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		<title>BG Klinikum Boberg – was bleibt, was geht, und warum das nicht reicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Adigwe Pilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 06:25:05 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://adigwe.de/future/bg-klinikum-boberg-was-bleibt-was-geht-und-warum-das-nicht-reicht/">BG Klinikum Boberg – was bleibt, was geht, und warum das nicht reicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://adigwe.de">adigwe.de</a>.</p>
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<p>Seit dem 9. Juni ist es offiziell. Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Pläne persönlich im Hamburger Rathaus vorgestellt – gemeinsam mit Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer, Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, den beiden Klinikchefs und der Bergedorfer Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann. Eine Pressekonferenz für eine Entscheidung die Tschentscher selbst eine „Jahrhundertentscheidung&#8220; nennt. <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/teil-vom-krankenhaus-boberg-zieht-nach-eppendorf-zum-uke,uke-126.html">So berichtet der NDR</a>.</p>



<p>Ich wohne in Lohbrügge. Das <a href="https://www.bg-klinikum-hamburg.de">BG Klinikum</a> ist keine abstrakte Einrichtung für mich. Es ist das Traumazentrum für den Hamburger Südosten. Der größte Arbeitgeber in Bergedorf. Und es ist das Haus das erreichbar ist, wenn hier jemand schwer verunglückt.</p>



<p>Jetzt zieht ein erheblicher Teil davon ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was konkret wegzieht</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" fetchpriority="high" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3116 wp-image-3117 size-full" data-public-id="IMG_20260609_182718_322/IMG_20260609_182718_322.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1781159091" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die akutmedizinischen Kernbereiche des BG Klinikums verlassen Bergedorf: die Erstversorgung und akutmedizinische Behandlung schwerer Unfallverletzungen, die traumatologische Behandlung, das Spezialzentrum für Brandverletzte, die Unfall- und Handchirurgie. Das alles zieht in einen 600-Millionen-Euro-Neubau mit 350 Betten auf dem UKE-Gelände in Eppendorf. </p>



<p>Das BG Klinikum investiert gleichzeitig weitere 600 Millionen Euro in Neubauten auf dem bisherigen Gelände in Boberg. Dort bleiben das Querschnittgelähmten-Zentrum, Reha-Einrichtungen und ein sportmedizinisches Zentrum. Die Notaufnahme wird durch eine ambulante Unfallbehandlungsstelle ersetzt – auch für Kinder – sowie ambulante OPs.</p>



<p>Und: Der ADAC-Rettungshubschrauber und ein Notarzteinsatzfahrzeug bleiben in Boberg.</p>



<p>Das ist die Version die der Senat als Erfolg verkauft.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was das in der Realität bedeutet</h2>



<p>Die Notaufnahme – also die stationäre Akutversorgung für schwere Verletzungen – verschwindet aus Bergedorf. Wer im Hamburger Südosten schwer verletzt wird, soll künftig ins UKE nach Eppendorf. 20 Kilometer entfernt. In einem Notfall zählen Minuten.</p>



<p>Als Auffangnetz soll die Notaufnahme des <a href="https://www.agaplesion-bethesda-hamburg.de">Agaplesion Bethesda Krankenhauses</a> ausgebaut werden. Das klingt nach einem Plan – bis man weiß was in Geesthacht passiert ist. Nach der dortigen Schließung der Notfallversorgung platzt der Akutbereich am Bethesda bereits heute aus allen Nähten. Jetzt soll dasselbe Krankenhaus noch mehr übernehmen.</p>



<p>Gleichzeitig wächst Bergedorf. Oberbillwerder wird 15.000 neue Einwohnerinnen und Einwohner bringen. Mehr Menschen, weniger Akutversorgung vor Ort. Das ist kein Plan – das ist ein Widerspruch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie die Entscheidung zustande kam</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>2.500 Mitarbeitende des BG Klinikums wurden in den Entscheidungsprozess so gut wie nicht eingebunden. Die Bergedorfer Bevölkerung wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.</p>



<p><a href="https://www.dielinke-bergedorf.de/aktuelles/news/teilschliessung-des-klinikum-boberg-umzug-zum-uke/">Johan Graßhoff, stellvertretender Vorsitzender der Bergedorfer Linksfraktion</a>, hat es klar formuliert: „Das Klinikum Boberg ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Hamburgs Osten und zudem einer der größten Arbeitgeber der Region. Diese Entscheidung über die Köpfe hinweg von Arbeitnehmern und der betroffenen Bevölkerung ist einfach unfassbar und nicht hinzunehmen.&#8220;</p>



<p>Ich teile diese Einschätzung vollständig.</p>



<p>Bezirksamtsleiterin Schmidt-Hoffmann sagt, die Bergedorfer könnten darauf vertrauen, dass die medizinische Versorgung im Bezirk im Blick behalten werde. Das ist eine höfliche Formulierung. Was sie nicht sagt: Die Krankenhausplanung liegt nicht in der Verantwortung des Bezirksamts. Bergedorf wurde informiert – nicht gefragt.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3116 wp-image-3118 size-full" data-public-id="IMG_20260609_183115_448-EDIT/IMG_20260609_183115_448-EDIT.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1781159065" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich fordere</h2>



<p>Erstens: Eine öffentliche Informationsveranstaltung mit dem Vorstandsvorsitzenden des BG Klinikums und Vertretern der Sozialbehörde. Die Bergedorfer Bevölkerung und die Beschäftigten haben ein Recht darauf zu verstehen was diese Entscheidung für sie konkret bedeutet – und das Recht gehört zu werden.</p>



<p>Zweitens: Ein verbindlicher Plan wie die Akutversorgung im wachsenden Bergedorf tatsächlich sichergestellt wird. Nicht Versprechen. Verbindliche Zusagen.</p>



<p>Drittens: Eine ehrliche Antwort auf die Frage wie das Bethesda die zusätzliche Last tragen soll wenn es schon heute überlastet ist.</p>



<p>Das BG Klinikum ist ein bedeutender Arbeitgeber für Bergedorf. Diese Entscheidung betrifft nicht nur die medizinische Versorgung – sie betrifft Arbeitsplätze, Familien und die Zukunft eines ganzen Bezirks. Das verdient mehr als eine Pressekonferenz im Rathaus.</p>
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		<title>Oberbillwerder – meine Fragen an ein Prestigeprojekt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 20:12:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[future]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oberbillwerder kommt. Das ist politisch entschieden – nicht von der Bezirksversammlung Bergedorf, sondern vom Senat. Genau das ist mein erster [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Oberbillwerder kommt. Das ist politisch entschieden – nicht von der Bezirksversammlung Bergedorf, sondern vom Senat. Genau das ist mein erster Kritikpunkt.</p>



<p>Ich wohne in Lohbrügge. Das geplante Neubaugebiet liegt keine fünf Kilometer von meiner Haustür entfernt. Ich sitze im Umweltausschuss Bergedorf. Und ich stelle mir seit Monaten dieselben Fragen, auf die ich noch keine überzeugenden Antworten gehört habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie es zur Entscheidung kam</h2>



<p>In der Bezirksversammlung Bergedorf hatte sich eine Mehrheit gegen das Vorhaben gebildet. Daraufhin wurde die Entscheidungsebene auf den Senat verlagert. Das Ergebnis: Ein Projekt das das unmittelbare Lebensumfeld von Menschen in Bergedorf massiv verändern wird, wurde über die Köpfe der lokalen Vertreter hinweg entschieden.</p>



<p>Das ist kein Einzelfall. Wer die politischen Verhältnisse in Bergedorf kennt – und ich kenne sie von innen – weiß dass die Bezirksversammlung strukturell geschwächt ist. Keine stabilen Mehrheiten, taktische Bündnisse, eine erstarkte AfD die isoliert werden muss und damit rechnerische Mehrheiten politisch unbrauchbar macht. In diesem Vakuum greift der Senat zu. Man kann das als pragmatisch verstehen. Ich verstehe es als demokratisches Problem.</p>



<p>Beteiligung die ignoriert wird wenn sie unbequem wird, ist keine echte Beteiligung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">118 Hektar Ackerland</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3106 wp-image-3122 size-full" data-public-id="IMG_20260610_073029_840/IMG_20260610_073029_840.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1781159864" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Oberbillwerder soll auf rund 118 Hektar bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche entstehen und bis zu 15.000 Menschen aufnehmen. Das sind Zahlen die ich ernst nehme – Hamburg braucht Wohnraum, das ist keine Frage.</p>



<p>Aber die Frage nach dem Wie bleibt. In Zeiten von Klimawandel und Biodiversitätsverlust ist die Versiegelung wertvoller Flächen keine Selbstverständlichkeit mehr. Hamburg hat innerstädtische Potenziale die nicht annähernd ausgeschöpft sind. Warum wird weiterhin auf Expansion am Stadtrand gesetzt statt diese Potenziale konsequent zu nutzen?</p>



<p>Das Prinzip „Innenentwicklung vor Außenentwicklung&#8220; ist in Hamburg offizielle Politik. Oberbillwerder steht dazu im Widerspruch.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Frage nach der Bezahlbarkeit</h2>



<p>Offiziell soll Oberbillwerder bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die genannten Baukosten von über 4.400 Euro pro Quadratmeter erzählen eine andere Geschichte. Unter diesen Bedingungen ist schwer vorstellbar wie tatsächlich bezahlbare Wohnungen entstehen sollen – und nicht hauptsächlich Wohnungen im höherpreisigen Segment, die am eigentlichen Problem des Hamburger Wohnungsmarkts vorbeigehen.</p>



<p>Das wäre nicht das erste Mal. Große Versprechen, hochwertige Architekturvisualisierungen, und am Ende können sich die Menschen die dort wohnen sollen das Mieten nicht leisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Fundament auf Sand – im wörtlichen Sinne</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Es gibt einen Aspekt des Projekts der in der öffentlichen Debatte erstaunlich wenig Aufmerksamkeit bekommt, obwohl er symptomatisch ist für das gesamte Vorhaben: Oberbillwerder steht auf Marschboden.</p>



<p>Der Untergrund des geplanten Stadtteils besteht aus weichem, feuchtem Marschboden mit Kleischichten von bis zu sechs Metern Dicke. Darauf lässt sich nicht bauen – keine Straßen, keine Siele, keine Fundamente. Deshalb sollen 150 Hektar Billwerder Boden mit rund 1,5 Millionen Tonnen Sand überschüttet werden. Die Aufschüttungen werden eine Höhe von 1,50 bis 2,00 Metern erreichen.</p>



<p>Das entspricht in etwa der Sandmenge die Sylts Strände jährlich durch Wind und Wellen verlieren.</p>



<p>Für den Transport wurden täglich rund 134 LKW-Fahrten berechnet – über eine Baustraße vom Mittleren Landweg ins Quartier, die eigens dafür ertüchtigt werden muss. Dafür müssen Bäume gefällt werden – viele davon 70 bis 100 Jahre alt. Alternativen über Wasserstraßen oder die Schiene wurden geprüft, aber die letzten Meter führen in jedem Fall über die Straße.</p>



<p>Das ist kein Detail. Das ist eine Grundsatzfrage: Wer einen nachhaltigen, klimafreundlichen Stadtteil bauen will, sollte nicht mit dem schlechtest möglichen Baugrund beginnen. Die Wahl des Standorts erzwingt Maßnahmen die ihrerseits erhebliche Emissionen, Lärm, Straßenschäden und Natureingriffe verursachen – noch bevor das erste Haus steht.</p>



<p>Kostenschätzungen für Sand, Aufschüttungen und innere Erschließung fehlen laut Hamburger Rechnungshof noch immer – obwohl die Projektentwicklungskosten sich bereits auf rund 440 Millionen Euro belaufen und sich damit fast verdoppelt haben.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="819" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI4MTkiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3106 wp-image-3111 size-full" data-public-id="ChatGPT-Image-29.-Mai-2026-21_56_29/ChatGPT-Image-29.-Mai-2026-21_56_29.png" data-format="png" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780984666" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="819 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Sand und Klimawandel – ein globales Problem landet in Bergedorf</h2>



<p>Es gibt einen Zusammenhang der in der Oberbillwerder-Debatte fast nie erwähnt wird: Sand ist keine selbstverständliche Ressource. Er ist knapp – und wird knapper.</p>



<p>Sand ist nach Wasser der meistgenutzte Rohstoff der Welt. Laut dem UN-Umweltprogramm UNEP werden weltweit jährlich etwa 50 Milliarden Tonnen Sand benötigt – mehr als sich auf natürlichem Weg erneuert. In Deutschland ist die Sandknappheit bereits spürbar, trotz rund 2.000 Sand- und Kiesgruben kommt es immer wieder zu Lieferengpässen.</p>



<p>Experten warnen: Für das Überleben der Menschheit steht die Sandkrise dem Klimawandel und dem Artensterben kaum nach. Der oft unkontrollierte Abbau hinterlässt verwüstete Biotope – vor Indonesien sind bereits ganze Inseln versunken, nachdem sie ihrer schützenden Sandwälle beraubt wurden. Bis 2100 könnte die Hälfte aller Strände verschwunden sein.</p>



<p>Und jetzt der direkte Bezug zu Bergedorf: Für Oberbillwerder sollen 1,5 Millionen Tonnen dieses knappen Rohstoffs auf einen feuchten Marschboden aufgeschüttet werden – weil der falsche Standort gewählt wurde. Das UN-Umweltprogramm fordert Sand als strategische Ressource einzustufen. Hamburg plant stattdessen ihn millionenfach auf ungeeignetem Baugrund zu verschwenden.</p>



<p>Das ist keine abstrakte Umweltdebatte. Das ist eine konkrete Entscheidung die hier, in Bergedorf, getroffen wird – mit globalen Konsequenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich mir stattdessen wünsche</h2>



<p>Ich sage nicht: kein neues Wohngebiet. Ich sage: die richtigen Fragen müssen öffentlich gestellt werden, bevor Milliarden verbaut sind.</p>



<p>Wo bleibt die konsequente Nachverdichtung im Bestand? Wie wird sichergestellt dass ein erheblicher Anteil der Wohnungen wirklich sozial gefördert und dauerhaft bezahlbar ist? Welche ökologischen Ausgleichsmaßnahmen sind verbindlich und nicht nur versprochen? Und wie wird verhindert dass Oberbillwerder in zwanzig Jahren als weiteres städtebauliches Problemquartier gilt – wie Mümmelmannsberg oder Steilshoop, die damals auch als Zukunftsvision verkauft wurden?</p>



<p>Diese Fragen stelle ich nicht als Gegner des Projekts. Ich stelle sie als jemand der hier wohnt, der die politischen Verhältnisse kennt und der weiß dass Großprojekte ihre kritischen Begleiter brauchen.</p>



<p>Oberbillwerder wird gebaut. Wie es gebaut wird, ist noch nicht vollständig entschieden. Das ist der Moment wo Fragen zählen.</p>
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		<title>Holunderblütensirup – drei Tage warten, der Rest ist einfach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 08:47:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Mai, Anfang Juni – die Holunderblüten sind da. Wer in Bergedorf unterwegs ist, weiß das: Sie hängen an Wegen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ende Mai, Anfang Juni – die Holunderblüten sind da. Wer in Bergedorf unterwegs ist, weiß das: Sie hängen an Wegen, an Zäunen, am Rand der Boberger Niederungen. Weiß, leicht, mit diesem unverwechselbaren Duft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3077 wp-image-3074 size-full" data-public-id="img_20260531_142214_5413512525770307897903/img_20260531_142214_5413512525770307897903.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780861731" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die Blüten habe ich beim Gassigehen mit Happy gesammelt – in Lohbrügge, wo sie gerade überall hängen. Kostenlos, direkt vor der Haustür, fünf Minuten vom Wohnzimmer entfernt. Happy hat die Sache professionell begleitet.<br><br></p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Ich mache seit Jahren Sirup daraus. Das Rezept kommt von Utopia – einfach, verlässlich, ohne viel Aufwand. Was man braucht: 20 Blütenköpfe, Zucker, Zitronensäure, eine Bio-Zitrone, eine Bio-Orange. Und drei Tage Geduld.<br>Der Sirup hält sich mehrere Monate in verschlossenen Flaschen – und er schmeckt nach Sommer. In Wasser, in Prosecco, über Eis. Wer ihn einmal selbst gemacht hat, kauft ihn nicht mehr im Supermarkt.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3077 wp-image-3075 size-full" data-public-id="img_20260531_143329_3498871204689482902073/img_20260531_143329_3498871204689482902073.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780861721" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3077 wp-image-3076 size-full" data-public-id="img_20260603_063411_0886812249895547519994/img_20260603_063411_0886812249895547519994.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780861712" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Das ist auch der Punkt: Ein Glas Sirup, selbst gemacht, ohne Plastikverpackung, aus Blüten die kostenlos am Wegesrand hängen. Das ist Plastikfrei nicht als Verzicht – sondern als bessere Alternative.<br>Das vollständige Rezept mit allen Mengenangaben kommt von <a href="https://utopia.de/ratgeber/holunderbluetensirup-selber-machen-ein-schnell-rezept_55394/">utopia.de</a> – eine der verlässlichsten deutschen Seiten für nachhaltigen Alltag.</p>
</div></div>



<p></p>
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		<title>Unkürzbar – warum ich diesen Samstag auf die Straße gehe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Adigwe Pilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 15:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[social]]></category>
		<category><![CDATA[daseinsvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Samstag 6. Juni, 12:45 Uhr, Gänsemarkt Hamburg. Ich werde dabei sein.Nicht als Politiker der Parteipositionen demonstriert. Sondern als Sozialpädagoge, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diesen Samstag 6. Juni, 12:45 Uhr, Gänsemarkt Hamburg. Ich werde dabei sein.<br>Nicht als Politiker der Parteipositionen demonstriert. Sondern als Sozialpädagoge, als Betriebsratsvorsitzender – und als jemand dem gerade ein Freund und Kollege erzählt hat, dass sein Projekt zum Ende des Jahres geschlossen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das konkret bedeutet</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Er hat 18 Jahre lang mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. 18 Jahre. In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg. Er kennt seine Zielgruppe, er kennt die Strukturen, er kennt die Menschen die er begleitet. Das ist kein Job – das ist eine Berufung.<br>Der Jugendhilfeausschuss Hamburg-Mitte hat entschieden sein Projekt zu schließen. Um ein anderes Projekt zu retten. Man schließt das eine um das andere zu erhalten. Das ist keine Sozialpolitik – das ist Verwaltung von Knappheit, die politisch gemacht wurde.<br>Das trifft nicht nur meinen Kollegen. Das trifft die Kinder und Jugendlichen die seine Arbeit brauchen. Die Kontinuität verlieren. Die eine vertraute Bezugsperson verlieren. In einem Alter in dem Kontinuität und Vertrauen alles sind.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3068 wp-image-3125 size-full" data-public-id="IMG_20260606_130835_425/IMG_20260606_130835_425.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1781160142" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was dahinter steckt</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3068 wp-image-3124 size-full" data-public-id="IMG_20260606_134902_591/IMG_20260606_134902_591.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1781160111" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Während Milliarden für Aufrüstung von der Schuldenbremse ausgenommen werden, wird bei Gesundheit, Pflege, Familien und sozialer Sicherheit gekürzt. Für Waffen ist Geld da, für unser Leben angeblich nicht. <br>Das ist keine abstrakte politische Aussage. Das ist die Realität meines Kollegen. Das ist die Realität der Kinder mit denen er arbeitet. Das ist die Realität von Daseinsvorsorge in einer Stadt die reich ist – und trotzdem sagt: dafür ist kein Geld.<br>Hamburg hat gerade mit 54,9 Prozent Nein zu Olympia gesagt. Milliarden für ein Prestigeprojekt wollte die Stadt nicht. Gut so. Aber dieselbe Stadt kürzt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Das ist kein Widerspruch den ich akzeptiere.<br>Reiche werden reicher. Armut steigt. Und gleichzeitig schließen die Projekte die diejenigen auffangen, die von dieser Entwicklung am stärksten betroffen sind.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Samstag</h2>



<p>Die Demo unkuerzbar läuft zum Anlass des Besuchs von Bundesministerin Karin Prien am Gänsemarkt – und sagt klar: Wer Ärger bestellt, bekommt Ärger. Gegen Kürzungen und Sozialabbau, für ein gutes Leben für alle. <br>Ich werde hin gehen weil Haltung zeigen manchmal bedeutet: aufzutauchen. Im Betrieb, bei der Demo, beim Lauf. Und weil mein Kollege 18 Jahre aufgetaucht ist – jeden Tag, für Kinder und Jugendliche die niemanden sonst haben.<br>Das ist das Mindeste was ich tun kann.<br>Samstag, 6. Juni · 12:45 Uhr · Gänsemarkt Hamburg<br>Mehr Infos: <a href="http://unkuerzbar-hamburg.de" type="link" id="unkuerzbar-hamburg.de">unkuerzbar-hamburg.de</a></p>



<p></p>
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		<title>54,9 Prozent Nein – und warum das kein Zufall war</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 04:14:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg hat Nein gesagt. 54,9 Prozent gegen die Olympiabewerbung. Gegen den Senat. Gegen die Wirtschaft. Gegen ein Millionenbudget an Werbung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hamburg hat Nein gesagt. 54,9 Prozent gegen die Olympiabewerbung. Gegen den Senat. Gegen die Wirtschaft. Gegen ein Millionenbudget an Werbung das an jeder Ecke klebte.<br>Ich bin stolz. Und ich will erklären warum dieses Ergebnis kein Zufall war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die anderen nicht gesehen haben</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="2158" height="2560" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIyMTU4IiBoZWlnaHQ9IjI1NjAiPjxyZWN0IHdpZHRoPSIxMDAlIiBoZWlnaHQ9IjEwMCUiPjxhbmltYXRlIGF0dHJpYnV0ZU5hbWU9ImZpbGwiIHZhbHVlcz0icmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjUpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC4xKTtyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSkiIGR1cj0iMnMiIHJlcGVhdENvdW50PSJpbmRlZmluaXRlIiAvPjwvcmVjdD48L3N2Zz4=" alt="" class="wp-post-3062 wp-image-3011 size-full" data-public-id="1000177694/1000177694.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862033" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="2158 2560" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>In den letzten Wochen vor dem Volksentscheid war Olympia überall – auf Plakaten, in U-Bahn-Stationen, im Radio, in Anzeigen. Der Senat und seine Unterstützer aus der Wirtschaft haben alles daran gesetzt die Stimmung zu drehen. Moralische Erpressung war dabei: Wer Nein sagt, ist gegen Sport. Wer Nein sagt, denkt klein. Wer Nein sagt, gönnt Hamburg nichts.<br>Aber während die Werbemaschinerie anlief, war in Lohbrügge und anderen Stadtteilen bereits etwas passiert. Wir waren vorher da.<br>Ehrenamtlich. An Haustüren. Mit Flyern in Briefkästen. In Gesprächen mit Menschen die einfach wissen wollten: worum geht es hier eigentlich?<br>Und dann kamen die Briefwahlunterlagen – früh. Viele Menschen haben ihr Kreuz gesetzt bevor die Werbeflut überhaupt erst richtig begonnen hatte. Das war kein Glück. Das war Planung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was die Menschen verstanden haben</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Hamburg hat genug Erfahrung mit großen Versprechen. Und genug Erfahrung damit, am Ende die Rechnung zu bezahlen. 15 Milliarden Euro für Olympia – während Hallenbäder schließen, Mieten explodieren und sozialer Wohnungsbau auf der Strecke bleibt.<br>Die Menschen in dieser Stadt haben erkannt worum es wirklich geht: um Prioritäten. Wem gehört diese Stadt? Wer profitiert? Wer zahlt?<br>54,9 Prozent haben geantwortet.<br><br></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3062 wp-image-3064 size-full" data-public-id="img_20240413_182720_7173940834324066286486/img_20240413_182720_7173940834324066286486.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780861748" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was das mit Bergedorf zu tun hat</h2>



<p>Ich habe in den Wochen vor dem Volksentscheid Haustürgespräche in Lohbrügge geführt – nicht als Parteifunktionär der Plakate klebt, sondern als Nachbar der erklärt. Viele Menschen wussten gar nicht was auf dem Spiel steht. Die hatten noch nichts von den Milliarden gehört. Noch nichts vom Widerspruch zwischen Olympia-Plänen und bezahlbarem Wohnraum.<br>Nach dem Gespräch wussten sie es.<br>Das ist Demokratie. Nicht Plakat gegen Plakat – sondern Gespräch gegen Kampagne. Und Gespräch hat gewonnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was jetzt kommt</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1080" height="810" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDgwIiBoZWlnaHQ9IjgxMCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3062 wp-image-2867 size-full" data-public-id="Die-Linke-hoert-zu.Am-Samstag-waren-wir-in-Lohbruegge-unterwegs-um-mit-den-Menschen-direkt-an-der/Die-Linke-hoert-zu.Am-Samstag-waren-wir-in-Lohbruegge-unterwegs-um-mit-den-Menschen-direkt-an-der.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862125" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1080 810" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Das Nein ist ein Anfang, kein Ende. Die Fragen die hinter dem Olympia-Streit stecken, bleiben: Wie wird Hamburgs Wohnungspolitik gemacht? Wer entscheidet über Stadtentwicklung? Wie werden Gelder priorisiert?<br>Das Geld das für Olympia zurückgehalten wurde, muss jetzt woanders hinfließen. Für sozialen Wohnungsbau. Für einen Mietendeckel. Für eine Stadt die nicht für Eventkulissen umgebaut wird, sondern für die Menschen die hier leben.<br>Heute darf man kurz stolz sein. Morgen geht die Arbeit weiter.</p>
</div></div>
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		<title>Lauf gegen Rechts – als Betriebsrat an der Alster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 12:38:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heute zum 15. Mal: der Lauf gegen Rechts des FC St. Pauli Marathon – rund um die Alster, unter dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adigwe.de/social/lauf-gegen-rechts-als-betriebsrat-an-der-alster/">Lauf gegen Rechts – als Betriebsrat an der Alster</a> erschien zuerst auf <a href="https://adigwe.de">adigwe.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute zum 15. Mal: der Lauf gegen Rechts des FC St. Pauli Marathon – rund um die Alster, unter dem Motto „Solidarität statt Nationalismus&#8220;.&nbsp; Ich war dabei. Als Betriebsratsvorsitzender, mit rund 20 Kolleg*innen aus unseren Einrichtungen.<br />Das T-Shirt: das Logo unseres sozialen Trägers. Der Turnbeutel: gegen Olympia. Beides passt zusammen, finde ich.<br />Caro, Rosa, Maja und Happy haben uns angefeuert. Drei Menschen und ein Hund am Streckenrand sind manchmal mehr wert als jede Motivationsrede.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich mitlaufe</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="941" height="1672" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI5NDEiIGhlaWdodD0iMTY3MiI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3048 wp-image-3059 size-full" data-public-id="20260531_163235_00008545911984851720981-1/20260531_163235_00008545911984851720981-1.png" data-format="png" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780861758" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="941 1672" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Der Lauf gegen Rechts ist mehr als ein Sportevent. Er ist ein Zeichen für Solidarität, Vielfalt und Respekt – und der Gewinn geht in voller Höhe an das Hamburger Bündnis gegen Rechts.&nbsp; <br />Ich laufe nicht weil ich besonders sportlich bin. Ich laufe weil Haltung zeigen manchmal bedeutet, einfach aufzutauchen. Im Betrieb, auf der Demo, beim Lauf. Sichtbarkeit ist keine Kleinigkeit – schon gar nicht in Zeiten in denen Rechtsextremismus in Parlamenten sitzt und auf der Straße immer lauter wird.</p>
</div></div>



<p>Als Betriebsratsvorsitzender habe ich eine Verantwortung gegenüber den Menschen die ich vertrete. Dazu gehört auch: zeigen, wo ich stehe. Nicht abstrakt in Grundsatzerklärungen – sondern konkret, heute, an der Alster.<br />Mit 20 Kolleg*innen. Im Träger-Shirt. Mit einem Turnbeutel gegen Olympia.<br />Das reicht für heute.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adigwe.de/social/lauf-gegen-rechts-als-betriebsrat-an-der-alster/">Lauf gegen Rechts – als Betriebsrat an der Alster</a> erschien zuerst auf <a href="https://adigwe.de">adigwe.de</a>.</p>
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		<title>Drei Tage, zwei Orbit-Touren, zwei Töchter und eine Bahn die nicht wartet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Adigwe Pilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 19:21:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[bikepacking]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es beginnt, wie so viele meiner Abenteuer beginnen: mit einem Kompromiss, der sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellt. Ich bringe meine Töchter zu ihrem Zeltlager nach Höxter. Es ist ihr zweites – und diesmal legen sie eine Prüfung ab und kehren mit blauen Halstüchern zurück. Ich bin stolz. Und während sie ihre Tage mit Lagerfeuer, Gemeinschaft und Bewährungsproben verbringen, habe ich drei Tage für mich. Drei Tage, ein Gravelbike, vollgepackte Taschen und das Weserbergland.</p>



<p>Der Plan: zwei Orbit360-Touren im Weserbergland. Wer die <a href="https://www.orbit360.cc/gravel-serie">Orbit360 Gravel Series</a> nicht kennt: Es handelt sich um das weltweit erste DIY-Cycling-Event, entstanden aus den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Über 5.000 Fahrer:innen haben bisher teilgenommen, mehr als 100 Orbits wurden von der Community in ganz Deutschland gescouted. Man fährt allein oder zusammen – jeder in seinem eigenen Tempo, auf eigene Faust, ohne Startschuss und Ziellinie. Echte Touren, keine Sonntagsausfahrten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Tour: ENJOYYOURORBIT Süd – eine kluge Kürzung</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3039 size-full" data-public-id="IMG_20260523_111737_287/IMG_20260523_111737_287.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862314" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Ursprünglich stand die volle ENJOYYOURORBIT auf dem Plan – 250 Kilometer, rund 4.000 Höhenmeter, offiziell mit 22 Stunden angegeben. Realistischerweise zu viel für einen einzigen Bikepacking-Tag mit beladenen Taschen und dem Ziel, abends noch an einer Campingrezeption anzukommen.</p>



<p>Die Lösung fand ich auf <a href="https://gräwwel.de/enjoyyourbikeorbitsued/">gräwwel.de</a>: eine gekürzte Südvariante mit 149 Kilometern und rund 2.300 Höhenmetern. Dieselbe DNA, derselbe Charakter, aber machbar an einem langen Sommertag. Eine kluge Entscheidung, wie sich zeigen sollte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Vorgeschichte: Das Navi und der Donnerstagabend</h2>



<p>Zwei Tage vor Abfahrt geht mein Sigma ROX kaputt. Einfach so. Nach vier Jahren zuverlässigem Dienst – auf dem Arbeitsweg, auf Orbit-Touren, auf Wanderungen – zeigt er plötzlich nichts mehr. Ohne Navi durch das Weserbergland navigieren? Mit vollbepacktem Gravelbike und zwei Orbit-Routen im Kopf? Keine Option.</p>



<p>Donnerstagabend, Kleinanzeigen. Innerhalb von einer Stunde finde ich ein gebrauchtes Gerät in Bahrenfeld. Ich fahre hin, kaufe es, lade die Touren auf, teste die Grundfunktionen. Es funktioniert.</p>



<p>Die Reise ist gerettet. Manchmal läuft es eben so.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freitagabend: Ankunft mit dem letzten Licht</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Der Zug bringt mich um 17:32 Uhr nach Höxter-Ottbergen. Töchter abgeliefert, Rad start klar. 20 Kilometer Weser entlang nordwärts, dann bin ich am Camping Rühler Schweiz in Bodenwerder – kurz nach 19 Uhr. Der Empfang schließt offiziell um 17 Uhr.</p>



<p>Ich hatte vorher eine Mail geschrieben und gefragt, ob das ein Problem ist. Die Antwort war herzlich und eindeutig: kein Problem. Nette Menschen, ein Zeltplatz direkt am Flussufer, das leise Rauschen der Weser. Ich koche Rote Linsensuppe auf dem Esbit-Kocher, trinke Leitungswasser und bin um 21 Uhr im Schlafsack.</p>



<p>Die Welt ist manchmal sehr einfach.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3041 size-full" data-public-id="IMG_20260522_201720_196/IMG_20260522_201720_196.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862263" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Samstag: 154 Kilometer, Friedhofsbrunnen und ein Reh</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3042 size-full" data-public-id="IMG_20260524_065423_690/IMG_20260524_065423_690.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862238" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Früh raus. Overnight-Porridge kalt, Instantkaffee. Um kurz nach 6 Uhr rolle ich los – zunächst 24 Kilometer vom Camping zum Einstieg der Route. Die Weser selbst ist die beste Einleitung: flach, ruhig, leichter Rückenwind, Nebel über den Feldern.</p>



<p>Dann beginnt die eigentliche Tour. Vorbei am Kernkraftwerk Grohnde – diesem stillen Betonkoloss am Flussufer, der einen kurz innehalten lässt. Dann westlich, hoch in den Süntel.</p>



<p>Das Weserbergland unterschätzt man. Die Anstiege sind kurz, aber heftig. Keine langen Pässe wie in den Alpen – sondern brutale, kurze Rampen, die sich wiederholen. Rauf, runter, rauf, runter. Der Körper bekommt keine Pause.</p>



<p>Mai im Weserbergland kann gnadenlos heiß sein. Gerettet haben mich der Wald – und die Friedhöfe. Klingt makaber, ist es nicht: Die alten Dorffriedhöfe im Weserbergland haben fast alle einen Wasserhahn mit frischem Wasser zum Gießen. Sauber, kühl, kostenlos. Ein Tipp für alle die diese Route fahren: Friedhöfe sind zuverlässige Wasserquellen.</p>



<p>Am Philosophenhügel südlich von Hessisch Oldendorf mache ich Pause. Man sitzt dort, schaut auf den Wald und denkt nach. Über Geschwindigkeit. Über Stille. Darüber, wie seltsam es ist, dass wir uns für diese Erfahrungen extra freischaufeln müssen.</p>



<p>Irgendwo auf einem Forstweg zwischen Nienstedter Pass und Vogler steht ein Reh mitten auf dem Weg. Es schaut mich an. Ich schaue es an. Wir sind beide überrascht. Es springt in den Wald, ich fahre weiter.</p>



<p>Der Vogler ist das letzte große Kapitel der Tour – und der schönste. Schotterwege, weite Ausblicke ins Weserbergland, das Tal tief unten. Gut, dass ich dieses Stück nicht abgekürzt habe.</p>



<p>10 Stunden und 26 Minuten nach dem Start zeigt der Sigma ROX 11.1 EVO: 154,28 Kilometer. Ich erreiche Hamelns Altstadt kurz vor Einbruch der Dunkelheit, esse warm und schlafe tief.</p>
</div></div>



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<h2 class="wp-block-heading">Umweltpolitischer Einschub – weil er hier hingehört</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Diese Tour ist per Zug angereist und per Zug abgereist. Kein Auto, kein Gepäck das irgendwo wartet. Das Gravelbike ist das einzige Fortbewegungsmittel für drei Tage.</p>



<p>Ich schreibe das nicht um mich zu loben. Ich schreibe es, weil ich unterwegs durch Landschaften fahre, die unter Druck stehen: Windparks auf Hügelkuppen, Monokulturen wo Mischwald sein könnte, das Kernkraftwerk Grohnde als Mahnmal einer anderen Energiepolitik. Und weil die Hitze an diesem Wochenende kein Naturereignis war – sondern Symptom.</p>



<p>Das Weserbergland ist wunderschön. Es ist auch verwundbar.</p>



<p>Bikepacking lehrt nebenbei eine Art Genügsamkeit, die ich im Alltag zu oft vergesse. Ein Kilo Essen für drei Tage. Ein Topf. Kein Kühlschrank, keine Verpackung die entsorgt werden muss. Und die Friedhofsbrunnen? Die sind das Sinnbild einer Infrastruktur die niemand gebaut hat um klimafreundlich zu sein – und es trotzdem ist. Manchmal sind die besten Lösungen die ältesten.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3043 size-full" data-public-id="IMG_20260524_103926_240/IMG_20260524_103926_240.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862198" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Sonntag: Deister Delta, Schaumburg und der kluge Abbruch</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Deister Delta. 172 Kilometer, fast 4.000 Höhenmeter. Ich starte früh, wieder vom Camping Hameln aus. Die Beine haben den Vortag gespeichert – das merkt man.</p>



<p>Die Route führt zunächst zur Schaumburg – einem der markantesten Punkte der Tour. Die mittelalterliche Burg thront über dem Weserbergland, Blick in alle Richtungen. Es ist früh am Morgen, noch kein Tourist, nur das Rad und der Panoramablick.</p>



<p>Weiter Richtung Rinteln, dann durch den langen Nordbogen via Barsinghausen und über den Deister-Nordkamm. Waldkämme, schmale Trails, wieder diese kurzen steilen Rampen. Und wieder die Hitze, diesmal noch gnadenloser als am Vortag.</p>



<p>Bei Kilometer 147 mache ich Halt an einer Waldbank. Vor mir laut Sigma: noch ein langer, heftiger Anstieg. Hinter mir: ein langer, erlebnisreicher Tag. Die Dunkelheit kommt in drei Stunden. Der Tank ist leer.</p>



<p>Ich entscheide mich, abzubrechen. 25 Kilometer vor dem rechnerischen Ziel.</p>



<p>Es ist die beste Entscheidung des Wochenendes. Nicht weil ich aufgebe – sondern weil ich erkenne, wann eine Tour genug gegeben hat. Schaumburg gesehen. Den Deister-Nordkamm gequert. Saupark überlebt. Was fehlt, sind 25 Kilometer und ein Häkchen auf einer Liste. Das Häkchen interessiert mich weniger als das, was ich erlebt habe.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3044 size-full" data-public-id="IMG_20260523_142117_103/IMG_20260523_142117_103.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780861784" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



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<h2 class="wp-block-heading">Montag: Rückkehr, blaue Halstücher und eine Bahn die nicht wartet</h2>



<p>Die Rückfahrt von Hameln nach Höxter führt noch einmal 53 Kilometer durch das Weserbergland – diesmal entspannt, ohne Stoppuhr, die Weser immer in der Nähe.</p>



<p>In Höxter hole ich meine Töchter ab. Blaue Halstücher, stolze Gesichter, viele Geschichten. Dann der Zug nach Hamburg.</p>



<p>In Kreiensen wartet der RE2 Richtung Hannover – fünf Minuten Umsteigezeit laut Fahrplan. Der RB84 kommt mit knapp fünf Minuten Verspätung an. Der RE2 steht noch am Bahnsteig. Die Türen öffnen nicht mehr.</p>



<p>Wir schauen dem Zug hinterher.</p>



<p>Den gebuchten ICE 588 in Hannover verpassen wir. Ein neues Ticket: 69,65 Euro. Und als wir später nachschauen: Der ursprüngliche ICE 588 ist ohnehin ausgefallen.</p>



<p>Die Beschwerde ist formuliert. Die EU-Fahrgastrechteverordnung ist auf meiner Seite. Aber es bleibt das bittere Gefühl: Drei Tage habe ich erlebt, wie reibungslos Mobilität ohne Auto funktionieren kann. Und dann das.</p>



<p>Wir brauchen eine Bahn die funktioniert. Nicht als Notlösung für diejenigen ohne Auto – sondern als selbstverständliche, zuverlässige Alternative. Für Familien. Für Bikepacker. Für alle die den Klimawandel ernst nehmen und entsprechend handeln wollen – und dann vor verschlossenen Türen stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bleibt</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img width="892" height="434" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI4OTIiIGhlaWdodD0iNDM0Ij48cmVjdCB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSIxMDAlIj48YW5pbWF0ZSBhdHRyaWJ1dGVOYW1lPSJmaWxsIiB2YWx1ZXM9InJnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KTtyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuMSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjUpIiBkdXI9IjJzIiByZXBlYXRDb3VudD0iaW5kZWZpbml0ZSIgLz48L3JlY3Q+PC9zdmc+" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3035" data-public-id="Fahrtengrafik/Fahrtengrafik.png" data-format="png" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862342" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="892 434" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure>



<p>Zwei Orbit-Touren, eine davon vollständig, eine mit 147 von 172 Kilometern. Ein Campingplatz mit herzlichen Menschen direkt an der Weser. Ein Reh im Wald. Die Schaumburg im Morgenlicht. Friedhofsbrunnen die Leben retten. Zwei Töchter mit blauen Halstüchern. Couscous aus dem Esbit-Topf der besser schmeckt als er klingt. Und ein klarer Tipp für das nächste Mal: keine Vollkorn-Wraps. Zu trocken. Zu zäh. Das Weserbergland hat genug eigene Härten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img width="889" height="466" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI4ODkiIGhlaWdodD0iNDY2Ij48cmVjdCB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSIxMDAlIj48YW5pbWF0ZSBhdHRyaWJ1dGVOYW1lPSJmaWxsIiB2YWx1ZXM9InJnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KTtyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuMSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjUpIiBkdXI9IjJzIiByZXBlYXRDb3VudD0iaW5kZWZpbml0ZSIgLz48L3JlY3Q+PC9zdmc+" alt="" class="wp-post-3033 wp-image-3036" data-public-id="packliste/packliste.png" data-format="png" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862337" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="889 466" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure>



<p>Und das leise Versprechen an mich selbst, wiederzukommen. Für die letzten 25 Kilometer des Deister Delta. Das Weserbergland wartet.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Gefahren mit: Kona Rove AL Gravelbike, AGU Bikepacking-Set, Ortlieb Gabeltaschen, Cumulus Dynamic Schlafsack, Decathlon Einpersonenzelt, Sigma ROX 11.1 EVO</em></p>



<p><em>Tour 1: <a href="https://gr%C3%BCwel.de/enjoyyourbikeorbitsued/">ENJOYYOURORBIT Süd</a> – 154 km / ~2.300 Hm / 10:26h</em> <em>Tour 2: Deister Delta – 147 km / ~3.500 Hm (25 km vor Ziel abgebrochen)</em> <em>Übernachtet: <a href="https://www.camping-ruehlerschweiz.de">Camping Rühler Schweiz</a>, Bodenwerder &amp; Camping Hameln an der Weser</em></p>
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		<title>Veganer Funfetti Cake – für Caros Geburtstag</title>
		<link>https://adigwe.de/leben/veganer-funfetti-cake-fuer-caros-geburtstag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Adigwe Pilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 09:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Caro hat Geburtstag. Also backe ich.Das ist bei uns so eine Sache. Ich bin kein Bäcker der stundenlang plant und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adigwe.de/leben/veganer-funfetti-cake-fuer-caros-geburtstag/">Veganer Funfetti Cake – für Caros Geburtstag</a> erschien zuerst auf <a href="https://adigwe.de">adigwe.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Caro hat Geburtstag. Also backe ich.<br>Das ist bei uns so eine Sache. Ich bin kein Bäcker der stundenlang plant und dekoriert. Aber ich backe gerne für Menschen die mir wichtig sind – und Caro ist das. Wer den Blog schon länger liest weiß: sie war dabei bei der Rumänienreise, beim Ifeoma Fest in Nettelnburg, und fährt im Juli mit uns nach Spanien. Heute bekommt sie Kuchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Funfetti</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3028 wp-image-3030 size-full" data-public-id="IMG_20260521_063358_139/IMG_20260521_063358_139.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862369" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Funfetti ist kein ernstes Rezept. Es ist bunt, es macht Freude, es sieht aus als hätte man Konfetti in den Teig geworfen – weil man das tatsächlich hat, in Form von Streuseln. Das passt zu einem Geburtstag. Das passt zu Caro.<br>Das Rezept kommt von Zuckerjagdwurst – eine der verlässlichsten veganen Backseiten die ich kenne. Link am Ende des Beitrags.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was drin ist</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Der Kuchen selbst ist ein klassischer Kastenkuchen: Weizenmehl, Backpulver, Zucker, pflanzliche Milch, Pflanzenöl, Zitrone und Salz. Dazu die bunten Funfetti-Streusel die den Teig fröhlich machen. Oben drauf eine Frischkäse-Buttercreme mit Zitrone und Vanille – stabil genug zum Streichen, cremig genug zum Genießen. Und nochmal Streusel obendrauf, weil warum nicht.<br>Alles vegan. Alles ohne Kompromiss beim Geschmack.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="854" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijg1NCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3028 wp-image-3031 size-full" data-public-id="IMG_20260521_063458_2392/IMG_20260521_063458_2392.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862349" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 854" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Rezept</h2>



<p>Das vollständige Rezept mit allen Mengenangaben gibt es bei Zuckerjagdwurst: <a href="http://zuckerjagdwurst.com/de/rezepte/veganer-funfetti-cake">zuckerjagdwurst.com/de/rezepte/veganer-funfetti-cake</a><br>Zubereitungszeit: etwa 1 Stunde 15 Minuten. Kastenform 30 cm. Backen bei 180 °C, 45–50 Minuten.<br>Alles Gute, Caro.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adigwe.de/leben/veganer-funfetti-cake-fuer-caros-geburtstag/">Veganer Funfetti Cake – für Caros Geburtstag</a> erschien zuerst auf <a href="https://adigwe.de">adigwe.de</a>.</p>
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		<title>Pfälzer Frühling – eine Reise in mehreren Kapiteln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Adigwe Pilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[deutschlandticket]]></category>
		<category><![CDATA[familienreise]]></category>
		<category><![CDATA[heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[trifels]]></category>
		<category><![CDATA[weinstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war keine einfache Reise. Nicht weil irgendetwas schiefging – sondern weil es viel war. Viele Menschen, viele Kilometer, viele [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es war keine einfache Reise. Nicht weil irgendetwas schiefging – sondern weil es viel war. Viele Menschen, viele Kilometer, viele Momente.</p>



<p>Ich, Maja und Rosa. Caro und ihre Mutter, aus Argentinien angereist ist. Meine Schwester mit ihrer Tochter in Neustadt. Zeitweise mein Bruder mit Frau und Kleinkind. Und meine Eltern, die wir auf dem Hinweg in Eddigehausen besuchten – und die später auch noch in die Pfalz nachkamen.</p>



<p>Kein einziger Flug. Happy dabei. Alles per Bahn und Bus.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erster Halt: Eddigehausen und die Burg Plesse</strong></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3019 wp-image-3020 size-full" data-public-id="plesseburg/plesseburg.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862474" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Vom Hamburger Hauptbahnhof nach Buchholz, weiter nach Hannover, dann Göttingen – alles mit dem Deutschlandticket. Meine Eltern wohnen in Eddigehausen, einem kleinen Dorf bei Göttingen, direkt unterhalb der Burgruine Plesse.</p>



<p></p>



<p>Drei Tage Eddigehausen. Happy durfte frei laufen. Die Mädels haben Zeit mit ihren Großeltern verbracht. Caro und ihre Mutter haben Deutschland von einer Seite kennengelernt, die Touristen selten sehen – nicht Hamburg, nicht Berlin, sondern ein niedersächsisches Dorf mit Blick auf eine mittelalterliche Ruine.</p>
</div></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weiter in die Pfalz: Neustadt an der Weinstraße</strong></h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Am 13. Mai dann Göttingen → Mannheim → Neustadt. Mit dem ECE 5, pünktlich, fünf Plätze im Großraum nebeneinander. Happy saß darunter und schlief.</p>



<p>Wir mieteten eine Ferienwohnung in Geinsheim, einem kleinen Ortsteil direkt an der Buslinie 507. Die Linie 507 wurde zu unserem täglichen Rhythmusgeber. An Feiertagen fährt sie nur alle zwei Stunden. Das lernt man schnell.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3019 wp-image-3021 size-full" data-public-id="happyimzug/happyimzug.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862451" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Donnerstag, Himmelfahrt: Altstadt und Wolfsburg</strong></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3019 wp-image-3022 size-full" data-public-id="neustadt/neustadt.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862427" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Himmelfahrt. Alle Supermärkte zu. Gut, dass wir am Mittwoch daran gedacht hatten.</p>



<p>Zuerst Neustadt – die Altstadt ist wirklich schön, ohne Anstrengung. Stiftskirche, Marktplatz, der Haardter Treppenweg hinauf. Happy bekam mehr Aufmerksamkeit als wir.</p>



<p>Nachmittags dann die Wolfsburg – eine mittelalterliche Burgruine oberhalb von Haardt. Neun Kilometer, gut 300 Höhenmeter. Die Loosenbrunnen-Quelle auf dem Weg. Die Burgschänke hatte geöffnet, erkennbar an der gehissten Fahne und veganen Flammkuchen im Angebot &#8211; lecker! Weinberge, Wald, Fels, Aussicht.</p>
</div></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Freitag: Schiff nach Neckarsteinach und Heidelberg</strong></h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Der aufwendigste Tag der Reise.</p>



<p>Früh mit der 507 nach Neustadt, dann Zug nach Heidelberg. Vom Bahnhof zu Fuß zum Anleger vorbei am Heidelberger Schloss, Alte Brücke, Altstadt. Um 11:30 Uhr legte das Schiff der Weißen Flotte ab. Happy durfte kostenlos mit.</p>



<p>Neckarsteinach in neunzig Minuten. Dann die Vierburgen-Wanderung – 3,2 Kilometer, steil und felsig. Mittelburg, Hinterburg, Schwalbennest.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1024" height="768" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9Ijc2OCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3019 wp-image-3023 size-full" data-public-id="neckarsteinach/neckarsteinach.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862403" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1024 768" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Samstag: Burg Trifels, zwei Gruppen, ein Ziel</strong></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="768" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI3NjgiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-3019 wp-image-3024 size-full" data-public-id="burgtrifels/burgtrifels.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862390" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="768 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Annweiler am Trifels, eine halbe Stunde von Neustadt.</p>



<p>Wir haben uns aufgeteilt. Gruppe A hat eine Rundtour gemacht: Burgenweg, Jungturm, Münzfels, Bindersbacher Turm, Burgruine Anebos und schließlich die Burg Trifels. Neun Kilometer, knapp 300 Höhenmeter.</p>



<p>Gruppe B hat den Bus genommen und die Burg besichtigt. Hunde dürfen dort an der Leine.</p>



<p>Die Burg Trifels sitzt auf einem Sandsteinfelsen über dem Annweilerer Tal. Hier wurden Reichskleinodien aufbewahrt, hier saß Richard Löwenherz gefangen. Geschichte, die man spürt.</p>
</div></div>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sonntag, 17. Mai: Heimfahrt</strong></h2>



<p>Mannheim Hbf, 12:03 Uhr. ICE 770 nach Göttingen, dort umsteigen in den ICE 788, Hamburg Hbf 18:36 Uhr. S7 nach Nettelnburg, Bus 234 nach Hause.</p>



<p>Nicht perfekt – zu wenig Abend für zu viele Eindrücke. Aber gut.</p>



<p>Kein Flug. Fünf Personen, ein Hund, Deutschlandticket und ICE-Sparpreise. Göttingen, Eddigehausen, Neustadt, Annweiler, Heidelberg, Neckarsteinach. Zurück nach Lohbrügge.</p>



<p></p>
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		<title>Warum ich beim Olympia-Volksentscheid mit Nein stimme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 08:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[future]]></category>
		<category><![CDATA[bergedorf]]></category>
		<category><![CDATA[briefwahl]]></category>
		<category><![CDATA[dielinke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg stimmt ab. Über eine Olympiabewerbung für 2036 oder 2040. Ich habe meine Briefwahlunterlagen ausgefüllt. Mein Kreuz ist bei Nein.Nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adigwe.de/future/warum-ich-beim-olympia-volksentscheid-mit-nein-stimme/">Warum ich beim Olympia-Volksentscheid mit Nein stimme</a> erschien zuerst auf <a href="https://adigwe.de">adigwe.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hamburg stimmt ab. Über eine Olympiabewerbung für 2036 oder 2040. Ich habe meine Briefwahlunterlagen ausgefüllt. Mein Kreuz ist bei Nein.<br>Nicht weil ich Sport nicht mag. Sondern weil ich weiß was Olympia mit Städten macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was auf dem Spiel steht</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="1920" height="2560" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSIxOTIwIiBoZWlnaHQ9IjI1NjAiPjxyZWN0IHdpZHRoPSIxMDAlIiBoZWlnaHQ9IjEwMCUiPjxhbmltYXRlIGF0dHJpYnV0ZU5hbWU9ImZpbGwiIHZhbHVlcz0icmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjUpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC4xKTtyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSkiIGR1cj0iMnMiIHJlcGVhdENvdW50PSJpbmRlZmluaXRlIiAvPjwvcmVjdD48L3N2Zz4=" alt="" class="wp-post-2999 wp-image-3001 size-full" data-public-id="IMG_20260510_085241_9182/IMG_20260510_085241_9182.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862558" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="1920 2560" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Eine Hamburger Olympiabewerbung bedeutet geschätzte Kosten von rund 15 Milliarden Euro – Erfahrungen aus London, Rio und Tokio zeigen dass die tatsächlichen Kosten am Ende deutlich höher liegen. Die Schulden bleiben bei der Stadt, nicht beim IOC, nicht bei den Sponsoren, nicht bei den Unternehmen die von den Aufträgen profitieren.<br>Gleichzeitig stehen in Hamburg Hallenbäder vor der Schließung. Vereine können ihre Beiträge kaum noch finanzieren. Schulsport ist chronisch unterfinanziert. 40 Prozent der Hamburger Kinder sind nicht Mitglied in einem Sportverein.<br>Das ist kein Zufall. Das ist eine politische Entscheidung darüber wer Sport bekommt und wer nicht. Olympia würde diese Entscheidung weiter zugunsten des Hochleistungssports verschieben – und zulasten des Breitensports, des Vereinssports, des Schulsports.

<h2 class="wp-block-heading">Was Olympia mit der Stadt macht</h2>

<p>Ich wohne in Lohbrügge. Meine Töchter gehen in Allermöhe zur Schule. Ich kenne den Wohnungsmarkt in Bergedorf. Und ich weiß was olympische Zonen bedeuten: Verdrängung. Wohnraum wird teurer, Gewerbetreibende werden verdrängt, Quartiere werden umgebaut für ein dreiwöchiges Sportereignis.<br>London, Rio, Tokio – überall dasselbe Muster. Die Infrastruktur die danach bleibt ist oft zu groß, zu teuer im Unterhalt, zu wenig genutzt. Die Schulden bleiben Jahrzehnte.<br>Hamburg hat andere Probleme die gelöst werden müssen. Und 15 Milliarden Euro hätten andere Verwendungen die mehr Menschen nützen.

<h2 class="wp-block-heading">Was stattdessen helfen würde</h2>

<p>Sport für alle – das ist keine Utopie. Es ist eine politische Entscheidung. Hallenbäder modernisieren statt schließen. Vereinsbeiträge senken damit auch Kinder aus einkommensschwachen Familien dabei sein können. Schulsport finanzieren. Sportflächen in den Stadtteilen ausbauen – auch in Lohbrügge, auch in Bergedorf.<br>Das kostet Geld. Deutlich weniger als Olympia. Und es nützt den Menschen die hier leben, nicht den Sponsoren und dem IOC.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich per Briefwahl abstimme</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img width="863" height="1024" loading="lazy" decoding="async" src="data:image/svg+xml;base64,PHN2ZyB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciIHdpZHRoPSI4NjMiIGhlaWdodD0iMTAyNCI+PHJlY3Qgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iMTAwJSI+PGFuaW1hdGUgYXR0cmlidXRlTmFtZT0iZmlsbCIgdmFsdWVzPSJyZ2JhKDE1MywxNTMsMTUzLDAuNSk7cmdiYSgxNTMsMTUzLDE1MywwLjEpO3JnYmEoMTUzLDE1MywxNTMsMC41KSIgZHVyPSIycyIgcmVwZWF0Q291bnQ9ImluZGVmaW5pdGUiIC8+PC9yZWN0Pjwvc3ZnPg==" alt="" class="wp-post-2999 wp-image-3011 size-full" data-public-id="1000177694/1000177694.jpg" data-format="jpg" data-transformations="f_auto,q_auto" data-version="1780862033" data-seo="1" data-responsive="1" data-size="863 1024" data-delivery="upload" onload=";window.CLDBind?CLDBind(this):null;" data-cloudinary="lazy" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Weil jede Stimme zählt. Weil Volksentscheide in Hamburg gezeigt haben dass Bürgerinnen und Bürger etwas bewegen können wenn sie sich einbringen – der Zukunftsentscheid für Klimaneutralität 2040 war so ein Moment.<br>Ich bin Mitglied im Bezirksvorstand der Linken Bergedorf und Mitglied im Umweltausschuss. Ich habe in den letzten Wochen Haustürgespräche in Lohbrügge geführt, Menschen erklärt warum wir gegen die Olympiabewerbung sind. Jetzt setze ich selbst das Kreuz.<br>Nein zu Olympia. Ja zum Sport. Für alle.</p>
</div></div>



<p></p>
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