidung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Infrastruktur und die Fahrzeugtechnik die physischen Rahmenbedingungen für die Verkehrssicherheit schaffen, legen regulative Maßnahmen, insbesondere Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Spielregeln fest, innerhalb derer Verkehr stattfindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein bedeutender Teil der Verbesserungen in der Verkehrssicherheit ist auf die Einführung neuer oder die Verschärfung bestehender Verkehrsregeln zurückzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Phase 1 (1950–1980): Fokus auf Fahrer:in und Insassenschutz</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einführung der technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen 1951</li>



<li>Einführung einer Blutalkoholgrenze von 1,5 Promille 1953 (vorher kein Grenzwert)</li>



<li>Tempo 50 innerorts 1957 (vorher kein allgemeines Tempolimit innerorts)</li>



<li>Tempo 100 auf Außerortsstraßen 1972 (vorher kein allgemeines Tempolimit außerorts)</li>



<li>Senkung der Blutalkoholgrenze auf 0,8 Promille 1973</li>



<li>Richtgeschwindigkeit 130 auf Bundesautobahnen 1974</li>



<li>Einbaupflicht für Sicherheitsgurte 1974</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Phase 2 (1975–2010): Fokus auf Risikogruppen (Kinder, Fahranfänger) &amp; Fahrzeugtechnik</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Anlegepflicht für Sicherheitsgurte auf Vordersitzen 1976 und Bußgeldahndung von Verstößen 1984</li>



<li>Einführung der Helmpflicht für Motorradfahrer 1976 (ab 1978 auch für Mopedfahrer) und Bußgeldahndung von Verstößen 1980</li>



<li>Gurtpflicht auf der Rücksitzbank 1979 und Bußgeldahndung von Verstößen 1984</li>



<li>Helmpflicht für Mofafahrer 1985</li>



<li>Einführung der Probezeit für Fahranfänger (2 Jahre) 1986</li>



<li>Einführung der Kindersitzpflicht 1993</li>



<li>weitere Senkung der Blutalkoholgrenze auf 0,5 Promille 1998, ab 2001 mit Fahrverbot</li>



<li>Handyverbot am Steuer 2004</li>



<li>0,0-Promille-Grenze für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren 2007</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Phase 3 (ab 2010): Fokus auf Vulnerable Road User (verletzliche Straßennutzer wie bspw. Radfahrer) &amp; Assistenzsysteme (EU-Ebene)</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dauerhafte Einführung des Begleiteten Fahrens ab 17 (BF17) 2011</li>



<li>Pflicht für Tagfahrlicht bei neuen Fahrzeugtypen 2011</li>



<li>Pflicht für ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und Reifendruckkontrollsysteme 2014</li>



<li>Pflicht für eCall (Automatisches Notrufsystem) 2018</li>



<li>StVO-Novelle („Radfahrer-Novelle“) 2020 u.a. mit Festschreibung des Mindestüberholabstands (1,5 m innerorts, 2,0 m außerorts), generelles Halteverbot auf Fahrradschutzstreifen, Radfahrstreifen, u.a. und Schrittgeschwindigkeit für LKW beim Rechtsabbiegen</li>



<li>Pflicht für Intelligent Speed Assistance (ISA), Notbremsassistenten, Spurhalteassistenten, Müdigkeitswarner und eine &#8222;Blackbox&#8220; (Unfalldatenspeicher) in Neuwagen 2022/2024 (General Safety Regulation (GSR, Verordnung (EU) 2019/2144))</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Geschwindigkeitsbegrenzungen zählen zu den wirksamsten und kosteneffizientesten Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit. Meta-Analysen internationaler Studien zeigen eindeutig: Eine Reduktion der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 10 km/h reduziert die Zahl schwerer Unfälle um etwa 30-40 %.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-14' id='fnref-178333-14' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>14</a></sup> Dieser Effekt ist international unabhängig vom Ausgangsniveau und von kulturellen Besonderheiten.konsistent nachgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Innenstädten, wie sie bereits in Städten wie Paris, Brüssel, Helsinki oder Graz umgesetzt wurde, ist eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-15' id='fnref-178333-15' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>15</a></sup> In Deutschland verhindert die derzeitige Rechtslage eine flächendeckende Einführung von Tempo 30, da die Straßenverkehrs-Ordnung Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit innerorts vorsieht und Tempo 30 nur als begründungspflichtige Ausnahme zulässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In absoluten Zahlen ereignen sich auf Landstraßen die meisten tödlichen Unfälle. Dies liegt jedoch nicht daran, dass dort schneller gefahren wird, sondern an der Kombination aus hohen Geschwindigkeiten, fehlenden Schutzelementen (keine Leitplanken, starre Hindernisse im Seitenraum) und dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Verkehrsarten (Pkw, Lkw, Radfahrende, landwirtschaftliche Fahrzeuge).<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-16' id='fnref-178333-16' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>16</a></sup> Eine differenzierte Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Landstraßen – je nach Ausbaustandard, Linienführung und Seitenraumgestaltung – könnte hier zu erheblichen Sicherheitsgewinnen führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen wird mit besonderer Intensität geführt. Dabei ist die Verkehrssicherheit neben Klimaschutz, Lärmminderung und Verkehrsfluss häufig nur eines von mehreren Argumenten. Aus rein sicherheitstechnischer Perspektive zeigen internationale Erfahrungen, dass Tempolimits die Zahl schwerer Unfälle reduzieren, auch <a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=172160">wenn Autobahnen bereits jetzt die sicherste Straßenkategorie darstellen</a>. Ein Tempolimit von 130 km/h, das in nahezu allen europäischen Ländern Standard ist, würde die Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Fahrzeugen verringern und somit die Zahl kritischer Überholvorgänge und Auffahrunfälle reduzieren. Gleichzeitig ist die Einführung eines Tempolimits keine Maßnahme, die Vision Zero allein erreichen kann, sondern ein Baustein im Gesamtsystem. Aufgrund seiner hohen Symbolkraft und vergleichsweise einfachen Umsetzbarkeit hätte dieser Baustein jedoch eine wichtige Signalfunktion.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sichere Verkehrsteilnehmende: Die Rolle von Bildung und Verhalten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte Säule des Safe Systems, die sich mit dem Verhalten der Verkehrsteilnehmenden befasst, setzt auf Bildung, Ausbildung und Kampagnen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die primäre Verantwortungsebene, sondern um ein komplementäres Element innerhalb eines fehlertoleranten Systems.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-17' id='fnref-178333-17' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>17</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Quantitative Evaluationen zeigen moderate Effekte. Meta-Analysen von Verkehrserziehungsprogrammen für Kinder ergeben eine Reduktion der Unfallraten um 10-15 %.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-18' id='fnref-178333-18' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>18</a></sup> Internationale Vergleiche belegen jedoch, dass die Kinderunfallrate stärker von der Qualität der Infrastruktur als von der Intensität der Verkehrserziehung abhängt. In den Niederlanden liegt die Kinderunfallrate um 60 % niedriger als in Deutschland &#8211; primär aufgrund sicherer Infrastruktur.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-19' id='fnref-178333-19' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>19</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kampagnen zur Verhaltensänderung erzielen isoliert nur geringe Wirkungen (5-10 % weniger Unfälle), sind jedoch wirksam, wenn sie mit konsequenter Durchsetzung verbunden werden.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-20' id='fnref-178333-20' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>20</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Post-Crash-Response: Die Rettungskette als integraler Systembestandteil</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünfte Säule des Safe Systems befasst sich mit der medizinischen Versorgung nach Unfällen. Die Qualität der Rettungskette ist dabei entscheidend für das Überleben und die Vermeidung von Langzeitschäden.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-21' id='fnref-178333-21' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>21</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept der „Goldenen Stunde” besagt, dass Schwerverletzte innerhalb von 60 Minuten in einem Traumazentrum versorgt werden müssen.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-22' id='fnref-178333-22' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>22</a></sup> In Deutschland liegt die durchschnittliche Zeit in urbanen Räumen bei 45–50 Minuten, in ländlichen Regionen jedoch bei 60–75 Minuten.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-23' id='fnref-178333-23' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>23</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das automatische Notrufsystem eCall ist seit 2018 verpflichtend und verkürzt die Alarmierungszeit im Durchschnitt um 40 %. Es reduziert die Sterblichkeit bei schweren Unfällen um etwa 4 %.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-24' id='fnref-178333-24' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>24</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Traumanetzwerk gewährleistet eine leitliniengerechte Versorgung Schwerverletzter und erreicht damit eine Überlebensrate von etwa 90 %. Dieser Wert ist international sehr hoch.<sup class='footnote'><a href='#fn-178333-25' id='fnref-178333-25' onclick='return fdfootnote_show(178333)'>25</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf Säulen des Safe-System-Ansatzes sind unterschiedlich gut belegt. Am klarsten ist die Befundlage bei Infrastruktur und Geschwindigkeitsregulierung: Wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit um zehn km/h gesenkt, sinkt die Zahl der schweren Unfälle um 30 bis 40 Prozent. Hinzu kommt, dass eine Straße, deren Bauform das erwartete Tempo vermittelt, auch ohne laufende Überwachung wirkt. Rund 40 Prozent des Rückgangs der Verkehrstoten sind auf die Fahrzeugtechnik zurückzuführen, die allerdings vor allem die Insassen und kaum die Menschen außerhalb des Fahrzeugs schützt. Verkehrserziehung und Kampagnen erreichen niedrigere Werte von 5 bis 15 Prozent. Ein Vergleich mit den Niederlanden deutet zudem darauf hin, dass die Kinderunfallrate stärker von der Qualität der Infrastruktur als von der Verkehrserziehung beeinflusst wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz verlagert die Verantwortung somit von den einzelnen Verkehrsteilnehmenden auf die Gestaltung des Systems. Der deutsche Rechtsrahmen folgt dieser Logik bisher nur teilweise. Innerorts sieht die Straßenverkehrsordnung weiterhin Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit vor; Tempo 30 muss hingegen im Einzelfall begründet werden. Städte wie Paris, Brüssel, Helsinki und Graz haben dieses Verhältnis umgekehrt. Auf Landstraßen ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle, doch die zulässige Geschwindigkeit richtet sich dort kaum danach, wie die Straße ausgebaut ist, wie sie verläuft und wie ihr Seitenraum gestaltet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleiben drei Zielkonflikte offen, die sich jeweils nur im konkreten Fall lösen lassen. Erstens soll der Seitenraum Aufprallenergie abbauen und zugleich als Aufenthaltsraum dienen. Zweitens ist ungeklärt, wer haftet, wenn Fahrzeuge zunehmend automatisiert fahren. Drittens erreichen Rettungsdienste Schwerverletzte auf dem Land erst nach 60 bis 75 Minuten und damit später als es die Goldene Stunde vorsieht. Ob Bauform und Regelung zusammenpassen, zeigt die V85: Liegt sie dauerhaft über dem zulässigen Tempo, weichen gefahrene und geregelte Geschwindigkeit systematisch voneinander ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verkehrssicherheit erscheint im Safe-System-Ansatz somit als Ergebnis eines Zusammenspiels und nicht als Summe einzelner Maßnahmen. Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Regulierung, Verhalten und Rettungswesen greifen ineinander. Falls eine Ebene ausfällt, sollen die übrigen den Fehler auffangen. Das erschwert die Bewertung, da sich die Wirkung einzelner Maßnahmen beziffern lässt, ihr Zusammenwirken jedoch nur begrenzt. Die Länder mit den niedrigsten Unfallzahlen, Schweden, Norwegen und die Niederlande, zeichnen sich weniger durch eine besonders wirksame Einzelmaßnahme aus, sondern vielmehr durch die Bearbeitung aller fünf Ebenen über mehrere Jahrzehnte hinweg.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verweise</h3>


<div class='footnotes' id='footnotes-178333'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-178333-1'> Bill, E.; Rowe, D. und Ferguson, N. (2015): Does experience affect perceived risk of cycling hazards?. Scottish Transport Applications and Research (STAR) Conference, S. 1–19 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-2'> Winters, M.; Davidson, G; Kao, D. und Teschke, K. (2011): Motivators and deterrents of bicycling: comparing influences on decisions to ride. Transportation, 38 (1), S. 153-168 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-2'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-3'> Brilon, W. (2014): Sicherheit an Kreisverkehren. In: Straßenverkehrstechnik, Jg. 58, Nr. 5: 283–290 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-3'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-4'> Furth, P. G.; Pardo, C. und Schroeder, B. (2018): The Future of the Protected Intersection. In: ITE Journal, Jg. 88, Nr. 6: 32–37 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-4'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-5'> Ellmers, U. und Meyer, M. (2016): Verkehrssicherheit von Alleen. Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, V 276, Bergisch Gladbach <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-5'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-6'> Schnüll, R.; Alrutz, D.; Lange, J. und Fechtel, H. W. (1992): Flächenhafte Verkehrsberuhigung &#8211; Auswirkungen auf Sicherheit, Verkehrsablauf und Umwelt. Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, V 6, Bergisch Gladbach <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-6'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-7'> Lippold, Ch. (1999): Zur Geschwindigkeit V85 als Projektierungsgröße im Straßenentwurf. In: Straßenverkehrstechnik, Heft 1/1999 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-7'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-8'> Otte, D.; Krettek, C.; Brunner, H. et al. (2012): Wissenschaftliche Grundlagen zur Unfallforschung und ihre Bedeutung für die Verkehrssicherheit. In: Der Unfallchirurg, Jg. 115: 527–536 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-8'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-9'> Euro NCAP (2024): 25 Years of Euro NCAP. Leuven <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-9'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-10'> Otte, D.; Krettek, C.; Brunner, H. et al. (2012): Wissenschaftliche Grundlagen zur Unfallforschung und ihre Bedeutung für die Verkehrssicherheit. In: Der Unfallchirurg, Jg. 115: 527–536 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-10'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-11'> Jermakian, J. S. (2011): Crash avoidance potential of four passenger vehicle technologies. In: Accident Analysis &amp; Prevention, Jg. 43, Nr. 3: 732-740 <a href="https://doi.org/10.1016/j.aap.2010.10.020" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/j.aap.2010.10.020</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-11'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-12'> Europäische Kommission (2019): Verordnung (EU) 2019/2144 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen. Brüssel <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-12'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-13'> Fraedrich, E. und Lenz, B. (2016): Societal and Individual Acceptance of Autonomous Driving. In: Maurer, M.; Gerdes, J. C.; Lenz, B.; Winner, H. (Hg.): Autonomous Driving. Berlin, Heidelberg: Springer, S. 621–640 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-13'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-14'> Elvik, R.; Christensen, P. und Amundsen, A. (2004): Speed and road accidents. An Evaluation of the Power Model. TØI Report 740, Oslo: Institute of Transport Economics <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-14'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-15'> Rosén, E. und Sander, U. (2009): Pedestrian fatality risk as a function of car impact speed. In: Accident Analysis &amp; Prevention, Jg. 41, Nr. 3: 536–542 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-15'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-16'> Statistisches Bundesamt (2026): <a href="https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/url/4537de64" rel="noopener">Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden, Getöteten, Schwer- und Leichtverletzten: Deutschland, Jahre, Straßenklasse, Ortslage.</a> 46241-0003, Wiesbaden <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-16'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-17'> OECD/ITF 2016: Zero Road Deaths and Serious Injuries: Leading a Paradigm Shift to a Safe System). Paris <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-17'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-18'> Duperrex, O.; Bunn, F. und Roberts, I. (2002): Safety education of pedestrians for injury prevention: a systematic review of randomised controlled trials. In: British Medical Journal, Jg. 324: 1129–1134 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-18'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-19'> SWOV 2025: <a href="https://swov.nl/en/fact-sheet/road-deaths-netherlands" rel="noopener">Road deaths in the Netherlands</a>, 1. April 2025. Leidschendam <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-19'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-20'> Phillips, R. O.; Ulleberg, P. und Vaa, T. (2011): Meta-Analysis of the Effect of Road Safety Campaigns on Accidents. In: Accident Analysis &amp; Prevention, Jg. 43, Nr. 3: 1204–1218 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-20'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-21'> Sánchez-Mangas, R.; García-Ferrrer, A.; de Juan, A und Arroyo, AM (2010): The probability of death in road traffic accidents. How important is a quick medical response? Accid Anal Prev. (2010) 42:1048–56. doi: <a href="https://doi.org/10.1016/j.aap.2009.12.012" rel="noopener">10.1016/j.aap.2009.12.012</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-21'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-22'> Pape, H. C.; Lefering, R.; Butcher, N. et al. (2014): The Definition of Polytrauma Revisited: An International Consensus Process and Proposal. In: Journal of Trauma and Acute Care Surgery, Jg. 77, Nr. 5: 780–786 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-22'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-23'> Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (2019): Weißbuch Schwerverletztenversorgung. Deutsche Gesellschaft für. Unfallchirurgie (e. V., Berlin) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-23'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-24'> Europäische Kommission (2019b): eCall &#8211; Time saved = lives saved. Brüssel <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-24'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178333-25'> Sektion NIS der DGU &amp; AUC (2025): <a href="https://www.auc-online.de/fileadmin/AUC/Dokumente/Register/TraumaRegister_DGU/TR-DGU-Jahresbericht_2025.pdf" rel="noopener">Jahresbericht 2025 TraumaRegister DGU®</a> für das Unfalljahr 2024. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178333-25'>&#8617;</a></span></li></ol></div><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/178333/verkehrssicherheit/vision-zero-safe-system-elemente/">Das Safe-System als Kernelement der Vision Zero</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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		<title>News- und Diskussionsfaden 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2026 13:15:01 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[News- und Diskussionsfaden]]></category>
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		<title>News- und Diskussionsfaden Dezember 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 09:42:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linkbar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kommentarbereich dieses Eintrags steht für die freie Diskussion zu Verkehrsthemen und verwandten Bereichen zur Verfügung. Habt ihr Fragen, interessante Artikel, Studien oder Pläne gefunden oder möchtet eine Entwicklung kommentieren? Dann ab damit in die Kommentare. Die Inhalte des Zukunft Mobilität-Mastodonaccounts werden in den Kommentarbereich gespiegelt. Einzelne Inhalte werden vom Zukunft Mobilität-Bluesky-Profil ergänzt. Der Kommentarbereich [&#8230;]</p>
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		<title>Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 18:31:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrssicherheit & Vision Zero]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gestaltung der Radverkehrsinfrastruktur beeinflusst nicht nur die objektive Unfallwahrscheinlichkeit, sondern prägt auch das subjektive Sicherheitsempfinden maßgeblich. Dieses hat in der Praxis oft einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Menschen das Fahrrad nutzen – insbesondere jene, die bislang über wenig Erfahrung verfügen. Subjektive und objektive Sicherheit hängen eng zusammen. Situationen können aufgrund ihres Konfliktpotenzials und des Stressniveaus unterschiedlich wahrgenommen werden. Für attraktiv nutzbare Radverkehrsnetze braucht es stressarme, gut lesbare und qualitätvoll gestaltete Infrastruktur. In einer FixMyCity-Befragung mit über 22.000 Teilnehmenden wurden im Jahr 2020 verschiedene Radverkehrsanlagen und Führungsformen hinsichtlich des subjektiven Sicherheitsempfindens bewertet. Die Ergebnisse können Hinweise auf qualitativ hochwertig wahrgenommene Radverkehrsanlagen liefern.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/173390/verkehrssicherheit/subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsanlagen-fuehrungsformen/">Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei der Planung von Radinfrastruktur stellt die Verkehrssicherheit eine wesentliche Entwurfsanforderung dar. Sie setzt sich aus einer objektiven und einer subjektiven Dimension sowie deren Wechselwirkungen zusammen.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-1' id='fnref-173390-1' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>1</a></sup> Die subjektive Verkehrssicherheit bezieht sich auf die individuelle Wahrnehmung der Verkehrssicherheit durch die Verkehrsteilnehmer:innen. Es geht um das Gefühl von Sicherheit oder Unsicherheit, das aufgrund der Erfahrungen im Straßenverkehr entsteht. Die subjektive Sicherheit wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, wie z.&nbsp;B. der Infrastruktur, dem Verkehrsverhalten anderer Verkehrsteilnehmer:innen, den eigenen Fähigkeiten, sich im Verkehr zu bewegen, und der allgemeinen Verkehrssituation. Eine Verkehrssituation wird bspw. durch Konflikte, Beinahunfälle, kritische Situationen oder Behinderungen im Verkehr als unsicher angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Objektive und subjektiv wahrgenommene Sicherheitsdefizite sind ein maßgebliches Hemmnis, Fahrrad zu fahren.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-2' id='fnref-173390-2' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>2</a></sup><sup>,</sup><sup class='footnote'><a href='#fn-173390-3' id='fnref-173390-3' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>3</a></sup> Insbesondere bei Personen, die bisher wenig bis überhaupt kein Fahrrad fahren, bildet das subjektive Gefühl von Unsicherheit eine Barriere für die häufigere Nutzung des Fahrrades.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-4' id='fnref-173390-4' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>4</a></sup> Des Weiteren hat die individuelle Wahrnehmung Auswirkungen auf die Routenwahl.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-5' id='fnref-173390-5' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>5</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Objektiv unsichere Infrastruktur wird in nahezu allen Fällen auch als unsicher empfunden.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-6' id='fnref-173390-6' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>6</a></sup> Objektive und subjektive Verkehrssicherheit hängen folglich unmittelbar miteinander zusammen, auch wenn sie leicht voneinander abweichen können, da die subjektive Verkehrssicherheit auf der individuellen Wahrnehmung von Gefahren und Risiken basiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das subjektive Verkehrssicherheitsgefühl von (Nicht-)Radfahrenden zu erhöhen, das Radfahren zu fördern und somit den Radverkehrsanteil zu steigern, ist stressarme, objektiv sichere und qualitätvolle Radverkehrsinfrastruktur erforderlich.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-7' id='fnref-173390-7' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>7</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Radverkehrsinfrastruktur, die tatsächlich genutzt wird und das Mobilitätsverhalten nachhaltig verändert, muss die Intensität und Zahl der Interaktion zwischen Radfahrenden und motorisiertem Verkehr so weit wie möglich reduzieren. Denn genau an diesen Schnittstellen entstehen Konflikte: Unterschiedliche Geschwindigkeiten, Fahrzeugmassen und Fahrdynamiken treffen aufeinander und erzeugen Stress, Unsicherheit und Risiken.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-8' id='fnref-173390-8' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>8</a></sup> Aufgrund der Rahmenbedingungen einer gebauten Stadt mit wortwörtlich betonierten Straßenraumbreiten ist hierfür ein abgestuftes Vorgehen wichtig. Ebenfalls sind die unterschiedlichen Funktionen und Charakteristika von Straßen zu berücksichtigen: eine Straße mit primärer Verbindungsfunktion weist andere Eigenschaften als eine Wohnstraße mit Aufenthaltsfunktion oder eine Geschäftsstraße mit hohem Querungsbedarf zwischen beiden Straßenseiten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Nutzendensicht werden unterschiedliche Anforderungen an den Straßenraum gestellt. Spannend sind vor allem jene Straßenabschnitte, in denen verschiedene Anforderungen zusammentreffen wie bspw. Straßen mit Verbindungsfunktion, welche durch Quartierszentren mit viel Einzelhandel und sozialen Funktionen laufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Netzhierarchie und Netzelemente</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Typologie, Funktion und Charakter einer Straße sind unterschiedliche Führungsformen des Radverkehrs sinnvoll. Um das Ziel, Radverkehr substantiell zu fördern, erreichen zu können, sollte verstärkt auf das subjektive Sicherheitsempfinden von aktuell nicht-radfahrenden Gruppen geachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies setzt bspw. im Nebenstraßennetz voraus, dass Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Kfz-Verkehr und Radverkehr minimal gehalten werden, sprich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt wird und die straßenverkehrsrechtliche Anordnung durch eine entsprechende Gestaltung des Straßenraums unterstützt wird (z.&nbsp;B. durch Fahrbahnverschwenkung, Bremsschwellen und Aufpflasterungen). Das Kfz-Aufkommen sollte durch Herausnahme des Durchgangsverkehrs und entsprechende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen moderat gehalten werden und Ein- und vor allem Ausparkvorgänge von Pkw sowie das Ein- und Aussteigen in Fahrzeuge möglichst sicher, das heißt mit größtmöglicher Sicherheit und Sicherheitsräumen, durchgeführt werden. Weithin wird Parallelparken als die sicherste Pkw-Parkform für Radfahrende angesehen, da sie klare Sichtlinien beim Aussteigen und Fahren ermöglicht und Konflikte mit vorbeifahrenden Radfahrenden minimiert.<sup class='footnote'><a href='#fn-173390-9' id='fnref-173390-9' onclick='return fdfootnote_show(173390)'>9</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hauptstraßennetz dient primär der Verbindung verschiedener Stadtteile und -bereiche sowie von Stadt und Umland bzw. von Siedlungsbereichen in ländlichen Räumen. Es soll eine gewisse Leistungsfähigkeit besitzen, Umwege gering halten, eine zügige Befahrbarkeit ermöglichen und für straßengebundene Verkehrsmittel des Umweltverbunds (Stadt- und Straßenbahnen, Busse, Fahrräder) konkurrenzfähige Fahrzeiten zum motorisierten Individualverkehr bieten. Für den Radverkehr bedeutet dies eine durchgängige und komfortable Führung auf Radverkehrsanlagen, welche das problemlose Überholen anderer Verkehrsteilnehmer ermöglichen, sowie eine Bevorrechtigung in Kreuzungsbereichen. Das Hauptstraßennetz übernimmt zudem die Bündelung von Verkehren, um angrenzende Quartiere frei von Durchgangsverkehren zu halten, und dient der Anbindung von Orten mit einer hohen Bedeutung und einem aus dieser Raumwirksamkeit abgeleiteten hohen Verkehrsaufkommen wie bspw. Bahnhöfen, Krankenhäusern, großen Sportstätten oder wichtigen Einzelhandelsstandorten. Um die Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr nicht durch ein- und ausparkende Fahrzeuge einzuschränken, sollte Parken entlang von Hauptverkehrsstraßen nur eine untergeordnete Rolle spielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Radverkehrsführung und subjektive Sicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Führung im Mischverkehr gilt laut den FGSV-Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) auch bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, einer Fahrbahnbreite von 7,0 m und 400 Kfz / Stunde (gesamte Fahrbahn in beiden Richtungen) als verträglich und wird auch oberhalb dieser Geschwindigkeitsgrenze nicht gekappt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="900" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform.jpg" alt="belastungsklassen radverkehr fuehrungsform" class="wp-image-174727" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 7" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-580x326.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-768x432.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-1536x864.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-990x557.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-1320x743.jpg 1320w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-470x264.jpg 470w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-640x360.jpg 640w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-215x120.jpg 215w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/belastungsklassen-radverkehr-fuehrungsform-300x168.jpg 300w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Belastungsbereiche zur Vorauswahl von Radverkehrsführungen bei zweistreifigen Stadtstraßen (die Übergänge zwischen den Belastungsbereichen sind keine harten Trennlinien) mit zugeordneter Führungsform &#8211; Grafik: FGSV (2010): Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA2010). FGSV Verlag, S. 18f.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Führung im Mischverkehr wird in der Realität von den meisten Menschen als hoch belastend erlebt – selbst dann, wenn die objektive Unfallstatistik keine signifikante Häufung zeigt. Das subjektive Empfinden einer Gefahr wirkt hier als ebenso starkes Hemmnis für die Fahrradnutzung wie tatsächliche Unfallzahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.radwege-check.de" rel="noopener">Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Nationalen Radverkehrsplans wurden im Jahr 2020 über 22.000 Menschen von FixMyCity hinsichtlich ihres Sicherheitsempfindens bei 1.900 unterschiedlichen Straßensituationen befragt</a>. Hierbei wurden Erkenntnisse über Unterschiede im Sicherheitsempfinden verschiedener Nutzergruppen und zur Perspektive von Autofahrenden und Fußgänger:innen gewonnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Subjektive Sicherheitsbewertungen der Radverkehrsführung im Hauptstraßennetz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Führung des Radverkehrs im Mischverkehr wurde von den Befragten als deutlich unsicherer empfunden als eine Führung auf jeder Art von Radverkehrsanlage. Die Faktoren zulässige Höchstgeschwindigkeit, Verkehrsstärke und rechtsseitiges Parken ändern das Sicherheitsempfinden, jedoch überschreitet die Führung im Mischverkehr in keiner Konfiguration die Bewertung “eher sicher” oder “sicher” von über 80% der Teilnehmenden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="792" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit.jpg" alt="sicherheitsempfinden radverkehr fahrbahn mischverkehr subjektive sicherheit" class="wp-image-174732" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 8" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-580x287.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-768x380.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-1536x760.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-990x490.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-1320x653.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Führung auf der Fahrbahn (HVS-F) mit und ohne Radverkehrsanlage (RVA) &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/auswertung/#statistische-auswertung" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Eine der subjektiv am unsichersten bewerteten Situationen war die Radverkehrsführung auf Hauptverkehrsstraßen im Mischverkehr mit begleitendem Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. 59,2 % der abgegebenen Antworten von Radfahrenden (n = 328) bewerten die Situation als unsicher, 29,7 % als eher unsicher, 7,6 % als eher sicher und 3,4 % als sicher. Noch schlechter wurden nur ähnliche Situationen mit zusätzlichen Straßenbahnschienen bewertet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check.jpg" alt="Radverkehrsführung im Mischverkehr mit Kfz-Parken und 50 km/h" class="wp-image-174733" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 9" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung im Mischverkehr mit Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-587/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Radverkehrsführung auf Hauptverkehrsstraßen im Mischverkehr mit Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h wurde nicht nur aus der Perspektive von Radfahrenden bewertet, sondern auch von Autofahrenden. Auch hier überwog eine negative Bewertung mit 37,1 % unsicher, 32,5 % eher unsicher, 18,6 % eher sicher und 11,8 % sicher (Zahl der abgegebenen Antworten n = 190).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive.jpg" alt="radverkehr fuehrung mischverkehr tempo50 radwege check autofahrerperspektive" class="wp-image-174734" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 10" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung im Mischverkehr mit Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, Perspektive von Autofahrenden &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-587/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die gleiche Führungsform bei einer herabgesetzten zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wurde leicht besser, aber weiterhin überwiegend negativ bewertet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh.jpg" alt="sicherheitsempfinden radverkehr fahrbahn mischverkehr subjektive sicherheit 30kmh" class="wp-image-174779" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 11" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-30kmh-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung im Mischverkehr mit Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-588/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">42,0 % der abgegebenen Antworten von Radfahrenden bewerten die Situation als unsicher, 39,5 % als eher unsicher, 15,5 % als eher sicher und 3,0 % als sicher. Befragte Autofahrerinnen und Autofahrer äußern sich ebenfalls überwiegend negativ und bewerten die Situation zu 30,7 % als unsicher, zu 39,3 % als eher unsicher, zu 20,6 % als eher sicher und zu 9,4 % als sicher.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh.jpg" alt="radverkehr fuehrung mischverkehr tempo50 radwege check autofahrerperspektive 30kmh" class="wp-image-174778" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 12" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-tempo50-radwege_check-autofahrerperspektive-30kmh-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung im Mischverkehr mit Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, Perspektive von Autofahrenden &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-588/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Radfahrende als auch Autofahrende bewerteten die Verkehrssituation und die Führung des Radverkehrs im Mischverkehr im Hauptstraßennetz als subjektiv unsicherer als die Führung des Radverkehrs auf Radverkehrsanlagen:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="1110" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive.jpg" alt="sicherheitsempfinden radverkehr fahrbahn mischverkehr subjektive sicherheit autofahrerperspektive" class="wp-image-174731" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 13" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive-580x402.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive-768x533.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive-1536x1066.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive-990x687.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/08/sicherheitsempfinden-radverkehr-fahrbahn-mischverkehr-subjektive-sicherheit-autofahrerperspektive-1320x916.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Durchschnittliche Bewertungen dieser Szene zur subjektiven Sicherheit aus Perspektive der Autofahrenden: Radverkehrsführung im Mischverkehr mit Kfz-Parken und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-587/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Das subjektive Sicherheitsempfinden differenzierte sich hinsichtlich der Lage der Radverkehrsanlage, der Position des ruhenden Kfz-Verkehrs zum Radverkehr, der Breite der Radverkehrsanlage, der farblichen Unterscheidung und dem Vorhandensein einer baulichen Trennung zum fließenden Kfz-Verkehr. Unterschiede bei den Mittelwerten der Bewertungen konnten insbesondere bei der Gesamtbreite der Radverkehrsanlage (3,5 Meter (breit) versus 2,0 Meter (schmal)) und der baulichen Trennung zum fließenden Kfz-Verkehr festgestellt werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="1035" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen.jpg" alt="einflussfaktoren subjektive sicherheit radverkehr radverkehrsfuehrung hauptstrassen" class="wp-image-174791" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 14" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen-580x375.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen-768x497.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen-1536x994.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen-990x640.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/einflussfaktoren-subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsfuehrung-hauptstrassen-1320x854.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gewicht der Einflussfaktoren im Mittel (Unterschied der Mittelwerte der Bewertungen aller für das Merkmal relevanter Situationen) &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/auswertung/#statistische-auswertung" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">70,71 % der Befragten bewerteten die gezeigte Situation mit breitem Radfahrstreifen (3,5 m inkl. markierter Dooring-Zone) neben einem Parkstreifen als „sicher“ oder „eher sicher“, während die schmale Ausführung (2,0 m inkl. markierter Dooring-Zone) nur von 32,23 % als sicher oder eher sicher bewertet wurde.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="585" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage.jpg" alt="radverkehrsfuehrung hauptstrasse sicherheitsbewertung parken breite radverkehrsanlage" class="wp-image-174793" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 15" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage-580x212.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage-768x281.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage-1536x562.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage-990x362.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-radverkehrsanlage-1320x483.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Subjektive Sicherheitsbewertung eines Radfahrstreifens in schmaler und breiter Ausführung mit rechtsseitigem Parken &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/auswertung/#statistische-auswertung" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Neben der Breite der Radverkehrsanlage und der Nicht-Anordnung von rechtsseitigem Parken hat auch eine optische Unterscheidung der Radverkehrsanlage und der Kfz-Fahrgasse einen positiven Einfluss auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Befragten gehabt. Der Effekt der Gruneinfärbung war umso stärker, je schlechter die Radverkehrsanlage ausgebaut ist,</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="1918" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage.jpg" alt="radverkehrsfuehrung hauptstrasse sicherheitsbewertung parken breite einfaerbung radverkehrsanlage" class="wp-image-174797" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 16" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage-580x695.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage-1335x1600.jpg 1335w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage-768x921.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage-1281x1536.jpg 1281w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage-990x1187.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-parken-breite-einfaerbung-radverkehrsanlage-1320x1582.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bewertungen von Situationen mit Radverkehrsanlagen im Hauptstraßennetz: ohne bzw. mit Kfz-Parken, unterschiedlichen Breiten, Gruneinfärbung &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/auswertung/#statistische-auswertung" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Eine bauliche Trennung zwischen Radverkehrsanlage und fließendem Kfz-Verkehr stärkt das Sicherheitsempfinden. Dabei ist die Art der Trennung nicht entscheidend. Bei Vorhandensein einer baulichen Trennung ist der zusätzliche subjektive Sicherheitsgewinn einer Grüneinfärbung nur noch marginal.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="1373" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1.jpg" alt="radverkehrsfuehrung hauptstrasse sicherheitsbewertung bauliche trennung1" class="wp-image-174800" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 17" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1-580x498.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1-768x659.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1-1536x1318.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1-990x850.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung1-1320x1133.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Durchschnitt der Bewertungen aller Situationen von Radverkehrsanlagen mit und ohne bauliche Trennung &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/auswertung/#statistische-auswertung" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die subjektiv höchste Sicherheitsbewertung der befragten Radfahrenden erhielt bei einer Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn die Anlage einer breiten gruneingefaerbten Radverkehrsanlage (3,5 m) geschützt durch Blumenkästen links. Die Unterschiede zu hohen Sperrpfosten war marginal.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit.jpg" alt="radverkehrsfuehrung hauptstrasse sicherheitsbewertung bauliche trennung grueneinfaerbung breit" class="wp-image-174801" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 18" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-grueneinfaerbung-breit-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Breite Radverkehrsanlage (3,5 m) auf der Fahrbahn geschützt durch Blumenkästen links &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-573/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Führung im Seitenraum mit Pkw-Parken auf der Fahrbahn erhielt die breite Radverkehrsanlage (3,5 m) mit Trennung zum Fußverkehr durch einen Grünstreifen die höchste subjektive Sicherheitsbewertung:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr.jpg" alt="radverkehrsfuehrung hauptstrasse sicherheitsbewertung seitenraum trennung fussverkehr" class="wp-image-174802" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 19" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-seitenraum-trennung-fussverkehr-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Breite Radverkehrsanlage (3,5 m) im Seitenraum mit Trennung zum Fußverkehr durch Grünstreifen &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/cp-c-688/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Autofahrende bewerteten die Führung des Radverkehrs auf einer breiten Radverkehrsanlage (3,5 m) geschützt durch Blumenkästen links unter allen Varianten mit Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn am höchsten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende.jpg" alt="radverkehrsfuehrung hauptstrasse sicherheitsbewertung bauliche trennung autofahrende" class="wp-image-174803" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 20" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehrsfuehrung-hauptstrasse-sicherheitsbewertung-bauliche-trennung-autofahrende-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Breite Radverkehrsanlage (3,5 m) auf der Fahrbahn geschützt durch Blumenkästen links aus Perspektive von Autofahrenden &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/hauptstrassen/ms-c-378/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Subjektive Sicherheitsbewertungen der Radverkehrsführung im Nebenstraßennetz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Radverkehrsführung in Nebenstraßen mit Mischverkehr in beiden Richtungen und beidseitigem Parken bei einer Fahrbahnbreite von 6,00 m wurde ebenfalls überwiegend als unsicher wahrgenommen. 38,0 % der befragten Radfahrenden (n = 387) bewerteten die gezeigte Situation als unsicher, 40,4 % als eher unsicher, 17,4 % als eher sicher und 4,2 % als sicher.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check.jpg" alt="radverkehr fuehrung mischverkehr nebenstrassennetz radwege check" class="wp-image-174782" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 21" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung in Nebenstraße mit Mischverkehr in beiden Richtungen und beidseitigem Parken &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/nebenstrassen/se-c-41/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Diese Führungsform für den Radverkehr wurde aber auch aus Perspektive der befragten Autofahrenden (n = 272) als eher unsicher bewertet: 22,1 % bewerteten die Situation als unsicher, 42,9 % als eher unsicher, 24,2 % als eher sicher und 10,7 % als sicher.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive.jpg" alt="radverkehr fuehrung mischverkehr nebenstrassennetz radwege check autofahrerperspektive" class="wp-image-174781" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 22" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-radwege_check-autofahrerperspektive-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung in Nebenstraße mit Mischverkehr in beiden Richtungen und beidseitigem Parken, Perspektive von Autofahrenden &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/nebenstrassen/se-c-41/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Markierung von Fahrradstraßen verbessert das Sicherheitsempfinden, aber es werden keine besonders hohen Werte erreicht. 16,6 % der befragten Radfahrenden (n = 391) bewerteten die gezeigte Situation als unsicher, 38,4 % als eher unsicher, 35,1 % als eher sicher und 9,9 % als sicher. Bei den befragten Autofahrenden (n = 273) überwiegt mit 24,4 % unsicher und 39,8 % eher unsicher ebenfalls eine negative Haltung. 25,9 % bewerteten den Straßenraum als eher sicher und 9,9 % als sicher.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg" alt="radverkehr fuehrung mischverkehr nebenstrassennetz fahrradstrasse radwege check" class="wp-image-174785" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 23" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-mischverkehr-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung auf Fahrradstraße mit Mischverkehr in beiden Richtungen und beidseitigem Parken &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/nebenstrassen/se-c-41/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Wirklich gute Werte wurden nur in Nebenstraßen ohne Kfz-Verkehr erzielt. Jeweils 0,8 % der befragten Radfahrenden (n = 408) bewerteten die Situation als unsicher bzw. eher unsicher, 5,2 % als eher sicher und 93,1 als sicher.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg" alt="radverkehr fuehrung autofreie strasse ohne parken nebenstrassennetz fahrradstrasse radwege check" class="wp-image-174786" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 24" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-ohne-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung in autofreier Fahrradstraße mit grüner Oberfläche &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/nebenstrassen/se-c-10/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Auch in für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrten Straßen, in denen das Parken für Anlieger noch möglich ist und Durchgangsverkehr durch Durchfahrtssperren unterbunden wird, wurden vergleichsweise hohe Werte erreicht: 2,9 % unsicher, 4,7 % eher unsicher, 22,1 % eher sicher und 70,3 % sicher (n = 397).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg"><img decoding="async" width="1240" height="930" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg" alt="radverkehr fuehrung autofreie strasse mit parken nebenstrassennetz fahrradstrasse radwege check" class="wp-image-174787" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 25" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check.jpg 1240w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-580x435.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-768x576.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-990x743.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/radverkehr-fuehrung-autofreie-strasse-mit-parken-nebenstrassennetz-fahrradstrasse-radwege_check-111x83.jpg 111w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radverkehrsführung auf Fahrradstraße mit grüner Oberfläche mit beidseitigem Parken &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/nebenstrassen/se-c-50/" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Einfärbung mit durchgehendem grünen Asphalt und aufgepflastertem Mittelstreifen wird als &#8222;holländische Lösung&#8220; bezeichnet. Diese Markeriungsform in Nebenstraßen ohne fließenden Kfz-Verkehr erhielt im Vergleich mit anderen Markierungsarten die größte subjektive Sicherheitsbewertung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr.jpg"><img decoding="async" width="1600" height="1204" src="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr.jpg" alt="markierungsarten autofreie nebenstrassen radverkehr" class="wp-image-174789" title="Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen 26" srcset="https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr.jpg 1600w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-580x436.jpg 580w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-768x578.jpg 768w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-1536x1156.jpg 1536w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-74x55.jpg 74w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-111x83.jpg 111w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-990x745.jpg 990w, https://www.zukunft-mobilitaet.net/wp-content/uploads/2025/11/markierungsarten-autofreie-nebenstrassen-radverkehr-1320x993.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Markierungsarten für &#8222;autofreie&#8220; Nebenverkehrsstraßen &#8211; Grafik: <a href="https://radwege-check.de/auswertung/#statistische-auswertung" rel="noopener">FixMyCity (2020): Radwege Check</a></figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Befragung zeigen, wie stark das subjektive Sicherheitsempfinden im Radverkehr von der konkreten baulichen Ausgestaltung abhängt. Entscheidend ist hierbei jedoch weniger die konkrete Führungsform, sondern vielmehr die Qualität ihrer Umsetzung. Dies wird besonders bei der Führung im Seitenraum deutlich: Sind Radwege breit genug und eine intensive gewerbliche Nutzung fehlt, wird diese Variante sowohl von Radfahrenden als auch von Fußgängern als sehr sicher wahrgenommen. Voraussetzung dafür ist eine klar erkennbare räumliche Trennung zur Fahrbahn sowie zu den Gehbereichen, beispielsweise durch Grünstreifen. Wo diese Trennung uneindeutig ist, sinkt das Sicherheitsgefühl entsprechend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gegenteil zeigt sich beim Mischverkehr: Er wird durchgängig und unabhängig vom Straßentyp als unsicher bewertet. Eine Führung auf der Fahrbahn wird nur dann als akzeptabel eingestuft, wenn die Radverkehrsanlagen ausreichend breit sind und durch Elemente wie Grüneinfärbungen oder bauliche Abtrennungen klar kenntlich gemacht werden. Schmale Anlagen können nur mithalten, wenn sie beispielsweise durch Poller wirksam vor dem Kfz-Verkehr geschützt werden und nicht in unmittelbarer Nähe zu Parkständen verlaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Hauptverkehrsstraßen zeigt sich, dass eine Führung rechts des ruhenden Verkehrs deutlich sicherer empfunden wird. Die Lage links der Parkstände wird hingegen überwiegend negativ bewertet, selbst wenn die Infrastruktur breit und farblich abgesetzt ist. Zudem wurden reale Konflikte zwischen Rad- und Kfz-Verkehr an Knotenpunkten oder durch Falschparker nicht berücksichtigt, die das Sicherheitsempfinden voraussichtlich weiter beeinträchtigen dürften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist, dass Autofahrende ähnliche Bewertungstendenzen wie Radfahrende zeigen. Auch sie empfinden klar abgegrenzte, gut gestaltete Radverkehrsanlagen, inklusive Poller, als sicherer. Zwar werden Risiken wie Dooring geringer eingeschätzt, die grundsätzliche Präferenz für getrennte, gut erkennbare Radverkehrsanlagen bleibt jedoch bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig sind die vergleichsweise schlechten Bewertungen der gezeigten Szenen in Nebenstraßen. Die Bewertung war stark davon abhängig, ob fließender Kfz-Verkehr vorhanden war. Diese Einschätzung ist allerdings nur eingeschränkt belastbar, da die Verkehrsstärke im verwendeten Bildmaterial kaum erkennbar war und nur Unterschiede zu „autofreien” Straßen wahrgenommen werden konnten. Wo kein Kfz-Fließverkehr dargestellt wurde, stieg das subjektive Sicherheitsgefühl deutlich an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung zeigt: Subjektive Sicherheit entsteht durch klare Lesbarkeit des Straßenraums, eine robuste bauliche Trennung und ausreichend breite Radverkehrsanlagen. Führungsformen, die diese Anforderungen erfüllen, werden unabhängig vom Straßentyp als subjektiv sicherer bewertet und könnten möglicherweise mehr Menschen dazu ermutigen, im Stadtverkehr das Fahrrad zu nutzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verweise</h2>


<div class='footnotes' id='footnotes-173390'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-173390-1'> Johannsen, H. (2013): Unfallmechanik und Unfallrekonstruktion. Springer Fachmedien: Wiesbaden. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-2'> Dill, Jennifer (2009): Bicycling for Transportation and Health: The Role of Infrastructure. Journal of Public Health Policy (30), S. 95-110 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-2'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-3'> Jacobsen, PL; Racioppi, F. und Rutter, H. (2009): Who owns the roads? How motorised traffic discourages walking and bicycling. Injury Prevention 2009 (15), S. 369-373. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-3'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-4'> Bill, E.; Rowe, D. und Ferguson, N. (2015): Does experience affect perceived risk of cycling hazards?. Scottish Transport Applications and Research (STAR) Conference, S. 1–19. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-4'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-5'> Winters, M.; Davidson, G; Kao, D. und Teschke, K. (2011): Motivators and deterrents of bicycling: comparing influences on decisions to ride. Transportation, 38 (1), S. 153-168 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-5'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-6'> Winters, M.; Babul, S.; Becker, H. J. E. H.; Brubacher, J. R.: Chipman, M.; Cripton, P.;&nbsp; Cusimano. M.D.; Friedman, S.M.; Harris, M.A.; Hunte, G. und Teschke, K. (2012): Safe cycling: how do risk perceptions compare with observed risk?. Canadian journal of public health 2012 (103), S, 42-47. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-6'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-7'> Pucher, J. und Buehler, R. (2012): <em data-start="4108" data-end="4122">City Cycling</em>. MIT Press. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-7'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-8'> Schepers, J. P.; et al. (2017): The safety of physically separated cycle tracks compared with cycle lanes on roads. Accident Analysis &amp; Prevention 102, S. 211–219. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-8'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-173390-9'> Sanders, R. L., Branion-Calles, M., und Nelson, T. A. (2020): Evidence on road space reallocation and road user safety: A review and meta-analysis. Accident Analysis &amp; Prevention, 144, 105610. <a href="https://doi.org/10.1016/j.aap.2020.105610" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/j.aap.2020.105610</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-173390-9'>&#8617;</a></span></li></ol></div><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/173390/verkehrssicherheit/subjektive-sicherheit-radverkehr-radverkehrsanlagen-fuehrungsformen/">Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net">Zukunft Mobilität</a> und wurde von <a rel="nofollow" href="https://www.zukunft-mobilitaet.net/author/martin-randelhoff/">Martin Randelhoff</a> verfasst.</p>
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		<title>News- und Diskussionsfaden November 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 05:13:40 +0000</pubDate>
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		<title>News- und Diskussionsfaden Oktober 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 17:21:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[News- und Diskussionsfaden]]></category>
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		<title>News- und Diskussionsfaden September 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Randelhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 07:55:08 +0000</pubDate>
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